Ahlers AG

Herford

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.12.2012 bis zum 30.11.2013

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012/13

GRUNDLAGENINFORMATIONEN ZUM KONZERN

GESCHÄFTSMODELL

Konzern-Profil

Der Ahlers Konzern bietet mit acht Bekleidungsmarken maßgeschneiderte Kollektionen für unterschiedliche Zielgruppen und Preissegmente in hoher Qualität an. Entsprechend ihrer grundsätzlichen Modeaussage sind die Marken in die drei Segmente "Premium Brands", "Jeans & Workwear" sowie "Men's & Sportswear" gegliedert:

Premium Brands

Baldessarini

"Baldessarini separates the men from the boys." Baldessarini ist eine Männermodemarke im gehobenen Premiummarkt. Die Kollektionen sind gemacht für Männer, die maskulin, selbstbewusst und stilvoll sind. Die Marke wurde 1993 von Werner Baldessarini gegründet und gehört seit 2006 zur Ahlers AG. Sie ist im gehobenen Fachhandel sowie in eigenen Baldessarini Stores in Deutschland, im europäischen Ausland sowie im mittleren Osten erhältlich. Zusätzlich gibt es einen Online Shop unter www.baldessarini.com.

Otto Kern

Otto Kern ist eine Lifestylemarke für Frauen und Männer im Premiumsegment. Otto Kern bietet hochwertige Mode für jeden Anlass, von Blusen, Hemden und Strick über Jeans, Sportswear und Konfektion bis hin zu stilvollen Accessoires mit einem Hauch Extravaganz. Otto Kern steht für beste Qualitäten, perfekte Passformen und ein anspruchsvolles Design. 2000 wurde die Marke von der Ahlers AG gekauft. Abgerundet wird das Modeangebot durch verschiedene Lizenzen wie zum Beispiel Duft und Taschen. Otto Kern zählt zu den prominenten deutschen Modemarken mit einem Bekanntheitsgrad von 60 Prozent. Das Sortiment ist auch im eigenen Online Shop unter www.ottokern.de erhältlich.

Pierre Cardin

Pierre Cardin ist eine der bekanntesten Marken der Welt. Die Mode von Pierre Cardin ist für Männer und Frauen gemacht, die in der Freizeit und im Business immer richtig, modern und gepflegt auftreten wollen und Wert auf den perfekten Sitz legen. Pierre Cardin setzt auf klare Markenführung mit Kollektionen, die aufeinander abgestimmt sind: Jeans, Konfektion mit Anzügen und Sakkos, Shirts und Knitwear sowie Sportswear mit Jacken und Mänteln, ergänzt durch Jeans, Shirts und Knitwear für Frauen. Pierre Cardin Produkte werden seit 1992 in Lizenz von Ahlers umgesetzt und sind im führenden europäischen Fachhandel erhältlich.

Jeans & Workwear

Pioneer Authentic Jeans

"Be a Pioneer": Pioneer Authentic Jeans entstand 1977 als eines der ersten Labels, das Jeans für eine breite Zielgruppe bequem und tragbar für alle Gelegenheiten anbot. Die Denimmarke steht für authentische Produkte für Frauen und Männer, die Jeans für ihre Robustheit, ihren Komfort und ihre Lässigkeit schätzen. Dabei sind die Kollektionen immer richtig für verschiedene Generationen und Anlässe. Außerdem bietet Pioneer ein komplettes Outfit-Programm mit Jacken, Shirts, Sweats und Polos. Mit vier Kollektionen und zehn Lieferterminen im Jahr setzt Pioneer Authentic Jeans regelmäßig die neuesten Denimtrends marktgerecht um.

Pionier Jeans & Casuals

Mode für Männer mit Format: Die Casual-Hosen von Pionier Jeans & Casuals sind geschaffen für jede Passform. Mit der Pionier Hose ist der Mann ab 40 sportlich und trendsicher, lässig und doch gepflegt gekleidet. Der Hosen-Spezialist bedient vor allem individuelle Passformansprüche bei den komfortablen Freizeithosen aus Denim und Flachgewebe und hat sich bei der Verarbeitung von Stretchmaterialien einen Namen gemacht. Oberteile wie Sweats, Knitwear, Polos oder Jacken runden das Programm ab.

Pionier Workwear

Pionier Workwear produziert seit über 75 Jahren Berufskleidung für Profis. Die etablierte Marke bietet Arbeitskleidung und Corporate Fashion für Handwerk, Industrie und den Dienstleistungssektor. Qualitativ hochwertig, funktional und durchdacht sind die Produkte auf die jeweiligen Arbeitsbedingungen und Normen abgestimmt. Schnitt und Passform tragen den besonderen Bedürfnissen der verschiedenen Arbeitsbereiche Rechnung. Hochwertige Stoffe und Zutaten garantieren eine lange Lebensdauer. Eine Vielzahl an Farben und unterschiedlichen Qualitäten ermöglichen einen eigenständigen Look. Pionier Workwear garantiert einen gleichbleibend hohen Qualitätsstandard für die Berufskleidung und ist nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Personalisiert und individuell kann Pionier Workwear jeden Kundenwunsch bedienen und entwickelt auf Nachfrage auch in kleinen Stückzahlen individuelle Kollektionen. Die Produkte von Pionier Workwear sind im Fachhandel für Berufskleidung in Deutschland und Europa erhältlich. Seit 2013 vertreibt die Marke ihre Produkte auch in einem eigenen eShop unter www.pionier-workwear.com.

Men's & Sportswear

Jupiter

Der Sportswear-Spezialist Jupiter vereint in seinen Produkten Design und Funktionalität. Seit über fünfzig Jahren stellt Jupiter hochwertige Sportswear-Jacken für die Mitte her. Die Marke wurde 1958 in Frankreich gegründet und gehört seit 1987 zum Markenportfolio von Ahlers. Das renommierte Outdoor-Label richtet sich an modebewusste Männer mit einem sportiven und erwachsenen Look. Jupiter legt großen Wert auf Passform für höchsten Komfort, besonderen Wareneinsatz und eine anspruchsvolle Verarbeitung. In saisonalen Kollektionen präsentieren Jacken, Mäntel und Westen aktuelle Trends in Design und Schnittführung. Eine Stärke der Marke liegt in Funktionsjacken mit besonderen Trageeigenschaften und charakteristischen Farbkombinationen.

Gin Tonic

Gin Tonic steht für einen lässigen Lifestyle. Männlich, aktiv und sportlich präsentiert das Label in zehn Monatsprogrammen pro Jahr Polos, Hemden, Strick, Sweatshirts, T-Shirts, Jacken und Jeans. Die Stärke der Marke liegt im typischen "Look and Feel" der Materialien. 1999 wurde Gin Tonic von der Ahlers AG übernommen. Dem Fachhandel und auch dem Endverbraucher bietet Gin Tonic Verlässlichkeit für die Passform in den Kollektionen über alle Warengruppen hinweg. Gewaschene Baumwollqualitäten wirken authentisch und maskulin, kräftige Farben im Oberteilbereich unterstreichen den trendigen Eindruck.

Konzernstruktur und -organisation

Die Ahlers AG mit Sitz in Herford fungiert als Muttergesellschaft des Ahlers Konzerns. Darunter bestehen aktuell 39 (Vorjahr 40) eigenständige Gesellschaften. Jede Marke ist in einer selbstständigen Gesellschaft organisiert. Des Weiteren bestehen in den wichtigsten Auslandsmärkten eigene Vertriebsgesellschaften, die zu 100 Prozent zum Konzern gehören. Gegenwärtig sind wir in 15 Ländern mit unserem Vertrieb vor Ort vertreten. Ahlers betreibt zwei Produktionsstätten in Polen und in Sri Lanka. Eine Übersicht über die Tochtergesellschaften des Ahlers Konzern findet sich auf den Seiten 88/89 "Anteilsbesitz".

Das steuerliche Verständigungsverfahren zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Polen wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht abgeschlossen, so dass die vorgesehene Liquidation der Produktionsgesellschaft Romeo Spolka z o.o. i. L. noch nicht durchgeführt werden konnte. Die polnische Tochtergesellschaft Ahlers Premium Commerce Spolka z o.o., wurde im Berichtsjahr aufgelöst, nachdem zuvor die Geschäftsaktivitäten auf die Ahlers Poland Spolka z o.o. übertragen worden sind.

Ahlers ist in Form einer Funktionsmatrix organisiert. Die Geschäftsführer jeder Marken-Vertriebsgesellschaft sind eigenständig für Produktentwicklung und Vertrieb der Marke verantwortlich. Zentrale Aufgaben wie IT, Rechnungswesen, Produktion, Logistik, Marketing, Controlling/Recht und International Sales sind in der Holding und der Ahlers Zentralverwaltung GmbH angesiedelt. Die Zentralabteilungen unterstützen die einzelnen Gesellschaften mit ihrem übergreifenden Know-how und realisieren Synergien im Konzern durch Bündelung gleichartiger Aufgaben und gemeinsames Sourcing. Das Retail- und Outletmanagement einschließlich der Mehrmarkenstores wurde 2013 in einer eigenständigen Gesellschaft, der Ahlers Retail GmbH, zusammengefasst, um die Prozesse in diesem Wachstumsfeld zu bündeln und zu stärken.

ZIELE UND STRATEGIE

Solides, nachhaltiges und profitables Wachstum ist das Ziel für unsere mittelfristige Unternehmensentwicklung. Dies soll mit den folgenden strategischen Maßnahmen erreicht werden:

Wachstum mit Premiummarken

Ahlers hat seine Umsätze im Premium-Segment in den letzten fünf Jahren kontinuierlich gesteigert. Damit erzielt das Unternehmen nun fast zwei Drittel seiner Umsätze in dieser attraktiven Sparte des Modemarktes. Dies wurde erreicht, indem alle Warengruppen der Premiummarken Baldessarini, Pierre Cardin und Otto Kern als eigenständige Produkte im Einzelhandel platziert wurden, was auch in Zukunft weiter für Wachstum sorgen soll. Zunehmend wird die Vermarktung auf Markenflächen - Shop-in-Shops - in den Fokus genommen. Neben den Premiummarken wollen wir auch die Jeans Marke Pioneer von einem Produktspezialisten hin zu einer ganzheitlichen Marke mit Oberteilen weiterentwickeln.

Lizenzen sollen das Produktspektrum all unserer Marken weiter verbreitern und ihren Markenauftritt stärken.

Wachstum mit Shop-in-Shops und eigenen Stores

Die Präsentation von ganzheitlichen Sortimenten einer Marke ist für die Markendarstellung besonders wichtig. Mit unseren Marken Baldessarini, Pierre Cardin, Otto Kern, Pioneer Authentic Jeans und Gin Tonic wollen wir zunehmend Shop-in-Shop-Flächen im Einzelhandel gewinnen und mit eigenen Prozessen der Warenversorgung und des Visual Merchandising betreiben. Auch werden wir den eigenen Einzelhandel weiter ausbauen. Mit diesem Ziel bauen wir unsere interne Organisation aus.

Wachstum im eCommerce

Im Jahr 2013 haben wir eine eigene Abteilung für das eCommerce Geschäft aufgebaut, die dieses stark wachsende Geschäftsfeld auf eigenen eShops und Mehrmarken-Marktplätzen weiter ausbauen soll. Zunehmend wird auch die Vernetzung von stationärem Handel mit dem eCommerce an Bedeutung gewinnen.

Steigerung des Exportanteils

Ahlers ist schon heute mit einem internationalen Anteil von 46 Prozent am Gesamtumsatz ein erfolgreicher "European Player". Ziel für die Zukunft ist es, durch systematischen Ausbau der lokalen Vertriebsorganisationen die Umsätze in Europa weiter zu entwickeln. Dabei soll das Geschäft mit dem Einzelhandel aber auch mit eigenen Stores wachsen. Außerhalb Europas, wie zum Beispiel in China und im Mittleren Osten, wollen wir mittelfristig mit unserer Marke Baldessarini expandieren.

Kostenführerschaft in der Beschaffung und in den logistischen Prozessen

Die Optimierung von Beschaffung und Logistik ist eine dauerhafte Herausforderung in der Bekleidungsindustrie. Der Ahlers Konzern arbeitet fortwährend an der Auswahl der besten Lieferanten und der günstigsten Logistikprozesse mit dem Ziel Qualität, Verlässlichkeit und Beschaffungskosten zu optimieren. Ständig prüfen wir bestehende und neue Standorte und Lieferanten, um eine verlässliche und kostengünstige Produktion zu sichern, die unseren Qualitäts- und Sozialstandards genügt. Die Einhaltung von Sozialstandards ist dabei schon immer wesentliche Grundbedingung für die Auswahl von Lieferanten.

Regionale Produktionsanteile (Vorjahr):

Andere EU/ Naher Osten 37,4% (36,3%)
Sri Lanka 23,8% (23,6%)
China/HKG 13,5% (15,7%)
Andere Fernost 14,0% (13,7%)
Polen 11,3% (10,7%)

Akquisitionsfähigkeit

Die Ahlers-Strategie bezieht auch eine Akquisition zur Unterstützung des Wachstumskurses als Möglichkeit ein. Schwerpunktmäßig suchen wir eine mittelgroße, international vermarktbare Männermode-Marke im Premiumbereich. Interessant wäre auch eine Retailkette, in die wir unsere Produkte einbringen könnten.

SOZIALE VERANTWORTUNG

Sozialstandards im Beschaffungsprozess

Die Ahlers AG und ihre Marken sind sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst und legen höchsten Wert auf ethisch korrektes Handeln. Unsere Unternehmen halten sich an die internationalen Standards der Social Accountability, die in einem "Code of Conduct" (Regelwerk) festgelegt sind. Die dort festgeschriebenen Grundsätze und Standards berücksichtigen die Abkommen und Normen der International Labour Organisation (ILO), die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes.

Die Produkte der Ahlers AG werden vorwiegend in Osteuropa und in Asien hergestellt. Seit Jahrzehnten zählen zwei eigene Produktionsbetriebe in Polen sowie auf Sri Lanka zum Unternehmen. Einen Großteil des Produktionsvolumens im Hosensegment fertigt Ahlers in eigenen Produktionsstätten. Dabei schafft das Unternehmen nicht nur höchstmögliche Transparenz für einen entscheidenden Produktionsanteil, sondern feilt kontinuierlich an seiner Expertise und seinem hohen Maß an Qualität. Die eigenen Betriebe erfüllen sämtliche Anforderungen der Social-Compliance-Standards. Darüber hinaus erhalten auf Sri Lanka alle Mitarbeiter unter anderem eine kostenlose Verpflegung während der Arbeit, kostenlosen Transport vom und zum Arbeitsplatz sowie eine medizinische Versorgung vor Ort.

Ahlers arbeitet auch mit unabhängigen Lieferanten zusammen. Diese werden sorgfältig und nach strengen Kriterien ausgewählt. Dabei ist das Unternehmen stets auf langfristige Partnerschaften bedacht. Bei der Auswahl wird beachtet, dass die Betriebe zum Beispiel nach BSCI oder SA 8000 zertifiziert sind. Als Grundlage für die Zusammenarbeit muss sich jeder Lieferant schriftlich dazu verpflichten, den Verhaltenskodex des Unternehmens zu befolgen und internationale Sozialstandards einzuhalten. Die Einhaltung des Verhaltenskodex wird von den Ahlers Beschaffungsteams mindestens zweimal im Jahr nach einem vordefinierten Richtlinienkatalog überprüft und nachgehalten. Mögliche notwendige Veränderungen werden mit der Leitung der Produktionsstätten gemeinsam besprochen und umgesetzt.

Unbedenklichkeit der Bekleidung

Gemäß dem hohen Qualitätsanspruch des Unternehmens und seiner Kunden sind alle Erzeugnisse der Ahlers AG unter dem Grundsatz hergestellt, ethisch und gesundheitlich unbedenklich zu sein. Vorgeschriebene gesetzliche Grenzwerte werden eingehalten und möglichst unterschritten. Alle Lieferanten sind dazu verpflichtet, bei der Herstellung der Materialien auf die Verwendung von Gefahrstoffen gemäß den gesetzlichen Bestimmungen zu verzichten. Zur Sicherstellung hat Ahlers eindeutige Standards für seine Geschäftspartner festgelegt und verpflichtet diese zum selbstständigen Prüfen der Einhaltung. Zusätzlich beauftragt das Unternehmen kontinuierlich externe, unabhängige Prüflabore, die die Zusammensetzung und Schadstofffreiheit der Produkte testen. Jeans von Ahlers werden ausschließlich mit getesteten und unbedenklichen Hilfsmitteln behandelt und nach zulässigen Produktionsmethoden gefertigt. So wird zum Beispiel die Sandstrahltechnik für die Jeansproduktion nicht angewendet. Das Unternehmen hat sich dazu verpflichtet, in jedem Berichtszeitraum die Nachhaltigkeitsaspekte durch den Einkauf verstärkt zu berücksichtigen und die systematische Lieferantenbewertung stetig weiter zu entwickeln.

Aufgrund der Sorgfalt entlang der Ahlers Beschaffungskette sind Unregelmäßigkeiten in den Produkten weitestgehend ausgeschlossen. Für den Fall von Positivtests ist Vorsorge getroffen, dass sich Produktreihen umgehend eingrenzen und lokalisieren lassen. Dabei bereitet sich das Unternehmen regelmäßig auf mögliche Risiken im Rahmen der Produktion vor und steckt Handlungsszenarien ab.

Umweltschutz

Für den Ahlers Konzern ist der ökonomische Umgang mit knappen Ressourcen und die Reduzierung von Umweltbelastungen von hoher Wichtigkeit. Die größten Einflussmöglichkeiten bieten sich in der Produktion und der Logistik. Sparsamer Energieeinsatz, die bestmögliche Verwendung von Rohstoffen und die Vermeidung von Abfällen sind für das Unternehmen selbstverständlich. Ahlers setzt in der Produktion umweltverträgliche Technologien ein und sorgt für einen effizienten Umgang mit Rohstoffen, Energie und Wasser. Die eigenen sowie beauftragten Jeans-Wäschereien verfügen über Kläranlagen zum Abscheiden der Farbstoffe. Dadurch wird die Gewässerbelastung durch die Waschvorgänge minimiert.

Qualitätsmanagement

Als Hersteller von Premiumprodukten ist Ahlers besonders auf eine exzellente Produktqualität bedacht. Ausgewählte Materialien wie italienische Stoffe für die HAKA oder japanischer Denim für die Jeanswear müssen in der Produktion behutsam und qualitätsgerecht verarbeitet werden. Im Rahmen des Ahlers Qualitätsmanagements unterliegen daher alle Produktionsabläufe - von der Planung über die Produktion und bis hin zur Auslieferung - einer detaillierten Qualitätskontrolle.

Logistik

Im Bereich Warenlogistik vermeidet Ahlers durch weitgehende Zentralisierung der Lager und optimale Frachtraumnutzung überflüssige Transporte. Lieferungen aus Fernost erfolgen sofern möglich auf dem Seeweg, um die CO2 -Bilanz nicht unnötig durch Lufttransporte zu belasten.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Forschungs- und Entwicklungsstellen der Mode sind die Produktmanagement- und Modellabteilungen sowie die Musternähereien. Für jede Saison entwickeln diese Abteilungen neue Kollektionen, die auf ihre Zielkunden ausgerichtet sind. Die gestalterische Aufgabe steht dabei im Mittelpunkt und die Funktionalität der Bekleidung ist wichtige Nebenbedingung. Die einzelnen Produktgruppen jeder Marken haben in der Regel eigene Produktmanagement-Teams. Die Modellabteilungen und die Musternähereien sind meist übergreifend nach Warengruppen organisiert und arbeiten für mehrere Marken, haben aber benannte Spezialisten innerhalb der Organisation für ihre jeweilige Marke.

Die Produktmanagement- und Modellabteilungen sowie die Musternähereien haben insgesamt 105 Mitarbeiter (Vorjahr 100). Für diese Abteilungen entstanden im Geschäftsjahr 2012/13 Aufwendungen in Höhe von 6.522 TEUR (Vorjahr 6.267 TEUR). Der Großteil dieser Aufwendungen sind Personalkosten. Der Sachaufwand besteht vor allem aus Beratungskosten. Die Forschungs- und Entwicklungskosten machen 2,6 Prozent vom Umsatz (Vorjahr 2,5 Prozent) aus. Grundsätzlich erfolgt keine Aktivierung von Entwicklungskosten, weil die Ansatzvoraussetzungen nach IAS 38 nicht vollumfänglich erfüllt sind.

STEUERUNGSSYSTEM

Der Vorstand der Ahlers AG steuert die Vertriebs- und Service-Gesellschaften des Konzerns. Der Vorstand gibt die strategische Entwicklung vor, trifft wichtige Entscheidungen mit den Geschäftsführungen und überwacht die Zielerreichung der Tochtergesellschaften.

Im Konzern wird eine Mittelfristplanung über drei Geschäftsjahre erstellt, die jährlich rollierend fortgeschrieben wird. Die jährliche Einzelplanung erfolgt bottom-up durch die von den einzelnen Geschäftsführern mit dem Vorstand erarbeiteten Planungen je Konzerngesellschaft. Für die einzelnen Vertriebs- und Servicegesellschaften werden dabei Detailziele hinsichtlich vordefinierter Steuerungsgrößen und Kennzahlen formuliert. In diese Einzelplanungen finden bereits die Einschätzungen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Planungsjahr Eingang. Zu Beginn eines Geschäftsjahres legt dann der Vorstand dem Aufsichtsrat eine detaillierte Konzern-Jahresplanung für das neue Geschäftsjahr vor.

Im Rahmen des zentralen monatlichen Reportings erfolgt die laufende Erfolgskontrolle der Budgetgrößen. Die Geschäftsführer der Tochterunternehmen berichten monatlich direkt an die Konzernleitung in einem vorstrukturierten Finanzbericht über quantitative und qualitative Entwicklungen im Berichtsmonat. In regelmäßigen Treffen informiert sich der Vorstand über die Marktsituation und nimmt mit den Geschäftsführern Weichenstellungen vor. Zentrale Reporting-Datenbanken erleichtern die Soll-/Ist-Kontrolle und die Erstellung täglicher, wöchentlicher und monatlicher EDV-Berichte. Zweimal im Jahr wird eine umfassende Überarbeitung der Jahresplanung vorgenommen.

