grenke AGBaden-BadenQuartalsmitteilung zum 3. Quartal und Q1-Q3 2024Konzernkennzahlenscrollen
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Regionen Leasing:DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg,
Niederlande
Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal,
Slowenien, Spanien
Nord-/Osteuropa: Dänemark, Finnland,
Großbritannien, Irland, Lettland, Norwegen,
Rumänien, Schweden, Polen,
Slowakei, Tschechien, Ungarn
Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile,
Kanada, Türkei, VAE, USA
Regionen Factoring:DACH: Deutschland, Schweiz
Südeuropa: Italien, Portugal
Nord-/Osteuropa: Großbritannien, Irland, Ungarn,
Polen
Konsolidierte Franchisegesellschaften:Leasing: Chile, Kanada (3x), Lettland
Gewinn- und Verlustrechnungscrollen
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* Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die
unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.
Kennzahlen Q3 2024:Konzernergebnis 12,0 Mio. EUR
Ergebnis je Aktie
0,30 EUR
Eigenkapitalquote
16,1 Prozent
Refinanzierungsbasis:Drei Säulen: Refinanzierungsmix des grenke Konzerns
Aktionärsstruktur:
Freefloat (Streubesitz) nach Ziffer 5.7.2 des aktuellen
"DAX Equity Index Methodology Guide".
Die obenstehenden Angaben sind ohne Gewähr und
basieren auf den von der Gesellschaft erhaltenen
Stimmrechtsmitteilungen gemäß
Wertpapierhandelsgesetz (WpHG).
Konzernzwischenlagebericht1. Grundlagen des Konzerns1.1 grenke im ÜberblickWir sind globaler Finanzierungspartner für kleine
und mittlere Unternehmen (KMU). Mit unseren Angeboten
verschaffen wir Unternehmen finanziellen Freiraum bei der
Realisierung von Investitionen. KMU, die über uns
leasen, schonen so ihre Liquidität. Wir agieren
gemäß unseren Werten: einfach, schnell,
persönlich und unternehmerisch. 1978 in Baden-Baden
gegründet, sind wir mit über 2.200
Mitarbeiter:innen in über 30 Ländern weltweit
aktiv.
1.2 GeschäftsmodellIn unserem Leasinggeschäft konzentrieren wir uns
überwiegend auf sogenannte Small-Tickets, d. h.
Verträge mit einem Anschaffungswert der finanzierten
Objekte von unter 50 TEUR. Darauf entfiel in den ersten
drei Quartalen 2024 ein Anteil von über 95 Prozent
aller Leasingverträge. Im Durchschnitt hatte ein
Vertrag bei uns in den ersten drei Quartalen 2024 ein
Volumen von rund 9.300 EUR. Der Schwerpunkt unseres
Leasingportfolios liegt im Bereich der IT- und
Bürokommunikationsprodukte. Darüber hinaus haben
wir unser Geschäftsmodell in den vergangenen Jahren
auf weitere Produktgruppen ausgedehnt, darunter u.a. kleine
Maschinen und Anlagen, medizintechnische Geräte,
Sicherheitsgeräte und Green Economy-Objekte, wie
beispielsweise Wallboxen, Photovoltaikanlagen und eBikes.
Zum 30. September 2024 waren wir an insgesamt 132
Standorten in 33 Ländern weltweit aktiv.
In den ersten drei Quartalen 2024 erwirtschafteten wir
93,7 Prozent unseres Leasingneugeschäfts in Europa, wo
wir in nahezu allen Ländern aktiv sind. Unsere
Kernmärkte sind Deutschland, Frankreich, Italien und
Spanien. Darüber hinaus bauen wir unsere Präsenz
außerhalb Europas durch den Markteintritt in
Australien sowie Nord- und Südamerika kontinuierlich
aus.
Wir sind in der Lage, in Phasen konjunktureller
Schwankungen unser Geschäft durch eine Anpassung der
Annahmestrategie bei Leasinganfragen agil zu steuern. Durch
die strikte Fokussierung auf risikoärmeres
Neugeschäft - d.h. durch den Verzicht auf
Geschäft mit risikoreicheren Branchen und
Kundensegmenten - können wir die Qualität und
Quantität unseres Neugeschäfts gezielt
beeinflussen. Zudem sind wir in der Lage, unsere
Konditionen den jeweiligen markt- und
makroökonomischen Bedingungen flexibel, wie zuletzt
dem sehr dynamischen Zinsumfeld in den Jahren 2022 und
2023, anzupassen. Entsprechend erweist sich unser
Geschäftsmodell als widerstandsfähig
gegenüber Marktschwankungen. So ist es uns gelungen,
auch in der Finanzmarktkrise 2009 oder der Corona-Pandemie
2020 und 2021 risikoadäquate Margen durchzusetzen und
profitabel zu wirtschaften.
1.3 SegmenteWir bieten Finanzdienstleistungen für KMU in den
Segmenten Leasing, Factoring und Bank an. Für eine
Beschreibung unserer Geschäftsaktivitäten und der
Geschäftsentwicklung der Segmente im Berichtszeitraum
verweisen wir auf Abschnitt 2.4.3 "Entwicklung der
Segmente" und die Ausführungen in Kapitel 11
"Konzern-Segmentberichterstattung" des Anhangs zum
verkürzten Konzernzwischenabschluss. Infolge des
beabsichtigten Verkaufs der Factoringgesellschaften
überprüfen wir derzeit die Zusammensetzung der
Segmente.
1.4 AktionärsstrukturAls mittelständisch geprägtes
Familienunternehmen verfügen wir mit der Grenke
Beteiligung GmbH & Co. KG über eine
Großaktionärin, die sich im Besitz von Anneliese
Grenke, dem Unternehmensgründer Wolfgang Grenke sowie
deren drei gemeinsamen erwachsenen Söhne befindet. Zum
Stichtag 30. September 2024 hielt die Grenke Beteiligung
GmbH & Co. KG 36,71 Prozent der Unternehmensanteile.
Die GRENKE-Stiftung Verwaltungs GmbH hielt 7,16 Prozent.
Weitere Aktionär:innen, die zum in der jeweiligen
Stimmrechtsmitteilung genannten Veröffentlichungsdatum
einen Anteil von über 3 Prozent hielten, lauten:
Universal Investment Gesellschaft mbH (5,03 Prozent),
ACATIS Investment Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH (5,02
Prozent) und GANÉ Advisory GmbH (3,04 Prozent). Nach
dem erfolgreichen Abschluss unseres
Aktienrückkaufprogramms zum 30. September 2024 hielten
wir zum Stichtag 4,98 Prozent unserer eigenen Aktien. Der
Streubesitz laut Definition der Deutschen Börse betrug
entsprechend 41,10 Prozent. Der Anteil der Aktien im Besitz
von Vorstand und Aufsichtsrat betrug zum Stichtag 0,17
Prozent.
1.5 Ziele und StrategienMit unserem Service wollen wir als führender
Partner für kleine und mittlere Unternehmen einen
wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass wichtige
Investitionen über uns mit Leasing realisiert werden.
Hierbei streben wir eine weltweit führende Stellung im
Small-Ticket-Segment an. Für das Geschäftsjahr
2024 soll auf Basis der Wachstumsstrategie und unter
Berücksichtigung aktueller Konjunkturprognosen ein
Leasingneugeschäft in Höhe von mindestens 3,0
Mrd. EUR erreicht werden. Damit soll erstmals in der
Geschichte der grenke AG ein Leasingneugeschäft in
dieser Größenordnung realisiert werden und die
Basis für weiteres Wachstum bilden. Die Prognose geht
dabei von einem Neugeschäftsvolumen im Leasing
zwischen 3,0 und 3,2 Mrd. EUR aus.
Des Weiteren erwartet der Vorstand nach der Anpassung
vom 29. Oktober 2024 für das laufende
Geschäftsjahr ein Konzernergebnis von 68 bis 76 Mio.
EUR. Die Eigenkapitalquote soll zum Ende des
Geschäftsjahres 2024 über dem 16-prozentigen
Zielwert liegen.
Zur Umsetzung unserer Wachstumsziele konzentrieren wir
uns auf die Kernbereiche "Kunden- und marktorientierte
Aktivitäten", "Operational Excellence und
Kostendisziplin", "Digital Excellence und Automatisierung"
und "Nachhaltigkeit" mit entsprechenden strategischen
Maßnahmen.
Liquidität und Refinanzierung spielen eine
grundlegende Rolle in unserem Geschäftsmodell und
werden entsprechend strategisch gesteuert. Uns stehen
hierbei umfangreiche Instrumente zur Verfügung, die je
nach Marktgegebenheiten im Rahmen der Gesamtstrategie
eingesetzt werden. Im Wesentlichen beruht die
fremdkapitalbasierte Finanzierung auf drei Säulen:
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Dabei vermeiden wir Fristentransformation und
eliminieren so potenzielle Zinsänderungs- und
Anschlussfinanzierungsrisiken auf Portfolioebene. Wir
verfügen über ein Investment-Grade-Rating der
Ratingagenturen Standard & Poor's und Fitch Ratings.
Weitere Details entnehmen Sie dem aktuellen
Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2023,
Kapitel 1.2 "Ziele und Strategie".
2. Wirtschaftsberichtscrollen
2.1 Wesentliche Ereignisse und Geschäfte seit JahresbeginnAm 31. Januar 2024 gaben wir bekannt, dass der
Aufsichtsrat der grenke AG dem Beschluss des Vorstands
zugestimmt hat, sich künftig auf das
Leasinggeschäft mit kleineren und mittleren
Unternehmen zu fokussieren und den Verkauf aller
Factoringgesellschaften zu initiieren. Die beim Einstieg
ins Factoringgeschäft erwarteten Synergien zum Kern-
und Hauptgeschäft Leasing hatten sich nicht
eingestellt. Zudem hatte eine eingehende Analyse ergeben,
dass das vorhandene Factoringgeschäft nur mit
zusätzlichen Investitionen und einer deutlichen
Vervielfachung des Geschäftsumfangs langfristig
profitabel gestaltet werden könnte (der Anteil der
Vermögenswerte aus dem Factoringgeschäft lag 2022
bei unter 2 Prozent der Konzernbilanz). Statt eine vom
Leasinggeschäft isolierte Factoringstrategie
umzusetzen, konzentriert grenke seine Ressourcen und
Investitionskraft künftig voll auf die fortschreitende
Digitalisierung und das weitere Wachstum im Leasing.
Hierbei spielt die grenke Bank AG eine unverändert
wichtige Rolle, vor allen Dingen mit ihrem Beitrag zur
Refinanzierung des Leasing über klassisches
Einlagengeschäft.
Am 6. Februar 2024 informierten wir, dass der Vorstand
der grenke AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats die
Durchführung eines Aktienrückkaufprogramms
beschlossen hat. Zuvor hatte die Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) das Vorhaben
genehmigt (siehe auch Ad-hoc-Mit-teilung vom 21. November
2023). Im Zuge dessen sollen im Wert von bis zu 70 Mio. EUR
(ohne Nebenkosten) maximal jedoch 2.317.695 Aktien
über die Börse erworben werden, was 5 Prozent des
zum Zeitpunkt des Ermächtigungsbeschlusses der
ordentlichen Hauptversammlung am 6. August 2020 bestehenden
Grundkapitals der Gesellschaft entspricht. Das
Aktienrückkaufprogramm begann am 12. Februar 2024 und
wurde am 30. September 2024 beendet.
Am 5. März 2024 informierten wir, dass der
Aufsichtsrat der grenke AG Dr. Martin Paal mit Wirkung zum
1. Juli 2024 zum Finanzvorstand berufen hat. Dr. Martin
Paal, Jahrgang 1979, ist ein ausgewiesener Finanz- und
Bankenexperte. Nach mehreren Positionen bei renommierten
internationalen Beratungsunternehmen und der DZ Bank
startete Dr. Martin Paal im Juni 2022 als Vice President
Controlling bei der grenke AG. Im März 2023 wurde er
zum Generalbevollmächtigten und Senior Vice President
und Leiter der Finanzdivision ernannt. Als designierter
Finanzvorstand verantwortete er die Ressorts Accounting
& Tax, Controlling und M&A, Treasury sowie
Reporting.
Am 15. März 2024 gaben wir bekannt, dass Dr.
Konstantin Mettenheimer, seit Juli 2021 Mitglied des
Aufsichtsrats der grenke AG und seit Mai 2023 dessen
stellvertretender Vorsitzender, bei der Wahl zu dem Gremium
während der Hauptversammlung am 30. April 2024 nicht
erneut antreten würde.
Am 30. April 2024 veranstalteten wir unsere ordentliche
Hauptversammlung. Die Aktionär:innen beschlossen die
Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,47 EUR
je Aktie (Vorjahr: 0,45 EUR), was einem
Ausschüttungsbetrag von 21,6 Mio. EUR entspricht. Die
Ausschüttung erfolgte auf Basis des zum Zeitpunkt der
Hauptversammlung dividendenberechtigten Grundkapitals unter
Berücksichtigung der bereits erworbenen eigenen
Aktien. Bedingt durch die Hauptversammlung, wurde das
Aktienrückkaufprogramm vom 22.04.2024 bis 03.05.2024
pausiert und am 06.05.2024 wieder fortgesetzt. Die
Aktionär:innen stimmten auch allen weiteren
Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zu. Dabei
wurde Dr. Ljiljana Mitic als Aufsichtsratsmitglied mit
einer fünfjährigen Amtszeit wiedergewählt.
Manfred Piontke wurde für drei Jahre in den
Aufsichtsrat gewählt. In seiner anschließenden
Sitzung wählte der Aufsichtsrat Moritz Grenke zum
stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden.
Am 1. Juli 2024 informierten wir, dass Dr. Martin Paal
zum selben Datum als Finanzvorstand der grenke AG startete.
Seine Berufung war bereits am 5. März dieses Jahres
erfolgt. Als Finanzvorstand verantwortet er ab sofort die
Ressorts Accounting & Tax, Controlling und M&A,
Treasury, Reporting sowie Investor Relations.
Am 6. September 2024 informierten wir, dass Isabel
Rösler den Vorstand der grenke AG auf eigenen Wunsch
zum 31. Dezember 2024 verlassen wird. Seit 1. Januar 2021
verantwortet sie als Chief Risk Officer (CRO) wesentliche
interne Kontrollfunktionen wie Risikocontrolling,
Compliance, Geldwäscheprävention,
Informationssicherheit und Datenschutz. Darüber hinaus
ist sie zuständig für das Credit Center und den
Bereich Administration.
Am 27. September 2024 gaben wir bekannt, dass wir
unseren zweiten Standort in den USA eröffnet haben.
Von Chicago (Illinois) aus wird dieser Standort die gesamte
Region Central, North & South East bearbeiten. Seit
2019 erschließen wir von Phoenix (Arizona) aus den
westlichen Landesteil. Die USA sind der größte
Leasingmarkt der Welt.
Zum 30. September 2024 beendeten wir das im Februar 2024
gestartete Aktienrückkaufprogramm mit Erfolg, dies
gaben wir am 1. Oktober 2024 bekannt. In den
vorangegangenen 33 Wochen hatten wir insgesamt 2.317.695
Aktien zu einem Durchschnittspreis von 23,92 EUR je Aktie
zurückgekauft, was 4,98 Prozent des ausstehenden
Kapitals entspricht.
Im Rahmen der Ad-hoc Mitteilung vom 29. Oktober 2024 hat
die grenke AG eine Anpassung der Prognose für das
Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2024 bekanntgegeben.
Das Unternehmen erwartet nun im Geschäftsjahr 2024 ein
Konzernergebnis zwischen 68 und 76 Mio. EUR (zuvor 95 bis
115 Mio. EUR). Ursache sind höhere Aufwendungen
für Schadensabwicklung und Risikovorsorge, bedingt
durch die kontinuierlich steigende Zahl von Insolvenzen vor
allem in den Kernmärkten Frankreich, Spanien und
Deutschland. Die Prognose für das Neugeschäft im
Geschäftsjahr 2024 in Höhe von 3,0 bis 3,2 Mrd.
EUR blieb unverändert.
2.2 Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenNachdem die Europäische Zentralbank (EZB) im Juni
2024 ihre erste Zinssenkung seit Beginn ihres
Zinserhöhungszyklus im Juli 2022 vorgenommen hatte,
reduzierte sie den Leitzins im September 2024 ein zweites
Mal um 25 Basispunkte. Der Zinssatz für die
Einlagenfazilität lag damit zum Ende des dritten
Quartals bei 3,5 Prozent (September 2023: 4,0 Prozent). In
der EZB-Sitzung nach Ende der Berichtsperiode am 17.
Oktober 2024 zeigte sich die Zentralbank zuversichtlich,
dass die Inflation im Euroraum im kommenden Jahr das
Zielniveau erreichen werde. Daher nahm sie erneut einen
Zinsschritt vor und verminderte den Einlagensatz auf 3,25
Prozent. Zu weiteren Zinsschritten gab die EZB keinen
Ausblick, vielmehr wolle sie bei den kommenden Sitzungen
weiterhin datenabhängig entscheiden. Aus einer
Umfrage, in der die EZB Analysten der Geldpolitik nach
ihren Zinserwartungen befragt, geht hervor, dass diese
mehrheitlich mit einer weiteren Zinssenkung um 25
Basispunkte im Dezember 2024 rechnen.
Dem "Bank Lending Survey" der EZB zufolge berichten die
befragten Banken nach einer 2 Jahre andauernden
Verschärfung der Kreditkonditionen im dritten Quartal
2024 erstmals, dass die Konditionen im Quartalsvergleich in
der Eurozone unverändert blieben. Somit ist der Trend
hin zu verschärften Konditionen bei der Kreditvergabe
im dritten Quartal unterbrochen.
