Gesundheitswelt Chiemgau Aktiengesellschaft

Bad Endorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

1. Grundlagen und Geschäftsmodell des Konzerns

1.1. Konzernstruktur

Die Gesundheitswelt Chiemgau AG (GWC AG) befindet sich im Mehrheitsbesitz der Marktgemeinde Bad Endorf. Die Marktgemeinde besitzt mittel- bzw. unmittelbar ca. 76% der Aktien des Unternehmens. Die übrigen ca. 24% der Aktien befinden sich im Streubesitz und werden im Freiverkehr an der Börse München gehandelt (WKN A31 C31).

An der Spitze des Konzerns steht die GWC AG. Als zentrale Management-Holding nimmt sie Aufgaben der Konzernführung wahr. Dies sind insbesondere die Bereiche Unternehmensentwicklung und Projektmanagement, Finanzen & Controlling, Risikomanagement, Personal, IT-Management, Datenschutz, Marketing & Kommunikation, Einkauf, Qualitätsmanagement und Energiemanagement. Als eigene direkte Geschäftsfelder betreibt sie die Gesundheitsakademie Chiemgau und den Kultursaal am Park.

Die Gesundheitswelt Chiemgau AG hält unmittelbar und mittelbar Beteiligungen an sechs Tochterunternehmen: Klinik St. Irmingard GmbH, Klinik ChiemseeWinkel Seebruck GmbH, Chiemgau Thermen GmbH, Ströbinger Hof GmbH, Simssee Klinik GmbH und Ambulantes Rehazentrum Rosenheim GmbH. Dabei wird die Ambulantes Rehazentrum Rosenheim GmbH durch die Simssee Klinik GmbH gehalten.

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1.2. Leitung und Kontrolle

1.2.1. Zweigeteilte Führungs- und Überwachungsstruktur

Die Gesundheitswelt Chiemgau AG verfügt über die in Deutschland übliche zweigeteilte Leitungs- und Überwachungsstruktur. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung und legt die strategische Ausrichtung fest. Der Aufsichtsrat bestellt, berät und überwacht den Vorstand.

1.2.2. Vorstands- und Managementteam

Die Gesundheitswelt Chiemgau AG als Muttergesellschaft des Konzerns wurde im Berichtsjahr 2024 durch den Vorstand Dipl.-Kfm. Dietolf Hämel vertreten und fungiert in erster Linie als Holding und Besitzgesellschaft für die insgesamt sechs Tochtergesellschaften und die entsprechenden im Eigentum befindlichen Immobilien. Des Weiteren ist sie als Eigentümerin zuständig für die Heilwasser-Bohrungen II und III in Bad Endorf.

In der Holding sind zentrale Dienstleistungen wie z.B. das Finanzwesen, das Personalwesen, die IT und das Marketing & Kommunikation gebündelt. Aus den Bedarfen der einzelnen Tochtergesellschaften, die sich aus den verschiedenen strategischen Herausforderungen ergeben, leiten sich dort eigene Funktionalstrategien ab.

1.3. Geschäftstätigkeit

1.3.1. Geschäftsbereich Medizin

Die Gesundheitswelt Chiemgau AG betreibt mehrere medizinische Einrichtungen in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein. Darunter die Simssee Klinik in Bad Endorf mit Abteilungen für konservativ-orthopädische und psychosomatischer Akutmedizin sowie orthopädischer und geriatrischer Rehabilitationsmedizin. Die Klinik St. Irmingard in Prien mit Fokus auf onkologische und kardiologische Rehabilitation sowie psychosomatische Akutkrankenhausbehandlung mit einer Spezialabteilung für Psychotraumatologie. Zudem die Privatklinik ChiemseeWinkel in Seebruck für psychosomatische Akutbehandlung.

Ergänzt wird das Angebot durch zwei ambulante Rehazentren in Bad Endorf und Rosenheim.

1.3.2. Geschäftsbereich Touristik

Die Gesundheitswelt Chiemgau ist im Geschäftsbereich Touristik mit der Chiemgau Thermen GmbH sowie der Ströbinger Hof GmbH vertreten. Die Angebote der Unternehmen ermöglichen unseres Erachtens attraktive Pakete. Gemäß dem Leitbild der GWC AG rücken wir dabei die Erhaltung der Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Gäste in den Vordergrund.

Das ortsgebundene Heilmittel Wasser wird aus zwei konzerneigenen Thermalsolequellen gefördert und anschließend für die Nutzung in den Thermenbecken aufbereitet. Dieses Heilwasser ist die Basis des umfassenden Angebots für Erholungs- und Gesundheitsurlaub in der Region. Die Zielgruppen sind neben Tagesgästen aus Oberbayern Touristen aus ganz Deutschland.

Das Thermenhotel Ströbinger Hof ist ein 4-Sterne-Hotel. Über einen beheizten Bademantel-Gang gelangen die Gäste wettergeschützt vom Hotel in die Therme.

Abgerundet werden die Aktivitäten im Geschäftsbereich Touristik durch die Gesundheitsakademie Chiemgau, die gesellschaftsrechtlich als Profit-Center der GWC AG zugeordnet ist. Hier werden Leistungen aus den Geschäftsfeldern Touristik und Medizin gebündelt und vermarktet. Im Fokus stehen dabei Dienstleistungen rund um die betriebliche Gesundheitsförderung, wie z. B. medizinische Prävention und Fitness-Checks, und individuell auf die Bedürfnisse von Unternehmen gestaltete Seminare, die in Präsenz und online angeboten werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft erfuhr in 2024 einen erneuten Rückgang der Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt = BIP) um 0,2% (preisbereinigt) gegenüber dem Vorjahr. Maßgeblich verantwortlich dafür waren u.a. hohe Energiekosten, das weiterhin hohe Zinsniveau sowie unsichere wirtschaftliche Aussichten.

Während sich die Dienstleistungsbranche mit +0,8% insgesamt leicht positiv entwickelte, erfuhren insbesondere das Verarbeitende Gewerbe mit -3,0% und das Baugewerbe mit -3,8% eine deutliche Abnahme der Bruttowertschöpfung.

Gestützt wurde die deutsche Wirtschaft dabei insbesondere von den Konsumausgaben des Staates mit +2,6%. Bruttoanlage Investitionen, insbesondere Bau- und Ausrüstungsinvestitionen, nahmen mit -2,8% ggü. dem VJ deutlich ab.

Der Arbeitsmarkt erreichte in 2024 zwar insgesamt einen neuen Höchststand bei den Erwerbstätigen, verlor aber gegen Ende 2024 wieder an Triebkraft und stagnierte. Die Dienstleistungsbereiche (Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit) profitierten, wohingegen das Produzierende Gewerbe und das Baugewerbe Verluste zu verzeichnen hatten.[1]

Die oben genannten gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen, insbesondere die hohen Energiekosten, aber auch das hohe Zinsniveau sowie die Lage auf dem Arbeitsmarkt wirkten sich dabei mittel- und unmittelbar herausfordernd auf die wirtschaftliche Situation der Gesundheitswelt Chiemgau in 2024 aus.

In den folgenden Ausführungen werden weitere wesentliche Entwicklungen sowie Herausforderungen in den für uns relevanten Branchen und Märkten dargestellt.

2.1.1. Branchenentwicklung im Akutkrankenhausmarkt

Das vergangene Jahr 2024 war geprägt vom Ringen um die Krankenhausreform von Gesundheitsminister Lauterbach. Seit längerem ist klar, dass die Herausforderungen, die auf das Gesundheitswesen und insbesondere die Krankenhausversorgung zukommen, wie z.B. die älter werdende Bevölkerung, Ausscheiden der Babyboomer aus dem Arbeitsleben, Fachkräftemangel oder Finanzierbarkeit, eine grundlegende Reform erfordern.

Laut Bundesgesundheitsministerium (BMG) werden mit der Krankenhausreform folgende zentrale Ziele verfolgt: „Sicherung und Steigerung der Behandlungsqualität, Gewährleistung einer flächendeckenden medizinischen Versorgung für Patientinnen und Patienten, Steigerung der Effizienz in der Krankenhausversorgung sowie Entbürokratisierung“.[2]

Erreicht werden soll dies mit einer teilweisen Änderung der Finanzierung, 60% der Vergütung sollen über Vorhaltepauschalen beglichen werden. Die meisten Leistungen dürfen nur noch erbracht werden, wenn die Länder dem Krankenhaus die entsprechende Leistungsgruppe zuteilen und das Haus die geforderten Qualitätskriterien erfüllt. Häuser, die die Leistungsgruppe nicht erhalten, dürfen die Behandlung nicht mehr erbringen.

Das soll den Anreiz zur Mengensteigerung reduzieren, die meisten Behandlungen auf Zentren vereinen und somit Qualität, Transparenz und Bezahlbarkeit verbessern.

Dass eine Reform notwendig ist, ist die in der Politik vorherrschende Meinung, ebenso sind die vom BMG genannten Ziele konsensfähig. Über den Weg sowie die geeigneten Instrumente wurde aber heftig gestritten.

Mitte Oktober wurde das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) vom Bundestag beschlossen, nach intensiven Diskussionen dann Mitte November auch vom Bundesrat. Es trat zum 01.01.2025 in Kraft.

Nach wie vor gibt es viele Ungereimtheiten und Unsicherheiten. Die Reformen der Notfallversorgung und des Rettungsdienstes fehlen. Die besonders in Bayern zahlreichen Fachkliniken wurden zunächst ganz vergessen. Erst auf Intervention der Länder gibt es mittlerweile einen zumindest vagen Plan, hier Regelungen zu treffen. Viele Spezialgebiete wie zum Beispiel die konservative Orthopädie und Schmerztherapie, sind nicht abgebildet. Die Finanzierung des Transformationsfonds ist zudem nicht gesichert und umstritten.

Zur Umsetzung des KHVVG sind nun Rechtsverordnungen zur Ausgestaltung der Leistungsgruppen, zur Regelung der Mindestvorhaltezahlen und zum Transformationsfonds notwendig. Diese sind im Bundesrat zustimmungspflichtig. Hier ist weiterer Streit vorprogrammiert.

Im Februar 2025 wurde ein neuer Bundestag gewählt. Man darf gespannt sein, wie die neue Regierungskoalition sich mit dieser Mammutaufgabe mit welcher Zielrichtung beschäftigen wird.

2.1.2. Branchenentwicklung im Rehabilitationsmarkt

Die Anzahl der medizinischen Rehabilitationsleistungen in Deutschland ist in den letzten Jahren laut Bericht des Bundesverband Deutscher Privatkliniken BDPK angestiegen, wenn auch das „Vor-Corona-Niveau“ weiterhin nicht erreicht werden konnte.[3] Die alternde Bevölkerung („Demografie“), die Zunahme von chronischen Erkrankungen und der wachsende Bedarf an postakuter Versorgung lässt erwarten, dass sich eine erhöhte Nachfrage nach Rehabilitationsleistungen ergeben wird. Der Reha-Bericht 2024 der Deutschen Rentenversicherung zeigt, dass die höheren Altersgruppen als besonders „rehabilitationsintensiv“ gelten.[4]

Dabei bleibt die wirtschaftliche Lage von Reha- und Vorsorgeeinrichtungen weiterhin - wie der BDPK berichtet - extrem angespannt. Die Reha Branche sieht sich mit finanziellen Herausforderungen konfrontiert. Steigende Kosten, insbesondere bei Personalausgaben und im Energiesektor, belasten die Einrichtungen.[5] Reha-Einrichtungen stehen in starker Konkurrenz zu anderen medizinischen Leistungserbringern bei der Personalgewinnung. Wobei im Vergleich zur Reha zum Beispiel im Akutkrankenhaussektor durch die Ausgliederung des Pflegebudgets die Akut-Einrichtungen in der Lage sind, diese Kosten vollumfänglich geltend zu machen, so dass eine Tendenz besteht, höhere Vergütungen zu zahlen, was den Druck auf die Rehabilitationseinrichtungen zusätzlich erhöht.[6]

Gleichzeitig gibt es eine hohe Zahl krankheitsbedingter Ausfälle beim Personal. Die zum Teil dadurch leerstehenden Betten verursachen teilweise erhebliche Umsatzeinbußen.

Daneben ist der Reha-Markt aktuell und vor allem in den nächsten Jahren geprägt von strukturellen Veränderungen. So gelten seit Juli 2023 zum Beispiel neue Regelungen für die Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Rentenversicherung und den Reha-Einrichtungen wie z.B. die qualitätsorientierte Belegungssteuerung.

2.1.3. Branchenentwicklung im Thermenmarkt

Europas Freizeitbäder und Thermen befinden sich nach Abschluss der Pandemie weiter im Aufwind: auch wenn derzeit noch keine flächendeckenden belastbaren Zahlen 2024 für die gesamte Thermen- und Bäderbranche Deutschlands vorliegen, so kann man doch an den bereits veröffentlichen Zahlen einzelner Betriebe wie dem Marktprimus Thermen Erding ablesen, dass der Trend insgesamt weiter deutlich nach oben zeigt. Auf einen ähnlichen Trend deuten die Zahlen aus dem Nachbarland Österreich hin, bei dem der Gesamtmarkt ein Wachstum von 1,4 Prozent bezogen auf die Besucherzahlen verzeichnete und insbesondere die Bäderbetriebe der an Deutschland grenzenden Bundesländer Tirol und Oberösterreich von einem guten Gesamtergebnis sprechen.[7]

Die Einschränkungen der Schwimm- und Bademöglichkeiten während der Pandemie schärften offensichtlich bei vielen Gästen den Blick auf die Bedeutung gesundheitsbewusster Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung in den Freizeitbädern und Thermen. Dadurch bedingt akzeptierten viele Gäste auch die erneuten Preiserhöhungen in 2024, die durch die Betreiber mit stark steigenden Energiekosten und die anhaltend hohe Inflation nachvollziehbar begründet werden konnten.

Ein ähnliches Bild zeichnet auch die Fachzeitschrift „Bäderportal“ in einer ersten Erhebung zur Freibadsaison aus dem Oktober 2024. Über das wetterbedingte Nord-Süd-Gefälle hinaus, bei dem im Jahr 2024 der Norden und Osten auf relativ trockenes und sonniges Wetter zurückblicken konnten, der Süden aber unter längeren feuchten und weniger sonnigen Perioden insbesondere in den Ferien leiden musste, bilanzieren die meisten Bäder ihre Besucherzahlen mit einem Gesamtanstieg von 4 Prozent zufrieden, aber nicht euphorisch.

2.1.4. Branchenentwicklung im deutschen Fitnessmarkt

Die Fitness- und Gesundheitsanlagen zählen weiterhin zu den wichtigsten Akteuren für eine flächendeckende bewegungsbezogene Netzwerkstruktur in Deutschland. Die positive Entwicklung des Fitnessmarktes nach der Pandemie hat sich fortgesetzt, wie die aktuelle Deloitte-Studie zum deutschen Fitnessmarkt 2024 zeigt.[8]

Insgesamt zeigt der deutsche Fitnessmarkt eine robuste Erholung und nähert sich dem Vor-Pandemie-Niveau an, wobei die Entwicklung des Marktes die veränderte Einstellung der Bevölkerung zu Gesundheit und Fitness widerspiegelt.

