![]() Greiffenberger AGAugsburgHalbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2019Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2019VORBEMERKUNGENDer Konzernzwischenlagebericht und der Konzernhalbjahresabschluss der Greiffenberger
AG (die "Gesellschaft"), Augsburg, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts
Augsburg unter HRB 31776 zum 30. Juni 2019 wurden weder entsprechend § 317 HGB geprüft
noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen. Dieser Konzernlagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen. Die tatsächlichen Ergebnisse
können von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. 1 | GRUNDLAGEN DES GREIFFENBERGER-KONZERNS1.1 | Konzernstruktur und GeschäftsmodellObergesellschaft des Greiffenberger-Konzerns ist die börsennotierte Industrieholding
Greiffenberger AG. Sie investiert mit langfristigem strategischem Horizont in Beteiligungen
an Unternehmen, die sich in den von ihnen bedienten Branchen auf attraktive, technologisch
anspruchsvolle Teilmärkte und Anwendungsbereiche fokussieren. Die Greiffenberger AG verfügt heute mit der J.N. Eberle & Cie. GmbH, Obergesellschaft
des Unternehmensbereichs Metallbandsägeblätter & Präzisionsbandstahl (Teilkonzern
Eberle), über ein einziges unmittelbares Tochterunternehmen. Die J.N. Eberle & Cie.
GmbH, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht und an der die Greiffenberger
AG 100 % der Anteile hält, hat ihren Sitz in Augsburg und unterhält hier den einzigen
Produktionsstandort. Die Produkte werden weltweit direkt vertrieben. In Italien, in
Frankreich und in den USA bestehen zusätzlich Vertriebsgesellschaften, die sich im
mehrheitlichen Besitz der J.N. Eberle & Cie. GmbH befinden. 2 | WIRTSCHAFTSBERICHT UND GESCHÄFTSVERLAUF2.1 | Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie deutsche Konjunktur zeigt deutliche Bremssignale, so die Meinung des Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW). Das Institut senkte vor diesem Hintergrund seine Prognose für den Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes (BIP) auf Jahressicht um 0,2 Prozentpunkte nach unten auf nunmehr 0,4 %.1 Maßgeblich dafür sind auch zyklische Faktoren. Die Industrie hat die Schwelle zur Rezession bereits überschritten. Außerdem belasten politische Unsicherheiten, Handelskonflikte und die Unklarheit über den Brexit den Ausblick. Auch für die Konjunktur im Euroraum und die Weltkonjunktur erwarten die Forscher nun geringere Zuwächse als bislang. Die Weltproduktion wird 2019 wohl um 3,2 % zulegen, bislang erwarteten die Experten 3,3 %. Das weltwirtschaftliche Expansionstempo dürfte sich im Vergleich zum Jahresbeginn abschwächen auf Grund der globalen Unsicherheit. "Eine weitere Zuspitzung des Handelskonflikts zwischen den Vereinigten Staaten und China oder eine Ausweitung auf die Handelsbeziehungen mit der Europäischen Union stellen ein gewichtiges Abwärtsrisiko für die Weltkonjunktur und auch Deutschland dar.", so das IfW. Auch das Marktumfeld in der Stahlbranche war leicht rückläufig im bisherigen Jahresverlauf. In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres ist die Rohstahlproduktion in Deutschland um etwa 5 % gegenüber dem Vorjahr gesunken.2 Beim Thema Abbau von Stahl-Überkapazitäten konnte zuletzt ein wichtiger Teilerfolg erzielt werden. Beim Welt-Stahlforum in Berlin verabschiedeten 33 teilnehmende Staaten einen gemeinsamen Bericht, indem sie sich grundlegend zu weniger Subventionen und weniger Exportkrediten für Stahl bekennen, um die Überkapazitäten zu reduzieren. Etwas verhalten zeigte sich auch der Automobilmarkt im laufenden Jahr: In den ersten acht Monaten 2019 haben nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) deutsche Hersteller 2,4 Mio. Pkw exportiert, 14 % weniger als im Vorjahreszeitraum.3 Auch die jüngsten Zahlen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sind verhalten. In den ersten Monaten 2019 haben sich die Auftragslage und die reale Produktion im Maschinenbau deutlich abgeschwächt. Eine Besserung ist laut VDMA nicht in Sicht. Der Verband hat daher seine Prognose für das Gesamtjahr 2019 nach unten korrigiert.4 Der Verband rechnet für 2019 nun mit einem realen Minus der Produktion von 2 %. Bisher waren die VDMA-Volkswirte für das Gesamtjahr von einem leichten Produktionszuwachs von 1 % ausgegangen. 1
Kieler Institut für Weltwirtschaft, IfW-Konjunkturprognose vom 11. August 2019 2.2 | Geschäftsverlauf & GesamtaussageDer Greiffenberger-Konzern sah sich im ersten Halbjahr 2019 mit einem durchaus anspruchsvollen
Umfeld konfrontiert. So entwickelte sich die Weltwirtschaft und insbesondere wichtige
Sektoren wie der allgemeine Maschinenbau oder die Automobilindustrie im Berichtszeitraum
2019 insgesamt verhaltener verglichen zum Vorjahreszeitraum. Der Greiffenberger-Konzern
realisierte in diesem Umfeld, das zusätzlich von weiteren Verteuerungen relevanter
Vormaterialien geprägt war, einen Umsatz- und Ergebnisrückgang verglichen zum Vorjahr.
Dabei verlief die Umsatzentwicklung nach Plan und die Entwicklung beim EBIT und EBT
leicht über Plan. Der Start in das Geschäftsjahr 2019 war positiv bzw. weitgehend planungsgemäß. Man
darf die Entwicklung der ersten sechs Monate jedoch nicht linear auf das Gesamtjahr
fortschreiben. In den Planungen geht der Vorstand davon aus, dass das zweite Halbjahr
umsatzstärker sein wird als das erste. Der unterjährige Umsatzverlauf des Unternehmensbereichs
Metallbandsägeblätter & Präzisionsbandstahl und damit auch die Entwicklung für den
Greiffenberger-Konzern insgesamt wesentlicher Ergebnisbestandteile folgen damit voraussichtlich
einer umgekehrten Dynamik wie 2018. Das gilt für den Umsatz ebenso wie für das Ergebnis. Per Ende Juni 2019 weist der Greiffenberger-Konzern Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt
25,8 Mio. € aus. Dies entspricht einem rechnerischen Minus von 6,1 % gegenüber dem
Vorjahreszeitraum (27,5 Mio. €). Dieser Rückgang im Vergleich zum 1. Halbjahr 2018
ist im Wesentlichen auf die damalige Erstberücksichtigung von Umsätzen aus beim Kunden
befindlichen Vorräten in Konsignationslägern nach IFRS 15 in Höhe von 1,2 Mio. € zurückzuführen.
