grenke AG

Baden-Baden

Quartalsmitteilung zum 3. Quartal und Q1-Q3 2024

Konzernkennzahlen

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Einheit Q3 2024 Q3 2023 Veränderung (%)
Neugeschäft Leasing TEUR 738.504 591.081 24,9
DACH TEUR 189.317 158.402 19,5
Westeuropa (ohne DACH) TEUR 175.677 149.194 17,8
Südeuropa TEUR 166.503 125.487 32,7
Nord-/​Osteuropa TEUR 158.602 119.016 33,3
Übrige Regionen TEUR 48.405 38.983 24,2
Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Leasingneugeschäfts TEUR 125.768 97.432 29,1
DACH TEUR 25.014 20.867 19,9
Westeuropa (ohne DACH) TEUR 31.507 25.628 22,9
Südeuropa TEUR 28.904 21.613 33,7
Nord-/​Osteuropa TEUR 29.517 21.011 40,5
Übrige Regionen TEUR 10.826 8.313 30,2
Sonstige Angaben Leasing
Anzahl der Neuverträge Stück 76.120 68.200 11,6
Mittlerer Anschaffungswert EUR 9.702 8.667 11,9
Mittlere Vertragslaufzeit zum Periodenende Monate 48,8 48,1 1,4
Vermietvolumen zum Periodenende MEUR 9.898 9.289 6,6
Anzahl der laufenden Verträge zum Periodenende Stück 1.083.599 1.043.117 3,9
Neugeschäft Factoring TEUR 234.177 210.666 11,2
DACH TEUR 74.774 72.768 2,8
Südeuropa TEUR 65.690 45.291 45,0
Nord-/​Osteuropa TEUR 93.713 92.607 1,2
grenke Bank
Neugeschäft KMU-Kreditgeschäft inkl. Mikrokreditgeschäft TEUR 9.576 9.629 - 0,6
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Einheit Q1 - Q3 2024 Q1 - Q3 2023 Veränderung (%)
Neugeschäft Leasing TEUR 2.198.584 1.851.579 18,7
DACH TEUR 510.642 465.905 9,6
Westeuropa (ohne DACH) TEUR 560.246 482.072 16,2
Südeuropa TEUR 531.164 422.716 25,7
Nord-/​Osteuropa TEUR 458.105 373.788 22,6
Übrige Regionen TEUR 138.426 107.098 29,3
Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Leasingneugeschäfts TEUR 369.350 309.122 19,5
DACH TEUR 67.767 60.485 12,0
Westeuropa (ohne DACH) TEUR 98.764 84.346 17,1
Südeuropa TEUR 89.055 74.635 19,3
Nord-/​Osteuropa TEUR 83.205 67.275 23,7
Übrige Regionen TEUR 30.559 22.381 36,5
Sonstige Angaben Leasing
Anzahl der Neuverträge Stück 235.204 216.275 8,8
Mittlerer Anschaffungswert EUR 9.348 8.561 9,2
Mittlere Vertragslaufzeit zum Periodenende Monate 49,0 48,5 1,2
Vermietvolumen zum Periodenende MEUR 9.898 9.289 6,6
Anzahl der laufenden Verträge zum Periodenende Stück 1.083.599 1.043.117 3,9
Neugeschäft Factoring TEUR 675.797 608.075 11,1
DACH TEUR 220.985 222.456 - 0,7
Südeuropa TEUR 174.587 126.033 38,5
Nord-/​Osteuropa TEUR 280.225 259.586 8,0
grenke Bank
Neugeschäft KMU-Kreditgeschäft inkl. Mikrokreditgeschäft TEUR 27.302 33.423 - 18,3

Regionen Leasing:

DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz

Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande

Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien

Nord-/​Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Lettland, Norwegen, Rumänien, Schweden, Polen,

Slowakei, Tschechien, Ungarn

Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile, Kanada, Türkei, VAE, USA

Regionen Factoring:

DACH: Deutschland, Schweiz

Südeuropa: Italien, Portugal

Nord-/​Osteuropa: Großbritannien, Irland, Ungarn, Polen

Konsolidierte Franchisegesellschaften:

Leasing: Chile, Kanada (3x), Lettland

Gewinn- und Verlustrechnung

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Einheit Q3 2024 Q3 2023 Veränderung (%)
Zinsen und ähnliche Erträge aus
dem Finanzierungsgeschäft
TEUR 147.819 119.848 23,3
Aufwendungen aus der Verzinsung
der Refinanzierung inklusive des
Einlagengeschäfts
TEUR 54.994 33.386 64,7
Schadensabwicklung und
Risikovorsorge
TEUR 37.804 24.482 54,4
Gesamtkosten/​-aufwand TEUR 89.173 76.147 17,1
Operatives Ergebnis TEUR 17.938 32.930 - 45,5
Konzernergebnis vor Steuern TEUR 15.619 30.548 - 48,9
Konzernergebnis TEUR 12.008 23.990 - 49,9
Ergebnis Stammaktionäre TEUR 13.472 24.597 - 45,2
Ergebnis Hybridkapitalgeber TEUR 0 0 n.a.
Ergebnis nicht beherrschende
Anteile
TEUR - 1.464 - 607 - 141,2
Ergebnis je Aktie (unverwässert
und verwässert)
EUR 0,30 0,53 - 43,4
Return on Equity Prozent 4,70 9,10 - 4,4 pp
Cost-Income-Ratio Prozent 60,8 57,0 3,8 pp
Personalaufwand TEUR 49.164 43.220 13,8
davon Gesamtvergütung TEUR 40.944 35.567 15,1
davon fixe Vergütung TEUR 34.573 30.819 12,2
davon variable Vergütung TEUR 6.371 4.748 34,2
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter:innen nach Vollzeitäquivalent Personen 2.195 2.112 3,9
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Einheit Q1 - Q3 2024 Q1 - Q3 2023 Veränderung (%)
Zinsen und ähnliche Erträge aus
dem Finanzierungsgeschäft
TEUR 420.234 341.916 22,9
Aufwendungen aus der Verzinsung
der Refinanzierung inklusive des
Einlagengeschäfts
TEUR 150.909 87.421 72,6
Schadensabwicklung und
Risikovorsorge
TEUR 92.847 72.369 28,3
Gesamtkosten/​-aufwand TEUR 248.379 225.835 10,0
Operatives Ergebnis TEUR 76.280 85.332 - 10,6
Konzernergebnis vor Steuern TEUR 73.195 82.324 - 11,1
Konzernergebnis TEUR 56.982 64.389 - 11,5
Ergebnis Stammaktionäre TEUR 50.296 59.125 - 14,9
Ergebnis Hybridkapitalgeber TEUR 10.498 9.068 15,8
Ergebnis nicht beherrschende
Anteile
TEUR - 3.812 - 3.804 - 0,2
Ergebnis je Aktie (unverwässert
und verwässert)
EUR 1,10 1,27 - 13,4
Return on Equity Prozent 7,30 8,20 - 0,9 pp
Cost-Income-Ratio Prozent 58,4 57,9 0,5 pp
Personalaufwand TEUR 144.074 128.488 12,1
davon Gesamtvergütung TEUR 117.870 105.257 12,0
davon fixe Vergütung TEUR 101.356 91.068 11,3
davon variable Vergütung TEUR 16.514 14.189 16,4
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter:innen nach Vollzeitäquivalent Personen 2.177 2.052 6,1

Bilanz

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Einheit 30.09.2024 31.12.2023 Veränderung (%)
Bilanzsumme Mio. EUR 8.156 7.100 14,9
Leasingforderungen Mio. EUR 6.230 5.700 9,3
Einlagevolumen grenke Bank Mio. EUR 1.875 1.617 16,0
Bilanzielles Eigenkapital* Mio. EUR 1.312 1.355 - 3,2
Eigenmittel nach CRR Mio. EUR 1.172 1.182 - 0,8
Eigenkapitalquote Prozent 16,1 19,1 - 3,0 pp
Embedded Value, Leasingportfolio (exkl. Eigenkapital vor Steuern) Mio. EUR 540 484 11,6
Embedded Value, Leasingportfolio (inkl. Eigenkapital nach Steuern) Mio. EUR 1.693 1.689 0,2

* Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.

Kennzahlen Q3 2024:

Konzernergebnis 12,0 Mio. EUR

Ergebnis je Aktie

0,30 EUR

Eigenkapitalquote

16,1 Prozent

Refinanzierungsbasis:

Drei Säulen: Refinanzierungsmix des grenke Konzerns

Aktionärsstruktur:

* Komplementär: Grenke Vermögensverwaltung GmbH
Kommanditisten: Familie Grenke (Wolfgang, Anneliese, Moritz, Roland, Oliver Grenke)

Freefloat (Streubesitz) nach Ziffer 5.7.2 des aktuellen "DAX Equity Index Methodology Guide".

Die obenstehenden Angaben sind ohne Gewähr und basieren auf den von der Gesellschaft erhaltenen Stimmrechtsmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG).

Konzernzwischenlagebericht

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 grenke im Überblick

Wir sind globaler Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Mit unseren Angeboten verschaffen wir Unternehmen finanziellen Freiraum bei der Realisierung von Investitionen. KMU, die über uns leasen, schonen so ihre Liquidität. Wir agieren gemäß unseren Werten: einfach, schnell, persönlich und unternehmerisch. 1978 in Baden-Baden gegründet, sind wir mit über 2.200 Mitarbeiter:innen in über 30 Ländern weltweit aktiv.

1.2 Geschäftsmodell

In unserem Leasinggeschäft konzentrieren wir uns überwiegend auf sogenannte Small-Tickets, d. h. Verträge mit einem Anschaffungswert der finanzierten Objekte von unter 50 TEUR. Darauf entfiel in den ersten drei Quartalen 2024 ein Anteil von über 95 Prozent aller Leasingverträge. Im Durchschnitt hatte ein Vertrag bei uns in den ersten drei Quartalen 2024 ein Volumen von rund 9.300 EUR. Der Schwerpunkt unseres Leasingportfolios liegt im Bereich der IT- und Bürokommunikationsprodukte. Darüber hinaus haben wir unser Geschäftsmodell in den vergangenen Jahren auf weitere Produktgruppen ausgedehnt, darunter u.a. kleine Maschinen und Anlagen, medizintechnische Geräte, Sicherheitsgeräte und Green Economy-Objekte, wie beispielsweise Wallboxen, Photovoltaikanlagen und eBikes.

Zum 30. September 2024 waren wir an insgesamt 132 Standorten in 33 Ländern weltweit aktiv.

In den ersten drei Quartalen 2024 erwirtschafteten wir 93,7 Prozent unseres Leasingneugeschäfts in Europa, wo wir in nahezu allen Ländern aktiv sind. Unsere Kernmärkte sind Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien. Darüber hinaus bauen wir unsere Präsenz außerhalb Europas durch den Markteintritt in Australien sowie Nord- und Südamerika kontinuierlich aus.

Wir sind in der Lage, in Phasen konjunktureller Schwankungen unser Geschäft durch eine Anpassung der Annahmestrategie bei Leasinganfragen agil zu steuern. Durch die strikte Fokussierung auf risikoärmeres Neugeschäft - d.h. durch den Verzicht auf Geschäft mit risikoreicheren Branchen und Kundensegmenten - können wir die Qualität und Quantität unseres Neugeschäfts gezielt beeinflussen. Zudem sind wir in der Lage, unsere Konditionen den jeweiligen markt- und makroökonomischen Bedingungen flexibel, wie zuletzt dem sehr dynamischen Zinsumfeld in den Jahren 2022 und 2023, anzupassen. Entsprechend erweist sich unser Geschäftsmodell als widerstandsfähig gegenüber Marktschwankungen. So ist es uns gelungen, auch in der Finanzmarktkrise 2009 oder der Corona-Pandemie 2020 und 2021 risikoadäquate Margen durchzusetzen und profitabel zu wirtschaften.

1.3 Segmente

Wir bieten Finanzdienstleistungen für KMU in den Segmenten Leasing, Factoring und Bank an. Für eine Beschreibung unserer Geschäftsaktivitäten und der Geschäftsentwicklung der Segmente im Berichtszeitraum verweisen wir auf Abschnitt 2.4.3 "Entwicklung der Segmente" und die Ausführungen in Kapitel 11 "Konzern-Segmentberichterstattung" des Anhangs zum verkürzten Konzernzwischenabschluss. Infolge des beabsichtigten Verkaufs der Factoringgesellschaften überprüfen wir derzeit die Zusammensetzung der Segmente.

1.4 Aktionärsstruktur

Als mittelständisch geprägtes Familienunternehmen verfügen wir mit der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG über eine Großaktionärin, die sich im Besitz von Anneliese Grenke, dem Unternehmensgründer Wolfgang Grenke sowie deren drei gemeinsamen erwachsenen Söhne befindet. Zum Stichtag 30. September 2024 hielt die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG 36,71 Prozent der Unternehmensanteile. Die GRENKE-Stiftung Verwaltungs GmbH hielt 7,16 Prozent. Weitere Aktionär:innen, die zum in der jeweiligen Stimmrechtsmitteilung genannten Veröffentlichungsdatum einen Anteil von über 3 Prozent hielten, lauten: Universal Investment Gesellschaft mbH (5,03 Prozent), ACATIS Investment Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH (5,02 Prozent) und GANÉ Advisory GmbH (3,04 Prozent). Nach dem erfolgreichen Abschluss unseres Aktienrückkaufprogramms zum 30. September 2024 hielten wir zum Stichtag 4,98 Prozent unserer eigenen Aktien. Der Streubesitz laut Definition der Deutschen Börse betrug entsprechend 41,10 Prozent. Der Anteil der Aktien im Besitz von Vorstand und Aufsichtsrat betrug zum Stichtag 0,17 Prozent.

1.5 Ziele und Strategien

Mit unserem Service wollen wir als führender Partner für kleine und mittlere Unternehmen einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass wichtige Investitionen über uns mit Leasing realisiert werden. Hierbei streben wir eine weltweit führende Stellung im Small-Ticket-Segment an. Für das Geschäftsjahr 2024 soll auf Basis der Wachstumsstrategie und unter Berücksichtigung aktueller Konjunkturprognosen ein Leasingneugeschäft in Höhe von mindestens 3,0 Mrd. EUR erreicht werden. Damit soll erstmals in der Geschichte der grenke AG ein Leasingneugeschäft in dieser Größenordnung realisiert werden und die Basis für weiteres Wachstum bilden. Die Prognose geht dabei von einem Neugeschäftsvolumen im Leasing zwischen 3,0 und 3,2 Mrd. EUR aus.

Des Weiteren erwartet der Vorstand nach der Anpassung vom 29. Oktober 2024 für das laufende Geschäftsjahr ein Konzernergebnis von 68 bis 76 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote soll zum Ende des Geschäftsjahres 2024 über dem 16-prozentigen Zielwert liegen.

Zur Umsetzung unserer Wachstumsziele konzentrieren wir uns auf die Kernbereiche "Kunden- und marktorientierte Aktivitäten", "Operational Excellence und Kostendisziplin", "Digital Excellence und Automatisierung" und "Nachhaltigkeit" mit entsprechenden strategischen Maßnahmen.

Liquidität und Refinanzierung spielen eine grundlegende Rolle in unserem Geschäftsmodell und werden entsprechend strategisch gesteuert. Uns stehen hierbei umfangreiche Instrumente zur Verfügung, die je nach Marktgegebenheiten im Rahmen der Gesamtstrategie eingesetzt werden. Im Wesentlichen beruht die fremdkapitalbasierte Finanzierung auf drei Säulen:

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Senior-Unsecured-Instrumente, die im Wesentlichen auf unserem Investment Grade Rating aufbauen wie Anleihen, aktuell ein Green und ein Social Bond, Commercial Paper und Schuldverschreibungen, aber auch Kreditbeziehungen mit internationalen Banken, sowie syndizierte Kreditlinien

forderungsbasierte Finanzierung, unter anderem durch ABCP-Programme

das Einlagengeschäft der grenke Bank

Dabei vermeiden wir Fristentransformation und eliminieren so potenzielle Zinsänderungs- und Anschlussfinanzierungsrisiken auf Portfolioebene. Wir verfügen über ein Investment-Grade-Rating der Ratingagenturen Standard & Poor's und Fitch Ratings.

Weitere Details entnehmen Sie dem aktuellen Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2023, Kapitel 1.2 "Ziele und Strategie".

2. Wirtschaftsbericht

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Leasingneugeschäft wächst gegenüber dem Vorjahresquartal um 24,9 Prozent auf 738,5 Mio. EUR im dritten Quartal 2024

DB2-Marge erreicht 17,0 Prozent

Konzernergebnis nach Steuern beträgt 12,0 Mio. EUR

Schadenquote liegt bei 1,5 Prozent

Cost-Income-Ratio steigt auf 60,8 Prozent

Eigenkapitalquote beträgt 16,1 Prozent

2.1 Wesentliche Ereignisse und Geschäfte seit Jahresbeginn

Am 31. Januar 2024 gaben wir bekannt, dass der Aufsichtsrat der grenke AG dem Beschluss des Vorstands zugestimmt hat, sich künftig auf das Leasinggeschäft mit kleineren und mittleren Unternehmen zu fokussieren und den Verkauf aller Factoringgesellschaften zu initiieren. Die beim Einstieg ins Factoringgeschäft erwarteten Synergien zum Kern- und Hauptgeschäft Leasing hatten sich nicht eingestellt. Zudem hatte eine eingehende Analyse ergeben, dass das vorhandene Factoringgeschäft nur mit zusätzlichen Investitionen und einer deutlichen Vervielfachung des Geschäftsumfangs langfristig profitabel gestaltet werden könnte (der Anteil der Vermögenswerte aus dem Factoringgeschäft lag 2022 bei unter 2 Prozent der Konzernbilanz). Statt eine vom Leasinggeschäft isolierte Factoringstrategie umzusetzen, konzentriert grenke seine Ressourcen und Investitionskraft künftig voll auf die fortschreitende Digitalisierung und das weitere Wachstum im Leasing. Hierbei spielt die grenke Bank AG eine unverändert wichtige Rolle, vor allen Dingen mit ihrem Beitrag zur Refinanzierung des Leasing über klassisches Einlagengeschäft.

Am 6. Februar 2024 informierten wir, dass der Vorstand der grenke AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Durchführung eines Aktienrückkaufprogramms beschlossen hat. Zuvor hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) das Vorhaben genehmigt (siehe auch Ad-hoc-Mit-teilung vom 21. November 2023). Im Zuge dessen sollen im Wert von bis zu 70 Mio. EUR (ohne Nebenkosten) maximal jedoch 2.317.695 Aktien über die Börse erworben werden, was 5 Prozent des zum Zeitpunkt des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung am 6. August 2020 bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft entspricht. Das Aktienrückkaufprogramm begann am 12. Februar 2024 und wurde am 30. September 2024 beendet.

Am 5. März 2024 informierten wir, dass der Aufsichtsrat der grenke AG Dr. Martin Paal mit Wirkung zum 1. Juli 2024 zum Finanzvorstand berufen hat. Dr. Martin Paal, Jahrgang 1979, ist ein ausgewiesener Finanz- und Bankenexperte. Nach mehreren Positionen bei renommierten internationalen Beratungsunternehmen und der DZ Bank startete Dr. Martin Paal im Juni 2022 als Vice President Controlling bei der grenke AG. Im März 2023 wurde er zum Generalbevollmächtigten und Senior Vice President und Leiter der Finanzdivision ernannt. Als designierter Finanzvorstand verantwortete er die Ressorts Accounting & Tax, Controlling und M&A, Treasury sowie Reporting.

Am 15. März 2024 gaben wir bekannt, dass Dr. Konstantin Mettenheimer, seit Juli 2021 Mitglied des Aufsichtsrats der grenke AG und seit Mai 2023 dessen stellvertretender Vorsitzender, bei der Wahl zu dem Gremium während der Hauptversammlung am 30. April 2024 nicht erneut antreten würde.

Am 30. April 2024 veranstalteten wir unsere ordentliche Hauptversammlung. Die Aktionär:innen beschlossen die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,47 EUR je Aktie (Vorjahr: 0,45 EUR), was einem Ausschüttungsbetrag von 21,6 Mio. EUR entspricht. Die Ausschüttung erfolgte auf Basis des zum Zeitpunkt der Hauptversammlung dividendenberechtigten Grundkapitals unter Berücksichtigung der bereits erworbenen eigenen Aktien. Bedingt durch die Hauptversammlung, wurde das Aktienrückkaufprogramm vom 22.04.2024 bis 03.05.2024 pausiert und am 06.05.2024 wieder fortgesetzt. Die Aktionär:innen stimmten auch allen weiteren Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zu. Dabei wurde Dr. Ljiljana Mitic als Aufsichtsratsmitglied mit einer fünfjährigen Amtszeit wiedergewählt. Manfred Piontke wurde für drei Jahre in den Aufsichtsrat gewählt. In seiner anschließenden Sitzung wählte der Aufsichtsrat Moritz Grenke zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden.

