GRAMMER AktiengesellschaftUrsensollenGRAMMER AG: Quartalsmitteilung Januar bis März 2021ONE GRAMMERQuartalsmitteilung Januar bis März 2021Umsatz503,7 Mio. EUR
EBIT-Rendite4,5 %
Operative EBIT-Rendite4,2 %
Eigenkapitalquote23,0 %
Ergebnis nach Steuern13,3 Mio. EUR
Free Cashflow-12,9 Mio. EUR
EBIT22,6 Mio. EUR
Investitionen9,0 Mio. EUR
UnternehmensprofilDie GRAMMER AG ist ein weltweit tätiger
börsennotierter Hersteller von Sitzsystemen und
Automobilinterieur. Im Geschäftsbereich Commercial
Vehicles entwickelt und fertigt das Unternehmen
technologisch anspruchsvolle Sitzsysteme für Nutz- und
Offroad-Fahrzeuge sowie für Bahnen und Busse. Im
Bereich Automotive entwickelt und produziert GRAMMER
hochwertige Kopfstützen, Mittelkonsolen, Armlehnen und
Interieur-Komponenten sowie innovative thermoplastische
Komponenten für Pkw-Hersteller und deren Zulieferer.
Mit rund 14.000 Mitarbeitern in 20 Ländern ist GRAMMER
weltweit für seine Kunden tätig.
Mitarbeiter nach Regionen 1Jahresdurchschnitt
1 Im Durchschnitt waren im Bereich Central
Services 446 Mitarbeiter beschäftigt.
Umsatz nach Regionen 2in Mio. EUR
2 Der Konsolidierungseffekt des Umsatzes
zwischen den Regionen beträgt 22,4 Mio. EUR.
Umsatz nach Quartalenin Mio. EUR
Operatives EBIT der Regionenscrollen
Überblick über die Geschäftsentwicklungscrollen
A | Quartalsmitteilung Januar bis März 20211. Wirtschaftliche RahmenbedingungenWeltwirtschaft und Auswirkungen der COVID-19-PandemieDie COVID-19-Pandemie hat die Weltwirtschaft im Jahr
2020 in eine tiefe Rezession gestürzt. Nachdem die
wirtschaftliche Aktivität im ersten Halbjahr stark
eingebrochen war, konnte ein Teil der entstandenen
Produktionsrückgänge in der zweiten
Jahreshälfte 2020 wieder aufgeholt werden. Auch im
zweiten Jahr der COVID-19-Pandemie entwickelt sich die
Weltwirtschaft in den Sektoren und Regionen sehr
unterschiedlich. Laut IWF-Prognose vom April 2021 wird die
globale Wirtschaftsleistung im Gesamtjahr um 6,0 %
zunehmen, nachdem sie im letzten Jahr einen Rückgang
von 3,3 % verzeichnet hatte. Während sich die
Industrieproduktion und der Welthandel bereits fast
vollständig erholt haben, befindet sich der
Dienstleistungssektor in vielen Ländern der Welt
weiterhin im Krisenmodus.
So wuchs die US-Wirtschaft in der zweiten
Jahreshälfte 2020 zwar signifikant, erholte sich
jedoch nicht vollständig von dem Einbruch der
Konjunktur infolge des Ausbruchs des Coronavirus im
Frühjahr 2020. Für das Gesamtjahr 2021
prognostiziert der IWF für die USA ein Wachstum von
6,4 % gegenüber dem Vorjahr.
Die wirtschaftlichen Aktivitäten zeigen
insbesondere in China und den anderen asiatischen
Ländern einen positiven Trend. Für China, den
größten Markt in APAC, geht der IWF davon aus,
dass die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 um 8,4 % zunehmen
wird.
Die derzeit erneut steigenden COVID-19-Infektionszahlen
in vielen Ländern der Welt sowie die deutlich
verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der
dritten Infektionswelle könnten die wirtschaftliche
Aktivität im ersten Quartal 2021 vor allem im Euroraum
beeinträchtigen und eine Erholung daher verzögern
bzw. verlangsamen. Ein Einbruch der Konjunktur im Vergleich
zum Frühjahr 2020 ist jedoch nicht zu erwarten. Zudem
stellen Kapazitätsengpässe hinsichtlich
bestimmter Rohmaterialien und Vorleistungsgüter, z. B.
