GRENKE AGBaden-BadenQuartalsmitteilung zum 1. Quartal 20242024 QUARTALS-
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| EINHEIT | Q1 2024 | Q1 2023 | VERÄNDERUNG
(%) |
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| NEUGESCHÄFT LEASING | TEUR | 669.815 | 610.154 | 9,8 |
| DACH | TEUR | 138.636 | 143.051 | -3,1 |
| Westeuropa (ohne DACH) | TEUR | 187.409 | 161.836 | 15,8 |
| Südeuropa | TEUR | 167.329 | 150.357 | 11,3 |
| Nord-/Osteuropa | TEUR | 134.953 | 123.434 | 9,3 |
| Übrige Regionen | TEUR | 41.489 | 31.476 | 31,8 |
| DECKUNGSBEITRAG 2 (DB2) DES LEASINGNEUGESCHÄFTS | TEUR | 112.660 | 102.015 | 10,4 |
| DACH | TEUR | 18.776 | 17.879 | 5,0 |
| Westeuropa (ohne DACH) | TEUR | 33.057 | 28.739 | 15,0 |
| Südeuropa | TEUR | 27.335 | 26.406 | 3,5 |
| Nord-/Osteuropa | TEUR | 24.443 | 22.417 | 9,0 |
| Übrige Regionen | TEUR | 9.049 | 6.574 | 37,6 |
| SONSTIGE ANGABEN LEASING | ||||
| Anzahl der Neuverträge | Stück | 72.476 | 69.476 | 4,3 |
| Mittlerer Anschaffungswert | EUR | 9.242 | 8.782 | 5,2 |
| Mittlere Vertragslaufzeit zum Periodenende | Monate | 50 | 49 | 1,1 |
| Vermietvolumen zum Periodenende | TEUR | 9.503.500 | 9.113.392 | 4,3 |
| Anzahl der laufenden Verträge zum Periodenende | Stück | 1.054.336 | 1.022.843 | 3,1 |
| NEUGESCHÄFT FACTORING | TEUR | 212.941 | 191.994 | 10,9 |
| DACH | TEUR | 72.649 | 73.165 | - 0,7 |
| Südeuropa | TEUR | 48.490 | 36.953 | 31,2 |
| Nord-/Osteuropa | TEUR | 91.802 | 81.875 | 12,1 |
| GRENKE BANK | ||||
| Neugeschäft KMU-Kreditgeschäft inkl. Mikrokreditgeschäft | TEUR | 8.729 | 12.822 | - 31,9 |
Regionen Leasing:
DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich,
Luxemburg, Niederlande
Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal,
Slowenien, Spanien
Nord-/Osteuropa: Dänemark, Finnland,
Großbritannien, Irland, Lettland, Norwegen,
Rumänien, Schweden, Polen, Slowakei,
Tschechien, Ungarn
Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile,
Kanada, Singapur, Türkei, USA, VAE
Regionen Factoring:
DACH: Deutschland, Schweiz
Südeuropa: Italien, Portugal
Nord-/Osteuropa: Großbritannien, Irland,
Polen, Ungarn
Konsolidierte Franchisegesellschaften:
Leasing: Chile, Kanada (3x), Lettland
| EINHEIT | Q1 2024 | Q1 2023 | VERÄNDERUNG
(%) |
|
| GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG | ||||
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft | TEUR | 132.138 | 108.501 | 21,8 |
| Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts | TEUR | 46.060 | 24.499 | 88,0 |
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge | TEUR | 26.742 | 26.440 | 1,1 |
| Gesamtkosten/-aufwand | TEUR | 77.190 | 72.017 | 7,2 |
| Operatives Ergebnis | TEUR | 24.898 | 23.826 | 4,5 |
| Konzernergebnis vor Steuern | TEUR | 24.916 | 20.471 | 21,7 |
| KONZERNERGEBNIS | TEUR | 19.807 | 15.859 | 24,9 |
| ERGEBNIS STAMMAKTIONÄRE | TEUR | 10.422 | 9.018 | 15,6 |
| ERGEBNIS HYBRIDKAPITALGEBER | TEUR | 10.498 | 9.068 | 15,8 |
| ERGEBNIS NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE | TEUR | - 1.113 | - 2.227 | 50,0 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) | EUR | 0,22 | 0,19 | 15,8 |
| Cost-Income-Ratio | Prozent | 58,1 | 57,1 | 1,0 PP |
| Personalaufwand | TEUR | 46.796 | 41.289 | 13,3 |
| davon Gesamtvergütung | TEUR | 37.935 | 33.651 | 12,7 |
| davon fixe Vergütung | TEUR | 33.241 | 29.376 | 13,2 |
| davon variable Vergütung | TEUR | 4.694 | 4.275 | 9,8 |
| Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter:innen nach Vollzeitäquivalent | Personen | 2.156 | 1.996 | 8,0 |
| EINHEIT | 31.03.2024 | 31.12.2023 | VERÄNDERUNG
(%) |
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| BILANZ | ||||
| Bilanzsumme | Mio. EUR | 7.181 | 7.100 | 1,1 |
| Leasingforderungen | Mio. EUR | 5.802 | 5.700 | 1,8 |
| Einlagevolumen GRENKE Bank | Mio. EUR | 1.688 | 1.617 | 4,4 |
| Bilanzielles Eigenkapital* | Mio. EUR | 1.353 | 1.355 | - 0,1 |
| Eigenmittel nach CRR | Mio. EUR | 1.164 | 1.182 | - 1,5 |
| Eigenkapitalquote | Prozent | 18,8 | 19,1 | -0,3 pp |
| Embedded Value, Leasingportfolio (exkl. Eigenkapital vor Steuern) | Mio. EUR | 492 | 484 | 1,7 |
| Embedded Value, Leasingportfolio (inkl. Eigenkapital nach Steuern) | Mio. EUR | 1.693 | 1.689 | 0,2 |
* Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die
unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.
19,8 Mio. EUR
0,22 EUR
18,8 Prozent
* Komplementär: Grenke
Vermögensverwaltung GmbH
Kommanditisten: Familie Grenke (Wolfgang, Anneliese,
Moritz, Roland, Oliver Grenke)
Neben der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG zeigt die
Grafik weitere Aktionäri:nnen, die zum in der
jeweiligen Stimmrechtsmitteilung genannten
Veröffentlichungsdatum einen Anteil von über 3
Prozent hielten und laut Definition der Deutschen
Börse dem Streubesitz zuzurechnen sind.
Die obenstehenden Angaben sind ohne Gewähr und
basieren auf den von der Gesellschaft erhaltenen
Stimmrechtsmitteilungen gemäß
Wertpapierhandelsgesetz (WpHG).
Wir sind globaler Finanzierungspartner für kleine
und mittlere Unternehmen (KMU). Mit unseren Angeboten
verschaffen wir Unternehmen finanziellen Freiraum bei der
Realisierung von Investitionen. KMU, die über uns
leasen, schonen so ihre Liquidität. Wir agieren
gemäß unseren Werten: einfach, schnell,
persönlich und unternehmerisch. 1978 in Baden-Baden
gegründet, sind wir mit über 2.200
Mitarbeiter:innen in über 30 Ländern weltweit
aktiv.
In unserem Leasinggeschäft konzentrieren wir uns
überwiegend auf sogenannte Small-Tickets, d. h.
Verträge mit einem Anschaffungswert der finanzierten
Objekte von unter 50 TEUR. Darauf entfiel im ersten Quartal
2024 ein Anteil von über 95 Prozent aller
Leasingverträge. Im Durchschnitt hatte ein Vertrag bei
uns im ersten Quartal 2024 ein Volumen von rund 9.200 EUR.
Der Schwerpunkt unseres Leasingportfolios liegt im
Bereich der IT- und Bürokommunikationsprodukte.
Darüber hinaus haben wir unser Geschäftsmodell in
den vergangenen Jahren auf weitere Produktgruppen
ausgedehnt, darunter u.a kleine Maschinen und Anlagen,
medizintechnische Geräte, Sicherheitsgeräte und
Green Economy- Objekte, wie beispielsweise Wallboxen,
Photovoltaikanlagen und eBikes.
Zum 31. März 2024 waren wir an insgesamt 131
Standorten in 33 Ländern weltweit aktiv. Im ersten
Quartal 2024 erwirtschafteten wir 93,8 Prozent unseres
Leasingneugeschäfts in Europa, wo wir in nahezu allen
Ländern aktiv sind. Unsere Kernmärkte sind
Deutschland, Frankreich und Italien. Darüber hinaus
bauen wir unsere Präsenz außerhalb Europas durch
den Markteintritt in Australien sowie Nord- und
Südamerika kontinuierlich aus.
Wir sind in der Lage, in Phasen konjunktureller
Schwankungen unser Geschäft durch eine Anpassung der
Annahmestrategie bei Leasinganfragen agil zu steuern. Durch
die strikte Fokussierung auf risikoärmeres
Neugeschäft - d.h. durch den Verzicht auf
Geschäft mit risikoreicheren Branchen und
Kundensegmenten - können wir die Qualität und
Quantität unseres Neugeschäfts gezielt
beeinflussen. Zudem sind wir in der Lage, unsere
Konditionen den jeweiligen markt- und
makroökonomischen Bedingungen flexibel, wie zuletzt
dem sehr dynamischen Zinsumfeld im Jahr 2023, anzupassen.
Entsprechend erweist sich unser Geschäftsmodell als
widerstandsfähig gegenüber Marktschwankungen. So
ist es uns gelungen, auch in der Finanzmarktkrise 2009 oder
der Corona-Pandemie 2020 und 2021 risikoadäquate
Margen durchzusetzen und nachhaltig profitabel zu
wirtschaften.
Wir bieten Finanzdienstleistungen für KMU in den
Segmenten Leasing, Factoring und Bank an. Für eine
Beschreibung unserer Geschäftsaktivitäten und der
Geschäftsentwicklung der Segmente im Berichtszeitraum
verweisen wir auf Abschnitt 2.4.2 "Entwicklung der
Segmente" und die Ausführungen in Kapitel 11
"Konzern-Segmentberichterstattung" des Anhangs zum
verkürzten Konzernzwischenabschluss. Infolge des
beabsichtigten Verkaufs der Factoringgesellschaften
überprüfen wir die Zusammensetzung der Segmente.
Als mittelständisch geprägtes
Familienunternehmen verfügen wir mit der Grenke
Beteiligung GmbH & Co. KG über eine
Großaktionärin, die sich im Besitz von Anneliese
Grenke, dem Unternehmensgründer Wolfgang Grenke sowie
deren drei gemeinsamen erwachsenen Söhne befindet. Zum
Stichtag 31. März 2024 hielt die Grenke Beteiligung
GmbH & Co. KG 36,71 Prozent der Unternehmensanteile.
Die GRENKE-Stiftung hielt 7,16 Prozent. Weitere
Aktionär:innen, die zum in der jeweiligen
Stimmrechtsmitteilung genannten Veröffentlichungsdatum
einen Anteil von über 3 Prozent hielten, lauten:
ACATIS Investment Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH (5,02
Prozent), Investmentaktiengesellschaft für
langfristige Investoren TGV (3,24 Prozent) sowie die
Universal Investment Gesellschaft mbH (5,03 Prozent). Der
Streubesitz, zu dem die Deutsche Börse
Aktionär:innen mit weniger als 5 Prozent Aktienbesitz
rechnet, betrug entsprechend 46,08 Prozent. Der Anteil der
Aktien im Besitz von Vorstand und Aufsichtsrat betrug zum
Stichtag rund 0,1 Prozent.
Mit unserem Service wollen wir als führender
Partner für kleine und mittlere Unternehmen einen
wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass wichtige
Investitionen über uns mit Leasing realisiert werden.
Hierbei konzentrieren wir uns auf kleine
Investitionsbeträge, die vorrangig einen Betrag bis
einschließlich 50 TEUR ausmachen, und streben eine
weltweit führende Stellung in diesem Segment an.
Für das Geschäftsjahr 2024 soll auf Basis der
Wachstumsstrategie und unter Berücksichtigung
aktueller Konjunkturprognosen ein Leasingneugeschäft
in Höhe von mindestens 3,0 Mrd. EUR erreicht werden.
Damit soll erstmals in der Geschichte der GRENKE AG ein
Leasingneugeschäft in dieser Größenordnung
realisiert werden und die Basis für weiteres Wachstum
bilden. Die Prognose geht dabei von einem
Neugeschäftsvolumen im Leasing zwischen 3,0 und 3,2
Mrd. EUR aus, wie bereits im August 2023 kommuniziert.
Des Weiteren erwartet der Vorstand für 2024 ein
Konzernergebnis von 95 bis 115 Mio. EUR. Die
Eigenkapitalquote soll unter Einbezug des avisierten
Aktienrückkaufprogramms zum Ende des
Geschäftsjahres 2024 über dem 16-prozentigen
Zielwert liegen.
Zur Umsetzung unserer Wachstumsziele konzentrieren wir
uns auf die Kernbereiche "Kunden- und marktorientierte
Aktivitäten", "Operational Excellence und
Kostendisziplin", "Digital Excellence und Automatisierung"
und "Nachhaltigkeit" mit entsprechenden strategischen
Maßnahmen.
Liquidität und Refinanzierung spielen eine
grundlegende Rolle in unserem Geschäftsmodell und
werden entsprechend strategisch gesteuert. Uns stehen
hierbei umfangreiche Instrumente zur Verfügung, die je
nach Marktgegebenheiten im Rahmen der Gesamtstrategie
eingesetzt werden. Im Wesentlichen beruht die
fremdkapitalbasierte Finanzierung auf drei Säulen:
| ― |
Senior-Unsecured-Instrumente, die im Wesentlichen auf unserem Investment Grade Rating aufbauen wie Anleihen, aktuell ein Green Bond, Commercial Paper und Schuldverschreibungen, aber auch Kreditbeziehungen mit internationalen Banken, sowie syndizierte Kreditlinien |
| ― |
forderungsbasierte Finanzierung, unter anderem durch ABCP-Programme |
| ― |
das Einlagengeschäft der GRENKE Bank |
Dabei vermeiden wir Fristentransformation und
eliminieren so potenzielle Zinsänderungs- und
Anschlussfinanzierungsrisiken auf Portfolioebene. Wir
verfügen über ein Investment-Grade-Rating der
Ratingagenturen Standard & Poor's und Fitch Ratings.
Weitere Details entnehmen Sie dem aktuellen
Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2023,
Kapitel 1.2 "Ziele und Strategie".
| ― |
Leasingneugeschäft wächst um 9,8 Prozent auf 669.8 Mio. EUR im ersten Quartal 2024 |
| ― |
Deckungsbeitrag 2 steigt auf 112,7 Mio. EUR |
| ― |
DB2-Marge erreicht 16,8 Prozent |
| ― |
Konzernergebnis nach Steuern beträgt 19.8 Mio. EUR |
| ― |
Schadenquote liegt stabil bei 1,1 Prozent |
| ― |
Cost-Income-Ratio bei 58,1 Prozent |
| ― |
Eigenkapitalquote mit 18,8 Prozent weiterhin über dem selbst gesteckten Ziel von 16 Prozent |
Am 31. Januar 2024 gaben wir bekannt, dass der
Aufsichtsrat der GRENKE AG dem Beschluss des Vorstands
zugestimmt hat, sich künftig auf das
Leasinggeschäft mit kleineren und mittleren
Unternehmen zu fokussieren und den Verkauf aller
Factoringgesellschaften zu initiieren. Die beim Einstieg
ins Factoringgeschäft erwarteten Synergien zum Kern-
und Hauptgeschäft Leasing hatten sich nicht
eingestellt. Zudem hatte eine eingehende Analyse ergeben,
dass das vorhandene Factoringgeschäft nur mit
zusätzlichen Investitionen und einer deutlichen
Vervielfachung des Geschäftsumfangs langfristig
profitabel gestaltet werden könnte (der Anteil der
Vermögenswerte aus dem Factoringgeschäft lag 2022
bei unter 2 Prozent der Konzernbilanz). Statt eine vom
Leasinggeschäft isolierte Factoringstrategie
umzusetzen, konzentriert GRENKE seine Ressourcen und
Investitionskraft künftig voll auf die fortschreitende
Digitalisierung und das weitere Wachstum im Leasing.
Hierbei spielt die GRENKE BANK AG eine unverändert
wichtige Rolle, vor allen Dingen mit ihrem Beitrag zur
Refinanzierung des Leasing über klassisches
Einlagengeschäft.
Am 6. Februar 2024 informierten wir, dass der Vorstand
der GRENKE AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats die
Durchführung eines Aktienrückkaufprogramms
beschlossen hat. Zuvor hatte die Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) das Vorhaben
genehmigt (siehe auch Ad-hoc-Mitteilung vom 21. November
2023). Im Zuge dessen sollen im Wert von bis zu 70 Mio. EUR
(ohne Nebenkosten) maximal jedoch 2.317.695 Aktien
über die Börse erworben werden, was 5 Prozent des
zum Zeitpunkt des Ermächtigungsbeschlusses der
ordentlichen Hauptversammlung am 6. August 2020 bestehenden
Grundkapitals der Gesellschaft entspricht. Das
Aktienrückkaufprogramm begann am 12. Februar 2024.
Am 5. März 2024 informierten wir, dass der
Aufsichtsrat der GRENKE AG Dr. Martin Paal mit Wirkung zum
1. Juli 2024 zum Finanzvorstand berufen hat. Dr. Martin
Paal, Jahrgang 1979, ist ein ausgewiesener Finanz- und
Bankenexperte. Nach mehreren Positionen bei renommierten
internationalen Beratungsunternehmen und der DZ Bank
startete Dr. Martin Paal im Juni 2022 als Vice President
Controlling bei der GRENKE AG. Im März 2023 wurde er
zum Generalbevollmächtigten und Senior Vice President
und Leiter der Finanzdivision ernannt. Als designierter
Finanzvorstand verantwortet er die Ressorts Accounting
& Tax, Controlling und M&A, Treasury sowie
Reporting.
Am 15. März 2024 gaben wir bekannt, dass Dr.
Konstantin Mettenheimer, seit Juli 2021 Mitglied des
Aufsichtsrats der GRENKE AG und seit Mai 2023 dessen
stellvertretender Vorsitzender, bei der Wahl zu dem Gremium
während der Hauptversammlung am 30. April 2024 nicht
erneut antreten würde
Das erste Quartal 2024 war im Euroraum von einem
nachlassenden Inflationsdruck und einer moderaten
wirtschaftlichen Entwicklung geprägt. Die Leitzinsen
blieben im Berichtsquartal unverändert. Die letzte
Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank
(EZB) erfolgte im September 2023, seitdem liegt der
Hauptrefinanzierungssatz bei 4,5 Prozent und der für
die Finanzmärkte richtungsweisende Einlagensatz
für Banken bei 4,0 Prozent. Da die Inflationsrate mit
2,4 Prozent im März 2024 (März 2023: 6,9 Prozent)
spürbar zurückgegangen ist und sich auf das
Zielniveau von 2 Prozent zubewegt, wird an den
Finanzmärkten erwartet, dass die EZB in absehbarer
Zeit mit einer Lockerung der Geldpolitik beginnt.
Der vorläufigen Schnellschätzung durch
Eurostat zufolge wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im
ersten Quartal 2024 im Eurorauml um 0,4 Prozent
gegenüber dem Vorjahresquartal. Im ersten Quartal 2023
hatte das BIP-Wachstum jedoch noch 1,3 Prozent im Vergleich
zum Vorjahresquartal 2022 betragen. Gleichzeitig stellt die
Entwicklung im ersten Quartal eine leichte Erholung
gegenüber den beiden unmittelbar vorangegangenen
Quartalen dar, in denen die Wirtschaft um jeweils 0,1
Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal
gewachsen war.
Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende
Gewerbe im Euroraum lag im März 2024 bei 46,1 Punkten.
Im März 2023 hatte er noch 47,3 Punkte betragen und
bis Herbst 2023 einen sukzessiven Rückgang erfahren.
Seit Oktober 2023 konnte er sich wieder erholen, erreichte
das Vorjahresniveau jedoch nicht ganz. Der Index ist das
Resultat einer Umfrage, in der Einkaufsmanager im
verarbeitenden Gewerbe monatlich zu Auftragseingängen,
Produktion, Beschäftigung, erhaltenen Lieferungen und
Lagerbestand befragt werden. Die Entwicklung des Index
steht in Verbindung zu einem wiederholten Rückgang der
Produktion im verarbeitenden Gewerbe.
Der ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland,
der die Einschätzung von Unternehmen zu ihrer
aktuellen Geschäftslage und ihren Erwartungen zur
Entwicklung auf Sicht von sechs Monaten zusammenfasst,
verzeichnete im März 2024 einen Wert von 87,8 Punkten.
Im März 2023 hatte er noch bei 92,7 Punkten gelegen,
jedoch trübte sich die Stimmung bis zum Jahresende
2023 kontinuierlich ein. Innerhalb des ersten Quartals 2024
ist der Abwärtstrend jedoch gestoppt worden, so hat
sich der Index seit Jahresbeginn wieder leicht verbessert
(Januar 2024: 85,2 Punkte). Dem ifo-Institut zufolge
dürften die von den Umfrageteilnehmer:innen
geäußerten Erwartungen auf eine Leitzinssenkung
durch die EZB und auf eine weiterhin stabile
inländische Nachfrage zu der Verbesserung des Index im
Vormonatsvergleich (Februar 2024: 85,7 Punkte) beigetragen
haben.
Im ersten Quartal 2024 erzielten wir ein
Leasingneugeschäft in Höhe von 669,8 Mio. EUR.
Damit setzten wir unseren Wachstumstrend fort und
übertrafen das Volumen im Neugeschäft des
Vorjahresquartals um 9,8 Prozent (Q1 2023: 610,2 Mio. EUR).
Das Leasingneugeschäft umfasst die Anschaffungskosten
der neu erworbenen Leasingobjekte.
Die Leasingnachfrage stabilisierte sich im ersten
Quartal 2024 angesichts der dynamischen Zinsentwicklung im
Vergleich zum Vorjahresquartal. Bei steigenden Zinsen
verteuern sich Kredite für Unternehmen in der Regel
und Banken gestalten die Kreditvergabe restriktiver.
Kredite verlieren somit im Vergleich zur Finanzierung
über Leasing an Attraktivität. Da die
Leasingraten zum Investitionszeitpunkt und somit bei
Vertragsabschluss fest kontrahiert werden, bietet Leasing
in Zeiten steigender Zinsen für unsere KMU eine
sichere Kalkulationsbasis.
Unser Händlernetzwerk konnten wir weiter ausbauen,
so dass wir zum Ende des ersten Quartals 2024 mit mehr als
36.000 Fachhandelspartnern in den über 30
Ländern, in denen wir aktiv sind, zusammenarbeiteten.
Wie im Vorjahresquartal war die Region Westeuropa (ohne
DACH) mit einem Wachstum von 15,8 Prozent auf 187,4 Mio.
EUR im Berichtsquartal die stärkste Region. Innerhalb
dieser Region hatte Frankreich mit einem Volumen von 143,8
Mio. EUR den stärksten Anteil am
Leasingneugeschäft. Die Niederlande, Belgien und
Luxemburg als Länder mit einem geringeren Volumen
konnten ihr Wachstum überdurchschnittlich für
diese Region um bis zu 52,1 Prozent steigern.
An zweiter Stelle stand die Region Südeuropa mit
einem Wachstum von 11,3 Prozent auf 167,3 Mio. EUR. In
dieser Region blieb Italien mit einem Neugeschäft von
88,1 Mio. EUR das volumenmäßig stärkste
Land, das höchste Wachstum verzeichnete Kroatien mit
42,1 Prozent.
Die DACH-Region nahm im regionalen Vergleich mit 138,6
Mio. EUR Leasingneugeschäft den dritten Platz ein,
gegenüber dem Vorjahresquartal verzeichnete sie
bedingt durch geringere Volumina in Deutschland und der
Schweiz einen leichten Rückgang von 3,1 Prozent. Die
Region Nord-/Osteuropa verzeichnete ein Wachstum von 9,3
Prozent bei einem Volumen von 135,0 Mio. EUR. Besonders
positiv entwickelten sich Schweden und Dänemark, hier
konnte GRENKE das Neugeschäft im ersten Quartal 2024
um 30,5 Prozent und 38,6 Prozent steigern.
Die übrigen Regionen erzielten das stärkste
Wachstum mit 31,8 Prozent auf 41,5 Mio. Euro. Zu dieser
Kategorie gehören die Zukunftsmärkte USA, Kanada
und Australien.
| Mio. EUR | Q1 2024 | Q1 2023 | Veränderung (%) |
| LEASINGNEUGESCHÄFT | 669,8 | 610,2 | 9,8 |
| DACH | 138,6 | 143,1 | - 3,1 |
| Westeuropa (ohne DACH) | 187,4 | 161,8 | 15,8 |
| Südeuropa | 167,3 | 150,4 | 11,3 |
| Nord-/Osteuropa | 135,0 | 123,4 | 9,3 |
| Übrige Regionen | 41,5 | 31,5 | 31,8 |
Regionen:
DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich,
Luxemburg, Niederlande
Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal,
Slowenien, Spanien
Nord- / Osteuropa: Dänemark, Finnland,
Großbritannien, Irland, Lettland*, Norwegen, Schweden
/ Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn
Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile*,
Kanada*, Singapur, Türkei, VAE, USA
Der Deckungsbeitrag 2 (DB2), ein Gradmesser für die
künftige Profitabilität des
Neugeschäftvolumens, verbesserte sich im ersten
Quartal 2024 um 10,4 Prozent gegenüber dem
Vorjahresquartal und erreichte einen Wert von 112,7 Mio.
EUR. Mit 33,1 Mio. EUR trug die Region Westeuropa (ohne
DACH) am stärksten zu diesem Ergebnis bei, gefolgt von
Südeuropa mit 27,3 Mio. EUR und Nord-/Osteuropa mit
24,4 Mio. EUR.
| Mio. EUR | Q1 2024 | Q1 2023 | Veränderung (%) |
| DB1 | 70,9 | 59,0 | 20,3 |
| DB2 | 112,7 | 102,0 | 10,4 |
| DACH | 18,8 | 17,9 | 5,0 |
| Westeuropa (ohne DACH) | 33,1 | 28,7 | 15,0 |
| Südeuropa | 27,3 | 26,4 | 3,5 |
| Nord-/Osteuropa | 24,4 | 22,4 | 9,0 |
| Übrige Regionen | 9,0 | 6,6 | 37,6 |
Entsprechend konnten wir die DB2-Marge im
Berichtsquartal auf 16,8 Prozent steigern und unser
mittelfristiges Ziel von rund 17 Prozent erreichen. Grund
für die Steigerung ist die erfolgreiche Weitergabe der
im Vergleich zum Vorjahresquartal gestiegenen
Refinanzierungskosten. Die DB2-Marge misst die
zukünftige Profitabilität eines in das
Leasingneugeschäft investierten Euros. In der
DACH-Region realisierten wir im Berichtsquartal eine
Verbesserung der DB2-Marge um 1,0 Prozentpunkte auf 13,5
Prozent. In Westeuropa (ohne DACH) und Nord-/Osteuropa
übertrafen die jeweiligen DB2-Margen iHv. 17,7 Prozent
und 18,1 Prozent den mittelfristigen Zielwert von 17
Prozent, allerdings verzeichneten diese beiden Regionen
einen marginalen Rückgang gegenüber dem
Vorjahresquartal. In Südeuropa verringerte sich die
Marge um 1,3 Prozentpunkte auf 16,3 Prozent. Die
übrigen Regionen schnitten mit einer DB2-Marge von
21,8 Prozent, die sich im Vorjahresvergleich um 0,9
Prozentpunkte verbesserte, hervorragend ab.
Die DB1-Marge des Leasingneugeschäfts lag im ersten
Quartal 2024 bei 10,6 Prozent und somit 0,9 Prozentpunkte
höher als im Vorjahresquartal.
| Prozent | Q1 2024 | Q1 2023 | Veränderung (pp) |
| DB1-MARGE | 10,6 | 9,7 | 0,9 |
| DB2-MARGE | 16,8 | 16,7 | 0,1 |
| DACH | 13,5 | 12,5 | 1,0 |
| Westeuropa (ohne DACH) | 17,7 | 17,9 | - 0,2 |
| Südeuropa | 16,3 | 17,6 | - 1,3 |
| Nord-/Osteuropa | 18,1 | 18,2 | - 0,1 |
| Übrige Regionen | 21,8 | 20,9 | 0,9 |
Die aus den Leasingverträgen resultierenden
prozentualen Margen unterscheiden sich je nach
Ticketgröße. Verträge mit einem
Nettoanschaffungswert von weniger als 50 TEUR werden
tendenziell mit höheren Margen abgeschlossen. So
erwirtschafteten wir im ersten Quartal 2024 mit
Verträgen mit einem Nettoanschaffungswert kleiner 50
TEUR eine DB2-Marge von 17,6 Prozent. Im Vergleich dazu
erzielten wir mit größeren Verträgen
(Nettoanschaffungswert größer 50 TEUR) eine
DB2-Marge von 14,8 Prozent. Wichtig ist jedoch auch die
Betrachtung der absoluten Deckungsbeiträge. Der Anteil
der größeren Verträge am gesamten
Deckungsbeitrag liegt mit 27,1 Mio. EUR bei 24,0 Prozent,
wobei diese Vertragsgruppe nur 2,6 Prozent aller
abgeschlossenen Verträge ausmacht.
Im Berichtsquartal registrierten wir eine weltweit
wachsende Nachfrage, die zeigt, dass Leasing zur
Finanzierung von Investitionen und zur Optimierung der
Liquidität weiter international im Trend liegt. Wir
erhielten im ersten Quartal 2024 mit 160.000
Leasinganfragen 5,1 Prozent mehr Anfragen als im
Vorjahresquartal. Die Umwandlungsquote blieb mit 45,3
Prozent im Jahresvergleich stabil, so dass wir rund 72.000
neue Leasingverträge abschlossen. Die
durchschnittliche Ticketgröße stieg leicht auf
rund 9.200 Euro an. Gleichzeitig lag sie im Rahmen der
definierten Zielgröße, die eine Fokussierung auf
kleine Tickets mit einer durchschnittlichen
Ticketgröße von weniger als 10 TEUR für das
Gesamtjahr 2024 vorsieht. Der Anteil der Verträge, die
über das eSignature-Verfahren vollständig digital
abgewickelt wurden, erhöhte sich mit 42,8 Prozent
marginal gegenüber dem Vorjahresquartal. Aufgrund des
starken Geschäfts mit Handelspartnern war der Anteil
des Direktkundengeschäfts mit einem Anteil von 15,5
Prozent am Leasingneugeschäft leicht niedriger (Q1
2023: 16,9 Prozent).
| Einheit | Q1 2024 | Q1 2023 | Veränderung | |
| Leasinganfragen | Stück | 159.932 | 152.235 | 5,1% |
| Leasingverträge | Stück | 72.476 | 69.476 | 4,3% |
| Umwandlungsquote | Prozent | 45,3 | 45,6 | -0,3 pp |
| durchschnittlicher NAW | EUR | 9.242 | 8.782 | 5,2% |
| eSignature Quote | Prozent | 42,8 | 42,3 | 0,5 pp |
Im Objektportfolio des Leasingneugeschäfts erwiesen
sich die IT-Geräte im ersten Quartal 2024
unverändert als die am stärksten nachgefragte
Objektgruppe. Obwohl sich die Anzahl der entsprechenden
Verträge im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 21.840
erhöhte, ging ihr Anteil am Portfolio geringfügig
um 0,9 Prozentpunkte auf 30,1 Prozent zurück. Im
Bereich der Kopiertechnik, der vor allem Kopierautomaten
beinhaltet, wurden 16.030 Neuverträge abgeschlossen.
Die Leasingobjekte dieser Kategorie nahmen mit 22,1 Prozent
einen etwas geringeren Anteil relativ zu allen
Neuverträgen als im Vorjahresquartal ein. Nach starken
Wachstumszahlen in den vergangenen Quartalen konnte der
Anteil der Green Economy Objekte im Berichtsquartal weiter
gegenüber dem Wert des Vorjahresquartals gesteigert
werden. So machten Green Economy Objekte 12,1 Prozent der
Leasingneuverträge aus. Haupttreiber sind vor allem
eBikes, Solaranlagen und Wallboxen. Maschinen und
Einrichtungen erreichten mit 15,0 Prozent einen
höheren Anteil als im Vorjahresquartal. Unter der
Schwelle von 10 Prozent lagen die Objektgruppen
Telekommunikationsgeräte, Medizintechnik und Wellness,
Sicherheitsgeräte sowie allgemeine Bürotechnik.
Der Anteil dieser Kategorien nahm im Vergleich zum
Vorjahresquartal leicht ab.
Das zum Verkauf anstehende Factoringgeschäft
erzielte im Berichtszeitraum einen Zuwachs von 10,9
Prozent, was einem Neugeschäftsvolumen von 212,9 Mio.
Euro entspricht. Dieses Forderungsvolumen mit einer
durchschnittlichen Laufzeit vom Ankauf bis zur
Fälligkeit von rund 43 Tagen impliziert, dass sich
diese Forderungen kalkulatorisch 8,5-mal im Jahr (365 Tage
/ 43 Tage) umschlagen, weshalb das Factoringgeschäft
mit einem bilanziellen Forderungsvolumen von 84,9 Mio. EUR
zum Stichtag 31. März 2024 unverändert einen
untergeordneten Beitrag zur Konzernbilanz leistet.
Die Erträge im Verhältnis zu den
Nettoanschaffungswerten ergeben die Bruttomarge des
Factoringgeschäfts. Der Refinanzierungsbedarf ist
aufgrund des revolvierenden Ankaufs der Forderungen und des
dadurch geringeren gebundenen Volumens niedriger als bei
der Refinanzierung des Leasingneugeschäfts.
In der DACH-Region blieb das Neugeschäft im
Factoring mit 72,6 Mio. EUR auf einem konstanten Niveau. In
Südeuropa erhöhte sich das Neugeschäft um
31,2 Prozent auf 48,5 Mio. EUR. Die Region Nord-/ Osteuropa
erzielte ein Wachstum von 12,1 Prozent auf 91,8 Mio. EUR.
| Einheit | Q1 2024 | Q1 2023 | Veränderung | |
| NEUGESCHÄFT FACTORING | Mio. EUR | 212,9 | 192,0 | 10,9 % |
| DACH | Mio. EUR | 72,6 | 73,2 | - 0,7 % |
| Südeuropa | Mio. EUR | 48,5 | 37,0 | 31,2 % |
| Nord-/Osteuropa | Mio. EUR | 91,8 | 81,9 | 12,1 % |
| BRUTTO-MARGE | Prozent | 1,5 | 1,6 | -0,1 pp |
| DACH | Prozent | 1,4 | 1,5 | -0,1 pp |
| Südeuropa | Prozent | 1,7 | 1,7 | 0,0 pp |
| Nord-/Osteuropa | Prozent | 1,6 | 1,6 | -0,1 pp |
| DURSCHNITLLICHER ZEITRAUM | Tage | 43,1 | 45,8 | - 5,9 % |
| Durchschnittlicher Zeitraum DACH | Tage | 25,8 | 27,5 | - 6,3 % |
| Durchschnittlicher Zeitraum Südeuropa | Tage | 72,4 | 86,0 | - 15,8 % |
| Durchschnittlicher Zeitraum Nord-/Osteuropa | Tage | 39,5 | 39,2 | 0,7 % |
Regionen: DACH: Deutschland, Schweiz
Südeuropa: Italien, Portugal
Nord-/Osteuropa: Ungarn, Großbritannien,
Irland, Polen
Die Bruttomarge bewegte sich im ersten Quartal 2024
ungefähr auf dem Niveau des Vorjahresquartals.
Insgesamt erreichte sie einen Wert von 1,5 Prozent.
Regional gab es geringfügige Abweichungen, so erzielte
Südeuropa mit 1,7 Prozent den höchsten und die
DACH-Region mit 1,4 Prozent den geringsten Wert.
Die Bruttomarge bezieht sich auf den durchschnittlichen
Zeitraum von rund 43 Tagen eines Factoringgeschäfts im
Berichtsquartal. Aufgrund unterschiedlicher Zahlungsfristen
und unterschiedlichen Zahlungsverhaltens fiel der
durchschnittliche Zeitraum in der DACH-Region mit 26 Tagen
deutlich geringer aus als Nord-/Osteuropa mit 40 und
Südeuropa mit 72 Tagen. Der Vergleich der
durchschnittlichen Zeiträume zeigt, dass sich die
Zahlungsziele insgesamt um knapp 3 Tage verkürzten.
Vor allem Unternehmen in Südeuropa kamen ihren
Zahlungsverpflichtungen um knapp 14 Tage früher nach
als im Vorjahr, in der DACH-Region wurden knapp 2 Tage
eingespart.
Das Kreditneugeschäft der GENKE Bank belief sich im
ersten Quartal 2024 erwartungsgemäß auf 8,7 Mio.
EUR nach 12,8 Mio. EUR im Vorjahresquartal. Das
Kreditneugeschäft beinhaltet im Wesentlichen die im
Rahmen des "Mikrokreditfonds Deutschland" vergebenen
Kredite, bei denen die GRENKE Bank staatlich
geförderte Mikrofinanzierungen zwischen 1.000 und
25.000 EUR anbietet.
Aus der Veränderung der Wechselkurse ergaben sich
im ersten Quartal des Jahres 2024 positive
Währungseffekte in Bezug auf das
Neugeschäftsvolumen von Leasing und Factoring in
Höhe von 4,7 Mio. EUR. Das bedeutet, dass sich unter
der Annahme identischer Wechselkurse zum ersten Quartal
2023 das Neugeschäftsvolumen im ersten Quartal 2024 im
Leasing um 0,8 Mio. EUR und im Factoring um 3,9 Mio. EUR
niedriger gezeigt hätte. Die Währungseffekte
resultierten überwiegend aus einer Aufwertung des
Polnischen Zloty, des Schweizer Franken, des Britischen
Pfunds und des Brasilianischen Reals. Dem stand eine
Abwertung des Chilenischen Peso und des Australischen
Dollars gegenüber.
Die ausgewählten Angaben aus der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung werden für das laufende Quartal
und auf Basis der Segmentergebnisse erläutert.
Die Zinsen und ähnliche Erträge aus unserem
Finanzierungsgeschäft lagen im ersten Quartal 2024 bei
132.1 Mio. EUR und damit um 23,6 Mio. EUR über dem
Vorjahreswert (Q1 2023: 108,5 Mio. EUR). Hierin zeigt sich
zum einen das anhaltend starke Wachstum des
Neugeschäfts der letzten Quartale, zum anderen
spiegelt sich die verbesserte Margensituation infolge der
angepassten Konditionierung im Leasingneugeschäft
sukzessiv wider. Die Aufwendungen aus der Verzinsung der
Refinanzierung und des Einlagengeschäfts stiegen
hauptsächlich getrieben durch das dynamisch gestiegene
Zinsniveau der letzten Quartale um 21,6 Mio. EUR auf 46.1
Mio. EUR (Q1 2023: 24,5 Mio. EUR).
