GRENKE AGBaden-BadenHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023Konzernkennzahlenscrollen
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Regionen Leasing:DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg,
Niederlande
Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal,
Slowenien, Spanien
Nord-/Osteuropa: Dänemark, Finnland,
Großbritannien, Irland, Lettland, Norwegen,
Rumänien, Schweden, Polen, Slowakei,
Tschechien, Ungarn
Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile,
Kanada, Singapur, Türkei, VAE, USA
Regionen Factoring:DACH: Deutschland, Schweiz
Südeuropa: Italien, Portugal
Nord-/Osteuropa: Großbritannien, Irland, Ungarn,
Polen
Konsolidierte Franchisegesellschaften:Leasing: Chile, Kanada (3x), Lettland, Norwegen
Factoring: Italien, Portugal, Ungarn
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* Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die
unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.
KENNZAHLEN Q2 2023:KONZERNERGEBNIS24,5 Mio. EURERGEBNIS JE AKTIE0,55 EUREIGENKAPITALQUOTE19,8 ProzentREFINANZIERUNGSBASIS:
AKTIONÄRSSTRUKTUR:
Neben der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG zeigt die
Grafik weitere Aktionär:innen, die zum in der
jeweiligen Stimmrechts mitteilung genannten
Veröffentlichungsdatum einen Anteil von über 3
Prozent hielten und laut Definition der Deutschen
Börse dem Streubesitz zuzurechnen sind.
Freefloat (Streubesitz) nach Ziffer 2.3 des aktuellen
"Leitfadens zu den Aktienindizes der Deutschen Börse*
Die obenstehenden Angaben sind ohne Gewähr und
basieren auf den von der Gesellschaft erhaltenen
Stimmrechtsmitteilungen gemäß
Wertpapierhandelsgesetz (WpHG).
Konzernzwischenlagebericht1. Grundlagen des Konzerns
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Senior-Unsecured-Instrumente, die im wesentlichen auf unser Investment Grade Rating aufbauen wie Schuldverschreibungen, Anleihen und Commercial Paper, aber auch Kreditbeziehungen mit internationalen Banken, nicht zuletzt die jüngst verlängerte und aufgestockte syndizierte Kreditlinie |
| ― |
Forderungsbasierte Finanzierung, vor allem durch ABCP-Programme |
| ― |
Das Einlagengeschäft der GRENKE Bank |
Dabei vermeiden wir Fristentransformation und verringern
so potenzielle Zinsänderungs- und
Anschlussfinanzierungsrisiken auf Portfolioebene auf ein
Minimum.
Weitere Details entnehmen Sie dem aktuellen
Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2022,
Kapitel 1.2 "Ziele und Strategie".
| ― |
Leasingneugeschäft wächst um 10,7 Prozent auf 650,3 Mio. EUR im zweiten Quartal 2023 |
| ― |
Siebtes Quartal in Folge zweistelliges Wachstum zum jeweiligen Vorjahresquartal |
| ― |
Deckungsbeitrag 2 steigt auf 109,7 Mio. EUR |
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DB2-Marge erreicht 16,9 Prozent |
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Konzernergebnis nach Steuern beträgt 24,5 Mio. EUR |
| ― |
Schadenquote verbessert sich auf 0,9 Prozent |
| ― |
Cost-Income-Ratio bei 59,5 Prozent |
| ― |
Eigenkapitalquote mit 19,8 Prozent deutlich über dem selbst gesteckten Ziel von 16 Prozent |
Auch im zweiten Quartal 2023 waren die
gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen herausfordernd.
Vor allem die hohe Inflation, weiterhin stark steigende
Zinsen, die angespannten Refinanzierungsbedingungen an den
Kapitalmärkten und die zunehmenden Rezessionsrisiken
prägten die makroökonomische Entwicklung.
Im Euroraum ging die jährliche Inflationsrate
hauptsächlich aufgrund fallender Energiepreise im Juni
2023 auf 5,5 Prozent zurück (Juni 2022: 8,6 Prozent),
in Deutschland lag sie bei 6,4 Prozent. Damit verringerte
sich zwar die Inflationsrate, lag jedoch weiterhin deutlich
über dem Zielwert der EZB von 2 Prozent. Insbesondere
die Kerninflationsrate, die die schwankungsanfälligen
Komponenten Energie und Nahrungsmittel ausklammert, stieg
in den vergangenen Monaten kontinuierlich an und lag im
Juni 2023 bei 5,5 Prozent im Euroraum und bei 5,8 Prozent
in Deutschland. Eine Trendwende für die
Kerninflationsrate ist nicht erkennbar.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hob den
Hauptrefinanzierungssatz im Juni 2023 auf 4,0 Prozent und
erhöhte ihn Ende Juli 2023 um weitere 25 Basispunkte
auf 4,25 Prozent. Der für die Finanzmärkte
inzwischen richtungsweisende Einlagensatz wurde auf 3,75
Prozent erhöht. Außerdem beendete die EZB im
Juli 2023 die Reinvestition von Anleihen, die sie im Rahmen
ihres Ankaufsprogramms von Vermögenswerten gekauft
hatte. Da die EZB betonte, dass sie die Inflationsrate im
Fokus behalten will, ist von einer Fortsetzung ihres
restriktiven Kurses auszugehen. Ferner ist der nahezu
konstant gebliebene Zinsabstand zum US-amerikanischen
Leitzins, der 100 Basispunkte über dem der Eurozone
rangiert, ein zusätzliches Indiz für weitere
Zinserhöhungen im Euroraum.
Die daraus unmittelbar gestiegenen Finanzierungskosten
hemmen die Nachfrage nach Investitionen. Der für
Deutschlands Wirtschaft indikative
ifo-Geschäftsklimaindex tendiert in Richtung einer
konjunkturellen Abschwächung. Er ging im Juni 2023 den
zweiten Monat in Folge zurück und betrug 88,5 Punkte
(Juni 2022: 92,3 Punkte). Die konjunkturelle Lage wurde von
den befragten Unternehmen mit 93,7 Punkten dabei besser
bewertet als die Geschäftserwartungen für die
kommenden sechs Monate (83,6 Punkte). Ein schwaches
außenwirtschaftliches Klima, gesunkene
Auftragseingänge und gestiegene Zinsen waren dem
ifo-Institut zufolge für die Entwicklung
ausschlaggebend. Der Bundesbank zufolge könnte daher
die wirtschaftliche Erholung zögerlicher ausfallen als
noch zuvor erwartet. Die deutsche Wirtschaft stagnierte im
zweiten Quartal 2023 bei einer Veränderungsrate des
Bruttoinlandsprodukts von 0,0 Prozent gegenüber dem
Vorjahresquartal, im ersten Quartal war es um 0,1 Prozent
zurückgegangen.
Inmitten dieses herausfordernden Umfeldes ist es uns
erneut und wie angekündigt gelungen, unseren
Wachstumskurs beim Leasingneugeschäft im zweiten
Quartal 2023 fortzusetzen und darüber hinaus unsere
Profitabilität zu steigern.
Im ersten Quartal 2023 übernahm Dr. Sebastian
Hirsch den Vorstandsvorsitz von Michael Bücker. In der
zugehörigen Ad-hoc-Mitteilung vom 16. Februar 2023
gaben wir bekannt, dass der Aufsichtsrat und der vormalige
Vorstandsvorsitzende der GRENKE AG, Michael Bücker,
dessen Bestellung aus gesundheitlichen Gründen
zeitlich befristet bis zum 28. Februar 2023 widerrufen
worden war, sich darauf verständigt hatten, dass
Michael Bücker das Unternehmen zum 28. Februar dieses
Jahres verlässt.
Der Aufsichtsrat hatte daraufhin Dr. Sebastian Hirsch,
der bereits interimistisch zum CEO ernannt worden war, zum
16. Februar 2023 zum CEO ernannt. Seine Aufgaben als
Finanzvorstand führt Dr. Sebastian Hirsch seit seiner
Ernennung zum CEO interimistisch fort. Dr. Martin Paal, der
seit Juni 2022 bei der GRENKE AG als VP Controlling
tätig ist, soll nach einer Übergangs- und
Einarbeitungsphase die Leitung des Finanzressorts
übernehmen. Er fungiert ab sofort als Senior Vice
President als Stellvertreter von Dr. Sebastian Hirsch
für das Finanzressort.
Am 2. März 2023 informierten wir in einer
Ad-hoc-Mitteilung über unser Digitalisierungsprogramm
"Digital Excellence" mit einem zusätzlichen
Investitionsvolumen von 45 bis 50 Mio. EUR. Um die
erfolgreiche internationale Wachstums- und
Expansionsstrategie fortzusetzen, werden wir in den
nächsten drei Jahren in die digitale Optimierung der
gesamten Wertschöpfungskette in über 30
Ländern investieren. Grundlage des
Digitalisierungsprogramms - und mit einem Drittel der
Investitionen die größte Einzelmaßnahme -
ist die Transformation in die Cloud-Technologie. Die
übrigen Investitionsmittel verteilen sich auf die
darauf aufbauende Automatisierung aller Kernprozesse
für das Leasinggeschäft. Schätzungsweise 15
Mio. Euro werden im laufenden Geschäftsjahr als
zusätzlicher Aufwand anfallen.
Ziel von "Digital Excellence" ist die möglichst
vollständige End-to-End-Digitalisierung interner
Prozesse im Kerngeschäft Leasing, um in neuen wie auch
in bestehenden Märkten deutlich skalieren und dadurch
stärker wachsen zu können. So soll beispielsweise
die Bearbeitung eines Leasingantrages künftig statt
Minuten nur noch Sekunden in Anspruch nehmen ("instant
decision"). Mit dieser erweiterten
Digitalisierungsinitiative stellen wir uns optimal auf, um
auf neue Anforderungen von Kund:innen zu reagieren und
selbst neue Trends in der Leasingfähigkeit von
Investitionsvorhaben kleiner und mittlerer Unternehmen zu
setzen, beispielsweise durch das Anbieten von
Leasingfinanzierung für neue Objektkategorien. Einige
der Investitionsmaßnahmen, wie der Ausbau der
Cloud-Technologie, waren ohnehin geplant und werden jetzt -
parallel zu dem ambitionierten Wachstumspfad im
Neugeschäft - vorgezogen und rascher umgesetzt.
Mit gleichem Datum, dem 2. März 2023, legten wir
vorläufige, nicht testierte Zahlen für das
Geschäftsjahr 2022 vor wie auch den
Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat für
das Jahr 2022 in Höhe von 0,45 Euro je Aktie.
Außerdem gaben wir unsere Guidance für das
Geschäftsjahr 2023 bekannt. Der Vorstand erwartet,
dass wir für das Geschäftsjahr 2023 ein
Leasingneugeschäft zwischen 2,6 und 2,8 Mrd. EUR
erzielen und ein Konzernergebnis von 80 bis 90 Mio. EUR
erwirtschaften werden. Durch die Umsetzung des
Digitalisierungsprogramms in den kommenden Jahren wird das
angestrebte Konzernergebnis 2024 bei ca. 120 Mio. EUR
liegen, statt wie zuvor prognostiziert bei 140 Mio. EUR.
*
Am 23. März 2023 berichteten wir über eine
neue Rating-Maßnahme von Standard & Poor's.
S&P Global Ratings hatte das langfristige
Emittentenrating von GRENKE von "BBB+" auf "BBB" gesenkt
und das Kurzfristrating von "A-2" bekräftigt. Der
stabile (vorher negative) Ausblick bringt die Erwartung zum
Ausdruck, dass GRENKE seine angemessene Risikobereitschaft,
die Qualität seiner Vermögenswerte und seine
hohen Kapitalpuffer erhalten und schrittweise seine solide
risikooptimierte Rentabilität in den nächsten
zwei Jahren zurückgewinnen wird. Im Oktober 2022
hatten wir bereits ein Investment Grade Rating von "BBB"
mit stabilem Ausblick durch Fitch-Rating erhalten
(Fitch-Ratingstufe "BBB/stable/F2").
Am 20. April 2023 gaben wir eine Beteiligung an der
"Miete24 P4Y GmbH" in Höhe von 25 Prozent plus einen
Stimmanteil bekannt. Mit der Akquisition der
Internetplattform stärken wir unsere
Vertriebsinfrastruktur vor allem im Fachhandel und
eröffnen uns zusätzliche Optionen im
Online-Direktgeschäft mit gewerblichen Kunden. Der
Kaufpreis für den Anteil an Miete24 betrug 3,0 Mio.
EUR. Darüber hinaus haben wir uns langfristig die
Option zur vollständigen Übernahme gesichert. Der
Rollout erfolgt sukzessive mit ausgesuchten
Fachhändlern. Nach dem erfolgreichen Start in
Deutschland soll die neue Digital-Plattform
schnellstmöglich auch international eingesetzt werden.
Am 16. Mai 2023 veranstalteten wir die ordentliche
Hauptversammlung, die zum ersten Mal seit Beginn der
Covid-19-Pandemie wieder in Präsenz stattfand. Auf der
Hauptversammlung wurde die Ausschüttung einer
Dividende in Höhe von 0,45 Euro je Aktie (2022: 0,51
Euro) beschlossen. Auch allen Tagesordnungspunkten wurde
mit großer Mehrheit zugestimmt, darunter der
Satzungsänderung mit der Ermächtigung,
künftig virtuelle Hauptversammlungen
durchzuführen. Der langjährige Vorsitzende des
Aufsichtsrats, Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp schied mit
Ablauf der Hauptversammlung turnusgemäß aus dem
Gremium aus. Bestätigt wurde Nils Kröber als
Aufsichtsratsmitglied für eine fünfjährige
Amtszeit bis zum Ende der Hauptversammlung 2028. Für
drei Jahre wurde Moritz Grenke, Sohn des
Unternehmensgründers Wolfgang Grenke und Kommanditist
der Großaktionärin Grenke Beteiligung GmbH &
Co. KG, in den Aufsichtsrat gewählt.
Am 16. Mai 2023 wählte der Aufsichtsrat in seiner
Sitzung nach der Hauptversammlung Jens Rönnberg,
Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, zum neuen
Aufsichtsratsvorsitzenden sowie Dr. Konstantin
Mettenheimer, Rechtsanwalt und Steuerberater, zu seinem
Stellvertreter. Jens Rönnberg gehört dem
Aufsichtsrat seit November 2019 an und war zuvor
stellvertretender AR-Vorsitzender. Dr. Konstantin
Mettenheimer wurde auf der Hauptversammlung 2021 in den
Aufsichtsrat gewählt.
Im zweiten Quartal 2023 erzielten wir ein
Leasingneugeschäft in Höhe von 650,3 Mio. EUR.
Damit übertrafen wir das Vorjahresquartal um 10,7
Prozent (Q2 2022: 587,4 Mio. EUR) und erreichten somit zum
siebten Mal in Folge ein prozentual zweistelliges Wachstum.
Die Nachfrage nach Leasingprodukten stabilisierte sich
angesichts der dynamischen Zinsentwicklung, da sich bei
steigenden Zinsen Kredite für Unternehmen in der Regel
verteuern und Banken die Kreditvergabe auch restriktiver
gestalten. Kredite verlieren somit im Vergleich zur
Finanzierung über Leasing an Attraktivität. Da
die Leasingraten zum Investitionszeitpunkt und somit bei
Vertragsabschluss fest kontrahiert werden, bietet Leasing
in Zeiten steigender Zinsen für unsere
Unternehmenskund:innen eine sichere Kalkulationsbasis.
Ermöglicht wurde der starke Zuwachs im
Leasingneugeschäft zudem durch den Ausbau unseres
Händlernetzes auf über 34.000 Händler:innen
in den mehr als 30 Ländern, in denen wir aktiv sind.
Das größte Volumen beim
Leasingneugeschäft realisierten wir im zweiten Quartal
2023 in Westeuropa (ohne DACH) mit 171,0 Mio. EUR, am
zweitstärksten waren wir mit 164,5 Mio. EUR in der
DACH-Region präsent. Das höchste Wachstum
verzeichnete die Region Nord-Osteuropa mit 22,5 Prozent
relativ zum Vorjahresquartal, insbesondere
Großbritannien und Finnland verzeichneten in dieser
Region mit 39,2 und 31,3 Prozent ein dynamisches Wachstum.
An zweiter Stelle folgte die DACH-Region mit 17,5 Prozent
Wachstum. Westeuropa (ohne DACH) lag mit 14,3 Prozent an
dritter Stelle, in dieser Region waren die Niederlande
(+33,6 Prozent) und Belgien (+22,1 Prozent)
Wachstumstreiber. Beim Leasingneugeschäft in
Südeuropa verzeichneten wir einen Rückgang von
7,0 Prozent, konnten jedoch die DB2-Marge infolge unserer
Fokussierung auf höhere Profitabilität bei der
Konditionsgestaltung in dieser Region besonders deutlich
verbessern.
In den übrigen Regionen konnten wir das
Leasingneugeschäft insgesamt um 11,9 Prozent
gegenüber dem Vorjahresquartal steigern, die
Zukunftsmärkte USA (+27,4 Prozent), Kanada (+24,3
Prozent) und Australien (+21,8 Prozent) wuchsen dabei
überdurchschnittlich stark.
Die Nachfrage nach dem Leasing von eBikes ist
unverändert gut. Verfügbar ist das eBike-Leasing
in Deutschland, Österreich, Belgien und Finnland. Im
Berichtsquartal wurden rund 15.000 Verträge für
eBikes abgeschlossen, dies entspricht einer Steigerung um
rund 50 Prozent (Q2 2022: rund 10.000 Verträge).
| Mio. EUR | Q2 2023 | Q2 2022 | Veränderung (%) | Q1 - Q2 2023 | Q1 - Q2 2022 | Veränderung (%) |
| LEASINGNEUGESCHÄFT | 650,3 | 587,4 | 10,7 | 1.260,5 | 1.086,7 | 16,0 |
| DACH | 164,5 | 139,9 | 17,5 | 307,5 | 257,9 | 19,2 |
| Westeuropa (ohne DACH) | 171,0 | 149,6 | 14,3 | 332,9 | 281,4 | 18,3 |
| Südeuropa | 146,9 | 157,9 | - 7,0 | 297,2 | 289,9 | 2,5 |
| Nord-/Osteuropa | 131,3 | 107,2 | 22,5 | 254,8 | 198,0 | 28,7 |
| Übrige Regionen | 36,6 | 32,7 | 11,9 | 68,1 | 59,5 | 14,5 |
DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg,
Niederlande
Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal,
Slowenien, Spanien
Nord-/Osteuropa: Dänemark, Finnland,
Großbritannien, Irland, Lettland*, Norwegen*,
Schweden, Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien,
Ungarn
Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile*,
Kanada*, Singapur, Türkei, VAE, USA
* Konsolidierte Franchisegesellschaften
Der Deckungsbeitrag 2 (DB2) wuchs mit 17,7 Prozent
stärker als das Leasingneugeschäft und erreichte
im zweiten Quartal dieses Jahres 109,7 Mio. EUR (Q2 2022:
93,2 Mio. EUR). Das stärkste Wachstum verzeichnete
dabei die DACH-Region mit 28,0 Prozent, den
größten Beitrag leistete mit einem
Deckungsbeitrag von 30,0 Mio. EUR die Region Westeuropa
(ohne DACH).
| Mio. EUR | Q2 2023 | Q2 2022 | Veränderung (%) | Q1 - Q2 2023 | Q1 - Q2 2022 | Veränderung (%) |
| DB1 | 65,8 | 61,4 | 7,3 | 124,8 | 117,0 | 6,7 |
| DB2 | 109,7 | 93,2 | 17,7 | 211,7 | 176,4 | 20,0 |
| DACH | 21,7 | 17,0 | 28,0 | 39,6 | 32,5 | 22,0 |
| Westeuropa (ohne DACH) | 30,0 | 25,4 | 18,0 | 58,7 | 49,1 | 19,6 |
| Südeuropa | 26,6 | 25,5 | 4,4 | 53,0 | 47,5 | 11,6 |
| Nord-/Osteuropa | 23,8 | 19,3 | 23,3 | 46,3 | 36,0 | 28,7 |
| Übrige Regionen | 7,5 | 6,0 | 25,4 | 14,1 | 11,4 | 23,6 |
Die DB2-Marge erreichte im Berichtsquartal einen Wert
von 16,9 Prozent. Sie ist ein Maß für die
prognostizierte Profitabilität des neu abgeschlossenen
Leasingportfolios. Mit dem aktuellen Wert lag die Marge
einen Prozentpunkt über dem Niveau des
Vorjahresquartals (Q2 2022: 15,9 Prozent). Die aktuelle
Entwicklung bedeutet zudem eine Verbesserung der Marge
trotz des volatilen Zinsumfeldes und der zunehmenden
Rezessionsrisiken. So hatte die DB2-Marge im ersten Quartal
dieses Jahres 16,7 Prozent betragen, der Jahresdurchschnitt
2022 lag bei 16,1 Prozent. Neben den übrigen Regionen
(+2,2 Prozentpunkte) konnten wir die DB2-Marge insbesondere
in Südeuropa durch Fokussierung auf margenstarke
Verträge um 2,0 Prozentpunkte verbessern. In der
DACH-Region, in der wir die Konditionen im Wesentlichen
aufgrund von Rahmenverträgen mit größeren
Kunden zeitversetzt anpassen konnten, realisierten wir im
Berichtsquartal eine Verbesserung der DB2-Marge um 1,1
Prozentpunkte.
