GRAMMER AktiengesellschaftAmbergGRAMMER AG: Konzernabschluss 2019Zur Einreichung zum Bundesanzeiger Konzernabschluss und Konzernlagebericht 31. Dezember 2019Ernst & Young GmbH
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entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und |
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vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt des oben genannten Corporate Governance Bericht und der Konzernerklärung zur Unternehmensführung. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Zahlungsmittelgenerierende Einheiten, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, unterliegen gemäß IAS 36.90 einem jährlichen Werthaltigkeitstest, im Rahmen dessen der Buchwert der Einheit, einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwertes, mit dem erzielbaren Betrag verglichen wird. Grundlage der Bewertungen ist der Barwert zukünftiger Zahlungsströme der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Den Bewertungen liegen Planungsrechnungen für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit zugrunde, die auf den vom Management und Aufsichtsrat genehmigten Finanzplänen beruhen und damit ermessensbehaftet sind. Die Abzinsung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die in die Ermittlung des Abzinsungssatzes eingehenden Parameter beruhen teilweise auf geschätzten Markterwartungen und sind daher ebenfalls ermessensbehaftet.
Vor dem Hintergrund der Planungsunsicherheit, resultierend aus dem zukunftsgerichteten Charakter der Bewertung, sowie der vorhandenen Ermessensspielräume im Rahmen des erforderlichen Wertminderungstests für zahlungsmittelgenerierende Einheiten, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, war die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte im Rahmen unserer Prüfung einer der bedeutsamsten Sachverhalte.
Prüferisches Vorgehen
Zur Beurteilung der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten erzielbaren Beträge für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten haben wir uns sowohl mit den zugrunde liegenden Prozessen zur Ermittlung der erzielbaren Beträge befasst, als auch aussagebezogene Prüfungshandlungen durchgeführt. Darüber hinaus haben wir zur methodischen und arithmetischen Beurteilung des Bewertungsmodells und der angewendeten Berechnungsparameter unsere Bewertungsexperten in die Prüfung eingebunden. Wir haben nachvollzogen, ob die Bewertungsmodelle stetig angewandt wurden. Ferner haben wir untersucht, ob die Budgetplanungen allgemeine, regionale und branchenspezifische Markterwartungen widerspiegeln. Bei unserer Einschätzung haben wir neben dem Abgleich mit entsprechenden Markterwartungen auch die erhaltenen Erläuterungen des Managements zu den wesentlichen Werttreibern der Planungen gewürdigt. Zur Beurteilung der Planungstreue haben wir stichprobenweise einen Soll-Ist Abgleich von historischen Plandaten mit den tatsächlichen Ergebnissen vorgenommen.
Die im Rahmen der Ermittlung der erzielbaren Beträge verwendeten Bewertungsparameter, wie beispielsweise die geschätzten Wachstumsraten, wurden auf Basis einer Analyse der allgemeinen Marktindikatoren beurteilt. Die Ableitung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensätze (WACC) haben wir gewürdigt, in dem wir insbesondere über die Zusammensetzung der herangezogenen Vergleichsunternehmen die verwendeten Beta-Faktoren beurteilt, sowie den Eigen- und Fremdkapitalzinssatz mit verfügbaren Marktdaten abgeglichen haben. Um ein mögliches Wertminderungsrisiko zu erkennen, haben wir mit Hilfe von eigenen Sensitivitätsanalysen die Ergebnisse des Werthaltigkeitstests darüber hinaus daraufhin untersucht, welche Veränderungen in bestimmten Bewertungsparametern zu einem abweichenden Urteil hinsichtlich Wertminderungsbedarf auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit führen würden. Im Rahmen der durchgeführten Prüfungshandlungen haben wir insbesondere auch die Auswirkungen aus der Erstanwendung des IFRS 16 Leasingverhältnisse auf den Wertminderungstest daraufhin beurteilt, ob diese im Einklang mit den Vorgaben des IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten stehen. Aus unseren durchgeführten Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben
Zu den bzgl. der Geschäfts- oder Firmenwerte angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und zu den damit in Zusammenhang stehenden Angaben zu Ermessensausübungen des Vorstandes und zu Quellen von Schätzunsicherheiten verweisen wir auf die Angabe im Konzernanhang Kapitel 2.1 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie zu den Angaben zum Geschäfts- oder Firmenwert auf die Angabe im Konzernanhang Kapitel 12.3 Geschäfts- oder Firmenwerte.
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Die Gesellschaften des GRAMMER Konzerns kommen ihren Leistungsverpflichtungen aus kundenspezifischen Entwicklungsaufträgen grundsätzlich über einen bestimmten Zeitraum nach und erfassen den daraus resultierenden Erlös gemäß IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden, entsprechend dem Leistungsfortschritt der jeweiligen Leistungsverpflichtung. Der Leistungsfortschritt bezogen auf die vollständige Erfüllung wird dabei inputorientiert auf Basis der entstandenen Kosten ermittelt.
Die zeitraumbezogene Umsatz- und Ergebnisrealisierung ist damit in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Gesamtauftragserlöse und Gesamtauftragskosten abhängig und hat über die Ermittlung des Leistungsfortschrittes eine wesentliche Auswirkung auf die Posten des Konzernabschlusses. Die zeitraumbezogene Realisierung von Umsatzerlösen aus Entwicklungsverträgen war daher aus unserer Sicht einer der bedeutsamsten Sachverhalte mit dem Risiko wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss, einschließlich des inhärenten Risikos der Umgehung oder der Außerkraftsetzung des internen Kontrollsystems durch das Management.
Prüferisches Vorgehen
Für die von den gesetzlichen Vertretern implementierten wesentlichen Kontrollen im Bereich der Auftragsannahme und -abwicklung sowie der Bilanzierung von Verträgen mit Kunden, insbesondere im Zusammenhang mit der Identifizierung der Leistungsverpflichtungen, der Bestimmung des Transaktionspreises und dessen Aufteilung auf die identifizierten Leistungsverpflichtungen, sowie der Schätzung der Auftragskosten, haben wir über Aufbau- und Funktionsprüfungen die Ausgestaltung, sowie die Wirksamkeit der Kontrollen während des Berichtszeitraums beurteilt. In diesem Zusammenhang haben wir sowohl Kontrollen auf Transaktionsebene, aber auch Kontrollen auf höherer Ebene, wie regelmäßig stattfindende Review Meetings, getestet.
Bei Entwicklungsaufträgen, welche auf Basis technischer oder kaufmännischer Komplexität oder aber aufgrund ihrer finanziellen Bedeutung vor dem Hintergrund der bilanzierten Vermögenswerte aus Kundenverträgen von Bedeutung waren, haben wir darüber hinaus die im Folgenden dargestellten aussagebezogene Einzelfallprüfungen vorgenommen.
Wir haben uns über Befragungen der verantwortlichen Personen des konzernweiten Projektcontrollings einen Überblick über den Inhalt der Verträge, sowie der beauftragten Entwicklungsleistung und über den Status der jeweiligen Vertragserfüllung verschafft. Wir haben die erhaltenen Informationen dahingehend untersucht, ob diese im Einklang mit extern verfügbaren Prüfungsnachweisen, wie beispielsweise Kundenkorrespondenz oder Kundenverträgen, stehen. Wir haben darüber hinaus die verschiedenen Bestandteile des Transaktionspreises der Leistungsverpflichtungen nachvollzogen, indem wir die unterschiedlichen Komponenten mit den vertraglichen Grundlagen abgeglichen haben.
Wir haben die ausgewiesenen Umsatzerlöse aus Entwicklungsaufträgen unter anderem daraufhin analysiert, ob sich die geplante und realisierte Marge aus den Verträgen mit unserer Erwartungshaltung an den Projektverlauf des einzelnen Projektes aus der Entwicklung in vergleichbaren Projekten deckt. Aus unseren durchgeführten Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die zeitraumbezogene Umsatzrealisierung aus Entwicklungsverträgen ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben
Zu den Angaben der Gesellschaft zur zeitraumbezogenen Umsatzlegung verweisen wir auf die Kapitel 2.1 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Erlöse aus Verträgen mit Kunden, Kapitel 7. Erlöse aus Verträgen mit Kunden sowie Kapitel 15. Vertragssalden des Konzernanhangs.
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Die im Konzernabschluss ausgewiesenen Umsatzerlöse stellen einen der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren für die gesetzlichen Vertreter der GRAMMER AG dar. Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt dabei grundsätzlich mit Erfüllung der jeweiligen Leistungsverpflichtung, also zu dem Zeitpunkt, zu dem der Kunde die Verfügungsgewalt über den zugrunde liegenden Vermögenswert erlangt.
Hierbei unterliegt die Realisierung der Umsatzerlöse dem Risiko, dass sie zu einem falschen Zeitpunkt erfolgt und damit gegebenenfalls zu einem falschen Periodenausweis führt, oder dass fiktive Umsatzerlöse erfasst werden. Die Umsatzerlöse resultieren dabei aus einer Vielzahl von einzelnen Transaktionen in Form von separaten Lieferungen. Ferner führen fortlaufende Preisverhandlungen mit den Kunden zu regelmäßigen Veränderungen in den Transaktionspreisen und damit zu einer veränderten Bewertung der realisierten Umsatzerlöse. Die Umsatzerlöse unterliegen grundsätzlich dem Risiko wesentlicher falscher Darstellungen einschließlich des inhärenten Risikos der Umgehung oder der Außerkraftsetzung des internen Kontrollsystems durch das Management. Da die realisierten Umsatzerlöse eine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss der GRAMMER AG haben, war für uns die Realisierung von Umsatzerlösen im Rahmen der Serienlieferung ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt.
Prüferisches Vorgehen
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die mit den Kunden vereinbarten vertraglichen Grundlagen nachvollzogen, insbesondere die Regelungen zum Zeitpunkt des Erlangens der Verfügungsgewalt, sowie die Regelungen zum Abrechnungsverfahren, und haben diese auf Grundlage unseres Geschäfts- und Prozessverständnisses beurteilt. Vor diesem Hintergrund haben wir uns mit den unternehmensintern implementierten Verfahren und Kontrollmechanismen zur Umsatzlegung und zur Periodenabgrenzung sowie zur betragsmäßigen Erfassung der Umsatzerlöse befasst. Wir haben in diesem Zusammenhang Aufbau- und Funktionsprüfungen durchgeführt.
Hierbei haben wir die im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 ausgewiesenen Umsatzerlöse hinsichtlich deren buchungssystematischen Erfassung nachvollzogen. Etwaige Abweichungen in der Buchungslogik von unserer Erwartungshaltung haben wir auf Basis zusätzlicher aussagebezogener Prüfungshandlungen unter Einholung von Prüfungsnachweisen, beispielsweise Abliefernachweisen oder Bestätigungen Dritter, im Hinblick auf den Übergang der Verfügungsgewalt auf den Kunden sowie eine periodengerechte und betragsmäßig korrekte Erfassung der Umsatzerlöse analysiert. Die betragsmäßige Erfassung der Umsatzerlöse haben wir insbesondere dadurch nachvollzogen, dass wir stichprobenweise die herangezogenen Transaktionspreise mit den jeweiligen vertraglichen Grundlagen abgeglichen haben. Ferner haben wir untersucht, ob die entsprechenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in geschäftsüblichem Turnus durch Zahlung des Rechnungsbetrages durch den Kunden beglichen wurden. Wir haben dabei stichprobenweise Zahlungseingänge zu den entsprechenden Kontoauszügen abgeglichen.
Um nicht zu erwartende Schwankungen in der ausgewiesenen Bruttomarge zu identifizieren, die unter anderem auf die Erfassung fiktiver Umsatzerlöse hindeuten könnten, haben wir eine Margenanalyse auf Monatsebene durchgeführt. Aus unseren durchgeführten Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Realisierung von Umsatzerlösen aus der Serienlieferung ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben
Die Angaben der Gesellschaft zu den zu einem bestimmten Zeitpunkt erfassten Umsatzerlösen sind in Kapitel 2.1 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Erlöse aus Verträgen mit Kunden sowie in Kapitel 7. Erlöse aus Verträgen mit Kunden im Konzernanhang dargestellt.
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrates verantwortlich. Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind gemeinsam für den Corporate Governance Bericht und die Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach §315d HGB i.V.m. 289f HGB verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden Bestandteile, auf die im Lagebericht verwiesen ist:
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den zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b Abs. 3 und § 315b Abs. 3 HGB, und |
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den Corporate Governance Bericht und die Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB i.V.m. § 289f HGB. |
Die sonstigen Informationen umfassen ferner die folgenden Bestandteile des Geschäftsberichts, von denen wir eine Fassung bis zur Erteilung des Bestätigungsvermerks erlangt haben:
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den Abschnitt "GRAMMER Konzern Mehrjahresübersicht"; |
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die Versicherung der gesetzlichen Vertreter; |
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den Abschnitt "Abschlusstabellen der GRAMMER AG". |
Des Weiteren umfassen die sonstigen Informationen die folgenden übrigen Bestandteile des Geschäftsberichts, die uns nach Erteilung des Bestätigungsvermerks voraussichtlich zur Verfügung gestellt werden:
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den Abschnitt "Die Wichtigsten Kennzahlen"; |
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den Abschnitt "Übersicht Segmente"; |
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den Abschnitt "Konzernprofil + Standortkarte"; |
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den Abschnitt "Vorwort des Vorstandsvorsitzenden"; |
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den Abschnitt "Highlights 2019"; |
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den Abschnitt "GRAMMER Imageteil" |
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den Abschnitt "Bericht des Aufsichtsrats"; |
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den Abschnitt "GRAMMER Aktie"; |
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den Abschnitt "Finanzkalender 2020 und Messetermine". |
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
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anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben; |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; |
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beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt; |
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holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile; |
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beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns; |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 12. Juli 2019 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 30. Juli 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit über 25 Jahren als Konzernabschlussprüfer der GRAMMER AG tätig. Seit dem Geschäftsjahr 1996 klassifiziert die GRAMMER AG als kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft i.S. des § 264d HGB.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Konzernabschluss oder im Konzernlagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die Konzernunternehmen erbracht:
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Unterstützungsleistungen als Teilbereichsprüfer für die Konzernabschlussprüfung der Ningbo Jifeng Auto Parts Co., Ltd. (China) |
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Beratungs- und Unterstützungsleistungen in Bezug auf die Planung zentraler Prozesse und Systeme im Supply-Chain-Umfeld |
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Oliver Sieger.
Nürnberg, 9. März 2020
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Sieger, Wirtschaftsprüfer
Gabler, Wirtschaftsprüfer
Ab dem Geschäftsbericht 2019 wird der GRAMMER Konzern als GRAMMER Gruppe bezeichnet. Rundungsdifferenzen bei den Jahresabschlussangaben sind möglich.
Verweise
Inhalte von Internetseiten, auf die im Konzernlagebericht verwiesen wird, sind nicht Teil des Konzernlageberichts, sondern dienen lediglich der weiteren Information. Ausgenommen ist die Konzernerklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB i.V. m. 289f HGB mit der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG), der dauerhaft auf der Unternehmenshomepage unter https://www.grammer.com/unternehmen/corporate-governance.html eingesehen werden kann. Weiterhin wird der zusammengefasste gesonderte nichtfinanzielle Bericht nach § 289b Abs. 3 und § 315b Abs. 3 HGB spätestens vier Monate nach dem Abschlussstichtag auf der Unternehmenshomepage unter https://www.grammer.com/unternehmen/nachhaltigkeit.html veröffentlicht.
Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen
Dieser Konzernlagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Annahmen und Einschätzungen des GRAMMER Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen beziehen sich auf Zeiträume in der Zukunft oder sind durch Begriffe wie "erwarten", "vorhersagen", "beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "rechnen mit" oder ähnliche Begriffe gekennzeichnet. Derartige Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die GRAMMER weder kontrollieren noch präzise einschätzen kann, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und die Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren oder Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von GRAMMER weder beabsichtigt noch übernimmt GRAMMER eine gesonderte Verpflichtung, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse nach Veröffentlichung dieses Dokuments anzupassen.
Die GRAMMER Gruppe ist eine global agierende Unternehmensgruppe, die auf die Entwicklung und Herstellung von komplexen Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Lkw, Bahnen und Offroad-Nutzfahrzeugen spezialisiert ist. Die Geschäftsentwicklung des Konzerns ist eng verbunden mit der Entwicklung der relevanten Märkte und Hauptkunden. Ausschlaggebend im Segment Automotive ist der weltweite Pkw-Markt und im Segment Commercial Vehicles der Bereich Nutzfahrzeuge in den unten genannten Hauptabsatzmärkten.
Die GRAMMER Gruppe ist in zwei Segmente gegliedert. Im Segment Automotive ist die GRAMMER Gruppe als Zulieferer der Automobilindustrie tätig und entwickelt und produziert Kopfstützen, Armlehnen, Mittelkonsolen, hochwertige Interieur-Komponenten und Bediensysteme sowie innovative thermoplastische Komponenten und vertreibt diese an Automobilhersteller sowie an deren Systemlieferanten.
Im Segment Commercial Vehicles ist die GRAMMER Gruppe als Zulieferer der Nutzfahrzeugindustrie tätig und entwickelt und produziert Fahrer- und Beifahrersitze für Lkw und Fahrersitze für Offroad-Nutzfahrzeuge (Traktoren, Baumaschinen und Gabelstapler) und vertreibt diese an Nutzfahrzeughersteller und im Rahmen des Nachrüstgeschäfts. Zudem werden Fahrer- und Passagiersitze entwickelt und produziert und an Hersteller von Bussen und Schienenfahrzeugen sowie Bahnbetreiber vertrieben. Das Segment Commercial Vehicles ist in die Geschäftsfelder Lkw und Offroad (Traktoren, Baumaschinen und Gabelstapler) sowie Railway & Bus gegliedert.
Neben den beiden berichtenden Segmenten beinhaltet der Bereich Central Services die übergeordneten Konzernfunktionen.
| GRAMMER Gruppe | |||
| Umsatz (GJ 2019): | 2.038 Mio. EUR |
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| Mitarbeiter (GJ 2019): | ø 14.910 | ||
| Segment Automotive | Segment Commercial Vehicles | ||
| Umsatz: | 1.479,8 Mio. EUR | Umsatz : | 607,4 Mio. EUR |
| Mitarbeiter: | ø 10.910 | Mitarbeiter | ø 3.7S6 |
Der Konsolidierungseffekt des Umsatzes zwischen den Segmenten betrug 48,7 Mio. EUR.
Die GRAMMER Aktiengesellschaft ist die Muttergesellschaft der GRAMMER Gruppe, welche zum 31. Dezember 2019 von drei Vorständen geführt wurde. Die GRAMMER AG agiert als operative Holdinggesellschaft, in der die Vorstände sowie geschäftsrelevante Konzernbereiche wie Rechtswesen & Interne Revision, Personalwesen, Rechnungswesen, Steuern, Finanzen, Controlling, Forschung & Entwicklung, Kommunikation & Marketing, Qualitätssicherung, IT, Umwelt und Produktion, Einkauf und Vertrieb, angesiedelt sind.
GRAMMER verfügt weltweit über 48 Produktions- und Logistikstandorte, die mit hoher Wertschöpfungstiefe qualitativ hochwertige Produkte für die Fahrzeugindustrie herstellen und vertreiben. Neben dem Mutterunternehmen, der GRAMMER AG, umfasst der Konzernabschluss 39 vollkonsolidierte Gesellschaften sowie zwei At-Equity-konsolidierte Unternehmen (siehe auch Kapitel 3 ("Konsolidierungskreis") im Konzernanhang). Weltweit ist die GRAMMER Gruppe in 20 Ländern vertreten. Die globale Präsenz in den verschiedenen Regionen folgt dabei im Wesentlichen derjenigen unserer Hauptkunden.
Die GRAMMER Aktie wird an den Börsen München und Frankfurt, über das elektronische Handelssystem Xetra sowie im Freiverkehr der Börsen Stuttgart, Berlin und Hamburg gehandelt. Das Grundkapital der GRAMMER AG betrug zum 31. Dezember 2019 rund 32,3 Mio. EUR, verteilt auf 12.607.121 Inhaberaktien. Das Unternehmen hält davon 330.050 Stück. 84,23% der ausgegebenen Aktien befinden sich nach den am 31. Dezember 2019 vorliegenden WpHG-Meldungen gem. § 33 WpHG im Besitz der Jiye Auto Parts GmbH (siehe Abschnitt 2.5.3). Der Streubesitz der restlichen Aktien liegt derzeit bei rund 13,15%. Der Anteil der eigenen Aktien beläuft sich auf 2,62%. Mit dem 8. Oktober 2019 wurde die Jiye Auto Parts GmbH im Zuge einer Änderung der Eigentümerstruktur ihrer Muttergesellschaft zu einer mittelbaren Tochtergesellschaft der Ningbo Jifeng Auto Parts Co., Ltd. Damit wird ab diesem Zeitpunkt die GRAMMER Gruppe in den Ningbo Jifeng Konzern vollkonsolidiert.
Weiterhin wurde entschieden, die Struktur der GRAMMER Gruppe ab 1. April 2020 neu auszurichten. Dabei wird der Fokus auf die für das Unternehmen relevanten Kernregionen EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika), Americas (Nord-, Süd- und Mittelamerika) und China gelegt, um die GRAMMER Organisation auf lokaler und regionaler Ebene zu stärken. Die Regionen werden für die jeweiligen Gewinn- und Verlustrechnungen, Bilanzen und Cashflows verantwortlich sein. Die bisherigen Segmente Automotive und Commercial Vehicles bleiben bestehen und fokussieren sich auf Kunden- und Produktstrategien. Die Global Functions (Konzernbereiche) unterstützen weiterhin die Divisionen und Regionen durch Standards und definierte Dienstleistungen.
Das unternehmensinterne, wertorientierte Steuerungssystem der GRAMMER Gruppe bedient sich im Wesentlichen der Steuerungsgrößen Umsatz, Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), operatives Ergebnis (operatives EBIT) und GRAMMER Return on Capital Employed (G-ROCE 1).
Die GRAMMER Gruppe nutzt das operative Ergebnis (operatives EBIT) als wesentliches Kriterium für die Beurteilung der operativen Performance der GRAMMER Gruppe. Das operative Ergebnis (operatives EBIT) ist definiert als das konsolidierte Ergebnis vor Steuern ohne Berücksichtigung der Ertragsteuern, Finanzerträge, Finanzaufwendungen und des sonstigen Finanzergebnisses bereinigt um Sondereinflüsse (wie z. B. Restrukturierungsaufwendungen, Aufwendungen aus Change-of-Control-Regelungen, Transaktionskosten aus Unternehmensakquisen und Sonderaufwendungen in Zusammenhang mit Aktionärsthemen) und Währungseffekte. Das operative Ergebnis (operatives EBIT) ist keine nach den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind ("IFRS"), definierte Kennzahl. Diese Kennzahl wird von der GRAMMER Gruppe herangezogen, da sie aus Sicht des Unternehmens die Ertragslage unabhängig von Sondereinflüssen, die die Beurteilung der Leistungsfähigkeit des Unternehmens beeinträchtigen können, transparenter und im Zeitablauf besser vergleichbar darstellt.
Im Geschäftsjahr 2017 wurde der G-ROCE in die Vergütungsregelung für den Vorstand und die Führungskräfte aufgenommen und ab dem Geschäftsjahr 2018 auch zur Steuerung des Konzerns herangezogen. Auf die Herleitung des G-ROCE wird bei der Erläuterung der Grundzüge des Vergütungssystems eingegangen.
Ferner werden die finanziellen Kennzahlen wie die Nettofinanzverbindlichkeiten, das Working Capital, der GEVA 2 (GRAMMER Enterprise Value Added) und das Gearing (Nettofinanzverbindlichkeiten geteilt durch das Eigenkapital) ausgewertet und überwacht. Der GEVA wird ebenfalls im Abschnitt "Grundzüge des Vergütungssystems" erläutert.
Die Forschung und Entwicklung in der GRAMMER Gruppe bildet neben der operativen Performance das Fundament der Wettbewerbsfähigkeit und der Marktposition des Unternehmens. Die Entwicklung neuer Produkte, Anwendungen und Prozesse ist ein zentraler Baustein unserer Strategie. Mehr als 500 Ingenieure und F&E-Mitarbeiter im konzernweiten Forschungs- und Entwicklungsverbund arbeiten gezielt daran, Ergonomie, Sicherheit, Funktionalität, Qualität und Ästhetik unserer Produkte weiter zu verbessern.
In den letzten Jahren arbeiteten wir kontinuierlich an der Optimierung unseres Entwicklungsnetzwerks, um uns in allen Kernregionen strategisch zu positionieren und Erwartungen der Kunden besser zu erfassen und in unseren Produkten umzusetzen. Dazu bauten wir neben der Forschung und Entwicklung in Europa Technologiezentren in den Regionen Americas und APAC aus.
1
G-ROCE ist eine von GRAMMER definierte betriebswirtschaftliche Kennzahl, die auf
der ROCE - Definition basiert.
2
GEVA ist eine von GRAMMER definierte betriebswirtschaftliche Kennzahl, die auf der
EVA -Definition basiert
Um unsere Position in dem für uns sehr wichtigen chinesischen Markt zu stärken, betreiben wir drei Technologiezentren vor Ort in China - Changchun für das Segment Automotive, Tianjin für asiatisches Offroad-Geschäft und Shanghai für beide Segmente -. Die lokale Nähe zum chinesischen Markt soll uns in die Lage versetzen, in Kombination mit einer globalen Koordination der Projektarbeit, eine eng verzahnte, regionale und globale Zusammenarbeit mit unseren Kunden zu realisieren und länderspezifische Entwicklungen entsprechend zu berücksichtigen. Wir sind zuversichtlich durch die Nähe zu den Märkten und die Zusammenarbeit mit den Kunden bereits ab der Entwicklungsphase die Wettbewerbsfähigkeit von GRAMMER langfristig stärken zu können.
Eine Optimierung des globalen Entwicklungsnetzwerkes, der Entwicklungsprozesse und -kosten soll zudem durch die erfolgte Gründung des Gemeinschaftsunternehmens "ALLYGRAM Systems and Technologies" im indischen Pune im Jahr 2019 entstehen. Hier arbeiteten zum Stichtag 31. Dezember 2019 bereits 79 Entwickler.
Die nicht aktivierungsfähigen Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen im Geschäftsjahr 2019 64.119 TEUR (Vj. 60.634 TEUR) und beliefen sich somit auf 3,2 % im Verhältnis zum Gesamtumsatz (Vj. 3,3 %). Neben der Erfüllung der laufenden Markt- und Kundenanforderungen haben wir im Entwicklungsbereich einen systematischen Innovationsprozess etabliert. Durch die enge Abstimmung zwischen "Strategischer Produkt-Planung" und "Advanced Engineering" wollen wir sicherstellen, dass zukünftige Trends und maßgebliche Entwicklungen in unseren Märkten frühzeitig erkannt werden und wir so systematisch eigene Innovationen anstoßen und zielgerichtet entwickeln können.
Besonders hervorzuheben sind neue Produktkonzepte im Automotive- und Commercial Vehicles Bereich, die eine Antwort auf Anforderungen an autonomes Fahren und E-Mobilität geben können. Durch eine aktive Verzahnung von Produkt- und Prozessentwicklung wollen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit verbessern.
Seit vielen Jahren ist das Thema Leichtbau einer der Schwerpunkte unserer Entwicklungsaktivitäten. Ziel ist es, den allgemeinen Trend der Gewichtsreduktion im Fahrzeugbau aus Gründen der Verbrauchs- und CO2-Reduzierung aktiv mitzugestalten. Zukünftig wird auch der Einsatz von ökologisch nachhaltigen Materialien an Bedeutung gewinnen. Neben der Weiterentwicklung unserer traditionellen Produkte und Kerntechnologien tritt zunehmend die Integration von elektronischen Subsystemen in unsere Produkte in den Vordergrund. Wir bieten unseren Kunden mit der Kombination von neuen, elektronischen Bedienungs- und Steuerungselementen und unserer Erfahrung in der Entwicklung von Armlehnen, Mittelkonsolen, Kopfstützen und Sitzsystemen Lösungen an. Die Schwerpunkte der Entwicklungsaktivitäten liegen dabei, neben dem Thema Leichtbau, auf dem Design neuer hochwertiger und funktionaler Produktoberflächen sowie auf neuen Kinematiklösungen für den Bereich Konsolen. Hier forschen wir sowohl an Materialien als auch an neuen Fertigungsprozessen. Die Weiterentwicklung unserer technologischen Kompetenz im Bereich der Kunststoffspritzgussverfahren für thermoplastische Komponenten und Leichtbaulösungen, der Oberflächenveredelung sowie der Metallverarbeitung erfolgt kontinuierlich. Neue integrierte Prozess- und Fertigungstechnologien sollen GRAMMER eine schnelle und zukunftsfähige Weiterentwicklung der bestehenden Produktpalette, insbesondere im Bereich Automobilinterieur, ermöglichen. Zusätzlich arbeitet die GRAMMER Gruppe an Konzepten für die Integration neuer HMI-(Human-Machine-Interface) Lösungen, die wir den Kunden zukünftig als integriertes System zusammen mit Konsolen und Armlehnen anbieten können. Bei Kopfstützen liegt der Entwicklungsfokus hauptsächlich auf Lösungen für elektrische Antriebe und vollautomatische Einstellungen sowie der Integration von Sound- und Komfortapplikationen vor allem im Premiumsegment. Bestehende Technologien hinsichtlich Sicherheit, Komfort, Bauraum, Gewicht und Verstellmechanismen entwickeln wir kontinuierlich weiter.
Im Segment Commercial Vehicles treibt GRAMMER die Weiterentwicklung des Produktportfolios kontinuierlich voran: Hier entwickeln wir Lösungen, um auf sich verändernde Anforderungen der Märkte zu reagieren. GRAMMER kann dabei auf langjähriges Know-how in der Entwicklung von gefederten Sitzen und von ergonomischen Lösungen zurückgreifen. Ergänzt mit der in den letzten Jahren erweiterten Elektronikkompetenz arbeitet GRAMMER an integrierten und maßgeschneiderten Lösungen zur optimalen Ausgestaltung des Fahrerarbeitsplatzes bis hin zur gesamten Fahrzeugsteuerung. Dabei laufen im Offroad-Bereich zum einen Aktivitäten zur Weiterentwicklung der bestehenden HMI-Lösungen, zum anderen werden zeitgleich Konzepte für die nächste Generation neuer integrierter Sitzlösungen vorangetrieben. Im Lkw-Bereich arbeiten wir an der Verbesserung von Komfort, Sicherheit und Funktionalität unserer neuesten Lkw-Fahrersitzgeneration mittels elektromotorisch angetriebenen Einstellfunktionen. Auch für die kommenden Generationen von Lkw-Fahrerkabinen erwarten wir, dass die Integration von ergonomischen Sitzsystemen mit multifunktionalen elektronischen Armlehnen weiter zunehmen wird. In enger Kooperation mit Hochschulen und Kunden arbeiten wir an der Ausgestaltung der Fahrerkabine der Zukunft. So können wir in eine vollkommen neue Dimension der Integration von Fahrzeug- und Kabinenfunktionen sowie der ergonomischen Gestaltung des Fahrerarbeitsplatzes vorstoßen.
Im Geschäftsjahr 2019 konnte sich GRAMMER insbesondere auf der bauma präsentieren und wurde mit dem Red Dot Award Product Design 2019 ausgezeichnet:
Auf der bauma 2019 stellte GRAMMER den bekannten Fahrersitz Actimo Evolution im neuen Design und mit neuen Funktionen vor. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Thema Sitzklimatisierung. Die 2-stufige Sitzheizung sorgt für Wärme, während die neue Klimatisierung im Sitz- und Rückenpolster ein ideales Sitzklima gewährleistet. Durch die neue Seitenkonturanpassung im Rückenpolster konnten zudem Halt und Sitzkomfort für den Fahrer verbessert werden.
Das sogenannte Smart Cover, ein keramisches 3-D-Hardcover, eröffnet neue Möglichkeiten im Hinblick auf Schutz, Haltbarkeit und optische Gestaltung von Sitzpolstern mit Kunstleder- und Stoffbezügen.
Beim Konzept eines in den Sitz integrierten Haptic Warning System (haptisches Warnsystem) wird der Sitz mit den Assistenzsystemen der Baumaschine verbunden und dient so als Ausgabemedium für diese Systeme.
Vorgestellt wurde auch ein Konzept für ein Noise Canceling System (Lärmunterdrückungssystem) für den Baumaschinenbereich. Dazu werden Lautsprecher in die Kopfstütze des Sitzes integriert um für den Fahrer eine ruhigere Arbeitsumgebung zu schaffen.
GRAMMER ist Gesellschafter im Commercial Vehicle Cluster Südwest (CVC), einer Kommunikationsplattform für die Konzeptualisierung, die Entwicklung, die Produktion, den Service und den Betrieb von Nutzfahrzeugen. Auf dieser Plattform tauschen sich Hersteller, Zulieferer, Ausrüster, Dienstleister, Qualifizierer, Forschung und Politik aus.
GRAMMER wurde mit dem Red Dot Award Product Design 2019 ausgezeichnet. Der Lkw-Fahrersitz Roadtiger erhielt den Red Dot, den die renommierte Jury nur an Produkte vergibt, die eine hervorragende Gestaltung aufweisen.
Im Bereich Railway etablieren wir uns weiter als Komplettanbieter für das gesamte Bahnsegment und beliefern mit unseren neuentwickelten Sitzplattformen Kunden in den Bereichen Hochgeschwindigkeitszüge, Fernverkehr und Regionalverkehr. Wichtige Neuerungen aus dem innovativen Produktportfolio moderner Passagiersitze stellte GRAMMER auf der Busworld Europe erstmals der Öffentlichkeit vor. Bei der Entwicklung der anspruchsvollen Lösungen nutzte GRAMMER vielfältige Synergien innerhalb des Geschäftssegments Commercial Vehicles.
Die Weltwirtschaft erlebte 2019 eine Wachstumsverlangsamung. Laut Internationalem Währungsfonds (IWF) hat sich das Wachstum auf breiter Basis gegenüber dem Vorjahr abgeschwächt, so dass global nur noch ein Plus von 2,9 % (Vj. 3,6 %) steht. Dabei haben sich die Rahmenbedingungen zunehmend verschlechtert, so dass der IWF seine Prognose für 2019 im Jahresverlauf sukzessive nach unten korrigiert hat.
Als Hauptgrund für die Abschwächung nennt der Währungsfonds die zunehmenden Handelsbarrieren sowie geopolitische und strukturelle Faktoren. Dazu gehören ein geringeres Produktivitätswachstum und die demographischen Trends einer alternden Bevölkerung in den Industrieländern. Bemerkenswert sei vor allem die schwächere Dynamik im verarbeitenden Gewerbe und beim Welthandel, der 2019 nur noch um 1,0 % (Vj. 3,7 %) zugelegt hat, während sich der Dienstleistungssektor gut gehalten habe. Zunehmender Protektionismus und höhere Zölle haben demzufolge die Investitionstätigkeit beeinträchtigt. Zudem schrumpfe die Automobilindustrie aufgrund spezifischer Faktoren wie neuen Emissionsstandards im Euroraum und in China.
Wegen der besonderen Bedeutung der Automobilbranche in Deutschland ist das Wachstum hier 2019 gegenüber dem Vorjahr um einen Prozentpunkt auf 0,5 % gesunken. Da der Rückgang in anderen großen Euroländern moderater ausgefallen ist, gehen die Projektionen des IWF für die Eurozone insgesamt von einer nachlassenden Wirtschaftsdynamik auf plus 1,2 % (Vj. 1,9 %) aus. Unverkennbar ist auch die Verlangsamung in den USA, wo die Wirtschaftsleistung nur noch um 2,3 % (Vj. 2,9 %) zugelegt hat. Der IWF bescheinigt den USA schwächere Investitionen und eine Flaute im produzierenden Gewerbe, Beschäftigung und Konsum zeigten sich aber weiterhin robust. Das Land zehre von wachstumsfördernden Reformen wie den Steuersenkungen von 2017 sowie von den Zinssenkungen der US-Zentralbank.
Auch im Segment der Schwellen- und Entwicklungsländer ist die Abschwächung offenkundig. Das Wachstum ist dort auf 3,7 % (Vj. 4,5 %) gesunken. Die langsamere Gangart in China (6,1 % nach 6,6 % im Vorjahr) ist dem IWF zufolge nicht nur auf die eskalierenden Strafzölle zurückzuführen, sondern auch auf eine sinkende Nachfrage im Land. In Brasilien, der größten Volkswirtschaft Lateinamerikas, ist in diesem Jahr das Bruttoinlandsprodukt um 0,1 %-Punkte auf 1,2 % zurückgegangen.
Die politischen Risiken um den Handelsstreit und den Brexit beeinflussten das Jahr 2019. Zum Jahresende hin sind diese Themen aber größtenteils aus dem Weg geräumt. Des Weiteren stand auch der Klimaschutz im Zentrum der internationalen Finanzmärkte.
Der globale Automobilmarkt hat im Jahr 2019 einen signifikanten Rückgang erfahren. Die wichtigsten Gründe dafür waren der Handelskonflikt zwischen den USA und China, die ungelösten Handelsfragen zwischen den USA und der EU sowie die Brexit-Diskussion. Laut IHS sind die Produktionszahlen von Pkw weltweit um 5,8 % zurückgegangen. Nach dem Einbruch im Jahr 2018 musste die Fahrzeugproduktion in China im Jahr 2019 einen erneuten Rückgang von 8,3 % auf 24,6 Mio. Fahrzeuge hinnehmen. In Nordamerika verzeichneten die Produktionszahlen ebenfalls ein Minus von 3,8 % auf 16,3 Mio. Fahrzeuge. Auch Südamerika war um 4,0 % rückläufig. In Europa ging die Produktion um 4,3 % zurück.
Die weltweiten Produktionszahlen von Nutzfahrzeugen sind 2019 laut IHS um 7 % gesunken. Jedoch haben sich die Märkte uneinheitlich entwickelt. Der chinesische Markt sank um 10 %, der europäische ebenso um 4,9 %, wohingegen das südamerikanische Produktionsvolumen um 7,9 % zunahm. Nordamerika konnte das Produktionsvolumen ebenfalls um 2,4 % erhöhen.
Von Januar bis Dezember 2019 wurden laut dem VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.) Landtechnik 28.979 Traktoren in Deutschland erstmals zugelassen und damit 4,7 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Im Jahr 2019 geht der VDMA davon aus, dass die weltweiten Umsätze in der Landtechnikindustrie stagnieren. Der deutsche Markt wird aller Voraussicht nach einen leichten Rückgang um 3 % hinnehmen müssen.
Die Verkaufsprognosen für Baumaschinen zeigen laut VDMA einen Zuwachs in Europa von 5 %. In Deutschland wird sogar mit einem Plus von 6 % gerechnet. Weltweit liegt die Wachstumsspanne zwischen 0 % und 5 %.
Das globale Marktvolumen im Produktsegment Lagertechnik gab zwischen Januar und September 2019 gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs um 2 % nach. Dabei wurde das Wachstum in China fast vollständig von einer rückläufigen Nachfrage in Europa aufgezehrt. Das um 5 % gesunkene Weltmarktvolumen für elektromotorische Gegengewichtsstapler resultierte ebenfalls aus Rückgängen in Europa. Bei Staplern mit Verbrennungsmotoren schrumpfte der Markt um 7 %, was auf den geringeren Bestellungen aus Nordamerika, Asien und Europa beruhte.
Laut dem Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) e.V. verzeichnete die Bahnindustrie in Deutschland im ersten Halbjahr 2019 mit 5,2 Mrd. EUR einen Umsatzrückgang von 3,7 %. Das Auftragsvolumen in Höhe von 8,1 Mrd. EUR übertraf den entsprechenden Vorjahreszeitraum um rund 25 %.
Als Nachfolger von CEO Hartmut Müller und CFO Gérard Cordonnier, die ihre Ämter zum Jahresende 2018 mit der Nutzung der Change-of-Control-Regelung niederlegten, berief der Aufsichtsrat der GRAMMER AG am 20. Dezember 2018 Manfred Pretscher zum 1. Januar 2019 als Interims-CEO und -CFO. In der gleichen Sitzung des Aufsichtsrats wurde Jens Öhlenschläger als Chief Operating Officer und in dieser Position als Nachfolger von Manfred Pretscher ebenso zum 1. Januar 2019 in den Vorstand berufen. Sein Vertrag wurde für die nächsten drei Jahre abgeschlossen.
Am 15. März 2019 beschloss der Aufsichtsrat der GRAMMER AG, Jurate Keblyte als Mitglied des Vorstands mit den Aufgaben des Chief Financial Officer zum 1. August 2019 zu berufen. In der Sitzung vom 25. April 2019 beschloss das Aufsichtsgremium, Thorsten Seehars zum 1. August 2019 in den Vorstand als CEO zu berufen. Die Verträge von CEO und CFO wurden ebenfalls für drei Jahre abgeschlossen. Damit wurde die Neubesetzung des Führungsgremiums erfolgreich abgeschlossen. Manfred Pretscher übergab am 1. August 2019 die Ämter des CEO und CFO an die neuen Vorstände und schied zum 31. August 2019 aus der GRAMMER Gruppe aus.
Im Geschäftsjahr 2018 beschlossenen GRAMMER und ALLYGROW das assoziierte Unternehmen ALLYGRAM zu gründen und legten somit den Grundstein für ein neues GRAMMER Technologiezentrum in Indien, das Entwicklungsleistungen für die globalen GRAMMER Standorte erbringen soll. Mit dem nunmehr im Geschäftsjahr 2019 gegründeten Unternehmen "ALLYGRAM Systems and Technologies Private Limited" bezweckt GRAMMER seine Entwicklungsprozesse zu optimieren und die Leistungsfähigkeit seiner globalen F&E-Fähigkeiten zu steigern. An dem Unternehmen ist GRAMMER mit 30 % beteiligt. Die Konsolidierung des neuen Unternehmens erfolgt nach der Equity-Methode.
Die Euler Hermes Rating GmbH, Hamburg, Deutschland hat in ihrem Bericht vom Juni 2019 das Investment Grade Rating für die GRAMMER AG erneut bestätigt. Das Rating wurde von BBB auf BBB- gesenkt. Ausschlaggebend hierfür sind das gestiegene Verschuldungsniveau durch die Akquisition der Toledo Molding & Die. Inc., Toledo (OH), USA, sowie zunehmende marktseitige Herausforderungen im Automotive-Segment.
Der Neubau, der auf einem rund 47.000 Quadratmeter großen Grundstück in der oberpfälzischen Gemeinde Ursensollen entsteht, ist das größte Bauprojekt in der Unternehmensgeschichte. Insgesamt investiert das Unternehmen in das Projekt in zwei Bauabschnitten rund 75 Mio. EUR. Die Fertigstellung der Gebäude des ersten Bauabschnitts sowie der Umzug des Vorstands und eines Teils der Belegschaft aus der Verwaltung erfolgten im Dezember 2019. Insgesamt werden künftig mehr als 700 GRAMMER Mitarbeiter am neuen Standort in Ursensollen arbeiten.
Auf dem GRAMMER Campus in Ursensollen entstehen neben dem GRAMMER Headquarter mit einer Bürofläche von 22.000 Quadratmetern und dem Technologiezentrum auch ein Design- und Ergonomie-Labor sowie ein Mitarbeiterrestaurant. In dem neuen Technologiezentrum werden erstmals die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Europa an einem Ort gebündelt und so die räumlichen Voraussetzungen für eine optimale Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche geschaffen.
Oberstes Ziel für GRAMMER ist es, am neuen Standort eine attraktive, gesunde, nachhaltige und moderne Arbeitsumgebung zu schaffen, in der die Mitarbeiter kreativ und effizient arbeiten und kommunizieren können. Dafür sorgen hohe und helle Büroräume, verschiedene Räumlichkeiten für Besprechungen und mehrere Kommunikations-Hubs.
Am 5. November 2019 unterzeichnete GRAMMER einen Vertrag zur Gründung eines Joint Ventures für Automobil-Interieur-Komponenten mit der CHANGCHUN FAWSN GROUP CO., LTD., Changchun, China. FAWSN ist ein verbundenes Unternehmen der FAW Group Co., Ltd., eines der bedeutendsten Automobilhersteller Chinas. Gemäß des Joint Venture Vertrages wird die GRAMMER AG 50 % an dem neuen Joint Venture GRAMMER FAWSN Vehicle Parts Co., Ltd halten. Die restlichen 50 % wird die CHANGCHUN FAWSN Group CO., LTD. halten. Das Joint Venture wird eine breite Produktpalette von Innenraumkomponenten für Pkws entwickeln und produzieren, die von der FAW Group und ihren ausländischen Partnern hergestellt werden. GRAMMER wird dazu sein Entwicklungs- und Fertigungs-Know-how für Konsolen, Innenraumkomponenten und thermoplastische Produkte einbringen. Zusammen mit dem neuen Partner FAWSN Group verfügt GRAMMER über eine Plattform, um seine Kundenbasis in China zu erweitern und gleichzeitig eine stärkere Durchdringung anderer asiatischer Märkte zu erreichen. Das neue Joint Venture in Changchun unterstützt die Wachstumsziele von GRAMMER in China. Die Joint Venture-Gesellschaft wird voraussichtlich im ersten Quartal 2020 gegründet und im zweiten Quartal 2020 die Geschäftstätigkeit aufnehmen.
Wesentliche Keimzahlen GRAMMER Gruppe in Mio. EVR
| GRAMMER Gruppe | Segment Automotive | |||||
| 2019 | 2018 | Δ | 2019 | 2018 | Δ | |
| Umsatz | 2.03S.5 | 1.861,3 | 9,5% | 1.479,8 | 1.312,6 | 12,7% |
| EBIT | 74,5 | 48,7 | 53,0% | 51,0 | 37,7 | 35,3% |
| EBIT-Rendite (in %) | 3,7 | 2,6 | 1,1 %-Pkt. | 3,4 | 2,9 | 0,5 %-Pkt. |
| Operatives EBIT | 77,0 | 75,8 | 1,6% | 48,9 | 36,8 | 32,9% |
| Operative EBIT-Rendite (in %) | 3,8 | 4,1 | -0,3 %-Pkt. | 3,3 | 2,8 | 0,5 %-Pkt. |
| G-ROCE (in %) * | 8,4 | 10,5 | -2,1 %-Pkt. | |||
| Investitionen (ohne Unternehmenserwerb und Finanzanlagen) | 132,8 | 73,9 | 79,7% | 70,2 | 39,8 | 76,4% |
| Mitarbeiter (Anzahl, Durchschnitt) | 14.910 | 13.439 | 10,9% | 10.910 | 9.381 | 16,3% |
| Segment Commercial Vehicles | |||
| 2019 | 2018 | Δ | |
| Umsatz | 607,4 | 599,8 | 1,3% |
| EBIT | 44,1 | 55,5 | -20,5% |
| EBIT-Rendite (in %) | 7,3 | 9,3 | -2 %-Pkt |
| Operatives EBIT | 42,7 | 53,5 | -20,2% |
| Operative EBIT-Rendite (in %) | 7,0 | 8,9 | -1,9 %-Pkt. |
| G-ROCE (in %) * | |||
| Investitionen (ohne Unternehmenserwerb und Finanzanlagen) | 20,6 | 16,6 | 24,1% |
| Mitarbeiter (Anzahl, Durchschnitt) | 3.786 | 3.775 | 0,3% |
*
Der G-ROCE wird nicht auf Segnmentebene berichtet
Das Geschäftsjahr 2019 ist für die GRAMMER Gruppe insgesamt in einem herausfordernden konjunkturellen Umfeld gut verlaufen und die jüngsten Erwartungen wurden trotz der eingetrübten Konjunktur- und Marktbedingungen bestätigt. Auch in der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ergibt sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein positives Gesamtbild. Das Geschäftsjahr 2019 startete für GRAMMER mit einem stabilen ersten Quartal. Der Konzernumsatz zum Ende März 2019 lag mit 17,5 % insbesondere durch den Umsatzbeitrag der TMD-Akquisition aus dem Jahr 2018 über dem Vorjahresniveau und die EBIT-Rendite erreichte mit 4,5 % das Vorjahresniveau von 4,5 %. Ein weiterhin stabiles zweites Quartal 2019 folgte und der Umsatz lag nunmehr mit 13,4 % über dem Vergleichszeitraum 2018, wobei die EBIT-Rendite auf 4,8 % gesteigert werden konnte und damit den Vorjahreswert mit 4,5 % übertraf. Allerdings führte die Abkühlung der globalen Konjunktur und die beginnende Unsicherheit auf den Weltmärkten im zweiten Halbjahr 2019 zu teilweise erheblichen Einbußen in den Fahrzeugabsatzmärkten und betraf damit die Umsatzentwicklung der beiden Segmente Automotive und Commercial Vehicles. Das dritte Quartal der GRAMMER Gruppe war deshalb bereits durchwachsen; die zunehmende Anspannung auf den Märkten der Fahrzeugindustrie machte sich bemerkbar. Der Umsatz der GRAMMER Gruppe zum Ende September 2019 erreichte dennoch ein Plus von 14,0 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum durch den Umsatzbeitrag der TMD-Akquisition. Die EBIT-Rendite lag mit 4,0 % weiter über dem Vorjahr von 2,1 %. Das vierte Quartal war von der nachlassenden Wachstumsdynamik infolge der zunehmenden Nachfrageschwäche in allen Regionen sowie weiteren Volatilitäten im Branchenumfeld gekennzeichnet. Dies hat insbesondere im vierten Quartal 2019 zu einem Umsatzrückgang im Vergleich zum vierten Quartal 2018 im Segment Commercial Vehicles geführt, was sich insbesondere auch auf die EBIT-Rendite (7,3 %) dieses Segments im Vergleich zum Vorjahr (9,3 %) auswirkte.
Aufgrund der im Jahr 2018 getätigten Akquisition der TMD-Gruppe konnte GRAMMER die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2019 auf ein historisches Hoch von 2.038,5 Mio. EUR steigern. Dies führte im Segment Automotive zu einem Umsatzanstieg auf 1.479,8 Mio. EUR (Vj. 1.312,6 Mio. EUR), während das Segment Commercial Vehicles den Umsatz des Vorjahres mit 607,4 Mio. EUR (Vj. 599,8 Mio. EUR) bestätigen konnte.
Trotz des konjunkturell durchwachsenen Geschäftsjahres erreichte die GRAMMER Gruppe im Jahr 2019 ein EBIT von 74,5 Mio. EUR, das mit 53,0 % über dem Vorjahres-EBIT in Höhe von 48,7 Mio. EUR lag. Unter Berücksichtigung der Sonderkosten und Währungseffekte lag das operative EBIT zum 31. Dezember 2019 bei 77,0 Mio. EUR, 1,6 % über dem Vorjahreswert von 75,8 Mio. EUR.
Im Vergleich zu 2018 sind im Geschäftsjahr 2019 keine signifikanten Sonderkosten entstanden. Während 2018 mit 29,9 Mio. EUR aufgrund der Übernahme durch Ningbo Jifeng, der Akquisition von TMD, des Ausscheidens des Vorstandes und Schließungskosten der Betriebsstätte Langenfeld belastet war, fielen in 2019 nur 4,9 Mio. EUR Sonderkosten an. Diese sind im Wesentlichen auf Sonderaufwendungen in Zusammenhang mit Verlagerungen bzw. Restrukturierung in Deutschland und China, der nachträglichen Ausübung von Change-of-Control-Klauseln einzelner Führungskräfte, einmaligen Rechts- und Beratungskosten im Nachgang zur erfolgten Übernahme durch den Mehrheitsaktionär sowie Projektaufwendungen für mittelfristige zukünftige Unternehmensausrichtungen aufgrund der Marktsituation (= Effizienzsicherungsprogramm) zurückzuführen. Gegenläufig wirkte in 2019 ein nicht operativer Sondererlös aus der Bilanzierung von Rückerstattungsforderungen der Doppelbesteuerung zu den beiden umsatztsteuerähnlichen Abgaben PIS und Confins (Programa de Integracao Social/Contribuicao para o Financiamento da Seguridade Social) in Brasilien. Die Sonderkosten verteilen sich auf die jeweiligen Segmente nach dem Ursprungsprinzip. Das Währungsergebnis bewegte sich mit einem positiven Währungseffekt mit 2,5 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres in Höhe von 2,8 Mio. EUR.
Das Segment Automotive erzielte im Vergleich zum Vorjahr neben der Umsatzsteigerung von 12,7 % eine EBIT-Steigerung von 35,3 %. Somit konnte das Segment Automotive seinen Beitrag zum Gruppenergebnis um 13,3 Mio. EUR steigern und die Verringerung der EBIT-Rendite im Segment Commercial Vehicles auffangen. Das Segment Commercial Vehicles erzielte mit 1,3 % Umsatzsteigerung zum Vorjahr eine EBIT-Rendite von nunmehr 7,3 % (Vj. 9,3 %). Im Vergleich zum Vorjahr war die Ergebnisreduzierung auf den schwächeren Umsatz ab dem dritten Quartal mit einhergehender Margenverschlechterung aufgrund des Produktmixes sowie diverse operative Effekte zurückzuführen.
Die GRAMMER Gruppe reagierte auf die sich seit dem dritten Quartal abzeichnende Verschlechterung der Marktbedingungen mit dem Start umfassender Programme zur Optimierung der operativen Prozesse und Kostenstrukturen. Darüber hinaus wurde damit begonnen, die Prioritäten der Unternehmensstrategie neu zu gewichten, um den langfristigen und nachhaltigen Erfolg des Unternehmens in seinen unterschiedlichen Absatzmärkten zu sichern.
Die Investitionen für Sachanlagen, Immaterielle Vermögenswerte und Finanzanlagen im Geschäftsjahr 2019 beliefen sich auf insgesamt 133,4 Mio. EUR und stellten damit eine Erhöhung zum Vorjahr um 80,5 % dar. Dieser Anstieg resultiert unter anderem aus dem Anwendungseffekt des IFRS16-Standards, nach dem zum 1.Januar 2019 alle Miet- und Leasingverträge, die die Kriterien des IFRS 16 erfüllten, zu aktivieren sind. Die Investitionen ohne die Aktivierungen von Miet- und Leasingverträgen im Geschäftsjahr 2019 belaufen sich auf 111,2 Mio. EUR, die mit dem Vorjahreswert von 73,9 Mio. EUR vergleichbar sind. Der tatsächliche Anstieg von 37,3 Mio. EUR (50,5 %) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultierte vor allem aus Investitionen innerhalb der am 1. Oktober 2018 erworbenen TMD-Gruppe sowie aus den Investitionen in den bereits im Geschäftsjahr 2018 begonnenen Bau des neuen GRAMMER Headquarters und Technologiezentrums in Ursensollen bei Amberg, Oberpfalz. Die Erstanwendungsbuchungen des IFRS 16-Standards zum 1. Januar 2019 beliefen sich auf 56,0 Mio. EUR, welche nicht unter den Investitionen für Sachanlagen, Immaterielle Vermögenswerte und Finanzanlagen dargestellt sind.
Die Anzahl der Mitarbeiter lag im Durchschnitt um 10,9 % über dem Vorjahr.
| GRAMMER Gruppe | SEGMENT AUTOMOTIVE | |||||
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 | Δ | 2019 | 2018 | Δ |
| EMEA | 1.115.3 | 1.191,4 | -6,4% | 715,5 | 793,4 | -9,8% |
| Americas | 609.5 | 366,4 | 66,3% | 534,6 | 287.6 | 85,9% |
| APAC | 313,7 | 303,5 | 3,4% | 229,7 | 231,6 | -0,8% |
| Umsatzerlöse | 2.038,5 | 1.8613 | 9,5% | 1.479,8 | 1.312,6 | 12,7% |
| SEGMENT COMMERCIAL VEHICLES | |||
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 | Δ |
| EMEA | 439,8 | 441,3 | -0,3% |
| Americas | 83,2 | 86,1 | -3,3% |
| APAC | 84,4 | 72,5 | 16,5% |
| Umsatzerlöse | 607,4 | 599,8 | 13% |
Der Konzernumsatz für das Geschäftsjahr 2019 belief sich auf 2.038,5 Mio. EUR und lag damit um 177,2 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 1.861,3 Mio. EUR. Dies entspricht einem Umsatzwachstum von 9,5 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2018.
In den Umsatzerlösen der GRAMMER Gruppe sind Umsätze für Entwicklungsleistungen in Höhe von 116,9 Mio. EUR (Vj. 105,3 Mio. EUR) enthalten. Die Erhöhung resultiert aus den steigenden Entwicklungsaufträgen des Geschäftsjahres 2019 im Vergleich zu 2018. Diese Erlöse betreffen Entwicklungsaktivitäten sowie Aufwendungen der GRAMMER Gruppe für Betriebsmittel, Werkzeuge und Vorrichtungen, die bis zur Serienreife anfallen. Diese sind überwiegend dem Segment Automotive zuzuordnen.
Die umsatzstärksten Gesellschaften befinden sich in der Region EMEA (Europe, Middle East, Africa). Innerhalb dieser Region wurde ein Umsatz von 1.115,3 Mio. EUR erwirtschaftet, wobei dieser aufgrund des schwachen Marktumfeldes im Vergleich zum Vorjahr (Vj. 1.191,4 Mio. EUR) um 76,1 Mio. EUR (-6,4 %) rückläufig war. In dieser Region entwickelten sich die Segmente unterschiedlich. Während der Umsatz im Segment Automotive erheblich um 9,8 % auf 715,5 Mio. EUR (Vj. 793,4 Mio. EUR) sank, verzeichnete das Segment Commercial Vehicles einen leichten Rückgang um -0,3 % auf 439,8 Mio. EUR (Vj. 441,3 Mio. EUR).
In der Region Americas (Nord-, Süd- und Mittelamerika) konnte der Umsatz durch die Akquisition der TMD-Gruppe zum 1. Oktober 2018 mit 609,5 Mio. EUR (Vj. 366,4 Mio. EUR) um 243,1 Mio. EUR (66,3 %) erheblich gesteigert werden. Damit war die Region Americas im Umsatz die zweitstärkste Region innerhalb der GRAMMER Gruppe. Das Segment Automotive konnte durch die Akquisition den Umsatz um 85,9 % auf 534,6 Mio. EUR (Vj. 287,6 Mio. EUR) steigern. Das Segment Commercial Vehicles hingegen musste einen leichten Umsatzrückgang um -3,3 % auf 83,2 Mio. EUR (Vj. 86,1 Mio. EUR) hinnehmen, der insbesondere das Geschäft im Offroad- und Truck-Bereich betraf.
