GRENKE AGBaden-BadenQuartalsmitteilung Q3 und Q1-Q3 2021KONZERNKENNZAHLENscrollen
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Konsolidierte Franchisegesellschaften:
Leasing: Australien (2x), Chile, Kanada (3x), Lettland,
Norwegen, Singapur, USA
Factoring: Großbritannien, Irland, Italien, Polen,
Portugal, Ungarn
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1 Werte für 2020 wurden gemäß
IAS 8.42 angepasst (u.a. Konsolidierung der
Franchisegesellschaften)
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2 Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die
unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden
AUF EINEN BLICKDIVERSIFIZIERUNG:
* Abweichung von 100% rundungsbasiert
KENNZAHLEN Q1 - Q3 2021:KONZERNGEWINN52,4 Mio. EUR
GEWINN JE AKTIE1,03 EUR
EIGENKAPITALQUOTE18,1 Prozent
REFINANZIERUNGSBASIS:DREI SÄULEN: REFINANZIERUNGSMIX DES GRENKE KONZERNS
VERKÜRZTER KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT1. Grundlagen des Konzerns1.1 GRENKE im ÜberblickDer GRENKE Konzern agiert als globaler
Finanzierungspartner für kleine und mittlere
Unternehmen (KMU). Kunden erhalten Lösungen aus einer
Hand: vom flexiblen Small-Ticket-Leasing über
bedarfsgerechte Bankprodukte bis zum praktischen Factoring.
Die schnelle und einfache Abwicklung sowie der
persönliche Kontakt zu Kunden und Partnern stehen
dabei im Mittelpunkt. 1978 in Baden-Baden gegründet,
ist das Unternehmen derzeit mit über 1.900
Mitarbeitern in 33 Ländern weltweit aktiv.
1.2 GeschäftsmodellMit dem Angebot von Leasingfinanzierungen für
betragsmäßig kleinere IT- und
Bürokommunikationsprodukte sowie Software ab einem
Netto-Anschaffungswert von 500 EUR hat GRENKE einen Markt
definiert und entwickelt, der von vielen Leasinganbietern
nur punktuell adressiert wird. Bei über 90 Prozent der
Leasingverträge liegt der Anschaffungswert unter 25
TEUR. Zudem hat der Konzern sein Geschäftsmodell in
den vergangenen Jahren über das Angebot von IT- und
Bürokommunikationsprodukten hinaus auf weitere
Produktgruppen wie kleine Maschinen und Anlagen,
medizintechnische Geräte oder Sicherheitsgeräte
ausgedehnt.
In Phasen konjunktureller Schwankungen steuert der
Konzern das Geschäft unter anderem durch eine
Anpassung der Annahmepraxis bei Leasinganfragen. Durch die
strikte Fokussierung auf risikoärmeres
Neugeschäft - das heißt die Aussparung
risikoreicher Branchen und Kunden - kann das
Neugeschäft gezielt und marktkonform gesteuert werden.
Mit diesem Ansatz ist es dem Konzern in der Vergangenheit
gelungen, unabhängig von konjunkturellen Schwankungen
risikoadäquate Margen durchzusetzen und nachhaltig
profitabel zu wirtschaften.
1.3 SegmenteDer GRENKE Konzern ist in die drei Segmente Leasing,
Bank und Factoring gegliedert. Für eine Beschreibung
der Geschäftsaktivitäten wird auf die
Ausführungen im Geschäftsbericht 2020 ab Seite 26
verwiesen. Die Finanzberichterstattung zu den Segmenten
erfolgt jeweils im Halbjahresbericht und
Geschäftsbericht.
1.4 Ziele und StrategienGRENKE ist ein Anbieter von Finanzdienstleistungen
für KMU mit Schwerpunkt auf Small
Ticket-Finanzierungen. In Deutschland, der Schweiz, Italien
und Frankreich gehört GRENKE mit seinem Leasingangebot
zu den führenden Anbietern. Mittelfristig strebt der
Konzern an, GRENKE als umfassenden Small
Ticket-Finanzdienstleister nicht nur für den
europäischen, sondern auch den internationalen
Mittelstand zu positionieren.
Zur Refinanzierung stehen dem Konzern umfangreiche
Instrumente zur Verfügung, die je nach
Marktbedingungen im Rahmen der Gesamtstrategie eingesetzt
werden. Im Wesentlichen basiert die Finanzierung auf drei
Säulen: den Einlagen der GRENKE Bank, der
Asset-basierten Finanzierung, unter anderem ABCP-Programme,
sowie Senior Unsecured-Instrumente wie Anleihen,
Schuldverschreibungen und Commercial Paper. Dabei vermeidet
der Konzern Fristentransformation und eliminiert so
potenzielle Zinsänderungs- und
Anschlussfinanzierungsrisiken auf Portfolioebene.
Darüber hinaus legt GRENKE großen Wert auf eine
Eigenkapitalausstattung, mit der das Unternehmen sein
Investmentgrade-Rating aufrechterhalten kann. Der interne
Richtwert für die Eigenkapitalquote liegt seit vielen
Jahren bei 16,0 Prozent. Für eine detaillierte
Beschreibung der Ziele und Strategie wird auf die
Ausführungen im Geschäftsbericht 2020 ab Seite 28
verwiesen.
2. Geschäftsverlaufscrollen
2.1 Wesentliche Ereignisse und GeschäfteDie Gesellschaft für Bonitätsbeurteilung mbH
(GBB) hat das Rating für den GRENKE Konzern am 1. Juli
2021 von A auf die Stufe A- gesenkt. Der Ausblick bleibt
negativ. GBB nannte in ihrer Begründung im
Wesentlichen die durch die Covid-19-Pandemie belastete
Ertragslage der Gesellschaft und die zur Wiederherstellung
des Anlegervertrauens noch nötigen Fortschritte des
Governance- und Risk & Compliance Managements. Die
wirtschaftliche Tragfähigkeit des
Geschäftsmodells wird unverändert als hoch
eingestuft. Dem GRENKE Konzern wird damit weiterhin eine
hohe Bonität bescheinigt.
S&P Global Ratings bestätigte am 21. Juli 2021
das "BBB+ /A-2" lang- und kurzfristige Emittentenrating der
GRENKE AG. Den Ausblick für das Langfrist-Rating
beließ S&P auf "negativ". In seiner
Begründung würdigt S&P die Ertragskraft und
stabile Liquidität der GRENKE AG trotz der
gegenwärtig angespannten Marktsituation. Die Agentur
formulierte ihre Erwartung, dass GRENKE auch weiterhin eine
solide Performance und Resilienz zeigen werde.
Am 22. Juli 2021 ordnete die BaFin die Bekanntmachung
der im sogenannten Enforcement-Verfahren zur Prüfung
des Konzernabschlusses 2019 festgestellten Fehler durch die
GRENKE AG an. Die entsprechende formelle Bekanntgabe
erfolgte am 27. Juli 2021 im Bundesanzeiger (www.
bundesanzeiger.de) sowie über die DGAP (www.dgap.de).
Mit Bekanntgabe der Fehlerfeststellungen wird dieses
Verfahren abgeschlossen. Die Kritikpunkte der BaFin aus der
Prüfung mit Bescheid vom 16. Juli 2021 gegenüber
GRENKE betrafen erwartungsgemäß die Themenfelder
bilanzielle Behandlung der Franchiseunternehmen,
Risikovorsorgeermittlung nach IFRS 9 sowie die
ausgewiesenen Firmenwerte in Portugal und Polen im
Konzernabschluss 2019. Nach Einschätzung von GRENKE
ergibt sich aus dem Feststellungsbescheid kein weiterer
Anpassungsbedarf für den Konzernabschluss 2020 oder
früherer Abschlüsse. Nach dem Verständnis
von GRENKE sieht auch die BaFin diesbezüglich keinen
weiteren Anpassungsbedarf.
Am 28. Juli 2021 informierte der GRENKE Konzern per
Ad-hoc-Mitteilung über die Erhöhung der
Gewinnprognose für das Jahr 2021. Danach wird nunmehr
ein Konzerngewinn zwischen 60 und 80 Mio. EUR erwartet. Die
zuvor im Geschäftsbericht 2020 veröffentlichte
Prognose lag bei 50 bis 70 Mio. EUR.
Die Hauptversammlung der GRENKE AG am 29. Juli 2021
wählte Norbert Freisleben, Diplom-Ökonom, Nils
Kröber, Rechtsanwalt, und Dr. Konstantin Mettenheimer,
Rechtsanwalt und Steuerberater, als Nachfolger von Herrn
Wolfang Grenke, Frau Claudia Karolina Krcmar und Herrn
Florian Schulte, die mit Ablauf der Hauptversammlung auf
eigenen Wunsch aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden waren.
Als Nachfolger für den zum 31. Dezember 2021
ausscheidenden Vorstand der GRENKE BANK AG, Sven Noppes,
wurde Dr. Oliver Recklies bekannt gegeben. Herr Dr. Oliver
Recklies ist zum 1. Oktober 2021 in den Vorstand der GRENKE
BANK AG eingetreten und hat in diesem Zuge den
Aufgabenbereich von Herrn Sven Noppes übernommen. Der
Vorstand besteht nunmehr aus Herrn Helge Kramer und Herrn
Dr. Oliver Recklies. Die Aktionärinnen und
Aktionäre der GRENKE AG beschlossen die
Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,26 EUR
je Aktie.
Am 22. August 2021 gab der GRENKE Konzern den Verkauf
der Minderheitsbeteiligung der GRENKE BANK AG an dem
FinTech-Unternehmen viafintech GmbH in Höhe von 25,01
Prozent zu einem Preis im unteren zweistelligen
Millionen-Euro-Bereich an paysafe-card.com Wertkarten GmbH,
Wien (Österreich), bekannt. Die GRENKE BANK AG hatte
sich im Jahr 2015 an der viafintech GmbH (damals noch
firmierend unter "Cash Payment Solutions GmbH") beteiligt
und wird das Unternehmen im Rahmen einer langfristigen
Kooperationsvereinbarung als Haupt-Zahlungsabwickler weiter
begleiten. Am 2. November informierte GRENKE über den
Vollzug des Verkaufs, nachdem sämtliche erforderlichen
Bedingungen, insbesondere die formelle behördliche
Genehmigung nach der Außenwirtschaftsverordnung,
erfüllt wurden. Aus dem Verkauf wird GRENKE im vierten
Quartal 2021 einen außerordentlichen Gewinn nach
Steuern in Höhe von ca. 20 Mio. EUR realisieren.
Für weitere Details zum Verkauf der viafintech GmbH
wird auf den Nachtragsbericht, sowie den Prognosebericht
unter Ziffer 4.3 bzw. 5 verwiesen.
Die GRENKE BANK AG erhielt erneut den alleinigen
Zuschlag für den Mikrokreditfonds Deutschland der
Bundesregierung unter der Federführung des
Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und bietet
das Produkt seit September wieder am Markt an. Nach dem
Start im Jahr 2015 und der Verlängerung drei Jahre
später übernimmt GRENKE damit zum dritten Mal die
Rolle des Kreditgebers der staatlichen Mikrokredite in
Höhe von bis zu 25.000 EUR für kleinste, kleine
und mittlere Unternehmen (KMU).
Am 9. September 2021 stockte der GRENKE Konzern eine
bestehende Anleihe (ISIN: XS2155486942) um weitere 125,0
Mio. EUR auf. Damit konnte die Liquiditätsbasis
für die weitere Neugeschäftsentwicklung
gestärkt werden. Die hohe Orderbuch-Nachfrage mit
über 230,0 Mio. EUR bestätigte das Vertrauen des
Kapitalmarkts in GRENKE. Die Emissionsrendite liegt bei ca.
2,5 Prozent. Bis zum 25. Oktober 2021 laufen die 125,0 Mio.