Infolge sinkender Energiepreise lag die Teuerung mit 1,7
Prozent im Euroraum im September 2024 erstmals seit 2021
unterhalb der 2-Prozent Schwelle (September 2023: 4,3
Prozent). Die Kerninflationsrate ohne die volatilen
Komponenten Energie und Nahrung fiel mit 2,7 Prozent
höher aus (September 2023: 4,5 Prozent).
Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das
verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor im
Euroraum lag im September 2024 bei 49,6 Punkten und damit
2,4 Punkte höher als im Vorjahresmonat (September
2023: 47,2 Punkte). Im Quartalsvergleich verschlechterte er
sich gegenüber einem Wert von 50,9 Punkten im Juni
2024 leicht. Der Index ist das Resultat einer Umfrage, in
der Einkaufsmanager im verarbeitenden Gewerbe und im
Dienstleistungssektor monatlich zu Auftragseingängen,
Produktion, Beschäftigung, erhaltenen Lieferungen und
Lagerbestand befragt werden. Der PMI wird als ein
Frühindikator betrachtet, bei dem ein Wert von
über 50 Punkten auf eine steigende und ein Wert von
unter 50 Punkten auf eine rückläufige Produktion
in den befragten Bereichen deutet.
Der ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland,
der die Einschätzung von Unternehmen zu ihrer
aktuellen Geschäftslage und ihren Erwartungen zur
Entwicklung auf Sicht von sechs Monaten zusammenfasst,
verschlechterte sich mit 85,4 Punkten im September 2024
gegenüber dem Vorjahreswert (September 2023: 86,1
Punkte) und ebenfalls relativ zum Ende des zweiten Quartals
(Juni 2024: 88,6 Punkte). Die Geschäftserwartungen
für die kommenden sechs Monate der befragten
Unternehmen schnitten mit 86,3 Punkten besser ab als die
Einschätzung der Unternehmen zu ihrer aktuellen
Geschäftssituation mit 84,4 Punkten. Eine weitere
Umfrage des ifo-Instituts deutet außerdem darauf hin,
dass die Kredithürde für deutsche Unternehmen im
September weiter anstieg. 32,9 Prozent der befragten
Unternehmen berichten von einer Zurückhaltung der
Banken bei Kreditverhandlungen. Dem ifo-Institut zufolge
ist dies der höchste Wert seit sieben Jahren.
Für den Euroraum berechnete Eurostat in seinen
jüngsten verfügbaren Daten einen weiteren Anstieg
der Unternehmensinsolvenzen. Der entsprechende Index lag im
2. Quartal 2024 bei 159,7 Punkten (Q2 2023: 131,4 Punkte).
Frankreich liegt mit 239,2 Punkten dabei weit über dem
aggregierten Wert, Deutschland (151,0 Punkte), Spanien
(121,6 Punkte) und Italien (95,1 Punkte) schneiden etwas
besser als der Euroraum im Aggregat ab. Das
Kreditversicherungsunternehmen atradius rechnet für
das Gesamtjahr 2024 mit einem Anstieg der Insolvenzen
weltweit um 23 Prozent infolge der schwachen Konjunktur.
2.3 Neugeschäft2.3.1 LeasingIm dritten Quartal 2024 erzielten wir ein
Leasingneugeschäft in Höhe von 738,5 Mio. EUR und
verzeichneten eine Wachstumsrate von 24,9 Prozent
gegenüber dem Vorjahresquartal (Q3 2023: 591,1 Mio.
EUR). Das Leasingneugeschäft umfasst die
Anschaffungskosten der neu erworbenen Leasingobjekte. Mit
kumuliert 2,2 Mrd. EUR Leasingneugeschäft in den
ersten 9 Monaten 2024 erreichten wir ein weiteres
Etappenziel für die Erfüllung unserer Guidance
von 3,0 bis 3,2 Mrd. EUR im Gesamtjahr 2024.
Im dritten Quartal 2024 wuchs die Nachfrage nach Leasing
im Vergleich zum Vorjahresquartal. Bedingt durch die von
der EZB eingeleiteten und von den Finanzmärkten weiter
erwarteten Zinssenkungen entspannte sich das Zinsumfeld. In
Folge von günstigeren Finanzierungskonditionen belebt
sich üblicherweise die Investitionsnachfrage. Durch
die fortgesetzte Erweiterung unseres Händlernetzwerkes
und unseres Objektportfolios erreichten wir weltweit mehr
kleinere und mittlere Unternehmen (KMU), die ihre
Investitionen über Leasing finanzieren. Da die
Leasingraten zum Investitionszeitpunkt und somit bei
Vertragsabschluss fest kontrahiert werden, bietet Leasing
in Zeiten sich verändernder Zinsen eine sichere
Kalkulationsbasis für unsere KMU. Zudem stellt Leasing
eine liquiditätsschonende Finanzierungsvariante dar.
Leasingneugeschäft seit Q1 2022in Mio. EUR
Unser internationales Händlernetzwerk konnten wir
weiter ausbauen, so dass wir zum Ende des dritten Quartals
2024 mit mehr als 38.000 Fachhandelspartnern in den
über 30 Ländern, in denen wir aktiv sind,
zusammenarbeiteten (Q3 2023: ca. 35.300 Händler).
Das größte Leasingneugeschäftsvolumen
wurde im dritten Quartal mit 189,3 Mio. EUR in der Region
DACH realisiert. Dies stellte im Vergleich zum
Vorjahresquartal einen Zuwachs von 19,5 Prozent dar, im
regionalen Vergleich entfielen damit 25,6 Prozent des
Neugeschäfts auf Deutschland, Österreich und die
Schweiz. Mit einem Anteil von 81,3 Prozent innerhalb der
DACH-Region trug Deutschland 20,9 Prozent zum gesamten
Leasingneugeschäft weltweit bei.
Westeuropa (ohne DACH) setzte 175,7 Mio. EUR
Leasingneugeschäft um und verzeichnete mit einem
Anteil von 23,8 Prozent das zweitstärkste
Neugeschäft im Leasingbereich. Frankreich trug mit
einem Wachstum von 18,1 Prozent gegenüber dem
Vorjahresquartal maßgeblich zur Entwicklung in dieser
Region bei.
Südeuropa nahm mit 166,5 Mio. EUR den dritten Platz
beim Leasingneugeschäft ein, sein Wachstum von 32,7
Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal wurde vor allem
von den Ländern Italien (+42,9 Prozent) und Spanien
(+33,4 Prozent) getragen.
Das stärkste Wachstum konnte Nord-/Osteuropa mit
einem Plus von 33,3 Prozent gegenüber dem
Vorjahresquartal und 158,6 Mio. EUR Leasingneugeschäft
generieren. Besonders positiv entwickelten sich
Dänemark und Rumänien, die das Neugeschäft
um 107,4 Prozent beziehungsweise 40,0 Prozent steigern
konnten.
Die übrigen Regionen erzielten ein Wachstum von
24,2 Prozent auf 48,4 Mio. EUR. Zu dieser Kategorie
gehören die Zukunftsmärkte USA, Kanada und
Australien.
Neugeschäft Leasingscrollen
Regionen:DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg,
Niederlande
Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal,
Slowenien, Spanien
Nord-/Osteuropa: Dänemark, Finnland,
Großbritannien, Irland, Lettland*, Norwegen,
Schweden, Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien,
Ungarn
Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile*,
Kanada*, Türkei, VAE, USA
Anteil Neugeschäft Leasing nach Regionenin Prozent
Der Deckungsbeitrag 2 (DB2), ein Gradmesser für die
künftige Profitabilität des Neugeschäfts,
verbesserte sich im dritten Quartal 2024 um 29,1 Prozent
gegenüber dem Vorjahresquartal und erreichte einen
Wert von 125,8 Mio. EUR. Mit 31,5 Mio. EUR trug Westeuropa
(ohne DACH) 25,1 Prozent zu diesem Ergebnis bei, gefolgt
von Nord-/Osteuropa mit 29,5 Mio. EUR (23,5 Prozent) und
Südeuropa mit 28,9 Mio. EUR (23,0 Prozent).
Deckungsbeiträge im Leasingneugeschäftscrollen
Die DB2-Marge verbesserte sich im Vorjahresvergleich und
erreichte mit 17,0 Prozent (Q3 2023: 16,5 Prozent) die
mittelfristige Guidance. Die DB2-Marge misst die
zukünftige Profitabilität eines in das
Leasingneugeschäft investierten Euros.
Die Region DACH verzeichnete im Berichtsquartal eine
DB2-Marge von 13,2 Prozent, die im Vorjahresvergleich
stabil blieb. Westeuropa (ohne DACH) übertraf mit
einer Marge von 18,1 Prozent das Vorjahr um 0,9
Prozentpunkte. Südeuropa verbesserte sich im Vergleich
zum Vorjahresquartal leicht auf 17,4 Prozent.
Nord-/Osteuropa lag mit 18,6 Prozent deutlich über dem
Durchschnitt und verbesserte sich ebenfalls gegenüber
dem Vorjahreswert. Die übrigen Regionen erzielten mit
22,4 Prozent die höchste Marge im regionalen
Vergleich.
Die DB1-Marge des Leasingneugeschäfts lag im
dritten Quartal 2024 bei 11,3 Prozent und somit 1,5
Prozentpunkte über dem Vorjahresquartal.
DB-Margen im Leasingneugeschäftscrollen
Die aus den Leasingverträgen resultierenden
prozentualen Margen unterscheiden sich je nach
Ticketgröße. Verträge mit einem
Nettoanschaffungswert von weniger als 50 TEUR werden
tendenziell mit höheren Margen abgeschlossen. So
erwirtschafteten wir im dritten Quartal 2024 mit
Verträgen mit einem Nettoanschaffungswert kleiner 50
TEUR eine DB2-Marge von 17,8 Prozent. Im Vergleich dazu
erzielten wir mit größeren Verträgen
(Nettoanschaffungswert größer 50 TEUR) eine
DB2-Marge von 15,2 Prozent. Wichtig ist jedoch auch die
Betrachtung der absoluten Deckungsbeiträge. Der Anteil
der größeren Verträge am gesamten
Deckungsbeitrag liegt mit 35,3 Mio. EUR bei 28,0 Prozent,
wobei diese Vertragsgruppe nur rund 3 Prozent aller
abgeschlossenen Verträge ausmacht.
Im Berichtsquartal registrierten wir eine weltweit
wachsende Nachfrage, die zeigt, dass Leasing zur
Finanzierung von Investitionen und zur Optimierung der
Liquidität weiter international im Trend liegt. Wir
erhielten im dritten Quartal 2024 mit rund 146.000
Leasinganfragen 13,1 Prozent mehr Anfragen als im
Vorjahresquartal, in dem wir rund 130.000 Anfragen
registriert hatten. Die Umwandlungsquote blieb mit 52,2
Prozent im Jahresvergleich weitgehend stabil, so dass wir
rund 76.000 neue Leasingverträge abschließen
konnten. Die durchschnittliche Ticketgröße stieg
um 11,9 Prozent auf 9.702 EUR an. Gleichzeitig lag sie im
Rahmen der definierten Zielgröße, die eine
Fokussierung auf kleine Tickets mit einer
durchschnittlichen Ticketgröße von weniger als
10 TEUR für das Gesamtjahr 2024 vorsieht. Der Anteil
der Verträge, die über das eSignature-Verfahren
vollständig digital abgewickelt wurden, erhöhte
sich mit 38,1 Prozent um 0,7 Prozentpunkte gegenüber
dem Vorjahresquartal. Der Anteil des
Direktkundengeschäfts am gesamten
Leasingneugeschäft blieb mit 17,7 Prozent nahezu
unverändert (Q3 2023: 17,5 Prozent).
Leasinganfragen und -verträgescrollen
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Im Objektportfolio des Leasingneugeschäfts erwiesen
sich die IT-Geräte im dritten Quartal 2024
unverändert als die am stärksten nachgefragte
Objektgruppe, auf sie entfiel ein Anteil von 25,4 Prozent
gemessen an der Anzahl der Verträge. Obwohl sich die
Anzahl der entsprechenden Verträge im Vergleich zum
Vorjahresquartal um rund 1.600 auf knapp 19.400
erhöhte, ging ihr Anteil am Portfolio marginal um 0,6
Prozentpunkte zurück.
Green-Economy-Objekte leisteten den zweitstärksten
Beitrag zum Leasingneugeschäft. 21 Prozent und damit
mehr als jeder fünfte Leasingvertrag gehörten zu
dieser Kategorie. Bedingt durch das starke regionale
Wachstum vor allem in Ländern, in denen wir noch kein
eBike-Leasing anbieten, ging der Anteil an eBikes und damit
auch der Anteil der Green-Economy-Objekte leicht
zurück. Die Anzahl der neu abgeschlossenen
Verträge für Green-Economy-Objekte erhöhte
sich jedoch um rund 500 im Vergleich zum Vorjahresquartal.
Haupttreiber für die Entwicklung dieser Objektgruppe
waren eBikes, Wasseraufbereitungsanlagen und
Photovoltaikanlagen.
Im Bereich der Kopiertechnik, der vor allem
Kopierautomaten beinhaltet, wurden rund 14.500
Neuverträge abgeschlossen. Der Anteil der
Leasingobjekte dieser Kategorie ging bei 19,0 Prozent im
Berichtsquartal marginal um 0,2 Prozentpunkte relativ zum
Vorjahresquartal zurück.
Im Gegensatz zu den zuvor genannten Objektkategorien
verzeichnete der Anteil der Maschinen und Einrichtungen im
dritten Quartal 2024 einen Zuwachs. Mit 15,3 Prozent lag er
1,4 Prozentpunkte höher als im Vorjahresquartal. Unter
der Schwelle von 10 Prozent lagen die Objektgruppen
Telekommunikationsgeräte, Medizintechnik und Wellness,
Sicherheitsgeräte sowie allgemeine Bürotechnik.
Alle Anteile dieser Kategorien verzeichnete im Vergleich
zum Vorjahresquartal nur marginale Veränderungen.
Anteil Objektgruppen am Leasingneugeschäftsportfolio nach Anzahl der Verträgein Prozent
2.3.2 FactoringDas zum Verkauf anstehende Factoringgeschäft
erzielte im Berichtsquartal einen Zuwachs von 11,2 Prozent,
was einem Neugeschäftsvolumen von 234,2 Mio. EUR
entspricht. Dieses Forderungsvolumen mit einer
durchschnittlichen Laufzeit vom Ankauf bis zur
Fälligkeit von rund 45 Tagen impliziert, dass sich
diese Forderungen kalkulatorisch 8-mal im Jahr (365 Tage /
45 Tage) umschlagen, weshalb das Factoringgeschäft mit
einem bilanziellen Forderungsvolumen von 83,0 Mio. EUR zum
Stichtag 30. September 2024 unverändert einen
untergeordneten Beitrag zur Konzernbilanz leistet.
Die Erträge im Verhältnis zu den
Nettoanschaffungswerten ergeben die Bruttomarge des
Factoringgeschäfts. Der Refinanzierungsbedarf ist
aufgrund des revolvierenden Ankaufs der Forderungen und des
dadurch geringeren gebundenen Volumens niedriger als bei
der Refinanzierung des Leasingneugeschäfts.
In der DACH-Region stieg das Neugeschäft im dritten
Quartal 2024 im Factoring mit 74,8 Mio. EUR um 2,8 Prozent.
In Südeuropa erhöhte sich das Neugeschäft um
45,0 Prozent auf 65,7 Mio. EUR. Die Region Nord-/Osteuropa
erzielte mit 93,7 Mio. EUR einen leichten Zuwachs um 1,2
Prozent.
Neugeschäft Factoringscrollen
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Regionen:DACH: Deutschland, Schweiz
Südeuropa: Italien, Portugal
Nord-/Osteuropa: Ungarn, Großbritannien, Irland,
Polen
Die Bruttomarge bewegte sich im dritten Quartal 2024
leicht unterhalb dem Niveau des Vorjahresquartals.
Aggregiert wie auch in allen Regionen erreichte sie einen
Wert von 1,5 Prozent. Die Bruttomarge bezieht sich auf den
durchschnittlichen Zeitraum von rund 45 Tagen eines
Factoringgeschäfts im Berichtsquartal. Aufgrund
unterschiedlicher Zahlungsfristen und unterschiedlichen
Zahlungsverhaltens fiel der durchschnittliche Zeitraum in
der DACH-Region mit 25 Tagen deutlich geringer aus als
Nord-/Osteuropa mit 37 und Südeuropa mit 86 Tagen. Der
jährliche Vergleich der durchschnittlichen
Zeiträume zeigt, dass sich die Zahlungsziele insgesamt
um 4 Tage verlängerten. Unternehmen in Südeuropa
kamen ihren Zahlungsverpflichtungen knapp 12 Tage
später nach als im Vorjahr, in Nord-/Osteuropa wurde
hingegen knapp 1 Tag eingespart.
2.3.3 Kreditgeschäft der grenke BankDas Kreditneugeschäft der grenke Bank lag im
Berichtsquartal bei 9,6 Mio. EUR (Q3 2023: 9,6 Mio. EUR).
In den ersten neun Monaten belief sich das
Kreditneugeschäft auf 27,3 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023:
33,4 Mio. EUR). Das Kreditneugeschäft beinhaltet im
Wesentlichen die im Rahmen des "Mikrokreditfonds
Deutschland" vergebenen Kredite, bei denen die grenke Bank
staatlich geförderte Mikrofinanzierungen zwischen
1.000 und 25.000 EUR anbietet. Während das
Kreditneugeschäft der grenke Bank unserer Strategie
entsprechend nur einen kleinen Teil des gesamten
Neugeschäfts darstellt, fungiert die grenke Bank vor
allem als Quelle für die Refinanzierung über
Einlagen.
