GRENKE AGBaden-BadenHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2024Konzernkennzahlenscrollen
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Regionen Leasing:
Regionen Factoring:
Konsolidierte Franchisegesellschaften:
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* Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die
unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.
Aktionärsstruktur:
Neben der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG zeigt die
Grafik weitere Aktionär:innen, die zum in der
jeweiligen Stimmrechtsmitteilung genannten
Veröffentlichungsdatum einen Anteil von über 3
Prozent hielten und laut Definition der Deutschen
Börse dem Streubesitz zuzurechnen sind.
Freefloat (Streubesitz) nach Ziffer 2.3 des aktuellen
"Leitfadens zu den Aktienindizes der Deutschen Börse"
Konzernzwischenlagebericht1. Grundlagen des Konzerns1.1 grenke im ÜberblickWir sind globaler Finanzierungspartner für kleine
und mittlere Unternehmen (KMU). Mit unseren Angeboten
verschaffen wir Unternehmen finanziellen Freiraum bei der
Realisierung von Investitionen. KMU, die über uns
leasen, schonen so ihre Liquidität. Wir agieren
gemäß unseren Werten: einfach, schnell,
persönlich und unternehmerisch. 1978 in Baden-Baden
gegründet, sind wir mit über 2.200
Mitarbeiter:innen in über 30 Ländern weltweit
aktiv.
1.2 GeschäftsmodellIn unserem Leasinggeschäft konzentrieren wir uns
überwiegend auf sogenannte Small-Tickets, d. h.
Verträge mit einem Anschaffungswert der finanzierten
Objekte von unter 50 TEUR. Darauf entfiel im ersten
Halbjahr 2024 ein Anteil von über 95 Prozent aller
Leasingverträge. Im Durchschnitt hatte ein Vertrag bei
uns im ersten Halbjahr 2024 ein Volumen von rund 9.200 EUR.
Der Schwerpunkt unseres Leasingportfolios liegt im Bereich
der IT- und Bürokommunikationsprodukte. Darüber
hinaus haben wir unser Geschäftsmodell in den
vergangenen Jahren auf weitere Produktgruppen ausgedehnt,
darunter u.a. kleine Maschinen und Anlagen,
medizintechnische Geräte, Sicherheitsgeräte und
Green Economy-Objekte, wie beispielsweise Wallboxen,
Photovoltaikanlagen und eBikes.
Zum 30. Juni 2024 waren wir an insgesamt 131 Standorten
in 33 Ländern weltweit aktiv. Im ersten Halbjahr 2024
erwirtschafteten wir 93,8 Prozent unseres
Leasingneugeschäfts in Europa, wo wir in nahezu allen
Ländern aktiv sind. Unsere Kernmärkte sind
Deutschland, Frankreich und Italien. Darüber hinaus
bauen wir unsere Präsenz außerhalb Europas durch
den Markteintritt in Australien sowie Nord- und
Südamerika kontinuierlich aus.
Wir sind in der Lage, in Phasen konjunktureller
Schwankungen unser Geschäft durch eine Anpassung der
Annahmestrategie bei Leasinganfragen agil zu steuern. Durch
die strikte Fokussierung auf risikoärmeres
Neugeschäft - d.h. durch den Verzicht auf
Geschäft mit risikoreicheren Branchen und
Kundensegmenten - können wir die Qualität und
Quantität unseres Neugeschäfts gezielt
beeinflussen. Zudem sind wir in der Lage, unsere
Konditionen den jeweiligen markt- und
makroökonomischen Bedingungen flexibel, wie zuletzt
dem sehr dynamischen Zinsumfeld in den Jahren 2022 und
2023, anzupassen. Entsprechend erweist sich unser
Geschäftsmodell als widerstandsfähig
gegenüber Marktschwankungen. So ist es uns gelungen,
auch in der Finanzmarktkrise 2009 oder der CoronaPandemie
2020 und 2021 risikoadäquate Margen durchzusetzen und
profitabel zu wirtschaften.
1.3 SegmenteWir bieten Finanzdienstleistungen für KMU in den
Segmenten Leasing, Factoring und Bank an. Für eine
Beschreibung unserer Geschäftsaktivitäten und der
Geschäftsentwicklung der Segmente im Berichtszeitraum
verweisen wir auf Abschnitt 2.4.3 "Entwicklung der
Segmente" und die Ausführungen in Kapitel 11
"Konzern-Segmentberichterstattung" des Anhangs zum
verkürzten Konzernzwischenabschluss. Infolge des
beabsichtigten Verkaufs der Factoringgesellschaften
überprüfen wir derzeit die Zusammensetzung der
Segmente.
1.4 AktionärsstrukturAls mittelständisch geprägtes
Familienunternehmen verfügen wir mit der grenke
Beteiligung GmbH & Co. KG über eine
Großaktionärin, die sich im Besitz von Anneliese
Grenke, dem Unternehmensgründer Wolfgang Grenke sowie
deren drei gemeinsamen erwachsenen Söhne befindet. Zum
Stichtag 30. Juni 2024 hielt die grenke Beteiligung GmbH
& Co. KG 36,71 Prozent der Unternehmensanteile. Die
GRENKE-Stiftung Verwaltungs GmbH hielt 7,16 Prozent.
Weitere Aktionär:innen, die zum in der jeweiligen
Stimmrechtsmitteilung genannten Veröffentlichungsdatum
einen Anteil von über 3 Prozent hielten, lauten:
ACATIS Investment Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH (5,02
Prozent) und Universal Investment Gesellschaft mbH (5,03
Prozent). Der Streubesitz, zu dem die Deutsche Börse
Aktionär:innen mit weniger als 5 Prozent Aktienbesitz
rechnet, betrug entsprechend 46,08 Prozent. Der Anteil der
Aktien im Besitz von Vorstand und Aufsichtsrat betrug zum
Stichtag 0,13 Prozent. Über das
Aktienrückkaufprogramm kauften wir bis zum Ende des
zweiten Quartals 2,18 Prozent der ausstehenden Aktien
zurück.
1.5 Ziele und StrategienMit unserem Service wollen wir als führender
Partner für kleine und mittlere Unternehmen einen
wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass wichtige
Investitionen über uns mit Leasing realisiert werden.
Hierbei streben wir eine weltweit führende Stellung im
Small-Ticket-Segment an. Für das Geschäftsjahr
2024 soll auf Basis der Wachstumsstrategie und unter
Berücksichtigung aktueller Konjunkturprognosen ein
Leasingneugeschäft in Höhe von mindestens 3,0
Mrd. EUR erreicht werden. Damit soll erstmals in der
Geschichte der grenke AG ein Leasingneugeschäft in
dieser Größenordnung realisiert werden und die
Basis für weiteres Wachstum bilden. Die Prognose geht
dabei von einem Neugeschäftsvolumen im Leasing
zwischen 3,0 und 3,2 Mrd. EUR aus, wie bereits im August
2023 kommuniziert.
Des Weiteren erwartet der Vorstand für 2024 ein
Konzernergebnis von 95 bis 115 Mio. EUR. Die
Eigenkapitalquote soll unter Einbezug des laufenden
Aktienrückkaufprogramms zum Ende des
Geschäftsjahres 2024 über dem 16-prozentigen
Zielwert liegen.
Zur Umsetzung unserer Wachstumsziele konzentrieren wir
uns auf die Kernbereiche "Kunden- und marktorientierte
Aktivitäten", "Operational Excellence und
Kostendisziplin", "Digital Excellence und Automatisierung"
und "Nachhaltigkeit" mit entsprechenden strategischen
Maßnahmen.
Liquidität und Refinanzierung spielen eine
grundlegende Rolle in unserem Geschäftsmodell und
werden entsprechend strategisch gesteuert. Uns stehen
hierbei umfangreiche Instrumente zur Verfügung, die je
nach Marktgegebenheiten im Rahmen der Gesamtstrategie
eingesetzt werden.
Im Wesentlichen beruht die fremdkapitalbasierte
Finanzierung auf drei Säulen:
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Dabei vermeiden wir Fristentransformation und
eliminieren so potenzielle Zinsänderungs- und
Anschlussfinanzierungsrisiken auf Portfolioebene. Wir
verfügen über ein Investment-Grade-Rating der
Ratingagenturen Standard & Poor's und Fitch Ratings.
Weitere Details entnehmen Sie dem aktuellen
Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2023,
Kapitel 1.2 "Ziele und Strategie".
2. Wirtschaftsberichtscrollen
2.1 Wesentliche Ereignisse und GeschäfteAm 31. Januar 2024 gaben wir bekannt, dass der
Aufsichtsrat der grenke AG dem Beschluss des Vorstands
zugestimmt hat, sich künftig auf das
Leasinggeschäft mit kleineren und mittleren
Unternehmen zu fokussieren und den Verkauf aller
Factoringgesellschaften zu initiieren. Die beim Einstieg
ins Factoringgeschäft erwarteten Synergien zum Kern-
und Hauptgeschäft Leasing hatten sich nicht
eingestellt. Zudem hatte eine eingehende Analyse ergeben,
dass das vorhandene Factoringgeschäft nur mit
zusätzlichen Investitionen und einer deutlichen
Vervielfachung des Geschäftsumfangs langfristig
profitabel gestaltet werden könnte (der Anteil der
Vermögenswerte aus dem Factoringgeschäft lag 2022
bei unter 2 Prozent der Konzernbilanz). Statt eine vom
Leasinggeschäft isolierte Factoringstrategie
umzusetzen, konzentriert grenke seine Ressourcen und
Investitionskraft künftig voll auf die fortschreitende
Digitalisierung und das weitere Wachstum im Leasing.
Hierbei spielt die grenke Bank AG eine unverändert
wichtige Rolle, vor allen Dingen mit ihrem Beitrag zur
Refinanzierung des Leasing über klassisches
Einlagengeschäft.
Am 6. Februar 2024 informierten wir, dass der Vorstand
der grenke AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats die
Durchführung eines Aktienrückkaufprogramms
beschlossen hat. Zuvor hatte die Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) das Vorhaben
genehmigt (siehe auch Ad-hoc-Mitteilung vom 21. November
2023). Im Zuge dessen sollen im Wert von bis zu 70 Mio. EUR
(ohne Nebenkosten) maximal jedoch 2.317.695 Aktien
über die Börse erworben werden, was 5 Prozent des
zum Zeitpunkt des Ermächtigungsbeschlusses der
ordentlichen Hauptversammlung am 6. August 2020 bestehenden
Grundkapitals der Gesellschaft entspricht. Das
Aktienrückkaufprogramm begann am 12. Februar 2024. Bis
zum Stichtag 30. Juni 2024 wurden 1.013.194 Aktien mit
einem Volumen von 22,4 Mio. EUR zurückgekauft. Der
Durchschnittspreis je Aktie betrug 22,1 EUR.
Am 5. März 2024 informierten wir, dass der
Aufsichtsrat der grenke AG Dr. Martin Paal mit Wirkung zum
1. Juli 2024 zum Finanzvorstand berufen hat. Dr. Martin
Paal, Jahrgang 1979, ist ein ausgewiesener Finanz- und
Bankenexperte. Nach mehreren Positionen bei renommierten
internationalen Beratungsunternehmen und der DZ Bank
startete Dr. Martin Paal im Juni 2022 als Vice President
Controlling bei der grenke AG. Im März 2023 wurde er
zum Generalbevollmächtigten und Senior Vice President
und Leiter der Finanzdivision ernannt. Als designierter
Finanzvorstand verantwortete er die Ressorts Accounting
& Tax, Controlling und M&A, Treasury sowie
Reporting.
Am 15. März 2024 gaben wir bekannt, dass Dr.
Konstantin Mettenheimer, seit Juli 2021 Mitglied des
Aufsichtsrats der grenke AG und seit Mai 2023 dessen
stellvertretender Vorsitzender, bei der Wahl zu dem Gremium
während der Hauptversammlung am 30. April 2024 nicht
erneut antreten würde.
Am 30. April 2024 veranstalteten wir unsere ordentliche
Hauptversammlung. Die Aktionär:innen beschlossen die
Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,47 EUR
je Aktie (Vorjahr: 0,45 EUR), was einem
Ausschüttungsbetrag von 21,6 Mio. EUR entspricht. Die
Ausschüttung erfolgte auf Basis des zum Zeitpunkt der
Hauptversammlung dividendenberechtigten Grundkapitals unter
Berücksichtigung der bereits erworbenen eigenen
Aktien. Bedingt durch die Hauptversammlung, wurde das
Aktienrückkaufprogramm vom 22.04.2024 bis 03.05.2024
pausiert und am 06.05.2024 wieder fortgesetzt. Die
Aktionär:innen stimmten auch allen weiteren
Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zu. Dabei
wurde Dr. Ljiljana Mitic als Aufsichtsratsmitglied mit
einer fünfjährigen Amtszeit wiedergewählt.
Manfred Piontke wurde für drei Jahre in den
Aufsichtsrat gewählt. In seiner anschließenden
Sitzung wählte der Aufsichtsrat Moritz Grenke zum
stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden.
Am 1. Juli 2024 informierten wir, dass Dr. Martin Paal
zum selben Datum als Finanzvorstand der grenke AG startete.
Seine Berufung war bereits am 5. März dieses Jahres
erfolgt. Als Finanzvorstand verantwortet er ab sofort die
Ressorts Accounting & Tax, Controlling und M&A,
Treasury, Reporting sowie Investor Relations.
2.2 Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDie Europäische Zentralbank (EZB) nahm im Juni 2024
nach einer seit September 2023 andauernden Zinspause ihren
ersten Zinsschritt vor und verminderte die Leitzinsen um
0,25 Prozentpunkte. Der Hauptrefinanzierungssatz lag zum
Ende des zweiten Quartals 2024 bei 4,25 Prozent und der
für die Finanzmärkte richtungsweisende
Einlagensatz für Banken bei 3,75 Prozent. Die
jährliche Inflationsrate im Euroraum wurde im Juni
2024 auf 2,5 Prozent geschätzt, nach 2,6 Prozent im
Mai und 2,4 Prozent im April 2024. Damit war im zweiten
Quartal dieses Jahres keine zügige Annäherung der
Inflationsrate an den EZB-Zielwert von 2 Prozent zu
beobachten. Der Einschätzung der EZB zufolge wird die
Inflation wahrscheinlich bis ins kommende Jahr über
dem Zielwert verharren. Dementsprechend nahm die EZB in
ihrer Sitzung am 18. Juli 2024 keine weitere
Leitzinssenkung vor.
Das Wachstum des Bruttoinlandprodukts im zweiten Quartal
2024 lag einer Erstschätzung von Eurostat zufolge bei
0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Damit
übertraf es das erste Quartal 2024, das ein Plus von
0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal verzeichnet
hatte, leicht. Mit 2,9 Prozent realisierte Spanien im
zweiten Quartal 2024 das stärkste Wachstum,
Deutschland hingegen schrumpfte mit 0,1 Prozent im
Jahresvergleich minimal. Frankreich und Italien, die
für uns ebenfalls bedeutende Märkte darstellen,
wuchsen mit 1,1 und 0,9 Prozent in diesem Zeitraum
überdurchschnittlich.
Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende
Gewerbe im Euroraum lag im Juni 2024 bei 45,8 Punkten und
damit 2,5 Punkte höher als im Vorjahresmonat (Juni
2023: 43,3 Punkte). Im Quartalsvergleich blieb er nach
einem Wert von 46,1 Punkten im März 2024 nahezu
unverändert. Der Index ist das Resultat einer Umfrage,
in der Einkaufsmanager im verarbeitenden Gewerbe monatlich
zu Auftragseingängen, Produktion, Beschäftigung,
erhaltenen Lieferungen und Lagerbestand befragt werden.
Der ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland,
der die Einschätzung von Unternehmen zu ihrer
aktuellen Geschäftslage und ihren Erwartungen zur
Entwicklung auf Sicht von sechs Monaten zusammenfasst,
verzeichnete im Juni 2024 einen Wert von 88,6 Punkten. Mit
diesem Wert lag er exakt auf dem Niveau des Vorjahres (Juni
2023: 88,6 Punkte) und leicht über dem Niveau von
März 2024 mit 87,9 Punkten. Im Vergleich zum
Vorjahresmonat bewerteten die befragten Unternehmen ihre
aktuelle Geschäftssituation deutlich negativer, ihre
Erwartungen für die kommenden sechs Monate hellten
sich hingegen merklich auf.
In den ersten Monaten des Jahres 2024 lagen die
Unternehmensinsolvenzen in Deutschland insgesamt auf einem
höheren Niveau. Das Leibniz Institut für
Wirtschaftsforschung in Halle schätzt den Zuwachs im
1. Halbjahr 2024 gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf
35,1 Prozent. Für die Europäische Union
berechnete Eurostat in seinen jüngsten
verfügbaren Daten zum 1. Quartal 2024 einen
Rückgang der Unternehmensinsolvenzen von 0,8 Prozent
gegenüber dem historischen Höchstwert des vierten
Quartals 2023.
2.3 Neugeschäft2.3.1 LeasingIm zweiten Quartal 2024 erzielten wir ein
Leasingneugeschäft in Höhe von 790,3 Mio. EUR.
Damit setzten wir im zweiten Quartal das stärkste
Leasingneugeschäft seit unserem Bestehen um und
verzeichneten eine Wachstumsrate von 21,5 Prozent
gegenüber dem Vorjahresquartal (Q2 2023: 650,3 Mio.
EUR). Das Leasingneugeschäft umfasst die
Anschaffungskosten der neu erworbenen Leasingobjekte. Mit
kumuliert 1.460,1 Mio. EUR Leasingneugeschäft im
ersten Halbjahr 2024 erreichten wir das Etappenziel
für die Erfüllung unserer Guidance von 3,0 bis
3,2 Mrd. EUR im Gesamtjahr 2024.
Im zweiten Quartal 2024 wuchs die Nachfrage nach Leasing
im Vergleich zum Vorjahresquartal. Ein unverändert
erhöhtes Zinsniveau im Vergleich zu den Jahren vor
2023 bedeutet für Unternehmen in der Regel, dass sich
Kredite verteuern und Banken die Kreditvergabe restriktiver
gestalten. Kredite verlieren somit im Vergleich zur
Finanzierung über Leasing an Attraktivität. Da
die Leasingraten zum Investitionszeitpunkt und somit bei
Vertragsabschluss fest kontrahiert werden, bietet Leasing
in Zeiten sich verändernder Zinsen für unsere KMU
eine sichere Kalkulationsbasis.
Leasingneugeschäft seit Q1 2022in Mio. EUR
Unser internationales Händlernetzwerk konnten wir
weiter ausbauen, so dass wir zum Ende des zweiten Quartals
2024 mit mehr als 37.000 Fachhandelspartnern in den
über 30 Ländern, in denen wir aktiv sind,
zusammenarbeiteten (Q2 2023: ca. 34.700 Händler).
Im zweiten Quartal war die Region Südeuropa mit
einem Wachstum von 34,4 Prozent auf 197,3 Mio. EUR die
stärkste Region. Ihr Anteil am gesamten
Leasingneugeschäft lag dementsprechend bei 25 Prozent.
Wachstumsmotor in dieser Region war Italien mit einem
Wachstum von 47,8 Prozent bei einem Anteil von 57 Prozent
am Gesamtvolumen in dieser Region.
Knapp hinter Südeuropa lag die Region Westeuropa
(ohne DACH) mit einem Anteil von 24,9 Prozent am
Leasingneugeschäft und einem Volumen von 197,2 Mio.
EUR. Nach einem Leasingneugeschäft von 171,0 Mio. EUR
im Vorjahresquartal belief sich das Wachstum auf 15,3
Prozent.
An dritter Stelle verzeichnete die DACH-Region einen
Zuwachs im Leasingneugeschäft um 11,1 Prozent auf
182,7 Mio. EUR. Mit einem Anteil von 78 Prozent am
Leasingneugeschäft war Deutschland für die
Entwicklung in dieser Region maßgeblich.
Die Region Nord-/Osteuropa wuchs um 25,3 Prozent und
erreichte ein Volumen von 164,6 Mio. EUR. Besonders positiv
entwickelten sich Dänemark und Rumänien, hier
konnten wir das Neugeschäft um 52,8 Prozent
beziehungsweise 38,5 Prozent steigern. Die übrigen
Regionen verzeichneten ein Wachstum von 32,5 Prozent auf
48,5 Mio. EUR. Zu dieser Kategorie gehören die
Zukunftsmärkte USA, Kanada und Australien.
Neugeschäft Leasingscrollen
Regionen:
Anteil Neugeschäft Leasing nach Regionen in Prozent
Der Deckungsbeitrag 2 (DB2), ein Gradmesser für die
künftige Profitabilität des Neugeschäfts,
verbesserte sich im zweiten Quartal 2024 um 19,4 Prozent
gegenüber dem Vorjahresquartal und erreichte einen
Wert von 130,9 Mio. EUR. Mit 34,2 Mio. EUR trug die Region
Westeuropa (ohne DACH) 26 Prozent zu diesem Ergebnis bei,
gefolgt von Südeuropa mit 32,8 Mio. EUR (25 Prozent)
und Nord-/Osteuropa mit 29,2 Mio. EUR (22 Prozent).
Deckungsbeiträge im Leasingneugeschäftscrollen
Die DB2-Marge blieb im Vorjahresvergleich stabil und
erreichte mit 16,6 Prozent (Q2 2023: 16,9 Prozent) das Ziel
für das Jahr 2024 von leicht über 16,5 Prozent.
Die DB2-Marge misst die zukünftige Profitabilität
eines in das Leasingneugeschäft investierten Euros.
Die volumenmäßig stärkste Region
Südeuropa verzeichnete dabei eine Marge von 16,6
Prozent, die dem Gesamtdurchschnitt entspricht. Die
Regionen Westeuropa und Nord-/ Osteuropa übertrafen
mit 17,5 bzw. 17,8 Prozent den Durchschnitt. Während
die DACH-Region mit 13,1 Prozent weniger stark zur Marge
beitrug, verzeichneten die übrigen Regionen die
höchste Marge in Höhe von 22 Prozent.
Die DB1-Marge des Leasingneugeschäfts lag im
zweiten Quartal 2024 bei 10,9 Prozent und somit 0,8
Prozentpunkte höher als im Vorjahresquartal.
DB-Margen im Leasingneugeschäftscrollen
Die aus den Leasingverträgen resultierenden
prozentualen Margen unterscheiden sich je nach
Ticketgröße. Verträge mit einem
Nettoanschaffungswert von weniger als 50 TEUR werden
tendenziell mit höheren Margen abgeschlossen. So
erwirtschafteten wir im zweiten Quartal 2024 mit
Verträgen mit einem Nettoanschaffungswert kleiner 50
TEUR eine DB2-Marge von 17,1 Prozent. Im Vergleich dazu
erzielten wir mit größeren Verträgen
(Nettoanschaffungswert größer 50 TEUR) eine
DB2-Marge von 15,1 Prozent. Wichtig ist jedoch auch die
Betrachtung der absoluten Deckungsbeiträge. Der Anteil
der größeren Verträge am gesamten
Deckungsbeitrag liegt mit 33,2 Mio. EUR bei 25,3 Prozent,
wobei diese Vertragsgruppe nur 2,6 Prozent aller
abgeschlossenen Verträge ausmacht.
Im Berichtsquartal registrierten wir eine weltweit
wachsende Nachfrage, die zeigt, dass Leasing zur
Finanzierung von Investitionen und zur Optimierung der
Liquidität weiter international im Trend liegt. Wir
erhielten im zweiten Quartal 2024 mit rund 167.000
Leasinganfragen 11,5 Prozent mehr Anfragen als im
Vorjahresquartal, in dem wir rund 150.000 Anfragen
registriert hatten. Die Umwandlungsquote blieb mit 51,9
Prozent im Jahresvergleich stabil, so dass wir rund 87.000
neue Leasingverträge abschließen konnten. Die
durchschnittliche Ticketgröße stieg um 10,3
Prozent auf 9.125 Euro an. Gleichzeitig lag sie im Rahmen
der definierten Zielgröße, die eine Fokussierung
auf kleine Tickets mit einer durchschnittlichen
Ticketgröße von weniger als 10 TEUR für das
Gesamtjahr 2024 vorsieht. Der Anteil der Verträge, die
über das eSignature-Verfahren vollständig digital
abgewickelt wurden, erhöhte sich mit 39,6 Prozent um
2,3 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahresquartal. Der
Anteil des Direktkundengeschäfts am gesamten
Leasingneugeschäft blieb mit 17,1 Prozent nahezu
unverändert (Q2 2023: 17,0 Prozent).
Leasinganfragen und -verträgescrollen
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Im Objektportfolio des Leasingneugeschäfts erwiesen
sich die IT-Geräte im zweiten Quartal 2024
unverändert als die am stärksten nachgefragte
Objektgruppe, auf sie entfiel ein Anteil von 26,1 Prozent.
Obwohl sich die Anzahl der entsprechenden Verträge im
Vergleich zum Vorjahresquartal um 1.606 auf 22.649
erhöhte, ging ihr Anteil am Portfolio marginal um 0,6
Prozentpunkte zurück.
Green-Economy-Objekte leisteten den zweitstärksten
Beitrag zum Leasingneugeschäft. Jeder fünfte
Leasingvertrag (20,4 Prozent) gehörte zu dieser
Objektkategorie. Bedingt durch das starke regionale
Wachstum vor allem in Ländern, in denen wir noch kein
eBike-Leasing anbieten, ging der Anteil an eBikes und damit
auch der Anteil der Green-Economy-Objekte leicht
zurück. Die Anzahl der neu abgeschlossenen
Verträge für Green-Economy-Objekte erhöhte
sich jedoch auf 17.746 Verträge nach 17.248
Verträgen im Vorjahresquartal. Haupttreiber für
die Entwicklung dieser Objektgruppe waren eBikes,
Wasseraufbereitungsanlagen und Photovoltaikanlagen.
Im Bereich der Kopiertechnik, der vor allem
Kopierautomaten beinhaltet, wurden 16.633 Neuverträge
abgeschlossen. Der Anteil der Leasingobjekte dieser
Kategorie ging bei 19,2 Prozent im zweiten Quartal 2024 um
0,4 Prozentpunkte relativ zum Vorjahresquartal zurück.
Im Gegensatz zu den zuvor genannten Objektkategorien
verzeichnete der Anteil der Maschinen und Einrichtungen im
zweiten Quartal 2024 einen Zuwachs. Mit 15,7 Prozent lag er
1,8 Prozentpunkte höher als im Vorjahresquartal. Unter
der Schwelle von 10 Prozent lagen die Objektgruppen
Telekommunikationsgeräte, Medizintechnik und Wellness,
Sicherheitsgeräte sowie allgemeine Bürotechnik.
Alle Anteile dieser Kategorien verzeichnete im Vergleich
zum Vorjahresquartal nur marginale Veränderungen.
Anteil Objektgruppen am Leasingneugeschäftsportfolio nach Anzahl der Verträge
2.3.2 FactoringDas zum Verkauf anstehende Factoringgeschäft
erzielte im Berichtszeitraum einen Zuwachs von 11,3
Prozent, was einem Neugeschäftsvolumen von 228,7 Mio.
Euro entspricht. Dieses Forderungsvolumen mit einer
durchschnittlichen Laufzeit vom Ankauf bis zur
Fälligkeit von rund 46 Tagen impliziert, dass sich
diese Forderungen kalkulatorisch 8-mal im Jahr (365 Tage /
46 Tage) umschlagen, weshalb das Factoringgeschäft mit
einem bilanziellen Forderungsvolumen von 88,9 Mio. EUR zum
Stichtag 30. Juni 2024 unverändert einen
untergeordneten Beitrag zur Konzernbilanz leistet.
Die Erträge im Verhältnis zu den
Nettoanschaffungswerten ergeben die Bruttomarge des
Factoringgeschäfts. Der Refinanzierungsbedarf ist
aufgrund des revolvierenden Ankaufs der Forderungen und des
dadurch geringeren gebundenen Volumens niedriger als bei
der Refinanzierung des Leasingneugeschäfts.
In der DACH-Region ging das Neugeschäft im
Factoring mit 73,6 Mio. EUR um 3,9 Prozent zurück. In
Südeuropa erhöhte sich das Neugeschäft um
38,0 Prozent auf 60,4 Mio. EUR. Die Region Nord-/Osteuropa
erzielte ein Wachstum von 11,3 Prozent auf 94,7 Mio. EUR.
Neugeschäft Factoringscrollen
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Regionen: DACH: Deutschland, Schweiz
Die Bruttomarge bewegte sich im zweiten Quartal 2024
ungefähr auf dem Niveau des Vorjahresquartals.
Aggregiert wie auch in allen Regionen erreichte sie einen
Wert von 1,5 Prozent. Die Bruttomarge bezieht sich auf den
durchschnittlichen Zeitraum von rund 46 Tagen eines
Factoringgeschäfts im Berichtsquartal. Aufgrund
unterschiedlicher Zahlungsfristen und unterschiedlichen
Zahlungsverhaltens fiel der durchschnittliche Zeitraum in
der DACH-Region mit 26 Tagen deutlich geringer aus als
Nord-/Osteuropa mit 40 und Südeuropa mit 84 Tagen. Der
jährliche Vergleich der durchschnittlichen
Zeiträume zeigt, dass sich die Zahlungsziele insgesamt
um knapp 5 Tage verlängerten. Vor allem Unternehmen in
Südeuropa kamen ihren Zahlungsverpflichtungen knapp 7
Tage später nach als im Vorjahr, in Nord-/Osteuropa
kamen 2 Tage hinzu. In der DACH-Region hingegen wurde 1 Tag
eingespart.
2.3.3 Kreditgeschäft der grenke BankDas Kreditneugeschäft der grenke Bank lag im
Berichtszeitraum bei 9,0 Mio. Euro (Q2 2023: 11,0 Mio.
EUR). Im ersten Halbjahr belief sich das
Kreditneugeschäft auf 17,7 Mio. Euro (Q1 - Q2 2023:
23,8 Mio. EUR). Das Kreditneugeschäft beinhaltet im
Wesentlichen die im Rahmen des "Mikrokreditfonds
Deutschland" vergebenen Kredite, bei denen die grenke Bank
staatlich geförderte Mikrofinanzierungen zwischen
1.000 und 25.000 EUR anbietet.
