Ahlers AG

Herford

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.12.2009 bis zum 30.11.2010

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009/10

GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN

Konzern-Profil

Der Ahlers Konzern bietet unter mehreren Marken für unterschiedliche Zielgruppen und Preissegmente maßgeschneiderte Kollektionen in hoher Qualität an. Nach der grundsätzlichen Modeaussage der Labels haben wir eine Einteilung der Marken in die drei Segmente Premium Brands, Jeans & Workwear und Men's & Sportswear vorgenommen:

Premium Brands

Baldessarini
ist eine internationale Marke im gehobenen Segment und steht für Mode mit Seele und starker Aussagekraft. Lust an Individualität, Leidenschaft für Qualität und Liebe zum Detail sind die elementaren Gemeinsamkeiten der Baldessarini Kollektionen.

Otto Kern
ist Lifestyle für die Avantgarde der Erfolgreichen, die mehr wagen wollen: Mehr Mode, mehr Qualität, mehr Design. Premium-Fashion mit perfekten Passformen für Frauen und Männer, die sich zu jung für den Mode-Mainstream fühlen.

Pierre Cardin
ist für Männer gemacht, die in der Freizeit und im Business immer richtig, modern und gepflegt auftreten wollen und Wert auf den perfekten Sitz legen. Klare Markenführung durch aufeinander abgestimmte Kollektionen: Jeans, Konfektion mit Anzügen und Sakkos, Shirts und Knitwear sowie Jacken und Mäntel, ergänzt durch Jeans und Hosen für Damen.

Jeans & Workwear

Pioneer Authentic Jeans
ist für jüngere Frauen und Männer, die modisch up to date sein wollen. Modische Jeans sowie dazu passende Oberteile mit perfekten Passformen zu einem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Pionier Jeans & Casuals
bietet Hosen für Männer und Frauen. Sportlich und trendsicher, lässig, aber gepflegt. Auch Männer und Frauen mit Format finden hier ansprechende Hosen. Der Sportswear-Spezialist für individuelle Passform-Ansprüche bei Freizeithosen, abgerundet mit Oberteilen wie Sweats, Knitwear und Polos.

Pionier Workwear
macht Mode für den Berufsalltag.
Hochwertige und funktionelle Bekleidung für Industrie, Handel und Dienstleistung.

Men's & Sportswear

Jupiter
Sportiv und immer allen Anlässen angepasst. Sportswear und Freizeitjacken mit Kompetenz im Wareneinsatz, in der Passform und einer besonders anspruchsvollen Verarbeitung.

Gin Tonic
Young Sportswear. Inspiriert vom früheren Lifestyle der Briten in Indien, eine Kombination aus entspannter Lebensart und sportlichen Aktivitäten in Country Clubs; Kollektionen mit sportiver, komfortabler Sportswear für Frauen und Männer.

Konzernstruktur und -organisation

Die Ahlers AG mit Sitz in Herford fungiert als Muttergesellschaft des Ahlers Konzerns. Darunter bestehen aktuell 39 eigenständige Gesellschaften. Jede Marke ist in einer selbstständigen Gesellschaft organisiert. Des Weiteren bestehen in den wichtigsten Auslandsmärkten eigene Vertriebsgesellschaften, die zu 100 Prozent zum Konzern gehören. Gegenwärtig sind wir in 15 Ländern mit unserem Vertrieb vor Ort vertreten. Eine Übersicht über die Tochtergesellschaften des Ahlers Konzern findet sich auf den Seiten 124/125 "Anteilsbesitz".
Nach der Neuorganisation der Produktion im vergangenen Jahr betreibt Ahlers zwei Produktionsstandorte in Polen und in Sri Lanka. Die Produktionsgesellschaft Bielkon Sp. z o.o. i.L. in Polen ist nach Abschluss des Liquidationsprozesses nicht mehr im Konsolidierungskreis enthalten. Im Geschäftsjahr 2010/11 wird auch die Liquidation der Produktionsgesellschaft Romeo Spolka z o.o. i.L. abgeschlossen. Die im letzten Geschäftsjahr erworbenen Vertriebstochtergesellschaften UAB Stesa und UAB Stesa Clasic, beide Vilnius, Litauen, wurden zur UAB Stesa Clasic verschmolzen. Hierdurch verringerte sich die Zahl der konsolidierten Gesellschaften um zwei Gesellschaften. Zum Konsolidierungskreis hinzu gekommen ist die Otto Kern Austria GmbH in Mariasdorf/Österreich, die aus der Otto Kern GmbH Zweigniederlassung Österreich hervorgegangen ist.
Ahlers ist in Form einer Funktionsmatrix organisiert. Die Geschäftsführer jeder Marken-Vertriebsgesellschaft sind eigenständig für Produktentwicklung und Vertrieb der Marke verantwortlich. Zentrale Aufgaben wie IT, Rechnungswesen, Produktion, Logistik, Marketing, Retail-/Outletmanagement, Controlling/Recht und International Sales sind in der Holding und der Ahlers Zentralverwaltung GmbH angesiedelt. Die Zentralabteilungen unterstützen die einzelnen Gesellschaften mit ihrem übergreifenden Know-how und tragen zur Realisierung von Synergien im Konzern bei.

Steuerungssystem

Die Vorgaben zur Steuerung des Ahlers Konzerns erfolgen durch die Ahlers AG, deren Vorstand die strategische Weiterentwicklung verantwortet. Das interne Steuerungssystem ist darauf ausgerichtet, die Entwicklung des Unternehmens in Richtung der strategischen Vorgaben zu lenken. Bei Abweichungen von strategischen Vorgaben soll durch geeignete Maßnahmen das Unternehmen wieder auf Kurs ausgerichtet und zum Erfolg geführt werden. Im Konzern wird eine Mittelfristplanung über drei Geschäftsjahre erstellt, die jährlich rollierend fortgeschrieben wird. Zu Beginn eines Geschäftsjahres legt der Vorstand dem Aufsichtsrat eine detaillierte Konzern-Jahresplanung für das neue Geschäftsjahr vor. Diese basiert auf Einzelplanungen der Konzerngesellschaften, die von den Geschäftsführern mit dem Vorstand erarbeitet wurden, sowie auf der Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Planjahr. Für die einzelnen Vertriebsgesellschaften werden dabei Detailziele hinsichtlich vordefinierter Steuerungsgrößen und Kennzahlen formuliert. Im Rahmen des zentralen monatlichen Reportings erfolgt die laufende Erfolgskontrolle der Budgetgrößen. Die Geschäftsführer der Tochterunternehmen berichten monatlich direkt an die Konzernleitung in einem vorstrukturierten Finanzbericht über quantitative und qualitative Entwicklungen im Berichtsmonat. Zur Unterstützung der Soll-/Ist-Kontrolle stehen darüber hinaus zentrale Controlling-Tools und tägliche bzw. wöchentliche EDV-basierte Berichte zur Verfügung. Zweimal im Jahr wird eine umfassende Überarbeitung der Jahresplanung vorgenommen.
Wesentliche Steuerungsgrößen sind die zu erzielende Kalkulations- und Ist-Marge, der Umsatz und das Umsatzwachstum, die Kostenquoten, die EBIT-Marge sowie der durchschnittliche Forderungsbestand in Monaten. Die Lagerreichweite nimmt einen besonderen Stellenwert für die Produktionsentscheidungen des Vertriebsmanagements ein.

Steuerungsgrößen und Kennzahlen



2009/10 2008/09
Umsatzerlöse in Mio. EUR 250,8 249,4
Rohertragsmarge in % 50,6 47,6
EBITDA* in Mio. EUR 22,5 14,7
EBIT* in Mio. EUR 17,2 9,9
EBIT-Marge* in % 6,8 4,0
Konzernergebnis in Mio. EUR 8,5 4,8
Umsatzrendite vor Steuer in % 5,6 3,6
Umsatzrendite nach Steuer in % 3,4 1,9
Ergebnis je Aktie


Stammaktie in EUR 0,59 0,31
Vorzugsaktie in EUR 0,64 0,36
Net Working Capital** in Mio. EUR 79,6 82,7
Return on Investment in % 4,5 2,2

* vor Sondereffekten
** Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Strategischer Überblick

Die Strategie des Ahlers Konzerns hat folgende zentrale Säulen:

Profilierung unserer Marken

An erster Stelle unserer strategischen Ziele steht die Pflege und weitere Schärfung der Profile unserer Marken. Neben einer hohen Produktqualität und einer überzeugenden modischen Aussage bestimmen die Markenbekanntheit und das Profil wesentlich über die Kaufentscheidung der Kunden. Kaufinteressierte sollen mit allen unseren Marken spontan bestimmte Werte verbinden können. Diese Werte herauszuarbeiten und in der Öffentlichkeit konsistent zu verbreiten, ist zentrale Aufgabe des Marketing. Lizenzen sollen das Produktspektrum unserer Marken weiter verbreiten und dabei den Markenkern stärken.

Vertikalisierung

Wir wollen vertieft mit dem Facheinzelhandel zusammenarbeiten und zudem eigenen Einzelhandel betreiben. Darauf richten wir uns organisatorisch aus. Insbesondere wollen wir schneller auf Änderungen des Nachfrageverhaltens der Kunden reagieren können. Die Bewirtschaftung von Flächen im Handel und eigenen Stores mit ausschließlich eigenen Produkten gibt uns außerdem die Möglichkeit zur optimalen Präsentation unserer Kollektionen, zur Kontrolle des Markenauftritts und zur Pflege des Markenimages.
Dazu haben wir für jede Marke ein individuelles Shop-Konzept entwickelt, das von einem Corner mit 6 qm über einen Shop-in-Shop bis zu einem freistehenden Store reicht. Die Einrichtung eigener Retail-Stores wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterverfolgt und die Zahl erhöhte sich insgesamt um drei auf 27 Geschäfte. Zwei unrentable Standorte wurden aufgegeben. Für das nächste Geschäftsjahr ist die Eröffnung von fünf bis zehn weiteren Retail-Stores im In- und Ausland geplant. Die Zahl der durch Partner geführten Geschäfte stieg von 117 auf 132 Partner-Stores (+13 Prozent), die Shop-in-Shop-Flächen stiegen von 784 im Vorjahr auf 828 Verkaufsflächen (+6 Prozent) im Berichtszeitraum.
Auch im Internet sind wir mittlerweile über einen eigenen Online-Shop (Gin Tonic) und über Mehrmarken-Plattformen präsent.

Systematische Internationalisierung und Ausbau lokaler Vertriebskompetenz

Aufbauend auf den bisherigen Erfolgen hat die weitere Internationalisierung für Ahlers hohe Priorität. Ziel ist es, die bisher erreichte breite Basis auszubauen und zusätzlich durch die Erschließung neuer Märkte Wachstumschancen wahrzunehmen. Gleichzeitig wird das Geschäft dadurch von einzelnen Märkten unabhängiger. Durch Bündelung des Vertriebs der Ahlers-Marken auf internationaler Ebene können wir für die einzelnen Marken Synergieeffekte nutzen.
Die Länder in West-, Mittel- und Osteuropa sind für uns bestehende attraktive Zielmärkte mit weiterhin guten Wachstumsprognosen für die Zukunft. Im gesamten asiatischen Raum sehen wir erhebliches zusätzliches Potential, an dessen Erschließung wir im Moment mit den Marken Gin Tonic und Baldessarini arbeiten.

Kontinuierliche Optimierung der Beschaffung und der logistischen Prozesse

Die Optimierung von Beschaffung und Logistik ist eine dauerhafte Herausforderung in der Bekleidungsindustrie. Auch der Ahlers Konzern arbeitet fortwährend an der Auswahl der besten Lieferanten und der günstigsten Logistikprozesse. Wenn an vorher kostengünstigen Produktionsstandorten nur noch zu relativ teuren Preisen produziert werden kann, ergeben sich in der Regel günstigere Beschaffungsmöglichkeiten in anderen Ländern. Die Wechselkursentwicklungen beeinflussen die Standortwahl zusätzlich. Deshalb prüfen wir Standorte und Lieferanten kontinuierlich, um eine verlässliche und kostengünstige Produktion zu sichern, die unseren Qualitätsstandards genügt. Derzeit arbeiten wir an der Verlagerung weiterer Beschaffungsaktivitäten in den asiatischen Raum außerhalb Chinas.

Regionale Produktionsanteile (Vorjahr):

Andere EU/ Naher Osten 34,6% (34,9%)
China/HKG 22,3% (23,2%)
Sri Lanka 19,0% (15,8%)
Andere Fernost 13,6% (14,7%)
Polen 10,5% (11,4%)

Akquisitionsfähigkeit

Die Ahlers-Strategie bezieht auch eine Akquisition zur Unterstützung des Wachstumskurses als Möglichkeit ein. Akquisitionsziel ist eine mittelgroße, international vermarktbare Männermode-Marke im Premiumbereich. Derzeit werden keine konkreten Gespräche geführt.

Forschung & Entwicklung

Für jede Saison konzipieren die Kreativabteilungen der einzelnen Marken auf die Zielkunden ausgerichtete und am Markenimage orientierte Kollektionen. Daneben arbeiten wir auf Basis unseres langjährigen Know-hows - teilweise auch zusammen mit unseren Lieferanten - an innovativen Technologien für Stoffe und Bekleidung, um zum Beispiel verbesserte Eigenschaften hinsichtlich Schmutzabweisung, Wasserundurchlässigkeit, Textilpflege oder Tragekomfort zu erzielen. Die Entwicklung neuer Ideen für Optik und Design, wie etwa spezielle Waschungen im Jeans-Bereich, gehört ebenfalls hierzu.

Umweltschutz

Von großer Bedeutung ist für den Ahlers Konzern der verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen. Die größten Herausforderungen ergeben sich aufgrund der internationalen Verflechtungen in den Bereichen Produktion und Logistik. Sparsamer Energieeinsatz sowie die bestmögliche Verwendung von Rohstoffen in der Produktion und die Vermeidung von Abfällen sind für uns selbstverständlich.
Wir haben unsere Lieferanten verpflichtet, bei der Herstellung der Materialien auf die Verwendung von Gefahrstoffen gemäß den gesetzlichen Regelungen zu verzichten. Zur Sicherstellung haben wir eindeutige Standards für unsere Geschäftspartner festgelegt. Zusätzlich lassen wir die eingesetzten Materialien und Produkte kontinuierlich durch externe, unabhängige Prüflabore kontrollieren, um die Einhaltung unserer Vorgaben sicherzustellen. Vorerzeugnisse, die dem von uns spezifizierten Standard nicht entsprechen, werden konsequent ausgesondert.
Im Bereich Warenlogisitik vermeiden wir durch weitgehende Zentralisierung unserer Lager und optimale Frachtraumnutzung überflüssige Transporte. Lieferungen aus Fernost erfolgen weitestmöglich auf dem Seewege, um die CO2 -Bilanz nicht durch Lufttransporte unnötig zu belasten.

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung

Im Berichtszeitraum 2009/10 hat sich die Weltkonjunktur kontinuierlich und selbst für Experten überraschend kräftig von der Finanz- und Wirtschaftskrise der beiden Vorjahre erholt. Nachdem in der Wirtschaftskrise die Auslastung der Produktionskapazitäten abrupt zurückging, erreichte diese in den meisten westlichen Ländern nahezu wieder das Vorkrisenniveau. Eingeleitet wurde der schnelle Erholungsprozess durch die rasant steigende Nachfrage Chinas nach westlichen Importgütern. In Deutschland haben die erweiterten Kurzarbeitsmöglichkeiten dafür gesorgt, Kapazitäten zu halten, die in der Zwischenzeit wieder benötigt werden. Damit wurde es ermöglicht, die wieder entfachte Nachfrage unmittelbar zu bedienen.
Den "Jo-Jo-Effekt" der Konjunktur spiegelt die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) des Euro-Raums wider. Das BIP wuchs so um 2,7 Prozent (Prognose Commerzbank 12/2010), also nahezu mit dem gleichen Prozentsatz, um den es zurückgegangen war (Vorjahr 2,6 Prozent). In Deutschland war die Entwicklung ähnlich, die Ausschläge nach oben und unten waren durch die hohe Exportorientierung mit +3,5 Prozent (2010) und -4,7 Prozent (2009) größer.
Mit der Erholung der Konjunktur kehrte auch das Vertrauen der Wirtschaft und der Konsumenten in die Nachhaltigkeit der Entwicklung zunehmend zurück, was die Binnennachfrage belebte und damit den Aufschwung weiter stabilisierte. Ungelöste Probleme der Finanzwelt und der Staatsverschuldung der meisten westlichen Länder traten dagegen etwas in den Hintergrund.
In diesem freundlichen konjunkturellen Umfeld hat sich auch der Umsatz des Bekleidungseinzelhandels positiv entwickelt. In Deutschland wuchs der Handel mit Bekleidung im Berichtsjahr um 3 Prozent und gleicht damit die Rückgänge der beiden Vorjahre teilweise aus, die zusammen 4 Prozent betrugen (Quelle: Textilwirtschaft 01_2011). Ähnliche Trends zeigten die für Ahlers wichtigen Nachbarländer Österreich, Schweiz und Niederlande. Langsamer und zeitlich verzögert normalisieren sich die Einzelhandelsumsätze auch in Russland, dem Baltikum und der Ukraine wieder. In Polen, das volkswirtschaftlich gut durch die Krise gekommen ist, setzte sich der durchgängig positive Trend der Einzelhandelsumsätze fort. Allerdings ging er einher mit einem Bereinigungsprozess der Einzelhandelsstruktur und der Einzelhandelsplätze, die das Geschäft dort erschwerten. Langsamere Erholungsprozesse mit etwa stabilen Entwicklungen beobachten wir in den Märkten Frankreich, Italien und Spanien.
Durch den Saisonrhythmus der Modeindustrie kommen die Einzelhandelstrends jeweils um sechs Monate verzögert bei den Produzenten an. Das hat zur Folge, dass die Umsatzentwicklungen im Berichtsjahr bei Modeunternehmen besonders in den ersten sechs Monaten noch krisenbeeinflusst waren. Die überraschend positive Entwicklung mit eher niedrigen Bestellungen und dann deutlich besseren Abverkäufen dürfte bei Produzenten und dem Einzelhandel zu niedrigeren Beständen zum Jahresende geführt haben.
Insgesamt ist die Absatz- und Marktsituation am Ende des Geschäftsjahres damit auch für die nahe Zukunft positiv. Die Beschaffungssituation hat sich allerdings im zweiten Halbjahr durch die steigende Binnennachfrage Asiens und Verknappung von Baumwolle erschwert und verteuert. Zudem ist die Volatilität von Devisen- und Rohstoffkursen nach wie vor hoch und schwer prognostizierbar.

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Geschäftsjahr 2009/10 - Highlights

Beschleunigte Umsatzentwicklung im zweiten Halbjahr

Umsatz im vierten Quartal 2010 um 8,6 Prozent höher als im Vorjahresquartal

Umsatzanteil der Premium-Marken weiter auf 52 Prozent gestiegen

Konzernergebnis 77 Prozent über Vorjahr

Eigenkapitalquote nun über 60 Prozent

Umsatz nach Segmenten

in Mio. EUR 2009/10 2008/09 Veränderung in %
Premium Brands* 129,8 123,4 5,2
Jeans & Workwear 63,5 62,9 1,0
Men's & Sportswear 57,5 63,1 -8,9
Summe 250,8 249,4 0,6

* inkl. Sonstige 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR)

Umsatz nach Regionen

in Mio. EUR 2009/10 2008/09 Veränderung in %
Deutschland 134,3 135,6 -1,0
Westeuropa 71,1 69,1 2,9
Mittel-/ Osteuropa/ Sonstiges 45,4 44,7 1,6
Summe 250,8 249,4 0,6

Umsatz nach Quartalen

in Mio. EUR 2009/10 2008/09 Veränderung in %
1. Quartal 67,1 69,6 -3,6
2. Quartal 51,7 53,4 -3,2
3. Quartal 67,4 66,9 0,7
4. Quartal 64,6 59,5 8,6
Summe 250,8 249,4 0,6

Kräftiger Umsatzanstieg im zweiten Halbjahr

Der Umsatz des Ahlers Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2009/10 leicht um 0,6 Prozent von 249,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 250,8 Mio. EUR. Das lag vor allem am kraftvollen Umsatzwachstum im zweiten Halbjahr von +4,4 Prozent. Die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres waren dagegen noch von der krisenbedingten Orderzurückhaltung des Handels im Jahr 2009 geprägt und wiesen einen Umsatzrückgang von 3,4 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres aus.
Erfreulich entwickelte sich das Lizenzgeschäft. Die Lizenzeinnahmen vor allem von Baldessarini und Otto Kern stiegen im vergangenen Geschäftsjahr um rund 45 Prozent von 0,9 Mio. EUR auf 1,3 Mio. EUR. Bei Baldessarini waren die neu vergebenen Lizenzen für Brillen und Schmuck sehr erfolgreich. Otto Kern profitiert einerseits von dem kontinuierlich steigenden Parfüm-Umsatz und andererseits von jungen zusätzlichen Lizenzprodukten wie Socken, Blusen, Schuhen und Brillen.
Ebenso positiv entwickeln sich die Umsätze aus unseren eigenen Retailaktivitäten. Sie sind gegenüber dem Vorjahr um rund ein Viertel auf 21,2 Mio. EUR gestiegen und haben jetzt einen Anteil von 8,5 Prozent (Vorjahr 6,9 Prozent) am gesamten Konzern-Umsatz. Wechselkurseinflüsse hatten im Geschäftsjahr 2009/10 mit 0,3 Prozent einen geringen, leicht positiven Einfluss.
Einen ähnlichen Verlauf wie die Umsätze des Gesamtkonzerns nahmen auch die Inlandsumsätze. Sie stiegen im zweiten Halbjahr um 2,6 Prozent und sanken im ersten Halbjahr um 4,8 Prozent. Insgesamt gingen die Verkaufszahlen also leicht um 1,0 Prozent auf 134,3 Mio. EUR (Vorjahr 135,6 Mio. EUR) zurück, was insbesondere an der Aufgabe von Direktgeschäften für den Einzelhandel und den Einzelhandelsinsolvenzen des Vorjahres lag. Kräftig zugelegt haben die Geschäfte im Premiumbereich, wo Pierre Cardin und Baldessarini Marktanteile gewannen.
Im Ausland entwickelte sich das Geschäft mit einem Plus von 2,4 Prozent erfreulich. Auch hier kamen die Wachstumsimpulse im zweiten Halbjahr (+6,5 Prozent) und überlagerten das leichte Umsatzminus des ersten Halbjahres (-1,8 Prozent). In Westeuropa stieg der Umsatz um 2,9 Prozent auf 71 Mio. EUR. Positiv verlief der Verkauf in Österreich, der Schweiz und Belgien.
Die mittel- und osteuropäischen Länder haben sich von der Wirtschaftskrise weitgehend erholt. Dort erhöhte sich der Umsatz um 1,6 Prozent auf 45,4 Mio. EUR. In den beiden für Ahlers wichtigsten osteuropäischen Märkten Polen und Russland konnten die Verkäufe von bereits hohem Ausgangswert um 3,3 Prozent bzw. 1,6 Prozent gesteigert werden. In der Tschechischen Republik, Ungarn und der Slowakei wuchsen die Umsätze gegenüber dem Vorjahr mit zweistelligen Steigerungsraten. In Slowenien, Bulgarien und auch in Estland mussten wir dagegen noch Umsatzminderungen in Kauf nehmen. In den baltischen Ländern Lettland und Litauen hatten wir durch die Retail-Expansion kräftiges Wachstum.
Der Auslandsanteil der Ahlers-Umsätze erhöhte sich im Jahr 2009/10 von 45,6 Prozent auf 46,4 Prozent. Von dem bisherigen Höchstwert 48,7 Prozent des Jahres 2007/08 sind wir hingegen noch ein Stück entfernt, wollen diesen aber zügig wieder erreichen.

Fünfjahresübersicht EBIT-Marge*
in Prozent vom Umsatz

* vor Sondereffekten
** nur fortgeführte Geschäftsbereiche (gem. IFRS)

Ertragslage


2009/10 2008/09 Veränderung

in Mio. EUR in Mio. EUR in %
Umsatzerlöse 250,8 249,4 0,6
Rohertrag 126,8 118,8 6,7
in % vom Umsatz 50,6 47,6
Personalaufwand* -50,0 -50,5 1,0
Saldo sonstiger Aufwand/ Ertrag* -54,3 -53,6 -1,3
EBITDA* 22,5 14,7 53,1
Abschreibungen* -5,3 -4,8 -10,4
EBIT* 17,2 9,9 73,7
Sondereffekte -2,1 0,7
Finanzergebnis -1,1 -1,6 31,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 14,0 9,0 55,6
Ertragsteuern -5,5 -4,2 -31,0
Konzernergebnis 8,5 4,8 77,1

* vor Sondereffekten

Ergebnisse auf allen Ebenen kräftig gestiegen

Der Ahlers Konzern hat im Jahr 2009/10 erheblich besser verdient als im Vorjahr. Das betriebswirtschaftlich wichtige EBIT vor Sondereffekten stieg von 9,9 Mio. EUR auf 17,2 Mio. EUR, ein Plus von 74 Prozent. Damit kletterte die EBIT-Marge auf 6,8 Prozent (Vorjahr 4,0 Prozent).
Das Konzernergebnis nach Steuern zeigt einen ähnlichen Zuwachs gegenüber dem Vorjahreswert: 77 Prozent. Es stieg von 4,8 Mio. EUR im Jahr 2008/09 auf 8,5 Mio. EUR im Berichtsjahr.

EBIT 74 Prozent über Vorjahr

Das Ergebnisplus des Berichtsjahres basiert im Wesentlichen auf dem verbesserten Rohertrag, der um 8,0 Mio. EUR auf 126,8 Mio. EUR wuchs. Gründe für den Anstieg waren vor allem die Verlagerung der Fertigung an günstigere Standorte. Aber auch die steigenden Lizenzeinnahmen, ein steigender Retail- und Premiumanteil am Umsatz und günstige Wechselkursabsicherungen beeinflussten den Rohertrag positiv.

Stabile Kostensituation

Die Kostensenkungsprogramme der Vorjahre haben die Aufwendungen besonders im ersten halben Jahr gedrückt und damit die steigende Retail-, Eigenfertigungs- und Lizenzaufwendungen kompensiert, so dass die steigenden Roherträge ungeschmälert in das EBITDA vor Sondereffekten aufgingen. Das EBITDA, also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, stieg so um 7,8 Mio. EUR auf 22,5 Mio. EUR (Vorjahr 14,7 Mio. EUR). Trotz sinkender Investitionen stiegen im Berichtsjahr die Abschreibungen von 4,8 Mio. EUR auf 5,3 Mio. EUR.

