Greiffenberger AktiengesellschaftAugsburgHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022Aktie, Aktionärsstruktur & ordentliche HauptversammlungDie Greiffenberger AG (GRF) ist im Regulierten Markt der
Börsen München und Frankfurt notiert. Per Ende
Juni betrug der gemessene Schlusskurs zum ersten Halbjahr
2022 EUR 2,20. Der niedrigste Schlusskurs wurde am 08.
März 2022 mit EUR 1,53 aufgezeichnet. Im ersten
Halbjahr 2022 errechnet sich für die
Greiffenberger-Aktie eine Performance von 10,0 %. Die
Marktkapitalisierung der Greiffenberger zum 30. Juni 2022
betrug auf Basis der zu diesem Zeitpunkt ausstehenden
Inhaberaktien rund EUR 12,9 Mio.
Aktienkursentwicklung in EUR, 1. Januar 2022 - 30. Juni 2022 (Börsenschlusskurs)
Quelle: Kursdaten ariva
Kenndaten der Greiffenberger-Aktiescrollen
Performance-Kenndaten zur Aktie im 1. Halbjahr 2022(Datenquelle: Börse München-Schlusskurse)
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AktionärsstrukturNach den der Greiffenberger AG zuletzt vorliegenden
Informationen hielten zum 15.09.2022, dem Redaktionsschluss
dieses Berichtes, an der Greiffenberger AG die
Greiffenberger Holding GmbH 46,09 %, die
Baden-Württembergische Versorgungsanstalt 6,62 %, die
Axxion S.A. 5,04 % und die Scherzer & Co. AG 3,04 %.
Der Streubesitz summierte sich auf 39,21 %.
HauptversammlungAm 07. Juli 2022 fand die ordentliche Hauptversammlung
der Greiffenberger AG statt, die aus Gründen des
Gesundheitsschutzes für alle Beteiligten angesichts
der COVID-19 Pandemie erneut rein virtuell abgehalten
wurde. Auf der Hauptversammlung waren 66,70 % des
eingetragenen Grundkapitals der Greiffenberger AG
vertreten.
Alle zur Beschlussfassung stehenden Tagesordnungspunkte
wurden mit großer Mehrheit angenommen. Neben der
Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Wahl der
S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Augsburg, zum Abschlussprüfer, stimmte die
Hauptversammlung zu, den im festgestellten Jahresabschluss
der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 ausgewiesenen
Bilanzgewinn von EUR 1.895.734,07 in voller Höhe in
die Gewinnrücklagen einzustellen.
Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurden die bisherigen
Aufsichtsratsmitglieder Stefan Greiffenberger, Dr. Antonio
Fernández und Dirk Liedtke vorgeschlagen und durch
die Aktionäre gewählt. Die Bestellung erfolgt bis
zur Beendigung derjenigen Hauptversammlung, die über
die Entlastung für das am 31. Dezember 2026 endende
Geschäftsjahr beschließt. Im Anschluss an die
Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat der Greiffenberger AG
Stefan Greiffenberger zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Dr.
Antonio Fernández zu seinem Stellvertreter bestimmt.
Unter folgendem Link können die
Abstimmungsergebnisse der HV 2022 eingesehen werden:
https://www.greiffenberger.de/hauptversammlung/
Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2022VORBEMERKUNGENDer vorliegende Zwischenlagebericht und der
zugehörige Halbjahresabschluss des
Greiffenberger-Konzerns wurden weder gem. § 317 HGB
geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch
einen Abschlussprüfer unterzogen.
Der Konzernzwischenlagebericht enthält
naturgemäß zukunftsbezogene Aussagen und zu
unseren Pflichten gehört darauf hinzuweisen, dass die
Ergebnisse von den Erwartungen über die
voraussichtliche Entwicklung abweichen können.
Der jüngste testierte Konzern- und Jahresabschluss
der Greiffenberger AG, Augsburg, eingetragen im
Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter HRB 31776,
für das zum 31. Dezember 2021 endende
Geschäftsjahr, wurde in Verbindung mit dem
zusammengefassten Lagebericht vom Vorstand der Gesellschaft
am 31. März 2022 aufgestellt und in der am 08. April
2022 geänderten Fassung fristgerecht offengelegt. Um
Redundanzen zu vermeiden, wird hier insbesondere unter
Gliederungspunkt 5 | Prognose-, Chancen- und Risikobericht
gezielt Bezug genommen auf diesen jüngsten testierten
und veröffentlichten Konzern- und Jahresabschluss.
1 | GRUNDLAGEN DES GREIFFENBERGER-KONZERNS1.1 | Konzernstruktur und GeschäftsmodellDie Greiffenberger AG ist eine börsennotierte,
mittelständische Industrieholding mit Sitz in
Augsburg. Ihre derzeit einzige Tochtergesellschaft ist die
1836 gegründete J.N. Eberle Cie. GmbH (Eberle). Die
Greiffenberger AG ist über einen
Gewinnabführungsvertrag mit Eberle verbunden.
Tätigkeitsschwerpunkt von Eberle ist die Fertigung
und der Vertrieb von
Hochleistungsbandsägeblättern und
Präzisionsbandstahl für den industriellen
Einsatz. Die wichtigsten Zielmärkte sind der
Maschinenbau sowie die stahl- und metallverarbeitende
Industrie, im Produktbereich Präzisionsbandstahl u.a.
Zulieferbetriebe der Automobilindustrie. Die Produkte
werden weltweit direkt vertrieben. In Frankreich, Italien
und den USA unterhält Eberle zusätzlich eigene
Vertriebsgesellschaften und arbeitet darüber hinaus
mit sehr langjährigen Partnerschaften.
2 | WIRTSCHAFTSBERICHT UND GESCHÄFTSVERLAUF2.1 | Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenIm ersten Halbjahr 2022 hat sich das konjunkturelle
Umfeld weltweit deutlich eingetrübt und die
Unsicherheiten haben nochmals zugenommen. Festmachen kann
man dies an den Konjunkturprognosen des Internationalen
Währungsfonds (IWF), die einer stetigen Anpassung nach
unten unterliegen. Laut des IWF haben mehrere Schocks die
bereits durch die Pandemie geschwächte Weltwirtschaft
getroffen. Der IWF nennt hier die hohe Inflation,
insbesondere in den Vereinigten Staaten und den
großen europäischen Volkswirtschaften, eine
unerwartet starke Verlangsamung des Wachstums in China
durch eine No-Covid-Politik und weitere negative
Auswirkungen des Krieges in der Ukraine.
1
In seiner neuen Prognose rechnet der IWF für 2022
nur noch mit einem globalen Wachstum von 3,2 Prozent.
2 Das sind 0,4 Prozentpunkte weniger als noch im
April angenommen. Im Januar war die Erwartung sogar noch
bei 4,4 Prozent.
