GRENKE AGBaden-BadenQuartalsmitteilung zum 3. Quartal und den ersten 9 Monaten 2017KENNZAHLEN GRENKE GRUPPE
KENNZAHLEN GRENKE KONZERN
BRIEF DES VORSTANDS AN DIE AKTIONÄRESehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, in neun Wochen endet das Jahr 2017 und damit auch unser Geschäftsjahr. Schon heute
lässt sich sagen, dass wir mit seinem Verlauf sehr zufrieden sein können. Deutlich
wird dies unter anderem am hohen Neugeschäftswachstum der GRENKE Gruppe. Nach neun
Monaten wurde das akquirierte Volumen um 22 Prozent auf über 1,7 Mrd. EUR gesteigert.
Dabei profitierten wir vom guten Wirtschaftsklima ebenso wie von spürbaren Wachstumsimpulsen
in den drei für uns bedeutendsten Märkten Italien, Frankreich und Deutschland. Inzwischen
generieren wir gut 75 Prozent unseres Neugeschäfts außerhalb Deutschlands. Zum Vergleich:
Vor fünf Jahren waren es noch rund 66 Prozent. Diese Entwicklung veranschaulicht eindrucksvoll
unsere Positionierung als global agierender Finanzdienstleister. Den Fokus auf Leasingfinanzierungen für kleine und mittelständische Unternehmen haben
wir dabei aber nicht aus den Augen verloren. Im Gegenteil: Mit der strategischen Akquisition
der Europa Leasing GmbH Anfang 2017 verbreiterten wir unsere Aufstellung in diesem
Segment noch einmal deutlich. Historisch stellten IT-Produkte den mit Abstand größten
Anteil in unserem Leasing-Portfolio dar. Inzwischen sind wir aber auch im Bereich
der Small-Tickets für medizintechnische Produkte und kleine Maschinen und Anlagen
aktiv. Und das mit großem Erfolg. Denn gerade die Produktgruppen außerhalb des klassischen
IT-Bereichs überraschten in Q3 mit hohen Zuwachsraten. Insgesamt konnte das Neugeschäft
im Segment Leasing im Verlauf der ersten neun Monate so sehr deutlich um 23 Prozent
gesteigert werden. Damit liegen wir aktuell im oberen Bereich unserer Zielspanne von
16 bis 21 Prozent für das Gesamtjahr. In allen unseren Märkten sehr gut angenommen
wird darüber hinaus der Direktvertrieb. In direktem Kontakt mit unserem Vertrieb können
Kunden Neuanschaffungen auf diese Weise noch einfacher und flexibler über Leasing
finanzieren. Nicht zuletzt sind wir auch mit dem Neugeschäft im Bereich Factoring
sehr zufrieden. Das angekaufte Forderungsvolumen wuchs in den ersten neun Monaten
2017 gegenüber Vorjahr um 22 Prozent. Neben der hervorragenden Neugeschäftsentwicklung und der ausgezeichneten Refinanzierungssituation
stellt der im Juli vollzogene Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 3 eine wichtige Wegmarke
für die GRENKE AG und ihre Aktionäre dar. Hierdurch hat sich die Handelbarkeit der
Aktie insbesondere für Privatanleger deutlich verbessert. Nachdem die GRENKE-Aktie
im September bei einem Kurs von 80,49 EUR ihr neues Allzeithoch erreicht hatte, notierte
sie zum Stichtag 30. September bei 78,85 EUR. Das entspricht einer Marktkapitalisierung
von knapp 3,5 Mrd. EUR. Die verbleibenden Wochen in 2017 werden wir mit großer Entschlossenheit dazu nutzen,
um unser Geschäft weiter voranzutreiben und alle sich bietenden Chancen konsequent
zu ergreifen. Insgesamt sehen wir uns auf einem sehr guten Weg, die gesteckten Ziele
für das laufende Geschäftsjahr zu erreichen. Wolfgang Grenke GRENKE AUF EINEN BLICKNeugeschäft GRENKE Gruppe (inkl. Franchisepartner)+22 % 9M 2017: 1.731 Mio. EUR (9M 2016: 1.415 Mio. EUR) Kursentwicklung der GRENKE-Aktie (XETRA; EUR)![]() Anzahl der Beschäftigten im GRENKE Konzern1.202 30.09.2016: 1.011 Beschäftigte Internationale Präsenz8 NEUE STANDORTE 2017
Gewinn GRENKE Konzern (Mio. EUR)![]() Solide Eigenkapitalausstattung17,6 % EIGENKAPITALQUOTE 31.12.2016: 17,4 Prozent KONZERNZWISCHENLAGEBERICHTGeschäftsverlaufNeugeschäft GRENKE Gruppe![]() ![]()
Geschäftsverlauf des GRENKE KonzernAuch nach neun Monaten befinden wir uns weiter auf dem Wachstumspfad. Ertragsseitig
profitierten wir im Berichtszeitraum unverändert vom hohen und profitablen Neugeschäft
der jüngeren Vergangenheit. Entsprechend legte der Gewinn des GRENKE Konzerns von
Januar bis September um 20 Prozent gegenüber Vorjahr zu. Die geografische Expansion
