![]() GRENKELEASING AGBaden-BadenFinanzbericht zum 3. Quartal und den ersten 9 Monaten 2015GRENKELEASING AG KonzernFinanzbericht zum 3. Quartal und den ersten neun Monaten 2015Kennzahlen GRENKE Gruppescroll
GRENKE Gruppe = GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner GRENKE Konzern = GRENKELEASING AG und alle konsolidierten Tochtergesellschaften sowie
strukturierte Einheiten gemäß den IFRS Kennzahlen GRENKE Konzernscroll
GRENKE Gruppe = GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner GRENKE Konzern = GRENKELEASING AG und alle konsolidierten Tochtergesellschaften sowie
strukturierte Einheiten gemäß den IFRS Brief des Vorstands an die AktionäreSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren, wir freuen uns, Ihnen heute über die weiterhin sehr positive Entwicklung des GRENKE
Konzerns berichten zu dürfen. Erneut werden unser bewährtes, werthaltiges Geschäftsmodell
und der erfolgreiche Verlauf der letzten Quartale deutlich sichtbar. Der positive
Trend der ersten sechs Monate setzte sich auch im dritten Quartal 2015 uneingeschränkt
fort. Zusätzlich begünstigt durch die im Verhältnis zum Ertragswachstum nur unterproportional
gestiegenen Schäden und das insgesamt attraktive Zinsumfeld, legte der Gewinn im Neunmonatszeitraum
um erfreuliche 24 Prozent auf 59,7 Mio. EUR zu. Aufgrund dieser guten Entwicklung
gehen wir nunmehr davon aus, die im Juli 2015 bereits angehobene Prognose eines Gewinns
zwischen 74 und 78 Mio. EUR sogar noch zu übertreffen. Für 2015 rechnen wir fortan
mit einem Gewinn zwischen 78 und 80 Mio. EUR. Dies ist ein Wachstum von mindestens
20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Überaus erfolgreich waren wir zudem im Neugeschäft. Das gesamte Volumen der GRENKE
Gruppe konnte im Neunmonatszeitraum um 23 Prozent gegenüber Vorjahr gesteigert werden,
das der GRENKE Gruppe Leasing um 17 Prozent. Damit liegt das Wachstum der GRENKE Gruppe
nicht nur oberhalb unserer langfristigen Zielmarke von zehn Prozent, in unserem Segment
Leasing übertrifft es auch den zu Geschäftsjahresbeginn prognostizierten Anstieg um
11 bis 15 Prozent. Während es uns in Deutschland gelungen ist, im Leasinggeschäft
erneut zweistellig zu wachsen, blieb Frankreich leicht unter den Erwartungen. Auf
internationaler Ebene konnte dies jedoch mehr als kompensiert werden. Eine anhaltend
hohe Nachfrage verzeichneten wir darüber hinaus in unserem Factoringgeschäft. Mit
einem Anstieg des Neugeschäfts um 54 Prozent gegenüber Vorjahr sind wir nach neun
Monaten auf gutem Weg, die für 2015 in Aussicht gestellte Wachstumsrate von 20 bis
24 Prozent sogar zu verdoppeln. Die Deckungsbeitrags-2-Marge in unserem Leasinggeschäft
bewegte sich mit 18,5 Prozent nach 19,3 Prozent im Vorjahr auch im Neunmonatszeitraum
auf einem sehr hohen Niveau. Wir sehen auch für die Zukunft attraktive Wachstumschancen, die wir konsequent nutzen
wollen. Zur Stärkung unserer soliden Eigenkapitalbasis haben wir deshalb im dritten
Quartal Hybridkapital über 30 Mio. EUR begeben. Mit diesem von uns erstmals genutzten
Instrument, das sich strategisch entlang unseres profitablen Wachstumspfades einsetzen
lässt, und einer Eigenkapitalquote von 17,5 Prozent, bezogen auf die Bilanzsumme von
zum Stichtag dieses Berichts über 3,2 Mrd. EUR, sind wir bestens gerüstet, um auch
künftig schnell und flexibel reagieren zu können. Einer nach wie vor hohen Aufmerksamkeit erfreuten wir uns am Kapitalmarkt. Das große
Vertrauen der Anleger spiegelte sich vor allem in der Kursentwicklung unserer Aktie
wider. In den zurückliegenden neun Monaten legte sie um 59 Prozent zu und erreichte
bei einem Kurs von 158 EUR Mitte September ihren neuen historischen Höchststand; der
Börsenwert unseres Unternehmens stieg auf über 2,3 Mrd. EUR an. Damit sind wir für
viele Anleger nicht nur ein attraktives Investment, sondern ebenso eine feste und
verlässliche Größe im Portfolio. Einen ausgezeichneten Ruf genießen wir ferner auf
dem Markt für Fremdkapital. Dies zeigt das jüngste Rating der Agentur Standard & Poor's
vom August 2015, die uns bereits seit 2003 eine hohe Kreditwürdigkeit (BBB+/A-2) attestieren.
Der zuvor negative Ausblick wurde nunmehr als stabil eingestuft. Baden-Baden, im Oktober 2015 Wolfgang Grenke Vorstandsvorsitzender Die Aktie der GRENKELEASING AGFür die internationalen Finanzmärkte hatte das dritte Quartal gut begonnen. Wesentlich
dazu beigetragen hatten robuste Konjunkturdaten aus Europa und den USA sowie die Zuversicht
auf eine Einigung in der Schuldenfrage Griechenlands. Sorgen bereiteten hingegen die
sich häufenden negativen Konjunktursignale aus China sowie die allgemeine Verunsicherung
an den chinesischen Aktienmärkten, die zuvor schon eine massive Korrektur erfuhren.
Dies wirkte sich im weiteren Quartalsverlauf auch auf die internationalen Märkte aus,
die Ende August hohe Verluste hinnehmen mussten und sich in der Folge nur zögerlich
erholten. Erst zum Ende des Quartals setzte eine erneute Erholungstendenz ein, ausgelöst
vor allem durch deutliche Kursgewinne in Asien sowie gute Arbeitsmarktdaten aus den
USA. Per Saldo büßte der deutsche Leitindex DAX im Verlauf des dritten Quartals zwölf Prozent
ein - der höchste Quartalsverlust seit vier Jahren. Deutlich besser entwickelte sich
der Branchenindex DAXsector Financial Services, dem auch die Aktie der GRENKELEASING
AG angehört. Von Juli bis September legte er um neun Prozent zu; der SDAX-Kursindex
verlor drei Prozent. Insgesamt unbeeindruckt von den hohen Kursschwankungen an den internationalen Finanzmärkten
setzte die Aktie der GRENKELEASING AG ihren seit Ende 2014 anhaltenden kräftigen Kursanstieg
auch im dritten Quartal fort. Mitte September erreichte sie mit einem Kurs von 158,00
EUR einen neuen historischen Höchststand und hat sich damit innerhalb nur eines Jahres
rund verdoppelt. Zum Quartalsende notierte die Aktie auf einem Kursniveau um 140 EUR.
Per Saldo legte sie damit im Quartalsverlauf um neun Prozent zu. KonzernzwischenlageberichtZiele und StrategienDer GRENKE Konzern ist mit Tochtergesellschaften und Niederlassungen weltweit tätig.
Für den Markteintritt in neue Länder sowie die Expansion mit zusätzlichen Finanzierungsprodukten
haben wir zudem ein Franchisemodell etabliert. An den rechtlich selbstständigen Gesellschaften
der Franchisenehmer ist die GRENKELEASING AG (nachfolgend auch "die Gesellschaft")
nicht beteiligt. In diesem Konzernzwischenlagebericht wird daher unterschieden zwischen
dem GRENKE Konzern (im Folgenden auch "Konzern" genannt), das heißt der GRENKELEASING
AG und all ihren konsolidierten Tochtergesellschaften und strukturierten Einheiten
gemäß den IFRS, sowie der GRENKE Gruppe, das heißt dem GRENKE Konzern inklusive seiner
rechtlich selbstständigen Franchisepartner. Wir sind einer der führenden europäischen Anbieter von Finanzdienstleistungen für
kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) mit Schwerpunkt auf Leasingfinanzierungen
für kleine IT-Produkte (Small-Ticket-IT-Leasing). Unser Geschäftsmodell ist einfach,
nachhaltig und werthaltig. Charakteristisch für unser Geschäft sind eine breite Streuung
unseres Portfolios über Kunden, Branchen und Länder sowie vergleichsweise durchschnittlich
kleine Vertragsvolumina. Die Standardisierung unseres Angebots ermöglicht eine schnelle
und dennoch sichere Abwicklung der Verträge. Wir wachsen durch das fortwährende Erschließen
neuer Länder in Europa, Nord- und Südamerika und Asien. In unseren etablierten Märkten
erhöhen wir zudem kontinuierlich unsere Marktpräsenz. Auch unsere Produktpalette und unser Angebot an Finanzlösungen erweitern wir kontinuierlich.
Unser im Berichtsquartal eingeführtes innovatives Angebot "eSignature" wird von unseren
Leasingkunden und Fachhandelspartnern bereits in großem Umfang genutzt. Die digitale
Signatur ist nicht nur einfach, flexibel und bequem. Für die Händler beschleunigt
der papierlose Vertrag vor allem die Abwicklung noch einmal ganz erheblich. Damit
verkürzt sich für sie die Zeitspanne zwischen Vertragsabschluss und Geldeingang weiter.
Wir untermauern auf diese Weise unsere Position als bevorzugter Partner unserer Händler.
