GRENKE AG

Baden-Baden

Quartalsmitteilung zum 1. Quartal 2024

2024 QUARTALS-
MITTEILUNG
ZUM 1. QUARTAL

Konzernkennzahlen

scrollen
EINHEIT Q1 2024 Q1 2023 VERÄNDERUNG
(%)
NEUGESCHÄFT LEASING TEUR 669.815 610.154 9,8
DACH TEUR 138.636 143.051 -3,1
Westeuropa (ohne DACH) TEUR 187.409 161.836 15,8
Südeuropa TEUR 167.329 150.357 11,3
Nord-/​Osteuropa TEUR 134.953 123.434 9,3
Übrige Regionen TEUR 41.489 31.476 31,8
DECKUNGSBEITRAG 2 (DB2) DES LEASINGNEUGESCHÄFTS TEUR 112.660 102.015 10,4
DACH TEUR 18.776 17.879 5,0
Westeuropa (ohne DACH) TEUR 33.057 28.739 15,0
Südeuropa TEUR 27.335 26.406 3,5
Nord-/​Osteuropa TEUR 24.443 22.417 9,0
Übrige Regionen TEUR 9.049 6.574 37,6
SONSTIGE ANGABEN LEASING
Anzahl der Neuverträge Stück 72.476 69.476 4,3
Mittlerer Anschaffungswert EUR 9.242 8.782 5,2
Mittlere Vertragslaufzeit zum Periodenende Monate 50 49 1,1
Vermietvolumen zum Periodenende TEUR 9.503.500 9.113.392 4,3
Anzahl der laufenden Verträge zum Periodenende Stück 1.054.336 1.022.843 3,1
NEUGESCHÄFT FACTORING TEUR 212.941 191.994 10,9
DACH TEUR 72.649 73.165 - 0,7
Südeuropa TEUR 48.490 36.953 31,2
Nord-/​Osteuropa TEUR 91.802 81.875 12,1
GRENKE BANK
Neugeschäft KMU-Kreditgeschäft inkl. Mikrokreditgeschäft TEUR 8.729 12.822 - 31,9

Regionen Leasing:
DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande
Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
Nord-/​Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Lettland, Norwegen, Rumänien, Schweden, Polen, Slowakei,
Tschechien, Ungarn
Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile, Kanada, Singapur, Türkei, USA, VAE

Regionen Factoring:
DACH: Deutschland, Schweiz
Südeuropa: Italien, Portugal
Nord-/​Osteuropa: Großbritannien, Irland, Polen, Ungarn

Konsolidierte Franchisegesellschaften:
Leasing: Chile, Kanada (3x), Lettland

scrollen
EINHEIT Q1 2024 Q1 2023 VERÄNDERUNG
(%)
GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft TEUR 132.138 108.501 21,8
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts TEUR 46.060 24.499 88,0
Schadensabwicklung und Risikovorsorge TEUR 26.742 26.440 1,1
Gesamtkosten/​-aufwand TEUR 77.190 72.017 7,2
Operatives Ergebnis TEUR 24.898 23.826 4,5
Konzernergebnis vor Steuern TEUR 24.916 20.471 21,7
KONZERNERGEBNIS TEUR 19.807 15.859 24,9
ERGEBNIS STAMMAKTIONÄRE TEUR 10.422 9.018 15,6
ERGEBNIS HYBRIDKAPITALGEBER TEUR 10.498 9.068 15,8
ERGEBNIS NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE TEUR - 1.113 - 2.227 50,0
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) EUR 0,22 0,19 15,8
Cost-Income-Ratio Prozent 58,1 57,1 1,0 PP
Personalaufwand TEUR 46.796 41.289 13,3
davon Gesamtvergütung TEUR 37.935 33.651 12,7
davon fixe Vergütung TEUR 33.241 29.376 13,2
davon variable Vergütung TEUR 4.694 4.275 9,8
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter:innen nach Vollzeitäquivalent Personen 2.156 1.996 8,0
scrollen
EINHEIT 31.03.2024 31.12.2023 VERÄNDERUNG
(%)
BILANZ
Bilanzsumme Mio. EUR 7.181 7.100 1,1
Leasingforderungen Mio. EUR 5.802 5.700 1,8
Einlagevolumen GRENKE Bank Mio. EUR 1.688 1.617 4,4
Bilanzielles Eigenkapital* Mio. EUR 1.353 1.355 - 0,1
Eigenmittel nach CRR Mio. EUR 1.164 1.182 - 1,5
Eigenkapitalquote Prozent 18,8 19,1 -0,3 pp
Embedded Value, Leasingportfolio (exkl. Eigenkapital vor Steuern) Mio. EUR 492 484 1,7
Embedded Value, Leasingportfolio (inkl. Eigenkapital nach Steuern) Mio. EUR 1.693 1.689 0,2

* Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.

KENNZAHLEN Q1 2024:

KONZERNERGEBNIS

19,8 Mio. EUR

ERGEBNIS JE AKTIE

0,22 EUR

EIGENKAPITALQUOTE

18,8 Prozent

REFINANZIERUNGSBASIS:

AKTIONÄRSSTRUKTUR:

* Komplementär: Grenke Vermögensverwaltung GmbH

Kommanditisten: Familie Grenke (Wolfgang, Anneliese, Moritz, Roland, Oliver Grenke)

Neben der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG zeigt die Grafik weitere Aktionäri:nnen, die zum in der jeweiligen Stimmrechtsmitteilung genannten Veröffentlichungsdatum einen Anteil von über 3 Prozent hielten und laut Definition der Deutschen Börse dem Streubesitz zuzurechnen sind.

Freefloat (Streubesitz) nach Ziffer 2.3 des aktuellen "Leitfadens zu den Aktienindizes der Deutschen Börse"

Die obenstehenden Angaben sind ohne Gewähr und basieren auf den von der Gesellschaft erhaltenen Stimmrechtsmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG).

Konzernzwischenlagebericht

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 GRENKE im Überblick

Wir sind globaler Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Mit unseren Angeboten verschaffen wir Unternehmen finanziellen Freiraum bei der Realisierung von Investitionen. KMU, die über uns leasen, schonen so ihre Liquidität. Wir agieren gemäß unseren Werten: einfach, schnell, persönlich und unternehmerisch. 1978 in Baden-Baden gegründet, sind wir mit über 2.200 Mitarbeiter:innen in über 30 Ländern weltweit aktiv.

1.2 Geschäftsmodell

In unserem Leasinggeschäft konzentrieren wir uns überwiegend auf sogenannte Small-Tickets, d. h. Verträge mit einem Anschaffungswert der finanzierten Objekte von unter 50 TEUR. Darauf entfiel im ersten Quartal 2024 ein Anteil von über 95 Prozent aller Leasingverträge. Im Durchschnitt hatte ein Vertrag bei uns im ersten Quartal 2024 ein Volumen von rund 9.200 EUR.

Der Schwerpunkt unseres Leasingportfolios liegt im Bereich der IT- und Bürokommunikationsprodukte. Darüber hinaus haben wir unser Geschäftsmodell in den vergangenen Jahren auf weitere Produktgruppen ausgedehnt, darunter u.a kleine Maschinen und Anlagen, medizintechnische Geräte, Sicherheitsgeräte und Green Economy- Objekte, wie beispielsweise Wallboxen, Photovoltaikanlagen und eBikes.

Zum 31. März 2024 waren wir an insgesamt 131 Standorten in 33 Ländern weltweit aktiv. Im ersten Quartal 2024 erwirtschafteten wir 93,8 Prozent unseres Leasingneugeschäfts in Europa, wo wir in nahezu allen Ländern aktiv sind. Unsere Kernmärkte sind Deutschland, Frankreich und Italien. Darüber hinaus bauen wir unsere Präsenz außerhalb Europas durch den Markteintritt in Australien sowie Nord- und Südamerika kontinuierlich aus.

Wir sind in der Lage, in Phasen konjunktureller Schwankungen unser Geschäft durch eine Anpassung der Annahmestrategie bei Leasinganfragen agil zu steuern. Durch die strikte Fokussierung auf risikoärmeres Neugeschäft - d.h. durch den Verzicht auf Geschäft mit risikoreicheren Branchen und Kundensegmenten - können wir die Qualität und Quantität unseres Neugeschäfts gezielt beeinflussen. Zudem sind wir in der Lage, unsere Konditionen den jeweiligen markt- und makroökonomischen Bedingungen flexibel, wie zuletzt dem sehr dynamischen Zinsumfeld im Jahr 2023, anzupassen. Entsprechend erweist sich unser Geschäftsmodell als widerstandsfähig gegenüber Marktschwankungen. So ist es uns gelungen, auch in der Finanzmarktkrise 2009 oder der Corona-Pandemie 2020 und 2021 risikoadäquate Margen durchzusetzen und nachhaltig profitabel zu wirtschaften.

1.3 Segmente

Wir bieten Finanzdienstleistungen für KMU in den Segmenten Leasing, Factoring und Bank an. Für eine Beschreibung unserer Geschäftsaktivitäten und der Geschäftsentwicklung der Segmente im Berichtszeitraum verweisen wir auf Abschnitt 2.4.2 "Entwicklung der Segmente" und die Ausführungen in Kapitel 11 "Konzern-Segmentberichterstattung" des Anhangs zum verkürzten Konzernzwischenabschluss. Infolge des beabsichtigten Verkaufs der Factoringgesellschaften überprüfen wir die Zusammensetzung der Segmente.

1.4 Aktionärsstruktur

Als mittelständisch geprägtes Familienunternehmen verfügen wir mit der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG über eine Großaktionärin, die sich im Besitz von Anneliese Grenke, dem Unternehmensgründer Wolfgang Grenke sowie deren drei gemeinsamen erwachsenen Söhne befindet. Zum Stichtag 31. März 2024 hielt die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG 36,71 Prozent der Unternehmensanteile. Die GRENKE-Stiftung hielt 7,16 Prozent. Weitere Aktionär:innen, die zum in der jeweiligen Stimmrechtsmitteilung genannten Veröffentlichungsdatum einen Anteil von über 3 Prozent hielten, lauten: ACATIS Investment Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH (5,02 Prozent), Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV (3,24 Prozent) sowie die Universal Investment Gesellschaft mbH (5,03 Prozent). Der Streubesitz, zu dem die Deutsche Börse Aktionär:innen mit weniger als 5 Prozent Aktienbesitz rechnet, betrug entsprechend 46,08 Prozent. Der Anteil der Aktien im Besitz von Vorstand und Aufsichtsrat betrug zum Stichtag rund 0,1 Prozent.

1.5 Ziele und Strategien

Mit unserem Service wollen wir als führender Partner für kleine und mittlere Unternehmen einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass wichtige Investitionen über uns mit Leasing realisiert werden. Hierbei konzentrieren wir uns auf kleine Investitionsbeträge, die vorrangig einen Betrag bis einschließlich 50 TEUR ausmachen, und streben eine weltweit führende Stellung in diesem Segment an. Für das Geschäftsjahr 2024 soll auf Basis der Wachstumsstrategie und unter Berücksichtigung aktueller Konjunkturprognosen ein Leasingneugeschäft in Höhe von mindestens 3,0 Mrd. EUR erreicht werden. Damit soll erstmals in der Geschichte der GRENKE AG ein Leasingneugeschäft in dieser Größenordnung realisiert werden und die Basis für weiteres Wachstum bilden. Die Prognose geht dabei von einem Neugeschäftsvolumen im Leasing zwischen 3,0 und 3,2 Mrd. EUR aus, wie bereits im August 2023 kommuniziert.

Des Weiteren erwartet der Vorstand für 2024 ein Konzernergebnis von 95 bis 115 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote soll unter Einbezug des avisierten Aktienrückkaufprogramms zum Ende des Geschäftsjahres 2024 über dem 16-prozentigen Zielwert liegen.

Zur Umsetzung unserer Wachstumsziele konzentrieren wir uns auf die Kernbereiche "Kunden- und marktorientierte Aktivitäten", "Operational Excellence und Kostendisziplin", "Digital Excellence und Automatisierung" und "Nachhaltigkeit" mit entsprechenden strategischen Maßnahmen.

Liquidität und Refinanzierung spielen eine grundlegende Rolle in unserem Geschäftsmodell und werden entsprechend strategisch gesteuert. Uns stehen hierbei umfangreiche Instrumente zur Verfügung, die je nach Marktgegebenheiten im Rahmen der Gesamtstrategie eingesetzt werden. Im Wesentlichen beruht die fremdkapitalbasierte Finanzierung auf drei Säulen:

scrollen

Senior-Unsecured-Instrumente, die im Wesentlichen auf unserem Investment Grade Rating aufbauen wie Anleihen, aktuell ein Green Bond, Commercial Paper und Schuldverschreibungen, aber auch Kreditbeziehungen mit internationalen Banken, sowie syndizierte Kreditlinien

forderungsbasierte Finanzierung, unter anderem durch ABCP-Programme

das Einlagengeschäft der GRENKE Bank

Dabei vermeiden wir Fristentransformation und eliminieren so potenzielle Zinsänderungs- und Anschlussfinanzierungsrisiken auf Portfolioebene. Wir verfügen über ein Investment-Grade-Rating der Ratingagenturen Standard & Poor's und Fitch Ratings.

Weitere Details entnehmen Sie dem aktuellen Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2023, Kapitel 1.2 "Ziele und Strategie".

2. Wirtschaftsbericht

scrollen

Leasingneugeschäft wächst um 9,8 Prozent auf 669.8 Mio. EUR im ersten Quartal 2024

Deckungsbeitrag 2 steigt auf 112,7 Mio. EUR

DB2-Marge erreicht 16,8 Prozent

Konzernergebnis nach Steuern beträgt 19.8 Mio. EUR

Schadenquote liegt stabil bei 1,1 Prozent

Cost-Income-Ratio bei 58,1 Prozent

Eigenkapitalquote mit 18,8 Prozent weiterhin über dem selbst gesteckten Ziel von 16 Prozent

2.1 Wesentliche Ereignisse und Geschäfte

Am 31. Januar 2024 gaben wir bekannt, dass der Aufsichtsrat der GRENKE AG dem Beschluss des Vorstands zugestimmt hat, sich künftig auf das Leasinggeschäft mit kleineren und mittleren Unternehmen zu fokussieren und den Verkauf aller Factoringgesellschaften zu initiieren. Die beim Einstieg ins Factoringgeschäft erwarteten Synergien zum Kern- und Hauptgeschäft Leasing hatten sich nicht eingestellt. Zudem hatte eine eingehende Analyse ergeben, dass das vorhandene Factoringgeschäft nur mit zusätzlichen Investitionen und einer deutlichen Vervielfachung des Geschäftsumfangs langfristig profitabel gestaltet werden könnte (der Anteil der Vermögenswerte aus dem Factoringgeschäft lag 2022 bei unter 2 Prozent der Konzernbilanz). Statt eine vom Leasinggeschäft isolierte Factoringstrategie umzusetzen, konzentriert GRENKE seine Ressourcen und Investitionskraft künftig voll auf die fortschreitende Digitalisierung und das weitere Wachstum im Leasing. Hierbei spielt die GRENKE BANK AG eine unverändert wichtige Rolle, vor allen Dingen mit ihrem Beitrag zur Refinanzierung des Leasing über klassisches Einlagengeschäft.

Am 6. Februar 2024 informierten wir, dass der Vorstand der GRENKE AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Durchführung eines Aktienrückkaufprogramms beschlossen hat. Zuvor hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) das Vorhaben genehmigt (siehe auch Ad-hoc-Mitteilung vom 21. November 2023). Im Zuge dessen sollen im Wert von bis zu 70 Mio. EUR (ohne Nebenkosten) maximal jedoch 2.317.695 Aktien über die Börse erworben werden, was 5 Prozent des zum Zeitpunkt des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung am 6. August 2020 bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft entspricht. Das Aktienrückkaufprogramm begann am 12. Februar 2024.

Am 5. März 2024 informierten wir, dass der Aufsichtsrat der GRENKE AG Dr. Martin Paal mit Wirkung zum 1. Juli 2024 zum Finanzvorstand berufen hat. Dr. Martin Paal, Jahrgang 1979, ist ein ausgewiesener Finanz- und Bankenexperte. Nach mehreren Positionen bei renommierten internationalen Beratungsunternehmen und der DZ Bank startete Dr. Martin Paal im Juni 2022 als Vice President Controlling bei der GRENKE AG. Im März 2023 wurde er zum Generalbevollmächtigten und Senior Vice President und Leiter der Finanzdivision ernannt. Als designierter Finanzvorstand verantwortet er die Ressorts Accounting & Tax, Controlling und M&A, Treasury sowie Reporting.

Am 15. März 2024 gaben wir bekannt, dass Dr. Konstantin Mettenheimer, seit Juli 2021 Mitglied des Aufsichtsrats der GRENKE AG und seit Mai 2023 dessen stellvertretender Vorsitzender, bei der Wahl zu dem Gremium während der Hauptversammlung am 30. April 2024 nicht erneut antreten würde

2.2 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das erste Quartal 2024 war im Euroraum von einem nachlassenden Inflationsdruck und einer moderaten wirtschaftlichen Entwicklung geprägt. Die Leitzinsen blieben im Berichtsquartal unverändert. Die letzte Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) erfolgte im September 2023, seitdem liegt der Hauptrefinanzierungssatz bei 4,5 Prozent und der für die Finanzmärkte richtungsweisende Einlagensatz für Banken bei 4,0 Prozent. Da die Inflationsrate mit 2,4 Prozent im März 2024 (März 2023: 6,9 Prozent) spürbar zurückgegangen ist und sich auf das Zielniveau von 2 Prozent zubewegt, wird an den Finanzmärkten erwartet, dass die EZB in absehbarer Zeit mit einer Lockerung der Geldpolitik beginnt.

Der vorläufigen Schnellschätzung durch Eurostat zufolge wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2024 im Eurorauml um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Im ersten Quartal 2023 hatte das BIP-Wachstum jedoch noch 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal 2022 betragen. Gleichzeitig stellt die Entwicklung im ersten Quartal eine leichte Erholung gegenüber den beiden unmittelbar vorangegangenen Quartalen dar, in denen die Wirtschaft um jeweils 0,1 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal gewachsen war.

Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Euroraum lag im März 2024 bei 46,1 Punkten. Im März 2023 hatte er noch 47,3 Punkte betragen und bis Herbst 2023 einen sukzessiven Rückgang erfahren. Seit Oktober 2023 konnte er sich wieder erholen, erreichte das Vorjahresniveau jedoch nicht ganz. Der Index ist das Resultat einer Umfrage, in der Einkaufsmanager im verarbeitenden Gewerbe monatlich zu Auftragseingängen, Produktion, Beschäftigung, erhaltenen Lieferungen und Lagerbestand befragt werden. Die Entwicklung des Index steht in Verbindung zu einem wiederholten Rückgang der Produktion im verarbeitenden Gewerbe.

Der ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland, der die Einschätzung von Unternehmen zu ihrer aktuellen Geschäftslage und ihren Erwartungen zur Entwicklung auf Sicht von sechs Monaten zusammenfasst, verzeichnete im März 2024 einen Wert von 87,8 Punkten. Im März 2023 hatte er noch bei 92,7 Punkten gelegen, jedoch trübte sich die Stimmung bis zum Jahresende 2023 kontinuierlich ein. Innerhalb des ersten Quartals 2024 ist der Abwärtstrend jedoch gestoppt worden, so hat sich der Index seit Jahresbeginn wieder leicht verbessert (Januar 2024: 85,2 Punkte). Dem ifo-Institut zufolge dürften die von den Umfrageteilnehmer:innen geäußerten Erwartungen auf eine Leitzinssenkung durch die EZB und auf eine weiterhin stabile inländische Nachfrage zu der Verbesserung des Index im Vormonatsvergleich (Februar 2024: 85,7 Punkte) beigetragen haben.

2.3 Neugeschäft

2.3.1 Leasing

Im ersten Quartal 2024 erzielten wir ein Leasingneugeschäft in Höhe von 669,8 Mio. EUR. Damit setzten wir unseren Wachstumstrend fort und übertrafen das Volumen im Neugeschäft des Vorjahresquartals um 9,8 Prozent (Q1 2023: 610,2 Mio. EUR). Das Leasingneugeschäft umfasst die Anschaffungskosten der neu erworbenen Leasingobjekte.

Leasingneugeschäft seit Q4 2021
in Mio. EUR

Die Leasingnachfrage stabilisierte sich im ersten Quartal 2024 angesichts der dynamischen Zinsentwicklung im Vergleich zum Vorjahresquartal. Bei steigenden Zinsen verteuern sich Kredite für Unternehmen in der Regel und Banken gestalten die Kreditvergabe restriktiver. Kredite verlieren somit im Vergleich zur Finanzierung über Leasing an Attraktivität. Da die Leasingraten zum Investitionszeitpunkt und somit bei Vertragsabschluss fest kontrahiert werden, bietet Leasing in Zeiten steigender Zinsen für unsere KMU eine sichere Kalkulationsbasis.

Unser Händlernetzwerk konnten wir weiter ausbauen, so dass wir zum Ende des ersten Quartals 2024 mit mehr als 36.000 Fachhandelspartnern in den über 30 Ländern, in denen wir aktiv sind, zusammenarbeiteten.

Wie im Vorjahresquartal war die Region Westeuropa (ohne DACH) mit einem Wachstum von 15,8 Prozent auf 187,4 Mio. EUR im Berichtsquartal die stärkste Region. Innerhalb dieser Region hatte Frankreich mit einem Volumen von 143,8 Mio. EUR den stärksten Anteil am Leasingneugeschäft. Die Niederlande, Belgien und Luxemburg als Länder mit einem geringeren Volumen konnten ihr Wachstum überdurchschnittlich für diese Region um bis zu 52,1 Prozent steigern.

An zweiter Stelle stand die Region Südeuropa mit einem Wachstum von 11,3 Prozent auf 167,3 Mio. EUR. In dieser Region blieb Italien mit einem Neugeschäft von 88,1 Mio. EUR das volumenmäßig stärkste Land, das höchste Wachstum verzeichnete Kroatien mit 42,1 Prozent.

Die DACH-Region nahm im regionalen Vergleich mit 138,6 Mio. EUR Leasingneugeschäft den dritten Platz ein, gegenüber dem Vorjahresquartal verzeichnete sie bedingt durch geringere Volumina in Deutschland und der Schweiz einen leichten Rückgang von 3,1 Prozent. Die Region Nord-/​Osteuropa verzeichnete ein Wachstum von 9,3 Prozent bei einem Volumen von 135,0 Mio. EUR. Besonders positiv entwickelten sich Schweden und Dänemark, hier konnte GRENKE das Neugeschäft im ersten Quartal 2024 um 30,5 Prozent und 38,6 Prozent steigern.

Die übrigen Regionen erzielten das stärkste Wachstum mit 31,8 Prozent auf 41,5 Mio. Euro. Zu dieser Kategorie gehören die Zukunftsmärkte USA, Kanada und Australien.

Neugeschäft Leasing

scrollen
Mio. EUR Q1 2024 Q1 2023 Veränderung (%)
LEASINGNEUGESCHÄFT 669,8 610,2 9,8
DACH 138,6 143,1 - 3,1
Westeuropa (ohne DACH) 187,4 161,8 15,8
Südeuropa 167,3 150,4 11,3
Nord-/​Osteuropa 135,0 123,4 9,3
Übrige Regionen 41,5 31,5 31,8

Regionen:
DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande
Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
Nord- /​ Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Lettland*, Norwegen, Schweden /​ Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile*, Kanada*, Singapur, Türkei, VAE, USA

* Konsolidierte Franchisegesellschaften, bei denen die Übernahme der Gesellschaftsanteile zum 31.03.2024 noch aussteht

Anteil Neugeschäft Leasing nach Regionen in Prozent

Der Deckungsbeitrag 2 (DB2), ein Gradmesser für die künftige Profitabilität des Neugeschäftvolumens, verbesserte sich im ersten Quartal 2024 um 10,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und erreichte einen Wert von 112,7 Mio. EUR. Mit 33,1 Mio. EUR trug die Region Westeuropa (ohne DACH) am stärksten zu diesem Ergebnis bei, gefolgt von Südeuropa mit 27,3 Mio. EUR und Nord-/​Osteuropa mit 24,4 Mio. EUR.

Deckungsbeiträge im Leasingneugeschäft

scrollen
Mio. EUR Q1 2024 Q1 2023 Veränderung (%)
DB1 70,9 59,0 20,3
DB2 112,7 102,0 10,4
DACH 18,8 17,9 5,0
Westeuropa (ohne DACH) 33,1 28,7 15,0
Südeuropa 27,3 26,4 3,5
Nord-/​Osteuropa 24,4 22,4 9,0
Übrige Regionen 9,0 6,6 37,6

Entsprechend konnten wir die DB2-Marge im Berichtsquartal auf 16,8 Prozent steigern und unser mittelfristiges Ziel von rund 17 Prozent erreichen. Grund für die Steigerung ist die erfolgreiche Weitergabe der im Vergleich zum Vorjahresquartal gestiegenen Refinanzierungskosten. Die DB2-Marge misst die zukünftige Profitabilität eines in das Leasingneugeschäft investierten Euros. In der DACH-Region realisierten wir im Berichtsquartal eine Verbesserung der DB2-Marge um 1,0 Prozentpunkte auf 13,5 Prozent. In Westeuropa (ohne DACH) und Nord-/​Osteuropa übertrafen die jeweiligen DB2-Margen iHv. 17,7 Prozent und 18,1 Prozent den mittelfristigen Zielwert von 17 Prozent, allerdings verzeichneten diese beiden Regionen einen marginalen Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal. In Südeuropa verringerte sich die Marge um 1,3 Prozentpunkte auf 16,3 Prozent. Die übrigen Regionen schnitten mit einer DB2-Marge von 21,8 Prozent, die sich im Vorjahresvergleich um 0,9 Prozentpunkte verbesserte, hervorragend ab.

Die DB1-Marge des Leasingneugeschäfts lag im ersten Quartal 2024 bei 10,6 Prozent und somit 0,9 Prozentpunkte höher als im Vorjahresquartal.

DB-Margen im Leasingneugeschäft

scrollen
Prozent Q1 2024 Q1 2023 Veränderung (pp)
DB1-MARGE 10,6 9,7 0,9
DB2-MARGE 16,8 16,7 0,1
DACH 13,5 12,5 1,0
Westeuropa (ohne DACH) 17,7 17,9 - 0,2
Südeuropa 16,3 17,6 - 1,3
Nord-/​Osteuropa 18,1 18,2 - 0,1
Übrige Regionen 21,8 20,9 0,9

Die aus den Leasingverträgen resultierenden prozentualen Margen unterscheiden sich je nach Ticketgröße. Verträge mit einem Nettoanschaffungswert von weniger als 50 TEUR werden tendenziell mit höheren Margen abgeschlossen. So erwirtschafteten wir im ersten Quartal 2024 mit Verträgen mit einem Nettoanschaffungswert kleiner 50 TEUR eine DB2-Marge von 17,6 Prozent. Im Vergleich dazu erzielten wir mit größeren Verträgen (Nettoanschaffungswert größer 50 TEUR) eine DB2-Marge von 14,8 Prozent. Wichtig ist jedoch auch die Betrachtung der absoluten Deckungsbeiträge. Der Anteil der größeren Verträge am gesamten Deckungsbeitrag liegt mit 27,1 Mio. EUR bei 24,0 Prozent, wobei diese Vertragsgruppe nur 2,6 Prozent aller abgeschlossenen Verträge ausmacht.

Im Berichtsquartal registrierten wir eine weltweit wachsende Nachfrage, die zeigt, dass Leasing zur Finanzierung von Investitionen und zur Optimierung der Liquidität weiter international im Trend liegt. Wir erhielten im ersten Quartal 2024 mit 160.000 Leasinganfragen 5,1 Prozent mehr Anfragen als im Vorjahresquartal. Die Umwandlungsquote blieb mit 45,3 Prozent im Jahresvergleich stabil, so dass wir rund 72.000 neue Leasingverträge abschlossen. Die durchschnittliche Ticketgröße stieg leicht auf rund 9.200 Euro an. Gleichzeitig lag sie im Rahmen der definierten Zielgröße, die eine Fokussierung auf kleine Tickets mit einer durchschnittlichen Ticketgröße von weniger als 10 TEUR für das Gesamtjahr 2024 vorsieht. Der Anteil der Verträge, die über das eSignature-Verfahren vollständig digital abgewickelt wurden, erhöhte sich mit 42,8 Prozent marginal gegenüber dem Vorjahresquartal. Aufgrund des starken Geschäfts mit Handelspartnern war der Anteil des Direktkundengeschäfts mit einem Anteil von 15,5 Prozent am Leasingneugeschäft leicht niedriger (Q1 2023: 16,9 Prozent).

Leasinganfragen und -Verträge

scrollen
Einheit Q1 2024 Q1 2023 Veränderung
Leasinganfragen Stück 159.932 152.235 5,1%
Leasingverträge Stück 72.476 69.476 4,3%
Umwandlungsquote Prozent 45,3 45,6 -0,3 pp
durchschnittlicher NAW EUR 9.242 8.782 5,2%
eSignature Quote Prozent 42,8 42,3 0,5 pp

Im Objektportfolio des Leasingneugeschäfts erwiesen sich die IT-Geräte im ersten Quartal 2024 unverändert als die am stärksten nachgefragte Objektgruppe. Obwohl sich die Anzahl der entsprechenden Verträge im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 21.840 erhöhte, ging ihr Anteil am Portfolio geringfügig um 0,9 Prozentpunkte auf 30,1 Prozent zurück. Im Bereich der Kopiertechnik, der vor allem Kopierautomaten beinhaltet, wurden 16.030 Neuverträge abgeschlossen. Die Leasingobjekte dieser Kategorie nahmen mit 22,1 Prozent einen etwas geringeren Anteil relativ zu allen Neuverträgen als im Vorjahresquartal ein. Nach starken Wachstumszahlen in den vergangenen Quartalen konnte der Anteil der Green Economy Objekte im Berichtsquartal weiter gegenüber dem Wert des Vorjahresquartals gesteigert werden. So machten Green Economy Objekte 12,1 Prozent der Leasingneuverträge aus. Haupttreiber sind vor allem eBikes, Solaranlagen und Wallboxen. Maschinen und Einrichtungen erreichten mit 15,0 Prozent einen höheren Anteil als im Vorjahresquartal. Unter der Schwelle von 10 Prozent lagen die Objektgruppen Telekommunikationsgeräte, Medizintechnik und Wellness, Sicherheitsgeräte sowie allgemeine Bürotechnik. Der Anteil dieser Kategorien nahm im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht ab.

Anteil Objektgruppen am Leasingportfolio nach Anzahl der Verträge
in Prozent

2.3.2 Factoring

Das zum Verkauf anstehende Factoringgeschäft erzielte im Berichtszeitraum einen Zuwachs von 10,9 Prozent, was einem Neugeschäftsvolumen von 212,9 Mio. Euro entspricht. Dieses Forderungsvolumen mit einer durchschnittlichen Laufzeit vom Ankauf bis zur Fälligkeit von rund 43 Tagen impliziert, dass sich diese Forderungen kalkulatorisch 8,5-mal im Jahr (365 Tage /​ 43 Tage) umschlagen, weshalb das Factoringgeschäft mit einem bilanziellen Forderungsvolumen von 84,9 Mio. EUR zum Stichtag 31. März 2024 unverändert einen untergeordneten Beitrag zur Konzernbilanz leistet.

Die Erträge im Verhältnis zu den Nettoanschaffungswerten ergeben die Bruttomarge des Factoringgeschäfts. Der Refinanzierungsbedarf ist aufgrund des revolvierenden Ankaufs der Forderungen und des dadurch geringeren gebundenen Volumens niedriger als bei der Refinanzierung des Leasingneugeschäfts.

In der DACH-Region blieb das Neugeschäft im Factoring mit 72,6 Mio. EUR auf einem konstanten Niveau. In Südeuropa erhöhte sich das Neugeschäft um 31,2 Prozent auf 48,5 Mio. EUR. Die Region Nord-/​ Osteuropa erzielte ein Wachstum von 12,1 Prozent auf 91,8 Mio. EUR.

Neugeschäft Factoring

scrollen
Einheit Q1 2024 Q1 2023 Veränderung
NEUGESCHÄFT FACTORING Mio. EUR 212,9 192,0 10,9 %
DACH Mio. EUR 72,6 73,2 - 0,7 %
Südeuropa Mio. EUR 48,5 37,0 31,2 %
Nord-/​Osteuropa Mio. EUR 91,8 81,9 12,1 %
BRUTTO-MARGE Prozent 1,5 1,6 -0,1 pp
DACH Prozent 1,4 1,5 -0,1 pp
Südeuropa Prozent 1,7 1,7 0,0 pp
Nord-/​Osteuropa Prozent 1,6 1,6 -0,1 pp
DURSCHNITLLICHER ZEITRAUM Tage 43,1 45,8 - 5,9 %
Durchschnittlicher Zeitraum DACH Tage 25,8 27,5 - 6,3 %
Durchschnittlicher Zeitraum Südeuropa Tage 72,4 86,0 - 15,8 %
Durchschnittlicher Zeitraum Nord-/​Osteuropa Tage 39,5 39,2 0,7 %

Regionen: DACH: Deutschland, Schweiz
Südeuropa: Italien, Portugal
Nord-/​Osteuropa: Ungarn, Großbritannien, Irland, Polen

Die Bruttomarge bewegte sich im ersten Quartal 2024 ungefähr auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Insgesamt erreichte sie einen Wert von 1,5 Prozent. Regional gab es geringfügige Abweichungen, so erzielte Südeuropa mit 1,7 Prozent den höchsten und die DACH-Region mit 1,4 Prozent den geringsten Wert.

Die Bruttomarge bezieht sich auf den durchschnittlichen Zeitraum von rund 43 Tagen eines Factoringgeschäfts im Berichtsquartal. Aufgrund unterschiedlicher Zahlungsfristen und unterschiedlichen Zahlungsverhaltens fiel der durchschnittliche Zeitraum in der DACH-Region mit 26 Tagen deutlich geringer aus als Nord-/​Osteuropa mit 40 und Südeuropa mit 72 Tagen. Der Vergleich der durchschnittlichen Zeiträume zeigt, dass sich die Zahlungsziele insgesamt um knapp 3 Tage verkürzten. Vor allem Unternehmen in Südeuropa kamen ihren Zahlungsverpflichtungen um knapp 14 Tage früher nach als im Vorjahr, in der DACH-Region wurden knapp 2 Tage eingespart.

2.3.3 Kreditgeschäft der GRENKE Bank

Das Kreditneugeschäft der GENKE Bank belief sich im ersten Quartal 2024 erwartungsgemäß auf 8,7 Mio. EUR nach 12,8 Mio. EUR im Vorjahresquartal. Das Kreditneugeschäft beinhaltet im Wesentlichen die im Rahmen des "Mikrokreditfonds Deutschland" vergebenen Kredite, bei denen die GRENKE Bank staatlich geförderte Mikrofinanzierungen zwischen 1.000 und 25.000 EUR anbietet.

2.3.4 Währungseffekte

Aus der Veränderung der Wechselkurse ergaben sich im ersten Quartal des Jahres 2024 positive Währungseffekte in Bezug auf das Neugeschäftsvolumen von Leasing und Factoring in Höhe von 4,7 Mio. EUR. Das bedeutet, dass sich unter der Annahme identischer Wechselkurse zum ersten Quartal 2023 das Neugeschäftsvolumen im ersten Quartal 2024 im Leasing um 0,8 Mio. EUR und im Factoring um 3,9 Mio. EUR niedriger gezeigt hätte. Die Währungseffekte resultierten überwiegend aus einer Aufwertung des Polnischen Zloty, des Schweizer Franken, des Britischen Pfunds und des Brasilianischen Reals. Dem stand eine Abwertung des Chilenischen Peso und des Australischen Dollars gegenüber.