Dabei lag die Kompensationsquote, die angibt, wieviel
mehr an Zinsertrag (Q1 2024: 23,6 Mio. EUR) wir relativ zum
gestiegenen Zinsaufwand (Q1 2024: 21,6 Mio. EUR) generieren
konnten, im ersten Quartal 2024 bereits bei 109 Prozent. Im
ersten Quartal des Vorjahres betrug die Kompensationsquote
noch 64 Prozent und im Geschäftsjahr 2023 lag diese
bei rund 90 Prozent.
Im Saldo stieg das Zinsergebnis im ersten Quartal 2024
um 2,1 Mio. EUR auf 86,1 Mio. EUR (Q1 2023: 84,0 Mio. EUR).
Die Aufwendungen für Schadensabwicklung und
Risikovorsorge blieben im ersten Quartal 2024 im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum fast unverändert bei 26,7 Mio.
EUR (Q1 2023: 26,4 Mio. EUR), was auch auf die konservative
Risikovorsorge der letzten Quartale
zurückzuführen ist. Dies führte insgesamt zu
einer Schadenquote (Aufwendungen für
Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Verhältnis
zum Vermietvolumen) im ersten Quartal 2024 von 1,1 Prozent
(Q1 2023: 1,2 Prozent). Im Geschäftsjahr 2023 lag die
Schadenquote bei 1,0 Prozent.
Die gestiegenen Zinserträge konnten den Anstieg der
Zinsaufwendungen überkompensieren, sodass unser
Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge im
Berichtsquartal um 1,7 Mio. EUR auf 59,3 Mio. EUR (Q1 2023:
57,6 Mio. EUR) anstieg.
| TEUR | Q1 2024 | Q1 2023 | Veränderung
(%) |
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft | 132.138 | 108.501 | 21,8 |
| Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts | 46.060 | 24.499 | 88,0 |
| ZINSERGEBNIS | 86.078 | 84.002 | 2,5 |
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 26.742 | 26.440 | 1,1 |
| ZINSERGEBNIS NACH SCHADENSABWICKLUNG UND RISIKOVORSORGE | 59.336 | 57.562 | 3,1 |
| Ergebnis aus dem Servicegeschäft | 32.783 | 30.362 | 8,0 |
| Ergebnis aus dem Neugeschäft | 11.828 | 11.812 | 0,1 |
| Verwertungsmehr-(+)/-minder(-)ergebnis | 2.216 | - 113 | < -100 |
| OPERATIVE ERTRÄGE INSGESAMT | 106.163 | 99.623 | 6,6 |
| Personalaufwand | 46.796 | 41.289 | 13,3 |
| davon Gesamtvergütung | 37.935 | 33.651 | 12,7 |
| davon fixe Vergütung | 33.241 | 29.376 | 13,2 |
| davon variable Vergütung | 4.694 | 4.275 | 9,8 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) | 24.141 | 23.915 | 0,9 |
| davon IT-Projektaufwand | 3.072 | 3.358 | - 8,5 |
| KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN | 24.916 | 20.471 | 21,7 |
| KONZERNERGEBNIS | 19.807 | 15.859 | 24,9 |
| ERGEBNIS JE AKTIE (EUR, VERWÄSSERT/UNVERWÄSSERT) | 0,22 | 0,19 | 15,8 |
Das Ergebnis aus unserem Servicegeschäft nahm im
ersten Quartal 2024 um 2,4 Mio. EUR auf 32,8 Mio. EUR (Q1
2023: 30,4 Mio. EUR) zu, was auf die positive
Neugeschäftsentwicklung und den damit verbundenen
erhöhten Bestand des Leasingportfolios
zurückzuführen ist. Unser Ergebnis aus dem
Neugeschäft blieb im Berichtsquartal unverändert
bei 11,8 Mio. EUR (Q1 2023: 11,8 Mio. EUR). Das
Verwertungsergebnis lag bei 2,2 Mio. EUR (Q1 2023: -0,1
Mio. EUR). Der Anstieg resultiert aus der positiven
Entwicklung der Erlöse der veräußerten
Leasingobjekte.
Das gestiegene Zinsergebnis sowie die Ergebnisse aus dem
Servicegeschäft und der Verwertung führten im
Wesentlichen zu einem Zuwachs unserer operativen
Erträge im ersten Quartal 2024 um 6,6 Mio. EUR auf
106,2 Mio. EUR (Q1 2023: 99,6 Mio. EUR).
Der Personalaufwand lag im ersten Quartal 2024 bei 46,8
Mio. EUR und damit 5,5 Mio. EUR über dem Vorjahreswert
(Q1 2023: 41,3 Mio. EUR). Dieser Anstieg begründet
sich im Wesentlichen durch die höhere Anzahl an
Mitarbeiter:innen. Die fixe Vergütung betrug im
Berichtszeitraum 33,2 Mio. EUR (Q1 2023: 29,4 Mio. EUR) und
die variable Vergütung 4,7 Mio. EUR (Q1 2023: 4,3 Mio.
EUR). Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten
auf Basis Vollzeitbeschäftigter lag im Berichtsquartal
aufgrund von Neueinstellungen bei 2.156 und damit 160
über dem Vorjahreswert (Q1 2023: 1.996). Die
durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Geschäftsjahr
2023 lag bei 2.068.
Unsere Abschreibungen und Wertminderungen lagen im
Berichtsquartal bei 6,3 Mio. EUR und damit 0,5 Mio. Euro
unter dem Vorjahreswert (Q1 2023: 6,8 Mio. EUR). Unser
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand stieg um 0,2 Mio. EUR auf
24,1 Mio. EUR (Q1 2023: 23,9 Mio. EUR) an. Der Anstieg der
Verwaltungsaufwendungen, welcher im Wesentlichen aus
höheren Lizenzgebühren resultiert, wurde durch
die Reduktion der Wartungsaufwendungen und
Personalnebenkosten fast ausgeglichen. Der Saldo aus den
sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen lag
im ersten Quartal 2024 bei -4,1 Mio. EUR (Q1 2023: -3,8
Mio. EUR). Wie auch im Vorjahr schlagen sich insbesondere
Währungseffekte in den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen nieder. Diese sind auf die Umrechnung von
türkischer Lira (TRY) in Höhe von 1,1 Mio. EUR
zurückzuführen, welche vor allem aus den Effekten
aus der Bewertung Hochinflation gemäß IAS 29
resultieren, sowie Dirham der Vereinigten Arabischen
Emiraten (AED) 0,5 Mio. EUR, ungarische Forint (HUF) 0,3
Mio. EUR und chilenische Peso (CLP) 0,3 Mio. EUR. Diese
ergeben sich vor allem aus derivativen
Sicherungsgeschäften, welche sich ökonomisch
über die Gesamtperiode ausgleichen. Teilweise
kompensiert wird dies periodisch zudem durch die
erfolgsneutrale Währungsumrechnung im sonstigen
Ergebnis der Konzern-Gesamtergebnisrechnung. Da dies
hauptsächlich die Umrechnung der Leasingforderungen in
Fremdwährungsländern betrifft, wird dieser Effekt
in einer anderen Position gezeigt als die oben genannten
Umrechnungseffekte aus den Derivaten. Zudem erfolgt die
Umrechnung der Leasingforderungen jeweils zum
Stichtagskurs, wohingegen die Derivate zu Marktwerten auf
Basis der zum Stichtag geltenden Devisenterminkurse
bewertet sind. Dieser Unterschied und der daraus
resultierende Bewertungseffekt gleicht sich über die
Laufzeit der Sicherungsbeziehungen aus.
Unser operatives Ergebnis im ersten Quartal 2024 lag bei
24,9 Mio. EUR und stieg um 1,1 Mio. EUR an (Q1 2023: 23,8
Mio. EUR). Der Saldo aus sonstigen Zinserträgen und
Zinsaufwendungen verbesserte sich auf 1.5 Mio. EUR (Q1
2023: -1,7 Mio. EUR), was vor allem an der gestiegenen
Guthabenverzinsung infolge der Leitzinserhöhungen auf
den Bundesbankkonten zurückzuführen ist.
Unser Konzernergebnis vor Steuern nahm um 4,4 Mio. EUR
auf 24,9 Mio. EUR (Q1 2023: 20.5 Mio. EUR) zu.
Unsere Steuerquote reduzierte sich auf 20,5 Prozent (Q1
2023: 22,5 Prozent). Unser Konzernergebnis liegt bei 19,8
Mio. EUR und damit um 3,9 Mio. EUR über dem
Vorjahresquartal (Q1 2023: 15,9 Mio. EUR). Die durch die
Konsolidierung der Franchisegesellschaften auszuweisenden
Ergebnisanteile der nicht beherrschenden Anteilseigner
lagen bei -1,1 Mio. EUR (Q1 2023: -2,2 Mio. EUR). Die
Vergleichbarkeit ist aufgrund des Erwerbs von Anteilen
mehrerer Franchisegesellschaften in 2023
eingeschränkt, hier wird auf die Ausführungen in
Tz. 6.1 des Geschäftsberichts 2023 verwiesen. Das
Ergebnis je Aktie stieg im ersten Quartal 2024 auf 0,22 EUR
(Q1 2023: 0,19 EUR).
Insgesamt stieg unsere CIR im ersten Quartal 2024
verglichen mit dem Vorjahreszeitraum leicht um 1,0
Prozentpunkte auf 58,1 Prozent (Q1 2023: 57,1 Prozent), im
Vergleich zum Gesamtjahr 2023 (59,2 Prozent) verbesserte
sich die CIR allerdings um 1,1 Prozentpunkte. Der Anstieg
im Vergleich zum Vorjahresquartal resultiert im
Wesentlichen aus den gestiegenen Aufwendungen insbesondere
für Personal.
Die Ergebnisse des Leasingsegments haben sich positiv
entwickelt, da sich vor allem das Ergebnis aus dem
Servicegeschäft sowie das Verwertungsergebnis positiv
entwickelten sowie das vergangene und weiterhin stabile
Neugeschäft entsprechende Zinserträge
erwirtschaftet. Entsprechend stiegen in diesem Segment
unsere operativen Erträge um 5,8 Mio. EUR auf 96,6
Mio. EUR (Q1 2023**: 90,8 Mio. EUR). Das Segmentergebnis
reduzierte sich leicht im Wesentlichen aufgrund gestiegener
Personalaufwendungen um 0,9 Mio. EUR und lag bei 22,3 Mio.
EUR (Q1 2023*: 23,2 Mio. EUR).
Die operativen Erträge im Segment Bank stiegen im
Berichtszeitraum an und lagen bei 8,1 Mio. EUR (Q1 2023*:
7,2 Mio. EUR), was hauptsächlich aus der geringeren
Risikovorsorge für frühere Kreditportfolien
resultiert. Bei gestiegenen Personalaufwendungen sowie
aufgrund von Währungseffekten erreichten wir ein
Segmentergebnis von 3,6 Mio. EUR (Q1 2023*: 1,5 Mio. EUR).
Im Segment Factoring reduzierten sich unsere operativen
Erträge im Berichtszeitraum um 0,2 Mio. EUR auf 1,5
Mio. EUR (Q1 2023*: 1,7 Mio. EUR). Bei nahezu
gleichbleibenden Aufwendungen reduzierte sich das Ergebnis
des Segments auf -1,0 Mio. EUR (Q1 2023*: -0,8 Mio. EUR).
Die Eigenkapitalquote liegt mit 18,8 Prozent im Bereich
unserer Erwartungen und weiterhin auf hohem Niveau.
Die Zahlungen von Leasingnehmer:innen nahmen weiter zu.
Mit unserem diversifizierten Refinanzierungsmix
verfügen wir über eine solide
Liquiditätsausstattung.
Steigende Leasingforderungen spiegeln das positive
Neugeschäftswachstum wider.
Im GRENKE Konzern legen wir einen besonderen Fokus auf
eine angemessene Liquiditätsausstattung, um so
flexibel auf Marktgegebenheiten reagieren zu können.
Zudem ist der Konzern aufgrund aufsichtsrechtlicher
Vorgaben verpflichtet, einen Liquiditätspuffer
vorzuhalten.
Auf der Passivseite zeigt sich die steigende Bilanzsumme
insbesondere in der stichtagsbedingten Zunahme der
abgegrenzten Mietraten um insgesamt 77,9 Mio. EUR auf 124,0
Mio. EUR (31. Dezember 2023: 46,1 Mio. EUR). Diese
Bilanzposition kann unterjährig, abhängig von der
zeitlichen Durchführung des Lastschrifteinzugs,
Schwankungen unterliegen.
Die Finanzschulden blieben zum 31. März 2024 mit
5,4 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 5,4 Mrd. EUR). nahezu
unverändert. Der größte Anteil unserer
Finanzschulden entfiel weiterhin auf die kurz- und
langfristigen Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung, die
sich gegenüber dem Jahresende 2023 auf 3,7 Mrd. EUR
(31. Dezember 2023: 3,8 Mrd. EUR) reduzierten. Die kurz-
und langfristigen Verbindlichkeiten aus dem
Einlagengeschäft der GRENKE Bank stiegen hingegen um
70,7 Mio. EUR auf 1,7 Mrd. EUR an (31. Dezember 2023: 1,6
Mrd. EUR).
Das Eigenkapital blieb zum 31. März 2024 mit 1,4
Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 1,4 Mrd. EUR) nahezu
unverändert. Dem in der Berichtsperiode
erwirtschafteten Konzernergebnis in Höhe von 19,8 Mio.
EUR standen hauptsächlich die Zinszahlung für das
Hybridkapital (15,0 Mio. EUR), die Effekte aus der
erfolgsneutralen Währungsumrechnung (1,2 Mio. EUR),
sowie der Kauf eigener Anteile (6,6 Mio. EUR) entgegen.
Positiv wirkte sich dagegen der Effekt aus der
Marktbewertung von Hedging-Instrumenten (1,0 Mio. EUR) aus.
Aufgrund der Steigerung der Bilanzsumme im Vergleich zum
leichten Rückgang des Eigenkapitals verringerte sich
die Eigenkapitalquote zum 31. März 2024 auf 18,8
Prozent (31. Dezember 2023: 19,1 Prozent). Die
Eigenkapitalquote übertraf damit weiterhin das selbst
gesteckte Ziel des Konzerns von mindestens 16 Prozent.
| TEUR | 31.03.2024 | 31.12.2023 | Veränderung
(%) |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | 2.658.839 | 2.042.649 | 30,2 |
| davon Finanzschulden | 2.360.413 | 1.831.589 | 28,9 |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | 3.169.179 | 3.702.022 | - 14,4 |
| davon Finanzschulden | 3.045.236 | 3.587.328 | - 15,1 |
| Eigenkapital | 1.352.881 | 1.354.870 | - 0,1 |
| BILANZSUMME | 7.180.899 | 7.099.541 | 1,1 |
| Eigenkapitalquote (in Prozent) | 18,8% | 19,1% | -0,3 pp |
Unser Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit betrug in den ersten drei
Monaten 2024 28,7 Mio. EUR und lag damit unter dem
Vorjahreswert (Q1 2023: 400,1 Mio. EUR). Ursache
hierfür sind im Wesentlichen höhere
Refinanzierungsrückzahlungen und eine im Vergleich zum
Vorjahresquartal geringere Zunahme des
Einlagengeschäfts der GRENKE Bank. Die
ausgewählten Angaben aus der
Konzernkapitalflussrechnung und deren Entwicklung werden im
Folgenden erläutert.
| TEUR | Q1 2024 | Q1 2023 | Veränderung
(%) |
| - Investitionen für neue Leasingforderungen | - 686.293 | - 627.849 | 9,3 |
| + Zugang neue
Refinanzierungen
(ohne Einlagengeschäft) |
432.359 | 394.446 | 9,6 |
| + Netto-Zugang/Abgang Einlagengeschäft | 70.742 | 274.315 | - 74,2 |
| (I) CASHFLOW NEUGESCHÄFT | - 183.192 | 40.912 | < -100 |
| + Zahlungen Leasingnehmer | 626.243 | 591.963 | 5,8 |
| -
Zahlungen/Rückzahlungen Refinanzierungen
(ohne Einlagengeschäft) |
- 552.498 | - 368.197 | 50,1 |
| (II) CASHFLOW BESTANDSGESCHÄFT | 73.745 | 223.766 | - 67,0 |
| (III) ÜBRIGE
CASHFLOWS LAUFENDE
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT |
138.144 | 135.471 | 2,0 |
| CASHFLOW AUS LAUFENDER
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT (I) + (II) + (III) |
28.697 | 400.149 | - 92,8 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 1.147 | -1.640 | - 30,0 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 24.852 | - 16.240 | 53,0 |
| SUMME DER CASHFLOWS | 2.698 | 382.269 | - 99,3 |
Der Cashflow aus Investitionen für neue
Leasingforderungen umfasst die Nettoanschaffungswerte
für neu erworbene Leasingobjekte und die direkt mit
dem Vertragsabschluss entstehenden Kosten. Aufgrund des
anhaltend höheren Neugeschäftsvolumens stiegen
die Investitionen für neue Leasingforderungen in den
ersten drei Monaten 2024 auf 686,3 Mio. EUR (Q1 2023: 627,8
Mio. EUR). Diesen stehen die Einzahlungen aus der Zunahme
der Refinanzierung in Höhe von 432,4 Mio. EUR nach
394,4 EUR in der Vorjahresperiode gegenüber. Der
Cashflow aus dem Einlagengeschäft der GRENKE Bank
verringerte sich auf 70,7 Mio. EUR nach 274,3 Mio. EUR in
der Vorjahresperiode. In Summe sank unser Cashflow aus
Investitionen in das Neugeschäft auf -183,2 Mio. EUR
(Q1 2023: 40,9 Mio. EUR).
In den ersten drei Monaten 2024 wurden 552,5 Mio. EUR
(Q1 2023: 368,2 Mio. EUR) an Refinanzierungen getilgt bzw.
zurückgezahlt. Der Cashflow aus dem
Bestandsgeschäft sank dementsprechend auf 73,7 Mio.
EUR (Q1 2023: 223,8 Mio. EUR).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag im
Berichtszeitraum bei -1 ,1 Mio. EUR (Q1 2023: - 1,6 Mio.
EUR). Er beinhaltete hauptsächlich die Auszahlungen
für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerte von 1,2 Mio. EUR (Q1 2023: 1,4 Mio.
EUR).
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im
Berichtszeitraum -24,9 Mio. EUR (Q1 2023: -16,2 Mio. EUR).
Die Zinszahlung auf das Hybridkapital lag bei 15,0 Mio. EUR
(Q1 2023: 12.9 Mio. EUR). Durch den Erwerb eigener Anteile
im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms ergab sich ein
Mittelabfluss von 6,6 Mio. EUR (Q1 2023: 0,0 Mio. EUR).
Zudem resultierte aus der Rückzahlung von
Leasingverbindlichkeiten ein Mittelabfluss von 3.3 Mio. EUR
(Q1 2023: 3,3 Mio. EUR).
Somit lag die Summe der Cashflows in den ersten drei
Monaten 2024 bei 2,7 Mio. EUR (Q1 2023: 382.3 Mio. EUR).
Der Bestand an Zahlungsmitteln und
Zahlungsmitteläquivalenten stieg zum Stichtag 31.
März 2024 entsprechend auf 700,1 Mio. EUR nach 696.9
Mio. EUR zum 31. Dezember 2023.
Dank unseres ausgewogenen Liquiditätsmanagements
verfügen wir über eine solide
Liquiditätsausstattung und eine diversifizierte
Refinanzierungsstruktur und erfüllten im
Berichtszeitraum jederzeit unsere Zahlungsverpflichtungen.