war auch im Berichtsquartal zentrales Thema der Konzernsteuerung. Im Fokus stand die
Vorbereitung weiterer Zellteilungen für das vierte Quartal 2017. Zum Stichtag dieses
Berichts war GRENKE an insgesamt 131 Standorten in 31 Ländern dieser Erde für seine
Kunden präsent. Auf der Produktseite starteten wir Ende September eine groß angelegte Kampagne. Gemeinsam
mit unseren Partnern, den Förderbanken einzelner Bundesländer und des Bundes (KfW),
offerieren wir kleinen und mittelständischen Unternehmen Fördergutscheine für betriebliche
Neuanschaffungen, die über Leasing finanziert werden. Hierzu wurde eine intuitive
Online-Plattform geschaffen, auf der sich Interessierte über ihre jeweiligen Fördermöglichkeiten
informieren und sich den maximal möglichen Förderbetrag direkt berechnen können. Darüber
hinaus haben wir die Zusammenarbeit mit der Investitionsbank des Landes Brandenburg
in Form einer neuen Kooperation intensiviert. Für kleine und mittlere Unternehmen
sowie Freiberufler in Brandenburg stehen zum zweiten Mal 5 Mio. EUR zu besonders günstigen
Konditionen bereit, wenn sie betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren.
Nach dem erfolgreichen Auftakt in 2015 konnten bisher über 600 geförderte Leasingverträge
mit der ILB abgeschlossen werden. Zur Finanzierung unseres Wachstums nutzten wir auch im Berichtsquartal wieder unsere
breite Palette an Refinanzierungsmöglichkeiten. Dazu gehört auch die Möglichkeit des
Einwerbens von Bankeinlagen über die GRENKE Bank. Letztere konnten gegenüber dem Stand
zum 31. Dezember 2016 um 21 Prozent auf 481,0 Mio. EUR ausgeweitet werden. Zu den
wesentlichen Transaktionen im Berichtszeitraum zählen die Emissionen einer öffentlichen
Anleihe über 200 Mio. EUR, die mit einer Laufzeit von 61 Monaten und einem Zinskupon
von 0,875 Prozent ausgestattet ist, sowie einer weiteren Anleihe über 70 Mio. CHF
mit einer Laufzeit von 36 Monaten und einem Kupon von 0,450 Prozent. Nicht zuletzt
haben wir eine Hybridanleihe über insgesamt 75 Mio. EUR emittiert und so unsere Eigenkapitalbasis
für das zu erwartende Wachstum zusätzlich gestärkt. Ausgewählte Angaben aus dem verkürzten Konzernzwischenabschluss Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
1
Das gemäß IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den GRENKE-Aktionären
zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im vergleichbaren
Vorjahreszeitraum waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte
Ergebnis war daher mit dem unverwässerten identisch. Konzern-Bilanz
1
Vorjahreswerte angepasst, siehe Finanzbericht zum 2. Quartal und dem ersten Halbjahr
2017 ErtragslageDas dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres war für den GRENKE Konzern ein sehr
erfolgreiches. Sichtbar wird dies unter anderem am operativen Ergebnis, das gegenüber
dem Vorjahreszeitraum um 15 Prozent zulegte. Absolut betrachtet erreichte es 42,2
Mio. EUR nach 36,8 Mio. EUR im dritten Quartal 2016. Zu dieser erfreulichen Entwicklung
beigetragen haben vor allem das hohe und margenstarke Neugeschäft früherer Perioden,
dessen Erträge uns über die fortschreitende Laufzeit der Verträge zufließen, sowie
ein überdurchschnittlich hoher Ergebnisbeitrag aus dem Servicegeschäft und nicht zuletzt
mehrere niedriger ausgefallene Aufwandspositionen. Das Zinsergebnis stieg gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum ausgehend von
höheren Zinsen und ähnlichen Erträgen aus dem Finanzierungsgeschäft sowie nur leicht
erhöhten Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung um 13 Prozent an. Unter
Berücksichtigung der im Berichtsquartal gegenüber Vorjahr um sieben Prozent gestiegenen
Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge nahm das Zinsergebnis nach
Schadensabwicklung und Risikovorsorge um erfreuliche 15 Prozent zu. Die Schadenquote
des Konzerns betrug 1,0 Prozent nach 1,1 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Weiter positiv entwickelten sich auch die Ergebnisse aus dem Service- und dem Neugeschäft.
