GRENKE AG

Baden-Baden

Quartalsmitteilung 3. Quartal und Q1-Q3 2022

2022
QUARTALS-
MITTEILUNG

Konzernkennzahlen

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VERÄNDERUNG
EINHEIT Q3 2022 Q3 2021 (%) Q1-Q3 2022 Q1-Q3 2021
NEUGESCHÄFT LEASING TEUR 565.494 372.194 51,9 1.652.165 1.136.659
DACH TEUR 150.596 112.797 33,5 408.517 328.186
Westeuropa (ohne DACH) TEUR 142.490 94.579 50,7 423.894 302.623
Südeuropa TEUR 133.910 82.459 62,4 423.781 257.166
Nord- /​ Osteuropa TEUR 104.778 61.576 70,2 302.761 184.571
Übrige Regionen TEUR 33.720 20.784 62,2 93.212 64.112
NEUGESCHÄFT FACTORING TEUR 204.972 178.469 14,9 571.537 509.097
davon Deutschland TEUR 45.951 51.182 - 10,2 131.215 158.457
davon International TEUR 159.021 127.287 24,9 440.322 350.640
GRENKE BANK
Neugeschäft Kreditgeschäft TEUR 11.505 905 1.171,6 40.946 21.756
DECKUNGSBEITRAG 2 (DB2) DES NEUGESCHÄFTS
LEASING TEUR 92.692 63.580 45,8 269.121 207.223
DACH TEUR 18.083 13.808 31,0 50.549 42.929
Westeuropa (ohne DACH) TEUR 24.754 17.305 43,0 73.855 59.690
Südeuropa TEUR 22.892 15.827 44,6 70.422 52.626
Nord- /​ Osteuropa TEUR 19.980 12.099 65,1 55.930 36.953
Übrige Regionen TEUR 6.983 4.541 53,8 18.365 15.024
SONSTIGE ANGABEN LEASING
Anzahl der Neuverträge Stück 66.076 48.724 35,6 200.174 154.015
Mittlerer Anschaffungswert TEUR 8.558 7.639 12,0 8.254 7.380
Mittlere Vertragslaufzeit zum Periodenende Monate 47,8 47,5 0,7 47,8 47,8
Vermietvolumen zum Periodenende Mio. EUR 8.956 8.732 2,6 8.956 8.732
Anzahl der laufenden Verträge zum Periodenende Stück 1.013.712 988.651 2,5 1.013.712 988.651
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VERÄNDERUNG
(%)
NEUGESCHÄFT LEASING 45,4
DACH 24,5
Westeuropa (ohne DACH) 40,1
Südeuropa 64,8
Nord- /​ Osteuropa 64,0
Übrige Regionen 45,4
NEUGESCHÄFT FACTORING 12,3
davon Deutschland - 17,2
davon International 25,6
GRENKE BANK
Neugeschäft Kreditgeschäft 88,2
DECKUNGSBEITRAG 2 (DB2) DES NEUGESCHÄFTS
LEASING 29,9
DACH 17,7
Westeuropa (ohne DACH) 23,7
Südeuropa 33,8
Nord- /​ Osteuropa 51,4
Übrige Regionen 22,2
SONSTIGE ANGABEN LEASING
Anzahl der Neuverträge 30,0
Mittlerer Anschaffungswert 11,8
Mittlere Vertragslaufzeit zum Periodenende 0,2
Vermietvolumen zum Periodenende 2,6
Anzahl der laufenden Verträge zum Periodenende 2,5

Regionen: DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande
Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
Nord- /​ Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Lettland, Norwegen, Schweden /​ Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn
Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile, Kanada, Singapur, Türkei, VAE, USA

Konsolidierte Franchisegesellschaften:
Leasing: Australien (2x), Chile, Kanada (3x), Lettland, Norwegen
Factoring: Großbritannien, Irland, Italien, Polen, Portugal, Ungarn

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Q3 Q3 VERÄNDERUNG Q1-Q3 Q1-Q3
EINHEIT 2022 2021 (%) 2022 2021
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Zinsergebnis TEUR 85.755 90.845 - 5,6 261.020 280.452
Schadensabwicklung und Risikovorsorge TEUR 30.283 37.259 - 18,7 89.935 121.382
Gesamtkosten/​-aufwand TEUR 70.755 60.793 16,4 203.310 187.227
Operatives Ergebnis TEUR 21.293 27.092 - 21,4 74.948 74.967
EBT (Gewinn vor Steuern) TEUR 27.685 25.409 9,0 83.251 67.819
GEWINN TEUR 20.332 20.123 1,0 61.791 52.374
ERGEBNIS STAMMAKTIONÄRE TEUR 23.190 23.960 - 3,2 56.804 47.934
ERGEBNIS HYBRIDKAPITALGEBER TEUR 0 0 N.A. 9.082 9.404
ERGEBNIS NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE TEUR - 2.858 - 3.837 25,5 - 4.095 - 4.964
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) EUR 0,50 0,51 - 2,0 1,22 1,03
Cost-Income-Ratio Prozent 56,5 47,4 19,2 54,3 48,0
Personalaufwand TEUR 38.233 30.481 25,4 106.248 95.492
davon Gesamtvergütung TEUR 31.557 25.182 25,3 87.468 79.101
davon fixe Vergütung TEUR 26.925 20.270 32,8 73.139 63.216
davon variable Vergütung TEUR 4.632 4.912 - 5,7 14.329 15.885
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter nach Vollzeitäquivalent Personen 1.904 1.779 7,0 1.854 1.790
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VERÄNDERUNG
(%)
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Zinsergebnis - 6,9
Schadensabwicklung und Risikovorsorge - 25,9
Gesamtkosten/​-aufwand 8,6
Operatives Ergebnis 0,0
EBT (Gewinn vor Steuern) 22,8
GEWINN 18,0
ERGEBNIS STAMMAKTIONÄRE 18,5
ERGEBNIS HYBRIDKAPITALGEBER - 3,4
ERGEBNIS NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE 17,5
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) 18,4
Cost-Income-Ratio 13,1
Personalaufwand 11,3
davon Gesamtvergütung 10,6
davon fixe Vergütung 15,7
davon variable Vergütung - 9,8
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter nach Vollzeitäquivalent 3,6
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VERÄNDERUNG
EINHEIT 30.09.2022 31.12.2021 (%)
BILANZ
Bilanzsumme Mio. EUR 6.362 6.661 - 4,5
Leasingforderungen Mio. EUR 5.153 5.119 0,7
Finanzschulden: Davon Einlagevolumen GRENKE Bank Mio. EUR 1.024 1.412 - 27,5
Bilanzielles Eigenkapital 1 Mio. EUR 1.314 1.269 3,5
Eigenmittel nach CRR Mio. EUR 1.203 1.122 7,2
Eigenkapitalquote Prozent 20,7 19,1 8,4
Embedded Value, Leasingportfolio (exkl. Eigenkapital vor Steuern) Mio. EUR 471 485 - 2,9
Embedded Value, Leasingportfolio (inkl. Eigenkapital nach Steuern) Mio. EUR 1.636 1.597 2,4

1 Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden

KENNZAHLEN Q1 - Q3 2022:

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KONZERNGEWINN GEWINN JE AKTIE EIGENKAPITALQUOTE
61,8 Mio. EUR 1,22 EUR 20,7 Prozent

REFINANZIERUNGSBASIS:

DREI SÄULEN: REFINANZIERUNGSMIX DES GRENKE KONZERNS

AKTIONÄRSSTRUKTUR:

* Komplementär: Grenke Vermögensverwaltung GmbHKommanditisten: Familie Grenke (Wolfgang, Anneliese, Moritz, Roland, Oliver Grenke)

Freefloat (Streubesitz) nach Ziffer 2.3 des aktuellen "Leitfadens zu den Aktienindizes der Deutschen Börse"
Die obenstehenden Angaben sind ohne Gewähr und basieren auf denen von der Gesellschaft erhaltenen Stimmrechtsmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WPHG).

Konzernzwischenlagebericht

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 GRENKE im Überblick

Der GRENKE Konzern agiert als einer der führenden globalen Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Neben dem Kerngeschäft Leasing bietet GRENKE seinen Kunden Factoringlösungen und Bankdienstleistungen an. Die schnelle und einfache Abwicklung sowie der persönliche Kontakt zu Kunden und Partnern stehen im Mittelpunkt. 1978 in Baden-Baden gegründet, ist das Unternehmen zum 30. September 2022 mit über 1.900 Mitarbeitenden (in Vollzeitäquivalenten) in 33 Ländern weltweit aktiv.

1.2 Geschäftsmodell

Im Leasinggeschäft konzentriert sich GRENKE überwiegend auf sogenannte Small Tickets, d. h. Verträge mit einem Anschaffungswert der finanzierten Objekte von unter 25 TEUR. Darauf entfiel in Q1 bis Q3 2022 - wie in den Vorjahren - ein Anteil von über 90 Prozent aller Leasingverträge. Im Durchschnitt hat ein Vertrag bei GRENKE ein Volumen von rund 8.000 EUR.

Der Schwerpunkt des Leasingportfolios liegt im Bereich der IT- und Bürokommunikationsprodukte. Darüber hinaus hat der Konzern sein Geschäftsmodell in den vergangenen Jahren auf weitere Produktgruppen ausgedehnt, darunter kleine Maschinen und Anlagen, medizintechnische Geräte und Sicherheitsgeräte.

Zum 30. September 2022 war der GRENKE Konzern an insgesamt 163 Standorten weltweit vertreten. In den ersten drei Quartalen 2022 erwirtschaftete GRENKE 94,4 Prozent des Leasingneugeschäfts in Europa, wo GRENKE in nahezu allen Ländern aktiv ist. Die Kernmärkte sind Deutschland, Frankreich und Italien. Darüber hinaus baut der Konzern seine Präsenz außerhalb Europas durch den Markteintritt in Ländern Asiens, in Australien sowie Nord- und Südamerika kontinuierlich aus.

In Phasen konjunktureller Schwächen ist der Konzern in der Lage, das Geschäft durch eine Anpassung der Annahmestrategie bei Leasinganfragen zeitnah zu steuern. Durch die strikte Fokussierung auf risikoärmeres Neugeschäft - d.h. durch den Verzicht auf Geschäft mit risikoreicherer Branchen und Kundensegmenten - kann GRENKE das Neugeschäft gezielt beeinflussen. Zudem ist GRENKE in der Lage, seine Konditionsgestaltung den jeweiligen markt- und makroökonomischen Bedingungen flexibel anzupassen. Entsprechend erwies sich das Geschäftsmodell des GRENKE Konzerns in der Vergangenheit als widerstandsfähig gegenüber Marktschwankungen. So ist es dem Konzern gelungen, auch in wirtschaftlich äußerst schwierigen Zeiten wie der Finanzmarktkrise 2009 oder der Corona-Pandemie 2020 und 2021 risikoadäquate Margen durchzusetzen und nachhaltig profitabel zu wirtschaften.

1.3 Segmente

Der GRENKE Konzern ist in die drei Segmente Leasing, Bank und Factoring gegliedert. Für eine Beschreibung der Geschäftsaktivitäten und der Geschäftsentwicklung der Segmente im Berichtszeitraum wird auf Abschnitt 3.1.3 "Entwicklung der Segmente" und die Ausführungen in Kapitel 12 "Konzern-Segmentberichterstattung" des Anhangs zum verkürzten Konzernzwischenabschluss verwiesen.

1.4 Ehemaliges Franchisemodell

Zur Erschließung neuer regionaler Märkte nutzte der Konzern zwischen 2003 und 2020 vor allem ein Franchisemodell. An den rechtlich selbstständigen Gesellschaften der Franchisenehmer war die GRENKE AG nicht beteiligt. Vielmehr wurden die Anteile von Finanzinvestoren und von den Geschäftsführern der jeweiligen Franchisegesellschaften gehalten. Unabhängig von der Eigentümerstruktur wurden die Franchisegesellschaften von der GRENKE AG aufgrund einer faktischen Kontrolle nach IFRS 10 seit 2020 sowie rückwirkend auch für das Geschäftsjahr 2019 vollkonsolidiert. Zu Jahresbeginn 2022 waren insgesamt 16 Unternehmen im Rahmen des GRENKE Franchisemodells tätig. Im Mai 2022 gab die GRENKE AG die Übernahme der Franchisegesellschaften in den USA und Singapur bekannt. Für weitere Details wird auf die Ausführungen in Kapitel 2.1 "Wesentliche Ereignisse und Geschäfte" verwiesen. Zum Zeitpunkt der Erstellung der vorliegenden Quartalsfinanzmitteilung stand der Vorstand der GRENKE AG in Verhandlungen über die Übernahme der verbliebenen Franchisegesellschaften.

1.5 Aktionärsstruktur

Als mittelständisch geprägtes Familienunternehmen verfügt die GRENKE AG mit der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG über eine Großaktionärin, bestehend aus Anneliese Grenke, dem Unternehmensgründer Wolfgang Grenke sowie den drei gemeinsamen, erwachsenen Söhnen. Zum Stichtag 31. Dezember 2021 hielt die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG 40,84 Prozent der Unternehmensanteile. Entsprechend betrug der Streubesitz 59,16 Prozent. Weitere Aktionäre, die zum in der jeweiligen Stimmrechtsmitteilung genannten Veröffentlichungsdatum einen Anteil von über 3 Prozent hielten und laut Definition der Deutschen Börse dem Streubesitz zuzuordnen sind, lauten: Acatis Gane Value Event Fonds (9,35 Prozent), die Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV (3,37 Prozent) sowie die Axxion S.A. (3,25 Prozent). Der Anteil der Aktien im Besitz von Vorstand und Aufsichtsrat betrug zum Stichtag 0,3 Prozent.

1.6 Ziele und Strategien

Mittelfristig beabsichtigt der Konzern, GRENKE als umfassenden Small-Ticket-Finanzdienstleister nicht nur für den europäischen, sondern auch den weltweiten Mittelstand zu positionieren. Dabei verfolgt der GRENKE Konzern das Ziel, das Neugeschäftsvolumen im Geschäftsjahr 2024 - ausgehend vom Geschäftsjahr 2021 - zu verdoppeln. Gleichzeitig strebt der Konzern eine kontinuierlich hohe Profitabilität des Geschäfts an, auch in konjunkturell schwierigen Zeiten. Entscheidend dafür ist aus Sicht des Vorstands das Risikomanagement, d.h. die Fähigkeit, Risiken möglichst präzise einzuschätzen und risikoadäquate Deckungsbeiträge durchzusetzen. Daher hat der GRENKE Vorstand als weiteres Ziel formuliert, den Gewinn nach Steuern im Geschäftsjahr 2024 ebenfalls zu verdoppeln. Als Referenzgröße gilt der Gewinn nach Steuern des Geschäftsjahres 2021 ohne den Veräußerungserlös der viafintech.

Zur Refinanzierung stehen dem Konzern umfangreiche Instrumente zur Verfügung, die je nach Marktbedingungen im Rahmen der Gesamtstrategie eingesetzt werden. Im Wesentlichen basiert die Finanzierung auf drei Säulen: den Einlagen der GRENKE Bank, der Asset-basierten Finanzierung, unter anderem ABCP-Programme, sowie Senior Unsecured-Instrumenten wie Anleihen, Schuldverschreibungen und Commercial Paper. Dabei vermeidet der Konzern die notwendige Fristentransformation und eliminiert so potenzielle Zinsänderungs- und Anschlussfinanzierungsrisiken auf Portfolioebene. Je nach Bedarf sowie Marktgegebenheiten strebt GRENKE an, zwischen 15 und 30 Prozent der Finanzschulden des Konzerns über die GRENKE Bank zu finanzieren. Darüber hinaus legt GRENKE großen Wert auf eine solide Eigenkapitalausstattung, mit der das Unternehmen auch sein Investment-Grade-Rating aufrechterhalten kann. Der interne Richtwert für die Eigenkapitalquote liegt seit vielen Jahren bei 16,0 Prozent.

2. Geschäftsverlauf

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Leasingneugeschäft im dritten Quartal 2022 übertrifft Vorjahresquartal um mehr als 50 Prozent

Konzernweit vier Quartale in Folge mit zweistelligem Wachstum

Deckungsbeitrag 2 steigt auf 92,7 Mio. Euro

Eigenkapitalquote mit 20,7 Prozent deutlich über dem selbst gesteckten Ziel von 16 Prozent

Stärkerer Ausblick: Prognose für Leasingneugeschäft für das Geschäftsjahr 2022 jetzt 2,1 bis 2,3 Mrd. Euro (bisher 2,0 bis 2,2 Mrd. Euro)

Gewinn-Guidance 2022 bestätigt

Ausblick auf 2024 bestätigt

2.1 Wesentliche Ereignisse und Geschäfte

Am 16. Februar 2022 gab GRENKE bekannt, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ihre institutsbezogenen Maßnahmen aus der zwischen Herbst 2020 und Frühjahr 2021 durchgeführten Sonderprüfung bei der GRENKE AG und der GRENKE BANK AG abgeschlossen hat. Im Rahmen des turnusmäßigen Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) wurde die Höhe der erforderlichen Eigenmittel angepasst, die GRENKE mindestens zusätzlich vorzuhalten hat. Demnach beträgt die zu erfüllende Kapitalquote für die GRENKE AG - bedingt durch einen zusätzlichen SREP-Kapitalzuschlag in Höhe von 1,5 Prozentpunkten - nun 10,5 Prozent gegenüber zuvor 9 Prozent. Für die Tochtergesellschaft GRENKE BANK AG beträgt die zu erfüllende Kapitalquote auf Einzelinstitutsebene 11,5 Prozent gegenüber zuvor 8,5 Prozent (zusätzlicher SREP-Kapitalzuschlag: 3 Prozentpunkte). Außerdem hat die BaFin die Sicherstellung der ordnungsgemäßen Geschäftsordnung angeordnet. GRENKE hat ein umfangreiches organisatorisches Weiterentwicklungsprojekt aufgesetzt und einen Gutteil der Feststellungen bereits abgearbeitet. Der zusätzliche SREP-Kapitalzuschlag wird wieder aufgehoben, sobald sich die BaFin im Rahmen der üblichen Nachschauprüfungen von dieser Weiterentwicklung überzeugt hat.

Am 7. April 2022 begab die GRENKE FINANCE PLC erfolgreich eine Anleihe über 150 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 2,5 Jahren und einem Kupon von 4,125 Prozent p.a. an der Luxemburger Börse. Die Erlöse der Anleihe dienen der Finanzierung des zukünftigen Neugeschäfts des Konzerns.

Am 13. Mai 2022 hielt die GRENKE AG ihr erstes Capital Markets Update ab, auf dem der Vorstand Investoren und Kreditgebern die Strategie zur Verdoppelung des Neugeschäfts und des Gewinns bis ins Jahr 2024 gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 (ohne Veräußerungserlös der viafintech) erläuterte. Erreicht werden soll das Wachstumsziel durch die Stärkung des weltweiten Vertriebs. Ein besonderer Fokus liegt auf den Ländern, in denen sich GRENKE in den vergangenen Jahren eine starke Marktstellung gesichert hat. Dazu zählen vor allem die Kernmärkte Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien. Darüber hinaus sieht das Unternehmen Potenzial in den Märkten, in die GRENKE erst vor kurzem eingetreten ist, darunter Kanada, Australien und die USA. Ferner soll das Portfolio an Leasingobjekten erweitert werden, u.a. um Photovoltaikanlagen, Wallboxen, Ladesäulen und elektrische Lastenräder. Um die hohe Profitabilität des Geschäfts sicherzustellen, setzt das Unternehmen auf eine noch stärkere Digitalisierung von Prozessen und auf Kosteneffizienz.