2.3.4 WährungseffekteAus der Veränderung der Wechselkurse ergaben sich
im dritten Quartal des Jahres 2024 positive
Währungseffekte in Bezug auf das
Neugeschäftsvolumen von Leasing und Factoring in
Höhe von 1,2 Mio. EUR. Das bedeutet, dass sich unter
der Annahme identischer Wechselkurse zum dritten Quartal
2023 das Neugeschäftsvolumen im dritten Quartal 2024
im Leasing um 0,59 Mio. EUR höher und im Factoring um
1,75 Mio. EUR niedriger gezeigt hätte. Die
Währungseffekte resultierten überwiegend aus
einer Aufwertung des Polnischen Zloty, der Schwedischen
Krone, des Schweizer Franken und des Britischen Pfunds. Dem
stand eine Abwertung des Chilenischen Peso, des Ungarischen
Forint und des Brasilianischen Real gegenüber. In den
ersten 9 Monaten des Jahres 2024 verzeichneten wir positive
Währungseffekte in Höhe von 7,7 Mio. EUR.
2.4 ErtragslageDie ausgewählten Angaben aus der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung werden für das laufende Quartal
isoliert sowie für den Berichtszeitraum und auf Basis
der Segmentergebnisse erläutert.
2.4.1 Vergleich drittes Quartal 2024 versus 2023Die Zinsen und ähnliche Erträge aus unserem
Finanzierungsgeschäft lagen im dritten Quartal 2024
bei 147,8 Mio. EUR und damit um 28,0 Mio. EUR über dem
Vorjahreswert (Q3 2023: 119,8 Mio. EUR). Hierin zeigt sich
zum einen das kontinuierlich starke Wachstum des
Neugeschäfts der letzten Quartale, zum anderen
spiegelt sich die anhaltend gute Margensituation infolge
der angepassten Konditionierung im Leasingneugeschäft
sukzessiv wider. Die Aufwendungen aus der Verzinsung der
Refinanzierung inklusive des Einlagengeschäfts stiegen
hauptsächlich getrieben durch das vergleichsweise
höhere Zinsniveau und den durch das starke
Neugeschäft erhöhten Refinanzierungsbedarf um
21,6 Mio. EUR auf 55,0 Mio. EUR (Q3 2023: 33,4 Mio. EUR).
Die gestiegenen Zinsaufwendungen werden von den
höheren Zinserträgen überkompensiert, sodass
im Saldo das Zinsergebnis im dritten Quartal 2024 um 6,3
Mio. EUR auf 92,8 Mio. EUR (Q3 2023: 86,5 Mio. EUR)
anstieg.
Die Aufwendungen für Schadensabwicklung und
Risikovorsorge stiegen im dritten Quartal 2024 im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum um 13,3 Mio. EUR auf 37,8 Mio. EUR
(Q3 2023: 24,5 Mio. EUR). Der Anstieg ist auf das
makroökonomische Umfeld und eine kontinuierlich
steigende Zahl an Insolvenzen vor allem in unseren
Kernmärkten Frankreich, Spanien und Deutschland
zurückzuführen, wobei sich der Anstieg auch unter
Berücksichtigung des höheren Leasingvolumens
insgesamt darstellt.
Dies führte zu einer Schadenquote (Aufwendungen
für Schadensabwicklung und Risikovorsorge im
Verhältnis zum Vermietvolumen) im dritten Quartal 2024
von 1,5 Prozent (Q3 2023: 1,1 Prozent) und damit im Bereich
des langfristigen Durchschnitts.
Die gestiegenen Zinserträge konnten den Anstieg der
Zinsaufwendungen überkompensieren, jedoch ergibt sich
aus den erhöhten Aufwendungen für
Schadensabwicklung und Risikovorsorge ein Rückgang
für unser Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und
Risikovorsorge im Berichtsquartal um 7,0 Mio. EUR auf 55,0
Mio. EUR (Q3 2023: 62,0 Mio. EUR).
scrollen
Das Ergebnis aus unserem Servicegeschäft nahm im
dritten Quartal 2024 um 2,9 Mio. EUR auf 37,5 Mio. EUR (Q3
2023: 34,6 Mio. EUR) zu, was auf die positive
Neugeschäftsentwicklung und den damit verbundenen
erhöhten Bestand des Leasingportfolios
zurückzuführen ist. Unser Ergebnis aus dem
Neugeschäft stieg im Berichtsquartal um 2,8 Mio. EUR
auf 13,5 Mio. EUR (Q3 2023: 10,7 Mio. EUR). Das
Verwertungsergebnis lag bei 2,8 Mio. EUR (Q3 2023: 1,8 Mio.
EUR).
Das gestiegene Zinsergebnis sowie die Ergebnisse aus dem
Neugeschäft, dem Servicegeschäft und der
Verwertung werden von der gestiegenen Schadensabwicklung
und Risikovorsorge relativiert und führten insgesamt
zu einem leichten Rückgang unserer operativen
Erträge im dritten Quartal 2024 um 0,2 Mio. EUR auf
108,9 Mio. EUR (Q3 2023: 109,1 Mio. EUR).
Der Personalaufwand lag im dritten Quartal 2024 bei 49,2
Mio. EUR und damit 6,0 Mio. EUR über dem Vorjahreswert
(Q3 2023: 43,2 Mio. EUR). Dieser Anstieg begründet
sich im Wesentlichen durch die gestiegene Anzahl an
Mitarbeiter:innen sowie die Erhöhung der variablen
Vergütung. Die fixe Vergütung betrug im
Berichtszeitraum 34,6 Mio. EUR (Q3 2023: 30,8 Mio. EUR) und
die variable Vergütung 6,3 Mio. EUR (Q3 2023: 4,7 Mio.
EUR). Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten
auf Basis Vollzeitbeschäftigter lag im Berichtsquartal
aufgrund von Neueinstellungen bei 2.195 und damit 83
über dem Vorjahreswert (Q3 2023: 2.112). Die
durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Geschäftsjahr
2023 lag bei 2.068.
Unsere Abschreibungen und Wertminderungen stiegen im
Berichtsquartal auf 10,5 Mio. EUR (Q3 2023: 6,5 Mio. EUR)
aufgrund eines Sondereffekts im Rahmen einer Wertminderung
des Geschäfts- oder Firmenwerts in Spanien in
Höhe von 4,4 Mio. EUR. Unser Vertriebs- und
Verwaltungsaufwand stieg im dritten Quartal auf 29,5 Mio.
EUR (Q3 2023: 26,4 Mio. EUR). Darin enthalten ist der
Anstieg der Lizenzgebühren, die durch die laufende
Migration in die Cloud infolge unseres
Digitalisierungsprogramms entstehen, und der
gegenläufige Effekt durch das Auslaufen der physischen
IT-Infrastruktur, der sich bereits jetzt in den im
Vergleich zum Vorjahr niedrigen Wartungsaufwendungen
auswirkt sowie insbesondere in den kommenden Jahren vor
allem in rückläufigen Abschreibungen zu sehen
sein wird. Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen
Erträgen und Aufwendungen lag im dritten Quartal 2024
bei - 1,8 Mio. EUR (Q3 2023: 0,0 Mio. EUR). Im
Berichtsquartal schlagen sich insbesondere
Währungseffekte in den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen nieder. Diese sind auf die Umrechnung von
türkischer Lira (TRY) in Höhe von 0,5 Mio. EUR
zurückzuführen, welche vor allem aus den Effekten
aus der Bewertung Hochinflation gemäß IAS 29
resultieren, sowie Dirham der Vereinigten Arabischen
Emiraten (AED) 0,3 Mio. EUR, chilenische Peso (CLP) 0,2
Mio. EUR, schwedische Kronen (SEK) 0,2 Mio. EUR, ungarische
Forint (HUF) 0,2 Mio. EUR, kanadische Dollar (CAD) 0,2 Mio.
EUR und polnische Zloty (PLN) 0,2 Mio. EUR. Diese ergeben
sich aus derivativen Sicherungsgeschäften, welche sich
ökonomisch über die Gesamtperiode ausgleichen.
Teilweise kompensiert wird dies periodisch zudem durch die
erfolgsneutrale Währungsumrechnung im sonstigen
Ergebnis der Konzern-Gesamtergebnisrechnung. Da dies
hauptsächlich die Umrechnung der Leasingforderungen in
Fremdwährungsländern betrifft, wird dieser Effekt
in einer anderen Position gezeigt als die oben genannten
Umrechnungseffekte aus den Derivaten. Zudem erfolgt die
Umrechnung der Leasingforderungen jeweils zum
Stichtagskurs, wohingegen die Derivate zu Marktwerten auf
Basis der zum Stichtag geltenden Devisenterminkurse
bewertet sind. Dieser Unterschied und der daraus
resultierende Bewertungseffekt gleichen sich über die
Laufzeit der Sicherungsbeziehungen aus.
Unser operatives Ergebnis im dritten Quartal 2024 lag
bei 17,9 Mio. EUR und reduzierte sich um 15,0 Mio. EUR (Q3
2023: 32,9 Mio. EUR). Der Saldo aus sonstigen
Zinserträgen und Zinsaufwendungen sank auf - 0,1 Mio.
EUR (Q3 2023: 1,1 Mio. EUR), was vor allem aus der
Verzinsung aus den gestiegenen nicht genutzten
Refinanzierungsmitteln resultiert. Gegenläufig hierzu
wirkt die Guthabenverzinsung infolge der
Leitzinserhöhungen in 2022 und 2023 auf den
Bundesbankkonten.
Das Konzernergebnis vor Steuern reduzierte sich um 14,9
Mio. EUR auf 15,6 Mio. EUR (Q3 2023: 30,5 Mio. EUR).
Unsere Steuerquote stieg aufgrund der Wertminderung des
Geschäft- oder Firmenwertes auf 23,1 Prozent (Q3 2023:
21,5 Prozent). Unser Konzernergebnis liegt bei 12,0 Mio.
EUR und damit um 12,0 Mio. EUR unter dem Vorjahresquartal
(Q3 2023: 24,0 Mio. EUR). Die durch die Konsolidierung der
Franchisegesellschaften auszuweisenden Ergebnisanteile der
nicht beherrschenden Anteilseigner lagen bei - 1,5 Mio. EUR
(Q3 2023: - 0,6 Mio. EUR). Die Vergleichbarkeit ist
aufgrund des Erwerbs von Anteilen mehrerer
Franchisegesellschaften in 2023 eingeschränkt, hier
wird auf die Ausführungen in Tz. 6.1 des
Geschäftsberichts 2023 verwiesen. Das Ergebnis je
Aktie sank im dritten Quartal 2024 auf 0,30 EUR (Q3 2023:
0,53 EUR).
Unsere Cost-Income-Ratio (CIR) erhöhte sich im
dritten Quartal, getrieben durch die Abschreibung des
Geschäfts- oder Firmenwerts, verglichen mit dem
Vorjahreszeitraum um 3,8 Prozentpunkte auf 60,8 Prozent (Q3
2023: 57,0 Prozent). Ohne Berücksichtigung des
Sondereffekts im Rahmen der Abschreibung des
Geschäfts- oder Firmenwerts in Spanien liegt die CIR
bei 57,8 Prozent.
2.4.2 Neunmonatsvergleich 2024 versus 2023Die ausgewählten Angaben zur Gewinn- und
Verlustrechnung haben sich im Neunmonatsvergleich im
Wesentlichen analog zum Quartal entwickelt.
Unser Zinsergebnis stieg in den ersten neun Monaten 2024
um 14,8 Mio. EUR auf 269,3 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: 254,5
Mio. EUR). Dies resultiert im Wesentlichen aus dem
anhaltend wachsenden Neugeschäft. Gegenläufig
hierzu wird das Zinsergebnis durch die erhöhten
Aufwendungen für die Refinanzierung gemindert.
Das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und
Risikovorsorge reduzierte sich um 5,6 Mio. EUR auf 176,5
Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: 182,1 Mio. EUR). Der Rückgang
ist auf die gestiegenen Aufwendungen für
Schadensabwicklung und Risikovorsorge aufgrund der
kontinuierlich steigenden Zahl an Insolvenzen insbesondere
in unseren Kernmärkten Frankreich, Spanien und
Deutschland zurückzuführen.
Die Schadenquote erhöhte sich dementsprechend auf
1,3 Prozent (Q1 - Q3 2023: 1,0 Prozent).
Unsere operativen Erträge stiegen um 14,7 Mio. EUR
auf 332,5 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: 317,8 Mio. EUR).
Bei weniger stark gestiegenen Kosten, allerdings
gegenläufiger Wertminderung des Geschäfts- und
Firmenwerts in Spanien erhöhte sich unsere CIR im
Neunmonatsvergleich auf 58,4 Prozent (Q1 - Q3 2023: 57,9
Prozent) und liegt damit knapp oberhalb einer angestrebten
CIR von unter 58 Prozent. Ohne Berücksichtigung des
Sondereffekts im Rahmen einer Wertminderung des
Geschäfts- oder Firmenwerts in Spanien liegt die CIR
bei 57,4 Prozent. Wir erwarten weiterhin den Zielwert
für das Gesamtjahr zu erreichen.
Unser Konzernergebnis lag bei 57,0 Mio. EUR nach 64,4
Mio. EUR im Vorjahreszeitraum.
scrollen
2.4.3 Entwicklung der SegmenteDie Ergebnisse des Leasingsegments haben sich positiv
entwickelt, da vor allem das vergangene und weiterhin
wachsende Neugeschäft entsprechende Zinserträge
erwirtschaftet und sich die Ergebnisse aus dem
Servicegeschäft und Neugeschäft sowie das
Verwertungsergebnis positiv entwickelten. Gegenläufig
hierzu stieg die Schadensabwicklung und Risikovorsorge.
Insgesamt stiegen in diesem Segment unsere operativen
Erträge um 9,3 Mio. EUR auf 297,6 Mio. EUR (Q1 -Q3
2023: 288,3 Mio. EUR). Das Segmentergebnis reduzierte sich
im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen Schadensabwicklung
und Risikovorsorge sowie der Personalaufwendungen. Diese
konnten nicht durch den Anstieg der verbleibenden
operativen Erträge kompensiert werden. Ebenfalls
belastet eine Wertminderung des Geschäfts- und
Firmenwerts in Spanien das Segmentergebnis, welches somit
insgesamt um 15,5 Mio. EUR sank und bei 64,6 Mio. EUR (Q1 -
Q3 2023: 80,1 Mio. EUR) lag.
Die operativen Erträge im Segment Bank stiegen im
Berichtszeitraum um 1,9 Mio. EUR und lagen bei 31,0 Mio.
EUR (Q1 - Q3 2023: 29,1 Mio. EUR), was hauptsächlich
aus der geringeren Risikovorsorge für frühere
Kreditportfolien resultiert.
Bei leicht gestiegenen Personalaufwendungen, reduziertem
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand sowie reduzierten
Währungseffekten erreichten wir ein Segmentergebnis
von 16,1 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: 12,6 Mio. EUR).
Im Segment Factoring stiegen unsere operativen
Erträge im Berichtszeitraum um 3,5 Mio. EUR auf 4,0
Mio. EUR (Q1 -Q3 2023: 0,5 Mio. EUR). Dies resultiert im
Wesentlichen aus einem Sondereffekt in der Wertberichtigung
im Vorjahr, der im Berichtsjahr nicht besteht. Bei nahezu
gleichbleibenden Aufwendungen verbesserte sich das Ergebnis
des Segments auf - 3,9 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: - 7,2 Mio.
EUR).
2.5 FinanzlageDie Eigenkapitalquote von 16,1 Prozent ist insbesondere
durch den stichtagsbezogenen Effekt der Ausgabe einer neuen
Benchmark-Anleihe Ende September gesunken. Denn zeitgleich
erhöhten sich der Liquiditätsbestand und der
Bestand der Finanzschulden gleichermaßen.
Mit unserem diversifizierten Refinanzierungsmix
verfügen wir über eine solide
Liquiditätsausstattung.
Steigende Leasingforderungen spiegeln das positive
Neugeschäftswachstum wider.
2.5.1 KapitalstrukturIm grenke Konzern legen wir einen besonderen Fokus auf
eine angemessene Liquiditätsausstattung, um so
flexibel auf Marktgegebenheiten reagieren zu können.
Zudem ist der Konzern aufgrund aufsichtsrechtlicher
Vorgaben verpflichtet, einen Liquiditätspuffer
vorzuhalten.
Auf der Passivseite zeigt sich die steigende Bilanzsumme
insbesondere in der Zunahme der Finanzschulden um insgesamt
1.063,1 Mio. EUR auf 6,5 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 5,4
Mrd. EUR).
Ursächlich hierfür ist der Anstieg der kurz-
und langfristigen Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung
(ohne Einlagengeschäft) auf 4,6 Mrd. EUR (31. Dezember
2023: 3,8 Mrd. EUR) sowie die Zunahme der kurz- und
langfristigen Verbindlichkeiten aus dem
Einlagengeschäft der grenke Bank um 257,6 Mio. EUR auf
1,9 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 1,6 Mrd. EUR).
Das Eigenkapital verzeichnete zum 30. September 2024 mit
1,3 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 1,4 Mrd. EUR) einen
moderaten Rückgang, der durch den abgeschlossenen
Aktienrückkauf verursacht ist. Denn dem in der
Berichtsperiode erwirtschafteten Konzernergebnis in
Höhe von 57,0 Mio. EUR standen hauptsächlich die
Ausschüttung einer Dividende (21,6 Mio. EUR), die
Zinszahlung für das Hybridkapital (15,0 Mio. EUR), der
Effekt aus der Marktbewertung von Hedging-Instrumenten (4,4
Mio. EUR) sowie der Kauf eigener Anteile (55,6 Mio. EUR)
entgegen. Positiv wirkten sich dagegen die Effekte aus der
erfolgsneutralen Währungsumrechnung (0,3 Mio. EUR)
aus. Durch die Ausweitung der Bilanzsumme im
Verhältnis zum Rückgang des Eigenkapitals
verringerte sich die Eigenkapitalquote zum 30. September
2024 auf 16,1 Prozent (31. Dezember 2023: 19,1 Prozent).