Die DB1-Marge des Leasingneugeschäfts lag im
zweiten Quartal 2023 bei 10,1 Prozent und damit nahezu auf
dem Niveau des Vorjahresquartals (10,4 Prozent in Q2 2022).
Die aus den Leasingverträgen resultierenden
prozentualen Margen unterscheiden sich je nach
Ticketgröße. Verträge mit einem
Nettoanschaffungswert von weniger als 25.000 EUR werden
tendenziell mit höheren Margen abgeschlossen. So
erwirtschafteten wir im zweiten Quartal 2023 mit
Verträgen mit einem Nettoanschaffungswert kleiner 25
TEUR eine DB2-Marge von 17,6 Prozent. Im Vergleich dazu
erzielten wir mit größeren Verträgen
(Nettoanschaffungswert größer 25 TEUR) eine
DB2-Marge von 15,8 Prozent. Wichtig ist jedoch ebenfalls
die Betrachtung der absoluten Deckungsbeiträge. Der
Anteil der größeren Verträge am gesamten
Deckungsbeitrag liegt mit 41,1 Mio. EUR bei 37,4 Prozent,
wobei diese Vertragsgruppe nur 6,0 Prozent aller
abgeschlossenen Verträge beinhaltet.
| Prozent | Q2 2023 | Q2 2022 | Veränderung (pp) | Q1 - Q2 2023 | Q1 - Q2 2022 | Veränderung (pp) |
| DB1-MARGE | 10,1 | 10,4 | - 0,3 | 9,9 | 10,8 | - 0,9 |
| DB2-MARGE | 16,9 | 15,9 | 1,0 | 16,8 | 16,2 | 0,6 |
| DACH | 13,2 | 12,1 | 1,1 | 12,9 | 12,6 | 0,3 |
| Westeuropa (ohne DACH) | 17,6 | 17,2 | 0,4 | 17,8 | 17,6 | 0,2 |
| Südeuropa | 18,1 | 16,1 | 2,0 | 17,8 | 16,4 | 1,4 |
| Nord-/Osteuropa | 18,2 | 18,0 | 0,2 | 18,2 | 18,2 | 0,0 |
| Übrige Regionen | 20,5 | 18,3 | 2,2 | 20,7 | 19,1 | 1,6 |
Im Berichtsquartal erhielten wir rund 150.000
Leasinganfragen. Damit übertraf die Nachfrage nach
Leasingprodukten das Vorjahresquartal (Q2 2022: knapp
140.000). Die Umwandlungsquote entsprach mit 52,6 Prozent
dem geschäftsüblichen Niveau und blieb im
Jahresvergleich stabil (Q2 2022: 52,2 Prozent). Insgesamt
schlossen wir im Berichtszeitraum über 78.000 neue
Leasingverträge ab, im Vorjahresquartal waren es rund
72.000 Verträge.
Die durchschnittliche Ticketgröße blieb im 2.
Quartal 2023 stabil bei knapp 8.300 EUR nach rund 8.100 EUR
im vergleichbaren Vorjahresquartal. Gleichzeitig lag sie im
Rahmen der definierten Zielgröße, die eine
Fokussierung auf kleine Tickets mit einer
durchschnittlichen Ticketgröße von weniger als
10.000 EUR für das Gesamtjahr 2023 vorsieht.
Der Anteil der Verträge, die über das
eSignature-Verfahren vollständig digital abgewickelt
wurden, verringerte sich im Vorjahresvergleich
geringfügig um 2,3 Prozentpunkte auf 37,4 Prozent.
Hintergrund sind verschiedene Vertragsstrukturen im
Neugeschäftsportfolio.
Der Anteil des Direktvertriebs blieb im zweiten Quartal
dieses Jahres nahezu konstant bei 17,0 Prozent (Q2 2022:
18,3 Prozent).
Ein Blick auf das Portfolio im Leasingneugeschäft
zeigt, dass - gemessen an der Anzahl der Verträge -
die am stärksten nachgefragte Objektgruppe im zweiten
Quartal 2023 unverändert die der IT-Geräte war.
Jedoch verringerte sich ihr Anteil am Portfolio im
Vorjahresvergleich bedingt durch das deutliche Wachstum der
eBikes um 2,6 Prozentpunkte auf 26,7 Prozent. An zweiter
Stelle im Portfolio lag die Kopiertechnik, die mit 19,6
Prozent auf einen etwas geringeren Anteil als im
Vorjahresquartal kam. Das stärkste Wachstum wies die
Objektgruppe der eBikes auf und nahm um 4,4 Prozentpunkte
auf 18,7 Prozent zu. Neben den eBikes konnten auch die
Maschinen und Einrichtungen ihren Anteil ausbauen,
allerdings fiel der Zuwachs mit 0,5 Prozentpunkten gering
aus. Infolgedessen fielen die Maschinen und Einrichtungen
zurück auf Platz vier im Portfolio, während
eBikes auf Platz drei kletterten. Die verbleibenden
Objektgruppen Telekommunikationsgeräte, Medizintechnik
und Wellness, Sicherheitsgeräte und allgemeine
Bürotechnik waren im Ranking im Gesamtportfolio
stabil.
| Einheit | Q2 2023 | Q2 2022 | Veränderung | Q1 - Q2 2023 | Q1-Q2 2022 | |
| Leasinganfragen | Stück | 149.568 | 138.261 | 8,2 % | 301.803 | 272.914 |
| Leasingverträge | Stück | 78.599 | 72.192 | 8,9 % | 148.075 | 134.098 |
| Umwandlungsquote | Prozent | 52,6 | 52,2 | 0,4 pp | 49,1 | 49,1 |
| durchschnittlicher NAW | EUR | 8.274 | 8.137 | 1,7 % | 8.513 | 8.104 |
| eSignature Quote | Prozent | 37,4 | 39,7 | - 2,3 pp | 39,7 | 41,1 |
| Veränderung | |
| Leasinganfragen | 10,6 % |
| Leasingverträge | 10,4 % |
| Umwandlungsquote | 0 pp |
| durchschnittlicher NAW | 5,0 % |
| eSignature Quote | - 1,4 pp |
Das Factoring wies im zweiten Quartal 2023 ein
Neugeschäft mit einem angekauften Forderungsvolumen
von 205,4 Mio. EUR aus. Dies entspricht einem Anstieg von
7,3 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr
(Q2 2022: 191,5 Mio. EUR). Das Factoringvolumen wuchs in
allen Regionen, vor allem die jüngsten
Factoringgesellschaften in Südeuropa weiteten das
Forderungsvolumen mit 16,3 Prozent am stärksten aus.
Die volumenmäßig stärkste Region
Nord-/Osteuropa legte um 5,1 Prozent zu, Motor in dieser
Region war Großbritannien mit einem Wachstum von 19,9
Prozent. Die DACH-Region lag mit 5,0 Prozent Wachstum in
ähnlicher Größenordnung wie die Region
Nord-/Osteuropa.
| Einheit | Q2 2023 | Q2 2022 | Veränderung | Q1 - Q2 2023 | Q1 - Q2 2022 | |
| NEUGESCHÄFT FACTORING | Mio. EUR | 205,4 | 191,5 | 7,3 % | 397,4 | 366,6 |
| DACH | Mio. EUR | 76,5 | 72,9 | 5,0 % | 149,7 | 140,2 |
| Südeuropa | Mio. EUR | 43,8 | 37,6 | 16,3 % | 80,7 | 67,7 |
| Nord-/Osteuropa | Mio. EUR | 85,1 | 81,0 | 5,1 % | 167,0 | 158,7 |
| BRUTTO-MARGE | Prozent | 1,6 | 1,4 | 0,2 pp | 1,6 | 1,4 |
| DACH | Prozent | 1,5 | 1,5 | 0 pp | 1,5 | 1,5 |
| Südeuropa | Prozent | 1,7 | 1,4 | 0,3 pp | 1,7 | 1,4 |
| Nord-/Osteuropa | Prozent | 1,7 | 1,4 | 0,3 pp | 1,7 | 1,3 |
| DURSCHNITLLICHER ZEITRAUM | Tage | 41,4 | 41,6 | - 0,2 | 43,6 | 40,0 |
| Durchschnittlicher Zeitraum DACH | Tage | 26,9 | 27,8 | - 0,9 | 27,2 | 27,3 |
| Durchschnittlicher Zeitraum Südeuropa | Tage | 77,2 | 73,5 | 3,7 | 81,9 | 70,5 |
| Durchschnittlicher Zeitraum Nord-/Osteuropa | Tage | 37,5 | 38,6 | - 1,1 | 38,3 | 38,6 |
| Veränderung | |
| NEUGESCHÄFT FACTORING | 8,4 % |
| DACH | 6,8 % |
| Südeuropa | 19,3 % |
| Nord-/Osteuropa | 5,2 % |
| BRUTTO-MARGE | 0,2 pp |
| DACH | 0 pp |
| Südeuropa | 0,3 pp |
| Nord-/Osteuropa | 0,4 pp |
| DURSCHNITLLICHER ZEITRAUM | 3,6 |
| Durchschnittlicher Zeitraum DACH | - 0,1 |
| Durchschnittlicher Zeitraum Südeuropa | 11,4 |
| Durchschnittlicher Zeitraum Nord-/Osteuropa | - 0,3 |
Regionen:
DACH: Deutschland, Schweiz
Südeuropa: Italien, Portugal
Nord-/Osteuropa: Ungarn, Großbritannien, Irland,
Polen
Die Brutto-Marge im Factoring verbesserte sich im
Berichtsquartal durch die fortgesetzte Anpassung der
Konditionen an die Zinsentwicklung auf 1,6 Prozent. Im
regionalen Vergleich erzielten wir in Südeuropa sowie
in Nord-/Osteuropa mit 1,7 Prozent eine leicht
überdurchschnittliche Marge, in der DACH-Region
stabilisierte sich die Marge bei 1,5 Prozent. Insbesondere
in Portugal, wo Großkunden das Geschäft
prägen, verbesserte sich die Marge im Vergleich zum
Vorjahresquartal um 21,0 Prozent.
Die Brutto-Marge bezieht sich auf den durchschnittlichen
Zeitraum eines Factoringgeschäfts von rund 41 Tagen im
Berichtsquartal. Aufgrund unterschiedlicher Zahlungsfristen
und unterschiedlichen Zahlungsverhaltens fällt der
durchschnittliche Zeitraum in der DACH-Region mit 27 Tagen
deutlich geringer aus als Nord-/Osteuropa mit 38 und
Südeuropa mit 77 Tagen. Der Vergleich der
durchschnittlichen Zeiträume zeigt, dass sich die
Zahlungsziele in der DACHRegion sowie in Nord-/Osteuropa
geringfügig um einen Tag verkürzt haben,
während sie sich in Südeuropa um 4 Tage
verlängert haben. In Südeuropa nutzten
Unternehmen zunehmend die Möglichkeit, Zahlungsziele
zu verlängern.
Das Kreditneugeschäft der GENKE Bank belief sich im
zweiten Quartal 2023 auf 11,0 Mio. EUR nach 13,6 Mio. EUR
im Vorjahresquartal. In der ersten Jahreshälfte 2023
ergab sich kumuliert ein Kreditneugeschäft von 23,8
Mio. EUR, im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es 29,4
Mio. EUR. Das Kreditneugeschäft beinhaltet
ausschließlich die im Rahmen des "Mikrokreditfonds
Deutschland" vergebenen Kredite, bei denen die GRENKE Bank
staatlich geförderte Mikrofinanzierungen zwischen
1.000 und 25.000 EUR anbietet.
Aus der Veränderung der Wechselkurse ergaben sich
im zweiten Quartal des Jahres 2023 negative
Währungseffekte in Bezug auf das
Neugeschäftsvolumen von Leasing und Factoring in
Höhe von 2,2 Mio. EUR. Das bedeutet, dass sich unter
der Annahme identischer Wechselkurse aus dem zweiten
Quartal 2022 das Neugeschäftsvolumen im zweiten
Quartal 2023 im Leasing um 3,9 Mio. EUR höher und im
Factoring um 1,8 Mio. EUR niedriger gezeigt hätte. Die
Währungseffekte resultierten überwiegend aus
einer Aufwertung des Schweizer Franken, der eine Abwertung
des Britischen Pfund, der Schwedischen Krone und des
Australischen Dollar gegenüberstand.
Die ausgewählten Angaben aus der Konzern-Gewinn-und
Verlustrechnung werden für das laufende Quartal
isoliert sowie für den Berichtszeitraum und auf Basis
der Segmentergebnisse erläutert.
Die Zinsen und ähnliche Erträge aus unserem
Finanzierungsgeschäft lagen im zweiten Quartal 2023
bei 113,6 Mio. EUR und damit um 10,2 Mio. EUR über dem
Vorjahreswert (Q2 2022: 103,4 Mio. EUR). Das starke
Wachstum des Neugeschäfts der letzten Quartale zeigt
sich im Zinsertrag aus den Leasingforderungen. Zugleich
wird sich die verbesserte Margensituation infolge der
angepassten Konditionierung im Leasingneugeschäft erst
über die nächsten Quartale verstärkt in den
Zinserträgen widerspiegeln. Die Aufwendungen aus der
Verzinsung der Refinanzierung und des
Einlagengeschäfts stiegen hauptsächlich getrieben
durch das dynamisch gestiegene Zinsniveau der letzten
Quartale um 13,6 Mio. EUR auf 29,5 Mio. EUR (Q2 2022: 15,9
Mio. EUR).
Dabei lag die Kompensationsquote, die angibt, wieviel
mehr an Zinsertrag (Q2 2023: 10,2 Mio. EUR) wir relativ zum
gestiegenen Zinsaufwand (Q2 2023: 13,6 Mio. EUR) generieren
konnten, im zweiten Quartal 2023 bereits bei 75 Prozent. Im
ersten Quartal dieses Jahres betrug die Kompensationsquote
noch 64 Prozent.
Im Saldo sank das Zinsergebnis im zweiten Quartal 2023
nur leicht um 3,5 Mio. EUR auf 84,0 Mio. EUR (Q2 2022: 87,5
Mio. EUR). Infolge des bereits konservativen Risikoansatzes
aus den Vorquartalen und des unverändert soliden
Zahlungsverhaltens unserer Kund:innen sanken die
Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge
im Berichtsquartal um 6,6 Mio. EUR auf 21,5 Mio. EUR (Q2
2022: 28,1 Mio. EUR). Dies führte zu einer insgesamt
positiven Entwicklung in der Risikovorsorge, sodass sich
unsere Schadenquote (Aufwendungen für
Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Verhältnis
zum Vermietvolumen) im zweiten Quartal 2023 auf 0,9 Prozent
(Q2 2022: 1,3 Prozent) verbesserte.
Die gestiegenen Zinserträge sowie die im
Vorjahresvergleich rückläufige Risikovorsorge
konnten den Anstieg der Zinsaufwendungen
überkompensieren, sodass unser Zinsergebnis nach
Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Berichtsquartal um
3,2 Mio. EUR auf 62,6 Mio. EUR (Q2 2022: 59,4 Mio. EUR)
anstieg.
| TEUR | Q2 2023 | Q2 2022 | Veränderung (%) |
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft | 113.567 | 103.385 | 9,8 |
| Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts | 29.536 | 15.927 | 85,5 |
| ZINSERGEBNIS | 84.031 | 87.458 | - 3,9 |
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 21.447 | 28.071 | - 23,6 |
| ZINSERGEBNIS NACH SCHADENSABWICKLUNG UND RISIKOVORSORGE | 62.584 | 59.387 | 5,4 |
| Ergebnis aus dem Servicegeschäft | 32.747 | 29.986 | 9,2 |
| Ergebnis aus dem Neugeschäft | 12.778 | 8.181 | 56,2 |
| Verwertungsmehr-(+)/-minder(-)ergebnis | 1.049 | 434 | > 100 |
| OPERATIVE ERTRÄGE INSGESAMT | 109.158 | 97.988 | 11,4 |
| Personalaufwand | 43.979 | 35.040 | 25,5 |
| davon Gesamtvergütung | 36.039 | 28.786 | 25,2 |
| davon fixe Vergütung | 30.873 | 24.141 | 27,9 |
| davon variable Vergütung | 5.166 | 4.645 | 11,2 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) | 27.082 | 26.206 | 3,3 |
| davon IT-Projektaufwand | 3.542 | 2.158 | 64,1 |
| KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN | 31.305 | 28.554 | 9,6 |
| KONZERNERGEBNIS | 24.540 | 20.922 | 17,3 |
| ERGEBNIS JE AKTIE (EUR, VERWÄSSERT/UNVERWÄSSERT) | 0,55 | 0,46 | 19,6 |
Das Ergebnis aus unserem Servicegeschäft nahm im
zweiten Quartal 2023 um 2,7 Mio. EUR auf 32,7 Mio. EUR (Q2
2022: 30,0 Mio. EUR) zu, was auf den erhöhten Bestand
des Leasingportfolios zurückzuführen ist. Unser
Ergebnis aus dem Neugeschäft stieg im Berichtsquartal
infolge der positiven Neugeschäftsentwicklung um 4,6
Mio. EUR auf 12,8 Mio. EUR (Q2 2022: 8,2 Mio. EUR). Das
Verwertungsergebnis lag bei 1,0 Mio. EUR (Q2 2022: 0,4 Mio.
EUR).
Die niedrigeren Aufwendungen für Schadensabwicklung
und Risikovorsorge sowie die Ergebnisse aus dem
Servicegeschäft und Neugeschäft führten im
Wesentlichen zu einem Zuwachs unserer operativen
Erträge im zweiten Quartal 2023 um 11,2 Mio. EUR auf
109,2 Mio. EUR (Q2 2022: 98,0 Mio. EUR).