Dadurch wurde die Vergleichsausgangsbasis für den Umsatz im Vorjahreshalbjahr erhöht.
Ohne Umsätze aufgrund des IFRS 15 entspräche der Umsatz des 1. Halbjahres 2019 dem
des ersten Halbjahres 2018 (exakt -0,4%). Wie in der Vergleichsperiode entfallen die
Umsatzerlöse ausschließlich auf den Unternehmensbereich Metallbandsägeblätter & Präzisionsbandstahl. Ein weiterer Grund für die leicht rückläufige Umsatzentwicklung sind zudem Verschiebungen
von Umsatzanteilen innerhalb des Bereichs Präzisionsbandstahl von automobilnahen Anwendungen
hin zu Bimetall- und Kompressorprodukten. Insgesamt war der Unternehmensteil Metallbandsägeblätter
in der ersten Jahreshälfte deutlich stärker unterwegs. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 0,7 Mio. € nach 1,4 Mio. € im Vorjahr.
Ergebnisseitig wirken sich im bisherigen Verlauf des Berichtsjahres schließlich vor
allem noch Kostensteigerungen im Vormaterialbezug negativ aus, wofür vor allem die
deutlichen Verteuerungen im Bereich der Legierungszuschläge verantwortlich sind. Bereits
ergriffene Maßnahmen im Unternehmen sollen dabei helfen, die stark angestiegenen Vormaterialpreise
in Zukunft noch besser zu kompensieren bzw. weiterzugeben. Zudem richtet sich beim
Thema Kosten der Fokus auf die Personalseite. Der Vorstand erwartet hierbei im 2.
Halbjahr positive Effekte aus einem Ergänzungstarifvertrag, der mit Wirkung zum 2.
Juli 2019 abgeschlossen wurde. Der wesentliche Teil der Umsatz- und Ergebnisdynamik
wird daher für das zweite Halbjahr 2019 erwartet. Insbesondere bedingt durch einen Einmaleffekt im Finanzergebnis betrug das Konzernergebnis
im ersten Halbjahr 2019 -0,02 Mio. € nach 0,6 Mio. € im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie betrug damit 0,00 € nach 0,09 € im ersten Halbjahr 2018. Zentral ist die Feststellung, dass auch im ersten Halbjahr 2019 weitere Fortschritte
in der Realisierung der positiven Effekte gemacht wurden, die aus der Umsetzung des
verfolgten Restrukturierungskonzepts sowie aus verschiedenen weiteren Maßnahmen resultieren.
Obwohl die bestehenden Vorgaben für die weitere Verbesserung der Ergebnisqualität
durchaus sehr anspruchsvoll sind, wurde in allen relevanten Aufwandspositionen eine
Entwicklung mindestens im Rahmen der Vorgaben und Zielsetzungen erreicht, teilweise
auch darüber hinaus. Ein großer Fokus im gesamten Geschäftsjahr 2019 liegt auf der erfolgreichen Ablösung
der bestehenden Fremdfinanzierung. Hierbei plant das Unternehmen die bestehende Finanzierung
durch den Verkauf von Immobilienbestand zu begleichen. Gleichzeitig soll die Immobilie
von dem neuen Eigentümer wieder angemietet werden, also ein sogenanntes Sale-and-Lease-Back-Verfahren.
Konkret geht es um die Augsburger Betriebsimmobilie von Eberle. Im ersten Halbjahr
2019 hat der Vorstand der Greiffenberger AG diesbezüglich laufend Gespräche und Verhandlungen
geführt mit dem Ergebnis, dass nun sowohl für eine kürzere Rückvermietungszeit (ca.
5 Jahre) als auch für eine langfristige Rückvermietung (10 Jahre plus zweimal 5 Jahre
Verlängerungsoption) konkrete Angebote vorliegen. Beide Varianten werden nach heutigem
Stand eine vollständige Ablösung der bestehenden Fremdfinanzierung durch die Konsortialdarlehensgeber
ermöglichen. Die Miete soll in etwa der heutigen Zinsbelastung entsprechen. Der Vorstand
rechnet aktuell mit einem Vertragsabschluss bis Ende Oktober vorbehaltlich einer plangemäßen
Due Diligence-Phase. Sollte - wider Erwarten - die Kaufpreiszahlung unter der angestrebten Sale-and-Lease-Back-Transaktion
nicht bis Ende Dezember 2019 erfolgen, geht das Unternehmen davon aus, dass eine weitere
Verlängerung des Konsortialdarlehens über den 30. Dezember 2019 hinaus mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit möglich ist, bis die Veräußerung der Betriebsimmobilie abgeschlossen
ist. Dennoch besteht das Risiko, dass die angestrebte Sale-and-Lease-Back-Transaktion
über die Betriebsimmobilie oder eine notwendige Verlängerung des Konsortialdarlehens
bis zum Transaktionsabschluss nicht zu Stande kommt. Sollte dieses Risiko eintreten,
wäre die weitere Finanzierung des Konzerns über den 30. Dezember 2019 hinaus derzeit
nicht gesichert. Daher liegt die oberste Priorität des Unternehmens momentan darauf,
dieses Risiko zu minimieren. 3 | LAGE DES GREIFFENBERGER-KONZERNS3.1 | VermögenslageDie Bilanzsumme des Greiffenberger-Konzerns verringerte sich zum Ende des ersten Halbjahres
2019 um 0,6 % auf 50,4 Mio. € (31. Dezember 2018: 50,7 Mio. €). Durch die Umgliederung der zur Veräußerung gehaltenen Immobilie in Höhe von 5,4 Mio.
