![]() GRENKE AGBaden-BadenFinanzbericht zum 2. Quartal und dem ersten Halbjahr 2018GRENKE KONZERNKENNZAHLEN GRENKE GRUPPEscroll
GRENKE Gruppe = GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner GRENKE Konzern = GRENKE AG und alle konsolidierten Tochtergesellschaften sowie strukturierte
Einheiten gemäß den IFRS KENNZAHLENGRENKE KONZERNscroll
GRENKE Gruppe = GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner GRENKE Konzern = GRENKE AG und alle konsolidierten Tochtergesellschaften sowie strukturierte
Einheiten gemäß den IFRS GRENKE AUF EINEN BLICKGRENKE bleibt im Wachstumsmodus - Gewinnziel 2018 bestätigt, Neugeschäftsprognose erhöhtANHALTEND HOHES WACHSTUMSTANDORTE GRENKE GRUPPE 139: : ZELLTEILUNGEN: Kroatien, Niederlande, Deutschland, Finnland, Frankreich, 2 X Italien : : FRANCHISE-ÜBERNAHMEN: Kroatien, Vereinigte Arabische Emirate NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE 6M 2018 +23 %Volumen inkl. Franchisepartner erreicht 1.412,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1.152,3 Mio. EUR) ANZAHL DER BESCHÄFTIGTEN 1.397Anstieg gegenüber Vorjahr um 18,2 Prozent (GRENKE Konzern, Vorjahr: 1.182) BREIT DIVERSIFIZIERTPORTFOLIO LEASING-NEUGESCHÄFT![]() ATTRAKTIVE KURSENTWICKLUNGKURSENTWICKLUNG DER GRENKE-AKTIE![]() BRIEF DES VORSTANDS AN DIE AKTIONÄRESehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,im zweiten Quartal 2018 konnten wir nahtlos an die guten Zuwachsraten des ersten Quartals
bei Neugeschäft und Erträgen anknüpfen. Insgesamt berichten wir Ihnen über ein sehr
zufriedenstellendes erstes Halbjahr. Das Neugeschäft im Segment Leasing legte bei
unverändert hoher Profitabilität um 23 Prozent auf 1.158,4 Mio. EUR zu. Erneut zeigten
sich unsere Kernmärkte Frankreich und Italien überdurchschnittlich wachstumsstark,
auch in Deutschland erzielten wir ein zweistelliges Plus. Weitere Märkte wie Spanien,
die Niederlande oder Portugal entwickelten sich ebenfalls sehr positiv. Im Segment
Factoring wurde das Neugeschäft um 18 Prozent gesteigert. Angesichts der hohen Zuwachsraten im Leasing während des ersten Halbjahres 2018 sind
wir zuversichtlich, das Neugeschäft der GRENKE Gruppe im laufenden Geschäftsjahr insgesamt
stärker als bisher prognostiziert steigern zu können. Wir erwarten nunmehr einen Zuwachs
im Bereich Leasing von 18 bis 22 Prozent nach zuvor 16 bis 20 Prozent. Mit einem Anstieg
des Gewinns um 23 Prozent von 51,5 Mio. EUR auf 63,4 Mio. EUR in den ersten sechs
Monaten 2018 bleibt die gute Grundlage für das Erreichen unserer diesbezüglichen Jahresprognose
2018 gelegt und wird vollumfänglich bestätigt. Unsere internationale Präsenz haben wir im ersten Halbjahr 2018 verbreitert und verdichtet.
So eröffneten wir sieben neue Standorte in sechs europäischen Ländern. GRENKE ist
damit weltweit auf fünf Kontinenten mit 139 Standorten präsent. Bis zum Jahresende
werden weitere Standorte in neuen und bestehenden Märkten hinzukommen. Wir pflegen intensiv unser Standing als erstklassiger Partner am Kapitalmarkt. Mit
einem Gesamtvolumen von brutto nahezu 700 Mio. EUR sind wir ein sehr aktiver und attraktiver
Emittent unterschiedlichster Anlagealternativen. Zudem vereinbarten wir erstmals einen
zinsgünstigen langlaufenden Kredit bis 100 Mio. EUR mit der Europäischen Investitionsbank
zur europaweiten Förderung von Existenzgründungen und KMU. Ebenfalls gingen die Globaldarlehensverträge
für Leasingfinanzierungen mit der KfW in die zweite und mit der NRW.BANK in die achte
Runde. Dass die Rating-Agentur Standard & Poor's ganz aktuell unser Investmentgrade
Rating erneut und mit stabilem Ausblick bestätigt hat, unterstreicht unseren Qualitätsanspruch. Sehr erfolgreich platzierten wir eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen mit einem
Emissionsvolumen in Höhe von 197 Mio. EUR. Die Aktien wurden von Investoren zu einem
Preis von 98 EUR gezeichnet. Mit dem Erlös stärken wir die Eigenkapitalbasis der GRENKE
AG. Dies ist entscheidend für unsere weitere Expansion und für die Fortsetzung unserer
erfolgreichen Internationalisierungsstrategie. Sie ermöglicht uns darüber hinaus den
gezielten Ausbau unserer Marktanteile und die systematische Weiterentwicklung unseres
Produkt- und Serviceportfolios. Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, Ihre GRENKE AG hält klar Wachstumskurs.
Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen. Baden-Baden, im Juni 2018 DER VORSTAND KAPITEL 1VERKÜRZTER KONZERNZWISCHENLAGEBERICHTZIELE UND STRATEGIENWir sind einer der international führenden Anbieter von Finanzdienstleistungen für
kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) mit Schwerpunkt auf Leasingfinanzierungen.
Historisch stellen IT-Produkte den größten Anteil unseres Portfolios dar. Aber wir
bieten ebenfalls Leasinglösungen für medizintechnische Produkte, kleine Maschinen
und Anlagen an. Unser Geschäftsmodell ist einfach, robust und wertsteigernd. Strategisch
setzen wir auf Risikobegrenzung durch Diversifikation. So charakterisieren eine breite
Streuung unseres Portfolios über Kunden, Branchen und Länder hinweg sowie die durchschnittlich
vergleichsweise kleinen Vertragsvolumina unser Geschäft. Die Standardisierung unseres
Angebots und damit auch die Verträge mit unseren Kunden schneller und dennoch sicherer
abzuwickeln, treiben wir kontinuierlich voran, zuletzt mit der Einführung der innovativen
eSignature sowie App-Lösungen für das Unterzeichnen von Verträgen auf Tablets und
für Bankdienstleistungen. Seit Einführung des zukunftsweisenden eSignature-Verfahrens
wurden auf diese Weise bereits 88.113 Verträge geschlossen. Als Wachstumsunternehmen verfolgen wir strategisch und langfristig das klare Ziel
der Marktführerschaft im Bereich Small-Ticket-Leasing, allerdings nicht unbedingt
in jedem einzelnen lokalen Markt. Den Fokus unseres Wachstums richten wir auf Märkte,
die ein attraktives Chancen-Risiko-Profil aufweisen. So nutzen wir konsequent Marktchancen,
wenn Mitbewerber ihr Engagement in diesem Bereich reduzieren oder sich sogar ganz
zurückziehen. In Deutschland, der Schweiz und Italien sind wir heute bereits Marktführer im Small-Ticket-Leasing
für IT, auf gesamteuropäischer Ebene nehmen wir eine wesentliche Position ein. Außerhalb
Europas haben wir den Eintritt in verschiedenen Ländern im Nahen und Fernen Osten,
in Nord- und Südamerika sowie zuletzt in Australien realisiert. Darüber hinaus verdichten
wir unser Netzwerk an Niederlassungen in bestehenden Märkten kontinuierlich. Im Berichtszeitraum
eröffneten wir insgesamt sieben neue Standorte. Zudem übernahmen wir im Verlauf des
ersten Halbjahres 2018 die Gesellschaften unserer früheren Franchisenehmer in Kroatien
und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Für weitergehende Informationen zu den Akquisitionen
des laufenden Geschäftsjahres verweisen wir auf den Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss. Über die geografische Expansion hinaus fächern wir auch unsere Servicepalette kontinuierlich
weiter auf. Wir dehnen auf diese Weise unsere im IT-Bereich erworbene einzigartige
Expertise sukzessive auf weitere Objektkategorien aus und wollen uns so generell zum
Small-Ticket-Leasinganbieter für kleine und mittlere Unternehmen weiterentwickeln.
Wachstumspotenziale sehen wir insbesondere in der zunehmenden Vernetzung der Wirtschaft.
Darüber hinaus erweitert auch die GRENKE Bank ihre verschiedenen Finanzierungs-, Anlage-
und Zahlungsverkehrsprodukte regelmäßig. Weitere Einzelheiten hierzu sind im Kapitel
zum Geschäftsverlauf des Konzerns beschrieben. GESCHÄFTSVERLAUFNEUGESCHÄFT DER GRENKE GRUPPEDie GRENKE Gruppe ist auf profitables Wachstum ausgerichtet. Sichtbar wird dies unter
anderem an der kontinuierlich voranschreitenden geografischen Expansion, der Diversifikation
auf der Produktseite und an unserem stetig und dynamisch wachsenden Neugeschäft. So konnte das Neugeschäft der GRENKE Gruppe auch im ersten Halbjahr 2018 um 23 Prozent
auf ein Volumen von 1.412,7 Mio. EUR (6M 2017: 1.152,3 Mio. EUR) gesteigert werden.
Beim Neugeschäft der GRENKE Gruppe Leasing, das ist die Summe der Anschaffungskosten
neu erworbener Leasinggegenstände, erzielten wir im Sechsmonatszeitraum einen Anstieg
von 23 Prozent. Das Volumen stieg von 939,5 Mio. EUR im vergleichbaren Vorjahreszeitraum
auf 1.158,4 Mio. EUR an. Damit wurde erstmals in einem ersten Geschäftshalbjahr die
Milliardengrenze überschritten. Den wesentlichen Beitrag zu dieser erfreulichen Entwicklung
leisteten erneut unsere internationalen Märkte. Insbesondere unsere internationalen
Leasing-Kernmärkte Frankreich (+25 Prozent) und Italien (+25 Prozent), aber auch kleinere
Märkte wie Spanien (+42 Prozent), die Niederlande (+30 Prozent) oder Portugal (+24
Prozent) erzielten hohe Zuwachsraten. Das Neugeschäft im Kernmarkt Deutschland legte
um 13 Prozent zu, die DACH-Region insgesamt um 11 Prozent. Angesichts des vergleichsweise
hohen Durchdringungsgrades des deutschen bzw. DACH-Marktes erachten wir auch diese
Wachstumsraten als sehr zufriedenstellend. :: ► SIEHE GRAFIK "AUFTEILUNG NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE LEASING NACH REGIONEN" NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE LEASING*per 30.Juni 2018, in Mio. EUR![]() *
Erläuterung Regionen siehe Folgeseite. Im Berichtszeitraum erreichten uns insgesamt 277.936 (6M 2017: 236.179) Leasinganfragen,
aus denen wiederum 135.087 (6M 2017: 110.206) neue Leasingverträge generiert wurden.
