MRH Trowe Holding GmbH

Frankurt am Main

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2024

DER MRH TROWE HOLDING GMBH, FRANKFURT AM MAIN

AKTIVA

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.079.464,00 585.223,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
3. Geschäfts- oder Firmenwert 879.317.243,80 803.141.735,50
884.675.964,91 806.677.522,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 400.319,28 102.331,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.989.231,15 1.497.330,68
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1,00
2.389.550,43 1.599.662,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 67.682,91 20.682,91
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 21.000,00 0,00
3. Beteiligungen 519.100,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 29.699,78 29.699,78
5. sonstige Ausleihungen 108.351,28 25.000,00
6. Genossenschaftsanteile 0,00 52.886,46
7. Anzahlungen auf Finanzanlagen 159.192,63 8.995.407,78
905.026,60 9.123.676,93
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
unfertige Leistungen 493.126,19 0,00
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 33.981.471,55 11.944.100,52
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.965,75 24.927,98
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.174.983,84 1.002.284,46
4. sonstige Vermögensgegenstände 38.895.985,69 34.180.107,32
74.056.406,83 47.151.420,28
III. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 99.907,55 157.989,25
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 37.425.638,01 21.615.730,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.081.851,36 7.882.686,98
D. Aktive latente Steuern 18.890.266,88 13.755.034,69
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 71.108,00
1.028.017.738,76 908.034.831,61

PASSIVA

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 72.358,00 72.182,00
II. Kapitalrücklage 630.371.077,00 628.836.156,11
III. Konzernbilanzverlust -116.065.045,88 -43.550.559,00
IV. Nicht beherrschende Anteile 6.050.883,45 4.809.176,43
520.429.272,57 590.166.955,54
B. Negativer Geschäfts- oder Firmenwert 975.000,00 1.225.000,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 4.471.893,15 3.481.709,92
2. Steuerrückstellungen 4.828.887,23 3.914.022,21
3. sonstige Rückstellungen 8.697.411,21 8.479.036,44
17.998.191,59 15.874.768,57
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.060.510,34 10.612.943,63
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.161.590,52 45.701,62
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 35.020.219,96 13.844.733,84
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 86.117,24
5. Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungen 317.702,97 371.636,55
6. Verbindlichkeiten gegnüber Gesellschaftern 26.260.383,48 13.579.815,00
7. sonstige Verbindlichkeiten 416.272.512,91 261.550.257,66
- davon aus Steuern EUR 2.533.053,97 (EUR 1.607.684,66) 487.092.920,18 300.091.205,55
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 325.291,32 (EUR 254.739,07)
E. Rechnungsabgrenzungsposten 626.636,46 168.928,21
F. Latente Steuern 895.717,96 507.973,75
1.028.017.738,76 908.034.831,61

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG VOM 1. JANUAR 2024 BIS ZUM 31. DEZEMBER 2024

DER MRH TROWE HOLDING GMBH, FRANKFURT AM MAIN

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 188.051.321,67 64.587.603,69
2. Bestandsveränderungen 493.126,19 0,00
3. andere aktivierte Eigenleistungen 1.779.191,20 470.128,32
4. sonstige betriebliche Erträge 4.162.661,72 4.998.261,43
5. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 92.594,92 3.947,93
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 31.023.505,97 31.116.100,89 10.305.760,21
6. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 80.261.140,70 32.951.772,35
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 15.223.242,26 95.484.382,96 4.873.022,56
- davon für Altersversorgung EUR 1.219.933,67 (EUR 967.640,54)
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 61.516.707,69 27.215.597,75
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 38.744.984,54 26.536.303,50
9. Erträge aus Beteiligungen 3.125,32 0,00
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 8.600,04 1.414,74
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.592.181,48 1.063.122,78
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 40.085.615,56 14.802.857,93
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 366.862,82 -3.395.486,60
14. Ergebnis nach Steuern -71.224.446,84 -42.173.244,68
15. sonstige Steuern 41.454,71 470.805,89
16. Konzernjahresfehlbetrag -71.265.901,55 -42.644.050,56
17. Nicht beherrschende Anteile 1.248.585,33 906.503,44
18. Verlustvortrag nach Verwendung 43.550.559,00 5,00
19. Konzernbilanzverlust -116.065.045,88 -43.550.559,00

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG ZUM 31. DEZEMBER 2024

DER MRH TROWE HOLDING GMBH, FRANKFURT AM MAIN

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
Konzern-Jahresfehlbetrag -71.265.901,55 -42.644.050,56
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 61.516.707,69 27.215.597,75
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -2.774.033,03 1.948.549,69
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -17.818.280,93 28.494.145,34
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 18.569.634,55 -31.147.341,70
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -4.340,84 -75.029,40
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 38.493.434,08 13.739.735,15
- sonstige Beteiligungserträge -3.125,32 -1.414,74
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 366.862,82 -3.395.486,60
-/+ Ertragsteuerzahlungen -5.740.852,04 -745.101,64
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 21.340.105,43 -6.610.396,71
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 77.624,50 0,00
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -3.214.953,78 -181.045,54
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermöger 19.755,85 207.732,44
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -613.791,47 -241.339,22
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -657.140,93 -9.048.220,17
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -129.397.236,78 -174.837.810,18
+ Erträge aus Wertpapieren und sonstige Beteiligungserträge 11.725,36 1.414,74
+ Erhaltene Zinsen 1.592.181,48 1.063.122,78
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -132.181.835,78 -183.036.145,15
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 169.789.534,54 4.174.334,26
- Auszahlungen für die Tilgung von (Finanz-) Krediten -5.457.964,80 -155.689,53
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 1.535.096,89 218.711.190,35
- Gezahlte Zinsen -38.161.754,98 -11.480.057,93
- Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -1.053.273,59 0,00
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 126.651.638,06 211.249.777,15
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 15.809.907,72 21.603.235,29
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 21.615.730,29 12.495,00
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 37.425.638,01 21.615.730,29

KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2024

DER MRH TROWE HOLDING GMBH, FRANKFURT AM MAIN

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
EUR EUR EUR EUR
Stand zum 01.01.2024 72.182,00 628.836.156,11 0,00 -43.550.559,00
Kapitalerhöhung 176,00 1.534.920,89 0,00 0,00
Konzernergebnis 0,00 0,00 0,00 -72.514.486,88
Dividendenzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderung Konsolidierungskreis 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand zum 31.12.2024 72.358,00 630.371.077,00 0,00 -116.065.045,88
Eigenkapital des Mutterunternehmens Anteile andere Gesellschafter Konzerneigenkapital
EUR EUR EUR
Stand zum 01.01.2024 585.357.779,11 4.809.176,43 590.166.955,54
Kapitalerhöhung 1.535.096,89 0,00 1.535.096,89
Konzernergebnis -72.514.486,88 1.248.585,33 -71.265.901,55
Dividendenzahlungen 0,00 -1.053.273,59 -1.053.273,59
Änderung Konsolidierungskreis 0,00 1.046.395,28 1.046.395,28
Stand zum 31.12.2024 514.378.389,12 6.050.883,45 520.429.272,57

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2024 BIS ZUM 31. DEZEMBER 2024

I. Allgemeine Angaben

Die MRH Trowe Holding GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt unter HRB 132045 eingetragen.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften unter Beachtung der besonderen Vorschriften für Konzernabschlüsse (§§ 290 ff. HGB) aufgestellt.

Die Bilanz ist gemäß § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert.

Angaben die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind im Allgemeinen im Anhang aufgeführt.

Die Gesellschaft ist gemäß § 290 HGB gesetzlich zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet, da die Befreiungsvorschrift § 293 HGB keine Anwendung findet.

II. Konsolidierungskreis

Nachfolgend aufgeführte Tochterunternehmen wurden in den Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:

Firma Sitz Beteiligungsquote % Grund der Konsolidierung
MRH Trowe Insurance Brokers GmbH Frankfurt 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
MRH Trowe MED GmbH München 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
MRH TROWE Insurance Brokers for Architects and Engineers GmbH München 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
MRH Trowe Finanzdienstleistung GmbH Frankfurt 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
MRH Trowe Financial Lines GmbH Frankfurt 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
German Underwriting GmbH Frankfurt 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
MRH Trowe Insurance Brokers GmbH Wien, Österreich 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
360gradmanagerschutz GmbH München 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
RCC Real Estate Claim Control GmbH Frankfurt 80,00 Stimmrechtsmehrheit*
MRH Trowe Credit & Finance GmbH Frankfurt 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
MRH TROWE Global Versicherungsmakler GmbH Frankfurt 51,00 Stimmrechtsmehrheit*
MRH Trowe & Lurse Benefits Brokers GmbH Alsfeld 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
Harald Schwardt Versicherungsmakler GmbH Düsseldorf 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
MRH Trowe NordWest GmbH Münster 70,00 Stimmrechtsmehrheit*
MDT travel underwriting GmbH Frankfurt 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
MDT Travel Broker GmbH Frankfurt 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
FSG Financial Solutions GmbH Kronach 77,99 Stimmrechtsmehrheit*
H+W Financial Solutions Group GmbH Kronach 77,99 Stimmrechtsmehrheit*
MRH Trowe Kulmbach GmbH Kulmbach 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
MRH Trowe Private Clients GmbH Alsfeld 77,99 Stimmrechtsmehrheit*
MRH Trowe Stuttgart AG Stuttgart 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
MRH Trowe Pegnitz GmbH Pegnitz 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
sportvers GmbH Reutlingen 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
MRH Trowe Consulting GmbH Stuttgart 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
MRH Trowe Beteiligungsgesellschaft mbH Frankfurt 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
Helmig & Partner GmbH & Co. KG. Olfen 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
HWA Finanzplan GmbH & Co. KG Olfen 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
HWA Vorsorgemanagement GmbH & Co. KG Olfen 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
Mesterheide Rockel Hirz Trowe AG Holding Frankfurt 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
LECH - ASSEKURANZ Versicherungsmakler GmbH Augsburg 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
WRV GmbH Scheden 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
afm Holding AG Hamburg 51,00 Stimmrechtsmehrheit*
afm Pensionsmanagement GmbH Hamburg 51,00 Stimmrechtsmehrheit*
afm Versicherungsmakler für Gewerbe und Industrie GmbH Hamburg 51,00 Stimmrechtsmehrheit*
afm assekuranz-finanz-makler GmbH Hamburg 51,00 Stimmrechtsmehrheit*
MRH Trowe Bremen GmbH & Co. KG Bremen 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
Helmig & Partner Verwaltungs-GmbH Olfen 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
Helmig Wienmeier Austrup Verwaltungs-GmbH Olfen 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
HWA Vorsorgemanagement Verwaltungs-GmbH Olfen 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
MRH Trowe Solingen GmbH Solingen 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
MRH Trowe & Lurse GmbH Salzkotten 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
Lurse Digital Solutions GmbH Salzkotten 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
Lurse HR Consulting GmbH Salzkotten 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
Lurse Pension & Benefits Consulting GmbH Salzkotten 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
Lurse Digital Insurance Services GmbH Salzkotten 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
Lurse Deutsche Pensions Treuhand GmbH Düsseldorf 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
Lurse DPT Deutscher Pension Trust GmbH Düsseldorf 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
asmarit GmbH Mönchengladbach 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
ASV Assekuranz-Service NRW Versicherungsmakler GmbH Mönchengladbach 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
Assekuranz Service Jansen & von Kessel GbR Mönchengladbach 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
MRH Trowe Hamburg GmbH Hamburg 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
MRH Trowe E+H Versicherungsmakler GmbH Karlsruhe 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
M&L Beteiligungs GmbH Hamburg 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
MRH Trowe Germany GmbH Frankfurt am Main 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
AMAKURA IT GmbH Gevelsberg 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
Hansekontor Maklergesellschaft mbH Hamburg 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
Hansekontor Süd Maklergesellschaft mbH1 Herrsching am Ammersee 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
Hansekontor Nord West Maklergesellschaft mbH Bremen 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
BAVARIA AG Spezialmakler für Yacht- und Luftfahrzeugversicherungen Gründwald 90,00 Stimmrechtsmehrheit*
Müller & Partner GmbH Floh-Seligenthal 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
ASSPERT Versicherungsmakler GmbH & Co KG Stuttgart 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
ASSPERT Verwaltungs-GmbH Dürnau 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
Vertoura Versicherungsmakler GmbH & Co. KG Erzhausen 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
Vertoura Verwaltungs-GmbH Erzhausen 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
Frank Rauch & Kollegen Finanz- und Versicherungsmakler GmbH Neckarsteinach 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
VIA Delcredere GmbH Bedburg 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
Dannenberg Versicherungsmakler GmbH Dresden 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
Mensch & Kuhnert GmbH Blaustein 60,00 Stimmrechtsmehrheit*
Versicherungsmakler Wimmer GmbH Planegg 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
AKS Assekuranzkontor Schneider GmbH Meerbusch 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
CRM Makler GmbH Hamburg 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
FM LeasingPartner GmbH Bissendorf 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
leasingGo GmbH Düsseldorf 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
Pretzl Wirtschafts- Finanzberatungs- und Vermittlungs GmbH Fürth 77,99 Stimmrechtsmehrheit*
FM Holding GmbH Bissendorf 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
FM LeasingPartner Sachsen-Thüringen GmbH Chemnitz 100,00 Stimmrechtsmehrheit*
FP Finanzpartner AG Passau 58,79 Stimmrechtsmehrheit*
Outbank GmbH Vilshofen an der Donau 58,79 Stimmrechtsmehrheit*

1 ab 10. Juli 2025 MRH Trowe Credit & Finance Süd GmbH
* Für Kapitalgesellschaften wird die Befreiung gem. § 264 Abs. 3 HGB und für Personengesellschaften die Befreiung gem. § 264b S. 1 HGB in Anspruch genommen

Die Beteiligungen an den nachfolgend aufgeführten Unternehmen wurden gemäß § 310 HGB quotal in den Konzernabschluss einbezogen:

Firma Sitz Beteiligungsquote %
MCC Motor Claim Control GmbH Alsfeld 49,00
E.L.V.I.S. Versicherungsmakler GmbH Alzenau 50,00
Crefo Versicherungsmakler Düsseldorf Neuss GmbH Düsseldorf 48,20
London Re GmbH Düsseldorf 50,00
Sicher gut betreut Versicherungsvermittlung GmbH Kassel 30,00
Hansekontor Mitte Maklergesellschaft mbH Wiesbaden 50,00
Hansekontor West Maklergesellschaft mbH Köln 50,00

Vorstehende Unternehmen werden durch die unterschiedlichen Gesellschaftergruppen gemeinschaftlich geführt. Das heißt unter anderem, dass strategische Entscheidungen und Investitions- und Finanzierungvorhaben zwischen den jeweiligen Gesellschaftergruppen gleichberechtigt beschlossen werden.

Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen haben als Geschäftsjahr das Kalenderjahr.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Konzernunternehmen wurden nach den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens aufgestellt.

Folgende Gesellschaften wurden wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss mit einbezogen:

Name / Sitz Beteiligungsquote [%] Eigenkapital 31.12.2024 Jahresergebnis 2024 Währung
KVM Fichtelgebirge GmbH (Marktredwitz) 25,00% 40.029,43 -14.234,05 EUR
MHW - Metallhandwerk-Versicherungsvermittlung GmbH (Essen) 49,60% -14.704,49 -2.847,66 EUR
IBC Institut zur Bekämpfung von Cyberrisiken gGmbH (Alsfeld) 100,00% 9.907,64 -3.795,05 EUR
afm Versicherungsservice UG (Hamburg) 100,00% 55.005,11 3.829,12 EUR
MBWL International Limited (London) 25,00% -2.452.992,00 -1.176.322,00 GBP
GRAYOAK Management & Technology Consulting GmbH (Frankfurt) 35,00% 290.859,73 245.623,20 EUR
MRH Trowe Stadler Event GmbH 80,00% 259.639,71 -75.192,52 EUR

Zum Stichtag 31. Dezember 2024 bestehen darüber hinaus Beteiligungen an den Gesellschaften KiNiKi gemeinnützige AG (Stuttgart) und MBWL International GmbH (Frankfurt). Auf die dazugehörigen Angaben gem. § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB wurde verzichtet, da zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses die Informationen nicht vorlagen.

III. Konsolidierungsmethoden

1. Kapitalkonsolidierung

Für die Erstkonsolidierung wurde gemäß § 301 Abs. 1 HGB die Neubewertungsmethode angewendet. Dabei wurden die Beteiligungsbuchwerte der Konzerngesellschaften gegen das anteilige bilanzielle Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung verrechnet. Das Eigenkapital wurde dabei mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in dem Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt entsprach.

Die erworbenen Unternehmen wurden zum Zeitpunkt der Erlangung der tatsächlichen Herrschaft über das Unternehmen erstkonsolidiert.

Die sich bei der Erstkonsolidierung ergebenden aktiven Unterschiedsbeträge werden in der Bilanz gesondert als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über ihre betriebliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Grundlage der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere die Retentionsrate sowie das „Know-how“ (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommen wurden. Die Ertragspotentiale dieser Komponenten werden unter Berücksichtigung der erwarteten Retentionsrate, bzw. Verweildauer der Kunden voraussichtlich über einen Zeitraum von 16 Jahren ausgeschöpft. Die Nutzungsdauer der Firmenwerte zur Ermittlung der jährlichen Abschreibungen wurde insofern mit 16 Jahren angenommen.

Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogene Abschlüsse werden in EUR aufgestellt.

2. Schuldenkonsolidierung

Die Schuldenkonsolidierung erfolgte nach Maßgabe des § 303 HGB. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden vollständig eliminiert.

3. Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Umsatzerlöse, sonstige Erträge und Zinserträge zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Ferner wurden Beteiligungserträge von einbezogenen Tochterunternehmen eliminiert.

Ausschüttungen von Unternehmen, bei denen diese Gewinne bereits im Rahmen der Erstkonsolidierung berücksichtigt wurden, wurden erfolgsneutral mit dem Konzernergebnisvortrag verrechnet.

4. Zwischenergebniseliminierung

Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen oder Leistungen wurden eliminiert, wenn diese wesentlichen Auswirkungen auf das Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Die aus der Eliminierung der Zwischengewinne resultierenden aktiven latenten Steuern wurden bilanziert.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Dritten Buches des HGB aufgestellt.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses und bei der Bewertung ist von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aller Konzernunternehmen und des Konzerns ausgegangen worden.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert bewertet worden. Gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB hat der Konzern das Ansatzwahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ausgeübt. Dies betrifft insbesondere selbst entwickelte EDV-Software. Die Aktivierung dieser Vermögensgegenstände erfolgt auf Basis der angefallenen Herstellungskosten, welche sämtliche direkt zurechenbaren Aufwendungen umfassen. Die Herstellungskosten werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauer der jeweiligen immateriellen Vermögensgegenstände.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden sofort als Aufwand erfasst. Im Geschäftsjahr 2024 sind geringwertige Anlagegüter im Wert bis zu EUR 800,00 in voller Höhe abgeschrieben worden.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungswerten angesetzt. Soweit zum Bilanzstichtag ein niedrigerer Wert vorlag, wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert aktiviert, soweit kein niedrigerer beizulegender Wert gem. § 253 Abs. 3 HGB angesetzt werden musste.

Die Bewertung der Rückdeckungsversicherungen der MRH Trowe Insurance Brokers GmbH, der AdVertum AG Versicherungsmakler, der WRV GmbH sowie der MRH Trowe Bremen GmbH u. Co. KG erfolgt in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags der korrespondierenden Pensionsrückstellung (sog. Passivprimat i.S.d. IDW RH FA 1.021).

Die Bewertung der Rückdeckungsversicherungen der MRH Trowe & Lurse GmbH und der Lurse HR Consulting GmbH erfolgt zum Buchwert des korrespondieren Rückdeckungsversicherungsanspruchs (sog. Aktivprimat i.S.d. IDW RH FA 1.021).

Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Einzel- und Gemeinkosten bewertet. Ein etwaiger niedrigeren beizulegender Wert am Bilanzstichtag wird berücksichtigt.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis zum Bilanzstichtag gemäß § 253 Abs. 4 HGB angesetzt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten angesetzt.

Aktive latente Steuern auf Bewertungsunterschiede zwischen den handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen sowie Verlustvorträgen werden angesetzt. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen mussten nicht ausgewiesen werden.

Die Pensionsrückstellungen werden gemäß §253 HGB unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens auf Grundlage aktuarieller Gutachten ermittelt. Bei rückgedeckten Direktzusagen erfolgt die Bilanzierung unter Berücksichtigung des IDW Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021 („Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen“). Dieser legt ein sogenanntes Aktiv- oder Passivprimat zugrunde, bei dem der Rückdeckungsanspruch in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags der zugehörigen Pensionsverpflichtung angesetzt wird.

Bei der Bewertung wurde gemäß § 253 Abs. 2 HGB der durchschnittliche Marktzinssatz, der sich im Falle von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren sowie einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, angesetzt und die Heubeck Richttafel 2018G angewendet. Der Marktzins wird von der Deutschen Bundesbank ermittelt und betrug zum Bewertungszeitpunkt 1,90 % (Vorjahr: 1,82 %). Der für die Ermittlung des ausschüttungsgesperrten Unterschiedsbetrags nach § 253 Abs. 6 HGB Siebenjahresdurchschnitt beträgt 1,96 % (Vorjahr: 1,74 %).

Der Bewertung lagen die Annahme einer Gehaltsdynamik von 0,00 % sowie individuelle Rententrends zugrunde.

Die Bewertung der wertpapiergebundenen Pensionszusagen der Lurse Pension & Benefits Consulting GmbH und der Lurse Deutsche Pensions Treuhand GmbH erfolgt nach dem beizulegenden Zeitwert dieser Wertpapiere gem. § 253 Abs. 1 S. 3 ff. HGB, soweit diese den garantierten Mindestbetrag übersteigen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr wurden zukünftige Preissteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung gemäß § 253 Abs. 2 HGB vorgenommen.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben und auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Im Konzern werden Leasingverhältnisse, bei denen alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem Eigentum an dem Leasinggegenstand beim Leasinggeber verbleiben, als operative Leasingverhältnisse klassifiziert. Diese Klassifizierung erfolgt gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), insbesondere nach den Regelungen des § 314 Nr. 2 und 2a HGB.

Durch die nicht-bilanzielle Erfassung dieser Geschäfte wird zum einen die Vermögenslage verbessert und die mit einem Kauf verbundenen hohen Liquiditätsabflüsse verhindert. In Abhängigkeit von der Vertragsdauer ist die Gesellschaft jedoch teilweise langfristig gebunden und kann sich damit nicht einseitig ihren Verpflichtungen entziehen.

Die im Rahmen von operativen Leasingverhältnissen anfallenden Leasingzahlungen werden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Erfassung erfolgt linear über die Laufzeit des Leasingvertrags, um eine periodengerechte Zuordnung der Aufwendungen sicherzustellen.

V. Angaben zu den Posten der Bilanz

Bewertungseinheiten

Im Geschäftsjahr 2023 hat die MRH Trowe Beteiligungsgesellschaft mbH im Zusammenhang mit der Ablösung der bestehenden Akquisitionsfinanzierung („Unitranche 2021“) eine neue Akquisitionsfazilität („Unitranche 2023“) abgeschlossen. Diese wurde zu marktüblichen Konditionen mit einem Gesamtdarlehensrahmen in Höhe von TEUR 300.000 vereinbart. Ergänzend wurde eine Finanzierunglinie für weitere Akquisitionen („Acquisition Credit Facility“) von TEUR 150.000 sowie eine revolvierende Kreditfazilität („Revolving Credit Facility“) von TEUR 40.000 abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 belief sich der in Anspruch genommene Betrag auf TEUR 380.165 (Vorjahr: TEUR 225.000).

Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos eines Teils dieser variabel verzinslichen Darlehensverbindlichkeit wurde im April 2023 ein Zinssicherungsgeschäft in Form eines Zins-Caps mit einem Nominalbetrag von TEUR 125.000 abgeschlossen. Das Derivat hat eine Laufzeit vom 11. April 2023 bis zum 11. April 2025. Das mit der Bewertungseinheit abgesicherte Risiko bezieht sich auf Zinsänderungen des 3-Monats-EURIBORs im Bereich von 0,00 % bis maximal 4,00 %. Zum Stichtag 31. Dezember 2024 betrug der Marktwert des Zinssicherungsgeschäfts TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 31). Zum Stichtag 31. Dezember 2024 wurde das Sicherungsgeschäft als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten mit einem Betrag von TEUR 75 (Vorjahr: TEUR 301) aktiviert.

Darüber hinaus wurde zur weiteren Absicherung des Zinsänderungsrisikos im Mai 2024 eine zusätzliches Zinssicherungsgeschäft in Höhe von TEUR 100.000 mit einer Laufzeit vom 19. August 2024 bis zum 18 Mai 2026 abgeschlossen. Dieses sichert Zinsänderungsrisiken des 3 Monats EURIBOR zwischen 2,65% und 3.5% ab.

Zwischen dem abgesicherten Teilbetrag der Darlehensverbindlichkeit und dem Zinssicherungsgeschäft wurde gemäß § 254 HGB eine Bewertungseinheit in Form einer Mikro-Hedge zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken gebildet.

Die Effektivität der Bewertungseinheit wurde unter Anwendung der Critical Terms Match-Methode festgestellt. Aufgrund der vollständigen Übereinstimmung der relevanten Vertragsparameter, insbesondere Nominalbetrag, Laufzeit, Zinsbindungsperiode und Zahlungsmodalitäten, wird davon ausgegangen, dass sich die gegenläufigen Wertänderungen des abgesicherten Grundgeschäfts und des Sicherungsgeschäfts mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Zukunft ausgleichen. Der Risikoausgleich ist für die gesamte Laufzeit des Sicherungsinstruments bis April 2025 gegeben.

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Konzernbilanz erfassten Anlagegegenstände ist im Konzern-Anlagespiegel dargestellt, der als Anlage zum Konzernanhang beigefügt ist.

Die Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwerts um EUR 76,2 Mio. ergibt sich aus Geschäfts- oder Firmenwerten aus 25 Zugängen durch Unternehmenserwerbe in Höhe von insgesamt EUR 135,4 Mio., denen Abschreibungen von ca. EUR 59,2 Mio. entgegenstehen.

Im Konzern wurden im Geschäftsjahr 2024 keine Forschungs- und Entwicklungskosten im Sinne des § 314 Abs. 1 Nr. 14 HGB aktiviert (Vorjahr: TEUR 0). Zwar wurden selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände angesetzt, diese stehen jedoch nicht im Zusammenhang mit Forschungs- oder Entwicklungsaktivitäten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden insbesondere Prämienforderungen an Versicherungsunternehmen sowie Provisions-, Makler- und Beratungshonorare ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag 2024 betragen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 33.981 (Vorjahr: TEUR 11.944), die Forderungen gegen Beteiligungen TEUR 1.175 (Vorjahr: TEUR 1.002) und die sonstigen Vermögensgegenstände TEUR 38.896 (Vorjahr: TEUR 34.180).

Der Betrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beläuft sich auf TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 15). Darüber hinaus bestehen zum Stichtag 31. Dezember 2024 sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 237 (Vorjahr: TEUR 261).

Zur Absicherung von Pensionszusagen an Mitarbeiter wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Diese Ansprüche sind insolvenzgesichert und belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 3.604 (Vorjahr: TEUR 3.336).

Die Vermögenswerte werden gemäß § 246 HGB mit den Rückstellungen aus Pensionsverpflichtungen verrechnet und auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Die Rückdeckungsversicherungen gewährleisten die Auszahlung der Pensionsleistungen auch im Falle einer Insolvenz der Gesellschaft.

Sonstige Wertpapiere

Unter den sonstigen Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens werden fondsgebundene Wertpapiere und Aktien in Höhe von TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 158) bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betragen TEUR 9.082 (Vorjahr: TEUR 7.883), diese beinhalten in erster Linie abgegrenzte Disagien und Bearbeitungsgebühren.