Gestiegene Sonderaufwendungen

Nachdem Ahlers vor allem durch die Wertaufholung des Otto Kern-Warenzeichens im Vorjahr mit 0,7 Mio. EUR leicht positive Sondereffekte hatte, war der Saldo der Einmaleffekte im Jahr 2009/10 mit -2,1 Mio. EUR negativ.
Die weitere Verschlankung des Konzerns und die Ausgliederung des Jupiter Hemdenbereichs haben Sozialplanaufwendungen und Abfindungen von insgesamt 0,5 Mio. EUR verursacht. Im Wesentlichen der Verkauf eines ehemaligen Produktionsgebäudes unter Buchwert hat zu 0,9 Mio. EUR Buchverlusten geführt. Fallweise ersetzen wir externe Handelsvertreter durch angestellte Reisende, um gleichzeitig die Vertriebsintensität zu erhöhen und die Aufwendungen zu reduzieren. Für Vertreterabfindungen wurden im Berichtsjahr 0,7 Mio. EUR gezahlt bzw. zurückgestellt.

Verbessertes Finanzergebnis

In den letzten Jahren konnten die Ergebnisse des Konzerns kontinuierlich gesteigert werden. Gleichzeitig ging das Net Working Capital durch Straffung des Angebots und präzisere Disposition kräftig zurück. Beide Effekte haben die ohnehin solide Finanzlage des Ahlers Konzerns weiter verbessert und die Verschuldung spürbar reduziert. Das spiegelt sich auch im Finanzergebnis wider, das sich deshalb von -1,6 Mio. EUR auf -1,1 Mio. EUR verbesserte.

Ergebnis vor Steuern: +56 Prozent

Das Ergebnis vor Ertragsteuern und nach Finanzergebnis und Abschreibungen lag 2009/10 um 5,0 Mio. EUR oder 56 Prozent über dem Vorjahr. Es erreichte 14,0 Mio. EUR, nach 9,0 Mio. EUR im Vorjahr.

In beiden Jahren erhöhte Steueraufwendungen

Das höhere Ergebnis vor Steuern ist maßgeblich für den um 1,3 Mio. EUR gestiegenen Ertragsteueraufwand. In beiden Vergleichsjahren waren die Steuern durch Feststellungen einer steuerlichen Außenprüfung erhöht. Im Jahr 2009/10 waren zusätzlich Sonderabschreibungen auf Immobilien teilweise steuerlich nicht abzugsfähig. Die Steuerquoten lagen 2009/10 bei 39 Prozent bzw. 2008/09 bei 47 Prozent des Vorsteuerergebnisses und damit deutlich über dem "normalen" Wert von etwa 30 Prozent, den das Management von Ahlers für die nächsten Jahre erwartet.

Vermögenslage

Bilanzstruktur

Aktiva


30.11.2010 30.11.2009

in Mio. EUR in % in Mio. EUR in %
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 43,9 23,2 47,3 25,0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 19,5 10,3 19,3 10,2
Latente Steueransprüche 1,7 0,9 2,7 1,5
Langfristige Vermögenswerte 65,1 34,4 69,3 36,7
Vorräte 58,6 30,9 55,8 29,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 36,1 19,1 40,2 21,3
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 8,2 4,3 9,8 5,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 21,3 11,3 14,0 7,4
Kurzfristige Vermögenswerte 124,2 65,6 119,8 63,3
Summe Aktiva 189,3 100,0 189,1 100,0

Passiva


30.11.2010 30.11.2009

in Mio. EUR in % in Mio. EUR in %
Eigenkapital 115,1 60,8 109,2 57,7
Pensionsrückstellungen 5,1 2,7 5,1 2,7
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
und Rückstellungen
27,4 14,5 27,6 14,6
Latente Steuerverbindlichkeiten 2,2 1,1 1,4 0,7
Langfristige Schulden 34,7 18,3 34,1 18,0
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 2,3 1,2 3,1 1,7
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
und Rückstellungen
37,2 19,7 42,7 22,6
Kurzfristige Schulden 39,5 20,9 45,8 24,3
Schulden 74,2 39,2 79,9 42,3
Summe Passiva 189,3 100,0 189,1 100,0

Solide Bilanzstruktur weiter verbessert

Auch wenn die Bilanzsumme des Ahlers Konzerns am 30.11.2010 mit 189,3 Mio. EUR mit 0,2 Mio. EUR über dem Vorjahreswert liegt, hat sich ihre Struktur doch weiter verbessert. Drei Komponenten der Bilanz haben sich im letzten Geschäftsjahr wesentlich verändert:

Das Eigenkapital stieg im Berichtszeitraum vor allem durch das gute Konzernergebnis um 5,9 Mio. EUR auf 115,1 Mio. EUR (Vorjahr 109,2 Mio. EUR).

Die Mittelbindungen im Anlagevermögen (-3,2 Mio. EUR) und im Net Working Capital (-3,1 Mio. EUR) konnten um zusammen 6,3 Mio. EUR reduziert werden.

Die so erwirtschafteten Finanzmittel konnten zur Reduzierung kurzfristiger finanzieller Verbindlichkeiten (7,7 Mio. EUR) und zur Aufstockung der Zahlungsmittelbestände (7,3 Mio. EUR) verwendet werden.

Eigenkapitalquote nun über 60 Prozent

Der Ahlers Konzern war damit zum Jahresende nach Saldierung finanzieller Guthaben und Verbindlichkeiten nahezu schuldenfrei (Nettosaldo -6,7 Mio. EUR, Vorjahr -21,4 Mio. EUR) und alle wichtigen Bilanzkennziffern waren nochmals verbessert. Die Eigenkapitalquote stieg von 57,7 Prozent weiter auf 60,8 Prozent. Der von 24 Prozent auf 21 Prozent gesunkene Anteil kurzfristiger Schulden zeigt die solide, überwiegend längerfristige Deckung der Vermögenspositionen.

Gesunkene Mittelbindung im Anlagevermögen

Die Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte gingen im Berichtszeitraum von 47,3 Mio. EUR auf 43,9 Mio. EUR zurück. Ursachen hierfür waren der Verkauf und die zusätzlichen Abschreibungen ehemaliger Produktionsgebäude und die unter den Abschreibungen liegenden Neuinvestitionen.
Die immateriellen Vermögenswerte verminderten sich um 0,5 Mio. EUR auf 12,1 Mio. EUR, weil der Markenwert von Baldessarini bei gleichzeitiger Minderung des im Jahr 2012 zu zahlenden Kaufpreisanteils weiter abgeschrieben wurde.
Neu in den langfristigen Vermögenswerten ist der Beteiligungswert an dem Joint Venture Jupiter Shirt GmbH in Höhe des eingelegten Eigenkapitals von 0,2 Mio. EUR.
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 19,3 Mio. EUR bestehen überwiegend aus Kunstwerken der Ahlers-Sammlung. Es handelt sich hauptsächlich um Bilder von bekannten Künstlern des Expressionismus, wie z.B. Alexej von Jawlensky und Emil Nolde sowie um Werke der zeitgenössischen Kunst mit Schwerpunkt Yves Klein. Die Kunstwerke, die zur Weltspitze gehören, werden zu Anschaffungskosten bilanziert und bewertet. Im Berichtszeitraum wurden nur in geringem Umfang (0,1 Mio. EUR) Kunstgegenstände gekauft.

Net Working Capital weiter reduziert

Der Saldo aus Vorräten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Net Working Capital) ging im Jahr 2009/10 von 82,7 Mio. EUR auf 79,6 Mio. EUR zurück. Durch konsequentes Forderungsmanagement, die entspanntere konjunkturelle Situation und trotz anziehender Umsätze sanken die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 10 Prozent auf 36,1 Mio. EUR (Vorjahr 40,2 Mio. EUR). Gleichzeitig reduzierte sich der Anteil risikobehafteter, unversicherter Forderungen von 14 Prozent auf 12 Prozent.
Ahlers hat im Jahr 2010 die Produktion insbesondere in Sri Lanka weiter ausgebaut. Durch die längeren Transportzeiten stiegen die Rohwarenbestände an (+2,1 Mio. EUR). Die Fertigwarenbestände stiegen trotz höherer Umsätze und Auftragsbestände nur moderat (2010: 37,3 Mio. EUR, 2009: 36,7 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen von 13,3 Mio. EUR auf 15,1 Mio. EUR.

Vermögens- und Kapitalstruktur des Ahlers Konzerns
in Mio. EUR

Finanzlage

Free Cashflow

in Mio. EUR 2009/10 2008/09 Veränderung in %
Konzernergebnis 8,5 4,8 77,1
Saldo aus Abschreibungen und Zuschreibungen 6,0 5,6 7,1
Veränderungen Net Working Capital 3,1 6,8 -54,4
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen -1,4 -2,6 -46,2
Sonstige Veränderungen* 4,1 -3,6 n.a.
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 20,3 11,0 84,5
Nettoauszahlungen zu Sachanlagen
und immateriellen Vermögenswerten
-2,8 -5,7 -50,2
Auswirkung durch Veränderung der Wechselkurse 1,3 -2,6 n.a.
Free Cashflow vor Finanzierungstätigkeit 18,8 2,7 >100
Zugang (+), Tilgung (-) langfristiger Verbindlichkeiten 4,0 7,9 -49,4
Aktienrückkauf, Auszahlung von
Minderheitengewinnanteilen
-
-7,2 n.a.
Dividendenzahlungen -4,4 -9,2 -52,2
Free Cashflow 18,4 -5,8 n.a.
Flüssige Mittel 30. November** 21,5 3,1 >100

* Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 2,1 Mio. EUR (Vorjahr 2,3 Mio. EUR)
Veränderung der langfristigen Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten 1,0 Mio. EUR (Vorjahr -8,0 Mio. EUR)
** Zahlungsmittel und sonstige kurzfristige Wertpapiere abzgl. Kontokorrentkredite

Cashflow deutlich verbessert

Der Ahlers Konzern hat im Berichtszeitraum nicht nur ein höheres Ergebnis erzielt, sondern auch einen erheblich gestiegenen Free Cashflow erwirtschaftet. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg von 11,0 Mio. EUR um 9,3 Mio. EUR oder 85 Prozent auf 20,3 Mio. EUR. Wie schon im Vorjahr konnten wir das Net Working Capital reduzieren und dadurch liquide Mittel freisetzen. So verringerte sich das Net Working Capital im Vorjahr um 6,8 Mio. EUR und in der Berichtsperiode um 3,1 Mio. EUR. In den sonstigen Veränderungen zeigen sich die Auswirkungen einer Verschiebung von Lizenzzahlungen über den Geschäftsjahreswechsel, die im letzten Jahr früher und im Jahr 2009/10 etwas später erfolgten.
Der Free Cashflow vor Finanzierungstätigkeit stieg mit +16,1 Mio. EUR sogar noch stärker als der aus laufender Geschäftstätigkeit. Dafür waren einerseits die geringeren Investitionsausgaben maßgeblich. Nach 5,7 Mio. EUR in 2008/09 wurden wegen nachlassender Nachfrage nach Shopmöbeln im Handel im Jahr 2009/10 2,8 Mio. EUR investiert. Andererseits kamen nach dem Krisenjahr 2008/09 die Währungskurse wieder ihren Vorkursen näher und glichen so die negativen Einflüsse des Vorjahres (-2,6 Mio. EUR) teilweise wieder aus (+1,3 Mio. EUR).
Auch die geringere Ausschüttung des letzten Jahres hat bewirkt, dass der gesamte Free Cashflow mit 18,4 Mio. EUR um 24,2 Mio. EUR über dem Vorjahr lag (2008/09: -5,8 Mio. EUR) und der Saldo flüssiger Mittel auf 21,5 Mio. EUR (Vorjahr 3,1 Mio. EUR) wuchs.
Eine detaillierte Beschreibung der Ziele, Methoden und Maßnahmen des Finanzmanagements findet sich auch im Konzernanhang ab Seite 120.

Finanzkennzahlen


2009/10 2008/09
Eigenkapitalquote in % 60,8 57,7
Verschuldungsgrad* in % 62,5 72,0
Zinsdeckungsgrad** in % 1.127,0 471,4
Eigenkapitalrentabilität in % 7,4 4,4
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte
in Mio. EUR 4,0 7,0
Bilanzsumme in Mio. EUR 189,3 189,1

* ohne latente Steuern
** vor Sondereffekten

Gesamtaussage des Vorstands

Wir haben bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr von den Resultaten des Kostensenkungsprogramms und der Umstrukturierungen profitiert und ein gutes Ergebnis erzielt. Für das Geschäftsjahr 2010/11 sind wir durchweg positiv gestimmt, sehen aber einige Risiken in Form von Preiserhöhungen auf der Beschaffungsseite. Wir gehen davon aus, dass die positiven Effekte aus unseren bisherigen Effizienzmaßnahmen auch unter diesen Vorzeichen eine weitere Verbesserung des Konzern-Ergebnisses erlauben. Durch unsere hohe Eigenkapitalquote und die hervorragende Liquiditätsausstattung des Konzerns sind wir gegen Unwägbarkeiten bestens gewappnet.

SEGMENTBERICHT

Geschäftsjahr 2009/10 - Highlights

Ergebnisverbesserungen in allen Segmenten

Kräftiger Umsatzzuwachs im Premium-Bereich

Jeans & Workwear bleibt stabile Ertragssäule

Weitere Restrukturierungen im Segment Men's & Sportswear

Fünfjahresübersicht Segmentumsätze
in Mio. EUR

* nur fortzuführende Geschäftsbereiche (gem. IFRS)
** inkl. Sonstige

Premium Brands


2009/10 2008/09 Veränderung
Umsatz* Mio. EUR 129,8 123,4 5,2%
davon Inland Mio. EUR 61,0 58,1 5,0%
davon Ausland Mio. EUR 68,8 65,3 5,4%
Auslandsanteil in % 53,0 52,9 0,1
EBIT** Mio. EUR 9,9 4,7 >100%
EBIT-Marge** in % 7,6 3,8 3,8

* inkl. Sonstige 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR)
** vor Sondereffekten

Ergebnis im Premiumbereich verdoppelt

Die Premium Brands Pierre Cardin, Baldessarini und Otto Kern haben sich im Geschäftsjahr 2009/10 sehr positiv entwickelt. Die Umsätze des Segments erreichten nach einem Plus von 5,2 Prozent 130 Mio. EUR (Vorjahr 123 Mio. EUR). Der Umsatzanteil des Premium-Segments am Gesamtunternehmen überschritt im Jahr 2009/10 die 50 Prozentmarke und erreichte 51,8 Prozent (Vorjahr 49,5 Prozent).
Neben kontinuierlichen Marktanteilsgewinnen im Inland mit einem Plus von 5,0 Prozent legten auch die internationalen Verkäufe nach dem Krisenjahr 2008/09 wieder um 5,4 Prozent zu.
Alle drei Marken im Premium-Segment haben im Jahr 2009/10 ihre Ergebnisse verbessert. Insgesamt verdoppelte sich dadurch das Segment-EBIT vor Sondereffekten auf 9,9 Mio. EUR (Vorjahr 4,7 Mio. EUR). Die EBIT-Marge stieg gleichzeitig von 3,8 Prozent auf 7,6 Prozent.
Pierre Cardin leistete wie auch in den Vorjahren einen wichtigen Beitrag zum Segmentumsatz. Neben einem stabilen Wachstum im Inland legte die Marke im Ausland deutlich zu. In Russland und Österreich, beides wichtige Absatzmärkte, wurden zweistellige Zuwachsraten erzielt. Alle unter der Marke Pierre Cardin vertriebenen Produktgruppen entwickelten sich im letzten Geschäftsjahr kontinuierlich weiter und verbesserten dank steigender Verkäufe und optimierter Beschaffungsvorgänge ihre Ergebnisse.
Bei Baldessarini wurde im letzten Jahr die Premiumlinie Black planmäßig weiter ausgebaut. Besonders in Deutschland wurde dies mit zweistelligen Zuwachsraten belohnt. Der krisenbedingte Umsatzrückgang in Russland konnte hingegen noch nicht wieder voll ausgeglichen werden, wenngleich die Umsätze im zweiten Halbjahr 2009/10 wieder anzogen. Im ersten Marktjahr waren die neuen Lizenzen Brillen und Schmuck. Ästhetische Produkte, gutes Feedback aus dem Markt und planmäßige Lizenzumsätze lassen auf eine stetige Aufwärtsentwicklung hoffen.
Gleiches gilt auch für die Lizenzen von Otto Kern. Unter der Marke Otto Kern wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr einige neue Lizenzen eingeführt wie z. B. Socken, Bodywear und Schuhe. Die etablierten Produkte Parfüm und DOB Strick und Bluse entwickelten sich positiv weiter. Bei Otto Kern haben wir die Vertriebstätigkeiten gestrafft und in den Kernmärkten Pluszahlen geschrieben. Das Ergebnis verbesserte sich auch dadurch im Berichtsjahr weiter.

Jeans & Workwear


2009/10 2008/09 Veränderung
Umsatz Mio. EUR 63,5 62,9 1,0%
davon Inland Mio. EUR 44,8 44,6 0,4%
davon Ausland Mio. EUR 18,7 18,3 2,3%
Auslandsanteil in % 29,5 29,1 0,4
EBIT* Mio. EUR 8,0 6,4 25,0%
EBIT-Marge* in % 12,6 10,2 2,4

* vor Sondereffekten

Workwear mit 10 Prozent Plus im zweiten Halbjahr

Das Segment Jeans & Workwear hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ein kleines Umsatzplus erwirtschaftet. Die Umsätze erhöhten sich um 1,0 Prozent von 62,9 Mio. EUR auf 63,5 Mio. EUR. Pionier Workwear hat seine Umsätze im Laufe des Jahres immer weiter verbessern können. Im ersten Halbjahr lagen die Verkäufe noch 4,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im zweiten Halbjahr konnte dann ein kräftiges Plus von 9,5 Prozent erzielt werden. Pioneer Jeans erzielte mit Bestandskunden ein Plus im Umsatz, musste aber in den ersten Monaten des Geschäftsjahres Umsatzverluste durch die großen Einzelhandelsinsolvenzen des Vorjahres hinnehmen. Insgesamt blieb der Umsatzanteil des Segments Jeans & Workwear am Gesamtumsatz des Konzerns stabil bei 25,3 Prozent (Vorjahr 25,2 Prozent).
Auch im Jeans & Workwear Segment hat die Optimierung der Produktionsstandorte zusammen mit Kosteneinsparungen das Segmentergebnis um 25 Prozent von 6,4 Mio. EUR auf 8,0 Mio. EUR steigen lassen. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 10,2 Prozent auf 12,6 Prozent. Der Jeans & Workwear Bereich präsentierte sich damit einmal mehr als stabile Ertragssäule des Ahlers Konzerns.

Men's & Sportswear


2009/10 2008/09 Veränderung
Umsatz Mio. EUR 57,5 63,1 -8,9%
davon Inland Mio. EUR 28,5 32,9 -13,2%
davon Ausland Mio. EUR 29,0 30,2 -4,1%
Auslandsanteil in % 50,4 47,9 2,5
EBIT* Mio. EUR -0,6 -1,2 50,0%
EBIT-Marge* in % -1,0 -1,9 0,9

* vor Sondereffekten

Durch Restrukturierung verbessertes Ergebnis im Men's & Sportswear Segment

Im Geschäftsjahr 2009/10 wurde die Entscheidung getroffen, Jupiter Shirt aus dem Konzern auszugliedern und in ein Joint Venture mit einem Hemdenspezialisten einzubringen. Gleichzeitig wurde ein Private Label-Geschäft für den Einzelhandel beendet. Beides war für den Umsatzrückgang (-8,9 Prozent) auf der einen Seite und für das verbesserte Segmentergebnis auf der anderen Seite (Ergebnisveränderung +0,6 Mio. EUR) verantwortlich.
Im Konzern verbleiben damit Jupiter Sportswear und Gin Tonic, die beide weitgehend stabile Umsätze und ausgeglichene Ergebnisse erzielten.

MITARBEITER

Im Ahlers Konzern waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 2.154 Mitarbeiter und damit fast gleich viele Mitarbeiter wie im Vorjahr beschäftigt (Vorjahr 2.172). Während im Vorjahr im Jahresverlauf die Mitarbeiterzahl durch das Kostensenkungsprogramm abnahm, stieg sie im Berichtszeitraum jedoch durch den Aufbau eigener Fertigungskapazitäten in Sri Lanka. Am 30. November 2010 beschäftigte Ahlers 2.210 Mitarbeiter, 207 mehr als am gleichen Tag des Vorjahres (Vorjahr 2.003). Besonders der weitere Aufbau der Fertigungskapazitäten in Sri Lanka (+217 Mitarbeiter) und in Polen (+18 Mitarbeiter) führte zu dem Aufbau. In Deutschland beschäftigte Ahlers nach der Ausgliederung des Jupiter Hemdengeschäfts und einiger Effizienz verbessernder Maßnahmen 606 Mitarbeiter, 32 weniger als im Vorjahr (Vorjahr 638 Mitarbeiter).
Durch den Aufbau gewerblicher Mitarbeiter im Ausland und dem leichten Abbau kaufmännischer Mitarbeiter im Inland sank der Personalaufwand je Mitarbeiter leicht von 23,3 TEUR auf 23,2 TEUR.

Mitarbeiterstruktur im Konzern zum 30. November 2010 (Vorjahr)

Deutschland 606 (638)
Polen 573 (555)
Sri Lanka 813 (596)
Osteuropa/ Sonstige 136 (131)
Österreich 82 (83)
Gesamt 2.210 (2.003)

Personalkennzahlen



2009/10 2008/09 Veränderung
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter
2.154 2.172 -0,8%
Personalaufwand Gesamt in Mio. EUR 50,3 51,7 -2,7%
Personalaufwand bereinigt* in Mio. EUR 50,0 50,5 -1,0%
Personalaufwand* je Mitarbeiter in TEUR 23,2 23,3 -0,4%

* bereinigt um Sondereffekte

Aus- und Weiterbildung

Die Gewinnung von qualifizierten Beschäftigten auf dem Arbeitsmarkt besonders in technischen Berufsgruppen ist schwieriger geworden. Daher wird die Personalgewinnung auf der einen Seite und die Personalentwicklung und -bindung sowie die eigene Ausbildung auf der anderen Seite immer wichtiger. Wir fördern unser vorhandenes Personal konsequent und zielgerichtet und zeigen Entwicklungsperspektiven im Konzern auf. Kompetente und engagierte Mitarbeiter tragen einen wesentlichen Teil dazu bei, die strategischen und operativen Ziele des Ahlers Konzerns zu erreichen.
Auch 2010 hat die Ahlers AG zahlreichen Schulabgängern die Chance auf eine qualifizierte Berufsausbildung in den Ausbildungsberufen Industrie- und Informatikkaufmann/-frau, sowie Groß- und Außenhandelskaufmann/-frau gegeben. Am Geschäftsjahresende 2009/10 befanden sich 21 junge Menschen (Vorjahr 22) in einer kaufmännischen Berufsausbildung im Ahlers Konzern. Wie schon in den Vorjahren haben die kaufmännischen Auszubildenden bei Einsätzen im Ausland eigene Produktions- und Zulieferbetriebe kennengelernt.
Seit der Einführung bieten wir die neue Zusatzqualifikation des EU-Industriekaufmanns bzw. der EU-Industriekauffrau an, die der zunehmenden Internationalisierung unseres Geschäfts durch die Einbindung von Fremdsprachen Rechnung trägt. Daneben bieten wir berufliche Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen und duale Studiengänge an, um auch den Führungskräftenachwuchs angemessen zu fördern. So wurden zwei Mitarbeiter mit einer beruflichen Weiterqualifikation und ein Mitarbeiter in einem dualen Wirtschaftsinformatik-Studium gefördert. Ein Mitarbeiter konnte seine betrieblich unterstützte Weiterbildung zum Bilanzbuchhalter erfolgreich abschließen und eine qualifiziertere neue Stelle im Unternehmen einnehmen.
Zudem ist für uns die Zusammenarbeit mit Hochschulen ein wichtiger Erfolgsfaktor, um Talente frühzeitig für den Konzern begeistern zu können. Wir ermöglichen zahlreichen Praktikanten erste Berufserfahrungen und Einblicke in den Berufsalltag. Bei Gin Tonic in Sindelfingen bieten wir interessierten Studenten des Studiengangs Bekleidungstechnik in Nagold außerdem ein halbjähriges Praxissemester an. Im Jahr 2011 wollen wir talentierte Abiturienten erstmals für ein duales Studium zur internationalen Betriebswirtschaft (International Business Administration) gewinnen.
Die positive Entwicklung der Unternehmens- und Führungskultur im Ahlers-Konzern bleibt ein zentrales Element der Personalstrategie. Die Anpassung klarer Geschäftsordnungen für jede Gesellschaft, die Einführung einer konzernweiten Grundwerteerklärung und dazugehörige Compliance-Regelungen sind die Basis für das gemeinsame Führungsverständnis und das verbindende Element im Ahlers Konzern.

Hohe Mitarbeiterbindung an das Unternehmen

Die erfreulich geringe Fluktuationsquote von 3,4 Prozent (Vorjahr 5,4 Prozent) spiegelt den Erfolg der gesamten Maßnahmen wider. Wichtiges Wissen wird somit in der Ahlers AG gehalten. Zahlreiche Betriebsjubiläen bestätigen die langjährige Treue unserer Mitarbeiter zum Unternehmen. Im Jahr 2010 haben wir achtzehn 10-jährige, ein 25-jähriges sowie drei 40-jährige Betriebsjubiläen gefeiert.
Allen Mitarbeitern gilt unser Dank für ihre Loyalität und ihr großes Engagement.

RISIKOBERICHT

Das Management des international agierenden Ahlers Konzerns muss vielfältige Chancen und Risiken in seine zu treffenden Entscheidungen einbeziehen. Chancen und Risiken werden permanent gegeneinander abgewogen und überschaubare Risiken nur in Kauf genommen, wenn die ihnen gegenüberstehenden Chancen eine angemessene Wertsteigerung erwarten lassen. Bestehende Risiken werden analysiert und mit Hilfe geeigneter Maßnahmen reduziert. Mit dem konzernweit integrierten Chancen- und Risikomanagementsystem identifizieren und klassifizieren wir Chancen und Risiken frühzeitig und sichern und bewahren den Unternehmenswert nachhaltig.
Das implementierte Risikomanagementsystem teilt die Risikofelder in Zentral- und Bereichsrisiken ein. Zentralrisiken tangieren den gesamten Konzern und werden übergreifend kontrolliert. Dagegen betreffen die Bereichsrisiken nur einzelne Geschäftsbereiche oder Auslandsgesellschaften und/oder ihre Überwachung erfolgt dezentral. Für jedes Risiko sind bestimmte Indikatoren definiert, die die Höhe des Risikos wiedergeben. Einmal im Monat berichtet jeder Manager, der ein Risiko überwacht, über die wesentlichen Risikokennzahlen und vor allem über Abweichungen vom Soll. Die interne Revision und der Aufsichtsrat kontrollieren regelmäßig die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems gemäß den gesetzlichen Anforderungen.