Die Eigenkapitalquote liegt damit weiterhin über dem
selbst gestecktem Ziel des Konzerns von mindestens 16
Prozent.
scrollen
Unter Berücksichtigung des Konzernergebnisses vor
Steuern von 73,2 Mio. in den ersten neun Monaten erreichten
wir einen RoE vor Steuern von 7,3 Prozent gegenüber
8,2 Prozent im Vorjahreszeitraum. Dies beruht auf dem
Ergebnisrückgang vor Steuern im dritten Quartal 2024
bei einer gegenläufig wirkenden Reduzierung des
Eigenkapitals.
2.5.2 CashflowIm Zeitraum der ersten neun Monate des
Geschäftsjahres 2024 belief sich unser Cashflow aus
der laufenden Geschäftstätigkeit auf 657,5 Mio.
EUR und übertraf damit das Vorjahresniveau (Q1 - Q3
2023: 595,0 Mio. EUR). Dieser Anstieg ist im Wesentlichen
auf folgende Effekte zurückzuführen: Einerseits
verzeichneten wir einen Zufluss bei den Zahlungen
Leasingnehmer in Höhe von 1.914,8 Mio. EUR (Q1 - Q3
2023: 1.795,3 Mio. EUR) in den ersten drei Quartalen des
laufenden Jahres aufgrund gestiegener
Zahlungseingänge, die aus dem höheren Volumen an
Leasingforderungen resultieren. Zum anderen führte die
Erweiterung unserer Refinanzierung (ohne
Einlagengeschäft) zu zusätzlichen
Mittelzuflüssen in Höhe von 2.841,2 Mio. EUR (Q1
- Q3 2023: 1.790,2 Mio. EUR).
Die nachfolgende Analyse erläutert die wesentlichen
Entwicklungen und Angaben aus der
Konzernkapitalflussrechnung im Detail.
scrollen
Der Cashflow aus Investitionen für neue
Leasingforderungen umfasst die Nettoanschaffungswerte
für neu erworbene Leasingobjekte und die direkt mit
dem Vertragsabschluss entstehenden Kosten. Aufgrund des
weiterhin wachsenden Neugeschäftsvolumens stiegen die
Investitionen für neue Leasingforderungen in den
ersten neun Monaten 2024 auf 2.260,3 Mio. EUR (Q1 - Q3
2023: 1.907,4 Mio. EUR). Diesen stehen die Einzahlungen aus
der Zunahme der Refinanzierung in Höhe von 2.841,2
Mio. EUR nach 1.790,2 Mio. EUR in der Vorjahresperiode
gegenüber. Der Cashflow aus dem Einlagengeschäft
der grenke Bank verringerte sich auf 257,6 Mio. EUR nach
416,4 Mio. EUR in der Vorjahresperiode. In Summe stieg
unser Cashflow aus Investitionen in das Neugeschäft
auf 838,5 Mio. EUR (Q1 -Q3 2023: 299,2 Mio. EUR).
In den ersten neun Monaten 2024 wurden 2.162,6 Mio. EUR
(Q1 - Q3 2023: 1.619,0 Mio. EUR) an Refinanzierung getilgt
bzw. zurückgezahlt. Die Zahlungen der Leasingnehmer
stiegen auf 1.914,8 Mio. EUR an (Q1 - Q3 2023: 1.795,3 Mio.
EUR).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag im
Berichtszeitraum bei - 9,1 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: - 21,7
Mio. EUR). Dieser beinhaltet hauptsächlich die
Auszahlung für den Erwerb von Sachanlagen und
immateriellen Vermögenswerte von 5,6 Mio. EUR (Q1 -Q3
2023: 4,5 Mio. EUR). Weiterhin enthält diese Position
die Auszahlung aus der Akquisition von Tochterunternehmen
in Höhe von 3,5 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: 14,6 Mio.
EUR). Zusätzlich erfolgte im Vergleichsquartal Q1 - Q3
2023 eine Kaufpreiszahlung in Höhe von 3,1 Mio. EUR
für den Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an der
Miete24 P4Y GmbH.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im
Berichtszeitraum - 102,1 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: -44,0 Mio.
EUR. Die Ausschüttung der Dividende für das
vorangegangene Geschäftsjahr betrug 21,6 Mio. EUR (Q1
-Q3 2023: 20,9 Mio. EUR). Die Zinszahlung auf das
Hybridkapital lag bei 15,0 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: 12,9
Mio. EUR). Durch den Erwerb eigener Anteile im Rahmen des
Aktienrückkaufprogramms ergab sich ein Mittelabfluss
von 55,6 Mio. EUR (Q1 -Q3 2023: 0,0 Mio. EUR). Zudem
resultierte aus der Rückzahlung von
Leasingverbindlichkeiten ein Mittelabfluss von 9,9 Mio. EUR
(Q1 - Q3 2023: 10,1 Mio. EUR).
Somit lag die Summe der Cashflows in den ersten neun
Monaten 2024 bei 546,3 Mio. EUR (Q1 -Q3 2023: 529,4 Mio.
EUR). Der Bestand an Zahlungsmitteln und
Zahlungsmitteläquivalenten stieg zum Stichtag 30.
September 2024 entsprechend auf 1.243,4 Mio. EUR nach 696,9
Mio. EUR zum 31. Dezember 2023.
2.5.3 LiquiditätDank unseres ausgewogenen Liquiditätsmanagements
verfügen wir über eine solide
Liquiditätsausstattung und eine diversifizierte
Refinanzierungsstruktur und erfüllten im
Berichtszeitraum jederzeit unsere Zahlungsverpflichtungen.
Zur Refinanzierung stehen uns umfangreiche Instrumente
zur Verfügung, die je nach Marktbedingungen im Rahmen
der Gesamtstrategie eingesetzt werden. Im Wesentlichen
basiert die Finanzierung über Fremdkapital auf drei
Säulen: den Senior-Unsecured-Instrumenten, die im
Wesentlichen auf unser Rating abstellen wie Anleihen,
Schuldverschreibungen und Commercial Paper, dem
Einlagengeschäft inklusive der Förderdarlehen bei
der grenke Bank AG sowie der forderungsbasierten
Finanzierung, vor allem ABCP-Programme. Dabei vermeiden wir
Fristentransformation auf Portfolioebene und reduzieren
dadurch Zinsänderungs- und
Anschlussfinanzierungsrisiken auf Portfolioebene auf ein
Minimum. Dank unseres breiten Refinanzierungsmixes
können wir je nach Bedarf und Marktlage die einzelnen
Säulen gezielt nutzen und den Anteil ausbauen oder
reduzieren. Gleichzeitig wollen wir aus strategischen
Gründen in allen drei Säulen aktiv sein.
Der Refinanzierungsmix bezogen auf die
Refinanzierungssäulen des grenke Konzerns verteilte
sich zum 30. September 2024 wie folgt:
scrollen
Der Anstieg der Refinanzierungsvolumina um 1.028,4 Mio.
EUR auf 6.562,9 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 5.534,5 Mio.
EUR) resultiert im Wesentlichen aus dem gestiegenen
Neugeschäft und damit einhergehendem erhöhten
Refinanzierungsbedarf für unser Leasinggeschäft.
Dies wurde vor allem durch die Ausgabe von zwei neuen
Benchmark-Anleihen in Höhe von jeweils 500 Mio. EUR im
zweiten und dritten Quartal dargestellt.
Die Refinanzierung über Kundeneinlagen der grenke
Bank AG erhöhte sich zum Stichtag 30. September 2024
auf 1.874,6 Mio. EUR nach 1.617,1 Mio. EUR zum 31. Dezember
2023 sowie 1.567,1 Mio. EUR zum vergleichbaren Zeitpunkt
des Vorjahres. Dies entspricht einem Anstieg von 15,9
Prozent seit dem 31. Dezember 2023 durch eine intensivere
Nutzung der grenke Bank im aktuellen Zinsumfeld.
Im Berichtszeitraum wurde neben den Benchmark-Anleihen
eine bestehende Anleihe um 50,0 Mio. EUR aufgestockt.
Darüber hinaus emittierte der grenke Konzern drei
Schuldscheindarlehen über insgesamt 20,0 Mio. CHF und
30,0 Mio. GBP. Im kurzfristigen Bereich wurden 19
Commercial Paper mit einem Gesamtvolumen von 240,0 Mio. EUR
emittiert. Planmäßig getilgt wurden im
Berichtszeit raum drei Anleihen in Höhe von 234,1 Mio.
EUR, ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 10,0 Mio.
CHF sowie Commercial Paper in Höhe von 175,0 Mio. EUR.
Vorzeitig zurückbezahlt wurden Anleihen in Höhe
von 123,2 Mio. EUR.
Mit Wirkung zum 31. Januar 2024 wurde der seit März
2010 laufende Forderungsvertrag der GRENKE LEASING LIMITED,
Guildford/Vereinigtes Königreich, mit der
Norddeutschen Landesbank Girozentrale beendet und ein
Rückkauf aller Forderungen vorgenommen.
Weitere Informationen zu unseren Instrumenten der
Refinanzierung und den erfolgten
Refinanzierungsmaßnahmen im Berichtszeitraum sind im
Konzernanhang unter Tz. 5 "Finanzschulden" dargestellt.
Die offenen Kreditlinien des Konzerns (d.h. Banklinien
plus verfügbarem Volumen aus Anleihen und Commercial
Paper) betrugen zum Stichtag 2.888,8 Mio. EUR, 540,0 Mio.
HUF und 40,0 Mio. PLN (31. Dezember 2023: 3.667,4 Mio. EUR,
540,0 Mio. HUF und 40,0 Mio. PLN).
2.6 VermögenslageIm Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2023 nahm
unsere Bilanzsumme zum 30. September 2024 um 1.056,1 Mio.
EUR auf 8,2 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 7,1 Mrd. EUR) zu.
Die Zunahme unserer Vermögenswerte zum 30.
September 2024 resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg
der kurz- und langfristigen Leasingforderungen sowie einem
Anstieg der Zahlungsmittel um 753 Mio. EUR. Dies ist
insbesondere durch die Ausgabe der Benchmark Anleihe kurz
vor Stichtag zu begründen. Unsere größte
Bilanzposition, die Leasingforderungen, stieg aufgrund der
anhaltend positiven Neugeschäftsentwicklung um 530,2
Mio. EUR auf 6,2 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 5,7 Mrd. EUR)
an.
Das Bundesbankguthaben stieg zum Stichtag auf 683,2 Mio.
EUR (31. Dezember 2023: 484,7 Mio. EUR).
scrollen
Gegenläufig hierzu wirkte der Anstieg der
kurzfristigen Finanzschulden um 1.249,6 Mio. EUR auf
3.081,2 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 1.831,6 Mio. EUR).
3. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenBezüglich der Angaben über die Beziehungen zu
nahestehenden Unternehmen und Personen wird auf die
Ausführungen in Tz. 15 des Anhangs zum verkürzten
Konzernzwischenabschluss verwiesen.
4. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht4.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenIn seinem World Economic Outlook vom Oktober 2024
stellte der Internationale Währungsfonds (IWF) eine
bemerkenswerte Resilienz der Volkswirtschaften
gegenüber dem vergangenen Disinflationierungsprozess
der Zentralbanken fest, wies jedoch gleichzeitig auf
Abwärtsrisiken für die globale Konjunktur hin. So
warnte er, dass die Zentralbanken die Zinswende zu
zögerlich angehen könnten. Ebenfalls hält er
es für wahrscheinlich, dass protektionistische
Maßnahmen den Welthandel dämpfen. Für die
Rohstoffmärkte stelle der Nahost-Krieg ein erhebliches
Risiko dar.
Für den Euroraum prognostiziert er mit einem
Wachstum von 0,8 Prozent für das Jahr 2024 einen
moderaten Aufschwung (2023: 0,4 Prozent). Für unseren
Heimatmarkt Deutschland erwartet der IWF mit 0,0 Prozent
eine Stagnation im Jahr 2024 (2023: - 0,3 Prozent).
Für Frankreich und Italien, die zusammen mit
Deutschland unsere größten Märkte
darstellen, geht der IWF im Jahr 2024 von einem leicht
positiven Wachstum in Höhe von 1,1 und 0,7 Prozent
(2023: 1,1 und 0,7 Prozent) aus. Von den großen
Industrienationen innerhalb der Eurozone soll das beliebte
Urlaubsland Spanien mit prognostizierten 2,9 Prozent am
stärksten wachsen (2023: 2,7 Prozent). Die Vereinigten
Staaten, wo wir im Berichtsquartal einen zweiten Standort
eröffnet haben, sollen im Jahr 2024 mit 2,8 Prozent
ähnlich stark wie im Vorjahr wachsen (2023: 2,9
Prozent).
Die Weltwirtschaft soll sich mit 3,2 Prozent Wachstum im
Jahr 2024 relativ robust zeigen (2023: 3,3 Prozent). Gerade
die asiatischen Schwellenländer sollen von anziehenden
Investitionen in künstliche Intelligenz profitieren.
Insbesondere China und Indien stützen diesen Trend
durch zusätzliche substantielle, öffentliche
Investitionen.
Der ifo-Geschäftsklimaindex für die
Leasingbranche in Deutschland erreichte im September dieses
Jahres 8,6 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fiel er
damit geringer aus (September 2023: 16,6 Punkte). Auch im
Quartalsvergleich schwächte sich der Index ab (Juni
2024: 14,6 Punkte). Der Bundesverband Deutscher
Leasing-Unternehmen (BDL) erwartet infolge einer
getrübten Stimmung der Unternehmen branchenweit einen
Rückgang der privaten Investitionen von 9,4 Prozent im
Jahr 2024. Gleichzeitig entwickle sich Leasing als
eigenkapitalschonende Finanzierungsform in der Regel etwas
besser als die gesamten Anlageinvestitionen, so der BDL.
4.2 Risiken und Chancen4.2.1 RisikenDer Vorstand erwartet, dass das geplante
Neugeschäftswachstum für das Geschäftsjahr
2024 gemäß seiner Guidance von 3,0 bis 3,2 Mrd.
EUR, siehe dazu Abschnitt 4.3, erreicht wird. Vor dem
Hintergrund der derzeit anhaltend angespannten
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa sehen wir in
unserem Bestandsportfolio auch eine erhöhte Anzahl an
gekündigten Verträgen und Insolvenzen. Dies
führte zu einer Schadenquote (Aufwendungen für
Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Verhältnis
zum Vermietvolumen) im dritten Quartal 2024 von 1,5 Prozent
(Q3 2023: 1,1 Prozent).
Die grenke AG überwacht die Entwicklung der
Risikosituation in den einzelnen Ländern und die
Auswirkungen auf einzelne Märkte sehr sorgfältig.
Darüber hinaus bergen der andauernde Krieg in der
Ukraine und die Konflikte im Nahen Osten weiterhin
makroökonomische Risiken. Der grenke Konzern ist weder
in Russland noch in der Ukraine mit eigenen Niederlassungen
vertreten und war und ist dort auch nicht finanziell
engagiert. Auch im Hinblick auf den seit Oktober 2023
wieder aufgeflammten Konflikt im Nahen Osten besteht kein
direktes Risiko für grenke, weil weder in Israel noch
in den angrenzenden, vom Konflikt unmittelbar betroffenen
Ländern und Regionen, eigene Niederlassungen bestehen.
Ein sich ausweitender Konflikt im Nahen Osten birgt aber
die Gefahr eines Ölpreisanstiegs, der den
Inflationsdruck sowie die Rezessionsgefahr verstärken
könnte. Die Instabilität im Nahen Osten
könnte weiterhin den internationalen Handel
beeinträchtigen, wodurch die Gefahr von unterbrochenen
Lieferketten und höheren Transportkosten bestehen
könnte. Während die Marktreaktionen bisher
begrenzt blieben, könnte eine weitere Eskalation zu
einer höheren Volatilität und dadurch zu einer
allgemein geringeren Liquidität an den
Kapitalmärkten führen.
Für den grenke Konzern sieht der Vorstand weiterhin
ausreichend Handlungsspielraum, um die Liquidität
kurz-, mittel- und langfristig sicherzustellen. Basis
dafür sind zum einen die aktuell hohe
Liquiditätsausstattung sowie der unverändert gute
und diverse Zugang zu den Refinanzierungsquellen.
Darüber hinaus verfügt grenke prinzipiell immer
über die Option, das Leasingneugeschäft - und
damit den situativen Liquiditätsbedarf - über
eine restriktivere Annahme von Leasinganfragen-margen
optimiert zu steuern.
Die vergleichsweise hohe Volatilität an den Zins-
und Währungsmärkten kann weiterhin temporär
zu bilanzrelevanten Bewertungseffekten führen. Diese
können sich zeitweilig insbesondere auf die Umrechnung
von Fremdwährungspositionen, die Bewertung der
Derivate oder die Bewertung von Geschäfts- und
Firmenwerten auswirken. Gleichwohl sieht der Vorstand darin
keine langfristige Beeinträchtigung der
Profitabilität des Geschäftsmodells.
Hinsichtlich der künftigen Entwicklung des Konzerns
und der Tochtergesellschaften sind besondere, über das
normale Maß hinausgehende und mit dem Geschäft
verbundene Risiken nicht zu erkennen. Für eine
umfassendere Darstellung der Risiken vgl. Kapitel 5,
Risikobericht, im Geschäftsbericht 2023.