Unsere größte Aufwandsposition im Konzern,
der Personalaufwand, nahm im zweiten Quartal 2023 um 9,0
Mio. EUR auf 44,0 Mio. EUR (Q2 2022: 35,0 Mio. EUR) zu. Der
erwartungsgemäße Anstieg des Personalaufwands
resultierte zum einen aus der gestiegenen Mitarbeiteranzahl
sowie aus einer Anpassung der Gehälter an eine
attraktivere marktübliche Vergütung mit einem
verringerten variablen Vergütungsbestandteil, aber
auch infolge einer konzernweiten inflationsbedingten
Anhebung der Grundvergütung im August 2022 um ca. 3,5
Prozent. Die fixe Vergütung beträgt im
Berichtszeitraum 30,9 Mio. EUR (Q2 2022: 24,1 Mio. EUR) und
die variable Vergütung 5,2 Mio. EUR (Q2 2022: 4,6 Mio.
EUR). Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten
auf Basis Vollzeitbeschäftigter lag aufgrund von
Neueinstellungen im Berichtsquartal bei 2.052 und damit 206
über dem Vorjahreswert (Q2 2022: 1.846).
Unsere Abschreibungen und Wertminderungen lagen im
Berichtsquartal nahezu unverändert bei 6,6 Mio. EUR
(Q2 2022: 6,9 Mio. EUR). Unser Vertriebs- und
Verwaltungsaufwand stieg um 0,9 Mio. EUR auf 27,1 Mio. EUR
(Q2 2022: 26,2 Mio. EUR) an. Zum Anstieg der
Personalnebenkosten sowie Energiepreise wirkte
gegenläufig die Reduktion der Rechts-, Beratungs- und
Prüfungskosten. Der Saldo aus den sonstigen
betrieblichen Erträgen und Aufwendungen lag im zweiten
Quartal 2023 bei - 2,9 Mio. EUR (Q2 2022: - 1,9 Mio. EUR).
Darin spiegeln sich insbesondere Währungseffekte
wider, welche größtenteils auf die Umrechnung
von türkischer Lira (TRY) in Höhe von 2,2 Mio.
EUR zurückzuführen sind. In der Türkei
wirken vor allem die Effekte aus der Bewertung
Hochinflation gemäß IAS 29. Die
überwiegenden Effekte bei anderen Währungen
betragen für polnische Zloty (PLN) 0,6 Mio. EUR,
chilenische Peso (CLP) 0,4 Mio. EUR, ungarische Forint
(HUF) 0,4 Mio. EUR oder kanadische Dollar (CAD) 0,3 Mio.
EUR und sind auf derivative Sicherungsgeschäfte
zurückzuführen, welche sich ökonomisch
über die Gesamtperiode ausgleichen. Teilweise
kompensiert wird dies periodisch zudem durch die
erfolgsneutrale Währungsumrechnung in Höhe von
1,0 Mio. EUR im sonstigen Ergebnis der
Konzern-Gesamtergebnisrechnung. Da dies hauptsächlich
die Umrechnung der Leasingforderungen in
Fremdwährungsländern betrifft, wird dieser Effekt
in einer anderen Position gezeigt als die o.g.
Umrechnungseffekte aus den Derivaten. Zudem erfolgt die
Umrechnung der Leasingforderungen jeweils zum
Stichtagskurs, wohingegen die Derivate zu Marktwerten auf
Basis der zum Stichtag geltenden Devisenterminkurse
bewertet sind. Dieser Unterschied und der daraus
resultierende Bewertungseffekt gleicht sich über die
Laufzeit der Sicherungsbeziehungen aus.
Unser operatives Ergebnis im zweiten Quartal 2023 lag
bei 28,6 Mio. EUR und stieg um 0,6 Mio. EUR an (Q2 2022:
28,0 Mio. EUR). Der Saldo aus sonstigen Zinserträgen
und Zinsaufwendungen verbesserte sich auf 0,4 Mio. EUR (Q2
2022: - 2,1 Mio. EUR).
Unser Konzernergebnis vor Steuern nahm um 2,7 Mio. EUR
auf 31,3 Mio. EUR (Q2 2022: 28,6 Mio. EUR) zu.
Unsere Steuerquote reduzierte sich auf 21,6 Prozent (Q2
2022: 26,7 Prozent). Unser Konzernergebnis liegt bei 24,5
Mio. EUR und damit um 3,6 Mio. EUR über dem
Vorjahresquartal (Q2 2022: 20,9 Mio. EUR). Die durch die
Konsolidierung der Franchisegesellschaften auszuweisenden
Ergebnisanteile der nicht beherrschenden Anteilseigner
lagen bei - 1,0 Mio. EUR (Q2 2022: - 0,8 Mio. EUR). Die
Vergleichbarkeit ist aufgrund des Erwerbs von Anteilen
mehrerer Franchisegesellschaften im ersten und zweiten
Quartal 2023 eingeschränkt, hier wird auf die
Ausführungen in Tz. 12 des Anhangs verwiesen. Das
Ergebnis je Aktie stieg in der Folge im zweiten Quartal
2023 auf 0,55 EUR (Q2 2022: 0,46 EUR).
Trotz der guten Ergebnisentwicklung insgesamt stieg
unsere Cost-Income-Ratio (CIR) im zweiten Quartal 2023 um
5,5 Prozentpunkte auf 59,5 Prozent (Q2 2022: 54,0 Prozent),
im Vergleich zum vierten Quartal 2022 (57,6 Prozent)
erhöhte sich die CIR um 1,9 Prozentpunkte. Dieser
Anstieg hat im Wesentlichen zwei Gründe. Einerseits
ist das Income der CIR vor Risikovorsorge ermittelt, sodass
sich die gute Entwicklung der operativen Erträge
insgesamt hier nicht durchschlägt. Andererseits sind
die Aufwendungen vor allem für Personal - geprägt
durch den zuvor beschriebenen Basiseffekt aus 2022 -
gestiegen.
Die ausgewählten Angaben zur Gewinn- und
Verlustrechnung haben sich im Halbjahresvergleich im
Wesentlichen analog zum Quartal entwickelt.
Unser Zinsergebnis reduzierte sich im ersten Halbjahr
2023 geringfügig um 7,2 Mio. EUR auf 168,0 Mio. EUR
(Q1 - Q2 2022: 175,3 Mio. EUR). Dabei konnten wir die im
Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 24,3 Mio. EUR
höheren Zinsaufwendungen durch die deutlich
gestiegenen Kapitalmarktzinsen zu 70 Prozent durch
höhere Zinserträge aufgrund von
Konditionsanpassungen kompensieren.
Das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und
Risikovorsorge stieg um 4,5 Mio. EUR auf 120,1 Mio. EUR (Q1
- Q2 2022: 115,6 Mio. EUR).
Unsere operativen Erträge erhöhten sich um
19,5 Mio. EUR auf 208,8 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: 189,3 Mio.
EUR).
Das operative Ergebnis sank um 1,3 Mio. EUR auf 52,4
Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: 53,7 Mio. EUR).
Unser Konzernergebnis lag bei 40,4 Mio. EUR (Q1 - Q2
2022: 41,5 Mio. EUR).
Die Schadenquote reduzierte sich entsprechend der
positiven Entwicklung der Risikovorsorge auf 1,0 Prozent
(Q1 - Q2 2022: 1,3 Prozent).
| TEUR | Q1 - Q2 2023 | Q1 - Q2 2022 | Veränderung (%) |
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft | 222.068 | 205.021 | 8,3 |
| Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts | 54.035 | 29.756 | 81,6 |
| ZINSERGEBNIS | 168.033 | 175.265 | - 4,1 |
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 47.887 | 59.652 | - 19,7 |
| ZINSERGEBNIS NACH SCHADENSABWICKLUNG UND RISIKOVORSORGE | 120.146 | 115.613 | 3,9 |
| Ergebnis aus dem Servicegeschäft | 63.109 | 57.989 | 8,8 |
| Ergebnis aus dem Neugeschäft | 24.590 | 15.257 | 61,2 |
| Verwertungsmehr-(+)/-minder(-)ergebnis | 936 | 410 | > 100 |
| OPERATIVE ERTRÄGE INSGESAMT | 208.781 | 189.269 | 10,3 |
| Personalaufwand | 85.268 | 68.015 | 25,4 |
| davon Gesamtvergütung | 69.690 | 55.911 | 24,6 |
| davon fixe Vergütung | 60.249 | 46.214 | 30,4 |
| davon variable Vergütung | 9.441 | 9.697 | - 2,6 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) | 50.997 | 51.037 | - 0,1 |
| davon IT-Projektaufwand | 6.900 | 4.173 | 65,3 |
| KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN | 51.776 | 55.566 | - 6,8 |
| KONZERNERGEBNIS | 40.399 | 41.459 | - 2,6 |
| ERGEBNIS JE AKTIE (EUR, VERWÄSSERT/UNVERWÄSSERT) | 0,74 | 0,72 | 2,8 |
Die Ergebnisse des Leasingsegments konnten den
gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen trotzen, da vor
allem das Zahlungsverhalten unserer Kund:in-nen
unverändert stabil blieb, sodass sich der Aufwand
für Schadensabwicklung und Risikovorsorge verringerte.
Entsprechend stiegen in diesem Segment unsere operativen
Erträge um 14,8 Mio. EUR auf 188,0 Mio. EUR (Q1 - Q2
2022: 173,2 Mio. EUR).
* Das Segmentergebnis ging zurück und lag
bei 49,9 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: 52,5 Mio. EUR).
Die operativen Erträge im Segment Bank stiegen im
Berichtszeitraum an und lagen bei 17,6 Mio. EUR (Q1 - Q2
2022*: 12,8 Mio. EUR), was hauptsächlich aus der
gesunkenen Risikovorsorge für frühere
Kreditportfolien resultiert. Bei gestiegenen
Personalaufwendungen sowie aufgrund von
Währungseffekten erreichten wir ein Segmentergebnis
von 4,3 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: 1,9 Mio. EUR).
Im Segment Factoring blieben unsere operativen
Erträge im Berichtszeitraum nahezu unverändert
bei 3,2 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: 3,3 Mio. EUR). Die Erfolge
der getätigten Investitionen in die
Vertriebsinfrastruktur zeigen ihre Wirkung in den
operativen externen Erträgen, jedoch wirken die
höheren Aufwendungen aufgrund des gestiegenen
Zinsniveaus gegenläufig. Demzufolge und im
Wesentlichen aufgrund gestiegener Personalkosten reduzierte
sich das Ergebnis des Segments auf - 1,7 Mio. EUR (Q1 - Q2
2022: - 0,6 Mio. EUR).
Die Eigenkapitalquote liegt mit 19,8 Prozent im Bereich
unserer Erwartungen und weiterhin auf hohem Niveau.
Der operative Cashflow liegt deutlich über dem des
Vorjahres.
Unsere stärkere Forcierung des
Einlagengeschäfts als Refinanzierungssäule zeigt
sich im Refinanzierungsmix.
Steigende Leasingforderungen spiegeln die positive
Neugeschäftsentwicklung wider.
Im GRENKE Konzern legen wir einen besonderen Fokus auf
eine angemessene Liquiditätsausstattung, um so
flexibel auf Marktgegebenheiten reagieren zu können.
Zudem ist der Konzern aufgrund aufsichtsrechtlicher
Vorgaben verpflichtet, einen Liquiditätspuffer
vorzuhalten.
| TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 | Veränderung (%) |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | 2.271.622 | 2.443.391 | - 7,0 |
| davon Finanzschulden | 2.019.978 | 2.247.666 | - 10,1 |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | 3.110.655 | 2.637.185 | 18,0 |
| davon Finanzschulden | 3.018.656 | 2.547.052 | 18,5 |
| Eigenkapital | 1.324.780 | 1.332.167 | - 0,6 |
| BILANZSUMME | 6.707.057 | 6.412.743 | 4,6 |
| Eigenkapitalquote (in Prozent) | 19,8% | 20,8% | - 1,0 pp |
Auf der Passivseite zeigt sich die steigende Bilanzsumme
insbesondere in der Zunahme der Finanzschulden um insgesamt
243,9 Mio. EUR auf 5,0 Mrd. EUR (31. Dezember 2022: 4,8
Mrd. EUR). Der größte Anteil unserer
Finanzschulden entfiel weiterhin auf die kurz- und
langfristigen Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung, die
gegenüber dem Jahresende 2022 nahezu unverändert
bei 3,5 Mrd. EUR (31. Dezember 2022: 3,6 Mrd. EUR) blieben.
Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus dem
Einlagengeschäft der GRENKE Bank stiegen hingegen in
Summe um 384,1 Mio. EUR auf 1,5 Mrd. EUR an (31. Dezember
2022: 1,2 Mrd. EUR).
Das Eigenkapital blieb zum 30. Juni 2023 mit 1,3 Mrd.
EUR (31. Dezember 2022: 1,3 Mrd. EUR) nahezu
unverändert. Dem in der Berichtsperiode
erwirtschafteten Konzernergebnis in Höhe von 40,4 Mio.
EUR standen hauptsächlich die Ausschüttung einer
Dividende (20,9 Mio. EUR), die Zinszahlung für das
Hybridkapital (12,9 Mio. EUR) sowie Transaktionen mit NCI
(16,9 Mio. EUR), welche durch den Erwerb der
Franchiseanteile begründet sind, gegenüber.
Positiv wirkte dagegen der Effekt aus der erfolgsneutralen
Währungsumrechnung (3,3 Mio. EUR). Aufgrund der
gestiegenen Bilanzsumme und des nahezu unveränderten
Eigenkapitals veränderte sich die Eigenkapitalquote
zum 30. Juni 2023 auf 19,8 Prozent (31. Dezember 2022: 20,8
Prozent). Die Eigenkapitalquote übertraf damit
weiterhin das selbst gesteckte Ziel des Konzerns von
mindestens 16 Prozent.
Unser Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit betrug im ersten Halbjahr 2023
225,7 Mio. EUR und lag damit deutlich über dem
Vorjahreswert (Q1 - Q2 2022: - 292,2 Mio. EUR). Ursache
hierfür ist im Wesentlichen die Zunahme des
Einlagengeschäfts und den damit verbundenen
Mittelzuflüssen. Die ausgewählten Angaben aus der
Konzernkapitalflussrechnung und deren Entwicklung werden im
Folgenden erläutert.
| TEUR | Q1 - Q2 2023 | Q1 - Q2 2022 | Veränderung (%) |
| - Investitionen für neue Leasingforderungen | - 1.297.685 | - 1.113.207 | 16,6 |
| + Zugang neue Refinanzierungen (ohne Einlagengeschäft) | 807.454 | 923.414 | - 12,6 |
| + Netto-Zugang/Abgang Einlagengeschäft | 384.065 | - 303.474 | < - 100 |
| (I) CASHFLOW NEUGESCHÄFT | - 106.166 | - 493.267 | - 78,5 |
| + Zahlungen Leasingnehmer | 1.189.114 | 1.149.770 | 3,4 |
| - Zahlungen/Rückzahlungen Refinanzierungen (ohne Einlagengeschäft) | - 999.433 | - 970.005 | 3,0 |
| (II) CASHFLOW BESTANDSGESCHÄFT | 189.681 | 179.765 | 5,5 |
| (III) ÜBRIGE CASHFLOWS LAUFENDE GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 142.159 | 21.293 | > 100 |
| CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT (I) + (II) + (III) | 225.674 | - 292.209 | < - 100 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 19.933 | - 3.353 | > 100 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 40.634 | - 43.468 | - 6,5 |
| SUMME DER CASHFLOWS | 165.107 | - 339.030 | < - 100 |
Der Cashflow aus Investitionen für neue
Leasingforderungen umfasst die Nettoanschaffungswerte
für neu erworbene Leasingobjekte und die direkt mit
dem Vertragsabschluss entstehenden Kosten. Aufgrund des
höheren Neugeschäftsvolumens stiegen die
Investitionen für neue Leasingforderungen im ersten
Halbjahr 2023 auf 1.297,7 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: 1.113,2
Mio. EUR). Diesen stehen die Einzahlungen aus der Zunahme
der Refinanzierung in Höhe von 807,5 Mio. EUR nach
923,4 Mio. EUR in der Vorjahresperiode gegenüber. Der
Cashflow aus dem Einlagengeschäft der GRENKE Bank
erhöhte sich auf 384,1 Mio. EUR nach - 303,5 Mio. EUR
in der Vorjahresperiode. In Summe stieg unser Cashflow aus
Investitionen in das Neugeschäft auf - 106,2 Mio. EUR
(Q1 - Q2 2022: - 493,3 Mio. EUR).
Im ersten Halbjahr 2023 wurden 999,4 Mio. EUR (Q1 - Q2
2022: 970,0 Mio. EUR) an Refinanzierungen getilgt bzw.
zurückgezahlt. Der Cashflow aus dem
Bestandsgeschäft stieg leicht auf 189,7 Mio. EUR (Q1 -
Q2 2022: 179,8 Mio. EUR).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag im
ersten Halbjahr 2023 bei - 19,9 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: -
3,4 Mio. EUR). Hierin enthalten sind hauptsächlich die
Kaufpreiszahlungen für die Übernahme der
ehemaligen Leasing-Franchisegesellschaften in Australien
sowie den Factoring-Franchisegesellschaften in Irland,
Großbritannien und Polen von 14,5 Mio. EUR (Vorjahr:
0,3 Mio. EUR). Zudem wurde im Berichtszeitraum eine
Kaufpreiszahlung von 3,0 Mio. EUR für den Erwerb einer
Minderheitsbeteiligung an der Miete24 P4Y GmbH geleistet.
Die Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und
immateriellen Vermögensgegenständen betrugen 2,5
Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: 3,1 Mio. EUR).
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im
Berichtszeitraum - 40,6 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: -43,5 Mio.
EUR). Die wesentlichen Positionen waren die
Ausschüttung der Dividenden für das
vorangegangene Geschäftsjahr von 20,9 Mio. EUR (Q1 -
Q2 2022: 23,7 Mio. EUR) und Zinszahlungen auf das
Hybridkapital von 12,9 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: 12,9 Mio.
EUR). Aus der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten
ergab sich zudem ein Mittelabfluss von 6,8 Mio. EUR (Q1 -Q2
2022: 6,8 Mio. EUR).
Somit lag die Summe der Cashflows im ersten Halbjahr
2023 bei 165,1 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: - 339,0 Mio. EUR).
Der Bestand an Zahlungsmitteln und
Zahlungsmitteläquivalenten stieg zum Stichtag 30. Juni
2023 entsprechend auf 613,7 Mio. EUR nach 448,6 Mio. EUR
zum 31. Dezember 2022.
Dank unseres ausgewogenen Liquiditätsmanagements
verfügen wir über eine solide
Liquiditätsausstattung und eine diversifizierte
Refinanzierungsstruktur und erfüllten im
Berichtszeitraum jederzeit unsere Zahlungsverpflichtungen.
Zur Refinanzierung stehen uns umfangreiche Instrumente
zur Verfügung, die je nach Marktbedingungen im Rahmen
der Gesamtstrategie eingesetzt werden. Im Wesentlichen
basiert die Finanzierung über Fremdkapital auf drei
Säulen: den Senior-Unsecured-Instrumenten, die im
Wesentlichen auf unser Rating abstellen wie Anleihen,
Schuldverschreibungen und Commercial Paper, dem
Einlagengeschäft inklusive der Förderdarlehen bei
der GRENKE BANK AG sowie der forderungsbasierten
Finanzierung, vor allem ABCP-Programme. Dabei vermeiden wir
Fristentransformation auf Portfolioebene und reduzieren
dadurch Zinsänderungs- und
Anschlussfinanzierungsrisiken auf Portfolioebene auf ein
Minimum. Dank unseres breiten Refinanzierungsmixes
können wir je nach Bedarf und Marktlage die einzelnen
Säulen gezielt nutzen und den Anteil ausbauen oder
reduzieren. Gleichzeitig wollen wir allerdings aus
strategischen Gründen in allen drei Säulen aktiv
sein.