Halbleiter, einige Bereiche des verarbeitenden Gewerbes vor
Herausforderungen. Insgesamt erwartet der IWF für den
Euroraum einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 4,4 %
gegenüber dem Vorjahr.
Als Teil des Euroraums wird auch die konjunkturelle
Entwicklung in Deutschland vom weiteren Verlauf der
COVID-19-Pandemie und der damit einhergehenden
Eindämmungsmaßnahmen beeinflusst. Der IWF
rechnet damit, dass sich die Wirtschaftsleistung in
Deutschland im Gesamtjahr 2021 um 3,6 % erhöhen wird.
Rahmenbedingungen Automobilbranche und Commercial VehiclesAufgrund der starken wirtschaftlichen Entwicklung der
Region APAC wurden laut der im April vom IHS
veröffentlichten Marktdaten im ersten Quartal 2021
weltweit 10,6 % mehr Fahrzeuge als im Vorjahr produziert.
So erreichte die Region APAC einen Produktionszuwachs von
27,4 %, wobei das Wachstum maßgeblich aus der
positiven Entwicklung in China resultiert. Dort stiegen die
Produktionszahlen im ersten Quartal 2021 um 70,9 %
gegenüber dem Vorjahresquartal, das stark durch
COVID-19-bedingte Werksschließungen belastet war.
In EMEA und AMERICAS sind die Automobilwirtschaft und
ihre Zulieferer weiterhin von der andauernden
COVID-19-Pandemie und den weltweiten
Versorgungsengpässen mit Halbleitern
beeinträchtigt. So verzeichnete die Region EMEA in den
ersten drei Monaten des Jahres 2021 einen Rückgang der
Produktion von 3,5 %, während die IHS-Daten vom April
für die Region AMERICAS eine Verringerung von 4,3 %
gegenüber dem Vorjahr indizieren.
Für das Gesamtjahr 2021 wird in den meisten Teilen
der Welt eine wirtschaftliche Erholung erwartet. So ist der
Lkw-Markt im ersten Quartal laut LMC weltweit um 40,3 % im
Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Diese Verbesserung
gegenüber dem Vorjahresquartal war hauptsächlich
von der Region APAC getrieben, die mit 69,3 % am
stärksten zulegte. Für China vermeldete der LMC
ein Plus der Produktionszahlen von 92,0 %, wobei die
Vorjahreszahlen aufgrund der COVID-19-bedingten
Werksschließungen enorm schwach ausfielen.
Die Region AMERICAS konnte im ersten Quartal 2021 eine
leichte Steigerung von 0,7 % verzeichnen, während die
Region EMEA laut LMC einen Rückgang der
Produktionszahlen von 6,8 % vermeldete.
2. Die wichtigsten Kennzahlen der GRAMMER GruppeDie wichtigsten Kennzahlen nach IFRS GRAMMER Gruppescrollen
scrollen
Neue Berichtsstruktur seit dem 1. Januar 2021Die im Jahr 2020 begonnene Neuausrichtung der
Organisationsstruktur wird nun im externen Berichtswesen
abgebildet. Mit Wirkung zum 1. Januar 2021 hat die GRAMMER
AG eine grundlegende Änderung ihrer Steuerung und
Ressourcenverteilung vorgenommen. So wurden die Regionen
AMERICAS, APAC und EMEA zu den führenden internen
Berichtsstrukturen und stellen seitdem die
berichtspflichtigen Geschäftssegmente dar. Die
bisherigen berichtenden Segmente Automotive und Commercial
Vehicles wurden zu zwei Divisionen und fokussieren sich auf
die Erstellung und Umsetzung der weltweiten Markt-, Kunden-
und Produktstrategien. Die globalen Funktionen, d. h. die
Konzernbereiche, unterstützen die drei Regionen und
beiden Divisionen weiterhin durch die Bereitstellung von
Systemen, Standards und Richtlinien sowie definierten
Dienstleistungen z. B. im Bereich der Forschung und
Entwicklung. Der im Geschäftsjahr 2020
veröffentlichte Umsatz nach Region ist nicht mit den
Vergleichsinformationen für 2020 gemäß
dieser Quartalsmitteilung vergleichbar, da dieser aufgrund
der geänderten Segmentberichterstattung auch
Umsatzerlöse zu den anderen berichtspflichtigen
Segmenten enthält.
3. Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2021Der Umsatz der GRAMMER Gruppe lag im ersten Quartal 2021
bei 503,7 Mio. EUR (Q1 2020: 454,9 Mio. EUR) und somit 10,7
% über dem Vorjahreswert. Damit setzte sich die
deutliche Erholung der Geschäftsentwicklung aus dem
zweiten Halbjahr 2020 im ersten Quartal 2021 fort, nachdem
das erste Halbjahr 2020 von den Folgen der
COVID-19-Pandemie beeinträchtigt war.
Die positive Umsatzentwicklung der GRAMMER Gruppe im
ersten Quartal resultierte insbesondere aus der
signifikanten Umsatzsteigerung in den Regionen APAC und
EMEA. Im Vergleich zum Vorjahresquartal, das durch die
Auswirkungen der COVID-19-Pandemie belastet war,
erhöhte sich der Umsatz in der Region APAC um 84,9 %
auf 103,2 Mio. EUR (Q1 2020: 55,8 Mio. EUR). In der Region
EMEA stieg der Umsatz um 4,8 % auf 291,7 Mio. EUR (Q1 2020:
278,3 Mio. EUR). Die Region AMERICAS verzeichnete im ersten
Quartal einen Rückgang von -5,2 %, sodass der Umsatz
bei 131,2 Mio. EUR (Q1 2020: 138,4 Mio. EUR) lag.
Die im Geschäftsjahr 2020 begonnene Umsetzung der
Restrukturierungsmaßnahmen wurde im ersten Quartal
2021 wie geplant fortgeführt. Die Maßnahmen
umfassen unter anderem die Konsolidierung von
Werksstandorten in Europa und Nordamerika sowie einen Abbau
von insgesamt rund 300 Stellen im indirekten Bereich, der
bis Mitte des Jahres 2021 erfolgen wird. Mithilfe des
zugrundeliegenden Freiwilligenprogramms ist es GRAMMER
bereits jetzt gelungen, das für 2021 angestrebte Ziel
einer nachhaltigen Strukturkostenreduktion
sozialverträglich umzusetzen. Zudem haben wir auch die
im vergangenen Jahr ergriffenen Maßnahmen zum
strikten Kostenmanagement im ersten Quartal 2021 weiterhin
konsequent umgesetzt.
Sowohl die positive Umsatzentwicklung als auch der
vorteilhafte Produktmix führten in Kombination mit der
kontinuierlichen und effektiven Umsetzung der Kosten- und
Prozessoptimierungsmaßnahmen zu einem deutlichen
Anstieg des Ergebnisses. Das operative EBIT der GRAMMER
Gruppe stieg im ersten Quartal 2021 deutlich auf 21,0 Mio.
EUR (Q1 2020: 0,4 Mio. EUR), was einer operativen
EBIT-Rendite von 4,2 % (Q1 2020: 0,1 %) entspricht. Es
wurde neben positiven Wechselkurseffekten in Höhe von
2,2 Mio. EUR um direkt zurechenbare Kosten für
Corona-Schutz- und Handlungsmaßnahmen in Höhe
von 0,6 Mio. EUR bereinigt.
4. ErtragslageUmsatz der GRAMMER GruppeIm ersten Quartal 2021 steigerte die GRAMMER AG ihren
Konzernumsatz auf 503,7 Mio. EUR (Q1 2020: 454,9 Mio. EUR),
was einer Erhöhung von 10,7 % im Vergleich zum
Vorjahreswert entspricht. Sowohl die Division Automotive
als auch die Division Commercial Vehicles verzeichnete
einen Umsatzanstieg. So erhöhten sich die Umsätze
der Division Automotive um 4,9 % auf 336,2 Mio. EUR und die
Erlöse der Division Commercial Vehicles stiegen
überproportional um 24,6 % auf 167,5 Mio. EUR.
Die positive Entwicklung des Umsatzes resultiert
insbesondere aus den Zuwächsen in den Regionen APAC
und EMEA.
Umsatzentwicklung nach Regionen und Divisionenscrollen
scrollen
Ergebnis der GRAMMER GruppeKurz-Gewinn- und Verlustrechnung GRAMMER Gruppescrollen
Herleitung operatives EBITscrollen
Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief
sich im ersten Quartal 2021 auf 22,6 Mio. EUR (Q1 2020:
-2,1 Mio. EUR). Die Regionen EMEA (20,4 Mio. EUR) und APAC
(15,6 Mio. EUR) leisteten positive Ergebnisbeiträge,
während die Region AMERICAS ein negatives EBIT in
Höhe von -8,6 Mio. EUR verzeichnete.