Ausgehend vom im Berichtsquartal akquirierten hohen Neugeschäft verzeichneten wir
bei ersterem einen Anstieg um 19 Prozent, letzteres konnte um 14 Prozent gesteigert
werden. Inklusive des auf Quartalsbasis tendenziell volatilen Verwertungsergebnisses
(Verwertungsminderergebnis), erhöhten sich die operativen Erträge des Konzerns gegenüber
dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 16 Prozent. Auf der Aufwandsseite stiegen unter den wesentlichen Positionen insbesondere die Personalaufwendungen.
Ausgehend von der gegenüber Vorjahr gestiegenen Beschäftigtenzahl und höheren variablen
Vergütungskomponenten legten sie im Berichtsquartal um 23 Prozent zu und erreichten
21,8 Mio. EUR (Q3 2016: 17,7 Mio. EUR). Die in ihrer absoluten Größe zweite wesentliche
Aufwandsposition -der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand -zeigte sich gegenüber Vorjahr
im Wesentlichen unverändert. Wachstumsbegingt zugelegt haben dabei vor allem die Kosten
für Betrieb, Verwaltung und Vertrieb sowie die Beratungs- und Prüfungskosten. Dem
gegenüber standen insbesondere geringere IT-Projektkosten. Inklusive einer aufwandsmindernden
Buchung bei den Sonstigen Steuern belief sich der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand
auf 15,1 Mio. EUR (Q3 2016: 15,0 Mio. EUR). Die Abschreibungen des Konzerns übertrafen den Vorjahreswert ausgehend von den in
der jüngeren Vergangenheit getätigten Investitionen in das Sachanlagevermögen -im
Wesentlichen für den Ausbau unseres IT-Rechenzentrums und aus der Übernahme früherer
Franchisegesellschaften -um 51 Prozent. Absolut betrachtet waren sie mit 3,4 Mio.
EUR nach 2,2 Mio. EUR im vergleichbaren Vorjahreszeitraum jedoch nur von geringer
Bedeutung für die Ergebnisentwicklung des Konzerns. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
und Erträge gingen in der Summe mit einem positiven Beitrag von 0,9 Mio. EUR in die
Ertragsrechnung des Konzerns ein. Insgesamt stieg der Gewinn vor Steuern gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal
um 16 Prozent an. Bei einer leicht reduzierten Steuerquote von 21,8 Prozent (Q3 2016:
25,2 Prozent) legte der Gewinn im Berichtszeitraum um 22 Prozent zu. Daraus ergab
sich ein Ergebnis je Aktie von 0,71 EUR nach 0,58 EUR im vergleichbaren Vorjahresquartal. Neunmonatsvergleich 2017 versus 2016Die vorangegangenen Erläuterungen für das Berichtsquartal treffen im Wesentlichen
auch für den Neunmonatszeitraum zu. Das Zinsergebnis verbesserte sich in den ersten
neun Monaten um 13 Prozent von 161,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 182,2 Mio. EUR. Die Aufwendungen
für Schadensabwicklung und Risikovorsorge bewegten sich mit 40,7 Mio. EUR leicht unter
Vorjahresniveau (9M 2016: 41,2 Mio. EUR). Entsprechend belief sich die Schadensquote
des Konzerns auf 1,0 Prozent nach 1,2 Prozent im Neunmonatszeitraum des Vorjahres.