Die Zentralrisiken im Ahlers Konzern setzen sich zusammen aus:

Profitabilität der Geschäftsbereiche

Beschaffungsrisiken

Forderungsrisiken

Lizenzrisiken

Rechtliche Risiken

Liquiditätsrisiko

Risiken aus der Kapitalstruktur

Währungsrisiken

IT-Einsatzbereitschaft

Betriebsunterbrechung, Verlust von Waren und Schadensersatzansprüche Dritter

Dem Risiko einer nachlassenden Profitabilität der Geschäftsbereiche begegnet Ahlers mit der permanenten Überwachung aller relevanten Kennzahlen der Marken und Geschäftsbereiche, wie z.B. der Kalkulations- oder der erzielten Rohertragsmarge. Bei ersten Hinweisen auf eine sinkende Profitabilität werden zusammen mit dem jeweiligen Geschäftsführer eine Situationsanalyse und Maßnahmenplanung eingeleitet, um dem Risiko möglichst frühzeitig zu begegnen.
Beschaffungsrisiken sind eine ständige Herausforderung in der Modeindustrie. Die Branchenunternehmen befinden sich dabei in einem Spannungsfeld von Kosten und Zuverlässigkeit, wobei sowohl Stillstand als auch zu schnelles Verlagern von Beschaffungsorten die Gesellschaft gefährden können. Ahlers minimiert diese Risiken durch eine sorgfältige und frühzeitige Auswahl qualifizierter Lieferanten und gründliche Qualitätskontrollen.
Kontinuierlich werden Preisveränderungen auf dem Beschaffungsmarkt beobachtet und analysiert. Eine Verlagerung von Produktionsstätten wird immer von einer Qualitätssicherung flankiert und mit langsam steigenden Stückzahlen realisiert, die erst bei positiven Liefererfahrungen erfolgen.
Eine strenge Bonitätsprüfung sowie eine Versicherung gegen Zahlungsausfälle reduzieren die Forderungsrisiken der Ahlers Gruppe. Eine Auslieferung ohne Forderungsversicherung erfolgt nur nach kritischer Überprüfung und soweit vorhanden der Analyse der bisherigen Kundenbeziehung. Forderungsrisiken, die nicht versicherbar sind, müssen vom Vorstand freigegeben werden. Der Vorstand überprüft diese Entscheidung nach Bedarf oder regelmäßig spätestens nach sechs Monaten. Bisher ist es noch nie zu größeren Ausfällen bei Ahlers gekommen. Infolge der zunehmenden Internationalisierung nahmen die nicht versicherbaren Forderungen über die letzten Jahre zu. Im Berichtszeitraum gingen sie aber in Folge der konjunkturellen Erholung wieder zurück.
Lizenzrisiken bestehen in der Beendigung der Lizenzverträge oder der Übertragung von Markenrechten an Dritte. Ahlers wirkt diesen Risiken mit Vertragsverlängerungen mit langen Laufzeiten entgegen und beobachtet permanent die nationale und internationale Registrierung der Marken.
Rechtliche Risiken aus Gerichts- oder ähnlichen Verfahren, die sich negativ auf die Ertragslage des Konzerns auswirken könnten, sind momentan nicht erkennbar. Eine Versicherung deckt Gewährleistungsansprüche aus der Produkthaftpflicht ab, die bisher jedoch in keinem nennenswerten Umfang gestellt worden sind. Zudem ist Ahlers gegen Kosten aus einer Rückruf-Aktion versichert.
Das Liquiditätsrisiko und Risiko von Zahlungsstromschwankungen wird kontinuierlich überwacht und die Liquidität mit hinreichend großen Kreditlinien sichergestellt, die saisonale und auch unerwartete Liquiditätsbelastungen abdecken und auf mehrere Kreditinstitute verteilt sind. Eine regelmäßige Kommunikation mit den kreditgebenden Instituten sowie lange Laufzeiten für den Grundbedarf sichern die Liquidität. Zum Geschäftsjahresende 2009/10 ging die ohnehin geringe Nettoverschuldung des Konzerns weiter zurück. Die Zahlungsströme des eigentlichen Geschäfts sind über die Saison gut kalkulierbar. Hierbei wird der Cashflow vor allem durch die Profitabilität und die Schwankungen des Net Working Capitals beeinflusst. Im Berichtsjahr wurde durch eine deutliche Reduzierung der Forderungen eine geringere Kapitalbindung erzielt.
Es bestehen keine erwähnenswerten Risiken aus der Kapitalstruktur. Der Ahlers Konzern verfügt über eine hohe Eigenkapitalquote und hat nur eine geringe Nettoverschuldung. Schwer kalkulierbare Positionen wie z. B. Pensionsrückstellungen haben eher einen kleineren Anteil an der Bilanzsumme.
Währungsrisiken bestehen vor allem aus der Warenbeschaffung in Asien, die vornehmlich in US-Dollar erfolgt. Die Sicherung des Wechselkurses erfolgt jede Saison mittels einer mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Richtlinie, die zu bestimmten Zeitpunkten im Saisonzyklus bestimmte Mindest- und Höchstabsicherungsquoten vorsieht. Hiernach werden anhand einer Bedarfsplanung bestimmte Volumina zu bestimmten Zeitpunkten mit Devisentermingeschäften abgesichert. Eine regelmäßige Berichterstattung zeigt den Bedarf und die Absicherung mit diesen Finanzinstrumenten.
IT-Risiken entstehen durch die wachsende Vernetzung der Informationssysteme und die Notwendigkeit ihrer ständigen Verfügbarkeit. Rechnersysteme und Netzwerke können ausfallen, was zu einer massiven Störung führen oder einem unberechtigten Datenzugriff bzw. -missbrauch unterliegen würde. Wir begegnen diesen Risiken mit dem Einsatz moderner Hard- und Software auf aktuellstem Sicherheitsstandard. Qualifizierte interne und externe Experten sorgen permanent für den Schutz und die Optimierung der Ahlers IT-Systeme. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch regelmäßige Investitionen in Hard- und Software, Virenscanner, Firewallsysteme und Zugangs- und Zugriffskontrollen. Die IT-Infrastruktur der Ahlers AG wurde als Zeichen für seine Sicherheit mit dem TÜV-Prüfzeichen "Trusted Site Infrastructure" ausgezeichnet.

Ein umfassender Versicherungsschutz sichert unter anderem die Risiken durch Betriebsunterbrechung, Verlust von Waren sowie Schadensersatzansprüche ab.

Die Bereichsrisiken im Ahlers Konzern bestehen aus:

Kollektionserfolg

Lagerbestände

Kundenabhängigkeit

Das Kollektionsrisiko besteht in der Modebranche jede Saison darin, dass die Kollektionen vom Markt nicht ausreichend angenommen werden und dadurch Umsatzeinbußen entstehen. Die Vielfalt und Bekanntheit der Marken im Ahlers Konzern reduziert dieses Risiko. Zeitnahe Berichte über Vorverkäufe und monatliche Reports der Geschäftsbereiche über die Marktlage informieren den Vorstand über die Marktstärke unserer Produkte. Die Integration von Abverkaufsinformationen aus dem Handel und den eigenen Geschäften fördern die Gestaltung verkaufsstarker Ware.
Die Beherrschung des Lagerrisikos stellt eine wichtige Aufgabe in der Modeindustrie dar. Für eine langfristig erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Handel ist die Lieferfähigkeit von immenser Bedeutung. Gleichzeitig muss jedoch der Lagerbestand am Ende der Saison verkauft sein, um die Liquidität des Unternehmens zu entlasten. Ahlers minimiert das Risiko, indem die Lagerbestände durch regelmäßige Bestandskontrollen und mittels systematischer Dispositions- und Verkaufsprinzipien überwacht und auf dem richtigen Niveau gehalten werden.
Das Risiko der Kundenabhängigkeit entsteht durch den Trend, dass zunehmend große Filialisten den klassischen Facheinzelhandel verdrängen, wodurch der Umsatzanteil von einigen Großkunden steigt. Größere Anbieter, die den Handel mit qualitativ hochwertiger Ware professionell bedienen, profitieren von dieser Entwicklung. Ahlers tritt mit Kunden auf allen Ebenen in den Dialog, um die Marktbedürfnisse und Probleme frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig verringert Ahlers seine Kundenabhängigkeit durch die fortschreitende Internationalisierung, Vertikalisierung sowie den Aufbau eigener Retailaktivitäten. Die Gesellschaft hat darüber hinaus ein Berichtssystem implementiert, welches eine ständige und zeitnahe Überwachung von Auslieferungsquoten, termingerechten Auslieferungen, Auftragsbeständen und Umsätzen sicherstellt, um alle Kunden gut zu bedienen und die Kundenbeziehungen zu festigen. Der Ahlers Konzern hat prinzipiell eine eher niedrigere Abhängigkeit von einzelnen Kunden, weil die verschiedenen Marken unterschiedlich positioniert sind und damit andere Einzelhandelskonzepte bedienen. Der größte Einzelkunde hatte im Berichtsjahr einen Umsatzanteil von 4,9 Prozent.
Die Gesamtrisikosituation des Ahlers Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2009/10 nicht grundlegend gegenüber dem Vorjahr verändert. Vom heutigen Standpunkt aus lassen sich keine Risiken erkennen, die alleine oder in Kombination mit anderen Risiken, den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems nach §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess und erläuternder Bericht

Zwei wesentliche Komponenten sichern die Vermeidung oder Reduzierung von Risiken im Unternehmen ab: ein System von Anweisungen und Geschäftsordnungen auf der einen Seite und kontrollierenden Berichten auf der anderen Seite.
Geschäftsordnungen regeln für den Aufsichtsrat, den Vorstand und die Geschäftsführer aller Konzerngesellschaften Handlungsspielräume und die Einbeziehung verschiedener Hierarchieebenen im Entscheidungsprozess. Einzelanweisungen, die für alle Mitarbeiter gelten, sind im Intranet des Ahlers Konzerns abrufbar. Dort findet sich auch die Grundwerteerklärung des Konzerns.
Kontrollierende Berichte zur Risikosituation werden allen Verantwortlichen in verschiedenen Detaillierungsgraden in festgelegten angemessenen Frequenzen, meist monatlich, zugeleitet. Der Aufsichtsrat wird quartalsweise mit einem Risikobericht über die Zentralrisiken und die Bereichsrisiken informiert.

Internes Kontrollsystem im Rechnungslegungs- und Konsolidierungsprozess

Zielsetzung des internen Kontrollsystems des Rechnungslegungs- und Konsolidierungsprozesses ist es, Fehlerquellen zu minimieren und Fehler schnell zu erkennen. Hierzu sind die Buchhaltungsabteilungen des Ahlers Konzerns pro Land zentral, in einigen Fällen sogar länderübergreifend organisiert. Die Mitwirkung externer Dienstleister am Abschlussprozess beschränkt sich in der Regel auf Steuerberechnungen. In kleineren Ausnahmefällen werden Abschlüsse auch extern erstellt.
Systemtechnisches Rückgrat der Buchhaltung ist das SAP-System, auf das regional aktiv sowie zentral kontrollierend zugegriffen werden kann. Die SAP-Stammdatenpflege und -Systembetreuung erfolgt zentral.
Ein Konzern-Rechnungslegungs-Handbuch sorgt für die bilanzielle Gleichbehandlung aller wiederkehrenden Sachverhalte. Neue Sachverhalte werden mit der Konzernzentrale abgestimmt. Änderungen in der Konzern-Rechungslegung werden unmittelbar an alle beteiligten Mitarbeiter und betroffenen externen Dienstleister kommuniziert. Das Reporting der Tochtergesellschaften erfolgt mittels einheitlicher Formulare, die zu jedem Monats-, Quartals- und Jahresabschluss von den jeweiligen Buchhaltungsabteilungen ausgefüllt werden. Hierzu gehören u. a. der landesrechtliche und der IFRS-Abschluss sowie eine Abstimmung der Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften. Alle Angaben fließen in der zentralen Konsolidierungsabteilung zusammen. Dort erfolgen sämtliche konzerninternen Abstimmungen, Konsolidierungen, die Überwachung von Berichtsfristen und die Qualitätskontrolle der Berichtsdaten. Hier erfolgt auch die zentrale Verarbeitung aller Einzelabschlüsse zum Konzernabschluss unter Anwendung einer Konsolidierungssoftware. Die Kontrolle im Bereich der Konsolidierung ergibt sich aus dem Konsolidierungsprozess. Abstimmungsdifferenzen in der Konsolidierung werden an die beteiligten Tochtergesellschaften kommuniziert und korrigiert.
Generell gilt im Konzern das Vier-Augen-Prinzip. Wichtige Abschlussentscheidungen wie Vorrats- und Forderungsbewertungen werden vom Vorstand überprüft und freigegeben. Flache Hierarchien, direkte Berichtswege und monatliche Abschlusserstellung ermöglichen die Erkennung von Risiken und die frühzeitige Aufdeckung von Fehlern.
Die Interne Revision ist regelmäßig auf abschlussrelevante Themen angesetzt und im Jahresabschlussprozess kontrollierend tätig. Ein Schwerpunkt ist dabei stets die Bestandsführung und -bewertung, die in der Bekleidungsbranche besonders anspruchsvoll und wichtig für das Ergebnis ist. Auch die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in den rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird regelmäßig durch die Konzernrevision überprüft.
Mit den von uns eingerichteten Prozessen, Systemen und Kontrollen ist hinreichend gewährleistet, dass der Konzernrechnungslegungsprozess im Einklang mit den Internationalen Financial Reporting Standards (IFRS), dem HGB sowie anderen rechnungslegungsrelevanten Regelungen und Gesetzen erfolgt und somit zulässig ist.

ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN UND ERLÄUTERNDER BERICHT
NACH §§ 289 ABS. 4, 315 ABS. 4 HGB UND § 176 ABS. 1 SATZ 1 AKTG

Das Grundkapital der Ahlers AG beträgt zum 30. November 2010 43.200.000,00 EUR. Es war aufgeteilt in 8.000.000 Stück Stammaktien (55,6 Prozent) und 6.400.000 Stück Vorzugsaktien (44,4 Prozent). Die Stamm- und Vorzugsaktien verfügten über einen rechnerischen Betrag von je 3,00 EUR am Grundkapital. Gemäß § 22 der Satzung gewährt jede Stammaktie der Gesellschaft eine Stimme auf der Hauptversammlung. Dagegen sind die Vorzugsaktien gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung stimmrechtslos. Es existieren keine Stimmrechtskontrollen für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital der Ahlers AG beteiligt sind.
500 Stück der Stammaktien sind vinkulierte Namensaktien, die mit einem Entsenderecht für ein Aufsichtsratsmandat ausgestattet sind. Inhaber dieser vinkulierten Namensaktien ist die Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers KG. Die restlichen 14.399.500 Aktien sind Inhaberaktien.
Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Ahlers AG, Herr Jan A. Ahlers, ist am 30. November 2010 direkt und indirekt über die Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers KG sowie die WTW-Beteiligungsgesellschaft mbH insgesamt mit einem Anteil von 48,6 Prozent am Grundkapital der Ahlers AG (51,2 Prozent ohne Berücksichtigung der eigenen Aktien der Ahlers AG) beteiligt. Dabei hält er 71,9 Prozent der Stammaktien (75,7 Prozent ohne Berücksichtigung der eigenen Aktien der Ahlers AG) und 19,5 Prozent der Vorzugsaktien (20,5 Prozent ohne Berücksichtigung der eigenen Aktien der Ahlers AG). Darüber hinaus hielt die Ahlers AG zum Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahresstichtag eigene Stammaktien von aufgerundet 5,0 Prozent, ebenso war sie an den Vorzugsaktien mit einem Anteil von aufgerundet 5,0 Prozent vertreten, dies entsprach einem Gesamtanteil am Grundkapital von rund 5,0 Prozent.
Nach Ablauf des Geschäftsjahres haben sich durch Einzug der eigenen Aktien durch die Gesellschaft Veränderungen in der Kapital- und Beteiligungsstruktur ergeben, die im Kapitel zur Aktie auf Seite 30 sowie im Nachtragsbericht auf Seite 109 näher erläutert werden.
Der Vorstand der Ahlers AG besteht gemäß § 8 der Satzung aus mindestens einem Mitglied. Der Aufsichtsrat bestimmt die Anzahl der Vorstandsmitglieder und kann einen Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden oder stellvertretenden Sprecher des Vorstands ernennen. Es können auch stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden.
Satzungsänderungen können gemäß der Regelungen der §§ 179 ff. AktG mit der Zustimmung von mindestens drei Vierteln des bei der Hauptversammlung vertretenen Grundkapitals beschlossen werden. Der Aufsichtsrat ist befugt Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, selbst vorzunehmen (§ 27 der Satzung).
Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung ermächtigt, bis zum 30. April 2013 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien und/oder stimmrechtsloser Vorzugsaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu 21,6 Mio. EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Er kann dabei das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats in folgenden Fällen ausschließen:

(i) um Spitzenbeträge auszugleichen;

(ii) wenn die Aktien gegen Sacheinlage, insbesondere im Rahmen des Erwerbs von oder des Zusammenschlusses mit Unternehmen oder des Erwerbs von Beteiligungen an Unternehmen, ausgegeben werden; das Bezugssrecht aufgrund dieser Ermächtigung darf nur auf Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von bis zu 30 % des Grundkapitals (also in Höhe von bis zu insgesamt 12.960.000,--) ausgeschlossen werden;

(iii) wenn die Aktien der Gesellschaft gegen Bareinlage ausgegeben werden und der Ausgabepreis je Aktie den Börsenpreis der im Wesentlichen gleich ausgestatteten, bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der Ausgabe der Aktien nicht wesentlich unterschreitet. Der Bezugsrechtsausschluss kann in diesem Fall jedoch nur vorgenommen werden, wenn die Anzahl der in dieser Weise ausgegebenen Aktien zusammen mit der Anzahl eigener Aktien, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden, und der Anzahl der Aktien, die durch Ausübung von Options- und/oder Wandlungsrechten oder Erfüllung von Wandlungspflichten aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und/oder Genussrechten entstehen können, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach §186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden, 10 % des Grundkapitals weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung noch zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien überschreitet;

(iv) soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Optionsscheinen und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf die neuen Aktien in dem Umfang zu gewährleisten, wie es ihnen nach Ausübung des Options- oder Wandlungsrechts zustehen würde.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 zu Tagesordnungspunkt 7 wurde der Vorstand weiter ermächtig, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 4. November 2012 eigene Aktien der Gesellschaft gleich welcher Gattung (Stamm- oder Vorzugsaktien) bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft in Höhe von EUR 43.200.000 zu erwerben.
Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder von ihr abhängige oder in Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder durch auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb kann sich auf Aktien nur einer Gattung beschränken.

Arten des Erwerbs

Der Erwerb darf nach Wahl des Vorstands

(1) über die Börse oder

(2) aufgrund eines an jeweils alle Aktionäre einer Gattung gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. aufgrund einer an jeweils alle Aktionäre einer Gattung gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten erfolgen.

Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Kaufpreis je Aktie gleicher Gattung (ohne Erwerbsnebenkosten) den am entsprechenden Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs an der Frankfurter Wertpapierbörse um nicht mehr als 10 Prozent über- oder unterschreiten.
Erfolgt der Erwerb aufgrund eines an jeweils alle Aktionäre einer Gattung gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder aufgrund einer an jeweils alle Aktionäre einer Gattung gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten, dürfen

im Falle eines an jeweils alle Aktionäre einer Gattung gerichteten öffentlichen Kaufangebots der gebotene Kaufpreis je Aktie der betreffenden Gattung (ohne Erwerbsnebenkosten) bzw.

im Falle einer an jeweils alle Aktionäre einer Gattung gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten die Grenzwerte der von der Gesellschaft festgelegten Kaufpreisspanne

den Mittelwert der Schlusskurse der Aktien der betreffenden Gattung der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Börsenhandelstage vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung des öffentlichen Kaufangebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten um nicht mehr als 10 Prozent über- oder unterschreiten.
Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines an jeweils alle Aktionäre einer Gattung gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. einer an jeweils alle Aktionäre einer Gattung gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Kaufangebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Mittelwert der Schlusskurse der Aktien gleicher Gattung der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Börsenhandelstage vor der öffentlichen Ankündigung der Anpassung abgestellt.
Sofern ein öffentliches Kaufangebot überzeichnet ist, kann es nur nach Quoten angenommen werden. Sofern im Fall einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht alle angenommen werden, kann die Annahme der Angebote nur nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Behandlung geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück Aktien je Aktionär sowie eine kaufmännische Rundung zur Vermeidung rechnerischer Bruchteile von Aktien können vorgesehen werden. In diesen Fällen sowie bei nur quotalem Erwerb von Aktien ist ein etwaiges weitergehendes Andienungsrecht der Aktionäre insoweit ausgeschlossen.
Das öffentliche Kaufangebot bzw. die öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten kann weitere Bedingungen vorsehen.

Verwendung der eigenen Aktien

Der Vorstand wird ermächtigt, die aufgrund dieser Ermächtigung oder einer oder mehrerer früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken, zu verwenden:

(1) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrags der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.

(2) Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder aufgrund eines Angebots an alle Aktionäre veräußert werden, wenn der bar zu zahlende Kaufpreis den Börsenpreis der im Wesentlichen gleich ausgestatteten, bereits börsennotierten Aktien nicht wesentlich unterschreitet. Die Anzahl der in dieser Weise veräußerten Aktien darf zusammen mit der Anzahl der neuen Aktien, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aus genehmigtem Kapital unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden, und der Anzahl der Aktien, die durch Ausübung von Options- und/oder Wandlungsrechten oder Erfüllung von Wandlungspflichten aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und/oder Genussrechten entstehen können, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden, 10 Prozent des Grundkapitals nicht überschreiten. Maßgeblich ist das Grundkapital zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung über die vorliegende Ermächtigung oder - falls dies geringer ist - das zum Zeitpunkt der Ausnutzung der vorliegenden Ermächtigung bestehende Grundkapital.

(3) Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere auch in Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen.

Die vorstehenden Ermächtigungen können einmal oder mehrmals, ganz oder teilweise, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden. Die Ermächtigungen unter (2) und (3) können auch durch abhängige oder in Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder durch auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgenutzt werden.
Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aufgrund dieser Ermächtigung oder einer oder mehrerer früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien wird ausgeschlossen, soweit sie gemäß den vorstehenden Ermächtigungen unter (2) und (3) verwendet werden.
Es bestehen keine Vereinbarungen der Gesellschaft für den Fall eines Kontrollwechsels. Ebenso existieren keine Entschädigungsvereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder anderen Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung ist im Corporate Governance Bericht auf Seite 32 enthalten. Sie steht auch im Internet unter www.ahlers-ag.com zur Verfügung.

VERGÜTUNGSBERICHT

Der nachstehende Vergütungsbericht ist Bestandteil des Konzernlageberichts und des Lageberichts für die Ahlers AG.
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat beschlossen und regelmäßig überprüft. Dabei wird die Größe, Tätigkeit sowie die wirtschaftliche Situation der Ahlers AG auf der einen Seite berücksichtigt. Die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds und der persönliche Beitrag am Erfolg des Unternehmens auf der anderen Seite sind weitere wichtige Angemessenheitskriterien. Die Gesamtbezüge und ihre einzelnen Bestandteile stehen nach der Beurteilung des Aufsichtsrats in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandmitglieds und zur wirtschaftlichen Lage der Ahlers AG. Der Personalausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Er unterbreitet dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung Vorschläge zur Vergütung, zum Vergütungssystem und seiner regelmäßigen Überprüfung sowie zum Abschluss, der Änderung und Beendigung der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder.

Die Vergütung ist grundsätzlich leistungsorientiert und setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen:

Ein fixes Jahresgehalt, das monatlich gezahlt wird und regelmäßig vom Aufsichtsrat auf seine Angemessenheit überprüft wird.

Die ergebnisabhängige Tantieme, die als fester Prozentsatz des Konzern-Jahresüberschusses bestimmt ist.

Eine zielorientierte Tantieme, die abhängig ist vom Erreichen bestimmter, vom Aufsichtsrat festgelegter Ziele. Die Höhe orientiert sich dabei an dem Zielerreichungsgrad. Für die zielorientierte Tantieme ist ein Höchstbetrag festgesetzt.

Eine langfristig am Aktienkurs orientierte Tantieme, die sich nach dem Kurszuwachs der Ahlers-Aktien zweier Vierjahresperioden mit möglichen Auszahlungen in den Jahren 2012 und 2013 richtet. Ihre Überlassung ist zusätzlich an die Realisierung von Profitabilitätszielen gebunden und kann durch gesteigerte Working-Capital-Effizienz und Profitabilität weiter erhöht werden. Diese langfristig orientierten Tantiemerechte wurden am Geschäftsjahresende mit einem Betrag von 226 TEUR (Vorjahr 130 TEUR) bewertet.

Sonstige Vergütungsbestandteile bestehen in der Bereitstellung eines Firmenwagens der oberen Mittelklasse, der auch privat genutzt werden kann, sowie für das auswärtige Vorstandsmitglied eine Dienstwohnung am Firmensitz. Pensionszusagen für Vorstandsmitglieder existieren nicht. Vorstandsmitglieder erhalten keine Kredite.

Eine Neufestsetzung der Vergütung ist seit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung vom 31. Juli 2009 nicht erfolgt. Die bestehenden Dienstverträge der beiden Vorstandsmitglieder wurden auch im Geschäftsjahr 2009/10 nicht verändert. Die Vorstandsverträge beinhalten keine ausdrückliche Abfindungszusage für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses. Es bestehen ebenfalls keine sogenannten "Change of Control"-Klauseln für den Fall einer Übernahme. Die Gesellschaft hat den Mitgliedern des Vorstands keine Kredite gewährt. Ruhegeldzusagen sind den amtierenden Mitgliedern des Vorstandes nicht gemacht worden.
Die Hauptversammlung 2006 hat festgelegt, dass die individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge für die Dauer von fünf Jahren unterbleibt. Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2009/10 (2008/09) setzen sich demnach wie folgt zusammen:

Gesamtbezüge des Vorstands:

in TEUR Fixes Gehalt Jahresbonus* Sonstiges Gesamt
2008/09 660 174 63 897
2009/10 660 503 64 1.227

* bestehend aus ergebnisabhängiger und zielorientierter Tantieme

Ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. Geschäftsführer der Adolf Ahlers GmbH bzw. deren Hinterbliebene erhielten im Geschäftsjahr 2009/10 Bezüge von insgesamt 76 TEUR (Vorjahr 76 TEUR).