Am 23. Mai 2022 gab GRENKE den Abschluss der Kaufverträge für die Franchisegesellschaften in den USA bzw. Singapur bekannt. Verkäufer sind die Investmentgesellschaften WGW Investment Inc. und Garuna Inc. bzw. CTP Handels- und Beteiligungs GmbH und Garuna AG, die jeweils zusammen 58 Prozent an den jeweiligen Franchisegesellschaften gehalten haben. Die jeweils verbleibenden 42 Prozent hält das lokale Management. Für die erworbenen Anteile beider Gesellschaften wurde insgesamt ein Kaufpreis in Höhe von rund 0,3 Mio. EUR vereinbart. GRENKE übernimmt damit die ersten zwei der insgesamt 16 zum Kauf anstehenden Franchisegesellschaften. Die Übernahme hat keine Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis nach IFRS, da alle Franchisegesellschaften bereits in den Konzernabschluss nach IFRS integriert waren. Die Kaufpreiszahlung mindert direkt das Konzern-Eigenkapital der GRENKE AG.

Für weitere Details zu den finanziellen Auswirkungen der Übernahmen wird auf die Ausführungen in Kapitel 13 des Anhangs des verkürzten Konzernzwischenabschlusses verwiesen.

Auf der virtuellen ordentlichen Hauptversammlung der GRENKE AG am 25. Mai 2022 stimmten die Aktionärinnen und Aktionäre allen Tagesordnungspunkten mehrheitlich zu. Neben der Ausschüttung einer gegenüber dem Vorjahr erhöhten Dividende in Höhe von 0,51 EUR je Aktie (2021: 0,26 EUR) zählten dazu insbesondere die Wiederwahl von Norbert Freisleben und Jens Rönnberg in den Aufsichtsrat der Gesellschaft.

Am 14. Juni 2022 gab GRENKE den Abschluss eines Globaldarlehensvertrags über 20 Mio. EUR mit der NRW.BANK bekannt. Das neue Darlehen ist das zehnte seit Beginn der Zusammenarbeit mit der NRW. BANK im Jahr 2010 und das erste seit Beginn der Corona-Pandemie. Im Rahmen der Kooperation mit der NRW.BANK haben Selbständige und KMU bei betrieblichen Neuanschaffungen Zugang zu GRENKEs Leasingangeboten. Förderberechtigt sind gewerbliche Unternehmen und Angehörige freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR, die ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen haben.

Am 15. September 2022 beschloss der Vorstand, die Platzierung einer Anleihe aufgrund der hohen Volatilität im Marktumfeld zu verschieben. Insgesamt konnten im dritten Quartal neue Refinanzierungsmittel in Höhe von 352,0 Mio. EUR aufgenommen werden. Daher zeigt sich die Liquiditätsituation zum Ende des Quartals unverändert solide.

Am 4. Oktober 2022 hob der Vorstand der GRENKE AG die Prognose für das Leasingneugeschäft für das Geschäftsjahr 2022 aufgrund des bisher hohen Wachstums des Leasingneugeschäfts an. In der Annahme einer weiterhin guten Geschäftsentwicklung erhöhte der Vorstand die Guidance und geht jetzt von einem Leasingneugeschäft zwischen 2,1 und 2,3 Mrd. Euro für das Geschäftsjahr 2022 aus. In der am 17. März 2022 veröffentlichten Prognose hatte der Vorstand mit einem Leasingneugeschäftsvolumen von 2,0 bis 2,2 Mrd. Euro gerechnet.

Am 13. Oktober platzierte GRENKE erfolgreich eine kleine Anleihe über 20 Mio. EUR mit einem Kupon von 6,25 Prozent bei einer Laufzeit von drei Jahren.

Am 24. Oktober wurde die GRENKE AG erstmalig durch die renommierte Ratingagentur Fitch bewertet. GRENKE erhielt dabei mit der Bewertung BBB bei stabilem Ausblick ein weiteres Investment-GradeRating.

2.2 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren in den vergangenen drei Quartalen dieses Jahres herausfordernd. Neben dem Pandemiegeschehen stellen vor allem der Krieg Russlands gegen die Ukraine und die Verknappung von Energieträgern erhebliche Belastungsfaktoren für die Wirtschaft dar. In Deutschland lag der ifo-Geschäftsklimaindex im Oktober 2022 mit 84,3 Punkten um 10,5 Punkte unter dem Stand zum Jahresende 2021 (95,0 Punkte). * Während Unternehmen die aktuelle Lage geringfügig schlechter einschätzen (94,1 Punkte im Oktober 2022 vs. 97,3 Punkte im Dezember 2021), haben sich die Geschäftserwartungen deutlich reduziert (75,6 Punkte vs. 92,6 Punkte).

Vor allem infolge der stark gestiegenen Energiepreise erreichte die jährliche Inflationsrate in der Eurozone im September 2022 mit 9,9 Prozent einen Höchstwert seit der Einführung des Euro. In Reaktion auf die weit über dem Zielwert von 2 Prozent liegende Inflationsrate erhöhte die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen am 27. Oktober 2022 zum dritten Mal in Folge. Dadurch stieg der Hauptrefinanzierungssatz im Euroraum von 0 Prozent auf 2,0 Prozent. In den Vereinigten Staaten erhöhte die US-Notenbank Fed die Leitzinsen im Oktober zum fünften Mal in diesem Jahr. Der Leitzins lag im Oktober 2022 innerhalb der Bandbreite von 3,0 bis 3,25 Prozent, im März 2022 lag er noch zwischen 0 und 0,25 Prozent.

* Quelle:https:/​/​www.ifo.de/​fakten/​2022-10-25/​ifo-geschaeftsklima-weiter-schlecht-oktober-2022.

Gleichwohl ist es GRENKE gelungen, sich mit einem Anstieg des Leasingneugeschäfts in den ersten drei Quartalen um 45,5 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum zu behaupten.

2.3 Neugeschäft

2.3.1 Leasing

Im dritten Quartal 2022 wuchs das Leasingneugeschäft kräftig um 51,9 Prozent auf 565,5 Mio. EUR (Q3 2021: 372,2 Mio. EUR). Damit gelang der Leasingsparte erneut starkes Wachstum, obwohl das makroökonomische Umfeld von zahlreichen Herausforderungen geprägt ist: Die Verknappung von Energieträgern zieht Engpässe vor allem in energieintensiven Sektoren, steigende Energiepreise und höhere Inflationsraten nach sich. Die bereits vollzogenen sowie die weiter beabsichtigten Leitzinserhöhungen der Zentralbank verteuern die Kreditvergabe von Banken, was sich perspektivisch in einer geringeren gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und geringerem Investitionsverhalten niederschlagen dürfte.

Dennoch gab es Aspekte, von denen das Leasingneugeschäft im aktuellen Umfeld profitieren konnte. So verteuern steigende Zinsen Kredite, wodurch Leasingfinanzierungen relativ günstiger für Unternehmen werden. Außerdem werden Banken restriktiver in ihrer Kreditvergabepraxis, während Leasingprodukte unverändert verfügbar sind. Infolgedessen wird es für Unternehmen attraktiver, bei der Realisierung von - auch im gegenwärtig schwierigem Umfeld erforderlichen - Investitionen Leasing zu wählen. Der starke Zuwachs im Leasingneugeschäft basiert auch auf dem Erfolg der Initiativen, das Händlernetz kontinuierlich auszubauen. So wuchs das weltweite Netz von rund 30.000 Händlern zum Ende des dritten Quartals 2021 auf rund 33.000 am 30. September 2022. Überdies hat eine weniger restriktive Annahmepolitik als im von Covid-19 geprägten Vorjahresquartal zur Wachstumssteigerung beigetragen.

Neugeschäft Leasing

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Mio. EUR Q3 2022 Q3 2021 Veränderung ( %) Q1-Q3 2022 Q1-Q3 2021 Veränderung (%)
NEUGESCHÄFT GRUPPE LEASING 565,5 372,2 51,9 1.652,2 1.136,7 45,4
DACH 150,6 112,8 33,5 408,5 328,2 24,5
Westeuropa (ohne DACH) 142,5 94,6 50,7 423,9 302,6 40,1
Südeuropa 133,9 82,5 62,4 423,8 257,2 64,8
Nord-/​Osteuropa 104,8 61,6 70,2 302,8 184,6 64,0
Übrige Regionen 33,7 20,8 62,2 93,2 64,1 45,4

Aufteilung Neugeschäft Leasing nach Regionen

Die DACH-Region ist für GRENKE der größte Absatzmarkt. Hier konnte GRENKE das Leasingneugeschäft um ein Drittel steigern und erzielte 150,6 Mio. EUR, 33,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Westeuropa ist die zweitgrößte Region. Hier wuchs das Leasingneugeschäft um 50,7 Prozent.

In der Region Nord-/​Osteuropa erwiesen sich vor allem die Märkte Finnland, Irland und Großbritannien als Wachstumsmotoren. Insgesamt verzeichnete das Neugeschäft hier ein Plus von 70,2 %.

Die Region Südeuropa erzielte ein Plus von 62,4 % und profitierte von Zuwächsen in Italien, wo sich das Neugeschäftsvolumen nach pandemiebedingten Rückgängen jetzt wieder nahezu verdoppelte (+88,1 Prozent). Die übrigen Regionen umfassen vor allem die wichtigen Zukunftsmärkte USA, Kanada und Australien. Hier konnte das Neugeschäft um 62,2 Prozent gesteigert werden.

DB-Margen im Leasingneugeschäft

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Prozent Q3 2022 Q3 2021 Veränderung (pp) Q1-Q3 2022 Q1-Q3 2021 Veränderung (pp)
DB1-MARGE 10,0 10,9 - 0,9 10,5 11,8 - 1,3
DB2-MARGE 16,4 17,1 - 0,7 16,3 18,2 - 1,9
DACH 12,0 12,2 - 0,2 12,4 13,1 - 0,7
Westeuropa (ohne DACH) 17,4 18,4 - 1,0 17,5 19,7 - 2,2
Südeuropa 17,1 19,2 - 2,1 16,6 20,5 - 3,9
Nord-/​Osteuropa 19,1 19,6 - 0,5 18,5 20,0 - 1,5
Übrige Regionen 20,7 21,8 - 1,1 19,7 23,4 - 3,7

Die für den Konzern zentrale DB2-Marge erreichte im Berichtsquartal einen Wert von 16,4 Prozent. Der Anstieg der DB2-Marge gegenüber dem Vorquartal (Q2 2022: 15,9 Prozent) spiegelt die erfolgreiche, unterjährige Anpassung der Konditionen in einem Umfeld steigender Zinsen wider. GRENKE plant, die Anpassung der Konditionen im Neugeschäft in den kommenden Monaten fortzusetzen. Bei einem Vergleich der DB2-Marge mit dem Wert des Vorjahresquartals (Q3 2021: 17,1 Prozent) ergibt sich ein Unterschied von 0,7 Prozentpunkten. Der Unterschied resultiert aus dem gestiegenen Zinsumfeld, aber auch aus den im Vorjahr geringeren Ticketgrößen. Diese lagen im Vorjahresquartal rund 900 EUR niedriger als der gegenwärtige Durchschnitt. Kleinere Ticketgrößen verzeichnen in der Regel eine höhere Profitabilität.

In allen Berichtsregionen des Konzerns war im dritten Quartal 2022 im Wesentlichen aufgrund des Zinsumfelds eine im Vorjahresvergleich niedrigere DB2-Mar-ge zu verzeichnen. Wie im Vorjahr lag die DB2-Mar-ge mit 12,0 Prozent in der DACH-Region am unteren Rand, mit nur - 0,2 Prozentpunkten Differenz blieb sie im Vergleich zum Vorjahresquartal nahezu konstant. Hingegen wies die Region Südeuropa mit einer Veränderung von - 2,1 Prozentpunkten den stärksten Rückgang der DB2-Marge auf. Die unterschiedlich starke Veränderung der Marge ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Länder der DACH-Region eine weitaus bessere Bonität aufweisen als Südeuropa. In Südeuropa fällt gerade der größte Absatzmarkt Italien als Land niedriger Bonität auf, so dass die Zinsen in dieser Region stärker gestiegen sind als in der DACH-Region und entsprechend die Marge stärker unter Druck gesetzt wurde. Am oberen Rand der Verteilung lagen die übrigen Regionen mit einer DB2-Marge von 20,7 Prozent.

Gegenüber dem zweiten Quartal 2022 konnte sich die DB2-Marge aufgrund der erfolgreichen Anpassung der Konditionen im Berichtsquartal gerade in den Regionen erholen, in denen sie im Vorjahresvergleich Einbußen hinnehmen musste. So lag die DB2-Marge in Südeuropa 1,0 Prozentpunkte, in Nord- und Osteuropa 1,1 Prozentpunkte, in den übrigen Regionen 2,4 Prozentpunkte und in Westeuropa (ohne DACH) 0,2 Prozentpunkte über dem Niveau des Vorquartals. In der DACH-Region betrug die Differenz zum Vorquartal - 0,1 Prozentpunkte.

Die DB1-Marge des Leasingneugeschäfts (Deckungsbeitrag 1 zu Anschaffungskosten) lag im dritten Quartal 2022 bei 10,0 Prozent. Die geringere DB1-Marge erklärt sich im Vorjahresvergleich aus dem zeitlichen Versatz bei der Weitergabe höherer Zinsen sowie aus dem etwas höheren durchschnittlichen Nettoanschaffungswert je Leasingvertrag.

Leasinganfragen und -verträge

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Einheit Q3 2022 Q3 2021 Veränderung Q1-Q3 2022 Q1-Q3 2021
LEASINGANFRAGEN STÜCK 121.817 100.416 21,3 % 394.731 334.617
Internationale Märkte Stück 95.426 78.077 22,2 % 316.784 265.320
DACH Stück 26.391 22.339 18,1 % 77.947 69.297
LEASINGVERTRÄGE STÜCK 66.076 48.724 35,6 % 200.174 154.015
Internationale Märkte Stück 47.822 34.327 39,3 % 150.324 111.800
DACH Stück 18.254 14.397 26,8 % 49.850 42.215
UMWANDLUNGSQUOTE PROZENT 54,2 48,5 5,7PP 50,7 46,0
Internationale Märkte Prozent 50,1 44,0 6,1pp 47,5 42,1
DACH Prozent 69,2 64,4 4,8pp 64,0 60,9
DURCHSCHNITTLICHER NAW EUR 8.558 7.639 12,0 % 8.254 7.380
ESIGNATURE QUOTE PROZENT 37,8 37,0 0,8PP 40,0 37,5
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Veränderung
LEASINGANFRAGEN 18,0 %
Internationale Märkte 19,4 %
DACH 12,5 %
LEASINGVERTRÄGE 30,0 %
Internationale Märkte 34,5 %
DACH 18,1 %
UMWANDLUNGSQUOTE 4,7PP
Internationale Märkte 5,4pp
DACH 3,1pp
DURCHSCHNITTLICHER NAW 11,8 %
ESIGNATURE QUOTE 2,5PP

Im Berichtsquartal erhielt GRENKE mit rund 120.000 erheblich mehr Leasinganfragen als im Vorjahresquartal (Q3 2021: rd. 100.000). Die erhöhte Nachfrage nach Leasingprodukten sowie die weniger restriktive Annahmepolitik des Konzerns führte dazu, dass 54,2 Prozent aller Anfragen in Verträge umgewandelt werden konnten. Im Vorjahresquartal hatte die Umwandlungsquote bei 48,5 Prozent gelegen. Insgesamt schloss GRENKE im Berichtszeitraum über 66.000 neue Leasingverträge ab, im Vorjahresquartal waren es weniger als 50.000 Verträge.

Der weniger starke Fokus des Konzerns auf besonders margenstarke kleine Tickets führte dazu, dass wieder mehr Leasingverträge mit größeren Tickets realisiert wurden. Der mittlere Nettoanschaffungswert (NAW) pro Leasingvertragsabschluss stieg demzufolge im Vorjahresvergleich um 12 Prozent. Mit rund 8.600 EUR liegt er weiterhin in der für das Gesamtjahr erwarteten Spanne von 8.000 bis 10.000 EUR und unterhalb der Größenordnung aus 2019. Der kleinere Durchschnittswert im Vorjahresquartal spiegelt die konsequente Fokussierung auf Small-Ticket-Finanzierungslösungen für Unternehmen mit guter bis sehr guter Bonitäts- und Branchenbewertung während der Covid-19-Pandemie wider.

Die Akzeptanz des eSignature-Verfahrens, mit dem Leasingverträge vollständig digital abgewickelt werden können, nahm im Berichtsquartal weiter zu. So erhöhte sich der Anteil der per eSignature abgeschlossenen Verträge im Berichtsquartal auf 37,8 Prozent.

Alle Objektgruppen im Leasingneugeschäft konnten im Jahresvergleich Zuwächse verzeichnen.

Wie die Grafik zeigt, waren IT-Geräte mit einem Anteil von 29 Prozent am Gesamtportfolio im Berichtsquartal weiterhin die am stärksten nachgefragte Objektgruppe, im Vorjahresvergleich verringerte sich ihr Anteil jedoch um 3,1 Prozentpunkte. Maschinen und Anlagen konnten ihre Platzierung an zweiter Stelle festigen, denn sie legten gegenüber dem Vorjahr überproportional um 81,9 Prozent zu und erhöhten infolgedessen ihren Anteil am Portfolio auf 22,9 Prozent. An dritter Stelle folgte die Kopiertechnik, deren Anteil um 2,0 Prozentpunkte auf 17,9 Prozent zurückging. Alle weiteren Objektgruppen nahmen einen Anteil von weniger als 10 Prozent ein und konnten ihre Position im Portfolio halten.

Anteil Objektgruppen am Leasingportfolio in Prozent

2.3.2 Factoring

Das Factoringgeschäft mit einem Anteil von 1,6 Prozent an der Bilanzsumme (Stichtag 30.9.2022) wies im Berichtsquartal ein Neugeschäft mit einem angekauften Forderungsvolumen von 205,0 Mio. EUR aus. Dies entspricht einem Anstieg von 14,9 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr (Q3 2021: 178,5 Mio. EUR). Das Factoringvolumen lag in Deutschland aufgrund der Neuausrichtung des Vertriebsansatzes mit 46,0 Mio. EUR noch unterhalb des Niveaus des Vorjahresquartals (Q3 2021: 51,2 Mio. EUR). In den internationalen Märkten stieg es nach dem Wegfall der pandemiebedingten Einschränkungen und der daraufhin einsetzenden wirtschaftlichen Erholung um 24,9 % auf 159,0 Mio. EUR nach 127,3 Mio. EUR im Vorjahresquartal an.