Das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge legte so um erfreuliche
18 Prozent von 119,9 Mio. EUR auf 141,5 Mio. EUR zu. Die operativen Erträge des Konzerns erhöhten sich unter Berücksichtigung gestiegener
Ergebnisse aus dem Service- und dem Neugeschäft sowie eines Verwertungsergebnisses,
das in den ersten neun Monaten sichtbar negativ ausgefallen war (Verwertungsminderergebnis),
von 204,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 235,3 Mio. EUR im Berichtszeitraum. Dies entspricht einem Anstieg um 15 Prozent. Unterproportional dazu entwickelte sich
die Aufwandsseite. So übertraf der Personalaufwand den Vorjahreswert um 21 Prozent,
der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand reduzierte sich um vier Prozent. Das operative
Ergebnis wuchs damit um erfreuliche 17 Prozent. Absolut belief es sich in den ersten
neun Monaten auf 121,1 Mio. EUR nach 103,3 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Entsprechend kräftig legte auch der Gewinn vor Steuern zu. Mit 117,8 Mio. EUR übertraf
er den Vorjahreswert von 101,3 Mio. EUR um 16 Prozent. Nach Steuern belief sich der
Gewinn auf 91,0 Mio. EUR (9M 2016: 75,9 Mio. EUR). Dies entspricht einem Anstieg um
20 Prozent. Das Ergebnis je Aktie betrug 2,01 EUR nach 1,68 EUR in den ersten neun
Monaten des vorangegangenen Geschäftsjahres. Entwicklung der SegmenteGeschäftssegmenteDie Berichterstattung über die Entwicklung der Segmente folgt der dominierenden Organisationsstruktur
innerhalb des GRENKE Konzerns. Deshalb sind die operativen Segmente in Anlehnung an
die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring
unterteilt. Transaktionen zwischen den operativen Segmenten werden eliminiert (siehe
hierzu "Konzern-Segmentberichterstattung"). Eine regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten
erfolgt jährlich im Abschluss des GRENKE Konzerns des jeweiligen Geschäftsjahres.
Für die drei operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen vor. GeschäftsentwicklungDas Segment Leasing bildet unverändert die Ertragssäule des Konzerns. Aus diesem Grund
treffen die vorangegangenen Erläuterungen zur Ertragslage im Wesentlichen auch auf
die Entwicklung der Segmente zu. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres
nahmen die operativen Segmenterträge im Leasinggeschäft gegenüber Vorjahr um 15 Prozent
zu. Nach 192,1 Mio. EUR im Vorjahr erreichten sie 221,0 Mio. EUR. Sehr erfreulich
entwickelte sich auch das Segmentergebnis: Es stieg um 18 Prozent auf 114,1 Mio. EUR
an (9M 2016: 97,0 Mio. EUR). Eine leichte Zunahme verzeichneten wir bei den operativen
Segmenterträgen im Segment Factoring. Sie legten gegenüber Vorjahr um drei Prozent
zu und erreichten 3,0 Mio. EUR nach 2,9 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Bei insgesamt gestiegenen Kosten blieb das Segmentergebnis mit -0,3 Mio. EUR leicht
negativ (9M 2016: -0,2 Mio. EUR). Überaus zufriedenstellend entwickelte sich das Segment
Bank. Die operativen Segmenterträge stiegen um 17 Prozent von 9,6 Mio. EUR im Vorjahr
auf 11,3 Mio. EUR an, das Segmentergebnis trug mit 7,2 Mio. EUR nach 6,5 Mio. EUR
zum Ergebnis des Konzerns bei. Finanz- und VermögenslageNach neun Monaten bestätigt die Bilanz des GRENKE Konzerns unsere weiterhin sehr gute
Vermögenslage. Das Gesamtvermögen stieg zum 30. September 2017 auf 4,7 Mrd. EUR an.
Gegenüber dem Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres (Stichtag 31. Dezember) entspricht
dies einer Steigerung um 18 Prozent; gegenüber dem 30. September 2016 sogar um 25
Prozent. Auf der Aktivseite der Bilanz erhöhten sich im Berichtszeitraum als größte Einzelpositionen
die lang- und kurzfristigen Leasingforderungen um zusammengenommen 15 Prozent. Auf
sie entfiel ein Anteil am Gesamtvermögen von 80 Prozent nach 82 Prozent zum 31. Dezember
2016. Zum Stichtag des Berichts kräftig erhöht haben sich die Zahlungsmittel des Konzerns.
Sie beliefen sich auf 290,9 Mio. EUR. Dies entspricht einem Anstieg um 85 Prozent
gegenüber dem Stand zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres, der im Wesentlichen
aus der Emission einer Anleihe über 200 Mio. EUR Anfang September resultiert. Der
Emissionserlös soll kurzfristig zur weiteren Neugeschäfts- und Wachstumsfinanzierung
eingesetzt werden. Zugenommen haben darüber hinaus auch die kurz- und langfristigen
Sonstigen Vermögenswerte. Sie übertrafen den Stand zum 31. Dezember 2016 um 34 Prozent.