Der Refinanzierungsmix bezogen auf die
Refinanzierungssäulen des GRENKE Konzerns verteilte
sich zum 30. Juni 2023 wie folgt:
| Mio. EUR | 30.06.2023 | Anteil in % | 31.12.2022 | Anteil in % |
| GRENKE Bank | 1.566 | 31 | 1.208,0 | 25 |
| Senior-Unsecured | 2.483 | 48 | 2.573,0 | 52 |
| Asset-Backed | 1.094 | 21 | 1.137,0 | 23 |
| SUMME | 5.143 | 100 | 4.918,0 | 100 |
Der Anstieg der Refinanzierungsvolumina um 225,1 Mio.
EUR auf 5.143,0 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 4.917,9 Mio.
EUR) resultiert im Wesentlichen aus dem gestiegenen
Neugeschäft und des damit einhergehenden erhöhten
Refinanzierungsbedarfs für unser Leasinggeschäft.
Dieser Anstieg wurde vor allem durch Einlagen der GRENKE
BANK AG gedeckt.
Die Refinanzierung über Kundeneinlagen der GRENKE
BANK AG erhöhte sich zum Stichtag 30. Juni 2023 auf
1.534,7 Mio. EUR nach 1.150,7 Mio. EUR zum 31. Dezember
2022 sowie 1.108,5 Mio. EUR zum vergleichbaren Zeitpunkt
des Vorjahres. Dies entspricht einem Anstieg von 33,4
Prozent seit dem 31. Dezember 2022 und begründet sich
in einer stärkeren Nutzung der GRENKE Bank aufgrund
des aktuell herausfordernden Marktumfelds.
Im Berichtszeitraum wurden aber auch zwei neue Anleihen
mit einem Gesamtvolumen von nominal 110,0 Mio. EUR
emittiert sowie zwei bestehende Anleihen mit insgesamt
174,3 Mio. EUR aufgestockt. Darüber hinaus emittierte
der GRENKE Konzern ein Schuldscheindarlehen über 20,0
Mio. CHF. Im kurzfristigen Bereich wurden sechs Commercial
Paper mit einem Gesamtvolumen von 105,0 Mio. EUR emittiert.
Planmäßig getilgt wurden im Berichtszeitraum
eine Anleihe mit einem Gesamtvolumen von 267,0 Mio. EUR,
ein Schuldscheindarlehen über 19,0 Mio. EUR sowie
Commercial Paper über 100,0 Mio. EUR.
Im ersten Halbjahr 2023 wurde die bestehende syndizierte
revolvierende Kreditfazilität über 250,0 Mio. EUR
gekündigt und eine neue syndizierte revolvierende
Kreditfazilität mit einem Gesamtvolumen von 370,0 Mio.
EUR (die Inanspruchnahme kann auch teilweise in Schweizer
Franken und Britischen Pfund erfolgen) unterzeichnet. Die
Kreditfazilität unterliegt einer Laufzeit von drei
Jahren mit einer Verlängerungsoption von weiteren zwei
Jahren.
Weitere Informationen zu unseren Instrumenten der
Refinanzierung und den erfolgten
Refinanzierungsmaßnahmen im Berichtszeitraum sind im
Konzernanhang unter Tz. 5 "Finanzschulden" dargestellt.
Die offenen Kreditlinien des Konzerns (d.h. Banklinien
plus verfügbarem Volumen aus Anleihen und Commercial
Paper) betrugen zum Stichtag 3.863,2 Mio. EUR, 540,0 Mio.
HUF und 40,0 Mio. PLN (31. Dezember 2022: 3.671,1 Mio. EUR,
540,0 Mio. HUF, 40,0 Mio. PLN und 40,0 Mio. HRK).
Im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2022 nahm
unsere Bilanzsumme zum 30. Juni 2023 um 294,3 Mio. EUR auf
6,7 Mrd. EUR (31. Dezember 2022: 6,4 Mrd. EUR) zu.
Die Zunahme unserer Vermögenslage zum 30. Juni 2023
resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der kurz- und
langfristigen Leasingforderungen sowie der Zahlungsmittel.
Unsere größte Bilanzposition, die
Leasingforderungen, stieg dabei aufgrund der positiven
Neugeschäftsentwicklung um 185,9 Mio. EUR auf 5,4 Mrd.
EUR gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2022
(31. Dezember 2022: 5,2 Mrd. EUR) an.
| TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 | Veränderung (%) |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 3.095.616 | 2.847.293 | 8,7 |
| davon Zahlungsmittel | 615.815 | 448.844 | 37,2 |
| davon Leasingforderungen | 2.115.512 | 1.985.059 | 6,6 |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 3.611.441 | 3.565.450 | 1,3 |
| davon Leasingforderungen | 3.314.318 | 3.258.885 | 1,7 |
| SUMME VERMÖGENSWERTE | 6.707.057 | 6.412.743 | 4,6 |
Die Zahlungsmittel erhöhten sich um 167,0 Mio. EUR
auf 615,8 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 448,8 Mio. EUR).
Dabei befanden sich zum 30. Juni 2023 453,1 Mio. EUR (31.
Dezember 2022: 326,6 Mio. EUR) der Zahlungsmittel auf
Konten der Deutschen Bundesbank.
Im zweiten Quartal 2023 wurde die Beteiligung an der
Miete24 PAY GmbH im GRENKE Konzern erstmalig nach der
Equity-Methode in Höhe von 3,0 Mio. EUR bilanziert.
Für weitere Informationen zur Beteiligung wird auf den
Konzernanhang unter Tz.12 "Änderungen im
Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr 2023" verwiesen.
Bezüglich der Angaben über die Beziehungen zu
nahestehenden Unternehmen und Personen wird auf die
Ausführungen in Tz. 14 des Anhangs zum verkürzten
Konzernzwischenabschluss verwiesen.
Als gesamtwirtschaftlicher Risikofaktor ist vor allem
das infolge der restriktiven Geldpolitik erhöhte und
weiter steigende Zinsniveau zu sehen. Höhere Zinsen
gelten im Allgemeinen als Hemmnis für die Konsum- und
Investitionsnachfrage und können das
Wirtschaftswachstum schwächen. Wie in Kapitel 2.3.1
beschrieben, fördern höhere Zinsen in gewisser
Hinsicht aber auch die Nachfrage nach Leasingprodukten.
Trotz der gegenwärtigen Rezessionssorgen erwartet der
Vorstand daher für das laufende Geschäftsjahr
2023 ein weiter wachsendes Leasingneugeschäftsvolumen
gemäß der im Februar 2023 veröffentlichten
Guidance. Höhere Refinanzierungskosten können wir
mit einer Anpassung der Konditionen ausgleichen, allerdings
tritt hierbei eine übliche Zeitverzögerung von
circa drei Monaten ein. Die positive Entwicklung der
DB2-Marge im zweiten Quartal 2023 wird dazu beitragen, dass
die Zinserträge in den nächsten Quartalen
steigen.
Sollten unerwartete Ereignisse wie der Zusammenbruch der
Silicon Valley Bank oder die Notübernahme der Credit
Suisse durch die UBS in der Vergangenheit die
Kapitalmärkte treffen, könnte die
Volatilität wieder deutlich ansteigen und die
allgemein verfügbare Liquidität abnehmen. Jedoch
sieht der Vorstand auch im gegenwärtigen Umfeld
genügend Handlungsspielraum, um die Liquidität
für den Konzern kurz- und mittelfristig
sicherzustellen. Basis dafür sind zum einen die
aktuelle Liquiditätsausstattung sowie zum anderen
unsere Fähigkeit, das Leasingneugeschäft - und
damit den Liquiditätsbedarf - über eine
restriktivere Annahme von Leasinganfragen zu steuern.
Darüber hinaus hat die Gesellschaft unverändert
Zugang zu verschiedenen Refinanzierungsquellen.
Die Volatilität an den Zins- und
Währungsmärkten kann in unserem Geschäft
weiterhin temporär zu Bewertungseffekten führen.
Diese können sich zeitweilig insbesondere auf die
Umrechnung von Fremdwährungspositionen, die Bewertung
der Derivate oder die Bewertung von Geschäfts- und
Firmenwerten auswirken. Gleichwohl sieht der Vorstand darin
keine langfristige Beeinträchtigung der
Profitabilität des Geschäftsmodells.
Mit Bezug auf den Angriffskrieg Russlands gegen die
Ukraine sind wir überdies weder in Russland noch in
der Ukraine mit eigenen Niederlassungen vertreten und dort
finanziell auch nicht engagiert.
Über die oben geschilderten Risiken hinaus sind im
Berichtszeitraum keine weiteren wesentlichen
Veränderungen der Chancen und Risiken eingetreten,
vgl. auch unsere Darstellung im Geschäftsbericht 2022.
Hinsichtlich der künftigen Entwicklung des Konzerns
und der Tochtergesellschaften sind besondere, über das
normale Maß hinausgehende und mit dem Geschäft
verbundene Risiken nicht zu erkennen.
In seinem am 25. Juli veröffentlichten World
Economic Outlook prognostizierte der Internationale
Währungsfonds (IWF), dass sich das weltweite Wachstum
verlangsamen wird und sich die Wachstumsdifferenzen
zwischen einzelnen Regionen und Sektoren ausweiten werden.
Für die Weltwirtschaft hält der IWF im Jahr 2023
ein Wachstum von 3,0 Prozent für möglich (2022:
3,5 Prozent), wobei die Industrienationen unterhalb des
weltweiten Durchschnitts liegen werden. Die Vereinigten
Staaten sollen im Jahr 2023 mit 1,8 Prozent etwas weniger
als im Vorjahr (2022: 2,1 Prozent) wachsen. Das Wachstum in
der Eurozone wird mit geschätzten 0,9 Prozent nur rund
ein Viertel des Vorjahreswerts erreichen (2022: 3,5
Prozent). Für Deutschland erwartet der IWF, dass das
Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 Prozent
schrumpfen wird. Im Vorjahr 2022 wurde hingegen noch ein
Wachstum von 1,8 Prozent festgestellt. Für Frankreich
und Italien geht der IWF im Jahr 2023 von einem leicht
positiven Wachstum in Höhe von 0,8 und 1,1 Prozent
(2022: 2,5 und 3,7 Prozent) aus. In Spanien ist der IWF mit
einem prognostizierten Wachstum von 2,5 Prozent zwar
optimistischer, dennoch muss Spanien relativ zum Vorjahr
deutliche Wachstumseinbußen hinnehmen (2022: 5,5
Prozent).
Dem IWF zufolge ist es vor allem die weltweit
restriktivere Geldpolitik, die die globale Nachfrage
dämpft und infolgedessen das Wirtschaftswachstum
schwächt. Risiken für die künftige
Entwicklung sieht der IWF darin, dass die Inflation hoch
bleibt oder wieder ansteigen könnte, wenn es zu einer
weiteren Intensivierung des Kriegs von Russland gegen die
Ukraine oder Extremwetterszenarien kommt. Zudem steigt das
Risiko für Verwerfungen an den Finanzmärkten
dadurch, dass sich die Märkte an die steigenden Zinsen
anpassen müssen.
Der ifo-Geschäftsklimaindex für die
Leasingbranche in Deutschland verringerte sich im Juni 2023
auf 22,9 Punkte. Damit lag er unter dem Wert vom März
2023 mit 30,0 Punkten, jedoch deutlich über dem
Vorjahreswert (Juni 2022: 8,9 Punkte). Die
Leasinggesellschaften bewerteten die gegenwärtige Lage
in der Leasingbranche mit 52,0 Punkten noch positiv, ihre
Erwartungen zur Geschäftslage für die kommenden
sechs Monate erreichten hingegen im Juni 2023 mit -3,1
Punkten den negativen Bereich. Der Bundesverband deutscher
Leasing-Unternehmen (BDL) führte die Abschwächung
des Geschäftsklimaindex darauf zurück, dass die
im Juli 2022 eingeleitete Zinswende zeitverzögert
wirkt und einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im
Jahr 2023 wahrscheinlich macht. Dementsprechend könnte
sich die Nachfrage nach Investitionsgütern und damit
die Nachfrage nach Leasing abschwächen.
Aktuell ist immer noch nicht absehbar, wie sich der
russische Krieg gegen die Ukraine entwickelt und welche
wirtschaftlichen Auswirkungen die erhöhte
Teuerungsrate im Euroraum verursachen wird. Trotz dieser
Herausforderungen ist der Vorstand davon überzeugt,
dass der GRENKE Konzern gut aufgestellt ist, um seinen
profitablen Wachstumskurs fortzusetzen und seine Position
als einer der führenden Anbieter von
Finanzdienstleistungen für KMU mit Schwerpunkt auf
Small-Ticket-Finanzierungen weiter auszubauen.
Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet der
Vorstand unverändert ein Leasingneugeschäft
zwischen 2,6 und 2,8 Mrd. EUR. Dies entspricht einem
erwarteten Zuwachs zwischen 13 und 22 Prozent im Vergleich
zum vorherigen Geschäftsjahr. Mit der stabilen
Eigenkapitalausstattung verfügt der Konzern über
die notwendige Finanzierungsgrundlage zum Abschluss des
angestrebten Leasingneugeschäfts.
Im Jahr 2024 soll das Neugeschäftsvolumen die Marke
von 3 Mrd. EUR durchbrechen, sodass der Vorstand weiterhin
von zweitstelligen Wachstumsraten im
Leasingneugeschäft ausgeht. Aufgrund der
gegenwärtigen makroökonomischen Herausforderungen
bleibt allerdings der DB2 im Fokus. Für das Jahr 2024
strebt der Vorstand auf Basis aktualisierter
Konjunkturprognosen und dem weiteren Fokus auf ausgewogene
Margen ein Leasingneugeschäft in Höhe von 3,0 bis
3,2 Mrd. EUR statt bislang rund 3,4 Mrd. EUR sowie ein
Konzernergebnis von 95 bis 115 Mio EUR statt bisher rund
120 Mio. EUR an. Auch mit dem reduzierten Prognosekorridor
für das Neugeschäft setzt GRENKE seine
Wachstumsstrategie fort. Der neue Ausblick für das
Neugeschäft entspricht einem zweistelligen Wachstum
von 11 bis 19 Prozent gegenüber dem
Guidancedurchschnitt für das aktuelle
Geschäftsjahr in Höhe von rund 2,7 Mrd. EUR.
Die weitere Stabilisierung der DB2-Marge hat Vorrang,
sodass wir ganz bewusst auf Geschäft mit niedrigeren
Margen verzichten. Im Geschäftsjahr 2023 streben wir
eine leichte Steigerung der DB2-Marge im Vergleich zum
Vorjahr an. Mittelfristig ist es unser Ziel, eine DB2-Marge
von rund 17 Prozent zu erwirtschaften. Hierfür sind
insbesondere die Refinanzierungskosten und die
Konditionierung der neu abgeschlossenen
Leasingverträge ausschlaggebend, aber auch die
durchschnittliche Ticketgröße. Im
Geschäftsjahr 2023 wird erwartet, dass der
Durchschnittswert pro Leasingvertrag unverändert
unterhalb der 10.000-EUR-Marke liegt. Der Fokus auf kleine
Tickets bleibt wesentlicher Teil unserer
Wachstumsstrategie. Die im Leasingneugeschäft seit
Jahresbeginn gestiegene DB2-Marge wird sich in der Folge in
höheren operativen Erträgen auch in der Gewinn-
und Verlustrechnung niederschlagen.
Einen wesentlichen Beitrag zur Senkung unserer Kosten
wird das neue Digitalisierungsprogramm "Digital Excellence"
leisten. Mit End-to-End-Digitalisierung im
Kerngeschäft Leasing schaffen wir weitere
Effizienzsteigerungen durch die Automatisierung aller
Kernprozesse für das Leasinggeschäft in über
30 Ländern, die sekundenschnelle Bearbeitung von
Leasinganträgen und die stärkere Nutzung von
Cloud-Technologien.
Durch die Investitionen in das neue
Digitalisierungsprogramm wird im laufenden
Geschäftsjahr ein Mehraufwand von schätzungsweise
bis zu 15 Mio. EUR anfallen. Trotz der Sondereffekte des
ersten und teilweise auch zweiten Quartals 2023, verursacht
durch die erratischen Wechselkursschwankungen, geht der
Vorstand davon aus, dass die Guidance für das
Konzernergebnis 2023 in dem prognostizierten Korridor
zwischen 80 und 90 Mio. EUR erreicht werden kann. Die
Erwartung für den Gewinnkorridor im Geschäftsjahr
2023 basiert auf der Annahme, dass die Schadenquote unter
dem Wert von 1,5 Prozent liegen wird. Hierfür sind das
solide Leasingvertragsportfolio, die stabilen
Zahlungseingänge der jüngsten Quartale sowie die
bereits gebildete, angemessene und konservative
Risikovorsorge ausschlaggebend.
