![]() GRENKE AGBaden-BadenHalbjahresfinanzbericht zum 30.06.2020FINANZBERICHT ZUM 2. QUARTAL UND DEM ERSTEN HALBJAHR 2020 GRENKE KONZERNKENNZAHLEN GRENKE GRUPPEscroll
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Regionen: DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz Westeuropa (ohne DACH): Belgien,
Frankreich, Luxemburg, Niederlande Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal,
Slowenien, Spanien Nord- / Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland,
Lettland, Norwegen, Schweden / Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn Übrige
Regionen: Australien, Brasilien, Chile, Kanada, Singapur, Türkei, USA, VAE GRENKE Gruppe = GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner GRENKE Konzern = GRENKE AG und alle konsolidierten Tochtergesellschaften sowie strukturierte
Einheiten gemäß den IFRS GRENKE KONZERNscroll
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GRENKE Gruppe = GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner GRENKE Konzern = GRENKE AG und alle konsolidierten Tochtergesellschaften sowie strukturierte
Einheiten gemäß den IFRS AUF EINEN BLICKBREITE DIVERSIFIZIERUNGPORTFOLIO LEASING-NEUGESCHÄFT![]() IT-PRODUKTE IM DETAIL![]() "Wir haben gegen Ende des 2. Quartals eine Erholung unseres Neugeschäfts gesehen,"
erläutert Antje Leminsky, Vorstandsvorsitzende der GRENKE AG "Unser Geschäftsmodell ist in vielen Märkten und Branchen etabliert. Dies führt zu
einer hohen Risikostreuung," erläutert Sebastian Hirsch, Mitglied des Vorstands der
GRENKE AG KURSSTABILISIERUNGKURSENTWICKLUNG DER GRENKE-AKTIE (1. JULI 2019 BIS 30. JUNI 2020)![]() KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS1.1 GRENKE IM ÜBERBLICK Die GRENKE Gruppe agiert als globaler Finanzierungspartner für kleine und mittlere
Unternehmen (KMU). Kunden erhalten Lösungen aus einer Hand: vom flexiblen Small-Ticket-Leasing
über bedarfsgerechte Bankprodukte bis zum praktischen Factoring. Die schnelle und
einfache Abwicklung sowie der persönliche Kontakt zu Kunden und Partnern stehen dabei
im Mittelpunkt. 1978 in Baden-Baden gegründet, ist das Unternehmen derzeit mit über
1.700 Mitarbeitern in 33 Ländern weltweit aktiv. Zur Erschließung neuer regionaler Märkte nutzt der Konzern ein Franchisemodell. An
den rechtlich selbstständigen Gesellschaften der Franchisenehmer ist die GRENKE AG
nicht beteiligt. Im vorliegenden Zwischenlagebericht wird daher unterschieden zwischen
dem GRENKE Konzern, das heißt der GRENKE AG inklusive ihrer konsolidierten Tochtergesellschaften
und den strukturierten Einheiten gemäß den IFRS, sowie der GRENKE Gruppe, das heißt
dem Konzern inklusive der Franchisepartner. 1.2 GESCHÄFTSMODELL Mit dem Angebot von Leasingfinanzierungen für betragsmäßig kleinere IT- und Bürokommunikationsprodukte
sowie Software ab einem Netto-Anschaffungswert von 500 EUR hat GRENKE einen Markt
definiert und entwickelt, der von vielen Leasinganbietern nur punktuell adressiert
wird. Bei über 90 Prozent der Leasingverträge der Gruppe liegt der Anschaffungswert
unter 25 TEUR. Zudem hat die Gruppe ihr Geschäftsmodell in den vergangenen Jahren
auf weitere Produktgruppen wie kleine Maschinen und Anlagen, medizintechnische Geräte
oder Sicherheitsgeräte ausgedehnt. Als Anbieter von Finanzierungslösungen für kleine Vertragsgrößen sind ein Höchstmaß
an Effizienz in der Abwicklung und damit einhergehend niedrige Einzelkosten grundlegende
Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Erfolg. Deshalb ist das Geschäftsmodell der
GRENKE Gruppe auf Effizienzoptimierung in allen operativen Kernprozessen ausgerichtet.
Dies wird durch Standardisierung, umfassende IT-gestützte Automatisierung und Schnelligkeit
sowie eine schlanke Organisation erreicht. Nach eigener Einschätzung hat sich die
Gruppe damit in den vergangenen Jahren ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal erarbeitet. 1.3 ZIELE UND STRATEGIEN Die GRENKE Gruppe ist ein Anbieter von Finanzdienstleistungen für KMU mit Schwerpunkt
auf Small-Ticket-Finanzierungen. In Deutschland, der Schweiz, Italien und Frankreich
gehört die GRENKE Gruppe mit ihrem Leasingangebot zu den führenden Anbietern. Mittelfristig
strebt die Gruppe an, GRENKE als umfassenden Small-Ticket-Finanzdienstleister nicht
nur für den europäischen, sondern auch den internationalen Mittelstand zu positionieren.
Außerhalb Europas hat die Gruppe in den vergangenen Jahren den Eintritt in verschiedenen
Ländern Asiens, Nord- und Südamerikas sowie in Australien realisiert. Zur Refinanzierung stehen dem Konzern umfangreiche Instrumente zur Verfügung, die
je nach Marktbedingungen im Rahmen der Gesamtstrategie unterschiedlich eingesetzt
werden. Im Wesentlichen fußt die Finanzierung auf drei Säulen: den Einlagen der GRENKE
Bank, der Asset-basierten Finanzierung, unter anderem ABCP-Programme, sowie Senior
Unsecured-Instrumente, wie Anleihen, Schuldverschreibungen und Commercial Paper. Darüber
hinaus legt GRENKE großen Wert auf eine solide Eigenkapitalbasis. Die Orientierungsgröße
für die Eigenkapitalquote liegt seit vielen Jahren bei 16,0 Prozent. Diese Größe betrachtet
GRENKE als wesentliche Voraussetzung für die Absicherung des Investmentgrade-Ratings. 2. GESCHÄFTSVERLAUF2.1 AUSWIRKUNGEN DER COVID-19-PANDEMIE Die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie haben seit März 2020 weltweit
zu erheblichen Beschränkungen des öffentlichen Lebens und wirtschaftlichen Handelns
geführt. Durch den "Lock-down" gelang es, das Tempo der Ausbreitung der Pandemie deutlich
zu verlangsamen, so dass zahlreiche Staaten ab Mitte des zweiten Quartals 2020 begannen,
die Einschränkungen schrittweise wieder aufzuheben. Insbesondere in Asien und Europa
konnten die Neuinfektionszahlen bis zum Ende des zweiten Quartals deutlich reduziert
werden, während die Neu-infektionszahlen in Nord- und Südamerika noch keine nachhaltige
Eindämmung der Pandemie signalisieren. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das zweite Quartal 2020 mit einem
Einbruch der Weltwirtschaft um mehr als 5 Prozent. Für die Industrieländer veranschlagt
der IWF sogar einen Rückgang um mehr als 10 Prozent. Zwischenzeitlich stellen nahezu
allen wichtigen Volkswirtschaften umfangreiche staatliche Hilfsprogramme für Unternehmen
und Beschäftigte bereit, um den wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie
entgegen zu treten. Das Neugeschäft der GRENKE Gruppe Leasing bewegte sich in den ersten beiden Monaten
des Jahres zunächst innerhalb der zu Jahresbeginn prognostizierten Bandbreite. Infolge
der durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten Beschränkungen der gesamtwirtschaftlichen
Aktivitäten lag die Neugeschäftsentwicklung in den Monaten März bis Mai 2020 im Vergleich
zur Vorjahresperiode auf deutlich niedrigerem Niveau. Im Juni setzte dann eine erste
Belebung des Leasingneugeschäfts ein. Mit einem Rückgang von 45,2 Prozent gegenüber
der Vorjahresperiode bewegte sich das Neugeschäft im zweiten Quartal 2020 insgesamt
im Rahmen der vom Vorstand Anfang Mai kommunizierten Größenordnung von etwa 50 Prozent
des zu Jahresanfang - und damit vor Ausbruch der Pandemie -geplanten Neugeschäftsvolumens. GRENKE hat sich dem veränderten wirtschaftlichen Umfeld im ersten Halbjahr 2020 angepasst.
Die große Mehrheit der Mitarbeitenden befindet sich im Homeoffice, um in einem sicheren
Umfeld die Erreichbarkeit für Partner und Kunden zu gewährleisten. Im Mittelpunkt
der Geschäftssteuerung stehen die Qualität des kontrahierten Neugeschäfts und ein
ausgewogenes Eingehen von Risiken. Dabei nimmt GRENKE bewusst ein geringeres Wachstum
in Kauf. Gleichzeitig stieg die DB2-Marge im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum
um 130 Basispunkte auf 17,9 Prozent (Q1-Q2 2019: 16,6 Prozent). Mit den höheren DB2-Margen
können potenziell höhere Risiken abgefedert werden. Darüber hinaus hält der Konzern
aktuell eine im Vergleich zu den Vorjahren deutlich ausgebaute Liquidität in Höhe
von 1.078,0 Mio. EUR. Die liquiden Mittel dienen der Reduzierung möglicher Liquiditätsrisiken
und erhöhen die finanzielle Unabhängigkeit. Ferner ist GRENKE so in der Lage, eine
wieder steigende Nachfrage der Kunden nach Leasingfinanzierungen ohne Zeitverzug zu
bedienen. 2.2 NEUGESCHÄFT DER GRENKE GRUPPE Das Neugeschäftsvolumen von GRENKE umfasst das neu finanzierte Geschäftsvolumen der
Gruppe, d.h. des Konzerns und der Franchisepartner. Aufgrund des beschriebenen wirtschaftlichen
Umfelds sank das Neugeschäft der Gruppe im zweiten Quartal 2020 um 34,2 Prozent. Für
das erste Halbjahr 2020 ergibt sich ein Rückgang von insgesamt 15,3 Prozent. Absolut
betrachtet erreichte das Neugeschäft der GRENKE Gruppe im Halbjahr ein Volumen von
1.469,2 Mio. EUR nach 1.734,0 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Im Geschäftsbereich Leasing (GRENKE Gruppe Leasing) ging das Neugeschäftsvolumen
- das ist die Summe der Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände - im
ersten Halbjahr 2020 um 22,9 Prozent auf 1.083,6 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 1.404,9 Mio.
EUR) zurück. Der Anteil des Leasinggeschäfts am gesamten Neugeschäftsvolumen der Gruppe
sank entsprechend auf 73,8 Prozent (Q1-Q2 2019: 81,0 Prozent). Die GRENKE Gruppe Leasing verzeichnete im ersten Halbjahr 2020 über alle Regionen
hinweg ein rückläufiges Neugeschäftsvolumen. Die DACH-Region, in der die Länder Deutschland,
Österreich und Schweiz zusammengefasst sind, konnte sich mit einem Rückgang von lediglich
2,3 Prozent auf 289,9 Mio. EUR (Q1-Q2 2019:296,5 Mio. EUR) allerdings positiv von
den übrigen Regionen Europas absetzen. Dazu trug maßgeblich die Entwicklung in Deutschland
bei, wo das Neugeschäft im ersten Halbjahr annähernd stabil blieb (-1,5 Prozent).