2.3.4 WährungseffekteAus der Veränderung der Wechselkurse ergaben sich
im zweiten Quartal des Jahres 2024 positive
Währungseffekte in Bezug auf das
Neugeschäftsvolumen von Leasing und Factoring in
Höhe von 1,47 Mio. EUR. Das bedeutet, dass sich unter
der Annahme identischer Wechselkurse zum zweiten Quartal
2023 das Neugeschäftsvolumen im zweiten Quartal 2024
im Leasing um 0,24 Mio. EUR höher und im Factoring um
1,7 Mio. EUR niedriger gezeigt hätte. Die
Währungseffekte resultierten überwiegend aus
einer Aufwertung des Polnischen Zloty, des Schweizer
Franken und des Britischen Pfunds. Dem stand eine Abwertung
des Chilenischen Peso und des Brasilianischen Reals
gegenüber. Im ersten Halbjahr 2024 verzeichneten wir
positive Währungseffekte in Höhe von 6,4 Mio.
EUR.
2.4 ErtragslageDie ausgewählten Angaben aus der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung werden für das laufende Quartal
isoliert sowie für den Berichtszeitraum und auf Basis
der Segmentergebnisse erläutert.
2.4.1 Vergleich zweites Quartal 2024 versus 2023Die Zinsen und ähnliche Erträge aus unserem
Finanzierungsgeschäft lagen im zweiten Quartal 2024
bei 140,3 Mio. EUR und damit um 26,7 Mio. EUR über dem
Vorjahreswert (Q2 2023: 113,6 Mio. EUR). Hierin zeigt sich
zum einen das kontinuierlich starke Wachstum des
Neugeschäfts der letzten Quartale, zum anderen
spiegelt sich die anhaltend gute Margensituation infolge
der angepassten Konditionierung im Leasingneugeschäft
sukzessiv wider. Die Aufwendungen aus der Verzinsung der
Refinanzierung inklusive des Einlagengeschäfts stiegen
hauptsächlich getrieben durch das vergleichsweise
höhere Zinsniveau und den durch das starke
Neugeschäft erhöhten Refinanzierungsbedarf um
20,4 Mio. EUR auf 49,9 Mio. EUR (Q2 2023: 29,5 Mio. EUR).
Die gestiegenen Zinsaufwendungen werden vollständig
von den höheren Zinserträgen kompensiert bzw.
überkompensiert, sodass im Saldo das Zinsergebnis im
zweiten Quartal 2024 um 6,4 Mio. EUR auf 90,4 Mio. EUR (Q2
2023: 84,0 Mio. EUR) anstieg.
Die Aufwendungen für Schadensabwicklung und
Risikovorsorge stiegen im zweiten Quartal 2024 im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum um 6,9 Mio. EUR auf 28,3 Mio. EUR (Q2
2023: 21,4 Mio. EUR). Der Anstieg ist auf das
makroökonomische Umfeld und eine leicht erhöhte
Anzahl an Insolvenzen im Allgemeinen
zurückzuführen, wobei sich der Anstieg auch unter
Berücksichtigung des höheren Leasingvolumens
insgesamt innerhalb der Erwartungen bewegt. Dies
führte zu einer Schadenquote (Aufwendungen für
Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Verhältnis
zum Vermietvolumen) im zweiten Quartal 2024 von 1,2 Prozent
(Q2 2023: 0,9 Prozent). Im Geschäftsjahr 2023 lag die
Schadenquote bei 1,0 Prozent. Die Schadenquote liegt
weiterhin innerhalb unserer Erwartung von unter 1,5
Prozent.
Die gestiegenen Zinserträge konnten den Anstieg der
Zinsaufwendungen überkompensieren, jedoch ergibt sich
aus den höheren Aufwendungen für
Schadensabwicklung und Risikovorsorge ein leichter
Rückgang für unser Zinsergebnis nach
Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Berichtsquartal um
0,5 Mio. EUR auf 62,1 Mio. EUR (Q2 2023: 62,6 Mio. EUR).
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Das Ergebnis aus unserem Servicegeschäft nahm im
zweiten Quartal 2024 um 3,0 Mio. EUR auf 35,7 Mio. EUR (Q2
2023: 32,7 Mio. EUR) zu, was auf die positive
Neugeschäftsentwicklung und den damit verbundenen
erhöhten Bestand des Leasingportfolios
zurückzuführen ist. Unser Ergebnis aus dem
Neugeschäft stieg im Berichtsquartal um 4,5 Mio. EUR
auf 17,3 Mio. EUR (Q2 2023: 12,8 Mio. EUR). Das
Verwertungsergebnis lag bei 2,3 Mio. EUR (Q2 2023: 1,0 Mio.
EUR). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der
positiven Entwicklung der Erlöse der
veräußerten Leasingobjekte.
Das gestiegene Zinsergebnis sowie die Ergebnisse aus dem
Neugeschäft, dem Servicegeschäft und der
Verwertung führten im Wesentlichen zu einem Zuwachs
unserer operativen Erträge im zweiten Quartal 2024 um
8,3 Mio. EUR auf 117,5 Mio. EUR (Q2 2023: 109,2 Mio. EUR).
Der Personalaufwand lag im zweiten Quartal 2024 bei 48,1
Mio. EUR und damit 4,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert
(Q2 2023: 44,0 Mio. EUR). Dieser Anstieg begründet
sich im Wesentlichen durch die höhere Anzahl an
Mitarbeiter:innen. Die fixe Vergütung betrug im
Berichtszeitraum 33,5 Mio. EUR (Q2 2023: 30,9 Mio. EUR) und
die variable Vergütung 5,4 Mio. EUR (Q2 2023: 5,2 Mio.
EUR). Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten
auf Basis Vollzeitbeschäftigter lag im Berichtsquartal
aufgrund von Neueinstellungen bei 2.180 und damit 128
über dem Vorjahreswert (Q2 2023: 2.052). Die
durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Geschäftsjahr
2023 lag bei 2.068.
Unsere Abschreibungen und Wertminderungen lagen im
Berichtsquartal nahezu unverändert bei 6,4 Mio. EUR
(Q2 2023: 6,6 Mio. EUR). Auch unser Vertriebs- und
Verwaltungsaufwand blieb nahezu unverändert bei 27,5
Mio. EUR (Q2 2023: 27,1 Mio. EUR). Darin enthalten ist der
Anstieg der Lizenzgebühren, die durch die laufende
Migration in die Cloud infolge unseres
Digitalisierungsprogramms entstehen, und der
gegenläufige Effekt durch das Auslaufen der physischen
IT-Infrastruktur, der sich bereits jetzt in den im
Vergleich zum Vorjahr niedrigen Wartungsaufwendungen
auswirkt sowie in den kommenden Jahren vor allem in
rückläufigen Abschreibungen zu sehen sein wird.
Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und
Aufwendungen lag im zweiten Quartal 2024 bei - 2,0 Mio. EUR
(Q2 2023: -2,9 Mio. EUR). Wie auch im Vorjahr schlagen sich
insbesondere Währungseffekte in den sonstigen
betrieblichen Aufwendungen nieder. Diese sind auf die
Umrechnung von türkischer Lira (TRY) in Höhe von
0,6 Mio. EUR zurückzuführen, welche vor allem aus
den Effekten aus der Bewertung Hochinflation
gemäß IAS 29 resultieren, sowie schwedische
Kronen (SEK) 0,5 Mio. EUR, kanadische Dollar (CAD) 0,3 Mio.
EUR und chilenische Peso (CLP) 0,2 Mio. EUR. Diese ergeben
sich insbesondere aus derivativen
Sicherungsgeschäften, welche sich ökonomisch
über die Gesamtperiode ausgleichen. Teilweise
kompensiert wird dies periodisch zudem durch die
erfolgsneutrale Währungsumrechnung im sonstigen
Ergebnis der Konzern-Gesamtergebnisrechnung. Da dies
hauptsächlich die Umrechnung der Leasingforderungen in
Fremdwährungsländern betrifft, wird dieser Effekt
in einer anderen Position gezeigt als die oben genannten
Umrechnungseffekte aus den Derivaten. Zudem erfolgt die
Umrechnung der Leasingforderungen jeweils zum
Stichtagskurs, wohingegen die Derivate zu Marktwerten auf
Basis der zum Stichtag geltenden Devisenterminkurse
bewertet sind. Dieser Unterschied und der daraus
resultierende Bewertungseffekt gleicht sich über die
Laufzeit der Sicherungsbeziehungen aus.
Unser operatives Ergebnis im zweiten Quartal 2024 lag
bei 33,4 Mio. EUR und stieg um 4,8 Mio. EUR an (Q2 2023:
28,6 Mio. EUR). Der Saldo aus sonstigen Zinserträgen
und Zinsaufwendungen verbesserte sich auf 0,8 Mio. EUR (Q2
2023: 0,4 Mio. EUR), was vor allem an der gestiegenen
Guthabenverzinsung infolge der Leitzinserhöhungen in
2022 und 2023 auf den Bundesbankkonten
zurückzuführen ist.
Unser Konzernergebnis vor Steuern nahm um 1,4 Mio. EUR
auf 32,7 Mio. EUR (Q2 2023: 31,3 Mio. EUR) zu.
Unsere Steuerquote erhöhte sich auf 22,9 Prozent
(Q2 2023: 21,6 Prozent). Unser Konzernergebnis liegt bei
25,2 Mio. EUR und damit um 0,7 Mio. EUR über dem
Vorjahresquartal (Q2 2023: 24,5 Mio. EUR). Die durch die
Konsolidierung der Franchisegesellschaften auszuweisenden
Ergebnisanteile der nicht beherrschenden Anteilseigner
lagen bei - 1,2 Mio. EUR (Q2 2023: - 1,0 Mio. EUR). Die
Vergleichbarkeit ist aufgrund des Erwerbs von Anteilen
mehrerer Franchisegesellschaften in 2023
eingeschränkt, hier wird auf die Ausführungen in
Tz. 6.1 des Geschäftsberichts 2023 verwiesen. Das
Ergebnis je Aktie stieg im zweiten Quartal 2024 auf 0,58
EUR (Q2 2023: 0,55 EUR).
Erfreulich hat sich auch unsere Cost-Income-Ratio (CIR)
entwickelt. Sie verbesserte sich im zweiten Quartal 2024
verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 3,2 Prozentpunkte
auf 56,3 Prozent (Q2 2023: 59,5 Prozent) sowie im Vergleich
zum Gesamtjahr 2023 (59,2 Prozent). Die Verbesserung im
Vergleich zum Vorjahresquartal resultiert aus den
operativen Erträgen vor Schadensabwicklung und
Risikovorsorge, die stärker gestiegen sind als die
Personalkosten und Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen.
Wir liegen damit innerhalb der Erwartungen für unseren
Zielwert für das aktuelle Geschäftsjahr von unter
58 Prozent.
2.4.2 Halbjahresvergleich 2024 versus 2023Die ausgewählten Angaben zur Gewinn- und
Verlustrechnung haben sich im Halbjahresvergleich im
Wesentlichen analog zum Quartal entwickelt.
Unser Zinsergebnis stieg im ersten Halbjahr 2024 um 8,5
Mio. EUR auf 176,5 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: 168,0 Mio. EUR).
Dies resultiert im Wesentlichen aus dem anhaltend
wachsenden Neugeschäft.
Das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und
Risikovorsorge verbesserte sich um 1,4 Mio. EUR auf 121,5
Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: 120,1 Mio. EUR). Der im Vergleich
zum Zinsergebnis nur geringe Anstieg ist auf die im Vorjahr
geringen Aufwendungen für Schadensabwicklung und
Risikovorsorge zurückzuführen.
Die Schadenquote erhöhte sich dementsprechend
leicht auf 1,1 Prozent (Q1 - Q2 2023: 1,0 Prozent).
Unsere operativen Erträge stiegen um 14,8 Mio. EUR
auf 223,6 Mio. EUR (Q1 -Q2 2023: 208,8 Mio. EUR).
Bei weniger stark gestiegenen Kosten verbesserte sich
dadurch unsere CIR auch im Halbjahresvergleich auf 57,1
Prozent (Q1 - Q2 2023: 58,3 Prozent) und liegt damit im
Korridor einer angestrebten CIR von unter 58 Prozent.
Unser Konzernergebnis lag bei 45,0 Mio. EUR nach 40,4
Mio. EUR im Vorjahreszeitraum.
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2.4.3 Entwicklung der SegmenteDie Ergebnisse des Leasingsegments haben sich positiv
entwickelt, da vor allem das vergangene und weiterhin
wachsende Neugeschäft entsprechende Zinserträge
erwirtschaftet und sich die Ergebnisse aus dem
Servicegeschäft und Neugeschäft sowie das
Verwertungsergebnis positiv entwickelten. Entsprechend
stiegen in diesem Segment unsere operativen Erträge um
14,3 Mio. EUR auf 202,3 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: 188,0 Mio.
EUR). Das Segmentergebnis erhöhte sich im Wesentlichen
aufgrund der gestiegenen operativen Erträgen, welche
durch die gestiegenen Personalaufwendungen relativiert
werden und verbesserte sich somit um 1,2 Mio. EUR und lag
bei 51,1 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: 49,9 Mio. EUR).
Die operativen Erträge im Segment Bank stiegen im
Berichtszeitraum um 1,0 Mio. EUR und lagen bei 18,6 Mio.
EUR (Q1 - Q2 2023: 17,6 Mio. EUR), was hauptsächlich
aus der geringeren Risikovorsorge für frühere
Kreditportfolien resultiert. Bei leicht gestiegenen
Personalaufwendungen sowie reduzierten
Währungseffekten erreichten wir ein Segmentergebnis
von 10,2 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: 4,3 Mio. EUR).
Im Segment Factoring reduzierten sich unsere operativen
Erträge im Berichtszeitraum um 0,5 Mio. EUR auf 2,7
Mio. EUR (Q1 -Q2 2023: 3,2 Mio. EUR). Bei nahezu
gleichbleibenden Aufwendungen reduzierte sich das Ergebnis
des Segments auf - 2,4 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: - 1,7 Mio.
EUR).
2.5 FinanzlageDie Eigenkapitalquote liegt mit 18,3 Prozent weiterhin
auf hohem Niveau.
Die Zahlungen von Leasingnehmer:innen nahmen weiter zu.
Mit unserem diversifizierten Refinanzierungsmix
verfügen wir über eine solide
Liquiditätsausstattung.
Steigende Leasingforderungen spiegeln das positive
Neugeschäftswachstum wider.
2.5.1 KapitalstrukturIm grenke Konzern legen wir einen besonderen Fokus auf
eine angemessene Liquiditätsausstattung, um so
flexibel auf Marktgegebenheiten reagieren zu können.
Zudem ist der Konzern aufgrund aufsichtsrechtlicher
Vorgaben verpflichtet, einen Liquiditätspuffer
vorzuhalten.
Auf der Passivseite zeigt sich die steigende Bilanzsumme
insbesondere in der Zunahme der Finanzschulden um insgesamt
171,5 Mio. EUR auf 5,6 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 5,4
Mrd. EUR).
Ursächlich hierfür ist der Anstieg der kurz-
und langfristigen Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung
(ohne Einlagengeschäft) auf 3,9 Mrd. EUR (31. Dezember
2023: 3,8 Mrd. EUR) sowie die Zunahme der kurz- und
langfristigen Verbindlichkeiten aus dem
Einlagengeschäft der grenke Bank um 37,7 Mio. EUR auf
1,7 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 1,6 Mrd. EUR).
