GRAMMER AktiengesellschaftUrsensollenQuartalsmitteilung Januar bis September 2021Umsatz1.404,7 Mio. EUR
EBIT-Rendite1,9 %
Operative EBIT-Rendite2,2 %
Eigenkapitalquote23,2 %
Ergebnis nach Steuern13,1 Mio. EUR
Free Cashflow-49,0 Mio. EUR
EBIT26,4 Mio. EUR
Investitionen60,8 Mio. EUR
UnternehmensprofilDie GRAMMER AG mit Sitz in Ursensollen ist in zwei
Geschäftsfeldern aktiv: Für die globale
Automobilindustrie entwickelt und produziert GRAMMER
hochwertige Interieur- und Bediensysteme sowie innovative
thermoplastische Komponenten. Für LKW, Bahnen, Busse
und Off-road-Fahrzeuge ist GRAMMER Full-Service-Anbieter
von Fahrer- und Passagiersitzen. Aktuell beschäftigt
die GRAMMER AG rund 14.000 Mitarbeiter in 19 Ländern
weltweit, der Umsatz lag im Jahr 2020 bei rund 1,7
Milliarden Euro. Die GRAMMER Aktie ist im Prime Standard
notiert und wird an den Börsen München und
Frankfurt sowie über das elektronische Handelssystem
Xetra gehandelt.
Mitarbeiter nach Regionen¹Jahresdurchschnitt
1 Im Durchschnitt waren im Bereich Central
Services 427 Mitarbeiter beschäftigt.
Umsatz nach Regionen²in Mio. EUR
2 Der Konsolidierungseffekt des Umsatzes
zwischen den Regionen betrögt 63,5 Mio. EUR.
Umsatz nach Quartalenin Mio. EUR
Operatives EBIT der RegionenAMERICAS-40,1 Mio. EUR
EMEA41,7 Mio. EUR
APAC39,7 Mio. EUR
Überblick über die Geschäftsentwicklungscrollen
A | Quartalsmitteilung Januar bis September 20211. Wirtschaftliche RahmenbedingungenWeltwirtschaftIn seiner Prognose vom Oktober 2021 geht der IWF davon
aus, dass die weltweite Konjunkturerholung anhält,
während sich die Risiken voraussichtlich
verschärfen. Die Verwerfungen, die durch COVID-19
entstanden sind, scheinen sich zu verfestigen und der IWF
erwartet, dass sie die mittelfristige Entwicklung
nachhaltig beeinflussen werden.
Die globale Wirtschaftsleistung wird im Gesamtjahr 2021
voraussichtlich um 5,9 % zunehmen, nachdem sie im letzten
Jahr um 3,3 % zurückgegangen war. Die aktuelle
Prognose für 2021 liegt damit um 0,1 Prozentpunkte
unter der Einschätzung vom Juli 2021. Für das
Gesamtjahr 2022 erwartet der IWF nach wie vor ein Wachstum
der Weltwirtschaft von 4,9 %. Die Abwärtskorrektur
für 2021 spiegelt eine Herabstufung für die
Industrieländer - zum Teil aufgrund von
Versorgungsunterbrechungen - und für die
einkommensschwachen Entwicklungsländer wider, die
größtenteils auf die sich verschlechternde
Pandemiedynamik zurückzuführen ist.
Die für die Region AMERICAS relevante US-Wirtschaft
wird im Gesamtjahr 2021 laut IWF voraussichtlich um 6,0 %
gegenüber dem Vorjahr wachsen. Diese Prognose bewegt
sich damit 1,0 Prozentpunkte unter der Erwartung vom Juli
2021.
Die wirtschaftlichen Aktivitäten zeigen weiterhin
insbesondere in China und den anderen asiatischen
Ländern einen positiven Trend. Für China, dem
größten Markt in der Region APAC, erwartet der
IWF, dass die Wirtschaftsleistung im Gesamtjahr um 8,0 %
zunehmen wird.
Für den Euroraum, der den Großteil der Region
EMEA betrifft, erwartet der IWF im Gesamtjahr einen Anstieg
des Bruttoinlandsprodukts von 5,0 % gegenüber dem
Vorjahr. Der IWF geht zudem von einer Steigerung der
Wirtschaftsleistung in Deutschland um 3,1 % aus.
Die rasche Ausbreitung der hochansteckenden
COVID-19-Deltavariante und die Bedrohung durch neue
Virusvarianten haben die Unsicherheit darüber
erhöht, wie schnell die Pandemie überwunden
werden kann. Politische Entscheidungen sind schwieriger
geworden, da sie mit multidimensionalen Herausforderungen
und gleichzeitig begrenztem Handlungsspielraum konfrontiert
sind. Zu den Herausforderungen gehören insbesondere
das gedämpfte Beschäftigungswachstum, die
steigende Inflation, Nahrungsmittelknappheit und der
Klimawandel.
Die Divergenz der Wirtschaftsaussichten in den einzelnen
Ländern gibt laut IWF nach wie vor Anlass zu
großer Sorge. Es wird erwartet, dass die
Gesamtproduktion der Gruppe der Industriestaaten im Jahr
2022 wieder auf den Trendpfad aus der Zeit vor der Pandemie
zurückkehrt und diesen im Jahr 2024 um 0,9
Prozentpunkte übertrifft. Im Gegensatz dazu geht der
IWF davon aus, dass die Gesamtproduktion der Gruppe der
Schwellen- und Entwicklungsländer (China ausgenommen)
im Jahr 2024 um 5,5 Prozentpunkte unter dem vor der
Pandemie prognostizierten Wert liegen wird, was zu einem
größeren Rückschlag bei der Verbesserung
der Lebensstandards in diesen Ländern führt. Die
wachsende Kluft ist eine Folge der großen
Unterschiede beim Zugang zu COVID-19-Impfstoffen und bei
der politischen Unterstützung.
