GRENKE AG

Baden-Baden

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2024

Konzernkennzahlen

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Einheit Q2 2024 Q2 2023 Veränderung
(%)
Neugeschäft Leasing TEUR 790.264 650.343 21,5
DACH TEUR 182.690 164.451 11,1
Westeuropa (ohne DACH) TEUR 197.160 171.043 15,3
Südeuropa TEUR 197.333 146.872 34,4
Nord-/​Osteuropa TEUR 164.550 131.338 25,3
Übrige Regionen TEUR 48.532 36.640 32,5
Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Leasingneugeschäfts TEUR 130.922 109.675 19,4
DACH TEUR 23.977 21.739 10,3
Westeuropa (ohne DACH) TEUR 34.200 29.979 14,1
Südeuropa TEUR 32.816 26.616 23,3
Nord-/​Osteuropa TEUR 29.245 23.847 22,6
Übrige Regionen TEUR 10.684 7.494 42,6
Sonstige Angaben Leasing
Anzahl der Neuverträge Stück 86.608 78.599 10,2
Mittlerer Anschaffungswert EUR 9.125 8.274 10,3
Mittlere Vertragslaufzeit zum Periodenende Monate 48,7 48,2 1,1
Vermietvolumen zum Periodenende MEUR 9.703 9.215 5,3
Anzahl der laufenden Verträge zum Periodenende Stück 1.070.805 1.035.204 3,4
Neugeschäft Factoring TEUR 228.680 205.414 11,3
DACH TEUR 73.562 76.522 -3,9
Südeuropa TEUR 60.408 43.788 38,0
Nord-/​Osteuropa TEUR 94.710 85.104 11,3
grenke Bank
Neugeschäft KMU-Kreditgeschäft inkl.
Mikrokreditgeschäft
TEUR 8.998 10.972 -18,0
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Einheit Q1 - Q2 2024 Q1- Q2 2023 Veränderung
(%)
Neugeschäft Leasing TEUR 1.460.079 1.260.498 15,8
DACH TEUR 321.326 307.502 4,5
Westeuropa (ohne DACH) TEUR 384.569 332.879 15,5
Südeuropa TEUR 364.661 297.229 22,7
Nord-/​Osteuropa TEUR 299.502 254.772 17,6
Übrige Regionen TEUR 90.021 68.116 32,2
Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Leasingneugeschäfts TEUR 243.582 211.689 15,1
DACH TEUR 42.754 39.618 7,9
Westeuropa (ohne DACH) TEUR 67.257 58.718 14,5
Südeuropa TEUR 60.151 53.022 13,4
Nord-/​Osteuropa TEUR 53.688 46.264 16,0
Übrige Regionen TEUR 19.733 14.068 40,3
Sonstige Angaben Leasing
Anzahl der Neuverträge Stück 159.084 148.075 7,4
Mittlerer Anschaffungswert EUR 9.178 8.513 7,8
Mittlere Vertragslaufzeit zum Periodenende Monate 49,1 48,6 1,1
Vermietvolumen zum Periodenende MEUR 9.703 9.215 5,3
Anzahl der laufenden Verträge zum Periodenende Stück 1.070.805 1.035.204 3,4
Neugeschäft Factoring TEUR 441.620 397.408 11,1
DACH TEUR 146.211 149.687 -2,3
Südeuropa TEUR 108.898 80.742 34,9
Nord-/​Osteuropa TEUR 186.511 166.979 11,7
grenke Bank
Neugeschäft KMU-Kreditgeschäft inkl.
Mikrokreditgeschäft
TEUR 17.726 23.794 -25,5

Regionen Leasing:
DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande
Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
Nord-/​Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Lettland, Norwegen, Rumänien, Schweden, Polen,
Slowakei, Tschechien, Ungarn
Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile, Kanada, Türkei, VAE, USA

Regionen Factoring:
DACH: Deutschland, Schweiz
Südeuropa: Italien, Portugal
Nord-/​Osteuropa: Großbritannien, Irland, Ungarn, Polen

Konsolidierte Franchisegesellschaften:
Leasing: Chile, Kanada (3x), Lettland

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Einheit Q2 2024 Q2 2023 Veränderung
(%)
Gewinn- und Verlustrechnung
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem
Finanzierungsgeschäft
TEUR 140.277 113.567 23,5
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung
inklusive des Einlagengeschäfts
TEUR 49.855 29.536 68,8
Schadensabwicklung und Risikovorsorge TEUR 28.301 21.447 32,0
Gesamtkosten/​-aufwand TEUR 82.016 77.671 5,6
Operatives Ergebnis TEUR 33.444 28.576 17,0
Konzernergebnis vor Steuern TEUR 32.660 31.305 4,3
Konzernergebnis TEUR 25.167 24.540 2,6
Ergebnis Stammaktionäre TEUR 26.402 25.510 3,5
Ergebnis Hybridkapitalgeber TEUR 0 0 n.a.
Ergebnis nicht beherrschende Anteile TEUR -1.235 -970 -27,3
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) EUR 0,58 0,55 5,5
Return on Equity vor Steuern Prozent 9,7 9,5 0,2 pp
Cost-Income-Ratio Prozent 56,3 59,5 -3,2 pp
Personalaufwand TEUR 48.114 43.979 9,4
davon Gesamtvergütung TEUR 38.991 36.039 8,2
davon fixe Vergütung TEUR 33.542 30.873 8,6
davon variable Vergütung TEUR 5.449 5.166 5,5
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter:innen nach
Vollzeitäquivalent
Personen 2.180 2.052 6,2
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Einheit Q1 - Q2 2024 Q1- Q2 2023 Veränderung
(%)
Gewinn- und Verlustrechnung
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem
Finanzierungsgeschäft
TEUR 272.415 222.068 22,7
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung
inklusive des Einlagengeschäfts
TEUR 95.915 54.035 77,5
Schadensabwicklung und Risikovorsorge TEUR 55.043 47.887 14,9
Gesamtkosten/​-aufwand TEUR 159.206 149.688 6,4
Operatives Ergebnis TEUR 58.342 52.402 11,3
Konzernergebnis vor Steuern TEUR 57.576 51.776 11,2
Konzernergebnis TEUR 44.974 40.399 11,3
Ergebnis Stammaktionäre TEUR 36.824 34.528 6,6
Ergebnis Hybridkapitalgeber TEUR 10.498 9.068 15,8
Ergebnis nicht beherrschende Anteile TEUR -2.348 -3.197 26,6
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) EUR 0,80 0,74 8,1
Return on Equity vor Steuern Prozent 8,5 7,8 0,7 pp
Cost-Income-Ratio Prozent 57,1 58,3 -1,2 pp
Personalaufwand TEUR 94.910 85.268 11,3
davon Gesamtvergütung TEUR 76.926 69.690 10,4
davon fixe Vergütung TEUR 66.783 60.249 10,8
davon variable Vergütung TEUR 10.143 9.441 7,4
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter:innen nach
Vollzeitäquivalent
Personen 2.169 2.023 7,2
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Einheit 30.06.2024 31.12.2023 Veränderung
(%)
Bilanz
Bilanzsumme Mio. EUR 7.331 7.100 3,3
Leasingforderungen Mio. EUR 6.055 5.700 6,2
Einlagevolumen grenke Bank Mio. EUR 1.655 1.617 2,4
Bilanzielles Eigenkapital* Mio. EUR 1.340 1.355 -1,1
Eigenmittel nach CRR Mio. EUR 1.159 1.182 -1,9
Eigenkapitalquote Prozent 18,3 19,1 -0,8 pp
Embedded Value, Leasingportfolio
(exkl. Eigenkapital vor Steuern)
Mio. EUR 511 484 5,6
Embedded Value, Leasingportfolio
(inkl. Eigenkapital nach Steuern)
Mio. EUR 1.695 1.689 0,4

* Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.

Aktionärsstruktur:

* Komplementär: Grenke Vermögensverwaltung GmbHKommanditisten: Familie Grenke (Wolfgang, Anneliese, Moritz, Roland, Oliver Grenke)

Neben der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG zeigt die Grafik weitere Aktionär:innen, die zum in der jeweiligen Stimmrechtsmitteilung genannten Veröffentlichungsdatum einen Anteil von über 3 Prozent hielten und laut Definition der Deutschen Börse dem Streubesitz zuzurechnen sind.

Freefloat (Streubesitz) nach Ziffer 2.3 des aktuellen "Leitfadens zu den Aktienindizes der Deutschen Börse"
Die obenstehenden Angaben sind ohne Gewähr und basieren auf den von der Gesellschaft erhaltenen Stimmrechtsmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG).

Konzernzwischenlagebericht

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 grenke im Überblick

Wir sind globaler Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Mit unseren Angeboten verschaffen wir Unternehmen finanziellen Freiraum bei der Realisierung von Investitionen. KMU, die über uns leasen, schonen so ihre Liquidität. Wir agieren gemäß unseren Werten: einfach, schnell, persönlich und unternehmerisch. 1978 in Baden-Baden gegründet, sind wir mit über 2.200 Mitarbeiter:innen in über 30 Ländern weltweit aktiv.

1.2 Geschäftsmodell

In unserem Leasinggeschäft konzentrieren wir uns überwiegend auf sogenannte Small-Tickets, d. h. Verträge mit einem Anschaffungswert der finanzierten Objekte von unter 50 TEUR. Darauf entfiel im ersten Halbjahr 2024 ein Anteil von über 95 Prozent aller Leasingverträge. Im Durchschnitt hatte ein Vertrag bei uns im ersten Halbjahr 2024 ein Volumen von rund 9.200 EUR. Der Schwerpunkt unseres Leasingportfolios liegt im Bereich der IT- und Bürokommunikationsprodukte. Darüber hinaus haben wir unser Geschäftsmodell in den vergangenen Jahren auf weitere Produktgruppen ausgedehnt, darunter u.a. kleine Maschinen und Anlagen, medizintechnische Geräte, Sicherheitsgeräte und Green Economy-Objekte, wie beispielsweise Wallboxen, Photovoltaikanlagen und eBikes.

Zum 30. Juni 2024 waren wir an insgesamt 131 Standorten in 33 Ländern weltweit aktiv. Im ersten Halbjahr 2024 erwirtschafteten wir 93,8 Prozent unseres Leasingneugeschäfts in Europa, wo wir in nahezu allen Ländern aktiv sind. Unsere Kernmärkte sind Deutschland, Frankreich und Italien. Darüber hinaus bauen wir unsere Präsenz außerhalb Europas durch den Markteintritt in Australien sowie Nord- und Südamerika kontinuierlich aus.

Wir sind in der Lage, in Phasen konjunktureller Schwankungen unser Geschäft durch eine Anpassung der Annahmestrategie bei Leasinganfragen agil zu steuern. Durch die strikte Fokussierung auf risikoärmeres Neugeschäft - d.h. durch den Verzicht auf Geschäft mit risikoreicheren Branchen und Kundensegmenten - können wir die Qualität und Quantität unseres Neugeschäfts gezielt beeinflussen. Zudem sind wir in der Lage, unsere Konditionen den jeweiligen markt- und makroökonomischen Bedingungen flexibel, wie zuletzt dem sehr dynamischen Zinsumfeld in den Jahren 2022 und 2023, anzupassen. Entsprechend erweist sich unser Geschäftsmodell als widerstandsfähig gegenüber Marktschwankungen. So ist es uns gelungen, auch in der Finanzmarktkrise 2009 oder der CoronaPandemie 2020 und 2021 risikoadäquate Margen durchzusetzen und profitabel zu wirtschaften.

1.3 Segmente

Wir bieten Finanzdienstleistungen für KMU in den Segmenten Leasing, Factoring und Bank an. Für eine Beschreibung unserer Geschäftsaktivitäten und der Geschäftsentwicklung der Segmente im Berichtszeitraum verweisen wir auf Abschnitt 2.4.3 "Entwicklung der Segmente" und die Ausführungen in Kapitel 11 "Konzern-Segmentberichterstattung" des Anhangs zum verkürzten Konzernzwischenabschluss. Infolge des beabsichtigten Verkaufs der Factoringgesellschaften überprüfen wir derzeit die Zusammensetzung der Segmente.

1.4 Aktionärsstruktur

Als mittelständisch geprägtes Familienunternehmen verfügen wir mit der grenke Beteiligung GmbH & Co. KG über eine Großaktionärin, die sich im Besitz von Anneliese Grenke, dem Unternehmensgründer Wolfgang Grenke sowie deren drei gemeinsamen erwachsenen Söhne befindet. Zum Stichtag 30. Juni 2024 hielt die grenke Beteiligung GmbH & Co. KG 36,71 Prozent der Unternehmensanteile. Die GRENKE-Stiftung Verwaltungs GmbH hielt 7,16 Prozent. Weitere Aktionär:innen, die zum in der jeweiligen Stimmrechtsmitteilung genannten Veröffentlichungsdatum einen Anteil von über 3 Prozent hielten, lauten: ACATIS Investment Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH (5,02 Prozent) und Universal Investment Gesellschaft mbH (5,03 Prozent). Der Streubesitz, zu dem die Deutsche Börse Aktionär:innen mit weniger als 5 Prozent Aktienbesitz rechnet, betrug entsprechend 46,08 Prozent. Der Anteil der Aktien im Besitz von Vorstand und Aufsichtsrat betrug zum Stichtag 0,13 Prozent. Über das Aktienrückkaufprogramm kauften wir bis zum Ende des zweiten Quartals 2,18 Prozent der ausstehenden Aktien zurück.

1.5 Ziele und Strategien

Mit unserem Service wollen wir als führender Partner für kleine und mittlere Unternehmen einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass wichtige Investitionen über uns mit Leasing realisiert werden. Hierbei streben wir eine weltweit führende Stellung im Small-Ticket-Segment an. Für das Geschäftsjahr 2024 soll auf Basis der Wachstumsstrategie und unter Berücksichtigung aktueller Konjunkturprognosen ein Leasingneugeschäft in Höhe von mindestens 3,0 Mrd. EUR erreicht werden. Damit soll erstmals in der Geschichte der grenke AG ein Leasingneugeschäft in dieser Größenordnung realisiert werden und die Basis für weiteres Wachstum bilden. Die Prognose geht dabei von einem Neugeschäftsvolumen im Leasing zwischen 3,0 und 3,2 Mrd. EUR aus, wie bereits im August 2023 kommuniziert.

Des Weiteren erwartet der Vorstand für 2024 ein Konzernergebnis von 95 bis 115 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote soll unter Einbezug des laufenden Aktienrückkaufprogramms zum Ende des Geschäftsjahres 2024 über dem 16-prozentigen Zielwert liegen.

Zur Umsetzung unserer Wachstumsziele konzentrieren wir uns auf die Kernbereiche "Kunden- und marktorientierte Aktivitäten", "Operational Excellence und Kostendisziplin", "Digital Excellence und Automatisierung" und "Nachhaltigkeit" mit entsprechenden strategischen Maßnahmen.

Liquidität und Refinanzierung spielen eine grundlegende Rolle in unserem Geschäftsmodell und werden entsprechend strategisch gesteuert. Uns stehen hierbei umfangreiche Instrumente zur Verfügung, die je nach Marktgegebenheiten im Rahmen der Gesamtstrategie eingesetzt werden.

Im Wesentlichen beruht die fremdkapitalbasierte Finanzierung auf drei Säulen:

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Senior-Unsecured-Instrumente, die im Wesentlichen auf unserem Investment Grade Rating aufbauen wie Anleihen, aktuell ein Green Bond, Commercial Paper und Schuldverschreibungen, aber auch Kreditbeziehungen mit internationalen Banken, sowie syndizierte Kreditlinien

forderungsbasierte Finanzierung, unter anderem durch ABCP-Programme

das Einlagengeschäft der grenke Bank

Dabei vermeiden wir Fristentransformation und eliminieren so potenzielle Zinsänderungs- und Anschlussfinanzierungsrisiken auf Portfolioebene. Wir verfügen über ein Investment-Grade-Rating der Ratingagenturen Standard & Poor's und Fitch Ratings.

Weitere Details entnehmen Sie dem aktuellen Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2023, Kapitel 1.2 "Ziele und Strategie".

2. Wirtschaftsbericht

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Leasingneugeschäft wächst gegenüber dem Vorjahr um 21,5 Prozent auf den Rekordwert von 790,3 Mio. Euro im zweiten Quartal 2024

Deckungsbeitrag 2 steigt auf 130,9 Mio. EUR /​/​ DB2-Marge erreicht 16,6 Prozent

Konzernergebnis nach Steuern beträgt 25,2 Mio. EUR

Schadenquote liegt bei 1,2 Prozent

Cost-Income-Ratio verbessert sich auf 56,3 Prozent

Eigenkapitalquote mit 18,3 Prozent weiterhin über dem selbst gesteckten Ziel von 16 Prozent

2.1 Wesentliche Ereignisse und Geschäfte

Am 31. Januar 2024 gaben wir bekannt, dass der Aufsichtsrat der grenke AG dem Beschluss des Vorstands zugestimmt hat, sich künftig auf das Leasinggeschäft mit kleineren und mittleren Unternehmen zu fokussieren und den Verkauf aller Factoringgesellschaften zu initiieren. Die beim Einstieg ins Factoringgeschäft erwarteten Synergien zum Kern- und Hauptgeschäft Leasing hatten sich nicht eingestellt. Zudem hatte eine eingehende Analyse ergeben, dass das vorhandene Factoringgeschäft nur mit zusätzlichen Investitionen und einer deutlichen Vervielfachung des Geschäftsumfangs langfristig profitabel gestaltet werden könnte (der Anteil der Vermögenswerte aus dem Factoringgeschäft lag 2022 bei unter 2 Prozent der Konzernbilanz). Statt eine vom Leasinggeschäft isolierte Factoringstrategie umzusetzen, konzentriert grenke seine Ressourcen und Investitionskraft künftig voll auf die fortschreitende Digitalisierung und das weitere Wachstum im Leasing. Hierbei spielt die grenke Bank AG eine unverändert wichtige Rolle, vor allen Dingen mit ihrem Beitrag zur Refinanzierung des Leasing über klassisches Einlagengeschäft.

Am 6. Februar 2024 informierten wir, dass der Vorstand der grenke AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Durchführung eines Aktienrückkaufprogramms beschlossen hat. Zuvor hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) das Vorhaben genehmigt (siehe auch Ad-hoc-Mitteilung vom 21. November 2023). Im Zuge dessen sollen im Wert von bis zu 70 Mio. EUR (ohne Nebenkosten) maximal jedoch 2.317.695 Aktien über die Börse erworben werden, was 5 Prozent des zum Zeitpunkt des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung am 6. August 2020 bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft entspricht. Das Aktienrückkaufprogramm begann am 12. Februar 2024. Bis zum Stichtag 30. Juni 2024 wurden 1.013.194 Aktien mit einem Volumen von 22,4 Mio. EUR zurückgekauft. Der Durchschnittspreis je Aktie betrug 22,1 EUR.

Am 5. März 2024 informierten wir, dass der Aufsichtsrat der grenke AG Dr. Martin Paal mit Wirkung zum 1. Juli 2024 zum Finanzvorstand berufen hat. Dr. Martin Paal, Jahrgang 1979, ist ein ausgewiesener Finanz- und Bankenexperte. Nach mehreren Positionen bei renommierten internationalen Beratungsunternehmen und der DZ Bank startete Dr. Martin Paal im Juni 2022 als Vice President Controlling bei der grenke AG. Im März 2023 wurde er zum Generalbevollmächtigten und Senior Vice President und Leiter der Finanzdivision ernannt. Als designierter Finanzvorstand verantwortete er die Ressorts Accounting & Tax, Controlling und M&A, Treasury sowie Reporting.

Am 15. März 2024 gaben wir bekannt, dass Dr. Konstantin Mettenheimer, seit Juli 2021 Mitglied des Aufsichtsrats der grenke AG und seit Mai 2023 dessen stellvertretender Vorsitzender, bei der Wahl zu dem Gremium während der Hauptversammlung am 30. April 2024 nicht erneut antreten würde.