Für die Eurozone erwartet der IWF ein um 0,2
Prozentpunkte geringeres Wachstum von 2,6 Prozent. In
Deutschland soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) demnach nur
noch um 1,2 Prozent wachsen - eine deutliche Herabstufung
im Vergleich zur Prognose aus dem Mai. Damals hatte der IWF
noch ein Wachstum von rund 2 Prozent für 2023 und 2022
prognostiziert.
Im für Greiffenberger relevanten Absatzmarkt der
stahl- und metallverarbeitenden Industrie ist die
Produktion laut Statistischem Bundesamt im ersten Halbjahr
um 1,5 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken.
3 Für 2022 betrachtet der
Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM)
insbesondere auch die Gasknappheit als große
Herausforderung.
Die Schwäche der Weltkonjunktur hinterlässt
auch im Maschinen- und Anlagenbau ihre Spuren. Im Juni
sanken die Auftragseingänge um real 9 Prozent im
Vergleich zum Vorjahresmonat.
4 Nach wie vor belasten die Störungen in
den globalen Lieferketten das Geschäft, hinzu kommen
Auftragsstornierungen infolge des Kriegs in der Ukraine.
Für das erste Halbjahr steht insgesamt jedoch ein
kleines Plus von zwei Prozent in den Auftragsbüchern,
das vor allem von den Auslandsorders getragen wurde. Noch
immer wollen viele Kunden in neue Maschinen und Anlagen
investieren, auch wenn die Zurückhaltung steigt.
Der für die Greiffenberger AG wichtige Teilbereich
internationaler Automobilmarkt zeigte im ersten Halbjahr
2022 ebenfalls ein schwächeres Bild. Auch hier wurden
die Prognosen stetig nach unten angepasst. Noch immer
belasten gestörte Wertschöpfungs- und
Logistikketten die Märkte und die Produktion,
insbesondere ausgelöst durch den Chip-Mangel. Der
europäische Pkw-Markt (EU27, EFTA & UK) hat
demnach laut VDA im ersten Halbjahr ein Volumen von 5,6
Mio. Pkw erreicht und lag somit 14 Prozent unter dem
Vorjahresniveau. In Deutschland gingen die Neuzulassungen
um 11 Prozent zurück.
Für den Weltmarkt erwartet der VDA nach seinen
jüngsten Prognosen vom Juni 2022 für das
laufenden Jahr ein Volumen von 70,2 Mio. Einheiten. Das
Marktvolumen des Vor-Corona-Jahres 2019 wird mit den neuen
Werten um 13 Prozent unterschritten, das Volumen des
Rekordjahres 2017 sogar um 17 Prozent.
5
1 World Economic Outlook, IMF, July 2022
In Europa erwartet der VDA nach seiner jüngsten
Juni-Prognose angesichts der Lieferschwierigkeiten für
das laufenden Jahr eine Stagnation des Marktes bei 11,8
Mio. Pkw (±0 Prozent). Zuvor hatte der VDA ein Plus
von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet.
6
Für den deutschen Markt reduzierte der VDA die
Prognose im Juni 2022 von zuvor 5 Prozent auf 3 Prozent
(2,7 Mio. Pkw). "Die Auftragslage ist weiter sehr gut", so
der VDA. Der Auftragsbestand in Deutschland befindet sich
gar auf einem Allzeithoch. Jedoch halten die
angebotsseitigen Schwierigkeiten weiter an: Laut ifo
Institut berichteten 89,5 Prozent der Unternehmen in der
Automobilindustrie im Mai von Knappheiten bei Vorprodukten.
7
6 Internationale Automobilmärkte: VDA passt
Prognosen an | VDA
2.2 | Geschäftsverlauf und GesamtaussageAuch das 1. Halbjahr 2022 konfrontierte den
Greiffenberger-Konzern mit großen Herausforderungen.
So ist die COVID-19-Pandemie noch längst nicht
überwunden, gleichzeitig haben sich durch den
Ukraine-Krieg und die Null-COVID-Politik der chinesischen
Führung die weltweit schwierigen Markt- und
Rahmenbedingungen weiter zugespitzt. Nichtsdestotrotz
konnte im 1. Halbjahr der höchste Umsatz seit der
Restrukturierung im Jahr 2016 erzielt werden. Eine
große Herausforderung im Jahr 2022 liegt in der
Weitergabe der enormen Preissteigerungen im
Vormaterialbereich sowie bei den Frachtraten bei
gleichzeitiger weltweiter Verzögerung bei den
Frachtzeiten. Insgesamt konnte Eberle als einzige operative
Gesellschaft der Greiffenberger AG das Geschäft nach
dem hohen Umsatzwachstum im Jahr 2021 auch im laufenden
Jahr weiter ausbauen bei unverändert hohem
Auftragsbestand.
Die im Jahr 2021 stattgefundene strategische
Neuausrichtung der Finanzstruktur hat die Basis gelegt, um
das weitere geplante Wachstum mit Investitionen zu
begleiten. Daher betrugen die Finanzverbindlichkeiten des
Greiffenberger-Konzerns zum 30. Juni 2022 5,3 Mio. €
(31. Dezember 2021: 3,4 Mio. €).
Per Ende Juni 2022 weist der Greiffenberger-Konzern
Umsatzerlöse von insgesamt 36,6 Mio. € aus (1.
Halbjahr 2021: 27,1 Mio. €), was gegenüber dem
Vorjahreszeitraum einem deutlichen Plus von 35,3 %
entspricht. Der Umsatzanstieg ist dabei auf alle wichtigen
Zielbranchen des Teilkonzerns Eberle, den Maschinenbau, die
stahl- und metallverarbeitende Industrie und
Zulieferbetriebe der Automobilindustrie,
zurückzuführen.
Für das 1. Halbjahr 2022 weist der
Greiffenberger-Konzern ein EBITDA (Ergebnis vor Zinsen,
Steuern und Abschreibungen) in Höhe von 3,8 Mio.
€ aus (Vj. 2,1 Mio. €). Das EBIT (Ergebnis vor
Zinsen und Steuern) beläuft sich per Ultimo Juni 2022
auf 2,6 Mio. € (Vj. 1,0 Mio. €), was
gegenüber 1. Halbjahr 2021 zu einem um 1,6 Mio. €
höheren EBT (Ergebnis vor Steuern) in Höhe von
2,4 Mio. € führte (Vj. 0,8 Mio. €).
Unter dem Strich resultiert im Greiffenberger-Konzern
für den Berichtszeitraum ein mehr als verdoppeltes
positives Ergebnis je Aktie in Höhe von 0,28 €
nach 0,12 € im ersten Halbjahr 2021.
Nach Einschätzung des Vorstands hat die
Unternehmensgruppe nach der erfolgreichen Rückkehr in
ein positives operatives Ergebnis im Jahr 2021 im 1.
Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres die Gesamtlage
des Konzerns durch die infolge des gesamtwirtschaftlichen
Umfelds sehr herausfordernde Anpassung von
Wertschöpfung, Arbeitsabläufen und Prozessen
weiter verbessert. Hier gilt der Dank dem hohen Einsatz
unserer Belegschaft. Schließlich hat sich unsere
nachhaltige, zukunftsorientierte Personalstrategie, in der
schweren Phase des Jahres 2020 die Personalstärke
beizubehalten, als nochmals sehr gut bewahrheitet.
3 | LAGE DES GREIFFENBERGER-KONZERNS3.1 | VermögenslageDie Bilanzsumme des Greiffenberger-Konzerns erhöhte
sich zum Ende des ersten Halbjahres 2022 auf 59,7 Mio.
€ (31. Dezember 2021: 53,1 Mio. €).
Dabei erhöhten sich die langfristigen
Vermögenswerte um 0,5 Mio. € auf 16,0 Mio.
€, nach einem Stand von 15,5 Mio. € zum Ende des
Geschäftsjahres 2021.
Die oberhalb der Abschreibungen liegenden Investitionen
im ersten Halbjahr erhöhten die Sachanlagen im selben
Zeitraum von 10,2 Mio. € auf 11,3 Mio. €.
Die immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich
um 0,1 Mio. € auf 0,1 Mio. €, die
Sicherungseinbehalte des Käufers der Betriebsimmobilie
blieben mit 2,0 Mio. € gegenüber Ultimo 2021
nahezu unverändert.
Hingegen erhöhten sich die kurzfristigen
Vermögenswerte von 37,6 Mio. € auf 43,7 Mio.
€. Das Working Capital (Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen zuzüglich der Vorräte) betrug zum
Ende des ersten Halbjahres 2022 in Summe 40,9 Mio. €
nach 32,6 Mio. € zum 31. Dezember 2021.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen
hierbei um 5,2 Mio. € auf 18,5 Mio. € (31.
Dezember 2021: 13,3 Mio. €), die Vorräte um 3,1
Mio. € auf 22,4 Mio. € (31. Dezember 2021: 19,3
Mio. €). Die Erhöhung der Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen ist größtenteils auf
den deutlichen Umsatzanstieg zurückzuführen, hier
spielt aber auch der Stichtagseffekt eine Rolle.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte
inklusive der sonstigen kurzfristigen finanziellen
Vermögenswerte blieben zum 30. Juni 2022 mit 2,0 Mio.
€ unverändert (31. Dezember 2021: 2,0
Mio.€), während sich die liquiden Mittel des
Greiffenberger-Konzerns zum 30. Juni 2022 auf 0,7 Mio.
€ (31. Dezember 2021: 3,1 Mio. €) reduzierten.
Ursächlich für den starken Rückgang ist
neben der operativen Ausweitung des Geschäfts die
erhöhte Investitionstätigkeit im laufenden
Geschäftsjahr.
3.2 | FinanzlageDas Eigenkapital des Greiffenberger-Konzerns
erhöhte sich aufgrund des Konzernergebnisses des
ersten Halbjahres 2022 auf 28,0 Mio. € (Ultimo 2021:
26,3 Mio. €). Unverändert beläuft sich dabei
das gezeichnete Kapital auf 7,0 Mio. €. Aufgrund der
deutlich gestiegenen Bilanzsumme kommt es somit zu einer
Verminderung der Eigenkapitalquote von 49,6% per Ultimo
2021 auf 46,8 % per Halbjahresende.
Die Nettofinanzverschuldung des Konzerns
(Bankverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel)
betrug zum 30. Juni 2022 -4,6 Mio. €, damit lag sie
oberhalb des Vorjahresschlusswertes in Höhe von -0,3
Mio. €.
Die langfristigen Schulden im Greiffenberger-Konzern
erhöhten sich im ersten Halbjahr 2022 insgesamt
gegenüber Ultimo 2021 von 18,4 Mio. €
geringfügig auf 18,5 Mio. €, die darin
enthaltenen langfristigen Rückstellungen blieben mit
13,8 Mio. € annähernd auf dem Niveau des
Vorjahresultimo (13,7 Mio. €). Die langfristigen
finanziellem Schulden stiegen um 0,3 Mio. € von 2,6
Mio. € auf 2,9 Mio. €.
Die kurzfristigen Schulden betrugen zum 30. Juni 2022
somit insgesamt 13,2 Mio. € und lagen somit um 4,8
Mio. € über dem Wert per Ultimo 2021 (8,4 Mio.
€). Dabei erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt auf 4,9 Mio.
€ gegenüber dem Vorjahresstichtag 31.12.2021 mit
3,3 Mio. €.
Die kurzfristigen Darlehensverbindlichkeiten
erhöhten sich auf 3,5 Mio. € (31. Dezember 2021:
1,2 Mio. €), die kurzfristigen Rückstellungen um
0,3 Mio. € auf 1,1 Mio. € (31. Dezember 2021: 0,8
Mio. €). Die sonstigen kurzfristigen Schulden
inklusive der sonstigen kurzfristigen finanziellen Schulden
betrugen 3,5 Mio. € nach 2,9 Mio. € zum
Vorjahresende.
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit fiel von
-0,4 Mio. € im Vorjahreszeitraum auf -2,4 Mio. €
im ersten Halbjahr 2022. Maßgeblich für diese
Veränderung sind die infolge des Umsatzanstiegs
deutlich gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen, die dem Greiffenberger-Konzern verzögert
als liquide Mittel zufließen, sowie die Investitionen
in gestiegene Vorratsbestände.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug
aufgrund der erhöhten Investitionstätigkeit im
ersten Halbjahr 2022 -1,9 Mio. € nach -0,7 Mio. €
im Vorjahreszeitraum.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag im
Berichtszeitraum bei 1,9 Mio. €, nach -1,7 Mio. €
im Vergleichszeitraum 2021, es wurden dabei vorhandene
Kreditlinien ausgenutzt.
Seine Kreditlinien nahm der Greiffenberger-Konzern mit
einem Betrag von insgesamt 5,3 Mio. € (31. Dezember
2021 3,4 Mio. €) in Anspruch, die freien Kreditlinien
betrugen per Ultimo Juni 2022 2,3 Mio. € (31. Dezember
2021: 4,7 Mio. €). Die liquiden Mittel lagen zum
Stichtag bei 0,7 Mio. € (31. Dezember 2021: 3,1 Mio.
€). Die freien Mittel (liquide Mittel und freie
Kreditlinien) betrugen zum 30. Juni 2022 somit insgesamt
3,0 Mio. € (31. Dezember 2020: 7,7 Mio. €).
3.3 | ErtragslageDer kumulierte Auftragseingang beläuft sich zum 30.
Juni 2022 auf 40,7 Mio. € nach 31,0 Mio. € im
Vorjahreszeitraum, entsprechend einem Plus von 31,4 %. Der
Auftragsbestand per 30. Juni 2022 beträgt 22,9 Mio.
