GRENKE AG

Baden-Baden

Quartalsfinanzbericht zum 3. Quartal und Q1-Q3 2023

Konzernkennzahlen

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EINHEIT Q3 2023 Q3 2022 VERÄNDERUNG (%) Q1 - Q32023 Q1 - Q3 2022
NEUGESCHÄFT LEASING TEUR 591.081 565.494 4,5 1.851.579 1.652.165
DACH TEUR 158.402 150.596 5,2 465.905 408.517
Westeuropa (ohne DACH) TEUR 149.194 142.490 4,7 482.072 423.894
Südeuropa TEUR 125.487 133.910 - 6,3 422.716 423.781
Nord-/​Osteuropa TEUR 119.016 104.778 13,6 373.788 302.761
Übrige Regionen TEUR 38.983 33.720 15,6 107.098 93.212
DECKUNGSBEITRAG 2 (DB2) DES LEASINGNEUGESCHÄFTS TEUR 97.432 92.692 5,1 309.122 269.121
DACH TEUR 20.867 18.083 15,4 60.485 50.549
Westeuropa (ohne DACH) TEUR 25.628 24.754 3,5 84.346 73.855
Südeuropa TEUR 21.613 22.892 - 5,6 74.635 70.422
Nord-/​Osteuropa TEUR 21.011 19.980 5,2 67.275 55.930
Übrige Regionen TEUR 8.313 6.983 19,0 22.381 18.365
SONSTIGE ANGABEN LEASING
Anzahl der Neuverträge Stück 68.200 66.076 3,2 216.275 200.174
Mittlerer Anschaffungswert EUR 8.667 8.558 1,3 8.561 8.254
Mittlere Vertragslaufzeit zum Periodenende Monate 48,1 47,8 0,7 48,5 47,8
Vermietvolumen zum Periodenende MEUR 9.289 8.915 4,2 9.289 8.915
Anzahl der laufenden Verträge zum Periodenende Stück 1.042.595 1.012.235 3,0 1.042.595 1.012.235
NEUGESCHÄFT FACTORING TEUR 210.666 204.972 2,8 608.075 571.537
DACH TEUR 72.768 77.166 - 5,7 222.456 217.319
Südeuropa TEUR 92.607 89.710 3,2 259.586 248.448
Nord-/​Osteuropa TEUR 45.291 38.096 18,9 126.033 105.770
GRENKE BANK
Neugeschäft KMU-Kreditgeschäft inkl. Mikrokreditgeschäft TEUR 9.629 11.505 - 16,3 33.423 40.946
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VERÄNDERUNG (%)
NEUGESCHÄFT LEASING 12,1
DACH 14,0
Westeuropa (ohne DACH) 13,7
Südeuropa - 0,3
Nord-/​Osteuropa 23,5
Übrige Regionen 14,9
DECKUNGSBEITRAG 2 (DB2) DES LEASINGNEUGESCHÄFTS 14,9
DACH 19,7
Westeuropa (ohne DACH) 14,2
Südeuropa 6,0
Nord-/​Osteuropa 20,3
Übrige Regionen 21,9
SONSTIGE ANGABEN LEASING
Anzahl der Neuverträge 8,0
Mittlerer Anschaffungswert 3,7
Mittlere Vertragslaufzeit zum Periodenende 1,3
Vermietvolumen zum Periodenende 4,2
Anzahl der laufenden Verträge zum Periodenende 3,0
NEUGESCHÄFT FACTORING 6,4
DACH 2,4
Südeuropa 4,5
Nord-/​Osteuropa 19,2
GRENKE BANK
Neugeschäft KMU-Kreditgeschäft inkl. Mikrokreditgeschäft - 18,4

Regionen Leasing:
DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande
Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
Nord-/​Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Lettland, Norwegen, Rumänien, Schweden/​Polen, Slowakei,
Tschechien, Ungarn

Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile, Kanada, Singapur, Türkei, VAE, USA

Regionen Factoring:
DACH: Deutschland, Schweiz
Südeuropa: Italien, Portugal
Nord-/​Osteuropa: Großbritannien, Irland, Ungarn, Polen

Konsolidierte Franchisegesellschaften:
Leasing: Chile, Kanada (3x), Lettland, Norwegen
Factoring: Italien, Portugal, Ungarn

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EINHEIT Q3 2023 Q3 2022 VERÄNDERUNG (%) Q1 - Q3 2023 Q1 - Q3 2022
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft TEUR 119.848 103.479 15,8 341.916 308.500
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts TEUR 33.386 17.724 88,4 87.421 47.480
Schadensabwicklung und Risikovorsorge TEUR 24.482 30.283 - 19,2 72.369 89.935
Gesamtkosten/​-aufwand TEUR 76.147 70.755 7,6 225.835 203.310
Operatives Ergebnis TEUR 32.930 21.293 54,7 85.332 74.948
Konzernergebnis vor Steuern TEUR 30.548 27.685 10,3 82.324 83.251
KONZERNERGEBNIS TEUR 23.990 20.332 18,0 64.389 61.791
ERGEBNIS STAMMAKTIONÄRE TEUR 24.597 23.190 6,1 59.125 56.804
ERGEBNIS HYBRIDKAPITALGEBER TEUR 0 0 N.A. 9.068 9.082
ERGEBNIS NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE TEUR - 607 - 2.858 78,8 - 3.804 - 4.095
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) EUR 0,53 0,50 6,0 1,27 1,22
Cost-Income-Ratio Prozent 57,0 56,5 0,5 pp 57,9 54,3
Personalaufwand TEUR 43.220 38.233 13,0 128.488 106.248
davon Gesamtvergütung TEUR 35.567 31.557 12,7 105.257 87.468
davon fixe Vergütung TEUR 30.819 26.925 14,5 91.068 73.139
davon variable Vergütung TEUR 4.748 4.632 2,5 14.189 14.329
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter:innen nach Vollzeitäquivalent Personen 2.112 1.904 10,9 2.052 1.854
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VERÄNDERUNG (%)
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft 10,8
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 84,1
Schadensabwicklung und Risikovorsorge - 19,5
Gesamtkosten/​-aufwand 11,1
Operatives Ergebnis 13,9
Konzernergebnis vor Steuern - 1,1
KONZERNERGEBNIS 4,2
ERGEBNIS STAMMAKTIONÄRE 4,1
ERGEBNIS HYBRIDKAPITALGEBER - 0,2
ERGEBNIS NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE 7,1
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) 4,1
Cost-Income-Ratio 3,6 pp
Personalaufwand 20,9
davon Gesamtvergütung 20,3
davon fixe Vergütung 24,5
davon variable Vergütung - 1,0
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter:innen nach Vollzeitäquivalent 10,7
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EINHEIT 30.09.2023 31.12.2022 VERÄNDERUNG (%)
BILANZ
Bilanzsumme Mio. EUR 7.122 6.413 11,1
Leasingforderungen Mio. EUR 5.493 5.244 4,7
Einlagevolumen GRENKE Bank Mio. EUR 1.567 1.151 36,1
Bilanzielles Eigenkapital * Mio. EUR 1.347 1.332 1,1
Eigenmittel nach CRR Mio. EUR 1.214 1.188 2,2
Eigenkapitalquote Prozent 18,9 20,8 -1,9 pp
Embedded Value, Leasingportfolio (exkl. Eigenkapital vor Steuern) Mio. EUR 471 482 - 2,3
Embedded Value, Leasingportfolio (inkl. Eigenkapital nach Steuern) Mio. EUR 1.670 1.664 0,4

* Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.

KENNZAHLEN Q3 2023:

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KONZERNERGEBNIS ERGEBNIS JE AKTIE EIGENKAPITALQUOTE
24,0 Mio. EUR 0,53 EUR 18,9 Prozent

REFINANZIERUNGSBASIS:

DREI SÄULEN: REFINANZIERUNGSMIX DES GRENKE KONZERNS

AKTIONÄRSSTRUKTUR:

* Komplementär: Grenke Vermögensverwaltung GmbH Kommanditisten: Familie Grenke (Wolfgang, Anneliese, Moritz, Roland, Oliver Grenke)

Neben der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG zeigt die Grafik weitere Aktionär:innen, die zum in der jeweiligen Stimmrechtsmitteilung genannten Veröffentlichungsdatum einen Anteil von über 3 Prozent hielten und laut Definition der Deutschen Börse dem Streubesitz zuzurechnen sind.

Freefloat (Streubesitz) nach Ziffer 2.3 des aktuellen "Leitfadens zu den Aktienindizes der Deutschen Börse"

Die obenstehenden Angaben sind ohne Gewähr und basieren auf den von der Gesellschaft erhaltenen Stimmrechtsmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG).

Konzernzwischenlagebericht

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 GRENKE im Überblick

Wir sind globaler Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Small-Ticket-Leasing. Mit unseren Angeboten verschaffen wir Unternehmen finanziellen Freiraum bei der Realisierung von Investitionen. KMU, die über uns leasen, schonen so ihre Liquidität. Wir agieren gemäß unseren Werten: Einfach, schnell, persönlich und unternehmerisch. Factoring- und Bank-Services runden unser Angebot ab. 1978 in Baden-Baden gegründet, sind wir mit rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in über 30 Ländern weltweit aktiv.

1.2 Geschäftsmodell

In unserem Leasinggeschäft konzentrieren wir uns überwiegend auf sogenannte Small-Tickets, d. h. Verträge mit einem Anschaffungswert der finanzierten Objekte von unter 25 TEUR. Rund 90 Prozent aller Leasingverträge entsprachen dieser Größenordnung in den ersten neun Monaten 2023 - wie auch in den Vorjahren. Im Durchschnitt hatte ein Vertrag bei uns in den ersten neun Monaten 2023 ein Volumen von rund 8.600 EUR.

Der Schwerpunkt unseres Leasingportfolios liegt im Bereich der IT- und Bürokommunikationsprodukte. Darüber hinaus haben wir unser Geschäftsmodell in den vergangenen Jahren auf weitere Produktgruppen ausgedehnt, darunter u.a. kleine Maschinen und Anlagen, medizintechnische Geräte, Sicherheitsgeräte und Green Economy- Objekte, wie beispielsweise Wallboxen, Photovoltaikanlagen und eBikes.

Zum 30. September 2023 waren wir an insgesamt 135 Standorten in 33 Ländern weltweit aktiv. Wir erwirtschafteten in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs 94,2 Prozent unseres Leasingneugeschäfts in Europa, wo wir in nahezu allen Ländern aktiv sind. Unsere Kernmärkte sind Deutschland, Frankreich und Italien. Darüber hinaus bauen wir unsere Präsenz außerhalb Europas durch den Markteintritt in Ländern Asiens, in Australien sowie Nord- und Südamerika kontinuierlich aus.

Wir sind in der Lage, in Phasen konjunktureller Schwankungen unser Geschäft durch eine Anpassung der Annahmestrategie bei Leasinganfragen agil zu steuern. Durch die strikte Fokussierung auf risikoärmeres Neugeschäft - d.h. durch den Verzicht auf Geschäft mit risikoreicheren Branchen und Kundensegmenten - können wir die Qualität und Quantität unseres Neugeschäfts gezielt beeinflussen. Zudem sind wir in der Lage, unsere Konditionsgestaltung den jeweiligen markt- und makroökonomischen Bedingungen flexibel anzupassen. Entsprechend erweist sich unser Geschäftsmodell als widerstandsfähig gegenüber Marktschwankungen. So ist es uns gelungen, auch in wirtschaftlich äußerst schwierigen Zeiten, wie der Finanzmarktkrise 2009 oder der Corona-Pandemie 2020 und 2021, risikoadäquate Margen durchzusetzen und nachhaltig profitabel zu wirtschaften.

1.3 Segmente

Der GRENKE Konzern ist in die drei Segmente Leasing, Bank und Factoring gegliedert. Für eine Beschreibung unserer Geschäftsaktivitäten und der Geschäftsentwicklung der Segmente im Berichtszeitraum verweisen wir auf Abschnitt 2.4.3 "Entwicklung der Segmente" und die Ausführungen in Kapitel 11 "Konzern-Segmentberichterstattung" des Anhangs zum verkürzten Konzernzwischenabschluss.

1.4 Aktionärsstruktur

Als mittelständisch geprägtes Familienunternehmen verfügen wir mit der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG über eine Großaktionärin, die sich im Besitz von Anneliese Grenke, dem Unternehmensgründer Wolfgang Grenke sowie deren drei gemeinsamen erwachsenen Söhne befindet. Zum Stichtag 30. September 2023 hielt die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG 40,84 Prozent der Unternehmensanteile. Entsprechend betrug der Streubesitz 59,16 Prozent. Weitere Aktionärinnen und Aktionäre, die zum in der jeweiligen Stimmrechtsmitteilung genannten Veröffentlichungsdatum einen Anteil von über 3 Prozent hielten und laut Definition der Deutschen Börse dem Streubesitz zuzuordnen sind, lauten: ACATIS Investment Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH (5,02 Prozent), Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV (3,24 Prozent), die GRENKE-Stiftung (3,04 Prozent) sowie die Universal-Investment GmbH (3,02 Prozent). Der Anteil der Aktien im Besitz von Vorstand und Aufsichtsrat betrug zum Stichtag rund 0,1 Prozent.

1.5 Ziele und Strategien

Wir haben das Ziel, der weltweit führende Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen zu werden. Für das laufende Geschäftsjahr 2023 rechnet der Vorstand mit einem Leasingneugeschäft in Höhe von 2,6 bis 2,8 Mrd. EUR, bei einem Konzernergebnis von 80 bis 90 Mio. EUR. Für das kommende Geschäftsjahr 2024 strebt der Vorstand auf Basis aktualisierter Konjunkturprognosen und dem weiteren Fokus auf ausgewogene Margen ein Leasingneugeschäft in Höhe von 3,0 bis 3,2 Mrd. EUR an. Des Weiteren prognostiziert der Vorstand für 2024 ein Konzernergebnis von 95 bis 115 Mio. EUR.

Diese Ziele sind Grundlage unserer Unternehmensstrategie, die sich in die strategischen Felder "Vertriebsaktivitäten und -kanäle", "Operational Excellence und Kostendisziplin", "Digitalisierung" und "Nachhaltigkeit" unterteilt.

Liquidität und Refinanzierung spielen eine grundlegende, zentrale Rolle in unserem Geschäftsmodell und werden entsprechend gesteuert. Uns stehen hierbei umfangreiche Instrumente zur Verfügung, die je nach Marktbedingungen im Rahmen der Gesamtstrategie eingesetzt werden. Im Wesentlichen basiert die Fremdkapital-basierte Finanzierung auf drei Säulen

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Senior-Unsecured-Instrumente, die im Wesentlichen auf unserem Investment Grade Rating aufbauen wie Anleihen, Green Bonds und Commercial Paper, Schuldverschreibungen, aber auch Kreditbeziehungen mit internationalen Banken, sowie syndizierte Kreditlinien

Forderungsbasierte Finanzierung, vor allem durch ABCP-Programme

Das Einlagengeschäft der GRENKE Bank

Dabei vermeiden wir Fristentransformation und verringern so potenzielle Zinsänderungs- und Anschlussfinanzierungsrisiken auf Portfolioebene auf ein Minimum.

Weitere Details entnehmen Sie dem aktuellen Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2022, Kapitel 1.2 "Ziele und Strategie".

2. Wirtschaftsbericht

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Das Leasingneugeschäft in den ersten neun Monaten beträgt 1.851,6 Mio. EUR, das entspricht einem Wachstum von 12,1 Prozent

Leasingneugeschäft wächst um 4,5 Prozent auf 591,1 Mio. EUR im dritten Quartal 2023

Deckungsbeitrag 2 steigt auf 97,4 Mio. EUR

DB2-Marge erreicht 16,5 Prozent

Konzernergebnis nach Steuern beträgt 24,0 Mio. EUR

Schadenquote liegt stabil bei 1,1 Prozent

Cost-Income-Ratio bei 57,0 Prozent

Eigenkapitalquote mit 18,9 Prozent weiterhin über dem selbst gesteckten Ziel von 16 Prozent

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Auch im dritten Quartal 2023 gehörten die fortgesetzte Inflation sowie weiter steigende Zinsen zu den zentralen Einflussfaktoren des gesamtwirtschaftlichen Umfelds. Positive Akzente setzten in Deutschland ein nachlassender Inflationsdruck und gestiegene Auftragseingänge.

Maßgeblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung üben die Leitzinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) aus. Diese nahm im dritten Quartal 2023 zwei Erhöhungen der Leitzinsen vor, so dass der Hauptrefinanzierungssatz zum Quartalsende 2023 bei 4,5 Prozent und der für die Finanzmärkte richtungsweisende Einlagensatz für Banken bei 4,0 Prozent lag. Grund für die Zinserhöhungen war, dass die Inflationsrate im Euroraum mit 5,1 Prozent im August 2023 weiterhin über der Zielinflationsrate von 2 Prozent lag. In Deutschland ging die Inflation im September auf 4,5 Prozent im Jahresvergleich zurück. Damit liegt sie auf dem niedrigsten Niveau seit Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine im Februar 2022. In ihrer Sitzung vom 26. Oktober 2023 ließ die EZB die Leitzinsen unverändert. Ihr zufolge trägt das bestehende Niveau der Leitzinsen dazu bei, den Inflationsdruck substantiell zu senken, wenn diese lange genug auf dem Niveau bleiben.

In Deutschland nahmen rezessive Tendenzen zu, so ging die Industrieproduktion im August 2023 weiter zurück. Weitere Indikatoren deuten darauf hin, dass das Wirtschaftswachstum in Deutschland im dritten Quartal ein weiteres Mal sank, nachdem es im zweiten Quartal noch stagniert hatte. Positive Signale kamen von den Auftragseingängen, welche im August 2023 - gegenüber dem Vormonat - doppelt so hoch waren wie erwartet. Dies kann als ein erstes Zeichen gewertet werden, dass die konjunkturelle Abwärtsbewegung eine begrenzte Dauer haben dürfte.

Ein ähnliches Bild zeichnet der ifo-Geschäftsklimaindex, der die Einschätzung von Unternehmen zu ihrer aktuellen Geschäftslage und ihren Erwartungen zur Entwicklung auf Sicht von sechs Monaten zusammenfasst. Mit 85,7 Punkten verzeichnete der ifo-Geschäftsklimaindex im September 2023 ein weiteres Mal einen Rückgang. Er lag unter dem Wert des vorigen Quartals (Juni 2023: 88,6 Punkte), jedoch etwas oberhalb dem des Vorjahres (September 2022: 85,3 Punkte). Die Bewertung der aktuellen Geschäftslage durch die Unternehmen verschlechterte sich seit April 2023 kontinuierlich. Insbesondere Unternehmen der Baubranche sehen ihre aktuelle Geschäftslage aufgrund hoher Zinsen und umfangreicher Regulierungen als negativ an. Bei den Geschäftserwartungen zeigte sich jedoch erstmals seit April 2023 eine leichte Verbesserung und gibt Anlass für Zuversicht. Für den vorsichtigen Optimismus dürfte die Erwartung der Marktteilnehmer eine Rolle spielen, dass die EZB eine Zinspause einlegt und dass die durchgesetzten Lohnsteigerungen die Kaufkraft der Konsumenten stärken.

Inmitten dieses herausfordernden Umfeldes ist es uns erneut und wie angekündigt gelungen, unseren Wachstumskurs beim Leasingneugeschäft im dritten Quartal 2023 zu profitablen Konditionen fortzusetzen.

2.2 Wesentliche Ereignisse und Geschäfte

Im ersten Quartal 2023 übernahm Dr. Sebastian Hirsch den Vorstandsvorsitz von Michael Bücker. In der zugehörigen Ad-hoc-Mitteilung vom 16. Februar 2023 gaben wir bekannt, dass der Aufsichtsrat und der vormalige Vorstandsvorsitzende der GRENKE AG, Michael Bücker, dessen Bestellung aus gesundheitlichen Gründen zeitlich befristet bis zum 28. Februar 2023 widerrufen worden war, sich darauf verständigt hatten, dass Michael Bücker das Unternehmen zum 28. Februar dieses Jahres verlässt.

Der Aufsichtsrat hatte daraufhin Dr. Sebastian Hirsch, der bereits interimistisch zum CEO ernannt worden war, zum 16. Februar 2023 zum CEO ernannt. Seine Aufgaben als Finanzvorstand führt Dr. Sebastian Hirsch seit seiner Ernennung zum CEO interimistisch fort. Dr. Martin Paal, der seit Juni 2022 bei der GRENKE AG als VP Controlling tätig ist, soll nach einer Übergangs- und Einarbeitungsphase die Leitung des Finanzressorts übernehmen. Er fungiert ab sofort als Senior Vice President als Stellvertreter von Dr. Sebastian Hirsch für das Finanzressort.