2.1.5. Branchenentwicklung im Hotelleriemarkt

Aktuelle Marktanalysen zeigen, dass die deutschen Spitzenhotels sich gut behaupten konnten. Trotz der Herausforderungen durch die Pandemie und steigende Betriebskosten konnten diese Hotels auf hohem Niveau operieren.

2.2. Geschäftsverlauf

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Die für den Konzern bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren stellen die Umsatzerlöse sowie das Konzernbetriebsergebnis (EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern) dar.

Der Konzern-Umsatz der Gesundheitswelt Chiemgau AG konnte im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 7,6% auf TEUR 78.151 gesteigert werden. Das Konzern-EBIT ist aufgrund der weiterhin hohen inflationären Kostensteigerungen und insbesondere der Personalkostensteigerungen um TEUR 775 auf TEUR 3.928 gesunken.

Die Auslastungsraten in den Kliniken konnten deutlich gesteigert werden. Vor dem Hintergrund des auch in 2024 herrschenden und weiterhin andauernden Fachkräftemangels ist dies ganz besonders wertzuschätzen.

Die Leistungszahlen in der Touristik sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken.

Neben der weiterhin erneuten signifikanten Anpassung unserer hausindividuellen Entgeltstruktur im Klinikbereich haben wir unsere Verantwortung als Arbeitgeber durch die Zahlung einer für im Frühsommer 2024 geplanten Inflationsausgleichsprämie auch monetär wahrgenommen.

2.2.1. Klinik St. Irmingard GmbH

Die Klinik St. Irmingard GmbH erzielte auch im Jahr 2024 ein positives Jahresergebnis und übertraf mit dem Betriebsergebnis die Erwartungen des Vorstands im Rahmen des Wirtschaftsplans.

Mit einer Auslastung von 98,3% (Vj. 96,7%) bei regelhaft parallel bestehenden Wartelisten in allen vier Indikationen - der Onkologie, der Kardiologie, der Psychosomatik sowie der Psychotraumatologie - kann rückblickend einmal mehr von einer nahezu Vollauslastung der gesamten Klinik gesprochen werden.

Hervorzuheben ist, dass die Klinik St. Irmingard GmbH erneut zum dritten Mal in Folge die Auszeichnung als „Top-Arbeitgeber“ der Bewertungsplattform kununu.com, erhalten hat. Dies sehen wir als Zeichen der Wertschätzung gegenüber unserer Klinik an.

Finanziell haben wir die Anpassung der Vergütung zum November 2023 im Jahr 2024 verstetigt und erweisen uns damit einmal mehr als zuverlässiger Arbeitgeber, der nicht nur eine sinnhafte Tätigkeit möglich macht, sondern auch das Team in den Mittelpunkt stellt.

Im Rahmen einer Ruhestandsregelung konnten wir in 2024 die chefärztliche Verantwortung der Abteilung für Psychosomatik an Herrn Dr. Stattrop übergeben und freuen uns über die Nachbesetzung der Chefarztstelle. Herr Dr. Stattrop kennt durch die regionale Verbundenheit relevante Strukturen und Stakeholder im Chiemgau.

2.2.2. Simssee Klinik GmbH

Die Simssee Klinik GmbH erzielte auch im Jahr 2024 ein positives Jahresergebnis und übertraf mit dem Betriebsergebnis die Erwartungen des Vorstands im Rahmen des Wirtschaftsplans.

Die Belegung der Klinik lag mit 90,2% (VJ 89,1%) wieder auf einem hohen Niveau[9] und spiegelt die gute Akzeptanz und den guten Ruf[10] der Simssee Klinik GmbH. Auch das Ambulante Rehazentrum Bad Endorf sowie die Mobile Geriatrische Rehabilitation erfüllten im Gesamtjahr 2024 die Erwartungen der Geschäftsführung/ Vorstands.

Einen maßgeblichen Anteil an der stabilen und erfolgreichen Gesamtlage der Simssee Klinik haben unsere engagierten und qualifizierten Mitarbeitenden. Trotz der immer schwieriger werden Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens und dem stetig zunehmenden Fachkräftemangel haben unsere Mitarbeitenden die Patientenversorgung in der Simssee Klinik GmbH wieder sehr gut sichergestellt. Um als Arbeitgeber weiter attraktiv zu sein, legen wir einen hohen Stellenwert auf die Themen Mitarbeiterorientierung, Arbeitsatmosphäre, Arbeitsbedingungen und Weiterqualifizierung. Ein wichtiger Bestandteil ist für uns hierbei auch die angemessene Vergütung der guten Leistungen unserer Mitarbeitenden. Daher entwickeln wir unsere Betriebsvereinbarung zur Eingruppierung und Vergütung gemeinsam mit dem Betriebsrat kontinuierlich weiter und realisieren regelmäßige Gehaltsanpassungen.

Die Entwicklung der Simssee Klinik GmbH ist auch weiterhin geprägt von den gesundheitspolitischen Entwicklungen und gesetzlichen Veränderungen. Aufgrund unserer Struktur als „Gemischte Anstalt“ mit den Rehabilitationsbereichen Orthopädie und Geriatrie und den Akut-Krankenhausabteilungen Psychosomatik und konservative Orthopädie treffen uns derzeit verschiedenste gesetzliche Änderungen mit vergütungsrelevanten Auswirkungen. Im Bereich der Psychosomatik sind dies das PEPP-Entgeltsystem und die Personalvorgaben der PPP-RL.

In der Rehabilitation beschäftigen uns die Auswirkungen des neuen DRV-Vergütungssystems auf Basis der Trio-Gesetzgebung, sowie die Auswirkungen des IPReG und der geplanten Bundesrahmenempfehlungen. In der Konservativen Akut-Orthopädie kämpfen wir mit den Auswirkungen des KHVVG, der PPUGV sowie der PPBV und arbeiten intensiv an Strategien zum Erhalt dieses Leistungsangebotes.

Diese gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie auch die Entwicklungen am Arbeitsmarkt und der zunehmende Fachkräftemangel sind wichtige Einflussfaktoren mit denen wir uns bei der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens beschäftigen. Daraus abgeleitet arbeiteten wir auch in 2024 kontinuierlich an Projekten wie beispielsweise dem Ausbau des Recruitings ausländischer Fachkräfte, der Schärfung unseres stationären Leistungsangebotes, dem Ausbau des ambulanten Leistungsangebotes, der Optimierung unserer Prozesse und der Verbesserung unseres Qualitätsmanagementsystems.

Im letzten Jahr konnten wir im Bereich der Orthopädisch-unfallchirurgischen Rehabilitation mit der DGUV den Vertrag zu Beteiligung an der Arbeitsplatzbezogenen Muskuloskelettalen Rehabilitation (ABMR) vereinbaren.

Im Ambulanten Rehazentrum in Bad Endorf konnte das in 2023 neu eingeführte KIS weiter stabilisiert und die Prozesse weiterentwickelt werden. Des Weiteren haben wir den Gerätepark unserer Medizinischen Trainingstherapie im Rehazentrum erneuert.

Um die Simssee Klinik GmbH und unser Leistungsspektrum auch modern und transparent nach außen darzustellen, wurde im Jahr 2024 unsere Homepage neu aufgesetzt und ein Projekt zur Verbesserung unserer Präsenz in den sozialen Medien gestartet.

Wie in den vergangenen Jahren wurden auch im Berichtsjahr 2024 wieder viele Maßnahmen zum Erhalt und zur Weiterentwicklung unserer Gebäudeinfrastruktur realisiert. Dies umfasste beispielsweise Bodenerneuerungen, die Renovierung von Umkleiden, die Verlagerung unserer Flächen für das „freie Training“, die Erneuerung eines Aufzuges, den Einbau neuer Fenster, die Instandsetzung technischer Anlagen, u. v. m.

2.2.3. Ambulantes Rehazentrum Rosenheim GmbH

Die Ambulantes Reha- und Gesundheitszentrum Rosenheim GmbH erzielte im Jahr 2024 ein, im Vergleich zum Vorjahr, sehr gutes Betriebsergebnis in Höhe von 299,8 T€ (VJ -70,7 T€).

Maßgeblich hierfür waren eine stabile Personalbesetzung insbesondere im Bereich der Physiotherapie und die nun umfänglich greifenden Auswirkungen des im Jahr 2021 abgeschlossenen strategischen Projektes zur Erweiterung der Behandlungsplätze in Rosenheim.

Einen wichtigen Anteil an dieser guten Entwicklung haben auch im Rehazentrum in Rosenheim unsere motivierten und qualifizierten Mitarbeitenden. Um dieses Engagement angemessen zu honorieren wurden die für die Simssee Klinik GmbH vereinbarten Gehaltsentwicklungen auch im Rehazentrum Rosenheim in gleicher Weise umgesetzt.

Wichtige strategische Projekte in Rosenheim sind ähnlich wie in der Simssee Klinik GmbH die Umsetzung der Veränderungen durch das neue DRV-Vergütungssystem auf Basis der Trio-Gesetzgebung, der Ausbau des Recruitings ausländischer Fachkräfte und die Weiterentwicklung unseres Leistungsspektrums und unseres Qualitätsmanagementsystems.

Im Ambulanten Rehazentrum in Bad Endorf konnte das in 2023 neu eingeführte KIS weiter stabilisiert und die Prozesse weiterentwickelt werden.

2.2.4. Klinik ChiemseeWinkel Seebruck GmbH

Das Jahr 2024 konnte auch in unserer Klinik ChiemseeWinkel erneut erfolgreich abgeschlossen werden. Mit einer Auslastung von 85,2% (VJ 83,2%) konnten die 52 Betten der Privatklinik für psychosomatische Medizin erneut auf einem guten Niveau ausgelastet und die Auslastung des Vorjahres nochmals übertroffen werden. Parallel sahen wir auch in 2024 erneut saisonale Schwankungen in der stationären Nachfrage nach psychosomatischer Therapie, die im abgelaufenen Jahr erstmals in den Sommermonaten zu rückläufiger Belegung geführt hat. Dies konnte aber über eine starke Belegung im Frühsommer und Herbst kompensiert werden und führte kumuliert zum besten Belegungsjahr seit Gründung der Klinik in 2017. Somit haben wir mit erneut höherer Auslastung den Grundstein für eine mögliche Erweiterung der Klinik in den nächsten Jahren gelegt.

Wie auch in den vergangenen Jahren haben wir die Vergütungskomponente der Klinik ChiemseeWinkel auch in 2024 erneut an den Abschluss der Schwesterklinik in Prien angelehnt und die Anpassung der Tabellenentgelte aus dem November 2023 in 2024 verstetigt. Somit waren wir auch in 2024 erneut ein verlässlicher Partner für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das hohe Vertrauen in die Klinik als Unternehmen zeigt sich auch in der erstmal erreichten Wertschätzung als „TOP Arbeitgeber“, ausgezeichnet durch die Bewertungsplattform kununu.com. Auch die Tatsache, dass in 2024 erneut der Stellenplan in einem hoch kompetitiven Wettbewerbsumfeld nachhaltig besetzt werden konnte und so Kosten für externe Leiharbeitskräfte gänzlich vermieden wurden, zeigt die Attraktivität als Arbeitgeber sowie ein positives Personalmanagement der Klinik sowie der Gesundheitswelt Chiemgau AG.

Im Bereich der Sachkosten sahen wir uns auch in 2024 der Notwendigkeit gegenüber, Kosten aktiv zu managen. Wenngleich die Dynamik der Inflationsentwicklung in 2024 etwas abgeflacht ist, so bleibt der Umgang mit dem sich verstetigt hohen Preisniveau eine nachhaltige Herausforderung.

Das abgelaufene Jahr 2024 konnte somit erneut erfolgreich abgeschlossen werden. und legt die Basis für unser Ziel, in den nächsten Jahren die Klinik ChiemseeWinkel um weitere stationäre Behandlungsplätze zu verstärken. Die entsprechenden Verhandlungen mit einer möglichen Verpächterin laufen und bieten somit die Chance, in der einzigartigen Lage am Ufer des Chiemsees zu wachsen. Für die erweiterte Verantwortung und die nachhaltige Weiterentwicklung in unserer Klinik werden wir in 2025 die chefärztliche Verantwortung neu besetzen.

2.2.5. Gesundheitsakademie Chiemgau

Die Gesundheitsakademie Chiemgau konnte ihre Markenpräsenz auf dem Fortbildungsmarkt weiter ausbauen und erzielte einen Gesamtumsatz in Höhe von 516,9T€ (VJ 499,6 T€) im Geschäftsjahr 2024. Weitere Produktfelder des B2B Profitcenter zeigten eine weiterhin sehr positive Entwicklung, wodurch Synergien für den gesamten Konzern entstanden: Im Bereich der Medical Check Ups in den Kliniken kam es zu einer Steigerung des Auftragsvolumens, bei den in der GWC durchgeführten Gruppenprogrammen wurde das Auftragsniveau gehalten.

2.2.6. Chiemgau Thermen GmbH

Die Chiemgau-Thermen blicken auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2024 zurück. Trotz einer insgesamt positiven Entwicklung bei Umsätzen und Besucherzahlen sah sich das Unternehmen mit unerwarteten Instandhaltungskosten und gestiegenen Betriebskosten konfrontiert. Besonders ins Gewicht fielen dabei ein größerer technischer Defekt sowie ein Bauschaden im Wellness-Bereich. Diese unvorhergesehenen Ausgaben, gepaart mit allgemeinen Kostensteigerungen, führten dazu, dass die Ergebnisse des Vorjahres und unsere Erwartungen nicht erreicht werden konnten.

Erfreulich entwickelte sich hingegen das Profit-Center Promoveo Fitnesszentrum. Es konnte die Mitglieder- und Umsatzzahlen aus der Zeit vor der Pandemie nicht nur erreicht, sondern sogar deutlich übertroffen werden. Dies geschah früher als in Branchenprognosen erwartet.

Die anhaltend ungünstige Kostenentwicklung stellten weitere Herausforderungen dar. Dennoch gelang es, die Energiekosten durch effizientes Management und Optimierungen in den Prozessabläufen vergleichsweise günstig zu halten.

Eine bedeutende Veränderung ergab sich im Herbst 2024 durch die vorübergehende Schließung des Hotels Ströbinger Hof. Dies wirkte sich spürbar auf die Besucherzahlen und Umsätze der Therme aus, da die Hotelgäste in der Vergangenheit einen wichtigen Beitrag zu den Einnahmen in verschiedenen Bereichen geleistet hatten.

Trotz dieser Herausforderungen bleiben die Chiemgau-Thermen zuversichtlich für die Zukunft und arbeitet weiterhin an der Optimierung ihrer Angebote und Betriebsabläufe.

2.2.7. Ströbinger Hof GmbH

Das Thermenhotel Ströbinger Hof wurde im Mai 2024 von der Dehoga als 4-Sterne Superior-Hotels ausgezeichnet. Die kontinuierliche Qualitätsverbesserungen, der hohe Stammkundenanteil, die hohe Mitarbeiterzufriedenheit und die direkte Anbindung an die Chiemgau Thermen bilden die Grundlagen des Erfolges.