EUR unter der ISIN XS2386650191. Danach werden sie mit der
bestehenden ISIN XS2155486942 verschmolzen.
Das gesamtwirtschaftliche Umfeld war im Berichtsquartal
von gegenläufigen Effekten geprägt. Einerseits
führten rückläufige
Covid-19-Infektionszahlen und zunehmende Fortschritte in
den Impfkampagnen in zahlreichen Ländern zu einer
weiteren Lockerung von Restriktionen des wirtschaftlichen
und gesellschaftlichen Lebens. Auf der anderen Seite wurde
im Quartalsverlauf zunehmend sichtbar, dass die Pandemie
die globalen Lieferketten in einigen Bereichen nachhaltig
gestört hat. In vielen Branchen fehlen wichtige
Vorprodukte, insbesondere elektronische Komponenten wie
z.B. Halbleiter. Erhebliche Engpässe sind auch bei
Transportkapazitäten wie z.B. Seecontainern zu
verzeichnen. Dies führte zu erheblichen
Produktionsausfällen in der Industrie und zu
deutlichen Preissteigerungen bei den betroffenen knappen
Vorprodukten.
2.2 NeugeschäftDas gesamte Neugeschäft des GRENKE Konzerns, d.h.
das neu finanzierte Geschäftsvolumen der
Tochtergesellschaften und der konsolidierten
Franchisegesellschaften, lag im dritten Quartal 2021 mit
551,6 Mio. EUR um 21,7 Prozent unter dem Vorjahreswert (Q3
2020: 704,1 Mio. EUR). Hauptgrund dafür waren globale
Lieferengpässe bei Herstellern von Computer- und
Bürotechnik im Zuge der Corona-Krise, die sich auf das
Leasingneugeschäft des Konzerns belastend auswirkten.
Für die ersten neun Monate 2021 ergab sich insgesamt
ein Rückgang des Neugeschäfts um 23,3 Prozent auf
1.667,5 Mio. EUR (Q1 - Q3 2020: 2.173,3 Mio. EUR).
Neugeschäft Leasing nach Regionenper 30. September 2021, in Mio. EUR
Das Leasingneugeschäft - das ist die Summe der
Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände -
erreichte im dritten Quartal 2021 ein Volumen von 372,2
Mio. EUR (Q3 2020: 517,6 Mio. EUR) und lag damit um 28,1
Prozent unter dem Vorjahreswert. Lieferengpässe bei
Herstellern von Computer- und Bürotechnik führten
zu einer Verzögerung der erwarteten Belebung der
Märkte im dritten Quartal. Gegenüber dem
Vorquartal (Q2 2021: EUR 398,6 Mio. EUR) sank das
Leasingneugeschäft um 6,6 Prozent.
Alle Berichtsregionen des Konzerns verzeichneten im
dritten Quartal Rückgänge im
Leasingneugeschäft. In der DACH-Region, in der die
Länder Deutschland, Österreich und Schweiz
zusammengefasst sind, sank das Leasingneugeschäft
gegenüber dem Vorjahr um 22,8 Prozent auf 112,8 Mio.
EUR (Q3 2020: 146,0 Mio. EUR). In Deutschland lag der
Rückgang bei 21,8 Prozent. In Westeuropa ohne DACH
sank das Neugeschäft im dritten Quartal 2021 um 24,8
Prozent auf 94,6 Mio. EUR (Q3 2020: 125,8 Mio. EUR). In
Frankreich, dem wichtigsten Einzelmarkt in dieser Region,
nahm das Neugeschäftsvolumen um 24,5 Prozent ab. Der
stärkste Rückgang aller Regionen war in
Südeuropa zu verzeichnen, wo das Neugeschäft um
39,9 Prozent auf 82,5 Mio. EUR (Q3 2020: 137,3 Mio. EUR)
fiel. In Italien, als bedeutendster Markt der Region, lag
das Minus bei 54,4 Prozent. In Spanien fiel der
Rückgang mit 8,6 Prozent dagegen vergleichsweise
moderat aus. In der Region Nord- / Osteuropa nahm das
Neugeschäft um 25,5 Prozent auf 61,6 Mio. EUR (Q3
2020: 82,7 Mio. EUR) ab. Im wichtigsten Einzelmarkt in
dieser Region, Großbritannien, sank das
Geschäftsvolumen um 36,7 Prozent. Ausgehend von einer
noch relativ niedrigen Basis ergab sich in den übrigen
Regionen ein Rückgang des Neugeschäftsvolumens
von 19,7 Prozent auf 20,8 Mio. EUR (Q3 2020: 25,9 Mio.
EUR).
In den ersten neun Monaten 2021 erreichte das
Leasingneugeschäft ein Volumen von 1.136,7 Mio. EUR
(Q1 - Q3 2020: 1.601,2 Mio. EUR). Das entspricht einem
Rückgang von 29,0 Prozent.
Im dritten Quartal registrierte der GRENKE Konzern
insgesamt 100.416 Leasinganfragen (Q3 2020: 132.065). Die
Anzahl der neu abgeschlossenen Leasingverträge lag im
Berichtsquartal bei 48.724 (Q3 2020: 64.293), was einer
annähernd unveränderten Umwandlungsquote
(Anfragen in Verträge) von 48,5 Prozent (Q3 2020: 48,7
Prozent) entsprach. Auf die internationalen Märkte
entfielen 78.077 Anfragen (Q3 2020: 105.286), die zu 34.327
(Q3 2020: 46.900) neuen Verträgen führten.
Entsprechend lag die Umwandlungsquote dort bei 44,0 Prozent
(Q3 2020: 44,5 Prozent). In der DACH-Region sank die
Umwandlungsquote auf 64,4 Prozent (Q3 2020: 65,0 Prozent).
Der Fokus des Neugeschäfts während der
Corona-Pandemie auf Small-Ticket-Finanzierungslösungen
für Unternehmen mit guter bis sehr guter
Bonitäts- und Branchenbewertung führte im
Vorjahresvergleich zu einem Rückgang des mittleren
Werts pro Leasingvertragsabschluss auf 7.639 EUR (Q3 2020:
8.051 EUR). Gegenüber dem Vorquartal (Q2 2021: 7.108
EUR) stieg der mittlere Wert pro Leasingvertragsabschluss
als Folge der gezielten Finanzierung auch einzelner
größerer Tickets um 7,5 Prozent an.
Der Anteil der IT-Produkte am Leasingportfolio lag im
dritten Quartal bei 62,5 Prozent (Q3 2020: 63,1 Prozent).
Auf medizintechnische Produkte, kleine Maschinen und
Anlagen, Sicherheitsgeräte sowie auf sonstige Objekte
entfiel im Berichtszeitraum ein Anteil am Neugeschäft
von zusammen 37,5 Prozent (Q3 2020: 36,9 Prozent). Die
erwähnten Lieferengpässe betrafen nicht nur
IT-Produkte, sondern auch die sonstigen Produktgruppen,
sodass sich im Berichtszeitraum nur relativ geringe
Anteilsverschiebungen ergaben.
Erwartungsgemäß ist die DB2-Marge im dritten
Quartal gegenüber dem hohen Wert des ersten Halbjahrs
2021 (Q1 - Q2 2021: 18,8 Prozent) leicht auf 17,1 Prozent
(Q3 2020: 18,4 Prozent) gesunken. Die rückläufige
DB2-Marge resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen
Refinanzierungskosten. Absolut betrachtet sank der
Deckungsbeitrag 2 des Leasingneugeschäfts im
Berichtsquartal auf 63,6 Mio. EUR (Q3 2020: 95,2 Mio. EUR).
In den ersten neun Monaten 2021 lag die DB2-Marge mit 18,2
Prozent (Q1- Q3 2020: 18,1 Prozent) nahezu auf
Vorjahreshöhe.
Innerhalb der Berichtsregionen des Konzerns sank die
DB2-Marge im dritten Quartal am stärksten in der
Region DACH auf 12,2 Prozent (Q3 2020: 14,4 Prozent).
Margenrückgänge waren auch in Westeuropa ohne
DACH (18,4 Prozent nach 20,1 Prozent) und in den
übrigen Regionen (21,9 Prozent nach 22,9 Prozent) zu
verzeichnen. In den Regionen Südeuropa (19,2 Prozent
nach 19,4 Prozent) und Nord / Osteuropa (19,7 Prozent nach
19,9 Prozent) konnten dagegen weitgehend stabile DB2-Margen
erzielt werden.
Die DB1-Marge des Leasinggeschäfts (Deckungsbeitrag
1 zu Anschaffungskosten) lag im dritten Quartal 2021 bei
10,9 Prozent und erreichte einen Wert von 40,4 Mio. EUR (Q3
2020: 12,7 Prozent bzw. 65,9 Mio. EUR). Für den
Rückgang der DB1-Marge waren hauptsächlich die
gestiegenen Refinanzierungskosten verantwortlich.
Die Akzeptanz des eSignature-Verfahrens, mit dem
Leasingverträge vollständig digital abgewickelt
werden können, stieg weiter an. So erhöhte sich
der Anteil der per eSignature abgeschlossenen Verträge
im Berichtsquartal auf 37,0 Prozent (Q3 2020: 30,4
Prozent).
Im Factoring, welches insgesamt am bilanziellen Volumen
einen geringen Anteil aufweist (1,2 Prozent der
Bilanzsumme), wurde im dritten Quartal ein Neugeschäft
- das ist die Summe der angekauften Forderungen - von 178,5
Mio. EUR erzielt. Damit lag das Neugeschäft Factoring
15,6 Prozent über dem Vorjahresniveau (Q3 2020: 154,4
Mio. EUR).
In Deutschland stieg das Factoring Neugeschäft um
26,0 Prozent auf 51,2 Mio. EUR (Q3 2020: 40,6 Mio. EUR).
Bei einem erhöhten Anteil des Forderungsmanagements
(ohne Finanzierungsfunktion) von 30,9 Prozent (Q3 2020:
25,3 Prozent), bei dem keine Ausfallrisiken übernommen
werden, sank die Brutto-Marge in Deutschland auf 1,2
Prozent (Q3 2020: 1,4 Prozent). In den internationalen
Märkten nahm das Factoringneugeschäft um 11,9
Prozent auf 127,3 Mio. EUR (Q3 2020: 113,7 Mio. EUR) zu.
Der Anteil des Forderungsmanagements (ohne
Finanzierungsfunktion) lag hier bei 23,1 Prozent (Q3 2020:
27,5 Prozent). Die Brutto-Marge in den internationalen
Märkten war nahezu unverändert bei 1,32 Prozent
(Q3 2020: 1,30 Prozent). Die Brutto-Marge bezieht sich auf
den durchschnittlichen Zeitraum eines
Factoring-Geschäftes von ca. 22 Tagen in Deutschland
(Q3 2020: ca. 26 Tage) und ca. 43 Tagen auf internationaler
Ebene (Q3 2020: ca. 47 Tage).
Das Neugeschäft der GRENKE Bank war
maßgeblich von der weitgehenden Einstellung des
Kreditgeschäfts mit kleinen und mittleren Unternehmen
(KMUs) beeinflusst. Demzufolge umfasste das
Neugeschäft der Bank im Berichtsquartal
ausschließlich im Rahmen des "Mikrokreditfonds
Deutschland" betriebenes Mikrokreditgeschäft und sank
damit um 97,2 Prozent auf 0,9 Mio. EUR (Q3 2020: 32,1 Mio.
EUR). Bei dem Rückgang ist zudem zu
berücksichtigen, dass im Vorjahresquartal im Zuge der
Covid-19-Pandemie ein hohes Neugeschäft mit
KfW-Krediten angefallen war. Das Einlagevolumen der GRENKE
Bank lag zum Stichtag 30. September 2021 bei 1.521,3 Mio.