Einen wesentlichen und schnell wachsenden Schwerpunkt bildet darüber hinaus der Ankauf
betragsmäßig kleinerer Forderungen (Factoring) in verschiedenen europäischen Ländern. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres haben wir neue Standorte
für unser Leasinggeschäft in Bielefeld, Regensburg, Newport (Großbritannien) und Malmö
(Schweden) eröffnet. Ferner haben wir im ersten Quartal 2015 die Gesellschaft des
früheren Franchisenehmers in Slowenien übernommen. Bis Jahresende sind eine Zellteilung
in Frankreich sowie der Markteintritt in Irland (Factoring) und Singapur (Leasing)
geplant. Neben verschiedenen Finanzierungs-, Anlage- und Zahlungsverkehrsprodukten
der GRENKE BANK AG (nachfolgend auch "GRENKE Bank") in Deutschland engagieren wir
uns beispielsweise in dem Programm "Leasing-Bürgschaft" der deutschen Bürgschaftsbanken
oder arbeiten mit dem Portal "WeltSparen" zusammen. Im Rahmen des Programms "Mikrokreditfonds
Deutschland" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wurden seit Juni 2015
bereits Verträge mit einem Volumen von insgesamt 1,7 Mio. EUR abgeschlossen. Nicht
zuletzt finanziert die GRENKE Bank in Kooperation mit einer wachsenden Anzahl von
Förderbanken des Bundes und der Bundesländer Existenzgründungen und vergibt Fördermittel
für leasingfinanzierte betriebliche Neuanschaffungen von kleineren und mittleren Unternehmen
sowie Freiberuflern. Im Rahmen dieser Kooperationen wurden seit 2012 15.910 Leasingverträge
abgeschlossen. Die Zusammenarbeit mit der NRW.BANK, der Förderbank des Landes Nordrhein-Westfalen,
wurde im Berichtsquartal um ein Globaldarlehen erweitert und damit um 25 Mio. EUR
erhöht. Aufgrund unserer internationalen Präsenz und unserer breiten Produktpalette können
wir den Fokus unseres Wachstums auf Länder und Produkte mit einem jeweils günstigen
Wettbewerbsumfeld und somit attraktiven Chancen-Risiko-Profil konzentrieren. Dabei
wollen wir Risiken nicht vermeiden, sondern sie möglichst korrekt einschätzen und
adäquate Margen durchsetzen. Hierzu setzen wir unser selbst entwickeltes, bewährtes
und fortwährend verfeinertes IT-basiertes Modell zur Prognose von Zahlungsausfällen
ein. Dieses hat maßgeblich zu unserer langjährigen Erfolgsbilanz beigetragen: hohes
Wachstum, begrenzte Risiken, attraktive Margen - über Konjunkturzyklen hinweg. Unser Wachstum finanzieren wir über eine stetig wachsende Palette an Refinanzierungsinstrumenten.
So stellen wir sicher, dass wir jederzeit flexibel verschiedene Optionen nutzen können.
Dies wird nicht nur durch unseren nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg ermöglicht,
sondern insbesondere auch durch unser Ansehen als verlässlicher Geschäftspartner.
Unsere Reputation an den Eigen- und Fremdkapitalmärkten pflegen wir daher mit größter
Aufmerksamkeit. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenTraditionell ist das Neugeschäft der GRENKE Gruppe relativ unabhängig von gesamtwirtschaftlichen
Wirtschaftszyklen. Profitables Wachstum erzielen wir sowohl in guten als auch in konjunkturell
schlechteren Jahren. Den Einfluss der allgemeinen Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen
auf unsere Schadenquote minimieren wir wirkungsvoll mit unserem ausgereiften Verfahren
zur Prognose von Zahlungsausfällen. Einen größeren Einfluss auf unser Wachstum haben
Branchentrends, wie zum Beispiel die Geschäftspolitik von Banken und Finanzdienstleistern
im Leasing-, Factoring- und Einlagengeschäft, oder die kontinuierlich steigenden regulatorischen
Anforderungen in diesem Sektor. Dabei verschaffen uns unsere höchst effizienten betrieblichen
Prozesse in der Regel relative Wettbewerbsvorteile. Etwaige Veränderungen der Kapitalmarkt-
und Notenbankzinsen auf die Refinanzierungskosten geben wir über unsere Konditionen
an unsere Kunden weiter. Laufende Verträge sind, aufgrund einer kongruenten Refinanzierungsstruktur,
davon nicht betroffen. Allerdings kann der Zeitversatz, mit dem wir unsere Konditionen
anpassen, einen vorübergehend be- oder entlastenden Effekt auf die Profitabilität
unseres Neugeschäfts haben. Dabei bietet unsere breite Palette an Refinanzierungsinstrumenten
-darunter auch Bankeinlagen bei der GRENKE Bank - eine hohe Flexibilität, um auf unterschiedliche
Marktveränderungen oder erwartete Zinsentwicklungen reagieren zu können. NeugeschäftErneut sehr erfolgreich waren wir in unserem Neugeschäft. So legte das Volumen der
GRENKE Gruppe gegenüber dem Neunmonatszeitraum des Vorjahres um 23 Prozent zu und
erreichte einen Wert von 1.205,7 Mio. EUR. Beim Neugeschäft der GRENKE Gruppe Leasing,
das ist die Summe der Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände, erzielten
wir in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Anstieg von 17
Prozent auf 961,1 Mio. EUR. Hervorzuheben ist das inzwischen wieder hohe Wachstum
in unserem Heimatmarkt Deutschland, das mit 16 Prozent auf einer Höhe mit dem in unseren
internationalen Märkten lag. Der internationale Anteil an unserem Neugeschäft lag
mit 75 Prozent auf einem unverändert hohen Niveau und unterstreicht unsere Strategie,
einen kontinuierlich zunehmenden Teil unseres Neugeschäfts außerhalb Deutschlands
zu generieren. In Westeuropa (ohne Deutschland) erzielten wir im Neunmonatszeitraum ein Neugeschäftsvolumen
von 315,5 Mio. EUR und damit 13 Prozent mehr als in den ersten neun Monaten des Vorjahres.
Während wir in unserem Kernmarkt Frankreich mit plus neun Prozent nur moderat gewachsen
waren, konnten wir unsere Marktanteile in den für uns bedeutenden Ländern Italien
und Schweiz mit Zuwächsen um 33 bzw. 28 Prozent erneut erfolgreich ausbauen. Ein hohes
Expansionstempo realisierten wir auch in unseren südeuropäischen Märkten, in denen
das Volumen unseres Leasingneugeschäfts um 25 Prozent auf 239,3 Mio. EUR zunahm. In
Nord- / Osteuropa verzeichneten wir einen Anstieg um 13 Prozent gegenüber Vorjahr;
das dort akquirierte Volumen betrug 147,1 Mio. EUR. Überproportional stark erhöht
haben wir das Neugeschäft in unseren übrigen Regionen, welche die für uns noch überwiegend
jungen Länder umfassen. Dort richten wir unsere Steuerung sukzessive auf Wachstum
aus, ohne dabei jedoch Abstriche bei unserer Risikobewertung zu machen. So konnte
das Volumen unseres Neugeschäfts gegenüber Vorjahr annähernd verdoppelt werden (+94
Prozent). Absolut belief es sich auf 16,4 Mio. EUR nach 8,5 Mio. EUR im Vorjahr. Von Januar bis September erreichten uns insgesamt 257.625 Leasinganfragen. Die Umwandlungsquote
(Anfragen in Verträge) betrug 44 Prozent, entsprechend wurden 113.448 neue Verträge
geschlossen. Auf unsere internationalen Märkte entfielen davon 208.808 Anfragen, die
zu 89.160 neuen Verträgen führten. Damit lag die Umwandlungsquote von 43 Prozent leicht
unterhalb der Quote inkl. unseres Heimatmarkts Deutschland, wo 48.817 Anfragen in
24.288 neue Verträge und damit gut die Hälfte der Anfragen in Verträge umgewandelt
wurden. Der Mittelwert je Vertragsabschluss lag bei 8.472 EUR nach 8.164 EUR in den
ersten neun Monaten des Vorjahres. Ungebrochen blieb auch die Ertragsstärke der GRENKE Gruppe. So konnte der Deckungsbeitrag
2 (DB2) des Leasing-Neugeschäfts, das sind die barwertigen operativen Erträge eines
Leasingvertrags abzüglich Risiko- und Einzelvertragskosten, um zwölf Prozent von 158,2
Mio. EUR auf 177,8 Mio. EUR gesteigert werden. Die DB2-Marge lag mit 18,5 Prozent
nur leicht unterhalb des Vorjahreswerts von 19,3 Prozent und damit auf einem anhaltend
hohen Niveau. Dynamisch entwickelte sich nicht zuletzt das Neugeschäft der GRENKE Gruppe Factoring.
Hier legte das im Neunmonatszeitraum akquirierte Volumen, das ist die Summe der angekauften
Forderungen, um mehr als die Hälfte zu (+54 Prozent) und erreichte so einen Wert von
230,2 Mio. EUR. Dies entspricht gut einem Viertel des Neugeschäfts der GRENKE Gruppe
Leasing und unterstreicht die große Bedeutung dieses Segments in der GRENKE Gruppe.