Im März 2024 wurde auf dem Nachbargrundstück, das sich im Eigentum unseres Konzerns befindet, mit den Bauarbeiten für die Hotelerweiterung begonnen. Im August erfolgte dann der Abriss eines Tagungsraumes direkt am Hotel. Am 04.November 2024 wurde der Ströbinger Hof wegen den Sanierungsarbeiten im Bestandsgebäude vorübergehend geschlossen, die Wiedereröffnung ist für Mai 2025 geplant. Trotz dieser massiven Eingriffe und Lärmbelästigungen in der laufenden Saison, welche zu Margenverlusten und niedrigeren Zimmerpreisen führten, erwirtschaftete das Hotel ein positives Betriebsergebnis.

2.2.8. Gesundheitswelt Chiemgau AG (Holding)

Die Gesundheitswelt Chiemgau AG ist die Muttergesellschaft des Konzerns und fungiert hauptsächlich als Management-Holding für die insgesamt sechs Tochtergesellschaften.

Sie betreibt zudem die Gesundheitsakademie Chiemgau als eigenes, marktorientiertes Profit-Center.

Sie ist darüber hinaus Eigentümerin der Immobilien für den Betrieb der Tochtergesellschaften am Standort Bad Endorf sowie der Heilwasser-Bohrungen II und III in Bad Endorf.

Wie auch in der Vergangenheit berichtet muss die in unserem Eigentum befindliche Heilwasserbohrung II saniert werden. Das finanzielle Großprojekt, das vom Freistaat Bayern nach aktuellem Stand mit einer Summe von Mio. EUR 3,6 gefördert wird-, befindet sich in der entscheidenden Phase, wobei sich der Umsetzungszeitpunkt aufgrund umfangreicher behördlicher Genehmigungsprozesse und EU-weiter Ausschreibungsprozesse verzögert hat. Die Erstellung des Bohrplatzes ist für das Frühjahr 2025, die Sanierung der Bohrung selbst für den Sommer 2025 und der notwendige Bau der Obertageanlage als Abschluss der gesamten Maßnahme bis Mitte 2026 geplant.

In der GWC-Holding werden operative und strategische Dienstleistungen für die Tochtergesellschaften zentral gebündelt, darunter: Finanzwesen, Personalwesen, Unternehmensentwicklung & Projektmanagement, IT-Management und Datenschutz, Marketing & Kommunikation sowie Einkauf.

Der Bereich Finanzen und Controlling spielt für die Steuerung des Konzerns eine entscheidende Rolle. Neben der wirtschaftlichen Steuerung des operativen Jahresgeschäfts, ist die Arbeit geprägt von wichtigen wirtschaftlichen Bewertungen strategischer Projekte. Ebenfalls hat auf Basis der bisher entwickelten Nachhaltigkeitsstrategie der GWC in 2024 der Aufbau einer Nachhaltigkeitsberichtserstattung begonnen.

Personal ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Zukunft. Die GWC-Personalstrategie wurde im Jahr 2024 weiter vorangetrieben und wird auch in den kommenden Jahren ein wichtiges Thema bleiben: zu den Schwerpunkten im Berichtsjahr gehörten die Weiterentwicklung der Vergütungseingruppierung, insbesondere im medizinischen Bereich. Es wurde beschlossen, perspektivisch eine Mitarbeiter-Gutscheinkarte mit steuerlichen Vorteilen einzuführen. Darüber hinaus wurde das Auslandsrecruiting intensiviert und die Kapazitäten für Mitarbeiterwohnungen ausgebaut. Auch das Konzept der GWC als Ausbildungsbetrieb wurde neugestaltet, attraktiver gemacht und ausgebaut, insbesondere auch in Berufen der Speisenversorgung.

Im Zentralen Einkauf lag im Jahr 2024 - neben den wichtigen strategischen Einkaufsverhandlungen zur Abfederung der jährlich steigenden Lieferantenforderungen und auch der Unterstützung beim Verhandlungsprozess mit den externen Baufirmen bei strategischen Großprojekten wie z.B. der Erweiterung des Thermenhotels Ströbinger Hof - der Schwerpunkt vor allem auch in der Implementierung und Umsetzung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes.

Im IT-Management lag der Fokus auf der Unterstützung der Go-Live-Phasen des neuen Klinikinformationssystems in der Simssee Klinik GmbH und der Klinik St. Irmingard GmbH. Zudem wurde die Umsetzung der Anforderungen aus dem Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) zur Digitalisierung vorangetrieben. Ein weiterer Schwerpunkt im Jahr 2024 war die Stärkung der Informationssicherheitssysteme, unter anderem auch mit der Entscheidung für ein Security Operations Centers zur Abwehr von Cyberangriffen.

3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Der Konzern Gesundheitswelt Chiemgau besteht aus der Muttergesellschaft GWC AG und den 100%igen Tochtergesellschaften Simssee Klinik GmbH, Klinik St. Irmingard GmbH, Klinik ChiemseeWinkel Seebruck GmbH, Chiemgau Thermen GmbH, Ströbinger Hof GmbH sowie der Ambulantes Rehazentrum Rosenheim GmbH, deren Anteile von der Simssee Klinik GmbH gehalten werden.

Bei den folgenden tabellarischen Darstellungen kann es zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

3.1. Geschäftsverlauf des Konzerns im Überblick

Der Konzern-Umsatz der Gesundheitswelt Chiemgau AG hat sich im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 7,6% auf TEUR 78.151 gesteigert. Dagegen ist das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 4.703 auf TEUR 3.928 gesunken.

3.2. Vergleich der im Vorjahr berichteten Prognose mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung

Der Prognosebericht des Lageberichts 2023 war auf Grundlage der unklaren geopolitischen Entwicklungen geprägt von Unsicherheiten auf mögliche Entwicklungen der Ertrags- und Aufwandsbereiche.

Grundsätzlich haben sich aber folgende Kernaussagen bestätigt:

Der auf Konzernebene prognostizierte moderate Ausbau der Umsätze ist eingetreten.

Im Geschäftsbereich Touristik ist der prognostizierte Umsatzrückgang eingetreten.

Im Geschäftsbereich Medizin ist die solide Steigerung der Belegungs- und Auslastungsquoten eingetreten, insbesondere konnten die in den Ambulanten Rehazentren verkauften Therapieeinheiten deutlich ausgeweitet werden.

Die Personalaufwendungen haben sich aufgrund Anpassungen der Entgelttabellen in den Kliniken, Mindestlohnanpassungen sowie aufgrund der Zahlung von Inflationsausgleichsprämien wie prognostiziert spürbar erhöht.

Die Materialaufwendungen sind inflationsbedingt wahrnehmbar gestiegen. Dem wurde mit einem rigiden Kostenmanagement entgegengesteuert. Einen signifikanten Anteil an den Materialkostensteigerungen hat wie prognostiziert der Bezug von externen Pflegekräften gehabt.

Somit ist auch das Konzern-Betriebsergebnis 2024 im Einklang mit der ursprünglich gefassten Prognose eines weiterhin positiven, aber gegenüber dem Vorjahr deutlich reduzierten EBIT.

3.3 . Ertragslage - Konzern

Die Gesamtleistung des Konzerns (bestehend aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung und sonstigen betrieblichen Erträgen) beträgt im Berichtsjahr TEUR 80.680 (Vj. TEUR 74.493). Dies entspricht einer Erhöhung von TEUR 6.187 bzw. 8,3%.

Bei differenzierter Betrachtung zeigt sich bei der Position der Umsatzerlöse - aufgeteilt nach Geschäftsbereichen - folgendes Bild:

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Der Umsatz im Geschäftsbereich Medizin konnte im Vergleich zum Vorjahr um 8,8% gesteigert werden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich die Belegung in einzelnen Häusern zum Vorjahr verbessert hat und positive Preiseeffekte aufgrund neu verhandelter Vergütungs- und Budgetvereinbarungen eingeflossen sind. Hervorzuheben ist die sehr positive Umsatzentwicklung der ambulanten Rehazentren im Berichtsjahr.

Die Umsatzentwicklung im Bereich der Touristik zeigen ein differenziertes Bild. Die Chiemgau Therme konnte ihre Umsätze um TEUR 213,2 auf TEUR 7.761,4 steigern, wohingegen das Thermenhotel Ströbinger Hof, aufgrund der vorübergehenden Schließung, eine Reduktion um TEUR 346,7 erfuhr.

Im Bereich der GWC AG Holding konnte eine Umsatzsteigerung um 15,4% erreicht werden. Trotz der hohen Umsatzsteigerung um insgesamt 7,6% ist das Betriebsergebnis des Konzerns der Gesundheitswelt Chiemgau um TEUR 775,35 auf TEUR 3.928 gesunken.

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Die positive Entwicklung des Betriebsergebnisses im Geschäftsbereich Medizin ist auf die verbesserte Belegung und Auslastung und positive Preiseffekte durch Verhandlungen mit den Kostenträgern sowie Zuwendungen im Bereich der Energiekosten und IT zurückzuführen.

Das Betriebsergebnis des Geschäftsbereiches Touristik hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich negativ entwickelt. Neben den dargestellten niedrigeren Umsatzerlösen war auch die Touristik von den massiven Kostensteigerungen im Sach- und Personalkostenbereich betroffen. Ebenfalls negativ wirkt sich die geplante vorübergehende Schließung des Thermenhotels aus.

Das Betriebsergebnis der GWC AG selbst liegt im Geschäftsjahr 2024 bei TEUR -478,9 und hat sich demnach um TEUR 564,7 verringert. Grund hierfür sind im Wesentlichen Wertberichtigungen in Zusammenhang mit Schadensersatzforderungen sowie höhere Personalaufwendungen.

Aus Gesamtsicht hat sich das Konzernbetriebsergebnis in 2024 robust gezeigt, da trotz der schwierigen Lage ein deutlich positives EBIT erreicht wurde. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 16,5% entspricht grundsätzlich unserer Prognose.

3.3.1. Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Geschäftsbereiches Medizin

Wie bereits beschrieben und auch begründet, erhöhten sich die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs Medizin inklusive Intercompany-Umsätzen um 8,7%, was einer Erhöhung von TEUR 5.516,1 entspricht.

Demgegenüber stehen in erster Linie höhere Personalkosten als auch Mehraufwendungen aufgrund der gestiegenen Sachkosten. Gleichzeitig wirken die verbesserte Belegung und Auslastung und positive Preiseffekte durch Verhandlungen mit den Kostenträgern sowie Zuwendungen im Bereich der Energiekosten und IT positiv dagegen, so dass sich das Betriebsergebnis des Geschäftsbereichs Medizin um TEUR 816,4 auf TEUR 5.343,8 verbessert hat.

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3.3.2. Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Geschäftsbereiches Touristik

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Die Umsatzzahlen der Chiemgau Thermen konnten gesteigert werden, wohingegen der Umsatz des Thermenhotel Ströbinger Hof, aufgrund der vorübergehenden Schließung, geplant zurück gegangen sind. Gestiegene Energie- und Sachkosten sowie ungeplante Instandhaltungsmaßnahmen in den Chiemgau Thermen konnten nicht durch die gestiegenen Umsätze kompensiert werden, so dass sich das Betriebsergebnis im Geschäftsbereich Touristik in 2024 von TEUR 90,1 um TEUR 1.027,0 auf TEUR -937,0 reduziert hat.

3.3.3. Finanzergebnis, Steuern und Periodenergebnis

Das negative Finanzergebnis in Gesamtsumme von TEUR 616,9 (Vj. TEUR 493,3) resultiert aus Zinsaufwendungen für Darlehen für den Immobilienerwerb der Simssee Klinik, der Chiemgau Thermen und des Ströbinger Hof aus 2017 sowie aus der externen Finanzierung der baulichen Attraktivierungsmaßnahmen der Chiemgau Thermen und des Parkhausneubaus sowie neu hinzugekommen in 2024 die Finanzierung der Erweiterung des Thermenhotels Ströbinger Hof. Demgegenüber stehen Zinserträge i.H.v. TEUR 243,9 aus Finanzanlagen.

Die Steuerbelastungen betreffen die Körperschaftsteuerzahlungen aller Konzernunternehmen sowie Nachzahlungen aus Vorjahren u.a. aus der im Berichtsjahr abgeschlossenen Betriebsprüfung der Jahre 2017-2019. Die Nutzung gewerbesteuerlicher Verlustvorträge aus der Vergangenheit führt dazu, dass der Konzern auch in 2024 keine Aufwendungen für Gewerbesteuer tragen muss.

Somit zeigt sich zum 31.12.2024 ein Konzernergebnis von TEUR 2.046,8 (Vj. TEUR 3.491,6).

3.4 . Vermögens-/Finanzlage 2024 - Konzern

3.4.1. Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Die Sicherung der Liquidität ist vorrangiges Ziel des Bereichs Finanzen und Controlling, welcher bei der Muttergesellschaft der GWC AG angesiedelt ist. Dieser Bereich übernimmt das Finanzmanagement des Konzerns sowie der Tochtergesellschaften. Das Finanzmanagement umfasst bei der GWC AG (Konzern) in erster Linie das Cash- und Liquiditätsmanagement.

Das Liquiditätsmanagement soll sicherstellen, dass die Konzernunternehmen sowie die Muttergesellschaft jederzeit ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen können. Hierzu werden die Zahlungsströme aus dem operativen und investiven Geschäft, ggf. auch aus Finanzgeschäften, in einer rollierenden Planung erfasst und gesteuert. Liquiditätsüberschüsse werden, wo sinnvoll und möglich, am Geld- und Kapitalmarkt angelegt, stets aber unter der Prämisse, dass diese zeitgerecht zur Verfügung stehen.

Im Cash-Management werden der Zahlungsmittelbedarf und die Zahlungsüberschüsse zentral ermittelt. Dies erfolgt durch entsprechende einfache Cash-Pooling-Verfahren. Seit dem Geschäftsjahr 2019 existieren in allen Tochterunternehmen Ergebnisabführungsverträge mit der Muttergesellschaft Gesundheitswelt Chiemgau AG. Zur Steuerung der Bankkonten und der internen Verrechnungskonten sowie zur Durchführung automatisierter Zahlungsvorgänge sind standardisierte Prozesse und Systeme etabliert. Grundsätzlich operiert das Finanzmanagement in einem vorgegebenen Rahmen von Richtlinien, Limits und Freigaberichtlinien.

Der Finanzierungsbedarf der Konzerngesellschaften wird in erster Linie mit den erwirtschafteten Finanzmittelüberschüssen gedeckt. Bei investiven Maßnahmen erfolgt je nach Einzelfallentscheidung eine Fremdfinanzierung, u.a. auch Leasingfinanzierungen.

Die dem GWC-Konzern im Geschäftsjahr 2024 zur Verfügung stehende Kreditlinien in Höhe von TEUR 1.000,0 wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut nicht in Anspruch genommen.