EUR. Es übertraf damit den Wert von 1.300,0 Mio. EUR
per Ende September 2020 u von 1.537,3 Mio. EUR.
Aufteilung Neugeschäft Leasing nach Regionen
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* Konsolidierte Franchisegesellschaften
3. Wirtschaftsbericht3.1 Vollkonsolidierung der FranchisegesellschaftenAufgrund neuerer Erkenntnisse im Zusammenhang mit den
Konsolidierungskriterien für die
Franchisegesellschaften hat die GRENKE AG die
Franchisegesellschaften im Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2020 rückwirkend vollkonsolidiert. Die
Vorjahresvergleichswerte für das dritte Quartal bzw.
die ersten neun Monate wurden entsprechend angepasst.
Ausgewählte Angaben aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscrollen
* Werte für 2020 wurden gemäß
IAS 8.42 angepasst (u.a. Konsolidierung der
Franchisegesellschaften)
3.2 Ertragslage3.2.1 Vergleich drittes Quartal 2021 versus 2020Die Zinsen und ähnliche Erträge aus dem
Finanzierungsgeschäft gingen im dritten Quartal 2021
um 10,0 Prozent auf 104,6 Mio. EUR (Q3 2020: 116,2 Mio.
EUR) zurück. Die Abnahme war die Folge des
rückläufigen Neugeschäfts im
Geschäftsjahr 2020 und im bisherigen Jahresverlauf
2021. Die Aufwendungen aus der Verzinsung sanken aufgrund
dem mit einem geringeren Neugeschäftsvolumen
einhergehen den niedrigeren Refinanzierungsbedarf um 17,0
Prozent auf 13,8 Mio. EUR (Q3 2020: 16,6 Mio. EUR). Per
Saldo ergab sich im dritten Quartal ein Zinsergebnis von
90,8 Mio. EUR, das um 8,8 Prozent unter dem Vorjahreswert
(Q3 2020: 99,6 Mio. EUR) lag.
Der Trend verringerter Aufwendungen für
Schadensabwicklung und Risikovorsorge des ersten Halbjahrs
2021 setzte sich auch im Berichtsquartal mit einem
Rückgang um 21,3 Prozent auf 37,3 Mio. EUR (Q3 2020:
47,4 Mio. EUR) fort. Dabei ist zu beachten, dass die
entsprechenden Aufwendungen im Vorjahresquartal von
Aufwendungen für Risikovorsorge infolge der
Ausbreitung der Covid-19-Pandemie belastet war. Die
Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge
profitierten zudem von dem vergleichsweise niedrigen
Neugeschäftsvolumen im dritten Quartal, da nach IFRS 9
die erwarteten Kreditausfälle für
Leasingforderungen der nächsten 12 Monate bereits bei
Zugang der Leasingforderung zu bilden sind.
Dementsprechend verbesserte sich die Schadenquote (auf
ein Jahr hochgerechnete Aufwendungen für
Schadensabwicklung und Risikovorsorge der Berichtsperiode
im Verhältnis zum Vermietvolumen am jeweiligen
Berichtsstichtags) im dritten Quartal 2021 auf 1,7 Prozent
(Q3 2020: 2,1 Prozent). Damit lag die Schadenquote im
Rahmen der für das Gesamtjahr erwarteten
Größenordnung von nicht über 2,0 Prozent.
Aufgrund der im Vorjahresvergleich
rückläufigen Risikovorsorge stieg das
Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge im
Berichtsquartal um 2,6 Prozent auf 53,6 Mio. EUR (Q3 2020:
52,2 Mio. EUR).
Das Ergebnis aus dem Servicegeschäft nahm im
dritten Quartal um 4,2 Prozent auf 30,5 Mio. EUR (Q3 2020:
29,3 Mio. EUR) zu. Infolge des rückläufigen
Neugeschäftsvolumens sank dagegen das Ergebnis aus dem
Neugeschäft im Berichtsquartal um 12,1 Prozent auf 8,0
Mio. EUR (Q3 2020: 9,1 Mio. EUR). Das
Verwertungsminderergebnis verbesserte sich auf - 1,1 Mio.
EUR (Q3 2020: - 1,6 Mio. EUR). Im Wesentlichen aufgrund der
niedrigeren Aufwendungen für Schadensabwicklung und
Risikovorsorge stiegen die operativen Erträge im
dritten Quartal 2021 insgesamt um 2,2 Prozent auf 90,9 Mio.
EUR (Q3 2020: 89,0 Mio. EUR).
Die absolut betrachtet größte
Aufwandsposition des Konzerns, der Personalaufwand, nahm im
dritten Quartal um 11,8 Prozent auf 30,5 Mio. EUR (Q3 2020:
27,3 Mio. EUR) zu. Der prozentuale Anstieg des
Personalaufwands resultierte zum Teil aus einem
Basiseffekt, da die variable Vergütung im
Vorjahresquartal deutlich zurückgegangen war. Im
Berichtsquartal stieg die variable Vergütung wieder um
30,2 Prozent auf 4,9 Mio. EUR (Q3 2020: 3,8 Mio. EUR).
Gegenüber dem zweiten Quartal 2021 sank der
Personalaufwand dagegen um 8,6 Prozent. Die Anzahl der
durchschnittlich Beschäftigten lag im Berichtsquartal
bei 1.833 (auf Basis Vollzeitbeschäftigter; Q3 2020:
1.868) und damit um 1,9 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Die Abschreibungen und Wertminderungen stiegen im
dritten Quartal aufgrund einer Wertberichtigung auf eine
selbsterstellte Softwareanwendung um 25,4 Prozent auf 8,4
Mio. EUR (Q3 2020: 6,7 Mio. EUR). Der Vertriebs- und
Verwaltungsaufwand nahm um 14,6 Prozent auf 22,0 Mio. EUR
(Q3 2020: 19,2 Mio. EUR) zu. Dieser Anstieg resultierte
hauptsächlich aus gestiegenen Aufwendungen für
die Einlagensicherung und Verbandsbeiträge bei der
GRENKE Bank (0,9 Mio. EUR) sowie höheren
IT-Projektkosten, die auf 1,6 Mio. EUR (Q3 2020: 0,4 Mio.
EUR) ausgeweitet wurden. Die höheren IT-Projektkosten
betrafen im Wesentlichen die Inanspruchnahme von
Beratungsleistungen. Der Saldo aus den sonstigen
betrieblichen Erträgen und Aufwendungen lag im dritten
Quartal 2021 bei - 3,1 Mio. EUR (Q3 2020: 0,0 Mio. EUR).
Diese Zunahme ergab sich im Wesentlichen aus den
gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen in
Höhe von 4,1 Mio. EUR (Q3 2020: 1,3 Mio. EUR).
Die Cost-Income-Ratio stieg im dritten Quartal 2021 auf
51,2 Prozent (Q3 2020: 40,5 Prozent) und lag damit leicht
über dem für das Gesamtjahr angestrebten Wert von
unter 50 Prozent.
Das operative Ergebnis des dritten Quartals 2021 sank um
24,4 Prozent auf 27,1 Mio. EUR (Q3 2020: 35,8 Mio. EUR) und
der Gewinn vor Steuern um 22,5 Prozent auf 25,4 Mio. EUR
(Q3 2020: 32,8 Mio. EUR). Die Steuerquote erhöhte sich
erwartungsgemäß auf 20,8 Prozent nach 19,2
Prozent im Vorjahresquartal. Dementsprechend lag der Gewinn
nach Steuern bei 20,1 Mio. EUR (Q3 2020: 26,5 Mio. EUR) und
ging somit um 24,0 Prozent zurück. Die durch die
Konsolidierung der Franchisegesellschaften auszuweisenden
Ergebnisanteile der nicht beherrschenden Anteilseigner
lagen bei - 3,8 Mio. EUR (Q3 2020: - 1,1 Mio. EUR).
Entsprechend lag das Ergebnis je Aktie im dritten Quartal
2021 bei 0,51 EUR (Q3 2020: 0,60 EUR).
3.2.2 Neunmonatsvergleich 2021 versus 2020In den ersten neun Monaten 2021 ging das Zinsergebnis um
8,2 Prozent auf 280,5 Mio. EUR (Q1 - Q3 2020: 305,6 Mio.
EUR) zurück. Die Aufwendungen für
Schadensabwicklung und Risikovorsorge sanken gegenüber
dem pandemiebedingt sehr hohen Vorjahreswert um 28,8
Prozent und lagen bei 121,4 Mio. EUR (Q1 - Q3 2020: 170,5
Mio. EUR). Entsprechend verbesserte sich die Schadenquote
auf 1,9 Prozent (Q1-Q3 2020: 2,5 Prozent). Das Zinsergebnis
nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge stieg demzufolge
im Neunmonatszeitraum um 17,8 Prozent auf 159,1 Mio. EUR
(Q1 - Q3 2020: 135,1 Mio. EUR).
Das Ergebnis aus dem Servicegeschäft nahm in den
ersten neun Monaten um 1,2 Prozent zu, während das
Ergebnis aus dem Neugeschäft um 20,6 Prozent
zurückging. Das Verwertungsminderergebnis betrug - 4,7
Mio. EUR (Q1 - Q3 2020: - 3,9 Mio. EUR). Entsprechend
erhöhten sich die operativen Erträge in den
ersten neun Monaten 2021 insgesamt um 6,9 Prozent und
erreichten 268,6 Mio. EUR (Q1 - Q3 2020: 251,2 Mio. EUR).
Im Neunmonatszeitraum verzeichneten die
Personalaufwendungen und die Abschreibungen einen Anstieg
von 8,5 Prozent bzw. 10,7 Prozent. Die Cost-Income-Ratio
lag dementsprechend bei 51,1 Prozent (Q1 - Q3 2020: 41,5
Prozent).
Das operative Ergebnis sank in den ersten neun Monaten
um 8,2 Prozent auf 75,0 Mio. EUR (Q1 - Q3 2020: 81,6 Mio.
EUR) und der Gewinn vor Steuern um 7,7 Prozent auf 67,8
Mio. EUR (Q1 - Q3 2020: 73,5 Mio. EUR). Bei einer
Steuerquote von 22,8 Prozent (Q1 - Q3 2020: 18,8 Prozent)
ergab sich ein Gewinn nach Steuern von 52,4 Mio. EUR (Q1 -
Q3 2020: 59,7 Mio. EUR). Das entspricht einem Rückgang
von 12,2 Prozent. Daraus errechnet sich ein Ergebnis je
Aktie von 1,03 EUR (Q1 - Q3 2020: 1,26 EUR).
3.3 Vermögens- und FinanzlageAusgewählte Angaben aus der Konzernbilanzscrollen
3.3.1 VermögenslageIm Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2020 nahm
die Bilanzsumme zum 30. September 2021 um 7,3 Prozent auf
6,8 Mrd. EUR (31. Dezember 2020: 7,3 Mrd. EUR) ab. Dies
ergab sich im Wesentlichen aus dem Rückgang der
größten Bilanzposition, den lang- und
kurzfristigen Leasingforderungen, die infolge der
Neugeschäftsentwicklung der letzten Quartale insgesamt
um 9,1 Prozent auf 5,1 Mrd. EUR (31. Dezember 2020: 5,6
Mrd. EUR) zurückgingen.
Der Bestand an Zahlungsmitteln stieg zum 30. September
2021 dagegen auf 1.018,3 Mio. EUR. Dies entspricht einer
Zunahme gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres
2020 (31. Dezember 2020: 944,7 Mio. EUR) um 7,8 Prozent. In
der anhaltend schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation
legt der GRENKE Konzern weiterhin einen besonderen Fokus
auf eine ausreichende Liquiditätsvorhaltung, um so
flexibel auf Marktgegebenheiten reagieren zu können.