In seinem Heimatmarkt profitierte GRENKE von seinen umfangreichen und langjährigen
Beziehungen zu Kunden und Händlern. Darüber hinaus war Deutschland von der COVID-19-Pandemie
weniger stark getroffen als andere europäische Staaten. In Westeuropa ohne DACH nahm
das Neugeschäft im Halbjahreszeitraum um 29,4 Prozent auf 263,2 Mio. EUR ab (Q1-Q2
2019: 372,9 Mio. EUR). In Frankreich, dem wichtigsten Einzelmarkt in dieser Region,
sank das Neugeschäftsvolumen um 32,6 Prozent. In Südeuropa fiel das Neugeschäft im
Berichtshalbjahr um 32,0 Prozent auf 300,9 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 442,6 Mio. EUR).
In den beiden sehr stark von der Pandemie betroffenen Ländern Italien und Spanien
nahm das Neugeschäft um 37,2 Prozent bzw. 13,2 Prozent ab. In der Region Nord-/Osteuropa
war das Neugeschäft um 21,8 Prozent rückläufig und erreichte ein Volumen von 182,6
Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 233,4 Mio. EUR). In Großbritannien, wo die Regierung später
als in anderen europäischen Ländern mit Maßnahmen auf die Pandemie reagierte, war
das Neugeschäft um 32,6 Prozent rückläufig. In den übrigen Regionen ergab sich ein
Rückgang des Neugeschäftsvolumens von 20,7 Prozent auf 47,1 Mio. EUR (Q1-Q2 2019:
59,4 Mio. EUR). □ SIEHE GRAFIK "AUFTEILUNG NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE LEASING NACH
REGIONEN" NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE LEASING* per 30. Juni 2020, in Mio. EUR ![]()
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Erläuterung Regionen siehe Folgeseite. Die Diversifizierung des Leasingportfolios über den klassischen IT-Bereich hinaus
blieb im Zeitraum von Januar bis Juni 2020 stabil. So entfiel auf medizintechnische
Produkte, kleine Maschinen und Anlagen, Sicherheitsgeräte sowie auf sonstige Objekte
im Berichtshalbjahr ein Anteil am Neugeschäft von zusammen 36,4 Prozent (Q1-Q2 2019:
36,3 Prozent). Die GRENKE Gruppe registrierte im ersten Halbjahr 2020 266.109 Leasinganfragen (Q1-Q2
2019: 316.645). Die Anzahl der neu abgeschlossenen Leasingverträge lag im gleichen
Zeitraum bei 126.035 (Q1-Q2 2019: 157.813). Dies entsprach einer Umwandlungsquote
(Anfragen in Verträge) von 47,4 Prozent (Q1-Q2 2019: 49,8 Prozent). Auf die internationalen
Märkte entfielen 216.025 Anfragen (Q1-Q2 2019: 264.875), die zu 95.299 (Q1-Q2 2019:
128.643) neuen Verträgen führten. Entsprechend sank die Umwandlungsquote dort auf
44,1 Prozent (Q1-Q2 2019: 48,6 Prozent). In der DACH-Region stieg die Umwandlungsquote
dagegen auf 61,4 Prozent (Q1-Q2 2019: 56,3 Prozent). Der mittlere Wert pro Leasingvertragsabschluss
nahm im Berichtszeitraum auf 8.597 EUR ab (Q1-Q2 2019: 8.902 EUR). Die auf Gruppenebene
leicht gesunkene Umwandlungsquote sowie der niedrigere mittlere Wert pro Leasingvertragsabschluss
spiegeln eine restriktivere Annahme von Leasinganfragen wider. Hierbei lag der Fokus
auf Vertragsabschlüssen mit geringem Volumen aus Branchen bzw. mit Unternehmen mit
guter bis sehr guter Bonitätsbewertung. Der Anteil der per eSignature geschlossenen Verträge stieg im ersten Halbjahr 2020
auf 28,6 Prozent (Q1-Q2 2019: 24,0 Prozent). Das eSignature Verfahren ist derzeit
in 20 Märkten etabliert und ermöglicht es, Leasingverträge vollständig digital abzuwickeln. Der Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Leasing-Neugeschäfts fiel im ersten Halbjahr 2020
auf 194,3 Mio. EUR nach 233,0 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Aufgrund des im Vergleich
zur Neugeschäftsentwicklung geringeren Rückgangs des Deckungsbeitrags verbesserte
sich die DB2-Marge jedoch auf 17,9 Prozent (Q1-Q2 2019: 16,6 Prozent). Die gestiegene
Marge resultierte im Wesentlichen aus dem höheren Anteil des hoch profitablen Small-Ticket-Geschäfts
und war über alle Regionen hinweg zu verzeichnen. Die stärkste Margenverbesserung
ergab sich in der Region Südeuropa. Im Vorjahreszeitraum war die DB2-Marge dort durch
das Auslaufen der Steuervergünstigungen für Leasingfinanzierungen in Italien ("Super
ammortamento") belastet. Durch die Steuervergünstigungen für Leasinggeber konnte GRENKE
seinen Kunden verbesserte Vertragskonditionen anbieten. Nach dem Ende des Programms
passte GRENKE seine Konditionen Anfang 2019 an, erzielte aber infolgedessen eine insgesamt
schwächere DB2-Marge im Auftaktquartal 2019. In den folgenden Quartalen stieg die
DB2-Marge sukzessive wieder an. Die DB1-Marge des Leasinggeschäfts (Deckungsbeitrag
1 zu Anschaffungskosten) lag im ersten Halbjahr 2020 bei 12,6 Prozent und erreichte
einen Wert von 136,6 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 12,2 Prozent bzw. 171,7 Mio. EUR). Der Geschäftsbereich Factoring (GRENKE Gruppe Factoring) steigerte sein Neugeschäftsvolumen
- die Summe der angekauften Forderungen - im ersten Halbjahr 2020 um 2,6 Prozent auf
313,4 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 305,5 Mio. EUR). Der wesentliche Treiber war das Neugeschäft
in Deutschland, das um 7,8 Prozent auf 91,5 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 84,9 Mio. EUR) zulegte.
Bei einem deutlich erhöhten Anteil des Forderungsmanagements (ohne Finanzierungsfunktion)
von 23,4 Prozent (Q1-Q2 2019: 15,1 Prozent) sank die Brutto-Marge in Deutschland auf
1,41 Prozent (Q1-Q2 2019: 1,60 Prozent). Im internationalen Geschäft erzielte die
GRENKE Gruppe Factoring ein Neugeschäftswachstum von 0,6 Prozent auf 221,9 Mio. EUR
(Q1-Q2 2019: 220,6 Mio. EUR). Auf internationaler Ebene lag der Anteil des Forderungsmanagements
(ohne Finanzierungsfunktion), bei dem keine Ausfallrisiken übernommen werden, bei
26,7 Prozent (Q1-Q2 2019: 21,3 Prozent). Die Brutto-Marge in den internationalen Märkten
verbesserte sich leicht auf 1,47 Prozent (Q1-Q2 2019: 1,41 Prozent). Die Brutto-Marge
bezieht sich auf den durchschnittlichen Zeitraum eines Factoring-Geschäftes von ca.
26 Tagen in Deutschland (Q1-Q2 2019: ca. 29 Tage) und ca. 48 Tagen auf internationaler
Ebene (Q1-Q2 2019: ca. 42 Tage). Die GRENKE Bank konnte ihr Neugeschäft im Bereich Kreditgeschäft für KMU im ersten
Halbjahr 2020 auf 72,2 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 23,7 Mio. EUR) steigern und damit mehr
als verdreifachen. Die GRENKE Bank profitierte dabei von der gestiegenen Kreditnachfrage
von KMUs. Das Einlagevolumen der GRENKE Bank nahm zum Stichtag 30. Juni 2020 auf 1.312,3
Mio. EUR zu. Es lag damit um 48,4 Prozent über dem Wert von 884,2 Mio. EUR zum Ende
des Geschäftsjahres 2019 und um 70,5 Prozent über dem Stand zum Ende des ersten Halbjahrs
2019 (769,9 Mio. EUR). AUFTEILUNG NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE LEASING NACH REGIONEN![]() scroll
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2.3 GESCHÄFTSVERLAUF DES GRENKE KONZERNS Im ersten Quartal 2020 nahmen im Rahmen von Zellteilungen zwei neue Standorte in
Brasilien und jeweils eine neue Niederlassung in Schweden und in Portugal ihren Betrieb
auf. Im zweiten Quartal 2020 eröffnete GRENKE einen ersten Franchise-Standort in den
Vereinigten Staaten von Amerika (Phoenix, Arizona). Zum 30. Juni 2020 war GRENKE damit
in 33 Ländern mit insgesamt 153 Standorten für seine Kunden präsent. Anfang April gab GRENKE bekannt, dass die ordentliche Hauptversammlung aufgrund der
Ausbreitung der COVID-19-Pandemie nicht - wie geplant - am 19. Mai 2020 stattfinden
kann. Der neue Termin für die in diesem Jahr rein virtuell durchgeführte ordentliche
Hauptversammlung ist der 6. August 2020. Anfang Mai gab GRENKE einen angepassten Dividendenvorschlag
in Höhe von 0,80 EUR je Aktie statt ursprünglich vorgeschlagenen 0,88 EUR je Aktie
bekannt. Damit beabsichtigt GRENKE die Ausschüttung einer Dividende auf Vorjahresniveau,
die von den Aktionären wahlweise in bar oder - zur Stärkung der Kapitalbasis - in
bar und Aktien bezogen werden kann. 3. WIRTSCHAFTSBERICHTAUSGEWÄHLTE ANGABEN AUS DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
3.1 ERTRAGSLAGE3.1.1 HALBJAHRESVERGLEICH 2020 VERSUS 2019 Die Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft stiegen im ersten Halbjahr
2020 - infolge des niedrigeren Neugeschäftsvolumens - um 12,7 Prozent auf 229,3 Mio.
EUR (Q1-Q2 2019: 203,5 Mio. EUR). Im gleichen Zeitraum nahmen die Aufwendungen aus
der Verzinsung der Refinanzierung mit 15,4 Prozent überproportional zu und betrugen
30,2 Mio. EUR nach 26,2 Mio. EUR im Vergleichshalbjahr. Das Zinsergebnis, das dem
Saldo dieser Positionen entspricht, stieg in Folge um 12,3 Prozent auf 199,1 Mio.