Am 2. März 2023 informierten wir in einer Ad-hoc-Mitteilung über unser Digitalisierungsprogramm "Digital Excellence" mit einem zusätzlichen Investitionsvolumen von 45 bis 50 Mio. EUR. Um die erfolgreiche internationale Wachstums- und Expansionsstrategie fortzusetzen, werden wir in den nächsten drei Jahren in die digitale Optimierung der gesamten Wertschöpfungskette in über 30 Ländern investieren. Grundlage des Digitalisierungsprogramms - und mit einem Drittel der Investitionen die größte Einzelmaßnahme - ist die Transformation in die Cloud-Technologie. Die übrigen Investitionsmittel verteilen sich auf die darauf aufbauende Automatisierung aller Kernprozesse für das Leasinggeschäft. Schätzungsweise 15 Mio. Euro werden im laufenden Geschäftsjahr als zusätzlicher Aufwand anfallen.

Ziel von "Digital Excellence" ist die möglichst vollständige End-to-End-Digitalisierung interner Prozesse im Kerngeschäft Leasing, um in neuen wie auch in bestehenden Märkten deutlich skalieren und dadurch stärker wachsen zu können. So soll beispielsweise die Bearbeitung eines Leasingantrages künftig statt Minuten nur noch Sekunden in Anspruch nehmen ("instant decision"). Mit dieser erweiterten Digitalisierungsinitiative stellen wir uns optimal auf, um auf neue Anforderungen von Kundinnen und Kunden zu reagieren und selbst neue Trends in der Leasingfähigkeit von Investitionsvorhaben kleiner und mittlerer Unternehmen zu setzen, beispielsweise durch das Anbieten von Leasingfinanzierung für neue Objektkategorien. Einige der Investitionsmaßnahmen, wie der Ausbau der Cloud-Technologie, waren ohnehin geplant und werden jetzt - parallel zu dem ambitionierten Wachstumspfad im Neugeschäft - vorgezogen und rascher umgesetzt.

Mit gleichem Datum, dem 2. März 2023, legten wir vorläufige, nicht testierte Zahlen für das Geschäftsjahr 2022 vor wie auch den Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat für das Jahr 2022 in Höhe von 0,45 Euro je Aktie. Außerdem gaben wir unsere Guidance für das Geschäftsjahr 2023 bekannt. Der Vorstand erwartet, dass wir für das Geschäftsjahr 2023 ein Leasingneugeschäft zwischen 2,6 und 2,8 Mrd. EUR erzielen und ein Konzernergebnis von 80 bis 90 Mio. EUR erwirtschaften werden. Durch die Umsetzung des Digitalisierungsprogramms in den kommenden Jahren ging der Vorstand zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass das angestrebte Konzernergebnis 2024 bei ca. 120 Mio. EUR liegt, statt wie zuvor prognostiziert bei 140 Mio. EUR.

Am 23. März 2023 berichteten wir über eine neue Rating-Maßnahme von Standard & Poor's. S&P Global Ratings hatte das langfristige Emittentenrating von GRENKE von "BBB+" auf "BBB" gesenkt und das Kurzfristrating von "A-2" bekräftigt. Der stabile (vorher negative) Ausblick bringt die Erwartung zum Ausdruck, dass GRENKE seine angemessene Risikobereitschaft, die Qualität seiner Vermögenswerte und seine hohen Kapitalpuffer erhalten und schrittweise seine solide risikooptimierte Rentabilität in den nächsten zwei Jahren zurückgewinnen wird. Im Oktober 2022 hatten wir bereits ein Investment Grade Rating von "BBB" mit stabilem Ausblick durch Fitch-Rating erhalten (Fitch-Ratingstufe "BBB/​stable/​F2").

Am 20. April 2023 gaben wir eine Beteiligung an der "Miete24 P4Y GmbH" in Höhe von 25 Prozent plus einen Stimmanteil bekannt. Mit der Akquisition der Internetplattform stärken wir unsere Vertriebsinfrastruktur vor allem im Fachhandel und eröffnen uns zusätzliche Optionen im Online-Direktgeschäft mit gewerblichen Kunden. Der Kaufpreis für den Anteil an Miete24 betrug 3,1 Mio. EUR. Darüber hinaus haben wir uns langfristig die Option zur vollständigen Übernahme gesichert. Der Rollout erfolgt sukzessive mit ausgesuchten Fachhändlern. Nach dem erfolgreichen Start in Deutschland soll die neue Digital-Plattform schnellstmöglich auch international eingesetzt werden.

Am 16. Mai 2023 veranstalteten wir die ordentliche Hauptversammlung, die zum ersten Mal seit Beginn der Covid-19-Pandemie wieder in Präsenz stattfand. Auf der Hauptversammlung wurde die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,45 Euro je Aktie (2022: 0,51 Euro) beschlossen. Auch allen Tagesordnungspunkten wurde mit großer Mehrheit zugestimmt, darunter der Satzungsänderung mit der Ermächtigung, künftig virtuelle Hauptversammlungen durchzuführen. Der langjährige Vorsitzende des Aufsichtsrats, Prof.

Dr. Ernst-Moritz Lipp schied mit Ablauf der Hauptversammlung turnusgemäß aus dem Gremium aus. Bestätigt wurde Nils Kröber als Aufsichtsratsmitglied für eine fünfjährige Amtszeit bis zum Ende der Hauptversammlung 2028. Für drei Jahre wurde Moritz Grenke, Sohn des Unternehmensgründers Wolfgang Grenke und Kommanditist der Großaktionärin Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG, in den Aufsichtsrat gewählt.

Am 16. Mai 2023 wählte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung nach der Hauptversammlung Jens Rönnberg, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden sowie Dr. Konstantin Mettenheimer, Rechtsanwalt und Steuerberater, zu seinem Stellvertreter. Jens Rönnberg gehört dem Aufsichtsrat seit November 2019 an und war zuvor stellvertretender AR-Vorsitzender. Dr. Konstantin Mettenheimer wurde auf der Hauptversammlung 2021 in den Aufsichtsrat gewählt.

Am 9. August 2023 passte der Vorstand seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2024 an das Marktumfeld an. Auf Basis aktualisierter Konjunkturprognosen und dem weiteren Fokus auf ausgewogene Margen in diesem Umfeld strebt der Vorstand für 2024 nun ein Leasingneugeschäft in Höhe von 3,0 bis 3,2 Mrd. Euro statt zuvor rund 3,4 Mrd. Euro an. Auch mit dem reduzierten Prognosekorridor für das Neugeschäft setzen wir unsere Wachstumsstrategie fort. Für das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2024 geht der Vorstand daraus abgeleitet von einem Korridor zwischen 95 und 115 Mio. Euro aus (zuvor rund 120 Mio. Euro). Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2023 bleibt unverändert bei 2,6 bis 2,8 Mrd. Euro für das Leasingneugeschäft und für das Konzernergebnis bei 80 bis 90 Mio. Euro.

Am 22. September 2023 platzierten wir mit unserer ersten Benchmark-Anleihe zugleich erstmals eine Anleihe, die ausschließlich der Refinanzierung nachhaltiger Leasinggüter dient. Das Emissionsvolumen dieses ersten Green Bonds (ISIN XS2695009998) lag bei 500 Millionen Euro und erreichte damit den höchsten Wert einer Anleihe in der mehr als vierzigjährigen Geschichte des Leasingspezialisten. Die Nachfrage überstieg das Angebot deutlich. Der Zinssatz beträgt 7,875 Prozent p.a. und die Laufzeit 3,5 Jahre bis zum 6. April 2027. Ab einem Volumen von 500 Millionen Euro gilt eine Emission als Benchmark-Anleihe und kann in einen Kapitalmarktindex aufgenommen werden. Bei diesem GRENKE Green Bond handelt es sich um einen Use of Proceeds Bond, dessen Erlöse zweckgebunden sind für die Refinanzierung von als nachhaltig geltenden Objekten, beispielsweise aus den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz, nachhaltige Mobilität sowie Ressourcen- und Abfallmanagement. Aktuell macht das eBike-Geschäft rund 80 Prozent unseres Green-Bond-Portfolios aus.

Das Restvolumen verteilt sich auf Photovoltaik- und Solaranlagen, Ladeinfrastruktur, LED-Beleuchtung und Trinkwasseranlagen. Die Mittel werden sowohl für das bestehende Green-Economy-Geschäft als auch für dessen weiteren Ausbau eingesetzt. Unsere erste grüne Anleihe ging vor allem an institutionelle Anleger, also Vermögensverwalter, Fonds, Banken, Versicherer und Pensionsfonds. Den regionalen Schwerpunkt bildete Europa, insbesondere Anleger aus Deutschland, Großbritannien, Österreich und der Schweiz kauften den Titel. Bei einem Mindestanlagevolumen von nur 1.000 Euro haben wir mit dieser Debütemission auch private Anlegerinnen und Anleger angesprochen.

2.3 Neugeschäft

2.3.1 Leasing

Im dritten Quartal 2023 erzielten wir ein Leasingneugeschäft in Höhe von 591,1 Mio. EUR. Damit wuchs das Leasingneugeschäft zum achten Mal in Folge, das Vorjahresquartal wurde um 4,5 Prozent (Q3 2022:

565,5 Mio. EUR) übertroffen. In den ersten 9 Monaten dieses Jahres verzeichneten wir bei einem Leasingneugeschäft von kumuliert 1.851,6 Mio. EUR ein Wachstum von 12,1 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (Q1 - Q3 2022: 1.652,2 Mio. EUR).

Leasingneugeschäft seit Q4 2020

Die Nachfrage nach Leasingprodukten stabilisierte sich angesichts der dynamischen Zinsentwicklung, da sich bei steigenden Zinsen Kredite für Unternehmen in der Regel verteuern und Banken die Kreditvergabe auch restriktiver gestalten. Kredite verlieren somit im Vergleich zur Finanzierung über Leasing an Attraktivität. Da die Leasingraten zum Investitionszeitpunkt und somit bei Vertragsabschluss fest kontrahiert werden, bietet Leasing in Zeiten steigender Zinsen für unsere KMU eine sichere Kalkulationsbasis.

Zudem war bei der Nachfrage nach Leasingprodukten das durch die Urlaubssaison im Sommer bedingte Muster zu beobachten. Demzufolge investieren Unternehmen in den Urlaubsmonaten etwas weniger als im übrigen Jahr.

Unser Händlernetzwerk konnten wir weiter ausbauen, so dass wir im dritten Quartal 2023 mit mehr als 35.300 Fachhandelspartner in über 30 Ländern, in denen wir aktiv sind, zusammenarbeiten.

Wie im Vorjahrjahresquartal realisierten wir das größte Leasingneugeschäft in der DACH-Region mit 158,4 Mio. EUR, die mit 5,2 Prozent überdurchschnittlich wuchs. Treiber für diese Entwicklung war hauptsächlich das dynamische eBike Geschäft in Deutschland und Österreich. Die zweistärkste Region Westeuropa (ohne DACH) wuchs mit 4,7 Prozent leicht überdurchschnittlich und erreichte ein Volumen von 149,2 Mio. EUR. Die stärksten Wachstumsbeiträge kamen in dieser Region von Luxemburg (+56,5 Prozent), Belgien (+22,2 Prozent) und den Niederlanden (+15,4 Prozent). Die Region Südeuropa lag mit 125,5 Mio. EUR weiterhin an dritter Stelle. Da wir uns in dieser Region verstärkt auf die Profitabilität fokussierten, verzeichneten wir - bei verbesserter Marge - einen Rückgang des Leasingneuvolumens von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Die übrigen Regionen wuchsen mit 15,6 Prozent von allen Regionen am stärksten. Motor für die Entwicklung in dieser Region waren die Zukunftsmärkte USA, Kanada und Australien. In der Region Nord-/​Osteuropa konnten wir das Leasingneugeschäft ebenfalls weit über Durchschnitt ausweiten. Mit einem Wachstum 13,6 Prozent lag das Leasingneugeschäft im dritten Quartal 2023 bei 119,0 Mio. EUR, insbesondere Finnland und Großbritannien mit einem Plus von jeweils rund 20 Prozent trugen zu dieser Dynamik bei.

Neugeschäft Leasing

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Mio. EUR Q3 2023 Q3 2022 Veränderung (%) Q1 - Q32023 Q1 - Q3 2022 Veränderung (%)
LEASINGNEUGESCHÄFT 591,1 565,5 4,5 % 1.851,6 1.652,2 12,1 %
DACH 158,4 150,6 5,2 % 465,9 408,5 14,0 %
Westeuropa (ohne DACH) 149,2 142,5 4,7 % 482,1 423,9 13,7 %
Südeuropa 125,5 133,9 - 6,3 % 422,7 423,8 - 0,3 %
Nord-/​Osteuropa 119,0 104,8 13,6 % 373,8 302,8 23,5 %
Übrige Regionen 39,0 33,7 15,6 % 107,1 93,2 14,9 %

Regionen:
DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande
Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
Nord-/​Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Lettland *, Norwegen *, Schweden, Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn

Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile *, Kanada*, Singapur, Türkei, VAE, USA

* Konsolidierte Franchisegesellschaften

Anteil Neugeschäft Leasing nach Regionen

in Prozent

Der Deckungsbeitrag 2 (DB2) verbesserte sich im dritten Quartal 2023 um 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und erreichte so einen Wert von 97,4 Mio. EUR. Mit 25,6 Mio. EUR trug die Region Westeuropa (ohne DACH) am stärksten zu diesem Ergebnis bei, die weiteren Regionen in Europa trugen jeweils zwischen 21 und 22 Mio. EUR bei.

Deckungsbeiträge im Leasingneugeschäft

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Mio. EUR Q3 2023 Q3 2022 Veränderung (%) Q1 - Q32023 Q1- Q3 2022 Veränderung (%)
DB1 57,7 56,5 2,0 182,5 173,5 5,2
DB2 97,4 92,7 5,1 309,1 269,1 14,9
DACH 20,9 18,1 15,4 60,5 50,5 19,7
Westeuropa (ohne DACH) 25,6 24,8 3,5 84,3 73,9 14,2
Südeuropa 21,6 22,9 - 5,6 74,6 70,4 6,0
Nord-/​Osteuropa 21,0 20,0 5,2 67,3 55,9 20,3
Übrige Regionen 8,3 7,0 19,0 22,4 18,4 21,9

In einem Marktumfeld, das von erneut gestiegenen Zinsen und Rezessionsrisiken geprägt war, konnten wir die DB2-Marge im dritten Quartal 2023 um 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem Niveau des Vorjahresquartals (Q3 2022: 16,4 Prozent) auf 16,5 Prozent insgesamt leicht steigern. Die DB2-Marge ist ein Maß für die prognostizierte Profitabilität des neu abgeschlossenen Leasingportfolios.

In der DACH-Region realisierten wir im Berichtsquartal eine Verbesserung der DB2-Marge um 1,2 Prozentpunkte auf 13,2 Prozent. Durch eine stärkere Fokussierung auf margenstarke Verträge verbunden mit zinsbedingten Konditionsanpassungen konnten wir die DB2-Marge in Südeuropa trotz ansteigender Zinsen um 0,1 Prozentpunkte auf 17,2 Prozent verbessern. In Westeuropa (ohne DACH) und Nord-/​Osteuropa übertrafen die jeweiligen DB2-Margen ebenfalls den langfristigen Richtwert von 17 Prozent, allerdings verzeichneten diese beiden Regionen angesichts der beiden Leitzinserhöhungen der EZB im Berichtsquartal einen Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal. Die übrigen Regionen schnitten mit einer DB2-Marge von 21,3 Prozent, die sich im Vorjahresvergleich um 0,6 Prozentpunkte verbesserte, hervorragend ab.

Die DB1-Marge des Leasingneugeschäfts lag im dritten Quartal 2023 bei 9,8 Prozent und damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahresquartals (10,0 Prozent in Q3 2022).

DB-Margen im Leasingneugeschäft

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Prozent Q3 2023 Q3 2022 Veränderung (pp) Q1 - Q32023 Q1 - Q3 2022 Veränderung (pp)
DB1-MARGE 9,8 10,0 - 0,2 9,9 10,5 - 0,6
DB2-MARGE 16,5 16,4 0,1 16,7 16,3 0,4
DACH 13,2 12,0 1,2 13,0 12,4 0,6
Westeuropa (ohne DACH) 17,2 17,4 - 0,2 17,6 17,5 0,1
Südeuropa 17,2 17,1 0,1 17,7 16,6 1,0
Nord-/​Osteuropa 17,7 19,1 - 1,4 18,0 18,5 - 0,5
Übrige Regionen 21,3 20,7 0,6 20,9 19,7 1,2

Die aus den Leasingverträgen resultierenden prozentualen Margen unterscheiden sich je nach Ticketgröße. Verträge mit einem Nettoanschaffungswert von weniger als 25.000 EUR werden tendenziell mit höheren Margen abgeschlossen. So erwirtschafteten wir im dritten Quartal 2023 mit Verträgen mit einem Nettoanschaffungswert kleiner 25 TEUR eine DB2-Marge von 17,1 Prozent. Im Vergleich dazu erzielten wir mit größeren Verträgen (Nettoanschaffungswert größer 25 TEUR) eine DB2-Marge von 15,7 Prozent. Wichtig ist ebenfalls die Betrachtung der absoluten Deckungsbeiträge. Der Anteil der größeren Verträge am gesamten Deckungsbeitrag liegt mit 39,3 Mio. EUR bei 40,1 Prozent, wobei diese Vertragsgruppe nur 6,4 Prozent aller abgeschlossenen Verträge ausmacht.

Im Berichtsquartal erhielten wir rund 130.000 Leasinganfragen. Damit übertraf die Nachfrage nach Leasingprodukten das Vorjahresquartal (Q3 2022: rund 120.000). Die Umwandlungsquote entsprach mit 52,9 Prozent dem geschäftsüblichen Niveau und blieb im Jahresvergleich stabil (Q3 2022: 54,2 Prozent). Insgesamt schlossen wir im Berichtszeitraum über 68.000 neue Leasingverträge ab, im Vorjahresquartal waren es rund 66.000 Verträge. Die durchschnittliche Ticketgröße verzeichnete im dritten Quartal 2023 eine leichte Erhöhung auf rund 8.700 EUR nach rund 8.600 EUR im vergleichbaren Vorjahresquartal. Gleichzeitig lag sie im Rahmen der definierten Zielgröße, die eine Fokussierung auf kleine Tickets mit einer durchschnittlichen Ticketgröße von weniger als 10.000 EUR für das Gesamtjahr 2023 vorsieht. Der Anteil der Verträge, die über das eSignature-Verfahren vollständig digital abgewickelt wurden, lag mit 37,3 Prozent in der Größenordnung des Vorjahresquartals (Q3 2022: 37,8 Prozent). Der Anteil des Direktvertriebs blieb im dritten Quartal dieses Jahres nahezu konstant bei 17,5 Prozent (Q3 2022: 19,7 Prozent).

Leasinganfragen und -verträge

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Einheit Q3 2023 Q3 2022 Veränderung Q1 - Q3 2023 Q1 - Q3 2022
Leasinganfragen Stück 129.006 121.817 5,9 % 430.809 394.731
Leasingverträge Stück 68.200 66.076 3,2 % 216.275 200.174
Umwandlungsquote Prozent 52,9 54,2 - 1,3 pp 50,2 50,7
durchschnittlicher NAW EUR 8.667 8.558 1,3 % 8.561 8.254
eSignature Quote Prozent 37,3 37,8 - 0,5 pp 38,9 40,0
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Veränderung
Leasinganfragen 9,1 %
Leasingverträge 8,0 %
Umwandlungsquote - 0,5 pp
durchschnittlicher NAW 3,7 %
eSignature Quote - 1,1 pp

Im Objektportfolio des Leasingneugeschäfts erwiesen sich ein weiteres Mal die IT-Geräte als die am stärksten nachgefragte Objektgruppe. Ihr Nettoanschaffungswert belief sich in den ersten neun Monaten 2023 auf 517 Mio. EUR (Q1 - Q3 2022: 502 Mio. EUR). Dies entspricht einem Wachstum von 3 Prozent. Die Anzahl der Verträge, die in der Kategorie der IT-Geräte im dritten Quartal 2023 neu abgeschlossen wurden, war mit 17.770 Verträgen im dritten Quartal 2023 leicht rückläufig gegenüber dem Vorjahresquartal (Q3 2022: 19.221 Verträge). Gemessen an der Anzahl der Verträge verringerte sich ihr Anteil am Portfolio der neu abgeschlossenen Verträge im dritten Quartal 2023 um 3,1 Prozentpunkte. Der Anteil der Green-Economy-Objekte am Neugeschäft im dritten Quartalwuchs hingegen um 5,4 Prozentpunkte. Zu den Green-Economy-Objekten gehören unter anderem eBikes, Photovoltaik- und Solaranlagen, Wasserspender, Wallboxen und LED-Lichteinheiten. Gerade die Nachfrage nach eBikes steigt seit Jahren stetig. So diente im Berichtsquartal jeder fünfte neu abgeschlossene Vertrag der Finanzierung eines eBikes. Insgesamt waren im Berichtsquartal rund 22,7 Prozent aller Verträge den Green-Economy-Objekten zuzurechnen. Im Bereich der Kopiertechnik, der vor allem Kopierautomaten beinhaltet, wurden im dritten Quartal 13.115 Neuverträge abgeschlossen (Q3 2022: 13.475 Verträge). Die entsprechenden Leasingobjekte nahmen mit 19,2 Prozent einen etwas geringeren Anteil an der Anzahl Neuverträge als im Vorjahresquartal ein. Maschinen und Einrichtungen lagen mit 13,8 Prozent weitgehend auf Vorjahresniveau. Unter der Schwelle von 10 Prozent lagen die Objektgruppen Telekommunikationsgeräte, Medizintechnik und Wellness sowie allgemeine Bürotechnik. Der Anteil dieser Kategorien nahm im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht ab. Sicherheitsgeräte lagen im dritten Quartal stabil bei einem Anteil von 3,8 Prozent.