€ (31. Dezember 2021: 19,2 Mio. €). Der Quotient
aus Auftragseingängen zu Umsatzerlösen
(Book-to-Bill Ratio) beträgt per 30. Juni 2022 1,11
(Gesamtjahr 2021: 1,19).
Der Greiffenberger-Konzern weist für das erste
Halbjahr 2022 Umsatzerlöse in Höhe von 36,6 Mio.
€ aus, was gegenüber dem Vorjahreswert von 27,1
Mio. € einen Umsatzanstieg um 35,3 % bedeutet. Dabei
betrugen die Auslandsumsätze in Summe 33,7 Mio. €
nach 24,8 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Der
Inlandsumsatz verzeichnete insgesamt eine Steigerung um
26,9 % von 2,3 Mio. € im ersten Halbjahr 2021 auf 2,9
Mio. €.
Die Exportquote blieb mit 92 % auf identischem Niveau
zum Vorjahr.
Die Gesamtleistung des Greiffenberger-Konzerns lag im
ersten Halbjahr 2022 mit 37,5 Mio. € um 33,9 %
über dem Vorjahreswert von 28,0 Mio. €. Die
unterhalb des Umsatzanstiegs liegende Steigerung der
Gesamtleistung ist dem einmaligen Ertrag aus der
Ablösung des Genussscheins im Vorjahreszeitraum
geschuldet, die in den sonstigen Erträgen verbucht
wurde.
Der Materialaufwand des Greiffenberger-Konzerns lag im
ersten Halbjahr 2022 mit 16,8 Mio. € um 52,0 %
über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (Vj. 11,0 Mio.
€). Die Materialaufwandsquote erhöhte sich auf
Basis der deutlich höheren Gesamtleistung hierbei um
5,3 Prozentpunkte auf 44,7 % (Vj. 39,4 %). Zur
Erhöhung der Quote hat neben den deutlich gestiegenen
Vormaterialpreisen auch der Umsatzmix hin zu Umsätzen
mit einem höheren Materialanteil beigetragen.
Die Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer
(Personalaufwand) des Greiffenberger-Konzerns erhöhten
sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Niveau des
Vorjahreszeitraums (10,3 Mio. €) um 14,0 % auf 11,7
Mio. €. Die Personalaufwandsquote verminderte sich
indessen auf Basis der deutlich höheren Gesamtleistung
deutlich auf 31,3 % (Vj. 36,7 %). Im Berichtszeitraum ist
es nochmals zu einer Steigerung der Produktionsauslastung
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gekommen. Auch der oben
erwähnte veränderte Umsatzmix hat zu einer
Verringerung der Personalaufwandsquote beigetragen.
Der Greiffenberger-Konzern weist für das erste
Halbjahr 2022 einen Aufwand für planmäßige
Abschreibungen und Wertminderungen in Höhe von 1,2
Mio. € nach 1,1 Mio. € im Vorjahreszeitraum aus,
welcher ausschließlich auf den Unternehmensbereich
Metallbandsägeblätter &
Präzisionsbandstahl entfällt.
Der sich für den Greiffenberger-Konzern für
den Berichtszeitraum ergebende Saldo aus Sonstigen
Erträgen und Anderen Aufwendungen verschlechterte sich
gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 26,5 % von -3,7
Mio. € auf -4,6 Mio. €. Ursächlich
hierfür sind insbesondere deutlich gestiegene
Frachtraten, die die Vertriebskosten im laufenden
Geschäftsjahr erheblich belasten.
Für das erste Halbjahr 2022 weist der
Greiffenberger-Konzern ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) von 3,8 Mio. € (Vj. 2,1 Mio.
€) und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von
2,6 Mio. € (Vj.1,0 Mio. €) aus.
Der Unternehmensbereich Metallbandsägeblätter
& Präzisionsbandstahl (Teilkonzern Eberle) schloss
das erste Halbjahr 2022 mit (jeweils vor Konsolidierung)
einem EBITDA in Höhe von 4,3 Mio. € (Vj.2,4 Mio.
€) und einem EBIT in Höhe von 3,1 Mio. €
(Vj. 1,4 Mio. €) ab, die EBIT-Marge des Teilkonzerns
Eberle lag dabei im Berichtszeitraum bei 8,5 % (Vj. 5,0 %).
Das Ergebnis wurde insbesondere durch die gute
Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr 2022 ermöglicht.
Die nochmals gestiegene gute Auslastung der Produktion
führte aufgrund der hohen Wertschöpfung der J.N.
Eberle & Cie. GmbH außerdem im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum zu Skaleneffekten im Ergebnis.
Im Berichtszeitraum ist es nach den Jahren 2020 und 2021
wieder zu einer erhöhten Reisetätigkeit gekommen.
Die bereits im letzten Jahr eingetretene Verteuerung bei
den Logistikkosten sowie die Schwierigkeiten im
Materialnachschub und bei der Verfügbarkeit von
elektronischen Bauteilen hat sich im ersten Halbjahr 2022
weiter fortgesetzt und verschärft.
Im Berichtszeitraum sind unverändert zum
Vorjahreszeitraum hohe Beratungsaufwendungen angefallen,
die im Zusammenhang mit dem geplanten Umzug der J.N. Eberle
& Cie. GmbH in eine andere Betriebsimmobilie stehen.
Das Finanzergebnis des Greiffenberger-Konzerns belief
sich im ersten Halbjahr 2022 mit -0,2 Mio. € auf dem
Niveau des Vorjahreszeitraums. Das Finanzergebnis
beinhaltet 0,1 Mio. € (Vj. 0,1 Mio. €)
rechnerischen Zinsaufwand für
Personalrückstellungen.
Insgesamt betrug das für den Greiffenberger-Konzern
ausgewiesene Ergebnis vor Steuern (EBT) 2,4 Mio. € im
ersten Halbjahr 2022 nach 0,8 Mio. € im
Vorjahreszeitraum.
Für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurde im
Berichtszeitraum ein Aufwand in Höhe von 0,8 Mio.
€ (Vj. 0,1 Mio. €) erfasst. Das Konzernergebnis
(nach Steuern) betrug im Berichtszeitraum 1,6 Mio. €
nach 0,7 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Auf der Basis
von jeweils 5.855.629 im Umlauf befindlichen Aktien
errechnet sich hieraus im ersten Halbjahr 2022 ein Ergebnis
je Aktie von 0,28 € nach 0,12 € im ersten
Halbjahr 2021.
3.4 | Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDer Greiffenberger-Konzern beschäftigte zum Ende
des ersten Halbjahres 2022 (ohne Vorstände und
Geschäftsführer) weltweit 325 (Vj. 302; 31.
Dezember 2021: 320) Mitarbeiter, die jeweils
vollständig auf den Unternehmensbereich
Metallbandsägeblätter &
Präzisionsbandstahl entfielen.