Zur Refinanzierung stehen uns umfangreiche Instrumente
zur Verfügung, die je nach Marktbedingungen im Rahmen
der Gesamtstrategie eingesetzt werden. Im Wesentlichen
basiert die Finanzierung über Fremdkapital auf drei
Säulen: den Senior-Unsecured-Instrumenten, die im
Wesentlichen auf unser Rating abstellen wie Anleihen,
Schuldverschreibungen und Commercial Paper, dem
Einlagengeschäft inklusive der Förderdarlehen bei
der GRENKE BANK AG sowie der forderungsbasierten
Finanzierung, vor allem ABCP-Programme. Dabei vermeiden wir
Fristentransformation auf Portfolioebene und reduzieren
dadurch Zinsänderungs- und
Anschlussfinanzierungsrisiken auf Portfolioebene auf ein
Minimum. Dank unseres breiten Refinanzierungsmixes
können wir je nach Bedarf und Marktlage die einzelnen
Säulen gezielt nutzen und den Anteil ausbauen oder
reduzieren. Gleichzeitig wollen wir aus strategischen
Gründen in allen drei Säulen aktiv sein.
Der Refinanzierungsmix bezogen auf die
Refinanzierungssäulen des GRENKE Konzerns verteilte
sich zum 31. März 2024 wie folgt:
| Mio. EUR | 31.03.2024 | Anteil in % | 31.12.2023 | Anteil in % |
| GRENKE Bank | 1.689 | 31 | 1.624 | 29 |
| Senior-Unsecured | 2.699 | 49 | 2.748 | 50 |
| Asset-Backed | 1.120 | 20 | 1.163 | 21 |
| SUMME | 5.508 | 100 | 5.535 | 100 |
Der leichte Rückgang der Refinanzierungsvolumina um
26,3 Mio. EUR auf 5.508,2 Mio. EUR (31. Dezember 2023:
5.534,5 Mio. EUR) begründet sich in der
planmäßigen Tilgung bestehender
Refinanzierungsinstrumente sowie dem geringeren
Refinanzierungsbedarf aufgrund hoher
Zahlungsmittelzuflüsse aus dem Lastschrifteinzug im
ersten Quartal 2024, welche sich im Anstieg der
abgegrenzten Mietraten widerspiegeln.
Die Refinanzierung über Kundeneinlagen der GRENKE
BANK AG erhöhte sich zum Stichtag 31. März 2024
auf 1.687,8 Mio. EUR nach 1.617,1 Mio. EUR zum 31. Dezember
2023 sowie 1.425,0 Mio. EUR zum vergleichbaren Zeitpunkt
des Vorjahres. Dies entspricht einem Anstieg von 4,4
Prozent seit dem 31. Dezember 2023 durch eine intensivere
Nutzung der GRENKE Bank im aktuellen Zinsumfeld.
Im Berichtszeitraum wurde eine bestehende Anleihe um
50,0 Mio. EUR aufgestockt. Darüber hinaus emittierte
der GRENKE Konzern ein Schuldscheindarlehen über 10,0
Mio. CHF. Im kurzfristigen Bereich wurden fünf
Commercial Paper mit einem Gesamtvolumen von 70,0 Mio. EUR
emittiert. Planmäßig getilgt wurden im
Berichtszeitraum Commercial Paper in Höhe von 50,0
Mio. EUR.
Mit Wirkung zum 31. Januar 2024 wurde der seit März
2010 laufende Forderungsvertrag der GRENKE LEASING LIMITED,
Guildford/Vereinigtes Königreich, mit der
Norddeutschen Landesbank Girozentrale beendet und ein
Rückkauf aller Forderungen vorgenommen.
Weitere Informationen zu unseren Instrumenten der
Refinanzierung und den erfolgten
Refinanzierungsmaßnahmen im Berichtszeitraum sind im
Konzernanhang unter Tz. 5 "Finanzschulden" dargestellt.
Die offenen Kreditlinien des Konzerns (d.h. Banklinien
plus verfügbarem Volumen aus Anleihen und Commercial
Paper) betrugen zum Stichtag 3.697,6 Mio. EUR, 540,0 Mio.
HUF und 40,0 Mio. PLN (31. Dezember 2023: 3.667,4 Mio. EUR,
540,0 Mio. HUF und 40,0 Mio. PLN).
Im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2023 nahm
unsere Bilanzsumme zum 31. März 2024 um 81,4 Mio. EUR
auf 7,2 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 7,1 Mrd. EUR) zu.
Die Zunahme unseres Vermögens zum 31. März
2024 resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der kurz-
und langfristigen Leasingforderungen. Unsere
größte Bilanzposition, die Leasingforderungen,
stieg dabei aufgrund der anhaltend positiven
Neugeschäftsentwicklung um 102,4 Mio. EUR auf 5,8 Mrd.
EUR (31. Dezember 2023: 5,7 Mrd. EUR) an.
| TEUR | 31.03.2024 | 31.12.2023 | Veränderung
(%) |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 3.154.008 | 3.180.347 | - 0,8 |
| davon Zahlungsmittel | 700.448 | 697.202 | 0,5 |
| davon Leasingforderungen | 2.082.862 | 2.076.719 | 0,3 |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 4.026.891 | 3.919.194 | 2,7 |
| davon Leasingforderungen | 3.719.384 | 3.623.135 | 2,7 |
| SUMME VERMÖGENSWERTE | 7.180.899 | 7.099.541 | 1,1 |
Die Zahlungsmittel blieben mit 700,4 Mio. EUR (31.
Dezember 2023: 697,2 Mio. EUR) nahezu unverändert.
Dabei befanden sich zum 31. März 2024 501,7 Mio. EUR
(31. Dezember 2023: 484,7 Mio. EUR) der Zahlungsmittel auf
Konten der Deutschen Bundesbank.
Zudem nahmen die kurzfristigen Sonstigen
Vermögenswerte um 31,9 Mio. EUR auf 184,0 Mio. EUR
(31. Dezember 2023: 215,9 Mio. EUR) aufgrund des
stichtagsbezogenen Rückgangs des Vorsteuerguthabens
ab. Die Forderungen aus Vorsteuer können
unterjährig, abhängig von den gesetzlichen Melde-
und Zahlungs- bzw. Rückerstattungsfristen,
Schwankungen unterliegen.
Bezüglich der Angaben über die Beziehungen zu
nahestehenden Unternehmen und Personen wird auf die
Ausführungen in Tz. 14 des Anhangs zum verkürzten
Konzernzwischenabschluss verwiesen.
In seinem am 16. April 2024 veröffentlichten World
Economic Outlook diagnostizierte der Internationale
Währungsfonds (IWF), dass sich die weltweite
Wirtschaft stetig aber langsam erholen werde. Die Inflation
werde zurückgehen, wobei sie in den Industrienationen
schneller ihren Zielwert erreichen werde als in den
Schwellen- und Entwicklungsländern.
Für die Weltwirtschaft hält der IWF im Jahr
2024 ein Wachstum von 3,2 Prozent für möglich
(2023: 3,2 Prozent), wobei ihre Wachstumstreiber die
Schwellen- und Entwicklungsländer sind. Die
Industrienationen liegen hingegen unterhalb des weltweiten
Durchschnitts. Die Vereinigten Staaten sollen im Jahr 2024
mit 2,7 Prozent etwas stärker als im Vorjahr (2023:
2,5 Prozent) wachsen. Für die USA konstatiert der IWF
eine starke Nachfrage, stellt jedoch die langfristige
Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen in Frage.
Das Wachstum in der Eurozone wird dem IWF zufolge wieder
anziehen, jedoch ausgehend von einem geringen Niveau. Die
Straffung der Geldpolitik, die vergangenen Energiepreise
und die geplante Konsolidierung der Staatsfinanzen wirken
weiterhin dämpfend auf die Wirtschaftsaktivität.
Seine Schätzung für das Wachstum im Euroraum
beläuft sich für das Jahr 2024 auf 0,8 Prozent
(2023: 0,4 Prozent). Der IWF sieht das Risiko, dass das
hohe Lohnwachstum sowie die persistent hohe Inflation bei
Dienstleistungen die Rückkehr der Inflation zu ihrem
Zielniveau gefährden könnte. Für Deutschland
erwartet der IWF, dass das Wachstum im Jahr 2024 mit 0,2
Prozent wieder oberhalb der Nulllinie liegen wird (2023:
-0,3 Prozent). Für Frankreich und Italien geht der IWF
im Jahr 2024 von einem leicht positiven Wachstum in
Höhe von jeweils 0,7 Prozent (2023: jeweils 0,9
Prozent) aus. Für das vom Tourismus profitierende Land
Spanien ist der IWF mit einem prognostizierten Wachstum von
1,9 Prozent optimistischer, dennoch muss Spanien relativ
zum Vorjahr Wachstumseinbußen hinnehmen (2023: 2,5
Prozent).
Der IWF betrachtete zudem die weltweiten
Handelsbeziehungen. Seiner Analyse zufolge haben sich seit
dem Beginn des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine
zwei Handelsblöcke gebildet - der prorussische und der
proukrainische Handelsblock. Der Handel innerhalb der
Blöcke ist ihm zufolge stärker ausgebildet als
zwischen den beiden Parteien. Insgesamt hat sich das
Wachstum des weltweiten Handels in dieser Zeit um 5
Prozentpunkte verringert.
Der ifo-Geschäftsklimaindex für die
Leasingbranche in Deutschland erreichte im März dieses
Jahres 4,6 Punkte. Im Vorjahresvergleich verschlechterte er
sich damit deutlich (März 2023: 30 Punkte), innerhalb
des ersten Quartals verbesserte er sich jedoch ausgehend
von -2,5 Punkten im Januar 2024 leicht. Der Bundesverband
Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) erwartet das Ende der
Rezession in Deutschland und einen Stimmungsumschwung im
Sommer dieses Jahres. Einen kraftvollen Aufschwung sieht
der BDL jedoch nicht.
Als gesamtwirtschaftlicher Risikofaktor ist vor allem
das infolge der restriktiven Geldpolitik erhöhte
Zinsniveau zu sehen. Höhere Zinsen gelten im
Allgemeinen als Hemmnis für die Konsum- und
Investitionsnachfrage und können das
Wirtschaftswachstum schwächen. Wie in Abschnitt 2.3.1
beschrieben, begünstigen höhere Zinsen indirekt
aber auch die Nachfrage nach Leasingprodukten. Daher
erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2024
ein weiter wachsendes Leasingneugeschäftsvolumen
gemäß unserer Guidance, siehe dazu Abschnitt
4.3. Höhere Refinanzierungskosten können wir mit
einer Anpassung der Konditionen ausgleichen, allerdings
tritt hierbei üblicherweise eine Zeitverzögerung
von circa drei Monaten ein. Infolge der seit September 2023
andauernden Zinspause konnten wir die höheren Zinsen
im Neugeschäft inzwischen vollständig einpreisen
und weiterreichen.
Sollten nach den kriegerischen Auseinandersetzungen im
Nahen Osten und in der Ukraine weitere unerwartete
Ereignisse die Kapitalmärkte treffen, könnte die
Volatilität wieder deutlich ansteigen und die
allgemein verfügbare Liquidität an den
Märkten abnehmen. Jedoch sieht der Vorstand auch im
gegenwärtigen Umfeld genügend Handlungsspielraum,
um die Liquidität für den Konzern kurz-, mittel-
und langfristig sicherzustellen. Basis dafür sind zum
einen die aktuelle Liquiditätsausstattung sowie zum
anderen unsere Fähigkeit, das Leasingneugeschäft
- und damit den Liquiditätsbedarf - über eine
restriktivere Annahme von Leasinganfragen zu steuern.
Darüber hinaus hat die Gesellschaft unverändert
Zugang zu verschiedenen Refinanzierungsquellen.
Die Volatilität an den Zins- und
Währungsmärkten kann weiterhin temporär zu
bilanzierenden Bewertungseffekten führen. Diese
können sich zeitweilig insbesondere auf die Umrechnung
von Fremdwährungspositionen, die Bewertung der
Derivate oder die Bewertung von Geschäfts- und
Firmenwerten auswirken. Gleichwohl sieht der Vorstand darin
keine langfristige Beeinträchtigung der
Profitabilität des Geschäftsmodells.
Mit Bezug auf Risiken, die aus dem Angriffskrieg
Russlands gegen die Ukraine resultieren könnten,
können wir feststellen, dass wir weder in Russland
noch in der Ukraine mit eigenen Niederlassungen vertreten
und dort finanziell auch nicht engagiert waren oder sind.
Im Hinblick auf den seit Oktober 2023 wieder
aufgeflammten Konflikt im Nahen Osten besteht kein direktes
Risiko für GRENKE. Wir sind weder in Israel noch in
den angrenzenden, vom Konflikt unmittelbar betroffenen
Ländern und Regionen mit eigenen Niederlassungen
vertreten. Ein zeitlich ausgedehnter Konflikt im Nahen
Osten birgt die Gefahr eines Ölpreisanstiegs, der den
Inflationsdruck sowie die Rezessionsgefahr verstärken
könnte.
Hinsichtlich der künftigen Entwicklung des Konzerns
und der Tochtergesellschaften sind besondere, über das
normale Maß hinausgehende und mit dem Geschäft
verbundene Risiken nicht zu erkennen. Für eine
umfassendere Darstellung der Risiken vgl. Kapitel 5,
"Risikobericht", im Geschäftsbericht 2023.
Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht deuten erste
Indikatoren wie der Einkaufsmanagerindex für den
Euroraum oder der Geschäftsklimaindex für die
Leasingbranche in Deutschland eine Erholung relativ zu den
Vormonaten an, siehe dazu Abschnitte 2.2 und 4.1.
Ähnlich wie der Bundesverband Deutscher
Leasing-Unternehmen halten auch wir eine weitere
Stimmungsaufhellung für möglich, die durch eine
wahrscheinliche Lockerung der Geldpolitik durch die EZB
begünstigt werden dürfte. Verbesserte
Geschäftserwartungen seitens der KMU dürften sich
wiederum positiv auf das Investitionsverhalten und daher
die Leasingnachfrage im laufenden Jahr auswirken.
Darüber hinaus verfolgen wir eine internationale
Wachstumsstrategie und operieren mit den USA, mit Kanada
und Australien in drei zukünftigen Kernmärkten,
die langfristig überdurchschnittliches
Wachstumspotenzial versprechen. In den USA werden wir zur
Jahresmitte in unserem zweiten Standort in Chicago,
Illinois, operativ.
Mit Blick auf unsere Leasingobjekte verzeichnen wir eine
stetig wachsende Nachfrage nach Objekten der Green Economy,
speziell eBikes, siehe dazu Abschnitt 2.3.1. Durch die
Emission unseres Green Bond im September 2023 generierten
wir eine umfangreiche Refinanzierungsbasis, um in Objekte
der Green Economy zu investieren. Wir profitieren ebenfalls
von Megatrends wie der Medizintechnik oder der Robotik und
ermöglichen KMU mit unseren Finanzierungsangeboten
eine Investition in Zukunftstechnologien.
Mehr Details zu diesen und weiteren Wachstumspotenzialen
finden Sie im Abschnitt 6.1, "Chancenbericht", im
Geschäftsbericht 2023.
Angesichts der Intensität aktueller und
potenzieller geopolitischer Konflikte ist der Ausblick mit
einem hohen Maß an Unsicherheit behaftet. Die
nachfolgenden Aussagen zur künftigen
Geschäftsentwicklung des GRENKE Konzerns und zu den
dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über
die Entwicklung von Markt und Branche basieren daher auf
den Einschätzungen, die der Vorstand nach den
vorliegenden Informationen gegenwärtig als realistisch
beurteilt. Diese sind jedoch mit Unsicherheiten behaftet
und bergen das unvermeidbare Risiko, dass die
prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch
ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten.
Der Vorstand hat im Januar 2024 beschlossen und
bekanntgegeben, sich künftig auf das
Leasinggeschäft zu fokussieren und deshalb den Verkauf
aller Factoringgesellschaften initiiert. Aus dem
beabsichtigten Verkauf der Factoringgesellschaften erwartet
der Vorstand kurzfristig keine nennenswerten Auswirkungen
auf wesentliche KPIs des Konzerns. GRENKE wird seine
Ressourcen und Investitionskraft künftig voll auf die
fortschreitende Digitalisierung und das weitere Wachstum im
Leasing konzentrieren. Hierbei spielt das Bankgeschäft
der GRENKE BANK AG eine unverändert wichtige Rolle,
vor allen Dingen zur Sicherstellung der Refinanzierung
über Einlagen.
Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet der
Vorstand ein Leasingneugeschäft zwischen 3,0 und 3,2
Mrd. EUR. Dies entspricht verglichen mit dem
Geschäftsjahr 2023 einem erwarteten Zuwachs zwischen
15 und 23 Prozent. Mittelfristig soll sich das
Neugeschäftsvolumen mit zweistelligen Wachstumsraten
von ca. 12 Prozent entwickeln. Diese Wachstumsannahme
beruht auf der Rückkehr auf den Wachstumspfad.
Im Geschäftsjahr 2024 streben wir eine leichte
Steigerung der DB2-Marge im Vergleich zum Vorjahr an (2023:
16,5 Prozent). Mittelfristig ist das Ziel, eine DB2-Marge
von rund 17 Prozent zu erreichen. Hierfür sind
insbesondere die Refinanzierungskosten und unsere
Konditionierung der neu abgeschlossenen
Leasingverträge ausschlaggebend, aber auch die
durchschnittliche Ticketgröße. Im
Geschäftsjahr 2024 wird erwartet, dass der
Durchschnittswert pro Leasingvertrag unverändert
unterhalb der 10-TEUR-Marke liegt. Die
Small-Ticket-Definition umfasst mittlerweile Investitionen
von bis zu 50 TEUR, weil neue Technologien wie in den
Bereichen Medizin oder Robotics zu einer höheren
Nachfrage von kleineren Objekten bis zu 50 TEUR
führten. Die Fokussierung auf kleine Tickets bleibt
weiterhin wesentlicher Teil unserer Strategie.
Der Vorstand erwartet, dass sich trotz des erhöhten
Zinsniveaus die operativen Erträge des
Leasingportfolios - bestehend aus der Summe des
Zinsergebnisses nach Schadenabwicklung und Risikovorsorge,
des Ergebnisses aus dem Servicegeschäft, des
Ergebnisses aus dem Neugeschäft sowie aus der
Verwertung - im laufenden Geschäftsjahr 2024 positiv
entwickeln werden. Ursächlich für diese
Einschätzung sind neben dem anhaltend starken Momentum
im Leasingneugeschäft auch die konsequente Weitergabe
gestiegener Zinsen durch konditionelle Maßnahmen
sowie das unverändert risikobewusste Pricing. Ein
rezessionsbedingtes Ansteigen von Unternehmensinsolvenzen
oder temporäre Verschlechterung der Zahlungsmoral ist
durch die konservative Bildung von Risikovorsorge der
vergangenen Quartale reflektiert. Insgesamt erwarten wir
bei weitgehend solidem Zahlungsverhalten unserer Kunden
entsprechend stabile Aufwendungen für die
Risikovorsorge und eine Schadenquote von weiterhin unter
1,5 Prozent. Gleichzeitig erwarten wir etwas höhere
Personalkosten: Einerseits sind die Gehälter aufgrund
der hohen Inflation gestiegen, andererseits werden wir
unser Team punktuell weiter verstärken, um das
gegenwärtige und künftige Wachstum zu
realisieren.
Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet der
Vorstand ein Konzernergebnis zwischen 95 und 115 Mio. EUR.