Am 30. April 2024 veranstalteten wir unsere ordentliche Hauptversammlung. Die Aktionär:innen beschlossen die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,47 EUR je Aktie (Vorjahr: 0,45 EUR), was einem Ausschüttungsbetrag von 21,6 Mio. EUR entspricht. Die Ausschüttung erfolgte auf Basis des zum Zeitpunkt der Hauptversammlung dividendenberechtigten Grundkapitals unter Berücksichtigung der bereits erworbenen eigenen Aktien. Bedingt durch die Hauptversammlung, wurde das Aktienrückkaufprogramm vom 22.04.2024 bis 03.05.2024 pausiert und am 06.05.2024 wieder fortgesetzt. Die Aktionär:innen stimmten auch allen weiteren Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zu. Dabei wurde Dr. Ljiljana Mitic als Aufsichtsratsmitglied mit einer fünfjährigen Amtszeit wiedergewählt. Manfred Piontke wurde für drei Jahre in den Aufsichtsrat gewählt. In seiner anschließenden Sitzung wählte der Aufsichtsrat Moritz Grenke zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden.

Am 1. Juli 2024 informierten wir, dass Dr. Martin Paal zum selben Datum als Finanzvorstand der grenke AG startete. Seine Berufung war bereits am 5. März dieses Jahres erfolgt. Als Finanzvorstand verantwortet er ab sofort die Ressorts Accounting & Tax, Controlling und M&A, Treasury, Reporting sowie Investor Relations.

2.2 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Europäische Zentralbank (EZB) nahm im Juni 2024 nach einer seit September 2023 andauernden Zinspause ihren ersten Zinsschritt vor und verminderte die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte. Der Hauptrefinanzierungssatz lag zum Ende des zweiten Quartals 2024 bei 4,25 Prozent und der für die Finanzmärkte richtungsweisende Einlagensatz für Banken bei 3,75 Prozent. Die jährliche Inflationsrate im Euroraum wurde im Juni 2024 auf 2,5 Prozent geschätzt, nach 2,6 Prozent im Mai und 2,4 Prozent im April 2024. Damit war im zweiten Quartal dieses Jahres keine zügige Annäherung der Inflationsrate an den EZB-Zielwert von 2 Prozent zu beobachten. Der Einschätzung der EZB zufolge wird die Inflation wahrscheinlich bis ins kommende Jahr über dem Zielwert verharren. Dementsprechend nahm die EZB in ihrer Sitzung am 18. Juli 2024 keine weitere Leitzinssenkung vor.

Das Wachstum des Bruttoinlandprodukts im zweiten Quartal 2024 lag einer Erstschätzung von Eurostat zufolge bei 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Damit übertraf es das erste Quartal 2024, das ein Plus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal verzeichnet hatte, leicht. Mit 2,9 Prozent realisierte Spanien im zweiten Quartal 2024 das stärkste Wachstum, Deutschland hingegen schrumpfte mit 0,1 Prozent im Jahresvergleich minimal. Frankreich und Italien, die für uns ebenfalls bedeutende Märkte darstellen, wuchsen mit 1,1 und 0,9 Prozent in diesem Zeitraum überdurchschnittlich.

Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Euroraum lag im Juni 2024 bei 45,8 Punkten und damit 2,5 Punkte höher als im Vorjahresmonat (Juni 2023: 43,3 Punkte). Im Quartalsvergleich blieb er nach einem Wert von 46,1 Punkten im März 2024 nahezu unverändert. Der Index ist das Resultat einer Umfrage, in der Einkaufsmanager im verarbeitenden Gewerbe monatlich zu Auftragseingängen, Produktion, Beschäftigung, erhaltenen Lieferungen und Lagerbestand befragt werden.

Der ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland, der die Einschätzung von Unternehmen zu ihrer aktuellen Geschäftslage und ihren Erwartungen zur Entwicklung auf Sicht von sechs Monaten zusammenfasst, verzeichnete im Juni 2024 einen Wert von 88,6 Punkten. Mit diesem Wert lag er exakt auf dem Niveau des Vorjahres (Juni 2023: 88,6 Punkte) und leicht über dem Niveau von März 2024 mit 87,9 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat bewerteten die befragten Unternehmen ihre aktuelle Geschäftssituation deutlich negativer, ihre Erwartungen für die kommenden sechs Monate hellten sich hingegen merklich auf.

In den ersten Monaten des Jahres 2024 lagen die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland insgesamt auf einem höheren Niveau. Das Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung in Halle schätzt den Zuwachs im 1. Halbjahr 2024 gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 35,1 Prozent. Für die Europäische Union berechnete Eurostat in seinen jüngsten verfügbaren Daten zum 1. Quartal 2024 einen Rückgang der Unternehmensinsolvenzen von 0,8 Prozent gegenüber dem historischen Höchstwert des vierten Quartals 2023.

2.3 Neugeschäft

2.3.1 Leasing

Im zweiten Quartal 2024 erzielten wir ein Leasingneugeschäft in Höhe von 790,3 Mio. EUR. Damit setzten wir im zweiten Quartal das stärkste Leasingneugeschäft seit unserem Bestehen um und verzeichneten eine Wachstumsrate von 21,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (Q2 2023: 650,3 Mio. EUR). Das Leasingneugeschäft umfasst die Anschaffungskosten der neu erworbenen Leasingobjekte. Mit kumuliert 1.460,1 Mio. EUR Leasingneugeschäft im ersten Halbjahr 2024 erreichten wir das Etappenziel für die Erfüllung unserer Guidance von 3,0 bis 3,2 Mrd. EUR im Gesamtjahr 2024.

Im zweiten Quartal 2024 wuchs die Nachfrage nach Leasing im Vergleich zum Vorjahresquartal. Ein unverändert erhöhtes Zinsniveau im Vergleich zu den Jahren vor 2023 bedeutet für Unternehmen in der Regel, dass sich Kredite verteuern und Banken die Kreditvergabe restriktiver gestalten. Kredite verlieren somit im Vergleich zur Finanzierung über Leasing an Attraktivität. Da die Leasingraten zum Investitionszeitpunkt und somit bei Vertragsabschluss fest kontrahiert werden, bietet Leasing in Zeiten sich verändernder Zinsen für unsere KMU eine sichere Kalkulationsbasis.

Leasingneugeschäft seit Q1 2022

in Mio. EUR

Unser internationales Händlernetzwerk konnten wir weiter ausbauen, so dass wir zum Ende des zweiten Quartals 2024 mit mehr als 37.000 Fachhandelspartnern in den über 30 Ländern, in denen wir aktiv sind, zusammenarbeiteten (Q2 2023: ca. 34.700 Händler).

Im zweiten Quartal war die Region Südeuropa mit einem Wachstum von 34,4 Prozent auf 197,3 Mio. EUR die stärkste Region. Ihr Anteil am gesamten Leasingneugeschäft lag dementsprechend bei 25 Prozent. Wachstumsmotor in dieser Region war Italien mit einem Wachstum von 47,8 Prozent bei einem Anteil von 57 Prozent am Gesamtvolumen in dieser Region.

Knapp hinter Südeuropa lag die Region Westeuropa (ohne DACH) mit einem Anteil von 24,9 Prozent am Leasingneugeschäft und einem Volumen von 197,2 Mio. EUR. Nach einem Leasingneugeschäft von 171,0 Mio. EUR im Vorjahresquartal belief sich das Wachstum auf 15,3 Prozent.

An dritter Stelle verzeichnete die DACH-Region einen Zuwachs im Leasingneugeschäft um 11,1 Prozent auf 182,7 Mio. EUR. Mit einem Anteil von 78 Prozent am Leasingneugeschäft war Deutschland für die Entwicklung in dieser Region maßgeblich.

Die Region Nord-/​Osteuropa wuchs um 25,3 Prozent und erreichte ein Volumen von 164,6 Mio. EUR. Besonders positiv entwickelten sich Dänemark und Rumänien, hier konnten wir das Neugeschäft um 52,8 Prozent beziehungsweise 38,5 Prozent steigern. Die übrigen Regionen verzeichneten ein Wachstum von 32,5 Prozent auf 48,5 Mio. EUR. Zu dieser Kategorie gehören die Zukunftsmärkte USA, Kanada und Australien.

Neugeschäft Leasing

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Mio. EUR Q2 2024 Q2 2023 Veränderung
(%)
Q1 - Q2 2024 Q1- Q2 2023 Veränderung
(%)
Leasingneugeschäft 790,3 650,3 21,5 1.460,1 1.260,5 15,8
DACH 182,7 164,5 11,1 321,3 307,5 4,5
Westeuropa (ohne DACH) 197,2 171,0 15,3 384,6 332,9 15,5
Südeuropa 197,3 146,9 34,4 364,7 297,2 22,7
Nord-/​Osteuropa 164,6 131,3 25,3 299,5 254,8 17,6
Übrige Regionen 48,5 36,6 32,5 90,0 68,1 32,2

Regionen:
DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande
Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
Nord-/​Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Lettland*, Norwegen, Schweden, Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile*, Kanada*, Türkei, VAE, USA

* Konsolidierte Franchisegesellschaften, bei denen die Übernahme der Geschäftsanteile zum 30.06.2024 noch aussteht

Anteil Neugeschäft Leasing nach Regionen in Prozent

Der Deckungsbeitrag 2 (DB2), ein Gradmesser für die künftige Profitabilität des Neugeschäfts, verbesserte sich im zweiten Quartal 2024 um 19,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und erreichte einen Wert von 130,9 Mio. EUR. Mit 34,2 Mio. EUR trug die Region Westeuropa (ohne DACH) 26 Prozent zu diesem Ergebnis bei, gefolgt von Südeuropa mit 32,8 Mio. EUR (25 Prozent) und Nord-/​Osteuropa mit 29,2 Mio. EUR (22 Prozent).

Deckungsbeiträge im Leasingneugeschäft

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Mio. EUR Q2 2024 Q2 2023 Veränderung
(%)
Q1 - Q2 2024 Q1- Q2 2023 Veränderung
(%)
DB1 86,5 65,8 31,4 157,4 124,8 26,1
DB2 130,9 109,7 19,4 243,6 211,7 15,1
DACH 24,0 21,7 10,3 42,8 39,6 7,9
Westeuropa (ohne DACH) 34,2 30,0 14,1 67,3 58,7 14,5
Südeuropa 32,8 26,6 23,3 60,2 53,0 13,4
Nord-/​Osteuropa 29,2 23,8 22,6 53,7 46,3 16,0
Übrige Regionen 10,7 7,5 42,6 19,7 14,1 40,3

Die DB2-Marge blieb im Vorjahresvergleich stabil und erreichte mit 16,6 Prozent (Q2 2023: 16,9 Prozent) das Ziel für das Jahr 2024 von leicht über 16,5 Prozent. Die DB2-Marge misst die zukünftige Profitabilität eines in das Leasingneugeschäft investierten Euros. Die volumenmäßig stärkste Region Südeuropa verzeichnete dabei eine Marge von 16,6 Prozent, die dem Gesamtdurchschnitt entspricht. Die Regionen Westeuropa und Nord-/​ Osteuropa übertrafen mit 17,5 bzw. 17,8 Prozent den Durchschnitt. Während die DACH-Region mit 13,1 Prozent weniger stark zur Marge beitrug, verzeichneten die übrigen Regionen die höchste Marge in Höhe von 22 Prozent.

Die DB1-Marge des Leasingneugeschäfts lag im zweiten Quartal 2024 bei 10,9 Prozent und somit 0,8 Prozentpunkte höher als im Vorjahresquartal.

DB-Margen im Leasingneugeschäft

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Prozent Q2 2024 Q2 2023 Veränderung
(pp)
Q1 - Q2 2024 Q1- Q2 2023 Veränderung
(pp)
DB1-Marge 10,9 10,1 0,8 10,8 9,9 0,9
DB2-Marge 16,6 16,9 -0,3 16,7 16,8 -0,1
DACH 13,1 13,2 -0,1 13,3 12,9 0,4
Westeuropa (ohne DACH) 17,5 17,6 -0,1 17,6 17,8 -0,2
Südeuropa 16,6 18,1 -1,5 16,5 17,8 -1,3
Nord-/​Osteuropa 17,8 18,2 -0,4 17,9 18,2 -0,3
Übrige Regionen 22,0 20,5 1,5 21,9 20,7 1,2

Die aus den Leasingverträgen resultierenden prozentualen Margen unterscheiden sich je nach Ticketgröße. Verträge mit einem Nettoanschaffungswert von weniger als 50 TEUR werden tendenziell mit höheren Margen abgeschlossen. So erwirtschafteten wir im zweiten Quartal 2024 mit Verträgen mit einem Nettoanschaffungswert kleiner 50 TEUR eine DB2-Marge von 17,1 Prozent. Im Vergleich dazu erzielten wir mit größeren Verträgen (Nettoanschaffungswert größer 50 TEUR) eine DB2-Marge von 15,1 Prozent. Wichtig ist jedoch auch die Betrachtung der absoluten Deckungsbeiträge. Der Anteil der größeren Verträge am gesamten Deckungsbeitrag liegt mit 33,2 Mio. EUR bei 25,3 Prozent, wobei diese Vertragsgruppe nur 2,6 Prozent aller abgeschlossenen Verträge ausmacht.

Im Berichtsquartal registrierten wir eine weltweit wachsende Nachfrage, die zeigt, dass Leasing zur Finanzierung von Investitionen und zur Optimierung der Liquidität weiter international im Trend liegt. Wir erhielten im zweiten Quartal 2024 mit rund 167.000 Leasinganfragen 11,5 Prozent mehr Anfragen als im Vorjahresquartal, in dem wir rund 150.000 Anfragen registriert hatten. Die Umwandlungsquote blieb mit 51,9 Prozent im Jahresvergleich stabil, so dass wir rund 87.000 neue Leasingverträge abschließen konnten. Die durchschnittliche Ticketgröße stieg um 10,3 Prozent auf 9.125 Euro an. Gleichzeitig lag sie im Rahmen der definierten Zielgröße, die eine Fokussierung auf kleine Tickets mit einer durchschnittlichen Ticketgröße von weniger als 10 TEUR für das Gesamtjahr 2024 vorsieht. Der Anteil der Verträge, die über das eSignature-Verfahren vollständig digital abgewickelt wurden, erhöhte sich mit 39,6 Prozent um 2,3 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Anteil des Direktkundengeschäfts am gesamten Leasingneugeschäft blieb mit 17,1 Prozent nahezu unverändert (Q2 2023: 17,0 Prozent).

Leasinganfragen und -verträge

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Einheit Q2 2024 Q2 2023 Veränderung
Leasinganfragen Stück 166.786 149.568 11,5 %
Leasingverträge Stück 86.608 78.599 10,2 %
Umwandlungsquote Prozent 51,9 52,6 -0,7 pp
durchschnittlicher NAW EUR 9.125 8.274 10,3 %
eSignature Quote Prozent 39,6 37,4 2,3 pp
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Einheit Q1 - Q2 2024 Q1- Q2 2023 Veränderung
Leasinganfragen Stück 326.718 301.803 8,3 %
Leasingverträge Stück 159.084 148.075 7,4 %
Umwandlungsquote Prozent 48,7 49,1 -0,4 pp
durchschnittlicher NAW EUR 9.178 8.513 7,8 %
eSignature Quote Prozent 41,0 39,7 1,3 pp

Im Objektportfolio des Leasingneugeschäfts erwiesen sich die IT-Geräte im zweiten Quartal 2024 unverändert als die am stärksten nachgefragte Objektgruppe, auf sie entfiel ein Anteil von 26,1 Prozent. Obwohl sich die Anzahl der entsprechenden Verträge im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1.606 auf 22.649 erhöhte, ging ihr Anteil am Portfolio marginal um 0,6 Prozentpunkte zurück.

Green-Economy-Objekte leisteten den zweitstärksten Beitrag zum Leasingneugeschäft. Jeder fünfte Leasingvertrag (20,4 Prozent) gehörte zu dieser Objektkategorie. Bedingt durch das starke regionale Wachstum vor allem in Ländern, in denen wir noch kein eBike-Leasing anbieten, ging der Anteil an eBikes und damit auch der Anteil der Green-Economy-Objekte leicht zurück. Die Anzahl der neu abgeschlossenen Verträge für Green-Economy-Objekte erhöhte sich jedoch auf 17.746 Verträge nach 17.248 Verträgen im Vorjahresquartal. Haupttreiber für die Entwicklung dieser Objektgruppe waren eBikes, Wasseraufbereitungsanlagen und Photovoltaikanlagen.

Im Bereich der Kopiertechnik, der vor allem Kopierautomaten beinhaltet, wurden 16.633 Neuverträge abgeschlossen. Der Anteil der Leasingobjekte dieser Kategorie ging bei 19,2 Prozent im zweiten Quartal 2024 um 0,4 Prozentpunkte relativ zum Vorjahresquartal zurück.

Im Gegensatz zu den zuvor genannten Objektkategorien verzeichnete der Anteil der Maschinen und Einrichtungen im zweiten Quartal 2024 einen Zuwachs. Mit 15,7 Prozent lag er 1,8 Prozentpunkte höher als im Vorjahresquartal. Unter der Schwelle von 10 Prozent lagen die Objektgruppen Telekommunikationsgeräte, Medizintechnik und Wellness, Sicherheitsgeräte sowie allgemeine Bürotechnik. Alle Anteile dieser Kategorien verzeichnete im Vergleich zum Vorjahresquartal nur marginale Veränderungen.

Anteil Objektgruppen am Leasingneugeschäftsportfolio nach Anzahl der Verträge

2.3.2 Factoring

Das zum Verkauf anstehende Factoringgeschäft erzielte im Berichtszeitraum einen Zuwachs von 11,3 Prozent, was einem Neugeschäftsvolumen von 228,7 Mio. Euro entspricht. Dieses Forderungsvolumen mit einer durchschnittlichen Laufzeit vom Ankauf bis zur Fälligkeit von rund 46 Tagen impliziert, dass sich diese Forderungen kalkulatorisch 8-mal im Jahr (365 Tage /​ 46 Tage) umschlagen, weshalb das Factoringgeschäft mit einem bilanziellen Forderungsvolumen von 88,9 Mio. EUR zum Stichtag 30. Juni 2024 unverändert einen untergeordneten Beitrag zur Konzernbilanz leistet.

Die Erträge im Verhältnis zu den Nettoanschaffungswerten ergeben die Bruttomarge des Factoringgeschäfts. Der Refinanzierungsbedarf ist aufgrund des revolvierenden Ankaufs der Forderungen und des dadurch geringeren gebundenen Volumens niedriger als bei der Refinanzierung des Leasingneugeschäfts.

In der DACH-Region ging das Neugeschäft im Factoring mit 73,6 Mio. EUR um 3,9 Prozent zurück. In Südeuropa erhöhte sich das Neugeschäft um 38,0 Prozent auf 60,4 Mio. EUR. Die Region Nord-/​Osteuropa erzielte ein Wachstum von 11,3 Prozent auf 94,7 Mio. EUR.