In der Region APAC (Asia Pacific) erzielte die GRAMMER Gruppe einen leichten Umsatzanstieg auf 313,7 Mio. EUR (Vj. 303,5 Mio. EUR) um 10,2 Mio. EUR (3,4 %). In dieser Region verhielten sich die Segmente ebenfalls heterogen. Während das Segment Automotive hier mit den aktuellen Marktrückgängen der chinesischen Automobilindustrie kämpfte und damit einen sehr leichten Umsatzrückgang um -0,8 % auf 229,7 Mio. EUR (Vj. 231,6 Mio. EUR) verzeichnete, konnte das Segment Commercial Vehicles in dieser Region eine erfreuliche Umsatzsteigerung von 16,5 % auf 84,4 Mio. EUR (Vj. 72,5 Mio. EUR) erreichen.
| in TEUR | 2019 | 2018 | Δ |
| Umsatzerlöse | 2.038.507 | 1.861.292 | 177.215 |
| Kosten der Umsatzerlöse | -1.807.144 | -1.649.485 | -157.659 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 231.363 | 211.807 | 19.556 |
| Vertriebskosten | -41.824 | -37.769 | -4.055 |
| Verwaltungskosten | -136.875 | -146.527 | 9.652 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 21.872 | 21.228 | 644 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 74.536 | 48.739 | 25.797 |
| Finanzerträge | 3.460 | 1.506 | 1.954 |
| Finanzaufwendungen | -21.502 | -13.501 | -8.001 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -2.365 | -2.276 | -89 |
| Finanzergebnis | -20.407 | -14.271 | -6.136 |
| Anteil am Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen | 9.438 | 0 | 9.438 |
| Ergebnis vor Steuern | 63.567 | 34.468 | 29.099 |
| Ertragsteuern | -20.089 | -11.256 | -8.833 |
| Ergebnis nach Steuern | 43.478 | 23.212 | 20.266 |
Die GRAMMER Gruppe erzielte zum 31. Dezember 2019 ein Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 74,5 Mio. EUR (Vj. 48,7 Mio. EUR). Damit ergab sich im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 53,0 % (25,8 Mio. EUR).
Im Gegensatz zum Geschäftsjahr 2018, das von erheblichen Sondereffekten in Höhe von 29,9 Mio. EUR belastet war (siehe Abschnitt 2.3), beliefen sich die Sondereffekte für das Geschäftsjahr 2019 auf insgesamt 4,9 Mio. EUR. Darin enthalten sind die Aufwendungen in Zusammenhang mit der nachträglichen Ausübung von Change-of-Control-Klauseln einzelner Führungskräfte in Höhe von 1,7 Mio. EUR, einmalige Rechts- und Beratungskosten im Nachgang zur erfolgten Übernahme durch den Mehrheitsaktionär in Höhe von 0,8 Mio. EUR, Nachlaufkosten von Transaktionskosten für die TMD-Akquisition unter 0,1 Mio. EUR sowie Projektaufwendungen für mittelfristige zukünftige Unternehmensausrichtungen aufgrund der Marktsituation (= Effizienzsicherungsprogramm) in Höhe von 1,0 Mio. EUR sowie daraus resultierende Umsetzungskosten für Standortverlagerungen und Restrukturierung in Europa und China in Höhe von 3,3 Mio. EUR. Ein positiver Sondereffekt aus einem Erstattungsanspruch von sonstigen Steuern in Höhe von 2,0 Mio. EUR in Brasilien reduzierte die Sondereffekte. Die EBIT-Rendite betrug im Geschäftsjahr 2019 3,7 % (Vj. 2,6 %).
Weiterhin wird das EBIT von Währungsgewinnen im Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 2,5 Mio. EUR beeinflusst, die insbesondere durch die günstige Währungsumrechnung des mexikanischen Pesos zum USD getrieben wurden. Im Geschäftsjahr 2018 lagen ebenfalls Währungsgewinne in Höhe von 2,8 Mio. EUR vor, die das EBIT positiv beeinflussten. Diese entstanden weitestgehend aus den Währungen Mexikanischer Peso, Türkische Lira, Japanischer Yen und der Tschechischen Krone zum Euro.
Das um Sonder- und Währungseffekte bereinige operative EBIT betrug im Geschäftsjahr 2019 77,0 Mio. EUR (Vj. 75,8 Mio. EUR) und lag damit um 1,2 Mio. EUR (1,6 %) über dem Vorjahreswert. Die operative EBIT-Rendite sank von 4,1 % im Geschäftsjahr 2018 auf 3,8 % im aktuellen Geschäftsjahr. Die Kosten der Umsatzerlöse stiegen um 157,7 Mio. EUR bzw. 9,6 % auf 1.807,1 Mio. EUR (Vj. 1.649,5 Mio. EUR) an. Dieser Zuwachs begründet sich größtenteils aus dem Umsatzanstieg auch unter Berücksichtigung der in 2018 erworbenen TMD-Gruppe. Insgesamt blieb die Bruttomarge mit 11,3 % (Vj. 11,4 %) nahezu unverändert.
Der Vertriebsaufwand stieg proportional im Vergleich zum Vorjahr um 4,0 Mio. EUR auf 41,8 Mio. EUR (Vj. 37,8 Mio. EUR). Der Anteil zum Umsatz stieg geringfügig auf 2,1 % (Vj. 2,0 %).
Die Verwaltungskosten reduzierten sich um 9,6 Mio. EUR bzw. 6,6 % auf 136,9 Mio. EUR (Vj. 146,5 Mio. EUR). Diese Kosten lagen im Wesentlichen aufgrund der beschriebenen Sondereffekte im Geschäftsjahr 2018 deutlich unter dem Vorjahresniveau.
Der in den vorgenannten Positionen enthaltene Personalaufwand stieg geschäftsbedingt und durch die Konsolidierung von TMD um 61,1 Mio. EUR auf insgesamt 486,3 Mio. EUR (Vj. 425,2 Mio. EUR) an. Die Personalaufwandsquote liegt aufgrund des personaleinsatzintensiveren Geschäftsmodells von TMD mit 23,9 % über Vorjahresniveau (Vj. 22,8 %).
Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 0,7 Mio. EUR von 21,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 21,9 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2019. Dies ist im Vorjahresvergleich auf höhere Erlöse aus Verkäufen von Stahlschrott und Ähnlichem sowie Weiterbelastungen von Handlingkosten zurückzuführen. Weiterhin ist hierin der Erstattungsanspruch von sonstigen Steuern in Höhe von 2,0 Mio. EUR aus dem Sachverhalt "Doppelbesteuerung in Brasilien zu den beiden umsatzsteuerähnlichen Abgaben PIS und Confins" enthalten.
Das Finanzergebnis lag mit einem Aufwand von 20,4 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahresniveau von 14,3 Mio. EUR. Darin stiegen die Finanzerträge um 2,0 Mio. EUR auf 3,5 Mio. EUR (Vj. 1,5 Mio. EUR), die insbesondere von dem positiven Zinseffekt zu dem Erstattungsanspruch von Sonstigen Steuern getrieben wurden. Die Finanzaufwendungen stiegen um 8,0 Mio. EUR auf 21,5 Mio. EUR (Vj. 13,5 Mio. EUR). Dies liegt im Wesentlichen an den höheren Zinsaufwendungen für Darlehen von 14,9 Mio. EUR (Vj. 9,7 Mio. EUR) aufgrund der Finanzierung der Akquisition der TMD-Gruppe. Die Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen blieben nahezu unverändert zum Vorjahr bei 2,7 Mio. EUR (Vj. 2,6 Mio. EUR). Wechselkurseffekte aus der Umrechnung von Fremdwährungsbeständen und Konzerndarlehen hatten einen negativen Effekt auf das Finanzergebnis in Höhe von 2,3 Mio. EUR (Vj. 2,3 Mio. EUR).
Im Geschäftsjahr 2019 wurde ein Anteil am Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 9,4 Mio. EUR vereinnahmt. Die Ausleihung an das nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen GRA-MAG LLC wurde im Geschäftsjahr 2019 auf den Nominalwert zugeschrieben. Zum Ende des Geschäftsjahres 2019 entfiel für die Ausleihung an die GRA-MAG LLC die Einordnung als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb aufgrund zukünftiger positiver Zahlungsprognosen.
Das Ergebnis vor Steuern stieg von 34,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2018 um 29,1 Mio. EUR auf 63,6 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2019. Ursächlich für diese Steigung war das mit Sondereffekten stark belastete Geschäftsjahr 2018.
Der Steueraufwand lag mit 20,1 Mio. EUR um 8,8 Mio. EUR bzw. 77,9 % über dem Vorjahresniveau von 11,3 Mio. EUR. Diese Entwicklung resultiert aus dem deutlich höheren Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Geschäftsjahr 2018, das mit den Sondereffekten belastet war. Weiterhin ergaben sich Wertberichtigungen bei den aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge im Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 7,1 Mio. EUR. Dies betraf Gesellschaften in Belgien, in den USA, in China und in Spanien. Die Steuerquote lag mit 31,6 % unter dem Vorjahreswert von 32,7 %.
Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf 43,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2019 und stieg damit um 20,3 Mio. EUR von 23,2 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2018. Im Verhältnis zu den Umsatzerlösen ergab sich eine Rendite des Ergebnisses nach Steuern von 2,1 % (Vj. 1,2 %).
Das unverwässerte Ergebnis pro Aktie errechnet sich aus dem um die nicht beherrschten Anteile bereinigten Jahresüberschuss und erreichte 3,56 EUR im Geschäftsjahr 2019 (Vj. 1,90 EUR).
Der G-ROCE betrug für das Geschäftsjahr 2019 8,4 % (Vj. 10,5 %). Der G-ROCE errechnet sich aus dem operativen EBIT und dem Average der Operating Assets der letzten vier Quartale (Erläuterung siehe 3.3 Grundzüge des Vergütungssystems). Im Geschäftsjahr 2018 flossen in den Average der Operating Assets die im Rahmen der TMD-Akquisition erworbenen Vermögenswerte und Schulden ein. In den vorhergehenden drei Quartalen im Geschäftsjahr 2018 waren diese Vermögenswerte und Schulden aus der TMD Akquisition nicht enthalten. Unter der Annahme, das vierte Quartal 2018 für die G-ROCE Berechnung zu verwenden, ergibt sich ein G-ROCE für das Geschäftsjahr 2018 von 8,4 %. Unter dieser Annahme ist der G-ROCE für das Geschäftsjahr 2019 mit 8,4 % auf Vorjahresniveau.
Die Ergebnisverwendung der GRAMMER Gruppe richtet sich nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der GRAMMER AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Die GRAMMER AG weist einen Bilanzgewinn in Höhe von 37,7 Mio. EUR zum 31. Dezember 2019 (Vj. 41,6 Mio. EUR) aus. Der Bilanzgewinn umfasst den Gewinnvortrag in Höhe von 32,4 Mio. EUR sowie den Jahresüberschuss in Höhe von 5,3 Mio. EUR. Eine Einstellung in andere Gewinnrücklagen erfolgte nicht. Der Vorstand der GRAMMER AG wird dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,11 EUR pro Aktie (Vj. 0,75 EUR) mit einer sich damit ergebenden Dividendensumme in Höhe von 1,4 Mio. EUR (Vj. 9,2 Mio. EUR) auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 36,3 Mio. EUR vorzutragen. Dabei wurde beachtet, dass die Gesellschaft insgesamt 330.050 Stück eigene Aktien hält, die nicht dividendenberechtigt sind. Falls sich die Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien bis zur ordentlichen Hauptversammlung ändern sollte, werden Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG der Hauptversammlung einen entsprechend angepassten Gewinnverwendungsvorschlag vorlegen.
Die Umsatzerlöse des Segments Automotive erhöhten sich im Berichtszeitraum um 167,2 Mio. EUR bzw. 12,7 % auf 1.479,8 Mio. EUR (Vj. 1.312,6 Mio. EUR). Der Anstieg resultierte insbesondere aus der Akquisition der im Oktober 2018 erstmals einbezogenen TMD-Gruppe.
In der Region EMEA musste das Segment allerdings einen marktbedingten Rückgang von 9,8 % bzw. -77,9 Mio. EUR hinnehmen. In dieser Region sank der Umsatz von 793,4 Mio. EUR auf 715,5 Mio. EUR. Haupttreiber war Deutschland, wo sich ein Rückgang von 10,4 % bzw. 62,0 Mio. EUR von 595,6 Mio. EUR auf 533,6 Mio. EUR ergab.
Für die Region Americas brachte insbesondere der Erwerb der TMD-Gruppe eine Umsatzsteigerung von 247,0 Mio. EUR, ein Plus von 85,9 % gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzerlöse Automotive in dieser Region beliefen sich damit auf 534,6 Mio. EUR.
In der Region APAC ergab sich ein sehr leichter Umsatzrückgang um 0,8 % von 231,6 Mio. EUR auf 229,7 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2019.
Das EBIT im Segment Automotive belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf 51,0 Mio. EUR und lag damit um erfreuliche 13,3 Mio. EUR bzw. 35,3 % über dem Vorjahreswert von 37,7 Mio. EUR. Das Geschäftsjahr 2019 war beeinflusst von positiven Währungseffekten in Höhe von 2,5 Mio. EUR (Vj. 0,9 Mio. EUR) sowie einmaligen Sonderkosten von 0,6 Mio. EUR. Die positiven Währungseffekte im Geschäftsjahr 2018 und 2019 resultieren hauptsächlich aus der Entwicklung der Wechselkurse des US-Dollars, Mexikanischen Pesos und der Tschechischen Krone. Die Sonderkosten resultierten aus Standortverlagerungen in Deutschland. Diese Maßnahmen waren bereits erste Reaktionen auf die nachlassende Wachstumsdynamik infolge der zunehmenden Nachfrageschwäche im Automobilmarkt.
Damit ergab sich ein um Fremdwährungs- und Sondereffekte bereinigtes operatives EBIT von 48,9 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2019, das mit 12,1 Mio. EUR bzw. 32,9 % über dem Wert des Vorjahres von 36,8 Mio. EUR lag. Die operative EBIT-Rendite stieg damit auf 3,3 % (Vj. 2,8 %) trotz der angespannten Marktlage im Automobilsektor.
Die Umsatzerlöse des Segments Commercial Vehicles erhöhten sich im Berichtszeitraum um 7,6 Mio. EUR bzw. 1,3 % auf 607,4 Mio. EUR (Vj. 599,8 Mio. EUR). Der Anstieg resultierte insbesondere aus Marktzuwächsen bei Fahrer- und Beifahrersitzen für Lkw und Fahrersitzen für Offroad-Nutzfahrzeuge (Traktoren, Baumaschinen und Gabelstapler) in allen Regionen, jedoch zeigten sich stabile Zuwächse in der Region China. Weiterhin konnten Zuwächse im Bereich Railway & Bus, insbesondere in Europa, erzielt werden. Jedoch flachte die Marktentwicklung mit dem dritten Quartal 2019 ab. Insgesamt konnte im Segment Commercial Vehicles die Region China die stagnierenden Umsätze in Europa und Americas überkompensieren.
In der Region EMEA reduzierte sich der Umsatz leicht von 441,3 Mio. EUR auf 439,8 Mio. EUR. Diese Umsatzreduzierung begründet sich durch einen Nachfragerückgang im Bereich Truck durch die Großkunden Daimler, DAF und MAN. In Deutschland ergab sich dagegen eine leichte Umsatzsteigerung mit 3,5 Mio. EUR von 367,6 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2018 auf 371,1 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2019.
In der Region Americas kam es trotz gegenläufiger Branchenentwicklung zu einem leichten Umsatzrückgang mit -3,3 % von 86,1 Mio. EUR auf 83,2 Mio. EUR bedingt durch Volumenverluste in Brasilien im Bereich Truck.
Die Region APAC stieg um 16,5 % von 72,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2018 auf 84,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2019 deutlich an. Dies war vor allem bedingt durch den Zuwachs des Lkw-Geschäftsfeldes in China (Shaanxi) und den Zuwachs des Offroad-Geschäftes in China, Korea und Japan.
Das Segment-EBIT reduzierte sich deutlich um 11,4 Mio. EUR bzw. 20,5 % von 55,5 Mio. EUR auf 44,1 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2019. Hier machte sich die angespannte Lage an den internationalen Fahrzeugmärkten für LKW und Offroad insbesondere im zweiten Halbjahr bemerkbar. Neben der abkühlenden Nachfrage wirkten sich der Produktmix sowie Sonderaufwendungen von Verlagerungen in China und Produktneuanläufe in den USA auf die EBIT-Rendite aus.
Das operative EBIT sank von 53,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2018 um 10,8 Mio. EUR bzw. -20,2 % auf 42,7 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2019. Die negativen Fremdwährungseinflüsse beliefen sich auf -0,2 Mio. EUR (Vj. +2,0 Mio. EUR). Weiterhin ergaben sich einmalige positive Sondereffekte von +1,6 Mio. EUR. Die negativen Währungseffekte resultierten vor allem aus der Entwicklung der Wechselkurse des Chinesischen Yuans, des Japanischen Yens, der Tschechischen Krone und der Türkischen Lira. Die positiven Sondereffekte resultierten aus einem einmaligen Erstattungsanspruch der Doppelbesteuerung der Umsatzsteuer in Brasilien, die ebenfalls auf das EBIT wirkte. Die operative EBIT-Rendite sank als Folge dieser Effekte erheblich auf 7,0 % (Vj. 8,9 %).
Der Konsortialkreditvertrag der GRAMMER AG aus dem Jahr 2013 (180,0 Mio. EUR) hat eine Laufzeit von fünf Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr. Die zweite Verlängerungsoption wurde seitens GRAMMER im Geschäftsjahr 2015 gezogen. Die Laufzeit endet damit am 31. Oktober 2020. Der Konsortialkredit teilt sich auf in eine Kreditlinie zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung in Höhe von 100,0 Mio. EUR (Tranche A) und eine Kreditlinie für Unternehmensakquisitionen über 80,0 Mio. EUR (Tranche B), die im Rahmen der Akquisition der TMD-Gruppe gekündigt wurden. Im Geschäftsjahr 2019 wurde die Neuverhandlung über die Refinanzierung am 31. Oktober 2020 auslaufenden Konsortialkreditvertrages aufgenommen. Im Februar 2020 wurde diese Refinanzierung erfolgreich abgeschlossen (siehe Konzernanhang 36. Nachtragsbericht).
Zusätzlich zum Konsortialkredit sichern mittelfristige Schuldscheindarlehen, langfristige Privatplatzierungen sowie bilaterale Kredite die Finanzierung von GRAMMER. Die GRAMMER AG sowie zwei weitere inländische Konzerngesellschaften sind Parteien des Konsortialkreditvertrages, der im Fall eines Kontrollwechsels das Recht eines jeden Kreditgebers vorsieht, die vorzeitige Rückzahlung verlangen zu können. Ein Kontrollwechsel im Sinne dieser Verträge liegt vor, sobald eine Person oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen Stimmrechte von mindestens 30 % an der GRAMMER AG oder den anderen Kreditnehmerinnen erwerben.
Der Stand der Schuldscheindarlehen zum 31. Dezember 2019 betrug insgesamt 137,0 Mio. EUR; zudem wurden in 2019 USD-Schuldscheindarlehen für die Gruppe in Höhe von 20,0 Mio. USD begeben, die - neben einem bilateralen Bankenkredit ein Baustein im Rahmen der Ausfinanzierungsstrategie der TMD-Akquisition für das Geschäftsjahr 2019 sind. In 2019 fällige EUR-Schuldscheine über 44,0 Mio. EUR konnten erfolgreich langfristig refinanziert und auf 55,0 Mio. EUR aufgestockt werden. Kündigungsrechte bei einem Kontrollwechsel sind auch in den Vereinbarungen bezüglich der Schuldscheindarlehen sowie der Privatplatzierungen vorgesehen.
Im Rahmen des Erwerbs der Toledo Molding & Die, Inc. (TMD) schloss die GRAMMER AG im Geschäftsjahr 2018 mit einigen Kernbanken eine Brückenfinanzierung über 260 Mio. USD mit einer Laufzeit von zwölf Monaten ab und zog gegen Ende des 2. Quartals 2019 die vereinbarte Verlängerungsoption über sechs Monate. Daneben wurde im Geschäftsjahr 2019 ein USD-Darlehen in Höhe von 25,0 Mio. USD aufgenommen.
Für die Finanzierung des neuen GRAMMER Campus in Ursensollen bei Amberg kamen im Geschäftsjahr langfristige, grundpfandrechtlich gesicherte (Förder-)Darlehen über insgesamt 50,0 Mio. EUR zur Auszahlung.
Bei der Durchführung von Refinanzierungsmaßnahmen achtet das Konzernfinanzwesen auf die zeitliche Zinsstruktur, so dass kurzfristige Inanspruchnahmen mit variablen Zinsen erfolgen und mittel- bis langfristige Mittelaufnahmen in der Regel mit festem Zins sowie einer kongruenten Zinsbindungsdauer vorgenommen werden. Die Steuerung der Mittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft und die adäquate Fremdmittelbeschaffung werden zentral über das Konzern-Treasury gesteuert, solange keine landesspezifischen gesetzlichen Vorschriften dies einschränken. Im Wesentlichen verfolgt die GRAMMER Gruppe das Ziel, ihr Investment Grade Rating aufrechtzuerhalten und mit einer ausgewogenen Fälligkeitsstruktur und einem diversifizierten Finanzierungsportfolio die Liquidität langfristig zu sichern. Das Konzernfinanzwesen betreut weltweit in Abstimmung mit den lokalen Gesellschaften den Zahlungsverkehr und die Verwaltung der eingerichteten Cash Pools, durch die die GRAMMER AG die Liquidität ihrer Tochterunternehmen sicherstellt und überwacht, soweit dies im Rahmen der gesetzlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten zulässig und sinnvoll ist. Im Rahmen des Managements von finanziellen Risiken werden zentral Zins- und Währungsrisiken mittels marktüblicher derivativer Finanzinstrumente abgesichert.
Die langfristigen Finanzschulden lagen mit 58,0 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau und haben eine Höhe von 220,0 Mio. EUR (Vj. 162,0 Mio. EUR). Die kurzfristigen Finanzschulden lagen mit 207,7 Mio. EUR (Vj. 295,7 Mio. EUR) deutlich unter Vorjahresniveau. Im Geschäftsjahr 2019 beliefen sich die Neuaufnahmen der Finanzschulden auf insgesamt 148,2 Mio. EUR. Im Wesentlichen setzten sich diese aus der Finanzierung für den GRAMMER Campus in Ursensollen, der langfristigen Refinanzierung eines Schuldscheindarlehens und einer anteiligen Ausfinanzierung der Brückenfinanzierung für die TMD-Akquisition zusammen. Dem gegenüber standen Tilgungen in Höhe von 189,7 Mio. EUR; hierbei nahm die teilweise Rückführung der Brückenfinanzierung für die TMD-Akquisition den größten Umfang ein.
Im Geschäftsjahr 2019 reduzierte sich der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit von 143,6 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2018 um 19,6 Mio. EUR (13,6%) auf 124,0 Mio. EUR aufgrund einer Erhöhung des Working Capital. Die Reduktion der Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr überstieg den Rückgang der Forderungen, wodurch insgesamt ein negativer Effekt aus dem Working Capital erzielt wurde, der die deutlich positiven Effekte aus dem Ergebnis vor Steuern aufgezehrt hat.
Im Geschäftsjahr 2019 lag der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit mit 103,8 Mio. EUR deutlich unter dem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2018 (Vj. 269,4 Mio. EUR). Im Vorjahr war darin die Auszahlungen für den Erwerb der TMD-Gruppe zum 1. Oktober 2018 in Höhe von 196,8 Mio. EUR enthalten. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen des Geschäftsjahres 2019 bewegten sich aufgrund der weiteren Werksauf- und -ausbauten in beiden Segmenten und des fortschreitenden Baus des neuen GRAMMER Campus in Ursensollen mit 104,9 Mio. EUR (Vj. 68,2 Mio. EUR) deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Investitionen in die Immateriellen Vermögenswerte lagen im Geschäftsjahr 2019 bei 5,7 Mio. EUR und damit auf Vorjahresniveau (Vj. 5,7 Mio. EUR).
Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2019 ein Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit von 85,7 Mio. EUR. Im Vorjahr ergab sich bei dieser Position ein Mittelzufluss in Höhe von 184,2 Mio. EUR, der insbesondere durch die Darlehensaufnahme für die TMD-Akquisition getrieben war.
Vor diesem Hintergrund verfügte die GRAMMER Gruppe zum 31. Dezember 2019 über liquide Mittel in Höhe von 142,7 Mio. EUR (Vj. 204,4 Mio. EUR). Hiervon sind für in Anspruch genommene Kontokorrentkredite (inkl. kurzfristiger Verbindlichkeiten aus Factoringverträgen) 19,0 Mio. EUR (Vj. 11,1 Mio. EUR) abzuziehen. Damit ergibt sich zum 31. Dezember 2019 ein Finanzmittelfonds in Höhe von 123,7 Mio. EUR (Vj. 193,3 Mio. EUR).
Zum 31. Dezember 2019 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 32.274.229,76 EUR (Vj. 32.274.229,76 EUR) und war eingeteilt in 12.607.121 (Vj. 12.607.121) Aktien. Alle Aktien (Ausnahme: eigene Aktien) gewähren die gleichen Rechte, die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 28. Mai 2014 wurde eine Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts bis zum 27. Mai 2019 beschlossen. Hierfür wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 14.777.182,72 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014/I). Nach teilweiser Ausnutzung des Bedingten Kapitals 2014/I betrug dieses zum 31. Dezember 2018 noch 12.057.318,40 EUR. Von der weiteren Ausnutzung des Bedingten Kapitals 2014/I im Geschäftsjahr 2019 hat der Vorstand der GRAMMER AG keinen Gebrauch gemacht. Die Ermächtigung des Vorstands zur Begebung von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts ist damit durch Fristablauf zum 27. Mai 2019 weggefallen. Die Hauptversammlung der GRAMMER AG hat im Geschäftsjahr 2019 keine neue Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und kein neues bedingtes Kapital geschaffen.
Per 31. Dezember 2019 betrug die Kapitalrücklage 129.796 TEUR (Vj. 129.796 TEUR). Die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2019 beinhaltet somit das jeweilige Agio aus den Kapitalerhöhungen in den Geschäftsjahren 1996, 2001, 2011 und 2017. Zum 31. Dezember 2019 betrugen die Gewinnrücklagen 263.408 TEUR (Vj. 228.920 TEUR).
Nach dem Wertpapierhandelsgesetz hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Der niedrigste Schwellenwert für diese Mitteilungspflicht ist 3 %. Der uns derzeitig mitgeteilte Stand zu den Beteiligungen, die am 31. Dezember 2019 mindestens die Grenze von 3 % hielten, ist im Anhang zum Konzernabschluss der GRAMMER Gruppe aufgeführt.
In der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 wurde die Ermächtigung zum Bezug eigener Aktien in einem Umfang bis zu 10 % des Grundkapitals bis zum 27. Mai 2019 beschlossen. Im Berichtsjahr und im Vorjahr machte der Vorstand der GRAMMER AG von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien keinen Gebrauch. Mit Ablauf des 27. Mai 2019 ist die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien erloschen. Eine neue Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft im Berichtsjahr nicht beschlossen. Insgesamt hält GRAMMER 330.050 eigene Aktien, die vollständig im Geschäftsjahr 2006 erworben wurden. Der darauf entfallende Anteil am Grundkapital beträgt 844.928,00 EUR und entspricht 2,618 % des Grundkapitals. Diese 330.050 eigenen Aktien haben keine Stimmrechte und sind auch nicht dividendenberechtigt.
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 | Veränderung |
| GRAMMER Gruppe ** | 133,4 | 73,9 | 80.5% |
| Erworben | 111,2 | 73,9 | 50.5% |
| davon Sachanlagen | 104.9 | 68.2 | 53.8% |
| davon immaterielle Vermögenswerte | 5,7 | 5,7 | 0.0% |
| davon Finanzanlagen | 0,6 | 0,0 | NA |
| Nutzungsrechte (IFRS 16) | 22,2 | 0,0 | NA * |
*
Nicht vegleichbar aufgrund Anwendung IFRS 16
**
Erstanwendungseffekt des IFRS 16 zum 1. Januar 2019 in Höhe von 56.0 Mio. EUR nicht
enthalten
| in Mio. EUR | 2019 | 2018 | Veränderung |
| Automotive | 70,2 | 39,8 | 76.4% |
| Erworben | 51.8 | 39,8 | 30,2% |
| davon Sachanlagen | 51,5 | 39,2 | 31,4% |
| davon immaterielle Vermögenswerte | 0,3 | 0,6 | -50.0% |
| davon Finanzanlasen | 0,0 | 0.0 | NA |
| Nutzungsrechte (IFRS 16) | 18,4 | 0,0 | NA * |
| in Mio. EUR | 2019 | 2018 | Veränderung |
| Commercial Vehicles | 20.6 | 16.6 | 24,1% |
| Erworben | 18,3 | 16.6 | 10,2% |
| davon Sachanlagen | 13,6 | 13,4 | 1,5% |
| davon immaterielle Vermögenswerte | 4,7 | 3,2 | 46.9% |
| davon Finanzanlagen | 0,0 | 0.0 | NA |
| Nutzungsrechte (IFRS 16) | 2,3 | 0,0 | NA * |
| in Mio EUR | 2019 | 2018 | Veränderung |
| Central Services | 42.6 | 17,6 | 142.0% |
| Erworben | 41,0 | 17,6 | 133.0% |
| davon Sachanlagen | 39,7 | 15,6 | 154,5% |
| davon immaterielle Vermögenswerte | 0,7 | 2,0 | -65,0% |
| davon Finanzanlagen | 0.6 | 0.0 | NA |
| Nutzungsrechte (IFRS 16) | 1,6 | 0,0 | NA * |
Im Geschäftsjahr 2019 betrugen die Investitionen der GRAMMER Gruppe 133,4 Mio. EUR und lagen damit deutlich über dem Vorjahresniveau in Höhe von 73,9 Mio. EUR. Ein wesentlicher Grund für die Höhe der Gesamtinvestitionen des Geschäftsjahres 2019 ist der neue Bilanzierungsstandard IFRS 16, der zum 1. Januar 2019 erstmalig angewendet wurde. Der Standard hat für den Leasingnehmer zur Folge, dass nahezu alle Leasingverhältnisse in der Bilanz zu erfassen sind und damit die Unterscheidung zwischen Operating- und Finanzierungsleasingverhältnissen aus dem ehemaligen Leasingstandard IAS 17 aufgehoben wurde. Gemäß dem neuen Standard werden während der Laufzeit des Miet- oder Leasingverhältnisses Vermögenswerte (Rechte zur Nutzung des geleasten oder gemieteten Vermögensgegenstandes) und finanzielle Verbindlichkeiten für die zukünftigen Leasingraten oder Mieten angesetzt. Diese Vermögenswerte werden als Zugang im Anlagespiegel dargestellt und sind damit Teil der Investitionen. Während des Geschäftsjahres 2019 hat die GRAMMER Gruppe insgesamt 22,2 Mio. EUR nach IFRS 16 als Vermögenswert aus Miet- oder Leasingverhältnissen aktiviert. Eine Vergleichszahl zum Vorjahr ist nicht gegeben, da die GRAMMER Gruppe die vereinfachte Übergangsmethode (modifiziert retrospektive Methode) anwendet und damit die Vergleichsinformationen im Jahr der erstmaligen Anwendung nicht rückwirkend angepasst hat. Die Zugänge von aktivierten Vermögenswerten aus Miet- oder Leasingverhältnissen nach IFRS 16 beinhalten im Geschäftsjahr 2019 insbesondere neue langfristige Mietverträge in Höhe von 16,0 Mio. EUR für die Regionen China und USA. Weiterhin ist in der Summe der Investitionen 2019 korrekterweise nicht der Erstanwendungseffekt zum 1. Januar 2019 in Höhe von 56,0 Mio. EUR enthalten. Dieser Erstanwendungseffekt beinhaltet alle zum 31. Dezember 2018 bestandenen zu aktivierenden ehemaligen Operating-Miet- oder -Leasingverhältnisse nach IFRS 16.
Die Investitionen ohne aktivierte Vermögenswerte aus Miet- oder Leasingverhältnissen nach IFRS 16 belaufen sich auf 111,2 Mio. EUR und liegen damit um 37,3 Mio. EUR oder 50,5 % über dem Vorjahreswert von 73,9 Mio. EUR. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf insgesamt 127,1 Mio. EUR. Korrigiert um aktivierte Nutzungsrechte nach IFRS 16 in Höhe von 22,2 Mio. EUR ergibt sich ein Investitionsbetrag für das Sachanlagevermögen in Höhe von 104,9 Mio. EUR, der sich damit ebenfalls deutlich über dem Vorjahresniveau von 68,2 Mio. EUR. Bewegt. Diese Zugänge zum Sachanlagevermögen teilen sich mit 51,5 Mio. EUR (Vj. 39,2 Mio. EUR) auf das Segment Automotive und mit 13,6 Mio. EUR (Vj. 13,4 Mio. EUR) auf das Segment Commercial Vehicles auf. Weitere Investitionen innerhalb des Sachanlagevermögens erfolgten im Bereich Central Services mit 39,7 Mio. EUR (Vj. 15,6 Mio. EUR).
Im Segment Automotive lagen die Schwerpunkte der Investitionen in Mexiko, Tschechien und den USA. In Mexiko wurden in Querétaro aufgrund vieler neuer Projektanläufe höhere Investitionen für die Produktion von Konsolen und Kopfstützen getätigt. In Tschechien wurden am Standort Zatec Investitionen in die Konsolenproduktion getätigt. In den USA wurden in Tennessee weitere Investitionen in den Aufbau eines neuen Produktionswerkes für die Produktion von Kunststoffkomponenten getätigt. Das Werk TMD Tennessee in Fayetteville, Tennessee, USA entsprang der TMD Gruppe. Weiterhin wurde am Standort Tupelo, Mississippi, USA, in Anlagen und Montagevorrichtungen für die Konsolenproduktion investiert.
Im Segment Commercial Vehicles lagen die Schwerpunkte der Investitionen in Deutschland und Tschechien. In Deutschland wurden im Geschäftsjahr 2019 am Standort Haselmühl Investitionen für Erweiterung und Rationalisierung weiter forciert. In Tschechien wurden am Standort Tachov Investitionen in den Ausbau der Sitzfertigung getätigt.
Ferner wurde weiterhin und gleichfalls in beiden Segmenten in Arbeitssicherheit und Umweltschutz investiert.
Die Investitionen im Bereich Central Services entfallen insbesondere auf den 2018 begonnenen Bau des neuen GRAMMER Campus in Ursensollen bei Amberg und erklären die höheren Investitionen im Sachanlagevermögen. Der GRAMMER Campus umfasst ein neues Headquarter mits einer Bürofläche von 22.000 Quadratmeter, ein Technologiezentrum und ein Design- und Ergonomie-Labor sowie ein Mitarbeiterrestaurant. Für den Bau wurden bis zum 31. Dezember 2019 insgesamt 55,1 Mio. EUR aktiviert (siehe Abschnitt 2.2).
Die Investitionen für die Immateriellen Vermögenswerte beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf 5,7 Mio. EUR und lagen damit auf dem Vorjahresniveau von 5,7 Mio. EUR. Die Investitionen für die Immateriellen Vermögenswerte teilen sich auf das Segment Automotive mit 0,3 Mio. EUR (Vj. 0,6 Mio. EUR) und das Segment Commercial Vehicles mit 4,7 Mio. EUR (Vj. 3,2 Mio. EUR) auf. Weitere Investitionen innerhalb der Immateriellen Vermögenswerte erfolgten im Bereich Central Services mit 0,7 Mio. EUR (Vj. 2,0 Mio. EUR). Innerhalb der Immateriellen Vermögenswerte werden die Aktivierungen für Patente, Konzessionen und auch aktivierte Entwicklungsleistungen dargestellt.
| in TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 | Veränderung |
| Langfristige Vermögenswerte | 825.623 | 696.332 | 129.291 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 648.826 | 745.0S5 | -96.259 |
| Aktiva | 1.474.449 | 1.441.417 | 33.032 |
| Eigenkapital | 342.242 | 314.840 | 27.402 |
| Langfristige Schulden | 490.050 | 359.956 | 130.094 |
| Kurzfristige Schulden | 642.157 | 766.621 | -124.464 |
| Passiva | 1.474.449 | 1.441.417 | 33.032 |
Zum 31. Dezember 2019 lag die Bilanzsumme der GRAMMER Gruppe bei 1.474,4 Mio. EUR und damit um 33,0 Mio. EUR oder 2,3 % über dem Wert zum 31. Dezember 2018 von 1.441,4 Mio. EUR. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Anwendung der neuen Bilanzierungsvorschriften zum IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zurückzuführen.
Die langfristigen Vermögenswerte umfassen vor allem Sachanlagen, Immaterielle Vermögenswerte, latente Steueransprüche sowie langfristige Vermögenswerte aus Kundenverträgen. Diese erhöhten sich zum 31. Dezember 2019 um 129,3 Mio. EUR auf 825,6 Mio. EUR (Vj. 696,3 Mio. EUR). Ursächlich für den Anstieg in dieser Bilanzposition war insbesondere die Erhöhung im Bereich der Sachanlagen um 115,1 Mio. EUR, auf die die neue Bilanzierungsvorschrift zur Aktivierung von Nutzungsrechten an Leasinggegenständen IFRS 16 "Leasingverhältnisse" wirkte sowie die planmäßig vorgenommenen Investitionen.
Die kurzfristigen Vermögenswerte umfassen insbesondere Vorräte, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte sowie kurzfristige Vermögenswerte aus Kundenverträgen. Diese reduzierten sich zum 31. Dezember 2019 um 96,3 Mio. EUR auf 648,8 Mio. EUR (Vj. 745,1 Mio. EUR). Die Veränderung ergab sich insbesondere durch die Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 43,2 Mio. EUR auf 206,8 Mio. EUR (Vj. 250,0 Mio. EUR) und der Reduzierung der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen um 61,7 Mio. EUR auf 142,7 Mio. EUR (Vj. 204,4 Mio. EUR).
Das Eigenkapital erhöhte sich zum 31. Dezember 2019 um 27,4 Mio. EUR auf 342,2 Mio. EUR (Vj. 314,8 Mio. EUR) aufgrund des positiven Konzernergebnisses in Höhe von 43,5 Mio. EUR (Vj. 23,2 Mio. EUR). Das sonstige Ergebnis in Höhe von -6,9 Mio. EUR (Vj. 3,3 Mio. EUR) wirkte sich eigenkapitalreduzierend aus. Das sonstige Ergebnis umfasst die positiven Währungs- und daraus resultierende Steuereffekte aus den Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe in Mexiko in Höhe von 2,2 Mio. EUR (Vj. 2,1 Mio. EUR) sowie die positiven Fremdwährungseffekte aus der Währungsrumrechnung ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von 2,2 Mio. EUR (Vj. -3,9 Mio. EUR). Demgegenüber wirkten versicherungsmathematische Effekte aus der zinsbedingten Anpassung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen unter Berücksichtigung der latenten Steuern mit 12,3 Mio. EUR negativ (Vj. +5,1 Mio. EUR). Die Dividendenzahlung der GRAMMER AG in Höhe von 9,2 Mio. EUR (Vj. 15,3 Mio. EUR) reduzierte weiterhin das Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote stieg damit auf 23,2 % (Vj. 21,8 %).
Im Rahmen der Optimierung der Finanzierungsstruktur sowie als Folge der Anwendung des neuen Leasingstandards IFRS 16 erhöhten sich die langfristigen Schulden zum 31. Dezember 2019 um 130,1 Mio. EUR auf 490,1 Mio. EUR (Vj. 360,0 Mio. EUR). Die langfristigen Finanzschulden stiegen um 58,0 Mio. EUR auf 220,0 Mio. EUR und die Leasingverbindlichkeiten beinhaltenden sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beliefen sich auf 64,4 Mio. EUR (Vj. 18,0 Mio. EUR). Die Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich aufgrund der Senkung des Diskontierungszinssatzes von 1,9 % (Geschäftsjahr 2018) auf 1,2 % (Geschäftsjahr 2019) um 19,2 Mio. EUR auf 154,2 Mio. EUR (Vj. 135,0 Mio. EUR). Die passiven latenten Steuern lagen nach Saldierung bei 46,3 Mio. EUR (Vj. 41,9 Mio. EUR).
Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich zum 31. Dezember 2019 um 124,4 Mio. EUR auf 642,2 Mio. EUR (Vj. 766,6 Mio. EUR). Hierbei sanken die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 309,0 Mio. EUR (Vj. 358,3 Mio. EUR). Die kurzfristigen Finanzschulden beliefen sich auf 207,7 Mio. EUR (Vj. 295,7 Mio. EUR). Die Rückstellungen erhöhten sich auf 23,4 Mio. EUR (Vj. 18,0 Mio. EUR).
Die Bestimmungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richten sich nach den Vorschriften des § 84 AktG sowie der §§ 8 ff. der Satzung der Gesellschaft. Das Vorstandsmitglied Manfred Pretscher ist mit Wirkung zum 31. August 2019 planmäßig aus dem Vorstand der GRAMMER AG ausgeschieden. Jens Öhlenschläger wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2019 für drei Jahre zum Mitglied des Vorstands (COO) bestellt. Bereits am 15. März 2019 hat der Aufsichtsrat der GRAMMER AG Jurate Keblyte ebenfalls zum 1. August 2019 und für die Dauer von drei Jahren als Mitglied des Vorstands mit den Aufgaben des Finanzvorstands (CFO) berufen. Der Aufsichtsrat der GRAMMER AG hat am 25. April 2019 Thorsten Seehars zum neuen Vorstandsvorsitzenden (CEO) der Gesellschaft mit Wirkung zum 1. August 2019 für die Dauer von drei Jahren bestellt. Mit dessen Berufung wurde die Neubesetzung des Führungsgremiums erfolgreich abgeschlossen.
Antje Wagner wurde vom Amtsgericht Amberg am 12. September 2019 als Nachfolgerin von Tanja Fondel, die aus dem Aufsichtsrat mit Wirkung zum 15. September 2019 zurückgetreten ist, zum Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG gerichtlich bestellt.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 hatte der Aufsichtsrat das Vergütungssystem für die Vorstände der GRAMMER AG neu bestimmt. Dieses fand auch im Jahr 2019 Anwendung, die Grundzüge werden nachfolgend beschrieben. Mit jedem Vorstand ist eine jährliche Gesamtzielvergütung vereinbart, die sich aus einer festen Vergütung, dem Zielbetrag eines Short Term Incentive (STI) sowie eines Long Term Incentive (LTI) zusammensetzt. Die feste Vergütung wird in zwölf gleichen Monatsraten unter Einbehaltung etwaiger gesetzlicher Abzüge nachträglich zum Monatsende ausbezahlt. Der STI wird für jedes Geschäftsjahr berechnet und hängt von der Erreichung von Budgetzielen für die beiden Kennzahlen operative Earnings before Tax-Rendite (EBT -Rendite) und GRAMMER Return on Capital Employed (G-ROCE) ab. Beide Faktoren fließen jeweils hälftig in die Berechnung des STI ein, d. h. 50 % des Zielbetrags STI hängen von der Erreichung des Budgetziels für die EBT-Rendite und 50 % von der Erreichung des Budgetziels für den G-ROCE ab. Der Grad der Zielerreichung für EBT-Rendite und G-ROCE beträgt jeweils zwischen Null (Floor) und 200 % (Cap). Dementsprechend bewegt sich auch der Auszahlungsbetrag des STI zwischen null (Floor) und 200 % (Cap) des Zielbetrags. Die EBT-Rendite errechnet sich aus dem Konzernabschluss wie folgt: Operatives EBT eines Jahres (Ergebnis vor Steuern) im Verhältnis zum Gesamtumsatz desselben Geschäftsjahres. Bei der Berechnung erfolgt eine Bereinigung um Währungs- und Sondereffekte. Die Angabe der EBT-Rendite erfolgt in Prozent. Der Grad der Zielerreichung für die EBT-Rendite liegt zwischen 0 % und 200 %. Die Zielerreichung beträgt 0 %, wenn die für ein Geschäftsjahr realisierte EBT-Rendite um einen Prozentpunkt oder mehr unter dem zu Beginn des Geschäftsjahres bestimmten Budgetwert liegt. Die Zielerreichung beträgt 200 %, wenn die für ein Geschäftsjahr realisierte EBT-Rendite um einen Prozentpunkt oder mehr über dem zu Beginn des Geschäftsjahres bestimmten Budgetwert liegt. Wenn die für ein Geschäftsjahr realisierte EBT-Rendite genau dem zu Beginn des Geschäftsjahres bestimmten Budgetwert entspricht, beträgt die Zielerreichung 100 %. Für alle Zwischenwerte erfolgt die Berechnung der Zielerreichung linear interpoliert. Die Kennzahl G-ROCE bezeichnet das aus dem Konzernabschluss für das jeweilige Geschäftsjahr ausgewiesene operative EBIT im Verhältnis zu den Average der Operating Assets (durchschnittlichen betrieblich notwendigen Aktiva) im selben Geschäftsjahr, berechnet in Prozent. Der Grad der Zielerreichung für G-ROCE liegt zwischen 0 % und 200 %. Die Zielerreichung beträgt 0 %, wenn der für ein Geschäftsjahr realisierte G-ROCE um 3 %-Punkte oder mehr unter dem zu Beginn des Geschäftsjahres bestimmten Budgetwertes liegt. Die Zielerreichung beträgt 200 %, wenn der für ein Geschäftsjahr realisierte G-ROCE um 3 %-Punkte oder mehr über dem zu Beginn des Geschäftsjahres bestimmten Budgetwertes liegt. Wenn der für ein Geschäftsjahr realisierte G-ROCE genau dem zu Beginn des Geschäftsjahres bestimmten Budgetwert entspricht, beträgt die Zielerreichung 100 %. Für alle Zwischenwerte erfolgt die Berechnung der Zielerreichung linear interpoliert. Der LTI wird in jährlichen Tranchen begeben, die jeweils eine Laufzeit (Performance-Periode) vom 1. Januar des jeweiligen Geschäftsjahres bis zum 31. Dezember des dritten auf dieses Geschäftsjahr folgenden Jahres haben, und hängen von der Erreichung der Zielwerte Enterprise Value Added (GEVA) und Total Shareholder Return (TSR) ab, die jeweils hälftig in die Berechnung des LTI einfließen. D. h., 50 % des Zielbetrags LTI hängen von der Erreichung des GEVA-Ziels und 50 % von der Erreichung des TSR-Ziels ab. Der Grad der Zielerreichung für GEVA und TSR beträgt jeweils zwischen null (Floor) und 200 % (Cap). Dementsprechend beträgt auch die gewichtete Gesamtzielerreichung für eine LTI-Plantranche zwischen 0 % und 200 %. Bezogen auf den Zielbetrag liegt der Auszahlungsbetrag für eine LTI-Plantranche entsprechend ebenfalls zwischen 0 % und 200 % des Zielbetrags. Eine Auszahlung erfolgt jeweils in dem auf das letzte Geschäftsjahr der Performance-Periode folgende Geschäftsjahr. Für die Berechnung des LTI wurden folgende Kennzahlen definiert: Der GEVA bemisst sich aus G-ROCE abzüglich WACC (Weighted Average Cost of Capital - gewichteter Kapitalkostensatz), berechnet auf Basis der bei der Gewährung einer Plantranche für die Geschäftsjahre der Performance-Periode festgelegten Methodik. Für G-ROCE gilt dabei dieselbe Definition wie beim STI. Der WACC stellt die erwartete Verzinsung des eingesetzten Kapitals dar. Der Grad der Zielerreichung für GEVA liegt zwischen 0 % und 200 %. Die Zielerreichung beträgt 0 %, wenn der für eine Performance-Periode realisierte GEVA um 2 %-Punkte oder mehr unter dem zu Beginn der Performance-Periode bestimmten Budgetwert liegt. Die Zielerreichung beträgt 200 %, wenn der für eine Performance-Periode realisierte GEVA um 2 %-Punkte oder mehr über dem zu Beginn der Performance-Periode bestimmten Budgetwert liegt. Wenn der für eine Performance-Periode realisierte GEVA genau dem zu Beginn der Performance-Periode bestimmten Budgetwertes entspricht, beträgt die Zielerreichung 100 %. Für alle Zwischenwerte erfolgt die Berechnung der Zielerreichung linear interpoliert. Die langfristige Zielerreichung bemisst sich anhand der Relation eines Vier-Jahres-Durchschnitts des realen GEVA zu einem Budgetdurchschnitt des gleichen Zeitraums. Der TSR ergibt sich aus dem Vergleich der GRAMMER Kursperformance in den vier Geschäftsjahren der Performance-Periode (TSR-GRAMMER) mit der Performance des SDAX-Index in den gleichen vier Geschäftsjahren (TSR-SDAX). Der TSR-SDAX bildet den 100 %-Zielwert für das TSR-Ziel im LTI. Zur Bestimmung der TSR-Zielerreichung wird der TSR-GRAMMER mit dem TSR-SDAX verglichen. Liegt TSR-GRAMMER bei maximal 85 % des TSR-SDAX, gilt eine Zielerreichung von 0 % (TSR-SDAX minus 15 %). Liegt TSR-GRAMMER bei mindestens 115 % des TSR-SDAX (TSR-SDAX plus 15 %), gilt eine Zielerreichung von 200 %. Wenn der für eine Performance-Periode realisierte TSR-GRAMMER genau dem TSR-SDAX entspricht, beträgt die Zielerreichung 100 %. Für alle Zwischenwerte erfolgt die Berechnung der Zielerreichung linear interpoliert. Zur Gewährleistung eines stetigen Liquiditätszuflusses wird im Einvernehmen zwischen Aufsichtsrat und Vorstandsmitglied eine Abschlagszahlung auf die Auszahlung aus den LIT-Tranchen gewährt, die im jeweils zweiten Jahr der Performance-Periode zufließt. Die Abschlagszahlung wird unverzinst nach Ende der Performance-Periode mit dem LTI-Auszahlungsbetrag verrechnet, etwaige Überzahlungen werden mit fällig werdenden Ansprüchen aus dem STI verrechnet. Die Budgetziele für STI und LTI werden jährlich für alle Geschäftsjahre der in diesem Geschäftsjahr beginnenden Performance-Periode vom Aufsichtsrat der Gesellschaft nach pflichtgemäßem Ermessen festgesetzt. Zudem werden die Marktüblichkeit sowie die Angemessenheit der Vorstandsvergütung regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft. Weitere Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung wie Aktienoptionsprogramme oder Gewährung eigener Aktien sind nicht Bestandteil der Vergütung des Vorstands. Weiterhin kann im Fall außergewöhnlicher Erfolge oder Misserfolge im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr der Aufsichtsrat zum Ende des Geschäftsjahres eine Gehaltskorrektur von 10 % des Fixums sowohl als Bonus als auch als Malus beschließen. Die Angaben gemäß § 160 AktG sind im Konzernanhang dargelegt. Zeitgleich mit der Einführung des neuen Vergütungssystems für den Vorstand der GRAMMER AG wurde 2017 bereits die betriebliche Altersversorgung für die Vorstände neu geregelt. Die betriebliche Altersvorsorge ist als Kapitalkontenplan ausgestaltet. Es werden - bei Erfüllung der jeweiligen Leistungsvoraussetzungen - Versorgungsleistungen für das Mitglied des Vorstands als Alterskapital bzw. Invalidenkapital sowie an den Ehegatten in Form von Hinterbliebenenkapital gewährt. In eheähnlicher Lebensgemeinschaft lebende benannte Partner sind Ehegatten gleichgestellt.
Im Geschäftsjahr 2018 wurde vom Aufsichtsrat beschlossen, die Höhe der Vergütung, den Vergütungsmix sowie die Höhe der betrieblichen Altersversorgung für die Zeit ab 1. Januar 2019 und somit für zukünftige Vorstände zu überprüfen, und entsprechende neue Werte wurden für das dargelegte Vergütungssystem beschlossen. Zudem wurde beschlossen, dass zukünftige Vorstandsdienstverträge keine Abfindungsregelungen für den Fall eines Kontrollwechsels enthalten sollen. Dies wurde in den Vorstandsverträgen von Thorsten Seehars, Jurate Keblyte und Jens Öhlenschläger entsprechend umgesetzt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung, die jeweils nach Ablauf des Geschäftsjahres gezahlt wird. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten ferner pro Aufsichtsratssitzung sowie pro Ausschusssitzung, die jeweils in Form einer Präsenzsitzung abgehalten wird und an der sie persönlich teilnehmen, ein festes Sitzungsgeld sowie einen pauschalen Auslagenersatz inklusive darauf etwa anfallender Umsatzsteuer, die jeweils am ersten auf die Aufsichtsrats- oder Ausschusssitzung folgenden Werktag gezahlt werden. Das Sitzungsgeld wird nicht für die Teilnahme an Sitzungen des Nominierungsausschusses gezahlt. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.
| 2019 | 2018 | Veränderung | |
| GRAMMER Gruppe | 14.910 | 13.439 | 1.471 |
| Commercial Vehicles | 3.786 | 3.775 | 11 |
| Automotive | 10.910 | 9.381 | 1.529 |
| Central Services | 214 | 283 | -69 |
Im Jahresdurchschnitt 2019 waren 14.910 Mitarbeiter (Vj. 13.439) in der GRAMMER Gruppe tätig.
In der Region EMEA ging die Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2019 aufgrund der Marktentwicklung in den Segmenten um etwa 5 % zurück auf durchschnittlich 9.056 (Vj. 0 9.515).
In der Region APAC erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter im Durchschnitt auf 1.267 (Vj. 0 912) Die Erhöhung resultiert aus einer positiven Geschäftsentwicklung des chinesischen Marktes.
In der Region Americas erhöhte sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter auf 4.587 (Vj. 0 3.012), was vor allem auf die Akquisition der TMD Gruppe zurückzuführen ist, deren Gesellschaften im Geschäftsjahr 2019 im Durchschnitt eine Mitarbeiterzahl von 1.637 auswiesen und im Vorjahr nur anteilig mit drei Monaten entsprechend ihrer Konzernzugehörigkeit berücksichtigt wurden. Daneben wurde in der Region Americas auch die Belegschaft in den Werken in Mexiko aufgrund von Neuanläufen weiter aufgebaut.
Im Segment Automotive fand eine signifikante Erhöhung der Mitarbeiterzahl durch die Übernahme der TMD Gruppe statt.
Im Segment Commercial Vehicles liegt die Mitarbeiterzahl auf vergleichbarem Niveau zum Vorjahr.
Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl in Central Services verringerte sich im Geschäftsjahr 2019 um 24,4 % auf 214 (Vj. 283). Dies ist vor allem auf eine Verlagerung der Zentralfunktionen in die Segmente zurückzuführen.
Im Jahr 2020 werden wir die Mitarbeiterzahl zum einen entsprechend den sich abzeichnenden Trends in unseren Märkten anpassen. Zum anderen werden wir unsere Organisation stärker dezentralisieren, um die Geschwindigkeit in unseren Prozessen und die Nähe zu Märkten und Kunden zu erhöhen.
Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind einer unserer wesentlichen Erfolgsfaktoren. Essenziell zur Sicherung und Weiterentwicklung unserer internen Kompetenz ist der Bereich Talent Management. Der Bereich zielt darauf ab, alle Mitarbeiter entsprechend ihren Potenzialen und mit Blick auf zu erfüllende Kompetenzprofile zielgerichtet und bedarfsorientiert zu fördern. Engagierte Mitarbeiter mit Ideen, Wissen und hoher Kompetenz tragen entscheidend dazu bei, unsere erfolgreiche Position weiterzuentwickeln und unsere Wettbewerbsstärke im internationalen Umfeld auszubauen. Im Bereich Employer Branding & Talent Management, der auch das Thema Learning & Training beinhaltet, werden unsere Aktivitäten in der Personalentwicklung konsequent mit diversen konzernweiten Programmen vorangetrieben. Nach einer Pilotphase in 2017, in der mehrere Corporate-Programme unter dem Dach "career@GRAMMER" erstmals weltweit ausgerollt wurden, gingen diese im Jahr 2019 in die dritte Runde. Die Corporate-Programme gliedern sich in unterschiedliche Segmente: "GRAMMER Top Gear" fokussiert sich auf die strategische Fortbildung unserer Führungskräfte im mittleren Management, während "GRAMMER Fast Lane" sich vorrangig an unsere Mitarbeiter mit sehr hohem Potenzial und bereits erster Führungserfahrung richtet. "GRAMMER Drive" wurde für Mitarbeiter konzipiert, die großes Potenzial zeigen und auf weiterführende Aufgaben vorbereitet werden sollen. Mithilfe einer integrierten Standortanalyse können die Teilnehmer im Rahmen des Programms für sich definieren, welchen weiteren Karriereweg sie einschlagen möchten, sei dies in einer Spezialistenfunktion oder in einer Führungsrolle. Ziel all dieser Programme ist es, unsere Potenzialträger in weiten Teilen aus unserer eigenen Organisation heraus zu entwickeln. Neben der Managementlaufbahn ist bei GRAMMER auch eine Expertenlaufbahn möglich, die hochspezialisierten Fachkräften Entwicklungsmöglichkeiten bietet und sie im Unternehmen als Wissens- und Erfahrungsträger optimal positioniert. Der divisions- und standortübergreifende Erfahrungsaustausch zwischen den Experten soll dazu beitragen, das im Unternehmen vorhandene, wertvolle Wissen global zu verbreiten und mithilfe von "Best Practice"-Ansätzen Synergieeffekte zu nutzen. Als dritte Säule haben wir eine Projektmanagement-Laufbahn etabliert, die unseren Projektmanagern Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigt, um sie zukunftsfähig aufzustellen. Darüber hinaus können im Rahmen dieser Systematik auch zielgerichtet Qualifizierungsangebote gemacht werden. Der GRAMMER Konzern ist sowohl an den Standorten in Deutschland als auch an den jeweiligen weltweiten Standorten ein Arbeitgeber, der in Aus- und Weiterbildung investiert. Daran werden wir auch zukünftig festhalten. Ziel ist es, unsere Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen international in jeder Hinsicht auf die Zukunft auszurichten, um den Mitarbeitern über Fortbildung an allen Standorten weiterführende berufliche Perspektiven zu ermöglichen. Auch 2019 stellten wir in den verschiedensten Unternehmenssparten Auszubildende ein, die sich nun in zukunftsträchtigen Berufsfeldern bewähren können. Zusätzlich vergaben wir Praktika im In- und Ausland und boten die Möglichkeit, Studien- oder Bachelor-/Masterarbeiten praxisnah innerhalb unseres Unternehmens zu verfassen. Darüber hinaus bieten wir unseren in Deutschland ausgebildeten Fachkräften die Möglichkeit, einen globalen Blick auf das Unternehmen zu gewinnen. Neue konzeptionelle Ansätze zur "Internationalisierung der Ausbildung" sind in Form einer Pilotphase für das Jahr 2020 beabsichtigt. Auf der Grundlage eines komprimierten Ausbildungsgangs sollen bewährte Methoden und Standards unter Einbindung lokaler Mitarbeiter nachhaltig etabliert werden. Die Kooperation mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) und mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) ist ein Beispiel für unser Engagement hinsichtlich der Vernetzung von Wirtschaft und Hochschule in Deutschland. Mit diesem Netzwerk sowie mithilfe ausgewählter Rekrutierungsveranstaltungen im Hochschulumfeld sowohl im In- als auch im Ausland versuchen wir die Gewinnung hochqualifizierter Nachwuchskräfte sicherzustellen.