Den größten Teil des Zuwachses erzielten wir in unseren internationalen Märkten, in
denen wir einen Anstieg um rund das Doppelte (+96 Prozent) verzeichneten. In Deutschland
konnten wir das Volumen unseres Neugeschäfts aufgrund des intensiveren Wettbewerbs
um 14 Prozent steigern. Die Ertragsmarge dort lag mit 2,11 Prozent (Vorjahr: 2,13
Prozent) jedoch sichtbar über der Ertragsmarge auf internationaler Ebene mit 1,37
Prozent (Vorjahr: 1,93 Prozent). Sie bezieht sich auf den durchschnittlichen Zeitraum
eines Factoringgeschäfts von circa 38 Tagen in Deutschland (9M 2014: 33 Tage) und
circa 36 Tagen auf internationaler Ebene (9M 2014: 36 Tage). Die GRENKE Bank konnte in Kooperation mit Förderbanken das Volumen der Existenzgründungsfinanzierungen
inklusive Mikrokreditgeschäft gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 71,3
Prozent steigern. Entsprechend legte das Volumen von 8,4 Mio. EUR auf 14,4 Mio. EUR
zu. Das Einlagevolumen belief sich zum Stichtag 30. September auf 314,8 Mio. EUR und
lag damit sieben Prozent über dem Wert zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres
von 295,7 Mio. EUR. Anteile am Neugeschäft der GRENKE Gruppe Leasing + Factoring + Existenzgründungsfinanzierung inkl. Franchisepartner per 30. September 2015![]() Neugeschäft in den ersten neun Monaten 2015: GRENKE Gruppe Leasing 961,1 Mio. EUR (Vorjahr: 821,3 Mio. EUR) GRENKE Gruppe Factoring 230,2 Mio. EUR (Vorjahr: 149,2 Mio. EUR) Vorjahr per 30.09.: Deutschland 30,1%; Westeuropa (ohne Deutschland) 33,9%; Südeuropa
19,6%, Nord-/ Osteuropa 15,5%; Übrige Regionen 0,9% Wachstumsraten im Neugeschäft der GRENKE Gruppe Leasing per 30. September 2015 (gegenüber Vergleichszeitraum 2014)![]() scroll
ErtragslageAusgewählte Angaben aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Auch im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2015 ist es uns gelungen, das
hohe Wachstum der ersten sechs Monate fortzusetzen. Auf Quartalsebene konnten wir
unseren Gewinn um erfreuliche 24 Prozent gegenüber Vorjahr steigern. Hierzu haben
gleich mehrere positive Entwicklungen beigetragen: Das profitable Neugeschäft früherer
Quartale, dessen Erträge uns über die fortschreitende Laufzeit der Verträge sukzessive
zufließen, das anhaltend attraktive Zinsumfeld sowie ein günstiger Verlauf der Schäden. So führten weiter steigende Erträge aus Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft
sowie rückläufige Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung zu einer Zunahme
des Zinsergebnisses um 21 Prozent gegenüber Vorjahr. Erneut unterproportional dazu
entwickelten sich die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge. Als
Ergebnis unserer aktiven und risikoorientierten Margensteuerung legten sie gegenüber
Vorjahr lediglich um fünf Prozent zu. Die Schadenquote des Konzerns belief sich damit
auf 1,5 Prozent nach 1,7 Prozent im dritten Quartal 2014. Entsprechend verzeichneten
wir beim Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge einen erfreulichen
Anstieg um 29 Prozent gegenüber Vorjahr. Im Rahmen unserer Erwartungen entwickelten sich auch die Ergebnisse aus dem Versicherungs-
und dem Neugeschäft. Ersteres legte, ausgehend vom hohen Wachstum unseres Neugeschäfts,
um 21 Prozent zu, Letzteres konnte um sechs Prozent gegenüber Vorjahr gesteigert werden.
Inklusive des auf Quartalsbasis tendenziell volatilen Verwertungsergebnisses haben
sich die operativen Erträge des GRENKE Konzerns damit um 19 Prozent erhöht. Die Personalaufwendungen erhöhten sich infolge der gegenüber Vorjahr gestiegenen Beschäftigtenzahl
und erfolgsabhängiger Vergütungskomponenten um 16 Prozent, der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand
legte im Vorjahresvergleich um 24 Prozent zu. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem
deutlich gestiegene IT-Projektkosten (+89 Prozent) sowie erhöhte Beratungskosten in
Vorbereitung auf bevorstehende Markteintritte. Absolut gesehen weiterhin unbedeutend
für die Ergebnisentwicklung des GRENKE Konzerns nahmen die Sonstigen betrieblichen
Aufwendungen um 30 Prozent zu, die Sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich gegenüber
Vorjahr um 13 Prozent. In der Summe konnten wir das operative Ergebnis des GRENKE Konzerns im Berichtsquartal
um zufriedenstellende 19 Prozent steigern. Per Saldo erreichte es einen Wert von 28,2
Mio. EUR nach 23,8 Mio. EUR im dritten Quartal des Vorjahres. Parallel dazu entwickelte
sich das Ergebnis vor Steuern, das um ebenfalls 19 Prozent zulegte. Bei einer reduzierten
Steuerquote von 25 Prozent nach 28 Prozent im Vorjahr stieg der Gewinn im Berichtsquartal
um 24 Prozent von 17,1 Mio. EUR auf 21,2 Mio. EUR an. Daraus ergab sich ein Ergebnis
je Aktie von 1,41 EUR nach 1,16 EUR im Vorjahr. Neunmonatsvergleich 2015 versus 2014Die vorangegangenen Erläuterungen zur Entwicklung des dritten Quartals treffen im
Wesentlichen auch auf den Neunmonatszeitraum zu. Das Zinsergebnis verbesserte sich
in den ersten neun Monaten um 22 Prozent von 115,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 140,4 Mio.
EUR. Unterproportional dazu stiegen die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge
um zwölf Prozent von 39,1 Mio. EUR auf 43,8 Mio. EUR. Die Schadenquote belief sich
auf 1,5 Prozent nach 1,6 Prozent im Neunmonatszeitraum des Vorjahres. Entsprechend
legte das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge um 27 Prozent von
76,2 Mio. EUR auf 96,6 Mio. EUR zu. Die operativen Erträge des Konzerns erhöhten sich unter Berücksichtigung gestiegener
Ergebnisse aus dem Versicherungs- und aus dem Neugeschäft sowie eines neutralen Verwertungsergebnisses
von 143,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 170,7 Mio. EUR. Dies entspricht einem Zuwachs um
19 Prozent. Deutlich unterproportional zu den Erträgen entwickelten sich die Aufwendungen.
So übertraf der Personalaufwand den Vorjahreswert um 15 Prozent, der Vertriebs- und
Verwaltungsaufwand nahm lediglich um 13 Prozent zu. Das operative Ergebnis konnte
damit um 23 Prozent gesteigert werden und erreichte einen Wert von 80,7 Mio. EUR nach
65,5 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres. In Summe führte dies zu einer Verbesserung der Cost-Income-Ratio, d. h. dem Verhältnis
von Aufwand und Ertrag. Während wir im Vorjahreszeitraum einen Wert von 55,1 Prozent
erreichten, lag das Verhältnis im Berichtszeitraum bei 53,8 Prozent. Dies zeigt sowohl
die hohe Margenstärke unseres Geschäfts als auch die hohe Effizienz unserer betrieblichen
Prozesse. Dementsprechend kräftig legte auch der Gewinn vor Steuern zu. Mit 80,8 Mio. EUR übertraf
er den Vorjahreswert von 65,5 Mio. EUR um 23 Prozent. Nach Steuern erreichte der Gewinn
einen Wert von 59,7 Mio. EUR gegenüber 48,3 Mio. EUR im Vorjahr. Dies entspricht einem
Anstieg um 24 Prozent. Das Ergebnis je Aktie betrug 4,02 EUR nach 3,28 EUR im Vergleichszeitraum
des Vorjahres. Entwicklung der SegmenteGeschäftssegmenteDie Berichterstattung über die Entwicklung der Segmente folgt der dominierenden Organisationsstruktur
innerhalb des GRENKE Konzerns. Deshalb sind die operativen Segmente in Anlehnung an
die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring
unterteilt. Transaktionen zwischen den operativen Segmenten werden in der Spalte "Konsolidierung"
eliminiert. Eine regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten erfolgt jährlich
im Abschluss des GRENKE Konzerns des jeweiligen Geschäftsjahres. Für die drei operativen
Segmente liegen separate Finanzinformationen vor. Weitergehende Informationen zu den
Geschäftssegmenten sind in der Konzern-Segmentberichterstattung dargestellt. GeschäftsentwicklungUnverändert bildet das Segment Leasing die Ertragssäule des GRENKE Konzerns, weshalb
die Erläuterungen zur Ertragsentwicklung im Wesentlichen auch auf dieses Kapitel zutreffen.
So nahmen die operativen Segmenterträge in unserem Leasinggeschäft gegenüber Vorjahr
um 20 Prozent auf 158,1 Mio. EUR zu. Sehr erfreulich entwickelte sich dabei das Segmentergebnis,
das bei nur unterproportional gestiegenen Aufwendungen um 27 Prozent auf 73,3 Mio.
EUR zulegte. Einen kräftigen Zuwachs verzeichneten wir auch in unserem Segment Factoring.
Von Januar bis September verbesserten sich die operativen Segmenterträge gegenüber
Vorjahr um 49 Prozent auf 2,7 Mio. EUR, das Segmentergebnis belief sich auf 0,2 Mio.
EUR und lag damit nur leicht unterhalb des Vorjahreswerts von 0,3 Mio. EUR. Leicht
rückläufig entwickelte sich unser Segment Bank, das die Aktivitäten der GRENKE Bank
umfasst. Die operativen Segmenterträge ermäßigten sich im Berichtszeitraum um drei
Prozent gegenüber Vorjahr und erreichten einen Wert von 9,9 Mio. EUR nach 10,1 Mio.