Neugeschäft Factoring

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Einheit Q3 2022 Q3 2021 Veränderung Q1-Q3 2022 Q1-Q3 2021
NEUGESCHÄFT FACTORING MIO. EUR 205,0 178,5 14,8 % 571,5 509,1
Deutschland Mio. EUR 46,0 51,2 - 10,2 % 131,2 158,5
Internationale Märkte Mio. EUR 159 127,3 24,9 % 440,3 350,6
BRUTTO-MARGE PROZENT 1,5 1,3 0,2PP 1,4 1,3
Brutto-Marge Deutschland Prozent 1,3 1,2 0,1pp 1,3 1,2
Brutto-Marge internationale Märkte Prozent 1,5 1,3 0,2pp 1,4 1,3
DURSCHNITLLICHER ZEITRAUM TAGE 44 35 9 41 35
Durchschnittlicher Zeitraum Deutschland Tage 24 22 2 24 24
Durchschnittlicher Zeitraum internationale Märkte Tage 53 43 10 49 43
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Veränderung
NEUGESCHÄFT FACTORING 12,3 %
Deutschland - 17,2 %
Internationale Märkte 25,6 %
BRUTTO-MARGE 0,1PP
Brutto-Marge Deutschland 0,1pp
Brutto-Marge internationale Märkte 0,1pp
DURSCHNITLLICHER ZEITRAUM 6
Durchschnittlicher Zeitraum Deutschland 0
Durchschnittlicher Zeitraum internationale Märkte 6

Die Brutto-Marge im Factoring verbesserte sich im Berichtsquartal auf 1,5 Prozent und entspricht damit dem marktkonformen Rahmen. Die Brutto-Marge bezieht sich auf den durchschnittlichen Zeitraum eines Factoringgeschäfts von 44 Tagen. Aufgrund der unterschiedlichen Zahlungsfristen und -gewohnheiten in den Ländern fällt der durchschnittliche Zeitraum in Deutschland mit 24 Tagen deutlich geringer aus als auf internationaler Ebene mit 53 Tagen.

2.3.3 Kreditgeschäft der GRENKE Bank

Infolge der Wiederaufnahme des Mikrokreditgeschäftes zum Ende des dritten Quartals 2021 stieg das Kreditneugeschäft der GRENKE Bank im Berichtsquartal auf 11,5 Mio. EUR an (Q3 2021: 0,9 Mio. EUR). Das Neugeschäft der GRENKE Bank beinhaltet ausschließlich das im Rahmen des "Mikrokreditfonds Deutschland" betriebene Mikrokreditgeschäft.

2.3.4 Währungseffekte

Aus der Veränderung der durchschnittlichen Wechselkurse von Fremdwährungen gegenüber dem Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal ergaben sich positive Währungseffekte in Bezug auf das Neugeschäftsvolumen in Höhe von 1,4 Mio. EUR. Diese resultierten überwiegend aus der Aufwertung von Schweizer Franken und Brasilianischer Real, der eine Abwertung von Türkischer Lira, Schwedischer Kronen, Polnischer Zloty und Ungarischer Forint gegenüber dem Euro entgegenstand.

3. Wirtschaftsbericht
3.1 Ertragslage

3.1.1 Vergleich drittes Quartal 2022 versus 2021

Die Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft waren im dritten Quartal 2022 mit 103,5 Mio. EUR und einem leichten Rückgang um 1,1 Mio. EUR auf nahezu unverändertem Niveau im Vergleich zum Vorjahr (Q3 2021: 104,6 Mio. EUR). In den Zinserträgen schlagen sich Umrechnungen und Währungseffekte nieder, was aufgrund der hohen Volatilität die Vergleichbarkeit zum Vorjahr erschwert. Außerdem wird sich das starke Wachstum aus dem Neugeschäft erst in den kommenden Perioden im Zinsertrag aus den Leasingforderungen zeigen. Die Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts stiegen um 3,9 Mio. EUR auf 17,7 Mio. EUR (Q3 2021: 13,8 Mio. EUR). Die Entwicklung resultiert aus dem für das wachsende Neugeschäft gestiegenen Refinanzierungsbedarf sowie dem allgemein gestiegenen Zinsniveau. Das Zinsergebnis, der Saldo beider Positionen, sank entsprechend um 5,0 Mio. EUR auf 85,8 Mio. EUR (Q3 2021: 90,8 Mio. EUR). Infolge des guten Zahlungsverhaltens der Kunden sanken die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Berichtsquartal um 7,0 Mio. EUR auf 30,3 Mio. EUR (Q3 2021: 37,3 Mio. EUR). Die Reduktion resultiert aus der Auflösung der in der Pandemie gebildeten Risikovorsorge aufgrund makroökonomischer Unsicherheiten, die graduell abgebaut werden konnte. Gegenläufig wirkten neue Anpassungen zur Würdigung der makroökonomischen Umstände, vor allem aufgrund des Ukrainekrieges sowie der gestiegenen Energiepreise.

Trotz dieser Anpassungen führte es zu einer insgesamt positiven Entwicklung in der Risikovorsorge, sodass sich die Schadenquote (Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Verhältnis zum Vermietvolumen) im dritten Quartal 2022 auf 1,4 Prozent (Q3 2021: 1,7 Prozent) verbesserte.

Aufgrund der im Vorjahresvergleich rückläufigen Risikovorsorge stieg das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Berichtsquartal um 1,9 Mio. EUR auf 55,5 Mio. EUR (Q3 2021: 53,6 Mio. EUR).

Das Ergebnis aus dem Servicegeschäft nahm im dritten Quartal um 0,9 Mio. EUR auf 31,4 Mio. EUR (Q3 2021: 30,5 Mio. EUR) zu. Das Ergebnis aus dem Neugeschäft stieg im Berichtsquartal um 0,3 Mio. EUR auf 8,3 Mio. EUR (Q3 2021: 8,0 Mio. EUR). Die Änderung des Vergütungsmodells im Konzern hin zu einer attraktiveren marktüblichen Vergütung mit einem verringerten variablen Vergütungsbestandteil führt dazu, dass weniger anfängliche direkte Kosten gem. IFRS 16 aktiviert werden, was sich im Ergebnis aus dem Neugeschäft widerspiegelt. Das Verwertungsergebnis lag bei - 0,1 Mio. EUR (Q3 2021: - 1,1 Mio. EUR).

Die niedrigeren Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge führten im Wesentlichen zu einem Zuwachs der operativen Erträge im dritten Quartal 2022 um 4,2 Mio. EUR auf 95,1 Mio. EUR (Q3 2021: 90,9 Mio. EUR).

Die größte Aufwandsposition des Konzerns, der Personalaufwand, nahm im dritten Quartal um 7,7 Mio. EUR auf 38,2 Mio. EUR (Q3 2021: 30,5 Mio. EUR) zu. Der Anstieg des Personalaufwands resultierte zum einen aus der gestiegenen Mitarbeiteranzahl sowie aus einer Anpassung der Gehälter an eine attraktivere marktübliche Vergütung mit einem verringerten variablen Vergütungsbestandteil, aber auch infolge einer konzernweiten inflationsbedingten Anhebung der Grundvergütung im August um ca. 3,5 %. Die fixe Vergütung beträgt im Berichtszeitraum 26,9 Mio. EUR (Q3 2021: 20,3 Mio. EUR) und die variable Vergütung 4,6 Mio. EUR (Q3 2021: 4,9 Mio. EUR). Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten auf Basis Vollzeitbeschäftigter lag aufgrund von Neueinstellungen im Berichtsquartal bei 1.904 und damit 125 über dem Vorjahreswert (Q3 2021: 1.779).

Die Abschreibungen und Wertminderungen lagen im Berichtsquartal bei 10,6 Mio. EUR (Q3 2021: 8,4 Mio. EUR). Darin enthalten sind Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwerten in Höhe von 4,0 Mio. EUR für den Firmenwert in Portugal sowie Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte. Aufgrund der stark gestiegenen risikofreien Zinssätze in den Bewertungsmodellen war die Wertminderung für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Portugal bereits zum 30. September 2022 erforderlich. Der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand ging um 0,1 Mio. EUR auf 21,9 Mio. EUR (Q3 2021: 22,0 Mio. EUR) zurück und blieb damit fast unverändert. Zum Anstieg der Personalnebenkosten sowie Energie- und Rohstoffpreise wirkte gegenläufig die Reduktion der Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten. Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen lag im dritten Quartal 2022 bei - 3,0 Mio. EUR (Q3 2021: - 3,1 Mio. EUR). Darin spiegeln sich hauptsächlich Währungseffekte wider.

Die Cost-Income-Ratio (CIR) stieg im dritten Quartal 2022 auf 56,5 Prozent (Q3 2021: 47,4 Prozent) und lag damit über dem für das Gesamtjahr angestrebten Wert von unter 55 Prozent. Der Anstieg ist vor allem auf höhere Personalkosten und die anlassbezogene Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes durch gestiegene Abzinsungssätze in den Bewertungsmodellen zurückzuführen. Die Berechnung der CIR wurde mit dem Capital Markets Update am 13.Mai 2022 umgestellt und erfolgt seither ohne die Positionen sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen sowie sonstiges Zinsergebnis.

Das operative Ergebnis des dritten Quartals 2022 lag bei 21,3 Mio. EUR und ging um 4,2 Mio. EUR zurück (Q3 2021: 27,1 Mio. EUR), während der Gewinn vor Steuern um 2,3 Mio. EUR auf 27,7 Mio. EUR anstieg (Q3 2021: 25,4 Mio. EUR). Hierin enthalten ist ein außergewöhnlicher Bewertungseffekt aus derivativen Finanzinstrumenten für Zinssicherungen, die im Zusammenhang mit ABCP-Finanzierungen stehen und nicht im Hedge-Accounting verbucht werden. Wir verweisen hierzu auf Kapitel 7.2.2 im Anhang. Die Steuerquote erhöhte sich, was durch die steuerlich nicht wirksame Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwerten bedingt ist, auf 26,6 Prozent (Q3 2021: 20,8 Prozent). Der Gewinn nach Steuern übertrifft mit 20,3 Mio. EUR um 0,2 Mio. EUR das Vorjahresquartal (Q3 2021: 20,1 Mio. EUR). Die durch die Konsolidierung der Franchisegesellschaften auszuweisenden Ergebnisanteile der nicht beherrschenden Anteilseigner lagen bei - 2,9 Mio. EUR (Q3 2021: - 3,8 Mio. EUR). Die Vergleichbarkeit ist aufgrund des Erwerbs von 58 Prozent der Anteile zweier Franchisegesellschaften im zweiten Quartal 2022 eingeschränkt, hier wird auf die Ausführungen in Kapitel 14 des Anhangs verwiesen. Das Ergebnis je Aktie blieb im dritten Quartal 2022 mit 0,50 EUR nahezu unverändert (Q3 2021: 0,51 EUR).

3.1.2 Neunmonatsvergleich 2022 versus 2021

Ausgewählte Angaben aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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TEUR Q1-Q3
2022
Q1-Q3
2021
Veränderung
(%)
ZINSERGEBNIS 261.020 280.452 - 6,9
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 89.935 121.382 - 25,9
ZINSERGEBNIS NACH SCHADENSABWICKLUNG
UND RISIKOVORSORGE
171.085 159.070 7,6
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 89.433 87.964 1,7
Ergebnis aus dem Neugeschäft 23.513 26.285 - 10,5
Verwertungsmehr-(+) /​ -minder(-)ergebnis 296 - 4.697 - 106,3
OPERATIVE ERTRÄGE INSGESAMT 284.327 268.622 5,8
Personalaufwand 106.248 95.492 11,3
davon Gesamtvergütung 87.468 79.101 10,6
davon fixe Vergütung 73.139 63.216 15,7
davon variable Vergütung 14.329 15.885 - 9,8
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand
(ohne Personalaufwand)
72.975 69.209 5,4
davon IT-Projektaufwand 6.218 4.351 42,9
GEWINN VOR STEUERN 83.251 67.819 22,8
GEWINN 61.791 52.374 18,0
ERGEBNIS JE AKTIE (EUR, VERWÄSSERT /​ UNVERWÄSSERT) 1,22 1,03 18,4

Der Neunmonatszeitraum des aktuellen Geschäftsjahres war geprägt durch den russischen Krieg gegen die Ukraine und seine Folgen sowie durch anhaltend hohe Inflation, steigende Zinsen und dem fortwährenden Pandemiegeschehen. Der Vorjahreszeitraum 2021 war vor allem von den Auswirkungen der Co-vid-19-Pandemie geprägt.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2022 lag das Zinsergebnis mit 261,0 Mio. EUR (Q1-Q3 2021: 280,5 Mio. EUR) unterhalb des Vorjahres. Das starke Wachstum der letzten Quartale im Neugeschäft wird in den kommenden Perioden zu einer höheren Verzinsung der Leasingforderungen und damit auch wieder zu höheren Zinserträgen führen, gleichzeitig sind die Zinsen für neue Refinanzierungen deutlich angestiegen. Die Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr entspricht dennoch den Erwartungen. Die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge nahmen um 31,5 Mio. EUR ab und erreichten einen Wert von 89,9 Mio. EUR nach 121,4 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Die Reduktion resultiert aus der Auflösung der in der Pandemie gebildeten Risikovorsorge aufgrund makroökonomischer Unsicherheiten, die graduell abgebaut werden konnte. Gegenläufig wirkten neue Maßnahmen aufgrund des Ukrainekrieges und die Würdigung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds. Die Schadenquote sank im Neunmonatszeitraum entsprechend auf 1,3 Prozent (Q1-Q3 2021: 1,9 Prozent). Demzufolge stieg das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge in den ersten neun Monaten 2022 um 12,0 Mio. EUR auf 171,1 Mio. EUR (Q1-Q3 2021: 159,1 Mio. EUR).

Das Ergebnis aus dem Servicegeschäft stieg in den ersten neun Monaten um 1,4 Mio. EUR und lag nach den ersten neun Monaten bei 89,4 Mio. EUR (Q1-Q3 2021: 88,0 Mio. EUR), während das Ergebnis aus dem Neugeschäft um 2,8 Mio. EUR sank. Die Änderung des Vergütungsmodells im Konzern hin zu einer attraktiveren marktüblichen Vergütung mit einem verringerten variablen Vergütungsbestandteil führt dazu, dass weniger anfängliche direkte Kosten gem. IFRS 16 aktiviert werden, was sich im Ergebnis aus dem Neugeschäft widerspiegelt. Das Verwertungsergebnis betrug 0,3 Mio. EUR (Q1-Q3 2021: - 4,7 Mio. EUR). Entsprechend stiegen die operativen Erträge im Neunmonatszeitraum 2022 insgesamt um 15,7 Mio. EUR und erreichten 284,3 Mio. EUR (Q1-Q3 2021: 268,6 Mio. EUR).

Im Berichtszeitraum stiegen die Personalaufwendungen im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres um 10,7 Mio. EUR auf 106,2 Mio. EUR (Q1-Q3 2021: 95,5 Mio. EUR) in erster Linie in Folge der Anpassung der Gehälter an eine attraktivere marktübliche Vergütung, höhere Anzahl an Mitarbeitern sowie der Rekrutierung von Spezialisten unter anderem in den Kontrolleinheiten. Die Abschreibungen stiegen um 1,6 Mio. EUR und lagen im Berichtszeitraum bei 24,1 Mio. EUR (Q1-Q3 2021: 22,5 Mio. EUR). Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus der Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwerten. Der Anstieg des Vertriebs- und Verwaltungsaufwands von insgesamt 3,8 Mio. EUR resultiert aus höheren Personalnebenkosten, Vertriebskosten sowie Betriebskosten, wobei gegenläufig der Rückgang der Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten wirkt. Die Cost-Income-Ratio stieg dementsprechend in den ersten neun Monaten 2022 auf 54,3 Prozent (Q1-Q3 2021: 48,0 Prozent). Die Berechnung der CIR wurde mit dem Capital Markets Update am 13. Mai 2022 umgestellt und erfolgt seither ohne die Positionen sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen sowie sonstiges Zinsergebnis.

Das operative Ergebnis veränderte sich im Berichtszeitraum um 0,1 Mio. EUR auf 74,9 Mio. EUR (Q1-Q3 2021: 75,0 Mio. EUR) und blieb damit nahezu unverändert. Der Gewinn vor Steuern legte um 15,5 Mio. EUR auf 83,3 Mio. EUR zu (Q1-Q3 2021: 67,8 Mio. EUR). Dies resultiert im Wesentlichen aus der Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente für Zinssicherungen, die nicht im Hedge-Accounting verbucht werden. Die Steuerquote erhöhte sich auf 25,8 Prozent (Q1-Q3 2021: 22,8 Prozent), was im Wesentlichen durch die steuerlich nicht wirksamen Aufwendungen aus der Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwerten bedingt war. Hieraus ergab sich ein Gewinn nach Steuern von 61,8 Mio. EUR (Q1-Q3 2021: 52,4 Mio. EUR), was einem Anstieg um 9,4 Mio. EUR entsprach. Das Ergebnis je Aktie betrug in den ersten neun Monaten 1,22 EUR (Q1-Q3 2021: 1,03 EUR).

3.1.3 Entwicklung der Segmente

Die Ergebnisse des Leasingsegments konnten den gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen trotzen, da vor allem das Zahlungsverhalten der Kunden unverändert stabil blieb, sodass sich der Aufwand für Schadensabwicklung und Risikovorsorge verringerte. Entsprechend stiegen in diesem Segment die operativen Erträge um 22,9 Mio. EUR auf 254,2 Mio. EUR (Q1-Q3 2021: 231,3 Mio. EUR). Das Segmentergebnis stieg deutlich um 9,3 Mio. EUR auf 77,1 Mio. EUR (Q1-Q3 2021: 67,8 Mio. EUR).

Die operativen Erträge im Segment Bank reduzierten sich im Berichtszeitraum um 9,5 Mio. EUR auf 25,4 Mio. EUR (Q1-Q3 2021: 34,9 Mio. EUR), was hauptsächlich aus einer gestiegenen Risikovorsorge für frühere Kreditportfolien resultiert. Bei gleichzeitig gestiegenen Personalaufwendungen sowie Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen erreichte das Segmentergebnis - 0,5 Mio. EUR (Q1-Q3 2021: 11,5 Mio. EUR).

Im Segment Factoring nahmen die operativen Erträge im Berichtszeitraum um 2,3 Mio. EUR auf 4,7 Mio. EUR (Q1-Q3 2021: 2,4 Mio. EUR) zu. Hier zeigen sich Erfolge der getätigten Investitionen in die Vertriebsinfrastruktur. Aufgrund dieser Investitionen sowie Anlaufkosten für die stärkere internationale Aufstellung des Geschäfts belief sich das Ergebnis des Segments zwar auf - 1,5 Mio. EUR, verbesserte sich aber gegenüber der Vorjahresperiode deutlich (Q1-Q3 2021: - 4,3 Mio. EUR).

3.2 Vermögens- und Finanzlage

Ausgewählte Angaben aus der Konzernbilanz

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TEUR 30.09.2022 31.12.2021 Veränderung
(%)
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 2.828.623 3.195.670 - 11,5
davon Zahlungsmittel 459.644 853.071 - 46,1
davon Leasingforderungen 1.966.614 1.963.532 0,2
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 3.533.341 3.465.270 2,0
davon Leasingforderungen 3.186.050 3.155.440 1,0
SUMME VERMÖGENSWERTE 6.361.964 6.660.940 - 4,5
KURZFRISTIGE SCHULDEN 2.205.150 2.287.620 - 3,6
davon Finanzschulden 1.986.453 2.073.493 - 4,2
LANGFRISTIGE SCHULDEN 2.842.448 3.104.324 - 8,4
davon Finanzschulden 2.746.593 3.003.670 - 8,6
Eigenkapital 1.314.366 1.268.996 3,6
Eigenkapitalquote (in Prozent) 20,7% 19,1% 8,4
BILANZSUMME 6.361.964 6.660.940 - 4,5

3.2.1 Vermögenslage

Im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2021 nahm die Bilanzsumme zum 30. September 2022 um 298,9 Mio. EUR auf 6,4 Mrd. EUR (31. Dezember 2021: 6,7 Mrd. EUR) ab, weil die Zahlungsmittel plangemäß reduziert wurden. Sie verringerten sich um 393,5 Mio. EUR auf 459,6 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 853,1 Mio. EUR). So befanden sich zum 30. September 2022 300,3 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 639,3 Mio. EUR) der Zahlungsmittel auf Konten der Deutschen Bundesbank, was vor der Anpassung der Zinssätze für Einlagenfazilitäten durch die EZB im Juli 2022 aufgrund des negativen Guthabenzinses entsprechende Zinsaufwendungen verursachte.