Am 1. Juli 2024 informierten wir, dass Dr. Martin Paal zum selben Datum als Finanzvorstand der grenke AG startete. Seine Berufung war bereits am 5. März dieses Jahres erfolgt. Als Finanzvorstand verantwortet er ab sofort die Ressorts Accounting & Tax, Controlling und M&A, Treasury, Reporting sowie Investor Relations.

Am 6. September 2024 informierten wir, dass Isabel Rösler den Vorstand der grenke AG auf eigenen Wunsch zum 31. Dezember 2024 verlassen wird. Seit 1. Januar 2021 verantwortet sie als Chief Risk Officer (CRO) wesentliche interne Kontrollfunktionen wie Risikocontrolling, Compliance, Geldwäscheprävention, Informationssicherheit und Datenschutz. Darüber hinaus ist sie zuständig für das Credit Center und den Bereich Administration.

Am 27. September 2024 gaben wir bekannt, dass wir unseren zweiten Standort in den USA eröffnet haben. Von Chicago (Illinois) aus wird dieser Standort die gesamte Region Central, North & South East bearbeiten. Seit 2019 erschließen wir von Phoenix (Arizona) aus den westlichen Landesteil. Die USA sind der größte Leasingmarkt der Welt.

Zum 30. September 2024 beendeten wir das im Februar 2024 gestartete Aktienrückkaufprogramm mit Erfolg, dies gaben wir am 1. Oktober 2024 bekannt. In den vorangegangenen 33 Wochen hatten wir insgesamt 2.317.695 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 23,92 EUR je Aktie zurückgekauft, was 4,98 Prozent des ausstehenden Kapitals entspricht.

Im Rahmen der Ad-hoc Mitteilung vom 29. Oktober 2024 hat die grenke AG eine Anpassung der Prognose für das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2024 bekanntgegeben. Das Unternehmen erwartet nun im Geschäftsjahr 2024 ein Konzernergebnis zwischen 68 und 76 Mio. EUR (zuvor 95 bis 115 Mio. EUR). Ursache sind höhere Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge, bedingt durch die kontinuierlich steigende Zahl von Insolvenzen vor allem in den Kernmärkten Frankreich, Spanien und Deutschland. Die Prognose für das Neugeschäft im Geschäftsjahr 2024 in Höhe von 3,0 bis 3,2 Mrd. EUR blieb unverändert.

2.2 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) im Juni 2024 ihre erste Zinssenkung seit Beginn ihres Zinserhöhungszyklus im Juli 2022 vorgenommen hatte, reduzierte sie den Leitzins im September 2024 ein zweites Mal um 25 Basispunkte. Der Zinssatz für die Einlagenfazilität lag damit zum Ende des dritten Quartals bei 3,5 Prozent (September 2023: 4,0 Prozent). In der EZB-Sitzung nach Ende der Berichtsperiode am 17. Oktober 2024 zeigte sich die Zentralbank zuversichtlich, dass die Inflation im Euroraum im kommenden Jahr das Zielniveau erreichen werde. Daher nahm sie erneut einen Zinsschritt vor und verminderte den Einlagensatz auf 3,25 Prozent. Zu weiteren Zinsschritten gab die EZB keinen Ausblick, vielmehr wolle sie bei den kommenden Sitzungen weiterhin datenabhängig entscheiden. Aus einer Umfrage, in der die EZB Analysten der Geldpolitik nach ihren Zinserwartungen befragt, geht hervor, dass diese mehrheitlich mit einer weiteren Zinssenkung um 25 Basispunkte im Dezember 2024 rechnen.

Dem "Bank Lending Survey" der EZB zufolge berichten die befragten Banken nach einer 2 Jahre andauernden Verschärfung der Kreditkonditionen im dritten Quartal 2024 erstmals, dass die Konditionen im Quartalsvergleich in der Eurozone unverändert blieben. Somit ist der Trend hin zu verschärften Konditionen bei der Kreditvergabe im dritten Quartal unterbrochen.

Infolge sinkender Energiepreise lag die Teuerung mit 1,7 Prozent im Euroraum im September 2024 erstmals seit 2021 unterhalb der 2-Prozent Schwelle (September 2023: 4,3 Prozent). Die Kerninflationsrate ohne die volatilen Komponenten Energie und Nahrung fiel mit 2,7 Prozent höher aus (September 2023: 4,5 Prozent).

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor im Euroraum lag im September 2024 bei 49,6 Punkten und damit 2,4 Punkte höher als im Vorjahresmonat (September 2023: 47,2 Punkte). Im Quartalsvergleich verschlechterte er sich gegenüber einem Wert von 50,9 Punkten im Juni 2024 leicht. Der Index ist das Resultat einer Umfrage, in der Einkaufsmanager im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor monatlich zu Auftragseingängen, Produktion, Beschäftigung, erhaltenen Lieferungen und Lagerbestand befragt werden. Der PMI wird als ein Frühindikator betrachtet, bei dem ein Wert von über 50 Punkten auf eine steigende und ein Wert von unter 50 Punkten auf eine rückläufige Produktion in den befragten Bereichen deutet.

Der ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland, der die Einschätzung von Unternehmen zu ihrer aktuellen Geschäftslage und ihren Erwartungen zur Entwicklung auf Sicht von sechs Monaten zusammenfasst, verschlechterte sich mit 85,4 Punkten im September 2024 gegenüber dem Vorjahreswert (September 2023: 86,1 Punkte) und ebenfalls relativ zum Ende des zweiten Quartals (Juni 2024: 88,6 Punkte). Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate der befragten Unternehmen schnitten mit 86,3 Punkten besser ab als die Einschätzung der Unternehmen zu ihrer aktuellen Geschäftssituation mit 84,4 Punkten. Eine weitere Umfrage des ifo-Instituts deutet außerdem darauf hin, dass die Kredithürde für deutsche Unternehmen im September weiter anstieg. 32,9 Prozent der befragten Unternehmen berichten von einer Zurückhaltung der Banken bei Kreditverhandlungen. Dem ifo-Institut zufolge ist dies der höchste Wert seit sieben Jahren.

Für den Euroraum berechnete Eurostat in seinen jüngsten verfügbaren Daten einen weiteren Anstieg der Unternehmensinsolvenzen. Der entsprechende Index lag im 2. Quartal 2024 bei 159,7 Punkten (Q2 2023: 131,4 Punkte). Frankreich liegt mit 239,2 Punkten dabei weit über dem aggregierten Wert, Deutschland (151,0 Punkte), Spanien (121,6 Punkte) und Italien (95,1 Punkte) schneiden etwas besser als der Euroraum im Aggregat ab. Das Kreditversicherungsunternehmen atradius rechnet für das Gesamtjahr 2024 mit einem Anstieg der Insolvenzen weltweit um 23 Prozent infolge der schwachen Konjunktur.

2.3 Neugeschäft

2.3.1 Leasing

Im dritten Quartal 2024 erzielten wir ein Leasingneugeschäft in Höhe von 738,5 Mio. EUR und verzeichneten eine Wachstumsrate von 24,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (Q3 2023: 591,1 Mio. EUR). Das Leasingneugeschäft umfasst die Anschaffungskosten der neu erworbenen Leasingobjekte. Mit kumuliert 2,2 Mrd. EUR Leasingneugeschäft in den ersten 9 Monaten 2024 erreichten wir ein weiteres Etappenziel für die Erfüllung unserer Guidance von 3,0 bis 3,2 Mrd. EUR im Gesamtjahr 2024.

Im dritten Quartal 2024 wuchs die Nachfrage nach Leasing im Vergleich zum Vorjahresquartal. Bedingt durch die von der EZB eingeleiteten und von den Finanzmärkten weiter erwarteten Zinssenkungen entspannte sich das Zinsumfeld. In Folge von günstigeren Finanzierungskonditionen belebt sich üblicherweise die Investitionsnachfrage. Durch die fortgesetzte Erweiterung unseres Händlernetzwerkes und unseres Objektportfolios erreichten wir weltweit mehr kleinere und mittlere Unternehmen (KMU), die ihre Investitionen über Leasing finanzieren. Da die Leasingraten zum Investitionszeitpunkt und somit bei Vertragsabschluss fest kontrahiert werden, bietet Leasing in Zeiten sich verändernder Zinsen eine sichere Kalkulationsbasis für unsere KMU. Zudem stellt Leasing eine liquiditätsschonende Finanzierungsvariante dar.

Leasingneugeschäft seit Q1 2022

in Mio. EUR

Unser internationales Händlernetzwerk konnten wir weiter ausbauen, so dass wir zum Ende des dritten Quartals 2024 mit mehr als 38.000 Fachhandelspartnern in den über 30 Ländern, in denen wir aktiv sind, zusammenarbeiteten (Q3 2023: ca. 35.300 Händler).

Das größte Leasingneugeschäftsvolumen wurde im dritten Quartal mit 189,3 Mio. EUR in der Region DACH realisiert. Dies stellte im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Zuwachs von 19,5 Prozent dar, im regionalen Vergleich entfielen damit 25,6 Prozent des Neugeschäfts auf Deutschland, Österreich und die Schweiz. Mit einem Anteil von 81,3 Prozent innerhalb der DACH-Region trug Deutschland 20,9 Prozent zum gesamten Leasingneugeschäft weltweit bei.

Westeuropa (ohne DACH) setzte 175,7 Mio. EUR Leasingneugeschäft um und verzeichnete mit einem Anteil von 23,8 Prozent das zweitstärkste Neugeschäft im Leasingbereich. Frankreich trug mit einem Wachstum von 18,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal maßgeblich zur Entwicklung in dieser Region bei.

Südeuropa nahm mit 166,5 Mio. EUR den dritten Platz beim Leasingneugeschäft ein, sein Wachstum von 32,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal wurde vor allem von den Ländern Italien (+42,9 Prozent) und Spanien (+33,4 Prozent) getragen.

Das stärkste Wachstum konnte Nord-/​Osteuropa mit einem Plus von 33,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und 158,6 Mio. EUR Leasingneugeschäft generieren. Besonders positiv entwickelten sich Dänemark und Rumänien, die das Neugeschäft um 107,4 Prozent beziehungsweise 40,0 Prozent steigern konnten.

Die übrigen Regionen erzielten ein Wachstum von 24,2 Prozent auf 48,4 Mio. EUR. Zu dieser Kategorie gehören die Zukunftsmärkte USA, Kanada und Australien.

Neugeschäft Leasing

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Mio. EUR Q3 2024 Q3 2023 Veränderung (%) Q1 - Q3 2024 Q1 - Q3 2023 Veränderung (%)
Leasingneugeschäft 738,5 591,1 24,9 2.198,6 1.851,6 18,7
DACH 189,3 158,4 19,5 510,6 465,9 9,6
Westeuropa (ohne DACH) 175,7 149,2 17,8 560,2 482,1 16,2
Südeuropa 166,5 125,5 32,7 531,2 422,7 25,7
Nord-/​Osteuropa 158,6 119,0 33,3 458,1 373,8 22,6
Übrige Regionen 48,4 39,0 24,2 138,4 107,1 29,3

Regionen:

DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz

Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande

Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien

Nord-/​Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Lettland*, Norwegen, Schweden, Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn

Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile*, Kanada*, Türkei, VAE, USA

* Konsolidierte Franchisegesellschaften, bei denen die Übernahme der Geschäftsanteile zum 30.09.2024 noch aussteht

Anteil Neugeschäft Leasing nach Regionen

in Prozent

Der Deckungsbeitrag 2 (DB2), ein Gradmesser für die künftige Profitabilität des Neugeschäfts, verbesserte sich im dritten Quartal 2024 um 29,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und erreichte einen Wert von 125,8 Mio. EUR. Mit 31,5 Mio. EUR trug Westeuropa (ohne DACH) 25,1 Prozent zu diesem Ergebnis bei, gefolgt von Nord-/​Osteuropa mit 29,5 Mio. EUR (23,5 Prozent) und Südeuropa mit 28,9 Mio. EUR (23,0 Prozent).

Deckungsbeiträge im Leasingneugeschäft

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Mio. EUR Q3 2024 Q3 2023 Veränderung (%) Q1 - Q3 2024 Q1 - Q3 2023 Veränderung (%)
DB1 83,3 57,7 44,4 240,7 182,5 31,9
DB2 125,8 97,4 29,1 369,4 309,1 19,5
DACH 25,0 20,9 19,9 67,8 60,5 12,0
Westeuropa (ohne DACH) 31,5 25,6 22,9 98,8 84,3 17,1
Südeuropa 28,9 21,6 33,7 89,1 74,6 19,3
Nord-/​Osteuropa 29,5 21,0 40,5 83,2 67,3 23,7
Übrige Regionen 10,8 8,3 30,2 30,6 22,4 36,5

Die DB2-Marge verbesserte sich im Vorjahresvergleich und erreichte mit 17,0 Prozent (Q3 2023: 16,5 Prozent) die mittelfristige Guidance. Die DB2-Marge misst die zukünftige Profitabilität eines in das Leasingneugeschäft investierten Euros.

Die Region DACH verzeichnete im Berichtsquartal eine DB2-Marge von 13,2 Prozent, die im Vorjahresvergleich stabil blieb. Westeuropa (ohne DACH) übertraf mit einer Marge von 18,1 Prozent das Vorjahr um 0,9 Prozentpunkte. Südeuropa verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht auf 17,4 Prozent. Nord-/​Osteuropa lag mit 18,6 Prozent deutlich über dem Durchschnitt und verbesserte sich ebenfalls gegenüber dem Vorjahreswert. Die übrigen Regionen erzielten mit 22,4 Prozent die höchste Marge im regionalen Vergleich.

Die DB1-Marge des Leasingneugeschäfts lag im dritten Quartal 2024 bei 11,3 Prozent und somit 1,5 Prozentpunkte über dem Vorjahresquartal.

DB-Margen im Leasingneugeschäft

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Prozent Q3 2024 Q3 2023 Veränderung (pp) Q1 - Q3 2024 Q1 - Q3 2023 Veränderung (pp)
DB1-Marge 11,3 9,8 1,5 10,9 9,9 1,0
DB2-Marge 17,0 16,5 0,5 16,8 16,7 0,1
DACH 13,2 13,2 0,0 13,3 13,0 0,3
Westeuropa (ohne DACH) 18,1 17,2 0,9 17,8 17,6 0,2
Südeuropa 17,4 17,2 0,2 16,8 17,7 - 0,9
Nord-/​Osteuropa 18,6 17,7 0,9 18,2 18,0 0,2
Übrige Regionen 22,4 21,3 1,1 22,1 20,9 1,2

Die aus den Leasingverträgen resultierenden prozentualen Margen unterscheiden sich je nach Ticketgröße. Verträge mit einem Nettoanschaffungswert von weniger als 50 TEUR werden tendenziell mit höheren Margen abgeschlossen. So erwirtschafteten wir im dritten Quartal 2024 mit Verträgen mit einem Nettoanschaffungswert kleiner 50 TEUR eine DB2-Marge von 17,8 Prozent. Im Vergleich dazu erzielten wir mit größeren Verträgen (Nettoanschaffungswert größer 50 TEUR) eine DB2-Marge von 15,2 Prozent. Wichtig ist jedoch auch die Betrachtung der absoluten Deckungsbeiträge. Der Anteil der größeren Verträge am gesamten Deckungsbeitrag liegt mit 35,3 Mio. EUR bei 28,0 Prozent, wobei diese Vertragsgruppe nur rund 3 Prozent aller abgeschlossenen Verträge ausmacht.

Im Berichtsquartal registrierten wir eine weltweit wachsende Nachfrage, die zeigt, dass Leasing zur Finanzierung von Investitionen und zur Optimierung der Liquidität weiter international im Trend liegt. Wir erhielten im dritten Quartal 2024 mit rund 146.000 Leasinganfragen 13,1 Prozent mehr Anfragen als im Vorjahresquartal, in dem wir rund 130.000 Anfragen registriert hatten. Die Umwandlungsquote blieb mit 52,2 Prozent im Jahresvergleich weitgehend stabil, so dass wir rund 76.000 neue Leasingverträge abschließen konnten. Die durchschnittliche Ticketgröße stieg um 11,9 Prozent auf 9.702 EUR an. Gleichzeitig lag sie im Rahmen der definierten Zielgröße, die eine Fokussierung auf kleine Tickets mit einer durchschnittlichen Ticketgröße von weniger als 10 TEUR für das Gesamtjahr 2024 vorsieht. Der Anteil der Verträge, die über das eSignature-Verfahren vollständig digital abgewickelt wurden, erhöhte sich mit 38,1 Prozent um 0,7 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Anteil des Direktkundengeschäfts am gesamten Leasingneugeschäft blieb mit 17,7 Prozent nahezu unverändert (Q3 2023: 17,5 Prozent).

Leasinganfragen und -verträge

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Einheit Q3 2024 Q3 2023 Veränderung
Leasinganfragen Stück 145.873 129.006 13,1 %
Leasingverträge Stück 76.120 68.200 11,6 %
Umwandlungsquote Prozent 52,2 52,9 -0,7 pp
durchschnittlicher NAW EUR 9.702 8.667 11,9 %
eSignature Quote Prozent 38,1 37,3 0,7 pp
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Einheit Q1 - Q3 2024 Q1 - Q3 2023 Veränderung
Leasinganfragen Stück 472.591 430.809 9,7 %
Leasingverträge Stück 235.204 216.275 8,8 %
Umwandlungsquote Prozent 49,8 50,2 -0,4 pp
durchschnittlicher NAW EUR 9.348 8.561 9,2 %
eSignature Quote Prozent 40,1 38,9 1,1 pp

Im Objektportfolio des Leasingneugeschäfts erwiesen sich die IT-Geräte im dritten Quartal 2024 unverändert als die am stärksten nachgefragte Objektgruppe, auf sie entfiel ein Anteil von 25,4 Prozent gemessen an der Anzahl der Verträge. Obwohl sich die Anzahl der entsprechenden Verträge im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund 1.600 auf knapp 19.400 erhöhte, ging ihr Anteil am Portfolio marginal um 0,6 Prozentpunkte zurück.

Green-Economy-Objekte leisteten den zweitstärksten Beitrag zum Leasingneugeschäft. 21 Prozent und damit mehr als jeder fünfte Leasingvertrag gehörten zu dieser Kategorie. Bedingt durch das starke regionale Wachstum vor allem in Ländern, in denen wir noch kein eBike-Leasing anbieten, ging der Anteil an eBikes und damit auch der Anteil der Green-Economy-Objekte leicht zurück. Die Anzahl der neu abgeschlossenen Verträge für Green-Economy-Objekte erhöhte sich jedoch um rund 500 im Vergleich zum Vorjahresquartal. Haupttreiber für die Entwicklung dieser Objektgruppe waren eBikes, Wasseraufbereitungsanlagen und Photovoltaikanlagen.

Im Bereich der Kopiertechnik, der vor allem Kopierautomaten beinhaltet, wurden rund 14.500 Neuverträge abgeschlossen. Der Anteil der Leasingobjekte dieser Kategorie ging bei 19,0 Prozent im Berichtsquartal marginal um 0,2 Prozentpunkte relativ zum Vorjahresquartal zurück.

Im Gegensatz zu den zuvor genannten Objektkategorien verzeichnete der Anteil der Maschinen und Einrichtungen im dritten Quartal 2024 einen Zuwachs. Mit 15,3 Prozent lag er 1,4 Prozentpunkte höher als im Vorjahresquartal. Unter der Schwelle von 10 Prozent lagen die Objektgruppen Telekommunikationsgeräte, Medizintechnik und Wellness, Sicherheitsgeräte sowie allgemeine Bürotechnik. Alle Anteile dieser Kategorien verzeichnete im Vergleich zum Vorjahresquartal nur marginale Veränderungen.

Anteil Objektgruppen am Leasingneugeschäftsportfolio nach Anzahl der Verträge

in Prozent

2.3.2 Factoring

Das zum Verkauf anstehende Factoringgeschäft erzielte im Berichtsquartal einen Zuwachs von 11,2 Prozent, was einem Neugeschäftsvolumen von 234,2 Mio. EUR entspricht. Dieses Forderungsvolumen mit einer durchschnittlichen Laufzeit vom Ankauf bis zur Fälligkeit von rund 45 Tagen impliziert, dass sich diese Forderungen kalkulatorisch 8-mal im Jahr (365 Tage /​ 45 Tage) umschlagen, weshalb das Factoringgeschäft mit einem bilanziellen Forderungsvolumen von 83,0 Mio. EUR zum Stichtag 30. September 2024 unverändert einen untergeordneten Beitrag zur Konzernbilanz leistet.

Die Erträge im Verhältnis zu den Nettoanschaffungswerten ergeben die Bruttomarge des Factoringgeschäfts. Der Refinanzierungsbedarf ist aufgrund des revolvierenden Ankaufs der Forderungen und des dadurch geringeren gebundenen Volumens niedriger als bei der Refinanzierung des Leasingneugeschäfts.

In der DACH-Region stieg das Neugeschäft im dritten Quartal 2024 im Factoring mit 74,8 Mio. EUR um 2,8 Prozent. In Südeuropa erhöhte sich das Neugeschäft um 45,0 Prozent auf 65,7 Mio. EUR. Die Region Nord-/​Osteuropa erzielte mit 93,7 Mio. EUR einen leichten Zuwachs um 1,2 Prozent.