4.2.2 ChancenLeasing ist weiterhin weltweit ein Wachstumsmarkt. Die
einfache und schnelle Verfügbarkeit von
Investitionsmitteln sowie positive Effekte auf die
Liquidität und Bilanzstrukturen gelten nach wie vor
als Erfolgsfaktoren dieser Finanzierungsform. Das gilt
insbesondere für kleinere Investitionen bis etwa 50
TEUR, also das Small-Ticket-Segment, auf das grenke
spezialisiert ist.
Die bereits gelockerte Geldpolitik der EZB könnte
sich begünstigend auf das künftige
Investitionsverhalten und damit die Leasingnachfrage der
KMU in den Ländern des Euroraums auswirken.
In allen unseren internationalen Märkten verfolgen
wir eine Strategie des organischen Wachstums durch einen
konsequenten Ausbau unserer Geschäftsbasis und unserer
Marktanteile. Die Voraussetzungen dafür sind weiterhin
gut, was durch die Wachstumsprognosen im Euroraum
unterstrichen wird. Daher rechnen wir trotz der aktuell
erhöhten Anzahl an zahlungsgestörten
Verträgen und Insolvenzen, europaweit weiterhin mit
einer stabilen Entwicklung der Nachfrage nach
Small-Ticket-Leasing und unseres realisierten
Neugeschäfts.
USA, Kanada und Australien zählen zu unseren
künftigen Kernmärkten mit langfristig
überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial. Die
Erschließung dieser Märkte erfolgt weiterhin
planmäßig. Nachdem wir in den USA bereits von
Phoenix, Arizona aus seit 2019 aktiv sind, eröffneten
wir im dritten Quartal dieses Jahres einen zweiten
Standort, der sich in Chicago, Illinois, befindet.
Zusätzliche Chancen ergeben sich durch die
kontinuierliche Erweiterung unseres Objektportfolios auf
Basis der Entwicklung der Nachfrage auf Kundenseite. So
profitieren wir von Megatrends wie der Medizintechnik oder
der Robotik. Gleichzeitig ermöglichen wir KMU mit
unseren Finanzierungsangeboten Investitionen in
Zukunftstechnologien. Dazu zählen vermehrt auch
Objekte aus dem Bereich Green Economy, siehe dazu Abschnitt
2.3.1. Mit der Emission unseres ersten Green Bonds im
September 2023 haben wir eine umfangreiche Basis zur
Refinanzierung von Objekten der Green Economy geschaffen.
Aus dem Volumen von insgesamt 500 Mio. EUR des Green Bond
haben wir bis zum 29. September 2024 bereits 350 Mio. EUR
allokiert, vgl. dazu unseren Green Bond Report vom Oktober
2024. Mehr Details zu diesen und weiteren
Wachstumspotenzialen finden sich im Abschnitt 6.1,
Chancenbericht, im Geschäftsbericht 2023.
4.3 UnternehmensprognoseDie nachfolgenden Aussagen zur künftigen
Geschäftsentwicklung des grenke Konzerns und zu den
dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über
die Entwicklung von Markt und Branche basieren auf den
Einschätzungen, die der Vorstand nach den vorliegenden
Informationen gegenwärtig als realistisch beurteilt.
Diese sind jedoch generell mit Unsicherheiten behaftet und
bergen das unvermeidbare Risiko, dass die prognostizierten
Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch ihrem
Ausmaß nach tatsächlich eintreten. Angesichts
der geopolitischen Konflikte, den politischen
Umwälzungen im In- und Ausland und der angespannten
wirtschaftlichen Situation in Europa ist dieser Ausblick
mit einem hohen Maß an Unsicherheit behaftet.
Der Vorstand hat im Januar 2024 beschlossen und
bekanntgegeben, sich künftig auf das
Leasinggeschäft zu fokussieren, und hat deshalb den
Verkauf aller Factoringgesellschaften initiiert. Aus dem
beabsichtigten Verkauf der Factoringgesellschaften erwartet
der Vorstand kurzfristig keine nennenswerten Auswirkungen
auf wesentliche KPIs des Konzerns. Seine Ressourcen und
Investitionskraft wird grenke künftig voll auf die
fortschreitende Digitalisierung und das weitere Wachstum im
Leasing konzentrieren. Hierbei spielt das Bankgeschäft
der grenke Bank AG eine unverändert wichtige Rolle,
vor allen Dingen zur Sicherstellung der Refinanzierung
über Einlagen.
Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet der
Vorstand ein Leasingneugeschäft zwischen 3,0 und 3,2
Mrd. EUR. Dies entspricht verglichen mit dem
Geschäftsjahr 2023 einem erwarteten Zuwachs zwischen
15 und 23 Prozent. Mittelfristig soll sich das
Neugeschäftsvolumen mit zweistelligen Wachstumsraten
von durchschnittlich ca. 12 Prozent entwickeln. Diese
Annahme beruht auf dem großen Wachstumspotenzial der
internationalen Leasingmärkte allgemein sowie dem
langfristig erfolgreichen Geschäftsmodell mit KMU als
Zielgruppe. Im Geschäftsjahr 2024 streben wir eine
leichte Steigerung der DB2-Marge im Vergleich zum Vorjahr
an (2023: 16,5 Prozent). Mittelfristig ist das Ziel, eine
DB2-Marge von rund 17 Prozent zu erreichen. Hierfür
sind insbesondere die Refinanzierungskosten und unsere
Konditionierung der neu abgeschlossenen
Leasingverträge ausschlaggebend, aber auch die
durchschnittliche Ticketgröße. Im
Geschäftsjahr 2024 wird erwartet, dass der
Durchschnittswert pro Leasingvertrag unverändert etwa
bei 10 TEUR liegt. Die Small-Ticket-Definition umfasst
mittlerweile Investitionen von bis zu 50 TEUR, weil neue
Technologien unter anderem in den Bereichen Medizin oder
Robotics zu einer höheren Nachfrage von kleineren
Objekten bis zu 50 TEUR führen. Die Fokussierung auf
kleine Tickets bleibt weiterhin wesentlicher Teil unserer
Strategie.
Der Vorstand erwartet, dass trotz des erhöhten
Zinsniveaus die operativen Erträge des
Leasingportfolios - bestehend aus der Summe des
Zinsergebnisses nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge,
des Ergebnisses aus dem Servicegeschäft, des
Ergebnisses aus dem Neugeschäft sowie aus der
Verwertung - im laufenden Geschäftsjahr 2024
gegenüber 2023 gesteigert werden können.
Ursächlich für diese Einschätzung sind neben
dem anhaltend starken Momentum im Leasingneugeschäft
auch die konsequente Weitergabe der Refinanzierungskosten
durch konditionelle Maßnahmen sowie das
unverändert risikobewusste Pricing. Ein aktuell
rezessionsbedingtes Ansteigen von Unternehmensinsolvenzen
und die temporäre Verschlechterung der Zahlungsmoral
sind durch die Bildung von Risikovorsorge der vergangenen
und des aktuellen Quartals berücksichtigt. Insgesamt
erwarten wir bei einer momentan
verhältnismäßig hohen Zahl an
Unternehmensinsolvenzen entsprechende Aufwendungen für
die Risikovorsorge und eine Schadenquote von leicht unter
1,5 Prozent p.a. Gleichzeitig erwarten wir etwas
höhere Personalkosten: Erstens, weil die Gehälter
aufgrund des notwendigen Ausgleichs der hohen Inflation
gestiegen sind. Zweitens werden wir unser Team punktuell
weiter verstärken, um das gegenwärtige und
künftige Wachstum realisieren zu können.
Aufgrund höherer Aufwendungen für
Schadensabwicklung und Risikovorsorge passte der Vorstand
die Prognose für das Konzernergebnis am 29. Oktober
2024 an. Er erwartet nun im Geschäftsjahr 2024 ein
Konzernergebnis zwischen 68 und 76 Mio. EUR (zuvor 95 bis
115 Mio. EUR). Ursache ist die kontinuierlich gestiegene
Zahl von Insolvenzen vor allem in den Kernmärkten
Frankreich, Spanien und Deutschland. Trotz der weiterhin
planmäßigen Investition in das
Digitalisierungsprogramm streben wir im Jahr 2024 eine
Verbesserung der Cost-Income-Ratio (CIR) von unter 58
Prozent an, wenngleich die Sonderabschreibung für den
Goodwill in Spanien hier als außerordentlicher Effekt
zu berücksichtigen ist. In den Folgejahren soll sich
die CIR durch Effizienzgewinne und zunehmenden
Digitalisierungsgrad auf ein Niveau von unter 55 Prozent
entwickeln. Langfristig streben wir durch unsere
Neugeschäftsprofitabilität und das nachhaltige
Wachstum sowie unser Digitalisierungsprogramm und eine
ausgeprägte Kostendisziplin eine CIR von 50 Prozent
an.
Auf Grundlage der erwarteten Entwicklung des
Konzernergebnisses rechnet grenke - wie in den Vorjahren -
mit einer bilanziellen Eigenkapitalquote von über 16
Prozent.
Verkürzter KonzernzwischenabschlussKonzern-Gewinn- und Verlustrechnungscrollen
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscrollen
Konzern-Bilanzscrollen
Konzern-Bilanzscrollen
* Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die
unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.
Konzern-Kapitalflussrechnungscrollen
1 Abzüglich passiver Kontokorrentkonten in
Höhe von 404 TEUR (Vorjahr: 1.898 TEUR).
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscrollen
scrollen
Anhang
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| Bruttoinlandsprodukt | 01.10.2024 - 31.12.2024 | 01.01.2025 - 31.12.2025 | ||||
| negativ | Basis | positiv | negativ | Basis | positiv | |
| Euroraum | - 6,3 % | 0,7 % | 2,5 % | 0,7 % | 1,3 % | 2,5 % |
| Deutschland | - 3,8 % | 0,2 % | 2,2 % | 0,2 % | 1,3 % | 2,2 % |
| Frankreich | - 7,5 % | 0,7 % | 2,3 % | 0,7 % | 1,4 % | 2,3 % |
| Italien | - 9,0 % | 0,7 % | 1,8 % | 0,7 % | 0,7 % | 1,8 % |
| Spanien | - 11,2 % | 1,9 % | 3,6 % | 1,9 % | 2,1 % | 3,6 % |
| Vereinigtes Königreich | - 10,4 % | 0,5 % | 2,7 % | 0,5 % | 1,5 % | 2,7 % |
| Bruttoinlandsprodukt | 01.01.2026 - 31.12.2026 | ||
| negativ | Basis | positiv | |
| Euroraum | 1,3 % | 1,4 % | 2,5 % |
| Deutschland | 1,3 % | 1,5 % | 2,2 % |
| Frankreich | 1,4 % | 1,6 % | 2,3 % |
| Italien | 0,7 % | 0,2 % | 1,8 % |
| Spanien | 2,1 % | 1,8 % | 3,6 % |
| Vereinigtes Königreich | 1,5 % | 1,7 % | 2,7 % |
Die Höhe der Risikovorsorge der laufenden
Leasingforderungen je Szenario ist in folgender Tabelle
aufgeführt:
| Szenarien zum 30. September 2024 | |||
| TEUR | negativ | Basis | positiv |
| Risikovorsorge | 139.531 | 124.638 | 119.706 |
| Szenarien zum 31. Dezember 2023 | |||
| TEUR | negativ | Basis | positiv |
| Risikovorsorge | 147.476 | 124.364 | 104.158 |
Basisszenario: Eine stabile geopolitische Lage und
moderate Handelsbeziehungen fördern eine vorsichtige
wirtschaftliche Erholung. Die Inflation bleibt unter
Kontrolle, was eine vorsichtige geldpolitische Haltung der
Zentralbanken ermöglicht. Die Arbeitslosenquote sinkt
langsam durch Unterstützung von Arbeitsmarkt- und
Umschulungsprogrammen. Das wirtschaftliche Wachstum setzt
sich fort, jedoch ohne explosive Wachstumsraten, getragen
durch moderate Investitionen in Infrastruktur und neue
Technologien. Die Inflation stabilisiert sich im
Zielbereich der EZB (im Euroraum), und die Fiskalpolitik
bleibt moderat expansiv, um das Wachstum zu
unterstützen. Die Arbeitslosigkeit geht
allmählich zurück, unterstützt durch
strukturelle Reformen und gezielte Programme zur
Förderung der Beschäftigung.
Negatives Szenario: Anhaltende geopolitische
Unsicherheiten und Handelskonflikte mindern das Vertrauen
von Verbrauchern und Unternehmen, was zu geringerer
wirtschaftlicher Aktivität führt. Die anhaltende
hohe Inflation, verursacht durch Lieferkettenprobleme und
gestiegene Produktionskosten, zwingt die Zentralbanken zu
restriktiven geldpolitischen Maßnahmen. Diese
Maßnahmen wirken sich negativ auf Investitionen in
Schlüsselindustrien und Infrastrukturprojekte aus, was
die langfristigen Wachstumsperspektiven weiter
verschlechtert. Die Arbeitslosenquote steigt, da
Unternehmen Kosten senken und Arbeitsplätze abbauen,
was zu einer Verschärfung der wirtschaftlichen
Schwäche führt.
Positives Szenario: Stabile geopolitische Lage und
verbesserte Handelsbeziehungen stärken das Vertrauen
der Verbraucher und Unternehmen, was zu robustem
Wirtschaftswachstum führt. Moderate Inflation
ermöglicht eine unterstützende Geldpolitik der
Zentralbanken, die das Wirtschaftswachstum fördert.
Die Arbeitslosigkeit sinkt, unterstützt durch gezielte
Arbeitsmarktprogramme und steigende Investitionen in
Bildung und Umschulung. Nachhaltiges Wachstum wird durch
Investitionen in grüne Technologien und
Digitalisierung gefördert, was die Produktivität
und Wettbewerbsfähigkeit steigert. Langfristiges
Wirtschaftswachstum wird durch technologische Innovationen
und ökologische Transformation unterstützt,
während robuste Arbeitsmärkte und stabile soziale
Sicherungssysteme die langfristige wirtschaftliche
Stabilität sichern.
In sämtlichen Szenarien werden verschiedene
Mindestausfallraten (Floors) berücksichtigt.
Die Eintrittswahrscheinlichkeiten der Makroszenarien
werden länderspezifisch ermittelt, um die
unterschiedlichen wirtschaftlichen sowie politischen
Begebenheiten des jeweiligen Landes zu würdigen. Diese
Szenariogewichte werden zum einen aus öffentlichen
Daten der EZB abgeleitet. Diese stellt durch eine Umfrage
unter verschiedenen Analysten eine
Wahrscheinlichkeitsverteilung für das BIP der Jahre
2024 bis 2026 auf. Aus diesen
Wahrscheinlichkeitsverteilungen können
Eintrittswahrscheinlichkeiten für einzelne Szenarien
berechnet werden. Zum anderen werden zur
länderspezifischen Bestimmung der
Eintrittswahrscheinlichkeiten die öffentlich
zugänglichen BIP-Erwartungen sowie die historischen
BIP-Betrachtungen des IWF herangezogen.
Zum 30. September 2024 sind die Szenarien in den
Kernmärkten des grenke Konzerns wie folgt gewichtet:
| Szenariogewichtung | 01.10.2024 - 31.12.2024 | 01.01.2025 - 31.12.2025 | ||||
| negativ | Basis | positiv | negativ | Basis | positiv | |
| Deutschland | 40,0 % | 59,2 % | 0,8 % | 9,6 % | 78,7 % | 11,7 % |
| Frankreich | 16,5 % | 81,7 % | 1,8 % | 8,7 % | 79,5 % | 11,8 % |
| Italien | 17,3 % | 78,3 % | 4,4 % | 17,5 % | 75,3 % | 7,2 % |
| Spanien | 1,3 % | 97,4 % | 1,3 % | 4,4 % | 92,2 % | 3,4 % |
| Vereinigtes Königreich | 23,1 % | 76,3 % | 0,6 % | 8,0 % | 85,2 % | 6,8 % |
| Szenariogewichtung | 01.01.2026 - 31.12.2026 | ||
| negativ | Basis | positiv | |
| Deutschland | 8,2 % | 77,6 % | 14,2 % |
| Frankreich | 7,3 % | 78,4 % | 14,3 % |
| Italien | 41,3 % | 56,0 % | 2,7 % |
| Spanien | 5,4 % | 92,5 % | 2,1 % |
| Vereinigtes Königreich | 6,1 % | 84,4 % | 9,5 % |
Aufgrund der erhöhten wirtschaftlichen Unsicherheit
wurden zusätzlich diverse Sensitivitätsanalysen
durchgeführt. Bei diesen Sensitivitätsanalysen
wurden die Auswirkungen auf die Risikovorsorge durch
Verschiebung verschiedener Inputparameter analysiert.
Konkret wurde die Ausfallwahrscheinlichkeit (PD) mit dem
Faktor 1,15 multipliziert und damit um 15 Prozent nach oben
bzw. unten verschoben. Bei einer um 15 Prozent
erhöhten PD ergäbe sich eine 15.104 TEUR
höhere Risikovorsorge. Bei einer um 15 Prozent
verringerten PD ergäbe sich eine 14.731 TEUR geringere
Risikovorsorge. Zusätzlich wurde das Makroszenario um
20 Prozent nach oben bzw. unten verschoben. Bei einem um 20
Prozent verbesserten Makroszenario ergäbe sich eine
465 TEUR niedrigere Risikovorsorge. Bei einem um 20 Prozent
verschlechterten Makroszenario ergäbe sich eine 442
TEUR höhere Risikovorsorge.
Zusätzlich zu der im Modell nach IFRS 9 berechneten
Risikovorsorge wurden Management Adjustments auf
zukünftige schwer kalkulierbare bzw. neuartige Risiken
(sog. Novel Risks) gebildet.