EUR (Q1-Q2 2019: 177,3 Mio. EUR) an. Die Schadensabwicklung und Risikovorsorge in der Gewinn- und Verlustrechnung setzt
sich aus zwei Teilen zusammen. Zum einen schlägt sich die Wertberichtigung und Abwicklung
für bereits gekündigte Leasingverträge in dieser Position nieder. Zum anderen werden
die erwarteten Kreditausfälle aus bisher ungekündigten Leasingverträgen gezeigt. Gemäß
IFRS 9 basiert die Ermittlung der erwarteten Kreditausfälle auf einem dreistufigen
Ansatz. Tritt eine signifikante Verschlechterung des Kreditrisikos (Stufe 2) oder
eine Bonitätsbeeinträchtigung (Stufe 3) ein, ist eine Risikovorsorge in Höhe der über
die gesamte restliche Vertragslaufzeit erwarteten Verluste zu bilden. Aufgrund der
Auswirkungen der COVID-19-Pandemie wurden zum Stichtag deutlich mehr Leasingverträge
identifiziert, die in Stufe 3 einzuordnen waren, was entsprechend zu einer erhöhten
Risikovorsorge führte. Die überwiegende Anzahl der betroffenen Leasingverträge war
zum Ende des Berichtshalbjahres allerdings ungekündigt. Sofern in der Zukunft eine
Verbesserung dieser Verträge eintritt, sind diese Leasingverträge wieder in eine vorangegangene
Stufe zu transferieren und die dann zu viel gebildete Risikovorsorge ist aufzulösen.
Insgesamt summiert sich die Risikovorsorge nach IFRS 9 für alle drei Stufen und ungekündigte
Leasingverhältnisse betreffend in der Berichtsperiode auf 49,6 Mio. EUR. Die Aufwendungen
für Schadensabwicklung und Risikovorsorge stiegen infolgedessen um 86,3 Prozent auf
113,0 Mio. EUR nach 60,7 Mio. EUR im Vorjahreshalbjahr. Für weitergehende Informationen
zur Schadensabwicklung und Risikovorsorge wird auf Abschnitt 5 auf Seite 26 des verkürzten
Konzernanhangs verwiesen. Die Schadenquote, welche das Verhältnis aus der Position Schadensabwicklung und Risikovorsorge
(Zähler) und dem Vermietvolumen (Nenner) als Kennzahl abbildet, liegt für das erste
Halbjahr bei 2,5 Prozent (Q1-Q2 2019: 1,6 Prozent). Der Anstieg war sowohl durch die
höhere Risikovorsorge, als auch durch das nur geringe Wachstum des Vermietvolumens
begründet. Aufgrund des geringeren Neugeschäfts im ersten Halbjahr nahm das Vermietvolumen
(30.06.2020: 8.794,3 Mio. EUR), welches die Nettoanschaffungswerte aller laufenden
Leasingverträge zusammenfasst, gegenüber dem Wert zum Jahresende (31.12.2019: 8.474
Mio. EUR) kaum zu. Der Anstieg der Schadenquote in Folge der COVID-19-Pandemie ist
somit auf den Anstieg der Risikovorsorge sowie der unterproportionalen Entwicklung
des Vermietvolumens zurückzuführen. Das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge sank im Berichtshalbjahr
um 26,2 Prozent auf 86,1 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 116,6 Mio. EUR). Das Ergebnis aus dem Servicegeschäft legte auf Halbjahressicht um 22,9 Prozent zu.
Dabei profitierte das Servicegeschäft weiterhin von den hohen Neugeschäftsvolumen
der Vorjahre. Der Rückgang des Ergebnisses aus dem Neugeschäft von -18,3 Prozent auf
23,3 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 28,5 Mio. EUR) spiegelt das - durch die COVID-19-Pandemie
begründete - rückläufige Neugeschäft des ersten Halbjahres wider. Das Verwertungsmehr-/minderergebnis
lag mit -1,5 Mio. EUR wie auch in der Vergleichsperiode (Q1-Q2 2019: -0,3 Mio. EUR)
im negativen Bereich. Demzufolge fielen die operativen Erträge insgesamt gegenüber
dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 13,8 Prozent und erreichten 164,4 Mio. EUR
(Q1-Q2 2019: 190,7 Mio. EUR). Die Personalaufwendungen stiegen um 3,3 Prozent auf 58,2 Mio. EUR nach 56,4 Mio.
Dabei wurde der Aufbau der Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten um 8,3 Prozent
auf 1.751 (auf Basis Vollzeitbeschäftigter; Q1-Q2 2019: 1.617) durch einen Rückgang
der variablen Vergütung um 8,0 Prozent kompensiert. Die Abschreibungen stiegen im
ersten Halbjahr um 6,4 Prozent und betrugen 14,8 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 13,9 Mio. EUR).
Dagegen sank der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand um 6,1 Prozent auf 34,5 Mio. EUR
(Q1-Q2 2019: 36,7 Mio. EUR). Ein deutlicher Rückgang innerhalb dieser Position war
bei den Vertriebskosten zu verzeichnen und resultierte hauptsächlich - bedingt durch
COVID-19-Pan-demie - aus rückläufigen Werbungs- und Reisekosten im zweiten Quartal.
Die deutliche Zunahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 8,8 Mio. EUR (Q1-Q2
2019: 5,2 Mio. EUR) resultierte vor allem aus Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
in Höhe von -6,0 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: -3,1 Mio. EUR). Diese ergaben sich im Wesentlichen
aus temporären Differenzen während der Dauer von Sicherungsbeziehungen im Fremdwährungsbereich,
die sich nicht im Hedge-Accounting befinden. Hier treffen die Umrechnung zum Stichtagskurs
von Bilanzpositionen und die Markbewertung der Devisenterminkurse aufeinander. Über
die Laufzeit der Sicherungsbeziehungen wird sich diese abbauen, sodass am Ende der
kontrahierte Devisenterminkurs, zu dem die Absicherung erfolgte maßgeblich ist und
realisiert wird. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 3,5 Mio. EUR nach 5,0
Mio. EUR im Vorjahreshalbjahr. Aufgrund der insgesamt niedrigeren Kosten sank die
Cost-Income-Ratio im ersten Halbjahr 2020 auf 41,9 Prozent nach 44,0 Prozent im Vorjahreshalbjahr.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass GRENKE - wie im Geschäftsbericht 2019 erläutert
- die Cost-Income-Ratio seit dem Geschäftsjahr 2020 entsprechend der Standardberechnungsmethode
in der Finanzbranche ohne Berücksichtigung der Aufwendungen für Schadensabwicklung
und Risikovorsorge berechnet. Infolge der gestiegenen Aufwendungen aus der Schadensabwicklung und Risikovorsorge
lag das operative Ergebnis in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 bei
51,5 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 83,5 Mio. EUR) und verzeichnete somit einen Rückgang von
38,3 Prozent. Der Gewinn vor Steuern ging um 42,5 Prozent auf 46,6 Mio. EUR zurück
(Q1-Q2 2019: 81,1 Mio. EUR). Zum vergleichsweise stärkeren Rückgang des Gewinns vor
Steuern trugen auch die sonstigen Zinsaufwendungen bei, die auf 4,5 Mio. EUR (Q1-Q2
2020: 2,2 Mio. EUR) zunahmen. Diese resultieren überwiegend aus Negativzinsen auf
Guthaben bei der Deutschen Bundesbank. Die Steuerquote der Berichtsperiode lag bei
18,5 Prozent nach 15,9 Prozent im Vorjahreshalbjahr. Der Gewinn nach Steuern betrug
38,0 Mio. EUR nach 68,2 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2019 und ging somit um 44,3 Prozent
zurück. Daraus errechnet sich für die Berichtsperiode ein Ergebnis je Aktie von 0,66
EUR (Q1-Q2 2019: 1,33 EUR). 3.1.2 VERGLEICH ZWEITES QUARTAL 2020 VERSUS 2019 Die Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft stiegen im zweiten
Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,7 Prozent. Im gleichen Zeitraum
nahmen die Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung um 15,1 Prozent zu,
sodass das Zinsergebnis im zweiten Quartal per Saldo um 8,8 Prozent auf 98,0 Mio.
EUR (Q2 2019: 90,1 Mio. EUR) zulegte. Die Aufwendungen für Schadensabwicklung und
Risikovorsorge stiegen im zweiten Quartal 2020 infolge der CO-VID-19-Pandemie um 92,3
Prozent auf 62,2 Mio. EUR (Q2 2019: 32,4 Mio. EUR). Dementsprechend erhöhte sich die
Schadenquote des Konzerns auf 2,8 Prozent (Q2 2019: 1,6 Prozent). Aufgrund der höheren
Schäden sank das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge im zweiten
Quartal 2020 um 38,0 Prozent auf 35,8 Mio. EUR (Q2 2019: 57,7 Mio. EUR). Das Ergebnis aus dem Servicegeschäft nahm im Berichtsquartal um 14,9 Prozent auf
27,6 Mio. EUR (Q2 2019: 24,0 Mio. EUR) zu und profitierte weiterhin von dem hohen
Neugeschäftsvolumen der Vorjahre. Demgegenüber spiegelt der Rückgang des Ergebnisses
aus dem Neugeschäft von 35,9 Prozent auf 9,6 Mio. EUR (Q2 2019: 14,9 Mio. EUR) das
rückläufige Neugeschäft des zweiten Quartals 2020 wider. Das Verwertungsminderergebnis
lag mit 0,5 Mio. EUR wie im Vorjahreszeitraum (Q2 2019: -0,1 Mio. EUR) leicht im negativen
Bereich. In Summe fielen die operativen Erträge im zweiten Quartal 2020 um 24,9 Prozent
auf 72,5 Mio. EUR (Q2 2019: 96,5 Mio. EUR). Der Personalaufwand fiel im zweiten Quartal im Wesentlichen aufgrund niedrigerer
variabler Vergütungskomponenten um 2,9 Prozent auf 27,9 Mio. EUR (Q2 2019: 28,8 Mio.
EUR). Infolge der hohen Investitionen der Vorjahre stiegen die Abschreibungen um 7,8
Prozent auf 7,3 Mio. EUR (Q2 2019: 6,8 Mio. EUR). Dagegen sank der Vertriebs- und
Verwaltungsaufwand um 16,5 Prozent auf 15,5 Mio. EUR (Q2 2019: 18,6 Mio. EUR). Wie
bei der Erläuterung der Halbjahreszahlen erwähnt, resultierte der Rückgang vor allem
aus rückläufigen Werbungs- und Reisekosten. Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen
Erträgen und Aufwendungen lag im Berichtsquartal bei -1,5 Mio. EUR (Q2 2019: -0,7
Mio. EUR). Entsprechend sank die Cost-Income-Ratio im zweiten Quartal 2020 auf 40,2
Prozent (Q2 2019: 43,9 Prozent). Aufgrund der gestiegenen Risikovorsorge fiel das operative Ergebnis des zweiten Quartals
2020 um 51,7 Prozent auf 20,2 Mio. EUR (Q2 2019: 41,7 Mio. EUR) und der Gewinn vor
Steuern um 56,9 Prozent 17,4 Mio. EUR (Q2 2019: 40,4 Mio. EUR). Auf Basis einer auf
18,4 Prozent (Q2 2019: 15,0 Prozent) gestiegenen Steuerquote ergab sich im Berichtsquartal
ein um 58,6 Prozent rückläufiger Gewinn von 14,2 Mio. EUR (Q2 2019: 34,4 Mio. EUR).