Neugeschäft Factoring

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Einheit Q3 2024 Q3 2023 Veränderung
Neugeschäft Factoring Mio. EUR 234,2 210,7 11,2 %
DACH Mio. EUR 74,8 72,8 2,8 %
Südeuropa Mio. EUR 65,7 45,3 45,0 %
Nord-/​Osteuropa Mio. EUR 93,7 92,6 1,2 %
Brutto-Marge Prozent 1,5 1,7 - 0,2 pp
DACH Prozent 1,4 1,7 - 0,3 pp
Südeuropa Prozent 1,5 1,8 - 0,3 pp
Nord-/​Osteuropa Prozent 1,5 1,7 - 0,2 pp
Durchschnittlicher Zeitraum Tage 45,3 41,3 4,0
Durchschnittlicher Zeitraum DACH Tage 25,3 25,7 - 0,4
Durchschnittlicher Zeitraum Südeuropa Tage 85,6 74,1 11,5
Durchschnittlicher Zeitraum Nord-/​Osteuropa Tage 36,9 37,5 - 0,6
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Einheit Q1 - Q3 2024 Q1 - Q3 2023 Veränderung
Neugeschäft Factoring Mio. EUR 675,8 608,1 11,1 %
DACH Mio. EUR 221,0 222,5 - 0,7 %
Südeuropa Mio. EUR 174,6 126,0 38,5 %
Nord-/​Osteuropa Mio. EUR 280,2 259,6 8,0 %
Brutto-Marge Prozent 1,5 1,7 - 0,2 pp
DACH Prozent 1,4 1,6 - 0,2 pp
Südeuropa Prozent 1,6 1,7 - 0,1 pp
Nord-/​Osteuropa Prozent 1,5 1,7 - 0,2 pp
Durchschnittlicher Zeitraum Tage 44,8 42,8 2,0
Durchschnittlicher Zeitraum DACH Tage 25,7 26,7 - 1,0
Durchschnittlicher Zeitraum Südeuropa Tage 80,8 79,2 1,6
Durchschnittlicher Zeitraum Nord-/​Osteuropa Tage 38,7 38,0 0,7

Regionen:

DACH: Deutschland, Schweiz

Südeuropa: Italien, Portugal

Nord-/​Osteuropa: Ungarn, Großbritannien, Irland, Polen

Die Bruttomarge bewegte sich im dritten Quartal 2024 leicht unterhalb dem Niveau des Vorjahresquartals. Aggregiert wie auch in allen Regionen erreichte sie einen Wert von 1,5 Prozent. Die Bruttomarge bezieht sich auf den durchschnittlichen Zeitraum von rund 45 Tagen eines Factoringgeschäfts im Berichtsquartal. Aufgrund unterschiedlicher Zahlungsfristen und unterschiedlichen Zahlungsverhaltens fiel der durchschnittliche Zeitraum in der DACH-Region mit 25 Tagen deutlich geringer aus als Nord-/​Osteuropa mit 37 und Südeuropa mit 86 Tagen. Der jährliche Vergleich der durchschnittlichen Zeiträume zeigt, dass sich die Zahlungsziele insgesamt um 4 Tage verlängerten. Unternehmen in Südeuropa kamen ihren Zahlungsverpflichtungen knapp 12 Tage später nach als im Vorjahr, in Nord-/​Osteuropa wurde hingegen knapp 1 Tag eingespart.

2.3.3 Kreditgeschäft der grenke Bank

Das Kreditneugeschäft der grenke Bank lag im Berichtsquartal bei 9,6 Mio. EUR (Q3 2023: 9,6 Mio. EUR). In den ersten neun Monaten belief sich das Kreditneugeschäft auf 27,3 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: 33,4 Mio. EUR). Das Kreditneugeschäft beinhaltet im Wesentlichen die im Rahmen des "Mikrokreditfonds Deutschland" vergebenen Kredite, bei denen die grenke Bank staatlich geförderte Mikrofinanzierungen zwischen 1.000 und 25.000 EUR anbietet. Während das Kreditneugeschäft der grenke Bank unserer Strategie entsprechend nur einen kleinen Teil des gesamten Neugeschäfts darstellt, fungiert die grenke Bank vor allem als Quelle für die Refinanzierung über Einlagen.

2.3.4 Währungseffekte

Aus der Veränderung der Wechselkurse ergaben sich im dritten Quartal des Jahres 2024 positive Währungseffekte in Bezug auf das Neugeschäftsvolumen von Leasing und Factoring in Höhe von 1,2 Mio. EUR. Das bedeutet, dass sich unter der Annahme identischer Wechselkurse zum dritten Quartal 2023 das Neugeschäftsvolumen im dritten Quartal 2024 im Leasing um 0,59 Mio. EUR höher und im Factoring um 1,75 Mio. EUR niedriger gezeigt hätte. Die Währungseffekte resultierten überwiegend aus einer Aufwertung des Polnischen Zloty, der Schwedischen Krone, des Schweizer Franken und des Britischen Pfunds. Dem stand eine Abwertung des Chilenischen Peso, des Ungarischen Forint und des Brasilianischen Real gegenüber. In den ersten 9 Monaten des Jahres 2024 verzeichneten wir positive Währungseffekte in Höhe von 7,7 Mio. EUR.

2.4 Ertragslage

Die ausgewählten Angaben aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden für das laufende Quartal isoliert sowie für den Berichtszeitraum und auf Basis der Segmentergebnisse erläutert.

2.4.1 Vergleich drittes Quartal 2024 versus 2023

Die Zinsen und ähnliche Erträge aus unserem Finanzierungsgeschäft lagen im dritten Quartal 2024 bei 147,8 Mio. EUR und damit um 28,0 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (Q3 2023: 119,8 Mio. EUR). Hierin zeigt sich zum einen das kontinuierlich starke Wachstum des Neugeschäfts der letzten Quartale, zum anderen spiegelt sich die anhaltend gute Margensituation infolge der angepassten Konditionierung im Leasingneugeschäft sukzessiv wider. Die Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung inklusive des Einlagengeschäfts stiegen hauptsächlich getrieben durch das vergleichsweise höhere Zinsniveau und den durch das starke Neugeschäft erhöhten Refinanzierungsbedarf um 21,6 Mio. EUR auf 55,0 Mio. EUR (Q3 2023: 33,4 Mio. EUR).

Die gestiegenen Zinsaufwendungen werden von den höheren Zinserträgen überkompensiert, sodass im Saldo das Zinsergebnis im dritten Quartal 2024 um 6,3 Mio. EUR auf 92,8 Mio. EUR (Q3 2023: 86,5 Mio. EUR) anstieg.

Die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge stiegen im dritten Quartal 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,3 Mio. EUR auf 37,8 Mio. EUR (Q3 2023: 24,5 Mio. EUR). Der Anstieg ist auf das makroökonomische Umfeld und eine kontinuierlich steigende Zahl an Insolvenzen vor allem in unseren Kernmärkten Frankreich, Spanien und Deutschland zurückzuführen, wobei sich der Anstieg auch unter Berücksichtigung des höheren Leasingvolumens insgesamt darstellt.

Dies führte zu einer Schadenquote (Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Verhältnis zum Vermietvolumen) im dritten Quartal 2024 von 1,5 Prozent (Q3 2023: 1,1 Prozent) und damit im Bereich des langfristigen Durchschnitts.

Die gestiegenen Zinserträge konnten den Anstieg der Zinsaufwendungen überkompensieren, jedoch ergibt sich aus den erhöhten Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge ein Rückgang für unser Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Berichtsquartal um 7,0 Mio. EUR auf 55,0 Mio. EUR (Q3 2023: 62,0 Mio. EUR).

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TEUR Q3 2024 Q3 2023 Veränderung (%)
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft 147.819 119.848 23,3
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 54.994 33.386 64,7
Zinsergebnis 92.825 86.462 7,4
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 37.804 24.482 54,4
Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge 55.021 61.980 - 11,2
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 37.545 34.636 8,4
Ergebnis aus dem Neugeschäft 13.534 10.679 26,7
Verwertungsmehr-(+)/​-minder(-)ergebnis 2.826 1.771 59,6
Operative Erträge insgesamt 108.926 109.066 - 0,1
Personalaufwand 49.164 43.220 13,8
davon Gesamtvergütung 40.944 35.567 15,1
davon fixe Vergütung 34.573 30.819 12,2
davon variable Vergütung 6.371 4.748 34,2
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 29.510 26.446 11,6
davon IT-Projektaufwand 4.147 3.485 19,0
Konzernergebnis vor Steuern 15.619 30.548 - 48,9
Konzernergebnis 12.008 23.990 - 49,9
Ergebnis je Aktie (EUR, verwässert/​unverwässert) 0,30 0,53 - 43,4

Das Ergebnis aus unserem Servicegeschäft nahm im dritten Quartal 2024 um 2,9 Mio. EUR auf 37,5 Mio. EUR (Q3 2023: 34,6 Mio. EUR) zu, was auf die positive Neugeschäftsentwicklung und den damit verbundenen erhöhten Bestand des Leasingportfolios zurückzuführen ist. Unser Ergebnis aus dem Neugeschäft stieg im Berichtsquartal um 2,8 Mio. EUR auf 13,5 Mio. EUR (Q3 2023: 10,7 Mio. EUR). Das Verwertungsergebnis lag bei 2,8 Mio. EUR (Q3 2023: 1,8 Mio. EUR).

Das gestiegene Zinsergebnis sowie die Ergebnisse aus dem Neugeschäft, dem Servicegeschäft und der Verwertung werden von der gestiegenen Schadensabwicklung und Risikovorsorge relativiert und führten insgesamt zu einem leichten Rückgang unserer operativen Erträge im dritten Quartal 2024 um 0,2 Mio. EUR auf 108,9 Mio. EUR (Q3 2023: 109,1 Mio. EUR).

Der Personalaufwand lag im dritten Quartal 2024 bei 49,2 Mio. EUR und damit 6,0 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (Q3 2023: 43,2 Mio. EUR). Dieser Anstieg begründet sich im Wesentlichen durch die gestiegene Anzahl an Mitarbeiter:innen sowie die Erhöhung der variablen Vergütung. Die fixe Vergütung betrug im Berichtszeitraum 34,6 Mio. EUR (Q3 2023: 30,8 Mio. EUR) und die variable Vergütung 6,3 Mio. EUR (Q3 2023: 4,7 Mio. EUR). Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten auf Basis Vollzeitbeschäftigter lag im Berichtsquartal aufgrund von Neueinstellungen bei 2.195 und damit 83 über dem Vorjahreswert (Q3 2023: 2.112). Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Geschäftsjahr 2023 lag bei 2.068.

Unsere Abschreibungen und Wertminderungen stiegen im Berichtsquartal auf 10,5 Mio. EUR (Q3 2023: 6,5 Mio. EUR) aufgrund eines Sondereffekts im Rahmen einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts in Spanien in Höhe von 4,4 Mio. EUR. Unser Vertriebs- und Verwaltungsaufwand stieg im dritten Quartal auf 29,5 Mio. EUR (Q3 2023: 26,4 Mio. EUR). Darin enthalten ist der Anstieg der Lizenzgebühren, die durch die laufende Migration in die Cloud infolge unseres Digitalisierungsprogramms entstehen, und der gegenläufige Effekt durch das Auslaufen der physischen IT-Infrastruktur, der sich bereits jetzt in den im Vergleich zum Vorjahr niedrigen Wartungsaufwendungen auswirkt sowie insbesondere in den kommenden Jahren vor allem in rückläufigen Abschreibungen zu sehen sein wird. Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen lag im dritten Quartal 2024 bei - 1,8 Mio. EUR (Q3 2023: 0,0 Mio. EUR). Im Berichtsquartal schlagen sich insbesondere Währungseffekte in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen nieder. Diese sind auf die Umrechnung von türkischer Lira (TRY) in Höhe von 0,5 Mio. EUR zurückzuführen, welche vor allem aus den Effekten aus der Bewertung Hochinflation gemäß IAS 29 resultieren, sowie Dirham der Vereinigten Arabischen Emiraten (AED) 0,3 Mio. EUR, chilenische Peso (CLP) 0,2 Mio. EUR, schwedische Kronen (SEK) 0,2 Mio. EUR, ungarische Forint (HUF) 0,2 Mio. EUR, kanadische Dollar (CAD) 0,2 Mio. EUR und polnische Zloty (PLN) 0,2 Mio. EUR. Diese ergeben sich aus derivativen Sicherungsgeschäften, welche sich ökonomisch über die Gesamtperiode ausgleichen. Teilweise kompensiert wird dies periodisch zudem durch die erfolgsneutrale Währungsumrechnung im sonstigen Ergebnis der Konzern-Gesamtergebnisrechnung. Da dies hauptsächlich die Umrechnung der Leasingforderungen in Fremdwährungsländern betrifft, wird dieser Effekt in einer anderen Position gezeigt als die oben genannten Umrechnungseffekte aus den Derivaten. Zudem erfolgt die Umrechnung der Leasingforderungen jeweils zum Stichtagskurs, wohingegen die Derivate zu Marktwerten auf Basis der zum Stichtag geltenden Devisenterminkurse bewertet sind. Dieser Unterschied und der daraus resultierende Bewertungseffekt gleichen sich über die Laufzeit der Sicherungsbeziehungen aus.

Unser operatives Ergebnis im dritten Quartal 2024 lag bei 17,9 Mio. EUR und reduzierte sich um 15,0 Mio. EUR (Q3 2023: 32,9 Mio. EUR). Der Saldo aus sonstigen Zinserträgen und Zinsaufwendungen sank auf - 0,1 Mio. EUR (Q3 2023: 1,1 Mio. EUR), was vor allem aus der Verzinsung aus den gestiegenen nicht genutzten Refinanzierungsmitteln resultiert. Gegenläufig hierzu wirkt die Guthabenverzinsung infolge der Leitzinserhöhungen in 2022 und 2023 auf den Bundesbankkonten.

Das Konzernergebnis vor Steuern reduzierte sich um 14,9 Mio. EUR auf 15,6 Mio. EUR (Q3 2023: 30,5 Mio. EUR).

Unsere Steuerquote stieg aufgrund der Wertminderung des Geschäft- oder Firmenwertes auf 23,1 Prozent (Q3 2023: 21,5 Prozent). Unser Konzernergebnis liegt bei 12,0 Mio. EUR und damit um 12,0 Mio. EUR unter dem Vorjahresquartal (Q3 2023: 24,0 Mio. EUR). Die durch die Konsolidierung der Franchisegesellschaften auszuweisenden Ergebnisanteile der nicht beherrschenden Anteilseigner lagen bei - 1,5 Mio. EUR (Q3 2023: - 0,6 Mio. EUR). Die Vergleichbarkeit ist aufgrund des Erwerbs von Anteilen mehrerer Franchisegesellschaften in 2023 eingeschränkt, hier wird auf die Ausführungen in Tz. 6.1 des Geschäftsberichts 2023 verwiesen. Das Ergebnis je Aktie sank im dritten Quartal 2024 auf 0,30 EUR (Q3 2023: 0,53 EUR).

Unsere Cost-Income-Ratio (CIR) erhöhte sich im dritten Quartal, getrieben durch die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 3,8 Prozentpunkte auf 60,8 Prozent (Q3 2023: 57,0 Prozent). Ohne Berücksichtigung des Sondereffekts im Rahmen der Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts in Spanien liegt die CIR bei 57,8 Prozent.

2.4.2 Neunmonatsvergleich 2024 versus 2023

Die ausgewählten Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung haben sich im Neunmonatsvergleich im Wesentlichen analog zum Quartal entwickelt.

Unser Zinsergebnis stieg in den ersten neun Monaten 2024 um 14,8 Mio. EUR auf 269,3 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: 254,5 Mio. EUR). Dies resultiert im Wesentlichen aus dem anhaltend wachsenden Neugeschäft. Gegenläufig hierzu wird das Zinsergebnis durch die erhöhten Aufwendungen für die Refinanzierung gemindert.

Das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge reduzierte sich um 5,6 Mio. EUR auf 176,5 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: 182,1 Mio. EUR). Der Rückgang ist auf die gestiegenen Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge aufgrund der kontinuierlich steigenden Zahl an Insolvenzen insbesondere in unseren Kernmärkten Frankreich, Spanien und Deutschland zurückzuführen.

Die Schadenquote erhöhte sich dementsprechend auf 1,3 Prozent (Q1 - Q3 2023: 1,0 Prozent).

Unsere operativen Erträge stiegen um 14,7 Mio. EUR auf 332,5 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: 317,8 Mio. EUR).

Bei weniger stark gestiegenen Kosten, allerdings gegenläufiger Wertminderung des Geschäfts- und Firmenwerts in Spanien erhöhte sich unsere CIR im Neunmonatsvergleich auf 58,4 Prozent (Q1 - Q3 2023: 57,9 Prozent) und liegt damit knapp oberhalb einer angestrebten CIR von unter 58 Prozent. Ohne Berücksichtigung des Sondereffekts im Rahmen einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts in Spanien liegt die CIR bei 57,4 Prozent. Wir erwarten weiterhin den Zielwert für das Gesamtjahr zu erreichen.

Unser Konzernergebnis lag bei 57,0 Mio. EUR nach 64,4 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum.

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TEUR Q1 - Q3 2024 Q1 - Q3 2023 Veränderung (%)
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft 420.234 341.916 22,9
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 150.909 87.421 72,6
Zinsergebnis 269.325 254.495 5,8
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 92.847 72.369 28,3
Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge 176.478 182.126 - 3,1
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 105.984 97.745 8,4
Ergebnis aus dem Neugeschäft 42.700 35.269 21,1
Verwertungsmehr-(+)/​-minder(-)ergebnis 7.384 2.707 > 100
Operative Erträge insgesamt 332.546 317.847 4,6
Personalaufwand 144.074 128.488 12,1
davon Gesamtvergütung 117.870 105.257 12,0
davon fixe Vergütung 101.356 91.068 11,3
davon variable Vergütung 16.514 14.189 16,4
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 81.199 77.443 4,9
davon IT-Projektaufwand 10.990 10.385 5,8
Konzernergebnis vor Steuern 73.195 82.324 - 11,1
Konzernergebnis 56.982 64.389 - 11,5
Ergebnis je Aktie (EUR, verwässert/​unverwässert) 1,10 1,27 - 13,4

2.4.3 Entwicklung der Segmente

Die Ergebnisse des Leasingsegments haben sich positiv entwickelt, da vor allem das vergangene und weiterhin wachsende Neugeschäft entsprechende Zinserträge erwirtschaftet und sich die Ergebnisse aus dem Servicegeschäft und Neugeschäft sowie das Verwertungsergebnis positiv entwickelten. Gegenläufig hierzu stieg die Schadensabwicklung und Risikovorsorge. Insgesamt stiegen in diesem Segment unsere operativen Erträge um 9,3 Mio. EUR auf 297,6 Mio. EUR (Q1 -Q3 2023: 288,3 Mio. EUR). Das Segmentergebnis reduzierte sich im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen Schadensabwicklung und Risikovorsorge sowie der Personalaufwendungen. Diese konnten nicht durch den Anstieg der verbleibenden operativen Erträge kompensiert werden. Ebenfalls belastet eine Wertminderung des Geschäfts- und Firmenwerts in Spanien das Segmentergebnis, welches somit insgesamt um 15,5 Mio. EUR sank und bei 64,6 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: 80,1 Mio. EUR) lag.

Die operativen Erträge im Segment Bank stiegen im Berichtszeitraum um 1,9 Mio. EUR und lagen bei 31,0 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: 29,1 Mio. EUR), was hauptsächlich aus der geringeren Risikovorsorge für frühere Kreditportfolien resultiert.

Bei leicht gestiegenen Personalaufwendungen, reduziertem Vertriebs- und Verwaltungsaufwand sowie reduzierten Währungseffekten erreichten wir ein Segmentergebnis von 16,1 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: 12,6 Mio. EUR).

Im Segment Factoring stiegen unsere operativen Erträge im Berichtszeitraum um 3,5 Mio. EUR auf 4,0 Mio. EUR (Q1 -Q3 2023: 0,5 Mio. EUR). Dies resultiert im Wesentlichen aus einem Sondereffekt in der Wertberichtigung im Vorjahr, der im Berichtsjahr nicht besteht. Bei nahezu gleichbleibenden Aufwendungen verbesserte sich das Ergebnis des Segments auf - 3,9 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: - 7,2 Mio. EUR).

2.5 Finanzlage

Die Eigenkapitalquote von 16,1 Prozent ist insbesondere durch den stichtagsbezogenen Effekt der Ausgabe einer neuen Benchmark-Anleihe Ende September gesunken. Denn zeitgleich erhöhten sich der Liquiditätsbestand und der Bestand der Finanzschulden gleichermaßen.

Mit unserem diversifizierten Refinanzierungsmix verfügen wir über eine solide Liquiditätsausstattung.

