![]() GRENKE AGBaden-BadenZwischenbericht zum 3. Quartals und den ersten 9 Monaten 2019ZWISCHENBERICHTSOLIDES WACHSTUMZUM 3. QUARTAL UND DEN ERSTEN NEUN MONATEN 2019
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 01.01.2019 BIS 30.09.2019 | VERÄNDERUNG (%) | 01.01.2018 BIS 30.09.2018 | EINHEIT | |
| NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE LEASING | 2.091.692 | 21,7 | 1.718.061 | TEUR |
| davon International | 1.569.171 | 22,7 | 1.278.509 | TEUR |
| davon Franchise-International | 60.395 | 33,9 | 45.115 | TEUR |
| davon DACH * | 462.126 | 17,2 | 394.437 | TEUR |
| Westeuropa (ohne DACH) * | 543.614 | 23,9 | 438.709 | TEUR |
| Südeuropa * | 640.814 | 18,2 | 542.257 | TEUR |
| Nord- / Osteuropa * | 352.581 | 26,9 | 277.882 | TEUR |
| Übrige Regionen * | 92.557 | 42,9 | 64.777 | TEUR |
| NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE FACTORING (INKL. INKASSODIENSTLEISTUNG) | 475.654 | 29,9 | 366.197 | TEUR |
| davon Deutschland | 129.406 | 0,6 | 128.622 | TEUR |
| davon International | 124.558 | 18,2 | 105.393 | TEUR |
| davon Franchise-International | 221.690 | 67,7 | 132.181 | TEUR |
| GRENKE BANK Einlagevolumen | 799.252 | 27,9 | 624.800 | TEUR |
| Neugeschäft KMU-Kreditgeschäft inkl. Existenzgründungsfinanzierungen | 37.595 | 28,5 | 29.251 | TEUR |
| DECKUNGSBEITRAG 2 (DB2) DES NEUGESCHÄFTS GRENKE GRUPPE LEASING | 350.347 | 15,6 | 303.040 | TEUR |
| davon International | 273.876 | 15,4 | 237.388 | TEUR |
| davon Franchise-International | 12.900 | 33,8 | 9.642 | TEUR |
| davon DACH * | 63.570 | 13,5 | 56.010 | TEUR |
| Westeuropa (ohne DACH) * | 95.283 | 20,2 | 79.266 | TEUR |
| Südeuropa * | 107.888 | 5,8 | 102.019 | TEUR |
| Nord- / Osteuropa * | 63.437 | 21,4 | 52.263 | TEUR |
| Übrige Regionen * | 20.169 | 49,6 | 13.481 | TEUR |
| SONSTIGE ANGABEN LEASING | ||||
| Anzahl der Neuverträge | 231.852 | 18,5 | 195.708 | Stück |
| Anteil Geschäftskunden am Leasingportfolio | 100 | 0,0 | 100 | Prozent |
| Mittlerer Anschaffungswert | 9,0 | 2,8 | 8,8 | TEUR |
| Mittlere Vertragslaufzeit | 49 | 0,0 | 49 | Monate |
| Vermietvolumen | 8.068 | 21,6 | 6.636 | Mio. EUR |
| Anzahl der laufenden Verträge | 901.869 | 19,2 | 756.665 | Stück |
*
Regionen: DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande
Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
Nord- / Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Lettland, Norwegen,
Schweden / Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn
Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile, Kanada, Singapur, Türkei, VAE
GRENKE Gruppe = GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner
GRENKE Konzern = GRENKE AG und alle konsolidierten Tochtergesellschaften sowie strukturierte
Einheiten gemäß den IFRS
| 01.01.2019 BIS 30.09.2019 | VERÄNDERUNG (%) | 01.01.2018 BIS 30.09.2018 | EINHEIT | |
| KENNZAHLEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | ||||
| Zinsergebnis | 239.916 | 14,8 | 209.007 | TEUR |
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 92.243 | 38,5 | 66.594 | TEUR |
| Ergebnis aus dem Servicegeschäft | 72.813 | 18,8 | 61.279 | TEUR |
| Ergebnis aus dem Neugeschäft | 73.401 | 20,3 | 60.995 | TEUR |
| Verwertungsmehr-(+) / -minder(-)ergebnis | -4.385 | 85,6 | -2.362 | TEUR |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6.831 | 48,5 | 4.601 | TEUR |
| Kosten Neuverträge | 52.167 | 20,7 | 43.231 | TEUR |
| Kosten laufende Verträge | 15.287 | 21,3 | 12.598 | TEUR |
| Projektkosten und Basiskosten des Vertriebs | 49.691 | 6,4 | 46.714 | TEUR |
| Kosten Management | 42.802 | 6,7 | 40.110 | TEUR |
| Sonstige Kosten | 10.628 | 51,9 | 6.998 | TEUR |
| Operatives Ergebnis | 125.758 | 7,2 | 117.275 | TEUR |
| Sonstiges Finanzergebnis (Ertrag(-) / Aufwand(+)) | 2.260 | 98,6 | 1.138 | TEUR |
| Erträge / Aufwendungen aus der Marktbewertung | -633 | -2.334,6 | -26 | TEUR |
| EBT (Gewinn vor Steuern) | 122.865 | 5,8 | 116.111 | TEUR |
| GEWINN | 103.037 | 5,2 | 97.969 | TEUR |
| ERGEBNIS JE AKTIE (NACH IFRS) | 2,08 | 0,5 | 2,07 | EUR |
| SONSTIGE ANGABEN | ||||
| Dividende | 0,80 | 14,3 | 0,70 | EUR |
| Embedded Value, Leasingvertragsportfolio (exkl. Eigenkapital vor Steuern) | 596 | 15,3 | 517 | Mio. EUR |
| Embedded Value, Leasingvertragsportfolio (inkl. Eigenkapital nach Steuern) | 1.639 | 12,0 | 1.464 | Mio. EUR |
| Cost-Income-Ratio | 58,0 | 3,0 | 56,3 | Prozent |
| Eigenkapitalquote | 16,9 | -11,5 | 19,1 | Prozent |
| Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter nach Vollzeitäquivalent | 1.649 | 15,4 | 1.429 | Personen |
| Personalaufwand | 84.917 | 12,8 | 75.285 | TEUR |
| davon Gesamtvergütung | 69.699 | 12,9 | 61.724 | TEUR |
| davon fixe Vergütung | 50.671 | 12,4 | 45.080 | TEUR |
| davon variable Vergütung | 19.028 | 14,3 | 16.644 | TEUR |
GRENKE Gruppe = GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner
GRENKE Konzern = GRENKE AG und alle konsolidierten Tochtergesellschaften sowie strukturierte
Einheiten gemäß den IFRS

| STANDORTE GRENKE GRUPPE | 148 |
| ZELLTEILUNGEN | ARABISCHE EMIRATE |
| NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE | +23% |
| Volumen inkl. Franchisepartner erreicht 2.604,9 Mio. EUR | |
| (Vorjahr: 2.113,5 Mio. EUR) | |
| ANZAHL DER BESCHÄFTIGTEN | 1.649 |
| Anstieg gegenüber Vorjahr um 15,4 % | |
| (GRENKE Konzern, Vorjahr: 1.429) | |

die Geschäftsentwicklung der GRENKE Gruppe zeichnete sich auch im dritten Quartal
2019 durch profitables Wachstum aus und konnte nahtlos an das erfolgreiche erste Halbjahr
anknüpfen. Insgesamt legte unser Neugeschäft im Segment Leasing in den ersten neun
Monaten dieses Jahres um 21,7 Prozent zu. Neben unseren drei Kernmärkten Deutschland,
Frankreich und Italien ragte besonders Spanien mit einem starken Neugeschäftswachstum
heraus. Das starke zweistellige Wachstum außerhalb unserer Kernmärkte unterstreicht
unsere Diversifizierungsstrategie. Vor allem konnte die Deckungsbeitragsmarge im dritten
Quartal gestärkt werden und liegt mit 17,1 Prozent für diesen Zeitraum über dem zweiten
Quartal (16,6 Prozent).
Ebenfalls äußerst erfolgreich verlief die Entwicklung bei der GRENKE Gruppe Factoring,
deren Neugeschäft im Berichtszeitraum sogar um 29,9 Prozent zulegte. Damit folgen
wir weiterhin unserem hohen Anspruch und bleiben auf Kurs unseres Wachstumspfads.
Fortsetzen werden wir künftig auch unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit der KfW.
Durch den gerade abgeschlossenen Globaldarlehensvertrag über 200 Mio. EUR werden bundesweit
kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler und Gründer von attraktiven Leasingkonditionen
bei betrieblichen Neuanschaffungen profitieren. Bereits seit mehr als 40 Jahren stehen
wir als zuverlässiger Finanzierungspartner an der Seite von Unternehmen dieser Größe.
Deren wachsende Nachfrage nach Leasing als einen Baustein im Finanzierungsmix haben
wir daher früh erkannt. Umso mehr freuen wir uns, dass wir sie in noch größerem Umfang
mit geförderten Angeboten unterstützen können.
Im Laufe des Jahres hatte sich das gesamtwirtschaftliche Wachstum in vielen Märkten
verlangsamt. Ganz generell aber insbesondere in diesen Phasen konjunktureller Veränderungen
ist der ausgewogene Einsatz risikofokussierter und dennoch wachstumsorientierter Steuerungsinstrumente
von besonderer Bedeutung. So wurde auf Basis der Indikatoren im Laufe des zweiten
Quartals 2019 eine restriktivere Annahme- und Konditionspolitik bei unverändert hohem
Neugeschäftswachstum implementiert. In der langfristigen Wirkung wird das unsere Profitabilität
und den Unternehmenswert nachhaltig steigern. Das Ergebnis aus Schadensabwicklung
und Risikovorsorge entwickelte sich gemäß unseren Erwartungen, was nicht zuletzt durch
die angestoßenen Maßnahmen unterstützt wurde.
Angesichts des weiterhin guten Geschäftsverlaufs im dritten Quartal 2019 sind wir
zuversichtlich, das Jahr innerhalb der prognostizierten Gewinnspanne abzuschließen.
Mit Blick auf das Neugeschäftswachstum der GRENKE Gruppe Leasing konnten wir sogar
den Zielkorridor auf 18 bis 21 Prozent anheben (vorherige Prognose 16 bis 19 Prozent).
Auch beim Neugeschäftswachstum der GRENKE Gruppe Factoring verzeichneten wir eine
deutliche Steigerung gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, sodass wir davon
ausgehen, das Jahr 2019 im Rahmen unserer Prognosen abzuschließen.
Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, mit unserem stabilen und nachhaltig ausgerichteten
Geschäftsmodell sind wir weiterhin auf Wachstumskurs. Mit einer Reihe strategischer
Entscheidungen und unseren Vorhaben für das kommende Jahr, wie beispielsweise der
Eröffnung eines neuen Franchiseunternehmens in Arizona in den USA, haben wir auch
die Weichen für einen erfolgreichen Verlauf über das Jahr 2019 hinaus gestellt. Wir
danken Ihnen herzlich für Ihr Vertrauen.
Baden-Baden, im Oktober 2019
Der Vorstand der GRENKE AG
| Antje Leminsky | Gilles Christ | Sebastian Hirsch | Mark Kindermann |
| Vorstandsvorsitzende | Mitglied des Vorstands | Mitglied des Vorstands | Mitglied des Vorstands |
Die GRENKE Gruppe agiert als globaler Finanzierungspartner für kleine und mittlere
Unternehmen (KMU). Kunden erhalten Lösungen aus einer Hand: vom flexiblen Small-Ticket-Leasing
über bedarfsgerechte Bankprodukte bis zum praktischen Factoring. Die schnelle und
einfache Abwicklung sowie der persönliche Kontakt zu Kunden und Partnern stehen dabei
im Mittelpunkt. 1978 in Baden-Baden gegründet, ist das Unternehmen derzeit mit über
1.600 Mitarbeitern in 32 Ländern weltweit aktiv.
Um neue regionale Märkte zu erschließen nutzt der Konzern ein Franchisemodell. An
den rechtlich selbstständigen Gesellschaften der Franchisenehmer ist die GRENKE AG
nicht beteiligt. Im vorliegenden Zwischenlagebericht wird daher unterschieden zwischen
dem GRENKE Konzern, das heißt der GRENKE AG inklusive ihrer konsolidierten Tochtergesellschaften
und den strukturierten Einheiten gemäß den IFRS, sowie der GRENKE Gruppe, das heißt
dem Konzern inklusive der Franchisepartner
Mit dem traditionellen Angebot von Leasingfinanzierungen für betragsmäßig kleinere
IT- und Bürokommunikationsprodukte sowie Software ab einem Netto-Anschaffungswert
von 500 EUR hat GRENKE einen Markt definiert und entwickelt, der von vielen Leasinganbietern
nur punktuell adressiert wird. Bei über 90 Prozent der Leasingverträge liegt der Anschaffungswert
unter 25 TEUR. Zudem hat die Gruppe ihr Geschäftsmodell in den vergangenen Jahren
auf weitere Produktbereiche wie kleine Maschinen und Anlagen, medizintechnische Geräte
sowie Sicherheitsgeräte ausgedehnt.
Als Anbieter von Finanzierungslösungen für kleine und mittlere Vertragsgrößen sind
ein Höchstmaß an Effizienz in der Abwicklung und damit einhergehend niedrige Einzelkosten
grundlegende Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Erfolg. Deshalb ist das Geschäftsmodell
der GRENKE Gruppe auf Effizienzoptimierung in allen operativen Kernprozessen ausgerichtet.
Dies wird durch Standardisierung, umfassende, IT-gestützte Automatisierung und Schnelligkeit
sowie eine schlanke Organisation erreicht.
Die GRENKE Gruppe ist einer der europaweit führenden Anbieter von Finanzdienstleistungen
für KMU mit Schwerpunkt auf Small-Ticket-Finanzierungen. In diesem Bereich gehört
das Unternehmen in Deutschland, der Schweiz sowie Italien und Frankreich zu den führenden
Anbietern. Das strategische Ziel der Gruppe ist es, GRENKE mittelfristig als umfassenden
Small-Ticket-Finanzdienstleister nicht nur für den europäischen, sondern auch den
internationalen Mittelstand zu positionieren. Außerhalb Europas hat die Gruppe in
den vergangenen Jahren den Eintritt in verschiedenen Ländern in Asien, Australien
sowie Nord- und Südamerika realisiert.
Die Finanzierung der Wachstumsstrategie basiert auf mehreren Säulen. Neben den Einlagen
der GRENKE Bank nutz das Unternehmen "Assetbasierte" Instrumente, unter anderem ABCP-Programme,
sowie "Senior Unsecured" Instrumente, wie Anleihen, Schuldverschreibungen und Commercial
Paper. Darüber hinaus legt GRENKE großen Wert auf eine solide Eigenkapitalbasis. Die
Orientierungsgröße für die Eigenkapitalquote liegt deshalb seit vielen Jahren bei
16 Prozent. Diese Größe betrachtet GRENKE als wesentliche Voraussetzung für die Absicherung
des Investmentgrade-Ratings.
Bei der Betrachtung des Neugeschäftsvolumens stellt GRENKE grundsätzlich auf die Gruppe
ab, das heißt den Konzern inklusive seiner Franchisepartner. Im dritten Quartal 2019
erzielte die GRENKE Gruppe ein Neugeschäftswachstum von 24 Prozent. Damit konnte die
Gruppe ihr Wachstum im Zeitraum von Juli bis September 2019 gegenüber dem bereits
hohen Niveau des ersten (22 Prozent) und zweiten Quartals (23 Prozent) nochmals leicht
steigern. In den ersten neun Monaten 2019 lag das Neugeschäftsvolumen der GRENKE Gruppe
insgesamt bei 2.604,9 Mio. EUR nach 2.113,5 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Das entspricht
einem Zuwachs von 23 Prozent.
