Ahlers AGHerfordKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.12.2009 bis zum 30.11.2010Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009/10GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGENKonzern-ProfilDer Ahlers Konzern bietet unter mehreren Marken für unterschiedliche Zielgruppen und
Preissegmente maßgeschneiderte Kollektionen in hoher Qualität an. Nach der grundsätzlichen
Modeaussage der Labels haben wir eine Einteilung der Marken in die drei Segmente Premium
Brands, Jeans & Workwear und Men's & Sportswear vorgenommen: Premium BrandsBaldessarini Otto Kern Pierre Cardin Jeans & WorkwearPioneer Authentic Jeans Pionier Jeans & Casuals Pionier Workwear Men's & SportswearJupiter Gin Tonic Konzernstruktur und -organisationDie Ahlers AG mit Sitz in Herford fungiert als Muttergesellschaft des Ahlers Konzerns.
Darunter bestehen aktuell 39 eigenständige Gesellschaften. Jede Marke ist in einer
selbstständigen Gesellschaft organisiert. Des Weiteren bestehen in den wichtigsten
Auslandsmärkten eigene Vertriebsgesellschaften, die zu 100 Prozent zum Konzern gehören.
Gegenwärtig sind wir in 15 Ländern mit unserem Vertrieb vor Ort vertreten. Eine Übersicht
über die Tochtergesellschaften des Ahlers Konzern findet sich auf den Seiten 124/125
"Anteilsbesitz". SteuerungssystemDie Vorgaben zur Steuerung des Ahlers Konzerns erfolgen durch die Ahlers AG, deren
Vorstand die strategische Weiterentwicklung verantwortet. Das interne Steuerungssystem
ist darauf ausgerichtet, die Entwicklung des Unternehmens in Richtung der strategischen
Vorgaben zu lenken. Bei Abweichungen von strategischen Vorgaben soll durch geeignete
Maßnahmen das Unternehmen wieder auf Kurs ausgerichtet und zum Erfolg geführt werden.
Im Konzern wird eine Mittelfristplanung über drei Geschäftsjahre erstellt, die jährlich
rollierend fortgeschrieben wird. Zu Beginn eines Geschäftsjahres legt der Vorstand
dem Aufsichtsrat eine detaillierte Konzern-Jahresplanung für das neue Geschäftsjahr
vor. Diese basiert auf Einzelplanungen der Konzerngesellschaften, die von den Geschäftsführern
mit dem Vorstand erarbeitet wurden, sowie auf der Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung im Planjahr. Für die einzelnen Vertriebsgesellschaften werden dabei Detailziele
hinsichtlich vordefinierter Steuerungsgrößen und Kennzahlen formuliert. Im Rahmen
des zentralen monatlichen Reportings erfolgt die laufende Erfolgskontrolle der Budgetgrößen.
Die Geschäftsführer der Tochterunternehmen berichten monatlich direkt an die Konzernleitung
in einem vorstrukturierten Finanzbericht über quantitative und qualitative Entwicklungen
im Berichtsmonat. Zur Unterstützung der Soll-/Ist-Kontrolle stehen darüber hinaus
zentrale Controlling-Tools und tägliche bzw. wöchentliche EDV-basierte Berichte zur
Verfügung. Zweimal im Jahr wird eine umfassende Überarbeitung der Jahresplanung vorgenommen. Steuerungsgrößen und Kennzahlen
*
vor Sondereffekten Strategischer ÜberblickDie Strategie des Ahlers Konzerns hat folgende zentrale Säulen: Profilierung unserer MarkenAn erster Stelle unserer strategischen Ziele steht die Pflege und weitere Schärfung
der Profile unserer Marken. Neben einer hohen Produktqualität und einer überzeugenden
modischen Aussage bestimmen die Markenbekanntheit und das Profil wesentlich über die
Kaufentscheidung der Kunden. Kaufinteressierte sollen mit allen unseren Marken spontan
bestimmte Werte verbinden können. Diese Werte herauszuarbeiten und in der Öffentlichkeit
konsistent zu verbreiten, ist zentrale Aufgabe des Marketing. Lizenzen sollen das
Produktspektrum unserer Marken weiter verbreiten und dabei den Markenkern stärken. VertikalisierungWir wollen vertieft mit dem Facheinzelhandel zusammenarbeiten und zudem eigenen Einzelhandel
betreiben. Darauf richten wir uns organisatorisch aus. Insbesondere wollen wir schneller
auf Änderungen des Nachfrageverhaltens der Kunden reagieren können. Die Bewirtschaftung
von Flächen im Handel und eigenen Stores mit ausschließlich eigenen Produkten gibt
uns außerdem die Möglichkeit zur optimalen Präsentation unserer Kollektionen, zur
Kontrolle des Markenauftritts und zur Pflege des Markenimages. Systematische Internationalisierung und Ausbau lokaler VertriebskompetenzAufbauend auf den bisherigen Erfolgen hat die weitere Internationalisierung für Ahlers
hohe Priorität. Ziel ist es, die bisher erreichte breite Basis auszubauen und zusätzlich
durch die Erschließung neuer Märkte Wachstumschancen wahrzunehmen. Gleichzeitig wird
das Geschäft dadurch von einzelnen Märkten unabhängiger. Durch Bündelung des Vertriebs
der Ahlers-Marken auf internationaler Ebene können wir für die einzelnen Marken Synergieeffekte
nutzen. Kontinuierliche Optimierung der Beschaffung und der logistischen ProzesseDie Optimierung von Beschaffung und Logistik ist eine dauerhafte Herausforderung in
der Bekleidungsindustrie. Auch der Ahlers Konzern arbeitet fortwährend an der Auswahl
der besten Lieferanten und der günstigsten Logistikprozesse. Wenn an vorher kostengünstigen
Produktionsstandorten nur noch zu relativ teuren Preisen produziert werden kann, ergeben
sich in der Regel günstigere Beschaffungsmöglichkeiten in anderen Ländern. Die Wechselkursentwicklungen
beeinflussen die Standortwahl zusätzlich. Deshalb prüfen wir Standorte und Lieferanten
kontinuierlich, um eine verlässliche und kostengünstige Produktion zu sichern, die
unseren Qualitätsstandards genügt. Derzeit arbeiten wir an der Verlagerung weiterer
Beschaffungsaktivitäten in den asiatischen Raum außerhalb Chinas. Regionale Produktionsanteile (Vorjahr):
![]() AkquisitionsfähigkeitDie Ahlers-Strategie bezieht auch eine Akquisition zur Unterstützung des Wachstumskurses
als Möglichkeit ein. Akquisitionsziel ist eine mittelgroße, international vermarktbare
Männermode-Marke im Premiumbereich. Derzeit werden keine konkreten Gespräche geführt. Forschung & EntwicklungFür jede Saison konzipieren die Kreativabteilungen der einzelnen Marken auf die Zielkunden
ausgerichtete und am Markenimage orientierte Kollektionen. Daneben arbeiten wir auf
Basis unseres langjährigen Know-hows - teilweise auch zusammen mit unseren Lieferanten
- an innovativen Technologien für Stoffe und Bekleidung, um zum Beispiel verbesserte
Eigenschaften hinsichtlich Schmutzabweisung, Wasserundurchlässigkeit, Textilpflege
oder Tragekomfort zu erzielen. Die Entwicklung neuer Ideen für Optik und Design, wie
etwa spezielle Waschungen im Jeans-Bereich, gehört ebenfalls hierzu. UmweltschutzVon großer Bedeutung ist für den Ahlers Konzern der verantwortungsvolle Umgang mit
der Umwelt und den natürlichen Ressourcen. Die größten Herausforderungen ergeben sich
aufgrund der internationalen Verflechtungen in den Bereichen Produktion und Logistik.
Sparsamer Energieeinsatz sowie die bestmögliche Verwendung von Rohstoffen in der Produktion
und die Vermeidung von Abfällen sind für uns selbstverständlich. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische EntwicklungIm Berichtszeitraum 2009/10 hat sich die Weltkonjunktur kontinuierlich und selbst
für Experten überraschend kräftig von der Finanz- und Wirtschaftskrise der beiden
Vorjahre erholt. Nachdem in der Wirtschaftskrise die Auslastung der Produktionskapazitäten
abrupt zurückging, erreichte diese in den meisten westlichen Ländern nahezu wieder
das Vorkrisenniveau. Eingeleitet wurde der schnelle Erholungsprozess durch die rasant
steigende Nachfrage Chinas nach westlichen Importgütern. In Deutschland haben die
erweiterten Kurzarbeitsmöglichkeiten dafür gesorgt, Kapazitäten zu halten, die in
der Zwischenzeit wieder benötigt werden. Damit wurde es ermöglicht, die wieder entfachte
Nachfrage unmittelbar zu bedienen. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEGeschäftsjahr 2009/10 - Highlights
Umsatz nach Segmenten
*
inkl. Sonstige 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR) Umsatz nach Regionen
Umsatz nach Quartalen
Kräftiger Umsatzanstieg im zweiten HalbjahrDer Umsatz des Ahlers Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2009/10 leicht um 0,6 Prozent
von 249,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 250,8 Mio. EUR. Das lag vor allem am kraftvollen
Umsatzwachstum im zweiten Halbjahr von +4,4 Prozent. Die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres
waren dagegen noch von der krisenbedingten Orderzurückhaltung des Handels im Jahr
2009 geprägt und wiesen einen Umsatzrückgang von 3,4 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum
des Vorjahres aus. Fünfjahresübersicht EBIT-Marge*
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2009/10 | 2008/09 | Veränderung |
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in Mio. EUR | in Mio. EUR | in % |
| Umsatzerlöse | 250,8 | 249,4 | 0,6 |
| Rohertrag | 126,8 | 118,8 | 6,7 |
| in % vom Umsatz | 50,6 | 47,6 |
|
| Personalaufwand* | -50,0 | -50,5 | 1,0 |
| Saldo sonstiger Aufwand/ Ertrag* | -54,3 | -53,6 | -1,3 |
| EBITDA* | 22,5 | 14,7 | 53,1 |
| Abschreibungen* | -5,3 | -4,8 | -10,4 |
| EBIT* | 17,2 | 9,9 | 73,7 |
| Sondereffekte | -2,1 | 0,7 |
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| Finanzergebnis | -1,1 | -1,6 | 31,3 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 14,0 | 9,0 | 55,6 |
| Ertragsteuern | -5,5 | -4,2 | -31,0 |
| Konzernergebnis | 8,5 | 4,8 | 77,1 |
Der Ahlers Konzern hat im Jahr 2009/10 erheblich besser verdient als im Vorjahr. Das
betriebswirtschaftlich wichtige EBIT vor Sondereffekten stieg von 9,9 Mio. EUR auf
17,2 Mio. EUR, ein Plus von 74 Prozent. Damit kletterte die EBIT-Marge auf 6,8 Prozent
(Vorjahr 4,0 Prozent).
Das Konzernergebnis nach Steuern zeigt einen ähnlichen Zuwachs gegenüber dem Vorjahreswert:
77 Prozent. Es stieg von 4,8 Mio. EUR im Jahr 2008/09 auf 8,5 Mio. EUR im Berichtsjahr.
Das Ergebnisplus des Berichtsjahres basiert im Wesentlichen auf dem verbesserten Rohertrag,
der um 8,0 Mio. EUR auf 126,8 Mio. EUR wuchs. Gründe für den Anstieg waren vor allem
die Verlagerung der Fertigung an günstigere Standorte. Aber auch die steigenden Lizenzeinnahmen,
ein steigender Retail- und Premiumanteil am Umsatz und günstige Wechselkursabsicherungen
beeinflussten den Rohertrag positiv.
Die Kostensenkungsprogramme der Vorjahre haben die Aufwendungen besonders im ersten
halben Jahr gedrückt und damit die steigende Retail-, Eigenfertigungs- und Lizenzaufwendungen
kompensiert, so dass die steigenden Roherträge ungeschmälert in das EBITDA vor Sondereffekten
aufgingen. Das EBITDA, also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, stieg
so um 7,8 Mio. EUR auf 22,5 Mio. EUR (Vorjahr 14,7 Mio. EUR). Trotz sinkender Investitionen
stiegen im Berichtsjahr die Abschreibungen von 4,8 Mio. EUR auf 5,3 Mio. EUR.
Nachdem Ahlers vor allem durch die Wertaufholung des Otto Kern-Warenzeichens im Vorjahr
mit 0,7 Mio. EUR leicht positive Sondereffekte hatte, war der Saldo der Einmaleffekte
im Jahr 2009/10 mit -2,1 Mio. EUR negativ.
Die weitere Verschlankung des Konzerns und die Ausgliederung des Jupiter Hemdenbereichs
haben Sozialplanaufwendungen und Abfindungen von insgesamt 0,5 Mio. EUR verursacht.
Im Wesentlichen der Verkauf eines ehemaligen Produktionsgebäudes unter Buchwert hat
zu 0,9 Mio. EUR Buchverlusten geführt. Fallweise ersetzen wir externe Handelsvertreter
durch angestellte Reisende, um gleichzeitig die Vertriebsintensität zu erhöhen und
die Aufwendungen zu reduzieren. Für Vertreterabfindungen wurden im Berichtsjahr 0,7
Mio. EUR gezahlt bzw. zurückgestellt.
In den letzten Jahren konnten die Ergebnisse des Konzerns kontinuierlich gesteigert
werden. Gleichzeitig ging das Net Working Capital durch Straffung des Angebots und
präzisere Disposition kräftig zurück. Beide Effekte haben die ohnehin solide Finanzlage
des Ahlers Konzerns weiter verbessert und die Verschuldung spürbar reduziert. Das
spiegelt sich auch im Finanzergebnis wider, das sich deshalb von -1,6 Mio. EUR auf
-1,1 Mio. EUR verbesserte.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern und nach Finanzergebnis und Abschreibungen lag 2009/10
um 5,0 Mio. EUR oder 56 Prozent über dem Vorjahr. Es erreichte 14,0 Mio. EUR, nach
9,0 Mio. EUR im Vorjahr.
Das höhere Ergebnis vor Steuern ist maßgeblich für den um 1,3 Mio. EUR gestiegenen
Ertragsteueraufwand. In beiden Vergleichsjahren waren die Steuern durch Feststellungen
einer steuerlichen Außenprüfung erhöht. Im Jahr 2009/10 waren zusätzlich Sonderabschreibungen
auf Immobilien teilweise steuerlich nicht abzugsfähig. Die Steuerquoten lagen 2009/10
bei 39 Prozent bzw. 2008/09 bei 47 Prozent des Vorsteuerergebnisses und damit deutlich
über dem "normalen" Wert von etwa 30 Prozent, den das Management von Ahlers für die
nächsten Jahre erwartet.
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30.11.2010 | 30.11.2009 | ||
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in Mio. EUR | in % | in Mio. EUR | in % |
| Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 43,9 | 23,2 | 47,3 | 25,0 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 19,5 | 10,3 | 19,3 | 10,2 |
| Latente Steueransprüche | 1,7 | 0,9 | 2,7 | 1,5 |
| Langfristige Vermögenswerte | 65,1 | 34,4 | 69,3 | 36,7 |
| Vorräte | 58,6 | 30,9 | 55,8 | 29,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 36,1 | 19,1 | 40,2 | 21,3 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 8,2 | 4,3 | 9,8 | 5,1 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 21,3 | 11,3 | 14,0 | 7,4 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 124,2 | 65,6 | 119,8 | 63,3 |
| Summe Aktiva | 189,3 | 100,0 | 189,1 | 100,0 |
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30.11.2010 | 30.11.2009 | ||
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in Mio. EUR | in % | in Mio. EUR | in % |
| Eigenkapital | 115,1 | 60,8 | 109,2 | 57,7 |
| Pensionsrückstellungen | 5,1 | 2,7 | 5,1 | 2,7 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen |
27,4 | 14,5 | 27,6 | 14,6 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 2,2 | 1,1 | 1,4 | 0,7 |
| Langfristige Schulden | 34,7 | 18,3 | 34,1 | 18,0 |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 2,3 | 1,2 | 3,1 | 1,7 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen |
37,2 | 19,7 | 42,7 | 22,6 |
| Kurzfristige Schulden | 39,5 | 20,9 | 45,8 | 24,3 |
| Schulden | 74,2 | 39,2 | 79,9 | 42,3 |
| Summe Passiva | 189,3 | 100,0 | 189,1 | 100,0 |
Auch wenn die Bilanzsumme des Ahlers Konzerns am 30.11.2010 mit 189,3 Mio. EUR mit
0,2 Mio. EUR über dem Vorjahreswert liegt, hat sich ihre Struktur doch weiter verbessert.
Drei Komponenten der Bilanz haben sich im letzten Geschäftsjahr wesentlich verändert:
| ― |
Das Eigenkapital stieg im Berichtszeitraum vor allem durch das gute Konzernergebnis um 5,9 Mio. EUR auf 115,1 Mio. EUR (Vorjahr 109,2 Mio. EUR). |
| ― |
Die Mittelbindungen im Anlagevermögen (-3,2 Mio. EUR) und im Net Working Capital (-3,1 Mio. EUR) konnten um zusammen 6,3 Mio. EUR reduziert werden. |
| ― |
Die so erwirtschafteten Finanzmittel konnten zur Reduzierung kurzfristiger finanzieller Verbindlichkeiten (7,7 Mio. EUR) und zur Aufstockung der Zahlungsmittelbestände (7,3 Mio. EUR) verwendet werden. |
Der Ahlers Konzern war damit zum Jahresende nach Saldierung finanzieller Guthaben
und Verbindlichkeiten nahezu schuldenfrei (Nettosaldo -6,7 Mio. EUR, Vorjahr -21,4
Mio. EUR) und alle wichtigen Bilanzkennziffern waren nochmals verbessert. Die Eigenkapitalquote
stieg von 57,7 Prozent weiter auf 60,8 Prozent. Der von 24 Prozent auf 21 Prozent
gesunkene Anteil kurzfristiger Schulden zeigt die solide, überwiegend längerfristige
Deckung der Vermögenspositionen.
Die Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte gingen im Berichtszeitraum von 47,3
Mio. EUR auf 43,9 Mio. EUR zurück. Ursachen hierfür waren der Verkauf und die zusätzlichen
Abschreibungen ehemaliger Produktionsgebäude und die unter den Abschreibungen liegenden
Neuinvestitionen.
Die immateriellen Vermögenswerte verminderten sich um 0,5 Mio. EUR auf 12,1 Mio. EUR,
weil der Markenwert von Baldessarini bei gleichzeitiger Minderung des im Jahr 2012
zu zahlenden Kaufpreisanteils weiter abgeschrieben wurde.
Neu in den langfristigen Vermögenswerten ist der Beteiligungswert an dem Joint Venture
Jupiter Shirt GmbH in Höhe des eingelegten Eigenkapitals von 0,2 Mio. EUR.
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 19,3 Mio. EUR bestehen überwiegend
aus Kunstwerken der Ahlers-Sammlung. Es handelt sich hauptsächlich um Bilder von bekannten
Künstlern des Expressionismus, wie z.B. Alexej von Jawlensky und Emil Nolde sowie
um Werke der zeitgenössischen Kunst mit Schwerpunkt Yves Klein. Die Kunstwerke, die
zur Weltspitze gehören, werden zu Anschaffungskosten bilanziert und bewertet. Im Berichtszeitraum
wurden nur in geringem Umfang (0,1 Mio. EUR) Kunstgegenstände gekauft.
Der Saldo aus Vorräten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen (Net Working Capital) ging im Jahr 2009/10 von 82,7 Mio. EUR auf 79,6 Mio.
EUR zurück. Durch konsequentes Forderungsmanagement, die entspanntere konjunkturelle
Situation und trotz anziehender Umsätze sanken die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen um 10 Prozent auf 36,1 Mio. EUR (Vorjahr 40,2 Mio. EUR). Gleichzeitig reduzierte
sich der Anteil risikobehafteter, unversicherter Forderungen von 14 Prozent auf 12
Prozent.
Ahlers hat im Jahr 2010 die Produktion insbesondere in Sri Lanka weiter ausgebaut.
Durch die längeren Transportzeiten stiegen die Rohwarenbestände an (+2,1 Mio. EUR).
Die Fertigwarenbestände stiegen trotz höherer Umsätze und Auftragsbestände nur moderat
(2010: 37,3 Mio. EUR, 2009: 36,7 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen stiegen von 13,3 Mio. EUR auf 15,1 Mio. EUR.

| in Mio. EUR | 2009/10 | 2008/09 | Veränderung in % |
| Konzernergebnis | 8,5 | 4,8 | 77,1 |
| Saldo aus Abschreibungen und Zuschreibungen | 6,0 | 5,6 | 7,1 |
| Veränderungen Net Working Capital | 3,1 | 6,8 | -54,4 |
| Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen | -1,4 | -2,6 | -46,2 |
| Sonstige Veränderungen* | 4,1 | -3,6 | n.a. |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 20,3 | 11,0 | 84,5 |
| Nettoauszahlungen zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten |
-2,8 | -5,7 | -50,2 |
| Auswirkung durch Veränderung der Wechselkurse | 1,3 | -2,6 | n.a. |
| Free Cashflow vor Finanzierungstätigkeit | 18,8 | 2,7 | >100 |
| Zugang (+), Tilgung (-) langfristiger Verbindlichkeiten | 4,0 | 7,9 | -49,4 |
| Aktienrückkauf, Auszahlung von Minderheitengewinnanteilen |
- |
-7,2 | n.a. |
| Dividendenzahlungen | -4,4 | -9,2 | -52,2 |
| Free Cashflow | 18,4 | -5,8 | n.a. |
| Flüssige Mittel 30. November** | 21,5 | 3,1 | >100 |
*
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 2,1 Mio. EUR (Vorjahr 2,3 Mio.
EUR)
Veränderung der langfristigen Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten 1,0 Mio.
EUR (Vorjahr -8,0 Mio. EUR)
**
Zahlungsmittel und sonstige kurzfristige Wertpapiere abzgl. Kontokorrentkredite
Der Ahlers Konzern hat im Berichtszeitraum nicht nur ein höheres Ergebnis erzielt,
sondern auch einen erheblich gestiegenen Free Cashflow erwirtschaftet. Der Cashflow
aus laufender Geschäftstätigkeit stieg von 11,0 Mio. EUR um 9,3 Mio. EUR oder 85 Prozent
auf 20,3 Mio. EUR. Wie schon im Vorjahr konnten wir das Net Working Capital reduzieren
und dadurch liquide Mittel freisetzen. So verringerte sich das Net Working Capital
im Vorjahr um 6,8 Mio. EUR und in der Berichtsperiode um 3,1 Mio. EUR. In den sonstigen
Veränderungen zeigen sich die Auswirkungen einer Verschiebung von Lizenzzahlungen
über den Geschäftsjahreswechsel, die im letzten Jahr früher und im Jahr 2009/10 etwas
später erfolgten.
Der Free Cashflow vor Finanzierungstätigkeit stieg mit +16,1 Mio. EUR sogar noch stärker
als der aus laufender Geschäftstätigkeit. Dafür waren einerseits die geringeren Investitionsausgaben
maßgeblich. Nach 5,7 Mio. EUR in 2008/09 wurden wegen nachlassender Nachfrage nach
Shopmöbeln im Handel im Jahr 2009/10 2,8 Mio. EUR investiert. Andererseits kamen nach
dem Krisenjahr 2008/09 die Währungskurse wieder ihren Vorkursen näher und glichen
so die negativen Einflüsse des Vorjahres (-2,6 Mio. EUR) teilweise wieder aus (+1,3
Mio. EUR).
Auch die geringere Ausschüttung des letzten Jahres hat bewirkt, dass der gesamte Free
Cashflow mit 18,4 Mio. EUR um 24,2 Mio. EUR über dem Vorjahr lag (2008/09: -5,8 Mio.
EUR) und der Saldo flüssiger Mittel auf 21,5 Mio. EUR (Vorjahr 3,1 Mio. EUR) wuchs.
Eine detaillierte Beschreibung der Ziele, Methoden und Maßnahmen des Finanzmanagements
findet sich auch im Konzernanhang ab Seite 120.
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2009/10 | 2008/09 | |
| Eigenkapitalquote | in % | 60,8 | 57,7 |
| Verschuldungsgrad* | in % | 62,5 | 72,0 |
| Zinsdeckungsgrad** | in % | 1.127,0 | 471,4 |
| Eigenkapitalrentabilität | in % | 7,4 | 4,4 |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
in Mio. EUR | 4,0 | 7,0 |
| Bilanzsumme | in Mio. EUR | 189,3 | 189,1 |
*
ohne latente Steuern
**
vor Sondereffekten
Wir haben bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr von den Resultaten des Kostensenkungsprogramms
und der Umstrukturierungen profitiert und ein gutes Ergebnis erzielt. Für das Geschäftsjahr
2010/11 sind wir durchweg positiv gestimmt, sehen aber einige Risiken in Form von
Preiserhöhungen auf der Beschaffungsseite. Wir gehen davon aus, dass die positiven
Effekte aus unseren bisherigen Effizienzmaßnahmen auch unter diesen Vorzeichen eine
weitere Verbesserung des Konzern-Ergebnisses erlauben. Durch unsere hohe Eigenkapitalquote
und die hervorragende Liquiditätsausstattung des Konzerns sind wir gegen Unwägbarkeiten
bestens gewappnet.
| ― |
Ergebnisverbesserungen in allen Segmenten |
| ― |
Kräftiger Umsatzzuwachs im Premium-Bereich |
| ― |
Jeans & Workwear bleibt stabile Ertragssäule |
| ― |
Weitere Restrukturierungen im Segment Men's & Sportswear |

*
nur fortzuführende Geschäftsbereiche (gem. IFRS)
**
inkl. Sonstige
|
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2009/10 | 2008/09 | Veränderung | |
| Umsatz* | Mio. EUR | 129,8 | 123,4 | 5,2% |
| davon Inland | Mio. EUR | 61,0 | 58,1 | 5,0% |
| davon Ausland | Mio. EUR | 68,8 | 65,3 | 5,4% |
| Auslandsanteil | in % | 53,0 | 52,9 | 0,1 |
| EBIT** | Mio. EUR | 9,9 | 4,7 | >100% |
| EBIT-Marge** | in % | 7,6 | 3,8 | 3,8 |
*
inkl. Sonstige 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR)
**
vor Sondereffekten
Die Premium Brands Pierre Cardin, Baldessarini und Otto Kern haben sich im Geschäftsjahr
2009/10 sehr positiv entwickelt. Die Umsätze des Segments erreichten nach einem Plus
von 5,2 Prozent 130 Mio. EUR (Vorjahr 123 Mio. EUR). Der Umsatzanteil des Premium-Segments
am Gesamtunternehmen überschritt im Jahr 2009/10 die 50 Prozentmarke und erreichte
51,8 Prozent (Vorjahr 49,5 Prozent).
Neben kontinuierlichen Marktanteilsgewinnen im Inland mit einem Plus von 5,0 Prozent
legten auch die internationalen Verkäufe nach dem Krisenjahr 2008/09 wieder um 5,4
Prozent zu.
Alle drei Marken im Premium-Segment haben im Jahr 2009/10 ihre Ergebnisse verbessert.
Insgesamt verdoppelte sich dadurch das Segment-EBIT vor Sondereffekten auf 9,9 Mio.
EUR (Vorjahr 4,7 Mio. EUR). Die EBIT-Marge stieg gleichzeitig von 3,8 Prozent auf
7,6 Prozent.