EUR. Das Segmentergebnis betrug 7,2 Mio. EUR nach 7,7 Mio. EUR im Vorjahr. Finanz- und VermögenslageAusgewählte Angaben aus der Konzern-Bilanz und der Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Die positive Entwicklung in der Ertragslage spiegelte sich zum Stichtag 30. September
2015 auch in der Bilanz des GRENKE Konzerns wider. Infolge des sehr zufriedenstellenden
Wachstums in den ersten neun Monaten erhöhte sich die Bilanzsumme gegenüber Vorjahr
(31. Dezember) um elf Prozent auf über 3,2 Mrd. EUR. Das Eigenkapital nahm dabei um
15 Prozent zu. Wesentlich dazu beigetragen hat die Emission von Hybridkapital über
30,0 Mio. EUR im dritten Quartal. Mit einer gestärkten Eigenkapitalquote von 17,5
Prozent nach 16,9 Prozent zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres liegen wir
nicht nur deutlich oberhalb unserer langfristigen Zielmarke von 16 Prozent, sondern
sind auch für weiteres Wachstum bestens gerüstet. Als größte Einzelposition der Bilanz erhöhten sich die lang- und kurzfristigen Leasingforderungen
in den ersten neun Monaten um elf Prozent. Auf sie entfiel - wie im Vorjahr - ein
Anteil von 84 Prozent am Gesamtvermögen. Die Zahlungsmittel des Konzerns lagen zum
Berichtsstichtag 38 Prozent über dem Stand zum 31. Dezember 2014 und damit auf einem
weiterhin komfortabel hohen Niveau. Insgesamt halten wir an unserer Ausrichtung fest,
liquide Mittel, die sonst nur niedrigverzinslich angelegt werden könnten, operativ,
das heißt insbesondere zur Finanzierung unserer Leasingforderungen, einzusetzen. Weitere
wesentliche Veränderungen ergaben sich auf der Aktivseite der Bilanz im Bereich der
finanziellen Vermögenswerte, die im langfristigen Bereich 51 Prozent oberhalb des
Werts zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres lagen. Auf der Passivseite nahm die Summe der lang- und kurzfristigen Schulden um zwölf bzw.
um sechs Prozent zu. Im Zuge unseres hohen Neugeschäftswachstums stiegen dabei vor
allem die langfristigen Finanzschulden, die zu einem Großteil die Verbindlichkeiten
aus der Refinanzierung enthalten. Einen Anstieg verzeichneten wir darüber hinaus bei
den abgegrenzten Mietraten sowie bei den Pensionsrückstellungen des Konzerns. Erstere
stiegen stichtagsbedingt gegenüber Vorjahr um das 1,7-Fache, Letztere aufgrund des
derzeitigen Niedrigzinsniveaus um 35 Prozent. Zur Finanzierung unserer Leasingforderungen setzten wir unverändert auf unsere breite
Palette an Refinanzierungsquellen, die sowohl fremd- als auch eigenkapitalnahe Instrumente
umfasst. Bis zum 30. September 2015 haben wir so insgesamt fünf neue Anleihen über
116,2 Mio. EUR sowie, wie erwähnt, Hybridkapital über 30,0 Mio. EUR platziert. Weitere
Informationen zum Hybridkapital sind im Anhang auf Seite 31 dargestellt. Darüber wurden
in den ersten neun Monaten elf Schuldscheine mit einem Gesamtvolumen von 109,0 Mio.
EUR und 28,4 Mio. CHF sowie im kurzfristigen Bereich diverse Commercial Papers über
zusammen 290,0 Mio. EUR begeben. Letztere vor allem entlang unseres Ziels, überschüssige
Liquidität nach Möglichkeit zu vermeiden. Dem gegenüber standen im bisherigen Geschäftsjahresverlauf
die planmäßige Tilgung zweier Anleihen über zusammengenommen 175,0 Mio. EUR sowie
von Schuldscheindarlehen über 82,9 Mio. EUR und 3,6 Mio. CHF. Die Ausnutzung unserer
Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-) Programme lag zum Berichtsstichtag mit 76,3
Prozent um 6,6 Prozentpunkte über dem Stand zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres.
Als dritte wesentliche Säule in unserem umfangreichen Refinanzierungsmix haben wir
auch die Einlagen bei der GRENKE Bank im Rahmen unserer Steuerung erhöht. Sie beliefen
sich zum Stichtag 30. September auf 314,8 Mio. EUR nach 300,4 Mio. EUR zum Ende des
vorangegangenen Geschäftsjahres. Ausgehend vom Gewinn vor Steuern in Höhe von 80,8 Mio. EUR, erzielten wir in den ersten
neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
von 60,8 Mio. EUR nach -0,2 Mio. EUR im Vorjahr. Mittelabflüsse resultierten im Wesentlichen
aus der Refinanzierung der Leasingforderungen (258,0 Mio. EUR) sowie aus Darlehen
an Franchisenehmer und einer Zunahme der sonstigen Vermögenswerte von saldiert 22,7
Mio. EUR. Positiv in die Cashflow-Berechnung eingegangen sind als größte Einzelpositionen
Mittelzuflüsse aus der Veränderung der Refinanzierungsverbindlichkeiten, dem Einlagengeschäft
sowie den abgegrenzten Mietraten von zusammengenommen 243,0 Mio. EUR. Ein weiterer
Mittelzufluss in Höhe von 5,6 Mio. EUR ergab sich im Bereich der sonstigen Schulden.
Nach gezahlten/erhaltenen Steuern und Zinsen belief sich der Netto-Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit auf 42,8 Mio. EUR nach -7,1 Mio. EUR im Neunmonatszeitraum des
Vorjahres. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltete im Wesentlichen Zahlungen für
den Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattung und immateriellen Vermögensgegenständen
(4,1 Mio. EUR) sowie einen weiteren Mittelabfluss für den Erwerb der früheren Franchisegesellschaft
in Slowenien im ersten Quartal 2015 (7,7 Mio. EUR). Per Saldo betrug er -11,7 Mio.
EUR nach -10,1 Mio. EUR im Vorjahr. Inklusive des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit, der die Tilgung von Bankschulden
(0,2 Mio. EUR), den Nettoerlös aus der Begebung des Hybridkapitals im dritten Quartal
(29,5 Mio. EUR) sowie die Auszahlung der Dividende an die Aktionäre (16,2 Mio. EUR)
beinhaltete, belief sich die Summe des Cashflows in den ersten neun Monaten auf 44,3
Mio. EUR nach -28,1 Mio. EUR im Vorjahr. Chancen-, Risiko- und PrognoseberichtChancen und RisikenDer folgende Chancen- und Risikobericht bezieht sich sowohl auf den GRENKE Konzern
als auch auf die einzelnen Segmente. Die zuletzt im Jahresfinanzbericht 2014 dargestellten
Chancen und Risiken sind unverändert gültig. Neue Risiken bzw. solche von besonderer
Bedeutung sind nicht hinzugekommen. Für unsere weitere Entwicklung sehen wir insgesamt
deutlich mehr Chancen als die üblichen mit unserem Geschäftsmodell verbundenen Risiken. Gemessen an der im Kapitel zum Neugeschäft dargestellten Anzahl der eingehenden Anfragen,
bleibt die Nachfrage nach Leasingfinanzierungen weiterhin hoch. Dies erlaubt es uns,
unseren Fokus klar auf das Wachstum unseres Neugeschäfts zu legen, dieses systematisch
auszuweiten und gleichzeitig risikoadäquate Margen zu erzielen. Wir werden auch künftig
unser organisches Wachstum konsequent vorantreiben. Hierzu beitragen wird unter anderem
auch der für das vierte Quartal 2015 geplante Markteintritt in Singapur, mit dem wir
unsere Präsenz auf dem asiatischen Kontinent gezielt ausbauen. Substanziellen Einzelrisiken
sind wir dabei - aufgrund der breiten Diversifikation unseres Geschäfts - nicht ausgesetzt. Zunehmende Schäden, die unsere Ertragsentwicklung wesentlich beeinflussen, beobachten
wir insbesondere in rezessiven Perioden. Derzeit ist die konjunkturelle Entwicklung
in der Mehrzahl der Länder, in denen wir aktiv sind, jedoch positiv. Traditionell
ist der Schadenverlauf unterjährig volatil. Zudem wirkt er sich erst mit einem Zeitversatz
von rund zwei Jahren, ausgehend vom zugrunde liegenden Geschäftsabschluss, aus. Derartige
Risiken einzugehen und sie erfolgreich zu steuern gehört zu den zentralen Elementen
unseres bewährten Geschäftsmodells. Wir setzen darauf, Risiken bei Vertragsabschluss
möglichst präzise einzuschätzen und so eine angemessene Prämie in den angebotenen
Konditionen zu berücksichtigen. Zu diesem Zweck wurde ein umfassendes System zur Risikoidentifikation,
-quantifizierung, -kontrolle und -steuerung implementiert. Das System befindet sich
auf einem hohen Niveau und wird fortlaufend weiterentwickelt. Es ist angemessen und
geeignet, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern. Dabei achten
wir nicht nur auf Einzelrisiken, sondern insbesondere auch auf mögliche Risikohäufungen
und übergreifende wechselseitige Abhängigkeiten. Hinsichtlich der Refinanzierung des Bestands an Leasingforderungen bestehen nur in
geringem Umfang Zinsrisiken. Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung sind - soweit
sie überhaupt variabel verzinst werden - über Derivate abgesichert. Im Neugeschäft
können hingegen Risiken aus Zins- und Spreadveränderungen entstehen. Daher kann der
mögliche Zeitversatz, mit dem wir Zinsänderungen an Kunden weitergeben, einen vorübergehenden
Einfluss auf die Profitabilität unseres Neugeschäfts haben. Während die amerikanische
Notenbank aktuell von einer ursprünglich sehr expansiven zu einer restriktiveren Geldpolitik
umsteuert, ist eine Zinswende in Europa derzeit nicht absehbar. Eine restriktivere
Geldpolitik in den USA könnte zu einer Anhebung des Leitzinses führen und eine Fortsetzung
der bereits zu beobachtenden Euroschwäche bedeuten. Dies wird das Geschäft des GRENKE
Konzerns jedoch nicht spürbar tangieren, da für Konzerngesellschaften oder Franchisenehmer,
die außerhalb der Eurozone agieren, ab einem ausstehenden Finanzierungsvolumen von
ca. 1.000 TEUR eine entsprechende Absicherung vorgesehen ist. Die Schweiz, Brasilien,
Chile, Polen und Großbritannien sind in der Leasingrefinanzierung insgesamt nur in
sehr begrenztem Umfang von Währungsrisiken betroffen, da dort Vereinbarungen zur Leasingrefinanzierung
in Landeswährung bestehen. Ferner werden Zahlungsströme im Rahmen eines wirtschaftlichen
Hedgings abgesichert. Auf der Refinanzierungsseite könnten politische oder geopolitische Risiken zu kurzfristigen
substanziellen Belastungen des Kapitalmarkts führen. Allerdings hat die Vergangenheit
gezeigt, dass der Markt Emittenten mit guter Reputation auch in schwierigen Phasen
ausreichend Mittel zu wirtschaftlich vertretbaren Konditionen zur Verfügung stellt.