Das Neugeschäftsvolumen der GRENKE Gruppe Leasing - das ist die Summe der Anschaffungskosten
neu erworbener Leasinggegenstände -stieg im Neunmonatszeitraum 2019 um 22 Prozent
auf 2.091,7 Mio. EUR (9M 2018: 1.718,1 Mio. EUR). Der Anteil des Leasinggeschäfts
am gesamten Neugeschäftsvolumen der Gruppe blieb mit 80 Prozent (Vorjahr: 81 Prozent)
annähernd unverändert. Getragen wurde das Neugeschäfts-Wachstum in den ersten neun
Monaten von den drei Leasing-Kernmärkten Deutschland (+18 Prozent), Frankreich (+22
Prozent) und Italien (+11 Prozent). Außerhalb der Kernmärkte war das Wachstum im Neunmonatszeitraum
erneut überdurchschnittlich, wodurch die regionale Diversifizierung des Leasingportfolios
weiter voranschritt. Unter den wichtigen internationalen Märkten verzeichneten insbesondere
Spanien (+48 Prozent) und Großbritannien (+30 Prozent) eine sehr starke Entwicklung.
Die allgemeinen makroökonomischen Unsicherheiten sowie der bevorstehende Brexit im
Speziellen, hatten keinen negativen Einfluss auf das Geschäftswachstum der GRENKE
Gruppe. Auch die im Juni angestoßenen Maßnahmen für eine etwas restriktivere Annahme-
und noch risikoorientiertere Konditionspolitik konnten parallel zum fortschreitenden
Wachstum erfolgreich implementiert werden.
In der DACH-Region, in der die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz zusammengefasst
sind, legte das Volumen in den ersten neun Monaten 2019 um 17 Prozent auf 462,1 Mio.
EUR (Vorjahr: 394,4 Mio. EUR) zu. Die Region Westeuropa (ohne DACH) steigerte ihr
Neugeschäft um 24 Prozent auf 543,6 Mio. EUR (Vorjahr: 438,7 Mio. EUR). In Südeuropa,
der gemessen an ihrem Anteil am gesamten Leasing-Neugeschäft größten Region, nahm
das Neugeschäft im Neunmonatszeitraum um 18 Prozent auf 640,8 Mio. EUR (Vorjahr: 542,3
Mio. EUR) zu. Dazu trug insbesondere das bereits eingangs erwähnte hohe Wachstum in
Spanien und die solide Entwicklung in Italien bei. In der Region Nord- / Osteuropa
ergab sich von Januar bis September 2019 ein Zuwachs von 27 Prozent auf 352,6 Mio.
EUR (Vorjahr: 277,9 Mio. EUR). Ausgehend von einer noch relativ niedrigen Basis verzeichneten
die übrigen Regionen eine Ausweitung des akquirierten Neugeschäftsvolumens um 43 Prozent
auf 92,6 Mio. EUR (Vorjahr: 64,8 Mio. EUR). ▪ SIEHE GRAFIK "AUFTEILUNG NEUGESCHÄFT
GRENKE GRUPPE LEASING NACH REGIONEN"

*
Erläuterung Regionen siehe Folgeseite.
Die Diversifizierung des Leasingportfolios über den klassischen IT-Bereich hinaus
nahm im Berichtszeitraum weiter zu. So entfiel auf medizintechnische Produkte, kleine
Maschinen und Anlagen sowie Sicherheitsgeräte im Berichtszeitraum ein Anteil am Neugeschäft
von zusammen 36,7 Prozent (9M 2018: 32,8 Prozent). Der mittlere Anschaffungswert pro
Leasingvertragsabschluss stieg in den ersten neun Monaten leicht auf 9.022 EUR (9M
2018: 8.779 EUR), blieb damit aber weiterhin auf geschäftstypischem Niveau, was den
starken Fokus des Leasinggeschäfts auf das Small-Ticket-Segment belegt.
Im Zeitraum von Januar bis September 2019 registrierte die GRENKE Gruppe insgesamt
454.937 Leasinganfragen (9M 2018: 395.264). Diese führten zum Abschluss von 231.852
(9M 2018: 195.708) neuen Leasingverträgen. Dies entsprach einer stabilen Umwandlungsquote
(Anfragen in Verträge) von 51 Prozent (9M 2018: 50 Prozent). In den internationalen
Märkten verzeichnete GRENKE 376.642 Anfragen (9M 2018: 330.012), die zu 185.964 (9M
2018: 160.026) neuen Verträgen führten. Entsprechend lag die Umwandlungsquote dort
bei 49 Prozent (9M 2018: 48 Prozent). In der DACH-Region lag die Umwandlungsquote
bei 59 Prozent (9M 2018: 55 Prozent).
Der Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Leasing-Neugeschäfts legte im Neunmonatszeitraum 2019
um 16 Prozent auf 350,3 Mio. EUR (9M 2018: 303,0 Mio. EUR) zu. Die DB2-Marge betrug
entsprechend 16,7 Prozent (9M 2018: 17,6 Prozent). Die gegenüber dem Vorjahreszeitraum
niedrigere DB2-Marge resultierte zum einen aus der im zweiten Quartal 2019 durchgeführten
Adjustierung der erwarteten Ausfälle in der Deckungsbeitragskalkulation für das Neugeschäft.
Mit dieser Anpassung trug GRENKE den allgemein zunehmenden gesamtwirtschaftlichen
Unsicherheiten Rechnung. Zum zweiten belastete das Auslaufen der Steuervergünstigungen
für Leasingfinanzierungen in Italien ("Super ammortamento") zum Jahresende 2018. Die
entsprechende Konditionsanpassung in Italien konnte zwar im ersten Halbjahr 2019 erfolgreich
durchgesetzt werden und die DB2-Marge erreichte in der Folge wieder das Niveau vom
Jahresende 2018. Aufgrund der schwächeren Marge im Auftaktquartal 2019 ergab sich
im Neunmonatszeitraum gegenüber dem Vorjahr dennoch eine niedrigere DB2-Marge.
Die bereits erwähnte, Ende Juni 2019 vorgenommene Anpassung der Annahmepraxis und
Konditionsgestaltung führte dagegen erwartungsgemäß zu einer sequenziellen Verbesserung
der DB2-Marge auf 17,1 Prozent im dritten Quartal 2019 im Vergleich zu 16,6 Prozent
im Vorquartal. Der Anstieg der DB2-Marge gegenüber dem Vorquartal war über alle Regionen
hinweg zu beobachten. Die DB1-Marge des Leasinggeschäfts (Deckungsbeitrag 1 zu Anschaffungskosten)
lag in den ersten neun Monaten 2019 bei 12,3 Prozent und erreichte einen Wert von
258,1 Mio. EUR (9M 2018: 12,7 Prozent bzw. 218,6 Mio. EUR).
Der Geschäftsbereich Factoring (GRENKE Gruppe Factoring) steigerte sein Neugeschäftsvolumen
in den ersten neun Monaten 2019 um 30 Prozent auf 475,7 Mio. EUR (9M 2018: 366,2 Mio.
EUR). Die wesentlichen Impulse gingen unverändert vom internationalen Geschäft aus,
in dem ein Wachstum von 46 Prozent auf 346,2 Mio. EUR (9M 2018: 237,6 Mio. EUR) erzielt
wurde. Der Anteil des Inkassogeschäfts, bei dem keine Ausfallrisiken übernommen werden,
lag hier bei 22 Prozent (9M 2018: 24 Prozent). Die Brutto-Marge in den internationalen
Märkten verbesserte sich auf 1,54 Prozent (9M 2018: 1,31 Prozent). Bei einem Anteil
des Inkassogeschäfts von 17 Prozent (9M 2018: 11 Prozent) stieg das Neugeschäft in
Deutschland leicht auf 129,4 Mio. EUR (9M 2018: 128,6 Mio. EUR). Die Brutto-Marge
in Deutschland lag mit 1,57 Prozent (9M 2018: 1,66 Prozent) weiterhin auf hohem Niveau.
Die Brutto-Marge bezieht sich auf den durchschnittlichen Zeitraum eines Factoring-Geschäftes
von ca. 28 Tagen in Deutschland (9M 2018: ca. 27 Tage) und ca. 42 Tagen auf internationaler
Ebene (9M 2018: ca. 40 Tage).
Die GRENKE Bank baute ihr Neugeschäft im Bereich Kreditgeschäft für KMU in den ersten
neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 29 Prozent auf 37,6 Mio. EUR (9M 2018:
29,3 Mio. EUR) aus. Das Einlagevolumen der GRENKE Bank erreichte zum Stichtag 30.
September 2019 799,3 Mio. EUR. Es lag damit um 15 Prozent über dem Wert von 692,4
Mio. EUR zum Ende des Geschäftsjahres 2018 und um 28 Prozent über dem Stand zum 30.
September 2018 (624,8 Mio. EUR).

| GRENKE Gruppe Leasing | 01.01.2019 bis 30.09.2019 | 01.01.2018 bis 30.09.2018 |
| (Anteil am Neugeschäft in Prozent) | ||
| 1 DACH | 22,1 | 23,0 |
| 2 Westeuropa (ohne DACH) | 26,0 | 25,5 |
| 3 Südeuropa | 30,6 | 31,5 |
| 4 Nord- / Osteuropa | 16,9 | 16,2 |
| 5 Übrige Regionen | 4,4 | 3,8 |
| GRENKE Gruppe | 01.01.2019 bis 30.09.2019 | 01.01.2018 bis 30.09.2018 |
| (Mio. EUR) | ||
| Neugeschäft GRENKE Gruppe Leasing | 2.091,7 | 1.718,1 |
| Neugeschäft GRENKE | ||
| Gruppe Factoring | 475,7 | 366,2 |
| Existenzgründungsfinanzierungen GRENKE Bank | ||
| (inkl. Mikrokreditgeschäft) | 37,6 | 29,3 |
| Regionen: | DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz |
| Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande | |
| Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien | |
| Nord- / Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Lettland *, Norwegen, Schweden / Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn | |
| Übrige Regionen: Australien *, Brasilien, Chile *, Kanada *, Singapur *, Türkei, VAE |
Auf Basis einer erfolgreichen Machbarkeitsstudie entschied GRENKE im Juli 2019, sein
Leasingangebot im kommenden Jahr auf den US-amerikanischen Markt auszuweiten. Im Rahmen
des bewährten Franchisemodells plant GRENKE, im ersten Halbjahr 2020 einen ersten
Standort im Bundesstaat Arizona zu eröffnen. Die dortigen Rahmenbedingungen erscheinen
dem Konzern aus rechtlicher und absatzpolitischer Sicht besonders vielversprechend
für den Start im US-Markt.
Im September 2019 schloss GRENKE mit der KfW einen Globaldarlehensvertrag für Leasingfinanzierungen
über 200 Mio. EUR ab. Im Rahmen dieser Kooperation profitieren bundesweit KMUs sowie
Freiberufler und Gründer bei betrieblichen Neuanschaffungen von attraktiven Leasingkonditionen.
Förderberechtigt sind Gewerbeunternehmen und Angehörige freier Berufe mit einem Jahresumsatz
von bis zu 500 Mio. EUR, die ihren Sitz in Deutschland haben. Mit dem jetzt abgeschlossenen
dritten Globaldarlehen bauen die KfW und GRENKE ihre Zusammenarbeit weiter aus. Seit
dem Abschluss des ersten Globaldarlehens im Dezember 2016 wurden insgesamt knapp 27.000
Leasingverträge gefördert.
| TEUR | 01.01.2019 bis 30.09.2019 | 01.01.2018 bis 30.09.2018* |
| Zinsergebnis | 239.916 | 209.007 |
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 92.243 | 66.594 |
| Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 147.673 | 142.413 |
| Ergebnis aus dem Servicegeschäft | 72.813 | 61.279 |
| Ergebnis aus dem Neugeschäft | 73.401 | 60.995 |
| Verwertungsmehr-(+) / minder(-)ergebnis | -4.385 | -2.362 |
| Operative Erträge insgesamt | 289.502 | 262.325 |
| Personalaufwand | 84.917 | 75.285 |
| davon Gesamtvergütung | 69.999 | 61.724 |
| davon fixe Vergütung | 50.671 | 45.080 |
| davon variable Vergütung | 19.028 | 16.644 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) | 56.083 | 57.264 |
| davon IT-Projektkosten | 3.872 | 5.196 |
| Gewinn vor Steuern | 122.865 | 116.111 |
| Gewinn | 103.037 | 97.969 |
| Ergebnis je Aktie (EUR, verwässert / unverwässert) | 2,08 | 2,07 |
Der GRENKE Konzern wendet im Geschäftsjahr 2019 erstmals IFRS 16 "Leasingverhältnisse"
an. Die aus der Umstellung resultierenden Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
betreffen den GRENKE Konzern in seiner Rolle als Leasingnehmer. Die Änderungen wurden
nach dem modifizierten retrospektiven Ansatz angewendet, sodass es zu keiner Anpassung
von Vorjahreswerten kam.
Im Rahmen der Umstellung auf IFRS 16 wurden Vermögenswerte für Nutzungsrechte an Leasinggegenständen
aktiviert. Dies betraf gemietete Immobilien, geleaste Fahrzeuge und Nutzungsrechte
für sonstige Leasingverhältnisse. Auf der Passivseite der Bilanz wurden entsprechende
Leasingverbindlichkeiten erfasst. Der kumulierte Umstellungseffekt aus der Erstanwendung
wurde erfolgsneutral im Eigenkapital zum 1. Januar 2019 erfasst.
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der ersten neun Monate 2019 ergaben sich
aus der Anwendung von IFRS 16 als Leasingnehmer höhere Abschreibungen aufgrund der
Aktivierung von Nutzungsrechten sowie ein zusätzlicher Zinsaufwand aus den Leasingverbindlichkeiten.
Die zuvor im Vertriebs- und Verwaltungsaufwand enthaltenen Miet- / Leasingaufwendungen
verringerten sich durch IFRS 16 entsprechend.
In der Konzern-Kapitalflussrechnung für die ersten neun Monate 2019 sind die in den
Miet- / Leasingraten enthaltenen Tilgungsanteile als Mittelabfluss im Finanzierungscashflow
erfasst. Die in den Raten enthaltenen Zinsanteile werden als Verminderung des Netto-Cashflows
aus laufender Geschäftstätigkeit dargestellt. Die Auszahlungen für "Short Term"-Leases
und "Low Value"-Leases sind im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten.
▪ SIEHE ANHANG ZUM VERKÜRZTEN KONZERNZWISCHENABSCHLUSS SEITE 18
Im Rahmen der Implementierung des IFRS 16 für Leasinggeber wurde die Definition für
anfängliche direkte Kosten konkretisiert. Durch die geplante retrospektive Änderung
im Abschluss zum Jahresende geht der GRENKE Konzern insgesamt von keiner materiellen
Ergebnisveränderung aus. Der einmalige Umstellungseffekt durch die Erstanwendung des
Standards wird sich durch eine Reduzierung des Eigenkapitals im einstelligen Millionenbereich
bemerkbar machen. Die Gesamtprofitabilität ist nicht betroffen, da sich lediglich
eine andere Periodisierung über die von der Leasingforderungsbilanzierung im Wesentlichen
tangierten Gewinn- und Verlust-Positionen Zinsertrag, Ergebnis Neugeschäft und Verwertungsmehrergebnis
ergibt. Auf die Prognose des Gewinns für 2019 wird sich dies voraussichtlich nicht
wesentlich auswirken. Weiterführende Informationen sind dem Anhang des verkürzten
Konzernzwischenabschlusses zu entnehmen.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aus makroökonomischer Perspektive haben sich
in den meisten Volkswirtschaften im Jahresverlauf 2019 kontinuierlich eingetrübt.