€ in die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich die Langfristigen Vermögenswerte
zum 30. Juni 2019 auf 12,5 Mio. € (31. Dezember 2018: 19,3 Mio. €). Die immateriellen
Vermögenswerte blieben hingegen konstant bei 0,5 Mio. € (31. Dezember 2018: 0,5 Mio.
€). Der Saldo der aktivierten latenten Steuern blieb mit 1,1 Mio. € ebenfalls unverändert
(31. Dezember 2018: 1,1 Mio. €). Die Sonstigen langfristigen Vermögenswerte reduzierten
sich von 0,9 Mio. € zum 31. Dezember 2018 auf 0,0 Mio. € zum Ende des ersten Halbjahres
2019. In dieser Position war der Bilanzausweis der Darlehensforderungen gegen die
BKP Berolina Polyester GmbH & Co. KG mit Fälligkeiten nach dem 30. Juni 2019 enthalten. Die Kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich zum 30. Juni 2019 gegenüber dem 31.
Dezember 2018 per Saldo um 20,5% von 31,4 Mio. € auf 37,9 Mio. €. Das Working Capital
betrug damit zum Ende des Halbjahres 26,7 Mio. €, eine Erhöhung von 3,6 % verglichen
zum 31. Dezember 2018, was stichtagsbedingt auf etwas höhere Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen zurückzuführen ist. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich hierbei um 9,0 % auf
11,9 Mio. € (31. Dezember 2018: 10,9 Mio. €), während die Vorräte konstant bei 18,1
Mio. € blieben (31. Dezember 2018: 18,1 Mio. €). Die Sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte
inklusive der Sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte verringerten sich
zum 30. Juni 2019 per Saldo um 13,2 % auf 1,6 Mio. € (31. Dezember 2018: 1,8 Mio.
€). Die liquiden Mittel des Greiffenberger-Konzerns stiegen ebenfalls zum 30. Juni
2019 auf 0,9 Mio. € (31. Dezember 2018: 0.6 Mio. €). 3.2 | FinanzlageDas Eigenkapital im Greiffenberger-Konzern (Konzerneigenkapital) betrug zum Ende des
ersten Halbjahres 2019 unverändert 8,0 Mio. € im Vergleich zu 8,0 Mio. € zum Ende
des Geschäftsjahres 2018. Die Eigenkapitalquote war somit unverändert bei 15,9 % (31.
Dezember 2018: 15,9 %). Die Konzern-Nettofinanzverschuldung (Bankverbindlichkeiten inklusive des Genussrechts
abzüglich liquider Mittel) betrug zum 30. Juni 2019 18,1 Mio. € nach 19,6 Mio. € zum
Ende des Geschäftsjahres 2018. Während das Genussrecht unverändert mit 1,5 Mio. €
valutierte, reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum
30. Juni 2019 insgesamt um 1,3 Mio. € auf 17,5 Mio. € (31. Dezember 2018: 18,8 Mio.
€). Diese Reduzierung ist im Wesentlichen auf vereinbarungsgemäß geleistete Tilgungszahlungen
zurückzuführen. Das Verhältnis zwischen Konzerneigenkapital und Konzern-Nettofinanzverschuldung
verbesserte sich zum 30. Juni 2019 auf 1 zu 2,3 (31. Dezember 2018: 1 zu 2,4). Die Langfristigen Schulden im Greiffenberger-Konzern reduzierten sich zum 30. Juni
2019 gegenüber dem 31. Dezember 2018 per Saldo um 0,1 Mio. € von 17,0 Mio. € auf 16,9
Mio. €. Die Kurzfristigen Schulden reduzierten sich zum 30. Juni 2019 gegenüber dem 31. Dezember
2018 leicht von 25,6 Mio. € auf 25,5 Mio. €. Die Summe aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen betrug 3,3 Mio. € (31. Dezember 2018: 3,2 Mio. €). Die kurzfristigen
Darlehensverbindlichkeiten reduzierten sich auf 17,5 Mio. € (31. Dezember 2018: 18,8
Mio. €), die kurzfristigen Rückstellungen erhöhten sich um 38,6 % auf 1,6 Mio. € (31.
Dezember 2018: 1,1 Mio. €) und die Sonstigen kurzfristigen Schulden inklusive der
Sonstigen kurzfristigen finanziellen Schulden um 25,3 % auf 3,1 Mio. € (31. Dezember
2018: 2,5 Mio. €). Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit stieg von 1,8 Mio. € im Vorjahreszeitraum
auf 2,5 Mio. € im ersten Halbjahr 2019. Maßgeblich für diese Verbesserung ist der
im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigere Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug -0,2 Mio. € im ersten Halbjahr 2019
nach -0,5 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Hier spiegelt sich das strenge Liquiditätsmanagement
im 1. Halbjahr 2019 wider. Es wurden nur notwendige Investitionen vorgenommen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag im Berichtszeitraum bei -2,0 Mio.
€ nach -1,5 Mio. € im ersten Halbjahr 2018. Im Vorjahr war es im Vergleichszeitraum
zu einem Zufluss aus Finanzierungsleasing gekommen. Der Greiffenberger-Konzern nahm seine Kreditlinien einschließlich des Genussrechtskapitals
in Höhe von 1,45 Mio. € (31. Dezember 2018: 1,45 Mio. €) zum 30. Juni 2019 mit einem
Betrag von insgesamt 18,1 Mio. € in Anspruch, die freien Kreditlinien betrugen 2,0
Mio. € (31. Dezember 2018: 1,4 ). Die liquiden Mittel lagen zum Stichtag bei 0,8 Mio.