Latente Steuern

Im Geschäftsjahr 2024 erhöhten sich die aktiven latenten Steuern von TEUR 13.755 auf TEUR 18.890. Dabei wurden Zugänge in Höhe von TEUR 6.565 sowie Abgänge in Höhe von TEUR 1.430 erfasst. Die passiven latenten Steuern stiegen im gleichen Zeitraum von TEUR 508 auf TEUR 896. Im Geschäftsjahr 2024 kam es dabei zu Zugängen in Höhe von TEUR 389 und Abgängen in Höhe von TEUR 2.

Die aktiven latenten Steuern im Konzern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen zwischen Handels- und Steuerbilanz. Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden beim Ansatz der Beteiligungen an Personengesellschaften.

Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde ein unternehmensindividueller Steuersatz von 31,6 % unterstellt.

Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns dargestellt, der als Anlage zum Konzernanhang beigefügt ist.

Das gezeichnete Kapital der Konzernobergesellschaft MRH Trowe Holding GmbH beträgt zum Bilanzstichtag EUR 72.358,00 (Vorjahr: EUR 72.182,00). Die Erhöhung des Stammkapitals um EUR 176,00 wurde im Rahmen der Gesellschafterversammlung am 3. Januar 2024 beschlossen. Der Betrag, der bei der Ausgabe der neuen Anteile über den Nennbetrag hinaus erzielt wurde, beläuft sich auf EUR 1.534.920,89 und wurde gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in die Kapitalrücklage eingestellt.

Anteile anderer Gesellschafter werden gem. § 307 Abs. 1 HGB auf der Passivseite für die mittelbaren und unmittelbaren Tochterunternehmen entsprechend ihrem Anteil am Eigenkapital gesondert ausgewiesen.

Negativer Geschäfts- oder Firmenwert

Im Rahmen der Übernahme eines Mitarbeiterkontingents im Geschäftsjahr 2023 ist dem Konzern ein negativer Geschäfts- oder Firmenwert aufgrund einer erhaltenen Gegenleistung entstanden. Der daraus resultierende und zum Stichtag 31. Dezember 2023 mit einem Wert in Höhe von TEUR 1.200 passivierte Sonderposten wurde im Laufe des Geschäftsjahres 2024 vollständig abgeschrieben.

Pensionsrückstellungen

Für unmittelbare Pensionszusagen der Konzerngesellschaften werden Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen wurden mit ihrem Barwert auf Grundlage von versicherungsmathematischen Gutachten angesetzt. Sie betreffen Pensionszusagen der Konzerngesellschaften MRH Trowe Insurance Brokers GmbH, MRH Trowe Stuttgart AG, WRV GmbH, MRH Trowe Bremen GmbH & Co. KG, MRH Trowe & Lurse GmbH, Lurse HR Consulting GmbH, Lurse Pension & Benefits Consulting GmbH, Lurse Deutsche Pensions Treuhand GmbH, AMAKURA IT GmbH, Müller und Partner GmbH und FM Leasing-Partner GmbH.

Zum Bilanzstichtag werden unter Verrechnung von insolvenzgesicherten Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 4.472 (Vorjahr: TEUR 3.482) ausgewiesen.

Der gem. § 253 Abs. 6 HGB jährlich zu ermittelnde, ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2024 TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 249).

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Es bestehen zum Stichtag 31. Dezember 2024 keine langfristigen Rückstellungen. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden nach bestmöglicher Schätzung in die Ermittlung des in kaufmännischer Weise notwendigen Erfüllungsbetrags einbezogen.

Verbindlichkeiten

Die Laufzeiten der im Konzernabschluss ausgewiesenen Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

Angaben in EUR davon mit einer Restlaufzeit von
Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag bis zu einem Jahr von einem bis 5 Jahren von mehr als 5 Jahren
gegenüber Kreditinstituten 8.060.510 3.056.567 5.003.943 0
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.161.591 1.161.591 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 35.020.220 35.020.220 0 0
gegenüber Beteiligungen 317.703 317.703 0 0
gegenüber Gesellschaftern 26.260.383 1.260.383 0 25.000.000
Sonstige Verbindlichkeiten 416.272.513 35.186.045 900.810 380.185.658
487.092.920 76.002.509 5.904.753 405.185.658

Die Verbindlichkeiten sind teilweise durch die Verpfändung von Unternehmensanteilen gesichert. Die Verpfändung wurde zur Absicherung von Darlehen in Höhe von EUR 300 Mio. vereinbart und stellt sicher, dass im Falle einer Nichterfüllung der Verpflichtungen die Gläubiger auf die verpfändeten Anteile zugreifen können.

Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden insbesondere Abrechnungsverbindlichkeiten gegenüber Versicherern und Vermittlern aus dem laufenden Inkassogeschäft sowie Auszahlungsverpflichtungen gegenüber Kunden für Versicherungsschäden ausgewiesen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten vorrangig das im Rahmen der Akquisitionsfazilität „Unitranche 2023“ abgeschlossen und teilweise in Anspruch genommene Darlehen. Ergänzend wurde eine Finanzierunglinie für weitere Akquisitionen („Acquisition Credit Facility“) von TEUR 150.000 sowie eine revolvierende Kreditfazilität („Revolving Credit Facility“) von TEUR 40.000 abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2024 betrug die abgerufene Darlehenssumme TEUR 380.165 (Vorjahr: TEUR 225.000). Darüber hinaus bestehen Earn-out-Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 11.950.

VI. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden überwiegend im Inland erzielt und teilen sich in folgende Segmente auf (Angaben in TEUR):

Segment 2024 in % 2023 in %
Insurance 106.848 56,47% 27.883 43,17%
Benefits 36.395 19,24% 17.365 26,89%
Finance 8.399 4,44% 3.666 5,68%
Managing General Agent 13.381 7,07% 974 1,51%
Independent Financial Advisor 23.078 12,81% 11.512 17,82%
HoldCo -50 -0,03% 3.188 4,94%
Gesamt 188.051 100,00% 64.588 100,00%

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 4.163 (Vorjahr: TEUR 4.998) enthalten unter anderem Erträge aus der Auflösung des negativen Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von TEUR 1.200 (Vorjahr: TEUR 0) im Zusammenhang mit einer abgegrenzten Kaufpreiszahlung auf Ebene der Lurse Pension & Benefits Consulting GmbH.

Die bezogenen Leistungen betrugen im Geschäftsjahr 2024 TEUR 31.024 (Vorjahr: TEUR 10.306) und enthalten im Wesentlichen Provisionsabgaben an Vermittler aus dem Geschäftsbereich Insurance.

Die Personalaufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 95.484 (Vorjahr: TEUR 37.825). Die Aufwendungen für soziale Abgaben und für Altersversorgung beliefen sich im gleichen Zeitraum auf TEUR 15.223 (Vorjahr: TEUR 4.873).

In den Abschreibungen des Konzerns sind Abschreibungen aus den Konsolidierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 59.121 (Vorjahr: TEUR 26.411) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten vorrangig Raumkosten (TEUR 6.710; Vorjahr: TEUR 2.426), Fahrzeugkosten (TEUR 4.248; Vorjahr: TEUR 1.771) sowie Werbe- Reise- und Bewirtungskosten (TEUR 4.228; Vorjahr: TEUR 6.140). Die Integration der erworbenen Gesellschaften in die Infrastruktur sowie die transaktionsbegleitenden Dienstleistungen haben zu einer Erhöhung dieser Aufwendungen geführt.

Im Geschäftsjahr 2024 wurden sonstige Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von TEUR 1.592 (Vorjahr: TEUR 1.063) erwirtschaftet. Die Zinserträge umfassen in erster Linie Zinsen aus Bankguthaben.

Im Geschäftsjahr 2024 sind Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 40.086 (Vorjahr: TEUR 14.803) angefallen.

Die Ertragsteuern im Konzern belaufen sich für das Geschäftsjahr 2024 auf TEUR 367 (Vorjahr: TEUR -3.395). Die im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 niedrigere Steuerbelastung begründet sich vorrangig aus dem erwirtschafteten Verlust des Konzerns sowie aus den Erträgen aus der Auflösung von latenten Steuern auf Ebene der MRH Trowe Germany GmbH in Höhe von TEUR 6.217 (Vorjahr: TEUR 11.503). Der trotz dieser Effekte bestehende Aufwand aus Ertragssteuern ergibt sich aus den besteuerten Gewinnen von nicht in den Organkreis einbezogenen Konzerngesellschaften.

VII. Sonstige Angaben

1. Auf eine Angabe nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wird mit Verweis auf § 314 Abs. 3 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

2. Die MRH Trowe Holding GmbH, mit Sitz in Frankfurt am Main, ist das oberste Mutterunternehmen im Sinne des § 313 Abs. 2 Nr. 7 HGB. Ein übergeordneter Konzernabschluss besteht nicht.

3. Die MRH Trowe Holding GmbH, erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen. Die Offenlegung erfolgt im Bundesanzeiger.

4. Angaben nach DRS 21 zur Kapitalflussrechnung:

Der Finanzmittelfonds umfasst sämtliche liquiden Mittel des Konzerns, vorrangig bestehend aus dem Kassenbestand sowie den Guthaben bei Kreditinstituten. Die Zusammensetzung entspricht dem Bilanzposten „Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks“ und betrug zum Stichtag 31. Dezember 2024 EUR 37.425.638,01 (Vorjahr: EUR 21.615.730,29).

Nicht zahlungswirksame Investitionsvorgänge lagen im Geschäftsjahr nicht in wesentlichem Umfang vor. Sie umfassen übliche Sicherungseinbehalte im Rahmen von Unternehmenskäufen sowie gewährte Verkäuferdarlehen.

Die Finanzmittelbestände der quotal einbezogenen Unternehmen stellen sich zum 31. Dezember 2024 wie folgt dar:

Firma Beteiligungsquote Finanzmittelfondsquotal
[%] [EUR]
MCC Motor Claim Control GmbH 49,00 7.778,65
E.L.V.I.S. Versicherungsmakler GmbH 50,00 79.037,59
Crefo Versicherungsmakler Düsseldorf Neuss GmbH 48,20 56.601,40
London Re GmbH 50,00 910.525,53
Sicher gut betreut Versicherungsvermittlungs GmbH 30,00 46.029,79
Hansekontor Mitte Maklergesellschaft mbH 50,00 10.882,45
Hansekontor West Maklergesellschaft mbH 50,00 107.034,39

Zahlungsmittel, welche Verfügungsbeschränkungen unterliegen, bestehen in Form Von Fremdgeldern. Diese werden bilanziell den sonstigen Vermögensgegenständen zugeordnet und korrespondierend zu den Verbindlichkeiten aus Fremdgeldern im operativen Cashflow abgebildet.

5. Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (Angestellte ohne Geschäftsführer und Auszubildende) beträgt im Konzern 1.339 (Vorjahr: 1.048), davon 1.321 (Vorjahr: 1.027) bei vollkonsolidierten Gesellschaften. Bei den quotenkonsolidierten Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2024 18 (Vorjahr: 21) Mitarbeiter (Angestellte ohne Geschäftsführer und Auszubildende) beschäftigt.

6. Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus mehreren Dauerschuldverhältnissen für die Gruppe in Form von Pacht-, Miet-, Leasing-, Nutzungs- sowie Wartungsverträgen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen zum Stichtag 31. Dezember 2024 in Höhe von TEUR 28.640 (Vorjahr: TEUR 28.848). Hiervon entfallen TEUR 21.600 (Vorjahr: TEUR 22.069) auf Raummieten und TEUR 7.040 (Vorjahr: TEUR 6.779) auf Leasing- sowie Nutzungs- und Wartungsverträge.

7. Im Geschäftsjahr 2024 gab es mit Ausnahme von wenigen operativen Leasingverhältnissen keine nicht in der Bilanz erhaltenen Geschäfte.

8. Die in der Bilanz dargestellten sonstigen Verbindlichkeiten sind mit Abtretungen von Courtagen-Ansprüchen aus Kundenforderungen besichert, die in Form einer Bürgschaft beurkundet sind. Die aus den Bürgschaften stammenden Haftungsverhältnisse betragen zum Abschlussstichtag TEUR 6.385 (Vorjahr: TEUR 6.301). Die Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme der Bürgschaft basiert auf der sorgfältigen Analyse der finanziellen Situation des Schuldners. Nach eingehender Prüfung der aktuellen Finanzberichte und Liquiditätskennzahlen des Schuldners ist davon auszugehen, dass das Risiko einer Inanspruchnahme der Bürgschaft als gering einzustufen ist.

9. Es bestehen im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 205 (Vorjahr: TEUR 258) für Leistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses. Davon entfallen TEUR 205 (Vorjahr: TEUR 210) auf Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 5) auf andere Bestätigungsleistungen sowie TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 40) auf sonstige Leistungen.

10. Die Geschäfte der Gesellschaft werden derzeit nahezu ausschließlich in EUR abgewickelt. Insofern bestehen keine Währungsrisiken.

11. Zum Abschlussstichtag ergeben sich weder Steueraufwendungen noch Steuererträge nach dem Mindeststeuergesetz oder entsprechenden ausländischen Mindeststeuergesetzen i.S.d. § 314 Abs. 1 Nr. 22a HGB.

12. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 6.570.168,83 auf neue Rechnung vorzutragen.

VIII. Nachtragsbericht

Bis zur Unterzeichnung des Konzernabschlusses wurden vier weitere Gesellschaften erworben. Die Kaufpreise beliefen sich dabei insgesamt auf EUR 45,4 Mio. Die getätigten Zukäufe wurden vollständig fremdfinanziert.

Der Körperschaftsteuersatz wird ab dem 1. Januar 2028 von derzeit 15 % in 5 Schritten um jeweils einen Prozentpunkt jährlich zu auf 10 % ab 2032 gesenkt werden. Die Körperschaftsteuer-Tarifsenkung bedingt die Anpassung weiterer gesetzlicher Regelungen, die in einem späteren Gesetzgebungsverfahren nachvollzogen werden sollen. Die Folgeänderungen sollen materiell sowie in der zeitlichen Anwendung korrespondierend zur Senkung des Körperschaftsteuersatzes umgesetzt werden.

Die beschlossene Senkung des Körperschaftsteuersatzes könnte zu Anpassungen bei der Bewertung latenter Steuern in künftigen Konzernabschlüssen führen.