Entsprechend gelang es uns bisher in unterschiedlichsten Marktsituationen, kontinuierlich
erfolgreich Emissionen, darunter auch Schuldscheine, Commercial Papers, ABS-Papiere
und jüngst Hybridkapital, bedarfsoptimiert zu platzieren. Zudem bietet uns der Zugang
zu Bankeinlagen über die GRENKE Bank eine attraktive Refinanzierungsquelle, die wir
mit hoher Flexibilität nutzen können. PrognoseMit dem Verlauf der ersten neun Monate im Geschäftsjahr 2015 sind wir überaus zufrieden.
Wesentlich zu dieser guten Entwicklung beigetragen hat das hohe Expansionstempo der
vergangenen Quartale, von dem wir sukzessive profitieren. Mit einem Neugeschäftswachstum
der GRENKE Gruppe Leasing von 17 Prozent im Neunmonatszeitraum führen wir unsere Expansion
nicht nur konsequent fort, wir liegen auch sichtbar über unserer auf das Gesamtjahr
bezogenen Prognosespanne von 11 bis 15 Prozent. Deutlich besser als zu Geschäftsjahresbeginn
erwartet entwickelte sich im bisherigen Verlauf auch das Neugeschäft in unserem Segment
Factoring. Mit einem Anstieg um 54 Prozent in den ersten neun Monaten sind wir auf
einem guten Weg, das prognostizierte Wachstum von 20 bis 24 Prozent sogar mehr als
zu verdoppeln. Insgesamt übertreffen wir damit auch weiterhin klar unsere langfristige
Zielmarke für die GRENKE Gruppe von zehn Prozent pro Jahr. Bezogen auf den Gewinn
des GRENKE Konzerns, sind wir nach neun Monaten auf gutem Weg, unsere im Juli 2015
angehobene Prognose, nach der wir einen Gewinn in der Spanne von 74 bis 78 Mio. EUR
erwarteten, sogar noch zu übertreffen. Deshalb prognostizieren wir für das laufende
Geschäftsjahr nunmehr einen Gewinn zwischen 78 und 80 Mio. EUR. Verkürzter KonzernzwischenabschlussKonzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
Konzern-Bilanzscroll
scroll
Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
scroll
Anhang zum verkürzten KonzernzwischenabschlussBilanzierungs- und BewertungsmethodenGegenstand dieses verkürzten Konzernzwischenabschlusses (Konzernzwischenabschluss)
zum 30. September 2015 sind die GRENKELEASING AG und ihre Tochterunternehmen (der
Konzern). Dieser Konzernzwischenabschluss ist in Übereinstimmung mit den für die Zwischenberichterstattung
anzuwendenden IFRS, wie sie vom IASB veröffentlicht wurden und in der EU anzuwenden
sind, erstellt worden. Er ist in Zusammenhang mit dem IFRS-Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2014 zu lesen. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den
im Vorjahr angewandten Methoden mit Ausnahme der pflichtmäßig neu anzuwendenden Standards,
die im nachfolgenden Abschnitt kurz genannt werden. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss und der Konzernzwischenlagebericht zum 30.
September 2015 wurden vom Abschlussprüfer nicht geprüft. Verpflichtend anzuwendende neue RechnungslegungsstandardsIm Rahmen des Projektes der jährlichen Verbesserungen an den IFRS ("Annual Improvements
Project", AIP) wurden im Dezember 2013 verschiedene Standards "Jährliche Verbesserungen
an den IFRS; Zyklus 2011 - 2013" geändert. Betroffen sind hiervon IFRS 1 Erstmalige
Anwendung der International Financial Reporting Standards, IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse,
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts und IAS 40 Als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien. Die geänderten Standards stellen bestehende Sachverhalte klar. Die vorgenommenen
Änderungen sind nicht von Relevanz für die Bilanzierung und Bewertung im verkürzten
Konzernzwischenabschluss der GRENKELEASING AG, da die Sachverhalte entweder für den
GRENKE Konzern nicht zutreffend sind oder bereits so interpretiert wurden. IFRIC 21 "Abgaben" enthält Leitlinien dafür, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen
ist, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften durch die öffentliche Hand auferlegt wird.
Dabei wird das verpflichtende Ereignis für den Ansatz einer Schuld als die Aktivität
identifiziert, die die Zahlung nach der einschlägigen Gesetzgebung auslöst. Erst bei
Eintritt des verpflichtenden Ereignisses sind Abgaben bilanziell zu erfassen. Das
verpflichtende Ereignis kann auch sukzessive über einen Zeitraum eintreten, sodass
die Schuld zeitanteilig anzusetzen ist. Steuern (IAS 12 Ertragsteuern), Strafzahlungen
und andere Strafen, Schulden, die aus Emissionshandelsprogrammen entstehen, und andere
Abflüsse, die unter den Anwendungsbereich anderer Standards fallen, sind nicht von
dieser Interpretation betroffen. Die Auflegung von IFRIC 21 hat keine wesentlichen
Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss. Verwendung von Annahmen und SchätzungenBei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen
verwendet worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte,
Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen
von Schätzungen werden prospektiv erfasst und erfolgten in den nachfolgend dargestellten
Bereichen:
Die Forderungen aus gekündigten beziehungsweise rückständigen Leasingverträgen sind
zum Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Die Höhe der erforderlichen
Wertberichtigungen wird anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen ermittelt.
Die Ermittlung der Prozentsätze erfolgt mithilfe statistischer Verfahren. Die Sätze
werden einmal jährlich auf ihre Gültigkeit hin überprüft. Die Bearbeitungsstände sind
in Bearbeitungsklassen (BA-Klassen) zusammengefasst, die unter Risikogesichtspunkten
gebildet wurden. Folgende Tabelle veranschaulicht die Bearbeitungsklassen: scroll
Bei den Bearbeitungsklassen 2 bis 7 ist von einer Abwertung auszugehen, da die Verträge
aufgrund von Zahlungsstörungen gekündigt worden sind. Der Wertberichtigungssatz bewegt
sich weiterhin zwischen 5 % und 100 %. Kalkulierte Restwerte werden im Rahmen der
Ermittlung des Barwerts der Leasingforderungen berücksichtigt. In den Leasingforderungen
sind gemäß IAS 17 nicht garantierte Restwerte erfasst. Die kalkulierten Restwerte
umfassen dabei neben den erwarteten Verwertungserlösen insbesondere auch die Erlöse,
die im Rahmen einer Verlängerungsperiode anfallen können. Diese werden mithilfe von
Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und statistischen Verfahren berechnet. Die Restwerte der Zugänge bis einschließlich 2006 liegen in Abhängigkeit von der Laufzeit
des Leasingvertrags erfahrungsgemäß zwischen 11 % und 15 % der ursprünglichen Anschaffungskosten.
Im Geschäftsjahr 2007 wurde diese Zuordnung auch aufgrund der gestiegenen Prognosekraft
in der statistischen Grundgesamtheit in mehrere Laufzeitgruppen aufgeschlüsselt. Für
Zugänge von 2007 bis 2008 liegen die Restwerte in Abhängigkeit der Laufzeit des Leasingvertrags
zwischen 7,7 % und 28,4 % der ursprünglichen Anschaffungskosten. Die Restwertsätze
veränderten sich für Zugänge ab 1. Januar 2009 bis 31. März 2011 auf zwischen 6,5
% und 28,4 % und für Zugänge ab 1. April 2011 bis 31. Dezember 2014 auf zwischen 6,5
% und 23,5 %. Aufgrund neuerer Kalkulationen und durch die Einführung von neuen Laufzeitgruppen
für Leasingverträge mit Laufzeiten größer 60 Monate reduzierten sich die Restwertsätze
seit 1. Januar 2015 auf zwischen 3,0 % und 21,5 %. Erlöse werden dabei anhand statistischer Auswertungen im Rahmen einer bestmöglichen
Schätzung angesetzt. Im Falle eines Absinkens der tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend
aus Verwertung und Nachmiete) erzielbaren Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen
berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg unberücksichtigt bleibt. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests bei der Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder
Firmenwerte bestehen Annahmen bei den zugrunde liegenden Cashflows. Hierbei werden
Annahmen zu den künftigen Umsatz- und Kostenentwicklungen getroffen. Dabei werden
künftige Wachstumsraten der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis
bisheriger Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte Ertragsverläufe in die Zukunft
projiziert. Diese Schätzungen sowie die zugrunde liegende Methodik können einen erheblichen
Einfluss auf die ermittelten Werte haben. Sollten wesentliche Annahmen von den tatsächlichen
Größen abweichen, könnte dies in der Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen
führen. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte wird einmal jährlich überprüft.