3.4.2. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2024 hat der Konzern der Gesundheitswelt Chiemgau AG TEUR 7.595,2. investiert und liegt damit um TEUR 4.672,9 über den Investitionen im Vorjahresvergleichszeitraum. Dies steht insbesondere im Kontext der Investitionstätigkeit in das Thermenhotel Ströbinger Hof. Weitere Investitionen in 2024 betreffen Anzahlungen für laufende Projekte/ geplante Eigentumsübernahmen sowie IT- und infrastrukturelle Themen.

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3.4.3. Liquidität (Kapitalflussrechnung)

Die Liquidität des Konzerns der Gesundheitswelt Chiemgau AG wird anhand der Kapitalflussrechnung ermittelt. In dieser wird der Zahlungsmittelfluss berechnet und dargestellt, den der Konzern im Geschäftsjahr aus der betrieblichen Tätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit erwirtschaftet oder verwendet hat. Außerdem beschreibt sie die Gesamtveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zwischen dem Beginn und dem Ende des Geschäftsjahres.

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im Berichtszeitraum ein Mittelzufluss von TEUR 4.637 zu verzeichnen. Die Reduktion um TEUR 5.136 im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der gestiegenen Liquiditätsbindung im Working Capital sowie aus dem rückläufigen Konzernergebnis.

Aus dem Bereich der Investitionstätigkeit ist ein Mittelabfluss von TEUR 983 zu verzeichnen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit weist einen Mittelabfluss von TEUR 1.285 aus. Dieser Mittelabfluss ergibt sich u.a. aus der Tilgung und Zinszahlung von Darlehen für den Immobilienerwerb des Jahres 2017 sowie für die 2018 vorgenommene Umsetzung der Attraktivierungsmaßnahmen in den Chiemgau Thermen und den Parkhausbau sowie den gezahlten Dividenden für das Geschäftsjahr 2024 und der Finanzierung des Investitionsprojekts Ströbinger Hof II. Gegenläufig wurden TEUR 1.612 an Zuschüssen bzw. Zuwendungen erhalten.

In Summe ergibt sich im Jahr 2024 somit für den Konzern ein konsolidierter Gesamtmittelzufluss in Höhe von TEUR 2.369.

Der Finanzmittelfonds zum 31.12.2024 i.H.v. TEUR 14.080 (Vj. TEUR 11.711) besteht aus hochliquiden, kurzfristigen Bankguthaben.

Es bestehen keine Verfügungsbeschränkungen über den Finanzmittelfonds. Die Definition des Finanzmittelfonds wurde im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Wesentliche zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge sowie Geschäftsvorfälle erfolgten während des Geschäftsjahres nicht.

Zudem bestanden im Berichtsjahr noch zugesagte, aber erneut nicht genutzte Kreditlinien, in Höhe von TEUR 1.000 bei zwei Kreditinstituten.

3.4.4. Kapitalstruktur

Zum Bilanzstichtag besteht ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 38.154,8. Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 45,6%. Die robuste Eigenkapitalsituation resultiert maßgeblich aus den positiven Konzernergebnissen der letzten Jahre, mit u.a. der Stärkung der Gewinnrücklagen.

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Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten’ des Konzerns wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 1.145,0 auf TEUR 28.985,9 planmäßig getilgt. Dies beinhaltet die Tilgung der Darlehen der Bank für Sozialwirtschaft AG und der BANK IM BISTUM ESSEN eG für den Immobilienerwerb sowie strategische Projektfinanzierungen mit einer Laufzeit bis März 2037.

3.4.5. Vermögenslage

Das Anlagevermögen reduzierte sich gegenüber dem Jahr 2023 um TEUR 2.382,1 auf TEUR 55.046,4. Die Anlagenintensität (= Verhältnis von Anlagevermögen zu Bilanzsumme) liegt somit per 31.12.2024 bei 66,1% (Vj. 72,0%).

Die Reduktion liegt maßgeblich in der weiteren Rückführung der planmäßig ausgelaufenen Finanzanlagen.

Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen von TEUR 7.759,4 stehen Abschreibungen im Berichtsjahr i.H.v. TEUR 3.718,4 gegenüber.

Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und des übrigen Umlaufvermögens ergaben sich im Berichtsjahr folgende Veränderungen:

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Diese zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Forderungen begründen sich zum Großteil durch unsere medizinischen Unternehmen und ergeben sich hier aus der Abrechnung mit den Kostenträgern. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ergibt sich im Wesentlichen durch zeitlich verzögerte Leistungsabrechnungen im Kontext einer Umstellung des Abrechnungsprogramms.

Die Zahlungsmittel betragen zum 31.12.2024 TEUR 14.079,7 (Vj. TEUR 11.710,8).

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3.5. Erläuterungen zum Jahresabschluss der Gesundheitswelt Chiemgau AG

Die GWC AG hat zum einen die Funktion einer Besitzgesellschaft, die in ihr enthaltenes Anlagevermögen an einzelne Tochtergesellschaften verpachtet. Zum anderen fungiert die GWC AG als Holding. Hierbei stellt sie den Unternehmen, die dem Konzernverbund zugehören, zentrale, übergreifende Dienstleistungen wie Finanzwesen und Controlling, Personalwesen, Marketing & Kommunikation, IT-Management, Einkauf, Zentrales Qualitätsmanagement sowie Unterstützungsleistungen für ‚Unternehmensentwicklung und Strategische Projekte‘ zur Verfügung. Des Weiteren werden in diesen Holding-Zentralbereichen funktionsbezogen konzernweit einheitliche, strategische Entwicklungen festgelegt und umgesetzt. Zudem wird die Holding durch das Profit-Center Gesundheitsakademie Chiemgau komplettiert.

3.5.1. Ertragslage 2024 - Gesundheitswelt Chiemgau AG

3.5.1.1. Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse des Einzelunternehmens GWC AG betragen im Berichtsjahr 2024 TEUR 9.195,6 (Vj. TEUR 8.554,8) und sind daher 7,5% über Vorjahresniveau. Dabei konnte die Gesundheitsakademie Chiemgau ihre Umsätze im Geschäftsjahr um TEUR 17,3 gegenüber dem Vorjahr erhöhen.

Die Entwicklung der Umsatzerlöse auf Unternehmensebene wird in der folgenden Tabelle dargestellt:

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Bei den ‚Innen-Umsätzen’ orientieren sich die Verrechnungsschlüssel an den geplanten Umsatzerlösen der Konzernunternehmen. Die Umsätze aus den Mieteinnahmen der Immobilien ermitteln sich im Wesentlichen aus dem dazugehörenden Kapitaldienst.

3.5.1.2. Ergebnisentwicklung

Aufwendungen

Im Wesentlichen kam es aufgrund unterjähriger Vergütungsanpassungen sowie Neueinstellungen und Prämienzahlungen zu Erhöhungen im Personalaufwand von TEUR 248,8.

Die Materialaufwendungen haben sich aufgrund der hohen Nachfragesituation in der Gesundheitsakademie Chiemgau und den damit höheren Referenten-Honoraren sowie höheren Miet- und Pachtaufwendungen um TEUR 29,3 erhöht.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis des Mutterunternehmens zeigt zum Jahresende 2024 eine Höhe von TEUR 3.643,0 (Vj. TEUR 3.978,0). Negativ wirken sich die deutlich gestiegenen Verlustübernahmen, positiv die erhöhten Gewinnabführungen auf das Finanzergebnis aus. Ferner wurden Zinserträge aufgrund der eingegangenen Finanzanlagen von TEUR 232,2 (Vj. TEUR 260,1) erzielt.

Jahresüberschuss und Bilanzgewinn

Durch den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.046,8 (Vj. TEUR 3.491,6) des Einzelunternehmens Gesundheitswelt Chiemgau AG ergibt sich zum 31.12.2024 nach einer Einstellung in andere Gewinnrücklagen von TEUR 1.023,4 (Vj. TEUR 1.745,8) auf Basis des § 22 der Satzung der GWC AG und dem Gewinnvortrag aus Vorjahren von TEUR 92,1 (Vj. TEUR 99,3) ein Bilanzgewinn von TEUR 1.115,5 (Vj. TEUR 1.845,1).

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3.5.2. Finanz- und Vermögenslage 2024 - Gesundheitswelt Chiemgau AG

Die aus der Bilanz ersichtliche Vermögens- und Kapitalstruktur weist per 31.12.2024 im Vergleich zum Vorjahr eine um TEUR 469,0 niedrigere Bilanzsumme von jetzt TEUR 68.060,6 aus.

Investitionen

Im Berichtsjahr stehen Investitionen in Höhe von TEUR 5.882,0 abschreibungsbedingten Wertminderungen in Höhe von TEUR 2.102,3 gegenüber. Die größten Investitionen betreffen Investitionen in den Neubau Ströbinger Hoff II, die Bohrung Bad Endorf II sowie die der Erbbaurechtsvertrag für den Gebäudekauf Luitpold 2 in Prien am Chiemsee.

Cashflow

Im Jahr 2024 ergab sich eine Erhöhung der liquiden Mittel um TEUR 2.374,9 auf TEUR 13.634,7.

Der Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 13.634,7 (Vj. TEUR 11.259,9) besteht zum Bilanzstichtag aus hochliquiden, kurzfristigen Bankguthaben.

Es bestehen keine Verfügungsbeschränkungen über den Finanzmittelfonds. Die Definition des Finanzmittelfonds wurde im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Wesentliche zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge sowie Geschäftsvorfälle erfolgten während des Geschäftsjahres nicht.

Vermögenslage

Neben den liquiden Mitteln haben sich im Bereich der Vermögenswerte vor allem die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verändert.

Die Position ‚Forderungen gegen verbundene Unternehmen‘ resultieren aus den bestehenden Ergebnisabführungsverträgen und kurzfristig gewährten Zwischenkrediten und sind aufgrund der Einzelunternehmensergebnisse auf TEUR 5.370,4 gesunken.

Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag 31.12.2024 TEUR 32.229,9 (Vj. TEUR 31.236,0). Die Eigenkapitalquote beträgt somit 47,4% (Vj. 45,6%). Entscheidend für die positive Entwicklung ist die Stärkung des Eigenkapitals durch die weiterhin gute Ergebnislage des Berichtsjahres.

Die Rückstellungen haben sich um TEUR 196,8 auf TEUR 1.186,9 erhöht. Dabei verminderten sich insbesondere die Steuerrückstellungen im Berichtsjahr um TEUR 202,6 wohingegen sich die Sonstigen Rückstellungen um TEUR 406,6 erhöht haben.

Die Sonstigen Rückstellungen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2024 auf TEUR 862,0 (Vj. TEUR 455,4), insbesondere aufgrund von gestiegenen Rückstellungen für Personal (Urlaub, Überstunden, Abfindung, etc.), ausstehenden Rechnungen und sonstigen betrieblichen Aufwand (Wartungskosten IT).

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Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten reduzieren sich zum Bilanzstichtag um TEUR 1.659,7 auf TEUR 34.536,3.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich um TEUR 1.145,0 auf nun TEUR 28.985,9. Dies liegt an den entsprechenden planmäßigen Tilgungen der Darlehen für den Kauf der Immobilien am Standort Bad Endorf im Jahr 2017 sowie den baulichen Aktivitäten im Bereich Chiemgau Thermen und Parkhaus.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ergeben sich aus kurzfristigen Verrechnungen mit den Tochtergesellschaften von TEUR 4.056,9 in Verbindung mit den Gegenpositionen der Cash-Pooling-Konten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich auf TEUR 1.282,7 aufgrund der Erweiterung des Thermenhotels Ströbinger Hof und zum Stichtag bestehender Zahlungsverpflichtungen.

4. Risiko- und Chancenbericht

4.1. Risiko- und Chancenmanagementsystem

Die Gesundheitswelt Chiemgau AG und ihre Tochtergesellschaften agieren in einem dynamischen Marktumfeld, in dem es entscheidend ist, Chancen frühzeitig zu erkennen und zu nutzen. Das Unternehmen ist sich bewusst, dass Risiken und Chancen eng miteinander verbunden sind. Risiken können aus der Ungewissheit über zukünftige Entwicklungen entstehen und die Erreichung der Unternehmensziele negativ beeinflussen. Chancen werden als Potenziale zur Umsatzsteigerung oder Kosteneinsparung definiert.

Das Risikomanagement wird als ein systematischer, unternehmensweiter Prozess betrachtet, der das Management bei der Identifizierung, Klassifizierung und Steuerung von Risiken unterstützt. Durch eine frühzeitige Transparenz und Analyse von potenziellen negativen Einflüssen auf die Geschäftsziele können gezielt Maßnahmen zur Bewältigung eingeleitet werden.

Das systematische Erkennen von Chancen wird durch einen intern implementierten und transparenten Strategieprozess erreicht, für den auch eigene Ressourcen bereitgestellt werden.

4.2. Risikomanagement

Die GWC AG und ihre Tochtergesellschaften haben eine effektive Risikomanagementstruktur mit klaren Verantwortlichkeiten implementiert. Die Risikopolitik, welche das Grundverständnis des Risikomanagements darstellt und dessen Umsetzung im Konzern beschreibt, ist die Basis des Systems. Das Risikomanagement ist in die Geschäftsprozesse integriert und wird an alle Mitarbeiter kommuniziert. Führungskräfte sind für die Wahrnehmung von Risiken sensibilisiert, und jeder Mitarbeiter kann jederzeit Risiken melden.

Das Unternehmen verwendet ein strukturiertes Risikomanagementsystem zur frühzeitigen Erkennung von Risiken. Ein wichtiges Instrument ist die strukturierte Risikoübersicht, die alle wesentlichen Risiken auflistet, die das Unternehmen gefährden könnten. Identifizierte Risiken werden analysiert, bewertet und durch Maßnahmen gesteuert. Die Risiken und die Wirksamkeit der Maßnahmen werden regelmäßig überprüft. Der Vorstand bespricht die Risiken regelmäßig mit den Geschäftsführungen der Konzerngesellschaften, und es gibt ein strukturiertes Reporting an den Aufsichtsrat. Das gesamte Risikomanagementsystem wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.

Die Überprüfung unseres Risikomanagementsystems durch die Wirtschaftsprüfer hat bestätigt, dass unser System effektiv und angemessen ist. Diese unabhängige Überprüfung stärkt unser Vertrauen in die Robustheit unseres Risikomanagementsystems.

Die GWC AG hat ein Krisenmanagement zur Vermeidung negativer Auswirkungen von Krisen etabliert. Ein Krisenhandbuch mit definierten Krisenfeldern, Verantwortlichkeiten und Abläufen dient als Orientierungshilfe in kritischen Situationen.

Im Bereich Medizin wird der Patientensicherheit höchste Priorität eingeräumt. Ein klinisches Risikomanagement identifiziert und managt Risiken in der Patientenversorgung.

Angesichts der zunehmenden Digitalisierung und Cyberkriminalität liegt ein Fokus in der GWC auf der Informationssicherheit. Ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) identifiziert, bewertet und behandelt Informationssicherheitsrisiken. Unternehmensgefährdende Risiken hieraus werden in das konzernweite Risikomanagementsystem übernommen.