Daraus errechnet sich ein Ergebnis je Aktie von 0,31 EUR (Q2 2019: 0,74 EUR). Bei
einer ökonomischen Betrachtung des Ergebnisses je Aktie und einer entsprechenden periodischen
Abgrenzung der Zinszahlungen für Hybridkapital ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von
0,26 EUR (Q2 2019: 0,71 EUR). 3.1.3 UNTERJÄHRIGE ENTWICKLUNG DER ERTRAGSLAGE Abweichend von der bisherigen Form der Berichterstattung erfolgt im Folgenden zusätzlich
ein Vergleich der Ertragsentwicklung des zweiten Quartals 2020 mit dem ersten Quartal
2020. Die Auswirkungen der CO-VID-19-Pandemie auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns
lassen sich so aussagekräftiger und transparenter darstellen als bei einem Vorjahresvergleich. Das Zinsergebnis des zweiten Quartals nahm gegenüber dem ersten Quartal des Jahres
um 3,1 Prozent ab und betrug 98,0 Mio. EUR (Q1 2020: 101,1 Mio. EUR). Ursächlich für
den Rückgang war die COVID-19-Pandemie, deren Auswirkungen auf das Geschäft des Konzerns
erst in den letzten Wochen des ersten Quartals sichtbar wurden. Im zweiten Quartal
beeinträchtigte die Pandemie dagegen durchgehend das Kontrahieren von Neugeschäft
und damit einhergehend die Generierung von Zinserträgen. Der Anstieg der zuvor beschriebenen
Risikovorsorge gemäß IFRS 9, insbesondere für die Märkte in Italien und Frankreich,
führte im zweiten Quartal zu Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge
in Höhe von 62,2 Mio. EUR nach 50,8 Mio. EUR im Vorquartal. Infolgedessen sank das
Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Berichtsquartal sequenziell
um 28,9 Prozent auf 35,8 Mio. EUR (Q1 2020: 50,3 Mio. EUR). Das Ergebnis aus dem Servicegeschäft entwickelte sich gegenüber dem ersten Quartal
2020 mit -4,2 Prozent leicht rückläufig und betrug 27,6 Mio. EUR. Der Rückgang des
Ergebnisses aus dem Neugeschäft von 30,3 Prozent auf 9,6 Mio. EUR (Q1 2020: 13,7 Mio.
EUR) spiegelt das rückläufige Neugeschäft des zweiten Quartals 2020 wider. Das Verwer-tungsmehr-/minderergebnis
lag mit -0,5 Mio. EUR wie im ersten Quartal 2020 (Q1 2020: -1,0 Mio. EUR) im negativen
Bereich. In Summe fielen die operativen Erträge im zweiten Quartal 2020 um 21,2 Prozent
auf 72,5 Mio. EUR (Q1 2020: 91,9 Mio. EUR). Der Personalaufwand sank im zweiten Quartal um 7,8 Prozent auf 27,9 Mio. EUR (Q1
2020: 30,3 Mio. EUR). Die Abschreibungen summierten sich auf 7,3 Mio. EUR und waren
somit auf dem Niveau des Vorquartals (Q1 2020: 7,5 Mio. EUR). Dagegen ging der Vertriebs-
und Verwaltungsaufwand um 18,2 Prozent auf 15,5 Mio. EUR (Q1 2020: 19,0 Mio. EUR)
zurück. Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen lag im
Berichtsquartal bei -1,5 Mio. EUR (Q1 2020: -3,8 Mio. EUR). Das erste Quartal beinhaltete
den Großteil der erwähnten Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen. Die insgesamt gesunkenen
Kosten im zweiten Quartal führten zu einer Cost-Income-Ratio von 40,2 Prozent nach
43,5 Prozent im ersten Quartal 2020. Das operative Ergebnis des zweiten Quartals fiel
infolge der gestiegenen Risikovorsorge um 35,7 Prozent auf 20,2 Mio. EUR (Q1 2020:
31,4 Mio. EUR) und der Gewinn vor Steuern um 40,2 Prozent auf 17,4 Mio. EUR (Q1 2020:
29,1 Mio. EUR). Im zweiten Quartal verursachte das deutlich höhere Bundesbankguthaben nennenswerte
Negativzinsen, was zu einem Anstieg der sonstigen Zinsaufwendungen auf 3,2 Mio. EUR
(Q1 2020: 1,4 Mio. EUR) führte und den Gewinn vor Steuern zusätzlich belastete. Die Steuerquote des zweiten Quartals blieb mit 18,4% im Quartalsvergleich nahezu
unverändert (Q1 2020: 18,5%). Der Gewinn nach Steuern betrug 14,2 Mio. EUR nach 23,7
Mio. EUR im Vorquartal. Daraus errechnet sich für das Berichtsquartal ein Ergebnis
je Aktie von 0,31 EUR (Q1 2020: 0,35 EUR). Entsprechend der Vertragsgestaltung der Hybridanleihen wurden die Gewinnanteile der
Hybridkapitalgeber (7,4 Mio. EUR nach 6,5 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum) bei der Berechnung
des Ergebnisses je Aktie zum 30. März 2020 in voller Höhe erfasst. Bei einer periodischen
Abgrenzung der Zinszahlungen ergibt sich für das zweite Quartal 2020 ein Ergebnis
je Aktie von 0,26 EUR (Q1 2020: 0,46 EUR). ENTWICKLUNG DER SEGMENTE3.1.3.1 Geschäftssegmente Die Berichterstattung über die Entwicklung der Segmente folgt der organisatorischen
Struktur des Konzerns. Deshalb sind die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung
der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt. Weitergehende
Informationen zu den Geschäftssegmenten sind in der Konzern-Segmentberichterstattung
auf Seite 33 dargestellt, die Teil des verkürzten Konzernanhangs ist. 3.1.3.2 Geschäftsentwicklung Die operativen Erträge im Segment Leasing reduzierten sich im ersten Halbjahr 2020
gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 19,1 Prozent von 174,8 Mio. EUR
auf 141,4 Mio. EUR. Das Segmentergebnis fiel um 43,7 Prozent auf 41,9 Mio. EUR (Q1-Q2
2019: 74,3 Mio. EUR). Im Zuge des starken Wachstums des Kreditgeschäfts für KMU steigerte
das Segment Bank seine operativen Erträge im ersten Halbjahr 2020 um 51,7 Prozent
auf 21,5 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 14,2 Mio. EUR). Das Segmentergebnis verbesserte sich
um 21,0 Prozent auf 11,7 Mio. EUR nach 9,7 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Im Segment
Factoring sanken die operativen Erträge um 20,0 Prozent auf 1,4 Mio. EUR (Q1-Q2 2019:
1,8 Mio. EUR). Aufgrund fortgesetzter Investitionen in die Vertriebsinfrastruktur
und Anlaufkosten für die stärkere internationale Aufstellung des Geschäfts belief
sich der Verlust des Segments auf -2,1 Mio. EUR nach -0,5 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. 3.2 VERMÖGENS- UND FINANZLAGEAUSGEWÄHLTE ANGABEN AUS DER KONZERN-BILANZscroll
3.2.1 VERMÖGENSLAGE Die Bilanzsumme des GRENKE Konzerns erhöhte sich zum Stichtag 30. Juni 2020 gegenüber
dem Stand zum Ende des Geschäftsjahres 2019 um 7,6 Prozent auf 7,7 Mrd. EUR (31. Dezember
2019: 7,1 Mrd. EUR). Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Zunahme der
Zahlungsmittel, die sich zum Stichtag auf 1,1 Mrd. EUR mehr als verdoppelten (31.
Dezember 2019: 0,4 Mrd. EUR). Der höhere Zahlungsmittelbestand ergab sich vor allem
durch das erhöhte Einlagevolumen bei der GRENKE Bank. In der aktuellen gesamtwirtschaftlichen
Situation legt der GRENKE Konzern einen besonderen Fokus auf eine ausreichende Liquiditätsvorhaltung,
um so flexibel auf Marktgegebenheiten reagieren zu können. Zudem ist der Konzern aufgrund
aufsichtsrechtlicher Vorgaben verpflichtet, einen Liquiditätspuffer vorzuhalten. So
befanden sich zum Stichtag 849,4 Mio. EUR (31.12.2019: 212,2 Mio. EUR) auf Konten
der Deutschen Bundesbank, was aufgrund des negativen Guthabenzinses i.H.v. -0,5 Prozent
entsprechende Zinsaufwendungen verursacht. Die größte Bilanzposition des Konzerns - die lang- und kurzfristigen Leasingforderungen
- lag mit 5,7 Mrd. EUR (31. Dezember 2019: 5,6 Mrd. EUR) auf annähernd unveränderter
Höhe. Diese Entwicklung reflektiert das niedrige Neugeschäftsvolumen im ersten Halbjahr
2020. Der Rückgang der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte auf 200,2 Mio. EUR (31. Dezember
2019: 322,7 Mio. EUR) resultierte hauptsächlich aus stichtagsbedingt niedrigeren Umsatzsteuererstattungsansprüchen. Auf der Passivseite der Bilanz erhöhten sich die kurz- und langfristigen Finanzschulden
in Summe um 8,3 Prozent auf 6,1 Mrd. EUR (31. Dezember 2019: 5,6 Mrd. EUR). Der größte
Anteil entfiel auf die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung,
die gegenüber dem Jahresende 2019 um 0,8 Prozent auf 4,8 Mrd. EUR (31. Dezember 2019:
4,7 Mrd. EUR) zunahmen. Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft
stiegen um 48,0 Prozent auf 1,3 Mrd. EUR (31. Dezember 2019: 0,9 Mrd. EUR). Stichtagsbedingt stiegen die abgegrenzten Mietraten zum 30. Juni 2020 auf 83,2 Mio.
EUR (31. Dezember 2019: 23,6 Mio. EUR). Diese Bilanzposition unterliegt allerdings
unterjährig häufig großen Schwankungen; im Vergleich zum 30. Juni 2019 ergab sich
ein Zuwachs von 31,8 Prozent. Das Eigenkapital des Konzerns lag zum 30. Juni 2020 bei 1.272,5 Mio. EUR (31. Dezember
2019: 1.248,8 Mio. EUR), was einem Anstieg von 1,9 Prozent entspricht. Dem in der
Berichtsperiode erwirtschafteten Konzerngewinn in Höhe von 38,0 Mio. EUR standen die
Zinszahlung für das Hybridkapital (7,4 Mio. EUR) und negative Effekte aus der Währungsumrechnung
(8,9 Mio. EUR) gegenüber. Ein positiver Effekt (2,4 Mio. EUR) ergab sich dagegen aus
der Marktbewertung von Hedging-Instrumenten. Aufgrund der Ausweitung der Bilanzsumme
infolge des höheren Zahlungsmittelbestands sank die Eigenkapitalquote zum 30. Juni
2020 auf 16,6 Prozent (31. Dezember 2019: 17,5 Prozent). Damit übertraf die Eigenkapitalausstattung
des Konzerns aber weiterhin die langfristige Orientierungsmarke von mindestens 16,0
Prozent. 3.2.2 LIQUIDITÄT Dank des hohen Bestands an Zahlungsmitteln und der breit diversifizierten Refinanzierungsstruktur
war der GRENKE Konzern im Berichtshalbjahr jederzeit in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen
zu erfüllen. Über die Tochtergesellschaft Grenke Finance PLC wurden im ersten Halbjahr 2020 drei
neue Festzinsanleihen mit einem Gesamtvolumen von brutto 210 Mio. EUR und 300 Mio.