€ (31. Dezember 2018: 0,6 Mio. €). Die freien Mittel (liquide Mittel und freie Kreditlinien)
betrugen zum 30. Juni 2019 insgesamt 2,8 Mio. € (31. Dezember 2018: 2,0 Mio. €). 3.3 | ErtragslageDer kumulierte Auftragseingang beläuft sich zum 30. Juni 2019 auf 25,2 Mio. € nach
26,9 Mio. € im Vorjahreszeitraum, der Auftragsbestand beträgt 7,4 Mio. € (31. Dezember
2018: 8,7 Mio. €). Somit ergibt sich eine Book-to-Bill Ratio (also das Verhältnis
von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen) per 30. Juni 2019 von 0,98 (Gesamtjahr 2018:
0,97). Der Greiffenberger-Konzern weist für das erste Halbjahr 2019 Umsatzerlöse in Höhe
von 25,8 Mio. € aus, die vollständig durch den verbliebenen Unternehmensbereich Metallbandsägeblätter
& Präzisionsbandstahl erzielt wurden. Gegenüber dem Vorjahreswert von 27,5 Mio. €
bedeutet dies rechnerisch ein Umsatzrückgang um 6,1 %. Dabei betrugen die Auslandsumsätze
in Summe 24,0 Mio. € nach 25,2 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Der Inlandsumsatz im Berichtszeitraum
verzeichnete insgesamt einen Rückgang um 18,5 % von 2,3 Mio. € im ersten Halbjahr
2018 auf 1,8 Mio. €. Die Exportquote blieb mit 93 % auf hohem Niveau (Vj. 92 %). Die Gesamtleistung des Greiffenberger-Konzerns (errechnet aus den Umsatzerlösen zuzüglich
der Bestandsveränderung und Eigenleistungen) lag im ersten Halbjahr 2019 mit 25,6
Mio. € um 6,8 % unter dem Vorjahreswert von 27,5 Mio. €. Der Materialaufwand des Greiffenberger-Konzerns lag im ersten Halbjahr 2019 mit 10,4
Mio. € um 10,7 % unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (Vj. 11,6 Mio. €). Die Materialaufwandsquote
auf Basis der Gesamtleistung verbesserte sich hierbei um 1,7 Prozentpunkte auf 40,5
% (Vj. 42,2 %). Diese Entwicklung ist auf eine Verringerung der Vormaterialpreise
zurückzuführen. Die Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer (Personalaufwand) des Greiffenberger-Konzerns
erhöhten sich leicht gegenüber dem Niveau des Vorjahreszeitraums (Vj. 10,1 Mio. €)
um 1,9 % auf 10,3 Mio. € im Berichtszeitraum. Die Personalaufwandsquote auf Basis
der Gesamtleistung erhöhte sich um 3,5 Prozentpunkte auf 40,1 % (Vj. 36,6 %). Unter
zusätzlicher Berücksichtigung des in den Anderen Aufwendungen enthaltenen Aufwands
für Zeitarbeitnehmer in Höhe von 0,02 Mio. € (Vj. 0,3 Mio. €) hätte der Personalaufwand
im Berichtszeitraum 10,3 Mio. € (Vj. 10,4 Mio. €) betragen. Die J.N. Eberle & Cie.
GmbH ist Mitglied im Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e.V. und
insofern an den Tarifvertrag für die bayerische Metall- und Elektroindustrie gebunden.
Zum 1. Juli 2019 wurde dabei ein neuer Ergänzungstarifvertrag abgeschlossen, im 2.
Halbjahr 2019 werden bereits positive Effekte aus diesem Ergänzungstarifvertrag erwartet. Der Greiffenberger-Konzern weist für das erste Halbjahr 2019 einen Aufwand für planmäßige
Abschreibungen und Wertminderungen in Höhe von 1,0 Mio. € nach ebenfalls 1,0 Mio.
€ im Vorjahreszeitraum aus, der praktisch ausschließlich auf den verbliebenen Unternehmensbereich
Metallbandsägeblätter & Präzisionsbandstahl entfällt. Der sich für den Greiffenberger-Konzern für den Berichtszeitraum ergebende Saldo aus
Sonstigen Erträgen und Anderen Aufwendungen verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum
um 4,9 % von -3,4 Mio. € auf -3,3 Mio. €. Der Greiffenberger-Konzern weist für das erste Halbjahr 2019 ein Ergebnis vor Zinsen,
Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 1,7 Mio. € (Vj. 2,4 Mio. €) und ein Ergebnis
vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 0,7 Mio. € (Vj 1,4 Mio. €) aus. Das EBIT wurde zum
einen beeinflusst durch die leicht schwächere Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr
2019. Zudem wirkten sich erneut Kostensteigerungen im Vormaterialbezug negativ aus,
insbesondere die deutlichen Verteuerungen im Bereich der Legierungszuschläge. Der Unternehmensbereich Metallbandsägeblätter & Präzisionsbandstahl (Teilkonzern Eberle)
schloss das erste Halbjahr 2019 mit (jeweils vor Konsolidierung) einem EBITDA in Höhe
von 2,3 Mio. € (Vj. 2,9 Mio. €) und einem EBIT in Höhe von 1,3 Mio. € (Vj. 2,0 Mio.
€), die EBIT-Marge des Teilkonzerns Eberle lag im Berichtszeitraum bei 5,0 % (Vj.