Auf Grundlage der erwarteten Entwicklung des
Konzernergebnisses rechnet GRENKE - wie in den Vorjahren -
mit einer bilanziellen Eigenkapitalquote von mehr als 16
Prozent (2022: 20,8 Prozent). Durch die vorgelagerten
Aufwandseffekte aus dem Digitalisierungsprogramm geht der
Vorstand im Jahr 2023 von einer CIR über 55 Prozent
aus.
| TEUR | Q2 2023 | Q2 2022 | Q1 - Q2 2023 | Q1 - Q2 2022 |
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft * | 113.567 | 103.385 | 222.068 | 205.021 |
| Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts | 29.536 | 15.927 | 54.035 | 29.756 |
| ZINSERGEBNIS | 84.031 | 87.458 | 168.033 | 175.265 |
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 21.447 | 28.071 | 47.887 | 59.652 |
| davon Wertminderungsaufwand | - 6.057 | 6.565 | - 1.058 | 19.321 |
| ZINSERGEBNIS NACH SCHADENSABWICKLUNG UND RISIKOVORSORGE | 62.584 | 59.387 | 120.146 | 115.613 |
| Ergebnis aus dem Servicegeschäft | 32.747 | 29.986 | 63.109 | 57.989 |
| Ergebnis aus dem Neugeschäft | 12.778 | 8.181 | 24.590 | 15.257 |
| Verwertungsmehr-(+)/minder(-)ergebnis | 1.049 | 434 | 936 | 410 |
| OPERATIVE ERTRÄGE INSGESAMT | 109.158 | 97.988 | 208.781 | 189.269 |
| Personalaufwand | 43.979 | 35.040 | 85.268 | 68.015 |
| Abschreibungen und Wertminderung | 6.610 | 6.869 | 13.423 | 13.503 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) | 27.082 | 26.206 | 50.997 | 51.037 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 4.951 | 3.207 | 11.125 | 5.626 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.040 | 1.353 | 4.434 | 2.567 |
| OPERATIVES ERGEBNIS | 28.576 | 28.019 | 52.402 | 53.655 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | - 40 | 26 | - 40 | - 4 |
| Aufwendungen/Erträge aus der Marktbewertung | 2.320 | 2.590 | 682 | 6.675 |
| Sonstige Zinserträge | 5.664 | 373 | 9.019 | 835 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 5.215 | 2.454 | 10.287 | 5.595 |
| KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN | 31.305 | 28.554 | 51.776 | 55.566 |
| Ertragsteuern | 6.765 | 7.632 | 11.377 | 14.107 |
| KONZERNERGEBNIS | 24.540 | 20.922 | 40.399 | 41.459 |
| davon auf Stammaktionäre und Hybridkapitalgeber der GRENKE AG entfallendes Ergebnis | 25.510 | 21.726 | 43.596 | 42.696 |
| davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis | - 970 | - 804 | - 3.197 | - 1.237 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert in EUR) | 0,55 | 0,46 | 0,74 | 0,72 |
| Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien | 46.495.573 | 46.495.573 | 46.495.573 | 46.495.573 |
| TEUR | Q2 2023 | Q2 2022 | Q1 - Q2 2023 | Q1 - Q2 2022 |
| angepasst * | angepasst * | |||
| KONZERNERGEBNIS | 24.540 | 20.922 | 40.399 | 41.459 |
| BETRÄGE, DIE GGF. IN KÜNFTIGEN PERIODEN IN DIE GUV UMGEGLIEDERT WERDEN | ||||
| Zu-/Rückführung Hedging-Rücklage | - 987 | 2.801 | - 241 | 5.741 |
| davon: Ertragsteuereffekte | 141 | - 400 | 34 | - 820 |
| Veränderung der Währungsumrechnungsdifferenzen/Effekte aus Hochinflation | 2.321 | 2.210 | 3.271 | 3.407 |
| davon: Ertragsteuereffekte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| BETRÄGE, DIE IN KÜNFTIGEN PERIODEN NICHT IN DIE GUV UMGEGLIEDERT WERDEN | ||||
| Wertänderung von optional erfolgsneutral behandelten Eigenkapitalinstrumenten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon: Ertragsteuereffekte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zu-/Rückführung Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon: Ertragsteuereffekte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| SONSTIGES ERGEBNIS | 1.334 | 5.011 | 3.030 | 9.148 |
| GESAMTERGEBNIS | 25.874 | 25.933 | 43.429 | 50.607 |
| davon auf Stammaktionäre und Hybridkapitalgeber der GRENKE AG entfallendes Gesamtergebnis | 26.832 | 26.615 | 46.622 | 52.423 |
| davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis | - 958 | - 682 | - 3.193 | - 1.816 |
| TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| VERMÖGENSWERTE | ||
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||
| Zahlungsmittel | 615.815 | 448.844 |
| Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert | 15.837 | 10.727 |
| Leasingforderungen | 2.115.512 | 1.985.059 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 136.203 | 124.832 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.295 | 6.531 |
| Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände | 15.533 | 12.459 |
| Steuererstattungsansprüche | 24.299 | 25.471 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 165.122 | 233.370 |
| SUMME KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 3.095.616 | 2.847.293 |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||
| Leasingforderungen | 3.314.318 | 3.258.885 |
| Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert | 26.116 | 27.232 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 78.983 | 84.865 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 2.960 | 0 |
| Sachanlagen | 88.376 | 88.034 |
| Nutzungsrechte | 35.599 | 32.973 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 35.000 | 34.940 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 13.394 | 16.514 |
| Latente Steueransprüche | 13.924 | 18.761 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 2.771 | 3.246 |
| SUMME LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 3.611.441 | 3.565.450 |
| SUMME VERMÖGENSWERTE | 6.707.057 | 6.412.743 |
| TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| SCHULDEN UND EIGENKAPITAL | ||
| SCHULDEN | ||
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | ||
| Finanzschulden | 2.019.978 | 2.247.666 |
| Leasingverbindlichkeiten | 10.978 | 10.043 |
| Derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert | 3.657 | 3.477 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 39.910 | 36.112 |
| Steuerschulden | 5.673 | 5.331 |
| Abgegrenzte Schulden | 31.585 | 39.658 |
| Sonstige kurzfristige Schulden | 72.724 | 67.240 |
| Abgegrenzte Mietraten | 87.117 | 33.864 |
| SUMME KURZFRISTIGE SCHULDEN | 2.271.622 | 2.443.391 |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | ||
| Finanzschulden | 3.018.656 | 2.547.052 |
| Leasingverbindlichkeiten | 24.905 | 23.170 |
| Derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert | 9.136 | 3.442 |
| Latente Steuerschulden | 54.793 | 60.445 |
| Pensionen | 3.165 | 3.076 |
| SUMME LANGFRISTIGE SCHULDEN | 3.110.655 | 2.637.185 |
| EIGENKAPITAL | ||
| Grundkapital | 46.496 | 46.496 |
| Kapitalrücklage | 298.019 | 298.019 |
| Gewinnrücklagen | 779.297 | 799.475 |
| Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals | 20.338 | 17.312 |
| SUMME EIGENKAPITAL DER AKTIONÄRE DER GRENKE AG | 1.144.150 | 1.161.302 |
| Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile * | 200.000 | 200.000 |
| Nicht beherrschende Anteile | - 19.370 | - 29.135 |
| SUMME EIGENKAPITAL | 1.324.780 | 1.332.167 |
| SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL | 6.707.057 | 6.412.743 |
* Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die
unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.
| TEUR | Q1 - Q2 2023 | Q1 - Q2 2022 | |
| KONZERNERGEBNIS | 40.399 | 41.459 | |
| IM KONZERNERGEBNIS ENTHALTENE ZAHLUNGSUNWIRKSAME POSTEN UND ÜBERLEITUNG AUF DEN CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | |||
| + | Abschreibungen und Wertminderung | 13.423 | 13.503 |
| - / + | Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | - 5 | 208 |
| - / + | Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen | 15.617 | 30.191 |
| + / - | Zunahme / Abnahme abgegrenzter Schulden, Rückstellungen und Pensionen | - 7.984 | 530 |
| = | ZWISCHENSUMME | 61.450 | 85.891 |
| VERÄNDERUNG DES VERMÖGENS UND DER VERBINDLICHKEITEN AUS OPERATIVER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT NACH KORREKTUR UM ZAHLUNGSUNWIRKSAME POSTEN | |||
| + / - | Leasingforderungen | - 185.886 | - 8.744 |
| + / - | Kreditforderungen 1 | 920 | 381 |
| + / - | Factoringforderungen 1 | - 5.912 | - 8.255 |
| + / - | Sonstige Vermögenswerte 1 | 59.077 | - 35.074 |
| + / - | Verbindlichkeiten aus Finanzschulden | 241.996 | - 318.975 |
| + / - | Sonstige Schulden | 65.943 | 10.205 |
| + | Erhaltene Zinsen | 9.019 | 835 |
| - | Gezahlte Zinsen | - 10.287 | - 5.595 |
| - | Ertragsteuerzahlungen | - 10.646 | - 12.878 |
| = | CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 225.674 | - 292.209 |
| - | Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | - 2.529 | - 3.108 |
| - | Auszahlungen aus der Akquisition von Tochterunternehmen | - 14.480 | - 274 |
| - | Auszahlungen für den Erwerb von assoziierten Unternehmen | - 3.000 | 0 |
| + | Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 76 | 29 |
| = | CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT | - 19.933 | - 3.353 |
| - | Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten | - 6.765 | - 6.809 |
| - | Kuponzahlungen auf Hybridkapital | - 12.946 | - 12.946 |
| - | Dividendenzahlungen an GRENKE Aktionäre | - 20.923 | - 23.713 |
| = | CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | - 40.634 | - 43.468 |
| ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE ZU BEGINN DER PERIODE 2 | 448.605 | 852.960 | |
| + | Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 225.674 | - 292.209 |
| + | Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 19.933 | - 3.353 |
| + | Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 40.634 | - 43.468 |
| + / - | Veränderung aufgrund Währungsumrechnung | - 56 | - 164 |
| = | ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE ZUM ENDE DER PERIODE 2 | 613.656 | 513.766 |
1 Vorjahreswerte angepasst.
2 Abzüglich passiver Kontokorrentkonten.
| TEUR | Grundkapital | Kapitalrücklage | Gewinn-rücklagen/ Konzernergebnis | HedgingRücklage | Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste | Währungsumrech-nung/Hoch-inflation |
| EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2023 | 46.496 | 298.019 | 799.475 | 13.201 | 1.171 | 6.165 |
| Konzernergebnis | 34.528 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | - 241 | 3.267 | ||||
| GESAMTERGEBNIS | 34.528 | - 241 | 3.267 | |||
| Dividenden in 2023 für 2022 | - 20.923 | |||||
| Kuponzahlung für Hybridkapital | ||||||
| Steueranteil für Hybridkapital | - 3.878 | |||||
| Transaktionen mit NCI | - 29.905 | |||||
| EIGENKAPITAL ZUM 30.06.2023 | 46.496 | 298.019 | 779.297 | 12.960 | 1.171 | 9.432 |
| EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2022 | 46.496 | 298.019 | 753.245 | - 39 | - 577 | 5.576 |
| Erstanwendung IAS 29 Hochinflation | 1.498 | |||||
| Eigenkapital zum 01.01.2022 (angepasst) | 46.496 | 298.019 | 753.245 | - 39 | - 577 | 7.074 |
| Konzernergebnis 1 | 33.614 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 5.741 | 3.986 | ||||
| GESAMTERGEBNIS | 33.614 | 5.741 | 3.986 | |||
| Dividenden 2022 für 2021 | - 23.713 | |||||
| Kuponzahlung für Hybridkapital 1 | ||||||
| Steueranteil für Hybridkapital 1 | ||||||
| Sonstiges 1 | ||||||
| Transaktionen mit NCI | - 7.168 | |||||
| EIGENKAPITAL ZUM 30.06.2022 2 | 46.496 | 298.019 | 755.978 | 5.702 | - 577 | 11.060 |
| TEUR | Neubewertungsrücklage aus Eigenkapitalinstrumenten | Summe Eigenkapital Aktionäre der GRENKE AG | Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile | Nicht beherrschende Anteile | Summe Eigenkapital |
| EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2023 | - 3.225 | 1.161.302 | 200.000 | - 29.135 | 1.332.167 |
| Konzernergebnis | 34.528 | 9.068 | - 3.197 | 40.399 | |
| Sonstiges Ergebnis | 3.026 | 4 | 3.030 | ||
| GESAMTERGEBNIS | 37.554 | 9.068 | - 3.193 | 43.429 | |
| Dividenden in 2023 für 2022 | - 20.923 | - 20.923 | |||
| Kuponzahlung für Hybridkapital | - 12.946 | - 12.946 | |||
| Steueranteil für Hybridkapital | - 3.878 | 3.878 | |||
| Transaktionen mit NCI | - 29.905 | 12.958 | - 16.947 | ||
| EIGENKAPITAL ZUM 30.06.2023 | - 3.225 | 1.144.150 | 200.000 | - 19.370 | 1.324.780 |
| EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2022 | - 3.225 | 1.099.495 | 200.000 | - 30.499 | 1.268.996 |
| Erstanwendung IAS 29 Hochinflation | 1.498 | 1.498 | |||
| Eigenkapital zum 01.01.2022 (angepasst) | - 3.225 | 1.100.993 | 200.000 | - 30.499 | 1.270.494 |
| Konzernergebnis 1 | 33.614 | 9.082 | - 1.237 | 41.459 | |
| Sonstiges Ergebnis | 9.727 | - 579 | 9.148 | ||
| GESAMTERGEBNIS | 43.341 | 9.082 | - 1.816 | 50.607 | |
| Dividenden 2022 für 2021 | - 23.713 | - 23.713 | |||
| Kuponzahlung für Hybridkapital 1 | - 12.946 | - 12.946 | |||
| Steueranteil für Hybridkapital 1 | 3.878 | 3.878 | |||
| Sonstiges 1 | - 14 | - 14 | |||
| Transaktionen mit NCI | - 7.168 | 7.531 | 363 | ||
| EIGENKAPITAL ZUM 30.06.2022 2 | - 3.225 | 1.113.453 | 200.000 | - 24.784 | 1.288.669 |
1 Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit
wird der Hybridkupon ab 2022 brutto dargestellt.
2 Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund
Erstanwendung von IAS 29 "Rechnungslegung in
Hochinflationsländern".
Die GRENKE AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in
Baden-Baden, Neuer Markt 2, Deutschland. Die Gesellschaft
ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung
B, unter der Nummer 201836 eingetragen. Gegenstand des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses der GRENKE AG
(im Folgenden als "Konzernzwischenabschluss" bezeichnet)
zum 30. Juni 2023 sind die GRENKE AG sowie ihre
Tochterunternehmen und konsolidierten strukturierten
Unternehmen (im Folgenden als " GRENKE Konzern"
bezeichnet). Dieser Konzernzwischenabschluss ist in
Übereinstimmung mit den für die
Zwischenberichterstattung anzuwendenden IFRS (IAS 34), wie
sie vom International Accounting Standards Board (IASB)
veröffentlicht und durch die Europäische Union
(EU) in europäisches Recht übernommen wurden,
aufgestellt worden. Er ist in Zusammenhang mit dem
IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 zu lesen. Es
erfolgte eine prüferische Durchsicht im Sinne von
§ 115 WpHG des verkürzten
Konzernzwischenabschlusses und des
Konzernzwischenlageberichts zum 30. Juni 2023.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, die im
Konzernzwischenabschluss angewendet wurden, entsprechen
grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.
Ausnahmen hiervon betreffen Änderungen, die sich durch
die verpflichtende Anwendung neuer
Rechnungslegungsstandards ergeben haben, welche in den
nachfolgenden Abschnitten erläutert werden. Von der
vorzeitigen Anwendung von geänderten Standards und
Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2024
oder später verpflichtend umzusetzen sind, wurde
abgesehen. Die GRENKE AG wird diese Standards zum Zeitpunkt
der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umsetzen
und erwartet daraus keine wesentlichen Auswirkungen auf die
Berichterstattung.
Für diesen Zwischenabschluss gelten die gleichen
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie in unserem
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022, auf den wir an
dieser Stelle verweisen. Zudem ergänzen wir die
nachfolgenden Sachverhalte.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden im GRENKE Konzern alle
neuen und überarbeiteten Standards und
Interpretationen berücksichtigt, die erstmals
verbindlich seit dem 1. Januar 2023 anzuwenden waren und
bereits in europäisches Recht übernommen wurden
(Endorsement), sofern diese für den GRENKE Konzern
relevant waren.
Alle nachfolgenden neuen und überarbeiteten
Standards und Interpretationen haben keinen oder nur
unwesentlichen Einfluss auf die Bilanzierung und
Berichterstattung im Konzernabschluss der GRENKE AG.
Für weiterführende Erläuterungen verweisen
wir auf den Geschäftsbericht 2022.
Der neue Rechnungslegungsstandard IFRS 17
"Versicherungsverträge" ersetzt den bestehenden
Standard IFRS 4 "Versicherungsverträge" und bestimmt
den Ansatz, die Bewertung, die Darstellung sowie die
Anhangangaben von Versicherungsverträgen. Die
Erstanwendung von IFRS 17 und die Folgeänderungen an
IFRS 17 haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss
des GRENKE Konzerns, da der Konzern keine
Versicherungsverträge im Sinn des IFRS 17 hat.
Mit der Änderung an IFRS 17 wurde eine
Übergangsvorschrift etabliert, die wahlweise eine
abweichende Klassifizierung gemäß IFRS 9
für die Vergleichsperioden im Jahr der erstmaligen
Anwendungen beider Standards ermöglicht. Dann darf
für jeden finanziellen Vermögenswert, für
den die Vergleichsperiode nicht auf IFRS 9 angepasst wurde,
diejenige Klassifizierung angewendet werden, welche auf
Basis der zum Übergangszeitpunkt vorliegenden
Informationen zugrunde gelegt würde.
Gegenstand der Änderungen an IAS 8 sind
Klarstellungen zur Abgrenzung von Änderungen von
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Änderungen
von Schätzungen. Die Änderungen sollen dazu
beitragen, Änderungen von Rechnungslegungsmethoden und
Änderungen von rechnungslegungsbezogenen
Schätzungen zu unterscheiden.
Die Änderungen an IAS 1 sehen vor, dass Unternehmen
lediglich ihre "wesentlichen" (material) Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden im Anhang darstellen müssen
(anstelle bisher: die "bedeutenden" (significant)
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden). Um wesentlich zu
sein, muss die Rechnungslegungsmethode mit wesentlichen
Transaktionen oder anderen Ereignissen im Zusammenhang
stehen und anlassbezogen sein (zum Beispiel Änderung
der Methode). Die Änderungen sollen so dazu beitragen,
die Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu
verbessern. Flankierend dazu wurde die Leitlinie des IFRS
Practice Statements 2 entsprechend angepasst.
Gemäß der Änderung an IAS 12 wird der
Anwendungsbereich der Ausnahmeregelung angepasst, sodass im
Zeitpunkt des Zugangs eines Vermögenswertes oder einer
Schuld aktive oder passive latente Steuern anzusetzen sind.
Vom IASB wurden folgende neue und geänderte
Standards oder Interpretationen veröffentlicht, die
erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend
anzuwenden sind. Verschiedene Standards davon haben die
Anerkennung in europäisches Recht ("Endorsement") der
EU bereits durchlaufen. Eine freiwillige vorzeitige
Anwendung wird von diesen Standards ausdrücklich
zugelassen. Die GRENKE AG macht von diesem Wahlrecht
grundsätzlich keinen Gebrauch. Diese Standards werden
zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im
Konzernabschluss umgesetzt.
Voraussichtlich werden die nachfolgenden Änderungen
keinen wesentlichen Einfluss auf die Berichterstattung im
Konzernabschluss der GRENKE AG haben.
Mit den Änderungen an IFRS 16 werden
Auslegungsfragen von späteren Modifikationen im
Zusammenhang mit der Folgebewertung einer
Leasingverbindlichkeit im Falle einer Sale und
Leaseback-Transaktion in den Standard aufgenommen.
Vorbehaltlich des EU-Endorsements sind die Regelungen ab
dem 1. Januar 2024 anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung
ist zulässig. Eine Übernahme durch die EU steht
noch aus.
Im Januar 2020 wurden die Änderungen an IAS 1 zur
Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig
veröffentlicht. Gegenstand der Änderungen an IAS
1 ist die Klarstellung, dass im Rahmen der Klassifizierung
von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig auf
bestehende Rechte des Unternehmens zum Abschlussstichtag
abzustellen ist. Am 15. Juli 2020 wurde die Erstanwendung
der Änderung durch das IASB um ein Jahr für
Geschäftsjahre, die ab dem 1. Januar 2023 beginnen,
verschoben. Eine Übernahme durch die EU steht noch
aus.
Mit den im Mai 2023 veröffentlichten
Änderungen an IAS 12 reagiert das IASB auf die
Bedenken der Stakeholder hinsichtlich der möglichen
Auswirkungen der von der OECD veröffentlichten
Modellvorschriften der Säule-2 auf die Bilanzierung
von latenten Steuern. Gegenstand der Änderungen an IAS
12 sind die Einführung einer temporären
Ausnahmeregelung für die Bilanzierung latenter
Steuern, die sich aus der Einführung einer globalen
Mindestbesteuerung ergeben sowie gezielte Anhangangaben
für betroffene Unternehmen. Die Ausnahmeregelung ist
unmittelbar nach Veröffentlichung der Änderungen
des IAS 12 anzuwenden. Die neuen Anhangangaben sind
für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach
dem 1. Januar 2023 beginnen. Für Unternehmen, die nach
den in der EU anzuwendenden IFRS bilanzieren, gelten die
Regelungen nach der Übernahme in europäisches
Recht. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus.
Gegenstand der Änderungen sind zusätzliche
Anhangangaben im Zusammenhang mit
Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen, zu denen
insbesondere Reverse-Factoring-Vereinbarungen zählen.