Das Eigenkapital blieb zum 30. Juni 2024 mit 1,3 Mrd.
EUR (31. Dezember 2023: 1,4 Mrd. EUR) nahezu
unverändert. Dem in der Berichtsperiode
erwirtschafteten Konzernergebnis in Höhe von 45,0 Mio.
EUR standen hauptsächlich die Ausschüttung einer
Dividende (21,6 Mio. EUR), die Zinszahlung für das
Hybridkapital (15,0 Mio. EUR), die Effekte aus der
erfolgsneutralen Währungsumrechnung (1,5 Mio. EUR),
sowie der Kauf eigener Anteile (22,5 Mio. EUR) entgegen.
Positiv wirkte sich dagegen der Effekt aus der
Marktbewertung von Hedging-Instrumenten (0,9 Mio. EUR) aus.
Durch die Steigerung der Bilanzsumme im Verhältnis zum
leichten Rückgang des Eigenkapitals verringerte sich
die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2024 auf 18,3 Prozent
(31. Dezember 2023: 19,1 Prozent). Die Eigenkapitalquote
übertraf damit weiterhin das selbst gesteckte Ziel des
Konzerns von mindestens 16 Prozent.
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Unter Berücksichtigung des Konzernergebnisses vor
Steuern von 57,6 Mio. zum Halbjahr erreichten wir einen RoE
von 8,5 Prozent gegenüber 7,8 Prozent im
Vorjahreszeitraum. Dies ist auf das verbesserte Ergebnis
vor Steuern im ersten Halbjahr 2024 bei nahezu stabilem
Eigenkapital zurückzuführen.
2.5.2 CashflowUnser Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit betrug im ersten Halbjahr 2024
- 63,3 Mio. EUR und lag damit unter dem Vorjahreswert (Q1 -
Q2 2023: 225,7 Mio. EUR). Ursache hierfür sind im
Wesentlichen folgende Effekte. Infolge der positiven
Neugeschäftsentwicklung sind die Investitionen
für neue Leasingforderungen gestiegen, während
der Zugang des Einlagengeschäfts der grenke Bank im
Vergleich zum Vorjahr geringer war. Ein weiterer Effekt
resultiert aus der gestiegenen Rückzahlung neuer
Refinanzierungen ohne Einlagengeschäft.
Gegenläufig wirkt sich der deutlich höhere Zugang
neuer Refinanzierungen (ohne Einlagengeschäft) aus,
was insbesondere auf die Emission einer neuen Benchmark
Anleihe in Höhe von 500 Mio. EUR im Mai dieses Jahres
zurückzuführen ist. Die ausgewählten Angaben
aus der Konzernkapitalflussrechnung und deren Entwicklung
werden im Folgenden erläutert.
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Der Cashflow aus Investitionen für neue
Leasingforderungen umfasst die Nettoanschaffungswerte
für neu erworbene Leasingobjekte und die direkt mit
dem Vertragsabschluss entstehenden Kosten. Aufgrund des
weiterhin wachsenden Neugeschäftsvolumens stiegen die
Investitionen für neue Leasingforderungen im ersten
Halbjahr 2024 auf 1.499,7 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: 1.297,7
Mio. EUR). Diesen stehen die Einzahlungen aus der Zunahme
der Refinanzierung in Höhe von 1.520,7 Mio. EUR nach
807,5 Mio. EUR in der Vorjahresperiode gegenüber. Der
Cashflow aus dem Einlagengeschäft der grenke Bank
verringerte sich auf 37,7 Mio. EUR nach 384,1 Mio. EUR in
der Vorjahresperiode. In Summe stieg unser Cashflow aus
Investitionen in das Neugeschäft auf 58,7 Mio. EUR (Q1
- Q2 2023: - 106,2 Mio. EUR).
Im ersten Halbjahr 2024 wurden 1.462,9 Mio. EUR (Q1 - Q2
2023: 999,4 Mio. EUR) an Refinanzierungen getilgt bzw.
zurückgezahlt. Die Zahlungen der Leasingnehmer stiegen
auf 1.262,0 Mio. EUR an (Q1 - Q2 2023: 1.189,1 Mio. EUR).
Der Cashflow aus dem Bestandsgeschäft sank
dementsprechend auf - 200,9 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: 189,7
Mio. EUR).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag im
ersten Halbjahr bei - 2,6 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: - 19,9
Mio. EUR). Er beinhaltete hauptsächlich die
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und
immateriellen Vermögenswerte von 2,7 Mio. EUR (Q1 - Q2
2023: 2,5 Mio. EUR). Im Vorjahr waren Kaufpreiszahlungen
für die Übernahme von Franchisegesellschaften in
Höhe von 14,5 Mio. EUR enthalten und es wurde eine
Kaufpreiszahlung von 3,0 Mio. EUR für den Erwerb einer
Minderheitsbeteiligung an der Miete24 P4Y GmbH geleistet.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im
Berichtszeitraum - 65,7 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: -40,6 Mio.
EUR). Die Ausschüttung der Dividende für das
vorangegangene Geschäftsjahr betrug 21,6 Mio. EUR (Q1
-Q2 2023: 20,9 Mio. EUR). Die Zinszahlung auf das
Hybridkapital lag bei 15,0 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: 12,9
Mio. EUR). Durch den Erwerb eigener Anteile im Rahmen des
Aktienrückkaufprogramms ergab sich ein Mittelabfluss
von 22,5 Mio. EUR (Q1 -Q2 2023: 0,0 Mio. EUR). Zudem
resultierte aus der Rückzahlung von
Leasingverbindlichkeiten ein Mittelabfluss von 6,6 Mio. EUR
(Q1 - Q2 2023: 6,8 Mio. EUR).
Somit lag die Summe der Cashflows im ersten Halbjahr
2024 bei - 131,6 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: 165,1 Mio. EUR).
Der Bestand an Zahlungsmitteln und
Zahlungsmitteläquivalenten sank zum Stichtag 30. Juni
2024 entsprechend auf 565,5 Mio. EUR nach 696,9 Mio. EUR
zum 31. Dezember 2023.
2.5.3 LiquiditätDank unseres ausgewogenen Liquiditätsmanagements
verfügen wir über eine solide
Liquiditätsausstattung und eine diversifizierte
Refinanzierungsstruktur und erfüllten im
Berichtszeitraum jederzeit unsere Zahlungsverpflichtungen.
Zur Refinanzierung stehen uns umfangreiche Instrumente
zur Verfügung, die je nach Marktbedingungen im Rahmen
der Gesamtstrategie eingesetzt werden. Im Wesentlichen
basiert die Finanzierung über Fremdkapital auf drei
Säulen: den Senior-Unsecured-Instrumenten, die im
Wesentlichen auf unser Rating abstellen wie Anleihen,
Schuldverschreibungen und Commercial Paper, dem
Einlagengeschäft inklusive der Förderdarlehen bei
der grenke Bank AG sowie der forderungsbasierten
Finanzierung, vor allem ABCP-Programme. Dabei vermeiden wir
Fristentransformation auf Portfolioebene und reduzieren
dadurch Zinsänderungs- und
Anschlussfinanzierungsrisiken auf Portfolioebene auf ein
Minimum. Dank unseres breiten Refinanzierungsmixes
können wir je nach Bedarf und Marktlage die einzelnen
Säulen gezielt nutzen und den Anteil ausbauen oder
reduzieren. Gleichzeitig wollen wir aus strategischen
Gründen in allen drei Säulen aktiv sein.
Der Refinanzierungsmix bezogen auf die
Refinanzierungssäulen des grenke Konzerns verteilte
sich zum 30. Juni 2024 wie folgt:
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Der Anstieg der Refinanzierungsvolumina um 168,1 Mio.
EUR auf 5.702,6 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 5.534,5 Mio.
EUR) resultiert im Wesentlichen aus dem gestiegenen
Neugeschäft und damit einhergehenden erhöhten
Refinanzierungsbedarfs für unser Leasinggeschäft.
Dies wurde vor allem durch die Ausgabe einer neuen
Benchmark Anleihe in Höhe von 500 Mio. EUR im zweiten
Quartal dargestellt.
Die Refinanzierung über Kundeneinlagen der grenke
Bank AG erhöhte sich zum Stichtag 30. Juni 2024 auf
1.654,8 Mio. EUR nach 1.617,1 Mio. EUR zum 31. Dezember
2023 sowie 1.534,7 Mio. EUR zum vergleichbaren Zeitpunkt
des Vorjahres. Dies entspricht einem Anstieg von 2,3
Prozent seit dem 31. Dezember 2023 durch eine intensivere
Nutzung der grenke Bank im aktuellen Zinsumfeld.
Im Berichtszeitraum wurde neben der Benchmark Anleihe
eine bestehende Anleihe um 50,0 Mio. EUR aufgestockt.
Darüber hinaus emittierte der grenke Konzern zwei
Schuldscheindarlehen über 10,0 Mio. CHF und 30,0 Mio.
GBP. Im kurzfristigen Bereich wurden zwölf Commercial
Paper mit einem Gesamtvolumen von 140,0 Mio. EUR emittiert.
Planmäßig getilgt wurden im Berichtszeitraum
zwei Anleihen in Höhe von 204,1 Mio. EUR sowie
Commercial Paper in Höhe von 125,0 Mio. EUR. Vorzeitig
zurückbezahlt wurden Anleihen in Höhe von 123,2
Mio. EUR.
Mit Wirkung zum 31. Januar 2024 wurde der seit März
2010 laufende Forderungsvertrag der GRENKE LEASING LIMITED,
Guildford/Vereinig-tes Königreich, mit der
Norddeutschen Landesbank Girozentrale beendet und ein
Rückkauf aller Forderungen vorgenommen.
Weitere Informationen zu unseren Instrumenten der
Refinanzierung und den erfolgten
Refinanzierungsmaßnahmen im Berichtszeitraum sind im
Konzernanhang unter Tz. 5 "Finanzschulden" dargestellt.
Die offenen Kreditlinien des Konzerns (d.h. Banklinien
plus verfügbarem Volumen aus Anleihen und Commercial
Paper) betrugen zum Stichtag 3.568,8 Mio. EUR, 540,0 Mio.
HUF und 40,0 Mio. PLN (31. Dezember 2023: 3.667,4 Mio. EUR,
540,0 Mio. HUF und 40,0 Mio. PLN).
2.6 VermögenslageIm Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2023 nahm
unsere Bilanzsumme zum 30. Juni 2024 um 231,7 Mio. EUR auf
7,3 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 7,1 Mrd. EUR) zu.
Die Zunahme unseres Vermögens zum 30. Juni 2024
resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der kurz- und
langfristigen Leasingforderungen. Unsere größte
Bilanzposition, die Leasingforderungen, stieg dabei
aufgrund der anhaltend positiven
Neugeschäftsentwicklung um 354,8 Mio. EUR auf 6,1 Mrd.
EUR (31. Dezember 2023: 5,7 Mrd. EUR) an.
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Gegenläufig hierzu wirkte der Rückgang der
Zahlungsmittel um 131,2 Mio. EUR auf 566,0 Mio. EUR (31.
Dezember 2023: 697,2 Mio. EUR). Dabei befanden sich zum 30.
Juni 2024 462,5 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 484,7 Mio.
EUR) der Zahlungsmittel auf Konten der Deutschen
Bundesbank.
3. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenBezüglich der Angaben über die Beziehungen zu
nahestehenden Unternehmen und Personen wird auf die
Ausführungen in Tz. 14 des Anhangs zum verkürzten
Konzernzwischenabschluss verwiesen.
4. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht4.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenIn seinem am 16. Juli 2024 veröffentlichten World
Economic Outlook rechnet der Internationale
Währungsfonds (IWF) mit einem moderaten Aufschwung
für den Euroraum und prognostiziert ein Wachstum von
0,9 Prozent für das Jahr 2024 (2023: 0,5 Prozent).
Für unseren Heimatmarkt Deutschland erwartet der IWF,
dass das Wachstum im Jahr 2024 mit 0,2 Prozent wieder knapp
oberhalb der Nulllinie liegen wird (2023: -0,2 Prozent).
Für Frankreich und Italien, die zusammen mit
Deutschland unsere größten Märkte
darstellen, geht der IWF im Jahr 2024 von einem leicht
positiven Wachstum in Höhe von 0,9 und 0,7 Prozent
(2023: 1,1 und 0,9 Prozent) aus. Von den großen
Industrienationen innerhalb der Eurozone soll Spanien mit
prognostizierten 2,4 Prozent am stärksten wachsen
(2023: 2,5 Prozent).
In den Vereinigten Staaten, wo wir einen zweiten
Standort aufbauen, soll das Wachstum im Jahr 2024 mit 2,6
Prozent ähnlich stark wie im Vorjahr ausfallen (2023:
2,5 Prozent).
Als Risiken für den Euroraum und die USA sieht der
IWF, dass die Inflationsraten für einen längeren
Zeitraum über ihren Zielniveaus verharren und die
Zentralbanken aus diesem Grund an ihren restriktiven
Geldpolitiken festhalten könnten. Weiter steigende
Staatsschulden und wachsende Staatsausgaben könnten
zudem den privaten Konsum dämpfen. Protektionistische
Maßnahmen wie Einfuhrzölle oder
industriepolitische Maßnahmen könnten den
Welthandel beeinträchtigen.
Für die Weltwirtschaft hält der IWF im Jahr
2024 ein Wachstum von 3,2 Prozent für wahrscheinlich
(2023: 3,3 Prozent), wobei die asiatischen
Schwellenländer die Wachstumstreiber sein werden.
Insbesondere China und Indien sollen nahezu die Hälfte
des weltweiten Wachstums generieren.
Der ifo-Geschäftsklimaindex für die
Leasingbranche in Deutschland erreichte im Juni dieses
Jahres 15,1 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fiel er
damit geringer aus (Juni 2023: 23,9 Punkte), nach 4,9
Punkten im März 2024 zeigt er jedoch eine deutliche
Verbesserung im Quartalsvergleich. Der Bundesverband
Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) erklärte sich den
zunehmenden Optimismus der vergangenen Monate dadurch, dass
die Leasing-Branche eine Fortführung der
Transformationsbemühungen hin zu mehr Nachhaltigkeit
und Digitalisierung erwartet, und dass Leasing gebraucht
wird, um die dafür anfallenden, hohen
Investitionssummen zu stemmen.
4.2 Risiken und Chancen4.2.1 RisikenWir sehen in unserem Bestandsportfolio aktuell eine
leicht erhöhte Anzahl an Insolvenzen im Allgemeinen,
die sich - auch unter Berücksichtigung des
höheren Leasingvolumens - innerhalb der Erwartungen
bewegt. Dies führte insgesamt zu einer Schadenquote
(Aufwendungen für Schadensabwicklung und
Risikovorsorge im Verhältnis zum Vermietvolumen) im
zweiten Quartal 2024 von 1,2 Prozent (Q2 2023: 0,9
Prozent). Hier könnten sich weiter ansteigende
Insolvenzen im zweiten Halbjahr 2024 negativ auf die
Schadenquote auswirken.