Dies entspricht einer gegenüber Vorjahr um zwei Prozentpunkte höheren Umwandlungsquote
(Anfragen in Verträge) von 49 Prozent. Auf unsere internationalen Märkte entfielen
233.545 (6M 2017: 192.706) Anfragen, die zu 111.227 (6M 2017: 87.552) neuen Verträgen
führten. Entsprechend lag die Umwandlungsquote dort mit 48 Prozent drei Prozentpunkte
über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. In der DACH-Region wurden 54 Prozent (6M
2017: 52 Prozent) der Anfragen in Verträge umgewandelt. Nach wie vor zeichnet sich unser Neugeschäft durch seine hohe Ertragsstärke aus. So
konnte der Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Leasing-Neugeschäfts, das sind die barwertigen
operativen Erträge eines Leasingvertrags abzüglich Risikokosten, gegenüber dem vergleichbaren
Vorjahreszeitraum um 21 Prozent von 169,8 Mio. EUR auf 205,1 Mio. EUR gesteigert werden.
Dies entspricht einer DB2-Marge von 17,7 Prozent nach 18,1 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Die DB1-Marge (Deckungsbeitrag 1 zu Anschaffungswerten) betrug im ersten Halbjahr
12,8 Prozent nach 12,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Absolut gesehen, belief sich
der DB1 auf 148,3 Mio. EUR nach 117,8 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Im Segment Factoring konnten wir das Neugeschäftsvolumen in den ersten sechs Monaten
des laufenden Geschäftsjahres um 18 Prozent auf 235,6 Mio. EUR (6M 2017: 199,7 Mio.
EUR) steigern. Die BruttoMarge des in Deutschland erzielten Neugeschäftsvolumens von
85,5 Mio. EUR bewegte sich mit 1,62 Prozent (6M 2017: 1,71 Prozent) auf weiterhin
hohem Niveau. In unseren internationalen Märkten lag die Brutto-Marge des Neugeschäftsvolumens
von 150,1 Mio. EUR bei 1,20 Prozent (Vorjahreszeitraum: 1,26 Prozent). Diese Marge
bezieht sich auf den durchschnittlichen Zeitraum eines Factoring-Geschäftes von ca.
27 Tagen in Deutschland (6M 2017: ca. 27 Tage) und ca. 40 Tagen auf internationaler
Ebene (6M 2017: ca. 37 Tage). Um unser künftiges Wachstum zu stärken wurde erstmals mit der Europäischen Investitionsbank
eine Darlehensvereinbarung über 100 Mio. EUR zur europaweiten Förderung von KMU abgeschlossen. Die GRENKE Bank verbuchte im zweiten Quartal beim Kreditgeschäft für KMU (inkl. Existenzgründungsfinanzierungen)
einen gegenüber dem Jahresauftaktquartal noch einmal höheren Anstieg. Insgesamt beträgt
er nach sechs Monaten 42,9 Prozent. Absolut wurde das Volumen per 30. Juni 2018 auf
18,7 Mio. EUR nach 13,1 Mio. EUR im entsprechenden Vorjahreszeitraum gesteigert. Für
die Zukunft sind die Weichen für weiteres Wachstum gestellt: So konnten wir im zweiten
Quartal mit einem Folgevertrag über ein neues Globaldarlehen die Zusammenarbeit mit
der KfW ausweiten. Zudem haben wir mit der NRW.BANK das achte Globaldarlehen aufgelegt. Das Einlagevolumen der GRENKE Bank stieg gegenüber dem Halbjahresende 2017 um 25,3
Prozent und betrug zum 30. Juni 2018 595,6 Mio. EUR nach 475,3 Mio. EUR. Gegenüber
dem Stand zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres (519,2 Mio. EUR) beträgt der
Anstieg 14,7 Prozent. AUFTEILUNG NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE LEASING NACH REGIONEN
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Regionen: DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien, Nord- / Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Norwegen, Schweden / Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn, Übrige Regionen: Australien* , Brasilien, Chile* , Kanada* , Singapur* , Türkei, VAE GESCHÄFTSVERLAUF DES GRENKE KONZERNSIm ersten Halbjahr 2018 wurde die gute Geschäftsentwicklung des Vorjahres fortgesetzt.
Unverändert stellen das profitable Neugeschäft der jüngeren Vergangenheit und unsere
attraktiven Refinanzierungsbedingungen die wesentlichen Treiber unseres Zinsergebnisses
und damit auch des Konzerngewinns dar. Entsprechend legte dieser um 23 Prozent gegenüber
dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum zu. Die geografische Expansion sowie die weitere
Durchdringung bestehender Märkte wurden unseren strategischen Zielen entsprechend
ebenfalls fortgeführt. Zusätzlich zu den Übernahmen der Gesellschaften unserer früheren
Franchisenehmer in Kroatien und den Vereinigten Arabischen Emiraten eröffneten wir
im Rahmen unserer Zellteilungsstrategie im ersten Quartal in Kroatien und den Niederlanden
zwei und im zweiten Quartal in Deutschland, Finnland, Frankreich sowie zweimal in
Italien insgesamt fünf neue Standorte. Unsere langjährigen Erfahrungen bezüglich der
Bedürfnisse unserer Kunden konnten wir bereits in 31 Ländern erfolgreich umsetzen.
GRENKE war damit zum 30. Juni 2018 weltweit an 139 Standorten präsent. Hinsichtlich unseres Produktangebots intensivierten wir über die GRENKE Bank im zweiten
Quartal die Kooperation mit der NRW.BANK mit dem inzwischen achten Globaldarlehen.
Mit einem Volumen von inzwischen 45 Mio. EUR bieten wir KMU mittels Fördergutscheinen
der NRW.BANK weitere attraktive Finanzierungen an. Die GRENKE Bank finanziert über
diesen Weg mit einer wachsenden Anzahl von Förderbanken des Bundes und der Bundesländer
Existenzgründungen und unterstützt bei der Vergabe von Fördermitteln für leasingfinanzierte
betriebliche Neuanschaffungen KMU sowie Freiberufler. Im Rahmen dieser Kooperationen
konnten bisher insgesamt mehr als 37.000 Leasingverträge geschlossen werden. Über
die Darlehensvereinbarung mit der Europäischen Investitionsbank in Höhe von 100 Mio.
EUR übertragen wir dieses Förderkonzept jetzt auch auf die europäische Ebene. Darüber hinaus haben wir mit der KfW einen weiteren Globaldarlehensvertrag für Leasingfinanzierungen
über 120 Mio. EUR abgeschlossen. Damit können bundesweit KMU sowie Freiberufler und
Gründer bei betrieblichen Neuanschaffungen von attraktiven Leasingkonditionen durch
GRENKE und die KfW profitieren. Mit dem jetzt abgeschlossenen Globaldarlehen setzen
wir unsere Zusammenarbeit mit der KfW fort: Schon im Dezember 2016 hatten wir ein
Globaldarlehen über 100 Mio. EUR für Leasingfinanzierungen von KMU abgeschlossen. Die Refinanzierung des Neugeschäfts erfolgt über unsere breite Palette an Refinanzierungsinstrumenten,
die wir in insgesamt drei Bereiche unterteilen: 1) Senior Unsecured, 2) Asset Based
und zweckgebundene Förderdarlehen sowie 3) die Möglichkeit des Einwerbens von Bankeinlagen
über die GRENKE Bank. Dabei weiten wir unsere Refinanzierungspalette kontinuierlich
mit passenden, insbesondere digitalen Instrumenten aus. Aufgrund unserer erstklassigen Reputation an den Kapitalmärkten konnten wieder alle
Neuemissionen innerhalb kurzer Zeitspannen erfolgreich platziert werden. Im Berichtszeitraum
fanden wie üblich eine Reihe kleinerer Transaktionen zwischen jeweils 5 und 45 Mio.
EUR sowie zwei bis zehn Jahren Laufzeit mit einem Gesamtvolumen von 210 Mio. EUR statt.
Zusätzlich haben wir eine große Anleihe mit einem Volumen von 200 Mio. EUR und fünfjähriger
Laufzeit platziert. Für weitergehende Informationen zu den Refinanzierungsmaßnahmen
des laufenden Geschäftsjahres verweisen wir auf den Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss. Einen wesentlichen Beitrag zu unserem Erfolg auf der Refinanzierungsseite leisteten
erneut unsere guten Credit Ratings, die uns eine unverändert hohe Kreditwürdigkeit
auf Investmentgrade-Status attestieren. So bestätigte die Agentur Standard & Poor's
in ihrer jüngsten Analyse vom Juni 2018 unser Counterparty Credit Rating BBB+/A-2
jeweils mit stabilem Ausblick. Standard & Poor's betonen insbesondere unsere sehr
starke Kapitalisierung, sehr hohe Profitabilität sowie die geringen Ausfallrisiken
unseres Portfolios. Letztere hätten sich vor allem auch während Rezessionsphasen in vielen europäischen
Ländern als sehr stabil erwiesen. Des Weiteren hat die GRENKE AG im Juni 2018 ihr
Grundkapital unter teilweiser Ausnutzung des auf der Hauptversammlung vom 3. Mai 2018
beschlossenen genehmigten Kapitals von 44.313.102,00 EUR um 2.040.816,00 EUR auf 46.353.918,00
EUR gegen Bareinlagen und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre erhöht.
Die 2.040.816 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien wurden im Rahmen eines beschleunigten
Platzierungsverfahrens bei Investoren zu einem Preis von 98,00 EUR je Aktie platziert.
Die Gesellschaft hat hiermit nach Emissionskosten zusätzliches Eigenkapital von 197
Mio. EUR erhalten. AUSGEWÄHLTE ANGABEN AUS DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
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WIRTSCHAFTSBERICHTNEUER RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARD IFRS 9Mit dem ab 1. Januar 2018 erstmals anzuwendenden Rechnungslegungsstandard IFRS 9 "Finanzinstrumente"
ändern sich die Vorjahresbeträge von Positionen in der Gewinn- und Verlustrechnung
(Schadensabwicklung und Risikovorsorge; Steueraufwendungen) sowie in der Bilanz (Leasingforderungen;
sonstige kurz- und langfristige finanzielle Vermögenswerte; Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen; Latente Steueransprüche; sonstige kurzfristige Rückstellungen). Dies
dient vorrangig der Vergleichbarkeit und Transparenz. Während nach dem bislang anzuwendenden
Standard IAS 39 die Erfassung von Wertminderungen nur für bereits eingetretene Verluste
zulässig war, sieht IFRS 9 ein neues Wertminderungsmodell vor, das auf erwarteten
Kreditausfällen basiert. Die Umstellung und Erstanwendung des IFRS 9 hat indes keine
Auswirkungen auf Deckungsbeiträge oder Embedded Value, die Gesamtprofitabilität des
Konzerns bleibt also unberührt. Das Vorwegnehmen der sogenannten Expected Losses (erwartete
Kreditausfälle) führt lediglich zu einer Periodenverschiebung, über die gesamte Laufzeit
betrachtet. Die Anpassungseffekte aus der Anwendung des IFRS 9 legen wir separat dar. ► SIEHE ANHANG ZUM VERKÜRZTEN KONZERNZWISCHENABSCHLUSS KAPITEL "ERSTANWENDUNG IFRS
9" ERTRAGSLAGEAuf der Basis der Neuanwendung des Standards IFRS 9 erzielten wir im zweiten Quartal
des laufenden Geschäftsjahres einen Anstieg der operativen Erträge um 17 Prozent.