Zudem haben pandemiebedingte Ungleichgewichte zwischen
Angebot und Nachfrage sowie höhere Rohstoffpreise im
Vergleich zu ihrem niedrigen Ausgangsniveau von vor einem
Jahr zu steigenden Inflationsraten geführt. So sind
die Verbraucherpreise in den Vereinigten Staaten und in
einigen Schwellen- und Entwicklungsländern rasch
gestiegen. Der IWF geht davon aus, dass der Preisdruck im
Jahr 2022 größtenteils nachlassen wird. Die
Inflationsaussichten sind jedoch mit großer
Unsicherheit behaftet - vor allem aufgrund des Verlaufs der
Pandemie, der Dauer der Versorgungsunterbrechungen und der
Frage, wie sich die Inflationserwartungen in diesem Umfeld
entwickeln könnten.
Darüber hinaus ist laut IWF eine deutliche
Intensivierung der weltweiten Bemühungen zur
Eindämmung der CO
2-Emissionen von entscheidender Bedeutung, da
die derzeitigen Maßnahmen und Zusagen nicht
ausreichen, um eine gefährliche Überhitzung des
Planeten zu verhindern.
Rahmenbedingungen AutomobilbrancheLaut der im Oktober vom IHS veröffentlichten
Marktdaten wurden in den ersten neun Monaten des
Geschäftsjahres 2021 weltweit 10,4 % mehr Fahrzeuge
als im Vorjahreszeitraum produziert. Der Zuwachs
resultierte insbesondere aus der starken wirtschaftlichen
Entwicklung im ersten Halbjahr mit einem Plus von 29,2 % im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal 2021
sank das Produktionsvolumen dagegen um 17,5 %.
Das Wachstum der Automobilbranche wurde insbesondere im
dritten Quartal durch Lieferengpässe bei
Halbleiterprodukten gebremst. Zudem belasten die anhaltend
hohen Rohstoff- und Materialpreise die Fahrzeughersteller.
Die prozentualen Wachstumsraten der Regionen EMEA, APAC
und AMERICAS waren sich mit 9,9 %, 10,6 % bzw. 10,4 % im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum ähnlich.
Mit 2,9 Mio. Produktionseinheiten leistete die Region
APAC in den ersten neun Monaten 2021 den größten
Beitrag zum weltweiten Wachstum von 5,3 Mio.
Produktionseinheiten. Die Absatzsteigerung in APAC in
Höhe von 10,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
geht maßgeblich auf die positive Entwicklung in China
zurück. Dort stiegen die Produktionszahlen im ersten
Halbjahr 2021 um 24,7 % gegenüber dem
Vorjahreszeitraum, während sie im dritten Quartal mit
einem Rückgang von 17,1 % sanken.
Die Region EMEA verzeichnete in den ersten neun Monaten
des Jahres 2021 einen Zuwachs der Produktion von 9,9 %.
Nach einem starken ersten Halbjahr mit einer Steigerung von
27,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum ging das
Produktionsvolumen im dritten Quartal um 18,7 % und damit
stark zurück.
Für die Region AMERICAS zeigen die IHS-Daten vom
Oktober für die ersten drei Quartale 2021 ein Wachstum
von 10,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Nachdem
das erste Quartal mit -3,3 % im Vergleich zum
Vorjahresquartal leicht rückläufig gewesen war,
nahm die Region im zweiten Quartal 2021 mit einem Zuwachs
von 149,0 % deutlich an Fahrt auf. Für das dritte
Quartal indizieren die IHS-Daten jedoch erneut einen
Rückgang des Produktionsvolumens um 21,8 %.
Rahmenbedingungen Commercial VehiclesFür das Gesamtjahr 2021 wird in den meisten Teilen
der Welt eine wirtschaftliche Erholung erwartet. Laut LMC
ist der LKW-Markt in den ersten neun Monaten 2021 weltweit
um 8,8 % gewachsen. Diese Verbesserung gegenüber dem
Vorjahreszeitraum ist hauptsächlich auf die positive
Entwicklung in der Region AMERICAS mit einem Plus von 28,8
% zurückzuführen. Hier wurden in allen drei
Quartalen Zuwächse verzeichnet.
Die Region EMEA vermeldete in den ersten neun Monaten
2021 laut LMC einen Zuwachs der Produktionszahlen von 17,9
%, wozu ebenfalls alle Quartale beitrugen. Für APAC
erwartet der LMC ein Plus der Produktionszahlen von 2,4 %,
wobei nach dem Wachstum von 22,7 % im ersten Halbjahr ein
Rückgang von 35,9 % im dritten Quartal verzeichnet
wurde.
2. Die wichtigsten Kennzahlen der GRAMMER GruppeDie wichtigsten Kennzahlen nach IFRSin Mio. EUR
scrollen
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Neue Berichtsstruktur seit dem 1. Januar 2021Die im Jahr 2020 begonnene Neuausrichtung der
Organisationsstruktur wird erstmals im Geschäftsjahr
2021 im externen Berichtswesen abgebildet. Mit Wirkung zum
1. Januar 2021 hat die GRAMMER AG eine grundlegende
Änderung ihrer Steuerung und Ressourcenverteilung
vorgenommen. So wurden die Regionen AMERICAS, APAC und EMEA
zu den führenden internen Berichtsstrukturen und
stellen seitdem die berichtspflichtigen
Geschäftssegmente dar. Die bisher berichtenden
Segmente Automotive und Commercial Vehicles wurden zu zwei
Divisionen und fokussieren sich auf die Erstellung und
Umsetzung der weltweiten Markt-, Kunden- und
Produktstrategien. Die globalen Funktionen, d. h. die
Konzernbereiche, unterstützen die drei Regionen und
beiden Divisionen weiterhin durch die Bereitstellung von
Systemen, Standards und Richtlinien sowie definierten
Dienstleistungen z. B. im Bereich der Forschung und
Entwicklung. Der im Geschäftsjahr 2020
veröffentlichte Umsatz nach Regionen ist nicht mit den
Vergleichsinformationen für 2020 gemäß
dieser Quartalsmitteilung vergleichbar, da dieser aufgrund
der geänderten Segmentberichterstattung auch
Umsatzerlöse zu den anderen berichtspflichtigen
Segmenten enthält.
3. Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten 2021Nachdem sich die deutliche Erholung der
Geschäftsentwicklung seit dem zweiten Halbjahr 2020
auch im ersten Halbjahr 2021 fortgesetzt hatte, entwickelte
sich das dritte Quartal 2021 deutlich schwächer als im
Vorjahreszeitraum. So erreichte die GRAMMER Gruppe in den
ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 einen
Umsatz in Höhe von 1.404,7 Mio. EUR (01-09 2020:
1.197,5 Mio. EUR) und lag damit 17,3 % bzw. 207,2 Mio. EUR
über dem Vorjahreswert.
Die positive Entwicklung ist insbesondere auf das
Umsatzwachstum in der Region APAC um 25,8 % auf 291,3 Mio.
EUR (01-09 2020: 231,5 Mio. EUR) zurückzuführen.
Die Region EMEA erzielte einen Umsatz von 799,9 Mio. EUR
(01-09 2020: 683,3 Mio. EUR), was einem Zuwachs von 17,1 %
entspricht. In der Region AMERICAS belief sich der Umsatz
in den ersten neun Monaten 2021 auf 377,0 Mio. EUR (01-09
2020: 333,4 Mio. EUR). Er stieg damit um 13,1 % im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Im dritten Quartal erzielte die GRAMMER Gruppe einen
Umsatz in Höhe von 432,2 Mio. EUR (Q3 2020: 461,7 Mio.
EUR) und damit 6,4 % weniger als im Vorjahresquartal. Die
Umsatzentwicklung war maßgeblich durch die deutliche
Reduzierung von Kundenabrufen infolge der
eingeschränkten Verfügbarkeit von
Halbleiterkomponenten in der Division Automotive
beeinträchtigt. Der Rückgang resultierte aus der
signifikanten Umsatzverringerung in allen drei Regionen
AMERICAS, APAC und EMEA. In AMERICAS sanken die
Umsätze im Vergleich zum Vorjahresquartal um 12,2 %
auf 129,8 Mio. EUR (Q3 2020: 147,8 Mio. EUR), in APAC um
2,6 % auf 84,8 Mio. EUR (Q3 2020: 87,1 Mio. EUR) und in
EMEA um 2,5 % auf 237,9 Mio. EUR (Q3 2020: 244,1 Mio. EUR).
Auch das Bruttoergebnis und die Bruttomarge zeigten im
dritten Quartal 2021 eine rückläufige Entwicklung
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies lag unter anderem
darin begründet, dass es im dritten Quartal zu einem
Anstieg der Umsatzkosten infolge der deutlich gestiegenen
Materialpreise kam. Zudem verbuchte GRAMMER im dritten
Quartal überproportional hohe Personalkosten. Diese
resultierten aus dem Vorhalten der
Produktionskapazitäten, die durch geringere
Kundenabrufe infolge des Lieferengpasses bei Halbleitern zu
temporären Unterauslastungen führten. Die
Aufrechterhaltung der Produktionskapazitäten war
notwendig, um Flexibilität zu gewährleisten und
einen Kapazitätsengpass zu vermeiden, sobald die
kundenseitigen Produktionstätigkeiten wieder anliefen.
Sowohl die negative Umsatz- als auch die
Bruttomargenentwicklung haben die operative
Ergebnisentwicklung im dritten Quartal maßgeblich
negativ beeinflusst.
So verringerte sich das Konzernergebnis vor Zinsen und
Steuern (EBIT) der GRAMMER Gruppe von Juli bis September
signifikant auf -1,4 Mio. EUR (Q3 2020: 5,8 Mio. EUR). Das
operative EBIT der GRAMMER Gruppe sank ebenfalls deutlich
auf -1,7 Mio. EUR (Q3 2020: 22,4 Mio. EUR), was einer
operativen EBIT-Rendite von -0,4 % (Q3 2020: 4,9 %)
entspricht. Es wurde um positive Währungseffekte in
Höhe von 0,6 Mio. EUR und Corona-Schutz- und
Handlungsmaßnahmen in Höhe von 0,3 Mio. EUR
bereinigt.
Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in den
ersten neun Monaten belief sich auf 26,4 Mio. EUR (01-09
2020: -47,2 Mio. EUR). Das operative EBIT der GRAMMER
Gruppe erhöhte sich in den ersten drei Quartalen 2021
auf 30,7 Mio. EUR (01-09 2020: -23,3 Mio. EUR). Dies
entspricht einer operativen EBIT-Rendite von 2,2 % (01-09
2020: -1,9 %). Es wurde neben Aufwendungen aus dem
Unternehmensverkauf in Spanien von 4,5 Mio. EUR und direkt
zurechenbaren Kosten für Corona-Schutz- und
Handlungsmaßnahmen von 2,6 Mio. EUR um positive
Wechselkurseffekte von 2,8 Mio. EUR bereinigt.