Pierre Cardin leistete wie auch in den Vorjahren einen wichtigen Beitrag zum Segmentumsatz.
Neben einem stabilen Wachstum im Inland legte die Marke im Ausland deutlich zu. In
Russland und Österreich, beides wichtige Absatzmärkte, wurden zweistellige Zuwachsraten
erzielt. Alle unter der Marke Pierre Cardin vertriebenen Produktgruppen entwickelten
sich im letzten Geschäftsjahr kontinuierlich weiter und verbesserten dank steigender
Verkäufe und optimierter Beschaffungsvorgänge ihre Ergebnisse.
Bei Baldessarini wurde im letzten Jahr die Premiumlinie Black planmäßig weiter ausgebaut.
Besonders in Deutschland wurde dies mit zweistelligen Zuwachsraten belohnt. Der krisenbedingte
Umsatzrückgang in Russland konnte hingegen noch nicht wieder voll ausgeglichen werden,
wenngleich die Umsätze im zweiten Halbjahr 2009/10 wieder anzogen. Im ersten Marktjahr
waren die neuen Lizenzen Brillen und Schmuck. Ästhetische Produkte, gutes Feedback
aus dem Markt und planmäßige Lizenzumsätze lassen auf eine stetige Aufwärtsentwicklung
hoffen.
Gleiches gilt auch für die Lizenzen von Otto Kern. Unter der Marke Otto Kern wurden
im abgelaufenen Geschäftsjahr einige neue Lizenzen eingeführt wie z. B. Socken, Bodywear
und Schuhe. Die etablierten Produkte Parfüm und DOB Strick und Bluse entwickelten
sich positiv weiter. Bei Otto Kern haben wir die Vertriebstätigkeiten gestrafft und
in den Kernmärkten Pluszahlen geschrieben. Das Ergebnis verbesserte sich auch dadurch
im Berichtsjahr weiter.
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2009/10 | 2008/09 | Veränderung | |
| Umsatz | Mio. EUR | 63,5 | 62,9 | 1,0% |
| davon Inland | Mio. EUR | 44,8 | 44,6 | 0,4% |
| davon Ausland | Mio. EUR | 18,7 | 18,3 | 2,3% |
| Auslandsanteil | in % | 29,5 | 29,1 | 0,4 |
| EBIT* | Mio. EUR | 8,0 | 6,4 | 25,0% |
| EBIT-Marge* | in % | 12,6 | 10,2 | 2,4 |
Das Segment Jeans & Workwear hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ein kleines Umsatzplus
erwirtschaftet. Die Umsätze erhöhten sich um 1,0 Prozent von 62,9 Mio. EUR auf 63,5
Mio. EUR. Pionier Workwear hat seine Umsätze im Laufe des Jahres immer weiter verbessern
können. Im ersten Halbjahr lagen die Verkäufe noch 4,8 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Im zweiten Halbjahr konnte dann ein kräftiges Plus von 9,5 Prozent erzielt werden.
Pioneer Jeans erzielte mit Bestandskunden ein Plus im Umsatz, musste aber in den ersten
Monaten des Geschäftsjahres Umsatzverluste durch die großen Einzelhandelsinsolvenzen
des Vorjahres hinnehmen. Insgesamt blieb der Umsatzanteil des Segments Jeans & Workwear
am Gesamtumsatz des Konzerns stabil bei 25,3 Prozent (Vorjahr 25,2 Prozent).
Auch im Jeans & Workwear Segment hat die Optimierung der Produktionsstandorte zusammen
mit Kosteneinsparungen das Segmentergebnis um 25 Prozent von 6,4 Mio. EUR auf 8,0
Mio. EUR steigen lassen. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 10,2 Prozent auf 12,6
Prozent. Der Jeans & Workwear Bereich präsentierte sich damit einmal mehr als stabile
Ertragssäule des Ahlers Konzerns.
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2009/10 | 2008/09 | Veränderung | |
| Umsatz | Mio. EUR | 57,5 | 63,1 | -8,9% |
| davon Inland | Mio. EUR | 28,5 | 32,9 | -13,2% |
| davon Ausland | Mio. EUR | 29,0 | 30,2 | -4,1% |
| Auslandsanteil | in % | 50,4 | 47,9 | 2,5 |
| EBIT* | Mio. EUR | -0,6 | -1,2 | 50,0% |
| EBIT-Marge* | in % | -1,0 | -1,9 | 0,9 |
Im Geschäftsjahr 2009/10 wurde die Entscheidung getroffen, Jupiter Shirt aus dem Konzern
auszugliedern und in ein Joint Venture mit einem Hemdenspezialisten einzubringen.
Gleichzeitig wurde ein Private Label-Geschäft für den Einzelhandel beendet. Beides
war für den Umsatzrückgang (-8,9 Prozent) auf der einen Seite und für das verbesserte
Segmentergebnis auf der anderen Seite (Ergebnisveränderung +0,6 Mio. EUR) verantwortlich.
Im Konzern verbleiben damit Jupiter Sportswear und Gin Tonic, die beide weitgehend
stabile Umsätze und ausgeglichene Ergebnisse erzielten.
Im Ahlers Konzern waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 2.154 Mitarbeiter und damit
fast gleich viele Mitarbeiter wie im Vorjahr beschäftigt (Vorjahr 2.172). Während
im Vorjahr im Jahresverlauf die Mitarbeiterzahl durch das Kostensenkungsprogramm abnahm,
stieg sie im Berichtszeitraum jedoch durch den Aufbau eigener Fertigungskapazitäten
in Sri Lanka. Am 30. November 2010 beschäftigte Ahlers 2.210 Mitarbeiter, 207 mehr
als am gleichen Tag des Vorjahres (Vorjahr 2.003). Besonders der weitere Aufbau der
Fertigungskapazitäten in Sri Lanka (+217 Mitarbeiter) und in Polen (+18 Mitarbeiter)
führte zu dem Aufbau. In Deutschland beschäftigte Ahlers nach der Ausgliederung des
Jupiter Hemdengeschäfts und einiger Effizienz verbessernder Maßnahmen 606 Mitarbeiter,
32 weniger als im Vorjahr (Vorjahr 638 Mitarbeiter).
Durch den Aufbau gewerblicher Mitarbeiter im Ausland und dem leichten Abbau kaufmännischer
Mitarbeiter im Inland sank der Personalaufwand je Mitarbeiter leicht von 23,3 TEUR
auf 23,2 TEUR.
| Deutschland | 606 | (638) |
| Polen | 573 | (555) |
| Sri Lanka | 813 | (596) |
| Osteuropa/ Sonstige | 136 | (131) |
| Österreich | 82 | (83) |
| Gesamt | 2.210 | (2.003) |

|
|
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2009/10 | 2008/09 | Veränderung |
| Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter |
|
2.154 | 2.172 | -0,8% |
| Personalaufwand Gesamt | in Mio. EUR | 50,3 | 51,7 | -2,7% |
| Personalaufwand bereinigt* | in Mio. EUR | 50,0 | 50,5 | -1,0% |
| Personalaufwand* je Mitarbeiter | in TEUR | 23,2 | 23,3 | -0,4% |
Die Gewinnung von qualifizierten Beschäftigten auf dem Arbeitsmarkt besonders in technischen
Berufsgruppen ist schwieriger geworden. Daher wird die Personalgewinnung auf der einen
Seite und die Personalentwicklung und -bindung sowie die eigene Ausbildung auf der
anderen Seite immer wichtiger. Wir fördern unser vorhandenes Personal konsequent und
zielgerichtet und zeigen Entwicklungsperspektiven im Konzern auf. Kompetente und engagierte
Mitarbeiter tragen einen wesentlichen Teil dazu bei, die strategischen und operativen
Ziele des Ahlers Konzerns zu erreichen.
Auch 2010 hat die Ahlers AG zahlreichen Schulabgängern die Chance auf eine qualifizierte
Berufsausbildung in den Ausbildungsberufen Industrie- und Informatikkaufmann/-frau,
sowie Groß- und Außenhandelskaufmann/-frau gegeben. Am Geschäftsjahresende 2009/10
befanden sich 21 junge Menschen (Vorjahr 22) in einer kaufmännischen Berufsausbildung
im Ahlers Konzern. Wie schon in den Vorjahren haben die kaufmännischen Auszubildenden
bei Einsätzen im Ausland eigene Produktions- und Zulieferbetriebe kennengelernt.
Seit der Einführung bieten wir die neue Zusatzqualifikation des EU-Industriekaufmanns
bzw. der EU-Industriekauffrau an, die der zunehmenden Internationalisierung unseres
Geschäfts durch die Einbindung von Fremdsprachen Rechnung trägt. Daneben bieten wir
berufliche Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen und duale Studiengänge an, um
auch den Führungskräftenachwuchs angemessen zu fördern. So wurden zwei Mitarbeiter
mit einer beruflichen Weiterqualifikation und ein Mitarbeiter in einem dualen Wirtschaftsinformatik-Studium
gefördert. Ein Mitarbeiter konnte seine betrieblich unterstützte Weiterbildung zum
Bilanzbuchhalter erfolgreich abschließen und eine qualifiziertere neue Stelle im Unternehmen
einnehmen.
Zudem ist für uns die Zusammenarbeit mit Hochschulen ein wichtiger Erfolgsfaktor,
um Talente frühzeitig für den Konzern begeistern zu können. Wir ermöglichen zahlreichen
Praktikanten erste Berufserfahrungen und Einblicke in den Berufsalltag. Bei Gin Tonic
in Sindelfingen bieten wir interessierten Studenten des Studiengangs Bekleidungstechnik
in Nagold außerdem ein halbjähriges Praxissemester an. Im Jahr 2011 wollen wir talentierte
Abiturienten erstmals für ein duales Studium zur internationalen Betriebswirtschaft
(International Business Administration) gewinnen.
Die positive Entwicklung der Unternehmens- und Führungskultur im Ahlers-Konzern bleibt
ein zentrales Element der Personalstrategie. Die Anpassung klarer Geschäftsordnungen
für jede Gesellschaft, die Einführung einer konzernweiten Grundwerteerklärung und
dazugehörige Compliance-Regelungen sind die Basis für das gemeinsame Führungsverständnis
und das verbindende Element im Ahlers Konzern.
Die erfreulich geringe Fluktuationsquote von 3,4 Prozent (Vorjahr 5,4 Prozent) spiegelt
den Erfolg der gesamten Maßnahmen wider. Wichtiges Wissen wird somit in der Ahlers
AG gehalten. Zahlreiche Betriebsjubiläen bestätigen die langjährige Treue unserer
Mitarbeiter zum Unternehmen. Im Jahr 2010 haben wir achtzehn 10-jährige, ein 25-jähriges
sowie drei 40-jährige Betriebsjubiläen gefeiert.
Allen Mitarbeitern gilt unser Dank für ihre Loyalität und ihr großes Engagement.
Das Management des international agierenden Ahlers Konzerns muss vielfältige Chancen
und Risiken in seine zu treffenden Entscheidungen einbeziehen. Chancen und Risiken
werden permanent gegeneinander abgewogen und überschaubare Risiken nur in Kauf genommen,
wenn die ihnen gegenüberstehenden Chancen eine angemessene Wertsteigerung erwarten
lassen. Bestehende Risiken werden analysiert und mit Hilfe geeigneter Maßnahmen reduziert.
Mit dem konzernweit integrierten Chancen- und Risikomanagementsystem identifizieren
und klassifizieren wir Chancen und Risiken frühzeitig und sichern und bewahren den
Unternehmenswert nachhaltig.
Das implementierte Risikomanagementsystem teilt die Risikofelder in Zentral- und Bereichsrisiken
ein. Zentralrisiken tangieren den gesamten Konzern und werden übergreifend kontrolliert.
Dagegen betreffen die Bereichsrisiken nur einzelne Geschäftsbereiche oder Auslandsgesellschaften
und/oder ihre Überwachung erfolgt dezentral. Für jedes Risiko sind bestimmte Indikatoren
definiert, die die Höhe des Risikos wiedergeben. Einmal im Monat berichtet jeder Manager,
der ein Risiko überwacht, über die wesentlichen Risikokennzahlen und vor allem über
Abweichungen vom Soll. Die interne Revision und der Aufsichtsrat kontrollieren regelmäßig
die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems gemäß den gesetzlichen Anforderungen.
Die Zentralrisiken im Ahlers Konzern setzen sich zusammen aus:
| ― |
Profitabilität der Geschäftsbereiche |
| ― |
Beschaffungsrisiken |
| ― |
Forderungsrisiken |
| ― |
Lizenzrisiken |
| ― |
Rechtliche Risiken |
| ― |
Liquiditätsrisiko |
| ― |
Risiken aus der Kapitalstruktur |
| ― |
Währungsrisiken |
| ― |
IT-Einsatzbereitschaft |
| ― |
Betriebsunterbrechung, Verlust von Waren und Schadensersatzansprüche Dritter |
Dem Risiko einer nachlassenden Profitabilität der Geschäftsbereiche begegnet Ahlers
mit der permanenten Überwachung aller relevanten Kennzahlen der Marken und Geschäftsbereiche,
wie z.B. der Kalkulations- oder der erzielten Rohertragsmarge. Bei ersten Hinweisen
auf eine sinkende Profitabilität werden zusammen mit dem jeweiligen Geschäftsführer
eine Situationsanalyse und Maßnahmenplanung eingeleitet, um dem Risiko möglichst frühzeitig
zu begegnen.
Beschaffungsrisiken sind eine ständige Herausforderung in der Modeindustrie. Die Branchenunternehmen
befinden sich dabei in einem Spannungsfeld von Kosten und Zuverlässigkeit, wobei sowohl
Stillstand als auch zu schnelles Verlagern von Beschaffungsorten die Gesellschaft
gefährden können. Ahlers minimiert diese Risiken durch eine sorgfältige und frühzeitige
Auswahl qualifizierter Lieferanten und gründliche Qualitätskontrollen.
Kontinuierlich werden Preisveränderungen auf dem Beschaffungsmarkt beobachtet und
analysiert. Eine Verlagerung von Produktionsstätten wird immer von einer Qualitätssicherung
flankiert und mit langsam steigenden Stückzahlen realisiert, die erst bei positiven
Liefererfahrungen erfolgen.
Eine strenge Bonitätsprüfung sowie eine Versicherung gegen Zahlungsausfälle reduzieren
die Forderungsrisiken der Ahlers Gruppe. Eine Auslieferung ohne Forderungsversicherung
erfolgt nur nach kritischer Überprüfung und soweit vorhanden der Analyse der bisherigen
Kundenbeziehung. Forderungsrisiken, die nicht versicherbar sind, müssen vom Vorstand
freigegeben werden. Der Vorstand überprüft diese Entscheidung nach Bedarf oder regelmäßig
spätestens nach sechs Monaten. Bisher ist es noch nie zu größeren Ausfällen bei Ahlers
gekommen. Infolge der zunehmenden Internationalisierung nahmen die nicht versicherbaren
Forderungen über die letzten Jahre zu. Im Berichtszeitraum gingen sie aber in Folge
der konjunkturellen Erholung wieder zurück.
Lizenzrisiken bestehen in der Beendigung der Lizenzverträge oder der Übertragung von
Markenrechten an Dritte. Ahlers wirkt diesen Risiken mit Vertragsverlängerungen mit
langen Laufzeiten entgegen und beobachtet permanent die nationale und internationale
Registrierung der Marken.
Rechtliche Risiken aus Gerichts- oder ähnlichen Verfahren, die sich negativ auf die
Ertragslage des Konzerns auswirken könnten, sind momentan nicht erkennbar. Eine Versicherung
deckt Gewährleistungsansprüche aus der Produkthaftpflicht ab, die bisher jedoch in
keinem nennenswerten Umfang gestellt worden sind. Zudem ist Ahlers gegen Kosten aus
einer Rückruf-Aktion versichert.
Das Liquiditätsrisiko und Risiko von Zahlungsstromschwankungen wird kontinuierlich
überwacht und die Liquidität mit hinreichend großen Kreditlinien sichergestellt, die
saisonale und auch unerwartete Liquiditätsbelastungen abdecken und auf mehrere Kreditinstitute
verteilt sind. Eine regelmäßige Kommunikation mit den kreditgebenden Instituten sowie
lange Laufzeiten für den Grundbedarf sichern die Liquidität. Zum Geschäftsjahresende
2009/10 ging die ohnehin geringe Nettoverschuldung des Konzerns weiter zurück. Die
Zahlungsströme des eigentlichen Geschäfts sind über die Saison gut kalkulierbar. Hierbei
wird der Cashflow vor allem durch die Profitabilität und die Schwankungen des Net
Working Capitals beeinflusst. Im Berichtsjahr wurde durch eine deutliche Reduzierung
der Forderungen eine geringere Kapitalbindung erzielt.
Es bestehen keine erwähnenswerten Risiken aus der Kapitalstruktur. Der Ahlers Konzern
verfügt über eine hohe Eigenkapitalquote und hat nur eine geringe Nettoverschuldung.
Schwer kalkulierbare Positionen wie z. B. Pensionsrückstellungen haben eher einen
kleineren Anteil an der Bilanzsumme.
Währungsrisiken bestehen vor allem aus der Warenbeschaffung in Asien, die vornehmlich
in US-Dollar erfolgt. Die Sicherung des Wechselkurses erfolgt jede Saison mittels
einer mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Richtlinie, die zu bestimmten Zeitpunkten
im Saisonzyklus bestimmte Mindest- und Höchstabsicherungsquoten vorsieht. Hiernach
werden anhand einer Bedarfsplanung bestimmte Volumina zu bestimmten Zeitpunkten mit
Devisentermingeschäften abgesichert. Eine regelmäßige Berichterstattung zeigt den
Bedarf und die Absicherung mit diesen Finanzinstrumenten.
IT-Risiken entstehen durch die wachsende Vernetzung der Informationssysteme und die
Notwendigkeit ihrer ständigen Verfügbarkeit. Rechnersysteme und Netzwerke können ausfallen,
was zu einer massiven Störung führen oder einem unberechtigten Datenzugriff bzw. -missbrauch
unterliegen würde. Wir begegnen diesen Risiken mit dem Einsatz moderner Hard- und
Software auf aktuellstem Sicherheitsstandard. Qualifizierte interne und externe Experten
sorgen permanent für den Schutz und die Optimierung der Ahlers IT-Systeme. Unterstützt
werden diese Maßnahmen durch regelmäßige Investitionen in Hard- und Software, Virenscanner,
Firewallsysteme und Zugangs- und Zugriffskontrollen. Die IT-Infrastruktur der Ahlers
AG wurde als Zeichen für seine Sicherheit mit dem TÜV-Prüfzeichen "Trusted Site Infrastructure"
ausgezeichnet.
Ein umfassender Versicherungsschutz sichert unter anderem die Risiken durch Betriebsunterbrechung,
Verlust von Waren sowie Schadensersatzansprüche ab.
Die Bereichsrisiken im Ahlers Konzern bestehen aus:
| ― |
Kollektionserfolg |
| ― |
Lagerbestände |
| ― |
Kundenabhängigkeit |
Das Kollektionsrisiko besteht in der Modebranche jede Saison darin, dass die Kollektionen
vom Markt nicht ausreichend angenommen werden und dadurch Umsatzeinbußen entstehen.
Die Vielfalt und Bekanntheit der Marken im Ahlers Konzern reduziert dieses Risiko.
Zeitnahe Berichte über Vorverkäufe und monatliche Reports der Geschäftsbereiche über
die Marktlage informieren den Vorstand über die Marktstärke unserer Produkte. Die
Integration von Abverkaufsinformationen aus dem Handel und den eigenen Geschäften
fördern die Gestaltung verkaufsstarker Ware.
Die Beherrschung des Lagerrisikos stellt eine wichtige Aufgabe in der Modeindustrie
dar. Für eine langfristig erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Handel ist die Lieferfähigkeit
von immenser Bedeutung. Gleichzeitig muss jedoch der Lagerbestand am Ende der Saison
verkauft sein, um die Liquidität des Unternehmens zu entlasten. Ahlers minimiert das
Risiko, indem die Lagerbestände durch regelmäßige Bestandskontrollen und mittels systematischer
Dispositions- und Verkaufsprinzipien überwacht und auf dem richtigen Niveau gehalten
werden.
Das Risiko der Kundenabhängigkeit entsteht durch den Trend, dass zunehmend große Filialisten
den klassischen Facheinzelhandel verdrängen, wodurch der Umsatzanteil von einigen
Großkunden steigt. Größere Anbieter, die den Handel mit qualitativ hochwertiger Ware
professionell bedienen, profitieren von dieser Entwicklung. Ahlers tritt mit Kunden
auf allen Ebenen in den Dialog, um die Marktbedürfnisse und Probleme frühzeitig zu
erkennen. Gleichzeitig verringert Ahlers seine Kundenabhängigkeit durch die fortschreitende
Internationalisierung, Vertikalisierung sowie den Aufbau eigener Retailaktivitäten.
Die Gesellschaft hat darüber hinaus ein Berichtssystem implementiert, welches eine
ständige und zeitnahe Überwachung von Auslieferungsquoten, termingerechten Auslieferungen,
Auftragsbeständen und Umsätzen sicherstellt, um alle Kunden gut zu bedienen und die
Kundenbeziehungen zu festigen. Der Ahlers Konzern hat prinzipiell eine eher niedrigere
Abhängigkeit von einzelnen Kunden, weil die verschiedenen Marken unterschiedlich positioniert
sind und damit andere Einzelhandelskonzepte bedienen. Der größte Einzelkunde hatte
im Berichtsjahr einen Umsatzanteil von 4,9 Prozent.
Die Gesamtrisikosituation des Ahlers Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2009/10 nicht
grundlegend gegenüber dem Vorjahr verändert. Vom heutigen Standpunkt aus lassen sich
keine Risiken erkennen, die alleine oder in Kombination mit anderen Risiken, den Fortbestand
des Unternehmens gefährden könnten.
Zwei wesentliche Komponenten sichern die Vermeidung oder Reduzierung von Risiken im
Unternehmen ab: ein System von Anweisungen und Geschäftsordnungen auf der einen Seite
und kontrollierenden Berichten auf der anderen Seite.
Geschäftsordnungen regeln für den Aufsichtsrat, den Vorstand und die Geschäftsführer
aller Konzerngesellschaften Handlungsspielräume und die Einbeziehung verschiedener
Hierarchieebenen im Entscheidungsprozess. Einzelanweisungen, die für alle Mitarbeiter
gelten, sind im Intranet des Ahlers Konzerns abrufbar. Dort findet sich auch die Grundwerteerklärung
des Konzerns.
Kontrollierende Berichte zur Risikosituation werden allen Verantwortlichen in verschiedenen
Detaillierungsgraden in festgelegten angemessenen Frequenzen, meist monatlich, zugeleitet.
Der Aufsichtsrat wird quartalsweise mit einem Risikobericht über die Zentralrisiken
und die Bereichsrisiken informiert.
Zielsetzung des internen Kontrollsystems des Rechnungslegungs- und Konsolidierungsprozesses
ist es, Fehlerquellen zu minimieren und Fehler schnell zu erkennen. Hierzu sind die
Buchhaltungsabteilungen des Ahlers Konzerns pro Land zentral, in einigen Fällen sogar
länderübergreifend organisiert. Die Mitwirkung externer Dienstleister am Abschlussprozess
beschränkt sich in der Regel auf Steuerberechnungen. In kleineren Ausnahmefällen werden
Abschlüsse auch extern erstellt.
Systemtechnisches Rückgrat der Buchhaltung ist das SAP-System, auf das regional aktiv
sowie zentral kontrollierend zugegriffen werden kann. Die SAP-Stammdatenpflege und
-Systembetreuung erfolgt zentral.
Ein Konzern-Rechnungslegungs-Handbuch sorgt für die bilanzielle Gleichbehandlung aller
wiederkehrenden Sachverhalte. Neue Sachverhalte werden mit der Konzernzentrale abgestimmt.
Änderungen in der Konzern-Rechungslegung werden unmittelbar an alle beteiligten Mitarbeiter
und betroffenen externen Dienstleister kommuniziert. Das Reporting der Tochtergesellschaften
erfolgt mittels einheitlicher Formulare, die zu jedem Monats-, Quartals- und Jahresabschluss
von den jeweiligen Buchhaltungsabteilungen ausgefüllt werden. Hierzu gehören u. a.
der landesrechtliche und der IFRS-Abschluss sowie eine Abstimmung der Forderungen
und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften. Alle Angaben fließen in
der zentralen Konsolidierungsabteilung zusammen. Dort erfolgen sämtliche konzerninternen
Abstimmungen, Konsolidierungen, die Überwachung von Berichtsfristen und die Qualitätskontrolle
der Berichtsdaten. Hier erfolgt auch die zentrale Verarbeitung aller Einzelabschlüsse
zum Konzernabschluss unter Anwendung einer Konsolidierungssoftware. Die Kontrolle
im Bereich der Konsolidierung ergibt sich aus dem Konsolidierungsprozess. Abstimmungsdifferenzen
in der Konsolidierung werden an die beteiligten Tochtergesellschaften kommuniziert
und korrigiert.
Generell gilt im Konzern das Vier-Augen-Prinzip. Wichtige Abschlussentscheidungen
wie Vorrats- und Forderungsbewertungen werden vom Vorstand überprüft und freigegeben.
Flache Hierarchien, direkte Berichtswege und monatliche Abschlusserstellung ermöglichen
die Erkennung von Risiken und die frühzeitige Aufdeckung von Fehlern.
Die Interne Revision ist regelmäßig auf abschlussrelevante Themen angesetzt und im
Jahresabschlussprozess kontrollierend tätig. Ein Schwerpunkt ist dabei stets die Bestandsführung
und -bewertung, die in der Bekleidungsbranche besonders anspruchsvoll und wichtig
für das Ergebnis ist. Auch die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
in den rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird regelmäßig durch die Konzernrevision
überprüft.
Mit den von uns eingerichteten Prozessen, Systemen und Kontrollen ist hinreichend
gewährleistet, dass der Konzernrechnungslegungsprozess im Einklang mit den Internationalen
Financial Reporting Standards (IFRS), dem HGB sowie anderen rechnungslegungsrelevanten
Regelungen und Gesetzen erfolgt und somit zulässig ist.
Das Grundkapital der Ahlers AG beträgt zum 30. November 2010 43.200.000,00 EUR. Es
war aufgeteilt in 8.000.000 Stück Stammaktien (55,6 Prozent) und 6.400.000 Stück Vorzugsaktien
(44,4 Prozent). Die Stamm- und Vorzugsaktien verfügten über einen rechnerischen Betrag
von je 3,00 EUR am Grundkapital. Gemäß § 22 der Satzung gewährt jede Stammaktie der
Gesellschaft eine Stimme auf der Hauptversammlung. Dagegen sind die Vorzugsaktien
gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung stimmrechtslos. Es existieren keine Stimmrechtskontrollen
für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital der Ahlers AG beteiligt sind.
500 Stück der Stammaktien sind vinkulierte Namensaktien, die mit einem Entsenderecht
für ein Aufsichtsratsmandat ausgestattet sind. Inhaber dieser vinkulierten Namensaktien
ist die Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers KG. Die restlichen 14.399.500 Aktien
sind Inhaberaktien.
Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Ahlers AG, Herr Jan A. Ahlers, ist
am 30. November 2010 direkt und indirekt über die Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers
KG sowie die WTW-Beteiligungsgesellschaft mbH insgesamt mit einem Anteil von 48,6
Prozent am Grundkapital der Ahlers AG (51,2 Prozent ohne Berücksichtigung der eigenen
Aktien der Ahlers AG) beteiligt. Dabei hält er 71,9 Prozent der Stammaktien (75,7
Prozent ohne Berücksichtigung der eigenen Aktien der Ahlers AG) und 19,5 Prozent der
Vorzugsaktien (20,5 Prozent ohne Berücksichtigung der eigenen Aktien der Ahlers AG).
Darüber hinaus hielt die Ahlers AG zum Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahresstichtag
eigene Stammaktien von aufgerundet 5,0 Prozent, ebenso war sie an den Vorzugsaktien
mit einem Anteil von aufgerundet 5,0 Prozent vertreten, dies entsprach einem Gesamtanteil
am Grundkapital von rund 5,0 Prozent.
Nach Ablauf des Geschäftsjahres haben sich durch Einzug der eigenen Aktien durch die
Gesellschaft Veränderungen in der Kapital- und Beteiligungsstruktur ergeben, die im
Kapitel zur Aktie auf Seite 30 sowie im Nachtragsbericht auf Seite 109 näher erläutert
werden.
Der Vorstand der Ahlers AG besteht gemäß § 8 der Satzung aus mindestens einem Mitglied.
Der Aufsichtsrat bestimmt die Anzahl der Vorstandsmitglieder und kann einen Vorsitzenden
oder Sprecher des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden oder stellvertretenden
Sprecher des Vorstands ernennen. Es können auch stellvertretende Vorstandsmitglieder
bestellt werden.
Satzungsänderungen können gemäß der Regelungen der §§ 179 ff. AktG mit der Zustimmung
von mindestens drei Vierteln des bei der Hauptversammlung vertretenen Grundkapitals
beschlossen werden. Der Aufsichtsrat ist befugt Satzungsänderungen, die nur die Fassung
betreffen, selbst vorzunehmen (§ 27 der Satzung).
Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung ermächtigt, bis zum 30. April 2013 das
Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder
mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien und/oder stimmrechtsloser
Vorzugsaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu 21,6 Mio. EUR zu erhöhen
(genehmigtes Kapital). Er kann dabei das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung
des Aufsichtsrats in folgenden Fällen ausschließen:
(i) um Spitzenbeträge auszugleichen;
(ii) wenn die Aktien gegen Sacheinlage, insbesondere im Rahmen des Erwerbs von oder
des Zusammenschlusses mit Unternehmen oder des Erwerbs von Beteiligungen an Unternehmen,
ausgegeben werden; das Bezugssrecht aufgrund dieser Ermächtigung darf nur auf Aktien
mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von bis zu 30 % des Grundkapitals
(also in Höhe von bis zu insgesamt 12.960.000,--) ausgeschlossen werden;
(iii) wenn die Aktien der Gesellschaft gegen Bareinlage ausgegeben werden und der
Ausgabepreis je Aktie den Börsenpreis der im Wesentlichen gleich ausgestatteten, bereits
börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der Ausgabe der Aktien nicht wesentlich unterschreitet.
Der Bezugsrechtsausschluss kann in diesem Fall jedoch nur vorgenommen werden, wenn
die Anzahl der in dieser Weise ausgegebenen Aktien zusammen mit der Anzahl eigener
Aktien, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss
nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden, und der Anzahl der Aktien, die durch
Ausübung von Options- und/oder Wandlungsrechten oder Erfüllung von Wandlungspflichten
aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und/oder Genussrechten entstehen
können, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss
nach §186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden, 10 % des Grundkapitals weder zum Zeitpunkt
des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung noch zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien
überschreitet;
(iv) soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Optionsscheinen und Wandelschuldverschreibungen
ein Bezugsrecht auf die neuen Aktien in dem Umfang zu gewährleisten, wie es ihnen
nach Ausübung des Options- oder Wandlungsrechts zustehen würde.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 zu Tagesordnungspunkt 7 wurde der
Vorstand weiter ermächtig, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 4. November 2012
eigene Aktien der Gesellschaft gleich welcher Gattung (Stamm- oder Vorzugsaktien)
bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals
der Gesellschaft in Höhe von EUR 43.200.000 zu erwerben.
Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung
eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder von ihr abhängige oder in Mehrheitsbesitz
der Gesellschaft stehende Unternehmen oder durch auf deren Rechnung oder auf Rechnung
der Gesellschaft handelnde Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb kann sich auf Aktien
nur einer Gattung beschränken.
Der Erwerb darf nach Wahl des Vorstands
(1) über die Börse oder
(2) aufgrund eines an jeweils alle Aktionäre einer Gattung gerichteten öffentlichen
Kaufangebots bzw. aufgrund einer an jeweils alle Aktionäre einer Gattung gerichteten
öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten erfolgen.
Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte
Kaufpreis je Aktie gleicher Gattung (ohne Erwerbsnebenkosten) den am entsprechenden
Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs an der Frankfurter Wertpapierbörse
um nicht mehr als 10 Prozent über- oder unterschreiten.
Erfolgt der Erwerb aufgrund eines an jeweils alle Aktionäre einer Gattung gerichteten
öffentlichen Kaufangebots oder aufgrund einer an jeweils alle Aktionäre einer Gattung
gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten, dürfen
| ― |
im Falle eines an jeweils alle Aktionäre einer Gattung gerichteten öffentlichen Kaufangebots der gebotene Kaufpreis je Aktie der betreffenden Gattung (ohne Erwerbsnebenkosten) bzw. |
| ― |
im Falle einer an jeweils alle Aktionäre einer Gattung gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten die Grenzwerte der von der Gesellschaft festgelegten Kaufpreisspanne |
den Mittelwert der Schlusskurse der Aktien der betreffenden Gattung der Gesellschaft
an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Börsenhandelstage vor
dem Tag der öffentlichen Ankündigung des öffentlichen Kaufangebots bzw. der öffentlichen
Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten um nicht mehr als 10 Prozent über- oder
unterschreiten.
Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines an jeweils alle Aktionäre einer Gattung
gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. einer an jeweils alle Aktionäre einer Gattung
gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten erhebliche
Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Kaufangebot bzw. die Aufforderung
zur Abgabe von Verkaufsangeboten angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Mittelwert
der Schlusskurse der Aktien gleicher Gattung der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse
während der letzten fünf Börsenhandelstage vor der öffentlichen Ankündigung der Anpassung
abgestellt.
Sofern ein öffentliches Kaufangebot überzeichnet ist, kann es nur nach Quoten angenommen
werden. Sofern im Fall einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten
von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht alle angenommen werden, kann die Annahme
der Angebote nur nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Behandlung geringer Stückzahlen
bis zu 100 Stück Aktien je Aktionär sowie eine kaufmännische Rundung zur Vermeidung
rechnerischer Bruchteile von Aktien können vorgesehen werden. In diesen Fällen sowie
bei nur quotalem Erwerb von Aktien ist ein etwaiges weitergehendes Andienungsrecht
der Aktionäre insoweit ausgeschlossen.
Das öffentliche Kaufangebot bzw. die öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten
kann weitere Bedingungen vorsehen.
Der Vorstand wird ermächtigt, die aufgrund dieser Ermächtigung oder einer oder mehrerer
früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen
Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken, zu verwenden:
(1) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung
eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten
Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrags
der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Erfolgt
die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl
der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.
(2) Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder aufgrund eines
Angebots an alle Aktionäre veräußert werden, wenn der bar zu zahlende Kaufpreis den
Börsenpreis der im Wesentlichen gleich ausgestatteten, bereits börsennotierten Aktien
nicht wesentlich unterschreitet. Die Anzahl der in dieser Weise veräußerten Aktien
darf zusammen mit der Anzahl der neuen Aktien, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung
aus genehmigtem Kapital unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG
ausgegeben werden, und der Anzahl der Aktien, die durch Ausübung von Options- und/oder
Wandlungsrechten oder Erfüllung von Wandlungspflichten aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen
und/oder Genussrechten entstehen können, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung
unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden, 10 Prozent
des Grundkapitals nicht überschreiten. Maßgeblich ist das Grundkapital zum Zeitpunkt
der Beschlussfassung der Hauptversammlung über die vorliegende Ermächtigung oder -
falls dies geringer ist - das zum Zeitpunkt der Ausnutzung der vorliegenden Ermächtigung
bestehende Grundkapital.
(3) Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere auch in Zusammenhang
mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen
sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen.
Die vorstehenden Ermächtigungen können einmal oder mehrmals, ganz oder teilweise,
einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden. Die Ermächtigungen unter (2) und (3) können
auch durch abhängige oder in Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen
oder durch auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte
ausgenutzt werden.
Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aufgrund dieser Ermächtigung oder einer oder
mehrerer früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien wird ausgeschlossen,
soweit sie gemäß den vorstehenden Ermächtigungen unter (2) und (3) verwendet werden.
Es bestehen keine Vereinbarungen der Gesellschaft für den Fall eines Kontrollwechsels.
Ebenso existieren keine Entschädigungsvereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder
anderen Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots.
Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung ist im Corporate
Governance Bericht auf Seite 32 enthalten. Sie steht auch im Internet unter www.ahlers-ag.com
zur Verfügung.
Der nachstehende Vergütungsbericht ist Bestandteil des Konzernlageberichts und des
Lageberichts für die Ahlers AG.
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat beschlossen und regelmäßig
überprüft. Dabei wird die Größe, Tätigkeit sowie die wirtschaftliche Situation der
Ahlers AG auf der einen Seite berücksichtigt. Die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds
und der persönliche Beitrag am Erfolg des Unternehmens auf der anderen Seite sind
weitere wichtige Angemessenheitskriterien. Die Gesamtbezüge und ihre einzelnen Bestandteile
stehen nach der Beurteilung des Aufsichtsrats in einem angemessenen Verhältnis zu
den Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandmitglieds und zur wirtschaftlichen
Lage der Ahlers AG. Der Personalausschuss bereitet die Personalentscheidungen des
Aufsichtsrats vor. Er unterbreitet dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung Vorschläge
zur Vergütung, zum Vergütungssystem und seiner regelmäßigen Überprüfung sowie zum
Abschluss, der Änderung und Beendigung der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder.
Die Vergütung ist grundsätzlich leistungsorientiert und setzt sich aus folgenden Bestandteilen
zusammen:
| ― |
Ein fixes Jahresgehalt, das monatlich gezahlt wird und regelmäßig vom Aufsichtsrat auf seine Angemessenheit überprüft wird. |
| ― |
Die ergebnisabhängige Tantieme, die als fester Prozentsatz des Konzern-Jahresüberschusses bestimmt ist. |
| ― |
Eine zielorientierte Tantieme, die abhängig ist vom Erreichen bestimmter, vom Aufsichtsrat festgelegter Ziele. Die Höhe orientiert sich dabei an dem Zielerreichungsgrad. Für die zielorientierte Tantieme ist ein Höchstbetrag festgesetzt. |
| ― |
Eine langfristig am Aktienkurs orientierte Tantieme, die sich nach dem Kurszuwachs der Ahlers-Aktien zweier Vierjahresperioden mit möglichen Auszahlungen in den Jahren 2012 und 2013 richtet. Ihre Überlassung ist zusätzlich an die Realisierung von Profitabilitätszielen gebunden und kann durch gesteigerte Working-Capital-Effizienz und Profitabilität weiter erhöht werden. Diese langfristig orientierten Tantiemerechte wurden am Geschäftsjahresende mit einem Betrag von 226 TEUR (Vorjahr 130 TEUR) bewertet. |
| ― |
Sonstige Vergütungsbestandteile bestehen in der Bereitstellung eines Firmenwagens der oberen Mittelklasse, der auch privat genutzt werden kann, sowie für das auswärtige Vorstandsmitglied eine Dienstwohnung am Firmensitz. Pensionszusagen für Vorstandsmitglieder existieren nicht. Vorstandsmitglieder erhalten keine Kredite. |
Eine Neufestsetzung der Vergütung ist seit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Angemessenheit
der Vorstandsvergütung vom 31. Juli 2009 nicht erfolgt. Die bestehenden Dienstverträge
der beiden Vorstandsmitglieder wurden auch im Geschäftsjahr 2009/10 nicht verändert.
Die Vorstandsverträge beinhalten keine ausdrückliche Abfindungszusage für den Fall
der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses. Es bestehen ebenfalls keine sogenannten
"Change of Control"-Klauseln für den Fall einer Übernahme. Die Gesellschaft hat den
Mitgliedern des Vorstands keine Kredite gewährt. Ruhegeldzusagen sind den amtierenden
Mitgliedern des Vorstandes nicht gemacht worden.
Die Hauptversammlung 2006 hat festgelegt, dass die individualisierte Offenlegung der
Vorstandsbezüge für die Dauer von fünf Jahren unterbleibt. Die Gesamtbezüge des Vorstands
im Geschäftsjahr 2009/10 (2008/09) setzen sich demnach wie folgt zusammen:
| in TEUR | Fixes Gehalt | Jahresbonus* | Sonstiges | Gesamt |
| 2008/09 | 660 | 174 | 63 | 897 |
| 2009/10 | 660 | 503 | 64 | 1.227 |
*
bestehend aus ergebnisabhängiger und zielorientierter Tantieme
Ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. Geschäftsführer der Adolf Ahlers GmbH bzw. deren
Hinterbliebene erhielten im Geschäftsjahr 2009/10 Bezüge von insgesamt 76 TEUR (Vorjahr
76 TEUR).
Die Aufsichtsratsvergütung ist in § 18 der Satzung geregelt. Analog zur Vorstandsvergütung
richtet sich auch die Entlohnung der Aufsichtsratsmitglieder sowohl nach der Größe
und wirtschaftlichen Situation der Ahlers AG als auch nach den Aufgaben des jeweiligen
Aufsichtsratsmitglieds. Die Vergütung setzt sich aus einer fixen und einer variablen
Komponente zusammen. Die variable Komponente errechnet sich aus einem festen Promillesatz
vom Konzern-Jahresüberschuss unter Berücksichtigung eines Schwellenwertes und ist
nach oben beschränkt. Der Aufsichtsratsvorsitz, die Stellvertretung sowie der Vorsitz
in einem Ausschuss werden zusätzlich vergütet.
| in TEUR | Feste Vegütung | Variable Vergütung | Gesamt |
| 2008/09 | 105 | 15 | 120 |
| 2009/10 | 105 | 50 | 155 |
Sämtliche Auslagen, die im Zusammenhang mit der Aufsichtsratstätigkeit anfallen, sowie
die auf die Bezüge anfallende Umsatzsteuer werden den Aufsichtsratsmitgliedern ersetzt.
Auch die Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Kredite. Die Kanzlei Feddersen Heuer
& Partner, bei der der Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Heuer Partner ist, hat die
Gesellschaft in einem anhängigen Rechtsstreit vertreten und dafür einen Betrag von
3 TEUR berechnet.
Die Ahlers AG hielt seit dem Geschäftsjahr 2008/09 insgesamt rund 5 Prozent eigene
Aktien, die auf Basis der von der Hauptversammlung am 15. Mai 2008 beschlossenen Ermächtigung
nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG in der Zeit von November 2008 bis April 2009 über die
Börse und ein öffentliches Aktienrückkaufprogramm erworben wurden.
Die Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 hat den Vorstand zu Punkt 7 der Tagesordnung
ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien zu allen
gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden. Insbesondere können die eigenen Aktien
im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen
rechnerischen Betrages der übrigen Stückaktien am Grundkapital eingezogen werden.
Der Vorstand ist in diesem Fall zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung
ermächtigt.
Auf der Grundlage dieser Ermächtigung hat der Vorstand der Ahlers AG am 9. Dezember
2010 beschlossen, die von der Ahlers AG erworbenen eigenen Aktien gemäß § 237 Abs.
3 Nr. 3 AktG im Wege des vereinfachten Verfahrens ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung
des anteiligen rechnerischen Betrages der übrigen Stückaktien am Grundkapital der
Gesellschaft einzuziehen. Der Aufsichtsrat hat dem Beschluss des Vorstandes am gleichen
Tage zugestimmt. Die Einziehung der eigenen Aktien erfolgte am 24. Januar 2011.
Es handelte sich um 399.686 voll eingezahlte auf den Inhaber lautende nennwertlose
Stammaktien und um 318.794 voll eingezahlte auf den Inhaber lautende nennwertlose
Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Das Grundkapital der Ahlers AG von 43,2 Mio. EUR teilt
sich nach der Einziehung auf in 13.681.520 nennwertlose Stückaktien. Diese setzen
sich aus 7.600.314 Stammaktien (davon unverändert 500 vinkulierte Namensaktien) und
6.081.206 Vorzugsaktien zusammen. Der rechnerische Betrag je Stamm- und Vorzugsaktie
am Grundkapital erhöht sich dadurch auf rund 3,16 EUR von bisher 3,00 EUR.
Die Beteiligungsverhältnisse nach Einzug der eigenen Aktien finden sich im Kapitel
"Die Aktie" auf Seite 30.
Nach dem Bilanzstichtag sind keine weiteren Ereignisse von besonderer Bedeutung aufgetreten,
über die an dieser Stelle zu berichten wäre.
Die Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2010 insgesamt überraschend zügig von der schweren
Krise der Vorjahre erholt. Für das nächste Jahr rechnen Experten mit einem weiteren,
allerdings leicht abgeschwächten Wachstum der Weltwirtschaft von 4,0 Prozent (2010:
4,5 Prozent).
Während für die asiatischen Länder mit Ausnahme Japans noch sehr dynamische Wachstumsraten
für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) prognostiziert werden, sehen die Voraussagen für
die Länder in Europa und für den amerikanischen Raum differenziert aus. Für die USA
wird ein moderater Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 1,5 - 2,5 Prozent erwartet.
Das BIP der Eurozone dürfte laut Commerzbank Prognose um 2,5 Prozent steigen. Das
Wirtschaftswachstum soll hier weiterhin im Wesentlichen durch Deutschland, die Benelux-Länder,
Österreich und Finnland getragen werden, während die südeuropäischen Länder noch mit
Struktur- und Finanzierungsproblemen kämpfen. Aber auch in den wachstumsstärkeren
Ländern wird von einer Verlangsamung der wirtschaftlichen Erholung ausgegangen, da
staatliche Förderungsmaßnahmen wegen der Konsolidierungsbemühungen zurückgeführt werden
und damit als Wachstumstreiber ausfallen. Polen und die Slowakei, die bereits 2010
eine solide Wirtschaftsentwicklung verzeichneten, liegen auch in den Schätzungen für
2011 bei den Wachstumsraten vorne. Für Russland gehen die Prognosen von einer weiteren
Verbesserung der Wirtschaftslage von 4,0 - 4,5 Prozent im laufenden Jahr aus.
Für Deutschland sind die Konjunkturprognosen weiterhin positiv. Nach dem unerwartet
hohen BIP-Wachstum von 3,6 Prozent im Jahr 2010 erwarten die meisten Wirtschaftsforschungsinstitute
für das laufende Jahr 2,4 Prozent Plus. Nach dem kräftigen Exportwachstum des Vorjahrs
soll nun die inländische Investitionsnachfrage steigen. Die Arbeitslosigkeit dürfte
von vergleichsweise niedrigem Niveau weiter sinken. Das stützt das Verbrauchervertrauen
und die Konsumneigung.
Auf der Basis der uns vorliegenden Prognosezahlen gehen wir für das laufende Jahr
von einer grundsätzlich positiven Wirtschaftsentwicklung aus. Unsicherheiten bestehen
aus unserer Sicht noch im Finanz- und Bankenbereich. Des Weiteren könnte vor dem Hintergrund
des üppigen Geldmengenwachstums weltweit und der hohen Nachfrage nach Rohstoffen und
einigen Grundnahrungsmitteln die Inflation zunehmen. Wir sind bei unseren Planungen
von weitgehend unveränderten Wechselkursen ausgegangen.
In Deutschland misst die GfK zurzeit vor dem Hintergrund der positiven Konjunkturerwartungen,
der steigenden Arbeitsplatzsicherheit und privaten Einkommen ein gutes Konsumklima.
Nachdem der deutsche Textileinzelhandel im Jahr 2010 ein Plus von 3 Prozent erzielt
hat (Quelle: Textilwirtschaft 01_2011), erwarten wir deshalb auch für dieses Jahr
ein weiteres leichtes Plus.
In den für uns wichtigen Märkten in Westeuropa gehen wir für den Bekleidungseinzelhandel
von einer ähnlichen moderat positiven Entwicklung aus. In den mittel- und osteuropäischen
Märkten sollte wegen der zunehmenden wirtschaftlichen Erholung in der Breite auch
der Bekleidungseinzelhandel stärker als im Vorjahr wachsen. Auch für Russland unterstellen
wir im Zuge des fortgesetzten wirtschaftlichen Aufschwungs einen deutlichen Impuls
für den Bekleidungsumsatz.
Seit Mitte des Jahres 2010 steigen sowohl die Materialkosten als auch die Lohnfertigungspreise
vor allem getrieben durch die steigende Nachfrage des chinesischen Binnenmarktes.
Die Stoffpreise könnten sich durch verstärkten Baumwollanbau mittelfristig wieder
normalisieren. Die Lohnfertigungskosten werden dagegen wahrscheinlich hoch bleiben.
Durch Standortverlagerung lassen sie sich noch etwas reduzieren, bleiben aber deutlich
höher als in der Vergangenheit.
Deshalb werden sich Preiserhöhungen für den Einzelhandel und damit auch für den Endkunden
vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2011 nicht vermeiden lassen. Inwieweit das die
Umsätze des Bekleidungseinzelhandels beeinflusst, lässt sich heute schlecht schätzen.
Das Management von Ahlers ist aber zuversichtlich, dass die Preissteigerungen in einem
positiven konjunkturellen Umfeld das Absatzvolumen nicht stark beeinflussen.
Für das gerade begonnene Geschäftsjahr 2010/11 haben wir uns einiges vorgenommen.
Wichtige Aktivitäten, in denen wir Chancen für den Konzern sehen, sind zum Beispiel:
Das Management des Retailbereichs wird in diesem Jahr erweitert und das Team verstärkt.
Mit einem erweiterten IT-System wird die Flächensteuerung professionalisiert.
Wir planen die Eröffnung von fünf bis zehn eigenen Stores im Jahr 2011, wie beispielsweise
für Baldessarini in München. Zudem wollen wir selbstbewirtschaftete Shop-in-Shop-Flächen
im Einzelhandel gewinnen.
Gin Tonic hat seinen eigenen Online-Shop im Jahr 2010 eröffnet. Otto Kern und Baldessarini
mit eigenen Online-Shops sollen 2011 folgen. Zunehmend stärker wollen wir auch die
Präsenz bei Multi-Marken-Plattformen zeigen.
Ein neues, professionelles Team baut unsere Pierre Cardin Damenhosen und Jeans Kollektionen
aus, um weiteres Umsatzpotenzial für Wholesale und Retail zu erschließen. Eine Erweiterung
der Damenkollektion im Oberteilbereich ist bereits in Planung.
Die Auftragsbestände für die Frühjahr-/Sommersaison erhöhten sich für die Premium
Brands um einen zweistelligen Prozentsatz und für alle Marken des Ahlers Konzerns
bereinigt um das ausgegliederte Jupiter-Hemdengeschäft um einen einstelligen Prozentsatz.
Wir erwarten, dass auch die Orders der Herbst-/Wintersaison weiter steigen werden.
Zusätzlich rechnen wir mit einem Umsatzplus aus unseren Retailaktivitäten. Auf das
Jahr hochgerechnet planen wir deshalb trotz der Ausgliederung von Jupiter-Hemd mit
einem Umsatzplus von rund drei Prozent.
Im Laufe des Jahres wird weitere Produktion nach Asien verlagert werden. In unserem
Produktionswerk in Sri Lanka wird ein leichter Kapazitätsaufbau erfolgen. Hierdurch
werden wir den Anstieg von Fremdproduktionskosten dämpfen.
Die Sachaufwendungen dürften nur moderat steigen. Durch die Ausgliederung des Jupiter
Hemdengeschäfts werden Einsparungen erzielt, die wir in den Aufbau des Retailgeschäfts
und der Pierre Cardin Damen-Organisation "re-investieren".
Aus heutiger Sicht dürften keine größeren Einmaleffekte das Ergebnis belasten und
auch die Steuerquote sollte zurückgehen. Deshalb erwarten wir im Geschäftsjahr 2010/11
einen leicht zweistelligen Zuwachs des Konzernergebnisses nach Steuern.
Die Investitionen dürften im Jahr 2010/11 etwa auf dem Niveau der Abschreibungen liegen.
Das Working Capital Management behält hohe Priorität und deshalb sollte sich die Mittelbindung
in Vorräten und Forderungen nicht wesentlich verändern. Zusammen mit einem steigenden
Ergebnis sollten daher die Voraussetzungen für einen positiven Free Cashflow gegeben
sein. Damit dürfte sich die ohnehin solide Finanzsituation weiter verbessern.
| Veränderungen |
|
Trend | Ist |
| zum Vorjahr |
|
2010/11 | 2009/10 |
| Umsatzentwicklung | Deutschland | + | - |
|
|
Westeuropa | + | + |
|
|
Osteuropa/ Sonstige | + | + |
|
|
Insgesamt | + | + |
| Ergebnis | EBIT vor Sondereffekten | + | ++ |
|
|
Konzernergebnis | ++ | ++ |
| Investitionen |
|
++ | - |
+
Abweichungen mit einstelligem Prozentsatz
++
Abweichungen mit zweistelligem Prozentsatz
Für das Geschäftsjahr 2011/12 rechnen wir damit, dass der deutsche Bekleidungsmarkt
eher wieder stagniert, aber in den Auslandsmärkten gute Zuwachsraten möglich sind.
Basierend auf unserer Wachstumsstrategie Retailexpansion, systematische Internationalisierung
und gezieltem Ausbau der Produktkompetenz im Premiumbereich wollen wir im Umsatz im
einstelligen Prozentbereich und im Ertrag entsprechend weiter wachsen.
Wir weisen darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen die tatsächlichen Ergebnisse
wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können,
wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen
zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.