Das Beschaffungsmanagement ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Unternehmen. Zielsetzung ist die ständige Verfügbarkeit von Rohstoffen, Zulieferteilen und Dienstleistungen in definierten hohen Qualitätsstandards, um unsere Kunden optimal beliefern zu können. Dazu wird das Lieferantenmanagement der GRAMMER AG zentral koordiniert. Für unsere innovativen Produkte und die breite Produktpalette müssen weltweit die richtigen Lieferanten identifiziert werden. Die wichtigsten Aufgaben des Lieferantenmanagements sind die Steuerung der Lieferantenentwicklung und des Projekteinkaufs sowie die Minimierung der Supply Chain-Risiken und die Einhaltung jeglicher ethischer und rechtlicher Regularien. Durch gezielte Volumenbündelung konzernweiter Bedarfe und damit verbundene Nutzung von Skaleneffekten sowie gezielte Lokalisierung von Beschaffung in den Regionen werden Kostenvorteile erzielt. In der nach Warengruppen organisierten Beschaffungsorganisation haben die Mitarbeiter weltweite Verantwortung. Um eine höhere Durchdringung und ein besseres Verständnis der globalen Märkte zu erreichen, sind die Mitarbeiter regional nach Segmenten angesiedelt. Die strategische Ausrichtung im Beschaffungsmanagement sieht zum einen den weiteren Ausbau der E-Sourcing-Plattform ASTRAS (Beschaffungsplattform) mit den Kernprozessen e-RFX (elektronische Ausschreibung), e-Costing (elektronisches Kostenmanagement), und e-Risk-Management (elektronisches Risikomanagement) sowie den Ausbau des e-Auction-Tools (elektronische Auktion) vor. Zum anderen soll die Beschaffung in den Schwellenländern ausgeweitet werden, um entlang unserer operativen Wertschöpfungskette und in unseren Wachstumsregionen unter den Gesichtspunkten Nachhaltigkeit und "Total Cost of Ownership" (Gesamtkostenansatz) positive Wertbeiträge zu erzeugen. Die aufgesetzten Programme, die unter Einbeziehung von Entwicklung und Produktion die "Design to Cost" und "Sourcing for Innovation"-Aktivitäten stärken und so die Materialkostenbasis weiter reduzieren sollen, wurden fortgesetzt. So wird zum einen das Engagement des Einkaufs bereits ab der Entwicklungs- und Projektphase gestärkt. Zum anderen ermöglicht diese Organisation eine noch stärkere Beteiligung des Einkaufs an Optimierungsmaßnahmen in der Serienproduktion. Darüber hinaus soll es durch die Einführung des Cost Engineerings allen Teilen der Einkaufsorganisation möglich werden, die Effizienz aufgrund einer verbesserten Datenbasis deutlich zu steigern. Das Cost Engineering fokussiert dabei das Management von Produktkosten über den gesamten Produktlebenszyklus. Unser weltweites Lieferantenmanagement hilft uns weiterhin bei der strategischen und kontinuierlichen Entwicklung unserer Lieferanten. Hierbei ist unser Ziel durch qualifizierte Auswahl, Weiterbildung und laufende Bewertung die Potenziale und die Innovationskraft unserer Zulieferer gewinnbringend zu nutzen und eine solide Basis der Beschaffung in allen Regionen zu etablieren.
Die Konzernerklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB i. V. m. § 289f HGB mit der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG) kann dauerhaft auf der Unternehmenshomepage unter www.grammer.com im Bereich "UNTERNEHMEN" unter "Corporate Governance" eingesehen werden.
Der zusammengefasste gesonderte nichtfinanzielle Bericht nach § 289b Abs. 3 und. § 315b Abs. 3 HGB wird spätestens vier Monate nach dem Abschlussstichtag auf der Unternehmenshomepage unter www.grammer.com im Bereich "UNTERNEHMEN" unter "Nachhaltigkeit", "Nichtfinanzieller Bericht" veröffentlicht.
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals: Das gezeichnete Kapital der GRAMMER AG beträgt 32.274.229,76 EUR und ist eingeteilt in 12.607.121 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen: Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
Direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten: Der Anhang zum Jahresabschluss 2019 der GRAMMER AG enthält detaillierte Angaben zu den Stimmrechtsmitteilungen nach § 33 WpHG.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen: Die Gesellschaft hat keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten.
Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben: Es bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.
Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung: Die Bestellung und Abberufung des Vorstands der GRAMMER AG bestimmt sich nach den gesetzlichen Vorschriften (§§ 84 und 85 AktG sowie § 31 MitBestG). Gemäß § 8 ff. der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern. Eine Änderung der Satzung der Gesellschaft richtet sich nach §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 Abs. 2 AktG, in § 25 der Satzung der Gesellschaft ist die Beschlussfassung durch die Hauptversammlung geregelt. Nach § 13 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft ist der Aufsichtsrat zur Vornahme von Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung der Satzung betreffen.
Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen: Die Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 ermächtigte den Vorstand der GRAMMER AG zur Begebung von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts bis zum 27. Mai 2019. Hierfür wurde das Grundkapital um bis zu 14.777.182,72 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014/I). Nach teilweiser Ausnutzung des Bedingten Kapitals 2014/I betrug dieses zum 31. Dezember 2018 noch 12.057.318,40 EUR. Von der weiteren Ausnutzung des Bedingten Kapitals 2014/I im Geschäftsjahr 2019 hat der Vorstand der GRAMMER AG keinen Gebrauch gemacht. Die Ermächtigung des Vorstands zur Begebung von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts ist damit durch Fristablauf zum 27. Mai 2019 weggefallen.
Die Hauptversammlung der GRAMMER AG hat im Geschäftsjahr 2019 keine neue Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und kein neues bedingtes Kapital geschaffen.
Die GRAMMER AG hält 330.050 eigene Aktien, die vollständig im Geschäftsjahr 2006 erworben wurden. Diese 330.050 eigenen Aktien haben keine Stimmrechte und sind auch nicht dividendenberechtigt. Weitere eigene Aktien wurden im Geschäftsjahr 2019 nicht erworben. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG sowie zu deren Verwendung zu allen in der Ermächtigung genannten Zwecken ist durch Fristablauf zum 27. Mai 2019 weggefallen. Die Hauptversammlung der GRAMMER AG hat im Geschäftsjahr 2019 keine neue Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien geschaffen.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind: Die mit den Vorstandsmitgliedern Thorsten Seehars, Jurate Keblyte und Jens Öhlenschläger abgeschlossenen Dienstverträge enthalten keine Abfindungsregelung im Falle eines Kontrollwechsels im Zusammenhang mit einem Übernahmeangebot.
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen: Die GRAMMER AG sowie zwei weitere inländische Konzerngesellschaften sind Parteien eines Konsortialkreditvertrages, der im Fall eines Kontrollwechsels das Recht eines jeden Kreditgebers vorsieht, die vorzeitige Rückzahlung verlangen zu können. Ein Kontrollwechsel im Sinne dieser Verträge liegt vor, sobald eine Person oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen Stimmrechte von mindestens 30 % an der GRAMMER AG oder den anderen Kreditnehmerinnen erwerben. Entsprechende Klauseln zum Kontrollwechsel, wie vorher beschrieben, sind auch in dem USD-Akquisitionskredit, den bilateralen Kreditverträgen, der privatplatzierten Namensschuldverschreibung und den Vereinbarungen bezüglich der Schuldscheindarlehen in voller Höhe vorgesehen. Die Ausübung dieser Rückzahlungs- oder Kündigungsrechte kann - insbesondere gesamtheitlich - dazu führen, dass die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs der GRAMMER Gruppe nicht mehr gesichert wäre und eine entsprechende Umfinanzierung zu tätigen wäre.
Unternehmerisches Handeln ist grundsätzlich mit Chancen, aber auch mit Risiken verbunden. Insbesondere aufgrund der internationalen Ausrichtung der GRAMMER Gruppe entstehen Chancen und Risiken, die abgesichert werden müssen. In seiner Risikostrategie hat der Konzern unter anderem folgende risikopolitische Grundsätze festgelegt:
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Unter Chancen und Risiken im Sinne des Risikomanagements versteht der Konzern sowohl interne als auch externe Ereignisse, die positive oder negative Auswirkungen auf die Erreichung der Unternehmensziele haben können. |
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Risikomanagement ist somit ein Beitrag zur wertorientierten Unternehmensführung des Konzerns. Wertorientiert bedeutet dabei, dass Risiken bewusst nur eingegangen werden, wenn im Rahmen der Nutzung günstiger Geschäftsgelegenheiten der Wert des Unternehmens gesteigert werden kann. Mit den geschäftlichen Aktivitäten des Konzerns verbundene, aber möglicherweise bestandsgefährdende Risiken werden grundsätzlich vermieden. |
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Unternehmerische Kernrisiken, insbesondere Risiken, die von der Marktseite wie z.B. der Konjunktur ausgehen, sowie Risiken, die aus der Entwicklung von neuen Produkten entstehen können, trägt der Konzern selbst. Der Konzern strebt an, andere Risiken, insbesondere Finanz- und Haftpflichtrisiken, möglichst auf Dritte zu übertragen. |
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Das Risikomanagement in der GRAMMER Gruppe umfasst alle Gesellschaften und Organisationseinheiten. Die Identifikation von Risiken sowie das Einleiten wertsteigernder Maßnahmen sieht das GRAMMER Management als ständige gemeinsame Aufgabe an. Alle Mitarbeiter des Unternehmens sind dazu aufgefordert, Risiken in ihrem Verantwortungsbereich zu erkennen und so weit wie möglich zu vermeiden bzw. zu minimieren. |
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In regelmäßigen Abständen überprüft auch die interne Revision die Angemessenheit und Effektivität des Risikomanagementsystems. Jeder Mitarbeiter ist angehalten zur aktiven Risikovermeidung beizutragen. Im Geschäftsverlauf auftretende Chancen und Risiken sind von jedem Mitarbeiter umgehend dem zuständigen Vorgesetzten zu melden. |
Um Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu vermeiden oder zumindest zu minimieren und um ihre Ursachen zu analysieren und zu beurteilen, hat GRAMMER ein konzernweites einheitliches Risikomanagementsystem etabliert. Der Risikomanagementprozess soll die frühzeitige Identifikation von Risiken, ihre Analyse und Bewertung, den abgestimmten Einsatz geeigneter Instrumente zur Steuerung der Risiken sowie das Risiko-Monitoring und -Controlling gewährleisten und umfasst auch und gerade die Früherkennung bestandsgefährdender Risiken. Das Risikomanagementsystem regelt die Identifikation, Erfassung, Beurteilung, Dokumentation und Berichterstattung von Risiken, aber auch von Chancen.
Verantwortlich für das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem ist der Vorstand. Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss überwachen und prüfen dessen Wirksamkeit und werden regelmäßig informiert. Im Rahmen eines fortlaufenden Erhebungsprozesses werden wesentliche Risiken, die die Erreichung der Unternehmensziele gefährden können, an das zentrale Risikomanagement gemeldet. Die Verantwortung für die Risikoberichterstattung liegt nicht in einem Zentralbereich, sondern ist Teil der Aufgabe einzelner Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen ihrer Funktionen. In regelmäßigen Managementsitzungen mit dem Vorstand werden Chancen und Risiken sowie Maßnahmen zur Risikosteuerung besprochen. Der Vorstand und Aufsichtsrat werden regelmäßig über die Risikolage des Konzerns sowie den Stand der eingeleiteten Maßnahmen anhand eines Chancen- und Risikoberichts informiert.
Die Koordination des Risikomanagements ist derzeit im Bereich Finanzen angesiedelt, der ein IT-gestütztes System zur Erfassung und Verfolgung der Risiken und Maßnahmen einsetzt. Auf diese Weise erhalten wir einen Überblick über die wesentlichen Chancen und Risiken für den Konzern. Die Einordnung der Chancen und Risiken erfolgt dabei anhand einer speziell auf die GRAMMER Gruppe zugeordneten Clusterung, des sogenannten Risiko-Atlas. Dazu zählen strategische Risiken, Markt-, Finanz- und Rechtsrisiken ebenso wie Risiken aus den Bereichen IT, Personal und Leistungserstellung. Innerhalb der GRAMMER Gruppe werden im Rahmen des Chancenmanagements die Chancen für die GRAMMER Gruppe mit dem Ziel erhoben, diese zu erfassen, zu bewerten und bestmöglich wahrzunehmen. Als Chancen werden Ereignisse mit einem positiven Einfluss auf die Erreichung der Unternehmensziele definiert. Grundsätzlich können Chancen in allen Bereichen auftreten.
In den nachfolgenden Abschnitten werden Risiken beschrieben und dargelegt, die teilweise erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf unseren Aktienkurs oder unsere Marktreputation haben können. Zusätzliche Risiken, die wir derzeit noch als gering einschätzen oder die uns zurzeit noch gar nicht oder nicht in ihren Auswirkungen bekannt sind, können ebenfalls unsere Geschäftsaktivitäten negativ beeinflussen. Die Beurteilung der aufgeführten Risiken hat mindestens für das folgende Geschäftsjahr Bestand. Als wesentlicher Aspekt des Risikomanagements wird versucht, Risiken zu vermeiden bzw. zu minimieren, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.
Die GRAMMER Gruppe wird als weltweit tätiges Unternehmen durch die Entwicklungen an nationalen und internationalen Märkten beeinflusst. Diesen Risiken begegnen wir mit einer Vielzahl von Maßnahmen. Wir beobachten kontinuierlich und intensiv die Entwicklung der für uns relevanten Märkte und Branchen. Bei Bedarf passen wir Produktion und Kapazitäten entsprechend an. Der Konzern versucht im Sinne eines effektiven Risikomanagements umgehend auf Krisen und sich andeutende Umsatzschwächen zu reagieren. Produktions- sowie Kostenstrukturen werden der veränderten Umsatzsituation frühzeitig angepasst. Branchenbedingte Umsatzrisiken haben grundsätzlich auch in Zukunft Bestand. Wir agieren in zunehmend wettbewerbsintensiven Märkten, die uns vermehrt Risiken wie Preisdruck, kurze Entwicklungs- und Einführungszeiten, Produkt- und Prozessqualität sowie schnellen Veränderungen aussetzen. Durch die Abhängigkeit von den Weltmärkten, die durch unterschiedliche Konjunktur- und Nachfragezyklen gekennzeichnet sind, haben wir ein sehr breites Feld an Einflussfaktoren wahrzunehmen und zu interpretieren. Zusätzlich entstehen in Schwellenländern neue Wettbewerber oder treten neu in diese Märkte ein. Die Auswirkungen von Krisen in spezifischen Märkten und Regionen bergen Risiken, die nicht mehr unmittelbar aus den Geschäftsfeldern abgeleitet werden können. Auch die Differenzierung in den einzelnen Märkten nimmt stetig zu, so dass aus einer generellen Entwicklung nicht mehr zwangsläufig auch auf unsere Geschäftsfelder geschlossen werden kann. Dies gilt sowohl für die positiven als auch für die negativen Entwicklungen. Im Zuge der E-Mobilität können sich weitere Risiken für unsere Märkte ergeben. Aufgrund der Umstellung der Technologie kann es zu Verschiebungen in der Struktur unserer Kunden und Produkte kommen, die wir bisher so noch nicht hatten. Insbesondere in den aufstrebenden Märkten Chinas tritt eine Vielzahl neuer OEMs auf, die unseren angestammten Kunden Marktanteile kosten können. Zwar bemühen wir uns, auch diese mit unseren Produkten zu beliefern, aber inwieweit sich das auch umsetzen lässt, ist derzeit nicht abzusehen. Zusätzlich kann ein Zunehmen des autonomen Fahrens auch Produkte substituieren oder neue Konzepte erforderlich machen. Zwar versucht sich die GRAMMER AG auf die Zukunftstrends entsprechend vorzubereiten, aber dies kann sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken.
Zusätzliche Risiken ergeben sich im Rahmen des Brexits, da ein Teil unserer Kunden dort seine Produktionsstätten hat. So besteht beispielsweise nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union die Notwendigkeit, ein Handelsabkommen mit Großbritannien zu verhandeln. Dies bringt das Risiko mit sich, dass ein zukünftiges Handelsabkommen ungünstigere Bedingungen bzgl. des Handels mit Großbritannien vorsieht. Auch der Wegfall anderer EU-interner Regelungen bringt das Risiko ungünstigerer zukünftiger Regelungen mit sich. Die generellen Auswirkungen auf die europäischen Märkte und Wirtschaftsentwicklungen können von uns nicht abgeschätzt werden, aber dies kann sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken.
Eventuelle Konsolidierungen von Märkten und Marken können zur partiellen Abhängigkeit von einigen wenigen Kunden durch deren Konzernstrukturen führen. Zusätzlich hält der Kostendruck der Fahrzeughersteller auf die Unternehmen der Zulieferindustrie weiter an. Aus diesem Marktumfeld könnten uns fehlende Anschlussaufträge belasten. Hier forcieren wir neben intensivierter Forschung und Entwicklung auch vielseitige Prozessoptimierungen zur Gegensteuerung und Steigerung der Kosteneffizienz, um den hohen Anforderungen der Kunden nachkommen zu können. Damit diese Wettbewerbsrisiken sinken, streben wir die Verbesserung unserer Marktstellung in sämtlichen Geschäftsfeldern an. Aus diesem Grund setzt der Konzern auf technische Innovationen und auf die Weiterentwicklung bestehender Produkte und Prozesse. Ziel ist es, durch verstärkte Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung die Technologieführerschaft mit unseren Produkten zu übernehmen oder auszubauen, um so möglichst nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Die Einführung neuer Produkte und Technologien birgt aber auch immer Risiken und erfordert ein starkes Engagement in Forschung und Entwicklung, das mit einem beträchtlichen Einsatz an finanziellen Mitteln und technischen Ressourcen verbunden ist. Trotz unserer zahlreichen Patente und der Sicherung unseres geistigen Eigentums können Wettbewerber besonders in den Wachstumsmärkten nicht generell davon abgehalten werden, unabhängig davon Produkte und Leistungen zu entwickeln, die unseren Produkten ähnlich sind. Üblicherweise beinhalten Lieferverträge, insbesondere mit den wesentlichen Kunden der GRAMMER Gruppe, rechtlich verbindliche Zusagen, über einen bestimmten Zeitraum bestimmte in der Regel noch zu entwickelnde Produkte zu beziehen, aber nicht, ein bestimmtes Produkt exklusiv von Gesellschaften des Konzerns zu beziehen. Die konkreten Produkte und Liefermengen werden in separaten Abrufen bestellt, die zeitlich kürzer sein können, aber eine konkrete Verpflichtung zur Abnahme darstellen. Aus rein rechtlicher Sicht sind die wesentlichen Kunden der GRAMMER Gruppe grundsätzlich in der Lage, mittelfristig auch große Aufträge bzw. Produktvolumina abzuziehen. Dies würde sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken.
Da ein Auftragsabzug in der laufenden Serienproduktion für die Kunden jedoch mit erheblichen Kosten und Aufwand verbunden ist und einen beachtlichen Zeitvorlauf erfordert, ist zumindest der Komplettabzug des gesamten Auftragsbestandes durch einen Kunden eher unwahrscheinlich.
Allerdings können auch andere Faktoren, wie die Aktionärsstruktur, unsere Kunden dazu bringen, sich beispielsweise bei der Auftragsvergabe zurückzuhalten und Folgeaufträge oder Neugeschäft nicht zu vergeben. Dies kann sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken.
Durch die fortwährende Anpassung und Optimierung der Kostenstrukturen unserer Produktions- und Entwicklungskapazitäten und der Fertigungstiefe besteht grundsätzlich das Risiko, dass zum Beispiel die Zusammenlegung und Schließung von Standorten unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage belastet. Zudem besteht das Risiko, dass solche Maßnahmen nicht immer im geplanten Zeitrahmen ablaufen. Außerdem kann es aufgrund der Vielschichtigkeit und Komplexität solcher Prozesse zu Verzögerungen und zusätzlichen finanziellen Belastungen kommen oder ihr Nutzen könnte geringer ausfallen, als ursprünglich geplant und angenommen war.
Unsere Handlungsfelder umfassen zunehmend auch Aktivitäten, die aus unserer strategischen Portfoliopolitik in den einzelnen Geschäftsfeldern resultieren. Aktivitäten im Bereich Unternehmenszusammenschlüsse und Akquisitionen bergen grundsätzlich Unwägbarkeiten. Risiken bestehen nicht nur hinsichtlich der Marktreaktion, sondern auch in Bezug auf die Integration von Menschen, Kulturen und Technologien sowie von Produkten und Entwicklungen.
Des Weiteren können Risiken auch im Rahmen der Umsetzung einer Transaktion nicht ausgeschlossen werden. So können, wie bei solchen Transaktionen üblich, Akquisitions-, Integrations- und sonstige Kosten entstehen, die zu Beginn der Transaktion nicht abgeschätzt werden konnten. Auch Risiken einer Desinvestition können sich im Rahmen dieser Aktivitäten ergeben, die möglicherweise nicht zu den gewünschten Effekten oder sogar zu zusätzlichen Belastungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen könnten.
Risiken ergeben sich auch aus den vielfältigen Änderungen und Anpassungen von Regelungen, Gesetzen, Richtlinien und technischen Vorgaben hinsichtlich unserer Produkte, denen wir als global agierendes Unternehmen zunehmend ausgesetzt sind. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Vorschriften und rechtliche Regelungen in bestimmten Märkten und Regionen zusätzliche Belastungen und Aufwendungen mit sich bringen, die bisher nicht berücksichtigt werden konnten und sich auch hier negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können.
Die GRAMMER Gruppe ist bestrebt, Planungsrisiken, die aus der Schwankung von Rohstoffpreisen resultieren, weitestgehend zu minimieren. Von Bedeutung ist dabei insbesondere die Marktpreisentwicklung bei Stahl sowie bei rohölbasierten Schaum- und Kunststoffprodukten. Die für uns relevanten Rohstoffmärkte unterliegen einer ständigen Beobachtung. Soweit möglich und angezeigt, werden Kostenrisiken durch das Eingehen langfristiger Lieferverträge eingegrenzt, die aber aufgrund der immensen Nachfrage und der derzeitigen Volatilität in den Faktorpreisen der Commoditys wie Stahl, Schaum und Kunststoff kaum im Markt durchzusetzen sind. Weiterhin bestehen Risiken hinsichtlich der Versorgungskette, die aus unterschiedlichen Gründen unsere Produktqualität, Liefertreue oder im schlimmsten Fall auch die generelle Verfügbarkeit von Produkten beeinflussen können. Zudem können gelegentlich auftretende Qualitätsprobleme bei Zulieferern oder Versorgungsstörungen in der Zulieferkette Risiken in unserer Produktion verursachen, die sich negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können. Risiken, die aus dem Ausfall von Zulieferern entstehen können, begegnet GRAMMER neben einer teilweisen Dual-Sourcing-Strategie im Rahmen eines Notfallprogramms auch immer mit einem engen Monitoring von potenziell kritischen Lieferanten und der schnellen Reaktion mit definierten Notfallplan- und Risikomanagementmaßnahmen. Zur Sicherung unserer Wertschöpfungskette legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Prüfung der finanziellen Leistungsfähigkeit unserer Lieferanten.
GRAMMER legt großen Wert auf die Einhaltung hoher externer und interner Qualitätsstandards und die frühzeitige Identifikation möglicher Fehlerquellen bzw. deren Vermeidung. Trotzdem kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass Qualitätsrisiken auftreten. Dies gilt insbesondere bei Entwicklungen für Produkte mit komplexen Fertigungsstrukturen. Eine globale Ausrichtung und Verflechtungen der Fertigung über Kontinente hinweg erhöhen dieses Risiko zwangsläufig. Maßnahmenprogramme hinsichtlich der Minimierung solcher Risiken haben wir deshalb im gesamten Konzern etabliert. Um Risiken aus lieferantenverursachten Qualitätsproblemen zu minimieren, führen wir eine intensive Lieferantenentwicklung und regelmäßige Lieferantenaudits durch. Mittels einer systembasierten Lieferantenbewertung analysieren wir fortlaufend lieferantenspezifisch den Qualitäts- und Leistungsgrad im Lieferprozess. Die Ergebnisse aus diesen Aktivitäten stellen Schlüsselkriterien für die Auswahl der Lieferanten in Projekt und Serie durch GRAMMER dar. Dennoch kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass sich vereinzelt Risiken ergeben, die sich negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.
Die GRAMMER Gruppe ist Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisiken aufgrund ihrer weltweiten Aktivitäten und der im wirtschaftlichen Umfeld beschriebenen Risiken ausgesetzt. Die GRAMMER Gruppe hat hauptsächlich Währungsrisiken in den Währungen Tschechische Krone, Polnischer Zloty, Mexikanischer Peso, Serbischer Dinar, US-Dollar, Türkische Lira, Brasilianischer Real, Japanischer Yen sowie Chinesischer Yuan zu managen. Sie resultieren sowohl aus Lieferungen und Leistungen als auch aus der lokalen Produktion. Der Konzern begegnet Währungsrisiken zum einen durch "Natural Hedging", also durch die Erhöhung des Einkaufsvolumens im Fremdwährungsraum bei gleichzeitiger Erhöhung des Absatzes im gleichen Währungsraum. Zum anderen werden Währungsrisiken selektiv am Devisenmarkt abgesichert. Eine starke Aufwertung des Euro zu den Währungen der anderen Exportwirtschaftsnationen könnte sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns auswirken. Den Schwankungen an den Zinsmärkten kann sich GRAMMER nicht vollständig entziehen und daraus können Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entstehen. GRAMMER minimiert Zinsänderungsrisiken durch die Aufnahme von langfristigen Refinanzierungsmitteln (z. B. Privatplatzierungen) sowie durch den Einsatz von Derivaten. Der Sicherung ausreichender Liquiditätsspielräume kommt ebenfalls eine hohe Bedeutung zu. Die Finanzierung des Konzerns ist im Jahr 2013 durch den Abschluss eines Konsortialkredits mit fünf Jahren Laufzeit und zwei einjährigen Verlängerungsoptionen gesichert worden (siehe Konzernanhang 36). Im Jahr 2015 wurde die zweite Verlängerungsoption erfolgreich genutzt, so dass uns nun der Konsortialkredit bis ins 4. Quartal 2020 zur Verfügung steht. Es verbleibt die Tranche A des Kredites über 100 Mio. EUR. Die Liquiditätssituation wird laufend überwacht und durch eine weltweite rollierende Finanzbedarfsplanung kontinuierlich erfasst. Mögliche Risiken in Zusammenhang mit einem Kontrollwechsel sind in der Finanzlage dargestellt. Der Ausweitung unserer Liquiditätsspielräume wird trotz dadurch entstehender möglicher Zinsnachteile eine hohe Bedeutung beigemessen; es wird eine uns angemessen erscheinende Liquiditätsreserve gehalten. Daraus resultieren gewisse Belastungen im Zinsergebnis, die allerdings bewusst in Kauf genommen werden, um unseren strategischen Handlungsspielraum zu erhalten und die Liquiditätslage nicht zu gefährden. Die Debitorenausfallrisiken sind durch die Kundenstruktur begrenzt und werden durch aktives Debitorenmanagement überwacht. Durch die im Markt inhärenten Unsicherheiten und Risiken bezüglich der Zinsentwicklung kann der Finanzierungsstatus unserer Pensionspläne stark beeinflusst werden. Das kann sowohl einen Anstieg als auch einen Rückgang des Anwartschaftsbarwertes der leistungsorientierten Verpflichtung bedeuten. Die Pensionsverpflichtungen werden gemäß den versicherungsmathematischen Berechnungen bilanziert, in denen dem anzuwendenden Zinssatz eine wesentliche Rolle zukommt. Die tatsächliche Entwicklung der zu leistenden Zahlungen kann von den berechneten abweichen, da die Annahmen zu wesentlichen Bewertungsparametern wie den Abzinsungsfaktoren sowie zu den Gehältern und der Inflation mit Unsicherheiten behaftet sind. Insofern kann sich daraus ein Risiko auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisiken werden im Konzernbereich Finanzen zentral erfasst. Mit Hilfe eines strategischen Treasury Managements, dessen Wirksamkeit regelmäßig überprüft wird, vermindern wir die erläuterten Risiken. Dennoch kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass sich die dargelegten - und nach aktivem Risikomanagement verbliebenen -moderaten Risiken negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können.
GRAMMER ist als international tätiger Konzern vielfältigen gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen unterworfen. Aus der Vielzahl der rechtlichen Vorschriften und Regularien und deren ständigen Veränderungen, unter anderem auch bei steuerrechtlichen Regelungen, kann es zu Risiken kommen, die sich auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ auswirken können. Beschränkungen des Konzerns in seiner internationalen Aktivität durch Import-/Exportkontrollen, Zollbestimmungen oder andere Handelshemmnisse aus regulatorischen Vorgaben stellen ein Risiko dar, dem sich der Konzern aufgrund seiner Tätigkeit nicht entziehen kann. Darüber hinaus können Exportkontrollregulierungen, Handelsbeschränkungen und Sanktionen die Geschäftsaktivitäten beeinträchtigen oder beschränken. Bestehende und drohende Rechtsstreitigkeiten werden kontinuierlich erfasst, analysiert, hinsichtlich ihrer juristischen und finanziellen Auswirkungen bewertet und in der bilanziellen Risikovorsorge entsprechend berücksichtigt. Der Ausgang rechtlicher Streitigkeiten ist allerdings ungewiss, so dass über die getroffene bilanzielle Vorsorge hinaus noch weitere Risiken bestehen, die eine negative Auswirkung auf die Finanz- und Ertragsziele haben können. Zur Absicherung rechtlicher Risiken gibt es eine Vielzahl unternehmensweiter Standards, die laufend fortentwickelt werden. Beispiele hierfür sind allgemeine Geschäftsbedingungen, Vertragsmuster für verschiedene Anwendungsfälle oder interne Richtlinien und Verfahrensanweisungen. Zudem setzen wir ein System aus intensiver Vertragsprüfung, Vertragsmanagement sowie systematisierter Dokumentierung und Archivierung ein. Sogenannte Normalrisiken und existenzgefährdende Risiken sind versichert.
GRAMMER ist auf hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte mit internationaler Erfahrung in allen Funktionsbereichen angewiesen, um Chancen effizient nutzen und Wettbewerbsvorteile ausbauen zu können. Aus diesem Grund legen wir großen Wert auf gezielte und bedarfsorientierte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für möglichst viele Mitarbeiter auf allen Ebenen und aus allen Bereichen. Darüber hinaus nehmen wir an Rekrutierungsveranstaltungen im In- und Ausland sowie an Kontaktmessen an Schulen und Hochschulen teil, um motivierte Nachwuchskräfte und Spezialisten für GRAMMER zu interessieren. Trotz all dieser Anstrengungen besteht das Risiko, dass der Konzern in Zukunft nicht in jedem Tätigkeitsfeld die ausreichende Anzahl qualifizierter Mitarbeiter sichern und langfristig an das Unternehmen binden kann. Insofern kann sich daraus ein Risiko auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Insbesondere in den Wachstumsmärkten China und NAFTA ist aufgrund des Wachstums und der guten Marktsituation für qualifizierte Fachkräfte mit einer erhöhten Fluktuation zu rechnen.
Die Sicherheit, der Schutz und die Integrität unserer Daten sowie der IT-Infrastruktur sind für einen ordnungsgemäß geführten Geschäftsbetrieb unerlässlich. Gesetzliche Vorgaben und Vorschriften erfordern technisch-organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Rechenzentren und der hochverfügbaren und abgesicherten Datenleitungen. Um diesen Anforderungen Rechnung zu tragen, hat GRAMMER die unternehmenskritischen Komponenten der IT-Infrastruktur redundant in zwei Rechenzentren installiert und die Stromversorgung auch im Notfall durch getrennte Notstromanlagen sichergestellt. Alle GRAMMER Standorte sind redundant an die Rechenzentren angebunden. Die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit geschäftskritischer IT-Systeme ist in Notfallplänen dokumentiert. GRAMMER schützt sich durch Sicherheitssysteme und hat Maßnahmen ergriffen, um Angriffe von außen abzuwehren. Firewalls, Virenscanner sowie weitere Aktivitäten werden regelmäßig auf ihre Effektivität überprüft und angepasst. Zur Gewährleistung der IT-Sicherheit wurde eine konzernweite IT-Sicherheitsorganisation eingerichtet, deren Aufgabe ist es, die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen sicherzustellen und gegen etwaige Bedrohungen vorzugehen. Der Teilbereich "System & Security" der Konzern-IT, der Datenschutzbeauftragte sowie das Risikomanagement der GRAMMER Gruppe bilden zusammen ein Security/Incident-Team mit dem Ziel, die IT-Sicherheit koordiniert zu verbessern. Dennoch kann aufgrund der weltweiten Aktivitäten und des allgemein zu verzeichnenden Anstiegs an Bedrohungen und Angriffen nicht ausgeschlossen werden, dass unsere Systeme, Netzwerke, Daten und Lösungen beeinträchtigt werden. Negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durch Datenverlust, Systemstörungen und Produktionsausfall, fehlerhafte Datenübertragung etc. werden jedoch als unwahrscheinlich eingestuft. Dennoch kann sich daraus ein Risiko für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Risiken durch Fraud- oder Cyber-Angriffe werden als Gefahr von Schäden definiert, die infolge des Versagens von internen Verfahren (Kontrollrisiken), menschlichen Handelns (Personalrisiken) oder Schwächen in Systemen (speziell IT-Systemen) eintreten. Die zunehmende Digitalisierung und elektronische Vernetzung durch Entwicklungen des elektronischen Zeitalters wie im Internet der Dinge, Industrie 4.0 oder Smart Everything bieten sogenannten Cyber-Angreifern neue Angriffsflächen und weitreichende Möglichkeiten, Informationen auszuspähen, Geschäfts- und Verwaltungsprozesse zu sabotieren oder sich anderweitig auf Kosten Dritter kriminell zu bereichern. Durch Cyber-Angriffe unter anderem mit schädlicher Software oder gezielte Angriffe zum Beispiel auf den "Faktor Mitarbeiter" (z. B. Täuschungsversuche) können Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GRAMMER AG entstehen. Durch Analyse von bekannt gewordenen Schadensfällen sowie Einsteuerung von entsprechenden Gegenmaßnahmen und spezifischen Empfehlungen zu solchen Aktivitäten wird dem Risiko entgegengewirkt. Zusätzlich werden kontinuierlich Assessments zu diesen Themen durchgeführt und alle relevanten Prozesse auf mögliche Sicherheitslücken überprüft und entsprechend optimiert. Darüber hinaus werden unsere Mitarbeiter zu diesen Themen regelmäßig gezielt informiert und sensibilisiert.
GRAMMER arbeitet mit einem Umweltmanagementsystem auf der Basis der ISO 14001 sowie mit einem Energiemanagementsystem auf Basis der ISO 50001. Das Managementsystem der GRAMMER Gruppe berücksichtigt alle Anforderungen beider Systeme. In diesem legen wir weltweit gültige Umwelt- und Energieeffizienzstandards fest (z. B. Umweltprogramme, Umweltziele und Energieziele), die durch Umwelt- bzw. Energiemanagementbeauftragte an den Standorten vorangetrieben und deren Einhaltung und Umsetzung durch regelmäßige Audits überwacht werden. Dadurch minimieren wir ökologische Risiken. Die Zertifizierung unserer Produktionsstandorte nach den Vorgaben der ISO 14001 bzw. 50001 treiben wir weiter voran. Dennoch kann aufgrund von äußeren Umständen oder auch Fehlverhalten nicht völlig ausgeschlossen werden, dass dem Konzern hieraus Risiken entstehen. Insofern kann sich daraus ein Risiko auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben.
Zusätzlich können Epidemien (z.B. SARS- oder Coronavirus) erhebliche Risiken für die Weltwirtschaft darstellen. Eine rasante Ausbreitung von Krankheiten kann die globale Wirtschaft stark in Mitleidenschaft ziehen und branchenunabhängig gesamte Lieferketten empfindlich stören. Eine solche Ausbreitung von neuartigen Krankheiten kann zu schwerwiegenden Verwerfungen in den jeweils betroffenen Wirtschaftsregionen bzw. -zweigen führen und schnell auf die weltweite Wirtschaft übergreifen. Dies kann erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens haben.
Als kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB sind wir gemäß § 315 Abs. 4 HGB verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. Wir verstehen das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnen uns an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem und zum Risikomanagementsystem an. Unter einem internen Kontrollsystem werden demnach die von dem Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind
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zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), |
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zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie |
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zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. |
Das Risikomanagementsystem beinhaltet wie zuvor beschrieben die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Im Hinblick auf das interne Kontrollsystem bezüglich des Rechnungslegungsprozesses sind bei der Gesellschaft folgende Strukturen und Prozesse implementiert: Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess in der Gesellschaft. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle strategischen Geschäftsfelder eingebunden. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen den aktuellen externen und internen Entwicklungen angepasst werden. Bezogen auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Jahres- und Konzernabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
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Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Rechnungslegungsprozess. |
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Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Ergebnisse auf Ebene des Vorstands und auf Ebene der Bereiche bzw. der verantwortlichen Abteilungen. |
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Regelmäßige und präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses einschließlich Lagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und definierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen. |
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Maßnahmen, die die ordnungsmäßige IT-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen. |
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Maßnahmen zur Überwachung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. |
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Maßnahmen, die eine ordnungsmäßige Durchführung des Konsolidierungsprozesses sicherstellen. |
Im Folgenden werden die wesentlichen Marktchancen im Rahmen einer positiven Unternehmens- und Konjunkturentwicklung für GRAMMER dargestellt. Die Aufführung ist nicht abschließend und die dargestellten Chancen sind nicht notwendigerweise die einzigen, die sich uns bieten. Im Umkehrschluss ist es auch möglich, dass sich identifizierte Chancen nicht materialisieren.
Weltweite Konjunktur - Aufgrund der globalen Präsenz der GRAMMER Gruppe bieten sich Chancen, weiterhin vom Wachstum der weltweiten Wirtschaft zu profitieren. Insbesondere eine positive Entwicklung in unseren Hauptabsatzmärkten und eine damit einhergehende erhöhte Nachfrage nach Fahrzeugen im Pkw- und Nutzfahrzeugbereich können für GRAMMER Chancen hinsichtlich einer erhöhten Produktnachfrage vor allem in den Ländern und Regionen außerhalb Deutschlands ergeben.
Wachstum in Kernregionen - Insgesamt hat für GRAMMER die Bedeutung von Nord-/Mittelamerika sowie von China weiterhin stark zugenommen. Insbesondere im Segment Automotive ist GRAMMER hier zunehmend Lieferant für lokale Hersteller sowie für seine europäischen Partner im Premiumsegment. Durch die Übernahme der TMD Gruppe haben wir unsere Produktionskapazitäten in Nordamerika in der Nähe der OEMs ausgebaut und erwarten uns hierdurch einen Vorteil bei der Gewinnung neuer Aufträge. Zudem können die Produkte der erworbenen TMD Gruppe weltweit und erstmals auch plattformbezogen angeboten werden. In China ergeben sich aus der Auftragsgewinnung von weltweit tätigen und lokalen OEMs neue Chancen. Im Segment Commercial Vehicles sind wir mit einer lokalen Fertigung im chinesischen Lkw-Markt für gefederte Sitzsysteme aktiv und erwarten bei Realisierung von positiven Markteffekten zusätzliches Wachstum. Chancen ergeben sich unter anderem auch aus den Produktmerkmalen Ergonomie und Sicherheit.
Wachstum mit größerem Kundenstamm - Für die GRAMMER Gruppe bieten sich durch das Erschließen neuer Kundensegmente ebenfalls neue Chancen. Dies begründet sich einerseits durch die globale Expansion bestehender Kunden, andererseits auch durch die erhöhte Penetration lokaler Kunden auf neuen Märkten. Derartige Chancen haben sich bisher in einer erhöhten Kundendiversifikation in den USA und in Asien niedergeschlagen.
Fokussierung auf das Premiumsegment - GRAMMER ist mit seinen Produkten überwiegend auf das Premiumsegment fokussiert. Da im Rahmen positiver Konjunkturszenarien die Nachfrage in diesem Segment weniger schwankungsanfällig ist als der Gesamtmarkt, kann das Premiumsegment stärker als der Volumenmarkt wachsen. GRAMMER ist entsprechend bestrebt, diese Marktchancen wahrzunehmen.
Globale Megatrends - GRAMMER sieht sich gut positioniert, um von den globalen Megatrends Bevölkerungswachstum, vermehrte Nachfrage nach Mobilität, Steigerung der Nahrungsmittelnachfrage und höherem Wohlstand in den Schwellenländern zu profitieren. GRAMMER strebt an, die sich daraus bietenden Chancen optimal zu nutzen. So kann eine erhöhte Mobilitätsnachfrage den Absatz unserer Produkte im Bereich Automotive und Commercial Vehicles ankurbeln. Die steigende Nachfrage nach Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Gütern sowie eine erhöhte Bautätigkeit können ebenfalls zu höheren Absatzmengen im Segment Commercial Vehicles führen, da Maschinen häufig mit Sitzsystemen von GRAMMER ausgestattet sind. Insgesamt strebt GRAMMER für seine Produktfelder eine kontinuierliche Umsatzsteigerung aus den globalen Megatrends an.
Autonomes Fahren und E-Mobilität - GRAMMER ist ein Hersteller für den Innenraum mit unseren Sitzkomponenten und Konsolen sowie weiteren Dekor- und Funktionsteilen. Anders als in der Antriebs- und Motorentechnik erwarten wir von der technischen Weiterentwicklung immer wertigere und funktionalere Innenraumkomponenten, die auf die neuen Bedürfnisse des Fahrens eingehen und uns so neue Chancen eröffnen.
Neben Marktchancen bieten sich für GRAMMER auch strategische Chancen. Auf diese wird im Folgenden näher eingegangen.
Anorganisches Wachstum - Darunter verstehen wir unter anderem die Prüfung und Wahrnehmung von anorganischen Wachstumsmöglichkeiten. In diesem Zusammenhang beobachten wir kontinuierlich unsere Märkte im Hinblick auf Akquisitionsmöglichkeiten und Partnerschaften. Für den Fall, dass sich Chancen zur Festigung der Marktposition oder zur Erweiterung und Abrundung des Produktportfolios ergeben, können entsprechende Optionen geprüft werden. Da die Realisierung anorganischer Wachstumsmöglichkeiten von vielen nicht steuerbaren Einflussfaktoren abhängt, ist die Verwirklichung derartiger Chancen nicht prognostizierbar.
Effizienzmaßnahmen - Wir arbeiten permanent an fortlaufenden Effizienzmaßnahmen und Initiativen zur Kostensenkung mit dem Ziel, unsere strategische Wettbewerbsposition zu verbessern. In diesem Zusammenhang überprüft GRAMMER auch regelmäßig seine Aufstellung hinsichtlich der weltweiten Standorte.
Innovationen - Auch die im Forschungs- und Entwicklungsbereich befindlichen Projekte bieten, soweit diese zukünftig zu marktfähigen Produkten entwickelt werden, Chancen, neue Marktsegmente zu erschließen und/oder Marktanteile auszubauen. Hier arbeiten wir in beiden Segmenten gezielt an innovativen Lösungen, um den Anforderungen unserer Kunden auch in Zukunft gerecht zu werden. GRAMMER ist bestrebt, auch künftig als innovativer Premiumpartner der Kunden wahrgenommen zu werden und entsprechende Marktpotenziale durch Neuentwicklungen zu erschließen.
Wir sind nach eingehender Überprüfung der derzeitigen Risikosituation zu der Auffassung gekommen, dass die von der GRAMMER Gruppe getroffenen Vorsorgen und Maßnahmen den identifizierten Risiken in geeigneter Weise Rechnung tragen. Die uns derzeit bekannten Risiken führen zu der Einschätzung, dass wir keinen bestandsgefährdenden Risiken ausgesetzt sind und sich aus den Chancen zusätzlich risikominimierende Aspekte ergeben können. Zudem kann die strategische Partnerschaft mit Ningbo Jifeng dazu beitragen, unsere Marktstellung vor allem in China auszubauen. Inwieweit sich die Schwäche der Automobilindustrie weiter fortsetzt, kann noch nicht abschließend beurteilt werden, es wird aber nicht davon ausgegangen, dass es zu einer zeitnahen Erholung auf dem Pkw-Markt kommen wird. Die Entwicklung der Risiken auf den Rohstoffmärkten kann aufgrund der volatilen Prognosen nicht abschließend beurteilt werden, da mögliche Entwicklungsszenarien sowohl Chancen als auch Risiken beinhalten. Ein weiteres Risiko besteht in der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. Wie sehr sich dies in der Realwirtschaft niederschlägt, ist derzeit schwer einzuschätzen. Eine schwächere Nachfrage auf dem wichtigen Absatzmarkt China könnte die Fahrzeugindustrie belasten.
Die Vorjahresprognose für das Geschäftsjahr 2019 belief sich bezogen auf den Umsatz auf über 2,1 Mrd. EUR, ein EBIT, das deutlich über dem EBIT des Geschäftsjahres 2018 von 48,7 Mio. EUR liegt, eine operative EBIT-Rendite (bereinigt um Sonderbelastungen und Währungseffekte) über dem Niveau des Geschäftsjahres 2018, die sich auf 4,1% belief, und einen G-ROCE, der ebenfalls über dem Niveau des Vorjahres 2018 (10,5 %) liegt.
Aufgrund eines herausfordernden konjunkturellen Umfeldes, wurde die Prognose am 12. November 2019 angepasst. In der Quartalsmitteilung zum 30. September 2019 korrigierte GRAMMER für das Geschäftsjahr 2019 das Umsatzvolumen auf rund 2,0 Mrd. EUR (vorher rund 2,1 Mrd. EUR) und auf eine operative EBIT-Rendite von 3,8 % (vorher über dem Niveau von 2018 mit 4,1 %). Die Prognose 2019 für das EBIT wurde aufgrund des zum 30. September 2019 realisierten EBITs nicht angepasst und belief sich damit unverändert auf über 48,7 Mio. EUR.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 erreichte die GRAMMER Gruppe die am 12. November 2019 angepasste Prognose in allen Kennzahlen.
| Prognose/Kennzahlen | Prognose aus Geschäftsbericht 2018 | Angepasste Prognose vom Quartalsbericht QIII 2019 | Geschäftsbericht 2019 |
| Umsatz | > 2,1 Mrd. EUR | ~ 2,0 Mrd. EUR | 2,0 Mrd. EUR |
| EBIT | > 48,7 Mio. EUR | > 48,7 Mio. EUR | > 48,7 Mio. EUR |
| Operative EBIT-Rendite | > 4,1 % | ~ 3,8 % | 3,8 % |
| G-ROCE * | > 10,5 % | > 10,5 % | 8,4% |
Der G-ROCE betrug für das Geschäftsjahr 2019 8,4 % (Vj. 10,5 %). Der G-ROCE errechnet sich aus dem operativen EBIT und den Average Operating Assets der letzten vier Quartale. Im Geschäftsjahr 2018 floss innerhalb der Average Operating Assets die TMD-Akquisition ausschließlich in das vierte Quartal 2018 ein. Die vorhergehenden drei Quartale waren ohne die TMD-Akquisition. Unter der Annahme, das vierte Quartal 2018 für die G-ROCE Berechnung zu verwenden, ergibt sich ein G-ROCE für das Geschäftsjahr 2018 von 8,4 %. Unter dieser Annahme ist der G-ROCE für das Geschäftsjahr 2019 mit 8,4 % auf Vorjahresniveau.
Angesichts der Abschwächung 2019 und einer unsicheren Erholung geht der Internationale Währungsfonds IWF für 2020 insgesamt von einer labilen Lage der Weltwirtschaft aus.
Der Internationale Währungsfonds erwartet für 2020 eine nur moderate Erholung des globalen Wirtschaftswachstums von 2,9 % auf 3,3 %. Dabei dürften allerdings vorrangig die Entwicklungs- und Schwellenländer wieder etwas mehr Fahrt aufnehmen und sich ihr Wachstum auf 4,4% (3,7 %) beschleunigen. In Brasilien wird damit gerechnet, dass es ein Plus von 1 Prozentpunkt auf 2,2 % geben wird. In China wird mit 6,0 % nach 6,1% im Jahr 2019 die Entwicklung gedämpft. Ebenso sind die Aussichten für den amerikanischen Markt negativ. Es wird ein Rückgang um 0,3 Prozentpunkte erwartet auf 2,0 %.
Das prognostiziert schwächere Wachstum Chinas betrifft vor allem Industrieländer wie Deutschland, deren Exporte in die Volksrepublik niedriger ausfallen können. Insgesamt dürfte die Wirtschaftsleistung im Euroraum von 1,2 % im Jahr 2019 auf 1,3 % im Jahr 2020 steigen. Für Deutschland prognostiziert der IWF ein Plus von 0,6 Prozentpunkten auf 1,1 %.
Zugleich erwähnt der IWF in seiner Prognose, dass sich aufgrund diverser Risiken das Basisszenario für 2020 als zu optimistisch erweisen könnte. Handelsbarrieren und verschärfte geopolitische Spannungen sowie ungelöste Fragen im Zusammenhang mit dem Brexit, wie die Frage von Handelsabkommen mit Großbritannien, könnten die internationalen Handelsströme beeinträchtigen und Investitionen und Wachstum behindern. Bei einem anhaltenden Vertrauensschwund könnte sich nach Ansicht des IWF zudem die Risikoneigung in den globalen Märkten abrupt ändern und finanzielle Schwachstellen der Weltwirtschaft aufgrund der Niedrigzinsphase bloßlegen.
In seinem Prognosebericht geht der IHS nicht davon aus, dass es nach dem kräftigen Rückgang auf dem Pkw-Weltmarkt zügig zu einer Erholung kommen wird. Vielmehr wird damit gerechnet, dass 2020 weltweit 88,6 Mio. Fahrzeuge produziert werden. Das bedeutet weltweit nochmals einen Rückgang um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr. In China werden voraussichtlich 0,6% weniger Fahrzeuge produziert. Für Nordamerika wird ein Plus von 2,3% erwartet. Auch Südamerika soll den Prognosen zufolge mit einem Plus von 4,2% das Jahr 2020 beenden. In Europa hingegen wird ein Minus von 1,6% erwartet.
Bei der Nutzfahrzeugproduktion rechnet der IHS mit einem breit angelegten Abschwung. Sowohl in Nordamerika als auch in China seien teils kräftige Rückgänge zu erwarten. Weltweit wird mit einem Minus von 5,6% gerechnet. In China wird das Produktionsvolumen um 8,1% zurückgehen. Auch in Nordamerika wird mit einem Rückgang von 16,8% gerechnet. Für Südamerika wird eine Erhöhung des Produktionsvolumens um 5,0% erwartet. Für Europa sehen die Experten eine Stagnation gegenüber dem Vorjahr.
Die Erwartungen in der Landtechnikindustrie sind für das Jahr 2020 eher zurückhaltend.
Die Prognosen für die Baumaschinenindustrie fallen für das Jahr 2020 negativ aus. Für Deutschland wird ein Minus von 10 % erwartet. In Europa fällt der Rückgang mit minus 5 % geringer aus. Weltweit wird ebenso ein Rückgang von 5 % erwartet.
Aufgrund der Unsicherheit in der Weltpolitik und schwankenden Erwartungen mit Blick auf die Weltwirtschaft rechnet ein großer Hersteller mit einem stagnierenden Weltmarkt für Flurförderzeuge.
Aufgrund der vollen Auftragsbücher und der umfassenden Vorhaben der Bundesregierung zur Kapazitätssteigerung des Schienenverkehrs und zur Steigerung der Fahrgastzahlen sind die Aussichten für das Jahr 2020 positiv.
Für das Geschäftsjahr 2020 erwarten wir, dass die herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere in den für GRAMMER relevanten Märkten, anhalten werden. Aller Voraussicht nach wird sich die rückläufige Marktentwicklung der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2019 zumindest im ersten Halbjahr 2020 unverändert fortsetzen. Zusätzlich belastet seit Januar 2020 der Ausbruch des Coronavirus die Weltwirtschaft und führt zu weiteren Unsicherheiten. Aufgrund dieser Entwicklungen erwartet die GRAMMER Gruppe einen deutlich niedrigeren Umsatz im Geschäftsjahr 2020 (Vj. 2,0 Mrd. EUR), ein deutlich niedrigeres EBIT (Vj. 74,5 Mio. EUR) und eine operative EBIT-Rendite auf Vorjahresniveau.