Zudem ist der Konzern aufgrund aufsichtsrechtlicher
Vorgaben verpflichtet, einen Liquiditätspuffer
vorzuhalten. So befanden sich zum 30. September 2021 781,3
Mio. EUR (31. Dezember 2020: 711,2 Mio. EUR) auf Konten der
Deutschen Bundesbank, was aufgrund des negativen
Guthabenzinses entsprechende Zinsaufwendungen verursachte.
Aufgrund der Vereinbarung über die
Veräußerung der Anteile an der viafintech GmbH
erfolgte zum Quartalsstichtag gemäß IAS 28 die
Umgliederung der Beteiligung von "nach der Equity-Methode
bilanzierten Beteiligungen" in "zur Veräußerung
gehaltene Vermögenswerte". Die Umgliederung wurde
vorgenommen, da der Vollzug der Veräußerung
innerhalb von 12 Monaten als höchstwahrscheinlich
eingeschätzt wird. Diese Bilanzposition lag zum 30.
September 2021 bei 3,9 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 0,0
Mio. EUR).
Auf der Passivseite spiegelt sich die
rückläufige Bilanzsumme insbesondere in der
Abnahme der kurz- und langfristigen Finanzschulden um
insgesamt 9,6 Prozent auf 5,3 Mrd. EUR (31. Dezember 2020:
5,8 Mrd. EUR) wider. Der größte Anteil der
Finanzschulden entfiel weiterhin auf die kurz- und
langfristigen Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung, die
gegenüber dem Jahresende 2020 um 12,7 Prozent auf 3,7
Mrd. EUR (31. Dezember 2020: 4,3 Mrd. EUR) sanken. Die
kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus dem
Einlagengeschäft der GRENKE Bank erreichten in Summe
mit 1,5 Mrd. EUR den Wert zum 31. Dezember 2020 (1,5 Mrd.
EUR).
Stichtagsbedingt stiegen die abgegrenzten Mietraten zum
30. September 2021 auf 48,2 Mio. EUR (31. Dezember 2020:
28,8 Mio. EUR). Diese Bilanzposition unterliegt allerdings
unterjährig häufig großen Schwankungen.
Das Eigenkapital nahm zum 30. September 2021 um 2,8
Prozent auf 1.226,7 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 1.193,1
Mio. EUR) zu. Dem in der Berichtsperiode erwirtschafteten
Konzerngewinn in Höhe von 52,4 Mio. EUR standen die
Dividendenzahlung (12,1 Mio. EUR) und die Zinszahlung
für das Hybridkapital (9,4 Mio. EUR) gegenüber.
Positiv wirkten dagegen Effekte aus der Marktbewertung von
Hedging-Instrumenten (1,1 Mio. EUR) und aus der
Währungsumrechnung (1,8 Mio. EUR). Aufgrund der
rückläufigen Bilanzsumme stieg die
Eigenkapitalquote per Ende September 2021 auf 18,1 Prozent
(31. Dezember 2020: 16,3 Prozent). Die Eigenkapitalquote
übertraf damit weiterhin das selbst gesteckte Ziel des
Konzerns von mindestens 16,0 Prozent.
3.3.2 LiquiditätDank des hohen Bestands an Zahlungsmitteln und der breit
diversifizierten Refinanzierungsstruktur war der GRENKE
Konzern im Berichtszeitraum jederzeit in der Lage, seine
Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.
Über die Tochtergesellschaft Grenke Finance PLC
wurde in den ersten neun Monaten 2021 eine bereits
bestehende Anleihe um 125,0 Mio. EUR aufgestockt. Weitere
Informationen zu den begebenen Schuldverschreibungen sind
in den Angaben zum verkürzten Konzernzwischenabschluss
dargestellt und zudem auf der Website
www.grenke.de/un-ternehmen/investor-relations/fremdkapital/emittierte-anlei-hen
abrufbar. Getilgt wurden im Berichtszeitraum Anleihen
über 315 Mio. EUR und planmäßig
Schuldscheindarlehen über 65 Mio. EUR, 46 Mio. DKK und
48 Mio. SEK. Vorzeitig getilgt wurden Schuldscheindarlehen
über 148 Mio. EUR.
Die Ausnutzung der ABCP-Programme lag zum 30. September
2021 bei 567,7 Mio. EUR und 120,5 Mio. GBP (31. Dezember
2020: 680,2 Mio. EUR und 122,4 Mio. GBP). Das Gesamtvolumen
dieser Programme betrug 947,8 Mio. EUR und 150,0 Mio. GBP
(31. Dezember 2020: 947,8 Mio. EUR und 150,0 Mio. GBP).
Die offenen Kreditlinien des Konzerns (d. h. Banklinien
plus verfügbares Volumen aus Anleihen und Commercial
Paper) betrugen zum Stichtag 3.439,0 Mio. EUR, und 750,0
Mio. HRK (31. Dezember 2020: 3.367,9 Mio. EUR, 240 Mio.
PLN, 40,0 Mio. HRK und 10 Mio. CHF).
Die Refinanzierung der GRENKE BANK AG über
Kundeneinlagen lag zum Stichtag 30. September 2021 bei
1.521,3 Mio. EUR nach 1.300,0 Mio. EUR zum vergleichbaren
Zeitpunkt des Vorjahrs. Dies entspricht einem Anstieg von
17,0 Prozent.
3.3.3 FinanzlageAusgewählte Angaben aus der Konzern-Kapitalflussrechnungscrollen
* Werte für 2020 wurden gemäß
IAS 8.42 angepasst (u.a. Konsolidierung der
Franchisegesellschaften)
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
lag in den ersten neun Monaten 2021 bei 129,6 Mio. EUR und
damit deutlich unter dem Vorjahreswert (Q1 - Q3 2020: 434,1
Mio. EUR). In der Darstellung oben umfasst der
Netto-Cashflow aus Investitionen in das Neugeschäft
die Investitionen für neue Leasingforderungen. Darin
enthalten sind die Nettoanschaffungswerte für die
Leasingobjekte und die direkt mit dem Vertragsabschluss
entstehenden Kosten. Aufgrund des niedrigeren
Neugeschäftsvolumens sanken die Investitionen für
neue Leasingforderungen in den ersten neun Monaten 2021 auf
- 1.172,4 Mio. EUR (Q1- Q3 2020: - 1.642,4 Mio. EUR).
Diesen stehen die Ein- bzw. Auszahlungen aus der Zunahme
der Refinanzierung (468,6 Mio. EUR nach 997,6 Mio. EUR in
der Vorjahresperiode) sowie dem Einlagengeschäft der
GRENKE Bank (- 20,0 Mio. EUR nach 413,6 Mio. EUR in der
Vorjahresperiode) gegenüber. In Summe sank der
Netto-Cashflow aus Investitionen auf - 723,8 Mio. EUR (Q1 -
Q3 2020: - 231,2 Mio. EUR). Bei dieser Entwicklung ist zu
berücksichtigen, dass GRENKE im Vorjahreszeitraum
gezielt eine Liquiditätsreserve aufgebaut hat. Der
Cashflow aus dem Bestandsgeschäft stieg dagegen auf
883,5 Mio. EUR (Q1 - Q3 2020: 618,6 Mio. EUR).
Nach gezahlten / erhaltenen Steuern und Zinsen belief
sich der Netto-Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit im Berichtszeitraum auf 113,5
Mio. EUR (Q1 - Q3 2020: 421,4 Mio. EUR).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag im
Neunmonatszeitraum 2021 bei - 4,9 Mio. EUR (Q1 - Q3 2020: -
12,1 Mio. EUR). Er beinhaltete hauptsächlich die
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und
immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe
von - 5,4 Mio. EUR (Q1 - Q3 2020: - 12,7 Mio. EUR).
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit verbesserte
sich im Berichtszeitraum auf - 35,6 Mio. EUR (Q1 - Q3 2020:
- 50,5 Mio. EUR). Dies resultierte im Wesentlichen aus der
geringeren Dividendenzahlung für das Vorjahr in
Höhe von 12,1 Mio. EUR (Q1 - Q3 2020: 28,2 Mio. EUR).
Die Zinszahlung auf das Hybridkapital lag bei 13,4 Mio. EUR
(Q1 - Q3 2020: 10,7 Mio. EUR). Aus der Rückzahlung von
Leasingverbindlichkeiten ergab sich zudem ein Mittelabfluss
von 10,1 Mio. EUR (Q1 - Q3 2020: 9,4 Mio. EUR).
Somit lag die Summe der Cashflows in den ersten neun
Monaten 2021 bei 73,0 Mio. EUR (Q1 - Q3 2020: 358,8 Mio.
EUR). Der Bestand an Zahlungsmitteln und
Zahlungsmitteläquivalenten stieg zum Stichtag 30.
September 2021 entsprechend auf 1.017,0 Mio. EUR nach 944,7
Mio. EUR zum Geschäftsjahresende 2020.
4. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenBezüglich der Angaben über die Beziehungen zu
nahestehenden Unternehmen und Personen wird auf die
Ausführungen in Kapitel 16. des Anhangs zum
verkürzten Konzernzwischenabschluss verwiesen.
5. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht5.1 Chancen und RisikenWesentliche Veränderungen der zuletzt im
Geschäftsbericht 2020 (veröffentlicht am 21. Mai
2021) dargestellten Chancen und Risiken sind im
Berichtszeitraum nicht eingetreten. Hinsichtlich der
künftigen Entwicklung von Konzern und Gesellschaft
sowie ihrer Tochtergesellschaften sind besondere, über
das normale Maß hinausgehende und mit dem
Geschäft verbundene Risiken nicht zu erkennen.
5.2 Gesamtwirtschaftliche und Branchenbezogene RahmenbedingungenDie zunehmenden Engpässe in den globalen
Lieferketten haben seit Juli 2021 zu einer Verlangsamung
der wirtschaftlichen Erholung in Deutschland geführt.
So ist der ifo Geschäftsklimaindex im September 2021
den dritten Monat in Folge gesunken. Die Abschwächung
betrifft insbesondere das verarbeitenden Gewerbe, wo die
Knappheit an Rohstoffen und Vorprodukten zu teilweise
erheblichen Produktionsausfällen geführt hat.
Dementsprechend senkte der Internationale
Währungsfonds (IWF) im Oktober 2021 seine
Wachstumsprognose für Deutschland auf 3,1 Prozent
(Juli-Prognose: 3,6 Prozent). Gleichzeitig erhöhte der
IWF seine Prognose für das Jahr 2022 auf 4,6 Prozent
(Juli-Prognose: 4,1 Prozent) und unterstreicht damit seine
Erwartung, dass die Engpässe in den Lieferketten ein
vorübergehendes Phänomen sind. Für die
anderen wichtigen Volkswirtschaften in der Eurozone wurde
der IWF dagegen für 2021 optimistischer und
erhöhte seine Erwartungen für Frankreich auf 6,3
Prozent (Juli-Prognose: 5,8 Prozent) und für Italien
auf 5,8 Prozent (Juli-Prognose: 4,9 Prozent). Für die
Eurozone insgesamt rechnet der IWF nun mit einem Wachstum
von 5,0 Prozent (Juli-Prognose: 4,6 Prozent).
5.3 UnternehmensprognoseBei der Prognose für das Geschäftsjahr 2021
ist zu berücksichtigen, dass die anhaltende
Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen
wirtschaftlichen Einschränkungen ein weiterhin
herausforderndes Marktumfeld schaffen.