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Aufsichtsratsvergütung ist in § 18 der Satzung geregelt. Analog zur Vorstandsvergütung richtet sich auch die Entlohnung der Aufsichtsratsmitglieder sowohl nach der Größe und wirtschaftlichen Situation der Ahlers AG als auch nach den Aufgaben des jeweiligen Aufsichtsratsmitglieds. Die Vergütung setzt sich aus einer fixen und einer variablen Komponente zusammen. Die variable Komponente errechnet sich aus einem festen Promillesatz vom Konzern-Jahresüberschuss unter Berücksichtigung eines Schwellenwertes und ist nach oben beschränkt. Der Aufsichtsratsvorsitz, die Stellvertretung sowie der Vorsitz in einem Ausschuss werden zusätzlich vergütet.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr 2009/10 (2008/09):

in TEUR Feste Vegütung Variable Vergütung Gesamt
2008/09 105 15 120
2009/10 105 50 155

Sämtliche Auslagen, die im Zusammenhang mit der Aufsichtsratstätigkeit anfallen, sowie die auf die Bezüge anfallende Umsatzsteuer werden den Aufsichtsratsmitgliedern ersetzt. Auch die Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Kredite. Die Kanzlei Feddersen Heuer & Partner, bei der der Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Heuer Partner ist, hat die Gesellschaft in einem anhängigen Rechtsstreit vertreten und dafür einen Betrag von 3 TEUR berechnet.

NACHTRAGSBERICHT

Die Ahlers AG hielt seit dem Geschäftsjahr 2008/09 insgesamt rund 5 Prozent eigene Aktien, die auf Basis der von der Hauptversammlung am 15. Mai 2008 beschlossenen Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG in der Zeit von November 2008 bis April 2009 über die Börse und ein öffentliches Aktienrückkaufprogramm erworben wurden.
Die Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 hat den Vorstand zu Punkt 7 der Tagesordnung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden. Insbesondere können die eigenen Aktien im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrages der übrigen Stückaktien am Grundkapital eingezogen werden. Der Vorstand ist in diesem Fall zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.
Auf der Grundlage dieser Ermächtigung hat der Vorstand der Ahlers AG am 9. Dezember 2010 beschlossen, die von der Ahlers AG erworbenen eigenen Aktien gemäß § 237 Abs. 3 Nr. 3 AktG im Wege des vereinfachten Verfahrens ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrages der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft einzuziehen. Der Aufsichtsrat hat dem Beschluss des Vorstandes am gleichen Tage zugestimmt. Die Einziehung der eigenen Aktien erfolgte am 24. Januar 2011.
Es handelte sich um 399.686 voll eingezahlte auf den Inhaber lautende nennwertlose Stammaktien und um 318.794 voll eingezahlte auf den Inhaber lautende nennwertlose Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Das Grundkapital der Ahlers AG von 43,2 Mio. EUR teilt sich nach der Einziehung auf in 13.681.520 nennwertlose Stückaktien. Diese setzen sich aus 7.600.314 Stammaktien (davon unverändert 500 vinkulierte Namensaktien) und 6.081.206 Vorzugsaktien zusammen. Der rechnerische Betrag je Stamm- und Vorzugsaktie am Grundkapital erhöht sich dadurch auf rund 3,16 EUR von bisher 3,00 EUR.
Die Beteiligungsverhältnisse nach Einzug der eigenen Aktien finden sich im Kapitel "Die Aktie" auf Seite 30.
Nach dem Bilanzstichtag sind keine weiteren Ereignisse von besonderer Bedeutung aufgetreten, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.

PROGNOSEBERICHT

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Die Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2010 insgesamt überraschend zügig von der schweren Krise der Vorjahre erholt. Für das nächste Jahr rechnen Experten mit einem weiteren, allerdings leicht abgeschwächten Wachstum der Weltwirtschaft von 4,0 Prozent (2010: 4,5 Prozent).
Während für die asiatischen Länder mit Ausnahme Japans noch sehr dynamische Wachstumsraten für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) prognostiziert werden, sehen die Voraussagen für die Länder in Europa und für den amerikanischen Raum differenziert aus. Für die USA wird ein moderater Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 1,5 - 2,5 Prozent erwartet.
Das BIP der Eurozone dürfte laut Commerzbank Prognose um 2,5 Prozent steigen. Das Wirtschaftswachstum soll hier weiterhin im Wesentlichen durch Deutschland, die Benelux-Länder, Österreich und Finnland getragen werden, während die südeuropäischen Länder noch mit Struktur- und Finanzierungsproblemen kämpfen. Aber auch in den wachstumsstärkeren Ländern wird von einer Verlangsamung der wirtschaftlichen Erholung ausgegangen, da staatliche Förderungsmaßnahmen wegen der Konsolidierungsbemühungen zurückgeführt werden und damit als Wachstumstreiber ausfallen. Polen und die Slowakei, die bereits 2010 eine solide Wirtschaftsentwicklung verzeichneten, liegen auch in den Schätzungen für 2011 bei den Wachstumsraten vorne. Für Russland gehen die Prognosen von einer weiteren Verbesserung der Wirtschaftslage von 4,0 - 4,5 Prozent im laufenden Jahr aus.
Für Deutschland sind die Konjunkturprognosen weiterhin positiv. Nach dem unerwartet hohen BIP-Wachstum von 3,6 Prozent im Jahr 2010 erwarten die meisten Wirtschaftsforschungsinstitute für das laufende Jahr 2,4 Prozent Plus. Nach dem kräftigen Exportwachstum des Vorjahrs soll nun die inländische Investitionsnachfrage steigen. Die Arbeitslosigkeit dürfte von vergleichsweise niedrigem Niveau weiter sinken. Das stützt das Verbrauchervertrauen und die Konsumneigung.
Auf der Basis der uns vorliegenden Prognosezahlen gehen wir für das laufende Jahr von einer grundsätzlich positiven Wirtschaftsentwicklung aus. Unsicherheiten bestehen aus unserer Sicht noch im Finanz- und Bankenbereich. Des Weiteren könnte vor dem Hintergrund des üppigen Geldmengenwachstums weltweit und der hohen Nachfrage nach Rohstoffen und einigen Grundnahrungsmitteln die Inflation zunehmen. Wir sind bei unseren Planungen von weitgehend unveränderten Wechselkursen ausgegangen.

Branchenausblick

In Deutschland misst die GfK zurzeit vor dem Hintergrund der positiven Konjunkturerwartungen, der steigenden Arbeitsplatzsicherheit und privaten Einkommen ein gutes Konsumklima. Nachdem der deutsche Textileinzelhandel im Jahr 2010 ein Plus von 3 Prozent erzielt hat (Quelle: Textilwirtschaft 01_2011), erwarten wir deshalb auch für dieses Jahr ein weiteres leichtes Plus.
In den für uns wichtigen Märkten in Westeuropa gehen wir für den Bekleidungseinzelhandel von einer ähnlichen moderat positiven Entwicklung aus. In den mittel- und osteuropäischen Märkten sollte wegen der zunehmenden wirtschaftlichen Erholung in der Breite auch der Bekleidungseinzelhandel stärker als im Vorjahr wachsen. Auch für Russland unterstellen wir im Zuge des fortgesetzten wirtschaftlichen Aufschwungs einen deutlichen Impuls für den Bekleidungsumsatz.
Seit Mitte des Jahres 2010 steigen sowohl die Materialkosten als auch die Lohnfertigungspreise vor allem getrieben durch die steigende Nachfrage des chinesischen Binnenmarktes. Die Stoffpreise könnten sich durch verstärkten Baumwollanbau mittelfristig wieder normalisieren. Die Lohnfertigungskosten werden dagegen wahrscheinlich hoch bleiben. Durch Standortverlagerung lassen sie sich noch etwas reduzieren, bleiben aber deutlich höher als in der Vergangenheit.
Deshalb werden sich Preiserhöhungen für den Einzelhandel und damit auch für den Endkunden vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2011 nicht vermeiden lassen. Inwieweit das die Umsätze des Bekleidungseinzelhandels beeinflusst, lässt sich heute schlecht schätzen. Das Management von Ahlers ist aber zuversichtlich, dass die Preissteigerungen in einem positiven konjunkturellen Umfeld das Absatzvolumen nicht stark beeinflussen.

Schlüsselaktivitäten für das Jahr 2011

Für das gerade begonnene Geschäftsjahr 2010/11 haben wir uns einiges vorgenommen. Wichtige Aktivitäten, in denen wir Chancen für den Konzern sehen, sind zum Beispiel:

Ausbau der Retailorganisation

Das Management des Retailbereichs wird in diesem Jahr erweitert und das Team verstärkt. Mit einem erweiterten IT-System wird die Flächensteuerung professionalisiert.

Eröffnung weiterer eigener Stores

Wir planen die Eröffnung von fünf bis zehn eigenen Stores im Jahr 2011, wie beispielsweise für Baldessarini in München. Zudem wollen wir selbstbewirtschaftete Shop-in-Shop-Flächen im Einzelhandel gewinnen.

Ausbau des Internetgeschäfts

Gin Tonic hat seinen eigenen Online-Shop im Jahr 2010 eröffnet. Otto Kern und Baldessarini mit eigenen Online-Shops sollen 2011 folgen. Zunehmend stärker wollen wir auch die Präsenz bei Multi-Marken-Plattformen zeigen.

Ausbau der Pierre Cardin Damenkollektion

Ein neues, professionelles Team baut unsere Pierre Cardin Damenhosen und Jeans Kollektionen aus, um weiteres Umsatzpotenzial für Wholesale und Retail zu erschließen. Eine Erweiterung der Damenkollektion im Oberteilbereich ist bereits in Planung.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Die Auftragsbestände für die Frühjahr-/Sommersaison erhöhten sich für die Premium Brands um einen zweistelligen Prozentsatz und für alle Marken des Ahlers Konzerns bereinigt um das ausgegliederte Jupiter-Hemdengeschäft um einen einstelligen Prozentsatz. Wir erwarten, dass auch die Orders der Herbst-/Wintersaison weiter steigen werden. Zusätzlich rechnen wir mit einem Umsatzplus aus unseren Retailaktivitäten. Auf das Jahr hochgerechnet planen wir deshalb trotz der Ausgliederung von Jupiter-Hemd mit einem Umsatzplus von rund drei Prozent.
Im Laufe des Jahres wird weitere Produktion nach Asien verlagert werden. In unserem Produktionswerk in Sri Lanka wird ein leichter Kapazitätsaufbau erfolgen. Hierdurch werden wir den Anstieg von Fremdproduktionskosten dämpfen.
Die Sachaufwendungen dürften nur moderat steigen. Durch die Ausgliederung des Jupiter Hemdengeschäfts werden Einsparungen erzielt, die wir in den Aufbau des Retailgeschäfts und der Pierre Cardin Damen-Organisation "re-investieren".
Aus heutiger Sicht dürften keine größeren Einmaleffekte das Ergebnis belasten und auch die Steuerquote sollte zurückgehen. Deshalb erwarten wir im Geschäftsjahr 2010/11 einen leicht zweistelligen Zuwachs des Konzernergebnisses nach Steuern.
Die Investitionen dürften im Jahr 2010/11 etwa auf dem Niveau der Abschreibungen liegen. Das Working Capital Management behält hohe Priorität und deshalb sollte sich die Mittelbindung in Vorräten und Forderungen nicht wesentlich verändern. Zusammen mit einem steigenden Ergebnis sollten daher die Voraussetzungen für einen positiven Free Cashflow gegeben sein. Damit dürfte sich die ohnehin solide Finanzsituation weiter verbessern.

Prognose

Veränderungen
Trend Ist
zum Vorjahr
2010/11 2009/10
Umsatzentwicklung Deutschland + -

Westeuropa + +

Osteuropa/ Sonstige + +

Insgesamt + +
Ergebnis EBIT vor Sondereffekten + ++

Konzernergebnis ++ ++
Investitionen
++ -

+ Abweichungen mit einstelligem Prozentsatz
++ Abweichungen mit zweistelligem Prozentsatz

Für das Geschäftsjahr 2011/12 rechnen wir damit, dass der deutsche Bekleidungsmarkt eher wieder stagniert, aber in den Auslandsmärkten gute Zuwachsraten möglich sind. Basierend auf unserer Wachstumsstrategie Retailexpansion, systematische Internationalisierung und gezieltem Ausbau der Produktkompetenz im Premiumbereich wollen wir im Umsatz im einstelligen Prozentbereich und im Ertrag entsprechend weiter wachsen.

ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN

Wir weisen darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.

Ahlers AG
Herford, den 03. März 2011

Der Vorstand

Konzernbilanz zum 30. November 2010

A K T I V A

in TEUR Anhang 30.11.2010 30.11.2009
A. Langfristige Vermögenswerte



I. Sachanlagen (11)


1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
17.875 19.872

2. Technische Anlagen und Maschinen
1.792 1.642

3. Betriebs- und Geschäftsausstattung
11.886 13.063

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
278 96



31.831 34.673

II. Immaterielle Vermögenswerte (12)


Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
12.127 12.625



12.127 12.625

III. At-Equity Beteiligungen (13) 211 -

IV. Sonstige langfristige Vermögenswerte (14)


1. Sonstige finanzielle Vermögenswerte
1.001 1.094

2. Sonstige Vermögenswerte
18.282 18.177



19.283 19.271

V. Latente Steueransprüche (8) 1.690 2.694
Summe langfristige Vermögenswerte
65.142 69.263
B. Kurzfristige Vermögenswerte



I. Vorräte (15)


1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
20.979 18.913

2. Unfertige Erzeugnisse
331 229

3. Fertige Erzeugnisse und Waren
37.330 36.655



58.640 55.797

II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
(16)
36.069
40.240

III. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (17)


1. Sonstige finanzielle Vermögenswerte
1.036 591

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
177 825

3. Laufende Ertragsteueransprüche
2.574 3.679

4. Sonstige Vermögenswerte
4.330 4.666



8.117 9.761

IV. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (18) 21.322 14.013
Summe kurzfristige Vermögenswerte
124.148 119.811
Summe Aktiva
189.290 189.074

P A S S I V A

in TEUR Anhang 30.11.2010 30.11.2009
A. Eigenkapital (19)


I. Gezeichnetes Kapital (20) 43.200 43.200

II. Eigene Anteile (22) -5.040 -5.040

III. Kapitalrücklage (23) 15.024 15.024

IV. Gewinnrücklagen (24) 60.144 56.121

V. Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung (25) -353 -2.270
Summe Konzernanteile
112.975 107.035

VI. Nicht beherrschende Anteile
2.147 2.129
Summe Eigenkapital
115.122 109.164
B. Langfristige Schulden



I. Rückstellungen für Pensionen (26) 5.123 5.108

II. Sonstige Rückstellungen (27) 957 1.693

III. Finanzielle Verbindlichkeiten (28)


1. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
23.306 23.064

2. Nicht beherrschende Anteile an Personengesellschaften
1.292 1.201



24.598 24.265

IV. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (29) 1.808 1.659

V. Sonstige Verbindlichkeiten
28 35

VI. Latente Steuerverbindlichkeiten (8) 2.193 1.351
Summe langfristige Schulden
34.707 34.111
C. Kurzfristige Schulden



I. Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten
2.344 3.119

II. Sonstige Rückstellungen (30) 2.735 4.147

III. Finanzielle Verbindlichkeiten (28) 4.687 12.364

IV. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
15.062 13.323

V. Sonstige Verbindlichkeiten (31)


1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
3.386 2.328

2. Sonstige Verbindlichkeiten
11.247 10.518



14.633 12.846
Summe kurzfristige Schulden
39.461 45.799
Summe Schulden
74.168 79.910
Summe Passiva
189.290 189.074

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr 2009/10




2009/10 2008/09


Anhang in TEUR in TEUR
1. Umsatzerlöse (1) 250.800 249.440
2. Veränderung des Bestands an fertigen
und unfertigen Erzeugnissen

1.366 -6.527
3. Sonstige betriebliche Erträge (2) 5.119 7.062
4. Materialaufwand (3) -125.335 -124.108
5. Personalaufwand (4) -50.345 -51.687
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (5) -60.530 -56.866
7. Abschreibungen auf Sachanlagen,
immaterielle Vermögenswerte und sonstige
langfristige Vermögenswerte
(6) -5.963 -6.717
8. Zinsen und ähnliche Erträge (7) 368 677
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (7) -1.524 -2.264
10. Ergebnis vor Ertragsteuern
13.956 9.010
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (8) -5.486 -4.224
12. Konzern-Jahresüberschuss
8.470 4.786
13. davon entfallen auf:



- Anteilseigner der Ahlers AG
8.421 4.635

- Nicht beherrschende Anteile (9) 49 151
Ergebnis je Aktie (EUR) (10) 0,62 0,33

Konzern-Gesamtergebnisrechnung



2009/10 2008/09


in TEUR in TEUR
12. Konzernergebnis 8.470 4.786
14. Netto-Ergebnis aus Cashflow Hedges 548 -970
15. Währungsumrechnungsdifferenzen 1.369 -2.082
16. Umgliederungen in Verbindlichkeiten -30 -216
17. Sonstiges Ergebnis nach Steuern 1.887 -3.268
18. Gesamtergebnis 10.357 1.518
19. davon entfallen auf:


- Anteilseigner der Ahlers AG 10.339 1.509

- Nicht beherrschende Anteile 18 9

Konzern-Kapitalflussrechnung
für das Geschäftsjahr 2009/10


2009/10 2008/09

in TEUR in TEUR
Konzern-Jahresüberschuss 8.470 4.786
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.486 4.224
Zinserträge / Zinsaufwendungen 1.157 1.587
Abschreibungen / Zuschreibungen auf Anlagevermögen (Saldo) 5.963 5.617
Verluste / Gewinne aus Anlageabgängen (Saldo) 538 -461
Zunahme/Abnahme der Vorräte und sonstiger
lang- und kurzfristiger Vermögenswerte
1.811 11.520
Veränderung langfristiger Rückstellungen -721 -2.261
Veränderung der nicht beherrschenden Anteile (Personengesellschaften)
und sonstiger langfristiger Verbindlichkeiten
233 125
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen -1.412 -2.623
Veränderung der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten 3.720 -7.908
gezahlte Zinsen -1.361 -1.487
erhaltene Zinsen 327 455
gezahlte Ertragsteuern -6.291 -4.232
erhaltene Ertragsteuern 2.794 1.663
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 20.264 11.005
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen
des Sachanlagevermögens
1.348 1.831
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten 3 4
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -3.849 -6.360
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -128 -684
Auszahlungen für den Kauf von konsolidierten Unternehmen - -442
Auszahlungen für den Erwerb von At-Equity-Beteiligungen -211 -
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.837 -5.651
Dividendenauszahlung -4.409 -9.197
Rückkauf eigener Aktien - -4.766
Auszahlung an nicht beherrschende Anteile aus Kapitalherabsetzung - -2.499
Aufnahme / Tilgung von langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten 4.047 7.930
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -362 -8.532
Veränderung des Finanzmittelbestands 17.065 -3.178
Auswirkungen durch Veränderung des Konsolidierungskreises
und der Wechselkurse
1.362 -2.641
Finanzmittelbestand am 1.12. 3.102 8.921
Finanzmittelbestand am 30.11. 21.529 3.102

Zur Zusammensetzung des Finanzmittelbestands verweisen wir auf unsere Ausführungen im Konzernanhang, Tz. (18)

Konzern-Eigenkapital-
veränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2009/10


Auf Anteilseigner der Ahlers AG entfallendes Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital


Ausgleichs-
posten aus
der Fremd-
in TEUR Stamm-
aktien
Vorzugs-
aktien
Eigene
Anteile
Kapital-
rücklagen
Gewinn-
rücklagen
währungs-
umrechnung
Anhang (20) (20) (22) (23) (24) (25)
Stand am 30.11.08/01.12.08 24.000 19.200 -274 15.024 60.757 782
gesamtes Periodenergebnis



4.561 -3.052
gezahlte Dividenden



-9.197
Aktienrückkauf

-4.766


Stand am 30.11.09/01.12.09 24.000 19.200 -5.040 15.024 56.121 -2.270
gesamtes Periodenergebnis



8.422 1.917
gezahlte Dividenden



-4.409
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen



10
Stand am 30.11.10 24.000 19.200 -5.040 15.024 60.144 -353

Auf Anteilseigner der Ahlers AG entfallendes Eigenkapital

Summe Nicht Summe
in TEUR Konzern-
anteile
beherrschende
Anteile
Eigen-
kapital
Anhang


Stand am 30.11.08/01.12.08 119.488 2.120 121.608
gesamtes Periodenergebnis 1.509 9 1.518
gezahlte Dividenden -9.197
-9.197
Aktienrückkauf -4.766
-4.766
Stand am 30.11.09/01.12.09 107.035 2.129 109.164
gesamtes Periodenergebnis 10.339 18 10.357
gezahlte Dividenden -4.409
-4.409
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 10
10
Stand am 30.11.10 112.975 2.147 115.122

Anhang zum Konzernabschluss der Ahlers AG
für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2009 bis zum 30. November 2010

1. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Ahlers AG zählt zu den führenden europäischen Herstellern für Männermode. Sie geht zurück auf eine im Jahre 1919 von Adolf Ahlers im friesischen Jever gegründete Tuchgroßhandlung. Im Jahre 1932 wurde der Sitz der Gesellschaft von Oldenburg nach Herford verlegt, der Börsengang erfolgte im Jahre 1987.
Die Ahlers AG hat ihren Firmensitz in der Elverdisser Straße 313 in Herford, Deutschland, und ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Bad Oeynhausen (HRB 6541) eingetragen.
Die Aktien der Ahlers AG werden im amtlichen Handel an der Börse Frankfurt am Main und Düsseldorf sowie im Freiverkehr an anderen deutschen Börsen gehandelt.
Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Dezember und endet am 30. November eines Jahres. Der Konzernabschluss wird nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.
Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, alle Angaben erfolgen in Tausend Euro (TEUR). Durch die Erstellung des Konzernabschlusses in TEUR kann es zu Rundungsdifferenzen kommen, da die Berechnung der Einzelposten auf Zahlen in Euro basieren. Um die Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz zusammengefasst. Diese Posten werden im Konzernanhang detaillierter ausgewiesen und erläutert.

2. GRUNDLAGEN DER BILANZIERUNG

Der Konzernabschluss der Ahlers AG wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) einschließlich der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee zu den IFRS (IFRIC) und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Es wurden alle IFRS und IFRIC beachtet, die zum 30. November 2010 von der EU-Kommission übernommen wurden und verpflichtend anzuwenden sind. Herausgegebene, noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen werden nicht vorzeitig angewandt.
Der Abschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Zu allen Posten des Jahresabschlusses werden Vergleichszahlen des Vorjahres angegeben.
Der Konzernabschluss wurde grundsätzlich auf Grundlage historischer Anschaffungskosten aufgestellt. Eine Ausnahme hiervon ergibt sich lediglich bei derivativen Finanzinstrumenten, die zu Marktwerten bewertet wurden, sofern die Marktwerte zuverlässig bestimmt werden konnten.
Die Erstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der Verlautbarungen des IASB erfordert bei einigen Positionen, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf die Höhe und den Ausweis bilanzierter Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken.
Annahmen und Schätzungen beziehen sich insbesondere auf die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bestimmung der Nettoveräußerungswerte im Rahmen der Vorratsbewertung, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen sowie die Festlegung von Cashflows, Wachstumsraten und Diskontierungsfaktoren im Zusammenhang mit Wertminderungsprüfungen und der Bewertung von Marken.
Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis ergebniswirksam berücksichtigt.
Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Darüber hinaus hat der Konzern die folgenden neuen bzw. überarbeiteten und für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten Verlautbarungen angewandt, die im Geschäftsjahr 2009/10 erstmalig verbindlich anzuwenden waren:

IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" (2007)

Änderung des IAS 23 "Fremdkapitalkosten" (2007)

Änderungen zu IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse" (2008)

Änderungen zu IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" (2008)

Änderungen zu IAS 32 "Finanzinstrumente: Ausweis" (2008)

Änderungen zu IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" (2008)

IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" (2008)

IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" (2009)

IFRS 8 "Geschäftssegmente" (2006)

"Verbesserungen von IFRS" (2008) umfassen nicht dringende, aber notwendige kleinere Änderungen von insgesamt 21 Standards

Die Anwendung dieser Verlautbarungen hatte mit Ausnahme von der Darstellung und zusätzlichen Anhangangaben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Folgende für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten Verlautbarungen sind zum 30. November 2010 veröffentlicht, aber zu diesem Stichtag noch nicht verpflichtend anzuwenden (jeweils unter Angabe des Geschäftsjahresbeginns ihrer erstmaligen verpflichtenden Anwendung):

Änderungen zu IAS 24 "Angaben zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" (2009), am/nach 1. Januar 2011

Änderungen zu IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" (2009), am/nach 1. Januar 2010

IFRS 9 "Finanzinstrumente" (2009), am/nach 1. Januar 2013

"Verbesserungen von IFRS" (2009) umfassen nicht dringende, aber notwendige kleinere Änderungen von insgesamt neun Standards, am/nach 1. Januar 2010

"Verbesserungen von IFRS" (2010) umfassen nicht dringende, aber notwendige kleinere Änderungen von insgesamt fünf Standards, am/nach 1. Januar 2011

Die Umsetzung erfolgt im Jahr der erstmalig verpflichtenden Anwendung. Von den Möglichkeiten vorzeitiger Anwendung wurde kein Gebrauch gemacht. Mit der Ausnahme zusätzlicher bzw. modifizierter Anhangangaben werden bei der erstmaligen Anwendung keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.

3. KONSOLIDIERUNG

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss 2009/10 sind neben der Ahlers AG als Mutterunternehmen alle 15 inländischen und 24 ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, die die Ahlers AG direkt oder indirekt beherrscht. Eine Übersicht zu den Tochtergesellschaften und Beteiligungen befindet sich auf den Seiten 124/125.

Konsolidierungsgrundsätze

Alle konsolidierten Abschlüsse im Ahlers Konzern werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Geschäfts- oder Firmenwerte werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens bemessen. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.
Alle konzerninternen Salden, Erträge, Aufwendungen, Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen sowie sonstige konzerninterne Transaktionen werden in voller Höhe eliminiert.
Der Konzernabschluss der Ahlers AG wird in den Konzernabschluss der Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers KG, Herford, die auch das oberste beherrschende Mutterunternehmen darstellt, einbezogen.

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Im Geschäftsjahr wurde die UAB Stesa, LT-Vilnius auf die UAB Stesa Clasic, LT-Vilnius verschmolzen. Des Weiteren ist mit Wirkung vom 1. Dezember 2009 die Otto Kern GmbH, Zweigniederlassung Österreich, in die eigenständige Otto Kern Austria GmbH, A-Mariasdorf umgewandelt worden. Schließlich wurde die Liquidation der "Bielkon" Spolka z o.o. i.L., PL-Bielsko-Biala, abgeschlossen, so dass die Gesellschaft nicht mehr existiert.