Im Oktober reduzierte der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognose für das
Wachstum der Weltwirtschaft in 2019 erneut um 0,2 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent. Dies
markierte die dritte Senkung im Jahr 2019 und stellt das schwächste Wachstum seit
Ende der Finanzmarktkrise dar. Für den Euroraum erwartet der IWF inzwischen nur noch
ein Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent, nachdem er zu Jahresbeginn noch eine Expansion
von 1,6 Prozent in Aussicht gestellt hatte. Für Deutschland, der größten Volkswirtschaft
Europas, rechnen Volkswirte im zweiten Halbjahr 2019 mit einer sogenannten "technischen
Rezession", d. h. zwei aufeinander folgende Quartale mit rückläufigem Bruttoinlandsprodukt.
Für 2020 rechnet der IWF in seinem Oktober Update zwar wieder mit einer Beschleunigung
des globalen Wachstums auf 3,4 Prozent nach 3,0 Prozent in 2019. Allerdings stützt
sich dieser Optimismus ausschließlich auf den Erwartungen für die Entwicklungs- und
Schwellenländer, während der IWF für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften eine
anhaltende Wachstumsschwäche prognostiziert. Die wesentlichen Gründe dafür sieht der
IWF in den weiter schwelenden globalen Handelskonflikten und zahlreichen geopolitischen
Krisen.
In Folge der schwächeren Konjunkturaussichten und schwierigeren Finanzierungsbedingungen
rechnet Euler Hermes für 2019 mit einer Zunahme der Insolvenzen um rund sieben Prozent
weltweit und von vier Prozent in Westeuropa.
Die Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft konnten im dritten Quartal
2019 um 16 Prozent ausgeweitet werden. Bei einem Anstieg der Aufwendungen aus der
Verzinsung der Refinanzierung von 20 Prozent ergab sich eine Zunahme des Zinsergebnisses
von 16 Prozent auf 83,2 Mio. EUR (Q3 2018: 71,8 Mio. EUR). Die Aufwendungen für Schadensabwicklung
und Risikovorsorge nahmen im Berichtsquartal um 31 Prozent auf 32,0 Mio. EUR (Vorjahr:
24,5 Mio. EUR) zu. Damit fiel der Anstieg der Schäden zwar überproportional zur Entwicklung
des Zinsergebnisses aus, aber deutlich geringer als noch im Vorquartal (Q2 2019: +59
Prozent). Wie erwartet entwickelte sich die Schadenquote des Konzerns mit 1,6 Prozent
auf dem Niveau des Vorquartals (Q2 2019: 1,6 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresquartal
(Q3 2018: 1,3 Prozent) erhöhte sich die Schadenquote dagegen um 30 Basispunkte. Wie
bereits im Finanzbericht zum ersten Halbjahr erläutert, ist bei der Entwicklung der
Schadenquote zu berücksichtigen, dass die Schäden in den vergangenen Jahren - trotz
des erhöhenden Effekts durch die Einführung von IFRS 9 - im Vergleich zum Neugeschäftswachstum
nur unterproportional zugenommen haben. Der Anstieg der Schadenquote im bisherigen
Jahresverlauf stellt aus Sicht des Konzerns daher eine Normalisierung dar. Der Grund
für die gestiegene Schadenquote sind in erster Linie leicht erhöhte Kündigungen von
Verträgen aufgrund von Nichtzahlung in Folge des schwierigeren konjunkturellen Umfelds
in den meisten für den Konzern relevanten Märkten. Das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung
und Risikovorsorge stieg im dritten Quartal 2019 um acht Prozent auf 51,2 Mio. EUR
(Q3 2018: 47,3 Mio. EUR).
Die Ergebnisse aus dem Service- und Neugeschäft stiegen im Berichtsquartal um jeweils
21 Prozent. Nach einem ausgeglichenen Verwertungsergebnis im Vorjahresquartal war
im dritten Quartal 2019 ein Verwertungsminderergebnis von -4,0 Mio. EUR zu verzeichnen.
Diese Position zeigt auf Quartalssicht häufig eine gewisse Volatilität. Im Berichtsquartal
resultierte die Ergebnisbelastung aus dem Auseinanderfallen von Verwertungsaufwendungen
und -erträgen bei der Erfassung von erwarteten Restwertsätzen nach IFRS und der am
Ende der Grundmietzeit tatsächlichen Realisierung. Es gibt keine Indikationen dafür,
dass die vom Konzern angesetzten Erwartungswerte nicht erreicht werden können, sodass
damit zu rechnen ist, dass das Verwertungsmehrergebnis über die Totalperiode eines
Portfolios betrachtet in etwa ausgeglichen ist. Somit erreichten die operativen Erträge
im dritten Quartal 2019 insgesamt 98,6 Mio. EUR nach 89,7 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum.
Dies entspricht einem Zuwachs von zehn Prozent.
Die betrieblichen Aufwendungen nahmen im dritten Quartal 2019 überproportional zur
Ertragsentwicklung zu. Die Personalaufwendungen, die größte Aufwandsposition des Konzerns,
stiegen um 10 Prozent auf 28,5 Mio. EUR (Q3 2018: 26,0 Mio. EUR). Dieser Anstieg resultierte
im Wesentlichen aus dem weiteren Aufbau der Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten
um 15 Prozent auf 1.649 (auf Basis Vollzeitbeschäftigter; Vorjahr: 1.429) in Folge
des fortgesetzten Wachstums des Konzerns sowie höherer variabler Vergütungskomponenten.
Die Zunahme der Abschreibungen um 66 Prozent im Berichtsquartal ist maßgeblich durch
die veränderte Bilanzierung von Miet- und Leasingverhältnissen gemäß IFRS 16 bedingt.
Infolge der Aktivierung der Miet- und Leasingverhältnisse wurden die entsprechenden
Aufwendungen als zusätzliche Abschreibungen für Nutzungsrechte (Q3 2019: 2,9 Mio.
EUR) und zusätzliche Zinsaufwendungen für Schulden aus Miet- und Leasingverhältnissen
(Q3 2019: 0,1 Mio. EUR) klassifiziert. Der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand, in dem
die Miet- / Leasingaufwendungen im Vorjahreszeitraum enthalten waren, fiel aufgrund
der Umgliederung dagegen um vier Prozent auf 19,3 Mio. EUR (Q3 2018: 20,1 Mio. EUR).
Innerhalb dieser Position waren vor allem die Betriebs- und IT-Projektkosten deutlich
rückläufig. Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen fiel
im Berichtsquartal mit -1,2 Mio. EUR (Q3 2018: +1,0 Mio. EUR) deutlich negativ aus.
Dafür waren hauptsächlich gestiegene Verluste aus Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
verantwortlich.
Aufgrund des überproportionalen Anstiegs der betrieblichen Aufwendungen erhöhte sich
die Cost-Income-Ratio im dritten Quartal 2019 auf 58,4 Prozent (Q3 2018: 56,3 Prozent).
Dabei sind die negativen Effekte aus der gestiegenen Risikovorsorge und die niedrigeren
Zinserträge in Folge des Abschreibungsprogramms in Italien zu berücksichtigen, die
zu einer Reduzierung der operativen Erträge ("Income") führten. Die mit dem Abschreibungsprogramm
verbundene Steuerersparnis wirkte sich aber nicht positiv auf die betrieblichen Aufwendungen
("Cost") aus, sondern entlastete die Steuerposition und ist somit nicht in der Cost-Income-Ratio
reflektiert. Die zugrundeliegende operative Entwicklung der Aufwendungen im dritten
Quartal 2019 unterstreicht das hohe Kostenbewusstsein des Konzerns. Der GRENKE Konzern
hält daher auch weiterhin an der mittelfristigen Zielgröße für die die Cost-Income-Ratio
von unter 60 Prozent fest.
Das operative Ergebnis des dritten Quartals nahm um fünf Prozent auf 42,1 Mio. EUR
(Vorjahr: 40,2 Mio. EUR) und der Gewinn vor Steuern um ebenfalls fünf Prozent 41,6
Mio. EUR (Q3 2018: 39,7 Mio. EUR) zu. Die Steuerquote lag im Berichtsquartal bei 16,6
Prozent (Vorjahr: 13,9 Prozent). Dabei profitierte der Konzern weiterhin von dem Sonderabschreibungsprogramm
in Italien ("Super ammortamento"). Dieses lief zwar mit Beginn des Geschäftsjahres
2019 in der für GRENKE nutzbaren Form für Neuinvestitionen aus, die aus dem Neugeschäft
der letzten drei Jahre resultierenden steuerlichen Vergünstigungen führen in den kommenden
Quartalen allerdings zu insgesamt geringeren Steuerbelastungen. Auf dieser Basis stieg
der Gewinn im dritten Quartal 2019 um ein Prozent und erreichte 34,7 Mio. EUR (Q3
2018: 34,2 Mio. EUR). Daraus ergab sich ein Ergebnis je Aktie von 0,75 EUR (Q3 2018:
0,74 EUR). Dabei ist die zum 31. Dezember 2018 geänderte Abgrenzung der Gewinnanteile
der Hybridkapitalgeber entsprechend der rechtlichen Vertragsgestaltung der Anleihen
zu berücksichtigen. Die Gewinnanteile der Hybridkapitalgeber werden nun in voller
Höhe zum 30. März des jeweiligen Geschäftsjahres erfasst, während sie zuvor zeitanteilig
abgegrenzt wurden. ▪ SIEHE ANHANG ZUM VERKÜRZTEN KONZERNZWISCHENABSCHLUSS, KAPITEL
"ANPASSUNGEN"
In den ersten neun Monaten 2019 stieg das Zinsergebnis des Konzerns um 15 Prozent
auf 239,9 Mio. EUR (9M 2018: 209,0 Mio. EUR). Die Aufwendungen für Schadensabwicklung
und Risikovorsorge nahmen um 39 Prozent auf 92,2 Mio. EUR zu (9M 2018: 66,6 Mio. EUR).
Entsprechend erreichte das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge
einen Wert von 147,7 Mio. EUR nach 142,4 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht
einem Zuwachs von vier Prozent.
Im Neunmonatszeitraum verbesserten sich die Ergebnisse aus dem Service- und Neugeschäft
um 19 Prozent bzw. 20 Prozent. Demgegenüber verzeichnete das Verwertungsminderergebnis
einen Rückgang auf -4,4 Mio. EUR (9M 2018: -2,4 Mio. EUR); dies war im Wesentlichen
auf den bereits beschriebenen Effekt im dritten Quartal zurückzuführen. In der Summe
stiegen die operativen Erträge insgesamt gegenüber dem Vorjahreszeitraum um zehn Prozent
auf 289,5 Mio. EUR (9M 2018: 263,3 Mio. EUR).
Aufgrund der bereits beschriebenen veränderten Bilanzierung gemäß IFRS 16 und den
damit verbundenen Abschreibungen von Nutzungsrechten fielen die Abschreibungen in
den ersten neun Monaten 2019 um 68 Prozent höher aus. Dagegen lag der Vertriebs- und
Verwaltungsaufwand leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Personalaufwendungen als
wichtigste Aufwandsposition stiegen um 13 Prozent. Entsprechend nahm das operative
Ergebnis im Zeitraum von Januar bis September 2019 um sieben Prozent auf 125,8 Mio.
EUR (9M 2018: 117,3 Mio. EUR) zu.
Der Gewinn vor Steuern verbesserte sich in den ersten neun Monaten 2019 um sechs Prozent
auf 122,9 Mio. EUR nach 116,1 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nach Steuern
erreichte der Gewinn 103,0 Mio. EUR (9M 2018: 98,0 Mio. EUR). Daraus ergab sich ein
Ergebnis je Aktie von 2,08 EUR (9M 2018: 2,07 EUR). Der im Vergleich zum Anstieg des
Gewinns unterproportionale Zuwachs beim Ergebnis je Aktie resultierte aus dem gestiegenen
Gewinnanteil der Hybridkapitalgeber (6,5 Mio. EUR nach 4,7 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum).
Die Berichterstattung über die Entwicklung der Segmente folgt der organisatorischen
Struktur des Konzerns. Deshalb sind die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung
der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt. Weitergehende
Informationen zu den Geschäftssegmenten sind in der Konzern-Segmentberichterstattung
auf Seite 36 dargestellt, die Teil des verkürzten Konzernzwischenabschlusses ist.
Mit einem Anteil von 91 Prozent (Vorjahr: 93 Prozent) an den gesamten operativen Segmenterträgen
blieb das Leasingsegment im Neunmonatszeitraum 2019 unverändert die wesentliche Ertragssäule
des Konzerns. Die operativen Erträge im Segment Leasing nahmen in den ersten neun
Monaten um acht Prozent auf 264,7 Mio. EUR (9M 2018: 244,0 Mio. EUR) zu. Das Segmentergebnis
verbesserte sich um fünf Prozent auf 113,0 Mio. EUR nach 107,1 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum.
Das Segment Bank erwirtschaftete ein überdurchschnittliches Wachstum der Segementerträge
von 40 Prozent auf 22,2 Mio. EUR (9M 2018: 15,8 Mio. EUR). Das Segmentergebnis erhöhte
sich um 18 Prozent auf 13,6 Mio. EUR (Vorjahr: 11,5 Mio. EUR). Im Segment Factoring
nahmen die operativen Erträge um sechs Prozent auf 2,6 Mio. EUR (9M 2018: 2,4 Mio.
EUR) zu. Der Verlust des Segments konnte auf -0,9 Mio. EUR nach -1,4 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum
reduziert werden, war aber weiterhin von fortgesetzten Investitionen in die Vertriebsinfrastruktur
und Anlaufkosten für die stärkere internationale Aufstellung des Geschäfts beeinflusst.
| TEUR | 30.09.2019 | 31.12.2018 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.840.426 | 2.433.300 |
| davon Zahlungsmittel | 411.124 | 333.626 |
| davon Leasingforderungen | 1.841.379 | 1.605.173 |
| Langfristige Vermögenswerte | 3.957.556 | 3.443.191 |
| davon Leasingforderungen | 3.539.908 | 3.098.837 |
| Summe Vermögenswerte | 6.797.982 | 5.876.491 |
| Kurzfristige Schulden | 1.883.467 | 1.642.962 |
| davon Finanzschulden | 1.721.292 | 1.520.095 |
| Langfristige Schulden | 3.767.395 | 3.146.432 |
| davon Finanzschulden | 3.668.966 | 3.092.431 |
| Eigenkapital | 1.147.120 | 1.087.097 |
| Eigenkapitalquote (in Prozent) | 16,9 | 18,5 |
| Bilanzsumme | 6.797.982 | 5.876.491 |
| Embedded Value inkl. Eigenkapital und nach Steuern | 1.638.810 | 1.538.085 |
Im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2018 stieg die Bilanzsumme des GRENKE Konzerns
zum 30. September 2019 um 16 Prozent auf 6,8 Mrd. EUR (31. Dezember 2018: 5,9 Mrd.
EUR). Die lang- und kurzfristigen Leasingforderungen - die bei Weitem größten Bilanzpositionen
-nahmen um 14 Prozent auf 5,4 Mrd. EUR (31. Dezember 2018: 4,7 Mrd. EUR) zu. Der Anstieg
der Leasingforderungen reflektiert das starke Neugeschäftswachstum im Berichtszeitraum.
Der Bestand an Zahlungsmitteln stieg im Verlauf der ersten neun Monate um 23 Prozent
auf 411,1 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 333,6 Mio. EUR). Der Anstieg resultierte hauptsächlich
aus einem höheren Bundesbankguthaben der GRENKE Bank und ergab sich aus stichtagsbedingten
Effekten. GRENKE verfolgt unverändert die Strategie, liquide Mittel - neben der Erfüllung
gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen - ausschließlich zur Finanzierung des
Wachstums des Konzerns einzusetzen.
Der Anstieg der sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte auf 224,6 Mio.
EUR (31. Dezember 2018: 160,4 Mio. EUR) war im Wesentlichen die Folge höherer Forderungen
gegenüber Franchisegesellschaften.
Durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16 im laufenden Geschäftsjahr waren zum 30.