 

Frankfurt am Main, den 11. September 2025

Unterschrift der Geschäftsführung

KONZERNANLAGENSPIEGEL DER MRH TROWE HOLDING GMBH, FRANKFURT AM MAIN ZUM 31. DEZEMBER 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2024 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 669.274,55 1.779.191,20 81.270,05 0,00 2.367.195,70
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 3.166.231,62 1.413.716,26 51.466,91 4.308,00 4.532.788,97
3. Geschäfts- oder Firmenwert 829.778.894,45 136.115.903,55 394.031,00 -4.308,00 965.496.459,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 833.614.400,62 139.308.811,01 526.767,96 0,00 972.396.443,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 103.525,51 315.251,31 0,00 1,00 418.777,82
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.761.719,80 1.168.046,05 293.371,31 0,00 2.636.394,53
3. geleistete Anzahlungen Anlagen im Bau 1,00 0,00 0,00 -1,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.865.246,31 1.483.297,36 293.371,31 0,00 3.055.172,35
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 20.682,91 47.000,00 0,00 0,00 67.682,91
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 21.000,00 0,00 0,00 21.000,00
3. Beteiligungen 0,00 519.100,00 0,00 0,00 519.100,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 29.699,78 0,00 0,00 0,00 29.699,78
5. sonstige Ausleihungen 25.000,00 27.864,82 0,00 0,00 52.864,82
6. Genossenschaftsanteile 52.886,46 5.200,00 2.600,00 0,00 55.486,46
7. Anzahlungen auf Finanzanlagen 8.995.407,78 82.354,52 0,00 -8.918.569,67 159.192,63
Summe Finanzanlagen 9.123.676,93 702.519,34 2.600,00 -8.918.569,67 905.026,60
Summe Anlagevermögen 844.603.323,86 141.494.627,71 822.739,27 -8.918.569,67 976.356.642,63
Abschreibungen
Stand 01.01.2024 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 84.051,55 217.226,20 13.546,05 287.731,70
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 215.667,61 1.079.423,15 41.558,91 1.253.531,85
3. Geschäfts- oder Firmenwert 26.637.158,95 59.542.056,24 0,00 86.179.215,19
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 26.936.878,12 60.838.705,59 55.104,96 87.720.478,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.194,51 17.264,03 0,00 18.458,54
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 264.389,12 660.738,07 277.963,79 647.163,40
3. geleistete Anzahlungen Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 265.583,63 678.002,10 277.963,79 665.621,94
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
5. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
6. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
7. Anzahlungen auf Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 27.202.461,75 61.516.707,69 333.068,75 88.386.100,69
Buchwert
31.12.2024 01.01.2024
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.079.464,00 585.223,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 3.279.257,12 2.950.564,01
3. Geschäfts- oder Firmenwert 879.317.243,80 803.141.735,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 884.675.964,92 806.677.522,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 400.319,28 102.331,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.989.231,13 1.497.330,68
3. geleistete Anzahlungen Anlagen im Bau 0,00 1,00
Summe Sachanlagen 2.389.550,41 1.599.662,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 67.682,91 20.682,91
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 21.000,00 0,00
3. Beteiligungen 519.100,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 29.699,78 29.699,78
5. sonstige Ausleihungen 52.864,82 25.000,00
6. Genossenschaftsanteile 55.486,46 52.886,46
7. Anzahlungen auf Finanzanlagen 159.192,63 8.995.407,78
Summe Finanzanlagen 905.026,60 9.123.676,93
Summe Anlagevermögen 887.970.541,93 817.400.862,11

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2024 BIS ZUM 31. DEZEMBER 2024

Grundlagen des Konzerns

Gesellschaftsrechtlicher Überblick zur MRH Trowe Gruppe

MRH Trowe ist als Finanzdienstleister eine der führenden unabhängigen Unternehmensgruppen im Segment der Versicherungs- und Finanzwirtschaft in Deutschland. Der Konzern gliedert sich in Versicherungsmakler- und Beratungsfirmen sowie Agenturfirmen.

Die Wurzeln hat MRH Trowe in der im Jahr 1950 von Dr. jur. Werner Trowe gegründeten Trowe Düsseldorf GmbH Versicherungsmakler und der im Jahr 1995 von Ulrich Mesteheide gegründeten Mesterheide Versicherungsmakler GmbH, die beide bereits damals ihren Unternehmensschwerpunkt in der Vermittlung von Versicherungen für gewerbliche und industrielle Mandantinnen hatten.

Mit dem Einstieg der heutigen Vorstände Lars Mesterheide, Ralph Rockel und Michael Hirz entstand die Gruppe in ihrer heutigen Kernstruktur. Im Jahr 2016 erfolgte der Zusammenschluss mit der Trowe Gruppe in Düsseldorf und die Erweiterung des Vorstandes um Maximilian Claus Trowe. Mit der im Jahr 2023 erfolgten Übernahme der vollständigen Anteile an der Lurse Gruppe trat Matthias Edelmann dem Vorstand bei. Zusätzlich wurde Peter Gabriel zum 15. Januar 2023 als Chief Financial Officer in den Vorstand berufen.

Im Jahr 2023 erwarb die Private-Equity-Gesellschaft TA Associates eine Beteiligung von 35,42% an MRH Trowe. Infolgedessen reduzierten sich die Anteile der bisherigen Gesellschafter. AnaCap Financial Partners bleibt weiterhin als Gesellschafter bestehen, jedoch mit einer verringerten Beteiligung von 30,27%. Damit stehen MRH Trowe nun zwei auf den Finanzsektor spezialisierte und äußerst erfahrene Investoren zur Seite, die das Management von MRH Trowe gezielt beim weiteren Unternehmenswachstum und insbesondere bei der Umsetzung der „buy-and-build“-Strategie unterstützen.

TA Associates ist eine amerikanische Private-Equity-Gesellschaft mit Sitz in Boston, USA. TA investiert neben dem Sektor Finanzdienstleistungen in die Branchen Technologie, Gesundheitswesen, Konsumgüter sowie Unternehmensdienst-leistungen.

AnaCap ist eine spezialisierte Private Equity Gesellschaft mit einem Schwerpunkt auf Beteiligungen an KMU in den Branchen Software, Technologie und Dienstleistungen.

Die Beteiligung von TA Associates erfolgte über die im November 2022 gegründet SCUR-Alpha 1569 GmbH, welche im August 2023 in MRH Trowe Holding GmbH umfirmiert wurde und ab dem 7. Juli 2023 als neue Konzernobergesellschaft der MRH Trowe Gruppe konstituiert. Unterhalb der MRH Trowe Holding GmbH bleiben die Strukturen bestehen, so dass weiterhin die MRH Trowe Beteiligungsgesellschaft mbH als Eigentümerin des operativen Geschäfts sowie als Finanzierungsgesellschaft für neu auszugebendes Fremdkapital fungiert und stellt, die der Fremdfinanzierung zugrunde liegenden Sicherheiten.

Die Gesellschafterstruktur der MRH Trowe Holding GmbH bestanden zum Stichtag 31. Dezember 2024 aus der Bock Capital EU Luxembourg Antares S.a'r.l. (35,17%), Antares Holdco Germany GmbH (29,85%), der LM Verwaltung GmbH (8,46%), der R2 Family Office GmbH (8,46%), der LMH Family Holding GmbH (8,46%), der Valbelle GmbH (8,46%) und der ZEGAS Vermögensverwaltung GmbH (1,13%).

Strategisches Ziel der Gruppe ist es, den Konzernumsatz in den nächsten vier Jahren durch den Gewinn zusätzlicher Markanteile mehr als zu verdoppeln und die Stellung als einer der führenden unabhängigen Industriemakler in Deutschland weiter zu etablieren. Der Gewinn zusätzlicher Markanteile soll, wie bisher, durch das Zusammenspiel aus organischem Wachstum und neuen Unternehmensakquisitionen erreicht werden. Die historische Zielgröße von 6% per annum für das organische Wachstum bleibt unverändert und, nach Einschätzung des Vorstandes, auch weiterhin erreichbar. Zur Erreichung der ambitionierten Wachstumsziele wird MRH Trowe seine hohen Investitionen in die bestehende Infrastruktur und IT fortsetzen. Die laufende Konsolidierung im deutschen Industrieversicherungsmarkt wird sich nach Einschätzung des Vorstandes auch zukünftig dynamisch entwickeln und damit weitere Übernahmeopportunitäten für die MRH Trowe Gruppe bieten.

Die Akquisitionsstrategie der MRH Trowe Gruppen basiert auf eindeutigen Rendite-Risiko-Anforderungen an das jeweilige Zielunternehmen, seine Einbindung in die übergeordnete Unternehmensstrategie und einer strukturierten Marktbearbeitung. Die Abwicklung der Unternehmenstransaktionen erfolgt nach beratergestützter und umfassender Financial Due Diligence, in die auch TA Associates sowie AnaCap Financial Partners mit ihrer Expertise und Kontrollfunktion eingebunden sind. Ein dezidiertes Post-Merger-Integration („PMI“) Team stellt nach erfolgreicher Übernahme, in Zusammenarbeit mit dem Vorstand, eine zügige und vollständige Integration sicher, mit dem Ziel zeitnah Harmonisierungs- und Skaleneffekte zu realisieren.

Überblick operatives Kerngeschäft

Von Beginn ihrer Tätigkeit war die qualitativ hochwertige und umfassende Beratung wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells von MRH Trowe. Obwohl die Courtage-Einnahmen branchenbedingt die Haupterlösquelle darstellen, steht die unabhängige Beratung der Kunden im Vordergrund, die eine möglichst umfassende, individuelle und kosteneffiziente Lösung der notwendigen Risikovorsorge ermöglicht. MRH Trowe verfolgt einen 360-Grad-Ansatz in der Kundenbetreuung, in dem alle relevanten Gebiete des Risikotransfers zielgruppenspezifisch abgedeckt werden.

Das operative Geschäft wird in fünf Geschäftsfeldern, „Insurance“, „Benefits“, „Finance“, „IFA“ und „Products“ segmentiert. Innerhalb dieser Geschäftsfelder wird der Grundphilosophie „Spezialisierung“ mit branchenfokussierten Geschäftsbereichen begegnet. So bietet sie bspw. Architekten, Ingenieuren, rechts- und wirtschaftsberatenden Berufen, Valoren-Händlern, Kliniken, Immobilienmandanten oder Finanzinstituten, auf die spezifischen Bedürfnisse ausgerichtete Versicherungskonzepte an. Die rechtliche Struktur des MRH Trowe Konzerns spiegelt die Produktsegmente wider. Wesentlicher Erfolgsfaktor von MRH Trowe war zudem die frühzeitige Spezialisierung und darauf basierende Entwicklung digitaler Lösungen im Bereich des Risikomanagements, die eine umfassende und kostenoptimierte Abdeckung aller für die Kunden relevanten Risikofaktoren zu wirtschaftlich optimalen Kosten ermöglichen.

Das internationale Geschäft wird durch die Einbindung von Partnergesellschaften in allen wichtigen Industrienationen weltweit ermöglicht. Diese Partnerschaften sind über Jahre gewachsen und werden regelmäßig daraufhin geprüft, ob sie die Qualitätsstandards der Gruppe erfüllen.

MRH Trowe ist in Deutschland insbesondere an den Standorten Alsfeld, Augsburg, Bedburg, Berlin, Bissendorf, Bremen, Chemnitz, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Floh-Seligenthal, Frankfurt am Main, Grünwald, Hamburg, Idar-Oberstein, Karlsruhe, Kassel, Köln, Kulmbach, Mönchengladbach, München, Münster, Neckarsteinach, Nürnberg, Olfen, Pegnitz, Scheden, Schrobenhausen, Solingen, Suhl und Stuttgart vertreten. Seit 2017 besitzt sie darüber hinaus eine Vertretung in Wien, Österreich. Seit 2018 verfügt man über eine Zulassung in der Schweiz. Mit der Gründung der Gesellschaft London Re GmbH im Geschäftsjahr 2019 wurde der direkte Zugang zum Lloyd’s Versicherungsmarkt geschaffen.

Die Konzerngesellschaft Mesterheide Rockel Hirz Trowe AG Holding ist die operative Holding und erbringt für den Konzern zentrale Steuerungs-, Management- und Kontrollaufgaben für ihre operativen Tochtergesellschaften. Unterhalb der Mesterheide Rockel Hirz Trowe AG Holding sind zum 31. Dezember 2024 insgesamt 72 operative Gesellschaften tätig.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung

Die weltwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2024 war weiterhin spürbar von den Nachwirkungen der hohen Inflation und der zuvor restriktiven Geldpolitik beeinflusst. Dennoch zeichnete sich eine schrittweise Stabilisierung ab, da in vielen Teilen der Welt die Inflationsraten zurückgingen und einige Zentralbanken begannen, ihre Zinspolitik behutsam anzupassen.

Die globalen Leitzinsen blieben auf einem hohen Niveau, jedoch traten die befürchteten negativen Folgen für das weltweite Wirtschaftswachstum nicht in dem erwarteten Ausmaß ein. Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW Kiel) ging für 2024 von einem weltweiten Wachstum von rund 3,2% aus, nach 3,3% im Vorjahr. Dabei blieb die Entwicklung zwischen den Volkswirtschaften unterschiedlich.

In den Vereinigten Staaten wurde das Wirtschaftswachstum trotz weiterhin hoher Zinsen als stabil eingeschätzt, bei einem Anstieg von 2,8%. Haupttriebkraft der Expansion blieb angesichts weiter steigender Realeinkommen der private Konsum. Demgegenüber stagnierte das Wirtschaftswachstum in der EU (+1,0%), in Großbritannien (+0,9%) und in Japan (+0,1). Chinas Konjunktur blieb hinter den Erwartungen zurück, mit einem Wachstum von 5,0%, nach 5,4% im Vorjahr.

Für Deutschland errechnete das IfW Kiel für das Jahr 2024 einen preisbereinigten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 0,2%. Damit setzte sich der leichte Rückgang aus dem Vorjahr fort, in dem ein Minus von 0,1% verzeichnet worden war. Belastet wurde die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin durch eine Schwäche in der Industrie, wobei neben der Industrieproduktion auch sowohl die Exporte als auch die Importe leicht zurückgingen. Darüber hinaus bestanden hohe Kosten, erschwerte Finanzierungsbedingungen und eine schwache Binnenkonjunktur. Gleichzeitig wurden jedoch erste positive Signale sichtbar, unter anderem durch steigende Reallöhne, die tendenziell unterstützend wirkten.