Anteil Objektgruppen am Leasingportfolio nach Anzahl der Verträge

in Prozent

2.3.2 Factoring

Das Factoring wies im dritten Quartal 2023 ein Neugeschäft mit einem angekauften Forderungsvolumen von 210,7 Mio. EUR aus. Dies entspricht einem Anstieg von 2,8 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr. Gleichzeitig bedeutet dieses Forderungsvolumen mit einer durchschnittlichen Laufzeit vom Ankauf bis zur Fälligkeit von 41 Tagen, dass sich diese Forderungen kalkulatorisch 8,9-mal im Jahr (365 Tage /​ 41 Tage) umschlagen, weshalb das Factoringgeschäft mit einem bilanziellen Forderungsvolumen 83,6 Mio. EUR unverändert einen geringen Beitrag zur Konzernbilanz beiträgt.

Den größten Beitrag zum Wachstum im laufendem Jahr leistete die Region Südeuropa mit den jüngsten Factoringgesellschaften. Im dritten Quartal 2023 weitete sie ihr Neugeschäft um 18,9 Prozent aus. Die volumenmäßig stärkste Region Nord-/​Osteuropa wuchs um 3,2 Prozent, die DACH-Region verzeichnete hingegen einen Rückgang von 5,7 Prozent.

Neugeschäft Factoring

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Einheit Q3 2023 Q3 2022 Veränderung Q1- Q3 2023 Q1 - Q3 2022
NEUGESCHÄFT FACTORING Mio. EUR 210,7 205,0 2,8 % 608,1 571,5
DACH Mio. EUR 72,8 77,2 - 5,7 % 222,5 217,3
Südeuropa Mio. EUR 45,3 38,1 18,9 % 126,0 105,8
Nord-/​Osteuropa Mio. EUR 92,6 89,7 3,2 % 259,6 248,4
BRUTTO-MARGE Prozent 1,7 1,5 0,2 PP 1,7 1,4
DACH Prozent 1,7 1,5 0,2 pp 1,6 1,5
Südeuropa Prozent 1,8 1,4 0,4 pp 1,7 1,4
Nord-/​Osteuropa Prozent 1,7 1,4 0,3 pp 1,7 1,4
DURSCHNITLLICHER ZEITRAUM Tage 41,3 43,7 - 2,4 42,8 41,2
Durchschnittlicher Zeitraum DACH Tage 25,7 27,7 - 2,0 26,7 27,4
Durchschnittlicher Zeitraum Südeuropa Tage 74,1 85,0 - 10,9 79,2 75,8
Durchschnittlicher Zeitraum Nord-/​Osteuropa Tage 37,5 38,4 - 0,9 38,0 38,6
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Veränderung
NEUGESCHÄFT FACTORING 6,4 %
DACH 2,4 %
Südeuropa 19,2 %
Nord-/​Osteuropa 4,5 %
BRUTTO-MARGE 0,3 PP
DACH 0,1 pp
Südeuropa 0,3 pp
Nord-/​Osteuropa 0,3 pp
DURSCHNITLLICHER ZEITRAUM 1,6
Durchschnittlicher Zeitraum DACH - 0,7
Durchschnittlicher Zeitraum Südeuropa 3,4
Durchschnittlicher Zeitraum Nord-/​Osteuropa - 0,5

Regionen: DACH: Deutschland, Schweiz
Südeuropa: Italien, Portugal
Nord-/​Osteuropa: Ungarn, Großbritannien, Irland, Polen

Die Brutto-Marge im Factoring verbesserte sich im Berichtsquartal durch die fortgesetzte Anpassung der Konditionen an die Zinsentwicklung auf 1,7 Prozent. Alle Regionen konnten ihre Marge verbessern, vor allem Südeuropa verbuchte ein Plus von 0,4 Prozentpunkten auf leicht überdurchschnittliche 1,8 Prozent. Die Brutto-Marge bezieht sich auf den durchschnittlichen Zeitraum eines Factoringgeschäfts von rund 41 Tagen im Berichtsquartal. Aufgrund unterschiedlicher Zahlungsfristen und unterschiedlichen Zahlungsverhaltens fällt der durchschnittliche Zeitraum in der DACH-Region mit 26 Tagen deutlich geringer aus als Nord-/​Osteuropa mit 38 und Südeuropa mit 74 Tagen. Der Vergleich der durchschnittlichen Zeiträume zeigt, dass sich die Zahlungsziele in allen Regionen verkürzten. Vor allem Unternehmen in Südeuropa kamen ihren Zahlungsverpflichtungen um 11 Tage früher nach als im Vorjahr, im Durchschnitt über alle Regionen wurden 2,4 Tage eingespart.

2.3.3 Kreditgeschäft der GRENKE Bank

Das Kreditneugeschäft der GENKE Bank belief sich im dritten Quartal 2023 auf 9,6 Mio. EUR nach 11,5 Mio. EUR im Vorjahresquartal. In den ersten drei Quartalen 2023 ergab sich kumuliert ein Kreditneugeschäft von 33,4 Mio. EUR, im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es 40,9 Mio. EUR. Das Kreditneugeschäft beinhaltet ausschließlich die im Rahmen des "Mikrokreditfonds Deutschland" vergebenen Kredite, bei denen die GRENKE Bank staatlich geförderte Mikrofinanzierungen zwischen 1.000 und 25.000 EUR anbietet.

2.3.4 Währungseffekte

Aus der Veränderung der Wechselkurse ergaben sich im dritten Quartal des Jahres 2023 negative Währungseffekte in Bezug auf das Neugeschäftsvolumen von Leasing und Factoring in Höhe von 2,0 Mio. EUR. Das bedeutet, dass sich unter der Annahme identischer Wechselkurse aus dem dritten Quartal 2022 das Neugeschäftsvolumen im dritten Quartal 2023 im Leasing um 4,5 Mio. EUR höher und im Factoring um 2,4 Mio. EUR niedriger gezeigt hätte. Die Währungseffekte resultierten überwiegend aus einer Aufwertung des Polnischen Zloty, der eine Abwertung der Schwedischen Krone und des Australischen Dollar gegenüberstand.

2.4 Ertragslage

Die ausgewählten Angaben aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden für das laufende Quartal isoliert sowie für den Berichtszeitraum und auf Basis der Segmentergebnisse erläutert.

2.4.1 Vergleich drittes Quartal 2023 versus 2022

Die Zinsen und ähnliche Erträge aus unserem Finanzierungsgeschäft lagen im dritten Quartal 2023 bei 119,8 Mio. EUR und damit um 16,3 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (Q3 2022: 103,5 Mio. EUR). Das anhaltend starke Wachstum des Neugeschäfts der letzten Quartale zeigt sich im Zinsertrag aus den Leasingforderungen. Zudem spiegelt sich die verbesserte Margensituation infolge der angepassten Konditionierung im Leasingneugeschäft sukzessiv wider. Die Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts stiegen hauptsächlich getrieben durch das dynamisch gestiegene Zinsniveau der letzten Quartale um 15,7 Mio. EUR auf 33,4 Mio. EUR (Q3 2022: 17,7 Mio. EUR).

Dabei lag die Kompensationsquote, die angibt, wieviel mehr an Zinsertrag (Q3 2023: 16,3 Mio. EUR) wir relativ zum gestiegenen Zinsaufwand (Q3 2023: 15,7 Mio. EUR) generieren konnten, im dritten Quartal 2023 bereits bei rund 100 Prozent. Im ersten Quartal dieses Jahres betrug die Kompensationsquote noch 64 Prozent und im zweiten Quartal lag diese bei 75 Prozent.

Im Saldo stieg das Zinsergebnis im dritten Quartal 2023 leicht um 0,7 Mio. EUR auf 86,5 Mio. EUR (Q3 2022: 85,8 Mio. EUR). Infolge des bereits konservativen Risikoansatzes aus den Vorquartalen und des unverändert soliden Zahlungsverhaltens unserer Kundinnen und Kunden sanken die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Berichtsquartal um 5,8 Mio. EUR auf 24,5 Mio. EUR (Q3 2022: 30,3 Mio. EUR). Dies führte zu einer insgesamt positiven Entwicklung in der Risikovorsorge, sodass sich unsere Schadenquote (Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Verhältnis zum Vermietvolumen) im dritten Quartal 2023 auf 1,1 Prozent (Q3 2022: 1,4 Prozent) verbesserte.

Die gestiegenen Zinserträge sowie die im Vorjahresvergleich rückläufige Risikovorsorge konnten den Anstieg der Zinsaufwendungen überkompensieren, sodass unser Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Berichtsquartal um 6,5 Mio. EUR auf 62,0 Mio. EUR (Q3 2022: 55,5 Mio. EUR) anstieg.

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TEUR Q3 2023 Q3 2022 Veränderung (%)
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft 119.848 103.479 15,8
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 33.386 17.724 88,4
ZINSERGEBNIS 86.462 85.755 0,8
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 24.482 30.283 - 19,2
ZINSERGEBNIS NACH SCHADENSABWICKLUNG UND RISIKOVORSORGE 61.980 55.472 11,7
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 34.636 31.444 10,2
Ergebnis aus dem Neugeschäft 10.679 8.256 29,4
Verwertungsmehr-(+)/​-minder(-)ergebnis 1.771 - 114 > 100
OPERATIVE ERTRÄGE INSGESAMT 109.066 95.058 14,7
Personalaufwand 43.220 38.233 13,0
davon Gesamtvergütung 35.567 31.557 12,7
davon fixe Vergütung 30.819 26.925 14,5
davon variable Vergütung 4.748 4.632 2,5
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 26.446 21.938 20,5
davon IT-Projektaufwand 3.485 2.045 70,4
KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN 30.548 27.685 10,3
KONZERNERGEBNIS 23.990 20.332 18,0
ERGEBNIS JE AKTIE (EUR, VERWÄSSERT/​UNVERWÄSSERT) 0,53 0,50 6,0

Das Ergebnis aus unserem Servicegeschäft nahm im dritten Quartal 2023 um 3,2 Mio. EUR auf 34,6 Mio. EUR (Q3 2022: 31,4 Mio. EUR) zu, was auf den erhöhten Bestand des Leasingportfolios zurückzuführen ist. Unser Ergebnis aus dem Neugeschäft stieg im Berichtsquartal infolge der positiven Neugeschäftsentwicklung um 2,4 Mio. EUR auf 10,7 Mio. EUR (Q3 2022: 8,3 Mio. EUR). Das Verwertungsergebnis lag bei 1,8 Mio. EUR (Q3 2022: -0,1 Mio. EUR).

Die niedrigeren Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge sowie die Ergebnisse aus dem Servicegeschäft und Neugeschäft führten im Wesentlichen zu einem Zuwachs unserer operativen Erträge im dritten Quartal 2023 um 14,0 Mio. EUR auf 109,1 Mio. EUR (Q3 2022: 95,1 Mio. EUR).

Der Personalaufwand lag im dritten Quartal 2023 mit 43,2 Mio. EUR (Q3 2022: 38,2 Mio. EUR) nahezu im Durchschnitt des Personalaufwands der letzten drei Quartale (0 Q4 2022-Q2 2023: 42,7 Mio. EUR). Gegenüber dem dritten Quartal 2022 nahm der Personalaufwand somit erwartungsgemäß um 5,0 Mio. EUR zu. Dieser Anstieg begründet sich zum einen aus der gestiegenen Mitarbeiteranzahl sowie aus einer Anpassung der Gehälter mit einem verringerten variablen Vergütungsbestandteil, aber auch infolge einer konzernweiten inflationsbedingten Anhebung der Grundvergütung im August 2022 um ca. 3,5 Prozent. Die fixe Vergütung beträgt im Berichtszeitraum 30,8 Mio. EUR (Q3 2022: 26,9 Mio. EUR) und die variable Vergütung 4,7 Mio. EUR (Q3 2022: 4,6 Mio. EUR). Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten auf Basis Vollzeitbeschäftigter lag im Berichtsquartal aufgrund von Neueinstellungen bei 2.112 und damit 208 über dem Vorjahreswert (Q3 2022: 1.904).

Unsere Abschreibungen und Wertminderungen lagen im Berichtsquartal bei 6,5 Mio. EUR und damit 4,1 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert (Q3 2022: 10,6 Mio. EUR). Im Vorjahr waren Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten in Höhe von 4,0 Mio. EUR enthalten. Unser Vertriebs- und Verwaltungsaufwand stieg um 4,5 Mio. EUR auf 26,4 Mio. EUR (Q3 2022: 21,9 Mio. EUR) an. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus erhöhtem IT-Projektaufwand, der durch das Voranschreiten des Digitalisierungsprogramms verursacht wurde, sowie höheren Rechts-, Beratungs- und Prüfungsaufwendungen und gestiegenen Personalnebenkosten. Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen lag im dritten Quartal 2023 bei 0,0 Mio. EUR (Q3 2022: -3,0 Mio. EUR). Der wesentliche Treiber in den sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein Sondereffekt aus dem teilweisen vorzeitigen Rückkauf zweier Anleihen im Zusammenhang mit der Benchmark-Anleiheemission Ende September in Höhe von 1,9 Mio. EUR. Daneben schlagen sich insbesondere Währungseffekte in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 2,3 Mio. EUR nieder. Diese sind auf die Umrechnung von türkischer Lira (TRY) in Höhe von 0,6 Mio. EUR zurückzuführen, welche vor allem aus den Effekten aus der Bewertung Hochinflation gemäß IAS 29 resultieren, sowie ungarische Forint (HUF) 0,6 Mio. EUR und chilenische Peso (CLP) 0,5 Mio. EUR. Diese ergeben sich vor allem aus derivativen Sicherungsgeschäften, welche sich ökonomisch über die Gesamtperiode ausgleichen. Teilweise kompensiert wird dies periodisch zudem durch die erfolgsneutrale Währungsumrechnung im sonstigen Ergebnis der Konzern-Gesamtergebnisrechnung. Da dies hauptsächlich die Umrechnung der Leasingforderungen in Fremdwährungsländern betrifft, wird dieser Effekt in einer anderen Position gezeigt als die oben genannten Umrechnungseffekte aus den Derivaten. Zudem erfolgt die Umrechnung der Leasingforderungen jeweils zum Stichtagskurs, wohingegen die Derivate zu Marktwerten auf Basis der zum Stichtag geltenden Devisenterminkurse bewertet sind. Dieser Unterschied und der daraus resultierende Bewertungseffekt gleicht sich über die Laufzeit der Sicherungsbeziehungen aus.

Unser operatives Ergebnis im dritten Quartal 2023 lag bei 32,9 Mio. EUR und stieg um 11,6 Mio. EUR an (Q3 2022: 21,3 Mio. EUR). Der Saldo aus sonstigen Zinserträgen und Zinsaufwendungen verbesserte sich auf 1,1 Mio. EUR (Q3 2022: - 1,1 Mio. EUR), was vor allem an der gestiegenen Guthabenverzinsung infolge der Leitzinserhöhungen auf den Bundesbankkonten für Liquidität zurückzuführen ist.

Unser Konzernergebnis vor Steuern nahm um 2,8 Mio. EUR auf 30,5 Mio. EUR (Q3 2022: 27,7 Mio. EUR) zu.

Unsere Steuerquote reduzierte sich auf 21,5 Prozent (Q3 2022: 26,6 Prozent). Unser Konzernergebnisliegt bei 24,0 Mio. EUR und damit um 3,7 Mio. EUR über dem Vorjahresquartal (Q3 2022: 20,3 Mio. EUR). Die durch die Konsolidierung der Franchisegesellschaften auszuweisenden Ergebnisanteile der nicht beherrschenden Anteilseigner lagen bei -0,6 Mio. EUR (Q3 2022: -2,9 Mio. EUR). Die Vergleichbarkeit ist aufgrund des Erwerbs von Anteilen mehrerer Franchisegesellschaften in den ersten neun Monaten 2023 eingeschränkt, hier wird auf die Ausführungen in Tz. 12 des Anhangs verwiesen. Das Ergebnis je Aktie stieg in der Folge im dritten Quartal 2023 auf 0,53 EUR (Q3 2022: 0,50 EUR).

Gegenüber dem ersten Halbjahr konnte sich die Cost-Income-Ratio (CIR) verbessern. Insgesamt stieg unsere CIR im dritten Quartal 2023 verglichen mit dem Vorjahr leicht um 0,5 Prozentpunkte auf 57,0 Prozent (Q3 2022: 56,5 Prozent), im Vergleich zum vierten Quartal 2022 (57,6 Prozent) sowie zum Vorquartal (Q2 2023: 59,5 Prozent) verbesserte sich die CIR um 0,6 bzw. 2,5 Prozentpunkte. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahresquartal hat im Wesentlichen zwei Gründe. Einerseits ist das Income der CIR vor Risikovorsorge ermittelt, sodass sich die gute Entwicklung der operativen Erträge insgesamt hier nicht durchschlägt. Andererseits sind die Aufwendungen vor allem für Personal - geprägt durch den zuvor beschriebenen Basiseffekt aus 2022 - gestiegen.

2.4.2 Neunmonatsvergleich 2023 versus 2022

Die ausgewählten Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung haben sich im Neunmonatsvergleich im Wesentlichen analog zum Quartal entwickelt.

Unser Zinsergebnis reduzierte sich in den ersten neun Monaten 2023 um 6,5 Mio. EUR auf 254,5 Mio. EUR (Q1 -Q3 2022: 261,0 Mio. EUR). Dabei konnten wir die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 39,9 Mio. EUR höheren Zinsaufwendungen durch die deutlich gestiegenen Kapitalmarktzinsen zu 84 Prozent durch höhere Zinserträge aufgrund von Konditionsanpassungen kompensieren. Zum Halbjahr betrug diese Quote noch 70 Prozent.

Das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge stieg um 11,0 Mio. EUR auf 182,1 Mio. EUR (Q1 - Q3 2022: 171,1 Mio. EUR).

Die Schadenquote verbesserte sich entsprechend der positiven Entwicklung der Risikovorsorge auf 1,0 Prozent (Q1 - Q3 2022: 1,3 Prozent).

Unsere operativen Erträge erhöhten sich um 33,5 Mio. EUR auf 317,8 Mio. EUR (Q1 - Q3 2022: 284,3 Mio. EUR).

Das operative Ergebnis stieg um 10,4 Mio. EUR auf 85,3 Mio. EUR (Q1 - Q3 2022: 74,9 Mio. EUR).

Unser Konzernergebnis lag bei 64,4 Mio. EUR (Q1 - Q3 2022: 61,8 Mio. EUR).