In der anhaltend schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation legt der GRENKE Konzern weiterhin einen besonderen Fokus auf eine ausreichende Liquiditätsvorhaltung, um so flexibel auf Marktgegebenheiten reagieren zu können. Zudem ist der Konzern aufgrund aufsichtsrechtlicher Vorgaben verpflichtet, einen Liquiditätspuffer vorzuhalten.

Die größte Bilanzposition, die lang- und kurzfristigen Leasingforderungen, stieg auf 5,2 Mrd. EUR gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2021 (31. Dezember 2021: 5,1 Mrd. EUR) an.

Auf der Passivseite zeigt sich die rückläufige Bilanzsumme insbesondere in der Abnahme der kurz- und langfristigen Finanzschulden um insgesamt 344,2 Mio. EUR auf 4,7 Mrd. EUR (31. Dezember 2021: 5,1 Mrd. EUR). Der größte Anteil der Finanzschulden entfiel weiterhin auf die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung, die gegenüber dem Jahresende 2021 nahezu unverändert bei 3,7 Mrd. EUR (31. Dezember 2021: 3,7 Mrd. EUR) blieben. Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft der GRENKE Bank gingen in Summe um 388,2 Mio. EUR auf 1,0 Mrd. EUR zurück (31. Dezember 2021: 1,4 Mrd. EUR).

Das Eigenkapital stieg zum 30. September 2022 um 45,4 Mio. EUR auf 1.314,4 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 1.269,0 Mio. EUR). Dem in der Berichtsperiode erwirtschafteten Konzerngewinn in Höhe von 61,8 Mio. EUR stand hauptsächlich die Ausschüttung einer Dividende von 23,7 Mio. EUR sowie eine Zinszahlung für das Hybridkapital (9,1 Mio. EUR) gegenüber. Positiv wirkten dagegen Effekte aus der Marktbewertung von Hedging-Instrumenten (12,1 Mio. EUR) und aus der Währungsumrechnung (3,9 Mio. EUR). Aufgrund der geringeren Bilanzsumme und des gleichzeitig gestiegenen Eigenkapitals erhöhte sich die Eigenkapitalquote per Ende September 2022 auf 20,7 Prozent (31. Dezember 2021: 19,1 Prozent). Die Eigenkapitalquote übertraf damit weiterhin das selbst gesteckte Ziel des Konzerns von mindestens 16 Prozent.

3.2.2 Liquidität

Der GRENKE Konzern hat im Berichtszeitraum jederzeit seine Zahlungsverpflichtungen dank der diversifizierten Refinanzierungsstruktur erfüllt.

Zur Refinanzierung stehen dem Konzern umfangreiche Instrumente zur Verfügung, die je nach Marktbedingungen im Rahmen der Gesamtstrategie eingesetzt werden. Im Wesentlichen basiert die Finanzierung auf drei Säulen: den Einlagen der GRENKE Bank, der forderungsbasierten Finanzierung, unter anderem ABCP-Programme, sowie den Senior-Unsecured-Instrumenten wie Anleihen, Schuldverschreibungen und Commercial Paper. Dabei vermeidet der Konzern die Notwendigkeit der Fristentransformation und eliminiert so Zinsänderungs- und Anschlussfinanzierungsrisiken auf Portfolioebene. Je nach Bedarf strebt GRENKE an, zwischen 15 und 30 Prozent der Finanzschulden über die GRENKE Bank zu finanzieren.

Der Refinanzierungsmix bezogen auf die Refinanzierungssäulen des GRENKE Konzerns verteilte sich per 30. September 2022 wie folgt:

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Mio. EUR 30.09.2022 Anteil in % 31.12.2021 Anteil in %
GRENKE Bank 1.081 22 1.615 31
Senior Unsecured 2.678 56 2.803 54
Asset Backed 1.066 22 802 15
SUMME 4.825 100 5.220 100

Der Rückgang der Refinanzierungsbasis um 395 Mio. EUR auf 4.825 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 5.220 Mio. EUR) resultierte im Wesentlichen aus der bewussten Reduzierung der Kundeneinlagen sowie einem Rückgang der Ausnutzung von Förderdarlehen. Gegenläufig erhöhte sich die Refinanzierung über ABCP-Programme. Die Refinanzierung durch Senior Unsecured Instrumente als wesentliche Refinanzierungssäule blieb auf ähnlichem Niveau.

Über die Tochtergesellschaft GRENKE FINANCE PLC wurde in den ersten neun Monaten 2022 eine neue Festzinsanleihe mit einem Gesamtvolumen von brutto 150,0 Mio. EUR sowie ein Schuldscheindarlehen über 10,0 Mio. EUR emittiert.* Darüber hinaus emittierte der GRENKE Konzern ein Schuldscheindarlehen über 20,0 Mio. CHF. Im kurzfristigen Bereich wurden drei Commercial Paper mit einem Gesamtvolumen von 70,0 Mio. EUR emittiert. Planmäßig getilgt wurden im Berichtszeitraum Anleihen über 310,0 Mio. EUR und 1.000,0 Mio. JPY sowie Schuldscheindarlehen über 20,0 Mio. EUR, 20,0 Mio. DKK, 10,0 Mio. CHF und 2,0 Mio. BRL.

Die Ausnutzung der ABCP-Programme lag zum 30. September 2022 bei 805,1 Mio. EUR und 111,9 Mio. GBP (31. Dezember 2021: 554,4 Mio. EUR und 115,8 Mio. GBP). Das Gesamtvolumen dieser Programme betrug 1.097,8 Mio. EUR und 150,0 Mio. GBP (31. Dezember 2021: 947,8 Mio. EUR und 150,0 Mio. GBP).

Die Refinanzierung über Kundeneinlagen der GRENKE Bank lag zum Stichtag 30. September 2022 bei 1.023,8 Mio. EUR nach 1.108,5 Mio. EUR zum 30. Juni 2022 sowie 1.521,3 Mio. EUR zum vergleichbaren Zeitpunkt des Vorjahres.

Die offenen Kreditlinien des Konzerns (d.h. Banklinien plus verfügbarem Volumen aus Anleihen und Commercial Paper) betrugen zum Stichtag 3.531,5 Mio. EUR, 40,0 Mio. PLN und 40,0 Mio. HRK (31. Dezember 2021: 2.702,4 Mio. EUR, 2,5 Mio. PLN, 75,0 Mio. HRK).

* Weitere Informationen zu den begebenen Anleihen sind auf der Website www.grenke.de/​unternehmen/​investor-relations/​fremdkapital/​emittierte-anleihen abrufbar.

3.2.3 Finanzlage

Ausgewählte Angaben aus der Konzern-Kapitalflussrechnung

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TEUR Q3
2022
Q3
2021
Veränderung
(%)
Q1-Q3
2022
Q1-Q3
2021
Veränderung
(%)
- Investitionen für neue Leasingforderungen - 579.677 - 385.296 50,4 - 1.692.884 - 1.172.413 44,4
+ Zugang neue Refinanzierungen
(ohne Einlagengeschäft)
359.474 264.394 36,0 1.282.888 468.587 173,8
+ Netto-Zugang /​ Abgang Einlagengeschäft - 84.681 13.990 - 705,3 - 388.155 - 19.971 1.843,6
(I) CASHFLOW INVESTITIONEN NEUGESCHÄFT - 304.884 - 106.912 185,2 - 798.151 - 723.797 10,3
+ Zahlungen Leasingnehmer 582.189 571.292 1,9 1.731.959 1.757.581 - 1,5
- Zahlungen /​ Rückzahlungen Refinanzierungen
(ohne Einlagengeschäft)
- 325.913 - 267.792 21,7 - 1.295.918 - 1.056.690 22,6
(II) CASHFLOW BESTANDSGESCHÄFT 256.276 303.500 - 15,6 436.041 700.891 - 37,8
(III) ÜBRIGE CASHFLOWS LAUFENDE
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
- 4.257 - 5.749 - 25,9 17.037 136.390 - 87,5
CASHFLOW AUS LAUFENDER
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT (I) + (II) + (III)
- 52.865 190.839 - 127,7 - 345.073 113.484 - 404,1
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 1.904 - 1.557 22,3 - 5.257 - 4.908 7,1
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 3.319 - 15.321 - 78,3 - 46.787 - 35.590 31,5
SUMME DER CASHFLOWS - 58.088 173.961 - 133,4 - 397.117 72.986 - 644,1

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag in den ersten neun Monaten 2022 bei - 345,1 Mio. EUR und damit deutlich unter dem Vorjahreswert (Q1-Q3 2021: 113,5 Mio. EUR). Dies liegt an der bewussten Reduzierung der in der Corona-Krise vorsorglich aufgebauten Cash-Bestände, welche erwartungsgemäß in Neugeschäft investiert wurden. In der Darstellung oben umfasst der Cashflow aus Investitionen in das Neugeschäft die Investitionen für neue Leasingforderungen.

Darin enthalten sind die Nettoanschaffungswerte für die Leasingobjekte und die direkt mit dem Vertragsabschluss entstehenden Kosten. Aufgrund des höheren Neugeschäftsvolumens stiegen die Investitionen für neue Leasingforderungen in den ersten neun Monaten 2022 auf 1.692,9 Mio. EUR (Q1-Q3 2021: 1.172,4 Mio. EUR). Diesen stehen die Einzahlungen aus der Zunahme der Refinanzierung in Höhe von 1.282,9 Mio. EUR nach 468,6 Mio. EUR in der Vorjahresperiode gegenüber. Zusätzlich reduzierte sich das Einlagengeschäft der Bank um 388,2 Mio. EUR nach 20,0 Mio. EUR in der Vorjahresperiode. In Summe sank der Cashflow aus Investitionen in das Neugeschäft auf - 798,2 Mio. EUR (Q1-Q3 2021: - 723,8 Mio. EUR). In den ersten neun Monaten 2022 wurden 1.295,9 Mio. EUR (Q1-Q3 2021: 1.056,7 Mio. EUR) an Refinanzierer getilgt bzw. zurückgezahlt. Der Cashflow aus dem Bestandsgeschäft sank aufgrund höherer Rückzahlungen an Refinanzierer auf 436,0 Mio. EUR (Q1-Q3 2021: 700,9 Mio. EUR).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag in den ersten neun Monaten 2022 bei - 5,3 Mio. EUR (Q1-Q3 2021: - 4,9 Mio. EUR). Er beinhaltete hauptsächlich die Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen von 5,1 Mio. EUR (Q1-Q3 2021: 5,4 Mio. EUR).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtszeitraum - 46,8 Mio. EUR (Q1-Q3 2021: - 35,6 Mio. EUR). Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus der höheren Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 23,7 Mio. EUR nach 12,1 Mio. EUR im Vorjahr. Die Zinszahlung auf das Hybridkapital lag bei 12,9 Mio. EUR (Q1-Q3 2021: 13,4 Mio. EUR). Aus der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten ergab sich zudem ein Mittelabfluss von 10,1 Mio. EUR (Q1-Q3 2021: 10,1 Mio. EUR).

Somit lag die Summe der Cashflows in den ersten neun Monaten 2022 bei - 397,1 Mio. EUR (Q1-Q3 2021: 73,0 Mio. EUR). Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten fiel zum Stichtag 30. September 2022 entsprechend auf 456,0 Mio. EUR nach 853,0 Mio. EUR zum Geschäftsjahresende 2021.

4. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Bezüglich der Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen wird auf die Ausführungen in Kapitel 16 des Anhangs zum verkürzten Konzernzwischenabschluss verwiesen.

5. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht
5.1 Chancen und Risiken

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die im Geschäftsbericht 2021 (veröffentlicht am 17. März 2022) dargestellte Chancen- und Risikosituation verändert. Insbesondere hat sich das Risiko eines wirtschaftlichen Abschwungs erhöht (für Details wird auf die Erläuterungen in den Kapiteln 2.1 und 5.2 verwiesen). Eine Beeinträchtigung der Versorgung mit Erdgas und Erdöl infolge des Krieges würde insbesondere die Produktion in der verarbeitenden Industrie belasten. Die anhaltend hohe Inflation kann sich auf den privaten Konsum und damit auf die Inanspruchnahme von Leistungen und Produkten mittelständischer Unternehmen auswirken, die zu den Kunden der GRENKE AG zählen.

Die Volatilität an den Kapitalmärkten hat zugenommen, sodass kurzfristig die Verfügbarkeit an liquiden Mitteln eingeschränkt sein kann. Aufgrund der angemessenen Ausstattung mit Liquidität sowie der aktiven Steuerungsmöglichkeiten der Liquidität über diverse Refinanzierungsquellen sowie auch einer aktiven Steuerung der Annahmepolitik im Leasingneugeschäft sieht der Vorstand auch im gegenwärtigen Umfeld genügend Handlungsspielraum, um die Liquidität kurz- und mittelfristig sicherzustellen. GRENKE ist überdies weder in Russland noch in der Ukraine mit eigenen Niederlassungen vertreten und dort finanziell auch nicht engagiert.

Die Volatilität an den Zins- und Währungsmärkten kann auch bei GRENKE zu temporären Bewertungseffekten führen. Diese können sich insbesondere temporär auf die Umrechnung von Fremdwährungspositionen, die Bewertung der Derivate oder die Bewertung von Geschäfts- und Firmenwerten auswirken. Gleichwohl sieht der Vorstand darin keine Beeinträchtigung der langfristigen Profitabilität des Geschäftsmodells.

Über die oben geschilderten Risiken hinaus sind im Berichtszeitraum keine weiteren wesentlichen Veränderungen der Chancen und Risiken eingetreten. Hinsichtlich der künftigen Entwicklung des Konzerns und der Tochtergesellschaften sind besondere, über das normale Maß hinausgehende und mit dem Geschäft verbundene Risiken nicht zu erkennen.

5.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Oktober 2022 prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF), dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft von 6,0 Prozent im Jahre 2021 auf 3,2 Prozent im laufenden Jahr verlangsamen wird. Für

die Eurozone rechnet der IWF für das Jahr 2022 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent. Da Deutschland besonders stark von ausbleibenden russischen Energielieferungen und stark steigenden Energiepreisen betroffen ist, liegt die Prognose für das Wirtschaftswachstum hier bei 1,5 Prozent. Frankreich und Italien als wichtige Zielmärkte der GRENKE liegen mit 2,5 Prozent und 3,2 Prozent erwartetem Wachstum etwas darüber. Für das Jahr 2023 geht der IWF in seiner Prognose von 2,7 Prozent Wachstum aus. Maßgeblich für diese Einschätzung sind vor allem drei Themenfelder. So belasten steigende Energiepreise die Wirtschaft der Eurozone, in China hemmen Unterbrechungen in den Lieferketten das Wachstum und in den USA verliert der Arbeitsmarkt infolge des Zinserhöhungskurses der US-Notenbank Fed an Dynamik.

Als maßgeblich für die tatsächliche, künftige Entwicklung der Wirtschaft sieht der IWF die Kalibrierung der Geldpolitik, die einerseits die Inflation eindämmen soll, jedoch andererseits die gesamtwirtschaftliche Nachfrage nicht allzu sehr reduzieren soll. Zudem kann es zu weiteren angebotsseitigen Schocks kommen, die vom Verlauf des Krieges in der Ukraine und den Lieferketten nach China abhängen.

5.3 Unternehmensprognose

Aufgrund der politischen Situation und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind die Prognosen für das Geschäftsjahr 2022 weiter von erheblicher Unsicherheit geprägt. Gleichwohl hat sich das Unternehmen mit einem Plus von 45,4 Prozent im Leasingneugeschäft der ersten drei Quartale 2022 deutlich behauptet. In der Annahme einer weiter guten Geschäftsentwicklung erhöhte der Vorstand am 4. Oktober 2022 im Rahmen einer Ad-hoc-Mitteilung die Guidance für das Leasingneugeschäft auf 2,1 und 2,3 Mrd. Euro für das Geschäftsjahr 2022, zuvor hatte der Korridor zwischen 2,0 bis 2,2 Mrd. Euro gelegen.

Die DB2-Marge des Leasingneugeschäfts wird im Geschäftsjahr 2022 weiterhin etwas unterhalb des Vorjahres (2021: 17,6 Prozent) erwartet. Hierfür sind insbesondere steigende Zinsen und deren zeitversetzte Weitergabe an die Kunden maßgeblich.

Auch in den kommenden Monaten wird GRENKE Zinserhöhungen in die Neugeschäftskonditionen einbetten. Zudem ist bei der DB2-Marge auch die wieder ansteigende durchschnittliche Ticketgröße zu beachten. Der Durchschnittswert pro Leasingvertrag wird für das Geschäftsjahr 2022 wie bereits in früheren Geschäftsjahren auf einem Niveau von über 8.000 EUR aber unterhalb von 10.000 EUR erwartet.

Das geringere Neugeschäftsvolumen der durch die Covid-19-Pandemie geprägten Geschäftsjahre 2020 und 2021 führt erwartungsgemäß zu verminderten operativen Zinserträgen des Leasingportfolios im laufenden Geschäftsjahr 2022. Gleichzeitig steigen die Personalkosten im Geschäftsjahr 2022. Dies resultiert zum einen aus institutsbezogenen Maßnahmen, in deren Umsetzung unter anderem die Abteilungen Compliance und Geldwäscheprävention personell verstärkt wurden. Zum anderen rührt dies aus der Anpassung der Gehälter und deren Struktur an marktübliche Standards sowie einer Einmalzahlung als Inflationsausgleich für die Mitarbeitenden. Mit einem gegenläufigen Effekt rechnet der Vorstand aus den der Erwartung nach sinkenden Aufwendungen für die Risikovorsorge, resultierend aus dem auch in 2022 zu erwartenden unverändert guten Zahlungsverhalten der Kunden. Zusammengefasst erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2022 einen Gewinn nach Steuern zwischen 75 und 85 Mio. EUR. Bezogen auf das Vorjahr entspricht dies einem konstanten bis leicht steigenden Gewinn nach Steuern, weil zu berücksichtigen ist, dass in dem Gewinn des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von 95,2 Mio. EUR ein außerordentlicher Ertrag in Höhe von 23,0 Mio. EUR aus dem Verkauf der viafintech-Anteile enthalten war. Demnach ergeben sich für das Geschäftsjahr 2021 nach Abzug des außerordentlichen Gewinns 72,2 Mio. EUR als

Vergleichsbasis zum laufenden Geschäftsjahr 2022. Bezogen auf die Vergleichsbasis 2021 soll sich auch der Gewinn nach Steuern - aufgrund der Skalierbarkeit des Geschäfts - bereits im Geschäftsjahr 2024 verdoppeln.

Die Erwartung für den Gewinnkorridor im Geschäftsjahr 2022 basiert auf der Annahme, dass die Schadenquote zwischen 1,4 und 1,7 Prozent und damit in einem nahezu normalen Korridor liegen wird. Hierfür sind das solide Leasingvertragsportfolio, die stabilen Zahlungseingänge der jüngsten Quartale und die bereits gebildete, angemessen konservative Risikovorsorge vor dem Hintergrund der Pandemie bedeutend. Auch wenn durch das geringere Neugeschäft in den Vorjahren die operativen Erträge, allen voran die Zinserträge, unter dem Vorjahr liegen werden und weitere Investitionen erforderlich sind, strebt der Vorstand für 2022 eine Cost-Income-Ratio von unter 55 Prozent an.

Auf Basis der erwarteten Entwicklung des Konzerngewinns rechnet GRENKE mit einer bilanziellen Eigenkapitalquote größer 16,0 Prozent (2021: 19,1 Prozent).