7,1 %). Das Finanzergebnis des Greiffenberger-Konzerns belief sich im ersten Halbjahr 2019
auf -0,7 Mio. € nach -0,6 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Dabei beinhaltet das Finanzergebnis
einen Einmaleffekt und wird durch den Abschlag der vorzeitigen Rückführung des BKP-Darlehens
um 142 T€ belastet. Das Finanzergebnis beinhaltet 0,1 Mio. € (Vj. 0,1 Mio. €) rechnerischen
Zinsaufwand für Personalrückstellungen. Insgesamt betrug das für den Greiffenberger-Konzern ausgewiesene Ergebnis vor Steuern
(EBT) 0,01 Mio. € im ersten Halbjahr 2019 nach 0,8 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurde im Berichtszeitraum ein Aufwand in
Höhe von 0,04 Mio. € (Vj. 0,3 Mio. €) erfasst. Das Konzernergebnis (nach Steuern) betrug im Berichtszeitraum -0,02 Mio. € nach 0,6
Mio. € im Vorjahreszeitraum. Auf der Basis von 5.855.629 im Umlauf befindlichen Aktien
errechnet sich hieraus im ersten Halbjahr 2019 ein Ergebnis je Aktie von 0,00 € nach
0,09 € im ersten Halbjahr 2018 bei damals 5.855.629 im Umlauf befindlichen Aktien. 3.4| Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDer Greiffenberger-Konzern beschäftigte zum Ende des ersten Halbjahres 2019 (ohne
Vorstände und Geschäftsführer) weltweit 295 (Vj. 297; 31. Dezember 2018: 308) Mitarbeiter. 4 | PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT4.1 | PrognoseberichtDie Greiffenberger AG schließt das erste Halbjahr 2019 mit einer Umsatzentwicklung
nach Plan und einer Ergebnisentwicklung leicht über Plan ab und bestätigt daher die
im Geschäftsbericht 2018 getroffene Prognose (Seite 20 - 22). Demnach erwartet der
Vorstand für das Geschäftsjahr 2019 ein mit 2018 vergleichbares Umsatz- und Ergebnisniveau.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll hierbei innerhalb des Intervalls von
rund 1,6 Mio. € bis 2,2 Mio. € liegen. Positive Einmaleffekte im Geschäftsjahr 2018,
insbesondere aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 15, erhöhen die Ausgangsbasis
im Umsatz und im EBIT. Ohne diesen Effekt würde die Greiffenberger AG eine deutliche
Steigerung des Umsatzvolumens mit einer überproportionalen EBIT Steigerung für 2019
prognostizieren. Vorrangiger Fokus für die EBIT-Zielerreichung 2019 wird sein, die in den vergangenen
Jahren stark angestiegenen Vormaterialpreise, in größerem Umfang als bisher auf die
Kunden umzulegen. Eine weitere Voraussetzung für die Umsetzung der Planungen für das
Geschäftsjahr 2019 ist die weiterhin erfolgreiche Realisierung der positiven Effekte,
die aus der Umsetzung des Restrukturierungskonzepts sowie aus weiteren, diese ergänzenden
bzw. Abweichungen von diesen weitestmöglich kompensierenden Maßnahmen erwartet werden.
Von ähnlicher Bedeutung ist schließlich auch das Ausbleiben relevanter Verschlechterungen
der gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen. Unverändert strebt die Greiffenberger AG eine Eigenkapitalzielquote auf Konzernebene
von 33 % an. Die Greiffenberger AG verfügt weiterhin über steuerliche Verlustvorträge,
die bei positiven Jahresergebnissen jeweils nutzbar gemacht werden können. Dadurch
und durch die bei den Konzernunternehmen der Greiffenberger AG erwirtschafteten Cashflows
soll die Verschuldung des Greiffenberger-Konzerns abgebaut werden. 4.2 | Chancen- und RisikoberichtDer wirtschaftliche Erfolg des Greiffenberger-Konzerns hängt u.a. auch davon ab, in
welchem Ausmaß die Greiffenberger AG und ihre Konzernunternehmen sich ihnen bietende
Chancen identifizieren und diese realisieren können und zu welchem Grad sich potenzielle
Risiken materialisieren. Chancen und/oder Risiken können sich in ihren möglichen Auswirkungen
auf den Greiffenberger-Konzern teilweise oder vollständig gegeneinander aufheben,
sich aber auch kumulieren oder potenzieren. ChancenberichtDer Chancenbericht hat sich im Verlauf des ersten Halbjahres 2019 gegenüber der Darstellung
im Geschäftsbericht 2018 (Seite 22 - 24) nicht wesentlich verändert. RisikoberichtDer Risikobericht hat sich im Verlauf des ersten Halbjahres 2019 gegenüber der Darstellung
im Geschäftsbericht 2018 (Seite 24 - 28) nicht wesentlich verändert. Konzernbilanz zum 30. Juni 2019AKTIVA
PASSIVA
Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2019
Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit
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| 1. Halbjahr 2019 | 1. Halbjahr 2018 | |
| T€ | T€ | |
| Konzernergebnis vor Steuern | 14 | 807 |
| Abschreibungen / Wertminderungen | 1.006 | 985 |
| Veränderungen der Rückstellungen | 515 | 253 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge | 0 | 0 |
| Zinserträge | -13 | -24 |
| Zinsaufwendungen | 722 | 620 |
| Buchgewinne / Buchverluste Anlagevermögen | 0 | -22 |
| Veränderungen der sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte und Schulden | 574 | -1.215 |
| Veränderungen der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte und Schulden | -695 | -171 |
| Veränderungen der sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte und Schulden | -311 | 0 |
| Veränderung der sonstigen langfristigen Vermögenswerte und Schulden | 727 | 643 |
| Gezahlte Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -75 | -49 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 2.464 | 1.827 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen | -230 | -1.451 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -4 | -6 |
| Einzahlung aus Veräußerung eines aufgegebenen Geschäftsbereichs abzüglich veräußerter liquider Mittel | 0 | 1.000 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -234 | -457 |
| Ein- / Auszahlungen für kurzfristige Darlehen, sonstige Schulden und Genussrechte | -1.297 | 469 |
| Ein- / Auszahlungen für langfristige Darlehen, sonstige Schulden und Genussrechte | -253 | -1.469 |
| Einzahlungen aus Zinserträgen | 13 | 24 |
| Auszahlungen für Zinsaufwendungen | -450 | -502 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -1.987 | -1.478 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 243 | -108 |
| Zahlungsmittel und -äquivalente am Anfang der Periode | 612 | 1.543 |
| Zahlungsmittel und -äquivalente am Ende der Periode | 855 | 1.435 |
Die Zahlungsmittel und -äquivalente am Ende der Periode setzen sich wie folgt zusammen:
| 30.06.2019 | 30.06.2018 | |
| T€ | T€ | |
| Kasse, Schecks | 1 | 1 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 854 | 1.434 |
| Summe | 855 | 1.435 |