Eine Überprüfung findet ebenfalls dann statt, wenn Umstände darauf hindeuten, dass
der Wert gemindert sein könnte. Außerhalb der jährlichen Überprüfung auf die Werthaltigkeit
wurde für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Leasing Tschechien ein Werthaltigkeitstest
im zweiten Quartal 2015 vorgenommen. Anhaltspunkt für einen vorgezogenen Werthaltigkeitstest
waren unerwartete rückläufige Neugeschäftszahlen in diesem Markt. Infolgedessen wurden
die Annahmen über die künftigen Umsatz- und Kostenentwicklungen neu getroffen. Wir
verweisen auf die Ausführungen unter Abschreibungen und Wertminderung. Leasingforderungenscroll
FinanzschuldenDie Finanzschulden des GRENKE Konzerns setzen sich aus den Verbindlichkeiten aus der
Refinanzierung des Leasinggeschäfts, Bankschulden und Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft
zusammen. scroll
Strukturierte EinheitenFolgende konsolidierte strukturierte Einheiten bestanden zum Stichtag: GOALS FINANCING
2009 LIMITED (GOALS 2009-1), Opusalpha Purchaser II Limited, Kebnekaise Funding Limited,
CORAL PURCHASING Limited, FCT "GK"-COMPARTMENT "G2" (FCT GK 2) sowie FCT "GK"-COMPARTMENT
"G3" (FCT GK 3). Nachfolgend werden die konsolidierten strukturierten Einheiten, die
als Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-)Programme oder ABS-Bond aufgelegt sind, weiter
erläutert. ABS-BondAm 4. Februar 2010 wurde ein ABS-Bond in Höhe von 160.000 TEUR über die strukturierte
Einheit GOALS FINANCING 2009 LIMITED (GOALS 2009-1) platziert. Die Verträge mit GOALS
FINANCING 2009 LIMITED erlauben der GRENKELEASING AG einen revolvierenden Verkauf
weiterer Leasingforderungen in den auf den erstmaligen Verkauf folgenden drei Jahren
bis zu einem maximalen Betrag von 300.000 TEUR. Die Verzinsung erfolgt variabel mit
dem 3-Monats-Euribor zuzüglich eines Spreads, der je nach ausgegebener Tranche zwischen
1,25 % und 3,5 % liegt. Der Buchwert des Gesamtvolumens der Verpflichtung beträgt zum Stichtag 5.309 TEUR
(31.12.2014: 24.592 TEUR). Die GRENKELEASING AG hat von ihrem Rückkaufsrecht aus den
Verträgen mit GOALS FINANCING 2009 LIMITED Gebrauch gemacht und die noch offenen Forderungen
zum 15. Oktober 2015 zurückgekauft. ABCP-ProgrammeDer GRENKE Konzern unterhält zum Stichtag mehrere Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-)Programme,
die insgesamt ein Volumen in Höhe von 593.333 TEUR haben. Die Übersicht der zum Stichtag
bestehenden Programme gestaltet sich wie folgt: scroll
Die ABCP-Programme gewähren der GRENKE FINANCE Plc. sowie der Grenke Investitionen
Verwaltungs KGaA das Recht, für eine gewisse Periode Forderungen an die jeweiligen
Programme zu verkaufen bzw. über diese zu refinanzieren. Die Obergrenze des Ankaufsvolumens
wird durch das Programmvolumen, welches mit einer Liquiditätszusage der organisierenden
Bank in entsprechender Höhe unterlegt ist, festgelegt. Die Programmzusagen für die ABCP-Programme laufen für Kebnekaise Funding Limited bis
November 2015, für CORAL Purchasing Limited bis September 2016, für Elektra Purchase
No. 25 Limited bis Juli 2016, für Opusalpha Purchaser II Limited bis Februar 2016
und für Regency Assets Limited bis März 2017. Zum Stichtag waren 76,3 % (31.12.2014: 69,7 %) des Refinanzierungsrahmens der ABCP-Programme
in Anspruch genommen. Forderungsverkaufs-VerträgeSolche Verträge bestehen derzeit mit der Stadtsparkasse Baden-Baden Gaggenau, der
Sparkasse Karlsruhe sowie mit der UBS AG in der Schweiz, in Polen mit der Commerzbanktochter
mBank S.A. und der DZ BANK AG Niederlassung Polen sowie mit der Norddeutschen Landesbank
für Forderungen in Großbritannien. Die bestehenden Verträge erlauben einen revolvierenden
Verkauf von neuen Forderungen bis zur maximalen Höhe von: Stadtsparkasse Baden-Baden
Gaggenau 15.000 TEUR, Sparkasse Karlsruhe 10.000 TEUR, UBS AG 50.000 TCHF, mBank S.A.
50.000 TPLN und der Norddeutsche Landesbank 80.000 TGBP. Der Vertrag mit der DZ BANK
AG Niederlassung Polen befindet sich in der Tilgungsphase, sodass keine neuen Forderungen
hierüber verkauft werden. Anleihen, Schuldverschreibungen und PrivatplatzierungenIm Geschäftsjahr wurden bisher fünf neue Anleihen platziert: am 6. März über 24.000
TEUR, am 26. März über 30.000 TEUR, am 27. April über 30.000 TEUR, am 21. Mai über
20.000 TEUR sowie am 7. September über 12.200 TEUR. Weiterhin gab es zwölf neue Schuldscheindarlehen
mit einem Gesamtvolumen von 109.000 TEUR und 38.400 TCHF. Zwei Anleihen über 100.000 TEUR sowie 75.000 TEUR wurden im Geschäftsjahr planmäßig
getilgt. Weiterhin wurden 82.917 TEUR sowie 3.600 TCHF im Bereich der Schuldscheindarlehen
getilgt. FörderdarlehenNRW.BankSeit dem Jahr 2010 besteht zwischen der GRENKELEASING AG, der GRENKE BANK AG und der
NRW.Bank, der Förderbank des Landes Nordrhein-Westfalen, eine Kooperation. Diese eröffnet
einen neuen Weg der Einbindung öffentlicher Fördermittel in die Leasingfinanzierung.
Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in NRW von Gewerbeunternehmen
und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung. Im Berichtszeitraum wurden 22.500 TEUR an neuen Darlehen aufgenommen und 5.937 TEUR
getilgt. Thüringer AufbaubankAm 16. Januar 2012, am 27. September 2013 sowie am 2. April 2015 haben die GRENKELEASING
AG und die GRENKE BANK AG zusammen mit der Thüringer Aufbaubank (TAB), der Förderbank
des Freistaats Thüringen, eine Kooperation analog der mit der NRW.BANK geschlossen.
Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in Thüringen von Gewerbeunternehmen
und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung. Im Berichtszeitraum wurden 2.500 TEUR an neuen Mittel abgerufen, getilgt wurden 2.083
TEUR. Investitionsbank BerlinAm 6. Juni 2012 sowie am 30. Mai 2014 haben die GRENKELEASING AG und die GRENKE BANK
AG zusammen mit der Investitionsbank Berlin (IBB), der Förderbank Berlins, ebenfalls
eine Kooperation abgeschlossen. Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben
in Berlin von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz
von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung. Im Berichtszeitraum wurden 5.000 TEUR an neuen Darlehen aufgenommen und 1.145 TEUR
getilgt. LfA Förderbank BayernDie GRENKELEASING AG sowie die GRENKE BANK AG haben am 30. Januar 2013 mit der LfA
Förderbank Bayern eine weitere Kooperation in Form eines Globaldarlehens über 25.000
TEUR etabliert. Durch diese Zusammenarbeit können kleine und mittlere Unternehmen
sowie Freiberufler in Bayern Fördergelder in Anspruch nehmen, wenn sie betriebliche
Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Die Förderung steht ausschließlich für
Investitionsvorhaben in Bayern von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe
mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung. Der erste Abruf über
10.000 TEUR erfolgte am 11. Juni 2014 mit einer Laufzeit von vier Jahren. Im Berichtszeitraum wurden weitere 10.000 TEUR an neuen Darlehen aufgenommen und 2.500
TEUR getilgt. ILB Investitionsbank des Landes BrandenburgDie GRENKELEASING AG sowie die GRENKE BANK AG haben am 29. Mai 2015 mit der ILB Investitionsbank
des Landes Brandenburg eine Kooperation in Form eines Globaldarlehens über 5.000 TEUR
abgeschlossen. Durch diese Zusammenarbeit können kleine und mittlere Unternehmen sowie
Freiberufler in Brandenburg Fördergelder in Anspruch nehmen, wenn sie betriebliche
Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Die Förderung steht ausschließlich für
Investitionsvorhaben in Brandenburg von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Angehörigen
freier Berufe und öffentlichrechtlichen Zweckverbänden mit einem Jahresumsatz von
bis zu 500 Mio. EUR sowie Gebietskörperschaften zur Verfügung. Die Investition muss
in Brandenburg getätigt werden und darf nicht zur Arbeitsplatzverlagerung aus Brandenburg
heraus führen. Bisher wurden keine Mittel abgerufen. KfWDie GRENKE BANK AG bietet in Zusammenarbeit mit der KfW das bundesweite Programm ERP-Startgeld
für Existenzgründer und junge Unternehmen an. Hierbei stellt die KfW sowohl zinsgünstige
Gelder als auch eine 80%ige Haftungsfreistellung für die Hausbank zur Verfügung. Der
maximale Darlehensbetrag ist dabei limitiert auf jeweils 100 TEUR. Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank (L-Bank)Seit Anfang 2011 bietet die GRENKE BANK AG neben dem Förderkreditprogramm KfW-Startgeld
der KfW-Mittelstandsbank in Baden-Württemberg auch das Förderprogramm Startfinanzierung
80 an. Hierbei handelt es sich um ein Produkt für Gründer, das gemeinsam von der L-Bank
und der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg angeboten wird. Die zinsgünstigen Darlehen
werden dabei von der L-Bank angeboten, während die Bürgschaftsbank eine 80%ige Ausfallbürgschaft
zur Verfügung stellt. Revolving Credit FacilityDer GRENKE Konzern verfügt über die Möglichkeit, im Rahmen von fünf revolvierenden
Darlehensfazilitäten mit einem Gesamtvolumen von 125.000 TEUR, welche der GRENKE FINANCE
Plc., Dublin/Irland, sowie teilweise der GRENKELEASING AG, Schweiz, zur Verfügung
stehen, jederzeit kurzfristige Gelder mit Mindestbeträgen von 5.000 TEUR (bzw. 1.500
CHF) über eine Laufzeit von in der Regel einem Monat aufzunehmen. Die Fazilität mit der HSBC über 15.000 TEUR wurde Anfang Juli 2015 verlängert und
läuft bis Ende Juni 2016. Die Fazilität mit der Nord LB über 20.000 TEUR wurde im
März 2015 verlängert und läuft bis März 2016. Die schon mehrere Jahre bestehenden
Fazilitäten über jeweils 30.000 TEUR mit der SEB, Deutschen Bank und DZ BANK besitzen
folgende Laufzeiten: SEB bis März 2016, Deutsche Bank bis September 2016, DZ BANK
bis Oktober 2016. Zum 30. September 2015 betrug das in Anspruch genommene Volumen der revolvierenden
Darlehensfazilitäten 45.000 TEUR sowie 0 TCHF (Vorjahr 31.12.2014: 30.000 TEUR sowie
4.500 TCHF). Im September 2015 wurde ein Vertrag über eine Fazilität von 25.000 TPLN zwischen der
GRENKELEASING Sp. Z.o.o. Polen und der SEB unterzeichnet. Dieser Vertrag bietet die
Möglichkeit, auf revolvierender Basis jederzeit kurzfristig Gelder mit einem Mindestbetrag
von 1.000 TPLN und einer festen Laufzeit von jeweils drei Jahren aufzunehmen. Die
Finanzierungszusage gilt bis September 2016. Bei Nichtverlängerung der Zusage im September
2016 müssen die laufenden Einzelziehungen nicht vorzeitig zurückgezahlt werden. GeldhandelMit der Bayerischen Landesbank besteht eine nicht garantierte Geldhandelslinie in
Höhe von insgesamt gemeinschaftlich 25.000 TEUR, welche der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland,
und der GRENKELEASING AG, Schweiz, zur Verfügung steht. Eine weitere Geldhandelslinie mit einem Volumen von 10.000 TEUR besteht mit der Commerzbank
AG. Zum 30. September 2015 betrug das in Anspruch genommene Volumen der Kreditlinien 25.000
TEUR sowie 0 TCHF (Vorjahr 31.12.2014: 25.000 TEUR sowie 3.500 TCHF). Der Ausweis
der Inanspruchnahme erfolgt unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung
des Leasinggeschäfts. Commercial PapersDer GRENKE Konzern hat die Möglichkeit, Commercial Paper mit einem Gesamtvolumen von
bis zu 250.000 TEUR und einer Laufzeit zwischen 1 und 364 Tagen zu begeben. In der
Berichtsperiode wurden 219.500 TEUR planmäßig zurückgeführt und 336.000 TEUR neu emittiert,
sodass das Commercial-Paper-Programm zum 30. September 2015 mit 142.500 TEUR ausgenutzt
war (Vorjahr 31.12.2014: 26.000 TEUR). EigenkapitalZusätzliche EigenkapitalbestandteileAm 22. Juli hat die GRENKELEASING AG eine unbesicherte und nachrangige Hybridanleihe
(nichtkumulative, unbefristete Additional Tier 1, sogenannte AT1-Anleihe bzw. Hybridkapital)
mit einem Nominalvolumen in Höhe von 30.000 TEUR und einem Zinskupon von 8,25 % begeben.