Verkürzter Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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TEUR Q3 2022 Q3 2021 Q1-Q3 2022 Q1-Q3 2021
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft 1 103.479 104.628 308.500 324.023
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 17.724 13.783 47.480 43.571
ZINSERGEBNIS 85.755 90.845 261.020 280.452
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 30.283 37.259 89.935 121.382
davon Wertminderungsaufwand 14.731 11.454 34.052 56.209
ZINSERGEBNIS NACH SCHADENSABWICKLUNG UND RISIKOVORSORGE 55.472 53.586 171.085 159.070
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 31.444 30.493 89.433 87.964
Ergebnis aus dem Neugeschäft 8.256 7.958 23.513 26.285
Verwertungsmehr-(+)/​minder(-)ergebnis - 114 - 1.088 296 - 4.697
OPERATIVE ERTRÄGE INSGESAMT 95.058 90.949 284.327 268.622
Personalaufwand 38.233 30.481 106.248 95.492
Abschreibungen und Wertminderung 10.584 8.361 24.087 22.526
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 21.938 21.951 72.975 69.209
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.406 4.138 10.032 9.912
Sonstige betriebliche Erträge 1.396 1.074 3.963 3.484
OPERATIVES ERGEBNIS 21.293 27.092 74.948 74.967
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 0 - 10 - 4 - 409
Aufwendungen /​ Erträge aus der Marktbewertung 7.488 773 14.163 1.104
Sonstige Zinserträge 467 859 1.302 2.120
Sonstige Zinsaufwendungen 1.563 3.305 7.158 9.963
GEWINN VOR STEUERN 27.685 25.409 83.251 67.819
Ertragsteuern 7.353 5.286 21.460 15.445
GEWINN 20.332 20.123 61.791 52.374
davon auf Stammaktionäre und Hybridkapitalgeber der GRENKE AG entfallendes Ergebnis 23.190 23.960 65.886 57.338
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis - 2.858 - 3.837 - 4.095 - 4.964
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert in EUR) 0,50 0,51 1,22 1,03
Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien 46.495.573 46.495.573 46.495.573 46.495.573

1 Zinsen und ähnliche Erträge nach der Effektivzinsmethode berechnet für den Berichtszeitraum 5.653 TEUR (Vorjahr: 5.375 TEUR).

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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TEUR Q3 2022 Q3 2021 Q1-Q3 2022 Q1-Q3 2021
GEWINN 20.332 20.123 61.791 52.374
BETRÄGE, DIE GGF. IN KÜNFTIGEN PERIODEN IN DIE GUV UMGEGLIEDERT WERDEN
Zu- /​ Rückführung Hedging-Rücklage 6.366 - 656 12.107 935
Darin: Ertragsteuereffekte - 910 93 - 1.730 - 134
Veränderung der Währungsumrechnungsdifferenzen - 1.002 - 349 3.903 1.848
Darin: Ertragsteuereffekte 0 0 0 0
BETRÄGE, DIE IN KÜNFTIGEN PERIODEN NICHT IN DIE GUV UMGEGLIEDERT WERDEN
Wertänderung von optional erfolgsneutral behandelten Eigenkapitalinstrumenten (IFRS 9) 0 0 0 - 75
Darin: Ertragsteuereffekte 0 0 0 0
Zu- /​ Rückführung Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 0 0 0 0
Darin: Ertragsteuereffekte 0 0 0 0
SONSTIGES ERGEBNIS 5.364 - 1.005 16.010 2.708
GESAMTERGEBNIS 25.696 19.118 77.801 55.082
davon auf Stammaktionäre und Hybridkapitalgeber der GRENKE AG entfallendes Gesamtergebnis 28.788 22.811* 82.709 60.431
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis - 3.092 - 3.693* - 4.908 - 5.349

* Vorjahreswert angepasst

Konzern-Bilanz

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TEUR 30.09.2022 31.12.2021
VERMÖGENSWERTE
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Zahlungsmittel 459.644 853.071
Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 5.575 5.331
Leasingforderungen 1.966.614 1.963.532
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 180.398 169.119
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.124 6.050
Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände 12.185 12.431
Steuererstattungsansprüche 20.499 16.815
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 177.584 169.321
SUMME KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 2.828.623 3.195.670
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Leasingforderungen 3.186.050 3.155.440
Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 36.428 4.878
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 107.303 97.059
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 0 162
Sachanlagen 86.881 82.082
Nutzungsrechte 36.135 41.979
Geschäfts- oder Firmenwerte 36.835 41.031
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 17.288 19.278
Latente Steueransprüche 23.132 20.032
Sonstige langfristige Vermögenswerte 3.289 3.329
SUMME LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 3.533.341 3.465.270
SUMME VERMÖGENSWERTE 6.361.964 6.660.940
SCHULDEN UND EIGENKAPITAL
SCHULDEN
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Finanzschulden 1.986.453 2.073.493
Leasingverbindlichkeiten 10.383 11.405
Derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert 8.068 11.123
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 33.695 43.725
Steuerschulden 6.508 4.678
Abgegrenzte Schulden 30.757 28.734
Sonstige kurzfristige Schulden 76.483 55.601
Abgegrenzte Mietraten 52.803 58.861
SUMME KURZFRISTIGE SCHULDEN 2.205.150 2.287.620
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Finanzschulden 2.746.593 3.003.670
Leasingverbindlichkeiten 26.321 31.542
Derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert 2.985 9.661
Latente Steuerschulden 61.268 54.582
Pensionen 5.281 4.867
Sonstige langfristige Schulden 0 2
SUMME LANGFRISTIGE SCHULDEN 2.842.448 3.104.324
EIGENKAPITAL
Grundkapital 46.496 46.496
Kapitalrücklage 298.019 298.019
Gewinnrücklagen 778.850 753.245
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals 18.558 1.735
SUMME EIGENKAPITAL DER AKTIONÄRE DER GRENKE AG 1.141.923 1.099.495
Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile 1 200.000 200.000
Nicht beherrschende Anteile - 27.557 - 30.499
SUMME EIGENKAPITAL 1.314.366 1.268.996
SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL 6.361.964 6.660.940

1 Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.

Konzern-Kapitalflussrechnung

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TEUR Q1-Q3 2022 Q1-Q3 2021
GEWINN NACH STEUERN 61.791 52.374
IM GEWINN ENTHALTENE ZAHLUNGSUNWIRKSAME POSTEN UND ÜBERLEITUNG AUF
DEN CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
+ Abschreibungen und Wertminderung 24.087 22.526
- /​ + Gewinne /​ Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 319 - 2
- /​ + Sonstige zahlungsunwirksame Erträge /​ Aufwendungen 44.513 29.013
+ /​ - Zunahme /​ Abnahme abgegrenzter Schulden, Rückstellungen und Pensionen 2.437 - 6.524
= ZWISCHENSUMME 133.147 97.387
VERÄNDERUNG DES VERMÖGENS UND DER VERBINDLICHKEITEN AUS OPERATIVER
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT NACH KORREKTUR UM ZAHLUNGSUNWIRKSAME POSTEN
+ /​ - Leasingforderungen - 33.692 512.162
+ /​ - Kreditforderungen - 6.872 2.598
+ /​ - Factoringforderungen 13.464 2.872
+ /​ - Sonstige Vermögenswerte - 75.938 69.703
+ /​ - Verbindlichkeiten aus Finanzschulden - 347.683 - 561.217
+ /​ - Sonstige Schulden - 4.302 6.109
+ Erhaltene Zinsen 1.302 2.120
- Gezahlte Zinsen - 7.158 - 9.963
- Ertragsteuerzahlungen - 17.341 - 8.287
= CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT - 345.073 113.484
- Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten - 5.114 - 5.414
- Auszahlungen aus der Akquisition von Tochterunternehmen - 274 0
- Auszahlungen für den Erwerb von Finanzanlagen 0 - 75
+ Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 131 581
= CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT - 5.257 - 4.908
- Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten - 10.128 - 10.095
- Kuponzahlungen auf Hybridkapital - 12.946 - 13.406
- Dividendenzahlungen an GRENKE Aktionäre - 23.713 - 12.089
= CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT - 46.787 - 35.590
ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE ZU BEGINN DER PERIODE 852.960 944.664
+ Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit - 345.073 113.484
+ Cashflow aus Investitionstätigkeit - 5.257 - 4.908
+ Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 46.787 - 35.590
+ /​ - Veränderung aufgrund Währungsumrechnung 124 - 602
= ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE ZUM ENDE DER PERIODE 455.967 1.017.048

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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TEUR Grundkapital Kapital-
rücklage
Gewinn-
rücklagen/​
Konzern-
ergebnis
Hedging
Rücklage
Rücklage für
versicherungs-
mathematische
Gewinne/​
Verluste
Währungs-
umrechnung
EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2022 46.496 298.019 753.245 - 39 - 577 5.576
Gewinn 65.886
Sonstiges Ergebnis 12.107 4.716
GESAMTERGEBNIS 65.886 12.107 4.716
Dividenden in 2022 für 2021 - 23.713
Kuponzahlung für Hybridkapital (netto)
Kupon für Hybridkapital (netto) - 9.082
Transaktionen mit NCI - 7.486
EIGENKAPITAL ZUM 30.09.2022 46.496 298.019 778.850 12.068 - 577 10.292
EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2021 46.496 298.019 675.200 - 1.692 - 1.588 - 341
Gewinn 57.338
Sonstiges Ergebnis 935 2.233
GESAMTERGEBNIS 57.338 935 2.233
Dividenden in 2021 für 2020 - 12.089
Kuponzahlung für Hybridkapital (netto)
Kupon für Hybridkapital (netto) - 9.404
EIGENKAPITAL ZUM 30.09.2021 46.496 298.019 711.045 - 757 - 1.588 1.892
scrollen
TEUR Neubewer-
tungsrück-
lage aus
Eigenkapital-
instrumenten
(IFRS 9)
Summe
Eigenkapital
Aktionäre
der GRENKE AG
Zusätzliche
Eigenkapital-
bestandteile
Nicht
beherrschende
Anteile
Summe
Eigenkapital
EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2022 - 3.225 1.099.495 200.000 - 30.499 1.268.996
Gewinn 65.886 - 4.095 61.791
Sonstiges Ergebnis 16.823 - 813 16.010
GESAMTERGEBNIS 82.709 - 4.908 77.801
Dividenden in 2022 für 2021 - 23.713 - 23.713
Kuponzahlung für Hybridkapital (netto) - 9.082 - 9.082
Kupon für Hybridkapital (netto) - 9.082 9.082
Transaktionen mit NCI - 7.486 7.850 364
EIGENKAPITAL ZUM 30.09.2022 - 3.225 1.141.923 200.000 - 27.557 1.314.366
EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2021 2.114 1.018.208 200.000 - 25.105 1.193.103
Gewinn 57.338 - 4.964 52.374
Sonstiges Ergebnis - 75 3.093 - 385 2.708
GESAMTERGEBNIS - 75 60.431 - 5.349 55.082
Dividenden in 2021 für 2020 - 12.089 - 12.089
Kuponzahlung für Hybridkapital (netto) - 9.404 - 9.404
Kupon für Hybridkapital (netto) - 9.404 9.404
EIGENKAPITAL ZUM 30.09.2021 2.039 1.057.146 200.000 - 30.454 1.226.692

Anhang des verkürzten Konzernzwischenabschlusses

1. Allgemeine Angaben

Die GRENKE AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Baden-Baden, Neuer Markt 2, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer 201836 eingetragen. Gegenstand des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der GRENKE AG (im Folgenden als "Konzernzwischenabschluss" bezeichnet) zum 30. September 2022 sind die GRENKE AG sowie ihre Tochterunternehmen und konsolidierten strukturierten Unternehmen (im Folgenden als " GRENKE Konzern" bezeichnet). Dieser Konzernzwischenabschluss ist in Übereinstimmung mit den für die Zwischenberichterstattung anzuwendenden IFRS (IAS 34), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht und durch die Europäische Union (EU) in europäisches Recht übernommen wurden, aufgestellt worden. Er ist in Zusammenhang mit dem IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 zu lesen. Es erfolgte eine prüferische Durchsicht im Sinne von § 115 WpHG des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts zum 30. September 2022.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, die im Konzernzwischenabschluss angewendet wurden, entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Ausnahmen hiervon betreffen Änderungen, die sich durch die verpflichtende Anwendung neuer Rechnungslegungsstandards ergeben haben, welche in den nachfolgenden Abschnitten erläutert werden. Von der vorzeitigen Anwendung von geänderten Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2023 oder später verpflichtend umzusetzen sind, wurde abgesehen. Die GRENKE AG wird diese Standards zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umsetzen und erwartet daraus keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung.

Für diesen Zwischenabschluss gelten die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021, auf den wir an dieser Stelle verweisen. Zudem ergänzen wir die nachfolgenden Sachverhalte.

2.1 Erstmals anzuwendende, überarbeitete und neue Rechnungslegungsstandards

Im Geschäftsjahr 2022 wurden im GRENKE Konzern alle neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen berücksichtigt, die erstmals verbindlich seit dem 1. Januar 2022 anzuwenden waren und bereits in europäisches Recht übernommen wurden (Endorsement), sofern diese für den GRENKE Konzern relevant waren.

Alle nachfolgenden überarbeiteten bzw. geänderten Standards hatten keinen oder nur unwesentlichen Einfluss auf die Bilanzierung und Berichterstattung im Konzernabschluss der GRENKE AG.

Änderungen an IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse", IAS 16 "Sachanlagen", IAS 37 "Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen" und jährliche Verbesserungen an den IFRS 2018-2020

Mit den Änderungen an IFRS 3 wird der Verweis auf das Rahmenkonzept der IFRS aktualisiert. Ebenso wird IFRS 3 um die Vorschrift ergänzt, dass ein Erwerber bei der Identifizierung von übernommenen Verpflichtungen im Anwendungsbereich des IAS 37 oder IFRIC 21 diese Vorschriften anstelle des Rahmenkonzepts anzuwenden hat. Die Regeln für die Bilanzierung von Unternehmenserwerben werden inhaltlich nicht geändert.

Nach der Änderung an IAS 16 wird es Unternehmen künftig nicht mehr gestattet sein, Erlöse aus dem Verkauf von Gütern, die produziert werden, während eine Sachanlage zu dem Standort und in den beabsichtigten Zustand gebracht wird, von den Anschaffungs- und Herstellungskosten dieser Sachanlage abzuziehen. Stattdessen sind diese Erlöse zusammen mit den Herstellungskosten der Sachanlagen in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.

Die Änderung an IAS 37 konkretisiert, welche Kosten ein Unternehmen bei der Beurteilung, ob ein Vertrag belastend oder verlustbringend ist, zu berücksichtigen hat, und stellt auf Kosten ab, die sich direkt auf den Vertrag beziehen (directly related cost approach).

Die jährlichen Verbesserungen zum Sammeländerungsstandard (Zyklus 2018-2020) betreffen geringfüge Änderungen an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS", der Erstanwendung durch ein Tochterunternehmen, einem begleitenden Beispiel zu IFRS 16 "Leasingverhältnisse", der Bedeutung von Steuereffekten bei der Fair-Value-Ermittlung im IAS 41 "Landwirtschaft" und an IFRS 9 "Finanzinstrumente" zu Gebühren, die in den 10%-Test für die Ausbuchung von finanziellen Verbindlichkeiten einzubeziehen sind.

2.2 Anwendung von IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern"

Die Türkei wird seit dem zweiten Quartal 2022 als hochinflationäre Volkswirtschaft im Sinne des IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" klassifiziert. Die Geschäftszahlen der türkischen Tochtergesellschaft, die auf dem Konzept der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten basieren, wurden daher um die Einflüsse der Inflation bereinigt und in der am Abschlussstichtag geltenden Maßeinheit angegeben. Vorjahresvergleichswerte sind nicht anzupassen. Zur Anpassung an die Inflation im laufenden Geschäftsjahr wurde der vom Turkish Statistical Institute (TURKSTAT) veröffentlichte Konsumentenpreisindex herangezogen, dessen Wert zum 30. September 2022 1.021,2 betrug (30. September 2021: 563,9).

Die Auswirkungen der Anwendung des IAS 29 sowie der Gewinn oder Verlust aus der Nettoposition der monetären Posten sind für den GRENKE Konzern bislang von untergeordneter Bedeutung.

2.3 Bereits veröffentlichte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen - noch nicht umgesetzt

Vom IASB wurden weitere geänderte Standards oder Interpretationen veröffentlicht, die erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden sind. Verschiedene Standards davon haben die Anerkennung in europäisches Recht ("Endorsement") der EU bereits durchlaufen. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung wird von diesen Standards ausdrücklich zugelassen. Die GRENKE AG macht von diesem Wahlrecht grundsätzlich keinen Gebrauch. Diese Standards werden zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umgesetzt. Voraussichtlich werden die nachfolgend beschriebenen Änderungen keinen wesentlichen Einfluss auf die Berichterstattung im Konzernabschluss der GRENKE AG haben.

IFRS 17 "Versicherungsverträge"

Der am 18. Mai 2017 veröffentlichte neue Rechnungslegungsstandard IFRS 17 "Versicherungsverträge" wird den Standard IFRS 4 ersetzen. Das IASB hat zudem am 18. März 2020 beschlossen, die verpflichtende Anwendung des Standards auf Geschäftsjahre zu verschieben, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen.

Änderung an IFRS 17 "Versicherungsverträge" zur erstmaligen Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9:
Vergleichszahlen

Mit der Änderung an IFRS 17 wurde eine Übergangsvorschrift etabliert, die wahlweise eine abweichende Klassifizierung gemäß IFRS 9 für die Vergleichsperioden im Jahr der erstmaligen Anwendungen beider Standards ermöglicht. Dann darf für jeden finanziellen Vermögenswert, für den die Vergleichsperiode nicht auf IFRS 9 angepasst wurde, diejenige Klassifizierung angewendet werden, welche auf Basis der zum Übergangszeitpunkt vorliegenden Informationen zugrunde gelegt würde.

Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und dem IFRS Practice Statement 2 "Making Materiality Judgements"

Die Änderungen an IAS 1 sehen vor, dass Unternehmen lediglich ihre "wesentlichen /​ material" Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anhang darstellen müssen (anstelle bisher: die "bedeutenden /​ significant" Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden). Um wesentlich zu sein, muss die Rechnungslegungsmethode mit wesentlichen Transaktionen oder anderen Ereignissen im Zusammenhang stehen und anlassbezogen sein (zum Beispiel Änderung der Methode). Die Änderungen sollen so dazu beitragen, die Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu verbessern. Flankierend dazu wurde die Leitlinie des IFRS Practice Statements 2 entsprechend angepasst.

Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" zur Klassifizierung von Verbindlichkeiten

Im Januar 2020 wurde IAS 1 "Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig" veröffentlicht. Gegenstand der Änderungen an IAS 1 ist die Klarstellung, dass im Rahmen der Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig auf bestehende Rechte des Unternehmens zum Abschlussstichtag abzustellen ist. Am 15. Juli 2020 wurde die Erstanwendung der Änderung durch das IASB um ein

Jahr für Geschäftsjahre, die ab dem 1. Januar 2023 beginnen, verschoben. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus.

Änderung an IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehlern"

Gegenstand der Änderungen an IAS 8 sind Klarstellungen zur Abgrenzung von Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Änderungen von Schätzungen. Die verpflichtende Anwendung der Änderung des Standards gilt für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen.

Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern" zum Ansatz latenter Steuern aus einer einzigen Transaktion

Gemäß der Änderung an IAS 12 wird der Anwendungsbereich der Ausnahmeregelung angepasst, sodass im Zeitpunkt des Zugangs eines Vermögenswertes oder einer Schuld keine aktiven oder passiven latenten Steuern anzusetzen sind. Die Änderungen treten für jährliche Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig.