| Gezeichnetes Kapital | Sonstige Rücklagen | Gewinnrücklagen | Anteil der Aktionäre der GAG | Minderheitsanteile | Gesamt | |
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| Stand am 01.01.2018 | 7.010 | 1.240 | -663 | 7.587 | 2 | 7.589 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 547 | 547 | 0 | 547 |
| Versicherungsmathematische Veränderungen aus Pensionen | 0 | 0 | -116 | -116 | 0 | -116 |
| Steuern auf Versicherungsmathematische Veränderungen aus Pensionen | 0 | 0 | 15 | 15 | 0 | 15 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | -101 | -101 | 0 | -101 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 446 | 446 | 0 | 446 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 31.12.2018 / 01.01.2019 | 7.010 | 1.240 | -217 | 8.033 | 2 | 8.035 |
| Effekt aus der IFRS 16-Erstanwendung | 0 | 0 | -2 | -2 | 0 | -2 |
| Eröffnungsbilanzwerte zum 01.01.2019 | 7.010 | 1.240 | -219 | 8.031 | 2 | 8.033 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | -24 | -24 | 0 | -24 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | -24 | -24 | 0 | -24 |
| Stand am 30.06.2019 | 7.010 | 1.240 | -243 | 8.008 | 2 | 8.010 |
Der Konzernhalbjahresabschluss und der Konzernzwischenlagebericht der Greiffenberger
AG (die "Gesellschaft"), Augsburg, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts
Augsburg unter HRB 31776, zum 30. Juni 2019 wurden weder entsprechend § 317 HGB geprüft
noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Der Konzernabschluss der Greiffenberger AG für das zum 31. Dezember 2018 endende Geschäftsjahr
wurde gemäß § 315e Abs. 1 HGB unter Beachtung aller am damaligen Abschlussstichtag
gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting
Standards Board (IASB), London, und aller für das damals abgelaufene Geschäftsjahr
verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations
Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden waren, erstellt. Der
Zwischenabschluss des Konzerns zum 30. Juni 2019 wird auf Basis des IAS 34 (Zwischenberichterstattung)
erstellt. Seit dem 1. Januar 2019 sind von der Greiffenberger AG die neuen Rechnungslegungsvorschriften
des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" verpflichtend anzuwenden. Der Konzernzwischenlagebericht
und der Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2019 sind daher mit dem Konzernlagebericht
und dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 ebenso wie mit dem Vorjahreszeitraum
eingeschränkt vergleichbar. Angaben zu den Auswirkungen dieser erstmals anzuwendenden
neuen Rechnungslegungsvorschriften sind im nachfolgenden Abschnitt "Neue Rechnungslegungsvorschriften"
gemacht. Abgesehen von der erstmaligen Anwendung dieser neuen Rechnungslegungsvorschriften
liegen dem Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2019 ansonsten die gleichen Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden zugrunde wie dem Konzernabschluss für das zum 31. Dezember
2018 endende Geschäftsjahr. Die Berichtsperiode dieses Abschlusses nach IAS 34 ist
der Zeitraum von sechs Monaten vom 1. Januar 2019 bis 30. Juni 2019.
Neue Rechnungslegungsvorschriften
Insbesondere die folgenden neuen Rechnungslegungsvorschriften waren im Konzernhalbjahresabschluss
zum 30. Juni 2019 erstmalig anzuwenden und werden hinsichtlich ihrer Auswirkungen
auf diesen Abschluss nachfolgend erläutert:
| Standard / Interpretation | Zeitpunkt der Anwendung | Inhalt | Auswirkungen auf diesen Abschluss |
| IFRS 16 | 01.01.2019 | Leases / Leasingverhältnisse | Keine wesentlichen |
| Auswirkungen |
IFRS 16 "Leasing": Der neue Standard IFRS 16 ersetzt die bestehenden Leitlinien zu
Leasingverhältnissen, darunter IAS 17 und die dazugehörigen Interpretationen (IFRIC
4, SIC 25 und SIC 27) und führt ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wonach
Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Ein Leasingnehmer
erfasst ein Nutzungsrecht (right-of-useasset), das sein Recht auf die Nutzung des
zugrunde liegenden Vermögenswertes darstellt, sowie eine Schuld aus dem Leasingverhältnis,
die seine Verpflichtung zu Leasingzahlungen darstellt. Es bestehen Vereinfachungsregelungen
für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse von geringem Wert. Die
Rechnungslegung beim Leasinggeber ist vergleichbar mit dem aktuellen Standard - das
heißt, dass Leasinggeber Leasingverhältnisse weiterhin als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse
einstufen.
Die Greiffenberger AG wendet den neuen Standard für das Geschäftsjahr beginnend am
1. Januar 2019 modifiziert an. Die Erleichterungsvorschriften bei der Beurteilung,
ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis darstellt, wurden in Anspruch genommen.
Der Umstellungseffekt betrifft größtenteils Leasingverhältnisse, die bisher als operative
Leasingverträge erfasst wurden. Hierbei handelt es sich um geleaste Firmenfahrzeuge
sowie um geleaste Büro- und Geschäftsausstattung. Durch die Umstellung kommt es zu
einer Erfassung von Leasingverbindlichkeiten und Nutzungsrechten in der Bilanz. Die
Art der Aufwendungen im Zusammenhang mit diesen Leasingverhältnissen ändert sich,
da der Konzern nun Abschreibungen für Nutzungsrechte sowie Zinsaufwendungen aus den
Leasingverbindlichkeiten ansetzt. Im Greiffenberger Konzern bestehen zusätzlich Leasingverhältnisse
von geringem Wert, deren Leasingraten bei Anfall aufwandswirksam erfasst werden.
Die erstmalige Anwendung des Standards führt im Greiffenberger Konzern zum 1. Januar
2019 zu einem zusätzlichen Ansatz von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 68 TEUR
und von Nutzungsrechten in Höhe von 66 TEUR, sowie zu einer Verminderung der Gewinnrücklagen
um 2 T€ unter Berücksichtigung gegenläufiger latenter Steuereffekte. Die Leasingverbindlichkeiten
sind in den sonstigen langfristigen Schulden in Höhe von 55 TEUR, sowie in den sonstigen
kurzfristigen Schulden in Höhe von 13 TEUR enthalten. Die Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen
werden unter den Sachanlagen ausgewiesen.
Zum 31. Dezember 2019 bestanden finanzielle Verpflichtungen aus Operating Leases in
Höhe von 143 T€. Darin sind finanzielle Verpflichtungen für Leasingverhältnisse von
geringwertigen Vermögenswerten in Höhe von 75 TEUR enthalten, für die die Anwendungserleichterungen
für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte in Anspruch genommen werden.
Somit betragen die Leasingverbindlichkeiten aus ehemaligen Operating Leases im Zeitpunkt
der Erstanwendung 68 TEUR.