Die Sonstigen finanziellen Vermögenswerte (lang- und kurzfristig) stiegen gegenüber
dem Stand zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres um acht Prozent an. Insgesamt nahmen die kurzfristigen Vermögenswerte im Berichtszeitraum um 23 Prozent
zu, die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 15 Prozent. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital des Konzerns um 19 Prozent auf 823,0
Mio. EUR (31. Dezember 2016: 690,4 Mio. EUR). Neben der guten Geschäftsentwicklung
im Berichtszeitraum hat hierzu wesentlich die im September 2017 emittierte AT1-Hybridanleihe
über 75 Mio. EUR beigetragen. Mit einer Eigenkapitalquote von 17,6 Prozent lagen wir
leicht oberhalb der Quote per Ende 2016 von 17,4 Prozent und damit weiterhin sichtbar
über unserer langfristigen Zielmarke von 16 Prozent. Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung erhöhten sich
im Vorjahresvergleich um 17 Prozent. Parallel dazu entwickelten sich die Verbindlichkeiten
aus dem Einlagengeschäft (lang- und kurzfristig), die um 19 Prozent zunahmen. Insgesamt
nahmen die Finanzschulden des Konzerns um 18 Prozent zu. Die abgegrenzten Mietraten
erhöhten sich gegenüber dem 31. Dezember 2016 um sieben Prozent. Unverändert setzten wir auch in den ersten neun Monaten des Berichtsjahres unsere
breite Palette an Refinanzierungsinstrumenten nach dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit
und Ausgewogenheit der Kapitalquellen ein. Unsere hervorragende Reputation am Kapitalmarkt
und bei den Kunden der GRENKE Bank versetzt uns in die Lage, flexibel zu agieren.
Im Bereich der Senior Unsecured-Instrumente, auf die zum 30. September 2017 mit 62
Prozent der größte Anteil an der gesamten Refinanzierung des Konzerns entfiel, emittierten
wir im Wesentlichen diverse Anleihen, Schuldscheine und Commercial Papers. Das Gesamtvolumen
der Senior Unsecured-Instrumente betrug zum Stichtag 2,2 Mrd. EUR. Weitere Informationen
zu den im Berichtsquartal emittierten Anleihen sind im Kapitel zum Geschäftsverlauf
des Konzerns beschrieben; Details zur Mittelherkunft sind darüber hinaus in den Angaben
zum verkürzten Konzernzwischenabschluss dargestellt und auf unserer Website www.grenke.de
abrufbar. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich in den ersten neun Monaten
auf 125,1 Mio. EUR nach -21,8 Mio. EUR im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Ausgehend
vom Gewinn vor Steuern in Höhe von 117,8 Mio. EUR resultierten Mittelabflüsse im Wesentlichen
aus der Refinanzierung der Leasingforderungen (417,9 Mio. EUR) sowie aus Darlehen
an Franchisenehmer und der Zunahme der sonstigen Vermögenswerte über zusammengenommen
82,2 Mio. EUR. Positiv in die Cashflow-Berechnung eingegangen sind als größte Einzelpositionen
die Zunahmen der Refinanzierungsverbindlichkeiten über 403,9 Mio. EUR sowie die Zunahme
des Einlagengeschäfts über 81,2 Mio. EUR. Ein weiterer Mittelzufluss in Höhe von 7,0
Mio. EUR ergab sich im Bereich der abgegrenzten Mietraten und der sonstigen Schulden.