ANTEILSBESITZ DER AHLERS AG

(unmittelbar bzw. mittelbar gehalten)






Jahres-
überschuss/


Anteil am
Kapital
davon mittelbar Eigen-
kapital1)
-fehlbetrag2)
2009/10

Firma (in %) % über TEUR TEUR
1. Ahlers P.C. GmbH, Herford 100,00

21.264 3)
2. Ahlers Textilhandel GmbH & Co. KG, Herford 80,00

5.690 506
3. Ahlers Vertrieb GmbH, Herford 100,00

54 3)
4. Ahlers Zentralverwaltung GmbH, Herford 100,00

2.871 3)
5. a-fashion.com GmbH, Herford 100,00

25 3)
6. Baldessarini GmbH, München 100,00

882 3)
7. Concordia-Wohnungsbaugesellschaft mbH, Herford 100,00

70 3)
8. GIN TONIC SPECIAL Mode GmbH, Sindelfingen 100,00

1.562 3)
9. HEMINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.





Objekt Herford KG, Düsseldorf 94,00 94,00 2. 1.208 116
10. Jupiter Bekleidung GmbH, Herford 100,00

-1 3)
11. Otto Kern GmbH, Herford 80,00

3.253 3)
12. PIONEER Jeans-Bekleidung GmbH, Herford 100,00

92 3)
13. Pionier Berufskleidung GmbH, Herford 100,00

77 3)
14. Pionier Sportive Freizeitkleidung GmbH, Herford 100,00

15 3)
15. Verwaltungs- und Handelsgesellschaft "Alconda" mbH, Herford 81,30 74,80 2. 3.993 50
16. A. Ahlers (U.K.) Ltd., GB-London 100,00

27 -17
17. Adolf Ahlers AG, CH-Cham 100,00

2.378 -59
18. Ahlers Austria Vertriebs Ges.m.b.H., A-Mariasdorf 100,00 99,00 31. 2.143 41



1,00 1.

19. Ahlers Europe Ltd., USA-New York 100,00

-196 -11
20. Ahlers Herford (Espana) S.L., E-Madrid 100,00

823 83
21. Ahlers Herford (Italia) S.R.L., I-Volpiano (To) 100,00

82 36
22. Ahlers Premium Commerce Spolka z o.o., PL-Opole 100,00

957 38
23. Ahlers Premium France S.A.S., F-Horbourg-Wihr 100,00

2.347 196
24. "Ahlers-Poland" Spolka z o.o., PL-Opole 100,00

6.153 1.004
25. B-Beteiligungs- und Verwaltungsges.m.b.H., A-Mariasdorf 100,00 100,00 17. 2.460 42
26. SIA Clasic, LV-Riga 65,50 65,50 33. -209 -8
27. Dial Textile Industries Ltd., CL-Katunayake 100,00

3.830 1.335
28. Fabriksverkauf Mariasdorf Ges.m.b.H., A-Mariasdorf 100,00 45,28 39. 2.854 50



41,06 25.




13,66 17.

29. "LUBINEX"-Spolka z o.o., PL-Lubin 62,85 62,85 24. 1.828 -88
30. Otto Kern Austria GmbH, A-Mariasdorf 80,00 80,00 11. 569 111
31. Pionier Freizeitkleidung Gesellschaft m.b.H., A-Mariasdorf 100,00

6.175 657
32. "ROMEO" Spolka z o.o. i.L., PL-Zbaszyn 99,60 99,60 24. 784 236
33. UAB Stesa Clasic, LT-Vilnius 65,50 65,50 1. 133 -15
34. TEXART Bratislava, s r.o., SK-Bratislava 100,00 100,00 39. 816 119
35. TEXART d.o.o., HR-Zagreb 100,00 100,00 39. 12 35
36. TEXART d.o.o., SLO-Ljubljana 100,00 100,00 39. 2 -45
37. TEXART Magyarorszag Kft., H-Budapest 100,00 90,61 39. 70 -24



9,39 31.

38. TEXART spol. s r.o., CZ-Prag 100,00 100,00 39. 1.559 53
39. Texart Verwaltungsgesellschaft m.b.H., A-Mariasdorf 100,00 1,43 25. 2.714 192

1) Fremdwährungsbeträge sind mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Die Angaben erfolgen gemäß IFRS.
2) Fremdwährungsbeträge Jahresüberschuss/-fehlbetrag sind mit dem Geschäftsjahresdurchschnittskurs umgerechnet.
3) Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag

Konsolidierungsstichtag

Der Bilanzstichtag der einbezogenen Gesellschaften entspricht dem der Muttergesellschaft, außer bei der HEMINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Herford KG, Düsseldorf. Diese Gesellschaft hat als Bilanzstichtag den 31. Dezember und deshalb zum 30. November 2010 einen Zwischenabschluss erstellt.

Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen und der Darstellungswährung des Konzerns, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten als Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Alle übrigen Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nicht-monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Die Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Geschäftsbetriebe werden zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt zum Durchschnittskurs. Die hieraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden als separater Bestandteil des Eigenkapitals erfasst. Der im Eigenkapital für einen ausländischen Geschäftsbetrieb erfasste kumulative Betrag wird bei der Veräußerung dieses ausländischen Geschäftsbetriebs erfolgswirksam.
Bei der Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens und der Rückstellungen werden der Stand zu Beginn des Geschäftsjahres und der Stand am Ende des Geschäftsjahres zu den jeweiligen Stichtagskursen, die Bewegungen innerhalb des Geschäftsjahres zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die hierdurch entstehenden Umrechnungsdifferenzen sind als Währungsdifferenzen in einer gesonderten Spalte ausgewiesen.

Die Wechselkurse wichtiger Währungen entwickelten sich wie folgt:


Währung Durchschnittskurs Stichtagskurs
Land 1 EUR = 2010 2009 2010 2009
Polen PLN 4,01 4,33 4,06 4,15
Schweiz CHF 1,40 1,51 1,30 1,51
Sri Lanka LKR (in 100) 150,64 160,25 144,91 172,05
USA USD 1,34 1,38 1,30 1,50

4. ZUSAMMENFASSUNG WESENTLICHER BILANZIERUNGS-
UND BEWERTUNGSMETHODEN

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter fallweiser Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauern im Konzern.
Den planmäßigen linearen Abschreibungen für wesentliche Anlagegüter liegen folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern zu Grunde:

- Gebäude 15 bis 50 Jahre
- Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 15 Jahre
- Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 bis 30 Jahre

Die Nutzungsdauern, die Restwerte und die Abschreibungsmethoden für Sachanlagen werden periodisch überprüft, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzenverlauf aus den Gegenständen des Sachanlagevermögens im Einklang stehen.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer oder unbestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Erworbene immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden planmäßig über drei bis acht Jahre linear abgeschrieben. Erworbene immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern sie werden jährlich und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen, auf ihre Werthaltigkeit untersucht und sofern notwendig auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer wird in jeder Berichtsperiode überprüft, ob für diese Vermögenswerte weiterhin die Ereignisse und Umstände die Einschätzung einer unbestimmbaren Nutzungsdauer rechtfertigen. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, wird eine Wertaufholung auf diese Vermögenswerte vorgenommen. Die Nutzungsdauern, die Restwerte und die Abschreibungsmethoden werden mindestens an jedem Geschäftsjahresende überprüft. Wenn die Erwartungen von den bisherigen Schätzungen abweichen, werden die entsprechenden Änderungen als Änderungen von Schätzungen bilanziert.

At-Equity Beteiligungen

Anteile an assoziierten Unternehmen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Folgebewertung erfolgt - beginnend nach Abschluss des ersten vollständigen Geschäftsjahres - in Höhe der anteiligen Veränderung des Eigenkapitals durch den Jahresüberschuss / -fehlbetrag und Kapitalerhöhung / -herabsetzung gemindert um vereinnahmte Dividenden.

Kunstgegenstände

Nach IFRS existiert kein Standard, der ausdrücklich auf Kunstgegenstände zutrifft, da diese weder Vorräte, noch Sachanlagen, noch immaterielle Vermögenswerte, noch finanzielle Vermögenswerte darstellen. IAS 8 schreibt in diesen Fällen vor, dass Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden anzuwenden sind, die für die Bedürfnisse der wirtschaftlichen Entscheidungsfindung der Adressaten von Bedeutung sind und zuverlässige Informationen ergeben. Dafür sind Anforderungen und Anwendungsleitlinien in Standards und Interpretationen anzuwenden, die ähnliche und verwandte Fragen behandeln. Für Kunstgegenstände wird deshalb auf IAS 16, Sachanlagen, zurückgegriffen. Die Bilanzierung erfolgt demnach zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei der Mehrzahl der Kunstgegenstände sind wir von einem Restwert ausgegangen, der den Anschaffungskosten entspricht. Daher wird für diese Kunstgegenstände keine planmäßige Abschreibung vorgenommen.

Finanzinstrumente und sonstige finanzielle Vermögenswerte

Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 bilanziert. Dementsprechend werden finanzielle Vermögenswerte, soweit für den Ahlers Konzern zutreffend, in folgende Kategorien klassifiziert:

zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets Held for Trading)

Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind

Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung nach der Methode der Bilanzierung zum Handelstag. Die erstmalige Erfassung des finanziellen Vermögenswertes erfolgt an dem Tag, an dem der Ahlers Konzern Vertragspartner geworden ist. Der finanzielle Vermögenswert wird zum beizulegenden Zeitwert der Gegenleistung bewertet, Transaktionskosten werden bei Forderungen und Krediten mit einbezogen.

Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes von zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam ausgewiesen.
Bei Forderungen und Krediten erfolgt die Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen.
Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn deren Veräußerung vertraglich vereinbart wird, Kredite und Forderungen bei Bezahlung.

Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte

Der Ansatz der derivativen Finanzinstrumente erfolgt zum Zeitwert. Derivative Finanzinstrumente werden in der Bilanz unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten bzw. unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Die Bilanzierung von Zeitwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente hängt davon ab, ob diese Instrumente als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden und die Voraussetzungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 erfüllen. Sind diese Voraussetzungen trotz Vorliegens eines wirtschaftlichen Sicherungszusammenhangs nicht gegeben, werden die Zeitwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente unmittelbar erfolgswirksam erfasst, anderenfalls erfolgt eine erfolgsneutrale Verbuchung direkt über das Eigenkapital.
Der Ahlers Konzern verwendet ausschließlich Devisenterminkontrakte als derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von gegenwärtigen und zukünftigen Währungsrisiken.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

Wertminderung von Vermögenswerten

Die Nutzungsdauern, die Restwerte und die Abschreibungsmethoden für Sachanlagen, Kunstgegenstände und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich überprüft, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsmethoden, die Nutzungsdauern und die Restwerte mit dem tatsächlichen wirtschaftlichen Nutzenverlauf übereinstimmen.
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit geprüft. Die Bewertung der immateriellen Vermögenswerte erfolgt dabei auf Basis der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Im Ahlers Konzern handelt es sich bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten um einzelne Unternehmensbereiche oder Vermögenswerte, denen Cashflows direkt zugeordnet werden können.
Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor oder ist eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit eines Vermögenswertes erforderlich, nimmt der Ahlers Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrages des jeweiligen Vermögenswertes vor. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem Betrag, der aus einem Verkauf eines Vermögenswertes zu marktüblichen Bedingungen erzielbar ist, abzüglich seiner Veräußerungskosten. Der Nutzungswert wird grundsätzlich auf Basis der geschätzten künftigen Cashflows aus der Nutzung und dem Abgang eines Vermögenswerts mit Hilfe des Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt. Die Cashflows werden aus der Unternehmensplanung abgeleitet, aktuelle Entwicklungen werden berücksichtigt. Sie werden unter Anwendung risikoäquivalenter Kapitalisierungszinssätze auf den Zeitpunkt der Überprüfung der Werthaltigkeit abgezinst. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswertes seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Ergibt die Überprüfung, dass ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr länger besteht oder sich verringert hat, nimmt der Ahlers Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrages vor. Soweit die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung entfallen sind, wird der Buchwert des Vermögenswertes auf seinen erzielbaren Betrag erhöht. Dieser Betrag darf jedoch nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung wird sofort im Periodenergebnis erfasst.
Finanzielle Vermögenswerte werden zu jedem Bilanzstichtag auf Werthaltigkeit geprüft. Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes geringer als sein Buchwert, wird der Buchwert auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Diese Abschreibung stellt einen Wertminderungsaufwand dar. Eine zuvor aufwandswirksam erfasste Wertminderung wird ertragswirksam korrigiert, soweit neu aufgetretene Sachverhalte dies erfordern, jedoch maximal bis zum Betrag der fortgeführten Anschaffungskosten.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Kosten, die angefallen sind, um Vorräte an ihren derzeitigen Ort zu bringen und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen, werden wie folgt bilanziert:

Rohstoffe

First-in-First-out-Verfahren (Fifo)

Fertige und unfertige Erzeugnisse bzw. Leistungen

Material- und Lohneinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung, Materialgemeinkosten sowie angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten basierend auf der tatsächlichen Produktion des Geschäftsjahres ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalkosten.

Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös, abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem ursprünglichen Rechnungsbetrag abzüglich gegebenenfalls notwendiger Wertberichtigungen angesetzt. Eine Wertberichtigung wird vorgenommen, wenn ein objektiver substantieller Hinweis vorliegt, dass die Gesellschaft nicht in der Lage sein wird, die Forderungen einzuziehen. Forderungen werden ausgebucht, sobald sie uneinbringlich sind.
Für den überwiegenden Teil der Forderungen besteht eine Warenkreditversicherung. Der mit der Warenkreditversicherung vereinbarte Selbstbehalt beträgt zwischen 20 und 30 Prozent. Forderungen, die mittels einer Warenkreditversicherung abgesichert sind, werden, sofern notwendig, nur in Höhe des vertraglich vereinbarten Selbstbehalts wertberichtigt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel in der Bilanz umfassen den Kassenbestand und Bankguthaben. Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die oben definierten Zahlungsmittel sowie liquide Anlagen, wie sonstige Wertpapiere, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen. Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung werden Kontokorrentkredite in Abzug gebracht.

Verzinsliche Darlehen

Bei der erstmaligen Erfassung von Darlehen werden diese mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen anschließend unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Eigene Anteile

Eigene Anteile werden zu Anschaffungskosten erfasst und direkt vom Eigenkapital abgesetzt. Käufe und Verkäufe von eigenen Anteilen werden erfolgsneutral erfasst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Bewertung der Versorgungsverpflichtungen und des Versorgungsaufwandes bei leistungsorientierten Plänen erfolgt mit Hilfe des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Die Bewertung richtet sich nach den landesspezifischen Bedingungen. Es handelt sich im Ahlers Konzern ausschließlich um geschlossene Pensionspläne, bei denen nur bereits bestehende Rentner und unverfallbare Anwartschaften bewertet werden müssen. Es werden jährlich versicherungsmathematische Untersuchungen durchgeführt. Dabei werden sowohl die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartenden Rentensteigerungen berücksichtigt.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Anpassungen und Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen werden sofort als Ertrag bzw. Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der als Schuld aus den Pensionsplänen erfasste Betrag entspricht somit dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung.
Altersteilzeitvereinbarungen basieren auf dem so genannten Blockmodell. In diesem Zusammenhang entstehen zwei Arten von Verpflichtungen, nämlich Erfüllungsbetrag und Aufstockungsbetrag, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Grundsätzen mit ihrem Barwert bilanziert werden.

Aktienbasierte Vergütung

Den Mitgliedern des Vorstandes werden Wertsteigerungsrechte gewährt, die nur in bar ausgeglichen werden können.
Erhält das Unternehmen im Gegenzug Dienstleistungen, die einzeln oder insgesamt nicht identifiziert werden können, so werden diese nicht identifizierbaren Dienstleistungen mit dem Unterschiedsbetrag aus dem beizulegenden Zeitwert der aktienbasierten Vergütung und dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen identifizierbaren Dienstleistungen zum Zeitpunkt der Gewährung bewertet. Dieser wird dann entsprechend aktiviert oder als Aufwand verbucht.
Die aufgrund von Transaktionen mit Barausgleich entstehenden Kosten werden zunächst unter Anwendung eines Binominalmodells mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird über den Zeitraum bis zum Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit erfolgswirksam unter Erfassung einer korrespondierenden Schuld verteilt. Die Schuld wird zu jedem Bilanzstichtag und am Erfüllungstag neu bemessen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige gesetzliche oder faktische Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses gegenüber Dritten besteht, die wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führt und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Für Restrukturierungsmaßnahmen werden Rückstellungen gebildet, wenn ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan besteht und bei den Betroffenen eine gerechtfertigte Erwartung geweckt wurde, dass die Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Ist die Wirkung des Zinseffekts wesentlich, werden Rückstellungen mit dem Barwert bewertet. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Zinsaufwand erfasst.

Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bilanziert. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden zum Nennwert oder zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Leasingverhältnisse

Soweit der Ahlers Konzern im Rahmen von Leasingverträgen alle wesentlichen Chancen und Risiken trägt und somit als wirtschaftlicher Eigentümer anzusehen ist (Finanzierungsleasing), wird der Leasinggegenstand bei Vertragsabschluss mit dem Marktwert oder dem niedrigeren Barwert der zukünftigen Leasingzahlungen aktiviert. Die aus dem Finanzierungsleasing resultierende Zahlungsverpflichtung wird in gleicher Höhe unter den Finanzverbindlichkeiten passiviert. Der Zinsanteil der Leasingverbindlichkeiten wird über die Laufzeit der Leasingperiode in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Ist der spätere Eigentumsübergang der geleasten Vermögensgegenstände hinreichend sicher, erfolgt die Abschreibung über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Anderenfalls wird für die Abschreibungsdauer die Laufzeit des Leasingvertrages zu Grunde gelegt.
Neben den Finanzierungsleasing-Verträgen sind im Ahlers Konzern Mietverträge abgeschlossen worden, die als Operating-Lease-Verträge zu qualifizieren sind. Dies führt dazu, dass die Leasinggegenstände - wirtschaftlich gesehen - dem Vermieter zuzuordnen sind und die Operating-Leasingraten Aufwand der Periode darstellen. Die Summe der zukünftigen Leasingzahlungen während der unkündbaren Grundmietzeit ist unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen.

Ertragserfassung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen an die Gesellschaft fließen wird und deren Höhe verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bewertet. Der Ausweis erfolgt unter Abzug von Skonti, Rabatten sowie Umsatzsteuer oder anderen Abgaben. Darüber hinaus müssen zur Realisation der Erträge die folgenden Ansatzkriterien erfüllt sein:
Erlöse aus dem Verkauf von Waren werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Risiken und Chancen auf den Käufer übergegangen sind.
Zinserträge werden unter Verwendung der Effektivzinsmethode zeitproportional erfasst.
Lizenzerträge und sonstige Erträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruches der Gesellschaft und der zugrunde liegenden Verträge erfasst.

Steuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für das laufende Geschäftsjahr und für frühere Geschäftsjahre sind mit dem Betrag bewertet, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden oder eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird.
Aktive und passive latente Steuern werden auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen in den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften und den Wertansätzen im Konzernabschluss nach IFRS sowie auf bestimmte Konsolidierungsvorgänge gebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuergesetze) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind.
Ertragsteuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden im Eigenkapital und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Aktive und passive latente Steuern werden in der Konzernbilanz saldiert ausgewiesen, sofern ein einklagbares Recht besteht, tatsächliche Steuerschulden aufzurechnen und die latenten Steuern sich auf dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde beziehen.

5. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Umsatzerlöse

Umsatzerlöse
2009/10
2008/09
nach Regionen TEUR % TEUR %
Inland 134.318 53,6% 135.645 54,4%
Ausland 116.482 46,4% 113.795 45,6%

250.800 100,0% 249.440 100,0%

Die Umsatzerlöse wurden fast ausschließlich durch den Verkauf von Bekleidung erzielt; darüber hinaus sind Lizenzerträge der Otto Kern GmbH, Herford, in Höhe von 770 TEUR (Vorjahr 680 TEUR), der Baldessarini GmbH, München, in Höhe von 402 TEUR (Vorjahr 41 TEUR), der Gin Tonic Special Mode GmbH, Sindelfingen, in Höhe von 155 TEUR (Vorjahr 209 TEUR) und der Pioneer Jeans-Bekleidung GmbH, Herford, in Höhe von 16 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) enthalten.Die Auslandsumsätze werden im Wesentlichen in Europa erzielt.

(2) Sonstige betriebliche Erträge


2009/10 2008/09

TEUR TEUR
Kursgewinne 1.1 52 422
Erträge Auflösung Rückstellungen / übrige Verbindlichkeiten 925 2.668
Mieterträge 618 496
Erträge Auflösung Wertberichtigungen auf
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
516 552
Erträge private Kfz-Nutzung 417 -
Erträge Schadensfälle 254 158
Periodenfremde Erträge 227 23
Erträge Anlagenabgang 196 722
Erträge Weiterberechnungen und Umlagen 152 154
Erträge Versicherungen 112 155
Erträge aus Wertaufholungen - 1.100
Übrige 550 612

5.119 7.062

Im Geschäftsjahr 2009/10 verringerten sich die sonstigen betrieblichen Erträge um 1.943 TEUR. Begründet liegt dies vorrangig in der Position Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Hierin ist eine Reduzierung der Kaufpreisrückstellung für die Markenrechte Baldessarini in Höhe von 410 TEUR (Vorjahr 1.894 TEUR) enthalten. Bei den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich um eine Vielzahl von Einzelsachverhalten, die den Betrag von 100 TEUR nicht überschreiten.

(3) Materialaufwand


2009/10 2008/09

TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 102.340 100.737
Aufwendungen für bezogene Leistungen 22.995 23.371

125.335 124.108

Der Materialaufwand zuzüglich der Veränderungen des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe von 1.366 TEUR (Vorjahr -6.527 TEUR) entwickelte sich unterproportional zum Umsatz. Dies liegt begründet in Verlagerungen von Produktionskapazitäten, gestiegenen Retail- und Lizenzumsätzen sowie einem zunehmenden Anteil der Premium Brands am Markenportefeuille.

(4) Personalaufwand


2009/10 2008/09

TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 42.506 43.646
Soziale Abgaben 7.376 7.787
Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 463
254

50.345 51.687

Die bereits in 2008 eingeleiteten und im ersten Halbjahr 2010 zum Abschluss gekommenen Restrukturierungsmaßnahmen im Inland und in Polen führten zu dem Rückgang der Personalaufwendungen.

(5) Sonstige betriebliche Aufwendungen


2009/10 2008/09

TEUR TEUR
Vertriebsaufwand 29.634 29.310
Verwaltungsaufwand 11.911 10.847
Werbeaufwand 4.529 3.722
Kursdifferenzen 2.333 209
Instandhaltung 1.944 1.930
Versicherungsaufwand 1.327 1.449
Wertberichtigungen 1.109 1.466
Kosten Geldverkehr 593 549
Sonstige Steuern 401 476
Gebühren 247 316
Übrige 6.502 6.592

60.530 56.866

Der Vertriebsaufwand setzt sich im Wesentlichen aus umsatzvariablen Kosten (Provisionen, Reisekosten, Lizenzen, Frachten und Auslagerungen) zusammen. Der Verwaltungsaufwand enthält Rechts- und Beratungskosten, EDV-Kosten sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung. Kosten für Messen, Marketing inkl. Handelsmarketing bilden den Werbeaufwand.
Mit Wirkung vom 1. Dezember 2008 wurden Euro Forderungen gegenüber den polnischen Vertriebsgesellschaften in langfristige Darlehen mit unbestimmter Laufzeit umgewandelt. Sie stellen somit monetäre Posten als Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb nach IAS 21.15 dar. Dadurch werden die hieraus entstehenden Umrechnungsdifferenzen seit diesem Zeitpunkt nach IAS 21.32f. erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und erst bei Realisierung erfolgswirksam.

(6) Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und sonstige langfristige Vermögenswerte/Wertminderungsaufwendungen


2009/10 2008/09

TEUR TEUR
Sachanlagen

Grundstücke und Bauten 863 421
Technische Anlagen und Maschinen 564 396
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.772 3.651
Immaterielle Vermögenswerte

Gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte 764 2.247
Sonstige langfristige Vermögenswerte

Sonstige Vermögenswerte - 2

5.963 6.717
davon Wertminderungsaufwendungen

Markenrechte 410 1.894

410 1.894

Die Wertminderungen auf Markenrechte als Teil der gewerblichen Schutzrechte betreffen in voller Höhe die Marke Baldessarini.

(7) Finanzergebnis


2009/10 2008/09

TEUR TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 368 677
Zinsaufwendungen -1.232 -1.827
Aufzinsung -292 -437

-1.156 -1.587

Der hier unter Aufzinsung ausgewiesene Wert beinhaltet sowohl Aufzinsungen von Rückstellungen als auch von Verbindlichkeiten aus dem Baldessarini-Kauf.

(8) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag


2009/10 2008/09

TEUR TEUR
Laufende Steuern

Deutschland 3.330 3.064
Ausland 629 530

3.959 3.594
Latente Steuern

Deutschland 1.060 1.142
Ausland 467 -512

1.527 630

5.486 4.224

Neben den tabellarisch dargestellten Steueraufwendungen wurden latente Steuern aus der erfolgsneutralen Bewertung der Devisentermingeschäfte sowie der Umrechnungsdifferenzen nach IAS 21.32f in Höhe von -347 TEUR (Vorjahr 569 TEUR) direkt im Eigenkapital erfasst.
Für die Ahlers AG ermittelt sich ein inländischer Ertragsteuersatz für latente Steuern wie im Vorjahr von 29,94 %. Dieser errechnet sich aus der Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15,0 % und dem Solidaritätszuschlag, der in Höhe von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer erhoben wird, sowie der Gewerbeertragsteuer von 14,11 % bei einem Durchschnittshebesatz von 403 %. Die Steuersätze im Ausland liegen zwischen 15 % und 33,33 %.
Die aktiven latenten Steuern resultieren zum überwiegenden Teil aus steuerlichen Verlustvorträgen.

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten Ertragsteueraufwand, der sich theoretisch bei Anwendung eines Ertragsteuersatzes von 29,94 % (Vorjahr 29,94 %) auf Konzernebene ergeben würde, zum tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteueraufwand im Konzern.