Steigende Leasingforderungen spiegeln das positive Neugeschäftswachstum wider.

2.5.1 Kapitalstruktur

Im grenke Konzern legen wir einen besonderen Fokus auf eine angemessene Liquiditätsausstattung, um so flexibel auf Marktgegebenheiten reagieren zu können. Zudem ist der Konzern aufgrund aufsichtsrechtlicher Vorgaben verpflichtet, einen Liquiditätspuffer vorzuhalten.

Auf der Passivseite zeigt sich die steigende Bilanzsumme insbesondere in der Zunahme der Finanzschulden um insgesamt 1.063,1 Mio. EUR auf 6,5 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 5,4 Mrd. EUR).

Ursächlich hierfür ist der Anstieg der kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung (ohne Einlagengeschäft) auf 4,6 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 3,8 Mrd. EUR) sowie die Zunahme der kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft der grenke Bank um 257,6 Mio. EUR auf 1,9 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 1,6 Mrd. EUR).

Das Eigenkapital verzeichnete zum 30. September 2024 mit 1,3 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 1,4 Mrd. EUR) einen moderaten Rückgang, der durch den abgeschlossenen Aktienrückkauf verursacht ist. Denn dem in der Berichtsperiode erwirtschafteten Konzernergebnis in Höhe von 57,0 Mio. EUR standen hauptsächlich die Ausschüttung einer Dividende (21,6 Mio. EUR), die Zinszahlung für das Hybridkapital (15,0 Mio. EUR), der Effekt aus der Marktbewertung von Hedging-Instrumenten (4,4 Mio. EUR) sowie der Kauf eigener Anteile (55,6 Mio. EUR) entgegen. Positiv wirkten sich dagegen die Effekte aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung (0,3 Mio. EUR) aus. Durch die Ausweitung der Bilanzsumme im Verhältnis zum Rückgang des Eigenkapitals verringerte sich die Eigenkapitalquote zum 30. September 2024 auf 16,1 Prozent (31. Dezember 2023: 19,1 Prozent). Die Eigenkapitalquote liegt damit weiterhin über dem selbst gestecktem Ziel des Konzerns von mindestens 16 Prozent.

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TEUR 30.09.2024 31.12.2023 Veränderung (%)
Kurzfristige Schulden 3.316.971 2.042.649 62,4
davon Finanzschulden 3.081.181 1.831.589 68,2
Langfristige Schulden 3.526.663 3.702.022 - 4,7
davon Finanzschulden 3.400.860 3.587.328 - 5,2
Eigenkapital 1.312.035 1.354.870 - 3,2
Bilanzsumme 8.155.669 7.099.541 14,9
Eigenkapitalquote (in Prozent) 16,1 % 19,1 % - 3,0 pp

Unter Berücksichtigung des Konzernergebnisses vor Steuern von 73,2 Mio. in den ersten neun Monaten erreichten wir einen RoE vor Steuern von 7,3 Prozent gegenüber 8,2 Prozent im Vorjahreszeitraum. Dies beruht auf dem Ergebnisrückgang vor Steuern im dritten Quartal 2024 bei einer gegenläufig wirkenden Reduzierung des Eigenkapitals.

2.5.2 Cashflow

Im Zeitraum der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2024 belief sich unser Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit auf 657,5 Mio. EUR und übertraf damit das Vorjahresniveau (Q1 - Q3 2023: 595,0 Mio. EUR). Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf folgende Effekte zurückzuführen: Einerseits verzeichneten wir einen Zufluss bei den Zahlungen Leasingnehmer in Höhe von 1.914,8 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: 1.795,3 Mio. EUR) in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres aufgrund gestiegener Zahlungseingänge, die aus dem höheren Volumen an Leasingforderungen resultieren. Zum anderen führte die Erweiterung unserer Refinanzierung (ohne Einlagengeschäft) zu zusätzlichen Mittelzuflüssen in Höhe von 2.841,2 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: 1.790,2 Mio. EUR).

Die nachfolgende Analyse erläutert die wesentlichen Entwicklungen und Angaben aus der Konzernkapitalflussrechnung im Detail.

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TEUR Q1 - Q3 2024 Q1 - Q3 2023 Veränderung (%)
- Investitionen für neue Leasingforderungen - 2.260.336 - 1.907.389 18,5
+ Zugang neue Refinanzierungen (ohne Einlagengeschäft) 2.841.314 1.790.185 58,7
+ Netto-Zugang/​Abgang Einlagengeschäft 257.552 416.422 - 38,2
(I) Cashflow Neugeschäft 838.530 299.218 > 100
+ Zahlungen Leasingnehmer 1.914.829 1.795.269 6,7
- Zahlungen/​Rückzahlungen Refinanzierungen (ohne Einlagengeschäft) - 2.162.605 - 1.618.974 33,6
(II) Cashflow Bestandsgeschäft - 247.776 176.295 < - 100
(III) Übrige Cashflows laufende Geschäftstätigkeit 66.707 119.490 - 44,2
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (I) + (II) + (III) 657.461 595.003 10,5
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 9.115 - 21.663 - 57,9
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 102.087 - 43.990 > 100
Summe der Cashflows 546.259 529.350 3,2

Der Cashflow aus Investitionen für neue Leasingforderungen umfasst die Nettoanschaffungswerte für neu erworbene Leasingobjekte und die direkt mit dem Vertragsabschluss entstehenden Kosten. Aufgrund des weiterhin wachsenden Neugeschäftsvolumens stiegen die Investitionen für neue Leasingforderungen in den ersten neun Monaten 2024 auf 2.260,3 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: 1.907,4 Mio. EUR). Diesen stehen die Einzahlungen aus der Zunahme der Refinanzierung in Höhe von 2.841,2 Mio. EUR nach 1.790,2 Mio. EUR in der Vorjahresperiode gegenüber. Der Cashflow aus dem Einlagengeschäft der grenke Bank verringerte sich auf 257,6 Mio. EUR nach 416,4 Mio. EUR in der Vorjahresperiode. In Summe stieg unser Cashflow aus Investitionen in das Neugeschäft auf 838,5 Mio. EUR (Q1 -Q3 2023: 299,2 Mio. EUR).

In den ersten neun Monaten 2024 wurden 2.162,6 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: 1.619,0 Mio. EUR) an Refinanzierung getilgt bzw. zurückgezahlt. Die Zahlungen der Leasingnehmer stiegen auf 1.914,8 Mio. EUR an (Q1 - Q3 2023: 1.795,3 Mio. EUR).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag im Berichtszeitraum bei - 9,1 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: - 21,7 Mio. EUR). Dieser beinhaltet hauptsächlich die Auszahlung für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte von 5,6 Mio. EUR (Q1 -Q3 2023: 4,5 Mio. EUR). Weiterhin enthält diese Position die Auszahlung aus der Akquisition von Tochterunternehmen in Höhe von 3,5 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: 14,6 Mio. EUR). Zusätzlich erfolgte im Vergleichsquartal Q1 - Q3 2023 eine Kaufpreiszahlung in Höhe von 3,1 Mio. EUR für den Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an der Miete24 P4Y GmbH.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtszeitraum - 102,1 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: -44,0 Mio. EUR. Die Ausschüttung der Dividende für das vorangegangene Geschäftsjahr betrug 21,6 Mio. EUR (Q1 -Q3 2023: 20,9 Mio. EUR). Die Zinszahlung auf das Hybridkapital lag bei 15,0 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: 12,9 Mio. EUR). Durch den Erwerb eigener Anteile im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms ergab sich ein Mittelabfluss von 55,6 Mio. EUR (Q1 -Q3 2023: 0,0 Mio. EUR). Zudem resultierte aus der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten ein Mittelabfluss von 9,9 Mio. EUR (Q1 - Q3 2023: 10,1 Mio. EUR).

Somit lag die Summe der Cashflows in den ersten neun Monaten 2024 bei 546,3 Mio. EUR (Q1 -Q3 2023: 529,4 Mio. EUR). Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten stieg zum Stichtag 30. September 2024 entsprechend auf 1.243,4 Mio. EUR nach 696,9 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023.

2.5.3 Liquidität

Dank unseres ausgewogenen Liquiditätsmanagements verfügen wir über eine solide Liquiditätsausstattung und eine diversifizierte Refinanzierungsstruktur und erfüllten im Berichtszeitraum jederzeit unsere Zahlungsverpflichtungen.

Zur Refinanzierung stehen uns umfangreiche Instrumente zur Verfügung, die je nach Marktbedingungen im Rahmen der Gesamtstrategie eingesetzt werden. Im Wesentlichen basiert die Finanzierung über Fremdkapital auf drei Säulen: den Senior-Unsecured-Instrumenten, die im Wesentlichen auf unser Rating abstellen wie Anleihen, Schuldverschreibungen und Commercial Paper, dem Einlagengeschäft inklusive der Förderdarlehen bei der grenke Bank AG sowie der forderungsbasierten Finanzierung, vor allem ABCP-Programme. Dabei vermeiden wir Fristentransformation auf Portfolioebene und reduzieren dadurch Zinsänderungs- und Anschlussfinanzierungsrisiken auf Portfolioebene auf ein Minimum. Dank unseres breiten Refinanzierungsmixes können wir je nach Bedarf und Marktlage die einzelnen Säulen gezielt nutzen und den Anteil ausbauen oder reduzieren. Gleichzeitig wollen wir aus strategischen Gründen in allen drei Säulen aktiv sein.

Der Refinanzierungsmix bezogen auf die Refinanzierungssäulen des grenke Konzerns verteilte sich zum 30. September 2024 wie folgt:

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Mio. EUR 30.09.2024 Anteil in % 31.12.2023 Anteil in %
grenke Bank 1.858 28 1.624 29
Senior-Unsecured 3.591 55 2.748 50
Asset-Backed 1.114 17 1.163 21
Gesamt 6.563 100 5.535 100

Der Anstieg der Refinanzierungsvolumina um 1.028,4 Mio. EUR auf 6.562,9 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 5.534,5 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus dem gestiegenen Neugeschäft und damit einhergehendem erhöhten Refinanzierungsbedarf für unser Leasinggeschäft. Dies wurde vor allem durch die Ausgabe von zwei neuen Benchmark-Anleihen in Höhe von jeweils 500 Mio. EUR im zweiten und dritten Quartal dargestellt.

Die Refinanzierung über Kundeneinlagen der grenke Bank AG erhöhte sich zum Stichtag 30. September 2024 auf 1.874,6 Mio. EUR nach 1.617,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023 sowie 1.567,1 Mio. EUR zum vergleichbaren Zeitpunkt des Vorjahres. Dies entspricht einem Anstieg von 15,9 Prozent seit dem 31. Dezember 2023 durch eine intensivere Nutzung der grenke Bank im aktuellen Zinsumfeld.

Im Berichtszeitraum wurde neben den Benchmark-Anleihen eine bestehende Anleihe um 50,0 Mio. EUR aufgestockt. Darüber hinaus emittierte der grenke Konzern drei Schuldscheindarlehen über insgesamt 20,0 Mio. CHF und 30,0 Mio. GBP. Im kurzfristigen Bereich wurden 19 Commercial Paper mit einem Gesamtvolumen von 240,0 Mio. EUR emittiert. Planmäßig getilgt wurden im Berichtszeit raum drei Anleihen in Höhe von 234,1 Mio. EUR, ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 10,0 Mio. CHF sowie Commercial Paper in Höhe von 175,0 Mio. EUR. Vorzeitig zurückbezahlt wurden Anleihen in Höhe von 123,2 Mio. EUR.

Mit Wirkung zum 31. Januar 2024 wurde der seit März 2010 laufende Forderungsvertrag der GRENKE LEASING LIMITED, Guildford/​Vereinigtes Königreich, mit der Norddeutschen Landesbank Girozentrale beendet und ein Rückkauf aller Forderungen vorgenommen.

Weitere Informationen zu unseren Instrumenten der Refinanzierung und den erfolgten Refinanzierungsmaßnahmen im Berichtszeitraum sind im Konzernanhang unter Tz. 5 "Finanzschulden" dargestellt.

Die offenen Kreditlinien des Konzerns (d.h. Banklinien plus verfügbarem Volumen aus Anleihen und Commercial Paper) betrugen zum Stichtag 2.888,8 Mio. EUR, 540,0 Mio. HUF und 40,0 Mio. PLN (31. Dezember 2023: 3.667,4 Mio. EUR, 540,0 Mio. HUF und 40,0 Mio. PLN).

2.6 Vermögenslage

Im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2023 nahm unsere Bilanzsumme zum 30. September 2024 um 1.056,1 Mio. EUR auf 8,2 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 7,1 Mrd. EUR) zu.

Die Zunahme unserer Vermögenswerte zum 30. September 2024 resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der kurz- und langfristigen Leasingforderungen sowie einem Anstieg der Zahlungsmittel um 753 Mio. EUR. Dies ist insbesondere durch die Ausgabe der Benchmark Anleihe kurz vor Stichtag zu begründen. Unsere größte Bilanzposition, die Leasingforderungen, stieg aufgrund der anhaltend positiven Neugeschäftsentwicklung um 530,2 Mio. EUR auf 6,2 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 5,7 Mrd. EUR) an.

Das Bundesbankguthaben stieg zum Stichtag auf 683,2 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 484,7 Mio. EUR).

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TEUR 30.09.2024 31.12.2023 Veränderung (%)
Kurzfristige Vermögenswerte 3.933.373 3.180.347 23,7
davon Zahlungsmittel 1.243.772 697.202 78,4
davon Leasingforderungen 2.307.162 2.076.719 11,1
Langfristige Vermögenswerte 4.222.296 3.919.194 7,7
davon Leasingforderungen 3.922.942 3.623.135 8,3
Summe Vermögenswerte 8.155.669 7.099.541 14,9

Gegenläufig hierzu wirkte der Anstieg der kurzfristigen Finanzschulden um 1.249,6 Mio. EUR auf 3.081,2 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 1.831,6 Mio. EUR).

3. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Bezüglich der Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen wird auf die Ausführungen in Tz. 15 des Anhangs zum verkürzten Konzernzwischenabschluss verwiesen.

4. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

4.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In seinem World Economic Outlook vom Oktober 2024 stellte der Internationale Währungsfonds (IWF) eine bemerkenswerte Resilienz der Volkswirtschaften gegenüber dem vergangenen Disinflationierungsprozess der Zentralbanken fest, wies jedoch gleichzeitig auf Abwärtsrisiken für die globale Konjunktur hin. So warnte er, dass die Zentralbanken die Zinswende zu zögerlich angehen könnten. Ebenfalls hält er es für wahrscheinlich, dass protektionistische Maßnahmen den Welthandel dämpfen. Für die Rohstoffmärkte stelle der Nahost-Krieg ein erhebliches Risiko dar.

Für den Euroraum prognostiziert er mit einem Wachstum von 0,8 Prozent für das Jahr 2024 einen moderaten Aufschwung (2023: 0,4 Prozent). Für unseren Heimatmarkt Deutschland erwartet der IWF mit 0,0 Prozent eine Stagnation im Jahr 2024 (2023: - 0,3 Prozent). Für Frankreich und Italien, die zusammen mit Deutschland unsere größten Märkte darstellen, geht der IWF im Jahr 2024 von einem leicht positiven Wachstum in Höhe von 1,1 und 0,7 Prozent (2023: 1,1 und 0,7 Prozent) aus. Von den großen Industrienationen innerhalb der Eurozone soll das beliebte Urlaubsland Spanien mit prognostizierten 2,9 Prozent am stärksten wachsen (2023: 2,7 Prozent). Die Vereinigten Staaten, wo wir im Berichtsquartal einen zweiten Standort eröffnet haben, sollen im Jahr 2024 mit 2,8 Prozent ähnlich stark wie im Vorjahr wachsen (2023: 2,9 Prozent).

Die Weltwirtschaft soll sich mit 3,2 Prozent Wachstum im Jahr 2024 relativ robust zeigen (2023: 3,3 Prozent). Gerade die asiatischen Schwellenländer sollen von anziehenden Investitionen in künstliche Intelligenz profitieren. Insbesondere China und Indien stützen diesen Trend durch zusätzliche substantielle, öffentliche Investitionen.

Der ifo-Geschäftsklimaindex für die Leasingbranche in Deutschland erreichte im September dieses Jahres 8,6 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fiel er damit geringer aus (September 2023: 16,6 Punkte). Auch im Quartalsvergleich schwächte sich der Index ab (Juni 2024: 14,6 Punkte). Der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) erwartet infolge einer getrübten Stimmung der Unternehmen branchenweit einen Rückgang der privaten Investitionen von 9,4 Prozent im Jahr 2024. Gleichzeitig entwickle sich Leasing als eigenkapitalschonende Finanzierungsform in der Regel etwas besser als die gesamten Anlageinvestitionen, so der BDL.

4.2 Risiken und Chancen

4.2.1 Risiken

Der Vorstand erwartet, dass das geplante Neugeschäftswachstum für das Geschäftsjahr 2024 gemäß seiner Guidance von 3,0 bis 3,2 Mrd. EUR, siehe dazu Abschnitt 4.3, erreicht wird. Vor dem Hintergrund der derzeit anhaltend angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa sehen wir in unserem Bestandsportfolio auch eine erhöhte Anzahl an gekündigten Verträgen und Insolvenzen. Dies führte zu einer Schadenquote (Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Verhältnis zum Vermietvolumen) im dritten Quartal 2024 von 1,5 Prozent (Q3 2023: 1,1 Prozent).

Die grenke AG überwacht die Entwicklung der Risikosituation in den einzelnen Ländern und die Auswirkungen auf einzelne Märkte sehr sorgfältig.

Darüber hinaus bergen der andauernde Krieg in der Ukraine und die Konflikte im Nahen Osten weiterhin makroökonomische Risiken. Der grenke Konzern ist weder in Russland noch in der Ukraine mit eigenen Niederlassungen vertreten und war und ist dort auch nicht finanziell engagiert. Auch im Hinblick auf den seit Oktober 2023 wieder aufgeflammten Konflikt im Nahen Osten besteht kein direktes Risiko für grenke, weil weder in Israel noch in den angrenzenden, vom Konflikt unmittelbar betroffenen Ländern und Regionen, eigene Niederlassungen bestehen.

Ein sich ausweitender Konflikt im Nahen Osten birgt aber die Gefahr eines Ölpreisanstiegs, der den Inflationsdruck sowie die Rezessionsgefahr verstärken könnte. Die Instabilität im Nahen Osten könnte weiterhin den internationalen Handel beeinträchtigen, wodurch die Gefahr von unterbrochenen Lieferketten und höheren Transportkosten bestehen könnte. Während die Marktreaktionen bisher begrenzt blieben, könnte eine weitere Eskalation zu einer höheren Volatilität und dadurch zu einer allgemein geringeren Liquidität an den Kapitalmärkten führen.

Für den grenke Konzern sieht der Vorstand weiterhin ausreichend Handlungsspielraum, um die Liquidität kurz-, mittel- und langfristig sicherzustellen. Basis dafür sind zum einen die aktuell hohe Liquiditätsausstattung sowie der unverändert gute und diverse Zugang zu den Refinanzierungsquellen. Darüber hinaus verfügt grenke prinzipiell immer über die Option, das Leasingneugeschäft - und damit den situativen Liquiditätsbedarf - über eine restriktivere Annahme von Leasinganfragen-margen optimiert zu steuern.

Die vergleichsweise hohe Volatilität an den Zins- und Währungsmärkten kann weiterhin temporär zu bilanzrelevanten Bewertungseffekten führen. Diese können sich zeitweilig insbesondere auf die Umrechnung von Fremdwährungspositionen, die Bewertung der Derivate oder die Bewertung von Geschäfts- und Firmenwerten auswirken. Gleichwohl sieht der Vorstand darin keine langfristige Beeinträchtigung der Profitabilität des Geschäftsmodells.

Hinsichtlich der künftigen Entwicklung des Konzerns und der Tochtergesellschaften sind besondere, über das normale Maß hinausgehende und mit dem Geschäft verbundene Risiken nicht zu erkennen. Für eine umfassendere Darstellung der Risiken vgl. Kapitel 5, Risikobericht, im Geschäftsbericht 2023.

4.2.2 Chancen

Leasing ist weiterhin weltweit ein Wachstumsmarkt. Die einfache und schnelle Verfügbarkeit von Investitionsmitteln sowie positive Effekte auf die Liquidität und Bilanzstrukturen gelten nach wie vor als Erfolgsfaktoren dieser Finanzierungsform. Das gilt insbesondere für kleinere Investitionen bis etwa 50 TEUR, also das Small-Ticket-Segment, auf das grenke spezialisiert ist.

Die bereits gelockerte Geldpolitik der EZB könnte sich begünstigend auf das künftige Investitionsverhalten und damit die Leasingnachfrage der KMU in den Ländern des Euroraums auswirken.