2.4 Ertragslage

Die ausgewählten Angaben aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden für das laufende Quartal und auf Basis der Segmentergebnisse erläutert.

2.4.1 Vergleich erstes Quartal 2024 versus 2023

Die Zinsen und ähnliche Erträge aus unserem Finanzierungsgeschäft lagen im ersten Quartal 2024 bei 132.1 Mio. EUR und damit um 23,6 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (Q1 2023: 108,5 Mio. EUR). Hierin zeigt sich zum einen das anhaltend starke Wachstum des Neugeschäfts der letzten Quartale, zum anderen spiegelt sich die verbesserte Margensituation infolge der angepassten Konditionierung im Leasingneugeschäft sukzessiv wider. Die Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts stiegen hauptsächlich getrieben durch das dynamisch gestiegene Zinsniveau der letzten Quartale um 21,6 Mio. EUR auf 46.1 Mio. EUR (Q1 2023: 24,5 Mio. EUR).

Dabei lag die Kompensationsquote, die angibt, wieviel mehr an Zinsertrag (Q1 2024: 23,6 Mio. EUR) wir relativ zum gestiegenen Zinsaufwand (Q1 2024: 21,6 Mio. EUR) generieren konnten, im ersten Quartal 2024 bereits bei 109 Prozent. Im ersten Quartal des Vorjahres betrug die Kompensationsquote noch 64 Prozent und im Geschäftsjahr 2023 lag diese bei rund 90 Prozent.

Im Saldo stieg das Zinsergebnis im ersten Quartal 2024 um 2,1 Mio. EUR auf 86,1 Mio. EUR (Q1 2023: 84,0 Mio. EUR). Die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge blieben im ersten Quartal 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast unverändert bei 26,7 Mio. EUR (Q1 2023: 26,4 Mio. EUR), was auch auf die konservative Risikovorsorge der letzten Quartale zurückzuführen ist. Dies führte insgesamt zu einer Schadenquote (Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Verhältnis zum Vermietvolumen) im ersten Quartal 2024 von 1,1 Prozent (Q1 2023: 1,2 Prozent). Im Geschäftsjahr 2023 lag die Schadenquote bei 1,0 Prozent.

Die gestiegenen Zinserträge konnten den Anstieg der Zinsaufwendungen überkompensieren, sodass unser Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Berichtsquartal um 1,7 Mio. EUR auf 59,3 Mio. EUR (Q1 2023: 57,6 Mio. EUR) anstieg.

scrollen
TEUR Q1 2024 Q1 2023 Veränderung
(%)
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft 132.138 108.501 21,8
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 46.060 24.499 88,0
ZINSERGEBNIS 86.078 84.002 2,5
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 26.742 26.440 1,1
ZINSERGEBNIS NACH SCHADENSABWICKLUNG UND RISIKOVORSORGE 59.336 57.562 3,1
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 32.783 30.362 8,0
Ergebnis aus dem Neugeschäft 11.828 11.812 0,1
Verwertungsmehr-(+)/​-minder(-)ergebnis 2.216 - 113 < -100
OPERATIVE ERTRÄGE INSGESAMT 106.163 99.623 6,6
Personalaufwand 46.796 41.289 13,3
davon Gesamtvergütung 37.935 33.651 12,7
davon fixe Vergütung 33.241 29.376 13,2
davon variable Vergütung 4.694 4.275 9,8
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 24.141 23.915 0,9
davon IT-Projektaufwand 3.072 3.358 - 8,5
KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN 24.916 20.471 21,7
KONZERNERGEBNIS 19.807 15.859 24,9
ERGEBNIS JE AKTIE (EUR, VERWÄSSERT/​UNVERWÄSSERT) 0,22 0,19 15,8

Das Ergebnis aus unserem Servicegeschäft nahm im ersten Quartal 2024 um 2,4 Mio. EUR auf 32,8 Mio. EUR (Q1 2023: 30,4 Mio. EUR) zu, was auf die positive Neugeschäftsentwicklung und den damit verbundenen erhöhten Bestand des Leasingportfolios zurückzuführen ist. Unser Ergebnis aus dem Neugeschäft blieb im Berichtsquartal unverändert bei 11,8 Mio. EUR (Q1 2023: 11,8 Mio. EUR). Das Verwertungsergebnis lag bei 2,2 Mio. EUR (Q1 2023: -0,1 Mio. EUR). Der Anstieg resultiert aus der positiven Entwicklung der Erlöse der veräußerten Leasingobjekte.

Das gestiegene Zinsergebnis sowie die Ergebnisse aus dem Servicegeschäft und der Verwertung führten im Wesentlichen zu einem Zuwachs unserer operativen Erträge im ersten Quartal 2024 um 6,6 Mio. EUR auf 106,2 Mio. EUR (Q1 2023: 99,6 Mio. EUR).

Der Personalaufwand lag im ersten Quartal 2024 bei 46,8 Mio. EUR und damit 5,5 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (Q1 2023: 41,3 Mio. EUR). Dieser Anstieg begründet sich im Wesentlichen durch die höhere Anzahl an Mitarbeiter:innen. Die fixe Vergütung betrug im Berichtszeitraum 33,2 Mio. EUR (Q1 2023: 29,4 Mio. EUR) und die variable Vergütung 4,7 Mio. EUR (Q1 2023: 4,3 Mio. EUR). Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten auf Basis Vollzeitbeschäftigter lag im Berichtsquartal aufgrund von Neueinstellungen bei 2.156 und damit 160 über dem Vorjahreswert (Q1 2023: 1.996). Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Geschäftsjahr 2023 lag bei 2.068.

Unsere Abschreibungen und Wertminderungen lagen im Berichtsquartal bei 6,3 Mio. EUR und damit 0,5 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert (Q1 2023: 6,8 Mio. EUR). Unser Vertriebs- und Verwaltungsaufwand stieg um 0,2 Mio. EUR auf 24,1 Mio. EUR (Q1 2023: 23,9 Mio. EUR) an. Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen, welcher im Wesentlichen aus höheren Lizenzgebühren resultiert, wurde durch die Reduktion der Wartungsaufwendungen und Personalnebenkosten fast ausgeglichen. Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen lag im ersten Quartal 2024 bei -4,1 Mio. EUR (Q1 2023: -3,8 Mio. EUR). Wie auch im Vorjahr schlagen sich insbesondere Währungseffekte in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen nieder. Diese sind auf die Umrechnung von türkischer Lira (TRY) in Höhe von 1,1 Mio. EUR zurückzuführen, welche vor allem aus den Effekten aus der Bewertung Hochinflation gemäß IAS 29 resultieren, sowie Dirham der Vereinigten Arabischen Emiraten (AED) 0,5 Mio. EUR, ungarische Forint (HUF) 0,3 Mio. EUR und chilenische Peso (CLP) 0,3 Mio. EUR. Diese ergeben sich vor allem aus derivativen Sicherungsgeschäften, welche sich ökonomisch über die Gesamtperiode ausgleichen. Teilweise kompensiert wird dies periodisch zudem durch die erfolgsneutrale Währungsumrechnung im sonstigen Ergebnis der Konzern-Gesamtergebnisrechnung. Da dies hauptsächlich die Umrechnung der Leasingforderungen in Fremdwährungsländern betrifft, wird dieser Effekt in einer anderen Position gezeigt als die oben genannten Umrechnungseffekte aus den Derivaten. Zudem erfolgt die Umrechnung der Leasingforderungen jeweils zum Stichtagskurs, wohingegen die Derivate zu Marktwerten auf Basis der zum Stichtag geltenden Devisenterminkurse bewertet sind. Dieser Unterschied und der daraus resultierende Bewertungseffekt gleicht sich über die Laufzeit der Sicherungsbeziehungen aus.

Unser operatives Ergebnis im ersten Quartal 2024 lag bei 24,9 Mio. EUR und stieg um 1,1 Mio. EUR an (Q1 2023: 23,8 Mio. EUR). Der Saldo aus sonstigen Zinserträgen und Zinsaufwendungen verbesserte sich auf 1.5 Mio. EUR (Q1 2023: -1,7 Mio. EUR), was vor allem an der gestiegenen Guthabenverzinsung infolge der Leitzinserhöhungen auf den Bundesbankkonten zurückzuführen ist.

Unser Konzernergebnis vor Steuern nahm um 4,4 Mio. EUR auf 24,9 Mio. EUR (Q1 2023: 20.5 Mio. EUR) zu.

Unsere Steuerquote reduzierte sich auf 20,5 Prozent (Q1 2023: 22,5 Prozent). Unser Konzernergebnis liegt bei 19,8 Mio. EUR und damit um 3,9 Mio. EUR über dem Vorjahresquartal (Q1 2023: 15,9 Mio. EUR). Die durch die Konsolidierung der Franchisegesellschaften auszuweisenden Ergebnisanteile der nicht beherrschenden Anteilseigner lagen bei -1,1 Mio. EUR (Q1 2023: -2,2 Mio. EUR). Die Vergleichbarkeit ist aufgrund des Erwerbs von Anteilen mehrerer Franchisegesellschaften in 2023 eingeschränkt, hier wird auf die Ausführungen in Tz. 6.1 des Geschäftsberichts 2023 verwiesen. Das Ergebnis je Aktie stieg im ersten Quartal 2024 auf 0,22 EUR (Q1 2023: 0,19 EUR).

Insgesamt stieg unsere CIR im ersten Quartal 2024 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum leicht um 1,0 Prozentpunkte auf 58,1 Prozent (Q1 2023: 57,1 Prozent), im Vergleich zum Gesamtjahr 2023 (59,2 Prozent) verbesserte sich die CIR allerdings um 1,1 Prozentpunkte. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahresquartal resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Aufwendungen insbesondere für Personal.

2.4.2 Entwicklung der Segmente

Die Ergebnisse des Leasingsegments haben sich positiv entwickelt, da sich vor allem das Ergebnis aus dem Servicegeschäft sowie das Verwertungsergebnis positiv entwickelten sowie das vergangene und weiterhin stabile Neugeschäft entsprechende Zinserträge erwirtschaftet. Entsprechend stiegen in diesem Segment unsere operativen Erträge um 5,8 Mio. EUR auf 96,6 Mio. EUR (Q1 2023**: 90,8 Mio. EUR). Das Segmentergebnis reduzierte sich leicht im Wesentlichen aufgrund gestiegener Personalaufwendungen um 0,9 Mio. EUR und lag bei 22,3 Mio. EUR (Q1 2023*: 23,2 Mio. EUR).

Die operativen Erträge im Segment Bank stiegen im Berichtszeitraum an und lagen bei 8,1 Mio. EUR (Q1 2023*: 7,2 Mio. EUR), was hauptsächlich aus der geringeren Risikovorsorge für frühere Kreditportfolien resultiert. Bei gestiegenen Personalaufwendungen sowie aufgrund von Währungseffekten erreichten wir ein Segmentergebnis von 3,6 Mio. EUR (Q1 2023*: 1,5 Mio. EUR).

Im Segment Factoring reduzierten sich unsere operativen Erträge im Berichtszeitraum um 0,2 Mio. EUR auf 1,5 Mio. EUR (Q1 2023*: 1,7 Mio. EUR). Bei nahezu gleichbleibenden Aufwendungen reduzierte sich das Ergebnis des Segments auf -1,0 Mio. EUR (Q1 2023*: -0,8 Mio. EUR).

2.5 Finanzlage

Die Eigenkapitalquote liegt mit 18,8 Prozent im Bereich unserer Erwartungen und weiterhin auf hohem Niveau.

Die Zahlungen von Leasingnehmer:innen nahmen weiter zu.

Mit unserem diversifizierten Refinanzierungsmix verfügen wir über eine solide Liquiditätsausstattung.

Steigende Leasingforderungen spiegeln das positive Neugeschäftswachstum wider.

2.5.1 Kapitalstruktur

Im GRENKE Konzern legen wir einen besonderen Fokus auf eine angemessene Liquiditätsausstattung, um so flexibel auf Marktgegebenheiten reagieren zu können. Zudem ist der Konzern aufgrund aufsichtsrechtlicher Vorgaben verpflichtet, einen Liquiditätspuffer vorzuhalten.

Auf der Passivseite zeigt sich die steigende Bilanzsumme insbesondere in der stichtagsbedingten Zunahme der abgegrenzten Mietraten um insgesamt 77,9 Mio. EUR auf 124,0 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 46,1 Mio. EUR). Diese Bilanzposition kann unterjährig, abhängig von der zeitlichen Durchführung des Lastschrifteinzugs, Schwankungen unterliegen.

Die Finanzschulden blieben zum 31. März 2024 mit 5,4 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 5,4 Mrd. EUR). nahezu unverändert. Der größte Anteil unserer Finanzschulden entfiel weiterhin auf die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung, die sich gegenüber dem Jahresende 2023 auf 3,7 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 3,8 Mrd. EUR) reduzierten. Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft der GRENKE Bank stiegen hingegen um 70,7 Mio. EUR auf 1,7 Mrd. EUR an (31. Dezember 2023: 1,6 Mrd. EUR).

Das Eigenkapital blieb zum 31. März 2024 mit 1,4 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 1,4 Mrd. EUR) nahezu unverändert. Dem in der Berichtsperiode erwirtschafteten Konzernergebnis in Höhe von 19,8 Mio. EUR standen hauptsächlich die Zinszahlung für das Hybridkapital (15,0 Mio. EUR), die Effekte aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung (1,2 Mio. EUR), sowie der Kauf eigener Anteile (6,6 Mio. EUR) entgegen. Positiv wirkte sich dagegen der Effekt aus der Marktbewertung von Hedging-Instrumenten (1,0 Mio. EUR) aus. Aufgrund der Steigerung der Bilanzsumme im Vergleich zum leichten Rückgang des Eigenkapitals verringerte sich die Eigenkapitalquote zum 31. März 2024 auf 18,8 Prozent (31. Dezember 2023: 19,1 Prozent). Die Eigenkapitalquote übertraf damit weiterhin das selbst gesteckte Ziel des Konzerns von mindestens 16 Prozent.

* Aufgrund von Optimierungen in der Segmentberichterstattung wurde der Vorjahreswert der operativen Erträge in den Segmenten angepasst

scrollen
TEUR 31.03.2024 31.12.2023 Veränderung
(%)
KURZFRISTIGE SCHULDEN 2.658.839 2.042.649 30,2
davon Finanzschulden 2.360.413 1.831.589 28,9
LANGFRISTIGE SCHULDEN 3.169.179 3.702.022 - 14,4
davon Finanzschulden 3.045.236 3.587.328 - 15,1
Eigenkapital 1.352.881 1.354.870 - 0,1
BILANZSUMME 7.180.899 7.099.541 1,1
Eigenkapitalquote (in Prozent) 18,8% 19,1% -0,3 pp

2.5.2 Cashflow

Unser Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug in den ersten drei Monaten 2024 28,7 Mio. EUR und lag damit unter dem Vorjahreswert (Q1 2023: 400,1 Mio. EUR). Ursache hierfür sind im Wesentlichen höhere Refinanzierungsrückzahlungen und eine im Vergleich zum Vorjahresquartal geringere Zunahme des Einlagengeschäfts der GRENKE Bank. Die ausgewählten Angaben aus der Konzernkapitalflussrechnung und deren Entwicklung werden im Folgenden erläutert.

scrollen
TEUR Q1 2024 Q1 2023 Veränderung
(%)
- Investitionen für neue Leasingforderungen - 686.293 - 627.849 9,3
+ Zugang neue Refinanzierungen
(ohne Einlagengeschäft)
432.359 394.446 9,6
+ Netto-Zugang/​Abgang Einlagengeschäft 70.742 274.315 - 74,2
(I) CASHFLOW NEUGESCHÄFT - 183.192 40.912 < -100
+ Zahlungen Leasingnehmer 626.243 591.963 5,8
- Zahlungen/​Rückzahlungen Refinanzierungen
(ohne Einlagengeschäft)
- 552.498 - 368.197 50,1
(II) CASHFLOW BESTANDSGESCHÄFT 73.745 223.766 - 67,0
(III) ÜBRIGE CASHFLOWS LAUFENDE
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
138.144 135.471 2,0
CASHFLOW AUS LAUFENDER
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
(I) + (II) + (III)
28.697 400.149 - 92,8
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 1.147 -1.640 - 30,0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 24.852 - 16.240 53,0
SUMME DER CASHFLOWS 2.698 382.269 - 99,3

Der Cashflow aus Investitionen für neue Leasingforderungen umfasst die Nettoanschaffungswerte für neu erworbene Leasingobjekte und die direkt mit dem Vertragsabschluss entstehenden Kosten. Aufgrund des anhaltend höheren Neugeschäftsvolumens stiegen die Investitionen für neue Leasingforderungen in den ersten drei Monaten 2024 auf 686,3 Mio. EUR (Q1 2023: 627,8 Mio. EUR). Diesen stehen die Einzahlungen aus der Zunahme der Refinanzierung in Höhe von 432,4 Mio. EUR nach 394,4 EUR in der Vorjahresperiode gegenüber. Der Cashflow aus dem Einlagengeschäft der GRENKE Bank verringerte sich auf 70,7 Mio. EUR nach 274,3 Mio. EUR in der Vorjahresperiode. In Summe sank unser Cashflow aus Investitionen in das Neugeschäft auf -183,2 Mio. EUR (Q1 2023: 40,9 Mio. EUR).

In den ersten drei Monaten 2024 wurden 552,5 Mio. EUR (Q1 2023: 368,2 Mio. EUR) an Refinanzierungen getilgt bzw. zurückgezahlt. Der Cashflow aus dem Bestandsgeschäft sank dementsprechend auf 73,7 Mio. EUR (Q1 2023: 223,8 Mio. EUR).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag im Berichtszeitraum bei -1 ,1 Mio. EUR (Q1 2023: - 1,6 Mio. EUR). Er beinhaltete hauptsächlich die Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte von 1,2 Mio. EUR (Q1 2023: 1,4 Mio. EUR).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtszeitraum -24,9 Mio. EUR (Q1 2023: -16,2 Mio. EUR). Die Zinszahlung auf das Hybridkapital lag bei 15,0 Mio. EUR (Q1 2023: 12.9 Mio. EUR). Durch den Erwerb eigener Anteile im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms ergab sich ein Mittelabfluss von 6,6 Mio. EUR (Q1 2023: 0,0 Mio. EUR). Zudem resultierte aus der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten ein Mittelabfluss von 3.3 Mio. EUR (Q1 2023: 3,3 Mio. EUR).