Amberg, 9. März 2020
GRAMMER AG
Thorsten Seehars
Jurate Keblyte
Jens Öhlenschläger
Der Vorstand
| TEUR | Anhang | 2019 | 2018 |
| Umsatzerlöse | 7 | 2.038.507 | 1.861.292 |
| Kosten der Umsatzerlöse | 8.3 | -1.807.144 | -1.649.485 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 231.363 | 211.807 | |
| Vertriebskosten | 8.3 | -41.824 | -37.769 |
| Verwaltungskosten | 8.3 | -136.875 | -146.527 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 8.1 | 21.872 | 21.228 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 74.536 | 48.739 | |
| Finanzerträge | 8.2 | 3.460 | 1.506 |
| Finanzaufwendungen | 8.2 | -21.502 | -13.501 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 8.2 | -2.365 | -2.276 |
| Anteil am Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen | 8.5 | 9.438 | 0 |
| Ergebnis vor Steuern | 63.567 | 34.468 | |
| Ertragsteuern | 9 | -20.089 | -11.256 |
| Ergebnis nach Steuern | 43.478 | 23.212 | |
| Davon entfallen auf: | |||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 43.676 | 23.304 | |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | -198 | -92 | |
| Ergebnis nach Steuern | 43.478 | 23.212 | |
| Ergebnis je Aktie | |||
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 10 | 3,56 | 1,90 |
| TEUR | 2019 | 2018 |
| Ergebnis nach Steuern | 43.478 | 23.212 |
| Beträge, die nicht in zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (-) aus leistungsorientierten Plänen | ||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | -17.326 | 7.170 |
| Steueraufwand (-)/Steuerertrag | 5.039 | -2.098 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (-) aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) | -12.287 | 5.072 |
| Summe der Beträge, die nicht in zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | -12.287 | 5.072 |
| Beträge, die unter bestimmten Bedingungen in zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | ||
| Gewinne/Verluste (-) aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen | ||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | 2.177 | -3.964 |
| Gewinne/Verluste (-) aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen (nach Steuern) | 2.177 | -3.964 |
| Gewinne/Verluste (-) aus der Absicherung von Cashflow Hedges | ||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | 1.678 | -1.062 |
| Abzüglich ergebniswirksamer Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | -263 | 1.182 |
| Steueraufwand (-)/Steuerertrag | -416 | -6 |
| Gewinne/Verluste (-) aus der Absicherung von Cashflow Hedges (nach Steuern) | 999 | 114 |
| Gewinne/Verluste (-) aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | ||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | 3.019 | 2.616 |
| Steueraufwand (-)/Steuerertrag | -788 | -508 |
| Gewinne/Verluste (-) aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe (nach Steuern) | 2.231 | 2.108 |
| Summe der Beträge, die unter bestimmten Bedingungen in zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | 5.407 | -1.742 |
| Sonstiges Ergebnis | -6.880 | 3.330 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 36.598 | 26.542 |
| Davon entfallen auf: | ||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 36.815 | 26.650 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | -217 | -108 |
Aktiva
| TEUR | Anhang | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Sachanlagen | 12 | 463.305 | 348.246 |
| Immaterielle Vermögenswerte 1 | 12 | 205.604 | 214.399 |
| At Equity bewertete Beteiligung | 5 | 611 | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 16 | 9.421 | 2.026 |
| Latente Steueransprüche | 9 | 44.900 | 40.344 |
| Sonstige Vermögenswerte | 17 | 31.022 | 27.929 |
| Vermögenswerte aus Kundenverträgen | 15 | 70.760 | 63.388 |
| Langfristige Vermögenswerte | 825.623 | 696.332 | |
| Vorräte | 13 | 191.879 | 190.992 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 14 | 206.821 | 250.009 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1 | 16 | 3.935 | 7.968 |
| Kurzfristige Ertragsteuerforderungen | 5.455 | 11.458 | |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 18 | 142.651 | 204.373 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 17 | 37.314 | 28.438 |
| Kurzfristige Vermögenswerte aus Kundenverträgen | 15 | 60.771 | 51.847 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 648.826 | 745.085 | |
| BILANZSUMME | 1.474.449 | 1.441.417 | |
|
PASSIVA |
|||
| TEUR | Anhang | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Gezeichnetes Kapital | 19 | 32.274 | 32.274 |
| Kapitalrücklage | 19 | 129.796 | 129.796 |
| Eigene Anteile | 19 | -7.441 | -7.441 |
| Gewinnrücklagen | 19 | 263.408 | 228.920 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | 19 | -75.792 | -68.931 |
| Eigenkapital | 342.245 | 314.618 | |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | -3 | 222 | |
| Eigenkapital | 342.242 | 314.840 | |
| Langfristige Finanzschulden | 21 | 219.976 | 162.004 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 23 | 1.399 | 2.273 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 24 | 64.375 | 17.957 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 25 | 1.220 | 0 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 20 | 154.176 | 134.990 |
| Passive latente Steuern | 9 | 46.298 | 41.933 |
| Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen | 15 | 2.606 | 799 |
| Langfristige Schulden | 490.050 | 359.956 | |
| Kurzfristige Finanzschulden | 21 | 207.735 | 295.676 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 23 | 309.000 | 358.332 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 24 | 20.524 | 6.181 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 25 | 73.003 | 82.693 |
| Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten | 7.331 | 5.079 | |
| Rückstellungen | 22 | 23.394 | 18.018 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen | 15 | 1.170 | 642 |
| Kurzfristige Schulden | 642.157 | 766.621 | |
| Gesamtsumme Schulden | 1.132.207 | 1.126.577 | |
| BILANZSUMME | 1.474.449 | 1.441.417 |
1
Anpassung der Vorjahreswerte gem. IFRS 3.49, siehe Anhangangabe 4. Unternehmenszusammenschlüsse
| TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Eigene Anteile |
| Stand zum 1. Januar 2019 | 32.274 | 129.796 | 228.920 | -7.441 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 43.676 | |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtes Periodenergebnis | 0 | 0 | 43.676 | 0 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | -9.208 | 0 |
| Transaktion von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 | 20 | 0 |
| Stand zum 31. Dezember 2019 | 32.274 | 129.796 | 263.408 | -7.441 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | ||
| TEUR | Cashflow Hedges | Fremdwährungsumrechnung |
| Stand zum 1. Januar 2019 | -332 | -11.092 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 999 | 2.196 |
| Gesamtes Periodenergebnis | 999 | 2.196 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 |
| Transaktion von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 |
| Stand zum 31. Dezember 2019 | 667 | -8.896 |
| TEUR | Kumuliertes sonstiges Ergebnis | ||||
| Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | Vers. mathem. Gewinne u. Verluste aus leistungsor. Plänen | Summe | Anteile ohne beherrschenden Einfluss | Konzern-Eigenkapital | |
| Stand zum 1. Januar 2019 | -18.206 | -39.301 | 314.618 | 222 | 314.840 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 43.676 | -198 | 43.478 |
| Sonstiges Ergebnis | 2.231 | -12.287 | -6.861 | -19 | -6.880 |
| Gesamtes Periodenergebnis | 2.231 | -12.287 | 36.815 | -217 | 36.598 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | -9.208 | -20 | -9.228 |
| Transaktion von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 | 20 | 12 | 32 |
| Stand zum 31. Dezember 2019 | -15.975 | -51.588 | 342.245 | -3 | 342.242 |
| TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Eigene Anteile |
| Stand zum 1. Januar 2018 vor Anpassungen | 32.274 | 129.796 | 254.960 | -7.441 |
| Anpassung Erstanwendung von IFRS 15 (nach Steuern) | 0 | 0 | -33.633 | 0 |
| Anpassung Erstanwendung von IFRS 9 (nach Steuern) | 0 | 0 | -365 | 0 |
| Stand zum 1. Januar 2018 (angepasst) | 32.274 | 129.796 | 220.962 | -7.441 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 23.304 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtes Periodenergebnis | 0 | 0 | 23.304 | 0 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | -15.346 | 0 |
| Transaktion von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 31. Dezember 2018 | 32.274 | 129.796 | 228.920 | -7.441 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | ||
| TEUR | Cashflow Hedges | Fremdwährungsumrechnung |
| Stand zum 1. Januar 2018 vor Anpassungen | -446 | -7.144 |
| Anpassung Erstanwendung von IFRS 15 (nach Steuern) | 0 | 0 |
| Anpassung Erstanwendung von IFRS 9 (nach Steuern) | 0 | 0 |
| Stand zum 1. Januar 2018 (angepasst) | -446 | -7.144 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 114 | -3.948 |
| Gesamtes Periodenergebnis | 114 | -3.948 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 |
| Transaktion von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 |
| Stand zum 31. Dezember 2018 | -332 | -11.092 |
| TEUR | Kumuliertes sonstiges Ergebnis | ||||
| Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | Vers. mathem. Gewinne u. Verluste aus leistungsor. Plänen | Summe | Anteile ohne beherrschenden Einfluss | Konzern-Eigenkapital | |
| Stand zum 1. Januar 2018 vor Anpassungen | -20.314 | -44.373 | 337.312 | 349 | 337.661 |
| Anpassung Erstanwendung von IFRS 15 (nach Steuern) | 0 | 0 | -33.633 | 0 | -33.633 |
| Anpassung Erstanwendung von IFRS 9 (nach Steuern) | 0 | 0 | -365 | 0 | -365 |
| Stand zum 1. Januar 2018 (angepasst) | -20.314 | -44.373 | 303.314 | 349 | 303.663 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 23.304 | -92 | 23.212 |
| Sonstiges Ergebnis | 2.108 | 5.072 | 3.346 | -16 | 3.330 |
| Gesamtes Periodenergebnis | 2.108 | 5.072 | 26.650 | -108 | 26.542 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | -15.346 | -17 | -15.363 |
| Transaktion von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 | 0 | -2 | -2 |
| Stand zum 31. Dezember 2018 | -18.206 | -39.301 | 314.618 | 222 | 314.840 |
| TEUR | Anhang | 01-12 2019 | 01-12 2018 |
| 1. Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | |||
| Ergebnis vor Steuern | 63.567 | 34.468 | |
| Überleitung zwischen Ergebnis vor Steuern und Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | |||
| Abschreibungen und Wertminderungen auf/von Sachanlagen | 12 | 67.969 | 40.630 |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf/von Immaterielle(n) | |||
| Vermögenswerte(n) | 12 | 17.296 | 11.674 |
| Gewinn (-)/Verlust aus Anlageabgängen | 27 | 530 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen1 | 15.447 | 12.972 | |
| Finanzergebnis | 8.2 | 20.407 | 14.271 |
| Anteil am Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen | 8.5 | -9.438 | 0 |
| Veränderung betrieblicher Aktiva und Passiva | |||
| Abnahme/Zunahme (-) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerte 1 | 14,15,16,17 | 21.872 | 55.879 |
| Abnahme/Zunahme (-) der Vorräte | 13 | -886 | -19.752 |
| Abnahme (-)/Zunahme der Rückstellungen und Pensionsrückstellungen | 20,22 | -10.218 | -7.939 |
| Abnahme (-)/Zunahme der Verbindlichkeiten und sonstigen Passiva | 23,24,25 | -53.332 | 15.915 |
| Gezahlte Ertragsteuern | 9 | -8.738 | -15.081 |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 123.973 | 143.567 | |
| 2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit | |||
| Erwerb | |||
| Erwerb von Sachanlagen | 12 | -104.861 | -68.202 |
| Erwerb von Immateriellen Vermögenswerten | 12 | -5.654 | -5.737 |
| Erwerb von assoziierten Unternehmen | 5 | -613 | -1 |
| Erwerb von Tochterunternehmen, abzüglich erworbener Zahlungsmittel1 | 4 | 0 | -196.848 |
| Abgänge | |||
| Abgänge von Sachanlagen | 12 | 4.595 | 572 |
| Abgänge von Immateriellen Vermögenswerten | 12 | 148 | 9 |
| Auszahlungen aus der Bildung von Planvermögen | 20 | -1.326 | -898 |
| Erhaltene Zinsen | 8.2 | 3.460 | 1.506 |
| Erhaltene Zuwendungen der öffentlichen Hand | 477 | 225 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -103.774 | -269.374 | |
| 3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | |||
| Dividendenzahlungen | 19 | -9.228 | -15.363 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden | 21 | 148.228 | 247.763 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden | 21 | -189.725 | -36.847 |
| Abnahme (-)/Zunahme der Leasingverbindlichkeiten | 12 | -20.101 | -1.676 |
| Gezahlte Zinsen | 8.2 | -14.861 | -9.710 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -85.687 | 184.167 | |
| 4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode | |||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensumme 1 - 3) | -65.488 | 58.360 | |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | -4.162 | -3.088 | |
| Finanzmittelfonds zum 1. Januar | 193.304 | 138.032 | |
| Finanzmittelfonds zum 31. Dezember | 123.654 | 193.304 | |
| 5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | |||
| Liquide Mittel | 18 | 142.651 | 204.373 |
| Kontokorrentkredite (inkl. kurzfr. Verb. aus Factoringverträgen) gegenüber | |||
| Kreditinstituten | 21 | -18.997 | -11.069 |
| Finanzmittelfonds zum 31. Dezember | 123.654 | 193.304 |
1
Anpassung Vorjahreswerte gem. IFRS 3.49, siehe Anhangangabe 4. Unternehmenszusammenschlüsse.
Die GRAMMER AG ist eine nach deutschem Recht errichtete Aktiengesellschaft. Sitz und Geschäftsadresse der Gesellschaft ist die Georg-Grammer-Str. 2 in 92224 Amberg, Deutschland. Die Aktien der Gesellschaft werden seit 1996 an der Börse (Wertpapierbörsen Frankfurt am Main und München) über das elektronische Handelssystem Xetra gehandelt.
Die GRAMMER AG ist im Prime Standard an der Frankfurter Börse gelistet.
| International Securities Identification Number (ISIN): | DE0005895403 |
| Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN): | 589540 |
| Common Code: | 006754821 Börsenkürzel: GMM |
| Handelsregisternummer: | HRB 1182 Amtsgericht Amberg |
Der GRAMMER Konzern ist eine global agierende Unternehmensgruppe, welche auf die Entwicklung und Herstellung von komplexen Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Lkw, Bahnen und Offroad-Nutzfahrzeugen spezialisiert ist. Im Geschäftsjahr 2019 waren durchschnittlich 14.910 Mitarbeiter (ohne Auszubildende, inklusive 214 Mitarbeiter im Zentralbereich) in 48 (Vj. 48) Produktions- und Logistikstandorten weltweit sowie im Zentralbereich des GRAMMER Konzerns in Amberg beschäftigt.
Die GRAMMER AG wurde zum 31. Dezember 2019 von drei Vorstandsmitgliedern geführt. Der GRAMMER Konzern hat seine Aktivitäten in die operativen Segmente Automotive und Commercial Vehicles gegliedert. Diese Segmente sind in Anhangangabe 6 näher beschrieben. Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Reporting Standards (IFRS), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden und in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Der Konzernabschluss der GRAMMER AG (die "Gesellschaft") wurde gemäß § 315e Absatz 1 HGB am 9. März 2020 durch den Vorstand aufgestellt.
Die GRAMMER AG ist seit dem 8. Oktober 2019 eine 84,23 %ige mittelbare Tochtergesellschaft der Ningbo Jifeng Auto Parts Co., Ltd., Ningbo City, China (Ningbo Jifeng) und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Dieser ist unter http://www.sse.com.cn in chinesischer Sprache abrufbar. Direktes Mutterunternehmen der GRAMMER AG ist die Jiye Auto Parts GmbH, Kitzingen.
Der vorliegende Konzernabschluss der GRAMMER AG wurde unter Anwendung von § 315e HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den damit verbundenen Auslegungen (SIC/IFRIC-Interpretationen) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die gültigen International Accounting Standards (IAS).
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips, sofern nicht andere Bewertungsmaßstäbe verpflichtend anzuwenden sind. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Beträge und Prozentangaben nicht genau zu den angegebenen Summen addieren. Die Bilanz wird nach Fristigkeiten gegliedert. Das Gesamtergebnis wird in zwei getrennten Aufstellungen dargestellt, einer Gewinn- und Verlustrechnung und einer Gesamtergebnisrechnung. Die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren.
In bestimmten Fällen ist es erforderlich, schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze anzuwenden. So sind bei der Aufstellung des Konzernabschlusses zu einem gewissen Grad Ermessensentscheidungen und Annahmen zu treffen sowie Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualforderungen- und -verbindlichkeiten der Berichtsperiode auswirken. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Außerdem können diese Schätzungen enthalten, die GRAMMER in demselben Berichtszeitraum aus gleichermaßen nachvollziehbaren Gründen auch anders hätte treffen können. GRAMMER weist darauf hin, dass künftige Ereignisse häufig von Prognosen abweichen und Schätzungen routinemäßig Anpassungen erfordern. Annahmen und Schätzungen werden stets auf Parameter bezogen, wie diese zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorlagen. Aufgrund von Marktbewegungen und Marktverhältnissen, die außerhalb der Einflussnahme des Konzerns liegen, können diese jedoch in ihren zukünftigen Entwicklungen Änderungen erfahren. Solche Änderungen werden erst mit ihrem Auftreten berücksichtigt. Insbesondere finden Schätzungen und Ermessensspielräume in den Bereichen der Überprüfung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten, Immateriellen Vermögenswerten und langfristigen Vermögenswerten sowie bei der Bilanzierung von aktiven latenten Steuern und Verlustvorträgen und der Festlegung der Prämissen für die versicherungsmathematischen Berechnungen der Altersversorgungsaufwendungen aus leistungsorientierten Plänen Anwendung. Des Weiteren bestehen Schätzungen und Ermessensspielräume im Bereich Erlöse aus Verträgen mit Kunden bei der Bestimmung des Transaktionspreises und im Bereich Finanzinstrumente bei erwarteten Kreditrisiken bzw. -ausfällen für die Portfoliobildung. Außerdem sind Ermessensentscheidungen bei der Beurteilung, ob eine rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht, für die eine Rückstellung zu erfassen ist, zu treffen. Insbesondere hinsichtlich des Bestehens einer faktischen Verpflichtung, wie bei Restrukturierungsrückstellungen, werden alle bekannten Umstände gewürdigt. Im Zuge des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" liegen insbesondere Schätzungen und Ermessenspielräume bei der Bestimmung der Laufzeit des Leasingverhältnisses vor. Der Konzern beurteilt zu Beginn des Leasingverhältnisses, ob es hinreichend sicher ist, dass eine vertragliche Option zur Verlängerung bzw. Kündigung des Leasingverhältnisses oder zum Kauf des Leasinggegenstands ausgeübt wird. Dabei werden alle relevanten Faktoren in Betracht gezogen, die einen wirtschaftlichen Anreiz geben, die Option auszuüben, wie beispielsweise Kosten im Zusammenhang mit einer Verlegung des Standorts, wesentliche Mietereinbauten und die vertraglichen Konditionen. Nach der Bereitstellung des Leasinggegenstands wird die Laufzeit des Leasingverhältnisses erneut bestimmt, falls ein wesentliches Ereignis oder eine Änderung der Umstände eintritt, das bzw. die im Einflussbereich von GRAMMER liegt und Auswirkungen auf die ursprüngliche Bestimmung der Laufzeit hat.
Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der GRAMMER AG und die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der Tochterunternehmen zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres. Die Abschlüsse des Mutter- und der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Stichtage der Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften entsprechen dem Konzernabschlussstichtag.
In den Konzernabschluss sind die GRAMMER AG sowie Tochtergesellschaften, über die die GRAMMER AG eine mittelbare oder unmittelbare Beherrschung ausübt, einbezogen. Die GRAMMER AG beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, sofern sie Verfügungsgewalt über dieses hat, an positiven und negativen variablen Rückflüssen dieser Gesellschaften partizipiert und diese Rückflüsse durch ihre Verfügungsgewalt beeinflussen kann. Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens, das während des Berichtszeitraums erworben wurde, werden ab dem Tag, an dem die GRAMMER AG die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Tag, an dem die Beherrschung endet, in der Bilanz bzw. der Gesamtergebnisrechnung des Konzerns erfasst.
Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Gesellschaften werden miteinander verrechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen und innerhalb des Konzerns ausgeschüttete Dividenden werden eliminiert.
Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbes bemessen sich aus der Summe der übertragenen Gegenleistung, die zum Zeitpunkt des Erwerbes mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wird, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen.
Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie entstehen.
Bei einem Unternehmenserwerb werden alle identifizierbaren erworbenen Vermögenswerte, übernommenen Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag bewertet. Eine vereinbarte bedingte Gegenleistung wird ebenfalls zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst. Ein entstehender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird auf den Abschnitt Geschäfts- oder Firmenwert verwiesen. Werden nachträgliche Änderungen am beizulegenden Zeitwert einer bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, vorgenommen, werden diese im Einklang mit IFRS 9 entweder erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung oder direkt im Eigenkapital im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine als Eigenkapital eingestufte bedingte Gegenleistung wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert.
Die Konsolidierung von Tochterunternehmen im Konzernabschluss erfolgt durch die Verrechnung des Buchwerts der Anteile an Tochterunternehmen mit dem Konzernanteil am Eigenkapital des jeweiligen Tochterunternehmens. Anteile ohne beherrschenden Einfluss stellen den Anteil am Ergebnis und am Reinvermögen dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Ein auf diese Anteile entfallendes Ergebnis wird in der Gewinn- und Verlustrechnung folglich separat vom Anteil am Ergebnis, der den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen ist, ausgewiesen. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt von dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital.
Gemeinschaftsunternehmen sind Unternehmen, bei denen GRAMMER und eine oder mehrere konzernfremde Partei(en) gemeinschaftlich die Führung ausüben. Gemeinschaftliche Führung liegt dann vor, wenn Entscheidungen über maßgebliche Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern.
Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei dem GRAMMER über maßgeblichen Einfluss verfügt. Maßgeblicher Einfluss liegt dann vor, wenn die Möglichkeit besteht, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Beteiligungsunternehmens mitzuwirken, nicht aber die Beherrschung oder die gemeinschaftliche Führung besteht. Das Vorliegen eines maßgeblichen Einflusses wird widerlegbar vermutet, wenn der Anteilseigner direkt oder indirekt über mindestens 20 % der Stimmrechte am Unternehmen verfügt. Die Anteile des GRAMMER Konzerns an einem solchen Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert.
Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt. Diese Anschaffungskosten werden in den Folgejahren erhöht oder gemindert, um die Änderungen des Anteils des Konzerns am Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen seit dem Erwerbszeitpunkt zu erfassen. Ist der Anteil des Konzerns am Nettovermögen negativ, so erfolgt eine Erfassung von Verlustanteilen nur, wenn eine Verpflichtung zum Verlustausgleich besteht. Der Konzern ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob objektive Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor, so wird die Höhe der Wertminderung als Differenz zwischen dem erzielbaren Betrag des Anteils am Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen und dem Buchwert ermittelt und dann als Verlust als "Anteil am Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen" erfolgswirksam erfasst. Der Buchwert bildet die Obergrenze der Wertminderung, soweit keine Verlustausgleichsverpflichtung besteht.
Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines assoziierten oder eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens entstehen, sind in den fortgeführten Beteiligungsbuchwerten dieser Unternehmen enthalten. Im Falle der Veräußerung eines solchen Unternehmens wird der zurechenbare Anteil des Firmenwertes bei der Ermittlung des Veräußerungsergebnisses berücksichtigt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns enthält somit den Anteil des Konzerns am Periodenergebnis des Gemeinschaftsunternehmens und assoziierten Unternehmens, soweit dies einen positiven Beitrag darstellt. Änderungen, die direkt im Eigenkapital im sonstigen Ergebnis eines Beteiligungsunternehmens erfolgen, werden ebenfalls direkt im Eigenkapital, und zwar im sonstigen Ergebnis des Konzerns erfasst. Außerdem werden unmittelbar im Eigenkapital der Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen ausgewiesene Änderungen vom Konzern in Höhe des Anteils erfasst und soweit erforderlich in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen dem Konzern und den Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil am Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen eliminiert.
Der Konzern gliedert seine Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz in kurz- und langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden. Ein Vermögenswert ist als kurzfristig einzustufen, wenn die Realisierung des Vermögenswerts innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag erwartet wird, der Vermögenswert primär für Handelszwecke gehalten wird oder es sich um Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalente handelt. Alle anderen Vermögenswerte werden als langfristig eingestuft. Eine Schuld ist als kurzfristig einzustufen, wenn die Erfüllung der Schuld innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag erwartet wird oder die Schuld primär für Handelszwecke gehalten wird. Alle anderen Schulden werden als langfristig eingestuft. Latente Steueransprüche und -schulden werden als langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden eingestuft.
Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der GRAMMER AG, aufgestellt. Für jedes Tochterunternehmen legt der Konzern die funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden auf Basis ihrer funktionalen Währung in die Konzernwährung Euro umgerechnet. Die funktionale Währung eines Tochterunternehmens entspricht überwiegend der jeweiligen Landeswährung. Die Umrechnung von der funktionalen Währung des Tochterunternehmens in die Darstellungswährung des Konzerns erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Gemäß der modifizierten Stichtagskursmethode werden die Bilanzen mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag und die Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Durchschnittskursen umgerechnet. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Hiervon ausgenommen sind Währungsdifferenzen aus Fremdwährungskrediten, soweit sie aus einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb entstanden sind. Diese werden direkt im Eigenkapital erfasst und bei deren Abgang im Periodenergebnis ausgewiesen. Währungsdifferenzen aus Fremdwährungskrediten, soweit sie zur Sicherung einer Nettoinvestition dienen, werden direkt im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst.
Für die Währungsumrechnung wurden hinsichtlich der für den Konzern wichtigen Währungen folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:
| DURCHSCHNITTSKURS | STICHTAGSKURS | ||||
| 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | ||
| Argentinien | ARS | 0,019 | 0,032 | 0,015 | 0,023 |
| Brasilien | BRL | 0,227 | 0,233 | 0,221 | 0,225 |
| China | CNY | 0,129 | 0,128 | 0,128 | 0,127 |
| Großbritannien | GBP | 1,138 | 1,129 | 1,175 | 1,118 |
| Japan | JPY | 0,008 | 0,008 | 0,008 | 0,008 |
| Mexiko | MXN | 0,046 | 0,044 | 0,047 | 0,044 |
| Polen | PLN | 0,232 | 0,235 | 0,235 | 0,232 |
| Südafrika | ZAR | 0,062 | 0,065 | 0,063 | 0,061 |
| Tschechien | CZK | 0,039 | 0,039 | 0,039 | 0,039 |
| Türkei | TRY | 0,159 | 0,183 | 0,150 | 0,165 |
| USA | USD | 0,892 | 0,848 | 0,890 | 0,873 |
Erlöse aus Verträgen mit Kunden werden erfasst, wenn die Verfügungsgewalt über die Güter oder Dienstleistungen auf den Kunden übergeht. Die Erfassung erfolgt in Höhe der Gegenleistung, die GRAMMER im Austausch für diese Güter oder Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Für die Ermittlung der Umsatzrealisierung aus Verträgen mit Kunden wird das Fünf-Stufen-Modell verwendet. Im Rahmen der identifizierten Verträge mit Kunden werden mit der Serienentwicklung und der Serienbelieferung insbesondere für den Konzern zwei eigenständig abgrenzbare Leistungsverpflichtungen identifiziert, welche nachfolgend separat beschrieben werden.
Im Rahmen der Serienentwicklung werden Kundenwerkzeuge, Entwicklungsleistungen, Vorrichtungen und Prototypen zu einer Leistungsverpflichtung "Serienentwicklung" gebündelt, da die zugrunde liegenden Waren und Dienstleistungen nach Ansicht von GRAMMER nicht eigenständig abgrenzbar sind und die Güter und Dienstleistungen in hohem Maße voneinander abhängig oder miteinander verbunden sind. Umsatzerlöse aus dieser Leistungsverpflichtung werden über einen bestimmten Zeitraum erfasst, wenn der resultierende Vermögenswert keine alternative Nutzungsmöglichkeit für das Unternehmen aufweist und das Unternehmen einen Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistung hat. Der Leistungsfortschritt wird nach der inputbasierten Methode ermittelt, da ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen den bereits entstandenen Kosten und dem Fortschritt bei der Erbringung der Entwicklungsleistung angenommen wird und basiert auf dem Verhältnis der bereits angefallenen Kosten zu den gesamten erwarteten Kosten. Ein erwarteter Verlust aus einer Leistungsverpflichtung wird sofort als Aufwand erfasst. Zu erwartende Auftragsverluste aus einer projektspezifischen Serienentwicklung werden durch entsprechende Rückstellungen berücksichtigt (Abschnitt Rückstellungen). Die Bilanzierung dieser Leistungsverpflichtung beruht auf den individuellen Verträgen mit unseren Kunden vorwiegend im Segment Automotive. Signifikante Finanzierungskomponenten bei diesen Verträgen wurden nicht identifiziert. Die Ansprüche bzw. Verpflichtungen an den Kunden aus Verträgen für die Serienentwicklung werden unter den Bilanzpositionen "Vermögenswerte aus Kundenverträgen" bzw. "Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen" dargestellt.
Im Rahmen der Serienbelieferung werden Herstellung und Lieferung der Serienteile zu einer Leistungsverpflichtung "Serienbelieferung" gebündelt. Die Verfügungsgewalt über die Serienlieferteile überträgt GRAMMER zu einem bestimmten Zeitpunkt und erfasst damit den Erlös zu dem Zeitpunkt, zu dem der Kunde die Verfügungsgewalt über die gelieferten Serienteile erhält und den Nutzen aus der Serienbelieferung zieht. Signifikante Finanzierungskomponenten bei diesen Serienbelieferungsverträgen wurden nicht identifiziert. Bei der Bestimmung des Transaktionspreises für die Serienbelieferung berücksichtigt der Konzern die Auswirkungen von an die Kunden gezahlten Gegenleistungen. An einen Kunden gezahlte Gegenleistungen umfassen Beträge, die GRAMMER an seine Kunden zahlt und die keine Bezahlung eines vom Kunden gelieferten, eigenständig abgrenzbaren Guts oder einer eigenständig abgrenzbaren Dienstleistung darstellen. Die an den Kunden gezahlte Gegenleistung aktiviert GRAMMER in Höhe der Vorauszahlung als sonstige Vermögenswerte und erfasst diese zu dem Zeitpunkt als eine Verringerung des Transaktionspreises, zu der die Erlöse in Verbindung mit der entsprechenden Serienbelieferung erfasst werden. Zusätzliche Kosten, die im Rahmen der Vertragserfüllung der Serienbelieferungsverträge mit den Kunden entstehen, werden als Vermögenswert angesetzt, wenn GRAMMER damit rechnet, dass diese Kosten erwirtschaftet werden. Die aktivierten Kosten werden linear über den Zeitraum des erwarteten zukünftigen Nutzens abgeschrieben und in den Kosten der Umsatzerlöse erfasst.
Bei Vermögenswerten aus Kundenverträgen besteht ein Anspruch auf den Erhalt einer Gegenleistung im Austausch für Güter oder Dienstleistungen, die auf einen Kunden übertragen wurden. Kommt GRAMMER seinen vertraglichen Verpflichtungen durch Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen auf einen Kunden nach, bevor der Kunde die Gegenleistung entrichtet oder bevor die Zahlung fällig wird, werden Vermögenswerte aus Kundenverträgen für den bedingten Anspruch auf Gegenleistung erfasst.
Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen sind Verpflichtungen von GRAMMER, Güter oder Dienstleistungen auf einen Kunden zu übertragen, für die GRAMMER eine Gegenleistung erhalten hat bzw. noch erhalten wird. Zahlt ein Kunde eine Gegenleistung, bevor GRAMMER die Güter oder Dienstleistungen auf ihn überträgt, werden Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen erfasst, wenn die Zahlung geleistet oder fällig wird (je nachdem, welches von beiden Ereignissen früher eintritt). Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen werden als Erlös erfasst, sobald GRAMMER seine vertraglichen Verpflichtungen erfüllt.
Der unbedingte Anspruch des Konzerns auf Gegenleistung (d. h. Fälligkeit tritt automatisch durch Zeitablauf ein) wird unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt. Die Rechnungslegungsmethoden für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden im Abschnitt Finanzielle Vermögenswerte erläutert.
Der Konzern bietet üblicherweise gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistungen für die Behebung von Mängeln, die zum Zeitpunkt des Verkaufs vorlagen. Diese sogenannten assurance-type warranties werden als Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen erfasst. Einzelheiten zu der Rechnungslegungsmethode für Gewährleistungsrückstellungen sind im Abschnitt Rückstellungen enthalten. Darüber hinausgehende Gewährleistungszusagen, die als eigenständig abgrenzbare Dienstleistung anzusehen wären, bestehen nicht.
Forschungskosten werden unmittelbar als Aufwand erfasst. Marktbezogene Entwicklungsaufwendungen werden als Immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn sie die Ansatzkriterien erfüllen und der Konzern diese nachweisen kann:
| ― |
Die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des Immateriellen Vermögenswertes, die eine interne Nutzung oder einen Verkauf des Vermögenswertes ermöglicht, |
| ― |
die Absicht, den Immateriellen Vermögenswert fertigzustellen, und die Fähigkeit, ihn zu nutzen oder zu verkaufen, |
| ― |
wie der Vermögenswert einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird, |
| ― |
die Verfügbarkeit von Ressourcen zum Zwecke der Fertigstellung des Vermögenswertes und |
| ― |
die Fähigkeit, die dem Immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zuzurechnenden Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können. |
Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz unter Anwendung des Anschaffungskostenmodells bilanziert. Dabei werden die aktivierten Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen fortgeführt. Die Abschreibung erfolgt über den Zeitraum, über den künftiger Nutzen zu erwarten ist. Der aktivierte Betrag der Entwicklungsaufwendungen wird einmal jährlich auf Wertminderung überprüft, solange der Vermögenswert noch nicht genutzt wird oder wenn unterjährig Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen.
Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil des Finanzergebnisses ausgewiesen. Bei allen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten sowie den verzinslichen als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert eingestuften finanziellen Vermögenswerten werden Zinserträge und -aufwendungen anhand des Effektivzinssatzes erfasst. Der Effektivzins ist derjenige Kalkulationszinssatz, mit dem die geschätzten zukünftigen Ein- und Auszahlungen über die erwartete Laufzeit oder auch kürzer exakt auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswertes oder der finanziellen Verbindlichkeit abgezinst werden.
Dividendenerträge werden erfasst, sobald ein rechtlicher Anspruch auf Zahlung besteht.
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das begünstigte Konzernunternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Im Falle von aufwandsbezogenen Zuwendungen werden diese passiviert und planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen. Bezieht sich die Zuwendung auf einen Vermögenswert, wird diese in einem passivischen Abgrenzungsposten erfasst und über die erwartete Nutzungsdauer des betreffenden Vermögenswertes linear erfolgswirksam aufgelöst. Sofern Darlehen oder ähnliche Beihilfen aus der öffentlichen Hand oder ihren verbundenen ausführenden Organisationen zu einem Zinssatz gewährt werden, der unter dem aktuellen Marktzins liegt, wird ein aufgrund des vergünstigten Zinssatzes erzielter Vorteil als Zuwendung der öffentlichen Hand erfasst.
Steuerpositionen werden unter Berücksichtigung der jeweiligen lokalen Steuergesetze und Steuersätze ermittelt und unterliegen wegen ihrer Komplexität möglicherweise einer abweichenden Interpretation durch Steuerpflichtige einerseits und lokale Finanzbehörden andererseits. Der Konzern bildet, basierend auf Schätzungen, Rückstellungen für mögliche Auswirkungen steuerlicher Außenprüfungen. Die Berechnung der Rückstellungen basiert auf verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der Erfahrung aus früheren Außenprüfungen und unterschiedlichen Auslegungen der steuerrechtlichen Vorschriften durch die Steuerbehörde. Steuern, die sich auf Sachverhalte beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden ebenfalls direkt im Eigenkapital ausgewiesen. Nach der Verbindlichkeitenmethode (Liability Method) werden aktive und passive latente Steuern mit der künftigen Steuerwirkung angesetzt, die sich aus den zeitlich befristeten Differenzen zwischen bilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Aktiv- und Passivposten ergeben. Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:
| ― |
Latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, dürfen nicht angesetzt werden. |
| ― |
Latente Steueransprüche aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures stehen, dürfen nur in dem Umfang erfasst werden, in dem es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit umkehren werden und ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können. |
Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die entsprechenden Steuervorteile realisiert werden. Insbesondere wird geprüft, ob das Unternehmen in der näheren Vergangenheit eine Reihe von Verlusten erwirtschaftet hat.
Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist daher eine wesentliche Ermessensausübung des Managements bezüglich einer Schätzung des erwarteten Eintrittszeitpunktes und der Höhe des zukünftig zu versteuernden Einkommens notwendig. Ebenso ist eine verlässliche Planung der zukünftigen zu versteuernden Ergebnisse erforderlich. Die Werthaltigkeit der aktivierten latenten Steuer wird jährlich geprüft. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird.
Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden.
Umsatzsteuerbeträge, die von der Steuerbehörde erstattet werden oder an diese abgeführt werden, werden unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten oder den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten in der Bilanz erfasst.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und kumulierte Wertminderungsaufwendungen, angesetzt. Sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bestimmten Komponenten einer Sachanlage wesentlich - gemessen an den gesamten Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Sachanlage - und müssen sie in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden, dann setzt der Konzern diese Komponenten einzeln an und schreibt sie planmäßig linear ab. Die dabei zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen der voraussichtlichen Nutzbarkeit der jeweiligen Komponente. Restwerte werden, sofern wesentlich, bei der Berechnung der Abschreibungen berücksichtigt. Der Ansatz von Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfolgt auf Basis der direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteiliger Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen sowie der Fremdkapitalkosten für langfristige Bauprojekte oder ähnliche Herstellungsvorgänge, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Ansonsten werden Reparaturkosten und Zinsen auf Fremdkapital als laufender Aufwand erfasst. Das Sachanlagevermögen wird planmäßig linear und pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Außerplanmäßige Wertminderungen werden vorgenommen, wenn der Buchwert den Nutzungswert bzw. den Nettoveräußerungspreis des betreffenden Vermögenswertes übersteigt. Beim Wegfall der Gründe für die in Vorjahren erfassten außerplanmäßigen Wertminderungen erfolgt eine entsprechende Zuschreibung. Die Höhe einer solchen Zuschreibung ist jedoch auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten begrenzt.
Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Entstehen aus dieser Ausbuchung Gewinne oder Verluste, da der Nettoveräußerungserlös vom Buchwert abweicht, wird diese Differenz in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Restbuchwerte von Vermögenswerten, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Leasingverhältnisse, die die GRAMMER AG oder eine Tochtergesellschaft als Leasingnehmer eingegangen ist, werden entweder als Operating-Lease oder als Finance-Lease klassifiziert. Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen. Diese erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes enthält. Bei der Nutzung von gemieteten Sachanlagen sind die Voraussetzungen des Finanzierungsleasings nach IAS 17 erfüllt, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum in Verbindung stehen, auf die betreffende Konzerngesellschaft übertragen wurden. In diesem Fall liegt das wirtschaftliche Eigentum bei den jeweiligen Konzernunternehmen und das Sachanlagevermögen wird mit dem beizulegenden Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Es erfolgt eine planmäßig lineare Abschreibung des Sachanlagevermögens entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrags. Die mit dem Leasingverhältnis entstehende Verbindlichkeit wird passiviert und um den Tilgungsanteil der geleisteten Leasingraten gemindert. Soweit Konzernunternehmen als Leasingnehmer im Rahmen von Operating-Lease-Verhältnissen auftreten, werden Leasingraten bzw. Mietzahlungen linear über die Dauer des Leasingverhältnisses direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Unter die Leasingverhältnisse können auch sogenannte Sale & Lease back Transaktionen fallen. Diese umfassen die Veräußerung eines Vermögenswerts und die Rückmietung des gleichen Vermögenswerts.
Ein Leasingverhältnis ist ein Vertrag, der das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts (Leasinggegenstand) für einen vereinbarten Zeitraum gegen Entgelt überträgt. GRAMMER setzt als Leasingnehmer grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse einen Vermögenswert für das Nutzungsrecht an dem Leasinggegenstand und eine Verbindlichkeit für die über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu leistenden Leasingzahlungen mit dem Barwert gemäß Effektivzinsmethode in der Bilanz an. Die Beurteilung, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet, erfolgt zu Vertragsbeginn. Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten werden zum Bereitstellungsdatum, d. h. zu dem Zeitpunkt, an dem der zugrunde liegende Vermögenswert zur Nutzung bereitsteht, erfasst. Bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeit werden folgende Leasingzahlungen berücksichtigt:
| ― |
feste Zahlungen, abzüglich etwaiger zu erhaltender Leasinganreize; |
| ― |
variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind; |
| ― |
erwartete Zahlungen aus Restwertgarantien; |
| ― |
der Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn deren Ausübung hinreichend sicher ist; |
| ― |
Strafzahlungen für eine Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in der Laufzeit berücksichtigt ist, dass eine Kündigungsoption wahrgenommen wird. |
Die Leasingzahlungen werden mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz abgezinst, da der dem Leasingverhältnis zugrunde liegende Zinssatz für GRAMMER in der Regel nicht ohne Weiteres bestimmt werden kann. Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet und umfassen:
| ― |
den Betrag aus der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit; |
| ― |
bei oder vor der Bereitstellung geleistete Leasingzahlungen abzüglich erhaltener Leasinganreize; |
| ― |
anfängliche direkte Kosten und |
| ― |
Rückbauverpflichtungen. |
Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die planmäßige Abschreibung der Nutzungsrechte erfolgt linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit des Leasingverhältnisses und erwarteter Nutzungsdauer des Leasingverhältnisses. Die Regelungen des IAS 36 zur Ermittlung und Erfassung von Wertberichtigungen gelten auch für aktivierte Nutzungsrechte.
Für kurzfristige Leasingverhältnisse (Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von maximal 12 Monaten sowie ohne Kaufoption) und Leasingverhältnisse, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert (Büro-und Geschäftsausstattung, wie z.B. Drucker und elektronische Kleingeräte) ist, erfasst GRAMMER die Leasingzahlungen linear als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung. Ebenfalls wird dieses Vorgehen für immaterielle Vermögenswerte angewendet.
Die Laufzeit des Leasingverhältnisses umfasst die unkündbare Dauer eines Leasingverhältnisses zusammen mit den Zeiträumen, die sich aus einer Verlängerungs- oder Kündigungsoption sowie Kaufoption ergeben, sofern es hinreichend sicher ist, dass diese Option ausgeübt wird. Dabei werden allen maßgeblichen Fakten und Umständen Rechnung getragen, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung bzw. Nichtausübung der Option geben, einschließlich aller Änderungen dieser Fakten und Umstände, die vom Bereitstellungsdatum bis zum Zeitpunkt der Optionsausübung zu erwarten sind.
Ändern sich die erwarteten Leasingzahlungen, z. B. bei indexabhängigen Leasingzahlungen oder aufgrund neuer Einschätzungen bezüglich vertraglicher Optionen, wird die Leasingverbindlichkeit neu bewertet. Die Anpassung an den Buchwert erfolgt grundsätzlich erfolgsneutral durch korrespondierende Anpassung des aktivierten Nutzungsrechts.
Immaterielle Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Immateriellen Vermögenswerten entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Die Immateriellen Vermögenswerte werden in den Folgeperioden mit ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und etwaiger kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Bei Immateriellen Vermögenswerten wird zwischen Immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter und solchen mit unbestimmter Nutzungsdauer unterschieden. Außer dem Geschäfts- oder Firmenwert liegen im GRAMMER Konzern keine Immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer vor. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer analog dem Vorgehen bei den Sachanlagen abgeschrieben. Ebenso werden Immaterielle Vermögenswerte auf Wertminderung untersucht, wann immer es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass sie wertgemindert sein könnten. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswertes oder der erwartete Abschreibungsverlauf des Vermögenswertes geändert, werden ein anderer Abschreibungszeitraum oder eine andere Abschreibungsmethode gewählt. Derartige Änderungen stellen die Änderung einer Schätzung dar. In den Immateriellen Vermögenswerten sind Patente und Lizenzen enthalten. Patente können sowohl selbst erstellt als auch erworben sein und werden zu Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten bilanziert. Lizenzen für die Nutzung geistigen Eigentums werden einzelfallspezifisch für einen Zeitraum von ein bis zehn Jahren erteilt. Patente und Lizenzen werden linear über deren Nutzungsdauer abgeschrieben.
Ein Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als aktiver Unterschiedsbetrag der übertragenen Gegenleistung über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte abzüglich der übernommenen Schulden des erworbenen Unternehmens ergeben. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen fortgeführt. Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden einmal jährlich oder bei vorliegenden Hinweisen auf Wertminderung überprüft. Bei einem solchen Wertminderungstest wird die Wertminderung durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags (recoverable amount) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht, bestimmt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (fair value less cost to sell) und Nutzungswert (value in use). Liegt der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter ihrem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Dabei wird zuerst der Buchwert des der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes wertgemindert und erst danach, in deren Verhältnis zum Gesamtbuchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der Buchwert der anderen Vermögenswerte der Einheit. Eine Wertaufholung für Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt nicht. Die Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt einmal jährlich auf Ebene der Segmente, welche die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns darstellen. Diese Einheiten oder Gruppen von Einheiten repräsentieren die unterste Ebene, auf der ein Geschäfts- oder Firmenwert durch die Unternehmensführung überwacht wird. Diese Überwachung erfordert eine Schätzung des Nutzungswertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswertes muss der Konzern zum einen die voraussichtlichen künftigen Zahlungsströme der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und zum anderen einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Zahlungsströme zu ermitteln. Die Prognosen der Zahlungsströme basieren auf Erfahrungen der Vergangenheit und der von der Unternehmensleitung vorgenommenen Einschätzung künftiger Entwicklungen über die nächsten drei Jahre. Zahlungsströme jenseits der Planungsperiode werden unter Anwendung individueller Wachstumsraten extrapoliert. Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten und des Nutzungswerts basiert, beinhalten geschätzte Wachstumsraten, gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensätze und Steuersätze. Diese Schätzungen sowie die zugrunde liegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes haben.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Anschaffungskosten werden im Konzern mit einem gleitenden Durchschnittspreis und einem angemessenen Teil der zuordenbaren Warenbezugskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Kosten der Verwaltung werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzurechnen sind. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Ermittlung der Herstellungskosten für Vorräte aus konzerninternen Lieferungen erfolgt hinsichtlich der Zwischengewinneliminierung durch retrograde Abschläge auf die Konzernverrechnungspreise. Sofern die Nettoveräußerungswerte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Preise am Absatzmarkt niedriger sind, werden diese gesunkenen Preise angesetzt.
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten. Diese werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei der Konzernkapitalflussrechnung umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die oben definierten Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen sowie in Anspruch genommene Kontokorrentkredite.
Erwirbt die GRAMMER AG oder eine Konzerngesellschaft eigene Anteile, so werden diese zu Anschaffungskosten erfasst und vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, der Verkauf und die Ausgabe oder Einziehung von eigenen Anteilen wird erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Etwaige Unterschiedsbeträge zwischen Buchwert und der Gegenleistung werden im Eigenkapital erfasst.
Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen beruht auf dem in IAS 19 (überarbeitet 2011) vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste ergeben sich aus Bestandsänderungen und Abweichungen der tatsächlichen Trends (z. B. Einkommens- oder Rentenerhöhungen) gegenüber den Rechnungsannahmen und werden über das sonstige Ergebnis in die Gewinnrücklagen eingestellt und anschließend nicht mehr in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Dienstzeitaufwand, nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Gewinne und Verluste aus Plankürzungen und außerordentlichen Planabgeltungen werden ihrer Funktion nach in den Umsatzkosten, den Verwaltungskosten oder den Vertriebskosten erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird als Aufwand erfasst, wenn die Planänderung eintritt. In Bezug auf die leistungsorientierten Pläne liegt im GRAMMER Konzern nur in Bezug auf eine Entgeltumwandlungszusage ein entsprechendes Planvermögen vor. Für die leistungsorientierten Pensionspläne werden sowohl die Nettozinsaufwendungen als auch die Zinserträge, die aus dem Planvermögen resultieren, im Finanzergebnis erfasst. Die sonstigen Post-Employment-Leistungen an Arbeitnehmer werden gemäß IAS 19 (überarbeitet 2011) entsprechend bewertet. Versicherungsmathematische Bewertungen beruhen auf wesentlichen Annahmen, unter anderem zu Abzinsungssätzen, erwarteten Gehalts- und Rententrends sowie Sterblichkeitsraten. Die angesetzten Abzinsungssätze werden auf Grundlage der Renditen bestimmt, die am Ende des Berichtszeitraums für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen mit entsprechender Laufzeit und Währung erzielt werden. Aufgrund sich ändernder Markt- und Wirtschaftsbedingungen, insbesondere im Zinsbereich, können die zugrunde gelegten Annahmen von der tatsächlichen Entwicklung abweichen. Aufgrund der Komplexität in der Bewertung und ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung höchst sensibel auf Änderungen der Annahmen. Diese werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Beitragsorientierte Altersversorgungspläne sind im GRAMMER Konzern nicht vorhanden. Weitere Details zu den Pensionsverpflichtungen sind in Anhangangabe 20 erläutert.
Gemäß IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, soweit gegenüber Dritten gegenwärtige Verpflichtungen aus einem vergangenen Ereignis bestehen, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führen und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Sofern der Konzern für einen Sachverhalt, für den eine Rückstellung gebildet wurde, teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie zum Beispiel bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug der Erstattung ausgewiesen. Ist die Wirkung eines Zinseffekts wesentlich, werden Rückstellungen zu einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der gegebenenfalls die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Zinsaufwand erfasst. Rückstellungen für Gewährleistungskosten werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der zugrunde liegenden Produkte oder der Erbringung der Dienstleistungen gebildet. Der als Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung erforderlichen Vorsorge dar. Die Bemessung von Rückstellungen für Gewährleistungen und Rechtsstreitigkeiten ist in erheblichem Maße von Schätzungen und Annahmen geprägt. Für die Einschätzung von Gewährleistungen werden in hohem Umfang Annahmen über technische Ausfälle, Kosten oder mögliche Ansprüche getroffen, welche teilweise auf den Erfahrungswerten des operativen Managements beruhen. Diese können sich im Laufe der Zeit konkretisieren und verändern. Eine Rückstellung für Restrukturierungskosten wird dann angesetzt, wenn die allgemeinen Kriterien für den Ansatz einer Rückstellung nach IAS 37 erfüllt sind. Der Konzern ist in unterschiedlichen Ländern mit Rechtsstreitigkeiten und regulatorischen Verfahren konfrontiert. Diese Verfahren können dazu führen, dass der Konzern zivilrechtliche Sanktionen oder Geldbußen auferlegt bekommt. Der Konzern bildet dann Rückstellungen für solche Verfahren, wenn es wahrscheinlich ist, dass in Zusammenhang damit eine Verpflichtung entstanden ist, die zukünftig wahrscheinlich zu einem Mittelabfluss führen wird. Hat der Konzern einen belastenden Vertrag, wird die gegenwärtige vertragliche Verpflichtung als Rückstellung erfasst und bewertet. Bevor jedoch eine separate Rückstellung für einen belastenden Vertrag erfasst wird, erfasst der Konzern den Wertminderungsaufwand für Vermögenswerte, die mit dem Vertrag verbunden sind. Ein belastender Vertrag ist ein Vertrag, bei dem die unvermeidbaren Kosten (d. h. die Kosten, die der Konzern nicht vermeiden kann, weil er den Vertrag hat) zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen höher sind als der erwartete wirtschaftliche Nutzen. Die unvermeidbaren Kosten aus einem Vertrag spiegeln den Mindestbetrag der bei Ausstieg aus dem Vertrag anfallenden Nettokosten wider; diese stellen den niedrigeren Betrag von Erfüllungskosten und etwaigen aus der Nichterfüllung resultierenden Entschädigungszahlungen oder Strafgeldern dar.
Im Vergütungssystem des Vorstands ist als Teil der variablen erfolgsabhängigen Vergütung eine anteilsbasierte Vergütung enthalten. Die anteilsbasierte Vergütung ist im Total Shareholder Return ("TSR") als Teil des Long Term Incentive ("LTI") enthalten und berechnet sich aus dem Vergleich der GRAMMER Kursperformance in den vier Geschäftsjahren der Performance-Periode zum SDAX. Die anteilsbasierte Vergütung wird in bar abgegolten und wird zum Bilanzstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Bis zur Auszahlung des LTI wird die Verbindlichkeit für die erfolgsabhängige Vergütung zu jedem Bilanzstichtag und am Erfüllungstag neu bestimmt und alle Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam in den Verwaltungskosten erfasst.
Die Aktivierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag. Beim erstmaligen Ansatz werden finanzielle Vermögenswerte für die Folgebewertung entweder als zu fortgeführten Anschaffungskosten, als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis oder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert.
Die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt zum einen anhand der Charakteristika der mit dem finanziellen Vermögenswert einhergehenden Cashflows (Zahlungsstrombedingungen) und zum anderen aufgrund des Geschäftsmodells des GRAMMER Konzerns für die Verwaltung der finanziellen Vermögenswerte (Geschäftsmodellbedingungen). Finanzielle Vermögenswerte, die die Zahlungsstrombedingungen erfüllen, indem sie Cashflows generieren, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen, können zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Diese Beurteilung wird auf der Ebene des einzelnen Finanzinstruments durchgeführt. Finanzielle Vermögenswerte werden im GRAMMER Konzern in folgende Bewertungskategorien klassifiziert:
| ― |
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Assets at Amortised Costs - FAAC) |
| ― |
Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert ohne Umgliederung kumulierter Gewinne und Verluste bei Ausbuchung (Eigenkapitalinstrumente) (Financial Assets at Fair Value through Other Comprehensive Income - FVOCI) |
| ― |
Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Financial Assets at Fair Value through Profit or Loss - FVtPL) |
In die Bewertungskategorie "Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (FAAC)" werden Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Darlehen und Forderungen (Sonstige finanzielle Vermögenswerte) klassifiziert. Diese werden im Rahmen des Geschäftsmodells des GRAMMER Konzerns gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, Vermögenswerte zu halten, um die vertraglichen Cashflows zu vereinnahmen. Die Zahlungsstrombedingungen sind für diese finanziellen Vermögenswerte erfüllt. Gewinne und Verluste werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, wenn diese ausgebucht oder wertgemindert werden sowie sich über Amortisierung verringern. Sie werden nach der erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Der Ansatz der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum Rechnungsbetrag.
Für Darlehen und Forderungen (Sonstige finanzielle Vermögenswerte) werden Wertminderungen nach dem allgemeinen Ansatz vorgenommen. Hat sich deren Kreditrisiko seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht, wird eine Wertminderung in Höhe der Kreditausfälle erfasst, deren Eintritt innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet wird (12-Monats-Expected Credit Loss; Stufe 1). Erwartete Kreditverluste basieren auf der Differenz zwischen den vertraglichen Cashflows, die vertragsgemäß zu zahlen sind, und der Summe der Cashflows, deren Erhalt der Konzern erwartet, abgezinst mit einem Näherungswert des ursprünglichen Effektivzinssatzes. Die erwarteten Cashflows beinhalten die Cashflows aus dem Verkauf der gehaltenen Sicherheiten oder anderer Kredit-besicherungen, die wesentlicher Bestandteil der Vertragsbedingungen sind. Hat sich das Kreditrisiko seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht, wird eine Wertminderung in Höhe der über die Restlaufzeit erwarteten Kreditausfälle erfasst (Gesamtlaufzeit-Expected Credit Loss; Stufe 2 und 3). Der Expected Credit Loss mindert den Buchwert des finanziellen Vermögenswertes und wird erfolgswirksam auf einem separaten Wertberichtigungskonto erfasst.
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vermögenswerte aus Kundenverträgen wird das vereinfachte Wertminderungsmodell verwendet und die über die Gesamtlaufzeit erwarteten Verluste erfasst. Der Konzern hat eine Wertberichtigungsmatrix erstellt, die auf seiner bisherigen Erfahrung mit Kreditverlusten basiert und um zukunftsbezogene Faktoren, die für die Kreditnehmer und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spezifisch sind, angepasst wurde. Auf Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen wendet der Konzern die praktische Vereinfachung für Finanzinstrumente mit geringem Kreditrisiko an. Dabei beurteilt er zu jedem Abschlussstichtag unter Heranziehung aller angemessenen und belastbaren Informationen, die ohne einen unangemessenen Kosten- oder Zeitaufwand verfügbar sind, ob das Finanzinstrument ein geringes Kreditrisiko aufweist. Die Gruppe der "Finanziellen Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVtPL)" enthält die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte, finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft werden, oder finanzielle Vermögenswerte, die zwingend zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung oder des Rückkaufs in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme von Derivaten, die als Sicherungsinstrumente designiert wurden und als solche effektiv sind. Sie werden bei erstmaligem Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, wobei unrealisierte Gewinne und Verluste unsaldiert erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst werden. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen von Factoring verkauft werden sollen, fallen ebenfalls in diese Kategorie. Im Konzern lagen im aktuellen Geschäftsjahr keine erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte vor.
Beim erstmaligen Ansatz kann der Konzern unwiderruflich die Wahl treffen, seine Eigenkapitalinstrumente als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete Eigenkapitalinstrumente (FVOCI) zu klassifizieren, wenn sie die Definition von Eigenkapital nach IAS 32 erfüllen und nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Die Klassifizierung erfolgt einzeln für jedes Instrument. Hierbei bleiben die Gewinne und Verluste bei der Ausbuchung des finanziellen Vermögenswertes im sonstigen Ergebnis (OCI). Gewinne und Verluste aus Investitionen in Eigenkapitalinstrumente werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Sind die vertraglichen Rechte auf die Cashflows aus einem Vermögenswert ausgelaufen oder im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem finanziellen Vermögenswert übertragen, wird der finanzielle Vermögenswert ausgebucht. Vor dem Erfüllungstag erfolgt dann eine Ausbuchung, sobald die Uneinbringlichkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übrigen finanziellen Vermögenswerten feststeht.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz als finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen, als Verbindlichkeiten oder als Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind, klassifiziert. Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet, im Fall von Darlehen und Verbindlichkeiten abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten. Finanzielle Verbindlichkeiten werden in folgende Bewertungskategorien klassifiziert:
| ― |
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities at Amortised Costs - FLAC) |
| ― |
Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss - FLtPL) |
"Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FLtPL)" umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie andere finanzielle Verbindlichkeiten, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert wurden und Derivate mit negativen Marktwerten, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert wurden oder als solche ineffektiv sind. Finanzielle Verbindlichkeiten werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke des Rückkaufs in der nahen Zukunft eingegangen wurden. Finanzielle Verbindlichkeiten, die in diese Kategorie fallen, werden nicht nur bei ihrer erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, sondern auch in den Folgeperioden. Daraus resultierende Gewinne und Verluste werden ergebniswirksam erfasst. Der Teil der Fair Value-Änderungen, der der Änderung des eigenen Kreditrisikos des GRAMMER Konzerns zuzuordnen ist, wird nicht erfolgswirksam, sondern erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Im Geschäftsjahr 2019 hat der Konzern nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, finanzielle Verbindlichkeiten dieser Kategorie zuzuordnen.
Die "Finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC)" enthalten die finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht einer anderen Kategorie der finanziellen Verbindlichkeiten zugeordnet werden. In diese Kategorie fallen in der Regel vor allem Darlehen. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Bei den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entspricht der Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag den fortgeführten Anschaffungskosten. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen mittels der Effektivzinsmethode.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die der Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit grundverschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird im Periodenergebnis erfasst.
Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte und Zinsswaps, um sich gegen Wechselkurs-, Zins- oder andere Preisrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Je nachdem, ob der beizulegende Zeitwert positiv oder negativ ist, werden sie als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten erfasst.
Der GRAMMER Konzern klassifiziert Sicherungsbeziehungen zum Zwecke der Bilanzierung als Absicherung von Cashflows. Dabei handelt es sich um eine Absicherung des Risikos von Schwankungen der Cashflows, die einem bestimmten Risiko zuzuordnen sind, das mit einem bilanzierten Vermögenswert, einer bilanzierten Verbindlichkeit oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion verbunden ist oder dem Währungsrisiko einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung zugeordnet werden kann.
Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Sicherungsgeschäfte, die alle Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfüllen, werden wie folgt bilanziert:
Der wirksame Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument wird im sonstigen Ergebnis erfasst, während der unwirksame Teil sofort erfolgswirksam erfasst wird. Das kumulierte sonstige Ergebnis wird auf den niedrigeren der folgenden Beträge angepasst: Den kumulierten Gewinn oder Verlust aus dem Sicherungsinstrument seit Beginn der Sicherungsbeziehung oder die kumulierte Änderung des beizulegenden Zeitwerts des gesicherten Grundgeschäfts.
Der Konzern nutzt Devisenterminkontrakte als Sicherungsinstrument zur Absicherung des aus einer erwarteten Transaktion resultierenden Währungsrisikos und Rohstoffterminkontrakte zur Absicherung des Volatilitätsrisikos bei Warenpreisen. Des Weiteren nutzt GRAMMER Zinsswaps zur Absicherung von Cashflows aus variabel verzinslichen Finanzschulden. Zum aktuellen Bilanzstichtag waren Devisentermingeschäfte, Zinsswaps, jedoch keine Warenterminkontrakte im Bestand. Ferner bestanden für die vorliegenden Zinsswaps und Devisenterminkontrakte vollständig wirksame Sicherungsbeziehungen. Erfüllen die Sicherungsgeschäfte nicht die Anforderungen hinsichtlich des Hedge Accountings oder handelt es sich um den unwirksamen Teil einer ansonsten wirksamen Sicherungsbeziehung, erfolgt die Erfassung der Änderung des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam.
Der IASB hat nachfolgend aufgelistete Standards veröffentlicht, die erstmals für das Jahr 2019 verpflichtend anzuwenden sind. Nachfolgend werden nur die Standards und Interpretationen aufgeführt, die eine wesentliche Auswirkung auf den Abschluss von GRAMMER haben. Weitere verpflichtend anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften sind für den Konzern nicht wesentlich und werden aus diesem Grund nicht aufgeführt.
GRAMMER wendet beginnend mit dem 1. Januar 2019 die neuen Regelungen des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" unter Verwendung der modifiziert retrospektiven Methode an. Das heißt, Umstellungseffekte wurden zu Beginn der Erstanwendung am 1. Januar 2019 kumuliert erfasst und eine Anpassung der Vergleichsperioden erfolgte nicht. Der IFRS 16 ersetzt den Standard IAS 17 "Leasingverhältnisse" und alle die Leasingbilanzierung betreffenden Interpretationen (IFRIC 4; SIC-15 und SIC-27).
Die wesentlichen Umstellungseffekte für den GRAMMER Konzern als Leasingnehmer sind, dass zukünftig Vermögenswerte und Schulden aus ehemaligen Operating-Leasingverhältnissen (inkl. Mietverträgen) von Verwaltungs- und Produktionsgebäuden, Lagern, Fahrzeugen sowie technischen Anlagen und Maschinen in der Bilanz erfasst werden müssen.
Die Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung bestehen erwartungsgemäß aus dem Ersatz der linearen monatlichen Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse durch die Abschreibungen der Nutzungsrechte und die Zinsaufwendungen aus der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten.
Für die erstmalige Anwendung des IFRS 16 nimmt GRAMMER den praktischen Behelf in Anspruch und beurteilt zum 1. Januar 2019 nicht erneut, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Des Weiteren wurde auf eine Wertminderungsprüfung verzichtet und stattdessen wurde unmittelbar vor dem Zeitpunkt der Erstanwendung bewertet, ob es sich um einen belastenden Vertrag handelt. Die anfänglichen direkten Kosten blieben bei der Erstanwendung unberücksichtigt. Für kurzfristige Leasingverhältnisse (Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von maximal 12 Monaten und ohne enthaltene Kaufoption) und Leasingverhältnisse, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist, nimmt GRAMMER die Anwendungserleichterung in Anspruch und erfasst die Leasingzahlungen linear als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung. Des Weiteren wird die Ausnahmeregelung, IFRS 16 nicht für immaterielle Vermögenswerte anzuwenden, für alle Klassen immaterieller Leasinggegenstände genutzt. Zudem wird von dem Wahlrecht, Nichtleasing- und Leasingkomponenten als eine einzige Leasingkomponente zu bilanzieren, Gebrauch gemacht.