In allen unseren internationalen Märkten verfolgen wir eine Strategie des organischen Wachstums durch einen konsequenten Ausbau unserer Geschäftsbasis und unserer Marktanteile. Die Voraussetzungen dafür sind weiterhin gut, was durch die Wachstumsprognosen im Euroraum unterstrichen wird. Daher rechnen wir trotz der aktuell erhöhten Anzahl an zahlungsgestörten Verträgen und Insolvenzen, europaweit weiterhin mit einer stabilen Entwicklung der Nachfrage nach Small-Ticket-Leasing und unseres realisierten Neugeschäfts.

USA, Kanada und Australien zählen zu unseren künftigen Kernmärkten mit langfristig überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial. Die Erschließung dieser Märkte erfolgt weiterhin planmäßig. Nachdem wir in den USA bereits von Phoenix, Arizona aus seit 2019 aktiv sind, eröffneten wir im dritten Quartal dieses Jahres einen zweiten Standort, der sich in Chicago, Illinois, befindet.

Zusätzliche Chancen ergeben sich durch die kontinuierliche Erweiterung unseres Objektportfolios auf Basis der Entwicklung der Nachfrage auf Kundenseite. So profitieren wir von Megatrends wie der Medizintechnik oder der Robotik. Gleichzeitig ermöglichen wir KMU mit unseren Finanzierungsangeboten Investitionen in Zukunftstechnologien. Dazu zählen vermehrt auch Objekte aus dem Bereich Green Economy, siehe dazu Abschnitt 2.3.1. Mit der Emission unseres ersten Green Bonds im September 2023 haben wir eine umfangreiche Basis zur Refinanzierung von Objekten der Green Economy geschaffen. Aus dem Volumen von insgesamt 500 Mio. EUR des Green Bond haben wir bis zum 29. September 2024 bereits 350 Mio. EUR allokiert, vgl. dazu unseren Green Bond Report vom Oktober 2024. Mehr Details zu diesen und weiteren Wachstumspotenzialen finden sich im Abschnitt 6.1, Chancenbericht, im Geschäftsbericht 2023.

4.3 Unternehmensprognose

Die nachfolgenden Aussagen zur künftigen Geschäftsentwicklung des grenke Konzerns und zu den dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über die Entwicklung von Markt und Branche basieren auf den Einschätzungen, die der Vorstand nach den vorliegenden Informationen gegenwärtig als realistisch beurteilt. Diese sind jedoch generell mit Unsicherheiten behaftet und bergen das unvermeidbare Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten. Angesichts der geopolitischen Konflikte, den politischen Umwälzungen im In- und Ausland und der angespannten wirtschaftlichen Situation in Europa ist dieser Ausblick mit einem hohen Maß an Unsicherheit behaftet.

Der Vorstand hat im Januar 2024 beschlossen und bekanntgegeben, sich künftig auf das Leasinggeschäft zu fokussieren, und hat deshalb den Verkauf aller Factoringgesellschaften initiiert. Aus dem beabsichtigten Verkauf der Factoringgesellschaften erwartet der Vorstand kurzfristig keine nennenswerten Auswirkungen auf wesentliche KPIs des Konzerns. Seine Ressourcen und Investitionskraft wird grenke künftig voll auf die fortschreitende Digitalisierung und das weitere Wachstum im Leasing konzentrieren. Hierbei spielt das Bankgeschäft der grenke Bank AG eine unverändert wichtige Rolle, vor allen Dingen zur Sicherstellung der Refinanzierung über Einlagen.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet der Vorstand ein Leasingneugeschäft zwischen 3,0 und 3,2 Mrd. EUR. Dies entspricht verglichen mit dem Geschäftsjahr 2023 einem erwarteten Zuwachs zwischen 15 und 23 Prozent. Mittelfristig soll sich das Neugeschäftsvolumen mit zweistelligen Wachstumsraten von durchschnittlich ca. 12 Prozent entwickeln. Diese Annahme beruht auf dem großen Wachstumspotenzial der internationalen Leasingmärkte allgemein sowie dem langfristig erfolgreichen Geschäftsmodell mit KMU als Zielgruppe. Im Geschäftsjahr 2024 streben wir eine leichte Steigerung der DB2-Marge im Vergleich zum Vorjahr an (2023: 16,5 Prozent). Mittelfristig ist das Ziel, eine DB2-Marge von rund 17 Prozent zu erreichen. Hierfür sind insbesondere die Refinanzierungskosten und unsere Konditionierung der neu abgeschlossenen Leasingverträge ausschlaggebend, aber auch die durchschnittliche Ticketgröße. Im Geschäftsjahr 2024 wird erwartet, dass der Durchschnittswert pro Leasingvertrag unverändert etwa bei 10 TEUR liegt. Die Small-Ticket-Definition umfasst mittlerweile Investitionen von bis zu 50 TEUR, weil neue Technologien unter anderem in den Bereichen Medizin oder Robotics zu einer höheren Nachfrage von kleineren Objekten bis zu 50 TEUR führen. Die Fokussierung auf kleine Tickets bleibt weiterhin wesentlicher Teil unserer Strategie.

Der Vorstand erwartet, dass trotz des erhöhten Zinsniveaus die operativen Erträge des Leasingportfolios - bestehend aus der Summe des Zinsergebnisses nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge, des Ergebnisses aus dem Servicegeschäft, des Ergebnisses aus dem Neugeschäft sowie aus der Verwertung - im laufenden Geschäftsjahr 2024 gegenüber 2023 gesteigert werden können. Ursächlich für diese Einschätzung sind neben dem anhaltend starken Momentum im Leasingneugeschäft auch die konsequente Weitergabe der Refinanzierungskosten durch konditionelle Maßnahmen sowie das unverändert risikobewusste Pricing. Ein aktuell rezessionsbedingtes Ansteigen von Unternehmensinsolvenzen und die temporäre Verschlechterung der Zahlungsmoral sind durch die Bildung von Risikovorsorge der vergangenen und des aktuellen Quartals berücksichtigt. Insgesamt erwarten wir bei einer momentan verhältnismäßig hohen Zahl an Unternehmensinsolvenzen entsprechende Aufwendungen für die Risikovorsorge und eine Schadenquote von leicht unter 1,5 Prozent p.a. Gleichzeitig erwarten wir etwas höhere Personalkosten: Erstens, weil die Gehälter aufgrund des notwendigen Ausgleichs der hohen Inflation gestiegen sind. Zweitens werden wir unser Team punktuell weiter verstärken, um das gegenwärtige und künftige Wachstum realisieren zu können.

Aufgrund höherer Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge passte der Vorstand die Prognose für das Konzernergebnis am 29. Oktober 2024 an. Er erwartet nun im Geschäftsjahr 2024 ein Konzernergebnis zwischen 68 und 76 Mio. EUR (zuvor 95 bis 115 Mio. EUR). Ursache ist die kontinuierlich gestiegene Zahl von Insolvenzen vor allem in den Kernmärkten Frankreich, Spanien und Deutschland. Trotz der weiterhin planmäßigen Investition in das Digitalisierungsprogramm streben wir im Jahr 2024 eine Verbesserung der Cost-Income-Ratio (CIR) von unter 58 Prozent an, wenngleich die Sonderabschreibung für den Goodwill in Spanien hier als außerordentlicher Effekt zu berücksichtigen ist. In den Folgejahren soll sich die CIR durch Effizienzgewinne und zunehmenden Digitalisierungsgrad auf ein Niveau von unter 55 Prozent entwickeln. Langfristig streben wir durch unsere Neugeschäftsprofitabilität und das nachhaltige Wachstum sowie unser Digitalisierungsprogramm und eine ausgeprägte Kostendisziplin eine CIR von 50 Prozent an.

Auf Grundlage der erwarteten Entwicklung des Konzernergebnisses rechnet grenke - wie in den Vorjahren - mit einer bilanziellen Eigenkapitalquote von über 16 Prozent.

Verkürzter Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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TEUR Q3 2024 Q3 2023 Q1 - Q3 2024 Q1 - Q3 2023
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft* 147.819 119.848 420.234 341.916
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 54.994 33.386 150.909 87.421
Zinsergebnis 92.825 86.462 269.325 254.495
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 37.804 24.482 92.847 72.369
davon Wertminderungsaufwand 10.330 - 12.815 21.243 - 13.873
Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge 55.021 61.980 176.478 182.126
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 37.545 34.636 105.984 97.745
Ergebnis aus dem Neugeschäft 13.534 10.679 42.700 35.269
Verwertungsmehr-(+)/​minder(-)ergebnis 2.826 1.771 7.384 2.707
Operative Erträge insgesamt 108.926 109.066 332.546 317.847
Personalaufwand 49.164 43.220 144.074 128.488
Abschreibungen und Wertminderung 10.499 6.481 23.106 19.904
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 29.510 26.446 81.199 77.443
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.767 3.329 13.886 14.454
Sonstige betriebliche Erträge 1.952 3.340 5.999 7.774
Operatives Ergebnis 17.938 32.930 76.280 85.332
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen - 112 - 88 - 347 - 128
Aufwendungen/​Erträge aus der Marktbewertung - 2.060 - 3.356 - 4.834 - 2.674
Sonstige Zinserträge 8.209 7.209 24.302 16.228
Sonstige Zinsaufwendungen 8.356 6.147 22.206 16.434
Konzernergebnis vor Steuern 15.619 30.548 73.195 82.324
Ertragsteuern 3.611 6.558 16.213 17.935
Konzernergebnis 12.008 23.990 56.982 64.389
davon auf Stammaktionäre und Hybridkapitalgeber der grenke AG entfallendes Ergebnis 13.472 24.597 60.794 68.193
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis - 1.464 - 607 - 3.812 - 3.804
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert in EUR) 0,30 0,53 1,10 1,27
Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien 44.839.470 46.495.573 45.671.254 46.495.573

* Zinsen und ähnliche Erträge nach der Effektivzinsmethode berechnet für den Berichtszeitraum 7.472 TEUR (Vorjahr: 6.728 TEUR).

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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TEUR Q3 2024 Q3 2023 Q1 - Q3 2024 Q1 - Q3 2023
Konzernergebnis 12.008 23.990 56.982 64.389
Beträge, die ggf. in künftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden
Zu-/​Rückführung Hedging-Rücklage - 5.367 - 1.905 - 4.423 - 2.146
davon Ertragsteuereffekte 1.451 273 1.223 307
Veränderung der Währungsumrechnungsdifferenzen/​Effekte aus Hochinflation 1.850 424* 343 3.695
davon Ertragsteuereffekte 0 0 0 0
Beträge, die in künftigen Perioden nicht in die GuV umgegliedert werden
Zu-/​Rückführung Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 0 0 0 0
davon Ertragsteuereffekte 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis - 3.517 - 1.481* - 4.080 1.549
Gesamtergebnis 8.491 22.509* 52.902 65.938
davon auf Stammaktionäre und Hybridkapitalgeber der grenke AG entfallendes Gesamtergebnis 9.665 22.897* 56.242 69.519
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis - 1.174 - 388* - 3.340 - 3.581

* Werte angepasst

Konzern-Bilanz

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TEUR 30.09.2024 31.12.2023
Vermögenswerte
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel 1.243.772 697.202
Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 3.507 6.880
Leasingforderungen 2.307.162 2.076.719
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 127.366 135.734
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.077 7.214
Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände 22.658 19.702
Steuererstattungsansprüche 22.148 20.956
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 197.683 215.940
Summe kurzfristige Vermögenswerte 3.933.373 3.180.347
Langfristige Vermögenswerte
Leasingforderungen 3.922.942 3.623.135
Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 5.522 11.811
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 81.475 79.501
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 2.559 2.906
Sachanlagen 97.172 88.829
Nutzungsrechte 38.326 35.521
Geschäfts- oder Firmenwerte 30.036 34.373
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 9.852 12.172
Latente Steueransprüche 32.931 29.366
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.481 1.580
Summe langfristige Vermögenswerte 4.222.296 3.919.194
Summe Vermögenswerte 8.155.669 7.099.541

Konzern-Bilanz

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TEUR 30.09.2024 31.12.2023
Schulden und Eigenkapital
Schulden
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden 3.081.181 1.831.589
Leasingverbindlichkeiten 11.453 11.576
Derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert 7.709 5.235
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 51.549 41.680
Steuerschulden 7.340 7.480
Abgegrenzte Schulden 43.006 38.144
Sonstige kurzfristige Schulden 51.033 60.821
Abgegrenzte Mietraten 63.700 46.124
Summe kurzfristige Schulden 3.316.971 2.042.649
Langfristige Schulden
Finanzschulden 3.400.860 3.587.328
Leasingverbindlichkeiten 27.792 24.500
Derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert 19.281 17.081
Latente Steuerschulden 73.921 68.463
Pensionen 4.809 4.650
Summe langfristige Schulden 3.526.663 3.702.022
Eigenkapital
Grundkapital 46.496 46.496
Kapitalrücklage 298.019 298.019
Gewinnrücklagen 834.194 813.586
Eigene Anteile - 55.551 0
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals 6.325 10.877
Summe Eigenkapital der Aktionäre der grenke AG 1.129.483 1.168.978
Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile* 200.000 200.000
Nicht beherrschende Anteile - 17.448 - 14.108
Summe Eigenkapital 1.312.035 1.354.870
Summe Schulden und Eigenkapital 8.155.669 7.099.541

* Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.

Konzern-Kapitalflussrechnung

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TEUR Q1 - Q3 2024 Q1 - Q3 2023
Konzernergebnis 56.982 64.389
Im Konzernergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
+ Abschreibungen und Wertminderung 23.106 19.904
- /​ + Gewinne/​Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 14 - 19
- /​ + Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/​Aufwendungen 9.389 19.403
+ /​ - Zunahme /​ Abnahme abgegrenzter Schulden, Rückstellungen und Pensionen 5.021 - 4.205
= Zwischensumme 94.512 99.472
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Posten
+ /​ - Leasingforderungen - 530.250 - 248.676
+ /​ - Kreditforderungen 9.759 3.154
+ /​ - Factoringforderungen 980 - 2.145
+ /​ - Sonstige Vermögenswerte 10.092 60.090
+ /​ - Verbindlichkeiten aus Finanzschulden 1.062.992 664.414
+ /​ - Sonstige Schulden 22.331 29.801
+ Erhaltene Zinsen 24.302 16.228
- Gezahlte Zinsen - 22.206 - 16.434
- Ertragsteuerzahlungen - 15.051 - 10.901
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 657.461 595.003
- Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten - 5.617 - 4.475
- Auszahlungen aus der Akquisition von Tochterunternehmen - 3.569 - 14.609
- Auszahlungen für den Erwerb von assoziierten Unternehmen 0 - 3.121
+ Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 71 542
= Cashflow aus Investitionstätigkeit - 9.115 - 21.663
- Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten - 9.919 - 10.121
- Kuponzahlungen auf Hybridkapital - 14.989 - 12.946
- Auszahlungen für den Erwerb eigener Anteile - 55.551 0
- Dividendenzahlungen an grenke Aktionäre - 21.628 - 20.923
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 102.087 - 43.990
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode 1 696.930 448.605
+ Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 657.461 595.003
+ Cashflow aus Investitionstätigkeit - 9.115 - 21.663
+ Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 102.087 - 43.990
+ /​ - Veränderung aufgrund Währungsumrechnung 179 178
= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende der Periode 1 1.243.368 978.133

1 Abzüglich passiver Kontokorrentkonten in Höhe von 404 TEUR (Vorjahr: 1.898 TEUR).

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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TEUR Grundkapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen/​ Konzernergebnis Eigene Anteile Hedging Rücklage Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne/​ Verluste
Eigenkapital zum 01.01.2024 46.496 298.019 813.586 3.064 137
Konzernergebnis 50.296
Sonstiges Ergebnis - 4.423
Gesamtergebnis 50.296 - 4.423
Gezahlte Dividende - 21.628
Kuponzahlung für Hybridkapital
Steueranteil für Hybridkapital - 4.491
Transaktionen mit NCI - 3.569
Kauf eigener Anteile - 55.551
Eigenkapital zum 30.09.2024 46.496 298.019 834.194 - 55.551 - 1.359 137
Eigenkapital zum 01.01.2023 46.496 298.019 799.475 13.201 1.171
Konzernergebnis 59.125
Sonstiges Ergebnis - 2.146
Gesamtergebnis 59.125 - 2.146
Gezahlte Dividende - 20.923
Kuponzahlung für Hybridkapital
Steueranteil für Hybridkapital - 3.878
Transaktionen mit NCI - 38.267
Eigenkapital zum 30.09.2023 46.496 298.019 795.532 11.055 1.171
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TEUR Währungsumrechnung/​ Hochinflation Neubewertungsrücklage aus Eigenkapitalinstrumenten Summe Eigenkapital Aktionäre der grenke AG Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital
Eigenkapital zum 01.01.2024 10.901 - 3.225 1.168.978 200.000 - 14.108 1.354.870
Konzernergebnis 50.296 10.498 - 3.812 56.982
Sonstiges Ergebnis - 129 - 4.552 472 - 4.080
Gesamtergebnis - 129 45.744 10.498 - 3.340 52.902
Gezahlte Dividende - 21.628 - 21.628
Kuponzahlung für Hybridkapital - 14.989 - 14.989
Steueranteil für Hybridkapital - 4.491 4.491
Transaktionen mit NCI - 3.569 - 3.569
Kauf eigener Anteile - 55.551 - 55.551
Eigenkapital zum 30.09.2024 10.772 - 3.225 1.129.483 200.000 - 17.448 1.312.035
Eigenkapital zum 01.01.2023 6.165 - 3.225 1.161.302 200.000 - 29.135 1.332.167
Konzernergebnis 59.125 9.068 - 3.804 64.389
Sonstiges Ergebnis 3.472 1.326 223 1.549
Gesamtergebnis 3.472 60.451 9.068 - 3.581 65.938
Gezahlte Dividende - 20.923 - 20.923
Kuponzahlung für Hybridkapital - 12.946 - 12.946
Steueranteil für Hybridkapital - 3.878 3.878
Transaktionen mit NCI - 38.267 21.192 - 17.075
Eigenkapital zum 30.09.2023 9.637 - 3.225 1.158.685 200.000 - 11.524 1.347.161

Anhang
des verkürzten Konzernzwischenabschlusses

1. Allgemeine Angaben

Die grenke AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Baden-Baden, Neuer Markt 2, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer 201836 eingetragen. Gegenstand des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der grenke AG (im Folgenden als "Konzernzwischenabschluss" bezeichnet) zum 30. September 2024 sind die grenke AG sowie ihre Tochterunternehmen und konsolidierten strukturierten Unternehmen (im Folgenden als " grenke Konzern" bezeichnet). Dieser Konzernzwischenabschluss ist in Übereinstimmung mit den für die Zwischenberichterstattung anzuwendenden IFRS (IAS 34), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht und durch die Europäische Union (EU) in europäisches Recht übernommen wurden, aufgestellt worden. Er ist in Zusammenhang mit dem IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 zu lesen. Es erfolgte eine prüferische Durchsicht im Sinne von § 115 WpHG des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts zum 30. September 2024.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, die im Konzernzwischenabschluss angewendet wurden, entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Ausnahmen hiervon betreffen Änderungen, die sich durch die verpflichtende Anwendung neuer Rechnungslegungsstandards ergeben haben, welche in den nachfolgenden Abschnitten erläutert werden. Von der vorzeitigen Anwendung von geänderten Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2025 oder später verpflichtend umzusetzen sind, wurde abgesehen. Die grenke AG wird diese Standards zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umsetzen und erwartet daraus keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung.

Für diesen Zwischenabschluss gelten die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023, auf den wir an dieser Stelle verweisen. Zudem ergänzen wir die nachfolgenden Sachverhalte.

2.1 Erstmals anzuwendende, überarbeitete und neue Rechnungslegungsstandards

Im Geschäftsjahr 2024 wurden im grenke Konzern alle neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen berücksichtigt, die erstmals verbindlich seit dem 1. Januar 2024 anzuwenden waren und bereits in europäisches Recht übernommen wurden (Endorsement), sofern diese für den grenke Konzern relevant waren.

Alle nachfolgenden neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen haben keinen oder nur unwesentlichen Einfluss auf die Bilanzierung und Berichterstattung im Konzernabschluss der grenke AG. Für weiterführende Erläuterungen verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2023.

Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" zur Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig und Klassifizierung von langfristigen Schulden mit Nebenbedingung

Im Januar 2020 wurden die Änderungen an IAS 1 zur Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig veröffentlicht. Gegenstand der Änderungen an IAS 1 ist die Klarstellung, dass im Rahmen der Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig auf bestehende Rechte des Unternehmens zum Abschlussstichtag abzustellen ist.

Der IASB veröffentlichte im Oktober 2022 Änderungen an IAS 1 zur Klassifizierung langfristiger Schulden mit Nebenbedingungen. Gegenstand der Änderung an IAS 1 ist die Klarstellung, dass Nebenbedingungen, die vor oder am Bilanzstichtag einzuhalten sind, Auswirkungen auf die Klassifizierung als kurz- oder langfristig haben können. Keinen Einfluss auf die Klassifizierung als kurz- oder langfristig haben hingegen Nebenbedingungen, die lediglich nach dem Bilanzstichtag einzuhalten sind.