Ein weiterer gesamtwirtschaftlicher Risikofaktor bleibt
derzeit das weiterhin erhöhte Zinsniveau infolge der
restriktiven Geldpolitik der EZB. Auch wenn im Juni 2024
eine erste Zinssenkung erfolgte, bleibt das Zinsniveau
hoch. Hohe Zinsen gelten im Allgemeinen als Hemmnis
für die Konsum- und Investitionsnachfrage und
können das Wirtschaftswachstum schwächen.
Unter Berücksichtigung dieser Faktoren erwartet der
Vorstand für das Geschäftsjahr 2024 ein weiter
wachsendes Leasingneugeschäftsvolumen gemäß
seiner Guidance, siehe dazu Abschnitt 4.3.
Abgesehen von den Nachfrageeffekten konnten wir die
höheren Kosten für unsere Refinanzierung aufgrund
von Zinssteigerungen in der Vergangenheit stets durch eine
Anpassung der Konditionen ausgleichen - mit einer
Zeitverzögerung von bis zu drei Monaten. Auch in der
aktuellen Phase konnten wir die höheren Zinsen
inzwischen vollständig einpreisen und im Markt
weiterreichen.
Makroökonomische Risikopotenziale bergen der
andauernde Krieg in der Ukraine und die Konflikte im Nahen
Osten. Ein ausgedehnter Konflikt im Nahen Osten birgt die
Gefahr eines Ölpreisanstiegs, der den Inflationsdruck
sowie die Rezessionsgefahr verstärken könnte.
Während die Marktreaktionen bisher begrenzt blieben,
könnte eine weitere Eskalation zu einer höheren
Volatilität und dadurch zu einer allgemein geringeren
Liquidität an den Kapitalmärkten führen.
Dennoch sieht der Vorstand weiterhin genügend
Handlungsspielraum, um die Liquidität für den
Konzern kurz-, mittel- und langfristig sicherzustellen.
Basis dafür sind zum einen die aktuell hohe
Liquiditätsausstattung sowie der unverändert gute
und diverse Zugang zu den Refinanzierungsquellen.
Darüber hinaus verfügt grenke prinzipiell immer
über die Option, das Leasingneugeschäft - und
damit den situativen Liquiditätsbedarf - über
eine restriktivere Annahme von Leasinganfragen
margenoptimiert zu steuern.
Wir sind weder in Russland noch in der Ukraine mit
eigenen Niederlassungen vertreten und waren und sind dort
auch nicht finanziell engagiert. Auch im Hinblick auf den
seit Oktober 2023 wieder aufgeflammten Konflikt im Nahen
Osten besteht kein direktes Risiko für grenke. Wir
sind weder in Israel noch in den angrenzenden, vom Konflikt
unmittelbar betroffenen Ländern und Regionen mit
eigenen Niederlassungen vertreten.
Die vergleichsweise hohe Volatilität an den Zins-
und Währungsmärkten kann weiterhin temporär
zu bilanzrelevanten Bewertungseffekten führen. Diese
können sich zeitweilig insbesondere auf die Umrechnung
von Fremdwährungspositionen, die Bewertung der
Derivate oder die Bewertung von Geschäfts- und
Firmenwerten auswirken. Gleichwohl sieht der Vorstand darin
keine langfristige Beeinträchtigung der
Profitabilität des Geschäftsmodells.
Die grenke AG überwacht die Entwicklung der
Risikosituation und die Auswirkungen auf einzelne
Märkte sorgfältig. Hinsichtlich der
künftigen Entwicklung des Konzerns und der
Tochtergesellschaften sind besondere, über das normale
Maß hinausgehende und mit dem Geschäft
verbundene Risiken nicht zu erkennen. Für eine
umfassendere Darstellung der Risiken vgl. Kapitel 5,
"Risikobericht", im Geschäftsbericht 2023.
4.2.2 ChancenLeasing ist weiterhin weltweit ein Wachstumsmarkt. Die
einfache und schnelle Verfügbarkeit von
Investitionsmitteln sowie positive Effekte auf die
Liquidität und Bilanzstrukturen gelten nach wie vor
als Erfolgsfaktoren dieser Finanzierungsform. Das gilt
insbesondere für kleinere Investitionen bis etwa 50
TEUR, also das Small-Ticket-Segment, auf das grenke
spezialisiert ist.
Eindeutig positive Indikatoren in unserem Heimatmarkt
wie der Geschäftsklimaindex für die
Leasingbranche in Deutschland deuten auf eine Erholung der
Nachfrage hin (siehe Abschnitt 4.1). Ähnlich wie der
Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen halten auch wir
eine weitere Stimmungsaufhellung für möglich.
Begünstigend könnte die bereits leicht gelockerte
Geldpolitik der EZB wirken. Auch bessere
Geschäftserwartungen dürften sich positiv auf das
Investitionsverhalten und die Leasingnachfrage der KMU in
Deutschland im laufenden Jahr auswirken.
In allen unseren internationalen Märkten verfolgen
wir eine Strategie des organischen Wachstums durch einen
konsequenten Ausbau unserer Geschäftsbasis und unserer
Marktanteile. Die Voraussetzungen dafür sind weiterhin
gut. Insgesamt in Europa, und insbesondere in unseren
Kernmärkten Frankreich, Italien und Spanien, sind die
Konjunkturaussichten besser als in Deutschland. Vor diesem
Hintergrund rechnen wir europaweit weiterhin mit einer
stabilen Entwicklung der Nachfrage nach
Small-Ticket-Leasing und unseres realisierten
Neugeschäfts.
USA, Kanada und Australien zählen zu unseren
künftigen Kernmärkten mit langfristig
überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial. Die
Erschließung dieser Märkte erfolgt weiterhin
planmäßig. Nachdem wir in den USA bereits von
Phoenix, Arizona aus seit 2019 aktiv sind, starteten wir
beispielsweise im zweiten Quartal dieses Jahres
zusätzliche Vertriebsaktivitäten in Chicago,
Illinois.
Zusätzliche Chancen ergeben sich durch die
kontinuierliche Erweiterung unseres Objektportfolios auf
Basis der Entwicklung der Nachfrage auf Kundenseite. So
profitieren wir von Megatrends wie der Medizintechnik oder
der Robotik. Gleichzeitig ermöglichen wir KMU mit
unseren Finanzierungsangeboten Investitionen in
Zukunftstechnologien. Dazu zählen vermehrt auch
Objekte aus dem Bereich Green Economy, darunter vor allem
eBikes, siehe dazu Abschnitt 2.3.1. Mit der Emission
unseres ersten Green Bonds im September 2023 haben wir eine
umfangreiche Basis zur Refinanzierung von Objekten der
Green Economy geschaffen. Mehr Details zu diesen und
weiteren Wachstumspotenzialen finden sich im Abschnitt 6.1,
Chancenbericht, im Geschäftsbericht 2023.
4.3 UnternehmensprognoseDie nachfolgenden Aussagen zur künftigen
Geschäftsentwicklung des grenke Konzerns und zu den
dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über
die Entwicklung von Markt und Branche basieren daher auf
den Einschätzungen, die der Vorstand nach den
vorliegenden Informationen derzeit als realistisch
beurteilt. Diese sind jedoch mit Unsicherheiten behaftet
und bergen das unvermeidbare Risiko, dass die
prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch
ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten.
Angesichts der Intensität gegenwärtiger
geopolitischer Konflikte ist dieser Ausblick mit einem
hohen Maß an Unsicherheit behaftet.
Der Vorstand hat im Januar 2024 beschlossen und
bekanntgegeben, sich künftig auf das
Leasinggeschäft zu fokussieren und deshalb den Verkauf
aller Factoringgesellschaften initiiert. Aus dem
beabsichtigten Verkauf der Factoringgesellschaften erwartet
der Vorstand kurzfristig keine nennenswerten Auswirkungen
auf wesentliche KPIs des Konzerns. grenke wird seine
Ressourcen und Investitionskraft künftig voll auf die
fortschreitende Digitalisierung und das weitere Wachstum im
Leasing konzentrieren. Hierbei spielt das Bankgeschäft
der grenke Bank AG eine unverändert wichtige Rolle,
vor allen Dingen zur Sicherstellung der Refinanzierung
über Einlagen.
Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet der
Vorstand ein Leasingneugeschäft zwischen 3,0 und 3,2
Mrd. EUR. Dies entspricht verglichen mit dem
Geschäftsjahr 2023 einem erwarteten Zuwachs zwischen
15 und 23 Prozent. Mittelfristig soll sich das
Neugeschäftsvolumen mit zweistelligen Wachstumsraten
von durchschnittlich ca. 12 Prozent entwickeln. Diese
Wachstumsannahme beruht auf der Rückkehr auf den
Wachstumspfad.
Im Geschäftsjahr 2024 streben wir eine leichte
Steigerung der DB2-Marge im Vergleich zum Vorjahr an (2023:
16,5 Prozent). Mittelfristig ist das Ziel, eine DB2-Marge
von rund 17 Prozent zu erreichen. Hierfür sind
insbesondere die Refinanzierungskosten und unsere
Konditionierung der neu abgeschlossenen
Leasingverträge ausschlaggebend, aber auch die
durchschnittliche Ticketgröße. Im
Geschäftsjahr 2024 wird erwartet, dass der
Durchschnittswert pro Leasingvertrag unverändert
unterhalb der 10-TEUR-Marke liegt. Die
Small-Ticket-Definition umfasst mittlerweile Investitionen
von bis zu 50 TEUR, weil neue Technologien wie in den
Bereichen Medizin oder Robotics zu einer höheren
Nachfrage von kleineren Objekten bis zu 50 TEUR
führten. Die Fokussierung auf kleine Tickets bleibt
weiterhin wesentlicher Teil unserer Strategie.
Der Vorstand erwartet, dass sich trotz des erhöhten
Zinsniveaus die operativen Erträge des
Leasingportfolios - bestehend aus der Summe des
Zinsergebnisses nach Schadenabwicklung und Risikovorsorge,
des Ergebnisses aus dem Servicegeschäft, des
Ergebnisses aus dem Neugeschäft sowie aus der
Verwertung - im laufenden Geschäftsjahr 2024 positiv
entwickeln werden. Ursächlich für diese
Einschätzung sind neben dem anhaltend starken Momentum
im Leasingneugeschäft auch die konsequente Weitergabe
der weiterhin erhöhten Zinsen durch konditionelle
Maßnahmen sowie das unverändert risikobewusste
Pricing. Ein rezessionsbedingtes Ansteigen von
Unternehmensinsolvenzen oder temporäre
Verschlechterung der Zahlungsmoral ist durch die Bildung
von Risikovorsorge der vergangenen und des aktuellen
Quartals reflektiert. Insgesamt erwarten wir bei weitgehend
solidem Zahlungsverhalten unserer Kunden, aber leicht
steigenden Unternehmensinsolvenzen, entsprechende
Aufwendungen für die Risikovorsorge und eine
Schadenquote von weiterhin unter 1,5 Prozent p.a.
Gleichzeitig erwarten wir etwas höhere Personalkosten:
Einerseits sind die Gehälter aufgrund des notwendigen
Ausgleichs der hohen Inflation gestiegen, andererseits
werden wir unser Team punktuell weiter verstärken, um
das gegenwärtige und künftige Wachstum zu
realisieren.
Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet der
Vorstand ein Konzernergebnis zwischen 95 und 115 Mio. EUR.
Trotz der weiterhin planmäßigen Investition in
das Digitalisierungsprogramm streben wir im Jahr 2024 eine
Verbesserung der CIR von unter 58 Prozent an. In den
Folgejahren soll sich die CIR durch Effizienzgewinne und
zunehmenden Digitalisierungsgrad zu einem Niveau von unter
55 Prozent entwickeln. Langfristig streben wir durch unsere
Neugeschäftsprofitabilität und das nachhaltige
Wachstum sowie unser Digitalisierungsprogramm und eine
ausgeprägte Kostendisziplin eine Cost-Income-Ratio von
50 Prozent an.
Auf Grundlage der erwarteten Entwicklung des
Konzernergebnisses rechnet grenke - wie in den Vorjahren -
mit einer bilanziellen Eigenkapitalquote von mehr als 16
Prozent.
Verkürzter KonzernzwischenabschlussKonzern-Gewinn- und Verlustrechnungscrollen
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscrollen
Konzern-Bilanzscrollen
scrollen
* Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die
unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.
Konzern-Kapitalflussrechnungscrollen
1 Abzüglich passiver Kontokorrentkonten.
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscrollen
scrollen
Anhang des verkürzten Konzernzwischenabschlusses1. Allgemeine AngabenDie grenke AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in
Baden-Baden, Neuer Markt 2, Deutschland. Die Gesellschaft
ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung
B, unter der Nummer 201836 eingetragen. Gegenstand des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses der grenke AG
(im Folgenden als "Konzernzwischenabschluss" bezeichnet)
zum 30. Juni 2024 sind die grenke AG sowie ihre
Tochterunternehmen und konsolidierten strukturierten
Unternehmen (im Folgenden als "grenke Konzern" bezeichnet).
Dieser Konzernzwischenabschluss ist in Übereinstimmung
mit den für die Zwischenberichterstattung
anzuwendenden IFRS (IAS 34), wie sie vom International
Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht und
durch die Europäische Union (EU) in europäisches
Recht übernommen wurden, aufgestellt worden. Er ist in
Zusammenhang mit dem IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember
2023 zu lesen. Es erfolgte eine prüferische Durchsicht
im Sinne von § 115 WpHG des verkürzten
Konzernzwischenabschlusses und des
Konzernzwischenlageberichts zum 30. Juni 2024.
2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, die im
Konzernzwischenabschluss angewendet wurden, entsprechen
grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.
Ausnahmen hiervon betreffen Änderungen, die sich durch
die verpflichtende Anwendung neuer
Rechnungslegungsstandards ergeben haben, welche in den
nachfolgenden Abschnitten erläutert werden. Von der
vorzeitigen Anwendung von geänderten Standards und
Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2025
oder später verpflichtend umzusetzen sind, wurde
abgesehen. Die grenke AG wird diese Standards zum Zeitpunkt
der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umsetzen
und erwartet daraus keine wesentlichen Auswirkungen auf die
Berichterstattung.
Für diesen Zwischenabschluss gelten die gleichen
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie in unserem
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023, auf den wir an
dieser Stelle verweisen. Zudem ergänzen wir die
nachfolgenden Sachverhalte.
2.1 Erstmals anzuwendende, überarbeitete und neue RechnungslegungsstandardsIm Geschäftsjahr 2024 wurden im grenke Konzern alle
neuen und überarbeiteten Standards und
Interpretationen berücksichtigt, die erstmals
verbindlich seit dem 1. Januar 2024 anzuwenden waren und
bereits in europäisches Recht übernommen wurden
(Endorsement), sofern diese für den grenke Konzern
relevant waren.
Alle nachfolgenden neuen und überarbeiteten
Standards und Interpretationen haben keinen oder nur
unwesentlichen Einfluss auf die Bilanzierung und
Berichterstattung im Konzernabschluss der grenke AG.
Für weiterführende Erläuterungen verweisen
wir auf den Geschäftsbericht 2023.
Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" zur Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig und Klassifizierung von langfristigen Schulden mit NebenbedingungIm Januar 2020 wurden die Änderungen an IAS 1 zur
Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig
veröffentlicht. Gegenstand der Änderungen an IAS
1 ist die Klarstellung, dass im Rahmen der Klassifizierung
von Verbindlichkeiten als kurzoder langfristig auf
bestehende Rechte des Unternehmens zum Abschlussstichtag
abzustellen ist.