Nach gezahlten/erhaltenen Steuern und Zinsen belief sich der Netto-Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit auf 110,4 Mio. EUR nach -38,4 Mio. EUR im Neunmonatszeitraum des
Vorjahres. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltete im Wesentlichen Zahlungen für
den Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattung und immateriellen Vermögensgegenständen
(11,2 Mio. EUR) sowie einen weiteren Mittelabfluss für den Erwerb von Tochterunternehmen
(10,0 Mio. EUR). Dem gegenüber stand ein Mittelzufluss aus dem Verkauf von Sachanlagen
und immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 1,4 Mio. EUR. Per Saldo betrug
er -19,8 Mio. EUR nach -7,1 Mio. EUR im Vorjahr. Inklusive des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit, der die Tilgung von Bankschulden
(1,2 Mio. EUR), den Nettoerlös aus der Begebung des Hybridkapitals im dritten Quartal
(73,7 Mio. EUR), die Zinszahlung auf Hybridkapital (4,1 Mio. EUR) sowie nicht zuletzt
die Auszahlung der Dividende an die Aktionäre (25,8 Mio. EUR) beinhaltete, belief
sich die Summe des Cashflows in den ersten neun Monaten auf 133,1 Mio. EUR nach -66,1
Mio. EUR im Vorjahr. Chancen-, Risiko- und PrognoseberichtChancen und RisikenWesentliche Veränderungen der zuletzt im Jahresfinanzbericht 2016 dargestellten Chancen
und Risiken sind im Berichtszeitraum nicht eingetreten. Für unsere künftige Entwicklung
sehen wir weiterhin insgesamt deutlich mehr Chancen als die üblichen mit unserem Geschäftsmodell
verbundenen Risiken. PrognoseDer Geschäftsverlauf im dritten Quartal und den ersten neun Monaten 2017 stimmt uns
für das laufende Geschäftsjahr zuversichtlich. Das Neugeschäftswachstum der GRENKE
Gruppe Leasing lag im Neunmonatszeitraum mit 23 Prozent leicht oberhalb der zum Halbjahr
nach oben angepassten Prognosespanne von 16 bis 21 Prozent. Im Bereich Factoring legte
das angekaufte Forderungsvolumen von Januar bis September im Vorjahresvergleich um
22 Prozent zu. Damit liegen wir derzeit ebenfalls leicht über der Zielspanne von zwölf
bis 20 Prozent bezogen auf das Gesamtjahr. Auch ertragsseitig befinden wir uns mit
der im Neunmonatszeitraum erzielten Gewinnsteigerung von 20 Prozent auf gutem Weg,
die zum Halbjahr präzisierte und leicht angehobene Prognosespanne eines Gewinns zwischen
118 und 124 Mio. EUR zu erreichen. Im vorangegangenen Geschäftsjahr hatten wir einen
Gewinn von 103,2 Mio. EUR erzielt. VERKÜRZTER KONZERNZWISCHENABSCHLUSSKonzern-Gewinn- und Verlustrechnung
1
Das gemäß IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den GRENKE-Aktionären
zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im vergleichbaren
Vorjahreszeitraum waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte
Ergebnis war daher mit dem unverwässerten identisch. Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Konzern-BilanzVermögenswerte
1
Vorjahreswerte angepasst, siehe Finanzbericht zum 2. Quartal und dem ersten Halbjahr
2017. Konzern-BilanzSchulden und Eigenkapital
1
Vorjahreswerte angepasst, siehe Finanzbericht zum 2. Quartal und dem ersten Halbjahr
2017. Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
Konzern-Segmentberichterstattung
1
Vorjahreswerte angepasst, siehe Finanzbericht zum 2. Quartal und dem ersten Halbjahr
2017. LeasinggeschäftDas Segment Leasing umfasst alle Aktivitäten, die mit der Leasingtätigkeit des Konzerns
Zusammenhängen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die Übernahme der Finanzierung
für gewerbliche Leasingnehmer, die Vermietung, Servicegeschäfte, Service- und Wartungsangebote
für die Leasinggegenstände und die Verwertung von Gebrauchtgeräten. BankgeschäftDas Segment Bank umfasst die Aktivitäten der GRENKE BANK AG, die sich als Finanzierungspartner
vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) versteht und mit Förderbanken
zur Finanzierung dieser Klientel auch im Rahmen der Existenzgründung zusammenarbeitet.