September 2019 Nutzungsrechte in Höhe von 40,5 Mio. EUR für im Rahmen von Miet- und
Leasingverhältnissen genutzte Vermögenswerte zu bilanzieren. Beim GRENKE Konzern betrifft
dies überwiegend angemietete Bürogebäude und Firmenwagen. Dem standen erstmals zu
erfassende Leasingverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 41,0 Mio. EUR gegenüber.
Auf der Passivseite der Bilanz nahmen die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten
aus der Refinanzierung zum Berichtsstichtag um 17 Prozent auf 4,6 Mrd. EUR zu (31.
Dezember 2018: 3,9 Mrd. EUR). Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus dem
Einlagengeschäft erhöhten sich um 15 Prozent. Insgesamt stiegen die Finanzschulden
des Konzerns somit um 17 Prozent auf 5,4 Mrd. EUR (31. Dezember 2018: 4,6 Mrd. EUR).
Das Eigenkapital des Konzerns lag zum Stichtag 30. September 2019 bei 1.147,1 Mio.
EUR und übertraf damit den Stand zum Ende des Geschäftsjahres 2018 (31. Dezember 2018:
1.087,1 Mio. EUR) um sechs Prozent. Dem in der Berichtsperiode erwirtschafteten Konzerngewinn
in Höhe von 103,0 Mio. EUR stand dabei die Ausschüttung einer Dividende von 37,1 Mio.
EUR (Vorjahr: 31,0 Mio. EUR) gegenüber. Dementsprechend lag die Eigenkapitalquote
zum 30. September 2019 bei 16,9 Prozent (31. Dezember 2018: 18,5 Prozent). Damit übertraf
die Eigenkapitalausstattung des Konzerns weiterhin die langfristige Orientierungsmarke
von mindestens 16 Prozent. Aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 resultierte ein
einmaliger Umstellungseffekt auf das Konzerneigenkapital in Höhe von -0,7 Mio. EUR,
der zum 1. Januar 2019 erfasst wurde.
▪ SIEHE ANHANG ZUM VERKÜRZTEN KONZERNZWISCHENABSCHLUSS, SEITE 18
Dank des hohen Bestands an Zahlungsmitteln und der breit diversifizierten Refinanzierungsstruktur
war der GRENKE Konzern im Berichtszeitraum jederzeit in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen
zu erfüllen.
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019 nutzte der GRENKE Konzern unverändert
eine breite Palette an Refinanzierungsinstrumenten. Über die Emission kleinerer Instrumente
mit einem Volumen zwischen rund 8,5 Mio. EUR und rund 57,5 Mio. EUR und mit Laufzeiten
von 2 bis 10 Jahren wurde ein Gesamtvolumen von 618,5 Mio. EUR akquiriert. Dabei nutzt
der Konzern auch die Möglichkeit der Begebung von Instrumenten in Japanischem Yen
bzw. Hongkong-Dollar. Darüber hinaus wurde eine große Anleihe mit einem Volumen von
300 Mio. EUR und fünfjähriger Laufzeit begeben. Alle Neuemissionen konnten innerhalb
kurzer Zeitspannen erfolgreich platziert werden. Weitere Informationen zu den begebenen
Schuldverschreibungen sind in den Angaben zum verkürzten Konzernzwischenabschluss
dargestellt und zudem auf der Website www.grenke.de/unternehmen/investor-relations/fremdkapital/
emittierte-anleihen abrufbar.
Die Ausnutzung der ABCP-Programme lag zum 30. September 2019 bei 844,3 Mio. EUR (31.
Dezember 2018: 750,5 Mio. EUR). Das Gesamtvolumen dieser Programme betrug 942,5 Mio.
EUR und 150,0 Mio. GBP.
Die Refinanzierung über Bankeinlagen der GRENKE Bank lag zum Stichtag 30. September
2019 bei 799,3 Mio. EUR nach 624,8 Mio. EUR zum vergleichbaren Zeitpunkt des Vorjahrs.
Dies entspricht einem Anstieg von 28 Prozent.
| TEUR | 01.01.2019 bis 30.09.2019 | 01.01.2018 bis 30.09.2018 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 174.199 | -50.556 |
| Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 152.081 | -71.595 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -18.123 | -46.038 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -53.925 | 158.787 |
| Summe des Cashflows | 80.033 | 41.154 |
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit der ersten neun Monate 2019 erreichte
einen Wert von 174,2 Mio. EUR (9M 2018: -50,6 Mio. EUR). Der deutlich höhere Cashflow
resultierte vor allem aus der Zunahme der Refinanzierungsverbindlichkeiten (674,6
Mio. EUR nach 354,5 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum). Dem stand ein Anstieg der Leasingforderungen
(677,3 Mio. EUR nach 531,1 Mio. EUR) gegenüber. Positive Effekte auf den Cashflow
ergaben sich darüber hinaus aus dem gestiegenen Gewinn vor Steuern in Höhe von 122,9
Mio. EUR (9M 2018: 116,1 Mio. EUR) und den erhöhten Abschreibungen in Höhe von 21,3
Mio. EUR (9M 2018: 12,6 Mio. EUR).
Nach gezahlten / erhaltenen Steuern und Zinsen belief sich der Netto-Cashflow aus
laufender Geschäftstätigkeit der ersten neun Monate 2019 auf 152,1 Mio. EUR (9M 2018:
-71,6 Mio. EUR). Die Verbesserung des Netto-Cashflows im Neunmonatszeitraum resultierte
vor allem aus der beschriebenen Begebung von Refinanzierungsinstrumenten, insbesondere
von Anleihen. Aufgrund der 2018 durchgeführten Barkapitalerhöhung in Höhe von 196,9
Mio. EUR wurden im Vorjahreszeitraum dagegen weniger Refinanzierungsmittel aufgenommen,
was sich im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit entsprechend negativ auswirkte.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit verbesserte sich im Neunmonatszeitraum
auf -18,1 Mio. EUR (9M 2018: -46,0 Mio. EUR). Während die Vorjahresperiode einen Mittelabfluss
von 35,6 Mio. EUR für die Übernahme ehemaliger Franchisenehmer beinhaltete, lagen
die Auszahlungen für Akquisitionen in den ersten neun Monaten 2019 lediglich bei 0,4
Mio. EUR. Entsprechend umfasste der Cashflow aus der Investitionstätigkeit im Berichtszeitraum
im Wesentlichen die deutlich erhöhten Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen
und immateriellen Vermögensgegenständen von 18,6 Mio. EUR (9M 2018: 10,6 Mio. EUR).
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag im Berichtszeitraum bei -53,9 Mio. EUR
(9M 2018: 158,8 Mio. EUR). Die wesentlichen Positionen waren wie im Vorjahr die Ausschüttung
der Dividende für das vorangegangene Geschäftsjahr von 37,1 Mio. EUR (9M 2018: 31,0
Mio. EUR) und Zinszahlungen auf das Hybridkapital von 9,4 Mio. EUR (9M 2018: 6,8 Mio.
EUR). Zudem ergab sich aus der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten ein Mittelabfluss
von 7,8 Mio. EUR (9M 2018: 0,0 Mio. EUR). Im Vorjahreszeitraum beinhaltete der Cashflow
aus Finanzierungstätigkeit zusätzlich den Mittelzufluss aus der Kapitalerhöhung in
Höhe von 196,9 Mio. EUR.
Somit belief sich die Summe der Cashflows im Neunmonatszeitraum auf 80,0 Mio. EUR
nach 41,2 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Entsprechend erhöhte sich der Bestand an
Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum Stichtag 30. September 2019 auf
410,5 Mio. EUR nach 330,5 Mio. EUR zum Geschäftsjahresende 2018.
Bezüglich der Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
wird auf die Ausführungen im Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss auf S.
39 verwiesen.
Gegenüber den zuletzt im Geschäftsbericht 2018 dargestellten Chancen und Risiken haben
sich im Berichtszeitraum keine grundsätzlichen Änderungen ergeben. Hinsichtlich der
künftigen Entwicklung von Konzern und Gesellschaft sowie ihrer Tochtergesellschaften
sind besondere, über das normale Maß hinausgehende und mit dem Geschäft verbundene
Risiken derzeit nicht zu erkennen.
Das sich im Jahresverlauf 2019 stetig eintrübende konjunkturelle Umfeld führte allerdings
zu einer Zunahme der Adressrisiken. Auf die veränderte Risikosituation reagierte der
GRENKE Konzern zum Ende des zweiten Quartals mit einer Anpassung der Annahmepraxis
und Konditionsgestaltung. Auf Basis der Schadensentwicklung in den ersten neun Monaten
und der Erwartung für die verbleibenden Monate des laufenden Geschäftsjahrs rechnet
der Konzern im Gesamtjahr 2019 mit einem überproportionalen Anstieg der Aufwendungen
aus Schadensabwicklung und Risikovorsorge und einer gegenüber dem Vorjahr erhöhten
Schadenquote von rund 1,6 Prozent (Vorjahr: 1,3 Prozent). Die Schadenquote wird somit
weiterhin auf einem beherrschbaren Niveau und im Rahmen des langjährigen Durchschnitts
liegen.
Die zu Beginn des Jahres 2019 einsetzende Abschwächung des konjunkturellen Umfelds
hat sich im dritten Quartal weiter fortgesetzt. Dies trifft insbesondere auf GRENKEs
Kernmarkt Europa zu. Infolgedessen waren in den zurückliegenden Quartalen steigende
Unternehmensinsolvenzen und höhere Kreditausfälle zu beobachten. Auch der GRENKE Konzern
verzeichnete in den ersten neun Monaten ein sich veränderndes Zahlungsverhalten seiner
Kunden und - ausgehend von einem allerdings sehr niedrigen Niveau - erhöhte Schäden.
Das Geschäftsmodell des GRENKE Konzerns hat sich in den vergangenen Jahren vielfach
bewährt. Sowohl in konjunkturell günstigen wie auch schwierigen Zeiten war der Konzern
stets in der Lage, risikoadäquate Margen durchzusetzen und nachhaltig profitabel zu
wirtschaften. Im dritten Quartal 2019 ist es dem GRENKE Konzern gelungen, den prozentualen
Anstieg der Schäden im Vergleich zum Vorquartal deutlich zu begrenzen und die Schadenquote
lag auf dem erwarteten Niveau. Der Konzern reagierte auf die allgemein zunehmenden
gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten mit einer Anpassung der Risikovorsorge in der
Deckungsbeitragskalkulation des Neugeschäfts zum Ende des zweiten Quartals. Damit
einher ging eine restriktivere und noch stärker risikoadjustierte Annahmepraxis und
Konditionsgestaltung. Dies wird sich mittelfristig positiv auf den Konzern-Gewinn
auswirken.
Vor diesem Hintergrund bestätigt der GRENKE Konzern seine im Juli 2019 angepasste
Prognose für den Konzern-Gewinn im Geschäftsjahr 2019 in der Spanne von 138 bis 148
Mio. EUR (2018: 131,1 Mio. EUR). Dies entspricht einem erwarteten Anstieg von 5 bis
13 Prozent.
Im Hinblick auf das Neugeschäftswachstum im Bereich Leasing lag die Entwicklung in
den ersten neun Monaten 2019 über Plan. Trotz des sich kontinuierlich abschwächenden
Konjunkturumfelds in Europa war die Kundennachfrage nach Leasingfinanzierungen ungebrochen
stark. Im dritten Quartal lag das Neugeschäftswachstum weiterhin auf einem sehr hohen
Niveau. Dementsprechend erhöhte GRENKE Anfang Oktober die Prognose für das Neugeschäftswachstum
der GRENKE Gruppe Leasing von einer Spanne von 16 bis 19 Prozent auf 18 bis 21 Prozent.
Für die GRENKE Gruppe Factoring wird weiterhin ein Zuwachs des Neugeschäfts von 25
Prozent erwartet.
| STANDARD & POOR'S |
| Counterparty Credit Rating |
| BBB+ |
Erstklassige Reputation an den Eigen- und Fremdkapitalmärkten
| KONZERN-GEWINN | GEWINN JE AKTIE | EIGENKAPTALQUOTE |
| 9M 2019 (Mio. EUR) | 9M 2019 (EUR) | in Prozent |
| 103,0 | 2,08 | 16,9 |
DREI SÄULEN: REFINANZIERUNGSMIX DES GRENKE KONZERNS

| ZELLTEILUNGEN | eSIGNATURE |
| in Q3 | Anzahl der Länder |
| + 1 | 20 |
| Arabische Emirate | In 20 Ländern ist eSignature aktiv |
| 3-MONATS-BERICHT | 9-MONATS-BERICHT | |||
| TEUR | 01.07.2019 bis 30.09.2019 | 01.07.2018 bis 30.09.2018 1 | 01.01.2019 bis 30.09.2019 | 01.01.2018 bis 30.09.2018 1 |
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft 2 | 97.294 | 83.541 | 280.182 | 243.178 |
| Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts | 14.104 | 11.731 | 40.266 | 34.171 |
| Zinsergebnis | 83.190 | 71.810 | 239.916 | 209.007 |
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 31.959 | 24.489 1 | 92.243 | 66.594 1 |
| davon Wertminderungsaufwand | 30.379 | 24.257 1 | 87.486 | 61.559 1 |
| Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 51.231 | 47.321 | 147.673 | 142.413 |
| Ergebnis aus dem Servicegeschäft | 26.866 | 22.177 | 72.813 | 61.279 |
| Ergebnis aus dem Neugeschäft | 24.481 | 20.210 | 73.401 | 60.995 |
| Verwertungsmehr-(+) / minder(-)ergebnis | -4.015 | 29 | -4.385 | -2.362 |
| Operative Erträge insgesamt | 98.563 | 89.737 | 289.502 | 262.325 |
| Personalaufwand | 28.527 | 25.969 | 84.917 | 75.285 |
| Abschreibungen und Wertminderung | 7.384 | 4.441 | 21.275 | 12.633 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) | 19.335 | 20.127 | 56.083 | 57.264 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 3.108 | 801 | 8.300 | 4.469 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.870 | 1.820 | 6.831 | 4.601 |
| Operatives Ergebnis | 42.079 | 40.219 | 125.758 | 117.275 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | -66 | -12 | -155 | -99 |
| Aufwendungen / Erträge aus der Marktbewertung | 168 | -86 | -633 | -26 |
| Sonstige Zinserträge | 619 | 237 | 1.291 | 734 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 1.194 | 609 | 3.396 | 1.773 |
| Gewinn vor Steuern | 41.606 | 39.749 | 122.865 | 116.111 |
| Ertragsteuern | 6.895 | 5.532 1 | 19.828 | 18.142 1 |
| Gewinn | 34.711 | 34.217 | 103.037 | 97.969 |
| Stammaktionäre und Hybridkapitalgeber der GRENKE AG | 34.711 | 34.217 | 103.037 | 97.969 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert in EUR) | 0,75 | 0,74 | 2,08 | 2,07 |
| Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien | 46.353.918 | 46.353.918 | 46.353.918 | 45.127.933 |
1
Vorjahreswerte teilweise angepasst (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss,
Kapitel "Anpassungen")
2
Zinsen und ähnliche Erträge nach Effektivzinsmethode berechnet 6.512 TEUR (Vorjahr:
4.273 TEUR)
| 3-MONATS-BERICHT | 9-MONATS-BERICHT | |||
| TEUR | 01.07.2019 bis 30.09.2019 | 01.07.2018 bis 30.09.2018 1 | 01.01.2019 bis 30.09.2019 | 01.01.2018 bis 30.09.2018 1 |
| Gewinn | 34.711 | 34.217 | 103.037 | 97.969 |
| Beträge, die ggf. in künftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | ||||
| Zu- / Rückführung Hedging-Rücklage | -7 | 10 | 4 | -5 |
| Darin: Ertragsteuereffekte | 1 | -1 | -1 | 1 |
| Veränderung der Währungsumrechnungsdifferenzen | 808 | -71 | 1.329 | -1.559 |
| Darin: Ertragsteuereffekte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Beträge, die in künftigen Perioden nicht in die GuV umgegliedert werden | ||||
| Wertänderung von optional erfolgsneutral behandelten Eigenkapitalinstrumenten (IFRS 9) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Darin: Ertragsteuereffekte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zu- / Rückführung Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | 0 | 2 | 0 | 293 |
| Darin: Ertragsteuereffekte | 0 | -1 | 0 | -83 |
| Sonstiges Ergebnis | 801 | -59 | 1.333 | -1.271 |
| Gesamtergebnis | 35.512 | 34.158 | 104.370 | 96.698 |
| Stammaktionäre und Hybridkapitalgeber der GRENKE AG | 35.512 | 34.158 | 104.370 | 96.698 |
| TEUR | 30.09.2019 | 31.12.2018 |
| Vermögenswerte | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Zahlungsmittel | 411.124 | 333.626 |
| Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert | 1.475 | 1.874 |
| Leasingforderungen | 1.841.379 | 1.605.173 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 224.635 | 160.430 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.269 | 7.666 |
| Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände | 26.728 | 16.586 |
| Steuererstattungsansprüche | 24.792 | 27.488 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 302.024 | 280.457 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 2.840.426 | 2.433.300 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Leasingforderungen | 3.539.908 | 3.098.837 |
| Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert | 2.739 | 1.842 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 88.409 | 82.692 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 5.005 | 4.910 |
| Sachanlagen | 110.882 | 89.980 |
| Nutzungsrechte | 40.468 | 0 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 146.121 | 148.497 |
| Latente Steueransprüche | 22.617 | 15.203 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 1.407 | 1.230 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 3.957.556 | 3.443.191 |
| Summe Vermögenswerte | 6.797.982 | 5.876.491 |
| TEUR | 30.09.2019 | 31.12.2018 |
| Schulden und Eigenkapital | ||
| Schulden | ||
| Kurzfristige Schulden | ||
| Finanzschulden | 1.721.292 | 1.520.095 |
| Leasingverbindlichkeiten | 10.402 | 0 |
| Derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert | 10.085 | 1.406 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 37.702 | 28.156 |
| Steuerschulden | 3.747 | 10.688 |
| Abgegrenzte Schulden | 28.428 | 27.545 |
| Sonstige kurzfristige Schulden | 32.766 | 30.348 |
| Abgegrenzte Mietraten | 39.045 | 24.724 |
| Summe kurzfristige Schulden | 1.883.467 | 1.642.962 |
| Langfristige Schulden | ||
| Finanzschulden | 3.668.966 | 3.092.431 |
| Leasingverbindlichkeiten | 30.590 | 0 |
| Derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert | 2.628 | 1.557 |
| Latente Steuerschulden | 60.246 | 47.991 |
| Pensionen | 4.852 | 4.348 |
| Langfristige Rückstellungen | 113 | 105 |
| Summe langfristige Schulden | 3.767.395 | 3.146.432 |
| Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 46.354 | 46.354 |
| Kapitalrücklage | 289.314 | 289.314 |
| Gewinnrücklagen | 684.427 | 625.737 |
| Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals | 2.025 | 692 |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der GRENKE AG | 1.022.120 | 962.097 |
| Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile 1 | 125.000 | 125.000 |
| Summe Eigenkapital | 1.147.120 | 1.087.097 |
| Summe Schulden und Eigenkapital | 6.797.982 | 5.876.491 |
1
Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen
werden.