Der IASB veröffentlichte im Oktober 2022
Änderungen an IAS 1 zur Klassifizierung langfristiger
Schulden mit Nebenbedingungen. Gegenstand der Änderung
an IAS 1 ist die Klarstellung, dass Nebenbedingungen, die
vor oder am Bilanzstichtag einzuhalten sind, Auswirkungen
auf die Klassifizierung als kurz- oder langfristig haben
können. Keinen Einfluss auf die Klassifizierung als
kurz- oder langfristig haben hingegen Nebenbedingungen, die
lediglich nach dem Bilanzstichtag einzuhalten sind.
Änderungen an IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zur Bilanzierung von Leasingverbindlichkeiten aus Sale-and-Leaseback-TransaktionenDie Änderungen an IFRS 16 dienen der Klarstellung
hinsichtlich der Folgebewertung einer
Leasingverbindlichkeit im Fall einer
Sale-and-Leaseback-Transaktion. Gemäß den
Änderungen an IFRS 16 ist die Leasingverbindlichkeit
so zu bewerten, dass bei der Folgebewertung kein Gewinn
oder Verlust realisiert wird, soweit dieser das
zurückbehaltene Nutzungsrecht betrifft.
Änderungen an IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" zu LieferantenfinanzierungsvereinbarungenGegenstand der Änderungen sind zusätzliche
Anhangangaben im Zusammenhang mit
Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen, zu denen
insbesondere Reverse-Factoring-Vereinbarungen zählen.
Die Änderungen ergänzen die Anforderungen, die
bereits in den IFRS enthalten sind und verpflichten
Unternehmen im Hinblick auf
Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen zur Offenlegung von
Konditionen und Bedingungen, Nennung der Bilanzposten und
der Buchwerte zu Beginn und zum Ende der Berichtsperiode,
Bandbreiten von Zahlungsfristen und Risikokonzentrationen.
2.2 Bereits veröffentlichte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen - noch nicht umgesetztVom IASB wurden folgende neue und geänderte
Standards oder Interpretationen veröffentlicht, die
erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend
anzuwenden sind. Verschiedene Standards davon haben die
Anerkennung in europäisches Recht ("Endorsement") der
EU bereits durchlaufen. Eine freiwillige vorzeitige
Anwendung wird von diesen Standards ausdrücklich
zugelassen. Die grenke AG macht von diesem Wahlrecht
grundsätzlich keinen Gebrauch. Diese Standards werden
zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im
Konzernabschluss umgesetzt.
Voraussichtlich werden die nachfolgenden Änderungen
keinen wesentlichen Einfluss auf die Berichterstattung im
Konzernabschluss der grenke AG haben, sofern nicht explizit
genannt.
Änderungen an IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" zur Bilanzierung bei einem Mangel an UmtauschbarkeitGegenstand der Änderungen an IAS 21 sind
detaillierte Regelungen, nach denen zu bestimmen ist, ob
eine Währung gegen eine andere umtauschbar ist und wie
Wechselkurse zu bestimmen sind, wenn die Umtauschbarkeit
nicht gegeben ist. Die Änderungen sind für
Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.
Januar 2025 beginnen. Für Unternehmen, die nach den in
der EU anzuwendenden IFRS bilanzieren, gelten die
Regelungen nach der Übernahme in europäisches
Recht. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus.
Änderungen an IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" zur Klassifizierung und Bewertung von FinanzinstrumentenDie Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7 betreffen die
Ausbuchung von elektronisch übertragenen finanziellen
Verbindlichkeiten, die Anwendung des
Zahlungsstromkriteriums für Zwecke der Kategorisierung
von Finanzinstrumenten in verschiedenen Konstellationen
sowie zusätzliche Anhangangaben nach IFRS 7.
Hinsichtlich finanzieller Verbindlichkeiten, die
über einen elektronischen Zahlungsweg getilgt wurden,
wird Unternehmen zukünftig ein Wahlrecht
bezüglich des Ausbuchungszeitpunkts eingeräumt.
Das Wahlrecht ermöglicht die Ausbuchung einer
finanziellen Verbindlichkeit bei Nutzung eines
elektronischen Zahlungsverkehrssystems bereits vor dem
Erfüllungstag. Im Hinblick auf die Klassifizierung
finanzieller Vermögenswerte mit dem
Zahlungsstromkriterium, insbesondere bei Vorliegen von
ESG-bezogenen oder ähnlichen Bedingungen, werden
Anpassungen an den Abgrenzungskriterien des IFRS 9
vorgenommen. Darüber hinaus enthalten die
Änderungen Neuerungen zur Klassifizierung nicht
rückgriffsberechtigter Vermögenswerte und
vertraglich geknüpfter Instrumente. Bei den
Anhangangaben nach IFRS 7 erfolgen unter anderem
Ergänzungen hinsichtlich der Berichterstattung
über Eigenkapitalinstrumente, die als "at Fair Value
through Other Comprehensive Income" (FVtOCI) klassifiziert
wurden. Zum anderen werden Angaben zu Finanzinstrumenten
mit Zahlungsströmen, deren Höhe oder Zeitpunkt
vom Eintreten oder Nichteintreten eines bedingten
Ereignisses abhängt, eingeführt.
Die Änderungen sind für Geschäftsjahre
anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2026 beginnen.
Für Unternehmen, die nach den in der EU anzuwendenden
IFRS bilanzieren, gelten die Regelungen nach der
Übernahme in europäisches Recht. Eine
Übernahme durch die EU steht noch aus. grenke
überprüft zurzeit den voraussichtlichen Einfluss
der Anforderungen auf den Konzernabschluss.
IFRS 18 "Darstellung und Angaben im Abschluss"Der IASB hat am 9. April 2024 IFRS 18 "Darstellung und
Angaben im Abschluss" veröffentlicht. Mit dem neuen
Standard sollen Investoren transparentere und
vergleichbarere Informationen über die finanzielle
Leistungsfähigkeit von Unternehmen erhalten, um eine
bessere Entscheidungsgrundlage zu schaffen. Der neue
Standard IFRS 18 ersetzt den bisherigen Standard IAS 1
"Darstellung des Abschlusses" und enthält
Anforderungen an die Darstellung und Offenlegung von
Informationen in Abschlüssen.
Die wesentlichen Änderungen infolge der
Einführung von IFRS 18 sind nachfolgend kurz
dargestellt. Im Hinblick auf die Gewinn- und
Verlustrechnung werden drei neue Kategorien (betrieblich,
investiv und Finanzierung) mit entsprechenden
Zuordnungsregeln eingeführt. Daneben verlangt IFRS 18
in der Gewinn- und Verlustrechnung die Darstellung
bestimmter Summen und Zwischensummen. Darüber hinaus
hat der Anhang zukünftig Informationen zu vom
Management definierten, öffentlich kommunizierten
Leistungskennzahlen (sog. "Management-defined Performance
Measures" (MPMs)), einschließlich einer
Überleitung auf die nächstgelegenen
vergleichbaren IFRS-Zwischensummen, zu enthalten.
Darüber hinaus werden zusätzliche Grundsätze
zur Aggregation und Disaggregation von Posten
eingeführt. Begrenzte Änderungen betreffen ebenso
IAS 7 "Kapitalflussrechnung", indem etwa die bisherigen
Zuordnungswahlrechte bei erhaltenen und gezahlten
Dividenden und Zinsen abgeschafft werden.
Die Änderungen sind für Geschäftsjahre
anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2027 beginnen.
Für Unternehmen, die nach den in der EU anzuwendenden
IFRS bilanzieren, gelten die Regelungen nach der
Übernahme in europäisches Recht. Eine
Übernahme durch die EU steht noch aus. grenke
überprüft zurzeit den voraussichtlichen Einfluss
der Anforderungen auf den Konzernabschluss.
IFRS 19 "Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben"Der IASB hat am 9. Mai 2024 den neuen Standard IFRS 19
"Tochterunternehmen ohne öffentliche
Rechenschaftspflicht: Angaben" veröffentlicht. Der
neue Standard erlaubt bestimmten Tochterunternehmen,
insbesondere solchen, die keine Finanzinstitute und nicht
kapitalmarktorientiert sind, die
IFRS-Rechnungslegungsstandards mit reduzierten
Anhangangaben anzuwenden. Die Anwendung von IFRS 19 durch
ein Tochterunternehmen setzt voraus, dass das
Tochterunternehmen keiner öffentlichen
Rechenschaftspflicht unterliegt und sein Mutterunternehmen
einen IFRS-Konzernabschluss erstellt. Die Erleichterungen
beziehen sich lediglich auf die Anhangangaben. Die
Vorschriften zum Ansatz, Bewertung und Ausweis der anderen
IFRS-Standards finden weiterhin Anwendung.
Die Änderungen sind für Geschäftsjahre
anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2027 beginnen.
Für Unternehmen, die nach den in der EU anzuwendenden
IFRS bilanzieren, gelten die Regelungen nach der
Übernahme in europäisches Recht. Eine
Übernahme durch die EU steht noch aus.
3. Verwendung von Annahmen und SchätzungenBei der Aufstellung des verkürzten
Konzernzwischenabschlusses sind Annahmen getroffen und
Schätzungen verwendet worden, die sich auf den Ausweis
und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte,
Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie
Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.
Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen werden
laufend überprüft. Überarbeitungen von
Schätzungen werden prospektiv erfasst und erfolgen in
den nachfolgend dargestellten Bereichen.
Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle VermögenswerteDie Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle
Vermögenswerte beruht auf Annahmen und
Schätzungen zum Ausfallrisiko und zu den erwarteten
Verlustraten. Der Konzern übt bei der Festlegung
dieser Annahmen und der Auswahl der Inputfaktoren für
die Berechnung der Wertminderung Ermessen aus, basierend
auf Erfahrungen des Konzerns aus der Vergangenheit,
bestehenden Marktbedingungen sowie zukunftsgerichteten
Schätzungen zum Ende jeder Berichtsperiode.
Entsprechend den Verlautbarungen von verschiedenen
Regulatoren (ESMA, EBA) wird eine Beurteilung der
Modellierung der IFRS 9 Wertberichtigung und der
Schätzung der erwarteten Kreditverluste (ECL)
vorgenommen. Das ECL-Modell wird inklusive der
Inputparameter und der Teilmodelle anlassbezogen und
mindestens einmal jährlich validiert und
gegebenenfalls aktualisiert.
Zur Ermittlung der Risikovorsorge gemäß IFRS
9 werden erwartete Kreditausfälle verschiedener
makroökonomischer Szenarien gewichtet. grenke
berechnet hierfür ein negatives, ein positives sowie
ein Basisszenario. Die unterstellten Entwicklungen des
Bruttoinlandsprodukts sind je Szenario folgender Tabelle zu
entnehmen:
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Die Höhe der Risikovorsorge der laufenden
Leasingforderungen je Szenario ist in folgender Tabelle
aufgeführt:
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Basisszenario: Eine stabile geopolitische Lage und
moderate Handelsbeziehungen fördern eine vorsichtige
wirtschaftliche Erholung. Die Inflation bleibt unter
Kontrolle, was eine vorsichtige geldpolitische Haltung der
Zentralbanken ermöglicht. Die Arbeitslosenquote sinkt
langsam durch Unterstützung von Arbeitsmarkt- und
Umschulungsprogrammen. Das wirtschaftliche Wachstum setzt
sich fort, jedoch ohne explosive Wachstumsraten, getragen
durch moderate Investitionen in Infrastruktur und neue
Technologien. Die Inflation stabilisiert sich im
Zielbereich der EZB (im Euroraum), und die Fiskalpolitik
bleibt moderat expansiv, um das Wachstum zu
unterstützen. Die Arbeitslosigkeit geht
allmählich zurück, unterstützt durch
strukturelle Reformen und gezielte Programme zur
Förderung der Beschäftigung.
Negatives Szenario: Anhaltende geopolitische
Unsicherheiten und Handelskonflikte mindern das Vertrauen
von Verbrauchern und Unternehmen, was zu geringerer
wirtschaftlicher Aktivität führt.
Die anhaltende hohe Inflation, verursacht durch
Lieferkettenprobleme und gestiegene Produktionskosten,
zwingt die Zentralbanken zu restriktiven geldpolitischen
Maßnahmen. Diese Maßnahmen wirken sich negativ
auf Investitionen in Schlüsselindustrien und
Infrastrukturprojekte aus, was die langfristigen
Wachstumsperspektiven weiter verschlechtert. Die
Arbeitslosenquote steigt, da Unternehmen Kosten senken und
Arbeitsplätze abbauen, was zu einer Verschärfung
der wirtschaftlichen Schwäche führt.
Positives Szenario: Stabile geopolitische Lage und
verbesserte Handelsbeziehungen stärken das Vertrauen
der Verbraucher und Unternehmen, was zu robustem
Wirtschaftswachstum führt. Moderate Inflation
ermöglicht eine unterstützende Geldpolitik der
Zentralbanken, die das Wirtschaftswachstum fördert.
Die Arbeitslosigkeit sinkt, unterstützt durch gezielte
Arbeitsmarktprogramme und steigende Investitionen in
Bildung und Umschulung. Nachhaltiges Wachstum wird durch
Investitionen in grüne Technologien und
Digitalisierung gefördert, was die Produktivität
und Wettbewerbsfähigkeit steigert. Langfristiges
Wirtschaftswachstum wird durch technologische Innovationen
und ökologische Transformation unterstützt,
während robuste Arbeitsmärkte und stabile soziale
Sicherungssysteme die langfristige wirtschaftliche
Stabilität sichern.
In sämtlichen Szenarien werden keine
Mindestausfallraten (Floors) berücksichtigt.
Die Eintrittswahrscheinlichkeiten der Makroszenarien
werden länderspezifisch ermittelt, um die
unterschiedlichen wirtschaftlichen sowie politischen
Begebenheiten des jeweiligen Landes zu würdigen. Diese
Szenariogewichte werden zum einen aus öffentlichen
Daten der EZB abgeleitet. Diese stellt durch eine Umfrage
unter verschiedenen Analysten eine
Wahrscheinlichkeitsverteilung für das BIP der Jahre
2024 bis 2026 auf. Aus diesen
Wahrscheinlichkeitsverteilungen können
Eintrittswahrscheinlichkeiten für einzelne Szenarien
berechnet werden. Zum anderen werden zur
länderspezifischen Bestimmung der
Eintrittswahrscheinlichkeiten die öffentlich
zugänglichen BIP-Erwartungen sowie die historischen
BIP-Betrachtungen des IWF herangezogen.
Zum 30. Juni 2024 sind die Szenarien in den
Kernmärkten des grenke Konzerns wie folgt gewichtet:
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Im Rahmen der Risikovorsorge wurden zusätzlich zu
der im Modell nach IFRS 9 berechneten Risikovorsorge
Management Adjustments auf zukünftige schwer
kalkulierbare bzw. neuartige Risiken (sog. Novel Risks)
gebildet. Diese Adjustments decken unter anderem
geopolitische Risiken sowie zusätzliche Unsicherheiten
durch Rezession, Liefer- und Energieengpässe und
Inflation ab. Zum Stichtag betrugen diese zusätzlichen
Management Adjustments insgesamt 18.150 TEUR. Diese
beinhalten ein In-Model Adjustment in Höhe von 4.321
TEUR, welches die erhöhte wirtschaftliche Unsicherheit
über die Erhöhung von PD-Faktoren abbildet.