Somit lag die Summe der Cashflows in den ersten drei Monaten 2024 bei 2,7 Mio. EUR (Q1 2023: 382.3 Mio. EUR). Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten stieg zum Stichtag 31. März 2024 entsprechend auf 700,1 Mio. EUR nach 696.9 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023.

2.5.3 Liquidität

Dank unseres ausgewogenen Liquiditätsmanagements verfügen wir über eine solide Liquiditätsausstattung und eine diversifizierte Refinanzierungsstruktur und erfüllten im Berichtszeitraum jederzeit unsere Zahlungsverpflichtungen.

Zur Refinanzierung stehen uns umfangreiche Instrumente zur Verfügung, die je nach Marktbedingungen im Rahmen der Gesamtstrategie eingesetzt werden. Im Wesentlichen basiert die Finanzierung über Fremdkapital auf drei Säulen: den Senior-Unsecured-Instrumenten, die im Wesentlichen auf unser Rating abstellen wie Anleihen, Schuldverschreibungen und Commercial Paper, dem Einlagengeschäft inklusive der Förderdarlehen bei der GRENKE BANK AG sowie der forderungsbasierten Finanzierung, vor allem ABCP-Programme. Dabei vermeiden wir Fristentransformation auf Portfolioebene und reduzieren dadurch Zinsänderungs- und Anschlussfinanzierungsrisiken auf Portfolioebene auf ein Minimum. Dank unseres breiten Refinanzierungsmixes können wir je nach Bedarf und Marktlage die einzelnen Säulen gezielt nutzen und den Anteil ausbauen oder reduzieren. Gleichzeitig wollen wir aus strategischen Gründen in allen drei Säulen aktiv sein.

Der Refinanzierungsmix bezogen auf die Refinanzierungssäulen des GRENKE Konzerns verteilte sich zum 31. März 2024 wie folgt:

scrollen
Mio. EUR 31.03.2024 Anteil in % 31.12.2023 Anteil in %
GRENKE Bank 1.689 31 1.624 29
Senior-Unsecured 2.699 49 2.748 50
Asset-Backed 1.120 20 1.163 21
SUMME 5.508 100 5.535 100

Der leichte Rückgang der Refinanzierungsvolumina um 26,3 Mio. EUR auf 5.508,2 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 5.534,5 Mio. EUR) begründet sich in der planmäßigen Tilgung bestehender Refinanzierungsinstrumente sowie dem geringeren Refinanzierungsbedarf aufgrund hoher Zahlungsmittelzuflüsse aus dem Lastschrifteinzug im ersten Quartal 2024, welche sich im Anstieg der abgegrenzten Mietraten widerspiegeln.

Die Refinanzierung über Kundeneinlagen der GRENKE BANK AG erhöhte sich zum Stichtag 31. März 2024 auf 1.687,8 Mio. EUR nach 1.617,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023 sowie 1.425,0 Mio. EUR zum vergleichbaren Zeitpunkt des Vorjahres. Dies entspricht einem Anstieg von 4,4 Prozent seit dem 31. Dezember 2023 durch eine intensivere Nutzung der GRENKE Bank im aktuellen Zinsumfeld.

Im Berichtszeitraum wurde eine bestehende Anleihe um 50,0 Mio. EUR aufgestockt. Darüber hinaus emittierte der GRENKE Konzern ein Schuldscheindarlehen über 10,0 Mio. CHF. Im kurzfristigen Bereich wurden fünf Commercial Paper mit einem Gesamtvolumen von 70,0 Mio. EUR emittiert. Planmäßig getilgt wurden im Berichtszeitraum Commercial Paper in Höhe von 50,0 Mio. EUR.

Mit Wirkung zum 31. Januar 2024 wurde der seit März 2010 laufende Forderungsvertrag der GRENKE LEASING LIMITED, Guildford/​Vereinigtes Königreich, mit der Norddeutschen Landesbank Girozentrale beendet und ein Rückkauf aller Forderungen vorgenommen.

Weitere Informationen zu unseren Instrumenten der Refinanzierung und den erfolgten Refinanzierungsmaßnahmen im Berichtszeitraum sind im Konzernanhang unter Tz. 5 "Finanzschulden" dargestellt.

Die offenen Kreditlinien des Konzerns (d.h. Banklinien plus verfügbarem Volumen aus Anleihen und Commercial Paper) betrugen zum Stichtag 3.697,6 Mio. EUR, 540,0 Mio. HUF und 40,0 Mio. PLN (31. Dezember 2023: 3.667,4 Mio. EUR, 540,0 Mio. HUF und 40,0 Mio. PLN).

2.6 Vermögenslage

Im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2023 nahm unsere Bilanzsumme zum 31. März 2024 um 81,4 Mio. EUR auf 7,2 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 7,1 Mrd. EUR) zu.

Die Zunahme unseres Vermögens zum 31. März 2024 resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der kurz- und langfristigen Leasingforderungen. Unsere größte Bilanzposition, die Leasingforderungen, stieg dabei aufgrund der anhaltend positiven Neugeschäftsentwicklung um 102,4 Mio. EUR auf 5,8 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 5,7 Mrd. EUR) an.

scrollen
TEUR 31.03.2024 31.12.2023 Veränderung
(%)
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 3.154.008 3.180.347 - 0,8
davon Zahlungsmittel 700.448 697.202 0,5
davon Leasingforderungen 2.082.862 2.076.719 0,3
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 4.026.891 3.919.194 2,7
davon Leasingforderungen 3.719.384 3.623.135 2,7
SUMME VERMÖGENSWERTE 7.180.899 7.099.541 1,1

Die Zahlungsmittel blieben mit 700,4 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 697,2 Mio. EUR) nahezu unverändert. Dabei befanden sich zum 31. März 2024 501,7 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 484,7 Mio. EUR) der Zahlungsmittel auf Konten der Deutschen Bundesbank.

Zudem nahmen die kurzfristigen Sonstigen Vermögenswerte um 31,9 Mio. EUR auf 184,0 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 215,9 Mio. EUR) aufgrund des stichtagsbezogenen Rückgangs des Vorsteuerguthabens ab. Die Forderungen aus Vorsteuer können unterjährig, abhängig von den gesetzlichen Melde- und Zahlungs- bzw. Rückerstattungsfristen, Schwankungen unterliegen.

3. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Bezüglich der Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen wird auf die Ausführungen in Tz. 14 des Anhangs zum verkürzten Konzernzwischenabschluss verwiesen.

4 Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

4.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In seinem am 16. April 2024 veröffentlichten World Economic Outlook diagnostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF), dass sich die weltweite Wirtschaft stetig aber langsam erholen werde. Die Inflation werde zurückgehen, wobei sie in den Industrienationen schneller ihren Zielwert erreichen werde als in den Schwellen- und Entwicklungsländern.

Für die Weltwirtschaft hält der IWF im Jahr 2024 ein Wachstum von 3,2 Prozent für möglich (2023: 3,2 Prozent), wobei ihre Wachstumstreiber die Schwellen- und Entwicklungsländer sind. Die Industrienationen liegen hingegen unterhalb des weltweiten Durchschnitts. Die Vereinigten Staaten sollen im Jahr 2024 mit 2,7 Prozent etwas stärker als im Vorjahr (2023: 2,5 Prozent) wachsen. Für die USA konstatiert der IWF eine starke Nachfrage, stellt jedoch die langfristige Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen in Frage.

Das Wachstum in der Eurozone wird dem IWF zufolge wieder anziehen, jedoch ausgehend von einem geringen Niveau. Die Straffung der Geldpolitik, die vergangenen Energiepreise und die geplante Konsolidierung der Staatsfinanzen wirken weiterhin dämpfend auf die Wirtschaftsaktivität. Seine Schätzung für das Wachstum im Euroraum beläuft sich für das Jahr 2024 auf 0,8 Prozent (2023: 0,4 Prozent). Der IWF sieht das Risiko, dass das hohe Lohnwachstum sowie die persistent hohe Inflation bei Dienstleistungen die Rückkehr der Inflation zu ihrem Zielniveau gefährden könnte. Für Deutschland erwartet der IWF, dass das Wachstum im Jahr 2024 mit 0,2 Prozent wieder oberhalb der Nulllinie liegen wird (2023: -0,3 Prozent). Für Frankreich und Italien geht der IWF im Jahr 2024 von einem leicht positiven Wachstum in Höhe von jeweils 0,7 Prozent (2023: jeweils 0,9 Prozent) aus. Für das vom Tourismus profitierende Land Spanien ist der IWF mit einem prognostizierten Wachstum von 1,9 Prozent optimistischer, dennoch muss Spanien relativ zum Vorjahr Wachstumseinbußen hinnehmen (2023: 2,5 Prozent).

Der IWF betrachtete zudem die weltweiten Handelsbeziehungen. Seiner Analyse zufolge haben sich seit dem Beginn des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine zwei Handelsblöcke gebildet - der prorussische und der proukrainische Handelsblock. Der Handel innerhalb der Blöcke ist ihm zufolge stärker ausgebildet als zwischen den beiden Parteien. Insgesamt hat sich das Wachstum des weltweiten Handels in dieser Zeit um 5 Prozentpunkte verringert.

Der ifo-Geschäftsklimaindex für die Leasingbranche in Deutschland erreichte im März dieses Jahres 4,6 Punkte. Im Vorjahresvergleich verschlechterte er sich damit deutlich (März 2023: 30 Punkte), innerhalb des ersten Quartals verbesserte er sich jedoch ausgehend von -2,5 Punkten im Januar 2024 leicht. Der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) erwartet das Ende der Rezession in Deutschland und einen Stimmungsumschwung im Sommer dieses Jahres. Einen kraftvollen Aufschwung sieht der BDL jedoch nicht.

4.2 Risiken und Chancen

4.2.1 Risiken

Als gesamtwirtschaftlicher Risikofaktor ist vor allem das infolge der restriktiven Geldpolitik erhöhte Zinsniveau zu sehen. Höhere Zinsen gelten im Allgemeinen als Hemmnis für die Konsum- und Investitionsnachfrage und können das Wirtschaftswachstum schwächen. Wie in Abschnitt 2.3.1 beschrieben, begünstigen höhere Zinsen indirekt aber auch die Nachfrage nach Leasingprodukten. Daher erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2024 ein weiter wachsendes Leasingneugeschäftsvolumen gemäß unserer Guidance, siehe dazu Abschnitt 4.3. Höhere Refinanzierungskosten können wir mit einer Anpassung der Konditionen ausgleichen, allerdings tritt hierbei üblicherweise eine Zeitverzögerung von circa drei Monaten ein. Infolge der seit September 2023 andauernden Zinspause konnten wir die höheren Zinsen im Neugeschäft inzwischen vollständig einpreisen und weiterreichen.

Sollten nach den kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten und in der Ukraine weitere unerwartete Ereignisse die Kapitalmärkte treffen, könnte die Volatilität wieder deutlich ansteigen und die allgemein verfügbare Liquidität an den Märkten abnehmen. Jedoch sieht der Vorstand auch im gegenwärtigen Umfeld genügend Handlungsspielraum, um die Liquidität für den Konzern kurz-, mittel- und langfristig sicherzustellen. Basis dafür sind zum einen die aktuelle Liquiditätsausstattung sowie zum anderen unsere Fähigkeit, das Leasingneugeschäft - und damit den Liquiditätsbedarf - über eine restriktivere Annahme von Leasinganfragen zu steuern. Darüber hinaus hat die Gesellschaft unverändert Zugang zu verschiedenen Refinanzierungsquellen.

Die Volatilität an den Zins- und Währungsmärkten kann weiterhin temporär zu bilanzierenden Bewertungseffekten führen. Diese können sich zeitweilig insbesondere auf die Umrechnung von Fremdwährungspositionen, die Bewertung der Derivate oder die Bewertung von Geschäfts- und Firmenwerten auswirken. Gleichwohl sieht der Vorstand darin keine langfristige Beeinträchtigung der Profitabilität des Geschäftsmodells.

Mit Bezug auf Risiken, die aus dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine resultieren könnten, können wir feststellen, dass wir weder in Russland noch in der Ukraine mit eigenen Niederlassungen vertreten und dort finanziell auch nicht engagiert waren oder sind.

Im Hinblick auf den seit Oktober 2023 wieder aufgeflammten Konflikt im Nahen Osten besteht kein direktes Risiko für GRENKE. Wir sind weder in Israel noch in den angrenzenden, vom Konflikt unmittelbar betroffenen Ländern und Regionen mit eigenen Niederlassungen vertreten. Ein zeitlich ausgedehnter Konflikt im Nahen Osten birgt die Gefahr eines Ölpreisanstiegs, der den Inflationsdruck sowie die Rezessionsgefahr verstärken könnte.

Hinsichtlich der künftigen Entwicklung des Konzerns und der Tochtergesellschaften sind besondere, über das normale Maß hinausgehende und mit dem Geschäft verbundene Risiken nicht zu erkennen. Für eine umfassendere Darstellung der Risiken vgl. Kapitel 5, "Risikobericht", im Geschäftsbericht 2023.

4.2.2 Chancen

Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht deuten erste Indikatoren wie der Einkaufsmanagerindex für den Euroraum oder der Geschäftsklimaindex für die Leasingbranche in Deutschland eine Erholung relativ zu den Vormonaten an, siehe dazu Abschnitte 2.2 und 4.1. Ähnlich wie der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen halten auch wir eine weitere Stimmungsaufhellung für möglich, die durch eine wahrscheinliche Lockerung der Geldpolitik durch die EZB begünstigt werden dürfte. Verbesserte Geschäftserwartungen seitens der KMU dürften sich wiederum positiv auf das Investitionsverhalten und daher die Leasingnachfrage im laufenden Jahr auswirken.

Darüber hinaus verfolgen wir eine internationale Wachstumsstrategie und operieren mit den USA, mit Kanada und Australien in drei zukünftigen Kernmärkten, die langfristig überdurchschnittliches Wachstumspotenzial versprechen. In den USA werden wir zur Jahresmitte in unserem zweiten Standort in Chicago, Illinois, operativ.

Mit Blick auf unsere Leasingobjekte verzeichnen wir eine stetig wachsende Nachfrage nach Objekten der Green Economy, speziell eBikes, siehe dazu Abschnitt 2.3.1. Durch die Emission unseres Green Bond im September 2023 generierten wir eine umfangreiche Refinanzierungsbasis, um in Objekte der Green Economy zu investieren. Wir profitieren ebenfalls von Megatrends wie der Medizintechnik oder der Robotik und ermöglichen KMU mit unseren Finanzierungsangeboten eine Investition in Zukunftstechnologien.

Mehr Details zu diesen und weiteren Wachstumspotenzialen finden Sie im Abschnitt 6.1, "Chancenbericht", im Geschäftsbericht 2023.

4.3 Unternehmensprognose

Angesichts der Intensität aktueller und potenzieller geopolitischer Konflikte ist der Ausblick mit einem hohen Maß an Unsicherheit behaftet. Die nachfolgenden Aussagen zur künftigen Geschäftsentwicklung des GRENKE Konzerns und zu den dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über die Entwicklung von Markt und Branche basieren daher auf den Einschätzungen, die der Vorstand nach den vorliegenden Informationen gegenwärtig als realistisch beurteilt. Diese sind jedoch mit Unsicherheiten behaftet und bergen das unvermeidbare Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten.

Der Vorstand hat im Januar 2024 beschlossen und bekanntgegeben, sich künftig auf das Leasinggeschäft zu fokussieren und deshalb den Verkauf aller Factoringgesellschaften initiiert. Aus dem beabsichtigten Verkauf der Factoringgesellschaften erwartet der Vorstand kurzfristig keine nennenswerten Auswirkungen auf wesentliche KPIs des Konzerns. GRENKE wird seine Ressourcen und Investitionskraft künftig voll auf die fortschreitende Digitalisierung und das weitere Wachstum im Leasing konzentrieren. Hierbei spielt das Bankgeschäft der GRENKE BANK AG eine unverändert wichtige Rolle, vor allen Dingen zur Sicherstellung der Refinanzierung über Einlagen.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet der Vorstand ein Leasingneugeschäft zwischen 3,0 und 3,2 Mrd. EUR. Dies entspricht verglichen mit dem Geschäftsjahr 2023 einem erwarteten Zuwachs zwischen 15 und 23 Prozent. Mittelfristig soll sich das Neugeschäftsvolumen mit zweistelligen Wachstumsraten von ca. 12 Prozent entwickeln. Diese Wachstumsannahme beruht auf der Rückkehr auf den Wachstumspfad.

Im Geschäftsjahr 2024 streben wir eine leichte Steigerung der DB2-Marge im Vergleich zum Vorjahr an (2023: 16,5 Prozent). Mittelfristig ist das Ziel, eine DB2-Marge von rund 17 Prozent zu erreichen. Hierfür sind insbesondere die Refinanzierungskosten und unsere Konditionierung der neu abgeschlossenen Leasingverträge ausschlaggebend, aber auch die durchschnittliche Ticketgröße. Im Geschäftsjahr 2024 wird erwartet, dass der Durchschnittswert pro Leasingvertrag unverändert unterhalb der 10-TEUR-Marke liegt. Die Small-Ticket-Definition umfasst mittlerweile Investitionen von bis zu 50 TEUR, weil neue Technologien wie in den Bereichen Medizin oder Robotics zu einer höheren Nachfrage von kleineren Objekten bis zu 50 TEUR führten. Die Fokussierung auf kleine Tickets bleibt weiterhin wesentlicher Teil unserer Strategie.