Diese Adjustments decken unter anderem geopolitische
Risiken sowie zusätzliche Unsicherheiten durch
Rezession, Liefer- und Energieengpässe und Inflation
ab. Zum Stichtag betrugen diese zusätzlichen
Management Adjustments insgesamt 18.831 TEUR. Diese
beinhalten ein In-Model Adjustment in Höhe von 4.463
TEUR, welches die erhöhte wirtschaftliche Unsicherheit
über die Erhöhung von PD-Faktoren abbildet.
Für die laufenden Leasingforderungen wurden im
Normalszenario entsprechend wirtschaftlicher Unsicherheiten
die PD-Faktoren erhöht. Darüber hinaus wurde ein
Post-Model Adjustment in Höhe von 14.368 TEUR
gebildet, welches auch in der Stufenzuordnung nach IFRS9
berücksichtigt ist. Dieses wird zur Abdeckung schwer
kalkulierbarer Risiken auf Basis einer zusätzlichen
Sensitivitätsanalyse ermittelt. Dabei wurden die
Stabilität der Lieferketten und die Kritikalität
der Energieintensität landesgruppenspezifisch zu einer
Brancheneinschätzung aggregiert und bewertet. Aufgrund
der Tatsache, dass sich Risiken für gebildete
Adjustments bereits teilweise im IFRS 9 Modell realisiert
haben und insbesondere die Auswirkungen der geopolitischen
Risiken im Rahmen der Auseinandersetzungen in der Ukraine
und im Nahen Osten überschätzt wurden, konnten
die Management Adjustments entsprechend neuer Erkenntnisse
im Vergleich zum Vorjahr 31. Dezember 2023 reduziert
werden. Die erforderlichen Adjustments werden laufend
überprüft und soweit notwendig entsprechend
aktualisiert.
Nicht garantierte (kalkulierte) Restwerte werden im
Rahmen der Ermittlung des Barwerts der Leasingforderungen
gemäß der Definition des IFRS 16
berücksichtigt. Die kalkulierten Restwerte am Ende der
Vertragslaufzeit ermitteln sich in Abhängigkeit von
der Laufzeitgruppe des jeweiligen Leasingvertrags und
beinhalten das erwartete Nachgeschäft am Ende der
Laufzeit, basierend auf historischen Erfahrungswerten.
Für Zugänge seit dem 1. Januar 2024 betragen sie
zwischen 1 und 30 Prozent der Anschaffungskosten (Vorjahr:
seit dem 1. Januar 2023 zwischen 1 und 25 Prozent). Die
kalkulierten Restwerte werden dabei anhand statistischer
Auswertungen im Rahmen einer bestmöglichen
Schätzung angesetzt. Im Fall eines Absinkens der
tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend aus
Verwertung und sogenannter Nachmiete) erzielbaren
Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen
berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg
unberücksichtigt bleibt.
Die der Discounted-Cashflow-Bewertung der bestehenden
Geschäfts- oder Firmenwerte zugrundeliegenden
Cashflows basieren auf den aktuellsten
Geschäftsplänen und internen Planungen. In diesem
Zusammenhang werden Annahmen über die künftigen
Ertrags- und Aufwandsentwicklungen getroffen. Dabei werden
künftige Wachstumsraten der jeweiligen
zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis bisheriger
Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte Ertrags- und
Aufwandsverläufe unter Berücksichtigung aktueller
und zu erwartender Marktentwicklungen in die Zukunft
projiziert. Die ermittelten Planungen reflektieren die
bestmöglichen Einschätzungen zur weiteren
Entwicklung der makroökonomischen Rahmenbedingungen
sowie der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit.
Die hierbei getroffenen Einschätzungen sowie die
zugrundeliegende Methodik können einen erheblichen
Einfluss auf die ermittelten Werte haben.
Aufgrund des aktuellen politischen und ökonomischen
Gesamtumfelds sind die Schätzungen hinsichtlich der
weiteren Neugeschäfts- und Renditeentwicklungen der
zahlungsmittelgenerierenden Einheiten weiterhin mit
zusätzlichen Unsicherheiten verbunden. Sollten
wesentliche Annahmen von den tatsächlichen
Größen abweichen, könnte dies in der
Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen
führen.
Die zur Diskontierung der Zahlungsströme zu
verwendenden Abzinsungssätze stiegen im Vergleich zum
Wertminderungstest des Vorjahres nicht weiter an. So lag
der risikolose Zinssatz mit 2,5 Prozent zum 30. September
2024 weiterhin unterhalb des Zinsniveaus von 3,0 Prozent,
das im Rahmen des letzten planmäßigen
Wertminderungstests zum 1. Oktober 2023 anzusetzen war.
Sollten die Abzinsungssätze jedoch erneut stark
steigen, könnte dies zu erfolgswirksamen
Wertminderungen in künftigen Berichtsperioden
führen.
Der grenke Konzern hat zum Stichtag untersucht, ob ein
Anhaltspunkt für eine Wertminderung der bilanzierten
Geschäfts- oder Firmenwerte vorliegen könnte. Zum
Stichtag bestand, unter Berücksichtigung der
Veränderung wesentlicher Bewertungsparameter sowie der
wirtschaftlichen Entwicklungen der
zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, Wertminderungsbedarf
für den Geschäfts- oder Firmenwert der
zahlungsmittelgenerierenden Einheit Spanien. Hinsichtlich
der bilanziellen Auswirkungen zum Stichtag verweisen wir
auf unsere Ausführungen unter Tz. 11 "Wertminderung
von Geschäfts- oder Firmenwerten".
Die Bewertung der Leasinggegenstände in Verwertung
erfolgt auf Basis der Verwertungserlöse, die über
das vergangene Geschäftsjahr im Durchschnitt je
Altersklasse in Bezug auf die ursprünglichen
Anschaffungskosten erzielt werden konnten.
Leasinggegenstände in der Verwertung werden in
Abhängigkeit von ihrer tatsächlichen
Verwertbarkeit mit den aus der Vergangenheit ermittelten
Restwerten bewertet. Die angesetzten Restwerte betragen zum
Stichtag zwischen 2,6 und 13,5 Prozent (Vorjahr: zwischen
2,5 und 14,7 Prozent) der ursprünglichen
Anschaffungskosten. Sofern eine Verwertung aufgrund des
Zustands des entsprechenden Gegenstandes unrealistisch
erscheint, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben.
Die beizulegenden Zeitwerte finanzieller
Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten, die
nicht mithilfe von Daten aus aktiven Märkten
unmittelbar abgeleitet werden können, werden unter der
Verwendung von Bewertungsverfahren bestimmt. Die
Inputparameter dieser Modelle stützen sich, soweit
möglich, auf beobachtbare Marktdaten. Ist dies nicht
möglich, stellt die Bestimmung der beizulegenden
Zeitwerte in gewissem Maß eine Ermessensentscheidung
dar. Die Ermessensentscheidungen betreffen Inputparameter
wie Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko und
Volatilität. Änderungen der Annahmen
bezüglich dieser Inputparameter können sich auf
den erfassten beizulegenden Zeitwert der Finanzinstrumente
auswirken. Sind beobachtbare Preise und Parameter
verfügbar, werden sie für die Bestimmung des
beizulegenden Zeitwertes genutzt, ohne dass
Einschätzungen im großen Umfang erforderlich
wären.
Aktive latente Steuern werden für alle nicht
genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem
Maß erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass
hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein
wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich
genutzt werden können. Bei der Ermittlung der
Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche
Ermessensausübung der Unternehmensleitung
bezüglich des erwarteten Eintritts und der Höhe
des zukünftig zu versteuernden Einkommens sowie der
zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.
Aufgrund der Komplexität der Steuergesetzgebung
ergeben sich möglicherweise unterschiedliche
Auslegungen und Interpretationen von Steuergesetzen durch
den Steuerpflichtigen und die lokale Finanzbehörde.
Dadurch kann es zu nachträglichen Steuerzahlungen
für vergangene Geschäftsjahre kommen. Für
den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte
Beträge wahrscheinlich nicht realisiert werden
können (unsichere Steuerpositionen), werden
Steuerrückstellungen gebildet. Der Betrag ermittelt
sich aus der besten Schätzung der erwarteten
Steuerzahlung. Steuerforderungen aus unsicheren
Steuerpositionen werden dann bilanziert, wenn es
wahrscheinlich und damit hinreichend gesichert ist, dass
sie realisiert werden können. Die Annahmen, in welcher
Höhe unsichere Steuerpositionen angesetzt werden,
basieren auf der Einschätzung der Unternehmensleitung.
Wir verweisen hierzu auf die geschilderten
Bilanzierungsmethoden im Anhang des Konzernabschlusses zum
31. Dezember 2023.
Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der
Leasingforderungen:
| TEUR | 30.09.2024 | 31.12.2023 | |
| Entwicklung der Leasingforderungen aus laufenden Verträgen (performende Leasingforderungen) | |||
| Forderungen zu Periodenbeginn | 5.714.698 | 5.285.022 | |
| + | Veränderung in der Periode | 491.460 | 429.676 |
| Leasingforderungen (kurz- und langfristig) aus laufenden Verträgen zum Periodenende | 6.206.158 | 5.714.698 | |
| Entwicklung der Leasingforderungen aus gekündigten/rückständigen Verträgen (nicht performende Leasingforderungen) | |||
| Bruttoforderungen zu Periodenbeginn | 461.962 | 443.506 | |
| + | Zugänge Bruttoforderungen in der Periode | 127.454 | 115.361 |
| - | Abgänge Bruttoforderungen in der Periode | 68.034 | 96.905 |
| Bruttoforderungen zum Periodenende | 521.382 | 461.962 | |
| Summe Bruttoforderungen gekündigt und laufend | 6.727.540 | 6.176.660 | |
| Wertminderungen zu Periodenbeginn | 476.806 | 484.584 | |
| + | Veränderung kumulierte Wertminderungen in der Periode | 20.630 | - 7.778 |
| Wertminderungen zu Periodenende | 497.436 | 476.806 | |
| Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zu Periodenbeginn | 5.699.854 | 5.243.944 | |
| Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zum Periodenende | 6.230.104 | 5.699.854 |
Die folgende Übersicht zeigt die
Brutto-Leasingforderungen und die hierauf gebildete
Wertberichtigung pro IFRS 9 Wertberichtigungsstufe. Der
grenke Konzern verfügt über keine als POCI
(Purchased or Originated Credit Impaired) klassifizierten
Finanzinstrumente im Sinne des IFRS 9:
| 30.09.2024 | 31.12.2023 | ||||
| TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | Summe |
| Bruttoforderungen | |||||
| Deutschland | 1.219.364 | 57.511 | 36.763 | 1.313.638 | 1.248.638 |
| Frankreich | 1.241.715 | 82.909 | 150.097 | 1.474.721 | 1.355.908 |
| Italien | 730.146 | 50.244 | 143.649 | 924.039 | 900.684 |
| Sonstige Länder | 2.483.224 | 185.949 | 345.969 | 3.015.142 | 2.671.430 |
| Summe Bruttoforderungen | 5.674.449 | 376.613 | 676.478 | 6.727.540 | 6.176.660 |
| Wertberichtigung | 68.551 | 33.672 | 395.213 | 497.436 | 476.806 |
| Buchwert | 5.605.898 | 342.941 | 281.265 | 6.230.104 | 5.699.854 |
Die Brutto-Leasingforderungen sind aufgrund des
Neugeschäftswachstums im Vergleich zum 31. Dezember
2023 um 8,9 Prozent gestiegen. Darüber hinaus haben
sich die Wertberichtigungen um 4,3 Prozent erhöht.
Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen
höhere Wertberichtigungen in Stufe 3.
| 30.09.2024 | 31.12.2023 | ||||
| TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | Summe |
| Bruttoforderungen zum 01.01.2024 | 5.222.096 | 367.149 | 587.415 | 6.176.660 | 5.728.528 |
| Neu ausgereichte oder erworbene finanzielle Vermögenswerte* | 2.026.266 | 83.768 | 66.152 | 2.176.186 | 2.488.072 |
| Umbuchungen | |||||
| zu Stufe 1 | 67.949 | - 54.330 | - 13.619 | 0 | 0 |
| zu Stufe 2 | - 136.978 | 175.755 | - 38.777 | 0 | 0 |
| zu Stufe 3 | - 142.092 | - 73.101 | 215.193 | 0 | 0 |
| Änderung der Risikovorsorge durch Stufenänderung | - 23.264 | - 47.648 | - 29.307 | - 100.219 | - 124.783 |
| Einvernehmliche Vertragsauflösung oder Zahlungen für finanzielle Vermögenswerte (ohne Ausbuchungen) | - 1.786.938 | - 106.589 | - 43.784 | - 1.937.311 | - 2.200.443 |
| Änderungen der vertraglichen Zahlungsströme infolge von Modifikation (keine Ausbuchung) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Änderung durch Veränderung Bearbeitungsklasse bei Schadensfällen | 0 | 0 | - 7.290 | - 7.290 | - 12.950 |
| Änderungen der Modelle/Risikoparameter für ECL-Berechnung | 0 | - 3 | |||
| Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte | - 1.614 | - 1.070 | - 70.038 | - 72.722 | - 97.265 |
| Währungsumrechnungs- und sonstige Differenzen | - 10.603 | 1.457 | - 3.272 | - 12.418 | 4.505 |
| Aufzinsung | 459.627 | 31.222 | 13.805 | 504.654 | 390.999 |
| Bruttoforderungen zum 30.09.2024 | 5.674.449 | 376.613 | 676.478 | 6.727.540 | 6.176.660 |
Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der
Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen und
langfristigen Leasingforderungen:
| 30.09.2024 | 31.12.2023 | ||||
| TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | Summe |
| Anfangsbestand Wertberichtigung | 70.565 | 44.789 | 361.452 | 476.806 | 484.584 |
| Neu ausgereichte oder erworbene finanzielle Vermögenswerte* | 24.545 | 10.902 | 22.316 | 57.763 | 71.470 |
| Umbuchungen | |||||
| zu Stufe 1 | 6.100 | - 4.406 | - 1.694 | 0 | 0 |
| zu Stufe 2 | - 2.546 | 10.822 | - 8.276 | 0 | 0 |
| zu Stufe 3 | - 2.750 | - 11.685 | 14.435 | 0 | 0 |
| Änderung der Risikovorsorge durch Stufenänderung | - 5.108 | 375 | 66.937 | 62.204 | 61.077 |
| Einvernehmliche Vertragsauflösung oder Zahlungen für finanzielle Vermögenswerte (ohne Ausbuchungen) | - 27.162 | - 12.380 | - 16.504 | - 56.046 | - 64.991 |
| Änderungen der vertraglichen Zahlungsströme infolge von Modifikation (keine Ausbuchung) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Änderung durch Veränderung Bearbeitungsklasse bei Schadensfällen | 0 | 0 | 24.814 | 24.814 | 1.542 |
| Änderungen der Modelle/Risikoparameter für ECL-Berechnung | - 408 | - 7.857 | - 10.382 | - 18.647 | - 12.717 |
| Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten | - 16 | - 196 | - 57.512 | - 57.724 | - 73.928 |
| Währungsumrechnungs- und sonstige Differenzen | - 44 | - 29 | - 3.331 | - 3.404 | 193 |
| Aufzinsung | 5.375 | 3.337 | 2.958 | 11.670 | 9.576 |
| Endbestand Wertberichtigung | 68.551 | 33.672 | 395.213 | 497.436 | 476.806 |
| davon Wertberichtigung nicht-performende Leasingforderung | 0 | 0 | 357.120 | 357.120 | 325.316 |
| davon Wertberichtigung performende Leasingforderung | 68.551 | 33.672 | 38.093 | 140.316 | 151.490 |
Ergänzend zur Kapitalflussrechnung stellen sich die
Zahlungsströme bezogen auf die Leasingforderungen wie
folgt dar:
| TEUR | Q1 - Q3
2024 |
Q1 - Q3
2023 |
| Zahlungen Leasingnehmer | 1.914.829 | 1.795.269 |
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Leasinggeschäft | - 406.581 | - 328.795 |
| Zugänge Leasingforderungen/Nettoinvestitionen | - 2.260.336 | - 1.907.389 |
| Zwischensumme | - 752.088 | - 440.915 |
| Abgänge/Umgliederungen Leasingforderungen zu Restbuchwerten | 258.476 | 219.215 |
| Abnahme/Zunahme andere Forderungen gegen Leasingnehmer | - 38.790 | - 20.430 |
| Währungsdifferenzen | 2.152 | - 6.546 |
| Veränderung Leasingforderungen | - 530.250 | - 248.676 |
Die Finanzschulden des grenke Konzerns setzen sich aus
den kurzfristigen Finanzschulden und langfristigen
Finanzschulden zusammen:
| TEUR | 30.09.2024 | 31.12.2023 |
| kurzfristige Finanzschulden | ||
| Asset-Backed | 405.259 | 432.085 |
| Senior-Unsecured | 1.438.610 | 744.434 |
| Zweckgebundene Förderdarlehen | 15.673 | 23.474 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 1.221.235 | 631.324 |
| Sonstige Bankschulden | 404 | 272 |
| Summe kurzfristige Finanzschulden | 3.081.181 | 1.831.589 |
| langfristige Finanzschulden | ||
| Asset-Backed | 555.659 | 567.739 |
| Senior-Unsecured | 2.185.313 | 2.019.594 |
| Zweckgebundene Förderdarlehen | 6.481 | 14.229 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 653.407 | 985.766 |
| Summe langfristige Finanzschulden | 3.400.860 | 3.587.328 |
| Summe Finanzschulden | 6.482.041 | 5.418.917 |
Folgende konsolidierte strukturierte Einheiten bestanden
zum Stichtag: Opusalpha Purchaser II Limited (Helaba),
Kebnekaise Funding Limited (SEB AB), CORAL PURCHASING
(IRELAND) 2 DAC (DZ-Bank), SILVER BIRCH FUNDING DAC
(NordLB), FCT "GK"-COMPARTMENT "G2" (Unicredit), Elektra
Purchase No 25 DAC, FCT "GK"-COMPARTMENT "G4" (HeLaBa)
sowie FCT "GK"-COMPARTMENT "G5" (DZ-Bank). Sämtliche
strukturierte Einheiten sind als
Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP)-Programme aufgelegt.