Änderungen an IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zur Folgebewertung einer Leasingverbindlichkeit im Falle einer Sale und Leaseback-Transaktion

Mit den Änderungen an IFRS 16 werden Auslegungsfragen von späteren Modifikationen im Zusammenhang mit der Folgebewertung einer Leasingverbindlichkeit im Falle einer Sale und Leaseback-Transaktion in den Standard aufgenommen. Vorbehaltlich des EU-Endorsements sind die Regelungen ab dem 1. Januar 2024 anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus.

3. Verwendung von Annahmen und Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.

Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst und erfolgen in den nachfolgend dargestellten Bereichen.

Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte

Die Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte beruht auf Annahmen und Schätzungen zum Ausfallrisiko und zu den erwarteten Verlustraten. Der Konzern übt bei der Festlegung dieser Annahmen und der Auswahl der Inputfaktoren für die Berechnung der Wertminderung Ermessen aus, basierend auf Erfahrungen des Konzerns aus der Vergangenheit, bestehenden Marktbedingungen sowie zukunftsgerichteten Schätzungen zum Ende jeder Berichtsperiode. Die wichtigsten verwendeten Annahmen und Inputfaktoren sind unter den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt. Entsprechend den Verlautbarungen von verschiedenen Regulatoren

(ESMA, EBA) wird eine Beurteilung der Modellierung der IFRS 9 Wertberichtigung und der Schätzung der erwarteten Kreditverluste (ECL) vorgenommen. Das ECL-Modell wird inklusive der Inputparameter und der Teilmodelle anlassbezogen und mindestens einmal jährlich validiert und gegebenenfalls aktualisiert. Zur Ermittlung der Risikovorsorge gemäß IFRS 9 werden erwartete Kreditausfälle verschiedener makroökonomischer Szenarien gewichtet. GRENKE berechnet hierfür ein negatives, ein positives sowie ein Basis-Szenario.

Die unterstellten Entwicklungen des Bruttoinlandsprodukts sind je Szenario folgender Tabelle zu entnehmen:

Bruttoinlandsprodukt

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(in % ggü. Stichtag ) 01.10.2021-30.09.2022 01.10.2022-30.09.2023
negativ Basis positiv negativ Basis positiv
Euroraum - 6,3% 1,8% 3,1% -4,6% 2,3% 5,0%
Deutschland - 4,6% 1,1% 2,4% -3,5% 0,9% 3,6%
Frankreich - 8,0% 1,9% 3,3% -6,2% 2,6% 5,3%
Italien - 9,0% 1,3% 2,6% -7,9% 1,3% 4,0%
Spanien - 10,8% 3,8% 5,2% -7,4% 6,5% 9,3%
Großbritannien - 9,3% 2,7% 4,1% -6,8% 4,3% 7,0%
scrollen
(in % ggü. Stichtag ) 01.10.2023-30.09.2024
negativ Basis positiv
Euroraum -4,1% 3,1% 7,2%
Deutschland - 3,7% 1,0% 5,1%
Frankreich -5,6% 3,6% 7,7%
Italien -7,9% 1,5% 5,6%
Spanien -5,0% 9,5% 13,8%
Großbritannien -5,4% 6,1% 10,3%

Die Höhe der Risikovorsorge der laufenden Leasingforderungen je Szenario ist in folgender Tabelle aufgeführt:

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Szenarien
TEUR negativ Basis positiv
Risikovorsorge 106.221 92.717 88.478

Im Basis-Szenario werden wiederkehrende, jedoch nicht permanente Engpässe bzgl. russischer Gaslieferungen angenommen. Der Russland-Ukraine-Krieg dauert an. Die Pandemie schränkt das öffentliche Leben in den Wintermonaten ein. Die Inflation bleibt unverändert auf erhöhtem Niveau (deutlich oberhalb von 2 %). Infolge von Zweit- und Drittrundeneffekten treten global erhöhte Kreditverluste ein. Der Anstieg der Ausfallraten entspricht in etwa einem Viertel des Anstieges zu Beginn der Covid-19-Pandemie. Die Höhe des Anstieges wird anhand historischer Ausfallraten im Zuge der jüngsten Finanz- und Staatsschuldenkrise abgeleitet.

Das negative Szenario geht von weiteren, erheblichen Engpässen in den von russischem Gas stark abhängigen Volkswirtschaften und vom Andauern des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine aus. Dies führt zu einer weiteren Preissteigerung von importierten Energierohstoffen. Parallel straffen die Notenbanken weiter die Geldpolitik, um die noch immer steigenden Inflationsraten zu bekämpfen. Dies führt in der Industrie zu einer starken Abkühlung der Investitionsbereitschaft sowie zu einem erheblichen Verlust an Kaufkraft bei privaten Haushalten. Zusätzliche Covid-19-bedingte Lockdowns und daraus resultierende Lieferengpässe verstärken diese Effekte. Aus Zweit- und Drittrundeneffekten resultieren global wesentlich erhöhte Kreditverluste. Der Anstieg der Ausfallraten entspricht in etwa demjenigen zu Beginn der Covid-19-Pandemie.

Im positiven Szenario wird von einem andauernden Russland-Ukraine-Krieg ausgegangen. Die fehlenden russischen Gaslieferungen können allerdings über Energiesparmaßnahmen sowie dem Import von Flüssiggas aufgefangen werden. Annahmegemäß schränkt die Covid-19-Pandemie das öffentliche und wirtschaftliche Leben in keiner Weise ein und die Inflation nimmt moderat ab. Politische Maßnahmen stützen den Kaufkraftverlust in den privaten Haushalten und verhindern ein starkes Abkühlen der Investitionsbereitschaft in der Industrie. Entsprechend kommt es zu einer Rückkehr der Ausfallraten zum Vor-Corona-Niveau.

In sämtlichen Szenarien werden verschiedene Mindestausfallraten (Floors) berücksichtigt. Aktuell können im GRENKE-Portfolio deutlich rückgängige Ausfallraten, insbesondere auch im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau, beobachtet werden. Ungeachtet dessen wird der Anstieg der Ausfallraten in allen Szenarien auf das Ausfallraten-Niveau vor der Covid19-Pandemie angewendet. Der Effekt der aktuell deutlich rückgängigen Ausfallraten erfährt somit keine Berücksichtigung.

Auf das negative Szenario entfällt zum 30. September 2022 ein Gewicht von ca. 33,7 % (gegenüber 5 % zum 31. Dezember 2021), auf das positive Szenario ein Gewicht von lediglich 1,5 % (gegenüber 12 % zum 31. Dezember 2021). Die Szenariogewichte werden aus öffentlichen Daten der EZB abgeleitet. Diese stellt durch eine Umfrage unter verschiedenen Analysten eine Wahrscheinlichkeitsverteilung für das BIP der Jahre 2022 bis 2024 auf. Aus diesen Wahrscheinlichkeitsverteilungen können Eintrittswahrscheinlichkeiten für einzelne Szenarien berechnet werden. Die am 22. Juli 2022 von der EZB veröffentlichten BIP-Prognosen wurden dabei um 1 % nach unten korrigiert, um den negativen Entwicklungen zwischen dem Veröffentlichungszeitpunkt der Prognose und dem Berichtsstichtag Rechnung zu tragen.

Aufgrund der erhöhten wirtschaftlichen Unsicherheit wurden zusätzlich diverse Sensitivitätsanalysen bzgl. des BIP und der internen Floors durchgeführt. Die gebildeten Post Model Adjustments tragen auf Basis dieser Sensitivitätsanalysen den erhöhten wirtschaftlichen Unsicherheiten Rechnung.

Folglich wurden zusätzlich zu der auf Basis des bestehenden IFRS 9 Modells ermittelten Risikovorsorge, welche aktualisierte Parameter zur Abbildung der makroökonomischen Rahmenbedingungen berücksichtigt, Post Model Adjustments gebildet. Zum einen wurde für alle laufenden Leasingverträge ein Adjustment in Höhe von 23.326 TEUR bilanziert, welches die zusätzlichen Unsicherheiten aus dem Krieg Russlands gegen die Ukraine für den GRENKE Konzernabdecken soll. Davon unberührt bleibt das zum Stichtag gebildete coronabedingte Post Model Adjustment in Höhe von 54.991 TEUR. Die Ermittlung dieses Post Model Adjustments erfolgt mittels Korrektur der im IFRS 9 Modell berücksichtigten Erholungseffekte, über die Bildung von zusätzlicher Risikovorsorge für Verträge, die coronabedingt in der Vergangenheit gestundet wurden. Diese Post Modell Adjustments decken zusätzlich mögliche Folgen von Rezession, Liefer- und Energieengpässen sowie Inflation für den GRENKE Konzern ab.

Berücksichtigung von kalkulierten Restwerten am Ende der Vertragslaufzeit im Rahmen der Ermittlung des Barwerts von Leasingforderungen

Nicht garantierte (kalkulierte) Restwerte werden im Rahmen der Ermittlung des Barwerts der Leasingforderungen gemäß der Definition des IFRS 16 berücksichtigt. Die kalkulierten Restwerte am Ende der Vertragslaufzeit ermitteln sich in Abhängigkeit von der Laufzeitgruppe des jeweiligen Leasingvertrags und beinhalten das erwartete Nachgeschäft am Ende der Laufzeit, basierend auf historischen Erfahrungswerten. Für Zugänge seit dem 1. Januar 2022 betragen sie zwischen 1,0 und 25,0 Prozent der Anschaffungskosten (Vorjahr: seit dem 1. Januar 2021 zwischen 1,0 und 25,5 Prozent). Die kalkulierten Restwerte werden dabei anhand statistischer Auswertungen im

Rahmen einer bestmöglichen Schätzung angesetzt. Im Falle eines Absinkens der tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend aus Verwertung und sogenannter Nachmiete) erzielbaren Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg unberücksichtigt bleibt.

Annahmen im Rahmen des Werthaltigkeitstests bei der Bewertung der bestehenden Geschäftsoder Firmenwerte

Die der Discounted-Cashflow-Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte zugrundeliegenden Cashflows basieren auf aktuellen Geschäftsplänen und internen Planungen. Hierbei werden Annahmen über die künftigen Ertrags- und Aufwandsentwicklungen getroffen. Dabei wurden künftige Wachstumsraten der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis bisheriger Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte Ertrags- und Aufwandsverläufe in die Zukunft projiziert. Diese Schätzungen sowie die zugrundeliegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die ermittelten Werte haben. Aufgrund des aktuellen ökonomischen Gesamtumfelds sind die Schätzungen hinsichtlich der weiteren Neugeschäfts- und Renditeentwicklungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit zusätzlichen Unsicherheiten verbunden. Sollten wesentliche Annahmen von den tatsächlichen Größen abweichen, könnte dies in der Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen führen.

Der GRENKE Konzern hat zum Stichtag untersucht, ob ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte vorliegen könnte. Die zugrundeliegenden Cashflow-Planungen reflektieren die bestmöglichen Einschätzungen zur weiteren Entwicklung der makroökonomischen Rahmenbedingungen sowie der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, unter Anwendung der zum Stichtag deutlich gestiegenen Abzinsungssätze.

Hinsichtlich der bilanziellen Auswirkungen zum Stichtag verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Tz. 11. "Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwerten". Weiterhin steigende Abzinsungssätze könnten zu weiteren erfolgswirksamen Wertminderungen in künftigen Berichtsperioden führen.

Ansatz von Leasinggegenständen in Verwertung zu kalkulierten Restwerten

Die Bewertung der Leasinggegenstände in Verwertung erfolgt auf Basis der Verwertungserlöse, die über das vergangene Geschäftsjahr im Durchschnitt je Altersklasse in Bezug auf die ursprünglichen Anschaffungskosten erzielt werden konnten. Leasinggegenstände in der Verwertung werden in Abhängigkeit von ihrer tatsächlichen Verwertbarkeit mit den aus der Vergangenheit ermittelten Restwerten bewertet. Die angesetzten Restwerte betragen zum Stichtag zwischen 2,4 und 19,5 Prozent (Vorjahr: zwischen 2,2 und 15,7 Prozent) der ursprünglichen Anschaffungskosten. Sofern eine Verwertung aufgrund des Zustandes des entsprechenden Gegenstandes unrealistisch erscheint, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben.

Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten Die beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht mithilfe von Daten aus aktiven Märkten abgeleitet werden können, werden unter der Verwendung von Bewertungsverfahren bestimmt. Die Inputparameter dieser Modelle stützen sich, soweit möglich, auf beobachtbare Marktdaten. Ist dies nicht möglich, stellt die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte in gewissem Maß eine Ermessensentscheidung dar. Die Ermessensentscheidungen betreffen Inputparameter wie Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko und Volatilität. Änderungen der Annahmen bezüglich dieser Inputparameter können sich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert der Finanzinstrumente auswirken. Sind beobachtbare Preise und Parameter verfügbar, werden sie für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes genutzt, ohne dass Einschätzungen in großem Umfang erforderlich wären.

Ansatz und Bewertung latenter Steuern auf Verlustvorträge

Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maß erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessungsausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintritts und der Höhe des zukünftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.

Ansatz und Bewertung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden

Aufgrund der Komplexität der Steuergesetzgebung ergeben sich möglicherweise unterschiedliche Auslegungen und Interpretationen von Steuergesetzen durch den Steuerpflichtigen und die lokale Finanzbehörde. Dadurch kann es zu nachträglichen Steuerzahlungen für vergangene Geschäftsjahre kommen. Für den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte Beträge wahrscheinlich nicht realisiert werden können (unsichere Steuerpositionen), werden Steuerrückstellungen gebildet. Der Betrag ermittelt sich aus der besten Schätzung der erwarteten Steuerzahlung. Steuerforderungen aus unsicheren Steuerpositionen werden dann bilanziert, wenn es wahrscheinlich und damit hinreichend gesichert ist, dass sie realisiert werden können. Die Annahmen basieren auf der Einschätzung der Unternehmensleitung, in welcher Höhe unsichere Steuerpositionen angesetzt werden.

Wir verweisen hierzu auf die geschilderten Bilanzierungsmethoden im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021.

4. Leasingforderungen

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Leasingforderungen.

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TEUR 30.09.2022 31.12.2021
ENTWICKLUNG DER LEASINGFORDERUNGEN AUS
LAUFENDEN VERTRÄGEN (PERFORMENDE
LEASINGFORDERUNGEN)
FORDERUNGEN ZU PERIODENBEGINN 5.093.885 5.614.509
+ Veränderung in der Periode 94.708 - 520.624
LEASINGFORDERUNGEN (KURZ- UND LANGFRISTIG)
AUS LAUFENDEN VERTRÄGEN ZUM PERIODENENDE
5.188.593 5.093.885
ENTWICKLUNG DER LEASINGFORDERUNGEN AUS
GEKÜNDIGTEN/​RÜCK-STÄNDIGEN VERTRÄGEN
(NICHT PERFORMENDE LEASINGFORDERUNGEN)
BRUTTOFORDERUNG ZU PERIODENBEGINN 563.763 525.869
+ Zugänge Bruttoforderungen in der Periode 10.804 118.108
- Abgänge Bruttoforderungen in der Periode 47.503 80.214
BRUTTOFORDERUNG ZUM PERIODENENDE 527.064 563.763
SUMME BRUTTOFORDERUNG GEKÜNDIGT UND LAUFEND 5.715.657 5.657.648
WERTMINDERUNGEN ZU PERIODENBEGINN 538.676 504.086
+ Veränderung kumulierte Wertminderungen in der Periode 24.317 34.590
WERTMINDERUNGEN ZU PERIODENENDE 562.993 538.676
Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig)
zu Periodenbeginn
5.118.972 5.636.292
LEASINGFORDERUNGEN (BILANZANSATZ KURZ-
UND LANGFRISTIG) ZUM PERIODENENDE
5.152.664 5.118.972

Die folgende Übersicht zeigt die Brutto-Leasingforderungen und die hierauf gebildete Wertberichtigung pro IFRS 9 Wertberichtigungsstufe. Der GRENKE Konzern verfügt über keine als POCI klassifizierten Finanzinstrumente im Sinne des IFRS 9.

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30.09.2022 31.12.2021
TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Summe
BRUTTOFORDERUNGEN
Deutschland 1.115.914 51.008 42.436 1.209.358 1.202.433
Frankreich 1.039.986 79.148 119.417 1.238.551 1.218.574
Italien 739.273 95.768 182.533 1.017.574 1.095.404
Sonstige Länder 1.831.209 144.669 274.296 2.250.174 2.141.237
SUMME BRUTTOFORDERUNGEN 4.726.382 370.593 618.682 5.715.657 5.657.648
Wertberichtigung 54.997 50.614 457.382 562.993 538.676
BUCHWERT 4.671.385 319.979 161.300 5.152.664 5.118.972

Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen und langfristigen Leasingforderungen:

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30.09.2022 31.12.2021
TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Summe
ANFANGSBESTAND WERTBERICHTIGUNG 45.416 51.070 442.190 538.676 504.086
Neu ausgereichte oder erworbene finanzielle Vermögenswerte* 18.342 6.807 13.327 38.476 31.779
Umbuchungen
zu Stufe 1 3.513 - 2.061 - 1.452 0 0
zu Stufe 2 - 2.069 8.929 - 6.860 0 0
zu Stufe 3 - 1.438 - 5.632 7.070 0 0
Änderung der Risikovorsorge durch Stufenänderung - 2.937 1.903 40.866 39.832 40.361
Einvernehmliche Vertragsauflösung oder Zahlungen für
finanzielle Vermögenswerte (ohne Ausbuchungen)
- 15.291 - 10.668 - 20.368 - 46.327 - 68.181
Änderungen der vertraglichen Zahlungsströme infolge von
Modifikation (keine Ausbuchung)
0 0 0 0 - 41.506
Änderung durch Veränderung Bearbeitungsklasse bei
Schadensfällen
0 0 9.856 9.856 43.552
Änderungen der Modelle/​Risikoparameter für ECL-
Berechnung
5.881 - 2.044 9.729 13.566 83.489
Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten - 14 - 138 - 40.323 - 40.475 - 68.093
Währungsumrechnungs- und sonstige Differenzen 264 15 1.579 1.858 1.655
Aufzinsung 3.330 2.433 1.768 7.531 11.534
ENDBESTAND WERTBERICHTIGUNG 54.997 50.614 457.382 562.993 538.676
davon Wertberichtigung nicht-performende Leasingforderung 0 0 430.336 430.336 421.704
davon Wertberichtigung performende Leasingforderung 54.997 50.614 27.046 132.657 116.972

* Die in Stufe 2 und 3 angegebenen Werte betreffen im Geschäftsjahr neu ausgereichte Leasingforderungen, die zum Zugangszeitpunkt der Stufe 1 zugeordnet waren, aber im Laufe des Geschäftsjahres einer anderen Stufe zugeteilt wurden.

Ergänzend zur Kapitalflussrechnung stellen sich die Zahlungsströme bezogen auf die Leasingforderung wie folgt dar.

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TEUR Q1-Q3
2022
Q1-Q3
2021
Zahlungen Leasingnehmer 1.731.959 1.757.581
Zinsen und ähnliche Erträge aus
dem Leasinggeschäft
- 297.123 - 313.767
Zugänge Leasingforderungen /​
Nettoinvestitionen
- 1.692.884 - 1.172.413
ZWISCHENSUMME - 258.048 271.401
Abgänge /​ Umgliederungen Leasing-
forderungen zu Restbuchwerten
168.950 275.839
Abnahme /​ Zunahme andere
Forderungen gegen Leasingnehmer
61.015 - 18.322
Währungsdifferenzen - 5.609 - 16.756
VERÄNDERUNG LEASINGFORDERUNGEN - 33.692 512.162

5. Finanzschulden

Die Finanzschulden des GRENKE Konzerns setzen sich aus den kurzfristigen Finanzschulden und langfristigen Finanzschulden zusammen.