Neugeschäft Factoring

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Einheit Q2 2024 Q2 2023 Veränderung
Neugeschäft Factoring Mio. EUR 228,7 205,4 11,3 %
DACH Mio. EUR 73,6 76,5 -3,9 %
Südeuropa Mio. EUR 60,4 43,8 38,0 %
Nord-/​Osteuropa Mio. EUR 94,7 85,1 11,3 %
Brutto-Marge Prozent 1,5 1,6 -0,1 pp
DACH Prozent 1,5 1,5 0 pp
Südeuropa Prozent 1,5 1,7 -0,2 pp
Nord-/​Osteuropa Prozent 1,5 1,7 -0,2 pp
Durschnitllicher Zeitraum Tage 45,9 41,1 4,8
Durchschnittlicher Zeitraum DACH Tage 25,9 26,9 -1,0
Durchschnittlicher Zeitraum Südeuropa Tage 83,8 77,2 6,6
Durchschnittlicher Zeitraum Nord-/​Osteuropa Tage 39,8 37,5 2,3
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Einheit Q1- Q2 2024 Q1- Q2 2023 Veränderung
Neugeschäft Factoring Mio. EUR 441,6 397,4 11,1 %
DACH Mio. EUR 146,2 149,7 -2,3 %
Südeuropa Mio. EUR 108,9 80,7 34,9 %
Nord-/​Osteuropa Mio. EUR 186,5 167,0 11,7 %
Brutto-Marge Prozent 1,5 1,6 -0,1 pp
DACH Prozent 1,5 1,5 0 pp
Südeuropa Prozent 1,6 1,7 -0,1 pp
Nord-/​Osteuropa Prozent 1,6 1,7 -0,1 pp
Durschnitllicher Zeitraum Tage 44,5 43,6 0,9
Durchschnittlicher Zeitraum DACH Tage 25,8 27,2 -1,4
Durchschnittlicher Zeitraum Südeuropa Tage 78,3 81,9 -3,6
Durchschnittlicher Zeitraum Nord-/​Osteuropa Tage 39,6 38,3 1,3

Regionen: DACH: Deutschland, Schweiz
Südeuropa: Italien, Portugal
Nord-/​Osteuropa: Ungarn, Großbritannien, Irland, Polen

Die Bruttomarge bewegte sich im zweiten Quartal 2024 ungefähr auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Aggregiert wie auch in allen Regionen erreichte sie einen Wert von 1,5 Prozent. Die Bruttomarge bezieht sich auf den durchschnittlichen Zeitraum von rund 46 Tagen eines Factoringgeschäfts im Berichtsquartal. Aufgrund unterschiedlicher Zahlungsfristen und unterschiedlichen Zahlungsverhaltens fiel der durchschnittliche Zeitraum in der DACH-Region mit 26 Tagen deutlich geringer aus als Nord-/​Osteuropa mit 40 und Südeuropa mit 84 Tagen. Der jährliche Vergleich der durchschnittlichen Zeiträume zeigt, dass sich die Zahlungsziele insgesamt um knapp 5 Tage verlängerten. Vor allem Unternehmen in Südeuropa kamen ihren Zahlungsverpflichtungen knapp 7 Tage später nach als im Vorjahr, in Nord-/​Osteuropa kamen 2 Tage hinzu. In der DACH-Region hingegen wurde 1 Tag eingespart.

2.3.3 Kreditgeschäft der grenke Bank

Das Kreditneugeschäft der grenke Bank lag im Berichtszeitraum bei 9,0 Mio. Euro (Q2 2023: 11,0 Mio. EUR). Im ersten Halbjahr belief sich das Kreditneugeschäft auf 17,7 Mio. Euro (Q1 - Q2 2023: 23,8 Mio. EUR). Das Kreditneugeschäft beinhaltet im Wesentlichen die im Rahmen des "Mikrokreditfonds Deutschland" vergebenen Kredite, bei denen die grenke Bank staatlich geförderte Mikrofinanzierungen zwischen 1.000 und 25.000 EUR anbietet.

2.3.4 Währungseffekte

Aus der Veränderung der Wechselkurse ergaben sich im zweiten Quartal des Jahres 2024 positive Währungseffekte in Bezug auf das Neugeschäftsvolumen von Leasing und Factoring in Höhe von 1,47 Mio. EUR. Das bedeutet, dass sich unter der Annahme identischer Wechselkurse zum zweiten Quartal 2023 das Neugeschäftsvolumen im zweiten Quartal 2024 im Leasing um 0,24 Mio. EUR höher und im Factoring um 1,7 Mio. EUR niedriger gezeigt hätte. Die Währungseffekte resultierten überwiegend aus einer Aufwertung des Polnischen Zloty, des Schweizer Franken und des Britischen Pfunds. Dem stand eine Abwertung des Chilenischen Peso und des Brasilianischen Reals gegenüber. Im ersten Halbjahr 2024 verzeichneten wir positive Währungseffekte in Höhe von 6,4 Mio. EUR.

2.4 Ertragslage

Die ausgewählten Angaben aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden für das laufende Quartal isoliert sowie für den Berichtszeitraum und auf Basis der Segmentergebnisse erläutert.

2.4.1 Vergleich zweites Quartal 2024 versus 2023

Die Zinsen und ähnliche Erträge aus unserem Finanzierungsgeschäft lagen im zweiten Quartal 2024 bei 140,3 Mio. EUR und damit um 26,7 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (Q2 2023: 113,6 Mio. EUR). Hierin zeigt sich zum einen das kontinuierlich starke Wachstum des Neugeschäfts der letzten Quartale, zum anderen spiegelt sich die anhaltend gute Margensituation infolge der angepassten Konditionierung im Leasingneugeschäft sukzessiv wider. Die Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung inklusive des Einlagengeschäfts stiegen hauptsächlich getrieben durch das vergleichsweise höhere Zinsniveau und den durch das starke Neugeschäft erhöhten Refinanzierungsbedarf um 20,4 Mio. EUR auf 49,9 Mio. EUR (Q2 2023: 29,5 Mio. EUR).

Die gestiegenen Zinsaufwendungen werden vollständig von den höheren Zinserträgen kompensiert bzw. überkompensiert, sodass im Saldo das Zinsergebnis im zweiten Quartal 2024 um 6,4 Mio. EUR auf 90,4 Mio. EUR (Q2 2023: 84,0 Mio. EUR) anstieg.

Die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge stiegen im zweiten Quartal 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,9 Mio. EUR auf 28,3 Mio. EUR (Q2 2023: 21,4 Mio. EUR). Der Anstieg ist auf das makroökonomische Umfeld und eine leicht erhöhte Anzahl an Insolvenzen im Allgemeinen zurückzuführen, wobei sich der Anstieg auch unter Berücksichtigung des höheren Leasingvolumens insgesamt innerhalb der Erwartungen bewegt. Dies führte zu einer Schadenquote (Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Verhältnis zum Vermietvolumen) im zweiten Quartal 2024 von 1,2 Prozent (Q2 2023: 0,9 Prozent). Im Geschäftsjahr 2023 lag die Schadenquote bei 1,0 Prozent. Die Schadenquote liegt weiterhin innerhalb unserer Erwartung von unter 1,5 Prozent.

Die gestiegenen Zinserträge konnten den Anstieg der Zinsaufwendungen überkompensieren, jedoch ergibt sich aus den höheren Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge ein leichter Rückgang für unser Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Berichtsquartal um 0,5 Mio. EUR auf 62,1 Mio. EUR (Q2 2023: 62,6 Mio. EUR).

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TEUR Q2 2024 Q2 2023 Veränderung
(%)
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft 140.277 113.567 23,5
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung inklusive
des Einlagengeschäfts
49.855 29.536 68,8
Zinsergebnis 90.422 84.031 7,6
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 28.301 21.447 32,0
Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge 62.121 62.584 -0,7
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 35.656 32.747 8,9
Ergebnis aus dem Neugeschäft 17.338 12.778 35,7
Verwertungsmehr-(+)/​-minder(-)ergebnis 2.342 1.049 > 100
Operative Erträge insgesamt 117.457 109.158 7,6
Personalaufwand 48.114 43.979 9,4
davon Gesamtvergütung 38.991 36.039 8,2
davon fixe Vergütung 33.542 30.873 8,6
davon variable Vergütung 5.449 5.166 5,5
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 27.548 27.082 1,7
davon IT-Projektaufwand 3.771 3.542 6,5
Konzernergebnis vor Steuern 32.660 31.305 4,3
Konzernergebnis 25.167 24.540 2,6
Ergebnis je Aktie (EUR, verwässert/​unverwässert) 0,58 0,55 5,5

Das Ergebnis aus unserem Servicegeschäft nahm im zweiten Quartal 2024 um 3,0 Mio. EUR auf 35,7 Mio. EUR (Q2 2023: 32,7 Mio. EUR) zu, was auf die positive Neugeschäftsentwicklung und den damit verbundenen erhöhten Bestand des Leasingportfolios zurückzuführen ist. Unser Ergebnis aus dem Neugeschäft stieg im Berichtsquartal um 4,5 Mio. EUR auf 17,3 Mio. EUR (Q2 2023: 12,8 Mio. EUR). Das Verwertungsergebnis lag bei 2,3 Mio. EUR (Q2 2023: 1,0 Mio. EUR). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der positiven Entwicklung der Erlöse der veräußerten Leasingobjekte.

Das gestiegene Zinsergebnis sowie die Ergebnisse aus dem Neugeschäft, dem Servicegeschäft und der Verwertung führten im Wesentlichen zu einem Zuwachs unserer operativen Erträge im zweiten Quartal 2024 um 8,3 Mio. EUR auf 117,5 Mio. EUR (Q2 2023: 109,2 Mio. EUR).

Der Personalaufwand lag im zweiten Quartal 2024 bei 48,1 Mio. EUR und damit 4,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (Q2 2023: 44,0 Mio. EUR). Dieser Anstieg begründet sich im Wesentlichen durch die höhere Anzahl an Mitarbeiter:innen. Die fixe Vergütung betrug im Berichtszeitraum 33,5 Mio. EUR (Q2 2023: 30,9 Mio. EUR) und die variable Vergütung 5,4 Mio. EUR (Q2 2023: 5,2 Mio. EUR). Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten auf Basis Vollzeitbeschäftigter lag im Berichtsquartal aufgrund von Neueinstellungen bei 2.180 und damit 128 über dem Vorjahreswert (Q2 2023: 2.052). Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Geschäftsjahr 2023 lag bei 2.068.

Unsere Abschreibungen und Wertminderungen lagen im Berichtsquartal nahezu unverändert bei 6,4 Mio. EUR (Q2 2023: 6,6 Mio. EUR). Auch unser Vertriebs- und Verwaltungsaufwand blieb nahezu unverändert bei 27,5 Mio. EUR (Q2 2023: 27,1 Mio. EUR). Darin enthalten ist der Anstieg der Lizenzgebühren, die durch die laufende Migration in die Cloud infolge unseres Digitalisierungsprogramms entstehen, und der gegenläufige Effekt durch das Auslaufen der physischen IT-Infrastruktur, der sich bereits jetzt in den im Vergleich zum Vorjahr niedrigen Wartungsaufwendungen auswirkt sowie in den kommenden Jahren vor allem in rückläufigen Abschreibungen zu sehen sein wird. Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen lag im zweiten Quartal 2024 bei - 2,0 Mio. EUR (Q2 2023: -2,9 Mio. EUR). Wie auch im Vorjahr schlagen sich insbesondere Währungseffekte in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen nieder. Diese sind auf die Umrechnung von türkischer Lira (TRY) in Höhe von 0,6 Mio. EUR zurückzuführen, welche vor allem aus den Effekten aus der Bewertung Hochinflation gemäß IAS 29 resultieren, sowie schwedische Kronen (SEK) 0,5 Mio. EUR, kanadische Dollar (CAD) 0,3 Mio. EUR und chilenische Peso (CLP) 0,2 Mio. EUR. Diese ergeben sich insbesondere aus derivativen Sicherungsgeschäften, welche sich ökonomisch über die Gesamtperiode ausgleichen. Teilweise kompensiert wird dies periodisch zudem durch die erfolgsneutrale Währungsumrechnung im sonstigen Ergebnis der Konzern-Gesamtergebnisrechnung. Da dies hauptsächlich die Umrechnung der Leasingforderungen in Fremdwährungsländern betrifft, wird dieser Effekt in einer anderen Position gezeigt als die oben genannten Umrechnungseffekte aus den Derivaten. Zudem erfolgt die Umrechnung der Leasingforderungen jeweils zum Stichtagskurs, wohingegen die Derivate zu Marktwerten auf Basis der zum Stichtag geltenden Devisenterminkurse bewertet sind. Dieser Unterschied und der daraus resultierende Bewertungseffekt gleicht sich über die Laufzeit der Sicherungsbeziehungen aus.

Unser operatives Ergebnis im zweiten Quartal 2024 lag bei 33,4 Mio. EUR und stieg um 4,8 Mio. EUR an (Q2 2023: 28,6 Mio. EUR). Der Saldo aus sonstigen Zinserträgen und Zinsaufwendungen verbesserte sich auf 0,8 Mio. EUR (Q2 2023: 0,4 Mio. EUR), was vor allem an der gestiegenen Guthabenverzinsung infolge der Leitzinserhöhungen in 2022 und 2023 auf den Bundesbankkonten zurückzuführen ist.

Unser Konzernergebnis vor Steuern nahm um 1,4 Mio. EUR auf 32,7 Mio. EUR (Q2 2023: 31,3 Mio. EUR) zu.

Unsere Steuerquote erhöhte sich auf 22,9 Prozent (Q2 2023: 21,6 Prozent). Unser Konzernergebnis liegt bei 25,2 Mio. EUR und damit um 0,7 Mio. EUR über dem Vorjahresquartal (Q2 2023: 24,5 Mio. EUR). Die durch die Konsolidierung der Franchisegesellschaften auszuweisenden Ergebnisanteile der nicht beherrschenden Anteilseigner lagen bei - 1,2 Mio. EUR (Q2 2023: - 1,0 Mio. EUR). Die Vergleichbarkeit ist aufgrund des Erwerbs von Anteilen mehrerer Franchisegesellschaften in 2023 eingeschränkt, hier wird auf die Ausführungen in Tz. 6.1 des Geschäftsberichts 2023 verwiesen. Das Ergebnis je Aktie stieg im zweiten Quartal 2024 auf 0,58 EUR (Q2 2023: 0,55 EUR).

Erfreulich hat sich auch unsere Cost-Income-Ratio (CIR) entwickelt. Sie verbesserte sich im zweiten Quartal 2024 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 3,2 Prozentpunkte auf 56,3 Prozent (Q2 2023: 59,5 Prozent) sowie im Vergleich zum Gesamtjahr 2023 (59,2 Prozent). Die Verbesserung im Vergleich zum Vorjahresquartal resultiert aus den operativen Erträgen vor Schadensabwicklung und Risikovorsorge, die stärker gestiegen sind als die Personalkosten und Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen. Wir liegen damit innerhalb der Erwartungen für unseren Zielwert für das aktuelle Geschäftsjahr von unter 58 Prozent.

2.4.2 Halbjahresvergleich 2024 versus 2023

Die ausgewählten Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung haben sich im Halbjahresvergleich im Wesentlichen analog zum Quartal entwickelt.

Unser Zinsergebnis stieg im ersten Halbjahr 2024 um 8,5 Mio. EUR auf 176,5 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: 168,0 Mio. EUR). Dies resultiert im Wesentlichen aus dem anhaltend wachsenden Neugeschäft.

Das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge verbesserte sich um 1,4 Mio. EUR auf 121,5 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: 120,1 Mio. EUR). Der im Vergleich zum Zinsergebnis nur geringe Anstieg ist auf die im Vorjahr geringen Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge zurückzuführen.

Die Schadenquote erhöhte sich dementsprechend leicht auf 1,1 Prozent (Q1 - Q2 2023: 1,0 Prozent).

Unsere operativen Erträge stiegen um 14,8 Mio. EUR auf 223,6 Mio. EUR (Q1 -Q2 2023: 208,8 Mio. EUR).

Bei weniger stark gestiegenen Kosten verbesserte sich dadurch unsere CIR auch im Halbjahresvergleich auf 57,1 Prozent (Q1 - Q2 2023: 58,3 Prozent) und liegt damit im Korridor einer angestrebten CIR von unter 58 Prozent.

Unser Konzernergebnis lag bei 45,0 Mio. EUR nach 40,4 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum.

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TEUR Q1 - Q2 2024 Q1- Q2 2023 Veränderung
(%)
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft 272.415 222.068 22,7
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung inklusive
des Einlagengeschäfts
95.915 54.035 77,5
Zinsergebnis 176.500 168.033 5,0
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 55.043 47.887 14,9
Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge 121.457 120.146 1,1
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 68.439 63.109 8,4
Ergebnis aus dem Neugeschäft 29.166 24.590 18,6
Verwertungsmehr-(+)/​-minder(-)ergebnis 4.558 936 > 100
Operative Erträge insgesamt 223.620 208.781 7,1
Personalaufwand 94.910 85.268 11,3
davon Gesamtvergütung 76.926 69.690 10,4
davon fixe Vergütung 66.783 60.249 10,8
davon variable Vergütung 10.143 9.441 7,4
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 51.689 50.997 1,4
davon IT-Projektaufwand 6.843 6.900 -0,8
Konzernergebnis vor Steuern 57.576 51.776 11,2
Konzernergebnis 44.974 40.399 11,3
Ergebnis je Aktie (EUR, verwässert/​unverwässert) 0,80 0,74 8,1

2.4.3 Entwicklung der Segmente

Die Ergebnisse des Leasingsegments haben sich positiv entwickelt, da vor allem das vergangene und weiterhin wachsende Neugeschäft entsprechende Zinserträge erwirtschaftet und sich die Ergebnisse aus dem Servicegeschäft und Neugeschäft sowie das Verwertungsergebnis positiv entwickelten. Entsprechend stiegen in diesem Segment unsere operativen Erträge um 14,3 Mio. EUR auf 202,3 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: 188,0 Mio. EUR). Das Segmentergebnis erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen operativen Erträgen, welche durch die gestiegenen Personalaufwendungen relativiert werden und verbesserte sich somit um 1,2 Mio. EUR und lag bei 51,1 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: 49,9 Mio. EUR).

Die operativen Erträge im Segment Bank stiegen im Berichtszeitraum um 1,0 Mio. EUR und lagen bei 18,6 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: 17,6 Mio. EUR), was hauptsächlich aus der geringeren Risikovorsorge für frühere Kreditportfolien resultiert. Bei leicht gestiegenen Personalaufwendungen sowie reduzierten Währungseffekten erreichten wir ein Segmentergebnis von 10,2 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: 4,3 Mio. EUR).

Im Segment Factoring reduzierten sich unsere operativen Erträge im Berichtszeitraum um 0,5 Mio. EUR auf 2,7 Mio. EUR (Q1 -Q2 2023: 3,2 Mio. EUR). Bei nahezu gleichbleibenden Aufwendungen reduzierte sich das Ergebnis des Segments auf - 2,4 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: - 1,7 Mio. EUR).

2.5 Finanzlage

Die Eigenkapitalquote liegt mit 18,3 Prozent weiterhin auf hohem Niveau.

Die Zahlungen von Leasingnehmer:innen nahmen weiter zu.

Mit unserem diversifizierten Refinanzierungsmix verfügen wir über eine solide Liquiditätsausstattung.

Steigende Leasingforderungen spiegeln das positive Neugeschäftswachstum wider.

2.5.1 Kapitalstruktur

Im grenke Konzern legen wir einen besonderen Fokus auf eine angemessene Liquiditätsausstattung, um so flexibel auf Marktgegebenheiten reagieren zu können. Zudem ist der Konzern aufgrund aufsichtsrechtlicher Vorgaben verpflichtet, einen Liquiditätspuffer vorzuhalten.

Auf der Passivseite zeigt sich die steigende Bilanzsumme insbesondere in der Zunahme der Finanzschulden um insgesamt 171,5 Mio. EUR auf 5,6 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 5,4 Mrd. EUR).

Ursächlich hierfür ist der Anstieg der kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung (ohne Einlagengeschäft) auf 3,9 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 3,8 Mrd. EUR) sowie die Zunahme der kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft der grenke Bank um 37,7 Mio. EUR auf 1,7 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 1,6 Mrd. EUR).

Das Eigenkapital blieb zum 30. Juni 2024 mit 1,3 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 1,4 Mrd. EUR) nahezu unverändert. Dem in der Berichtsperiode erwirtschafteten Konzernergebnis in Höhe von 45,0 Mio. EUR standen hauptsächlich die Ausschüttung einer Dividende (21,6 Mio. EUR), die Zinszahlung für das Hybridkapital (15,0 Mio. EUR), die Effekte aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung (1,5 Mio. EUR), sowie der Kauf eigener Anteile (22,5 Mio. EUR) entgegen. Positiv wirkte sich dagegen der Effekt aus der Marktbewertung von Hedging-Instrumenten (0,9 Mio. EUR) aus. Durch die Steigerung der Bilanzsumme im Verhältnis zum leichten Rückgang des Eigenkapitals verringerte sich die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2024 auf 18,3 Prozent (31. Dezember 2023: 19,1 Prozent). Die Eigenkapitalquote übertraf damit weiterhin das selbst gesteckte Ziel des Konzerns von mindestens 16 Prozent.