Steuerungsgrößen und Kennzahlen

    2012/13 2011/12
Umsatzerlöse in Mio. EUR 246,7 253,2
Rohertragsmarge in % 50,4 49,8
EBITDA* in Mio. EUR 13,3 19,8
EBIT* in Mio. EUR 8,0 13,9
EBIT-Marge* in % 3,2 5,5
Konzernergebnis in Mio. EUR 5,6 7,3
Umsatzrendite vor Steuer in % 2,7 4,0
Umsatzrendite nach Steuer in % 2,3 2,9
Ergebnis je Aktie Stammaktie in EUR 0,36 0,48
Vorzugsaktie in EUR 0,41 0,53
Net Working Capital** in Mio. EUR 91,7 83,7
Return On Investment in % 3,1 3,9

* vor Sondereffekten
** Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Wesentliche Steuerungsgrößen sind die zu erzielende Kalkulations- und Ist-Marge, der Umsatz und das Umsatzwachstum, die Kostenquoten, die EBIT-Marge sowie der durchschnittliche Forderungsbestand in Monaten. Bei den Produktionsentscheidungen des Vertriebsmanagements nimmt die Lagerreichweite einen besonderen Stellenwert ein. Alle Segmente werden nach den gleichen Kennzahlen gesteuert. Das eingesetzte Steuerungssystem wurde im Berichtsjahr nicht wesentlich verändert und die Kennzahlen wurden gleich berechnet.

WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENSPEZIFISCHE LAGE

Weltweit verlangsamte BIP-Entwicklung

Zum dritten Mal in Folge hat sich das Wachstum der Weltwirtschaft 2013 auf zuletzt 2,8 Prozent verlangsamt (alle Prognosen Commerzbank Januar/Februar 2014). Im gesamten Euroraum herrschte wie im Vorjahr leichte Rezession mit einem BIP- (Bruttoinlandsprodukt-) Rückgang von 0,4 Prozent. Innerhalb des Euroraums hoben sich Deutschland, Österreich und Frankreich mit ganz leichtem Wachstum von diesem Trend ab. Im sonstigen Europa wuchsen außerhalb des Euroraums die meisten Volkswirtschaften leicht. Insbesondere Osteuropa, dessen Wirtschaft in den Jahren nach der Finanz- und Wirtschaftskrise überwiegend solide gewachsen war, zeigte zumindest stark verlangsamte Zuwächse und teilweise Rezession.

Dämpfend auf den privaten Konsum wirkte im Jahr 2013 neben der schwachen Konjunktur vor allem die hohe Arbeitslosigkeit, unter der die meisten europäischen Länder leiden. Eine wesentliche Ausnahme betrifft Deutschland, das seine niedrige Arbeitslosigkeit 2013 weiter halten und sogar die Schaffung weiterer neuer Arbeitsplätze vermelden konnte.

Branchenspezifische Entwicklung

Erneut rückläufige Umsätze im deutschen Bekleidungseinzelhandel

Aufgrund der positiven Arbeitsmarktsituation lag die Konsumneigung der deutschen Verbraucher auf hohem Niveau und der private Konsum stieg 2013 um voraussichtlich 0,9 Prozent. Trotz dieser günstigen Rahmenbedingungen sank der Bekleidungsumsatz des deutschen Einzelhandels zum zweiten Mal in Folge um zwei Prozent (Quelle: Textilwirtschaft 2-2014). Grund dafür war zum einen das ungünstige, kühle Wetter des ersten Halbjahres. Das ganze Jahr über beklagten die Einzelhändler 2013 zum anderen auch eine sinkende Kundenfrequenz in ihren Geschäften. Ursächlich dafür könnte das wachsende eCommerceGeschäft sein, durch das die Konsumenten weniger oft "Einkaufsbummel" machen und die Bekleidung vermehrt online bestellen.

Rückläufige Umsätze auch im europäischen Ausland

Eher aufgrund rückläufiger privater Einkommen dürften im europäischen Ausland die Bekleidungs-Einzelhandelsumsätze in gleichem oder etwas stärkerem Umfang zurückgegangen sein wie in Deutschland. Besonders schwierige Marktbedingungen herrschten weiter in Frankreich, Italien, Spanien, Tschechien und Ungarn. Aber auch bisher solide wachsende Märkte wie Polen und die Niederlande entwickelten sich im Jahr 2013 rückläufig. Ausnahmen der rückläufigen Markttrends fand man besonders in Russland und Skandinavien.

Ruhige Lage auf den Beschaffungsmärkten

Aufgrund der nachlassenden Nachfrage nach Bekleidung waren die Beschaffungsmärkte ruhig und stabil. Der vor allem im zweiten Halbjahr stärker werdende Euro ließ die Beschaffungskosten zum Ende des Geschäftsjahres und auch für das Folgejahr 2014 in Asien leicht sinken.

GESCHÄFTSVERLAUF

Geschäftsjahr 2012/13 - Highlights

Umsatz des Premium Segments in schwierigem Marktumfeld um 3 Prozent gestiegen

Anteil des Premium Segments steigt weiter auf 64 Prozent (Vorjahr 60 Prozent)

Ahlers Gesamtumsatz vor allem durch Gin Tonic Restrukturierung leicht um 2,6 Prozent gesunken

Konzernergebnis vor allem wegen gestiegener Aufwendungen auf 5,6 Mio. EUR gesunken (Vorjahr 7,3 Mio. EUR)

Vorräte wegen früherer Liefertermine und höherer Aufträge für Frühjahr/Sommer 2014 gestiegen

Weiterhin solide Eigenkapitalquote von 60 Prozent

Umsatz nach Segmenten

in Mio. EUR 2012/13 2011/12 Veränderung
in %
Premium Brands* 156,8 152,4 2,9
Jeans & Workwear 65,3 66,2 -1,4
Men's & Sportswear 24,6 34,6 -28,9
Summe 246,7 253,2 -2,6

* inkl. Sonstige 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR)

Umsatz nach Regionen

in Mio. EUR 2012/13 2011/12 Veränderung
in %
Deutschland 134,0 137,5 -2,5
Westeuropa 62,0 64,1 -3,3
Mittel-/ Osteuropa/ Sonstiges 50,7 51,6 -1,7
Summe 246,7 253,2 -2,6

Umsatz nach Quartalen

in Mio. EUR 2012/13 2011/12 Veränderung
in %
1. Quartal 66,8 70,5 -5,2
2. Quartal 48,5 51,1 -5,1
3. Quartal 68,1 71,0 -4,1
4. Quartal 63,3 60,6 4,5
Summe 246,7 253,2 -2,6

Das erste Halbjahr 2013 war neben dem generell rezessiven wirtschaftlichen Umfeld auch von einem ungewöhnlich langen und kalten Frühling geprägt. Erst sehr spät, als schon die Preise reduziert waren, begannen die Konsumenten in Europa Sommerware zu kaufen. Für den Einzelhandel sanken dadurch die Umsätze und durch die höheren Rabatte umso mehr die Profitabilität. Für die Hersteller blieb das Nachgeschäft fast völlig aus. Umsatzrückgänge waren die Folge. Im eigenen Einzelhandel sank die Profitabilität ebenfalls. Da sowohl Handel als auch Hersteller sehr vorsichtig disponiert hatten, dürften keine massiven Überbestände entstanden sein. Bei Ahlers bewegten sich die Altbestände das ganze Jahr über auf normalem, unverändertem Niveau. Der Umsatzrückgang des Gesamtjahres unseres Unternehmens entstand deshalb im ersten Halbjahr und war teilweise von rückläufigen Sofortumsätzen und von dem Wegfall des Gin Tonic Women Geschäfts beeinflusst.

Das zweite Halbjahr verlief deutlich normaler aber ohne positive Impulse. Die Umsätze von Ahlers waren zusammen genommen in diesem Zeitraum stabil. Auch im zweiten Halbjahr sanken die Umsätze wegen der Aufgabe von Gin Tonic Women, während die Premium- und Jeans & Workwear-Marken sowie der eigene Einzelhandel weiter wuchsen.

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Ertragslage

Weiterhin kräftiges Wachstum im Premium Segment

Auch im konjunkturell schwierigen Geschäftsjahr 2012/13 haben die Premium Marken 2,9 Prozent Umsatzwachstum erzielt. Durch dieses Plus liegt der Anteil des Premium Segments am Gesamtumsatz nun bei 64 Prozent (Vorjahr 60 Prozent). Baldessarini legte dabei zweistellig zu, während die Pierre Cardin Umsätze mit einem einstelligen Prozentsatz wuchsen. Otto Kern hatte im Berichtsjahr stabile Verkäufe.

Nach einem Rückgang im ersten Halbjahr (- 8,4 Prozent) wuchs das Jeans & Workwear-Segment im zweiten Halbjahr wieder kräftig (+ 6,1 Prozent) und konnte mit - 1,4 Prozent fast ein Pari beim Umsatz für das Gesamtjahr melden. Im Jahr 2013/14 erwarten wir in diesem Segment wieder ein Umsatzplus.

Gin Tonic Restrukturierung führt zu Umsatzrückgang des Konzerns von 2,6 Prozent

Teilweise geplant, teilweise ungeplant gingen die Umsätze von Gin Tonic im Jahr 2012/13 um 10 Mio. EUR zurück. Geplant war dabei der Wegfall der Verkäufe von Damenbekleidung (- 6,0 Mio EUR). Stärker als erwartet fielen die Umsätze der Herrenkollektion (- 4,0 Mio. EUR). Ursprünglich hatten wir mit leicht rückläufigen Umsätzen durch Schließungen von Stores aber mit stabilem Wholesalegeschäft gerechnet. Tatsächlich ging auch das Wholesalegeschäft Men um 18 Prozent zurück. Insgesamt reduzierten sich deshalb die Umsätze des Men's & Sportsweargeschäfts um 10,0 Mio. EUR (- 29 Prozent).

Die Umsatzrückgänge von Gin Tonic waren damit maßgeblich für den Umsatzrückgang des Konzerns von 6,5 Mio. EUR bzw. - 2,6 Prozent. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 246,7 Mio. EUR erzielt (Vorjahr 253,2 Mio. EUR).

Ausgeglichene Umsatzentwicklung innerhalb Europas

Wie im Kapitel Gesamtwirtschaftliche Lage dargelegt, waren die Entwicklungen der Bekleidungs-Einzelhandelsumsätze trotz unterschiedlicher Konjunkturdaten überwiegend einheitlich rückläufig. Das schlägt sich auch in den Entwicklungen der Ahlers Umsätze nieder, die in Deutschland, im westlichen und im östlichen europäischen Ausland einem ähnlichen Trend folgten.

Bereinigt man die regionale Entwicklung um die Einflüsse der veränderten Gin Tonic Umsätze, dann hat Ahlers in Deutschland 2,3 Prozent Umsatz gewonnen und in Osteuropa und im westeuropäischen Ausland jeweils 1,1 Prozent bzw. 1,0 Prozent zugelegt.

Weiter steigende Einzelhandelsumsätze durch Eröffnung von Pierre Cardin Stores

Im Zuge der Restrukturierung von Gin Tonic wurden fast alle eigenen Gin Tonic Stores an Kunden übertragen oder geschlossen. Gleichzeitig wurden im Geschäftsjahr 2012/13 fünf Pierre Cardin Stores in München, Hamburg, Katovice, Bratislava und Riga eröffnet. Zusammengenommen überwogen die Einflüsse der Eröffnungen, so dass die Umsätze im eigenen Einzelhandel um 3,6 Prozent wuchsen und nun 10,7 Prozent vom Gesamtumsatz ausmachen (Vorjahr 10,1 Prozent).

eCommerce mit großem Zuwachs

Im Geschäftsjahr 2012/13 haben wir die Aktivitäten im eCommerce-Geschäft systematisch ausgebaut. So wurden die Funktionalitäten der bestehenden eStores bei Otto Kern, Baldessarini und Gin Tonic optimiert und zusätzlich der Pionier Workwear-Store eröffnet. Zudem haben wir die Präsenz auf Multimarkenplattformen erweitert. Die Umsätze stiegen dadurch von kleiner Basis um 130 Prozent.

Ertragslage

  2012/13 2011/12 Veränderung
in %
in Mio. EUR in Mio. EUR
Umsatzerlöse 246,7 253,2 -2,6
Rohertrag 124,3 126,1 -1,4
in % vom Umsatz 50,4 49,8  
Personalaufwand* -52,7 -52,2 -1,0
Saldo Sonstiger Aufwand/Ertrag* -58,3 -54,1 -7,8
EBITDA* 13,3 19,8 -32,8
Abschreibungen* -5,3 -5,9 10,2
EBIT* 8,0 13,9 -42,4
Sondereffekte -0,7 -2,8  
Finanzergebnis -0,6 -0,8 25,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 6,7 10,3 -35,0
Ertragsteuern -1,1 -3,0 63,3
Konzernergebnis 5,6 7,3 -23,3

* vor Sondereffekten

Umsatzeffekte auf den Rohertrag und steigende Kosten führen zu Ergebnisrückgang

Durch die niedrigen Umsätze sank auch der Rohertrag im Geschäftsjahr 2012/13 um 1,8 Mio. EUR auf 124,3 Mio. EUR. Die Rohertragsmarge stieg dabei leicht von 49,8 Prozent auf 50,4 Prozent, weil niedrigere Retouren weniger Abschriften während des Jahres verursachten.

Der Personalaufwand stieg im Berichtszeitraum bei stabiler Mitarbeiterzahl vor allem wegen Tariferhöhungen und unterjährig höherer Beschäftigtenzahl in unserer polnischen Produktionsstätte um 0,5 Mio. EUR oder 1,0 Prozent. Kräftig legten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen inkl. Abschreibungen um 3,6 Mio. EUR oder 6,0 Prozent zu. Maßgeblich dafür waren zusätzliche Aufwendungen für eCommerce, Messeauftritte, Showroom- und Storemieten sowie sonstige Vertriebskosten.

Verkauf eines Kunstwerks

Im Geschäftsjahr 2012/13 wurde ein Kunstwerk für 0,7 Mio. EUR verkauft, das einen Buchwert von 0,2 Mio. EUR hatte. Der Verkauf erbrachte somit einen Netto-Ertrag von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr Netto-Ertrag 0,8 Mio. EUR). Etwa in der Größenordnung des Brutto-Verkaufswertes wurden im Jahr 2012/13 neue Kunstwerke erworben. Der Bestand an Kunstwerken stieg dadurch leicht von 19,2 Mio. EUR am 30. November 2012 auf 19,6 Mio. EUR am aktuellen Stichtag.

Das EBIT vor Sondereffekten sank aufgrund der niedrigen Roherträge und der gestiegenen Aufwendungen um 5,9 Mio. EUR auf 8,0 Mio. EUR (Vorjahr 13,9 Mio. EUR).

Geringere Sondereffekte im Jahr 2012/13 schwächen den Ergebnisrückgang ab

Im Vorjahr hatten die Gin Tonic Restrukturierungsaufwendungen die Sondereffekte auf hohe - 2,8 Mio. EUR gebracht. Im Berichtsjahr lagen die Sonderaufwendungen auf deutlich niedrigerem Niveau, waren aber am Jahresende dennoch überraschend hoch. Denn nach dem Jahresabschlussstichtag wurden zwei Entscheidungen in Rechtsfällen aus der Vergangenheit zugestellt, die 0,4 Mio. EUR Sonderaufwand verursachten. Gegenläufig wirkten Auflösungen von Steuerrückstellungen im Berichtsjahr, die die Steuerquote von normalen 29 Prozent im Vorjahr auf 16 Prozent drückten.

Das Konzernergebnis nach Steuern des Geschäftsjahres 2012/13 lag bei 5,6 Mio. EUR und damit 1,7 Mio. EUR oder 23 Prozent unter dem Vorjahr (7,3 Mio. EUR).

Vermögensgslage

Eigenkapitalquote liegt am Stichtag bei soliden 60 Prozent

Am 30. November 2013 war die Bilanzstruktur im Vergleich zum Vorjahr auf den ersten Blick nur wenig verändert. So lag die Bilanzsumme mit 182,4 Mio. EUR um 0,9 Prozent über dem Vorjahreswert von 180,7 Mio. EUR. Dadurch dass die im Mai 2013 ausgezahlte Dividende über dem Jahresergebnis 2012/13 lag, sank das Eigenkapital von 112,9 Mio. EUR auf 109,3 Mio. EUR und die Eigenkapitalquote von 62,5 Prozent auf nach wie vor sehr solide 59,9 Prozent.

Bilanzstruktur

Aktiva

  30.11.2013 30.11.2012
  in Mio. EUR in % in Mio. EUR in %
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 39,4 21,6 40,6 22,5
Sonstige langfristige Vermögenswerte 21,4 11,7 21,0 11,6
Latente Steueransprüche 1,4 0,8 1,2 0,7
Langfristige Vermögenswerte 62,2 34,1 62,8 34,8
Vorräte 75,7 41,6 65,9 36,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 33,9 18,6 32,7 18,1
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 6,7 3,6 7,5 4,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3,9 2,1 11,8 6,5
Kurzfristige Vermögenswerte 120,2 65,9 117,9 65,2
Summe Aktiva 182,4 100,0 180,7 100,0

Passiva

  30.11.2013 30.11.2012
  in Mio. EUR in % in Mio. EUR in %
Eigenkapital 109,3 59,9 112,9 62,5
Pensionsrückstellungen 4,6 2,5 5,1 2,8
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 25,8 14,1 23,9 13,2
Latente Steuerverbindlichkeiten 2,5 1,4 2,2 1,1
Langfristige Schulden 32,9 18,0 31,2 17,2
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 0,3 0,2 0,7 0,4
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 39,9 21,9 35,9 19,9
Kurzfristige Schulden 40,2 22,1 36,6 20,3
Schulden 73,1 40,1 67,8 37,5
Summe Passiva 182,4 100,0 180,7 100,0

Bei näherer Betrachtung fallen weitere Veränderungen in der Bilanz auf. Sehr stark, nämlich um 9,8 Mio. EUR oder 15 Prozent, stiegen die Vorräte. Das lag einerseits daran, dass fest bestellte Ware zum Bilanzstichtag nicht abgerufen und damit nicht als Umsatz gebucht werden konnte. Andererseits haben gestiegene und früher terminierte Bestellungen für die Frühjahr-/Sommersaison 2014 die Bestände wachsen lassen. Das Volumen an Altwaren war etwa auf Vorjahresniveau und ist deshalb nicht für den Vorratsanstieg verantwortlich.

Im vierten Quartal 2013 lagen die Umsätze 4,5 Prozent oder 2,7 Mio. EUR über dem Vorjahresquartal. Das führte in der Abschlussbilanz zu etwas höheren Forderungen, (+1,2 Mio. EUR oder 3,7 Prozent über dem Vorjahr).

Durch die größeren Vorräte und Forderungen und gemindert durch höhere Lieferantenverbindlichkeiten stieg das Net Working Capital um 7,9 Mio. EUR auf 91,7 Mio. EUR. Dieser Betrag wurde aus Zahlungsmitteln und Bankverbindlichkeiten gedeckt.

Geringe Nettoverschuldung von 27 Mio. EUR

Am Ende des Geschäftsjahres war der Ahlers Konzern nur in geringem Maße fremdfinanziert. Die Nettoverschuldung von 27 Mio. EUR war zudem fast vollständig über langfristige Verbindlichkeiten (24 Mio. EUR) gedeckt. Die langfristigen Passiva einschließlich des Eigenkapitals decken damit 78 Prozent der Bilanzsumme ab. Ahlers verfügte am Jahresabschlusstag über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien, die größer als die aufgenommenen Mittel waren. Die Finanzierungskonditionen haben sich im Berichtsjahr nicht wesentlich verändert. Außerbilanzielle Zahlungsverpflichtungen bestehen hauptsächlich aus Mietverträgen für den eigenen Einzelhandel.

Finanzkennzahlen

    2012/13 2011/12
Eigenkapitalquote in % 59,9 62,5
Verschuldungsgrad* in % 64,6 58,1
Zinsdeckungsgrad** in % 793,0 1.197,0
Eigenkapitalrentabilität in % 5,1 6,5
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte*** in Mio. EUR 5,3 3,9
Bilanzsumme in Mio. EUR 182,4 180,7

* ohne latente Steuern
** vor Sondereffekten
*** ohne Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis

Finanzlage

Free Cashflow durch gestiegenes Net Working Capital beeinflusst

Das saisonal um 7,9 Mio. EUR gestiegene Net Working Capital beeinflusst auch die Free Cashflow-Rechnung maßgeblich, die um etwa diesen Betrag (- 9,1 Mio. EUR) von der NullMarke entfernt ist. Ziel wird es daher für das laufende Geschäftsjahr sein, die Vorräte wieder zu senken und die Kapitalbindung zu reduzieren.

Neben dem Jahresergebnis und der Kapitalbindung im Net Working Capital sind die Investitionen für den Cashflow wichtig. Im Geschäftsjahr lagen die Nettoinvestitionen mit 4,3 Mio. EUR deutlich unter den Abschreibungen mit 5,3 Mio. EUR und unter denen des Vorjahrs (6,8 Mio. EUR). Die Nettoinvestitionen setzen sich im Geschäftsjahr aus Bruttoinvestitionen in Höhe von 5,3 Mio. EUR (Vorjahr 3,9 Mio. EUR), Erträgen aus Anlageverkäufen in Höhe von 0,8 Mio. EUR (Vorjahr 0,4 Mio. EUR) sowie Nettoeinzahlungen im Bereich Kunstgegenstände in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,0 Mio. EUR) zusammen. Im Vorjahr wurden zudem Finanzinvestitionen in Höhe von 3,3 Mio. EUR getätigt. Investiert wurde vor allem in Store-Einrichtungen und einen per Leasing finanzierten Großrechner. Daneben wurden in normalem Maße Ersatzbeschaffungen z. B. in Maschinen getätigt.