Das operative EBIT lag mit 21,0 Mio. EUR und 4,2 %
operativer EBIT-Rendite (Q1 2020: 0,4 Mio. EUR und 0,1 %
operative EBIT-Rendite) deutlich über dem
Vorjahresniveau. Neben positiven Währungseffekten in
Höhe von 2,2 Mio. EUR wurden direkt zurechenbare
Kosten für Corona-Schutz- und Handlungsmaßnahmen
von 0,6 Mio. EUR bereinigt.
5. Entwicklung der RegionenEMEAWesentliche Kennzahlen Region EMEAscrollen
Die Region EMEA verzeichnete im ersten Quartal 2021
einen Umsatz von 291,7 Mio. EUR (Q1 2020: 278,3 Mio. EUR),
was einem Zuwachs von 4,8 % entspricht. Dies resultierte
insbesondere aus der positiven Entwicklung in der Division
Commercial Vehicles, die einen Umsatzzuwachs von 16,0 % auf
127,1 Mio. EUR (Q1 2020: 109,6 Mio. EUR) erzielte. Damit
setzte die Region, in der sich die konzernweit
umsatzstärksten Gesellschaften befinden, den positiven
Trend aus dem zweiten Halbjahr 2020 fort.
Das EBIT in EMEA stieg im ersten Quartal 2021 deutlich
auf 20,4 Mio. EUR (Q1 2020: 3,6 Mio. EUR). Dies ist
insbesondere auf die eingeleiteten Maßnahmen zur
Strukturkostensenkung sowie den guten Produktmix
zurückzuführen. Die EBIT-Rendite erhöhte
sich um 5,7 Prozentpunkte auf 7,0 % (Q1 2020: 1,3 %).
Das operative EBIT erhöhte sich signifikant auf
18,8 Mio. EUR (Q1 2020: 5,8 Mio. EUR). Die operative
EBIT-Rendite stieg entsprechend um 4,3 Prozentpunkte auf
6,4 % (Q1 2020: 2,1 %).
AMERCIASWesentliche Kennzahlen Region AMERICASscrollen
Die Region AMERICAS vermeldete für das erste
Quartal 2021 einen einstelligen prozentualen
Umsatzrückgang von 5,2 % auf 131,2 Mio. EUR (Q1 2020:
138,4 Mio. EUR). Ursächlich für diese Entwicklung
war die geringere Anzahl an Abrufen der OEMs aufgrund des
globalen Lieferengpasses bei Halbleitern. So sank der
Umsatz in der Division Automotive um 5,9 % auf 112,5 Mio.
EUR (Q1 2020: 119,6 Mio. EUR), während er in der
Division Commercial Vehicles mit 18,7 Mio. EUR auf dem
Niveau des Vorjahresquartals blieb.
Das EBIT in AMERICAS belief sich auf -8,6 Mio. EUR (Q1
2020: -7,2 Mio. EUR). Die EBIT-Rendite verringerte sich
entsprechend um 1,4 Prozentpunkte auf -6,6 % (Q1 2020: -5,2
%).
Das operative EBIT lag im ersten Quartal 2021 bei -8,5
Mio. EUR (Q1 2020: -6,8 Mio. EUR). Die operative
EBIT-Rendite belief sich entsprechend auf -6,5 % (Q1 2020:
-4,9 %) und reduzierte sich damit um 1,6 Prozentpunkte im
Vergleich zum Vorjahresquartal.
APACWesentliche Kennzahlen Region APACscrollen
In APAC stiegen die Umsätze im ersten Quartal um
84,9 % auf 103,2 Mio. EUR (Q1 2020: 55,8 Mio. EUR). Die
signifikante Erhöhung zeigt sich in beiden Divisionen
und resultiert einerseits aus den erhöhten
Produktionsabrufen im ersten Quartal 2021 und andererseits
aus den vergleichsweise sehr niedrigen Absatzzahlen im
Vorjahresquartal, die sich aus den COVID-19-bedingten
Produktionsstopps ergeben hatten. Die Umsatzsteigerung ist
auf die positiven Entwicklungen in beiden Divisionen
zurückzuführen. So erzielte die Division
Automotive einen Zuwachs von 73,0 % auf 64,2 Mio. EUR (Q1
2020: 37,1 Mio. EUR) im Vergleich zum Vorjahresquartal,
während sich die Umsätze in der Division
Commercial Vehicles mit einem Anstieg von 108,6 % auf 39,0
Mio. EUR (Q1 2020: 18,7 Mio. EUR) mehr als verdoppelten.