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TEUR Q1 - Q3 2023 Q1 - Q3 2022 Veränderung (%)
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft 341.916 308.500 10,8
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 87.421 47.480 84,1
ZINSERGEBNIS 254.495 261.020 - 2,5
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 72.369 89.935 - 19,5
ZINSERGEBNIS NACH SCHADENSABWICKLUNG UND RISIKOVORSORGE 182.126 171.085 6,5
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 97.745 89.433 9,3
Ergebnis aus dem Neugeschäft 35.269 23.513 50,0
Verwertungsmehr-(+)/​-minder(-)ergebnis 2.707 296 > 100
OPERATIVE ERTRÄGE INSGESAMT 317.847 284.327 11,8
Personalaufwand 128.488 106.248 20,9
davon Gesamtvergütung 105.257 87.468 20,3
davon fixe Vergütung 91.068 73.139 24,5
davon variable Vergütung 14.189 14.329 - 1,0
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 77.443 72.975 6,1
davon IT-Projektaufwand 10.385 6.218 67,0
KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN 82.324 83.251 - 1,1
KONZERNERGEBNIS 64.389 61.791 4,2
ERGEBNIS JE AKTIE (EUR, VERWÄSSERT/​UNVERWÄSSERT) 1,27 1,22 4,1

2.4.3 Entwicklung der Segmente

Die Ergebnisse des Leasingsegments haben sich positiv entwickelt, da vor allem das Zahlungsverhalten unserer Kundinnen und Kunden unverändert stabil blieb, sodass sich der Aufwand für Schadensabwicklung und Risikovorsorge verringerte. Entsprechend stiegen in diesem Segment unsere operativen Erträge um 23,9 Mio. EUR auf 288,3 Mio. EUR (Q1- Q3 2022*: 264,4 Mio. EUR). Das Segmentergebnis stieg an und lag bei 80,1 Mio. EUR (Q1 - Q3 2022: 77,1 Mio. EUR).

Die operativen Erträge im Segment Bank stiegen im Berichtszeitraum an und lagen bei 29,1 Mio. EUR (Q1 - Q3 2022*: 15,2 Mio. EUR), was hauptsächlich aus der geringeren Risikovorsorge für frühere Kreditportfolien resultiert. Bei gestiegenen Personalaufwendungen sowie aufgrund von Währungseffekten erreichten wir ein Segmentergebnis von 12,6 Mio. EUR (Q1 - Q3 2022: - 0,5 Mio. EUR).

Im Segment Factoring reduzierten sich unsere operativen Erträge im Berichtszeitraum um 4,2 Mio. EUR auf 0,5 Mio. EUR (Q1 - Q3 2022: 4,7 Mio. EUR). Die Anpassungen in der Vertriebsinfrastruktur zeigen ihre Wirkung in den Zinserträgen aus Factoring, jedoch wirken die höheren Aufwendungen aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus sowie ein Sondereffekt in der Wertberichtigung gegenläufig. Demzufolge und im Wesentlichen aufgrund gestiegener Personalkosten reduzierte sich das Ergebnis des Segments auf - 7,2 Mio. EUR (Q1 - Q3 2022: - 1,5 Mio. EUR).

2.5 Finanzlage

Die Eigenkapitalquote liegt mit 18,9 Prozent im Bereich unserer Erwartungen und weiterhin auf hohem Niveau.

Der operative Cashflow liegt deutlich über dem des Vorjahres.

Erhöhung des Refinanzierungsvolumina durch Emission des ersten Green Bonds mit einem Rekord-Volumen von 500,0 Mio. EUR auf Benchmark-Niveau.

Steigende Leasingforderungen spiegeln das anhaltende positive Neugeschäftswachstum wider.

* Aufgrund von Optimierungen in der Segmentberichterstattung wurde der Vorjahreswert der operativen Erträge im Segment Leasing und Bank angepasst.

2.5.1 Kapitalstruktur

Im GRENKE Konzern legen wir einen besonderen Fokus auf eine angemessene Liquiditätsausstattung, um so flexibel auf Marktgegebenheiten reagieren zu können. Zudem ist der Konzern aufgrund aufsichtsrechtlicher Vorgaben verpflichtet, einen Liquiditätspuffer vorzuhalten.

Auf der Passivseite zeigt sich die steigende Bilanzsumme insbesondere in der Zunahme der Finanzschulden um insgesamt 666,1 Mio. EUR auf 5,5 Mrd. EUR (31. Dezember 2022: 4,8 Mrd. EUR). Der größte Anteil unserer Finanzschulden entfiel weiterhin auf die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung, die sich gegenüber dem Jahresende 2022 auf 3,9 Mrd. EUR (31. Dezember 2022: 3,6 Mrd. EUR) erhöhten. Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft der GRENKE Bank stiegen ebenfalls um 416,4 Mio. EUR auf 1,6 Mrd. EUR an (31. Dezember 2022: 1,2 Mrd. EUR).

Das Eigenkapital blieb zum 30. September 2023 mit 1,3 Mrd. EUR (31. Dezember 2022: 1,3 Mrd. EUR) nahezu unverändert. Dem in der Berichtsperiode erwirtschafteten Konzernergebnis in Höhe von 64,4 Mio. EUR standen hauptsächlich die Ausschüttung einer Dividende (20,9 Mio. EUR), die Zinszahlung für das Hybridkapital (12,9 Mio. EUR), Transaktionen mit NCI (17,1 Mio. EUR), welche durch den Erwerb der Franchiseanteile begründet sind, sowie Effekte aus der Marktbewertung von Hedging-Instrumenten (2,1 Mio. EUR) gegenüber. Positiv wirkte dagegen der Effekt aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung (3,7 Mio. EUR). Aufgrund der überproportionalen Steigerung der Bilanzsumme im Vergleich zum Eigenkapital verringerte sich die Eigenkapitalquote zum 30. September 2023 auf 18,9 Prozent (31. Dezember 2022: 20,8 Prozent). Die Eigenkapitalquote übertraf damit weiterhin das selbst gesteckte Ziel des Konzerns von mindestens 16 Prozent.

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TEUR 30.09.2023 31.12.2022 Veränderung (%)
KURZFRISTIGE SCHULDEN 2.071.100 2.443.391 - 15,2
davon Finanzschulden 1.851.465 2.247.666 - 17,6
LANGFRISTIGE SCHULDEN 3.703.789 2.637.185 40,4
davon Finanzschulden 3.609.326 2.547.052 41,7
Eigenkapital 1.347.161 1.332.167 1,1
BILANZSUMME 7.122.050 6.412.743 11,1
Eigenkapitalquote (in Prozent) 18,9 % 20,8 % - 1,9 pp

2.5.2 Cashflow

Unser Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug in den neun Monaten 2023 595,0 Mio. EUR und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert (Q1 - Q3 2022: -345,1 Mio. EUR). Ursache hierfür sind im Wesentlichen zwei Effekte. Erstens das unverändert stabile Zahlungsverhalten und Zuflüsse aus Zahlungen von Leasingnehmern in Höhe von 1.795,3 Mio. EUR in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres. Zweitens die Ausweitung der Refinanzierung und den damit verbundenen Mittelzuflüssen, insbesondere bedingt durch die Neuemission eines Green Bonds auf Benchmark-Niveau und die Steigerung des Einlagengeschäfts der GRENKE Bank. Die ausgewählten Angaben aus der Konzernkapitalflussrechnung und deren Entwicklung werden im Folgenden erläutert.

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TEUR Q1 - Q3 2023 Q1 - Q3 2022 Veränderung (%)
- Investitionen für neue Leasingforderungen - 1.907.389 - 1.692.884 12,7
+ Zugang neue Refinanzierungen (ohne Einlagengeschäft) 1.790.185 1.282.888 39,5
+ Netto-Zugang/​Abgang Einlagengeschäft 416.422 - 388.155 < - 100
(I) CASHFLOW NEUGESCHÄFT 299.218 - 798.151 < - 100
+ Zahlungen Leasingnehmer 1.795.269 1.731.959 3,7
- Zahlungen/​Rückzahlungen Refinanzierungen (ohne Einlagengeschäft) - 1.618.974 - 1.295.918 24,9
(II) CASHFLOW BESTANDSGESCHÄFT 176.295 436.041 - 59,6
(III) ÜBRIGE CASHFLOWS LAUFENDE GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 119.490 17.037 > 100
CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT (I) + (II) + (III) 595.003 - 345.073 < - 100
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 21.663 - 5.257 > 100
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 43.990 - 46.787 - 6,0
SUMME DER CASHFLOWS 529.350 - 397.117 < - 100

Der Cashflow aus Investitionen für neue Leasingforderungen umfasst die Nettoanschaffungswerte für neu erworbene Leasingobjekte und die direkt mit dem Vertragsabschluss entstehenden Kosten. Aufgrund des anhaltend höheren Neugeschäftsvolumens stiegen die Investitionen für neue Leasingforderungen in den ersten neun Monaten 2023 auf 1.907,4 Mio. EUR (Q1 - Q3 2022: 1.692,9 Mio. EUR). Diesen stehen die Einzahlungen aus der Zunahme der Refinanzierung in Höhe von 1.790,2 Mio. EUR nach 1.282,9 Mio. EUR in der Vorjahresperiode gegenüber. Der Cashflow aus dem Einlagengeschäft der GRENKE Bank erhöhte sich auf 416,4 Mio. EUR nach -388,2 Mio. EUR in der Vorjahresperiode. In Summe stieg unser Cashflow aus Investitionen in das Neugeschäft auf 299,2 Mio. EUR (Q1 - Q3 2022: - 798,2 Mio. EUR).

In den ersten neun Monaten 2023 wurden 1.619,0 Mio. EUR (Q1 - Q3 2022: 1.295,9 Mio. EUR) an Refinanzierungen getilgt bzw. zurückgezahlt. Der Cashflow aus dem Bestandsgeschäft sank auf 176,3 Mio. EUR (Q1 - Q3 2022: 436,0 Mio. EUR).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag im Berichtszeitraum bei - 21,7 Mio. EUR (Q1 - Q3 2022: - 5,3 Mio. EUR). Hierin enthalten sind hauptsächlich die Kaufpreiszahlungen für die Übernahme der ehemaligen Leasing-Franchisegesellschaften in Australien und Singapur sowie den Factoring-Franchisegesellschaften in Irland, Großbritannien und Polen von 14,6 Mio. EUR (Q1 - Q3 2022: 0,3 Mio. EUR). Zudem wurde im Berichtszeitraum eine Kaufpreiszahlung von 3,1 Mio. EUR für den Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an der Miete24 P4Y GmbH geleistet. Die Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte betrugen 4,5 Mio. EUR (Q1 - Q3 2022: 5,1 Mio. EUR).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtszeitraum - 44,0 Mio. EUR (Q1 - Q3 2022: -46,8 Mio. EUR). Die wesentlichen Positionen waren die Ausschüttung der Dividende für das vorangegangene Geschäftsjahr von 20,9 Mio. EUR (Q1 - Q3 2022: 23,7 Mio. EUR) und Zinszahlungen auf das Hybridkapital von 12,9 Mio. EUR (Q1 - Q3 2022: 12,9 Mio. EUR). Aus der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten ergab sich zudem ein Mittelabfluss von 10,1 Mio. EUR (Q1 - Q3 2022: 10,1 Mio. EUR).

Somit lag die Summe der Cashflows in den ersten neun Monaten 2023 bei 529,4 Mio. EUR (Q1 - Q3 2022: - 397,1 Mio. EUR). Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten stieg zum Stichtag 30. September 2023 entsprechend auf 978,1 Mio. EUR nach 448,6 Mio. EUR zum 31. Dezember 2022.

2.5.3 Liquidität

Dank unseres ausgewogenen Liquiditätsmanagements verfügen wir über eine solide Liquiditätsausstattung und eine diversifizierte Refinanzierungsstruktur und erfüllten im Berichtszeitraum jederzeit unsere Zahlungsverpflichtungen.

Zur Refinanzierung stehen uns umfangreiche Instrumente zur Verfügung, die je nach Marktbedingungen im Rahmen der Gesamtstrategie eingesetzt werden. Im Wesentlichen basiert die Finanzierung über Fremdkapital auf drei Säulen: den Senior-Unsecured-Instrumenten, die im Wesentlichen auf unser Rating abstellen wie Anleihen, Schuldverschreibungen und Commercial Paper, dem Einlagengeschäft inklusive der Förderdarlehen bei der GRENKE BANK AG sowie der forderungsbasierten Finanzierung, vor allem ABCP-Programme. Dabei vermeiden wir Fristentransformation auf Portfolioebene und reduzieren dadurch Zinsänderungs- und Anschlussfinanzierungsrisiken auf Portfolioebene auf ein Minimum. Dank unseres breiten Refinanzierungsmixes können wir je nach Bedarf und Marktlage die einzelnen Säulen gezielt nutzen und den Anteil ausbauen oder reduzieren. Gleichzeitig wollen wir aus strategischen Gründen in allen drei Säulen aktiv sein.

Der Refinanzierungsmix bezogen auf die Refinanzierungssäulen des GRENKE Konzerns verteilte sich zum 30. September 2023 wie folgt:

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Mio. EUR 30.09.2023 Anteil in % 31.12.2022 Anteil in %
GRENKE Bank 1.579 28 1.208 25
Senior-Unsecured 2.884 52 2.573 52
Asset-Backed 1.121 20 1.137 23
SUMME 5.584 100 4.918 100

Der Anstieg der Refinanzierungsvolumina um 665,8 Mio. EUR auf 5.583,7 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 4.917,9 Mio. EUR) begründet sich im Wesentlichen aus dem gestiegenen Neugeschäft und des damit einhergehenden erhöhten Refinanzierungsbedarfs für unser Leasinggeschäft. Der Anstieg wurde vor allem durch Einlagen bei der GRENKE BANK AG und Senior-Unsecured-Instrumente gedeckt.

Die Refinanzierung über Kundeneinlagen der GRENKE BANK AG erhöhte sich zum Stichtag 30. September 2023 auf 1.567,1 Mio. EUR nach 1.150,7 Mio. EUR zum 31. Dezember 2022 sowie 1.023,8 Mio. EUR zum vergleichbaren Zeitpunkt des Vorjahres. Dies entspricht einem Anstieg von 36,2 Prozent seit dem 31. Dezember 2022 durch eine intensivere Nutzung der GRENKE Bank im aktuellen Zinsumfeld.

Im Berichtszeitraum wurden zudem zwei neue kleinere Anleihen mit einem Gesamtvolumen von nominal 110,0 Mio. EUR ausgegeben, zwei bestehende Anleihen mit insgesamt 174,3 Mio. EUR aufgestockt sowie vor allem ein Green Bond auf Benchmark-Niveau mit einem Nominalvolumen von 500,0 Mio. EUR emittiert. Darüber hinaus emittierte der GRENKE Konzern drei Schuldscheindarlehen über insgesamt 40,0 Mio. CHF und 57,5 Mio. EUR. Im kurzfristigen Bereich wurden neun Commercial Paper mit einem Gesamtvolumen von 150,0 Mio. EUR emittiert. Planmäßig getilgt wurden im Berichtszeitraum eine Anleihe mit einem Gesamtvolumen von 267,0 Mio. EUR, vier Schuldscheindarlehen über 37,0 Mio. EUR und 30 Mio. CHF sowie Commercial Paper in Höhe von 125,0 Mio. EUR. Zudem wurde freiwillig eine vorzeitige partielle Tilgung zweier Anleihen von gesamt 180,3 Mio. EUR vorgenommen.

Im ersten Halbjahr 2023 wurde die bestehende syndizierte revolvierende Kreditfazilität über 250,0 Mio. EUR gekündigt und eine neue syndizierte revolvierende Kreditfazilität mit einem Gesamtvolumen von 370,0 Mio. EUR (die Inanspruchnahme kann auch teilweise in Schweizer Franken und Britischen Pfund erfolgen) unterzeichnet. Die Kreditfazilität unterliegt einer Laufzeit von drei Jahren mit einer Verlängerungsoption von weiteren zwei Jahren. Das Gesamtvolumen der Fazilität wurde im dritten Quartal 2023 nochmals um 30 Mio. EUR auf insgesamt 400,0 Mio. EUR erhöht.

Am 26. September 2023 wurde ein neues ABS-Programm mit der strukturierten Einheit "Kebnekaise Fun-ding Limited" (Sponsor: SEB AB) zur Refinanzierung von Leasingforderungen aus Finnland abgeschlossen. Das über eine Laufzeit von 2 Jahren vereinbarte Programmvolumen beträgt 100,0 Mio. EUR.

Weitere Informationen zu unseren Instrumenten der Refinanzierung und den erfolgten Refinanzierungsmaßnahmen im Berichtszeitraum sind im Konzernanhang unter Tz. 5 "Finanzschulden" dargestellt.

Die offenen Kreditlinien des Konzerns (d.h. Banklinien plus verfügbarem Volumen aus Anleihen und Commercial Paper) betrugen zum Stichtag 3.505,2 Mio. EUR, 540,0 Mio. HUF und 40,0 Mio. PLN (31. Dezember 2022: 3.671,1 Mio. EUR, 540,0 Mio. HUF, 40,0 Mio. PLN und 40,0 Mio. HRK).

2.6 Vermögenslage

Im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2022 nahm unsere Bilanzsumme zum 30. September 2023 um 709,3 Mio. EUR auf 7,1 Mrd. EUR (31. Dezember 2022: 6,4 Mrd. EUR) zu.

Die Zunahme unserer Vermögenslage zum 30. September 2023 resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der Zahlungsmittel und der kurz- und langfristigen Leasingforderungen. Unsere größte Bilanzposition, die Leasingforderungen, stieg dabei aufgrund der anhaltend positiven Neugeschäftsentwicklung um 248,7 Mio. EUR auf 5,5 Mrd. EUR gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2022 (31. Dezember 2022: 5,2 Mrd. EUR) an.

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TEUR 30.09.2023 31.12.2022 Veränderung (%)
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 3.365.618 2.847.293 18,2
davon Zahlungsmittel 980.031 448.844 > 100
davon Leasingforderungen 2.028.076 1.985.059 2,2
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 3.756.432 3.565.450 5,4
davon Leasingforderungen 3.464.544 3.258.885 6,3
SUMME VERMÖGENSWERTE 7.122.050 6.412.743 11,1

Die Zahlungsmittel erhöhten sich um 531,2 Mio. EUR auf 980,0 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 448,8 Mio. EUR). Dabei befanden sich zum 30. September 2023 593,2 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 326,6 Mio. EUR) der Zahlungsmittel auf Konten der Deutschen Bundesbank. Der stichtagsbezogene hohe Bestand der Zahlungsmittel resultiert im Wesentlichen aus dem Zahlungszugang des am 29. September 2023 emittierten Green Bonds in Höhe von 500,0 Mio. EUR.

3 . Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Bezüglich der Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen wird auf die Ausführungen in Tz. 14 des Anhangs zum verkürzten Konzernzwischenabschluss verwiesen.

4 Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

4.1 Chancen und Risiken

Als gesamtwirtschaftlicher Risikofaktor ist vor allem das infolge der restriktiven Geldpolitik erhöhte und weiter steigende Zinsniveau zu sehen. Höhere Zinsen gelten im Allgemeinen als Hemmnis für die Konsum- und Investitionsnachfrage und können das Wirtschaftswachstum schwächen. Wie in Kapitel 2.3.1 beschrieben, begünstigen höhere Zinsen indirekt aber auch die Nachfrage nach Leasingprodukten. Daher erwartet der Vorstand trotz der gegenwärtig anhaltenden Rezessionssorgen für das Geschäftsjahr 2023 ein weiter wachsendes Leasingneugeschäftsvolumen gemäß der im Februar 2023 veröffentlichten Guidance. Höhere Refinanzierungskosten können wir mit einer Anpassung der Konditionen ausgleichen, allerdings tritt hierbei üblicherweise eine Zeitverzögerung von circa drei Monaten ein. Die stabile DB2-Marge des dritten Quartals 2023 wird dazu beitragen, dass die Zinserträge in den nächsten Quartalen steigen.

Sollten nach dem Kriegsausbruch im Nahen Osten weitere unerwartete Ereignisse die Kapitalmärkte treffen, könnte die Volatilität wieder deutlich ansteigen und die allgemein verfügbare Liquidität an den Märkten abnehmen. Jedoch sieht der Vorstand auch im gegenwärtigen Umfeld genügend Handlungsspielraum, um die Liquidität für den Konzern kurz-, mittel- und langfristig sicherzustellen. Basis dafür sind zum einen die aktuelle Liquiditätsausstattung sowie zum anderen unsere Fähigkeit, das Leasingneugeschäft - und damit den Liquiditätsbedarf - über eine restriktivere Annahme von Leasinganfragen zu steuern. Darüber hinaus hat die Gesellschaft unverändert Zugang zu verschiedenen Refinanzierungsquellen.

Die Volatilität an den Zins- und Währungsmärkten kann in unserem Geschäft weiterhin temporär zu Bewertungseffekten führen. Diese können sich zeitweilig insbesondere auf die Umrechnung von Fremdwährungspositionen, die Bewertung der Derivate oder die Bewertung von Geschäfts- und Firmenwerten auswirken. Gleichwohl sieht der Vorstand darin keine langfristige Beeinträchtigung der Profitabilität des Geschäftsmodells.

Mit Bezug auf Risiken, die aus dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine resultieren könnten, können wir feststellen, dass wir überdies weder in Russland noch in der Ukraine mit eigenen Niederlassungen vertreten und dort finanziell auch nicht engagiert sind.