Das Zinsergebnis stieg, vergleichbar mit der Entwicklung in den Vorquartalen, aufgrund
des gegenüber den Aufwendungen aus der Refinanzierung absolut deutlich stärkeren Zuwachses
der Erträge aus Zinsen und ähnlichen Erträgen aus dem Finanzierungsgeschäft um 14
Prozent auf 69,5 Mio. EUR nach 60,8 Mio. EUR im Vorjahresquartal. Die Aufwendungen
für Schadensabwicklung und Risikovorsorge betrugen im Berichtsquartal 22,0 Mio. EUR
nach 17,8 Mio. EUR. Das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge legte
damit um 10 Prozent auf 47,5 Mio. EUR zu (Q2 2017: 43,0 Mio. EUR). Die Schadensquote
betrug 1,4 Prozent nach 1,4 Prozent im ersten Quartal 2018. Ein kräftiger Erlöszuwachs
im Servicegeschäft um 20 Prozent, der starke Anstieg des Ergebnisses aus dem Neugeschäft
um 21 Prozent, das spürbar verbesserte Verwertungsergebnis sowie insgesamt planmäßige
Aufwandspositionen führten bei einer niedrigeren Steuerposition zu einem Anstieg des
Periodengewinns um 24 Prozent. Die Aufwandsseite entwickelte sich insgesamt aufgrund des Konzernwachstums erwartungsgemäß.
Hinzu kommen Vorlaufinvestitionen zur Förderung des Wachstums, die sich insbesondere
in den IT-Projekt- und Vertriebskosten sowie in den Beratungs- und Prüfkosten niederschlagen.
Die zunehmende Effizienz unserer betrieblichen Abläufe zeigt sich hingegen im guten
Verlauf von Betriebskosten und Personalaufwand. Nach, wie auch schon in den Vorperioden üblich, geringen Salden von Sonstigen betrieblichen
Erträgen und Aufwendungen, sonstigen Zinserträgen und -aufwendungen sowie nicht wesentlichen
Ergebnissen aus Equity-Beteiligungen und Marktbewertung legte der Gewinn vor Steuern
um 8 Prozent auf 39,1 Mio. EUR nach 36,2 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum zu. Der Periodengewinn
stieg im Berichtsquartal um 24 Prozent auf 33,2 Mio. EUR nach 26,8 Mio. EUR. Daraus
resultiert für das Berichtsquartal ein Ergebnis je Aktie von 0,71 EUR nach 0,59 EUR
im Vorjahr. HALBJAHRESVERGLEICH 2018 VERSUS 2017Die vorangegangenen Erläuterungen für das Berichtsquartal treffen im Wesentlichen
auch auf den Sechsmonatszeitraum zu. Das Zinsergebnis übertraf den Vorjahreswert um
14 Prozent und erreichte einen Wert von 137,2 Mio. EUR nach 119,9 Mio. EUR in den
ersten sechs Monaten des Vorjahres. Die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge
stiegen auf 42,8 Mio. EUR nach 36,6 Mio. EUR. Entsprechend legte das Zinsergebnis
nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge um 13 Prozent von 83,3 Mio. EUR in den
ersten sechs Monaten des Vorjahres auf 94,4 Mio. EUR im Berichtshalbjahr zu. Inklusive des um 21 Prozent höheren Ergebnisses aus dem Service- und des um 22 Prozent
gestiegenen Ergebnisses aus dem Neugeschäft sowie der Verbesserung des Verwertungsergebnisses
erhöhten sich die operativen Erträge insgesamt gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum
um 19 Prozent von 144,1 Mio. EUR auf 171,9 Mio. EUR. Bei planmäßig höheren Aufwendungen
nahm das operative Ergebnis um 11 Prozent zu. Absolut belief es sich im ersten Halbjahr
2018 auf 76,4 Mio. EUR nach 68,7 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Gewinn vor Steuern betrug im Berichtszeitraum 75,7 Mio. EUR nach 67,2 Mio. EUR
in den ersten sechs Monaten des Vorjahres, dies entspricht einem Anstieg um 13 Prozent.
Nach Steuern belief sich der Gewinn auf 63,4 Mio. EUR (6M 2017: 51,5 Mio. EUR). Dies
entspricht einer Steigerung um 23 Prozent. Das Ergebnis je Aktie betrug 1,35 EUR nach
1,13 EUR in der ersten Hälfte des vorangegangenen Geschäftsjahres. ENTWICKLUNG DER SEGMENTEGeschäftssegmenteDie Berichterstattung über die Entwicklung der Segmente folgt der dominierenden Organisationsstruktur
innerhalb des GRENKE Konzerns. Deshalb sind die operativen Segmente in Anlehnung an
die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring
unterteilt. Transaktionen zwischen den operativen Segmenten werden eliminiert (siehe
hierzu "Konzern-Segmentberichterstattung"). Eine regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten
erfolgt jährlich im Abschluss des GRENKE Konzerns des jeweiligen Geschäftsjahres.
Für die drei operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen vor. GeschäftsentwicklungDas Segment Leasing bildet unverändert die Ertragssäule des Konzerns. Daher treffen
die Erläuterungen zur Ertragslage im Wesentlichen auch auf dieses Kapitel zu. Die
operativen Erträge im Segment Leasing erhöhten sich im ersten Halbjahr 2018 gegenüber
dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 19 Prozent von 134,1 Mio. EUR auf 160,1 Mio.
EUR. Das Segmentergebnis stieg um 9 Prozent auf 69,5 Mio. EUR nach 63,7 Mio. EUR in
den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Im Segment Factoring gingen die operativen
Erträge leicht auf 1,6 Mio. EUR (6M 2017: 2,0 Mio. EUR) zurück. Das Segmentergebnis
betrug -0,7 Mio. EUR nach -0,2 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Im Segment Bank konnten
wir die operativen Erträge deutlich um 28 Prozent steigern. Sie erreichten einen Wert
von 10,2 Mio. EUR nach 7,9 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Segmentergebnis
trug mit 7,6 Mio. EUR (6M 2017: 5,1 Mio. EUR) zum Ergebnis des Konzerns bei. AUSGEWÄHLTE ANGABEN AUS DER KONZERN-BILANZscroll
VERMÖGENS- UND FINANZLAGEVERMÖGENSLAGEDie Bilanz des GRENKE Konzerns und deren Wachstum sind geprägt von der seit vielen
Jahren stetig guten Geschäfts- und Ertragsentwicklung. Dies zeigt sich sowohl im nachhaltig
dynamischen Anstieg der Leasingforderungen und deren Refinanzierung als größte Positionen
auf beiden Seiten der Bilanz als auch insbesondere in der ebenso langfristig stabilen
Eigenkapitalquote. So erhöhte sich die Summe der Vermögenswerte zum Stichtag 30. Juni 2018 gegenüber
dem Geschäftsjahresende per 31. Dezember 2017 um 14 Prozent auf 5,4 Mrd. EUR nach
4,8 Mrd. EUR. Die lang- und kurzfristigen Leasingforderungen nahmen im Berichtszeitraum
um zehn Prozent zu. Auf sie entfiel ein Anteil am Gesamtvermögen von 79 Prozent (31.
Dezember 2016: 82 Prozent). Der Anstieg der Zahlungsmittel des Konzerns gegenüber
dem Stand zum 31. Dezember 2017 auf 316,0 Mio. EUR zum Stichtag 30. Juni 2018 resultiert
im Wesentlichen aus der Barkapitalerhöhung vom Juni. Insgesamt halten wir an unserer Strategie fest, liquide Mittel, die sonst nur niedrigverzinslich
angelegt werden können, operativ - das heißt zur Finanzierung unseres Wachstums -
einzusetzen. Dies werden wir sukzessive auch mit den Mitteln aus der Kapitalerhöhung
vornehmen. Infolge der Erstkonsolidierung der im ersten Quartal übernommenen ehemaligen
Franchisegesellschaften in Kroatien und den Vereinigten Arabischen Emiraten weisen
die Sachanlagen sowie die Geschäfts- und Firmenwerte entsprechend höhere Wertansätze
auf. Die kurz- und langfristigen Sonstigen finanziellen Vermögenswerte gingen in Summe
leicht zurück. Zugenommen hat demgegenüber stichtagsbedingt die Summe der lang- und
kurzfristigen Sonstigen Vermögenswerte. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um
naturgemäß kurzfristige Vorsteuerguthaben. Auf der Passivseite der Bilanz stiegen die lang- und kurzfristigen Schulden des Konzerns
wachstumsbedingt um elf Prozent auf 4,4 Mrd. EUR an. Die Finanzschulden, zum überwiegenden
Teil Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung, nahmen ebenfalls um elf Prozent zu,
stichtagsbedingt erhöhten sich die abgegrenzten Mietraten. Das Eigenkapital wurde nach der Ausschüttung einer Dividende von 31,0 Mio. EUR (Vorjahr:
25,8 Mio. EUR) ertragsbedingt sowie infolge der Mittel aus der aktuellen Kapitalerhöhung
um 28 Prozent auf 1.022,8 Mio. EUR nach 798,6 Mio. EUR zum Jahresschlussstand 2017
ausgeweitet. In Relation zur Bilanzsumme lag die Eigenkapitalquote zur Jahresmitte
2018 mit 18,8 Prozent um gut zwei Prozentpunkte über dem Jahresendwert 2017 von 16,7
Prozent. Damit verfügen wir über eine solide, unserer langfristigen Zielmarke von 16 Prozent
entsprechende Eigenkapitalausstattung. Zugleich wurde mit der aktuellen Kapitalerhöhung
die Grundlage geschaffen, unser zukünftiges Wachstum ebenfalls mit der gewohnt soliden
Kapitalstruktur zu verwirklichen. Auch im Berichtshalbjahr setzten wir wieder unsere breite Palette an Refinanzierungsinstrumenten
nach den Prinzipien der Wirtschaftlichkeit und Ausgewogenheit der Kapitalquellen ein.
Unsere hervorragende Reputation am Kapitalmarkt und bei den Kunden der GRENKE Bank
versetzt uns in die Lage, flexibel agieren zu können. Detaillierte Informationen zur
Mittelherkunft sind im Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss dargestellt
und zudem auf unserer Website www.grenke.de abrufbar. FINANZLAGEAUSGEWÄHLTE ANGABEN AUS DER KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug in den ersten sechs Monaten 5,2
Mio. EUR nach 58,5 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ausgehend vom Gewinn
vor Steuern in Höhe von 75,7 Mio. EUR (6M 2017: 67,2 Mio. EUR), wirkte die Zunahme
der sonstigen Vermögenswerte cashflowmindernd. Der Zunahme der sonstigen Schulden
steht eine nahezu gleich hohe Zunahme der abgegrenzten Mietraten gegenüber. Insbesondere
aber wurde die Refinanzierung der um 380,0 Mio. EUR höheren Leasingforderungen über
neue Finanzinstrumente und Bankeinlagen mehr als sichergestellt. Nach gezahlten/erhaltenen
Steuern und Zinsen belief sich der Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
auf -1,3 Mio. EUR nach 45,6 Mio. EUR in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug im Sechsmonatszeitraum -46,4 Mio.