Weiterhin werden über den Internetauftritt Festgeldanlagen angeboten. Das Geschäft
der Bank erfolgt schwerpunktmäßig mit deutschen Kunden. FactoringgeschäftDas Segment Factoring beinhaltet klassische Factoringdienstleistungen mit der Fokussierung
auf das Small-Ticket-Factoring. Dabei wird im Rahmen des echten Factorings sowohl
das offene Factoring, bei dem der Debitor über die Forderungsabtretung informiert
wird, als auch das stille Factoring, bei dem der Debitor keine entsprechende Information
erhält, angeboten. Daneben bietet das Segment auch Inkassodienstleistungen (unechtes
Factoring) an; hier verbleibt das Delkredererisiko beim Kunden. ANGABEN ZUM VERKÜRZTEN KONZERNZWISCHENABSCHLUSSBilanzierungs- und BewertungsmethodenDie vorliegende Quartalsmitteilung der GRENKE AG wurde nach den International Financial
Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Die Bilanzierungs-
und Bewertungsgrundsätze des Jahresabschlusses zum 31.12.2016 wurden unverändert fortgeführt.
Eine prüferische Durchsicht ist nicht erfolgt. Leasingforderungen
*
Position enthält Währungsdifferenzen in Höhe von -0,4 TEUR (Vorjahr: 1.057 TEUR). Finanzschulden
Asset Based FinanzschuldenStrukturierte EinheitenFolgende konsolidierte strukturierte Einheiten bestanden zum Stichtag: Opusalpha Purchaser
II Limited, Kebnekaise Funding Limited, CORAL PURCHASING Limited, FCT "GK"-COMPARTMENT
"G2" (FCT GK 2) sowie FCT "GK"-COMPARTMENT "G3" (FCT GK 3). Sämtliche strukturierten
Einheiten, sind als Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-) Programme aufgelegt.
Forderungsverkaufs-Verträge
RestwertdarlehenSeit dem Erwerb der Europa Leasing GmbH besitzt der Konzern Restwertdarlehen. Die
Restwertdarlehen dienen teilweise zur Finanzierung von Restwerten von Leasingverträgen,
bei denen die Raten im Rahmen des Forderungsverkaufs veräußert wurden.
Senior Unsecured FinanzschuldenFolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Buchwerte der einzelnen Refinanzierungsinstrumente:
Folgende Tabelle zeigt den Refinanzierungsrahmen der einzelnen Instrumente:
AnleihenIm Geschäftsjahr wurden bisher acht Anleihen mit einem Volumen von insgesamt 398.000
TEUR begeben. Zusätzlich wurde eine Anleihe über 70.000 TCHF platziert. Zudem wurden
drei bestehende Anleihen um insgesamt 45.000 TEUR erhöht. Planmäßig wurden 142.200
TEUR getilgt. SchuldscheindarlehenIm Geschäftsjahr wurden bisher fünf neue Schuldscheindarlehen begeben, zwei weitere
auslaufende wurden prolongiert. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf 85.000 TEUR, 10.000
PLN sowie 10.000 TCHF. Planmäßig getilgt wurden 41.000 TEUR und 32.627 TCHF. Zweckgebundene FörderdarlehenFolgende Tabelle zeigt die Buchwerte der in Anspruch genommenen Förderdarlehen bei
den einzelnen Förderbanken.
Im Berichtszeitraum wurden 77.677 TEUR an neuen Mitteln aufgenommen, 35.718 TEUR wurden
planmäßig getilgt. EigenkapitalAm 27. September hat die GRENKE AG eine weitere unbesicherte und nachrangige Hybridanleihe
(nicht kumulative, unbefristete Additional Tier 1, sogenannte AT1-Anleihe bzw. Hybridkapital)
mit einem Nominalvolumen in Höhe von 75.000 TEUR und einem Zinskupon von 7,00 % begeben.
Der Ausweis erfolgt unter den zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen. EventualverbindlichkeitenDie GRENKE AG hat als Garantiegeber für einzelne Franchisegesellschaften Finanzgarantien
in Höhe von 34,7 Mio. EUR (Vorjahr 31.12.2016: 77,3 Mio. EUR) ausgereicht, welches
das maximale Ausfallrisiko darstellt. Die tatsächliche Ausnutzung vonseiten der Garantienehmer
war geringer und beläuft sich auf 18,4 Mio. EUR (Vorjahr 31.12.2016: 56,0 Mio. EUR). KONTAKTRenate Hauss Telefon: +49 7221 5007-204 In dieser Quartalsmitteilung erfolgt die Darstellung von Zahlen in der Regel in TEUR
und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte
gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten
Charakter haben können. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische
Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung
für beide Geschlechter. GRENKE AG Neuer Markt 2 Tel +49 7221 5007-204 www.grenke.de |
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