Trotz der weiterhin planmäßigen Investition in
das Digitalisierungsprogramm streben wir im Jahr 2024 eine
Verbesserung der CIR von unter 58 Prozent an. In den
Folgejahren soll sich die CIR durch Effizienzgewinne und
zunehmenden Digitalisierungsgrad zu einem Niveau von unter
55 Prozent entwickeln. Langfristig streben wir durch unsere
Neugeschäftsprofitabilität und das nachhaltige
Wachstum sowie unser Digitalisierungsprogramm und eine
ausgeprägte Kostendisziplin eine Cost-Income-Ratio von
50 Prozent an.
Auf Grundlage der erwarteten Entwicklung des
Konzernergebnisses rechnet GRENKE - wie in den Vorjahren -
mit einer bilanziellen Eigenkapitalquote von mehr als 16
Prozent.
| TEUR | Q1 2024 | Q1 2023 |
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft | 132.138 | 108.501 |
| Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts | 46.060 | 24.499 |
| ZINSERGEBNIS | 86.078 | 84.002 |
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 26.742 | 26.440 |
| davon Wertminderungsaufwand | 7.083 | 4.999 |
| ZINSERGEBNIS NACH SCHADENSABWICKLUNG UND RISIKOVORSORGE | 59.336 | 57.562 |
| Ergebnis aus dem Servicegeschäft | 32.783 | 30.362 |
| Ergebnis aus dem Neugeschäft | 11.828 | 11.812 |
| Verwertungsmehr-(+)/minder(-)ergebnis | 2.216 | - 113 |
| OPERATIVE ERTRÄGE INSGESAMT | 106.163 | 99.623 |
| Personalaufwand | 46.796 | 41.289 |
| Abschreibungen und Wertminderung | 6.253 | 6.813 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) | 24.141 | 23.915 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 5.991 | 6.174 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.916 | 2.394 |
| OPERATIVES ERGEBNIS | 24.898 | 23.826 |
| Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen | - 101 | 0 |
| Aufwendungen/Erträge aus der Marktbewertung | -1.334 | - 1.638 |
| Sonstige Zinserträge | 7.935 | 3.355 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 6.482 | 5.072 |
| KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN | 24.916 | 20.471 |
| Ertragsteuern | 5.109 | 4.612 |
| KONZERNERGEBNIS | 19.807 | 15.859 |
| davon auf Stammaktionäre und Hybridkapitalgeber der GRENKE AG entfallendes Ergebnis | 20.920 | 18.086 |
| davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis | -1.113 | - 2.227 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert in EUR) | 0,22 | 0,19 |
| Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien | 46.418.644 | 46.495.573 |
| TEUR | Q1 2024 | Q1 2023 |
| KONZERNERGEBNIS | 19.807 | 15.859 |
| BETRÄGE, DIE GGF IN
KÜNFTIGEN PERIODEN
IN DIE GUV UMGEGLIEDERT WERDEN |
||
| Zu-/Rückführung Hedging-Rücklage | 1.030 | 746 |
| davon Ertragsteuereffekte | - 2.532 | - 107 |
| Veränderung der
Währungsumrechnungsdifferenzen/
Effekte aus Hochinflation |
-1.227 | 949 |
| davon Ertragsteuereffekte | 0 | 0 |
| BETRÄGE, DIE IN
KÜNFTIGEN PERIODEN NICHT
IN DIE GUV UMGEGLIEDERT WERDEN |
||
|
Zu-/Rückführung Rücklage für
versicherungs-
mathematische Gewinne und Verluste |
0 | 0 |
| davon Ertragsteuereffekte | 0 | 0 |
| SONSTIGES ERGEBNIS | - 197 | 1.695 |
| GESAMTERGEBNIS | 19.610 | 17.554 |
| davon auf
Stammaktionäre und Hybridkapitalgeber
der GRENKE AG entfallendes Gesamtergebnis |
20.267 | 19.789 |
| davon auf nicht
beherrschende Anteile
entfallendes Gesamtergebnis |
- 657 | - 2.235 |
| TEUR | 31.03.2024 | 31.12.2023 |
| VERMÖGENSWERTE | ||
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||
| Zahlungsmittel | 700.448 | 697.202 |
| Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert | 9.073 | 6.880 |
| Leasingforderungen | 2.082.862 | 2.076.719 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 129.036 | 135.734 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.579 | 7.214 |
| Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände | 20.814 | 19.702 |
| Steuererstattungsansprüche | 20.164 | 20.956 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 184.032 | 215.940 |
| SUMME KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 3.154.008 | 3.180.347 |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||
| Leasingforderungen | 3.719.384 | 3.623.135 |
| Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert | 12.076 | 11.811 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 77.336 | 79.501 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 2.805 | 2.906 |
| Sachanlagen | 91.402 | 88.829 |
| Nutzungsrechte | 35.079 | 35.521 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 34.405 | 34.373 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 11.301 | 12.172 |
| Latente Steueransprüche | 41.540 | 29.366 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 1.563 | 1.580 |
| SUMME LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 4.026.891 | 3.919.194 |
| SUMME VERMÖGENSWERTE | 7.180.899 | 7.099.541 |
| TEUR | 31.03.2024 | 31.12.2023 |
| SCHULDEN UND EIGENKAPITAL | ||
| SCHULDEN | ||
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | ||
| Finanzschulden | 2.360.413 | 1.831.589 |
| Leasingverbindlichkeiten | 11.266 | 11.576 |
| Derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert | 3.316 | 5.235 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 52.238 | 41.680 |
| Steuerschulden | 9.472 | 7.480 |
| Abgegrenzte Schulden | 29.596 | 38.144 |
| Sonstige kurzfristige Schulden | 68.564 | 60.821 |
| Abgegrenzte Mietraten | 123.974 | 46.124 |
| SUMME KURZFRISTIGE SCHULDEN | 2.658.839 | 2.042.649 |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | ||
| Finanzschulden | 3.045.236 | 3.587.328 |
| Leasingverbindlichkeiten | 24.576 | 24.500 |
| Derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert | 15.227 | 17.081 |
| Latente Steuerschulden | 79.592 | 68.463 |
| Pensionen | 4.548 | 4.650 |
| SUMME LANGFRISTIGE SCHULDEN | 3.169.179 | 3.702.022 |
| EIGENKAPITAL | ||
| Grundkapital | 46.496 | 46.496 |
| Kapitalrücklage | 298.019 | 298.019 |
| Gewinnrücklagen | 204.109 | 204.109 |
| Eigene Anteile | - 6.610 | 0 |
| Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals | 10.224 | 10.877 |
| Bilanzgewinn | 615.408 | 609.477 |
| SUMME EIGENKAPITAL DER AKTIONÄRE DER GRENKE AG | 1.167.646 | 1.168.978 |
| Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile* | 200.000 | 200.000 |
| Nicht beherrschende Anteile | - 14.765 | - 14.108 |
| SUMME EIGENKAPITAL | 1.352.881 | 1.354.870 |
| SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL | 7.180.899 | 7.099.541 |
* Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die
unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.
| TEUR | Q1 2024 | Q1 2023 | |
| KONZERNERGEBNIS | 19.807 | 15.859 | |
| IM KONZERNERGEBNIS
ENTHALTENE ZAHLUNGSUNWIRKSAME POSTEN UND
ÜBERLEITUNG AUF DEN CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT |
|||
| + | Abschreibungen und Wertminderung | 6.253 | 6.813 |
| - / + | Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | - 7 | - 1 |
| - / + | Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen | 3.433 | 8.290 |
| + / - | Zunahme / Abnahme abgegrenzter Schulden, Rückstellungen und Pensionen | - 8.650 | - 7.165 |
| = | ZWISCHENSUMME | 20.836 | 23.796 |
| VERÄNDERUNG DES
VERMÖGENS UND DER VERBINDLICHKEITEN AUS
OPERATIVER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT NACH KORREKTUR UM ZAHLUNGSUNWIRKSAME POSTEN |
|||
| + / - | Leasingforderungen | - 102.392 | - 59.741 |
| + / - | Kreditforderungen 1 | 3.643 | - 571 |
| + / - | Factoringforderungen 1 | -1.001 | 2.980 |
| + / - | Sonstige Vermögenswerte 1 | 30.883 | 43.093 |
| + / - | Verbindlichkeiten aus Finanzschulden | - 13.326 | 320.319 |
| + / - | Sonstige Schulden | 92.378 | 75.254 |
| + | Erhaltene Zinsen | 7.935 | 3.355 |
| - | Gezahlte Zinsen | - 6.482 | - 5.072 |
| - | Ertragsteuerzahlungen | - 3.777 | - 3.264 |
| = | CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 28.697 | 400.149 |
| - | Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -1.177 | - 1.381 |
| - | Auszahlungen aus der Akquisition von Tochterunternehmen | 0 | - 332 |
| + | Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 30 | 73 |
| = | CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT | - 1.147 | - 1.640 |
| - | Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten | - 3.253 | - 3.294 |
| - | Kuponzahlungen auf Hybridkapital | - 14.989 | - 12.946 |
| - | Auszahlungen für den Erwerb eigener Anteile | - 6.610 | 0 |
| = | CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | - 24.852 | - 16.240 |
| ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE ZU BEGINN DER PERIODE 2 | 696.930 | 448.605 | |
| + | Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 28.697 | 400.149 |
| + | Cashflow aus Investitionstätigkeit | -1.147 | - 1.640 |
| + | Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 24.852 | - 16.240 |
| + / - | Veränderung aufgrund Währungsumrechnung | 490 | - 116 |
| = | ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE ZUM ENDE DER PERIODE 2 | 700.118 | 830.758 |
1 Vorjahreswerte angepasst.
2 Abzüglich passiver Kontokorrentkonten.
| TEUR | Grundkapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen/
Konzernergebnis |
Eigene Anteile | Hedging
Rücklage |
Rücklage für
versicherungs-
mathematische Gewinne/ Verluste |
| EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2024 | 46.496 | 298.019 | 813.586 | 3.064 | 137 | |
| Konzernergebnis | 10.422 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 1.030 | |||||
| GESAMTERGEBNIS | 10.422 | 1.030 | ||||
| Kuponzahlung für Hybridkapital | ||||||
| Steueranteil für Hybridkapital | - 4.491 | |||||
| Kauf eigener Anteile | - 6.610 | |||||
| EIGENKAPITAL ZUM 31.03.2024 | 46.496 | 298.019 | 819.517 | - 6.610 | 4.094 | 137 |
| EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2023 | 46.496 | 298.019 | 799.475 | 13.201 | 1.171 | |
| Konzernergebnis | 9.018 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 746 | |||||
| GESAMTERGEBNIS | 9.018 | 746 | ||||
| Kuponzahlung für Hybridkapital | ||||||
| Steueranteil für Hybridkapital | - 3.878 | |||||
| Transaktionen mit NCI | - 28.891 | |||||
| EIGENKAPITAL ZUM 31.03.2023 | 46.496 | 298.019 | 775.724 | 13.947 | 1.171 |
| TEUR |
Währungsumrechnung/
Hochinflation |
Neubewertungsrücklage aus
Eigenkapitalinstrumenten |
Summe
Eigenkapital Aktionäre der GRENKE AG |
Zusätzliche
Eigenkapitalbestandteile |
Nicht
beherrschende Anteile |
Summe
Eigenkapital |
| EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2024 | 10.901 | - 3.225 | 1.168.978 | 200.000 | - 14.108 | 1.354.870 |
| Konzernergebnis | 10.422 | 10.498 | - 1.113 | 19.807 | ||
| Sonstiges Ergebnis | - 1.683 | - 653 | 456 | - 197 | ||
| GESAMTERGEBNIS | - 1.683 | 9.769 | 10.498 | - 657 | 19.610 | |
| Kuponzahlung für Hybridkapital | - 14.989 | - 14.989 | ||||
| Steueranteil für Hybridkapital | - 4.491 | 4.491 | ||||
| Kauf eigener Anteile | - 6.610 | - 6.610 | ||||
| EIGENKAPITAL ZUM 31.03.2024 | 9.218 | - 3.225 | 1.167.646 | 200.000 | - 14.765 | 1.352.881 |
| EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2023 | 6.165 | - 3.225 | 1.161.302 | 200.000 | - 29.135 | 1.332.167 |
| Konzernergebnis | 9.018 | 9.068 | - 2.227 | 15.859 | ||
| Sonstiges Ergebnis | 957 | 1.703 | - 8 | 1.695 | ||
| GESAMTERGEBNIS | 957 | 10.721 | 9.068 | - 2.235 | 17.554 | |
| Kuponzahlung für Hybridkapital | - 12.946 | - 12.946 | ||||
| Steueranteil für Hybridkapital | - 3.878 | 3.878 | ||||
| Transaktionen mit NCI | - 28.891 | 12.011 | - 16.880 | |||
| EIGENKAPITAL ZUM 31.03.2023 | 7.122 | - 3.225 | 1.139.254 | 200.000 | - 19.359 | 1.319.895 |
Die GRENKE AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in
Baden-Baden, Neuer Markt 2, Deutschland. Die Gesellschaft
ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung
B, unter der Nummer 201836 eingetragen. Gegenstand des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses der GRENKE AG
(im Folgenden als "Konzernzwischenabschluss" bezeichnet)
zum 31. März 2024 sind die GRENKE AG sowie ihre
Tochterunternehmen und konsolidierten strukturierten
Unternehmen (im Folgenden als "GRENKE Konzern" bezeichnet).
Dieser Konzernzwischenabschluss ist in Übereinstimmung
mit den für die Zwischenberichterstattung
anzuwendenden IFRS (IAS 34), wie sie vom International
Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht und
durch die Europäische Union (EU) in europäisches
Recht übernommen wurden, aufgestellt worden. Er ist in
Zusammenhang mit dem IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember
2023 zu lesen. Es erfolgte eine prüferische Durchsicht
im Sinne von § 115 WpHG des verkürzten
Konzernzwischenabschlusses und des
Konzernzwischenlageberichts zum 31. März 2024.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, die im
Konzernzwischenabschluss angewendet wurden, entsprechen
grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.
Ausnahmen hiervon betreffen Änderungen, die sich durch
die verpflichtende Anwendung neuer
Rechnungslegungsstandards ergeben haben, welche in den
nachfolgenden Abschnitten erläutert werden. Von der
vorzeitigen Anwendung von geänderten Standards und
Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2025
oder später verpflichtend umzusetzen sind, wurde
abgesehen. Die GRENKE AG wird diese Standards zum Zeitpunkt
der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umsetzen
und erwartet daraus keine wesentlichen Auswirkungen auf die
Berichterstattung.
Für diesen Zwischenabschluss gelten die gleichen
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie in unserem
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023, auf den wir an
dieser Stelle verweisen. Zudem ergänzen wir die
nachfolgenden Sachverhalte.
Im Geschäftsjahr 2024 wurden im GRENKE Konzern alle
neuen und überarbeiteten Standards und
Interpretationen berücksichtigt, die erstmals
verbindlich seit dem 1. Januar 2024 anzuwenden waren und
bereits in europäisches Recht übernommen wurden
(Endorsement), sofern diese für den GRENKE Konzern
relevant waren.
Alle nachfolgenden neuen und überarbeiteten
Standards und Interpretationen haben keinen oder nur
unwesentlichen Einfluss auf die Bilanzierung und
Berichterstattung im Konzernabschluss der GRENKE AG.
Für weiterführende Erläuterungen verweisen
wir auf den Geschäftsbericht 2023.
Im Januar 2020 wurden die Änderungen an IAS 1 zur
Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig
veröffentlicht. Gegenstand der Änderungen an IAS
1 ist die Klarstellung, dass im Rahmen der Klassifizierung
von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig auf
bestehende Rechte des Unternehmens zum Abschlussstichtag
abzustellen ist.
Der IASB veröffentlichte im Oktober 2022
Änderungen an IAS 1 zur Klassifizierung langfristiger
Schulden mit Nebenbedingungen. Gegenstand der Änderung
an IAS 1 ist die Klarstellung, dass Nebenbedingungen, die
vor oder am Bilanzstichtag einzuhalten sind, Auswirkungen
auf die Klassifizierung als kurz- oder langfristig haben
können. Keinen Einfluss auf die Klassifizierung als
kurz- oder langfristig haben hingegen Nebenbedingungen, die
lediglich nach dem Bilanzstichtag einzuhalten sind.
Die Änderungen an IFRS 16 dienen der Klarstellung
hinsichtlich der Folgebewertung einer
Leasingverbindlichkeit im Fall einer
Sale-and-Leaseback-Transaktion. Gemäß den
Änderungen an IFRS 16 ist die Leasingverbindlichkeit
so zu bewerten, dass bei der Folgebewertung kein Gewinn
oder Verlust realisiert wird, soweit dieser das
zurückbehaltene Nutzungsrecht betrifft.
Vom IASB wurden folgende neue und geänderte
Standards oder Interpretationen veröffentlicht, die
erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend
anzuwenden sind. Verschiedene Standards davon haben die
Anerkennung in europäisches Recht ("Endorsement") der
EU bereits durchlaufen. Eine freiwillige vorzeitige
Anwendung wird von diesen Standards ausdrücklich
zugelassen. Die GRENKE AG macht von diesem Wahlrecht
grundsätzlich keinen Gebrauch. Diese Standards werden
zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im
Konzernabschluss umgesetzt.
Voraussichtlich werden die nachfolgenden Änderungen
keinen wesentlichen Einfluss auf die Berichterstattung im
Konzernabschluss der GRENKE AG haben.
Gegenstand der Änderungen sind zusätzliche
Anhangangaben im Zusammenhang mit
Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen, zu denen
insbesondere Reverse-Factoring-Vereinbarungen zählen.
Die Änderungen ergänzen die Anforderungen, die
bereits in den IFRS enthalten sind und verpflichten
Unternehmen im Hinblick auf
Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen zur Offenlegung von
Konditionen und Bedingungen, Nennung der Bilanzposten und
der Buchwerte zu Beginn und zum Ende der Berichtsperiode,
Bandbreiten von Zahlungsfristen und Risikokonzentrationen.
Die Änderungen sind für Geschäftsjahre
anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen.
Für Unternehmen, die nach den in der EU anzuwendenden
IFRS bilanzieren, gelten die Regelungen nach der
Übernahme in europäisches Recht. Eine
Übernahme durch die EU steht noch aus.
Gegenstand der Änderungen an IAS 21 sind
detaillierte Regelungen, nach denen zu bestimmen ist, ob
eine Währung gegen eine andere umtauschbar ist und wie
Wechselkurse zu bestimmen sind, wenn die Umtauschbarkeit
nicht gegeben ist. Die Änderungen sind für
Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.
Januar 2025 beginnen. Für Unternehmen, die nach den in
der EU anzuwendenden IFRS bilanzieren, gelten die
Regelungen nach der Übernahme in europäisches
Recht. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus.
Bei der Aufstellung des verkürzten
Konzernzwischenabschlusses sind Annahmen getroffen und
Schätzungen verwendet worden, die sich auf den Ausweis
und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte,
Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie
Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.
Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen werden
laufend überprüft. Überarbeitungen von
Schätzungen werden prospektiv erfasst und erfolgen in
den nachfolgend dargestellten Bereichen.
Die Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle
Vermögenswerte beruht auf Annahmen und
Schätzungen zum Ausfallrisiko und zu den erwarteten
Verlustraten. Der Konzern übt bei der Festlegung
dieser Annahmen und der Auswahl der Inputfaktoren für
die Berechnung der Wertminderung Ermessen aus, basierend
auf Erfahrungen des Konzerns aus der Vergangenheit,
bestehenden Marktbedingungen sowie zukunftsgerichteten
Schätzungen zum Ende jeder Berichtsperiode.
Entsprechend den Verlautbarungen von verschiedenen
Regulatoren (ESMA, EBA) wird eine Beurteilung der
Modellierung der IFRS 9 Wertberichtigung und der
Schätzung der erwarteten Kreditverluste (ECL)
vorgenommen. Das ECL-Modell wird inklusive der
Inputparameter und der Teilmodelle anlassbezogen und
mindestens einmal jährlich validiert und
gegebenenfalls aktualisiert.