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TEUR 30.06.2024 31.12.2023 Veränderung
(%)
Kurzfristige Schulden 2.562.878 2.042.649 25,5
davon Finanzschulden 2.294.919 1.831.589 25,3
Langfristige Schulden 3.428.215 3.702.022 -7,4
davon Finanzschulden 3.295.466 3.587.328 -8,1
Eigenkapital 1.340.197 1.354.870 -1,1
Bilanzsumme 7.331.290 7.099.541 3,3
Eigenkapitalquote (in Prozent) 18,3 % 19,1 % -0,8 pp

Unter Berücksichtigung des Konzernergebnisses vor Steuern von 57,6 Mio. zum Halbjahr erreichten wir einen RoE von 8,5 Prozent gegenüber 7,8 Prozent im Vorjahreszeitraum. Dies ist auf das verbesserte Ergebnis vor Steuern im ersten Halbjahr 2024 bei nahezu stabilem Eigenkapital zurückzuführen.

2.5.2 Cashflow

Unser Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im ersten Halbjahr 2024 - 63,3 Mio. EUR und lag damit unter dem Vorjahreswert (Q1 - Q2 2023: 225,7 Mio. EUR). Ursache hierfür sind im Wesentlichen folgende Effekte. Infolge der positiven Neugeschäftsentwicklung sind die Investitionen für neue Leasingforderungen gestiegen, während der Zugang des Einlagengeschäfts der grenke Bank im Vergleich zum Vorjahr geringer war. Ein weiterer Effekt resultiert aus der gestiegenen Rückzahlung neuer Refinanzierungen ohne Einlagengeschäft. Gegenläufig wirkt sich der deutlich höhere Zugang neuer Refinanzierungen (ohne Einlagengeschäft) aus, was insbesondere auf die Emission einer neuen Benchmark Anleihe in Höhe von 500 Mio. EUR im Mai dieses Jahres zurückzuführen ist. Die ausgewählten Angaben aus der Konzernkapitalflussrechnung und deren Entwicklung werden im Folgenden erläutert.

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TEUR Q1 - Q2 2024 Q1- Q2 2023 Veränderung
(%)
- Investitionen für neue Leasingforderungen -1.499.735 -1.297.685 15,6
+ Zugang neue Refinanzierungen (ohne Einlagengeschäft) 1.520.707 807.454 88,3
+ Netto-Zugang/​Abgang Einlagengeschäft 37.728 384.065 -90,2
(I) Cashflow Neugeschäft 58.700 -106.166 < -100
+ Zahlungen Leasingnehmer 1.262.022 1.189.114 6,1
- Zahlungen/​Rückzahlungen Refinanzierungen
(ohne Einlagengeschäft)
-1.462.882 -999.433 46,4
(II) Cashflow Bestandsgeschäft -200.860 189.681 < -100
(III) Übrige Cashflows laufende Geschäftstätigkeit 78.832 142.159 -44,5
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
(I) + (II) + (III)
-63.328 225.674 < -100
Cashflow aus Investitionstätigkeit -2.589 -19.933 -87,0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -65.694 -40.634 61,7
Summe der Cashflows -131.611 165.107 < -100

Der Cashflow aus Investitionen für neue Leasingforderungen umfasst die Nettoanschaffungswerte für neu erworbene Leasingobjekte und die direkt mit dem Vertragsabschluss entstehenden Kosten. Aufgrund des weiterhin wachsenden Neugeschäftsvolumens stiegen die Investitionen für neue Leasingforderungen im ersten Halbjahr 2024 auf 1.499,7 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: 1.297,7 Mio. EUR). Diesen stehen die Einzahlungen aus der Zunahme der Refinanzierung in Höhe von 1.520,7 Mio. EUR nach 807,5 Mio. EUR in der Vorjahresperiode gegenüber. Der Cashflow aus dem Einlagengeschäft der grenke Bank verringerte sich auf 37,7 Mio. EUR nach 384,1 Mio. EUR in der Vorjahresperiode. In Summe stieg unser Cashflow aus Investitionen in das Neugeschäft auf 58,7 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: - 106,2 Mio. EUR).

Im ersten Halbjahr 2024 wurden 1.462,9 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: 999,4 Mio. EUR) an Refinanzierungen getilgt bzw. zurückgezahlt. Die Zahlungen der Leasingnehmer stiegen auf 1.262,0 Mio. EUR an (Q1 - Q2 2023: 1.189,1 Mio. EUR). Der Cashflow aus dem Bestandsgeschäft sank dementsprechend auf - 200,9 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: 189,7 Mio. EUR).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag im ersten Halbjahr bei - 2,6 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: - 19,9 Mio. EUR). Er beinhaltete hauptsächlich die Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte von 2,7 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: 2,5 Mio. EUR). Im Vorjahr waren Kaufpreiszahlungen für die Übernahme von Franchisegesellschaften in Höhe von 14,5 Mio. EUR enthalten und es wurde eine Kaufpreiszahlung von 3,0 Mio. EUR für den Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an der Miete24 P4Y GmbH geleistet.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtszeitraum - 65,7 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: -40,6 Mio. EUR). Die Ausschüttung der Dividende für das vorangegangene Geschäftsjahr betrug 21,6 Mio. EUR (Q1 -Q2 2023: 20,9 Mio. EUR). Die Zinszahlung auf das Hybridkapital lag bei 15,0 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: 12,9 Mio. EUR). Durch den Erwerb eigener Anteile im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms ergab sich ein Mittelabfluss von 22,5 Mio. EUR (Q1 -Q2 2023: 0,0 Mio. EUR). Zudem resultierte aus der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten ein Mittelabfluss von 6,6 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: 6,8 Mio. EUR).

Somit lag die Summe der Cashflows im ersten Halbjahr 2024 bei - 131,6 Mio. EUR (Q1 - Q2 2023: 165,1 Mio. EUR). Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sank zum Stichtag 30. Juni 2024 entsprechend auf 565,5 Mio. EUR nach 696,9 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023.

2.5.3 Liquidität

Dank unseres ausgewogenen Liquiditätsmanagements verfügen wir über eine solide Liquiditätsausstattung und eine diversifizierte Refinanzierungsstruktur und erfüllten im Berichtszeitraum jederzeit unsere Zahlungsverpflichtungen.

Zur Refinanzierung stehen uns umfangreiche Instrumente zur Verfügung, die je nach Marktbedingungen im Rahmen der Gesamtstrategie eingesetzt werden. Im Wesentlichen basiert die Finanzierung über Fremdkapital auf drei Säulen: den Senior-Unsecured-Instrumenten, die im Wesentlichen auf unser Rating abstellen wie Anleihen, Schuldverschreibungen und Commercial Paper, dem Einlagengeschäft inklusive der Förderdarlehen bei der grenke Bank AG sowie der forderungsbasierten Finanzierung, vor allem ABCP-Programme. Dabei vermeiden wir Fristentransformation auf Portfolioebene und reduzieren dadurch Zinsänderungs- und Anschlussfinanzierungsrisiken auf Portfolioebene auf ein Minimum. Dank unseres breiten Refinanzierungsmixes können wir je nach Bedarf und Marktlage die einzelnen Säulen gezielt nutzen und den Anteil ausbauen oder reduzieren. Gleichzeitig wollen wir aus strategischen Gründen in allen drei Säulen aktiv sein.

Der Refinanzierungsmix bezogen auf die Refinanzierungssäulen des grenke Konzerns verteilte sich zum 30. Juni 2024 wie folgt:

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Mio. EUR 30.06.2024 Anteil in % 31.12.2023 Anteil in %
grenke Bank 1.650 29 1.624 29
Senior-Unsecured 2.884 51 2.748 50
Asset-Backed 1.169 20 1.163 21
Gesamt 5.703 100 5.535 100

Der Anstieg der Refinanzierungsvolumina um 168,1 Mio. EUR auf 5.702,6 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 5.534,5 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus dem gestiegenen Neugeschäft und damit einhergehenden erhöhten Refinanzierungsbedarfs für unser Leasinggeschäft. Dies wurde vor allem durch die Ausgabe einer neuen Benchmark Anleihe in Höhe von 500 Mio. EUR im zweiten Quartal dargestellt.

Die Refinanzierung über Kundeneinlagen der grenke Bank AG erhöhte sich zum Stichtag 30. Juni 2024 auf 1.654,8 Mio. EUR nach 1.617,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023 sowie 1.534,7 Mio. EUR zum vergleichbaren Zeitpunkt des Vorjahres. Dies entspricht einem Anstieg von 2,3 Prozent seit dem 31. Dezember 2023 durch eine intensivere Nutzung der grenke Bank im aktuellen Zinsumfeld.

Im Berichtszeitraum wurde neben der Benchmark Anleihe eine bestehende Anleihe um 50,0 Mio. EUR aufgestockt. Darüber hinaus emittierte der grenke Konzern zwei Schuldscheindarlehen über 10,0 Mio. CHF und 30,0 Mio. GBP. Im kurzfristigen Bereich wurden zwölf Commercial Paper mit einem Gesamtvolumen von 140,0 Mio. EUR emittiert. Planmäßig getilgt wurden im Berichtszeitraum zwei Anleihen in Höhe von 204,1 Mio. EUR sowie Commercial Paper in Höhe von 125,0 Mio. EUR. Vorzeitig zurückbezahlt wurden Anleihen in Höhe von 123,2 Mio. EUR.

Mit Wirkung zum 31. Januar 2024 wurde der seit März 2010 laufende Forderungsvertrag der GRENKE LEASING LIMITED, Guildford/​Vereinig-tes Königreich, mit der Norddeutschen Landesbank Girozentrale beendet und ein Rückkauf aller Forderungen vorgenommen.

Weitere Informationen zu unseren Instrumenten der Refinanzierung und den erfolgten Refinanzierungsmaßnahmen im Berichtszeitraum sind im Konzernanhang unter Tz. 5 "Finanzschulden" dargestellt.

Die offenen Kreditlinien des Konzerns (d.h. Banklinien plus verfügbarem Volumen aus Anleihen und Commercial Paper) betrugen zum Stichtag 3.568,8 Mio. EUR, 540,0 Mio. HUF und 40,0 Mio. PLN (31. Dezember 2023: 3.667,4 Mio. EUR, 540,0 Mio. HUF und 40,0 Mio. PLN).

2.6 Vermögenslage

Im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2023 nahm unsere Bilanzsumme zum 30. Juni 2024 um 231,7 Mio. EUR auf 7,3 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 7,1 Mrd. EUR) zu.

Die Zunahme unseres Vermögens zum 30. Juni 2024 resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der kurz- und langfristigen Leasingforderungen. Unsere größte Bilanzposition, die Leasingforderungen, stieg dabei aufgrund der anhaltend positiven Neugeschäftsentwicklung um 354,8 Mio. EUR auf 6,1 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 5,7 Mrd. EUR) an.

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TEUR 30.06.2024 31.12.2023 Veränderung
(%)
Kurzfristige Vermögenswerte 3.094.722 3.180.347 -2,7
davon Zahlungsmittel 565.975 697.202 -18,8
davon Leasingforderungen 2.131.154 2.076.719 2,6
Langfristige Vermögenswerte 4.236.568 3.919.194 8,1
davon Leasingforderungen 3.923.479 3.623.135 8,3
Summe Vermögenswerte 7.331.290 7.099.541 3,3

Gegenläufig hierzu wirkte der Rückgang der Zahlungsmittel um 131,2 Mio. EUR auf 566,0 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 697,2 Mio. EUR). Dabei befanden sich zum 30. Juni 2024 462,5 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 484,7 Mio. EUR) der Zahlungsmittel auf Konten der Deutschen Bundesbank.

3. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Bezüglich der Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen wird auf die Ausführungen in Tz. 14 des Anhangs zum verkürzten Konzernzwischenabschluss verwiesen.

4. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

4.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In seinem am 16. Juli 2024 veröffentlichten World Economic Outlook rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einem moderaten Aufschwung für den Euroraum und prognostiziert ein Wachstum von 0,9 Prozent für das Jahr 2024 (2023: 0,5 Prozent). Für unseren Heimatmarkt Deutschland erwartet der IWF, dass das Wachstum im Jahr 2024 mit 0,2 Prozent wieder knapp oberhalb der Nulllinie liegen wird (2023: -0,2 Prozent). Für Frankreich und Italien, die zusammen mit Deutschland unsere größten Märkte darstellen, geht der IWF im Jahr 2024 von einem leicht positiven Wachstum in Höhe von 0,9 und 0,7 Prozent (2023: 1,1 und 0,9 Prozent) aus. Von den großen Industrienationen innerhalb der Eurozone soll Spanien mit prognostizierten 2,4 Prozent am stärksten wachsen (2023: 2,5 Prozent).

In den Vereinigten Staaten, wo wir einen zweiten Standort aufbauen, soll das Wachstum im Jahr 2024 mit 2,6 Prozent ähnlich stark wie im Vorjahr ausfallen (2023: 2,5 Prozent).

Als Risiken für den Euroraum und die USA sieht der IWF, dass die Inflationsraten für einen längeren Zeitraum über ihren Zielniveaus verharren und die Zentralbanken aus diesem Grund an ihren restriktiven Geldpolitiken festhalten könnten. Weiter steigende Staatsschulden und wachsende Staatsausgaben könnten zudem den privaten Konsum dämpfen. Protektionistische Maßnahmen wie Einfuhrzölle oder industriepolitische Maßnahmen könnten den Welthandel beeinträchtigen.

Für die Weltwirtschaft hält der IWF im Jahr 2024 ein Wachstum von 3,2 Prozent für wahrscheinlich (2023: 3,3 Prozent), wobei die asiatischen Schwellenländer die Wachstumstreiber sein werden. Insbesondere China und Indien sollen nahezu die Hälfte des weltweiten Wachstums generieren.

Der ifo-Geschäftsklimaindex für die Leasingbranche in Deutschland erreichte im Juni dieses Jahres 15,1 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fiel er damit geringer aus (Juni 2023: 23,9 Punkte), nach 4,9 Punkten im März 2024 zeigt er jedoch eine deutliche Verbesserung im Quartalsvergleich. Der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) erklärte sich den zunehmenden Optimismus der vergangenen Monate dadurch, dass die Leasing-Branche eine Fortführung der Transformationsbemühungen hin zu mehr Nachhaltigkeit und Digitalisierung erwartet, und dass Leasing gebraucht wird, um die dafür anfallenden, hohen Investitionssummen zu stemmen.

4.2 Risiken und Chancen

4.2.1 Risiken

Wir sehen in unserem Bestandsportfolio aktuell eine leicht erhöhte Anzahl an Insolvenzen im Allgemeinen, die sich - auch unter Berücksichtigung des höheren Leasingvolumens - innerhalb der Erwartungen bewegt. Dies führte insgesamt zu einer Schadenquote (Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Verhältnis zum Vermietvolumen) im zweiten Quartal 2024 von 1,2 Prozent (Q2 2023: 0,9 Prozent). Hier könnten sich weiter ansteigende Insolvenzen im zweiten Halbjahr 2024 negativ auf die Schadenquote auswirken.

Ein weiterer gesamtwirtschaftlicher Risikofaktor bleibt derzeit das weiterhin erhöhte Zinsniveau infolge der restriktiven Geldpolitik der EZB. Auch wenn im Juni 2024 eine erste Zinssenkung erfolgte, bleibt das Zinsniveau hoch. Hohe Zinsen gelten im Allgemeinen als Hemmnis für die Konsum- und Investitionsnachfrage und können das Wirtschaftswachstum schwächen.

Unter Berücksichtigung dieser Faktoren erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2024 ein weiter wachsendes Leasingneugeschäftsvolumen gemäß seiner Guidance, siehe dazu Abschnitt 4.3.

Abgesehen von den Nachfrageeffekten konnten wir die höheren Kosten für unsere Refinanzierung aufgrund von Zinssteigerungen in der Vergangenheit stets durch eine Anpassung der Konditionen ausgleichen - mit einer Zeitverzögerung von bis zu drei Monaten. Auch in der aktuellen Phase konnten wir die höheren Zinsen inzwischen vollständig einpreisen und im Markt weiterreichen.

Makroökonomische Risikopotenziale bergen der andauernde Krieg in der Ukraine und die Konflikte im Nahen Osten. Ein ausgedehnter Konflikt im Nahen Osten birgt die Gefahr eines Ölpreisanstiegs, der den Inflationsdruck sowie die Rezessionsgefahr verstärken könnte. Während die Marktreaktionen bisher begrenzt blieben, könnte eine weitere Eskalation zu einer höheren Volatilität und dadurch zu einer allgemein geringeren Liquidität an den Kapitalmärkten führen. Dennoch sieht der Vorstand weiterhin genügend Handlungsspielraum, um die Liquidität für den Konzern kurz-, mittel- und langfristig sicherzustellen. Basis dafür sind zum einen die aktuell hohe Liquiditätsausstattung sowie der unverändert gute und diverse Zugang zu den Refinanzierungsquellen. Darüber hinaus verfügt grenke prinzipiell immer über die Option, das Leasingneugeschäft - und damit den situativen Liquiditätsbedarf - über eine restriktivere Annahme von Leasinganfragen margenoptimiert zu steuern.

Wir sind weder in Russland noch in der Ukraine mit eigenen Niederlassungen vertreten und waren und sind dort auch nicht finanziell engagiert. Auch im Hinblick auf den seit Oktober 2023 wieder aufgeflammten Konflikt im Nahen Osten besteht kein direktes Risiko für grenke. Wir sind weder in Israel noch in den angrenzenden, vom Konflikt unmittelbar betroffenen Ländern und Regionen mit eigenen Niederlassungen vertreten.

Die vergleichsweise hohe Volatilität an den Zins- und Währungsmärkten kann weiterhin temporär zu bilanzrelevanten Bewertungseffekten führen. Diese können sich zeitweilig insbesondere auf die Umrechnung von Fremdwährungspositionen, die Bewertung der Derivate oder die Bewertung von Geschäfts- und Firmenwerten auswirken. Gleichwohl sieht der Vorstand darin keine langfristige Beeinträchtigung der Profitabilität des Geschäftsmodells.

Die grenke AG überwacht die Entwicklung der Risikosituation und die Auswirkungen auf einzelne Märkte sorgfältig. Hinsichtlich der künftigen Entwicklung des Konzerns und der Tochtergesellschaften sind besondere, über das normale Maß hinausgehende und mit dem Geschäft verbundene Risiken nicht zu erkennen. Für eine umfassendere Darstellung der Risiken vgl. Kapitel 5, "Risikobericht", im Geschäftsbericht 2023.

4.2.2 Chancen

Leasing ist weiterhin weltweit ein Wachstumsmarkt. Die einfache und schnelle Verfügbarkeit von Investitionsmitteln sowie positive Effekte auf die Liquidität und Bilanzstrukturen gelten nach wie vor als Erfolgsfaktoren dieser Finanzierungsform. Das gilt insbesondere für kleinere Investitionen bis etwa 50 TEUR, also das Small-Ticket-Segment, auf das grenke spezialisiert ist.

Eindeutig positive Indikatoren in unserem Heimatmarkt wie der Geschäftsklimaindex für die Leasingbranche in Deutschland deuten auf eine Erholung der Nachfrage hin (siehe Abschnitt 4.1). Ähnlich wie der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen halten auch wir eine weitere Stimmungsaufhellung für möglich. Begünstigend könnte die bereits leicht gelockerte Geldpolitik der EZB wirken. Auch bessere Geschäftserwartungen dürften sich positiv auf das Investitionsverhalten und die Leasingnachfrage der KMU in Deutschland im laufenden Jahr auswirken.