Im Konzernabschluss 2018 berichtete GRAMMER basierend auf der Änderung der Leasingdefinition 55,6 Mio. EUR als Leasingverbindlichkeiten, ausgehend von den zum 31. Dezember 2018 ausgewiesenen Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse als Leasingnehmer in Höhe von 68,3 Mio. EUR. Aufgrund der zusätzlichen Berücksichtigung hinreichend sicherer Verlängerungs- und Kündigungsoptionen wurden in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2019 nun 56,0 Mio. EUR als Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen erfasst. Die Einführung von IFRS 16 beeinflusste die folgenden Bilanzposten zum 1. Januar 2019 wie folgt:
| ― |
Sachanlagen - Zunahme um 55.988 TEUR |
| ― |
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - Zunahme um 43.384 TEUR |
| ― |
sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten - Zunahme um 12.604 TEUR |
Die Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus ehemaligen Finanzierungsleasing-Verhältnissen, die gemäß IAS 17 unmittelbar vor dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 bestanden, wurden zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung nicht geändert und ab dem 1. Januar 2019 gemäß IFRS 16 bilanziert. Im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 16 auf Operating-Leasingverhältnisse wurden die Nutzungsrechte in Höhe des Betrags der Leasingverbindlichkeit angesetzt.
Ausgehend von den Operating-Leasingverpflichtungen zum 31. Dezember 2018 ergab sich folgende Überleitung auf den Eröffnungsbilanzwert der Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019:
| TEUR | 1. Januar 2019 |
| Operating-Lease-Verpflichtungen zum 31. Dezember 2018 | 68.252 |
| Anwendungserleichterung für kurzfristige Leasingverhältnisse | -6.803 |
| Anwendungserleichterung für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte | -215 |
| Hinreichend sichere Verlängerungs- und Kündigungsoptionen | 417 |
| Brutto-Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 | 61.651 |
| Abzinsung | -5.663 |
| Leasingverbindlichkeiten durch die Erstanwendung von IFRS 16 zum 1. Januar 2019 | 55.988 |
| Barwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zum 31. Dezember 2018 | 21.087 |
| Gesamte Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 | 77.075 |
Für die Bewertung des Nutzungsrechts wurde zum Erstanwendungszeitpunkt der Grenzfremdkapitalzinssatz verwendet. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz betrug 3,48 %. Für die Ermittlung des Grenzfremdkapitalzinssatzes wurden Referenzzinssätze für Unternehmensanleihen für einen Zeitraum bis zu 20 Jahren aus risikolosen Zinssätzen (Swap-Rate) und einem Risikoaufschlag (Spread) für die entsprechende Bonität des GRAMMER Konzerns für den jeweiligen Währungsraum abgeleitet. Für Währungsräume, für die diese Werte nicht verfügbar waren, wurden Zinssätze von Unternehmensanleihen, ggf. unter Verwendung von Schätzungen, mit entsprechender Bonität des GRAMMER Konzerns herangezogen.
Die Interpretation tritt für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die Interpretation stellt klar, wie die Ansatz- und Bewertungsvorschriften in IAS 12 "Ertragsteuern" anzuwenden sind, wenn Unsicherheiten in Bezug auf ertragsteuerliche Behandlungen bestehen. Im Rahmen der Einschätzung der Unsicherheit wird beurteilt, ob es wahrscheinlich ist, dass die Behörde die unsichere steuerliche Behandlung akzeptieren wird. Dabei muss bestimmt werden, ob jede unsichere steuerliche Behandlung separat oder gemeinsam mit einem oder mehreren anderen unsicheren steuerlichen Behandlungen beurteilt wird. Dabei wird der Ansatz gewählt, der die bessere Vorhersage im Hinblick auf die Auflösung der Unsicherheit ermöglicht. Die Einführung von IFRIC 23 hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Die Änderungen an IAS 19 betreffen die Bilanzierung von Plananpassungen, -kürzungen oder -abgeltungen. Danach sind bei einer Anpassung, Kürzung oder Abgeltung eines leistungsorientierten Versorgungsplans der laufende Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen für das restliche Geschäftsjahr unter Verwendung der aktuellen versicherungsmathematischen Annahmen neu zu ermitteln, die zur erforderlichen Neubewertung der Nettoschuld (Vermögenswert) verwendet wurden. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern, da diese Berechnung in den bisherigen Pensionsgutachten bereits berücksichtigt wurde.
Der IASB hat in 2019 folgende Standards und Interpretationen veröffentlicht, die bereits im Rahmen des Komitologieverfahrens in das EU-Recht übernommen wurden, aber im Geschäftsjahr 2019 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren:
| ― |
Änderungen an den Querverweisen zum Rahmenkonzept in den IFRS-Standards |
| ― |
Änderungen nach IAS 1 und IAS 8 - Definition von Wesentlichkeit |
| ― |
Interest Rate Benchmark Reform (Änderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7) |
Nachfolgend werden nur die Standards und Interpretationen detaillierter beschrieben, die eine Auswirkung auf den Abschluss von GRAMMER haben. Die weiteren vom IASB und IFRIC veröffentlichten Standards sind für den Konzern nicht relevant und werden aus diesem Grund nicht aufgeführt.
Die Änderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 in Bezug auf die Interest Rate Benchmark Reform wurden im September 2019 veröffentlicht. Die Änderungen stellen die erste Phase der Arbeiten des IASB bezüglich der Auswirkungen der Reform der Interbank Offered Rates (IBOR) dar. Die international angestrebten Reformen führten zu Unsicherheiten bezüglich der langfristigen Existenzfähigkeit des bisherigen IBOR. Die Änderungen sehen in IFRS 9 vorübergehende Erleichterungen vor, die es erlauben sollen, das Hedge Accounting in der Zeit vor dem formalen Austausch der bestehenden Zinsbenchmarks durch alternative, nahezu risikofreie Zinssätze (RFR) beizubehalten. Die Erleichterungen gelten für alle Sicherungsbeziehungen, die direkt von der Reform der Zinsbenchmarks betroffen sind. Bei der Überprüfung der Bilanzierbarkeit eines Cashflow-Hedges ist davon ausgehen, dass die Reformen zu keinen Änderungen an den Zinsbenchmarks führen. Gleiches gilt für die Beurteilung des wirtschaftlichen Zusammenhangs nach IFRS 9. Die Änderungen sind erstmals am 1. Januar 2020 rückwirkend anzuwenden. Jedoch können bereits de-designierte Sicherungsbeziehungen nicht wiederhergestellt werden. GRAMMER hat die IBOR-bezogenen Verträge identifiziert und bewertet die Auswirkungen laufend hieraus bzw. hat diese teilweise bereits angepasst.
Der IASB hat in 2019 weitere Standards und Interpretationen veröffentlicht, die aber im Rahmen des Komitologieverfahrens noch nicht in das EU-Recht übernommen wurden. Da GRAMMER hieraus keine wesentlichen Änderungen erwartet, werden diese nachfolgend nicht aufgeführt.
In den Konzernabschluss sind die Abschlüsse der GRAMMER AG als Mutterunternehmen und der folgenden Tochterunternehmen einbezogen:
| Kapitalanteil in % |
||||
| Name der Tochtergesellschaft | Sitz | Hauptgeschäftstätigkeit | 2019 | 2018 |
| 1. In den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen | ||||
| 1. GRAMMER do Brasil Ltda. | Atibaia, Brasilien | Automotive/ Commercial Vehicles | 100,00 | 100,00 |
| 2. GRAMMER Seating Systems Ltd. | Bloxwich, Großbritannien | Vertriebsgesellschaft | 100,00 | 100,00 |
| 3. GRAMMER Koltuk Sistemlen Sanayi ve Ticaret A.S. | Bursa, Türkei | Commercial Vehicles | 99,40 | 99,40 |
| 4. GRAMMER Inc. | Hudson (WI), USA | Automotive/ Commercial Vehicles | 100,00 | 100,00 |
| 5. GRAMMER CZ s.r.o. | Tachov, Tschechien | Automotive/ Commercial Vehicles | 100,00 | 100,00 |
| 6. GRAMMER Japan Ltd. | Tokio, Japan | Vertriebsgesellschaft | 100,00 | 100,00 |
| 7. GRAMMER AD | Trudovetz, Bulgarien | Commercial Vehicles | 98,84 | 98,80 |
| 8. GRAMMER System GmbH | Amberg, Deutschland | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 9. GRAMMER Automotive Metall GmbH | Amberg, Deutschland | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 10. GRAMMER Automotive Slovenija d.o.o. | Slovenj Gradec, Slowenien | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 11. GRAMMER Automotive Espanola S.A. | Olèrdola, Spanien | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 12. GRAMMER Industries Inc. | Greenville (SC), USA | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 13. GRAMMER Automotive Puebla S.A. de C.V. | Puebla, Mexiko | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 14. GRAMMER Automotive Polska Sp. z o.o. | Bielsko-Biala, Polen | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 15. GRAMMER Seating (Xiamen) Ltd. | Xiamen, China | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 16. GRAMMER Interior (Hanjin) Co., Ltd. | Tianjin, China | Commercial Vehicles | 100,00 | 100,00 |
| 17. GRAMMER Interior (Changchun) Co., Ltd. | Changchun, China | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 18. GRAMMER Interior (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai, China | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 19. GRAMMER System d.o.o. | Aleksinac, Serbien | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 20. GRAMMER Railway Interior GmbH | Amberg, Deutschland | Commercial Vehicles | 100,00 | 100,00 |
| 21. GRAMMER Technical Components GmbH | Kümmersbruck, Deutschland | Commercial Vehicles | 100,00 | 100,00 |
| 22. GRAMMER Electronics N.V. | Aartselaar, Belgien | Commercial Vehicles | 100,00 | 100,00 |
| 23. GRAMMER Interior (Beijing) Co., Ltd. | Beijing, China | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 24. GRAMMER Automotive CZ s.r.o. | Ceska Lipa, Tschechien | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 25. GRAMMER Seating (Jiangsu) Co., Ltd. | Jiangyin, China | Commercial Vehicles | 100,00 | 100,00 |
| 26. GRAMMER Automotive South Africa (Pty) Ltd. | Bedfordview, Südafrika | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 27. GRAMMER Argentina S.A. | Buenos Aires, Argentinien | Commercial Vehicles | 99,96 | 99,96 |
| 28. GRAMMER Italia srl. | Jesi, Italien | Commercial Vehicles | 100,00 | 100,00 |
| 29. GRAMMER Interior Components GmbH | Hardheim, Deutschland | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 30. GRAMMER Seating (Shaanxi) Co., Ltd. | Weinan City, China | Commercial Vehicles | 90,00 | 90,00 |
| 31. Toledo Molding & Die Inc. | Toledo (OH), USA | Automotive | 100,00 | 100,00 1 |
| 32. TMD Mexico LLC | Wilmington (DE), USA | Automotive | 100,00 | 100,00 1 |
| 33. TMD International Holdings LLC | Wilmington (DE), USA | Automotive | 100,00 | 100,00 1 |
| 34. TMD WEK LLC | Wilmington (DE), USA | Automotive | 100,00 | 100,00 1 |
| 35. TMD Tennessee LLC | Fayetteville (TN), USA | Automotive | 100,00 | 100,00 1 |
| 36. TMD Wisconsin LLC | Beloit (WI), USA | Automotive | 100,00 | 100,00 1 |
| 37. Toledo Molding de Mexico S. de R.L. de C.V. | Queretaro, Mexico | Automotive | 100,00 | 100,00 1 |
| 38. TMD CZR s.r.o. | Prag, Tschechien | Automotive | 100,00 | 100,00 1 |
| 39. TMD WEK North LLC | Jefferson (OH), USA | Automotive | 100,00 | 100,00 1 |
| 2. In den Konzernabschluss einbezogene Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen | ||||
| 1. GRA-MAG Truck Interior Systems LLC | London (OH), USA | Commercial Vehicles | 50,00 | 50,00 |
| 2. ALLYGRAM Systems and Technologies Private Limited | Pune, Indien | Entwicklungsgesellschaft | 30,00 2 | - |
1
Die TMD Gruppe wurde zum 1.Oktober 2018 vollständig übernommen und erstmalig in den
Konzernabschluss einbezogen.
2
Das Unternehmen ALLYGRAM Systems and Technologies Private Ltd. wurde ab 29. August
2019 als assoziiertes Unternehmen erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen.
In den Konzernabschluss sind neben der GRAMMER AG fünf inländische und 34 ausländische Gesellschaften, die von der GRAMMER AG gemäß IFRS 10 direkt oder indirekt beherrscht werden, einbezogen. Als At-Equity-einbezogene Gesellschaften werden das Gemeinschaftsunternehmen GRA-MAG Truck Interior Systems LLC, London, OH, USA (GRA-MAG LLC), ausgewiesen, an dem die GRAMMER AG 50 % der Stimmrechte hält sowie erstmalig in 2019 das assoziierte Unternehmen ALLYGRAM Systems and Technologies Private Limited, Pune, Indien (ALLYGRAM), an dem die GRAMMER AG 30 % der Stimmrechte hält. Als einheitliches Abschlussdatum gilt für alle einbezogenen Gesellschaften der 31. Dezember 2019.
| 2019 | Inland | Ausland | Gesamt |
| Vollkonsolidierte Gesellschaften | |||
| (inkl. Grammer AG) | 6 | 34 | 40 |
| At Equity einbezogene Gesellschaften | 0 | 2 | 2 |
| Gesellschaften | 6 | 36 | 42 |
| 2018 | Inland | Ausland | Gesamt |
| Vollkonsolidierte Gesellschaften | |||
| (inkl. Grammer AG) | 6 | 34 | 40 |
| At Equity einbezogene Gesellschaften | 0 | 1 | 1 |
| Gesellschaften | 6 | 35 | 41 |
Innerhalb des GRAMMER Konzerns werden an allen Tochtergesellschaften Beteiligungen gehalten, die beherrschenden Einfluss sicherstellen.
Die Gesellschaften GRAMMER System GmbH, GRAMMER Automotive Metall GmbH, GRAMMER Railway Interior GmbH, GRAMMER Technical Components GmbH und die GRAMMER Interior Components GmbH nehmen die Erleichterungsvorschrift des § 264 Absatz 3 HGB teilweise in Anspruch.
Die Kaufpreisallokation im Rahmen der Akquisition der Toledo Molding & Die, Inc. (TMD) wurde innerhalb eines Jahres nach dem Übernahmezeitpunkt aufgrund endgültiger Informationen gemäß IFRS 3.49 angepasst. Am 22. Mai 2018 hat die GRAMMER AG einen Kaufvertrag zur Übernahme von 100 % der Geschäftsanteile an der Toledo Molding & Die, Inc. (TMD) mit Sitz in Toledo, Ohio, USA, und ihrer Tochtergesellschaften unterzeichnet. Am 1. Oktober 2018 hat die GRAMMER AG die Übernahme der TMD Gruppe abschließend vollzogen und seit diesem Zeitpunkt konsolidiert. Weitere Einzelheiten zur Übernahme der TMD Gruppe zum 1. Oktober 2018 sind in Anhangangabe 4 im Geschäftsbericht 2018 enthalten.
Für die endgültig abgeschlossene Kaufpreisallokation ergaben sich eine Anpassung des Kaufpreises und somit veränderte Anschaffungskosten. In der folgenden Übersicht sind die Zeitwerte zum Erstkonsolidierungszeitpunkt nach vorläufiger und endgültiger Kaufpreisallokation der TMD Gruppe dargestellt:
| TEUR | endgültiger beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt |
| Sachanlagen | 83.184 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 81.845 |
| Latente Steueransprüche | 1.447 |
| Sonstige Vermögenswerte | 351 |
| Langfristige Vermögenswerte | 166.827 |
| Vorräte | 13.221 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 45.161 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 9.870 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 9.075 |
| Kurzfristige Vermögenswerte aus Kundenverträgen | 26.491 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 103.818 |
| Vermögenswerte | 270.645 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | -66.399 |
| Passive latente Steuern (davon aus Neubewertung: 16.429 TEUR) | -27.192 |
| Langfristige Finanzschulden | -93.591 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -26.084 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | -17.128 |
| Kurzfristige Schulden | -43.212 |
| Schulden | -136.803 |
| Summe des identifizierbaren Nettovermögens zum beizulegenden Zeitwert | 133.842 |
| Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Unternehmenserwerb 1 | 71.521 |
| Übertragene Gegenleistung 1 | 205.363 |
| Mit dem Tochterunternehmen erworbene Zahlungsmittel | 9.870 |
| Abfluss von Zahlungsmitteln (vor Kaufpreisanpassung) | -206.719 |
| Tatsächlicher Zahlungsmittelabfluss aufgrund des Unternehmenserwerbs | -196.849 |
1
Anpassung der Vorjahreswerte gem. IFRS 3.49
Innerhalb der ersten zwölf Monate nach dem Unternehmenserwerb kam es im Rahmen der finalen Kaufpreisallokation zu einer Reduktion des Kaufpreises für die Übernahme der TMD Gruppe zum 1. Oktober 2018 gemäß den Vertragsunterlagen zum Kaufvertrag. Daraus ergab sich eine Verminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts um 1.356 TEUR auf nun 71.521 TEUR innerhalb der Immateriellen Vermögenswerte. Die Verminderung beträgt aufgrund von USD-Wechselkursänderungen zum 31. Dezember 2018 1.371 TEUR. Im Gegenzug erhöhten sich in der Konzernbilanz die sonstigen Forderungen innerhalb der kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte um diesen Betrag, da GRAMMER zu diesem Zeitpunkt (1. Oktober 2018) einen Anspruch auf Rückzahlung der bereits getätigten Kaufpreiszahlung hatte. Die Korrektur erfolgte daher retrospektiv zum 1. Oktober 2018 und es wurden aus diesem Grunde Anpassungen der Vergleichszahlen für das Geschäftsjahr 2018 vorgenommen.
Die GRAMMER AG besitzt einen Anteil am Kapital von 50 % an der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC, London, OH, USA (GRA-MAG LLC). Die GRA-MAG LLC ist ein Gemeinschaftsunternehmen in den USA, das im Segment Commercial Vehicles tätig ist und überwiegend Sitze und Sitzsysteme für Lkw entwickelt und produziert. Die Anteile des Konzerns an der GRA-MAG LLC werden unverändert zum Vorjahr nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Der Equity-Ansatz der GRA-MAG LLC wird mit einem Wert von 0 EUR ausgewiesen, da die kumulierten Verluste den Beteiligungsbuchwert übersteigen. Da die GRAMMER AG keine Verlustausgleichsverpflichtung hat, wird der negative Equity-Wert nicht als Schuld passiviert.
Die zusammenfassenden Finanzinformationen entsprechen den Beträgen in Übereinstimmung mit dem nach IFRS aufgestellten Abschluss zum 31. Dezember 2019 des Gemeinschaftsunternehmens.
| TEUR Gewinn- und Verlustrechnung zu 100 % |
2019 | 2018 |
| Umsatzerlöse | 52.855 | 42.538 |
| Umsatzkosten, einschließlich planmäßiger Abschreibungen in Höhe von 143 TEUR (Vj. 105 TEUR) | -43.055 | -34.457 |
| Vertriebskosten | -11 | -42 |
| Verwaltungskosten | -4.383 | -4.207 |
| Zinsaufwendungen | -941 | -926 |
| Ergebnis vor Steuern | 4.465 | 2.906 |
| Ertragsteuern | -65 | -50 |
| Ergebnis nach Steuern | 4.400 | 2.856 |
| Anteil des Konzerns am Ergebnis (50 %) | 2.200 | 1.428 |
| TEUR Bilanzdaten zu 100 % |
2019 | 2018 |
| Langfristige Vermögenswerte | 938 | 484 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 9.176 | 10.625 |
| Vermögenswerte | 10.114 | 11.109 |
| Langfristige Schulden | 21.554 | 25.409 |
| Kurzfristige Schulden | 5.933 | 7.054 |
| Schulden | 27.487 | 32.463 |
| Eigenkapital | -17.373 | -21.354 |
| Anteil des Konzerns | 50% | 50% |
| Geschäfts- und Firmenwert aus Erstkonsolidierung | 2.043 | 2.043 |
| Buchwert der Beteiligung | 0 | 0 |
In den oben genannten Bilanzwerten sind Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen in Höhe von 1.331 TEUR enthalten (Vj. 459 TEUR) sowie kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 149 TEUR (Vj. 4.321 TEUR).
Die nicht erfassten Verluste der GRA-MAG LLC werden im Folgenden dargestellt:
| TEUR Nicht erfasste Gewinne/Verluste (50%) | 2019 | 2018 |
| Nicht erfasste Verluste der GRA-MAG LLC zum 1. Januar | -10.622 | -12.050 |
| Nicht erfasste Gewinne der GRA-MAG LLC in der Berichtsperiode | 2.200 | 1.428 |
| Nicht erfasste Verluste der GRA-MAG LLC zum 31. Dezember | -8.422 | -10.622 |
Das Gemeinschaftsunternehmen hatte zum 31. Dezember 2019 und 2018 keine Eventualverbindlichkeiten oder Kapitalverpflichtungen. Der GRAMMER Konzern ist nicht an gemeinschaftlichen Tätigkeiten im Sinne des IFRS 11 beteiligt.
Am 16. November 2018 hat GRAMMER mit Allygrow Technologies Private Limited einen Vertrag zur Gründung eines assoziierten Unternehmens zur Erbringung von Entwicklungsdienstleistungen für die globalen GRAMMER Standorte unterschrieben. Am 29. August 2019 hat GRAMMER mittels einer Kapitalerhöhung 30 % der Anteile am Grundkapital in Höhe von 613 TEUR an dem Unternehmen ALLYGRAM Systems and Technologies Private Limited, Pune, Indien, übernommen. ALLYGRAM wird als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode mit einem Buchwert zum 31. Dezember 2019 von 611 TEUR einbezogen. Dabei wurde ein anteiliger Jahresüberschuss von 28 TEUR erfolgswirksam im Gewinn- und Verlust erfasst und erfolgsneutrale Fremdwährungsdifferenzen von 30 TEUR im kumulierten sonstigen Ergebnis berücksichtigt.
Die nachfolgend beschriebenen Segmente bilden die interne Berichts- und Organisationsstruktur des GRAMMER Konzerns ab. Die der Ermittlung der internen Steuerungsgrößen zugrunde liegenden Daten werden aus dem nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss abgeleitet. Zum Zwecke der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten und Dienstleistungen in Geschäftsbereiche gegliedert und verfügt über folgende zwei operative berichtspflichtige Geschäftssegmente:
Das Segment Automotive stellt das größere Segment der beiden berichtspflichtigen Segmente innerhalb des GRAMMER Konzerns dar. Gemessen am Gesamtumsatz der beiden berichtspflichtigen Segmente (exkl. segmentübergreifende Eliminierungen) konnten im Geschäftsjahr 2019 70,9 % (Vj. 68,6 %) des Umsatzes im Segment Automotive erzielt werden. In diesem Segment ist der GRAMMER Konzern als Zulieferer der Automobilindustrie tätig und entwickelt und produziert Kopfstützen, Armlehnen, Mittelkonsolen-Systeme, hochwertige Interior-Komponenten und Bediensysteme sowie innovative thermoplastische Lösungen und vertreibt diese an Automobilhersteller, vor allem im gehobenen und Premiumsegment.
Das Segment Commercial Vehicles hat im Geschäftsjahr 2019 insgesamt 29,1 % (Vj. 31,4 %) des Konzernumsatzes der Segmente erzielt. Das Segment Commercial Vehicles entwickelt und produziert Fahrer- und Beifahrersitze für Lkw sowie Fahrersitze für Offroad-Nutzfahrzeuge (Traktoren, Baumaschinen und Gabelstapler) sowie Sitze und Sitzsysteme für Bahnen und Busse. In diesem Segment ist der GRAMMER Konzern als Zulieferer der Nutzfahrzeugindustrie tätig und vertreibt Fahrer- und Beifahrersitze an Nutzfahrzeughersteller und im Rahmen des Nachrüstgeschäfts. Zudem werden Fahrer- und Passagiersitze an Hersteller von Bussen und Schienenfahrzeugen sowie Bahnbetreiber vertrieben.
Der Umsatz, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), das operative EBIT und die operative EBIT-Rendite der Geschäftsbereiche werden vom Management getrennt überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und um die Ertragskraft der Einheiten zu bestimmen. Die Konzernfinanzierung (einschließlich Finanzaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern werden konzerneinheitlich und -hoheitlich gesteuert und nicht den einzelnen Segmenten zugeordnet. Ebenso werden Aufwendungen für Zentralbereiche teilweise nicht aufgesplittet. Der Zentralbereich nimmt konzernweite Aufgaben in den Bereichen Controlling, Corporate Communications (Unternehmenskommunikation), Einkauf, Entwicklung, Operations, Finanzwesen, Internal Control, Investor Relations, Marketing, IT, Personalwesen, Rechnungswesen und Rechtswesen wahr. Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden anhand der marktüblichen Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Segmenterträge, Segmentaufwendungen und das Segmentergebnis umfassen konzerninterne Transaktionen zwischen den Geschäftssegmenten. Diese Transfers innerhalb der Segmente werden auf Segmentebene eliminiert und Transfers zwischen den Segmenten werden bei der Konsolidierung auf Konzernebene eliminiert.
Neben den beiden berichtenden Segmenten beinhaltet der Bereich Central Services die übergeordneten Konzernfunktionen, welche in der GRAMMER AG angesiedelt sind.
Die folgenden Tabellen enthalten Informationen zu Erträgen und Ergebnissen sowie bestimmte Informationen zu Vermögenswerten und Schulden der Geschäftssegmente des Konzerns.
Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2019
| TEUR | Commercial Vehicles | Automotive | Central Services | Eliminierungen | GRAMMER Konzern |
| Erlöse aus Verkäufen an externe Kunden | 572.702 | 1.465.805 | 0 | 0 | 2.038.507 |
| Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten | 34.736 | 13.947 | 0 | -48.683 | 0 |
| Umsatzerlöse | 607.438 | 1.479.752 | 0 | -48.683 | 2.038.507 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 44.107 | 50.968 | -20.585 | 46 | 74.536 |
| Finanzerträge | 3.460 | ||||
| Finanzaufwendungen | -21.502 | ||||
| Sonstiges Finanzergebnis | -2.365 | ||||
| Anteil am Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen | 9.438 | ||||
| Ergebnis vor Steuern | 63.567 | ||||
| Ertragsteuern | -20.089 | ||||
| Ergebnis nach Steuern | 43.478 | ||||
| Sonstige Segmentinformationen | |||||
| Investitionen | |||||
| Sachanlagen | 15.887 | 69.938 | 41.281 | 0 | 127.106 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 4.729 | 272 | 654 | 0 | 5.655 |
| Abschreibungen | |||||
| Abschreibungen auf Sachanlagen | -14.260 | -51.400 | -2.309 | 0 | -67.969 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | -1.993 | -13.775 | -1.528 | 0 | -17.296 |
| Zahlungsunwirksame Aufwendungen | |||||
| Änderung zu den Pensionsrückstellungen | 5.011 | 1.428 | 924 | 0 | 7.363 |
Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2018
| TEUR | Commercial Vehicles | Automotive | Central Services | Eliminierungen | GRAMMER Konzern |
| Erlöse aus Verkäufen an externe Kunden | 561.594 | 1.299.698 | 0 | 0 | 1.861.292 |
| Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten | 38.185 | 12.900 | 0 | -51.085 | 0 |
| Umsatzerlöse | 599.779 | 1.312.598 | 0 | -51.085 | 1.861.292 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 55.514 | 37.706 | -44.473 | -8 | 48.739 |
| Finanzerträge | 0 1.506 | ||||
| Finanzaufwendungen | -13.501 | ||||
| Sonstiges Finanzergebnis | -2.276 | ||||
| Ergebnis vor Steuern | 34.468 | ||||
| Ertragsteuern | -11.256 | ||||
| Ergebnis nach Steuern | 23.212 | ||||
| Sonstige Segmentinformationen | |||||
| Investitionen | |||||
| Sachanlagen | 13.416 | 39.230 | 15.556 | 0 | 68.202 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.163 | 571 | 2.003 | 0 | 5.737 |
| Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | -11.077 | -28.298 | -1.255 | 0 | -40.630 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | -2.316 | -7.510 | -1.849 | 0 | -11.675 |
| Zahlungsunwirksame Aufwendungen | |||||
| Änderung zu den Pensionsrückstellungen | 4.560 | 1.388 | 783 | 0 | 6.731 |
Die folgenden Tabellen enthalten Informationen zu den Erlösen von externen Kunden und den langfristigen Vermögenswerten der geografischen Gebiete des Konzerns für die Geschäftsjahre zum 31. Dezember 2019 und 2018. Die Gliederung der geografischen Gebiete basiert auf dem Sitz der Gesellschaften.
| 2019 TEUR Nach Sitz der Gesellschaften | EMEA | Americas | APAC | Konzern |
| Umsätze Automotive | 715.506 | 534.572 | 229.674 | 1.479.752 |
| Umsätze Commercial Vehicles | 439.766 | 83.233 | 84.439 | 607.438 |
| Eliminierungen | -39.942 | -8.344 | -397 | -48.683 |
| Umsatzerlöse | 1.115.330 | 609.461 | 313.716 | 2.038.507 |
| Langfristige Vermögenswerte (Sachanlagen sowie Immaterielle Vermögenswerte) | 340.688 | 285.454 | 42.767 | 668.909 |
| 2018 TEUR Nach Sitz der Gesellschaften | EMEA | Americas | APAC | Konzern |
| Umsätze Automotive | 793.391 | 287.565 | 231.642 | 1.312.598 |
| Umsätze Commercial Vehicles | 441.252 | 86.053 | 72.474 | 599.779 |
| Eliminierungen | -43.286 | -7.200 | -599 | -51.085 |
| Umsatzerlöse | 1.191.357 | 366.418 | 303.517 | 1.861.292 |
| Langfristige Vermögenswerte (Sachanlagen sowie Immaterielle Vermögenswerte) | 269.984 | 264.796 | 29.236 | 564.016 |
In der Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) sind alle europäischen Gesellschaften zusammengefasst bis hin zu den Gesellschaften in der Türkei und Südafrika. Die Region Americas beinhaltet alle Gesellschaften in Nord-, Mittel- und Südamerika und in der Region APAC (Asia Pacific) sind alle chinesischen Gesellschaften inklusive Japan vereint. Die Umsätze des GRAMMER Konzerns in Deutschland belaufen sich auf 905 Mio. EUR (Vj. 963 Mio. EUR), die langfristigen Vermögenswerte beliefen sich in Deutschland auf 232 Mio. EUR (Vj. 184 Mio. EUR).
Der GRAMMER Konzern erwirtschaftet Erlöse aus der Übertragung von Gütern und Dienstleistungen sowohl zeitraum- als auch zeitpunktbezogen in den folgenden Segmenten:
| 2019 TEUR Zeitpunkt der Erlöserfassung | Commercial Vehicles | Automotive | Eliminierungen | GRAMMER Konzern |
| Zu einem bestimmten Zeitpunkt übertragene Güter | 604.773 | 1.362.494 | -45.702 | 1.921.566 |
| Uber einen bestimmten Zeitraum übertragene Güter und | ||||
| Dienstleistungen | 2.665 | 117.258 | -2.981 | 116.941 |
| Konzerninterne Transaktionen | -34.736 | -13.947 | 48.683 | 0 |
| Summe der Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 572.702 | 1.465.805 | 0 | 2.038.507 |
| 2018 TEUR Zeitpunkt der Erlöserfassung | Commercial Vehicles | Automotive | Eliminierungen | GRAMMER Konzern |
| Zu einem bestimmten Zeitpunkt übertragene Güter | 597.864 | 1.206.769 | -48.632 | 1.756.001 |
| Über einen bestimmten Zeitraum übertragene Güter und | ||||
| Dienstleistungen | 1.915 | 105.829 | -2.453 | 105.291 |
| Konzerninterne Transaktionen | -38.185 | -12.900 | 51.085 | 0 |
| Summe der Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 561.594 | 1.299.698 | 0 | 1.861.292 |
Der zum 31. Dezember 2018 ausgewiesene Saldo aus Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen in Höhe von 1.441 TEUR wurde vollständig im Geschäftsjahr 2019 als Erlös erfasst (Vj. 0 TEUR).
Weiterhin bestanden in den Geschäftsjahren 2019 und 2018 keine wesentlichen erfassten Erlöse aus Leistungsverpflichtungen, die in früheren Perioden erfüllt bzw. teilweise erfüllt worden sind.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthielten überwiegend Erträge aus Weiterbelastung von Handlingskosten in Höhe von 3.632 TEUR (Vj. 4.586 TEUR) sowie Erträge aus Verkäufen von Metallabfällen in Höhe von 2.471 TEUR (Vj. 2.871 TEUR) und übrige sonstige Erträge in Höhe von 5.750 TEUR (Vj. 6.514 TEUR). Weiterhin beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge die Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 972 TEUR (Vj. 2.277 TEUR) und die Erträge aus weiterverrechneten Kosten sowie Miet- und Pachteinnahmen in Höhe von 2.811 TEUR (Vj. 486 TEUR). Zudem ist ein Ertrag aus einem Erstattungsanspruch von sonstigen Steuern in Höhe von 2.002 TEUR (Vj. 0 TEUR) aus den beiden umsatztsteuerähnlichen Abgaben PIS und Confins (Programa de Integracao Social/Contribuicao para o Financiamento da Seguridade Social) in Brasilien enthalten. Die Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden für den Erwerb bestimmter Sachanlagen sowie als Ertragszuschüsse gewährt. Die an diese Zuwendungen geknüpften Bedingungen wurden vollständig erfüllt und es bestehen derzeit keine Risiken, dass die Bedingungen künftig nicht eingehalten werden.
Im Folgenden wird die Aufteilung des Finanzergebnisses dargestellt:
| TEUR | 2019 | 2018 |
| Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten | 1.157 | 973 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.284 | 178 |
| Erträge aus Ausleihungen | 19 | 355 |
| Finanzerträge | 3.460 | 1.506 |
| Darlehen und Kontokorrentkredite | -14.861 | -9.710 |
| Sonstige Aufzinsungen | -105 | -60 |
| Aufzinsung von Pensionsrückstellungen | -2.720 | -2.648 |
| Verlust aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten | -410 | -765 |
| In Leasingraten enthaltener Zinsaufwand | -3.406 | -318 |
| Finanzaufwendungen | -21.502 | -13.501 |
| Kursgewinne/Kursverluste Bank/Kasse | -4.162 | -3.088 |
| Wechselkursveränderungen Intercompany-Finanzierung | 1.797 | 812 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -2.365 | -2.276 |
| Finanzergebnis | -20.407 | -14.271 |
Die Verschlechterung des Finanzergebnisses resultiert im Wesentlichen aus den höheren Zinsaufwendungen für Darlehen aufgrund der Finanzierung der Akquisition der TMD Gruppe sowie aus den Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen, die mit der Erstanwendung des IFRS 16 erstmalig im Geschäftsjahr 2019 erfasst wurden. In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind Zinserträge bezogen auf den Erstattungsanspruch von sonstigen Steuern aus den beiden umsatztsteuerähnlichen Abgaben PIS und Confins (Programa de Integracao Social/Contribuicao para o Financiamento da Seguridade Social) in Brasilien in Höhe von 1.817 TEUR (Vj. 0 TEUR) enthalten. Weitere Einzelheiten hierzu sind in Anhangangabe 8.1 zu finden.
In den Kosten der Umsatzerlöse sind die Aufwendungen der den Umsatzerlösen zuzuordnenden Herstellungskosten für Fertigerzeugnisse und Aufwendungen für Handelsware in Höhe von 1.734.290 TEUR (Vj. 1.579.798 TEUR) enthalten. Unterbeschäftigungs- und andere Gemeinkosten sind, soweit sie auf den Herstellungsbereich entfallen, enthalten. Auch produktionsbezogene Verwaltungskosten werden hier mit einbezogen. In dieser Position sind auch die Aufwendungen für Rückstellungen für Produktgewährleistungen enthalten. Ebenso werden Aufwendungen in den Auf- und Ausbau von einzelnen Standorten, die im Hinblick auf die bevorstehende Serienproduktion getätigt werden, sogenannte "Industrialisierungskosten", hier erfasst, soweit eine Abgrenzung nicht möglich ist. In dem operativen Segment Commercial Vehicles anfallende Kosten für die "Design to market"-Entwicklungen sind entsprechend ebenfalls hier ausgewiesen.
Die Vertriebskosten in Höhe von 41.824 TEUR (Vj. 37.769 TEUR) sind Aufwendungen des Funktionsbereiches Vertrieb. Hierzu zählen vor allem die Aufwendungen für die Verkaufs-, Werbe- und Marketingabteilungen sowie alle diesen Funktionen oder Aktivitäten zuzuordnenden Gemeinkosten. Als Vertriebseinzelkosten sind Frachtkosten, Provisionen und Versandkosten enthalten.
Die Verwaltungskosten beinhalten alle Verwaltungsaufwendungen, die den anderen Funktionsbereichen nicht direkt zuzuordnen sind. Dazu zählen Aufwendungen für die allgemeine Verwaltung, Geschäftsleitung sowie andere übergeordnete Abteilungen. Auch die Erträge aus Wechselkursveränderungen in Höhe von 15.551 TEUR (Vj. 24.473 TEUR), die im Wesentlichen Gewinne aus Kursveränderungen zwischen Entstehungs- und Zahlungszeitpunkt von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie Kursgewinne aus der Bewertung zum Stichtagskurs enthalten, werden in den sonstigen Verwaltungskosten ausgewiesen. Kursverluste in Höhe von 13.057 TEUR (Vj. 21.681 TEUR) werden ebenfalls in den sonstigen Verwaltungskosten ausgewiesen. Die Verwaltungskosten beinhalten im Geschäftsjahr 2019 zudem verschiedene Sonderbelastungen aus einmaligen Geschäftsvorfällen in Höhe von 6.915 TEUR (Vj. 29.886 TEUR). Im Geschäftsjahr 2019 sind darin die Aufwendungen in Zusammenhang mit der nachträglichen Ausübung von Change of Control-Klauseln einzelner Führungskräfte in Höhe von 1.744 TEUR, einmalige Rechts- und Beratungskosten im Nachgang zur erfolgten Übernahme durch den Mehrheitsaktionär in Höhe von 752 TEUR, Nachlaufkosten von Transaktionskosten für die TMD Akquisition unter 90 TEUR sowie Projektaufwendungen für mittelfristige zukünftige Unternehmensausrichtungen aufgrund der Marktsituation (= Effizienzsicherungsprogramm) in Höhe von 1.067 TEUR sowie daraus resultierende Umsetzungskosten für Standortverlagerungen und Restrukturierung in Europa und China in Höhe von 3.262 Mio. EUR enthalten. Im Geschäftsjahr 2018 waren in den Verwaltungskosten die einmaligen Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit dem erfolgreichen Übernahmeangebot an die Aktionäre der GRAMMER AG durch ein verbundenes Unternehmen des Mehrheitsaktionärs in Höhe von 12.893 TEUR enthalten. Weiterhin enthalten waren die Belastungen aus der Geltendmachung der Change of Control-Klausel der Vorstandsmitglieder der GRAMMER AG in Höhe von 11.527 TEUR. Sonderaufwendungen im Rahmen der Schließung des Standorts Langenfeld in Höhe von 3.787 TEUR sowie einmalige Rechts- und Beratungskosten für die Übernahme der TMD Gruppe in Höhe von 1.679 TEUR waren ebenfalls inkludiert.
Auf Immaterielle Vermögenswerte entfallen planmäßige Abschreibungen von 17.296 TEUR (Vj. 11.674 TEUR), die verursachungsgerecht den Kosten der Umsatzerlöse und den Vertriebs- und Verwaltungskosten zugeordnet sind. In den Abschreibungen sind 2.290 TEUR (Vj. 2.291 TEUR) für aktivierte Entwicklungsleistungen enthalten, die in den Kosten der Umsatzerlöse ausgewiesen sind. Auf Sachanlagen wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von 67.969 TEUR (Vj. 40.630 TEUR) vorgenommen. Hierbei entfallen 18.864 TEUR (Vj. 1.411 TEUR) auf planmäßige Abschreibungen auf Nutzungsrechte. Der Anstieg ist auf die Anwendung des IFRS 16 zum 1. Januar 2019 zurückzuführen. Aufwendungen aufgrund eines niedrigeren erzielbaren Betrags (Impairment) sind in den Geschäftsjahren 2019 und 2018 nicht angefallen. Die planmäßigen Abschreibungen der Immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Kosten der Umsatzerlöse, den Vertriebskosten sowie den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen.
Die Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer werden in folgender Übersicht dargestellt:
| TEUR | 2019 | 2018 |
| Löhne und Gehälter | 395.137 | 349.887 |
| Sozialversicherungsbeiträge | 91.206 | 75.344 |
| Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer | 486.343 | 425.231 |
Die bestehende Ausleihung der GRAMMER AG an das nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen GRA-MAG LLC wurde in den vergangenen Jahren als Teil der Nettoinvestition in den ausländischen Geschäftsbetrieb berücksichtigt, da eine Rückzahlung auf absehbare Zeit weder geplant noch wahrscheinlich erschien. Aufgrund der erfassten kumulierten Verluste betrug der Beteiligungsbuchwert seit der Erstanwendung des IFRS 11 im Geschäftsjahr 2013 und dem erfolgten Übergang von der Quotenkonsolidierung auf die Equity Methode jeweils 0 TEUR, so auch in den Geschäftsjahren 2019 und 2018.
Aufgrund des positiven Zahlungsverhaltens der GRA-MAG LLC in Bezug auf Forderungen aus der operativen Geschäftstätigkeit in den vergangen Jahren und der bestehenden positiven Zahlungsprognose für die Zukunft, ist eine Rückführung der Ausleihung an die GRAMMER AG nunmehr geplant und auch wahrscheinlich. Aus diesem Grund ist die Ausleihung seit 1. November 2019 nicht mehr Teil der Nettoinvestition in die GRA-MAG LLC und zu diesem Zeitpunkt mit 9.438 TEUR als Ausleihung in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Aufgrund von Wechselkurseffekten beträgt der Wert zum 31. Dezember 2019 9.371 TEUR.
Die wesentlichen Bestandteile der Ertragsteuern für die Geschäftsjahre 2019 und 2018 setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2019 | 2018 |
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | ||
| Tatsächliche Ertragsteuern | ||
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand Inland | -1.420 | -917 |
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand Ausland | -14.733 | -8.962 |
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand | -16.153 | -9.879 |
| Latente Ertragsteuern | ||
| Latenter Steueraufwand (-)/Steuerertrag Inland | -754 | 236 |
| Latenter Steueraufwand (-)/Steuerertrag Ausland | -3.182 | -1.613 |
| Latenter Steueraufwand (-)/Steuerertrag | -3.936 | -1.377 |
| In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Ertragsteueraufwand | -20.089 | -11.256 |
Die Erhöhung des tatsächlichen Ertragsteueraufwands im Inland ist insbesondere auf das deutlich höhere steuerliche Ergebnis der GRAMMER AG zurückzuführen, das im Vorjahr durch Sondereinflüsse belastet war. Die höheren Ertragsteueraufwendungen im Ausland beziehen sich auf wesentlich höhere steuerliche Ergebnisse in mehreren Gesellschaften in der Region APAC und mehreren Gesellschaften der TMD Gruppe. Im Geschäftsjahr 2019 wurden aktive latente Steuern in Höhe von 7,1 Mio. EUR, von denen ein Großteil auf eine Korrektur in der wahrscheinlichen Nutzung des steuerlichen Verlustes zweier US-amerikanischer Gesellschaften, einer chinesischen Gesellschaft und zweier europäischer Gesellschaften fällt, wertberichtigt. Die genannten Unternehmen weisen in den letzten drei bzw. vier vergangenen Jahren eine Reihe von Verlusten auf, womit es an überzeugenden substanziellen Hinweisen mangelt, dass in der Zukunft ausreichend zu versteuernde Ergebnisse zur Verfügung stehen werden, gegen das die ungenutzten steuerlichen Verluste verwendet werden können. Der latente Steueraufwand im Ausland in 2018 ergab sich aus einer Wertberichtigung bzw. einem teilweisen Nichtansatz von aktiven latenten Steuern in Höhe von 2,3 Mio. EUR bei Tochtergesellschaften in den USA. Ursächlich waren Verlustabzugsbegrenzungen aus steuerlichen Regelungen in den USA bei einem Kontrollwechsel.
Könnte der Konzern sämtliche nicht berücksichtigten latenten Steueransprüche aus dem Geschäftsjahr 2019 und den Vorjahren aktivieren, so stiegen das Ergebnis nach Steuern und das Eigenkapital insgesamt um 13,5 Mio. EUR (Vj. 7,6 Mio. EUR) an.
Die Überleitungsrechnung zwischen den in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ertragsteuern und dem rechnerischen Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem auf den Konzern anzuwendenden Steuersatz für die Geschäftsjahre 2019 und 2018 setzt sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2019 | 2018 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 63.567 | 34.468 |
| Ertragsteuern zum Steuersatz in Deutschland von 29,2 % (Vj. 29,2 %) | -18.561 | -10.065 |
| Effekte aus Mindestbesteuerung und Abzugsteuern | -1.366 | -1.548 |
| Tatsächliche Ertragsteuern, Vorjahre betreffend | 1.178 | 529 |
| Effekte aus Nichtansatz latenter Steuern des laufenden Jahres | -886 | -3.201 |
| Veränderung latenter Steuern aus Vorjahren | -7.108 | -247 |
| Steuerfreie Zuwendungen der öffentlichen Hand/steuerliche Begünstigungen | 1.291 | 61 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen | -7.377 | -2.479 |
| Sonstige Steuereffekte | 2.363 | -449 |
| Effekte aus Steuersatz / -rechtsänderungen | 467 | -297 |
| Anteil am Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen | 2.749 | 0 |
| Steuersatzeffekte ausländischer Steuerrechtskreise | 7.161 | 6.440 |
| Ertragsteuern zum effektiven Ertragsteuersatz von 31,6 % (Vj. 32,7 %) | -20.089 | -11.256 |
Die latenten Ertragsteuern setzen sich je Bilanzposition zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
| TEUR | 2019 | 2018 |
| Sachanlagen (ohne Nutzungsrechte) 1 | -21.140 | -21.142 |
| Nutzungsrechte 1 | -6.439 | 0 |
| Immaterielle Vermögenswerte | -26.737 | -28.670 |
| Sonstige Vermögenswerte | -4.775 | -4.587 |
| Vorräte | -1.042 | -1.250 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kurzfristig | 6 | -27 |
| Vermögenswerte aus Kundenverträgen | -1.380 | -175 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | -136 | -128 |
| Langfristige Finanzschulden | -43 | -73 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | -141 | -300 |
| Sonstige | -859 | -477 |
| Passive latente Steuern (unsaldiert) | -62.686 | -56.829 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 26.913 | 21.430 |
| Rückstellungen | 1.552 | 752 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 7.175 | 12.734 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 365 | 346 |
| Vermögenswerte aus Kundenverträgen | 1.316 | 4.360 |
| Sachanlagen | 2.851 | 2.918 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 4.794 | 4.104 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 2 | 745 | 3.260 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.709 | 762 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3 | 4.675 | 416 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2 | 1.520 | 37 |
| Vorräte 3 | 4.013 | 2.203 |
| Sonstige 3 | 3.659 | 1.918 |
| Latente Steueransprüche (unsaldiert) | 61.288 | 55.240 |
| Nettobetrag der passiven latenten Steuern (-)/latenten Steueransprüche | -1.398 | -1.589 |
1
Nutzungsrechte nach IFRS 16 werden in 2019 separat gezeigt.
2
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten in 2018 in den Sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten enthalten.
3
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten und Vorräte in 2018 in "Sonstige" enthalten.
Die Veränderung bei den passiven latenten Steuern (unsaldiert) resultiert vor allem aus der Anwendung des IFRS 16 durch die Aktivierung von Nutzungsrechten mit 6,4 Mio. EUR. Der Gegenläufige Effekt bei den latenten Steueransprüchen (unsaldiert) ist in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten und in sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten.
Im Folgenden wird die Veränderung der Bilanzposten zu latenten Steuern dargestellt:
| TEUR | 2019 | 2018 |
| Stand zum 1. Januar | -1.589 | 16.810 |
| Latenter Steueraufwand (-)/Steuerertrag in der GuV | -3.936 | -1.376 |
| Latenter Steueraufwand (-)/Steuerertrag in der Gesamtergebnisrechnung | 4.624 | -2.103 |
| Latente Steuern, durch Erstkonsolidierung erworben | 0 | -25.745 |
| Buchung latente Steuern im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 9 u. IFRS 15 in Gewinnrücklagen | 0 | 11.460 |
| Währungskurseffekte | -497 | -635 |
| Stand zum 31. Dezember | -1.398 | -1.589 |
Der gesetzliche Körperschaftsteuersatz in Deutschland für die Veranlagungszeiträume 2019 und 2018 betrug 15 % zuzüglich eines Solidaritätszuschlages von 5,5 %. Hieraus resultiert unter Berücksichtigung der Gewerbesteuer, die in Deutschland für erzielte Gewinne erhoben und nicht als Betriebsausgabe abziehbar ist, mit deren unterschiedlichen Hebesätzen eine Steuerbelastung von rund 29,2 % im Jahr 2019 (Vj. 29,2 %). Für die Berechnung der latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswertes bzw. der Erfüllung der Schuld voraussichtlich gültig sein werden. Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten der inländischen Gesellschaften wurden mit dem Gesamtsteuersatz von 29,2 % (Vj. 29,2 %) bewertet. Die angewandten lokalen Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variierten zwischen 10 % und 34 %. Im Vorjahr betrugen diese zwischen 10 % und 34 %. Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn deren Realisierbarkeit aufgrund der Einschätzung des Managements wahrscheinlich ist. Zur Bestimmung entsprechender Wertberichtigungen werden alle zurzeit bekannten positiven und negativen Einflussfaktoren auf die zukünftigen steuerlichen Ergebnisse berücksichtigt. Die dabei vorzunehmende Einschätzung kann sich mit der Zeit ändern. Weiterhin ist für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und die Nutzbarkeit der Verlustvorträge maßgeblich, die zu aktiven latenten Steuern geführt haben. Bei den bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen, auf welche eine aktive latente Steuer gebildet wurde, geht der Konzern davon aus, dass ausreichend positives zu versteuerndes Einkommen für die Realisierung zur Verfügung stehen wird. Die steuerlichen Verlustvorträge in den einzelnen Ländern sind in Zeiträumen von 5 bis 20 Jahren bzw. auch unbegrenzt vortragbar oder vereinzelt sogar rücktragbar.
Latente Steuern auf sogenannte "Outside Basis Differences" (Differenzen zwischen dem Nettovermögen inklusive Geschäfts- oder Firmenwerten der Tochterunternehmen und dem jeweiligen steuerlichen Wert der Anteile an den Tochterunternehmen) wurden nicht gebildet, da die Umkehrung der Differenzen unter anderem durch Ausschüttungen gesteuert werden kann und für absehbare Zukunft keine wesentlichen Steuereffekte zu erwarten sind. Die "Outside Basis Differences" belaufen sich zum 31. Dezember 2019 auf 146.546 TEUR (Vj. 93.572 TEUR). Aus der Ausschüttung von Dividenden durch den Konzern an die Anteilseigner ergaben sich weder im Jahr 2019 noch 2018 ertragsteuerliche Konsequenzen.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Konzernergebnisses und der nominellen Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien abzüglich der per Rückkauf im Jahr 2006 erworbenen eigenen Aktien (330.050 Stück). Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 32.274.229,76 EUR und ist eingeteilt in 12.607.121 Aktien. Alle Aktien, mit Ausnahme der eigenen Aktien, gewähren die gleichen Rechte, die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie. Die sich im Umlauf befindlichen Aktien werden mit dem gewichteten Durchschnitt ermittelt. Neben dem unverwässerten Ergebnis je Aktie ist bei Vorliegen von sogenannten potenziellen Aktien (Finanzinstrumente und sonstige Vereinbarungen, die deren Inhaber zum Bezug von Stammaktien berechtigen, wie z. B. Wandelschuldverschreibungen und Optionen) auch ein verwässertes Ergebnis anzugeben. Da der GRAMMER Konzern zum 31. Dezember 2019 keine solchen Finanzinstrumente ausgegeben bzw. entsprechende Vereinbarungen getroffen hat, sind das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie identisch.
| 2019 | 2018 | |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien zur Berechnung des unverwässerten/verwässerten Ergebnisses | 12.277.071 | 12.277.071 |
| Ergebnis in TEUR (ohne Minderheiten) | 43.676 | 23.304 |
| Unverwässertes/Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 3,56 | 1,90 |
Die Ergebnisverwendung des GRAMMER Konzerns richtet sich nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der GRAMMER AG ausgewiesenen Bilanzgewinn/-verlust. Die GRAMMER AG weist einen Bilanzgewinn in Höhe von 37,7 Mio. EUR zum 31. Dezember 2019 (Vj. 41,6 Mio. EUR) aus. Dabei wurden der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 32,4 Mio. EUR sowie der Jahresüberschuss in Höhe von 5,3 Mio. EUR berücksichtigt. Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,11 EUR (Vj. 0,75 EUR) pro Aktie auszuschütten. Die Dividendensumme beträgt damit 1,4 Mio. EUR (Vj. 9,2 Mio. EUR) und wurde zum 31. Dezember 2019 nicht als Schuld erfasst. Dabei wurde beachtet, dass die Gesellschaft insgesamt 330.050 Stück eigene Aktien hält, die nicht dividendenberechtigt sind. Falls sich die Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien bis zur ordentlichen Hauptversammlung, die voraussichtlich am 8. Juli 2020 stattfinden wird, ändern sollte, werden Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG der Hauptversammlung einen entsprechend angepassten Gewinnverwendungsvorschlag vorlegen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde eine Dividende in Höhe von 9,2 Mio. EUR (Vj. 15,3 Mio. EUR) ausgeschüttet. Weitere Einzelheiten hierzu sind in Anhangangabe 19 zu finden.