Der Vorstand erwartet, dass sich trotz des erhöhten Zinsniveaus die operativen Erträge des Leasingportfolios - bestehend aus der Summe des Zinsergebnisses nach Schadenabwicklung und Risikovorsorge, des Ergebnisses aus dem Servicegeschäft, des Ergebnisses aus dem Neugeschäft sowie aus der Verwertung - im laufenden Geschäftsjahr 2024 positiv entwickeln werden. Ursächlich für diese Einschätzung sind neben dem anhaltend starken Momentum im Leasingneugeschäft auch die konsequente Weitergabe gestiegener Zinsen durch konditionelle Maßnahmen sowie das unverändert risikobewusste Pricing. Ein rezessionsbedingtes Ansteigen von Unternehmensinsolvenzen oder temporäre Verschlechterung der Zahlungsmoral ist durch die konservative Bildung von Risikovorsorge der vergangenen Quartale reflektiert. Insgesamt erwarten wir bei weitgehend solidem Zahlungsverhalten unserer Kunden entsprechend stabile Aufwendungen für die Risikovorsorge und eine Schadenquote von weiterhin unter 1,5 Prozent. Gleichzeitig erwarten wir etwas höhere Personalkosten: Einerseits sind die Gehälter aufgrund der hohen Inflation gestiegen, andererseits werden wir unser Team punktuell weiter verstärken, um das gegenwärtige und künftige Wachstum zu realisieren.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet der Vorstand ein Konzernergebnis zwischen 95 und 115 Mio. EUR. Trotz der weiterhin planmäßigen Investition in das Digitalisierungsprogramm streben wir im Jahr 2024 eine Verbesserung der CIR von unter 58 Prozent an. In den Folgejahren soll sich die CIR durch Effizienzgewinne und zunehmenden Digitalisierungsgrad zu einem Niveau von unter 55 Prozent entwickeln. Langfristig streben wir durch unsere Neugeschäftsprofitabilität und das nachhaltige Wachstum sowie unser Digitalisierungsprogramm und eine ausgeprägte Kostendisziplin eine Cost-Income-Ratio von 50 Prozent an.

Auf Grundlage der erwarteten Entwicklung des Konzernergebnisses rechnet GRENKE - wie in den Vorjahren - mit einer bilanziellen Eigenkapitalquote von mehr als 16 Prozent.

Verkürzter Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

scrollen
TEUR Q1 2024 Q1 2023
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft 132.138 108.501
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 46.060 24.499
ZINSERGEBNIS 86.078 84.002
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 26.742 26.440
davon Wertminderungsaufwand 7.083 4.999
ZINSERGEBNIS NACH SCHADENSABWICKLUNG UND RISIKOVORSORGE 59.336 57.562
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 32.783 30.362
Ergebnis aus dem Neugeschäft 11.828 11.812
Verwertungsmehr-(+)/​minder(-)ergebnis 2.216 - 113
OPERATIVE ERTRÄGE INSGESAMT 106.163 99.623
Personalaufwand 46.796 41.289
Abschreibungen und Wertminderung 6.253 6.813
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 24.141 23.915
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.991 6.174
Sonstige betriebliche Erträge 1.916 2.394
OPERATIVES ERGEBNIS 24.898 23.826
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen - 101 0
Aufwendungen/​Erträge aus der Marktbewertung -1.334 - 1.638
Sonstige Zinserträge 7.935 3.355
Sonstige Zinsaufwendungen 6.482 5.072
KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN 24.916 20.471
Ertragsteuern 5.109 4.612
KONZERNERGEBNIS 19.807 15.859
davon auf Stammaktionäre und Hybridkapitalgeber der GRENKE AG entfallendes Ergebnis 20.920 18.086
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis -1.113 - 2.227
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert in EUR) 0,22 0,19
Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien 46.418.644 46.495.573

* Zinsen und ähnliche Erträge nach der Effektivzinsmethode berechnet für den Berichtszeitraum 2.459 TEUR (Vorjahr: 2.065 TEUR).

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

scrollen
TEUR Q1 2024 Q1 2023
KONZERNERGEBNIS 19.807 15.859
BETRÄGE, DIE GGF IN KÜNFTIGEN PERIODEN
IN DIE GUV UMGEGLIEDERT WERDEN
Zu-/​Rückführung Hedging-Rücklage 1.030 746
davon Ertragsteuereffekte - 2.532 - 107
Veränderung der Währungsumrechnungsdifferenzen/​
Effekte aus Hochinflation
-1.227 949
davon Ertragsteuereffekte 0 0
BETRÄGE, DIE IN KÜNFTIGEN PERIODEN NICHT
IN DIE GUV UMGEGLIEDERT WERDEN
Zu-/​Rückführung Rücklage für versicherungs-
mathematische Gewinne und Verluste
0 0
davon Ertragsteuereffekte 0 0
SONSTIGES ERGEBNIS - 197 1.695
GESAMTERGEBNIS 19.610 17.554
davon auf Stammaktionäre und Hybridkapitalgeber
der GRENKE AG entfallendes Gesamtergebnis
20.267 19.789
davon auf nicht beherrschende Anteile
entfallendes Gesamtergebnis
- 657 - 2.235

Konzern-Bilanz

Aktiva

scrollen
TEUR 31.03.2024 31.12.2023
VERMÖGENSWERTE
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Zahlungsmittel 700.448 697.202
Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 9.073 6.880
Leasingforderungen 2.082.862 2.076.719
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 129.036 135.734
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.579 7.214
Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände 20.814 19.702
Steuererstattungsansprüche 20.164 20.956
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 184.032 215.940
SUMME KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 3.154.008 3.180.347
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Leasingforderungen 3.719.384 3.623.135
Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 12.076 11.811
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 77.336 79.501
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 2.805 2.906
Sachanlagen 91.402 88.829
Nutzungsrechte 35.079 35.521
Geschäfts- oder Firmenwerte 34.405 34.373
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 11.301 12.172
Latente Steueransprüche 41.540 29.366
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.563 1.580
SUMME LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 4.026.891 3.919.194
SUMME VERMÖGENSWERTE 7.180.899 7.099.541

Passiva

scrollen
TEUR 31.03.2024 31.12.2023
SCHULDEN UND EIGENKAPITAL
SCHULDEN
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Finanzschulden 2.360.413 1.831.589
Leasingverbindlichkeiten 11.266 11.576
Derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert 3.316 5.235
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 52.238 41.680
Steuerschulden 9.472 7.480
Abgegrenzte Schulden 29.596 38.144
Sonstige kurzfristige Schulden 68.564 60.821
Abgegrenzte Mietraten 123.974 46.124
SUMME KURZFRISTIGE SCHULDEN 2.658.839 2.042.649
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Finanzschulden 3.045.236 3.587.328
Leasingverbindlichkeiten 24.576 24.500
Derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert 15.227 17.081
Latente Steuerschulden 79.592 68.463
Pensionen 4.548 4.650
SUMME LANGFRISTIGE SCHULDEN 3.169.179 3.702.022
EIGENKAPITAL
Grundkapital 46.496 46.496
Kapitalrücklage 298.019 298.019
Gewinnrücklagen 204.109 204.109
Eigene Anteile - 6.610 0
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals 10.224 10.877
Bilanzgewinn 615.408 609.477
SUMME EIGENKAPITAL DER AKTIONÄRE DER GRENKE AG 1.167.646 1.168.978
Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile* 200.000 200.000
Nicht beherrschende Anteile - 14.765 - 14.108
SUMME EIGENKAPITAL 1.352.881 1.354.870
SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL 7.180.899 7.099.541

* Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.

Konzern-Kapitalflussrechnung

scrollen
TEUR Q1 2024 Q1 2023
KONZERNERGEBNIS 19.807 15.859
IM KONZERNERGEBNIS ENTHALTENE ZAHLUNGSUNWIRKSAME POSTEN UND
ÜBERLEITUNG AUF DEN CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
+ Abschreibungen und Wertminderung 6.253 6.813
- /​ + Gewinne/​Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten - 7 - 1
- /​ + Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/​Aufwendungen 3.433 8.290
+ /​ - Zunahme /​ Abnahme abgegrenzter Schulden, Rückstellungen und Pensionen - 8.650 - 7.165
= ZWISCHENSUMME 20.836 23.796
VERÄNDERUNG DES VERMÖGENS UND DER VERBINDLICHKEITEN AUS
OPERATIVER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT NACH KORREKTUR UM
ZAHLUNGSUNWIRKSAME POSTEN
+ /​ - Leasingforderungen - 102.392 - 59.741
+ /​ - Kreditforderungen 1 3.643 - 571
+ /​ - Factoringforderungen 1 -1.001 2.980
+ /​ - Sonstige Vermögenswerte 1 30.883 43.093
+ /​ - Verbindlichkeiten aus Finanzschulden - 13.326 320.319
+ /​ - Sonstige Schulden 92.378 75.254
+ Erhaltene Zinsen 7.935 3.355
- Gezahlte Zinsen - 6.482 - 5.072
- Ertragsteuerzahlungen - 3.777 - 3.264
= CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 28.697 400.149
- Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -1.177 - 1.381
- Auszahlungen aus der Akquisition von Tochterunternehmen 0 - 332
+ Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 30 73
= CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT - 1.147 - 1.640
- Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten - 3.253 - 3.294
- Kuponzahlungen auf Hybridkapital - 14.989 - 12.946
- Auszahlungen für den Erwerb eigener Anteile - 6.610 0
= CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT - 24.852 - 16.240
ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE ZU BEGINN DER PERIODE 2 696.930 448.605
+ Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 28.697 400.149
+ Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.147 - 1.640
+ Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 24.852 - 16.240
+ /​ - Veränderung aufgrund Währungsumrechnung 490 - 116
= ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE ZUM ENDE DER PERIODE 2 700.118 830.758

1 Vorjahreswerte angepasst.
2 Abzüglich passiver Kontokorrentkonten.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

scrollen
TEUR Grundkapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen/​
Konzernergebnis
Eigene Anteile Hedging
Rücklage
Rücklage für versicherungs-
mathematische Gewinne/​ Verluste
EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2024 46.496 298.019 813.586 3.064 137
Konzernergebnis 10.422
Sonstiges Ergebnis 1.030
GESAMTERGEBNIS 10.422 1.030
Kuponzahlung für Hybridkapital
Steueranteil für Hybridkapital - 4.491
Kauf eigener Anteile - 6.610
EIGENKAPITAL ZUM 31.03.2024 46.496 298.019 819.517 - 6.610 4.094 137
EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2023 46.496 298.019 799.475 13.201 1.171
Konzernergebnis 9.018
Sonstiges Ergebnis 746
GESAMTERGEBNIS 9.018 746
Kuponzahlung für Hybridkapital
Steueranteil für Hybridkapital - 3.878
Transaktionen mit NCI - 28.891
EIGENKAPITAL ZUM 31.03.2023 46.496 298.019 775.724 13.947 1.171
scrollen
TEUR Währungsumrechnung/​
Hochinflation
Neubewertungsrücklage aus
Eigenkapitalinstrumenten
Summe
Eigenkapital Aktionäre
der GRENKE AG
Zusätzliche
Eigenkapitalbestandteile
Nicht
beherrschende
Anteile
Summe
Eigenkapital
EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2024 10.901 - 3.225 1.168.978 200.000 - 14.108 1.354.870
Konzernergebnis 10.422 10.498 - 1.113 19.807
Sonstiges Ergebnis - 1.683 - 653 456 - 197
GESAMTERGEBNIS - 1.683 9.769 10.498 - 657 19.610
Kuponzahlung für Hybridkapital - 14.989 - 14.989
Steueranteil für Hybridkapital - 4.491 4.491
Kauf eigener Anteile - 6.610 - 6.610
EIGENKAPITAL ZUM 31.03.2024 9.218 - 3.225 1.167.646 200.000 - 14.765 1.352.881
EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2023 6.165 - 3.225 1.161.302 200.000 - 29.135 1.332.167
Konzernergebnis 9.018 9.068 - 2.227 15.859
Sonstiges Ergebnis 957 1.703 - 8 1.695
GESAMTERGEBNIS 957 10.721 9.068 - 2.235 17.554
Kuponzahlung für Hybridkapital - 12.946 - 12.946
Steueranteil für Hybridkapital - 3.878 3.878
Transaktionen mit NCI - 28.891 12.011 - 16.880
EIGENKAPITAL ZUM 31.03.2023 7.122 - 3.225 1.139.254 200.000 - 19.359 1.319.895

Anhang

des verkürzten Konzernzwischenabschlusses

1. Allgemeine Angaben

Die GRENKE AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Baden-Baden, Neuer Markt 2, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer 201836 eingetragen. Gegenstand des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der GRENKE AG (im Folgenden als "Konzernzwischenabschluss" bezeichnet) zum 31. März 2024 sind die GRENKE AG sowie ihre Tochterunternehmen und konsolidierten strukturierten Unternehmen (im Folgenden als "GRENKE Konzern" bezeichnet). Dieser Konzernzwischenabschluss ist in Übereinstimmung mit den für die Zwischenberichterstattung anzuwendenden IFRS (IAS 34), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht und durch die Europäische Union (EU) in europäisches Recht übernommen wurden, aufgestellt worden. Er ist in Zusammenhang mit dem IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 zu lesen. Es erfolgte eine prüferische Durchsicht im Sinne von § 115 WpHG des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts zum 31. März 2024.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, die im Konzernzwischenabschluss angewendet wurden, entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Ausnahmen hiervon betreffen Änderungen, die sich durch die verpflichtende Anwendung neuer Rechnungslegungsstandards ergeben haben, welche in den nachfolgenden Abschnitten erläutert werden. Von der vorzeitigen Anwendung von geänderten Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2025 oder später verpflichtend umzusetzen sind, wurde abgesehen. Die GRENKE AG wird diese Standards zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umsetzen und erwartet daraus keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung.

Für diesen Zwischenabschluss gelten die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023, auf den wir an dieser Stelle verweisen. Zudem ergänzen wir die nachfolgenden Sachverhalte.

2.1 Erstmals anzuwendende, überarbeitete und neue Rechnungslegungsstandards

Im Geschäftsjahr 2024 wurden im GRENKE Konzern alle neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen berücksichtigt, die erstmals verbindlich seit dem 1. Januar 2024 anzuwenden waren und bereits in europäisches Recht übernommen wurden (Endorsement), sofern diese für den GRENKE Konzern relevant waren.

Alle nachfolgenden neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen haben keinen oder nur unwesentlichen Einfluss auf die Bilanzierung und Berichterstattung im Konzernabschluss der GRENKE AG. Für weiterführende Erläuterungen verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2023.

Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" zur Klassifizierung von Schulden als kurz oder langfristig und Klassifizierung von langfristigen Schulden mit Nebenbedingung

Im Januar 2020 wurden die Änderungen an IAS 1 zur Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig veröffentlicht. Gegenstand der Änderungen an IAS 1 ist die Klarstellung, dass im Rahmen der Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig auf bestehende Rechte des Unternehmens zum Abschlussstichtag abzustellen ist.

Der IASB veröffentlichte im Oktober 2022 Änderungen an IAS 1 zur Klassifizierung langfristiger Schulden mit Nebenbedingungen. Gegenstand der Änderung an IAS 1 ist die Klarstellung, dass Nebenbedingungen, die vor oder am Bilanzstichtag einzuhalten sind, Auswirkungen auf die Klassifizierung als kurz- oder langfristig haben können. Keinen Einfluss auf die Klassifizierung als kurz- oder langfristig haben hingegen Nebenbedingungen, die lediglich nach dem Bilanzstichtag einzuhalten sind.

Änderungen an IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zur Bilanzierung von Leasingverbindlichkeiten aus Sale-and-Leaseback-Transaktionen

Die Änderungen an IFRS 16 dienen der Klarstellung hinsichtlich der Folgebewertung einer Leasingverbindlichkeit im Fall einer Sale-and-Leaseback-Transaktion. Gemäß den Änderungen an IFRS 16 ist die Leasingverbindlichkeit so zu bewerten, dass bei der Folgebewertung kein Gewinn oder Verlust realisiert wird, soweit dieser das zurückbehaltene Nutzungsrecht betrifft.

2.2 Bereits veröffentlichte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen - noch nicht umgesetzt

Vom IASB wurden folgende neue und geänderte Standards oder Interpretationen veröffentlicht, die erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden sind. Verschiedene Standards davon haben die Anerkennung in europäisches Recht ("Endorsement") der EU bereits durchlaufen. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung wird von diesen Standards ausdrücklich zugelassen. Die GRENKE AG macht von diesem Wahlrecht grundsätzlich keinen Gebrauch. Diese Standards werden zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umgesetzt.

Voraussichtlich werden die nachfolgenden Änderungen keinen wesentlichen Einfluss auf die Berichterstattung im Konzernabschluss der GRENKE AG haben.

Änderungen an IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" zu Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen

Gegenstand der Änderungen sind zusätzliche Anhangangaben im Zusammenhang mit Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen, zu denen insbesondere Reverse-Factoring-Vereinbarungen zählen. Die Änderungen ergänzen die Anforderungen, die bereits in den IFRS enthalten sind und verpflichten Unternehmen im Hinblick auf Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen zur Offenlegung von Konditionen und Bedingungen, Nennung der Bilanzposten und der Buchwerte zu Beginn und zum Ende der Berichtsperiode, Bandbreiten von Zahlungsfristen und Risikokonzentrationen. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen. Für Unternehmen, die nach den in der EU anzuwendenden IFRS bilanzieren, gelten die Regelungen nach der Übernahme in europäisches Recht. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus.

Änderungen an IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" zur Bilanzierung bei einem Mangel an Umtauschbarkeit

Gegenstand der Änderungen an IAS 21 sind detaillierte Regelungen, nach denen zu bestimmen ist, ob eine Währung gegen eine andere umtauschbar ist und wie Wechselkurse zu bestimmen sind, wenn die Umtauschbarkeit nicht gegeben ist. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2025 beginnen. Für Unternehmen, die nach den in der EU anzuwendenden IFRS bilanzieren, gelten die Regelungen nach der Übernahme in europäisches Recht. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus.

3. Verwendung von Annahmen und Schätzungen

Bei der Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.

Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst und erfolgen in den nachfolgend dargestellten Bereichen.

Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte

Die Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte beruht auf Annahmen und Schätzungen zum Ausfallrisiko und zu den erwarteten Verlustraten. Der Konzern übt bei der Festlegung dieser Annahmen und der Auswahl der Inputfaktoren für die Berechnung der Wertminderung Ermessen aus, basierend auf Erfahrungen des Konzerns aus der Vergangenheit, bestehenden Marktbedingungen sowie zukunftsgerichteten Schätzungen zum Ende jeder Berichtsperiode. Entsprechend den Verlautbarungen von verschiedenen Regulatoren (ESMA, EBA) wird eine Beurteilung der Modellierung der IFRS 9 Wertberichtigung und der Schätzung der erwarteten Kreditverluste (ECL) vorgenommen. Das ECL-Modell wird inklusive der Inputparameter und der Teilmodelle anlassbezogen und mindestens einmal jährlich validiert und gegebenenfalls aktualisiert.

Zur Ermittlung der Risikovorsorge gemäß IFRS 9 werden erwartete Kreditausfälle verschiedener makroökonomischer Szenarien gewichtet. GRENKE berechnet hierfür ein negatives, ein positives sowie ein Basisszenario. Die unterstellten Entwicklungen des Bruttoinlandsprodukts sind je Szenario folgender Tabelle zu entnehmen:

scrollen
Bruttoinlandsprodukt 01.04.2024-31.12.2024 01.01.2025-31.12.2025
negativ Basis positiv negativ Basis positiv
Euroraum - 6,3% 1,3% 2,1% 1,3% 1,4% 2,1%
Deutschland - 3,8% 0,9% 2,2% 0,9% 2,0% 2,2%
Frankreich - 7,7% 1,3% 2,3% 1,3% 1,8% 2,3%
Italien - 9,0% 0,7% 1,8% 0,7% 1,0% 1,8%
Spanien - 11,2% 1,7% 3,5% 1,7% 2,1% 3,5%
Vereinigtes Königreich - 11,0% 0,6% 2,5% 0,6% 2,0% 2,5%
scrollen
Bruttoinlandsprodukt 01.01.2026-31.12.2026
negativ Basis positiv
Euroraum 1,4% 1,4% 2,1%
Deutschland 2,0% 1,9% 2,2%
Frankreich 1,8% 1,7% 2,3%
Italien 1,0% 1,1% 1,8%
Spanien 2,1% 1,8% 3,5%
Vereinigtes Königreich 2,0% 2,1% 2,5%

Die Höhe der Risikovorsorge der laufenden Leasingforderungen je Szenario ist in folgender Tabelle aufgeführt:

scrollen
Szenarien zum 31. März 2024
TEUR negativ Basis positiv
Risikovorsorge 157.683 133.223 111.904
scrollen
Szenarien zum 31. Dezember 2023
TEUR negativ Basis positiv
Risikovorsorge 147.476 124.364 104.158

Im Basisszenario werden wiederkehrende, jedoch nicht permanente Engpässe bzgl. russischer Gaslieferungen angenommen, da der Russland-Ukraine-Krieg weiter andauert. Die Inflation bleibt unverändert auf erhöhtem Niveau (deutlich oberhalb von 2 Prozent). Infolge von Zweit- und Drittrundeneffekten treten global erhöhte Kreditverluste ein. Der Anstieg der Ausfallraten entspricht in etwa einem Viertel des Anstiegs zu Beginn der Covid-19-Pandemie. Die Höhe des Anstiegs wird anhand historischer Ausfallraten im Zuge der jüngsten Finanz- und Staatsschuldenkrise abgeleitet.

Das negative Szenario geht von weiteren, erheblichen Engpässen in den von russischem Gas stark abhängigen Volkswirtschaften und vom Andauern des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine aus. Dies führt zu einer weiteren Preissteigerung bei importierten

Energierohstoffen. Parallel straffen die Notenbanken weiter die Geldpolitik, um die noch immer steigenden Inflationsraten zu bekämpfen. Dies führt in der Industrie zu einer starken Abkühlung der Investitionsbereitschaft sowie zu einem erheblichen Verlust an Kaufkraft bei privaten Haushalten. Aus Zweit- und Drittrundeneffekten resultieren global wesentlich erhöhte Kreditverluste. Der Anstieg der Ausfallraten entspricht in etwa demjenigen zu Beginn der Covid-19-Pandemie.

Im positiven Szenario können über Energiesparmaßnahmen sowie über den Import von Flüssiggas, trotz eines andauernden Russland-Ukraine-Krieges, die fehlenden russischen Gaslieferungen aufgefangen werden. Die Inflation nimmt moderat ab. Politische Maßnahmen stützen den Kaufkraftverlust in den privaten Haushalten und verhindern ein starkes Abkühlen der Investitionsbereitschaft in der Industrie. Entsprechend kommt es zu einer Rückkehr der Ausfallraten zum Vor-Covid-19-Niveau.

In sämtlichen Szenarien werden verschiedene Mindestausfallraten (Floors) berücksichtigt. Aktuell können im GRENKE Portfolio deutlich rückgängige Ausfallraten, insbesondere auch im Vergleich zum Vor-Covid-19-Niveau, beobachtet werden. Ungeachtet dessen wird der Anstieg der Ausfallraten in allen Szenarien auf das Ausfallratenniveau vor der Covid19-Pandemie angewendet. Der Effekt der aktuell deutlich rückgängigen Ausfallraten erfährt somit keine Berücksichtigung.

Die Eintrittswahrscheinlichkeiten der Makroszenarien werden länderspezifisch ermittelt, um die unterschiedlichen wirtschaftlichen sowie politischen Begebenheiten des jeweiligen Landes zu würdigen. Diese Szenariogewichte werden zum einen aus öffentlichen Daten der EZB abgeleitet. Diese stellt durch eine Umfrage unter verschiedenen Analysten eine Wahrscheinlichkeitsverteilung für das BIP der Jahre 2024 bis 2026 auf. Aus diesen Wahrscheinlichkeitsverteilun gen können Eintrittswahrscheinlichkeiten für einzelne Szenarien berechnet werden. Zum anderen werden zur länderspezifischen Bestimmung der Eintrittswahrscheinlichkeiten die öffentlich zugänglichen BIP-Erwartungen sowie die historischen BIP-Betrachtungen des IWF herangezogen.

Zum 31. März 2024 sind die Szenarien in den Kernmärkten des GRENKE Konzerns wie folgt gewichtet:

scrollen
Szenariogewichtung 01.04.2024-31.12.2024 01.01.2025-31.12.2025
negativ Basis positiv negativ Basis positiv
Deutschland 40,1% 58,8% 1,1% 5,3% 64,0% 30,7%
Frankreich 26,5% 71,6% 1,9% 6,8% 75,5% 17,7%
Italien 55,5% 43,1% 1,4% 14,4% 73,0% 12,6%
Spanien 17,0% 82,7% 0,3% 4,6% 92,0% 3,4%
Vereinigtes Königreich 56,7% 42,9% 0,4% 5,4% 77,7% 16,9%
scrollen
Szenariogewichtung 01.01.2026-31.12.2026
negativ Basis positiv
Deutschland 4,2% 61,9% 33,9%
Frankreich 5,5% 75,2% 19,3%
Italien 10,0% 71,5% 18,5%
Spanien 4,5% 92,5% 3,0%
Vereinigtes Königreich 3,4% 72,4% 24,2%

Im Rahmen der Risikovorsorge wurden zusätzlich zu der im Modell nach IFRS 9 berechneten Risikovorsorge Management Adjustments auf zukünftige schwer kalkulierbare bzw. neuartige Risiken (sog. Novel Risks) gebildet. Diese Adjustments decken unter anderem geopolitische Risiken sowie zusätzliche Unsicherheiten durch Rezession, Liefer- und Energieengpässe und Inflation ab. Zum Stichtag betrugen diese zusätzlichen Management Adjustments insgesamt 18.379 TEUR. Zum einen werden diese durch ein In-Model Adjustment in Höhe von 3.610 TEUR abgebildet, welche die erhöhte wirtschaftliche Unsicherheit über die Erhöhung von PD-Faktoren abbildet. Für die laufenden Leasingforderungen wurden im Normalszenario entsprechend wirtschaftlicher Unsicherheiten die PDFaktoren erhöht. Darüber hinaus wurde ein Post-Model Adjustment in Höhe von 14.769 TEUR gebildet. Dieses wird zur Abdeckung schwer kalkulierbarer Risiken auf Basis einer zusätzlichen Sensitivitätsanalyse ermittelt. Dabei wurden die Stabilität der Lieferketten und die Kritikalität der Energieintensität landesgruppenspezifisch zu einer Brancheneinschätzung aggregiert und bewertet. Aufgrund der Tatsache, dass sich Risiken für gebildeten Adjustments bereits teilweise im IFRS 9 Modell realisiert haben und insbesondere die Auswirkungen der geopolitischen Risiken im Rahmen der Auseinandersetzungen in der Ukraine und im Nahen Osten überschätzt wurden, konnten die Management Adjustments entsprechend neuer Erkenntnisse reduziert werden. Die erforderlichen Adjustments werden laufend überprüft und soweit notwendig entsprechend aktualisiert.

Berücksichtigung kalkulierter Restwerte am Ende der Vertragslaufzeit im Rahmen der Ermittlung des Barwerts von Leasingforderungen

Nicht garantierte (kalkulierte) Restwerte werden im Rahmen der Ermittlung des Barwerts der Leasingforderungen gemäß der Definition des IFRS 16 berücksichtigt. Die kalkulierten Restwerte am Ende der Vertragslaufzeit ermitteln sich in Abhängigkeit von der Laufzeitgruppe des jeweiligen Leasingvertrags und beinhalten das erwartete Nachgeschäft am Ende der Laufzeit, basierend auf historischen Erfahrungswerten. Für Zugänge seit dem 1. Januar 2024 betragen sie zwischen 1 und 25 Prozent der Anschaffungskosten (Vorjahr: seit dem 1. Januar 2023 zwischen 1 und 25 Prozent). Die kalkulierten Restwerte werden dabei anhand statistischer Auswertungen im Rahmen einer bestmöglichen Schätzung angesetzt. Im Fall eines Absinkens der tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend aus Verwertung und sogenannter Nachmiete) erzielbaren Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg unberücksichtigt bleibt.

Annahmen im Rahmen des Werthaltigkeitstests bei der Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte

Die der Discounted-Cashflow-Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte zugrundeliegenden Cashflows basieren auf den aktuellsten Geschäftsplänen und internen Planungen. In diesem Zusammenhang werden Annahmen über die künftigen Ertrags- und Aufwandsentwicklungen getroffen. Dabei werden künftige Wachstumsraten der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis bisheriger Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte Ertrags- und Aufwandsverläufe unter Berücksichtigung aktueller und zu erwartender Marktentwicklungen in die Zukunft projiziert. Die ermittelten Planungen reflektieren die bestmöglichen Einschätzungen zur weiteren Entwicklung der makroökonomischen Rahmenbedingungen sowie der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die hierbei getroffenen Einschätzungen sowie die zugrundeliegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die ermittelten Werte haben.

Aufgrund des aktuellen politischen und ökonomischen Gesamtumfelds sind die Schätzungen hinsichtlich der weiteren Neugeschäfts- und Renditeentwicklungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten weiterhin mit zusätzlichen Unsicherheiten verbunden. Sollten wesentliche Annahmen von den tatsächlichen Größen abweichen, könnte dies in der Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen führen.

Der GRENKE Konzern hat zum Stichtag untersucht, ob ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte vorliegen könnte. Zum Stichtag bestand, unter Berücksichtigung der Veränderung der Bewertungsparameter sowie der wirtschaftlichen Entwicklungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, kein Wertminderungsbedarf der Geschäfts- oder Firmenwerte. Der für die Werthaltigkeitsermittlung maßgebliche risikolose Zinssatz betrug 2,4 Prozent zum 31. März 2024, gegenüber 2,2 Prozent zum 31. Dezember 2023. Damit stiegen die Abzinsungssätze, die zur Diskontierung der geplanten Zahlungsströme der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten heranzuziehen sind, zwar im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2024 leicht an. Der risikolose Zinssatz von 2,4 Prozent zum 31. März 2024 lag aber weiterhin deutlich unterhalb des Zinsniveaus von 3,0 Prozent, das im Rahmen des letzten planmäßigen Wertminderungstests zum 1. Oktober 2023 anzusetzen war, sodass keine Anhaltspunkte für eine mögliche Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte bestanden. Sollten die Abzinsungssätze jedoch erneut stark steigen, könnte dies zu erfolgswirksamen Wertminderungen in künftigen Berichtsperioden führen.

Ansatz von Leasinggegenständen in Verwertung zu kalkulierten Restwerten

Die Bewertung der Leasinggegenstände in Verwertung erfolgt auf Basis der Verwertungserlöse, die über das vergangene Geschäftsjahr im Durchschnitt je Altersklasse in Bezug auf die ursprünglichen Anschaffungskosten erzielt werden konnten. Leasinggegenstände in der Verwertung werden in Abhängigkeit von ihrer tatsächlichen Verwertbarkeit mit den aus der Vergangenheit ermittelten Restwerten bewertet. Die angesetzten Restwerte betragen zum Stichtag zwischen 2,3 und 13,6 Prozent (Vorjahr: zwischen 2,5 und 17,9 Prozent) der ursprünglichen Anschaffungskosten. Sofern eine Verwertung aufgrund des Zustands des entsprechenden Gegenstandes unrealistisch erscheint, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben.

Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten

Die beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten, die nicht mithilfe von Daten aus aktiven Märkten unmittelbar abgeleitet werden können, werden unter der Verwendung von Bewertungsverfahren bestimmt. Die Inputparameter dieser Modelle stützen sich, soweit möglich, auf beobachtbare Marktdaten. Ist dies nicht möglich, stellt die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte in gewissem Maß eine Ermessensentscheidung dar. Die Ermessensentscheidungen betreffen Inputparameter wie Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko und Volatilität. Änderungen der Annahmen bezüglich dieser Inputparameter können sich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert der Finanzinstrumente auswirken. Sind beobachtbare Preise und Parameter verfügbar, werden sie für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes genutzt, ohne dass Einschätzungen im großen Umfang erforderlich wären.

Ansatz und Bewertung latenter Steuern auf Verlustvorträge

Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maß erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessungsausübung der Unter nehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintritts und der Höhe des zukünftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.

Ansatz und Bewertung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden

Aufgrund der Komplexität der Steuergesetzgebung ergeben sich möglicherweise unterschiedliche Auslegungen und Interpretationen von Steuergesetzen durch den Steuerpflichtigen und die lokale Finanzbehörde. Dadurch kann es zu nachträglichen Steuerzahlungen für vergangene Geschäftsjahre kommen. Für den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte Beträge wahrscheinlich nicht realisiert werden können (unsichere Steuerpositionen), werden Steuerrückstellungen gebildet. Der Betrag ermittelt sich aus der besten Schätzung der erwarteten Steuerzahlung. Steuerforderungen aus unsicheren Steuerpositionen werden dann bilanziert, wenn es wahrscheinlich und damit hinreichend gesichert ist, dass sie realisiert werden können. Die Annahmen, in welcher Höhe unsichere Steuerpositionen angesetzt werden, basieren auf der Einschätzung der Unternehmensleitung.

Wir verweisen hierzu auf die geschilderten Bilanzierungsmethoden im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023.

4. Leasingforderungen

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Leasingforderungen:

scrollen
TEUR 31.03.2024 31.12.2023
ENTWICKLUNG DER LEASINGFORDERUNGEN AUS LAUFENDEN
VERTRÄGEN (PERFORMENDE LEASINGFORDERUNGEN)
FORDERUNGEN ZU PERIODENBEGINN 5.714.698 5.285.022
+ Veränderung in der Periode 82.884 429.676
LEASINGFORDERUNGEN (KURZ- UND LANGFRISTIG) AUS
LAUFENDEN VERTRÄGEN ZUM PERIODENENDE
5.797.582 5.714.698
ENTWICKLUNG DER LEASINGFORDERUNGEN AUS
GEKÜNDIGTEN/​RÜCKSTÄNDIGEN VERTRÄGEN
(NICHT PERFORMENDE LEASINGFORDERUNGEN)
BRUTTOFORDERUNGEN ZU PERIODENBEGINN 461.962 443.506
+ Zugänge Bruttoforderungen in der Periode 47.221 115.361
- Abgänge Bruttoforderungen in der Periode 20.871 96.905
BRUTTOFORDERUNGEN ZUM PERIODENENDE 488.312 461.962
SUMME BRUTTOFORDERUNGEN GEKÜNDIGT UND LAUFEND 6.285.894 6.176.660
WERTMINDERUNGEN ZU PERIODENBEGINN 476.806 484.584
+ Veränderung kumulierte Wertminderungen in der Periode 6.842 - 7.778
WERTMINDERUNGEN ZU PERIODENENDE 483.648 476.806
Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zu Periodenbeginn 5.699.854 5.243.944
LEASINGFORDERUNGEN (BILANZANSATZ KURZ-
UND LANGFRISTIG) ZUM PERIODENENDE
5.802.246 5.699.854

Die folgende Übersicht zeigt die Brutto-Leasingforderungen und die hierauf gebildete Wertberichtigung pro IFRS 9 Wertberichtigungsstufe. Der GRENKE Konzern verfügt über keine als POCI (Purchased or Originated Credit Impaired) klassifizierten Finanzinstrumente im Sinne des IFRS 9:

scrollen
31.03.2024 31.12.2023
TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Summe
BRUTTOFORDERUNGEN
Deutschland 1.153.693 56.522 37.080 1.247.295 1.248.638
Frankreich 1.188.064 77.990 136.298 1.402.352 1.355.908
Italien 688.174 62.315 147.818 898.307 900.684
Sonstige Länder 2.243.927 184.208 309.805 2.737.940 2.671.430
SUMME BRUTTOFORDERUNGEN 5.273.858 381.035 631.001 6.285.894 6.176.660
Wertberichtigung 64.544 36.388 382.716 483.648 476.806
BUCHWERT 5.209.314 344.647 248.285 5.802.246 5.699.854

Die Brutto-Leasingforderungen sind aufgrund des Neugeschäftswachstums im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um 1,8 Prozent gestiegen. Demgegenüber ist die Wertberichtigung im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um 1,4 Prozent gestiegen. Ursächlich sind im Wesentlichen höhere Wertberichtigungen in Stufe 3 infolge des Neugeschäftswachstums. Diesbezüglich ist insbesondere hervorzuheben, dass im GRENKE Konzern nach wie vor ein deutlich konservativer Ansatz Anwendung findet.

Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der Bruttoleasingforderungen:

scrollen
31.03.2024 31.12.2023
TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Summe
BRUTTOFORDERUNGEN ZUM 01.01.2024 5.222.096 367.149 587.415 6.176.660 5.728.528
Neu ausgereichte oder erworbene finanzielle Vermögenswerte* 672.245 26.339 364 698.948 2.488.072
Umbuchungen
zu Stufe 1 48.885 - 40.940 - 7.945 0 0
zu Stufe 2 -106.562 133.217 - 26.655 0 0
zu Stufe 3 - 59.676 - 64.423 124.099 0 0
Änderung der Risikovorsorge durch Stufenänderung - 9.655 - 19.789 - 9.325 - 38.769 - 124.783
Einvernehmliche Vertragsauflösung oder Zahlungen für finanzielle
Vermögenswerte (ohne Ausbuchungen)
- 965.088 - 56.150 - 20.581 -1.041.819 - 2.200.443
Änderungen der vertraglichen Zahlungsströme infolge
von Modifikation (keine Ausbuchung)
0 0 0 0 0
Änderung durch Veränderung Bearbeitungsklasse bei Schadensfällen 0 0 - 6.764 - 6.764 - 12.950
Änderungen der Modelle/​Risikoparameter für ECL-Berechnung - 4 0 0 - 4 - 3
Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte - 86 - 144 - 22.505 - 22.735 - 97.265
Währungsumrechnungs- und sonstige Differenzen - 13.588 1.801 - 1.979 - 13.766 4.505
Aufzinsung 485.291 33.975 14.877 534.143 390.999
BRUTTOFORDERUNGEN ZUM 31.03.2024 5.273.858 381.035 631.001 6.285.894 6.176.660

* Die in Stufe 2 und 3 angegebenen Werte betreffen im Geschäftsjahr neu ausgereichte Leasingforderungen, die zum Zugangszeitpunkt der Stufe 1 zugeordnet waren, aber im Lauf des Geschäftsjahres einer anderen Stufe zugeteilt wurden.

Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen und langfristigen Leasingforderungen:

scrollen
31.03.2024 31.12.2023
TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Summe
WERTBERICHTIGUNG ZUM 01.01.2024 70.565 44.789 361.452 476.806 484.584
Neu ausgereichte oder erworbene finanzielle Vermögenswerte* 9.720 4.494 251 14.465 71.470
Umbuchungen
zu Stufe 1 4.407 - 3.539 - 868 0 0
zu Stufe 2 - 2.336 6.398 - 4.062 0 0
zu Stufe 3 - 1.189 - 11.425 12.614 0 0
Änderung der Risikovorsorge durch Stufenänderung - 3.542 5.885 21.792 24.135 61.077
Einvernehmliche Vertragsauflösung oder Zahlungen für
finanzielle Vermögenswerte (ohne Ausbuchungen)
- 15.742 - 7.250 - 9.195 - 32.187 - 64.991
Änderungen der vertraglichen Zahlungsströme
infolge von Modifikation (keine Ausbuchung)
0 0 0 0 0
Änderung durch Veränderung Bearbeitungsklasse bei Schadensfällen 0 0 17.535 17.535 1.542
Änderungen der Modelle/​Risikoparameter für ECL-Berechnung - 2.845 - 7.735 73 - 10.507 - 12.717
Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten - 1 - 53 - 18.275 - 18.329 - 73.928
Währungsumrechnungs- und sonstige Differenzen - 69 1.314 - 1.767 - 522 193
Aufzinsung 5.576 3.510 3.166 12.252 9.576
WERTBERICHTIGUNG ZUM 31.03.2024 64.544 36.388 382.716 483.648 476.806
davon Wertberichtigung nicht-performende Leasingforderung 0 0 345.073 345.073 325.316
davon Wertberichtigung performende Leasingforderung 64.544 36.388 37.643 138.575 151.490

* Die in Stufe 2 und 3 angegebenen Werte betreffen im Geschäftsjahr neu ausgereichte Leasingforderungen, die zum Zugangszeitpunkt der Stufe 1 zugeordnet waren, aber im Lauf des Geschäftsjahres einer anderen Stufe zugeteilt wurden.

Ergänzend zur Kapitalflussrechnung stellen sich die Zahlungsströme bezogen auf die Leasingforderungen wie folgt dar:

scrollen
TEUR Q1 2024 Q1 2023
Zahlungen Leasingnehmer 626.243 591.963
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Leasinggeschäft - 127.634 - 104.436
Zugänge Leasingforderungen/​Nettoinvestitionen - 686.293 - 627.849
ZWISCHENSUMME - 187.684 - 140.322
Abgänge/​Umgliederungen Leasingforderungen zu Restbuchwerten 93.674 69.335
Abnahme/​Zunahme andere Forderungen gegen Leasingnehmer - 19.508 7.398
Währungsdifferenzen 11.126 3.848
VERÄNDERUNG LEASINGFORDERUNGEN - 102.392 - 59.741

5. Finanzschulden

Die Finanzschulden des GRENKE Konzerns setzen sich aus den kurzfristigen Finanzschulden und langfristigen Finanzschulden zusammen:

scrollen
TEUR 31.03.2024 31.12.2023
KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN
Asset-Backed 359.960 432.085
Senior-Unsecured 1.049.296 744.434
Zweckgebundene
Förderdarlehen
18.838 23.474
Verbindlichkeiten aus dem
Einlagengeschäft
931.989 631.324
Sonstige Bankschulden 330 272
SUMME KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN 2.360.413 1.831.589
LANGFRISTIGE FINANZSCHULDEN
Asset-Backed 598.601 567.739
Senior-Unsecured 1.680.159 2.019.594
Zweckgebundene
Förderdarlehen
10.633 14.229
Verbindlichkeiten aus dem
Einlagengeschäft
755.843 985.766
SUMME LANGFRISTIGE FINANZSCHULDEN 3.045.236 3.587.328
SUMME FINANZSCHULDEN 5.405.649 5.418.917

5.1 Asset-Backed Finanzschulden

5.1.1 Strukturierte Einheiten

Folgende konsolidierte strukturierte Einheiten bestanden zum Stichtag: Opusalpha Purchaser II Limited (Helaba), Kebnekaise Funding Limited (SEB AB), CORAL PURCHASING (IRELAND) 2 DAC (DZ-Bank), SILVER BIRCH FUNDING DAC (NordLB), FCT "GK"-COMPARTMENT "G2" (Unicredit), Elektra Purchase No 25 DAC, FCT "GK"-COMPARTMENT "G4" (HeLaBa) sowie FCT "GK"-COMPARTMENT "G5" (DZ-Bank). Sämtliche strukturierte Einheiten sind als Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP)-Programme aufgelegt.

scrollen
TEUR 31.03.2024 31.12.2023
Programmvolumen in Landeswährung
TEUR 1.089.452 1.089.452
TGBP 286.364 286.364
Programmvolumen in TEUR 1.424.341 1.418.965
Inanspruchnahme in TEUR 1.083.309 1.057.695
Buchwert in TEUR 927.526 900.898
davon kurzfristig 341.372 383.260
davon langfristig 586.154 517.638

5.1.2 Forderungsverkaufsverträge

In der nachfolgenden Tabelle werden die Programmvolumen, Inanspruchnahme und Buchwerte der Forderungsverkaufsverträge dargestellt:

scrollen
TEUR 31.03.2024 31.12.2023
Programmvolumen in LW
TEUR 16.500 16.500
TGBP 0 90.000
TBRL 210.000 210.000
Programmvolumen in TEUR 55.366 159.227
Inanspruchnahme in TEUR 37.359 105.014
Buchwert in TEUR 31.035 98.926
davon kurzfristig 18.588 48.825
davon langfristig 12.447 50.101

5.2 Senior-Unsecured-Finanzschulden

Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Buchwerte der einzelnen Refinanzierungsinstrumente:

scrollen
TEUR 31.03.2024 31.12.2023
Anleihen 2.265.839 2.211.718
davon kurzfristig 779.206 380.794
davon langfristig 1.486.633 1.830.924
Schuldscheindarlehen 172.595 166.831
davon kurzfristig 10.221 10.781
davon langfristig 162.374 156.050
Commercial Paper 70.000 50.000
Revolving-Credit-Facility 164.528 266.044
davon kurzfristig 133.670 233.452
davon langfristig 30.858 32.592
Geldhandel 0 20.000
davon kurzfristig 0 20.000
Kontokorrent 9.711 12.712
Zinsabgrenzung 46.782 36.723

Folgende Tabelle zeigt den Refinanzierungsrahmen der einzelnen Instrumente:

scrollen
TEUR 31.03.2024 31.12.2023
Anleihen TEUR 5.000.000 5.000.000
Commercial Paper TEUR 750.000 750.000
Syndizierte revolvierende
Kreditfazilität TEUR
400.000 400.000
Revolving-Credit-Facility
TEUR
16.600 16.600
Revolving-Credit-Facility
TPLN
150.000 150.000
Revolving-Credit-Facility
THUF
540.000 540.000
Revolving-Credit-Facility
TBRL
140.000 140.000
Geldhandel TEUR 40.000 40.000

5.2.1 Anleihen

Im ersten Quartal wurde eine bestehende Anleihe um 50.000 TEUR aufgestockt. Planmäßig getilgt wurden 0 TEUR.

5.2.2 Schuldscheindarlehen

Im Geschäftsjahr wurde bisher ein neues Schuldscheindarlehen mit einem Nominalvolumen von 10.000 TCHF begeben. Planmäßig getilgt wurden 0 TEUR.

5.2.3 Commercial Papers

Im Geschäftsjahr wurden bisher fünf Commercial Papers mit einem Gesamtvolumen von 70.000 TEUR emittiert. Planmäßig getilgt wurden 50.000 TEUR.

5.3 Zweckgebundene Förderdarlehen

Folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der in Anspruch genommenen Förderdarlehen bei den einzelnen Förderbanken.

scrollen
TEUR 31.03.2024 31.12.2023
NRW Bank 12.697 16.753
Thüringer Aufbaubank 2.292 2.597
KfW 14.115 17.895
Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank 239 301
Zinsabgrenzung 128 157
SUMME DER FÖRDERDARLEHEN 29.471 37.703

5.4 Ergänzende Angaben zu den Verbindlichkeiten aus Finanzschulden in der Kapitalflussrechnung

Ergänzend zur Kapitalflussrechnung stellen sich die Zahlungsströme bezogen auf die Finanzschulden wie folgt dar:

scrollen
TEUR Q1 2024 Q1 2023
VERBINDLICHKEITEN AUS FINANZSCHULDEN
Zugang Verbindlichkeiten/​ Neuaufnahme
aus der Refinanzierung
432.359 394.446
Aufwendungen aus der Verzinsung
der Refinanzierung
37.208 20.933
Zahlung/​Rückzahlung von Verbindlichkeiten
an Refinanzierer
- 552.498 - 368.197
Währungsdifferenzen - 1.137 - 1.178
VERÄNDERUNG VERBINDLICHKEITEN AUS
DER REFINANZIERUNG
- 84.068 46.004
Zugang/​Rückzahlung Verbindlichkeiten aus dem
Einlagengeschäft
61.890 270.749
Aufwendungen aus der Verzinsung
des Einlagengeschäfts
8.852 3.566
VERÄNDERUNG VERBINDLICHKEITEN AUS
DEM EINLAGENGESCHÄFT
70.742 274.315
VERÄNDERUNG VERBINDLICHKEITEN AUS
DEN FINANZSCHULDEN
- 13.326 320.319

6. Eigenkapital

Das Grundkapital der GRENKE AG ist im Vergleich zum 31. Dezember 2023 unverändert auf 46.495.573 auf den Inhaber lautende Aktien eingeteilt.

Davon wurden im Rahmen des im November 2023 angekündigten Aktienrückaufprogramms im Berichtszeitraum 282.390 Aktien mit einem Volumen von 6,6 Mio. EUR erworben, was einem Anteil von 0,61 Prozent des Grundkapitals entspricht. Weitere Informationen können der folgenden Tabelle entnommen werden. Die eigenen Anteile werden offen vom Eigenkapital abgesetzt.

scrollen
Anzahl erworbener Aktien Durchschnittspreis je Aktie in EUR Gesamtbetrag eigener Anteile in TEUR
Stand 01.01.2024 0 0,00 0
Februar 104.201 23,55 2.454
März 178.189 23,32 4.156
STAND 31.03.2024 282.390 23,41 6.610

7. Angaben zu Finanzinstrumenten

7.1 Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld verwendet der GRENKE Konzern so weit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Bemessungshierarchie ("Fair-Value-Hierarchie") eingeordnet.

Stufe 1: Notierte (unbereinigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden.

Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen sämtliche Inputfaktoren, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt am Markt beobachtbar sind.

Stufe 3: Bewertungsverfahren, die Inputfaktoren verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Bemessungshierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet, die dem Inputfaktor der höchsten Stufe entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

Der GRENKE Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie in der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Umgruppierungen zwischen den drei Stufen der Bemessungshierarchie fanden in der abgelaufenen Berichtsperiode nicht statt.

7.2 Beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

7.2.1 Beizulegende Zeitwerte originärer Finanzinstrumente

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten je Klasse von Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bemessen werden. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Darunter fallen die Bilanzpositionen Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche originäre Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet, mit Ausnahme der börsennotierten Anleihen, die in den Verbindlichkeiten aus Refinanzierung enthalten und in der Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifiziert sind, sowie der sonstigen Beteiligung, die der Stufe 3 der Bemessungshierarchie zugeordnet ist. Der Buchwert der börsennotierten Anleihen zum Bilanzstichtag beträgt 2.265.839 TEUR (Vorjahr 31.12.2023: 2.211.718 TEUR) und der beizulegende Zeitwert 2.270.501 TEUR (Vorjahr 31.12.2023: 2.431.362 TEUR). Die originären finanziellen Vermögenswerte sind bis auf die Leasingforderungen, welche gemäß IFRS 16 bewertet werden, und die sonstige Beteiligung, welche der Bewertungskategorie FVTOCI zugeordnet ist und somit zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, vollständig zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden ebenfalls zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet.

scrollen
TEUR Beizulegender
Zeitwert
31.03.2024
Buchwert
31.03.2024
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2023
Buchwert
31.12.2023
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Leasingforderungen 6.275.694 5.802.246 6.161.352 5.699.854
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 211.087 206.372 220.265 215.235
davon Forderungen aus dem Kreditgeschäft 121.445 116.730 125.404 120.374
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Finanzschulden 5.599.868 5.405.649 5.844.624 5.418.917
davon Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 3.878.667 3.717.487 4.185.037 3.801.555
davon Verbindlichkeiten aus dem Einlagegeschäft 1.720.871 1.687.832 1.659.315 1.617.090

7.2.2 Beizulegende Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente

Zum Stichtag sind im GRENKE Konzern alle derivativen Finanzinstrumente, welche sich aus Zinsderivaten (Zinsswaps), Devisentermingeschäften und Cross Currency Swaps zusammensetzen, zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet.

scrollen
TEUR Beizulegender
Zeitwert
31.03.2024
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2023
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE MIT SICHERUNGSBEZIEHUNG
Zinsderivate 4.501 6.020
Cross-Currency-Swaps 6.163 5.063
Fremdwährungsterminkontrakte 8.062 4.381
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE OHNE SICHERUNGSBEZIEHUNG
Zinsderivate 718 823
Fremdwährungsterminkontrakte 1.705 2.404
GESAMT 21.149 18.691
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE MIT SICHERUNGSBEZIEHUNG
Zinsderivate 1.545 3.399
Cross-Currency-Swaps 10.485 8.773
Fremdwährungsterminkontrakte 3.848 7.002
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE OHNE SICHERUNGSBEZIEHUNG
Zinsderivate 195 312
Fremdwährungsterminkontrakte 2.470 2.830
GESAMT 18.543 22.316

Bei den im GRENKE Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um sogenannte OTC-Derivate (Over-the-Counter). Diese werden direkt mit einer Gegenpartei, die mindestens dem Investmentgrade entspricht, abgeschlossen. Es existieren somit keine notierten Börsenpreise.

Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt anhand von Bewertungsmodellen unter Rückgriff auf beobachtbare Inputfaktoren. Bei Fremdwährungsterminkontrakten wird die Bewertung anhand eines Mark-to-Model-Bewertungsmodells vorgenommen. Bei Zinsderivaten wird der beizulegende Zeitwert über eine Barwertmethode ermittelt. Die verwendeten Inputparameter für die Bewertungsverfahren werden aus Marktnotierungen entnommen. Dabei werden laufzeitkongruente Zinssätze in den gehandelten Währungen für Devisentermingeschäfte bzw. Zinssätze für Zinsderivate verwendet. Die ermittelten Werte werden mit einem sogenannten Add-on-Verfahren mit den Kupons der am Markt beobachtbaren laufzeitadäquaten Credit Default Swaps (CDS) der Gegenpartei bzw. des eigenen Ausfallrisikos multipliziert, um den beizulegenden Zeitwert dieser OTC-Derivate zu erhalten.