Änderungen an IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zur Bilanzierung von Leasingverbindlichkeiten aus Sale-and-Leaseback-Transaktionen

Die Änderungen an IFRS 16 dienen der Klarstellung hinsichtlich der Folgebewertung einer Leasingverbindlichkeit im Fall einer Sale-and-Leaseback-Transaktion. Gemäß den Änderungen an IFRS 16 ist die Leasingverbindlichkeit so zu bewerten, dass bei der Folgebewertung kein Gewinn oder Verlust realisiert wird, soweit dieser das zurückbehaltene Nutzungsrecht betrifft.

Änderungen an IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" zu Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen

Gegenstand der Änderungen sind zusätzliche Anhangangaben im Zusammenhang mit Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen, zu denen insbesondere Reverse-Factoring-Vereinbarungen zählen. Die Änderungen ergänzen die Anforderungen, die bereits in den IFRS enthalten sind und verpflichten Unternehmen im Hinblick auf Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen zur Offenlegung von Konditionen und Bedingungen, Nennung der Bilanzposten und der Buchwerte zu Beginn und zum Ende der Berichtsperiode, Bandbreiten von Zahlungsfristen und Risikokonzentrationen.

2.2 Bereits veröffentlichte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen - noch nicht umgesetzt

Vom IASB wurden folgende neue und geänderte Standards oder Interpretationen veröffentlicht, die erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden sind. Verschiedene Standards davon haben die Anerkennung in europäisches Recht ("Endorsement") der EU bereits durchlaufen. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung wird von diesen Standards ausdrücklich zugelassen. Die grenke AG macht von diesem Wahlrecht grundsätzlich keinen Gebrauch. Diese Standards werden zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umgesetzt.

Voraussichtlich werden die nachfolgenden Änderungen keinen wesentlichen Einfluss auf die Berichterstattung im Konzernabschluss der grenke AG haben, sofern nicht explizit genannt.

Änderungen an IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" zur Bilanzierung bei einem Mangel an Umtauschbarkeit

Gegenstand der Änderungen an IAS 21 sind detaillierte Regelungen, nach denen zu bestimmen ist, ob eine Währung gegen eine andere umtauschbar ist und wie Wechselkurse zu bestimmen sind, wenn die Umtauschbarkeit nicht gegeben ist. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2025 beginnen. Für Unternehmen, die nach den in der EU anzuwendenden IFRS bilanzieren, gelten die Regelungen nach der Übernahme in europäisches Recht. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus.

Änderungen an IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" zur Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten

Die Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7 betreffen die Ausbuchung von elektronisch übertragenen finanziellen Verbindlichkeiten, die Anwendung des Zahlungsstromkriteriums für Zwecke der Kategorisierung von Finanzinstrumenten in verschiedenen Konstellationen sowie zusätzliche Anhangangaben nach IFRS 7.

Hinsichtlich finanzieller Verbindlichkeiten, die über einen elektronischen Zahlungsweg getilgt wurden, wird Unternehmen zukünftig ein Wahlrecht bezüglich des Ausbuchungszeitpunkts eingeräumt. Das Wahlrecht ermöglicht die Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit bei Nutzung eines elektronischen Zahlungsverkehrssystems bereits vor dem Erfüllungstag. Im Hinblick auf die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte mit dem Zahlungsstromkriterium, insbesondere bei Vorliegen von bestimmten Vertragsbedingungen (z.B. ESG-bezogenen Bedingungen), die den Zeitpunkt oder die Höhe der vertraglichen Zahlungsströme ändern, werden Anpassungen an den Abgrenzungskriterien des IFRS 9 vorgenommen. Darüber hinaus enthalten die Änderungen Neuerungen zur Klassifizierung nicht rückgriffsberechtigter Vermögenswerte und vertraglich geknüpfter Instrumente. Bei den Anhangangaben nach IFRS 7 erfolgen unter anderem Ergänzungen hinsichtlich der Berichterstattung über Eigenkapitalinstrumente, die als "at Fair Value through Other Comprehensive Income" (FVtOCI) klassifiziert wurden. Zum anderen werden Angaben zu Finanzinstrumenten mit Zahlungsströmen, deren Höhe oder Zeitpunkt vom Eintreten oder Nichteintreten eines bedingten Ereignisses abhängt, eingeführt.

Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2026 beginnen. Für Unternehmen, die nach den in der EU anzuwendenden IFRS bilanzieren, gelten die Regelungen nach der Übernahme in europäisches Recht. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus. grenke überprüft zurzeit den voraussichtlichen Einfluss der Anforderungen auf den Konzernabschluss.

IFRS 18 "Darstellung und Angaben im Abschluss"

Der IASB hat am 9. April 2024 IFRS 18 "Darstellung und Angaben im Abschluss" veröffentlicht. Mit dem neuen Standard sollen Investoren transparentere und vergleichbarere Informationen über die finanzielle Leistungsfähigkeit von Unternehmen erhalten, um eine bessere Entscheidungsgrundlage zu schaffen. Der neue Standard IFRS 18 ersetzt den bisherigen Standard IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und enthält Anforderungen an die Darstellung und Offenlegung von Informationen in Abschlüssen.

Die wesentlichen Änderungen infolge der Einführung von IFRS 18 sind nachfolgend kurz dargestellt. Im Hinblick auf die Gewinn- und Verlustrechnung werden drei neue Kategorien (betrieblich, investiv und Finanzierung) mit entsprechenden Zuordnungsregeln eingeführt. Daneben verlangt IFRS 18 in der Gewinn- und Verlustrechnung die Darstellung bestimmter Summen und Zwischensummen. Darüber hinaus hat der Anhang zukünftig Informationen zu vom Management definierten, öffentlich kommunizierten Leistungskennzahlen (sog. "Management-defined Performance Measures" (MPMs)), einschließlich einer Überleitung auf die nächstgelegenen vergleichbaren IFRS-Zwischensummen, zu enthalten. Darüber hinaus werden zusätzliche Grundsätze zur Aggregation und Disaggregation von Posten eingeführt. Begrenzte Änderungen betreffen ebenso IAS 7 "Kapitalflussrechnung", indem etwa die bisherigen Zuordnungswahlrechte bei erhaltenen und gezahlten Dividenden und Zinsen abgeschafft werden.

Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2027 beginnen. Für Unternehmen, die nach den in der EU anzuwendenden IFRS bilanzieren, gelten die Regelungen nach der Übernahme in europäisches Recht. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus. grenke überprüft zurzeit den voraussichtlichen Einfluss der Anforderungen auf den Konzernabschluss.

IFRS 19 "Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben"

Der IASB hat am 9. Mai 2024 den neuen Standard IFRS 19 "Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben" veröffentlicht. Der neue Standard erlaubt bestimmten Tochterunternehmen, insbesondere solchen, die keine Finanzinstitute und nicht kapitalmarktorientiert sind, die IFRS-Rechnungslegungsstandards mit reduzierten Anhangangaben anzuwenden. Die Anwendung von IFRS 19 durch ein Tochterunternehmen setzt voraus, dass das Tochterunternehmen keiner öffentlichen Rechenschaftspflicht unterliegt und sein Mutterunternehmen einen IFRS-Konzernabschluss erstellt. Die Erleichterungen beziehen sich lediglich auf die Anhangangaben. Die Vorschriften zum Ansatz, Bewertung und Ausweis der anderen IFRS-Standards finden weiterhin Anwendung.

Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2027 beginnen. Für Unternehmen, die nach den in der EU anzuwendenden IFRS bilanzieren, gelten die Regelungen nach der Übernahme in europäisches Recht. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus.

Jährliche Änderungen der IFRS

Am 18. Juli 2024 hat der IASB im Rahmen des Projekts "Improvements to IFRS" mehrere Änderungen an bestehenden IFRS-Standards veröffentlicht. Diese beinhalten Anpassungen in der Terminologie und redaktionelle Korrekturen. Die Änderungen betreffen IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards", IFRS 7 "Angaben zu Finanzinstrumenten" sowie die Umsetzungshinweise für IFRS 7, IFRS 9 "Finanzinstrumente", IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und IAS 7 "Kapitalflussrechnungen".

Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2026 beginnen. Für Unternehmen, die nach den in der EU anzuwendenden IFRS bilanzieren, gelten die Regelungen nach der Übernahme in europäisches Recht. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus. Derzeit prüft der Konzern, welchen Einfluss diese Änderungen auf den Konzernabschluss haben werden.

3. Verwendung von Annahmen und Schätzungen

Bei der Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.

Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst und erfolgen in den nachfolgend dargestellten Bereichen.

Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte

Die Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte beruht auf Annahmen und Schätzungen zum Ausfallrisiko und zu den erwarteten Verlustraten. Der Konzern übt bei der Festlegung dieser Annahmen und der Auswahl der Inputfaktoren für die Berechnung der Wertminderung Ermessen aus, basierend auf Erfahrungen des Konzerns aus der Vergangenheit, bestehen den Marktbedingungen sowie zukunftsgerichteten Schätzungen zum Ende jeder Berichtsperiode. Entsprechend den Verlautbarungen von verschiedenen Regulatoren (ESMA, EBA) wird eine Beurteilung der Modellierung der IFRS 9 Wertberichtigung und der Schätzung der erwarteten Kreditverluste (ECL) vorgenommen. Das ECL-Modell wird inklusive der Inputparameter und der Teilmodelle anlassbezogen und mindestens einmal jährlich validiert und gegebenenfalls aktualisiert.

Zur Ermittlung der Risikovorsorge gemäß IFRS 9 werden erwartete Kreditausfälle verschiedener makroökonomischer Szenarien gewichtet. Der grenke Konzern berechnet hierfür ein negatives, ein positives sowie ein Basisszenario. Die unterstellten Entwicklungen des Bruttoinlandsprodukts sind je Szenario folgender Tabelle zu entnehmen:

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Bruttoinlandsprodukt 01.10.2024 - 31.12.2024 01.01.2025 - 31.12.2025
negativ Basis positiv negativ Basis positiv
Euroraum - 6,3 % 0,7 % 2,5 % 0,7 % 1,3 % 2,5 %
Deutschland - 3,8 % 0,2 % 2,2 % 0,2 % 1,3 % 2,2 %
Frankreich - 7,5 % 0,7 % 2,3 % 0,7 % 1,4 % 2,3 %
Italien - 9,0 % 0,7 % 1,8 % 0,7 % 0,7 % 1,8 %
Spanien - 11,2 % 1,9 % 3,6 % 1,9 % 2,1 % 3,6 %
Vereinigtes Königreich - 10,4 % 0,5 % 2,7 % 0,5 % 1,5 % 2,7 %
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Bruttoinlandsprodukt 01.01.2026 - 31.12.2026
negativ Basis positiv
Euroraum 1,3 % 1,4 % 2,5 %
Deutschland 1,3 % 1,5 % 2,2 %
Frankreich 1,4 % 1,6 % 2,3 %
Italien 0,7 % 0,2 % 1,8 %
Spanien 2,1 % 1,8 % 3,6 %
Vereinigtes Königreich 1,5 % 1,7 % 2,7 %

Die Höhe der Risikovorsorge der laufenden Leasingforderungen je Szenario ist in folgender Tabelle aufgeführt:

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Szenarien zum 30. September 2024
TEUR negativ Basis positiv
Risikovorsorge 139.531 124.638 119.706
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Szenarien zum 31. Dezember 2023
TEUR negativ Basis positiv
Risikovorsorge 147.476 124.364 104.158

Basisszenario: Eine stabile geopolitische Lage und moderate Handelsbeziehungen fördern eine vorsichtige wirtschaftliche Erholung. Die Inflation bleibt unter Kontrolle, was eine vorsichtige geldpolitische Haltung der Zentralbanken ermöglicht. Die Arbeitslosenquote sinkt langsam durch Unterstützung von Arbeitsmarkt- und Umschulungsprogrammen. Das wirtschaftliche Wachstum setzt sich fort, jedoch ohne explosive Wachstumsraten, getragen durch moderate Investitionen in Infrastruktur und neue Technologien. Die Inflation stabilisiert sich im Zielbereich der EZB (im Euroraum), und die Fiskalpolitik bleibt moderat expansiv, um das Wachstum zu unterstützen. Die Arbeitslosigkeit geht allmählich zurück, unterstützt durch strukturelle Reformen und gezielte Programme zur Förderung der Beschäftigung.

Negatives Szenario: Anhaltende geopolitische Unsicherheiten und Handelskonflikte mindern das Vertrauen von Verbrauchern und Unternehmen, was zu geringerer wirtschaftlicher Aktivität führt. Die anhaltende hohe Inflation, verursacht durch Lieferkettenprobleme und gestiegene Produktionskosten, zwingt die Zentralbanken zu restriktiven geldpolitischen Maßnahmen. Diese Maßnahmen wirken sich negativ auf Investitionen in Schlüsselindustrien und Infrastrukturprojekte aus, was die langfristigen Wachstumsperspektiven weiter verschlechtert. Die Arbeitslosenquote steigt, da Unternehmen Kosten senken und Arbeitsplätze abbauen, was zu einer Verschärfung der wirtschaftlichen Schwäche führt.

Positives Szenario: Stabile geopolitische Lage und verbesserte Handelsbeziehungen stärken das Vertrauen der Verbraucher und Unternehmen, was zu robustem Wirtschaftswachstum führt. Moderate Inflation ermöglicht eine unterstützende Geldpolitik der Zentralbanken, die das Wirtschaftswachstum fördert. Die Arbeitslosigkeit sinkt, unterstützt durch gezielte Arbeitsmarktprogramme und steigende Investitionen in Bildung und Umschulung. Nachhaltiges Wachstum wird durch Investitionen in grüne Technologien und Digitalisierung gefördert, was die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit steigert. Langfristiges Wirtschaftswachstum wird durch technologische Innovationen und ökologische Transformation unterstützt, während robuste Arbeitsmärkte und stabile soziale Sicherungssysteme die langfristige wirtschaftliche Stabilität sichern.

In sämtlichen Szenarien werden verschiedene Mindestausfallraten (Floors) berücksichtigt.

Die Eintrittswahrscheinlichkeiten der Makroszenarien werden länderspezifisch ermittelt, um die unterschiedlichen wirtschaftlichen sowie politischen Begebenheiten des jeweiligen Landes zu würdigen. Diese Szenariogewichte werden zum einen aus öffentlichen Daten der EZB abgeleitet. Diese stellt durch eine Umfrage unter verschiedenen Analysten eine Wahrscheinlichkeitsverteilung für das BIP der Jahre 2024 bis 2026 auf. Aus diesen Wahrscheinlichkeitsverteilungen können Eintrittswahrscheinlichkeiten für einzelne Szenarien berechnet werden. Zum anderen werden zur länderspezifischen Bestimmung der Eintrittswahrscheinlichkeiten die öffentlich zugänglichen BIP-Erwartungen sowie die historischen BIP-Betrachtungen des IWF herangezogen.

Zum 30. September 2024 sind die Szenarien in den Kernmärkten des grenke Konzerns wie folgt gewichtet:

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Szenariogewichtung 01.10.2024 - 31.12.2024 01.01.2025 - 31.12.2025
negativ Basis positiv negativ Basis positiv
Deutschland 40,0 % 59,2 % 0,8 % 9,6 % 78,7 % 11,7 %
Frankreich 16,5 % 81,7 % 1,8 % 8,7 % 79,5 % 11,8 %
Italien 17,3 % 78,3 % 4,4 % 17,5 % 75,3 % 7,2 %
Spanien 1,3 % 97,4 % 1,3 % 4,4 % 92,2 % 3,4 %
Vereinigtes Königreich 23,1 % 76,3 % 0,6 % 8,0 % 85,2 % 6,8 %
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Szenariogewichtung 01.01.2026 - 31.12.2026
negativ Basis positiv
Deutschland 8,2 % 77,6 % 14,2 %
Frankreich 7,3 % 78,4 % 14,3 %
Italien 41,3 % 56,0 % 2,7 %
Spanien 5,4 % 92,5 % 2,1 %
Vereinigtes Königreich 6,1 % 84,4 % 9,5 %

Aufgrund der erhöhten wirtschaftlichen Unsicherheit wurden zusätzlich diverse Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Bei diesen Sensitivitätsanalysen wurden die Auswirkungen auf die Risikovorsorge durch Verschiebung verschiedener Inputparameter analysiert. Konkret wurde die Ausfallwahrscheinlichkeit (PD) mit dem Faktor 1,15 multipliziert und damit um 15 Prozent nach oben bzw. unten verschoben. Bei einer um 15 Prozent erhöhten PD ergäbe sich eine 15.104 TEUR höhere Risikovorsorge. Bei einer um 15 Prozent verringerten PD ergäbe sich eine 14.731 TEUR geringere Risikovorsorge. Zusätzlich wurde das Makroszenario um 20 Prozent nach oben bzw. unten verschoben. Bei einem um 20 Prozent verbesserten Makroszenario ergäbe sich eine 465 TEUR niedrigere Risikovorsorge. Bei einem um 20 Prozent verschlechterten Makroszenario ergäbe sich eine 442 TEUR höhere Risikovorsorge.

Zusätzlich zu der im Modell nach IFRS 9 berechneten Risikovorsorge wurden Management Adjustments auf zukünftige schwer kalkulierbare bzw. neuartige Risiken (sog. Novel Risks) gebildet.

Diese Adjustments decken unter anderem geopolitische Risiken sowie zusätzliche Unsicherheiten durch Rezession, Liefer- und Energieengpässe und Inflation ab. Zum Stichtag betrugen diese zusätzlichen Management Adjustments insgesamt 18.831 TEUR. Diese beinhalten ein In-Model Adjustment in Höhe von 4.463 TEUR, welches die erhöhte wirtschaftliche Unsicherheit über die Erhöhung von PD-Faktoren abbildet. Für die laufenden Leasingforderungen wurden im Normalszenario entsprechend wirtschaftlicher Unsicherheiten die PD-Faktoren erhöht. Darüber hinaus wurde ein Post-Model Adjustment in Höhe von 14.368 TEUR gebildet, welches auch in der Stufenzuordnung nach IFRS9 berücksichtigt ist. Dieses wird zur Abdeckung schwer kalkulierbarer Risiken auf Basis einer zusätzlichen Sensitivitätsanalyse ermittelt. Dabei wurden die Stabilität der Lieferketten und die Kritikalität der Energieintensität landesgruppenspezifisch zu einer Brancheneinschätzung aggregiert und bewertet. Aufgrund der Tatsache, dass sich Risiken für gebildete Adjustments bereits teilweise im IFRS 9 Modell realisiert haben und insbesondere die Auswirkungen der geopolitischen Risiken im Rahmen der Auseinandersetzungen in der Ukraine und im Nahen Osten überschätzt wurden, konnten die Management Adjustments entsprechend neuer Erkenntnisse im Vergleich zum Vorjahr 31. Dezember 2023 reduziert werden. Die erforderlichen Adjustments werden laufend überprüft und soweit notwendig entsprechend aktualisiert.

Berücksichtigung kalkulierter Restwerte am Ende der Vertragslaufzeit im Rahmen der Ermittlung des Barwerts von Leasingforderungen

Nicht garantierte (kalkulierte) Restwerte werden im Rahmen der Ermittlung des Barwerts der Leasingforderungen gemäß der Definition des IFRS 16 berücksichtigt. Die kalkulierten Restwerte am Ende der Vertragslaufzeit ermitteln sich in Abhängigkeit von der Laufzeitgruppe des jeweiligen Leasingvertrags und beinhalten das erwartete Nachgeschäft am Ende der Laufzeit, basierend auf historischen Erfahrungswerten. Für Zugänge seit dem 1. Januar 2024 betragen sie zwischen 1 und 30 Prozent der Anschaffungskosten (Vorjahr: seit dem 1. Januar 2023 zwischen 1 und 25 Prozent). Die kalkulierten Restwerte werden dabei anhand statistischer Auswertungen im Rahmen einer bestmöglichen Schätzung angesetzt. Im Fall eines Absinkens der tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend aus Verwertung und sogenannter Nachmiete) erzielbaren Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg unberücksichtigt bleibt.

Annahmen im Rahmen des Werthaltigkeitstests bei der Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte

Die der Discounted-Cashflow-Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte zugrundeliegenden Cashflows basieren auf den aktuellsten Geschäftsplänen und internen Planungen. In diesem Zusammenhang werden Annahmen über die künftigen Ertrags- und Aufwandsentwicklungen getroffen. Dabei werden künftige Wachstumsraten der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis bisheriger Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte Ertrags- und Aufwandsverläufe unter Berücksichtigung aktueller und zu erwartender Marktentwicklungen in die Zukunft projiziert. Die ermittelten Planungen reflektieren die bestmöglichen Einschätzungen zur weiteren Entwicklung der makroökonomischen Rahmenbedingungen sowie der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die hierbei getroffenen Einschätzungen sowie die zugrundeliegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die ermittelten Werte haben.

Aufgrund des aktuellen politischen und ökonomischen Gesamtumfelds sind die Schätzungen hinsichtlich der weiteren Neugeschäfts- und Renditeentwicklungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten weiterhin mit zusätzlichen Unsicherheiten verbunden. Sollten wesentliche Annahmen von den tatsächlichen Größen abweichen, könnte dies in der Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen führen.