In allen unseren internationalen Märkten verfolgen wir eine Strategie des organischen Wachstums durch einen konsequenten Ausbau unserer Geschäftsbasis und unserer Marktanteile. Die Voraussetzungen dafür sind weiterhin gut. Insgesamt in Europa, und insbesondere in unseren Kernmärkten Frankreich, Italien und Spanien, sind die Konjunkturaussichten besser als in Deutschland. Vor diesem Hintergrund rechnen wir europaweit weiterhin mit einer stabilen Entwicklung der Nachfrage nach Small-Ticket-Leasing und unseres realisierten Neugeschäfts.

USA, Kanada und Australien zählen zu unseren künftigen Kernmärkten mit langfristig überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial. Die Erschließung dieser Märkte erfolgt weiterhin planmäßig. Nachdem wir in den USA bereits von Phoenix, Arizona aus seit 2019 aktiv sind, starteten wir beispielsweise im zweiten Quartal dieses Jahres zusätzliche Vertriebsaktivitäten in Chicago, Illinois.

Zusätzliche Chancen ergeben sich durch die kontinuierliche Erweiterung unseres Objektportfolios auf Basis der Entwicklung der Nachfrage auf Kundenseite. So profitieren wir von Megatrends wie der Medizintechnik oder der Robotik. Gleichzeitig ermöglichen wir KMU mit unseren Finanzierungsangeboten Investitionen in Zukunftstechnologien. Dazu zählen vermehrt auch Objekte aus dem Bereich Green Economy, darunter vor allem eBikes, siehe dazu Abschnitt 2.3.1. Mit der Emission unseres ersten Green Bonds im September 2023 haben wir eine umfangreiche Basis zur Refinanzierung von Objekten der Green Economy geschaffen. Mehr Details zu diesen und weiteren Wachstumspotenzialen finden sich im Abschnitt 6.1, Chancenbericht, im Geschäftsbericht 2023.

4.3 Unternehmensprognose

Die nachfolgenden Aussagen zur künftigen Geschäftsentwicklung des grenke Konzerns und zu den dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über die Entwicklung von Markt und Branche basieren daher auf den Einschätzungen, die der Vorstand nach den vorliegenden Informationen derzeit als realistisch beurteilt. Diese sind jedoch mit Unsicherheiten behaftet und bergen das unvermeidbare Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten. Angesichts der Intensität gegenwärtiger geopolitischer Konflikte ist dieser Ausblick mit einem hohen Maß an Unsicherheit behaftet.

Der Vorstand hat im Januar 2024 beschlossen und bekanntgegeben, sich künftig auf das Leasinggeschäft zu fokussieren und deshalb den Verkauf aller Factoringgesellschaften initiiert. Aus dem beabsichtigten Verkauf der Factoringgesellschaften erwartet der Vorstand kurzfristig keine nennenswerten Auswirkungen auf wesentliche KPIs des Konzerns. grenke wird seine Ressourcen und Investitionskraft künftig voll auf die fortschreitende Digitalisierung und das weitere Wachstum im Leasing konzentrieren. Hierbei spielt das Bankgeschäft der grenke Bank AG eine unverändert wichtige Rolle, vor allen Dingen zur Sicherstellung der Refinanzierung über Einlagen.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet der Vorstand ein Leasingneugeschäft zwischen 3,0 und 3,2 Mrd. EUR. Dies entspricht verglichen mit dem Geschäftsjahr 2023 einem erwarteten Zuwachs zwischen 15 und 23 Prozent. Mittelfristig soll sich das Neugeschäftsvolumen mit zweistelligen Wachstumsraten von durchschnittlich ca. 12 Prozent entwickeln. Diese Wachstumsannahme beruht auf der Rückkehr auf den Wachstumspfad.

Im Geschäftsjahr 2024 streben wir eine leichte Steigerung der DB2-Marge im Vergleich zum Vorjahr an (2023: 16,5 Prozent). Mittelfristig ist das Ziel, eine DB2-Marge von rund 17 Prozent zu erreichen. Hierfür sind insbesondere die Refinanzierungskosten und unsere Konditionierung der neu abgeschlossenen Leasingverträge ausschlaggebend, aber auch die durchschnittliche Ticketgröße. Im Geschäftsjahr 2024 wird erwartet, dass der Durchschnittswert pro Leasingvertrag unverändert unterhalb der 10-TEUR-Marke liegt. Die Small-Ticket-Definition umfasst mittlerweile Investitionen von bis zu 50 TEUR, weil neue Technologien wie in den Bereichen Medizin oder Robotics zu einer höheren Nachfrage von kleineren Objekten bis zu 50 TEUR führten. Die Fokussierung auf kleine Tickets bleibt weiterhin wesentlicher Teil unserer Strategie.

Der Vorstand erwartet, dass sich trotz des erhöhten Zinsniveaus die operativen Erträge des Leasingportfolios - bestehend aus der Summe des Zinsergebnisses nach Schadenabwicklung und Risikovorsorge, des Ergebnisses aus dem Servicegeschäft, des Ergebnisses aus dem Neugeschäft sowie aus der Verwertung - im laufenden Geschäftsjahr 2024 positiv entwickeln werden. Ursächlich für diese Einschätzung sind neben dem anhaltend starken Momentum im Leasingneugeschäft auch die konsequente Weitergabe der weiterhin erhöhten Zinsen durch konditionelle Maßnahmen sowie das unverändert risikobewusste Pricing. Ein rezessionsbedingtes Ansteigen von Unternehmensinsolvenzen oder temporäre Verschlechterung der Zahlungsmoral ist durch die Bildung von Risikovorsorge der vergangenen und des aktuellen Quartals reflektiert. Insgesamt erwarten wir bei weitgehend solidem Zahlungsverhalten unserer Kunden, aber leicht steigenden Unternehmensinsolvenzen, entsprechende Aufwendungen für die Risikovorsorge und eine Schadenquote von weiterhin unter 1,5 Prozent p.a. Gleichzeitig erwarten wir etwas höhere Personalkosten: Einerseits sind die Gehälter aufgrund des notwendigen Ausgleichs der hohen Inflation gestiegen, andererseits werden wir unser Team punktuell weiter verstärken, um das gegenwärtige und künftige Wachstum zu realisieren.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet der Vorstand ein Konzernergebnis zwischen 95 und 115 Mio. EUR. Trotz der weiterhin planmäßigen Investition in das Digitalisierungsprogramm streben wir im Jahr 2024 eine Verbesserung der CIR von unter 58 Prozent an. In den Folgejahren soll sich die CIR durch Effizienzgewinne und zunehmenden Digitalisierungsgrad zu einem Niveau von unter 55 Prozent entwickeln. Langfristig streben wir durch unsere Neugeschäftsprofitabilität und das nachhaltige Wachstum sowie unser Digitalisierungsprogramm und eine ausgeprägte Kostendisziplin eine Cost-Income-Ratio von 50 Prozent an.

Auf Grundlage der erwarteten Entwicklung des Konzernergebnisses rechnet grenke - wie in den Vorjahren - mit einer bilanziellen Eigenkapitalquote von mehr als 16 Prozent.

Verkürzter Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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TEUR Q2 2024 Q2 2023 Q1 - Q2 2024 Q1 - Q2 2023
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft * 140.277 113.567 272.415 222.068
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung inklusive des Einlagengeschäfts 49.855 29.536 95.915 54.035
Zinsergebnis 90.422 84.031 176.500 168.033
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 28.301 21.447 55.043 47.887
davon Wertminderungsaufwand 3.830 -6.057 10.913 -1.058
Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge 62.121 62.584 121.457 120.146
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 35.656 32.747 68.439 63.109
Ergebnis aus dem Neugeschäft 17.338 12.778 29.166 24.590
Verwertungsmehr-(+)/​minder(-)ergebnis 2.342 1.049 4.558 936
Operative Erträge insgesamt 117.457 109.158 223.620 208.781
Personalaufwand 48.114 43.979 94.910 85.268
Abschreibungen und Wertminderung 6.354 6.610 12.607 13.423
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 27.548 27.082 51.689 50.997
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.128 4.951 10.119 11.125
Sonstige betriebliche Erträge 2.131 2.040 4.047 4.434
Operatives Ergebnis 33.444 28.576 58.342 52.402
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen -134 -40 -235 -40
Aufwendungen/​Erträge aus der Marktbewertung -1.440 2.320 -2.774 682
Sonstige Zinserträge 8.158 5.664 16.093 9.019
Sonstige Zinsaufwendungen 7.368 5.215 13.850 10.287
Konzernergebnis vor Steuern 32.660 31.305 57.576 51.776
Ertragsteuern 7.493 6.765 12.602 11.377
Konzernergebnis 25.167 24.540 44.974 40.399
davon auf Stammaktionäre und Hybridkapitalgeber der grenke AG entfallendes Ergebnis 26.402 25.510 47.322 43.596
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis -1.235 -970 -2.348 -3.197
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert in EUR) 0,58 0,55 0,80 0,74
Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien 45.891.680 46.495.573 46.155.162 46.495.573

* Zinsen und ähnliche Erträge nach der Effektivzinsmethode berechnet für den Berichtszeitraum 4.974 TEUR (Vorjahr: 4.365 TEUR).

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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TEUR Q2
2024
Q2
2023
Q1 - Q2
2024
Q1 - Q2
2023
Konzernergebnis 25.167 24.540 44.974 40.399
Beträge, die ggf. in künftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden
Zu-/​Rückführung Hedging-Rücklage -86 -987 944 -241
davon Ertragsteuereffekte 2.304 141 -228 34
Veränderung der Währungsumrechnungsdifferenzen/​Effekte aus Hochinflation -280 2.322 -1.507 3.271
davon Ertragsteuereffekte 0 0 0 0
Beträge, die in künftigen Perioden nicht in die GuV umgegliedert werden
Zu-/​Rückführung Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 0 0 0 0
davon Ertragsteuereffekte 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis -366 1.335 -563 3.030
Gesamtergebnis 24.801 25.875 44.411 43.429
davon auf Stammaktionäre und Hybridkapitalgeber der grenke AG entfallendes Gesamtergebnis 26.310 26.833 46.577 46.622
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis -1.509 -958 -2.166 -3.193

Konzern-Bilanz

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TEUR 30.06.2024 31.12.2023
Vermögenswerte
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel 565.975 697.202
Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 3.164 6.880
Leasingforderungen 2.131.154 2.076.719
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 136.954 135.734
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.879 7.214
Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände 22.173 19.702
Steuererstattungsansprüche 22.479 20.956
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 203.944 215.940
Summe kurzfristige Vermögenswerte 3.094.722 3.180.347
Langfristige Vermögenswerte
Leasingforderungen 3.923.479 3.623.135
Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 11.025 11.811
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 80.648 79.501
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 2.671 2.906
Sachanlagen 94.369 88.829
Nutzungsrechte 36.297 35.521
Geschäfts- oder Firmenwerte 34.424 34.373
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 10.536 12.172
Latente Steueransprüche 41.524 29.366
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.595 1.580
Summe langfristige Vermögenswerte 4.236.568 3.919.194
Summe Vermögenswerte 7.331.290 7.099.541
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TEUR 30.06.2024 31.12.2023
Schulden und Eigenkapital
Schulden
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden 2.294.919 1.831.589
Leasingverbindlichkeiten 11.406 11.576
Derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert 7.354 5.235
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 53.190 41.680
Steuerschulden 5.915 7.480
Abgegrenzte Schulden 29.357 38.144
Sonstige kurzfristige Schulden 63.541 60.821
Abgegrenzte Mietraten 97.196 46.124
Summe kurzfristige Schulden 2.562.878 2.042.649
Langfristige Schulden
Finanzschulden 3.295.466 3.587.328
Leasingverbindlichkeiten 25.688 24.500
Derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert 18.069 17.081
Latente Steuerschulden 84.327 68.463
Pensionen 4.665 4.650
Summe langfristige Schulden 3.428.215 3.702.022
Eigenkapital
Grundkapital 46.496 46.496
Kapitalrücklage 298.019 298.019
Gewinnrücklagen 824.291 813.586
Eigene Anteile -22.467 0
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals 10.132 10.877
Summe Eigenkapital der Aktionäre der grenke AG 1.156.471 1.168.978
Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile* 200.000 200.000
Nicht beherrschende Anteile -16.274 -14.108
Summe Eigenkapital 1.340.197 1.354.870
Summe Schulden und Eigenkapital 7.331.290 7.099.541

* Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.

Konzern-Kapitalflussrechnung

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TEUR Q1 - Q2
2024
Q1 - Q2
2023
Konzernergebnis 44.974 40.399
Im Konzernergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung
auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
+ Abschreibungen und Wertminderung 12.607 13.423
- /​ + Gewinne/​Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 13 -5
- /​ + Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/​Aufwendungen 10.236 15.617
+ /​ - Zunahme /​ Abnahme abgegrenzter Schulden, Rückstellungen und Pensionen -8.771 -7.984
= Zwischensumme 59.059 61.450
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit
nach Korrektur um zahlungsunwirksame Posten
+ /​ - Leasingforderungen -354.779 -185.886
+ /​ - Kreditforderungen 6.748 920
+ /​ - Factoringforderungen -4.975 -5.912
+ /​ - Sonstige Vermögenswerte 1.264 59.077
+ /​ - Verbindlichkeiten aus Finanzschulden 171.247 241.996
+ /​ - Sonstige Schulden 68.409 65.943
+ Erhaltene Zinsen 16.093 9.019
- Gezahlte Zinsen -13.850 -10.287
- Ertragsteuerzahlungen -12.544 -10.646
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -63.328 225.674
- Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -2.655 -2.529
- Auszahlungen aus der Akquisition von Tochterunternehmen 0 -14.480
- Auszahlungen für den Erwerb von assoziierten Unternehmen 0 -3.000
+ Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 66 76
= Cashflow aus Investitionstätigkeit -2.589 -19.933
- Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten -6.610 -6.765
- Kuponzahlungen auf Hybridkapital -14.989 -12.946
- Auszahlungen für den Erwerb eigener Anteile -22.467 0
- Dividendenzahlungen an grenke Aktionäre -21.628 -20.923
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -65.694 -40.634
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode 1 696.930 448.605
+ Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -63.328 225.674
+ Cashflow aus Investitionstätigkeit -2.589 -19.933
+ Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -65.694 -40.634
+ /​ - Veränderung aufgrund Währungsumrechnung 163 -56
= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende der Periode 1 565.482 613.656

1 Abzüglich passiver Kontokorrentkonten.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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TEUR Grund-
kapital
Kapital-
rücklage
Gewinn-
rücklagen/​
Konzern-
ergebnis
Eigene
Anteile
Hedging-
Rücklage
Rücklage
für versi-
cherungs-
mathe-
matische
Gewinne/​
Verluste
Eigenkapital zum
01.01.2024
46.496 298.019 813.586 3.064 137
Konzernergebnis 36.824
Sonstiges Ergebnis 944
Gesamtergebnis 36.824 944
Gezahlte Dividende -21.628
Kuponzahlung für
Hybridkapital
Steueranteil für
Hybridkapital
-4.491
Kauf eigener Anteile -22.467
Eigenkapital zum
30.06.2024
46.496 298.019 824.291 -22.467 4.008 137
Eigenkapital zum
01.01.2023
46.496 298.019 799.475 13.201 1.171
Konzernergebnis 34.528
Sonstiges Ergebnis -241
Gesamtergebnis 34.528 -241
Gezahlte Dividende -20.923
Kuponzahlung für
Hybridkapital
Steueranteil für
Hybridkapital
-3.878
Transaktionen mit NCI -29.905
Eigenkapital zum
30.06.2023
46.496 298.019 779.297 12.960 1.171
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TEUR Währungs-
umrech-
nung/​
Hochinfla-
tion
Neubewer-
tungsrück-
lage aus
Eigenkapi-
talinstru-
menten
Summe
Eigen-
kapital
Aktionäre
der
grenke AG
Zusätz-
liche
Eigen-
kapitalbe-
standteile
Nicht be-
herrschen-
de Anteile
Summe
Eigen-
kapital
Eigenkapital zum
01.01.2024
10.901 -3.225 1.168.978 200.000 -14.108 1.354.870
Konzernergebnis 36.824 10.498 -2.348 44.974
Sonstiges Ergebnis -1.689 -745 182 -563
Gesamtergebnis -1.689 36.079 10.498 -2.166 44.411
Gezahlte Dividende -21.628 -21.628
Kuponzahlung für
Hybridkapital
-14.989 -14.989
Steueranteil für
Hybridkapital
-4.491 4.491
Kauf eigener Anteile -22.467 -22.467
Eigenkapital zum
30.06.2024
9.212 -3.225 1.156.471 200.000 -16.274 1.340.197
Eigenkapital zum
01.01.2023
6.165 -3.225 1.161.302 200.000 -29.135 1.332.167
Konzernergebnis 34.528 9.068 -3.197 40.399
Sonstiges Ergebnis 3.267 3.026 4 3.030
Gesamtergebnis 3.267 37.554 9.068 -3.193 43.429
Gezahlte Dividende -20.923 -20.923
Kuponzahlung für
Hybridkapital
-12.946 -12.946
Steueranteil für
Hybridkapital
-3.878 3.878
Transaktionen mit NCI -29.905 12.958 -16.947
Eigenkapital zum
30.06.2023
9.432 -3.225 1.144.150 200.000 -19.370 1.324.780

Anhang des verkürzten Konzernzwischenabschlusses

1. Allgemeine Angaben

Die grenke AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Baden-Baden, Neuer Markt 2, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer 201836 eingetragen. Gegenstand des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der grenke AG (im Folgenden als "Konzernzwischenabschluss" bezeichnet) zum 30. Juni 2024 sind die grenke AG sowie ihre Tochterunternehmen und konsolidierten strukturierten Unternehmen (im Folgenden als "grenke Konzern" bezeichnet). Dieser Konzernzwischenabschluss ist in Übereinstimmung mit den für die Zwischenberichterstattung anzuwendenden IFRS (IAS 34), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht und durch die Europäische Union (EU) in europäisches Recht übernommen wurden, aufgestellt worden. Er ist in Zusammenhang mit dem IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 zu lesen. Es erfolgte eine prüferische Durchsicht im Sinne von § 115 WpHG des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts zum 30. Juni 2024.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, die im Konzernzwischenabschluss angewendet wurden, entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Ausnahmen hiervon betreffen Änderungen, die sich durch die verpflichtende Anwendung neuer Rechnungslegungsstandards ergeben haben, welche in den nachfolgenden Abschnitten erläutert werden. Von der vorzeitigen Anwendung von geänderten Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2025 oder später verpflichtend umzusetzen sind, wurde abgesehen. Die grenke AG wird diese Standards zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umsetzen und erwartet daraus keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung.

Für diesen Zwischenabschluss gelten die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023, auf den wir an dieser Stelle verweisen. Zudem ergänzen wir die nachfolgenden Sachverhalte.

2.1 Erstmals anzuwendende, überarbeitete und neue Rechnungslegungsstandards

Im Geschäftsjahr 2024 wurden im grenke Konzern alle neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen berücksichtigt, die erstmals verbindlich seit dem 1. Januar 2024 anzuwenden waren und bereits in europäisches Recht übernommen wurden (Endorsement), sofern diese für den grenke Konzern relevant waren.

Alle nachfolgenden neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen haben keinen oder nur unwesentlichen Einfluss auf die Bilanzierung und Berichterstattung im Konzernabschluss der grenke AG. Für weiterführende Erläuterungen verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2023.

Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" zur Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig und Klassifizierung von langfristigen Schulden mit Nebenbedingung

Im Januar 2020 wurden die Änderungen an IAS 1 zur Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig veröffentlicht. Gegenstand der Änderungen an IAS 1 ist die Klarstellung, dass im Rahmen der Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurzoder langfristig auf bestehende Rechte des Unternehmens zum Abschlussstichtag abzustellen ist.