Zur Ermittlung der Risikovorsorge gemäß IFRS
9 werden erwartete Kreditausfälle verschiedener
makroökonomischer Szenarien gewichtet. GRENKE
berechnet hierfür ein negatives, ein positives sowie
ein Basisszenario. Die unterstellten Entwicklungen des
Bruttoinlandsprodukts sind je Szenario folgender Tabelle zu
entnehmen:
| Bruttoinlandsprodukt | 01.04.2024-31.12.2024 | 01.01.2025-31.12.2025 | ||||
| negativ | Basis | positiv | negativ | Basis | positiv | |
| Euroraum | - 6,3% | 1,3% | 2,1% | 1,3% | 1,4% | 2,1% |
| Deutschland | - 3,8% | 0,9% | 2,2% | 0,9% | 2,0% | 2,2% |
| Frankreich | - 7,7% | 1,3% | 2,3% | 1,3% | 1,8% | 2,3% |
| Italien | - 9,0% | 0,7% | 1,8% | 0,7% | 1,0% | 1,8% |
| Spanien | - 11,2% | 1,7% | 3,5% | 1,7% | 2,1% | 3,5% |
| Vereinigtes Königreich | - 11,0% | 0,6% | 2,5% | 0,6% | 2,0% | 2,5% |
| Bruttoinlandsprodukt | 01.01.2026-31.12.2026 | ||
| negativ | Basis | positiv | |
| Euroraum | 1,4% | 1,4% | 2,1% |
| Deutschland | 2,0% | 1,9% | 2,2% |
| Frankreich | 1,8% | 1,7% | 2,3% |
| Italien | 1,0% | 1,1% | 1,8% |
| Spanien | 2,1% | 1,8% | 3,5% |
| Vereinigtes Königreich | 2,0% | 2,1% | 2,5% |
Die Höhe der Risikovorsorge der laufenden
Leasingforderungen je Szenario ist in folgender Tabelle
aufgeführt:
| Szenarien zum 31. März 2024 | |||
| TEUR | negativ | Basis | positiv |
| Risikovorsorge | 157.683 | 133.223 | 111.904 |
| Szenarien zum 31. Dezember 2023 | |||
| TEUR | negativ | Basis | positiv |
| Risikovorsorge | 147.476 | 124.364 | 104.158 |
Im Basisszenario werden wiederkehrende, jedoch nicht
permanente Engpässe bzgl. russischer Gaslieferungen
angenommen, da der Russland-Ukraine-Krieg weiter andauert.
Die Inflation bleibt unverändert auf erhöhtem
Niveau (deutlich oberhalb von 2 Prozent). Infolge von
Zweit- und Drittrundeneffekten treten global erhöhte
Kreditverluste ein. Der Anstieg der Ausfallraten entspricht
in etwa einem Viertel des Anstiegs zu Beginn der
Covid-19-Pandemie. Die Höhe des Anstiegs wird anhand
historischer Ausfallraten im Zuge der jüngsten Finanz-
und Staatsschuldenkrise abgeleitet.
Das negative Szenario geht von weiteren, erheblichen
Engpässen in den von russischem Gas stark
abhängigen Volkswirtschaften und vom Andauern des
russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine aus. Dies
führt zu einer weiteren Preissteigerung bei
importierten
Energierohstoffen. Parallel straffen die Notenbanken
weiter die Geldpolitik, um die noch immer steigenden
Inflationsraten zu bekämpfen. Dies führt in der
Industrie zu einer starken Abkühlung der
Investitionsbereitschaft sowie zu einem erheblichen Verlust
an Kaufkraft bei privaten Haushalten. Aus Zweit- und
Drittrundeneffekten resultieren global wesentlich
erhöhte Kreditverluste. Der Anstieg der Ausfallraten
entspricht in etwa demjenigen zu Beginn der
Covid-19-Pandemie.
Im positiven Szenario können über
Energiesparmaßnahmen sowie über den Import von
Flüssiggas, trotz eines andauernden
Russland-Ukraine-Krieges, die fehlenden russischen
Gaslieferungen aufgefangen werden. Die Inflation nimmt
moderat ab. Politische Maßnahmen stützen den
Kaufkraftverlust in den privaten Haushalten und verhindern
ein starkes Abkühlen der Investitionsbereitschaft in
der Industrie. Entsprechend kommt es zu einer Rückkehr
der Ausfallraten zum Vor-Covid-19-Niveau.
In sämtlichen Szenarien werden verschiedene
Mindestausfallraten (Floors) berücksichtigt. Aktuell
können im GRENKE Portfolio deutlich
rückgängige Ausfallraten, insbesondere auch im
Vergleich zum Vor-Covid-19-Niveau, beobachtet werden.
Ungeachtet dessen wird der Anstieg der Ausfallraten in
allen Szenarien auf das Ausfallratenniveau vor der
Covid19-Pandemie angewendet. Der Effekt der aktuell
deutlich rückgängigen Ausfallraten erfährt
somit keine Berücksichtigung.
Die Eintrittswahrscheinlichkeiten der Makroszenarien
werden länderspezifisch ermittelt, um die
unterschiedlichen wirtschaftlichen sowie politischen
Begebenheiten des jeweiligen Landes zu würdigen. Diese
Szenariogewichte werden zum einen aus öffentlichen
Daten der EZB abgeleitet. Diese stellt durch eine Umfrage
unter verschiedenen Analysten eine
Wahrscheinlichkeitsverteilung für das BIP der Jahre
2024 bis 2026 auf. Aus diesen Wahrscheinlichkeitsverteilun
gen können Eintrittswahrscheinlichkeiten für
einzelne Szenarien berechnet werden. Zum anderen werden zur
länderspezifischen Bestimmung der
Eintrittswahrscheinlichkeiten die öffentlich
zugänglichen BIP-Erwartungen sowie die historischen
BIP-Betrachtungen des IWF herangezogen.
Zum 31. März 2024 sind die Szenarien in den
Kernmärkten des GRENKE Konzerns wie folgt gewichtet:
| Szenariogewichtung | 01.04.2024-31.12.2024 | 01.01.2025-31.12.2025 | ||||
| negativ | Basis | positiv | negativ | Basis | positiv | |
| Deutschland | 40,1% | 58,8% | 1,1% | 5,3% | 64,0% | 30,7% |
| Frankreich | 26,5% | 71,6% | 1,9% | 6,8% | 75,5% | 17,7% |
| Italien | 55,5% | 43,1% | 1,4% | 14,4% | 73,0% | 12,6% |
| Spanien | 17,0% | 82,7% | 0,3% | 4,6% | 92,0% | 3,4% |
| Vereinigtes Königreich | 56,7% | 42,9% | 0,4% | 5,4% | 77,7% | 16,9% |
| Szenariogewichtung | 01.01.2026-31.12.2026 | ||
| negativ | Basis | positiv | |
| Deutschland | 4,2% | 61,9% | 33,9% |
| Frankreich | 5,5% | 75,2% | 19,3% |
| Italien | 10,0% | 71,5% | 18,5% |
| Spanien | 4,5% | 92,5% | 3,0% |
| Vereinigtes Königreich | 3,4% | 72,4% | 24,2% |
Im Rahmen der Risikovorsorge wurden zusätzlich zu
der im Modell nach IFRS 9 berechneten Risikovorsorge
Management Adjustments auf zukünftige schwer
kalkulierbare bzw. neuartige Risiken (sog. Novel Risks)
gebildet. Diese Adjustments decken unter anderem
geopolitische Risiken sowie zusätzliche Unsicherheiten
durch Rezession, Liefer- und Energieengpässe und
Inflation ab. Zum Stichtag betrugen diese zusätzlichen
Management Adjustments insgesamt 18.379 TEUR. Zum einen
werden diese durch ein In-Model Adjustment in Höhe von
3.610 TEUR abgebildet, welche die erhöhte
wirtschaftliche Unsicherheit über die Erhöhung
von PD-Faktoren abbildet. Für die laufenden
Leasingforderungen wurden im Normalszenario entsprechend
wirtschaftlicher Unsicherheiten die PDFaktoren erhöht.
Darüber hinaus wurde ein Post-Model Adjustment in
Höhe von 14.769 TEUR gebildet. Dieses wird zur
Abdeckung schwer kalkulierbarer Risiken auf Basis einer
zusätzlichen Sensitivitätsanalyse ermittelt.
Dabei wurden die Stabilität der Lieferketten und die
Kritikalität der Energieintensität
landesgruppenspezifisch zu einer Brancheneinschätzung
aggregiert und bewertet. Aufgrund der Tatsache, dass sich
Risiken für gebildeten Adjustments bereits teilweise
im IFRS 9 Modell realisiert haben und insbesondere die
Auswirkungen der geopolitischen Risiken im Rahmen der
Auseinandersetzungen in der Ukraine und im Nahen Osten
überschätzt wurden, konnten die Management
Adjustments entsprechend neuer Erkenntnisse reduziert
werden. Die erforderlichen Adjustments werden laufend
überprüft und soweit notwendig entsprechend
aktualisiert.
Nicht garantierte (kalkulierte) Restwerte werden im
Rahmen der Ermittlung des Barwerts der Leasingforderungen
gemäß der Definition des IFRS 16
berücksichtigt. Die kalkulierten Restwerte am Ende der
Vertragslaufzeit ermitteln sich in Abhängigkeit von
der Laufzeitgruppe des jeweiligen Leasingvertrags und
beinhalten das erwartete Nachgeschäft am Ende der
Laufzeit, basierend auf historischen Erfahrungswerten.
Für Zugänge seit dem 1. Januar 2024 betragen sie
zwischen 1 und 25 Prozent der Anschaffungskosten (Vorjahr:
seit dem 1. Januar 2023 zwischen 1 und 25 Prozent). Die
kalkulierten Restwerte werden dabei anhand statistischer
Auswertungen im Rahmen einer bestmöglichen
Schätzung angesetzt. Im Fall eines Absinkens der
tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend aus
Verwertung und sogenannter Nachmiete) erzielbaren
Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen
berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg
unberücksichtigt bleibt.
Die der Discounted-Cashflow-Bewertung der bestehenden
Geschäfts- oder Firmenwerte zugrundeliegenden
Cashflows basieren auf den aktuellsten
Geschäftsplänen und internen Planungen. In diesem
Zusammenhang werden Annahmen über die künftigen
Ertrags- und Aufwandsentwicklungen getroffen. Dabei werden
künftige Wachstumsraten der jeweiligen
zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis bisheriger
Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte Ertrags- und
Aufwandsverläufe unter Berücksichtigung aktueller
und zu erwartender Marktentwicklungen in die Zukunft
projiziert. Die ermittelten Planungen reflektieren die
bestmöglichen Einschätzungen zur weiteren
Entwicklung der makroökonomischen Rahmenbedingungen
sowie der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit.
Die hierbei getroffenen Einschätzungen sowie die
zugrundeliegende Methodik können einen erheblichen
Einfluss auf die ermittelten Werte haben.
Aufgrund des aktuellen politischen und ökonomischen
Gesamtumfelds sind die Schätzungen hinsichtlich der
weiteren Neugeschäfts- und Renditeentwicklungen der
zahlungsmittelgenerierenden Einheiten weiterhin mit
zusätzlichen Unsicherheiten verbunden. Sollten
wesentliche Annahmen von den tatsächlichen
Größen abweichen, könnte dies in der
Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen
führen.
Der GRENKE Konzern hat zum Stichtag untersucht, ob ein
Anhaltspunkt für eine Wertminderung der bilanzierten
Geschäfts- oder Firmenwerte vorliegen könnte. Zum
Stichtag bestand, unter Berücksichtigung der
Veränderung der Bewertungsparameter sowie der
wirtschaftlichen Entwicklungen der
zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, kein
Wertminderungsbedarf der Geschäfts- oder Firmenwerte.
Der für die Werthaltigkeitsermittlung
maßgebliche risikolose Zinssatz betrug 2,4 Prozent
zum 31. März 2024, gegenüber 2,2 Prozent zum 31.
Dezember 2023. Damit stiegen die Abzinsungssätze, die
zur Diskontierung der geplanten Zahlungsströme der
zahlungsmittelgenerierenden Einheiten heranzuziehen sind,
zwar im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2024 leicht
an. Der risikolose Zinssatz von 2,4 Prozent zum 31.
März 2024 lag aber weiterhin deutlich unterhalb des
Zinsniveaus von 3,0 Prozent, das im Rahmen des letzten
planmäßigen Wertminderungstests zum 1. Oktober
2023 anzusetzen war, sodass keine Anhaltspunkte für
eine mögliche Wertminderung der Geschäfts- oder
Firmenwerte bestanden. Sollten die Abzinsungssätze
jedoch erneut stark steigen, könnte dies zu
erfolgswirksamen Wertminderungen in künftigen
Berichtsperioden führen.
Die Bewertung der Leasinggegenstände in Verwertung
erfolgt auf Basis der Verwertungserlöse, die über
das vergangene Geschäftsjahr im Durchschnitt je
Altersklasse in Bezug auf die ursprünglichen
Anschaffungskosten erzielt werden konnten.
Leasinggegenstände in der Verwertung werden in
Abhängigkeit von ihrer tatsächlichen
Verwertbarkeit mit den aus der Vergangenheit ermittelten
Restwerten bewertet. Die angesetzten Restwerte betragen zum
Stichtag zwischen 2,3 und 13,6 Prozent (Vorjahr: zwischen
2,5 und 17,9 Prozent) der ursprünglichen
Anschaffungskosten. Sofern eine Verwertung aufgrund des
Zustands des entsprechenden Gegenstandes unrealistisch
erscheint, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben.
Die beizulegenden Zeitwerte finanzieller
Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten, die
nicht mithilfe von Daten aus aktiven Märkten
unmittelbar abgeleitet werden können, werden unter der
Verwendung von Bewertungsverfahren bestimmt. Die
Inputparameter dieser Modelle stützen sich, soweit
möglich, auf beobachtbare Marktdaten. Ist dies nicht
möglich, stellt die Bestimmung der beizulegenden
Zeitwerte in gewissem Maß eine Ermessensentscheidung
dar. Die Ermessensentscheidungen betreffen Inputparameter
wie Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko und
Volatilität. Änderungen der Annahmen
bezüglich dieser Inputparameter können sich auf
den erfassten beizulegenden Zeitwert der Finanzinstrumente
auswirken. Sind beobachtbare Preise und Parameter
verfügbar, werden sie für die Bestimmung des
beizulegenden Zeitwertes genutzt, ohne dass
Einschätzungen im großen Umfang erforderlich
wären.
Aktive latente Steuern werden für alle nicht
genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem
Maß erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass
hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein
wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich
genutzt werden können. Bei der Ermittlung der
Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche
Ermessungsausübung der Unter nehmensleitung
bezüglich des erwarteten Eintritts und der Höhe
des zukünftig zu versteuernden Einkommens sowie der
zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.
Aufgrund der Komplexität der Steuergesetzgebung
ergeben sich möglicherweise unterschiedliche
Auslegungen und Interpretationen von Steuergesetzen durch
den Steuerpflichtigen und die lokale Finanzbehörde.
Dadurch kann es zu nachträglichen Steuerzahlungen
für vergangene Geschäftsjahre kommen. Für
den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte
Beträge wahrscheinlich nicht realisiert werden
können (unsichere Steuerpositionen), werden
Steuerrückstellungen gebildet. Der Betrag ermittelt
sich aus der besten Schätzung der erwarteten
Steuerzahlung. Steuerforderungen aus unsicheren
Steuerpositionen werden dann bilanziert, wenn es
wahrscheinlich und damit hinreichend gesichert ist, dass
sie realisiert werden können. Die Annahmen, in welcher
Höhe unsichere Steuerpositionen angesetzt werden,
basieren auf der Einschätzung der Unternehmensleitung.
Wir verweisen hierzu auf die geschilderten
Bilanzierungsmethoden im Anhang des Konzernabschlusses zum
31. Dezember 2023.
Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der
Leasingforderungen:
| TEUR | 31.03.2024 | 31.12.2023 |
| ENTWICKLUNG DER
LEASINGFORDERUNGEN AUS LAUFENDEN
VERTRÄGEN (PERFORMENDE LEASINGFORDERUNGEN) |
||
| FORDERUNGEN ZU PERIODENBEGINN | 5.714.698 | 5.285.022 |
| + Veränderung in der Periode | 82.884 | 429.676 |
| LEASINGFORDERUNGEN
(KURZ- UND LANGFRISTIG) AUS
LAUFENDEN VERTRÄGEN ZUM PERIODENENDE |
5.797.582 | 5.714.698 |
| ENTWICKLUNG DER
LEASINGFORDERUNGEN AUS
GEKÜNDIGTEN/RÜCKSTÄNDIGEN VERTRÄGEN (NICHT PERFORMENDE LEASINGFORDERUNGEN) |
||
| BRUTTOFORDERUNGEN ZU PERIODENBEGINN | 461.962 | 443.506 |
| + Zugänge Bruttoforderungen in der Periode | 47.221 | 115.361 |
| - Abgänge Bruttoforderungen in der Periode | 20.871 | 96.905 |
| BRUTTOFORDERUNGEN ZUM PERIODENENDE | 488.312 | 461.962 |
| SUMME BRUTTOFORDERUNGEN GEKÜNDIGT UND LAUFEND | 6.285.894 | 6.176.660 |
| WERTMINDERUNGEN ZU PERIODENBEGINN | 476.806 | 484.584 |
| + Veränderung kumulierte Wertminderungen in der Periode | 6.842 | - 7.778 |
| WERTMINDERUNGEN ZU PERIODENENDE | 483.648 | 476.806 |
| Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zu Periodenbeginn | 5.699.854 | 5.243.944 |
| LEASINGFORDERUNGEN
(BILANZANSATZ KURZ-
UND LANGFRISTIG) ZUM PERIODENENDE |
5.802.246 | 5.699.854 |
Die folgende Übersicht zeigt die
Brutto-Leasingforderungen und die hierauf gebildete
Wertberichtigung pro IFRS 9 Wertberichtigungsstufe. Der
GRENKE Konzern verfügt über keine als POCI
(Purchased or Originated Credit Impaired) klassifizierten
Finanzinstrumente im Sinne des IFRS 9:
| 31.03.2024 | 31.12.2023 | ||||
| TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | Summe |
| BRUTTOFORDERUNGEN | |||||
| Deutschland | 1.153.693 | 56.522 | 37.080 | 1.247.295 | 1.248.638 |
| Frankreich | 1.188.064 | 77.990 | 136.298 | 1.402.352 | 1.355.908 |
| Italien | 688.174 | 62.315 | 147.818 | 898.307 | 900.684 |
| Sonstige Länder | 2.243.927 | 184.208 | 309.805 | 2.737.940 | 2.671.430 |
| SUMME BRUTTOFORDERUNGEN | 5.273.858 | 381.035 | 631.001 | 6.285.894 | 6.176.660 |
| Wertberichtigung | 64.544 | 36.388 | 382.716 | 483.648 | 476.806 |
| BUCHWERT | 5.209.314 | 344.647 | 248.285 | 5.802.246 | 5.699.854 |
Die Brutto-Leasingforderungen sind aufgrund des
Neugeschäftswachstums im Vergleich zum 31. Dezember
2023 um 1,8 Prozent gestiegen. Demgegenüber ist die
Wertberichtigung im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um 1,4
Prozent gestiegen. Ursächlich sind im Wesentlichen
höhere Wertberichtigungen in Stufe 3 infolge des
Neugeschäftswachstums. Diesbezüglich ist
insbesondere hervorzuheben, dass im GRENKE Konzern nach wie
vor ein deutlich konservativer Ansatz Anwendung findet.
Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der
Bruttoleasingforderungen:
| 31.03.2024 | 31.12.2023 | ||||
| TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | Summe |
| BRUTTOFORDERUNGEN ZUM 01.01.2024 | 5.222.096 | 367.149 | 587.415 | 6.176.660 | 5.728.528 |
| Neu ausgereichte oder erworbene finanzielle Vermögenswerte* | 672.245 | 26.339 | 364 | 698.948 | 2.488.072 |
| Umbuchungen | |||||
| zu Stufe 1 | 48.885 | - 40.940 | - 7.945 | 0 | 0 |
| zu Stufe 2 | -106.562 | 133.217 | - 26.655 | 0 | 0 |
| zu Stufe 3 | - 59.676 | - 64.423 | 124.099 | 0 | 0 |
| Änderung der Risikovorsorge durch Stufenänderung | - 9.655 | - 19.789 | - 9.325 | - 38.769 | - 124.783 |
| Einvernehmliche
Vertragsauflösung oder Zahlungen für
finanzielle
Vermögenswerte (ohne Ausbuchungen) |
- 965.088 | - 56.150 | - 20.581 | -1.041.819 | - 2.200.443 |
| Änderungen der
vertraglichen Zahlungsströme infolge
von Modifikation (keine Ausbuchung) |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Änderung durch Veränderung Bearbeitungsklasse bei Schadensfällen | 0 | 0 | - 6.764 | - 6.764 | - 12.950 |
| Änderungen der Modelle/Risikoparameter für ECL-Berechnung | - 4 | 0 | 0 | - 4 | - 3 |
| Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte | - 86 | - 144 | - 22.505 | - 22.735 | - 97.265 |
| Währungsumrechnungs- und sonstige Differenzen | - 13.588 | 1.801 | - 1.979 | - 13.766 | 4.505 |
| Aufzinsung | 485.291 | 33.975 | 14.877 | 534.143 | 390.999 |
| BRUTTOFORDERUNGEN ZUM 31.03.2024 | 5.273.858 | 381.035 | 631.001 | 6.285.894 | 6.176.660 |
Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der
Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen und
langfristigen Leasingforderungen:
| 31.03.2024 | 31.12.2023 | ||||
| TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | Summe |
| WERTBERICHTIGUNG ZUM 01.01.2024 | 70.565 | 44.789 | 361.452 | 476.806 | 484.584 |
| Neu ausgereichte oder erworbene finanzielle Vermögenswerte* | 9.720 | 4.494 | 251 | 14.465 | 71.470 |
| Umbuchungen | |||||
| zu Stufe 1 | 4.407 | - 3.539 | - 868 | 0 | 0 |
| zu Stufe 2 | - 2.336 | 6.398 | - 4.062 | 0 | 0 |
| zu Stufe 3 | - 1.189 | - 11.425 | 12.614 | 0 | 0 |
| Änderung der Risikovorsorge durch Stufenänderung | - 3.542 | 5.885 | 21.792 | 24.135 | 61.077 |
| Einvernehmliche
Vertragsauflösung oder Zahlungen für
finanzielle Vermögenswerte (ohne Ausbuchungen) |
- 15.742 | - 7.250 | - 9.195 | - 32.187 | - 64.991 |
| Änderungen der
vertraglichen Zahlungsströme
infolge von Modifikation (keine Ausbuchung) |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Änderung durch Veränderung Bearbeitungsklasse bei Schadensfällen | 0 | 0 | 17.535 | 17.535 | 1.542 |
| Änderungen der Modelle/Risikoparameter für ECL-Berechnung | - 2.845 | - 7.735 | 73 | - 10.507 | - 12.717 |
| Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten | - 1 | - 53 | - 18.275 | - 18.329 | - 73.928 |
| Währungsumrechnungs- und sonstige Differenzen | - 69 | 1.314 | - 1.767 | - 522 | 193 |
| Aufzinsung | 5.576 | 3.510 | 3.166 | 12.252 | 9.576 |
| WERTBERICHTIGUNG ZUM 31.03.2024 | 64.544 | 36.388 | 382.716 | 483.648 | 476.806 |
| davon Wertberichtigung nicht-performende Leasingforderung | 0 | 0 | 345.073 | 345.073 | 325.316 |
| davon Wertberichtigung performende Leasingforderung | 64.544 | 36.388 | 37.643 | 138.575 | 151.490 |
Ergänzend zur Kapitalflussrechnung stellen sich die
Zahlungsströme bezogen auf die Leasingforderungen wie
folgt dar:
| TEUR | Q1 2024 | Q1 2023 |
| Zahlungen Leasingnehmer | 626.243 | 591.963 |
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Leasinggeschäft | - 127.634 | - 104.436 |
| Zugänge Leasingforderungen/Nettoinvestitionen | - 686.293 | - 627.849 |
| ZWISCHENSUMME | - 187.684 | - 140.322 |
| Abgänge/Umgliederungen Leasingforderungen zu Restbuchwerten | 93.674 | 69.335 |
| Abnahme/Zunahme andere Forderungen gegen Leasingnehmer | - 19.508 | 7.398 |
| Währungsdifferenzen | 11.126 | 3.848 |
| VERÄNDERUNG LEASINGFORDERUNGEN | - 102.392 | - 59.741 |
Die Finanzschulden des GRENKE Konzerns setzen sich aus
den kurzfristigen Finanzschulden und langfristigen
Finanzschulden zusammen:
| TEUR | 31.03.2024 | 31.12.2023 |
| KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN | ||
| Asset-Backed | 359.960 | 432.085 |
| Senior-Unsecured | 1.049.296 | 744.434 |
| Zweckgebundene
Förderdarlehen |
18.838 | 23.474 |
| Verbindlichkeiten aus
dem
Einlagengeschäft |
931.989 | 631.324 |
| Sonstige Bankschulden | 330 | 272 |
| SUMME KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN | 2.360.413 | 1.831.589 |
| LANGFRISTIGE FINANZSCHULDEN | ||
| Asset-Backed | 598.601 | 567.739 |
| Senior-Unsecured | 1.680.159 | 2.019.594 |
| Zweckgebundene
Förderdarlehen |
10.633 | 14.229 |
| Verbindlichkeiten aus
dem
Einlagengeschäft |
755.843 | 985.766 |
| SUMME LANGFRISTIGE FINANZSCHULDEN | 3.045.236 | 3.587.328 |
| SUMME FINANZSCHULDEN | 5.405.649 | 5.418.917 |
Folgende konsolidierte strukturierte Einheiten bestanden
zum Stichtag: Opusalpha Purchaser II Limited (Helaba),
Kebnekaise Funding Limited (SEB AB), CORAL PURCHASING
(IRELAND) 2 DAC (DZ-Bank), SILVER BIRCH FUNDING DAC
(NordLB), FCT "GK"-COMPARTMENT "G2" (Unicredit), Elektra
Purchase No 25 DAC, FCT "GK"-COMPARTMENT "G4" (HeLaBa)
sowie FCT "GK"-COMPARTMENT "G5" (DZ-Bank). Sämtliche
strukturierte Einheiten sind als
Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP)-Programme aufgelegt.
| TEUR | 31.03.2024 | 31.12.2023 |
| Programmvolumen in Landeswährung | ||
| TEUR | 1.089.452 | 1.089.452 |
| TGBP | 286.364 | 286.364 |
| Programmvolumen in TEUR | 1.424.341 | 1.418.965 |
| Inanspruchnahme in TEUR | 1.083.309 | 1.057.695 |
| Buchwert in TEUR | 927.526 | 900.898 |
| davon kurzfristig | 341.372 | 383.260 |
| davon langfristig | 586.154 | 517.638 |
In der nachfolgenden Tabelle werden die Programmvolumen,
Inanspruchnahme und Buchwerte der
Forderungsverkaufsverträge dargestellt:
| TEUR | 31.03.2024 | 31.12.2023 |
| Programmvolumen in LW | ||
| TEUR | 16.500 | 16.500 |
| TGBP | 0 | 90.000 |
| TBRL | 210.000 | 210.000 |
| Programmvolumen in TEUR | 55.366 | 159.227 |
| Inanspruchnahme in TEUR | 37.359 | 105.014 |
| Buchwert in TEUR | 31.035 | 98.926 |
| davon kurzfristig | 18.588 | 48.825 |
| davon langfristig | 12.447 | 50.101 |
Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die
Buchwerte der einzelnen Refinanzierungsinstrumente:
| TEUR | 31.03.2024 | 31.12.2023 |
| Anleihen | 2.265.839 | 2.211.718 |
| davon kurzfristig | 779.206 | 380.794 |
| davon langfristig | 1.486.633 | 1.830.924 |
| Schuldscheindarlehen | 172.595 | 166.831 |
| davon kurzfristig | 10.221 | 10.781 |
| davon langfristig | 162.374 | 156.050 |
| Commercial Paper | 70.000 | 50.000 |
| Revolving-Credit-Facility | 164.528 | 266.044 |
| davon kurzfristig | 133.670 | 233.452 |
| davon langfristig | 30.858 | 32.592 |
| Geldhandel | 0 | 20.000 |
| davon kurzfristig | 0 | 20.000 |
| Kontokorrent | 9.711 | 12.712 |
| Zinsabgrenzung | 46.782 | 36.723 |
Folgende Tabelle zeigt den Refinanzierungsrahmen der
einzelnen Instrumente:
| TEUR | 31.03.2024 | 31.12.2023 |
| Anleihen TEUR | 5.000.000 | 5.000.000 |
| Commercial Paper TEUR | 750.000 | 750.000 |
| Syndizierte
revolvierende
Kreditfazilität TEUR |
400.000 | 400.000 |
|
Revolving-Credit-Facility
TEUR |
16.600 | 16.600 |
|
Revolving-Credit-Facility
TPLN |
150.000 | 150.000 |
|
Revolving-Credit-Facility
THUF |
540.000 | 540.000 |
|
Revolving-Credit-Facility
TBRL |
140.000 | 140.000 |
| Geldhandel TEUR | 40.000 | 40.000 |
Im ersten Quartal wurde eine bestehende Anleihe um
50.000 TEUR aufgestockt. Planmäßig getilgt
wurden 0 TEUR.
Im Geschäftsjahr wurde bisher ein neues
Schuldscheindarlehen mit einem Nominalvolumen von 10.000
TCHF begeben. Planmäßig getilgt wurden 0 TEUR.
Im Geschäftsjahr wurden bisher fünf Commercial
Papers mit einem Gesamtvolumen von 70.000 TEUR emittiert.
Planmäßig getilgt wurden 50.000 TEUR.
Folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der in Anspruch
genommenen Förderdarlehen bei den einzelnen
Förderbanken.
| TEUR | 31.03.2024 | 31.12.2023 |
| NRW Bank | 12.697 | 16.753 |
| Thüringer Aufbaubank | 2.292 | 2.597 |
| KfW | 14.115 | 17.895 |
| Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank | 239 | 301 |
| Zinsabgrenzung | 128 | 157 |
| SUMME DER FÖRDERDARLEHEN | 29.471 | 37.703 |
Ergänzend zur Kapitalflussrechnung stellen sich die
Zahlungsströme bezogen auf die Finanzschulden wie
folgt dar:
| TEUR | Q1 2024 | Q1 2023 |
| VERBINDLICHKEITEN AUS FINANZSCHULDEN | ||
| Zugang
Verbindlichkeiten/ Neuaufnahme
aus der Refinanzierung |
432.359 | 394.446 |
| Aufwendungen aus der
Verzinsung
der Refinanzierung |
37.208 | 20.933 |
| Zahlung/Rückzahlung
von Verbindlichkeiten
an Refinanzierer |
- 552.498 | - 368.197 |
| Währungsdifferenzen | - 1.137 | - 1.178 |
| VERÄNDERUNG
VERBINDLICHKEITEN AUS
DER REFINANZIERUNG |
- 84.068 | 46.004 |
| Zugang/Rückzahlung
Verbindlichkeiten aus dem
Einlagengeschäft |
61.890 | 270.749 |
| Aufwendungen aus der
Verzinsung
des Einlagengeschäfts |
8.852 | 3.566 |
| VERÄNDERUNG
VERBINDLICHKEITEN AUS
DEM EINLAGENGESCHÄFT |
70.742 | 274.315 |
| VERÄNDERUNG
VERBINDLICHKEITEN AUS
DEN FINANZSCHULDEN |
- 13.326 | 320.319 |
Das Grundkapital der GRENKE AG ist im Vergleich zum 31.
Dezember 2023 unverändert auf 46.495.573 auf den
Inhaber lautende Aktien eingeteilt.
Davon wurden im Rahmen des im November 2023
angekündigten Aktienrückaufprogramms im
Berichtszeitraum 282.390 Aktien mit einem Volumen von 6,6
Mio. EUR erworben, was einem Anteil von 0,61 Prozent des
Grundkapitals entspricht. Weitere Informationen können
der folgenden Tabelle entnommen werden. Die eigenen Anteile
werden offen vom Eigenkapital abgesetzt.
| Anzahl erworbener Aktien | Durchschnittspreis je Aktie in EUR | Gesamtbetrag eigener Anteile in TEUR | |
| Stand 01.01.2024 | 0 | 0,00 | 0 |
| Februar | 104.201 | 23,55 | 2.454 |
| März | 178.189 | 23,32 | 4.156 |
| STAND 31.03.2024 | 282.390 | 23,41 | 6.610 |
Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines
Vermögenswerts oder einer Schuld verwendet der GRENKE
Konzern so weit wie möglich am Markt beobachtbare
Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken
verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden
Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der
Bemessungshierarchie ("Fair-Value-Hierarchie") eingeordnet.
Stufe 1: Notierte (unbereinigte) Preise auf aktiven
Märkten für identische Vermögenswerte oder
Schulden.
Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen sämtliche
Inputfaktoren, die sich wesentlich auf den erfassten
beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder
indirekt am Markt beobachtbar sind.
Stufe 3: Bewertungsverfahren, die Inputfaktoren
verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten
beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf
beobachtbaren Marktdaten basieren.
Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts
eines Vermögenswerts oder einer Schuld verwendeten
Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der
Bemessungshierarchie eingeordnet werden können, wird
die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer
Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet,
die dem Inputfaktor der höchsten Stufe entspricht, der
für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.
Der GRENKE Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen
verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie in der
Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist.
Umgruppierungen zwischen den drei Stufen der
Bemessungshierarchie fanden in der abgelaufenen
Berichtsperiode nicht statt.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und
beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte
und finanzieller Verbindlichkeiten je Klasse von
Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert
bemessen werden. Sie enthält keine Informationen zum
beizulegenden Zeitwert für finanzielle
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wenn der
Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den
beizulegenden Zeitwert darstellt. Darunter fallen die
Bilanzpositionen Zahlungsmittel, Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen.
Sämtliche originäre Finanzinstrumente sind der
Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet, mit Ausnahme
der börsennotierten Anleihen, die in den
Verbindlichkeiten aus Refinanzierung enthalten und in der
Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifiziert sind, sowie
der sonstigen Beteiligung, die der Stufe 3 der
Bemessungshierarchie zugeordnet ist. Der Buchwert der
börsennotierten Anleihen zum Bilanzstichtag
beträgt 2.265.839 TEUR (Vorjahr 31.12.2023: 2.211.718
TEUR) und der beizulegende Zeitwert 2.270.501 TEUR (Vorjahr
31.12.2023: 2.431.362 TEUR). Die originären
finanziellen Vermögenswerte sind bis auf die
Leasingforderungen, welche gemäß IFRS 16
bewertet werden, und die sonstige Beteiligung, welche der
Bewertungskategorie FVTOCI zugeordnet ist und somit zum
beizulegenden Zeitwert bewertet wird, vollständig zu
fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet. Die
finanziellen Verbindlichkeiten werden ebenfalls zu
(fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet.
| TEUR | Beizulegender
Zeitwert 31.03.2024 |
Buchwert
31.03.2024 |
Beizulegender
Zeitwert 31.12.2023 |
Buchwert
31.12.2023 |
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE | ||||
| Leasingforderungen | 6.275.694 | 5.802.246 | 6.161.352 | 5.699.854 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 211.087 | 206.372 | 220.265 | 215.235 |
| davon Forderungen aus dem Kreditgeschäft | 121.445 | 116.730 | 125.404 | 120.374 |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN | ||||
| Finanzschulden | 5.599.868 | 5.405.649 | 5.844.624 | 5.418.917 |
| davon Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 3.878.667 | 3.717.487 | 4.185.037 | 3.801.555 |
| davon Verbindlichkeiten aus dem Einlagegeschäft | 1.720.871 | 1.687.832 | 1.659.315 | 1.617.090 |
Zum Stichtag sind im GRENKE Konzern alle derivativen
Finanzinstrumente, welche sich aus Zinsderivaten
(Zinsswaps), Devisentermingeschäften und Cross
Currency Swaps zusammensetzen, zum beizulegenden Zeitwert
bilanziert. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente
sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet.
| TEUR | Beizulegender
Zeitwert 31.03.2024 |
Beizulegender
Zeitwert 31.12.2023 |
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE | ||
| DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE MIT SICHERUNGSBEZIEHUNG | ||
| Zinsderivate | 4.501 | 6.020 |
| Cross-Currency-Swaps | 6.163 | 5.063 |
| Fremdwährungsterminkontrakte | 8.062 | 4.381 |
| DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE OHNE SICHERUNGSBEZIEHUNG | ||
| Zinsderivate | 718 | 823 |
| Fremdwährungsterminkontrakte | 1.705 | 2.404 |
| GESAMT | 21.149 | 18.691 |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN | ||
| DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE MIT SICHERUNGSBEZIEHUNG | ||
| Zinsderivate | 1.545 | 3.399 |
| Cross-Currency-Swaps | 10.485 | 8.773 |
| Fremdwährungsterminkontrakte | 3.848 | 7.002 |
| DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE OHNE SICHERUNGSBEZIEHUNG | ||
| Zinsderivate | 195 | 312 |
| Fremdwährungsterminkontrakte | 2.470 | 2.830 |
| GESAMT | 18.543 | 22.316 |
Bei den im GRENKE Konzern verwendeten derivativen
Finanzinstrumenten handelt es sich um sogenannte
OTC-Derivate (Over-the-Counter). Diese werden direkt mit
einer Gegenpartei, die mindestens dem Investmentgrade
entspricht, abgeschlossen. Es existieren somit keine
notierten Börsenpreise.
Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt
anhand von Bewertungsmodellen unter Rückgriff auf
beobachtbare Inputfaktoren. Bei
Fremdwährungsterminkontrakten wird die Bewertung
anhand eines Mark-to-Model-Bewertungsmodells vorgenommen.
Bei Zinsderivaten wird der beizulegende Zeitwert über
eine Barwertmethode ermittelt. Die verwendeten
Inputparameter für die Bewertungsverfahren werden aus
Marktnotierungen entnommen. Dabei werden laufzeitkongruente
Zinssätze in den gehandelten Währungen für
Devisentermingeschäfte bzw. Zinssätze für
Zinsderivate verwendet. Die ermittelten Werte werden mit
einem sogenannten Add-on-Verfahren mit den Kupons der am
Markt beobachtbaren laufzeitadäquaten Credit Default
Swaps (CDS) der Gegenpartei bzw. des eigenen Ausfallrisikos
multipliziert, um den beizulegenden Zeitwert dieser
OTC-Derivate zu erhalten.