Die Zinszahlungen für diese Anleihe bemessen sich an deren Nominalbetrag und sind
für den Zeitraum vom Ausgabetag bis zum ersten möglichen vorzeitigen Rückzahlungstag
fix. Danach wird der Zinssatz für jeweils fünf Jahre neu festgelegt. Zinszahlungen
können ganz oder teilweise entfallen und sind nicht kumulativ. Zinszahlungen in Folgejahren
werden nicht höher ausfallen, um etwaige ausgefallene Zinszahlungen aus Vorjahren
nachzuholen. Die Anleihen haben kein Fälligkeitsdatum. Sie können von der GRENKELEASING
AG zum ersten möglichen vorzeitigen Fälligkeitsdatum gekündigt werden und danach alle
fünf Jahre. Des Weiteren können sie unter bestimmten Bedingungen vorzeitig gekündigt
werden. Die Anleihen unterliegen den im jeweiligen Prospekt ausgeführten Bedingungen,
die unter anderem beinhalten, dass die GRENKELEASING AG die Anleihen nur ganz und
nicht teilweise kündigen kann, sofern dafür bestimmte aufsichtsrechtliche oder steuerliche
Gründe vorliegen. Jede vorzeitige Kündigung bedarf der vorherigen Zustimmung der zuständigen
Aufsichtsbehörde. Der Rückzahlungs- und der Nominalbetrag der Anleihen können bei Vorliegen eines auslösenden
Sachverhalts vermindert werden. Einen solchen auslösenden Sachverhalt stellt es dar,
wenn die Tier-1-Kernkapitalquote der GRENKE Konzern unter 5,125 % fällt. Die Anleihen
können bei Vorliegen eines auslösenden Sachverhalts unter bestimmten Bedingungen zugeschrieben
werden. Angaben zu FinanzinstrumentenHierarchie des beizulegenden ZeitwertsZur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld
verwendet der GRENKE Konzern soweit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend
auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren, werden die beizulegenden
Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Bemessungshierarchie eingeordnet: scroll
Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer
Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Bemessungshierarchie
eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer
Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor
entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist. Der GRENKE Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie
zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Umgruppierungen
zwischen den drei Stufen der Bemessungshierarchie fanden in der abgelaufenen Berichtsperiode
nicht statt. Umgruppierungen finden zu dem Zeitpunkt statt, an dem sich eine Veränderung der Inputfaktoren
ergibt, die für die Einordnung in die Bemessungshierarchie relevant ist. Beizulegende Zeitwerte von FinanzinstrumentenBeizulegende Zeitwerte von derivativen FinanzinstrumentenZum Stichtag sind im GRENKE Konzern alle derivativen Finanzinstrumente, welche sich
aus Zinsderivaten (Zinsswaps) und Devisentermingeschäften zusammensetzen, zum beizulegenden
Zeitwert bilanziert. Sämtliche derivative Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie
zugeordnet. scroll
Beizulegende Zeitwerte originärer FinanzinstrumenteDie nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen
Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten je Klasse von Finanzinstrumenten,
die nicht zum beizulegenden Zeitwert bemessen werden. Sie enthält keine Informationen
zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wenn
der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.
Darunter fallen die Bilanzpositionen Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen, nicht-performende Leasingforderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen. Sämtliche originäre Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie
zugeordnet, mit Ausnahme der börsennotierten Anleihen, die in den Verbindlichkeiten
aus Refinanzierung enthalten und in der Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifiziert
sind. Deren Buchwert zum Bilanzstichtag beträgt 974.200 TEUR (Vorjahr 31.12.2014:
1.006.000 TEUR) und der beizulegende Zeitwert 962.312 TEUR (Vorjahr 31.12.2014: 1.032.929
TEUR). Die finanziellen Vermögenswerte sind bis auf die performenden Leasingforderungen
alle der Bewertungskategorie Kredite und Forderungen zugeordnet. Die finanziellen
Verbindlichkeiten sind alle der Bewertungskategorie der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten
zugeordnet. scroll
Bewertungsmethoden und verwendete InputfaktorenIn nachfolgender Tabelle werden die angewandten Bewertungsmethoden sowie die verwendeten
Inputfaktoren und Annahmen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte dargestellt: scroll
Abschreibungen und WertminderungAuf die zahlungsmittelgenerierende Einheit Leasing Tschechien, die das Leasinggeschäft
in Tschechien abbildet, wurde zum 30. Juni 2015 eine vollständige Wertminderung des
Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von 703 TEUR vorgenommen. Anhaltspunkt dafür waren
unerwartete rückläufige Neugeschäftszahlen in diesem Markt. Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand)Innerhalb des Vertriebs- und Verwaltungsaufwands werden die Investitionen in die Informationstechnologie
(IT) im Konzern, die durch nicht aktivierungsfähige IT-Projektkosten bedingt sind,
einzeln dargestellt. Diese Aufwendungen entstehen insbesondere durch Projekte zur
Prozessoptimierung der zentralen und standardisierten IT-Prozesse durch die Hinzuziehung
von externer Expertise. scroll
ErtragsteuernDie wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands in der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung sind: scroll
Konzern-Segmentberichterstattungscroll
scroll
GeschäftssegmenteDie Berichterstattung über die Entwicklung der Segmente folgt der dominierenden Organisationsstruktur
innerhalb des GRENKE Konzerns. Deshalb sind die operativen Segmente in Anlehnung an
die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring
unterteilt. Eine regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten erfolgt jährlich
im Abschluss des GRENKE Konzerns des jeweiligen Geschäftsjahres. Für die drei operativen
Segmente liegen separate Finanzinformationen vor. Berichtspflichtige SegmenteDas Segment Leasing umfasst alle Aktivitäten, die mit der Leasingtätigkeit des Konzerns
zusammenhängen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die Übernahme der Finanzierung
für gewerbliche Leasingnehmer, die Vermietung, Versicherungs-, Service- und Wartungsangebote
und die Verwertung von Gebrauchtgeräten. Das Segment Bank umfasst die Aktivitäten der GRENKE BANK AG, die sich als Finanzierungspartner
vor allem für kleine und mittlere Unternehmen versteht und mit Förderbanken zur Finanzierung
dieser Klientel auch im Rahmen der Existenzgründung zusammenarbeitet. Weiterhin werden
über den Internetauftritt Festgeldanlagen für Anleger angeboten. Das Geschäft der
Bank erfolgt schwerpunktmäßig mit deutschen Kunden. Zudem unterstützt die GRENKE BANK
AG die Refinanzierung des Leasinggeschäfts des GRENKE Konzerns durch innerkonzernliche
Leasingforderungsankäufe. Das Segment Factoring beinhaltet die Aktivitäten der GRENKEFACTORING GmbH und der
im Vorjahr erworbenen GRENKEFACTORING AG, Schweiz, welche klassische Factoringdienstleistungen
mit Fokus auf dem Small-Ticket-Factoring erbringen. Messgrößen der SegmenteDie Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der Segmentinformationen herangezogen
werden, entsprechen den angewandten Bilanzierungsregeln des Konzernabschlusses zum
31. Dezember 2014. Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu marktüblichen Preisen. Für die Beurteilung des Erfolgs des GRENKE Konzerns ist der Vorstand der GRENKELEASING
AG verantwortlich. Dieser hat als wesentliche Erfolgsgrößen neben dem Neugeschäftsvolumen
(Leasing- und Factoringsegment) und dem Deckungsbeitrag 2 für das Leasingsegment vor
allem die operativen Segmenterträge, das Segmentergebnis vor dem sonstigen Finanzergebnis
und die Personalaufwendungen bestimmt. Das sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen/-erträge
sind die wesentlichen Bestandteile der Konzernergebnisrechnung, die nicht in die einzelnen