HKD emittiert. Weitere Informationen zu den begebenen Schuldverschreibungen sind in
den Angaben zum verkürzten Konzernzwischenabschluss dargestellt und zudem auf der
Website www.grenke.de/unternehmen/investor-relations/fremdkapi-tal/emittierte-anleihen
abrufbar. Darüber hinaus wurde ein Schuldscheindarlehen über 19 Mio. EUR emittiert.
Im kurzfristigen Bereich emittierte GRENKE im ersten Halbjahr acht Commercial Paper
über 70 Mio. EUR. Getilgt wurden im Berichtszeitraum Anleihen über 153 Mio. EUR und
Schuldscheindarlehen über 21,5 Mio. EUR, 33 Mio. DKK und 33 Mio. SEK. Die Ausnutzung der ABCP-Programme lag zum 30. Juni 2020 bei 746.0 Mio. EUR und 113,8
Mio. GBP (31. Dezember 2019: 713.1 Mio. EUR und 125 Mio. GBP). Das Gesamtvolumen dieser Programme betrug 947,8
Mio. EUR und 150,0 Mio. GBP (31. Dezember 2019: 947,8 Mio. EUR und 150,0 Mio. GBP). Die offenen Kreditlinien des Konzerns (d. h. Banklinien plus verfügbares Volumen
aus Anleihen und Commercial Paper) betrugen zum Stichtag 3.145,7 Mio. EUR, 39,0 Mio.
PLN, 40,0 Mio. HRK und 11,6 Mio. CHF (31. Dezember 2019: 1.565,6 Mio. EUR, 27,0 Mio.
PLN, 70,0 Mio. HRK und 14,5 Mio. CHF). Zudem hat der Konzern seine Zusammenarbeit mit Förderbanken intensiviert und die
bestehenden Programme zur weiteren Unterstützung von KMUs ausgedehnt. Im April 2020
kam ein Darlehen in Höhe von 90 Mio. EUR der Europäischen Investitionsbank (EIB) zur
Auszahlung. Die Refinanzierung über Bankeinlagen der GRENKE Bank lag zum Stichtag 30. Juni 2020
bei 1.312,2 Mio. EUR nach 769,9 Mio. EUR zum vergleichbaren Zeitpunkt des Vorjahrs.
Dies entspricht einem Anstieg von 70,5 Prozent. 3.2.3 FINANZLAGEAUSGEWÄHLTE ANGABEN AUS DER KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte sich im ersten Halbjahr
2020 deutlich auf 674,4 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 49,9 Mio. EUR). Der Anstieg resultierte
zum einen aus der bereits erwähnten starken Zunahme der Verbindlichkeiten aus dem
Einlagengeschäft (427,3 Mio. EUR nach 78,3 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum). Zum anderen
fiel der Anstieg der Leasingforderungen (11,3 Mio. EUR) aufgrund des geringeren Neugeschäftsvolumens
im ersten Halbjahr niedriger aus als im Vorjahreszeitraum (481,0 Mio. EUR). Dem stand
eine rückläufige Zunahme der Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung (38,4 Mio. EUR
nach 452,5 Mio. EUR) gegenüber. Darüber ergab sich aus der Veränderung der sonstigen
Vermögenswerte im Berichtshalbjahr ein Mittelzufluss von 101,2 Mio. EUR nachdem im
Vorjahreszeitraum noch ein Abfluss von 114,7 Mio. EUR zu verzeichnen war. Der Veränderung
der sonstigen Vermögenswerte liegt im Wesentlichen die Abnahme von Vorsteuerguthaben
zugrunde. Nach gezahlten/erhaltenen Steuern und Zinsen betrug der Netto-Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit des ersten Halbjahrs 667,6 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 36,4 Mio. EUR). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr 2020 auf -9,3
Mio. EUR (Q1-Q2 2019: -10,8 Mio. EUR). Er beinhaltete im Wesentlichen die Auszahlungen
für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen von 9,5 Mio.
EUR (Q1-Q2 2019: 11,0 Mio. EUR). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag im ersten Halbjahr bei -15,6 Mio. EUR
(Q1-Q2 2019: -50,5 Mio. EUR). Die Verbesserung ergab sich aus der Tatsache, dass die
Dividende für das Geschäftsjahr 2019 aufgrund der Verschiebung der ordentlichen Hauptversammlung
2020 noch nicht ausbezahlt wurde, während der Cashflow des Vorjahres die Dividendenzahlung
für 2018 von 37,1 Mio. EUR beinhaltete. Die größte Position im ersten Halbjahr 2020
war somit die Zinszahlung auf das Hybridkapital von 10,7 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 9,4
Mio. EUR). Aus der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten ergab sich zudem ein Mittelabfluss
von 5,8 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 4,8 Mio. EUR). Somit lag die Summe der Cashflows im Halbjahr bei 642,7 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: -24,9
Mio. EUR). Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten stieg zum
Stichtag 30. Juni 2020 entsprechend auf 1.077,9 Mio. EUR nach 434,3 Mio. EUR zum Geschäftsjahresende
2019. 4. ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN Bezüglich der Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
wird auf die Ausführungen im Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss auf Seite
24 verwiesen. 5. CHANCEN-, RISIKO- UND PROGNOSEBERICHT5.1 CHANCEN UND RISIKEN Durch die Beschränkungen der gesamtwirtschaftlichen Aktivität infolge der COVID-19-Pandemie
im ersten Halbjahr 2020 sind die Unsicherheiten gegenüber der im Geschäftsbericht
2019 dargestellten Situation deutlich gestiegen, was vor allem für Kredit- und Liquiditätsrisiken
gilt. Die Volkswirte des IWF gehen inzwischen von einer - in dieser Dimension noch nie
dagewesenen - Rezession im Jahr 2020 aus. Zwar haben viele Staaten umfangreiche Hilfsprogramme
in Form von Kreditzusagen und -garantien auf den Weg gebracht um die Zahlungsfähigkeit
von Unternehmen sicherzustellen, dennoch ist im laufenden Geschäftsjahr mit einem
Anstieg der Unternehmensinsolvenzen zu rechnen. So erwartet beispielsweise Euler Hermes
eine Zunahme der weltweiten Insolvenzen von 20 Prozent im Jahr 2020. Im ersten Halbjahr
2020 hat sich auch das Zahlungsverhalten der Kunden des Konzerns durch die gesamtwirtschaftlichen
Auswirkungen verändert, obwohl im Juni und Juli 2020 gegenüber den Vormonaten bereits
eine Verbesserung zu beobachten war. Infolge von verspäteten oder ausbleibenden Zahlungseingängen
ist für das Geschäftsjahr mit einem Anstieg der Schäden zu rechnen, was sich zum 30.
Juni 2020 in Form einer gestiegenen IFRS 9-Risikovorsorge niederschlägt. Der GRENKE
Konzern hat das Risikoprognosemodell nach IFRS 9 bislang nicht angepasst und an der
bisherigen Methode zur Ermittlung der erwarteten Ausfälle zum 30. Juni 2020 festgehalten.
Der GRENKE Konzern geht seit Beurteilung der ersten Folgen der Pandemie im ersten
Quartal 2020 unverändert davon aus, dass sich für das Gesamtjahr 2020 eine Schadensquote
von bis zu 2,3 Prozent ergeben kann. Wie schon anlässlich der Veröffentlichung des Berichts zum ersten Quartal 2020 kommuniziert,
bestätigte die Ratingagentur Standard & Poor's in ihrer letzten Analyse vom 23. April
2020 das Counterparty Credit Rating BBB+ / A-2 des Konzerns und revidierte den Ausblick
für die GRENKE AG von stabil auf negativ infolge der erwarteten Auswirkungen der CO-VID-19-Pandemie.