4.3. Darstellung der Risikosituation

4.3.1. Infrastrukturelle Risiken

Betriebs- und Ausfallrisiken

Die Betriebsbereitschaft der Infrastruktur ist für einen erfolgreichen Betrieb unerlässlich. Risiken in diesem Kontext werden durch regelmäßige Wartungen, Instandhaltungen und Kontrollen minimiert. Dies beinhaltet auch gutachterliche Kontrollen für bestimmte Gewerke sowie ständige Beobachtungen durch Fachpersonal.

Wartungsmaßnahmen und Ersatzinvestitionen sind Teil der jährlichen und mittelfristigen Planung und werden regelmäßig in Ergebnissitzungen besprochen.

Der Betrieb von Bohranlagen birgt Sicherheitsrisiken, die regelmäßig bewertet werden müssen. Eine umfangreiche Erneuerung der Bohrung II ist für den Zeitraum 2025 und 2026 geplant, um die Bohrtechnik zu modernisieren. Das Projekt wird durch einen staatlichen Fördertopf und Gewinnrücklagen finanziert.

Die Sicherheit von Patienten, Kunden und Mitarbeitenden hat höchste Priorität. Maßnahmen zur Optimierung des Brandschutzes werden jährlich geplant und umgesetzt.

Ein umfassender Versicherungsschutz begrenzt mögliche Schadensauswirkungen.

Die Bedienung der Nachfrage nach stationären Leistungen im Krankenhausbereich, in Form von dafür notwendigen räumlichen Kapazitäten, ist von hoher Priorität und wird durch die Immobilienstrategie maßgeblich gestärkt. Zuletzt wurde dies durch Schaffung eigentumsähnlicher Verhältnisse in der Klinik St. Irmingard GmbH und dem dazugehörenden Gebäude Luitpold II umgesetzt.

Neben der Aufrechterhaltung der Hardware-Funktionalitäten ist im Geschäftsbereich Medizin insbesondere auch das Krankenhausinformationssystem (KIS) als multifunktionales Tool essenziell. Es muss den neuesten informationstechnologischen Standards entsprechen und einen reibungslosen Ablauf im klinischen Alltag ermöglichen. Risiken ergeben sich im Falle von Betriebsstörungen durch zeitliche Verzögerungen der Patientenabrechnungen mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Liquidität sowie generell bei unzureichender Betriebseffizienz.

Hygiene- und Arbeitssicherheitsrisiken

Um Risiken aus den Bereichen Arbeitssicherheit und Hygiene vorzubeugen, sind Konzepte und Richtlinien entwickelt und umgesetzt. Zudem sind Gremien wie Arbeitsschutzausschuss und Hygienekommission institutionalisiert. Regelmäßig werden strukturierte Gefährdungsbeurteilungen durch entsprechende Begehungen durchgeführt. Diese Bereiche werden überdies von externen Fachleuten wie z.B. Klinikhygieniker regelmäßig und vertraglich begleitet.

Informationssicherheits- und Datenschutzrisiken

Die Digitalisierung und zunehmende Cyberkriminalität erfordern einen starken Fokus auf Informationssicherheit und Datenschutz. Cyberangriffe werden professioneller und häufiger, während der Digitalisierungsgrad von Geschäftsprozessen steigt, was das Risiko von Cyberangriffen erhöht.

Risiken bestehen insbesondere in unbefugtem Zugriff auf sensible Patienten- und Unternehmensdaten, Datenschädigung, Zugriffssperrungen sowie mangelnder Systemverfügbarkeit. Dies kann die Patientenversorgung beeinträchtigen, zu Verzögerungen bei Abrechnungen führen und die Liquidität des Konzerns mindern.

Im Berichtsjahr kam es zu keinem sicherheitsrelevanten Vorfall.

Zur Gewährleistung der Sicherheit wird ein strukturiertes Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) aufgebaut, das Risiken identifiziert, bewertet und behandelt. Sicherheitskonzepte, Zugriffsberechtigungen, Backups und Investitionen in Anpassungen werden genutzt. Das Risiko steigender Cyberangriffe wurde versicherungstechnisch abgesichert. Zudem wird in 2025 ein Security Operations Center (SOC) eingerichtet.

Der Datenschutz schützt sensible Daten und wird durch eine eigene interne Datenschutzorganisation kontrolliert. Die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist die Basis. Bei Verstößen können erhebliche Strafzahlungen entstehen. Ein externer Datenschutzbeauftragter berät und führt strukturierte Maßnahmen durch.

Regelmäßige Schulungen der Mitarbeitenden der GWC spielen eine wichtige Rolle bei der Reduzierung von Informationssicherheits- und Datenschutzrisiken.

4.3.2. Risiken aus dem Marktumfeld und der Branche

Gesamtpolitische Risiken

Die allgemeine politische und wirtschaftliche Lage mit globalen Krisenherden hat keine direkten Auswirkungen auf den Gesundheitsbereich der GWC, da die notwendige Behandlung von Erkrankungen und auch die fallzahlseitige Patientenzahl nicht von diesen gesamtpolitischen Entwicklungen abhängig sind.

Indirekt besteht jedoch ein wirtschaftliches Risiko durch erhöhte Inflationsraten, die zu steigenden Kosten führen, insbesondere bei den Personal- und Energiekosten. Da wir in aller Regel diese Kostensteigerungen nicht vollumfänglich an unsere Patienten und Gäste weitergeben können, hätte dies eine entsprechenden Rückgang der Rentabilität zur Folge.

Zur Bewältigung dieser Risiken setzt die Gesundheitswelt Chiemgau AG auf energetische Projekte zur Reduzierung des Energieverbrauchs und den Ausbau alternativer Energieformen.

Strategische Einkaufspartnerschaften, effiziente Strukturen in den Betriebsabläufen, klare Meilensteinplanung bei Bauprojekten, kostenadäquate Preisgestaltung und eine hohe Immobilienauslastung sind ebenfalls wichtige Maßnahmen.

Zudem besteht auch im Kontext der gesamtpolitischen und gesamtwirtschaftlichen Risiken die Gefahr des Kaufkraftverlusts und der sich negativ entwickelnden wirtschaftlichen Situation der Bevölkerung. Hieraus können sich gerade auch in Bezug zur Touristikbranche Nachfragerisiken ergeben.

Branchenspezifische Risiken

Der deutsche Gesundheitsmarkt ist stark von politischen Regulierungen und Gesetzesänderungen geprägt. Die geplante Krankenhausreform hat das Ziel die Krankenhauszahl in Deutschland zu reduzieren und „effizientere Strukturen“ zu schaffen. Insbesondere birgt sie in Bezug zu unseren Leistungen das Risiko, gewisse bisherige Fachrichtungen wie z.B. die konservative Orthopädie aus dem Leistungsportfolio zu streichen.

Diese kleine, spezialisierte Einheit leistet einen wichtigen Beitrag zur bedarfsgerechten, flächendeckenden und ressourcenschonenden Versorgung in der Region und bietet eine hochkompetente Alternative zur operativen Schmerzbehandlung.

Unsere Handlungsalternativen sind allerdings stark begrenzt, da die gesetzlichen Vorgaben auf die „klassisch operative Chirurgie“ ausgerichtet sind und die konservative Orthopädie in der neuen Gesetzgebung kaum Berücksichtigung findet.

Es besteht aktuell auch eine gewisse Planungsunsicherheit bezüglich der Auswirkungen dieser Krankenhausreform auf den Reha-Bereich. Es ist wichtig, die gesundheitspolitischen Entwicklungen zu verfolgen und Szenarien zu entwickeln, um mögliche Auswirkungen auf die Kliniken zu bewerten und Alternativmaßnahmen zu entwickeln.

Auch die Psychosomatik wird in den nächsten Jahren durch die Empfehlungen der Regierungskommission in den politischen Fokus geraten. Es soll u.a. geprüft werden, ob psychosomatische Fachkrankenhäuser in Allgemeinkrankenhäuser integriert werden sollen, was die aktuelle Struktur der Psychosomatik in Deutschland verändern könnte.

Das PEPP-Abrechnungssystem birgt wirtschaftliche Risiken im Bereich Psychosomatik, wie geringere Pflegesätze und fehlende Abbildung von Spezialisierungen. Psychosomatische Kliniken drohen zudem Sanktionen bei Nichteinhaltung von Mindestpersonalzahlen. Ab Januar 2027 sind die Personalvorgaben zu 90 Prozent zu erfüllen. Eine hundertprozentige Umsetzung der Mindestpersonalvorgaben greift ab dem Jahr 2029. Die Auswirkungen auf die Simssee Klinik und die Klinik St. Irmingard sind noch nicht abschätzbar. Es ist aber zu erwarten, dass dies gewisse negative Auswirkungen auf die Umsatzseite dieses Segments in der Simssee Klinik und Klinik St. Irmingard haben wird.

Wir versuchen, Entwicklungen vorausschauend zu erfassen und in Mehrjahresplanungsszenarien zu berücksichtigen. Zudem findet regelmäßig in der GWC AG eine Auseinandersetzung mit einem zielführenden wirtschaftlichen Geschäftsfeldportfolio der Kliniken statt.

Durch das Transparenzgesetz für die Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung (Trio-Gesetz) sowie im Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherungen dem Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz (IPReG) wird es perspektivisch ab 2026 Änderungen in der Vergütungssystematik hin zu deutschlandweit einheitlichen Pflegesätzen geben. Bereits im Laufe des Jahres 2025 werden hier die einzelnen Reha-Anbieter Klarheit erhalten, obokzu den Gewinnern oder Verlierern des neuen Vergütungssystems gehören.

Es wird erwartet, dass einige Regionen wie Bayern dadurch benachteiligt werden könnten. Unser Konzern strebt vor diesem Hintergrund bei den Verhandlungen klinikindividuelle Pflegesatz-Aufschläge durch hohe Standort- und Behandlungsqualität an, um möglichst auf dem gegenwärtigen Pflegesatzniveau zu bleiben.

Zudem sind aus unserer Sicht die Auswirkungen der Krankenhausreform, die ab 1.1.2025 gilt, noch schwer für die Reha-Branche abzuschätzen. Die Chancen und Risiken in diesem Zusammenhang müssen hier genau im Auge behalten werden.

Der demografische Wandel hat ebenfalls weitreichende Auswirkungen auf die Tourismusbranche. Die alternde Bevölkerung führt zu einem Rückgang an verfügbaren Arbeitskräften und zu einer veränderten wohl eher älteren Gästestruktur. Gerade der Mangel an Arbeitskräften wirkt sich negativ aus und macht die Stellenbesetzung, vor allem die qualifizierte, immer schwieriger. Hier sind neue Recruitingwege wie z.B. im Bereich Auslandsrecruiting wichtig. Unsere touristischen Einrichtungen sind inhaltlich gut aufgestellt, so dass gerade auch ältere Gästestrukturen mit den Themenfelder Gesundheit hier gut angesprochen werden können.

Die zunehmende Online-Affinität der Bevölkerung bringt Chancen und Risiken: Durch die Dominanz von Online-Buchungsplattformen und den damit verbundenen Preisvergleich stehen die Hotellerie unter Druck. KI revolutioniert die Art und Weise, wie Reiseziele ausgewählt und gebucht werden. KI-Algorithmen analysieren Nutzerdaten, um maßgeschneiderte Reisevorschläge zu unterbreiten und ermöglicht eine dynamische Preisgestaltung basierend auf Nachfrage und anderen Faktoren.

Die GWC AG versucht, sich durch Digitalisierung, Erkennen von Trends und hohe Flexibilität in diesem Spannungsfeld zu positionieren. Das Thermenhotel Ströbinger Hof wird sich als Wellnessresort positionieren, um die Marktchancen zu erhöhen.

Risiken aus dem Personalbeschaffungsmarkt

Eine der größten Herausforderungen aktuell und auch für die nächsten Jahre ist im weiterhin akuten Mangel an qualifiziertem Personal bzw. allgemein an geeigneten Arbeitskräften zu sehen.

Der Arbeitsmarkt hat sich zu einem Arbeitnehmermarkt entwickelt, was besonders in der Medizin und Touristik eben zu einem Arbeitskräftemangel in fast allen Berufsgruppen führt. Die Demografie und die wirtschaftliche Lage verschärfen diese Situation.

Die hohe Dichte an touristischen Einrichtungen und Kliniken in unserer Region führt zu einer starken Wettbewerbslage, die die Situation zusätzlich verstärkt.

Dies birgt das Risiko, dass Leistungen eingeschränkt angeboten werden müssen, was zu Bereichsschließungen führen kann oder teure externe Leiharbeitskräfte engagiert werden müssen. Im Krankenhausbereich können zudem wie schon beschrieben Umsatzabzüge durch die Nichteinhaltung von Pflegepersonaluntergrenzen entstehen. Die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns kann dadurch stark belastet werden.

Um diesen Risiken zu begegnen, wird die GWC AG verstärkt in die Personalstrategie investieren. Dies beinhaltet die Stärkung der Arbeitgebermarke, der Führungskultur, des Personalakquisesystems. Dies beinhaltet u.a. ein strukturiertes Auslandsrecruiting, Führungskräfteentwicklungsseminare, eine Ausbildungspartnerschaft mit der IHK, aber auch die Wohnraumstellung an mehreren Standorten.

Zudem ist eine regelmäßige Anpassung der Entlohnung und Steigerung der Attraktivität der Anstellungsbedingungen geplant.

Da auch Wettbewerber ähnliche Strategien verfolgen, muss sich das Unternehmen durch seine vorhandenen Arbeitgeber-Stärken abgrenzen und diese transparent in den Markt kommunizieren.

4.3.3. Finanzwirtschaftliche Risiken

Als finanzwirtschaftliche Risiken im Allgemeinen sind Liquiditätsrisiken, Kreditrisiken, Marktrisiken wie Zinsänderungsrisiken oder allgemeine Kostensteigerungsrisiken sowie auch operationelle Risiken durch unerwartete Ereignisse im Betriebsablauf anzuführen.

Die entsprechenden Rentabilitäts- und damit verbundenen Liquiditätsrisiken sind den Ausführungen weiter vorne innerhalb dieses Risikoberichtes zu entnehmen.

Des Weiteren ergibt sich für die GWC AG ein erhöhter Finanzierungsbedarf für die Großinvestitionen wie z.B. die Sanierung der Bohrung II oder strategische Projekte wie z.B. die Erweiterung des Thermenhotels Ströbinger Hof. Damit verbunden sind teilweise hohe Zins- und Tilgungsleistungen, die nur bei Aufrechterhaltung der Profitabilität des Konzerns erfüllt werden können. Auch zeigt sich bei Anteilen einer Fremdfinanzierung wie im Projekt Ströbinger Hof auch nach Ablauf der 10-jährigen Zinsbindung ein Zinsänderungsrisiken.

Aufgrund der zuvor genannten Verzögerungen bei der Sanierung der Bohrung II war eine Verlängerung des Umsetzungszeitraums für die Aufrechterhaltung der Förderzusage der öffentlichen Hand notwendig. Sollte wider Erwarten die Sanierung nicht bis Mitte 2026 abgeschlossen sein, besteht das Risiko, dass die budgetierten Fördermittel nicht zur Finanzierung verwendet werden können und folglich weiterer Darlehensbedarf in wesentlicher Höhe entsteht.