Schätzungen und Beurteilungen im Rahmen der Rechnungslegung
Gegenüber dem Konzernabschluss der Greiffenberger AG für das zum 31. Dezember 2018
endende Geschäftsjahr wurden keine Schätzungsänderungen mit wesentlicher Auswirkung
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Greiffenberger-Konzerns vorgenommen.
Im Konsolidierungskreis zum 30. Juni 2019 haben sich keine Veränderungen gegenüber
dem Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2018 ergeben.
Erläuterungen zu wesentlichen Änderungen der Posten der Konzernbilanz und der Konzerngesamtergebnisrechnung
sind im Konzernzwischenlagebericht aufgeführt.
Die in der Gesamtergebnisrechnung der Greiffenberger AG berücksichtigten Umsätze resultieren
in voller Höhe von 25.809 T€ (Vj. 27.492 T€) aus dem Segment Metallbandsägeblätter
und Präzisionsbandstahl. Von den Gesamtumsatzerlösen über 25.809 T€ betreffen 402
T€ Umsatzerlöse aufgrund von Einlieferungen in Konsignationsläger. Für weitere Erläuterungen
zu den Umsatzerlösen wird auf die Segmentberichterstattung verwiesen.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden in der Berichtsperiode auf der Grundlage
der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes
erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird
Es wird beabsichtigt die Augsburger Betriebsimmobilie der J.N. Eberle & Cie GmbH,
einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Greiffenberger AG, bei gleichzeitiger
Rückvermietung (sog. Sale and Lease-Back) zu veräußern. Die Gesellschaft befindet
sich diesbezüglich in Verkaufsverhandlungen.
Die den Zinsswaps und Zinscaps zugrunde liegenden Nominalvolumina sowie deren beizulegende
Zeitwerte (Marktwerte) sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
| 30.06.2019 | 31.12.2018 | ||||
| Laufzeit | Nominalvolumen | Marktwert | Nominalvolumen | Marktwert | |
| von | bis | T€ | T€ | T€ | T€ |
| März 2017 | September 2019 | 6.000 | 0 | 6.000 | -16 |
Bei den Marktwerten handelt es sich um notierte Preise, die auf aktiven Märkten für
identische Vermögenswerte und Schulden ermittelt werden.
Bei den übrigen lang- und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten handelt es sich
um solche, die mit Anschaffungskosten bewertet wurden.
| 30.06.2019 | 31.12.2018 | |
| T€ | T€ | |
| Langfristige Genussrechte | 1.450 | 1.450 |
| Langfristige Leasing-verbindlichkeiten | 2.404 | 2.767 |
| Kurzfristige Darlehen | 17.464 | 18.768 |
| Kurzfristige Leasing-verbindlichkeiten | 590 | 495 |
| Gesamt | 21.908 | 23.480 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 als Quotient aus dem auf die
Aktionäre der Greiffenberger AG entfallenden Anteil am Konzernergebnis ("Konzernergebnis
nach Minderheitsanteilen") und der durchschnittlichen gewichteten Anzahl der während
des Berichtszeitraums im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt.
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Greiffenberger AG in Höhe von 7.010.023,80
€ setzte sich zum Ende des ersten Halbjahres 2019 (Vorjahreszeitraums) zusammen aus
5.855.629 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien. Die Anzahl der ausgegebenen
Aktien blieb während des ersten Halbjahres 2019 (Vorjahreszeitraums) ebenso wie das
Grundkapital der Gesellschaft unverändert. Die Greiffenberger AG besaß während des
Berichtszeitraums wie auch während des Vorjahreszeitraums keine eigenen Aktien. Die
zu berücksichtigende durchschnittliche gewichtete Anzahl der während des Berichtszeitraums
(Vergleichszeitraums) im Umlauf befindlichen Aktien ("durchschnittliche gewichtete
Anzahl Aktien") beträgt daher 5.855.629
Weder zum 30. Juni 2019 noch zum 30. Juni 2018 waren Optionen auf Aktien ausstehend,
die das Ergebnis je Aktie verwässern, sodass das verwässerte Ergebnis je Aktie dem
unverwässerten Ergebnis je Aktie entspricht. Im Falle der Ausübung des bedingten Kapitals
der Greiffenberger AG würden in Zukunft Verwässerungen eintreten.
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich dementsprechend wie folgt:
| 1. Halbjahr 2019 | 1. Halbjahr 2018 | |
| € | € | |
| Konzernergebnis nach Minderheitsanteilen | -23.860,52 | 551.616,19 |
| - |
- |
|
| Durchschnittliche gewichtete Anzahl Aktien | 5.855.629 | 5.855.629 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert / unverwässert) | 0,00 | 0,09 |
| aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 0,00 | 0,09 |
| - | - |
Der in der Konzernkapitalflussrechnung zum 30. Juni 2019 ausgewiesene Finanzmittelbestand
in Höhe von 855 T€ umfasst, ebenso wie jener in Höhe von 1.435 T€ zum Ende des Vorjahreszeitraums,
alle in der Bilanz enthaltenen Zahlungsmittel und -äquivalente, d.h. Kassenbestände,
Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar
sind.
Die Mittelveränderung aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit wird zahlungsbezogen
ermittelt. Die Mittelveränderung aus der betrieblichen Tätigkeit hingegen wird ausgehend
vom Periodenergebnis indirekt abgeleitet.
Gegenüber dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 kam es zu keinen Änderungen
in der Segmentberichterstattung. Angaben zu den Aktivitäten nach Geschäftsfeldern
und ihrer Unterteilung in die in den nachfolgenden Tabellen dargestellten Segmente
sind im Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2018 in Anhangsabschnitt I gemacht.
Im Berichtszeitraum wie auch im Vorjahreszeitraum lagen, ausgenommen die Abschreibungen,
keine wesentlichen nicht-zahlungswirksamen sonstigen Aufwendungen vor.
Im Berichtszeitraum besteht im Segment Metallbandsägeblätter & Präzisionsbandstahl
ein Großkunde, auf den 10,6 % (Vj. 9,9 %) der Umsätze entfielen. Im ersten Halbjahr
2019 wurden 31,3 % (Vj. 32,3 %) der Umsätze dieses Segments in den USA und China generiert.