In ihrer Begründung nannte die Rating-Agentur dazu erwartet härtere wirtschaftliche
Bedingungen in GRENKEs wichtigsten europäischen Kernmärkten innerhalb der nächsten
18 bis 24 Monate. Das wirtschaftliche Umfeld bietet gleichwohl Chancen, indem Erkenntnisse und Beobachtungen
frühzeitig in die Risikomessung integriert werden und das risikoadjustierte Kontrahieren
von Verträgen möglich macht. GRENKE strebt eine möglichst optimale Balance zwischen
Risiko und Deckungsbeitrag an. Außerdem festigen sich Kunden- und Partnerbeziehungen
dadurch, dass GRENKE weiterhin Unternehmen beim Umsetzen von Investitionsvorhaben
unterstützt. 5.2 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN Im Juni 2020 senkte der IWF seinen Ausblick für die Weltwirtschaft und rechnet aufgrund
der noch negativer als erwarteten Auswirkungen der Corona-Pandemie für das laufende
Jahr mit einem Rückgang von 4,9 Prozent. Im April 2020 hatte der IWF eine Abnahme
von nur 3,0 Prozent prognostiziert. Die Rücknahme der Schätzungen betrifft vor allem
die fortgeschrittenen Volkswirtschaften, insbesondere die Eurozone, für die der IWF
nun einen Rückgang von 10,2 Prozent erwartet (April-Schätzung: -7,5 Prozent). Allerdings
geht der IWF davon aus, dass der Talsohle der wirtschaftlichen Entwicklung im zweiten
Quartal 2020 durchschritten worden sein dürfte. Für die kommenden Quartale wird mit
einer graduellen Erholung gerechnet, die aber langsamer ausfallen soll als noch im
April erwartet. Die Entwicklung des ifo-Geschäftsklimaindexes, der im März und April
2020 einen beispiellosen Einbruch verzeichnete, unterstützt die Annahme einer Erholung
der deutschen Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte. Der Index stieg sowohl im Mai
als auch im Juni wieder deutlich an. Für 2021 rechnet der IWF mit einem Wachstum der
Weltwirtschaft von 5,4 Prozent. Für die Eurozone wird ein Anstieg von 6,0 Prozent
in Aussicht gestellt. 5.3 PROGNOSE Wie bereits anlässlich der Veröffentlichung der Neugeschäftszahlen für das zweite
Quartal 2020 am 2. Juli 2020 bekanntgegeben, ist der Einfluss der COVID-19-Pandemie
auf die weitere Geschäfts- und Ergebnisentwicklung der GRENKE Gruppe derzeit nicht
verbindlich abschätzbar und nicht in der am 11. Februar 2020 veröffentlichten Prognose
für das Geschäftsjahr 2020 enthalten. Vor dem Hintergrund der allgemeinen wirtschaftlichen
Beschränkungen infolge der COVID-19-Pandemie geht der Vorstand aus heutiger Sicht
davon aus, dass sich das Neugeschäftsniveau im dritten Quartal 2020 bei ungefähr 70
Prozent des Vorjahresniveaus einpendeln wird. Somit bleibt die Neugeschäftsentwicklung
für das laufende Geschäftsjahr insgesamt vom weiteren Verlauf der COVID-19-Pandemie
abhängig. Zu Jahresbeginn war für das Neugeschäft zunächst ein Wachstum zwischen 14
und 18 Prozent avisiert worden. Der Konzern ist in der Lage, auf Basis eines geringeren Neugeschäftsvolumens und
angemessenen Kosteneinsparungen auch in der Krise profitabel zu arbeiten, auch wenn
der Gewinn unter dem Niveau liegen wird, welches zu Jahresbeginn in einem Zielkorridor
von 153 bis 165 Mio. EUR avisiert worden war. Auf Basis der guten Liquiditätslage
sowie der stabilen Anzahl von Mitarbeitenden - insbesondere im Vertrieb - kann der
GRENKE Konzern auf entsprechende Lockerungen und Normalisierungsentwicklungen sofort
reagieren. Der Vorstand wird seine Prognose für das Geschäftsjahr 2020 aktualisieren und konkretisieren,
sobald sich die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie hinreichend sicher bestimmen lassen. WELTWEIT VOR ORTNEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE LEASINGnach Regionen, Q1-Q2 2020![]() KUNDENNÄHE VOR ORTLänder / Märkte33Auf 5 Kontinenten für unsere Kunden präsent, Markteintritt USA+ 1Neuer Franchise-Standort in Phoenix, ArizonaSTANDORTE GRENKE GRUPPE153SOLIDE KENNZAHLENKONZERN-GEWINN14,2 Mio. EURGEWINN JE AKTIE0,31 EUREIGENKAPTALQUOTE16,6 ProzentBREITE REFINANZIERUNGSBASISDREI SÄULEN: REFINANZIERUNGSMIX DES GRENKE KONZERNS![]() DIGITALE AUSRICHTUNGeSIGNATURE QUOTE28,6 Prozent aller neuen Leasingverträge wurden volldigital abgeschlossen.eSIGNATUREAnzahl der Länder20In 20 Ländern ist eSignature aktiv.VERKÜRZTER KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSSKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
1
Vorjahreswerte teilweise angepasst (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss,
Kapitel "Anpassungen") KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
KONZERN-BILANZscroll
scroll
1
Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen
werden. KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGscroll
scroll
1. ALLGEMEINE ANGABEN Die GRENKE AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Baden-Baden, Neuer Markt 2,
Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung
B, unter der Nummer 201936 eingetragen. Gegenstand des verkürzten Konzernzwischenabschlusses
der GRENKE AG (im Folgenden als "Konzernzwischenabschluss" bezeichnet) zum 30. Juni
2020 sind die GRENKE AG sowie ihre Tochterunternehmen und konsolidierten strukturierten
Unternehmen (im Folgenden als "GRENKE Konzern" bezeichnet). Dieser Konzernzwischenabschluss
ist in Übereinstimmung mit den für die Zwischenberichterstattung anzuwendenden IFRS
(IAS 34), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht
und durch die Europäische Union (EU) in europäisches Recht übernommen wurden, aufgestellt
worden. Er ist in Zusammenhang mit dem IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019
zu lesen. Es erfolgte weder eine prüferische Durchsicht im Sinne von § 115 Abs. 5
WpHG noch eine Prüfung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts
zum 30. Juni 2020. 1.1 COVID-19-PANDEMIE Die Weltwirtschaft wurde im 1. Halbjahr 2020 durch die COVID-19-Pan-demie erheblich
beeinflusst. Dies hat sich auch auf den Zwischenabschluss des GRENKE Konzerns ausgewirkt.
GRENKE reagierte, indem Arbeitsgruppen gebildet wurden, welche sich mit möglichen
Auswirkungen der Pandemie auf die Geschäftsbereiche auseinandersetzten und entsprechende
Maßnahmen beschlossen. In diesem Zusammenhang wurden Stundungsvereinbarungen mit Kunden
abgeschlossen. Zu weiteren Ausführungen infolge der aktuellen Auswirkungen der Pandemie
verweisen wir auf die Angaben im Konzernzwischenlagebericht. 2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, die im Konzernzwischenabschluss angewendet
wurden, entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Ausnahmen hiervon
betreffen Änderungen, die sich durch die verpflichtende Anwendung neuer Rechnungslegungsstandards
ergeben haben, welche in einem nachfolgenden Abschnitt erläutert werden. Von der vorzeitigen
Anwendung von geänderten Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr
2021 oder später verpflichtend umzusetzen sind, wurde abgesehen. Die GRENKE AG wird
diese Standards zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umsetzen. Für diesen Zwischenabschluss gelten die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
wie in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019, auf den wir an dieser Stelle
verweisen. Zudem ergänzen wir die nachfolgenden Sachverhalte. 2.1 STUNDUNGSVEREINBARUNGEN GRENKE hat mit seinen Leasingkunden Stundungsvereinbarungen abgeschlossen, durch
die die Kunden aufgrund der aktuellen COVID-19-Pandemie und deren Folgen Unterstützung
erfahren. Bei den Stundungsvereinbarungen werden einzelne Zahlungen für Leasingraten
für einen festgelegten Zeitraum unverzinst gestundet und somit erst zu einem späteren
Zeitpunkt fällig. Teile dieser Stundungsvereinbarungen basieren auf gesetzlichen Moratorien.
Nach der Einschätzung von GRENKE haben die vereinbarten Stundungen zu keiner Änderung
des Umfangs eines Leasingverhältnisses oder der Gegenleistung für ein Leasingverhältnis
geführt. Daher werden die Zahlungsänderungen als nicht-substantielle Vertragsänderung
(Modifikation) behandelt. Der dem Leasingverhältnis zugrundeliegende Zinssatz wird
für die Berechnung der Nettoinvestition in das Leasingverhältnis unverändert fortgeführt. Zudem wurden mit Kunden im Kreditgeschäft ebenfalls Stundungsvereinbarungen getroffen.
Hier wurden dem Schuldner Kreditraten für einen gewissen Zeitraum, jedoch verzinslich,
gestundet. Es handelt sich auch in diesem Fall um eine nicht-substantielle Vertragsänderung,
da weder die qualitativen noch die quantitativen Indikatoren erfüllt werden eine Modifikation
zu begründen. Wir verweisen hierzu auf die geschilderten Bilanzierungsmethoden im
Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2019. 2.2 BEREITS VERÖFFENTLICHTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONEN - NOCH NICHT UMGESETZT Der im Mai 2017 vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichte
IFRS 17 "Versicherungsverträge" regelt die Grundzüge in Bezug auf den Ansatz, die
Bewertung, den Ausweis sowie die Angaben für Versicherungsverträge innerhalb des Anwendungsbereichs
des Standards. Der neue Standard ist nicht nur für Versicherungsunternehmen relevant,
sondern betrifft alle Unternehmen, die Versicherungsverträge im Anwendungsbereich
des Standards begeben. Durch IFRS 17 werden die Vorschriften des IFRS 4 ersetzt. Die
Zielsetzung von IFRS 17 besteht darin, dass für Versicherungsverträge eine einheitliche
Bilanzierung vorgeschrieben wird. Am 25. Juni 2020 wurde eine Änderung des IFRS 17
veröffentlicht. Das IASB beschloss die Erstanwendung auf den 1. Januar 2023 zu verschieben
sowie die derzeit für einige Versicherer geltende Ausnahme in IFRS 4 bezüglich der
Anwendung von IFRS 9 "Finanzinstrumente" zu verlängern, um ihnen die gleichzeitige
Einführung von IFRS 9 und IFRS 17 zu ermöglichen. Es wird keine materielle Auswirkung
auf den Konzernabschluss der GRENKE AG durch diesen neuen Standard erwartet. Zudem veröffentlichte das IASB verschiedene überarbeitete Standards. Im Januar 2020
wurde IAS 1 "Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig" veröffentlicht.
Gegenstand der Änderungen an IAS 1 ist die Klarstellung, dass im Rahmen der Klassifizierung
von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig auf bestehende Rechte des Unternehmens
zum Abschlussstichtag abzustellen ist. Die Klassifizierung hängt somit nicht von den
Erwartungen ab, ob ein Unternehmen von seinem Recht Gebrauch macht, die Erfüllung
einer Verpflichtung aufzuschieben. Am 15. Juli 2020 wurde die Erstanwendung der Änderung
durch das IASB um ein Jahr für Geschäftsjahre, die ab oder nach dem 1. Januar 2023
beginnen, verschoben. Weiterhin wurden vom IASB am 14. Mai 2020 mehrere begrenzte IFRS-Änderungen veröffentlicht.
Dies betrifft die Standards IAS 16 "Sachanlagen", IAS 37 "Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten"
und IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse". Daneben enthielt die Veröffentlichung den
Sammeländerungsstand der jährlichen Verbesserung, Zyklus 2018-2020, welcher Anpassungen
an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS", IFRS 9 "Finanzinstrumente", IAS 41 "Landwirtschaft"
sowie an einem Beispiel zu IFRS 16 "Leasingverhältnisse" vornimmt. Die Änderungen
sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die ab oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen.