Free Cashflow

in Mio. EUR 2012/13 2011/12 Veränderung
in %
Konzernergebnis 5,6 7,3 -23,3
Saldo aus Abschreibungen und Zuschreibungen 5,3 6,2 -14,5
Veränderungen Net Working Capital -7,9 4,2 n.a.
Veränderungen der kurzfristigen Rückstellungen -0,5 -0,2 <-100
Sonstige Veränderungen* -1,0 -5,1 80,4
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1,5 12,4 -87,9
Netto-Investitionen (VJ inkl. Beteiligungserwerb) -4,3 -6,8 36,8
Auswirkung durch Veränderungen des Konsolidierungskreises und der Wechselkurse -0,2 0,4 n.a.
Free Cashflow vor Finanzierungstätigkeit -3,0 6,0 n.a.
Zugang (+), Tilgung (-) langfristiger Verbindlichkeiten 2,5 1,4 78,6
Dividendenzahlungen -8,6 -9,2 6,5
Free Cashflow -9,1 -1,8 <-100
Flüssige Mittel 30. November** 2,7 11,8 -77,1

* Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -0,3 Mio. EUR (Vorjahr -4,6 Mio. EUR)Veränderung der langfristigen Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten -0,8 Mio. EUR (Vorjahr -0,3 Mio. EUR)
** Zahlungsmittel abzgl. Kontokorrentkredite

Gesamtaussage des Vorstands zu Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Das Geschäftsjahr 2012/13 war ein schwieriges Jahr für den Ahlers Konzern, weil einerseits der weitere Geschäftsaufbau bei Baldessarini, im eigenen Einzelhandel, im eCommerce und im internationalen Vertrieb zusätzliche Aufwendungen erforderten. Andererseits verlief das Geschäft aufgrund konjunktureller und klimatischer Probleme schleppend. Dadurch wurden die Umsatz- und Ertragsziele nicht erreicht.

Obwohl das Jahresergebnis 2012/13 unter den Erwartungen lag, haben wir dennoch ein positives Ergebnis erzielt und eine weiterhin solide Finanzlage.

Für 2013/14 rechnet der Vorstand mit steigenden Umsätzen und Ergebnissen. Der Free Cashflow sollte positiv sein und die Finanzposition gestärkt werden.

SEGMENTBERICHT

Fünfjahresübersicht Segmentumsätze in Mio. EUR

Umsatz nach Segmenten

in Mio. EUR   2012/13 2011/12 Veränderung
in %
Premium Brands*   156,8 152,4 2,9
Jeans & Workwear   65,3 66,2 -1,4
Men's & Sportswear - fortgeführte Aktivitäten 24,5 28,5 -14,0
  - Gin Tonic Wome 0,1 6,1 -98,4
Gesamt - fortgeführte Aktivitäte 246,6 247,1 -0,2
  - inkl. Gin Tonic Wome 246,7 253,2 -2,6

* inkl. Sonstige 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR)

EBIT vor Sondereffekten nach Segmenten

in Mio. EUR 2012/13 2011/12 Veränderung
in %
Premium Brands* 7,3 12,3 -40,7
Jeans & Workwear 4,9 6,3 -22,2
Men's & Sportswear -4,2 -4,7 10,6
Gesamt 8,0 13,9 -42,4

* inkl. Erträge Anlageverkäufe Sonstige 0,5 Mio. EUR (Vorjahr 0,8 Mio. EUR)

Premium mit Umsatzplus und Ergebnisminus

Auf der Umsatzseite haben die Premiummarken gute Zuwachsraten erzielt. Baldessarini wuchs mit einem zweistelligen und Pierre Cardin mit einem einstelligen Prozentsatz. Die Otto Kern-Umsätze waren stabil. Das Ergebnis des Premium-Segments war dagegen mit 7,3 Mio. EUR (Vorjahr 12,3 Mio. EUR) unbefriedigend. Wesentlich für den Rückgang waren höhere Aufwendungen für Messen, den Aufbau des eCommerce, zusätzliche Retailaktivitäten, ein Beratungsprojekt sowie sonstige Vertriebsaufwendungen.

Jeans & Workwear mit leichtem Umsatz- und Ergebnisrückgang

Pioneer Authentic Jeans konnte im Geschäftsjahr 2012/13 spürbar zulegen und sowohl den Umsatz um 7,5 Prozent als auch das Ergebnis deutlich verbessern. Schon im Vorjahr hatten wir Pionier Jeans & Casuals und Pioneer Authentic Jeans unter einheitliche Führung gestellt, um Synergien zu erzielen. Nach Umsatzrückgängen im zweiten Halbjahr 2012 und im ersten Halbjahr 2013 konnte in den letzten sechs Monaten wieder ein Plus erzielt werden. Auch für die Frühjahr-/Sommersaison 2014 rechnen wir mit einem Umsatzzuwachs. Pionier Workwear erzielte zwar durch die Übernahme des dänischen Berufsbekleidungsherstellers HBI leichte Umsatzzuwächse. Auf vergleichbarer Basis waren die Umsätze und das Ergebnis dennoch leicht rückläufig.

Men's & Sportswear mit leicht verbessertem Ergebnis

Im zweiten Halbjahr 2012 wurde bei Gin Tonic ein Restrukturierungsprojekt mit dem Ziel aufgesetzt, kurzfristig die Fehlbeträge zu halbieren und in zwei bis drei Jahren Break Even zu erreichen. Die Kostenreduktionen verliefen dabei weitgehend planmäßig. Durch ungeplanten Umsatzverlust im Wholesalegeschäft sanken jedoch die Deckungsbeiträge im Geschäftsjahr. Die Verkaufsergebnisse für Frühjahr/Sommer 2014 und die ersten Auftragseingänge für Herbst/Winter 2014 sind ermutigend. Jupiter Sportswear hatte im Geschäftsjahr 2012/13 leicht steigende Umsätze und ein stabiles Ergebnis.

Das Joint Venture Jupiter Shirt GmbH, an dem die Ahlers AG mit 49 Prozent beteiligt ist, hat im Geschäftsjahr 2012/13 ein Ergebnis von 0,2 Mio. EUR erwirtschaftet (Vorjahr 0,2 Mio. EUR).

MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER

Mitarbeiterstruktur im Konzern zum 30. November 2013 (Vorjahr)

Deutschland 632 (627)
Polen 530 (555)
Sri Lanka 852 (852)
Osteuropa/ Sonstige 124 (137)
Österreich 63 (73)
Gesamt 2.201 (2.244)

Personalkennzahlen

    2012/13 2011/12 Veränderung
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter   2.194 2.202 -0,4%
Personalaufwand bereinigt* in Mio. EUR 52,7 52,2 1,0%
Personalaufwand je Mitarbeiter bereinigt* in TEUR 24,0 23,7 1,3%
Zahl Auszubildender   25 24 4,2%
Frauenanteil im Führungskreis in % 12 16 -25,0%

* um Sondereffekte

Im Ahlers Konzern waren im Geschäftsjahr 2012/13 durchschnittlich 2.194 Mitarbeiter und damit acht weniger als im Vorjahr beschäftigt.

Am 30. November 2013 wurden mit 2.201 Mitarbeitern 43 Mitarbeiter weniger als vor einem Jahr beschäftigt. Der Rückgang erklärt sich im Wesentlichen aus einer saisonalen Aufstockung im Vorjahr in der polnischen Fertigungsstätte.

Daneben war die Beschäftigungssituation im Konzern weitgehend unverändert. In Deutschland hatte Ahlers am Stichtag fünf Mitarbeiter mehr. Einem Abbau von zehn Mitarbeitern bei Gin Tonic stand ein etwas größerer Aufbau im Retailbereich gegenüber. Durch Zusammenlegung von Steuerungsfunktionen bei Pioneer Authentic Jeans und Pionier Jeans & Casuals entfielen in Österreich zehn Stellen.

Kultur und Demographie

Ahlers ist ein familiengeführtes Unternehmen mit langjähriger Tradition am Unternehmensstandort in Herford. Durch das Markenportfolio mit acht Bekleidungsmarken in den Segmenten Premium, Jeans & Workwear sowie Men's & Sportswear hat Ahlers neben dem Hauptsitz in Herford zudem Standorte in München (Baldessarini) sowie in Sindelfingen (Gin Tonic). Des Weiteren betreibt das Unternehmen eigene Produktionsstätten in Polen und auf Sri Lanka. Von Opole (Polen) aus steuert Ahlers seine Vertriebs- und Logistikaktivitäten für einen Teil Osteuropas. Daneben beschäftigt der Konzern Mitarbeiter über ganz Europa verteilt in Retailstores.

Der Anteil weiblicher und männlicher Mitarbeiter liegt bei ca. 75 Prozent Frauen und 25 Prozent Männer. Sehr viele Mitarbeiter sind dem Unternehmen lange treu und die Fluktuation innerhalb des Unternehmens ist gering. In den vergangenen Jahren haben neue Marktfelder wie eCommerce sowie der Ausbau der Retail-Aktivitäten dazu geführt, dass eine Vielzahl an neuen Mitarbeitern in das Unternehmen gekommen ist.

Frauen und Familie

Frauen spielen eine entscheidende Rolle auf allen Hierarchiestufen innerhalb der Ahlers AG. Das Unternehmen steht seit 2005 unter der Leitung von Dr. Stella A. Ahlers als Vorstandsvorsitzender. Dem Aufsichtsrat gehören drei Frauen an: Prof. Dr. Julia von Ah als stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats und Vorsitzende des Audit Committees sowie Heidrun Baumgart und Roswitha Galle als Arbeitnehmervertreterinnen. Beide obersten Leitungsgremien sind also paritätisch besetzt. Vor allem im Produktbereich sind viele führende Positionen mit Frauen besetzt.

Personalgewinnung

Ahlers entwickelt sowohl seine Marken als auch seine Unternehmensstrategie und -strukturen konsequent weiter. So wurden in den vergangenen Jahren zum Beispiel die Abteilungen eCommerce und Retail ausgebaut. In diesen Wachstumsfeldern sowie in weiteren Unternehmensbereichen sucht das Unternehmen kontinuierlich ambitionierte und talentierte Mitarbeiter, die ihre Leidenschaft und ihr Engagement in ein führendes Modeunternehmen einbringen möchten. Ein weiterer Fokus ist die Suche nach Auszubildenden und Studienabsolventen für die Schwerpunkte Vertrieb, Retail, Produktmanagement und Rechnungswesen/Controlling.

Ausbildung und Nachwuchsförderung

Die Ausbildung junger Menschen für den Beruf hat bei Ahlers eine lange Tradition. Dabei legt das Unternehmen besonderen Wert auf eine hochwertige Anleitung und Betreuung. Ahlers setzt auf qualifizierte Nachwuchskräfte, die lange im Unternehmen bleiben und aktiv den Erfolg der Gruppe mitgestalten. So werden die Auszubildenden schnell in die Abteilungsabläufe eingebunden und erhalten die Chance, nach einer ausführlichen Einarbeitungsphase frühzeitig in ihrer Karriere Verantwortung zu übernehmen. Insgesamt absolvieren aktuell 25 Nachwuchskräfte (Vorjahr 24) ihre Ausbildung im Unternehmen. Die Auszubildenden werden nach sorgfältig entwickelten Plänen durch das Unternehmen geleitet und dabei eng betreut. Die kaufmännischen Auszubildenden lernen im Rahmen Ihrer Ausbildung zudem bei Auslandseinsätzen eigene Produktions- und Zulieferbetriebe kennen. Am Standort Herford werden folgende Ausbildungsberufe angeboten:

Industriekaufmann/-frau

EU-Industriekaufmann/-frau

Informatikkaufmann/-frau

Einzelhandelskaufmann/-frau

Am Standort Sindelfingen bildet Ahlers Schulabsolventen zum/zur Groß- und Außenhandelskaufmann/-frau aus. Seit diesem Jahr bietet das Unternehmen auch am Baldessarini-Hauptsitz in München einen Ausbildungsplatz zum Industriekaufmann/-frau an. Außerdem wird seit der Einführung der verlängerte und anspruchsvolle Ausbildungsgang EU-Industriekaufmann/-frau angeboten, welcher der zunehmenden Internationalisierung des Unternehmens durch die Einbindung von Fremdsprachen Rechnung trägt.

Qualifizierung und Personalentwicklung

Kompetente und engagierte Mitarbeiter sind das Kernkapital eines Unternehmens. Die Ahlers AG fördert ihre Mitarbeiter, zeigt ihnen im Laufe ihrer Tätigkeit im Unternehmen Entwicklungsperspektiven und bietet unterschiedliche Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen an. Seit drei Jahren erhalten begabte Nachwuchstalente die Möglichkeit, sich in dualen Studiengängen weiter als Führungsnachwuchs zu qualifizieren. Zurzeit werden mehrere Mitarbeiter in dualen Wirtschafts- und Informatikstudiengängen gefördert.

Zusammenarbeit mit Hochschulen

Die Zusammenarbeit mit Hochschulen ist ein wichtiger Erfolgsfaktor, um Talente frühzeitig für den Konzern zu begeistern. Ahlers ermöglicht zahlreichen Praktikanten erste Berufserfahrungen und Einblicke in den Berufsalltag. In diesem Jahr wurden erneut talentierte Abiturienten für ein duales Studium zur internationalen Betriebswirtschaft (International Business Administration) gewonnen. In diesem Rahmen arbeitet Ahlers zum Beispiel mit der LDT Nagold (Akademie für Modemanagement) zusammen.

Dank an die Mitarbeiter

Ahlers prägt seit rund 80 Jahren die Region um den Unternehmensstandort in Herford/ Elverdissen sowie die Menschen, die im Unternehmen arbeiten und ihre Leistung mit Leidenschaft und Loyalität einbringen. Seit seiner Gründung vor 94 Jahren kann sich der Bekleidungshersteller auf die Treue seiner Mitarbeiter verlassen. In diesem Jahr hat Ahlers 19 Mitarbeiter geehrt, die seit zehn, 25 oder gar 40 Jahren erfolgreich für das Unternehmen tätig sind. Der Vorstand, die Geschäftsführer und die Personalabteilung danken allen Mitarbeitern für ihr großes Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr.

NACHTRAGSBERICHT

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung aufgetreten, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.

PROGNOSEBERICHT

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Zum Jahreswechsel erwarten die meisten volkswirtschaftlichen Institute für 2014 für fast alle westlichen Länder steigende BIP-Entwicklungen. So soll die Weltwirtschaft um 3,5 Prozent zulegen (Vorjahr 2,8 Prozent), der Euroraum soll aus der Rezession im Jahr 2013 in leichtes Wachstum wechseln (+ 0,9 Prozent, Vorjahr - 0,4 Prozent) und innerhalb dessen soll Deutschland wieder spürbares Wachstum von 1,7 Prozent bekommen (Vorjahr 0,4 Prozent, alle Prognosen Commerzbank Januar/Februar 2014). Auch in Osteuropa dürften die Zuwächse wieder größer werden.

Die Arbeitslosigkeit im Euroraum wird aber hoch bleiben und gar nicht oder nur moderat zurückgehen. Ein großes Plus für die Konsumausgaben ist deshalb nicht zu erwarten. Allgemein wird mit einer parallelen Entwicklung von BIP und privatem Konsum gerechnet. Deshalb könnten die Konsumausgaben im Euroraum wieder leicht steigen.

Branchenausblick

Eine ähnliche leicht positive Entwicklung ist für die Bekleidungsumsätze in Europas Einzelhandel zu erwarten. In Zahlen würde das etwa 1 bis 2 Prozent Plus bedeuten. Bei normalem Wetterverlauf könnte die Frühjahr-/Sommersaison 2014 um die 2 Prozent zusätzlich zulegen, die im Vorjahr wegen des kalten Wetters fehlten. Damit würde sich das Marktwachstum auf Jahresbasis auf 2 bis 3 Prozent erhöhen, was ein positiver Wert wäre. Der Wettbewerb im Bekleidungs-Einzelhandel wird dennoch hart bleiben. Zudem besteht die Gefahr, dass Konjunktur- und Wetterschwankungen den Trend schnell ändern, auch wenn das die volkswirtschaftlichen Institute für 2014 derzeit nicht sehen.

Operative Ziele für das Geschäftsjahr 2013/14

Für das Jahr 2014 haben wir uns viel vorgenommen und u.a. folgende Maßnahmen geplant:

Weitere Internationalisierung der Marke Baldessarini u.a. in den Märkten Frankreich, Italien, Österreich und China.

Erste Internationalisierung der eigenen eShops und Intensivierung der bestehenden eCommerce Kanäle.

Verbesserung der Performance der bestehenden Stores und moderater Ausbau des Shop-Netzwerks vor allem in Osteuropa.

Zügiger Ausbau des Wholesale-Geschäfts bei Gin Tonic.

Ablösung der alten ERP-Software durch eine leistungsfähigere moderne Lösung im Rahmen eines Zwei-Jahres-Projekts.

Steigende Umsätze für 2013/14 erwartet

Für das erste Halbjahr 2013/14 liegen die Auftragseingänge im Plus. Dabei hatten die Marken im Jeans & Workwear-Segment die höchsten Zuwächse, weil im Jahr 2013 einige Sondereinflüsse den Umsatz drückten und sich das Geschäft 2014 wieder normalisieren dürfte. Gin Tonic dürfte durch die Bereinigung der Einzelhandelsaktivitäten noch einmal einen kleinen Umsatzrückgang haben. Weiter stetiges Wachstum erwarten wir im Premium-Segment im ersten Halbjahr. Für das zweite Halbjahr 2014 erwarten wir solide Wachstumsraten in den Premium- und Jeans & Workwear-Segmenten auf etwa gleichem Level. Gin Tonic sollte steigende Wholesaleumsätze und insgesamt stabile Umsätze haben.

Zusammen erwarten wir ein Umsatzwachstum für das Gesamtjahr 2013/14 von + 3 bis + 5 Prozent.

Für die Ergebnisentwicklung sehen wir aus heutiger Sicht folgende Trends:

leicht überproportional mit dem Umsatz steigender Rohertrag durch steigende Retail-Umsätze,

leicht wachsende Personal- und Sachaufwendungen. Deren Zuwachsraten sollten aber unter der des Umsatzes liegen,

Sonderaufwendungen etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2012/13,

eine Steuerquote, die sich nach den einmaligen Entlastungen im Jahr 2013 wieder auf etwa 29 Prozent normalisiert.

Zusammengenommen dürfte damit das EBIT zweistellig wachsen, während der Konzernjahresüberschuss etwas schwächer steigen dürfte. Aus heutiger Sicht halten wir einen Konzernergebnis von etwa 7 Mio. EUR für realistisch.

Prognose 2013/14 - Veränderungen zum Vorjahr

    Trend 2013/14 Ist 2012/13
Umsatzentwicklung Premium Brands + 156,8
  Jeans & Workwear + 65,3
  Men's & Sportswear - 24,6
  Insgesamt + 246,7
Ergebnis EBIT + + 7,3
  Konzernergebnis + + 5,6
Investitionen   + 5,3
+ Abweichungen mit einstelligem Prozentsatz
++ Abweichungen mit zweistelligem Prozentsatz

Stabile Beschäftigungszahlen mit nur wenig Strukturänderungen

Weitgehend stabil dürften die Personalzahlen im Jahr 2014 bleiben. Wir werden weiter den eigenen Retailbereich in der Zentrale und vor Ort ausbauen. Gleichzeitig wollen wir die Kapazität der Produktionsstätte in Polen durch Fluktuation etwas reduzieren. In Deutschland erwarten wir ebenfalls stabile Beschäftigung.

Investitionen auf Höhe der Abschreibungen erwartet

Der Vorstand erwartet für das Jahr 2014 Investitionen etwa in Höhe der Abschreibungen (2012/13: 5,3 Mio. EUR), vielleicht auch etwas darüber. Neben Ersatzbeschaffungen und Renovierungen werden der weitere Retailausbau und die ersten Investitionen in das neue ERP-System Schwerpunkte sein.

Ein wichtiges Ziel für 2014 ist die Reduzierung des Net Working Capitals. Obwohl die Vorräte am Jahresabschluss keine großen Risiken beinhalteten, belasteten sie dennoch die Liquidität. Deshalb wollen wir die Vorräte reduzieren. Gleichzeitig sollen die Lieferantenzahlungsziele verlängert werden. Insgesamt dürfte deshalb der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit deutlich über Vorjahr und über dem Jahresergebnis 2012/13 liegen.

Die Prognosen des letzten Geschäftsberichts hat das Unternehmen 2012/13 für Umsatz und Ergebnis verfehlt. Der Ahlers Vorstand hatte stabile Umsätze und einen Konzernjahresüberschuss zwischen 7,3 Mio. EUR und 10,1 Mio. EUR prognostiziert. Stattdessen gingen die Umsätze um 2,6 Prozent zurück und der Jahresüberschuss lag bei 5,6 Mio. EUR. Gründe für die niedrigeren Umsätze waren das wetterbedingt zähe Geschäft im ersten Halbjahr 2013 und Verlagerungen von Umsätzen vom November in den Dezember 2013. Das Ergebnis war wegen der niedrigeren Umsätze und höherer ungeplanter Aufwendungen z. B. für Prozess-Rückstellungen und Wechselkurseffekten niedriger.

RISIKO- UND CHANCENBERICHT EINSCHLIESSLICH FINANZINSTRUMENTEN

Risiko- und Chancenbericht

Gutes Management eines Unternehmens bedeutet einerseits, die Unternehmenszukunft durch Realisierung von Chancen im Markt für die Zukunft abzusichern. Andererseits muss ein aktives Risiko-Management das Unternehmen gegen kurzfristig auftretende Gefahren schützen. Risiken sollen dabei frühzeitig erkannt und möglichst quantifiziert werden, so dass durch Reaktion Schäden vermieden oder zumindest reduziert werden können.