Für die laufenden Leasingforderungen wurden im
Normalszenario entsprechend wirtschaftlicher Unsicherheiten
die PD-Faktoren erhöht. Darüber hinaus wurde ein
Post-Model Adjustment in Höhe von 13.829 TEUR
gebildet. Dieses wird zur Abdeckung schwer kalkulierbarer
Risiken auf Basis einer zusätzlichen
Sensitivitätsanalyse ermittelt. Dabei wurden die
Stabilität der Lieferketten und die Kritikalität
der Energieintensität landesgruppenspezifisch zu einer
Brancheneinschätzung aggregiert und bewertet. Aufgrund
der Tatsache, dass sich Risiken für gebildete
Adjustments bereits teilweise im IFRS 9 Modell realisiert
haben und insbesondere die Auswirkungen der geopolitischen
Risiken im Rahmen der Auseinandersetzungen in der Ukraine
und im Nahen Osten überschätzt wurden, konnten
die Management Adjustments entsprechend neuer Erkenntnisse
reduziert werden. Die erforderlichen Adjustments werden
laufend überprüft und soweit notwendig
entsprechend aktualisiert.
Berücksichtigung kalkulierter Restwerte am Ende der Vertragslaufzeit im Rahmen der Ermittlung des Barwerts von LeasingforderungenNicht garantierte (kalkulierte) Restwerte werden im
Rahmen der Ermittlung des Barwerts der Leasingforderungen
gemäß der Definition des IFRS 16
berücksichtigt. Die kalkulierten Restwerte am Ende der
Vertragslaufzeit ermitteln sich in Abhängigkeit von
der Laufzeitgruppe des jeweiligen Leasingvertrags und
beinhalten das erwartete Nachgeschäft am Ende der
Laufzeit, basierend auf historischen Erfahrungswerten.
Für Zugänge seit dem 1. Januar 2024 betragen sie
zwischen 1 und 30 Prozent der Anschaffungskosten (Vorjahr:
seit dem 1. Januar 2023 zwischen 1 und 25 Prozent). Die
kalkulierten Restwerte werden dabei anhand statistischer
Auswertungen im Rahmen einer bestmöglichen
Schätzung angesetzt. Im Fall eines Absinkens der
tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend aus
Verwertung und sogenannter Nachmiete) erzielbaren
Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen
berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg
unberücksichtigt bleibt.
Annahmen im Rahmen des Werthaltigkeitstests bei der Bewertung der bestehenden Geschäftsoder FirmenwerteDie der Discounted-Cashflow-Bewertung der bestehenden
Geschäfts- oder Firmenwerte zugrundeliegenden
Cashflows basieren auf den aktuellsten
Geschäftsplänen und internen Planungen. In diesem
Zusammenhang werden Annahmen über die künftigen
Ertrags- und Aufwandsentwicklungen getroffen. Dabei werden
künftige Wachstumsraten der jeweiligen
zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis bisheriger
Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte Ertrags- und
Aufwandsverläufe unter Berücksichtigung aktueller
und zu erwartender Marktentwicklungen in die Zukunft
projiziert.
Die ermittelten Planungen reflektieren die
bestmöglichen Einschätzungen zur weiteren
Entwicklung der makroökonomischen Rahmenbedingungen
sowie der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit.
Die hierbei getroffenen Einschätzungen sowie die
zugrundeliegende Methodik können einen erheblichen
Einfluss auf die ermittelten Werte haben.
Aufgrund des aktuellen politischen und ökonomischen
Gesamtumfelds sind die Schätzungen hinsichtlich der
weiteren Neugeschäfts- und Renditeentwicklungen der
zahlungsmittelgenerierenden Einheiten weiterhin mit
zusätzlichen Unsicherheiten verbunden. Sollten
wesentliche Annahmen von den tatsächlichen
Größen abweichen, könnte dies in der
Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen
führen.
Der grenke Konzern hat zum Stichtag untersucht, ob ein
Anhaltspunkt für eine Wertminderung der bilanzierten
Geschäfts- oder Firmenwerte vorliegen könnte. Zum
Stichtag bestand, unter Berücksichtigung der
Veränderung der Bewertungsparameter sowie der
wirtschaftlichen Entwicklungen der
zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, kein
Wertminderungsbedarf der Geschäfts- oder Firmenwerte.
Der für die Werthaltigkeitsermittlung
maßgebliche risikolose Zinssatz betrug 2,6 Prozent
zum 30. Juni 2024, gegenüber 2,2 Prozent zum 31.
Dezember 2023. Damit stiegen die Abzinsungssätze, die
zur Diskontierung der geplanten Zahlungsströme der
zahlungsmittelgenerierenden Einheiten heranzuziehen sind,
zwar in der ersten Jahreshälfte des
Geschäftsjahres 2024 leicht an. Der risikolose
Zinssatz von 2,6 Prozent zum 30. Juni 2024 lag aber
weiterhin unterhalb des Zinsniveaus von 3,0 Prozent, das im
Rahmen des letzten planmäßigen
Wertminderungstests zum 1. Oktober 2023 anzusetzen war,
sodass keine Anhaltspunkte für eine mögliche
Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte
bestanden. Sollten die Abzinsungssätze jedoch erneut
stark steigen, könnte dies zu erfolgswirksamen
Wertminderungen in künftigen Berichtsperioden
führen.
Ansatz von Leasinggegenständen in Verwertung zu kalkulierten RestwertenDie Bewertung der Leasinggegenstände in Verwertung
erfolgt auf Basis der Verwertungserlöse, die über
das vergangene Geschäftsjahr im Durchschnitt je
Altersklasse in Bezug auf die ursprünglichen
Anschaffungskosten erzielt werden konnten.
Leasinggegenstände in der Verwertung werden in
Abhängigkeit von ihrer tatsächlichen
Verwertbarkeit mit den aus der Vergangenheit ermittelten
Restwerten bewertet. Die angesetzten Restwerte betragen zum
Stichtag zwischen 2,4 und 13,6 Prozent (Vorjahr: zwischen
2,6 und 16,8 Prozent) der ursprünglichen
Anschaffungskosten. Sofern eine Verwertung aufgrund des
Zustands des entsprechenden Gegenstandes unrealistisch
erscheint, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben.
Beizulegender Zeitwert von FinanzinstrumentenDie beizulegenden Zeitwerte finanzieller
Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten, die
nicht mithilfe von Daten aus aktiven Märkten
unmittelbar abgeleitet werden können, werden unter der
Verwendung von Bewertungsverfahren bestimmt. Die
Inputparameter dieser Modelle stützen sich, soweit
möglich, auf beobachtbare Marktdaten. Ist dies nicht
möglich, stellt die Bestimmung der beizulegenden
Zeitwerte in gewissem Maß eine Ermessensentscheidung
dar. Die Ermessensentscheidungen betreffen Inputparameter
wie Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko und
Volatilität. Änderungen der Annahmen
bezüglich dieser Inputparameter können sich auf
den erfassten beizulegenden Zeitwert der Finanzinstrumente
auswirken. Sind beobachtbare Preise und Parameter
verfügbar, werden sie für die Bestimmung des
beizulegenden Zeitwertes genutzt, ohne dass
Einschätzungen im großen Umfang erforderlich
wären.
Ansatz und Bewertung latenter Steuern auf VerlustvorträgeAktive latente Steuern werden für alle nicht
genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem
Maß erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass
hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein
wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich
genutzt werden können. Bei der Ermittlung der
Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche
Ermessensausübung der Unternehmensleitung
bezüglich des erwarteten Eintritts und der Höhe
des zukünftig zu versteuernden Einkommens sowie der
zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.
Ansatz und Bewertung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche und SteuerschuldenAufgrund der Komplexität der Steuergesetzgebung
ergeben sich möglicherweise unterschiedliche
Auslegungen und Interpretationen von Steuergesetzen durch
den Steuerpflichtigen und die lokale Finanzbehörde.
Dadurch kann es zu nachträglichen Steuerzahlungen
für vergangene Geschäftsjahre kommen. Für
den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte
Beträge wahrscheinlich nicht realisiert werden
können (unsichere Steuerpositionen), werden
Steuerrückstellungen gebildet. Der Betrag ermittelt
sich aus der besten Schätzung der erwarteten
Steuerzahlung. Steuerforderungen aus unsicheren
Steuerpositionen werden dann bilanziert, wenn es
wahrscheinlich und damit hinreichend gesichert ist, dass
sie realisiert werden können. Die Annahmen, in welcher
Höhe unsichere Steuerpositionen angesetzt werden,
basieren auf der Einschätzung der Unternehmensleitung.
Wir verweisen hierzu auf die geschilderten
Bilanzierungsmethoden im Anhang des Konzernabschlusses zum
31. Dezember 2023.
4. LeasingforderungenDie folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der
Leasingforderungen:
scrollen
Die folgende Übersicht zeigt die
Brutto-Leasingforderungen und die hierauf gebildete
Wertberichtigung pro IFRS 9 Wertberichtigungsstufe. Der
grenke Konzern verfügt über keine als POCI
(Purchased or Originated Credit Impaired) klassifizierten
Finanzinstrumente im Sinne des IFRS 9:
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Die Brutto-Leasingforderungen sind aufgrund des
Neugeschäftswachstums im Vergleich zum 31. Dezember
2023 um 5,9 Prozent gestiegen. Darüber hinaus haben
sich die Wertberichtigungen um 2,2 Prozent erhöht.
Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen
höhere Wertberichtigungen in Stufe 3. Hierbei ist
hervorzuheben, dass im grenke Konzern nach wie vor ein
konservativer Ansatz Anwendung findet.
scrollen
Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der
Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen und
langfristigen Leasingforderungen:
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Ergänzend zur Kapitalflussrechnung stellen sich die
Zahlungsströme bezogen auf die Leasingforderungen wie
folgt dar:
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5. FinanzschuldenDie Finanzschulden des grenke Konzerns setzen sich aus
den kurzfristigen Finanzschulden und langfristigen
Finanzschulden zusammen:
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5.1 Asset-Backed Finanzschulden5.1.1 Strukturierte EinheitenFolgende konsolidierte strukturierte Einheiten bestanden
zum Stichtag: Opusalpha Purchaser II Limited (Helaba),
Kebnekaise Funding Limited (SEB AB), CORAL PURCHASING
(IRELAND) 2 DAC (DZ-Bank), SILVER BIRCH FUNDING DAC
(NordLB), FCT "GK"-COMPARTMENT "G2" (Unicredit), Elektra
Purchase No 25 DAC, FCT "GK"-COMPARTMENT "G4" (HeLaBa)
sowie FCT "GK"-COMPARTMENT "G5" (DZ-Bank). Sämtliche
strukturierte Einheiten sind als
Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP)-Programme aufgelegt.
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5.1.2 ForderungsverkaufsverträgeIn der nachfolgenden Tabelle werden die Programmvolumen,
Inanspruchnahme und Buchwerte der
Forderungsverkaufsverträge dargestellt:
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5.2 Senior-Unsecured-FinanzschuldenFolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die
Buchwerte der einzelnen Refinanzierungsinstrumente:
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Folgende Tabelle zeigt den Refinanzierungsrahmen der
einzelnen Instrumente:
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5.2.1 AnleihenIm Geschäftsjahr wurde eine neue EUR-Anleihe mit
einem Nominalvolumen von 500.000 TEUR emittiert. Eine
bestehende Anleihe wurde um 50.000 TEUR aufgestockt.
Planmäßig getilgt wurden zwei Anleihen mit einem
Gesamtnominalvolumen von 204.141 TEUR, während ein
Nominalvolumen in Höhe von 123.173 TEUR vorzeitig
zurückgezahlt wurde.
5.2.2 SchuldscheindarlehenIm Geschäftsjahr wurden bisher zwei neue
Schuldscheindarlehen mit einem Nominalvolumen von 30.000
TGBP und 10.000 TCHF begeben. Planmäßig getilgt
wurden 0 TEUR.
5.2.3 Commercial PapersIm Geschäftsjahr wurden bisher zwölf
Commercial Papers mit einem Gesamtvolumen von 140.000 TEUR
emittiert. Planmäßig getilgt wurden 125.000
TEUR.
5.3 Zweckgebundene FörderdarlehenFolgende Tabelle zeigt die Buchwerte der in Anspruch
genommenen Förderdarlehen bei den einzelnen
Förderbanken.
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5.4 Ergänzende Angaben zu den Verbindlichkeiten aus Finanzschulden in der KapitalflussrechnungErgänzend zur Kapitalflussrechnung stellen sich die
Zahlungsströme bezogen auf die Finanzschulden wie
folgt dar:
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6. EigenkapitalDas Grundkapital der grenke AG ist im Vergleich zum 31.
Dezember 2023 unverändert auf 46.495.573 auf den
Inhaber lautende Aktien eingeteilt.
Davon wurden im Rahmen des im November 2023
angekündigten Aktienrückkaufprogramms im
Berichtszeitraum 1.013.194 Aktien mit einem Volumen von
22,5 Mio. EUR erworben, was einem Anteil von 2,18 Prozent
des Grundkapitals entspricht. Weitere Informationen
können der folgenden Tabelle entnommen werden. Die
eigenen Anteile werden offen vom Eigenkapital abgesetzt.
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7. Angaben zu Finanzinstrumenten7.1 Hierarchie des beizulegenden ZeitwertsBei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines
Vermögenswerts oder einer Schuld verwendet der grenke
Konzern so weit wie möglich am Markt beobachtbare
Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken
verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden
Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der
Bemessungshierarchie ("Fair-Value-Hierarchie") eingeordnet.
Stufe 1: Notierte (unbereinigte) Preise auf aktiven
Märkten für identische Vermögenswerte oder
Schulden.
Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen sämtliche
Inputfaktoren, die sich wesentlich auf den erfassten
beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder
indirekt am Markt beobachtbar sind.
Stufe 3: Bewertungsverfahren, die Inputfaktoren
verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten
beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf
beobachtbaren Marktdaten basieren.
Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts
eines Vermögenswerts oder einer Schuld verwendeten
Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der
Bemessungshierarchie eingeordnet werden können, wird
die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer
Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet,
die dem Inputfaktor der höchsten Stufe entspricht, der
für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.
Der grenke Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen
verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie in der
Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist.
Umgruppierungen zwischen den drei Stufen der
Bemessungshierarchie fanden in der abgelaufenen
Berichtsperiode nicht statt.
7.2 Beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten7.2.1 Beizulegende Zeitwerte originärer FinanzinstrumenteDie nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und
beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte
und finanzieller Verbindlichkeiten je Klasse von
Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert
bemessen werden. Sie enthält keine Informationen zum
beizulegenden Zeitwert für finanzielle
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wenn der
Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den
beizulegenden Zeitwert darstellt. Darunter fallen die
Bilanzpositionen Zahlungsmittel, Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen.