Die zur Diskontierung der Zahlungsströme zu verwendenden Abzinsungssätze stiegen im Vergleich zum Wertminderungstest des Vorjahres nicht weiter an. So lag der risikolose Zinssatz mit 2,5 Prozent zum 30. September 2024 weiterhin unterhalb des Zinsniveaus von 3,0 Prozent, das im Rahmen des letzten planmäßigen Wertminderungstests zum 1. Oktober 2023 anzusetzen war. Sollten die Abzinsungssätze jedoch erneut stark steigen, könnte dies zu erfolgswirksamen Wertminderungen in künftigen Berichtsperioden führen.

Der grenke Konzern hat zum Stichtag untersucht, ob ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte vorliegen könnte. Zum Stichtag bestand, unter Berücksichtigung der Veränderung wesentlicher Bewertungsparameter sowie der wirtschaftlichen Entwicklungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, Wertminderungsbedarf für den Geschäfts- oder Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Spanien. Hinsichtlich der bilanziellen Auswirkungen zum Stichtag verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Tz. 11 "Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwerten".

Ansatz von Leasinggegenständen in Verwertung zu kalkulierten Restwerten

Die Bewertung der Leasinggegenstände in Verwertung erfolgt auf Basis der Verwertungserlöse, die über das vergangene Geschäftsjahr im Durchschnitt je Altersklasse in Bezug auf die ursprünglichen Anschaffungskosten erzielt werden konnten. Leasinggegenstände in der Verwertung werden in Abhängigkeit von ihrer tatsächlichen Verwertbarkeit mit den aus der Vergangenheit ermittelten Restwerten bewertet. Die angesetzten Restwerte betragen zum Stichtag zwischen 2,6 und 13,5 Prozent (Vorjahr: zwischen 2,5 und 14,7 Prozent) der ursprünglichen Anschaffungskosten. Sofern eine Verwertung aufgrund des Zustands des entsprechenden Gegenstandes unrealistisch erscheint, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben.

Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten

Die beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten, die nicht mithilfe von Daten aus aktiven Märkten unmittelbar abgeleitet werden können, werden unter der Verwendung von Bewertungsverfahren bestimmt. Die Inputparameter dieser Modelle stützen sich, soweit möglich, auf beobachtbare Marktdaten. Ist dies nicht möglich, stellt die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte in gewissem Maß eine Ermessensentscheidung dar. Die Ermessensentscheidungen betreffen Inputparameter wie Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko und Volatilität. Änderungen der Annahmen bezüglich dieser Inputparameter können sich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert der Finanzinstrumente auswirken. Sind beobachtbare Preise und Parameter verfügbar, werden sie für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes genutzt, ohne dass Einschätzungen im großen Umfang erforderlich wären.

Ansatz und Bewertung latenter Steuern auf Verlustvorträge

Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maß erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintritts und der Höhe des zukünftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.

Ansatz und Bewertung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden

Aufgrund der Komplexität der Steuergesetzgebung ergeben sich möglicherweise unterschiedliche Auslegungen und Interpretationen von Steuergesetzen durch den Steuerpflichtigen und die lokale Finanzbehörde. Dadurch kann es zu nachträglichen Steuerzahlungen für vergangene Geschäftsjahre kommen. Für den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte Beträge wahrscheinlich nicht realisiert werden können (unsichere Steuerpositionen), werden Steuerrückstellungen gebildet. Der Betrag ermittelt sich aus der besten Schätzung der erwarteten Steuerzahlung. Steuerforderungen aus unsicheren Steuerpositionen werden dann bilanziert, wenn es wahrscheinlich und damit hinreichend gesichert ist, dass sie realisiert werden können. Die Annahmen, in welcher Höhe unsichere Steuerpositionen angesetzt werden, basieren auf der Einschätzung der Unternehmensleitung.

Wir verweisen hierzu auf die geschilderten Bilanzierungsmethoden im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023.

4. Leasingforderungen

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Leasingforderungen:

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TEUR 30.09.2024 31.12.2023
Entwicklung der Leasingforderungen aus laufenden Verträgen (performende Leasingforderungen)
Forderungen zu Periodenbeginn 5.714.698 5.285.022
+ Veränderung in der Periode 491.460 429.676
Leasingforderungen (kurz- und langfristig) aus laufenden Verträgen zum Periodenende 6.206.158 5.714.698
Entwicklung der Leasingforderungen aus gekündigten/​rückständigen Verträgen (nicht performende Leasingforderungen)
Bruttoforderungen zu Periodenbeginn 461.962 443.506
+ Zugänge Bruttoforderungen in der Periode 127.454 115.361
- Abgänge Bruttoforderungen in der Periode 68.034 96.905
Bruttoforderungen zum Periodenende 521.382 461.962
Summe Bruttoforderungen gekündigt und laufend 6.727.540 6.176.660
Wertminderungen zu Periodenbeginn 476.806 484.584
+ Veränderung kumulierte Wertminderungen in der Periode 20.630 - 7.778
Wertminderungen zu Periodenende 497.436 476.806
Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zu Periodenbeginn 5.699.854 5.243.944
Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zum Periodenende 6.230.104 5.699.854

Die folgende Übersicht zeigt die Brutto-Leasingforderungen und die hierauf gebildete Wertberichtigung pro IFRS 9 Wertberichtigungsstufe. Der grenke Konzern verfügt über keine als POCI (Purchased or Originated Credit Impaired) klassifizierten Finanzinstrumente im Sinne des IFRS 9:

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30.09.2024 31.12.2023
TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Summe
Bruttoforderungen
Deutschland 1.219.364 57.511 36.763 1.313.638 1.248.638
Frankreich 1.241.715 82.909 150.097 1.474.721 1.355.908
Italien 730.146 50.244 143.649 924.039 900.684
Sonstige Länder 2.483.224 185.949 345.969 3.015.142 2.671.430
Summe Bruttoforderungen 5.674.449 376.613 676.478 6.727.540 6.176.660
Wertberichtigung 68.551 33.672 395.213 497.436 476.806
Buchwert 5.605.898 342.941 281.265 6.230.104 5.699.854

Die Brutto-Leasingforderungen sind aufgrund des Neugeschäftswachstums im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um 8,9 Prozent gestiegen. Darüber hinaus haben sich die Wertberichtigungen um 4,3 Prozent erhöht. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen höhere Wertberichtigungen in Stufe 3.

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30.09.2024 31.12.2023
TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Summe
Bruttoforderungen zum 01.01.2024 5.222.096 367.149 587.415 6.176.660 5.728.528
Neu ausgereichte oder erworbene finanzielle Vermögenswerte* 2.026.266 83.768 66.152 2.176.186 2.488.072
Umbuchungen
zu Stufe 1 67.949 - 54.330 - 13.619 0 0
zu Stufe 2 - 136.978 175.755 - 38.777 0 0
zu Stufe 3 - 142.092 - 73.101 215.193 0 0
Änderung der Risikovorsorge durch Stufenänderung - 23.264 - 47.648 - 29.307 - 100.219 - 124.783
Einvernehmliche Vertragsauflösung oder Zahlungen für finanzielle Vermögenswerte (ohne Ausbuchungen) - 1.786.938 - 106.589 - 43.784 - 1.937.311 - 2.200.443
Änderungen der vertraglichen Zahlungsströme infolge von Modifikation (keine Ausbuchung) 0 0 0 0 0
Änderung durch Veränderung Bearbeitungsklasse bei Schadensfällen 0 0 - 7.290 - 7.290 - 12.950
Änderungen der Modelle/​Risikoparameter für ECL-Berechnung 0 - 3
Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte - 1.614 - 1.070 - 70.038 - 72.722 - 97.265
Währungsumrechnungs- und sonstige Differenzen - 10.603 1.457 - 3.272 - 12.418 4.505
Aufzinsung 459.627 31.222 13.805 504.654 390.999
Bruttoforderungen zum 30.09.2024 5.674.449 376.613 676.478 6.727.540 6.176.660

* Die in Stufe 2 und 3 angegebenen Werte betreffen im Geschäftsjahr neu ausgereichte Leasingforderungen, die zum Zugangszeitpunkt der Stufe 1 zugeordnet waren, aber im Lauf des Geschäftsjahres einer anderen Stufe zugeteilt wurden.

Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen und langfristigen Leasingforderungen:

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30.09.2024 31.12.2023
TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Summe
Anfangsbestand Wertberichtigung 70.565 44.789 361.452 476.806 484.584
Neu ausgereichte oder erworbene finanzielle Vermögenswerte* 24.545 10.902 22.316 57.763 71.470
Umbuchungen
zu Stufe 1 6.100 - 4.406 - 1.694 0 0
zu Stufe 2 - 2.546 10.822 - 8.276 0 0
zu Stufe 3 - 2.750 - 11.685 14.435 0 0
Änderung der Risikovorsorge durch Stufenänderung - 5.108 375 66.937 62.204 61.077
Einvernehmliche Vertragsauflösung oder Zahlungen für finanzielle Vermögenswerte (ohne Ausbuchungen) - 27.162 - 12.380 - 16.504 - 56.046 - 64.991
Änderungen der vertraglichen Zahlungsströme infolge von Modifikation (keine Ausbuchung) 0 0 0 0 0
Änderung durch Veränderung Bearbeitungsklasse bei Schadensfällen 0 0 24.814 24.814 1.542
Änderungen der Modelle/​Risikoparameter für ECL-Berechnung - 408 - 7.857 - 10.382 - 18.647 - 12.717
Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten - 16 - 196 - 57.512 - 57.724 - 73.928
Währungsumrechnungs- und sonstige Differenzen - 44 - 29 - 3.331 - 3.404 193
Aufzinsung 5.375 3.337 2.958 11.670 9.576
Endbestand Wertberichtigung 68.551 33.672 395.213 497.436 476.806
davon Wertberichtigung nicht-performende Leasingforderung 0 0 357.120 357.120 325.316
davon Wertberichtigung performende Leasingforderung 68.551 33.672 38.093 140.316 151.490

* Die in Stufe 2 und 3 angegebenen Werte betreffen im Geschäftsjahr neu ausgereichte Leasingforderungen, die zum Zugangszeitpunkt der Stufe 1 zugeordnet waren, aber im Lauf des Geschäftsjahres einer anderen Stufe zugeteilt wurden.

Ergänzend zur Kapitalflussrechnung stellen sich die Zahlungsströme bezogen auf die Leasingforderungen wie folgt dar:

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TEUR Q1 - Q3
2024
Q1 - Q3
2023
Zahlungen Leasingnehmer 1.914.829 1.795.269
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Leasinggeschäft - 406.581 - 328.795
Zugänge Leasingforderungen/​Nettoinvestitionen - 2.260.336 - 1.907.389
Zwischensumme - 752.088 - 440.915
Abgänge/​Umgliederungen Leasingforderungen zu Restbuchwerten 258.476 219.215
Abnahme/​Zunahme andere Forderungen gegen Leasingnehmer - 38.790 - 20.430
Währungsdifferenzen 2.152 - 6.546
Veränderung Leasingforderungen - 530.250 - 248.676

5. Finanzschulden

Die Finanzschulden des grenke Konzerns setzen sich aus den kurzfristigen Finanzschulden und langfristigen Finanzschulden zusammen:

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TEUR 30.09.2024 31.12.2023
kurzfristige Finanzschulden
Asset-Backed 405.259 432.085
Senior-Unsecured 1.438.610 744.434
Zweckgebundene Förderdarlehen 15.673 23.474
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 1.221.235 631.324
Sonstige Bankschulden 404 272
Summe kurzfristige Finanzschulden 3.081.181 1.831.589
langfristige Finanzschulden
Asset-Backed 555.659 567.739
Senior-Unsecured 2.185.313 2.019.594
Zweckgebundene Förderdarlehen 6.481 14.229
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 653.407 985.766
Summe langfristige Finanzschulden 3.400.860 3.587.328
Summe Finanzschulden 6.482.041 5.418.917

5.1 Asset-Backed Finanzschulden

5.1.1 Strukturierte Einheiten

Folgende konsolidierte strukturierte Einheiten bestanden zum Stichtag: Opusalpha Purchaser II Limited (Helaba), Kebnekaise Funding Limited (SEB AB), CORAL PURCHASING (IRELAND) 2 DAC (DZ-Bank), SILVER BIRCH FUNDING DAC (NordLB), FCT "GK"-COMPARTMENT "G2" (Unicredit), Elektra Purchase No 25 DAC, FCT "GK"-COMPARTMENT "G4" (HeLaBa) sowie FCT "GK"-COMPARTMENT "G5" (DZ-Bank). Sämtliche strukturierte Einheiten sind als Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP)-Programme aufgelegt.

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TEUR 30.09.2024 31.12.2023
Programmvolumen in Landeswährung
TEUR 1.089.452 1.089.452
TGBP 286.364 286.364
Programmvolumen in TEUR 1.432.226 1.418.965
Inanspruchnahme in TEUR 1.081.121 1.057.695
Buchwert in TEUR 933.475 900.898
davon kurzfristig 387.598 383.260
davon langfristig 545.877 517.638

5.1.2 Forderungsverkaufsverträge

In der nachfolgenden Tabelle werden die Programmvolumen, Inanspruchnahme und Buchwerte der Forderungsverkaufsverträge dargestellt:

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TEUR 30.09.2024 31.12.2023
Programmvolumen in LW
TEUR 16.500 16.500
TGBP 0 90.000
TBRL 210.000 210.000
Programmvolumen in TEUR 51.208 159.227
Inanspruchnahme in TEUR 33.039 105.014
Buchwert in TEUR 27.443 98.926
davon kurzfristig 17.661 48.825
davon langfristig 9.782 50.101

5.2 Senior-Unsecured-Finanzschulden

Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Buchwerte der einzelnen Refinanzierungsinstrumente:

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TEUR 30.09.2024 31.12.2023
Anleihen 2.905.054 2.211.718
davon kurzfristig 925.917 380.794
davon langfristig 1.979.137 1.830.924
Schuldscheindarlehen 207.104 166.831
davon kurzfristig 38.443 10.781
davon langfristig 168.661 156.050
Commercial Paper 115.000 50.000
Revolving-Credit-Facility 295.550 266.044
davon kurzfristig 258.772 233.452
davon langfristig 36.778 32.592
Geldhandel 38.000 20.000
davon kurzfristig 38.000 20.000
Kontokorrent 12.061 12.712
Zinsabgrenzung 51.154 36.723
davon kurzfristig 50.417 36.695
davon langfristig 737 28

Folgende Tabelle zeigt den Refinanzierungsrahmen der einzelnen Instrumente:

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TEUR 30.09.2024 31.12.2023
Anleihen TEUR 5.000.000 5.000.000
Commercial Paper TEUR 750.000 750.000
Syndizierte revolvierende Kreditfazilität TEUR 400.000 400.000
Revolving-Credit-Facility TEUR 16.600 16.600
Revolving-Credit-Facility TPLN 150.000 150.000
Revolving-Credit-Facility THUF 540.000 540.000
Revolving-Credit-Facility TBRL 280.000 140.000
Geldhandel TEUR 40.000 40.000

5.2.1 Anleihen

Im Geschäftsjahr wurden zwei neue EUR-An-leihen mit einem Nominalvolumen von jeweils 500.000 TEUR emittiert. Eine bestehende Anleihe wurde um 50.000 TEUR aufgestockt. Planmäßig getilgt wurden drei Anleihen mit einem Gesamtnominalvolumen von 234.141 TEUR, während ein Nominalvolumen in Höhe von 123.173 TEUR vorzeitig zurückgezahlt wurde.

5.2.2 Schuldscheindarlehen

Im Geschäftsjahr wurden bisher drei neue Schuldscheindarlehen mit einem Nominalvolumen von 30.000 TGBP und 20.000 TCHF begeben. Planmäßig getilgt wurden 10.000 TCHF.

5.2.3 Commercial Papers

Im Geschäftsjahr wurden bisher 19 Commercial Papers mit einem Gesamtvolumen von 240.000 TEUR emittiert. Planmäßig getilgt wurden 175.000 TEUR.

5.3 Zweckgebundene Förderdarlehen

Folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der in Anspruch genommenen Förderdarlehen bei den einzelnen Förderbanken.

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TEUR 30.09.2024 31.12.2023
NRW Bank 9.550 16.753
Thüringer Aufbaubank 1.966 2.597
KfW 10.389 17.895
Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank 152 301
Zinsabgrenzung 97 157
Summe der Förderdarlehen 22.154 37.703

5.4 Ergänzende Angaben zu den Verbindlichkeiten aus Finanzschulden in der Kapitalflussrechnung

Ergänzend zur Kapitalflussrechnung stellen sich die Zahlungsströme bezogen auf die Finanzschulden wie folgt dar:

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TEUR Q1 - Q3 2024 Q1 - Q3 2023
Verbindlichkeiten aus Finanzschulden
Zugang Verbindlichkeiten/​ Neuaufnahme aus der Refinanzierung 2.841.314 1.790.185
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung 126.146 71.040
Zahlung/​Rückzahlung von Verbindlichkeiten an Refinanzierer - 2.162.605 - 1.618.974
Währungsdifferenzen 585 5.741
Veränderung Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 805.440 247.992
Zugang/​Rückzahlung Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 232.789 400.041
Aufwendungen aus der Verzinsung des Einlagengeschäfts 24.763 16.381
Veränderung Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 257.552 416.422
Veränderung Verbindlichkeiten aus den Finanzschulden 1.062.992 664.414

6. Eigenkapital

Das Grundkapital der grenke AG ist im Vergleich zum 31. Dezember 2023 unverändert auf 46.495.573 auf den Inhaber lautende Aktien eingeteilt.

Davon wurden im Rahmen des im November 2023 angekündigten Aktienrückkaufprogramms im Berichtszeitraum 2.317.695 Aktien mit einem Volumen von 55,6 Mio. EUR erworben, was einem Anteil von 4,98 Prozent des Grundkapitals entspricht. Damit ist das Aktienrückkaufsprogramm beendet. Weitere Informationen können der folgenden Tabelle entnommen werden. Die eigenen Anteile werden offen vom Eigenkapital abgesetzt.

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Anzahl erworbener Aktien Durchschnittspreis je Aktie in EUR Gesamtbetrag eigener Anteile in TEUR
Stand 01.01.2024 0 0,00 0
Februar 104.201 23,55 2.454
März 178.189 23,32 4.156
April 196.307 22,97 4.509
Mai 199.013 21,83 4.344
Juni 335.484 20,88 7.004
Juli 448.851 26,70 11.982
August 380.953 26,52 10.103
September 474.697 23,17 10.999
Stand 30.09.2024 2.317.695 23,97 55.551

7. Angaben zu Finanzinstrumenten

7.1 Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld verwendet der grenke Konzern so weit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Bemessungshierarchie ("Fair-Value-Hierarchie") eingeordnet.

Stufe 1: Notierte (unbereinigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden.

Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen sämtliche Inputfaktoren, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt am Markt beobachtbar sind.

Stufe 3: Bewertungsverfahren, die Inputfaktoren verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Bemessungshierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet, die dem Inputfaktor der höchsten Stufe entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

Der grenke Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie in der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Umgruppierungen zwischen den drei Stufen der Bemessungshierarchie fanden in der abgelaufenen Berichtsperiode nicht statt.

7.2 Beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

7.2.1 Beizulegende Zeitwerte originärer Finanzinstrumente

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten je Klasse von Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bemessen werden. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Darunter fallen die Bilanzpositionen Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche originäre Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet, mit Ausnahme der börsennotierten Anleihen, die in den Verbindlichkeiten aus Refinanzierung enthalten und in der Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifiziert sind, sowie der sonstigen Beteiligung, die der Stufe 3 der Bemessungshierarchie zugeordnet ist. Der Buchwert der börsennotierten Anleihen zum Bilanzstichtag beträgt 2.905.053 TEUR (Vorjahr 31.12.2023: 2.211.718 TEUR) und der beizulegende Zeitwert 2.949.368 TEUR (Vorjahr 31.12.2023: 2.431.362 TEUR). Die originären finanziellen Vermögenswerte sind bis auf die Leasingforderungen, welche gemäß IFRS 16 bewertet werden, und die sonstige Beteiligung, welche der Bewertungskategorie FVTOCI zugeordnet ist und somit zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, vollständig zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden ebenfalls zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

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TEUR Beizulegender Zeitwert 30.09.2024 Buchwert 30.09.2024 Beizulegender Zeitwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2023
Finanzielle Vermögenswerte
Leasingforderungen 6.765.606 6.230.104 6.161.352 5.699.854
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 213.730 208.841 220.265 215.235
davon Forderungen aus dem Kreditgeschäft 115.504 110.615 125.404 120.374
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzschulden 6.729.398 6.482.041 5.844.624 5.418.917
davon Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 4.801.187 4.606.995 4.185.037 3.801.555
davon Verbindlichkeiten aus dem Einlagegeschäft 1.927.807 1.874.642 1.659.315 1.617.090

7.2.2 Beizulegende Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente

Zum Stichtag sind im grenke Konzern alle derivativen Finanzinstrumente, welche sich aus Zinsderivaten (Zinsswaps), Devisentermingeschäften und Cross Currency Swaps zusammensetzen, zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet.