Im Hinblick auf den im Oktober 2023 wieder aufgeflammten Konflikt im Nahen Osten besteht kein direktes finanzielles oder nicht-finanzielles Risiko für GRENKE. Wir sind weder in Israel noch in den angrenzenden, vom Konflikt unmittelbar betroffenen Ländern und Regionen mit eigenen Niederlassungen vertreten. Daneben bestehen derzeit keine Anzeichen eines erheblichen indirekten Risikos.

Über die oben geschilderten Risiken hinaus sind im Berichtszeitraum keine weiteren wesentlichen Veränderungen der Chancen und Risiken eingetreten, vgl. auch unsere Darstellung im Geschäftsbericht 2022. Hinsichtlich der künftigen Entwicklung des Konzerns und der Tochtergesellschaften sind besondere, über das normale Maß hinausgehende und mit dem Geschäft verbundene Risiken nicht zu erkennen.

4 .2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In seinem am 10. Oktober 2023 veröffentlichten World Economic Outlook diagnostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF), dass die Talsohle bei der Wirtschaftsaktivität durchschritten sei, trotzdem werde das Wachstum in der kommenden Zeit verhalten ausfallen. Außerdem, so der IWF weiter, werden sich die Wachstumsdifferenzen zwischen einzelnen Regionen und Sektoren ausweiten.

Für die Weltwirtschaft hält der IWF im Jahr 2023 ein Wachstum von 3,0 Prozent für möglich (2022: 3,5 Prozent), wobei die Industrienationen unterhalb des weltweiten Durchschnitts liegen werden. Die Vereinigten Staaten sollen im Jahr 2023 mit 2,1 Prozent genauso stark wie im Vorjahr (2022: 2,1 Prozent) wachsen. Das Wachstum in der Eurozone wird mit geschätzten 0,7 Prozent nur knapp ein Fünftel des Vorjahreswerts erreichen (2022: 3,3 Prozent). Für Deutschland erwartet der IWF, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,5 Prozent schrumpfen wird. Im Vorjahr 2022 wurde hingegen noch ein Wachstum von 1,8 Prozent festgestellt. Für Frankreich und Italien geht der IWF im Jahr 2023 von einem leicht positiven Wachstum in Höhe von 1,0 und 0,7 Prozent (2022: 2,5 und 3,7 Prozent) aus. Für das vom Tourismus profitierende Land Spanien ist der IWF mit einem prognostizierten Wachstum von 2,5 Prozent optimistischer, dennoch muss Spanien relativ zum Vorjahr deutliche Wachstumseinbußen hinnehmen (2022: 5,8 Prozent).

Angesichts der synchronen, weltweiten Straffung der Geldpolitik, des Kriegsgeschehens in der Ukraine und der hohen Inflationsraten zeigt sich die weltweite Konjunktur trotz dieser vielfältigen Belastungsfaktoren dem IWF zufolge relativ robust. Als globale Risikofaktoren identifiziert der IWF einen fragilen Finanzmarkt, den scharfe Preiskorrekturen ereilen könnten, Abwärtsrisiken an den Immobilienmärkten und speziell in China eine Ausweitung der Bau- und Immobilienkrise.

Mit dem Kriegsbeginn im Nahen Osten Anfang Oktober 2023 sind zudem die Risiken verbunden, dass der Ölpreis wieder eskaliert und dass sich die EZB für weitere Leitzinserhöhungen entscheidet, um zusätzlichem Inflationsdruck vorzubeugen.

Der ifo-Geschäftsklimaindex für die Leasingbranche in Deutschland erreichte im September 16,2 Punkte. Im Vorjahresvergleich verbesserte er sich damit deutlich (September 2022: -3,9 Punkte), im Vergleich zum Vorquartal bedeutet der aktuelle Wert jedoch eine leichte Verschlechterung (Juni 2023: 23,9 Punkte). Zuversichtlich stimmt den Bundesverband deutscher Leasingunternehmen (BDL), dass die Investitionstätigkeit der Unternehmen auf niedrigem Niveau wieder zuzunehmen scheint. Ersatzinvestitionen werden dem Verband zufolge nicht mehr aufgeschoben, für einen großen Schub an Investitionen hin zu mehr Nachhaltigkeit und Digitalisierung fehlt es jedoch an Planungssicherheit durch Wirtschafts- und Finanzpolitik.

4 .3 Unternehmensprognose

Aktuell ist immer noch nicht absehbar, wie sich der russische Krieg gegen die Ukraine und der Krieg im Nahen Osten entwickeln und welche wirtschaftlichen Auswirkungen die erhöhte Teuerungsrate im Euroraum verursachen werden. Trotz dieser Herausforderungen ist der Vorstand davon überzeugt, dass der GRENKE Konzern gut aufgestellt ist, um seinen profitablen Wachstumskurs fortzusetzen und seine Position als einer der führenden Anbieter von Finanzdienstleistungen für KMU mit Schwerpunkt auf Small-Ticket-Finanzierungen weiter auszubauen.

Für das Geschäftsjahr 2023 geht der Vorstand davon aus, dass sich das Leasingneugeschäft zum Ende des Jahres in der unteren Hälfte der Guidance von 2,6 bis 2,8 Mrd. EUR einpendeln wird. Genaue Prognosen über das Investitionsgeschehen von KMU in Europa für den restlichen Jahresverlauf werden durch die anhaltend rezessive Stimmungslage sowie die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und im Nahen Osten erschwert. Das unverändert solide Zahlungsverhalten sowie die stabilen Margen führen dazu, dass der Vorstand beim Konzernergebnis für das laufende Geschäftsjahr auf Basis der ersten drei Quartale von einer Zielerreichung in der oberen Hälfte der Guidance ausgeht.

Mit der stabilen Eigenkapitalausstattung verfügt der Konzern über die notwendige Finanzierungsgrundlage zum Abschluss des angestrebten Leasingneugeschäfts. Im Jahr 2024 soll das Neugeschäftsvolumen die Marke von 3 Mrd. EUR durchbrechen, sodass der Vorstand weiterhin von zweitstelligen Wachstumsraten im Leasingneugeschäft ausgeht. Aufgrund der gegenwärtigen makroökonomischen Herausforderungen bleibt allerdings der DB2 im Fokus.

Für das Jahr 2024 strebt der Vorstand mit einem Fokus auf ausgewogene Margen ein Leasingneugeschäft in Höhe von 3,0 bis 3,2 Mrd. EUR sowie ein Konzernergebnis von 95 bis 115 Mio. EUR an. Mit diesem Prognosekorridor setzen wir unsere Wachstumsstrategie fort.

Im Geschäftsjahr 2023 streben wir eine leichte Steigerung der DB2-Marge im Vergleich zum Vorjahr an. Mittelfristig ist es unser Ziel, eine DB2-Marge von rund 17 Prozent zu erwirtschaften. Hierfür sind insbesondere die Refinanzierungskosten und die Konditionierung der neu abgeschlossenen Leasingverträge ausschlaggebend, aber auch die durchschnittliche Ticketgröße. Im Geschäftsjahr 2023 wird erwartet, dass der Durchschnittswert pro Leasingvertrag unverändert unterhalb der 10.000-EUR-Marke liegt. Der Fokus auf kleine Tickets bleibt wesentlicher Teil unserer Wachstumsstrategie. Die im Leasingneugeschäft seit Jahresbeginn gestiegene DB2-Marge wird sich in der Folge in höheren operativen Erträgen auch in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen.

Einen wesentlichen Beitrag zur Senkung unserer Kosten wird das neue Digitalisierungsprogramm "Digital Excellence" leisten. Mit End-to-End-Digitalisierung im Kerngeschäft Leasing schaffen wir weitere Effizienzsteigerungen durch die Automatisierung aller Kernprozesse für das Leasinggeschäft in über 30 Ländern, die sekundenschnelle Bearbeitung von Leasinganträgen und die stärkere Nutzung von Cloud-Technologien.

Die Investitionen in das neue Digitalisierungsprogramm, das sich in planmäßiger Umsetzung befindet, werden im laufenden Jahr Geschäftsjahr wie erwartet einen außerordentlichen Aufwand von bis zu 15 Mio. EUR verursachen. Trotz der Sondereffekte des ersten und teilweise auch zweiten Quartals 2023, verursacht durch die erratischen Wechselkursschwankungen, erwartet der Vorstand beim Konzernergebnis 2023, die obere Hälfte der Guidance von 80 bis 90 Mio. EUR erreichen zu können. Die Erwartung für den Gewinnkorridor im Geschäftsjahr 2023 basiert auf der Annahme, dass die Schadenquote unter dem Wert von 1,5 Prozent liegen wird. Hierfür sind das solide Leasingvertragsportfolio, die stabilen Zahlungseingänge der jüngsten Quartale sowie die bereits gebildete, angemessene und konservative Risikovorsorge ausschlaggebend.

Auf Grundlage der erwarteten Entwicklung des Konzernergebnisses rechnet GRENKE - wie in den Vorjahren - mit einer bilanziellen Eigenkapitalquote von mehr als 16 Prozent (2022: 20,8 Prozent). Durch die vorgelagerten Aufwandseffekte aus dem Digitalisierungsprogramm geht der Vorstand im Jahr 2023 von einer CIR leicht über 55 Prozent aus.

Verkürzter Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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TEUR Q3 2023 Q3 2022 Q1 - Q3 2023 Q1 - Q3 2022
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft * 119.848 103.479 341.916 308.500
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 33.386 17.724 87.421 47.480
ZINSERGEBNIS 86.462 85.755 254.495 261.020
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 24.482 30.283 72.369 89.935
davon Wertminderungsaufwand - 12.815 14.731 - 13.873 34.052
ZINSERGEBNIS NACH SCHADENSABWICKLUNG UND RISIKOVORSORGE 61.980 55.472 182.126 171.085
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 34.636 31.444 97.745 89.433
Ergebnis aus dem Neugeschäft 10.679 8.256 35.269 23.513
Verwertungsmehr-(+)/​minder(-)ergebnis 1.771 - 114 2.707 296
OPERATIVE ERTRÄGE INSGESAMT 109.066 95.058 317.847 284.327
Personalaufwand 43.220 38.233 128.488 106.248
Abschreibungen und Wertminderung 6.481 10.584 19.904 24.087
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 26.446 21.938 77.443 72.975
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.329 4.406 14.454 10.032
Sonstige betriebliche Erträge 3.340 1.396 7.774 3.963
OPERATIVES ERGEBNIS 32.930 21.293 85.332 74.948
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen - 88 0 - 128 - 4
Aufwendungen/​Erträge aus der Marktbewertung - 3.356 7.488 - 2.674 14.163
Sonstige Zinserträge 7.209 467 16.228 1.302
Sonstige Zinsaufwendungen 6.147 1.563 16.434 7.158
KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN 30.548 27.685 82.324 83.251
Ertragsteuern 6.558 7.353 17.935 21.460
KONZERNERGEBNIS 23.990 20.332 64.389 61.791
davon auf Stammaktionäre und Hybridkapitalgeber der GRENKE AG entfallendes Ergebnis 24.597 23.190 68.193 65.886
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis - 607 - 2.858 - 3.804 - 4.095
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert in EUR) 0,53 0,50 1,27 1,22
Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien 46.495.573 46.495.573 46.495.573 46.495.573

* Zinsen und ähnliche Erträge nach der Effektivzinsmethode berechnet für den Berichtszeitraum 6.728 TEUR (Vorjahr: 5.653 TEUR).

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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TEUR Q3 2023 Q3 2022 Q1- Q3 2023 Q1 - Q3 2022
angepasst * angepasst *
KONZERNERGEBNIS 23.990 20.332 64.389 61.791
BETRÄGE, DIE GGF. IN KÜNFTIGEN PERIODEN IN DIE GUV UMGEGLIEDERT WERDEN
Zu-/​Rückführung Hedging-Rücklage - 1.905 6.366 - 2.146 12.107
davon: Ertragsteuereffekte 273 - 910 307 - 1.730
Veränderung der Währungsumrechnungsdifferenzen/​Effekte aus Hochinflation 206 - 1.002 3.695 2.405
davon: Ertragsteuereffekte 0 0 0 0
BETRÄGE, DIE IN KÜNFTIGEN PERIODEN NICHT IN DIE GUV UMGEGLIEDERT WERDEN
Wertänderung von optional erfolgsneutral behandelten Eigenkapitalinstrumenten 0 0 0 0
davon: Ertragsteuereffekte 0 0 0 0
Zu-/​Rückführung Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 0 0 0 0
davon: Ertragsteuereffekte 0 0 0 0
SONSTIGES ERGEBNIS - 1.699 5.364 1.549 14.512
GESAMTERGEBNIS 22.291 25.696 65.938 76.303
davon auf Stammaktionäre und Hybridkapitalgeber der GRENKE AG entfallendes Gesamtergebnis 22.898 28.788 69.519 81.211
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis - 607 - 3.092 - 3.581 - 4.908

* Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund Erstanwendung von IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern".

Konzern-Bilanz

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TEUR 30.09.2023 31.12.2022
VERMÖGENSWERTE
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Zahlungsmittel 980.031 448.844
Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 9.778 10.727
Leasingforderungen 2.028.076 1.985.059
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 130.848 124.832
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.481 6.531
Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände 14.443 12.459
Steuererstattungsansprüche 20.882 25.471
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 173.079 233.370
SUMME KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 3.365.618 2.847.293
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Leasingforderungen 3.464.544 3.258.885
Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 21.762 27.232
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 78.035 84.865
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 2.994 0
Sachanlagen 89.440 88.034
Nutzungsrechte 34.314 32.973
Geschäfts- oder Firmenwerte 34.983 34.940
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 12.238 16.514
Latente Steueransprüche 15.145 18.761
Sonstige langfristige Vermögenswerte 2.977 3.246
SUMME LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 3.756.432 3.565.450
SUMME VERMÖGENSWERTE 7.122.050 6.412.743
SCHULDEN UND EIGENKAPITAL
SCHULDEN
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Finanzschulden 1.851.465 2.247.666
Leasingverbindlichkeiten 11.102 10.043
Derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert 5.372 3.477
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 39.261 36.112
Steuerschulden 7.018 5.331
Abgegrenzte Schulden 35.301 39.658
Sonstige kurzfristige Schulden 64.218 67.240
Abgegrenzte Mietraten 57.363 33.864
SUMME KURZFRISTIGE SCHULDEN 2.071.100 2.443.391
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Finanzschulden 3.609.326 2.547.052
Leasingverbindlichkeiten 23.602 23.170
Derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert 10.092 3.442
Latente Steuerschulden 57.445 60.445
Pensionen 3.228 3.076
Sonstige langfristige Schulden 96 0
SUMME LANGFRISTIGE SCHULDEN 3.703.789 2.637.185
EIGENKAPITAL
Grundkapital 46.496 46.496
Kapitalrücklage 298.019 298.019
Gewinnrücklagen 795.532 799.475
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals 18.638 17.312
SUMME EIGENKAPITAL DER AKTIONÄRE DER GRENKE AG 1.158.685 1.161.302
Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile* 200.000 200.000
Nicht beherrschende Anteile - 11.524 - 29.135
SUMME EIGENKAPITAL 1.347.161 1.332.167
SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL 7.122.050 6.412.743

* Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.

Konzern-Kapitalflussrechnung

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TEUR Q1 - Q3 2023 Q1 - Q3 2022
KONZERNERGEBNIS 64.389 61.791
IM KONZERNERGEBNIS ENTHALTENE ZAHLUNGSUNWIRKSAME POSTEN UND ÜBERLEITUNG AUF DEN CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
+ Abschreibungen und Wertminderung 19.904 24.087
- /​ + Gewinne/​Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten - 19 319
- /​ + Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/​Aufwendungen 19.403 44.513
+ /​ - Zunahme /​ Abnahme abgegrenzter Schulden, Rückstellungen und Pensionen - 4.205 2.437
= ZWISCHENSUMME 99.472 133.147
VERÄNDERUNG DES VERMÖGENS UND DER VERBINDLICHKEITEN AUS OPERATIVER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT NACH KORREKTUR UM ZAHLUNGSUNWIRKSAME POSTEN
+ /​ - Leasingforderungen - 248.676 - 33.692
+ /​ - Kreditforderungen 1 3.154 6.872
+ /​ - Factoringforderungen 1 - 2.145 - 13.464
+ /​ - Sonstige Vermögenswerte 1 60.090 - 62.754
+ /​ - Verbindlichkeiten aus Finanzschulden 664.414 - 347.683
+ /​ - Sonstige Schulden 29.801 - 4.302
+ Erhaltene Zinsen 16.228 1.302
- Gezahlte Zinsen - 16.434 - 7.158
- Ertragsteuerzahlungen - 10.901 - 17.341
= CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 595.003 - 345.073
- Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten - 4.475 - 5.114
- Auszahlungen aus der Akquisition von Tochterunternehmen - 14.609 - 274
- Auszahlungen für den Erwerb von assoziierten Unternehmen - 3.121 0
+ Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 542 131
= CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT - 21.663 - 5.257
- Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten - 10.121 - 10.128
- Kuponzahlungen auf Hybridkapital - 12.946 - 12.946
- Dividendenzahlungen an GRENKE Aktionäre - 20.923 - 23.713
= CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT - 43.990 - 46.787
ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE ZU BEGINN DER PERIODE 2 448.605 852.960
+ Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 595.003 - 345.073
+ Cashflow aus Investitionstätigkeit - 21.663 - 5.257
+ Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 43.990 - 46.787
+ /​ - Veränderung aufgrund Währungsumrechnung 178 124
= ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE ZUM ENDE DER PERIODE 2 978.133 455.967

1 Vorjahreswerte angepasst

2 Abzüglich passiver Kontokorrentkonten.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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TEUR Grundkapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen/​ Konzernergebnis Hedging-Rücklage Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne/​ Verluste Währungsumrechnung/​Hochinflation
EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2023 46.496 298.019 799.475 13.201 1.171 6.165
Konzernergebnis 59.125
Sonstiges Ergebnis - 2.146 3.472
GESAMTERGEBNIS 59.125 - 2.146 3.472
Dividenden in 2023 für 2022 - 20.923
Kuponzahlung für Hybridkapital
Steueranteil für Hybridkapital - 3.878
Transaktionen mit NCI - 38.267
EIGENKAPITAL ZUM 30.09.2023 46.496 298.019 795.532 11.055 1.171 9.637
EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2022 46.496 298.019 753.245 - 39 - 577 5.576
Erstanwendung IAS 29Hochinflation 1.498
Eigenkapital zum 01.01.2022 (angepasst) 46.496 298.019 753.245 - 39 - 577 7.074
Konzernergebnis 1 56.804
Sonstiges Ergebnis 12.107 3.218
GESAMTERGEBNIS 56.804 12.107 3.218
Dividenden 2022 für 2021 - 23.713
Kuponzahlung für Hybridkapital 1
Steueranteil für Hybridkapital 1
Sonstiges 1
Transaktionen mit NCI - 7.486
EIGENKAPITAL ZUM 30.09.2022 2 46.496 298.019 778.850 12.068 - 577 10.292
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TEUR Neubewertungsrücklage aus Eigenkapitalinstrumenten Summe Eigenkapital Aktionäre der GRENKE AG Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital
EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2023 - 3.225 1.161.302 200.000 - 29.135 1.332.167
Konzernergebnis 59.125 9.068 - 3.804 64.389
Sonstiges Ergebnis 1.326 223 1.549
GESAMTERGEBNIS 60.451 9.068 - 3.581 65.938
Dividenden in 2023 für 2022 - 20.923 - 20.923
Kuponzahlung für Hybridkapital - 12.946 - 12.946
Steueranteil für Hybridkapital - 3.878 3.878
Transaktionen mit NCI - 38.267 21.192 - 17.075
EIGENKAPITAL ZUM 30.09.2023 - 3.225 1.158.685 200.000 - 11.524 1.347.161
EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2022 - 3.225 1.099.495 200.000 - 30.499 1.268.996
Erstanwendung IAS 29Hochinflation 1.498 1.498
Eigenkapital zum 01.01.2022 (angepasst) - 3.225 1.100.993 200.000 - 30.499 1.270.494
Konzernergebnis 1 56.804 9.082 - 4.095 61.791
Sonstiges Ergebnis 15.325 - 813 14.512
GESAMTERGEBNIS 72.129 9.082 - 4.908 76.303
Dividenden 2022 für 2021 - 23.713 - 23.713
Kuponzahlung für Hybridkapital 1 - 12.946 - 12.946
Steueranteil für Hybridkapital 1 3.878 3.878
Sonstiges 1 - 14 - 14
Transaktionen mit NCI - 7.486 7.850 364
EIGENKAPITAL ZUM 30.09.2022 2 - 3.225 1.141.923 200.000 - 27.557 1.314.366

1 Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit wird der Hybridkupon ab 2022 brutto dargestellt.