Die im Geschäftsjahr 2020 begonnene Umsetzung der
Restrukturierungsmaßnahmen wurde in den ersten drei
Quartalen 2021 wie geplant fortgeführt. Die
Maßnahmen umfassen unter anderem die Konsolidierung
von Werksstandorten in Europa und Nordamerika, um die
Wettbewerbsfähigkeit der GRAMMER Gruppe nachhaltig zu
stärken und die Kostenstruktur zu verbessern. In
diesem Zusammenhang haben wir bereits eine
Tochtergesellschaft in Spanien verkauft und das
Produktionsnetzwerk um weitere drei Standorte in EMEA und
ein Werk in AMERICAS verkleinert. Letzteres zahlt auf unser
im Oktober gestartetes Turnaround-Programm in den USA ein.
Ziel des Programms ist es, kurzfristig die finanzielle
Stabilität sowie langfristig die nachhaltig profitable
Entwicklung der Region mittels verschiedener
Maßnahmen wieder zu erreichen.
4. ErtragslageUmsatz der GRAMMER GruppeDer Umsatz der GRAMMER Gruppe lag in den ersten drei
Quartalen bei 1.404,7 Mio. EUR (01-09 2020: 1.197,5 Mio.
EUR) und damit 17,3 % über dem Niveau des
Vorjahreszeitraums. Sowohl die Division Automotive als auch
die Division Commercial Vehicles entwickelten sich mit
Umsatzanstiegen von 9,5 % bzw. 34,9 % positiv. Der Anstieg
des Konzernumsatzes resultiert zudem aus Zuwächsen in
allen drei Regionen, wobei APAC das stärkste Wachstum
verzeichnete.
Im dritten Quartal erzielte die GRAMMER Gruppe einen
Umsatz in Höhe von 432,2 Mio. EUR (Q3 2020: 461,7 Mio.
EUR) und lag damit 6,4 % unter dem Wert des
Vorjahresquartals. Der Rückgang resultierte aus
deutlichen Umsatzverringerungen in allen drei Regionen. In
EMEA sanken die Umsätze im Vergleich zum
Vorjahresquartal um 2,5 % auf 237,9 Mio. EUR (Q3 2020:
244,1 Mio. EUR), in AMERICAS um 12,2 % auf 129,8 Mio. EUR
(Q3 2020: 147,8 Mio. EUR) und in APAC um 2,6 % auf 84,8
Mio. EUR (Q3 2020: 87,1 Mio. EUR). Die
rückläufige Umsatzentwicklung im dritten Quartal
resultiert insbesondere aus der deutlichen Reduzierung von
Kundenabrufen infolge der eingeschränkten
Verfügbarkeit von Halbleiterkomponenten in den
Regionen AMERICAS und EMEA.
Die Division Automotive verzeichnete im dritten Quartal
2021 einen Umsatzrückgang in Höhe von 18,7 %. So
verringerten sich die Umsätze der Division Automotive
auf 274,3 Mio. EUR (Q3 2020: 337,4 Mio. EUR). Die Division
Commercial Vehicles war von der mangelnden
Halbleiterverfügbarkeit in geringerem Ausmaß
betroffen. Der Absatzrückgang im dritten Quartal 2021
verglichen mit dem zweiten Quartal 2021 war vorrangig auf
die Einführung einer neuen Abgasnorm zum 1. Juli 2021
in China zurückzuführen, aufgrund derer die
Produktion teilweise ins erste Halbjahr 2021 vorgezogen
worden war. Die Umsätze in der Division Commercial
Vehicles stiegen im dritten Quartal 2021 um 27,0 % auf
157,9 Mio. EUR.
Umsatzentwicklung nach Regionen und Divisionenin Mio. EUR
scrollen
scrollen
Ergebnis der GRAMMER Gruppe Kurz-Gewinn- und Verlustrechnung GRAMMER Gruppein TEUR
scrollen
Herleitung operatives EBITin Mio. EUR
scrollen
Das EBIT der GRAMMER Gruppe belief sich in den ersten
drei Quartalen 2021 auf 26,4 Mio. EUR (01-09 2020: -47,2
Mio. EUR). Die Regionen EMEA (37,8 Mio. EUR) und APAC (39,7
Mio. EUR) leisteten positive Ergebnisbeiträge,
während die Region AMERICAS ein negatives EBIT in
Höhe von -40,3 Mio. EUR verzeichnete.
Das operative EBIT lag mit 30,7 Mio. EUR und 2,2 %
operativer EBIT-Rendite (01-09 2020: -23,3 Mio. EUR und
-1,9 % operative EBIT-Rendite) über dem
Vorjahresniveau. Neben Aufwendungen aus dem
Unternehmensverkauf in Spanien von 4,5 Mio. EUR wurden
direkt zurechenbare Kosten für Corona-Schutz- und
Handlungsmaßnahmen von 2,6 Mio. EUR sowie positive
Wechselkurseffekte von 2,8 Mio. EUR bereinigt.
5. Entwicklung der RegionenEMEAWesentliche Kennzahlen Region EMEAin Mio. EUR
scrollen
Die Region EMEA verzeichnete in den ersten drei
Quartalen 2021 einen Umsatz von 799,9 Mio. EUR (01-09 2020:
683,3 Mio. EUR), was einem Zuwachs von 17,1 % entspricht.
Dies resultierte aus positiven Umsatzentwicklungen in
beiden Divisionen, die im Vorjahr insbesondere durch
geringere Umsätze infolge der Werksschließungen
im zweiten Quartal 2020 beeinflusst waren. Im
unterjährigen Quartalsvergleich 2021 verlor die Region
EMEA im zweiten Quartal rund 7,3 % Umsatz im Vergleich zum
ersten Quartal, während der Rückgang im dritten
Quartal verglichen mit dem zweiten Quartal nochmals 12,0 %
betrug. Dies ist hauptsächlich auf eine geringere
Anzahl an Kundenabrufen zurückzuführen, die
insbesondere aus dem globalen Lieferengpass von Halbleitern
resultiert. Die Division Commercial Vehicles erzielte einen
Umsatzzuwachs von 29,3 % auf 369,5 Mio. EUR (01-09 2020:
285,8 Mio. EUR), die Division Automotive erreichte einen
Zuwachs von 8,3 % auf 430,4 Mio. EUR (01-09 2020: 397,5
Mio. EUR).