Der IASB veröffentlichte im Oktober 2022 Änderungen an IAS 1 zur Klassifizierung langfristiger Schulden mit Nebenbedingungen. Gegenstand der Änderung an IAS 1 ist die Klarstellung, dass Nebenbedingungen, die vor oder am Bilanzstichtag einzuhalten sind, Auswirkungen auf die Klassifizierung als kurz- oder langfristig haben können. Keinen Einfluss auf die Klassifizierung als kurz- oder langfristig haben hingegen Nebenbedingungen, die lediglich nach dem Bilanzstichtag einzuhalten sind.

Änderungen an IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zur Bilanzierung von Leasingverbindlichkeiten aus Sale-and-Leaseback-Transaktionen

Die Änderungen an IFRS 16 dienen der Klarstellung hinsichtlich der Folgebewertung einer Leasingverbindlichkeit im Fall einer Sale-and-Leaseback-Transaktion. Gemäß den Änderungen an IFRS 16 ist die Leasingverbindlichkeit so zu bewerten, dass bei der Folgebewertung kein Gewinn oder Verlust realisiert wird, soweit dieser das zurückbehaltene Nutzungsrecht betrifft.

Änderungen an IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" zu Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen

Gegenstand der Änderungen sind zusätzliche Anhangangaben im Zusammenhang mit Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen, zu denen insbesondere Reverse-Factoring-Vereinbarungen zählen. Die Änderungen ergänzen die Anforderungen, die bereits in den IFRS enthalten sind und verpflichten Unternehmen im Hinblick auf Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen zur Offenlegung von Konditionen und Bedingungen, Nennung der Bilanzposten und der Buchwerte zu Beginn und zum Ende der Berichtsperiode, Bandbreiten von Zahlungsfristen und Risikokonzentrationen.

2.2 Bereits veröffentlichte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen - noch nicht umgesetzt

Vom IASB wurden folgende neue und geänderte Standards oder Interpretationen veröffentlicht, die erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden sind. Verschiedene Standards davon haben die Anerkennung in europäisches Recht ("Endorsement") der EU bereits durchlaufen. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung wird von diesen Standards ausdrücklich zugelassen. Die grenke AG macht von diesem Wahlrecht grundsätzlich keinen Gebrauch. Diese Standards werden zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umgesetzt.

Voraussichtlich werden die nachfolgenden Änderungen keinen wesentlichen Einfluss auf die Berichterstattung im Konzernabschluss der grenke AG haben, sofern nicht explizit genannt.

Änderungen an IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" zur Bilanzierung bei einem Mangel an Umtauschbarkeit

Gegenstand der Änderungen an IAS 21 sind detaillierte Regelungen, nach denen zu bestimmen ist, ob eine Währung gegen eine andere umtauschbar ist und wie Wechselkurse zu bestimmen sind, wenn die Umtauschbarkeit nicht gegeben ist. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2025 beginnen. Für Unternehmen, die nach den in der EU anzuwendenden IFRS bilanzieren, gelten die Regelungen nach der Übernahme in europäisches Recht. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus.

Änderungen an IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" zur Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten

Die Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7 betreffen die Ausbuchung von elektronisch übertragenen finanziellen Verbindlichkeiten, die Anwendung des Zahlungsstromkriteriums für Zwecke der Kategorisierung von Finanzinstrumenten in verschiedenen Konstellationen sowie zusätzliche Anhangangaben nach IFRS 7.

Hinsichtlich finanzieller Verbindlichkeiten, die über einen elektronischen Zahlungsweg getilgt wurden, wird Unternehmen zukünftig ein Wahlrecht bezüglich des Ausbuchungszeitpunkts eingeräumt. Das Wahlrecht ermöglicht die Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit bei Nutzung eines elektronischen Zahlungsverkehrssystems bereits vor dem Erfüllungstag. Im Hinblick auf die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte mit dem Zahlungsstromkriterium, insbesondere bei Vorliegen von ESG-bezogenen oder ähnlichen Bedingungen, werden Anpassungen an den Abgrenzungskriterien des IFRS 9 vorgenommen. Darüber hinaus enthalten die Änderungen Neuerungen zur Klassifizierung nicht rückgriffsberechtigter Vermögenswerte und vertraglich geknüpfter Instrumente. Bei den Anhangangaben nach IFRS 7 erfolgen unter anderem Ergänzungen hinsichtlich der Berichterstattung über Eigenkapitalinstrumente, die als "at Fair Value through Other Comprehensive Income" (FVtOCI) klassifiziert wurden. Zum anderen werden Angaben zu Finanzinstrumenten mit Zahlungsströmen, deren Höhe oder Zeitpunkt vom Eintreten oder Nichteintreten eines bedingten Ereignisses abhängt, eingeführt.

Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2026 beginnen. Für Unternehmen, die nach den in der EU anzuwendenden IFRS bilanzieren, gelten die Regelungen nach der Übernahme in europäisches Recht. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus. grenke überprüft zurzeit den voraussichtlichen Einfluss der Anforderungen auf den Konzernabschluss.

IFRS 18 "Darstellung und Angaben im Abschluss"

Der IASB hat am 9. April 2024 IFRS 18 "Darstellung und Angaben im Abschluss" veröffentlicht. Mit dem neuen Standard sollen Investoren transparentere und vergleichbarere Informationen über die finanzielle Leistungsfähigkeit von Unternehmen erhalten, um eine bessere Entscheidungsgrundlage zu schaffen. Der neue Standard IFRS 18 ersetzt den bisherigen Standard IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und enthält Anforderungen an die Darstellung und Offenlegung von Informationen in Abschlüssen.

Die wesentlichen Änderungen infolge der Einführung von IFRS 18 sind nachfolgend kurz dargestellt. Im Hinblick auf die Gewinn- und Verlustrechnung werden drei neue Kategorien (betrieblich, investiv und Finanzierung) mit entsprechenden Zuordnungsregeln eingeführt. Daneben verlangt IFRS 18 in der Gewinn- und Verlustrechnung die Darstellung bestimmter Summen und Zwischensummen. Darüber hinaus hat der Anhang zukünftig Informationen zu vom Management definierten, öffentlich kommunizierten Leistungskennzahlen (sog. "Management-defined Performance Measures" (MPMs)), einschließlich einer Überleitung auf die nächstgelegenen vergleichbaren IFRS-Zwischensummen, zu enthalten. Darüber hinaus werden zusätzliche Grundsätze zur Aggregation und Disaggregation von Posten eingeführt. Begrenzte Änderungen betreffen ebenso IAS 7 "Kapitalflussrechnung", indem etwa die bisherigen Zuordnungswahlrechte bei erhaltenen und gezahlten Dividenden und Zinsen abgeschafft werden.

Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2027 beginnen. Für Unternehmen, die nach den in der EU anzuwendenden IFRS bilanzieren, gelten die Regelungen nach der Übernahme in europäisches Recht. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus. grenke überprüft zurzeit den voraussichtlichen Einfluss der Anforderungen auf den Konzernabschluss.

IFRS 19 "Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben"

Der IASB hat am 9. Mai 2024 den neuen Standard IFRS 19 "Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben" veröffentlicht. Der neue Standard erlaubt bestimmten Tochterunternehmen, insbesondere solchen, die keine Finanzinstitute und nicht kapitalmarktorientiert sind, die IFRS-Rechnungslegungsstandards mit reduzierten Anhangangaben anzuwenden. Die Anwendung von IFRS 19 durch ein Tochterunternehmen setzt voraus, dass das Tochterunternehmen keiner öffentlichen Rechenschaftspflicht unterliegt und sein Mutterunternehmen einen IFRS-Konzernabschluss erstellt. Die Erleichterungen beziehen sich lediglich auf die Anhangangaben. Die Vorschriften zum Ansatz, Bewertung und Ausweis der anderen IFRS-Standards finden weiterhin Anwendung.

Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2027 beginnen. Für Unternehmen, die nach den in der EU anzuwendenden IFRS bilanzieren, gelten die Regelungen nach der Übernahme in europäisches Recht. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus.

3. Verwendung von Annahmen und Schätzungen

Bei der Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.

Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst und erfolgen in den nachfolgend dargestellten Bereichen.

Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte

Die Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte beruht auf Annahmen und Schätzungen zum Ausfallrisiko und zu den erwarteten Verlustraten. Der Konzern übt bei der Festlegung dieser Annahmen und der Auswahl der Inputfaktoren für die Berechnung der Wertminderung Ermessen aus, basierend auf Erfahrungen des Konzerns aus der Vergangenheit, bestehenden Marktbedingungen sowie zukunftsgerichteten Schätzungen zum Ende jeder Berichtsperiode. Entsprechend den Verlautbarungen von verschiedenen Regulatoren (ESMA, EBA) wird eine Beurteilung der Modellierung der IFRS 9 Wertberichtigung und der Schätzung der erwarteten Kreditverluste (ECL) vorgenommen. Das ECL-Modell wird inklusive der Inputparameter und der Teilmodelle anlassbezogen und mindestens einmal jährlich validiert und gegebenenfalls aktualisiert.

Zur Ermittlung der Risikovorsorge gemäß IFRS 9 werden erwartete Kreditausfälle verschiedener makroökonomischer Szenarien gewichtet. grenke berechnet hierfür ein negatives, ein positives sowie ein Basisszenario. Die unterstellten Entwicklungen des Bruttoinlandsprodukts sind je Szenario folgender Tabelle zu entnehmen:

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Bruttoinlandsprodukt 01.07.2024 - 31.12.2024 01.01.2025 - 31.12.2025
negativ Basis positiv negativ Basis positiv
Euroraum -6,3 % 0,5 % 2,5 % 0,5 % 1,4 % 2,5 %
Deutschland -3,8 % 0,2 % 2,2 % 0,2 % 1,3 % 2,2 %
Frankreich -7,5 % 0,7 % 2,3 % 0,7 % 1,4 % 2,3 %
Italien -9,0 % 0,7 % 1,8 % 0,7 % 0,7 % 1,8 %
Spanien -11,2 % 1,9 % 3,5 % 1,9 % 2,1 % 3,5 %
Vereinigtes Königreich -10,4 % 0,5 % 2,6 % 0,5 % 1,5 % 2,6 %
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Bruttoinlandsprodukt 01.01.2026 - 31.12.2026
negativ Basis positiv
Euroraum 1,4 % 1,4 % 2,5 %
Deutschland 1,3 % 1,5 % 2,2 %
Frankreich 1,4 % 1,6 % 2,3 %
Italien 0,7 % 0,2 % 1,8 %
Spanien 2,1 % 1,8 % 3,5 %
Vereinigtes Königreich 1,5 % 1,7 % 2,6 %

Die Höhe der Risikovorsorge der laufenden Leasingforderungen je Szenario ist in folgender Tabelle aufgeführt:

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Szenarien zum 30. Juni 2024
TEUR negativ Basis positiv
Risikovorsorge 134.294 119.652 114.772
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Szenarien zum 31. Dezember 2023
TEUR negativ Basis positiv
Risikovorsorge 147.476 124.364 104.158

Basisszenario: Eine stabile geopolitische Lage und moderate Handelsbeziehungen fördern eine vorsichtige wirtschaftliche Erholung. Die Inflation bleibt unter Kontrolle, was eine vorsichtige geldpolitische Haltung der Zentralbanken ermöglicht. Die Arbeitslosenquote sinkt langsam durch Unterstützung von Arbeitsmarkt- und Umschulungsprogrammen. Das wirtschaftliche Wachstum setzt sich fort, jedoch ohne explosive Wachstumsraten, getragen durch moderate Investitionen in Infrastruktur und neue Technologien. Die Inflation stabilisiert sich im Zielbereich der EZB (im Euroraum), und die Fiskalpolitik bleibt moderat expansiv, um das Wachstum zu unterstützen. Die Arbeitslosigkeit geht allmählich zurück, unterstützt durch strukturelle Reformen und gezielte Programme zur Förderung der Beschäftigung.

Negatives Szenario: Anhaltende geopolitische Unsicherheiten und Handelskonflikte mindern das Vertrauen von Verbrauchern und Unternehmen, was zu geringerer wirtschaftlicher Aktivität führt.

Die anhaltende hohe Inflation, verursacht durch Lieferkettenprobleme und gestiegene Produktionskosten, zwingt die Zentralbanken zu restriktiven geldpolitischen Maßnahmen. Diese Maßnahmen wirken sich negativ auf Investitionen in Schlüsselindustrien und Infrastrukturprojekte aus, was die langfristigen Wachstumsperspektiven weiter verschlechtert. Die Arbeitslosenquote steigt, da Unternehmen Kosten senken und Arbeitsplätze abbauen, was zu einer Verschärfung der wirtschaftlichen Schwäche führt.

Positives Szenario: Stabile geopolitische Lage und verbesserte Handelsbeziehungen stärken das Vertrauen der Verbraucher und Unternehmen, was zu robustem Wirtschaftswachstum führt. Moderate Inflation ermöglicht eine unterstützende Geldpolitik der Zentralbanken, die das Wirtschaftswachstum fördert. Die Arbeitslosigkeit sinkt, unterstützt durch gezielte Arbeitsmarktprogramme und steigende Investitionen in Bildung und Umschulung. Nachhaltiges Wachstum wird durch Investitionen in grüne Technologien und Digitalisierung gefördert, was die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit steigert. Langfristiges Wirtschaftswachstum wird durch technologische Innovationen und ökologische Transformation unterstützt, während robuste Arbeitsmärkte und stabile soziale Sicherungssysteme die langfristige wirtschaftliche Stabilität sichern.

In sämtlichen Szenarien werden keine Mindestausfallraten (Floors) berücksichtigt.

Die Eintrittswahrscheinlichkeiten der Makroszenarien werden länderspezifisch ermittelt, um die unterschiedlichen wirtschaftlichen sowie politischen Begebenheiten des jeweiligen Landes zu würdigen. Diese Szenariogewichte werden zum einen aus öffentlichen Daten der EZB abgeleitet. Diese stellt durch eine Umfrage unter verschiedenen Analysten eine Wahrscheinlichkeitsverteilung für das BIP der Jahre 2024 bis 2026 auf. Aus diesen Wahrscheinlichkeitsverteilungen können Eintrittswahrscheinlichkeiten für einzelne Szenarien berechnet werden. Zum anderen werden zur länderspezifischen Bestimmung der Eintrittswahrscheinlichkeiten die öffentlich zugänglichen BIP-Erwartungen sowie die historischen BIP-Betrachtungen des IWF herangezogen.

Zum 30. Juni 2024 sind die Szenarien in den Kernmärkten des grenke Konzerns wie folgt gewichtet:

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Szenariogewichtung 01.07.2024 - 31.12.2024 01.01.2025 - 31.12.2025
negativ Basis positiv negativ Basis positiv
Deutschland 40,8 % 58,3 % 0,9 % 9,3 % 80,4 % 10,3 %
Frankreich 20,6 % 77,5 % 1,9 % 8,4 % 81,3 % 10,3 %
Italien 21,8 % 73,3 % 4,9 % 19,5 % 73,9 % 6,6 %
Spanien 1,7 % 96,8 % 1,5 % 3,8 % 93,2 % 3,0 %
Vereinigtes Königreich 30,2 % 69,1 % 0,7 % 7,6 % 86,1 % 6,3 %
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Szenariogewichtung 01.01.2026 - 31.12.2026
negativ Basis positiv
Deutschland 8,0 % 76,8 % 15,2 %
Frankreich 7,1 % 77,6 % 15,3 %
Italien 41,3 % 55,8 % 2,9 %
Spanien 5,1 % 92,7 % 2,2 %
Vereinigtes Königreich 5,8 % 84,2 % 10,0 %

Im Rahmen der Risikovorsorge wurden zusätzlich zu der im Modell nach IFRS 9 berechneten Risikovorsorge Management Adjustments auf zukünftige schwer kalkulierbare bzw. neuartige Risiken (sog. Novel Risks) gebildet. Diese Adjustments decken unter anderem geopolitische Risiken sowie zusätzliche Unsicherheiten durch Rezession, Liefer- und Energieengpässe und Inflation ab. Zum Stichtag betrugen diese zusätzlichen Management Adjustments insgesamt 18.150 TEUR. Diese beinhalten ein In-Model Adjustment in Höhe von 4.321 TEUR, welches die erhöhte wirtschaftliche Unsicherheit über die Erhöhung von PD-Faktoren abbildet. Für die laufenden Leasingforderungen wurden im Normalszenario entsprechend wirtschaftlicher Unsicherheiten die PD-Faktoren erhöht. Darüber hinaus wurde ein Post-Model Adjustment in Höhe von 13.829 TEUR gebildet. Dieses wird zur Abdeckung schwer kalkulierbarer Risiken auf Basis einer zusätzlichen Sensitivitätsanalyse ermittelt. Dabei wurden die Stabilität der Lieferketten und die Kritikalität der Energieintensität landesgruppenspezifisch zu einer Brancheneinschätzung aggregiert und bewertet. Aufgrund der Tatsache, dass sich Risiken für gebildete Adjustments bereits teilweise im IFRS 9 Modell realisiert haben und insbesondere die Auswirkungen der geopolitischen Risiken im Rahmen der Auseinandersetzungen in der Ukraine und im Nahen Osten überschätzt wurden, konnten die Management Adjustments entsprechend neuer Erkenntnisse reduziert werden. Die erforderlichen Adjustments werden laufend überprüft und soweit notwendig entsprechend aktualisiert.

Berücksichtigung kalkulierter Restwerte am Ende der Vertragslaufzeit im Rahmen der Ermittlung des Barwerts von Leasingforderungen

Nicht garantierte (kalkulierte) Restwerte werden im Rahmen der Ermittlung des Barwerts der Leasingforderungen gemäß der Definition des IFRS 16 berücksichtigt. Die kalkulierten Restwerte am Ende der Vertragslaufzeit ermitteln sich in Abhängigkeit von der Laufzeitgruppe des jeweiligen Leasingvertrags und beinhalten das erwartete Nachgeschäft am Ende der Laufzeit, basierend auf historischen Erfahrungswerten. Für Zugänge seit dem 1. Januar 2024 betragen sie zwischen 1 und 30 Prozent der Anschaffungskosten (Vorjahr: seit dem 1. Januar 2023 zwischen 1 und 25 Prozent). Die kalkulierten Restwerte werden dabei anhand statistischer Auswertungen im Rahmen einer bestmöglichen Schätzung angesetzt. Im Fall eines Absinkens der tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend aus Verwertung und sogenannter Nachmiete) erzielbaren Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg unberücksichtigt bleibt.

Annahmen im Rahmen des Werthaltigkeitstests bei der Bewertung der bestehenden Geschäftsoder Firmenwerte

Die der Discounted-Cashflow-Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte zugrundeliegenden Cashflows basieren auf den aktuellsten Geschäftsplänen und internen Planungen. In diesem Zusammenhang werden Annahmen über die künftigen Ertrags- und Aufwandsentwicklungen getroffen. Dabei werden künftige Wachstumsraten der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis bisheriger Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte Ertrags- und Aufwandsverläufe unter Berücksichtigung aktueller und zu erwartender Marktentwicklungen in die Zukunft projiziert.

Die ermittelten Planungen reflektieren die bestmöglichen Einschätzungen zur weiteren Entwicklung der makroökonomischen Rahmenbedingungen sowie der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die hierbei getroffenen Einschätzungen sowie die zugrundeliegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die ermittelten Werte haben.

Aufgrund des aktuellen politischen und ökonomischen Gesamtumfelds sind die Schätzungen hinsichtlich der weiteren Neugeschäfts- und Renditeentwicklungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten weiterhin mit zusätzlichen Unsicherheiten verbunden. Sollten wesentliche Annahmen von den tatsächlichen Größen abweichen, könnte dies in der Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen führen.