Ahlers AG
Herford, den 03. März 2011
Der Vorstand
| in TEUR | Anhang | 30.11.2010 | 30.11.2009 | |
| A. | Langfristige Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
I. Sachanlagen | (11) |
|
|
|
|
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten |
|
17.875 | 19.872 |
|
|
2. Technische Anlagen und Maschinen |
|
1.792 | 1.642 |
|
|
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung |
|
11.886 | 13.063 |
|
|
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
|
278 | 96 |
|
|
|
|
31.831 | 34.673 |
|
|
II. Immaterielle Vermögenswerte | (12) |
|
|
|
|
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
|
12.127 | 12.625 |
|
|
|
|
12.127 | 12.625 |
|
|
III. At-Equity Beteiligungen | (13) | 211 |
-
|
|
|
IV. Sonstige langfristige Vermögenswerte | (14) |
|
|
|
|
1. Sonstige finanzielle Vermögenswerte |
|
1.001 | 1.094 |
|
|
2. Sonstige Vermögenswerte |
|
18.282 | 18.177 |
|
|
|
|
19.283 | 19.271 |
|
|
V. Latente Steueransprüche | (8) | 1.690 | 2.694 |
| Summe langfristige Vermögenswerte |
|
65.142 | 69.263 | |
| B. | Kurzfristige Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
I. Vorräte | (15) |
|
|
|
|
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
|
20.979 | 18.913 |
|
|
2. Unfertige Erzeugnisse |
|
331 | 229 |
|
|
3. Fertige Erzeugnisse und Waren |
|
37.330 | 36.655 |
|
|
|
|
58.640 | 55.797 |
|
|
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
(16) |
36.069 |
40.240 |
|
|
III. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | (17) |
|
|
|
|
1. Sonstige finanzielle Vermögenswerte |
|
1.036 | 591 |
|
|
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
|
177 | 825 |
|
|
3. Laufende Ertragsteueransprüche |
|
2.574 | 3.679 |
|
|
4. Sonstige Vermögenswerte |
|
4.330 | 4.666 |
|
|
|
|
8.117 | 9.761 |
|
|
IV. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (18) | 21.322 | 14.013 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte |
|
124.148 | 119.811 | |
| Summe Aktiva |
|
189.290 | 189.074 | |
| in TEUR | Anhang | 30.11.2010 | 30.11.2009 | |
| A. | Eigenkapital | (19) |
|
|
|
|
I. Gezeichnetes Kapital | (20) | 43.200 | 43.200 |
|
|
II. Eigene Anteile | (22) | -5.040 | -5.040 |
|
|
III. Kapitalrücklage | (23) | 15.024 | 15.024 |
|
|
IV. Gewinnrücklagen | (24) | 60.144 | 56.121 |
|
|
V. Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung | (25) | -353 | -2.270 |
| Summe Konzernanteile |
|
112.975 | 107.035 | |
|
|
VI. Nicht beherrschende Anteile |
|
2.147 | 2.129 |
| Summe Eigenkapital |
|
115.122 | 109.164 | |
| B. | Langfristige Schulden |
|
|
|
|
|
I. Rückstellungen für Pensionen | (26) | 5.123 | 5.108 |
|
|
II. Sonstige Rückstellungen | (27) | 957 | 1.693 |
|
|
III. Finanzielle Verbindlichkeiten | (28) |
|
|
|
|
1. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
|
23.306 | 23.064 |
|
|
2. Nicht beherrschende Anteile an Personengesellschaften |
|
1.292 | 1.201 |
|
|
|
|
24.598 | 24.265 |
|
|
IV. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (29) | 1.808 | 1.659 |
|
|
V. Sonstige Verbindlichkeiten |
|
28 | 35 |
|
|
VI. Latente Steuerverbindlichkeiten | (8) | 2.193 | 1.351 |
| Summe langfristige Schulden |
|
34.707 | 34.111 | |
| C. | Kurzfristige Schulden |
|
|
|
|
|
I. Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten |
|
2.344 | 3.119 |
|
|
II. Sonstige Rückstellungen | (30) | 2.735 | 4.147 |
|
|
III. Finanzielle Verbindlichkeiten | (28) | 4.687 | 12.364 |
|
|
IV. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
|
15.062 | 13.323 |
|
|
V. Sonstige Verbindlichkeiten | (31) |
|
|
|
|
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
|
3.386 | 2.328 |
|
|
2. Sonstige Verbindlichkeiten |
|
11.247 | 10.518 |
|
|
|
|
14.633 | 12.846 |
| Summe kurzfristige Schulden |
|
39.461 | 45.799 | |
| Summe Schulden |
|
74.168 | 79.910 | |
| Summe Passiva |
|
189.290 | 189.074 | |
|
|
|
|
2009/10 | 2008/09 |
|
|
|
Anhang | in TEUR | in TEUR |
| 1. | Umsatzerlöse | (1) | 250.800 | 249.440 |
| 2. | Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
|
1.366 | -6.527 |
| 3. | Sonstige betriebliche Erträge | (2) | 5.119 | 7.062 |
| 4. | Materialaufwand | (3) | -125.335 | -124.108 |
| 5. | Personalaufwand | (4) | -50.345 | -51.687 |
| 6. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | (5) | -60.530 | -56.866 |
| 7. | Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und sonstige langfristige Vermögenswerte |
(6) | -5.963 | -6.717 |
| 8. | Zinsen und ähnliche Erträge | (7) | 368 | 677 |
| 9. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (7) | -1.524 | -2.264 |
| 10. | Ergebnis vor Ertragsteuern |
|
13.956 | 9.010 |
| 11. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (8) | -5.486 | -4.224 |
| 12. | Konzern-Jahresüberschuss |
|
8.470 | 4.786 |
| 13. | davon entfallen auf: |
|
|
|
|
|
- Anteilseigner der Ahlers AG |
|
8.421 | 4.635 |
|
|
- Nicht beherrschende Anteile | (9) | 49 | 151 |
| Ergebnis je Aktie (EUR) | (10) | 0,62 | 0,33 | |
|
|
|
2009/10 | 2008/09 |
|
|
|
in TEUR | in TEUR |
| 12. | Konzernergebnis | 8.470 | 4.786 |
| 14. | Netto-Ergebnis aus Cashflow Hedges | 548 | -970 |
| 15. | Währungsumrechnungsdifferenzen | 1.369 | -2.082 |
| 16. | Umgliederungen in Verbindlichkeiten | -30 | -216 |
| 17. | Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 1.887 | -3.268 |
| 18. | Gesamtergebnis | 10.357 | 1.518 |
| 19. | davon entfallen auf: |
|
|
|
|
- Anteilseigner der Ahlers AG | 10.339 | 1.509 |
|
|
- Nicht beherrschende Anteile | 18 | 9 |
|
|
2009/10 | 2008/09 |
|
|
in TEUR | in TEUR |
| Konzern-Jahresüberschuss | 8.470 | 4.786 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 5.486 | 4.224 |
| Zinserträge / Zinsaufwendungen | 1.157 | 1.587 |
| Abschreibungen / Zuschreibungen auf Anlagevermögen (Saldo) | 5.963 | 5.617 |
| Verluste / Gewinne aus Anlageabgängen (Saldo) | 538 | -461 |
| Zunahme/Abnahme der Vorräte und sonstiger lang- und kurzfristiger Vermögenswerte |
1.811 | 11.520 |
| Veränderung langfristiger Rückstellungen | -721 | -2.261 |
| Veränderung der nicht beherrschenden Anteile (Personengesellschaften) und sonstiger langfristiger Verbindlichkeiten |
233 | 125 |
| Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen | -1.412 | -2.623 |
| Veränderung der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten | 3.720 | -7.908 |
| gezahlte Zinsen | -1.361 | -1.487 |
| erhaltene Zinsen | 327 | 455 |
| gezahlte Ertragsteuern | -6.291 | -4.232 |
| erhaltene Ertragsteuern | 2.794 | 1.663 |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 20.264 | 11.005 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens |
1.348 | 1.831 |
| Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten | 3 | 4 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -3.849 | -6.360 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -128 | -684 |
| Auszahlungen für den Kauf von konsolidierten Unternehmen | - | -442 |
| Auszahlungen für den Erwerb von At-Equity-Beteiligungen | -211 | - |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -2.837 | -5.651 |
| Dividendenauszahlung | -4.409 | -9.197 |
| Rückkauf eigener Aktien | - | -4.766 |
| Auszahlung an nicht beherrschende Anteile aus Kapitalherabsetzung | - | -2.499 |
| Aufnahme / Tilgung von langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten | 4.047 | 7.930 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -362 | -8.532 |
| Veränderung des Finanzmittelbestands | 17.065 | -3.178 |
| Auswirkungen durch Veränderung des Konsolidierungskreises und der Wechselkurse |
1.362 | -2.641 |
| Finanzmittelbestand am 1.12. | 3.102 | 8.921 |
| Finanzmittelbestand am 30.11. | 21.529 | 3.102 |
Zur Zusammensetzung des Finanzmittelbestands verweisen wir auf unsere Ausführungen
im Konzernanhang, Tz. (18)
|
|
Auf Anteilseigner der Ahlers AG entfallendes Eigenkapital | |||||
|
|
Gezeichnetes Kapital |
|
|
|
Ausgleichs- posten aus der Fremd- |
|
| in TEUR | Stamm- aktien |
Vorzugs- aktien |
Eigene Anteile |
Kapital- rücklagen |
Gewinn- rücklagen |
währungs- umrechnung |
| Anhang | (20) | (20) | (22) | (23) | (24) | (25) |
| Stand am 30.11.08/01.12.08 | 24.000 | 19.200 | -274 | 15.024 | 60.757 | 782 |
| gesamtes Periodenergebnis |
|
|
|
|
4.561 | -3.052 |
| gezahlte Dividenden |
|
|
|
|
-9.197 |
|
| Aktienrückkauf |
|
|
-4.766 |
|
|
|
| Stand am 30.11.09/01.12.09 | 24.000 | 19.200 | -5.040 | 15.024 | 56.121 | -2.270 |
| gesamtes Periodenergebnis |
|
|
|
|
8.422 | 1.917 |
| gezahlte Dividenden |
|
|
|
|
-4.409 |
|
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen |
|
|
|
|
10 |
|
| Stand am 30.11.10 | 24.000 | 19.200 | -5.040 | 15.024 | 60.144 | -353 |
|
|
Auf Anteilseigner der Ahlers AG entfallendes Eigenkapital | ||
|
|
Summe | Nicht | Summe |
| in TEUR | Konzern- anteile |
beherrschende Anteile |
Eigen- kapital |
| Anhang |
|
|
|
| Stand am 30.11.08/01.12.08 | 119.488 | 2.120 | 121.608 |
| gesamtes Periodenergebnis | 1.509 | 9 | 1.518 |
| gezahlte Dividenden | -9.197 |
|
-9.197 |
| Aktienrückkauf | -4.766 |
|
-4.766 |
| Stand am 30.11.09/01.12.09 | 107.035 | 2.129 | 109.164 |
| gesamtes Periodenergebnis | 10.339 | 18 | 10.357 |
| gezahlte Dividenden | -4.409 |
|
-4.409 |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | 10 |
|
10 |
| Stand am 30.11.10 | 112.975 | 2.147 | 115.122 |
Die Ahlers AG zählt zu den führenden europäischen Herstellern für Männermode. Sie
geht zurück auf eine im Jahre 1919 von Adolf Ahlers im friesischen Jever gegründete
Tuchgroßhandlung. Im Jahre 1932 wurde der Sitz der Gesellschaft von Oldenburg nach
Herford verlegt, der Börsengang erfolgte im Jahre 1987.
Die Ahlers AG hat ihren Firmensitz in der Elverdisser Straße 313 in Herford, Deutschland,
und ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Bad Oeynhausen (HRB 6541) eingetragen.
Die Aktien der Ahlers AG werden im amtlichen Handel an der Börse Frankfurt am Main
und Düsseldorf sowie im Freiverkehr an anderen deutschen Börsen gehandelt.
Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Dezember und endet am 30. November eines Jahres. Der
Konzernabschluss wird nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.
Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, alle Angaben erfolgen in Tausend Euro
(TEUR). Durch die Erstellung des Konzernabschlusses in TEUR kann es zu Rundungsdifferenzen
kommen, da die Berechnung der Einzelposten auf Zahlen in Euro basieren. Um die Übersichtlichkeit
der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
sowie der Bilanz zusammengefasst. Diese Posten werden im Konzernanhang detaillierter
ausgewiesen und erläutert.
Der Konzernabschluss der Ahlers AG wurde in Übereinstimmung mit den International
Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board
(IASB) einschließlich der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations
Committee zu den IFRS (IFRIC) und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden
handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Es wurden alle IFRS und IFRIC beachtet,
die zum 30. November 2010 von der EU-Kommission übernommen wurden und verpflichtend
anzuwenden sind. Herausgegebene, noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und
Interpretationen werden nicht vorzeitig angewandt.
Der Abschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Zu
allen Posten des Jahresabschlusses werden Vergleichszahlen des Vorjahres angegeben.
Der Konzernabschluss wurde grundsätzlich auf Grundlage historischer Anschaffungskosten
aufgestellt. Eine Ausnahme hiervon ergibt sich lediglich bei derivativen Finanzinstrumenten,
die zu Marktwerten bewertet wurden, sofern die Marktwerte zuverlässig bestimmt werden
konnten.
Die Erstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der Verlautbarungen des IASB
erfordert bei einigen Positionen, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet
werden, die sich auf die Höhe und den Ausweis bilanzierter Vermögenswerte und Schulden,
der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken.
Annahmen und Schätzungen beziehen sich insbesondere auf die Festlegung wirtschaftlicher
Nutzungsdauern, die Bestimmung der Nettoveräußerungswerte im Rahmen der Vorratsbewertung,
die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit zukünftiger
Steuerentlastungen sowie die Festlegung von Cashflows, Wachstumsraten und Diskontierungsfaktoren
im Zusammenhang mit Wertminderungsprüfungen und der Bewertung von Marken.
Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen.
Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis ergebniswirksam berücksichtigt.
Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr
angewandten Methoden. Darüber hinaus hat der Konzern die folgenden neuen bzw. überarbeiteten
und für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten Verlautbarungen angewandt,
die im Geschäftsjahr 2009/10 erstmalig verbindlich anzuwenden waren:
| ― |
IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" (2007) |
| ― |
Änderung des IAS 23 "Fremdkapitalkosten" (2007) |
| ― |
Änderungen zu IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse" (2008) |
| ― |
Änderungen zu IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" (2008) |
| ― |
Änderungen zu IAS 32 "Finanzinstrumente: Ausweis" (2008) |
| ― |
Änderungen zu IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" (2008) |
| ― |
IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" (2008) |
| ― |
IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" (2009) |
| ― |
IFRS 8 "Geschäftssegmente" (2006) |
| ― |
"Verbesserungen von IFRS" (2008) umfassen nicht dringende, aber notwendige kleinere Änderungen von insgesamt 21 Standards |
Die Anwendung dieser Verlautbarungen hatte mit Ausnahme von der Darstellung und zusätzlichen
Anhangangaben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Folgende für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten Verlautbarungen sind zum
30. November 2010 veröffentlicht, aber zu diesem Stichtag noch nicht verpflichtend
anzuwenden (jeweils unter Angabe des Geschäftsjahresbeginns ihrer erstmaligen verpflichtenden
Anwendung):
| ― |
Änderungen zu IAS 24 "Angaben zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" (2009), am/nach 1. Januar 2011 |
| ― |
Änderungen zu IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" (2009), am/nach 1. Januar 2010 |
| ― |
IFRS 9 "Finanzinstrumente" (2009), am/nach 1. Januar 2013 |
| ― |
"Verbesserungen von IFRS" (2009) umfassen nicht dringende, aber notwendige kleinere Änderungen von insgesamt neun Standards, am/nach 1. Januar 2010 |
| ― |
"Verbesserungen von IFRS" (2010) umfassen nicht dringende, aber notwendige kleinere Änderungen von insgesamt fünf Standards, am/nach 1. Januar 2011 |
Die Umsetzung erfolgt im Jahr der erstmalig verpflichtenden Anwendung. Von den Möglichkeiten
vorzeitiger Anwendung wurde kein Gebrauch gemacht. Mit der Ausnahme zusätzlicher bzw.
modifizierter Anhangangaben werden bei der erstmaligen Anwendung keine wesentlichen
Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.
In den Konzernabschluss 2009/10 sind neben der Ahlers AG als Mutterunternehmen alle
15 inländischen und 24 ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, die die Ahlers
AG direkt oder indirekt beherrscht. Eine Übersicht zu den Tochtergesellschaften und
Beteiligungen befindet sich auf den Seiten 124/125.
Alle konsolidierten Abschlüsse im Ahlers Konzern werden nach einheitlichen Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet,
die sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über
den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte,
Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens bemessen. Die Einbeziehung
in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen
nicht mehr besteht.
Alle konzerninternen Salden, Erträge, Aufwendungen, Gewinne und Verluste aus konzerninternen
Transaktionen sowie sonstige konzerninterne Transaktionen werden in voller Höhe eliminiert.
Der Konzernabschluss der Ahlers AG wird in den Konzernabschluss der Westfälisches
Textilwerk Adolf Ahlers KG, Herford, die auch das oberste beherrschende Mutterunternehmen
darstellt, einbezogen.
Im Geschäftsjahr wurde die UAB Stesa, LT-Vilnius auf die UAB Stesa Clasic, LT-Vilnius
verschmolzen. Des Weiteren ist mit Wirkung vom 1. Dezember 2009 die Otto Kern GmbH,
Zweigniederlassung Österreich, in die eigenständige Otto Kern Austria GmbH, A-Mariasdorf
umgewandelt worden. Schließlich wurde die Liquidation der "Bielkon" Spolka z o.o.
i.L., PL-Bielsko-Biala, abgeschlossen, so dass die Gesellschaft nicht mehr existiert.
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Jahres- überschuss/ |
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Anteil am Kapital |
davon mittelbar | Eigen- kapital1) |
-fehlbetrag2) 2009/10 |
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Firma | (in %) | % | über | TEUR | TEUR |
| 1. | Ahlers P.C. GmbH, Herford | 100,00 |
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21.264 | 3) |
| 2. | Ahlers Textilhandel GmbH & Co. KG, Herford | 80,00 |
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|
5.690 | 506 |
| 3. | Ahlers Vertrieb GmbH, Herford | 100,00 |
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54 | 3) |
| 4. | Ahlers Zentralverwaltung GmbH, Herford | 100,00 |
|
|
2.871 | 3) |
| 5. | a-fashion.com GmbH, Herford | 100,00 |
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25 | 3) |
| 6. | Baldessarini GmbH, München | 100,00 |
|
|
882 | 3) |
| 7. | Concordia-Wohnungsbaugesellschaft mbH, Herford | 100,00 |
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70 | 3) |
| 8. | GIN TONIC SPECIAL Mode GmbH, Sindelfingen | 100,00 |
|
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1.562 | 3) |
| 9. | HEMINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. |
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Objekt Herford KG, Düsseldorf | 94,00 | 94,00 | 2. | 1.208 | 116 |
| 10. | Jupiter Bekleidung GmbH, Herford | 100,00 |
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-1 | 3) |
| 11. | Otto Kern GmbH, Herford | 80,00 |
|
|
3.253 | 3) |
| 12. | PIONEER Jeans-Bekleidung GmbH, Herford | 100,00 |
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|
92 | 3) |
| 13. | Pionier Berufskleidung GmbH, Herford | 100,00 |
|
|
77 | 3) |
| 14. | Pionier Sportive Freizeitkleidung GmbH, Herford | 100,00 |
|
|
15 | 3) |
| 15. | Verwaltungs- und Handelsgesellschaft "Alconda" mbH, Herford | 81,30 | 74,80 | 2. | 3.993 | 50 |
| 16. | A. Ahlers (U.K.) Ltd., GB-London | 100,00 |
|
|
27 | -17 |
| 17. | Adolf Ahlers AG, CH-Cham | 100,00 |
|
|
2.378 | -59 |
| 18. | Ahlers Austria Vertriebs Ges.m.b.H., A-Mariasdorf | 100,00 | 99,00 | 31. | 2.143 | 41 |
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|
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|
1,00 | 1. |
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| 19. | Ahlers Europe Ltd., USA-New York | 100,00 |
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|
-196 | -11 |
| 20. | Ahlers Herford (Espana) S.L., E-Madrid | 100,00 |
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|
823 | 83 |
| 21. | Ahlers Herford (Italia) S.R.L., I-Volpiano (To) | 100,00 |
|
|
82 | 36 |
| 22. | Ahlers Premium Commerce Spolka z o.o., PL-Opole | 100,00 |
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957 | 38 |
| 23. | Ahlers Premium France S.A.S., F-Horbourg-Wihr | 100,00 |
|
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2.347 | 196 |
| 24. | "Ahlers-Poland" Spolka z o.o., PL-Opole | 100,00 |
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6.153 | 1.004 |
| 25. | B-Beteiligungs- und Verwaltungsges.m.b.H., A-Mariasdorf | 100,00 | 100,00 | 17. | 2.460 | 42 |
| 26. | SIA Clasic, LV-Riga | 65,50 | 65,50 | 33. | -209 | -8 |
| 27. | Dial Textile Industries Ltd., CL-Katunayake | 100,00 |
|
|
3.830 | 1.335 |
| 28. | Fabriksverkauf Mariasdorf Ges.m.b.H., A-Mariasdorf | 100,00 | 45,28 | 39. | 2.854 | 50 |
|
|
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|
41,06 | 25. |
|
|
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|
|
|
13,66 | 17. |
|
|
| 29. | "LUBINEX"-Spolka z o.o., PL-Lubin | 62,85 | 62,85 | 24. | 1.828 | -88 |
| 30. | Otto Kern Austria GmbH, A-Mariasdorf | 80,00 | 80,00 | 11. | 569 | 111 |
| 31. | Pionier Freizeitkleidung Gesellschaft m.b.H., A-Mariasdorf | 100,00 |
|
|
6.175 | 657 |
| 32. | "ROMEO" Spolka z o.o. i.L., PL-Zbaszyn | 99,60 | 99,60 | 24. | 784 | 236 |
| 33. | UAB Stesa Clasic, LT-Vilnius | 65,50 | 65,50 | 1. | 133 | -15 |
| 34. | TEXART Bratislava, s r.o., SK-Bratislava | 100,00 | 100,00 | 39. | 816 | 119 |
| 35. | TEXART d.o.o., HR-Zagreb | 100,00 | 100,00 | 39. | 12 | 35 |
| 36. | TEXART d.o.o., SLO-Ljubljana | 100,00 | 100,00 | 39. | 2 | -45 |
| 37. | TEXART Magyarorszag Kft., H-Budapest | 100,00 | 90,61 | 39. | 70 | -24 |
|
|
|
|
9,39 | 31. |
|
|
| 38. | TEXART spol. s r.o., CZ-Prag | 100,00 | 100,00 | 39. | 1.559 | 53 |
| 39. | Texart Verwaltungsgesellschaft m.b.H., A-Mariasdorf | 100,00 | 1,43 | 25. | 2.714 | 192 |
1)
Fremdwährungsbeträge sind mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Die Angaben
erfolgen gemäß IFRS.
2)
Fremdwährungsbeträge Jahresüberschuss/-fehlbetrag sind mit dem Geschäftsjahresdurchschnittskurs
umgerechnet.
3)
Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag
Der Bilanzstichtag der einbezogenen Gesellschaften entspricht dem der Muttergesellschaft,
außer bei der HEMINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Herford
KG, Düsseldorf. Diese Gesellschaft hat als Bilanzstichtag den 31. Dezember und deshalb
zum 30. November 2010 einen Zwischenabschluss erstellt.
Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen und der Darstellungswährung des
Konzerns, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene
funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen
Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen
werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs in die funktionale
Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden
zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung
umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten als Teil einer Nettoinvestition
in einen ausländischen Geschäftsbetrieb werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Alle übrigen Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nicht-monetäre Posten,
die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet
wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Die Vermögenswerte
und Schulden der ausländischen Geschäftsbetriebe werden zum Stichtagskurs in Euro
umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt zum Durchschnittskurs.
Die hieraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden als separater Bestandteil
des Eigenkapitals erfasst. Der im Eigenkapital für einen ausländischen Geschäftsbetrieb
erfasste kumulative Betrag wird bei der Veräußerung dieses ausländischen Geschäftsbetriebs
erfolgswirksam.
Bei der Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens und der Rückstellungen werden
der Stand zu Beginn des Geschäftsjahres und der Stand am Ende des Geschäftsjahres
zu den jeweiligen Stichtagskursen, die Bewegungen innerhalb des Geschäftsjahres zu
Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die hierdurch entstehenden Umrechnungsdifferenzen
sind als Währungsdifferenzen in einer gesonderten Spalte ausgewiesen.
Die Wechselkurse wichtiger Währungen entwickelten sich wie folgt:
|
|
Währung | Durchschnittskurs | Stichtagskurs | ||
| Land | 1 EUR = | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Polen | PLN | 4,01 | 4,33 | 4,06 | 4,15 |
| Schweiz | CHF | 1,40 | 1,51 | 1,30 | 1,51 |
| Sri Lanka | LKR (in 100) | 150,64 | 160,25 | 144,91 | 172,05 |
| USA | USD | 1,34 | 1,38 | 1,30 | 1,50 |
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger
Abschreibungen und kumulierter fallweiser Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Die
zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauern
im Konzern.
Den planmäßigen linearen Abschreibungen für wesentliche Anlagegüter liegen folgende
konzerneinheitliche Nutzungsdauern zu Grunde:
| - Gebäude | 15 bis 50 Jahre |
| - Technische Anlagen und Maschinen | 5 bis 15 Jahre |
| - Betriebs- und Geschäftsausstattungen | 3 bis 30 Jahre |
Die Nutzungsdauern, die Restwerte und die Abschreibungsmethoden für Sachanlagen werden
periodisch überprüft, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum
mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzenverlauf aus den Gegenständen des Sachanlagevermögens
im Einklang stehen.
Erworbene immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer oder unbestimmbarer Nutzungsdauer
werden zu Anschaffungskosten aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung
des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die
Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Erworbene immaterielle
Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden planmäßig über drei bis acht
Jahre linear abgeschrieben. Erworbene immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer
Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern sie werden jährlich und
zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen, auf ihre Werthaltigkeit
untersucht und sofern notwendig auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Für immaterielle
Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer wird in jeder Berichtsperiode überprüft,
ob für diese Vermögenswerte weiterhin die Ereignisse und Umstände die Einschätzung
einer unbestimmbaren Nutzungsdauer rechtfertigen. Soweit die Gründe für zuvor erfasste
Wertminderungen entfallen sind, wird eine Wertaufholung auf diese Vermögenswerte vorgenommen.
Die Nutzungsdauern, die Restwerte und die Abschreibungsmethoden werden mindestens
an jedem Geschäftsjahresende überprüft. Wenn die Erwartungen von den bisherigen Schätzungen
abweichen, werden die entsprechenden Änderungen als Änderungen von Schätzungen bilanziert.
Anteile an assoziierten Unternehmen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Folgebewertung
erfolgt - beginnend nach Abschluss des ersten vollständigen Geschäftsjahres - in Höhe
der anteiligen Veränderung des Eigenkapitals durch den Jahresüberschuss / -fehlbetrag
und Kapitalerhöhung / -herabsetzung gemindert um vereinnahmte Dividenden.
Nach IFRS existiert kein Standard, der ausdrücklich auf Kunstgegenstände zutrifft,
da diese weder Vorräte, noch Sachanlagen, noch immaterielle Vermögenswerte, noch finanzielle
Vermögenswerte darstellen. IAS 8 schreibt in diesen Fällen vor, dass Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden anzuwenden sind, die für die Bedürfnisse der wirtschaftlichen
Entscheidungsfindung der Adressaten von Bedeutung sind und zuverlässige Informationen
ergeben. Dafür sind Anforderungen und Anwendungsleitlinien in Standards und Interpretationen
anzuwenden, die ähnliche und verwandte Fragen behandeln. Für Kunstgegenstände wird
deshalb auf IAS 16, Sachanlagen, zurückgegriffen. Die Bilanzierung erfolgt demnach
zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei der Mehrzahl der Kunstgegenstände sind wir
von einem Restwert ausgegangen, der den Anschaffungskosten entspricht. Daher wird
für diese Kunstgegenstände keine planmäßige Abschreibung vorgenommen.
Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 bilanziert. Dementsprechend werden finanzielle
Vermögenswerte, soweit für den Ahlers Konzern zutreffend, in folgende Kategorien klassifiziert:
| ― |
zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets Held for Trading) |
| ― |
Kredite und Forderungen (Loans and Receivables) |
| ― |
Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind |
Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die
Bilanzierung nach der Methode der Bilanzierung zum Handelstag. Die erstmalige Erfassung
des finanziellen Vermögenswertes erfolgt an dem Tag, an dem der Ahlers Konzern Vertragspartner
geworden ist. Der finanzielle Vermögenswert wird zum beizulegenden Zeitwert der Gegenleistung
bewertet, Transaktionskosten werden bei Forderungen und Krediten mit einbezogen.
Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes von zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen
Vermögenswerten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam ausgewiesen.
Bei Forderungen und Krediten erfolgt die Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten
unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen.
Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn deren Veräußerung vertraglich vereinbart
wird, Kredite und Forderungen bei Bezahlung.
Der Ansatz der derivativen Finanzinstrumente erfolgt zum Zeitwert. Derivative Finanzinstrumente
werden in der Bilanz unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten bzw. unter den
sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Die Bilanzierung von Zeitwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente hängt davon
ab, ob diese Instrumente als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden und die Voraussetzungen
zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 erfüllen. Sind diese Voraussetzungen
trotz Vorliegens eines wirtschaftlichen Sicherungszusammenhangs nicht gegeben, werden
die Zeitwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente unmittelbar erfolgswirksam
erfasst, anderenfalls erfolgt eine erfolgsneutrale Verbuchung direkt über das Eigenkapital.
Der Ahlers Konzern verwendet ausschließlich Devisenterminkontrakte als derivative
Finanzinstrumente zur Sicherung von gegenwärtigen und zukünftigen Währungsrisiken.
Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen
sind.
Die Nutzungsdauern, die Restwerte und die Abschreibungsmethoden für Sachanlagen, Kunstgegenstände
und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden mindestens einmal
jährlich überprüft, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsmethoden, die Nutzungsdauern
und die Restwerte mit dem tatsächlichen wirtschaftlichen Nutzenverlauf übereinstimmen.
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer werden mindestens einmal
jährlich auf Werthaltigkeit geprüft. Die Bewertung der immateriellen Vermögenswerte
erfolgt dabei auf Basis der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Im Ahlers Konzern
handelt es sich bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten um einzelne Unternehmensbereiche
oder Vermögenswerte, denen Cashflows direkt zugeordnet werden können.
Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor oder ist eine jährliche Überprüfung
der Werthaltigkeit eines Vermögenswertes erforderlich, nimmt der Ahlers Konzern eine
Schätzung des erzielbaren Betrages des jeweiligen Vermögenswertes vor. Der erzielbare
Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert. Der Nettoveräußerungswert
entspricht dem Betrag, der aus einem Verkauf eines Vermögenswertes zu marktüblichen
Bedingungen erzielbar ist, abzüglich seiner Veräußerungskosten. Der Nutzungswert wird
grundsätzlich auf Basis der geschätzten künftigen Cashflows aus der Nutzung und dem
Abgang eines Vermögenswerts mit Hilfe des Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt.
Die Cashflows werden aus der Unternehmensplanung abgeleitet, aktuelle Entwicklungen
werden berücksichtigt. Sie werden unter Anwendung risikoäquivalenter Kapitalisierungszinssätze
auf den Zeitpunkt der Überprüfung der Werthaltigkeit abgezinst. Übersteigt der Buchwert
eines Vermögenswertes seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert
betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Ergibt die Überprüfung,
dass ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr länger besteht oder sich
verringert hat, nimmt der Ahlers Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrages vor.
Soweit die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung entfallen sind, wird der Buchwert
des Vermögenswertes auf seinen erzielbaren Betrag erhöht. Dieser Betrag darf jedoch
nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen
ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert
erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung wird sofort im Periodenergebnis erfasst.
Finanzielle Vermögenswerte werden zu jedem Bilanzstichtag auf Werthaltigkeit geprüft.
Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes geringer als sein Buchwert, wird der
Buchwert auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Diese Abschreibung stellt einen
Wertminderungsaufwand dar. Eine zuvor aufwandswirksam erfasste Wertminderung wird
ertragswirksam korrigiert, soweit neu aufgetretene Sachverhalte dies erfordern, jedoch
maximal bis zum Betrag der fortgeführten Anschaffungskosten.
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten
und Nettoveräußerungswert bewertet. Kosten, die angefallen sind, um Vorräte an ihren
derzeitigen Ort zu bringen und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen, werden wie
folgt bilanziert:
Rohstoffe
| ― |
First-in-First-out-Verfahren (Fifo) |
Fertige und unfertige Erzeugnisse bzw. Leistungen
| ― |
Material- und Lohneinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung, Materialgemeinkosten sowie angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten basierend auf der tatsächlichen Produktion des Geschäftsjahres ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalkosten. |
Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare
Verkaufserlös, abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten
notwendigen Vertriebskosten.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem ursprünglichen Rechnungsbetrag
abzüglich gegebenenfalls notwendiger Wertberichtigungen angesetzt. Eine Wertberichtigung
wird vorgenommen, wenn ein objektiver substantieller Hinweis vorliegt, dass die Gesellschaft
nicht in der Lage sein wird, die Forderungen einzuziehen. Forderungen werden ausgebucht,
sobald sie uneinbringlich sind.
Für den überwiegenden Teil der Forderungen besteht eine Warenkreditversicherung. Der
mit der Warenkreditversicherung vereinbarte Selbstbehalt beträgt zwischen 20 und 30
Prozent. Forderungen, die mittels einer Warenkreditversicherung abgesichert sind,
werden, sofern notwendig, nur in Höhe des vertraglich vereinbarten Selbstbehalts wertberichtigt.
Zahlungsmittel in der Bilanz umfassen den Kassenbestand und Bankguthaben. Für Zwecke
der Konzern-Kapitalflussrechnung umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
die oben definierten Zahlungsmittel sowie liquide Anlagen, wie sonstige Wertpapiere,
die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen
Wertschwankungsrisiken unterliegen. Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung werden
Kontokorrentkredite in Abzug gebracht.
Bei der erstmaligen Erfassung von Darlehen werden diese mit dem beizulegenden Zeitwert
der erhaltenen Gegenleistung bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen
Darlehen anschließend unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet.
Eigene Anteile werden zu Anschaffungskosten erfasst und direkt vom Eigenkapital abgesetzt.
Käufe und Verkäufe von eigenen Anteilen werden erfolgsneutral erfasst.
Die Bewertung der Versorgungsverpflichtungen und des Versorgungsaufwandes bei leistungsorientierten
Plänen erfolgt mit Hilfe des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Die Bewertung richtet
sich nach den landesspezifischen Bedingungen. Es handelt sich im Ahlers Konzern ausschließlich
um geschlossene Pensionspläne, bei denen nur bereits bestehende Rentner und unverfallbare
Anwartschaften bewertet werden müssen. Es werden jährlich versicherungsmathematische
Untersuchungen durchgeführt. Dabei werden sowohl die am Bilanzstichtag bekannten Renten
und erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartenden Rentensteigerungen
berücksichtigt.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Anpassungen und Änderungen von
versicherungsmathematischen Annahmen werden sofort als Ertrag bzw. Aufwand in der
Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der als Schuld aus den Pensionsplänen erfasste
Betrag entspricht somit dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung.
Altersteilzeitvereinbarungen basieren auf dem so genannten Blockmodell. In diesem
Zusammenhang entstehen zwei Arten von Verpflichtungen, nämlich Erfüllungsbetrag und
Aufstockungsbetrag, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen
Grundsätzen mit ihrem Barwert bilanziert werden.
Den Mitgliedern des Vorstandes werden Wertsteigerungsrechte gewährt, die nur in bar
ausgeglichen werden können.
Erhält das Unternehmen im Gegenzug Dienstleistungen, die einzeln oder insgesamt nicht
identifiziert werden können, so werden diese nicht identifizierbaren Dienstleistungen
mit dem Unterschiedsbetrag aus dem beizulegenden Zeitwert der aktienbasierten Vergütung
und dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen identifizierbaren Dienstleistungen zum
Zeitpunkt der Gewährung bewertet. Dieser wird dann entsprechend aktiviert oder als
Aufwand verbucht.
Die aufgrund von Transaktionen mit Barausgleich entstehenden Kosten werden zunächst
unter Anwendung eines Binominalmodells mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt
der Gewährung bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird über den Zeitraum bis zum Tag
der ersten Ausübungsmöglichkeit erfolgswirksam unter Erfassung einer korrespondierenden
Schuld verteilt. Die Schuld wird zu jedem Bilanzstichtag und am Erfüllungstag neu
bemessen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst.
Rückstellungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige gesetzliche oder faktische
Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses gegenüber Dritten besteht, die
wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führt und eine verlässliche Schätzung der
Höhe der Verpflichtung möglich ist. Für Restrukturierungsmaßnahmen werden Rückstellungen
gebildet, wenn ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan besteht und bei den
Betroffenen eine gerechtfertigte Erwartung geweckt wurde, dass die Restrukturierungsmaßnahmen
durchgeführt werden. Ist die Wirkung des Zinseffekts wesentlich, werden Rückstellungen
mit dem Barwert bewertet. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte
Erhöhung der Rückstellungen als Zinsaufwand erfasst.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Bewertung mit dem beizulegenden
Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bilanziert. Nach dem erstmaligen Ansatz werden
die finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung
der Effektivzinsmethode bewertet.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden
zum Nennwert oder zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.
Soweit der Ahlers Konzern im Rahmen von Leasingverträgen alle wesentlichen Chancen
und Risiken trägt und somit als wirtschaftlicher Eigentümer anzusehen ist (Finanzierungsleasing),
wird der Leasinggegenstand bei Vertragsabschluss mit dem Marktwert oder dem niedrigeren
Barwert der zukünftigen Leasingzahlungen aktiviert. Die aus dem Finanzierungsleasing
resultierende Zahlungsverpflichtung wird in gleicher Höhe unter den Finanzverbindlichkeiten
passiviert. Der Zinsanteil der Leasingverbindlichkeiten wird über die Laufzeit der
Leasingperiode in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Ist der spätere
Eigentumsübergang der geleasten Vermögensgegenstände hinreichend sicher, erfolgt die
Abschreibung über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Anderenfalls wird für die Abschreibungsdauer
die Laufzeit des Leasingvertrages zu Grunde gelegt.
Neben den Finanzierungsleasing-Verträgen sind im Ahlers Konzern Mietverträge abgeschlossen
worden, die als Operating-Lease-Verträge zu qualifizieren sind. Dies führt dazu, dass
die Leasinggegenstände - wirtschaftlich gesehen - dem Vermieter zuzuordnen sind und
die Operating-Leasingraten Aufwand der Periode darstellen. Die Summe der zukünftigen
Leasingzahlungen während der unkündbaren Grundmietzeit ist unter den sonstigen finanziellen
Verpflichtungen ausgewiesen.
Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen
an die Gesellschaft fließen wird und deren Höhe verlässlich bestimmt werden kann.
Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bewertet. Der
Ausweis erfolgt unter Abzug von Skonti, Rabatten sowie Umsatzsteuer oder anderen Abgaben.
Darüber hinaus müssen zur Realisation der Erträge die folgenden Ansatzkriterien erfüllt
sein:
Erlöse aus dem Verkauf von Waren werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den
verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Risiken und Chancen auf
den Käufer übergegangen sind.
Zinserträge werden unter Verwendung der Effektivzinsmethode zeitproportional erfasst.
Lizenzerträge und sonstige Erträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruches
der Gesellschaft und der zugrunde liegenden Verträge erfasst.
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für das laufende Geschäftsjahr
und für frühere Geschäftsjahre sind mit dem Betrag bewertet, in dessen Höhe eine Erstattung
von den Steuerbehörden oder eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird.
Aktive und passive latente Steuern werden auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden
temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen in den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften
und den Wertansätzen im Konzernabschluss nach IFRS sowie auf bestimmte Konsolidierungsvorgänge
gebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die
sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben
und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann.
Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die
in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt
wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze (und
Steuergesetze) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen
sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen
im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind.
Ertragsteuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden,
werden im Eigenkapital und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Aktive und passive latente Steuern werden in der Konzernbilanz saldiert ausgewiesen,
sofern ein einklagbares Recht besteht, tatsächliche Steuerschulden aufzurechnen und
die latenten Steuern sich auf dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde beziehen.
| Umsatzerlöse |
|
2009/10 |
|
2008/09 |
| nach Regionen | TEUR | % | TEUR | % |
| Inland | 134.318 | 53,6% | 135.645 | 54,4% |
| Ausland | 116.482 | 46,4% | 113.795 | 45,6% |
|
|
250.800 | 100,0% | 249.440 | 100,0% |
Die Umsatzerlöse wurden fast ausschließlich durch den Verkauf von Bekleidung erzielt;
darüber hinaus sind Lizenzerträge der Otto Kern GmbH, Herford, in Höhe von 770 TEUR
(Vorjahr 680 TEUR), der Baldessarini GmbH, München, in Höhe von 402 TEUR (Vorjahr
41 TEUR), der Gin Tonic Special Mode GmbH, Sindelfingen, in Höhe von 155 TEUR (Vorjahr
209 TEUR) und der Pioneer Jeans-Bekleidung GmbH, Herford, in Höhe von 16 TEUR (Vorjahr
0 TEUR) enthalten.Die Auslandsumsätze werden im Wesentlichen in Europa erzielt.
|
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2009/10 | 2008/09 |
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TEUR | TEUR |
| Kursgewinne | 1.1 52 | 422 |
| Erträge Auflösung Rückstellungen / übrige Verbindlichkeiten | 925 | 2.668 |
| Mieterträge | 618 | 496 |
| Erträge Auflösung Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
516 | 552 |
| Erträge private Kfz-Nutzung | 417 | - |
| Erträge Schadensfälle | 254 | 158 |
| Periodenfremde Erträge | 227 | 23 |
| Erträge Anlagenabgang | 196 | 722 |
| Erträge Weiterberechnungen und Umlagen | 152 | 154 |
| Erträge Versicherungen | 112 | 155 |
| Erträge aus Wertaufholungen | - | 1.100 |
| Übrige | 550 | 612 |
|
|
5.119 | 7.062 |
Im Geschäftsjahr 2009/10 verringerten sich die sonstigen betrieblichen Erträge um
1.943 TEUR. Begründet liegt dies vorrangig in der Position Erträge aus der Auflösung
von Rückstellungen. Hierin ist eine Reduzierung der Kaufpreisrückstellung für die
Markenrechte Baldessarini in Höhe von 410 TEUR (Vorjahr 1.894 TEUR) enthalten. Bei
den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich um eine Vielzahl von
Einzelsachverhalten, die den Betrag von 100 TEUR nicht überschreiten.
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2009/10 | 2008/09 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 102.340 | 100.737 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 22.995 | 23.371 |
|
|
125.335 | 124.108 |
Der Materialaufwand zuzüglich der Veränderungen des Bestands an fertigen und unfertigen
Erzeugnissen in Höhe von 1.366 TEUR (Vorjahr -6.527 TEUR) entwickelte sich unterproportional
zum Umsatz. Dies liegt begründet in Verlagerungen von Produktionskapazitäten, gestiegenen
Retail- und Lizenzumsätzen sowie einem zunehmenden Anteil der Premium Brands am Markenportefeuille.
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2009/10 | 2008/09 |
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|
TEUR | TEUR |
| Löhne und Gehälter | 42.506 | 43.646 |
| Soziale Abgaben | 7.376 | 7.787 |
| Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 463 |
254 |
|
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50.345 | 51.687 |
Die bereits in 2008 eingeleiteten und im ersten Halbjahr 2010 zum Abschluss gekommenen
Restrukturierungsmaßnahmen im Inland und in Polen führten zu dem Rückgang der Personalaufwendungen.
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2009/10 | 2008/09 |
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TEUR | TEUR |
| Vertriebsaufwand | 29.634 | 29.310 |
| Verwaltungsaufwand | 11.911 | 10.847 |
| Werbeaufwand | 4.529 | 3.722 |
| Kursdifferenzen | 2.333 | 209 |
| Instandhaltung | 1.944 | 1.930 |
| Versicherungsaufwand | 1.327 | 1.449 |
| Wertberichtigungen | 1.109 | 1.466 |
| Kosten Geldverkehr | 593 | 549 |
| Sonstige Steuern | 401 | 476 |
| Gebühren | 247 | 316 |
| Übrige | 6.502 | 6.592 |
|
|
60.530 | 56.866 |
Der Vertriebsaufwand setzt sich im Wesentlichen aus umsatzvariablen Kosten (Provisionen,
Reisekosten, Lizenzen, Frachten und Auslagerungen) zusammen. Der Verwaltungsaufwand
enthält Rechts- und Beratungskosten, EDV-Kosten sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung.
Kosten für Messen, Marketing inkl. Handelsmarketing bilden den Werbeaufwand.
Mit Wirkung vom 1. Dezember 2008 wurden Euro Forderungen gegenüber den polnischen
Vertriebsgesellschaften in langfristige Darlehen mit unbestimmter Laufzeit umgewandelt.
Sie stellen somit monetäre Posten als Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen
Geschäftsbetrieb nach IAS 21.15 dar. Dadurch werden die hieraus entstehenden Umrechnungsdifferenzen
seit diesem Zeitpunkt nach IAS 21.32f. erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und
erst bei Realisierung erfolgswirksam.
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2009/10 | 2008/09 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Sachanlagen |
|
|
| Grundstücke und Bauten | 863 | 421 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 564 | 396 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.772 | 3.651 |
| Immaterielle Vermögenswerte |
|
|
| Gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte | 764 | 2.247 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte |
|
|
| Sonstige Vermögenswerte | - | 2 |
|
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5.963 | 6.717 |
| davon Wertminderungsaufwendungen |
|
|
| Markenrechte | 410 | 1.894 |
|
|
410 | 1.894 |
Die Wertminderungen auf Markenrechte als Teil der gewerblichen Schutzrechte betreffen
in voller Höhe die Marke Baldessarini.
|
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2009/10 | 2008/09 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 368 | 677 |
| Zinsaufwendungen | -1.232 | -1.827 |
| Aufzinsung | -292 | -437 |
|
|
-1.156 | -1.587 |
Der hier unter Aufzinsung ausgewiesene Wert beinhaltet sowohl Aufzinsungen von Rückstellungen
als auch von Verbindlichkeiten aus dem Baldessarini-Kauf.
|
|
2009/10 | 2008/09 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Laufende Steuern |
|
|
| Deutschland | 3.330 | 3.064 |
| Ausland | 629 | 530 |
|
|
3.959 | 3.594 |
| Latente Steuern |
|
|
| Deutschland | 1.060 | 1.142 |
| Ausland | 467 | -512 |
|
|
1.527 | 630 |
|
|
5.486 | 4.224 |
Neben den tabellarisch dargestellten Steueraufwendungen wurden latente Steuern aus
der erfolgsneutralen Bewertung der Devisentermingeschäfte sowie der Umrechnungsdifferenzen
nach IAS 21.32f in Höhe von -347 TEUR (Vorjahr 569 TEUR) direkt im Eigenkapital erfasst.
Für die Ahlers AG ermittelt sich ein inländischer Ertragsteuersatz für latente Steuern
wie im Vorjahr von 29,94 %. Dieser errechnet sich aus der Körperschaftsteuer mit einem
Steuersatz von 15,0 % und dem Solidaritätszuschlag, der in Höhe von 5,5 % auf die
Körperschaftsteuer erhoben wird, sowie der Gewerbeertragsteuer von 14,11 % bei einem
Durchschnittshebesatz von 403 %. Die Steuersätze im Ausland liegen zwischen 15 % und
33,33 %.
Die aktiven latenten Steuern resultieren zum überwiegenden Teil aus steuerlichen Verlustvorträgen.
Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten Ertragsteueraufwand,
der sich theoretisch bei Anwendung eines Ertragsteuersatzes von 29,94 % (Vorjahr 29,94
%) auf Konzernebene ergeben würde, zum tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteueraufwand
im Konzern.
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|
2009/10 | 2008/09 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Konzernergebnis vor Ertragsteuern | 13.956 | 9.010 |
| Erwarteter Steueraufwand bei einem Steuersatz von 29,94% (2008/09: 29,94%) |
4.178 | 2.698 |
| Steuersatzdifferenzen zum lokalen Steuersatz | -469 | 60 |
| Steuersatzänderungseffekte | -21 | -12 |
| Nicht abziehbare Betriebsausgaben und steuerliche Differenzen aus der Konsolidierung |
818 | 680 |
| Steuern für Vorjahre | 651 | 120 |
| Steuern aus der Außenprüfung | 350 | 1.683 |
| Ansatzkorrekturen latenter Steuern und sonstige permanente Differenzen |
102 | -375 |
| Steuerfreie Erträge | -43 | -13 |
| Begrenzter Schuldzinsenabzug (Zinsschranke) | - | -596 |
| Sonstige Abweichungen | -80 | -21 |
| Summe der Anpassungen | 1.308 | 1.526 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 5.486 | 4.224 |
Zum 30. November 2010 werden für im Konzern bestehende steuerliche Verlustvorträge
in Höhe von 4.369 TEUR (Vorjahr 4.903 TEUR) keine latenten Steuern angesetzt, da der
Konzern deren Nutzung als eher unwahrscheinlich einstuft. Für die Otto Kern GmbH existieren
vororganschaftliche Verlustvorträge in Höhe von 1.342 TEUR, die sowohl zeitlich als
auch der Höhe nach unbegrenzt vortragsfähig sind. Eine Nutzung ist aufgrund der bestehenden
Organschaft jedoch aus heutiger Sicht nicht zu erwarten. Die restlichen Verlustvorträge
in Höhe von 3.027 TEUR sind weder zeitlich noch der Höhe nach unbegrenzt vortragsfähig.
Diese verfallen sukzessive innerhalb der nächsten 20 Jahre. Für die übrigen steuerlichen
Verlustvorträge wurden latente Steuern gebildet.
Die Steuerabgrenzungen sind folgenden Bilanzposten zuzuordnen:
|
|
30.11.2010 | 30.11.2009 | ||
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|
aktive latente Steuern |
passive latente Steuern |
aktive latente Steuern |
passive latente Steuern |
|
|
TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| Sachanlagen | 31 | 1.643 | 13 | 1.766 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 35 | 826 | 60 | 472 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | - | 2 | - | 100 |
| Vorräte | 293 | 45 | 321 | - |
| Forderungen und sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte |
208 | 210 | 137 | 30 |
| Pensionsrückstellungen | 332 | - | 273 | - |
| Übrige Rückstellungen | 126 | 92 | 221 | 174 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 309 | - | 480 | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 182 | 182 | 395 | 121 |
|
|
1.516 | 3.000 | 1.900 | 2.663 |
| Verlustvorträge | 981 | - | 2.106 | - |
|
|
2.497 | 3.000 | 4.006 | 2.663 |
| Saldierung | -807 | -807 | -1.312 | -1.312 |
|
|
1.690 | 2.193 | 2.694 | 1.351 |
In den Konzernabschluss wurden Gesellschaften einbezogen, an denen die Ahlers AG zu
weniger als 100 Prozent beteiligt ist. Die entsprechenden nicht beherrschenden Anteile
werden in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals getrennt vom auf die Aktionäre
der Ahlers AG entfallenden Eigenkapital ausgewiesen. Ebenso werden in der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung nicht beherrschenden Anteile am Konzernergebnis bzw. Gesamtergebnis
gesondert ausgewiesen.
Das Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem gewichteten
Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt.
Im Geschäftsjahr befanden sich aufgrund des Erwerbs eigener Aktien in Vorjahren durchschnittlich
13.681.520 nennwertlose Stückaktien im Umlauf (Vorjahr 13.957.341). Weder zum 30.
November 2010 noch zum 30. November 2009 gab es Aktien, die den Gewinn pro Aktie verwässern
könnten.
Aufgrund der noch nicht abgeschlossenen Liquidation bei einer Gesellschaft in Polen
sowie der Auslagerung der Produktlinie Jupiter Shirts liegen keine Sachverhalte vor,
die zu einer Behandlung nach IFRS 5 führen würden.
Die Veränderungen der einzelnen Posten der langfristigen Vermögenswerte in den Geschäftsjahren
2008/09 und 2009/10 sind in der Entwicklung des Sachanlagevermögens und der immateriellen
Vermögenswerte in den Anlagen zum Konzernanhang dargestellt.
Das Investitionsvolumen lag im Geschäftsjahr 2009/10 unter den planmäßigen Abschreibungen.
Die Zugänge bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 2.840 TEUR beinhalten
im Wesentlichen Shopsysteme sowie Ersatzinvestitionen.
Die alleinige Nutzung der dem Unternehmen gehörenden Marken Baldessarini und Otto
Kern ist durch langfristige und verlängerbare Schutzrechte gewährleistet, so dass
jeweils eine unbestimmbare Nutzungsdauer vorliegt.
Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer setzt
sich zusammen aus den Buchwerten der Markenrechte Otto Kern in Höhe von 3.600 TEUR
(Vorjahr 3.600 TEUR) und Baldessarini in Höhe von 5.970 TEUR (Vorjahr 6.380 TEUR).
Beide Bereiche bilden je eine zahlungsmittelgenerierende Einheit, die zur Überprüfung
der Werthaltigkeit dient.
Jährlich wird auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Wertminderungsbedarf
ermittelt. Dabei wird jeweils der erzielbare Ertrag unter Hinzunahme von Cashflow-Prognosen
ermittelt, denen wiederum Finanzpläne mit einem Planungshorizont von fünf Jahren zugrunde
liegen. Wesentliche Annahmen, die den Cashflow-Prognosen zugrunde liegen, sind die
Umsatzentwicklung und die damit einhergehende Kostenentwicklung. Neuere Erkenntnisse
werden dabei rollierend eingearbeitet und können zu Korrekturen der bestehenden Pläne
führen. Der verwendete Abzinsungssatz der Cashflow-Prognosen beträgt 10,6 Prozent.
Aufgrund einer Korrektur der Wachstumsrate bei Baldessarini wurde dieser Markenwert
um 410 TEUR nach unten korrigiert. Dieser Wertminderungsaufwand betrifft das Segment
Premium Brands.
Die Firmenwerte wurden im Rahmen der Akquisition des Bereichs Gin Tonic, Schweiz,
und der Übernahme der Stesa-Gruppe in Litauen gebildet.
Es besteht eine 49 prozentige Beteiligung der Ahlers AG an der neu gegründeten Jupiter
Shirt GmbH, Tirschenreuth. Der Abschlussstichtag der Gesellschaft ist der 31. Dezember.
In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten wird ein langfristiges, verzinsliches
Darlehen der Ahlers AG an Herrn Otto Kern, Monte Carlo (Monaco), ausgewiesen, das
ihm zur Finanzierung einer Kapitalerhöhung bei der Tochtergesellschaft Otto Kern GmbH,
Herford, gewährt wurde. Sicherheiten wurden nicht vereinbart.
Zudem sind in dieser Position sonstige langfristige verzinsliche und unverzinsliche
Ausleihungen, Rückkaufswerte für Lebensversicherungen und hinterlegte Mietkautionen
enthalten.
Unter den sonstigen Vermögenswerten werden insbesondere Kunstgegenstände ausgewiesen.
Es handelt sich überwiegend um Werke von bekannten Künstlern des Expressionismus sowie
der zeitgenössischen Kunst. Bei den Zugängen in Höhe von 109 TEUR handelt es sich
um Kunstgegenstände.
|
|
30.11.2010 | 30.11.2009 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 20.979 | 18.913 |
| Unfertige Erzeugnisse | 331 | 229 |
| Fertigerzeugnisse und Waren | 37.330 | 36.655 |
|
|
58.640 | 55.797 |
Der Betrag der in der Vorratsbewertung berücksichtigten Wertminderungen beläuft sich
auf 11.191 TEUR (Vorjahr 13.052 TEUR). Der Buchwert der Vorräte, die zum Nettoveräußerungswert
angesetzt sind, beträgt 15.111 TEUR (Vorjahr 15.401 TEUR).