Das EBIT in der Region EMEA, in der sich die konzernweit
umsatzstärksten Gesellschaften befinden, stieg in den
ersten drei Quartalen 2021 deutlich auf 37,8 Mio. EUR
(01-09 2020: -33,7 Mio. EUR). Dies ist insbesondere auf die
höheren Umsätze zurückzuführen. Das
Ergebnis wurde durch einen einmaligen Sondereffekt im
Zusammenhang mit dem Verkauf und der Entkonsolidierung der
Tochtergesellschaft in Spanien in Höhe von insgesamt
-4,5 Mio. EUR belastet. Die EBIT- Rendite lag bei 4,7 %
(01-09 2020: -4,9 %).
Das operative EBIT erhöhte sich signifikant auf
41,7 Mio. EUR (01-09 2020: -17,3 Mio. EUR). Die operative
EBIT-Rendite stieg entsprechend auf 5,2 % (01-09 2020: -2,5
%).
AMERICASWesentliche Kennzahlen Region AMERICASin Mio. EUR
scrollen
Die Region AMERICAS vermeldete für die ersten neun
Monate 2021 ein Umsatzwachstum von 13,1 % auf 377,0 Mio.
EUR (01-09 2020: 333,4 Mio. EUR). Die positive Entwicklung
ergibt sich insbesondere aus den vergleichsweise
niedrigeren Umsatzerlösen im zweiten Quartal 2020, die
aus den COVID-19-bedingten Werksschließungen
resultierten. Im unterjährigen Quartalsvergleich 2021
verlor die Region AMERICAS im zweiten Quartal 11,5 % Umsatz
gegenüber dem ersten Quartal. Im dritten Quartal stieg
der Umsatz um 11,9 % im Vergleich zum zweiten Quartal,
wobei die Abrufe der OEMs infolge des globalen
Lieferengpasses von Halbleitern weiterhin sehr volatil
waren.
In der Division Automotive stieg der Umsatz um 8,2 % auf
307,7 Mio. EUR (01-09 2020: 284,3 Mio. EUR), während
er in der Division Commercial Vehicles mit 69,3 Mio. EUR
(01-09 2020: 49,1 Mio. EUR) um 41,1 % stieg.
Das EBIT in AMERICAS belief sich auf -40,3 Mio. EUR
(01-09 2020: -25,7 Mio. EUR). Das Ergebnis war in den
ersten neun Monaten 2021 unter anderem durch erhöhte
Rohstoffpreise sowie durch einen gestiegenen
Personalaufwand belastet. Hinzu kam ein nachteiliger
Produktmix in der Division Automotive. Die EBIT-Rendite
sank um 3,0 Prozentpunkte auf -10,7 % (01-09 2020: -7,7 %).
Das operative EBIT lag in den ersten drei Quartalen 2021
bei -40,1 Mio. EUR (01-09 2020: -22,1 Mio. EUR).
Die operative EBIT-Rendite belief sich entsprechend auf
-10,6 % (01-09 2020: -6,6 %) und sank damit um 4,0
Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
APACWesentliche Kennzahlen Region APACin Mio. EUR
scrollen
In der Region APAC stiegen die Umsätze in den
ersten drei Quartalen um 25,8 % auf 291,3 Mio. EUR (01-09
2020: 231,5 Mio. EUR). Der Anstieg resultiert einerseits
aus den erhöhten Produktionsabrufen in den ersten drei
Quartalen 2021 und andererseits aus den vergleichsweise
sehr niedrigen Absatzzahlen im ersten Quartal 2020, die
sich aus den COVID-19-bedingten Produktionsstopps in Asien
ergeben hatten. Die Umsatzsteigerung ist zudem auf die
positiven Entwicklungen in beiden Divisionen
zurückzuführen. So erzielte die Division
Automotive in den ersten neun Monaten 2021 einen Zuwachs
von 17,4 % auf 186,5 Mio. EUR (01 -09 2020: 158,9 Mio. EUR)
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, während die
Umsätze in der Division Commercial Vehicles im selben
Zeitraum um 44,4 % auf 104,8 Mio. EUR (01-09 2020: 72,6
Mio. EUR) stiegen.
Das EBIT in der Region APAC erhöhte sich auf 39,7
Mio. EUR (01-09 2020: 19,2 Mio. EUR); die EBIT-Rendite nahm
um 5,3 Prozentpunkte auf 13,6 % (01-09 2020: 8,3 %) zu.
Das operative EBIT stieg ebenfalls deutlich auf 39,7
Mio. EUR (01-09 2020: 19,6 Mio. EUR), wobei die operative
EBIT- Rendite im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,1
Prozentpunkte auf 13,6 % (01-09 2020: 8,5 %) stieg.
6. Vermögens- und FinanzlageBilanzKurzbilanz GRAMMER Gruppein TEUR
scrollen
Die Bilanzsumme der GRAMMER Gruppe stieg leicht um 110,9
Mio. EUR auf 1.487,3 Mio. EUR (31.12.2020: 1.376,4 Mio.
EUR).
Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich
um 2,4 % und damit leicht auf 819,4 Mio. EUR (31.12.2020:
799,6 Mio. EUR). Die Sachanlagen stiegen um 2,6 % auf 458,2
Mio. EUR (31.12.2020: 446,7 Mio. EUR), die
Vermögenswerte aus Kundenverträgen erhöhten
sich um 16,9 % auf 73,9 Mio. EUR (31.12.2020: 63,2 Mio.
EUR).
Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 15,8 %
auf 667,9 Mio. EUR (31.12.2020: 576,8 Mio. EUR),
insbesondere durch Erhöhungen der kurzfristigen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 5,0 % auf
250,8 Mio. EUR (31.12.2020: 238,9 Mio. EUR), der
Vorräte um 36,7 % auf 211,4 Mio. EUR (31.12.2020:
154,6 Mio. EUR) sowie der sonstigen kurzfristigen
Vermögenswerte um 62,2 % auf 44,3 Mio. EUR
(31.12.2020: 27,3 Mio. EUR). Im Gegenzug verringerten sich
die Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen zum 30.
September 2021 um 10,3 % auf 80,6 Mio. EUR (31.12.2020:
89,8 Mio. EUR). Gründe hierfür sind im
Wesentlichen der gestiegene Kapitalbedarf infolge des hohen
Auftragsvolumens sowie die Auswirkungen des Anstiegs der
Rohstoffpreise und die Folgen des globalen Lieferengpasses
von Halbleitern.
Das Eigenkapital stieg zum 30. September 2021 um 42,9
Mio. EUR bzw. 14,2 % auf 345,1 Mio. EUR (31.12.2020: 302,2
Mio. EUR), im Wesentlichen aufgrund des Ergebnisses nach
Steuern von 13,1 Mio. EUR sowie des sonstigen Ergebnisses
von 12,7 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich
entsprechend um 1,2 Prozentpunkte auf 23,2 % (31.12.2020:
22,0 %).
Die langfristigen Schulden verringerten sich um 36,5
Mio. EUR bzw. 7,0 % auf 487,7 Mio. EUR (31.12.2020: 524,2
Mio. EUR). Grund hierfür war insbesondere die
Reduzierung der langfristigen Finanzschulden um 8,9 % auf
230,8 Mio. EUR (31.12.2020: 253,3 Mio. EUR).
Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um 104,5
Mio. EUR bzw. 19,0 % auf 654,5 Mio. EUR (31.12.2020: 550,0
Mio. EUR). Diese Entwicklung resultierte hauptsächlich
aus der Zunahme der kurzfristigen Finanzschulden um 70,3 %
auf 210,5 Mio. EUR (31.12.2020: 123,6 Mio. EUR) und der
kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen um 2,8 % auf 258,0 Mio. EUR (31.12.2020: 250,9
Mio. EUR).
7. InvestitionenInvestitionenin Mio. EUR
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Zur Sicherung der Finanzkraft unseres Unternehmens haben
wir unsere Investitionen in den ersten drei Quartalen 2021
planmäßig um 24,6 % auf 60,8 Mio. EUR (01-09
2020: 48,8 Mio. EUR) erhöht und insbesondere in
Schlüsselprojekte sowie in Projekte zur
Digitalisierung von Kernprozessen und Systemen investiert.
In der Region EMEA entfielen die Investitionen in den
ersten neun Monaten mit 24,6 Mio. EUR (01-09 2020: 17,4
Mio. EUR) im Wesentlichen auf die Entwicklung einer neuen
Sitzgeneration, die Verlängerung von
Leasingverträgen sowie die Ausweitung von
Produktionskapazitäten in der Division Commercial
Vehicles. Die Investitionen in der Region AMERICAS stiegen
um 12,3 % auf 11,9 Mio. EUR (01-09 2020: 10,6 Mio. EUR) und
betrafen hauptsächlich die Anschaffung von Maschinen.
In der Region APAC lagen die Investitionen von Januar bis
September 2021 bei 22,2 Mio. EUR (01-09 2020: 4,8 Mio. EUR)
und entfielen primär auf Leasingverträge. Die
Investitionen im Bereich Central Services reduzierten sich
um 86,9 % auf 2,1 Mio. EUR (01-09 2020: 16,0 Mio. EUR).
8. CashflowIm Zeitraum von Januar bis September 2021 verbesserte
sich der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit um
38,5 Mio. EUR auf -12,1 Mio. EUR, was insbesondere aus der
Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern auf 17,2 Mio. EUR
(01-09 2020: -68,3 Mio. EUR) resultierte. Der
Zahlungsmittelabfluss aus der Investitionstätigkeit
reduzierte sich in den ersten drei Quartalen 2021 um 2,9
Mio. auf 36,9 Mio. EUR (01-09 2020: 39,8 Mio. EUR). Ursache
dafür war insbesondere eine Verringerung der
Nettoinvestitionen in den neuen GRAMMER Campus in
Ursensollen, der 2020 bezogen wurde. Der Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit stieg um 13,2 Mio. EUR und lag
in den ersten drei Quartalen 2021 bei 46,2 Mio. EUR (01-09
2020: 33,0 Mio. EUR). Der Free Cashflow belief sich zum 30.
September 2021 auf -49,0 Mio. EUR (01-09 2020: -90,5 Mio.
EUR). Der negative Free Cashflow ergab sich im Wesentlichen
aus einer Erhöhung des Vorratsvermögens sowie aus
dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Der höhere Bestand an Vorräten resultierte aus
Produktionseinschränkungen aufgrund von
Halbleiterengpässen bei unseren Kunden sowie aus der
Absicherung der Materialversorgung im Hinblick auf die
Rohstoffverfügbarkeit.
9. MitarbeiterMitarbeiter im Durchschnittscrollen
Zum 30. September 2021 waren bei GRAMMER weltweit
durchschnittlich 14.031 (30. September 2020: 14.264)
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Dies
entspricht einem Rückgang von 1,6 % im Vergleich zum
Vorjahr. Davon waren in der Region APAC durchschnittlich
1.354 Beschäftigte (30. September 2020: 1.299), in der
Region EMEA (ohne Central Services) durchschnittlich 7.575
Beschäftigte (30. September 2020: 7.714) und in der
Region AMERICAS durchschnittlich 4.675 Beschäftigte
(30. September 2020: 4.607) tätig.