Der Vorstand hat ein Risikomanagementsystem installiert, das den Anforderungen des Mehrmarkenunternehmens mit einer dezentralen, regional verteilten Organisation entspricht. Das revolvierende, überwiegend monatliche Berichtsmanagement liefert deshalb nicht nur die für die operative Führung notwendigen, sondern auch die für die Risikoquantifizierung relevanten Daten. Das Audit Committee des Aufsichtsrats erhält zur Unterstützung der eigenen Arbeit einen vierteljährlich erstellten Risikobericht. Alle Risiken werden darin in Abhängigkeit von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe in hoch, mittel oder gering eingestuft. Dann wird anhand von Kennzahlen die Veränderungsrichtung und die Größe der Gefahr ermittelt. Die Angemessenheit, die Wirksamkeit und die Inhalte der laufenden Risiko-Berichterstattung werden regelmäßig vom Vorstand und vom Risikomanagement geprüft. Die Konzernrevision ist in das Risikomanagement durch die fortlaufende Prüfung und Überwachung der Konzernvorschriften und Prozesse eingebunden. Bei Ahlers werden die Risiken unterteilt in solche, die zentral überwacht und gesteuert werden, und solche, die in den operativen Einheiten erfasst und in die Zentrale gemeldet werden.

Die Zentralrisiken sind:

Profitabilität der Geschäftsbereiche

Risiken aus der Beschaffung

Forderungsausfallrisiken

Lizenzrisiken

Rechtliche Risiken

Liquiditätsrisiko

Risiken aus der Kapitalstruktur

Währungsrisiken

Zinsrisiken

IT-Risiken: Verfügbarkeit und Datenschutz

Versicherungen für Betriebsunterbrechungen, Verlust von Waren und Schadensersatzansprüche Dritter

Risiken und Chancen im Kunstvermögen.

Dem Risiko der nachlassenden Profitabilität der Geschäftsbereiche begegnet Ahlers mit der permanenten Überwachung aller relevanten Kennzahlen der Marken und Geschäftsbereiche, wie z. B. der Kalkulations- oder der erzielten Rohertragsmarge sowie der Einhaltung der Kostenbudgets. Sobald erste Anzeichen für eine Planabweichung und eine damit einhergehende sinkende Profitabilität bestehen, wird vom Management unter Einbeziehung der Bereiche eine Ursachensuche und Analyse begonnen und ein Maßnahmenplan entwickelt.

Beschaffungsrisiken sind aufgrund der qualitativen und quantitativen Anforderungen für Modeunternehmen eine ständige Herausforderung. Das Modeunternehmen befindet sich dabei in einem Spannungsfeld von Kosten und Zuverlässigkeit, wobei sowohl Stillstand als auch zu schnelles Verlagern von Beschaffungsorten die Gesellschaft gefährden können. Ahlers verringert diese Risiken durch eine sorgfältige und frühzeitige Auswahl qualifizierter Lieferanten und gründliche Qualitätskontrollen. Die Auswahl der Fertigungsbetriebe geschieht sowohl unter Risiko- als auch Chancenaspekten, letztere können in günstigeren regionalen Produktionskosten oder Währungsänderungen liegen. Zunehmend entstehen auch Risiken aus der Nicht-Einhaltung von Sozialstandards. Diesen Gefahren wird mit klaren Vereinbarungen sowie regelmäßigen Kontrollen der Lieferanten entgegengetreten.

Eine strenge Bonitätsprüfung und eine Versicherung gegen Zahlungsausfälle reduzieren die Forderungsrisiken der Ahlers AG. Eine Auslieferung ohne Deckung der Kreditversicherung erfolgt nur nach kritischer Überprüfung und soweit vorhanden der Analyse der bisherigen Kundenbeziehung. Forderungsrisiken, die nicht versicherbar sind, müssen vom Vorstand freigegeben werden. Der Vorstand überprüft diese Entscheidung regelmäßig alle sechs Monate.

Lizenzrisiken bestehen in der Beendigung der Lizenzverträge oder der Übertragung von Markenrechten an Dritte. Ahlers wirkt diesen Risiken mit Vertragsverlängerungen mit langen Laufzeiten entgegen und überwacht permanent die nationale und internationale Registrierung ihrer Marken und die Einhaltung von Lizenzverträgen mit Dritten.

Rechtliche Risiken aus Gerichts- oder ähnlichen Verfahren, die sich negativ auf die Ertragslage des Konzerns auswirken könnten, sind in dem Berichtsjahr nicht hinzugetreten. Jedoch hatten nach dem Abschlussstichtag alte Rechtsfälle trotz sorgfältiger juristischer Bearbeitung Rückstellungsbedarf erfordert. Eine Versicherung deckt Gewährleistungsansprüche aus der Produkthaftpflicht ab, die bisher jedoch in keinem nennenswerten Umfang gestellt worden sind.

Das Liquiditätsrisiko und Risiko von Zahlungsstromschwankungen wird kontinuierlich überwacht. Die Liquidität ist mit hinreichend großen Kreditlinien sichergestellt, die saisonale und auch unerwartete Liquiditätsbelastungen abdecken. Die Kreditlinien sind auf mehrere Kreditinstitute verteilt und waren zum Geschäftsjahresende zu weniger als 50 Prozent ausgenutzt. Eine regelmäßige Kommunikation mit den kreditgebenden Banken sowie lange Laufzeiten für den Grundbedarf sichern die Liquidität. Die Zahlungsströme des eigentlichen Geschäfts sind über die Saison meist gut kalkulierbar. Hierbei wird der Cashflow vor allem durch die Profitabilität und die Schwankungen des Net Working Capitals beeinflusst.

Es bestehen keine erwähnenswerten Risiken aus der Kapitalstruktu . Der Ahlers Konzern verfügt über eine hohe Eigenkapitalquote und hat eine geringe Nettoverschuldung. Schwer kalkulierbare Bilanzpositionen wie z. B. Pensionsrückstellungen haben eher einen kleinen Anteil an der Bilanzsumme.

Währungsrisiken sind für international tätige Unternehmen bedeutsam, gerade wenn der Beschaffungsmarkt wie bei Modeunternehmen üblich überwiegend in einer Währung abgewickelt wird, der Verkauf jedoch in einer anderen. Deshalb erfolgt die Sicherung des US-Dollars für die Warenbeschaffung aus Asien jede Saison mittels einer mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Richtlinie. In dieser sind die für den Saisonzyklus notwendigen Fremdwährungsbeträge mit Mindest- und Höchstquoten abzusichern. Diese Absicherung wird regelmäßig und zeitnah mit dem Bedarf an diesen Finanzinstrumenten abgeglichen.

Zinsrisiken entstehen im Falle der Fremdfinanzierung durch Veränderungen der Marktzinsen. Das Risiko steigender Fremdkapitalbeschaffungskosten tritt bei variabel verzinslichen Darlehen sowie bei notwendig werdenden Anschlussfinanzierungen ein. Das Zinsrisiko ist bei Ahlers wegen der relativ niedrigen Fremdfinanzierung gering, jedoch wird die Entwicklung der Marktzinsen trotzdem genau überwacht. Darlehen werden entweder zu festen Zinssätzen abgeschlossen oder es können bei wesentlichen Fremdfinanzierungen Absicherungen gegen das Zinsänderungsrisiko durch den Abschluss von Zinsswaps vorgenommen werden, soweit das die Markterwartungen geboten erscheinen lassen.

IT-Risiken entstehen durch die wachsende Vernetzung der Informationssysteme und die Notwendigkeit ihrer ständigen Verfügbarkeit. Rechnersysteme und Netzwerke können ausfallen, was zu einer massiven Störung des Betriebsablaufs führen könnte. Darüber hinaus sind unberechtigter Datenzugriff bzw. -missbrauch eine wachsende Bedrohung. Diesen Risiken wird mit dem Einsatz moderner Hard- und Software auf aktuellstem Sicherheitsstandard begegnet. Qualifizierte interne und externe Experten sorgen permanent für den Schutz und die Optimierung der Ahlers IT-Systeme. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch regelmäßige Investitionen in Hard- und Software, Virenscanner, Firewallsysteme sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen. Die IT-Infrastruktur der Ahlers AG wurde als Zeichen für seine Sicherheit mit dem TÜV-Prüfzeichen "Trusted Site Infrastructure" ausgezeichnet.

Ein umfassender Versicherungsschutz sichert unter anderem die Risiken durch Betriebsunterbrechung, Verlust von Waren sowie Schadensersatzansprüche ab. Durch die im Vorjahr durchgeführte Überprüfung sämtlicher Versicherungspolicen konnten nicht nur Prämieneinsparungen erzielt werden, sondern auch der Versicherungsschutz optimiert werden.

Chancen und Risiken im Kunstvermögen der Ahlers AG ergeben sich aus langfristigen Wertentwicklungen im Kunstmarkt. Das Management des Unternehmens prüft regelmäßig, ob die zugrunde gelegten Buchwerte der Kunstwerke zu hoch sind. Dauerhafte Rückgänge des Marktwerts würden zu Abschreibungen führen. Bislang hat das Unternehmen keine wesentlichen Abschreibungen vornehmen müssen. Vielmehr gehen wir von stillen Reserven im Kunstvermögen aus, die aber moderat sein dürften und schwer zu beziffern sind. Ein größerer Teil der Kunstwerke wurde erst in jüngerer Zeit erworben, so dass der Zeitraum für Wertsteigerungen kurz war.

Die Bereichsrisiken im Ahlers Konzern bestehen aus:

Kollektionserfolg

Lagerbeständen

Kundenabhängigkeit

Das Kollektionsrisiko besteht in der Modebranche jede Saison darin, dass die Kollektionen vom Markt nicht ausreichend angenommen werden und dadurch Umsatzeinbußen entstehen. Zeitnahe Berichte über Vorverkäufe und monatliche Reports der Geschäftsbereiche über die Marktlage informieren den Vorstand über die Marktstärke unserer Produkte. Die Integration von Abverkaufsinformationen aus dem Handel und den eigenen Geschäften fördern die Gestaltung verkaufsstarker Produkte, auf die mit kurzfristigen Produktionsausweitungen reagiert werden kann.

Die Beherrschung des Lagerrisikos stellt eine zunehmend wichtige Aufgabe in der Modeindustrie dar. Für eine langfristig erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Handel ist die Lieferfähigkeit von immenser Bedeutung. Gleichzeitig muss jedoch der Lagerbestand am Ende der Saison verkauft sein, um die Liquidität des Unternehmens zu entlasten. Ahlers minimiert das Risiko, indem die Lagerbestände mittels systematischer Dispositions- und Verkaufsprinzipien und durch regelmäßige Bestandskontrollen überwacht und auf dem richtigen Niveau gehalten werden.

Das Risiko der Kundenabhängigkeit verstärkt sich durch die Entwicklung, dass zunehmend große Filialisten den klassischen Facheinzelhandel verdrängen, wodurch der Umsatzanteil von Großkunden steigt. Größere Anbieter, die den Handel mit qualitativ hochwertiger Ware professionell bedienen, profitieren von dieser Entwicklung. Ahlers tritt mit Kunden auf allen Ebenen in den Dialog, um die Marktbedürfnisse und Probleme frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig verringert Ahlers seine Kundenabhängigkeit durch die fortschreitende Internationalisierung und die Vertikalisierung mittels eigener Retailaktivitäten. Hierzu gehört auch der Ausbau eigener eCommerce-Aktivitäten, da das Internet als Absatzkanal für Bekleidung immer wichtiger wird. Die Gesellschaft hat darüber hinaus ein Berichtssystem implementiert, welches eine ständige und zeitnahe Überwachung von Auslieferungsquoten, termingerechten Auslieferungen, Auftragsbeständen und Umsätzen sicherstellt, um alle Kunden gut zu bedienen und die Kundenbeziehungen zu festigen. Die Mehrmarkenstrategie des Ahlers Konzerns mindert das Risiko der Kundenabhängigkeit insoweit, als dass die unterschiedlich positionierten Marken jeweils andere Kunden und Einzelhandelsformate bedienen.

Die dargestellten Risiken bergen auch Chancen. So werden insbesondere aus der laufenden Überwachung der Profitabilität der Geschäftsbereiche auch Chancen zur Erkennung neuer Entwicklungen abgeleitet. Besonders aus den Berichten über Bereichsrisiken werden wichtige Erkenntnisse über Chancen am Markt gewonnen. Wenn z. B. in Reportings Nachfrageänderungen von Kunden in bestimmten Märkten beschrieben werden, kann daraus auch die frühzeitige Reaktion darauf Chancen bringen. Ähnlich stellt sich das auf der Beschaffungsseite dar. Hier garantiert die parallele Beobachtung der wichtigsten Märkte eine rechtzeitige Verlagerung in Länder mit konkurrenzfähigen Preise und zuverlässiger Qualität.

Wie im Vorjahr deckt sich der Wirkungsbereich des Risikoberichts mit dem Konsolidierungskreis. Wesentliche Änderungen des Risikomanagementsystems gegenüber dem Vorjahr ergaben sich nicht.

Die Gesamtrisikosituation des Ahlers Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2012/13 nicht grundlegend gegenüber der des Vorjahres verändert. Vom heutigen Standpunkt aus lassen sich keine Risiken erkennen, die alleine oder in Kombination mit anderen Risiken, den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Ahlers beschafft seine Waren zu einem wesentlichen Teil in Asien. Die dort übliche Währung ist der amerikanische Dollar. Um nicht durch kurzfristige Währungsschwankungen Verluste zu erleiden, werden die Beschaffungsvorgänge saisonweise auf Basis eines quantitativen Beschaffungsplans mit einem Horizont von bis zu zwölf Monaten abgesichert. Die dabei eingesetzten Instrumente sind überwiegend Termingeschäfte. In beschränktem Umfang können auch Optionen eingesetzt werden. In deutlich geringerem Maße werden auch Vertriebsaktivitäten in Fremdwährung wie z. B. in Schweizer Franken abgesichert.

Die Finanzierung des Unternehmens erfolgt zurzeit mit bilateralen Kreditverträgen mit Kreditinstituten. Dabei wird der Grundbedarf meist mit mittelfristigen Krediten mit einer Anfangslaufzeit von bis zu fünf Jahren bei verschiedenen Banken gedeckt. Kurzfristige Kreditlinien sichern die Abdeckung von Saisonspitzen.

INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM nach §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess und erläuternder Bericht

Zwei wesentliche Komponenten sichern die Vermeidung oder Reduzierung von Risiken im Unternehmen ab: ein System von Anweisungen und Geschäftsordnungen auf der einen Seite und einem der Kontrolle und Information dienenden Reporting auf der anderen Seite.

Geschäftsordnungen regeln für den Aufsichtsrat, den Vorstand und die Geschäftsführer aller Konzerngesellschaften Handlungsspielräume und die Einbeziehung verschiedener Hierarchieebenen im Entscheidungsprozess. Einzelanweisungen, die für alle Mitarbeiter gelten, sind im Intranet des Ahlers Konzerns abrufbar. Dort findet sich insbesondere auch die Grundwerteerklärung des Konzerns.

Kontrollierende Berichte zur Risikosituation werden allen Verantwortlichen in verschiedenen Detaillierungsgraden in festgelegten angemessenen Frequenzen, meist monatlich, zugeleitet. Das Audit Committee des Aufsichtsrats wird quartalsweise mit einem Risikobericht über die Zentralrisiken und die Bereichsrisiken informiert.

Internes Kontrollsystem im Rechnungslegungs- und Konsolidierungsprozess

Zielsetzung des internen Kontrollsystems des Rechnungslegungs- und Konsolidierungsprozesses ist es, Fehlerquellen zu minimieren und Fehler schnell zu erkennen. Hierzu sind die Buchhaltungsabteilungen des Konzerns pro Land zentral, in einigen Fällen länderübergreifend organisiert. Die Mitwirkung externer Dienstleister am Abschlussprozess beschränkt sich normalerweise auf Steuerberechnungen. In kleineren Ausnahmefällen werden Abschlüsse auch extern erstellt.

Systemtechnisches Rückgrat der Buchhaltung ist das SAP-System, auf das regional aktiv sowie zentral kontrollierend zugegriffen werden kann. Die SAP-Stammdatenpflege und -Systembetreuung erfolgt zentral.

Das Konzern-Rechnungslegungs-Handbuch sorgt für die bilanzielle Gleichbehandlung aller wiederkehrenden Sachverhalte. Neue Sachverhalte werden mit der Konzernzentrale abgestimmt. Änderungen in der Konzern-Rechnungslegung werden unmittelbar an alle beteiligten Mitarbeiter und betroffenen externen Dienstleister kommuniziert. Das Reporting der Tochtergesellschaften erfolgt mittels einheitlicher Formulare, die zu jedem Monats-, Quartals- und Jahresabschluss von den jeweiligen Buchhaltungsabteilungen ausgefüllt werden. Hierzu gehören u. a. der landesrechtliche und der IFRS-Abschluss sowie eine Abstimmung der Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften. Alle Angaben fließen in der zentralen Konsolidierungsabteilung zusammen. Dort erfolgen sämtliche konzerninternen Abstimmungen, Konsolidierungen, die Überwachung von Berichtsfristen und die Qualitätskontrolle der Berichtsdaten. Hier werden auch alle Einzelabschlüsse zum Konzernabschluss unter Anwendung einer Konsolidierungssoftware zentral verarbeitet. Die Kontrolle im Bereich der Konsolidierung ergibt sich aus dem Konsolidierungsprozess. Abstimmungsdifferenzen in der Konsolidierung werden an die beteiligten Tochtergesellschaften kommuniziert und korrigiert.

Generell gilt im Konzern das Vier-Augen-Prinzip. Wichtige Abschlussentscheidungen wie Vorrats- und Forderungsbewertungen werden vom Vorstand freigegeben. Flache Hierarchien, direkte Berichtswege und monatliche Zwischenabschlüsse ermöglichen die Erkennung von Risiken und die frühzeitige Aufdeckung von Fehlern.

Die Interne Revision ist regelmäßig auf abschlussrelevante Themen angesetzt und im Jahresabschlussprozess kontrollierend tätig. Ein Schwerpunkt ist dabei stets die Bestandsführung und -bewertung, die in der Bekleidungsbranche besonders anspruchsvoll und wichtig für das Ergebnis ist. Auch die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in den rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird regelmäßig durch die Konzernrevision überprüft.

Mit den eingerichteten Prozessen, Systemen und Kontrollen ist hinreichend gewährleistet, dass der Konzernrechnungslegungsprozess im Einklang mit den Internationalen Financial Reporting Standards (IFRS), dem HGB sowie anderen rechnungslegungsrelevanten Regelungen und Gesetzen erfolgt und somit zulässig ist.

SONSTIGE ANGABEN

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Konzernlageberichts und des Lageberichts für die Ahlers AG.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat beschlossen und regelmäßig überprüft. Dabei wird die Größe, Tätigkeit sowie die wirtschaftliche Situation der Ahlers AG auf der einen Seite berücksichtigt. Die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds und der persönliche Beitrag am Erfolg des Unternehmens auf der anderen Seite sind weitere wichtige Angemessenheitskriterien. Die Gesamtbezüge und ihre einzelnen Bestandteile stehen nach der Beurteilung des Aufsichtsrats in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandmitglieds und zur wirtschaftlichen Lage der Ahlers AG. Der Personalausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Er unterbreitet dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung Vorschläge zur Vergütung, zum Vergütungssystem und seiner regelmäßigen Überprüfung sowie zum Abschluss, der Änderung und Beendigung der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder.

Die Vergütung ist grundsätzlich leistungsorientiert und setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen:

Ein fixes Jahresgehalt, das monatlich gezahlt wird und regelmäßig vom Aufsichtsrat auf seine Angemessenheit überprüft wird.

Eine ergebnisabhängige Jahrestantieme, die als fester Prozentsatz des KonzernJahresüberschusses bestimmt ist. Für die ergebnisabhängige Tantieme ist ab dem Geschäftsjahr 2013/14 ein Höchstbetrag festgesetzt.

Eine zielorientierte Jahrestantieme, die abhängig ist vom Erreichen bestimmter, vom Aufsichtsrat festgelegter Ziele. Die Höhe orientiert sich dabei an dem Zielerreichungsgrad. Für die zielorientierte Tantieme ist ein Höchstbetrag festgesetzt.

Eine auf die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens ausgerichtete langfristig orientierte Tantieme. Deren Höhe orientiert sich an der Entwicklung des KonzernUmsatzes, des Konzernergebnisses, des Net Working Capitals und des Aktienkurses über zwei Dreijahreszeiträume. Die Dreijahreszeiträume laufen von Dezember 2012 bis November 2015 und von Dezember 2014 bis November 2017. Die Auszahlungen erfolgen im April 2016 bzw. im April 2018. Die aktienkursbasierten Bestandteile beider Dreijahres-Tranchen hatten zum Zeitpunkt ihrer Ausgabe am 1. Dezember 2013 einen inneren Wert von insgesamt 68 TEUR. Für die langfristig orientierte Tantieme ist ein Höchstbetrag festgelegt.

Sonstige Vergütungsbestandteile bestehen in der Bereitstellung eines Firmenwagens, eines Bekleidungskontingents sowie für das auswärtige Vorstandsmitglied einer Dienstwohnung am Firmensitz. Für die Nutzung des Dienstwagens ist ab dem Geschäftsjahr 2013/14 eine Höchstgrenze festgesetzt worden. Pensionszusagen für Vorstandsmitglieder existieren nicht. Vorstandsmitglieder erhalten keine Kredite.

Die Vorstandsverträge beinhalten keine ausdrückliche Abfindungszusage für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses. Es bestehen ebenfalls keine sogenannten "Change of-Control"-Klauseln für den Fall einer Übernahme. Ruhegeldzusagen sind den amtierenden Mitgliedern des Vorstandes nicht gemacht worden.

Die Hauptversammlung 2011 hat festgelegt, dass die individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge für die Dauer von weiteren fünf Jahren unterbleibt. Die Gesamtbezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR Fixes Gehalt Jahresbonus* Sonstiges Gesamt
2011/12 735 515 64 1.314
2012/13 840 451 64 1.355

* bestehend aus ergebnisabhängiger, zielorientierter und langfristig orientierter Tantieme. Für die langfristig orientierte Tantieme sind 18 TEUR enthalten (Vorjahr 0 TEUR).

Ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. Geschäftsführer der Adolf Ahlers GmbH und deren Hinterbliebene erhielten im Geschäftsjahr 2012/13 Bezüge von insgesamt 76 TEUR (Vorjahr 73 TEUR).