Lieferengpässe bei Herstellern von Computer- und
Bürotechnik führten zu einer Verzögerung der
erwarteten Belebung der Märkte im dritten Quartal
2021. Entsprechend passte der Vorstand am 4. Oktober 2021
im Rahmen einer Ad-hoc Mitteilung seine Prognose für
das Leasingneugeschäft im Geschäftsjahr 2021 auf
1,5 bis 1,7 Mrd. EUR an (zuvor 1,7 bis 2,0 Mrd. EUR; 2020:
2,0 Mrd. EUR). Die angepasste Prognose des
Neugeschäfts basiert auf der Erwartung, dass die
Geschäftsdynamik im vierten Quartal 2021 infolge einer
gestarteten Vertriebsoffensive wieder zunehmen wird.
Infolge der unverändert hohen Profitabilität
des Geschäfts sowie des Einmalertrags aus dem Verkauf
der Beteiligung an der viafintech GmbH, die im vierten
Quartal 2021 verbucht wird, wird die Jahresprognose
für den Gewinn nach Steuern von zuvor 60 Mio. bis 80
Mio. EUR auf 90 Mio. bis 100 Mio. EUR erhöht und
konkretisiert.
Das Ziel für die Cost-Income-Ratio für das
Jahr 2021 liegt weiterhin bei unter 50Prozent (2020: 43,1
Prozent). Für das Jahr 2021 wird den Erwartungen
zufolge von einer Schadenquote von unter 2,0 Prozent
ausgegangen.
Für die bilanzielle Eigenkapitalquote rechnet der
Vorstand mit einer stabilen Entwicklung und einer Quote zum
Jahresende 2021 von mehr als 16 Prozent (2020: 16,3
Prozent). Bei der Einordnung der Eigenkapitalquote sind die
Effekte der Vollkonsolidierung der Franchisegesellschaften
zu berücksichtigen. Durch den Wegfall der auf die
Franchisegesellschaften entfallenden Geschäfts- oder
Firmenwerte sinken die aufsichtsrechtlichen und
ratingbezogenen Eigenkapitalanforderungen.
6. NachtragsberichtAm 29. Oktober 2021 gab die GRENKE AG bekannt, dass der
Aufsichtrsrat der Gesellschaft Finanzvorstand Dr. Sebastian
Hirsch mit Wirkung zum 1. November 2021 zusätzlich zum
stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernannt hat. Dabei
würdigte das Gremium die Leistung von Dr. Hirsch in
der Bewältigung der Herausforderungen, denen GRENKE
insbesondere im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie
ausgesetzt war. Dr. Sebastian Hirsch ist seit 2017 Vorstand
der GRENKE AG und verantwortlich für Controlling,
M&A, Treasury, Recht, Steuern und Investor Relations.
Im Oktober vergangenen Jahres wurde er zum CFO der GRENKE
AG ernannt.
Am 2. November 2021 informierte GRENKE über den
Vollzug des Verkaufs der Minderheitsbeteiligung in
Höhe von 25,01 Prozent am FinTech-Unternehemen
viafintech GmbH an paysafecard.com Wertkarten GmbH, Wien
(Österreich). Das Signing der Transaktion erfolgte
bereits am 22. August 2021. Verkauft wurde die Beteiligung
von der GRENKE BANK AG, einer hundertprozentigen
Tochtergesellschaft der GRENKE AG. GRENKE realisiert aus
dem Verkauf im vierten Quartal 2021 einen
außerordentlichen Gewinn nach Steuern von ca. 20 Mio.
EUR. GRENKE wird die viafintech GmbH weiterhin als
Partnerbank im Rahmen einer langfristigen
Kooperationsvereinbarung begleiten.
KONZERNZWISCHENABSCHLUSSKonzern-Gewinn- und Verlustrechnungscrollen
1 Vorjahreswerte wurden wie in Kapitel 5
erläutert angepasst.
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscrollen
1 Vorjahreswerte wurden wie in Kapitel 5
erläutert angepasst.
Konzern-Bilanzscrollen
Konzern-Bilanzscrollen
1 Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die
unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.
Konzern-Kapitalflussrechnungscrollen
1 Vorjahreswerte wurden wie in Kapitel 5
erläutert angepasst.
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscrollen
scrollen
1 Vorjahreswerte wurden wie in Kapitel 5
erläutert angepasst.
ANGABEN ZUM VERKÜRZTEN KONZERNZWISCHENABSCHLUSS1. Allgemeine AngabenDie GRENKE AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in
Baden-Baden, Neuer Markt 2, Deutschland. Die Gesellschaft
ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung
B, unter der Nummer 201836 eingetragen. Die vorliegende
Quartalsmitteilung der GRENKE AG ist eine
Quartalsmitteilung nach § 53 der Börsenordnung
für die Frankfurter Wertpapierbörse und stellt
keinen vollständigen Zwischenabschluss im Sinne des
International Accounting Standard (IAS) 34 dar. Die
Quartalsmitteilung wurde nach den Rechnungslegungsstandards
der International Financial Standards (IFRS), wie sie in
der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Sie ist in
Zusammenhang mit dem IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember
2020 zu lesen. Eine prüferische Durchsicht im Sinne
von § 115 Abs. 5 WpHG ist nicht erfolgt.
Covid-19-PandemieDie Weltwirtschaft wurde auch im 3. Quartal 2021
weiterhin durch die anhaltende Covid-19-Pandemie
beeinflusst. Dies hat sich auch auf den Zwischenabschluss
des GRENKE Konzerns ausgewirkt. GRENKE reagierte
frühzeitig, indem bereits im Vorjahr Arbeitsgruppen
gebildet wurden, welche sich mit möglichen
Auswirkungen der Pandemie auf die Geschäftsbereiche
auseinandersetzten und entsprechende Maßnahmen
beschlossen. In diesem Zusammenhang wurden im
Geschäftsjahr 2020 Stundungsvereinbarungen mit Kunden
abgeschlossen. Zu weiteren Ausführungen infolge der
aktuellen Auswirkungen der Pandemie verweisen wir auf die
Angaben im Konzernzwischenlagebericht.
2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, die im
Konzernzwischenabschluss angewendet wurden, entsprechen
grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.
Ausnahmen hiervon betreffen Änderungen, die sich durch
die verpflichtende Anwendung neuer
Rechnungslegungsstandards ergeben haben, welche in einem
nachfolgenden Abschnitt erläutert werden. Von der
vorzeitigen Anwendung von geänderten Standards und
Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2022
oder später verpflichtend umzusetzen sind, wurde
abgesehen. Die GRENKE AG wird diese Standards zum Zeitpunkt
der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umsetzen
und erwartet daraus keine wesentlichen Auswirkungen auf die
Berichterstattung.
Für diesen Zwischenabschluss gelten die gleichen
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie in unserem
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020, auf den wir an
dieser Stelle verweisen. Zudem ergänzen wir die
nachfolgenden Sachverhalte.
2.1 StundungsvereinbarungenGRENKE hat im Geschäftsjahr 2020 mit seinen
Leasingkunden Stundungsvereinbarungen abgeschlossen, durch
die die Kunden aufgrund der Covid-19-Pandemie und deren
Folgen Unterstützung erfahren haben. Der
Stundungszeitraum war für den wesentlichen Anteil der
Verträge zum 31. Dezember 2020 bereits beendet. Die
zum Jahresanfang verbleibenden Rückzahlungen der
gestundeten, fälligen Beträge wurden im
Wesentlichen im ersten Halbjahr 2021 geleistet.
Zudem wurden mit Kunden im Kreditgeschäft ebenfalls
Stundungsvereinbarungen getroffen. Die im
Kundenkreditgeschäft gewährten
Stundungsmaßnahmen sind zum Stichtag im Wesentlichen
ausgelaufen.
Wir verweisen hierzu auf die geschilderten
Bilanzierungsmethoden im Anhang des Konzernabschlusses zum
31. Dezember 2020.
2.2 Bereits veröffentlichte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen - noch nicht umgesetztÄnderungen an IFRS 4 "Versicherungsverträge" Verlängerung der vorübergehenden Befreiung von der Anwendung von IFRS 9Das IASB veröffentlichte am 25. Juni 2020 eine
Änderung an IFRS 4, mit der die bestehende Option zur
verzögerten Erstanwendung von IFRS 9 auf den neuen
Zeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 17 verlängert
wurde.
Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" zur Klassifizierung von VerbindlichkeitenIm Januar 2020 wurde IAS 1 "Klassifizierung von Schulden
als kurz- oder langfristig" veröffentlicht. Gegenstand
der Änderungen an IAS 1 ist die Klarstellung, dass im
Rahmen der Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz-
oder langfristig auf bestehende Rechte des Unternehmens zum
Abschlussstichtag abzustellen ist. Am 15. Juli 2020 wurde
die Erstanwendung der Änderung durch das IASB um ein
Jahr für Geschäftsjahre, die ab dem 1. Januar
2023 beginnen, verschoben.
Änderungen an IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse", IAS 16 "Sachanlagen", IAS 37 "Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen" und jährliche Verbesserungen an den IFRS 2018-2020Vom IASB wurden am 14. Mai 2020 mehrere begrenzte
IFRS-Änderungen inklusive des
Sammeländerungsstandards der jährlichen
Verbesserung, Zyklus 2018-2020, der Anpassungen an IFRS 1
"Erstmalige Anwendung der IFRS", IFRS 9
"Finanzinstrumente", IAS 41 "Landwirtschaft" sowie einem
Beispiel zu IFRS 16 "Leasingverhältnisse" vornimmt,
veröffentlicht, die am 1. Januar 2022 in Kraft treten.
Änderung an IFRS 17 "Versicherungsverträge"Der am 18. Mai 2017 veröffentlichte neue
Rechnungslegungsstandard IFRS 17
"Versicherungsverträge" wird den Standard IFRS 4
ersetzen. Das IASB hat zudem am 18. März 2020
beschlossen, die verpflichtende Anwendung des Standards auf
Geschäftsjahre zu verschieben, die an oder nach dem 1.
Januar 2023 beginnen. Eine Übernahme durch die EU
steht noch aus.
Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und dem IFRS Practice Statement 2 "Making Materiality Judgements"Die Änderungen an IAS 1 sehen vor, dass Unternehmen
lediglich ihre "wesentlichen" (materiell) Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden im Anhang darstellen müssen
(anstelle bisher: die "bedeutenden / significant"
Bilanzierungs und Bewertungsmethoden). Die Änderungen
sind erstmals - vorbehaltlich einer Übernahme in
EU-Recht - ab dem 1. Januar 2023 anzuwenden.
Änderung an IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehlern"Gegenstand der Änderungen an IAS 8 sind
Klarstellungen zur Abgrenzung von Änderungen von
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Änderungen
von Schätzungen. Die verpflichtende Anwendung der
Änderung des Standards gilt für
Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2023
beginnen. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus.
Änderung an IAS 12 "Ertragsteuern" zum Ansatz latenter Steuern aus einer einzigen TransaktionGemäß der Änderung an IAS 12 wird der
Anwendungsbereich der Ausnahmeregelung angepasst, sodass im
Zeitpunkt des Zugangs eines Vermögenswertes oder einer
Schuld keine aktiven oder passiven latenten Steuern
anzusetzen sind. Die Änderungen treten für
jährliche Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach
dem 1. Januar 2023 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist
zulässig.
3. Erstmals anzuwendende, neue RechnungslegungsstandardsIm Geschäftsjahr 2021 wurden im GRENKE Konzern alle
neuen und überarbeiteten Standards und
Interpretationen berücksichtigt, die erstmals
verbindlich seit dem 1. Januar 2021 anzuwenden waren und
bereits in europäisches Recht übernommen wurden
(Endorsement), sofern diese für den GRENKE Konzern
relevant waren.
Alle nachfolgenden überarbeiteten bzw.
geänderten Standards hatten keinen materiellen
Einfluss auf die Bilanzierung und Berichterstattung im
Konzernabschluss der GRENKE AG.