Die Inflationsrate in Deutschland ging im Jahr 2024 weiter zurück. Nach einem Wert von 5,9 % im Vorjahr lag sie nun bei etwa 2,2%. Dennoch blieb die Zurückhaltung der Verbraucher ein dominierendes Thema, vor allem bedingt durch unsichere Erwartungen hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung. Zum Jahresende waren jedoch erste Erholungstendenzen im Konsum erkennbar.

Branchenumfeld

Im Jahr 2024 zeigte sich die Versicherungswirtschaft in Deutschland deutlich im Aufschwung. Laut einer statistischen Auswertung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) konnten die Versicherungsunternehmen in allen Hauptsparten positive Entwicklungen verzeichnen.

Die Lebensversicherungssparte konnte sich 2024 nach den schwierigen Jahren mit Corona-Pandemie, Inflationsschub und schwacher Konjunktur wieder behaupten. Die Lebensversicherungen, Pensionskassen und -fonds verzeichneten einen Zuwachs der Beitragseinnahmen von 2,8% auf EUR 94,6 Mrd. Dabei stieg insbesondere der Einmalbetrag um 9,8% auf EUR 28,0 Mrd., während die absolute Zahl der Lebensversicherungsverträge um 1,4% auf 84,3 Mio. Stück zurückging.

Die private Krankenversicherung (PKV) verzeichnete im Jahr 2024 ein stabiles Wachstum. Laut vorläufiger Zahlen des Verbands der Privaten Krankenversicherungen stiegen die Beitragseinnahmen um etwa 3,4% auf EUR 50,3 Mrd., was auf eine stabile Nachfrage nach Zusatzversicherungen und der betrieblichen Krankenversicherung zurückzuführen ist. Laut Rechenschaftsbericht 2025 des Verbands der Privaten Krankenversicherung sind 2,5 Mio. Beschäftigte über ihren Arbeitgeber zusätzlich abgesichert. Die Gesamtzahl der Krankheitsvoll- und Zusatzversicherungen stieg im Berichtszeitraum um 1,4 Mio. auf 39,9 Mio.

Die Schaden- und Unfallversicherungssparte zeigte im Jahr 2024 eine positive Entwicklung. Die Beitragseinnahmen stiegen um etwa 7,8% auf EUR 92,1 Mrd., was auf eine erhöhte Nachfrage nach Wohngebäudeversicherungen und Sachversicherungen im gewerblichen Bereich zurückzuführen ist. Mit Blick auf die Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio), die die Kosten für Schäden und Ausgaben ins Verhältnis zu den Prämieneinnahmen setzt, hat sich in der Schaden- und Unfallversicherungssparte eine Verbesserung von 98,8% im Jahr 2023 zu 98,0% im Jahr 2024 ergeben.

Der Aufwand für Geschäftsjahresschäden inkl. Schadenregulierungskosten und Rückstellungen im Bereich der Kfz-Versicherungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,9% auf EUR 31,2 Mrd. In der Sparte verzeichnete die GDV gleichzeitig einen Anstieg der Beiträge um 10,9% auf EUR 33,9 Mrd. Die Schaden-Kosten-Quote belief sich im Jahr 2024 auf 106,0%.

Die Versicherungswirtschaft steht weiterhin vor verschiedenen Herausforderungen, darunter die Anpassung an regulatorische Anforderungen, die Digitalisierung und die Bewältigung von Klimarisiken. Die Unternehmen investieren verstärkt in digitale Transformation und innovative Geschäftsmodelle, um den veränderten Kundenbedürfnissen gerecht zu werden und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Der GDV betont die Bedeutung einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Ausrichtung der Versicherungswirtschaft, um den Herausforderungen des Klimawandels, der Cybersicherheit und der demografischen Entwicklung erfolgreich zu begegnen.

Regulatorisches Umfeld

Im Jahr 2024 war das regulatorische Umfeld der Versicherungsbranche erneut von tiefgreifenden Entwicklungen geprägt. Die Regulierungsbehörden auf nationaler und europäischer Ebene verfolgten weiterhin das Ziel, die Stabilität des Versicherungsmarktes zu sichern, den Verbraucherschutz zu stärken und die Nachhaltigkeit des Sektors zu fördern.

Ein Schwerpunkt lag im Jahr 2024 weiterhin auf den regulatorischen Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit. Die Umsetzung bestehender Vorgaben aus der EU-Taxonomie, der Offenlegungsverordnung (SFDR) sowie der anstehenden Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) stellte die Versicherungsunternehmen erneut vor Herausforderungen. Die BaFin betont insbesondere die Risiken einer fragmentierten und teils uneinheitlichen Regulierung sowie die Gefahr von Greenwashing infolge unklarer Definitionen und mangelnder Verständlichkeit der offengelegten Nachhaltigkeitsinformationen. Vor diesem Hintergrund intensivierte die Aufsicht ihre Aktivitäten, etwa durch stichprobenartige Prüfungen zur Umsetzung der SFDR sowie den angekündigten Aufbau zusätzlicher Kapazitäten zur Überwachung der neuen Berichtspflichten nach CSRD.

MRH Trowe hat diesen Anforderungen Rechnung getragen, indem sowohl die unternehmensinternen Kompetenzen in der Betriebsorganisation erweitert wurden als auch auf das ESG-Fachwissen aus dem Kreis der Private-Equity-Investoren zurückgegriffen wurde.

Ein weiterer regulatorischer Fokus lag auf der Umsetzung und Weiterentwicklung der Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD). Die EU-Kommission strebte 2024 eine Modernisierung der IDD im Sinne eines „Retail Investment Strategy“-Pakets an, das den Schwerpunkt stärker auf Vermeidung von Interessenkonflikten, Produktinteressenabgleich sowie Kosten- und Nutzenverhältnisse legen soll. Für Versicherungsvermittler bedeutete das eine erhöhte Dokumentationspflicht, insbesondere bei provisionsbasierten Produkten. Auch der verstärkte Fokus auf die Zielmarktdefinition und den Kundennutzen wurde regulatorisch betont.

Für MRH Trowe ergeben sich aus den geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen keine wesentlichen Auswirkungen, da die Gesellschaften der Gruppe im Hinblick auf die Qualität der Beratungsleistungen und ihre Dokumentation bereits in der Vergangenheit die nunmehr gesetzlich normierten Vorgaben erfüllt haben.

MRH Trowe wird in der Zukunft ihre Strategie fortsetzen, ihre internen Prozesse und qualitätssichernden Maßnahmen laufend zu verbessern und sieht sich auch im Vergleich zu ihren Wettbewerbern gut positioniert.

Letztlich wird sich nach Einschätzung des Managements durch weitere regulatorische Verschärfungen insbesondere der Druck auf kleine Unternehmen des Versicherungsvertriebs deutlich erhöhen und den Konzentrationsprozess im Markt beschleunigen.

Wirtschaftliche Entwicklung der Gruppe

Das Management der MRH Trowe Gruppe definiert als primäres Unternehmensziel die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind in diesem Zusammenhang das EBITDA und die erzielten Umsatzerlöse. Wertreiber ist die profitable Steigerung des EBITDA durch organische und anorganische Aktivitäten. Alle Aktivitäten im Konzern werden deshalb in erster Linie an ihrem Potenzial gemessen, einen nachhaltigen Beitrag zur Steigerung des EBITDA zu leisten.

Insgesamt erzielte der Konzern im Geschäftsjahr 2024 einen EBITDA in Höhe von TEUR 29.141 (Vorjahr: TEUR -4.615) und einen konsolidierten Umsatz in Höhe von TEUR 188.051 (Vorjahr: TEUR 64.588). Das EBITDA ermittelt sich dabei aus Gründen der internen Berichterstattung inklusive Beteiligungserträgen sowie Erträgen aus Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen.

Im Zuge der Transaktion Antares sind beinahe alle operativen Konzerngesellschaften mit wirtschaftlicher Wirkung zum 7. Juli 2023 dem Konsolidierungskreis zugegangen. Ein Vorjahresvergleich der Geschäftszahlen ist dadurch nur bedingt möglich.

Der Konzernjahresfehlbetrag betrug im Geschäftsjahr 2024 TEUR 71.266 (Vorjahr: TEUR 42.644). Der Konzernverlust wird hauptsächlich durch die hohen Abschreibungen in Höhe von TEUR 59.121 (Vorjahr: TEUR 26.411) auf die Firmenwerte aus der erstmaligen Konsolidierung der Konzerngesellschaften sowie die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 40.086 (Vorjahr: TEUR 14.803) verursacht.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren stellen die allgemeine Zufriedenheit der Kunden der Gruppe dar. Darüber hinaus wird laufend die Wahrnehmung der Gruppe am Markt als verlässlicher Handelspartner beobachtet. Die Messung dieser nicht finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt durch laufende Gespräche mit den Geschäftspartnern und der Analyse möglicher Beschwerden. Eine Quantifizierung der nicht finanziellen Indikatoren findet aufgrund ihrer Charakteristik nicht statt. Dies geschieht auch vor dem Hintergrund, dass statistisch relevante Daten nicht erhoben werden können. Bei den für die Gesellschaft auf Grund ihres Geschäftsmodelles relevanten nicht finanziellen Leistungsindikatoren handelt es sich vielmehr um Faktoren, die qualitativ in ihrer Gesamtheit und Entwicklung beurteilt und beobachtet werden.

Ertragslage

Die Ertragslage der MRH Trowe Gruppe wird maßgeblich von den in den Kerngeschäftsfeldern erzielten Provisions- und Maklereinnahmen, den Personalaufwendungen und den Verwaltungsaufwendungen determiniert. Sie ergibt sich wie folgt:

2024 2023
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 188.051,32 100,00% 64.587,60 100,00%
Bestandveränderung 493,13 0,26% 470,13 0,73%
Aktivierte Eigenleistungen 1.779,19 0,95% 0,00 0,00%
Übrige betriebliche Erträge 4.162,66 2,21% 4.998,26 7,74%
Gesamtleistung 194.486,30 103,42% 70.055,99 108,47%
Materialaufwand -31.116,10 -16,55% -10.309,71 -15,96%
Personalaufwand -95.484,38 -50,78% -37.824,79 -58,56%
Abschreibungen -61.516,71 -32,71% -27.215,60 -42,14%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -38.744,98 -20,60% -26.536,30 -41,09%
Betriebsaufwand -226.862,18 -120,64% -101.886,40 -157,75%
Betriebsergebnis -32.375,88 -17,22% -31.830,41 -49,28%
Finanzerträge 1.603,91 0,85% 1.064,54 1,65%
Finanzaufwendungen -40.085,62 -21,32% -14.802,86 -22,92%
Finanzergebnis -38.481,71 -20,46% -13.738,32 -21,27%
Aufwendungen aus Verlustübernahme
Ergebnis vor Ertragsteuern -70.857,58 -37,68% -45.568,73 -70,55%
Ertragsteuern -366,86 -0,20% 3.395,49 5,26%
Ergebnis nach Ertragsteuern -71.224,45 -37,88% -42.173,24 -65,30%
Sonstige Steuern -41,45 -0,02% -470,81 -0,73%
Jahresfehlbetrag -71.265,90 -37,90% -42.644,05 -66,03%
Veränderung
TEUR %
Umsatzerlöse 123.463,72 191,16%
Bestandveränderung 23,00 4,89%
Aktivierte Eigenleistungen 1.779,19 n.a.
Übrige betriebliche Erträge -835,60 -16,72%
Gesamtleistung 124.430,31 177,62%
Materialaufwand -20.806,39 -201,81%
Personalaufwand -57.659,59 -152,44%
Abschreibungen -34.301,11 -126,03%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -12.208,68 -46,01%
Betriebsaufwand -124.975,78 -122,66%
Betriebsergebnis -545,47 -1,71%
Finanzerträge 539,37 50,67%
Finanzaufwendungen -25.282,76 -170,80%
Finanzergebnis -24.743,39 180,10%
Aufwendungen aus Verlustübernahme
Ergebnis vor Ertragsteuern -25.288,85 55,50%
Ertragsteuern -3.762,35 -110,80%
Ergebnis nach Ertragsteuern -29.051,20 -68,89%
Sonstige Steuern 429,35 91,19%
Jahresfehlbetrag -28.621,85 -67,12%

Im Geschäftsjahr 2024 erzielte die Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 188.051 (Vorjahr: TEUR 64.588), die sich wie folgt auf die unterschiedlichen Geschäftsbereiche aufteilen:

Segment 2024 in % 2023 in %
Insurance 106.848 56,47% 27.883 43,17%
Benefits 36.395 19,24% 17.365 26,89%
Finance 8.399 4,44% 3.666 5,68%
Managing General Agent 13.381 7,07% 974 1,51%
Independent Financial Advisor 23.078 12,81% 11.512 17,82%
HoldCo -50 -0,03% 3.188 4,94%
Gesamt 188.051 100,00% 64.588 100,00%

Das Geschäftsfeld Insurance steuert mit Abstand die höchsten Umsatzbeiträge zu. Durch den Erwerb der Lurse Gruppe im Jahr 2024 konnte zudem der Geschäftsbereich Benefits signifikant an Umsatz dazugewinnen. Mittelfristig ist insbesondere durch anorganisches Wachstum der weitere Ausbau der Segmente Finance und IFA geplant.

Ein wesentliches Auslandsgeschäft liegt im Geschäftsjahr nicht vor. Die Umsätze wurden nahezu ausschließlich im Inland erzielt.

Der Materialaufwand, der ausschließlich Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhaltet, betrug im Geschäftsjahr 2024 TEUR 31.116 (Vorjahr: TEUR 10.310). Er beinhaltet im Wesentlichen zu leistende Provisionszahlungen der Konzerngesellschaften.