| TEUR | 01.01.2019 bis 30.09.2019 | 01.01.2018 bis 30.09.2018 1 |
| Gewinn vor Steuern | 122.865 | 116.111 |
| Im Gewinn enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| + Abschreibungen und Wertminderung | 21.275 | 12.633 |
| - / + Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -25 | 98 |
| - / + Ergebnis aus Finanzanlagen | 1.741 | 1.039 |
| - / + Sonstige zahlungsunwirksame Erträge / Aufwendungen | 5.400 | 3.662 |
| +/ - Zunahme / Abnahme abgegrenzter Schulden, Rückstellungen und Pensionen | 1.395 | -276 |
| - Zugänge Leasingforderungen | -2.106.154 | -1.731.416 |
| + Zahlungen Leasingnehmer | 1.448.001 | 1.216.461 |
| + Abgänge / Umgliederungen Leasingforderungen zu Restbuchwerten | 254.715 | 228.617 |
| - Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Leasinggeschäft | -270.250 | -235.795 |
| +/ - Abnahme / Zunahme andere Forderungen gegen Leasingnehmer | 966 | -9.657 |
| +/ - Währungsdifferenzen | -4.555 | 720 |
| = Veränderung Leasingforderungen | -677.277 | -531.070 |
| + Zugang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 1.834.344 | 1.370.798 |
| - Zahlung Annuitäten an Refinanzierer | -1.160.484 | -1.016.298 |
| - Abgang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | -40.009 | -32.811 |
| + Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung | 36.894 | 34.171 |
| + / - Währungsdifferenzen | 3.865 | -1.356 |
| = Veränderung Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 674.610 | 354.504 |
| +/ - Zunahme /Abnahme Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 106.077 | 105.592 |
| - / + Zunahme /Abnahme Darlehen Franchisenehmer | -42.097 | -28.690 |
| Veränderung sonstige Vermögenswerte / Schulden | ||
| - / + Zunahme /Abnahme sonstige Vermögenswerte | -63.847 | -92.593 |
| - / + Zunahme /Abnahme von Leasinggegenständen aus Operatingleasingverhältnissen | -12.344 | -8.995 |
| +/ - Zunahme /Abnahme abgegrenzte Mietraten | 14.321 | 6.752 |
| +/ - Zunahme /Abnahme sonstige Schulden | 22.105 | 10.677 |
| = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 174.199 | -50.556 |
| - / + Gezahlte / erhaltene Ertragsteuern | -20.013 | -20.000 |
| - Gezahlte Zinsen | -3.396 | -1.773 |
| + Erhaltene Zinsen | 1.291 | 734 |
| = Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 152.081 | -71.595 |
| TEUR | 01.01.2019 bis 30.09.2019 | 01.01.2018 bis 30.09.2018 1 |
| - Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -18.591 | -10.573 |
| - / + Auszahlungen / Einzahlungen aus der Akquisition von Tochterunternehmen | -390 | -35.575 |
| - Auszahlungen für den Erwerb von assoziierten Unternehmen | -250 | -249 |
| - Auszahlungen für den Erwerb von Finanzanlagen | 0 | -150 |
| + Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 1.108 | 509 |
| = Cashflow aus Investitionstätigkeit | -18.123 | -46.038 |
| + / - Aufnahme / Rückzahlung von Bankschulden | 345 | -329 |
| - Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten | -7.812 | 0 |
| + Einzahlungen aus Barkapitalerhöhung | 0 | 196.921 |
| - Kuponzahlungen auf Hybridkapital | -9.375 | -6.786 |
| - Dividendenzahlungen | -37.083 | -31.019 |
| = Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -53.925 | 158.787 |
| Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode | ||
| Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten | 333.626 | 203.357 |
| - Bankschulden aus Kontokorrentkrediten | -3.112 | -111 |
| = Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode | 330.514 | 203.246 |
| + / - Veränderung aufgrund Währungsumrechnung | -88 | -38 |
| = Finanzmittelfonds nach Währungsumrechnung | 330.426 | 203.208 |
| Finanzmittelfonds zum Ende der Periode | ||
| Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten | 411.124 | 245.225 |
| - Bankschulden aus Kontokorrentkrediten | -665 | -863 |
| = Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende der Periode | 410.459 | 244.362 |
| Veränderung des Finanzmittelfonds in der Periode (= Summe der Cashflows) | 80.033 | 41.154 |
| Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 152.081 | -71.595 |
| + Cashflow aus Investitionstätigkeit | -18.123 | -46.038 |
| + Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -53.925 | 158.787 |
| = Summe der Cashflows | 80.033 | 41.154 |
| TEUR | Grundkapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen / Konzernergebnis | Hedging Rücklage | Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne / Verluste | Währungsumrechnung |
| Eigenkapital zum 31.12.2018 (wie berichtet) | 46.354 | 289.314 | 625.737 | -7 | -828 | -768 |
| Anpassung Rechnungslegungsstandard (IFRS 16) | - | - | -733 | - | - | - |
| Eigenkapital zum 01.01.2019 (angepasst) | 46.354 | 289.314 | 625.004 | -7 | -828 | -768 |
| Gewinn | - | - | 103.037 | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | 4 | - | 1.329 |
| Dividendenzahlung in 2019 für 2018 | - | - | -37.083 | - | - | - |
| Kuponzahlung für Hybridkapital (netto) | - | - | - | - | - | - |
| Kupon für Hybridkapital (netto) | - | - | -6.531 | - | - | - |
| Eigenkapital zum 30.09.2019 | 46.354 | 289.314 | 684.427 | -3 | -828 | 561 |
| Eigenkapital zum 01.01.2018 1 | 44.313 | 93.611 | 530.373 | -6 | -1.258 | -619 |
| Gewinn 1 | - | - | 97.969 | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis 1 | - | - | - | -5 | 293 | -1.559 |
| Dividendenzahlung in 2018 für 2017 | - | - | -31.019 | - | - | - |
| Kapitalerhöhung | 2.041 | 195.715 | - | - | - | - |
| Kuponzahlung für Hybridkapital (netto) 1 | - | - | - | - | - | - |
| Kupon für Hybridkapital (netto) 1 | - | - | -4.727 | - | - | - |
| Eigenkapital zum 30.09.2018 1 | 46.354 | 289.326 | 592.596 | -11 | -965 | -2.178 |
| TEUR | Neubewertungsrücklage aus Eigenkapitalinstrumenten (IFRS 9) | Summe Eigenkapital Aktionäre der GRENKE AG | Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile | Summe Eigenkapital |
| Eigenkapital zum 31.12.2018 (wie berichtet) | 2.295 | 962.097 | 125.000 | 1.087.097 |
| Anpassung Rechnungslegungsstandard (IFRS 16) | - | -733 | - | -733 |
| Eigenkapital zum 01.01.2019 (angepasst) | 2.295 | 961.364 | 125.000 | 1.086.364 |
| Gewinn | - | 103.037 | - | 103.037 |
| Sonstiges Ergebnis | - | 1.333 | - | 1.333 |
| Dividendenzahlung in 2019 für 2018 | - | -37.083 | - | -37.083 |
| Kuponzahlung für Hybridkapital (netto) | - | - | -6.531 | -6.531 |
| Kupon für Hybridkapital (netto) | - | -6.531 | 6.531 | 0 |
| Eigenkapital zum 30.09.2019 | 2.295 | 1.022.120 | 125.000 | 1.147.120 |
| Eigenkapital zum 01.01.2018 1 | - | 666.414 | 125.000 | 791.414 |
| Gewinn 1 | - | 97.969 | - | 97.969 |
| Sonstiges Ergebnis 1 | - | -1.271 | - | -1.271 |
| Dividendenzahlung in 2018 für 2017 | - | -31.019 | - | -31.019 |
| Kapitalerhöhung | - | 197.756 | - | 197.756 |
| Kuponzahlung für Hybridkapital (netto) 1 | - | - | -4.727 | -4.727 |
| Kupon für Hybridkapital (netto) 1 | - | -4.727 | 4.727 | 0 |
| Eigenkapital zum 30.09.2018 1 | - | 925.122 | 125.000 | 1.050.122 |
Die GRENKE AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Baden-Baden, Neuer Markt 2,
Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung
B, unter der Nummer 201836 eingetragen. Gegenstand des verkürzten Konzernzwischenabschlusses
der GRENKE AG (im Folgenden als "Konzernzwischenabschluss" bezeichnet) zum 30. September
2019 sind die GRENKE AG sowie ihre Tochterunternehmen und konsolidierten strukturierten
Unternehmen (im Folgenden als "GRENKE Konzern" bezeichnet). Dieser Konzernzwischenabschluss
ist in Übereinstimmung mit den für die Zwischenberichterstattung anzuwendenden IFRS
(IAS 34), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht
und durch die Europäische Union (EU) in europäisches Recht übernommen wurden, aufgestellt
worden. Er ist in Zusammenhang mit dem IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018
zu lesen. Es erfolgte weder eine prüferische Durchsicht im Sinne von § 115 Abs. 5
WpHG noch eine Prüfung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts
zum 30. September 2019.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, die im Konzernzwischenabschluss angewendet
wurden, entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Ausnahmen hiervon
betreffen Änderungen, die sich durch die verpflichtende Anwendung neuer Rechnungslegungsstandards
ergeben haben, welche in einem nachfolgenden Abschnitt erläutert werden. Von der vorzeitigen
Anwendung von geänderten Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr
2020 oder später verpflichtend umzusetzen sind, wurde abgesehen. Die GRENKE AG wird
diese Standards zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umsetzen.
Die im Oktober 2018 vom IASB veröffentlichten Änderungen zu IFRS 3, "Unternehmenszusammenschlüsse",
stellen eine Klarstellung zur Bestimmung, ob ein Geschäftsbetrieb oder eine Gruppe
von Vermögenswerten erworben wurde, dar. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden,
die ab oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Die Änderung des Standards wird keine
wesentliche Auswirkung auf den GRENKE Konzernabschluss haben. Aus den weiteren überarbeiteten
Standards, die für Geschäftsjahre ab 2020 umzusetzen sind, IAS 1, IAS 8 und IFRS 17
sowie den Anpassungen an das Rahmenkonzept werden ebenfalls keine materiellen Auswirkungen
auf den Konzernabschluss erwartet.
Im Geschäftsjahr 2019 wurden im GRENKE Konzern alle neuen und überarbeiteten Standards
und Interpretationen berücksichtigt, die erstmals verbindlich seit dem 1. Januar 2019
anzuwenden waren und bereits in europäisches Recht übernommen wurden (Endorsement),
sofern diese für den GRENKE Konzern relevant waren. Die für den GRENKE Konzern wesentlichen
neuen Standards werden nachfolgend dargestellt.
Das IASB hat im Januar 2016 den neuen Standard IFRS 16 "Leasingverhältnisse" veröffentlicht,
der am 31. Oktober 2017 in europäisches Recht übernommen wurde. IFRS 16 ersetzt den
bisherigen Standard zur Leasingbilanzierung IAS 17 sowie die Interpretationen IFRIC
4, SIC-15 und SIC-27. Der Standard ist verpflichtend ab dem 1. Januar 2019 anzuwenden.
Die wesentliche Neuerung durch IFRS 16, betreffend die Bilanzierung beim Leasingnehmer,
ist der Wegfall der Unterscheidung zwischen Operatingleasingverhältnissen und Finanzierungsleasingverhältnissen.
So hat vom Leasingnehmer für alle Leasingverhältnisse der Bilanzansatz von Vermögenswerten
für die erlangten Nutzungsrechte (sogenannter "Right-of-Use-Approach") und von Verbindlichkeiten
für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen zu erfolgen. Anwendungserleichterungen
werden für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte (sogenannte "Low
Value"-Leases) und für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit bis zu
einem Jahr (sogenannte "Short Term"-Leases) eingeräumt. Die Anwendungserleichterungen
bestehen in einem Wahlrecht zur Anwendung der Ansatz- und Ausweisvorschriften des
IFRS 16.
Der GRENKE Konzern hat im Geschäftsjahr 2019 erstmalig IFRS 16 "Leasingverhältnisse"
angewendet. Die Umstellung auf IFRS 16 erfolgte nach dem modifizierten retrospektiven
Ansatz. Die Vergleichszahlen der Vorjahresperioden werden durch diesen Ansatz nicht
angepasst. Der kumulierte Umstellungseffekt aus der Erstanwendung wurde erfolgsneutral
im Eigenkapital (Gewinnrücklagen) in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2019 erfasst.
Gegenüber IAS 17 reduzierte sich das bilanzielle Eigenkapital hierdurch um 733 TEUR.
Die Überleitungstabellen für die Konzernbilanz zum 1. Januar 2019 werden im folgenden
Abschnitt dargestellt.