EUR (6M 2017: -15,1 Mio. EUR) und beinhaltete neben Auszahlungen für den Erwerb von
Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 11,3 Mio. EUR (6M 2017: 7,2 Mio. EUR)
im Wesentlichen die Kaufpreiszahlungen für die Übernahmen der ehemaligen Franchisenehmer
in Höhe von 35,6 Mio. EUR. Die Summe der Cashflows inklusive des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit, der
die Rückzahlung von Bankschulden in Höhe von 0,3 Mio. EUR (6M 2017: Rückzahlung von
1,2 Mio. EUR), die Zinszahlung auf das Hybridkapital von 6,8 Mio. EUR (6M 2017: 4,1
Mio. EUR), die Mittelzuflüsse aus der Kapitalerhöhung in Höhe von 196,9 Mio. EUR sowie
die Ausschüttung der Dividende für das vorangegangene Geschäftsjahr von 31,0 Mio.
EUR (6M 2017: 25,8 Mio. EUR) beinhaltet, betrug im Berichtszeitraum 111,1 Mio. EUR
nach -0,6 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres. ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENAngaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang
zum verkürzten Konzernzwischenabschluss unter dem gleichnamigen Kapitel dargestellt. CHANCEN-, RISIKO- UND PROGNOSEBERICHTCHANCEN UND RISIKENWesentliche Veränderungen der zuletzt im Jahresfinanzbericht 2017 dargestellten Chancen
und Risiken sind im Berichtszeitraum nicht eingetreten. Für unsere künftige Entwicklung
sehen wir weiterhin insgesamt deutlich mehr Chancen als üblicherweise mit unserem
Geschäftsmodell verbundene Risiken. PROGNOSEMit dem Verlauf der ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres sind wir sehr
zufrieden. Das Neugeschäftswachstum in unserer Leasingsparte lag mit 23 Prozent über
dem oberen Ende unserer zu Geschäftsjahresbeginn in Aussicht gestellten Prognosespanne
für das Gesamtjahr von 16 bis 20 Prozent. Angesichts dieser guten Entwicklung und
der ebenso guten Perspektiven für das laufende Geschäftsjahr heben wir die Prognose
in diesem Segment auf ein Wachstum in der Spanne von 18 bis 22 Prozent an. Das Wachstum
des Neugeschäfts der GRENKE Gruppe Factoring entspricht unseren Erwartungen innerhalb
der Prognosespanne von 15 bis 20 Prozent. Gleiches gilt auch für die Gewinnentwicklung.
Wir sind damit weiterhin auf gutem Weg, die prognostizierte Spanne eines Gewinns zwischen
123 und 131 Mio. EUR zu erreichen. GRENKE AUF EINEN BLICKHOHES WACHSTUMKONZERNGEWINN 6M 2018 (MIO. EUR) 63,4GEWINN JE 6M 2018 (EUR) 1,35AUSGEWOGENE REFINANZIERUNGDREI SÄULEN. REFINANZIERUNGSMIX DES GRENKE KONZERNS![]() STARKE BILANZEIGENKAPITALQUOTE IN PROZENT 18,8: : SOLIDE EIGENKAPITALAUSSTATTUNG AUCH BEI HOHEM WACHSTUM STANDARD & POORS: COUNTERPARTY CREDIT RATING BBB+: : AUSBLICK STABIL : : BESTÄTIGT JUNI 2018 VERKÜRZTER KONZERNZWISCHENABSCHLUSSKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
1
Vorjahreswerte angepasst (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss, Kapitel
"Erstanwendung IFRS 9") KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
KONZERN-BILANZVermögenswertescroll
Schulden und Eigenkapitalscroll
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Vorjahreswerte angepasst (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss, Kapitel
"Erstanwendung IFRS 9") KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGscroll
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ANGABEN ZUM VERKÜRZTEN KONZERNZWISCHENABSCHLUSSALLGEMEINE ANGABENDie GRENKE AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Baden-Baden, Neuer Markt 2,
Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung
B, unter der Nummer 201836 eingetragen. Gegenstand des verkürzten Konzernzwischenabschlusses
der GRENKE AG (im Folgenden als "Konzernzwischenabschluss" bezeichnet) zum 30. Juni
2018 sind die GRENKE AG sowie ihre Tochterunternehmen und konsolidierten strukturierten
Unternehmen (im Folgenden als "GRENKE Konzern" bezeichnet). Dieser Konzernzwischenabschluss
ist in Übereinstimmung mit den für die Zwischenberichterstattung anzuwendenden IFRS
(IAS 34), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht
und durch die Europäische Union (EU) in europäisches Recht übernommen wurden, aufgestellt
worden. Er ist in Zusammenhang mit dem IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017
zu lesen. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss und der verkürzte Konzernzwischenlagebericht
zum 30. Juni 2018 wurden weder einer prüferischen Durchsicht unterzogen, noch wurden
sie geprüft. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, die im Konzernzwischenabschluss angewendet
wurden, entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Ausnahmen hiervon
betreffen Änderungen, die sich durch die verpflichtende Anwendung neuer Rechnungslegungsstandards
ergeben haben, welche in einem nachfolgenden Abschnitt erläutert werden. Von der vorzeitigen
Anwendung von geänderten Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr
2019 oder später verpflichtend umzusetzen sind, wurde abgesehen. Die GRENKE AG wird
diese Standards zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umsetzen.
Einzelne Vorjahresangaben sind an die aktuelle Darstellung angepasst worden. BEREITS VERÖFFENTLICHTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONEN - NOCH NICHT UMGESETZTDas IASB hat im Januar 2016 den neuen Standard IFRS 16 "Leasingverhältnisse" veröffentlicht.
IFRS 16 ersetzt den bisherigen Standard zur Leasingbilanzierung IAS 17 sowie die Interpretationen
IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27. Der Standard ist verpflichtend ab dem 1. Januar 2019 anzuwenden.
Die freiwillige vorzeitige Anwendung ist gestattet. Die wesentlichen Neuerungen durch
IFRS 16 betreffen die Bilanzierung beim Leasingnehmer. Die Unterscheidung in Operating
Lease und Finance Lease beim Leasingnehmer entfällt. So hat beim Leasingnehmer für
alle Leasingverhältnisse der Bilanzansatz von Vermögenswerten für die erlangten Nutzungsrechte
(sogenannter "Right-of-Use-Approach") und von Verbindlichkeiten für die eingegangenen
Zahlungsverpflichtungen zu erfolgen. Anwendungserleichterungen werden für Leasinggegenstände
von niedrigem Wert (sogenannte "low value"-leases) und für kurzfristige Leasingverhältnisse
mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr eingeräumt. Für Leasinggegenstände von niedrigem
Wert gilt diese Vereinfachung sogar, wenn diese in Summe als wesentlich einzustufen
sind. Die Anwendungserleichterungen bestehen in einem Wahlrecht zur Anwendung der
Ansatz- und Ausweisvorschriften des IFRS 16. Die Bilanzierungsvorschriften für Leasinggeber wurden nur geringfügig verändert und
entsprechen weitestgehend den bisherigen Regelungen des IAS 17. Dadurch, dass die
Bilanzierungsvorschriften für Leasinggeber weitestgehend den bisherigen Regelungen
des IAS 17 entsprechen werden, wird der neue Standard voraussichtlich keine wesentliche
Auswirkung auf den Konzernabschluss der GRENKE AG als Leasinggeber haben. Die geänderte
Bilanzierung bei Leasingverhältnissen, bei denen der GRENKE Konzern Leasingnehmer
ist, wird sich auf den Konzernabschluss auswirken. Insbesondere werden für gemietete
Fahrzeuge und Immobilen Nutzungsrechte aktiviert werden. Darüber hinaus wird sich
die Art der Aufwendungen, die mit diesen Leasingverhältnissen verbunden sind, ändern,
da IFRS 16 die linearen Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse durch einen
Abschreibungsaufwand für Nutzungsrechte (right-of-use assets) und Zinsaufwendungen
für Schulden aus dem Leasingverhältnis ersetzt. Der Konzern ist aktuell dabei, eine
detaillierte Beurteilung der Erstanwendungseffekte zu erarbeiten. Die tatsächlichen
Auswirkungen sind abhängig von den verwendeten Zinssätzen zum 1. Januar 2019, der
Zusammensetzung des Leasingportfolios und der Einschätzung über die Ausübung von Verlängerungsoptionen.
Nach den bisherigen Erkenntnissen führt die Anwendung von IFRS 16 zu kleineren Ausweisänderungen
in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie zu einer Erhöhung der Bilanzsumme.
Es wird keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss erwartet, da der GRENKE
Konzern vornehmlich Leasinggeber ist. ERSTMALS ANZUWENDENDE, NEUE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDSIm Geschäftsjahr 2018 wurden im GRENKE Konzern alle neuen und überarbeiteten Standards
und Interpretationen berücksichtigt, die erstmals verbindlich seit dem 1. Januar 2018
anzuwenden waren und bereits in europäisches Recht übernommen wurden (Endorsement),
sofern diese für uns relevant waren. Die für uns relevanten und wesentlichen neuen
Standards werden nachfolgend dargestellt. Im Juli 2014 veröffentlichte das IASB IFRS 9 "Finanzinstrumente". Der Standard enthält
Vorschriften für den Ansatz, die Bewertung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten sowie
die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen und ersetzt weitgehend die bisher unter
IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" vorgenommene Bilanzierung von Finanzinstrumenten.
Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder
nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Gegenüber IAS 39 reduzierte sich das bilanzielle Eigenkapital um 58,0 Mio. EUR. Ursächlich
ist eine im Vergleich zu IAS 39 geänderten Risikovorsorgemethodik der Finanzinstrumente.
Das neue Wertminderungsmodell sieht nun vor, dass bereits auf die erwarteten Kreditausfälle
eine Risikovorsorge gebildet werden muss, während es nach IAS 39 nur zulässig war,
Wertminderungen für bereits eingetretene Verluste zu erfassen. Mit Ausnahme der Bilanzierung
von Sicherungsbeziehungen, bei welchen sich der GRENKE Konzern entschieden hat, das
in IFRS 9 enthaltene Bilanzierungswahlrecht auszuüben und somit weiterhin die Bilanzierungsregeln
für Sicherungsbeziehungen nach IAS 39 anzuwenden, hat der Konzern IFRS 9 retrospektiv
mit dem Erstanwendungszeitpunkt 1. Januar 2018 angewendet, d.h., die vergleichbare
Vorjahresperiode wird gemäß IFRS 9 dargestellt. Die Überleitungstabellen für die Konzernbilanz
zum 1. Januar 2018 gemäß IFRS 9 stellen wir im nachfolgenden Abschnitt dar. Zudem
wird die Auswirkung auf die Vorjahresperiode der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
und Konzern-Gesamtergebnisrechnung gezeigt. Das IASB veröffentlichte im Mai 2014 IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden". Der
Standard führt ein branchenunabhängiges und prinzipienbasiertes fünfstufiges Modell
für die Bilanzierung von Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden ein. Der neue Standard
ersetzt alle bislang bestehenden Vorschriften zur Umsatzrealisierung (IAS 11 "Fertigungsaufträge"
und IAS 18 "Umsatzerlöse") sowie die dazugehörigen Interpretationen nach IFRS. IFRS
15 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, verpflichtend
anzuwenden. Der Standard hat keine Auswirkungen auf die Vereinnahmung von Erträgen,
die im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten des Regelungsbereiches von IFRS 9 entstehen.