Das EBIT in der Region APAC erhöhte sich auf 15,6
Mio. EUR (Q1 2020: 3,4 Mio. EUR); die EBIT-Rendite nahm um
9,0 Prozentpunkte auf 15,1 % (Q1 2020: 6,1 %) zu.
Das operative EBIT stieg ebenfalls deutlich auf 15,6
Mio. EUR (Q1 2020: 3,4 Mio. EUR), wobei die operative
EBIT-Rendite im Vergleich zum Vorjahresquartal um 9,0
Prozentpunkte auf 15,1 % (Q1 2020: 6,1 %) zunahm.
6. Vermögens- und FinanzlageBilanzKurz-Bilanz GRAMMER Gruppescrollen
Die Bilanzsumme der GRAMMER Gruppe stieg leicht um 50,6
Mio. EUR auf 1.427,0 Mio. EUR (31.12.2020: 1.376,4 Mio.
EUR).
Die langfristigen Vermögenswerte blieben stabil bei
800,9 Mio. EUR (31.12.2020: 799,6 Mio. EUR). Während
die Immateriellen Vermögenswerte um 1,6 % auf 183,9
Mio. EUR (31.12.2020: 180,9 Mio. EUR) stiegen, reduzierten
sich die Sachanlagen leicht auf 444,8 Mio. EUR (31.12.2020:
446,7 Mio. EUR).
Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 8,5 %
auf 626,1 Mio. EUR (31.12.2020: 576,8 Mio. EUR),
insbesondere durch Erhöhungen der kurzfristigen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 21,3 % auf
289,8 Mio. EUR (31.12.2020: 238,9 Mio. EUR), der
Vorräte um 12,8 % auf 174,4 Mio. EUR (31.12.2020:
154,6 Mio. EUR) sowie der sonstigen kurzfristigen
Vermögenswerte um 19,4 % auf 33,9 Mio. EUR
(31.12.2020: 27,3 Mio. EUR). Im Gegenzug verringerten sich
die Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen zum 31.
März 2021 um 34,0 % auf 59,3 Mio. EUR (31.12.2020:
89,8 Mio. EUR). Grund hierfür ist im Wesentlichen der
gestiegene Kapitalbedarf aufgrund des hohen
Auftragsvolumens.
Das Eigenkapital stieg im ersten Quartal 2021 um rund
26,0 Mio. EUR bzw. 8,6 % auf 328,2 Mio. EUR (31.12.2020:
302,2 Mio. EUR), aufgrund des Ergebnisses nach Steuern von
13,3 Mio. EUR sowie des sonstigen Ergebnisses von 12,7 Mio.
EUR. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich entsprechend
um 1,0 Prozentpunkte auf 23,0 % (31.12.2020: 22,0 %).
Die langfristigen Schulden verringerten sich um 14,6
Mio. EUR bzw. 2,8 % auf 509,6 Mio. EUR (31.12.2020: 524,2
Mio. EUR). Grund hierfür war insbesondere die
Reduzierung der langfristigen Finanzschulden um 5,0 % auf
240,7 Mio. EUR (31.12.2020: 253,3 Mio. EUR).
Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um 39,2
Mio. EUR bzw. 7,1 % auf 589,2 Mio. EUR (31.12.2020: 550,0
Mio. EUR). Diese Entwicklung resultierte hauptsächlich
aus der Zunahme der sonstigen kurzfristigen
Verbindlichkeiten um 25,4 % auf 117,3 Mio. EUR (31.12.2020:
93,6 Mio. EUR), der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen um 3,4 % auf 259,3 Mio. EUR
(31.12.2020: 250,9 Mio. EUR) und der gestiegenen
kurzfristigen Finanzschulden um 5,1 % auf 129,9 Mio. EUR
(31.12.2020: 123,6 Mio. EUR).
7. InvestitionenUm die Finanzkraft unseres Unternehmens zu sichern,
haben wir im ersten Quartal 2021 ausschließlich
projektbedingte Investitionen getätigt. Dies
führte zu einer deutlichen Reduzierung der
Investitionsumme auf 9,0 Mio. EUR (Q1 2020: 19,5 Mio. EUR).