2009/10 2008/09

TEUR TEUR
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 13.956 9.010
Erwarteter Steueraufwand bei einem Steuersatz
von 29,94% (2008/09: 29,94%)
4.178 2.698
Steuersatzdifferenzen zum lokalen Steuersatz -469 60
Steuersatzänderungseffekte -21 -12
Nicht abziehbare Betriebsausgaben und steuerliche
Differenzen aus der Konsolidierung
818 680
Steuern für Vorjahre 651 120
Steuern aus der Außenprüfung 350 1.683
Ansatzkorrekturen latenter Steuern und sonstige
permanente Differenzen
102 -375
Steuerfreie Erträge -43 -13
Begrenzter Schuldzinsenabzug (Zinsschranke) - -596
Sonstige Abweichungen -80 -21
Summe der Anpassungen 1.308 1.526
Tatsächlicher Steueraufwand 5.486 4.224

Zum 30. November 2010 werden für im Konzern bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 4.369 TEUR (Vorjahr 4.903 TEUR) keine latenten Steuern angesetzt, da der Konzern deren Nutzung als eher unwahrscheinlich einstuft. Für die Otto Kern GmbH existieren vororganschaftliche Verlustvorträge in Höhe von 1.342 TEUR, die sowohl zeitlich als auch der Höhe nach unbegrenzt vortragsfähig sind. Eine Nutzung ist aufgrund der bestehenden Organschaft jedoch aus heutiger Sicht nicht zu erwarten. Die restlichen Verlustvorträge in Höhe von 3.027 TEUR sind weder zeitlich noch der Höhe nach unbegrenzt vortragsfähig. Diese verfallen sukzessive innerhalb der nächsten 20 Jahre. Für die übrigen steuerlichen Verlustvorträge wurden latente Steuern gebildet.

Die Steuerabgrenzungen sind folgenden Bilanzposten zuzuordnen:


30.11.2010 30.11.2009

aktive
latente

Steuern
passive
latente

Steuern
aktive
latente

Steuern
passive
latente

Steuern

TEUR TEUR TEUR TEUR
Sachanlagen 31 1.643 13 1.766
Immaterielle Vermögenswerte 35 826 60 472
Langfristige finanzielle Vermögenswerte - 2 - 100
Vorräte 293 45 321 -
Forderungen und sonstige kurzfristige
finanzielle Vermögenswerte
208 210 137 30
Pensionsrückstellungen 332 - 273 -
Übrige Rückstellungen 126 92 221 174
Finanzielle Verbindlichkeiten 309 - 480 -
Sonstige Verbindlichkeiten 182 182 395 121

1.516 3.000 1.900 2.663
Verlustvorträge 981 - 2.106 -

2.497 3.000 4.006 2.663
Saldierung -807 -807 -1.312 -1.312

1.690 2.193 2.694 1.351

(9) Ergebnisanteil der nicht beherrschenden Anteile

In den Konzernabschluss wurden Gesellschaften einbezogen, an denen die Ahlers AG zu weniger als 100 Prozent beteiligt ist. Die entsprechenden nicht beherrschenden Anteile werden in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals getrennt vom auf die Aktionäre der Ahlers AG entfallenden Eigenkapital ausgewiesen. Ebenso werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nicht beherrschenden Anteile am Konzernergebnis bzw. Gesamtergebnis gesondert ausgewiesen.

(10) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt. Im Geschäftsjahr befanden sich aufgrund des Erwerbs eigener Aktien in Vorjahren durchschnittlich 13.681.520 nennwertlose Stückaktien im Umlauf (Vorjahr 13.957.341). Weder zum 30. November 2010 noch zum 30. November 2009 gab es Aktien, die den Gewinn pro Aktie verwässern könnten.

Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen / zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten

Aufgrund der noch nicht abgeschlossenen Liquidation bei einer Gesellschaft in Polen sowie der Auslagerung der Produktlinie Jupiter Shirts liegen keine Sachverhalte vor, die zu einer Behandlung nach IFRS 5 führen würden.

6. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Die Veränderungen der einzelnen Posten der langfristigen Vermögenswerte in den Geschäftsjahren 2008/09 und 2009/10 sind in der Entwicklung des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte in den Anlagen zum Konzernanhang dargestellt.

(11) Sachanlagen

Das Investitionsvolumen lag im Geschäftsjahr 2009/10 unter den planmäßigen Abschreibungen. Die Zugänge bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 2.840 TEUR beinhalten im Wesentlichen Shopsysteme sowie Ersatzinvestitionen.

(12) Immaterielle Vermögenswerte

Die alleinige Nutzung der dem Unternehmen gehörenden Marken Baldessarini und Otto Kern ist durch langfristige und verlängerbare Schutzrechte gewährleistet, so dass jeweils eine unbestimmbare Nutzungsdauer vorliegt.
Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer setzt sich zusammen aus den Buchwerten der Markenrechte Otto Kern in Höhe von 3.600 TEUR (Vorjahr 3.600 TEUR) und Baldessarini in Höhe von 5.970 TEUR (Vorjahr 6.380 TEUR). Beide Bereiche bilden je eine zahlungsmittelgenerierende Einheit, die zur Überprüfung der Werthaltigkeit dient.

Überprüfung auf Wertminderungsbedarf nach IAS 36

Jährlich wird auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Wertminderungsbedarf ermittelt. Dabei wird jeweils der erzielbare Ertrag unter Hinzunahme von Cashflow-Prognosen ermittelt, denen wiederum Finanzpläne mit einem Planungshorizont von fünf Jahren zugrunde liegen. Wesentliche Annahmen, die den Cashflow-Prognosen zugrunde liegen, sind die Umsatzentwicklung und die damit einhergehende Kostenentwicklung. Neuere Erkenntnisse werden dabei rollierend eingearbeitet und können zu Korrekturen der bestehenden Pläne führen. Der verwendete Abzinsungssatz der Cashflow-Prognosen beträgt 10,6 Prozent. Aufgrund einer Korrektur der Wachstumsrate bei Baldessarini wurde dieser Markenwert um 410 TEUR nach unten korrigiert. Dieser Wertminderungsaufwand betrifft das Segment Premium Brands.

Die Firmenwerte wurden im Rahmen der Akquisition des Bereichs Gin Tonic, Schweiz, und der Übernahme der Stesa-Gruppe in Litauen gebildet.

(13) At-Equity Beteiligung

Es besteht eine 49 prozentige Beteiligung der Ahlers AG an der neu gegründeten Jupiter Shirt GmbH, Tirschenreuth. Der Abschlussstichtag der Gesellschaft ist der 31. Dezember.

(14) Sonstige langfristige Vermögenswerte

In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten wird ein langfristiges, verzinsliches Darlehen der Ahlers AG an Herrn Otto Kern, Monte Carlo (Monaco), ausgewiesen, das ihm zur Finanzierung einer Kapitalerhöhung bei der Tochtergesellschaft Otto Kern GmbH, Herford, gewährt wurde. Sicherheiten wurden nicht vereinbart.
Zudem sind in dieser Position sonstige langfristige verzinsliche und unverzinsliche Ausleihungen, Rückkaufswerte für Lebensversicherungen und hinterlegte Mietkautionen enthalten.
Unter den sonstigen Vermögenswerten werden insbesondere Kunstgegenstände ausgewiesen. Es handelt sich überwiegend um Werke von bekannten Künstlern des Expressionismus sowie der zeitgenössischen Kunst. Bei den Zugängen in Höhe von 109 TEUR handelt es sich um Kunstgegenstände.

(15) Vorräte


30.11.2010 30.11.2009

TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 20.979 18.913
Unfertige Erzeugnisse 331 229
Fertigerzeugnisse und Waren 37.330 36.655

58.640 55.797

Der Betrag der in der Vorratsbewertung berücksichtigten Wertminderungen beläuft sich auf 11.191 TEUR (Vorjahr 13.052 TEUR). Der Buchwert der Vorräte, die zum Nettoveräußerungswert angesetzt sind, beträgt 15.111 TEUR (Vorjahr 15.401 TEUR).
Die Erhöhung des Vorratsvermögens ergab sich im Wesentlich im Mengengerüst der Rohwaren und ist eine Folge der Produktionsverlagerung nach Fernost.

(16) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel nicht verzinslich und haben eine durchschnittliche Laufzeit von 59 Tagen (Vorjahr 62 Tagen).
Die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen erforderlichen Wertminderungen entwickelten sich wie folgt:


2009/10 2008/09

TEUR TEUR
Stand am 1.12. 2.941 2.234
Inanspruchnahme -254 -214
Auflösung -513 -552
Zuführungen 1.094 1.519
Umrechnungsdifferenzen -39 -46
Stand am 30. 11. 3.307 2.941

Sämtliche Aufwendungen und Erträge aus der Bewertung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erfolgswirksam unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen verbucht.

Nachfolgende Tabelle zeigt die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 30. November 2010:


30.11.2010 30.11.2009

TEUR TEUR
Buchwert am 30. November 36.069 40.240
davon weder überfällig noch wertgemindert 29.589 31.122
davon überfällig, aber nicht wertgemindert 4.733 6.420
< 90 Tage 4.091 5.196
> 90 Tage bis 180 Tage 430 588
> 180 Tage bis 270 Tage 164 494
> 270 Tage bis 360 Tage 23 82
> 360 Tage 25 61

Bei den überfälligen, aber nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen keine Indikatoren vor, die darauf hinweisen, dass die Schuldner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen.

(17) Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten zum einen zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte in Österreich und in der Schweiz. Die Buchwerte betragen insgesamt 531 TEUR (Vorjahr 574 TEUR). Zum anderen ist hier der positive Wert aus der Bewertung der Devisentermingeschäfte zum Zeitwert in Höhe von 505 TEUR (Vorjahr 17 TEUR) enthalten. Wertminderungen zu sonstigen finanziellen Vermögenswerten liegen wie im Vorjahr nicht vor.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von 177 TEUR (Vorjahr 825 TEUR) den Lieferungs- und Leistungsverkehr mit diesen Unternehmen.
Die sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 4.330 TEUR (Vorjahr 4.666 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Umsatzsteuern, abgegrenzte Lizenzentgelte, Bonusansprüche sowie Forderungen an Versicherungsgesellschaften und Lieferanten.

(18) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente


30.11.2010 30.11.2009

TEUR TEUR
Kasse 136 138
Guthaben bei Kreditinstituten 21.186 13.875

21.322 14.013

Guthaben bei Kreditinstituten umfassen kurzfristig disponierbare Zahlungsmittel sowie angelegte Tagesgelder. Sie werden marktüblich verzinst. Der beizulegende Zeitwert der Zahlungsmittel beträgt 21.322 TEUR (Vorjahr 14.013 TEUR).

Für Zwecke der Kapitalflussrechnung setzt sich der Finanzmittelbestand wie folgt zusammen:


30.11.2010 30.11.2009

TEUR TEUR
Kasse 136 138
Guthaben bei Kreditinstituten 21.186 13.875
Sonstige Wertpapiere 531 574
Kontokorrentkredite -324 -11.485

21.529 3.102

Die sonstigen Wertpapiere sind Teil der Bilanzposition "Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte".

(19) Eigenkapital

Das Eigenkapital und seine einzelnen Komponenten werden in der Konzern-Eigenkapital-veränderungsrechnung gesondert dargestellt.

(20) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital besteht wie im Vorjahr aus insgesamt 14.400.000 nennwertlosen Stückaktien. Es setzt sich zusammen aus 8.000.000 Stammaktien und 6.400.000 Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Von den 8.000.000 Stammaktien entfallen 500 Stück auf vinkulierte Namensaktien. Diese sind mit einem Entsendungsrecht für ein Aufsichtsratsmandat ausgestattet. Die übrigen 14.399.500 Aktien sind Inhaberaktien.
Bedingt durch die Aktienrückkaufprogramme (siehe Tz. 10 und 22) befinden sich zum 30. November 2010 unverändert zum Vorjahr insgesamt 13.681.520 Aktien im Umlauf.

(21) Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 15. Mai 2008 ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital bis zum 30. April 2013 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien und/oder stimmrechtsloser Vorzugsaktien gegen Bar- und /oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, jedoch insgesamt höchstens um 21.600 TEUR zu erhöhen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre unter bestimmten Bedingungen auszuschließen.

(22) Eigene Anteile

Die Ahlers AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weder Stammaktien (Vorjahr 393.486 zum gewogenen Durchschnittskurs 7,42 EUR) noch Vorzugsaktien (Vorjahr 280.944 zum gewogenen Durchschnittskurs 6,58 EUR) zurückgekauft. Zum 30. November 2010 hielt die Gesellschaft unverändert zum Vorjahr 718.480 eigene Aktien, davon 399.686 Stammaktien und 318.794 Vorzugsaktien. Der Anteil am Grundkapital beträgt zum 30. November 2010 wie im Vorjahr rund 5,0 Prozent.

(23) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt 15.024 TEUR, davon entfallen 12.782 TEUR auf das Agio aus der Kapitalerhöhung gegen Bareinlage anlässlich des Börsengangs und 1.610 TEUR aus der Begebung von Vorzugsaktien. Die Kapitalrücklage im IFRS-Konzernabschluss wurde um Eigenkapitalbeschaffungskosten, die im Rahmen des Börsengangs der Gesellschaft angefallen sind, vermindert.

(24) Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen in Höhe von 60.144 TEUR setzen sich zusammen aus den Gewinnvorträgen (38.673 TEUR), dem auf die Anteilseigner der Ahlers AG entfallenden Jahresüberschuss (8.421 TEUR), den Gewinnrücklagen aus der IFRS-Erstanwendung (7.293 TEUR) und übrigen Gewinnrücklagen (5.757 TEUR).

(25) Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung

Der Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung beinhaltet alle Währungsdifferenzen aus der Umrechnung der Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften in Euro, Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten als Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb nach Steuern entsprechend IAS 21.32f sowie der erfolgsneutralen Bewertung der nach IAS 39 gesicherten Devisentermingeschäfte nach Steuern. Der Anteil der erfolgsneutral verrechneten latenten Steuern beträgt 221 TEUR (Vorjahr 569 TEUR).

Rückstellungsspiegel 2009/10


1.12.2009 Inan- Auf- Zu- Aufzin- Umrech-


spruch- lösung führung sung nungs-
TEUR
nahme


differenz
langfristige Rückstellungen





Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.108 479 51 515 -
30
Zwischensumme 5.108 479 51 515 - 30
sonstige Jubiläen 172 39
47 - 4
Altersteilzeit 297 116 3 38 - -
Übrige 1.224 341 550 - 91 133
Zwischensumme 1.693 496 553 85 91 137
kurzfristige Rückstellungen





Retouren 1.506 1.466 47 1.406 - 5
Abfindungen 1.481 1.418 59 906 - 1
Sonstige 1.160 852 82 1 69 - 25
Zwischensumme 4.147 3.736 188 2.481 - 31

10.948 4.711 792 3.081 91 198

30.11.2010


TEUR
langfristige Rückstellungen
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.123
Zwischensumme 5.123
sonstige Jubiläen 184
Altersteilzeit 216
Übrige 557
Zwischensumme 957
kurzfristige Rückstellungen
Retouren 1.404
Abfindungen 911
Sonstige 420
Zwischensumme 2.735

8.815

(26) Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsverpflichtungen innerhalb des Ahlers Konzerns werden nach dem Anwart-schaftsbarwertverfahren ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen unter Einrechnung dynamischer Entwicklungen nach versicherungsmathematischen Verfahren berechnet.

Der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Annahmen zu Grunde gelegt:

Parameter 2009/10 2008/09
Rechnungszins 4,6% 5,5%
Rententrend 1,5% 1,5%

Die Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfolgt dabei sofort im Jahresergebnis des jeweiligen Geschäftsjahres im Pensionsaufwand. Die Pensionsaufwendungen beinhalten neben dem Personalaufwand auch den Zinsaufwand.
Auf die Berücksichtigung der Gehaltstrends wurde verzichtet, da sich die Pensionsrückstellungen fast ausschließlich auf bereits ausgeschiedene Mitarbeiter beziehen und zukünftig keine neuen Pensionsverpflichtungen abgeschlossen werden. In der Bilanz werden die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen angesetzt.

Die Entwicklung der Brutto-Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich folgendermaßen dar:



2009/10 2008/09


TEUR TEUR

Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am 1. Dezember 4.372 4.641
+
Laufender Dienstzeitaufwand der Periode 15 13
+
Zinsaufwand (Diskontierungseffekt) 238 273
-
Gezahlte Leistungen -479 -487
-/+
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 254 33
-
Plankürzungen/Abgeltungen 0 -59

Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am 30. November 4.400 4.414

Kurseffekt 29 -42


4.429 4.372

Die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen betrugen zum 30. November 2008 4.641 TEUR, zum 30. November 2007 4.934 TEUR und zum 30. November 2006 5.681 TEUR.
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwand beträgt 537 TEUR (Vorjahr 277 TEUR).
Die Pensionsrückstellungen betreffen weitestgehend Ansprüche von ehemaligen Arbeitnehmern in Deutschland.
Weiterhin umfasst die Rückstellung Ansprüche von im Ausland beschäftigten Mitarbeitern aus den gesetzlich vorgeschriebenen Abfertigungen in Höhe von 694 TEUR (Vorjahr 736 TEUR).

(27) Sonstige langfristige Rückstellungen

In den sonstigen langfristigen Rückstellungen ist im Wesentlichen der variable Anteil der zweiten Kaufpreisrate für das Baldessarini-Geschäft enthalten, die jährlich aufgezinst wird. Den ebenfalls hier ausgewiesenen Jubiläumsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zu Grunde, bei deren Berechnung die am Bilanzstichtag gültigen, aktuellen Annahmen und Trends herangezogen werden.
Darüber hinaus sind Altersteilzeitrückstellungen in Höhe von 578 TEUR (Vorjahr 594 TEUR) bilanziert. Diesen Altersteilzeitrückstellungen stehen zur Insolvenzsicherung verpfändete Wertpapiere mit einem Zeitwert in Höhe von 362 TEUR (Vorjahr 297 TEUR) gegenüber. Die Wertpapiere sind mit den Rückstellungen für Altersteilzeit saldiert, da die Wertpapiere als Planvermögen zu qualifizieren sind. Die Erträge aus den Wertpapieren in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr 6 TEUR) sind ergebniswirksam erfasst worden.

(28) Finanzielle Verbindlichkeiten

Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten werden verzinst und haben in der Regel eine Laufzeit zwischen zwei und zehn Jahren.
Bei den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich um Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 733 TEUR (Vorjahr 1.002 TEUR) sowie negative Marktwerte aus der Bewertung der Devisentermingeschäfte in Höhe von 306 TEUR (Vorjahr 601 TEUR).
Aufgrund der variablen Verzinsung der finanziellen Verbindlichkeiten entspricht der beizulegende Zeitwert dem entsprechenden Buchwert.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Restlaufzeiten und die durchschnittlichen Zinssätze der finanziellen Verbindlichkeiten zum jeweiligen Bilanzstichtag:




Restlaufzeiten



bis 1 bis über Summe
TEUR Jahr
1 Jahr 5 Jahre 5 Jahre langfristig
Verbindlichkeiten 2010 Buchwert 4.129 17.515 5.310 22.825
gegenüber
Zinssatz 2,71% 2,63% 4,63%
Kreditinstituten 2009 Buchwert 11.485 16.713 5.627 22.340


Zinssatz 2,60% 2,82% 5,50%
Verbindlichkeiten 2010 Buchwert 15.062 1.808 - 1.808
aus Lieferungen
Zinssatz - - -
und Leistungen 2009 Buchwert 13.323 1.659 - 1.659


Zinssatz - - -
Sonstige 2010 Buchwert 559 480 - 480
Finanzver-
Zinssatz 5,40% 2,95%

bindlichkeiten 2009 Buchwert 879 724 - 724


Zinssatz 4,01 % 4,01%

Summe 2010
19.750 19.803 5.310 25.113
Buchwerte 2009
25.687 19.096 5.627 24.723




TEUR Gesamt
Verbindlichkeiten 26.954
gegenüber
Kreditinstituten 33.825
Verbindlichkeiten 16.870
aus Lieferungen
und Leistungen 14.982
Sonstige 1.039
Finanzver-
bindlichkeiten 1.603
Summe 44.863
Buchwerte 50.410

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen

Im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen wurden Betriebs- und Geschäftsausstattungen geleast. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen können wie folgt auf den Barwert übergeleitet werden:


30.11.2010 30.11.2009

Mindest-
leasing-
zahlungen
Barwert
der Mindest-
leasing-
zahlungen
Mindest-
leasing-
zahlungen
Barwert
der Mindest-
leasing-
zahlungen

TEUR TEUR TEUR TEUR
Fälligkeit



innerhalb eines Jahres 274 252 310 278
über ein Jahr 499 481 764 724
Summe Mindestleasingzahlungen 773 733 1.074 1.002
abzüglich des Zinsanteils 40
72
Barwert der Mindesleasingzahlungen 733
1.002

Den Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing stehen unter den Sachanlagen ausgewiesene Vermögenswerte in Höhe von 708 TEUR (Vorjahr 997 TEUR) gegenüber.
Die Leasingzahlungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2009/10 auf 296 TEUR (Vorjahr 329 TEUR).

(29) Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Bei den langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich um den feststehenden Anteil der zweiten Rate für den Kauf des Baldessarini-Geschäfts.

(30) Sonstige kurzfristige Rückstellungen

In den sonstigen kurzfristigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Retouren und Preisnachlässe sowie für Abfindungen enthalten.

(31) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten


30.11.2010 30.11.2009

TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.386 2.328
Sonstige Verbindlichkeiten 11.247 10.518
davon

aus Lohn und Gehalt 5.315 4.414
aus Steuern 1.600 1.555
im Rahmen der sozialen Sicherheit 751 880
Übrige 3.581 3.669

14.633 12.846

In den übrigen sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten für Boni und Zoll enthalten.

(32) Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten

Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten haben zum Bilanzstichtag folgende Buch- und Zeitwerte:



30.11.2010 30.11.2009

Bewertungs-
Kategorie

beizu-
legender

beizu-
legender
TEUR nach IAS 39 Buchwert Zeitwert Buchwert Zeitwert
Aktiva


Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 21.322 21.322 14.013 14.013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 36.069 36.069 40.240 40.240
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
2.037 2.037 1.685 1.685
davon:


- Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte LaR 1.001 1.001 1.094 1.094
- Derivate mit Hedge-Beziehungen n.a. 505 505 17 17
- Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte FAHfT 531 531 574 574
Passiva


Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 26.954 26.954 33.824 33.824
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 16.870 16.870 14.982 14.982
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
1.039 1.039 1.603 1.603
davon:


- Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen n.a. 733 733 1.002 1.002
- Derivate mit Hedge-Beziehungen n.a. 306 306 601 601
Summe pro Bewertungskategorie nach IAS 39:


Loans and Receivables LaR 58.392 58.392 55.347 55.347
Financial Assets Held for Trading FAHfT 531 531 574 574
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost FLAC 43.824 43.824 48.806 48.806

Der beizulegende Zeitwert gibt den Betrag an, zu dem ein jeder der obigen Posten zum gegenwärtigen Zeitpunkt zwischen Vertragspartnern ausgetauscht werden könnte. Folgende Annahmen liegen den angegebenen Werten zugrunde:
Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegt aufgrund der kurzen Laufzeit keine Abweichung zwischen fortgeführten Anschaffungskosten und dem Fair Value vor.
Bei den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten liegt dem beizulegenden Zeitwert ein an einem aktiven Markt ermittelter Börsenkurs zugrunde.
Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden variabel verzinst, so dass die abgezinsten künftigen Cashflows den Buchwerten entsprechen.
Bei den übrigen in der Tabelle aufgeführten langfristigen Finanzinstrumenten erfolgte eine Diskontierung zu marktüblichen Zinssätzen, so dass auch hier die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.
Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten gemäß IFRS 7.31 betreffen auch Financial Covenants (als schriftlich fixierte Nebenbedingungen zu Finanzinstrumenten, insbesondere zu Kreditverträgen mit entsprechenden Rechtsfolgeklauseln bei Nichterfüllung von vorher festgesetzten Finanzkennzahlen). Die Ahlers Gruppe hat mit diversen Kreditinstituten die Einhaltung von Financial Covenants im Rahmen des Abschlusses von Kreditvereinbarungen festgelegt. Diese betreffen bestimmte Eigenkapitalrelationen bzw. Kennziffern hinsichtlich des Verschuldungsgrades des Ahlers Konzerns. Die Financial Covenants werden im Rahmen des Risikomanagementsystems überwacht. Die Berichterstattung an die Banken erfolgt regelmäßig. Es liegen keine Hinweise vor, dass die Einhaltung der vereinbarten Financial Covenants nicht möglich ist.
Derivaten mit Hedge-Beziehung liegen Devisentermingeschäfte zugrunde, deren Bewertung auf Devisenterminkursen basieren.

Die Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar:




Folgebewertung
TEUR
aus
Zinsen
zum
Fair
Value
Währungs-
umrech-
nung
Wert-
berich-
tigung
aus
Abgang
Loan and Receivables LaR 218 - 16 -562 -279
Financial Assets Held
for Trading
FAHfT 10 -1 -
-
27
Financial Liabilities
Measured at Amortised Cost
FLAC -1.059 -
-138 -
162

Nettoergebnis
TEUR 2009/10 2008/09
Loan and Receivables -607 -657
Financial Assets Held
for Trading
36 14
Financial Liabilities
Measured at Amortised Cost
-1.035 -1.620

Sämtliche Zinsen werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Die Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Devisenterminkontrakte ohne Hedge-Beziehungen werden im Materialaufwand verbucht. Die Effekte aus der Folgebewertung und aus dem Abgang der übrigen Posten werden im sonstigen betrieblichen Aufwand bzw. Ertrag ausgewiesen.

(33) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Eventualschulden zum Stichtag betragen:


30.11.2010 30.11.2009

TEUR TEUR
aus Wechselobligo 33 58
davon für verbundene Unternehmen - -
aus Bürgschaften 2.332 3.642
davon für verbundene Unternehmen - -

2.365 3.700

Es bestehen zum 30. November 2010 vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 97 TEUR (Vorjahr 140 TEUR). Dieser Betrag resultiert aus dem Bestellobligo für den turnusgemäßen Austausch von Dienstkraftfahrzeugen. Der Mittelabfluss wird innerhalb der ersten Monate des folgenden Geschäftsjahres erfolgen. Eine Möglichkeit der Erstattung auch von Teilbeträgen besteht nicht.

Ansprüche aus Operating-Leasingverhältnissen - Konzern als Leasinggeber

Es bestehen zwei Operating-Leasingverträge in Form von Untermietverhältnissen. Die Restmietlaufzeiten dieser Verträge liegen zwischen drei und acht Jahren.
Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Mindestzahlungsansprüche aus diesen Mietverträgen für Betriebs- und Geschäftsausstattung:


30.11.2010 30.11.2009
Fälligkeit TEUR TEUR
innerhalb eines Jahres 94 -
über ein Jahr 536 -

630 -

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende zukünftige Mindestleasingzahlungsverpflichtungen auf Grund von unkündbaren Operating-Leasing-Verhältnissen für Betriebs- und Geschäftsausstattung:

Fälligkeit 30.11.2010 30.11.2009

TEUR TEUR
innerhalb eines Jahres 5.477 5.100
1 bis 5 Jahre 11.487 10.604
über 5 Jahre 3.441 4.288

20.405 19.992

Die Gesellschaft hat Operating-Leasingverträge für Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Die Leasingverträge beinhalten keine Verlängerungsoptionen. Der Gesellschaft wurden keine Beschränkungen durch die Leasingvereinbarungen auferlegt. Es wurden bedingte Mietzahlungen in Höhe von 328 TEUR (Vorjahr 19 TEUR) im Mietaufwand erfasst. Bei den bedingten Mietzahlungen handelt es sich um umsatzabhängige Mieten. Im Geschäftsjahr 2009/10 wurden insgesamt Zahlungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen in Höhe von 5.701 TEUR (Vorjahr 5.245 TEUR) geleistet.