Die Änderungen ergänzen die Anforderungen, die
bereits in den IFRS enthalten sind und verpflichten
Unternehmen im Hinblick auf
Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen zur Offenlegung von
Konditionen und Bedingungen, Nennung der Bilanzposten und
der Buchwerte zu Beginn und zum Ende der Berichtsperiode,
Bandbreiten von Zahlungsfristen und Risikokonzentrationen.
Die Änderungen sind für Geschäftsjahre
anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen.
Für Unternehmen, die nach den in der EU anzuwendenden
IFRS bilanzieren, gelten die Regelungen nach der
Übernahme in europäisches Recht. Eine
Übernahme durch die EU steht noch aus.
Bei der Aufstellung des verkürzten
Konzernzwischenabschlusses sind Annahmen getroffen und
Schätzungen verwendet worden, die sich auf den Ausweis
und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte,
Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie
Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.
Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen werden
laufend überprüft. Überarbeitungen von
Schätzungen werden prospektiv erfasst und erfolgen in
den nachfolgend dargestellten Bereichen.
Die Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle
Vermögenswerte beruht auf Annahmen und
Schätzungen zum Ausfallrisiko und zu den erwarteten
Verlustraten. Der Konzern übt bei der Festlegung
dieser Annahmen und der Auswahl der Inputfaktoren für
die Berechnung der Wertminderung Ermessen aus, basierend
auf Erfahrungen des Konzerns aus der Vergangenheit,
bestehenden Marktbedingungen sowie zukunftsgerichteten
Schätzungen zum Ende jeder Berichtsperiode.
Entsprechend den Verlautbarungen von verschiedenen
Regulatoren (ESMA, EBA) wird eine Beurteilung der
Modellierung der IFRS 9 Wertberichtigung und der
Schätzung der erwarteten Kreditverluste (ECL)
vorgenommen. Das ECL-Modell wird inklusive der
Inputparameter und der Teilmodelle anlassbezogen und
mindestens einmal jährlich validiert und
gegebenenfalls aktualisiert.
Zur Ermittlung der Risikovorsorge gemäß IFRS
9 werden erwartete Kreditausfälle verschiedener
makroökonomischer Szenarien gewichtet. GRENKE
berechnet hierfür ein negatives, ein positives sowie
ein Basisszenario. Die unterstellten Entwicklungen des
Bruttoinlandsprodukts sind je Szenario folgender Tabelle zu
entnehmen:
| Bruttoinlandsprodukt (in % ggü. Stichtag ) | 01.07.2023-31.12.2023 | 01.01.2024-31.12.2024 | ||||
| negativ | Basis | positiv | negativ | Basis | positiv | |
| Euroraum | - 6,3 % | 0,6 % | 2,1 % | 0,6 % | 1,2 % | 2,1 % |
| Deutschland | - 3,7 % | - 0,3 % | 2,2 % | - 0,3 % | 1,5 % | 2,2 % |
| Frankreich | - 7,9 % | 0,7 % | 2,3 % | 0,7 % | 1,6 % | 2,3 % |
| Italien | - 9,0 % | - 0,2 % | 1,8 % | - 0,2 % | 1,3 % | 1,8 % |
| Spanien | - 10,8 % | 1,2 % | 3,5 % | 1,2 % | 2,6 % | 3,5 % |
| Vereinigtes Königreich | - 9,3 % | 0,3 % | 2,6 % | 0,3 % | 0,6 % | 2,6 % |
| Bruttoinlandsprodukt (in % ggü. Stichtag ) | 01.01.2025-31.12.2025 | ||
| negativ | Basis | positiv | |
| Euroraum | 1,2 % | 1,6 % | 2,1 % |
| Deutschland | 1,5 % | 2,2 % | 2,2 % |
| Frankreich | 1,6 % | 1,8 % | 2,3 % |
| Italien | 1,3 % | 1,1 % | 1,8 % |
| Spanien | 2,6 % | 2,7 % | 3,5 % |
| Vereinigtes Königreich | 0,6 % | 2,3 % | 2,6 % |
Die Höhe der Risikovorsorge der laufenden
Leasingforderungen je Szenario ist in folgender Tabelle
aufgeführt:
| Szenarien zum 30. Juni 2023 | |||
| TEUR | negativ | Basis | positiv |
| Risikovorsorge | 141.554 | 118.967 | 99.473 |
| Szenarien zum 31. Dezember 2022 | |||
| TEUR | negativ | Basis | positiv |
| Risikovorsorge | 135.232 | 113.174 | 94.219 |
Im Basisszenario werden wiederkehrende, jedoch nicht
permanente Engpässe bzgl. russischer Gaslieferungen
angenommen, da der Russland-Ukraine-Krieg weiter andauert.
Die Inflation bleibt unverändert auf erhöhtem
Niveau (deutlich oberhalb von 2 Prozent). Infolge von
Zweit- und Drittrundeneffekten treten global erhöhte
Kreditverluste ein. Der Anstieg der Ausfallraten entspricht
in etwa einem Viertel des Anstiegs zu Beginn der
Covid-19-Pandemie. Die Höhe des Anstiegs wird anhand
historischer Ausfallraten im Zuge der jüngsten Finanz-
und Staatsschuldenkrise abgeleitet.
Das negative Szenario geht von weiteren, erheblichen
Engpässen in den von russischem Gas stark
abhängigen Volkswirtschaften und vom Andauern des
russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine aus. Dies
führt zu einer weiteren Preissteigerung bei
importierten Energierohstoffen. Parallel straffen die
Notenbanken weiter die Geldpolitik, um die noch immer
steigenden Inflationsraten zu bekämpfen. Dies
führt in der Industrie zu einer starken Abkühlung
der Investitionsbereitschaft sowie zu einem erheblichen
Verlust an Kaufkraft bei privaten Haushalten. Aus Zweit-
und Drittrundeneffekten resultieren global wesentlich
erhöhte Kreditverluste. Der Anstieg der Ausfallraten
entspricht in etwa demjenigen zu Beginn der
Covid-19-Pandemie.
Im positiven Szenario können über
Energiesparmaßnahmen sowie dem Import von
Flüssiggas, trotz eines andauernden
Russland-Ukraine-Krieges, die fehlenden russischen
Gaslieferungen aufgefangen werden. Die Inflation nimmt
moderat ab. Politische Maßnahmen stützen den
Kaufkraftverlust in den privaten Haushalten und verhindern
ein starkes Abkühlen der Investitionsbereitschaft in
der Industrie. Entsprechend kommt es zu einer Rückkehr
der Ausfallraten zum Vor-Covid-19-Niveau.
In sämtlichen Szenarien werden verschiedene
Mindestausfallraten (Floors) berücksichtigt. Aktuell
können im GRENKE Portfolio deutlich
rückgängige Ausfallraten, insbesondere auch im
Vergleich zum Vor-Covid-19-Niveau, beobachtet werden.
Ungeachtet dessen wird der Anstieg der Ausfallraten in
allen Szenarien auf das Ausfallratenniveau vor der
Covid19-Pandemie angewendet. Der Effekt der aktuell
deutlich rückgängigen Ausfallraten erfährt
somit keine Berücksichtigung.
Die Eintrittswahrscheinlichkeiten der Makroszenarien
werden länderspezifisch ermittelt, um die
unterschiedlichen wirtschaftlichen sowie politischen
Begebenheiten des jeweiligen Landes zu würdigen. Diese
Szenariogewichte werden zum einen aus öffentlichen
Daten der EZB abgeleitet. Diese stellt durch eine Umfrage
unter verschiedenen Analysten eine
Wahrscheinlichkeitsverteilung für das BIP der Jahre
2023 bis 2025 auf. Aus diesen
Wahrscheinlichkeitsverteilungen können
Eintrittswahrscheinlichkeiten für einzelne Szenarien
berechnet werden. Zum anderen werden zur
länderspezifischen Bestimmung der
Eintrittswahrscheinlichkeiten die öffentlich
zugänglichen BIP-Erwartungen sowie die historischen
BIP-Betrachtungen des IWF herangezogen.
Zum 30. Juni 2023 sind die Szenarien in den
Kernmärkten des GRENKE Konzerns wie folgt gewichtet:
| Szenariogewichtung | 01.07.2023-31.12.2023 | 01.01.2024-31.12.2024 | ||||
| negativ | Basis | positiv | negativ | Basis | positiv | |
| Deutschland | 72,9 % | 26,5 % | 0,6 % | 8,3 % | 74,9 % | 16,8 % |
| Frankreich | 26,7 % | 71,3 % | 2,0 % | 7,6 % | 77,1 % | 15,3 % |
| Italien | 66,6 % | 32,1 % | 1,3 % | 10,3 % | 63,5 % | 26,2 % |
| Spanien | 11,7 % | 87,6 % | 0,7 % | 1,4 % | 88,4 % | 10,2 % |
| Vereinigtes Königreich | 37,0 % | 62,2 % | 0,8 % | 25,8 % | 71,9 % | 2,3 % |
| Szenariogewichtung | 01.01.2025-31.12.2025 | ||
| negativ | Basis | positiv | |
| Deutschland | 2,8 % | 52,8 % | 44,4 % |
| Frankreich | 4,7 % | 71,3 % | 24,0 % |
| Italien | 11,1 % | 72,0 % | 16,9 % |
| Spanien | 0,6 % | 86,5 % | 12,9 % |
| Vereinigtes Königreich | 2,1 % | 63,8 % | 34,1 % |
Aufgrund der erhöhten wirtschaftlichen Unsicherheit
wurden zusätzlich diverse Sensitivitätsanalysen
unter anderem bzgl. des BIP und der internen Floors
durchgeführt. Zur angemessenen Berücksichtigung
der zunehmenden Rezessionssorgen wurde eine
zusätzliche Sensitivitätsanalyse anhand der
Rücklastschriftquoten vorgenommen. Folglich wurden
zusätzlich zu der auf Basis des bestehenden IFRS 9
Modells ermittelten Risikovorsorge, welche aktualisierte
Parameter zur Abbildung der makroökonomischen
Rahmenbedingungen berücksichtigt, ein Post Model
Adjustment gebildet. Hierbei wurde der Ergebniseffekt einer
Erhöhung der Rücklastschriftquote um 60 %
quantifiziert. Als zusätzliches Post Model Adjustment
wurden 20 % des daraus resultierenden Ergebniseffektes
angesetzt. Für alle Leasingverträge wurde daher
in Summe ein Adjustment von 50.431 TEUR bilanziert, welches
die zusätzlichen Unsicherheiten aus dem Krieg
Russlands gegen die Ukraine für den GRENKE Konzern und
die damit verbundenen möglichen Folgen, wie Rezession,
Liefer- und Energieengpässe sowie Inflation abdecken
soll.
Nicht garantierte (kalkulierte) Restwerte werden im
Rahmen der Ermittlung des Barwerts der Leasingforderungen
gemäß der Definition des IFRS 16
berücksichtigt. Die kalkulierten Restwerte am Ende der
Vertragslaufzeit ermitteln sich in Abhängigkeit von
der Laufzeitgruppe des jeweiligen Leasingvertrags und
beinhalten das erwartete Nachgeschäft am Ende der
Laufzeit, basierend auf historischen Erfahrungswerten.
Für Zugänge seit dem 1. Januar 2023 betragen sie
zwischen 1 und 25 Prozent der Anschaffungskosten (Vorjahr:
seit dem 1. Januar 2022 zwischen 1 und 25 Prozent). Die
kalkulierten Restwerte werden dabei anhand statistischer
Auswertungen im Rahmen einer bestmöglichen
Schätzung angesetzt. Im Fall eines Absinkens der
tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend aus
Verwertung und sogenannter Nachmiete) erzielbaren
Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen
berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg
unberücksichtigt bleibt.
Die der Discounted-Cashflow-Bewertung der bestehenden
Geschäfts- oder Firmenwerte zugrundeliegenden
Cashflows basieren auf den aktuellsten
Geschäftsplänen und internen Planungen. In diesem
Zusammenhang werden Annahmen über die künftigen
Ertrags- und Aufwandsentwicklungen getroffen. Dabei werden
künftige Wachstumsraten der jeweiligen
zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis bisheriger
Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte Ertrags- und
Aufwandsverläufe unter Berücksichtigung aktueller
und zu erwartender Marktentwicklungen in die Zukunft
projiziert. Die ermittelten Planungen reflektieren die
bestmöglichen Einschätzungen zur weiteren
Entwicklung der makroökonomischen Rahmenbedingungen
sowie der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit.
Die hierbei getroffenen Einschätzungen sowie die
zugrundeliegende Methodik können einen erheblichen
Einfluss auf die ermittelten Werte haben.
Aufgrund des aktuellen ökonomischen Gesamtumfelds
sind die Schätzungen hinsichtlich der weiteren
Neugeschäfts- und Renditeentwicklungen der
zahlungsmittelgenerierenden Einheiten weiterhin mit
zusätzlichen Unsicherheiten verbunden. Sollten
wesentliche Annahmen von den tatsächlichen
Größen abweichen, könnte dies in der
Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen
führen.
Der GRENKE Konzern hat zum Stichtag untersucht, ob ein
Anhaltspunkt für eine Wertminderung der bilanzierten
Geschäfts- oder Firmenwerte vorliegen könnte. Zum
Stichtag bestand, unter Berücksichtigung der
Veränderung der Bewertungsparameter sowie der
wirtschaftlichen Entwicklungen der
zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, kein
Wertminderungsbedarf der Geschäfts- oder Firmenwerte.
So setzte sich der im Geschäftsjahr 2022 beobachtbare
dynamische Anstieg des risikolosen Zinssatzes im ersten
Halbjahr 2023 nicht weiter fort. Der Anstieg des
risikolosen Zinssatzes hatte im Vorjahr zu einer deutlichen
Steigerung der Abzinsungssätze geführt, die zur
Diskontierung der geplanten Zahlungsströme der
zahlungsmittelgenerierenden Einheiten heranzuziehen sind.
Der für die Werthaltigkeitsermittlung
maßgebliche risikolose Zinssatz betrug 2,5 Prozent
zum 30. Juni 2023, gegenüber 2,4 Prozent zum 31.
Dezember 2022. Sollten die Abzinsungssätze erneut
steigen, könnte dies zu erfolgswirksamen
Wertminderungen in künftigen Berichtsperioden
führen.
Die Bewertung der Leasinggegenstände in Verwertung
erfolgt auf Basis der Verwertungserlöse, die über
das vergangene Geschäftsjahr im Durchschnitt je
Altersklasse in Bezug auf die ursprünglichen
Anschaffungskosten erzielt werden konnten.
Leasinggegenstände in der Verwertung werden in
Abhängigkeit von ihrer tatsächlichen
Verwertbarkeit mit den aus der Vergangenheit ermittelten
Restwerten bewertet. Die angesetzten Restwerte betragen zum
Stichtag zwischen 2,6 und 16,8 Prozent (Vorjahr: zwischen
2,4 und 18,5 Prozent) der ursprünglichen
Anschaffungskosten. Sofern eine Verwertung aufgrund des
Zustandes des entsprechenden Gegenstandes unrealistisch
erscheint, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben.
Die beizulegenden Zeitwerte finanzieller
Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten, die
nicht mithilfe von Daten aus aktiven Märkten
unmittelbar abgeleitet werden können, werden unter der
Verwendung von Bewertungsverfahren bestimmt. Die
Inputparameter dieser Modelle stützen sich, soweit
möglich, auf beobachtbare Marktdaten. Ist dies nicht
möglich, stellt die Bestimmung der beizulegenden
Zeitwerte in gewissem Maß eine Ermessensentscheidung
dar. Die Ermessensentscheidungen betreffen Inputparameter
wie Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko und
Volatilität. Änderungen der Annahmen
bezüglich dieser Inputparameter können sich auf
den erfassten beizulegenden Zeitwert der Finanzinstrumente
auswirken. Sind beobachtbare Preise und Parameter
verfügbar, werden sie für die Bestimmung des
beizulegenden Zeitwertes genutzt, ohne dass
Einschätzungen im großen Umfang erforderlich
wären.
Aktive latente Steuern werden für alle nicht
genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem
Maß erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass
hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein
wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich
genutzt werden können. Bei der Ermittlung der
Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche
Ermessungsausübung der Unternehmensleitung
bezüglich des erwarteten Eintritts und der Höhe
des zukünftig zu versteuernden Einkommens sowie der
zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.
Aufgrund der Komplexität der Steuergesetzgebung
ergeben sich möglicherweise unterschiedliche
Auslegungen und Interpretationen von Steuergesetzen durch
den Steuerpflichtigen und die lokale Finanzbehörde.
Dadurch kann es zu nachträglichen Steuerzahlungen
für vergangene Geschäftsjahre kommen. Für
den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte
Beträge wahrscheinlich nicht realisiert werden
können (unsichere Steuerpositionen), werden
Steuerrückstellungen gebildet. Der Betrag ermittelt
sich aus der besten Schätzung der erwarteten
Steuerzahlung. Steuerforderungen aus unsicheren
Steuerpositionen werden dann bilanziert, wenn es
wahrscheinlich und damit hinreichend gesichert ist, dass
sie realisiert werden können. Die Annahmen, in welcher
Höhe unsichere Steuerpositionen angesetzt werden,
basieren auf der Einschätzung der Unternehmensleitung.
Wir verweisen hierzu auf die geschilderten
Bilanzierungsmethoden im Anhang des Konzernabschlusses zum
31. Dezember 2022.
Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der
Leasingforderungen:
| TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| ENTWICKLUNG DER LEASINGFORDERUNGEN AUS LAUFENDEN VERTRÄGEN (PERFORMENDE LEASINGFORDERUNGEN) | ||
| FORDERUNGEN ZU PERIODENBEGINN | 5.285.022 | 5.093.885 |
| + Veränderung in der Periode | 178.577 | 191.137 |
| LEASINGFORDERUNGEN (KURZ- UND LANGFRISTIG) AUS LAUFENDEN VERTRÄGEN ZUM PERIODENENDE | 5.463.599 | 5.285.022 |
| ENTWICKLUNG DER LEASINGFORDERUNGEN AUS GEKÜNDIGTEN/ RÜCKSTÄNDIGEN VERTRÄGEN (NICHT PERFORMENDE LEASINGFORDERUNGEN) | ||
| BRUTTOFORDERUNGEN ZU PERIODENBEGINN | 443.506 | 563.763 |
| + Zugänge Bruttoforderungen in der Periode | 51.464 | 25.308 |
| - Abgänge Bruttoforderungen in der Periode | 43.112 | 145.565 |
| BRUTTOFORDERUNGEN ZUM PERIODENENDE | 451.858 | 443.506 |
| SUMME BRUTTOFORDERUNGEN GEKÜNDIGT UND LAUFEND | 5.915.457 | 5.728.528 |
| WERTMINDERUNGEN ZU PERIODENBEGINN | 484.584 | 538.676 |
| + Veränderung kumulierte Wertminderungen in der Periode | 1.043 | - 54.092 |
| WERTMINDERUNGEN ZU PERIODENENDE | 485.627 | 484.584 |
| Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zu Periodenbeginn | 5.243.944 | 5.118.972 |
| LEASINGFORDERUNGEN (BILANZANSATZ KURZ- UND LANGFRISTIG) ZUM PERIODENENDE | 5.429.830 | 5.243.944 |
Die folgende Übersicht zeigt die
Brutto-Leasingforderungen und die hierauf gebildete
Wertberichtigung pro IFRS 9 Wertberichtigungsstufe. Der
GRENKE Konzern verfügt über keine als POCI
(Purchased or Originated Credit Impaired) klassifizierten
Finanzinstrumente im Sinne des IFRS 9:
| 30.06.2023 | 31.12.2022 | ||||
| TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | Summe |
| BRUTTOFORDERUNGEN | |||||
| Deutschland | 1.140.868 | 53.377 | 30.951 | 1.225.196 | 1.211.992 |
| Frankreich | 1.104.789 | 79.417 | 112.441 | 1.296.647 | 1.246.549 |
| Italien | 701.827 | 77.195 | 164.171 | 943.193 | 990.979 |
| Sonstige Länder | 2.024.004 | 155.381 | 271.036 | 2.450.421 | 2.279.008 |
| SUMME BRUTTOFORDERUNGEN | 4.971.488 | 365.370 | 578.599 | 5.915.457 | 5.728.528 |
| Wertberichtigung | 70.818 | 45.313 | 369.496 | 485.627 | 484.584 |
| BUCHWERT | 4.900.670 | 320.057 | 209.103 | 5.429.830 | 5.243.944 |
Die Brutto-Leasingforderungen sind aufgrund des
Neugeschäftswachstums im Vergleich zum 31. Dezember
2022 um 3,3 % gestiegen. Demgegenüber beträgt der
Anstieg der Wertberichtigung lediglich 0,2 %.