7.3 Bewertungsmethoden und verwendete Inputfaktoren

In nachfolgender Tabelle werden die angewandten Bewertungsmethoden sowie die verwendeten Inputfaktoren und Annahmen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte dargestellt:

scrollen
Art und Stufe Bewertungsmethode Inputfaktoren
BEMESSUNGSHIERARCHIE STUFE 1
Börsennotierte Anleihen n. a. In aktiven Märkten notierter Börsenpreis am Bewertungstag
BEMESSUNGSHIERARCHIE STUFE 2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei
Finanzschulden (Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts, Schuldscheindarlehen, Bankschulden) Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Ausfallrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment)
Devisentermingeschäfte/​Cross-Currency-Swaps Mark-to-Model
Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows
Verfügbare Zinssätze in den gehandelten Währungen zu Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit-Value-Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden
Zinsderivate Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit-Value-Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden
BEMESSUNGSHIERARCHIE STUFE 3
Sonstige Beteiligungen (Beteiligung an der Finanzchef24 GmbH) Discounted-Cashflow-Modell
Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows
Businessplan der Finanzchef24 GmbH zur Ermittlung der zukünftigen Cashflows; nachhaltige Wachstumsrate der zukünftigen Cashflows; Parameter zur Ermittlung des Diskontierungszinses (insbesondere risikoloser Zinssatz, Marktrisikoprämie, Betafaktor, Adjustierungsprämien)

8. Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Nachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) dargestellt:

scrollen
TEUR Segment Q1 2024 Q1 2023
ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN (IFRS 15)
Bruttoerlöse aus dem Service-and-Protection-Geschäft
(Servicegeschäft)
Leasing 36.353 32.915
Servicegebühr für Bereitstellung Leasing 2.405 2.220
Erlöse aus Mahngebühren Leasing 407 363
Erlöse aus Mahngebühren Factoring 4 4
Sonstige Erlöse mit Leasingnehmern Leasing 233 236
Verkauf von Leasingobjekten Leasing 47.151 49.096
Provisionseinnahmen aus dem Bankgeschäft Bank 166 200
SUMME 86.719 85.034

9. Erlöse und sonstige Umsatzerlöse

Nachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) und sonstige Umsatzerlöse (IFRS 9, IFRS 16) dargestellt:

10. Ertragsteuern

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind:

scrollen
TEUR Q1 2024 Q1 2023
ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN (IFRS 15) 86.719 85.034
SONSTIGE UMSATZERLÖSE (IFRS 9, IFRS 16)
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft 132.138 108.501
Erlöse aus Operating Leasingverhältnissen 5.938 6.464
Erlösanteile aus Vormieten 2.895 3.254
SUMME 227.690 203.253
scrollen
TEUR Q1 2024 Q1 2023
Laufende Steuern 6.561 4.610
Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer (Deutschland) 750 32
Ausländische Ertragsteuern 5.811 4.578
Latente Steuern - 1.452 2
Deutschland - 3.605 4.112
Ausland 2.153 - 4.110
SUMME 5.109 4.612

11. Konzern-Segmentberichterstattung

scrollen
TEUR Segment Leasing Segment Bank Segment Factoring
Januar bis März* 2024 2023 2024 2023 2024 2023
OPERATIVE ERTRÄGE
Externe operative Erträge 102.199 100.292 1.923 - 3.084 2.041 2.415
Interne operative Erträge - 5.613 - 9.540 6.189 10.275 - 576 - 735
SUMME OPERATIVE ERTRÄGE 96.586 90.752 8.112 7.191 1.465 1.680
davon zahlungsunwirksame Posten 8.490 4.634 - 1.015 445 - 392 - 80
ZINSUNABHÄNGIGE AUFWENDUNGEN
Personalaufwand - 42.940 - 37.863 - 2.242 - 1.884 -1.614 - 1.542
Abschreibungen und Wertminderung - 6.005 - 6.615 - 273 - 147 - 181 - 162
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand - 22.181 - 21.577 - 1.882 - 2.360 - 840 - 776
Sonstige betriebliche Erträge (+) und Aufwendungen (-) - 3.190 - 1.491 - 99 - 1.288 155 - 29
SEGMENTERGEBNIS 22.270 23.206 3.616 1.512 - 1.015 - 829
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen - 101 0 0 0 0 0
Sonstiges Finanzergebnis
KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN 22.169 23.206 3.616 1.512 - 1.015 - 829
ZUM 31. MÄRZ (VORJAHR: ZUM 31. DEZEMBER)
SEGMENTVERMÖGEN 6.576.777 6.515.993 2.132.227 2.074.496 104.382 108.859
davon nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 2.805 2.906 0 0 0 0
SEGMENTSCHULDEN 5.406.377 5.344.093 1.829.773 1.780.805 108.396 111.124
scrollen
TEUR Konsolidierung und Sonstiges Konzern
Januar bis März* 2024 2023 2024 2023
OPERATIVE ERTRÄGE
Externe operative Erträge 0 0 106.163 99.623
Interne operative Erträge 0 0 0 0
SUMME OPERATIVE ERTRÄGE 0 0 106.163 99.623
davon zahlungsunwirksame Posten 0 0 7.083 4.999
ZINSUNABHÄNGIGE AUFWENDUNGEN
Personalaufwand 0 0 - 46.796 - 41.289
Abschreibungen und Wertminderung 206 111 - 6.253 - 6.813
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand 762 798 - 24.141 - 23.915
Sonstige betriebliche Erträge (+) und Aufwendungen (-) - 941 - 972 - 4.075 - 3.780
SEGMENTERGEBNIS 27 - 63 24.898 23.826
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen 0 0 - 101 0
Sonstiges Finanzergebnis 119 - 3.355 119 - 3.355
KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN 146 - 3.418 24.916 20.471
ZUM 31. MÄRZ (VORJAHR: ZUM 31. DEZEMBER)
SEGMENTVERMÖGEN - 1.694.191 - 1.650.129 7.119.195 7.049.219
davon nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 0 0 2.805 2.906
SEGMENTSCHULDEN - 1.605.592 - 1.567.294 5.738.954 5.668.728

* Erträge werden positiv, Aufwendungen negativ dargestellt.

11.1 Geschäftssegmente

Die Berichterstattung des GRENKE Konzerns über die Entwicklung seiner Segmente folgt der dominierenden Organisationsstruktur innerhalb des GRENKE Konzerns, die dem sogenannten Managementansatz folgt. Daher sind die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt, was dem Entscheidungsträger, dem Vorstand der GRENKE AG, dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Eine regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten erfolgt jährlich im Abschluss des GRENKE Konzerns des jeweiligen Geschäftsjahres. Für die drei operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen vor.

Innerkonzernliche Transaktionen zwischen den Segmenten werden in der Segmentberichterstattung in der Spalte "Konsolidierung und Sonstiges" eliminiert.

11.2 Berichtspflichtige Segmente

11.2.1 Leasinggeschäft

Das Segment Leasing beinhaltet sämtliche Aktivitäten, die mit der Tätigkeit des Konzerns als Leasinggeber zusammenhängen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die Übernahme der Finanzierung für gewerbliche Leasingnehmer, die Vermietung, Service-, Protection- und Wartungsangebote sowie die Verwertung von Gebrauchtgeräten.

Der GRENKE Konzern hat sich dabei im Wesentlichen auf das sogenannte Small-Ticket-Leasing spezialisiert, bei dem die Ticketgröße kleiner als 50 TEUR ist. Unser Leasingportfolio bietet neben IT-Produkten wie zum Beispiel PCs, Notebooks, Servern, Bildschirmen und anderen Peripheriegeräten auch weitere Bürokommunikationsprodukte wie Telekommunikations- und Kopiertechnik sowie Produkte der Medizintechnik, kleine Maschinen und Anlagen, Sicherheitsgeäte und Green-Economy-Objekte wie beispielsweise Wallboxen, Photovoltaikanlagen und eBikes. Nahezu alle abgeschlossenen Leasingverträge sind Verträge mit Vollamortisationsanspruch.

11.2.2 Bankgeschäft

Als Finanzierungspartner vor allem für KMU umfasst das Segment Bank die Aktivitäten der GRENKE BANK AG (nachfolgend auch "GRENKE Bank"). Im Rahmen von Kooperationen mit verschiedenen Förderbanken des Bundes und einzelner Bundesländer finanziert die GRENKE Bank Existenzgründungen. Zudem vergibt die GRENKE Bank Fördermittel für KMU und Freiberufler, die betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Über ihren Internetauftritt bietet die GRENKE Bank darüber hinaus Geldanlageprodukte wie beispielsweise Festgeldprodukte für private und gewerbliche Kunden an. Das Geschäft der Bank erfolgt schwerpunktmäßig mit deutschen Kunden. Neben dem Geschäft mit externen Kunden umfassen die Aktivitäten der GRENKE Bank auch die interne Refinanzierung des Leasing- und Factoringsegments des GRENKE Konzerns mittels des Ankaufs von Forderungen und der Ausgabe von Darlehen.

11.2.3 Factoringgeschäft

Im Segment Factoring bietet GRENKE klassische Factoringdienstleistungen mit der Fokussierung auf das Small-Ticket-Factoring an. Dabei werden im Rahmen des echten Factorings sowohl das offene Factoring, bei dem der Debitor über die Forderungsabtretung informiert wird, als auch das stille Factoring, bei dem der Debitor keine entsprechende Information erhält, angeboten. Daneben bietet das Segment auch Forderungsmanagement ohne Finanzierungsfunktion (unechtes Factoring) an; hier verbleibt das Delkredererisiko beim Kunden. Interne operative Erträge ergeben sich insbesondere aus der internen Refinanzierung.

GRENKE beabsichtigt den Verkauf der Factoringgesellschaften und überprüft in diesem Zusammenhang die Zusammensetzung der Segmente.

11.3 Messgrößen der Segmente

Die Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der Segmentinformationen herangezogen werden, entsprechen den angewandten Bilanzierungsregeln des Konzernzwischenabschlusses. Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu marktüblichen Preisen.

Für die Beurteilung des Erfolgs des GRENKE Konzerns ist die zuständige Unternehmensinstanz, der Vorstand der GRENKE AG, verantwortlich. Dieser hat als wesentliche Erfolgsgrößen neben dem Wachstum des Neugeschäfts des Leasingsegments (Summe der Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände), für die GRENKE Bank das Einlagevolumen und für das Factoringsegment die Bruttomarge bestimmt. Die Erfolgskomponenten der Segmente sind im Konzernzwischenlagebericht aufgeführt. Die weiteren Messgrößen umfassen insbesondere die operativen Segmenterträge, die zinsunabhängigen Aufwendungen, das Segmentergebnis vor dem sonstigen Finanzergebnis, die Personalaufwendungen, Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen sowie die Abschreibungen. Das sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen/​-erträge sind die wesentlichen Bestandteile der Konzernergebnisrechnung, die nicht in die einzelnen Segmentinformationen einfließen.

Die Segmenterträge der einzelnen Segmente setzen sich wie folgt zusammen:

scrollen

Leasing - Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge, Ergebnis aus dem Servicegeschäft, Ergebnis aus dem Neugeschäft und Verwertungsergebnis.

Bank - Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge.

Factoring - Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge.

Bei den nicht zahlungswirksamen Posten handelt es sich um Wertminderungen.

Das Segmentvermögen beinhaltet die betriebsnotwendigen Vermögenswerte. Die Segmentschulden entsprechen den dem jeweiligen Segment zuzurechnenden Verbindlichkeiten.

Segmentvermögen und -schulden berücksichtigen keine Steuerpositionen.

12. Änderungen im Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr 2024

Im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2024 gab es keine Veränderungen im Konsolidierungskreis.

13. Auszahlung an Hybridkapitalgeber

Am 28. März 2024 hat die GRENKE AG planmäßig eine Kuponzahlung in Höhe von 14.989 TEUR (Vorjahr 30. März 2023: 12.946 TEUR) an die Hybridkapitalgeber ausgeschüttet.

14. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Der Aufsichtsrat der GRENKE AG hat mit allen amtierenden Vorstandsmitgliedern eine Phantom-Stock-Vereinbarung abgeschlossen. Auszahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen fielen im bisherigen Geschäftsjahr in Höhe von 271 TEUR an (31. März 2023: 0 TEUR).

Zum 31. März 2024 betrug der Wert aller bestehenden Phantom-Stock-Vereinbarungen 0 TEUR (31. Dezember 2023: 271 TEUR). Die erfolgswirksame Erfassung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den Personalaufwendungen und ist unter den variablen Vergütungskomponenten ausgewiesen.

Transaktionen mit assoziierten Unternehmen und Tochterunternehmen

Transaktionen der GRENKE AG mit ihren Tochterunternehmen sind Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Im Fall, dass die Transaktion im Rahmen der Konsolidierung eliminiert wird, entfällt eine Offenlegung. Geschäfte des GRENKE Konzerns mit assoziierten Unternehmen sind als Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen offenzulegen.

Es entstanden mit assoziierten Unternehmen Aufwendungen in Höhe von 11 TEUR (Q1 2023: 0 TEUR) aus Provisionszahlungen.

Offenzulegende Transaktionen mit Tochterunternehmen bestanden weder zum 31. März 2024 noch zum 31. Dezember 2023.

Transaktionen mit Personen in Schlüsselpositionen Personen in Schlüsselpositionen sind Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten des GRENKE Konzerns direkt oder indirekt zuständig und verantwortlich sind. Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die im Geschäftsjahr aktiven Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der GRENKE AG sowie diesem Personenkreis nahestehende Personen wie zum Beispiel Familienangehörige.

Die GRENKE BANK AG hat zum Stichtag 31. März 2024 Einlagen sowie Guthaben auf Kontokorrentkonten in Höhe von 133 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2023: 130 TEUR) von Personen in Schlüsselpositionen und diesem Personenkreis nahestehenden Personen erhalten. Der Zinsaufwand hierfür betrug 3 TEUR (Q1 2023: 0 TEUR).

Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen

Unter die sonstigen nahestehenden Unternehmen fallen Tochterunternehmen und Gemeinschaftsunternehmen der Personen in Schlüsselpositionen bzw. diesem Personenkreis nahestehenden Personen. Unter den sonstigen nahestehenden Personen sind Personen gemäß IAS 24.10 ausgewiesen, die wegen dem wirtschaftlichen Gehalt der Beziehung als nahestehende Person deklariert wurden.

Mit sonstigen nahestehenden Unternehmen bestehen Kontokorrentkonten. Kreditrahmen für Kontokorrentkonten wurden in Höhe von 837 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2023: 830 TEUR) bei einem Kontokorrentkreditlimit in Höhe von 840 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2023: 840 TEUR) in Anspruch genommen. Es entstand ein Zinsertrag in Höhe von 8 TEUR (Vorjahr Q1 2023: 8 TEUR). Die Erträge mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr Q1 2023: 1 TEUR) resultieren aus Leasingverträgen und Mitarbeiterdarlehen. Des Weiteren bestehen Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden Personen und Unternehmen, die überwiegend aus Collateral Zahlungen an sonstige nahestehende Unternehmen und Personen resultieren. Diese belaufen sich zum 31. März 2024 auf 3.986 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2023: 3.986 TEUR).

15. Eventualverbindlichkeiten

Bei den Eventualverbindlichkeiten ergaben sich bis zum Stichtag im Vergleich zum 31. Dezember 2023 keine wesentlichen Veränderungen.

16. Mitarbeiter:innen

Der Personalbestand (ohne Vorstand) des GRENKE Konzerns auf Basis einer Kopfzählung betrug in der Zwischenberichtsperiode durchschnittlich 2.254 (Q1 2023: 2.075). Weitere 72(Q1 2023: 52) Beschäftigte befinden sich in der Ausbildung.

17. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 30. April 2024 veranstalteten wir unsere ordentliche Hauptversammlung. Die Aktionär:innen beschlossen die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,47 EUR je Aktie (Vorjahr: 0,45 EUR), was einem Ausschüttungsbetrag von 21,6 Mio. EUR entspricht. Die Ausschüttung erfolgte auf Basis des zum Zeitpunkt der Hauptversammlung dividendenberechtigten Grundkapitals unter Berücksichtigung der bereits erworbenen eigenen Aktien. Bedingt durch die Hauptversammlung, wurde das Aktienrückkaufprogramm vom 22.04.2024 bis 03.05.2024 pausiert und am 06.05.2024 wieder fortgesetzt. Die Aktionär:innen stimmten auch allen weiteren Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zu. Dabei wurde Dr. Ljiljana Mitic als Aufsichtsratsmitglied mit einer fünfjährigen Amtszeit wiedergewählt. Manfred Piontke wurde für drei Jahre in den Aufsichtsrat gewählt. In seiner anschließenden Sitzung wählte der Aufsichtsrat Moritz Grenke zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden.

Nach dem Stichtag wurden im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms bis zum 19. April 2024 insgesamt 196.307 Aktien mit einem Volumen von 4,5 Mio. EUR erworben. Der Durchschnittspreis je Aktie hierfür betrug 22,97 EUR.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen.

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Grenke AG, Baden-Baden

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzernkapitalflussrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Konzernanhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der GRENKE AG, Baden-Baden, für den Zeitraum vom 1. Januar 2024 bis zum 31. März 2024, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen sowie unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Frankfurt am Main, 14. Mai 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

scrollen
Grunwald Schölch
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Unternehmenskalender

3. Juli 2024 /​/​ Neugeschäftsmeldung Q2 2024

8. August 2024 /​/​ Finanzbericht Q2 und Q1 - Q2 2024

2. Oktober 2024 /​/​ Neugeschäftsmeldung Q3 2024

14. November 2024 /​/​ Quartalsmitteilung Q3 und Q1 - Q3 2024

Impressum

Informationen und Kontakt

GRENKEAG
Team Investor Relations

Neuer Markt 2
76532 Baden-Baden

Telefon: +49 7221 5007-204
Telefax: +49 7221 5007-4218
E-Mail: investor@grenke.de

Impressum

Herausgeber: Der Vorstand der GRENKE AG
Redaktion: GRENKE AG, Investor Relations
Gestaltung, Layout & Satz: SPARKS CONSULTING GmbH, München
Stand: 15.05.2024

© GRENKE AG, Baden-Baden

Disclaimer

In dieser Quartalsmitteilung erfolgt die Darstellung von Zahlen in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können.

Der Finanzbericht erscheint in deutscher und englischer Sprache. Maßgeblich ist stets die deutsche Fassung.

www.GRENKE.com/​de

GRENKE AG
Hauptsitz
Neuer Markt 2
76532 Baden-Baden

Tel. +49 7221 5007-204
Fax +49 7221 5007-4218
investor@grenke.de