2 Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund Erstanwendung von IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern".

Anhang des verkürzten Konzernzwischenabschlusses

1. Allgemeine Angaben

Die GRENKE AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Baden-Baden, Neuer Markt 2, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer 201836 eingetragen. Gegenstand des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der GRENKE AG (im Folgenden als "Konzernzwischenabschluss" bezeichnet) zum 30. September 2023 sind die GRENKE AG sowie ihre Tochterunternehmen und konsolidierten strukturierten Unternehmen (im Folgenden als "GRENKE Konzern" bezeichnet). Dieser Konzernzwischenabschluss ist in Übereinstimmung mit den für die Zwischenberichterstattung anzuwendenden IFRS (IAS 34), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht und durch die Europäische Union (EU) in europäisches Recht übernommen wurden, aufgestellt worden. Er ist in Zusammenhang mit dem IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 zu lesen. Es erfolgte eine prüferische Durchsicht im Sinne von § 115 WpHG des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts zum 30. September 2023.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, die im Konzernzwischenabschluss angewendet wurden, entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Ausnahmen hiervon betreffen Änderungen, die sich durch die verpflichtende Anwendung neuer Rechnungslegungsstandards ergeben haben, welche in den nachfolgenden Abschnitten erläutert werden. Von der vorzeitigen Anwendung von geänderten Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2024 oder später verpflichtend umzusetzen sind, wurde abgesehen. Die GRENKE AG wird diese Standards zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umsetzen und erwartet daraus keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung.

Für diesen Zwischenabschluss gelten die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022, auf den wir an dieser Stelle verweisen. Zudem ergänzen wir die nachfolgenden Sachverhalte.

2.1 Erstmals anzuwendende, überarbeitete und neue Rechnungslegungsstandards

Im Geschäftsjahr 2023 wurden im GRENKE Konzern alle neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen berücksichtigt, die erstmals verbindlich seit dem 1. Januar 2023 anzuwenden waren und bereits in europäisches Recht übernommen wurden (Endorsement), sofern diese für den GRENKE Konzern relevant waren.

Alle nachfolgenden neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen haben keinen oder nur unwesentlichen Einfluss auf die Bilanzierung und Berichterstattung im Konzernabschluss der GRENKE AG. Für weiterführende Erläuterungen verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2022.

IFRS 17 "Versicherungsverträge" und Änderungen an IFRS 17

Der neue Rechnungslegungsstandard IFRS 17 "Versicherungsverträge" ersetzt den bestehenden Standard IFRS 4 "Versicherungsverträge" und bestimmt den Ansatz, die Bewertung, die Darstellung sowie die Anhangangaben von Versicherungsverträgen. Die Erstanwendung von IFRS 17 und die Folgeänderungen an IFRS 17 haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss des GRENKE Konzerns, da der Konzern keine Versicherungsverträge im Sinn des IFRS 17 hat.

Änderung an IFRS 17 "Versicherungsverträge" zur erstmaligen Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9: Vergleichszahlen

Mit der Änderung an IFRS 17 wurde eine Übergangsvorschrift etabliert, die wahlweise eine abweichende Klassifizierung gemäß IFRS 9 für die Vergleichsperioden im Jahr der erstmaligen Anwendungen beider Standards ermöglicht. Dann darf für jeden finanziellen Vermögenswert, für den die Vergleichsperiode nicht auf IFRS 9 angepasst wurde, diejenige Klassifizierung angewendet werden, welche auf Basis der zum Übergangszeitpunkt vorliegenden Informationen zugrunde gelegt würde.

Änderungen an IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehlern"

Gegenstand der Änderungen an IAS 8 sind Klarstellungen zur Abgrenzung von Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Änderungen von Schätzungen. Die Änderungen sollen dazu beitragen, Änderungen von Rechnungslegungsmethoden und Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen zu unterscheiden.

Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und dem IFRS Practice Statement 2 "Making Materiality Judgements"

Die Änderungen an IAS 1 sehen vor, dass Unternehmen lediglich ihre "wesentlichen" (material) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anhang darstellen müssen (anstelle bisher: die "bedeutenden" (significant) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden). Um wesentlich zu sein, muss die Rechnungslegungsmethode mit wesentlichen Transaktionen oder anderen Ereignissen im Zusammenhang stehen und anlassbezogen sein (zum Beispiel Änderung der Methode). Die Änderungen sollen so dazu beitragen, die Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu verbessern. Flankierend dazu wurde die Leitlinie des IFRS Practice Statements 2 entsprechend angepasst.

Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern" zum Ansatz latenter Steuern aus einer einzigen Transaktion

Gemäß der Änderung an IAS 12 wird der Anwendungsbereich der Ausnahmeregelung angepasst, sodass im Zeitpunkt des Zugangs eines Vermögenswertes oder einer Schuld aktive oder passive latente Steuern anzusetzen sind.

2.2 Bereits veröffentlichte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen - noch nicht umgesetzt

Vom IASB wurden folgende neue und geänderte Standards oder Interpretationen veröffentlicht, die erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden sind. Verschiedene Standards davon haben die Anerkennung in europäisches Recht ("Endorsement") der EU bereits durchlaufen. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung wird von diesen Standards ausdrücklich zugelassen. Die GRENKE AG macht von diesem Wahlrecht grundsätzlich keinen Gebrauch. Diese Standards werden zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umgesetzt.

Voraussichtlich werden die nachfolgenden Änderungen keinen wesentlichen Einfluss auf die Berichterstattung im Konzernabschluss der GRENKE AG haben.

Änderungen an IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zur Folgebewertung einer Leasingverbindlichkeit im Falle einer Sale und Leaseback-Transaktion

Mit den Änderungen an IFRS 16 werden Auslegungsfragen von späteren Modifikationen im Zusammenhang mit der Folgebewertung einer Leasingverbindlichkeit im Falle einer Sale und Leaseback-Transaktion in den Standard aufgenommen. Vorbehaltlich des EU-Endorsements sind die Regelungen ab dem 1. Januar 2024 anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus.

Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" zur Klassifizierung von Verbindlichkeiten

Im Januar 2020 wurden die Änderungen an IAS 1 zur Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig veröffentlicht. Gegenstand der Änderungen an IAS 1 ist die Klarstellung, dass im Rahmen der Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig auf bestehende Rechte des Unternehmens zum Abschlussstichtag abzustellen ist. Am 15. Juli 2020 wurde die Erstanwendung der Änderung durch das IASB um ein Jahr für Geschäftsjahre, die ab dem 1. Januar 2023 beginnen, verschoben. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus.

Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern" zur Internationalen Steuerreform - Säule-2-Modellregeln

Mit den im Mai 2023 veröffentlichten Änderungen an IAS 12 reagiert das IASB auf die Bedenken der Stakeholder hinsichtlich der möglichen Auswirkungen der von der OECD veröffentlichten Modellvorschriften der Säule-2 auf die Bilanzierung von latenten Steuern. Gegenstand der Änderungen an IAS 12 sind die Einführung einer temporären Ausnahmeregelung für die Bilanzierung latenter Steuern, die sich aus der Einführung einer globalen Mindestbesteuerung ergeben sowie gezielte Anhangangaben für betroffene Unternehmen. Die Ausnahmeregelung ist unmittelbar nach Veröffentlichung der Änderungen des IAS 12 anzuwenden. Die neuen Anhangangaben sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Für Unternehmen, die nach den in der EU anzuwendenden IFRS bilanzieren, gelten die Regelungen nach der Übernahme in europäisches Recht. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus.

Änderungen an IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" zu Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen

Gegenstand der Änderungen sind zusätzliche Anhangangaben im Zusammenhang mit Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen, zu denen insbesondere Reverse-Factoring-Vereinbarungen zählen. Die Änderungen ergänzen die Anforderungen, die bereits in den IFRS enthalten sind und verpflichten Unternehmen im Hinblick auf Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen zur Offenlegung von Konditionen und Bedingungen, Nennung der Bilanzposten und der Buchwerte zu Beginn und zum Ende der Berichtsperiode, Bandbreiten von Zahlungsfristen und Risikokonzentrationen. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen. Für Unternehmen, die nach den in der EU anzuwendenden IFRS bilanzieren, gelten die Regelungen nach der Übernahme in europäisches Recht. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus.

Änderungen an IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" zur Bilanzierung bei einem Mangel an Umtauschbarkeit

Gegenstand der Änderungen an IAS 21 sind detailierte Regelungen, nach denen zu bestimmen ist, ob eine Währung gegen eine andere umtauschbar ist und wie Wechselkurse zu bestimmen sind, wenn die Umtauschbarkeit nicht gegeben ist. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2025 beginnen. Für Unternehmen, die nach den in der EU anzuwendenden IFRS bilanzieren, gelten die Regelungen nach der Übernahme in europäisches Recht. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus.

3. Verwendung von Annahmen und Schätzungen

Bei der Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.

Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst und erfolgen in den nachfolgend dargestellten Bereichen.

Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte

Die Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte beruht auf Annahmen und Schätzungen zum Ausfallrisiko und zu den erwarteten Verlustraten. Der Konzern übt bei der Festlegung dieser Annahmen und der Auswahl der Inputfaktoren für die Berechnung der Wertminderung Ermessen aus, basierend auf Erfahrungen des Konzerns aus der Vergangenheit, bestehenden Marktbedingungen sowie zukunftsgerichteten Schätzungen zum Ende jeder Berichtsperiode. Entsprechend den Verlautbarungen von verschiedenen Regulatoren (ESMA, EBA) wird eine Beurteilung der Modellierung der IFRS 9 Wertberichtigung und der Schätzung der erwarteten Kreditverluste (ECL) vorgenommen. Das ECL-Modell wird inklusive der Inputparameter und der Teilmodelle anlassbezogen und mindestens einmal jährlich validiert und gegebenenfalls aktualisiert.

Zur Ermittlung der Risikovorsorge gemäß IFRS 9 werden erwartete Kreditausfälle verschiedener makroökonomischer Szenarien gewichtet. GRENKE berechnet hierfür ein negatives, ein positives sowie ein Basisszenario. Die unterstellten Entwicklungen des Bruttoinlandsprodukts sind je Szenario folgender Tabelle zu entnehmen:

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Bruttoinlandsprodukt (in % ggü. Stichtag ) 01.10.2023 - 31.12.2023 01.01.2024 - 31.12.2024
negativ Basis positiv negativ Basis positiv
Euroraum - 6,3 % 0,6 % 2,1 % 0,6 % 1,1 % 2,1 %
Deutschland - 3,7 % - 0,1 % 2,2 % - 0,1 % 1,1 % 2,2 %
Frankreich - 7,9 % 0,7 % 2,3 % 0,7 % 1,3 % 2,3 %
Italien - 9,0 % 0,7 % 1,8 % 0,7 % 0,8 % 1,8 %
Spanien - 11,3 % 1,5 % 3,5 % 1,5 % 2,0 % 3,5 %
Vereinigtes Königreich - 11,0 % - 0,3 % 2,5 % - 0,3 % 1,0 % 2,5 %
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Bruttoinlandsprodukt (in % ggü. Stichtag ) 01.01.2025 - 31.12.2025
negativ Basis positiv
Euroraum 1,1 % 1,5 % 2,1 %
Deutschland 1,1 % 2,0 % 2,2 %
Frankreich 1,3 % 1,9 % 2,3 %
Italien 0,8 % 1,2 % 1,8 %
Spanien 2,0 % 2,0 % 3,5 %
Vereinigtes Königreich 1,0 % 2,2 % 2,5 %

Die Höhe der Risikovorsorge der laufenden Leasingforderungen je Szenario ist in folgender Tabelle aufgeführt:

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Szenarien zum 30. September 2023
TEUR negativ Basis positiv
Risikovorsorge 140.324 118.087 98.824
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Szenarien zum 31. Dezember 2022
TEUR negativ Basis positiv
Risikovorsorge 135.232 113.174 94.219

Im Basisszenario werden wiederkehrende, jedoch nicht permanente Engpässe bzgl. russischer Gaslieferungen angenommen, da der Russland-Ukraine-Krieg weiter andauert. Die Inflation bleibt unverändert auf erhöhtem Niveau (deutlich oberhalb von 2 Prozent). Infolge von Zweit- und Drittrundeneffekten treten global erhöhte Kreditverluste ein. Der Anstieg der Ausfallraten entspricht in etwa einem Viertel des Anstiegs zu Beginn der Covid-19-Pandemie. Die Höhe des Anstiegs wird anhand historischer Ausfallraten im Zuge der jüngsten Finanz- und Staatsschuldenkrise abgeleitet.

Das negative Szenario geht von weiteren, erheblichen Engpässen in den von russischem Gas stark abhängigen Volkswirtschaften und vom Andauern des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine aus. Dies führt zu einer weiteren Preissteigerung bei importierten Energierohstoffen. Parallel straffen die Notenbanken weiter die Geldpolitik, um die noch immer steigenden Inflationsraten zu bekämpfen. Dies führt in der Industrie zu einer starken Abkühlung der Investitionsbereitschaft sowie zu einem erheblichen Verlust an Kaufkraft bei privaten Haushalten. Aus Zweit- und Drittrundeneffekten resultieren global wesentlich erhöhte Kreditverluste. Der Anstieg der Ausfallraten entspricht in etwa demjenigen zu Beginn der Covid-19-Pandemie.

Im positiven Szenario können über Energiesparmaßnahmen sowie dem Import von Flüssiggas, trotz eines andauernden Russland-Ukraine-Krieges, die fehlenden russischen Gaslieferungen aufgefangen werden. Die Inflation nimmt moderat ab. Politische Maßnahmen stützen den Kaufkraftverlust in den privaten Haushalten und verhindern ein starkes Abkühlen der Investitionsbereitschaft in der Industrie. Entsprechend kommt es zu einer Rückkehr der Ausfallraten zum Vor-Covid-19-Niveau.

In sämtlichen Szenarien werden verschiedene Mindestausfallraten (Floors) berücksichtigt. Aktuell können im GRENKE Portfolio deutlich rückgängige Ausfallraten, insbesondere auch im Vergleich zum Vor-Covid-19-Niveau, beobachtet werden. Ungeachtet dessen wird der Anstieg der Ausfallraten in allen Szenarien auf das Ausfallratenniveau vor der Covid19-Pandemie angewendet. Der Effekt der aktuell deutlich rückgängigen Ausfallraten erfährt somit keine Berücksichtigung.

Die Eintrittswahrscheinlichkeiten der Makroszenarien werden länderspezifisch ermittelt, um die unterschiedlichen wirtschaftlichen sowie politischen Begebenheiten des jeweiligen Landes zu würdigen. Diese Szenariogewichte werden zum einen aus öffentlichen Daten der EZB abgeleitet. Diese stellt durch eine Umfrage unter verschiedenen Analysten eine Wahrscheinlichkeitsverteilung für das BIP der Jahre 2023 bis 2025 auf. Aus diesen Wahrscheinlichkeitsverteilungen können Eintrittswahrscheinlichkeiten für einzelne Szenarien berechnet werden. Zum anderen werden zur länderspezifischen Bestimmung der Eintrittswahrscheinlichkeiten die öffentlich zugänglichen BIP-Erwartungen sowie die historischen BIP-Betrachtungen des IWF herangezogen.

Zum 30. September 2023 sind die Szenarien in den Kernmärkten des GRENKE Konzerns wie folgt gewichtet:

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Szenariogewichtung 01.10.2023 - 31.12.2023 01.01.2024 - 31.12.2024
negativ Basis positiv negativ Basis positiv
Deutschland 72,4 % 27,1 % 0,5 % 9,4 % 73,1 % 17,5 %
Frankreich 23,1 % 75,3 % 1,6 % 8,8 % 76,4 % 14,8 %
Italien 64,1 % 35,0 % 0,9 % 11,7 % 61,6 % 26,7 %
Spanien 9,0 % 90,5 % 0,5 % 1,8 % 87,8 % 10,4 %
Vereinigtes Königreich 33,4 % 66,0 % 0,6 % 25,9 % 71,9 % 2,2 %
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Szenariogewichtung 01.01.2025 - 31.12.2025
negativ Basis positiv
Deutschland 2,9 % 52,7 % 44,4 %
Frankreich 4,6 % 73,8 % 21,6 %
Italien 10,0 % 73,9 % 16,1 %
Spanien 0,6 % 88,3 % 11,1 %
Vereinigtes Königreich 2,0 % 64,8 % 33,2 %

Aufgrund der erhöhten wirtschaftlichen Unsicherheit wurden zusätzlich diverse Sensitivitätsanalysen unter anderem bzgl. des BIP und der internen Floors durchgeführt. Zur angemessenen Berücksichtigung der zunehmenden Rezessionssorgen wurde eine zusätzliche Sensitivitätsanalyse anhand der Rücklastschriftquoten vorgenommen. Folglich wurden zusätzlich zu der auf Basis des bestehenden IFRS 9 Modells ermittelten Risikovorsorge, welche aktualisierte Parameter zur Abbildung der makroökonomischen Rahmenbedingungen berücksichtigt, ein Post Model Adjustment gebildet. Hierbei wurde der Ergebniseffekt einer Erhöhung der Rücklastschriftquote um 50 % quantifiziert. Als zusätzliches Post Model Adjustment wurden 20 % des daraus resultierenden Ergebniseffektes angesetzt. Für alle Leasingverträge wurde daher in Summe ein Adjustment von 42.188 TEUR bilanziert, welches die zusätzlichen Unsicherheiten aus dem Krieg Russlands gegen die Ukraine für den GRENKE Konzern und die damit verbundenen möglichen Folgen, wie Rezession, Liefer- und Energieengpässe sowie Inflation abdecken soll.

Berücksichtigung kalkulierter Restwerte am Ende der Vertragslaufzeit im Rahmen der Ermittlung des Barwerts von Leasingforderungen

Nicht garantierte (kalkulierte) Restwerte werden im Rahmen der Ermittlung des Barwerts der Leasingforderungen gemäß der Definition des IFRS 16 berücksichtigt. Die kalkulierten Restwerte am Ende der Vertragslaufzeit ermitteln sich in Abhängigkeit von der Laufzeitgruppe des jeweiligen Leasingvertrags und beinhalten das erwartete Nachgeschäft am Ende der Laufzeit, basierend auf historischen Erfahrungswerten. Für Zugänge seit dem 1. Januar 2023 betragen sie zwischen 1 und 25 Prozent der Anschaffungskosten (Vorjahr: seit dem 1. Januar 2022 zwischen 1 und 25 Prozent). Die kalkulierten Restwerte werden dabei anhand statistischer Auswertungen im Rahmen einer bestmöglichen Schätzung angesetzt. Im Fall eines Absinkens der tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend aus Verwertung und sogenannter Nachmiete) erzielbaren Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg unberücksichtigt bleibt.

Annahmen im Rahmen des Werthaltigkeitstests bei der Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte

Die der Discounted-Cashflow-Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte zugrundeliegenden Cashflows basieren auf den aktuellsten Geschäftsplänen und internen Planungen. In diesem Zusammenhang werden Annahmen über die künftigen Ertrags- und Aufwandsentwicklungen getroffen. Dabei werden künftige Wachstumsraten der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis bisheriger Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte Ertrags- und Aufwandsverläufe unter Berücksichtigung aktueller und zu erwartender Marktentwicklungen in die Zukunft projiziert. Die ermittelten Planungen reflektieren die bestmöglichen Einschätzungen zur weiteren Entwicklung der makroökonomischen Rahmenbedingungen sowie der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die hierbei getroffenen Einschätzungen sowie die zugrundeliegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die ermittelten Werte haben.

Aufgrund des aktuellen ökonomischen Gesamtumfelds sind die Schätzungen hinsichtlich der weiteren Neugeschäfts- und Renditeentwicklungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten weiterhin mit zusätzlichen Unsicherheiten verbunden. Sollten wesentliche Annahmen von den tatsächlichen Größen abweichen, könnte dies in der Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen führen.

Der GRENKE Konzern hat zum Stichtag untersucht, ob ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte vorliegen könnte. Zum Stichtag bestand, unter Berücksichtigung der Veränderung der Bewertungsparameter sowie der wirtschaftlichen Entwicklungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, kein Wertminderungsbedarf der Geschäfts- oder Firmenwerte. Der für die Werthaltigkeitsermittlung maßgebliche risikolose Zinssatz betrug 3,0 Prozent zum 30. September 2023, gegenüber 2,4 Prozent zum 31. Dezember 2022. Damit stiegen die Abzinsungssätze, die zur Diskontierung der geplanten Zahlungsströme der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten heranzuziehen sind, zwar auch im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2023 weiter an. Der Anstieg war jedoch weit weniger dynamisch als noch im Vorjahr. Sollten die Abzinsungssätze erneut stark steigen, könnte dies zu erfolgswirksamen Wertminderungen in künftigen Berichtsperioden führen.