Insgesamt beschäftigte die Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2024 einschließlich der Vorstände durchschnittlich 1.339 Mitarbeitende (Vorjahr: 1.048). Der Personalaufwand, der im Geschäftsjahr 2024 insgesamt TEUR 95.484 (Vorjahr: TEUR 37.825) betrug, stellt mit Abstand die größte Aufwandsposition für die MRH Trowe Gruppe dar. Personal als größter Kostenbereich wird daher laufend analysiert und optimiert. Hierbei stehen insbesondere Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz, der Qualifikation, der Mitarbeiterzufriedenheit sowie Prozessoptimierungen im Vordergrund.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 61.517 (Vorjahr: TEUR 27.216) beinhalten im Wesentlichen Firmenwertabschreibungen auf die in der Vergangenheit und in 2024 akquirierten Gesellschaften zusammen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 38.745 (Vorjahr: TEUR 26.536) beinhalten vorrangig Raumkosten (TEUR 6.710; Vorjahr: TEUR 2.426), Fahrzeugkosten (TEUR 4.248; Vorjahr: TEUR 1.771) sowie Werbe-, Reise und Bewirtungskosten (TEUR 4.228; Vorjahr: TEUR 6.140). Die Integration der erworbenen Gesellschaften in die Infrastruktur sowie die transaktionsbegleitenden Dienstleistungen haben zu einer Erhöhung dieser Aufwendungen geführt.

Die Zinsaufwendungen des Geschäftsjahres betrugen TEUR 40.086 (Vorjahr: TEUR 14.803) und resultieren im Wesentlichen aus der im Geschäftsjahr 2023 aufgenommenen Unitranche-Finanzierung sowie den noch bestehenden Alt-Darlehen, die in der Vergangenheit ebenfalls für Unternehmenserwerbe genutzt wurden. Anorganisches Wachstum wird auch in Zukunft ein elementarer Bestandteil der Unternehmensstrategie bleiben, so dass in Einklang mit dem zulässigen Verschuldungsgrad mit einer weiteren Aufnahme von Fremdkapital für Unternehmenskäufe zu rechnen ist.

Die Ertragsteueraufwand im Konzern beläuft sich für das Geschäftsjahr 2024 auf TEUR 367 (Vorjahr: TEUR -3.395). Die trotz des hohen Konzernverlustes entstandene Ertragsteuerbelastung begründet sich aus besteuerten Gewinnen von nicht in den Organkreis der MRH Trowe Germany einbezogenen Konzerngesellschaften.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gruppe ist neben dem operativen Geschäft in erheblichem Umfang durch die Unternehmenskäufe der Jahre 2020 bis 2024 beeinflusst.

Zusammengefasst ergibt sie sich die Bilanz wie folgt:

2024 2023
gesamt gesamt
TEUR % TEUR %
Vermögen
Immaterielle Anlagen 884.675,96 86,06% 806.677,52 88,84%
Sachanlagen 2.389,55 0,23% 1.599,66 0,18%
Finanzanlagen 905,03 0,09% 9.123,68 1,00%
Anlagevermögen 887.970,54 86,38% 817.400,86 90,02%
Vorräte 493,13 0,05% 0,00 0,00%
sonstige Vermögensgegenstände 74.056,41 7,20% 47.151,42 5,19%
Wertpapiere 99,91 0,01% 157,99 0,02%
Liquide Mittel 37.425,64 3,64% 21.615,73 2,38%
Umlaufvermögen/RAP 112.075,08 10,90% 68.925,14 7,59%
Rechnungsabgrenzungsposten (RAP) 9.081,85 0,88% 7.882,69 0,87%
Aktive latente Steuern 18.890,27 1,84% 13.755,03 1,51%
Aktiver Unterschiedsbetrag aus
Vermögensrrechnung 0,00 0,00% 71,11 0,01%
Summe Aktiva 1.028.017,74 100,00% 908.034,83 100,00%
Kapital
Gezeichnetes Kapital 72,36 0,01% 72,18 0,01%
Kapitalrücklage 630.371,08 61,32% 628.836,16 69,25%
Bilanzverlust -116.065,05 -11,29% -43.550,56 -4,80%
(Bilanzielles) Eigenkapital 514.378,39 50,04% 585.357,78 64,46%
Anteile Dritter 6.050,88 0,59% 4.809,18 0,53%
Eigenkapital 520.429,27 50,62% 590.166,96 64,99%
Passive latente Steuern 895,72 0,09% 507,97 0,06%
Passiver Unterschiedsbetrag 975,00 0,09% 1.225,00 0,13%
Verbindlichkeiten 487.092,92 47,38% 300.091,21 33,05%
Rückstellungen 17.998,19 1,75% 15.874,77 1,75%
Rechnungsabgrenzungsposten 626,64 0,06% 168,93 0,02%
Fremdkapital 507.588,47 49,38% 317.867,88 35,01%
Summe Passiva 1.028.017,74 100,00% 908.034,83 100,00%
Veränderung
gesamt
TEUR %
Vermögen
Immaterielle Anlagen 77.998,44 9,67%
Sachanlagen 789,89 49,38%
Finanzanlagen -8.218,65 -90,08%
Anlagevermögen 70.569,68 8,63%
Vorräte 493,13 n.a.
sonstige Vermögensgegenstände 26.904,99 57,06%
Wertpapiere -58,08 -36,76%
Liquide Mittel 15.809,91 73,14%
Umlaufvermögen/RAP 43.149,94 62,60%
Rechnungsabgrenzungsposten (RAP) 1.199,16 15,21%
Aktive latente Steuern 5.135,23 37,33%
Aktiver Unterschiedsbetrag aus
Vermögensrrechnung -71,11 -100,00%
Summe Aktiva 119.982,91 13,21%
Kapital
Gezeichnetes Kapital 0,18 0,24%
Kapitalrücklage 1.534,92 0,24%
Bilanzverlust -72.514,49 166,51%
(Bilanzielles) Eigenkapital -70.979,39 -12.13%
Anteile Dritter 1.241,71 25,82%
Eigenkapital -69.737,68 -11,82%
Passive latente Steuern 387,74 76,33%
Passiver Unterschiedsbetrag -250,00 -20,41%
Verbindlichkeiten 187.001,72 62,31%
Rückstellungen 2.123,42 13,38%
Rechnungsabgrenzungsposten 457,71 270,95%
Fremdkapital 189.720,59 59,69%
Summe Passiva 119.982,91 13,21%

Die größten Einzelpositionen der Bilanz sind die aus den Unternehmenskäufen aktivierten Geschäfts- und Firmenwerte, der Bestand an Forderungen und liquiden Mitteln, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten.

Die Geschäfts- und Firmenwerte spiegeln die Tatsache wider, dass die Gruppe in der Vergangenheit im Wesentlichen Unternehmen mit einer hohen Ertragskraft erworben hat, die jedoch über ein geringes Eigenkapital verfügten. Diese Konstellation ist bei Gesellschaften aus der Versicherungsmaklerbranche üblich. Diese Unternehmen verfügen über eine hohe Ertragskraft, ohne dass eine hohe Kapitalbindung in Form von Anlagevermögen, langfristigen Forderungen oder Vorräten gegeben ist.

Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass im Rahmen der Unternehmenstransaktionen der Vergangenheit, die Altgesellschafter im Allgemeinen nicht betriebsnotwendige Liquidität vor den Übertragungsstichtagen entnommen haben und somit das übernommene Buchkapital reduziert wurde.

Der Bestand der liquiden Mittel der Gruppe betrug zum 31. Dezember 2024 TEUR 37.426 (Vorjahr: TEUR 21.616).

Bei einem Konzerneigenkapital einschließlich der Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von TEUR 520.429 (Vorjahr: TEUR 590.167) beträgt die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2024 50,6% (Vorjahr: 65,0%).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf TEUR 8.061 (Vorjahr: TEUR 10.613). Die Unitranche-Finanzierung in Höhe von TEUR 380.165 (Vorjahr: TEUR 225.000), die mit einem Kreditfond abgeschlossen wurde, ist in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.

Die in der Bilanz dargestellten sonstigen Verbindlichkeiten sind mit Abtretungen von Courtagen-Ansprüchen aus Kundenforderungen besichert, die in Form einer Bürgschaft beurkundet sind. Die aus den Bürgschaften stammenden Haftungsverhältnisse betragen zum Abschlussstichtag TEUR 6.385 (Vorjahr: TEUR 6.301). Die Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme der Bürgschaft basiert auf der sorgfältigen Analyse der finanziellen Situation des Schuldners. Nach eingehender Prüfung der aktuellen Finanzberichte und Liquiditätskennzahlen des Schuldners ist davon auszugehen, dass das Risiko einer Inanspruchnahme der Bürgschaft als gering einzustufen ist.

Die in der vorstehenden Übersicht dargestellten aktiven Abgrenzungsposten umfassen die aktivierten latenten Steuern in Höhe von TEUR 18.890 (Vorjahr: TEUR 13.755) und aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 9.082 (Vorjahr: TEUR 7.883) in denen abgegrenzte Disagien und Bearbeitungsgebühren enthalten sind.

Finanzlage

Kapitalstruktur

Im Juli 2021 wurde eine Akquisitionsfinanzierung („Unitranche 2021“) mit einem Kreditfond zu damals marktüblichen Konditionen abgeschlossen, mit der die Unternehmensakquisitionen der Jahre 2020 bis 2022 refinanziert wurden. Die Unitranche-Finanzierung wurde zwischen der MRH Trowe Beteiligungsgesellschaft mbH als Darlehensnehmerin und dem Kreditfond als Darlehensgeber abgeschlossen. Die MRH Trowe Beteiligungsgesellschaft leitete die Darlehen bedarfsgerecht an die jeweiligen Tochterunternehmen weiter, welche als Käuferin bei Unternehmensakquisitionen auftritt. Im Januar 2023 wurde unter anderem mit dem bestehenden Kreditfonds eine neue Akquisitionsfazilität („Unitranche 2023“) abgeschlossen mit der die Unitranche 2021 abgelöst wurde. Die Unitranche 2023 hat ein Darlehensrahmen von TEUR 300.000 und wurde zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Im April 2023 wurde in diesem Zusammenhang ein Zinssicherungsgeschäft über nominal TEUR 125.000 abgeschlossen mit Auslauf zum 11. April 2025. Im Mai 2024 hat die Gesellschaft eine zusätzliche Zinssicherung in Höhe von TEUR 100.000 mit einer Laufzeit vom 19. August 2024 bis 18 Mai 2026 abgeschlossen. Dieses sichert Zinsänderungsrisiken des 3 Monats EURIBOR zwischen 2,65% und 3.5% ab. Zum 31. Dezember 2024 betrug die abgerufene Darlehenssumme TEUR 380.165 (Vorjahr: TEUR 225.000).

Im Mai 2025 wurde eine Refinanzierung vorgenommen. Durch eine vorteilhafte Zinsentwicklung, dem Geschäftsmodel der MRH Trowe Gruppe und eine hohe Nachfrage auf Fremdkapitalgeberseite konnten die Zinskosten materiell gesenkt werden. Im Zusammenhang mit weiteren Zukäufen und zusätzlicher Kapitalausstattung erfolgte die Ablösung des vorherigen Darlehensrahmens.

Ergänzend wurde eine Finanzierunglinie für weitere Akquisitionen abgeschlossen.

Die außerbilanziellen Verpflichtungen sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben. Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus mehreren Dauerschuldverhältnissen für die Gruppe in Form von Pacht-, Miet-, Leasing-, Nutzungs- sowie Wartungsverträgen in Höhe von TEUR 28.640 (Vorjahr: TEUR 28.848).

Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu keinen bedeutsamen Veränderungen der Kreditkonditionen.

Investitionen

Die im Berichtszeitraum getätigten Investitionen betrafen im Wesentlichen den Erwerb weiterer Gesellschaften. Damit setzt der Konzern seine Wachstumsstrategie im Rahmen des Buy-and-Build-Ansatzes fort. Die Investitionen dienten sowohl der Erweiterung des regionalen Marktzugangs als auch der Stärkung des bestehenden Produkt- und Dienstleistungsportfolios. Im Folgenden sind die im Geschäftsjahr durchgeführten Unternehmenszukäufe aufgeführt:

Kauf sämtlicher Geschäftsanteile der Hansekontor Maklergesellschaft mbH,

Kauf sämtlicher Geschäftsanteile der Hansekontor Süd Maklergesellschaft mbH,

Kauf sämtlicher Gesellschaftsanteile der Hansekontor Nord West Maklergesellschaft mbH,

Kauf von 50% der Gesellschaftsanteile der Hansekontor Mitte Maklergesellschaft mbH,

Kauf von 50% der Gesellschaftsanteile der Hansekontor West Maklergesellschaft mbH,

Kauf von 90% der Gesellschaftsanteile der BAVARIA AG Spezialmakler für Yacht- und Luftfahrzeugversicherungen,

Kauf sämtlicher Gesellschaftsanteile der Müller & Partner GmbH,

Kauf sämtlicher Gesellschaftsanteile der ASSPERT Versicherungsmakler GmbH & Co. KG,

Kauf sämtlicher Gesellschaftsanteile der ASSPERT Verwaltungs-GmbH,

Kauf sämtlicher Gesellschaftsanteile der Vertoura Versicherungsmakler GmbH & Co. KG,

Kauf sämtlicher Gesellschaftsanteile der Vertoura Verwaltungs-GmbH,

Kauf sämtlicher Gesellschaftsanteile der Frank Rauch & Kollegen Finanz- und Versicherungsmakler GmbH,

Kauf sämtlicher Gesellschaftsanteile der VIA Delcredere GmbH,

Kauf sämtlicher Gesellschaftsanteile der Dannenberg Versicherungsmakler GmbH,

Kauf von 60% der Gesellschaftsanteile der Mensch & Kuhnert GmbH,

Kauf sämtlicher Gesellschaftsanteile der Versicherungsmakler Wimmer GmbH,

Kauf sämtlicher Gesellschaftsanteile der AKS Assekuranzkontor Schneider GmbH,

Kauf sämtlicher Gesellschaftsanteile der CRM Makler GmbH,

Kauf sämtlicher Gesellschaftsanteile der FM LeasingPartner GmbH,

Kauf sämtlicher Gesellschaftsanteile der leasinGo GmbH,

Kauf sämtlicher Gesellschaftsanteile der Pretzl Wirtschafts- Finanzberatungs- und Vermittlungs GmbH,

Kauf sämtlicher Gesellschaftsanteile der fm Holding GmbH sowie der verbundenen Gesellschaft FM LeasingPartner Sachsen-Thüringen GmbH

Kauf von 58,79% der Gesellschaftsanteile der FP Finanzpartner AG,

Kauf von 58,79% der Gesellschaftsanteile der Outbank GmbH.