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TEUR 30.09.2022 31.12.2021
KURZFRISTIGE FINANZ-
SCHULDEN
Asset Backed 383.349 355.795
Senior Unsecured 810.382 764.470
Zweckgebundene Förderdarlehen 63.034 74.753
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 726.011 878.364
Sonstige Bankschulden 3.677 111
davon Kontokorrent 3.677 111
SUMME KURZFRISTIGE
FINANZSCHULDEN
1.986.453 2.073.493
LANGFRISTIGE FINANZ-
SCHULDEN
Asset Backed 536.817 353.664
Senior Unsecured 1.888.387 2.044.017
Zweckgebundene Förderdarlehen 23.586 72.384
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 297.803 533.605
SUMME LANGFRISTIGE
FINANZSCHULDEN
2.746.593 3.003.670
SUMME FINANZSCHULDEN 4.733.046 5.077.163

5.1 Asset Backed Finanzschulden

5.1.1 Strukturierte Einheiten

Folgende konsolidierte strukturierte Einheiten bestanden zum Stichtag: Opusalpha Purchaser II Limited (Helaba), Kebnekaise Funding Limited (SEB AB), CORAL Purchasing (Ireland) 2 DAC (DZ-Bank), FCT "GK"-COMPARTMENT "G2" (Unicredit), FCT "GK"-COMPARTMENT "G3" (HSBC), FCT "GK"-COM-PARTMENT "G4" (Helaba) sowie FCT "GK"-COM-PARTMENT "G5" (DZ-Bank). Sämtliche strukturierte Einheiten sind als Asset Backed Commercial Paper-(ABCP-) Programme aufgelegt.

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TEUR 30.09.2022 31.12.2021
Programmvolumen in Landeswährung
TEUR 1.097.802 947.802
TGBP 150.000 150.000
Programmvolumen in TEUR 1.267.677 1.126.314
Inanspruchnahme in TEUR 931.780 692.243
Buchwert in TEUR 803.901 602.451
davon kurzfristig 334.358 296.539
davon langfristig 469.543 305.912

5.1.2 Forderungsverkaufsverträge

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TEUR 30.09.2022 31.12.2021
Programmvolumen in LW
TEUR 16.500 16.500
TGBP 90.000 90.000
TBRL 210.000 210.000
Programmvolumen in TEUR 158.361 156.887
Inanspruchnahme in TEUR 123.949 106.955
Buchwert in TEUR 116.242 106.955
davon kurzfristig 48.970 59.222
davon langfristig 67.272 47.733

5.1.3 Restwertdarlehen

Die Restwertdarlehen dienen teilweise zur Finanzierung von Restwerten von Leasingverträgen, bei denen die Raten im Rahmen des Forderungsverkaufs veräußert wurden.

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TEUR 30.09.2022 31.12.2021
Buchwert 23 53
davon kurzfristig 21 34
davon langfristig 2 19

5.2 Senior Unsecured Finanzschulden

Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Buchwerte der einzelnen Refinanzierungsinstrumente:

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TEUR 30.09.2022 31.12.2021
Anleihen 2.300.513 2.459.008
davon kurzfristig 482.965 527.645
davon langfristig 1.817.548 1.931.363
Schuldscheindarlehen 134.278 131.944
davon kurzfristig 68.802 32.738
davon langfristig 65.476 99.206
Commercial Paper 60.000 0
Revolving Credit Facility 165.636 175.110
davon kurzfristig 160.273 161.662
davon langfristig 5.363 13.448
Kontokorrent 17.657 20.205
Zinsabgrenzung 20.685 22.220

Folgende Tabelle zeigt den Refinanzierungsrahmen der einzelnen Instrumente:

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TEUR 30.09.2022 31.12.2021
Anleihen TEUR 5.000.000 5.000.000
Commercial Paper TEUR 750.000 750.000
Syndizierte revolvierende Kreditfazilität TEUR 250.000 250.000
Revolving Credit Facility TEUR 30.000 30.000
Revolving Credit Facility TPLN 150.000 150.000
Revolving Credit Facility TCLP 20.250.000 20.250.000
Revolving Credit Facility THRK 125.000 125.000
Revolving Credit Facility THUF 350.000 0
Geldhandel TEUR 20.000 0

5.2.1 Anleihen

Im Geschäftsjahr wurde bisher eine neue Anleihe mit einem Nominalvolumen von 150.000 TEUR begeben. Planmäßig wurden 310.000 TEUR und 1.000.000 TJPY getilgt.

5.2.2 Schuldscheindarlehen

Im Geschäftsjahr wurden bisher zwei neue Schuldscheindarlehen mit einem Nominalvolumen von 10.000 TEUR und 20.000 TCHF begeben. Planmäßig getilgt wurden 20.000 TEUR, 20.000 TDKK, 10.000 TCHF sowie 1.952 TBRL.

5.2.3 Commercial Paper

Im Geschäftsjahr wurden bisher drei Commercial Paper mit einem Gesamtvolumen von 70.000 TEUR emittiert. Planmäßig getilgt wurden 10.000 TEUR.

5.2.4 Revolving Credit Facility

Im Geschäftsjahr wurde eine neue revolvierende Kreditfazilität über ein Volumen von 350.000 THUF abgeschlossen, welche der GF Faktor Zrt. die Möglichkeit bietet, jederzeit kurzfristig Gelder über eine Laufzeit von bis zu sechs Monaten aufzunehmen. Darlehensgeber ist die Deutsche Bank AG Hungary Branch.

5.2.5 Geldhandel

Im Geschäftsjahr wurde eine nicht zugesagte Geldhandelslinie von insgesamt 20.000 TEUR mit der Landesbank Hessen-Thüringen abgeschlossen, welche der GRENKE FINANCE PLC, Dublin/​Irland zur Verfügung steht.

5.3 Zweckgebundene Förderdarlehen

Folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der in Anspruch genommenen Förderdarlehen bei den einzelnen Förderbanken.

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TEUR 30.09.2022 31.12.2021
Europäische Investitionsbank 9.895 9.846
NRW Bank 11.997 29.029
Thüringer Aufbaubank 1.264 2.112
Investitionsbank des Landes Brandenburg 0 417
KfW 62.852 104.842
Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank 612 891
SUMME DER FÖRDERDARLEHEN 86.620 147.137

5.4 Ergänzende Angaben zu den Verbindlichkeiten aus Finanzschulden in der Kapitalflussrechnung

Ergänzend zur Kapitalflussrechnung stellen sich die Zahlungsströme bezogen auf die Finanzschulden wie folgt dar.

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TEUR Q1-Q3
2022
Q1-Q3
2021
VERBINDLICHKEITEN AUS
FINANZSCHULDEN
Zugang Verbindlichkeiten /​
Neuaufnahme aus der Refinanzierung
1.282.888 468.587
Aufwendungen aus der
Verzinsung der Refinanzierung
42.184 35.282
Zahlung /​ Rückzahlung von
Verbindlichkeiten an Refinanzierer
- 1.295.918 - 1.056.690
Währungsdifferenzen 11.318 11.575
VERÄNDERUNG VERBINDLICHKEITEN
AUS DER REFINANZIERUNG
40.472 - 541.246
Zugang /​ Rückzahlung Verbindlichkeiten aus dem
Einlagengeschäft
- 393.451 - 28.260
Aufwendungen aus der Verzinsung
des Einlagengeschäfts
5.296 8.289
VERÄNDERUNG VERBINDLICHKEITEN
AUS DEM EINLAGENGESCHÄFT
- 388.155 - 19.971
VERÄNDERUNG VERBINDLICHKEITEN
AUS DEN FINANZSCHULDEN
- 347.683 - 561.217

6. Eigenkapital

Das Grundkapital der GRENKE AG ist im Vergleich zum 31. Dezember 2021 unverändert auf 46.495.573 auf den Inhaber lautende Aktien eingeteilt.

7. Angaben zu Finanzinstrumenten
7.1 Hierarchie des beizulegenden Zeitwertes

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der GRENKE Konzern soweit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren, werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Bemessungshierarchie ("Fair-Value-Hierarchie") eingeordnet:


Stufe 1: Notierte (unbereinigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden.

Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen sämtliche Inputfaktoren, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt am Markt beobachtbar sind.

Stufe 3: Bewertungsverfahren, die Inputfaktoren verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.


Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Bemessungshierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

Der GRENKE Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Umgruppierungen zwischen den drei Stufen der Bemessungshierarchie fanden in der abgelaufenen Berichtsperiode nicht statt.

7.2 Beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

7.2.1 Beizulegende Zeitwerte originärer Finanzinstrumente

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten je Klasse von Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bemessen werden. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Darunter fallen die Bilanzpositionen Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche originäre Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet, mit Ausnahme der börsennotierten Anleihen, die in den Verbindlichkeiten aus Refinanzierung enthalten und in der Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifiziert sind sowie der sonstigen Beteiligung, die der Stufe 3 der Bemessungshierarchie zugeordnet ist. Der Buchwert der börsennotierten Anleihen zum Bilanzstichtag beträgt 2.300.513 TEUR (Vorjahr 31.12.2021: 2.459.008 TEUR) und der beizulegende Zeitwert 2.123.642 TEUR (Vorjahr 31.12.2021: 2.427.015 TEUR). Die originären finanziellen Vermögenswerte sind bis auf die Leasingforderungen, welche gemäß IFRS 16 bewertet werden, und die sonstigen Beteiligungen, welche der Bewertungskategorie FVOCIoR (Fair Value through Other Comprehensive Income ohne Recycling gem. IFRS 9) zugeordnet sind und somit zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, vollständig zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden ebenfalls zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet.

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TEUR Beizulegender
Zeitwert
30.09.2022
Buchwert
30.09.2022
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2021
Buchwert
31.12.2021
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Leasingforderungen 5.746.293 5.152.664 5.714.078 5.118.972
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 290.167 287.701 277.904 266.178
davon Forderungen aus dem Kreditgeschäft 133.057 130.591 149.189 137.463
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Finanzschulden 4.537.066 4.733.046 5.067.695 5.077.163
davon Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 3.517.782 3.705.555 3.635.882 3.665.083
davon Verbindlichkeiten aus dem Einlagegeschäft 1.015.607 1.023.814 1.431.702 1.411.969

7.2.2 Beizulegende Zeitwerte derivativer Finanz -instrumente

Zum Stichtag sind im GRENKE Konzern alle derivativen Finanzinstrumente, welche sich aus Zinsderivaten (Zinsswaps), Devisentermingeschäften und Cross Currency Swaps zusammensetzen, zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet.

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TEUR Beizulegender
Zeitwert
30.09.2022
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2021
FINANZIELLE
VERMÖGENSWERTE
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
MIT SICHERUNGSBEZIEHUNG
Zinsderivate 3.424 0
Cross Currency Swap 14.938 851
Fremdwährungsterminkontrakte 4.415 468
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
OHNE SICHERUNGSBEZIEHUNG
Zinsderivate 14.600 1.130
Fremdwährungsterminkontrakte 4.626 7.760
GESAMT 42.003 10.209
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
MIT SICHERUNGSBEZIEHUNG
Cross Currency Swap 497 7.987
Fremdwährungsterminkontrakte 4.930 8.394
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
OHNE SICHERUNGSBEZIEHUNG
Zinsderivate 0 387
Fremdwährungsterminkontrakte 5.626 4.016
GESAMT 11.053 20.784

Bei den im GRENKE Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um sogenannte OTC-Derivate (Over-the-Counter). Diese werden direkt mit einer Gegenpartei, die mindestens dem Investmentgrade entspricht, abgeschlossen. Es existieren somit keine notierten Börsenpreise.

Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt anhand von Bewertungsmodellen unter Rückgriff auf beobachtbare Inputfaktoren. Bei Fremdwährungsterminkontrakten wird die Bewertung anhand eines Mark-to-Market-Bewertungsmodells vorgenommen. Bei Zinsderivaten wird der beizulegende Zeitwert über eine Barwertmethode ermittelt. Die verwendeten Inputparameter für die Bewertungsverfahren werden aus Marktnotierungen entnommen. Dabei werden laufzeitkongruente Zinssätze in den gehandelten Währungen für Devisentermingeschäfte bzw. Zinssätze für Zinsderivate verwendet. Die ermittelten Werte werden mit einem sogenannten Add-on-Verfahren mit den Kupons, der am Markt beobachtbaren laufzeitadäquaten Credit Default Swaps (CDS) der Gegenpartei bzw. des eigenen Ausfallrisikos multipliziert, um den beizulegenden Zeitwert dieser OTC-Derivate zu erhalten.

7.3 Bewertungsmethoden und verwendete Inputfaktoren

In nachfolgender Tabelle werden die angewandten Bewertungsmethoden sowie die verwendeten Inputfaktoren und Annahmen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte dargestellt.

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Art und Stufe Bewertungsmethode Inputfaktoren
BEMESSUNGSHIERARCHIE STUFE 1
Börsennotierte Anleihen n. a. In aktiven Märkten notierter Börsenpreis am Bewertungstag
BEMESSUNGSHIERARCHIE STUFE 2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei
Finanzschulden (Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts, Schuldscheindarlehen, Bankschulden) Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Ausfallrisikos DVA (Debt Value Adjustment)
Devisentermingeschäfte /​ Cross Currency Swaps Mark-to-Market Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze in den gehandelten Währungen zu Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt Value Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit Value Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden
Zinsderivate Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt Value Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit Value Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden
BEMESSUNGSHIERARCHIE STUFE 3
Sonstige Beteiligungen (Beteiligung an der Finanzchef24 GmbH) Discounted-Cashflow-Modell Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Business Plan der Finanzchef24 GmbH zur Ermittlung der zukünftigen Cashflows; Nachhaltige Wachstumsrate der zukünftigen Cashflows; Parameter zur Ermittlung des Diskontierungszinses (insbesondere risikoloser Zinssatz, Marktrisikoprämie, Beta-Faktor, Adjustierungsprämien)

8. Erlöse aus Verträgen mit Kunden Nachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) dargestellt:

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TEUR Segment Q1-Q3
2022
Q1-Q3
2021
ERLÖSE AUS VERTRÄGEN
MIT KUNDEN (IFRS 15)
Bruttoerlöse aus dem Service and
Protection Geschäft (Servicegeschäft)
Leasing 96.223 94.212
Servicegebühr für Bereitstellung Leasing 4.567 2.757
Erlöse aus Mahngebühren Leasing 888 756
Erlöse aus Mahngebühren Factoring 11 12
Sonstige Erlöse mit Leasingnehmern Leasing 766 816
Verkauf von Leasingobjekten Leasing 133.286 123.681
Provisionseinnahmen aus
dem Bankgeschäft
Bank 438 344
SUMME 236.179 222.578

9. Erlöse und sonstige Umsatzerlöse Nachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) und sonstige Umsatzerlöse (IFRS 9, IFRS 16) dargestellt:

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TEUR Q1-Q3
2022
Q1-Q3
2021
ERLÖSE AUS VERTRÄGEN
MIT KUNDEN (IFRS 15)
236.179 222.578
SONSTIGE UMSATZERLÖSE
(IFRS 9, IFRS 16)
Zinsen und ähnliche Erträge aus
dem Finanzierungsgeschäft
308.500 324.023
Erlöse aus Operating Leasing-
verhältnissen
16.724 15.998
Erlösanteile aus Vormieten 7.272 5.465
SUMME 568.675 568.064

10. Ertragsteuern

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind:

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TEUR Q1-Q3
2022
Q1-Q3
2021
Laufende Steuern 15.487 21.187
Körperschaftsteuer und
Gewerbesteuer (Deutschland)
106 84
Ausländische Ertragsteuern 15.381 21.103
Latente Steuern 5.973 - 5.742
Deutschland - 1.613 2.560
Ausland 7.586 - 8.302
SUMME 21.460 15.445

11. Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwerten

Der GRENKE Konzern hat zum Stichtag untersucht, ob ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte vorliegen könnte. In diesem Zusammenhang hat GRENKE im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2022 einen anlassbezogenen Wertminderungstest für den Geschäftsoder Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Portugal durchgeführt, was zu einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes von 26.472 TEUR auf 22.472 TEUR führte. Der Wertminderungsaufwand in Höhe von 4.000 TEUR wurde auf Grundlage des Nutzungswertes ermittelt und ist in der Position "Abschreibungen und Wertminderung" der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Ursächlich für die Wertminderung ist der Anstieg des zur Diskontierung der Zahlungsströme zu verwendenden Abzinsungssatzes von 10,8 % im Vorjahr auf 13,5 % zum Stichtag. Insbesondere der in die Ermittlung des Abzinsungssatzes einzubeziehende Basiszins erhöhte sich von 0,2 % auf 2,1 %.

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Portugal, die das portugiesische Leasinggeschäft abbildet, betrug 35.334 TEUR (Vorjahr: 47.670 TEUR). Der Bewertung lagen auf Kalenderjahren basierende Neugeschäftswachstumsraten in der fünfjährigen Detailplanungsphase zwischen 8,0 und 14,4 Prozent (Vorjahr, inklusive coronabedingter Aufholeffekte: zwischen 10,0 und 15,0 Prozent) und eine Wachstumsrate in der Einschwungphase sowie der ewigen Rente von 1,0 Prozent (Vorjahr: 1,0 Prozent) zugrunde. Der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Portugal sind keine immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer zugewiesen. Der Wertminderungsaufwand wurde dem Geschäftssegment Leasing zugeordnet.

Für weitere Informationen zu den wesentlichen Annahmen der verwendeten Parameter und deren Ermittlungsansatz sowie der Methodik zur Planung der Cashflows verweisen wir auf den Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021, Tz. 3.8 und 5.7.

12. Anteile an der finux GmbH
12.1 Wertminderung der Anteile an der finux GmbH

Aufgrund objektiver Hinweise auf eine Wertminderung der Nettoinvestition hat der GRENKE Konzern zum 30. Juni 2022 einen außerordentlichen Wertminderungstest für den Buchwert der Anteile an der finux GmbH (Kassel/​Deutschland) durchgeführt. Gegenstand des Beteiligungsunternehmens ist die Entwicklung und der Vertrieb von Finanzsoftware zum Liquiditäts- und Zahlungsmanagement.

Die über die GRENKE digital GmbH gehaltene und nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligung in Höhe von 30,04 Prozent wurde vollständig wertberichtigt. Der auf Grundlage des beizulegenden Zeitwertes abzüglich der Veräußerungskosten ermittelte Wertminderungsaufwand in Höhe von 158 TEUR wird in der Position "Abschreibungen und Wertminderung" in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Ursächlich für die dem Geschäftssegment Leasing zugeordnete Wertminderung waren sich eintrübende Wachstumserwartungen und Renditeaussichten.

12.2 Einstufung der Anteile an der finux GmbH als zur Veräußerung gehalten

Die dem Geschäftssegment Leasing zugeordnete Beteiligung an der finux GmbH (Kassel/​Deutschland) erfüllte zum 30. September 2022 die Kriterien des IFRS 5 als zur Veräußerung gehaltene Beteiligung. Die aufgrund der ökonomischen Lage der finux GmbH geplante vollständige Veräußerung der Anteile durch Verkauf an einen Mitgesellschafter wurde im vierten Quartal 2022 vollzogen.

Die in der Konzern-Bilanz ausgewiesene Beteiligung wurde bereits im zweiten Quartal 2022 vollständig auf 0 TEUR wertberichtigt. Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen sind den Positionen "Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen" (4 TEUR) sowie "Abschreibungen und Wertminderung" (158 TEUR) zugeordnet.