Während des Geschäftsjahres beschlossen und ausgeschüttet: Dividenden auf Stammaktien:
| TEUR | 2019 | 2018 |
| Schlussdividende für 2019: 0,11 EUR (2018: 0,75 EUR) | 1.350 | 9.208 |
| TEUR | ANSCHAFFUNGSKOSTEN | |||||
| Stand 1. Januar 2019 | Anpassung Erstanwendung IFRS 16 | Stand 1. Januar (angepasst) | Zugänge | Abgänge | Effekte aus Wechselkursänderungen | |
| Grundstücke und Bauten | 126.155 | 0 | 126.155 | 11.647 | -19 | 551 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 290.219 | 0 | 290.219 | 32.585 | -22.513 | 3.025 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 241.412 | 0 | 241.412 | 19.061 | -44.482 | 599 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 30.718 | 0 | 30.718 | 41.568 | -83 | 129 |
| 25.759 | 55.988 | 81.747 | 22.246 | -3.541 | 1.144 | |
| Sachanlagen | 714.263 | 55.988 | 770.251 | 127.107 | -70.638 | 5.448 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte | 142.418 | 0 | 142.418 | 997 | -844 | 1.836 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 121.187 | 0 | 121.187 | 0 | 0 | 1.390 |
| Aktivierte Entwicklungsleistungen | 33.301 | 0 | 33.301 | 4.657 | -1 | 12 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 296.906 | 0 | 296.906 | 5.654 | -845 | 3.238 |
| Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte | 1.011.168 | 55.988 | 1.067.156 | 132.761 | -71.483 | 8.686 |
| TEUR | ANSCHAFFUNGSKOSTEN | ABSCHREIBUNGEN | ||||
| Effekte aus Unternehmenserwerb | Umbuchungen | Stand 31. Dezember 2019 | Stand 1. Januar 2019 | Anpassung Erstanwendung IFRS 16 | Stand 1. Januar 2019 (angepasst) | |
| Grundstücke und Bauten | 0 | 872 | 139.206 | 47.433 | 0 | 47.433 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 0 | 6.316 | 309.632 | 136.721 | 0 | 136.721 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0 | 8.274 | 224.863 | 177.466 | 0 | 177.466 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | -15.321 | 57.010 | 0 | 0 | 0 |
| 0 | -163 | 101.433 | 4.397 | 0 | 4.397 | |
| Sachanlagen | 0 | -23 | 832.145 | 366.017 | 0 | 366.017 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte | 0 | 23 | 144.430 | 50.498 | 0 | 50.498 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 122.577 | 10.636 | 0 | 10.636 | |
| Aktivierte Entwicklungsleistungen | 0 | 0 | 37.969 | 21.373 | 0 | 21.373 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0 | 23 | 304.976 | 82.507 | 0 | 82.507 |
| Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 1.137.121 | 448.525 | 0 | 448.524 |
| TEUR | ABSCHREIBUNGEN | |||||
| Zugänge | Abgänge | Zuschreibungen | Effekte aus Wechselkuränderungen | Umbuchungen | Stand 31. Dezember 2019 | |
| Grundstücke und Bauten | 4.706 | -19 | 0 | 37 | -12 | 52.145 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 27.105 | -21.662 | 0 | 603 | -2.119 | 140.648 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 17.294 | -43.889 | 0 | 242 | 2.220 | 153.333 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| -445 | 0 | 0 | -102 | 22.714 | ||
| Sachanlagen | 67.969 | -66.016 | 0 | 883 | -13 | 368.840 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte | 15.006 | -697 | 0 | 242 | 13 | 65.062 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 10.636 |
| Aktivierte Entwicklungsleistungen | 2.290 | 0 | 0 | 12 | 0 | 23.675 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 17.296 | -697 | 0 | 254 | 13 | 99.373 |
| Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte | 85.265 | -66.713 | 0 | 1.137 | 0 | 468.213 |
| TEUR | BUCHWERT | ||
| 1. Januar 2019 | 1. Januar 2019 (angepasst) | Stand 31. Dezember 2019 | |
| Grundstücke und Bauten | 78.722 | 78.722 | 87.061 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 153.498 | 153.498 | 168.985 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 63.946 | 63.946 | 71.530 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 30.718 | 30.718 | 57.010 |
| 21.362 | 77.35t | 78.719 | |
| Sachanlagen | 348.246 | 404.234 | 463.305 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte | 91.920 | 91.920 | 79.369 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 110.551 | 110.551 | 111.941 |
| Aktivierte Entwicklungsleistungen | 11.928 | 11.928 | 14.294 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 214.399 | 214.399 | 205.604 |
| Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte | 562.645 | 618.633 | 668.909 |
| Stand 31. Dezember 2018 | ANSCHAFFUNGSKOSTEN | |||||
| TEUR | Stand 1. Januar 2018 | Änderungen von Rechnungslegungsmethode | Stand 1. Januar 2018 (angepasst) | Zugänge | Abgänge | Effekte aus Wechselkursänderungen |
| Grundstücke und Bauten | 108.267 | 0 | 108.267 | 2.708 | 0 | -1.069 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 227.148 | 0 | 227.148 | 21.231 | -7.405 | -1.129 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 226.287 | 0 | 226.287 | 19.502 | -4.368 | -1.871 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 8.687 | 0 | 8.687 | 24.761 | -34 | 0 |
| Finanzierungsleasing | 8.273 | 0 | 8.273 | 0 | -91 | 261 |
| Sachanlagen | 578.662 | 0 | 578.662 | 68.202 | -11.898 | -3.808 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte | 92.935 | -34.284 | 58.651 | 2.400 | -1.240 | 680 |
| Geschäfts- oder Firmenwert 1 | 48.879 | 0 | 48.879 | 0 | 0 | 787 |
| Aktivierte Entwicklungsleistungen | 29.984 | 0 | 29.984 | 3.334 | 0 | -17 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 3 | 0 | 0 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 171.798 | -34.284 | 137.514 | 5.737 | -1.240 | 1.450 |
| Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte | 750.460 | -34.284 | 716.176 | 73.939 | -13.138 | -2.359 |
| Stand 31. Dezember 2018 | ANSCHAFFUNGSKOSTEN | ABSCHREIBUNGEN | ||||
| TEUR | Effekte aus Unternehmenserwerb1 | Umbuchungen | Stand 31. Dezember 2018 | Stand 1. Januar 2018 | Anpassung Erstanwendung IFRS 15 | Stand 1. Januar 2018 (angepasst) |
| Grundstücke und Bauten | 15.968 | 281 | 126.155 | 43.924 | 0 | 43.924 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 46.075 | 4.299 | 290.219 | 125.585 | 0 | 125.585 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 477 | 1.385 | 241.412 | 167.102 | 0 | 167.102 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.165 | -5.861 | 30.718 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzierungsleasing | 17.499 | -183 | 25.759 | 3.123 | 0 | 3.123 |
| Sachanlagen | -79 | 714.263 | 339.734 | 0 | 339.734 | |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte | 81.845 | 82 | 142.418 | 58.460 | -16.020 | 42.440 |
| Geschäfts- oder Firmenwert 1 | 71.521 | 0 | 121.187 | 10.636 | 0 | 10.636 |
| Aktivierte Entwicklungsleistungen | 0 | 0 | 33.301 | 19.098 | 0 | 19.098 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | -3 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 79 | 296.906 | 88.194 | -16.020 | 72.174 | |
| Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte | 0 | 1.011.169 | 427.928 | -16.020 | 411.908 | |
| Stand 31. Dezember 2018 | ABSCHREIBUNGEN | |||||
| TEUR | Zugänge | Abgänge | Zuschreibungen | Effekte aus Wechselkursänderungen | Umbuchungen | Stand 31. Dezember 2018 |
| Grundstücke und Bauten | 3.936 | 0 | 0 | -427 | 0 | 47.433 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 19.523 | -6.828 | 0 | -1.618 | 59 | 136.721 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 15.760 | -3.877 | 0 | -1.519 | 0 | 177.466 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzierungsleasing | -91 | 0 | 13 | -59 | 4.397 | |
| Sachanlagen | 40.630 | -10.796 | 0 | 366.017 | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte | 9.383 | -1.231 | 0 | -94 | 0 | 50.498 |
| Geschäfts- oder Firmenwert 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 10.636 |
| Aktivierte Entwicklungsleistungen | 2.291 | 0 | 0 | -16 | 0 | 21.373 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 11.674 | -1.231 | 0 | 0 | 82.507 | |
| Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte | 52.304 | -12.027 | 0 | 0 | 448.525 | |
| Stand 31. Dezember 2018 | BUCHWERT | ||
| TEUR | 1. Januar 2018 | 1. Januar 2018 (angepasst) | 31. Dezember 2018 |
| Grundstücke und Bauten | 64.343 | 64.343 | 78.722 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 101.563 | 101.563 | 153.498 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 59.185 | 59.185 | 63.946 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 8.687 | 8.687 | 30.718 |
| Finanzierungsleasing | 5.150 | 5.150 | 21.362 |
| Sachanlagen | 238.928 | 238.928 | 348.246 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte | 34.475 | 16.211 | 91.920 |
| Geschäfts- oder Firmenwert 1 | 38.243 | 38.243 | 110.551 |
| Aktivierte Entwicklungsleistungen | 10.886 | 10.886 | 11.928 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 83.604 | 65.340 | 214.399 |
| Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte | 322.532 | 304.268 | 562.646 |
1
Anpassung Vorjahreswerte gem. IFRS 3.49, siehe Anhangangabe 4. Unternehmenszusammenschlüsse.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:
| Grundstücke | keine Abschreibung |
| Gebäude und Einbauten | 10-40 Jahre |
| Gebäudeeinrichtungen | 5-40 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5-25 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2-15 Jahre |
| Nutzungsrechte (geleaste Vermögenswerte) | 3-25 Jahre |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte | 3-12 Jahre |
| Aktivierte Entwicklungsleistungen | 7-10 Jahre |
Sowohl die Sachanlagen als auch die Immateriellen Vermögenswerte werden wie bisher nach der linearen Methode über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Immateriellen Vermögenswerte enthalten die Positionen Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Patente und Kundenaufträge. Die aktivierten Entwicklungsleistungen betreffen selbst erstellte Patente. Diese werden planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von durchschnittlich zehn Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2019 fielen insgesamt Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 68.776 TEUR (Vj. 63.967 TEUR) an. Davon erfüllten 4.657 TEUR (Vj. 3.334 TEUR) die Aktivierungskriterien nach IAS 38. Der überwiegende Betrag wurde aufwandswirksam erfasst.
GRAMMER hat verschiedene Vereinbarungen über Leasingverhältnisse für Gebäude, technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und Kraftfahrzeuge getroffen. Die Laufzeiten betragen zwischen drei und 25 Jahren. Die meisten Leasingvereinbarungen sehen keine Verlängerungs- oder Kaufoptionen vor mit Ausnahme der Gebäude und weniger Anlagen, für die solche Optionen bestehen. Bei den Gebäuden handelt es sich im Wesentlichen um übliche optionale Verlängerungsangebote, die nach Ablauf der Grundmietzeit entweder eine einseitige von GRAMMER ausübbare Verlängerungsoption oder eine Neuverhandlung zur Fortführung des Vertrages vorsehen. Für kurzfristige Leasingverhältnisse und geringwertige Leasingverhältnisse sind Aufwendungen in Höhe von 2.041 TEUR bzw. 308 TEUR im Geschäftsjahr 2019 in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Die im Konzernanlagenspiegel unter Anhangangabe 12 bereits aufgeführten Nutzungsrechte (Vj. geleasten Vermögenswerte), für die GRAMMER ein Nutzungsrecht gem. IFRS 16 hat (Vj. die GRAMMER entsprechend IAS 17 wirtschaftlich zuzurechnen sind), setzen sich wie folgt zusammen:
| Stand 31. Dezember 2019 | Anschaffungskosten | |||||
| TEUR | Stand 1. Januar 2019 | Anpassung Erstanwendung IFRS 16 | Stand 1. Januar 2019 (angepasst) | Zugänge | Abgänge | Effekte aus Wechselkursänderungen |
| Grundstücke und Bauten | 18.400 | 48.336 | 66.736 | 17.319 | -1.498 | 1.070 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5.335 | 1.568 | 6.903 | 1.064 | -1.550 | 29 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.945 | 2.326 | 4.271 | 713 | -300 | 27 |
| Kraftfahrzeuge | 79 | 3.758 | 3.837 | 3.150 | -194 | 18 |
| Nutzungsrechte | 25.759 | 55.988 | 81.747 | 22.246 | -3.541 | 1.144 |
| Stand 31. Dezember 2019 | Anschaffungskosten | ||
| TEUR | Effekte aus Unternehmenserwerb | Umbuchungen | Stand 31. Dezember 2019 |
| Grundstücke und Bauten | 0 | 0 | 83.627 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 0 | -163 | 6.283 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0 | 0 | 4.712 |
| Kraftfahrzeuge | 0 | 0 | 6.812 |
| Nutzungsrechte | 0 | -163 | 101.433 |
| Stand 31. Dezember 2018 | Anschaffungskosten | |||||
| TEUR | Stand 1. Januar 2018 | Anpassung Erstanwendung IFRS 16 | Stand 1. Januar 2018 (angepasst) | Zugänge | Abgänge | Effekte aus Wechselkursänderungen |
| Grundstücke und Bauten | 2.056 | 0 | 2.056 | 0 | 0 | 274 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 4.435 | 0 | 4.435 | 0 | 0 | -9 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.605 | 0 | 1.605 | 0 | 0 | 3 |
| Kraftfahrzeuge | 177 | 0 | 177 | 0 | -91 | -7 |
| Geleaste Vermögenswerte | 8.273 | 0 | 8.273 | 0 | -91 | 261 |
| Stand 31. Dezember 2018 | Anschaffungskosten | ||
| TEUR | Effekte aus Unternehmenserwerb | Umbuchungen | Stand 31. Dezember 2018 |
| Grundstücke und Bauten | 16.070 | 0 | 18.400 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 1.092 | -183 | 5.335 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 337 | 0 | 1.945 |
| Kraftfahrzeuge | 0 | 0 | 79 |
| Geleaste Vermögenswerte | 17.499 | -183 | 25.759 |
| Stand 31. Dezember 2019 | Abschreibungen | |||||
| TEUR | Stand 1. Januar 2019 | Zugänge | Abgänge | Effekte aus Wechselkursänderungen | Umbuchungen | Stand 31. Dezember 2019 |
| Grundstücke und Bauten | 481 | 13.492 | -155 | -4 | 0 | 13.814 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.815 | 1.776 | -187 | 0 | -62 | 4.342 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.066 | 1.285 | -54 | 2 | -40 | 2.259 |
| Kraftfahrzeuge | 35 | 2.311 | -49 | 1 | 0 | 2.298 |
| Nutzungsrechte | 4.397 | 18.864 | -445 | 0 | -102 | 22.714 |
| Stand 31. Dezember 2019 | Buchwert | ||
| TEUR | 1. Januar 2019 | 1. Januar 2019 (angepasst) | 31. Dezember 2019 |
| Grundstücke und Bauten | 17.919 | 66.254 | 69.812 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.520 | 4.088 | 1.941 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 879 | 3.205 | 2.452 |
| Kraftfahrzeuge | 44 | 3.802 | 4.514 |
| Nutzungsrechte | 21.362 | 77.350 | 78.719 |
| Stand 31. Dezember 2018 | Abschreibungen | |||||
| TEUR | Stand 1. Januar 2018 | Zugänge | Abgänge | Effekte aus Wechselkursänderungen | Umbuchungen | Stand 31. Dezember 2018 |
| Grundstücke und Bauten | 246 | 217 | 0 | 18 | 0 | 481 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.036 | 842 | 0 | -4 | -59 | 2.815 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 721 | 344 | 0 | 1 | 0 | 1.066 |
| Kraftfahrzeuge | 120 | 8 | -91 | -2 | 0 | 35 |
| Geleaste Vermögenswerte | 3.123 | 1.411 | -91 | 13 | -59 | 4.397 |
| Stand 31. Dezember 2018 | Buchwert | ||
| TEUR | 1. Januar 2018 | 1. Januar 2018 (angepasst) | 31. Dezember 2018 |
| Grundstücke und Bauten | 1.810 | 1.810 | 17.919 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.399 | 2.399 | 2.520 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 884 | 884 | 879 |
| Kraftfahrzeuge | 57 | 57 | 44 |
| Geleaste Vermögenswerte | 5.150 | 5.150 | 21.362 |
Aus den aktivierten Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen (Vj. Finanzierungs-Leasingverhältnissen) werden in den Folgeperioden folgende Leasingzahlungen (einschließlich garantierter Restwerte) fällig:
| TEUR 2019 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
| Leasingzahlungen | 19.788 | 43.528 | 33.529 |
| Abzgl. Zinsaufwand aufgrund Abzinsung | -3.023 | -7.679 | -5.007 |
| Barwerte (lt. Bilanz) | 16.765 | 35.849 | 28.522 |
| 2018 | |||
| Leasingzahlungen | 4.025 | 7.383 | 16.118 |
| Abzgl. Zinsaufwand aufgrund Abzinsung | -895 | -2.634 | -2.910 |
| Barwerte (lt. Bilanz) | 3.130 | 4.749 | 13.208 |
Mögliche zukünftige Zahlungsmittelabflüsse bestehen für noch nicht hinreichend sichere Verlängerungsoptionen in Höhe von 7.902 TEUR, die bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeit unberücksichtigt geblieben sind. Aus Leasingverhältnissen, die noch nicht begonnen haben, ergeben sich zukünftig mögliche Zahlungsabflüsse von 400 TEUR.
Aus den nach IAS 17 ehemaligen Operating-Lease-Verhältnissen wurden in 2018 in den Folgeperioden folgende Leasingzahlungen (einschließlich garantierter Restwerte) fällig:
| TEUR 2018 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
| Leasingzahlungen | 21.893 | 33.346 | 13.013 |
Die Segmente Commercial Vehicles und Automotive stellen die berichtspflichtigen Geschäftssegmente als auch die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs 1) des GRAMMER Konzerns dar und spiegeln die interne Steuerungsstruktur der GRAMMER Gruppe wider. Im Rahmen der Konzernrechnungslegung erfasste und in der Vergangenheit erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden diesen CGUs für Zwecke des Werthaltigkeitstests nach IAS 36 zugeordnet.
Die Geschäfts- und Firmenwerte (Goodwill) der CGUs stellen sich zum 31. Dezember 2019 wie folgt dar:
| TEUR | Zahlungsmittelgenerierende Einheit | 2019 Geschäfts- oder Firmenwerte | 2018 Geschäfts- oder Firmenwerte | 2019 Wachstumsrate1 | 2018 Wachstumsrate1 | 2019 Abzinsungsfaktor |
| CGU I | Commercial Vehicles | 4.423 | 4.423 | 1% | 1% | 5,9% |
| CGU II | Automotive 2 | 107.518 | 106.128 | 1% | 1% | 5,9% |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 111.941 | 110.551 |
| TEUR | 2018 Abzinsungsfaktor |
| CGU I | 6,3% |
| CGU II | 6,3% |
1
ewige Rente
2
Anpassung der Vorjahreswerte gem. IFRS 3.49, siehe Anhangangabe 4. Unternehmenszusammenschlüsse
Der Geschäfts- oder Firmenwert in der CGU Automotive wurde, wie in Anhangangabe 4 beschrieben, aufgrund der Anpassung des Geschäfts- oder Firmenwertes aus dem Unternehmenszusammenschluss mit der Toledo Molding & Die, Inc. (TMD) mit Sitz in Toledo, Ohio, USA, gem. IFRS 3.49 rückwirkend zum 1. Oktober 2018 angepasst. Damit ergibt sich zum 31. Dezember 2018 ein um 1.371 TEUR angepasster Geschäfts- oder Firmenwert in der CGU Automotive.
Der aktivierte Geschäfts- und Firmenwert wird grundsätzlich jährlich zum 31. Dezember auf Ebene der CGUs (cash generating unit) hinsichtlich seiner Werthaltigkeit geprüft. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Veräußerungskosten unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf vom Management für einen Zeitraum von drei Jahren genehmigten Finanzplänen basieren. Der Planung liegen dabei insbesondere Annahmen hinsichtlich makroökonomischer Entwicklung sowie der Entwicklung von Verkaufs- und Rohstoffpreisen zugrunde. Neben diesen aktuellen Marktprognosen werden auch Entwicklungen aus der Vergangenheit berücksichtigt. Für die über den Zeithorizont von drei Jahren hinausgehende ewige Rente wurde der Cashflow unter Berücksichtigung der jeweils erwarteten nachhaltigen Wachstumsrate von 1 % (Vj. 1 %) extrapoliert. Bei der Prüfung auf Wertminderung werden im Konzern für beide Segmente gleiche Berechnungsmethoden und Parameter herangezogen.
Die wesentlichen Annahmen im Rahmen der Ermittlung des Nutzungswerts einer CGU sind die Free Cashflows, der Diskontierungszinssatz und dessen Parameter sowie die nachhaltige Wachstumsrate. Die Free Cashflows werden anhand der durchschnittlichen Budgetwerte der letzten drei Jahre, angepasst um erwartete Effizienzsteigerungen, ermittelt. Der Abzinsungsfaktor errechnet sich aus einem Eigenkapitalkosten- und Fremdkapitalkostensatz. Der verwendete Eigenkapitalkostensatz basiert auf einem risikofreien Zinssatz in Höhe von 0,2 % nach Steuern (Vj. 1,0 %) sowie einem Risikozuschlag für das allgemeine Marktrisiko in Höhe von 7,0 % nach Steuern (Vj. 7,0 %). Es werden zur Bestimmung des operativen und des Verschuldungsrisikos jeweils individuell Beta-Faktoren aus einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen (Peer Group) abgeleitet und für die Bewertung der CGU-spezifischen Zahlungsmittelüberschüsse herangezogen. Der Fremdkapitalkostensatz wird unter Berücksichtigung der für GRAMMER relevanten Peer Group abgeleitet. Die Cashflows wurden mit einem Zinssatz vor Steuern in Höhe von 5,9 % (Vj. 6,3 %) diskontiert. Die Wachstumsrate wurde mit 1 % (Vj. 1 %) angesetzt.
Die durchgeführten Wertminderungstests 2019 bestätigen die Werthaltigkeit aller Geschäfts- oder Firmenwerte und es ergab sich kein Impairment-Bedarf für die Geschäfts- und Firmenwerte der jeweiligen CGUs.
Innerhalb des Segments Automotive entspräche bei einer Erhöhung des Abzinsungsfaktors um 0,15 %-Punkte der erzielbare Betrag dem Buchwert. Die Reduzierung der nachhaltigen Wachstumsrate in diesem Segment um 0,22 %-Punkte würde zu einem Goodwill Impairment führen. Innerhalb des Segments Commercial Vehicles entspräche der erzielbare Betrag dem Buchwert bei einer Umstellung des Abzinsungsfaktors um 3,33 %-Punkte. Die Reduzierung der nachhaltigen Wachstumsrate auf 0 % in diesem Segment Commercial Vehicles führte zu keinem Goodwill Impairment.
Die Vorräte untergliedern sich wie folgt:
| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 135.899 | 141.238 |
| Unfertige Erzeugnisse und Leistungen | 17.520 | 16.467 |
| Fertige Erzeugnisse und Leistungen | 37.233 | 31.053 |
| Geleistete Anzahlungen | 1.227 | 2.234 |
| Vorräte | 191.879 | 190.992 |
Die gesamten Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Die Wertberichtigungen der Vorräte auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert belaufen sich auf 5,9 Mio. EUR (Vj. 5,6 Mio. EUR).
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Allgemeinen nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 bis 60 Tagen.
| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - brutto | 209.937 | 252.942 |
| Wertberichtigung | -1.152 | -1.128 |
| Vorsorge für Veritätsrisiken | -1.964 | -1.805 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 206.821 | 250.009 |
Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultiert unter anderem aus der höheren Inanspruchnahme von Factoring. Am Bilanzstichtag waren die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch echtes Factoring in Höhe von 69.310 TEUR (Vj. 42.301 TEUR) gemindert. Die für die Risikobeurteilung relevanten Risiken hinsichtlich der verkauften Forderungen sind das Kreditrisiko sowie das Risiko verspäteter Zahlung. Hinsichtlich eines Vertrages mit einem Kreditinstitut bilanziert der Konzern die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weiterhin in Höhe ihres anhaltenden Engagements, d. h. in Höhe der maximalen Ausfallreserve und passiviert damit eine korrespondierende Verbindlichkeit. Zum 31. Dezember 2019 bestanden Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.152 TEUR (Vj. 1.128 TEUR). Zudem besteht eine Vorsorge für Veritätsrisiken, der ein individueller Bewertungsabschlag zugrunde liegt. Die Entwicklung der Wertminderungen stellt sich wie folgt dar:
| TEUR | Wertberichtigungen | Vorsorge für Veritätsrisiken | Gesamt |
| Stand 1. Januar 2019 | 1.128 | 1.805 | 2.933 |
| Zugänge | 200 | 193 | 393 |
| Inanspruchnahme | -139 | -34 | -173 |
| Auflösungen | -24 | 0 | -24 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | -13 | 0 | -13 |
| Stand 31. Dezember 2019 | 1.152 | 1.964 | 3.116 |
| Stand 1. Januar 2018 | 1.253 | 2.590 | 3.843 |
| Anpassung Erstanwendung IFRS 9 | 516 | 0 | 516 |
| Stand 1. Januar 2018 (angepasst) | 1.769 | 2.590 | 4.359 |
| Zugänge | 281 | 140 | 421 |
| Inanspruchnahme | -513 | 0 | -513 |
| Auflösungen | -342 | -925 | -1.267 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | -67 | 0 | -67 |
| Stand 31. Dezember 2018 | 1.128 | 1.805 | 2.933 |
Die nachstehende Übersicht zeigt die mithilfe einer Wertberichtigungsmatrix ermittelte Ausfallrisikoposition bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie bei den Vermögenswerten aus Kundenverträgen:
| TEUR | In den folgenden Zeitbändern überfällig | |||||
| 2019 | Gesamt | Nicht überfällig | bis 30 Tage | 31-60 Tage | 61-90 Tage | 91-180 Tage |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - brutto | 209.937 | 187.021 | 13.513 | 3.435 | 1.332 | 1.148 |
| Vermögenswerte aus Kundenverträgen - brutto | 131.531 | 131.531 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wertberichtigung | 1.152 | 306 | 30 | 34 | 31 | 20 |
| 2018 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - brutto | 252.942 | 226.916 | 17.127 | 4.495 | 1.014 | 928 |
| Vermögenswerte aus Kundenverträgen - brutto | 115.235 | 115.235 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wertberichtigung | 1.128 | 199 | 47 | 24 | 90 | 48 |
| TEUR | In den folgenden Zeitbändern überfällig über 180 Tage |
| 2019 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - brutto | 3.488 |
| Vermögenswerte aus Kundenverträgen - brutto | 0 |
| Wertberichtigung | 732 |
| 2018 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - brutto | 2.462 |
| Vermögenswerte aus Kundenverträgen - brutto | 0 |
| Wertberichtigung | 720 |
Die Vermögenswerte aus Kundenverträgen nach IFRS 15 setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Langfristige Vermögenswerte aus Kundenverträgen | 70.760 | 63.388 |
| Kurzfristige Vermögenswerte aus Kundenverträgen | 60.771 | 51.847 |
| Vermögenswerte aus Kundenverträgen | 131.531 | 115.235 |
Zum 31. Dezember 2019 waren die Leistungsverpflichtungen im Rahmen der Serienentwicklung planmäßig in einer Höhe von 77.590 TEUR (Vj. 60.308 TEUR) noch nicht, oder teilweise noch nicht erfüllt. Es wird erwartet, dass hiervon ein Drittel innerhalb eines Jahres als Umsatzerlöse erfasst werden wird.
Neben den vorstehend ausgewiesenen Vertragssalden hat GRAMMER einen Vermögenswert in Verbindung mit den Kosten zur Erfüllung der Serienbelieferung erfasst. Zum 31. Dezember 2019 wurde dieser mit einem Wert von 4.774 TEUR (Vj. 2.969 TEUR) erfasst. Es wurden in den Geschäftsjahren 2019 und 2018 weder Abschreibungen noch sonstige Wertminderungen auf die Kosten der Vertragserfüllung vorgenommen.
Die Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen | 2.606 | 799 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen | 1.170 | 642 |
| Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen | 3.776 | 1.441 |
Die Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen stellen Kundenvorauszahlungen für Serienentwicklungen dar.
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Ausleihungen | 9.371 | 0 |
| Beteiligungen | 50 | 51 |
| Sonstige Forderungen | 0 | 1.975 |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 9.421 | 2.026 |
| Sonstige Forderungen 1 | 2.724 | 7.700 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 1.211 | 268 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3.935 | 7.968 |
1
Anpassung der Vorjahreswerte gem. IFRS 3.49, siehe Anhangangabe 4. Unternehmenszusammenschlüsse
In den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten waren im Geschäftsjahr 2018 die ratierlich fälligen Kaufpreiszahlungen in Höhe von 1.975 TEUR für den Verkauf der Grundstücke und Gebäude in Immenstetten aus dem Jahr 2015 enthalten. Diese wurden im Geschäftsjahr 2019 vollständig in die kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte umgegliedert. Die sonstigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen kurzfristige Forderungen gegen beteiligte Unternehmen sowie debitorische Kreditoren und Forderungen gegenüber Mitarbeitern und haben Laufzeiten von circa 30 Tagen. Die finanziellen Vermögenswerte sind weder fällig noch wertgemindert. In den Ausleihungen ist die Ausleihung an das nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen GRA-MAG LLC, die im Geschäftsjahr 2019 um 9.438 TEUR zugeschrieben wurde, enthalten. Aufgrund von negativen Währungseffekten von 67 TEUR beträgt der Buchwert zum 31. Dezember 2019 9.371 TEUR. Weitere Einzelheiten hierzu sind in Anhangangabe 8.5 zu finden.
Die sonstigen Vermögenswerte untergliedern sich wie folgt:
| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Sonstige Vermögenswerte | 30.036 | 26.533 |
| Abgrenzungsposten | 986 | 1.396 |
| Langfristige sonstige Vermögenswerte | 31.022 | 27.929 |
| Sonstige Vermögenswerte | 32.197 | 22.285 |
| Abgrenzungsposten | 5.117 | 6.153 |
| Kurzfristige sonstige Vermögenswerte | 37.314 | 28.438 |
In den langfristigen sonstigen Vermögenswerten sind Kautionsvereinbarungen enthalten, die entsprechend der Laufzeit des zugrunde liegenden Vertrages als langfristig eingestuft werden. Weiterhin sind Vermögenswerte für an den Kunden gezahlte Gegenleistungen enthalten. Dieser Vermögenswert wird linear über die Serienlaufzeit als Verringerung der Umsatzerlöse erfasst. Bei Bedarf erfolgt eine Wertminderung. In den sonstigen Vermögenswerten sind an den Kunden gezahlte Gegenleistungen in Höhe von 25.369 TEUR (Vj. 24.480 TEUR) erfasst. Der überwiegende Anteil dieser Vermögenswerte ist den langfristigen sonstigen Vermögenswerten zugeordnet. Im Geschäftsjahr 2019 wurden 5.431 TEUR (Vj. 4.800 TEUR) dieser Vermögenswerte als eine Verringerung der Umsatzerlöse erfasst.
In den kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten sind vor allem Forderungen aus Durchlaufsteuern wie Umsatzsteuern und sonstige Steuern 25.070 TEUR (Vj. 17.707 TEUR) sowie temporäre Kautionsvereinbarungen in Höhe von 200 TEUR (Vj. 98 TEUR) enthalten.
Für die ausgewiesenen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte bestehen keine wesentlichen Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Wertberichtigungen ergaben sich nicht.
Der Bestand an Zahlungsmitteln und kurzfristigen Einlagen beläuft sich zum Stichtag auf:
| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 142.651 | 204.373 |
Die Guthaben bei Kreditinstituten bestehen bei verschiedenen Banken in unterschiedlichen Währungen und werden zum Abschlussstichtag mit dem Stichtagskurs umgerechnet.
Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und drei Monaten betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.
Zum Zweck der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember wie folgt zusammen:
| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 142.651 | 204.373 |
| Kontokorrentkredite (inkl. kurzfristiger Verbindlichkeiten aus Factoringverträgen) gegenüber Kreditinstituten | -18.997 | -11.069 |
| Finanzmittelfonds | 123.654 | 193.304 |
Das gezeichnete Kapital im GRAMMER Konzern beträgt am 31. Dezember 2019 32.274 TEUR (Vj. 32.274 TEUR) und ist eingeteilt in 12.607.121 (Vj. 12.607.121) nennwertlose Stückaktien. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte. Die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt (Ausnahme: eigene Aktien) und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie.
Die Kapitalrücklage beträgt per 31. Dezember 2019 129.796 TEUR (Vj. 129.796 TEUR). Die Kapitalrücklage beinhaltet die Agien aus den Kapitalerhöhungen 1996, 2001, 2011 und 2017 abzüglich angefallener Kosten.
Die Gewinnrücklagen beinhalten die gesetzliche Rücklage der GRAMMER AG zum 31. Dezember 2019 und 2018 mit jeweils 1.183 TEUR. Diese steht nicht für Ausschüttungen zur Verfügung.
Die Gewinnrücklagen enthalten darüber hinaus die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Diese erhöhten sich von 228.920 TEUR auf 263.408 TEUR. Das positive Ergebnis nach Steuern in Höhe von 43.676 TEUR (Vj. 23.212 TEUR) spiegelt sich aufgrund der Dividendenzahlung in Höhe von 9.208 TEUR (Vj. 15.346 TEUR) nicht in voller Höhe in den Gewinnrücklagen wider.
Das kumulierte sonstige Ergebnis beinhaltet im Wesentlichen die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, die Effekte aus der Absicherung von Cashflow Hedges sowie die darauf entfallenden latenten Steuern.
Zudem sind im kumulierten sonstigen Ergebnis die Veränderungen hinsichtlich der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste gemäß IAS 19 sowie die kumulierten Fremdwährungseffekte auf die als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb gemäß IAS 21 klassifizierten Ausleihungen enthalten.
Die GRAMMER AG hält zum 31. Dezember 2019 einen Bestand an eigenen Aktien von 330.050 Stück, der komplett im Jahr 2006 zum Gesamtkaufpreis von 7.441 TEUR erworben wurde. Der darauf entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 844.928 EUR und entspricht 2,618 % des Grundkapitals.
Der Vorstand der GRAMMER AG hat am 16. August 2006 beschlossen, von der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. Juni 2006 zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG Gebrauch zu machen. Seitens der Gesellschaft können aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung bis zu 10 % des Grundkapitals, d. h. bis zu 1.049.515 eigene Aktien, erworben werden. Der Aktienrückkauf erfolgte für die durch den Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Zwecke, die sowohl den Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen, den Verkauf über die Börse oder über ein an alle Aktionäre gerichtetes Angebot als auch die Einziehung vorsehen. Diese Ermächtigung galt vom 16. August 2006 bis zum 1. Dezember 2007. Der Rückkauf der Aktien nach diesem Vorstandsbeschluss erfolgte in Übereinstimmung mit den Safe-Harbour-Regelungen der §§ 14 Absatz 2, 20a Absatz 3 WpHG in Verbindung mit der Verordnung (EG) Nr. 2273/2003 der Kommission vom 22. Dezember 2003. Der Erwerb der 330.050 Aktien erfolgte über die Börse zu dem nach dem Beschluss der Hauptversammlung ermittelten Erwerbspreis und ist im Internet auf der Homepage des Unternehmens veröffentlicht. Eine Verwendung der Aktien wurde noch nicht vom Vorstand vorgeschlagen. Zum 31. Dezember 2019 sind 12.607.121 (Vj. 12.607.121) Stückaktien im Umlauf.
Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital entfallen auf Anteilseigner an der GRAMMER Koltuk Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.S., Türkei, der GRAMMER AD, Bulgarien, der GRAMMER Seating (Shaanxi) Co. Ltd., China, und der GRAMMER Argentina S.A., Argentinien.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 28. Mai 2014 wurde eine Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts bis zum 27. Mai 2019 beschlossen. Hierfür wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 14.777.182,72 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014/I). Nach teilweiser Ausnutzung des Bedingten Kapitals 2014/I betrug dieses zum 31. Dezember 2018 noch 12.057.318,40 EUR. Von der weiteren Ausnutzung des Bedingten Kapitals 2014/I im Geschäftsjahr 2019 hat der Vorstand der GRAMMER AG keinen Gebrauch gemacht. Die Ermächtigung des Vorstands zur Begebung von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts ist damit durch Fristablauf zum 27. Mai 2019 weggefallen. Die Hauptversammlung der GRAMMER AG hat im Geschäftsjahr 2019 keine neue Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und kein neues bedingtes Kapital geschaffen.
Im GRAMMER Konzern gibt es leistungsorientierte Pensionspläne, sogenannte Defined Benefit Plans, welche überwiegend in Deutschland bestehen. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Höhe der Versorgungsleistungen variiert je nach rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes und hängt in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab. Bei den ausländischen Tochtergesellschaften beinhalten die Rückstellungen sonstige Leistungen nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen, der dazugehörige Dienstzeitaufwand und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wurden gemäß IAS 19 (überarbeitet 2011) nach der sogenannten Projected-Unit-Credit-Methode (laufendes Einmalprämienverfahren) ermittelt. Nach dieser Methode wird der für den Anwartschaftszuwachs erforderliche Aufwand demjenigen Zeitraum zugerechnet, der diesem Leistungszuwachs, der unter Beachtung der Regelungen für die Unverfallbarkeit auf das entsprechende Wirtschaftsjahr fällt, zuzurechnen ist.
Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Diese Annahmen liegen den versicherungsmathematischen Berechnungen zugrunde, die der GRAMMER Konzern durch einen Versicherungsmathematiker hat vornehmen lassen.
Bei der Berechnung der DBO (Defined Benefit Obligation) für die Leistungszusagen wurden im Wesentlichen folgende Bewertungsparameter zugrunde gelegt:
| in % Bewertungsparameter DBO | 2019 | 2018 |
| Zinssatz | 1,20 | 1,90 |
| Gehaltstrend | 2,30 | 2,30 |
| Einkommensdynamik Einzelzusagen | 2,30 | 2,30 |
| Inflationsrate/ Rententrend | 1,50 | 1,50 |
| in % Bewertungsparameter sonstige Leistungen | 2019 | 2018 |
| Zinssatz | 1,20 - 7,25 | 1,90 - 10,00 |
| Gehaltstrend | 2,30 - 4,50 | 2,30 - 4,50 |
| Inflationsrate | 1,50 - 13,00 | 1,50 - 13,00 |
Die Bewertungsparameter beinhalten auch Verpflichtungen aus Drittländern, die aufgrund der im Vergleich zu Deutschland abweichenden Länderstruktur ein tendenziell höheres Zinsniveau aufweisen. Beispielsweise liegt in Mexiko der Zinssatz bei 7,25 % (Vj. 10,0 %) sowie der Gehaltstrend bei 4,5 % (Vj. 4,5 %) oder die Inflationsrate in der Türkei bei circa 13,0% (Vj. 13,0 %).
Für das Geschäftsjahr 2019 wird analog zum Vorjahr der Rechnungszins von AON Hewitt zur Berechnung herangezogen. Der Rechnungszins wird unter Berücksichtigung der spezifischen Struktur des Zahlungsstroms der erdienten Verpflichtungen hergeleitet. Die Berechnung basiert auf den Pensionsverpflichtungen der GRAMMER Gesellschaften, die der Pensionsrückstellung zum 31. Dezember zugrunde liegen.
Die Ermittlung des Rechnungszinses basiert auf einer Zinsstrukturkurve der Renditen hochrangiger, auf EUR lautender Unternehmensanleihen, auf den Indexwerten (Kuponrenditen) der iBoxx € Corporates AA für verschiedene Laufzeitklassen sowie der Zinsstrukturkurve für (fiktive) Nullkupon-Anleihen ohne Kreditausfallrisiko (Quelle: Deutsche Bundesbank). Die Berechnungen werden auf Grundlage der zum 31. Dezember 2019 vorliegenden Tageswerte durchgeführt.
Für Sterblichkeit und Invalidität wurden grundsätzlich die 2018 neu veröffentlichten Heubeck-Richttafeln 2018G bzw. vergleichbare ausländische Sterbetafeln verwendet. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes und der beständig niedrigen Inflationsrate blieben die Inflationsrate/der Rententrend auf Vorjahresniveau bei 1,5 %. Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden konzernspezifisch ermittelt.
Im Geschäftsjahr 2019 wurden Renten für Pensionszusagen in Höhe von 3.707 TEUR (Vj. 2.777 TEUR) ausgezahlt. Für sonstige Leistungen an Arbeitnehmer wurden insgesamt 140 TEUR (Vj. 579 TEUR) ausgezahlt. Folgende Beträge wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:
| TEUR 2019 | Pensionsplan | Sonstige Leistungen |
| Dienstzeitaufwand | 3.786 | 828 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 3.883 | 828 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -97 | 0 |
| Nettozinsaufwand | 2.617 | 103 |
| Dienstzeit-/ und Nettozinsaufwand | 6.403 | 931 |
| 2018 | ||
| Dienstzeitaufwand | 3.221 | 863 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 3.221 | 863 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0 | 0 |
| Nettozinsaufwand | 2.544 | 104 |
| Dienstzeit-/ und Nettozinsaufwand | 5.765 | 967 |
Unter der Position Dienstzeitaufwand werden der laufende Dienstzeitaufwand sowie der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand ausgewiesen. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand ist der zum Zeitpunkt seines Entstehens sofort zu erfassende Gewinn bzw. Verlust aus Plananpassungen bzw. Plankürzungen.
Da für die leistungsorientierten Pensionspläne kein Planvermögen zur Deckung zukünftiger Pensionsverpflichtungen besteht, entspricht für die leistungsorientierten Pensionspläne der Nettozinsaufwand dem Zinsaufwand. Der Dienstzeitaufwand ist grundsätzlich in den Personalkosten der Funktionsbereiche enthalten; der Zinsaufwand auf die jeweilige Verpflichtung wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Folgende Beträge wurden im sonstigen Ergebnis erfasst:
| TEUR 2019 | Pensionsplan | Sonstige Leistungen |
| Kumulierter im sonstigen Ergebnis erfasster | ||
| Betrag zum 1. Januar 2019 | 55.482 | 0 |
| Im laufenden Jahr erfasster Betrag | 17.326 | 0 |
| Kumulierter im sonstigen Ergebnis erfasster | ||
| Betrag zum 31. Dezember 2019 | 72.807 | 0 |
| TEUR 2018 | Pensionsplan | Sonstige Leistungen |
| Kumulierter im sonstigen Ergebnis erfasster | ||
| Betrag zum 1. Januar 2018 | 62.652 | 0 |
| Im laufenden Jahr erfasster Betrag | -7.170 | 0 |
| Kumulierter im sonstigen Ergebnis erfasster | ||
| Betrag zum 31. Dezember 2018 | 55.482 | 0 |
Die Veränderungen im Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
| TEUR | Pensionsplan | Sonstige Leistungen |
| Stand 1. Januar 2019 | 136.383 | 3.074 |
| + Dienstzeitaufwand | 3.786 | 828 |
| + Zinsaufwendungen | 2.617 | 103 |
| Schätzungsänderungen: Gewinne (-)/Verluste (+) | 17.352 | 0 |
| Änderung der demographischen Annahmen | 0 | 0 |
| Änderung der finanziellen Annahmen | 17.775 | 0 |
| Änderung der erfahrungsbedingten Anpassungen | -423 | 0 |
| - Tatsächliche Zahlungen | -3.707 | -140 |
| Wechselkursänderungen | 46 | -262 |
| Stand 31. Dezember 2019 | 156.477 | 3.603 |
| Stand 1. Januar 2018 | 140.683 | 3.510 |
| + Dienstzeitaufwand | 3.221 | 863 |
| + Zinsaufwendungen | 2.544 | 104 |
| Schätzungsänderungen: Gewinne (-)/Verluste (+) | -7.320 | 0 |
| Änderung der demographischen Annahmen | 117 | 0 |
| Änderung der finanziellen Annahmen | -6.050 | 0 |
| Änderung der erfahrungsbedingten Anpassungen | -1.387 | 0 |
| - Tatsächliche Zahlungen | -2.777 | -579 |
| Wechselkursänderungen | 32 | -824 |
| Stand 31. Dezember 2018 | 136.383 | 3.074 |
Die betriebliche Altersversorgung der Vorstände ist als Kapitalkontenplan ausgestaltet, die Gesellschaft stellt einen für jedes Mitglied des Vorstands errechneten jährlichen Versorgungsaufwand ein. Es werden - bei Erfüllung der jeweiligen Leistungsvoraussetzungen - Versorgungsleistungen für das Mitglied des Vorstands als Alterskapital bzw. Invalidenkapital sowie an den Ehegatten in Form von Hinterbliebenenkapital gewährt. In eheähnlicher Lebensgemeinschaft lebende, benannte Partner sind Ehegatten gleichgestellt.
Bei der betrieblichen Altersversorgung der Vorstände handelt es sich um einen leistungsorientierten Pensionsplan (Defined Benefit Plan).
Im Geschäftsjahr 2018 wurde das für die Vorstände gültige Altersversorgungsmodell auf alle GRAMMER Mitarbeiter der deutschen Standorte mit unterschiedlichen Ausgestaltungsvarianten ausgeweitet.
Ebenfalls im Geschäftsjahr 2018 wurde das bestehende Contractual Trust Agreement um die neu hinzugekommenen Mitarbeiter erweitert. Zum 31. Dezember 2019 belief sich damit die auf ein Treuhandkonto einbezahlte Kapitalleistung auf 5.904 TEUR (Vj. 4.467 TEUR), in welcher ebenfalls die aktuellen und ehemaligen Mitglieder des Vorstands bzw. der Geschäftsführung mit einem Betrag von 4.407 TEUR (Vj. 4.100 TEUR) enthalten sind. Diese Kapitalleistung stellt ein Planvermögen dar und wird in der Bilanz mit der Pensionsverpflichtung saldiert. Das Vermögen des Contractual Trust Agreement ist in einen Wertsicherungsfonds, bestehend aus globalen Aktien und Rentenpapieren sowie liquiden Mitteln, investiert. Der Fonds ist den allgemeinen Risiken der Aktien- und Rentenmärkte ausgesetzt.
Die Entwicklung des Fair Values des Planvermögens ist in folgender Tabelle dargestellt:
| TEUR | 2019 | 2018 |
| Fair Value des Planvermögens am 01.01. | 4.467 | 3.655 |
| Zinsaufwendungen auf das Planvermögen | 85 | 66 |
| Anpassungen | 26 | -150 |
| Beiträge zum Planvermögen | 1.326 | 897 |
| Fair Value des Planvermögens am 31.12. | 5.904 | 4.467 |
Die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung genutzt werden, sind der Abzinsungssatz, erwartete Gehaltserhöhungen und die Sterbewahrscheinlichkeit. Die nachfolgend dargestellten Sensitivitätsanalysen wurden auf Basis der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen der jeweiligen Annahmen zum Bilanzstichtag durchgeführt, wobei die übrigen Annahmen jeweils unverändert geblieben sind.
Die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung genutzt werden, sind der Abzinsungssatz, erwartete Gehaltserhöhungen und die Sterbewahrscheinlichkeit. Die nachfolgend dargestellten Sensitivitätsanalysen wurden auf Basis der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen der jeweiligen Annahmen zum Bilanzstichtag durchgeführt, wobei die übrigen Annahmen jeweils unverändert geblieben sind.
| Abzinsungsfaktor TEUR |
2019 Reduktion um 1% | 2019 Erhöhung um 1% | 2018 Reduktion um 1% | 2018 Erhöhung um 1% |
| Auswirkung auf DBO | 31.103 | -23.843 | 26.414 | -20.358 |
| Auswirkung auf laufenden Dienstzeitaufwand | 530 | -395 | 471 | -354 |
| Auswirkung auf Nettozinsaufwand | -1.406 | 786 | -1.048 | 696 |
| Künftige Gehaltssteigerung TEUR |
2019 Reduktion um 0,5% | 2019 Erhöhung um 0,5% | 2018 Reduktion um 0,5% | 2018 Erhöhung um 0,5% |
| Auswirkung auf DBO | -9.000 | 3.760 | -3.006 | 3.407 |
| Inflationsrate TEUR |
2019 Reduktion um 0,5% | 2019 Erhöhung um 0,5% | 2018 Reduktion um 0,5% | 2018 Erhöhung um 0,5% |
| Auswirkung auf DBO | -9.600 | 10.619 | -8.067 | 8.901 |
| Sterblichkeitsrate TEUR |
2019 Reduktion um 10% | 2019 Erhöhung um 10% | 2018 Reduktion um 10% | 2018 Erhöhung um 10% |
| Auswirkung auf DBO | 5.406 | -4.790 | 4.352 | -3.882 |
Da der überwiegende Teil der leistungsorientierten Verpflichtung aus den deutschen Gesellschaften resultiert, wurde die Sensitivitätsanalyse auch nur für diese durchgeführt.
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wurde in den oben dargestellten Sensitivitätsanalysen nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien zum Bilanzstichtag ermittelt, dieselbe Methode, nach der die in der Konzernbilanz erfasste leistungsorientierte Verbindlichkeit berechnet wurde.
Die oben dargestellte Sensitivitätsanalyse dürfte nicht repräsentativ für die tatsächliche Veränderung der leistungsorientierten Verpflichtung sein, da es als unwahrscheinlich anzusehen ist, dass Abweichungen von den getroffenen Annahmen isoliert voneinander auftreten, da die Annahmen teilweise zueinander in Beziehung stehen.
Die folgende Darstellung zeigt die künftig erwarteten Mittelabflüsse für die bestehenden Pensionspläne:
| TEUR | 2019 erwartete Zahlungsmittelabflüsse | 2018 erwartete Zahlungsmittelabflüsse |
| Kurzfristig (< 1 Jahr) | 3.155 | 2.898 |
| Mittelfristig (1 bis 5 Jahre) | 15.194 | 13.858 |
| Langfristig (> 5 Jahre) | 132.602 | 115.099 |
Die Finanzschulden untergliedern sich wie folgt:
| TEUR 2019 | kurzfristig | langfristig | Gesamt |
| Kontokorrentkredite (inkl. kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Factoringverträgen) gg. Kreditinstituten | 18.997 | 0 | 18.997 |
| Darlehen | 104.199 | 93.236 | 197.435 |
| Schuldscheindarlehen | 84.539 | 126.740 | 211.279 |
| Finanzschulden | 207.735 | 219.976 | 427.711 |
| TEUR 2018 | kurzfristig | langfristig | Gesamt |
| Kontokorrentkredite (inkl. kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Factoringverträgen) gg. Kreditinstituten | 11.069 | 0 | 11.069 |
| Darlehen | 236.919 | 25.152 | 262.071 |
| Schuldscheindarlehen | 47.688 | 136.852 | 184.540 |
| Finanzschulden | 295.676 | 162.004 | 457.680 |
Mit der bestehenden Kreditlinie aus dem Konsortialkreditvertrag über 100,0 Mio. EUR (Vj. 180,0 Mio.) aus dem Geschäftsjahr 2013 ist die Konzernfinanzierung von GRAMMER gesichert. Der Konsortialkredit teilt sich in eine Kreditlinie zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung in Höhe von 100,0 Mio. EUR (Tranche A) und eine Kreditlinie für Unternehmensakquisitionen über 80,0 Mio. EUR (Tranche B) auf, die im Rahmen der Akquisition der TMD-Gruppe und der entsprechenden Kaufpreisfinanzierung in 2018 gekündigt wurde. Der Konsortialkredit wurde zwischen den wesentlichen deutschen GRAMMER Gesellschaften und sechs Geschäftsbanken abgeschlossen. Die Kreditlinie zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung kann wahlweise als Kontokorrentkredit oder durch Festsatzkredite mit Zinsperioden von bis zu sechs Monaten in Anspruch genommen werden. Die Verzinsung erfolgt mit geldmarktgekoppelten Zinssätzen zuzüglich fester Kreditmargen. Der Konsortialkredit hat eine ursprüngliche Laufzeit von fünf Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr. Die zweite Verlängerungsoption wurde im September 2015 gezogen. Die Laufzeit endet somit am 31. Oktober 2020. Für die Kreditlinie haften die beteiligten GRAMMER Gesellschaften gesamtschuldnerisch. Eine darüber hinausgehende Besicherung liegt nicht vor. Die Finanzierung der Akquisition der Toledo Molding & Die, Inc. im Jahr 2018 erfolgte über eine begrenzte Anzahl von Kreditinstituten aus dem Kreis des bestehenden Konsortialkredites. Die Laufzeit dieser Akquisitionsfinanzierung in Höhe von 260,0 Mio. USD betrug 12 Monate plus einer sechsmonatigen Verlängerungsoption seitens GRAMMER. Die Verlängerungsoption wurde seitens GRAMMER im Geschäftsjahr 2019 gezogen. Ausgezahlte Beträge, die getilgt wurden, können nicht wieder in Anspruch genommen werden. Zudem bestehen zur Finanzierung des Neubaus des GRAMMER Campus langfristige, grundpfandrechtlich gesicherte (Förder-) Darlehen mit Festzinsvereinbarungen über insgesamt 50,0 Mio. EUR (Vj. 41,0 Mio. EUR), die im Geschäftsjahr 2019 vollständig zur Auszahlung kamen.
Bei den Kontokorrentkrediten handelt es sich um aufgenommene Gelder unter Ausnutzung von Kreditlinien sowie um sehr kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus bestehenden Factoringverträgen.
In dieser Position sind bilaterale Darlehen von GRAMMER mit kurz- und mittelfristigen Laufzeiten enthalten. Die Ausgestaltung der Darlehen ermöglicht je nach Fazilität eine revolvierende Inanspruchnahme.
Diese Position beinhaltet neben den abgegrenzten Zinsen und dem Disagio Schuldscheindarlehen und Privatplatzierungen in Höhe von 209,8 Mio. EUR (Vj. 181,0 Mio. EUR). Der Betrag der Schuldscheindarlehen erhöhte sich im Jahr 2019, da planmäßige Fälligkeiten über langfristige Privatplatzierungen erfolgreich refinanziert und aufgestockt wurden. Die Schuldscheindarlehen sind dabei mit fixen und variablen Zinssätzen ausgestattet, die eine unterschiedliche Laufzeitstaffelung bis zum Jahr 2025 besitzen. Im kurzfristigen Bereich sind die abgegrenzten Zinsen für die bestehenden Schuldscheindarlehen enthalten.
| TEUR | 31.12.2018 | Zahlungswirksame Veränderung | Umgliederung | Wechselkursbedingte Veränderung |
| Kurzfristige Finanzschulden | 284.608 | -182.623 | 83.153 | 5.271 |
| Kurzfristige Finanzschulden aus Leasingverhältnissen | 3.130 | -20.101 | 16.210 | 34 |
| Langfristige Finanzschulden | 162.004 | 141.125 | -83.153 | -85 |
| Langfristige Finanzschulden aus Leasingverhältnissen | 17.958 | 0 | -16.210 | 186 |
| Gesamt | 467.700 | -61.600 | 0 | 5.406 |
| TEUR | Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen | Effekte aus Unternehmenserwerb |
| Kurzfristige Finanzschulden | -1.671 | 0 |
| Kurzfristige Finanzschulden aus Leasingverhältnissen | 17.492 | 0 |
| Langfristige Finanzschulden | 85 | 0 |
| Langfristige Finanzschulden aus Leasingverhältnissen | 62.438 | 0 |
| Gesamt | 78.344 | 0 |
| TEUR | 31.12.2019 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 188.738 |
| Kurzfristige Finanzschulden aus | |
| Leasingverhältnissen | 16.765 |
| Langfristige Finanzschulden | 219.976 |
| Langfristige Finanzschulden aus | |
| Leasingverhältnissen | 64.372 |
| Gesamt | 489.851 |
| TEUR | 31.12.2017 | Zahlungswirksame Veränderung | Umgliederung | Wechselkursbedingte Veränderung |
| Kurzfristige Finanzschulden | 39.902 | 204.346 | 35.000 | 2.899 |
| Kurzfristige Finanzschulden aus Finanzierungsleasing | 1.253 | -1.676 | 2.098 | 350 |
| Langfristige Finanzschulden | 190.331 | 6.570 | -35.000 | 0 |
| Langfristige Finanzschulden aus | ||||
| Finanzierungsleasing | 3.552 | 0 | -2.098 | 110 |
| Gesamt | 235.038 | 209.240 | 0 | 3.359 |
| TEUR | Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen | Effekte aus Unternehmenserwerb |
| Kurzfristige Finanzschulden | 2.461 | 0 |
| Kurzfristige Finanzschulden aus Finanzierungsleasing | 0 | 1.105 |
| Langfristige Finanzschulden | 103 | 0 |
| Langfristige Finanzschulden aus | ||
| Finanzierungsleasing | 0 | 16.394 |
| Gesamt | 2.564 | 17.499 |
| TEUR | 31.12.2018 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 284.608 |
| Kurzfristige Finanzschulden aus Finanzierungsleasing | 3.130 |
| Langfristige Finanzschulden | 162.004 |
| Langfristige Finanzschulden aus Finanzierungsleasing | 17.958 |
| Gesamt | 467.700 |
Die in der Tabelle dargestellten kurzfristigen Finanzschulden enthalten nicht die Kontokorrentkredite inklusive der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Factoringverträgen gegenüber Kreditinstituten in Anlehnung an die Darstellung der Veränderung der Finanzschulden in der Konzern-Kapitalflussrechnung. Die sonstigen zahlungsunwirksamen Veränderungen beinhalten Veränderungen aus Disagio und Zinsen. Bei den Finanzschulden aus Leasingverhältnissen beinhalten die sonstigen zahlungsunwirksamen Veränderungen den Erstanwendungseffekt von IFRS 16 von 43.384 TEUR bei den langfristigen und 12.604 TEUR bei den kurzfristigen Finanzschulden aus Leasingverhältnissen.
Die Rückstellungen untergliedern sich wie folgt:
| TEUR | Stand 1. Januar 2019 | Zuführung | Inanspruchnahme | Nicht verwendete, aufgelöste Beträge | Effekte aus Wechselkursänderungen | Stand 31. Dezember 2019 |
| Marktorientierte Rückstellungen | 12.926 | 9.233 | -3.366 | -3.342 | -65 | 15.386 |
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 4.523 | 3.921 | -851 | -197 | 1 | 7.397 |
| Übrige Rückstellungen | 569 | 286 | 0 | -251 | 7 | 611 |
| Rückstellungen | 18.018 | 13.440 | -4.217 | -3.790 | -57 | 23.394 |
| TEUR | kurzfristige Rückstellungen 2019 | langfristige Rückstellungen 2019 |
| Marktorientierte Rückstellungen | 15.386 | 0 |
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 7.397 | 0 |
| Übrige Rückstellungen | 611 | 0 |
| Rückstellungen | 23.394 | 0 |
| TEUR | Stand 1. Januar 2018 | Zuführung | Inanspruchnahme | Nicht verwendete, aufgelöste Beträge | Effekte aus Wechselkursänderungen | Stand 31. Dezember 2018 |
| Marktorientierte Rückstellungen | 13.171 | 4.690 | -1.483 | -3.105 | -347 | 12.926 |
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 3.785 | 1.663 | -925 | 0 | 0 | 4.523 |
| Übrige Rückstellungen | 530 | 160 | 0 | -117 | -4 | 569 |
| Rückstellungen | 17.486 | 6.513 | -2.408 | -3.222 | -351 | 18.018 |
| TEUR | kurzfristige Rückstellungen 2018 | langfristige Rückstellungen 2018 |
| Marktorientierte Rückstellungen | 12.926 | 0 |
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 4.523 | 0 |
| Übrige Rückstellungen | 569 | 0 |
| Rückstellungen | 18.018 | 0 |
In den marktorientierten Verpflichtungen sind Rückstellungen enthalten, die Risiken, nach Abschluss der Entwicklungsleistungen, aus dem Verkauf von Teilen und Produkten einschließen. Im Wesentlichen sind dies Gewährleistungsansprüche, die unter Zugrundelegung des bisherigen bzw. des geschätzten zukünftigen Schadensverlaufs ermittelt werden.
Diese umfassen sowohl die Haftung des Konzerns für die einwandfreie Funktionalität der verkauften Produkte als auch die Verpflichtung, dem Käufer durch den Gebrauch der Produkte entstandene Schäden und Kosten zu ersetzen. In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind Rückstellungen aus dem Personal- und Sozialbereich wie Jubiläumsaufwendungen enthalten. Zudem sind darin zum 31. Dezember 2019 Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 2.300 TEUR enthalten.
Die übrigen Rückstellungen beinhalten eine Vielzahl von erkennbaren Einzelrisiken und ungewissen Verpflichtungen, zum Beispiel Prozesskostenrückstellungen, die in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt werden.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen untergliedern sich wie folgt:
| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.399 | 2.273 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 309.000 | 358.332 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 310.399 | 360.605 |
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen offene Verpflichtungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr des Konzerns. Ausstehende Rechnungen und Verbindlichkeiten für erhaltene Lieferungen werden gemäß ihrem Charakter in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel nicht verzinslich und haben gewöhnlich eine Fälligkeit von bis zu 90 Tagen. Speziell in den langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verpflichtungen aus Mietkaufverträgen enthalten, die Laufzeiten bis zu fünf Jahren beinhalten. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.
Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten untergliedern sich wie folgt:
| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Derivative finanzielle Verpflichtungen | 377 | 851 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 16.765 | 3.130 |
| Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen | 1.871 | 1.042 |
| sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.511 | 1.158 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 20.524 | 6.181 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 64.371 | 17.957 |
| Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen | 4 | 0 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 64.375 | 17.957 |
Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten hauptsächlich sowohl lang- als auch kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen. Der Anstieg im Vergleich zum Geschäftsjahr 2018 resultiert hauptsächlich aus der erstmaligen Anwendung des neuen Leasingstandards IFRS 16. Im Vorjahr wurden Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing nach IAS 17 bilanziert. Weitere Einzelheiten hierzu sind in Anhangangabe 2.2 sowie 12.2 zu finden.
Die sonstigen Verbindlichkeiten untergliedern sich wie folgt:
| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 55.642 | 59.982 |
| davon personalbezogene Verbindlichkeiten | 35.044 | 42.598 |
| davon Verbindlichkeiten für Beratung | 1.878 | 1.675 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern und Abgaben | 9.200 | 13.420 |
| Erhaltene Anzahlungen | 363 | 374 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 5.402 | 5.401 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 2.396 | 3.516 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 73.003 | 82.693 |
| Erhaltene Anzahlungen | 1.220 | 0 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 1.220 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 74.223 | 82.693 |
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sind weitgehend Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus ausstehendem Urlaub, Überstunden, Gleitzeit oder Ähnlichem. Zudem sind Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuern sowie kurzfristige Aufwandsabgrenzungen enthalten.