Neben den thematisierten Neuregelungen durch IFRS 16 "Leasingverhältnisse" sind darüber
hinaus IFRIC 23 "Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung" sowie verschiedene
andere Änderungen an Standards und Interpretationen erstmalig im Geschäftsjahr 2019
anzuwenden. Diese Änderungen hatten jedoch keine Auswirkung auf den Konzernabschluss
der GRENKE AG.
Nachstehende Tabelle fasst die Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 16, ausgehend
von der veröffentlichten GRENKE Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, auf die Eröffnungsbilanz
zum 1. Januar 2019 zusammen. Aufgrund der Anwendung des modifizierten rückwirkenden
Ansatzes kam es zu keiner Anpassung von Vorjahreswerten.
| TEUR | Veröffentlichter Konzernabschluss 31.12.2018 | Anpassung IFRS 16 | IFRS 16 Eröffnungsbilanz 01.01.2019 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 280.457 | -544 | 279.913 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 2.433.300 | -544 | 2.432.756 |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Sachanlagen | 89.980 | -381 | 89.599 |
| Nutzungsrechte | 0 | 40.072 | 40.072 |
| Latente Steueransprüche | 15.203 | 221 | 15.424 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 3.443.191 | 39.912 | 3.483.103 |
| Summe Vermögenswerte | 5.876.491 | 39.368 | 5.915.859 |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Leasingverbindlichkeiten | 0 | 9.080 | 9.080 |
| Sonstige kurzfristige Schulden | 30.348 | -370 | 29.978 |
| Summe kurzfristige Schulden | 1.642.962 | 8.710 | 1.651.672 |
| Langfristige Schulden | |||
| Leasingverbindlichkeiten | 0 | 31.391 | 31.391 |
| Summe langfristige Schulden | 3.146.432 | 31.391 | 3.177.823 |
| Eigenkapital | |||
| Gewinnrücklagen | 625.737 | -745 | 624.992 |
| Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals | 692 | 12 | 704 |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der GRENKE AG | 962.097 | -733 | 961.364 |
| Summe Eigenkapital | 1.087.097 | -733 | 1.086.364 |
| Summe Schulden und Eigenkapital | 5.876.491 | 39.368 | 5.915.859 |
Im Rahmen der Umstellung auf IFRS 16 wurden zum 1. Januar 2019 Vermögenswerte für
die Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen in Höhe von 40.072 TEUR erfasst. Hiervon
entfielen 35.753 TEUR auf gemietete Immobilien, 3.943 TEUR auf geleaste Fahrzeuge
und 376 TEUR auf Nutzungsrechte für sonstige Leasingverhältnisse. Die erfassten Nutzungsrechte
beinhalten Vermögenswerte in Höhe von 381 TEUR, die bis zum 31. Dezember 2018 nach
IAS 17 im Rahmen des Finanzierungsleasings als Sachanlagen bilanziert wurden. Die
gemäß IAS 17 ehemals vorliegenden Buchwerte der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
aus Finanzierungsleasing entsprechen betragsmäßig den zum 1. Januar 2019 nach IFRS
16 neu erfassten Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten für diese Leasingverhältnisse.
Auf der Passivseite der Bilanz wurden im Zuge der Einführung von IFRS 16 Leasingverbindlichkeiten
in Höhe von 40.471 TEUR erfasst, davon waren 9.080 TEUR innerhalb eines Jahres fällig.
Der aus der Erstanwendung resultierende Effekt reduzierte das bilanzielle Eigenkapital
um 733 TEUR. Insgesamt ergab sich durch IFRS 16 zum 1. Januar 2019 eine Erhöhung der
Bilanzsumme um 39.368 TEUR. Aufgrund von geänderten Wahlrechtsausübungen im Rahmen
der Erstanwendung hat sich die Bilanzsumme gegenüber der ursprünglichen Prognose leicht
erhöht. Insbesondere die Bestimmung der Grenzfremdkapitalzinsen und das Wahlrecht
der rückwirkenden Laufzeitbestimmung haben dazu geführt.
Ausgehend von den ehemals außerbilanziell erfassten Operatingleasingverhältnissen
zum 31. Dezember 2018 ergibt sich folgende Überleitung auf den Eröffnungsbilanzwert
der Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019:
| TEUR | |
| Operatingleasingverpflichtungen zum 31.12.2018 | 42.021 |
| Anwendungserleichterung für kurzfristige Leasingverhältnisse | -466 |
| Anwendungserleichterung für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte | -22 |
| Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzins | -1.432 |
| Zusätzliche Leasingverbindlichkeiten durch die Erstanwendung von IFRS 16 zum 01.01.2019 | 40.101 |
| Leasingverbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zum 31.12.2018 | 370 |
| Gesamte Leasingverbindlichkeiten zum 01.01.2019 | 40.471 |
Die Leasingverbindlichkeiten zum Erstanwendungszeitpunkt wurden unter Verwendung von
individuellen Grenzfremdkapitalzinssätzen zum 1. Januar 2019 abgezinst. Der gewichtete
durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz zum 1. Januar 2019 betrug 1,27 % per annum.
Der GRENKE Konzern hat bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 Erleichterungsvorschriften
in Anspruch genommen. Die Erleichterungswahlrechte wurden jeweils einheitlich für
sämtliche Leasingverhältnisse angewendet. Es wurde von der Erleichterungsregelung
Gebrauch gemacht, nicht erneut zu beurteilen, ob die bis dahin bestehenden Vereinbarungen
ein Leasingverhältnis darstellen oder beinhalten. Weiterhin wurde von dem Wahlrecht
Gebrauch gemacht, die anfänglichen direkten Kosten bei der Bewertung des Nutzungsrechts
zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung unberücksichtigt zu lassen. Ferner werden
Leasingverhältnisse, deren Laufzeit innerhalb der nächsten zwölf Monate nach dem Erstanwendungszeitpunkt
endet, als kurzfristige Leasingverhältnisse klassifiziert. Auch bei Leasingverhältnissen
über geringwertige Vermögenswerte wird die Vereinfachungsregelung in Anspruch genommen,
sodass es auch hier analog zu den kurzfristigen Leasingverhältnissen zu keinem Ansatz
eines Nutzungsrechts und einer korrespondierenden Leasingverbindlichkeit in der Bilanz
kommt.
Die neu erfassten Nutzungsrechte aus ehemaligen Operatingleasingverhältnissen wurden
innerhalb des modifiziert retrospektiven Ansatzes so bilanziert, als wäre IFRS 16
schon ab dem Bereitstellungsdatum des Leasingobjekts angewendet worden, zur Abzinsung
wurde jedoch der Grenzfremdkapitalzinssatz zum 1. Januar 2019 herangezogen. Das Erstanwendungswahlrecht
zur rückwirkenden Laufzeitbestimmung wurde in diesem Zuge in Anspruch genommen.
Aus der Anwendung von IFRS 16 ergaben sich in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
in den ersten neun Monaten 2019 um 7.716 TEUR höhere Abschreibungen durch die Abschreibung
der aktivierten Nutzungsrechte sowie ein zusätzlicher Zinsaufwand in Höhe von 354
TEUR aus den Leasingverbindlichkeiten. Die Miet- / Leasingaufwendungen verringerten
sich durch IFRS 16 um 8.176 TEUR. Die in den ersten neun Monaten 2019 angefallenen
Aufwendungen für "Short Term"-Leases betrugen 336 TEUR.
In der Konzern-Kapitalflussrechnung für die ersten neun Monate 2019 sind die in den
Miet- / Leasingraten enthaltenen Tilgungsanteile (7.812 TEUR) als Mittelabfluss im
Finanzierungscashflow erfasst. Die in den Raten enthaltenen Zinsanteile werden als
Verminderung des Netto-Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit dargestellt. Die
Auszahlungen für "Short Term"-Leases und "Low Value"-Leases sind im Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit enthalten.
Der GRENKE Konzern wendet seit dem 1. Januar 2019 IFRS 16 "Leasingverhältnisse" an.
Aus der Anwendung von IFRS 16 resultieren Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
des Konzerns. Die Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden betreffen den
GRENKE Konzern im Wesentlichen in seiner Rolle als Leasingnehmer.
Im Rahmen der Implementierung des IFRS 16 untersucht der Konzern derzeit nochmals
die Bilanzierung für Leasinggeber. Entgegen der ursprünglichen Einschätzungen zum
Jahresanfang wird sich hieraus eine Anpassung der Bilanzierung ergeben. Dies betrifft
die bei Leasingvertragsabschluss zurechenbaren anfänglichen direkten Kosten (oder
auch Initial Direct Costs, kurz: IDC), deren Definition im Rahmen der Einführung von
IFRS 16 konkretisiert und somit leicht modifiziert wurde. Unter IAS 17 wurden anfängliche
direkte Kosten als zusätzliche Kosten, die direkt den Verhandlungen und dem Abschluss
eines Leasingvertrags zugerechnet werden können, aktiviert. Unter IFRS 16 werden die
anfänglichen direkten Kosten, als zusätzliche Kosten, die bei der Erlangung eines
Leasingverhältnisses entstehen und die ohne dessen Abschluss nicht angefallen wären,
aktiviert.
Die aktivierten IDC sind im Rahmen der Ermittlung des anfänglichen Nettoinvestitionswertes
zu berücksichtigen und haben somit Auswirkungen auf das Ergebnis aus dem Neugeschäft
und die zukünftigen Zinsergebnisse sowie auf das Verwertungsmehrergebnis.
Aufgrund des aktuellen Stands der noch laufenden Untersuchungen werden sich die aktivierbaren
IDC reduzieren und zu einer Verminderung des Ergebnisses aus dem Neugeschäft bei gleichzeitiger
Erhöhung der zukünftigen Zinsergebnisse sowie zu einer Veränderung des Verwertungsmehrergebnisses
führen.
Aufgrund der geplanten retrospektiven Änderung im Abschluss zum Jahresende geht der
Konzern insgesamt von keiner materiellen Ergebnisveränderung aus. Der einmalige Umstellungseffekt
durch die Erstanwendung des Standards wird sich durch eine Reduzierung des Eigenkapitals
im einstelligen Millionenbereich bemerkbar machen. Die Gesamtprofitabilität ist nicht
betroffen, da sich lediglich eine andere Periodisierung über die von der Leasingforderungsbilanzierung
im Wesentlichen tangierten GuV-Positionen Zinsertrag, Ergebnis Neugeschäft und Verwertungsmehrergebnis
ergibt.
Die nachfolgenden Abschnitte beschreiben die leasingnehmerseitigen Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden in ihrer seit der IFRS 16 Erstanwendung gültigen Form. Davon
abweichende Erstanwendungsbestimmungen für den erstmaligen Übergang von IAS 17 auf
IFRS 16 sind unter Punkt 5 "ERSTANWENDUNG IFRS 16 LEASINGVERHÄLTNISSE" dargestellt
und können von den hier beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsregelungen abweichen.
Abweichungen ergeben sich durch die besonderen Übergangsvorschriften für nach IAS
17 als Finanzierungsleasing klassifizierte Verträge sowie durch die Ausübung von Erstanwendungswahlrechten
bei nach IAS 17 als Operatingleasing klassifizierten Verträgen. Derartige Erstanwendungswahlrechte
betreffen beispielsweise den fehlenden Einbezug anfänglicher direkter Kosten bei der
Nutzungsrechtermittlung, die Abzinsung mit den Grenzfremdkapitalzinsen zum 1. Januar
2019, die rückwirkende Laufzeitbestimmung und die restlaufzeitorientierte Identifikation
von "Short Term"-Leases.
Durch IFRS 16 kommt es am Bereitstellungsdatum grundsätzlich zur Aktivierung eines
Nutzungsrechts und zur Passivierung einer korrespondierenden Leasingverbindlichkeit
bei Vorliegen eines Leasingverhältnisses nach IFRS 16. Ein Vertrag stellt ein Leasingverhältnis
dar, soweit er gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zur Nutzung
eines zugrundeliegenden Vermögenswerts berechtigt.
Eine Ausnahme vom bilanziellen Ansatz bilden lediglich die sogenannten "Short Term"-
und "Low Value"-Leases, die der GRENKE Konzern trotz des Vorliegens eines Leasingverhältnisses
wahlrechtlich nicht in der Bilanz als Nutzungsrecht und Leasingverbindlichkeit erfasst.
Die Leasingzahlungen für diese Verträge werden stattdessen als Aufwand über die Laufzeit
des Leasingverhältnisses erfasst. Bei "Short Term"-Leases handelt es sich um kurzfristige
Leasingverhältnisse, deren Laufzeit maximal 12 Monate beträgt und die darüber hinaus
keine Kaufoption beinhalten. "Low Value"-Leases sind Leasingverhältnisse, bei denen
der zugrundeliegende Vermögenswert von geringem Wert ist. Im GRENKE Konzern wird ein
Neuwert von höchstens 4.500 EUR zur Bestimmung von Leasingverhältnissen über geringwertige
Vermögenswerte zugrundegelegt.
Soweit Verträge sowohl Leasing- als auch Nichtleasingkomponenten beinhalten, werden
einzig die Leasingkomponenten als Nutzungsrecht und Leasingverbindlichkeit nach IFRS
16 bilanziert. Die erstmalige Bewertung der nach IFRS 16 angesetzten Leasingverbindlichkeiten
erfolgt in Höhe des Barwerts der noch nicht geleisteten Leasingzahlungen. Bei der
Ermittlung der Leasingzahlungen werden neben der unkündbaren Grundlaufzeit auch Verlängerungszeiträume
berücksichtigt, soweit die Ausübung der zugrundeliegenden Verlängerungsoptionen als
hinreichend sicher gilt. Zur Diskontierung der Zahlungsströme verwendet der GRENKE
Konzern den jeweiligen Grenzfremdkapitalzins des Leasingnehmers. Im Zuge der anschließenden
Folgebewertung werden die Leasingverbindlichkeiten durch die in den Leasingzahlungen
enthaltenen Tilgungsanteile reduziert.
Der Erstansatz der zugehörigen Nutzungsrechte orientiert sich der Höhe nach an der
Bewertung der Leasingverbindlichkeiten. Ausgehend von der Höhe der Leasingverbindlichkeit
ergibt sich die Höhe des Nutzungsrechts durch die zusätzliche Aktivierung von allen
bei oder vor der Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen sowie von anfänglichen
direkten Kosten und geschätzten Kosten für Rückbauverpflichtungen. Erhaltene Leasinganreize
sind zu subtrahieren. Im Rahmen der Folgebewertung wird das angesetzte Nutzungsrecht
planmäßig über die Nutzungsdauer abgeschrieben und bei Bedarf nach IAS 36 "Wertminderung
von Vermögenswerten" wertgemindert.
Bei der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen
verwendet worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte,
Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.
Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen
von Schätzungen werden prospektiv erfasst und erfolgten in den nachfolgend dargestellten
Bereichen:
| ― |
Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte |
| ― |
Berücksichtigung von kalkulierten Restwerten am Ende der Vertragslaufzeit im Rahmen der Ermittlung des Barwerts von Leasingforderungen |
Die Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte beruht auf Annahmen
und Schätzungen zum Ausfallrisiko und zu den erwarteten Verlustraten. Der Konzern
übt bei der Erstellung dieser Annahmen und der Auswahl der Inputfaktoren für die Berechnung
der Wertminderung Ermessen aus, basierend auf Erfahrungen des Konzerns aus der Vergangenheit,
bestehenden Marktbedingungen sowie zukunftsgerichteten Schätzungen zum Ende jeder
Berichtsperiode. Die wichtigsten verwendeten Annahmen und Inputfaktoren sind unter
den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt.
Garantierte sowie nicht garantierte (kalkulierte) Restwerte werden im Rahmen der Ermittlung
des Barwerts der Leasingforderungen gemäß IFRS 16 berücksichtigt. Die kalkulierten
Restwerte umfassen dabei neben den erwarteten Verwertungserlösen insbesondere auch
die Erlöse, die im Rahmen einer Verlängerungsperiode anfallen können. Diese werden
mithilfe von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und statistischen Verfahren berechnet.