Zum Abschlussstichtag bestanden wesentliche Investitionsverpflichtungen im Zusammenhang mit geplanten Unternehmensakquisitionen. Bis zur Unterzeichnung des Konzernabschlusses wurden vier weitere Gesellschaften erworben.

Die hierfür angefallenen Kaufpreise beliefen sich insgesamt auf EUR 45,4 Mio. Sämtliche getätigten Akquisitionen wurden vollständig durch Fremdfinanzierung gedeckt.

Liquidität

Zusammengefasst ergibt sich die Finanzlage wie folgt:

2024 2023
TEUR TEUR
Konzern-Jahresfehlbetrag -71.265,90 -42.644,05
+/- Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 61.516,71 27.215,60
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -2.774,03 1.948,55
+/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Liefer- und Leistungsforderungen sowie anderer Aktiva -17.818,28 28.494,15
+/- Zunahme/Abnahme der Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten sowie anderer Passiva 18.569,63 -31.147,34
+/- Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -4,34 -75,03
+/- Zinsaufwendungen/Zins- und Beteiligungserträge 38.490,31 13.738,32
+ Ertragsteueraufwand 366,86 -3.395,49
- Ertragsteuerzahlungen -5.740,85 -745,10
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 21.340,11 -6.610,40
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 97,38 207,73
- Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -4.485,89 -9.470,60
- Auszahlungen für Veränderungen des Konsolidierungskreises -129.397,24 -174.837,81
+ Zins- und Beteiligungserträge, Erträge aus sonstigen Wertpapieren 1.603,91 1.064,54
= Cashflow aus Investitionstätigkeit -132.181,84 -183.036,15
+ Zahlungen aus der Aufnahme und Tilgung von (Finanz)-Krediten 164.331,57 4.018,64
+ Zuzahlungen in das Eigenkapital 1.535,10 218.711,19
- Gezahlte Zinsen -38.161,75 -11.480,06
- Gezahlte Dividenen an Minderheitsgesellschafter -1.053,27 0,00
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 126.651,64 211.249,78
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 15.809,91 21.603,24
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 21.615,73 12,50
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 37.425,64 21.615,73

Der operative Cashflow betrug im Geschäftsjahr 2024 TEUR 21.340 (Vorjahr: TEUR -6.610) und war damit trotz der erhöhten Aufwendungen für Integration sowie Rechts- und Beratungskosten positiv.

Der Kapitalabfluss für das Tätigen von Investitionen betrug insgesamt TEUR -132.182 (Vorjahr: TEUR -183.036). Im Geschäftsjahr hat der Konzern insgesamt TEUR -129.397 (Vorjahr: TEUR -174.838) in den Erwerb von Beteiligungen, die als Zugänge zum Konsolidierungskreis klassifiziert werden, investiert (siehe allgemeiner Teil für die Auflistung aller erfolgreich abgeschlossener Akquisitionen). Die erhaltenen Zinsen beliefen sich im Berichtszeitraum auf TEUR 1.604 (Vorjahr: TEUR 1.065).

Der Kapitalzufluss aus Finanzierung betrug TEUR 126.652 (Vorjahr: TEUR 211.250) und setzt sich aus der Aufnahme von Fremdkapital in Höhe von TEUR 169.790 (Vorjahr: TEUR 4.174), der Tilgung von Alt-Darlehen in Höhe von TEUR -5.458 (Vorjahr: TEUR -156), gezahlten Zinsen von TEUR -38.162 (Vorjahr: TEUR -11.480) und Ausschüttungen an Minderheitsgesellschafter von TEUR -1.053 (Vorjahr: TEUR 0) zusammen.

Die MRH Trowe Gruppe war im Geschäftsjahr 2024 zu jeder Zeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen aus dem operativen Geschäft und aus der Bedienung der Kreditgeber nachzukommen.

Zahlungsmittel, welche Verfügungsbeschränkungen unterliegen, bestehen in Form von Fremdgeldern. Diese werden bilanziell den sonstigen Vermögensgegenständen zugeordnet und korrespondierend zu den Verbindlichkeiten aus Fremdgeldern im operativen Cashflow abgebildet.

Gesamtaussage zur Lage des Konzerns

Das Geschäftsjahr 2024 verlief insgesamt zufriedenstellend für die MRH Trowe Gruppe. Der Integrationsplan wurde konsequent weiter vorangetrieben, wodurch die neu erworbenen Gesellschaften erfolgreich in die bestehende Struktur integriert werden konnten. Im Bereich M&A lag der Fokus insbesondere auf dem Segment Finance, was zu einer signifikanten Erhöhung der Marktanteile in diesem Bereich führte. Ein bemerkenswerter Fortschritt wurde zudem durch den Erwerb der Anteile an der FP Finanzpartner AG erzielt, wodurch die Gruppe einen bedeutenden Schritt im Segment IFA vollzog.

Durch die im Mai 2025 abgeschlossene Refinanzierung und den daraus resultierenden verbesserten Konditionen verfügt die MRH Trowe weiterhin über eine solide finanzielle Stabilität den eingeschlagenen Wachstumskurs fortzusetzen.

Insgesamt blickt die MRH Trowe Gruppe auf eine positive Zukunft. Die strategischen Maßnahmen und die erfolgreiche Umsetzung des Integrationsplans sowie die gezielten Akquisitionen im Segment Finance und IFA haben eine solide Basis für weiteres Wachstum geschaffen.

Die im Vorjahr gesetzten Ziele für das EBITDA und das Umsatzwachstum wurden erreicht, sodass das Geschäftsjahr insgesamt zufriedenstellend verlief. Allerdings wurde das Ergebnis durch verschiedene Sondereffekte leicht geschmälert. Diese Effekte resultierten aus Maßnahmen im Bereich M&A (Fusionen und Übernahmen), PMI (Post-Merger-Integration), Refinanzierungen sowie Änderungen in der Konzernstruktur. Trotz dieser Herausforderungen konnte die MRHT-Gruppe ihre strategischen Ziele erfolgreich umsetzen und eine solide Basis für weiteres Wachstum schaffen.

Die MRHT-Gruppe blickt daher optimistisch in die Zukunft und ist überzeugt, ihre Wachstumsziele auch im kommenden Geschäftsjahr erfolgreich umsetzen zu können, während sie gleichzeitig die Zufriedenheit ihrer Kunden aufrechterhält.

Es ist zudem anzumerken, dass ein direkter Vergleich zwischen der ursprünglichen Prognose und dem Ist-Ergebnis nur eingeschränkt möglich ist. Dies liegt an unterschiedlichen methodischen Ansätzen: Während im finalen Abschluss neu erworbene Gesellschaften erst ab dem Zeitpunkt der vollständigen Übernahme in den Konzernabschluss einbezogen wurden, basierte die ursprüngliche Planung auf einer Volljahresbetrachtung.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Berichtszeitraums eingetreten sind, werden im Konzernanhang dargestellt.

Chancen und Risikobericht

MRH Trowe hat ein umfassendes Risikomanagementsystem implementiert, dass die zentrale Steuerung und Kontrolle aller unternehmensspezifischen Risiken ermöglicht.

Zentrales Element dieses Risikomanagementsystems ist die speziell für Versicherungsunternehmen und -makler entwickelte Software openVIVA c2. Diese Software bietet ein integriertes System der Bestandsführung, der einheitlichen Abrechnung von Leistungen, ein umfangreiches Planungs- und Controlling-Modul sowie weitere für die zentrale und dezentrale operative Unternehmensführung erforderliche Systembestandteile.

Neben der systembasierten Kontrolle und Steuerung der Geschäftsprozesse werden durch den Vorstand und den Abteilung Finanzwesen (Rechnungswesen, Planung/Controlling und Zahlungsverkehr) mehrjährige Ergebnis- und Finanzplanungen für alle rechtlichen Einheiten und Geschäftsbereiche erstellt und durch Soll-/Ist-Vergleiche laufend verifiziert.

Die Ablage der wesentlichen vertraglichen Dokumente erfolgt digital.

Auf der Grundlage der vorstehend dargelegten Systeme und Arbeitsabläufe ist MRH Trowe in der Lage auf unternehmensrelevante Veränderungen der Absatzmärkte, der Kundenbedürfnisse, der Gegebenheiten an den Beschaffungsmärkten und sonstige unternehmensrelevante Einflüsse zeitnah zu reagieren, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen, sich diesen anzupassen.

Risikobericht

Im Vergleich zum Vorjahr gab es keine wesentlichen Änderungen der Risiken und Chancen der Gruppe.

Im Einzelnen werden folgende wesentliche Risikobereiche aus Sicht der Unternehmensführung als besonders relevant beurteilt:

Außerplanmäßige Abschreibungen der Geschäfts- oder Firmenwerte

Aufgrund der Vielzahl von Tochterunternehmen besteht ein latentes Risiko außerplanmäßiger Abschreibungen auf die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte. Eine potenzielle Wertminderung kann insbesondere bei einer nachhaltigen Verschlechterung der Ertragslage einzelner Einheiten nicht ausgeschlossen werden.

Allgemeines Marktumfeld

Das für die Unternehmensgruppe wichtige Marktsegment der gewerblichen Versicherungskunden ist seit geraumer Zeit durch Konzentrationsprozesse auf der Anbieterseite gekennzeichnet. Gleichzeitig treten neue Marktteilnehmer aus anderen Bereichen der Versicherungsbranche hinzu. Ein anhaltender Konsolidierungsdruck könnte zu intensiverem Wettbewerb und damit zu Margenbelastungen führen. Für die Gruppe bestünde in diesem Fall das Risiko, dass Wachstums- und Ertragsziele nur schwerer zu erreichen wären und die Profitabilität unter Druck geraten könnte.

Als eine der größten unabhängigen Makler- und Beratungsgruppen muss die Gruppe ihre regionale Präsenz weiter ausbauen und gleichzeitig verstärkt branchenspezifische Risikovorsorgekonzept am Markt anbieten. Gelingt dies nicht in ausreichendem Maß, könnten Marktanteile an Wettbewerber verloren gehen.

Als weniger hoch wird das Risiko des Markteintritts von sogenannten Vergleichs- und Vermarktungsportalen (sog. „FinTechs“) gesehen. Die von MRH Trowe angebotenen Dienstleistungen sind regelmäßig auf die speziellen Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden ausgerichtet und berücksichtigen eine Vielzahl von Einzelaspekten, die auf Grundlage der heutigen Informationstechnologie, anders als bei standardisierten Finanzprodukten, nicht automatisiert angeboten werden können. Sollte sich die Marktstellung der FinTechs jedoch stärker entwickeln, könnte dies insbesondere zu Preisdruck und einer Umsatzminderung bei standardisierbaren Geschäftsfeldern führen. Dies könnte die Margenentwicklung negativ beeinflussen.

Betriebsprüfungsrisiko

Risiken können sich aus Änderungen der lokalen Steuergesetze bzw. der Rechtsprechung und unterschiedlicher Auslegung von existierenden Vorschriften ergeben. Sie können sich sowohl auf die Steueraufwendungen und -erträge als auch auf die Steuerforderungen und -verbindlichkeiten des MRH Trowe Konzerns auswirken.

Regulatorisches Umfeld

Das regulatorische Umfeld der Versicherungsbranche ist als komplex und sehr dynamisch zu beurteilen. Dies betrifft insbesondere auch die Branche der Versicherungsmakler. Eine Zunahme regulatorischer Anforderungen könnte für die Gruppe zu einem deutlichen Mehraufwand in den operativen Geschäftsprozessen, insbesondere bei Dokumentations- und Berichtspflichten, führen. Daraus würden erhöhte Kosten sowie eine potenzielle Verzögerung bei der Umsetzung von Geschäftsprozessen resultieren, was sich negativ auf Effizienz und Ertragslage auswirken könnte.

Der MRH Trowe Konzern beobachtet diese Entwicklung fortlaufend, um rechtzeitig auf Einflüsse bspw. im Hinblick auf operative Geschäftsprozesse und Dokumentationserfordernisse zu reagieren.

Neben internen Fachmitarbeitern werden in diesem Zusammenhang auch externe Berater aus den Bereichen Versicherungsrecht und Versicherungscontrolling beauftragt.

Personal

Wesentlicher Erfolgsfaktor der Gruppe ist die kontinuierliche und gezielte Personalpolitik. Trotz des erhöhten Einsatzes von Informationstechnologie stellen die Mitarbeiter und ihre Qualifikation einen wesentlichen Erfolgsfaktor der Gruppe dar. Eine unzureichende Personalgewinnung oder -bindung könnte zu Engpässen in der Beratungskapazität und zu einer geringeren Servicequalität führen. Dies könnte unmittelbare Konsequenzen für die Wettbewerbsfähigkeit haben und sich negativ auf Umsatz- und Ergebnisentwicklung auswirken.

Dem wirkt die Gruppe durch eine kontinuierliche und gezielte Personalpolitik entgegen, in Form eines modernen Vergütungssystems, der gezielten Förderung von individuellen beruflichen Entwicklungen und durch eine moderne Arbeitsumgebung, in einem kollegialen und offenen Arbeitsumfeld.

Finanzierung

Die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit der Unternehmensgruppe einschließlich des organischen Wachstums erfolgte primär durch die generierten operativen Cashflows in den einzelnen Tochtergesellschaften. Dieses Wachstum wird durch die Aufnahme von Fremdkapital finanziert.

Das anorganische Wachstum wurde durch die Aufnahme von Fremdkapital bewerkstelligt. Zum Abschluss der ersten Wachstumsfinanzierung (Unitranche 2021) herrschte ein sehr günstiges Zinsumfeld, das die MRH Trowe Gruppe ausnutzen konnte. Da die Zinsen der Unitranche-Finanzierung variabel auf dem Referenzzins 3-Monats-EURIBOR zzgl. Zinsmarge lauten, besteht das grundsätzliche Risiko steigender Zinskosten. Ein deutlicher Zinsanstieg könnte die Finanzierungskosten spürbar erhöhen und damit die Konzernrentabilität belasten sowie die Ergebnisentwicklung belasten.