In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme erläutert, und zwar getrennt nach Mittelzu- und Mittelabflüssen aus dem laufenden Geschäft, aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit, unabhängig von der Gliederung der Bilanz. Ausgehend vom Ergebnis vor Steuern wird der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Das Ergebnis vor Steuern wird um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen (im Wesentlichen Abschreibungen) und Erträge bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit. Die Investitionstätigkeit umfasst Auszahlungen für Sachanlagen, Immaterielle Vermögenswerte und Finanzinvestitionen, nicht aber die Zugänge aktivierter Entwicklungskosten sowie von Nutzungsrechten. In der Finanzierungstätigkeit ist neben Zahlungsmittelabflüssen aus Dividendenzahlungen und der Tilgung von Anleihen auch die Veränderung der übrigen Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten enthalten. Der GRAMMER Konzern betrachtet als Finanzmittelfonds flüssige Mittel und kurzfristig veräußerbare Geldmarktfonds abzüglich der Kontokorrentverbindlichkeiten (inkl. kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Factoringverträgen) gegenüber den Banken.
Zur Absicherung rechtlicher Risiken wird mit einem System aus intensiver Vertragsprüfung gearbeitet, Vertragsmanagement und systematisierter Archivierung. Für sogenannte "Normalrisiken" und existenzgefährdende Risiken besteht ausreichender Versicherungsschutz. Die Cascade International Investment GmbH ("Cascade") hat als Aktionärin mit Klage vom 26. Juni 2017 Anfechtungsklage, hilfsweise Nichtigkeitsklage, gegen die Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 24. Mai 2017 über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016 erhoben. Im Wege der Klageerweiterung hat die Cascade am 13. Juli 2018 Anfechtungsklage, hilfsweise Nichtigkeitsklage, gegen die Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017 erhoben. Zusätzlich hat Cascade die Nichtigerklärung der ablehnenden Beschlüsse dieser Hauptversammlung über die Abwahl des Versammlungsleiters sowie über eine Sonderprüfung zur Prüfung und Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen gegen Vorstand und Aufsichtsrat beantragt. Die Klage war beim Landgericht Nürnberg-Fürth anhängig. Cascade und die GRAMMER AG haben sich außergerichtlich darauf geeinigt, den Rechtsstreit übereinstimmend für erledigt zu erklären. Cascade hat den Rechtsstreit gegenüber dem Gericht mit Erledigungserklärung vom 5. Februar 2020 für erledigt erklärt. Dieser Erledigungserklärung hat sich GRAMMER mit Schriftsatz vom selben Tag angeschlossen. Das Landgericht Nürnberg Fürth hat mit Beschluss vom 6. Februar 2020 daraufhin die Beendigung des Rechtsstreits festgestellt.
Im Folgenden werden die Haftungsverhältnisse dargestellt:
| TEUR | 2019 | 2018 |
| Bürgschaften | 2.546 | 1.911 |
Die Bürgschaften wurden überwiegend als Vertragserfüllungsbürgschaften gewährt.
Informationen über die Konzernstruktur, die Tochtergesellschaften und die Muttergesellschaft werden in Anhangangabe 3 dargestellt.
In diesem Abschnitt werden die Verkäufe an und Käufe von nahestehenden Unternehmen und Personen aufgezeigt. Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Posten sind nicht besichert, unverzinslich und werden durch Barzahlung beglichen. Für Forderungen oder Schulden gegen nahestehende Unternehmen und Personen bestehen keinerlei Garantien. Die Notwendigkeit des Ansatzes einer Wertberichtigung wird jährlich überprüft, indem die Finanzlage des nahestehenden Unternehmens oder der Personen und der Markt, in dem diese tätig sind, überprüft werden. Zum 31. Dezember 2019 bestanden wie im Vorjahr keine Wertberichtigungen auf Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen.
Die folgende Tabelle enthält die Beträge aus Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen für das betreffende Geschäftsjahr:
| TEUR NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN | VERKÄUFE AN NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN | KÄUFE VON NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN | FORDERUNGEN GEGENÜBER NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN | VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN | |
| GRA-MAG Truck Interior Systems LLC | 2019 | 9.879 | 0 | 9.863 | 0 |
| 2018 | 10.255 | 0 | 4.700 | 0 | |
| Ningbo Jifeng Auto Parts Co., Ltd. | 2019 | 2.894 | 298 | 2.701 | 2.809 |
| 2018 | 772 | 261 | 104 | 1 | |
| Jiya Auto Parts GmbH | 2019 | -647 | 0 | 0 | 527 |
| 2018 | 1.778 | 0 | 384 | 0 | |
| Jifeng Automotive Interior GmbH | 2019 | 12 | 0 | 10 | 0 |
| 2018 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Jifeng Autmotive Interior CZ s.r.o. | 2019 | 0 | 200 | 0 | 152 |
| 2018 | 0 | 12 | 0 | 7 | |
| Ningbo Jifeng Technology Co., Ltd. | 2019 | 0 | 2.520 | 0 | 1.218 |
| 2018 | 0 | 1.856 | 0 | 685 | |
| ALLYGRAM Systems and | 2019 | 0 | 1.960 | 0 | 622 |
| Technologies Private Limited | 2018 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Der Konzern hält einen Anteil am Stammkapital von 50 % an der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC (GRA-MAG LLC) (Vj. 50 %). Die GRA-MAG LLC beschäftigte zum 31. Dezember 2018 60 (Vj. 62) Mitarbeiter. Bei den Forderungen gegenüber der GRA-MAG LLC ist eine Ausleihung in Höhe von 9.371 TEUR enthalten. Weitere Einzelheiten hierzu sind in Anhangangabe 8.5 und 16 zu finden.
Die Gesellschaften Jifeng Automotive Interior CZ s.r.o., Ningbo Jifeng Technology Co., Ltd. und Jifeng Automotive Interior GmbH werden wie das direkte Mutterunternehmen der GRAMMER AG (Jiye Auto Parts GmbH) von der Ningbo Jifeng Auto Parts Co., Ltd. beherrscht. Im Vorjahr wurden diese Unternehmen letztlich mittelbar von der Familie Wang beherrscht. Mit diesen Unternehmen hat GRAMMER direkte Beziehungen über Warenlieferungen und Dienstleistungen.
Im Geschäftsjahr 2018 und 2019 haben Jiye Auto Parts GmbH, Ningbo Jiye Investment Co., Ltd. und die GRAMMER AG einen Vertrag über Kostenerstattung (Cost Coverage Agreement) für anfallende Aufwendungen für die Bereitstellung und Verwaltung von Informationen im Zuge der Jahresabschlusstätigkeiten sowie die Unterstützung bei einer Due Diligence-Prüfung der GRAMMER Gruppe an die Ningbo Jifeng Gruppe abgeschlossen. Für das Geschäftsjahr 2019 hat die GRAMMER AG der Ningbo Jifeng Auto Parts Co., Ltd. bzw. der Ningbo Jiye Investment Co., Ltd. interne und externe Kosten in Höhe von insgesamt 2.697 TEUR (Vj. 1.778 TEUR) in Rechnung gestellt. Es sind im Geschäftsjahr 2019 keine weiteren Kosten entstanden die weiter zu berechnen sind. Damit werden alle internen Kosten in voller Höhe sowie sämtliche externe Kosten durch die GRAMMER AG weiterbelastet. Die Ermittlung der internen Kosten erfolgt auf Basis der durch die betroffene Fachabteilung geleisteten Stunden und angefallenen externen Kosten.
Für die Geschäftsjahre 2019 und 2018 hat die GRAMMER AG der Jiye Auto Parts GmbH interne und externe Kosten in Rechnung gestellt, die aufgrund einer vertraglichen Verpflichtung im Rahmen des Business Combination Agreements für die Bereitstellung und Verwaltung von Informationen sowie der Unterstützung bei einer Due Diligence-Prüfung angefallen sind.
Der Konzern hält seit 29. August 2019 einen Anteil am Stammkapital von 30 % an der ALLYGRAM Systems and Technologies Private Limited (ALLYGRAM). Die ALLYGRAM beschäftigte zum 31. Dezember 2019 88 Mitarbeiter.
Unternehmen des GRAMMER Konzerns haben mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der GRAMMER AG bzw. mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keine wesentlichen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises. Die Vorstandsvergütungen sind unter Anhangangabe 33 dargestellt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt, gegliedert nach Bewertungskategorien, Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten, sämtliche in der GRAMMER AG erfassten Finanzinstrumente des Konzerns:
| TEUR | Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Buchwert 31.12.2019 | Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | |||
| Aktiva | |||
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | FAAC | 142.651 | 142.651 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | FAAC | 206.821 | 206.821 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | |||
| Darlehen und Forderungen | FAAC | 12.097 | 12.097 |
| Beteiligungen | FVOCI | 50 | |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | FVtPL | 0 | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 1.211 | |
| Passiva | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 310.399 | 310.399 |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | FLAC | 427.711 | 427.711 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 3.386 | 3.386 |
| Leasingverbindlichkeiten (Vj. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing) | n.a. | 81.136 | |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLtPL | 0 | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 377 | |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9: | |||
| Aktiva | |||
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten | FAAC | 361.569 | 361.569 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | FVOCI | 50 | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | FVtPL | 0 | 0 |
| Passiva | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | FLAC | 741.496 | 741.496 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | FLtPL | 0 | 0 |
| TEUR | Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | Wertansatz Bilanz nach IFRS 16 | |
| Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | ||
| Aktiva | |||
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | |||
| Darlehen und Forderungen | |||
| Beteiligungen | 50 | ||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 0 | ||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 1.211 | ||
| Passiva | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | |||
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Leasingverbindlichkeiten (Vj. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing) | 81.136 | ||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 0 | ||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 377 | ||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9: | |||
| Aktiva | |||
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten | 0 | 0 | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | 50 | 0 | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 0 | 0 | 0 |
| Passiva | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 0 | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 0 | 0 | 0 |
| TEUR | Fair Value 31.12.2019 |
| Aktiva | |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 142.651 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 206.821 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | |
| Darlehen und Forderungen | 12.097 |
| Beteiligungen | 50 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 0 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 1.211 |
| Passiva | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 310.412 |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | 433.612 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 3.386 |
| Leasingverbindlichkeiten (Vj. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing) | 81.136 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 0 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 377 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9: | |
| Aktiva | |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten | 361.569 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | 50 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 0 |
| Passiva | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 747.410 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 0 |
| TEUR | Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Buchwert 31.12.2018 | Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | Wertansatz Bilanz nach IAS 17 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | ||||
| Aktiva | ||||||
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | FAAC | 204.373 | 204.373 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | FAAC | 250.009 | 250.009 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Darlehen und Forderungen | FAAC | 9.675 1 | 9.675 | 0 | 0 | 0 |
| Beteiligungen | FVOCI | 51 | 0 | 51 | 0 | 0 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | FVtPL | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 268 | 0 | 268 | 0 | |
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 360.605 | 360.605 | |||
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | FLAC | 457.680 | 457.680 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 2.200 | 2.200 | |||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | n.a. | 21.087 | 21.087 | |||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLtPL | 0 | 0 | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 851 | 851 | |||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9: | ||||||
| Aktiva | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten | FAAC | 464.057 1 | 464.057 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | FVOCI | 51 | 0 | 51 | 0 | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | FVtPL | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Passiva | ||||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | FLAC | 820.485 | 820.485 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | FVOCI | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | FLtPL | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| TEUR | Fair Value 31.12.2018 |
| Aktiva | |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 204.373 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 250.009 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | |
| Darlehen und Forderungen | 9.675 |
| Beteiligungen | 51 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 0 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 268 |
| Passiva | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 360.552 |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | 459.342 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 2.200 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 19.415 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 0 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 851 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9: | |
| Aktiva | |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten | 464.057 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | 51 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 0 |
| Passiva | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 822.094 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 0 |
1
Anpassung der Vorjahreswerte gem. IFRS 3.49, siehe Anhangangabe 4. Unternehmenszusammenschlüsse
Das maximale Ausfallrisiko entspricht zum Bilanzstichtag dem Buchwert jeder aufgeführten Bewertungskategorie aus finanziellen Vermögenswerten.
Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen Forderungen wird angenommen, dass die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.
Die beizulegenden Zeitwerte von sonstigen langfristigen Forderungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die längerfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden unter Zugrundelegung der jeweiligen gültigen Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigung des für GRAMMER relevanten Risikozuschlags ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Schuldscheindarlehen und sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweiligen gültigen Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigung des für GRAMMER relevanten Risikozuschlags ermittelt.
In der folgenden Tabelle werden die quantitativen Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte und Schulden nach Hierarchiestufen zum 31. Dezember 2019 dargestellt:
| TEUR | Summe | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Vermögenswerte | ||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Devisentermingeschäfte | 1.211 | 0 | 1.211 | 0 |
| Zinsswaps | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Schulden | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Devisentermingeschäfte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zinsswaps | 377 | 0 | 377 | 0 |
| Schulden, für die ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird | ||||
| Verzinsliche Darlehen | ||||
| Verpflichtungen aus Mietkaufverträgen | 2.278 | 0 | 2.278 | 0 |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | 433.612 | 0 | 433.612 | 0 |
In der folgenden Tabelle werden die quantitativen Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte und Schulden nach Hierarchiestufen zum 31. Dezember 2018 dargestellt:
| TEUR | Summe | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Vermögenswerte | ||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Devisentermingeschäfte | 268 | 0 | 268 | 0 |
| Zinsswaps | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Schulden | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Devisentermingeschäfte | 136 | 0 | 136 | 0 |
| Zinsswaps | 715 | 0 | 715 | 0 |
| Schulden, für die ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird | ||||
| Verzinsliche Darlehen | ||||
| Verpflichtungen aus Finanzierungs- | ||||
| Leasingverhältnissen und Mietkaufverträgen | 22.777 | 0 | 22.777 | 0 |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | 459.342 | 0 | 459.342 | 0 |
Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie spiegeln die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten wider und sind wie folgt abgestuft:
Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (nicht angepasste) Marktpreise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit liegen entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten vor, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen.
Stufe 3: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. In der Berichtsperiode gab es keine Umgruppierungen zwischen Stufe 1 und Stufe 2. In Stufe 3 der Bemessungshierarchie haben keine Zuordnungen stattgefunden.
Folgende Tabelle zeigt die Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten:
| TEUR | 2019 | 2018 |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | -4.628 | 2.232 |
| Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 0 | -42 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 2.839 | -1.688 |
| Nettoergebnis aus den Finanzinstrumenten | -1.789 | 502 |
Die Nettoergebnisse aus finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet enthalten Währungsgewinne oder -verluste, ergebniswirksame Veränderungen von Wertberichtigungen, Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung sowie Zahlungseingänge und Wertaufholungen auf ursprünglich abgeschriebene Forderungen.
Die Nettoergebnisse aus finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert enthalten Marktwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente, für die kein Hedge Accounting angewendet wird, einschließlich Zinserträgen und Zinsaufwendungen.
Die Nettoergebnisse aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet enthalten im Wesentlichen Währungsergebnisse aus finanziellen Verbindlichkeiten.
Der GRAMMER Konzern schloss mit mehreren Kreditinstituten Rahmenverträge ab. Die zum Bilanzstichtag bestehenden derivativen Vermögenswerte und derivativen Verbindlichkeiten erfüllen die Saldierungskriterien des IAS 32.42 nicht. Entsprechend wurden diese Derivate separat in der Bilanz ausgewiesen. Die abgeschlossenen Rahmenverträge beinhalten jedoch Aufrechnungsvereinbarungen im Insolvenzfall.
Die nachfolgende Tabelle legt die Buchwerte der erfassten Finanzinstrumente dar, die den dargestellten Vereinbarungen unterliegen:
| TEUR | Brutto- und Nettobeträge von Finanzinstrumenten in der Bilanz | Aufrechnungsvereinbarung | Nettobetrag |
| 31.12.2019 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Devisentermingeschäfte | 1.211 | 0 | 1.211 |
| Zinsswaps | 0 | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Devisentermingeschäfte | 0 | 0 | 0 |
| Zinsswaps | -377 | 0 | -377 |
| TEUR | Brutto- und Nettobeträge von Finanzinstrumenten in der Bilanz | Aufrechnungsvereinbarung | Nettobetrag |
| 31.12.2018 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Devisentermingeschäfte | 268 | -86 | 182 |
| Zinsswaps | 0 | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Devisentermingeschäfte | -136 | 86 | -50 |
| Zinsswaps | -715 | 0 | -715 |
Da keine Saldierungen in der Bilanz erfolgt sind, wurden die Brutto- und Nettobeträge in einer Spalte zusammengefasst.
Die wesentlichen im Konzern verwendeten originären finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Schuldscheindarlehen, Privatplatzierung, Bankdarlehen, Kontokorrentkredite und Finanzierungs-Leasingverhältnisse sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.
Der Konzern schließt darüber hinaus bei Bedarf derivative Finanzinstrumente ab, die der Konzern im Rahmen des Risikomanagements überwiegend zum Zweck der Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken einsetzt.
Der Konzern ist Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken sowie Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Der Vorstand des Konzerns hat deswegen ein Risikomanagementsystem implementiert, das auch vom Aufsichtsrat überwacht wird. Das Risikomanagementsystem liegt im Verantwortungsbereich des Chief Financial Officers (Finanzvorstand), wobei der Konzernvorstand auf höchster Ebene die Gesamtverantwortung trägt. Die Regelungen verfolgen das Ziel, alle Mitarbeiter im Konzern zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Risiken zu veranlassen und entsprechend verantwortungsbewusst zu handeln. Die Steuerung dieser Risiken obliegt dem Management des Konzerns. Das Management des Konzerns erarbeitet mit Experten für Finanzrisiken ein angemessenes Rahmenkonzept zur Steuerung von Finanzrisiken. Das Rahmenkonzept stellt sicher, dass die mit Finanzrisiken verbundenen Tätigkeiten des Konzerns in Übereinstimmung mit entsprechenden Richtlinien und Verfahren durchgeführt werden und dass Finanzrisiken entsprechend diesen Richtlinien und unter Berücksichtigung der Risikobereitschaft des Konzerns identifiziert, bewertet und gesteuert werden.
Sämtliche zu Risikomanagementzwecken eingegangenen, derivativen Finanzgeschäfte werden von Expertenteams gesteuert, die über die erforderlichen Fachkenntnisse und Erfahrungen verfügen und einer angemessenen Aufsicht unterstellt sind. Die Richtlinien zur Steuerung der im Folgenden dargestellten Risiken werden von der Unternehmensleitung geprüft und beschlossen.
Unter dem Kreditrisiko versteht man das Risiko eines Verlusts (Ausfallrisiko) für den Konzern, wenn eine Vertragspartei ihren Verpflichtungen nicht nachkommt. Die Konzernrichtlinien sehen vor, dass Geschäfte grundsätzlich mit kreditwürdigen Dritten eingegangen werden, um die Risiken aus der Nichterfüllung von Verpflichtungen zu mindern. Die Risiken aus Warenlieferungen an Großkunden speziell im Automotive-Sektor unterliegen einer besonderen Bonitätsüberwachung. Sind Rating-Informationen nicht verfügbar, verwendet der Konzern andere verfügbare Finanzinformationen sowie seine eigenen Handelsaufzeichnungen, um die Großkunden zu bewerten. Auch werden regelmäßig Kunden, die mit dem Konzern erstmalig Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, einer Bonitätsprüfung unterzogen. Die Forderungsbestände werden fortlaufend überwacht, so dass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Der Konzern sieht keine wesentlichen Ausfallrisiken, da die wesentlichen Transaktionen durch die kurzfristige Fälligkeitsstruktur sowie durch die gute Bonität der Großkunden gekennzeichnet sind.
Marktrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen die drei folgenden Risikotypen: Wechselkursrisiko, Zinsrisiko und sonstige Preisrisiken, wie beispielsweise das Aktienkursrisiko. Dem Marktrisiko ausgesetzte Finanzinstrumente umfassen unter anderem verzinsliche Darlehen, Einlagen, finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet sowie derivative Finanzinstrumente. Die Sensitivitätsanalysen in den folgenden Abschnitten beziehen sich jeweils auf den Stand zum 31. Dezember 2019 bzw. 2018. Diese wurden auf der Grundlage der am 31. Dezember 2019 bestehenden Sicherungsbeziehungen und unter der Prämisse erstellt, dass die Nettoverschuldung, das Verhältnis von fester und variabler Verzinsung von Schulden und Derivaten und der Anteil von Finanzinstrumenten in Fremdwährung konstant bleiben. Alle Darstellungen der potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen sind Abschätzungen und basieren auf den Annahmen der jeweiligen Sensitivitätsanalyse und -methode. Die tatsächlichen Auswirkungen auf den Konzern können davon aufgrund der dann real eingetretenen Marktentwicklungen deutlich abweichen.
Einkaufspreise, insbesondere für Rohstoffe wie Stahl, Schaum und Kunststoffe, unterliegen je nach Marktsituation größeren Schwankungen. Diese können nicht immer an die Kunden weitergegeben werden, wodurch Preisrisiken beim Einkauf der Waren entstehen. Zur Sicherung von Preisrisiken wird versucht, mit längerfristigen Lieferverträgen und Bündelung von Volumen die Volatilitäten zu begrenzen. Zur Absicherung von Preisrisiken im Rohstoffeinkauf können auch Warenterminkontrakte eingegangen werden, die nach IFRS 9 als Derivate zu bilanzieren sind. Der Konzern beobachtet die Entwicklung der Märkte genau und bildet daraus Entscheidungsfindungen zum Einsatz von Sicherungsbeziehungen.
Rohstoffterminkontrakte zur Sicherung von Preisrisiken im Rohstoffeinkauf lagen zu den Bilanzstichtagen 2019 sowie 2018 nicht vor und es wurden in diesen Geschäftsjahren auch keine getätigt.
Infolge der internationalen Ausrichtung und Geschäftstätigkeit ist GRAMMER Währungsrisiken ausgesetzt. Währungsrisiken ergeben sich primär aus Absatzgeschäften im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in internationalen Märkten außerhalb des Euro-Währungsraums und durch ausgewiesene Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten des GRAMMER Konzerns. Die wesentlichen Währungen im GRAMMER Konzern sind Euro, Tschechische Krone, Polnische Zloty, Mexikanische Peso, Serbische Dinar, US-Dollar, Türkische Lira, Brasilianischer Real, Japanischer Yen sowie Chinesischer Yuan. Durch Geschäftsabschlüsse in von den funktionalen Währungen der jeweiligen Konzernunternehmen abweichenden Währungen können durch die zukünftigen Zahlungsströme Risiken entstehen. Wechselkursschwankungen können hierbei zu unvorhersehbaren und ungünstigen Ergebnis- und Cashflow-Volatilitäten führen.
Einzelne Zahlungsströme in der jeweiligen Währung werden gemäß der Währungsmanagement-Richtlinie der GRAMMER Gruppe summiert, so dass in periodischen Betrachtungen ein Netto-Währungsüberhang bzw. eine -unterdeckung entsteht. Aggregierte Währungsüberhänge oder ein Währungsbedarf werden im Rahmen der Währungs-Management-Richtlinie rollierend im Voraus auf Basis des budgetierten Geschäftsverlaufsplans abgesichert. Im Zeitablauf werden die Absicherungsquoten der jeweiligen Währungs-Exposures erhöht. Das Risiko wird dadurch gemindert, dass Geschäftstransaktionen hauptsächlich in der jeweiligen funktionalen Währung der fakturierenden Einheit abgerechnet werden. Zudem werden, soweit es möglich und rentabel ist, Rohstoffe und Dienstleistungen in der entsprechenden Fremdwährung beschafft sowie in den lokalen Märkten produziert. Eine Unterdeckung bzw. ein Überhang an Fremdwährungsbeständen wird - nachdem alle bereits genannten Maßnahmen durchgeführt wurden - durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Ziel der Sicherungsgeschäfte ist eine Glättung der Volatilität, welche aus durchgeführten Cash-In- bzw. Cash-Out-Flows entstehen kann.
Den operativen Einheiten ist es nicht gestattet, aus spekulativen Gründen Finanzmittel in Fremdwährungen aufzunehmen oder anzulegen.
Während des Berichtszeitraums bestanden Währungssicherungen in PLN und CZK, für die die Voraussetzungen des Cashflow Hedgings erfüllt waren. Es werden folgende fremdwährungsbezogenen Sicherungsinstrumente, gegliedert nach deren Laufzeit, gehalten:
| 2019 | 1 - 6 Monate | 7 - 12 Monate | Gesamt |
| Devisenterminkontrakte (erwartete, mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretende Verkäufe) | |||
| Nominalbetrag (in TEUR) | 29.991 | 27.489 | 57.480 |
| durchschnittlicher Terminkurs (EUR/CZK) | 25,955 | 26,105 | - |
| Devisenterminkontrakte (erwartete, mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretende Verkäufe) | |||
| Nominalbetrag (in TEUR) | 7.639 | 7.302 | 14.941 |
| durchschnittlicher Terminkurs (EUR/PLN) | 4,307 | 4,355 | - |
| 2018 | |||
| Devisenterminkontrakte (erwartete, mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretende Verkäufe) | |||
| Nominalbetrag (in TEUR) | 31.850 | 29.867 | 61.717 |
| durchschnittlicher Terminkurs (EUR/CZK) | 25,775 | 25,924 | - |
| Devisenterminkontrakte (erwartete, mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretende Verkäufe) | |||
| Nominalbetrag (in TEUR) | 8.147 | 8.096 | 16.243 |
| durchschnittlicher Terminkurs (EUR/PLN) | 4,356 | 4,401 | - |
Zum 31. Dezember 2019 waren Devisentermingeschäfte mit einem positiven Marktwert in Höhe von 1.211 TEUR (Vj. 132 TEUR) als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Cashflow Hedgings designiert. Der Ausweis der Abwicklungsergebnisse erfolgt im Finanzergebnis. Es lagen keine erfolgswirksam zu erfassenden wesentlichen Unwirksamkeiten der Sicherungsgeschäfte vor. Die Auswirkung von fremdwährungsbezogenen Sicherungsinstrumenten auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Buchwert (sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte) | 1.211 | 268 |
| Buchwert (sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten) | 0 | 136 |
| Nominalwert | 72.421 | 77.960 |
| Hedge-Verhältnis * | 1:1 | 1:1 |
| Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von ausstehenden | ||
| Sicherungsinstrumenten seit dem 1. Januar | 1.211 | 132 |
| Wertveränderung des abgesicherten Grundgeschäfts zur | ||
| Bestimmung der Effektivität der Sicherungsbeziehung | -1.211 | -132 |
| Auswirkungen auf das kumulierte sonstige Ergebnis: | 2019 | 2018 |
| Cashflow Hedge Stand 1. Januar | 172 | 340 |
| Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments | ||
| (effektiver Teil) | 1.732 | -709 |
| Umgliederung aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und | ||
| Verlustrechnung | -655 | 431 |
| Steueraufwand (-)/Steuerertrag | -317 | 110 |
| Cashflow Hedge Stand 31. Dezember | 932 | 172 |
Der Währungsänderungssensitivitätsanalyse liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
| ― |
Berücksichtigt werden alle monetären Finanzinstrumente, die nicht in der funktionalen Währung gehalten werden. Die Grundlage bilden die originären Bilanzpositionen der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften, die ein signifikantes Risiko aus der abweichenden funktionalen Währung der Gesellschaft haben. |
| ― |
Wechselkursänderungen von Finanzinstrumenten, die Teil einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb sind, wirken sich auf das Eigenkapital aus. |
| ― |
Derivative Finanzinstrumente zur Währungssicherung, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow Hedges designiert sind, wirken sich auf das Eigenkapital aus und werden in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt. |
| ― |
Währungsderivate, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow Hedges designiert sind, wirken sich auf das Periodenergebnis aus und werden entsprechend in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt. |
| ― |
In der Berechnung der Sensitivität von Währungsrisiken wird eine Veränderung der Wechselkurse zum Stichtagskurs um +/-10 (Vj. +/- 10) Prozentpunkte unterstellt. Alle anderen Größen bleiben konstant. |
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern und des Eigenkapitals gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung:
| TEUR | Kursentwicklung USD | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern | Auswirkungen auf das Eigenkapital |
| 2019 | + 10 % | 2.999 | -1.378 |
| - 10 % | -2.996 | 1.378 | |
| 2018 | + 10 % | -13.412 | -1.353 |
| - 10 % | 13.410 | 1.352 |
| TEUR | Kursentwicklung TRY | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern | Auswirkungen auf das Eigenkapital |
| 2019 | + 10 % | 310 | 0 |
| - 10 % | -310 | 0 | |
| 2018 | + 10 % | 633 | 0 |
| - 10 % | -634 | 0 |
| TEUR | Kursentwicklung CZK | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern | Auswirkungen auf das Eigenkapital |
| 2019 | + 10 % | 4.778 | 6.515 |
| - 10 % | -4.778 | -5.330 | |
| 2018 | + 10 % | 6.115 | 6.862 |
| - 10 % | -6.117 | -5.614 |
| TEUR | Kursentwicklung PLN | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern | Auswirkungen auf das Eigenkapital |
| 2019 | + 10 % | -787 | 1.676 |
| - 10 % | 787 | -1.372 | |
| 2018 | + 10 % | 66 | 1.823 |
| - 10 % | -66 | -1.492 |
| TEUR | Kursentwicklung MXN | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern | Auswirkungen auf das Eigenkapital |
| 2019 | + 10 % | 4.769 | 3.781 |
| - 10 % | -4.769 | -3.781 | |
| 2018 | + 10 % | 2.760 | 3.781 |
| - 10 % | -2.759 | -3.781 |
| TEUR | Kursentwicklung CNY | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern | Auswirkungen auf das Eigenkapital |
| 2019 | + 10 % | 843 | 0 |
| - 10 % | -826 | 0 | |
| 2018 | + 10 % | 1.129 | 0 |
| - 10 % | -1.123 | 0 |
Das Unternehmen verfolgt die Strategie, Zinsschwankungen aus variabel verzinsten langfristigen Fremdkapitalien durch Zinssicherungsgeschäfte zu eliminieren. Um dies zu erreichen, setzt GRAMMER sogenannte Receiver-Zinsswaps ein. Für die Darlehen ergeben sich aktuelle Marktzinsen beim Abschluss, so dass das Zinsrisiko auf die Schwankungen der Märkte zum Zeitpunkt der Aufnahme begrenzt wird. Bei Kontokorrentkrediten werden die Zinsen auf Roll-Over-Basis vereinbart. Zur Optimierung der Zinsaufwendungen und Minimierung der Risiken steuert das Konzern-Treasury dieses Risiko zentral für alle Gesellschaften. Soweit rechtlich zulässig, stellt das Konzern-Treasury der GRAMMER AG den Konzerngesellschaften den Finanzierungsbedarf in Form von Darlehen zur Verfügung.
Es werden folgende zinsbezogene Sicherungsinstrumente, gegliedert nach deren Laufzeit, gehalten:
| Laufzeit | ||||
| 2019 | bis 2019 | bis 2020 | bis 2022 | Gesamt |
| Nominalbetrag (in TEUR) | - | 42.500 | 6.500 | 49.000 |
| gewichteter Zinssatz (%) | - | 0,502 | 0,810 | 0,543 |
| 2018 | ||||
| Nominalbetrag (in TEUR) | 26.000 | 42.500 | 6.500 | 75.000 |
| gewichteter Zinssatz (%) | 1,013 | 0,502 | 0,810 | 0,706 |
Zum 31. Dezember 2019 bestehen im Rahmen der begebenen Euro-Schuldscheindarlehen zur Absicherung der Zinsänderungsrisiken der variabel verzinslichen Tranchen Zinsswaps im Nominalvolumen von 49 Mio. EUR (Vj. 75 Mio. EUR). Für diese Zinsswaps liegen die Voraussetzungen für Cashflow Hedges vor. Zum 31. Dezember 2019 waren Zinsswaps mit einem negativen Marktwert in Höhe von 377 TEUR (Vj. 715 TEUR) als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Cashflow Hedgings designiert. Die Auswirkung von zinsbezogenen Sicherungsinstrumenten auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Buchwert (sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten) | 377 | 715 |
| Nominalwert | 49.000 | 75.000 |
| Fälligkeitsdatum | 2020, 2022 | 2019, 2020, 2022 |
| Hedge-Verhältnis | 1:1 | 1:1 |
| Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von ausstehenden Sicherungsinstrumenten seit dem 1. Januar | -338 | -398 |
| Wertveränderung des abgesicherten Grundgeschäfts zur Bestimmung der Effektivität der Sicherungsbeziehung | 338 | 398 |
| Gewichtete durchschnittliche Absicherung für das Jahr | 0,543% | 0,706% |
| Auswirkungen auf das kumulierte sonstige Ergebnis: | 2019 | 2018 |
| Cashflow Hedge Stand 1. Januar | -504 | -786 |
| Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments (effektiver Teil) | -54 | -353 |
| Umgliederung aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung | 392 | 751 |
| Steueraufwand (-)/Steuerertrag | -99 | -116 |
| Cashflow Hedge Stand 31. Dezember | -265 | -504 |
Der Zinssensitivitätsanalyse liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
| ― |
Alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken und sind daher nicht in die Sensitivitätsanalyse eingeflossen. |
| ― |
Variabel verzinsliche originäre Finanzinstrumente, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, wirken sich auf das Periodenergebnis aus und werden in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt. |
| ― |
Variabel verzinsliche originäre Finanzinstrumente, deren Zinszahlungen als Grundgeschäfte im Rahmen von effektiven Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, sind synthetisch festverzinslich und unterliegen damit keinen Zinsänderungsrisiken. Sie sind daher nicht in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt. |
| ― |
Zinsderivate, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cashflow Hedges designiert wurden, haben Auswirkungen auf das Periodenergebnis und werden in der Sensitivitätsanalyse entsprechend berücksichtigt. |
| ― |
Zinsderivate, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen von effektiven Cashflow Hedges designiert wurden, wirken sich auf das Eigenkapital aus und werden in der Sensitivitätsanalyse entsprechend berücksichtigt. |
| ― |
Das Zinsänderungsrisiko aus Währungsderivaten wird als unwesentlich eingeschätzt und geht daher nicht in die Sensitivitätsanalyse ein. |
| ― |
In der Berechnung der Sensitivität von Zinsderivaten wird eine parallele Verschiebung der Zinskurve um +/-50 (Vj. +/-50) Basispunkte unterstellt. Bei verzinslichen Kontokorrentguthaben wurde eine Verringerung des Guthabenzinses auf minimal 0,001 % vorgenommen. |
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Änderung der Zinssätze. Alle anderen Parameter bleiben konstant.
| Erhöhung/ Verringerung in Basispunkten | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern | Auswirkungen auf das Eigenkapital | |
| 2019 | -50 | -51 | -2 |
| 50 | 342 | 116 | |
| 2018 | -50 | 151 | -52 |
| 50 | 565 | 295 |
Die Effektivität von Sicherungsbeziehungen wird jeweils zu Beginn der Sicherungsbeziehung und durch regelmäßige prospektive Beurteilungen bestimmt, um sicherzustellen, dass zwischen dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument eine wirtschaftliche Beziehung besteht.
Bei Absicherungen von Fremdwährungstransaktionen bildet der Konzern Sicherungsbeziehungen, bei denen die Vertragsmodalitäten der Sicherungsinstrumente im Durchschnitt mit denen im jeweiligen Monat abgesicherten Grundgeschäften übereinstimmen. Zur Beurteilung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die Dollar-Offset-Methode verwendet.
Bei Absicherungen von Fremdwährungstransaktionen besteht Ineffektivität möglicherweise dann, wenn sich der Zeitpunkt der geplanten Transaktion gegenüber der ursprünglichen Schätzung ändert oder wenn Änderungen des Ausfallrisikos von GRAMMER oder der Gegenpartei des Derivats eintreten. 2019 und 2018 bestand keine Ineffektivität im Hinblick auf Fremdwährungsderivate.
Bei der Absicherung von Zinsrisiken besteht zwischen dem variabel verzinslichen Darlehen (Grundgeschäft) und dem Zinsswap (Sicherungsinstrument) eine wirtschaftliche Beziehung, da die Konditionen des Zinsswaps denjenigen des variabel verzinslichen Darlehens entsprechen (dies gilt für den Nominalbetrag, die Laufzeit, die Zahlungs- und die Zinsanpassungstermine). Das zugrunde liegende Risiko des Zinsswaps ist mit dem der abgesicherten Risikokomponente identisch. Daher besteht für die Sicherungsbeziehung ein Absicherungsverhältnis von 1:1. Zur Beurteilung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird ebenfalls die Dollar-Offset-Methode verwendet.
Die Ineffektivität von Absicherungen mit Zinsswaps wird nach den gleichen Grundsätzen wie für Fremdwährungsverkäufe beurteilt. Ein Grund für die Ineffektivität einer Sicherungsbeziehung können Anpassungen für das Ausfallrisiko der Vertragsparteien des Zinsswaps (credit value/debit value adjustments), die nicht durch Wertänderungen des gesicherten Kredits ausgeglichen werden, sein. Ebenfalls zu Ineffektivität können Unterschiede der Vertragsbedingungen zwischen Zinsswaps und gesicherten Krediten führen. 2019 und 2018 bestand keine Ineffektivität im Hinblick auf Zinsswaps.
Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch einen angemessenen Kreditverfügungsrahmen in Höhe von 148,2 Mio. EUR (Vj. 417,0 Mio. EUR) bei Banken sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows und Abstimmungen der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Ziel ist es, das Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und der Sicherstellung der Flexibilität durch Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen, Schuldverschreibungen, Factoring, aktivierten Leasingverhältnissen (Vj. Finanzierungs-Leasingverhältnissen) und Mietkaufverträgen zu wahren. Zum 31. Dezember 2019 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 134,9 Mio. EUR (Vj. 174,6 Mio. EUR), für die alle für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllt waren. Aus den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit negativem beizulegenden Zeitwert ersichtlich:
| TEUR | Buchwert | Cashflow | ||
| 2019 | 2020 | 2021 - 2023 | 2024 und danach | |
| Schuldscheindarlehen | 211.279 | 87.900 | 52.592 | 97.577 |
| Bankdarlehen | 197.435 | 107.100 | 64.674 | 34.127 |
| Kontokorrentkredite (inkl. kurzfristiger Verbindlichkeiten aus Factoringverträgen) gg. Kreditinstituten | 18.997 | 18.998 | 0 | 0 |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | 427.711 | 213.998 | 117.266 | 131.704 |
| Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 310.399 | 309.028 | 1.420 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 81.136 | 19.788 | 35.583 | 41.475 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 3.386 | 3.382 | 4 | 0 |
| Kurz- und langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 84.522 | 23.170 | 35.587 | 41.475 |
| Zinsderivate | 377 | 270 | 107 | 0 |
| Derivate | 377 | 270 | 107 | 0 |
| 823.008 | 546.466 | 154.380 | 173.179 | |
| TEUR | Buchwert | Cashflow | ||
| 2018 | 2019 | 2020 - 2022 | 2023 und danach | |
| Schuldscheindarlehen | 184.539 | 47.492 | 119.305 | 25.424 |
| Bankdarlehen | 262.072 | 267.578 | 864 | 186 |
| Kontokorrentkredite (inkl. kurzfristiger Verbindlichkeiten aus Factoringverträgen) gg. Kreditinstituten | 11.069 | 11.069 | 0 | 0 |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | 457.680 | 326.139 | 120.169 | 25.610 |
| Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 360.605 | 358.378 | 2.069 | 249 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 21.087 | 4.025 | 5.736 | 17.765 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 2.200 | 2.200 | 0 | 0 |
| Kurz- und langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 23.287 | 6.225 | 5.736 | 17.765 |
| Zinsderivate | 715 | 435 | 345 | 0 |
| Währungsderivate | 136 | |||
| Zahlungseingänge | 49.375 | |||
| Zahlungsausgänge | -49.259 | |||
| Derivate | 851 | 551 | 345 | 0 |
| 842.423 | 691.293 | 128.319 | 43.624 | |
Einbezogen wurden alle Instrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskassakurs umgerechnet. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitband zugeordnet. Die variablen Zinszahlungen aus originären Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Bei den Zinsderivaten werden die Nettozahlungen angegeben, wobei die Zahlungsströme der variablen Seite über die jeweiligen Terminzinssätze errechnet wurden. Bei den Devisenderivaten werden neben den Zahlungsausgängen auch die korrespondierenden Zahlungseingänge angegeben, da die Derivate in der Regel nicht netto mittels Barausgleich erfüllt werden, sondern durch Bereitstellung der Gegenwährung.
Die Kapitalsteuerung hat zum Ziel, einerseits eine hohe Bonität sicherzustellen und andererseits eine angemessene Eigenkapitalquote beizubehalten. Mit dieser Zielsetzung steuert der Konzern seine Kapitalstruktur und passt diese unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Zielsetzung an. Der Konzern überwacht seine Kapitalstruktur anhand des Verschuldungsgrades (Leverage) und Gearing. Die Kennzahl Nettofinanzverbindlichkeiten beinhaltet die lang- und kurzfristigen Finanzschulden abzüglich der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen. Die Kennzahl Gearing beschreibt das Verhältnis der Nettofinanzverbindlichkeiten zum Eigenkapital. Im Rahmen des syndizierten Kreditvertrags wurden Financial Covenants vereinbart, die der Konzern gegenüber seinen Darlehensgebern in der Berichtsperiode stets erfüllen konnte.
| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Langfristige Finanzschulden | 219.976 | 162.004 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 207.735 | 295.676 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | -142.651 | -204.373 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 285.060 | 253.307 |
| Eigenkapital | 342.242 | 314.840 |
| Eigenkapitalquote | 23% | 22% |
| Gearing | 83% | 80% |
Nach § 33 Abs. 1 oder Abs. 2 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von vier Handelstagen mitzuteilen. Der niedrigste Schwellenwert für diese Mitteilungspflicht ist 3 %. Der Gesellschaft wurden folgende zum 31. Dezember 2019 bestehende Beteiligungen nach § 33 WpHG mitgeteilt (die entsprechenden Prozent- und Aktienzahlen beziehen sich auf das zum Zeitpunkt der jeweiligen Mitteilung vorhandene Grundkapital; die Anzahl der Aktien ist der jeweils letzten Stimmrechtsmitteilung an die GRAMMER AG entnommen und kann daher zwischenzeitlich überholt sein):
Frau Bifeng WU, Herr Yiping WANG und Herr Jimin WANG, China, haben uns am 14.10.2019 und am 11.12.2019 nach § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) weiterhin die Schwelle von 75 % überschritten hat und 84,23 % (10.618.681 Stimmrechte) beträgt. Davon werden Frau Bifeng WU, Herrn Yiping WANG und Herrn Jimin WANG 84,23 % (10.618.681 Stimmrechte) gemäß § 34 WpHG zugerechnet. Von folgendem Unternehmen werden Stimmrechte zugerechnet: Jiye Auto Parts GmbH, Kitzingen, Deutschland, ein indirektes Tochterunternehmen der Ningbo Jifeng Auto Parts Co., Ltd., Ningbo, China. (veröffentlicht am 16.12.2019)
Alle der GRAMMER AG nach §§ 33 ff. WpHG zugegangenen Mitteilungen sind auf der Website der Gesellschaft und der Plattform der Deutschen Gesellschaft für Ad-hoc-Publizität mbH einsehbar.
Die folgende Tabelle beinhaltet die Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt:
| 2019 | 2018 | |
| Gewerbliche Mitarbeiter | 11.974 | 10.750 |
| Angestellte | 2.936 | 2.689 |
| Gesamt | 14.910 | 13.439 |
In IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" werden allgemeine Leitlinien für die Beurteilung, ob die Volkswirtschaft eines bestimmten Rechtskreises als hochinflationär anzusehen ist, definiert und zur Verfügung gestellt. Allerdings nennt der IASB keine bestimmten Rechtskreise. Die International Practices Task Force (IPTF) des US-amerikanischen Instituts Zentrum für Prüfungsqualität beobachtet den Status "hochinflationärer" Länder. Die Kriterien der Task Force für die Identifizierung solcher Länder ähneln denen für die Identifizierung "hochinflationärer Volkswirtschaften" nach IAS 29. Zu den Ländern, in denen die vorhergesagte kumulative Inflation in den letzten drei Jahren über 100 % betrug, gehörte auch Argentinien. Aufgrund dieser Einstufung, wurden die Auswirkungen der Anwendung des IAS 29 ab 1. Januar 2018 überprüft. Aus der Anwendung des IAS 29 ergab sich im Geschäftsjahr 2019 eine Erhöhung des Umsatzes um 0,3 Mio. EUR, eine Reduzierung des EBIT sowie des Ergebnisses nach Steuern um 0,1 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr 2018 ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Konzernabschlussprüfers Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, beträgt, für die Abschlussprüfung 859,0 TEUR, wovon 227,5 TEUR der Vorjahresprüfung zuzurechnen sind. Im Vorjahr wurden 678,8 TEUR als Honorar des Abschlussprüfers erfasst, wovon 141,3 TEUR der Vorjahresprüfung (2017) zuzurechnen waren. Gebühren für Steuerberatungsleistungen sowie für sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen sind weder im aktuellen Geschäftsjahr noch im Vorjahr angefallen. Sonstige Leistungen wurden im Geschäftsjahr nicht erbracht (Vj. 4,6 TEUR). Zusätzliche Aufwendungen des Konzernabschlussprüfers Ernst & Young GmbH im Zuge mit der Prüfung des Konzernabschlussprüfers für Ningbo Jifeng Konzerns belaufen sich im Geschäftsjahr 2019 auf 105,0 TEUR und sind aufgrund einer direkten Weiterverrechnung an Ningbo Jifeng Auto Parts Co., Ltd., Ningbo, China, nicht im Honorar des Konzernabschlussprüfers dargestellt.
Die Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats sind folgender Tabelle zu entnehmen:
| TEUR | 2019 | 2018 |
| Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen | 808 | 2.906 |
| Der Aufsichtsrat erhielt Gesamtbezüge von | 557 | 631 |
Die Gesamtbezüge des Vorstands entfallen zu 85 TEUR (Vj. 546 TEUR) auf erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile und zu -372 TEUR (Vj. 769 TEUR) auf Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. Bei den Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung in Höhe von -372 TEUR innerhalb der Vorstandsbezüge handelt es sich um eine Verminderung von Ansprüchen, welche nach Ende der Performance-Periode, frühestens im Geschäftsjahr 2021, erwartet werden.
Individualisiert gliedern sich die Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2019 bzw. 2018 wie folgt auf.
| 2019 | Erfolgsunabhängige Komponenten | Erfolgsabhängige Komponenten | Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung | Gesamtbezüge | Abfindungen | Summe inkl. Abfindungen |
| Thorsten Seehars | 238 | 23 | 0 | 261 | 0 | 261 |
| Jurate Keblyte | 141 | 13 | 0 | 154 | 0 | 154 |
| Jens Öhlenschläger | 335 | 32 | 0 | 367 | 0 | 367 |
| Manfred Pretscher | 381 | 17 | -372 | 26 | 0 | 26 |
| 1.095 | 85 | -372 | 808 | 0 | 808 |
| 2018 | Erfolgsunabhängige Komponenten | Erfolgsabhängige Komponenten | Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung | Gesamtbezüge | Abfindungen | Summe inkl. Abfindungen |
| Hartmut Müller | 714 | 262 | 394 | 1.370 | 5.445 | 6.815 |
| Gérard Cordonnier | 452 | 142 | 187 | 781 | 3.041 | 3.822 |
| Manfred Pretscher | 425 | 142 | 188 | 755 | 3.041 | 3.796 |
| 1.591 | 546 | 769 | 2.906 | 11.527 | 14.433 |
Für Versorgungszusagen gegenüber den in 2019 neu bestellten Mitgliedern des Vorstands hat die GRAMMER AG Rückstellungen zum 31. Dezember 2019 in Höhe von 133 TEUR gebildet, welchen ein Planvermögen von 133 TEUR gegenübersteht. Für Versorgungszusagen gegenüber den früheren Mitgliedern des Vorstands zum 31. Dezember 2018 wurden Rückstellungen zum 31. Dezember 2019 in Höhe von 3.549 TEUR (Vj. 3.842 TEUR) gebildet, welchen ein Planvermögen von 3.953 TEUR (Vj. 3.787 TEUR) gegenübersteht. An frühere Mitglieder der Geschäftsführung bzw. des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden aufgrund von Versorgungszusagen von der Gesellschaft 709 TEUR (Vj. 271 TEUR) bezahlt. Darin enthalten ist im Geschäftsjahr die Ablösung der Versorgungsverpflichtung gegenüber dem ehemaligen Vorstandsmitglied Herrn Gerard Cordonnier in Höhe von 435 TEUR (Vj. 0 TEUR). Weiterhin wurde für ehemalige Vorstandsmitglieder eine Verminderung der Ansprüche auf Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung in Höhe von 1.154 TEUR bilanziert. Diese ergibt sich aus einer planmäßigen jährlichen Bewertung der Performance-Perioden die mit den Jahren 2020 bzw. 2021 enden. Zum Ende der jeweiligen Performance-Periode wird eine abschließende Bewertung der Ansprüche vorgenommen.
Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung bzw. des Vorstands und deren Hinterbliebene betragen zum Stichtag insgesamt 10.293 TEUR (Vj. 6.140 TEUR) und sind gemäß IAS 19 (überarbeitet) zurückgestellt.
Ferner ist für die Mitglieder des Vorstands zum 31. Dezember 2019 laufender Dienstzeitaufwand für die Dotierung der Pensionsrückstellung von 133 TEUR entstanden. Davon entfallen auf Herrn Thorsten Seehars 45 TEUR, auf Frau Jurate Keblyte 26 TEUR und auf Herrn Jens Öhlenschläger 62 TEUR. Für die früheren Mitglieder des Vorstands zum 31. Dezember 2018 war im Geschäftsjahr 2018 laufender Dienstzeitaufwand für die Dotierung der Pensionsrückstellung von 495 TEUR entstanden. Davon entfielen auf Herrn Hartmut Müller 230 TEUR, auf Herrn Manfred Pretscher 181 TEUR, auf Herrn Gerard Cordonnier 84 TEUR. Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Kredite. Auf die Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung können Abschlagszahlungen gewährt werden.
Das System der Vergütung der Vorstandsmitglieder ist in seinen Grundzügen im Vergütungsbericht 2019 unter "Grundzüge des Vergütungssystems" im Konzernlagebericht beschrieben.
Mit jedem Vorstandsmitglied ist für die laufenden Bezüge eine Gesamtzielvergütung vereinbart, die sich aus einer festen Vergütung, dem Zielbetrag eines Short Term Incentive ("STI") sowie eines Long Term Incentive ("LTI") zusammensetzt. Die Mindestvergütung entspricht der Festvergütung. Der Grad der Zielerreichung für STI und LTI kann zwischen Null ("Floor") und 200 % ("Cap") der Zielvergütung betragen.
Während die tatsächlichen Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2019 und das Vorjahr in den Tabellen "Vorstandsbezüge" oben dargestellt sind, zeigt die nachfolgende Tabelle die Bandbreite der jeweiligen möglichen Vergütung eines Vorstandes, sowie bei Herrn Manfred Pretscher die Jahresvergütung 2018 in seiner Tätigkeit als Chief Operating Officer (COO).
| (in EUR) | Thorsten Seehars Vorstandsvorsitzender/CEO 01.08.2019 bis 31.12.2019 (Darstellung von 5 Monaten) | Thorsten Seehars Vorstandsvorsitzender/CEO (Darstellung als Jahresvergütung) | ||||
| Zielvergütung | 2019 | 2019 (min.) | 2019 (max.) | 2019 | 2019 (min.) | 2019 (max.) |
| Zielerreichung für STI/LTI bei | 100% | 0% | 200% | 100% | 0% | 200% |
| Festvergütung | 229.167 | 229.167 | 229.167 | 550.000 | 550.000 | 550.000 |
| STI (einschließlich Bonus-/Malusregelung) | 130.208 | -22.917 | 283.334 | 312.500 | -55.000 | 680.000 |
| LTI | 161.458 | 0 | 322.917 | 387.500 | 0 | 775.000 |
| Gesamtvergütung | 520.833 | 206.250 | 835.417 | 1.250.000 | 495.000 | 2.005.000 |
| (in EUR) | Jurate Keblyte/CFO 01.08.2019 bis 31.12.2019 (Darstellung von 5 Monaten) | Jurate Keblyte/CFO (Darstellung als Jahresvergütung) | ||||
| Zielvergütung | 2019 | 2019 (min.) | 2019 (max.) | 2019 | 2019 (min.) | 2019 (max.) |
| Zielerreichung für STI/LTI bei | 100% | 0% | 200% | 100% | 0% | 200% |
| Festvergütung | 132.000 | 132.000 | 132.000 | 316.800 | 316.800 | 316.800 |
| STI (einschließlich Bonus-/Malusregelung) | 75.000 | -13.200 | 163.200 | 180.000 | -31.680 | 391.680 |
| LTI | 93.000 | 0 | 186.000 | 223.200 | 0 | 446.400 |
| Gesamtvergütung | 300.000 | 118.800 | 481.200 | 720.000 | 285.120 | 1.154.880 |
| (in EUR) | Jens Öhlenschläger/COO 01.01.2019 bis 31.12.2019 (Darstellung von 12 Monaten) | Jens Öhlenschläger/COO (Darstellung als Jahresvergütung) | ||||
| Zielvergütung | 2019 | 2019 (min.) | 2019 (max.) | 2019 | 2019 (min.) | 2019 (max.) |
| Zielerreichung für STI/LTI bei | 100% | 0% | 200% | 100% | 0% | 200% |
| Festvergütung | 316.800 | 316.800 | 316.800 | 316.800 | 316.800 | 316.800 |
| STI (einschließlich Bonus-/Malusregelung) | 180.000 | -31.680 | 391.680 | 180.000 | -31.680 | 391.680 |
| LTI | 223.200 | 0 | 446.400 | 223.200 | 0 | 446.400 |
| Gesamtvergütung | 720.000 | 285.120 | 1.154.880 | 720.000 | 285.120 | 1.154.880 |
| (in EUR) | Manfred Pretscher/Vorstandsvorsitzender/CEO/CFO bis 31.07.2019; 01.08.-31.08.2019 einfaches Vorstandsmitglied (Darstellung von 8 Monaten) | Manfred Pretscher/Vorstandsvorsitzender/CEO/CFO (Darstellung als Jahresvergütung) | ||||
| Zielvergütung | 2019 | 2019 (min.) | 2019 (max.) | 2018 | 2019 | 2019 (min.) |
| Zielerreichung für STI/LTI bei | 100% | 0% | 200% | 100% | 100% | 0% |
| Festvergütung | 366.667 | 366.667 | 366.667 | 404.000 | 550.000 | 550.000 |
| STI (einschließlich Bonus-/Malusregelung) | 208.333 | -36.667 | 453.334 | 171.450 | 312.500 | -55.000 |
| LTI | 258.333 | 0 | 516.667 | 209.550 | 387.500 | 0 |
| Gesamtvergütung | 833.333 | 330.000 | 1.336.667 | 785.000 | 1.250.000 | 495.000 |
| (in EUR) Zielvergütung | Manfred Pretscher/Vorstandsvorsitzender/CEO/CFO (Darstellung als Jahresvergütung) 2019 (max.) |
| Zielerreichung für STI/LTI bei | 200% |
| Festvergütung | 550.000 |
| STI (einschließlich Bonus-/Malusregelung) | 680.000 |
| LTI | 775.000 |
| Gesamtvergütung | 2.005.000 |
Die Aufsichtsratsbezüge gliedern sich individualisiert wie folgt auf:
| TEUR | NETTO FESTVERGÜTUNG | NETTO SITZUNGSGELD | GESAMT |
| Dr.-Ing. Klaus Probst | 60 | 28 | 88 |
| Horst Ott | 45 | 18 | 63 |
| Andrea Elsner | 30 | 16 | 46 |
| M.A. Tanja Fondel (bis 15. September 2019) | 21 | 5 | 26 |
| Dipl.-Betriebswirt (FH) Wolfram Hatz | 30 | 16 | 46 |
| Martin Heiß | 30 | 12 | 42 |
| Lic. oec. HSG Ingrid Hunger | 30 | 7 | 37 |
| Dipl.-Betriebswirt (FH) Harald Jung | 30 | 7 | 37 |
| Dipl.-Kaufmann Dr. Peter Merten | 30 | 10 | 40 |
| Lars Roder | 30 | 12 | 42 |
| Prof. Dr.-Ing. Birgit Vogel-Heuser | 30 | 7 | 37 |
| Antje Wagner (ab 16. September 2019) | 9 | 2 | 11 |
| Dr. Bernhard Wankerl | 30 | 12 | 42 |
| 405 | 152 | 557 |
Bezüge nach Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat aufgrund früherer Mitgliedschaft wurden nicht gewährt und sind auch nicht Bestandteil der Aufsichtsratsvergütung. Im Geschäftsjahr 2019 ergaben sich wie im Vorjahr keine erfolgsorientierten Vergütungen für den Aufsichtsrat.