Segmentinformationen einfließen. Die Segmentdaten wurden auf folgende Weise ermittelt:
AkquisitionenUnternehmenszusammenschlüsse im Geschäftsjahr 2014Die Kaufpreisallokation des im Vorjahr erworbenen Unternehmens GRENKELOCATION SARL,
Munsbach/Luxemburg (vormals GCLUX Location S.a.r.l.), wurde im ersten Quartal 2015
finalisiert. Gegenüber den vorläufig angesetzten beizulegenden Zeitwerten der Vermögensgegenstände
und Schulden haben sich keine Änderungen ergeben. Bei der Kaufpreisallokation der ebenfalls im Vorjahr erworbenen GRENKEFACTORING AG,
Basel/Schweiz, ergab sich innerhalb des Bewertungszeitraumes eine Schätzungsänderung
und infolgedessen eine retrospektive Reduzierung des Geschäfts- und Firmenwertes um
66 TEUR. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Für weitergehende Informationen zu Unternehmenszusammenschlüssen aus dem Vorjahr verweisen
wir auf den Anhang zum Konzernabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2014. Unternehmenszusammenschlüsse im Geschäftsjahr 2015GC Leasing d.o.o., Ljubljana/SlowenienDie GRENKELEASING AG erwarb mit Kaufvertrag vom 5. März 2015 und Erwerbszeitpunkt
31. März 2015 100 % der kapital- und stimmberechtigten Anteile an der GC Leasing d.o.o.,
Ljubljana/Slowenien. Die Gesellschaft wurde zwischenzeitlich umfirmiert in GRENKELEASING
d.o.o. Die GC Leasing d.o.o., Ljubljana/Slowenien, war zuvor im Rahmen des Franchisesystems
der GRENKELEASING AG tätig und hat sich auf den Vertrieb von Small-Ticket-Leasing
mit einem starken Fokus auf EDV- und IT-Equipment spezialisiert. Da noch nicht alle
relevanten Informationen für eine endgültige Kaufpreisallokation vorliegen, sind die
beizulegenden Zeitwerte der Vermögensgegenstände und Schulden vorläufig und können
infolge weiterer Erkenntnisse des Akquisitionsprozesses eine Anpassung erfahren. Die folgenden Angaben beziehen sich auf die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der
wesentlichen Hauptgruppen der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt
der Gesellschaft: immaterielle Vermögenswerte 3.575 TEUR, Leasingforderungen 241 TEUR,
sonstige Aktiva 655 TEUR, aktive latente Steuerforderungen 62 TEUR, latente Steuerschulden
660 TEUR und sonstige Schulden 999 TEUR. Immaterielle Vermögenswerte beziehen sich
im Wesentlichen auf nicht vertragliche Kundenbeziehungen von Händlern und Wettbewerbsverbote.
Von den Leasingforderungen in Höhe von brutto 412 TEUR sind 171 TEUR wertberichtigt
und voraussichtlich nicht einbringlich. In den sonstigen Schulden sind innerkonzernliche
Verbindlichkeiten enthalten, die aus einer Risikoumlage (TEUR 745) sowie einer kurzfristigen
Schuld (73 TEUR) bestehen und infolge der Schuldenkonsolidierung eliminiert werden
und somit nicht in der Konzernbilanz erscheinen. Die latenten Steuerschulden resultieren
aus der Neubewertung bzw. der Identifizierung von Vermögenswerten im Rahmen der Kaufpreisallokation.
Aus der weiterhin vorläufigen Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert
von 5.106 TEUR, der steuerlich voraussichtlich nicht abzugsfähig ist. Der Geschäfts-
oder Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Mitarbeiter
und erwartete Synergieeffekte. Wegen der bisher kurzen Konzernzugehörigkeit ist der
bisherige Beitrag zum Konzernergebnis einschließlich der Effekte aus der Kaufpreisallokation
unwesentlich. Aufgrund der Erstkonsolidierung zum Stichtag ergab sich hieraus keine
Auswirkung auf das Konzernergebnis. Die gesamte übertragene Gegenleistung des Unternehmenszusammenschlusses
beträgt 7.980 TEUR und beinhaltet ausschließlich Zahlungsmittel. Mit dem Erwerb wurden
zudem Zahlungsmittel von 271 TEUR übernommen. Sämtliche Kosten der Akquisition wurden
als Aufwand erfasst. DividendenzahlungDie Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von 16.530.911,12
EUR des Geschäftsjahres 2014 der GRENKELEASING AG erfolgte durch die ordentliche Hauptversammlung
am 12. Mai 2015. Die Hauptversammlung hat dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat
zugestimmt und die Verwendung des Bilanzgewinns wie folgt beschlossen: scroll
Die Dividende wurde am 13. Mai 2015 an die Aktionäre der GRENKELEASING AG ausbezahlt. Im Vorjahr wurde von der Hauptversammlung der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat
angenommen und die Verwendung des Bilanzgewinns 2013 wie folgt beschlossen und vorgenommen: scroll
Die Dividende wurde am 6. Mai 2014 an die Aktionäre der GRENKELEASING AG ausbezahlt. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDer Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG hat im Geschäftsjahr 2013 mit den Vorstandsmitgliedern
Herr Gilles Christ, Herr Jörg Eicker, Herr Mark Kindermann und Frau Antje Leminsky
eine Phantom-Stock-Vereinbarung abgeschlossen. Im Rahmen dieser Vereinbarung besteht für Herrn Gilles Christ, Herrn Jörg Eicker,
Herrn Mark Kindermann für die Geschäftsjahre 2013, 2014 und 2015 und Frau Antje Leminsky
für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 jeweils ein Zahlungsanspruch (Tranche) in Höhe
des Wertzuwachses von respektive 15.000 Aktien, 30.000 Aktien, 4.000 Aktien und 15.000
Aktien der GRENKELEASING AG im Verhältnis zu einem definierten Basiskurs. Dieser entspricht
dem arithmetischen Mittel der Xetra-Schlusskurse an sämtlichen Handelstagen vom 1.
bis 23. Dezember des jeweiligen Vorjahres. Der Basiskurs für das Jahr 2012 betrug
52,01 EUR und für das Jahr 2013 73,13 EUR. Der maximale Auszahlungsbetrag aufgrund
dieser Vereinbarung ist auf 300.000 EUR, 600.000 EUR, 100.000 EUR bzw. 300.000 EUR
für die drei Tranchen begrenzt. Diese maximale Auszahlung gilt für die jeweilige Vereinbarung
in ihrer Gesamtheit, d. h., die drei Tranchen dürfen in Summe den maximalen Auszahlungsbetrag
nicht überschreiten. Überschreitet eine Jahrestranche den maximalen Gesamtanspruch
und gilt die Vereinbarung noch für weitere Jahre (Tranchen), können künftig keine
Ansprüche mehr erworben werden. Die Teilnehmer an dem Programm sind verpflichtet,
den jeweiligen Nettoauszahlungsbetrag zuzüglich eines Eigeninvestments von 25 % dieses
Auszahlungsbetrages in Aktien der GRENKELEASING AG zu investieren. Die Gesellschaft
ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, die Auszahlung ganz oder teilweise, für eine
oder mehrere Tranchen, statt in Geld in Aktien zu erbringen. In diesem Fall entfällt
das Eigeninvestment. Die Aktien unterliegen einer Sperrfrist von vier Jahren. Aufgrund der Begrenzung wurde der maximale Auszahlungsbetrag für den gesamten Vorstand
bereits zum 31. Dezember 2014 erreicht. Für das Jahr 2014 wurden im ersten Quartal
2015 insgesamt noch 12 TEUR aus den Phantom-Stock-Vereinbarungen ausbezahlt. Weitere
Zahlungen werden aufgrund der maximalen Ausnutzung dieses Programms nicht mehr erfolgen. EventualverbindlichkeitenDie GRENKELEASING AG garantiert als Garantiegeber für Finanzgarantien für einzelne
Franchisegesellschaften in Höhe von 38,0 Mio. EUR (Vorjahr 31.12.2014: 43,9 Mio. EUR). MitarbeiterDer GRENKE Konzern beschäftigte in der Zwischenberichtsperiode durchschnittlich 917
(Vorjahr 30.09.2014: 838) Mitarbeiter (ohne Vorstand). Weitere 25 (Vorjahr 30.09.2014:
28) Beschäftigte befinden sich in der Ausbildung. Ereignisse nach dem BilanzstichtagDie GRENKELEASING AG hat von ihrem Rückkaufsrecht aus den Verträgen mit GOALS FINANCING
2009 LIMITED Gebrauch gemacht und die noch offenen Forderungen mit einem Nominalvolumen
von 18.343 TEUR zum 15. Oktober 2015 zurückgekauft. Finanzkalenderscroll
KontaktRenate Hauss Corporate Communications scroll
In diesem Finanzbericht erfolgt die Darstellung von Zahlen in der Regel in TEUR und
in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte
gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten
Charakter haben können. Stammhaus GRENKELEASING AG Neuer Markt 2 76532 Baden-Baden Telefon: +49 7221 5007-204 Telefax: +49 7221 5007-4218 E-Mail: investor@grenke.de www.grenke.de |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||