Die Erhöhung des Vorratsvermögens ergab sich im Wesentlich im Mengengerüst der Rohwaren
und ist eine Folge der Produktionsverlagerung nach Fernost.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel nicht verzinslich und
haben eine durchschnittliche Laufzeit von 59 Tagen (Vorjahr 62 Tagen).
Die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen erforderlichen Wertminderungen
entwickelten sich wie folgt:
|
|
2009/10 | 2008/09 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Stand am 1.12. | 2.941 | 2.234 |
| Inanspruchnahme | -254 | -214 |
| Auflösung | -513 | -552 |
| Zuführungen | 1.094 | 1.519 |
| Umrechnungsdifferenzen | -39 | -46 |
| Stand am 30. 11. | 3.307 | 2.941 |
Sämtliche Aufwendungen und Erträge aus der Bewertung von Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen werden erfolgswirksam unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen
bzw. Erträgen verbucht.
Nachfolgende Tabelle zeigt die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen zum 30. November 2010:
|
|
30.11.2010 | 30.11.2009 |
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|
TEUR | TEUR |
| Buchwert am 30. November | 36.069 | 40.240 |
| davon weder überfällig noch wertgemindert | 29.589 | 31.122 |
| davon überfällig, aber nicht wertgemindert | 4.733 | 6.420 |
| < 90 Tage | 4.091 | 5.196 |
| > 90 Tage bis 180 Tage | 430 | 588 |
| > 180 Tage bis 270 Tage | 164 | 494 |
| > 270 Tage bis 360 Tage | 23 | 82 |
| > 360 Tage | 25 | 61 |
Bei den überfälligen, aber nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
liegen keine Indikatoren vor, die darauf hinweisen, dass die Schuldner ihren Verpflichtungen
nicht nachkommen.
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten zum einen zu Handelszwecken gehaltene
finanzielle Vermögenswerte in Österreich und in der Schweiz. Die Buchwerte betragen
insgesamt 531 TEUR (Vorjahr 574 TEUR). Zum anderen ist hier der positive Wert aus
der Bewertung der Devisentermingeschäfte zum Zeitwert in Höhe von 505 TEUR (Vorjahr
17 TEUR) enthalten. Wertminderungen zu sonstigen finanziellen Vermögenswerten liegen
wie im Vorjahr nicht vor.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von 177 TEUR (Vorjahr
825 TEUR) den Lieferungs- und Leistungsverkehr mit diesen Unternehmen.
Die sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 4.330 TEUR (Vorjahr 4.666 TEUR) beinhalten
im Wesentlichen Umsatzsteuern, abgegrenzte Lizenzentgelte, Bonusansprüche sowie Forderungen
an Versicherungsgesellschaften und Lieferanten.
|
|
30.11.2010 | 30.11.2009 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Kasse | 136 | 138 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 21.186 | 13.875 |
|
|
21.322 | 14.013 |
Guthaben bei Kreditinstituten umfassen kurzfristig disponierbare Zahlungsmittel sowie
angelegte Tagesgelder. Sie werden marktüblich verzinst. Der beizulegende Zeitwert
der Zahlungsmittel beträgt 21.322 TEUR (Vorjahr 14.013 TEUR).
Für Zwecke der Kapitalflussrechnung setzt sich der Finanzmittelbestand wie folgt zusammen:
|
|
30.11.2010 | 30.11.2009 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Kasse | 136 | 138 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 21.186 | 13.875 |
| Sonstige Wertpapiere | 531 | 574 |
| Kontokorrentkredite | -324 | -11.485 |
|
|
21.529 | 3.102 |
Die sonstigen Wertpapiere sind Teil der Bilanzposition "Sonstige kurzfristige finanzielle
Vermögenswerte".
Das Eigenkapital und seine einzelnen Komponenten werden in der Konzern-Eigenkapital-veränderungsrechnung
gesondert dargestellt.
Das gezeichnete Kapital besteht wie im Vorjahr aus insgesamt 14.400.000 nennwertlosen
Stückaktien. Es setzt sich zusammen aus 8.000.000 Stammaktien und 6.400.000 Vorzugsaktien
ohne Stimmrecht. Von den 8.000.000 Stammaktien entfallen 500 Stück auf vinkulierte
Namensaktien. Diese sind mit einem Entsendungsrecht für ein Aufsichtsratsmandat ausgestattet.
Die übrigen 14.399.500 Aktien sind Inhaberaktien.
Bedingt durch die Aktienrückkaufprogramme (siehe Tz. 10 und 22) befinden sich zum
30. November 2010 unverändert zum Vorjahr insgesamt 13.681.520 Aktien im Umlauf.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 15. Mai 2008 ist der Vorstand
mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital bis zum 30. April 2013
durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien und/oder stimmrechtsloser
Vorzugsaktien gegen Bar- und /oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, jedoch insgesamt
höchstens um 21.600 TEUR zu erhöhen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung
des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre unter bestimmten Bedingungen auszuschließen.
Die Ahlers AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weder Stammaktien (Vorjahr 393.486
zum gewogenen Durchschnittskurs 7,42 EUR) noch Vorzugsaktien (Vorjahr 280.944 zum
gewogenen Durchschnittskurs 6,58 EUR) zurückgekauft. Zum 30. November 2010 hielt die
Gesellschaft unverändert zum Vorjahr 718.480 eigene Aktien, davon 399.686 Stammaktien
und 318.794 Vorzugsaktien. Der Anteil am Grundkapital beträgt zum 30. November 2010
wie im Vorjahr rund 5,0 Prozent.
Die Kapitalrücklage beträgt 15.024 TEUR, davon entfallen 12.782 TEUR auf das Agio
aus der Kapitalerhöhung gegen Bareinlage anlässlich des Börsengangs und 1.610 TEUR
aus der Begebung von Vorzugsaktien. Die Kapitalrücklage im IFRS-Konzernabschluss wurde
um Eigenkapitalbeschaffungskosten, die im Rahmen des Börsengangs der Gesellschaft
angefallen sind, vermindert.
Die Gewinnrücklagen in Höhe von 60.144 TEUR setzen sich zusammen aus den Gewinnvorträgen
(38.673 TEUR), dem auf die Anteilseigner der Ahlers AG entfallenden Jahresüberschuss
(8.421 TEUR), den Gewinnrücklagen aus der IFRS-Erstanwendung (7.293 TEUR) und übrigen
Gewinnrücklagen (5.757 TEUR).
Der Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung beinhaltet alle Währungsdifferenzen
aus der Umrechnung der Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften in
Euro, Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten als Teil einer Nettoinvestition
in einen ausländischen Geschäftsbetrieb nach Steuern entsprechend IAS 21.32f sowie
der erfolgsneutralen Bewertung der nach IAS 39 gesicherten Devisentermingeschäfte
nach Steuern. Der Anteil der erfolgsneutral verrechneten latenten Steuern beträgt
221 TEUR (Vorjahr 569 TEUR).
|
|
1.12.2009 | Inan- | Auf- | Zu- | Aufzin- | Umrech- |
|
|
|
spruch- | lösung | führung | sung | nungs- |
| TEUR |
|
nahme |
|
|
|
differenz |
| langfristige Rückstellungen |
|
|
|
|
|
|
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 5.108 | 479 | 51 | 515 | - |
30 |
| Zwischensumme | 5.108 | 479 | 51 | 515 | - | 30 |
| sonstige Jubiläen | 172 | 39 |
|
47 | - | 4 |
| Altersteilzeit | 297 | 116 | 3 | 38 | - | - |
| Übrige | 1.224 | 341 | 550 | - | 91 | 133 |
| Zwischensumme | 1.693 | 496 | 553 | 85 | 91 | 137 |
| kurzfristige Rückstellungen |
|
|
|
|
|
|
| Retouren | 1.506 | 1.466 | 47 | 1.406 | - | 5 |
| Abfindungen | 1.481 | 1.418 | 59 | 906 | - | 1 |
| Sonstige | 1.160 | 852 | 82 | 1 69 | - | 25 |
| Zwischensumme | 4.147 | 3.736 | 188 | 2.481 | - | 31 |
|
|
10.948 | 4.711 | 792 | 3.081 | 91 | 198 |
|
|
30.11.2010 |
|
|
|
| TEUR |
|
| langfristige Rückstellungen |
|
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 5.123 |
| Zwischensumme | 5.123 |
| sonstige Jubiläen | 184 |
| Altersteilzeit | 216 |
| Übrige | 557 |
| Zwischensumme | 957 |
| kurzfristige Rückstellungen |
|
| Retouren | 1.404 |
| Abfindungen | 911 |
| Sonstige | 420 |
| Zwischensumme | 2.735 |
|
|
8.815 |
Die Pensionsverpflichtungen innerhalb des Ahlers Konzerns werden nach dem Anwart-schaftsbarwertverfahren
ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen unter Einrechnung dynamischer
Entwicklungen nach versicherungsmathematischen Verfahren berechnet.
Der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Annahmen zu Grunde gelegt:
| Parameter | 2009/10 | 2008/09 |
| Rechnungszins | 4,6% | 5,5% |
| Rententrend | 1,5% | 1,5% |
Die Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfolgt dabei sofort
im Jahresergebnis des jeweiligen Geschäftsjahres im Pensionsaufwand. Die Pensionsaufwendungen
beinhalten neben dem Personalaufwand auch den Zinsaufwand.
Auf die Berücksichtigung der Gehaltstrends wurde verzichtet, da sich die Pensionsrückstellungen
fast ausschließlich auf bereits ausgeschiedene Mitarbeiter beziehen und zukünftig
keine neuen Pensionsverpflichtungen abgeschlossen werden. In der Bilanz werden die
Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen angesetzt.
Die Entwicklung der Brutto-Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen
sich folgendermaßen dar:
|
|
|
2009/10 | 2008/09 |
|
|
|
TEUR | TEUR |
|
|
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am 1. Dezember | 4.372 | 4.641 |
| + |
Laufender Dienstzeitaufwand der Periode | 15 | 13 |
| + |
Zinsaufwand (Diskontierungseffekt) | 238 | 273 |
| - |
Gezahlte Leistungen | -479 | -487 |
| -/+ |
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 254 | 33 |
| - |
Plankürzungen/Abgeltungen | 0 | -59 |
|
|
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am 30. November | 4.400 | 4.414 |
|
|
Kurseffekt | 29 | -42 |
|
|
|
4.429 | 4.372 |
Die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen betrugen zum 30. November 2008
4.641 TEUR, zum 30. November 2007 4.934 TEUR und zum 30. November 2006 5.681 TEUR.
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwand beträgt 537 TEUR (Vorjahr
277 TEUR).
Die Pensionsrückstellungen betreffen weitestgehend Ansprüche von ehemaligen Arbeitnehmern
in Deutschland.
Weiterhin umfasst die Rückstellung Ansprüche von im Ausland beschäftigten Mitarbeitern
aus den gesetzlich vorgeschriebenen Abfertigungen in Höhe von 694 TEUR (Vorjahr 736
TEUR).
In den sonstigen langfristigen Rückstellungen ist im Wesentlichen der variable Anteil
der zweiten Kaufpreisrate für das Baldessarini-Geschäft enthalten, die jährlich aufgezinst
wird. Den ebenfalls hier ausgewiesenen Jubiläumsrückstellungen liegen versicherungsmathematische
Gutachten zu Grunde, bei deren Berechnung die am Bilanzstichtag gültigen, aktuellen
Annahmen und Trends herangezogen werden.
Darüber hinaus sind Altersteilzeitrückstellungen in Höhe von 578 TEUR (Vorjahr 594
TEUR) bilanziert. Diesen Altersteilzeitrückstellungen stehen zur Insolvenzsicherung
verpfändete Wertpapiere mit einem Zeitwert in Höhe von 362 TEUR (Vorjahr 297 TEUR)
gegenüber. Die Wertpapiere sind mit den Rückstellungen für Altersteilzeit saldiert,
da die Wertpapiere als Planvermögen zu qualifizieren sind. Die Erträge aus den Wertpapieren
in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr 6 TEUR) sind ergebniswirksam erfasst worden.
Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten werden verzinst und haben in der
Regel eine Laufzeit zwischen zwei und zehn Jahren.
Bei den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich um Leasingverbindlichkeiten
in Höhe von 733 TEUR (Vorjahr 1.002 TEUR) sowie negative Marktwerte aus der Bewertung
der Devisentermingeschäfte in Höhe von 306 TEUR (Vorjahr 601 TEUR).
Aufgrund der variablen Verzinsung der finanziellen Verbindlichkeiten entspricht der
beizulegende Zeitwert dem entsprechenden Buchwert.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Restlaufzeiten und die durchschnittlichen Zinssätze
der finanziellen Verbindlichkeiten zum jeweiligen Bilanzstichtag:
|
|
|
|
Restlaufzeiten |
|
||
|
|
|
|
bis | 1 bis | über | Summe |
| TEUR | Jahr |
|
1 Jahr | 5 Jahre | 5 Jahre | langfristig |
| Verbindlichkeiten | 2010 | Buchwert | 4.129 | 17.515 | 5.310 | 22.825 |
| gegenüber |
|
Zinssatz | 2,71% | 2,63% | 4,63% |
|
| Kreditinstituten | 2009 | Buchwert | 11.485 | 16.713 | 5.627 | 22.340 |
|
|
|
Zinssatz | 2,60% | 2,82% | 5,50% |
|
| Verbindlichkeiten | 2010 | Buchwert | 15.062 | 1.808 | - | 1.808 |
| aus Lieferungen |
|
Zinssatz | - | - | - |
|
| und Leistungen | 2009 | Buchwert | 13.323 | 1.659 | - | 1.659 |
|
|
|
Zinssatz | - | - | - |
|
| Sonstige | 2010 | Buchwert | 559 | 480 | - | 480 |
| Finanzver- |
|
Zinssatz | 5,40% | 2,95% |
|
|
| bindlichkeiten | 2009 | Buchwert | 879 | 724 | - | 724 |
|
|
|
Zinssatz | 4,01 % | 4,01% |
|
|
| Summe | 2010 |
|
19.750 | 19.803 | 5.310 | 25.113 |
| Buchwerte | 2009 |
|
25.687 | 19.096 | 5.627 | 24.723 |
|
|
|
|
|
|
| TEUR | Gesamt |
| Verbindlichkeiten | 26.954 |
| gegenüber |
|
| Kreditinstituten | 33.825 |
| Verbindlichkeiten | 16.870 |
| aus Lieferungen |
|
| und Leistungen | 14.982 |
| Sonstige | 1.039 |
| Finanzver- |
|
| bindlichkeiten | 1.603 |
| Summe | 44.863 |
| Buchwerte | 50.410 |
Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind innerhalb eines
Jahres fällig.
Im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen wurden Betriebs- und Geschäftsausstattungen
geleast. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen
können wie folgt auf den Barwert übergeleitet werden:
|
|
30.11.2010 | 30.11.2009 | ||
|
|
Mindest- leasing- zahlungen |
Barwert der Mindest- leasing- zahlungen |
Mindest- leasing- zahlungen |
Barwert der Mindest- leasing- zahlungen |
|
|
TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| Fälligkeit |
|
|
|
|
| innerhalb eines Jahres | 274 | 252 | 310 | 278 |
| über ein Jahr | 499 | 481 | 764 | 724 |
| Summe Mindestleasingzahlungen | 773 | 733 | 1.074 | 1.002 |
| abzüglich des Zinsanteils | 40 |
|
72 |
|
| Barwert der Mindesleasingzahlungen | 733 |
|
1.002 |
|
Den Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing stehen unter den Sachanlagen ausgewiesene
Vermögenswerte in Höhe von 708 TEUR (Vorjahr 997 TEUR) gegenüber.
Die Leasingzahlungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2009/10 auf 296 TEUR (Vorjahr
329 TEUR).
Bei den langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt es
sich um den feststehenden Anteil der zweiten Rate für den Kauf des Baldessarini-Geschäfts.
In den sonstigen kurzfristigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen
für Retouren und Preisnachlässe sowie für Abfindungen enthalten.
|
|
30.11.2010 | 30.11.2009 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 3.386 | 2.328 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 11.247 | 10.518 |
| davon |
|
|
| aus Lohn und Gehalt | 5.315 | 4.414 |
| aus Steuern | 1.600 | 1.555 |
| im Rahmen der sozialen Sicherheit | 751 | 880 |
| Übrige | 3.581 | 3.669 |
|
|
14.633 | 12.846 |
In den übrigen sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten
für Boni und Zoll enthalten.
Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten haben zum Bilanzstichtag folgende
Buch- und Zeitwerte:
|
|
|
30.11.2010 | 30.11.2009 | ||
|
|
Bewertungs- Kategorie |
|
beizu- legender |
|
beizu- legender |
| TEUR | nach IAS 39 | Buchwert | Zeitwert | Buchwert | Zeitwert |
| Aktiva |
|
|
|
||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 21.322 | 21.322 | 14.013 | 14.013 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 36.069 | 36.069 | 40.240 | 40.240 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte |
|
2.037 | 2.037 | 1.685 | 1.685 |
| davon: |
|
|
|
||
| - Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | LaR | 1.001 | 1.001 | 1.094 | 1.094 |
| - Derivate mit Hedge-Beziehungen | n.a. | 505 | 505 | 17 | 17 |
| - Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | FAHfT | 531 | 531 | 574 | 574 |
| Passiva |
|
|
|
||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 26.954 | 26.954 | 33.824 | 33.824 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 16.870 | 16.870 | 14.982 | 14.982 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
|
1.039 | 1.039 | 1.603 | 1.603 |
| davon: |
|
|
|
||
| - Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | n.a. | 733 | 733 | 1.002 | 1.002 |
| - Derivate mit Hedge-Beziehungen | n.a. | 306 | 306 | 601 | 601 |
| Summe pro Bewertungskategorie nach IAS 39: |
|
|
|
||
| Loans and Receivables | LaR | 58.392 | 58.392 | 55.347 | 55.347 |
| Financial Assets Held for Trading | FAHfT | 531 | 531 | 574 | 574 |
| Financial Liabilities Measured at Amortised Cost | FLAC | 43.824 | 43.824 | 48.806 | 48.806 |
Der beizulegende Zeitwert gibt den Betrag an, zu dem ein jeder der obigen Posten zum
gegenwärtigen Zeitpunkt zwischen Vertragspartnern ausgetauscht werden könnte. Folgende
Annahmen liegen den angegebenen Werten zugrunde:
Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen, kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und kurzfristigen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegt aufgrund der kurzen Laufzeit
keine Abweichung zwischen fortgeführten Anschaffungskosten und dem Fair Value vor.
Bei den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten liegt dem beizulegenden
Zeitwert ein an einem aktiven Markt ermittelter Börsenkurs zugrunde.
Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden variabel verzinst,
so dass die abgezinsten künftigen Cashflows den Buchwerten entsprechen.
Bei den übrigen in der Tabelle aufgeführten langfristigen Finanzinstrumenten erfolgte
eine Diskontierung zu marktüblichen Zinssätzen, so dass auch hier die Buchwerte den
beizulegenden Zeitwerten entsprechen.
Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten gemäß IFRS 7.31 betreffen auch Financial
Covenants (als schriftlich fixierte Nebenbedingungen zu Finanzinstrumenten, insbesondere
zu Kreditverträgen mit entsprechenden Rechtsfolgeklauseln bei Nichterfüllung von vorher
festgesetzten Finanzkennzahlen). Die Ahlers Gruppe hat mit diversen Kreditinstituten
die Einhaltung von Financial Covenants im Rahmen des Abschlusses von Kreditvereinbarungen
festgelegt. Diese betreffen bestimmte Eigenkapitalrelationen bzw. Kennziffern hinsichtlich
des Verschuldungsgrades des Ahlers Konzerns. Die Financial Covenants werden im Rahmen
des Risikomanagementsystems überwacht. Die Berichterstattung an die Banken erfolgt
regelmäßig. Es liegen keine Hinweise vor, dass die Einhaltung der vereinbarten Financial
Covenants nicht möglich ist.
Derivaten mit Hedge-Beziehung liegen Devisentermingeschäfte zugrunde, deren Bewertung
auf Devisenterminkursen basieren.
Die Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar:
|
|
|
|
Folgebewertung |
|
||
| TEUR |
|
aus Zinsen |
zum Fair Value |
Währungs- umrech- nung |
Wert- berich- tigung |
aus Abgang |
| Loan and Receivables | LaR | 218 | - | 16 | -562 | -279 |
| Financial Assets Held for Trading |
FAHfT | 10 | -1 | - |
- |
27 |
| Financial Liabilities Measured at Amortised Cost |
FLAC | -1.059 | - |
-138 | - |
162 |
|
|
Nettoergebnis | |
| TEUR | 2009/10 | 2008/09 |
| Loan and Receivables | -607 | -657 |
| Financial Assets Held for Trading |
36 | 14 |
| Financial Liabilities Measured at Amortised Cost |
-1.035 | -1.620 |
Sämtliche Zinsen werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Die Gewinne und Verluste aus
der Bewertung der Devisenterminkontrakte ohne Hedge-Beziehungen werden im Materialaufwand
verbucht. Die Effekte aus der Folgebewertung und aus dem Abgang der übrigen Posten
werden im sonstigen betrieblichen Aufwand bzw. Ertrag ausgewiesen.
Die Eventualschulden zum Stichtag betragen:
|
|
30.11.2010 | 30.11.2009 |
|
|
TEUR | TEUR |
| aus Wechselobligo | 33 | 58 |
| davon für verbundene Unternehmen | - | - |
| aus Bürgschaften | 2.332 | 3.642 |
| davon für verbundene Unternehmen | - | - |
|
|
2.365 | 3.700 |
Es bestehen zum 30. November 2010 vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von
Sachanlagen in Höhe von 97 TEUR (Vorjahr 140 TEUR). Dieser Betrag resultiert aus dem
Bestellobligo für den turnusgemäßen Austausch von Dienstkraftfahrzeugen. Der Mittelabfluss
wird innerhalb der ersten Monate des folgenden Geschäftsjahres erfolgen. Eine Möglichkeit
der Erstattung auch von Teilbeträgen besteht nicht.
Es bestehen zwei Operating-Leasingverträge in Form von Untermietverhältnissen. Die
Restmietlaufzeiten dieser Verträge liegen zwischen drei und acht Jahren.
Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Mindestzahlungsansprüche aus diesen Mietverträgen
für Betriebs- und Geschäftsausstattung:
|
|
30.11.2010 | 30.11.2009 |
| Fälligkeit | TEUR | TEUR |
| innerhalb eines Jahres | 94 | - |
| über ein Jahr | 536 | - |
|
|
630 | - |
Zum Bilanzstichtag bestehen folgende zukünftige Mindestleasingzahlungsverpflichtungen
auf Grund von unkündbaren Operating-Leasing-Verhältnissen für Betriebs- und Geschäftsausstattung:
| Fälligkeit | 30.11.2010 | 30.11.2009 |
|
|
TEUR | TEUR |
| innerhalb eines Jahres | 5.477 | 5.100 |
| 1 bis 5 Jahre | 11.487 | 10.604 |
| über 5 Jahre | 3.441 | 4.288 |
|
|
20.405 | 19.992 |
Die Gesellschaft hat Operating-Leasingverträge für Betriebs- und Geschäftsausstattung
abgeschlossen. Die Leasingverträge beinhalten keine Verlängerungsoptionen. Der Gesellschaft
wurden keine Beschränkungen durch die Leasingvereinbarungen auferlegt. Es wurden bedingte
Mietzahlungen in Höhe von 328 TEUR (Vorjahr 19 TEUR) im Mietaufwand erfasst. Bei den
bedingten Mietzahlungen handelt es sich um umsatzabhängige Mieten. Im Geschäftsjahr
2009/10 wurden insgesamt Zahlungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen in Höhe von
5.701 TEUR (Vorjahr 5.245 TEUR) geleistet.
Der Ahlers Konzern bedient sich zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit im Wesentlichen
finanzieller Verbindlichkeiten in Form von verzinslichen Darlehen und Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen. Dem gegenüber stehen Zahlungsmittel und kurzfristige
Einlagen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Darüber hinaus schließt
der Ahlers Konzern derivative Finanzgeschäfte ab.
Der Ahlers Konzern ist auf internationaler Ebene tätig, wodurch der Konzern grundsätzlich
verschiedenen Risiken wie Währungs-, Ausfall- und Zinsänderungsrisiken ausgesetzt
ist.
Der Ahlers Konzern schließt zur Absicherung des Risikos aus Währungskursänderungen
Devisentermingeschäfte ab. Die Transaktionen werden ausschließlich mit marktgängigen
Instrumenten durchgeführt. Abgesichert werden hiermit zukünftige Währungskursschwankungen
des US-Dollar, des Schweizer Franken, der Tschechischen Krone sowie des Ungarischen
Forint jeweils gegenüber dem Euro. Währungskursschwankungen des US-Dollar betreffen
den Ahlers Konzern bei der Beschaffung von Rohstoffen, Fertigprodukten und Fertigungsleistungen
auf internationalen Märken, während die übrigen Währungskursschwankungen den Ahlers
Konzern auf Seite des Verkaufs von Waren in den entsprechenden Ländern betreffen (Cashflow-Hedge).
Die folgende Tabelle zeigt die Volumina und Marktwerte der Devisentermingeschäfte
zum 30. November 2010:
|
|
|
|
30.11.2010 |
|
30.11. 2009 | |
|
|
|
Nominalwert | Marktwert | Nominalwert | ||
| Art | Währung | in Tausend Währungs- einheiten |
in TEUR | in TEUR | in Tausend Währungs- einheiten |
in TEUR |
| Käufe | USD | 21.700 | 16.236 | 487 | 20.700 | 14.384 |
| Verkäufe | CHF | 6.778 | 4.911 | -306 | 3.750 | 2.475 |
|
|
CZK | 28.000 | 1.124 | 18 | 13.000 | 503 |
|
|
HUF | - | - | - | 70.000 | 250 |
|
|
30.11. 2009 |
|
|
Marktwert |
| Art | in TEUR |
| Käufe | -592 |
| Verkäufe | 4 |
|
|
-9 |
|
|
13 |
Zum 30. November 2010 bestanden somit Devisentermingeschäfte mit einem positiven Marktwert
von 505 TEUR (Vorjahr 17 TEUR) und Devisentermingeschäfte mit einem negativen Marktwert
von -306 TEUR (Vorjahr -601 TEUR). Erstere werden unter den kurzfristigen sonstigen
finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen, Devisentermingeschäfte mit einem negativen
Marktwert werden unter den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Alle operativen Devisentermingeschäfte im Ahlers Konzern haben eine Restlaufzeit von
einem Tag bis neun Monaten und werden in Chargen zwischen 0,3 Mio. EUR und 3,0 Mio.