Änderungen von IFRS 9 "Finanzinstrumente", IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung"; IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben"; IFRS 4 "Versicherungsverträge" und IFRS 16 "Leasingverhältnisse" - Interest Rate Benchmark Reform - Phase 2Der IASB veröffentlichte am 26. September 2019
Änderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 und beendete
damit die erste Phase des Projekts "IBOR Reform and its
Effects on Financial Reporting". Die Änderungen
adressieren Bilanzierungssachverhalte im Vorfeld der
Umstellung auf alternative Benchmark-Zinssätze und
zielen auf die bilanzielle Fortführung bestehender
Hedge-Accounting-Beziehungen ab. Konkret betreffen die
Änderungen insbesondere bestimmte Erleichterungen im
Zusammenhang mit den Vorschriften zum Hedge-Accounting:
scrollen
Es wurde zudem eine Ausnahmeregelung hinsichtlich der
retrospektiven Beurteilung nach IAS 39 eingeführt, die
nur für direkt betroffene Sicherungsbeziehungen
(Grundgeschäft oder Sicherungsinstrument) gilt. Sie
ermöglicht die Fortführung des Hedge-Accountings,
auch wenn die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung nicht
mehr gegeben ist. Eine weitere Erleichterung ergibt sich in
Bezug auf das Kriterium der separaten Identifizierbarkeit
beim Macro-Hedging: Wurde ein abgesichertes
Grundgeschäft innerhalb eines Macro-Hedges als solches
designiert, muss diese Einschätzung später nicht
erneuert werden. Des Weiteren sind die Auswirkungen der
Änderungen auf die Sicherungsbeziehungen im Anhang zu
erläutern.
Mit der Ablösung der IBOR-Referenzzinssätze
sowie der EONIA durch andere Referenzzinssätze,
genannt Risk-Free Rates (RFR), wird die Phase 2 des
Projekts zu möglichen Auswirkungen der Reform der
Interbank Offered Rate ("IBOR") auf die
Finanzberichterstattung eingeläutet. Die
Änderungen dienen der Umsetzung spezifischer
Fragestellungen, wenn der Referenzzins durch einen
RFR-Referenzzinssatz ersetzt wurde. Nach den
ursprünglichen Regelungen zum Hedge-Accounting
hätten die anstehenden Änderungen der
Referenzzinssätze in vielen Fällen eine
Beendigung von Sicherungsbeziehungen zur Folge gehabt. Mit
den Änderungen an IFRS 9 und IAS 39 wird eine
Fortführung trotz bestehender Unsicherheiten in Bezug
auf Referenzzinssätze erreicht, da beispielsweise das
"Highly-probable-Kriterium" stets als erfüllt
betrachtet wird. Die Änderungen haben keinen Einfluss
auf den Konzernabschluss der GRENKE AG, da keine von
Referenzzinssätzen beeinflussten Sicherungsbeziehungen
in das Hedge-Accounting designiert sind.
Änderungen an IFRS 16 "Leasingverhältnisse" im Zusammenhang mit coronabedingten MietzugeständnissenDas IASB hat am 28. Mai 2020 IFRS 16
"Leasingverhältnisse" geändert
("Covid-19-Pandemie bezogene Mietkonzessionen"). Die
Änderung betrifft die bilanziellen Auswirkungen von
Zugeständnissen, die im Rahmen der Covid-19-Pande-mie
eingeräumt wurden. Ziel der Änderung ist es, den
Leasingnehmern eine Erleichterung von der Anwendung der in
IFRS 16 enthaltenen Vorschriften zu Vertragsmodifikationen
einzuräumen. Die praktischen Erleichterungen gelten
explizit nicht für Leasinggeber, da das IASB die
Komplexität der Änderungen und die prozessualen
Möglichkeiten der Umsetzung bei Leasinggebern als
weniger kritisch erachtet. Die Änderung trat für
jährliche Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach
dem 1. Juni 2020 beginnen. Die Standardänderung wurde
am 9. Oktober 2020 in EU-Recht übernommen
("EU-Endorsement"). Das IASB hat am 31. März 2021 "Auf
die Coronavirus-Pandemie bezogene Mietkonzessionen nach dem
30. Juni 2021 (Änderung an IFRS 16)" herausgegeben und
damit den Anwendungszeitraum der Änderung des
Standards vom Mai 2020 um ein Jahr verlängert. Die
Änderung hat auf den Konzernzwischenbericht der GRENKE
AG keinen materiellen Einfluss, da GRENKE insbesondere als
Leasinggeber auftritt, auf den die Änderung keine
Anwendung findet.
4. Verwendung von Annahmen und SchätzungenBei der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses sind
Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet worden,
die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten
Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen
sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.
Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen werden
laufend überprüft. Überarbeitungen von
Schätzungen werden prospektiv erfasst und erfolgen in
den nachfolgend dargestellten Bereichen:
scrollen
Die Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle
Vermögenswerte beruht auf Annahmen und
Schätzungen zum Ausfallrisiko und zu den erwarteten
Verlustraten. Der Konzern übt bei der Erstellung
dieser Annahmen und der Auswahl der Inputfaktoren für
die Berechnung der Wertminderung Ermessen aus, basierend
auf Erfahrungen des Konzerns aus der Vergangenheit,
bestehenden Marktbedingungen sowie zukunftsgerichteten
Schätzungen zum Ende jeder Berichtsperiode. Die
wichtigsten verwendeten Annahmen und Inputfaktoren sind
unter den Bilanzierungs und Bewertungsmethoden dargestellt.
Entsprechend den Verlautbarungen von verschiedenen
Regulatoren (ESMA, EBA) wird eine Beurteilung der
Modellierung der IFRS 9 Wertberichtigung und der
Schätzung der erwarteten Kreditverluste (ECL)
vorgenommen. Das ECL-Modell wird inklusive der
Inputparameter und der Teilmodelle anlassbezogen und
mindestens einmal jährlich validiert und
gegebenenfalls aktualisiert.
Nicht garantierte (kalkulierte) Restwerte werden im
Rahmen der Ermittlung des Barwerts der Leasingforderungen
gemäß IFRS 16 berücksichtigt. Die
kalkulierten Restwerte am Ende der Vertragslaufzeit
ermitteln sich in Abhängigkeit von der Laufzeitgruppe
des jeweiligen Leasingvertrags und beinhalten das erwartete
Nachgeschäft und die erwarteten Verwertungserlöse
am Ende der Laufzeit, basierend auf historischen
Erfahrungswerten im Rahmen von Länderclustern.
Für Zugänge seit dem 1. Januar 2021 betragen sie
zwischen 1,0 Prozent und 25,5 Prozent der
Anschaffungskosten. Die kalkulierten Restwerte werden dabei
anhand statistischer Auswertungen im Rahmen einer
bestmöglichen Schätzung angesetzt. Im Falle eines
Absinkens der tatsächlich im Nachgeschäft
(bestehend aus Verwertung und Nachmiete) erzielbaren
Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen
berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg
unberücksichtigt bleibt.
Die der Discounted-Cashflow-Bewertung der bestehenden
Geschäfts- oder Firmenwerte zugrundeliegenden
Cashflows basieren auf aktuellen Geschäftsplänen
und internen Planungen. Hierbei werden Annahmen über
die künftigen Ertrags- und Aufwandsentwicklungen
getroffen. Dabei wurden künftige Wachstumsraten der
jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis
bisheriger Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte
Ertrags- und Aufwandsverläufe in die Zukunft
projiziert. Diese Schätzungen sowie die
zugrundeliegende Methodik können einen erheblichen
Einfluss auf die ermittelten Werte haben.
Aufgrund der Covid-19-Pandemie sind das ökonomische
Gesamtumfeld und damit die Schätzungen hinsichtlich
der weiteren Neugeschäfts- und Renditeentwicklungen
der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit
zusätzlichen Unsicherheiten verbunden. Sollten
wesentliche Annahmen von den tatsächlichen
Größen abweichen, könnte dies in der
Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen
führen.
Die Bewertung der Leasinggegenstände in Verwertung
erfolgt auf Basis der Verwertungserlöse, die über
das vergangene Geschäftsjahr im Durchschnitt je
Altersklasse in Bezug auf die ursprünglichen
Anschaffungskosten erzielt werden konnten.
Leasinggegenstände in der Verwertung werden in
Abhängigkeit von ihrer tatsächlichen
Verwertbarkeit mit den aus der Vergangenheit ermittelten
Restwerten bewertet. Sofern eine Verwertung aufgrund des
Zustandes des entsprechenden Gegenstandes unrealistisch
erscheint, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben.
Die beizulegenden Zeitwerte von finanziellen
Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten,
die nicht mithilfe von Daten aus aktiven Märkten
abgeleitet werden können, werden unter der Verwendung
von Bewertungsverfahren bestimmt. Die Inputparameter dieser
Modelle stützen sich, soweit möglich, auf
beobachtbare Marktdaten. Ist dies nicht möglich,
stellt die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte in
gewissem Maß eine Ermessensentscheidung dar. Die
Ermessensentscheidungen betreffen Input-Parameter wie
Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko und Volatilität.
Änderungen der Annahmen bezüglich dieser
Inputparameter können sich auf den erfassten
beizulegenden Zeitwert der Finanzinstrumente auswirken.
Sind beobachtbare Preise und Parameter verfügbar,
werden sie für die Bestimmung des beizulegenden
Zeitwerts genutzt, ohne dass Einschätzungen in
großem Umfang erforderlich wären.
Aktive latente Steuern werden für alle nicht
genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem
Maß erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass
hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein
wird, so dass die Verlustvorträge tatsächlich
genutzt werden können. Bei der Ermittlung der
Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche
Ermessungsausübung der Unternehmensleitung
bezüglich des erwarteten Eintritts und der Höhe
des zukünftig zu versteuernden Einkommens sowie der
zukünftigen Steuerplanungsstrategie erforderlich.
Aufgrund der Komplexität der Steuergesetzgebung
ergeben sich möglicherweise unterschiedliche
Auslegungen und Interpretationen von Steuergesetzen durch
den Steuerpflichtigen und die lokale Finanzbehörde.
Dadurch kann es zu nachträglichen Steuerzahlungen
für vergangene Geschäftsjahre kommen. Für
den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte
Beträge wahrscheinlich nicht realisiert werden
können (unsichere Steuerpositionen), werden
Steuerrückstellungen gebildet. Der Betrag ermittelt
sich aus der besten Schätzung der erwarteten
Steuerzahlung. Steuerforderungen aus unsicheren
Steuerpositionen werden dann bilanziert, wenn es
wahrscheinlich und damit hinreichend gesichert ist, dass
sie realisiert werden können. Die Annahmen basieren
auf der Einschätzung der Unternehmensleitung, in
welcher Höhe unsichere Steuerpositionen angesetzt
werden.
Wir verweisen hierzu auf die geschilderten
Bilanzierungsmethoden im Anhang des Konzernabschlusses zum
31. Dezember 2020.
5. AnpassungenAufgrund von retrospektiven Anpassungen, welche im
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 vollzogen wurden,
ergab sich entsprechend eine Änderung in der
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zum 30. September 2020.
Das Zinsergebnis erhöhte sich um 10.493 TEUR und die
Schadensentwicklung und Risikovorsorge um 8.657 TEUR. In
diesem Zusammenhang reduzierte sich das
Verwertungs-mehr-(+) / minder(-)ergebnis um 2.103 TEUR.
Insgesamt kam es zu einer Reduzierung des Gewinns vor
Steuern um 3.991 TEUR und des Gewinns (nach Steuern) um
3.982 TEUR. Für weitere Erläuterungen wird auf
den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 im Konzernanhang
unter Abschnitt "2.3 Anpassungen gemäß IAS 8"
verwiesen.