4 | NACHTRAGSBERICHTAm 30. August 2022 konnte die bisher bestehende
Betriebsmittellinie bei den die J.N. Eberle & Cie. GmbH
finanzierenden namhaften Großbanken von 4 Mio. €
auf eine Summe von 6 Mio. € erhöht werden.
Zusätzlich besteht seit Juli 2022 die
Möglichkeit, unechte Pensionsgeschäfte
gemäß § 340 b Abs. 3 und 5 HGB über
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zu einem
maximalen ausstehenden Gesamtbetrag von 5,0 Mio. $
abzuschließen. Damit konnte die verfügbare
Liquidität weiter gesteigert werden.
Mit Wirkung zum Ablauf des 31. August 2022 ist Herr
Martin Döring als Vorstandsmitglied der Greiffenberger
AG ausgeschieden und hat sein Amt als
Geschäftsführer der J.N. Eberle & Cie. GmbH
beendet. Herr Gernot Egretzberger ist mit Wirkung zum 01.
September 2022 als neuer Alleinvorstand in die
Greiffenberger AG eingetreten und übernimmt in
Personalunion auch die Geschäftsführung der J.N.
Eberle & Cie. GmbH.
Weitere Ereignisse, die für den
Greiffenberger-Konzern von wesentlicher Bedeutung für
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind und zu
einer veränderten Beurteilung der Lage führen
könnten, sind nach dem Bilanzstichtag nicht
eingetreten.
5 | PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT5.1 | PrognoseberichtDie für den Greiffenberger-Konzern kommunizierte
Prognose sieht für das Geschäftsjahr 2022
wiederum eine Umsatz- und Ergebnissteigerung aus der
operativen Geschäftstätigkeit vor.
So wird erwartet, dass der Umsatz im Geschäftsjahr
2022 im Vergleich zum Umsatzniveau 2021 im unteren
zweistelligen Prozentbereich ansteigt. Neben der rein
mengenmäßigen Steigerung wird ein besonderer
Fokus auf der Weitergabe der enormen Preissteigerungen im
Vormaterialbereich, aber auch bei den Frachtkosten liegen.
Vor diesem Hintergrund soll bei nochmals erhöhtem
Investitionsvolumen und leicht erhöhter Belegschaft
das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für das
Geschäftsjahr 2022 innerhalb des Intervalls von 2,0
Mio. € bis 5,0 Mio. € liegen, wobei aufgrund der
vorgenannten negativen Einflussfaktoren derzeit von einem
Eintreffen der Prognose hinsichtlich des EBIT im unteren
Bereich ausgegangen wird. Die Prognose steht unter dem
Vorbehalt, dass sich die weltweit angespannten Markt- und
Rahmenbedingungen insbesondere durch den Ukraine-Krieg und
den Corona-Lockdown in Teilen Chinas nicht signifikant
verschlechtern.
Insbesondere durch gravierende Gesamtmarktschwankungen,
Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen
Rahmenbedingungen, sich zuspitzende Auswirkungen der noch
andauernden COVID-19-Pandemie und des Ukraine-Kriegs oder
sonstige externe und interne Ereignisse kann die
tatsächliche Entwicklung von der in diesem Bericht
getroffenen Prognose abweichen.
Die Perspektiven für die Weltwirtschaft trüben
sich laut des Internationalen Währungsfonds (IWF)
immer mehr ein. Die drei großen
Wirtschaftsmächte - die USA, China und die Eurozone -
schwächeln alle. Der IWF hat im Juli erneut seine
Prognosen 2022 für die allermeisten Länder
gesenkt. In seiner neuen Prognose rechnet der IWF in diesem
Jahr nur noch mit einem globalen Wachstum von 3,2 Prozent.
8 Das sind 0,4 Prozentpunkte weniger als noch im
April angenommen. In Deutschland soll das
Bruttoinlandsprodukt (BIP) demnach nur noch um 1,2 Prozent
wachsen - eine deutliche Herabstufung im Vergleich zur
Prognose aus dem Mai. Damals hatte der IWF noch ein
Wachstum von rund 2 Prozent für 2023 und 2022
prognostiziert.
8 World Economic Outlook, IMF, July 2022
5.2 | Chancen- und RisikoberichtChancenberichtDie Ausführungen im Konzernlagebericht der
Greiffenberger AG für das zum 31. Dezember 2021
endende Geschäftsjahr zu den Chancen der
künftigen Entwicklung, auf die an dieser Stelle
verwiesen wird, haben unverändert Bestand.
RisikoberichtIn der Definition von Risiken, der Unterscheidung der
Eintrittswahrscheinlichkeiten von Risiken sowie der
Differenzierung der möglichen Auswirkungen
eintretender Risiken auf die Zielerreichung bzw. die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich
gegenüber den entsprechenden Ausführungen im
Konzernlagebericht der Greiffenberger AG für das zum
31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr, auf die an
dieser Stelle verwiesen wird, keine Veränderungen
ergeben.
Vertrieb und Markt: Ein erheblicher Risikofaktor ist
unverändert die Viruskrankheit COVID-19, deren
Ausmaß und Folgen für die Weltwirtschaft
weiterhin wenig verlässlich abschätzbar sind, wie
die Dauer der Pandemie selbst. Auf Grundlage der
derzeitigen Informationen und Einschätzungen geht der
Greiffenberger-Konzern davon aus, entsprechende Risiken im
vorstehenden Prognosebericht adäquat
berücksichtigt zu haben. Entscheidende Risikoelemente
im Prognosezeitraum sind vor allem die nicht absehbaren
Folgen des andauernden Krieges in der Ukraine und die
daraus resultierende Gaskrise sowie die ungewissen weiteren
Entwicklungen in wichtigen Absatzmärkten. Insgesamt
wird im Bereich Vertrieb und Markt mit einer mittleren
Wahrscheinlichkeit mit dem Eintritt von Risiken gerechnet,
die spürbare oder erhebliche Auswirkungen auf den
Zielerreichungsgrad haben können. Im Übrigen
haben die Ausführungen im Konzernlagebericht der
Greiffenberger AG für das zum 31. Dezember 2021
endende Geschäftsjahr zu den Risiken im Bereich
"Vertrieb und Markt", auf die an dieser Stelle verwiesen
wird, soweit sie nicht vorstehend aktualisiert wurden,
unverändert Bestand.
Finanzwirtschaftliche Risiken:Im Juli 2021 konnte eine Wachstumsfinanzierung mit zwei
namhaften Großbanken über insgesamt 7,0 Mio.
€ abgeschlossen werden. Diese Summe teilt sich auf in
Betriebsmittellinien in Höhe von insgesamt 4,0 Mio.
€ und Förderkredite aus dem Programm der KfW von
3,0 Mio. €, deren Höhe zum 30. Juni 2022 noch 2,3
Mio. € beträgt. Sollte eine unerwartete
Marktentwicklung eintreten, die einen signifikant
höheren Finanzierungsbedarf erforderlich macht,
könnte ein Risiko eintreten, das den Fortbestand des
Konzerns gefährdet. Dem gegenüber stehen weitere
mögliche Finanzierungspotenziale.