Ebenfalls davon ausgeschlossen ist die Vereinnahmung von Erträgen aus Leasingvereinbarungen,
die in den Anwendungsbereich des IAS 17/IFRS 16 fallen. Aus der erstmaligen Anwendung
des IFRS 15 ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss
der GRENKE AG. ERSTANWENDUNG IFRS 9Nachstehende Tabellen fassen die Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 9, ausgehend
von der veröffentlichten GRENKE Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, auf die Eröffnungsbilanz
zum 1. Januar 2018 sowie die retrospektive Auswirkung auf die Vorjahresperiode der
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung zusammen: AUSWIRKUNG AUF DIE KONZERNBILANZ (ERHÖHUNG / -VERMINDERUNG) ZUM 1. JANUAR 2018:scroll
Im Rahmen der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 haben sich die Klassifizierung finanzieller
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entsprechend der unten beschriebenen Weise verändert.
Finanzielle Vermögenswerte werden, ausgenommen der performenden Leasingforderungen
mit einem Buchwert von 3.845.473 TEUR vor IFRS 9 und einer zusätzlichen Risikovorsorge
aufgrund von IFRS 9 zum 31.12.2017 in Höhe von 72.609 TEUR, alle der Kategorie Bewertung
zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortised Cost/AC) zugeordnet. Alle Veränderungen
im Buchwert sind wie oben dargestellt auf die Wertminderung nach IFRS 9 zurückzuführen.
Für die Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten wurde zum 31. Dezember 2017
eine zusätzliche Risikovorsorge aufgrund der Einführung von IFRS 9 in Höhe von 2.335
TEUR gebildet. AUSWIRKUNG AUF DIE KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (ERHÖHUNG / -VERMINDERUNG) FÜR DIE 6 MONATE ZUM 30. JUNI 2017:scroll
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Das verwässerte Ergebnis entspricht dem unverwässerten Ergebnis. AUSWIRKUNG AUF DIE KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG (ERHÖHUNG / -VERMINDERUNG) FÜR DIE 6 MONATE ZUM 30. JUNI 2017:scroll
Es ergab sich keine wesentliche Auswirkung auf die Konzern-Kapitalflussrechnung. ÄNDERUNG BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDer GRENKE Konzern wendet seit dem 1. Januar 2018 IFRS 9 "Finanzinstrumente" an. Aus
der Anwendung von IFRS 9 resultieren Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
des Konzerns. Die Änderungen aus IFRS 9 wurden rückwirkend zum 1. Januar 2017 angewendet,
so dass die Vorjahresperiode der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vergleichbar
dargestellt wurde. Alle Änderungen der Buchwerte finanzieller Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Finanzgarantien
wurden zum Erstanwendungszeitpunkt in den Gewinnrücklagen berücksichtigt. Die Anwendung von IFRS 9 führte zu Änderungen bei der Klassifizierung und Bewertung
finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie dem Impairment finanzieller
Vermögenswerte. Die Anwendung von IFRS 9 führt bei Finanzinstrumenten zudem zu weiteren
Standardänderungen, insbesondere von IFRS 7. KLASSIFIZIERUNG DER BEWERTUNG VON FINANZINSTRUMENTENNach IFRS 9 richtet sich die Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten danach,
ob es sich um ein Schuldinstrument, ein Derivat oder ein Eigenkapitalinstrument handelt.
Finanzielle Verbindlichkeiten sind, mit Ausnahme von Derivaten, zu fortgeführten Anschaffungskosten
zu bilanzieren. Die Bilanzierung ist unter IFRS 9 im Vergleich zu IAS 39 im Wesentlichen
unverändert geblieben. IFRS 9 verlangt, dass die Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten sowohl
auf der Grundlage des Geschäftsmodells, das für die Verwaltung der finanziellen Vermögenswerte
verwendet wird, als auch der vertraglichen Zahlungsstrom-Eigenschaften des finanziellen
Vermögenswerts (sogenanntes "SPPI"; Solely Payment of Principal and Interest) bestimmt
wird. Das Geschäftsmodell legt fest, wie die künftigen Zahlungsströme aus den finanziellen
Vermögenswerten realisiert werden sollen. Die Beurteilung des Geschäftsmodells hängt
nicht von der Verwendungsabsicht des Managements für einen einzelnen Vermögenswert
ab, vielmehr erfolgt die Entscheidung über die Klassifizierung auf einer höheren Aggregationsebene,
z.B. für ein Portfolio. Zielführend für die Beurteilung des Geschäftsmodells nach
IFRS 9 ist die Art und Weise, wie die Erzielung von Zahlungsströmen innerhalb des
jeweiligen Geschäftsmodells erreicht wird. Dies erfolgt durch Vereinnahmung der vertraglichen
Zahlungsströme, durch Verkauf der finanziellen Vermögenswerte oder durch eine Kombination
aus beidem. Folgende Faktoren sind bei der Bestimmung des Geschäftsmodells zu beachten:
Daraus folgt, dass nicht die Bezeichnung des Geschäftsmodells, sondern die tatsächliche
Steuerung für die Beurteilung entscheidend ist. Die Bestimmung des Geschäftsmodells
ist demnach kein Wahlrecht, sondern basiert auf beobachtbaren Tatsachen. Neben der Geschäftsmodellbedingung ist die Überprüfung der Eigenschaft der vertraglichen
Zahlungsströme ("SPPI") vorzunehmen, welche erfordert, dass die Vertragsbedingungen
des betreffenden Finanzinstruments zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungen führen,
die ausschließlich aus Zins- und Tilgungsleistungen bestehen. Im Gegensatz zur Beurteilung
des Geschäftsmodells ist hierbei jedes Finanzinstrument einzeln zu betrachten. Die
Zuordnung zum Geschäftsmodell erfolgt auf Portfoliobasis, während das SPPI-Kriterium
grundsätzlich für jedes einzelne Finanzinstrument zu prüfen ist, das dem Geschäftsmodell
"Halten" oder "Halten & Verkaufen" zugeordnet wurde. IFRS 9 sieht vier Arten der Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte vor, die von
dem jeweiligen Geschäftsmodell beziehungsweise der Erfüllung des SPPI-Kriteriums abhängig
sind:
Mit Ausnahme von bestimmten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unter IFRS
9 erfolgt die Zugangsbewertung von Finanzinstrumenten grundsätzlich zum beizulegenden
Zeitwert. Im Falle von finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten,
die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, zuzüglich oder
abzüglich von Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb oder der Ausgabe des Finanzinstruments
zuzurechnen sind. Finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten
oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert werden sie bewertet, wenn sie unter die Definition "zu Handelszwecken gehalten"
fallen oder beim erstmaligen Ansatz dieser Bewertungskategorie unter Anwendung der
Fair-Value-Option zugeordnet werden. Der Bewertungseffekt aus in die Fair-Value-Option
designierten finanziellen Verbindlichkeiten, der aus dem eigenen Bonitätsrisiko resultiert,
wird erfolgsneutral in der Gewinnrücklage erfasst. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTENZu fortgeführten Anschaffungskosten werden Schuldinstrumente bilanziert, wenn die
vertraglich vereinbarten Zahlungseigenschaften ausschließlich aus Tilgungs- und Zinszahlungen
auf den ausstehenden Kapitalbetrag bestehen und im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten
werden, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zu halten, um
den vertraglichen Zahlungsstrom des finanziellen Vermögenswerts zu vereinnahmen ("SPPI-Kriterium"). Bei GRENKE werden in dieser Kategorie alle bislang unter der bisherigen IAS 39 Bewertungskategorie
"Kredite und Forderungen" ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen. Die
Buchungslogik ist grundsätzlich mit der bisherigen identisch. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT MIT WERTÄNDERUNGEN IN DEN SONSTIGEN ERFOLGSNEUTRALEN EIGENKAPITALVERÄNDERUNGEN (FVOCI)Eine erfolgsneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert mit Recycling (FVOCImR)
findet auf finanzielle Vermögenswerte Anwendung, deren Zahlungsströme ebenfalls dem
SPPI-Kriterium entsprechen und dem Geschäftsmodell "Halten & Verkaufen" zugeordnet
wurden. Die damit verbundene Bilanzierung entspricht grundsätzlich der bisherigen
IAS 39 Bewertungskategorie Available for sale (Afs). GRENKE verfügt über keine Instrumente,
die dem Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen" zugeordnet werden und verwendet deshalb
die Klassifizierung nicht. Gehaltene Eigenkapitalinstrumente, die der Eigenkapitaldefinition des IAS 32 entsprechen,
erfüllen mangels vertraglicher Zahlungsansprüche nicht die Zahlungsstrombedingung
und sind somit erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Es besteht das
Wahlrecht (OCI-Option), Eigenkapitalinstrumente, für die keine Handelsabsicht besteht,
als "zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen in den sonstigen erfolgsneutralen
Eigenkapitalveränderungen" zu designieren. GRENKE wendet diese Option an und weist
die bislang als "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" (Afs) kategorisierten
Eigenkapitalinstrumente unter der Klassifizierung FVOCI ohne Recycling (FVOCIoR) aus.