Die kalkulierten Restwerte am Ende der Vertragslaufzeit ermitteln sich in Abhängigkeit
von der Laufzeitgruppe des jeweiligen Leasingvertrags und betragen aufgrund historischer
Erfahrungswerte für Zugänge seit dem 1. Januar 2018 zwischen 3,0 % und 16,0 % von
den Anschaffungskosten. Die geschätzten Erlöse werden dabei anhand statistischer Auswertungen
der Historie angesetzt. Im Falle eines Absinkens der tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend
aus Verwertung und Nachmiete) erzielbaren Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen
berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg unberücksichtigt bleibt.
Der Wertminderungsbetrag infolge der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 wurde aufgrund
einer Rekalkulation im vierten Quartal 2018 für die Vergleichsquartale des Vorjahres
angepasst. Davon betroffen sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung die Positionen
"Schadensabwicklung und Risikovorsorge" (-217 TEUR) und entsprechende "Ertragsteuern".
Entsprechend änderten sich geringfügig die anderen Konzernzwischenabschlussbestandteile.
Wegen der zum 31. Dezember 2018 geänderten Darstellung der Abgrenzung der Gewinnanteile
der Hybridkapitalgeber (siehe 3.19 des Konzernanhangs zum Konzernabschluss zum 31.12.2018)
ergibt sich in der vergleichenden Darstellung eine Änderung des Ergebnisses je Aktie
für den Zeitraum der ersten neun Monate des Vorjahres von 2,06 EUR auf 2,07 EUR je
Aktie.
| TEUR | 30.09.2019 | 30.09.2018 |
| Entwicklung der Leasingforderungen aus laufenden Verträgen (performende Leasingforderungen) | ||
| Forderungen zu Periodenbeginn | 4.652.442 | 3.845.473 |
| + Veränderung in der Periode | 678.242 | 542.733 |
| Leasingforderungen (kurz- und langfristig) aus laufenden Verträgen zum Periodenende | 5.330.684 | 4.388.206 |
| Entwicklung der Leasingforderungen aus gekündigten / rückständigen Verträgen (nicht performende Leasingforderungen) | ||
| Bruttoforderungen zu Periodenbeginn | 331.048 | 270.421 |
| + Zugänge Bruttoforderungen in der Periode | 98.748 | 88.238 |
| - Abgänge Bruttoforderungen in der Periode | 41.028 | 40.051 |
| Bruttoforderungen zu Periodenende | 388.768 | 318.608 |
| Summe Bruttoforderung gekündigt und laufend | 5.719.452 | 4.706.814 |
| Wertminderungen zu Periodenbeginn | 279.480 | 230.777 |
| + Veränderung kumulierte Wertberichtigung in der Periode | 58.685 | 35.637 |
| Wertminderungen zu Periodenende | 338.165 | 266.414 |
| Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zu Periodenbeginn | 4.704.010 | 3.885.117 |
| Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zum Periodenende | 5.381.287 | 4.440.400 |
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten die bisherigen Bilanzpositionen Geschäfts-
und Firmenwerte sowie Sonstige immaterielle Vermögenswerte.
| TEUR | 30.09.2019 | 31.12.2018 |
| Geschäfts- und Firmenwerte | 107.000 | 106.584 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 39.121 | 41.913 |
| Summe immaterielle Vermögenswerte | 146.121 | 148.497 |
| TEUR | 30.09.2019 | 31.12.2018 |
| Finanzschulden | ||
| Kurzfristige Finanzschulden | ||
| Asset Based | 382.844 | 277.983 |
| Senior Unsecured | 795.543 | 782.102 |
| Zweckgebundene Förderdarlehen | 104.623 | 83.527 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 436.032 | 372.131 |
| davon gegenüber Kreditinstituten | 5.000 | 5.513 |
| Sonstige Bankschulden | 2.250 | 4.352 |
| davon Kontokorrentschulden | 665 | 3.112 |
| Summe kurzfristige Finanzschulden | 1.721.292 | 1.520.095 |
| Langfristige Finanzschulden | ||
| Asset Based | 525.317 | 550.665 |
| Senior Unsecured | 2.595.868 | 2.066.659 |
| Zweckgebundene Förderdarlehen | 179.782 | 149.286 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 367.999 | 325.821 |
| Summe langfristige Finanzschulden | 3.668.966 | 3.092.431 |
| Summe Finanzschulden | 5.390.258 | 4.612.526 |
Folgende konsolidierte strukturierte Einheiten bestanden zum Stichtag: Opusalpha Purchaser
II Limited, Kebnekaise Funding Limited, CORAL PURCHASING Limited, FCT "GK"-COMPARTMENT
"G2" (FCT GK 2), FCT "GK"-COMPARTMENT "G3" (FCT GK 3) sowie FCT "GK"-COMPARTMENT "G4"
(FCT GK 4). Sämtliche strukturierten Einheiten sind als Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-)Programme
aufgelegt.
| 30.09.2019 | 31.12.2018 | |
| Programmvolumen in Landeswährung | ||
| TEUR | 942.500 | 792.500 |
| TGBP | 150.000 | 100.000 |
| Programmvolumen in TEUR | 1.111.852 | 904.291 |
| Inanspruchnahme in TEUR | 844.332 | 750.549 |
| Buchwert in TEUR | 743.461 | 661.644 |
| davon kurzfristig | 311.889 | 204.476 |
| davon langfristig | 431.572 | 457.168 |
| 30.09.2019 | 31.12.2018 | |
| Programmvolumen in Landeswährung | ||
| TEUR | 20.000 | 25.000 |
| TGBP | 100.000 | 100.000 |
| TPLN | 80.000 | 80.000 |
| TBRL | 149.000 | 110.000 |
| Programmvolumen in TEUR | 184.074 | 180.142 |
| Inanspruchnahme in TEUR | 162.194 | 155.489 |
| Buchwert in TEUR | 162.194 | 155.489 |
| davon kurzfristig | 69.434 | 67.885 |
| davon langfristig | 92.760 | 87.604 |
Die Restwertdarlehen dienen insbesondere zur Finanzierung von Restwerten von Leasingverträgen,
bei denen die Raten im Rahmen des Forderungsverkaufs veräußert wurden.
| TEUR | 30.09.2019 | 31.12.2018 |
| Buchwert | 2.506 | 11.515 |
| davon kurzfristig | 1.521 | 5.622 |
| davon langfristig | 985 | 5.893 |
Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Buchwerte der einzelnen Refinanzierungsinstrumente:
| TEUR | 30.09.2019 | 31.12.2018 |
| Anleihen | 2.446.596 | 1.932.187 |
| davon kurzfristig | 257.872 | 270.165 |
| davon langfristig | 2.188.724 | 1.662.022 |
| Schuldscheindarlehen | 446.476 | 480.223 |
| davon kurzfristig | 73.243 | 85.932 |
| davon langfristig | 373.233 | 394.291 |
| Commercial Paper | 321.500 | 302.500 |
| Revolving Credit Facility | 146.270 | 106.381 |
| davon kurzfristig | 112.359 | 96.035 |
| davon langfristig | 33.911 | 10.346 |
| Celdhandel | 6.914 | 10.026 |
| Kontokorrent | 2.140 | 3.004 |
| Zinsabgrenzung | 21.515 | 14.440 |
Folgende Tabelle zeigt den Refinanzierungsrahmen der einzelnen Instrumente:
| 30.09.2019 | 31.12.2018 | |
| Anleihen TEUR | 3.500.000 | 2.500.000 |
| Commercial Paper TEUR | 750.000 | 500.000 |
| Revolving Credit Facility TEUR | 330.000 | 235.000 |
| Revolving Credit Facility TPLN | 100.000 | 100.000 |
| Revolving Credit Facility TCHF | 20.000 | 20.000 |
| Celdhandel TEUR | 35.000 | 35.000 |
Im Geschäftsjahr wurden bisher acht Euro-Anleihen mit einem Volumen von insgesamt
461.500 TEUR begeben. Zudem wurden zwei bestehende Anleihen um insgesamt 90.000 TEUR
bzw. 67.000 TEUR erhöht. Planmäßig wurden 230.000 TEUR getilgt. Des Weiteren wurden
drei neue Fremdwährungsanleihen mit einem Volumen von insgesamt 8.000.000 TJPY sowie
500.000 THKD begeben.
Im Geschäftsjahr wurden bisher drei neue Schuldscheindarlehen begeben und ein bestehendes
über 10.000 TEUR verlängert. Das Gesamtvolumen der neu begebenen Darlehen beläuft
sich auf 10.000 TEUR, 10.000 TCHF und 120.000 TDKK. Planmäßig getilgt wurden 54.000
TEUR, 26.000 TDKK, 48.000 TSEK und 7.518 TCHF.
Folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der in Anspruch genommenen Förderdarlehen bei
den einzelnen Förderbanken.
| TEUR | 30.09.2019 | 31.12.2018 |
| Bezeichnung | ||
| NRW. BANK | 74.511 | 70.971 |
| Thüringer Aufbaubank | 4.870 | 5.170 |
| Investitionsbank Berlin | 0 | 611 |
| LfA Förderbank Bayern | 0 | 2.442 |
| Investitionsbank des Landes Brandenburg | 3.617 | 5.151 |
| KfW | 199.545 | 146.461 |
| Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank | 1.860 | 1.996 |
| Zinsabgrenzung | 2 | 11 |
Das Grundkapital der GRENKE AG ist im Vergleich zum 31. Dezember 2018 unverändert
auf 46.353.918 auf den Inhaber lautende Aktien eingeteilt.
Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld
verwendet der GRENKE Konzern soweit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend
auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren, werden die beizulegenden
Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Bemessungshierarchie eingeordnet:
| Stufe 1: | Notierte (unbereinigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden |
| Stufe 2: | Bewertungsverfahren, bei denen sämtliche Inputfaktoren, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt am Markt beobachtbar sind |
| Stufe 3: | Bewertungsverfahren, die Inputfaktoren verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren |
Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer
Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Bemessungshierarchie
eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer
Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor
entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.
Umgruppierungen finden zu dem Zeitpunkt statt, an dem sich eine Veränderung der Inputfaktoren
ergibt, die für die Einordnung in die Bemessungshierarchie relevant ist. Der GRENKE
Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie
zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Umgruppierungen
zwischen den drei Stufen der Bemessungshierarchie fanden in der abgelaufenen Berichtsperiode
nicht statt.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen
Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten je Klasse von Finanzinstrumenten,
die nicht zum beizulegenden Zeitwert bemessen werden. Sie enthält keine Informationen
zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wenn
der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.
Darunter fallen die Bilanzpositionen Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen, nicht performende Leasingforderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen. Sämtliche originäre Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie
zugeordnet, mit Ausnahme der börsennotierten Anleihen, die in den Verbindlichkeiten
aus Refinanzierung enthalten und in der Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifiziert
sind. Deren Buchwert zum Bilanzstichtag beträgt 2.446.596 TEUR (Vorjahr 31.12.2018:
1.931.812 TEUR) und der beizulegende Zeitwert 2.518.519 TEUR (Vorjahr 31.12.2018:
1.943.978 TEUR). Die originären finanziellen Vermögenswerte sind bis auf die performenden
Leasingforderungen, welche gemäß IFRS 16 bewertet werden und die sonstigen Beteiligungen,
welche der Bewertungskategorie FVOCIoR zugeordnet sind und somit zum beizulegenden
Zeitwert bewertet werden, vollständig zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet.
Die finanziellen Verbindlichkeiten werden ebenfalls zu (fortgeführten) Anschaffungskosten
bewertet.
| Beizulegender | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | Buchwert | |
| TEUR | Zeitwert 30.09.2019 | 30.09.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2018 |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Leasingforderungen (performend) | 5.839.229 | 5.216.938 | 5.100.095 | 4.556.603 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 307.600 | 307.599 | 241.706 | 237.677 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 4.632.602 | 4.583.977 | 3.905.114 | 3.910.222 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagegeschäft | 806.376 | 804.031 | 699.435 | 697.952 |
| Bankschulden | 2.250 | 2.250 | 4.352 | 4.352 |
Zum Stichtag sind im GRENKE Konzern alle derivativen Finanzinstrumente, welche sich
aus Zinsderivaten (Zinsswaps) und Devisentermingeschäften zusammensetzen, zum beizulegenden
Zeitwert bilanziert. Devisentermingeschäfte werden ohne Sicherungsbeziehung bilanziert.
Sämtliche derivativen Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie
zugeordnet.
| Beizulegender | Buchwert | Beizulegender | Buchwert | |
| TEUR | Zeitwert 30.09.2019 | 30.09.2019 | Zeitwert 31.12.2018 | 31.12.2018 |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Zinsderivate mit Sicherungsbeziehung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zinsderivate ohne Sicherungsbeziehung | 940 | 940 | 285 | 285 |
| Devisentermingeschäfte | 3.274 | 3.274 | 3.431 | 3.431 |
| Summe | 4.214 | 4.214 | 3.716 | 3.716 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Zinsderivate mit Sicherungsbeziehung | 841 | 841 | 15 | 15 |
| Zinsderivate ohne Sicherungsbeziehung | 1.579 | 1.579 | 273 | 273 |
| Devisentermingeschäfte | 10.293 | 10.293 | 2.675 | 2.675 |
| Summe | 12.713 | 12.713 | 2.963 | 2.963 |
Bei den im GRENKE Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich
um sogenannte OTC-Derivate (Over-the-Counter). Diese werden direkt mit einer Gegenpartei,
die mindestens dem Investmentgrade entspricht, abgeschlossen. Es existieren somit
keine notierten Börsenpreise.
Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für die Devisentermingeschäfte und Zinsderivate
erfolgt anhand von Bewertungsmodellen unter Rückgriff auf beobachtbare Inputfaktoren.
Bei Devisentermingeschäften wird die Bewertung anhand eines Mark-to-Market-Bewertungsmodells
vorgenommen. Bei Zinsderivaten wird der beizulegende Zeitwert in der Bewertung über
eine Barwertmethode ermittelt. Die verwendeten Inputparameter für die Bewertungsverfahren
werden aus Marktnotierungen entnommen. Dabei werden laufzeitkongruente Zinssätze in
den gehandelten Währungen für Devisentermingeschäfte bzw. Zinssätze für Zinsderivate
verwendet. Die ermittelten Werte werden mit einem sogenannten Add-on-Verfahren mit
am Markt beobachtbaren laufzeitadäquaten Credit Default Swaps (CDS) der Gegenpartei
bzw. des eigenen Ausfallrisikos multipliziert, um den beizulegenden Zeitwert dieser
OTC-Derivate zu erhalten.
Die überwiegenden Zahlungsströme für die genannten Sicherungsgeschäfte werden sich
voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren auf das Periodenergebnis auswirken.