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TEUR Beizulegender Zeitwert 30.09.2024 Beizulegender Zeitwert 31.12.2023
Finanzielle Vermögenswerte
Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungsbeziehung
Zinsderivate 72 6.020
Cross-Currency-Swaps 3.972 5.063
Fremdwährungsterminkontrakte 2.888 4.381
Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung
Zinsderivate 332 823
Fremdwährungsterminkontrakte 1.765 2.404
Gesamt 9.029 18.691
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungsbeziehung
Zinsderivate 5.566 3.399
Cross-Currency-Swaps 11.199 8.773
Fremdwährungsterminkontrakte 7.984 7.002
Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung
Zinsderivate 612 312
Fremdwährungsterminkontrakte 1.629 2.830
Gesamt 26.990 22.316

Bei den im grenke Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um sogenannte OTC-Derivate (Over-the-Counter). Diese werden direkt mit einer Gegenpartei, die mindestens dem Investmentgrade entspricht, abgeschlossen. Es existieren somit keine notierten Börsenpreise.

Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt anhand von Bewertungsmodellen unter Rückgriff auf beobachtbare Inputfaktoren. Bei Fremdwährungsterminkontrakten wird die Bewertung anhand eines Mark-to-Model-Bewertungsmodells vorgenommen. Bei Zinsderivaten wird der beizulegende Zeitwert über eine Barwertmethode ermittelt. Die verwendeten Inputparameter für die Bewertungsverfahren werden aus Marktnotierungen entnommen. Dabei werden laufzeitkongruente Zinssätze in den gehandelten Währungen für Devisentermingeschäfte bzw. Zinssätze für Zinsderivate verwendet. Die ermittelten Werte werden mit einem sogenannten Add-on-Verfahren mit den Kupons der am Markt beobachtbaren laufzeitadäquaten Credit Default Swaps (CDS) der Gegenpartei bzw. des eigenen Ausfallrisikos multipliziert, um den beizulegenden Zeitwert dieser OTC-Derivate zu erhalten.

7.3 Bewertungsmethoden und verwendete Inputfaktoren

In nachfolgender Tabelle werden die angewandten Bewertungsmethoden sowie die verwendeten Inputfaktoren und Annahmen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte dargestellt:

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Art und Stufe Bewertungsmethode Inputfaktoren
Bemessungshierarchie Stufe 1
Börsennotierte Anleihen n. a. In aktiven Märkten notierter Börsenpreis am Bewertungstag
Bemessungshierarchie Stufe 2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei
Finanzschulden (Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts, Schuldscheindarlehen, Bankschulden) Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Ausfallrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment)
Devisentermingeschäfte/​Cross-Currency-Swaps Mark-to-Model Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze in den gehandelten Währungen zu Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit-Value-Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden
Zinsderivate Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit-Value-Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden
Bemessungshierarchie Stufe 3
Sonstige Beteiligungen (Beteiligung an der Finanzchef24 GmbH) Discounted-Cashflow-Modell Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Businessplan der Finanzchef24 GmbH zur Ermittlung der zukünftigen Cashflows; nachhaltige Wachstumsrate der zukünftigen Cashflows; Parameter zur Ermittlung des Diskontierungszinses (insbesondere risikoloser Zinssatz, Marktrisikoprämie, Betafaktor, Adjustierungsprämien)

8. Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Nachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) dargestellt:

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TEUR Segment Q1 - Q3 2024 Q1 - Q3 2023
Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15)
Bruttoerlöse aus dem Service-and-Protection-Geschäft (Servicegeschäft) Leasing 117.017 106.195
Servicegebühr für Bereitstellung Leasing 7.740 6.659
Erlöse aus Mahngebühren Leasing 1.429 1.054
Erlöse aus Mahngebühren Factoring 11 11
Sonstige Erlöse mit Leasingnehmern Leasing 655 653
Verkauf von Leasingobjekten Leasing 140.941 131.391
Provisionseinnahmen aus dem Bankgeschäft Bank 443 387
Summe 268.236 246.350

9. Erlöse und sonstige Umsatzerlöse

Nachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) und sonstige Umsatzerlöse (IFRS 9, IFRS 16) dargestellt:

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TEUR Q1 - Q3 2024 Q1 - Q3 2023
Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) 268.236 246.350
Sonstige Umsatzerlöse (IFRS 9, IFRS 16)
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft 420.234 341.916
Erlöse aus Operating Leasingverhältnissen 18.108 20.397
Erlösanteile aus Vormieten 9.720 9.201
Summe 716.298 617.864

10. Ertragsteuern

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind:

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TEUR Q1 - Q3 2024 Q1 - Q3 2023
Laufende Steuern 13.719 17.177
Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer (Deutschland) - 81 397
Ausländische Ertragsteuern 13.800 16.780
Latente Steuern 2.494 758
Deutschland 2.116 4.118
Ausland 378 - 3.360
Summe 16.213 17.935

11. Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwerten

Der grenke Konzern hat zum Stichtag untersucht, ob ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte vorliegen könnte. In diesem Zusammenhang hat grenke im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2024 einen Wertminderungsbedarf für den Geschäfts- oder Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Spanien identifiziert, was zu einer vollständigen Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von 4.415 TEUR führte. Der Wertminderungsaufwand wurde auf Grundlage des Nutzungswerts ermittelt und ist in der Position "Abschreibungen und Wertminderung" der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Ursächlich für die Wertminderung waren sich eintrübende Renditeaussichten, die unter anderem auf eine Verschlechterung der Schadensentwicklung zurückzuführen sind. Der Bewertung lagen ein Abzinsungssatz von 12,5 Prozent (Vorjahr: 14,1 Prozent) und eine Wachstumsrate in der Einschwungphase sowie der ewigen Rente von 1,0 Prozent (Vorjahr: 1,0 Prozent) zugrunde. Der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Spanien sind keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer zugewiesen. Der Wertminderungsaufwand wurde dem Geschäftssegment Leasing zugeordnet.

12. Konzern-Segmentberichterstattung

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TEUR Segment Leasing Segment Bank Segment Factoring
Januar bis September* 2024 2023 2024 2023 2024 2023
Operative Erträge
Externe operative Erträge 320.664 310.259 6.492 4.732 5.390 2.856
Interne operative Erträge - 23.070 - 21.947 24.483 24.347 - 1.413 - 2.400
Summe Operative Erträge 297.594 288.312 30.975 29.079 3.977 456
davon zahlungsunwirksame Posten 23.403 - 6.739 - 2.424 - 11.152 264 4.018
Zinsunabhängige Aufwendungen
Personalaufwand - 132.143 - 117.700 - 7.046 - 6.017 - 4.885 - 4.771
Abschreibungen und Wertminderung - 22.324 - 19.331 - 835 - 428 - 563 - 481
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand - 72.931 - 68.767 - 7.790 - 8.526 - 2.830 - 2.518
Sonstige betriebliche Erträge (+) und Aufwendungen (-) - 5.561 - 2.421 814 - 1.478 389 112
Segmentergebnis 64.635 80.093 16.118 12.630 - 3.912 - 7.202
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen - 347 - 128 0 0 0 0
Sonstiges Finanzergebnis 0 0 0 0 0 0
Konzernergebnis vor Steuern 64.288 79.965 16.118 12.630 - 3.912 - 7.202
zum 30. September (Vorjahr: zum 31. Dezember)
Segmentvermögen 7.425.498 6.515.993 2.355.571 2.074.496 103.888 108.859
davon nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 2.559 2.906 0 0 0 0
Segmentschulden 6.100.031 5.344.093 2.040.470 1.780.805 110.550 111.124
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TEUR Konsolidierung und Sonstiges Konzern
Januar bis September* 2024 2023 2024 2023
Operative Erträge
Externe operative Erträge 0 0 332.546 317.847
Interne operative Erträge 0 0 0 0
Summe Operative Erträge 0 0 332.546 317.847
davon zahlungsunwirksame Posten 0 0 21.243 - 13.873
Zinsunabhängige Aufwendungen
Personalaufwand 0 0 - 144.074 - 128.488
Abschreibungen und Wertminderung 616 336 - 23.106 - 19.904
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand 2.352 2.368 - 81.199 - 77.443
Sonstige betriebliche Erträge (+) und Aufwendungen (-) - 3.529 - 2.893 - 7.887 - 6.680
Segmentergebnis - 561 - 189 76.280 85.332
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen 0 0 - 347 - 128
Sonstiges Finanzergebnis - 2.738 - 2.880 - 2.738 - 2.880
Konzernergebnis vor Steuern - 3.299 - 3.069 73.195 82.324
zum 30. September (Vorjahr: zum 31. Dezember)
Segmentvermögen - 1.784.367 - 1.650.129 8.100.590 7.049.219
davon nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 0 0 2.559 2.906
Segmentschulden - 1.488.678 - 1.567.294 6.762.373 5.668.728

* Erträge werden positiv, Aufwendungen negativ dargestellt.

12.1 Geschäftssegmente

Die Berichterstattung des grenke Konzerns über die Entwicklung seiner Segmente folgt der dominierenden Organisationsstruktur innerhalb des grenke Konzerns, die dem sogenannten Managementansatz folgt. Daher sind die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt, was dem Entscheidungsträger, dem Vorstand der grenke AG, dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Eine regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten erfolgt jährlich im Abschluss des grenke Konzerns des jeweiligen Geschäftsjahres. Für die drei operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen vor.

Innerkonzernliche Transaktionen zwischen den Segmenten werden in der Segmentberichterstattung in der Spalte "Konsolidierung und Sonstiges" eliminiert.

12.2 Berichtspflichtige Segmente

12.2.1 Leasinggeschäft

Das Segment Leasing beinhaltet sämtliche Aktivitäten, die mit der Tätigkeit des Konzerns als Leasinggeber zusammenhängen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die Übernahme der Finanzierung für gewerbliche Leasingnehmer, die Vermietung, Service-, Protection- und Wartungsangebote sowie die Verwertung von Gebrauchtgeräten.

Der grenke Konzern hat sich dabei im Wesentlichen auf das sogenannte Small-Ticket-Leasing spezialisiert, bei dem die Ticketgröße kleiner als 50 TEUR ist. Unser Leasingportfolio bietet neben IT-Produkten wie zum Beispiel PCs, Notebooks, Servern, Bildschirmen und anderen Peripheriegeräten auch weitere Bürokommunikationsprodukte wie Telekommunikations- und Kopiertechnik sowie Produkte der Medizintechnik, kleine Maschinen und Anlagen, Sicherheitsgeräte und Green-Economy-Objekte wie beispielsweise Wallboxen, Photovoltaikanlagen und eBikes. Nahezu alle abgeschlossenen Leasingverträge sind Verträge mit Vollamortisationsanspruch.

12.2.2 Bankgeschäft

Als Finanzierungspartner vor allem für KMU umfasst das Segment Bank die Aktivitäten der grenke Bank AG (nachfolgend auch "grenke Bank"). Im Rahmen von Kooperationen mit verschiedenen Förderbanken des Bundes und einzelner Bundesländer finanziert die grenke Bank Existenzgründungen. Zudem vergibt die grenke Bank Fördermittel für KMU und Freiberufler, die betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Über ihren Internetauftritt bietet die grenke Bank darüber hinaus Geldanlageprodukte wie beispielsweise Festgeldprodukte für private und gewerbliche Kunden an. Das Geschäft der Bank erfolgt schwerpunktmäßig mit deutschen Kunden. Neben dem Geschäft mit externen Kunden umfassen die überwiegenden Aktivitäten der grenke Bank die interne Refinanzierung des Leasing- und Factoringsegments des grenke Konzerns mittels des Ankaufs von Forderungen und der Ausgabe von Darlehen.

12.2.3 Factoringgeschäft

Im Segment Factoring bietet grenke klassische Factoringdienstleistungen mit der Fokussierung auf das Small-Ticket-Factoring an. Dabei werden im Rahmen des echten Factorings sowohl das offene Factoring, bei dem der Debitor über die Forderungsabtretung informiert wird, als auch das stille Factoring, bei dem der Debitor keine entsprechen de Information erhält, angeboten. Daneben bietet das Segment auch Forderungsmanagement ohne Finanzierungsfunktion (unechtes Factoring) an; hier verbleibt das Delkredererisiko beim Kunden. Interne operative Erträge ergeben sich insbesondere aus der internen Refinanzierung.

grenke beabsichtigt den Verkauf der Factoringgesellschaften und überprüft in diesem Zusammenhang die Zusammensetzung der Segmente.

12.3 Messgrößen der Segmente

Die Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der Segmentinformationen herangezogen werden, entsprechen den angewandten Bilanzierungsregeln des Konzernzwischenabschlusses. Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu marktüblichen Preisen.

Für die Beurteilung des Erfolgs des grenke Konzerns ist die zuständige Unternehmensinstanz, der Vorstand der grenke AG, verantwortlich. Dieser hat als wesentliche Erfolgsgrößen neben dem Wachstum des Neugeschäfts des Leasingsegments (Summe der Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände), für die grenke Bank das Einlagevolumen und für das Factoringsegment die Bruttomarge bestimmt. Die Erfolgskomponenten der Segmente sind im Konzernzwischenlagebericht aufgeführt. Die weiteren Messgrößen umfassen insbesondere die operativen Segmenterträge, die zinsunabhängigen Aufwendungen, das Segmentergebnis vor dem sonstigen Finanzergebnis, die Personalaufwendungen, Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen sowie die Abschreibungen. Das sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen /​ -erträge sind die wesentlichen Bestandteile der Konzernergebnisrechnung, die nicht in die einzelnen Segmentinformationen einfließen.

Die Segmenterträge der einzelnen Segmente setzen sich wie folgt zusammen:

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Leasing - Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge, Ergebnis aus dem Servicegeschäft, Ergebnis aus dem Neugeschäft und Verwertungsergebnis.

Bank - Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge.

Factoring - Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge.

Bei den nicht zahlungswirksamen Posten handelt es sich um Wertminderungen.

Das Segmentvermögen beinhaltet die betriebsnotwendigen Vermögenswerte. Die Segmentschulden entsprechen den dem jeweiligen Segment zuzurechnenden Verbindlichkeiten.

Segmentvermögen und -schulden berücksichtigen keine Steuerpositionen.

13. Änderungen im Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr 2024

In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahrs 2024 gab es keine Veränderungen im Konsolidierungskreis.

14. Auszahlung an Hybridkapitalgeber

Am 28. März 2024 hat die grenke AG planmäßig eine Kuponzahlung in Höhe von 14.989 TEUR (Vorjahr 30. März 2023: 12.946 TEUR) an die Hybridkapitalgeber ausgeschüttet. Die Ausschüttung wird ergebnisneutral im Eigenkapital dargestellt.

15. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Der Aufsichtsrat der grenke AG hat mit allen amtierenden Vorstandsmitgliedern eine Phantom-Stock-Vereinbarung abgeschlossen. Auszahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen fielen im bisherigen Geschäftsjahr in Höhe von 271 TEUR an ( Q1 - Q3 2023 : 0 TEUR) .

Zum 30. September 2024 betrug der Wert aller bestehenden Phantom-Stock-Vereinbarungen 109 TEUR (31. Dezember 2023 : 271 TEUR) . Die erfolgswirksame Erfassung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den Personalaufwendungen und ist unter den variablen Vergütungskomponenten ausgewiesen.

Transaktionen mit assoziierten Unternehmen und Tochterunternehmen

Transaktionen der grenke AG mit ihren Tochterunternehmen sind Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Im Fall, dass die Transaktion im Rahmen der Konsolidierung eliminiert wird, entfällt eine Offenlegung. Geschäfte des grenke Konzerns mit assoziierten Unternehmen sind als Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen offenzulegen.

Es entstanden mit assoziierten Unternehmen Aufwendungen in Höhe von 34 TEUR ( Q1 - Q3 2023: 0 TEUR ) aus Provisionszahlungen.

Offenzulegende Transaktionen mit Tochterunternehmen bestanden weder zum 30. September 2024 noch zum 31. Dezember 2023.

Transaktionen mit Personen in Schlüsselpositionen

Personen in Schlüsselpositionen sind Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten des grenke Konzerns direkt oder indirekt zuständig und verantwortlich sind. Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die im Geschäftsjahr aktiven Vorstandsund Aufsichtsratsmitglieder der grenke AG sowie diesem Personenkreis nahestehende Personen wie zum Beispiel Familienangehörige.

Die grenke Bank AG hat zum Stichtag 30. September 2024 Einlagen sowie Guthaben auf Kontokorrentkonten in Höhe von 134 TEUR (31. Dezember 2023 : 130 TEUR) von Personen in Schlüsselpositionen und diesem Personenkreis nahestehenden Personen erhalten. Der Zinsaufwand hierfür betrug 3 TEUR ( Q1 - Q3 2023 : 0 TEUR) .

Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen

Unter die sonstigen nahestehenden Unternehmen fallen Tochterunternehmen und Gemeinschaftsunternehmen der Personen in Schlüsselpositionen bzw. diesem Personenkreis nahestehenden Personen. Unter den sonstigen nahestehenden Personen sind Personen gemäß IAS 24.10 ausgewiesen, die wegen dem wirtschaftlichen Gehalt der Beziehung als nahestehende Person deklariert wurden.

Mit sonstigen nahestehenden Unternehmen bestehen Kontokorrentkonten. Kreditrahmen für Kontokorrentkonten wurden in Höhe von 849 TEUR (31. Dezember 2023: 830 TEUR) bei einem Kontokorrentkreditlimit in Höhe von 840 TEUR (31. Dezember 2023: 840 TEUR) in Anspruch genommen. Es entstand ein Zinsertrag in Höhe von 25 TEUR ( Q1 - Q3 2023: 8 TEUR) . Die Erträge mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen in Höhe von 2 TEUR ( Q1 - Q3 2023 : 1 TEUR) resultieren aus Leasingverträgen und Mitarbeiterdarlehen. Des Weiteren bestehen Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden Personen und Unternehmen, die überwiegend aus Collateral Zahlungen an sonstige nahestehende Unternehmen und Personen resultieren. Diese belaufen sich zum 30. September 2024 auf 3.988 TEUR (31. Dezember 2023 : 3.986 TEUR) .

16. Eventualverbindlichkeiten

Bei den Eventualverbindlichkeiten ergaben sich bis zum Stichtag im Vergleich zum 31. Dezember 2023 keine wesentlichen Veränderungen.

17. Mitarbeiter:innen

Der Personalbestand (ohne Vorstand) des grenke Konzerns auf Basis einer Kopfzählung betrug in der Zwischenberichtsperiode durchschnittlich 2.275 ( Q1 - Q3 2023 : 2.138) . Weitere 71 ( Q1 - Q3 2023 : 53) Beschäftigte befinden sich in der Ausbildung.

18. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 2. Oktober 2024 wurde ein Rückkauf von Anleihen mit Fälligkeiten am 9. Januar 2025, 9. Juli 2025 und 7. Januar 2026 durchgeführt. Die Transaktion umfasste ein Nominalvolumen von 140,0 Mio. EUR.

Da sich der Veräußerungsprozess des Factoringgeschäfts zunehmend konkretisiert hat, wurden nach dem Stichtag 30. September 2024 die Voraussetzungen des IFRS 5 kumulativ erfüllt. Für einzelne Einheiten stehen die üblichen aufsichtsrechtlichen Genehmigungen aus bzw. besteht noch kein veräußerungsfähiger Zustand, sodass hier die Anforderungen des IFRS 5 noch nicht erfüllt sind. Beide involvierten Parteien haben sich im Oktober 2024 über die wesentlichen Punkte geeinigt und eine Veräußerung ist innerhalb der nächsten 12 Monate geplant. Aus der daraus resultierenden Anwendung des IFRS 5 erwarten wir keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Im Rahmen der Ad-hoc Mitteilung vom 29. Oktober 2024 hat die grenke AG eine Anpassung der Prognose für das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2024 bekanntgegeben. Das Unternehmen erwartet nun im Geschäftsjahr 2024 ein Konzernergebnis zwischen 68 und 76 Mio. EUR (zuvor 95 bis 115 Mio. EUR). Ursache sind höhere Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge, bedingt durch die kontinuierlich steigende Zahl von Insolvenzen vor allem in den Kernmärkten Frankreich, Spanien und Deutschland. Die Prognose für das Neugeschäft im Geschäftsjahr 2024 in Höhe von 3,0 bis 3,2 Mrd. EUR blieb unverändert.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen.

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die grenke AG, Baden-Baden

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzernkapitalflussrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Konzernanhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der grenke AG, Baden-Baden, für den Zeitraum vom 1. Januar 2024 bis zum 30. September 2024, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen sowie unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Frankfurt am Main, 12. November 2024

BDO AG

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In dieser Quartalsmitteilung erfolgt die Darstellung von Zahlen in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können.

Der Finanzbericht erscheint in deutscher und englischer Sprache. Maßgeblich ist stets die deutsche Fassung.

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