Bei den Segmentinformationen nach Regionen richten sich die Außenumsätze nach dem
Sitz der Kunden.
| GAG | Eberle | Gesamt | Konsolidierung / Überleitung |
Konzern | |
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| Umsatzerlöse | |||||
| mit externen Dritten | 0 | 25.809 | 25.809 | 0 | 25.809 |
| (0) | (27.492) | (27.492) | (0) | (27.492) | |
| Segmentergebnis | 127 | 1.279 | 1.406 | -682 | 724 |
| (967) | (1.959) | (2.926) | (-1.522) | (1.404) | |
| darin enthaltene Abschreibungen | 0 | 1.006 | 1.006 | 0 | 1.006 |
| (0) | (985) | (985) | (0) | (985) | |
| Vermögen | |||||
| Segmentaktiva | 15.414 | 48.086 | 63.500 | -13.135 | 50.365 |
| (17.010) | (48.390) | (65.400) | (-14.721) | (50.679) | |
| davon langfristig | 14.904 | 9.636 | 24.540 | -12.039 | 12.501 |
| (15.832) | (15.532) | (31.364) | (-12.097) | (19.267) | |
| davon kurzfristig | 510 | 38.449 | 38.959 | -1.095 | 37.864 |
| (1.178) | (32.858) | (34.036) | (-2.624) | (31.412) | |
| Sachinvestitionen | 0 | 230 | 230 | 0 | 230 |
| (0) | (1.451) | (1.451) | (0) | (1.451) | |
| Segmentschulden | 6.372 | 18.166 | 24.538 | -17.818 | 42.355 |
| (7.771) | (17.278) | (25.049) | (17.595) | (42.644) |
| GAG | Eberle | Gesamt | Konsolidierung / Überleitung |
Konzern | |
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| Inland | |||||
| Umsatzerlöse | 0 | 1.836 | 1..836 | 0 | 1.836 |
| (0) | (2.254) | (2.254) | (0) | (2.254) | |
| Segmentaktiva | 15.414 | 43.489 | 58.903 | -13.135 | 45.768 |
| (17.010) | (44.507) | (61.517) | (-14.721) | (46.796) | |
| davon langfristig | 14.904 | 9.423 | 24.327 | -12.039 | 12.288 |
| (15.832) | (15.306) | (31.138) | (-12.097) | (19.041) | |
| davon kurzfristig | 510 | 34.066 | 34.576 | -1.095 | 33.481 |
| (1.178) | (29.201) | (30.379) | (-2.624) | (27.755) | |
| Sachinvestitionen | 0 | 215 | 215 | 0 | 215 |
| (0) | (1.435) | (1.435) | (0) | (1.435) | |
| Ausland | |||||
| Umsatzerlöse | 0 | 23.973 | 23.973 | 0 | 23.973 |
| (0) | (25.238) | (25.238) | (0) | (25.238) | |
| davon Europäische Union | 0 | 8.534 | 8.534 | 0 | 8.534 |
| (0) | (8.524) | (8.524) | (0) | (8.524) | |
| Segmentaktiva | 0 | 4.597 | 4.597 | 0 | 4.597 |
| (0) | (3.883) | (3.883) | (0) | (3.883) | |
| davon langfristig | 0 | 213 | 213 | 0 | 213 |
| (0) | (226) | (226) | (0) | (226) | |
| davon kurzfristig | 0 | 4.383 | 4.383 | 0 | 4.383 |
| (0) | (3.657) | (3.657) | (0) | (3.657) | |
| Sachinvestitionen | 0 | 15 | 15 | 0 | 15 |
| (0) | (16) | (16) | (0) | (16) |
Der Greiffenberger-Konzern wird im ersten Halbjahr 2019 von den Angabepflichten des
IAS 24 in Bezug auf die Geschäftsbeziehungen zu den Mitgliedern des Vorstands und
des Aufsichtsrats sowie zur Greiffenberger Holding GmbH, Thurnau, berührt.
Die Greiffenberger Holding GmbH, Thurnau, die während des Berichtszeitraums nach Kenntnis
der Gesellschaft durchgängig mit 2.699.020 Aktien (zum 30. Juni 2019 entsprechend
einem Gesamtstimmrechtsanteil von 46,09 %) an der Greiffenberger AG beteiligt war,
hat zur Absicherung der Verpflichtungen der Greiffenberger AG als Bürge und der J.N.
Eberle & Cie. GmbH als Darlehensnehmer aus dem bei der J.N. Eberle & Cie. GmbH bestehenden
Konsortialdarlehensvertrag ihre sämtlichen Aktien an der Greiffenberger AG an die
Konsortialdarlehensgeber verpfändet. Eine Vergütung hierfür erhält die Greiffenberger
Holding GmbH nicht; insbesondere auch nicht von der Greiffenberger AG und/oder der
J.N. Eberle & Cie. GmbH.
Zu den nichtkonsolidierten Unternehmen oder anderen nahestehenden Personen bestanden
im ersten Halbjahr 2019 nur unwesentliche Geschäftsvorfälle. Die Bedingungen von Geschäftsvorfällen
mit nahestehenden Unternehmen und Personen entsprechen denen mit unabhängigen Geschäftspartnern.
Über die vorgenannten Angaben hinausgehende angabepflichtige Beziehungen lagen im
Berichtszeitraum nicht vor.
Ereignisse, die für den Greiffenberger-Konzern von wesentlicher Bedeutung für die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind und zu einer veränderten Beurteilung der
Lage führen könnten, sind nach dem Bilanzstichtag bis zum 27. September 2019 nicht
eingetreten.
Augsburg, den 27. September 2019
Greiffenberger Aktiengesellschaft
| Andre Bertram | Martin Döring |
| Vorstand | Vorstand |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind.
Augsburg, den 27. September 2019
Greiffenberger Aktiengesellschaft
| André Bertram | Martin Döring |
| Vorstand | Vorstand |
Greiffenberger Aktiengesellschaft
Eberlestraße 28
86157 Augsburg
Deutschland
Telefon: +49 (0) 821 5212 261
Telefax: +49 (0) 821 5212 275
E-Mail: kontakt@greiffenberger.de
Internet: www.greiffenberger.de