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Aufsichtsratsvergütung ist in § 18 der Satzung geregelt. Analog zur Vorstandsvergütung richtet sich auch die Entlohnung der Aufsichtsratsmitglieder sowohl nach der Größe und wirtschaftlichen Situation der Ahlers AG als auch nach den Aufgaben des jeweiligen Aufsichtsratsmitglieds. Die Vergütung setzt sich aus einer fixen und einer variablen Komponente zusammen. Die variable Komponente orientiert sich an der nachhaltigen Unternehmensentwicklung. Sie errechnet sich aus einem festen Promillesatz vom DurchschnittsKonzern-Jahresüberschuss der letzten drei Jahre unter Berücksichtigung eines Schwellenwertes und ist nach oben beschränkt. Der Aufsichtsratsvorsitz, die Stellvertretung sowie der Vorsitz in einem Ausschuss werden zusätzlich vergütet.

in TEUR Feste Vegütung Variable Vergütung Gesamt
2011/12 105 39 144
2012/13 105 30 135

Sämtliche Auslagen, die im Zusammenhang mit der Aufsichtsratstätigkeit anfallen, sowie die auf die Bezüge anfallende Umsatzsteuer werden den Aufsichtsratsmitgliedern ersetzt. Auch die Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Kredite. Die Kanzlei Feddersen Heuer & Partner, für die der Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Heuer Partner tätig ist, hat die Gesellschaft in einem Akquisitionsvorhaben rechtlich beraten und dafür einen Betrag von 36 TEUR berechnet. Die Sozietät von Ah & Partner AG, Zürich (Schweiz), bei der Aufsichtsratsmitglied und Audit Committee Vorsitzende Prof. Dr. von Ah Partnerin ist, war im Geschäftsjahr 2012/13 steuerberatend für den Ahlers Konzern tätig und hat dafür 61 TEUR in Rechnung gestellt. Herr Bernd A. Rauch berät das Unternehmen in der Neugestaltung seines Marketingauftritts einschließlich der Auswahl der Agenturen und der Verhandlung der Verträge für ein neues Firmenemblem und einen neuen Internetauftritt. Er hat dafür 32 TEUR erhalten. Alle Leistungen wurden vom Aufsichtsrat gemäß § 114 AktG im Vorwege genehmigt.

ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN UND ERLÄUTERNDER BERICHT NACH §§ 289 ABS. 4, 315 ABS. 4 HGB
UND § 176 ABS. 1 SATZ 1 AKTG

Das Grundkapital der Ahlers AG beträgt zum 30. November 2013 43.200.000,00 EUR. Es ist aufgeteilt in 7.600.314 Stück Stammaktien (55,6 Prozent) und 6.081.206 Stück Vorzugsaktien (44,4 Prozent). Die Stamm- und Vorzugsaktien verfügen über einen rechnerischen Betrag von je 3,16 EUR am Grundkapital. Gemäß § 22 der Satzung gewährt jede Stammaktie der Gesellschaft eine Stimme auf der Hauptversammlung. Dagegen sind die Vorzugsaktien gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung stimmrechtslos. Es existieren keine Stimmrechtskontrollen für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital der Ahlers AG beteiligt sind.

500 Stück der Stammaktien sind vinkulierte Namensaktien, die mit einem Entsenderecht für ein Aufsichtsratsmandat ausgestattet sind. Inhaber dieser vinkulierten Namensaktien ist die Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers KG. Die restlichen 13.681.020 Aktien sind Inhaberaktien.

Herr Jan A. Ahlers war bis zu seinem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat am 7. Mai 2013 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Ahlers AG. Er war am 30. November 2013 direkt und indirekt über die Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers KG sowie die WTW-Beteiligungsgesellschaft mbH insgesamt mit einem Anteil von 51,8 Prozent am Grundkapital der Ahlers AG beteiligt. Dabei hielt er 76,6 Prozent der Stammaktien und 20,8 Prozent der Vorzugsaktien.

Der Vorstand der Ahlers AG besteht gemäß § 8 der Satzung aus mindestens einem Mitglied. Der Aufsichtsrat bestimmt die Anzahl der Vorstandsmitglieder und kann einen Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden oder stellvertretenden Sprecher des Vorstands ernennen. Es können auch stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden.

Satzungsänderungen können gemäß der Regelungen der §§ 179 ff. AktG mit der Zustimmung von mindestens drei Vierteln des bei der Hauptversammlung vertretenen Grundkapitals beschlossen werden. Der Aufsichtsrat ist befugt, Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, selbst vorzunehmen (§ 27 der Satzung).

Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung ermächtigt, bis zum 2. Mai 2017 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stammaktien und/oder stimmrechtsloser Vorzugsaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu 21,6 Mio. EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Er kann dabei das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats in folgenden Fällen ausschließen:

(i) um Spitzenbeträge auszugleichen;

(ii) wenn die Aktien gegen Sacheinlage, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen und/oder zum Zwecke des Erwerbs von sonstigen Vermögensgegenständen einschließlich Rechten und Forderungen, ausgegeben werden; das Bezugsrecht aufgrund dieser Ermächtigung darf nur auf Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von bis zu 20 Prozent des Grundkapitals (also in Höhe von bis zu insgesamt 8.640.000,- EUR) ausgeschlossen werden;

(iii) wenn die Aktien der Gesellschaft gegen Bareinlage ausgegeben werden und der Ausgabepreis je Aktie den Börsenpreis der im Wesentlichen gleich ausgestatteten, bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der Ausgabe der Aktien nicht wesentlich unterschreitet. Der Bezugsrechtsausschluss kann in diesem Fall jedoch nur vorgenommen werden, wenn die Anzahl der in dieser Weise ausgegebenen Aktien zusammen mit der Anzahl eigener Aktien, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden, und der Anzahl der Aktien, die durch Ausübung von Options- und/oder Wandlungsrechten oder Erfüllung von Wandlungspflichten aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und/oder Genussrechten entstehen können, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden, 10 Prozent des Grundkapitals weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung oder - falls dieser Wert geringer ist - zum Zeitpunkt der Ausnutzung der Ermächtigung nicht übersteigt;

(iv) soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Optionsscheinen und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf die neuen Aktien in dem Umfang zu gewährleisten, wie es ihnen nach Ausübung des Options- oder Wandlungsrechts zustehen würde.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Mai 2012 zu Tagesordnungspunkt 7 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 2. Mai 2017 eigene Aktien der Gesellschaft gleich welcher Gattung (Stamm- oder Vorzugsaktien) bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft in Höhe von 43.200.000,00 EUR zu erwerben.

Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder von ihr abhängige oder in Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder durch auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb kann sich auf Aktien nur einer Gattung beschränken und kann entweder über die Börse oder über eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten erfolgen. Der Kaufpreis darf den aktuellen Börsenpreis um nicht mehr als 10 Prozent über- oder unterschreiten.

Das öffentliche Kaufangebot bzw. die öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten kann nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung weitere Bedingungen vorsehen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die aufgrund dieser Ermächtigung oder einer oder mehrerer früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken, zu verwenden:

(1) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.

(2) Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder aufgrund eines Angebots an alle Aktionäre veräußert werden, wenn der bar zu zahlende Kaufpreis den Börsenpreis der im Wesentlichen gleich ausgestatteten, bereits börsennotierten Aktien nicht wesentlich unterschreitet. Die Anzahl der in dieser Weise veräußerten Aktien darf zusammen mit der Anzahl der neuen Aktien, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aus genehmigtem Kapital unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden, und der Anzahl der Aktien, die durch Ausübung von Options- und/oder Wandlungsrechten oder Erfüllung von Wandlungspflichten aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und/oder Genussrechten entstehen können, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden, 10 Prozent des Grundkapitals nicht überschreiten. Maßgeblich ist das Grundkapital zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung über die vorliegende Ermächtigung oder - falls dies geringer ist - das zum Zeitpunkt der Ausnutzung der vorliegenden Ermächtigung bestehende Grundkapital.

(3) Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen und/oder zum Zwecke des Erwerbs von sonstigen Vermögensgegenständen einschließlich Rechten und Forderungen.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aufgrund dieser Ermächtigung oder einer oder mehrerer früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien ist ausgeschlossen, soweit sie gemäß den vorstehenden Ermächtigungen unter (2) und (3) verwendet werden.

Es bestehen keine Vereinbarungen der Gesellschaft für den Fall eines Kontrollwechsels. Ebenso existieren keine Entschädigungsvereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder anderen Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung ist im Corporate Governance Bericht auf den Seiten 34 ff. dieses Geschäftsberichts enthalten und als Bestandteil des Lageberichts der Ahlers AG aufgenommen. Sie steht auch im Internet unter www.ahlers-ag.com zur Verfügung.

ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN

Wir weisen darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.

 

Herford, den 26. Februar 2014

Ahlers AG

Der Vorstand

KONZERNBILANZ zum 30. November 2013

AKTIVA

in TEUR Anhang 30.11.2013 30.11.2012
A. Langfristige Vermögenswerte      
I. Sachanlagen (11)    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten   15.507 16.690
2. Technische Anlagen und Maschinen   969 1.176
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung   11.184 10.619
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau   24 103
    27.684 28.588
II. Immaterielle Vermögenswerte (12)    
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte   11.728 11.987
III. At-Equity Beteiligungen (13) 211 211
IV. Sonstige langfristige Vermögenswerte (14)    
1. Sonstige finanzielle Vermögenswerte   1.550 1.562
2. Sonstige Vermögenswerte   19.609 19.224
    21.159 20.786
V. Latente Steueransprüche (8) 1.432 1.215
Summe langfristige Vermögenswerte   62.214 62.787
B. Kurzfristige Vermögenswerte      
I. Vorräte (15)    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   24.896 22.840
2. Unfertige Erzeugnisse   367 336
3. Fertige Erzeugnisse und Waren   50.421 42.741
    75.684 65.917
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (16) 33.875 32.717
III. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (17)    
1. Sonstige finanzielle Vermögenswerte   14 615
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen   149 -
3. Laufende Ertragsteueransprüche   2.759 2.944
4. Sonstige Vermögenswerte   3.825 3.914
    6.747 7.473
IV. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (18) 3.928 1 1 .855
Summe kurzfristige Vermögenswerte   120.234 117.962
Summe Aktiva   182.448 180.749

Passiva

     
in TEUR Anhang 30.11.2013 30.11.2012
A. Eigenkapital (19)    
I. Gezeichnetes Kapital (20) 43.200 43.200
II. Kapitalrücklage (23) 15.024 15.024
III. Gewinnrücklagen (24) 50.472 53.724
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung (25) -1.605 -1.140
Summe Konzernanteile   107.091 110.808
V. Nicht beherrschende Anteile   2.249 2.089
Summe Eigenkapital   109.340 112.897
B. Langfristige Schulden      
I. Rückstellungen für Pensionen (26) 4.642 5.140
II. Sonstige Rückstellungen (27) 363 372
III. Finanzielle Verbindlichkeiten (28)    
1. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten   24.171 22.290
2. Nicht beherrschende Anteile an Personengesellschaften   1.229 1.226
    25.400 23.516
IV. Sonstige Verbindlichkeiten   25 26
V. Latente Steuerverbindlichkeiten (8) 2.455 2.190
Summe langfristige Schulden   32.885 31.244
C. Kurzfristige Schulden      
I. Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten   279 683
II. Sonstige Rückstellungen (29) 2.901 3.369
III. Finanzielle Verbindlichkeiten (28) 6.409 4.465
IV. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   17.907 14.911
V. Sonstige Verbindlichkeiten (30)    
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   1.872 2.187
2. Sonstige Verbindlichkeiten   10.855 10.993
    12.727 13.180
Summe kurzfristige Schulden   40.223 36.608
Summe Schulden   73.108 67.852
Summe Passiva   182.448 180.749

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2012/13

in TEUR Anhang 2012/13 2011/12
1. Umsatzerlöse (1) 246.717 253.170
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   5.887 -2.255
3. Sonstige betriebliche Erträge (2) 4.557 5.737
4. Materialaufwand (3) -128.335 -124.809
5. Personalaufwand (4) -52.712 -53.488
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (5) -63.495 -61.128
7. Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und sonstige langfristige Vermögenswerte (6) -5.282 -6.168
8. Zinsen und ähnliche Erträge (7) 352 355
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (7) -1.013 -1.162
10. Ergebnis vor Ertragsteuern   6.676 10.252
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (8) -1.121 -2.952
12. Konzern-Jahresüberschuss   5.555 7.300
13. davon entfallen auf:      
- Anteilseigner der Ahlers AG   5.192 6.919
- Nicht beherrschende Anteile (9) 363 381
Ergebnis je Aktie (EUR) unverwässert/ verwässert (10)    
- Stammaktie   0,36 0,48
- Vorzugsaktie   0,41 0,53

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

in TEUR Anhang 2012/13 2011/12
12. Konzern-Jahresüberschuss   5.555 7.300
Nicht in die GuV umzuklassifizieren      
14. Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen (24) 133 -359
In die GuV umzuklassifizieren      
15. Netto-Ergebnis aus Cashflow Hedges (25) -36 -1.019
16. Währungsumrechnungsdifferenzen   -429 959
17. Umgliederungen in Verbindlichkeiten   -204 -107
18. Sonstiges Ergebnis nach Steuern   -536 -526
19. Gesamtergebnis   5.019 6.774
20. davon entfallen auf:      
- Anteilseigner der Ahlers AG   4.859 6.500
- Nicht beherrschende Anteile   160 274

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2012/13

in TEUR 2012/13 2011/12
Konzern-Jahresüberschuss 5.555 7.300
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.121 2.952
Zinserträge / Zinsaufwendungen 661 807
Abschreibungen / Zuschreibungen auf Anlagevermögen (Saldo) 5.282 6.168
Verluste / Gewinne aus Anlageabgängen (Saldo) -384 -689
Zunahme/Abnahme der Vorräte und sonstiger lang- und kurzfristiger Vermögenswerte -10.370 6.255
Veränderung langfristiger Rückstellungen -508 248
Veränderung der nicht beherrschenden Anteile (Personengesellschaften) und sonstiger langfristiger Verbindlichkeiten 3 7
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen -468 -217
Veränderung der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten 2.675 -2.091
gezahlte Zinsen -930 -1.321
erhaltene Zinsen 242 350
gezahlte Ertragsteuern -3.972 -7.555
erhaltene Ertragsteuern 2.611 211
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 1.518 12.425
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 793 394
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten 26 22
Einzahlungen aus Abgängen von sonstigen langfristigen Vermögenswerten 701 841
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -4.969 -3.750
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -309 -2.424
Auszahlungen für den Erwerb von sonstigen langfristigen Vermögenswerten -546 -853
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen - -1.011
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -4.304 -6.781
Dividendenauszahlung -8.575 -9.197
Tilgung / Aufnahme von langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten 2.480 1.319
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -6.095 -7.878
Veränderung des Finanzmittelbestands -8.881 -2.234
Auswirkungen durch Veränderung des Konsolidierungskreises und der Wechselkurse -233 398
Finanzmittelbestand am 1.12. 11.783 13.619
Finanzmittelbestand am 30.11. 2.669 11.783

Zur Zusammensetzung des Finanzmittelbestands verweisen wir auf unsere Ausführungen im Konzernanhang, TZ (18)

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2012/13

  Auf Anteilseigner der Ahlers AG entfallendes Eigenkapital
  Gezeichnetes Kapital        
in TEUR Stammaktien Vorzugsaktien Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen Eigenkapitaldifferenz aus d. Währungsumrechnung Summe Konzernanteile
Anhang (20) (20) (23) (24) (25)  
Stand am 30.11.2011 / 01.12.2011 24.000 19.200 15.024 56.363 -1.081 113.506
gesamtes Periodenergebnis       6.558 -59 6.499
gezahlte Dividenden       -9.197   -9.197
Stand am 30.11.2012 / 01.12.2012 24.000 19.200 15.024 53.724 -1.140 110.808
gesamtes Periodenergebnis       5.324 -465 4.859
gezahlte Dividenden       -8.576   -8.576
Stand am 30.11.2013 24.000 19.200 15.024 50.472 -1.605 107.091
  Minderheitenanteile  
in TEUR Minderheitenkapital Kumuliertes übriges Konzernergebnis Summe Minderheitenanteile Summe Eigenkapital
Anhang        
Stand am 30.11.2011 / 01.12.2011 1.461 354 1.815 115.321
gesamtes Periodenergebnis -7 281 274 6.773
gezahlte Dividenden       -9.197
Stand am 30.11.2012 / 01.12.2012 1.454 635 2.089 112.897
gesamtes Periodenergebnis   160 160 5.019
gezahlte Dividenden     0 -8.576
Stand am 30.11.2013 1.454 795 2.249 109.340

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS
für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2012 bis zum 30. November 2013

DER AHLERS AG

1. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Ahlers AG zählt zu den führenden europäischen Herstellern für Männermode. Sie geht zurück auf eine im Jahre 1919 von Adolf Ahlers im friesischen Jever gegründete Tuchgroßhandlung. Im Jahre 1932 wurde der Sitz der Gesellschaft von Oldenburg nach Herford verlegt, der Börsengang erfolgte im Jahre 1987.

Die Ahlers AG hat ihren Firmensitz in der Elverdisser Straße 313 in Herford, Deutschland, und ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Bad Oeynhausen (HRB 6541) eingetragen.

Die Aktien der Ahlers AG werden im amtlichen Handel an der Börse Frankfurt am Main und Düsseldorf sowie im Freiverkehr an anderen deutschen Börsen gehandelt.

Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Dezember und endet am 30. November eines Jahres. Der Konzernabschluss wird nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, die Angaben erfolgen weitestgehend in Tausend Euro (TEUR). Durch die Darstellung des Konzernabschlusses in TEUR kann es zu Rundungsdifferenzen kommen, da die Berechnung der Einzelposten auf Zahlen in Euro basieren. Um die Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz zusammengefasst. Diese Posten werden im Konzernanhang detaillierter ausgewiesen und erläutert.

Der Konzernabschluss wurde am 26. Februar 2014 vom Vorstand der Ahlers AG aufgestellt und dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgelegt. Dieser hat die Möglichkeit, den Konzernabschluss nach Freigabe durch den Vorstand zu ändern. Der Konzernabschluss gilt mit der Billigung des Aufsichtsrats als festgestellt, wenn sich nicht der Vorstand und der Aufsichtsrat für die Feststellung durch die Hauptversammlung entscheiden.

2. GRUNDLAGEN DER BILANZIERUNG

Der Konzernabschluss der Ahlers AG wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) einschließlich der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee zu den IFRS (IFRIC) und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Es wurden alle IFRS und IFRIC mit Ausnahme der retrospektiven Anwendung des IAS 19 n. F. beachtet, die zum 30. November 2013 von der EU-Kommission übernommen wurden und verpflichtend anzuwenden sind. Herausgegebene, noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen werden nicht vorzeitig angewandt.

Der Abschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Zu allen Posten des Jahresabschlusses werden Vergleichszahlen des Vorjahres angegeben.

Der Konzernabschluss wurde grundsätzlich auf Grundlage historischer Anschaffungskosten aufgestellt. Eine Ausnahme hiervon ergibt sich lediglich bei derivativen Finanzinstrumenten, die zu Marktwerten bewertet wurden, sofern die Marktwerte zuverlässig bestimmt werden konnten.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der Verlautbarungen des IASB erfordert bei einigen Positionen, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf die Höhe und den Ausweis bilanzierter Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken.

Annahmen und Schätzungen beziehen sich insbesondere auf die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bestimmung der Nettoveräußerungswerte im Rahmen der Vorratsbewertung, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen sowie die Festlegung von Cashflows, Wachstumsraten und Diskontierungsfaktoren im Zusammenhang mit Wertminderungsprüfungen und der Bewertung von Marken.

Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis ergebniswirksam berücksichtigt.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Darüber hinaus hat der Konzern die folgenden neuen bzw. überarbeiteten und für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten Verlautbarungen angewandt, die im Geschäftsjahr 2012/13 erstmalig verbindlich anzuwenden waren:

Änderungen zu IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" (06/2011), am/nach 1. Juli 2012

Änderungen zu IAS 12 "Ertragsteuern" (12/2010), am/nach 1. Januar 2012

Die Anwendung dieser Verlautbarungen hatte mit Ausnahme von der Darstellung und zusätzlichen Anhangangaben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Folgende Verlautbarung wurde bereits im Vorjahr umgesetzt, obwohl deren Anwendung erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend wird:

Änderungen zu IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" (06/2011), verpflichtend am/nach 1.Januar 2013

Folgende für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten Verlautbarungen sind zum 30. November 2013 veröffentlicht, aber zu diesem Stichtag noch nicht verpflichtend anzuwenden (jeweils unter Angabe des Geschäftsjahresbeginns ihrer erstmaligen verpflichtenden Anwendung):

Änderungen zu IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" (11/2013), verpflichtend am/nach 1. Juli 2014 (EU-Endorsement ausstehend)

Änderungen zu IAS 27 "Separate Abschlüsse" (05/2011), am/nach 1. Januar 2013

Änderungen zu IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures" (05/2011), am/nach 1. Januar 2013

Änderungen zu IAS 32 "Finanzinstrumente: Ausweis und Angaben" (12/2011), am/nach 1. Januar 2014

Änderungen zu IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" (05/2013), am/nach 1. Januar 2014 (EU-Endorsement ausstehend)

Änderungen zu IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" (06/2013), am/nach 1. Januar 2014 (EU-Endorsement ausstehend) und (11/2013), Zeitpunkt des Inkrafttretens offen

IFRS 1 "Erstmalige Anwendung" (03/2012), am/nach 1. Januar 2013

IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" (12/2011), am/nach 1. Januar 2015 und (11/2013), Zeitpunkt des Inkrafttretens offen

IFRS 9 "Finanzinstrumente" (11/2009), Zeitpunkt des Inkrafttretens offen

IFRS 10 "Konzernabschlüsse" (05/2011) und (06/2012), am/nach 1. Januar 2013

IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" (05/2011) und (06/2012), am/nach 1. Januar 2013

IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen" (05/2011) und (06/2012), am/nach 1. Januar 2013

IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" (05/2011), am/nach 1. Januar 2013

IFRIC 21 "Abgaben" (05/2013), am/nach 1. Januar 2014 (EU-Endorsement ausstehend)

"Verbesserungen von IFRS" (2012) umfassen nicht dringende, aber notwendige kleinere Änderungen von insgesamt fünf Standards, am/nach 1. Januar 2013

Die Umsetzung erfolgt im Jahr der erstmalig verpflichtenden Anwendung. Von den Möglichkeiten vorzeitiger Anwendung wurde kein Gebrauch gemacht. Mit der Ausnahme zusätzlicher bzw. modifizierter Anhangangaben werden bei der erstmaligen Anwendung keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.