Sämtliche originäre Finanzinstrumente sind der
Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet, mit Ausnahme
der börsennotierten Anleihen, die in den
Verbindlichkeiten aus Refinanzierung enthalten und in der
Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifiziert sind, sowie
der sonstigen Beteiligung, die der Stufe 3 der
Bemessungshierarchie zugeordnet ist. Der Buchwert der
börsennotierten Anleihen zum Bilanzstichtag
beträgt 2.265.839 TEUR (Vorjahr 31.12.2023: 2.211.718
TEUR) und der beizulegende Zeitwert 2.270.501 TEUR (Vorjahr
31.12.2023: 2.431.362 TEUR). Die originären
finanziellen Vermögenswerte sind bis auf die
Leasingforderungen, welche gemäß IFRS 16
bewertet werden, und die sonstige Beteiligung, welche der
Bewertungskategorie FVTOCI zugeordnet ist und somit zum
beizulegenden Zeitwert bewertet wird, vollständig zu
fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet. Die
finanziellen Verbindlichkeiten werden ebenfalls zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
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7.2.2 Beizulegende Zeitwerte derivativer FinanzinstrumenteZum Stichtag sind im grenke Konzern alle derivativen
Finanzinstrumente, welche sich aus Zinsderivaten
(Zinsswaps), Devisentermingeschäften und Cross
Currency Swaps zusammensetzen, zum beizulegenden Zeitwert
bilanziert. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente
sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet.
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Bei den im grenke Konzern verwendeten derivativen
Finanzinstrumenten handelt es sich um sogenannte
OTC-Derivate (Over-the-Counter). Diese werden direkt mit
einer Gegenpartei, die mindestens dem Investmentgrade
entspricht, abgeschlossen. Es existieren somit keine
notierten Börsenpreise.
Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt
anhand von Bewertungsmodellen unter Rückgriff auf
beobachtbare Inputfaktoren. Bei
Fremdwährungsterminkontrakten wird die Bewertung
anhand eines Mark-to-Model-Bewertungsmodells vorgenommen.
Bei Zinsderivaten wird der beizulegende Zeitwert über
eine Barwertmethode ermittelt. Die verwendeten
Inputparameter für die Bewertungsverfahren werden aus
Marktnotierungen entnommen. Dabei werden laufzeitkongruente
Zinssätze in den gehandelten Währungen für
Devisentermingeschäfte bzw. Zinssätze für
Zinsderivate verwendet. Die ermittelten Werte werden mit
einem sogenannten Add-on-Verfahren mit den Kupons der am
Markt beobachtbaren laufzeitadäquaten Credit Default
Swaps (CDS) der Gegenpartei bzw. des eigenen Ausfallrisikos
multipliziert, um den beizulegenden Zeitwert dieser
OTC-Derivate zu erhalten.
7.3 Bewertungsmethoden und verwendete InputfaktorenIn nachfolgender Tabelle werden die angewandten
Bewertungsmethoden sowie die verwendeten Inputfaktoren und
Annahmen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte
dargestellt:
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8. Erlöse aus Verträgen mit KundenNachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit
Kunden (IFRS 15) dargestellt:
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9. Erlöse und sonstige UmsatzerlöseNachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit
Kunden (IFRS 15) und sonstige Umsatzerlöse (IFRS 9,
IFRS 16) dargestellt:
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10. ErtragsteuernDie wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands
in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind:
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11. Konzern-Segmentberichterstattungscrollen
scrollen
* Erträge werden positiv, Aufwendungen
negativ dargestellt.
11.1 GeschäftssegmenteDie Berichterstattung des grenke Konzerns über die
Entwicklung seiner Segmente folgt der dominierenden
Organisationsstruktur innerhalb des grenke Konzerns, die
dem sogenannten Managementansatz folgt. Daher sind die
operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der
Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und
Factoring unterteilt, was dem Entscheidungsträger, dem
Vorstand der grenke AG, dazu dient, die Leistung der
Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die
Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Eine
regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten
erfolgt jährlich im Abschluss des grenke Konzerns des
jeweiligen Geschäftsjahres. Für die drei
operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen
vor.
Innerkonzernliche Transaktionen zwischen den Segmenten
werden in der Segmentberichterstattung in der Spalte
"Konsolidierung und Sonstiges" eliminiert.
11.2 Berichtspflichtige Segmente11.2.1 LeasinggeschäftDas Segment Leasing beinhaltet sämtliche
Aktivitäten, die mit der Tätigkeit des Konzerns
als Leasinggeber zusammenhängen. Das
Dienstleistungsangebot umfasst dabei die Übernahme der
Finanzierung für gewerbliche Leasingnehmer, die
Vermietung, Service-, Protection- und Wartungsangebote
sowie die Verwertung von Gebrauchtgeräten.
Der grenke Konzern hat sich dabei im Wesentlichen auf
das sogenannte Small-Ticket-Leasing spezialisiert, bei dem
die Ticketgröße kleiner als 50 TEUR ist. Unser
Leasingportfolio bietet neben IT-Produkten wie zum Beispiel
PCs, Notebooks, Servern, Bildschirmen und anderen
Peripheriegeräten auch weitere
Bürokommunikationsprodukte wie Telekommunikations- und
Kopiertechnik sowie Produkte der Medizintechnik, kleine
Maschinen und Anlagen, Sicherheitsgeräte und
Green-Economy-Objekte wie beispielsweise Wallboxen,
Photovoltaikanlagen und eBikes. Nahezu alle abgeschlossenen
Leasingverträge sind Verträge mit
Vollamortisationsanspruch.
11.2.2 BankgeschäftAls Finanzierungspartner vor allem für KMU umfasst
das Segment Bank die Aktivitäten der grenke Bank AG
(nachfolgend auch "grenke Bank"). Im Rahmen von
Kooperationen mit verschiedenen Förderbanken des
Bundes und einzelner Bundesländer finanziert die
grenke Bank Existenzgründungen. Zudem vergibt die
grenke Bank Fördermittel für KMU und
Freiberufler, die betriebliche Neuanschaffungen über
Leasing finanzieren. Über ihren Internetauftritt
bietet die grenke Bank darüber hinaus
Geldanlageprodukte wie beispielsweise Festgeldprodukte
für private und gewerbliche Kunden an. Das
Geschäft der Bank erfolgt schwerpunktmäßig
mit deutschen Kunden. Neben dem Geschäft mit externen
Kunden umfassen die Aktivitäten der grenke Bank auch
die interne Refinanzierung des Leasing- und
Factoringsegments des grenke Konzerns mittels des Ankaufs
von Forderungen und der Ausgabe von Darlehen.
11.2.3 FactoringgeschäftIm Segment Factoring bietet grenke klassische
Factoringdienstleistungen mit der Fokussierung auf das
Small-Ticket-Factoring an. Dabei werden im Rahmen des
echten Factorings sowohl das offene Factoring, bei dem der
Debitor über die Forderungsabtretung informiert wird,
als auch das stille Factoring, bei dem der Debitor keine
entsprechende Information erhält, angeboten. Daneben
bietet das Segment auch Forderungsmanagement ohne
Finanzierungsfunktion (unechtes Factoring) an; hier
verbleibt das Delkredererisiko beim Kunden. Interne
operative Erträge ergeben sich insbesondere aus der
internen Refinanzierung.
grenke beabsichtigt den Verkauf der
Factoringgesellschaften und überprüft in diesem
Zusammenhang die Zusammensetzung der Segmente.
11.3 Messgrößen der SegmenteDie Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der
Segmentinformationen herangezogen werden, entsprechen den
angewandten Bilanzierungsregeln des
Konzernzwischenabschlusses. Konzerninterne Transaktionen
erfolgen zu marktüblichen Preisen.
Für die Beurteilung des Erfolgs des grenke Konzerns
ist die zuständige Unternehmensinstanz, der Vorstand
der grenke AG, verantwortlich. Dieser hat als wesentliche
Erfolgsgrößen neben dem Wachstum des
Neugeschäfts des Leasingsegments (Summe der
Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände),
für die grenke Bank das Einlagevolumen und für
das Factoringsegment die Bruttomarge bestimmt. Die
Erfolgskomponenten der Segmente sind im
Konzernzwischenlagebericht aufgeführt. Die weiteren
Messgrößen umfassen insbesondere die operativen
Segmenterträge, die zinsunabhängigen
Aufwendungen, das Segmentergebnis vor dem sonstigen
Finanzergebnis, die Personalaufwendungen, Vertriebs- und
Verwaltungsaufwendungen sowie die Abschreibungen. Das
sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen /
-erträge sind die wesentlichen Bestandteile der
Konzernergebnisrechnung, die nicht in die einzelnen
Segmentinformationen einfließen.
Die Segmenterträge der einzelnen Segmente setzen
sich wie folgt zusammen:
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Bei den nicht zahlungswirksamen Posten handelt es sich
um Wertminderungen.
Das Segmentvermögen beinhaltet die
betriebsnotwendigen Vermögenswerte. Die
Segmentschulden entsprechen den dem jeweiligen Segment
zuzurechnenden Verbindlichkeiten.
Segmentvermögen und -schulden berücksichtigen
keine Steuerpositionen.
12. Änderungen im Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr 2024Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2024 gab es
keine Veränderungen im Konsolidierungskreis.
13. Auszahlung an HybridkapitalgeberAm 28. März 2024 hat die grenke AG
planmäßig eine Kuponzahlung in Höhe von
14.989 TEUR (Vorjahr 30. März 2023: 12.946 TEUR) an
die Hybridkapitalgeber ausgeschüttet.
14. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDer Aufsichtsrat der grenke AG hat mit allen amtierenden
Vorstandsmitgliedern eine Phantom-StockVereinbarung
abgeschlossen. Auszahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen
fielen im bisherigen Geschäftsjahr in Höhe von
271 TEUR an (30. Juni 2023: 0 TEUR).
Zum 30. Juni 2024 betrug der Wert aller bestehenden
Phantom-Stock-Vereinbarungen 0 TEUR (31. Dezember 2023: 271
TEUR). Die erfolgswirksame Erfassung in der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung erfolgt in den Personalaufwendungen und
ist unter den variablen Vergütungskomponenten
ausgewiesen.
Transaktionen mit assoziierten Unternehmen und TochterunternehmenTransaktionen der grenke AG mit ihren Tochterunternehmen
sind Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und
Personen. Im Fall, dass die Transaktion im Rahmen der
Konsolidierung eliminiert wird, entfällt eine
Offenlegung. Geschäfte des grenke Konzerns mit
assoziierten Unternehmen sind als Geschäfte mit
nahestehenden Unternehmen und Personen offenzulegen.
Es entstanden mit assoziierten Unternehmen Aufwendungen
in Höhe von 23 TEUR (Q2 2023: 0 TEUR) aus
Provisionszahlungen.
Offenzulegende Transaktionen mit Tochterunternehmen
bestanden weder zum 30. Juni 2024 noch zum 31. Dezember
2023.
Transaktionen mit Personen in SchlüsselpositionenPersonen in Schlüsselpositionen sind Personen, die
für die Planung, Leitung und Überwachung der
Tätigkeiten des grenke Konzerns direkt oder indirekt
zuständig und verantwortlich sind. Zu den Personen in
Schlüsselpositionen zählen ausschließlich
die im Geschäftsjahr aktiven Vorstands-und
Aufsichtsratsmitglieder der grenke AG sowie diesem
Personenkreis nahestehende Personen wie zum Beispiel
Familienangehörige.
Die grenke Bank AG hat zum Stichtag 30. Juni 2024
Einlagen sowie Guthaben auf Kontokorrentkonten in Höhe
von 134 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2023: 130 TEUR) von
Personen in Schlüsselpositionen und diesem
Personenkreis nahestehenden Personen erhalten. Der
Zinsaufwand hierfür betrug 3 TEUR (Q2 2023: 0 TEUR).
Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und PersonenUnter die sonstigen nahestehenden Unternehmen fallen
Tochterunternehmen und Gemeinschaftsunternehmen der
Personen in Schlüsselpositionen bzw. diesem
Personenkreis nahestehenden Personen. Unter den sonstigen
nahestehenden Personen sind Personen gemäß IAS
24.10 ausgewiesen, die wegen dem wirtschaftlichen Gehalt
der Beziehung als nahestehende Person deklariert wurden.
Mit sonstigen nahestehenden Unternehmen bestehen
Kontokorrentkonten. Kreditrahmen für
Kontokorrentkonten wurden in Höhe von 842 TEUR
(Vorjahr 31. Dezember 2023: 830 TEUR) bei einem
Kontokorrentkreditlimit in Höhe von 840 TEUR (Vorjahr
31. Dezember 2023: 840 TEUR) in Anspruch genommen. Es
entstand ein Zinsertrag in Höhe von 16 TEUR (Vorjahr
Q2 2023: 16 TEUR). Die Erträge mit sonstigen
nahestehenden Unternehmen und Personen in Höhe von 2
TEUR (Vorjahr Q2 2023: 2 TEUR) resultieren aus
Leasingverträgen und Mitarbeiterdarlehen. Des Weiteren
bestehen Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden
Personen und Unternehmen, die überwiegend aus
Collateral Zahlungen an sonstige nahestehende Unternehmen
und Personen resultieren. Diese belaufen sich zum 30. Juni
2024 auf 3.987 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2023: 3.986
TEUR).
15. EventualverbindlichkeitenBei den Eventualverbindlichkeiten ergaben sich bis zum
Stichtag im Vergleich zum 31. Dezember 2023 keine
wesentlichen Veränderungen.
16. Mitarbeiter:innenDer Personalbestand (ohne Vorstand) des grenke Konzerns
auf Basis einer Kopfzählung betrug in der
Zwischenberichtsperiode durchschnittlich 2.267 (Q1 - Q2
2023: 2.105 ). Weitere 71 (Q1 - Q2 2023: 52)
Beschäftigte befinden sich in der Ausbildung.
17. Ereignisse nach dem BilanzstichtagIm Rahmen unseres Aktienrückkaufprogramms
überschritten wir am 26. Juli 2024 mit 1.401.722
zurückgekauften Aktien die Meldeschwelle von 3
Prozent.
Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
waren nicht zu verzeichnen.
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Halbjahresfinanzberichterstattung der
Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Baden-Baden, den 6. August 2024
scrollen
Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die grenke AG, Baden-Baden
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -
bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung,
Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz,
Konzernkapitalflussrechnung,
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung sowie
ausgewählten erläuternden Konzernanhangangaben -
und den Konzernzwischenlagebericht der grenke AG,
Baden-Baden, für den Zeitraum vom 1. Januar 2024 bis
zum 30. Juni 2024, die Bestandteile des
Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung
des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den
IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU
anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der
gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist
es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten
Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht
auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des
Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen sowie unter
ergänzender Beachtung des International Standard on
Review Engagements "Review of Interim Financial Information
Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE
2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische
Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir
bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit
ausschließen können, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Frankfurt am Main, 6. August 2024
BDO AG
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Unternehmenskalender2. Oktober 2024 // Neugeschäftsmeldung Q3 2024
14. November 2024 // Quartalsmitteilung zum 3. Quartal
und Q1-Q3 2024
Impressum
Informationen und Kontaktgrenke AG
Neuer Markt 2
Telefon: +49 7221 5007-8611
Impressumscrollen
© grenke AG, Baden-Baden
DisclaimerIn dieser Quartalsmitteilung erfolgt die Darstellung von
Zahlen in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den
jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner
Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten
Zahl ergeben, die naturgemäß keinen
signifikanten Charakter haben können.
Der Finanzbericht erscheint in deutscher und englischer
Sprache. Maßgeblich ist stets die deutsche Fassung.
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