6. Leasingforderungenscrollen
Die folgende Übersicht zeigt die Bruttoforderungen
der Leasingforderungen und die Wertberichtigung auf die
Leasingforderungen pro IFRS 9 Wertberichtigungsstufe. Der
GRENKE Konzern verfügt über keine als POCI
klassifizierten Finanzinstrumenten im Sinne des IFRS 9.
scrollen
scrollen
Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der
Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen und
langfristigen Forderungen:
7. FinanzschuldenDie Finanzschulden des GRENKE Konzerns setzen sich aus
den kurzfristigen Finanzschulden und langfristigen
Finanzschulden zusammen.
scrollen
7.1 Asset Backed Finanzschulden7.1.1 Strukturierte EinheitenFolgende konsolidierte strukturierte Einheiten bestanden
zum Stichtag: Opusalpha Purchaser II Limited (Helaba),
Kebnekaise Funding Limited (SEB AB), CORAL Purchasing
(Ireland) 2 DAC (DZ-Bank), FCT "GK"-COMPARTMENT "G2"
(Unicredit), FCT "GK"-COMPARTMENT "G3" (HSBC) sowie FCT
"GK"-COMPARTMENT "G4" (Helaba). Sämtliche
strukturierte Einheiten sind als Asset-Backed Commercial
Paper-(ABCP-) Programme aufgelegt.
scrollen
7.1.2 Forderungsverkaufsverträgescrollen
7.1.3 RestwertdarlehenDie Restwertdarlehen dienen teilweise zur Finanzierung
von Restwerten von Leasingverträgen, bei denen die
Raten im Rahmen des Forderungsverkaufs veräußert
wurden.
scrollen
7.2 Senior Unsecured FinanzschuldenFolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die
Buchwerte der einzelnen Refinanzierungsinstrumente:
scrollen
Folgende Tabelle zeigt den Refinanzierungsrahmen der
einzelnen Instrumente:
scrollen
7.2.1 AnleihenIm Geschäftsjahr wurden bisher keine neuen Anleihen
begeben, eine bestehende Anleihe wurde um 125.000 TEUR
erhöht. Planmäßig wurden 315.000 TEUR
getilgt.
7.2.2 SchuldscheindarlehenIm Geschäftsjahr wurde bisher ein neues
Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 10.000 TBRL
begeben. Planmäßig getilgt wurden 65.000 TEUR,
46.000 TDKK sowie 48.000 TSEK. Vorzeitig getilgt wurden
148.000 TEUR.
7.2.3 Syndizierte revolvierende KreditfazilitätIm Geschäftsjahr wurde eine neue syndizierte
revolvierende Kreditfazilität über ein Volumen
von 250.000 TEUR abgeschlossen. Hiervon können 75.000
TEUR in GBP und CHF gezogen werden. Darlehensgeber sind
Deutsche Bank AG, DZ BANK AG, HSBC Trinkaus & Burkhardt
AG, Landesbank Hessen-Thüringen, Le Crédit
Lyonnais, Norddeutsche Landesbank und SEB AB Frankfurt
Branch.
7.3 Zweckgebundene FörderdarlehenFolgende Tabelle zeigt die Buchwerte der in Anspruch
genommenen Förderdarlehen bei den einzelnen
Förderbanken.
scrollen
8. EigenkapitalDas Grundkapital der GRENKE AG ist im Vergleich zum 31.
Dezember 2020 unverändert auf 46.495.573 auf den
Inhaber lautende Aktien eingeteilt.
Die Hauptversammlung, stattgefunden am 29. Juli 2021,
hat beschlossen eine Dividende in Höhe von 0,26 EUR je
Aktie auszuschütten (Vorjahr: 0,80 EUR). Die
Auszahlung der Dividende erfolgte am 2. August 2021.
9. Angaben zu Finanzinstrumenten9.1 Hierarchie des beizulegenden ZeitwertesBei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines
Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der GRENKE
Konzern soweit wie möglich am Markt beobachtbare
Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken
verwendeten Inputfaktoren, werden die beizulegenden
Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der
Bemessungshierarchie ("Fair-Value-Hierarchie") eingeordnet:
Stufe 1: Notierte (unbereinigte) Preise auf aktiven
Märkten für identische Vermögenswerte oder
Schulden
Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen sämtliche
Inputfaktoren, die sich wesentlich auf den erfassten
beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder
indirekt am Markt beobachtbar sind
Stufe 3: Bewertungsverfahren, die Inputfaktoren
verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten
beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf
beobachtbaren Marktdaten basieren
Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes
eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendeten
Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der
Bemessungshierarchie eingeordnet werden können, wird
die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer
Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet,
die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für
die Bewertung insgesamt wesentlich ist.
Der GRENKE Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen
verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie zum Ende der
Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist.
Umgruppierungen zwischen den drei Stufen der
Bemessungshierarchie fanden in der abgelaufenen
Berichtsperiode nicht statt.
9.2 Beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten9.2.1 Beizulegende Zeitwerte originärer FinanzinstrumenteDie nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und
beizulegenden Zeitwerte von finanziellen
Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten je
Klasse von Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden
Zeitwert bemessen werden. Sie enthält keine
Informationen zum beizulegenden Zeitwert für
finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wenn
der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für
den beizulegenden Zeitwert darstellt. Darunter fallen die
Bilanzpositionen Zahlungsmittel, Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen. Sämtliche originäre
Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie
zugeordnet, mit Ausnahme der börsennotierten Anleihen,
die in den Verbindlichkeiten aus Refinanzierung enthalten
und in der Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifiziert
sind sowie der sonstigen Beteiligung, die der Stufe 3 der
Bemessungshierarchie zugeordnet ist. Der Buchwert der
börsennotierten Anleihen zum Bilanzstichtag
beträgt 2.480.896 TEUR (Vorjahr 31.12.2020: 2.662.498
TEUR) und der beizulegende Zeitwert 2.464.637 TEUR (Vorjahr
31.12.2020: 2.498.603 TEUR). Die originären
finanziellen Vermögenswerte sind bis auf die
Leasingforderungen, welche gemäß IFRS 16
bewertet werden, und die sonstigen Beteiligungen, welche
der Bewertungskategorie FVOCIoR zugeordnet sind und somit
zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden,
vollständig zu fortgeführten Anschaffungskosten
(AC) bewertet. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden
ebenfalls zu (fortgeführten) Anschaffungskosten
bewertet.
scrollen
9.2.2 Beizulegende Zeitwerte derivativer FinanzinstrumenteZum Stichtag sind im GRENKE Konzern alle derivativen
Finanzinstrumente, welche sich aus Zinsderivaten
(Zinsswaps), Devisentermingeschäften und Cross
Currency Swaps zusammensetzen, zum beizulegenden Zeitwert
bilanziert. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente
sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet.
scrollen
Bei den im GRENKE Konzern verwendeten derivativen
Finanzinstrumenten handelt es sich um sogenannte
OTC-Derivate (Over-the-Counter). Diese werden direkt mit
einer Gegenpartei, die mindestens dem Investmentgrade
entspricht, abgeschlossen. Es existieren somit keine
notierten Börsenpreise.
Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für die
Devisentermingeschäfte und Zinsderivate erfolgt anhand
von Bewertungsmodellen unter Rückgriff auf
beobachtbare Inputfaktoren. Bei
Devisentermingeschäften wird die Bewertung anhand
eines Mark-to-Market-Bewertungsmodells vorgenommen. Bei
Zinsderivaten wird der beizulegende
Zeitwert in der Bewertung über eine Barwertmethode
ermittelt. Die verwendeten Inputparameter für die
Bewertungsverfahren werden aus Marktnotierungen entnommen.
Dabei werden laufzeitkongruente Zinssätze in den
gehandelten Währungen für
Devisentermingeschäfte bzw. Zinssätze für
Zinsderivate verwendet. Die ermittelten Werte werden mit
einem sogenannten Add-on-Verfahren mit den Kupons, der am
Markt beobachtbaren laufzeitadäquaten Credit Default
Swaps (CDS) der Gegenpartei bzw. des eigenen Ausfallrisikos
multipliziert, um den beizulegenden Zeitwert dieser
OTC-Derivate zu erhalten.
9.3 Bewertungsmethoden und verwendete InputfaktorenIn nachfolgender Tabelle werden die angewandten
Bewertungsmethoden sowie die verwendeten Inputfaktoren und
Annahmen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte
dargestellt:
scrollen
10. Erlöse aus Verträgen mit KundenNachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit
Kunden (IFRS 15) dargestellt:
scrollen
1 Vorjahreswerte wurden wie in Kapitel 5
erläutert angepasst.
11. Erlöse und sonstige Umsatzerlöse 12. ErtragsteuernNachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit
Kunden (IFRS 15) und sonstige Umsatzerlöse (IFRS 9,
IFRS 16) dargestellt:
scrollen
1 Vorjahreswerte wurden wie in Kapitel 5
erläutert angepasst.
12. ErtragsteuernDie wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands
in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind:
scrollen
1 Vorjahreswerte wurden wie in Kapitel 5
erläutert angepasst.
13. Konzern-Segmentberichterstattungscrollen
scrollen
1 Vorjahreswerte wurden wie in Kapitel 5
erläutert teilweise angepasst.
13.1 GeschäftssegmenteDie Berichterstattung des GRENKE Konzerns über die
Entwicklung seiner Segmente folgt der dominierenden
Organisationsstruktur innerhalb des GRENKE Konzerns, der
dem sogenannten Managementansatz folgt. Daher sind die
operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der
Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und
Factoring unterteilt, was dem Entscheidungsträger, dem
Vorstand der GRENKE AG, dazu dient, die Leistung der
Segmente zur beurteilen und Entscheidungen über die
Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Eine
regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten
erfolgt jährlich im Abschluss des GRENKE Konzerns des
jeweiligen Geschäftsjahres. Für die drei
operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen
vor.
13.2 Berichtspflichtige Segmente13.2.1 LeasinggeschäftDas Segment Leasing umfasst alle Aktivitäten, die
mit der Leasingtätigkeit des Konzerns
zusammenhängen. Das Dienstleistungsangebot umfasst
dabei die Übernahme der Finanzierung für
gewerbliche Leasingnehmer, die Vermietung, Service-,
Protect- und Wartungsangebote sowie die Verwertung von
Gebrauchtgeräten.
Der GRENKE Konzern hat sich dabei im Wesentlichen auf
das sogenannte Small-Ticket-Leasing von IT-Produkten wie
zum Beispiel PCs, Notebooks, Server, Bildschirme und andere
Peripheriegeräte, Software, Telekommunikations- und
Kopiertechnik, Medizintechnik sowie sonstige IT-Produkte
spezialisiert. Nahezu alle abgeschlossenen
Leasingverträge sind Verträge mit
Vollamortisationsanspruch.
13.2.2 BankgeschäftAls Finanzierungspartner vor allem für KMU umfasst
das Segment Bank die Aktivitäten der GRENKE BANK AG
(nachfolgend auch "GRENKE Bank"). Im Rahmen von
Kooperationen mit verschiedenen Förderbanken des
Bundes und einzelner Bundesländer finanziert die
GRENKE Bank Existenzgründungen. Zudem vergibt die
GRENKE Bank Fördermittel für KMU und
Freiberufler, die betriebliche Neuanschaffungen über
Leasing finanzieren. Über ihren Internetauftritt
bietet die GRENKE Bank darüber hinaus
Geldanlageprodukte wie beispielsweise Festgeldprodukte
für private und gewerbliche Kunden an. Das
Geschäft der Bank erfolgt schwerpunktmäßig
mit deutschen Kunden. Neben dem Geschäft mit externen
Kunden umfassen die Aktivitäten der GRENKE BANK AG
auch die interne Refinanzierung des Leasingsegments des
GRENKE Konzerns mittels des Ankaufs von Forderungen und der
Ausgabe von Darlehen.