Der grenke Konzern hat zum Stichtag untersucht, ob ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte vorliegen könnte. Zum Stichtag bestand, unter Berücksichtigung der Veränderung der Bewertungsparameter sowie der wirtschaftlichen Entwicklungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, kein Wertminderungsbedarf der Geschäfts- oder Firmenwerte. Der für die Werthaltigkeitsermittlung maßgebliche risikolose Zinssatz betrug 2,6 Prozent zum 30. Juni 2024, gegenüber 2,2 Prozent zum 31. Dezember 2023. Damit stiegen die Abzinsungssätze, die zur Diskontierung der geplanten Zahlungsströme der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten heranzuziehen sind, zwar in der ersten Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2024 leicht an. Der risikolose Zinssatz von 2,6 Prozent zum 30. Juni 2024 lag aber weiterhin unterhalb des Zinsniveaus von 3,0 Prozent, das im Rahmen des letzten planmäßigen Wertminderungstests zum 1. Oktober 2023 anzusetzen war, sodass keine Anhaltspunkte für eine mögliche Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte bestanden. Sollten die Abzinsungssätze jedoch erneut stark steigen, könnte dies zu erfolgswirksamen Wertminderungen in künftigen Berichtsperioden führen.

Ansatz von Leasinggegenständen in Verwertung zu kalkulierten Restwerten

Die Bewertung der Leasinggegenstände in Verwertung erfolgt auf Basis der Verwertungserlöse, die über das vergangene Geschäftsjahr im Durchschnitt je Altersklasse in Bezug auf die ursprünglichen Anschaffungskosten erzielt werden konnten. Leasinggegenstände in der Verwertung werden in Abhängigkeit von ihrer tatsächlichen Verwertbarkeit mit den aus der Vergangenheit ermittelten Restwerten bewertet. Die angesetzten Restwerte betragen zum Stichtag zwischen 2,4 und 13,6 Prozent (Vorjahr: zwischen 2,6 und 16,8 Prozent) der ursprünglichen Anschaffungskosten. Sofern eine Verwertung aufgrund des Zustands des entsprechenden Gegenstandes unrealistisch erscheint, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben.

Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten

Die beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten, die nicht mithilfe von Daten aus aktiven Märkten unmittelbar abgeleitet werden können, werden unter der Verwendung von Bewertungsverfahren bestimmt. Die Inputparameter dieser Modelle stützen sich, soweit möglich, auf beobachtbare Marktdaten. Ist dies nicht möglich, stellt die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte in gewissem Maß eine Ermessensentscheidung dar. Die Ermessensentscheidungen betreffen Inputparameter wie Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko und Volatilität. Änderungen der Annahmen bezüglich dieser Inputparameter können sich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert der Finanzinstrumente auswirken. Sind beobachtbare Preise und Parameter verfügbar, werden sie für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes genutzt, ohne dass Einschätzungen im großen Umfang erforderlich wären.

Ansatz und Bewertung latenter Steuern auf Verlustvorträge

Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maß erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintritts und der Höhe des zukünftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.

Ansatz und Bewertung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden

Aufgrund der Komplexität der Steuergesetzgebung ergeben sich möglicherweise unterschiedliche Auslegungen und Interpretationen von Steuergesetzen durch den Steuerpflichtigen und die lokale Finanzbehörde. Dadurch kann es zu nachträglichen Steuerzahlungen für vergangene Geschäftsjahre kommen. Für den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte Beträge wahrscheinlich nicht realisiert werden können (unsichere Steuerpositionen), werden Steuerrückstellungen gebildet. Der Betrag ermittelt sich aus der besten Schätzung der erwarteten Steuerzahlung. Steuerforderungen aus unsicheren Steuerpositionen werden dann bilanziert, wenn es wahrscheinlich und damit hinreichend gesichert ist, dass sie realisiert werden können. Die Annahmen, in welcher Höhe unsichere Steuerpositionen angesetzt werden, basieren auf der Einschätzung der Unternehmensleitung.

Wir verweisen hierzu auf die geschilderten Bilanzierungsmethoden im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023.

4. Leasingforderungen

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Leasingforderungen:

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TEUR 30.06.2024 31.12.2023
Entwicklung der Leasingforderungen aus laufenden Verträgen
(performende Leasingforderungen)
Forderungen zu Periodenbeginn 5.714.698 5.285.022
+ Veränderung in der Periode 320.785 429.676
Leasingforderungen (kurz- und langfristig) aus laufenden Verträgen zum Periodenende 6.035.483 5.714.698
Entwicklung der Leasingforderungen aus gekündigten/​rückständigen Verträgen
(nicht performende Leasingforderungen)
Bruttoforderungen zu Periodenbeginn 461.962 443.506
+ Zugänge Bruttoforderungen in der Periode 87.472 115.361
- Abgänge Bruttoforderungen in der Periode 42.913 96.905
Bruttoforderungen zum Periodenende 506.521 461.962
Summe Bruttoforderungen gekündigt und laufend 6.542.004 6.176.660
Wertminderungen zu Periodenbeginn 476.806 484.584
+ Veränderung kumulierte Wertminderungen in der Periode 10.565 -7.778
Wertminderungen zu Periodenende 487.371 476.806
Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zu Periodenbeginn 5.699.854 5.243.944
Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zum Periodenende 6.054.633 5.699.854

Die folgende Übersicht zeigt die Brutto-Leasingforderungen und die hierauf gebildete Wertberichtigung pro IFRS 9 Wertberichtigungsstufe. Der grenke Konzern verfügt über keine als POCI (Purchased or Originated Credit Impaired) klassifizierten Finanzinstrumente im Sinne des IFRS 9:

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30.06.2024 31.12.2023
TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Summe
Bruttoforderungen Deutschland 1.184.597 57.436 35.856 1.277.889 1.248.638
Frankreich 1.220.674 82.372 146.680 1.449.726 1.355.908
Italien 721.607 53.474 145.302 920.383 900.684
Sonstige Länder 2.384.599 181.667 327.740 2.894.006 2.671.430
Summe Bruttoforderungen 5.511.477 374.949 655.578 6.542.004 6.176.660
Wertberichtigung 67.028 33.213 387.130 487.371 476.806
Buchwert 5.444.449 341.736 268.448 6.054.633 5.699.854

Die Brutto-Leasingforderungen sind aufgrund des Neugeschäftswachstums im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um 5,9 Prozent gestiegen. Darüber hinaus haben sich die Wertberichtigungen um 2,2 Prozent erhöht. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen höhere Wertberichtigungen in Stufe 3. Hierbei ist hervorzuheben, dass im grenke Konzern nach wie vor ein konservativer Ansatz Anwendung findet.

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30.06.2024 31.12.2023
TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Summe
Bruttoforderungen zum 01.01.2024 5.222.096 367.149 587.415 6.176.660 5.728.528
Neu ausgereichte oder erworbene
finanzielle Vermögenswerte*
1.398.274 59.821 25.784 1.483.879 2.488.072
Umbuchungen
zu Stufe 1 63.962 -51.112 -12.850 0 0
zu Stufe 2 -112.342 150.597 -38.255 0 0
zu Stufe 3 -114.229 -71.695 185.924 0 0
Änderung der Risikovorsorge durch Stufenänderung -18.176 -32.209 -20.917 -71.302 -124.783
Einvernehmliche Vertragsauflösung oder Zahlungen
für finanzielle Vermögenswerte
(ohne Ausbuchungen)
-1.392.307 -81.350 -33.535 -1.507.192 -2.200.443
Änderungen der vertraglichen Zahlungsströme infolge
von Modifikation (keine Ausbuchung)
0 0 0 0 0
Änderung durch Veränderung Bearbeitungsklasse bei
Schadensfällen
0 0 -4.803 -4.803 -12.950
Änderungen der Modelle/​Risikoparameter für ECL-
Berechnung
-4 0 0 -4 -3
Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte 340 -446 -45.638 -45.744 -97.265
Währungsumrechnungs- und sonstige Differenzen -8.826 1.543 -1.918 -9.201 4.505
Aufzinsung 472.689 32.651 14.371 519.711 390.999
Bruttoforderungen zum 30.06.2024 5.511.477 374.949 655.578 6.542.004 6.176.660

* Die in Stufe 2 und 3 angegebenen Werte betreffen im Geschäftsjahr neu ausgereichte Leasingforderungen, die zum Zugangszeitpunkt der Stufe 1 zugeordnet waren, aber im Lauf des Geschäftsjahres einer anderen Stufe zugeteilt wurden.

Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen und langfristigen Leasingforderungen:

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30.06.2024 31.12.2023
TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Summe
Anfangsbestand Wertberichtigung 70.565 44.789 361.452 476.806 484.584
Neu ausgereichte oder erworbene finanzielle Vermögenswerte* 18.164 8.346 7.290 33.800 71.470
Umbuchungen
zu Stufe 1 5.816 -4.177 -1.639 0 0
zu Stufe 2 -2.082 10.123 -8.041 0 0
zu Stufe 3 -2.284 -11.289 13.573 0 0
Änderung der Risikovorsorge durch Stufenänderung -4.763 447 44.485 40.169 61.077
Einvernehmliche Vertragsauflösung oder Zahlungen
für finanzielle Vermögenswerte
(ohne Ausbuchungen)
-23.130 -10.415 -14.363 -47.908 -64.991
Änderungen der vertraglichen Zahlungsströme infolge
von Modifikation (keine Ausbuchung)
0 0 0 0 0
Änderung durch Veränderung Bearbeitungsklasse
bei Schadensfällen
0 0 23.854 23.854 1.542
Änderungen der Modelle/​Risikoparameter für ECL-Berechnung -725 -7.902 -2.643 -11.270 -12.717
Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten -4 -99 -36.893 -36.996 -73.928
Währungsumrechnungs- und sonstige Differenzen -5 -33 -3.008 -3.046 193
Aufzinsung 5.476 3.423 3.063 11.962 9.576
Endbestand Wertberichtigung 67.028 33.213 387.130 487.371 476.806
davon Wertberichtigung nicht-performende Leasingforderung 0 0 351.723 351.723 325.316
davon Wertberichtigung performende Leasingforderung 67.028 33.213 35.407 135.648 151.490

* Die in Stufe 2 und 3 angegebenen Werte betreffen im Geschäftsjahr neu ausgereichte Leasingforderungen, die zum Zugangszeitpunkt der Stufe 1 zugeordnet waren, aber im Lauf des Geschäftsjahres einer anderen Stufe zugeteilt wurden.

Ergänzend zur Kapitalflussrechnung stellen sich die Zahlungsströme bezogen auf die Leasingforderungen wie folgt dar:

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TEUR Q1 - Q2
2024
Q1- Q2
2023
Zahlungen Leasingnehmer 1.262.022 1.189.114
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Leasinggeschäft -263.360 -213.534
Zugänge Leasingforderun-gen/​Nettoinvestitionen -1.499.735 -1.297.685
Zwischensumme -501.073 -322.105
Abgänge/​Umgliederungen Leasingforderungen zu Restbuchwerten 176.027 148.860
Abnahme/​Zunahme andere Forderungen gegen Leasingnehmer -33.995 -7.308
Währungsdifferenzen 4.262 -5.333
Veränderung Leasingforderungen -354.779 -185.886

5. Finanzschulden

Die Finanzschulden des grenke Konzerns setzen sich aus den kurzfristigen Finanzschulden und langfristigen Finanzschulden zusammen:

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TEUR 30.06.2024 31.12.2023
kurzfristige Finanzschulden
Asset-Backed 425.573 432.085
Senior-Unsecured 837.688 744.434
Zweckgebundene Förderdarlehen 17.138 23.474
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 1.014.027 631.324
Sonstige Bankschulden 493 272
Summe kurzfristige Finanzschulden 2.294.919 1.831.589
langfristige Finanzschulden
Asset-Backed 575.056 567.739
Senior-Unsecured 2.071.092 2.019.594
Zweckgebundene Förderdarlehen 8.527 14.229
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 640.791 985.766
Summe langfristige Finanzschulden 3.295.466 3.587.328
Summe Finanzschulden 5.590.385 5.418.917

5.1 Asset-Backed Finanzschulden

5.1.1 Strukturierte Einheiten

Folgende konsolidierte strukturierte Einheiten bestanden zum Stichtag: Opusalpha Purchaser II Limited (Helaba), Kebnekaise Funding Limited (SEB AB), CORAL PURCHASING (IRELAND) 2 DAC (DZ-Bank), SILVER BIRCH FUNDING DAC (NordLB), FCT "GK"-COMPARTMENT "G2" (Unicredit), Elektra Purchase No 25 DAC, FCT "GK"-COMPARTMENT "G4" (HeLaBa) sowie FCT "GK"-COMPARTMENT "G5" (DZ-Bank). Sämtliche strukturierte Einheiten sind als Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP)-Programme aufgelegt.

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TEUR 30.06.2024 31.12.2023
Programmvolumen in Landeswährung
TEUR 1.089.452 1.089.452
TGBP 286.364 286.364
Programmvolumen in TEUR 1.427.791 1.418.965
Inanspruchnahme in TEUR 1.132.587 1.057.695
Buchwert in TEUR 970.094 900.898
davon kurzfristig 406.488 383.260
davon langfristig 563.606 517.638

5.1.2 Forderungsverkaufsverträge

In der nachfolgenden Tabelle werden die Programmvolumen, Inanspruchnahme und Buchwerte der Forderungsverkaufsverträge dargestellt:

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TEUR 30.06.2024 31.12.2023
Programmvolumen in LW
TEUR 16.500 16.500
TGBP 0 90.000
TBRL 210.000 210.000
Programmvolumen in TEUR 52.145 159.227
Inanspruchnahme in TEUR 36.568 105.014
Buchwert in TEUR 30.535 98.926
davon kurzfristig 19.085 48.825
davon langfristig 11.450 50.101

5.2 Senior-Unsecured-Finanzschulden

Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Buchwerte der einzelnen Refinanzierungsinstrumente:

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TEUR 30.06.2024 31.12.2023
Anleihen 2.435.263 2.211.718
davon kurzfristig 574.007 380.794
davon langfristig 1.861.256 1.830.924
Schuldscheindarlehen 209.236 166.831
davon kurzfristig 28.013 10.781
davon langfristig 181.223 156.050
Commercial Paper 65.000 50.000
Revolving-Credit-Facility 123.541 266.044
davon kurzfristig 95.441 233.452
davon langfristig 28.100 32.592
Geldhandel 18.000 20.000
davon kurzfristig 18.000 20.000
Kontokorrent 14.447 12.712
Zinsabgrenzung 43.293 36.723

Folgende Tabelle zeigt den Refinanzierungsrahmen der einzelnen Instrumente:

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TEUR 30.06.2024 31.12.2023
Anleihen TEUR 5.000.000 5.000.000
Commercial Paper TEUR 750.000 750.000
Syndizierte revolvierende Kreditfazilität TEUR 400.000 400.000
Revolving-Credit-Facility TEUR 16.600 16.600
Revolving-Credit-Facility TPLN 150.000 150.000
Revolving-Credit-Facility THUF 540.000 540.000
Revolving-Credit-Facility TBRL 140.000 140.000
Geldhandel TEUR 40.000 40.000

5.2.1 Anleihen

Im Geschäftsjahr wurde eine neue EUR-Anleihe mit einem Nominalvolumen von 500.000 TEUR emittiert. Eine bestehende Anleihe wurde um 50.000 TEUR aufgestockt. Planmäßig getilgt wurden zwei Anleihen mit einem Gesamtnominalvolumen von 204.141 TEUR, während ein Nominalvolumen in Höhe von 123.173 TEUR vorzeitig zurückgezahlt wurde.

5.2.2 Schuldscheindarlehen

Im Geschäftsjahr wurden bisher zwei neue Schuldscheindarlehen mit einem Nominalvolumen von 30.000 TGBP und 10.000 TCHF begeben. Planmäßig getilgt wurden 0 TEUR.

5.2.3 Commercial Papers

Im Geschäftsjahr wurden bisher zwölf Commercial Papers mit einem Gesamtvolumen von 140.000 TEUR emittiert. Planmäßig getilgt wurden 125.000 TEUR.

5.3 Zweckgebundene Förderdarlehen

Folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der in Anspruch genommenen Förderdarlehen bei den einzelnen Förderbanken.

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TEUR 30.06.2024 31.12.2023
NRW Bank 11.130 16.753
Thüringer Aufbaubank 2.127 2.597
KfW 12.088 17.895
Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank 197 301
Zinsabgrenzung 123 157
Summe der Förderdarlehen 25.665 37.703

5.4 Ergänzende Angaben zu den Verbindlichkeiten aus Finanzschulden in der Kapitalflussrechnung

Ergänzend zur Kapitalflussrechnung stellen sich die Zahlungsströme bezogen auf die Finanzschulden wie folgt dar:

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TEUR Q1 - Q2
2024
Q1 - Q2
2023
Verbindlichkeiten aus Finanzschulden
Zugang Verbindlichkeiten/​ Neuaufnahme aus der Refinanzierung 1.520.707 807.454
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung 78.670 44.530
Zahlung/​Rückzahlung von Verbindlichkeiten an Refinanzierer -1.462.882 -999.433
Währungsdifferenzen -2.976 5.380
Veränderung Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 133.519 -142.069
Zugang/​Rückzahlung Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 20.483 374.560
Aufwendungen aus der Verzinsung des Einlagengeschäfts 17.245 9.505
Veränderung Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 37.728 384.065
Veränderung Verbindlichkeiten aus den Finanzschulden 171.247 241.996

6. Eigenkapital

Das Grundkapital der grenke AG ist im Vergleich zum 31. Dezember 2023 unverändert auf 46.495.573 auf den Inhaber lautende Aktien eingeteilt.

Davon wurden im Rahmen des im November 2023 angekündigten Aktienrückkaufprogramms im Berichtszeitraum 1.013.194 Aktien mit einem Volumen von 22,5 Mio. EUR erworben, was einem Anteil von 2,18 Prozent des Grundkapitals entspricht. Weitere Informationen können der folgenden Tabelle entnommen werden. Die eigenen Anteile werden offen vom Eigenkapital abgesetzt.

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Anzahl
erworbener Aktien
Durchschnittspreis
je Aktie
in EUR
Gesamtbetrag
eigener
Anteile
in TEUR
Stand 01.01.2024 0 0,00 0
Februar 104.201 23,55 2.454
März 178.189 23,32 4.156
April 196.307 22,97 4.509
Mai 199.013 21,83 4.344
Juni 335.484 20,88 7.004
Stand 30.06.2024 1.013.194 22,17 22.467

7. Angaben zu Finanzinstrumenten

7.1 Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld verwendet der grenke Konzern so weit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Bemessungshierarchie ("Fair-Value-Hierarchie") eingeordnet.

Stufe 1: Notierte (unbereinigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden.

Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen sämtliche Inputfaktoren, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt am Markt beobachtbar sind.

Stufe 3: Bewertungsverfahren, die Inputfaktoren verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Bemessungshierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet, die dem Inputfaktor der höchsten Stufe entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

Der grenke Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie in der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Umgruppierungen zwischen den drei Stufen der Bemessungshierarchie fanden in der abgelaufenen Berichtsperiode nicht statt.

7.2 Beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

7.2.1 Beizulegende Zeitwerte originärer Finanzinstrumente

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten je Klasse von Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bemessen werden. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Darunter fallen die Bilanzpositionen Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche originäre Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet, mit Ausnahme der börsennotierten Anleihen, die in den Verbindlichkeiten aus Refinanzierung enthalten und in der Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifiziert sind, sowie der sonstigen Beteiligung, die der Stufe 3 der Bemessungshierarchie zugeordnet ist. Der Buchwert der börsennotierten Anleihen zum Bilanzstichtag beträgt 2.265.839 TEUR (Vorjahr 31.12.2023: 2.211.718 TEUR) und der beizulegende Zeitwert 2.270.501 TEUR (Vorjahr 31.12.2023: 2.431.362 TEUR). Die originären finanziellen Vermögenswerte sind bis auf die Leasingforderungen, welche gemäß IFRS 16 bewertet werden, und die sonstige Beteiligung, welche der Bewertungskategorie FVTOCI zugeordnet ist und somit zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, vollständig zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden ebenfalls zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

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TEUR Beizulegender
Zeitwert
30.06.2024
Buchwert
30.06.2024
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2023
Buchwert
31.12.2023
Finanzielle Vermögenswerte
Leasingforderungen 6.561.562 6.054.633 6.161.352 5.699.854
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 220.791 217.602 220.265 215.235
davon Forderungen aus dem Kreditgeschäft 116.815 113.626 125.404 120.374
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzschulden 5.802.254 5.590.385 5.844.624 5.418.917
davon Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 4.114.630 3.935.074 4.185.037 3.801.555
davon Verbindlichkeiten aus dem Einlagegeschäft 1.687.131 1.654.818 1.659.315 1.617.090

7.2.2 Beizulegende Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente

Zum Stichtag sind im grenke Konzern alle derivativen Finanzinstrumente, welche sich aus Zinsderivaten (Zinsswaps), Devisentermingeschäften und Cross Currency Swaps zusammensetzen, zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet.