| TEUR | 30.09.2024 | 31.12.2023 |
| Programmvolumen in Landeswährung | ||
| TEUR | 1.089.452 | 1.089.452 |
| TGBP | 286.364 | 286.364 |
| Programmvolumen in TEUR | 1.432.226 | 1.418.965 |
| Inanspruchnahme in TEUR | 1.081.121 | 1.057.695 |
| Buchwert in TEUR | 933.475 | 900.898 |
| davon kurzfristig | 387.598 | 383.260 |
| davon langfristig | 545.877 | 517.638 |
In der nachfolgenden Tabelle werden die Programmvolumen,
Inanspruchnahme und Buchwerte der
Forderungsverkaufsverträge dargestellt:
| TEUR | 30.09.2024 | 31.12.2023 |
| Programmvolumen in LW | ||
| TEUR | 16.500 | 16.500 |
| TGBP | 0 | 90.000 |
| TBRL | 210.000 | 210.000 |
| Programmvolumen in TEUR | 51.208 | 159.227 |
| Inanspruchnahme in TEUR | 33.039 | 105.014 |
| Buchwert in TEUR | 27.443 | 98.926 |
| davon kurzfristig | 17.661 | 48.825 |
| davon langfristig | 9.782 | 50.101 |
Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die
Buchwerte der einzelnen Refinanzierungsinstrumente:
| TEUR | 30.09.2024 | 31.12.2023 |
| Anleihen | 2.905.054 | 2.211.718 |
| davon kurzfristig | 925.917 | 380.794 |
| davon langfristig | 1.979.137 | 1.830.924 |
| Schuldscheindarlehen | 207.104 | 166.831 |
| davon kurzfristig | 38.443 | 10.781 |
| davon langfristig | 168.661 | 156.050 |
| Commercial Paper | 115.000 | 50.000 |
| Revolving-Credit-Facility | 295.550 | 266.044 |
| davon kurzfristig | 258.772 | 233.452 |
| davon langfristig | 36.778 | 32.592 |
| Geldhandel | 38.000 | 20.000 |
| davon kurzfristig | 38.000 | 20.000 |
| Kontokorrent | 12.061 | 12.712 |
| Zinsabgrenzung | 51.154 | 36.723 |
| davon kurzfristig | 50.417 | 36.695 |
| davon langfristig | 737 | 28 |
Folgende Tabelle zeigt den Refinanzierungsrahmen der
einzelnen Instrumente:
| TEUR | 30.09.2024 | 31.12.2023 |
| Anleihen TEUR | 5.000.000 | 5.000.000 |
| Commercial Paper TEUR | 750.000 | 750.000 |
| Syndizierte revolvierende Kreditfazilität TEUR | 400.000 | 400.000 |
| Revolving-Credit-Facility TEUR | 16.600 | 16.600 |
| Revolving-Credit-Facility TPLN | 150.000 | 150.000 |
| Revolving-Credit-Facility THUF | 540.000 | 540.000 |
| Revolving-Credit-Facility TBRL | 280.000 | 140.000 |
| Geldhandel TEUR | 40.000 | 40.000 |
Im Geschäftsjahr wurden zwei neue EUR-An-leihen mit
einem Nominalvolumen von jeweils 500.000 TEUR emittiert.
Eine bestehende Anleihe wurde um 50.000 TEUR aufgestockt.
Planmäßig getilgt wurden drei Anleihen mit einem
Gesamtnominalvolumen von 234.141 TEUR, während ein
Nominalvolumen in Höhe von 123.173 TEUR vorzeitig
zurückgezahlt wurde.
Im Geschäftsjahr wurden bisher drei neue
Schuldscheindarlehen mit einem Nominalvolumen von 30.000
TGBP und 20.000 TCHF begeben. Planmäßig getilgt
wurden 10.000 TCHF.
Im Geschäftsjahr wurden bisher 19 Commercial Papers
mit einem Gesamtvolumen von 240.000 TEUR emittiert.
Planmäßig getilgt wurden 175.000 TEUR.
Folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der in Anspruch
genommenen Förderdarlehen bei den einzelnen
Förderbanken.
| TEUR | 30.09.2024 | 31.12.2023 |
| NRW Bank | 9.550 | 16.753 |
| Thüringer Aufbaubank | 1.966 | 2.597 |
| KfW | 10.389 | 17.895 |
| Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank | 152 | 301 |
| Zinsabgrenzung | 97 | 157 |
| Summe der Förderdarlehen | 22.154 | 37.703 |
Ergänzend zur Kapitalflussrechnung stellen sich die
Zahlungsströme bezogen auf die Finanzschulden wie
folgt dar:
| TEUR | Q1 - Q3 2024 | Q1 - Q3 2023 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzschulden | ||
| Zugang Verbindlichkeiten/ Neuaufnahme aus der Refinanzierung | 2.841.314 | 1.790.185 |
| Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung | 126.146 | 71.040 |
| Zahlung/Rückzahlung von Verbindlichkeiten an Refinanzierer | - 2.162.605 | - 1.618.974 |
| Währungsdifferenzen | 585 | 5.741 |
| Veränderung Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 805.440 | 247.992 |
| Zugang/Rückzahlung Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 232.789 | 400.041 |
| Aufwendungen aus der Verzinsung des Einlagengeschäfts | 24.763 | 16.381 |
| Veränderung Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 257.552 | 416.422 |
| Veränderung Verbindlichkeiten aus den Finanzschulden | 1.062.992 | 664.414 |
Das Grundkapital der grenke AG ist im Vergleich zum 31.
Dezember 2023 unverändert auf 46.495.573 auf den
Inhaber lautende Aktien eingeteilt.
Davon wurden im Rahmen des im November 2023
angekündigten Aktienrückkaufprogramms im
Berichtszeitraum 2.317.695 Aktien mit einem Volumen von
55,6 Mio. EUR erworben, was einem Anteil von 4,98 Prozent
des Grundkapitals entspricht. Damit ist das
Aktienrückkaufsprogramm beendet. Weitere Informationen
können der folgenden Tabelle entnommen werden. Die
eigenen Anteile werden offen vom Eigenkapital abgesetzt.
| Anzahl erworbener Aktien | Durchschnittspreis je Aktie in EUR | Gesamtbetrag eigener Anteile in TEUR | |
| Stand 01.01.2024 | 0 | 0,00 | 0 |
| Februar | 104.201 | 23,55 | 2.454 |
| März | 178.189 | 23,32 | 4.156 |
| April | 196.307 | 22,97 | 4.509 |
| Mai | 199.013 | 21,83 | 4.344 |
| Juni | 335.484 | 20,88 | 7.004 |
| Juli | 448.851 | 26,70 | 11.982 |
| August | 380.953 | 26,52 | 10.103 |
| September | 474.697 | 23,17 | 10.999 |
| Stand 30.09.2024 | 2.317.695 | 23,97 | 55.551 |
7.1 Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts Bei der
Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines
Vermögenswerts oder einer Schuld verwendet der grenke
Konzern so weit wie möglich am Markt beobachtbare
Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken
verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden
Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der
Bemessungshierarchie ("Fair-Value-Hierarchie") eingeordnet.
Stufe 1: Notierte (unbereinigte) Preise auf aktiven
Märkten für identische Vermögenswerte oder
Schulden.
Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen sämtliche
Inputfaktoren, die sich wesentlich auf den erfassten
beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder
indirekt am Markt beobachtbar sind.
Stufe 3: Bewertungsverfahren, die Inputfaktoren
verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten
beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf
beobachtbaren Marktdaten basieren.
Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts
eines Vermögenswerts oder einer Schuld verwendeten
Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der
Bemessungshierarchie eingeordnet werden können, wird
die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer
Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet,
die dem Inputfaktor der höchsten Stufe entspricht, der
für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.
Der grenke Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen
verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie in der
Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist.
Umgruppierungen zwischen den drei Stufen der
Bemessungshierarchie fanden in der abgelaufenen
Berichtsperiode nicht statt.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und
beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte
und finanzieller Verbindlichkeiten je Klasse von
Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert
bemessen werden. Sie enthält keine Informationen zum
beizulegenden Zeitwert für finanzielle
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wenn der
Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den
beizulegenden Zeitwert darstellt. Darunter fallen die
Bilanzpositionen Zahlungsmittel, Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen.
Sämtliche originäre Finanzinstrumente sind der
Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet, mit Ausnahme
der börsennotierten Anleihen, die in den
Verbindlichkeiten aus Refinanzierung enthalten und in der
Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifiziert sind, sowie
der sonstigen Beteiligung, die der Stufe 3 der
Bemessungshierarchie zugeordnet ist. Der Buchwert der
börsennotierten Anleihen zum Bilanzstichtag
beträgt 2.905.053 TEUR (Vorjahr 31.12.2023: 2.211.718
TEUR) und der beizulegende Zeitwert 2.949.368 TEUR (Vorjahr
31.12.2023: 2.431.362 TEUR). Die originären
finanziellen Vermögenswerte sind bis auf die
Leasingforderungen, welche gemäß IFRS 16
bewertet werden, und die sonstige Beteiligung, welche der
Bewertungskategorie FVTOCI zugeordnet ist und somit zum
beizulegenden Zeitwert bewertet wird, vollständig zu
fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet. Die
finanziellen Verbindlichkeiten werden ebenfalls zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
| TEUR | Beizulegender Zeitwert 30.09.2024 | Buchwert 30.09.2024 | Beizulegender Zeitwert 31.12.2023 | Buchwert 31.12.2023 |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Leasingforderungen | 6.765.606 | 6.230.104 | 6.161.352 | 5.699.854 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 213.730 | 208.841 | 220.265 | 215.235 |
| davon Forderungen aus dem Kreditgeschäft | 115.504 | 110.615 | 125.404 | 120.374 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Finanzschulden | 6.729.398 | 6.482.041 | 5.844.624 | 5.418.917 |
| davon Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 4.801.187 | 4.606.995 | 4.185.037 | 3.801.555 |
| davon Verbindlichkeiten aus dem Einlagegeschäft | 1.927.807 | 1.874.642 | 1.659.315 | 1.617.090 |
Zum Stichtag sind im grenke Konzern alle derivativen
Finanzinstrumente, welche sich aus Zinsderivaten
(Zinsswaps), Devisentermingeschäften und Cross
Currency Swaps zusammensetzen, zum beizulegenden Zeitwert
bilanziert. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente
sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet.
| TEUR | Beizulegender Zeitwert 30.09.2024 | Beizulegender Zeitwert 31.12.2023 |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||
| Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungsbeziehung | ||
| Zinsderivate | 72 | 6.020 |
| Cross-Currency-Swaps | 3.972 | 5.063 |
| Fremdwährungsterminkontrakte | 2.888 | 4.381 |
| Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung | ||
| Zinsderivate | 332 | 823 |
| Fremdwährungsterminkontrakte | 1.765 | 2.404 |
| Gesamt | 9.029 | 18.691 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungsbeziehung | ||
| Zinsderivate | 5.566 | 3.399 |
| Cross-Currency-Swaps | 11.199 | 8.773 |
| Fremdwährungsterminkontrakte | 7.984 | 7.002 |
| Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung | ||
| Zinsderivate | 612 | 312 |
| Fremdwährungsterminkontrakte | 1.629 | 2.830 |
| Gesamt | 26.990 | 22.316 |
Bei den im grenke Konzern verwendeten derivativen
Finanzinstrumenten handelt es sich um sogenannte
OTC-Derivate (Over-the-Counter). Diese werden direkt mit
einer Gegenpartei, die mindestens dem Investmentgrade
entspricht, abgeschlossen. Es existieren somit keine
notierten Börsenpreise.
Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt
anhand von Bewertungsmodellen unter Rückgriff auf
beobachtbare Inputfaktoren. Bei
Fremdwährungsterminkontrakten wird die Bewertung
anhand eines Mark-to-Model-Bewertungsmodells vorgenommen.
Bei Zinsderivaten wird der beizulegende Zeitwert über
eine Barwertmethode ermittelt. Die verwendeten
Inputparameter für die Bewertungsverfahren werden aus
Marktnotierungen entnommen. Dabei werden laufzeitkongruente
Zinssätze in den gehandelten Währungen für
Devisentermingeschäfte bzw. Zinssätze für
Zinsderivate verwendet. Die ermittelten Werte werden mit
einem sogenannten Add-on-Verfahren mit den Kupons der am
Markt beobachtbaren laufzeitadäquaten Credit Default
Swaps (CDS) der Gegenpartei bzw. des eigenen Ausfallrisikos
multipliziert, um den beizulegenden Zeitwert dieser
OTC-Derivate zu erhalten.
In nachfolgender Tabelle werden die angewandten
Bewertungsmethoden sowie die verwendeten Inputfaktoren und
Annahmen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte
dargestellt:
| Art und Stufe | Bewertungsmethode | Inputfaktoren |
| Bemessungshierarchie Stufe 1 | ||
| Börsennotierte Anleihen | n. a. | In aktiven Märkten notierter Börsenpreis am Bewertungstag |
| Bemessungshierarchie Stufe 2 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows | Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei |
| Finanzschulden (Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts, Schuldscheindarlehen, Bankschulden) | Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows | Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Ausfallrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment) |
| Devisentermingeschäfte/Cross-Currency-Swaps | Mark-to-Model Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows | Verfügbare Zinssätze in den gehandelten Währungen zu Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit-Value-Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden |
| Zinsderivate | Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows | Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit-Value-Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden |
| Bemessungshierarchie Stufe 3 | ||
| Sonstige Beteiligungen (Beteiligung an der Finanzchef24 GmbH) | Discounted-Cashflow-Modell Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows | Businessplan der Finanzchef24 GmbH zur Ermittlung der zukünftigen Cashflows; nachhaltige Wachstumsrate der zukünftigen Cashflows; Parameter zur Ermittlung des Diskontierungszinses (insbesondere risikoloser Zinssatz, Marktrisikoprämie, Betafaktor, Adjustierungsprämien) |
Nachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit
Kunden (IFRS 15) dargestellt:
| TEUR | Segment | Q1 - Q3 2024 | Q1 - Q3 2023 |
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) | |||
| Bruttoerlöse aus dem Service-and-Protection-Geschäft (Servicegeschäft) | Leasing | 117.017 | 106.195 |
| Servicegebühr für Bereitstellung | Leasing | 7.740 | 6.659 |
| Erlöse aus Mahngebühren | Leasing | 1.429 | 1.054 |
| Erlöse aus Mahngebühren | Factoring | 11 | 11 |
| Sonstige Erlöse mit Leasingnehmern | Leasing | 655 | 653 |
| Verkauf von Leasingobjekten | Leasing | 140.941 | 131.391 |
| Provisionseinnahmen aus dem Bankgeschäft | Bank | 443 | 387 |
| Summe | 268.236 | 246.350 |
Nachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit
Kunden (IFRS 15) und sonstige Umsatzerlöse (IFRS 9,
IFRS 16) dargestellt:
| TEUR | Q1 - Q3 2024 | Q1 - Q3 2023 |
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) | 268.236 | 246.350 |
| Sonstige Umsatzerlöse (IFRS 9, IFRS 16) | ||
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft | 420.234 | 341.916 |
| Erlöse aus Operating Leasingverhältnissen | 18.108 | 20.397 |
| Erlösanteile aus Vormieten | 9.720 | 9.201 |
| Summe | 716.298 | 617.864 |
Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands
in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind:
| TEUR | Q1 - Q3 2024 | Q1 - Q3 2023 |
| Laufende Steuern | 13.719 | 17.177 |
| Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer (Deutschland) | - 81 | 397 |
| Ausländische Ertragsteuern | 13.800 | 16.780 |
| Latente Steuern | 2.494 | 758 |
| Deutschland | 2.116 | 4.118 |
| Ausland | 378 | - 3.360 |
| Summe | 16.213 | 17.935 |
Der grenke Konzern hat zum Stichtag untersucht, ob ein
Anhaltspunkt für eine Wertminderung der bilanzierten
Geschäfts- oder Firmenwerte vorliegen könnte. In
diesem Zusammenhang hat grenke im dritten Quartal des
Geschäftsjahres 2024 einen Wertminderungsbedarf
für den Geschäfts- oder Firmenwert der
zahlungsmittelgenerierenden Einheit Spanien identifiziert,
was zu einer vollständigen Wertminderung des
Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von 4.415
TEUR führte. Der Wertminderungsaufwand wurde auf
Grundlage des Nutzungswerts ermittelt und ist in der
Position "Abschreibungen und Wertminderung" der
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten.