(34) Finanzrisikomanagement und derivative Finanzinstrumente

Der Ahlers Konzern bedient sich zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit im Wesentlichen finanzieller Verbindlichkeiten in Form von verzinslichen Darlehen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Dem gegenüber stehen Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Darüber hinaus schließt der Ahlers Konzern derivative Finanzgeschäfte ab.
Der Ahlers Konzern ist auf internationaler Ebene tätig, wodurch der Konzern grundsätzlich verschiedenen Risiken wie Währungs-, Ausfall- und Zinsänderungsrisiken ausgesetzt ist.
Der Ahlers Konzern schließt zur Absicherung des Risikos aus Währungskursänderungen Devisentermingeschäfte ab. Die Transaktionen werden ausschließlich mit marktgängigen Instrumenten durchgeführt. Abgesichert werden hiermit zukünftige Währungskursschwankungen des US-Dollar, des Schweizer Franken, der Tschechischen Krone sowie des Ungarischen Forint jeweils gegenüber dem Euro. Währungskursschwankungen des US-Dollar betreffen den Ahlers Konzern bei der Beschaffung von Rohstoffen, Fertigprodukten und Fertigungsleistungen auf internationalen Märken, während die übrigen Währungskursschwankungen den Ahlers Konzern auf Seite des Verkaufs von Waren in den entsprechenden Ländern betreffen (Cashflow-Hedge).
Die folgende Tabelle zeigt die Volumina und Marktwerte der Devisentermingeschäfte zum 30. November 2010:




30.11.2010
30.11. 2009


Nominalwert Marktwert Nominalwert
Art Währung in Tausend
Währungs-
einheiten
in TEUR in TEUR in Tausend
Währungs-
einheiten
in TEUR
Käufe USD 21.700 16.236 487 20.700 14.384
Verkäufe CHF 6.778 4.911 -306 3.750 2.475

CZK 28.000 1.124 18 13.000 503

HUF - - - 70.000 250

30.11. 2009

Marktwert
Art in TEUR
Käufe -592
Verkäufe 4

-9

13

Zum 30. November 2010 bestanden somit Devisentermingeschäfte mit einem positiven Marktwert von 505 TEUR (Vorjahr 17 TEUR) und Devisentermingeschäfte mit einem negativen Marktwert von -306 TEUR (Vorjahr -601 TEUR). Erstere werden unter den kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen, Devisentermingeschäfte mit einem negativen Marktwert werden unter den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Alle operativen Devisentermingeschäfte im Ahlers Konzern haben eine Restlaufzeit von einem Tag bis neun Monaten und werden in Chargen zwischen 0,3 Mio. EUR und 3,0 Mio. EUR mit saisonalen Schwerpunkten über diesen Zeitraum verteilt realisiert. Zudem besteht ein Zinssatz- und Währungsswap in Schweizer Franken mit einer Restlaufzeit von 46 Monaten bei halbjährlichen Tilgungszahlungen. Bei allen hier angeführten Devisentermingeschäften sind sämtliche Vertragsparameter fix, es existieren somit keine Bandbreitenvereinbarungen und die Verträge sind nicht vorzeitig ablösbar. Die vertraglich fixierten USD-Kurse zum Euro liegen zwischen 1,1977 und 1,5055. Sicherheiten wurden nicht geleistet. Die Sicherungsbeziehungen zur Absicherung von Cashflows der erwarteten künftigen Käufe und Verkäufe wurden als hoch wirksam eingestuft. Daher sind die Voraussetzungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 erfüllt, so dass zum Bilanzstichtag nach Abzug latenter Steuern 139 TEUR an positiven Effekten (Vorjahr 409 TEUR an negativen Effekten) aus der Bewertung der Devisentermingeschäfte zu Marktwerten ergebnisneutral in das Eigenkapital eingestellt wurden.
Die folgende Tabelle stellt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern (aufgrund der Änderung realisierter Kursdifferenzen) und des Eigenkapitals (aufgrund der Änderung des beizulegenden Zeitwertes der Devisentermingeschäfte sowie der Nachsteuer-Ergebnisse des oben genannten Vorsteuer-Effektes) gegenüber möglicher und realistischer Wechselkursänderungen des US-Dollar, des Schweizer Franken und des Polnischen Zloty vor Schuldenkonsolidierung dar:


Kursentwicklung Auswirkung auf das
Vorsteuer-Ergebnis
Auswirkung auf das
Eigenkapital

2010 2009 2010 2009 2010 2009



TEUR TEUR TEUR TEUR
USD +4% +6% 154 227 108 159
USD -4% -5% -154 -189 -108 -132
CHF +2% +2% -204 -116 -143 -81
CHF -3% -3% 306 174 214 122
PLN +2% +2% -61 -78 -43 -63
PLN -4% -7% 123 272 86 220

Um eine Risikokonzentration zu minimieren und finanzielle Verluste durch den Ausfall eines Geschäftspartners so gering wie möglich zu halten, werden Kreditrahmen festgelegt. Das maximale Ausfallrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert jedes finanziellen Vermögenswertes ersichtlich. Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind diese Risiken zum Teil durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Daher wird im Konzern die Auffassung vertreten, dass sich das maximale Ausfallrisiko mit dem Betrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Summe anderer kurzfristiger Vermögenswerte, abzüglich der zum Bilanzstichtag berücksichtigten Wertberichtigungen sowie vorliegender Versicherungsdeckungen auf diese Vermögenswerte, deckt.
Zinsänderungsrisiken werden im Ahlers Konzern aufgrund der hohen Eigenkapitalquote als nicht wesentlich betrachtet. Daher werden derzeit mit Ausnahme des oben angeführten kombinierten Zinssatz- und Währungsswap keine Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Eine Überwachung des Zinsniveaus findet dennoch statt.
Die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern gegenüber einer möglichen und realistischen Änderung der variablen Zinssätze bei variabel verzinsten langfristigen Verbindlichkeiten unter der Annahme einer gleich bleibenden Zinsspanne zeigt folgende Tabelle.

Erhöhung/Verringerung
in Basispunkten
Auswirkungen auf das
Vorsteuer-Ergebnis
Auswirkungen auf das
Eigenkapital
2010 2009 2010 2009 2010 2009


TEUR TEUR TEUR TEUR
+40 +50 -79 -115 -55 -81
-20 -10 39 23 27 16

Im Bereich der Liquiditätssicherung ist das Ziel des Ahlers Konzerns, seine Flexibilität durch Nutzung von Kontokorrentkrediten, Bankkrediten und Operate-Lease-Verträgen zu wahren. Das Risiko eines Liquiditätsengpasses wird im Konzern laufend mittels eines Liquiditätsplanungs-Tools überwacht.

Kapitalsteuerung

Das Kapitalmanagement des Ahlers Konzerns ist vorrangig darauf ausgerichtet, die Geschäftstätigkeit zu unterstützen und eine gute Eigenkapitalquote beizubehalten.
Bei der Steuerung der Kapitalstruktur findet insbesondere der Wandel der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Berücksichtigung. Die Steuerung kann über Anpassung der Dividendenzahlungen, Ausgabe neuer Aktien oder den Rückkauf bzw. die Einziehung eigener Anteile erfolgen. Zum 30. November 2010 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien oder Verfahren vorgenommen.
Die Geschäftstätigkeit des Ahlers Konzerns bewegt sich vorrangig im kurzfristigen Bereich, so dass die adäquate Größe zur Überwachung des Kapitals das Net Working Capital darstellt.
Das Net Working Capital setzt sich zusammen aus den Vorräten, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Das Net Working Capital setzt sich zusammen aus den Vorräten, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.


30.11.2010 30.11.2009
Net Working Capital TEUR TEUR
Vorräte 58.640 55.797
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 36.069 40.240
kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -15.062 -13.323

79.647 82.714

7. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN KONZERN-SEGMENTINFORMATIONEN

Die Segmentberichterstattung erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2009/10 nach dem nun verpflichtend anzuwendenden IFRS 8. Der Ahlers Konzern richtet dabei seine berichtspflichtigen Segmente wie bisher nach der Art der Produkte aus. Dies spiegelt insbesondere das unternehmensinterne Berichtswesen sowie die unternehmensinternen Entscheidungsfindungsprozesse wider. Die Anwendung dieses Standards führte zu keinen Änderungen der Vorjahreswerte.
Die berichtspflichtigen Segmente gliedern sich in Premium Brands, Jeans & Workwear und Men's & Sportswear. Aufwendungen für zentrale Funktionen werden über verursachungsgerechte und fremdübliche Umlagen den Segmenten belastet. Aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtung der Segmente kommt es zu keinen Intersegmentumsatzerlösen. Vermögenswerte und Schulden werden, soweit eine eindeutige Zuordnung zu einem Segment nicht möglich ist, über sachgerechte Schlüssel verteilt. Das Segmentergebnis stellt das Ergebnis vor Ertragsteuern dar, da die Ertragsteuern aufgrund der zentralen Steuerung nicht der Segmentierung unterliegen. Aus dem gleichen Grund enthalten die Vermögenswerte und Schulden auch keine Aktiv- und Passivposten der latenten und laufenden Steuern. Somit ergeben sich die gesamten Vermögenswerte laut Bilanz (189.290 TEUR) aus den Vermögenswerten laut Segmentinformationen (185.025 TEUR) zuzüglich der latenten Steueransprüche und der laufenden Ertragssteueransprüche (4.265 TEUR). Entsprechend ergeben sich die Schulden laut Bilanz (74.168 TEUR) aus den Schulden laut Segmentinformationen (68.897 TEUR) zuzüglich der latenten Steuerverbindlichkeiten und der laufenden Ertragssteuerverbindlichkeiten (4.538 TEUR) sowie der Leasingverbindlicheiten (733 TEUR).
Die Konzern-Segmentinformationen nach geographischen Regionen orientieren sich an den Absatzmärkten, auf denen die Tätigkeitsschwerpunkte des Ahlers Konzerns liegen.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Konzern-Segmentinformationen entsprechen denen des Konzernabschlusses.
Folgende Unternehmensbereiche bilden die berichtspflichtigen Segmente

Premium Brands

Dieses Geschäftsfeld beinhaltet die Produktion und den Vertrieb der hochwertigen Markenbekleidung des Ahlers Konzerns. Hierzu gehören die Marken Pierre Cardin, Otto Kern und Baldessarini.

Jeans & Workwear

Dieses Geschäftsfeld beinhaltet die Produktion und den Vertrieb vor allem von Jeans, Slacks und Freizeithosen aus Flachgewebe sowie Berufsbekleidung, soweit es sich nicht um Premium Brands handelt. In diesem Segment sind unter anderem die Marken Pionier Workwear, Pionier Jeans & Casuals und Pioneer vertreten.

Men's & Sportswear

Dieses Geschäftsfeld beinhaltet die Produktion und den Vertrieb von klassischer Herrenoberbekleidung, Freizeitbekleidung und Young Fashion, soweit es sich hier nicht um Premium Brands handelt. Dieses Segment umfasst die Marken Gin Tonic und Jupiter.

Sonstiges

Da in Einzelfällen eine Verteilung auf die einzelnen Geschäftsfelder nicht angebracht war, erfolgte der Ausweis an dieser Stelle.

Sekundäres Berichtsformat

"Westeuropa" umfasst folgende Länder: Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz und Spanien. "Mittel-/Osteuropa/Sonstiges" umfasst alle übrigen Länder.

Erläuterungen zu den Segmentdaten

Die Beträge der Konzern-Segmentinformationen werden nach Konsolidierung ermittelt, da die Verknüpfungen zwischen den Segmenten von untergeordneter Bedeutung sind.
Als "Segmentergebnis" ist das Ergebnis vor Ertragsteuern definiert. Unter "Vermögenswerte" wird die Summe der Aktiva abzüglich der aktiven latenten und der laufenden Steueransprüche verstanden. Unter "Schulden" wird die Summe der kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten abzüglich der latenten Steuerverbindlichkeiten, der laufenden Ertragsteuerverbindlichkeiten sowie der Leasingverbindlichkeiten verstanden. Unter der Position "andere nicht zahlungswirksame Posten" sind die Netto-Zuführungen zu Rückstellungen erfasst.

8. SONSTIGE ANGABEN

Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Wir verweisen auf den Vergütungsbericht, der Bestandteil des Konzernlageberichtes ist.

Aktienbasierte Vergütung

Wir verweisen auf den Vergütungsbericht, der Bestandteil des Konzernlageberichtes ist.

Aktienbesitz

Herr Jan A. Ahlers ist zum 30. November 2010 als Mitglied des Aufsichtsrats einschließlich ihm zuzurechnender Aktien im Besitz von 48,6 Prozent der Aktien der Ahlers AG (51,2 Prozent ohne Berücksichtigung der eigenen Aktien der Ahlers AG).
Die Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers KG, Herford, besitzt eine mehrheitliche Beteiligung am stimmberechtigten Aktienkapital der Ahlers AG, die sie zum Großteil über ihre 100-prozentige Tochtergesellschaft WTW-Beteiligungsgesellschaft mbH, Herford, hält. Der Jahresabschluss der Ahlers AG wird in den Konzernabschluss der Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers KG, Herford, einbezogen.

Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen

Herr Jan A. Ahlers, Komplementär der Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers KG, Herford, hat mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Ahlers AG am 25. März 2002 die Schwelle von 75 Prozent überschritten hat. Der Stimmrechtsanteil beträgt am 30. November 2010 76,9 Prozent, davon sind ihm 76,6 Prozent der Stimmrechte nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Geschäfte mit nahe stehenden Personen und Unternehmen wurden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Die zum Geschäftsjahresende offenen Posten sind - bis auf die Warenlieferungen, die branchenüblich unter Eigentumsvorbehalt geliefert werden - nicht besichert und werden durch Barzahlung oder Verrechnung beglichen. Für Forderungen oder Schulden gegen nahe stehende Unternehmen und Personen bestehen keinerlei Garantien. Für das Berichtsjahr hat der Ahlers Konzern wie im Vorjahr keine Wertberichtigungen auf Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen oder Personen gebildet. Die Notwendigkeit des Ansatzes einer Wertberichtigung wird jährlich überprüft, indem die Finanzlage des nahe stehenden Unternehmens oder der Person überprüft werden. Im Nachfolgenden werden die wesentlichen Geschäftsbeziehungen erläutert:

Im Geschäftsjahr 2009/10 erfolgten

Lieferungen und Leistungen an die Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers KG, Herford, und ihr nahestehende Unternehmen in Höhe von 3,2 Mio. EUR (Vorjahr 3,0 Mio. EUR) und

Leistungen von der Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers KG, Herford, und ihr nahestehende Unternehmen in Höhe von 10,8 Mio. EUR (Vorjahr 9,5 Mio. EUR).

Aus den Geschäftsbeziehungen zwischen der Ahlers AG und deren Tochtergesellschaften mit nahe stehenden Unternehmen und Personen resultieren zum 30. November 2010 im Saldo Verbindlichkeiten in Höhe von 3,2 Mio. EUR (Vorjahr 1,5 Mio. EUR).

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt


Gesamt

2009/10 2008/09
Gewerbliche Arbeitnehmer 1.335 1.362
Angestellte 819 810

2.154 2.172

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der Ahlers AG haben die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex für das Jahr 2010 nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf den Internet-Seiten der Ahlers AG (www.ahlers-ag.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

Befreiung gemäß § 264 Absatz 3 HGB/§ 264b HGB

Die nachstehend bezeichneten Tochterunternehmen werden von der Befreiungsmöglichkeit des § 264 Absatz 3 HGB/§ 264b HGB für den Jahresabschluss zum 30. November 2010 Gebrauch machen:
Baldessarini GmbH, München, Gin Tonic Special Mode GmbH, Sindelfingen, Otto Kern GmbH, Herford, Concordia-Wohnungsbaugesellschaft mbH, Herford, Pionier Sportive Freizeitbekleidung GmbH, Herford, Ahlers Zentralverwaltung GmbH, Herford, a-fashion.com GmbH, Herford, Ahlers Vertrieb GmbH, Herford, Jupiter Bekleidung GmbH, Herford, Pionier Berufskleidung GmbH, Herford, Pioneer Jeans-Bekleidung GmbH, Herford, und Ahlers P.C. GmbH, Herford, sowie Ahlers Textilhandel GmbH & Co. KG, Herford.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag hat die Ahlers AG von der gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai 2010 erteilten Möglichkeit Gebrauch gemacht, die eigenen Aktien ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrages der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft einzuziehen. Mit Wirkung vom 24. Januar 2011 und Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG vom 25. Januar 2011 wurden sämtliche eigenen Aktien ohne Kapitalherabsetzung eingezogen.
Weitere besondere Sachverhalte nach dem Bilanzstichtag mit wesentlicher Wirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Konzerns zum 30. November 2010 haben sich nicht ergeben.

Honorar Abschlussprüfer

Das im Geschäftsjahr 2009/10 und dem Vorjahr als Aufwand erfasste Honorar unseres Abschlussprüfers umfasste folgende Leistungen:


2009/10 2008/09

TEUR TEUR
Abschlussprüfung 190 190
Sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen - -
Steuerberatungsleistungen 70 92
Sonstige Leistungen - -

260 282

Ausschüttung des Bilanzgewinns der Ahlers AG

Im Geschäftsjahr 2009/10 zahlte die Ahlers AG eine Dividende in Höhe von 0,30 EUR je Stammaktie und 0,35 EUR je Vorzugsaktie. Insgesamt wurde eine Dividende in Höhe von 4.408.516,30 EUR ausgeschüttet.

9. ORGANE DER GESELLSCHAFT

Aufsichtsrat

Prof. Dr. Carl-Heinz Heuer
Rechtsanwalt, Königstein (Vorsitzender)

Jan A. Ahlers
Kaufmann, Herford (stellvertretender Vorsitzender)

Heidrun Baumgart
Industriekauffrau, Bielefeld (Arbeitnehmervertreterin)

Dieter Hoppe
Technischer Angestellter, Herford (Arbeitnehmervertreter)

Andreas Kleffel
Ehemaliges Mitglied des Regionalvorstandes der Commerzbank AG, Düsseldorf

Hans Peter Vorpah l
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Pinneberg

Vorstand

Dr. Stella A. Ahlers
Zürich (Vorsitzende)

Dr. Karsten Kölsch
Herford

Weitere Angaben zu den Aufsichtsrats- und Vorstandsmitgliedern

Die Aufsichtsräte/Vorstände unserer Gesellschaft sind zum 30. November 2010 gleichzeitig Mitglieder eines Organs folgender Gesellschaften:

Prof. Dr. Carl-Heinz Heuer

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der M.M. Warburg & CO KGaA, Hamburg

Andreas Kleffel

Mitglied des Aufsichtsrats bei Imperial Mobility International B.V., Druten (Niederlande)

Hans Peter Vorpahl

Mitglied des Aufsichtsrats der Vereinigte Hamburger Wohnungsbaugenossenschaft eG, Hamburg

Dr. Stella A. Ahlers

Präsidentin des Verwaltungsrats der Adolf Ahlers AG, Cham (Schweiz)

Nicht genannte Aufsichtsrats-/Vorstandsmitglieder haben keine Mandate bei anderen Gesellschaften.

Der Konzernabschluss wurde am 3. März 2011 vom Aufsichtsrat zur Veröffentlichung genehmigt.

Herford, den 3. März 2011

Ahlers AG
Der Vorstand

Dr. Stella A. Ahlers Dr. Karsten Kölsch

Entwicklung des Sachanlagevermögens
und der Immateriellen Vermögenswerte
für das Geschäftsjahr 2008/09


Kumulierte Anschaffungsskosten (in TEUR)

1.12.2008
Änderung
Konsolidie-
rungskreis
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Währungs-
differenzen
Sachanlagen





Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 46.765 - 421 971 47 -522
Technische Anlagen und Maschinen 14.226 - 843 3.127 0 -1.433
Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.181 261 5.014 2.485 23 -287
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 97 - 81 - -70 -12

100.269 261 6.359 6.583 0 -2.254
Immaterielle Vermögenswerte





Gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte
26.443 38 124 7 -
-10
Geschäfts- oder Firmenwerte 113 328 560 - 314 -7
Geleistete Anzahlungen 307 - - - -314 7

26.863 366 684 7 0 -10

127.132 627 7.043 6.590 0 -2.264

Kumulierte Anschaffungsskosten
(in TEUR)
Kumulierte Abschreibungen (in TEUR)



30.11.2009 1.12.2008 Änderung
Konsolidie-
rungskreis
Zufüh-
rungen
Auflösungen Währungs-
differenzen
Sachanlagen





Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 45.740 26.200 - 421 492 -261
Technische Anlagen und Maschinen 10.509 12.290 - 397 2.658 -1.162
Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.707 27.163 49 3.651 2.063 -156
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 96 - - - - -

98.052 65.653 49 4.469 5.213 -1.579
Immaterielle Vermögenswerte





Gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte
26.588 14.027 15 2.248 1.104 -18
Geschäfts- oder Firmenwerte 1.308 113 - - - -10
Geleistete Anzahlungen - - - - - -

27.896 14.140 15 2.248 1.104 -28

125.948 79.793 64 6.717 6.317 -1.607

Kumulierte Abschreibungen (in TEUR)
Buchwerte (in TEUR)

30.11.2009 30.11.2009 30.11.2008
Sachanlagen


Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 25.868 19.872 20.565
Technische Anlagen und Maschinen 8.867 1.642 1.936
Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.644 13.063 12.018
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - 96 97

63.379 34.673 34.616
Immaterielle Vermögenswerte


Gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte
15.168 11.420 12.416
Geschäfts- oder Firmenwerte 103 1.205 0
Geleistete Anzahlungen - - 307

15.271 12.625 12.723

78.650 47.298 47.339

Entwicklung des Sachanlagevermögens
und der Immateriellen Vermögenswerte
für das Geschäftsjahr 2009/10


Kumulierte Anschaffungsskosten (in TEUR)

1.12.2009 Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungs-
differenzen
30.11.2010
Sachanlagen





Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 45.740 233 3.402 - 230 42.801
Technische Anlagen und Maschinen 10.509 523 1.070 34 791 10.787
Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.707 2.840 1.433 52 183 43.349
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 96 253 - -86 15 278

98.052 3.849 5.905 0 1.219 97.215
Immaterielle Vermögenswerte





Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 26.588 128 25
5 26.696
Geschäfts- oder Firmenwerte 1.308 - - - 142 1.450
Geleistete Anzahlungen - - - - - -

27.896 128 25 0 147 28.146

125.948 3.977 5.930 0 1.366 125.361

Kumulierte Abschreibungen
(in TEUR)
Buchwerte
(in TEUR)

1.12.2009 Zuführungen Auflösungen Währungs-
differenzen
30.11.2010 30.11.2010
Sachanlagen





Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 25.868 863 1.924 119 24.926 17.875
Technische Anlagen und Maschinen 8.867 565 1.023 586 8.995 1.792
Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.644 3.771 1.070 118 31.463 11.886
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - - 278

63.379 5.199 4.017 823 65.384 31.831
Immaterielle Vermögenswerte





Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 15.168 764 22 4 15.914 10.782
Geschäfts- oder Firmenwerte 103 - - 2 105 1.345
Geleistete Anzahlungen - - - - - -

15.271 764 22 6 16.019 12.127

78.650 5.963 4.039 829 81.403 43.958

Buchwerte (in TEUR)

30.11.2009
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 19.872
Technische Anlagen und Maschinen 1.642
Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.063
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 96

34.673
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 11.420
Geschäfts- oder Firmenwerte 1.205
Geleistete Anzahlungen -

12.625

47.298

Konzern-Segmentinformationen
für das Geschäftsjahr 2009/10

nach Unternehmenbereichen (in TEUR)


Premium Brands Jeans & Workwear Men's & Sportswear

2009/10 2008/09 2009/10 2008/09 2009/10 2008/09
Umsatzerlöse 129.608 123.156 63.510 62.943 57.451 63.088
Intersegmenterlöse - - - - - -
Segmentergebnis 7.783 5.110 7.658 6.342 -1.454 -2.380
darin enthalten





Abschreibungen 3.250 4.036 1.234 1.128 1.459 1.533
andere nicht zahlungswirksame Posten 1.536 365 628 256 575 184
Zinsertrag 198 327 90 171 80 153
Zinsaufwand 925 1.219 323 387 249 596
Vermögenswerte 99.573 93.494 34.186 28.397 32.351 41.984
Investitionen in langfristiges Vermögen 2.123 3.067 995 1.427 855 2.544
Schulden 40.710 37.480 14.687 14.237 12.624 22.016

Sonstiges Gesamt

2009/10 2008/09 2009/10 2008/09
Umsatzerlöse 231 253 250.800 249.440
Intersegmenterlöse - - - -
Segmentergebnis -31 -62 13.956 9.010
darin enthalten



Abschreibungen 20 20 5.963 6.717
andere nicht zahlungswirksame Posten - - 2.739 805
Zinsertrag 0 26 368 677
Zinsaufwand 27 62 1.524 2.264
Vermögenswerte 18.915 18.825 185.025 182.700
Investitionen in langfristiges Vermögen 113 20 4.086 7.058
Schulden 876 705 68.897 74.438

nach geografischen Regionen (in TEUR)


Premium Brands Jeans & Workwear Men's & Sportswear

2009/10 2008/09 2009/10 2008/09 2009/10 2008/09
Deutschland





Umsatzerlöse 60.828 57.890 44.779 44.655 28.480 32.847
Vermögenswerte 70.501 61.836 18.267 14.403 20.689 28.248
Westeuropa





Umsatzerlöse 37.451 34.535 12.935 12.931 20.720 21.660
Vermögenswerte 6.858 7.511 10.526 8.646 6.987 8.141
Mittel-/ Osteuropa/ Sonstiges





Umsatzerlöse 31.329 30.731 5.796 5.357 8.251 8.581
Vermögenswerte 22.214 24.146 5.392 5.348 4.676 5.597

Sonstiges Gesamt

2009/10 2008/09 2009/10 2008/09
Deutschland



Umsatzerlöse 231 253 134.318 135.645
Vermögenswerte 18.901 18.812 128.358 123.299
Westeuropa



Umsatzerlöse - - 71.106 69.126
Vermögenswerte - - 24.371 24.298
Mittel-/ Osteuropa/ Sonstiges



Umsatzerlöse - - 45.376 44.669
Vermögenswerte 14 12 32.296 35.103

Bestätigungsvermerk

Wir haben dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2009 bis zum 30. November 2010 der Ahlers AG, Herford, den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt:

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Ahlers AG, Herford, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2009 bis zum 30. November 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Hannover, den 3. März 2011

BDO Deutsche Warentreuhand
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Haferkorn ppa. Weisner
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Bilanzeid

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Dr. Stella A. Ahlers Dr. Karsten Kölsch

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2009/10 in Höhe von 14.928.760,41 EUR eine Dividende von 0,55 EUR je Stammaktie (ISIN DE0005009708 und DE0005009740) und von 0,60 EUR je Vorzugsaktie (ISIN DE0005009732), insgesamt 7.828.896,30 EUR an die Aktionäre auszuzahlen und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 7.099.864,11 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Bericht des Aufsichtsrats

SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN,

der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2009/10 die ihm nach Gesetz, Satzung, Corporate Governance und Geschäftsordnung auferlegten Pflichten sorgfältig wahrgenommen und sich intensiv mit der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung des Unternehmens sowie der strategischen Ausrichtung befasst. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens kontinuierlich beraten und dessen Geschäftsführung überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Ahlers AG wurden wir frühzeitig und unmittelbar eingebunden. Zustimmungspflichtige Geschäfte wurden vom Vorstand ausführlich und vollständig vorgestellt und der Aufsichtsrat hat diese nach eingehender Beratung und Prüfung freigegeben.
Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich zeitnah und umfassend über die Lage des Konzerns, vor allem über die Unternehmensplanung, die aktuelle Geschäftsentwicklung, die Ertrags- und Finanzlage und die Personalsituation. Darüber hinaus informierte er uns über die Risikolage sowie das Risiko- und Chancenmanagement. Die strategische Ausrichtung der Ahlers AG hat der Vorstand mit uns diskutiert und abgestimmt. Der Aufsichtsrat machte sich seinerseits eigenständig ein Bild über die Lage des Unternehmens und stand dazu auch außerhalb der Sitzungen in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand. Die uns vorgelegten Unterlagen, Berichte und Beschlussvorlagen haben wir geprüft und ausführlich erörtert. Gleichzeitig gab es einen regen Informations- und Gedankenaustausch zwischen der Vorstandsvorsitzenden und mir als Aufsichtsratsvorsitzendem.