3. KONSOLIDIERUNG

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss 2012/13 sind neben der Ahlers AG als Mutterunternehmen alle 15 inländischen und 24 ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, die die Ahlers AG direkt oder indirekt beherrscht. Eine Übersicht zu den Tochtergesellschaften und Beteiligungen befindet sich auf den Seiten 88/89.

Konsolidierungsgrundsätze

Alle konsolidierten Abschlüsse im Ahlers Konzern werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Geschäfts- oder Firmenwerte werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens bemessen. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen, Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen, die im Buchwert von Vermögenswerten enthalten sind, werden in voller Höhe eliminiert.

Der Konzernabschluss der Ahlers AG wird in den Konzernabschluss der Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers KG, Herford, die auch das oberste beherrschende Mutterunternehmen darstellt, einbezogen.

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Im Geschäftsjahr wurde mit Wirkung vom 27. September 2013 die Ahlers Premuim Commerce Spolka z o.o., PL-Opole, liquidiert. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist mit Wirkung vom 1. Dezember 2012 auf die Ahlers-Poland Spolka z o.o., PL-Opole, übertragen worden. Die Übertragung erfolgte zu Buchwerten.

ANTEILSBESITZ DER AHLERS AG (unmittelbar bzw. mittelbar gehalten)

  Anteil am Kapital davon mittelbar Eigenkapital1) Jahresüberschuss/ -fehlbetrag2) 2012/13
Firma (in %) % über TEUR TEUR
1. Ahlers P.C. GmbH, Herford 100,00     21.064 3)
2. Ahlers Textilhandel GmbH & Co. KG, Herford 80,00     5.614 477
3. Ahlers Vertrieb GmbH, Herford 100,00     62 3)
4. Ahlers Zentralverwaltung GmbH, Herford 100,00     2.632 3)
5. a-fashion.com GmbH, Herford 100,00     25 3)
6. Baldessarini GmbH, München 100,00     1.611 3)
7. Ahlers Retail GmbH, Herford (ehem. Concordia-Wohnungsbaugesellschaft mbH, Herford) 100,00     127 3)
8. GIN TONIC SPECIAL Mode GmbH, Sindelfingen 100,00     1.326 3)
9. HEMINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Herford KG, Pullach im Isartal 94,00 94,00 2. 2.928 152
10. Jupiter Bekleidung GmbH, Herford 100,00     119 3)
11. Otto Kern GmbH, Herford 100,00     4.914 3)
12. PIONEER Jeans-Bekleidung GmbH, Herford 100,00     74 3)
13. Pionier Berufskleidung GmbH, Herford 100,00     45 3)
14. Pionier Jeans & Casuals Deutschland GmbH, Herford 100,00     29 3)
15. Verwaltungs- und Handelsgesellschaft "Alconda" mbH, Herford 81,30 74,80 2. 4.030 30
16. A. Ahlers (U.K.) Ltd., GB-London 100,00     76 26
17. Adolf Ahlers AG, CH-Cham 100,00     1.884 153
18. Ahlers Austria Vertriebs Ges.m.b.H., A-Mariasdorf 100,00 99,00 31. 1.047 59
    1,00 1.    
19. Ahlers Europe Ltd., USA-New York 100,00     -227 -12
20. Ahlers Herford (España) S.L., E-Madrid 100,00     539 90
21. Ahlers Herford (Italia) S.R.L., I-Volpiano (To) 100,00     265 53
22. Ahlers Premium France S.A.S., F-Horbourg-Wihr 100,00     2.020 153
23. "Ahlers-Poland" Spolka z o.o., PL-Opole 100,00     9.108 710
24. B-Beteiligungs- und Verwaltungsges.m.b.H., A-Mariasdorf 100,00 100,00 17. 2.633 55
25. SIA Clasic, LV-Riga 65,50 65,50 33. 177 57
26. Dial Textile Industries Ltd., CL-Katunayake 100,00     2.991 751
27. Fabriksverkauf Mariasdorf Ges.m.b.H., A-Mariasdorf 100,00 45,28 39. 3.006 46
    41,06 24.    
    13,66 17.    
28. HBI Workwear A/S, DK-Haderslev 100,00     1.042 8
29. "LUBINEX"-Spolka z o.o., PL-Lubin 62,85 62,85 23. 2.788 339
30. Otto Kern Austria GmbH, A-Mariasdorf 100,00 100,00 11. 662 65
31. Pionier Jeans & Casuals GmbH, A-Mariasdorf 100,00     4.169 131
32. "ROMEO" Spolka z o.o. i.L., PL-Zbaszyn 99,60 99,60 23. -1 0
33. UAB Stesa Clasic, LT-Vilnius 65,50 65,50 1. 785 242
34. TEXART Bratislava, s r.o., SK-Bratislava 100,00 100,00 39. 503 -1
35. TEXART d.o.o., HR-Strmec Samoborski 100,00 100,00 39. 64 33
36. TEXART d.o.o., SLO-Ljubljana 100,00 100,00 39. 26 7
37. TEXART Magyarorszag Kft., H-Budapest 100,00 90,61 39. 434 95
    9,39 31.    
38. TEXART spol. s r.o., CZ-Prag 100,00 100,00 39. 1.192 184
39. Texart Verwaltungsgesellschaft m.b.H., A-Mariasdorf 100,00 1,43 24. 626 -49

1) Fremdwährungsbeträge sind mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.
2) Fremdwährungsbeträge Jahresüberschuss/-fehlbetrag sind mit dem Geschäftsjahresdurchschnittskurs umgerechnet.
3) Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag

Bei der Gesellschaft A. Ahlers (U.K.) Ltd., GB-London, wurde von einer landesrechtlichen Prüfung aufgrund von Wesentlichkeitsaspekten abgesehen. Die Ahlers AG bürgt für deren Verbindlichkeiten gemäß § 479A UK Companies Act 2006.

Konsolidierungsstichtag

Der Bilanzstichtag der einbezogenen Gesellschaften entspricht dem der Muttergesellschaft, außer bei der HEMINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Herford KG, Pullach im Isartal. Diese Gesellschaft hat als Bilanzstichtag den 31. Dezember und deshalb zum 30. November 2013 einen Zwischenabschluss erstellt.

Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen und der Darstellungswährung des Konzerns, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten als Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Alle übrigen Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nicht-monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Die Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Geschäftsbetriebe werden zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt zum Durchschnittskurs. Die hieraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden als separater Bestandteil des Eigenkapitals erfasst. Der im Eigenkapital für einen ausländischen Geschäftsbetrieb erfasste kumulative Betrag wird bei der Veräußerung dieses ausländischen Geschäftsbetriebs erfolgswirksam.

Bei der Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens und der Rückstellungen werden der Stand zu Beginn des Geschäftsjahres und der Stand am Ende des Geschäftsjahres zu den jeweiligen Stichtagskursen, die Bewegungen innerhalb des Geschäftsjahres zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die hierdurch entstehenden Umrechnungsdifferenzen sind als Währungsdifferenzen in einer gesonderten Spalte ausgewiesen.

Die Wechselkurse wichtiger Währungen entwickelten sich wie folgt:

  Währung Durchschnittskurs Stichtagskurs
Land 1 EUR = 2012/13 2011/12 2013 2012
Polen PLN 4,19 4,22 4,20 4,10
Schweiz CHF 1,23 1,21 1,23 1,20
Sri Lanka LKR 171,23 164,14 178,67 169,27
USA USD 1,32 1,29 1,36 1,30

4. ZUSAMMENFASSUNG WESENTLICHER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter fallweiser Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauern im Konzern.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen für wesentliche Anlagegüter liegen folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern zu Grunde:

- Gebäude 15 bis 50 Jahre
- Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 15 Jahre
- Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 bis 30 Jahre

Die Nutzungsdauern, die Restbuchwerte und die Abschreibungsmethoden für Sachanlagen werden periodisch überprüft, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsmethoden und die Abschreibungszeiträume mit den jeweiligen erwarteten wirtschaftlichen Nutzenverläufen aus den Gegenständen des Sachanlagevermögens im Einklang stehen.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer oder unbestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Erworbene immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden planmäßig über drei bis acht Jahre linear abgeschrieben. Erworbene immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern sie werden jährlich und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen, auf Ihre Werthaltigkeit untersucht und sofern notwendig auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer wird in jeder Berichtsperiode überprüft, ob für diese Vermögenswerte weiterhin die Ereignisse und Umstände die Einschätzung einer unbestimmbaren Nutzungsdauer rechtfertigen. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, wird eine Wertaufholung auf diese Vermögenswerte vorgenommen. Die Nutzungsdauern, die Restwerte und die Abschreibungsmethoden werden mindestens an jedem Geschäftsjahresende überprüft. Wenn die Erwartungen von den bisherigen Schätzungen abweichen, werden die entsprechenden Änderungen als Änderungen von Schätzungen bilanziert.

At-Equity Beteiligungen

Anteile an assoziierten Unternehmen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Folgebewertung erfolgt - beginnend nach Abschluss des ersten vollständigen Geschäftsjahres - in Höhe der anteiligen Veränderung des Eigenkapitals durch den Jahresüberschuss/ -fehlbetrag und Kapitalerhöhung/ -herabsetzung gemindert um vereinnahmte Dividenden. Bei vom Ahlers Konzern abweichendem Wirtschaftsjahr wird für die Bewertung der Beteiligung ein Zwischenabschluss auf dem 30. November erstellt.

Kunstgegenstände

Kunstgegenstände werden gemäß IAS 16, Sachanlagen, bewertet. Die Bilanzierung erfolgt danach zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei der Mehrzahl der Kunstgegenstände sind wir von Wertbeständigkeit ausgegangen, das heißt, dass der Wert mindestens den Anschaffungskosten entspricht. Daher wird für diese Kunstgegenstände keine planmäßige Abschreibung vorgenommen. Nach IFRS existiert kein Standard, der ausdrücklich auf Kunstgegenstände zutrifft, da diese weder Vorräte, noch Sachanlagen, noch immaterielle Vermögenswerte, noch finanzielle Vermögenswerte darstellen. IAS 8 schreibt in diesen Fällen vor, dass Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden anzuwenden sind, die für die Bedürfnisse der wirtschaftlichen Entscheidungsfindung der Adressaten von Bedeutung sind und zuverlässige Informationen ergeben. Dafür sind Anforderungen und Anwendungsleitlinien in Standards und Interpretationen anzuwenden, die ähnliche und verwandte Fragen behandeln. In diesem Fall ist der IAS 16, Sachanlagen, die angemessene Grundlage.

Finanzinstrumente und sonstige finanzielle Vermögenswerte

Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 bilanziert. Dementsprechend werden finanzielle Vermögenswerte, soweit für den Ahlers Konzern zutreffend, in folgende Kategorien klassifiziert:

zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets Held for Trading)

Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind.

Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung nach der Methode der Bilanzierung zum Handelstag. Die erstmalige Erfassung eines finanziellen Vermögenswertes erfolgt an dem Tag, an dem der Ahlers Konzern Vertragspartner geworden ist. Finanzielle Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert ihrer Gegenleistung bewertet, Transaktionskosten werden bei Forderungen und Krediten mit einbezogen.

Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes von zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam ausgewiesen.

Bei Forderungen und Krediten erfolgt die Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn deren Veräußerung vertraglich vereinbart wird, Kredite und Forderungen bei Bezahlung.

Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte

Der Ansatz der derivativen Finanzinstrumente erfolgt zum Zeitwert. Derivative Finanzinstrumente werden in der Bilanz unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten bzw. unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Bilanzierung von Zeitwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente hängt davon ab, ob diese Instrumente als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden und die Voraussetzungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 erfüllen. Sind diese Voraussetzungen trotz Vorliegens eines wirtschaftlichen Sicherungszusammenhangs nicht gegeben, werden die Zeitwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente unmittelbar erfolgswirksam erfasst, anderenfalls erfolgt eine erfolgsneutrale Verbuchung direkt über das Eigenkapital.

Der Ahlers Konzern verwendet ausschließlich Devisenterminkontrakte als derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von gegenwärtigen und zukünftigen Währungsrisiken.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

Wertminderung von Vermögenswerten

Die Nutzungsdauern, die Restwerte und die Abschreibungsmethoden für Sachanlagen, Kunstgegenstände und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich überprüft, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsmethoden, die Nutzungsdauern und die Restwerte mit den jeweiligen tatsächlichen wirtschaftlichen Nutzenverläufen übereinstimmen.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit geprüft. Die Bewertung der immateriellen Vermögenswerte erfolgt dabei auf Basis der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der jeweilige Vermögenswert zugeordnet ist. Im Ahlers Konzern handelt es sich bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten um einzelne Unternehmensbereiche denen Cashflows direkt zugeordnet werden können.

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor oder ist eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit eines Vermögenswertes erforderlich, nimmt der Ahlers Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrages des jeweiligen Vermögenswertes vor. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem Betrag, der aus einem Verkauf eines Vermögenswertes zu marktüblichen Bedingungen erzielbar ist, abzüglich seiner Veräußerungskosten. Der Nutzungswert wird grundsätzlich auf Basis der geschätzten künftigen Cashflows aus der Nutzung und dem Abgang eines Vermögenswerts mit Hilfe des Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt. Die Cashflows werden aus vom Management genehmigten Finanzplänen mit einem Planungshorizont von fünf Jahren abgeleitet, aktuelle Entwicklungen werden berücksichtigt. Wesentliche Annahmen, die den Cashflow-Prognosen zugrunde liegen, sind die Umsatzentwicklungen und die damit einhergehenden Kostenentwicklungen. Neuere Erkenntnisse werden dabei rollierend eingearbeitet und können zu Korrekturen der bestehenden Pläne führen. Die Cashflows werden unter Anwendung risikoäquivalenter Kapitalisierungszinssätze auf den Zeitpunkt der Überprüfung der Werthaltigkeit abgezinst. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswertes seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Ergibt die Überprüfung, dass ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr länger besteht oder sich verringert hat, nimmt der Ahlers Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrages vor. Soweit die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung entfallen sind, wird der Buchwert des Vermögenswertes auf seinen erzielbaren Betrag erhöht. Dieser Betrag darf jedoch nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung wird sofort im Periodenergebnis erfasst. Einmal erfasste Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht wieder aufgeholt.

Finanzielle Vermögenswerte werden zu jedem Bilanzstichtag auf Werthaltigkeit geprüft. Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes geringer als sein Buchwert, wird der Buchwert auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Diese Abschreibung stellt einen Wertminderungsaufwand dar. Eine zuvor aufwandswirksam erfasste Wertminderung wird ertragswirksam korrigiert, soweit neu aufgetretene Sachverhalte dies erfordern, jedoch maximal bis zum Betrag der fortgeführten Anschaffungskosten.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Kosten, die angefallen sind, um Vorräte an ihren derzeitigen Ort zu bringen und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen, werden wie folgt bilanziert:

Rohstoffe

First-in-First-out-Verfahren (Fifo)

Fertige und unfertige Erzeugnisse bzw. Leistungen

Material- und Lohneinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung, Materialgemeinkosten sowie angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten basierend auf der tatsächlichen Produktion des Geschäftsjahres ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalkosten.

Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös, abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem ursprünglichen Rechnungsbetrag abzüglich gegebenenfalls notwendiger Wertberichtigungen angesetzt. Eine Wertberichtigung wird vorgenommen, wenn ein objektiver substantieller Hinweis vorliegt, dass die Gesellschaft nicht in der Lage sein wird, die Forderungen einzuziehen. Forderungen werden ausgebucht, sobald sie uneinbringlich sind.

Für den überwiegenden Teil der Forderungen besteht eine Warenkreditversicherung. Der mit der Warenkreditversicherung vereinbarte Selbstbehalt beträgt zwischen 15 und 25 Prozent. Forderungen, die mittels einer Warenkreditversicherung abgesichert sind, werden, sofern notwendig, nur in Höhe des vertraglich vereinbarten Selbstbehalts wertberichtigt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel in der Bilanz umfassen den Kassenbestand und Bankguthaben.

Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die oben definierten Zahlungsmittel sowie liquide Anlagen, wie sonstige Wertpapiere, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen. Ferner werden für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung Kontokorrentkredite in Abzug gebracht.

Verzinsliche Darlehen

Bei der erstmaligen Erfassung von Darlehen werden diese mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen anschließend unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Bewertung der Versorgungsverpflichtungen und des Versorgungsaufwandes bei leistungsorientierten Plänen erfolgt mit Hilfe des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Die Bewertung richtet sich nach den landesspezifischen Bedingungen. Es handelt sich im Ahlers Konzern ausschließlich um geschlossene Pensionspläne, bei denen nur bereits bestehende Rentner und unverfallbare Anwartschaften bewertet werden müssen. Es werden jährlich versicherungsmathematische Untersuchungen durchgeführt. Dabei werden sowohl die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartenden Rentensteigerungen berücksichtigt.

Die Effekte aus der Neubewertung der Nettoschuld, hier im Wesentlichen versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Anpassungen und Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen, werden gemäß IAS 19 n. F. im sonstigen Ergebnis erfasst. Der als Schuld aus den Pensionsplänen erfasste Betrag entspricht somit dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung.

Altersteilzeitvereinbarungen basieren auf dem so genannten Blockmodell. In diesem Zusammenhang entstehen zwei Arten von Verpflichtungen, nämlich Erfüllungsbetrag und Aufstockungsbetrag, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Grundsätzen mit ihrem Barwert bilanziert werden.

Aktienbasierte Vergütung

Den Mitgliedern des Vorstands wurde als ein Bestandteil der langfristig orientierten Tantieme Wertsteigerungsrechte gewährt, die nur in bar ausgeglichen werden können.

Erhält das Unternehmen im Gegenzug Dienstleistungen, die einzeln oder insgesamt nicht identifiziert werden können, so werden diese nicht identifizierbaren Dienstleistungen mit dem Unterschiedsbetrag aus dem beizulegenden Zeitwert der aktienbasierten Vergütung und dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen identifizierbaren Dienstleistungen zum Zeitpunkt der Gewährung bewertet. Dieser wird dann entsprechend aktiviert oder als Aufwand verbucht.

Der beizulegende Zeitwert wird über den Zeitraum bis zum Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit erfolgswirksam unter Erfassung einer korrespondierenden Schuld verteilt. Die Schuld wird zu jedem Bilanzstichtag und am Erfüllungstag neu bemessen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige gesetzliche oder faktische Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses gegenüber Dritten besteht, die wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führt und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Für Restrukturierungsmaßnahmen werden Rückstellungen gebildet, wenn ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan besteht und bei den Betroffenen eine gerechtfertigte Erwartung geweckt wurde, dass die Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Ist die Wirkung des Zinseffekts wesentlich, werden Rückstellungen mit dem Barwert bewertet. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Zinsaufwand erfasst.

Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bilanziert. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden zum Nennwert oder zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Leasingverhältnisse

Soweit der Ahlers Konzern im Rahmen von Leasingverträgen alle wesentlichen Chancen und Risiken trägt und somit als wirtschaftlicher Eigentümer anzusehen ist (Finanzierungsleasing), wird der Leasinggegenstand bei Vertragsabschluss mit dem Marktwert oder dem niedrigeren Barwert der zukünftigen Leasingzahlungen aktiviert. Die aus dem Finanzierungsleasing resultierende Zahlungsverpflichtung wird in gleicher Höhe unter den Finanzverbindlichkeiten passiviert. Der Zinsanteil der Leasingverbindlichkeiten wird über die Laufzeit der Leasingperiode in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Ist der spätere Eigentumsübergang der geleasten Vermögensgegenstände hinreichend sicher, erfolgt die Abschreibung über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Anderenfalls wird für die Abschreibungsdauer die Laufzeit des Leasingvertrages zu Grunde gelegt.

Neben den Finanzierungsleasing-Verträgen sind im Ahlers Konzern Mietverträge abgeschlossen worden, die als Operating-Lease-Verträge zu qualifizieren sind. Dies führt dazu, dass die Leasinggegenstände - wirtschaftlich gesehen - dem Vermieter zuzuordnen sind und die Leasingraten Aufwand der Periode darstellen. Die Summe der zukünftigen Leasingzahlungen während der unkündbaren Grundmietzeit ist unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen.

Ertragserfassung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen an die Gesellschaft fließen wird und deren Höhe verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bewertet. Der Ausweis erfolgt unter Abzug von Skonti, Rabatten sowie Umsatzsteuer oder anderen Abgaben. Darüber hinaus müssen zur Realisation der Erträge die folgenden Ansatzkriterien erfüllt sein:

Erlöse aus dem Verkauf von Waren werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Risiken und Chancen auf den Käufer übergegangen sind.

Zinserträge werden unter Verwendung der Effektivzinsmethode zeitproportional erfasst.

Lizenzerträge und sonstige Erträge werden periodengerecht mit der Entstehung des Rechtsanspruches der Gesellschaft und in Übereinstimmung mit den zugrunde liegenden Verträgen erfasst.

Steuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für das laufende Geschäftsjahr und für frühere Geschäftsjahre sind mit dem Betrag bewertet, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden oder eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird.

Aktive und passive latente Steuern werden auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen in den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften und den Wertansätzen im Konzernabschluss nach IFRS sowie auf bestimmte Konsolidierungsvorgänge gebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuergesetze) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind.

Ertragsteuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden im Eigenkapital und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Aktive und passive latente Steuern werden in der Konzernbilanz saldiert ausgewiesen, sofern ein einklagbares Recht besteht, tatsächliche Steuerschulden aufzurechnen und die latenten Steuern sich auf dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde beziehen.

5. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Umsatzerlöse

Umsatzerlöse 2012/13 2011/12
nach Regionen TEUR % TEUR %
Inland 134.013 54,3% 137.536 54,3%
Ausland 112.704 45,7% 115.634 45,7%
  246.717 100,0% 253.170 100,0%

Die Umsatzerlöse wurden fast ausschließlich durch den Verkauf von Bekleidung erzielt; darüber hinaus sind Lizenzerträge der Otto Kern GmbH, Herford, in Höhe von 970 TEUR (Vorjahr 968 TEUR), der Baldessarini GmbH, München, in Höhe von 504 TEUR (Vorjahr 485 TEUR), der Gin Tonic Special Mode GmbH, Sindelfingen, in Höhe von 34 TEUR (Vorjahr 71 TEUR) und der Pioneer Jeans-Bekleidung GmbH, Herford, in Höhe von 48 TEUR (Vorjahr 40 TEUR) enthalten. Die Auslandsumsätze werden im Wesentlichen in Europa erzielt.

(2) Sonstige betriebliche Erträge

  2012/13
TEUR
2011/12
TEUR
Erträge Schadensfälle 752 209
Erträge Anlagenabgang 605 937
Erträge Auflösung Rückstellungen / übrige Verbindlichkeiten 551 830
Erträge private Kfz-Nutzung 474 486
Mieterträge 388 329
Erträge Weiterberechnungen und Umlagen 387 466
Kursgewinne 296 1.144
Erträge Auflösung Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 289 581
Erträge Versicherungen 168 76
Periodenfremde Erträge 65 32
Erträge aus Zuschreibungen 3 71
Übrige 579 576
  4.557 5.737

Im Geschäftsjahr 2012/13 reduzierten sich die sonstigen betrieblichen Erträge um 1.180 TEUR. Begründet liegt dies vorrangig in der Position Kursgewinne. Bei den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich um eine Vielzahl von Einzelsachverhalten, die den Betrag von 100 TEUR nicht überschreiten.

(3) Materialaufwand

  2012/13
TEUR
2011/12
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 101.152 100.179
Aufwendungen für bezogene Leistungen 27.183 24.630
  128.335 124.809

Der Materialaufwand zuzüglich der Veränderungen des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe von 5.887 TEUR (Vorjahr -2.255 TEUR) entwickelte sich unterproportional zum Umsatz. Gründe hierfür sind geringere Rabatte sowie die weitere Erhöhung der Umsatzanteile des Premium Segments und des Retailbereichs.

(4) Personalaufwand

  2012/13
TEUR
2011/12
TEUR
Löhne und Gehälter 44.878 45.697
Soziale Abgaben 7.623 7.552
Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 211 239
  52.712 53.488

Die sozialen Abgaben beinhalten Arbeitgeberanteile aus beitragsorientierten Versorgungsplänen in Höhe von 3.210 TEUR (Vorjahr 3.094 TEUR).

Der Rückgang der Personalaufwendungen ist die Folgewirkung der im Vorjahr durchgeführten Sozialplanmaßnahmen bei Gin Tonic und bei Pionier Jeans & Casuals in Österreich.

(5) Sonstige betriebliche Aufwendungen

  2012/13
TEUR
2011/12
TEUR
Vertriebsaufwand 30.503 29.738
Verwaltungsaufwand 13.123 12.275
Werbeaufwand 6.533 5.775
Instandhaltung 1.914 1.864
Versicherungsaufwand 1.247 1.361
Kursdifferenzen 683 1.035
Wertberichtigungen 672 585
Kosten Geldverkehr 609 642
Gebühren 429 414
Sonstige Steuern 377 359
Übrige 7.405 7.080
  63.495 61.128

Der Vertriebsaufwand setzt sich im Wesentlichen aus umsatzvariablen Kosten (Provisionen, Reisekosten, Lizenzen, Frachten und Auslagerungen) zusammen. Der Verwaltungsaufwand enthält Rechts- und Beratungskosten, EDV-Kosten sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung. Kosten für Messen, Marketing inkl. Handelsmarketing bilden den Werbeaufwand.

Die langfristigen Verbindlichkeiten mit unbestimmter Laufzeit gegenüber der Adolf Ahlers AG, Cham, stellen monetäre Posten als Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb nach IAS 21.15 dar. Dadurch werden die hieraus entstehenden Umrechnungsdifferenzen nach IAS 21.32f. erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und erst bei Realisierung erfolgswirksam.

(6) Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und sonstige langfristige Vermögenswerte / Wertminderungsaufwendungen

  2012/13
TEUR
2011/12
TEUR
Sachanlagen    
Grundstücke und Bauten 563 564
Technische Anlagen und Maschinen 491 552
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.704 4.307
Immaterielle Vermögenswerte    
Gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte 524 437
Geschäfts- oder Firmenwert - 308
Sonstige langfristige Vermögenswerte    
Sonstige Vermögenswerte - -
  5.282 6.168
davon Wertminderungsaufwendungen    
Geschäfts- oder Firmenwert - 308

Der Wertminderungsaufwand im Vorjahr betraf in voller Höhe den Firmenwert für Gin Tonic, Schweiz. Die Wertminderung war Folge der Einstellung des Gin Tonic Damen-Bereichs.

(7) Finanzergebnis

  2012/13
TEUR
2011/12
TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 352 355
Zinsaufwendungen -1.013 -1.117
Aufzinsung - -45
  -661 -807

Die im Vorjahr unter Aufzinsung ausgewiesenen Werte beinhalteten Aufzinsungen von Verbindlichkeiten aus dem Baldessarini-Kauf.

(8) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

  2012/13
TEUR
2011/12
TEUR
Tatsächlicher Steueraufwand    
Deutschland 377 2.123
Ausland 777 356
  1.154 2.479
Latente Steuern    
Deutschland 334 81
Ausland -367 392
  -33 473
  1.121 2.952

Neben den tabellarisch dargestellten Steueraufwendungen wurden latente Steuern aus der erfolgsneutralen Bewertung der Devisentermingeschäfte, der Umrechnungsdifferenzen nach IAS 21.32f sowie der Behandlung der Effekte aus der Neubewertung der Nettoschuld der Pensionsverpflichtungen in Höhe von -68 TEUR (Vorjahr 443 TEUR) direkt im Eigenkapital erfasst.

Für die Ahlers AG ermittelt sich ein inländischer Ertragsteuersatz für latente Steuern von 31,05 Prozent (Vorjahr 30,70 Prozent). Dieser errechnet sich aus der Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15,00 Prozent und dem Solidaritätszuschlag, der in Höhe von 5,50 Prozent auf die Körperschaftsteuer erhoben wird, sowie der Gewerbeertragsteuer von 15,23 Prozent bei einem Durchschnittshebesatz von 435 Prozent (Vorjahr 14,88 Prozent bei einem Durchschnittshebesatz von 425 Prozent). Die Steuersätze im Ausland liegen zwischen 10,00 Prozent und 33,33 Prozent.

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten Ertragsteueraufwand, der sich theoretisch bei Anwendung eines Ertragsteuersatzes von 31,05 Prozent (Vorjahr 30,70 Prozent) auf Konzernebene ergeben würde, zum tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteueraufwand im Konzern.

  2012/13
TEUR
2011/12
TEUR
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 6.676 10.252
Erwarteter Steueraufwand bei einem Steuersatz von 31,05% (2011/12: 30,70%) 2.073 3.147
Steuersatzdifferenzen zum lokalen Steuersatz -416 -421
Steuersatzänderungseffekte 23 49
Nicht abziehbare Betriebsausgaben 261 396
Steuern für Vorjahre -748 -171
Ansatzkorrekturen latenter Steuern und sonstige permanente Differenzen 0 -9
Steuerfreie Erträge -36 -17
Sonstige Abweichungen -36 -22
Summe der Anpassungen -952 -195
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 1.121 2.952

Zum 30. November 2013 werden für im Konzern bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 3.709 TEUR (Vorjahr 3.845 TEUR) keine latenten Steuern angesetzt, da der Konzern deren Nutzung als eher unwahrscheinlich einstuft. Für die Otto Kern GmbH existieren vororganschaftliche Verlustvorträge in Höhe von 1.342 TEUR, die sowohl zeitlich als auch der Höhe nach unbegrenzt vortragsfähig sind. Eine Nutzung ist aufgrund der bestehenden Organschaft jedoch aus heutiger Sicht nicht zu erwarten. Die restlichen Verlustvorträge in Höhe von 2.367 TEUR sind weder zeitlich noch der Höhe nach unbegrenzt vortragsfähig. Diese verfallen sukzessive innerhalb der nächsten 20 Jahre. Für die übrigen steuerlichen Verlustvorträge wurden aktive latente Steuern in Höhe von 288 TEUR gebildet. Deren Nutzung ist gewährleistet, da künftige zu versteuernde Gewinne in ausreichender Höhe erwartet werden. Diese Erwartungen basieren auf den Unternehmensplanungen der betreffenden Konzernunternehmen. Kernstück der Konzernstrategie, die den Ansatz rechtfertigen, sind die geplanten Umsatzsteigerungen sowie die weitere Durchdringung des Marktes.

Die Steuerabgrenzungen sind folgenden Bilanzposten zuzuordnen:

  30.11.2013 30.11.2012
  aktive latente Steuern
TEUR
passive latente Steuern
TEUR
aktive latente Steuern
TEUR
passive latente Steuern
TEUR
Sachanlagen 58 1.449 51 1.338
Immaterielle Vermögenswerte 53 1.708 45 1.408
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 0 1 0 1
Vorräte 605 - 391 -
Forderungen und sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 207 14 141 36
Pensionsrückstellungen 367 - 465 -
Übrige Rückstellungen 130 81 98 80
Finanzielle Verbindlichkeiten 337 - 164 -
Sonstige Verbindlichkeiten 206 22 112 42
  1.963 3.275 1.467 2.905
Verlustvorträge 288 - 463 -
  2.251 3.275 1.930 2.905
Saldierung -819 -819 -715 -715
  1.432 2.456 1.215 2.190

(9) Ergebnisanteil der nicht beherrschenden Anteile

In den Konzernabschluss wurden Gesellschaften einbezogen, an denen die Ahlers AG zu weniger als 100 Prozent beteiligt ist. Die entsprechenden Minderheitenanteile werden in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals getrennt vom auf die Aktionäre der Ahlers AG entfallenden Eigenkapital ausgewiesen. Ebenso werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung nicht beherrschende Anteile am Konzernergebnis bzw. Gesamtergebnis gesondert ausgewiesen.

(10) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt. Im Geschäftsjahr befanden sich durchschnittlich 13.681.520 nennwertlose Stückaktien im Umlauf (Vorjahr 13.681.520). Weder zum 30. November 2013 noch zum 30. November 2012 gab es Aktien, die den Gewinn pro Aktie verwässern könnten.

Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen / zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten

Aufgrund der noch nicht abgeschlossenen Liquidation bei einer Gesellschaft in Polen liegen keine Sachverhalte vor, die zu einer Behandlung nach IFRS 5 führen würden.

6. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Die Veränderungen der einzelnen Posten der langfristigen Vermögenswerte in den Geschäftsjahren 2011/12 und 2012/13 sind in der Entwicklung des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte in den Anlagen zum Konzernanhang dargestellt.

(11) Sachanlagen

Das Investitionsvolumen in Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögenswerte lag im Geschäftsjahr 2012/13 auf Höhe der planmäßigen Abschreibungen. Die Zugänge bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 4.594 TEUR beinhalten im Wesentlichen Shopsysteme sowie Ersatzinvestitionen.

(12) Immaterielle Vermögenswerte

Die alleinige Nutzung der dem Unternehmen gehörenden Marken Baldessarini und Otto Kern ist durch langfristige und verlängerbare Schutzrechte gewährleistet, so dass jeweils eine unbestimmbare Nutzungsdauer vorliegt.

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer setzt sich zusammen aus den Buchwerten der Markenrechte Otto Kern in Höhe von 3.600 TEUR (Vorjahr 3.600 TEUR) und Baldessarini in Höhe von 5.970 TEUR (Vorjahr 5.970 TEUR). Beide Bereiche bilden je eine zahlungsmittelgenerierende Einheit, die zur Überprüfung der Werthaltigkeit dient.

Firmenwerte wurden im Rahmen der Akquisition des Bereichs Gin Tonic, Schweiz, und der Übernahme der Stesa-Gruppe in Litauen in Vorjahren gebildet und in Höhe von 1.100 TEUR (Vorjahr 1.117 TEUR) angesetzt.

Entwicklungskosten werden nicht aktiviert, da die Ansatzvoraussetzungen nach IAS 38 nicht vollumfänglich erfüllt sind. Im Geschäftsjahr wurden Kosten für Forschung und Entwicklung in Höhe von 6.522 TEUR (Vorjahr 6.267 TEUR) als Aufwand erfasst.

Überprüfung auf Wertminderungsbedarf nach IAS 36

Zum Bilanzstichtag nahm der Konzern eine Überprüfung der erzielbaren Beträge bzw. der Werthaltigkeit der Sachanlagegegenstände, der immateriellen Vermögenswerte mit bestimmter und unbestimmter Nutzungsdauer sowie der Geschäfts- oder Firmenwerte vor. Die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sind als zahlungsmittelgenerierenden Einheiten den Geschäftsbereichen Otto Kern bzw. Baldessarini und damit dem Premium Segment zugeordnet. Die den Cashflow-Prognosen zugrunde liegende Wachstumsrate für die Planungsperioden liegt im mittleren einstelligen Bereich und folgt damit den Entwicklungen der letzten Jahre in diesem Segment. Der verwendete Abzinsungssatz der Cashflow-Prognosen beträgt für jede zahlungsmittelgenerierenden Einheit im Mittel 8,1 Prozent. Im Geschäftsjahr wurden keine Wertminderungen auf Markenrechte vorgenommen.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Gin Tonic, Schweiz, bzw. der Stesa-Gruppe, Litauen, zugeordnet und damit den Segmenten Men's & Sportswear bzw. Premium Brands. Die den Cashflow-Prognosen zugrunde liegenden Wachstumsraten für die Planungsperioden liegen im unteren bzw. mittleren einstelligen Bereich und folgen damit ebenfalls den Entwicklungen der letzten Jahre der entsprechenden Segmente. Der verwendete Abzinsungssatz der Cashflow-Prognosen beträgt für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit im Mittel 8,4 Prozent. Bei all diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten gelangt das Management zu der Auffassung, dass keine für möglich gehaltene Änderung von Parametern der Bestimmung des Nutzungswerts dazu führen könnte, dass der Buchwert den zugehörigen erzielbaren Betrag übersteigt.

(13) At-Equity Beteiligung

Es besteht eine 49-prozentige Beteiligung der Ahlers AG an der in 2010 neu gegründeten Jupiter Shirt GmbH, Tirschenreuth. Der Abschlussstichtag der Gesellschaft ist der 31. Dezember. Da der letzte vorliegende vollständige Abschluss der des Geschäftsjahres 2012 ist, wurde ein Zwischenabschluss auf den 30. November 2013 erstellt. Das Unternehmen entwickelt sich weiterhin positiv. Da weder eine Kapitalerhöhung noch eine Dividenden-Ausschüttung erfolgten, wurde der Beteiligungsansatz des Vorjahres beibehalten.

Im Geschäftsjahr 2012 erzielte das At-Equity bilanzierte Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 8.798 TEUR sowie ein Ergebnis vor Steuern von 121 TEUR. Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2012 5.658 TEUR.

(14) Sonstige langfristige Vermögenswerte

In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind zwei Darlehen der Ahlers AG an die Jupiter Shirt GmbH, Tirschenreuth, in Höhe von je 500 TEUR enthalten. Es handelt sich hierbei um verzinsliche, endfällige Darlehen, die der Betriebsmittelfinanzierung des Unternehmens dienen.

Zudem wird hier der Restbetrag eines langfristigen, verzinslichen Darlehens der Ahlers AG an Herrn Otto Kern, Monte Carlo (Monaco), ausgewiesen, das ihm ursprünglich zur Finanzierung einer Kapitalerhöhung bei der Tochtergesellschaft Otto Kern GmbH, Herford, gewährt wurde. Die Tilgung ist vertraglich geregelt. Sicherheiten wurden nicht vereinbart.

Des Weiteren sind in dieser Position sonstige langfristige verzinsliche und unverzinsliche Ausleihungen, Rückkaufswerte für Lebensversicherungen und hinterlegte Mietkautionen enthalten.

Unter den sonstigen Vermögenswerten werden insbesondere Kunstgegenstände ausgewiesen. Es handelt sich überwiegend um Werke von bekannten Künstlern zeitgenössischer Kunst und der Klassischen Moderne. Bei den Zugängen in Höhe von 546 TEUR sowie den Abgängen in Höhe von 159 TEUR handelt es sich ausschließlich um Kunstgegenstände.

  2012/13
TEUR
2011/12
TEUR
Zeitgenössische Kunst 13.048 12.516
Klassische Moderne 5.887 6.046
Sonstige Kunstgegenstände 674 662
  19.609 19.224

Zur Klassischen Moderne zählt die Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, während die zeitgenössische Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden ist. Die Kunstsammlung der Ahlers AG umfasst im Bereich der Klassischen Moderne u.a. Werke von Alexej von Jawlensky, Emil Nolde und August Macke sowie bei der zeitgenössischen Kunst vor allem Werke von Yves Klein.

(15) Vorräte

  30.11.2013
TEUR
30.11.2012
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 24.896 22.840
Unfertige Erzeugnisse 367 336
Fertigerzeugnisse und Waren 50.421 42.741
  75.684 65.917

Der Betrag der in der Vorratsbewertung berücksichtigten Wertminderungen beläuft sich auf 7.977 TEUR (Vorjahr 9.385 TEUR). Der Buchwert der Vorräte, die zum Nettoveräußerungswert angesetzt sind, beträgt 13.923 TEUR (Vorjahr 14.845 TEUR).

Der Aufbau der Vorräte ergab sich im Wesentlichen aus vorgezogenen Rohwareneingängen und früherem Produktionsbeginn.

(16) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel nicht verzinslich und haben eine durchschnittliche Laufzeit von 52 Tagen (Vorjahr 53 Tagen).

Die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen erforderlichen Wertminderungen entwickelten sich wie folgt:

  2012/13
TEUR
2011/12
TEUR
Stand am 1.12. 2.793 3.046
Inanspruchnahme -679 -303
Auflösung -278 -600
Zuführungen 653 597
Umrechnungsdifferenzen -54 53
Stand am 30. 11. 2.435 2.793

Sämtliche Aufwendungen und Erträge aus der Bewertung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erfolgswirksam unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen verbucht.

Nachfolgende Tabelle zeigt die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 30. November 2013:

  30.11.2013
TEUR
30.11.2012
TEUR
Buchwert am 30. November 33.875 32.717
davon weder überfällig noch wertgemindert 27.308 26.486
davon überfällig, aber nicht wertgemindert 6.398 5.383
< 90 Tage 5.803 5.222
> 90 Tage bis 180 Tage 193 47
> 180 Tage bis 270 Tage 187 28
> 270 Tage bis 360 Tage 61 33
> 360 Tage 154 53

Bei den überfälligen, aber nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen keine Indikatoren vor, die darauf hinweisen, dass die Schuldner ihren Verbindlichkeiten nicht nachkommen.

(17) Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten zum einen zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte in Deutschland und im Vorjahr auch in Österreich und in der Schweiz. Die Buchwerte betragen insgesamt 14 TEUR (Vorjahr 615 TEUR). Zum anderen werden hier der positive Wert aus der Bewertung der Devisentermingeschäfte zum Zeitwert sowie Wertminderungen zu sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag lagen wie im Vorjahr keine solchen Werte vor.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrafen in Höhe von 149 TEUR (Vorjahr - TEUR) den Lieferungs- und Leistungsverkehr mit diesen Unternehmen.

Die sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 3.825 TEUR (Vorjahr 3.914 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Umsatzsteuern, abgegrenzte Lizenzentgelte, Bonusansprüche sowie Forderungen an Versicherungsgesellschaften und Lieferanten.

(18) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

  30.11.2013
TEUR
30.11.2012
TEUR
Kasse 299 195
Guthaben bei Kreditinstituten 3.629 11.660
  3.928 11.855

Guthaben bei Kreditinstituten umfassen kurzfristig disponierbare Zahlungsmittel sowie angelegte Tagesgelder. Sie werden marktüblich verzinst.

Der beizulegende Zeitwert der Zahlungsmittel beträgt 3.928 TEUR (Vorjahr 11.855 TEUR).

Für Zwecke der Kapitalflussrechnung setzt sich der Finanzmittelbestand wie folgt zusammen:

  30.11.2013
TEUR
30.11.2012
TEUR
Kasse 299 195
Guthaben bei Kreditinstituten 3.629 11.660
Kontokorrentkredite -1.259 -72
  2.669 11.783

(19) Eigenkapital

Das Eigenkapital und seine einzelnen Komponenten werden in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung gesondert dargestellt.

(20) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital besteht aus insgesamt 13.681.520 nennwertlosen Stückaktien. Es setzt sich zusammen aus 7.600.314 Stammaktien und 6.081.206 Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Von den 7.600.314 Stammaktien entfallen 500 Stück auf vinkulierte Namensaktien. Diese sind mit einem Entsendungsrecht für ein Aufsichtsratsmandat ausgestattet. Die übrigen 13.681.020 Aktien sind Inhaberaktien.

Zum 30. November 2013 befanden sich unverändert zum Vorjahr insgesamt 13.681.520 Aktien im Umlauf.

(21) Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Mai 2012 ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital bis zum 2. Mai 2017 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien und/ oder stimmrechtsloser Vorzugsaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, jedoch insgesamt höchstens um 21.600 TEUR zu erhöhen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre unter bestimmten Bedingungen auszuschließen (vgl. Kapitel ,Übernahmerechtliche Angaben und erläuternder Bericht', S. 75 ff. oder www.ahlers-ag.com, Rubrik ,Investor Relations').

(22) Eigene Anteile

Zum 30. November 2013 hielt die Gesellschaft keine eigenen Aktien.

(23) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt 15.024 TEUR, davon entfallen 12.782 TEUR auf das Agio aus der Kapitalerhöhung gegen Bareinlage anlässlich des Börsengangs und 1.610 TEUR aus der Begebung von Vorzugsaktien. Die Kapitalrücklage im IFRS-Konzernabschluss wurde um Eigenkapitalbeschaffungskosten, die im Rahmen des Börsengangs der Gesellschaft angefallen sind, vermindert.