Aufgrund dessen werden alle Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes im sonstigen
Ergebnis dargestellt, keine Wertminderungsaufwendungen im Gewinn oder Verlust erfasst
und beim Abgang keine Gewinne oder Verluste in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Würde die Option nicht ausgeübt werden, würde die Bewertung entsprechend der Klassifizierung
FVPL erfolgen. Die gleiche Bewertung würde bei Eigenkapitalinstrumenten erfolgen,
die zu Handelszwecken gehalten werden, da hier das Wahlrecht nicht gilt. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT MIT WERTÄNDERUNGEN IN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (FVPL)Die Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertschwankung in
der Gewinn- und Verlustrechnung (FVPL) ist zwingend vorzunehmen, sofern entweder das
Finanzinstrument nicht einem Portfolio der anderen oben genannten Geschäftsmodelle
(AC, FVOCImR, FVOCIoR) zugeordnet wurde oder aber deren Zahlungsströme nicht dem SPPI-Kriterium
entsprechen. Wenn die Zuordnung zu einer der anderen Bewertungsklassen nicht eindeutig
möglich ist, muss auf diese Bewertung zurückgegriffen werden. Da Derivate keine festen Rückzahlungsbeträge haben, scheidet die Folgebewertung zu
fortgeführten Anschaffungskosten aus. Sie sind immer zum Fair Value mit Buchung der
Wertschwankung in der Gewinn- und Verlustrechnung zu bewerten, sofern sie nicht in
einem Sicherungszusammenhang (Hedge Accounting) stehen. FAIR-VALUE-OPTIONZur Vermeidung von Inkongruenzen (sogenannter "Accounting Mismatch"), welche aus der
Klassifizierung eines finanziellen Vermögenswertes resultieren, die sich ansonsten
aus der Bewertung von Vermögenswerten oder Schulden oder der Erfassung von Gewinnen
oder Verlusten auf einer unterschiedlichen Basis ergeben würden, kann beim erstmaligen
Ansatz ein finanzieller Vermögenswert unwiderruflich als zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden, und die Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung klassifiziert
werden. GRENKE wendet momentan die Fair-Value-Option nicht an. WERTMINDERUNGDie Anwendung von IFRS 9 hat grundlegend die Bilanzierung für Wertminderungen für
finanzielle Vermögenswerte verändert, indem das Incured-Loss-Modell nach IAS 39 durch
das zukunftsgerichtete Expected-Credit-Loss-Modell (ECL) ersetzt wurde. Nach dem Incured-Loss-Modell
(eingetretener Kreditausfallmodell) unter IAS 39 wurden Wertminderungen erst bei Eintritt
eines definierten Verlustereignisses erfasst. Unter IFRS 9, dem Expected-Credit-Loss-Modell
(erwarteten Kreditausfallmodell), werden Wertminderungen bzw. Rückstellungen bei Erstansatz
des finanziellen Vermögenswerts auf Basis der zu diesem Zeitpunkt herrschenden Erwartungen
potenzieller Kreditausfälle erfasst. Die Regelungen zur Wertminderung unter IFRS 9 werden auf zu fortgeführten Anschaffungskosten
oder auf zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen in den sonstigen erfolgsneutralen
Eigenkapitalveränderungen (FVOCI) bewertete Schuldtitel, auf Leasingforderungen gemäß
IAS 17 "Leasingverhältnisse" und auf außerbilanzielle Verpflichtungen wie Kreditzusagen
und Finanzgarantien angewandt. IFRS 9 führt einen dreistufigen Ansatz für die Ermittlung der Wertminderung ein. Nach
dem allgemeinen Ansatz wird der erwartete Verlust für ein Jahr (12M-ECL) bereits bei
Zugang als Risikovorsorge gebildet (Stufe1). Tritt eine signifikante Verschlechterung
des Kreditrisikos seit dem erstmaligen Ansatz ein, liegt jedoch noch kein Ausfallgrund
vor, so wird die Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die gesamte restliche
Vertragslaufzeit (Lifetime Expected Loss, LT ECL) gebildet (Stufe 2). Liegt ein Ausfallgrund
vor, ist die Risikovorsorge ebenfalls in Höhe der über die gesamte restliche Vertragslaufzeit
erwarteten Verluste auf Basis der geschätzten, noch zu erwartenden Zahlungsströme
des Vermögenswerts (LT ECL) zu ermitteln (Stufe 3). Finanzielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz grundsätzlich in Stufe 1
erfasst. Eine Ausnahme hierbei bilden Finanzinstrumente, die bereits zum Zugangszeitpunkt
des Geschäfts als wertgemindert gelten ("Purchased or Originated Credit Impaired Financial
Assets - POCI"). Diese werden innerhalb der Stufe 3 mit einem Buchwert eingruppiert,
der bereits die erwarteten Kreditverluste während der Laufzeit widerspiegelt. IFRS 9 lässt neben dem allgemeinen Ansatz (3-Stufen-Modell) ein vereinfachtes Verfahren
für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aktive Vertragsposten, die aus
Transaktionen resultieren, die in den Anwendungsbereich von IFRS 15 fallen, und die
eine wesentliche Finanzierungskomponente gemäß IFRS 15 enthalten, sowie auf Leasingforderungen,
die in den Anwendungsbereich von IAS 17 fallen, als Wahlrecht zu. Nach dem vereinfachten
Verfahren muss die Änderung des Kreditrisikos nicht nachverfolgt werden. Stattdessen
hat es sowohl beim erstmaligen Ansatz als auch zu jedem nachfolgenden Abschlussstichtag
eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die Gesamtlaufzeit zu erfassen. Zur Bestimmung der Risikovorsorge für Leasingforderungen wurde auf die Ausübung des
Wahlrechts verzichtet. Es findet daher der allgemeine Ansatz und die Einteilung der
Leasingforderungen in drei Stufen Anwendung. In der Stufe 1 befinden sich all diejenigen
Leasingforderungen, deren Kreditrisiko sich nicht erheblich verschlechtert hat. Als
Risikovorsorge wird hier der erwartete Verlust für einen Zwölfmonatszeitraum herangezogen.
In der Stufe 2 befinden sich Leasingforderungen, die zwar noch laufend sind, deren
Kreditrisiko sich aber seit Vertragsbeginn signifikant verschlechtert hat. Als signifikant
verschlechtert betrachten wir Forderungen, die mehr als 30 Tage überfällig sind oder
deren geschätzte Ausfallwahrscheinlichkeit sich in vergleichbarem Maß verschlechtert
hat, wie es bei Forderungen mit 30 Tagen Überfälligkeit in der Vergangenheit zu beobachten
war. Für Forderungen in Stufe 2 wird eine Risikovorsorge in Höhe des erwarteten Verlusts
für die gesamte restliche Vertragslaufzeit gebildet. In Stufe 3 befinden sich neben
laufenden Leasingverträgen, die mehr als 90 Tage überfällig sind, und gekündigten
Verträgen, auch Leasingforderungen, die bei Zugang schon wertgemindert waren. Für
diese Forderungen gilt das Schadensereignis als eingetreten und die zu erwarteten
Schäden werden als Risikovorsorge angesetzt. Bei Forderungen aus dem Factoringgeschäft nehmen wir keine Unterteilung in Stufe 1
und Stufe 2 vor. Da es sich bei den Factoring-Forderungen um kurzlaufende Forderungen
handelt, entspricht der 12M ECL dem LT ECL. Bei den Forderungen aus dem Kreditgeschäft wird ebenfalls bereits bei Zugang der erwartete
Verlust von zwölf Monaten (12M ECL) als Wertminderung gebildet. Eine signifikante
Verschlechterung bei Kreditforderungen liegt vor, wenn ein Zahlungsverzug von mehr
als 30 Tagen erreicht ist oder die Forderung in die sogenannte Intensivbetreuung kommt.
In diesem Fall wird die Wertminderung in Höhe der erwarteten Verluste über die gesamte
Vertragslaufzeit (LT ECL) gebildet. Forderungen, die unter anderem einen Verzug von
mehr als 90 Tagen aufweisen, oder sich in Sanierung oder der Kreditabwicklung befinden,
gelten als ausgefallen. Bei langfristigen Forderungen gegen Franchiser wird bei Zugang eine Risikovorsorge
in Höhe des erwarteten Verlust von zwölf Monaten (12M ECL) gebildet. Eine signifikante
Verschlechterung dieser Forderungen liegt vor, wenn ein Zahlungsverzug von mehr als
30 Tagen erreicht wird. In diesem Fall wird eine Wertminderung in Höhe der erwarteten
Verluste über die gesamte Vertragslaufzeit (LT ECL) gebildet. Forderungen, die unter
anderem einen Verzug von mehr als 90 Tagen aufweisen gelten als ausgefallen. Die Bewertung nach dem vereinfachten Verfahren, dem Konzept der lebenslangen Kreditausfälle,
ist immer für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für vertragliche Vermögenswerte
ohne eine wesentliche Finanzierungskomponente anzuwenden. Der Konzern wendet für Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen und kurzfristige Forderungen gegen Franchiser, die
auf Lieferungen und Leistungen beruhen, dieses vereinfachte Wertminderungsmodell an,
nach dem für alle Forderungen unabhängig von ihrer Kreditqualität eine Wertminderung
in Höhe der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit (LT ECL) zu erfassen ist. Die
geschätzten Forderungsausfälle für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden
auf Grundlage von Erfahrungen mit tatsächlichen Forderungsausfällen sowie auf Basis
gemeinsamer Kreditrisikomerkmale und Überfälligkeitstage der letzten Jahre kalkuliert. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bei Banken oder Finanzinstituten werden
anhand von Bonitätsstufen eingeteilt, die durch Beobachtung von veröffentlichten externen
Kreditratings bestimmt werden. Die geschätzte Wertberichtigung auf Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente wurde auf Grundlage erwarteter Verluste innerhalb von
zwölf Monaten für die Fälle berechnet. Die für die Ermittlung der Risikovorsorge im
Konzern verwendete Ausfallrate basiert dabei auf historischen Ausfällen für Unternehmensanleihe
mit entsprechendem Bonitätsrating. Für Forderungen aus ABCP-Darlehen hat der Konzern einen identischen Ansatz wie für
die Ermittlung der erwarteten Verluste für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente,
wegen der zugesagten Liquiditätsgarantien der dabei beteiligten Kreditinstitute, verwendet. Für finanzielle Vermögenswerte der Stufe 1 und Stufe 2 kalkuliert der GRENKE Konzern
den Zinsertrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode auf den Bruttobuchwert (d.
h. ohne Abzug der erwarteten Kreditausfälle). Der Zinsertrag für finanzielle Vermögenswerte
in Stufe 3 wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode auf die fortgeführten Anschaffungskosten
(d .h. den Bruttobuchwert abzüglich der Kreditrisikovorsorge) kalkuliert. Für finanzielle
Vermögenswerte, die als POCI qualifizieren, wird der Zinsertrag unter Anwendung einer
kreditadjustierten Effektivzinsmethode auf die fortgeführten Anschaffungskosten dieser
Vermögenswerte kalkuliert. SICHERUNGSBEZIEHUNGEN (HEDGE ACCOUNTING)GRENKE hat sich entschieden, das Wahlrecht in Anspruch zu nehmen und weiterhin die
Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 bei der Übernahme
von IFRS 9 anzuwenden. Für Details zur Anpassung vom 31. Dezember 2017 nach IAS 39 zur Eröffnungsbilanz zum
1. Januar 2018 nach IFRS 9 verweisen wir auf das Kapitel "Erstanwendung IFRS 9". VERWENDUNG VON ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGENBei der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen
verwendet worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte,
Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen
von Schätzungen werden prospektiv erfasst und erfolgten in den nachfolgend dargestellten
Bereichen:
Die Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte beruhen auf Annahmen
und Schätzungen zum Ausfallrisiko und zu den erwarteten Verlustraten. Der Konzern
übt bei der Erstellung dieser Annahmen und der Auswahl der Inputfaktoren für die Berechnung
der Wertminderung Ermessen aus, basierend auf Erfahrungen des Konzerns aus der Vergangenheit,
bestehenden Marktbedingungen sowie zukunftsgerichteten Schätzungen zum Ende jeder
Berichtsperiode. Die wichtigsten verwendeten Annahmen und Inputfaktoren sind unter
den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt. Garantierte sowie nicht garantierte (kalkulierte) Restwerte werden im Rahmen der Ermittlung
des Barwerts der Leasingforderungen gemäß IAS 17 berücksichtigt. Die kalkulierten
Restwerte umfassen dabei neben den erwarteten Verwertungserlösen insbesondere auch
die Erlöse, die im Rahmen einer Verlängerungsperiode anfallen können. Diese werden
mithilfe von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und statistischen Verfahren berechnet.