Die Konzernerklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB in Verbindung mit § 289f HGB mit der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance (§ 161 AktG) wurde abgegeben und kann dauerhaft auf der Unternehmens-Homepage unter www.grammer.com im Bereich "INVESTOR RELATIONS" unter "Fakten zum Unternehmen" eingesehen werden.
| Dipl.-Ing. (FH) MANFRED PRETSCHER, | Mitglied des Vorstands bis 31. August 2019 CEO und CFO bis 31. Juli 2019 |
| Dipl.-Wirtschaftsingenieur THORSTEN SEEHARS, München | Mitglied des Vorstands (CEO) ab 1. August 2019 |
| Dipl.-Ing. JENS ÖHLENSCHLÄGER, Amberg (Mitglied des Vorstands seit 01.01.2019) | Mitglied des Vorstands (COO) ab 1. Januar 2019 |
| M.Sc. JURATE KEBLYTE, München | Mitglied des Vorstands (CFO) ab 1. August 2019 |
| Dr.-Ing. KLAUS PROBST, Heroldsberg | Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| HORST OTT, Königstein | Stellv. Vorsitzender/Arbeitnehmervertreter |
| ANDREA ELSNER, Ebermannsdorf | Arbeitnehmervertreterin |
| M.A. TANJA FONDEL, Frankfurt am Main (Mitglied des Aufsichtsrats bis 15. September 2019) | Arbeitnehmervertreterin |
| Dipl.-Betriebswirt (FH) WOLFRAM HATZ, Ruhstorf a.d. Rott | |
| MARTIN HEIß, Sulzbach-Rosenberg | Arbeitnehmervertreter |
| Lic. oec. HSG INGRID HUNGER, Lohr a. M. | |
| Dipl.-Betriebswirt (FH) HARALD JUNG, Nabburg | Arbeitnehmervertreter |
| Dipl.-Kaufmann DR. PETER MERTEN, Heppenheim | |
| LARS RODER, Illschwang | Arbeitnehmervertreter |
| Prof. Dr.-Ing. BIRGIT VOGEL-HEUSER, Garching | |
| ANTJE WAGNER, Frankfurt am Main (Mitglied des Aufsichtsrats seit 16. September 2019) | Arbeitnehmervertreterin |
| DR. BERNHARD WANKERL, Bodenwöhr |
| VORSTAND | |
| MANFRED PRETSCHER Vorstandsvorsitzender (CEO), Finanzvorstand (CFO) und Arbeitsdirektor bis 31. Juli 2019 Mitglied des Vorstands bis 31. August 2019 | - Mitglied des Board of Directors der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC, London (OH)/USA bis 31. August 2019 |
| THORSTEN SEEHARS Vorstandsvorsitzender Arbeitsdirektor (Mitglied des Vorstands seit 1. August 2019) | - Mitglied des Board of Directors der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC, London (OH)/USA ab 1. September 2019 |
| JENS ÖHLENSCHLÄGER Chief Operating Officer (Mitglied des Vorstands seit 1. August 2019) | - Mitglied des Board of Directors der ALLYGRAM Systems and Technologies Private Limited, Pune, Indien seit 29. August 2019 - Mitglied des Board of Directors der GRAMMER Japan Limited, Tokio/Japan seit 1. Januar 2019 - Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China seit 21. August 2019 - Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin/China Seit 26. Juli 2019 - Aufsichtsrat der GRAMMER Seating (Jiangsu) Co., Ltd., Jiangyin/China seit 2. August 2019 - Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Beijing) Co., Ltd., Peking/China seit 1. August 2019 - Aufsichtsrat der GRAMMER Seating (Shaanxi) Co., Ltd., Weinan City/China seit 2. August 2019 - Mitglied des Board of Directors der GRAMMER Automotive South Africa (Pty) Ltd., Bedfordview/Südafrika bis 1. März 2019 - Mitglied des Board of Directors der GRAMMER Automotive Puebla S.A. de C.V., Puebla/Mexiko bis 12. Februar 2019 - Mitglied des Board of Directors der GRAMMER Interior (Beijing) Co., Ltd., Peking/China bis 30. Mai 2019 - Mitglied des Board of Directors der GRAMMER Interior (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China bis 20. August 2019 |
| Jurate Keblyte Finanzvorstand (Mitglied des Vorstands seit 1. August 2019) | - Mitglied des Beirats der Baltics Yachts OY Ab Ltd., Jakobstad, Finland - Mitglied des Aufsichtsrats der HAWE Hydraulik SE, Aschheim/München |
Ausgeübte Berufe und Mandate nach § 125 I S. 5 AktG und sonstige Mandate der Aufsichtsratsmitglieder
| Aufsichtsrat | Mandate nach § 125 I S. 5 AktG | Sonstige Mandate |
| Dr.-Ing. KLAUS PROBST ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Leoni AG | Vorsitzender des Aufsichtsrats der GRAMMER AG, Amberg, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Leoni AG, Nürnberg Mitglied des Aufsichtsrats der Zapp AG, Ratingen | Mitglied des Beirats der Lux-Haus GmbH & Co. KG, Georgensgmünd Mitglied des Beirats der Deutsche Bank AG, (Region Süd) München Mitglied des Beirats der Diehl Stiftung & Co. KG, Nürnberg Mitglied des Beirats der Richard Bergner Holding GmbH & Co. KG, Schwabach |
| HORST OTT 1. Bevollmächtigter der IG Metall Amberg | Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der GRAMMER AG, Amberg | keine sonstigen Mandate |
| ANDREA ELSNER Industriekauffrau | Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG, Amberg | keine sonstigen Mandate |
| TANJA FONDEL, M.A. Gewerkschaftssekretärin, IG Metall Vorstand (Mitglied des Aufsichtsrats bis 15. September 2019) | Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG, Amberg | Mitglied des Aufsichtsrats der DMG MORI AG, Bielefeld |
| WOLFRAM HATZ Gesellschafter und Beiratsvorsitzender der Motorenfabrik Hatz GmbH & Co. KG | Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG, Amberg | Mitglied des Beirats der Commerzbank AG, Frankfurt am Main |
| MARTIN HEISS Datenverarbeitungskaufmann | Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG, Amberg | keine sonstigen Mandate |
| INGRID HUNGER Vorsitzende der Geschäftsführung der Walter Hunger GmbH & Co. KG und Mehrheitsgesellschafterin der Hunger Hydraulik Gruppe | Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG, Amberg | keine sonstigen Mandate |
| HARALD JUNG Vice President Division Controlling Consoles & Armrests | Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG, Amberg | keine sonstigen Mandate |
| DR. PETER MERTEN Unternehmensberater | Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG, Amberg Mitglied des Aufsichtsrats der Nanogate SE, Göttelborn | Mitglied des Beirats der Deutsche Bank AG, Mannheim Mitglied des Beirats der KAMAX Holding GmbH & Co. KG, Homberg (Ohm) |
| LARS RODER Maschinenbautechniker | Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG, Amberg | keine sonstigen Mandate |
| Prof. Dr.-Ing. BIRGIT VOGEL-HEUSER Elektroingenieur, Professor (Leiterin des Lehrstuhls Automatisierung und Informationssysteme an der Technischen Universität München) | Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG, Amberg Mitglied des Aufsichtsrats der SMS group GmbH, Düsseldorf und der SMS Holding GmbH, Düsseldorf Mitglied des Aufsichtsrats der HAWE Hydraulik SE, Aschheim/München | keine sonstigen Mandate |
| ANTJE WAGNER Gewerkschaftssekretärin, IG Metall Vorstand (Mitglied des Aufsichtsrats ab 16. September 2019) | Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG, Amberg | keine sonstigen Mandate |
| DR. BERNHARD WANKERL Rechtsanwalt, Rechtsanwaltskanzlei Dr. Wankerl und Kollegen | Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG, Amberg | keine sonstigen Mandate |
Der zusammengefasste gesonderte nichtfinanzielle Bericht nach § 289b Abs. 3 und. § 315b Abs. 3 HGB wird spätestens vier Monate nach dem Abschlussstichtag auf der Unternehmenshomepage unter www.grammer.com im Bereich "UNTERNEHMEN" unter "Nachhaltigkeit", "Nichtfinanzieller Bericht" veröffentlicht.
Der Konsortialkreditvertrag der GRAMMER AG aus dem Jahr 2013 wurde im Februar 2020 erfolgreich vorzeitig refinanziert und von 100,0 Mio. EUR auf 150,0 Mio. EUR in einer sog. Tranche A erhöht. Die Tranche B dieses neuen syndizierten Kredites über 80 Mio. USD stellt dabei den letzten Baustein in der Ausfinanzierung der TMD-Akquisition dar. Die Laufzeit des neu abgeschlossenen Konsortialkreditvertrages beträgt 5 Jahre und beinhaltet zwei Verlängerungsoptionen zu je einem Jahr.
Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.
Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde.
Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.
Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Amberg, 9. März 2020
GRAMMER AG
Der Vorstand
SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,
der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2019 seine Aufgaben und Pflichten gemäß Gesetz, Satzung, Deutschem Corporate Governance Kodex und Geschäftsordnung uneingeschränkt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei seiner Geschäftsführung laufend und gründlich überwacht und ihn in allen für das Unternehmen wichtigen Belangen beraten.
Alle wichtigen Angelegenheiten wurden detailliert in den Aufsichtsratssitzungen, auf Basis der vom Vorstand im Vorfeld zur Verfügung gestellten schriftlichen Berichte erörtert. Sowohl die Vertreter der Anteilseigner als auch die Vertreter der Arbeitnehmer traten vor jeder ordentlichen Aufsichtsratssitzung zu einer Vorbesprechung zusammen. Sofern die Geschäftsordnung die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderte, wurde diese eingeholt. Den jeweiligen Entscheidungen gingen intensive Diskussionen voraus, die in der Regel auf einer entsprechenden Vorlage bzw. Präsentation des Vorstands basierten. Entscheidungen von grundlegender Bedeutung, wie strategische Fragen der Unternehmensplanung, der Geschäftspolitik, des Geschäftsverlaufs, der Risikolage und des Risikomanagements haben Vorstand und Aufsichtsrat im Vorfeld eingehend erörtert.
Vorstand und Aufsichtsrat haben stets konstruktiv, offen und vertrauensvoll zusammengearbeitet. Über Angelegenheiten von besonderer Bedeutung wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch außerhalb der Sitzungen informiert. Zu aktuellen Themen standen zudem der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstandsvorsitzenden und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses mit dem Finanzvorstand in direktem Austausch. Über den Inhalt dieser Gespräche wurde das gesamte Aufsichtsratsgremium spätestens in der folgenden Sitzung eingehend informiert.
Insgesamt fanden im Geschäftsjahr 2019 fünf ordentliche Aufsichtsratssitzungen sowie fünf außerordentliche Aufsichtsratssitzungen statt.
Kein Mitglied des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse hat nur an der Hälfte der Sitzungen oder weniger teilgenommen. Interessenskonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats im Zusammenhang mit der Ausübung ihres Amtes wurden im Berichtszeitraum nicht angezeigt.
In den vierteljährlich stattfindenden ordentlichen Sitzungen und auch in den außerordentlichen Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Geschäfts- und Finanzlage des Unternehmens befasst. Gegenstand dieser regelmäßigen Beratungen in den Aufsichtsratssitzungen waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung sowie die finanzielle Situation und Liquiditätsentwicklung der GRAMMER AG und des GRAMMER Konzerns. Zudem haben die Mitglieder des Aufsichtsrats zahlreiche Sachthemen und zustimmungspflichtige Maßnahmen diskutiert und beschlossen.
In seinen regelmäßigen Berichten zur Lage des Unternehmens berichtete der Vorstand im Rahmen der ordentlichen Sitzungen über die allgemeine Geschäftslage des Konzerns und der beiden Segmente, die Finanzsituation, wesentliche Investitionen und Projekten sowie die Entwicklung des Neugeschäfts. Dabei stellte der Vorstand etwaige Planabweichungen dar. Auch die Entwicklung der Konjunktur in den für GRAMMER wichtigen Märkten und die Entwicklung des Personalstands waren Gegenstand der Berichte des Vorstands an den Aufsichtsrat.
Im vierten Quartal hat sich der Aufsichtsrat ausführlich mit der überarbeiteten Planung zur Unternehmensentwicklung beschäftigt. Dabei ging der Vorstand auf die Volatilität der externen Rahmenbedingungen ein und stellte insbesondere die handelspolitischen Risiken sowie die schwächeren Konjunkturprognosen für die einzelnen Märkte vor. Auch mögliche Auswirkungen verschiedener Risikoszenarien wurden dargelegt. Angesichts des schwachen Branchenumfeldes und der zurückhaltenden Ausblicke führender Automobil- und Nutzfahrzeughersteller für die kommenden Jahre hat der Vorstand vorgeschlagen, ein umfassendes Programm zur Optimierung der operativen Prozesse und Kostenstrukturen in allen Bereichen des GRAMMER Konzerns aufzusetzen.
Aufbauend darauf stellte der Vorstand schließlich die Jahresplanung für das Geschäftsjahr 2020 vor, die der Aufsichtsrat ebenfalls eingehend mit dem Vorstand erörterte und dann seine Zustimmung erteilte.
Einen weiteren Themenschwerpunkt bildete die Effizienzprüfung des Aufsichtsrats. Die Erörterung hierzu erfolgte auf Basis eines Fragebogens sowie einer ausführlichen Diskussion mit allen Aufsichtsratsmitgliedern im Rahmen der entsprechenden Sitzung. Insgesamt wurde die Aufsichtsratsarbeit als effizient eingeschätzt und positiv bewertet. Es gab wertvolles Feedback und Anregungen zur Weiterentwicklung der Aufsichtsratsarbeit, die im neuen Geschäftsjahr aufgegriffen werden. Dabei handelt es sich u.a. um die Einführung einer jährlichen Strategieklausur sowie einer Executive Session des Aufsichtsrats ohne den Vorstand.
Wichtige Kooperationen, wie das Joint Venture mit der Changchun fawsn Group Co., Ltd. für Automobil Interiorkomponenten sowie das Joint Venture in Indien mit dem Partner AllyGrow Technologies wurden ebenfalls intensiv im Aufsichtsrat behandelt.
In der ersten außerordentlichen Sitzung des Jahres 2019 am 21. Januar 2019, an der alle Mitglieder teilgenommen haben, wurde die Beschlussfassung zur Mehrjahresplanung vorbereitet. Ein weiterer Schwerpunkt war die Vorstandsnachfolge für die Position des Vorstandsvorsitzenden sowie des Finanzvorstands. Nachdem zuvor ein breit angelegter Auswahlprozess unter Einbeziehung von internen und externen Kandidaten durchgeführt worden war, hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung die Shortlist für die Kandidatennachfolge weiter konkretisiert und sich zu einer weiteren telefonischen Abstimmung am 23. Januar 2019 verabredet.
Am 23. Januar 2019 fand die zweite außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats statt, an der neben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats auch ein Vertreter der Personalberatungsgesellschaft teilgenommen hat. Im Rahmen dieser Sitzung wurde festgelegt, dass die vakanten Positionen extern zu besetzen sind. Gleichzeitig wurde jeweils ein Favorit festgelegt, mit dem auf Basis festgelegter Parameter zeitnah finale Gespräche über die Nachfolge durch den Aufsichtsratsvorsitzenden geführt werden sollten.
Die erste ordentliche Sitzung des Aufsichtsrats fand am 31. Januar 2019 statt. An dieser Sitzung nahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrats teil. Schwerpunkt dieser ersten Sitzung war die Vorstellung der Unternehmensstrategie 2019 - 2023 durch den Vorstand. Diese wurde intensiv behandelt und anschließend vom Aufsichtsrat genehmigt. Zum Projekt Material Asset Restructuring gab es ein Update des Vorstands und die ersten Entwürfe des Berichts des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2018, der Erklärung zur Unternehmensführung sowie des zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Berichts wurden besprochen. Ferner wurde vereinbart, dass das Budget 2019 in der Sitzung vom 15. März 2019 verabschiedet werden soll.
An der zweiten ordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 15. März 2019 nahmen alle Aufsichtsratsmitglieder teil. In dieser Sitzung wurde beschlossen, Frau Jurate Keblyte für den Zeitraum vom 1. August 2019 bis zum 31. Juli 2022 zum Mitglied des Vorstands der GRAMMER AG zu ernennen. Sie übernimmt damit die Aufgaben des Finanzvorstands. Ferner wurde das Mandat von Herrn Pretscher bis zum 31. August 2019 verlängert, um einen nahtlosen Übergang sicherzustellen. In dieser Sitzung wurde ebenfalls die finale Budgetgenehmigung für das Geschäftsjahr 2019 beschlossen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses. In Anwesenheit des Abschlussprüfers stellte der Aufsichtsrat den Einzelabschluss der GRAMMER AG zum 31. Dezember 2018 fest und billigte den Konzernabschluss der GRAMMER AG zum 31. Dezember 2018 ohne Beanstandungen.
Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Geschäftsbericht 2018 einschließlich des Berichts des Aufsichtsrats, des Corporate Governance Berichts und des Vergütungsberichts sowie mit dem Dividendenvorschlag und der Tagesordnung für die Hauptversammlung der GRAMMER AG am 12. Juli 2019. Der Aufsichtsrat schloss sich insbesondere dem Vorschlag des Vorstands an, der Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende von 0,75 EUR pro dividendenberechtigter Aktie vorzuschlagen. Der im Geschäftsbericht 2018 veröffentlichte gesonderte nichtfinanzielle Bericht der GRAMMER AG wurde im Aufsichtsrat intensiv besprochen. Geprüft wurde das Vorhandensein des Berichts, die Zweckmäßigkeit und Umsetzung der Konzepte sowie die internen Prüfverfahren ("Due-Diligence-Prozesse"). Der Aufsichtsrat hat festgestellt, dass die getroffenen Maßnahmen und Konzepte zur Nachhaltigkeit angemessen sind, Risiken und Chancen abdecken und dem Geschäftsmodell entsprechen. Der vom Vorstand aufgestellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) für den Zeitraum vom 6. September bis zum 31. Dezember 2018 wurde vom Abschlussprüfer - der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - geprüft und mit einem uneingeschränkten Prüfungsvermerk versehen:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind."
Der Abhängigkeitsbericht und der Prüfbericht des Abschlussprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig übermittelt und in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 1. März 2019 sowie in der Sitzung des Aufsichtsrats am 15. März 2019 eingehend behandelt. In beiden Sitzungen stand der Abschlussprüfer für Fragen und Auskünfte zum Abhängigkeitsbericht und zum wesentlichen Ergebnis seiner Prüfung zur Verfügung.
Nach eingehender, eigener Prüfung und Erörterung des Abhängigkeitsberichts hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und festgestellt, dass er keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts erhebt.
Weiter hat der Aufsichtsrat die Mehrjahresplanung des GRAMMER Konzerns verabschiedet und den Risikobericht besprochen. Es wurden die aktuell anstehenden Finanzierungsprojekte vorgestellt sowie der Baufortschritt in Ursensollen.
Am 25. April 2019 fand die dritte außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats statt, an der 11 Mitglieder teilnahmen. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung beschlossen, Herrn Thorsten Seehars für den Zeitraum vom 1. August 2019 bis zum 31. Juli 2022 zum Vorsitzenden des Vorstands der GRAMMER AG zu ernennen und zum Arbeitsdirektor zu bestellen. Sein Dienstvertrag wurde besprochen und verabschiedet.
Am 1. Juli 2019 fand die vierte außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats statt, an der 11 Mitglieder teilnahmen. Bei dieser Sitzung hat sich der Aufsichtsrat mit Statusberichten zu wichtigen Projekten sowie der Nachfolge von vakanten Positionen im Top Management (direkt an den Vorstand berichtend) im Unternehmen befasst. Dargestellt wurden auch der Stand der Integrationsaktivitäten nach der Akquise der TMD Gruppe, des neuen Joint Ventures mit Allygrow in Indien sowie der Baufortschritt des neuen Campus mit Technologiezentrum und Firmenzentrale in Ursensollen. Ebenso hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit den sich abzeichnenden schwächeren Konjunkturprognosen für die einzelnen Märkte sowie der Ausfinanzierung der Brückenfinanzierung der TMD Akquisition und der Refinanzierung der Schuldscheindarlehen 2013 ausführlich befasst.
Hauptthemen der dritten ordentlichen Sitzung am 11. Juli 2019, an der alle Aufsichtsratsmitglieder teilnahmen, waren die Durchführung der Effizienzprüfung inkl. der Ableitung von entsprechenden Maßnahmen sowie die Vorbereitung der Hauptversammlung, die am folgenden Tag stattfand. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung einer Änderung in der Anlage 1 der Geschäftsordnung des Vorstands der GRAMMER AG zugestimmt.
Damit wurde die Geschäftsverteilung zum Antritt des neuen Vorstandsvorsitzenden sowie des neuen Finanzvorstands genehmigt.
Zu der vierten ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 26. September 2019 waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats anwesend. Frau Antje Wagner nahm erstmals an einer Sitzung des Aufsichtsrats teil. Themenschwerpunkte in der Sitzung waren Updates zum Stand der Ausfinanzierung der Brückenfinanzierung der TMD Akquisition, der Finanzierung im Projekt Campus sowie der Refinanzierung des Schuldscheindarlehens 2013. Der Status zur Integration der Toledo Molding & Die, Inc. wurde ebenfalls in dieser Sitzung anhand eines detaillierten Besuchsberichts von Mitgliedern des Aufsichtsrats und des neuen Vorstands besprochen.
An der fünften außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 26. November 2019 nahmen 10 Aufsichtsratsmitglieder teil. Im Rahmen dieser Sitzung erteilte der Aufsichtsrat die Zustimmung zum Abschluss einer langfristigen Konzernfinanzierung mit einem neuen Konsortialkredit.
Der Aufsichtsrat erteilt unter Verzicht auf Form und Frist die Zustimmung zum Abschluss eines Konsortialkreditvertrags mit einer Tranche A für die EURO-Refinanzierung und -Erhöhung sowie mit einer Tranche B für die USD-Refinanzierung.
Am 11. Dezember 2019 fand die fünfte ordentliche Aufsichtsratssitzung mit allen Mitgliedern des Aufsichtsrats statt. Im Mittelpunkt dieser Sitzung standen die Planung für das Geschäftsjahr 2020, die Mittelfristplanung für 2021 und die Folgejahre sowie die Unternehmensstrategie 2020 - 2024. Die Jahresplanung für das Geschäftsjahr 2020 wurde eingehend erörtert und der Aufsichtsrat hat seine Zustimmung erteilt. Nach ausführlicher und konstruktiver Diskussion wurde von Vorstand und Aufsichtsrat einvernehmlich beschlossen, die vorgelegte Mittelfristplanung bis zur Sitzung im Januar zu überarbeiten, um damit jüngste Erkenntnisse aus Markt- und Performanceentwicklung zu berücksichtigen. Ebenso wurde die Verabschiedung der Unternehmensstrategie 2020 - 2024 auf das Geschäftsjahr 2020 vertagt, damit der neue Vorstand die Prioritäten zur Fortschreibung der Unternehmensstrategie neu gewichten kann, um den langfristigen und nachhaltigen Erfolg des Unternehmens in seinen unterschiedlichen Absatzmärkten zu sichern. In dieser Sitzung hat sich der Aufsichtsrat ebenso intensiv mit der Anwendung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex beschäftigt. Am 11. Dezember 2019 haben Vorstand und Aufsichtsrat ihre Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Den Wortlaut der Entsprechenserklärung finden Sie in der Erklärung zur Unternehmensführung.
Eine individualisierte Offenlegung der Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrats sowie seiner Ausschüsse findet sich im Kapitel Corporate-Governance-Bericht [Seite 44 im Geschäftsbericht]. Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats nicht an Sitzungen des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse teilnehmen konnten, waren diese jeweils entschuldigt und gaben ihre Stimme in der Regel schriftlich ab.
Den Corporate Governance-Bericht finden Sie auf S. 44 des vorliegenden Berichts.
Im Geschäftsjahr 2019 fasste der Aufsichtsrat der GRAMMER AG drei Beschlüsse im Wege des schriftlichen Umlaufverfahrens. Am 28. Januar 2019 hat der Aufsichtsrat die Zustimmung zum Abschluss von Dienstverträgen mit Frau Keblyte und Herrn Seehars erteilt. Die Dienstverträge standen unter der aufschiebenden Bedingung, dass beide Personen den Aufsichtsrat spätestens am 13. März 2019 darüber informieren, dass sie zu einem vertraglich festgelegten Termin ihre Tätigkeit bei der GRAMMER AG aufnehmen können. Sollte die Mitteilung nicht fristgerecht erfolgen bzw. der Termin nicht verbindlich zugesagt werden, tritt der Dienstvertrag nicht in Kraft.
Mit dem Umlaufbeschluss vom 10. Mai 2019 hat der Aufsichtsrat eine Strukturänderung der USD Ausfinanzierung für die M&A Transaktion der Toledo Molding & Die, Inc. beschlossen.
Am 17. Mai 2019 hat der Aufsichtsrat die Zustimmung zum Abschluss eines Garantievertrags für die EURO-Finanzierung erteilt.
Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat fünf Ausschüsse gebildet, die sich zum Stichtag 31. Dezember 2019 wie folgt zusammensetzten:
Strategieausschuss
Horst Ott
Dr. Klaus Probst (Vorsitzender)
Lars Roder
Dr. Bernhard Wankerl
Personal- und Vermittlungsausschuss
Horst Ott
Dr. Klaus Probst (Vorsitzender)
Lars Roder
Dr. Bernhard Wankerl
Dr. Peter Merten (bis 10. Mai 2019)
Andrea Elsner (bis 10. Mai 2019)
Prüfungsausschuss
Andrea Elsner
Wolfram Hatz (Vorsitzender)
Martin Heiß Dr. Klaus Probst
Nominierungsausschuss
Wolfram Hatz
Dr. Klaus Probst (Vorsitzender)
Dr. Bernhard Wankerl
Präsidium (ab 26. September 2018)
Horst Ott
Dr. Klaus Probst
Der Aufsichtsrat der GRAMMER AG hat jeweils einen Strategie-, Personal- und Vermittlungs-, Prüfungs- und Nominierungsausschuss sowie ein Präsidium. Über die Inhalte der Sitzungen der dauerhaft eingerichteten Ausschüsse wurde in der jeweils folgenden Aufsichtsratssitzung informiert.
Der Strategieausschuss berät den Vorstand bei der Entwicklung und Umsetzung der Unternehmensstrategie. Er beobachtet die Fortschritte, bereitet Verhandlungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats über Fragen der Strategie vor und gibt dem Gremium Beschlussempfehlungen. Der Ausschuss tagte im Berichtsjahr 2019 einmal.
Der Personal- und Vermittlungsausschuss nimmt neben seinen Aufgaben nach dem Mitbestimmungsgesetz auch Aufgaben im Zusammenhang mit Vorstandsangelegenheiten wahr. Er bereitet Personalentscheidungen des Gesamtaufsichtsrats vor. Im Berichtsjahr hat dieser Ausschuss viermal getagt.
Er beschäftigte sich schwerpunktmäßig mit der Neubesetzung der Position des Vorstandsvorsitzenden sowie des Finanzvorstands. In der Zeit von 12. Oktober 2018 bis 25. April 2019 war der Personal- und Vermittlungsausschuss mit sechs Mitgliedern besetzt. Diese temporäre Erweiterung des Ausschusses geht auf einen Beschluss des Gesamtaufsichtsrats vom 9. Oktober 2018 zurück, mit dem entschieden wurde, Frau Andrea Elsner und Herrn Dr. Peter Merten bis zur Nachbesetzung der offenen Vorstandspositionen in den Ausschuss zu bestellen. Mit der Bestellung von Herrn Seehars am 25. April 2019 wurde diese Erweiterung der Besetzung des Personal- und Vermittlungsausschusses beendet. Ebenso wurde die Freigabe der Nebentätigkeit von Frau Keblyte im Beirat der Baltic Yachts oy Ab Ltd. sowie im Aufsichtsrat der hawe Hydraulik se erteilt.
Der Prüfungsausschuss hat die Aufgabe, Beschlüsse des Aufsichtsrats über Fragen der Rechnungslegung vorzubereiten und sich mit der Überwachung der Rechnungslegung, des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems sowie der Compliance zu befassen. Der Prüfungsausschuss legt dem Aufsichtsrat eine begründete Empfehlung für die Wahl des Abschlussprüfers vor, die in den Fällen der Ausschreibung des Prüfungsmandats mindestens zwei Kandidaten umfasst. Der Prüfungsausschuss überwacht die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und befasst sich darüber hinaus mit den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, mit der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung.
Als weiteres Thema wurde der Risikobericht besprochen und der Aufsichtsrat über den Projektfortschritt zur Fortentwicklung des Risikomanagementsystems informiert. Zu diesem Tagesordnungspunkt hat der Group Risk Manager an der Sitzung teilgenommen. Die Leitung der Internen Revision hat zudem den Revisionsbericht über das Geschäftsjahr 2018 vorgestellt. Zudem wurde der Ausschuss über die aktuellen Finanzierungsprojekte sowie den Status zum Projekt Material Asset Restructuring von Seiten des Vorstands informiert. Im Berichtsjahr 2019 tagte der Prüfungsausschuss fünfmal.
Aufgabe des Nominierungsausschusses ist es, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen und im Vorfeld die Anforderungen für das konkret zu besetzende Mandat zu definieren. Im Berichtsjahr fand keine Sitzung des Nominierungsausschusses statt.
Aufgabe des Präsidiums ist es, den Aufsichtsratsvorsitzenden bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben zu unterstützen, insbesondere bei der Sitzungsvorbereitung und Koordinierung der Aufsichtsratsarbeit sowie bei der Vorbereitung von Aufsichtsratsbeschlüssen. Mitglieder des Präsidiums sind der Aufsichtsratsvorsitzende und sein Stellvertreter. Das Präsidium hat jeweils vor den ordentlichen Aufsichtsratssitzungen getagt und diese vorbereitet.
Im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung vom 12. Juli 2019 wurde die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Berichtsjahr bestellt. Der Prüfungsausschuss erteilte am 30. Juli 2019 den entsprechenden Prüfungsauftrag für den Einzel- sowie für den Konzernabschluss 2019. Der Abschlussprüfer hat die vom Deutschen Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungsund Beratungshonorare offengelegt. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prüfte den nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der GRAMMER AG und den nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss des GRAMMER Konzerns sowie den Lagebericht der GRAMMER AG und des GRAMMERKonzerns. Der Abschlussprüfer erteilte jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk für den Einzel- sowie für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stellte fest, dass der Lagebericht der GRAMMER AG und des GRAMMER Konzerns die Situation der Gesellschaft und des Konzerns sowie die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend wiedergibt.
Der Abschlussprüfer hat entsprechend § 317 Abs. 4 HGB geprüft und befunden, dass der Vorstand ein geeignetes Überwachungssystem eingerichtet hat, die gesetzlichen Forderungen zur Früherkennung existenzbedrohender Risiken für das Unternehmen erfüllt sind und der Vorstand geeignete Maßnahmen ergriffen hat, um frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und Risiken abzuwehren.
Die Berichte und Abschlussunterlagen des Abschlussprüfers lagen den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzaufsichtsratssitzung vor und wurden eingehend geprüft. Sowohl in der Sitzung des Prüfungsausschusses zum Jahres- und Konzernabschluss am 27.03.2020 als auch in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 27.03.2020 berichtete die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung.
Nach eingehender Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2019 sowie des Lageberichts der GRAMMER AG und des grammer Konzerns hat der Aufsichtsrat diesbezüglich keine Einwände erhoben. Der Aufsichtsrat schloss sich somit dem Prüfungsergebnis der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft an und billigte sodann den Jahresabschluss der GRAMMER AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2019. Der Jahresabschluss der GRAMMER AG wurde damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.
In der Bilanzaufsichtsratssitzung vom 27.03.2020 hat sich der Aufsichtsrat mit der nichtfinanziellen Berichterstattung des Unternehmens befasst. Der vom Vorstand vorgelegte zusammengefasste gesonderte nichtfinanzielle Bericht beschreibt den Umgang mit ökonomischen, sozialen, gesellschaftlichen und Umweltthemen. Im Geschäftsbericht 2019 ist der aktuelle zusammengefasste gesonderte nichtfinanzielle Bericht auf den Seiten 26 ff. abgedruckt. Der Aufsichtsrat hat das Vorhandensein des Berichts, die Zweckmäßigkeit und Umsetzung der Konzepte sowie die internen Prüfverfahren ("Due-Diligence-Prozesse") geprüft und befunden, dass die getroffenen Maßnahmen und Konzepte zur Nachhaltigkeit angemessen sind, Risiken und Chancen abdecken und dem Geschäftsmodell entsprechen. Nach eingehender Prüfung hat der Aufsichtsrat den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht des GRAMMER Konzerns gebilligt.
Der vom Vorstand aufgestellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 wurde vom Abschlussprüfer - der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft -geprüft und mit einem uneingeschränkten Prüfungsvermerk versehen:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
3. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
4. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind."
Der Abhängigkeitsbericht und der Prüfbericht des Abschlussprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig übermittelt und in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 27. März 2020 sowie in der Sitzung des Aufsichtsrats am 27. März 2020 eingehend behandelt. In beiden Sitzungen stand der Abschlussprüfer für Fragen und Auskünfte zum Abhängigkeitsbericht und zum wesentlichen Ergebnis seiner Prüfung zur Verfügung.
Nach eingehender, eigener Prüfung und Erörterung des Abhängigkeitsberichts hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und festgestellt, dass er keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts erhebt.
In der Sitzung vom 25. April 2019 hat der Aufsichtsrat Herrn Thorsten Seehars zum Vorstandsvorsitzenden und Arbeitsdirektor der Gesellschaft bestellt. Die Bestellung von Herrn Seehars erfolgte mit Wirkung zum 1. August 2019 bis 31. Juli 2022. Weiter hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 15. März 2019 entschieden, Frau Jurate Keblyte mit Wirkung zum 1. August 2019 bis
31. Juli 2022 zum Mitglied des Vorstands zu bestellen. Frau Keblyte übernimmt die Aufgaben des Finanzvorstands (CFO). Um einen nahtlosen Übergang sicherzustellen, hat sich Herr Manfred Pretscher bereit erklärt, einer weiteren Verlängerung seines Mandats bis zum 31. August 2019 zuzustimmen, wobei er im Monat August 2019 als ordentliches Vorstandsmitglied ohne eigene Ressortverantwortung tätig war.
Mit der Ernennung von Herrn Thorsten Seehars zum neuen Vorstandsvorsitzenden und der Bestellung von Frau Jurate Keblyte und Herrn Jens Öhlenschläger haben wir in 2019 für die Leitung des Unternehmens bedeutsame Entscheidungen getroffen. Mit den Neubesetzungen haben wir den Vorstand der GRAMMER AG langfristig komplettiert. Wir freuen uns, dass wir drei erfahrene Manager berufen haben, die die nachhaltig erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens weiterführen und gestalten werden.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der GRAMMER AG für ihr großes persönliches Engagement und die geleistete Arbeit, ohne die die positive Unternehmensentwicklung nicht möglich gewesen wäre. Der besondere Dank des Aufsichtsrats gilt auch Herrn Pretscher, der sich bereit erklärt hat, für die Übergangszeit weiterhin zur Verfügung zu stehen. Letztendlich gebührt der besondere Dank des Aufsichtsrats auch den Aktionärinnen und Aktionären, die dem Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG im abgelaufenen Jahr ihr Vertrauen entgegengebracht haben.
Amberg, im März 2020
Für den Aufsichtsrat
Dr. Klaus Probst, Vorsitzender
GRAMMER verfolgt das Ziel einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und -kontrolle (Corporate Governance). Die Grundlagen dafür bilden die gesetzlichen Regelungen, die Satzung der GRAMMER AG, die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Deutsche Corporate Governance Kodex (Kodex), die bei allen Entscheidungsprozessen berücksichtigt werden. Entsprechend den gesetzlichen Regelungen für eine deutsche Aktiengesellschaft verfügt die GRAMMER AG über ein duales Führungssystem, das durch eine personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungs- und Geschäftsführungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet ist.
Nachfolgend berichten wir gemäß Ziffer 3.10 des Kodex über unsere Corporate Governance sowie gemäß § 289f HGB über unsere wesentlichen Unternehmensführungspraktiken.
Am 11. Dezember 2019 haben Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG folgende Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) abgegeben:
Entsprechenserklärung der GRAMMER AG vom 11. Dezember 2019
Vorstand und Aufsichtsrat erklären:
Die GRAMMER AG hat den vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 7. Februar 2017 ab deren Bekanntmachung am 24. April 2017 (Kodex) seit der letzten Entsprechenserklärung vom 11. Dezember 2018 entsprochen und wird ihnen auch zukünftig entsprechen, mit zwei Ausnahmen:
1. Ziffer 4.2.5 Abs. 3 und 4
Nach Ziffer 4.2.5 Absatz 3 und 4 des Kodex sollen im Vergütungsbericht für jedes Vorstandsmitglied bestimmte Vergütungskomponenten gesondert dargestellt werden; für diese Informationen sollen die dem Kodex beigefügten Mustertabellen verwandt werden.
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der GRAMMER AG wird bislang im Einzelnen im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen offen gelegt und weist hiernach bereits detaillierte Angaben zur Vergütung jedes Vorstandsmitglieds aus. Die bisherige Darstellung erachten Vorstand und Aufsichtsrat als hinreichend transparent. Daher erfolgt keine weitere Aufschlüsselung anhand der Mustertabellen.
2. Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 2
Der Aufsichtsrat hat keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Der Aufsichtsrat ist der Ansicht, dass eine pauschale Regelgrenze individuelle Faktoren, die eine längere Zugehörigkeit einzelner Aufsichtsratsmitglieder rechtfertigen, nicht berücksichtigt. Der Aufsichtsrat möchte sich daher die Flexibilität offenhalten, Kandidaten zur Aufsichtsratswahl vorzuschlagen, die aus ihrer langjährigen Tätigkeit im Aufsichtsrat der GRAMMER AG große Erfahrungen mit dem Unternehmen haben und sich in ihrer Aufsichtsratstätigkeit bewährt haben.
Amberg, den 11. Dezember 2019
Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG
Die aktuelle sowie alle bisherigen Entsprechenserklärungen sind auf der Homepage der GRAMMER AG abrufbar.
Die GRAMMER AG erfüllt freiwillig die nicht obligatorischen Anregungen des Kodex mit zwei Ausnahmen: Ziffer 2.3.3 des Kodex regt an, den Aktionären die Verfolgung der Hauptversammlung über moderne Kommunikationsmedien wie dem Internet zu ermöglichen. Diese Möglichkeit bietet die GRAMMER AG derzeit nicht an und plant es aktuell auch nicht.
Ziffer 4.1.3 Satz 3 2. Halbsatz regt an, ein Hinweisgebersystem für Dritte in Bezug auf die Beachtung und Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und unternehmensinterner Richtlinien zu installieren. Ein derartiges Hinweisgebersystem gibt es derzeit nur für die Mitarbeiter des Unternehmens.
Der Aufsichtsrat der GRAMMER AG besteht aus insgesamt zwölf Mitgliedern. Er setzt sich gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz paritätisch aus jeweils sechs Vertretern der Arbeitnehmer und der Anteilseigner zusammen. Der Aufsichtsrat der GRAMMER AG strebt eine Zusammensetzung an, die eine qualifizierte Aufsicht und Beratung des Vorstands der GRAMMER AG sicherstellt. Die Kriterien orientieren sich an den aktuellen Kodex-Regelungen bezogen auf Diversity, einer angemessenen Beteiligung von Frauen sowie an den Merkmalen Unabhängigkeit, Erfahrung, Internationalität und fachliche Kenntnis der Mitglieder. Zudem sollten die Mitglieder über die Integrität, Persönlichkeit und Leistungsbereitschaft für dieses Amt verfügen, die erforderlich sind, um die Aufgaben des Aufsichtsrats in einem international tätigen, kapitalmarktorientierten Industriekonzern ordnungsgemäß und erfolgreich wahrnehmen zu können. Die Kriterien wurden in einem Kompetenzprofil definiert und in einem entsprechenden Fragebogen zusammengefasst, der eine wesentliche Grundlage für die Prüfung der Eignung eines Kandidaten bildet. Ferner soll bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats im Interesse eines erfolgreichen Zusammenwirkens im gesamten Gremium auf hinreichende Vielfalt (Diversity) im Hinblick auf unterschiedliche berufliche Hintergründe, Fachkenntnisse und Erfahrungen geachtet werden. Gemäß § 96 Abs. 2 Satz 1 AktG muss sich der Aufsichtsrat zu jeweils mindestens 30 % aus Frauen und Männern zusammensetzen. Diese Quote ist jeweils von Seiten der Aktionärsvertreter und der Arbeitnehmervertreter separat zu erfüllen, da der Gesamterfüllung widersprochen wurde (Getrennterfüllung).
Zur Wahl als Mitglied des Aufsichtsrats werden nur Kandidatinnen und Kandidaten vorgeschlagen, die zum Zeitpunkt ihrer Wahl oder Wiederwahl nicht älter als 70 Jahre sind. Eine Höchstdauer der Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat wurde nicht festgelegt.
Die Suche und Evaluierung der Nachfolgekandidaten obliegt dem Nominierungsausschuss. Er berücksichtigt zusätzlich zu den Anforderungen des Aktiengesetzes, des Deutschen Corporate Governance Kodex und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats auch die vom Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung benannten Ziele sowie das Kompetenzprofil des Aufsichtsrats.
Für den Aufsichtsrat der GRAMMER AG gilt § 96 Abs. 2 AktG. Er legt fest, dass sich der Aufsichtsrat zu jeweils mindestens 30 % aus Frauen bzw. Männern zusammensetzt. Die gesetzliche Quote entspricht auch der Zielgröße des Aufsichtsrats. Im Berichtsjahr 2019 wurde diese Quote erfüllt.
§ 111 Abs. 5 AktG sieht für börsennotierte Aktiengesellschaften vor, dass der Aufsichtsrat für den Frauenanteil im Vorstand Zielgrößen festlegt. Gemäß § 76 Abs. 4 AktG legt der Vorstand außerdem Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands fest.
Die GRAMMER AG hat bei der Festlegung dieser Zielgrößen als technisch orientiertes Unternehmen branchenspezifische Gegebenheiten sowie die aktuelle Frauenquote in der Belegschaft zu berücksichtigen. Der Aufsichtsrat hat im März 2017 die Zielquote für den Vorstand überprüft und eine Zielgröße von 33 % festgelegt. Die Erreichung der Zielgröße wird bis 31. Dezember 2020 angestrebt, wobei eine Überprüfung der Zielquote spätestens in der letzten ordentlichen Aufsichtsratssitzung im Jahr 2020 erfolgen soll.
Im Geschäftsjahr 2019 wurde die Zielquote zunächst nicht erreicht, da dem Vorstand mit Herrn Manfred Pretscher und Herrn Jens Öhlenschläger zwei Männer angehörten.
Mit der Bestellung von Frau Jurate Keblyte und Herrn Thorsten Seehars zum 1. August 2019 und dem Ausscheiden von Herrn Pretscher zum 31. August setzte sich der Vorstand der GRAMMER AG zum 1. September 2019 aus zwei Männern und einer Frau zusammen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2019 wurde Herr Jens Öhlenschläger zum Technikvorstand (COO) bestellt. Das Vorstandsmitglied Manfred Pretscher hat die Position des Vorstandsvorsitzenden (CEO), Arbeitsdirektors und Finanzvorstands (CFO) interimistisch bis zum 31. Juli 2019 fortgeführt und ist planmäßig zum 31. August 2019 aus dem Vorstand der GRAMMER AG ausgeschieden. Am 15. März 2019 hat der Aufsichtsrat der GRAMMER AG Frau Jurate Keblyte zum 1. August 2019 für die Dauer von drei Jahren als Mitglied des Vorstands mit den Aufgaben des Finanzvorstands (CFO) berufen. Der Aufsichtsrat der GRAMMER AG hat am 25. April 2019 Herrn Thorsten Seehars zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft ebenfalls mit Wirkung zum 1. August 2019 bestellt.
Damit ist seit 1. September 2019 die angestrebte Zielgröße für die Frauenquote im Vorstand erreicht.
Für die nächsten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands der GRAMMER AG hat der Vorstand eine Zielgröße (international) für den Frauenanteil von 15 % für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands bzw. 20 % für die zweite Führungsebene (international) unterhalb des Vorstands festgelegt. Für Deutschland wurde eine Zielquote für die erste Führungsebene von 10 % bzw. 15 % für die zweite Führungsebene festgelegt. Eine Überprüfung erfolgt jährlich.
| TOP-MANAGEMENT | MITTLERES MANAGEMENT | |
| Zielquote international | 15 % | 20 % |
| Ist-Quote international | 15 % | 19 % |
| Zielquote Deutschland | 10 % | 15 % |
| Ist-Quote Deutschland | 12 % | 11 % |
Jede Aktie der GRAMMER AG gewährt grundsätzlich eine Stimme. Während der Hauptversammlung am 12. Juli 2019 konnten erneut alle Aktionäre gleichberechtigt ihr Stimmrecht ausüben und zu allen Punkten der Tagesordnung mit den Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat in Dialog treten. Die Einberufung zur Hauptversammlung sowie die gesetzlich erforderlichen Berichte und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichtes waren für die Aktionäre auf der Internetseite der Gesellschaft leicht erreichbar und zusammen mit der Tagesordnung in deutscher und überwiegend auch in englischer Sprache abrufbar. Auch alle weiteren relevanten Informationen wurden auf der GRAMMER Website veröffentlicht bzw. auf Anfrage übersandt. Um nicht anwesenden Aktionären die Wahrnehmung ihrer Rechte zu erleichtern, standen während der Hauptversammlung zwei Stimmrechtsvertreter für die weisungsgebundene Ausübung der Stimmrechte zur Verfügung. Sie konnten jederzeit bevollmächtigt und angewiesen werden und waren während der Veranstaltung durchgehend für alle in der Hauptversammlung anwesenden Aktionäre erreichbar. Aktionären, die zunächst an der Hauptversammlung teilnahmen, diese aber vorzeitig verlassen wollten, ohne auf die Ausübung ihres Stimmrechts verzichten zu wollen, standen damit die von GRAMMER benannten Stimmrechtsvertreter auch während der Hauptversammlung zur Bevollmächtigung zur Verfügung. Die Einzelheiten zur Stimmrechtsvertretung werden in der Einladung zu jeder Hauptversammlung bekannt gemacht.
Die Strategie, Leitung und Geschäftsführung der GRAMMER AG verantwortet der Vorstand. Er handelt im Interesse der Aktionäre und aller Stakeholder mit dem Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu sichern und zu steigern. Hierfür entwickelt er eine geeignete Strategie, stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Zu den Aufgaben des Vorstands zählen außerdem ein effektives Chancen- und Risikomanagement sowie -controlling und die Sicherstellung der Compliance (Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und unternehmensinterner Richtlinien) im gesamten Konzern. Die Zusammenarbeit und die Aufgabenverteilung innerhalb des Vorstandsgremiums werden durch Gesetz, Kodex und die Geschäftsordnung des Vorstands geregelt, die auch die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands bestimmt. Außerdem sind in der Geschäftsordnung die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten, die erforderliche Beschlussmehrheit sowie ein Katalog von zustimmungspflichtigen Geschäften durch den Aufsichtsrat festgelegt.
Der Vorstand der GRAMMER AG hat sich bis zum 31. Dezember 2019 wie folgt zusammengesetzt:
| ― |
Thorsten Seehars, Vorstandsvorsitzender (CEO), Arbeitsdirektor, Mitglied des Vorstands seit 1. August 2019, bestellt bis 31. Juli 2022 |
| ― |
Jurate Keblyte, Finanzvorstand (CFO), Mitglied des Vorstands seit 1. August 2019, bestellt bis 31. Juli 2022 |
| ― |
Jens Öhlenschläger, Technikvorstand (COO), Mitglied des Vorstands seit 1. Januar 2019, bestellt bis 31. Dezember 2021 |
Die Schilderung der Grundzüge des Vergütungssystems ist im Vergütungsbericht enthalten.
Der Aufsichtsrat der GRAMMER AG überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Die Arbeit des Aufsichtsrats wird durch Gesetz, Satzung, Kodex und Geschäftsordnung geregelt. Ferner existieren ein Prüfungs-, Nominierungs- und Strategieausschuss, ein Personal- und Vermittlungsausschuss sowie seit dem 26. September 2018 ein Präsidium. Die Ausschüsse tagten im Berichtsjahr regelmäßig. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist unabhängig, nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats und verfügt als Finanzexperte über die für dieses Amt erforderlichen besonderen Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Er hat zu keiner Zeit dem Vorstand der GRAMMER AG angehört.
Über die Zusammensetzung der Ausschüsse informiert das Kapitel "Aufsichtsrat und Vorstand" im Geschäftsbericht 2019. Weitere Details zur Arbeitsweise des Aufsichtsrats sowie zu Anzahl und Schwerpunkten der Ausschusssitzungen 2019 sind im Bericht des Aufsichtsrats ausführlich dargestellt. Über die Struktur und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats informiert der Vergütungsbericht.
Der Aufsichtsrat überprüft die Effizienz seiner Arbeit jährlich anhand eines ausführlichen Fragebogens. Die Prüfung erfolgt unter anderem im Hinblick auf die Zusammenarbeit im Gremium, auf die Verfügbarkeit von Informationen und den Ablauf von Entscheidungsprozessen. Auf Basis der Ergebnisse erörtert das Plenum Verbesserungsmöglichkeiten und beschließt hierzu geeignete Maßnahmen. Die letzte Effizienzprüfung erfolgte im Juli 2019 und die Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz wurden umgesetzt.
Eine Übersicht der wahrgenommenen Mandate aller Aufsichtsratsmitglieder findet sich im Kapitel Aufsichtsrat und Vorstand.
Der Aufsichtsrat der GRAMMER AG kam im vergangenen Jahr zu fünf ordentlichen und fünf außerordentlichen Sitzungen zusammen. Im laufenden Jahr 2020 sind fünf planmäßige Sitzungen vorgesehen. Nach Bedarf sind darüber hinaus außerordentliche Sitzungen möglich. Die Ausschüsse halten ebenfalls regelmäßig Sitzungen ab. Die Beschlüsse des Aufsichtsrats werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit das Gesetz nicht zwingend etwas anderes bestimmt. Bei Stimmengleichheit stehen dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats bei einer erneuten Abstimmung, wenn auch diese Stimmengleichheit ergibt, zwei Stimmen zu.
Der Aufsichtsrat sieht es als Teil guter Corporate Governance an, die Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsratsplenums sowie der Aufsichtsratsausschüsse individualisiert offenzulegen:
| AUFSICHTSRATSPLENUM | SITZUNGSANWESENHEIT | ANWESENHEIT IN PROZENT |
| Andrea Elsner | 10/10 | 100 % |
| Tanja Fondel 1 | 7/7 | 100 % |
| Wolfram Hatz | 9/10 | 90 % |
| Martin Heiß | 10/10 | 100 % |
| Ingrid Hunger | 10/10 | 100 % |
| Harald Jung | 10/10 | 100 % |
| Dr. Peter Merten | 10/10 | 100 % |
| Horst Ott (stellv. Vorsitzender) | 10/10 | 100 % |
| Dr. Klaus Probst (Vorsitzender) | 10/10 | 100 % |
| Lars Roder | 10/10 | 100 % |
| Prof. Dr. Birgit Vogel-Heuser | 9/10 | 90% |
| Antje Wagner 1 | 3/3 | 100 % |
| Dr. Bernhard Wankerl | 10/10 | 100% |
| Strategieausschuss | ||
| Horst Ott (stellv. Vorsitzender) | 1/1 | 100 % |
| Dr. Klaus Probst (Vorsitzender) | 1/1 | 100 % |
| Lars Roder | 1/1 | 100 % |
| Dr. Bernhard Wankerl | 1/1 | 100 % |
| Personal- und Vermittlungsausschuss (ab 15. Oktober 2018 bis 10. Mai 2019 in erweiterter Form) | ||
| Andrea Elsner 2 | 4/4 | 100 % |
| Dr. Peter Merten | 3/4 | 75 % |
| Horst Ott (stellv. Vorsitzender) | 4/4 | 100 % |
| Dr. Klaus Probst (Vorsitzender) | 4/4 | 100 % |
| Lars Roder | 4/4 | 100 % |
| Dr. Bernhard Wankerl | 4/4 | 100 % |
| Prüfungsausschuss | ||
| Andrea Elsner | 5/5 | 100 % |
| Wolfram Hatz (Vorsitzender) | 5/5 | 100 % |
| Martin Heiß | 5/5 | 100 % |
| Dr. Klaus Probst | 5/5 | 100 % |
| Präsidium | ||
| Dr. Klaus Probst (Vorsitzender) | 6/6 | 100 % |
| Horst Ott (stellv. Vorsitzender) | 6/6 | 100 % |
1
Frau Tanja Fondel hat ihr Amt zum 15.09.2019 niedergelegt und Frau Antje Wagner wurde
zum 16.09.2019 gerichtlich bestellt.
2
Frau A. Elsner und Herr Dr. P. Merten sind seit 15. Oktober 2018 bis 10. Mai 2019
Mitglieder des erweiterten Personalausschusses.
Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG arbeiteten im Berichtsjahr wiederum eng und vertrauensvoll zum Wohl des Unternehmens zusammen. Dabei waren die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands durch dessen Geschäftsordnung bestimmt. Bei den Aufsichtsratssitzungen diskutierten Vorstand und Aufsichtsrat ausführlich, offen und unter Wahrung der strengen Vertraulichkeit alle wichtigen strategischen Entscheidungen sowie zustimmungspflichtige Geschäfte. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, aktuell und umfassend über alle wichtigen Ereignisse sowie über die Planung, den Geschäftsverlauf, die Risikosituation und Compliance-Maßnahmen. In Ergänzung zu den Aufsichtsratssitzungen, bei denen der Vorstand anwesend war, berieten sich die Vorsitzenden der beiden Gremien laufend über alle relevanten aktuellen Themen. Der Bericht des Aufsichtsrats enthält zusätzliche Informationen über die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat. Für die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat bestand im Berichtsjahr eine Organ-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) mit einem Selbstbehalt, der pro Schadensfall mindestens 10 % und maximal das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung des einzelnen Mitglieds beträgt.
"Integrität ist die Basis unseres Erfolgs." So lautet das Eingangsstatement des GRAMMER Verhaltenskodex, der erstmals im Mai 2006 veröffentlicht und mit dem der Grundstein des heutigen Compliance Management Systems bei GRAMMER gelegt wurde. Geschäftlicher Erfolg kann nur dann dauerhaft erreicht werden, wenn Gesetze und unternehmensinterne Richtlinien eingehalten werden. Diese Unternehmenskultur trägt dazu bei, das Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen zu fördern, Kompetenzen weiterzuentwickeln und insbesondere Integrität als Voraussetzung für ein vertrauensvolles Miteinander zu schätzen. Der Verhaltenskodex ist für alle Mitarbeiter des GRAMMER Konzerns bindend. Er fasst die wichtigsten externen und internen Grundsätze und Regeln zusammen und enthält verbindliche Vorgaben für fairen Wettbewerb, Arbeitssicherheit, Umwelt- und Gesundheitsschutz. Bestimmungen zum Umgang mit vertraulichen Informationen sowie zur Vermeidung von Korruption und Insiderhandel vervollständigen den Verhaltenskodex.
Der Vorstand befasste sich im Berichtszeitraum regelmäßig mit der Weiterentwicklung des Compliance Management Systems und stellte die Umsetzung der notwendigen Maßnahmen sicher. Im Berichtsjahr wurde unter Einbindung externer Berater ein Projekt fortgeführt, um das Compliance Management System sowie das Risikomanagementsystem weiterzuentwickeln. Ursprünglich sollte das Projekt 2019 abgeschlossen werden. Angesichts der Veränderungen im Vorstand des Unternehmens und um dem neuen Management ausreichend Gelegenheit zu geben, sich in diese Thematik einbringen zu können, wird das Projekt voraussichtlich erst im Verlauf von 2020 beendet. Die Gesamtverantwortung für Compliance liegt ressortübergreifend in der Zuständigkeit des Gesamtvorstands. Dieser und das gesamte Management tragen die Verantwortung jedes Einzelnen für compliancegerechtes Handeln ins Unternehmen hinein. Zudem existiert ein "Kodex-Team", ein Gremium aus internen Fachexperten. Die Verantwortung, ein compliancekonformes Verhalten zu fördern und als Vorbild zu dienen, obliegt dem Management des GRAMMER Konzerns.
Neben umfangreichem Informationsmaterial im Intranet des GRAMMER Konzerns stehen den Mitarbeitern spezielle webbasierte Trainingsmodule zu compliancerelevanten Themengebieten zur Verfügung, die nach bestandenem Test mit einem Zertifikat abschließen. Alle neu eintretenden Mitarbeiter werden in einer Präsenzschulung zum Verhaltenskodex geschult.
Werden Mitarbeitern bestimmte Verstöße gegen Gesetze oder Richtlinien bekannt, können sie sich an die definierten internen Ansprechpartner wenden. Informationen zum internen Hinweisgebersystem stehen den GRAMMER Mitarbeitern derzeit in 14 Sprachen zur Verfügung.
Konzernweit ist eine hohe Vertrautheit mit den im Verhaltenskodex verankerten GRAMMER Grundwerten festzustellen. Compliance-Audits durch die Interne Revision sowie Audits in den Fachbereichen runden das Compliance Management System bei GRAMMER ab.
Die GRAMMER AG informierte Aktionäre, Aktionärsvereinigungen, Finanzanalysten, Medien und die interessierte Öffentlichkeit im Berichtsjahr jeweils gleichberechtigt, aktuell und umfassend über die Entwicklung des Unternehmens und wesentliche Vorkommnisse. Dafür nutzte die Gesellschaft wie bereits in den Vorjahren eine Vielzahl von Medien. Alle Pflichtveröffentlichungen sowie ausführliche zusätzliche ergänzende Informationen standen jeweils zeitnah auf der GRAMMER Website zur Verfügung. Die Publikationen, beispielsweise Ad-hoc-Meldungen, Medienmitteilungen, Zwischen- und Geschäftsberichte, wurden stets in deutscher und englischer Sprache herausgegeben. Angeboten wurden Telefonkonferenzen, zudem fand die jährliche Bilanzpresse- und Analystenkonferenz statt. Der aktuelle Finanzkalender, der über alle wesentlichen Veröffentlichungs- und Veranstaltungstermine informiert, ist ebenfalls auf der Website einsehbar.
Der Konzernabschluss für das Jahr 2019 sowie der Halbjahresbericht und die Quartalsmitteilungen des GRAMMER Konzerns wurden unter Beachtung der internationalen Rechnungslegungsgrundsätze (IFRS) aufgestellt. Die Hauptversammlung wählte am 12. Juli 2019 die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, ("EY") zum Abschluss- und Konzernabschlussprüfer für das Berichtsjahr. Dem Wahlvorschlag ging eine Unabhängigkeitsprüfung voraus. Damit wurden geschäftliche, finanzielle, persönliche oder sonstige Beziehungen zwischen dem Abschlussprüfer, dessen Organen und Prüfungsleitern einerseits sowie der GRAMMER AG und ihren Organmitgliedern andererseits ausgeschlossen, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründen könnten. EY gab hierzu eine entsprechend verbindliche Unabhängigkeitserklärung ab. Ferner vereinbarte der Aufsichtsrat mit dem Abschlussprüfer, dass ihm dieser unverzüglich über alle für seine Aufgaben wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse berichtet, die sich bei der Abschlussprüfung ergeben. Demnach ist der Abschlussprüfer verpflichtet, den Aufsichtsrat zu informieren, beziehungsweise im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er Tatsachen feststellt, die zu einer Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung zum Kodex führen.
Alle Aktiengeschäfte nach Art. 19 Marktmissbrauchsverordnung werden unverzüglich veröffentlicht, sobald die GRAMMER AG davon Kenntnis erhält. Für das Jahr 2019 wurden keine Transaktionen gemeldet.
Amberg, 3. März 2020
GRAMMER AG
Für den, Vorstand
Thorsten Seehars
Für den Aufsichtsrat
Dr. Klaus Probst