Im Übrigen haben die Ausführungen im
Konzernlagebericht zu den Finanzwirtschaftlichen Risiken
der Greiffenberger AG für das zum 31. Dezember 2021
endende Geschäftsjahr, auf die an dieser Stelle und im
Weiteren verwiesen wird, unverändert Bestand.
Betriebsimmobilie der J.N. Eberle & Cie. GmbH und ihre Veräußerung:Hierzu wird auf die Ausführungen im
Konzernlagebericht der Greiffenberger AG für das zum
31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr verwiesen.
Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken im
Zusammenhang mit der Betriebsimmobilie der J.N. Eberle
& Cie. GmbH und ihrer im September 2020 erfolgten
Veräußerung, insbesondere solcher mit
mittelfristig in Summe spürbaren bis erheblichen
Auswirkungen auf den Zielerreichungsgrad, wird
unverändert als gering eingeschätzt.
Beschaffungsrisiken: Durch die infolge der Pandemie und
des Ukraine-Kriegs aufgetretenen zum Teil massiven
Störungen der Lieferketten besteht unverändert
das Risiko des Entstehens von Lieferengpässen. Soweit
technologisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll,
wird das Beschaffungsrisiko durch geeignete
Lieferantenauswahl und das sog. dual sourcing begrenzt. Die
Eintrittswahrscheinlichkeit von Beschaffungsrisiken mit
jeweils unwesentlichen bis geringen Auswirkungen auf den
Zielerreichungsgrad wird insgesamt im mittleren Bereich
eingeschätzt, ebenso die Wahrscheinlichkeit des
Eintritts von Beschaffungsrisiken mit spürbaren oder
erheblichen Auswirkungen. Im Übrigen haben die
Ausführungen im Konzernlagebericht der Greiffenberger
AG für das zum 31. Dezember 2021 endende
Geschäftsjahr zu den Beschaffungsrisiken
unverändert Bestand.
Betriebsrisiken: Betriebsrisiken werden durch
Qualitätssicherungssysteme, regelmäßige
Wartungen und eine Modernisierung der Produktionsanlagen,
der EDV-Ausstattung und anderer betrieblicher Hilfsmittel
begrenzt. Zur Vermeidung von COVID-19-Risiken wurden
daneben umfassende Maßnahmen getroffen. Die
Eintrittswahrscheinlichkeit von Betriebsrisiken mit jeweils
unwesentlichen bis geringen Auswirkungen auf den
Zielerreichungsgrad wird insgesamt im mittleren Bereich
eingeschätzt, die Wahrscheinlichkeit des Eintritts von
Betriebsrisiken mit spürbaren oder erheblichen
Auswirkungen als gering. Im Übrigen haben die
Ausführungen im Konzernlagebericht der Greiffenberger
AG für das zum 31. Dezember 2021 endende
Geschäftsjahr zu den Betriebsrisiken unverändert
Bestand.
Produkt- und Leistungsportfolio: Die Ausführungen
im Konzernlagebericht der Greiffenberger AG für das
zum 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr zu den
Risiken im Bereich "Produkt- und Leistungsportfolio haben
unverändert Bestand. Die Eintrittswahrscheinlichkeit
von Risiken in diesem Bereich, insbesondere mit jeweils
mehr als nur unwesentlichen bis geringen Auswirkungen auf
den Zielerreichungsgrad, wird als gering eingeschätzt.
Ausfall- und Abwertungs- bzw. Wertberichtigungsrisiken:
Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken mit
voraussichtlich erheblichen Auswirkungen auf die
Vermögens- Finanz- und Ertragslage des
Greiffenberger-Konzerns wird im niedrigen Bereich der
Eintrittswahrscheinlichkeit eingeordnet. Im Übrigen
haben die Ausführungen im Konzernlagebericht der
Greiffenberger AG für das zum 31. Dezember 2021
endende Geschäftsjahr zu den Ausfall- und Abwertungs-
bzw. Wertberichtigungsrisiken unverändert Bestand.
Währungsrisiken: Die Ausführungen im
Konzernlagebericht der Greiffenberger AG für das zum
31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr zu den
Währungsrisiken haben unverändert Bestand.
Es wird insgesamt mit einer mittleren Wahrscheinlichkeit
mit dem Eintritt von Risiken gerechnet, die jeweils nur
geringe Auswirkungen auf den Zielerreichungsgrad haben
sollten.
Rechts- und Steuerrisiken: Die Ausführungen im
Konzernlagebericht der Greiffenberger AG für das zum
31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr zu den Rechts-
und Steuerrisiken haben unverändert Bestand. Die
Eintrittswahrscheinlichkeit von Rechts- und Steuerrisiken,
insbesondere mit jeweils mehr als nur unwesentlichen bis
geringen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage, wird als gering eingeschätzt.
Umweltrisiken: Die Greiffenberger AG begegnet einem
(teilweisen) Ausfall der Produktion bedarfsweise mit einer
Nutzung der üblichen Instrumente wie flexibler
Arbeitszeitkonten und der bedarfsgerechten Nutzung von
Kurzarbeit. Im Übrigen haben die Ausführungen im
Konzernlagebericht der Greiffenberger AG für das zum
31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr zu den
Umweltrisiken unverändert Bestand.
Zusammenfassende Darstellung der Chancen- und RisikolageDie Greiffenberger AG und ihre Konzernunternehmen
verfügen insgesamt über ein Steuerungssystem, das
die frühzeitige Identifikation von Risiken erlaubt,
die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage haben können. Das
Risikomanagementsystem erlaubt es der
Geschäftsführung, Risiken zeitnah zu erkennen und
rechtzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Im Vorjahr konnte eine Wachstumsfinanzierung mit zwei
namhaften Großbanken über insgesamt 7,0 Mio.
€ abgeschlossen werden. Diese Summe teilt sich auf in
Betriebsmittellinien in Höhe von insgesamt 4,0 Mio.
€ und Förderkredite aus dem Programm der KfW von
3,0 Mio. €, deren Höhe zum 30. Juni 2022 noch 2,3
Mio. € beträgt. Sollte eine Marktentwicklung
eintreten, die einen signifikant höheren
Finanzierungsbedarf erforderlich macht, könnte ein
Risiko eintreten, das den Fortbestand des Konzerns
gefährdet. Dem gegenüber stehen weitere
mögliche Finanzierungspotenziale.
Im Übrigen haben die Ausführungen im
Konzernlagebericht der Greiffenberger AG für das zum
31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr zu den
Umweltrisiken unverändert Bestand.