EUR mit saisonalen Schwerpunkten über diesen Zeitraum verteilt realisiert. Zudem besteht
ein Zinssatz- und Währungsswap in Schweizer Franken mit einer Restlaufzeit von 46
Monaten bei halbjährlichen Tilgungszahlungen. Bei allen hier angeführten Devisentermingeschäften
sind sämtliche Vertragsparameter fix, es existieren somit keine Bandbreitenvereinbarungen
und die Verträge sind nicht vorzeitig ablösbar. Die vertraglich fixierten USD-Kurse
zum Euro liegen zwischen 1,1977 und 1,5055. Sicherheiten wurden nicht geleistet. Die
Sicherungsbeziehungen zur Absicherung von Cashflows der erwarteten künftigen Käufe
und Verkäufe wurden als hoch wirksam eingestuft. Daher sind die Voraussetzungen zur
Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 erfüllt, so dass zum Bilanzstichtag
nach Abzug latenter Steuern 139 TEUR an positiven Effekten (Vorjahr 409 TEUR an negativen
Effekten) aus der Bewertung der Devisentermingeschäfte zu Marktwerten ergebnisneutral
in das Eigenkapital eingestellt wurden.
Die folgende Tabelle stellt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern (aufgrund
der Änderung realisierter Kursdifferenzen) und des Eigenkapitals (aufgrund der Änderung
des beizulegenden Zeitwertes der Devisentermingeschäfte sowie der Nachsteuer-Ergebnisse
des oben genannten Vorsteuer-Effektes) gegenüber möglicher und realistischer Wechselkursänderungen
des US-Dollar, des Schweizer Franken und des Polnischen Zloty vor Schuldenkonsolidierung
dar:
|
|
Kursentwicklung | Auswirkung auf das Vorsteuer-Ergebnis |
Auswirkung auf das Eigenkapital |
|||
|
|
2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
|
|
|
|
TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| USD | +4% | +6% | 154 | 227 | 108 | 159 |
| USD | -4% | -5% | -154 | -189 | -108 | -132 |
| CHF | +2% | +2% | -204 | -116 | -143 | -81 |
| CHF | -3% | -3% | 306 | 174 | 214 | 122 |
| PLN | +2% | +2% | -61 | -78 | -43 | -63 |
| PLN | -4% | -7% | 123 | 272 | 86 | 220 |
Um eine Risikokonzentration zu minimieren und finanzielle Verluste durch den Ausfall
eines Geschäftspartners so gering wie möglich zu halten, werden Kreditrahmen festgelegt.
Das maximale Ausfallrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert jedes
finanziellen Vermögenswertes ersichtlich. Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen sind diese Risiken zum Teil durch entsprechende Versicherungen abgedeckt.
Daher wird im Konzern die Auffassung vertreten, dass sich das maximale Ausfallrisiko
mit dem Betrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Summe anderer
kurzfristiger Vermögenswerte, abzüglich der zum Bilanzstichtag berücksichtigten Wertberichtigungen
sowie vorliegender Versicherungsdeckungen auf diese Vermögenswerte, deckt.
Zinsänderungsrisiken werden im Ahlers Konzern aufgrund der hohen Eigenkapitalquote
als nicht wesentlich betrachtet. Daher werden derzeit mit Ausnahme des oben angeführten
kombinierten Zinssatz- und Währungsswap keine Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen.
Eine Überwachung des Zinsniveaus findet dennoch statt.
Die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern gegenüber einer möglichen und
realistischen Änderung der variablen Zinssätze bei variabel verzinsten langfristigen
Verbindlichkeiten unter der Annahme einer gleich bleibenden Zinsspanne zeigt folgende
Tabelle.
| Erhöhung/Verringerung in Basispunkten |
Auswirkungen auf das Vorsteuer-Ergebnis |
Auswirkungen auf das Eigenkapital |
|||
| 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
|
|
|
TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| +40 | +50 | -79 | -115 | -55 | -81 |
| -20 | -10 | 39 | 23 | 27 | 16 |
Im Bereich der Liquiditätssicherung ist das Ziel des Ahlers Konzerns, seine Flexibilität
durch Nutzung von Kontokorrentkrediten, Bankkrediten und Operate-Lease-Verträgen zu
wahren. Das Risiko eines Liquiditätsengpasses wird im Konzern laufend mittels eines
Liquiditätsplanungs-Tools überwacht.
Das Kapitalmanagement des Ahlers Konzerns ist vorrangig darauf ausgerichtet, die Geschäftstätigkeit
zu unterstützen und eine gute Eigenkapitalquote beizubehalten.
Bei der Steuerung der Kapitalstruktur findet insbesondere der Wandel der wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen Berücksichtigung. Die Steuerung kann über Anpassung der Dividendenzahlungen,
Ausgabe neuer Aktien oder den Rückkauf bzw. die Einziehung eigener Anteile erfolgen.
Zum 30. November 2010 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien oder Verfahren
vorgenommen.
Die Geschäftstätigkeit des Ahlers Konzerns bewegt sich vorrangig im kurzfristigen
Bereich, so dass die adäquate Größe zur Überwachung des Kapitals das Net Working Capital
darstellt.
Das Net Working Capital setzt sich zusammen aus den Vorräten, den Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen.
Das Net Working Capital setzt sich zusammen aus den Vorräten, den Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen.
|
|
30.11.2010 | 30.11.2009 |
| Net Working Capital | TEUR | TEUR |
| Vorräte | 58.640 | 55.797 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 36.069 | 40.240 |
| kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -15.062 | -13.323 |
|
|
79.647 | 82.714 |
Die Segmentberichterstattung erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2009/10 nach dem nun verpflichtend
anzuwendenden IFRS 8. Der Ahlers Konzern richtet dabei seine berichtspflichtigen Segmente
wie bisher nach der Art der Produkte aus. Dies spiegelt insbesondere das unternehmensinterne
Berichtswesen sowie die unternehmensinternen Entscheidungsfindungsprozesse wider.
Die Anwendung dieses Standards führte zu keinen Änderungen der Vorjahreswerte.
Die berichtspflichtigen Segmente gliedern sich in Premium Brands, Jeans & Workwear
und Men's & Sportswear. Aufwendungen für zentrale Funktionen werden über verursachungsgerechte
und fremdübliche Umlagen den Segmenten belastet. Aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtung
der Segmente kommt es zu keinen Intersegmentumsatzerlösen. Vermögenswerte und Schulden
werden, soweit eine eindeutige Zuordnung zu einem Segment nicht möglich ist, über
sachgerechte Schlüssel verteilt. Das Segmentergebnis stellt das Ergebnis vor Ertragsteuern
dar, da die Ertragsteuern aufgrund der zentralen Steuerung nicht der Segmentierung
unterliegen. Aus dem gleichen Grund enthalten die Vermögenswerte und Schulden auch
keine Aktiv- und Passivposten der latenten und laufenden Steuern. Somit ergeben sich
die gesamten Vermögenswerte laut Bilanz (189.290 TEUR) aus den Vermögenswerten laut
Segmentinformationen (185.025 TEUR) zuzüglich der latenten Steueransprüche und der
laufenden Ertragssteueransprüche (4.265 TEUR). Entsprechend ergeben sich die Schulden
laut Bilanz (74.168 TEUR) aus den Schulden laut Segmentinformationen (68.897 TEUR)
zuzüglich der latenten Steuerverbindlichkeiten und der laufenden Ertragssteuerverbindlichkeiten
(4.538 TEUR) sowie der Leasingverbindlicheiten (733 TEUR).
Die Konzern-Segmentinformationen nach geographischen Regionen orientieren sich an
den Absatzmärkten, auf denen die Tätigkeitsschwerpunkte des Ahlers Konzerns liegen.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Konzern-Segmentinformationen entsprechen
denen des Konzernabschlusses.
Folgende Unternehmensbereiche bilden die berichtspflichtigen Segmente
Dieses Geschäftsfeld beinhaltet die Produktion und den Vertrieb der hochwertigen Markenbekleidung
des Ahlers Konzerns. Hierzu gehören die Marken Pierre Cardin, Otto Kern und Baldessarini.
Dieses Geschäftsfeld beinhaltet die Produktion und den Vertrieb vor allem von Jeans,
Slacks und Freizeithosen aus Flachgewebe sowie Berufsbekleidung, soweit es sich nicht
um Premium Brands handelt. In diesem Segment sind unter anderem die Marken Pionier
Workwear, Pionier Jeans & Casuals und Pioneer vertreten.
Dieses Geschäftsfeld beinhaltet die Produktion und den Vertrieb von klassischer Herrenoberbekleidung,
Freizeitbekleidung und Young Fashion, soweit es sich hier nicht um Premium Brands
handelt. Dieses Segment umfasst die Marken Gin Tonic und Jupiter.
Da in Einzelfällen eine Verteilung auf die einzelnen Geschäftsfelder nicht angebracht
war, erfolgte der Ausweis an dieser Stelle.
"Westeuropa" umfasst folgende Länder: Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland,
Großbritannien, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich,
Portugal, Schweden, Schweiz und Spanien. "Mittel-/Osteuropa/Sonstiges" umfasst alle
übrigen Länder.
Die Beträge der Konzern-Segmentinformationen werden nach Konsolidierung ermittelt,
da die Verknüpfungen zwischen den Segmenten von untergeordneter Bedeutung sind.
Als "Segmentergebnis" ist das Ergebnis vor Ertragsteuern definiert. Unter "Vermögenswerte"
wird die Summe der Aktiva abzüglich der aktiven latenten und der laufenden Steueransprüche
verstanden. Unter "Schulden" wird die Summe der kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten
abzüglich der latenten Steuerverbindlichkeiten, der laufenden Ertragsteuerverbindlichkeiten
sowie der Leasingverbindlichkeiten verstanden. Unter der Position "andere nicht zahlungswirksame
Posten" sind die Netto-Zuführungen zu Rückstellungen erfasst.
Wir verweisen auf den Vergütungsbericht, der Bestandteil des Konzernlageberichtes
ist.
Wir verweisen auf den Vergütungsbericht, der Bestandteil des Konzernlageberichtes
ist.
Herr Jan A. Ahlers ist zum 30. November 2010 als Mitglied des Aufsichtsrats einschließlich
ihm zuzurechnender Aktien im Besitz von 48,6 Prozent der Aktien der Ahlers AG (51,2
Prozent ohne Berücksichtigung der eigenen Aktien der Ahlers AG).
Die Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers KG, Herford, besitzt eine mehrheitliche
Beteiligung am stimmberechtigten Aktienkapital der Ahlers AG, die sie zum Großteil
über ihre 100-prozentige Tochtergesellschaft WTW-Beteiligungsgesellschaft mbH, Herford,
hält. Der Jahresabschluss der Ahlers AG wird in den Konzernabschluss der Westfälisches
Textilwerk Adolf Ahlers KG, Herford, einbezogen.
Herr Jan A. Ahlers, Komplementär der Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers KG, Herford,
hat mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Ahlers AG am 25. März 2002 die
Schwelle von 75 Prozent überschritten hat. Der Stimmrechtsanteil beträgt am 30. November
2010 76,9 Prozent, davon sind ihm 76,6 Prozent der Stimmrechte nach § 22 Absatz 1
Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Geschäfte mit nahe stehenden Personen und Unternehmen wurden zu marktüblichen Konditionen
abgewickelt. Die zum Geschäftsjahresende offenen Posten sind - bis auf die Warenlieferungen,
die branchenüblich unter Eigentumsvorbehalt geliefert werden - nicht besichert und
werden durch Barzahlung oder Verrechnung beglichen. Für Forderungen oder Schulden
gegen nahe stehende Unternehmen und Personen bestehen keinerlei Garantien. Für das
Berichtsjahr hat der Ahlers Konzern wie im Vorjahr keine Wertberichtigungen auf Forderungen
gegen nahe stehende Unternehmen oder Personen gebildet. Die Notwendigkeit des Ansatzes
einer Wertberichtigung wird jährlich überprüft, indem die Finanzlage des nahe stehenden
Unternehmens oder der Person überprüft werden. Im Nachfolgenden werden die wesentlichen
Geschäftsbeziehungen erläutert:
Im Geschäftsjahr 2009/10 erfolgten
| ― |
Lieferungen und Leistungen an die Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers KG, Herford, und ihr nahestehende Unternehmen in Höhe von 3,2 Mio. EUR (Vorjahr 3,0 Mio. EUR) und |
| ― |
Leistungen von der Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers KG, Herford, und ihr nahestehende Unternehmen in Höhe von 10,8 Mio. EUR (Vorjahr 9,5 Mio. EUR). |
Aus den Geschäftsbeziehungen zwischen der Ahlers AG und deren Tochtergesellschaften
mit nahe stehenden Unternehmen und Personen resultieren zum 30. November 2010 im Saldo
Verbindlichkeiten in Höhe von 3,2 Mio. EUR (Vorjahr 1,5 Mio. EUR).
|
|
Gesamt |
|
|
|
2009/10 | 2008/09 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 1.335 | 1.362 |
| Angestellte | 819 | 810 |
|
|
2.154 | 2.172 |
Vorstand und Aufsichtsrat der Ahlers AG haben die Entsprechenserklärung zum Deutschen
Corporate Governance Kodex für das Jahr 2010 nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären
auf den Internet-Seiten der Ahlers AG (www.ahlers-ag.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
Die nachstehend bezeichneten Tochterunternehmen werden von der Befreiungsmöglichkeit
des § 264 Absatz 3 HGB/§ 264b HGB für den Jahresabschluss zum 30. November 2010 Gebrauch
machen:
Baldessarini GmbH, München, Gin Tonic Special Mode GmbH, Sindelfingen, Otto Kern GmbH,
Herford, Concordia-Wohnungsbaugesellschaft mbH, Herford, Pionier Sportive Freizeitbekleidung
GmbH, Herford, Ahlers Zentralverwaltung GmbH, Herford, a-fashion.com GmbH, Herford,
Ahlers Vertrieb GmbH, Herford, Jupiter Bekleidung GmbH, Herford, Pionier Berufskleidung
GmbH, Herford, Pioneer Jeans-Bekleidung GmbH, Herford, und Ahlers P.C. GmbH, Herford,
sowie Ahlers Textilhandel GmbH & Co. KG, Herford.
Nach dem Bilanzstichtag hat die Ahlers AG von der gemäß Hauptversammlungsbeschluss
vom 5. Mai 2010 erteilten Möglichkeit Gebrauch gemacht, die eigenen Aktien ohne Kapitalherabsetzung
durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrages der übrigen Stückaktien am Grundkapital
der Gesellschaft einzuziehen. Mit Wirkung vom 24. Januar 2011 und Mitteilung gemäß
§ 26 Abs. 1 WpHG vom 25. Januar 2011 wurden sämtliche eigenen Aktien ohne Kapitalherabsetzung
eingezogen.
Weitere besondere Sachverhalte nach dem Bilanzstichtag mit wesentlicher Wirkung auf
die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Konzerns zum 30. November 2010 haben
sich nicht ergeben.
Das im Geschäftsjahr 2009/10 und dem Vorjahr als Aufwand erfasste Honorar unseres
Abschlussprüfers umfasste folgende Leistungen:
|
|
2009/10 | 2008/09 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Abschlussprüfung | 190 | 190 |
| Sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen | - | - |
| Steuerberatungsleistungen | 70 | 92 |
| Sonstige Leistungen | - | - |
|
|
260 | 282 |
Ausschüttung des Bilanzgewinns der Ahlers AG
Im Geschäftsjahr 2009/10 zahlte die Ahlers AG eine Dividende in Höhe von 0,30 EUR
je Stammaktie und 0,35 EUR je Vorzugsaktie. Insgesamt wurde eine Dividende in Höhe
von 4.408.516,30 EUR ausgeschüttet.
Prof. Dr. Carl-Heinz Heuer
Rechtsanwalt, Königstein (Vorsitzender)
Jan A. Ahlers
Kaufmann, Herford (stellvertretender Vorsitzender)
Heidrun Baumgart
Industriekauffrau, Bielefeld (Arbeitnehmervertreterin)
Dieter Hoppe
Technischer Angestellter, Herford (Arbeitnehmervertreter)
Andreas Kleffel
Ehemaliges Mitglied des Regionalvorstandes der Commerzbank AG, Düsseldorf
Hans Peter Vorpah
l
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Pinneberg
Dr. Stella A. Ahlers
Zürich (Vorsitzende)
Dr. Karsten Kölsch
Herford
Die Aufsichtsräte/Vorstände unserer Gesellschaft sind zum 30. November 2010 gleichzeitig
Mitglieder eines Organs folgender Gesellschaften:
Prof. Dr. Carl-Heinz Heuer
| ― |
Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der M.M. Warburg & CO KGaA, Hamburg |
Andreas Kleffel
| ― |
Mitglied des Aufsichtsrats bei Imperial Mobility International B.V., Druten (Niederlande) |
Hans Peter Vorpahl
| ― |
Mitglied des Aufsichtsrats der Vereinigte Hamburger Wohnungsbaugenossenschaft eG, Hamburg |
Dr. Stella A. Ahlers
| ― |
Präsidentin des Verwaltungsrats der Adolf Ahlers AG, Cham (Schweiz) |
Nicht genannte Aufsichtsrats-/Vorstandsmitglieder haben keine Mandate bei anderen
Gesellschaften.
Der Konzernabschluss wurde am 3. März 2011 vom Aufsichtsrat zur Veröffentlichung genehmigt.
Herford, den 3. März 2011
Ahlers AG
Der Vorstand
| Dr. Stella A. Ahlers | Dr. Karsten Kölsch |
|
|
Kumulierte Anschaffungsskosten (in TEUR) | |||||
|
|
1.12.2008 |
Änderung Konsolidie- rungskreis |
Zugänge |
Abgänge |
Umbuchungen |
Währungs- differenzen |
| Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 46.765 | - | 421 | 971 | 47 | -522 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 14.226 | - | 843 | 3.127 | 0 | -1.433 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 39.181 | 261 | 5.014 | 2.485 | 23 | -287 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 97 | - | 81 | - | -70 | -12 |
|
|
100.269 | 261 | 6.359 | 6.583 | 0 | -2.254 |
| Immaterielle Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte |
26.443 | 38 | 124 | 7 | - |
-10 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 113 | 328 | 560 | - | 314 | -7 |
| Geleistete Anzahlungen | 307 | - | - | - | -314 | 7 |
|
|
26.863 | 366 | 684 | 7 | 0 | -10 |
|
|
127.132 | 627 | 7.043 | 6.590 | 0 | -2.264 |
|
|
Kumulierte Anschaffungsskosten (in TEUR) |
Kumulierte Abschreibungen (in TEUR) |
||||
|
|
30.11.2009 | 1.12.2008 | Änderung Konsolidie- rungskreis |
Zufüh- rungen |
Auflösungen | Währungs- differenzen |
| Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 45.740 | 26.200 | - | 421 | 492 | -261 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 10.509 | 12.290 | - | 397 | 2.658 | -1.162 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 41.707 | 27.163 | 49 | 3.651 | 2.063 | -156 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 96 | - | - | - | - | - |
|
|
98.052 | 65.653 | 49 | 4.469 | 5.213 | -1.579 |
| Immaterielle Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte |
26.588 | 14.027 | 15 | 2.248 | 1.104 | -18 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 1.308 | 113 | - | - | - | -10 |
| Geleistete Anzahlungen | - | - | - | - | - | - |
|
|
27.896 | 14.140 | 15 | 2.248 | 1.104 | -28 |
|
|
125.948 | 79.793 | 64 | 6.717 | 6.317 | -1.607 |
|
|
Kumulierte Abschreibungen (in TEUR) |
Buchwerte (in TEUR) | |
|
|
30.11.2009 | 30.11.2009 | 30.11.2008 |
| Sachanlagen |
|
|
|
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 25.868 | 19.872 | 20.565 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 8.867 | 1.642 | 1.936 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 28.644 | 13.063 | 12.018 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | 96 | 97 |
|
|
63.379 | 34.673 | 34.616 |
| Immaterielle Vermögenswerte |
|
|
|
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte |
15.168 | 11.420 | 12.416 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 103 | 1.205 | 0 |
| Geleistete Anzahlungen | - | - | 307 |
|
|
15.271 | 12.625 | 12.723 |
|
|
78.650 | 47.298 | 47.339 |
|
|
Kumulierte Anschaffungsskosten (in TEUR) | |||||
|
|
1.12.2009 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Währungs- differenzen |
30.11.2010 |
| Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 45.740 | 233 | 3.402 | - | 230 | 42.801 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 10.509 | 523 | 1.070 | 34 | 791 | 10.787 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 41.707 | 2.840 | 1.433 | 52 | 183 | 43.349 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 96 | 253 | - | -86 | 15 | 278 |
|
|
98.052 | 3.849 | 5.905 | 0 | 1.219 | 97.215 |
| Immaterielle Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 26.588 | 128 | 25 |
|
5 | 26.696 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 1.308 | - | - | - | 142 | 1.450 |
| Geleistete Anzahlungen | - | - | - | - | - | - |
|
|
27.896 | 128 | 25 | 0 | 147 | 28.146 |
|
|
125.948 | 3.977 | 5.930 | 0 | 1.366 | 125.361 |
|
|
Kumulierte Abschreibungen (in TEUR) |
Buchwerte (in TEUR) |
||||
|
|
1.12.2009 | Zuführungen | Auflösungen | Währungs- differenzen |
30.11.2010 | 30.11.2010 |
| Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 25.868 | 863 | 1.924 | 119 | 24.926 | 17.875 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 8.867 | 565 | 1.023 | 586 | 8.995 | 1.792 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 28.644 | 3.771 | 1.070 | 118 | 31.463 | 11.886 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - | - | 278 |
|
|
63.379 | 5.199 | 4.017 | 823 | 65.384 | 31.831 |
| Immaterielle Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 15.168 | 764 | 22 | 4 | 15.914 | 10.782 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 103 | - | - | 2 | 105 | 1.345 |
| Geleistete Anzahlungen | - | - | - | - | - | - |
|
|
15.271 | 764 | 22 | 6 | 16.019 | 12.127 |
|
|
78.650 | 5.963 | 4.039 | 829 | 81.403 | 43.958 |
|
|
Buchwerte (in TEUR) |
|
|
30.11.2009 |
| Sachanlagen |
|
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 19.872 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 1.642 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 13.063 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 96 |
|
|
34.673 |
| Immaterielle Vermögenswerte |
|
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 11.420 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 1.205 |
| Geleistete Anzahlungen | - |
|
|
12.625 |
|
|
47.298 |
|
|
Premium Brands | Jeans & Workwear | Men's & Sportswear | |||
|
|
2009/10 | 2008/09 | 2009/10 | 2008/09 | 2009/10 | 2008/09 |
| Umsatzerlöse | 129.608 | 123.156 | 63.510 | 62.943 | 57.451 | 63.088 |
| Intersegmenterlöse | - | - | - | - | - | - |
| Segmentergebnis | 7.783 | 5.110 | 7.658 | 6.342 | -1.454 | -2.380 |
| darin enthalten |
|
|
|
|
|
|
| Abschreibungen | 3.250 | 4.036 | 1.234 | 1.128 | 1.459 | 1.533 |
| andere nicht zahlungswirksame Posten | 1.536 | 365 | 628 | 256 | 575 | 184 |
| Zinsertrag | 198 | 327 | 90 | 171 | 80 | 153 |
| Zinsaufwand | 925 | 1.219 | 323 | 387 | 249 | 596 |
| Vermögenswerte | 99.573 | 93.494 | 34.186 | 28.397 | 32.351 | 41.984 |
| Investitionen in langfristiges Vermögen | 2.123 | 3.067 | 995 | 1.427 | 855 | 2.544 |
| Schulden | 40.710 | 37.480 | 14.687 | 14.237 | 12.624 | 22.016 |
|
|
Sonstiges | Gesamt | ||
|
|
2009/10 | 2008/09 | 2009/10 | 2008/09 |
| Umsatzerlöse | 231 | 253 | 250.800 | 249.440 |
| Intersegmenterlöse | - | - | - | - |
| Segmentergebnis | -31 | -62 | 13.956 | 9.010 |
| darin enthalten |
|
|
|
|
| Abschreibungen | 20 | 20 | 5.963 | 6.717 |
| andere nicht zahlungswirksame Posten | - | - | 2.739 | 805 |
| Zinsertrag | 0 | 26 | 368 | 677 |
| Zinsaufwand | 27 | 62 | 1.524 | 2.264 |
| Vermögenswerte | 18.915 | 18.825 | 185.025 | 182.700 |
| Investitionen in langfristiges Vermögen | 113 | 20 | 4.086 | 7.058 |
| Schulden | 876 | 705 | 68.897 | 74.438 |
|
|
Premium Brands | Jeans & Workwear | Men's & Sportswear | |||
|
|
2009/10 | 2008/09 | 2009/10 | 2008/09 | 2009/10 | 2008/09 |
| Deutschland |
|
|
|
|
|
|
| Umsatzerlöse | 60.828 | 57.890 | 44.779 | 44.655 | 28.480 | 32.847 |
| Vermögenswerte | 70.501 | 61.836 | 18.267 | 14.403 | 20.689 | 28.248 |
| Westeuropa |
|
|
|
|
|
|
| Umsatzerlöse | 37.451 | 34.535 | 12.935 | 12.931 | 20.720 | 21.660 |
| Vermögenswerte | 6.858 | 7.511 | 10.526 | 8.646 | 6.987 | 8.141 |
| Mittel-/ Osteuropa/ Sonstiges |
|
|
|
|
|
|
| Umsatzerlöse | 31.329 | 30.731 | 5.796 | 5.357 | 8.251 | 8.581 |
| Vermögenswerte | 22.214 | 24.146 | 5.392 | 5.348 | 4.676 | 5.597 |
|
|
Sonstiges | Gesamt | ||
|
|
2009/10 | 2008/09 | 2009/10 | 2008/09 |
| Deutschland |
|
|
|
|
| Umsatzerlöse | 231 | 253 | 134.318 | 135.645 |
| Vermögenswerte | 18.901 | 18.812 | 128.358 | 123.299 |
| Westeuropa |
|
|
|
|
| Umsatzerlöse | - | - | 71.106 | 69.126 |
| Vermögenswerte | - | - | 24.371 | 24.298 |
| Mittel-/ Osteuropa/ Sonstiges |
|
|
|
|
| Umsatzerlöse | - | - | 45.376 | 44.669 |
| Vermögenswerte | 14 | 12 | 32.296 | 35.103 |
Wir haben dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom
1. Dezember 2009 bis zum 30. November 2010 der Ahlers AG, Herford, den uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt:
"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Ahlers AG, Herford, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend
aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung,
Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr
vom 1. Dezember 2009 bis zum 30. November 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss
und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es,
auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss
und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung
der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des
Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der
Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse
der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,
der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung
des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass
unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht
steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes
Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar."
Hannover, den 3. März 2011
BDO Deutsche Warentreuhand
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Dr. Haferkorn | ppa. Weisner |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüferin |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind,
dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie
die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
beschrieben sind.
| Dr. Stella A. Ahlers | Dr. Karsten Kölsch |
Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2009/10 in Höhe
von 14.928.760,41 EUR eine Dividende von 0,55 EUR je Stammaktie (ISIN DE0005009708
und DE0005009740) und von 0,60 EUR je Vorzugsaktie (ISIN DE0005009732), insgesamt
7.828.896,30 EUR an die Aktionäre auszuzahlen und den verbleibenden Bilanzgewinn in
Höhe von 7.099.864,11 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2009/10 die ihm nach Gesetz, Satzung, Corporate
Governance und Geschäftsordnung auferlegten Pflichten sorgfältig wahrgenommen und
sich intensiv mit der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung des Unternehmens
sowie der strategischen Ausrichtung befasst. Wir haben den Vorstand bei der Leitung
des Unternehmens kontinuierlich beraten und dessen Geschäftsführung überwacht. In
alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Ahlers AG wurden wir frühzeitig
und unmittelbar eingebunden. Zustimmungspflichtige Geschäfte wurden vom Vorstand ausführlich
und vollständig vorgestellt und der Aufsichtsrat hat diese nach eingehender Beratung
und Prüfung freigegeben.
Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich zeitnah
und umfassend über die Lage des Konzerns, vor allem über die Unternehmensplanung,
die aktuelle Geschäftsentwicklung, die Ertrags- und Finanzlage und die Personalsituation.
Darüber hinaus informierte er uns über die Risikolage sowie das Risiko- und Chancenmanagement.
Die strategische Ausrichtung der Ahlers AG hat der Vorstand mit uns diskutiert und
abgestimmt. Der Aufsichtsrat machte sich seinerseits eigenständig ein Bild über die
Lage des Unternehmens und stand dazu auch außerhalb der Sitzungen in regelmäßigem
Kontakt mit dem Vorstand. Die uns vorgelegten Unterlagen, Berichte und Beschlussvorlagen
haben wir geprüft und ausführlich erörtert. Gleichzeitig gab es einen regen Informations-
und Gedankenaustausch zwischen der Vorstandsvorsitzenden und mir als Aufsichtsratsvorsitzendem.
Im Geschäftsjahr 2009/10 befasste sich der Aufsichtsrat in vier ordentlichen Sitzungen
mit der operativen Entwicklung des Konzerns, der Ertrags- und Finanzlage sowie der
Strategie und ihrer Umsetzung. Das Gremium kam zu allen Sitzungen vollständig zusammen.
In der Sitzung vom 2. Dezember 2009 beschäftigten wir uns wie an allen folgenden Sitzungen
eingehend mit der aktuellen Geschäftslage. Darüber hinaus wurde die Planung für das
Geschäftsjahr 2009/10 ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat besprach die Entsprechenserklärung
auf der Basis der Änderungen im Deutschen Corporate Governance Kodex und verabschiedete
sie am 9. Dezember 2009 im Wege des Umlaufverfahrens. Der Aufsichtsrat autorisierte
den Vorstand zudem zu Vertragsverhandlungen mit dem Ziel, das Jupiter Hemdengeschäft
in ein Joint Venture zu überführen.
In der Aufsichtsratssitzung am 4. März 2010 stand die Beratung und Feststellung des
Jahresabschlusses 2008/09 im Mittelpunkt. Daneben wurden die Inhalte der Hauptversammlung
vorbesprochen und die Einladung verabschiedet. Der Vorsitzende fasste die Ergebnisse
der Selbstevaluierung des gesamten Aufsichtsrats zusammen, die durch Einzelbefragung
aller Mitglieder in einem Fragebogen erhoben wurde. Diskutiert und zustimmend zur
Kenntnis genommen wurden die Maßnahmen des Vorstands zur Weiterentwicklung der Internen
Revision und der Compliance Organisation. Zustimmung wurde auch zu den Vertragsentwürfen
des Hemden-Joint-Ventures erteilt.
In der Sitzung am 5. Mai 2010 diskutierten wir mit dem Vorstand die Vorverkäufe der
Herbst/Winter-Saison, die Beschaffungssituation im Zeichen steigender Löhne in Fernost
und die strategische Ausrichtung einiger Marken des Konzerns.
Schwerpunkt der Agenda der Sitzung vom 15. September 2010 waren strategische Themen
insbesondere zum Ausbau des Retailgeschäfts, der weiteren Produktionsverlagerung nach
Fernost und Entwicklungsmöglichkeiten der Marken. Erneut wurde über den Ausbau des
Compliance Systems gesprochen und ein Revisionsprojekt im Ausland beauftragt. Der
Audit-Committee-Vorsitzende berichtete über die festgelegten Prüfungsschwerpunkte
für den Jahresabschluss 2009/10.
Zur Sicherung einer effizienten Arbeit des Gremiums hat der Aufsichtsrat vier Ausschüsse
gebildet: das Audit Committee, den Personalausschuss, den Marketingausschuss und den
Nominierungsausschuss. Dort werden alle wesentlichen Themen der jeweiligen Bereiche
erörtert und für die Gesamtaufsichtsratssitzungen vorbereitet. Das Audit Committee
kam im vergangenen Geschäftsjahr zu fünf Sitzungen zusammen, in denen schwerpunktmäßig
die Vorbereitung des Jahresabschlusses, die Entwicklung der Ertrags- und Finanzsituation
des Unternehmens, die Entwicklung der Strategie sowie das Kostensenkungsprogramm behandelt
wurden. Marketing- und Personalausschuss haben je einmal getagt. Auch zu den Ausschusssitzungen
hatten wir stets vollständige Präsenz aller Mitglieder. Der Nominierungsausschuss
hat im abgelaufenen Jahr nicht getagt, da es keine personellen Veränderungen im Aufsichtsrat
gab. In den Gesamtaufsichtsratssitzungen berichteten die Ausschussvorsitzenden ausführlich
über die Arbeit in den Ausschüssen.
Auch im vergangenen Geschäftsjahr haben wir uns wieder intensiv mit der Anwendung
und Weiterentwicklung der Corporate Governance-Regelungen im Unternehmen befasst.
Ausführliche Informationen hierzu finden Sie im Corporate Governance Bericht auf den
Seiten 32 bis 39. Die Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodexes vom 26.
Mai 2010 haben wir erörtert und in unserer Sitzung am 9. Dezember 2010 die gemeinsame
Entsprechenserklärung verabschiedet. Sie finden diese auf der Unternehmenshomepage
unter www.ahlers-ag.com sowie auf Seite 32 des Geschäftsberichts als Bestandteil des
Corporate Governance Berichts. Interessenkonflikte einzelner Aufsichtsratsmitglieder
bestanden nicht.
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO Deutsche Warentreuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
mit Sitz in Hamburg (Niederlassung Hannover) wurde von der Hauptversammlung 2010 zum
Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009/10 bestellt. Der Abschlussprüfer hat schriftlich
erklärt, inwieweit geschäftliche oder persönliche Verbindungen zur Gesellschaft bestehen.
Die Erklärung gab keinen Anlass zu Beanstandungen. Der Abschlussprüfer versah den
Jahres- und Konzernjahresabschluss einschließlich der beiden Lageberichte nach der
Prüfung mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Der AG- und Konzernjahresabschluss sowie der Prüfungsbericht von BDO lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern
rechtzeitig im Vorfeld der Sitzung des Audit Committees am 23. Februar 2011 und der
Aufsichtsrats-Bilanzsitzung am 3. März 2011 vor. Der Prüfungsbericht und die Prüfungsschwerpunkte
wurden von den Wirtschaftsprüfern eingehend erläutert. Der Aufsichtsrat nahm das Prüfungsergebnis
von BDO nach ausführlicher Diskussion zustimmend zur Kenntnis und schloss sich diesem
nach eigener detaillierter Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts sowie des
Konzernjahresabschlusses und des Konzernlageberichts an. Der vom Vorstand aufgestellte
Jahresabschluss und der Konzernjahresabschluss wurden vom Aufsichtsrat gebilligt.
Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag
des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zur Ausschüttung einer Dividende von
0,55 EUR je Stammaktie und 0,60 EUR je Vorzugsaktie an.
Ebenso hat der Abschlussprüfer den vom Vorstand aufgestellten Abhängigkeitsbericht
geprüft. Hierzu wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft
nicht unangemessen hoch war."
Der Abhängigkeitsbericht und der Prüfungsbericht wurden uns unverzüglich vorgelegt.
Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers nach
eigener detaillierter Überprüfung auf Vollständigkeit und Richtigkeit an. Einwände
gegen die Erklärung des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sind
somit nicht zu erheben.
Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
für die erfolgreiche Arbeit und das große persönliche Engagement im vergangenen Geschäftsjahr
seinen Dank aus.
Herford, den 3. März 2011
Der Aufsichtsrat
Prof. Dr. Carl-Heinz Heuer
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Der Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften
zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält
international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung.
Auch Vorstand und Aufsichtsrat der Ahlers AG legen ihrer Arbeit diese Grundsätze zugrunde,
um durch transparente und nachvollziehbare Aktivitäten sowie eine ordnungsgemäße Rechnungslegung
das Vertrauen der Aktionäre, Mitarbeiter und Kunden hinsichtlich einer nachhaltigen
Entwicklung des Unternehmens zu fördern.
Der Vorstand berichtet nachfolgend - zugleich für den Aufsichtsrat - über die Corporate
Governance bei der Ahlers AG. Dieser Bericht enthält als Bestandteil des Lageberichts
die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB und den Vergütungsbericht nach
Ziffern 4.2.5 und 5.4.6 Deutscher Corporate Governance Kodex zur Vergütung des Vorstands
und des Aufsichtsrats.
Die Ahlers AG entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex
in der Fassung vom 26. Mai 2010 weitestgehend. Aufgrund von unternehmensspezifischen
Gegebenheiten hat die Ahlers AG die Empfehlungen in sechs Punkten nicht umgesetzt.
Vorstand und Aufsichtsrat haben die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG am 9. Dezember
2010 gemeinsam abgegeben. Diese ist durch Veröffentlichung auf der Homepage www. ahlers-ag.com
dauerhaft allen Interessierten zugänglich gemacht worden. Die Entsprechenserklärung
lautet wie folgt:
"Die Ahlers AG hat den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der
Fassung vom 18. Juni 2009 seit der letzten Entsprechenserklärung vom 9. Dezember 2009
mit den dort genannten Abweichungen entsprochen. In Zukunft wird die Ahlers AG den
Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010
mit Ausnahme der nachstehenden Empfehlungen entsprechen:
| - 3.8 | D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt für Aufsichtsratsmitglieder |
| - 4.2.5 | Individualisierung der Vorstandsvergütungen |
| - 5.1.2 | Altersgrenze Vorstand |
| - 5.4.1 | Altersgrenze Aufsichtsrat |
| - 5.4.6 | Individualisierung der Aufsichtsratsvergütungen |
| - 7.1.2 | Veröffentlichungsfristen (Konzernabschluss) |
Die Ahlers AG deckt das D&O-Risiko durch eine angemessene Versicherung für ihre Organe
und Leistungsverantwortlichen ab. Vorstand und Aufsichtsrat der Ahlers AG führen ihre
Ämter verantwortungsbewusst und im Interesse des Unternehmens. Ein erheblicher Selbstbehalt,
der wegen des zu beachtenden Gleichheitsgrundsatzes nur einheitlich sein kann, würde
die Aufsichtsratsmitglieder je nach ihren privaten Einkommens- und Vermögensverhältnissen
sehr unterschiedlich treffen. Ein weniger vermögendes Mitglied könnte im Ernstfall
in existentielle Schwierigkeiten kommen, was in Anbetracht gleicher Pflichten nicht
als gerecht zu betrachten ist.
Von der Bekanntgabe der individualisierten Vergütung für die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder
wird abgesehen. Die Hauptversammlung der Ahlers AG hat am 26. Juli 2006 beschlossen,
dass die individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge für die Dauer von fünf
Jahren, erstmals für das Geschäftsjahr 2006/07, unterbleibt. Die Vergütung des Vorstands
und des Aufsichtsrats wurden und werden in fixe und variable Bestandteile aufgeteilt
und veröffentlicht. Vorstand und Aufsichtsrat der Ahlers AG sind der Ansicht, dass
diese Informationen ausreichend sind, um zu beurteilen, ob die Vergütung von Vorstand
und Aufsichtsrat im Ganzen aber auch in ihren Bestandteilen, angemessen ist und ob
die Vergütungsstruktur die gewünschte Anreizwirkung für den Vorstand aufweist. Zusätzlich
werden die vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen
für persönlich erbrachte Leistungen, die nicht im Zusammenhang mit der Aufsichtsratstätigkeit
stehen, gesondert individualisiert angegeben.
Eine Altersgrenze für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats besteht bei
der Ahlers AG nicht, da für die Mitgliedschaft in beiden Organen Qualifikation und
Leistungsfähigkeit entscheidend sind. Beide lassen sich nicht mit standardisierten
Altersgrenzen beurteilen.
Die Ahlers AG verzichtet zurzeit aus organisatorischen Gründen darauf, den Konzernabschluss
binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende öffentlich zugänglich zu machen. Der Konzernabschluss
wird spätestens nach 120 Tagen veröffentlicht. Es wird daran gearbeitet, durch Prozessänderungen
die Veröffentlichungsfrist weiter zu verkürzen.
Ahlers AG
Herford, den 9. Dezember 2010
| Der Vorstand | Der Aufsichtsrat" |
Die Ahlers AG misst der Corporate Governance einen hohen Stellenwert bei. Vorstand
und Aufsichtsrat sehen sich in der Verpflichtung, durch eine verantwortungsbewusste
und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung für den Bestand des Unternehmens
und eine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen. Zu einer guten Corporate Governance
gehört auch der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken. Der Vorstand stellt ein
angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen sicher (vgl. dazu
die Ausführungen Risikomanagement innerhalb des Konzern-Lageberichts) und sorgt für
die Einhaltung von Recht und Gesetz sowie der Empfehlungen des Deutschen Corporate
Governance Kodex nach Maßgabe der jährlichen Entsprechenserklärung. Unternehmensinterne
Kontroll-, Berichts- und Compliance-Strukturen werden kontinuierlich überprüft, weiterentwickelt
und veränderten Rahmenbedingungen angepasst.
Wie im deutschen Aktiengesetz vorgeschrieben, besteht die duale Führungsstruktur der
Ahlers AG als börsennotierte Aktiengesellschaft aus Vorstand und Aufsichtsrat. Beide
Gremien sind personell voneinander getrennt und können so ihren unterschiedlichen
Aufgaben unabhängig nachkommen. Dem Vorstand obliegt die Leitung der Gesellschaft
und des Konzerns, dem Aufsichtsrat die Überwachung des Vorstands.
Dem Vorstand der Ahlers AG obliegt die eigenverantwortliche Leitung des Konzerns.
Die Leitungsaufgabe, bestehend insbesondere aus der Festlegung der Unternehmensziele,
der strategischen Ausrichtung des Konzerns und dessen Steuerung und Überwachung sowie
die Unternehmensplanung und die Konzernfinanzierung wird dabei vom Vorstand als Kollegialorgan
wahrgenommen. Die Mitglieder des Vorstands tragen daher gemeinsam die Verantwortung
für die gesamte Geschäftsführung. Ungeachtet dieser Gesamtverantwortung führen die
einzelnen Mitglieder des Vorstands die ihnen durch die Geschäftsordnung des Vorstands
zugewiesenen Ressorts in eigener Verantwortung. Die Zusammenarbeit innerhalb des Vorstands
wird ebenfalls durch die Geschäftsordnung des Vorstands näher festgelegt.
Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand. Bei im Einzelnen definierten
Maßnahmen von grundlegender Bedeutung in der Gesellschaft oder im Konzern, wie beispielsweise
wesentlichen Investitionen und Rechtsgeschäften, ist die Zustimmung des Aufsichtsrats
notwendig. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben.
Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen
Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Eine Zusammenfassung
der Art und des Umfangs der Tätigkeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2009/10 liefert
der Bericht des Aufsichtsrats.
Den Aktionären steht mit der Hauptversammlung das wesentliche Instrument zur Ausübung
ihrer Rechte zur Verfügung. Die Ahlers AG hat sowohl Stammaktien mit jeweils einem
Stimmrecht pro Aktie als auch stimmrechtslose Vorzugsaktien emittiert. Die Hauptversammlung
wählt die Aufsichtsratsmitglieder, soweit diese nicht von den Arbeitnehmern gewählt
oder aufgrund des satzungsmäßigen Entsenderechts bestellt werden, und beschließt über
die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Vergütung des Aufsichtsrats.
Sie entscheidet über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie über Satzungsänderungen
und wichtige Strukturmaßnahmen, die die Grundlagen des Unternehmens berühren. Jeder
Aktionär ist berechtigt, an der Hauptversammlung teilzunehmen und Fragen an den Vorstand
zu stellen. Jede Stammaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Vorzugsaktien
gewähren vorbehaltlich zwingender gesetzlicher Vorschriften kein Stimmrecht. Sie sind
gemäß § 25 der Satzung der Ahlers AG mit einem Dividendenvorzug ausgestattet. Regelmäßige
Informationen über das Unternehmen können alle Aktionäre über die Homepage www.ahlers-ag.com
erhalten, um sich ein jeweils aktuelles Bild über das Unternehmen zu machen. Vor der
Hauptversammlung werden den Aktionären die Tagesordnung und weitere notwendige Unterlagen
frühzeitig übersandt und auch auf der Internetseite des Unternehmens bekannt gemacht.
Die Aktionäre können ihr Stimmrecht auf der Hauptversammlung auch über einen Bevollmächtigten
ihrer Wahl ausüben lassen. Um den Aktionären die Stimmabgabe zu erleichtern, stellt
die Ahlers AG Stimmrechtsvertreter zur Verfügung, die weisungsgebunden während der
Hauptversammlung die übertragenen Stimmrechte ausüben. Auch nach der Hauptversammlung
können sich die Aktionäre auf der Unternehmenshomepage über die Abstimmungsergebnisse
auf der Hauptversammlung sowie die Rede der Vorstandsvorsitzenden informieren.
Vorstand und Aufsichtsrat der Ahlers AG arbeiten eng zusammen. Der Aufsichtsrat wird
durch den Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen
relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements
und der Compliance informiert. Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten
Plänen werden vom Vorstand erläutert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens
wird zwischen Vorstand und Aufsichtsrat abgestimmt. Für Geschäfte von grundlegender
Bedeutung muss die Zustimmung des Aufsichtsrates eingeholt werden. Neben den turnusgemäßen
Informationen zu den Aufsichtsratssitzungen erfolgt ein ständiger Informationsaustausch
zwischen Vorstand und Aufsichtsrat über die Lage des Unternehmens. Die Zusammenarbeit
ist durch ein offenes und vertrauensvolles Verhältnis geprägt. So begleitet der Aufsichtsrat
die Unternehmensführung auf einer optimalen Informationsgrundlage mit Empfehlungen
und Ratschlägen. Im Geschäftsjahr 2009/10 fanden alle vier Aufsichtsratssitzungen
im Beisein des Vorstandes statt.
Der Vorstand der Ahlers AG ist gegenüber dem Vorjahr unverändert und setzt sich aus
zwei Mitgliedern zusammen. Dr. Stella A. Ahlers (Vorsitzende des Vorstands) ist für
Marken, Vertrieb und Marketing zuständig. Dr. Karsten Kölsch (CFO) verantwortet die
Bereiche Finanzen, Compliance, Produktion, Logistik und Personal. Die beiden Vorstandsmitglieder
leiten das Unternehmen in eigener Verantwortung und sind ausschließlich dem Unternehmensinteresse
verpflichtet. Eventuelle Interessenskonflikte eines Vorstandsmitgliedes müssen unverzüglich
dem Aufsichtsrat gegenüber offen gelegt werden. Dies war im abgelaufenen Geschäftsjahr
nicht notwendig. Etwaigen Nebentätigkeiten, wie der Übernahme eines Aufsichtsratsmandates
durch ein Vorstandsmitglied, soll der Aufsichtsrat zustimmen. Solche Nebentätigkeiten
werden derzeit nicht ausgeübt.
Dem Aufsichtsrat der Ahlers AG gehören gemäß Satzung sechs Mitglieder an, von denen
zwei Mitglieder durch die Arbeitnehmer gewählt werden. Personelle Veränderungen fanden
während des vergangenen Berichtsjahres nicht statt. Der Aufsichtsrat soll abhängig
von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens fachlich qualifizierte Ausschüsse
bilden, hierunter soll unter anderem ein Prüfungsausschuss sein, der nicht von dem
Aufsichtsratsvorsitzenden geleitet werden soll. Die vom Aufsichtsrat der Ahlers AG
gebildeten Ausschüsse sowie ihre personelle Zusammensetzung sind auf Seite 12 im Kapitel
"Gremien der Gesellschaft" im Einzelnen dargestellt. Als unabhängiger Finanzexperte
im Sinne von § 100 Abs. 5 AktG fungiert Herr Hans Peter Vorpahl. Er hat zugleich den
Vorsitz im Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats übernommen.
Der Aufsichtsrat hat auf seiner Sitzung im Dezember 2010 Ziele für die Zusammensetzung
des Aufsichtsrats verabschiedet, die wir nachstehend mit vollem Wortlaut wiedergeben:
"Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der Ahlers AG
Vor dem Hintergrund
| ― |
seiner eigenen Größe (sechs Mitglieder, davon vier Vertreter der Anteilseigner und zwei Vertreter der Arbeitnehmer), |
| ― |
des Geschäftsfeldes, in dem die Gesellschaft tätig ist, |
| ― |
der Größe und des Zuschnitts der Gesellschaft, |
| ― |
des Umfangs der internationalen Tätigkeit der Gesellschaft sowie |
| ― |
der Börsennotierung der Gesellschaft und |
| ― |
ihrer gegenwärtigen Aktionärsstruktur hat der Aufsichtsrat der Ahlers AG am 9. Dezember 2010 beschlossen, für seine Zusammensetzung folgende konkrete Ziele anzustreben: |
(1) Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen insgesamt über die zur ordnungsgemäßen
Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen
verfügen. Dabei sollen sich die individuellen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen
der einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats untereinander so ergänzen, dass für die
Aufsichtsratsarbeit als solche und jeden wesentlichen Unternehmensbereich zu jeder
Zeit hinreichend spezielle fachliche Expertise vorhanden ist, um die professionelle
und effiziente Überwachung und beratende Begleitung des Vorstands dauerhaft zu gewährleisten.
(2) Dem Aufsichtsrat soll mindestens ein Mitglied angehören, das im Sinne von § 100
Abs. 5 AktG unabhängig ist und über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung
oder Abschlussprüfung verfügt.
(3) Dem Aufsichtsrat soll mindestens ein weiteres Mitglied angehören, das im Sinne
von Ziffer 5.4.2 Satz 2 DCGK unabhängig ist, d.h. in keiner geschäftlichen oder persönlichen
Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen Interessenskonflikt
begründet. Dabei sind nach Auffassung des Aufsichtsrats Vertreter der Arbeitnehmer
nicht per se als abhängig zu betrachten. Maßgeblich sind die Umstände des Einzelfalls.
(4) Dem Aufsichtsrat soll kein Mitglied angehören, das eine Organfunktion oder Beratungsfunktion
bei wesentlichen Wettbewerbern der Gesellschaft oder des Konzerns ausübt.
(5) Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands
angehören.
(6) Dem Aufsichtsrat soll in der Regel mindestens ein Mitglied angehören, das im Hinblick
auf die internationalen Aktivitäten der Gesellschaft in besonderem Maße qualifiziert
ist.
(7) Dem Aufsichtsrat sollen in der Regel mindestens zwei weibliche Mitglieder angehören,
davon in der Regel mindestens ein Anteilseignervertreter.
(8) Zur Wahl in das Aufsichtsratsamt sollen in der Regel nur Kandidaten vorgeschlagen
werden, die jünger als 70 Jahre sind.
(9) Bei der Vorbereitung und Verabschiedung von Kandidatenvorschlägen an die Hauptversammlung
zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird sich der Aufsichtsrat jeweils vom besten
Unternehmensinteresse leiten lassen. Die Ziele zu Ziffern (6) bis (8) stehen daher
unter dem Vorbehalt, dass die Ziele zu Ziffern (1) bis (5) stets gewährleistet sein
müssen und entsprechend qualifizierte Kandidaten für das Aufsichtsratsamt im Bedarfszeitpunkt
zur Verfügung stehen. Das Ziel (7) wird dergestalt angestrebt, dass mittelfristig,
d.h. im Laufe der nächsten drei Jahre, zwei weibliche Mitglieder angestrebt sind.
(10) Der Aufsichtsrat überprüft diese Ziele regelmäßig. Er veröffentlicht seine Zielsetzung
und den Stand ihrer Umsetzung jährlich im Corporate Governance Bericht."
Die in den Ziffern (1) bis (6) formulierten Ziele sieht der Aufsichtsrat derzeit als
erfüllt an, zu Ziel (7) wird unter Ziffer (9) Stellung genommen, die Ziffern (8) bis
(10) werden anlassbezogen berücksichtigt.
Interessenskonflikte eines Aufsichtsratsmitglieds, über die der Hauptversammlung zu
berichten gewesen wäre, traten im vergangenen Geschäftsjahr nicht auf. Wir verweisen
auf Details im Vergütungsbericht. Der Aufsichtsrat überprüft einmal jährlich die Effizienz
seiner Tätigkeit. Im Geschäftsjahr 2009/10 wurde das anhand eines ausführlichen, von
der DSW ausgearbeiteten Fragebogens, der individuell und anonym ausgefüllt wurde,
durchgeführt. Die Ergebnisse wurden zeitnah ausgewertet und im Gesamtaufsichtsrat
erörtert. Etwaige Erkenntnisse wurden in die weitere Arbeit des Aufsichtsrats integriert.
Gemäß § 15a WpHG haben Führungspersonen des Unternehmens den Erwerb oder die Veräußerung
von Aktien der Ahlers AG oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente offen zu legen,
wenn sie den Betrag von 5.000 EUR im Kalenderjahr mindestens erreichen. Im vergangenen
Geschäftsjahr durchgeführte Directors' Dealings sind auf Seite 29 im Kapitel "Die
Aktie" im Einzelnen dargestellt.
Die Zahl der direkt oder indirekt von den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats
gehaltenen Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumente
ist zum 30. November 2010 größer als ein Prozent der ausgegeben Aktien. Einzelheiten
sind im Kapitel "Sonstige Angaben" aufgeführt.
Die Ahlers AG verfolgt das Ziel einer zeitnahen und gleichberechtigten Informationsversorgung
aller interessierten Aktionäre und Anleger. Daher erfolgt die Bekanntmachung aller
wichtigen Informationen zeitgleich in deutscher und englischer Sprache. Auf der Unternehmenshomepage
www.ahlers-ag.com sind alle wesentlichen Veröffentlichungen zu Geschäfts- und Quartalsberichten,
Ad-hoc- und Pressemitteilungen sowie Unternehmenspräsentationen zu finden. Der dort
ebenfalls einsehbare Finanzkalender informiert über die regelmäßigen Veröffentlichungstermine
sowie über anstehende Kapitalmarktevents. Auch über den Erwerb bzw. Verkauf von Ahlers
Aktien durch Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder (Directors' Dealings), die nach
§ 15a WpHG zeitnah bekannt gegeben werden müssen, wird auf der Internetseite berichtet.
Dem Konzernabschluss und den Zwischenberichten der Ahlers AG liegen die internationalen
Rechnungslegungsgrundsätze IFRS zugrunde. Der Jahresabschluss der Ahlers AG wird nach
den Vorschriften des HGB aufgestellt. Der Abschluss des Gesamtjahres wird vom Vorstand
aufgestellt und vom Aufsichtsrat geprüft, ebenso wie die Quartals- und Halbjahresfinanzberichte.
Der Aufsichtsrat schlägt den Abschlussprüfer vor, der von der Hauptversammlung gewählt
wird. Zum Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2009/10 wurde erneut die BDO Deutsche Warentreuhand
AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von der Hauptversammlung gewählt. Zuvor erklärte
der Abschlussprüfer gegenüber dem Aufsichtsrat seine Unabhängigkeit. Der Aufsichtsrat
erteilte den Prüfungsauftrag und legte die Prüfungsschwerpunkte und das Prüfungshonorar
fest.
Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Konzernlageberichts und des Lageberichts
für die Ahlers AG und wird im Abschnitt Vergütungsbericht auf den Seiten 107 dargelegt.