In der Region EMEA wurden im ersten Quartal 4,9 Mio. EUR
(Q1 2020: 6,4 Mio. EUR) im Wesentlichen in neue
Produktionsanlagen für Produktneuanläufe sowie in
Entwicklungsleistungen investiert.
In der Region AMERICAS handelt es sich
hauptsächlich um Investitionen in neue
Produktionsanlagen für Produktneuanläufe. Die
Höhe der Investitionen in dieser Region betrug in den
ersten drei Monaten 2,7 Mio. EUR (Q1 2020: 6,0 Mio. EUR).
Von Januar bis März wurden in der Region APAC 1,0
Mio. EUR (Q1 2020: 0,9 Mio. EUR) primär in
Ersatzinvestitionen getätigt.
Die Reduktion im Bereich Central Services zum
Vorjahresquartal ergibt sich hauptsächlich aus den
verminderten Investitionen in die Fertigstellung und in
Innenausstattung des GRAMMER Campus in Ursensollen bei
Amberg. Im September 2020 waren alle Gebäudeteile
fertig gestellt und der Umzug der Mitarbeiter in ihre neuen
Büros wurde erfolgreich abgeschlossen.
Investitionenscrollen
8. MitarbeiterZum 31. März 2021 waren bei GRAMMER weltweit
durchschnittlich 14.204 (Q1 2020: 14.709) Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht einer
Reduzierung von 3,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Davon waren
in der Region APAC durchschnittlich 1.310 Beschäftigte
(Q1 2020: 1.294), in der Region EMEA durchschnittlich 7.690
Beschäftigte (Q1 2020: 8.022 ) und in der Region
AMERICAS durchschnittlich 4.758 Beschäftigte (Q1 2020:
4.742) tätig.
Mitarbeiter im Durchschnittscrollen
9. NachtragsberichtAm 13. April 2021 hat die GRAMMER AG die Vereinbarung
zur Gründung eines weiteren Joint Ventures mit der FAW
Group unterzeichnet. Gemeinsam mit einem Tochterunternehmen
des größten chinesischen Nutzfahrzeugherstellers
werden wir hochwertige Lkw-Sitze produzieren, die in
zahlreichen Lkw-Modellplattformen des FAW-Konzerns
Verwendung finden. Beide Unternehmen profitieren so von dem
anhaltenden Trend zu modernen, ergonomischen
Lkw-Fahrersitzen in China, die am weltweit
größten Nutzfahrzeugmarkt ein wichtiges
Differenzierungsmerkmal für die OEMs darstellen. Die
GRAMMER AG wird an dem Joint-Venture-Unternehmen eine
Mehrheit von 60 % halten und dieses vollständig in den
Konzernabschluss einbeziehen.
10. Chancen/RisikenDie Chancen und Risiken, auf die wir im Lagebericht des
Geschäftsberichts zum 31. Dezember 2020 hingewiesen
und dort umfassend beschrieben haben, bestehen aus heutiger
Sicht weiter.
So beobachten wir die Entwicklungen und
gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie
sehr aufmerksam, da sie mit wesentlichen und derzeit sehr
schwer abschätzbaren Risiken verbunden sind. Speziell
eingerichtete Krisenmanagement-Teams analysieren die Lage
am Markt sowie die unserer Kunden und Lieferanten
kontinuierlich und schlagen dem Management konkrete
Maßnahmen vor, sobald Handlungsbedarf besteht. Zudem
beobachten wir auch die Entwicklung des Stahlpreises sowie
die globale Liefersituation von Halbleitern, um
frühzeitig auf sich ändernde Bedingungen
reagieren zu können.
11. AusblickAm 31. März 2021 hat GRAMMER die Prognose für
das Geschäftsjahr 2021 veröffentlicht. Diese
Prognose gilt weiterhin.
Demnach erwarten wir, dass die herausfordernden
gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere in
den für die GRAMMER Gruppe relevanten Märkten, im
Geschäftsjahr 2021 anhalten werden. Der weitere
Verlauf der COVID-19-Pandemie in den einzelnen Ländern
sowie die Entwicklung der globalen Engpässe in der
Halbleiterindustrie werden außerdem einen
maßgeblichen Einfluss auf die prognostizierte
wirtschaftliche Erholung haben. Insgesamt rechnen wir
für das Geschäftsjahr 2021 jedoch mit einer
Erholung des Umsatzes auf rund 1,8 Mrd. EUR (Vj. 1,7 Mrd.