Die gute wirtschaftliche Performance des Konzerns in der Vergangenheit verbunden mit einer bedachten Bilanzierungs- und Dividendenpolitik haben die Finanzkraft des Konzerns Gesundheitswelt Chiemgau AG gestärkt und sind eine gute Basis zur Bewältigung dieser Risiken.

Grundsätzlich ist eine transparente Planung des operativen Geschäfts und auch der strategischen Projekte verbunden mit einer rollierenden Mehrjahresplanung sowie einer klaren Risikoanalyse in der GWC AG als fester Grundsatz verankert und auch umgesetzt. Zielsetzung unseres Risikomanagements ist es, die wesentlichen Risiken zu erfassen, angemessen zu reagieren und soweit möglich zu vermindern.

Dabei ist insbesondere die Gewährleistung einer ausreichenden Liquidität eine zentrale Aufgabe unseres Finanzmanagements. Regelmäßige Informationen über den tatsächlichen Finanzstatus und den Forecast zu erwartenden Zahlungsströme werden zentral zur Verfügung gestellt. Daraus ergibt sich jederzeit ein aktuelles Bild über die Liquiditätsentwicklung des Unternehmens.

4.4. Chancenmanagement

Um Chancen systematisch zu erkennen, haben wir einen strukturierten und transparenten Strategieprozess implementiert, der insbesondere auf Markt- und Umfeldanalysen basiert. Diese Analysen rücken dabei die aktuellen und zukünftigen Probleme unserer Kunden und auch insbesondere die branchenbezogenen Marktentwicklungen in den Fokus.

4.5. Darstellung der Chancensituation

4.5.1. Chancen aus der Entwicklung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen

Gesundheit und Wohlbefinden sind zentrale Bedürfnisse und ein „Megatrend“, Neben der demografischen Entwicklung rücken auch immer stärker psychische und mentale Belastungen in den Fokus.[11]

Die Gesundheitswelt Chiemgau AG „fördert Gesundheit und Erholung“ als Unternehmenszweck und setzt dabei auf vielseitige Dienstleistungen in den Geschäftsbereichen Medizin und Touristik.

Eine besondere persönliche Betreuung und Spezialisierung dienen uns der Differenzierung vom Wettbewerb.

Die alternde Bevölkerung erhöht die Bedeutung von Rehabilitation in Deutschland, während ein steigendes Gesundheitsbewusstsein Chancen im Selbstzahlermarkt schafft.

Aufbauend auf diesen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sind wir überzeugt, aktuell grundsätzlich ein gutes Leistungsportfolio im Geschäftsbereich Medizin zu haben. Gerade auch in den Bereichen Geriatrie und Psychosomatik. Hier gilt es aber auch weitere neue Erfolgspotentiale in unserem Konzern zu schaffen:

Die Erholung vom Arbeitsalltag - gerade auch durch die stetige Verdichtung des Arbeitsalltags sowie der ständigen Informationsüberflutung und Erreichbarkeit - ist ein wichtiger Aspekt, der durch touristische Angebote gefördert werden kann.

So kann auf dieser Basis auch durch eine entsprechende Weiterentwicklung unseres touristischen Angebots Kundennutzen und Erfolg geschaffen werden. Die Erweiterung unseres Thermenhotels Ströbinger Hof sowie auch die Sanierung unserer Bohrung 2, durch die die Nutzung einer weiter verbesserte Heilwasserqualität zu erwarten ist - spielen hier eine entscheidende Rolle.

4.5.2. Unternehmensstrategische Chancen

Die sich in den letzten Jahren deutlich verstärkenden und unvorhersehbaren Marktveränderungen erfordern eine häufigere Überprüfung der strategischen Ausrichtung und eine entsprechende Risikobewertung. Die Umsetzung strategischer Projekte kann trotz positiver Nachfrageerwartungen aufgrund von Fachkräftemangel oder zu hohen Investitions- sowie Finanzierungskosten scheitern. Daher ist eine stetige Risikobewertung der Strategie unerlässlich.

Besonders im Medizinbereich erschweren reformpolitische Änderungen, wie beispielsweise das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz KHVVG, aktuell eine mittelfristige Planung. Trotz dieser Herausforderungen sieht der Konzern nachfrageseitige Wachstumschancen und Zielsetzungen.

Die Ambulantisierung der Medizin schreitet weiter voran, weshalb wir strategische Ambitionen haben, unser ambulantes Therapieangebot in der Psychosomatik und Geriatrie auszubauen.

Zusätzlich streben wir eine Stärkung der stationären geriatrischen Reha an, da die Nachfrage aufgrund der demografischen Entwicklung erwartungsgemäß steigen wird.

Ebenfalls sehen wir Chancen im strukturierten Ausbau eines professionalisierten Privatpatientenangebots im Reha-Sektor.

Auch die Digitalisierung, also die Integration digitaler Technologien wie Telemedizin und digitale Therapieangebote, stellen eine Chance für die Gesundheitsbranche dar. Kann sie doch die Reichweite sowie die Effizienz von Gesundheitsdienstleistungen verbessern. Hierzu beschäftigen wir uns in der GWC ebenfalls, welche Angebote hier z.B. in unseren Reha-Einrichtungen in den nächsten Jahren innerhalb des therapeutischen Settings marktseitig zielführend sind und implementiert werden.

Das Geschäftsfeld der Psychosomatischen Medizin sehen wir als ein bedeutendes Erfolgspotenzial für unser Unternehmen, sowohl gegenwärtig als auch zukünftig. Dieses Potenzial wollen wir durch strategische Ausrichtung, Schwerpunktsetzung und neue ambulante sowie digitale Dienstleistungen weiterentwickeln.

Eine zukunftsfähige Immobilienstrategie ist für uns ebenfalls wichtig, da funktionierende Immobilien die Grundlage für erfolgreiche Geschäftsmodelle bilden. Die GWC AG hat dabei in den letzten Monaten wichtige Meilensteine erreicht, wie den vollständigen Erwerb der Ströbinger Hof-Immobilie. Für die Immobiliensituation an unserem Standort in Prien haben wir für die Zukunft wichtige eigentumsvertraglich Regelungen zum Abschluss bringen können. So wird Anfang des Jahres 2026 die Klinik St. Irmingard GmbH durch einen entsprechenden Erbbaurechtsvertrag in unser Eigentum übergehen. Gleiches gilt für die benachbarte Immobilie des bisher als Hotel betriebenen Luitpold 2. Auch wenn wir hier in Sanierungsmaßnahmen investieren müssen, stellt dies für uns eine gute Möglichkeit dar, unabhängiger von bisherigen Vermietern zu werden und Weiterentwicklungsmöglichkeiten für die Klinik St. Irmingard GmbH zu schaffen.

Auch die zukunftsfähige Weiterentwicklung der energetischen Versorgung ist ein wichtiger Bestandteil der Immobilienstrategie der GWC AG. So soll z.B. der Ausbau eigener Stromerzeugung und neuer Wärmeversorgungskonzepte weiter forciert werden.

Neben der Strategieentwicklung in unseren Geschäftsfeldern, die sich vor allem ja auch mit Lösungen auf die entsprechenden Herausforderungen innerhalb dieser Märkte beschäftigt, versuchen wir auch ein Zukunftsbild außerhalb der Märkte, in denen wir heute agieren, in Bezug zu unserem Unternehmenszweck zu erarbeiten, um dadurch neue Märkte zu erschließen. Konkret beschäftigen wir uns derzeit hier weiterhin mit einer ganz besonderen Ausprägung eines „zukunftsfähigen Präventionsangebots“ und eines entsprechenden Geschäftsmodells.

Auch in unserem Geschäftsbereich Touristik sehen wir Chancen des Wachstums und der Weiterentwicklung.

Die Weiterentwicklung des Thermenhotels Ströbinger Hof steht im Zeitraum 2024/2025 mit zwei Eröffnungen klar im Fokus des Geschäftsbereichs Touristik. Im Juni 2025 soll das Bestandsgebäude nach der Komplettsanierung der Küche, der Neugestaltung der Lobby und der Modernisierung der Haustechnik wiedereröffnet werden. Geplant ist im Oktober 2025 die Inbetriebnahme des Anbaus mit 42 Juniorsuiten, 2 Suiten und neuem Restaurant.

Durch die neue Auszeichnung als 4 Sterne Superior Hotel und einem kompletten Relaunch des Markenauftrittes, soll ein zahlungskräftigeres Publikum angesprochen werden. Kurzurlaub bleibt weiter in Deutschland Trend. Ebenso das Bedürfnis nach Erhaltung der eigenen Gesundheit. Durch die Nutzung der Synergien innerhalb des Konzerns ist das Thermenhotel Ströbinger Hof mit dem inkludierten Thermen- und Saunaeintritt sowie der Nutzung des Promoveo-Fitness-Centers sehr gut für die Zukunft aufgestellt. Dies sind auch die Alleinstellungsmerkmale. Die klare Positionierung im Marktsegment „Gesundheit“.

Die Erweiterung des Thermenhotels Ströbinger Hof wird nach unseren Erwartungen zu erhöhten Besucherzahlen in den Chiemgau Thermen führen. Insbesondere die Bereiche Thermenlandschaft, Saunawelt, Wellness und Gastronomie sollen davon profitieren.

Das steigende Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung bietet, besonders im Hinblick auf Stamm- und Tagesgäste, zusätzliche Wachstumschancen für die Chiemgau Thermen. Es werden regelmäßig neue Dienstleistungen angeboten, wie beispielsweise eine Floating-Wanne zum Jahreswechsel 2024/2025.

Das Thermalheilwasser, ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal, wird zukünftig noch stärker in den Fokus gerückt, um die Positionierung zu stärken.

Das "Sport Performance Center" unter der Premium-Marke PROMOVEO, zielt auf den Leistungssport ab und bietet die Möglichkeit, neue Zielgruppen und Märkte zu erschließen. Das Alleinstellungsmerkmal "Wasser" verschafft unserem PROMOVEO dabei einen Vorteil gegenüber Mitbewerbern in der Region.

5. Prognosebericht

Der Prognosebericht der Gesundheitswelt Chiemgau AG enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den Erwartungen und Einschätzungen des Vorstands basieren und sich auf das Geschäftsjahr 2025 beziehen. Diese Aussagen sind mit Unsicherheiten und Risiken verbunden, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den Prognosen abweichen. Die finanzielle Situation und die Profitabilität des Unternehmens könnten sich daher anders entwickeln als erwartet.

Auch im Jahr 2025 ist die Marktsituation bislang weiterhin herausfordernd. Eine anhaltende Wachstumsschwäche in Deutschland, die sich durch Stellenabbau vieler Unternehmen und deren Auswirkungen auf das Konsum- und Nachfrageverhalten der Bevölkerung bemerkbar macht, ist ein wesentlicher Faktor. Steigende Kosten, insbesondere auf dem bereits hohen Niveau der letzten Jahre, stellen ebenfalls eine Herausforderung dar. Hinzu kommt der starke Wandel der Arbeitsmarktsituation hin zu einem Arbeitnehmermarkt.

Die genannten Faktoren führen zu differenzierten wirtschaftlichen Auswirkungen wie z.B. bei den Personalkostensteigerungen oder Energiekostensteigerungen. Zudem können Personalbesetzungs- und Personalausfallprobleme aufgrund der demografischen Entwicklung und der hohen Krankenstände die Leistungsabgabe limitieren oder den Einsatz teurer Leiharbeitskräfte nötig machen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Jahr 2025 weiterhin von wirtschaftlicher Unsicherheit, steigenden Kosten und Herausforderungen am Arbeitsmarkt geprägt sein wird.

Neben diesen grundsätzlich schwierigen Rahmenbedingungen wird das Wirtschaftsjahr 2025 für die Gesundheitswelt Chiemgau AG im Speziellen auch geprägt sein von gewissen Sondereffekten. Zu den Sondereffekten gehören: die mehrmonatige Schließung des Thermenhotels Ströbinger Hof aufgrund der Umbau- und Erweiterungsarbeiten sowie die umfangreiche notwendige Sanierung und Erneuerung der Bohrung II.

Diese Faktoren beeinflussen die Geschäftsentwicklung der Gesundheitswelt Chiemgau AG im Jahr 2025 negativ.

Trotz bestehender Herausforderungen und spezifischer Effekte bewertet der Vorstand die Geschäftsaussichten des GWC-Konzerns weiterhin als insgesamt positiv.

So erwarten wir aus Konzernsicht, dass wir im Vergleich zum Vorjahr die Umsätze moderat ausbauen werden können. In unserem medizinischen Geschäftsbereich rechnen wir damit, unser überdurchschnittlich gutes Belegungsniveau weiterhin halten und erfolgreiche Pflegesatzverhandlungen führen zu können.

Im Geschäftsbereich Touristik gehen wir davon aus, dass es auf der Umsatzseite durch die strategische Erweiterung des Thermenhotels Ströbinger Hof, einschließlich der vorübergehenden Schließung des Bestandsgebäudes und dann der geplanten vollständigen Eröffnung im Herbst 2025, zunächst zu Umsatzrückgängen kommen wird.

Folgende wesentliche Entwicklungen in 2025 sehen wir auf der Aufwandsseite:

Es ist unser Ziel, die Materialaufwendungen gegenüber dem Jahr 2024 zu senken. Grundlage hierfür soll sein, dass gerade in der Simssee Klinik durch eine Stärkung der Besetzung des Soll-Stellenplans durch entsprechende Recruitingmaßnahmen weniger teure Leiharbeitskräfte im Pflegebereich engagiert werden müssen. Gegenläufig hierzu sind in vielen Kostenarten Aufwandssteigerungen zu erwarten.

So erwarten wir als Folge bei den internen Personalaufwendungen deutliche Steigerungen im Jahr 2025 im gesamten Konzern. Ein weiterer Grund für diese Aufwandssteigerung ist im weiteren Ausbau attraktiver Rahmenbedingungen für die Mitarbeitenden der Gesundheitswelt Chiemgau zu sehen, um auch wettbewerbsfähig zu bleiben.

Das Konzernergebnis wird außerdem auch durch erhöhte Instandhaltungsaufwendungen in 2025 belastet werden. Hier liegt der entscheidende Grund in den Sanierungsarbeiten im Bestandsgebäude unseres Thermenhotel Ströbinger Hof. Dies ist im Gesamtzusammenhang mit dem strategischen Erweiterungsprojekt zwingend notwendig und wurde auch aktiv innerhalb der Projektentscheidung berücksichtigt und geplant.

Unter Berücksichtigung der prognostizierten Umsatzentwicklungen und der geplanten Steigerungen in den verschiedenen Aufwandsbereichen, erwarten wir für 2025 ein weiterhin positives Betriebsergebnis, das jedoch deutlich geringer ausfallen wird als im Vorjahr.

Die Investitionen werden im Jahr 2025 deutlich zunehmen, hauptsächlich aufgrund der Erweiterung des Ströbinger Hofs und der erforderlichen Modernisierung der Bohrung 2, die sich im Besitz der GWC AG befindet.

Auf Grundlage der bestehenden Ergebnisabführungsverträge spiegelt der Prognosebericht sowohl die Prognose für den Konzern als auch für die Muttergesellschaft Gesundheitswelt Chiemgau AG wider.

6. Zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f Abs. 4, 315d HGB

Unter Berücksichtigung des § 111 Absatz 5 Satz 5 AktG in der Fassung des FüPoG II (§ 111 Absatz 5 AktG n.F.) hat der Aufsichtsrat die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat festzulegen. Dabei besteht nach § 96 Absatz 2 AktG für die Gesundheitswelt Chiemgau AG derzeit keine gesetzlich zwingende Verpflichtung, etwa den Aufsichtsrat zu mindestens 30 % mit Frauen zu besetzen. Die Gesundheitswelt Chiemgau AG ist weder eine börsennotierte Gesellschaft, noch unterliegt sie den im § 96 Absatz 2 AktG in Bezug genommenen mitbestimmungsrechtlichen Vorschriften. Auch § 4 Absatz 4 Drittelbeteiligungsgesetz begründet keine gesetzliche zwingende Verpflichtung zur Einhaltung einer Frauenquote, sondern stellt lediglich eine Soll-Vorschrift dar.

Die Zielgröße des Frauenanteils im Aufsichtsrat wurde ab dem Geschäftsjahr 2024 mit 11,1 % festgelegt. Diese Festlegung gilt unverändert bis zum 31.12.2028.

Der Aufsichtsrat legt die Zielgröße des Frauenanteils im Vorstand mit 0 % fest.

Der Vorstand der GWC AG besteht derzeit aus lediglich einer Person, nämlich Herrn Dietolf Hämel. Eine Abänderung ist unverändert bis auf Weiteres nicht beabsichtigt.

Die Führung der Gesellschaft durch einen Alleinvorstand entspricht auch der primären Grundstruktur der in der Satzung vorgegebenen Vorstands-Organisation, wie es mittelbar aus § 7 der Gesellschaftsatzung im Umkehrschluss zu folgern ist. Denn danach kann die Bestellung eines Alleinvorstandes sogar dann beibehalten werden, wenn das Grundkapital der Gesellschaft € 3 Mio übersteigt. Also wird nach dem Willen des Satzungsgebers die Führung der Gesellschaft durch eine Person auf Vorstandsebene bevorzugt. Dieses Führungsmodell hat sich bislang in der praktischen Handhabung auch bewährt. Eine Bestellung eines weiteren Vorstandsmitgliedes, gleich ob männlich oder weiblich, ist daher aus Sicht des Aufsichtsrats derzeit nicht veranlasst.

Auch diese Festlegung gilt bis zum 31.12.2028.

Für die Führungsebene der Generalbevollmächtigten wurde eine Zielgröße von 100%, für die Führungsebene der Bereichsleitungen der GWC AG wurde eine Zielgröße von 33,3% festgelegt, mit einer Frist bis zum 31.12.2028.

7. Abhängigkeitsbericht

In seinem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (§ 312 AktG) hat der Vorstand folgende Schlusserklärung abgegeben:

„Wir erklären, dass bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und anderen Maßnahmen der maßgebliche Zeitpunkt der Beurteilung der Zeitpunkt ist, zu dem das beurteilte Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen wurde.

Für die im Geschäftsjahr 2024 vorgenommenen Rechtsgeschäfte und getroffenen Maßnahmen hat die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und sie ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen und unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.“

 

Bad Endorf, 07.05.2025

Dietolf Hämel, Vorstand

[1] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2025/bip2024/pm-bip.pdf?__blob=publicationFile&v=6

[2] https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/krankenhaus/krankenhausreform.html

[3] https://www.bdpk.de/veroeffentlichungen/verbandsmitteilungen/fw-ausgabe-februar-2024/reha-statistik

[4] https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Statistiken-und-Berichte/Berichte/rehabericht_2024.pdf?__blob=publicationFile&v=9

[5] https://www.bdpk.de/veroeffentlichungen/verbandsmitteilungen/ausgabe-februar-2023/standard-titel-1

[6] Weißbuch Geriatrie, Bundesverband Geriatrie, 4. Überarbeitete Auflage, 2023, S. 139

[7] Salzburger Nachrichten vom 7.Februar 2025

[8] https://www.deloitte.com/content/dam/assets-zone2/de/de/docs/industries/consumer/2024/Deloitte_Der_deutsche_Fitnessmarkt_2024.pdf

[9] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157245/umfrage/reha-einrichtungen-bettenauslastung-nach-traegern/
#:~:text=Bettenauslastung%20in%20deutschen%20Reha%2DEinrichtungen%20nach%20Tr%C3%A4gerschaft
%20bis%202023&text=Die%20Statistik%20zeigt%20die%20Bettenauslastung,zu%2080%2C2%20Prozent%20ausgelastet.

[10] https://www.klinikbewertungen.de/klinik-forum/erfahrung-mit-simssee-klinik-bad-endorf#google_vignette

[11] https://www.zukunftsinstitut.de/zukunftsthemen/megatrend-gesundheit

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

31.12.2024 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 86.822,00 100
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 40.607.068,23 41.666
2. Technische Anlagen und Maschinen 221.725,00 225
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 373.465,00 436
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.018.069,73 2.101
48.220.327,96 44.428
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 275.000,00 275
2. Beteiligungen 12.636,51 13
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 6.254
4. Sonstige Ausleihungen 10.560,00 11
298.196,51 6.552
48.605.346,47 51.079
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28.111,67 507
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.370.381,61 5.560
3. Sonstige Vermögensgegenstände 378.795,16 53
5.777.288,44 6.120
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 13.634.745,23 11.260
19.412.033,67 17.380
C. Rechnungsabgrenzungsposten 43.246,10 70
68.060.626,24 68.530

Passiva

31.12.2024 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.950.000,00 1.950
II. Kapitalrücklage 1.226.341,25 1.226
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 66.161,17 66
2. Andere Gewinnrücklagen 27.871.876,32 26.148
27.938.037,49 26.215
IV. Bilanzgewinn 1.115.494,65 1.845
32.229.873,39 31.236
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 107.471,00 107
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 126.177,00 133
2. Steuerrückstellungen 198.801,56 401
3. Sonstige Rückstellungen 861.967,57 455
1.186.946,13 990
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 28.985.929,63 30.131
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.282.666,28 178
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.056.948,16 5.552
4. Sonstige Verbindlichkeiten 210.791,65 334
34.536.335,72 36.196
68.060.626,24 68.530

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024

31.12.2024 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 9.195.636,24 8.555
2. Sonstige betriebliche Erträge 175.201,05 602
9.370.837,29 9.157
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -4.326,84 -2
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -361.691,75 -335
-366.018,59 -337
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.134.104,34 -2.921
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -528.571,78 -493
-3.662.676,12 -3.414
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.102.248,02 -2.083
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.718.753,98 -3.237
-478.859,42 86
7. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen 5.363.019,80 4.772
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 5.363.019,80 (Vorjahr: TEUR 4.772)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 232.605,87 260
9. Aufwendungen aus Verlustübernahme -1.092.100,96 -297
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -860.197,29 -758
3.643.327,42 3.978
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -817.170,07 -545
12. Ergebnis nach Steuern 2.347.297,93 3.519
13. Sonstige Steuern -300.471,59 -28
14. Jahresüberschuss 2.046.826,34 3.492
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 92.081,48 99
16. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen -1.023.413,17 -1.746
17. Bilanzgewinn 1.115.494,65 1.845

Anhang für das Geschäftjahr 2024

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Angaben

Die Gesundheitswelt Chiemgau AG mit Sitz in Bad Endorf ist mit der HRB Nr. 543 im Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein eingetragen.

Bilanzierungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Bei den folgenden tabellarischen Darstellungen kann es zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und mit einer bestimmbaren Nutzungsdauer linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer für Lizenzen und ähnliche Rechte beträgt in der Regel drei bis fünf Jahre.

Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert und entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Den planmäßigen Abschreibungen der Sachanlagen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Nutzungsdauer
in Jahren
Betriebsgebäude 10 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 10 bis 20
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20

Die Herstellungskosten umfassen Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten von über netto EUR 250,00 bis netto EUR 1.000,00 wurden bis zum Geschäftsjahr 2018 im Zugangsjahr im Anlagenpool (Sammelposten) erfasst und über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Der nach steuerlichen Vorschriften gebildete Sammelposten wurde in die Handelsbilanz übernommen, da er für das Unternehmen von untergeordneter Bedeutung ist. Seit 2019 werden die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 800,00 im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben.

Zuwendungen zur Investitionsfinanzierung werden im entsprechenden Sonderposten passiviert. Der Sonderposten wird analog zur Nutzungsdauer des geförderten Anlagevermögens aufgelöst.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um eventuelle außerplanmäßige Abschreibungen bei dauerhafter Wertminderung, ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nominalwerten aktiviert. Das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die spezifischen Kreditrisiken werden durch eine angemessene Einzelwertberichtigung erfasst.

Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Grundkapital laut Satzung sowie der Handelsregistereintragung und ist voll einbezahlt.

Den Pensionsrückstellungen sind gemäß vorliegendem versicherungsmathematischen Gutachten für die Bewertung die Richttafeln 2018 G (Vorjahr: 2018 G) der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln, mit einem Rechnungszinsfuß von 1,90% (Vorjahr: 1,82%) zugrunde gelegt. Es wird keine Lohn- und Gehaltssteigerung angenommen und unter Ausübung des Wahlrechtes nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB von einer Restlaufzeit von 15 Jahren ausgegangen. Als Bewertungsverfahren diente die „Projected Unit Credit Methode“ i.S.v. IAS 19. Für die Berechnung wurde eine Rentendynamik von unverändert 2,00 % p.a. unterstellt.

Die Steuerrückstellungen und Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind jeweils in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erscheint (Erfüllungsbetrag).

Die Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die Ermittlung der aktiven latenten Steuern wurde unter Heranziehung eines Körperschaftsteuersatzes inkl. Solidaritätszuschlag in Höhe von 15,825 % und eines individuellen Gewerbesteuersatzes in Höhe von 12,25 % ermittelt. Aktive und passive latente Steuern wurden verrechnet. Auf eine Aktivierung einer sich insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuer wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 HGB verzichtet.

II. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 sind im Anlagespiegel als Anlage des Anhangs dargestellt.

Der Anteilsbesitz ist im Abschnitt IV. Ergänzende Angaben aufgeführt.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5.370,4 (Vj. TEUR 5.560,0) resultieren aus dem laufenden Verrechnungsverkehr mit Konzernunternehmen und den bestehenden Ergebnisabführungsverträgen. Darin enthalten sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 175,8 (Vj. TEUR 39,0) sowie sonstige Vermögensgegenstände aufgrund Cashpooling und der bestehenden Ergebnisabführungsverträge von TEUR 5.194,5 (Vj. TEUR 5.521,1).

Eigenkapital

Das als gezeichnetes Kapital ausgewiesene Grundkapital des Mutterunternehmens beträgt unverändert TEUR 1.950,0. Dieses ist in 1.950.000 nennwertlose Stückaktien zum rechnerischen Wert von EUR 1,00 je Aktie eingeteilt.

Aufgrund der Umstellung des Grundkapitals auf Stückaktien sowie die Umstellung von DM auf EUR mit Beschluss vom 5.7.2001 ist der Inhalt der Aktienurkunden seinerzeit unrichtig geworden. Daher hat der Vorstand am 13.9.2018 beschlossen, dass sämtliche Anteile am Grundkapital der Gesellschaft in einer Sammelurkunde verbrieft und sämtliche noch an Aktionäre ausgegebenen effektiven Aktienurkunden für kraftlos erklärt werden sollen. Das Grundkapital wurde aufgrund des Beschlusses in vollem Umfang durch eine Globalurkunde verbrieft, die bei der Clearstream Banking AG, Frankfurt am Main, hinterlegt wurde. Die Aktionäre der Gesellschaft werden an dem bei der Clearstream Banking AG gehaltenen Sammelbestand an Aktien an der GWC AG entsprechend ihrem Anteil als Miteigentümer durch entsprechende Depotgutschrift beteiligt. Die Umstellung wurde dreimalig im Bundesanzeiger veröffentlich (am 28.2.2019, 28.3.2019 und 26.4.2019). Sämtliche im Umlauf befindlichen bisher nicht eingereichten, unrichtig gewordenen Aktienurkunden der GWC AG, wurden im Mai 2019 für kraftlos erklärt. Die entsprechenden Miteigentumsanteile an der Globalurkunde in Girosammelverwahrung bei der Clearstream Banking AG sind in einem treuhänderischen Depot verbucht und verfügbar. Insgesamt waren zum Bilanzstichtag am 31.12.2024 noch 7.254 Aktien im Depot eingebucht.

Andere Gewinnrücklagen

Es wurde mit dem Jahresabschluss 2023 vorgeschlagen und dann in der Hauptversammlung 2024 beschlossen, TEUR 700,0 zu den anderen Gewinnrücklagen zuzuführen.

Im Rahmen der Aufstellung und Feststellung des Jahresabschlusses 2024 haben Vorstand und Aufsichtsrat gem. § 58 Abs. 2 Satz 1 AktG beschlossen, einen Teil des Jahresüberschusses von TEUR 1.023,4 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

Nach Verrechnung des Jahresüberschusses 2024 mit dem Gewinnvortrag des Vorjahres i.H.v. TEUR 92,1 (Vj. TEUR 99,3) und der im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses vorgenommenen Zuführung zu den anderen Gewinnrücklagen i.H.v. TEUR 1.023,4 (Vj. TEUR 1.745,8) ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 1.115,5 (Vj. TEUR 1.845,1).

Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen der öffentlichen Hand

Mit Bewilligungsbescheid vom 3.8.2022 wurde der Marktgemeinde Bad Endorf ein Projektfinanzierung im Wege der Anteilsfinanzierung für das Vorhaben Sanierung der Bohrung II Bad Endorf erteilt. Mit Bewilligungsbescheid vom 12.8.2022 hat die Marktgemeinde die Projektförderung unmittelbar an die Gesundheitswelt Chiemgau AG weitergereicht. Im Berichtsjahr kam es zu keiner weiteren Teilzahlung der bewilligten Fördersumme von Mio. EUR 3,6. Der Sonderposten wird zukünftig ratierlich über die Nutzungsdauer des geförderten Anlagevermögens erfolgswirksam aufgelöst.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen betreffen ein ehemaliges Vorstandsmitglied. Der ermittelte Wert führt zu einer Pensionsverpflichtung in Höhe von TEUR 126,2 (Vj. TEUR 133,4). Der zum 31. Dezember 2024 gemäß § 6a EStG ermittelte Wert beträgt TEUR 80,1 (Vj. TEUR 82,6). Es wurden Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 2,3 (Vj. TEUR 2,4) aus der Aufzinsung der Rückstellungen berücksichtigt.

Unter Verwendung eines siebenjährigen Durchschnittszinses hätte sich bei einem dann zu verwendenden Rechnungszinssatz von 1,96 % ein Erfüllungsbetrag für die Pensionsrückstellung von TEUR 125,5 ergeben. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich damit auf TEUR 0 (Vj. TEUR 0,7).

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen voraussichtliche Körperschaftsteuer- sowie Umsatzsteuernachzahlungen.

Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 862,0 (Vj. TEUR 455,4). Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen wird in einem Rückstellungsspiegel dargestellt:

Bild

Verbindlichkeiten

Als Sicherheit für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen Buchgrundschulden auf Grundstücken der Gesellschaft in Höhe von insgesamt TEUR 28.985,9 (Vj. TEUR 30.130,9).

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten werden in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst:

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Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus den Ergebnisabführungsverträgen sowie aus dem Cash-Pooling und stellen somit vollumfänglich sonstige Verbindlichkeiten dar.

In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten für Umsatz- und Lohnsteuern in Höhe von TEUR 144,7 (Vj. TEUR 259,1) enthalten, sowie TEUR 68,2 (Vj. TEUR 72,4) gegenüber dem Freistaat Bayern im Zusammenhang mit der Bohrung Endorf II.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Entwicklung der Umsatzerlöse ist der folgenden Übersicht zu entnehmen und gliedert sich auf wie folgt:

Bild

Die Umsatzerlöse aus dem Verrechnungsverkehr für zentrale Dienstleistungen orientieren sich an den Selbstkosten der Gesundheitswelt Chiemgau AG. Die Kostenverteilung wird anhand der Planumsatzzahlen der Tochterunternehmen festgelegt.

Zudem sind unter den Umsatzerlösen Mieterträge aus der Vermietung der Gebäude der Chiemgau Thermen, der Simssee Klinik nebst Mitarbeiterwohnheim und der Immobilie des Ströbinger Hof ausgewiesen.

Bei den externen Umsätzen handelt es sich in erster Linie um Umsätze der Gesundheitsakademie Chiemgau sowie um Nutzungsumsätze aus dem Parkhaus der GWC AG.

Sonstige betriebliche Erträge

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie weitere periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 33,0 (Vj. TEUR 15,3) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 545,0 enthalten.

Finanzergebnis

Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen werden in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 2,5 (Vj. TEUR 2,4) ausgewiesen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Körperschaftsteuererstattungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 121,8 und Körperschaftsteuernachzahlungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 415,9 enthalten.

Sonstige Steuern

In den Sonstigen Steuern sind Aufwendungen für Umsatzsteuernachzahlungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 280,7 enthalten.

IV. Ergänzende Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Leasingverträgen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 50,4 (Vj. TEUR 92,4). Die Kosten werden teilweise an die anderen Gesellschaften des Konzerns Gesundheitswelt Chiemgau weiterbelastet. Die Restlaufzeit der Leasingverträge beträgt jeweils zwischen 6 Monate und 3 Jahren. Im Fall des Auslaufens der Verträge wird nach Überprüfung im Regelfall ein vergleichbarer Leasingvertrag geschlossen. Die Gesellschaft finanziert Investitionen aus wirtschaftlichen und bilanzpolitischen Gründen teilweise über außerbilanzielle Geschäfte in Form von Leasinggeschäften.

Aus den Leasing- und Mietverträgen bestehen Risiken in Form der vertraglich vereinbarten periodischen Zahlungen bzw. aus der möglichen Verpflichtung zur Abnahme des geleasten Vermögensgegenstandes im Falle eines vereinbarten Andienungsrechtes. Die Leasingverträge wurden geschlossen, um sich vorteilhafte Finanzierungskonditionen zu sichern. Insbesondere beim Fahrzeug-Leasing wird ein Vorteil in der vertraglich vereinbarten Rückgabemöglichkeit nach Ende der Mindestleasingdauer genutzt.

Aus begonnenen Investitionsvorhaben bestehen am Abschlussstichtag künftige Verpflichtungen in Höhe von TEUR 26.924,2.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB beträgt somit TEUR 26.974,7.

Personal

Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 66 Mitarbeiter (Vj. 63) beschäftigt. Davon waren 36 (Vj. 32) Mitarbeiter teilzeitbeschäftigt. Hinzu kommen noch 6 (Vj. 6) Auszubildende und Praktikanten.

Gesellschaftsorgane

Als Vorstand war im Geschäftsjahr 2024 bestellt:

• Herr Diplom-Kaufmann Dietolf Hämel, Prien am Chiemsee, Vorstand

Aufgrund der Befreiungsregelung des § 286 Abs. 4 HGB wird auf eine Offenlegung der Gesamtbezüge der Gesellschaftsorgane gemäß § 285 Nr. 9 HGB verzichtet.

Die Aufsichtsratsbezüge betrugen im Geschäftsjahr insgesamt TEUR 349,4 (Vj. TEUR 193,4).

Aufsichtsrat

Ertl, Gerhard Vorsitzender
Diplom-Kaufmann
Geschäftsführer GeFin Consulting GmbH in Garching an der Alz
Geschäftsführer der m-tec powder GmbH in Töging am Inn
Loferer, Alois Stellvertretender Vorsitzender
Erster Bürgermeister Markt Bad Endorf
Kaliwas, Petra Arbeitnehmervertreterin
Ärztin
Hilscher, Peter Arbeitnehmervertreter
Mitarbeiter Haustechnik
Stockinger, Hieronymus Vertreter der Aktionäre
EDV-Einzelhändler Entsandtes Mitglied
Gymnasiallehrer
Rausch, Thomas Arbeitnehmervertreter
Leitender Psychologe der Simssee Klinik
Strobach, Michael Georg Vertreter der Aktionäre
Rechtsanwalt, Geschäftsführer, München
Kühbandner, Markus J. Vertreter der Aktionäre
Fachanwalt für Steuerrecht, Rechtsanwalt in eigener
Rechtsanwaltskanzlei Markus J. Kühbandner in Rosenheim
Linde, Dieter Vertreter der Aktionäre
Geschäftsführender Gesellschafter der DLC - Beratungs- und
Service GmbH, Dieter Linde Consulting in Bad Endorf
Bippus, Walter Ehrenvorsitzender
Diplom-Kaufmann
Vorstand i. R.

Honorar des Abschlussprüfers

Über die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers wird im Konzernabschluss berichtet.

Verbundene Unternehmen und Mehrheitsbeteiligung

Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen beteiligt:

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Die Marktgemeinde Bad Endorf hat uns am 23.01.2025 gemäß § 20 Abs. 1 AktG mitgeteilt, dass sie zusammen mit der Stiftung Markt Bad Endorf GmbH, eine Mehrheitsbeteiligung an dem Aktienkapital der Gesundheitswelt Chiemgau AG besitzt und der Anteil zu diesem Tag 76,3 % (1.487.824 Stückaktien) beträgt.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn TEUR 624,0 auszuschütten, TEUR 410,0 in die Position andere Gewinnrücklagen einzustellen sowie TEUR 81,5 auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesundheitswelt Chiemgau AG, Bad Endorf, stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss auf (größter und kleinster Konsolidierungskreis). Dieser wird im Unternehmensregister offengelegt.

 

Bad Endorf, 7. Mai 2025

Gesundheitswelt Chiemgau Aktiengesellschaft

Dietolf Hämel, Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand am 01.01.2024
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 981.783,64 51.423,61 0,00 0,00 1.033.207,25
981.783,64 51.423,61 0,00 0,00 1.033.207,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 59.104.058,36 399.016,15 369.646,51 0,00 59.872.721,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 543.103,50 6.635,57 1.932,12 0,00 551.671,19
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.029.136,67 135.794,46 0,00 0,00 2.164.931,13
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.100.545,88 5.289.102,48 -371.578,63 0,00 7.018.069,73
63.776.844,41 5.830.548,66 0,00 0,00 69.607.393,07
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 325.000,00 0,00 0,00 0,00 325.000,00
2. Beteiligungen 12.636,51 0,00 0,00 0,00 12.636,51
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 6.253.833,55 0,00 0,00 6.253.833,55 0,00
4. Genossenschaftsanteile 1.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000,00
5. Sonstige Ausleihungen 10.560,00 0,00 0,00 0,00 10.560,00
6.603.030,06 0,00 0,00 6.253.833,55 349.196,51
71.361.658,11 5.881.972,27 0,00 6.253.833,55 70.989.796,83
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2024
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 882.136,64 64.248,61 0,00 946.385,25
882.136,64 64.248,61 0,00 946.385,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.438.347,53 1.827.305,26 0,00 19.265.652,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 317.627,50 12.318,69 0,00 329.946,19
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.593.090,67 198.375,46 0,00 1.791.466,13
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
19.349.065,70 2.037.999,41 0,00 21.387.065,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 0,00 0,00 50.000,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Genossenschaftsanteile 1.000,00 0,00 0,00 1.000,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
51.000,00 0,00 0,00 51.000,00
20.282.202,34 2.102.248,02 0,00 22.384.450,36
Buchwerte
Stand am 31.12.2024
EUR
Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 86.822,00 100
86.822,00 100
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 40.607.068,23 41.666
2. Technische Anlagen und Maschinen 221.725,00 225
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 373.465,00 436
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.018.069,73 2.101
48.220.327,96 44.428
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 275.000,00 275
2. Beteiligungen 12.636,51 13
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 6.254
4. Genossenschaftsanteile 0,00 0
5. Sonstige Ausleihungen 10.560,00 11
298.196,51 6.553
48.605.346,47 51.081

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Gesundheitswelt Chiemgau AG, Bad Endorf

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Gesundheitswelt Chiemgau AG, Bad Endorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht (Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns) der Gesundheitswelt Chiemgau AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die unter „SONSTIGE INFORMATIONEN“ genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

• vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der unter „SONSTIGE INFORMATIONEN“ genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des ZUSAMMENGEFASSTEN Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen

• die in Abschnitt 6. des zusammengefassten Lageberichts enthaltene zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung

• die übrigen Teile des Geschäftsberichts mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

• wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

• anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 7. Mai 2025

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Salzberger, Wirtschaftsprüfer

Skiadas, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats nach § 171 AktG

der Gesundheitswelt Chiemgau AG

Im Berichtsjahr 2024 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er führte hierzu insgesamt 7 Präsenzsitzungen und 4 weitere schriftliche Beschlussfassungen durch.

Das Gremium war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar eingebunden. Der Aufsichtsrat hat auch den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und dessen Tätigkeit überwacht.

Unveränderte Zielsetzung der Tätigkeit des Aufsichtsrates war es, neben der bloßen Aufsichtsfunktion auch gemeinsam mit dem Vorstand die strategische Entwicklung des Unternehmens vorzubereiten und diese zu begleiten.

Des Weiteren hat der Vorstand den Vorsitzenden des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Gesprächen auch außerhalb der Präsenzsitzungen über die aktuellen Entwicklungen im Konzern informiert.

Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats

Im Berichtsjahr 2024 hat sich der Aufsichtsrat insbesondere mit der Sicherung des Standorts der Klinik St. Irmingard in Prien durch den Abschluss eines Erbbaurechtsvertrages befasst. Die diesbezüglichen vertraglichen Vereinbarungen konnten im Berichtsjahr zum Abschluss gebracht werden.

Ferner hat sich der Aufsichtsrat mit der Erweiterung der Aktivitäten der Klinik ChiemseeWinkel Seebruck befasst. Hier ist beabsichtigt, die Behandlungskapazitäten durch den Abschluss eines Pachtvertrages für ein weiteres Klinik-Gebäude zu erhöhen.

Unverändert war der Aufsichtsrat im Berichtsjahr bei der Umsetzung des Projektes Erweiterung Ströbinger Hof (STH II) eingebunden. Das Projekt wird im laufenden Jahr - 2025 - abgeschlossen sein.

Der Aufsichtsrat hat sich weiter intensiv mit der vom Bergamt verlangten Sanierung der Bohrung Endorf II befasst. Mit der Umsetzung wird nunmehr im laufenden Jahr begonnen werden. Die erforderlichen Maßnahmen werden voraussichtlich 2026 abgeschlossen sein.

Zu den Aufgaben des Aufsichtsrats im Berichtsjahr gehörte auch die Begleitung des Vorstandes bei der Einführung eines neuen Klinikinformationssystems (KIS), mit dem von der Patientenaufnahme über die ambulante oder stationäre Pflege bis zur Leistungserfassung und Rechnungsstellung in der Finanzbuchhaltung sämtliche Abläufe integriert abgebildet werden sollten. Das Ziel, die Effizienz des Patientenerfassungs- und Abrechnungssystems bei gleichzeitiger Arbeitsentlastung der Mitarbeiter zu erhöhen, konnte jedoch bislang noch nicht zufriedenstellend erreicht werden.

Wie schon in den Vorjahren war auch in 2024 schließlich ein Gegenstand der Tätigkeit des Aufsichtsrats die Frage, wie in Zeiten eines „Arbeitnehmermarkts“ das vorhandene Fachpersonal gehalten und neues in der Zukunft gefunden werden kann.

Prüfung des Jahresabschlusses der GWC AG und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2024 und des zusammengefassten Lageberichts sowie Prüfung des Abhängigkeitsberichts nach § 312 AktG

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 31.12.2024 sowie der zusammengefasste Lagebericht der GWC AG bzw. des GWC-Konzerns sind unter Einbeziehung der Buchführung von der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist in der Hauptversammlung vom 17.07.2024 zum Abschlussprüfer für dieses Geschäftsjahr 2024 gewählt worden.

Der Aufsichtsrat hat in Gegenwart des Abschlussprüfers den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht in seiner Sitzung am 05.05.2025 geprüft. Er hat nach Erteilung der uneingeschränkten Bestätigungsvermerke durch den Abschlussprüfer mit Beschluss vom 13.05.2025 dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt sowie den Jahresabschluss und Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss der GWC AG für das Geschäftsjahr 2024 ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat hat sich ferner auch mit Beschluss vom 13.05.2025 dem Vorschlag des Vorstandes zur Behandlung des Bilanzergebnisses und zur Gewinnverwendung angeschlossen.

Der Aufsichtsrat hat schließlich am 05.05.2025 in Gegenwart des Abschlussprüfers auch den Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (§ 312 AktG) eingehend geprüft, und zwar auch unter Einbeziehung des hierzu vorgelegten Prüfungsberichtes des Abschlussprüfers.

„Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.“

Gemäß Beschluss vom 13.05.2025 waren nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrates Einwendungen gegen das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers nicht zu erheben. Gleichfalls waren keine Einwendungen gegen die Schluss-Erklärung des Vorstandes über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen zu erheben.

Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand für die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit. Er dankt auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Jahr für Jahr erneut mit ihrem großen Einsatz und Engagement zum Erfolg der GWC AG und des GWC-Konzerns beitragen.

 

Bad Endorf, den 13.05.2025

Der Aufsichtsrat der Gesundheitswelt Chiemgau AG

Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2024 einschließlich Beschluss über die Ergebnisverwendung

Der aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 wird hiermit festgestellt.

Danach wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der Gesundheitswelt Chiemgau AG für das Geschäftsjahr 2024 in der Gesamthöhe von 1.115.494,66 wie folgt zu verwenden:

- einen Teilbetrag von € 624.000,00 an die Aktionäre zu verteilen

- einen Teilbetrag von € 410.000,00 in „andere Gewinnrücklagen“ einzustellen

- einen Teilbetrag von € 81.494,66 als Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bad Endorf, den 13.05.2025

Gerhard Ertl, Vorsitzender des Aufsichtsrats