In nachfolgender Tabelle werden die angewandten
Bewertungsmethoden sowie die verwendeten Inputfaktoren und
Annahmen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte
dargestellt:
| Art und Stufe | Bewertungsmethode | Inputfaktoren |
| BEMESSUNGSHIERARCHIE STUFE 1 | ||
| Börsennotierte Anleihen | n. a. | In aktiven Märkten notierter Börsenpreis am Bewertungstag |
| BEMESSUNGSHIERARCHIE STUFE 2 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows | Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei |
| Finanzschulden (Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts, Schuldscheindarlehen, Bankschulden) | Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows | Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Ausfallrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment) |
| Devisentermingeschäfte/Cross-Currency-Swaps | Mark-to-Model
Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows |
Verfügbare Zinssätze in den gehandelten Währungen zu Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit-Value-Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden |
| Zinsderivate | Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows | Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit-Value-Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden |
| BEMESSUNGSHIERARCHIE STUFE 3 | ||
| Sonstige Beteiligungen (Beteiligung an der Finanzchef24 GmbH) |
Discounted-Cashflow-Modell
Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows |
Businessplan der Finanzchef24 GmbH zur Ermittlung der zukünftigen Cashflows; nachhaltige Wachstumsrate der zukünftigen Cashflows; Parameter zur Ermittlung des Diskontierungszinses (insbesondere risikoloser Zinssatz, Marktrisikoprämie, Betafaktor, Adjustierungsprämien) |
Nachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit
Kunden (IFRS 15) dargestellt:
| TEUR | Segment | Q1 2024 | Q1 2023 |
| ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN (IFRS 15) | |||
| Bruttoerlöse aus
dem Service-and-Protection-Geschäft
(Servicegeschäft) |
Leasing | 36.353 | 32.915 |
| Servicegebühr für Bereitstellung | Leasing | 2.405 | 2.220 |
| Erlöse aus Mahngebühren | Leasing | 407 | 363 |
| Erlöse aus Mahngebühren | Factoring | 4 | 4 |
| Sonstige Erlöse mit Leasingnehmern | Leasing | 233 | 236 |
| Verkauf von Leasingobjekten | Leasing | 47.151 | 49.096 |
| Provisionseinnahmen aus dem Bankgeschäft | Bank | 166 | 200 |
| SUMME | 86.719 | 85.034 |
Nachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit
Kunden (IFRS 15) und sonstige Umsatzerlöse (IFRS 9,
IFRS 16) dargestellt:
Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands
in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind:
| TEUR | Q1 2024 | Q1 2023 |
| ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN (IFRS 15) | 86.719 | 85.034 |
| SONSTIGE UMSATZERLÖSE (IFRS 9, IFRS 16) | ||
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft | 132.138 | 108.501 |
| Erlöse aus Operating Leasingverhältnissen | 5.938 | 6.464 |
| Erlösanteile aus Vormieten | 2.895 | 3.254 |
| SUMME | 227.690 | 203.253 |
| TEUR | Q1 2024 | Q1 2023 |
| Laufende Steuern | 6.561 | 4.610 |
| Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer (Deutschland) | 750 | 32 |
| Ausländische Ertragsteuern | 5.811 | 4.578 |
| Latente Steuern | - 1.452 | 2 |
| Deutschland | - 3.605 | 4.112 |
| Ausland | 2.153 | - 4.110 |
| SUMME | 5.109 | 4.612 |
| TEUR | Segment Leasing | Segment Bank | Segment Factoring | |||
| Januar bis März* | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| OPERATIVE ERTRÄGE | ||||||
| Externe operative Erträge | 102.199 | 100.292 | 1.923 | - 3.084 | 2.041 | 2.415 |
| Interne operative Erträge | - 5.613 | - 9.540 | 6.189 | 10.275 | - 576 | - 735 |
| SUMME OPERATIVE ERTRÄGE | 96.586 | 90.752 | 8.112 | 7.191 | 1.465 | 1.680 |
| davon zahlungsunwirksame Posten | 8.490 | 4.634 | - 1.015 | 445 | - 392 | - 80 |
| ZINSUNABHÄNGIGE AUFWENDUNGEN | ||||||
| Personalaufwand | - 42.940 | - 37.863 | - 2.242 | - 1.884 | -1.614 | - 1.542 |
| Abschreibungen und Wertminderung | - 6.005 | - 6.615 | - 273 | - 147 | - 181 | - 162 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand | - 22.181 | - 21.577 | - 1.882 | - 2.360 | - 840 | - 776 |
| Sonstige betriebliche Erträge (+) und Aufwendungen (-) | - 3.190 | - 1.491 | - 99 | - 1.288 | 155 | - 29 |
| SEGMENTERGEBNIS | 22.270 | 23.206 | 3.616 | 1.512 | - 1.015 | - 829 |
| Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen | - 101 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Finanzergebnis | ||||||
| KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN | 22.169 | 23.206 | 3.616 | 1.512 | - 1.015 | - 829 |
| ZUM 31. MÄRZ (VORJAHR: ZUM 31. DEZEMBER) | ||||||
| SEGMENTVERMÖGEN | 6.576.777 | 6.515.993 | 2.132.227 | 2.074.496 | 104.382 | 108.859 |
| davon nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 2.805 | 2.906 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| SEGMENTSCHULDEN | 5.406.377 | 5.344.093 | 1.829.773 | 1.780.805 | 108.396 | 111.124 |
| TEUR | Konsolidierung und Sonstiges | Konzern | ||
| Januar bis März* | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| OPERATIVE ERTRÄGE | ||||
| Externe operative Erträge | 0 | 0 | 106.163 | 99.623 |
| Interne operative Erträge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| SUMME OPERATIVE ERTRÄGE | 0 | 0 | 106.163 | 99.623 |
| davon zahlungsunwirksame Posten | 0 | 0 | 7.083 | 4.999 |
| ZINSUNABHÄNGIGE AUFWENDUNGEN | ||||
| Personalaufwand | 0 | 0 | - 46.796 | - 41.289 |
| Abschreibungen und Wertminderung | 206 | 111 | - 6.253 | - 6.813 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand | 762 | 798 | - 24.141 | - 23.915 |
| Sonstige betriebliche Erträge (+) und Aufwendungen (-) | - 941 | - 972 | - 4.075 | - 3.780 |
| SEGMENTERGEBNIS | 27 | - 63 | 24.898 | 23.826 |
| Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen | 0 | 0 | - 101 | 0 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 119 | - 3.355 | 119 | - 3.355 |
| KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN | 146 | - 3.418 | 24.916 | 20.471 |
| ZUM 31. MÄRZ (VORJAHR: ZUM 31. DEZEMBER) | ||||
| SEGMENTVERMÖGEN | - 1.694.191 | - 1.650.129 | 7.119.195 | 7.049.219 |
| davon nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 0 | 0 | 2.805 | 2.906 |
| SEGMENTSCHULDEN | - 1.605.592 | - 1.567.294 | 5.738.954 | 5.668.728 |
* Erträge werden positiv, Aufwendungen
negativ dargestellt.
Die Berichterstattung des GRENKE Konzerns über die
Entwicklung seiner Segmente folgt der dominierenden
Organisationsstruktur innerhalb des GRENKE Konzerns, die
dem sogenannten Managementansatz folgt. Daher sind die
operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der
Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und
Factoring unterteilt, was dem Entscheidungsträger, dem
Vorstand der GRENKE AG, dazu dient, die Leistung der
Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die
Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Eine
regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten
erfolgt jährlich im Abschluss des GRENKE Konzerns des
jeweiligen Geschäftsjahres. Für die drei
operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen
vor.
Innerkonzernliche Transaktionen zwischen den Segmenten
werden in der Segmentberichterstattung in der Spalte
"Konsolidierung und Sonstiges" eliminiert.
Das Segment Leasing beinhaltet sämtliche
Aktivitäten, die mit der Tätigkeit des Konzerns
als Leasinggeber zusammenhängen. Das
Dienstleistungsangebot umfasst dabei die Übernahme der
Finanzierung für gewerbliche Leasingnehmer, die
Vermietung, Service-, Protection- und Wartungsangebote
sowie die Verwertung von Gebrauchtgeräten.
Der GRENKE Konzern hat sich dabei im Wesentlichen auf
das sogenannte Small-Ticket-Leasing spezialisiert, bei dem
die Ticketgröße kleiner als 50 TEUR ist. Unser
Leasingportfolio bietet neben IT-Produkten wie zum Beispiel
PCs, Notebooks, Servern, Bildschirmen und anderen
Peripheriegeräten auch weitere
Bürokommunikationsprodukte wie Telekommunikations- und
Kopiertechnik sowie Produkte der Medizintechnik, kleine
Maschinen und Anlagen, Sicherheitsgeäte und
Green-Economy-Objekte wie beispielsweise Wallboxen,
Photovoltaikanlagen und eBikes. Nahezu alle abgeschlossenen
Leasingverträge sind Verträge mit
Vollamortisationsanspruch.
Als Finanzierungspartner vor allem für KMU umfasst
das Segment Bank die Aktivitäten der GRENKE BANK AG
(nachfolgend auch "GRENKE Bank"). Im Rahmen von
Kooperationen mit verschiedenen Förderbanken des
Bundes und einzelner Bundesländer finanziert die
GRENKE Bank Existenzgründungen. Zudem vergibt die
GRENKE Bank Fördermittel für KMU und
Freiberufler, die betriebliche Neuanschaffungen über
Leasing finanzieren. Über ihren Internetauftritt
bietet die GRENKE Bank darüber hinaus
Geldanlageprodukte wie beispielsweise Festgeldprodukte
für private und gewerbliche Kunden an. Das
Geschäft der Bank erfolgt schwerpunktmäßig
mit deutschen Kunden. Neben dem Geschäft mit externen
Kunden umfassen die Aktivitäten der GRENKE Bank auch
die interne Refinanzierung des Leasing- und
Factoringsegments des GRENKE Konzerns mittels des Ankaufs
von Forderungen und der Ausgabe von Darlehen.
Im Segment Factoring bietet GRENKE klassische
Factoringdienstleistungen mit der Fokussierung auf das
Small-Ticket-Factoring an. Dabei werden im Rahmen des
echten Factorings sowohl das offene Factoring, bei dem der
Debitor über die Forderungsabtretung informiert wird,
als auch das stille Factoring, bei dem der Debitor keine
entsprechende Information erhält, angeboten. Daneben
bietet das Segment auch Forderungsmanagement ohne
Finanzierungsfunktion (unechtes Factoring) an; hier
verbleibt das Delkredererisiko beim Kunden. Interne
operative Erträge ergeben sich insbesondere aus der
internen Refinanzierung.
GRENKE beabsichtigt den Verkauf der
Factoringgesellschaften und überprüft in diesem
Zusammenhang die Zusammensetzung der Segmente.
Die Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der
Segmentinformationen herangezogen werden, entsprechen den
angewandten Bilanzierungsregeln des
Konzernzwischenabschlusses. Konzerninterne Transaktionen
erfolgen zu marktüblichen Preisen.
Für die Beurteilung des Erfolgs des GRENKE Konzerns
ist die zuständige Unternehmensinstanz, der Vorstand
der GRENKE AG, verantwortlich. Dieser hat als wesentliche
Erfolgsgrößen neben dem Wachstum des
Neugeschäfts des Leasingsegments (Summe der
Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände),
für die GRENKE Bank das Einlagevolumen und für
das Factoringsegment die Bruttomarge bestimmt. Die
Erfolgskomponenten der Segmente sind im
Konzernzwischenlagebericht aufgeführt. Die weiteren
Messgrößen umfassen insbesondere die operativen
Segmenterträge, die zinsunabhängigen
Aufwendungen, das Segmentergebnis vor dem sonstigen
Finanzergebnis, die Personalaufwendungen, Vertriebs- und
Verwaltungsaufwendungen sowie die Abschreibungen. Das
sonstige Finanzergebnis und die
Steueraufwendungen/-erträge sind die wesentlichen
Bestandteile der Konzernergebnisrechnung, die nicht in die
einzelnen Segmentinformationen einfließen.
Die Segmenterträge der einzelnen Segmente setzen
sich wie folgt zusammen:
| ― |
Leasing - Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge, Ergebnis aus dem Servicegeschäft, Ergebnis aus dem Neugeschäft und Verwertungsergebnis. |
| ― |
Bank - Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge. |
| ― |
Factoring - Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge. |
Bei den nicht zahlungswirksamen Posten handelt es sich
um Wertminderungen.
Das Segmentvermögen beinhaltet die
betriebsnotwendigen Vermögenswerte. Die
Segmentschulden entsprechen den dem jeweiligen Segment
zuzurechnenden Verbindlichkeiten.
Segmentvermögen und -schulden berücksichtigen
keine Steuerpositionen.
Im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2024 gab es
keine Veränderungen im Konsolidierungskreis.
Am 28. März 2024 hat die GRENKE AG
planmäßig eine Kuponzahlung in Höhe von
14.989 TEUR (Vorjahr 30. März 2023: 12.946 TEUR) an
die Hybridkapitalgeber ausgeschüttet.
Der Aufsichtsrat der GRENKE AG hat mit allen amtierenden
Vorstandsmitgliedern eine Phantom-Stock-Vereinbarung
abgeschlossen. Auszahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen
fielen im bisherigen Geschäftsjahr in Höhe von
271 TEUR an (31. März 2023: 0 TEUR).
Zum 31. März 2024 betrug der Wert aller bestehenden
Phantom-Stock-Vereinbarungen 0 TEUR (31. Dezember 2023: 271
TEUR). Die erfolgswirksame Erfassung in der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung erfolgt in den Personalaufwendungen und
ist unter den variablen Vergütungskomponenten
ausgewiesen.
Transaktionen der GRENKE AG mit ihren Tochterunternehmen
sind Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und
Personen. Im Fall, dass die Transaktion im Rahmen der
Konsolidierung eliminiert wird, entfällt eine
Offenlegung. Geschäfte des GRENKE Konzerns mit
assoziierten Unternehmen sind als Geschäfte mit
nahestehenden Unternehmen und Personen offenzulegen.
Es entstanden mit assoziierten Unternehmen Aufwendungen
in Höhe von 11 TEUR (Q1 2023: 0 TEUR) aus
Provisionszahlungen.
Offenzulegende Transaktionen mit Tochterunternehmen
bestanden weder zum 31. März 2024 noch zum 31.
Dezember 2023.
Transaktionen mit Personen in Schlüsselpositionen
Personen in Schlüsselpositionen sind Personen, die
für die Planung, Leitung und Überwachung der
Tätigkeiten des GRENKE Konzerns direkt oder indirekt
zuständig und verantwortlich sind. Zu den Personen in
Schlüsselpositionen zählen ausschließlich
die im Geschäftsjahr aktiven Vorstands- und
Aufsichtsratsmitglieder der GRENKE AG sowie diesem
Personenkreis nahestehende Personen wie zum Beispiel
Familienangehörige.
Die GRENKE BANK AG hat zum Stichtag 31. März 2024
Einlagen sowie Guthaben auf Kontokorrentkonten in Höhe
von 133 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2023: 130 TEUR) von
Personen in Schlüsselpositionen und diesem
Personenkreis nahestehenden Personen erhalten. Der
Zinsaufwand hierfür betrug 3 TEUR (Q1 2023: 0 TEUR).
Unter die sonstigen nahestehenden Unternehmen fallen
Tochterunternehmen und Gemeinschaftsunternehmen der
Personen in Schlüsselpositionen bzw. diesem
Personenkreis nahestehenden Personen. Unter den sonstigen
nahestehenden Personen sind Personen gemäß IAS
24.10 ausgewiesen, die wegen dem wirtschaftlichen Gehalt
der Beziehung als nahestehende Person deklariert wurden.
Mit sonstigen nahestehenden Unternehmen bestehen
Kontokorrentkonten. Kreditrahmen für
Kontokorrentkonten wurden in Höhe von 837 TEUR
(Vorjahr 31. Dezember 2023: 830 TEUR) bei einem
Kontokorrentkreditlimit in Höhe von 840 TEUR (Vorjahr
31. Dezember 2023: 840 TEUR) in Anspruch genommen. Es
entstand ein Zinsertrag in Höhe von 8 TEUR (Vorjahr Q1
2023: 8 TEUR). Die Erträge mit sonstigen nahestehenden
Unternehmen und Personen in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr
Q1 2023: 1 TEUR) resultieren aus Leasingverträgen und
Mitarbeiterdarlehen. Des Weiteren bestehen Forderungen
gegenüber sonstigen nahestehenden Personen und
Unternehmen, die überwiegend aus Collateral Zahlungen
an sonstige nahestehende Unternehmen und Personen
resultieren. Diese belaufen sich zum 31. März 2024 auf
3.986 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2023: 3.986 TEUR).
Bei den Eventualverbindlichkeiten ergaben sich bis zum
Stichtag im Vergleich zum 31. Dezember 2023 keine
wesentlichen Veränderungen.
Der Personalbestand (ohne Vorstand) des GRENKE Konzerns
auf Basis einer Kopfzählung betrug in der
Zwischenberichtsperiode durchschnittlich 2.254 (Q1 2023:
2.075). Weitere 72(Q1 2023: 52) Beschäftigte befinden
sich in der Ausbildung.
Am 30. April 2024 veranstalteten wir unsere ordentliche
Hauptversammlung. Die Aktionär:innen beschlossen die
Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,47 EUR
je Aktie (Vorjahr: 0,45 EUR), was einem
Ausschüttungsbetrag von 21,6 Mio. EUR entspricht. Die
Ausschüttung erfolgte auf Basis des zum Zeitpunkt der
Hauptversammlung dividendenberechtigten Grundkapitals unter
Berücksichtigung der bereits erworbenen eigenen
Aktien. Bedingt durch die Hauptversammlung, wurde das
Aktienrückkaufprogramm vom 22.04.2024 bis 03.05.2024
pausiert und am 06.05.2024 wieder fortgesetzt. Die
Aktionär:innen stimmten auch allen weiteren
Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zu. Dabei
wurde Dr. Ljiljana Mitic als Aufsichtsratsmitglied mit
einer fünfjährigen Amtszeit wiedergewählt.
Manfred Piontke wurde für drei Jahre in den
Aufsichtsrat gewählt. In seiner anschließenden
Sitzung wählte der Aufsichtsrat Moritz Grenke zum
stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden.
Nach dem Stichtag wurden im Rahmen des
Aktienrückkaufprogramms bis zum 19. April 2024
insgesamt 196.307 Aktien mit einem Volumen von 4,5 Mio. EUR
erworben. Der Durchschnittspreis je Aktie hierfür
betrug 22,97 EUR.
Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
waren nicht zu verzeichnen.
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -
bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung,
Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz,
Konzernkapitalflussrechnung,
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung sowie
ausgewählten erläuternden Konzernanhangangaben -
und den Konzernzwischenlagebericht der GRENKE AG,
Baden-Baden, für den Zeitraum vom 1. Januar 2024 bis
zum 31. März 2024, die Bestandteile des
Quartalsfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung
des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den
IFRS für Zwischenberichterstattungen, wie sie in der
EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts
nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der
gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist
es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten
Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht
auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des
Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen sowie unter
ergänzender Beachtung des International Standard on
Review Engagements "Review of Interim Financial Information
Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE
2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische
Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir
bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit
ausschließen können, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Frankfurt am Main, 14. Mai 2024
BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Grunwald | Schölch |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
3. Juli 2024 // Neugeschäftsmeldung Q2 2024
8. August 2024 // Finanzbericht Q2 und Q1 - Q2 2024
2. Oktober 2024 // Neugeschäftsmeldung Q3 2024
14. November 2024 // Quartalsmitteilung Q3 und Q1 - Q3
2024
GRENKEAG
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Herausgeber: Der Vorstand der GRENKE AG
Redaktion: GRENKE AG, Investor Relations
Gestaltung, Layout & Satz: SPARKS CONSULTING
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Stand: 15.05.2024
© GRENKE AG, Baden-Baden
In dieser Quartalsmitteilung erfolgt die Darstellung von
Zahlen in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den
jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner
Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten
Zahl ergeben, die naturgemäß keinen
signifikanten Charakter haben können.
Der Finanzbericht erscheint in deutscher und englischer
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