Ursächlich sind hierfür im Wesentlichen
reduzierte Wertberichtigungssätze sowie geringere
Risikovorsorge aufgrund des abgeschwächten
Neugeschäftswachstums in Südeuropa bei
gleichzeitiger Fokussierung auf steigende
Profitabilität.
Diesbezüglich ist insbesondere hervorzuheben, dass
im GRENKE Konzern nach wie vor ein deutlich konservativer
Ansatz Anwendung findet.
Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der
Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen und
langfristigen Leasingforderungen:
| 30.06.2023 | 31.12.2022 | ||||
| TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | Summe |
| ANFANGSBESTAND WERTBERICHTIGUNG | 71.296 | 49.912 | 363.376 | 484.584 | 538.676 |
| Neu ausgereichte oder erworbene finanzielle Vermögenswerte* | 17.210 | 6.697 | 6.084 | 29.991 | 64.156 |
| Umbuchungen | |||||
| zu Stufe 1 | 5.503 | - 3.991 | - 1.512 | 0 | 0 |
| zu Stufe 2 | - 2.279 | 8.711 | - 6.432 | 0 | 0 |
| zu Stufe 3 | - 1.829 | - 9.339 | 11.168 | 0 | 0 |
| Änderung der Risikovorsorge durch Stufenänderung | - 4.446 | 1.974 | 37.512 | 35.040 | 52.598 |
| Einvernehmliche Vertragsauflösung oder Zahlungen für finanzielle Vermögenswerte (ohne Ausbuchungen) | - 19.172 | - 11.589 | - 13.082 | - 43.843 | - 50.001 |
| Änderungen der vertraglichen Zahlungsströme infolge von Modifikation (keine Ausbuchung) | 0 | 0 | 7.652 | 7.652 | 0 |
| Änderung durch Veränderung Bearbeitungsklasse bei Schadensfällen | 0 | 0 | 0 | 0 | 12.042 |
| Änderungen der Modelle/Risikoparameter für ECL-Berechnung | - 133 | - 154 | - 2.457 | - 2.744 | - 5.726 |
| Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten | - 4 | - 245 | - 36.144 | - 36.393 | - 135.967 |
| Währungsumrechnungs- und sonstige Differenzen | 37 | 100 | 992 | 1.129 | 1.567 |
| Aufzinsung | 4.635 | 3.237 | 2.339 | 10.211 | 7.239 |
| ENDBESTAND WERTBERICHTIGUNG | 70.818 | 45.313 | 369.496 | 485.627 | 484.584 |
| davon Wertberichtigung nicht-performende Leasingforderung | 0 | 0 | 333.714 | 333.714 | 336.783 |
| davon Wertberichtigung performende Leasingforderung | 70.818 | 45.313 | 35.782 | 151.913 | 147.801 |
Ergänzend zur Kapitalflussrechnung stellen sich die
Zahlungsströme bezogen auf die Leasingforderungen wie
folgt dar:
| TEUR | Q1 - Q2 2023 | Q1 - Q2 2022 |
| Zahlungen Leasingnehmer | 1.189.114 | 1.149.770 |
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Leasinggeschäft | - 213.534 | - 197.676 |
| Zugänge Leasingforderun-gen/Nettoinvestitionen | - 1.297.685 | - 1.113.207 |
| ZWISCHENSUMME | - 322.105 | - 161.113 |
| Abgänge/Umgliederungen Leasingforderungen zu Restbuchwerten | 148.860 | 140.955 |
| Abnahme/Zunahme andere Forderungen gegen Leasingnehmer | - 7.308 | 18.472 |
| Währungsdifferenzen | - 5.333 | - 7.058 |
| VERÄNDERUNG LEASINGFORDERUNGEN | - 185.886 | - 8.744 |
Die Finanzschulden des GRENKE Konzerns setzen sich aus
den kurzfristigen Finanzschulden und langfristigen
Finanzschulden zusammen:
| TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN | ||
| Asset-Backed | 417.670 | 417.318 |
| Senior-Unsecured | 869.028 | 941.402 |
| Zweckgebundene Förderdarlehen | 36.751 | 61.069 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 694.370 | 827.638 |
| Kontokorrent | 2.159 | 239 |
| SUMME KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN | 2.019.978 | 2.247.666 |
| LANGFRISTIGE FINANZSCHULDEN | ||
| Asset-Backed | 534.962 | 554.792 |
| Senior-Unsecured | 1.625.032 | 1.644.798 |
| Zweckgebundene Förderdarlehen | 18.288 | 24.421 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 840.374 | 323.041 |
| SUMME LANGFRISTIGE FINANZSCHULDEN | 3.018.656 | 2.547.052 |
| SUMME FINANZSCHULDEN | 5.038.634 | 4.794.718 |
Folgende konsolidierte strukturierte Einheiten bestanden
zum Stichtag: Opusalpha Purchaser II Limited (Helaba),
Kebnekaise Funding Limited (SEB AB), CORAL Purchasing
(IRELAND) 2 DAC (DZ-Bank), FCT "GK"-COMPARTMENT "G 2"
(Unicredit), Elektra Purchase No 25 DAC, FCT
"GK"-COMPARTMENT "G 4" (Helaba) sowie FCT "GK"-COMPARTMENT
"G 5" (DZ-Bank). Sämtliche strukturierte Einheiten
sind als Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP)-Program-me
aufgelegt.
| TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Programmvolumen in Landeswährung | ||
| TEUR | 989.452 | 927.414 |
| TGBP | 150.000 | 150.000 |
| Programmvolumen in TEUR | 1.164.220 | 1.096.536 |
| Inanspruchnahme in TEUR | 968.152 | 992.002 |
| Buchwert in TEUR | 832.943 | 844.032 |
| davon kurzfristig | 368.036 | 366.168 |
| davon langfristig | 464.907 | 477.864 |
In der nachfolgenden Tabelle werden die Programmvolumen,
Inanspruchnahme und Buchwerte der
Forderungsverkaufsverträge dargestellt:
| TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Programmvolumen in LW | ||
| TEUR | 16.500 | 16.500 |
| TGBP | 90.000 | 90.000 |
| TBRL | 210.000 | 210.000 |
| Programmvolumen in TEUR | 161.143 | 155.217 |
| Inanspruchnahme in TEUR | 126.173 | 135.219 |
| Buchwert in TEUR | 119.689 | 128.078 |
| davon kurzfristig | 49.634 | 51.150 |
| davon langfristig | 70.055 | 76.928 |
Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die
Buchwerte der einzelnen Refinanzierungsinstrumente:
| TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Anleihen | 2.141.758 | 2.145.406 |
| davon kurzfristig | 613.731 | 571.144 |
| davon langfristig | 1.528.027 | 1.574.262 |
| Schuldscheindarlehen | 132.890 | 131.017 |
| davon kurzfristig | 48.605 | 67.418 |
| davon langfristig | 84.285 | 63.599 |
| Commercial Paper | 30.000 | 25.000 |
| Revolving-Credit-Facility | 120.381 | 212.548 |
| davon kurzfristig | 107.661 | 205.611 |
| davon langfristig | 12.720 | 6.937 |
| Geldhandel | 20.000 | 40.000 |
| davon kurzfristig | 20.000 | 40.000 |
| Kontokorrent | 15.818 | 11.420 |
| Zinsabgrenzung | 33.213 | 20.809 |
Folgende Tabelle zeigt den Refinanzierungsrahmen der
einzelnen Instrumente:
| TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Anleihen TEUR | 5.000.000 | 5.000.000 |
| Commercial Paper TEUR | 750.000 | 750.000 |
| Syndizierte revolvierende Kreditfazilität TEUR | 370.000 | 250.000 |
| Revolving-Credit-Facility TEUR | 16.590 | 30.000 |
| Revolving-Credit-Facility TPLN | 150.000 | 150.000 |
| Revolving-Credit-Facility TCLP | 20.250.000 | 20.250.000 |
| Revolving-Credit-Facility THRK | 0 | 125.000 |
| Revolving-Credit-Facility THUF | 540.000 | 540.000 |
| Revolving-Credit-Facility TBRL | 100.000 | 100.000 |
| Geldhandel TEUR | 40.000 | 40.000 |
Im Geschäftsjahr wurden bisher zwei neue Anleihen
mit einem Gesamtvolumen von 110.000 TEUR begeben. Zudem
wurden zwei bestehende Anleihen um 50.000 TEUR und 124.250
TEUR aufgestockt. Planmäßig getilgt wurden
267.000 TEUR.
Im Geschäftsjahr wurde bisher ein neues
Schuldscheindarlehen mit einem Nominalvolumen von 20.000
TCHF begeben. Planmäßig getilgt wurden 19.000
TEUR.
Im Geschäftsjahr wurden bisher sechs Commercial
Papers mit einem Gesamtvolumen von 105.000 TEUR emittiert.
Planmäßig getilgt wurden 100.000 TEUR.
Folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der in Anspruch
genommenen Förderdarlehen bei den einzelnen
Förderbanken.
| TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Europäische Investitionsbank | 0 | 9.910 |
| NRW Bank | 24.209 | 22.037 |
| Thüringer Aufbaubank | 409 | 980 |
| KfW | 29.816 | 51.963 |
| Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank | 413 | 537 |
| Zinsabgrenzung | 192 | 63 |
| SUMME DER FÖRDERDARLEHEN | 55.039 | 85.490 |
Ergänzend zur Kapitalflussrechnung stellen sich die
Zahlungsströme bezogen auf die Finanzschulden wie
folgt dar:
| TEUR | Q1 - Q2 2023 | Q1 - Q2 2022 |
| VERBINDLICHKEITEN AUS FINANZSCHULDEN | ||
| Zugang Verbindlichkeiten/ Neuaufnahme aus der Refinanzierung | 807.454 | 923.414 |
| Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung | 44.530 | 26.050 |
| Zahlung/Rückzahlung von Verbindlichkeiten an Refinanzierer | - 999.433 | - 970.005 |
| Währungsdifferenzen | 5.380 | 5.040 |
| VERÄNDERUNG VERBINDLICHKEITEN AUS DER REFINANZIERUNG | - 142.069 | - 15.501 |
| Zugang/Rückzahlung Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 374.560 | - 307.180 |
| Aufwendungen aus der Verzinsung des Einlagengeschäfts | 9.505 | 3.706 |
| VERÄNDERUNG VERBINDLICHKEITEN AUS DEM EINLAGENGESCHÄFT | 384.065 | - 303.474 |
| VERÄNDERUNG VERBINDLICHKEITEN AUS DEN FINANZSCHULDEN | 241.996 | - 318.975 |
Das Grundkapital der GRENKE AG ist im Vergleich zum 31.
Dezember 2022 unverändert auf 46.495.573 auf den
Inhaber lautende Aktien eingeteilt.
Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines
Vermögenswerts oder einer Schuld verwendet der GRENKE
Konzern so weit wie möglich am Markt beobachtbare
Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken
verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden
Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der
Bemessungshierarchie ("Fair-Value-Hierarchie") eingeordnet.
Stufe 1: Notierte (unbereinigte) Preise auf aktiven
Märkten für identische Vermögenswerte oder
Schulden.
Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen sämtliche
Inputfaktoren, die sich wesentlich auf den erfassten
beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder
indirekt am Markt beobachtbar sind.
Stufe 3: Bewertungsverfahren, die Inputfaktoren
verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten
beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf
beobachtbaren Marktdaten basieren.
Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts
eines Vermögenswerts oder einer Schuld verwendeten
Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der
Bemessungshierarchie eingeordnet werden können, wird
die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer
Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet,
die dem Inputfaktor der höchsten Stufe entspricht, der
für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.
Der GRENKE Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen
verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie in der
Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist.
Umgruppierungen zwischen den drei Stufen der
Bemessungshierarchie fanden in der abgelaufenen
Berichtsperiode nicht statt.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und
beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte
und finanzieller Verbindlichkeiten je Klasse von
Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert
bemessen werden. Sie enthält keine Informationen zum
beizulegenden Zeitwert für finanzielle
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wenn der
Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den
beizulegenden Zeitwert darstellt. Darunter fallen die
Bilanzpositionen Zahlungsmittel, Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen.
Sämtliche originäre Finanzinstrumente sind der
Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet, mit Ausnahme
der börsennotierten Anleihen, die in den
Verbindlichkeiten aus Refinanzierung enthalten und in der
Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifiziert sind, sowie
der sonstigen Beteiligung, die der Stufe 3 der
Bemessungshierarchie zugeordnet ist. Der Buchwert der
börsennotierten Anleihen zum Bilanzstichtag
beträgt 2.141.758 TEUR (Vorjahr 31.12.2022: 2.145.406
TEUR) und der beizulegende Zeitwert 2.062.965 TEUR (Vorjahr
31.12.2022: 1.975.233 TEUR). Die originären
finanziellen Vermögenswerte sind bis auf die
Leasingforderungen, welche gemäß IFRS 16
bewertet werden, und die sonstige Beteiligung, welche der
Bewertungskategorie FVTOCI zugeordnet ist und somit zum
beizulegenden Zeitwert bewertet wird, vollständig zu
fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet. Die
finanziellen Verbindlichkeiten werden ebenfalls zu
(fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet.
| Beizulegender Zeitwert | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | Buchwert | |
| TEUR | 30.06.2023 | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 31.12.2022 |
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE | ||||
| Leasingforderungen | 5.874.818 | 5.429.830 | 5.841.004 | 5.243.944 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 217.716 | 215.186 | 213.371 | 209.697 |
| davon Forderungen aus dem Kreditgeschäft | 124.054 | 121.524 | 126.119 | 122.445 |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN | ||||
| Finanzschulden | 4.970.257 | 5.038.634 | 4.648.125 | 4.794.718 |
| davon Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 3.434.878 | 3.501.731 | 3.507.752 | 3.643.800 |
| davon Verbindlichkeiten aus dem Einlagegeschäft | 1.533.220 | 1.534.744 | 1.140.134 | 1.150.679 |
Zum Stichtag sind im GRENKE Konzern alle derivativen
Finanzinstrumente, welche sich aus Zinsderivaten
(Zinsswaps), Devisentermingeschäften und Cross
Currency Swaps zusammensetzen, zum beizulegenden Zeitwert
bilanziert. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente
sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet.
| Beizulegender Zeitwert | Beizulegender Zeitwert | |
| TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE | ||
| DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE MIT SICHERUNGSBEZIEHUNG | ||
| Zinsderivate | 4.616 | 4.761 |
| Cross Currency Swaps | 5.836 | 8.402 |
| Fremdwährungsterminkontrakte | 12.792 | 7.990 |
| DERIVATIVE FINANZ INSTRUMENTE OHNE SICHERUNGSBEZIEHUNG | ||
| Zinsderivate | 13.608 | 12.748 |
| Fremdwährungsterminkontrakte | 5.101 | 4.058 |
| GESAMT | 41.953 | 37.959 |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN | ||
| DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE MIT SICHERUNGSBEZIEHUNG | ||
| Cross Currency Swaps | 6.286 | 1.257 |
| Fremdwährungsterminkontrakte | 3.329 | 1.684 |
| DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE OHNE SICHERUNGSBEZIEHUNG | ||
| Fremdwährungsterminkontrakte | 3.178 | 3.978 |
| GESAMT | 12.793 | 6.919 |
Bei den im GRENKE Konzern verwendeten derivativen
Finanzinstrumenten handelt es sich um sogenannte
OTC-Derivate (Over-the-Counter). Diese werden direkt mit
einer Gegenpartei, die mindestens dem Investmentgrade
entspricht, abgeschlossen. Es existieren somit keine
notierten Börsenpreise.
Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt
anhand von Bewertungsmodellen unter Rückgriff auf
beobachtbare Inputfaktoren. Bei
Fremdwährungsterminkontrakten wird die Bewertung
anhand eines Mark-to-Model-Bewertungsmodells vorgenommen.
Bei Zinsderivaten wird der beizulegende Zeitwert über
eine Barwertmethode ermittelt. Die verwendeten
Inputparameter für die Bewertungsverfahren werden aus
Marktnotierungen entnommen. Dabei werden laufzeitkongruente
Zinssätze in den gehandelten Währungen für
Devisentermingeschäfte bzw. Zinssätze für
Zinsderivate verwendet. Die ermittelten Werte werden mit
einem sogenannten Add-on-Verfahren mit den Kupons der am
Markt beobachtbaren laufzeitadäquaten Credit Default
Swaps (CDS) der Gegenpartei bzw. des eigenen Ausfallrisikos
multipliziert, um den beizulegenden Zeitwert dieser
OTC-Derivate zu erhalten.