Schwerpunkte der Beratung

Im Geschäftsjahr 2009/10 befasste sich der Aufsichtsrat in vier ordentlichen Sitzungen mit der operativen Entwicklung des Konzerns, der Ertrags- und Finanzlage sowie der Strategie und ihrer Umsetzung. Das Gremium kam zu allen Sitzungen vollständig zusammen. In der Sitzung vom 2. Dezember 2009 beschäftigten wir uns wie an allen folgenden Sitzungen eingehend mit der aktuellen Geschäftslage. Darüber hinaus wurde die Planung für das Geschäftsjahr 2009/10 ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat besprach die Entsprechenserklärung auf der Basis der Änderungen im Deutschen Corporate Governance Kodex und verabschiedete sie am 9. Dezember 2009 im Wege des Umlaufverfahrens. Der Aufsichtsrat autorisierte den Vorstand zudem zu Vertragsverhandlungen mit dem Ziel, das Jupiter Hemdengeschäft in ein Joint Venture zu überführen.
In der Aufsichtsratssitzung am 4. März 2010 stand die Beratung und Feststellung des Jahresabschlusses 2008/09 im Mittelpunkt. Daneben wurden die Inhalte der Hauptversammlung vorbesprochen und die Einladung verabschiedet. Der Vorsitzende fasste die Ergebnisse der Selbstevaluierung des gesamten Aufsichtsrats zusammen, die durch Einzelbefragung aller Mitglieder in einem Fragebogen erhoben wurde. Diskutiert und zustimmend zur Kenntnis genommen wurden die Maßnahmen des Vorstands zur Weiterentwicklung der Internen Revision und der Compliance Organisation. Zustimmung wurde auch zu den Vertragsentwürfen des Hemden-Joint-Ventures erteilt.
In der Sitzung am 5. Mai 2010 diskutierten wir mit dem Vorstand die Vorverkäufe der Herbst/Winter-Saison, die Beschaffungssituation im Zeichen steigender Löhne in Fernost und die strategische Ausrichtung einiger Marken des Konzerns.
Schwerpunkt der Agenda der Sitzung vom 15. September 2010 waren strategische Themen insbesondere zum Ausbau des Retailgeschäfts, der weiteren Produktionsverlagerung nach Fernost und Entwicklungsmöglichkeiten der Marken. Erneut wurde über den Ausbau des Compliance Systems gesprochen und ein Revisionsprojekt im Ausland beauftragt. Der Audit-Committee-Vorsitzende berichtete über die festgelegten Prüfungsschwerpunkte für den Jahresabschluss 2009/10.

Arbeit in den Ausschüssen

Zur Sicherung einer effizienten Arbeit des Gremiums hat der Aufsichtsrat vier Ausschüsse gebildet: das Audit Committee, den Personalausschuss, den Marketingausschuss und den Nominierungsausschuss. Dort werden alle wesentlichen Themen der jeweiligen Bereiche erörtert und für die Gesamtaufsichtsratssitzungen vorbereitet. Das Audit Committee kam im vergangenen Geschäftsjahr zu fünf Sitzungen zusammen, in denen schwerpunktmäßig die Vorbereitung des Jahresabschlusses, die Entwicklung der Ertrags- und Finanzsituation des Unternehmens, die Entwicklung der Strategie sowie das Kostensenkungsprogramm behandelt wurden. Marketing- und Personalausschuss haben je einmal getagt. Auch zu den Ausschusssitzungen hatten wir stets vollständige Präsenz aller Mitglieder. Der Nominierungsausschuss hat im abgelaufenen Jahr nicht getagt, da es keine personellen Veränderungen im Aufsichtsrat gab. In den Gesamtaufsichtsratssitzungen berichteten die Ausschussvorsitzenden ausführlich über die Arbeit in den Ausschüssen.

Corporate Governance

Auch im vergangenen Geschäftsjahr haben wir uns wieder intensiv mit der Anwendung und Weiterentwicklung der Corporate Governance-Regelungen im Unternehmen befasst. Ausführliche Informationen hierzu finden Sie im Corporate Governance Bericht auf den Seiten 32 bis 39. Die Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodexes vom 26. Mai 2010 haben wir erörtert und in unserer Sitzung am 9. Dezember 2010 die gemeinsame Entsprechenserklärung verabschiedet. Sie finden diese auf der Unternehmenshomepage unter www.ahlers-ag.com sowie auf Seite 32 des Geschäftsberichts als Bestandteil des Corporate Governance Berichts. Interessenkonflikte einzelner Aufsichtsratsmitglieder bestanden nicht.

Jahresabschlussprüfung

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO Deutsche Warentreuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Hamburg (Niederlassung Hannover) wurde von der Hauptversammlung 2010 zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009/10 bestellt. Der Abschlussprüfer hat schriftlich erklärt, inwieweit geschäftliche oder persönliche Verbindungen zur Gesellschaft bestehen. Die Erklärung gab keinen Anlass zu Beanstandungen. Der Abschlussprüfer versah den Jahres- und Konzernjahresabschluss einschließlich der beiden Lageberichte nach der Prüfung mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Der AG- und Konzernjahresabschluss sowie der Prüfungsbericht von BDO lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig im Vorfeld der Sitzung des Audit Committees am 23. Februar 2011 und der Aufsichtsrats-Bilanzsitzung am 3. März 2011 vor. Der Prüfungsbericht und die Prüfungsschwerpunkte wurden von den Wirtschaftsprüfern eingehend erläutert. Der Aufsichtsrat nahm das Prüfungsergebnis von BDO nach ausführlicher Diskussion zustimmend zur Kenntnis und schloss sich diesem nach eigener detaillierter Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts sowie des Konzernjahresabschlusses und des Konzernlageberichts an. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Konzernjahresabschluss wurden vom Aufsichtsrat gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zur Ausschüttung einer Dividende von 0,55 EUR je Stammaktie und 0,60 EUR je Vorzugsaktie an.
Ebenso hat der Abschlussprüfer den vom Vorstand aufgestellten Abhängigkeitsbericht geprüft. Hierzu wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Abhängigkeitsbericht und der Prüfungsbericht wurden uns unverzüglich vorgelegt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers nach eigener detaillierter Überprüfung auf Vollständigkeit und Richtigkeit an. Einwände gegen die Erklärung des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sind somit nicht zu erheben.
Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die erfolgreiche Arbeit und das große persönliche Engagement im vergangenen Geschäftsjahr seinen Dank aus.

Herford, den 3. März 2011

Der Aufsichtsrat

Prof. Dr. Carl-Heinz Heuer
Vorsitzender des Aufsichtsrats

Corporate Governance Bericht

Der Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Auch Vorstand und Aufsichtsrat der Ahlers AG legen ihrer Arbeit diese Grundsätze zugrunde, um durch transparente und nachvollziehbare Aktivitäten sowie eine ordnungsgemäße Rechnungslegung das Vertrauen der Aktionäre, Mitarbeiter und Kunden hinsichtlich einer nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens zu fördern.
Der Vorstand berichtet nachfolgend - zugleich für den Aufsichtsrat - über die Corporate Governance bei der Ahlers AG. Dieser Bericht enthält als Bestandteil des Lageberichts die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB und den Vergütungsbericht nach Ziffern 4.2.5 und 5.4.6 Deutscher Corporate Governance Kodex zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Erklärung zu Unternehmensführung

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gem. § 161 AktG

Die Ahlers AG entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 weitestgehend. Aufgrund von unternehmensspezifischen Gegebenheiten hat die Ahlers AG die Empfehlungen in sechs Punkten nicht umgesetzt. Vorstand und Aufsichtsrat haben die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG am 9. Dezember 2010 gemeinsam abgegeben. Diese ist durch Veröffentlichung auf der Homepage www. ahlers-ag.com dauerhaft allen Interessierten zugänglich gemacht worden. Die Entsprechenserklärung lautet wie folgt:

"Die Ahlers AG hat den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 seit der letzten Entsprechenserklärung vom 9. Dezember 2009 mit den dort genannten Abweichungen entsprochen. In Zukunft wird die Ahlers AG den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 mit Ausnahme der nachstehenden Empfehlungen entsprechen:

- 3.8 D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt für Aufsichtsratsmitglieder
- 4.2.5 Individualisierung der Vorstandsvergütungen
- 5.1.2 Altersgrenze Vorstand
- 5.4.1 Altersgrenze Aufsichtsrat
- 5.4.6 Individualisierung der Aufsichtsratsvergütungen
- 7.1.2 Veröffentlichungsfristen (Konzernabschluss)

Die Ahlers AG deckt das D&O-Risiko durch eine angemessene Versicherung für ihre Organe und Leistungsverantwortlichen ab. Vorstand und Aufsichtsrat der Ahlers AG führen ihre Ämter verantwortungsbewusst und im Interesse des Unternehmens. Ein erheblicher Selbstbehalt, der wegen des zu beachtenden Gleichheitsgrundsatzes nur einheitlich sein kann, würde die Aufsichtsratsmitglieder je nach ihren privaten Einkommens- und Vermögensverhältnissen sehr unterschiedlich treffen. Ein weniger vermögendes Mitglied könnte im Ernstfall in existentielle Schwierigkeiten kommen, was in Anbetracht gleicher Pflichten nicht als gerecht zu betrachten ist.
Von der Bekanntgabe der individualisierten Vergütung für die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wird abgesehen. Die Hauptversammlung der Ahlers AG hat am 26. Juli 2006 beschlossen, dass die individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge für die Dauer von fünf Jahren, erstmals für das Geschäftsjahr 2006/07, unterbleibt. Die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats wurden und werden in fixe und variable Bestandteile aufgeteilt und veröffentlicht. Vorstand und Aufsichtsrat der Ahlers AG sind der Ansicht, dass diese Informationen ausreichend sind, um zu beurteilen, ob die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat im Ganzen aber auch in ihren Bestandteilen, angemessen ist und ob die Vergütungsstruktur die gewünschte Anreizwirkung für den Vorstand aufweist. Zusätzlich werden die vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, die nicht im Zusammenhang mit der Aufsichtsratstätigkeit stehen, gesondert individualisiert angegeben.
Eine Altersgrenze für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats besteht bei der Ahlers AG nicht, da für die Mitgliedschaft in beiden Organen Qualifikation und Leistungsfähigkeit entscheidend sind. Beide lassen sich nicht mit standardisierten Altersgrenzen beurteilen.
Die Ahlers AG verzichtet zurzeit aus organisatorischen Gründen darauf, den Konzernabschluss binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende öffentlich zugänglich zu machen. Der Konzernabschluss wird spätestens nach 120 Tagen veröffentlicht. Es wird daran gearbeitet, durch Prozessänderungen die Veröffentlichungsfrist weiter zu verkürzen.

Ahlers AG

Herford, den 9. Dezember 2010

Der Vorstand Der Aufsichtsrat"

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Die Ahlers AG misst der Corporate Governance einen hohen Stellenwert bei. Vorstand und Aufsichtsrat sehen sich in der Verpflichtung, durch eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung für den Bestand des Unternehmens und eine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen. Zu einer guten Corporate Governance gehört auch der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken. Der Vorstand stellt ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen sicher (vgl. dazu die Ausführungen Risikomanagement innerhalb des Konzern-Lageberichts) und sorgt für die Einhaltung von Recht und Gesetz sowie der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nach Maßgabe der jährlichen Entsprechenserklärung. Unternehmensinterne Kontroll-, Berichts- und Compliance-Strukturen werden kontinuierlich überprüft, weiterentwickelt und veränderten Rahmenbedingungen angepasst.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Wie im deutschen Aktiengesetz vorgeschrieben, besteht die duale Führungsstruktur der Ahlers AG als börsennotierte Aktiengesellschaft aus Vorstand und Aufsichtsrat. Beide Gremien sind personell voneinander getrennt und können so ihren unterschiedlichen Aufgaben unabhängig nachkommen. Dem Vorstand obliegt die Leitung der Gesellschaft und des Konzerns, dem Aufsichtsrat die Überwachung des Vorstands.
Dem Vorstand der Ahlers AG obliegt die eigenverantwortliche Leitung des Konzerns. Die Leitungsaufgabe, bestehend insbesondere aus der Festlegung der Unternehmensziele, der strategischen Ausrichtung des Konzerns und dessen Steuerung und Überwachung sowie die Unternehmensplanung und die Konzernfinanzierung wird dabei vom Vorstand als Kollegialorgan wahrgenommen. Die Mitglieder des Vorstands tragen daher gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Ungeachtet dieser Gesamtverantwortung führen die einzelnen Mitglieder des Vorstands die ihnen durch die Geschäftsordnung des Vorstands zugewiesenen Ressorts in eigener Verantwortung. Die Zusammenarbeit innerhalb des Vorstands wird ebenfalls durch die Geschäftsordnung des Vorstands näher festgelegt.
Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand. Bei im Einzelnen definierten Maßnahmen von grundlegender Bedeutung in der Gesellschaft oder im Konzern, wie beispielsweise wesentlichen Investitionen und Rechtsgeschäften, ist die Zustimmung des Aufsichtsrats notwendig. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Eine Zusammenfassung der Art und des Umfangs der Tätigkeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2009/10 liefert der Bericht des Aufsichtsrats.

Hauptversammlung

Den Aktionären steht mit der Hauptversammlung das wesentliche Instrument zur Ausübung ihrer Rechte zur Verfügung. Die Ahlers AG hat sowohl Stammaktien mit jeweils einem Stimmrecht pro Aktie als auch stimmrechtslose Vorzugsaktien emittiert. Die Hauptversammlung wählt die Aufsichtsratsmitglieder, soweit diese nicht von den Arbeitnehmern gewählt oder aufgrund des satzungsmäßigen Entsenderechts bestellt werden, und beschließt über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Vergütung des Aufsichtsrats. Sie entscheidet über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie über Satzungsänderungen und wichtige Strukturmaßnahmen, die die Grundlagen des Unternehmens berühren. Jeder Aktionär ist berechtigt, an der Hauptversammlung teilzunehmen und Fragen an den Vorstand zu stellen. Jede Stammaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Vorzugsaktien gewähren vorbehaltlich zwingender gesetzlicher Vorschriften kein Stimmrecht. Sie sind gemäß § 25 der Satzung der Ahlers AG mit einem Dividendenvorzug ausgestattet. Regelmäßige Informationen über das Unternehmen können alle Aktionäre über die Homepage www.ahlers-ag.com erhalten, um sich ein jeweils aktuelles Bild über das Unternehmen zu machen. Vor der Hauptversammlung werden den Aktionären die Tagesordnung und weitere notwendige Unterlagen frühzeitig übersandt und auch auf der Internetseite des Unternehmens bekannt gemacht. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht auf der Hauptversammlung auch über einen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben lassen. Um den Aktionären die Stimmabgabe zu erleichtern, stellt die Ahlers AG Stimmrechtsvertreter zur Verfügung, die weisungsgebunden während der Hauptversammlung die übertragenen Stimmrechte ausüben. Auch nach der Hauptversammlung können sich die Aktionäre auf der Unternehmenshomepage über die Abstimmungsergebnisse auf der Hauptversammlung sowie die Rede der Vorstandsvorsitzenden informieren.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand und Aufsichtsrat der Ahlers AG arbeiten eng zusammen. Der Aufsichtsrat wird durch den Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance informiert. Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten Plänen werden vom Vorstand erläutert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens wird zwischen Vorstand und Aufsichtsrat abgestimmt. Für Geschäfte von grundlegender Bedeutung muss die Zustimmung des Aufsichtsrates eingeholt werden. Neben den turnusgemäßen Informationen zu den Aufsichtsratssitzungen erfolgt ein ständiger Informationsaustausch zwischen Vorstand und Aufsichtsrat über die Lage des Unternehmens. Die Zusammenarbeit ist durch ein offenes und vertrauensvolles Verhältnis geprägt. So begleitet der Aufsichtsrat die Unternehmensführung auf einer optimalen Informationsgrundlage mit Empfehlungen und Ratschlägen. Im Geschäftsjahr 2009/10 fanden alle vier Aufsichtsratssitzungen im Beisein des Vorstandes statt.

Vorstand

Der Vorstand der Ahlers AG ist gegenüber dem Vorjahr unverändert und setzt sich aus zwei Mitgliedern zusammen. Dr. Stella A. Ahlers (Vorsitzende des Vorstands) ist für Marken, Vertrieb und Marketing zuständig. Dr. Karsten Kölsch (CFO) verantwortet die Bereiche Finanzen, Compliance, Produktion, Logistik und Personal. Die beiden Vorstandsmitglieder leiten das Unternehmen in eigener Verantwortung und sind ausschließlich dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Eventuelle Interessenskonflikte eines Vorstandsmitgliedes müssen unverzüglich dem Aufsichtsrat gegenüber offen gelegt werden. Dies war im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht notwendig. Etwaigen Nebentätigkeiten, wie der Übernahme eines Aufsichtsratsmandates durch ein Vorstandsmitglied, soll der Aufsichtsrat zustimmen. Solche Nebentätigkeiten werden derzeit nicht ausgeübt.

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Ahlers AG gehören gemäß Satzung sechs Mitglieder an, von denen zwei Mitglieder durch die Arbeitnehmer gewählt werden. Personelle Veränderungen fanden während des vergangenen Berichtsjahres nicht statt. Der Aufsichtsrat soll abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden, hierunter soll unter anderem ein Prüfungsausschuss sein, der nicht von dem Aufsichtsratsvorsitzenden geleitet werden soll. Die vom Aufsichtsrat der Ahlers AG gebildeten Ausschüsse sowie ihre personelle Zusammensetzung sind auf Seite 12 im Kapitel "Gremien der Gesellschaft" im Einzelnen dargestellt. Als unabhängiger Finanzexperte im Sinne von § 100 Abs. 5 AktG fungiert Herr Hans Peter Vorpahl. Er hat zugleich den Vorsitz im Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats übernommen.
Der Aufsichtsrat hat auf seiner Sitzung im Dezember 2010 Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats verabschiedet, die wir nachstehend mit vollem Wortlaut wiedergeben:

"Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der Ahlers AG

Vor dem Hintergrund

seiner eigenen Größe (sechs Mitglieder, davon vier Vertreter der Anteilseigner und zwei Vertreter der Arbeitnehmer),

des Geschäftsfeldes, in dem die Gesellschaft tätig ist,

der Größe und des Zuschnitts der Gesellschaft,

des Umfangs der internationalen Tätigkeit der Gesellschaft sowie

der Börsennotierung der Gesellschaft und

ihrer gegenwärtigen Aktionärsstruktur hat der Aufsichtsrat der Ahlers AG am 9. Dezember 2010 beschlossen, für seine Zusammensetzung folgende konkrete Ziele anzustreben:

(1) Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Dabei sollen sich die individuellen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen der einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats untereinander so ergänzen, dass für die Aufsichtsratsarbeit als solche und jeden wesentlichen Unternehmensbereich zu jeder Zeit hinreichend spezielle fachliche Expertise vorhanden ist, um die professionelle und effiziente Überwachung und beratende Begleitung des Vorstands dauerhaft zu gewährleisten.

(2) Dem Aufsichtsrat soll mindestens ein Mitglied angehören, das im Sinne von § 100 Abs. 5 AktG unabhängig ist und über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt.

(3) Dem Aufsichtsrat soll mindestens ein weiteres Mitglied angehören, das im Sinne von Ziffer 5.4.2 Satz 2 DCGK unabhängig ist, d.h. in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen Interessenskonflikt begründet. Dabei sind nach Auffassung des Aufsichtsrats Vertreter der Arbeitnehmer nicht per se als abhängig zu betrachten. Maßgeblich sind die Umstände des Einzelfalls.

(4) Dem Aufsichtsrat soll kein Mitglied angehören, das eine Organfunktion oder Beratungsfunktion bei wesentlichen Wettbewerbern der Gesellschaft oder des Konzerns ausübt.

(5) Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören.

(6) Dem Aufsichtsrat soll in der Regel mindestens ein Mitglied angehören, das im Hinblick auf die internationalen Aktivitäten der Gesellschaft in besonderem Maße qualifiziert ist.

(7) Dem Aufsichtsrat sollen in der Regel mindestens zwei weibliche Mitglieder angehören, davon in der Regel mindestens ein Anteilseignervertreter.

(8) Zur Wahl in das Aufsichtsratsamt sollen in der Regel nur Kandidaten vorgeschlagen werden, die jünger als 70 Jahre sind.

(9) Bei der Vorbereitung und Verabschiedung von Kandidatenvorschlägen an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird sich der Aufsichtsrat jeweils vom besten Unternehmensinteresse leiten lassen. Die Ziele zu Ziffern (6) bis (8) stehen daher unter dem Vorbehalt, dass die Ziele zu Ziffern (1) bis (5) stets gewährleistet sein müssen und entsprechend qualifizierte Kandidaten für das Aufsichtsratsamt im Bedarfszeitpunkt zur Verfügung stehen. Das Ziel (7) wird dergestalt angestrebt, dass mittelfristig, d.h. im Laufe der nächsten drei Jahre, zwei weibliche Mitglieder angestrebt sind.

(10) Der Aufsichtsrat überprüft diese Ziele regelmäßig. Er veröffentlicht seine Zielsetzung und den Stand ihrer Umsetzung jährlich im Corporate Governance Bericht."

Die in den Ziffern (1) bis (6) formulierten Ziele sieht der Aufsichtsrat derzeit als erfüllt an, zu Ziel (7) wird unter Ziffer (9) Stellung genommen, die Ziffern (8) bis (10) werden anlassbezogen berücksichtigt.

Interessenskonflikte eines Aufsichtsratsmitglieds, über die der Hauptversammlung zu berichten gewesen wäre, traten im vergangenen Geschäftsjahr nicht auf. Wir verweisen auf Details im Vergütungsbericht. Der Aufsichtsrat überprüft einmal jährlich die Effizienz seiner Tätigkeit. Im Geschäftsjahr 2009/10 wurde das anhand eines ausführlichen, von der DSW ausgearbeiteten Fragebogens, der individuell und anonym ausgefüllt wurde, durchgeführt. Die Ergebnisse wurden zeitnah ausgewertet und im Gesamtaufsichtsrat erörtert. Etwaige Erkenntnisse wurden in die weitere Arbeit des Aufsichtsrats integriert.

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte und Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Gemäß § 15a WpHG haben Führungspersonen des Unternehmens den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der Ahlers AG oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente offen zu legen, wenn sie den Betrag von 5.000 EUR im Kalenderjahr mindestens erreichen. Im vergangenen Geschäftsjahr durchgeführte Directors' Dealings sind auf Seite 29 im Kapitel "Die Aktie" im Einzelnen dargestellt.
Die Zahl der direkt oder indirekt von den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats gehaltenen Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumente ist zum 30. November 2010 größer als ein Prozent der ausgegeben Aktien. Einzelheiten sind im Kapitel "Sonstige Angaben" aufgeführt.

Transparenz

Die Ahlers AG verfolgt das Ziel einer zeitnahen und gleichberechtigten Informationsversorgung aller interessierten Aktionäre und Anleger. Daher erfolgt die Bekanntmachung aller wichtigen Informationen zeitgleich in deutscher und englischer Sprache. Auf der Unternehmenshomepage www.ahlers-ag.com sind alle wesentlichen Veröffentlichungen zu Geschäfts- und Quartalsberichten, Ad-hoc- und Pressemitteilungen sowie Unternehmenspräsentationen zu finden. Der dort ebenfalls einsehbare Finanzkalender informiert über die regelmäßigen Veröffentlichungstermine sowie über anstehende Kapitalmarktevents. Auch über den Erwerb bzw. Verkauf von Ahlers Aktien durch Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder (Directors' Dealings), die nach § 15a WpHG zeitnah bekannt gegeben werden müssen, wird auf der Internetseite berichtet.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Dem Konzernabschluss und den Zwischenberichten der Ahlers AG liegen die internationalen Rechnungslegungsgrundsätze IFRS zugrunde. Der Jahresabschluss der Ahlers AG wird nach den Vorschriften des HGB aufgestellt. Der Abschluss des Gesamtjahres wird vom Vorstand aufgestellt und vom Aufsichtsrat geprüft, ebenso wie die Quartals- und Halbjahresfinanzberichte. Der Aufsichtsrat schlägt den Abschlussprüfer vor, der von der Hauptversammlung gewählt wird. Zum Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2009/10 wurde erneut die BDO Deutsche Warentreuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von der Hauptversammlung gewählt. Zuvor erklärte der Abschlussprüfer gegenüber dem Aufsichtsrat seine Unabhängigkeit. Der Aufsichtsrat erteilte den Prüfungsauftrag und legte die Prüfungsschwerpunkte und das Prüfungshonorar fest.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Konzernlageberichts und des Lageberichts für die Ahlers AG und wird im Abschnitt Vergütungsbericht auf den Seiten 107 dargelegt.