Ursächlich für die Wertminderung waren sich
eintrübende Renditeaussichten, die unter anderem auf
eine Verschlechterung der Schadensentwicklung
zurückzuführen sind. Der Bewertung lagen ein
Abzinsungssatz von 12,5 Prozent (Vorjahr: 14,1 Prozent) und
eine Wachstumsrate in der Einschwungphase sowie der ewigen
Rente von 1,0 Prozent (Vorjahr: 1,0 Prozent) zugrunde. Der
zahlungsmittelgenerierenden Einheit Spanien sind keine
immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer
Nutzungsdauer zugewiesen. Der Wertminderungsaufwand wurde
dem Geschäftssegment Leasing zugeordnet.
| TEUR | Segment Leasing | Segment Bank | Segment Factoring | |||
| Januar bis September* | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Operative Erträge | ||||||
| Externe operative Erträge | 320.664 | 310.259 | 6.492 | 4.732 | 5.390 | 2.856 |
| Interne operative Erträge | - 23.070 | - 21.947 | 24.483 | 24.347 | - 1.413 | - 2.400 |
| Summe Operative Erträge | 297.594 | 288.312 | 30.975 | 29.079 | 3.977 | 456 |
| davon zahlungsunwirksame Posten | 23.403 | - 6.739 | - 2.424 | - 11.152 | 264 | 4.018 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen | ||||||
| Personalaufwand | - 132.143 | - 117.700 | - 7.046 | - 6.017 | - 4.885 | - 4.771 |
| Abschreibungen und Wertminderung | - 22.324 | - 19.331 | - 835 | - 428 | - 563 | - 481 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand | - 72.931 | - 68.767 | - 7.790 | - 8.526 | - 2.830 | - 2.518 |
| Sonstige betriebliche Erträge (+) und Aufwendungen (-) | - 5.561 | - 2.421 | 814 | - 1.478 | 389 | 112 |
| Segmentergebnis | 64.635 | 80.093 | 16.118 | 12.630 | - 3.912 | - 7.202 |
| Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen | - 347 | - 128 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzernergebnis vor Steuern | 64.288 | 79.965 | 16.118 | 12.630 | - 3.912 | - 7.202 |
| zum 30. September (Vorjahr: zum 31. Dezember) | ||||||
| Segmentvermögen | 7.425.498 | 6.515.993 | 2.355.571 | 2.074.496 | 103.888 | 108.859 |
| davon nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 2.559 | 2.906 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Segmentschulden | 6.100.031 | 5.344.093 | 2.040.470 | 1.780.805 | 110.550 | 111.124 |
| TEUR | Konsolidierung und Sonstiges | Konzern | ||
| Januar bis September* | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Operative Erträge | ||||
| Externe operative Erträge | 0 | 0 | 332.546 | 317.847 |
| Interne operative Erträge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Operative Erträge | 0 | 0 | 332.546 | 317.847 |
| davon zahlungsunwirksame Posten | 0 | 0 | 21.243 | - 13.873 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen | ||||
| Personalaufwand | 0 | 0 | - 144.074 | - 128.488 |
| Abschreibungen und Wertminderung | 616 | 336 | - 23.106 | - 19.904 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand | 2.352 | 2.368 | - 81.199 | - 77.443 |
| Sonstige betriebliche Erträge (+) und Aufwendungen (-) | - 3.529 | - 2.893 | - 7.887 | - 6.680 |
| Segmentergebnis | - 561 | - 189 | 76.280 | 85.332 |
| Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen | 0 | 0 | - 347 | - 128 |
| Sonstiges Finanzergebnis | - 2.738 | - 2.880 | - 2.738 | - 2.880 |
| Konzernergebnis vor Steuern | - 3.299 | - 3.069 | 73.195 | 82.324 |
| zum 30. September (Vorjahr: zum 31. Dezember) | ||||
| Segmentvermögen | - 1.784.367 | - 1.650.129 | 8.100.590 | 7.049.219 |
| davon nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 0 | 0 | 2.559 | 2.906 |
| Segmentschulden | - 1.488.678 | - 1.567.294 | 6.762.373 | 5.668.728 |
* Erträge werden positiv, Aufwendungen
negativ dargestellt.
Die Berichterstattung des grenke Konzerns über die
Entwicklung seiner Segmente folgt der dominierenden
Organisationsstruktur innerhalb des grenke Konzerns, die
dem sogenannten Managementansatz folgt. Daher sind die
operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der
Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und
Factoring unterteilt, was dem Entscheidungsträger, dem
Vorstand der grenke AG, dazu dient, die Leistung der
Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die
Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Eine
regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten
erfolgt jährlich im Abschluss des grenke Konzerns des
jeweiligen Geschäftsjahres. Für die drei
operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen
vor.
Innerkonzernliche Transaktionen zwischen den Segmenten
werden in der Segmentberichterstattung in der Spalte
"Konsolidierung und Sonstiges" eliminiert.
Das Segment Leasing beinhaltet sämtliche
Aktivitäten, die mit der Tätigkeit des Konzerns
als Leasinggeber zusammenhängen. Das
Dienstleistungsangebot umfasst dabei die Übernahme der
Finanzierung für gewerbliche Leasingnehmer, die
Vermietung, Service-, Protection- und Wartungsangebote
sowie die Verwertung von Gebrauchtgeräten.
Der grenke Konzern hat sich dabei im Wesentlichen auf
das sogenannte Small-Ticket-Leasing spezialisiert, bei dem
die Ticketgröße kleiner als 50 TEUR ist. Unser
Leasingportfolio bietet neben IT-Produkten wie zum Beispiel
PCs, Notebooks, Servern, Bildschirmen und anderen
Peripheriegeräten auch weitere
Bürokommunikationsprodukte wie Telekommunikations- und
Kopiertechnik sowie Produkte der Medizintechnik, kleine
Maschinen und Anlagen, Sicherheitsgeräte und
Green-Economy-Objekte wie beispielsweise Wallboxen,
Photovoltaikanlagen und eBikes. Nahezu alle abgeschlossenen
Leasingverträge sind Verträge mit
Vollamortisationsanspruch.
Als Finanzierungspartner vor allem für KMU umfasst
das Segment Bank die Aktivitäten der grenke Bank AG
(nachfolgend auch "grenke Bank"). Im Rahmen von
Kooperationen mit verschiedenen Förderbanken des
Bundes und einzelner Bundesländer finanziert die
grenke Bank Existenzgründungen. Zudem vergibt die
grenke Bank Fördermittel für KMU und
Freiberufler, die betriebliche Neuanschaffungen über
Leasing finanzieren. Über ihren Internetauftritt
bietet die grenke Bank darüber hinaus
Geldanlageprodukte wie beispielsweise Festgeldprodukte
für private und gewerbliche Kunden an. Das
Geschäft der Bank erfolgt schwerpunktmäßig
mit deutschen Kunden. Neben dem Geschäft mit externen
Kunden umfassen die überwiegenden Aktivitäten der
grenke Bank die interne Refinanzierung des Leasing- und
Factoringsegments des grenke Konzerns mittels des Ankaufs
von Forderungen und der Ausgabe von Darlehen.
Im Segment Factoring bietet grenke klassische
Factoringdienstleistungen mit der Fokussierung auf das
Small-Ticket-Factoring an. Dabei werden im Rahmen des
echten Factorings sowohl das offene Factoring, bei dem der
Debitor über die Forderungsabtretung informiert wird,
als auch das stille Factoring, bei dem der Debitor keine
entsprechen de Information erhält, angeboten. Daneben
bietet das Segment auch Forderungsmanagement ohne
Finanzierungsfunktion (unechtes Factoring) an; hier
verbleibt das Delkredererisiko beim Kunden. Interne
operative Erträge ergeben sich insbesondere aus der
internen Refinanzierung.
grenke beabsichtigt den Verkauf der
Factoringgesellschaften und überprüft in diesem
Zusammenhang die Zusammensetzung der Segmente.
Die Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der
Segmentinformationen herangezogen werden, entsprechen den
angewandten Bilanzierungsregeln des
Konzernzwischenabschlusses. Konzerninterne Transaktionen
erfolgen zu marktüblichen Preisen.
Für die Beurteilung des Erfolgs des grenke Konzerns
ist die zuständige Unternehmensinstanz, der Vorstand
der grenke AG, verantwortlich. Dieser hat als wesentliche
Erfolgsgrößen neben dem Wachstum des
Neugeschäfts des Leasingsegments (Summe der
Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände),
für die grenke Bank das Einlagevolumen und für
das Factoringsegment die Bruttomarge bestimmt. Die
Erfolgskomponenten der Segmente sind im
Konzernzwischenlagebericht aufgeführt. Die weiteren
Messgrößen umfassen insbesondere die operativen
Segmenterträge, die zinsunabhängigen
Aufwendungen, das Segmentergebnis vor dem sonstigen
Finanzergebnis, die Personalaufwendungen, Vertriebs- und
Verwaltungsaufwendungen sowie die Abschreibungen. Das
sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen /
-erträge sind die wesentlichen Bestandteile der
Konzernergebnisrechnung, die nicht in die einzelnen
Segmentinformationen einfließen.
Die Segmenterträge der einzelnen Segmente setzen
sich wie folgt zusammen:
| ― |
Leasing - Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge, Ergebnis aus dem Servicegeschäft, Ergebnis aus dem Neugeschäft und Verwertungsergebnis. |
| ― |
Bank - Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge. |
| ― |
Factoring - Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge. |
Bei den nicht zahlungswirksamen Posten handelt es sich
um Wertminderungen.
Das Segmentvermögen beinhaltet die
betriebsnotwendigen Vermögenswerte. Die
Segmentschulden entsprechen den dem jeweiligen Segment
zuzurechnenden Verbindlichkeiten.
Segmentvermögen und -schulden berücksichtigen
keine Steuerpositionen.
In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahrs
2024 gab es keine Veränderungen im
Konsolidierungskreis.
Am 28. März 2024 hat die grenke AG
planmäßig eine Kuponzahlung in Höhe von
14.989 TEUR (Vorjahr 30. März 2023: 12.946 TEUR) an
die Hybridkapitalgeber ausgeschüttet. Die
Ausschüttung wird ergebnisneutral im Eigenkapital
dargestellt.
Der Aufsichtsrat der grenke AG hat mit allen amtierenden
Vorstandsmitgliedern eine Phantom-Stock-Vereinbarung
abgeschlossen. Auszahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen
fielen im bisherigen Geschäftsjahr in Höhe von
271 TEUR an ( Q1 - Q3 2023 : 0 TEUR) .
Zum 30. September 2024 betrug der Wert aller bestehenden
Phantom-Stock-Vereinbarungen 109 TEUR (31. Dezember 2023 :
271 TEUR) . Die erfolgswirksame Erfassung in der
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den
Personalaufwendungen und ist unter den variablen
Vergütungskomponenten ausgewiesen.
Transaktionen der grenke AG mit ihren Tochterunternehmen
sind Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und
Personen. Im Fall, dass die Transaktion im Rahmen der
Konsolidierung eliminiert wird, entfällt eine
Offenlegung. Geschäfte des grenke Konzerns mit
assoziierten Unternehmen sind als Geschäfte mit
nahestehenden Unternehmen und Personen offenzulegen.
Es entstanden mit assoziierten Unternehmen Aufwendungen
in Höhe von 34 TEUR ( Q1 - Q3 2023: 0 TEUR ) aus
Provisionszahlungen.
Offenzulegende Transaktionen mit Tochterunternehmen
bestanden weder zum 30. September 2024 noch zum 31.
Dezember 2023.
Personen in Schlüsselpositionen sind Personen, die
für die Planung, Leitung und Überwachung der
Tätigkeiten des grenke Konzerns direkt oder indirekt
zuständig und verantwortlich sind. Zu den Personen in
Schlüsselpositionen zählen ausschließlich
die im Geschäftsjahr aktiven Vorstandsund
Aufsichtsratsmitglieder der grenke AG sowie diesem
Personenkreis nahestehende Personen wie zum Beispiel
Familienangehörige.
Die grenke Bank AG hat zum Stichtag 30. September 2024
Einlagen sowie Guthaben auf Kontokorrentkonten in Höhe
von 134 TEUR (31. Dezember 2023 : 130 TEUR) von Personen in
Schlüsselpositionen und diesem Personenkreis
nahestehenden Personen erhalten. Der Zinsaufwand
hierfür betrug 3 TEUR ( Q1 - Q3 2023 : 0 TEUR) .
Unter die sonstigen nahestehenden Unternehmen fallen
Tochterunternehmen und Gemeinschaftsunternehmen der
Personen in Schlüsselpositionen bzw. diesem
Personenkreis nahestehenden Personen. Unter den sonstigen
nahestehenden Personen sind Personen gemäß IAS
24.10 ausgewiesen, die wegen dem wirtschaftlichen Gehalt
der Beziehung als nahestehende Person deklariert wurden.
Mit sonstigen nahestehenden Unternehmen bestehen
Kontokorrentkonten. Kreditrahmen für
Kontokorrentkonten wurden in Höhe von 849 TEUR (31.
Dezember 2023: 830 TEUR) bei einem Kontokorrentkreditlimit
in Höhe von 840 TEUR (31. Dezember 2023: 840 TEUR) in
Anspruch genommen. Es entstand ein Zinsertrag in Höhe
von 25 TEUR ( Q1 - Q3 2023: 8 TEUR) . Die Erträge mit
sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen in
Höhe von 2 TEUR ( Q1 - Q3 2023 : 1 TEUR) resultieren
aus Leasingverträgen und Mitarbeiterdarlehen. Des
Weiteren bestehen Forderungen gegenüber sonstigen
nahestehenden Personen und Unternehmen, die
überwiegend aus Collateral Zahlungen an sonstige
nahestehende Unternehmen und Personen resultieren. Diese
belaufen sich zum 30. September 2024 auf 3.988 TEUR (31.
Dezember 2023 : 3.986 TEUR) .
Bei den Eventualverbindlichkeiten ergaben sich bis zum
Stichtag im Vergleich zum 31. Dezember 2023 keine
wesentlichen Veränderungen.
Der Personalbestand (ohne Vorstand) des grenke Konzerns
auf Basis einer Kopfzählung betrug in der
Zwischenberichtsperiode durchschnittlich 2.275 ( Q1 - Q3
2023 : 2.138) . Weitere 71 ( Q1 - Q3 2023 : 53)
Beschäftigte befinden sich in der Ausbildung.
Am 2. Oktober 2024 wurde ein Rückkauf von Anleihen
mit Fälligkeiten am 9. Januar 2025, 9. Juli 2025 und
7. Januar 2026 durchgeführt. Die Transaktion umfasste
ein Nominalvolumen von 140,0 Mio. EUR.
Da sich der Veräußerungsprozess des
Factoringgeschäfts zunehmend konkretisiert hat, wurden
nach dem Stichtag 30. September 2024 die Voraussetzungen
des IFRS 5 kumulativ erfüllt. Für einzelne
Einheiten stehen die üblichen aufsichtsrechtlichen
Genehmigungen aus bzw. besteht noch kein
veräußerungsfähiger Zustand, sodass hier
die Anforderungen des IFRS 5 noch nicht erfüllt sind.
Beide involvierten Parteien haben sich im Oktober 2024
über die wesentlichen Punkte geeinigt und eine
Veräußerung ist innerhalb der nächsten 12
Monate geplant. Aus der daraus resultierenden Anwendung des
IFRS 5 erwarten wir keine wesentlichen Auswirkungen auf den
Konzernabschluss.
Im Rahmen der Ad-hoc Mitteilung vom 29. Oktober 2024 hat
die grenke AG eine Anpassung der Prognose für das
Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2024 bekanntgegeben.
Das Unternehmen erwartet nun im Geschäftsjahr 2024 ein
Konzernergebnis zwischen 68 und 76 Mio. EUR (zuvor 95 bis
115 Mio. EUR). Ursache sind höhere Aufwendungen
für Schadensabwicklung und Risikovorsorge, bedingt
durch die kontinuierlich steigende Zahl von Insolvenzen vor
allem in den Kernmärkten Frankreich, Spanien und
Deutschland. Die Prognose für das Neugeschäft im
Geschäftsjahr 2024 in Höhe von 3,0 bis 3,2 Mrd.
EUR blieb unverändert.
Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
waren nicht zu verzeichnen.
An die grenke AG, Baden-Baden
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -
bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung,
Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz,
Konzernkapitalflussrechnung,
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung sowie
ausgewählten erläuternden Konzernanhangangaben -
und den Konzernzwischenlagebericht der grenke AG,
Baden-Baden, für den Zeitraum vom 1. Januar 2024 bis
zum 30. September 2024, die Bestandteile des
Quartalsfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung
des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den
IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU
anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der
gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist
es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten
Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht
auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des
Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen sowie unter
ergänzender Beachtung des International Standard on
Review Engagements "Review of Interim Financial Information
Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE
2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische
Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir
bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit
ausschließen können, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Frankfurt am Main, 12. November 2024
BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Grunwald | Büning |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
8. Januar 2025 // Neugeschäftsmeldung Q4 2024
13. März 2025 // Geschäftsbericht 2024
3. April 2025 // Neugeschäftsmeldung Q1 2025
7. Mai 2025 // Hauptversammlung
15. Mai 2025 // Quartalsmitteilung zum 1. Quartal 2025
3. Juli 2025 // Neugeschäftsmeldung Q2 2025
14. August 2025 // Halbjahresfinanzbericht 2025
2. Oktober 2025 // Neugeschäftsmeldung Q3 2025
13. November 2025 // Quartalsmitteilung zum 3. Quartal
und Q1 - Q3 2025
grenke AG
Team Investor Relations
Neuer Markt 2
76532 Baden-Baden
Telefon: +49 7221 5007-8611
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E-Mail: investor@grenke.de
| Herausgeber: | Der Vorstand der grenke AG |
| Redaktion: | grenke AG, Investor Relations |
| Gestaltung, Layout & Satz: | SPARKS CONSULTING GmbH, München |
| Stand: | 14.11.2024 |
© grenke AG, Baden-Baden
In dieser Quartalsmitteilung erfolgt die Darstellung von
Zahlen in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den
jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner
Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten
Zahl ergeben, die naturgemäß keinen
signifikanten Charakter haben können.
Der Finanzbericht erscheint in deutscher und englischer
Sprache. Maßgeblich ist stets die deutsche Fassung.
grenke AG
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