Augsburg, den 30. September 2022
Greiffenberger Aktiengesellschaft
scrollen
Konzernbilanz zum 30. Juni 2022AKTIVAscrollen
PASSIVAscrollen
Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2022scrollen
Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2022scrollen
Die Zahlungsmittel und -äquivalente am Ende der
Periode setzen sich wie folgt zusammen:
scrollen
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 30. Juni 2022scrollen
Verkürzter Konzernanhang zum 30. Juni 2022A | ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGENDer Konzernhalbjahresabschluss und der
Konzernzwischenlagebericht der Greiffenberger AG (die
"Gesellschaft"), Augsburg, eingetragen im Handelsregister
des Amtsgerichts Augsburg unter HRB 31776, zum 30. Juni
2022 wurden weder entsprechend § 317 HGB geprüft
noch einer prüferischen Durchsicht durch einen
Abschlussprüfer unterzogen.
Der Konzernabschluss der Greiffenberger AG für das
zum 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr wurde
gemäß § 315e Abs. 1 HGB unter Beachtung
aller am damaligen Abschlussstichtag gültigen
International Financial Reporting Standards (IFRS) des
International Accounting Standards Board (IASB), London,
und aller für das damals abgelaufene
Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des
International Financial Reporting Interpretations Committee
(IFRIC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden
waren, erstellt. Der Zwischenabschluss des Konzerns zum 30.
Juni 2022 wird auf Basis des IAS 34
(Zwischenberichterstattung) erstellt. Dabei wurde die in
IAS 34 zulässige Methode der verkürzten
Darstellung gewählt. Die in dem
Konzernhalbjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden entsprechen denen des
veröffentlichten Konzernabschlusses für das zum
31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr. Ferner steht
der Konzernhalbjahresabschluss im Einklang mit dem
Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 16. Der
Konzernhalbjahresabschluss wird in Euro erstellt. Die
Berichtsperiode dieses Abschlusses nach IAS 34 ist der
Zeitraum von sechs Monaten vom 1. Januar 2022 bis 30. Juni
2022.
Konzern- und Jahresabschluss der Greiffenberger AG
für das zum 31. Dezember 2021 endende
Geschäftsjahr nebst dem zugehörigen
Zusammengefassten Lagebericht wurden vom Vorstand der
Gesellschaft am 31. März 2022 aufgestellt und in der
am 08. April 2022 geänderten Fassung fristgerecht
offengelegt.
Im Juli 2021 konnte zur Deckung eines möglichen
zusätzlichen Kapitalbedarfs und für das weitere
Wachstum eine Neufinanzierung mit zwei namhaften
Großbanken über insgesamt 7,0 Mio. €
abgeschlossen werden. Diese Summe teilt sich auf in
Betriebsmittellinien in Höhe von insgesamt 4,0 Mio.
€ und Förderkredite aus dem Programm der KfW von
3,0 Mio. €, deren Höhe zum 30. Juni 2022 noch 2,3
Mio. € beträgt. Sollte eine Marktentwicklung
eintreten, die einen signifikant höheren
Finanzierungsbedarf erforderlich macht, könnte ein
Risiko eintreten, das den Fortbestand des Konzerns
gefährdet.
Neue RechnungslegungsvorschriftenDie zum 1. Januar 2022 erstmalig anzuwendenden
geänderten Rechnungslegungsvorschriften hatten keine
wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der
Vermögens-, Finanz und Ertragslage. Ebenso wird aus
den vom IASB verabschiedeten, aber noch nicht angewandten
Rechnungslegungsmethoden keine wesentliche Auswirkung
erwartet.
B | BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZESchätzungen und Beurteilungen im Rahmen der RechnungslegungGegenüber dem Konzernabschluss der Greiffenberger
AG für das zum 31. Dezember 2021 endende
Geschäftsjahr wurden keine
Schätzungsänderungen mit wesentlicher Auswirkung
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Greiffenberger-Konzerns vorgenommen.
C | KONSOLIDIERUNGSKREISIm Konsolidierungskreis zum 30. Juni 2022 haben sich
keine Veränderungen gegenüber dem
Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2021 ergeben.
D | ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GESAMTERGEBNISRECHNUNGErläuterungen zu wesentlichen Änderungen der
Posten der Konzernbilanz und der
Konzerngesamtergebnisrechnung sind im
Konzernzwischenlagebericht aufgeführt.
Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und des Ukraine-KriegsDie in der Zwischenberichtsperiode erzielten Ergebnisse
lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die
Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu. Die mit
der anhaltenden COVID-19-Pandemie und dem Ukraine-Krieg
einhergehenden Unsicherheiten werden, falls relevant, bei
Schätzungen und Ermessensentscheidungen
berücksichtigt. Derzeit besteht kein signifikantes
Risiko, dass die COVID-19-Pandemie und der Ukraine-Krieg zu
wesentlichen Anpassungen der Buchwerte der ausgewiesenen
Vermögenswerte und Schulden führen werden. An der
grundlegenden strategischen Ausrichtung der Greiffenberger
AG und ihrer Konzernunternehmen haben sich durch die
COVID-19-Pandemie und den Ukraine-Krieg keine
Änderungen ergeben.
Die Greiffenberger AG beobachtet und analysiert die
staatlich garantierten Förder- und
Unterstützungsangebote sowohl der Bunderegierung als
auch der Regierungen in den Ländern der
Tochtergesellschaften der J.N. Eberle & Cie. GmbH.
Soweit möglich und sinnvoll nimmt die Greiffenberger
AG solche Maßnahmen in Anspruch. Zusätzliche
Angaben zu den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und des
Ukraine-Kriegs finden sich im Konzernzwischenlagebericht.
UmsatzerlöseDie in der Gesamtergebnisrechnung der Greiffenberger AG
berücksichtigten Umsätze resultieren in voller
Höhe von 36.639 T€ (Vj. 27.085 T€) aus dem
Segment Metallbandsägeblätter und
Präzisionsbandstahl. Von den Gesamtumsatzerlösen
über 36.639 T€ werden 3.530 T€
Umsatzerlöse aufgrund von Einlieferungen in
Konsignationsläger erfasst. Die Erhöhung der
Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist
bedingt durch gestiegenes Geschäft sowohl bei
Hochleistungsbandsägeblättern als auch bei
Präzisionsbandstahl jeweils im In- und Ausland.
Für weitere Erläuterungen zu den
Umsatzerlösen wird auf die Segmentberichterstattung
verwiesen.
Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden in der
Berichtsperiode auf der Grundlage der bestmöglichen
Schätzung des gewichteten durchschnittlichen
jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für
das Gesamtjahr erwartet wird.
FinanzinstrumenteInsgesamt entspricht die Bewertung der Finanzinstrumente
zum Halbjahresabschluss im Wesentlichen den Parametern des
Konzernabschlusses zum 31.12.2021. Wesentliche
Kreditrisiken, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben,
entfallen für den Greiffenberger-Konzern auf das
Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen. Um Ausfallsrisiken entgegenzuwirken, werden
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in bestimmten
Regionen durch eine Warenkreditversicherung abgedeckt und
damit ein in Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie und dem
Ukraine-Krieg einhergehender möglicher Anstieg des
Ausfallsrisikos beschränkt. Soweit einzelne
Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch
Wertberichtigungen erfasst.