10. NachtragsberichtAm 6. Oktober 2021 hat der Vorstand der GRAMMER AG seine
Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2021 infolge der
erheblichen Ergebnisbelastung im dritten Quartal 2021 und
der erwarteten Markt- und Geschäftsentwicklung
gesenkt. Demnach geht die GRAMMER Gruppe davon aus, dass
die herausfordernden gesamtwirtschaftlichen
Rahmenbedingungen, insbesondere in den für sie
relevanten Märkten, im vierten Quartal 2021 anhalten
werden. Grund dafür ist insbesondere, dass die weitere
Entwicklung der globalen Engpässe in der
Halbleiterindustrie sowie die Preisentwicklung an den
internationalen Rohstoffmärkten einen
maßgeblichen Einfluss auf die prognostizierte
Ergebnisentwicklung haben. Infolgedessen erwartet GRAMMER
für das Gesamtjahr 2021 ein operatives EBIT zwischen
17 und 22 Millionen Euro. Im Rahmen der ursprünglichen
Prognose war die GRAMMER AG von einem operativen EBIT von
rund 65 Millionen Euro ausgegangen. GRAMMER hat indes die
zuvor kommunizierte Umsatzprognose in Höhe von rund
1,8 Milliarden Euro bestätigt.
11. Chancen/RisikenDie Chancen und Risiken, auf die wir im Lagebericht des
Geschäftsberichts zum 31. Dezember 2020 hingewiesen
und die wir dort umfassend beschrieben haben, bestehen aus
heutiger Sicht weiter.
So verfolgen wir die Entwicklungen und
gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie
sehr aufmerksam, da sie mit wesentlichen und derzeit sehr
schwer abschätzbaren Risiken verbunden sind. Zudem
beobachten wir auch die Entwicklung der Rohstoffpreise
sowie die globale Liefersituation von Halbleitern, um
frühzeitig auf sich ändernde Bedingungen
reagieren zu können. Die Fachbereiche der GRAMMER AG
analysieren die Lage am Markt sowie die unserer Kunden und
Lieferanten kontinuierlich und schlagen dem Management
konkrete Maßnahmen vor, sobald Handlungsbedarf
besteht.
Wir überwachen und bewerten die Veränderungen
der Risiken und Chancen kontinuierlich und
berücksichtigen sie bei Bedarf in den
unterjährigen Planungen.
12. AusblickAm 31. März 2021 hat GRAMMER die Prognose für
das Geschäftsjahr 2021 veröffentlicht. Diese
Prognose wurde am 6. Oktober 2021 hinsichtlich der
voraussichtlichen Ergebnisentwicklung angepasst.
Demnach erwarten wir, dass die herausfordernden
gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere in
den für die GRAMMER Gruppe relevanten Märkten, im
Geschäftsjahr 2021 anhalten werden. Der weitere
Verlauf der COVID-19-Pandemie in den einzelnen Ländern
sowie die Entwicklung der globalen Engpässe in der
Halbleiterindustrie und die anhaltend steigenden
Rohstoffpreise werden außerdem einen
maßgeblichen Einfluss auf die prognostizierte
wirtschaftliche Erholung haben.
Insgesamt rechnen wir für das Geschäftsjahr
2021 unverändert mit einer Erholung des Umsatzes auf
rund 1,8 Mrd. EUR (Vj. 1,7 Mrd. EUR). Auf Basis der Planung
unserer drei Segmente EMEA, APAC und AMERICAS erwarten wir
- wie am 6. Oktober 2021 veröffentlicht - für das
Jahr 2021 ein operatives EBIT zwischen 17 und 22 Mio. EUR
(Vj. -11,7 Mio. EUR).
13. Zukunftsgerichtete AussagenDieser Quartalsbericht enthält zukunftsbezogene
Aussagen, die auf aktuellen Annahmen und
Einschätzungen des GRAMMER Managements über
künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen
beziehen sich auf Zeiträume in der Zukunft oder sind
durch Begriffe wie "erwarten", "vorhersagen",
"beabsichtigen", "prognostizieren", "planen",
"schätzen", "rechnen mit" oder ähnliche Begriffe
gekennzeichnet. Derartige Aussagen unterliegen Risiken und
Unsicherheiten, die GRAMMER weder kontrollieren noch
präzise einschätzen kann, wie beispielsweise das
zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen
Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von
Neuerwerben und die Realisierung der erwarteten
Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen.
Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren oder
Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich Annahmen,
auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen,
könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich
von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit
enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von GRAMMER weder
beabsichtigt, noch übernimmt GRAMMER eine gesonderte
Verpflichtung, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu
aktualisieren, um sie an Ereignisse nach
Veröffentlichung dieses Dokuments anzupassen.