Die kalkulierten Restwerte am Ende der Vertragslaufzeit ermitteln sich in Abhängigkeit
von der Laufzeitgruppe des jeweiligen Leasingvertrags und betragen aufgrund historischer
Erfahrungswerte für Zugänge seit dem 1. Januar 2018 zwischen 3,0 % und 16,0 % von
den Anschaffungskosten. Die geschätzten Erlöse werden dabei anhand statistischer Auswertungen
der Historie angesetzt. Im Falle eines Absinkens der tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend
aus Verwertung und Nachmiete) erzielbaren Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen
berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg unberücksichtigt bleibt. LEASINGFORDERUNGENscroll
*
Position enthält Währungsdifferenzen in Höhe von 1.099 TEUR (Vorjahr: 100 TEUR). FINANZSCHULDENscroll
*
davon 0 TEUR gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr: 15.000 TEUR). ASSET BASED FINANZSCHULDENSTRUKTURIERTE EINHEITENFolgende konsolidierte strukturierte Einheiten bestanden zum Stichtag: Opusalpha Purchaser
II Limited, Kebnekaise Funding Limited, CORAL PURCHASING Limited, FCT "GK"-COMPARTMENT
"G2" (FCT GK 2) sowie FCT "GK"-COMPARTMENT "G3" (FCT GK 3). Sämtliche strukturierten
Einheiten sind als Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-) Programme aufgelegt. scroll
FORDERUNGSVERKAUFS-VERTRÄGEscroll
RESTWERTDARLEHENDie Restwertdarlehen dienen insbesondere zur Finanzierung von Restwerten von Leasingverträgen,
bei denen die Raten im Rahmen des Forderungsverkaufs veräußert wurden. scroll
SENIOR UNSECURED FINANZSCHULDENFolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Buchwerte der einzelnen Refinanzierungsinstrumente: scroll
Folgende Tabelle zeigt den Refinanzierungsrahmen der einzelnen Instrumente: scroll
ANLEIHENIm Geschäftsjahr wurden bisher vier Anleihen mit einem Volumen von insgesamt 285.000
TEUR begeben. Zudem wurde eine bestehende Anleihe um insgesamt 25.000 TEUR erhöht.
Planmäßig wurden 84.000 TEUR getilgt. SCHULDSCHEINDARLEHENIm Geschäftsjahr wurden bisher acht neue Schuldscheindarlehen begeben. Das Gesamtvolumen
der neu begebenen Darlehen beläuft sich auf 110.000 TEUR. Planmäßig getilgt wurden
14.000 TEUR und 17.218 TCHF. ZWECKGEBUNDENE FÖRDERDARLEHENFolgende Tabelle zeigt die Buchwerte der in Anspruch genommenen Förderdarlehen bei
den einzelnen Förderbanken. scroll
Seit April 2018 steht dem GRENKE Konzern zusätzlich ein Finanzierungsrahmen in Höhe
von 100.000 TEUR bei der EIB (Europäische Investitionsbank) zur Verfügung. Zum 30.
Juni 2018 wurden diesbezüglich noch keine Refinanzierungsmittel aufgenommen. EIGENKAPITALDie GRENKE AG hat ihr Grundkapital unter teilweiser Ausnutzung des auf der Hauptversammlung
vom 3. Mai 2018 beschlossenen genehmigten Kapitals um 2.040.816,00 EUR auf 46.353.918,00
EUR gegen Bareinlagen und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre erhöht.
Insgesamt wurden 2.040.816 neue, auf den Inhaber lautende Stammaktien (Stückaktien)
zu einem Preis von 98,00 EUR platziert, was einem Emissionserlöse von 200.000 TEUR
vor Kosten entspricht. Somit ist das Grundkapital der GRENKE AG auf 46.353.918 den
Inhaber lautende Aktien eingeteilt. Die neuen Aktien wurden mit denselben Dividendenrechten
wie die bestehenden Aktien emittiert. ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTENHIERARCHIE DES BEIZULEGENDEN ZEITWERTESBei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld
verwendet der GRENKE Konzern soweit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend
auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren, werden die beizulegenden
Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Bemessungshierarchie eingeordnet: Stufe 1: Notierte (unbereinigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte
oder Schulden Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen sämtliche Inputfaktoren, die sich wesentlich
auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt
am Markt beobachtbar sind Stufe 3: Bewertungsverfahren, die Inputfaktoren verwenden, die sich wesentlich auf
den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten
basieren Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer
Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Bemessungshierarchie
eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer
Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor
entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist. Umgruppierungen finden zu dem Zeitpunkt statt, an dem sich eine Veränderung der Inputfaktoren
ergibt, die für die Einordnung in die Bemessungshierarchie relevant ist. Der GRENKE
Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie
zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Umgruppierungen
zwischen den drei Stufen der Bemessungshierarchie fanden in der abgelaufenen Berichtsperiode
nicht statt. BEIZULEGENDE ZEITWERTE VON FINANZINSTRUMENTENBEIZULEGENDE ZEITWERTE ORIGINÄRER FINANZINSTRUMENTEDie nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen
Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten je Klasse von Finanzinstrumenten,
die nicht zum beizulegenden Zeitwert bemessen werden. Sie enthält keine Informationen
zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wenn
der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.
Darunter fallen die Bilanzpositionen Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen, nicht performende Leasingforderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen. Sämtliche originäre Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie
zugeordnet mit Ausnahme der börsennotierten Anleihen, die in den Verbindlichkeiten
aus Refinanzierung enthalten und in der Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifiziert
sind sowie gehaltenen Eigenkapitalinstrumente, die der Stufe 3 der Bemessungshierarchie
zugeordnet wurden. Der Zeitwert als auch der Buchwert der in Stufe 3 zugeordneten
Instrumente beträgt 3.000 TEUR (Vorjahr 31.12.2017 3.000 TEUR). Der Buchwert der in
Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifizierten Finanzinstrumente beträgt zum Bilanzstichtag
736.574 TEUR (Vorjahr 31.12.2017: 1.510.590 TEUR) und der beizulegende Zeitwert 766.148
TEUR (Vorjahr 31.12.2017: 1.535.676 TEUR). Die finanziellen Vermögenswerte sind bis
auf die performenden Leasingforderungen alle der Bewertungskategorie fortgeführte
Anschaffungskosten (AC) zugeordnet. Die finanziellen Verbindlichkeiten sind alle der
Bewertungskategorie fortgeführte Anschaffungskosten zugeordnet. scroll
BEIZULEGENDE ZEITWERTE DERIVATIVER FINANZINSTRUMENTEZum Stichtag sind im GRENKE Konzern alle derivativen Finanzinstrumente, welche sich
aus Zinsderivaten (Zinsswaps) und Devisentermingeschäften zusammensetzen, zum beizulegenden
Zeitwert bilanziert. Sämtliche derivative Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie
zugeordnet. scroll
Bei den im GRENKE Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich
um sogenannte OTC-Derivate (Over-the-Counter). Diese werden direkt mit einer Gegenpartei,
die mindestens dem Investmentgrade entspricht, abgeschlossen. Notierte Börsenpreise
existieren für diese Instrumente keine. Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für die Devisentermingeschäfte und Zinsderivate
erfolgt anhand von Bewertungsmodellen unter Rückgriff auf beobachtbare Inputfaktoren.
Bei Devisentermingeschäften wird die Bewertung anhand eines Market-to-Market-Bewertungsmodells
vorgenommen. Bei Zinsderivaten wird der beizulegende Zeitwert in der Bewertung über
eine Barwertmethode ermittelt. Die verwendeten Inputparameter für die Bewertungsverfahren
werden aus Marktnotierungen entnommen. Dabei werden laufzeitkongruente Zinssätze in
den gehandelten Währungen für Devisentermingeschäfte bzw. Zinssätze für Zinsderivate
verwendet. Die ermittelten Werte werden mit einem sogenannten Add-on-Verfahren mit
am Markt beobachtbaren laufzeitadäquaten Credit Default Swaps (CDS) der Gegenpartei
bzw. des eigenen Ausfallrisikos multipliziert, um den beizulegenden Zeitwert dieser
OTC-Derivate zu erhalten. Die überwiegenden Zahlungsströme für die genannten Sicherungsgeschäfte werden sich
voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren auf das Periodenergebnis auswirken. BEWERTUNGSMETHODEN UND VERWENDETE INPUTFAKTORENIn nachfolgender Tabelle werden die angewandten Bewertungsmethoden sowie die verwendeten
Inputfaktoren und Annahmen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte dargestellt: scroll
VERTRIEBS- UND VERWALTUNGSAUFWAND (OHNE PERSONALAUFWAND)Innerhalb des Vertriebs- und Verwaltungsaufwands werden die Investitionen in die Informationstechnologie
(IT) im Konzern, die durch nicht aktivierungsfähige IT-Projektkosten bedingt sind,
einzeln dargestellt. Diese Aufwendungen entstehen insbesondere durch Projekte zur
Prozessoptimierung der zentralen und standardisierten IT-Prozesse durch die Hinzuziehung
von externer Expertise. Die IT-Projektkosten betrugen im ersten Halbjahr 2018 3.291
TEUR (Vorjahr 30.06.2017: 2.818 TEUR). ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDENGemäß den Angaben von IFRS 15 erlöste der Konzern im ersten Halbjahr 2018 nachfolgende
Erlöse aus Verträgen mit Kunden: scroll
ERTRAGSTEUERNDie wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands in der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung sind: scroll
KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNGscroll
scroll
Die Vorjahreswerte in der Segmentberichterstattung wurden im Rahmen der Erstanwendung
neuer Rechnungslegungsstandards retrospektiv angepasst. GESCHÄFTSSEGMENTEDie Berichterstattung über die Entwicklung der Segmente folgt der Organisationsstruktur
innerhalb des GRENKE Konzerns. Deshalb sind die operativen Segmente an die Steuerung
der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt. Eine
regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten erfolgt jährlich im Abschluss des
GRENKE Konzerns des jeweiligen Geschäftsjahres. Für die drei operativen Segmente liegen
separate Finanzinformationen vor. BERICHTSPFLICHTIGE SEGMENTELEASINGGESCHÄFTDas Segment Leasing umfasst alle Aktivitäten, die mit der Leasingtätigkeit des Konzerns
zusammenhängen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die Übernahme der Finanzierung
für gewerbliche Leasingnehmer, die Vermietung, Servicegeschäfte, Service- und Wartungsangebote
für die Leasinggegenstände und die Verwertung von Gebrauchtgeräten. BANKGESCHÄFTDas Segment Bank umfasst die Aktivitäten der GRENKE BANK AG, die sich als Finanzierungspartner
vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) versteht und mit Förderbanken
zur Finanzierung dieser Klientel auch im Rahmen der Existenzgründung zusammenarbeitet.