13.2.3 FactoringgeschäftIm Segment Factoring bietet GRENKE klassische
Factoringdienstleistungen mit der Fokussierung auf das
SmallTicket-Factoring. Dabei wird im Rahmen des echten
Factorings sowohl das offene Factoring, bei dem der Debitor
über die Forderungsabtretung informiert wird, als auch
das stille Factoring, bei dem der Debitor keine
entsprechende Information erhält, angeboten. Daneben
bietet das Segment auch Forderungsmanagement ohne
Finanzierungsfunktion (unechtes Factoring) an; hier
verbleibt das Delkredererisiko beim Kunden. Interne
operative Erträge ergeben sich insbesondere aus der
internen Refinanzierung.
13.3 Messgrößen der SegmenteDie Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der
Segmentinformationen herangezogen werden, entsprechen den
angewandten Bilanzierungsregeln des
Konzernzwischenabschlusses. Konzerninterne Transaktionen
erfolgen zu marktüblichen Preisen.
Für die Beurteilung des Erfolgs des GRENKE Konzerns
ist die zuständige Unternehmensinstanz, der Vorstand
der GRENKE AG, verantwortlich. Dieser hat als wesentliche
Erfolgsgrößen neben dem Wachstum des
Neugeschäfts des Leasingsegments (Summe der
Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände),
für die GRENKE Bank das Einlagevolumen und für
das Factoringsegment die Bruttomarge bestimmt. Die weiteren
Messgrößen umfassen insbesondere die operativen
Segmenterträge, die zinsunabhängigen
Aufwendungen, das Segmentergebnis vor dem sonstigen
Finanzergebnis und die Personalaufwendungen, Vertriebs- und
Verwaltungsaufwendungen sowie die Abschreibungen. Das
sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen /
-erträge sind die wesentlichen Bestandteile der
Konzernergebnisrechnung, die nicht in die einzelnen
Segmentinformationen einfließen.
Die Segmenterträge der einzelnen Segmente setzen
sich wie folgt zusammen:
scrollen
Bei den nicht zahlungswirksamen Posten handelt es sich
um Wertminderungen.
Das Segmentvermögen beinhaltet die
betriebsnotwendigen Vermögenswerte. Die
Segmentschulden entsprechen dem jeweiligen Segment
zuzurechnenden Verbindlichkeiten.
Segmentvermögen und -schulden berücksichtigen
keine Steuerpositionen.
14. Änderungen im Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr 2021In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres
2021 gab es keine Veränderungen im
Konsolidierungskreis.
15. Auszahlung an HybridkapitalgeberAm 31. März 2021 hat die GRENKE AG
planmäßig eine Kuponzahlung in Höhe von
13.406 TEUR (Vorjahr: 10.664 TEUR) an die
Hybridkapitalgeber geleistet.
16. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDer Aufsichtsrat der GRENKE AG hat mit allen amtierenden
Vorstandsmitgliedern eine Phantom-Stock-Vereinbarung
abgeschlossen. Auszahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen
fielen im bisherigen Geschäftsjahr in Höhe von 0
TEUR an (30.09.2020: 653 TEUR).
Zum 30. September 2021 betrug der Wert aller bestehenden
Phantom-Stock-Vereinbarungen 3 TEUR (30.09.2020: 0 TEUR).
Die erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und
Verlustrechnung erfolgt in den Personalaufwendungen und ist
unter den variablen Vergütungskomponenten ausgewiesen.
Mit Wirkung zum 1. August 2021 wurde Herr Michael
Bücker als Vorstandvorsitzender durch den Aufsichtsrat
ernannt.
Im Rahmen der Hauptversammlung am 29. Juli 2021 schieden
Herr Wolfgang Grenke, Frau Claudia Karolina Krcmar und Herr
Florian Schulte aus dem Aufsichtsrat aus. Die
Hauptversammlung wählte Herrn Norbert Freisleben,
Herrn Nils Kröber und Herrn Dr. Konstantin Nikolaus
Maria Mettenheimer per Ergänzungswahl in den
Aufsichtsrat.
Transaktionen mit assoziierten Unternehmen und TochterunternehmenGegenüber assoziierten Unternehmen resultieren
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft der GRENKE
Bank AG sowie aus Guthaben der Kontokorrentkonten. Die
GRENKE Bank AG hat zum Stichtag 30. September 2021 Einlagen
sowie Guthaben auf Kontokorrentkonten in Höhe von 501
TEUR (Vorjahr 31.12.2020: 574 TEUR) von assoziierten
Unternehmen erhalten. Zudem bestehen Forderungen aus
Darlehen in Höhe von 1.300 TEUR (Vorjahr 31.12.2020:
600 TEUR). Es entstand ein Zinsaufwand von 0 TEUR (Vorjahr
bis 30.09.2020: 0 TEUR) und ein Zinsertrag von 38 TEUR
(Vorjahr bis 30.09.2020: 5 TEUR). Offenzulegende
Transaktionen mit Tochterunternehmen entstanden weder im
Geschäftsjahr 2021 noch im Geschäftsjahr 2020.
Transaktionen mit Personen in SchlüsselpositionenIm Rahmen ihrer gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit bietet die GRENKE BANK AG
nahestehenden Personen in Schlüsselpositionen und
deren nahen Familienangehörigen Dienstleistungen an.
Die GRENKE Bank hat zum Stichtag Einlagen sowie Guthaben
auf Kontokorrentkonten in Höhe von 18.238 TEUR
(Vorjahr 31.12.2020: 10.726 TEUR) von Personen in
Schlüsselpositionen und deren nahen
Familienangehörigen erhalten. Der Zinsaufwand
hierfür betrug 20 TEUR (Vorjahr bis 30.09.2020: 18
TEUR). Noch nicht ausgeglichene Kreditkartenkonten wiesen
zum Stichtag einen Stand von 42 TEUR (Vorjahr 31.12.2020:
13 TEUR) bei einem Kreditkartenlimit von 291 TEUR (Vorjahr
31.12.2020: 316 TEUR) gegenüber nahestehenden Personen
in Schlüsselpositionen aus. Eine weitere Kreditvergabe
an diesen Personenkreis ist während der
Berichtsperiode nicht erfolgt.
Es entstanden mit Personen in Schlüsselpositionen
Erträge in Höhe von 6 TEUR (Vorjahr bis
30.09.2020: 11 TEUR) unter anderem aus der
Weiterverrechnung von Datenleitungskosten und dem
Warenverkauf. Zum Stichtag bestehen Forderungen in
Höhe von 0 TEUR (Vorjahr 31.12.2020: 1 TEUR) aus
diesen Transaktionen. Dem GRENKE Konzern sind Aufwendungen
in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr bis 30.09.2020: 37 TEUR)
aus Transaktionen mit Personen in Schlüsselpositionen
entstanden. Die Aufwendungen im Vorjahr betreffen
hauptsächlich einen Beratervertrag mit einem
Aufsichtsratsmitglied, der aber im Geschäftsjahr 2020
aufgelöst wurde.
Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und PersonenGegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen
resultieren Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft
der GRENKE Bank AG sowie aus Guthaben der
Kontokorrentkonten. Die GRENKE Bank AG hat zum Stichtag 30.
September 2021 Einlagen sowie Guthaben der
Kontokorrentkonten in Höhe von 3.659 TEUR (Vorjahr
31.12.2020: 2.888 TEUR) von sonstigen nahestehenden
Unternehmen erhalten. Kreditrahmen für
Kontokorrentkonten wurden in Höhe von 793 TEUR
(Vorjahr 31.12.2020: 807 TEUR) bei einem
Kontokorrentkreditlimit in Höhe von 840 TEUR (Vorjahr
31.12.2020: 840 TEUR) in Anspruch genommen. Es entstand ein
Zinsaufwand von 17 TEUR (Vorjahr bis 30.09.2020: 113 TEUR)
sowie ein Zinsertrag in Höhe von 19 TEUR (Vorjahr bis
30.09.2020: 25 TEUR). Die Erträge mit sonstigen
nahestehenden Unternehmen in Höhe von 89 TEUR (Vorjahr
bis 30.09.2020: 244 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus
Mieterträgen und der Weiterberechnung von
Standleitungskosten, Lizenzkosten und sonstigen Kosten. Des
Weiteren entstanden im GRENKE Konzern Aufwendungen mit
nahestehenden Unternehmen in Höhe von 901 TEUR
(Vorjahr bis 30.09.2020: 1.025 TEUR). Es handelt sich
hierbei im Wesentlichen um Zinsaufwendungen aus Darlehen
und Provisionen. Diesbezügliche Verbindlichkeiten, die
hauptsächlich aus Darlehen resultieren, belaufen sich
zum Stichtag auf 6.805 TEUR (Vorjahr 31.12.2020: 5.128
TEUR). Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden
Personen und Unternehmen, die überwiegend aus
Collateral Zahlungen an sonstige nahestehende Unternehmen
und Personen bestehen, belaufen sich zum 30.09.2021 auf
10.657 TEUR (Vorjahr 31.12.2020: 10.664 TEUR).
17. EventualverbindlichkeitenBei den Eventualverbindlichkeiten ergaben sich bis zum
30.09.2021 im Vergleich zum 31. Dezember 2020 keine
wesentlichen und strukturellen Veränderungen.
18. MitarbeiterDer Personalbestand (ohne Vorstand) auf Basis einer
Kopfzählung des GRENKE Konzerns betrug in der
Zwischenberichtsperiode durchschnittlich 1.855 (Vorjahr
30.09.2020: 1.888). Weitere 66 (Vorjahr 30.09.2020: 76)
Beschäftigte befinden sich in der Ausbildung.
19. Ereignisse nach dem BilanzstichtagIn der GRENKE BANK AG scheidet Sven Noppes zum 31.
Dezember 2021 aus dem Vorstand aus. Die Nachfolge
übernimmt Dr. Oliver Recklies ab Oktober 2021.
GRENKE hat in dritten Quartal die Verkaufsabsicht seiner
Minderheitsbeteiligung an dem FinTech-Unternehmen
via-fintech GmbH in Höhe von 25,01 Prozent
beschlossen. Verkauft wird die Beteiligung von der GRENKE
Bank AG, einer hundertprozentigen Tochter der GRENKE AG.
Die Beteiligung an der viafintech wurde deshalb zum 30.
September 2021 als zur Veräußerung gehalten
eingestuft und wird nun nicht mehr unter "Nach
Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen" nach IAS 28,
sondern separat unter der Bilanzposition "Zur
Veräußerung gehaltene
Vermögensgegenstände" (3.942 TEUR) nach IFRS 5
ausgewiesen.
Zum 1. November 2021 wurde der Verkauf vollzogen und der
Verkaufspreis vereinnahmt. Für weitere Informationen
verweisen wir auf den Lagebericht zum 30. September 2021.
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IMPRESSUMInformationen und KontaktGRENKE AG
Team Investor Relations
Neuer Markt 2
76532 Baden-Baden
Telefon: +49 7221 5007-204
Telefax: +49 7221 5007-4218
E-Mail: investor@grenke.de
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© GRENKE AG, Baden-Baden
DisclaimerIn diesem Finanzbericht erfolgt die Darstellung von
Zahlen in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den
jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner
Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten
Zahl ergeben, die naturgemäß keinen
signifikanten Charakter haben können. Aus Gründen
der leichteren Lesbarkeit wird auf eine
geschlechtsspezifische Differenzierung verzichtet.
Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung
für alle Geschlechter.
Der Finanzbericht erscheint in deutscher und englischer
Sprache. Maßgeblich ist stets die deutsche Fassung.
GRENKE AG Stammhaus Neuer Markt 2
76532 Baden-Baden
Tel. +49 7221 5007-204
Fax +49 7221 5007-4218
investor@grenke.de
www.grenke.de
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