EUR). Auf Basis der Planung der drei für die
Geschäftsentwicklung maßgeblichen Regionen
erwarten wir für das Jahr 2021 ein operatives EBIT von
rund 65 Mio. EUR (Vj. -11,7 Mio. EUR). Das operative EBIT
im Jahr 2021 wird vor allem durch die sich erholende
Konjunktur und die Ergebnisse aus den umgesetzten
Effizienz- und Kostensenkungsmaßnahmen verbessert. Im
Geschäftsjahr 2020 war das operative EBIT sehr stark
durch die Auswirkungen der weltweiten COVID-19-Pandemie
sowie durch Kosten aus verschiedenen Einzelsachverhalten
belastet.
12. Zukunftsgerichtete AussagenDiese Quartalsmitteilung enthält zukunftsbezogene
Aussagen, die auf aktuellen Annahmen und
Einschätzungen des GRAMMER Managements über
künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen
beziehen sich auf Zeiträume in der Zukunft oder sind
durch Begriffe wie "erwarten", "vorhersagen",
"beabsichtigen", "prognostizieren", "planen",
"schätzen", "rechnen mit" oder ähnliche Begriffe
gekennzeichnet. Derartige Aussagen unterliegen Risiken und
Unsicherheiten, die GRAMMER weder kontrollieren noch
präzise einschätzen kann, wie beispielsweise das
zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen
Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von
Neuerwerben und die Realisierung der erwarteten
Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen.
Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren oder
Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich Annahmen,
auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen,
könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich
von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit
enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von GRAMMER weder
beabsichtigt, noch übernimmt GRAMMER eine gesonderte
Verpflichtung, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu
aktualisieren, um sie an Ereignisse nach
Veröffentlichung dieses Dokuments anzupassen.
B | Finanzinformationen Januar bis März 202113. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung1. Januar - 31. März des jeweiligen Geschäftsjahresscrollen
1 Davon entfallen im Geschäftsjahr 2021 155
TEUR auf Vergütungsansprüche des
Hybriddarlehensgebers.
14. Konzern-Gesamtergebnisrechnung1. Januar - 31. März des jeweiligen Geschäftsjahresscrollen
1 Davon entfallen im Geschäftsjahr 2021 155
TEUR auf Vergütungsansprüche des
Hybriddarlehensgebers.
15. Konzernbilanzzum 31. März 2021 und 31. Dezember 2020Aktivascrollen
Passivascrollen
16. Konzern-Kapitalflussrechnung1. Januar - 31. März des jeweiligen Geschäftsjahresscrollen
Finanzkalender 2021 1Wichtige Termine für Aktionäre und Analystenscrollen
1 Alle Termine sind vorläufige Angaben.
Änderungen vorbehalten.
KontaktGRAMMER AGGrammer-Allee 2
92289 Ursensollen
Postfach 14 54
92204 Amberg
Telefon 0 96 21 66 0
Telefax 0 96 21 66 31000
www.grammer.com
Investor RelationsTanja Bücherl
Telefon 0 96 21 66 2113
Telefax 0 96 21 66 32113
E-Mail investor-relations@grammer.com
ImpressumHerausgeberGRAMMER AG
Postfach 14 54
92204 Amberg
Erscheinungsdatum28. April 2021
Konzeption, UmsetzungKirchhoff Consult AG
22765 Hamburg
Die im Rahmen der Erstellung der diesjährigen
Quartalsmitteilung produzierten Fotoaufnahmen entstanden
unter strenger Befolgung der Hygienevorschriften, die zur
Eindämmung der COVID-19-Pandemie erlassen wurden.
Einige andere Bilder sind vor Beginn der Pandemie
entstanden.
Aus dem Grund der besseren Lesbarkeit wird in der
GRAMMER Quartalsmitteilung bei Personenbezeichnungen und
personenbezogenen Hauptwörtern in den meisten
Fällen die männliche Form verwendet.
Sämtliche Personenbezeichnungen und personenbezogene
Hauptwörter gelten gleichermaßen für alle
Geschlechter.
GRAMMER AGGrammer-Allee 2
92289 Ursensollen
Telefon 0 96 21 66 0
www.grammer.com
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