Weiterhin werden über den Internetauftritt Festgeldanlagen angeboten. Das Geschäft
der Bank erfolgt schwerpunktmäßig mit deutschen Kunden. FACTORINGGESCHÄFTDas Segment Factoring beinhaltet klassische Factoringdienstleistungen mit der Fokussierung
auf das Small-Ticket-Factoring. Dabei wird im Rahmen des echten Factorings sowohl
das offene Factoring, bei dem der Debitor über die Forderungsabtretung informiert
wird, als auch das stille Factoring, bei dem der Debitor keine entsprechende Information
erhält, angeboten. Daneben bietet das Segment auch Inkassodienstleistungen (unechtes
Factoring) an; hier verbleibt das Delkredererisiko beim Kunden. MESSGRÖßEN DER SEGMENTEDie Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der Segmentinformationen herangezogen
werden, entsprechen den angewandten Bilanzierungsregeln des Konzernzwischenabschlusses.
Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu marktüblichen Preisen. Für die Beurteilung des Erfolgs des GRENKE Konzerns ist der Vorstand der GRENKE AG
verantwortlich. Dieser hat als wesentliche Erfolgsgrößen neben dem Neugeschäftsvolumen
(Leasing- und Factoringsegment) und dem Deckungsbeitrag 2 für das Leasingsegment vor
allem die operativen Segmenterträge, das Segmentergebnis vor dem sonstigen Finanzergebnis
und die Personalaufwendungen bestimmt. Das sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen/-erträge
sind die wesentlichen Bestandteile der Konzernergebnisrechnung, die nicht in die einzelnen
Segmentinformationen einfließen. Die Segmentdaten wurden auf folgende Weise ermittelt:
UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE IM GESCHÄFTSJAHR 2018GC RENTING CROATIA D.O.O., ZAGREB/KROATIENDie GRENKE AG hat zum 31. März 2018 die Beherrschung über die Anteile an der GC Renting
Croatia d.o.o., Zagreb/Kroatien, erlangt und erstmalig konsolidiert. Die GC Renting
Croatia d.o.o., Zagreb/Kroatien, war zuvor im Rahmen des Franchisesystems der GRENKE
AG tätig und hat sich auf den Vertrieb von Small-Ticket-Leasing mit einem starken
Fokus auf EDV- und IT-Equipment spezialisiert. Die folgenden Angaben beziehen sich auf die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der
wesentlichen Hauptgruppen der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt
der Gesellschaft: immaterielle Vermögenswerte 9.564 TEUR, Leasinggegenstände aus Operating-Leasingverhältnissen
21.144 TEUR, Leasingforderungen 1.493 TEUR, latente Steueransprüche 94 TEUR, sonstige
Aktiva 2.753 TEUR, Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts 6.406
TEUR, latente Steuerschulden 2.986 TEUR und sonstige Schulden 12.344 TEUR. Immaterielle
Vermögenswerte beziehen sich im Wesentlichen auf nicht vertragliche Kundenbeziehungen
von Händlern und Wettbewerbsverbote. Die latenten Steuerschulden resultieren im Wesentlichen
aus der Neubewertung bzw. der Identifizierung von Vermögenswerten im Rahmen der Kaufpreisallokation.
Aus der weiterhin vorläufigen Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert
von 9.149 TEUR, der steuerlich voraussichtlich nicht abzugsfähig ist. Der Geschäfts-
oder Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Mitarbeiter
und erwartete Synergieeffekte. Wegen der bisher kurzen Konzernzugehörigkeit ist der
bisherige Beitrag zum Konzernergebnis einschließlich der Effekte aus der Kaufpreisallokation
unwesentlich. Die gesamte übertragene Gegenleistung des Unternehmenszusammenschlusses
beträgt 22.461 TEUR. Mit dem Erwerb wurden zudem Zahlungsmittel von 3 TEUR übernommen.
Sämtliche Kosten der Akquisition wurden als Aufwand erfasst. GC LEASING MIDDLE EAST FZCO, DUBAI/VAEDie GRENKE AG hat zum 31. März 2018 die Beherrschung über die Anteile an der GC Leasing
Middle East FZCO, Dubai/VAE, erlangt und erstmalig konsolidiert. Die GC Leasing Middle
East FZCO, Dubai/VAE, war zuvor ebenfalls im Rahmen des Franchisesystems der GRENKE
AG tätig und hat sich auf den Vertrieb von Small-Ticket-Leasing mit einem starken
Fokus auf EDV- und IT-Equipment spezialisiert. Die folgenden Angaben beziehen sich auf die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der
wesentlichen Hauptgruppen der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt
der Gesellschaft: immaterielle Vermögenswerte 763 TEUR, Leasingforderungen 21.155
TEUR, sonstige Aktiva 1.197 TEUR und sonstige Schulden 23.145 TEUR. Immaterielle Vermögenswerte
beziehen sich im Wesentlichen auf nicht vertragliche Kundenbeziehungen von Händlern
und Wettbewerbsverbote. Die latenten Steuerschulden resultieren im Wesentlichen aus
der Neubewertung bzw. der Identifizierung von Vermögenswerten im Rahmen der Kaufpreisallokation.
Aus der weiterhin vorläufigen Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert
von 12.157 TEUR, der steuerlich nicht abzugsfähig ist. Der Geschäfts- oder Firmenwert
beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Mitarbeiter und erwartete
Synergieeffekte. Wegen der bisher kurzen Konzernzugehörigkeit ist der bisherige Beitrag
zum Konzernergebnis einschließlich der Effekte aus der Kaufpreisallokation unwesentlich.
Die gesamte übertragene Gegenleistung des Unternehmenszusammenschlusses beträgt 12.127
TEUR und besteht überwiegend aus Zahlungsmitteln. Mit dem Erwerb wurden zudem Zahlungsmittel
von 576 TEUR übernommen. Sämtliche Kosten der Akquisition wurden als Aufwand erfasst. WEITERE ANGABEN ZUM KONSOLIDIERUNGSKREISGRENKE RENTING LTD., SLIEMA/MALTADie Kaufpreisallokation des im Vorjahr erworbenen Unternehmens GRENKE Renting Ltd.,
Sliema/Malta, wurde im ersten Quartal 2018 finalisiert. Gegenüber den vorläufig angesetzten
beizulegenden Zeitwerten der Vermögensgegenstände und Schulden haben sich keine Änderungen
ergeben. Für weitergehende Informationen zu Unternehmenszusammenschlüssen aus dem
Vorjahr verweisen wir auf den Anhang zum Konzernabschluss der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2017. GC LOCAÇÃO DE EQUIPAMENTOS LTDA, SÃO PAULO/BRASILIENDie Kaufpreisallokation des im Vorjahr erworbenen Unternehmens GC Locação de Equipamentos
LTDA, São Paulo/Brasilien, wurde im zweiten Quartal 2018 finalisiert. Gegenüber den
vorläufig angesetzten beizulegenden Zeitwerten der Vermögensgegenstände und Schulden
haben sich keine Änderungen ergeben. Für weitergehende Informationen zu Unternehmenszusammenschlüssen
aus dem Vorjahr verweisen wir auf den Anhang zum Konzernabschluss der Gesellschaft
zum 31. Dezember 2017. DIVIDENDENZAHLUNGDie Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von 43.581.372,25
EUR des Geschäftsjahres 2017 der GRENKE AG erfolgte durch die ordentliche Hauptversammlung
am 3. Mai 2018. Die Hauptversammlung hat dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat
zugestimmt und die Verwendung des Bilanzgewinns wie folgt beschlossen: scroll
Die Dividende wurde am 8.Mai 2018 an die Aktionäre der GRENKE AG ausbezahlt. Im Vorjahr
wurde eine Dividende von 0,58 EUR je Aktie ausgeschüttet. AUSZAHLUNG AN HYBRIDKAPITALGEBERAm 31. März 2018 hat die GRENKE AG planmäßig eine Zahlung in Höhe von 6.786 TEUR an
die Hybridkapitalgeber geleistet. ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENDer Aufsichtsrat der GRENKE AG hat mit allen amtierenden Vorstandsmitgliedern eine
Phantom-Stock-Vereinbarung abgeschlossen. Auszahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen
fielen im Geschäftsjahr in Höhe von 393 TEUR an. Eine neue Vereinbarung wurde mit Frau Leminsky getroffen, deren bisherige Vereinbarung
im Vorjahr auslief. Zudem wurde mit Herrn Hirsch eine neue Vereinbarung geschlossen.
Beide Vereinbarungen besitzen einen möglichen Wertzuwachs von 450 TEUR bei einer virtuellen
Aktienanzahl von 15.000 Stück, bezogen auf die Geschäftsjahre 2018 bis 2020. Der Basiskurs
für das Geschäftsjahr 2018 beträgt 82,54 EUR. Zum 30. Juni 2018 betrug der Wert aller bestehenden Phantom-Stock-Vereinbarungen 214
TEUR (30.06.2017: 275 TEUR). Die erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung
erfolgt in den Personalaufwendungen und ist unter den variablen Vergütungskomponenten
ausgewiesen. VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENscroll
Die Verbindlichkeiten resultieren aus Einlagen bei der GRENKE Bank. EVENTUALVERBINDLICHKEITENDie GRENKE AG hat als Garantiegeber für einzelne Franchisegesellschaften Finanzgarantien
in Höhe von 77,6 Mio. EUR (Vorjahr 31.12.2017: 38,4 Mio. EUR) ausgereicht, welche
das maximale Ausfallrisiko darstellen. Die tatsächliche Ausnutzung vonseiten der Garantienehmer
war geringer und beläuft sich auf 25,0 Mio. EUR (Vorjahr 31.12.2017: 25,2 Mio. EUR). MITARBEITERDer Personalbestand (ohne Vorstand) des GRENKE Konzerns betrug in der Zwischenberichtsperiode
durchschnittlich 1.397 (Vorjahr 30.06.2017: 1.182). Weitere 61 (Vorjahr 30.06.2017:
40) Beschäftigte befinden sich in der Ausbildung. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAGWesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Baden-Baden, den 26. Juli 2018 scroll
FINANZKALENDERscroll
INFORMATIONEN UND KONTAKTGRENKE AG Renate Hauss Investor Relations Neuer Markt 2 76532 Baden-Baden Telefon: +49 7221 5007-204 Telefax: +49 7221 5007-4218 E-Mail: investor@grenke.de In diesem Finanzbericht erfolgt die Darstellung von Zahlen in der Regel in TEUR und
in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte
gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten
Charakter haben können. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische
Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung
für alle Geschlechter. Der Finanzbericht erscheint in deutscher und englischer Sprache. Maßgeblich ist stets
die deutsche Fassung. GRENKE AGStammhaus Neuer Markt 2 76532 Baden-Baden Tel+49 7221 5007-204 Fax+49 7221 5007-4218 e-Mail investor@grenke.de www.grenke.de |
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