In nachfolgender Tabelle werden die angewandten Bewertungsmethoden sowie die verwendeten
Inputfaktoren und Annahmen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte dargestellt:
| ART UND STUFE | Bewertungsmethode | Inputfaktoren |
| Bemessungshierarchie Stufe 1 |
|
|
| Börsennotierte Anleihen | n. a. | Notierter Börsenpreis (Tagesmittelkurs) am Bewertungstag |
| Bemessungshierarchie Stufe 2 |
|
|
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | Abgezinster Barwert der geschätzten künftigen Cashflows | Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei |
| Finanzschulden (Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts, Schuldscheindarlehen, Bankschulden) | Abgezinster Barwert der geschätzten künftigen Cashflows | Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Ausfallrisikos DVA (Debt Value Adjustment) |
| Devisentermingeschäfte | Market-to-Market Abgezinster Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows | Verfügbare Zinssätze in den gehandelten Währungen zu Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt Value Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit Value Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden |
| Zinsderivate | Barwertmodell Abgezinster Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows | Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt Value Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit Value Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden |
| Bemessungshierarchie Stufe 3 |
|
|
| Nicht notierte Eigenkapitalinstrumente | Abgezinster Barwert der geschätzten künftigen Cashflows | Risikoadjustierter Abzinsungssatz, Ergebniszuwachsfaktor |
Innerhalb des Vertriebs- und Verwaltungsaufwands werden die Investitionen in die Informationstechnologie
(IT) im Konzern, die durch nicht aktivierungsfähige IT-Projektkosten bedingt sind,
einzeln dargestellt. Diese Aufwendungen entstehen insbesondere durch Projekte zur
Prozessoptimierung der zentralen und standardisierten IT-Prozesse durch die Hinzuziehung
von externer Expertise. Die IT-Projektkosten betrugen in den ersten neun Monaten 2019
3.872 TEUR (Vorjahr 30.09.2018: 5.196 TEUR).
Nachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) und sonstige Umsatzerlöse
(IFRS 9, IFRS 16) dargestellt:
| TEUR | Segment | 01.01-30.09.2019 | 01.01-30.09.2018 |
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) |
|
|
|
| Bruttoerlöse aus dem Versicherungsgeschäft (Servicegeschäft) | Leasing | 78.276 | 64.371 |
| Erlöse mit Franchisenehmern | Leasing | 1.185 | 1.254 |
| Erlöse aus Mahngebühren | Leasing | 1.149 | 1.005 |
| Erlöse aus Mahngebühren | Factoring | 17 | 18 |
| Sonstige Erlöse mit Leasingnehmern | Leasing | 625 | 566 |
| Verkauf von Leasingobjekten | Leasing | 122.730 | 112.774 |
| Provisionseinnahmen aus dem Bankgeschäft | Bank | 1.043 | 765 |
| Zwischensumme |
|
205.025 | 180.753 |
| Sonstige Umsatzerlöse (IFRS 9, IFRS 16) |
|
|
|
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft | n/a | 280.182 | 243.178 |
| Erlöse aus Operatingleasingverhältnissen | n/a | 11.807 | 5.435 |
| Erlösanteile aus Vormieten | n/a | 10.831 | 8.115 |
| Zwischensumme |
|
302.820 | 256.728 |
| Summe |
|
507.845 | 437.481 |
Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands in der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung sind:
| TEUR | 01.01-30.09.2019 | 01.01-30.09.2018 |
| Ertragsteuern |
|
|
| Tatsächlicher Steueraufwand | 15.768 | 14.563 |
| Latente Steuern | 4.060 | 3.579 |
| Summe | 19.828 | 18.142 |
| TEUR | Segment Leasing | Segment Bank | Segment Factoring | |||
| Januar bis September | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| Operative Segmenterträge | 264.738 | 244.0491 | 22.175 | 15.8271 | 2.589 | 2.449 |
| Segmentergebnis | 113.011 | 107.1321 | 13.633 | 11.5461 | -886 | -1.403 |
| Überleitung Konzern |
|
|
|
|
|
|
| Operatives Ergebnis |
|
|
|
|
|
|
| Sonstiges Finanzergebnis |
|
|
|
|
|
|
| Steuern |
|
|
|
|
|
|
| Gewinn lt. Konzern- Gewinn-u. Verlustrechnung |
|
|
|
|
|
|
| zum 30. September (Vorjahr: 31. Dez.) |
|
|
|
|
|
|
| Segmentvermögen | 6.493.280 | 5.740.958 | 1.453.655 | 1.137.383 | 41.667 | 40.212 |
| Überleitung Konzern |
|
|
|
|
|
|
| Steueransprüche |
|
|
|
|
|
|
| Vermögen lt. Konzernbilanz |
|
|
|
|
|
|
| Segmentschulden | 5.552.372 | 4.774.365 | 1.240.207 | 1.010.537 | 32.319 | 30.566 |
| Überleitung Konzern |
|
|
|
|
|
|
| Steuerverbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
|
| Schulden lt. Konzernbilanz |
|
|
|
|
|
|
| TEUR | Summe Segmente | Konsolidierung | Konzern | |||
| Januar bis September | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| Operative Segmenterträge | 289.502 | 262.325 1 | 0 | 0 | 289.502 | 262.325 1 |
| Segmentergebnis | 125.758 | 117.275 1 | 0 | 0 | 125.758 | 117.275 1 |
| Überleitung Konzern |
|
|
|
|
|
|
| Operatives Ergebnis |
|
|
|
|
125.758 | 117.2751 |
| Sonstiges Finanzergebnis |
|
|
|
|
-2.893 | -1.164 |
| Steuern |
|
|
|
|
19.828 | 18.1421 |
| Gewinn lt. Konzern- Gewinn-u. Verlustrechnung |
|
|
|
|
103.037 | 97.9691 |
| zum 30. September (Vorjahr: 31. Dez.) |
|
|
|
|
|
|
| Segmentvermögen | 7.988.602 | 6.918.553 | -1.238.029 | -1.084.753 | 6.750.573 | 5.833.800 |
| Überleitung Konzern |
|
|
|
|
|
|
| Steueransprüche |
|
|
|
|
47.409 | 42.691 |
| Vermögen lt. Konzernbilanz |
|
|
|
|
6.797.982 | 5.876.491 |
| Segmentschulden | 6.824.898 | 5.815.468 | -1.238.029 | -1.084.753 | 5.586.869 | 4.730.715 |
| Überleitung Konzern |
|
|
|
|
|
|
| Steuerverbindlichkeiten |
|
|
|
|
63.993 | 58.679 |
| Schulden lt. Konzernbilanz |
|
|
|
|
5.650.862 | 4.789.394 |
Die Berichterstattung über die Entwicklung der Segmente folgt der Organisationsstruktur
innerhalb des GRENKE Konzerns. Deshalb sind die operativen Segmente an die Steuerung
der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt. Eine
regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten erfolgt jährlich im Abschluss des
GRENKE Konzerns des jeweiligen Geschäftsjahres. Für die drei operativen Segmente liegen
separate Finanzinformationen vor.
Das Segment Leasing umfasst alle Aktivitäten, die mit der Leasingtätigkeit des Konzerns
zusammenhängen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die Übernahme der Finanzierung
für gewerbliche Leasingnehmer, die Vermietung, Servicegeschäfte, Service- und Wartungsangebote
für die Leasinggegenstände und die Verwertung von Gebrauchtgeräten.
Das Segment Bank umfasst die Aktivitäten der GRENKE BANK AG, die sich als Finanzierungspartner
vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) versteht und mit Förderbanken
zur Finanzierung dieser Klientel auch im Rahmen der Existenzgründung zusammenarbeitet.
Weiterhin werden über den Internetauftritt Festgeldanlagen angeboten. Das Geschäft
der Bank erfolgt schwerpunktmäßig mit deutschen Kunden.
Das Segment Factoring beinhaltet klassische Factoringdienstleistungen mit der Fokussierung
auf das Small-Ticket-Factoring. Dabei wird im Rahmen des echten Factorings sowohl
das offene Factoring, bei dem der Debitor über die Forderungsabtretung informiert
wird, als auch das stille Factoring, bei dem der Debitor keine entsprechende Information
erhält, angeboten. Daneben bietet das Segment auch Inkassodienstleistungen (unechtes
Factoring) an; hier verbleibt das Delkredererisiko beim Kunden.
Die Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der Segmentinformationen herangezogen
werden, entsprechen den angewandten Bilanzierungsregeln des Konzernzwischenabschlusses.
Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu marktüblichen Preisen.
Für die Beurteilung des Erfolgs des GRENKE Konzerns ist der Vorstand der GRENKE AG
verantwortlich. Dieser hat als wesentliche Erfolgsgrößen neben dem Neugeschäftsvolumen
(Leasing- und Factoringsegment) und dem Deckungsbeitrag 2 für das Leasingsegment vor
allem die operativen Segmenterträge, das Segmentergebnis vor dem sonstigen Finanzergebnis
und die Personalaufwendungen bestimmt. Das sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen
/ -erträge sind die wesentlichen Bestandteile der Konzernergebnisrechnung, die nicht
in die einzelnen Segmentinformationen einfließen.
Die Segmentdaten wurden auf folgende Weise ermittelt:
| ― |
Die operativen Segmenterträge umfassen das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge, das Ergebnis aus dem Servicegeschäft, das Ergebnis aus dem Neugeschäft und das Ergebnis aus der Verwertung. |
| ― |
Das Segmentergebnis wird als Operatives Ergebnis ohne Berücksichtigung von Steuern ermittelt. |
| ― |
Das Segmentvermögen setzt sich aus den betriebsnotwendigen Vermögenswerten ohne Steueransprüche zusammen. |
| ― |
Die Segmentschulden entsprechen dem jeweiligen Segment zuzurechnenden Verbindlichkeiten bis auf die Steuerschulden. |
Im ersten Quartal 2019 wurde eine neue Tochtergesellschaft, die GRENKE BUSINESS SOLUTIONS
GmbH & Co. KG, Baden-Baden / Deutschland, gegründet. Im Zuge der Gründung wurde der
überwiegende Teil der Vertriebsmitarbeiter der GRENKE AG in die GRENKE BUSINESS SOLUTIONS
GmbH & Co. KG überführt. Die GRENKE BUSINESS SOLUTIONS GmbH & Co. KG übernimmt den
Vertrieb bei der GRENKE AG. Komplementärin der GRENKE BUSINESS SOLUTIONS GmbH & Co.
KG ist die ebenfalls neu gegründete GRENKE Management Services GmbH, Baden-Baden /
Deutschland. Beide Gesellschaften werden seit Gründung in den Konsolidierungskreis
einbezogen.
Im dritten Quartal 2019 wurde erstmalig FCT "GK"-COMPARTMENT "G4" (FCT GK 4) in den
Konsolidierungskreis aufgenommen bzw. konsolidiert. Es handelt sich hierbei um ein
strukturiertes Unternehmen.
Im dritten Quartal wurde die Europa Leasing GmbH rückwirkend zum 1. Januar 2019 auf
die GRENKE AG verschmolzen, welches keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss hatte.
Die Kaufpreisallokation des im Vorjahr erworbenen Unternehmens GRENKE HRVATSKA D.O.O.
(damals firmiert als GC RENTING CROATIA D.O.O.), Zagreb / Kroatien, wurde im ersten
Quartal 2019 finalisiert. Wegen Anpassungen bei den Leasinggegenständen aus Operating-Leasingverhältnissen
und den latenten Steuerschulden kam es innerhalb des 12-monatigen Bewertungszeitraums
nach IFRS 3 zu einer entsprechenden Anpassung des zum Erwerbszeitpunkt vorliegenden
Geschäfts- oder Firmenwerts von 9.149 TEUR auf 12.418 TEUR. Für weitergehende Informationen
zu Unternehmenszusammenschlüssen aus dem Vorjahr wird auf den Anhang zum Konzernabschluss
der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 verwiesen.
Die Kaufpreisallokation des im Vorjahr erworbenen Unternehmens GC LEASING MIDDLE EAST
FZCO, Dubai / VAE, wurde im ersten Quartal 2019 finalisiert. Gegenüber den vorläufig
angesetzten beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden haben sich keine
Änderungen ergeben. Für weitergehende Informationen zu Unternehmenszusammenschlüssen
aus dem Vorjahr wird auf den Anhang zum Konzernabschluss der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2018 verwiesen.
Die Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von 43.047.901,71
EUR des Geschäftsjahres 2018 der GRENKE AG erfolgte durch die ordentliche Hauptversammlung
am 14. Mai 2019. Die Hauptversammlung hat dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat
zugestimmt und die Verwendung des Bilanzgewinns wie folgt beschlossen:
| EUR |
|
| Bilanzgewinn 2018 | 43.047.901,71 |
| Ausschüttung einer Dividende von 0,80 EUR |
|
| je Namensaktie auf insgesamt 46.353.918 Namensaktien | 37.083.134,40 |
| Gewinnvortrag (auf neue Rechnung) | 5.964.767,31 |
Die Dividende wurde am 17. Mai 2019 an die Aktionäre der GRENKE AG ausbezahlt. Im
Vorjahr wurde eine Dividende von 0,70 EUR je Aktie ausgeschüttet.
Am 31. März 2019 hat die GRENKE AG planmäßig eine Zahlung in Höhe von 9.375 TEUR an
die Hybridkapitalgeber geleistet.
Der Aufsichtsrat der GRENKE AG hat mit allen amtierenden Vorstandsmitgliedern eine
Phantom-Stock-Vereinbarung abgeschlossen. Auszahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen
fielen im Geschäftsjahr nicht an (30.09.2018: 393 TEUR).
Zum 30. September 2019 betrug der Wert aller bestehenden Phantom-Stock-Vereinbarungen
296 TEUR (30.09.2018: 597 TEUR). Die erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und
Verlustrechnung erfolgt in den Personalaufwendungen und ist unter den variablen Vergütungskomponenten
ausgewiesen.
| TEUR | 30.09.2019 | 31.12.2018 |
| Assoziierte Unternehmen | 1.007 | 1.320 |
| Personen in Schlüsselpositionen sowie deren Familienangehörige | 0 | 44 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Personen in Schlüsselpositionen resultierten aus einem
Beratervertrag mit einem Aufsichtsratsmitglied. Der damit verbundene Berateraufwand
beträgt 125 TEUR (Vorjahr: 53 TEUR). Gegenüber assoziierten Unternehmen resultieren
die Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft der Bank. Es entstand ein Zinsaufwand
von 1 TEUR (Vorjahr bis 30.09.2018: 7 TEUR).
Im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bietet die GRENKE BANK AG nahestehenden
Personen Dienstleistungen zu marktüblichen Bedingungen an. Von Personen in Schlüsselpersonen
(Vorstand und Aufsichtsrat) sowie deren nahen Familienangehörigen hat die Bank zum
Stichtag Einlagen in Höhe von 10.609 TEUR (Vorjahr 31.12.2018: 5.499 TEUR) erhalten.
Der Zinsaufwand hierfür betrug 18 TEUR (Vorjahr bis 30.09.2018: 31 TEUR). Noch nicht
ausgeglichene Kreditkartenkonten zum Stichtag wiesen einen Stand von 21 TEUR (Vorjahr
31.12.2018: 29 TEUR) gegenüber diesem Personenkreis aus. Eine weitere Kreditvergabe
an diesen Personenkreis ist während der Berichtsperiode nicht erfolgt.
Die GRENKE AG hat als Garantiegeber für einzelne Franchisegesellschaften Finanzgarantien
in Höhe von 81,6 Mio. EUR (Vorjahr 31.12.2018: 75,7 Mio. EUR) ausgereicht, welche
das maximale Ausfallrisiko darstellen. Die tatsächliche Ausnutzung vonseiten der Garantienehmer
war geringer und beläuft sich auf 41,2 Mio. EUR (Vorjahr 31.12.2018: 21,9 Mio. EUR).
Der Personalbestand (ohne Vorstand) auf Basis einer Kopfzählung des GRENKE Konzerns
betrug in der Zwischenberichtsperiode durchschnittlich 1.682 (Vorjahr 30.09.2018:
1.468). Weitere 69 (Vorjahr 30.09.2018: 61) Beschäftigte befinden sich in der Ausbildung.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen.
GRENKE AG
Team Investor Relations
Neuer Markt 2
76532 Baden-Baden
Telefon: +49 7221 5007-204
Telefax: +49 7221 5007-4218
E-Mail: investor@grenke.de
In dieser Quartalsmitteilung erfolgt die Darstellung von Zahlen in der Regel in TEUR
und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte
gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten
Charakter haben können. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische
Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung
für alle Geschlechter.
Die Quartalsmitteilung erscheint in deutscher und englischer Sprache. Maßgeblich ist
stets die deutsche Fassung.
GRENKE AG
Stammhaus
Neuer Markt 2
76532 Baden-Baden
Telefon:+49 7221 5007- 204
Telefax:+49 7221 5007- 4218
E-Mail: investor@grenke.de
www.grenke.de