Die Europäische Zentralbank hat mit ihren geldpolitischen Beschlüssen und den damit einhergehenden Leitzinserhöhung ab Anfang des Jahres 2022 für allgemein steigende Marktzinsen gesorgt. MRH Trowe hat bei Abschluss der Wachstumsfinanzierung (Unitranche 2023) deshalb mit dem Abschluss eines Zinssicherungsgeschäfts auf diese Entwicklung reagiert und wird weiterhin laufend den allgemeinen Marktzins analysieren und auf mögliche Handlungsmaßnahmen bewerten.

Im Mai 2025 wurde durch eine vorteilhafte Zinsentwicklung eine neue Unitranche nebst Akquisitionsfinanzierungslinie und revolvierender Kreditfazilität abgeschlossen. Der operative Cashflow der MRH Trowe Gruppe ist sehr robust, so dass im Fall weiter steigender Marktzinsen auch höhere Zinskosten gezahlt werden können.

Informationstechnologie (IT)

Die derzeit in den Gesellschaften eingesetzten IT-Systeme entsprechen den gesetzlichen Anforderungen und sind im Vergleich zu den wesentlichen Wettbewerbern als marktführend zu beurteilen. Sie gewähren ein Höchstmaß an Datensicherheit und ermöglichen eine effiziente Bearbeitung und Verwaltung des operativen Geschäfts von MRH Trowe. Eine Schwächung der IT-Sicherheit oder Verzögerungen bei der Weiterentwicklung könnten im Eintrittsfall zu Störungen im Geschäftsbetrieb, erhöhten Prozesskosten oder auch zu Reputationsschäden führen.

Wesentliche zukünftige Aufgabe wird die Integration der neu im Geschäftsjahr und in der Zukunft erworbenen Gesellschaften in diese IT-Infrastruktur sein. Verzögerungen oder technische Schwierigkeiten bei diesen Integrationsprozessen könnten zu vorübergehenden Ineffizienzen oder Mehrkosten führen.

MRH Trowe hat sich auch aufgrund der frühen und vollumfänglichen Digitalisierung der Beratungs- und Steuerungskonzepte erfolgreich am Markt entwickeln können.

Die Integration der hinzuerworbenen Unternehmen wird aus heutiger Sicht zusätzliche Aufwendungen verursachen.

Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Der Einsatz von Finanzinstrumenten erfolgt im Rahmen des Risikomanagementsystems durch interne Richtlinien, die grundgeschäftsorientierte Limite festlegen, Genehmigungsverfahren definieren, den Abschluss derivativer Instrumente zu spekulativen Zwecken ausschließen, Kreditrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln. Sicherungsgeschäfte werden ausschließlich über die zentrale Finanzabteilung des Konzerns zur Absicherung von Marktzins- oder Wechselkursänderungen abgeschlossen.

Preisänderungsrisiken bzw. Zinsänderungsrisiken resultieren daraus, dass sich der Wert eines Finanzinstruments wegen höherer oder niedrigerer Marktzinssätze oder Wechselkurse ändert. Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos eines Teils der variabel verzinslichen Darlehensverbindlichkeit wurde im April 2023 ein Zinssicherungsgeschäft in Form eines Zins-Caps mit einem Nominalbetrag von EUR 125 Mio. abgeschlossen. Das Derivat hat eine Laufzeit vom 11. April 2023 bis zum 11. April 2025. Das mit der Bewertungseinheit abgesicherte Risiko bezieht sich auf Zinsänderungen des 3-Monats-EURIBORs im Bereich von 0 % bis maximal 4,00 %. Zum Stichtag 31. Dezember 2024 betrug der Marktwert des Zinssicherungsgeschäfts TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 31).

Die Zinsrisiken aus Pensionsrückstellungen wurden durch eine teilweise Überführung in einen kapitalgedeckten Pensionsfonds adressiert.

Ausfallrisiken ergeben sich, wenn der Vertragspartner bei einem Geschäft seinen Verpflichtungen gar nicht oder nicht fristgerecht nachkommt und dadurch finanzielle Verluste verursacht. Bereits identifizierten Ausfallrisiken wurde durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Insgesamt kann das Risiko aufgrund einer regelmäßigen Risikovorsorge sowie der Kundenstruktur als begrenzt angesehen werden.

Liquiditätsrisiken können entstehen, wenn die Gruppe nicht in der Lage sein sollte, die notwendigen Finanzmittel vorzuhalten oder zu beschaffen, um Verpflichtungen einzuhalten, die sich im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten oder laufenden Zahlungsverpflichtungen ergeben. Der Fortbestand des Konzerns ist aufgrund der aktuellen ausreichenden finanziellen Ausstattung nicht gefährdet.

Die Gruppe unterliegt keinen erheblichen Zahlungsstromschwankungen, die sich beispielsweise aus einer deutlichen Saisonabhängigkeit des Geschäfts ergeben würden. Als weitgehend nur im Inland operierendes Unternehmen ist die Gruppe den Auswirkungen von Währungsschwankungen nur stark begrenzt ausgesetzt, da sie in der Regel sowohl in Euro einkauft als auch fakturiert. Änderungen des zukünftigen Zinsniveaus können bei variabel verzinslichen Vermögensgegenständen und Schulden Schwankungen der Zahlungsströme hervorrufen. Regelmäßig wird analysiert, wie sich Änderungen des Zinsniveaus auf die Zahlungsströme auswirken. Derzeit ergibt sich kein signifikantes Zinsänderungsrisiko bzw. Handlungsbedarf.

Gesamtbild der Risikolage

Aus Sicht der Unternehmensleitung ist die Risikolage der MRH Trowe Gruppe insgesamt als beherrschbar einzustufen. Es bestehen in einzelnen Bereichen potenziell wesentliche Risiken, deren Eintritt sich spürbar auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken könnte. Das betrifft insbesondere mögliche außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, die Dynamik des regulatorischen Umfelds, Personalgewinnung und -bindung, die Entwicklung des Zinsniveaus sowie die Integration neu erworbener Gesellschaften in die IT-Infrastruktur.

Aufgrund der vergleichsweise breiten Diversifizierung des Geschäftsmodells, des robusten operativen Cashflows, des etablierten Risikomanagementsystems sowie flankierender Maßnahmen zur Risikobegrenzung ergibt sich jedoch kein Hinweis auf eine bestandsgefährdende Gesamtrisikolage. Vielmehr können einzelne Risiken durch Diversifizierungseffekte und die finanzielle Stabilität des Konzerns teilweise kompensiert werden. Aus heutiger Sicht bestehen somit keine Risiken, die einzeln oder in Kombination den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten.

Chancen

Die MRH Trowe Holding GmbH sieht im weiterhin stark fragmentierten deutschen Markt für Versicherungsmakler ein erhebliches organisches und anorganisches Wachstumspotenzial. Insbesondere im Bereich der persönlichen Versicherungen sowie der Lebens- und Krankenversicherung ergeben sich durch das Marktvolumen von über EUR 9 Mrd. Chancen zur Marktdurchdringung. Insbesondere kleine und mittlere Maklergesellschaften mit regionaler Verwurzelung und Nachfolgebedarf bieten zusätzlich strategische Erwerbsoptionen.

Ein besonderer Erfolgsfaktor für die Erreichung der Wachstumsziele des Konzerns liegt dabei in der konsequenten Post-Merger-Integration. Plattformfähige Maklerbetriebe können nach erfolgreichem Zusammenschluss durch harmonisierte CRM-Systeme, gemeinsame Personal- und Vergütungsstrukturen sowie zentralisierte Serviceeinheiten effizienter skaliert werden. So entstehen operative Synergien, die nicht nur Kostenvorteile realisieren, sondern auch Cross-Selling-Potenziale systematisch nutzbar machen. Eine Studie von PwC unterstreicht, dass erfolgreich integrierte Plattformen eine hohe Kundenbindung sichern, Fachkräfte langfristig binden und insbesondere im Zusammenspiel von Lebens-, Kranken- und Kompositversicherungen neue Wachstumspotenziale erschließen. Das daraus resultierende Konstrukt bietet dabei eine erhebliche Chance zur Etablierung eines skalierbaren, effizienten Plattformansatzes. Gelingt die Integration operativer Strukturen und die kulturelle Anbindung der übernommenen Einheiten, kann der Konzern nicht nur signifikante Synergien heben, sondern auch eine nachhaltige Marktposition mit klarer Differenzierung aufbauen.

PwC betont, dass Private-Equity-Investoren eine zentrale Rolle bei der Konsolidierung des deutschen Maklermarkts spielen. Sie treiben nicht nur die Professionalisierung der Unternehmensstrukturen voran, sondern stärken zugleich die finanzielle Basis der beteiligten Organisationen. Diese verbesserte Kapitalausstattung schafft die Grundlage für gezielte anorganische Wachstumsinitiativen. Die MRH Trowe Gruppe profitiert in diesem Kontext insbesondere von einer strategischen Partnerschaft mit finanzstarken und transaktionserfahrenen Private-Equity-Investoren. Die Kombination aus finanzieller Schlagkraft und operativer Expertise ermöglicht nicht nur die erfolgreiche Umsetzung komplexer Übernahmen, sondern beschleunigt auch wesentlich die Realisierung der übergeordneten Wachstums- und Integrationsstrategie.

Die fortschreitende Digitalisierung eröffnet der Gruppe erhebliche Chancen zur weiteren Steigerung von Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit. Durch den konsequenten Einsatz moderner Technologien in Beratung, Kundenmanagement und internen Prozessen können Abläufe beschleunigt, Kosten gesenkt und Skaleneffekte besser genutzt werden. Zudem ermöglicht die Digitalisierung eine stärkere Datenanalyse, wodurch Kundenbedürfnisse präziser erkannt und maßgeschneiderte Lösungen entwickelt werden können. Dies erhöht die Servicequalität und stärkt die Kundenbindung nachhaltig. Darüber hinaus bietet die frühzeitige Nutzung digitaler Plattformen und Kommunikationskanäle die Chance, neue Kundengruppen zu erschließen und die Reichweite am Markt auszubauen. Insgesamt trägt die Digitalisierung somit dazu bei, die Wachstumsstrategie der Gruppe langfristig zu unterstützen und die Marktposition weiter zu festigen. Diese Einschätzung deckt sich mit den Ergebnissen der aktuellen PwC-Studie zum deutschen Versicherungsmaklermarkt, die der fortschreitenden Digitalisierung eine zentrale Rolle für zukünftiges Wachstum und Effizienzsteigerungen beimisst.

Prognose

MRH Trowe wird seinen ambitionierten Wachstumskurs auch in den kommenden Jahren konsequent fortsetzen. Die Marktwachstumsaussichten im gewerblichen Versicherungsmaklermarkt in Deutschland werden um jährlich ca. 7% in den kommenden zwei bis drei Jahren, auf Basis von erfolgten Marktstudien in 2025, erwartet. Neben der kontinuierlichen organischen Expansion verfolgt das Unternehmen eine klare Strategie gezielter Akquisitionen, um seine Marktposition nachhaltig weiterzuentwickeln. Dabei setzt MRH Trowe im konsolidierenden Marktumfeld auf Zielunternehmen mit soliden Performance-Indikatoren und einer folgenden umfassenden Integrationstiefe. Die Zusammenarbeit mit finanzstarken und erfahrenen Partnern aus dem Private-Equity-Bereich ergänzt dabei die bestehende unternehmensinterne Kompetenz um zusätzliche finanzielle Mittel sowie strategisches Know-how im Bereich Transaktionen und operativer Skalierung. Dies schafft die Voraussetzungen, um die langfristig ausgerichtete Wachstumsstrategie wirkungsvoll und effizient umzusetzen.

Auch für das kommende Geschäftsjahr erwartet die MRHT-Gruppe ein stabiles Wachstum sowohl im Umsatz als auch im EBITDA. Die Gruppe wird den eingeschlagenen Wachstumspfad konsequent fortsetzen und plant auch für das Geschäftsjahr 2025 mit zweistelligen Wachstumsraten in beiden Kennzahlen.

Dieses Wachstum basiert auf einer ausgewogenen Kombination aus organischen und anorganischen Maßnahmen. Im Rahmen der organischen Wachstumsstrategie wird die MRHT-Gruppe weiterhin auf die Skalierung bestehender Geschäftsmodelle setzen, indem sie ihre operativen Prozesse optimiert und innovative Lösungen vorantreibt.

Darüber hinaus wird das anorganische Wachstum durch strategisch sinnvolle Firmenzukäufe unterstützt, die das bestehende Portfolio erweitern und die Marktposition der Gruppe weiter stärken. Diese gezielten Maßnahmen sollen nicht nur das Umsatzwachstum fördern, sondern auch die langfristige Profitabilität des Konzerns sichern.

Ein weiterer zentraler Fokus der MRHT-Gruppe liegt auf der Kundenzufriedenheit. Diese soll weiterhin auf einem stabil hohen Niveau gehalten werden, indem die Bedürfnisse der Kunden konsequent in den Mittelpunkt gestellt und die Qualität der Produkte und Dienstleistungen kontinuierlich verbessert werden.

Ein zentraler Fokus der kommenden Jahre liegt auf der systematischen Integration neu akquirierter Gesellschaften in die bestehende Konzernstruktur. Durch die Nutzung gemeinsamer IT-Infrastrukturen, einheitlicher Prozesse sowie zentralisierter Dienstleistungs- und Steuerungseinheiten sollen Effizienzpotenziale konsequent gehoben und die Profitabilität nachhaltig gesteigert werden. In Verbindung mit der unternehmensweiten Nutzung datenbasierter Analyse- und Vertriebstools erwartet das Management zusätzliche Impulse für die Marktdurchdringung.

Darüber hinaus sieht MRH Trowe auch im weiter fortschreitenden regulatorischen und technologischen Wandel Chancen zur Differenzierung. Als breit aufgestellter, wachstumsorientierter Unternehmensverbund mit moderner Governance-Struktur ist die Gruppe in der Lage, regulatorische Anforderungen nicht nur zeitgerecht zu erfüllen, sondern diese auch aktiv in wettbewerbswirksame Unternehmensprozesse zu überführen.

 

Frankfurt am Main, den 11. September 2025

Unterschrift des Geschäftsführers

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MRH Trowe Holding GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der MRH Trowe Holding GmbH, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der MRH Trowe Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2024 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlagebericht getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 12. September2025

Nexia GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

A. Kramer, Wirtschaftsprüfer

S. Varughese, Wirtschaftsprüfer