Ansatz von Leasinggegenständen in Verwertung zu kalkulierten Restwerten

Die Bewertung der Leasinggegenstände in Verwertung erfolgt auf Basis der Verwertungserlöse, die über das vergangene Geschäftsjahr im Durchschnitt je Altersklasse in Bezug auf die ursprünglichen Anschaffungskosten erzielt werden konnten. Leasinggegenstände in der Verwertung werden in Abhängigkeit von ihrer tatsächlichen Verwertbarkeit mit den aus der Vergangenheit ermittelten Restwerten bewertet. Die angesetzten Restwerte betragen zum Stichtag zwischen 2,5 und 14,7 Prozent (Vorjahr: zwischen 2,4 und 19,5 Prozent) der ursprünglichen Anschaffungskosten. Sofern eine Verwertung aufgrund des Zustandes des entsprechenden Gegenstandes unrealistisch erscheint, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben.

Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten

Die beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten, die nicht mithilfe von Daten aus aktiven Märkten unmittelbar abgeleitet werden können, werden unter der Verwendung von Bewertungsverfahren bestimmt. Die Inputparameter dieser Modelle stützen sich, soweit möglich, auf beobachtbare Marktdaten. Ist dies nicht möglich, stellt die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte in gewissem Maß eine Ermessensentscheidung dar. Die Ermessensentscheidungen betreffen Inputparameter wie Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko und Volatilität. Änderungen der Annahmen bezüglich dieser Inputparameter können sich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert der Finanzinstrumente auswirken. Sind beobachtbare Preise und Parameter verfügbar, werden sie für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes genutzt, ohne dass Einschätzungen im großen Umfang erforderlich wären.

Ansatz und Bewertung latenter Steuern auf Verlustvorträge

Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maß erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessungsausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintritts und der Höhe des zukünftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.

Ansatz und Bewertung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden

Aufgrund der Komplexität der Steuergesetzgebung ergeben sich möglicherweise unterschiedliche Auslegungen und Interpretationen von Steuergesetzen durch den Steuerpflichtigen und die lokale Finanzbehörde. Dadurch kann es zu nachträglichen Steuerzahlungen für vergangene Geschäftsjahre kommen. Für den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte Beträge wahrscheinlich nicht realisiert werden können (unsichere Steuerpositionen), werden Steuerrückstellungen gebildet. Der Betrag ermittelt sich aus der besten Schätzung der erwarteten Steuerzahlung. Steuerforderungen aus unsicheren Steuerpositionen werden dann bilanziert, wenn es wahrscheinlich und damit hinreichend gesichert ist, dass sie realisiert werden können. Die Annahmen, in welcher Höhe unsichere Steuerpositionen angesetzt werden, basieren auf der Einschätzung der Unternehmensleitung.

Wir verweisen hierzu auf die geschilderten Bilanzierungsmethoden im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022.

4. Leasingforderungen

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Leasingforderungen:

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TEUR 30.09.2023 31.12.2022
ENTWICKLUNG DER LEASINGFORDERUNGEN AUS LAUFENDEN VERTRÄGEN (PERFORMENDE LEASINGFORDERUNGEN)
FORDERUNGEN ZU PERIODENBEGINN 5.285.022 5.093.885
+ Veränderung in der Periode 228.246 191.137
LEASINGFORDERUNGEN (KURZ- UND LANGFRISTIG) AUS LAUFENDEN VERTRÄGEN ZUM PERIODENENDE 5.513.268 5.285.022
ENTWICKLUNG DER LEASINGFORDERUNGEN AUS GEKÜNDIGTEN/​RÜCKSTÄNDIGEN VERTRÄGEN (NICHT PERFORMENDE LEASINGFORDERUNGEN)
BRUTTOFORDERUNGEN ZU PERIODENBEGINN 443.506 563.763
+ Zugänge Bruttoforderungen in der Periode 88.802 25.308
- Abgänge Bruttoforderungen in der Periode 75.364 145.565
BRUTTOFORDERUNGEN ZUM PERIODENENDE 456.944 443.506
SUMME BRUTTOFORDERUNGEN GEKÜNDIGT UND LAUFEND 5.970.212 5.728.528
WERTMINDERUNGEN ZU PERIODENBEGINN 484.584 538.676
+ Veränderung kumulierte Wertminderungen in der Periode - 6.992 - 54.092
WERTMINDERUNGEN ZU PERIODENENDE 477.592 484.584
Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zu Periodenbeginn 5.243.944 5.118.972
LEASINGFORDERUNGEN (BILANZANSATZ KURZ- UND LANGFRISTIG) ZUM PERIODENENDE 5.492.620 5.243.944

Die folgende Übersicht zeigt die Brutto-Leasingforderungen und die hierauf gebildete Wertberichtigung pro IFRS 9 Wertberichtigungsstufe. Der GRENKE Konzern verfügt über keine als POCI (Purchased or Originated Credit Impaired) klassifizierten Finanzinstrumente im Sinne des IFRS 9:

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30.09.2023 31.12.2022
TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Summe
BRUTTOFORDERUNGEN
Deutschland 1.152.193 51.114 33.042 1.236.349 1.211.992
Frankreich 1.111.793 79.156 112.482 1.303.431 1.246.549
Italien 681.925 67.494 157.734 907.153 990.979
Sonstige Länder 2.088.973 159.457 274.849 2.523.279 2.279.008
SUMME BRUTTOFORDERUNGEN 5.034.884 357.221 578.107 5.970.212 5.728.528
Wertberichtigung 70.549 43.628 363.415 477.592 484.584
BUCHWERT 4.964.335 313.593 214.692 5.492.620 5.243.944

Die Brutto-Leasingforderungen sind aufgrund des Neugeschäftswachstums im Vergleich zum 31. Dezember 2022 um 4,2 Prozent gestiegen. Demgegenüber ist die Wertberichtigung im Vergleich zum 31. Dezember 2022 um 1,4 Prozent gesunken. Ursächlich sind hierfür im Wesentlichen leicht reduzierte Wertberichtigungssätze sowie geringere Risikovorsorge aufgrund des abgeschwächten Neugeschäftswachstums in Südeuropa bei gleichzeitiger Fokussierung auf steigende Profitabilität.

Diesbezüglich ist insbesondere hervorzuheben, dass im GRENKE Konzern nach wie vor ein deutlich konservativer Ansatz Anwendung findet.

Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen und langfristigen Leasingforderungen:

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30.09.2023 31.12.2022
TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Summe
ANFANGSBESTAND WERTBERICHTIGUNG 71.296 49.912 363.376 484.584 538.676
Neu ausgereichte oder erworbene finanzielle Vermögenswerte * 22.189 9.348 15.612 47.149 64.156
Umbuchungen
zu Stufe 1 6.449 - 4.543 - 1.906 0 0
zu Stufe 2 - 2.532 9.314 - 6.782 0 0
zu Stufe 3 - 2.255 - 9.616 11.871 0 0
Änderung der Risikovorsorge durch Stufenänderung - 5.434 1.047 53.345 48.958 52.598
Einvernehmliche Vertragsauflösung oder Zahlungen für finanzielle Vermögenswerte (ohne Ausbuchungen) - 24.234 - 14.559 - 16.862 - 55.655 - 50.001
Änderungen der vertraglichen Zahlungsströme infolge von Modifikation (keine Ausbuchung) 0 0 0 0 0
Änderung durch Veränderung Bearbeitungsklasse bei Schadensfällen 0 0 665 665 12.042
Änderungen der Modelle/​Risikoparameter für ECL-Berechnung 491 - 571 - 1.411 - 1.491 - 5.726
Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten - 18 39 - 56.423 - 56.402 - 135.967
Währungsumrechnungs- und sonstige Differenzen 60 109 - 329 - 160 1.567
Aufzinsung 4.537 3.148 2.259 9.944 7.239
ENDBESTAND WERTBERICHTIGUNG 70.549 43.628 363.415 477.592 484.584
davon Wertberichtigung nicht-performende Leasingforderung 0 0 327.205 327.205 336.783
davon Wertberichtigung performende Leasingforderung 70.549 43.628 36.210 150.387 147.801

* Die in Stufe 2 und 3 angegebenen Werte betreffen im Geschäftsjahr neu ausgereichte Leasingforderungen, die zum Zugangszeitpunkt der Stufe 1 zugeordnet waren, aber im Lauf des Geschäftsjahres einer anderen Stufe zugeteilt wurden.

Ergänzend zur Kapitalflussrechnung stellen sich die Zahlungsströme bezogen auf die Leasingforderungen wie folgt dar:

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TEUR Q1 - Q3 2023 Q1 - Q3 2022
Zahlungen Leasingnehmer 1.795.269 1.731.959
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Leasinggeschäft - 328.795 - 297.123
Zugänge Leasingforderungen/​Nettoinvestitionen - 1.907.389 - 1.692.884
ZWISCHENSUMME - 440.915 - 258.048
Abgänge/​Umgliederungen Leasingforderungen zu Restbuchwerten 219.215 168.950
Abnahme/​Zunahme andere Forderungen gegen Leasingnehmer - 20.430 61.015
Währungsdifferenzen - 6.546 - 5.609
VERÄNDERUNGLEASINGFORDERUNGEN - 248.676 - 33.692

5. Finanzschulden

Die Finanzschulden des GRENKE Konzerns setzen sich aus den kurzfristigen Finanzschulden und langfristigen Finanzschulden zusammen:

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TEUR 30.09.2023 31.12.2022
KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN
Asset-Backed 419.252 417.318
Senior-Unsecured 772.180 941.402
Zweckgebundene Förderdarlehen 25.936 61.069
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 632.198 827.638
Kontokorrent 1.899 239
SUMME KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN 1.851.465 2.247.666
LANGFRISTIGEFINANZSCHULDEN
Asset-Backed 545.735 554.792
Senior-Unsecured 2.112.380 1.644.798
Zweckgebundene Förderdarlehen 16.308 24.421
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 934.903 323.041
SUMME LANGFRISTIGE FINANZSCHULDEN 3.609.326 2.547.052
SUMMEFINANZSCHULDEN 5.460.791 4.794.718

5.1 Asset-Backed Finanzschulden

5.1.1 Strukturierte Einheiten

Folgende konsolidierte strukturierte Einheiten bestanden zum Stichtag: Opusalpha Purchaser II Limited (Helaba), Kebnekaise Funding Limited (SEB AB), CORAL Purchasing (IRELAND) 2 DAC (DZ-Bank), FCT "GK"-COMPARTMENT "G 2" (Unicredit), Elektra Purchase No 25 DAC, FCT "GK"-COMPARTMENT "G 4" (Helaba) sowie FCT "GK"-COMPARTMENT "G 5" (DZ-Bank). Sämtliche strukturierte Einheiten sind als Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP)-Programme aufgelegt.

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TEUR 30.09.2023 31.12.2022
Programmvolumen in Landeswährung
TEUR 1.089.452 927.414
TGBP 150.000 150.000
Programmvolumen in TEUR 1.262.946 1.096.536
Inanspruchnahme in TEUR 1.009.982 992.002
Buchwert in TEUR 859.314 844.032
davon kurzfristig 371.355 366.168
davon langfristig 487.959 477.864

5.1.2 Forderungsverkaufsverträge

In der nachfolgenden Tabelle werden die Programmvolumen, Inanspruchnahme und Buchwerte der Forderungsverkaufsverträge dargestellt:

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TEUR 30.09.2023 31.12.2022
Programmvolumen in LW
TEUR 16.500 16.500
TGBP 90.000 90.000
TBRL 210.000 210.000
Programmvolumen in TEUR 160.171 155.217
Inanspruchnahme in TEUR 111.168 135.219
Buchwert in TEUR 105.673 128.078
davon kurzfristig 47.897 51.150
davon langfristig 57.776 76.928

5.2 Senior-Unsecured-Finanzschulden

Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Buchwerte der einzelnen Refinanzierungsinstrumente:

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TEUR 30.09.2023 31.12.2022
Anleihen 2.462.354 2.145.406
davon kurzfristig 528.920 571.144
davon langfristig 1.933.434 1.574.262
Schuldscheindarlehen 163.177 131.017
davon kurzfristig 10.327 67.418
davon langfristig 152.850 63.599
Commercial Paper 50.000 25.000
Revolving-Credit-Facility 168.236 212.548
davon kurzfristig 142.140 205.611
davon langfristig 26.096 6.937
Geldhandel 0 40.000
davon kurzfristig 0 40.000
Kontokorrent 17.033 11.420
Zinsabgrenzung 23.760 20.809

Folgende Tabelle zeigt den Refinanzierungsrahmen der einzelnen Instrumente:

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TEUR 30.09.2023 31.12.2022
Anleihen TEUR 5.000.000 5.000.000
Commercial Paper TEUR 750.000 750.000
Syndizierte revolvierendeKreditfazilität TEUR 400.000 250.000
Revolving-Credit-Facility TEUR 16.600 30.000
Revolving-Credit-Facility TPLN 150.000 150.000
Revolving-Credit-Facility TCLP 20.250.000 20.250.000
Revolving-Credit-Facility THRK 0 125.000
Revolving-Credit-Facility THUF 540.000 540.000
Revolving-Credit-Facility TBRL 100.000 100.000
Geldhandel TEUR 40.000 40.000

5.2.1 Anleihen

Im Geschäftsjahr wurden bisher drei neue Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 610.000 TEUR begeben. Zudem wurden zwei bestehende Anleihen um 50.000 TEUR und 124.250 TEUR aufgestockt. Planmäßig wurden 267.000 TEUR getilgt. Zudem erfolgte eine Zahlung in Höhe von 179.418 TEUR, womit ein Nominalvolumen von 180.327 TEUR vorzeitig getilgt wurde.

5.2.2 Schuldscheindarlehen

Im Geschäftsjahr wurden bisher drei neue Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 40.000 TCHF und 57.500 TEUR begeben. Planmäßig getilgt wurden 30.000 TCHF und 37.000 TEUR.

5.2.3 Commercial Papers

Im Geschäftsjahr wurden bisher neun Commercial Papers mit einem Gesamtvolumen von 150.000 TEUR emittiert. Planmäßig getilgt wurden 125.000 TEUR.

5.3 Zweckgebundene Förderdarlehen

Folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der in Anspruch genommenen Förderdarlehen bei den einzelnen Förderbanken.

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TEUR 30.09.2023 31.12.2022
Europäische Investitionsbank 0 9.910
NRW Bank 18.295 22.037
Thüringer Aufbaubank 264 980
KfW 23.171 51.963
Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank 354 537
Zinsabgrenzung 160 63
SUMME DERFÖRDERDARLEHEN 42.244 85.490

5.4 Ergänzende Angaben zu den Verbindlichkeiten aus Finanzschulden in der Kapitalflussrechnung

Ergänzend zur Kapitalflussrechnung stellen sich die Zahlungsströme bezogen auf die Finanzschulden wie folgt dar:

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TEUR Q1 - Q3 2023 Q1 - Q3 2022
VERBINDLICHKEITEN AUSFINANZSCHULDEN
Zugang Verbindlichkeiten/​ Neuaufnahme aus der Refinanzierung 1.790.185 1.282.888
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung 71.040 42.184
Zahlung/​Rückzahlung von Verbindlichkeiten an Refinanzierer - 1.618.974 - 1.295.918
Währungsdifferenzen 5.741 11.318
VERÄNDERUNG VERBINDLICHKEITEN AUS DER REFINANZIERUNG 247.992 40.472
Zugang/​Rückzahlung Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 400.041 - 393.451
Aufwendungen aus der Verzinsung des Einlagengeschäfts 16.381 5.296
VERÄNDERUNG VERBINDLICHKEITEN AUS DEM EINLAGENGESCHÄFT 416.422 - 388.155
VERÄNDERUNG VERBINDLICHKEITEN AUS DEN FINANZSCHULDEN 664.414 - 347.683

6. Eigenkapital

Das Grundkapital der GRENKE AG ist im Vergleich zum 31. Dezember 2022 unverändert auf 46.495.573 auf den Inhaber lautende Aktien eingeteilt.

7. Angaben zu Finanzinstrumenten

7.1 Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld verwendet der GRENKE Konzern so weit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Bemessungshierarchie ("Fair-Value-Hierarchie") eingeordnet.

Stufe 1: Notierte (unbereinigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden.

Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen sämtliche Inputfaktoren, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt am Markt beobachtbar sind.

Stufe 3: Bewertungsverfahren, die Inputfaktoren verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Bemessungshierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet, die dem Inputfaktor der höchsten Stufe entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

Der GRENKE Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie in der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Umgruppierungen zwischen den drei Stufen der Bemessungshierarchie fanden in der abgelaufenen Berichtsperiode nicht statt.

7.2 Beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

7.2.1 Beizulegende Zeitwerte originärer Finanzinstrumente

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten je Klasse von Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bemessen werden. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Darunter fallen die Bilanzpositionen Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche originäre Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet, mit Ausnahme der börsennotierten Anleihen, die in den Verbindlichkeiten aus Refinanzierung enthalten und in der Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifiziert sind, sowie der sonstigen Beteiligung, die der Stufe 3 der Bemessungshierarchie zugeordnet ist. Der Buchwert der börsennotierten Anleihen zum Bilanzstichtag beträgt 2.462.354 TEUR (Vorjahr 31.12.2022: 2.145.406 TEUR) und der beizulegende Zeitwert 2.370.944 TEUR (Vorjahr 31.12.2022: 1.975.233 TEUR). Die originären finanziellen Vermögenswerte sind bis auf die Leasingforderungen, welche gemäß IFRS 16 bewertet werden, und die sonstige Beteiligung, welche der Bewertungskategorie FVTOCI zugeordnet ist und somit zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, vollständig zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden ebenfalls zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet.

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TEUR Beizulegender Zeitwert 30.09.2023 Buchwert 30.09.2023 Beizulegender Zeitwert 31.12.2022 Buchwert 31.12.2022
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Leasingforderungen 5.935.503 5.492.620 5.841.004 5.243.944
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 210.626 208.883 213.371 209.697
davon Forderungen aus dem Kreditgeschäft 121.033 119.290 126.119 122.445
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Finanzschulden 5.374.881 5.460.791 4.648.125 4.794.718
davon Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 3.793.098 3.891.791 3.507.752 3.643.800
davon Verbindlichkeiten aus dem Einlagegeschäft 1.579.884 1.567.101 1.140.134 1.150.679

7.2.2 Beizulegende Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente

Zum Stichtag sind im GRENKE Konzern alle derivativen Finanzinstrumente, welche sich aus Zinsderivaten (Zinsswaps), Devisentermingeschäften und Cross Currency Swaps zusammensetzen, zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet.

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TEUR Beizulegender Zeitwert 30.09.2023 Beizulegender Zeitwert 31.12.2022
FINANZIELLEVERMÖGENSWERTE
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE MIT SICHERUNGSBEZIEHUNG
Zinsderivate 3.326 4.761
Cross Currency Swaps 7.576 8.402
Fremdwährungsterminkontrakte 7.019 7.990
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE OHNESICHERUNGSBEZIEHUNG
Zinsderivate 10.477 12.748
Fremdwährungsterminkontrakte 3.142 4.058
GESAMT 31.540 37.959
FINANZIELLEVERBINDLICHKEITEN
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE MIT SICHERUNGSBEZIEHUNG
Cross Currency Swaps 6.710 1.257
Fremdwährungsterminkontrakte 5.152 1.684
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE OHNE SICHERUNGSBEZIEHUNG
Zinsderivate 290 0
Fremdwährungsterminkontrakte 3.312 3.978
GESAMT 15.464 6.919

Bei den im GRENKE Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um sogenannte OTC-Derivate (Over-the-Counter). Diese werden direkt mit einer Gegenpartei, die mindestens dem Investmentgrade entspricht, abgeschlossen. Es existieren somit keine notierten Börsenpreise.

Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt anhand von Bewertungsmodellen unter Rückgriff auf beobachtbare Inputfaktoren. Bei Fremdwährungsterminkontrakten wird die Bewertung anhand eines Mark-to-Model-Bewertungsmodells vorgenommen. Bei Zinsderivaten wird der beizulegende Zeitwert über eine Barwertmethode ermittelt. Die verwendeten Inputparameter für die Bewertungsverfahren werden aus Marktnotierungen entnommen. Dabei werden laufzeitkongruente Zinssätze in den gehandelten Währungen für Devisentermingeschäfte bzw. Zinssätze für Zinsderivate verwendet. Die ermittelten Werte werden mit einem sogenannten Add-on-Verfahren mit den Kupons der am Markt beobachtbaren laufzeitadäquaten Credit Default Swaps (CDS) der Gegenpartei bzw. des eigenen Ausfallrisikos multipliziert, um den beizulegenden Zeitwert dieser OTC-Derivate zu erhalten.