13. Konzern-Segmentberichterstattung

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TEUR Segment Leasing Segment Bank Segment Factoring
Januar bis September 2022 2021 2022 2021 2022 2021
OPERATIVE ERTRÄGE
Externe operative Erträge 290.879 274.327 - 12.658 - 8.982 6.106 3.277
Interne operative Erträge - 36.655 - 43.024 38.042 43.887 - 1.387 - 863
SUMME OPERATIVE ERTRÄGE 254.224 231.303 25.384 34.905 4.719 2.414
davon zahlungsunwirksame Posten 23.501 50.090 10.825 3.034 - 274 3.085
ZINSUNABHÄNGIGE AUFWENDUNGEN
Personalaufwand 96.861 87.736 5.435 4.087 4.118 4.090
Abschreibungen und Wertminderung 23.495 21.864 687 664 564 701
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand 65.171 63.051 8.021 6.388 2.210 1.567
SEGMENTERGEBNIS 77.110 67.814 - 515 11.462 - 1.480 - 4.255
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen - 4 - 149 0 - 260 0 0
Sonstiges Finanzergebnis
GEWINN VOR STEUERN LT. KONZERNGEWINN-
U. VERLUSTRECHNUNG
77.106 67.665 - 515 11.202 - 1.480 - 4.255
zum 30. September (Vorjahr: zum 31. Dezember)
SEGMENTVERMÖGEN 6.029.756 6.009.505 1.541.649 2.031.998 98.885 84.235
davon nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 0 162 0 0 0 0
SEGMENTSCHULDEN 4.886.875 4.924.312 1.266.403 1.747.474 98.702 86.990
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TEUR Konsolidierung & Sonstiges Konzern
Januar bis September 2022 2021 2022 2021
OPERATIVE ERTRÄGE
Externe operative Erträge 0 0 284.327 268.622
Interne operative Erträge 0 0 0 0
SUMME OPERATIVE ERTRÄGE 0 0 284.327 268.622
davon zahlungsunwirksame Posten 0 0 34.052 56.209
ZINSUNABHÄNGIGE AUFWENDUNGEN
Personalaufwand - 166 - 421 106.248 95.492
Abschreibungen und Wertminderung - 659 - 703 24.087 22.526
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand - 2.427 - 1.797 72.975 69.209
SEGMENTERGEBNIS - 167 - 54 74.948 74.967
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 0 0 - 4 - 409
Sonstiges Finanzergebnis 8.307 - 6.739 8.307 - 6.739
GEWINN VOR STEUERN LT. KONZERNGEWINN- U.
VERLUSTRECHNUNG
8.140 - 6.793 83.251 67.819
zum 30. September (Vorjahr: zum 31. Dezember)
SEGMENTVERMÖGEN - 1.351.957 - 1.501.645 6.318.333 6.624.093
davon nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 0 0 0 162
SEGMENTSCHULDEN - 1.272.158 - 1.426.092 4.979.822 5.332.684

13.1 Geschäftssegmente

Die Berichterstattung des GRENKE Konzerns über die Entwicklung seiner Segmente folgt der dominierenden Organisationsstruktur innerhalb des GRENKE Konzerns, der dem sogenannten Managementansatz folgt. Daher sind die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt, was dem Entscheidungsträger, dem Vorstand der GRENKE AG, dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Eine regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten erfolgt jährlich im Abschluss des GRENKE Konzerns des jeweiligen Geschäftsjahres. Für die drei operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen vor.

In der Segmentberichterstattung werden innerkonzernliche Transaktionen zwischen den Segmenten in der Spalte "Konsolidierung und Sonstiges" eliminiert.

13.2 Berichtspflichtige Segmente

13.2.1 Leasinggeschäft

Das Segment Leasing beinhaltet sämtliche Aktivitäten, die mit der Tätigkeit des Konzerns als Leasinggeber zusammenhängen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die Übernahme der Finanzierung für gewerbliche Leasingnehmer, die Vermietung, Service-, Protect- und Wartungsangebote sowie die Verwertung von Gebrauchtgeräten.

Der GRENKE Konzern hat sich dabei im Wesentlichen auf das sogenannte Small-Ticket-Leasing von IT-Produkten wie zum Beispiel PCs, Notebooks, Servern, Bildschirmen und anderen Peripheriegeräten, Software, Telekommunikations- und Kopiertechnik, Medizintechnik sowie sonstige IT-Produkte spezialisiert. Nahezu alle abgeschlossenen Leasingverträge sind Verträge mit Vollamortisationsanspruch.

13.2.2 Bankgeschäft

Als Finanzierungspartner vor allem für KMU umfasst das Segment Bank die Aktivitäten der GRENKE BANK AG (nachfolgend auch " GRENKE Bank"). Im Rahmen von Kooperationen mit verschiedenen Förderbanken des Bundes und einzelner Bundesländer finanziert die GRENKE Bank Existenzgründungen. Zudem vergibt die GRENKE Bank Fördermittel für KMU und Freiberufler, die betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Über ihren Internetauftritt bietet die GRENKE Bank darüber hinaus Geldanlageprodukte wie beispielsweise Festgeldprodukte für private und gewerbliche Kunden an. Das Geschäft der Bank erfolgt schwerpunktmäßig mit deutschen Kunden. Neben dem Geschäft mit externen Kunden umfassen die Aktivitäten der GRENKE BANK AG auch die interne Refinanzierung des Leasingsegments des GRENKE Konzerns mittels des Ankaufs von Forderungen und der Ausgabe von Darlehen.

13.2.3 Factoringgeschäft

Im Segment Factoring bietet GRENKE klassische Factoringdienstleistungen mit der Fokussierung auf das Small-Ticket-Factoring an. Dabei werden im Rahmen des echten Factorings sowohl das offene Factoring, bei dem der Debitor über die Forderungsabtretung informiert wird, als auch das stille Factoring, bei dem der Debitor keine entsprechende Information erhält, angeboten. Daneben bietet das Segment auch Forderungsmanagement ohne Finanzierungsfunktion (unechtes Factoring) an; hier verbleibt das Delkredererisiko beim Kunden. Interne operative Erträge ergeben sich insbesondere aus der internen Refinanzierung.

13.3 Messgrößen der Segmente

Die Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der Segmentinformationen herangezogen werden, entsprechenden angewandten Bilanzierungsregeln des Konzernzwischenabschlusses. Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu marktüblichen Preisen.

Für die Beurteilung des Erfolgs des GRENKE Konzerns ist die zuständige Unternehmensinstanz, der Vorstand der GRENKE AG, verantwortlich. Dieser hat als wesentliche Erfolgsgrößen neben dem Wachstum des Neugeschäfts des Leasingsegments (Summe der Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände), für die GRENKE Bank das Einlagevolumen und für das Factoringsegment die Bruttomarge bestimmt. Die weiteren Messgrößen umfassen insbesondere die operativen Segmenterträge, die zinsunabhängigen Aufwendungen, das Segmentergebnis vor dem sonstigen Finanzergebnis sowie die Personalaufwendungen, Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen sowie die Abschreibungen. Das sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen /​ -erträge sind die wesentlichen Bestandteile der Konzernergebnisrechnung, die nicht in die einzelnen Segmentinformationen einfließen.

Die Segmenterträge der einzelnen Segmente setzen sich wie folgt zusammen:

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Leasing: Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge, Ergebnis aus dem Servicegeschäft, Ergebnis aus dem Neugeschäft und Verwertungsergebnis.

Bank: Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge.

Factoring: Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge.

Bei den nicht zahlungswirksamen Posten handelt es sich um Wertminderungen.

Das Segmentvermögen beinhaltet die betriebsnotwendigen Vermögenswerte. Die Segmentschulden entsprechenden dem jeweiligen Segment zuzurechnenden Verbindlichkeiten.

Segmentvermögen und -schulden berücksichtigen keine Steuerpositionen.

14. Änderungen im Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr 2022

Im zweiten Quartal 2022 wurde erstmalig das FCT "GK"-COMPARTMENT "G5" (FCT GK 5) mit Sitz in Saint-Denis, Frankreich, in den Konsolidierungskreis aufgenommen bzw. konsolidiert. Es handelt sich hierbei um ein strukturiertes Unternehmen.

Die GRENKE AG hat zum 23. Mai 2022 jeweils 58 % der kapital- und stimmberechtigten Anteile an der GC Leasing AZ LLC (Phoenix/​USA) und der GC Lease Singapore Pte Ltd (Singapur/​Singapur) erworben. Die kaufvertraglich vereinbarten Zahlungsmittelabflüsse in Höhe von 273 TEUR (USA) und 1 TEUR (Singapur) sind in der Kapitalflussrechnung unter der Position "Auszahlungen aus der Akquisition von Tochterunternehmen" ausgewiesen. Beide im Leasingsegment tätigen Franchisegesellschaften waren bereits vor dem Erwerb der Anteile vollständig konsolidiert.

Im dritten Quartal 2022 gab es keine weiteren Veränderungen im Konsolidierungskreis.

15. Auszahlung an Hybridkapitalgeber

Am 30. März 2022 hat die GRENKE AG planmäßig eine Kuponzahlung in Höhe von 12.946 TEUR (Vorjahr: 13.406 TEUR) an die Hybridkapitalgeber geleistet.

16. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Der Aufsichtsrat der GRENKE AG hat mit allen amtierenden Vorstandsmitgliedern eine Phantom-Stock-Vereinbarung abgeschlossen. Auszahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen fielen im bisherigen Geschäftsjahr in Höhe von 0 TEUR an (30.09.2021: 0 TEUR).

Zum 30. September 2022 betrug der Wert aller bestehenden Phantom-Stock-Vereinbarungen 0 TEUR (31.12.2021: 0 TEUR). Die erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den Personalaufwendungen und ist unter den variablen Vergütungskomponenten ausgewiesen.

Transaktionen mit assoziierten Unternehmen und Tochterunternehmen

Transaktionen der GRENKE AG mit ihren Tochterunternehmen sind Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Im Fall, dass die Transaktion im Rahmen der Konsolidierung eliminiert wird, entfällt eine Offenlegung. Geschäfte des GRENKE Konzerns mit assoziierten Unternehmen sind als Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen offenzulegen.

Gegenüber assoziierten Unternehmen resultieren Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft sowie Guthaben auf Kontokorrentkonten der GRENKE BANK AG. Die GRENKE BANK AG hat zum Stichtag 30. September 2022 Einlagen sowie Guthaben auf Kontokorrentkonten in Höhe von 30 TEUR (Vorjahr 31.12.2021: 5.178 TEUR) von assoziierten Unternehmen erhalten. Zudem bestehen Forderungen aus Darlehen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr 31.12.2021: 1.807 TEUR). Es entstand ein Zinsaufwand von 0 TEUR (Vorjahr bis 30.09.2021: 0 TEUR) sowie ein Zinsertrag von 0 TEUR (Vorjahr bis 30.09.2021: 38 TEUR). Des Weiteren besteht im GRENKE Konzern ein weiteres Darlehen gegenüber einem assoziierten Unternehmen in Höhe von 30 TEUR (Vorjahr 31.12.2021: 60 TEUR). Es entstand ein Wertminderungsaufwand von 30 TEUR (Vorjahr bis 30.09.2021: 0 TEUR).

Offenzulegende Transaktionen mit Tochterunternehmen entstanden weder im Geschäftsjahr 2022 noch im Geschäftsjahr 2021.

Transaktionen mit Personen in Schlüsselpositionen

Personen in Schlüsselpositionen sind Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten des GRENKE Konzerns direkt oder indirekt zuständig und verantwortlich sind. Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die im Geschäftsjahr aktiven Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der GRENKE AG sowie diesem Personenkreis nahestehende Personen wie zum Beispiel Familienangehörige. Die Vergleichbarkeit der Angaben ist aufgrund des Ausscheidens von Herrn Wolfgang Grenke aus dem Aufsichtsrat in 2021 nur bedingt gegeben. Wir verweisen hierzu auf das Kapitel 9.6 des Anhangs zum Konzernabschluss per 31. Dezember 2021.

Im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bietet die GRENKE BANK AG nahestehenden Personen in Schlüsselpositionen und diesem Personenkreis nahestehenden Personen Dienstleistungen an. Die GRENKE BANK AG hat zum Stichtag Einlagen sowie Guthaben auf Kontokorrentkonten in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr 31.12.2021: 16.918 TEUR) von Personen in Schlüsselpositionen und diesem Personenkreis nahestehenden Personen erhalten. Der Zinsaufwand hierfür betrug 0 TEUR (Vorjahr bis 30.09.2021: 20 TEUR). Noch nicht ausgeglichene Kreditkartenkonten wiesen zum Stichtag einen Stand von 2 TEUR (Vorjahr 31.12.2021: 39 TEUR) bei einem Kreditkartenlimit von 53 TEUR (Vorjahr 31.12.2021: 316 TEUR) gegenüber nahestehenden Personen in Schlüsselpositionen aus. Eine weitere Kreditvergabe an diesen Personenkreis ist während der Berichtsperiode nicht erfolgt. Es entstanden mit Personen in Schlüsselpositionen Erträge in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr bis 30.09.2021: 6 TEUR). Die Erträge aus dem Vorjahr entstanden unter anderem aus der Weiterverrechnung von Datenleitungskosten, Kfz-Kosten und weiteren Kosten. Zum Stichtag bestehen Forderungen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr 31.12.2021: 1 TEUR) aus diesen Transaktionen.

Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen

Unter die sonstigen nahestehenden Unternehmen fallen Tochterunternehmen und Gemeinschaftsunternehmen der Personen in Schlüsselpositionen bzw. diesem Personenkreis nahestehenden Personen. Die Vergleichbarkeit der Angaben ist aufgrund des Ausscheidens von Herrn Wolfgang Grenke aus dem Aufsichtsrat in 2021 nur bedingt gegeben. Wir verweisen hierzu auf das Kapitel 9.6 des Anhangs zum Konzernabschluss per 31. Dezember 2021. Unter den sonstigen nahestehenden Personen, sind Personen gemäß IAS 24.10 ausgewiesen, die wegen dem wirtschaftlichen Gehalt der Beziehung als nahestehende Person deklariert wurden.

Gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen resultieren Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft der GRENKE BANK AG sowie aus Guthaben auf Kontokorrentkonten. Die GRENKE BANK AG hat zum Stichtag 30. September 2022 Einlagen sowie Guthaben auf Kontokorrentkonten in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr 31.12.2021: 3.477 TEUR) von sonstigen nahestehenden Unternehmen erhalten. Kreditrahmen für Kontokorrentkonten wurden in Höhe von 802 TEUR (Vorjahr 31.12.2021: 793 TEUR) bei einem Kontokorrentkreditlimit in Höhe von 840 TEUR (Vorjahr 31.12.2021: 840 TEUR) in Anspruch genommen. Es entstand ein Zinsaufwand von 0 TEUR (Vorjahr bis 30.09.2021: 17 TEUR) sowie ein Zinsertrag in Höhe von 23 TEUR (Vorjahr bis 30.09.2021: 19 TEUR). Die Erträge mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen in Höhe von 2 TEUR (Vorjahr bis 30.09.2021: 89 TEUR) resultieren im aktuellen Jahr aus Leasingverträgen und Mitarbeiterdarlehen. Im Vorjahr resultierten die Erträge mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen im Wesentlichen aus Mieterträgen und der Weiterberechnung von Standleitungskosten, Lizenzkosten und sonstigen Kosten. Des Weiteren entstanden im GRENKE Konzern Aufwendungen mit nahestehenden Unternehmen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr bis 30.09.2021: 901 TEUR). Es handelt sich bei den Aufwendungen im Vorjahr im Wesentlichen um Zinsaufwendungen aus Darlehen und Provisionen. Diesbezügliche Verbindlichkeiten, die hauptsächlich aus Darlehen resultieren, belaufen sich zum Stichtag auf 0 TEUR (Vorjahr 31.12.2021: 6.153 TEUR). Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden Personen und Unternehmen, die überwiegend aus Collateral Zahlungen an sonstige nahestehende Unternehmen und Personen bestehen, belaufen sich zum 30.09.2022 auf 4.518 TEUR (Vorjahr 31.12.2021: 11.007 TEUR).

17. Eventualverbindlichkeiten

Bei den Eventualverbindlichkeiten ergaben sich bis zum 30. September 2022 im Vergleich zum 31. Dezember 2021 keine wesentlichen Veränderungen.

18. Mitarbeiter

Der Personalbestand (ohne Vorstand) auf Basis einer Kopfzählung des GRENKE Konzerns betrug in der Zwischenberichtsperiode durchschnittlich 1.928 (Vorjahr 30.09.2021: 1.855 ). Weitere 45 (Vorjahr 30.09.2021: 66 ) Beschäftigte befinden sich in der Ausbildung.

19. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 4. Oktober 2022 hob der Vorstand der GRENKE AG die Prognose für das Leasingneugeschäft für das Geschäftsjahr 2022 aufgrund des bisher hohen Wachstums des Leasingneugeschäfts an. In der Annahme einer weiter guten Geschäftsentwicklung erhöhte der Vorstand die Guidance und geht jetzt von einem Leasingneugeschäft zwischen 2,1 und 2,3 Mrd. Euro für das Geschäftsjahr 2022 aus. In der am 17. März 2022 veröffentlichten Prognose hatte der Vorstand mit einem Leasingneugeschäftsvolumen von 2,0 bis 2,2 Mrd. Euro gerechnet.

Am 13. Oktober 2022 platzierte GRENKE erfolgreich eine neue Anleihe in Höhe von 20 Mio. EUR mit einem Kupon von 6,25 Prozent bei einer Laufzeit von drei Jahren.

Am 24. Oktober 2022 wurde die GRENKE AG erstmalig durch die renommierte Ratingagentur Fitch bewertet. GRENKE erhielt dabei mit der Bewertung BBB bei stabilem Ausblick ein weiteres Investment-Grade-Rating.

Die Veräußerung der finux GmbH wurde nach dem Stichtag und vor der Veröffentlichung vollzogen. Der Kaufpreis von 1 EUR wurde bereits vereinnahmt.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen.

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Grenke AG, Baden-Baden

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Grenke AG, Baden-Baden, für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 30. September 2022, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen sowie unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Frankfurt am Main, 7. November 2022

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Grunwald Wirtschaftsprüfer Schölch Wirtschaftsprüfer

Unternehmenskalender

4. Januar 2023 /​/​ Neugeschäftsmeldung Q4 2022

16. März 2023 /​/​ Geschäftsbericht 2022

5. April 2023 /​/​ Neugeschäftsmeldung Q1 2023

11. Mai 2023 /​/​ Quartalsmitteilung Q1 2023

16. Mai 2023 /​/​ Hauptversammlung

5. Juli 2023 /​/​ Neugeschäftsmeldung Q2 2023

10. August 2023 /​/​ Finanzbericht Q2 und Q1 - Q2 2023

5. Oktober 2023 /​/​ Neugeschäftsmeldung Q3 2023

9. November 2023 /​/​ Quartalsmitteilung Q3 und Q1 - Q3 2023

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Informationen und Kontakt

GRENKE AG
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Herausgeber: Der Vorstand der GRENKE AG
Redaktion: GRENKE AG, Investor Relations
Gestaltung, Layout & Satz: SPARKS CONSULTING GmbH, München
Stand: 10.11.2022

© GRENKE AG, Baden-Baden

Disclaimer

In dieser Quartalsmitteilung erfolgt die Darstellung von Zahlen in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für alle Geschlechter.

Der Finanzbericht erscheint in deutscher und englischer Sprache. Maßgeblich ist stets die deutsche Fassung.

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