In nachfolgender Tabelle werden die angewandten
Bewertungsmethoden sowie die verwendeten Inputfaktoren und
Annahmen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte
dargestellt:
| Art und Stufe | Bewertungsmethode | Inputfaktoren |
| BEMESSUNGSHIERARCHIE STUFE 1 | ||
| Börsennotierte Anleihen | n. a. | In aktiven Märkten notierter Börsenpreis am Bewertungstag |
| BEMESSUNGSHIERARCHIE STUFE 2 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows | Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei |
| Finanzschulden (Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts, Schuldscheindarlehen, Bankschulden) | Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows | Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Ausfallrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment) |
| Devisentermingeschäfte/Cross-Currency-Swaps | Mark-to-Model Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows | Verfügbare Zinssätze in den gehandelten Währungen zu Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit-Value-Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden |
| Zinsderivate | Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows | Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit-Value-Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden |
| BEMESSUNGSHIERARCHIE STUFE 3 | ||
| Sonstige Beteiligungen (Beteiligung an der Finanzchef24 GmbH) | Discounted-Cashflow-Modell Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows | Businessplan der Finanzchef24 GmbH zur Ermittlung der zukünftigen Cashflows; nachhaltige Wachstumsrate der zukünftigen Cashflows; Parameter zur Ermittlung des Diskontierungszinses (insbesondere risikoloser Zinssatz, Marktrisikoprämie, Betafaktor, Adjustierungsprämien) |
| TEUR | Segment | Q1 - Q2 2023 | Q1 - Q2 2022 |
| ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN (IFRS 15) | |||
| Bruttoerlöse aus dem Service-and-Protection-Geschäft (Servicegeschäft) | Leasing | 68.231 | 62.298 |
| Servicegebühr für Bereitstellung | Leasing | 4.508 | 2.736 |
| Erlöse aus Mahngebühren | Leasing | 708 | 592 |
| Erlöse aus Mahngebühren | Factoring | 8 | 7 |
| Sonstige Erlöse mit Leasingnehmern | Leasing | 436 | 512 |
| Verkauf von Leasingobjekten | Leasing | 93.974 | 91.315 |
| Provisionseinnahmen aus dem Bankgeschäft | Bank | 283 | 299 |
| SUMME | 168.148 | 157.759 |
| TEUR | Q1 - Q2 2023 | Q1 - Q2 2022 |
| ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN (IFRS 15) | 168.148 | 157.759 |
| SONSTIGE UMSATZ ERLÖSE (IFRS 9, IFRS 16) | ||
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft | 222.068 | 205.020 |
| Erlöse aus OperatingLeasingverhältnissen | 13.119 | 10.888 |
| Erlösanteile aus Vormieten | 6.368 | 4.679 |
| SUMME | 409.703 | 378.346 |
Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands
in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind:
| TEUR | Q1 - Q2 2023 | Q1 - Q2 2022 |
| Laufende Steuern | 12.160 | 11.229 |
| Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer (Deutschland) | 61 | 70 |
| Ausländische Ertragsteuern | 12.099 | 11.159 |
| Latente Steuern | - 783 | 2.878 |
| Deutschland | 3.716 | - 572 |
| Ausland | - 4.499 | 3.450 |
| SUMME | 11.377 | 14.107 |
| TEUR | Segment Leasing | Segment Bank | Segment Factoring | |||
| Januar bis Juni * | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 |
| OPERATIVE ERTRÄGE | ||||||
| Externe operative Erträge | 202.123 | 191.715 | 1.941 | - 6.488 | 4.717 | 4.042 |
| Interne operative Erträge | - 14.119 | - 18.517 | 15.638 | 19.305 | - 1.519 | - 788 |
| SUMME OPERATIVE ERTRÄGE | 188.004 | 173.198 | 17.579 | 12.817 | 3.198 | 3.254 |
| davon zahlungsunwirksame Posten | 405 | 14.513 | - 1.083 | 5.162 | - 380 | - 354 |
| ZINSUNABHÄNGIGE AUFWENDUNGEN | ||||||
| Personalaufwand | - 78.162 | - 61.944 | - 3.941 | - 3.576 | - 3.165 | - 2.608 |
| Abschreibungen und Wertminderung | - 13.040 | - 13.108 | - 288 | - 452 | - 318 | - 290 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand | - 45.074 | - 45.396 | - 5.867 | - 6.511 | - 1.586 | - 1.397 |
| Sonstige betriebliche Erträge (+) und Aufwendungen (-) | - 1.833 | - 260 | - 3.169 | - 377 | 213 | 412 |
| SEGMENTERGEBNIS | 49.895 | 52.490 | 4.314 | 1.901 | - 1.658 | - 629 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | - 40 | - 4 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Finanzergebnis | ||||||
| KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN | 49.855 | 52.486 | 4.314 | 1.901 | - 1.658 | - 629 |
| zum 30. Juni (Vorjahr: zum 31. Dezember) | ||||||
| SEGMENTVERMÖGEN | 6.142.190 | 6.088.976 | 1.988.667 | 1.667.264 | 108.160 | 100.816 |
| davon nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 2.960 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| SEGMENTSCHULDEN | 4.990.487 | 4.928.263 | 1.704.936 | 1.393.172 | 109.022 | 99.909 |
| TEUR | Konsolidierung und Sonstiges | Konzern | ||
| Januar bis Juni * | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 |
| OPERATIVE ERTRÄGE | ||||
| Externe operative Erträge | 0 | 0 | 208.781 | 189.269 |
| Interne operative Erträge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| SUMME OPERATIVE ERTRÄGE | 0 | 0 | 208.781 | 189.269 |
| davon zahlungsunwirksame Posten | 0 | 0 | - 1.058 | 19.321 |
| ZINSUNABHÄNGIGE AUFWENDUNGEN | ||||
| Personalaufwand | 0 | 113 | - 85.268 | - 68.015 |
| Abschreibungen und Wertminderung | 223 | 347 | - 13.423 | - 13.503 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand | 1.530 | 2.267 | - 50.997 | - 51.037 |
| Sonstige betriebliche Erträge (+) und Aufwendungen (-) | - 1.902 | - 2.834 | - 6.691 | - 3.059 |
| SEGMENTERGEBNIS | - 149 | - 107 | 52.402 | 53.655 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 0 | 0 | - 40 | - 4 |
| Sonstiges Finanzergebnis | - 586 | 1.915 | - 586 | 1.915 |
| KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN | - 735 | 1.808 | 51.776 | 55.566 |
| zum 30. Juni (Vorjahr: zum 31. Dezember) | ||||
| SEGMENTVERMÖGEN | - 1.570.183 | - 1.488.545 | 6.668.834 | 6.368.511 |
| davon nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 0 | 0 | 2.960 | 0 |
| SEGMENTSCHULDEN | - 1.482.634 | - 1.406.544 | 5.321.811 | 5.014.800 |
* Erträge werden positiv, Aufwendungen
negativ dargestellt.
Die Berichterstattung des GRENKE Konzerns über die
Entwicklung seiner Segmente folgt der dominierenden
Organisationsstruktur innerhalb des GRENKE Konzerns, der
dem sogenannten Managementansatz folgt. Daher sind die
operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der
Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und
Factoring unterteilt, was dem Entscheidungsträger, dem
Vorstand der GRENKE AG, dazu dient, die Leistung der
Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die
Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Eine
regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten
erfolgt jährlich im Abschluss des GRENKE Konzerns des
jeweiligen Geschäftsjahres. Für die drei
operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen
vor.
Innerkonzernliche Transaktionen zwischen den Segmenten
werden in der Segmentberichterstattung in der Spalte
"Konsolidierung und Sonstiges" eliminiert.
Das Segment Leasing beinhaltet sämtliche
Aktivitäten, die mit der Tätigkeit des Konzerns
als Leasinggeber zusammenhängen. Das
Dienstleistungsangebot umfasst dabei die Übernahme der
Finanzierung für gewerbliche Leasingnehmer, die
Vermietung, Service-, Protection- und Wartungsangebote
sowie die Verwertung von Gebrauchtgeräten.
Der GRENKE Konzern hat sich dabei im Wesentlichen auf
das sogenannte Small-Ticket-Leasing von IT-Produkten wie
zum Beispiel PCs, Notebooks, Servern, Bildschirmen und
anderen Peripheriegeräten, Software,
Telekommunikations- und Kopiertechnik, Medizintechnik sowie
sonstigen IT-Produkten spezialisiert. Nahezu alle
abgeschlossenen Leasingverträge sind Verträge mit
Vollamortisationsanspruch.
Als Finanzierungspartner vor allem für KMU umfasst
das Segment Bank die Aktivitäten der GRENKE BANK AG
(nachfolgend auch " GRENKE Bank"). Im Rahmen von
Kooperationen mit verschiedenen Förderbanken des
Bundes und einzelner Bundesländer finanziert die
GRENKE Bank Existenzgründungen. Zudem vergibt die
GRENKE Bank Fördermittel für KMU und
Freiberufler, die betriebliche Neuanschaffungen über
Leasing finanzieren. Über ihren Internetauftritt
bietet die GRENKE Bank darüber hinaus
Geldanlageprodukte wie beispielsweise Festgeldprodukte
für private und gewerbliche Kunden an. Das
Geschäft der Bank erfolgt schwerpunktmäßig
mit deutschen Kunden. Neben dem Geschäft mit externen
Kunden umfassen die Aktivitäten der GRENKE BANK AG
auch die interne Refinanzierung des Leasing- und
Factoringsegments des GRENKE Konzerns mittels des Ankaufs
von Forderungen und der Ausgabe von Darlehen.
Im Segment Factoring bietet GRENKE klassische
Factoringdienstleistungen mit der Fokussierung auf das
Small-Ticket-Factoring an. Dabei werden im Rahmen des
echten Factorings sowohl das offene Factoring, bei dem der
Debitor über die Forderungsabtretung informiert wird,
als auch das stille Factoring, bei dem der Debitor keine
entsprechende Information erhält, angeboten. Daneben
bietet das Segment auch Forderungsmanagement ohne
Finanzierungsfunktion (unechtes Factoring) an; hier
verbleibt das Delkredererisiko beim Kunden.
Die Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der
Segmentinformationen herangezogen werden, entsprechen den
angewandten Bilanzierungsregeln des
Konzernzwischenabschlusses. Konzerninterne Transaktionen
erfolgen zu marktüblichen Preisen.
Für die Beurteilung des Erfolgs des GRENKE Konzerns
ist die zuständige Unternehmensinstanz, der Vorstand
der GRENKE AG, verantwortlich. Dieser hat als wesentliche
Erfolgsgrößen neben dem Wachstum des
Neugeschäfts des Leasingsegments (Summe der
Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände),
für die GRENKE Bank das Einlagevolumen und für
das Factoringsegment die Bruttomarge bestimmt. Die
Erfolgskomponenten der Segmente sind im
Konzernzwischenlagebericht aufgeführt. Die weiteren
Messgrößen umfassen insbesondere die operativen
Segmenterträge, die zinsunabhängigen
Aufwendungen, das Segmentergebnis vor dem sonstigen
Finanzergebnis sowie die Personalaufwendungen, Vertriebs-
und Verwaltungsaufwendungen sowie die Abschreibungen. Das
sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen /
-erträge sind die wesentlichen Bestandteile der
Konzernergebnisrechnung, die nicht in die einzelnen
Segmentinformationen einfließen.
Die Segmenterträge der einzelnen Segmente setzen
sich wie folgt zusammen:
| ― |
Leasing: Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge, Ergebnis aus dem Servicegeschäft, Ergebnis aus dem Neugeschäft und Verwertungsergebnis. |
| ― |
Bank: Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge. |
| ― |
Factoring: Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge. |
Bei den nicht zahlungswirksamen Posten handelt es sich
um Wertminderungen.
Das Segmentvermögen beinhaltet die
betriebsnotwendigen Vermögenswerte. Die
Segmentschulden entsprechen den dem jeweiligen Segment
zuzurechnenden Verbindlichkeiten.
Segmentvermögen und -schulden berücksichtigen
keine Steuerpositionen.
Im ersten Quartal 2023 hat die GRENKE AG jeweils 100
Prozent der Anteile an der Factoring-Franchisegesellschaft
in Irland (GC Factoring Ireland Limited) sowie den beiden
Leasing-Franchisegesellschaften in Australien (GC LEASING
MELBOURNE PTY LTD und GC LEASING SYDNEY PTY LTD)
rechtswirksam übernommen. Darüber hinaus kam es
zur rechtswirksamen Übernahme von 58 Prozent der
Anteile an den Factoring-Franchisegesellschaften in Polen
(GC Faktoring Polska Sp.z.o.o.) und dem Vereinigten
Königreich (GC Factoring Limited).
Im zweiten Quartal 2023 hat die GRENKE AG die
verbleibenden 42 Prozent der Anteile an der
FactoringFranchisegesellschaft in Polen (GC Faktoring
Polska Sp.z.o.o.) rechtswirksam übernommen. Bei der
Factoring-Franchisegesellschaft in Ungarn (GF Faktor Zrt.)
ist für die rechtswirksame Übertragung der
Anteile weiterhin die Zustimmung einer Behörde
ausstehend.
Die Franchisegesellschaften waren bereits vor dem Erwerb
der Anteile vollständig konsolidiert, sodass die
rechtswirksame Anteilsübernahme lediglich zu einer
Verringerung der auszuweisenden Minderheitsanteile
führte. Für weitere Informationen zur
Übernahme der Franchisegesellschaften verweisen wir
auf den Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember
2022.
Die GRENKE AG hat zum 23. Mai 2023 die kapital-und
stimmberechtigten Anteile an der Miete24 P4Y GmbH
(Velten/Deutschland) in Höhe von 25 Prozent plus einen
Stimmanteil rechtswirksam übernommen. Der Kaufpreis
der nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile betrug
rund 3.000 TEUR. Die Miete24 P4Y GmbH betreibt die
Online-Plattform Miete24 zur Vermietung von Informations-
und Kommunikationstechnik. Mit der Akquisition der
Internetplattform stärkt GRENKE seine
Vertriebsinfrastruktur vor allem im Fachhandel und
eröffnet sich zusätzliche Optionen im
Online-Direktgeschäft mit gewerblichen Kunden.
Über den bereits erfolgten Anteilserwerb hinaus hat
sich die GRENKE AG langfristig die Option zur
vollständigen Übernahme der Miete24 P4Y GmbH
gesichert.
Am 30. März 2023 hat die GRENKE AG
planmäßig eine Kuponzahlung in Höhe von
12.946 TEUR (Vorjahr: 12.946 TEUR) an die
Hybridkapitalgeber ausgeschüttet.
Der Aufsichtsrat der GRENKE AG hat mit allen amtierenden
Vorstandsmitgliedern eine Phantom-StockVereinbarung
abgeschlossen. Auszahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen
fielen im bisherigen Geschäftsjahr in Höhe von 0
TEUR an (30. Juni 2022: 0 TEUR).
Zum 30. Juni 2023 betrug der Wert aller bestehenden
Phantom-Stock-Vereinbarungen 531 TEUR (30. Juni 2022: 0
TEUR). Die erfolgswirksame Erfassung in der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung erfolgt in den Personalaufwendungen und
ist unter den variablen Vergütungskomponenten
ausgewiesen.
Transaktionen der GRENKE AG mit ihren Tochterunternehmen
sind Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und
Personen. Im Fall, dass die Transaktion im Rahmen der
Konsolidierung eliminiert wird, entfällt eine
Offenlegung. Geschäfte des GRENKE Konzerns mit
assoziierten Unternehmen sind als Geschäfte mit
nahestehenden Unternehmen und Personen offenzulegen.
Offenzulegende Transaktionen mit Tochterunternehmen und
assoziierten Unternehmen bestanden weder zum 30. Juni 2023
noch zum 31. Dezember 2022.
Personen in Schlüsselpositionen sind Personen, die
für die Planung, Leitung und Überwachung der
Tätigkeiten des GRENKE Konzerns direkt oder indirekt
zuständig und verantwortlich sind. Zu den Personen in
Schlüsselpositionen zählen ausschließlich
die im Geschäftsjahr aktiven Vorstands- und
Aufsichtsratsmitglieder der GRENKE AG sowie diesem
Personenkreis nahestehende Personen wie zum Beispiel
Familienangehörige.
Die GRENKE BANK AG hat zum Stichtag 30. Juni 2023
Einlagen sowie Guthaben auf Kontokorrentkonten in Höhe
von 128 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2022: 0 TEUR) von
Personen in Schlüsselpositionen und diesem
Personenkreis nahestehenden Personen erhalten.
Unter die sonstigen nahestehenden Unternehmen fallen
Tochterunternehmen und Gemeinschaftsunternehmen der
Personen in Schlüsselpositionen bzw. diesem
Personenkreis nahestehenden Personen. Unter den sonstigen
nahestehenden Personen sind Personen gemäß IAS
24.10 ausgewiesen, die wegen dem wirtschaftlichen Gehalt
der Beziehung als nahestehende Person deklariert wurden.
Die GRENKE BANK AG hat zum Stichtag 30. Juni 2023
Einlagen sowie Guthaben auf Kontokorrentkonten in Höhe
von 1.182 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2022: 0 TEUR) von
sonstigen nahestehenden Unternehmen erhalten. Mit sonstigen
nahestehenden Unternehmen bestehen Kontokorrentkonten.
Kreditrahmen für Kontokorrentkonten wurden in
Höhe von 816 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2022: 802
TEUR) bei einem Kontokorrentkreditlimit in Höhe von
840 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2022: 840 TEUR) in Anspruch
genommen. Es entstand ein Zinsertrag in Höhe von 16
TEUR (Vorjahr bis 30. Juni 2022: 15 TEUR). Die Erträge
mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen in
Höhe von 2 TEUR (Vorjahr bis 30. Juni 2022: 2 TEUR)
resultieren aus Leasingverträgen und
Mitarbeiterdarlehen. Des Weiteren bestehen Forderungen
gegenüber sonstigen nahestehenden Personen und
Unternehmen, die überwiegend aus Collateral Zahlungen
an sonstige nahestehende Unternehmen und Personen
resultieren. Diese belaufen sich zum 30. Juni 2023 auf
4.519 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2022: 4.518 TEUR).
Bei den Eventualverbindlichkeiten ergaben sich bis zum
Stichtag im Vergleich zum 31. Dezember 2022 keine
wesentlichen Veränderungen.
Der Personalbestand (ohne Vorstand) auf Basis einer
Kopfzählung des GRENKE Konzerns betrug in der
Zwischenberichtsperiode durchschnittlich 2.105 (Q2 2022:
1.904 ). Weitere 52 (Q2 2022: 45 ) Beschäftigte
befinden sich in der Ausbildung.
Am 10. Juli 2023 hat die GRENKE AG die verbleibenden 42
Prozent der Anteile an der Factoring-Franchisegesellschaft
im Vereinigten Königreich (GC Factoring Limited)
rechtswirksam übernommen. Hierfür wurde eine
Kaufpreiszahlung von 129 TEUR getätigt.
Zudem hat die GRENKE AG am 2. August 2023 die
verbleibenden 42 Prozent der Anteile an der
LeasingFranchisegesellschaft in Singapur (GC Lease
Singapore Pte. Ltd.) rechtswirksam übernommen. Der
Kaufpreis der Anteile lag unter 1 TEUR.
Am 9. August 2023 hat der Vorstand der GRENKE AG auf
Basis aktualisierter Konjunkturprognosen und dem weiteren
Fokus auf ausgewogene Margen die bestehende Prognose
für das Geschäftsjahr 2024 im Rahmen einer
Ad-hoc-Mitteilung vom selben Tag angepasst. Der Vorstand
erwartet ein Leasingneugeschäft in Höhe von 3,0
bis 3,2 Mrd. EUR statt bislang rund 3,4 Mrd. EUR sowie ein
Konzernergebnis von 95 bis 115 Mio EUR statt bisher rund
120 Mio. EUR.
Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
waren nicht zu verzeichnen.
An die Grenke AG, Baden-Baden
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -
bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung,
Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung,
Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie
ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den
Konzernzwischenlagebericht der Grenke AG, BadenBaden,
für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 30. Juni
2023, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach
§ 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht
unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten
Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für
Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem
Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des
Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen sowie unter
ergänzender Beachtung des International Standard on
Review Engagements "Review of Interim Financial Information
Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE
2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische
Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir
bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit
ausschließen können, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Frankfurt am Main, 9. August 2023
BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Grunwald | Schölch |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Halbjahresfinanzberichterstattung der
Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Baden-Baden, den 9. August 2023
| Dr. Sebastian Hirsch | Gilles Christ | Isabel Rösler |
| Vorstandsvorsitzender
(CEO),
interimistischer Finanzvorstand (CFO) |
Vertriebsvorstand (CSO) | Risikovorständin (CRO) |
5. Oktober 2023 // Neugeschäftsmeldung Q3 2023
9. November 2023 // Quartalsmitteilung Q3 und Q1 - Q3
2023
GRENKE AG
Team Investor Relations
Neuer Markt 2
76532 Baden-Baden
Telefon: +49 7221 5007-204
Telefax: +49 7221 5007-4218
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Herausgeber: Der Vorstand der GRENKE AG
Redaktion: GRENKE AG, Investor Relations
Gestaltung, Layout & Satz:SPARKS CONSULTING GmbH,
München
Stand: 10.08.2023
© GRENKE AG, Baden-Baden
In dieser Quartalsmitteilung erfolgt die Darstellung von
Zahlen in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den
jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner
Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten
Zahl ergeben, die naturgemäß keinen
signifikanten Charakter haben können.
Der Finanzbericht erscheint in deutscher und englischer
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