7.3 Bewertungsmethoden und verwendete Inputfaktoren

In nachfolgender Tabelle werden die angewandten Bewertungsmethoden sowie die verwendeten Inputfaktoren und Annahmen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte dargestellt:

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Art und Stufe Bewertungsmethode Inputfaktoren
BEMESSUNGSHIERARCHIE STUFE 1
Börsennotierte Anleihen n. a. In aktiven Märkten notierter Börsenpreis am Bewertungstag
BEMESSUNGSHIERARCHIE STUFE 2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei
Finanzschulden (Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts, Schuldscheindarlehen, Bankschulden) Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Ausfallrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment)
Devisentermingeschäfte/​Cross-Currency-Swaps Mark-to-Model Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze in den gehandelten Währungen zu Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit-Value-Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden
Zinsderivate Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit-Value-Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden
BEMESSUNGSHIERARCHIE STUFE 3
Sonstige Beteiligungen (Beteiligung an der Finanzchef24 GmbH) Discounted-Cashflow-Modell Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Businessplan der Finanzchef24 GmbH zur Ermittlung der zukünftigen Cashflows; nachhaltige Wachstumsrate der zukünftigen Cashflows; Parameter zur Ermittlung des Diskontierungszinses (insbesondere risikoloser Zinssatz, Marktrisikoprämie, Betafaktor, Adjustierungsprämien)

8. Erlöse aus Verträgen mit Kunden Nachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) dargestellt:

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TEUR Segment Q1 - Q3 2023 Q1 - Q3 2022
ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN (IFRS 15)
Bruttoerlöse aus dem Service-and-Protection-Geschäft (Servicegeschäft) Leasing 106.195 96.223
Servicegebühr für Bereitstellung Leasing 6.659 4.567
Erlöse aus Mahngebühren Leasing 1.054 888
Erlöse aus Mahngebühren Factoring 11 11
Sonstige Erlöse mit Leasingnehmern Leasing 653 766
Verkauf von Leasingobjekten Leasing 131.391 133.286
Provisionseinnahmen aus dem Bankgeschäft Bank 387 438
SUMME 246.350 236.179

9. Erlöse und sonstige Umsatzerlöse Nachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) und sonstige Umsatzerlöse (IFRS 9, IFRS 16) dargestellt:

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TEUR Q1- Q3 2023 Q1 - Q3 2022
ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN (IFRS 15) 246.350 236.179
SONSTIGE UMSATZERLÖSE (IFRS 9, IFRS 16)
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft 341.916 308.500
Erlöse aus Operating Leasingverhältnissen 20.397 16.724
Erlösanteile aus Vormieten 9.201 7.272
SUMME 617.864 568.675

10. Ertragsteuern

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind:

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TEUR Q1- Q3 2023 Q1 - Q3 2022
Laufende Steuern 17.177 15.487
Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer (Deutschland) 397 106
Ausländische Ertragsteuern 16.780 15.381
Latente Steuern 758 5.973
Deutschland 4.118 - 1.613
Ausland - 3.360 7.586
SUMME 17.935 21.460

11. Konzern-Segmentberichterstattung

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TEUR Segment Leasing Segment Bank Segment Factoring
Januar bis September * 2023 2022 2023 2022 2023 2022
OPERATIVE ERTRÄGE
Externe operative Erträge 310.259 290.879 4.732 - 12.658 2.856 6.106
Interne operative Erträge - 21.947 - 26.471 24.347 27.858 - 2.400 - 1.387
SUMME OPERATIVE ERTRÄGE 288.312 264.408 29.079 15.200 456 4.719
davon zahlungsunwirksame Posten - 6.739 23.501 - 11.152 10.825 4.018 - 274
ZINSUNABHÄNGIGE AUFWENDUNGEN -
Personalaufwand - 117.700 - 96.861 - 6.017 - 5.435 - 4.771 - 4.118
Abschreibungen und Wertminderung - 19.331 - 23.495 - 428 - 687 - 481 - 564
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand - 68.767 - 65.171 - 8.526 - 8.021 - 2.518 - 2.210
Sonstige betriebliche Erträge (+) und Aufwendungen (-) - 2.421 - 1.771 - 1.478 - 1.572 112 693
SEGMENTERGEBNIS 80.093 77.110 12.630 - 515 - 7.202 - 1.480
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen - 128 - 4 0 0 0 0
Sonstiges Finanzergebnis
KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN 79.965 77.106 12.630 - 515 - 7.202 - 1.480
ZUM 30. SEPTEMBER (VORJAHR: ZUM 31. DEZEMBER) -
SEGMENTVERMÖGEN 6.521.629 6.088.976 2.018.393 1.667.264 103.514 100.816
davon nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 2.994 0 0 0 0 0
SEGMENTSCHULDEN 5.365.383 4.928.263 1.711.256 1.393.172 109.616 99.909
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TEUR Konsolidierung und Sonstiges Konzern
Januar bis September * 2023 2022 2023 2022
OPERATIVE ERTRÄGE
Externe operative Erträge 0 0 317.847 284.327
Interne operative Erträge 0 0 0 0
SUMME OPERATIVE ERTRÄGE 0 0 317.847 284.327
davon zahlungsunwirksame Posten 0 0 - 13.873 34.052
ZINSUNABHÄNGIGE AUFWENDUNGEN
Personalaufwand 0 166 - 128.488 - 106.248
Abschreibungen und Wertminderung 336 659 - 19.904 - 24.087
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand 2.368 2.427 - 77.443 - 72.975
Sonstige betriebliche Erträge (+) und Aufwendungen (-) - 2.893 - 3.419 - 6.680 - 6.069
SEGMENTERGEBNIS - 189 - 167 85.332 74.948
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 0 0 - 128 - 4
Sonstiges Finanzergebnis - 2.880 8.307 - 2.880 8.307
KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN - 3.069 8.140 82.324 83.251
ZUM 30. SEPTEMBER (VORJAHR: ZUM 31. DEZEMBER)
SEGMENTVERMÖGEN - 1.557.513 - 1.488.545 7.086.023 6.368.511
davon nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 0 0 2.994 0
SEGMENTSCHULDEN - 1.475.829 - 1.406.544 5.710.426 5.014.800

* Erträge werden positiv, Aufwendungen negativ dargestellt.

11.1 Geschäftssegmente

Die Berichterstattung des GRENKE Konzerns über die Entwicklung seiner Segmente folgt der dominierenden Organisationsstruktur innerhalb des GRENKE Konzerns, der dem sogenannten Managementansatz folgt. Daher sind die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt, was dem Entscheidungsträger, dem Vorstand der GRENKE AG, dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Eine regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten erfolgt jährlich im Abschluss des GRENKE Konzerns des jeweiligen Geschäftsjahres. Für die drei operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen vor.

Innerkonzernliche Transaktionen zwischen den Segmenten werden in der Segmentberichterstattung in der Spalte "Konsolidierung und Sonstiges" eliminiert.

11.2 Berichtspflichtige Segmente

11.2.1 Leasinggeschäft

Das Segment Leasing beinhaltet sämtliche Aktivitäten, die mit der Tätigkeit des Konzerns als Leasinggeber zusammenhängen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die Übernahme der Finanzierung für gewerbliche Leasingnehmer, die Vermietung, Service-, Protection- und Wartungsangebote sowie die Verwertung von Gebrauchtgeräten.

Der GRENKE Konzern hat sich dabei im Wesentlichen auf das sogenannte Small-Ticket-Leasing von IT-Produkten wie zum Beispiel PCs, Notebooks, Servern, Bildschirmen und anderen Peripheriegeräten, Software, Telekommunikations- und Kopiertechnik, Medizintechnik sowie sonstigen IT-Produkten spezialisiert. Nahezu alle abgeschlossenen Leasingverträge sind Verträge mit Vollamortisationsanspruch.

11.2.2 Bankgeschäft

Als Finanzierungspartner vor allem für KMU umfasst das Segment Bank die Aktivitäten der GRENKE BANK AG (nachfolgend auch "GRENKE Bank"). Im Rahmen von Kooperationen mit verschiedenen Förderbanken des Bundes und einzelner Bundesländer finanziert die GRENKE Bank Existenzgründungen. Zudem vergibt die GRENKE Bank Fördermittel für KMU und Freiberufler, die betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Über ihren Internetauftritt bietet die GRENKE Bank darüber hinaus Geldanlageprodukte wie beispielsweise Festgeldprodukte für private und gewerbliche Kunden an. Das Geschäft der Bank erfolgt schwerpunktmäßig mit deutschen Kunden. Neben dem Geschäft mit externen Kunden umfassen die Aktivitäten der GRENKE Bank auch die interne Refinanzierung des Leasing- und Factoringsegments des GRENKE Konzerns mittels des Ankaufs von Forderungen und der Ausgabe von Darlehen.

11.2.3 Factoringgeschäft

Im Segment Factoring bietet GRENKE klassische Factoringdienstleistungen mit der Fokussierung auf das Small-Ticket-Factoring an. Dabei werden im Rahmen des echten Factorings sowohl das offene Factoring, bei dem der Debitor über die Forderungsabtretung informiert wird, als auch das stille Factoring, bei dem der Debitor keine entsprechende Information erhält, angeboten. Daneben bietet das Segment auch Forderungsmanagement ohne Finanzierungsfunktion (unechtes Factoring) an; hier verbleibt das Delkredererisiko beim Kunden.

11.3 Messgrößen der Segmente

Die Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der Segmentinformationen herangezogen werden, entsprechen den angewandten Bilanzierungsregeln des Konzernzwischenabschlusses. Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu marktüblichen Preisen.

Für die Beurteilung des Erfolgs des GRENKE Konzerns ist die zuständige Unternehmensinstanz, der Vorstand der GRENKE AG, verantwortlich. Dieser hat als wesentliche Erfolgsgrößen neben dem Wachstum des Neugeschäfts des Leasingsegments (Summe der Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände), für die GRENKE Bank das Einlagevolumen und für das Factoringsegment die Bruttomarge bestimmt. Die Erfolgskomponenten der Segmente sind im Konzernzwischenlagebericht aufgeführt. Die weiteren Messgrößen umfassen insbesondere die operativen Segmenterträge, die zinsunabhängigen Aufwendungen, das Segmentergebnis vor dem sonstigen Finanzergebnis, die Personalaufwendungen, Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen sowie die Abschreibungen. Das sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen /​ -erträge sind die wesentlichen Bestandteile der Konzernergebnisrechnung, die nicht in die einzelnen Segmentinformationen einfließen.

Die Segmenterträge der einzelnen Segmente setzen sich wie folgt zusammen:

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Leasing: Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge, Ergebnis aus dem Servicegeschäft, Ergebnis aus dem Neugeschäft und Verwertungsergebnis.

Bank: Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge.

Factoring: Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge.

Bei den nicht zahlungswirksamen Posten handelt es sich um Wertminderungen.

Das Segmentvermögen beinhaltet die betriebsnotwendigen Vermögenswerte. Die Segmentschulden entsprechen den dem jeweiligen Segment zuzurechnenden Verbindlichkeiten.

Segmentvermögen und -schulden berücksichtigen keine Steuerpositionen.

12. Änderungen im Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr 2023

Übernahme von Franchisegesellschaften

Im ersten Quartal 2023 hat die GRENKE AG jeweils 100 Prozent der Anteile an der Factoring-Franchisegesellschaft in Irland (GC Factoring Ireland Limited) sowie den beiden Leasing-Franchisegesellschaften in Australien (GC LEASING MELBOURNE PTY LTD und GC LEASING SYDNEY PTY LTD) rechtswirksam übernommen. Darüber hinaus kam es zur rechtswirksamen Übernahme von 58 Prozent der Anteile an den Factoring-Franchisegesellschaften in Polen (GC Faktoring Polska Sp.z.o.o.) und dem Vereinigten Königreich (GC Factoring Limited).

Im zweiten Quartal 2023 hat die GRENKE AG die verbleibenden 42 Prozent der Anteile an der Factoring-Franchisegesellschaft in Polen (GC Faktoring Polska Sp.z.o.o.) rechtswirksam übernommen.

Im dritten Quartal 2023 kam es zur rechtswirksamen Übernahme der verbleibenden 42 Prozent der Anteile an der Factoring-Franchisegesellschaft im Vereinigten Königreich (GC Factoring Limited) durch die GRENKE AG. Zudem wurden die verbleibenden 42 Prozent der Anteile an der Leasing-Franchisegesellschaft in Singapur (GC Lease Singapore Pte. Ltd.) rechtswirksam übernommen. Bei der Factoring-Franchisegesellschaft in Ungarn (GF Faktor Zrt.) ist für die rechtswirksame Übertragung der Anteile weiterhin die Zustimmung einer Behörde ausstehend.

Die Franchisegesellschaften waren bereits vor dem Erwerb der Anteile vollständig konsolidiert, sodass die rechtswirksame Anteilsübernahme lediglich zu einer Verringerung der auszuweisenden Minderheitsanteile führte. Für weitere Informationen zur Übernahme der Franchisegesellschaften verweisen wir auf den Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022.

Beteiligung an der Miete24 P4Y GmbH

Die GRENKE AG hat im zweiten und dritten Quartal 2023 knapp 26 Prozent der kapital- und stimmberechtigten Anteile an der Miete24 P4Y GmbH (Velten/​ Deutschland) rechtswirksam übernommen. Die Bilanzierung der Anteile erfolgt nach der Equity-Methode. Die Miete24 P4Y GmbH betreibt die Online-Plattform Miete24 zur Vermietung von Informations- und Kommunikationstechnik. Mit der Akquisition der Internetplattform stärkt GRENKE seine Vertriebsinfrastruktur vor allem im Fachhandel und eröffnet sich zusätzliche Optionen im Online-Direktgeschäft mit gewerblichen Kunden. Über den bereits erfolgten Anteilserwerb hinaus hat sich die GRENKE AG langfristig die Option zur vollständigen Übernahme der Miete24 P4Y GmbH gesichert.

13. Auszahlung an Hybridkapitalgeber

Am 30. März 2023 hat die GRENKE AG planmäßig eine Kuponzahlung in Höhe von 12.946 TEUR (Vorjahr: 12.946 TEUR) an die Hybridkapitalgeber ausgeschüttet.

14. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Der Aufsichtsrat der GRENKE AG hat mit allen amtierenden Vorstandsmitgliedern eine Phantom-Stock-Vereinbarung abgeschlossen. Auszahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen fielen im bisherigen Geschäftsjahr in Höhe von 0 TEUR an (30. September 2022: 0 TEUR).

Zum 30. September 2023 betrug der Wert aller bestehenden Phantom-Stock-Vereinbarungen 212 TEUR (30. September 2022: 0 TEUR). Die erfolgswirksame Erfassung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den Personalaufwendungen und ist unter den variablen Vergütungskomponenten ausgewiesen.

Transaktionen mit assoziierten Unternehmen und Tochterunternehmen

Transaktionen der GRENKE AG mit ihren Tochterunternehmen sind Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Im Fall, dass die Transaktion im Rahmen der Konsolidierung eliminiert wird, entfällt eine Offenlegung. Geschäfte des GRENKE Konzerns mit assoziierten Unternehmen sind als Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen offenzulegen.

Offenzulegende Transaktionen mit Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen bestanden weder zum 30. September 2023 noch zum 31. Dezember 2022.

Transaktionen mit Personen in Schlüsselpositionen

Personen in Schlüsselpositionen sind Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten des GRENKE Konzerns direkt oder indirekt zuständig und verantwortlich sind. Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die im Geschäftsjahr aktiven Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der GRENKE AG sowie diesem Personenkreis nahestehende Personen wie zum Beispiel Familienangehörige.

Die GRENKE BANK AG hat zum Stichtag 30. September 2023 Einlagen sowie Guthaben auf Kontokorrentkonten in Höhe von 129 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2022: 0 TEUR) von Personen in Schlüsselpositionen und diesem Personenkreis nahestehenden Personen erhalten.

Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen

Unter die sonstigen nahestehenden Unternehmen fallen Tochterunternehmen und Gemeinschaftsunternehmen der Personen in Schlüsselpositionen bzw. diesem Personenkreis nahestehenden Personen. Unter den sonstigen nahestehenden Personen sind Personen gemäß IAS 24.10 ausgewiesen, die wegen dem wirtschaftlichen Gehalt der Beziehung als nahestehende Person deklariert wurden.

Die GRENKE BANK AG hat zum Stichtag 30. September 2023 Einlagen sowie Guthaben auf Kontokorrentkonten in Höhe von 1.182 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2022: 0 TEUR) von sonstigen nahestehenden Unternehmen erhalten. Mit sonstigen nahestehenden Unternehmen bestehen Kontokorrentkonten. Kreditrahmen für Kontokorrentkonten wurden in Höhe von 823 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2022: 802 TEUR) bei einem Kontokorrentkreditlimit in Höhe von 840 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2022: 840 TEUR) in Anspruch genommen. Es entstand ein Zinsaufwand von 5 TEUR (Vorjahr bis 30. September 2022: 0 TEUR). Es entstand ein Zinsertrag in Höhe von 24 TEUR (Vorjahr bis 30. September 2022: 23 TEUR). Die Erträge mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen in Höhe von 3 TEUR (Vorjahr bis 30. September 2022: 2 TEUR) resultieren aus Leasingverträgen und Mitarbeiterdarlehen. Des Weiteren bestehen Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden Personen und Unternehmen, die überwiegend aus Collateral Zahlungen an sonstige nahestehende Unternehmen und Personen resultieren. Diese belaufen sich zum 30. September 2023 auf 4.519 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2022: 4.518 TEUR).

15. Eventualverbindlichkeiten

Bei den Eventualverbindlichkeiten ergaben sich bis zum Stichtag im Vergleich zum 31. Dezember 2022 keine wesentlichen Veränderungen.

16. Mitarbeiter

Der Personalbestand (ohne Vorstand) auf Basis einer Kopfzählung des GRENKE Konzerns betrug in der Zwischenberichtsperiode durchschnittlich 2.138 (Q3 2022: 1.928 ). Weitere 53 (Q3 2022: 45) Beschäftigte befinden sich in der Ausbildung.

17. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

In Zusammenhang mit der Übernahme der Anteile an den beiden Leasing-Franchisegesellschaften in Australien hat die GRENKE AG am 27. Oktober 2023 weitere abschließende Kaufpreiszahlungen in Höhe von 855 TEUR (GC LEASING MELBOURNE PTY LTD) und 658 TEUR (GC LEASING SYDNEY PTY LTD) geleistet. Die Kaufpreise für die bereits im ersten Quartal 2023 von der GRENKE AG rechtswirksam übernommenen Anteile an den australischen Franchisegesellschaften sind damit vollständig ausbezahlt. Der insgesamt gezahlte Kaufpreis für 100 Prozent der Anteile beläuft sich auf 10.224 TEUR im Falle der GC LEASING MELBOURNE PTY LTD und 7.862 TEUR bei der GC LEASING SYDNEY PTY LTD.

Am 5. Oktober 2023 erfolgte eine planmäßige Tilgung einer Anleihe in Höhe von 300.000 TEUR.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen.

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Grenke AG, Baden-Baden

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzernkapitalflussrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Konzernanhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der GRENKE AG, Baden-Baden, für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 30. September 2023, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen sowie unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Frankfurt am Main, 8. November 2023

BDO AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Grunwald Schölch
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Unternehmenskalender

4. Januar 2024 /​/​ Neugeschäftsmeldung Q4 2023

7. März 2024 /​/​ Geschäftsbericht 2023

4. April 2024 /​/​ Neugeschäftsmeldung Q1 2024

30. April 2024 /​/​ Ordentliche Hauptversammlung

15. Mai 2024 /​/​ Quartalsmitteilung Q1 2024

3. Juli 2024 /​/​ Neugeschäftsmeldung Q2 2024

8. August 2024 /​/​ Finanzbericht Q2 und Q1 - Q2 2024

2. Oktober 2024 /​/​ Neugeschäftsmeldung Q3 2024

14. November 2024 /​/​ Quartalsmitteilung Q3 und Q1 - Q3 2024

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Informationen und Kontakt

GRENKE AG
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Redaktion: GRENKE AG, Investor Relations

Gestaltung, Layout & Satz: SPARKS CONSULTING GmbH, München

Stand: 09.11.2023

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Disclaimer

In dieser Quartalsmitteilung erfolgt die Darstellung von Zahlen in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können.

Der Finanzbericht erscheint in deutscher und englischer Sprache. Maßgeblich ist stets die deutsche Fassung.

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