Die derzeitigen Analysen lassen keine nennenswerte Auswirkung auf den Konzernabschluss
der GRENKE AG erwarten. Das IASB hat am 28. Mai 2020 IFRS 16 "Leasingverhältnisse" geändert ("COVID-19-Pandemie
bezogene Mietkonzessionen"). Die Änderung betrifft die bilanziellen Auswirkungen von
Zugeständnissen, die im Rahmen der COVID-19-Pandemie eingeräumt wurden. Ziel der Änderung
ist es, den Leasingnehmern eine Erleichterung von der Anwendung der in IFRS 16 enthaltenen
Vorschriften zu Vertragsmodifikationen einzuräumen. Die praktischen Erleichterungen
gelten explizit nicht für Leasinggeber, da das IASB die Komplexität der Änderungen
und die prozessualen Möglichkeiten der Umsetzung bei Leasinggebern als weniger kritisch
erachtet. Die Änderung tritt für jährliche Berichtsperioden in Kraft, die am oder
nach dem 1. Juni 2020 beginnen, eine frühere Anwendung ist jedoch zulässig. Die Standardänderung
wurde bislang (Stand: 24. Juli 2020) nicht in EU-Recht übernommen ("endorsed"). GRENKE
wendet diese Erleichterung zum aktuellen Berichtsstichtag nicht an, da GRENKE als
Leasingnehmer von diesen Sachverhalten nicht betroffen ist. 3. ERSTMALS ANZUWENDENDE, NEUE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS Im Geschäftsjahr 2020 wurden im GRENKE Konzern alle neuen und überarbeiteten Standards
und Interpretationen berücksichtigt, die erstmals verbindlich seit dem 1. Januar 2020
anzuwenden waren und bereits in europäisches Recht übernommen wurden (Endorsement),
sofern diese für den GRENKE Konzern relevant waren. Alle nachfolgenden überarbeiteten bzw. geänderten Standards hatten keinen materiellen
Einfluss auf die Bilanzierung und Berichterstattung im Konzernabschluss der GRENKE
AG. Es handelt sich um die Änderungen zu IFRS 3, "Unternehmenszusammenschlüsse"; Änderungen
an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IAS 8 "Bilanzierung und Bewertungsmethoden,
Änderungen von Schätzungen und Fehler" betreffend die "Definition von Wesentlichkeit";
IBOR-Reform: Änderung von IFRS 9 "Finanzinstrumente", IAS 39 "Finanzinstrumente, Ansatz
und Bewertung" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" sowie Änderungen der Verweise
auf das Rahmenkonzept zur Rechnungslegung des IASB. 4. VERWENDUNG VON ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN Bei der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen
verwendet worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte,
Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen
von Schätzungen werden prospektiv erfasst und erfolgen in den nachfolgend dargestellten
Bereichen:
Die Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte beruht auf Annahmen
und Schätzungen zum Ausfallrisiko und zu den erwarteten Verlustraten. Der Konzern
übt bei der Erstellung dieser Annahmen und der Auswahl der Inputfaktoren für die Berechnung
der Wertminderung Ermessen aus, basierend auf Erfahrungen des Konzerns aus der Vergangenheit,
bestehenden Marktbedingungen sowie zukunftsgerichte-ten Schätzungen zum Ende jeder
Berichtsperiode. Die wichtigsten verwendeten Annahmen und Inputfaktoren sind unter
den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt. Entsprechend den Verlautbarungen
von verschiedenen Regulatoren (ESMA, EBA) wurde eine Beurteilung der Modellierung
der IFRS 9 Wertberichtigung und der Schätzung der erwarteten Kreditverluste (ECL)
vorgenommen. Aufgrund dieser Beurteilung in dem auch das Senior Management eingebunden
war, ergab sich gegenüber den bisherigen Modellen zum 31. Dezember 2019 keine Anpassung.
Es wird weiterhin eine stetige Modellüberprüfung im Laufe des Geschäftsjahres stattfinden,
um mögliche Schätzungsänderungen der erwarteten Kreditverluste zu identifizieren. Nicht garantierte (kalkulierte) Restwerte werden im Rahmen der Ermittlung des Barwerts
der Leasingforderungen gemäß IFRS 16 berücksichtigt. Die kalkulierten Restwerte am
Ende der Vertragslaufzeit ermitteln sich in Abhängigkeit von der Laufzeitgruppe des
jeweiligen Leasingvertrags und beinhalten das erwartete Nachgeschäft und die erwarteten
Verwertungserlöse am Ende der Laufzeit, basierend auf historischen Erfahrungswerten.
Für Zugänge seit dem 1. Januar 2020 betragen sie zwischen 5,5 % und 15,0 % von den
Anschaffungskosten. Die kalkulierten Restwerte werden dabei anhand statistischer Auswertungen
im Rahmen einer bestmöglichen Schätzung angesetzt. Im Falle eines Absinkens der tatsächlich
im Nachgeschäft (bestehend aus Verwertung und Nachmiete) erzielbaren Erlöse wird eine
Abwertung der Leasingforderungen berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg unberücksichtigt
bleibt. Die der Discounted-Cashflow-Bewertung zugrundeliegenden Cashflows der bestehenden
Geschäfts- oder Firmenwerte basieren auf aktuellen Geschäftsplänen und internen Planungen,
wobei von einem Planungshorizont von fünf Jahren ausgegangen wird. Hierbei werden
Annahmen über die künftigen Umsatz- und Kostenentwicklungen getroffen. Aufgrund der
COVID-19-Pandemie werden die Geschäftspläne und internen Planungen überarbeitet. Wegen
der noch nicht absehbaren Folgen auf die Geschäfte in den einzelnen zahlungsgenerierten
Einheiten sind weitere Schätzunsicherheiten hinzugekommen. Grundsätzlich werden künftige
Wachstumsraten der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis bisheriger Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte Ertragsverläufe in
die Zukunft projiziert. Diese Schätzungen sowie die zugrundeliegende Methodik können
einen erheblichen Einfluss auf die ermittelten Werte haben. Sollten wesentliche Annahmen
von den tatsächlichen Größen abweichen, könnte dies in der Zukunft zu erfolgswirksam
zu erfassenden Wertminderungen führen. 5. ANPASSUNGEN Aufgrund der retrospektiven Anpassung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" für Leasinggeber
im Vorjahr, welche erst im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 vollzogen wurde,
ergab sich entsprechend eine Änderung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zum
30. Jun 2019. Das Zinsergebnis erhöhte sich um 20.586 TEUR und die Schadensentwicklung
und Risikovorsorge um 399 TEUR. In diesem Zusammenhang reduzierte sich das Ergebnis
aus dem Neugeschäft um 20.428 TEUR und das Verwertungsmehr-(+)/minder(-)ergebnis stieg
um 41 TEUR an. Insgesamt kam es zu einer Reduzierung des Gewinns vor Steuern um 200
TEUR und des Gewinns (nach Steuern) um 173 TEUR. Für weitere Erläuterungen wird auf
den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 im Konzernanhang unter Abschnitt "2.1.4
IFRS 16 Leasingverhältnisse - Der Konzern als Leasinggeber" verwiesen. 6. LEASINGFORDERUNGENscroll
Die folgende Übersicht zeigt die Bruttoforderungen der Leasingforderungen und die
Wertberichtigung auf die Leasingforderungen pro IFRS 9 Wertberichtigungsstufe. Der
GRENKE Konzern verfügt über keine als POCI klassifizierten Finanzinstrumenten im Sinne
des IFRS 9. scroll
Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der Wertberichtigungen auf den Bestand
an kurzfristigen und langfristigen Forderungen. scroll
7. FINANZSCHULDENscroll
7.1 ASSET BASED FINANZSCHULDEN7.1.1 STRUKTURIERTE EINHEITEN Folgende konsolidierte strukturierte Einheiten bestanden zum Stichtag: Opusalpha
Purchaser II Limited, Kebnekaise Funding Limited, CORAL Purchasing (Ireland) 2 DAC,
FCT "GK"-COMPARTMENT "G2" (FCT GK 2), FCT "GK"-COMPARTMENT "G3" (FCT GK 3) sowie FCT
"GK"-COM-PARTMENT "G4" (FCT GK 4). Sämtliche strukturierten Einheiten sind als Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-)
Programme aufgelegt. scroll
7.1.2 FORDERUNGSVERKAUFS-VERTRÄGEscroll
7.1.3 RESTWERTDARLEHEN Die Restwertdarlehen dienen teilweise zur Finanzierung von Restwerten von Leasingverträgen,
bei denen die Raten im Rahmen des Forderungsverkaufs veräußert wurden. scroll
7.2 SENIOR UNSECURED FINANZSCHULDEN Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Buchwerte der einzelnen Refinanzierungsinstrumente: scroll
Folgende Tabelle zeigt den Refinanzierungsrahmen der einzelnen Instrumente: scroll
7.2.1 ANLEIHEN Im Geschäftsjahr wurden bisher drei Anleihen mit einem Volumen von insgesamt 210.000
TEUR sowie 300.000 THKD begeben. Planmäßig wurden 153.000 TEUR getilgt. 7.2.2 SCHULDSCHEINDARLEHEN Im Geschäftsjahr wurde bisher ein neues Schuldscheindarlehen begeben. Das Gesamtvolumen
der neu begebenen Darlehen beläuft sich auf 19.000 TEUR. Planmäßig getilgt wurden
21.500 TEUR, 33.000 TDKK sowie 33.000 TSEK. 7.3 ZWECKGEBUNDENE FÖRDERDARLEHEN Folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der in Anspruch genommenen Förderdarlehen bei
den einzelnen Förderbanken. scroll
8. EIGENKAPITAL Das Grundkapital der GRENKE AG ist im Vergleich zum 31. Dezember 2019 unverändert
auf 46.353.918 auf den Inhaber lautende Aktien eingeteilt. Für das Geschäftsjahr 2019 wird der Vorstand der im August 2020 stattfindenden Hauptversammlung
die Ausschüttung einer Dividende von 0,80 EUR je Aktie vorschlagen. Diese Ausschüttung
ist zum 30. Juni 2020 nicht als Verbindlichkeit erfasst. 9. ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN9.1 HIERARCHIE DES BEIZULEGENDEN ZEITWERTES Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer
Schuld verwendet der GRENKE Konzern soweit wie möglich am Markt beobachtbare Daten.
Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren, werden die
beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Bemessungshierarchie eingeordnet: scroll
Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer
Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Bemessungshierarchie
eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer
Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor
entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist. Der GRENKE Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie
zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Umgruppierungen
zwischen den drei Stufen der Bemessungshierarchie fanden in der abgelaufenen Berichtsperiode
nicht statt. 9.2 BEIZULEGENDE ZEITWERTE VON FINANZINSTRUMENTEN9.2.1 BEIZULEGENDE ZEITWERTE ORIGINÄRER FINANZINSTRUMENTE Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen
Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten je Klasse von Finanzinstrumenten,
die nicht zum beizulegenden Zeitwert bemessen werden. Sie enthält keine Informationen
zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wenn
der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.
Darunter fallen die Bilanzpositionen Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche originäre
Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet, mit Ausnahme
der börsennotierten Anleihen, die in den Verbindlichkeiten aus Refinanzierung enthalten
und in der Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifiziert sind. Deren Buchwert zum
Bilanzstichtag beträgt 2.857.420 TEUR (Vorjahr 31.12.2019: 2.764.192 TEUR) und der
beizulegende Zeitwert 2.843.956 TEUR (Vorjahr 31.12.2019: 2.827.286 TEUR). Die originären
finanziellen Vermögenswerte sind bis auf die Leasingforderungen, welche gemäß IFRS
16 bewertet werden und die sonstigen Beteiligungen, welche der Bewertungskategorie
FVOCIoR zugeordnet sind und somit zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, vollständig
zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet. Die finanziellen Verbindlichkeiten
werden ebenfalls zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet. scroll
9.2.2 BEIZULEGENDE ZEITWERTE DERIVATIVER FINANZINSTRUMENTE Zum Stichtag sind im GRENKE Konzern alle derivativen Finanzinstrumente, welche sich
aus Zinsderivaten (Zinsswaps), Devisentermingeschäften und Cross Currency Swaps zusammensetzen,
zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Devisentermingeschäfte werden ohne Sicherungsbeziehung
bilanziert. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie
zugeordnet. scroll
Bei den im GRENKE Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich
um sogenannte OTC-Derivate (Over-the-Counter). Diese werden direkt mit einer Gegenpartei,
die mindestens dem Investmentgrade entspricht, abgeschlossen. Es existieren somit
keine notierten Börsenpreise. Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für die Devisentermingeschäfte und Zinsderivate
erfolgt anhand von Bewertungsmodellen unter Rückgriff auf beobachtbare Inputfaktoren.