B | Finanzinformationen Januar bis September 2021Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung1. Januar - 30. September des jeweiligen Geschäftsjahresin TEUR
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Konzern-Gesamtergebnisrechnung1. Januar - 30. September des jeweiligen Geschäftsjahresin TEUR
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in TEUR
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Konzernbilanz
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| 30.09.2021 | 31.12.2020 | |
| Sachanlagen | 458.243 | 446.737 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 181.450 | 180.959 |
| At Eguity bewertete Beteiligung | 1.193 | 859 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 6.320 | 6.871 |
| Latente Steueransprüche | 61.435 | 64.217 |
| Sonstige Vermögenswerte | 36.833 | 36.702 |
| Vermögenswerte aus Kundenverträgen | 73.896 | 63.238 |
| Langfristige Vermögenswerte | 819.370 | 799.583 |
| Vorräte | 211.401 | 154.620 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 250.854 | 238.884 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 5.863 | 4.027 |
| Kurzfristige Ertragsteuerforderungen | 6.090 | 5.349 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 80.571 | 89.838 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 44.259 | 27.284 |
| Kurzfristige Vermögenswerte aus Kundenverträgen | 68.876 | 56.839 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 667.914 | 576.841 |
| Bilanzsumme | 1.487.284 | 1.376.424 |
in TEUR
| 30.09.2021 | 31.12.2020 | |
| Gezeichnetes Kapital | 39.009 | 39.009 |
| Kapitalrücklage | 163.033 | 163.033 |
| Eigene Anteile | -7.441 | -7.441 |
| Gewinnrücklagen | 211.978 | 199.094 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | -84.392 | -110.242 |
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | 322.187 | 283.453 |
| Hybriddarlehen | 19.452 | 19.579 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 3.460 | -822 |
| Eigenkapital | 345.099 | 302.210 |
| Langfristige Finanzschulden | 230.765 | 253.255 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 302 | 543 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 59.906 | 54.443 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.220 | 1.260 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 157.204 | 164.456 |
| Passive latente Steuern | 36.161 | 46.859 |
| Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen | 2.113 | 3.373 |
| Langfristige Schulden | 487.671 | 524.189 |
in TEUR
| 30.09.2021 | 31.12.2020 | |
| Kurzfristige Finanzschulden | 210.511 | 123.628 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 258.000 | 250.861 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 16.350 | 16.520 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 100.340 | 93.550 |
| Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten | 5.838 | 6.448 |
| Rückstellungen | 59.729 | 57.858 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen | 3.746 | 1.160 |
| Kurzfristige Schulden | 654.514 | 550.025 |
| Gesamtsumme Schulden | 1.142.185 | 1.074.214 |
| Bilanzsumme | 1.487.284 | 1.376.424 |
in TEUR
| 01-09 2021 | 01-09 2020 | |
| 1. Cashflow aus der Geschäftstätigkeit | ||
| Ergebnis vor Steuern | 17.170 | -68.298 |
| Überleitung zwischen Ergebnis vor Steuern und Cashflow aus der Geschäftstätigkeit | ||
| Abschreibungen und Wertminderungen auf/von Sachanlagen | 50.938 | 51.870 |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf/von Immaterielle(n) Vermögenswerte(n) | 11.320 | 12.565 |
| Gewinn (-)/Verlust aus Anlageabgängen | -892 | 463 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen | 41.247 | 29.682 |
| Finanzergebnis | 9.256 | 21.080 |
| Veränderung betrieblicher Aktiva und Passiva | ||
| Abnahme/Zunahme (-) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten | -56.460 | -50.832 |
| Abnahme/Zunahme (-) der Vorräte | -57.867 | 34.425 |
| Abnahme (-)/Zunahme der Rückstellungen und Pensionsrückstellungen | -27.686 | -3.226 |
| Abnahme (-)/Zunahme der Verbindlichkeiten und sonstigen Passiva | 16.399 | -64.452 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -15.564 | -13.923 |
| Cashflow aus der Geschäftstätigkeit | -12.139 | -50.646 |
| 2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Erwerb | ||
| Erwerb von Sachanlagen | -38.727 | -42.817 |
| Erwerb von Immateriellen Vermögenswerten | -4.708 | -1.659 |
| Erwerb von Finanzanlagen | 0 | -12 |
| Abgänge | ||
| Abgänge von Sachanlagen | 4.450 | 2.232 |
| Abgänge von Immateriellen Vermögenswerten | 42 | 65 |
| Abgänge von Finanzanlagen | 957 | 1.341 |
| Auszahlungen aus Abgängen von Tochterunternehmen abzgl. abgegebener Zahlungsmittel | -1.712 | 0 |
| Erhaltene Zinsen | 2.840 | 1.038 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -36.858 | -39.812 |
in TEUR
| 01-09 2021 | 01-09 2020 | |
| 3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Zufluss aus der Aufnahme von Hybriddarlehen | 0 | 19.148 |
| Auszahlung des Vergütungsanspruchs des Hybriddarlehengebers | -578 | 0 |
| Zufluss aus Kapitalerhöhung durch Minderheitengesellschafter | 3.673 | 0 |
| Einzahlung aus der Aufnahme von Finanzschulden | 100.386 | 164.512 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden | -30.265 | -121.272 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -13.572 | -16.791 |
| Gezahlte Zinsen | -13.474 | -12.586 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 46.170 | 33.011 |
| 4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode | ||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensumme 1- 3) | -2.827 | -57.447 |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | -711 | 1.887 |
| Finanzmittelfonds zum 1. Januar | 55.372 | 123.654 |
| Finanzmittelfonds zum 30. September | 51.834 | 68.094 |
| 5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | ||
| Liquide Mittel | 80.571 | 81.829 |
| Kontokorrentkredite (inkl. kurzfr. Verb. aus Factoringverträgen) ggü. Kreditinstituten | -28.737 | -13.735 |
| Finanzmittelfonds zum 30. September | 51.834 | 68.094 |
Grammer-Allee 2
92289 Ursensollen
Postfach 14 54
92204 Amberg
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27. Oktober 2021
Kirchhoff Consult AG
22765 Hamburg
Die im Rahmen der Erstellung der diesjährigen
Quartalsmitteilung produzierten Fotoaufnahmen entstanden
unter strenger Befolgung der Hygienevorschriften, die zur
Eindämmung der COVID-19-Pandemie erlassen wurden.
Einige andere Bilder sind vor Beginn der Pandemie
entstanden.
Aus dem Grund der besseren Lesbarkeit wird in der
GRAMMER Quartalsmitteilung bei Personenbezeichnungen und
personenbezogenen Hauptwörtern in den meisten
Fällen die männliche Form verwendet.
Sämtliche Personenbezeichnungen und personenbezogene
Hauptwörter gelten gleichermaßen für alle
Geschlechter.
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