Die Buchwerte der einzelnen Klassen von finanziellen
Vermögenswerten und finanziellen Schulden entsprechen
den Zeitwerten.
E | ERGEBNIS JE AKTIEDas unverwässerte Ergebnis je Aktie wird nach IAS
33 als Quotient aus dem auf die Aktionäre der
Greiffenberger AG entfallenden Anteil am Konzernergebnis
("Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen") und
der durchschnittlichen gewichteten Anzahl der während
des Berichtszeitraums im Umlauf befindlichen Aktien
ermittelt.
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der
Greiffenberger AG in Höhe von 7.010.023,80 €
setzte sich zum Ende des ersten Halbjahres 2022
(Vorjahreszeitraums) zusammen aus 5.855.629 auf den Inhaber
lautenden nennwertlosen Stückaktien. Die Anzahl der
ausgegebenen Aktien blieb während des ersten
Halbjahres 2022 (Vorjahreszeitraums) ebenso wie das
Grundkapital der Gesellschaft unverändert. Die
Greiffenberger AG besaß während des
Berichtszeitraums wie auch während des
Vorjahreszeitraums keine eigenen Aktien. Die zu
berücksichtigende durchschnittliche gewichtete Anzahl
der während des Berichtszeitraums
(Vergleichszeitraums) im Umlauf befindlichen Aktien
("durchschnittliche gewichtete Anzahl Aktien") beträgt
daher 5.855.629.
Weder zum 30. Juni 2022 noch zum 30. Juni 2021 waren
Optionen auf Aktien ausstehend, die das Ergebnis je Aktie
verwässern, sodass das verwässerte Ergebnis je
Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie entspricht.
Im Falle der Ausübung des bedingten Kapitals der
Greiffenberger AG würden in Zukunft
Verwässerungen eintreten.
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich dementsprechend wie
folgt:
scrollen
F | ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNGDer in der Konzernkapitalflussrechnung zum 30. Juni 2022
ausgewiesene Finanzmittelbestand in Höhe von 716
T€ umfasst, ebenso wie jener in Höhe von 4.039
T€ zum Ende des Vorjahreszeitraums, alle in der Bilanz
enthaltenen Zahlungsmittel und -äquivalente, d.h.
Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei
Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten
verfügbar sind.
Die Mittelveränderung aus der Investitions- und
Finanzierungstätigkeit wird zahlungsbezogen ermittelt.
Die Mittelveränderung aus der betrieblichen
Tätigkeit hingegen wird ausgehend vom Periodenergebnis
indirekt abgeleitet.
G | SegmentberichterstattungGegenüber dem Konzernabschluss für das
Geschäftsjahr 2021 kam es zu keinen Änderungen in
der Segmentberichterstattung. Angaben zu den
Aktivitäten nach Geschäftsfeldern und ihrer
Unterteilung in die in den nachfolgenden Tabellen
dargestellten Segmente sind im Konzernanhang für das
Geschäftsjahr 2021 in Anhangsabschnitt I gemacht.
Im Berichtszeitraum wie auch im Vorjahreszeitraum lagen,
ausgenommen die Abschreibungen, keine wesentlichen
nicht-zahlungswirksamen sonstigen Aufwendungen vor.
Im Berichtszeitraum besteht im Segment Eberle ein
Großkunde, auf den 24,9 % (Vj. 16,1 %) der
Umsätze entfielen. Im ersten Halbjahr 2022 wurden 41,4
% (Vj. 36,1 %) der Umsätze dieses Segments in den USA
und China generiert. Bei den Segmentinformationen nach
Regionen richten sich die Außenumsätze nach dem
Sitz der Kunden.
Segmente 1. Januar bis 30. Juni 2022scrollen
Segmente 1. Januar bis 30. Juni 2022 nach geographischen Regionenscrollen
H | BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONENDer Greiffenberger-Konzern wird im ersten Halbjahr 2022
von den Angabepflichten des IAS 24 in Bezug auf die
Geschäftsbeziehungen zu den Mitgliedern des Vorstands
und des Aufsichtsrats sowie zur Greiffenberger Holding
GmbH, Thurnau, berührt. Diese war während des
Berichtszeitraums nach Kenntnis der Gesellschaft
durchgängig mit 2.699.020 Aktien (zum 30. Juni 2022
entsprechend einem Gesamtstimmrechtsanteil von 46,09 %) an
der Greiffenberger AG beteiligt.
Zu den nichtkonsolidierten Unternehmen oder anderen
nahestehenden Personen bestanden im ersten Halbjahr 2022
nur unwesentliche Geschäftsvorfälle. Die
Bedingungen von Geschäftsvorfällen mit
nahestehenden Unternehmen und Personen entsprechen denen
mit unabhängigen Geschäftspartnern.
Über die vorgenannten Angaben hinausgehende
angabepflichtige Beziehungen lagen im Berichtszeitraum
nicht vor.
I | EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAGAm 30. August 2022 konnte die bisher bestehende
Betriebsmittellinie bei den die J.N. Eberle & Cie. GmbH
finanzierenden namhaften Großbanken von 4 Mio. €
auf eine Summe von 6 Mio. € erhöht werden.
Zusätzlich besteht seit Juli 2022 die
Möglichkeit, unechte Pensionsgeschäfte
gemäß § 340 b Abs. 3 und 5 HGB über
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zu einem
maximalen ausstehenden Gesamtbetrag von 5,0 Mio. $
abzuschließen. Damit konnte die verfügbare
Liquidität weiter gesteigert werden.
Mit Wirkung zum Ablauf des 31. August 2022 ist Herr
Martin Döring als Vorstandsmitglied der Greiffenberger
AG ausgeschieden und hat sein Amt als
Geschäftsführer der J.N. Eberle & Cie. GmbH
beendet. Herr Gernot Egretzberger ist mit Wirkung zum 01.
September 2022 als neuer Alleinvorstand in die
Greiffenberger AG eingetreten und übernimmt in
Personalunion auch die Geschäftsführung der J.N.
Eberle & Cie. GmbH.
Weitere Ereignisse, die für den
Greiffenberger-Konzern von wesentlicher Bedeutung für
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind und zu
einer veränderten Beurteilung der Lage führen
könnten, sind nach dem Bilanzstichtag nicht
eingetreten.
Augsburg, den 30. September 2022
Greiffenberger Aktiengesellschaft
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Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der
Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Augsburg, den 30. September 2022
Greiffenberger Aktiengesellschaft
scrollen
ImpressumGreiffenberger Aktiengesellschaft
Gernot Egretzberger
Vorstand
Eberlestraße 28
86157 Augsburg
Deutschland
Telefon: +49 (0) 821 5212 261
Telefax: +49 (0) 821 5212 275
E-Mail: ir@greiffenberger.de
Internet: www.greiffenberger.de
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