Bei Devisentermingeschäften wird die Bewertung anhand eines Mark-to-Market-Bewertungsmodells
vorgenommen. Bei Zinsderivaten wird der beizulegende Zeitwert in der Bewertung über
eine Barwertmethode ermittelt. Die verwendeten Input-parameter für die Bewertungsverfahren
werden aus Marktnotierungen entnommen. Dabei werden laufzeitkongruente Zinssätze in
den gehandelten Währungen für Devisentermingeschäfte bzw. Zinssätze für Zinsderivate verwendet. Die ermittelten Werte werden mit einem sogenannten Add-on-Verfahren
mit den Kupons, der am Markt beobachtbaren laufzeitadäquaten Credit Default Swaps
(CDS) der Gegenpartei bzw. des eigenen Ausfallrisikos multipliziert, um den beizulegenden
Zeitwert dieser OTC-Derivate zu erhalten. Die überwiegenden Zahlungsströme für die genannten Sicherungsgeschäfte werden sich
voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren auf das Periodenergebnis auswirken. 9.3 BEWERTUNGSMETHODEN UND VERWENDETE INPUTFAKTOREN In nachfolgender Tabelle werden die angewandten Bewertungsmethoden sowie die verwendeten
Inputfaktoren und Annahmen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte dargestellt: scroll
10. ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN Nachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) dargestellt: scroll
11. ERLÖSE UND SONSTIGE UMSATZERLÖSE Nachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) und sonstige Umsatzerlöse
(IFRS 9, IFRS 16) dargestellt: scroll
12. ERTRAGSTEUERN Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands in der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung sind: scroll
13. KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNGscroll
scroll
13.1 GESCHÄFTSSEGMENTE Die Berichterstattung des GRENKE Konzerns über die Entwicklung seiner Segmente folgt
der dominierenden Organisationsstruktur innerhalb des GRENKE Konzerns, der dem sogenannten
Managementansatz folgt. Deshalb sind die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung
der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt, welches
dem Entscheidungsträger, dem Vorstand der GRENKE AG, dazu dient, die Leistung der
Segmente zur beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf
die Segmente zu treffen. Eine regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten erfolgt
jährlich im Abschluss des GRENKE Konzerns des jeweiligen Geschäftsjahres. Für die
drei operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen vor. Die Segmentberichterstattung des GRENKE Konzerns wurden im Geschäftsjahr 2020 um
eine Aufgliederung der internen und externen operativen Erträge erweitert. Hiermit
wird der insgesamt gewachsenen Bedeutung der Transaktionen zwischen den Segmenten
insbesondere im Bereich Refinanzierung Rechnung getragen. 13.2 BERICHTSPFLICHTIGE SEGMENTE13.2.1 LEASINGGESCHÄFT Das Segment Leasing umfasst alle Aktivitäten, die mit der Leasingtätigkeit des Konzerns
zusammenhängen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die Übernahme der Finanzierung
für gewerbliche Leasingneh-mer, die Vermietung, Service-, Protect- und Wartungsangebote
sowie die Verwertung von Gebrauchtgeräten. 13.2.2 BANKGESCHÄFT Das Segment Bank umfasst die Aktivitäten der GRENKE BANK AG, die sich als Finanzierungspartner
vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) versteht und mit Förderbanken
zur Finanzierung dieser Klientel auch im Rahmen der Existenzgründung zusammenarbeitet.
Weiterhin werden über den Internetauftritt Festgeldanlagen angeboten. Das externe
Geschäft der Bank erfolgt schwerpunktmäßig mit deutschen Kunden. Neben dem Geschäft
mit externen Kunden umfassen die Aktivitäten der GRENKE BANK AG auch die interne Refinanzierung
des Leasingsegments des GRENKE Konzerns mittels des Ankaufs von Forderungen und der
Ausgabe von Darlehen. 13.2.3 FACTORINGGESCHÄFT Das Segment Factoring beinhaltet klassische Factoringdienstleistungen mit der Fokussierung
auf das Small-Ticket-Factoring. Dabei wird im Rahmen des echten Factorings sowohl
das offene Factoring, bei dem der Debitor über die Forderungsabtretung informiert
wird, als auch das stille Factoring, bei dem der Debitor keine entsprechende Information
erhält, angeboten. Daneben bietet das Segment auch Forderungsmanagement ohne Finanzierungsfunktion
(unechtes Factoring) an; hier verbleibt das Delkredererisiko beim Kunden. Interne operative Erträge werden insbesondere durch
die interne Refinanzierung verursacht. 13.3 MESSGRÖßEN DER SEGMENTE Die Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der Segmentinformationen herangezogen
werden, entsprechen den angewandten Bilanzierungsregeln des Konzernzwischenabschlusses.
Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu marktüblichen Preisen. Für die Beurteilung des Erfolgs des GRENKE Konzerns ist die zuständige Unternehmensinstanz,
der Vorstand der GRENKE AG, verantwortlich. Dieser hat als wesentliche Erfolgsgrößen
neben dem Wachstum des Neugeschäfts des Leasingsegments, für die GRENKE Bank das Einlagevolumen
und für das Factoringsegment die Bruttomarge. Die Messgrößen sind insbesondere durch
die operativen Segmenterträge, das Segmentergebnis vor dem sonstigen Finanzergebnis
und die Personalaufwendungen, Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen sowie die Abschreibungen
bestimmt. Das sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen/-erträge sind die
wesentlichen Bestandteile der Konzernergebnisrechnung, die nicht in die einzelnen
Segmentinformationen einfließen. Die zeitraumbezogenen Segmentdaten und die operativen Segmenterträge werden wie folgt
gegliedert und ermittelt:
Das Segmentvermögen setzt sich aus den betriebsnotwendigen Vermögenswerten ohne Steueransprüche
und latente Steueransprüche zusammen. Die Segmentschulden entsprechenden dem jeweiligen Segment zuzurechnenden Verbindlichkeiten
bis auf die Steuerverbindlichkeiten und latente Steuerschulden. 14. ÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS IM GESCHÄFTSJAHR 202014.1 CORAL UND CORAL II Im zweiten Quartal 2020 wurden die Verträge mit CORAL Purchasing Limited vorzeitig
abgelöst und die strukturierte Einheit entkonsolidiert. Erstmalig wurde im zweiten
Quartal 2020 die CORAL Purchasing (Ireland) 2 DAC in den Konsolidierungskreis aufgenommen
bzw. konsolidiert. Dieses strukturierte Unternehmen ist im Rahmen einer Silo-Struktur
in den Konsolidierungskreis des GRENKE Konzerns einbezogen worden. 15. AUSZAHLUNG AN HYBRIDKAPITALGEBER Am 31. März 2020 hat die GRENKE AG planmäßig eine Kuponzahlung in Höhe von 10.664
TEUR an die Hybridkapitalgeber geleistet. 16. ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN Der Aufsichtsrat der GRENKE AG hat mit allen amtierenden Vorstandsmitgliedern eine
Phantom-Stock-Vereinbarung abgeschlossen. Auszahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen
fielen im bisherigen Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 653 an (30.06.2019: 0 TEUR). Zum 30. Juni 2020 betrug der Wert aller bestehenden Phantom-Stock-Vereinbarungen
70 TEUR (30.06.2019: 673 TEUR). Die erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung
erfolgt in den Personalaufwendungen und ist unter den variablen Vergütungskomponenten
ausgewiesen. 16.1 VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENscroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber Personen in Schlüsselpositionen resultiert aus einem
Beratervertrag mit einem Aufsichtsratsmitglied. Der Beratungsaufwand dafür beträgt
im Geschäftsjahr 80 TEUR (Vorjahr bis 30.06.2019: 0 TEUR). Gegenüber assoziierten
Unternehmen resultieren die Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft der Bank. Es
entstand ein Zinsaufwand von 0 TEUR (Vorjahr bis 30.06.2019: 1 TEUR). Im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bietet die GRENKE BANK AG nahestehenden
Personen in Schlüsselpositionen und deren nahen Familienangehörigen Dienstleistungen
zu marktüblichen Bedingungen an. Die Bank hat zum Stichtag Einlagen in Höhe von 4.597
TEUR (Vorjahr 31.12.2019: 9.272 TEUR) erhalten. Der Zinsaufwand hierfür betrug 1 TEUR
(Vorjahr bis 30.06.2019: 35 TEUR). Noch nicht ausgeglichene Kreditkartenkonten weisen
zum Stichtag einen Stand von 8 TEUR (Vorjahr 31.12.2019: 27 TEUR) bei einem Kreditkartenlimit
von 216 TEUR (Vorjahr 31.12.2019: 216 TEUR) gegenüber nahestehenden Personen in Schlüsselpositionen
und deren nahen Familienangehörigen aus. Eine weitere Kreditvergabe an diesen Personenkreis
ist während der Berichtsperiode nicht erfolgt. 17. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN Die GRENKE AG hat als Garantiegeber für einzelne Franchisegesellschaffen Finanzgarantien
in Höhe von 60,1 Mio. EUR (Vorjahr 31.12.2019: 72,0 Mio. EUR) ausgereicht, welche
das maximale Ausfallrisiko darstellen. Die tatsächliche Ausnutzung vonseiten der Garantienehmer
war geringer und beläuft sich auf 35,8 Mio. EUR (Vorjahr 31.12.2019: 37,5 Mio. EUR). 18. MITARBEITER Der Personalbestand (ohne Vorstand) auf Basis einer Kopfzählung des GRENKE Konzerns
betrug in der Zwischenberichtsperiode durchschnittlich 1.777 (Vorjahr 30.06.2019:
1.651). Weitere 75 (Vorjahr 30.06.2019: 69) Beschäftigte befinden sich in der Ausbildung. 19. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Baden-Baden, den 29. Juli 2020 Antje Leminsky (Vorstandsvorsitzende) scroll
FINANZKALENDER 30.07.2020 // Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht 2020 06.08.2020 // Ordentliche virtuelle Hauptversammlung 02.10.2020 // Neugeschäftszahlen Q1-Q3 2020 29.10.2020 // Veröffentlichung Quartalsmitteilung 3. Quartal 2020 INFORMATIONEN UND KONTAKT GRENKE AG Team Investor Relations Neuer Markt 2 76532 Baden-Baden Telefon: +49 7221 5007-204 Telefax: +49 7221 5007-4218 E-Mail: investor@grenke.de Disclaimer In dieser Quartalsmitteilung erfolgt die Darstellung von Zahlen in der Regel in TEUR
und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte
gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten
Charakter haben können. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische
Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung
für alle Geschlechter Die Quartalsmitteilung erscheint in deutscher und englischer Sprache. Maßgeblich
ist stets die deutsche Fassung. GRENKE AG Stammhaus Neuer Markt 2 76532 Baden-Baden Telefon: +49 7221 5007- 204 Telefax:+49 7221 5007- 4218 E-Mail: investor@grenke.de www.grenke.de |
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