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TEUR Beizulegender
Zeitwert
30.06.2024
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2023
Finanzielle Vermögenswerte
Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungsbeziehung
Zinsderivate 4.501 6.020
Cross-Currency-Swaps 6.162 5.063
Fremdwährungsterminkontrakte 1.103 4.381
Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung
Zinsderivate 718 823
Fremdwährungsterminkontrakte 1.705 2.404
Gesamt 14.189 18.691
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungsbeziehung
Zinsderivate 1.545 3.399
Cross-Currency-Swaps 17.364 8.773
Fremdwährungsterminkontrakte 3.848 7.002
Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung
Zinsderivate 195 312
Fremdwährungsterminkontrakte 2.471 2.830
Gesamt 25.423 22.316

Bei den im grenke Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um sogenannte OTC-Derivate (Over-the-Counter). Diese werden direkt mit einer Gegenpartei, die mindestens dem Investmentgrade entspricht, abgeschlossen. Es existieren somit keine notierten Börsenpreise.

Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt anhand von Bewertungsmodellen unter Rückgriff auf beobachtbare Inputfaktoren. Bei Fremdwährungsterminkontrakten wird die Bewertung anhand eines Mark-to-Model-Bewertungsmodells vorgenommen. Bei Zinsderivaten wird der beizulegende Zeitwert über eine Barwertmethode ermittelt. Die verwendeten Inputparameter für die Bewertungsverfahren werden aus Marktnotierungen entnommen. Dabei werden laufzeitkongruente Zinssätze in den gehandelten Währungen für Devisentermingeschäfte bzw. Zinssätze für Zinsderivate verwendet. Die ermittelten Werte werden mit einem sogenannten Add-on-Verfahren mit den Kupons der am Markt beobachtbaren laufzeitadäquaten Credit Default Swaps (CDS) der Gegenpartei bzw. des eigenen Ausfallrisikos multipliziert, um den beizulegenden Zeitwert dieser OTC-Derivate zu erhalten.

7.3 Bewertungsmethoden und verwendete Inputfaktoren

In nachfolgender Tabelle werden die angewandten Bewertungsmethoden sowie die verwendeten Inputfaktoren und Annahmen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte dargestellt:

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Art und Stufe Bewertungsmethode Inputfaktoren
Bemessungshierarchie Stufe 1
Börsennotierte Anleihen n. a. In aktiven Märkten notierter Börsenpreis am Bewertungstag
Bemessungshierarchie Stufe 2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei
Finanzschulden (Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des
Leasinggeschäfts, Schuldscheindarlehen, Bankschulden)
Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Ausfallrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment)
Devisentermingeschäfte/​Cross-Currency-Swaps Mark-to-Model
Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows
Verfügbare Zinssätze in den gehandelten Währungen zu Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit-Value-Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden
Zinsderivate Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit-Value-Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden
Bemessungshierarchie Stufe 3
Sonstige Beteiligungen (Beteiligung an der Finanzchef24 GmbH) Discounted-Cashflow-Modell
Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows
Businessplan der Finanzchef24 GmbH zur Ermittlung der zukünftigen Cashflows; nachhaltige Wachstumsrate der zukünftigen Cashflows; Parameter zur Ermittlung des Diskontierungszinses (insbesondere risikoloser Zinssatz, Marktrisikoprämie, Betafaktor, Adjustierungsprämien)

8. Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Nachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) dargestellt:

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TEUR Segment Q1 - Q2
2024
Q1 - Q2
2023
Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15)
Bruttoerlöse aus dem Service-and-Protection-Geschäft
(Servicegeschäft)
Leasing 75.357 68.231
Servicegebühr für Bereitstellung Leasing 5.230 4.508
Erlöse aus Mahngebühren Leasing 861 708
Erlöse aus Mahngebühren Factoring 7 8
Sonstige Erlöse mit Leasingnehmern Leasing 440 436
Verkauf von Leasingobjekten Leasing 95.009 93.974
Provisionseinnahmen aus dem Bankgeschäft Bank 310 283
Summe 177.214 168.148

9. Erlöse und sonstige Umsatzerlöse

Nachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) und sonstige Umsatzerlöse (IFRS 9, IFRS 16) dargestellt:

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TEUR Q1- Q2
2024
Q1 - Q2
2023
Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) 177.214 168.148
Sonstige Umsatzerlöse (IFRS 9, IFRS 16)
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft 272.415 222.068
Erlöse aus OperatingLeasingverhältnissen 12.051 13.119
Erlösanteile aus Vormieten 6.526 6.368
Summe 468.206 409.703

10. Ertragsteuern

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind:

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TEUR Q1- Q2
2024
Q1 - Q2
2023
Laufende Steuern 9.457 12.160
Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer (Deutschland) 223 61
Ausländische Ertragsteuern 9.234 12.099
Latente Steuern 3.145 -783
Deutschland -620 3.716
Ausland 3.765 -4.499
Summe 12.602 11.377

11. Konzern-Segmentberichterstattung

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TEUR Segment Leasing Segment Bank Segment Factoring
Januar bis Juni* 2024 2023 2024 2023 2024 2023
Operative Erträge
Externe operative Erträge 214.345 202.123 5.575 1.941 3.700 4.717
Interne operative Erträge -12.029 -14.119 13.034 15.638 -1.005 -1.519
Summe Operative Erträge 202.316 188.004 18.609 17.579 2.695 3.198
davon zahlungsunwirksame Posten 13.144 405 -2.206 -1.083 -25 -380
Zinsunabhängige Aufwendungen
Personalaufwand -87.042 -78.162 -4.608 -3.941 -3.260 -3.165
Abschreibungen und Wertminderung -12.091 -13.040 -562 -288 -365 -318
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand -47.144 -45.074 -4.371 -5.867 -1.723 -1.586
Sonstige betriebliche Erträge (+) und
Aufwendungen ( - )
-4.904 -1.833 1.094 -3.169 286 213
Segmentergebnis 51.135 49.895 10.162 4.314 -2.367 -1.658
Ergebnis aus at-equity
bilanzierten Unternehmen
-235 -40 0 0 0 0
Sonstiges Finanzergebnis
Konzernergebnis vor Steuern 50.900 49.855 10.162 4.314 -2.367 -1.658
zum 30. Juni (Vorjahr: zum 31. Dezember)
Segmentvermögen 6.779.419 6.515.993 2.103.496 2.074.496 106.035 108.859
davon nach der Equity-Methode
bilanzierte Beteiligungen
2.671 2.906 0 0 0 0
Segmentschulden 5.628.298 5.344.093 1.794.170 1.780.805 111.136 111.124
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TEUR Konsolidierung und
Sonstiges
Konzern
Januar bis Juni* 2024 2023 2024 2023
Operative Erträge
Externe operative Erträge 0 0 223.620 208.781
Interne operative Erträge 0 0 0 0
Summe Operative Erträge 0 0 223.620 208.781
davon zahlungsunwirksame Posten 0 0 10.913 -1.058
Zinsunabhängige Aufwendungen
Personalaufwand 0 0 -94.910 -85.268
Abschreibungen und Wertminderung 411 223 -12.607 -13.423
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand 1.549 1.530 -51.689 -50.997
Sonstige betriebliche Erträge (+) und
Aufwendungen ( - )
-2.548 -1.902 -6.072 -6.691
Segmentergebnis -588 -149 58.342 52.402
Ergebnis aus at-equity
bilanzierten Unternehmen
0 0 -235 -40
Sonstiges Finanzergebnis -531 -586 -531 -586
Konzernergebnis vor Steuern -1.119 -735 57.576 51.776
zum 30. Juni (Vorjahr: zum 31. Dezember)
Segmentvermögen -1.721.663 -1.650.129 7.267.287 7.049.219
davon nach der Equity-Methode
bilanzierte Beteiligungen
0 0 2.671 2.906
Segmentschulden -1.632.753 -1.567.294 5.900.851 5.668.728

* Erträge werden positiv, Aufwendungen negativ dargestellt.

11.1 Geschäftssegmente

Die Berichterstattung des grenke Konzerns über die Entwicklung seiner Segmente folgt der dominierenden Organisationsstruktur innerhalb des grenke Konzerns, die dem sogenannten Managementansatz folgt. Daher sind die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt, was dem Entscheidungsträger, dem Vorstand der grenke AG, dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Eine regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten erfolgt jährlich im Abschluss des grenke Konzerns des jeweiligen Geschäftsjahres. Für die drei operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen vor.

Innerkonzernliche Transaktionen zwischen den Segmenten werden in der Segmentberichterstattung in der Spalte "Konsolidierung und Sonstiges" eliminiert.

11.2 Berichtspflichtige Segmente

11.2.1 Leasinggeschäft

Das Segment Leasing beinhaltet sämtliche Aktivitäten, die mit der Tätigkeit des Konzerns als Leasinggeber zusammenhängen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die Übernahme der Finanzierung für gewerbliche Leasingnehmer, die Vermietung, Service-, Protection- und Wartungsangebote sowie die Verwertung von Gebrauchtgeräten.

Der grenke Konzern hat sich dabei im Wesentlichen auf das sogenannte Small-Ticket-Leasing spezialisiert, bei dem die Ticketgröße kleiner als 50 TEUR ist. Unser Leasingportfolio bietet neben IT-Produkten wie zum Beispiel PCs, Notebooks, Servern, Bildschirmen und anderen Peripheriegeräten auch weitere Bürokommunikationsprodukte wie Telekommunikations- und Kopiertechnik sowie Produkte der Medizintechnik, kleine Maschinen und Anlagen, Sicherheitsgeräte und Green-Economy-Objekte wie beispielsweise Wallboxen, Photovoltaikanlagen und eBikes. Nahezu alle abgeschlossenen Leasingverträge sind Verträge mit Vollamortisationsanspruch.

11.2.2 Bankgeschäft

Als Finanzierungspartner vor allem für KMU umfasst das Segment Bank die Aktivitäten der grenke Bank AG (nachfolgend auch "grenke Bank"). Im Rahmen von Kooperationen mit verschiedenen Förderbanken des Bundes und einzelner Bundesländer finanziert die grenke Bank Existenzgründungen. Zudem vergibt die grenke Bank Fördermittel für KMU und Freiberufler, die betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Über ihren Internetauftritt bietet die grenke Bank darüber hinaus Geldanlageprodukte wie beispielsweise Festgeldprodukte für private und gewerbliche Kunden an. Das Geschäft der Bank erfolgt schwerpunktmäßig mit deutschen Kunden. Neben dem Geschäft mit externen Kunden umfassen die Aktivitäten der grenke Bank auch die interne Refinanzierung des Leasing- und Factoringsegments des grenke Konzerns mittels des Ankaufs von Forderungen und der Ausgabe von Darlehen.

11.2.3 Factoringgeschäft

Im Segment Factoring bietet grenke klassische Factoringdienstleistungen mit der Fokussierung auf das Small-Ticket-Factoring an. Dabei werden im Rahmen des echten Factorings sowohl das offene Factoring, bei dem der Debitor über die Forderungsabtretung informiert wird, als auch das stille Factoring, bei dem der Debitor keine entsprechende Information erhält, angeboten. Daneben bietet das Segment auch Forderungsmanagement ohne Finanzierungsfunktion (unechtes Factoring) an; hier verbleibt das Delkredererisiko beim Kunden. Interne operative Erträge ergeben sich insbesondere aus der internen Refinanzierung.

grenke beabsichtigt den Verkauf der Factoringgesellschaften und überprüft in diesem Zusammenhang die Zusammensetzung der Segmente.

11.3 Messgrößen der Segmente

Die Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der Segmentinformationen herangezogen werden, entsprechen den angewandten Bilanzierungsregeln des Konzernzwischenabschlusses. Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu marktüblichen Preisen.

Für die Beurteilung des Erfolgs des grenke Konzerns ist die zuständige Unternehmensinstanz, der Vorstand der grenke AG, verantwortlich. Dieser hat als wesentliche Erfolgsgrößen neben dem Wachstum des Neugeschäfts des Leasingsegments (Summe der Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände), für die grenke Bank das Einlagevolumen und für das Factoringsegment die Bruttomarge bestimmt. Die Erfolgskomponenten der Segmente sind im Konzernzwischenlagebericht aufgeführt. Die weiteren Messgrößen umfassen insbesondere die operativen Segmenterträge, die zinsunabhängigen Aufwendungen, das Segmentergebnis vor dem sonstigen Finanzergebnis, die Personalaufwendungen, Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen sowie die Abschreibungen. Das sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen /​ -erträge sind die wesentlichen Bestandteile der Konzernergebnisrechnung, die nicht in die einzelnen Segmentinformationen einfließen.

Die Segmenterträge der einzelnen Segmente setzen sich wie folgt zusammen:

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Leasing - Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge, Ergebnis aus dem Servicegeschäft, Ergebnis aus dem Neugeschäft und Verwertungsergebnis.

Bank - Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge.

Factoring - Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge.

Bei den nicht zahlungswirksamen Posten handelt es sich um Wertminderungen.

Das Segmentvermögen beinhaltet die betriebsnotwendigen Vermögenswerte. Die Segmentschulden entsprechen den dem jeweiligen Segment zuzurechnenden Verbindlichkeiten.

Segmentvermögen und -schulden berücksichtigen keine Steuerpositionen.

12. Änderungen im Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr 2024

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2024 gab es keine Veränderungen im Konsolidierungskreis.

13. Auszahlung an Hybridkapitalgeber

Am 28. März 2024 hat die grenke AG planmäßig eine Kuponzahlung in Höhe von 14.989 TEUR (Vorjahr 30. März 2023: 12.946 TEUR) an die Hybridkapitalgeber ausgeschüttet.

14. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Der Aufsichtsrat der grenke AG hat mit allen amtierenden Vorstandsmitgliedern eine Phantom-StockVereinbarung abgeschlossen. Auszahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen fielen im bisherigen Geschäftsjahr in Höhe von 271 TEUR an (30. Juni 2023: 0 TEUR).

Zum 30. Juni 2024 betrug der Wert aller bestehenden Phantom-Stock-Vereinbarungen 0 TEUR (31. Dezember 2023: 271 TEUR). Die erfolgswirksame Erfassung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den Personalaufwendungen und ist unter den variablen Vergütungskomponenten ausgewiesen.

Transaktionen mit assoziierten Unternehmen und Tochterunternehmen

Transaktionen der grenke AG mit ihren Tochterunternehmen sind Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Im Fall, dass die Transaktion im Rahmen der Konsolidierung eliminiert wird, entfällt eine Offenlegung. Geschäfte des grenke Konzerns mit assoziierten Unternehmen sind als Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen offenzulegen.

Es entstanden mit assoziierten Unternehmen Aufwendungen in Höhe von 23 TEUR (Q2 2023: 0 TEUR) aus Provisionszahlungen.

Offenzulegende Transaktionen mit Tochterunternehmen bestanden weder zum 30. Juni 2024 noch zum 31. Dezember 2023.

Transaktionen mit Personen in Schlüsselpositionen

Personen in Schlüsselpositionen sind Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten des grenke Konzerns direkt oder indirekt zuständig und verantwortlich sind. Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die im Geschäftsjahr aktiven Vorstands-und Aufsichtsratsmitglieder der grenke AG sowie diesem Personenkreis nahestehende Personen wie zum Beispiel Familienangehörige.

Die grenke Bank AG hat zum Stichtag 30. Juni 2024 Einlagen sowie Guthaben auf Kontokorrentkonten in Höhe von 134 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2023: 130 TEUR) von Personen in Schlüsselpositionen und diesem Personenkreis nahestehenden Personen erhalten. Der Zinsaufwand hierfür betrug 3 TEUR (Q2 2023: 0 TEUR).

Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen

Unter die sonstigen nahestehenden Unternehmen fallen Tochterunternehmen und Gemeinschaftsunternehmen der Personen in Schlüsselpositionen bzw. diesem Personenkreis nahestehenden Personen. Unter den sonstigen nahestehenden Personen sind Personen gemäß IAS 24.10 ausgewiesen, die wegen dem wirtschaftlichen Gehalt der Beziehung als nahestehende Person deklariert wurden.

Mit sonstigen nahestehenden Unternehmen bestehen Kontokorrentkonten. Kreditrahmen für Kontokorrentkonten wurden in Höhe von 842 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2023: 830 TEUR) bei einem Kontokorrentkreditlimit in Höhe von 840 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2023: 840 TEUR) in Anspruch genommen. Es entstand ein Zinsertrag in Höhe von 16 TEUR (Vorjahr Q2 2023: 16 TEUR). Die Erträge mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen in Höhe von 2 TEUR (Vorjahr Q2 2023: 2 TEUR) resultieren aus Leasingverträgen und Mitarbeiterdarlehen. Des Weiteren bestehen Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden Personen und Unternehmen, die überwiegend aus Collateral Zahlungen an sonstige nahestehende Unternehmen und Personen resultieren. Diese belaufen sich zum 30. Juni 2024 auf 3.987 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2023: 3.986 TEUR).

15. Eventualverbindlichkeiten

Bei den Eventualverbindlichkeiten ergaben sich bis zum Stichtag im Vergleich zum 31. Dezember 2023 keine wesentlichen Veränderungen.

16. Mitarbeiter:innen

Der Personalbestand (ohne Vorstand) des grenke Konzerns auf Basis einer Kopfzählung betrug in der Zwischenberichtsperiode durchschnittlich 2.267 (Q1 - Q2 2023: 2.105 ). Weitere 71 (Q1 - Q2 2023: 52) Beschäftigte befinden sich in der Ausbildung.

17. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Rahmen unseres Aktienrückkaufprogramms überschritten wir am 26. Juli 2024 mit 1.401.722 zurückgekauften Aktien die Meldeschwelle von 3 Prozent.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Baden-Baden, den 6. August 2024

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Dr. Sebastian Hirsch Gilles Christ Dr. Martin Paal Isabel Rösler
Vorstandsvorsitzender (CEO) Vertriebsvorstand (CSO) Finanzvorstand (CFO) Risikovorständin (CRO)

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die grenke AG, Baden-Baden

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzernkapitalflussrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Konzernanhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der grenke AG, Baden-Baden, für den Zeitraum vom 1. Januar 2024 bis zum 30. Juni 2024, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen sowie unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Frankfurt am Main, 6. August 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Grunwald Schölch
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Unternehmenskalender

2. Oktober 2024 /​/​ Neugeschäftsmeldung Q3 2024

14. November 2024 /​/​ Quartalsmitteilung zum 3. Quartal und Q1-Q3 2024

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Informationen und Kontakt

grenke AG
Team Investor Relations

Neuer Markt 2
76532 Baden-Baden

Telefon: +49 7221 5007-8611
Telefax: +49 7221 5007-4218
E-Mail: investor@grenke.de

Impressum

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Herausgeber: Der Vorstand der grenke AG
Redaktion: grenke AG, Investor Relations
Gestaltung, Layout & Satz: SPARKS CONSULTING GmbH, München
Stand: 08.08.2024

© grenke AG, Baden-Baden

Disclaimer

In dieser Quartalsmitteilung erfolgt die Darstellung von Zahlen in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können.

Der Finanzbericht erscheint in deutscher und englischer Sprache. Maßgeblich ist stets die deutsche Fassung.