(24) Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen in Höhe von 50.472 TEUR setzen sich zusammen aus den Gewinnvorträgen (32.521 TEUR), dem auf die Anteilseigner der Ahlers AG entfallenden Jahresüberschuss (5.192 TEUR), den Gewinnrücklagen aus der IFRS-Erstanwendung (7.293 TEUR) und übrigen Gewinnrücklagen (5.466 TEUR). Letztere enthalten die direkt im Eigenkapital verbuchten Effekte aus der Neubewertung der Nettoschuld der Pensionsverpflichtungen in Höhe von -226 TEUR nach Steuern.

Aus dem handelsrechtlichen Bilanzgewinn einschließlich der handelrechtlichen Gewinnrücklagen der Ahlers AG in Höhe von zusammen 44.692 TEUR darf der Betrag der handelsrechtlichen aktiven latenten Steuern in Höhe von 105 TEUR nicht ausgeschüttet werden.

(25) Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung

Der Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung beinhaltet alle Währungsdifferenzen aus der Umrechnung der Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften in Euro, Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten als Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb nach Steuern entsprechend IAS 21.32f sowie der erfolgsneutralen Bewertung der nach IAS 39 gesicherten Devisentermingeschäfte nach Steuern. Der Anteil der erfolgsneutral verrechneten latenten Steuern beträgt insgesamt 495 TEUR (Vorjahr 563 TEUR).

Rückstellungsspiegel 2012/13

TEUR 1.12.2012 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Aufzinsung Umrechnungsdifferenz
langfristige Rückstellungen            
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.140 588 113 55 157 -9
sonstige Jubiläen 292 32 0 68 13 -7
Altersteilzeit 80 161 23 128 5 -
Zwischensumme 372 193 23 196 18 -7
kurzfristige Rückstellungen            
Retouren 1.815 1.748 0 1.740 - -2
Abfindungen 813 695 77 70 - -1
Sonstige 741 334 57 650 - -14
Zwischensumme 3.369 2.777 134 2.460 - -17
  8.881 3.558 270 2.711 175 -33
TEUR 30.11.2013
langfristige Rückstellungen  
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.642
sonstige Jubiläen 334
Altersteilzeit 29
Zwischensumme 363
kurzfristige Rückstellungen  
Retouren 1.805
Abfindungen 110
Sonstige 986
Zwischensumme 2.901
  7.906

(26) Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsverpflichtungen innerhalb des Ahlers Konzerns werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen unter Einrechnung dynamischer Entwicklungen nach versicherungsmathematischen Verfahren berechnet.

Der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Annahmen zu Grunde gelegt:

Parameter 2012/13 2011/12
Rechnungszins 3,6% 3,2%
Rententrend 2,0% 2,0%

Die Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfolgt dabei gemäß IAS 19.120 ff n. F. im sonstigen Ergebnis. Die Pensionsaufwendungen beinhalten neben dem Personalaufwand auch den Zinsaufwand.

Auf die Berücksichtigung der Gehaltstrends wurde verzichtet, da sich die Pensionsrückstellungen fast ausschließlich auf bereits ausgeschiedene Mitarbeiter beziehen und zukünftig keine neuen Pensionsverpflichtungen abgeschlossen werden. In der Bilanz werden die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen angesetzt.

Die Entwicklung der Brutto-Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich folgendermaßen dar:

2012/13
TEUR
2011/12
TEUR
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am 1. Dezember 4.446 4.187
+ Laufender Dienstzeitaufwand der Periode 20 20
+ Zinsaufwand (Diskontierungseffekt) 157 211
- Gezahlte Leistungen -543 -475
-/+ Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -149 517
- Plankürzungen/Abgeltungen - -
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am 30. November 3.931 4.460
Kurseffekt -9 -14
  3.922 4.446

Die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen betrugen zum 30. November 2011 4.187 TEUR, zum 30. November 2010 4.429 TEUR und zum 30. November 2009 4.372 TEUR.

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwand beträgt 211 TEUR (Vorjahr 217 TEUR). Der im sonstigen Ergebnis erfasste Betrag beträgt 192 TEUR vor Steuern (Vorjahr -518 TEUR).

Die Pensionsrückstellungen betreffen weitestgehend Ansprüche von ehemaligen Arbeitnehmern in Deutschland. Weiterhin umfasst die Rückstellung Ansprüche von im Ausland beschäftigt en Mitarbeitern aus den gesetzlich vorgeschriebenen Abfertigungen (Leistungen bei Ausscheiden) in Höhe von 720 TEUR (Vorjahr 694 TEUR).

Aufgrund der sehr geringen und weiter rückläufigen Anzahl aktiver Anwärter bergen die leistungsorientierten Versorgungspläne kein Risiko für künftige Zahlungsströme.

(27) Sonstige langfristige Rückstellungen

Den in den sonstigen langfristigen Rückstellungen ausgewiesenen Jubiläumsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zu Grunde, bei deren Berechnung die am Bilanzstichtag gültigen, aktuellen Annahmen und Trends herangezogen werden.

Darüber hinaus sind Altersteilzeitrückstellungen in Höhe von 100 TEUR (Vorjahr 280 TEUR) bilanziert. Diesen Altersteilzeitrückstellungen stehen zur Insolvenzsicherung verpfändete Wertpapiere mit einem Zeitwert in Höhe von 71 TEUR (Vorjahr 200 TEUR) gegenüber. Die Wertpapiere sind mit den Rückstellungen für Altersteilzeit saldiert, da die Wertpapiere als Planvermögen zu qualifizieren sind. Die Erträge aus den Wertpapieren in Höhe von 4 TEUR (Vorjahr 7 TEUR) sind ergebniswirksam erfasst worden.

(28) Finanzielle Verbindlichkeiten

Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten werden verzinst und haben in der Regel eine Laufzeit zwischen zwei und sieben Jahren.

Bei den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich um Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 731 TEUR (Vorjahr 246 TEUR) sowie negative Marktwerte aus der Bewertung der Devisentermingeschäfte in Höhe von 358 TEUR (Vorjahr 304 TEUR). Aufgrund der variablen Verzinsung der finanziellen Verbindlichkeiten entspricht der beizulegende Zeitwert dem entsprechenden Buchwert.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Restlaufzeiten und die durchschnittlichen Zinssätze der finanziellen Verbindlichkeiten zum jeweiligen Bilanzstichtag:

      Restlaufzeiten  
TEUR Jahr   bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe langfristig
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2013 Buchwert 5.760 20.554 3.177 23.731
    Zinssatz 1,80 % 1,98 % 3,26 %  
  2012 Buchwert 3.974 19.354 2.878 22.232
    Zinssatz 2,30 % 2,86 % 5,00 %  
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2013 Buchwert 17.907 - - -
    Zinssatz - - -  
  2012 Buchwert 14.911 - - -
    Zinssatz - - -  
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 2013 Buchwert 649 440 - 440
    Zinssatz 2,95 % 2,50 %    
  2012 Buchwert 491 59 - 59
    Zinssatz 2,95 % 2,95 %    
Summe 2013   24.316 20.994 3.177 24.171
Buchwerte 2012   19.376 19.413 2.878 22.291
TEUR Jahr Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinsituten 2013 29.491
  2012 26.206
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2013 17.907
  2012 14.911
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 2013 1.089
  2012 550
Summe 2013 48.487
Buchwerte 2012 41.667

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind innerhalb eines Jahres fällig. Diese Position beinhaltet auch Verbindlichkeiten, die den Lieferungs- und Leistungsbereich betreffen. Aufgrund der Konzernsicht und laufender Verrechnungen ist eine Unterteilung auf die Bilanzposten aber nicht zweckdienlich.

Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen

Im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen wurde Betriebs- und Geschäftsausstattung geleast. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen können wie folgt auf den Barwert übergeleitet werden:

  30.11.2013 30.11.2012
  Mindestleasingzahlungen
TEUR
Barwert der Mindestleasingzahlungen
TEUR
Mindestleasingzahlungen
TEUR
Barwert der Mindestleasingzahlungen
TEUR
Fälligkeit        
innerhalb eines Jahres 304 291 191 187
1 bis 5 Jahre 844 440 60 59
über 5 Jahre 0 0 0 0
Summe Mindestleasingzahlungen 752 731 251 246
abzüglich des Zinsanteils -21   -5  
Barwert der Mindesleasingzahlungen 731   246  

Den Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing stehen unter den Sachanlagen ausgewiesene Vermögenswerte in Höhe von 725 TEUR (Vorjahr 233 TEUR) gegenüber.

Die Leasingzahlungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2012/13 auf 281 TEUR (Vorjahr 278 TEUR).

(29) Sonstige kurzfristige Rückstellungen

In den sonstigen kurzfristigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Retouren und Preisnachlässe enthalten.

(30) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

  30.11.2013
TEUR
30.11.2012
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.872 2.187
Sonstige Verbindlichkeiten 10.855 10.993
davon    
aus Lohn und Gehalt 5.012 5.276
aus Steuern 1.467 1.530
im Rahmen der sozialen Sicherheit 577 621
Übrige 3.799 3.566
  12.727 13.180

In den übrigen sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten für Boni und Zoll enthalten.

(31) Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten

Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten haben zum Bilanzstichtag folgende Buch- und Zeitwerte:

    30.11.2013 30.11.2012
TEUR Bewertungs-Kategorie nach IAS 39 Buchwert beizulegender Zeitwert Buchwert beizulegender Zeitwert
Aktiva          
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 3.928 3.928 11.855 11.855
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 33.875 33.875 32.717 32.717
Sonstige finanzielle Vermögenswerte   1.564 1.564 2.177 2.177
davon:          
- Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte LaR 1.550 1.550 1.562 1.562
- Derivate mit Hedge-Beziehungen n.a. - - - -
- Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte FAHfT 14 14 615 615
Passiva          
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 29.491 29.491 26.206 26.206
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 17.907 17.907 14.911 14.911
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten   1.089 1.089 550 550
davon:          
- Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen n.a. 731 731 246 246
- Derivate mit Hedge-Beziehungen n.a. 358 358 304 304
Summe pro Bewertungskategorie nach IAS 39:          
Loans and Receivables LaR 39.353 39.353 46.134 46.134
Financial Assets Held for Trading FAHfT 14 14 615 615
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost FLAC 47.398 47.398 41.117 41.117

Der beizulegende Zeitwert gibt den Betrag an, zu dem ein jeder der obigen Posten zum gegenwärtigen Zeitpunkt zwischen Vertragspartnern ausgetauscht werden könnte. Folgende Annahmen liegen den angegebenen Werten zugrunde:

Bei den Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegt aufgrund der kurzen Laufzeit keine Abweichung zwischen fortgeführten Anschaffungskosten und dem Fair Value vor.

Bei den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten liegt dem beizulegenden Zeitwert ein an einem aktiven Markt ermittelter Börsenkurs zugrunde.

Die langfristigen Finanzinstrumente und die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden variabel verzinst, so dass die abgezinsten künftigen Cashflows den Buchwerten entsprechen.

Derivaten mit Hedge-Beziehung liegen Devisentermingeschäfte zugrunde, deren Bewertung auf Devisenterminkursen basieren.

Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten gemäß IFRS 7.31 betreffen auch Financial Covenants (als schriftlich fixierte Nebenbedingungen zu Finanzinstrumenten, insbesondere zu Kreditverträgen mit entsprechenden Rechtsfolgeklauseln bei Nichterfüllung von vorher festgesetzten Finanzkennzahlen). Die Ahlers Gruppe hat mit diversen Kreditinstituten die Einhaltung von Financial Covenants im Rahmen des Abschlusses von Kreditvereinbarungen festgelegt. Diese betreffen bestimmte Eigenkapitalrelationen bzw. Kennziffern hinsichtlich des Verschuldungsgrades des Ahlers Konzerns. Die Financial Covenants werden im Rahmen des Risikomanagementsystems überwacht. Die Berichterstattung an die Banken erfolgt regelmäßig. Es liegen keine Hinweise vor, dass die Einhaltung der vereinbarten Financial Covenants nicht möglich ist.

Die Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar:

    Folgebewertung
TEUR   aus Zinsen zum Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung aus Abgang
Loan and Receivables LaR 162 - -26 -376 -231
Financial Assets Held for Trading FAHfT 7 -1 - - -15
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost FLAC -955 - 9 - -
  Nettoergebnis
TEUR 2012/13 2011/12
Loan and Receivables -471 92
Financial Assets Held for Trading -9 50
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost -946 -1.007

Sämtliche Zinsen werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Die Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Devisenterminkontrakte ohne Hedge-Beziehungen werden im Materialaufwand verbucht. Die Effekte aus der Folgebewertung und aus dem Abgang der übrigen Posten werden im sonstigen betrieblichen Aufwand bzw. Ertrag ausgewiesen.

(32) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Eventualschulden 30.11.2013
TEUR
30.11.2012
TEUR
aus Wechselobligo 11 17
davon für verbundene Unternehmen - -
aus Bürgschaften 844 1.262
davon für verbundene Unternehmen - -
  855 1.279

Es bestehen zum 30. November 2013 vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 277 TEUR (Vorjahr 21 TEUR). Dieser Betrag resultiert aus dem Bestellobligo für den Austausch technischer Anlagen in einem Produktionsbetrieb. Der Mittelabfluss wird innerhalb der ersten Monate des folgenden Geschäftsjahres erfolgen. Eine Möglichkeit der Erstattung auch von Teilbeträgen besteht nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende zukünftige Mindestleasing-Zahlungsverpflichtungen auf Grund von unkündbaren Operating-Leasing-Verhältnissen für Betriebs- und Geschäftsausstattung:

Fälligkeit 30.11.2013
TEUR
30.11.2012
TEUR
innerhalb eines Jahres 6.597 6.615
1 bis 5 Jahre 11.202 11.740
über 5 Jahre 5.015 4.123
  22.814 22.478

Die Leasingverträge beinhalten keine Verlängerungsoptionen. Dem Konzern wurden keine Beschränkungen durch die Leasingvereinbarungen auferlegt. Es wurden bedingte Mietzahlungen in Höhe von 301 TEUR (Vorjahr 300 TEUR) im Mietaufwand erfasst. Bei den bedingten Mietzahlungen handelt es sich um umsatzabhängige Mieten. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden insgesamt Zahlungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen in Höhe von 7.322 TEUR (Vorjahr 6.622 TEUR) geleistet.

(33) Finanzrisikomanagement und derivative Finanzinstrumente

Der Ahlers Konzern bedient sich zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit im Wesentlichen finanzieller Verbindlichkeiten in Form von verzinslichen Darlehen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Dem gegenüber stehen Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Darüber hinaus schließt der Ahlers Konzern derivative Finanzgeschäfte ab.

Der Ahlers Konzern ist auf internationaler Ebene tätig, wodurch der Konzern grundsätzlich verschiedenen Risiken wie Währungs-, Ausfall- und Zinsänderungsrisiken ausgesetzt ist.

Der Ahlers Konzern schließt zur Absicherung des Risikos aus Währungskursänderungen Devisentermingeschäfte ab. Die Transaktionen werden ausschließlich mit marktgängigen Instrumenten durchgeführt. Abgesichert werden hiermit zukünftige Währungskursschwankungen des US-Dollar und des Schweizer Franken jeweils gegenüber dem Euro. Währungskursschwankungen des US-Dollar betreffen den Ahlers Konzern bei der Beschaffung von Rohstoffen, Fertigprodukten und Fertigungsleistungen auf internationalen Märken, während die Währungskursschwankungen des Schweizer Franken den Ahlers Konzern auf Seite des Verkaufs von Waren in der Schweiz betreffen (Cashflow-Hedge).

Die folgende Tabelle zeigt die Volumina und Marktwerte der Devisentermingeschäfte zum jeweiligen Bilanzstichtag:

    30.11.2013 30.11. 2012
    Nominalwert Marktwert Nominalwert
Art Währung in Tausend Währungseinheiten in TEUR in TEUR in Tausend Währungseinheiten in TEUR
Käufe USD 32.874 24.472 -278 23.563 18.280
Verkäufe CHF 3.695 2.921 -80 4.389 3.488
Art 30.11. 2012 Marktwert
in TEUR
Käufe -152
Verkäufe -152

Zum 30. November 2013 bestanden somit wie im Vorjahr keine Devisentermingeschäfte mit einem positiven Marktwert und Devisentermingeschäfte mit einem negativen Marktwert von -358 TEUR (Vorjahr -304 TEUR). Erstere werden unter den kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen, Devisentermingeschäfte mit einem negativen Marktwert werden unter den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Alle operativen Devisentermingeschäfte im Ahlers Konzern haben eine Restlaufzeit von zwei Tagen bis zwölf Monaten und werden in Chargen zwischen 0,2 Mio. EUR und 1,5 Mio. EUR mit saisonalen Schwerpunkten über diesen Zeitraum verteilt realisiert. Zudem besteht ein Zinssatz- und Währungsswap in Schweizer Franken mit einer Restlaufzeit von zehn Monaten bei halbjährlichen Tilgungszahlungen. Bei allen hier angeführten Devisentermingeschäften sind sämtliche Vertragsparameter fix, es existieren somit keine Bandbreitenvereinbarungen und die Verträge sind nicht vorzeitig ablösbar. Die vertraglich fixierten USD-Kurse zum Euro liegen zwischen 1,3116 und 1,3781. Sicherheiten wurden nicht geleistet. Die Sicherungsbeziehungen zur Absicherung von Cashflows der erwarteten künftigen Käufe und Verkäufe wurden als hoch wirksam eingestuft. Daher sind die Voraussetzungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 erfüllt, so dass zum Bilanzstichtag nach Abzug latenter Steuern 247 TEUR an negativen Effekten (Vorjahr 211 TEUR) aus der Bewertung der Devisentermingeschäfte zu Marktwerten ergebnisneutral in das Eigenkapital eingestellt wurden.

Die folgende Tabelle stellt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern (aufgrund der Änderung realisierter Kursdifferenzen) und des Eigenkapitals (aufgrund der Änderung des beizulegenden Zeitwertes der Devisentermingeschäfte sowie der Nachsteuer-Ergebnisse des oben genannten Vorsteuer-Effektes) gegenüber möglicher und realistischer Wechselkursänderungen des US-Dollar, des Schweizer Franken und des Polnischen Zloty vor Schuldenkonsolidierung dar:

  Kursentwicklung Auswirkung auf das Vorsteuer-Ergebnis Auswirkung auf das Eigenkapital
  2013 2012 2013
TEUR
2012
TEUR
2013
TEUR
2012
TEUR
USD +3% +5% 95 42 66 29
  -2% -2% -63 -17 -43 -12
CHF +1% +2% -35 -91 -24 -63
  -2% -1% 70 46 48 32
PLN +1% +2% -28 -90 -19 -62
  -1% -2% 28 90 19 62

Um eine Risikokonzentration zu minimieren und finanzielle Verluste durch den Ausfall eines Geschäftspartners so gering wie möglich zu halten, werden Kreditrahmen festgelegt. Das maximale Ausfallrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert jedes finanziellen Vermögenswertes ersichtlich. Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind diese Risiken zum Teil durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Daher wird im Ahlers Konzern die Auffassung vertreten, dass sich das maximale Ausfallrisiko mit dem Betrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Summe anderer kurzfristiger Vermögenswerte, abzüglich der zum Bilanzstichtag berücksichtigten Wertberichtigungen sowie vorliegender Versicherungsdeckungen auf diese Vermögenswerte, deckt.

Zinsänderungsrisiken werden im Ahlers Konzern aufgrund der hohen Eigenkapitalquote als nicht kritisch betrachtet. Daher werden derzeit mit Ausnahme des oben angeführten kombinierten Zinssatz- und Währungsswap keine Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Eine Überwachung des Zinsniveaus findet dennoch statt und eine Anwendung von Zinsswaps für die Zukunft wird nicht ausgeschlossen.

Die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern und des Eigenkapitals gegenüber einer möglichen und realistischen Änderung der variablen Zinssätze bei variabel verzinsten langfristigen Verbindlichkeiten unter der Annahme einer gleich bleibenden Zinsspanne zeigt folgende Tabelle:

Erhöhung/Verringerung in Basispunkten Auswirkungen auf das Vorsteuer-Ergebnis Auswirkungen auf das Eigenkapital
2013 2012 2013
TEUR
2012
TEUR
2013
TEUR
2012
TEUR
+25 +35 -53 -71 -37 -49
-10 -25 21 51 14 35

Im Bereich der Liquiditätssicherung ist das Ziel des Ahlers Konzerns, seine Flexibilität durch Nutzung von Kontokorrentkrediten, Bankkrediten und Operate-Lease-Verträgen zu wahren. Im Rahmen des Budgetierungsprozesses wird eine Cashflow-Planung verbunden mit einer saisonalen Spitzenberechnung durchgeführt und gegen die bestehende Finanzausstattung einschließlich der bestehenden Kreditlinien verprobt. Damit wird das Risiko eines Liquiditätsengpasses regelmäßig überwacht.

Kapitalsteuerung

Das Kapitalmanagement des Ahlers Konzerns ist vorrangig darauf ausgerichtet, die Geschäftstätigkeit zu unterstützen und eine gute Eigenkapitalquote beizubehalten.

Bei der Steuerung der Kapitalstruktur findet insbesondere der Wandel der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Berücksichtigung. Die Steuerung kann über Anpassung der Dividendenzahlungen, Ausgabe neuer Aktien oder den Rückkauf bzw. die Einziehung eigener Anteile erfolgen. Zum 30. November 2013 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien oder Verfahren vorgenommen.

Die Geschäftstätigkeit des Ahlers Konzerns bewegt sich vorrangig im kurzfristigen Bereich, so dass die adäquate Größe zur Überwachung des Kapitals das Net Working Capital darstellt. Das Net Working Capital setzt sich zusammen aus den Vorräten, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Net Working Capital 30.11.2013
TEUR
30.11.2012
TEUR
Vorräte 75.684 65.917
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 33.875 32.717
kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -17.907 -14.911
  91.652 83.723

7. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN KONZERN-SEGMENTINFORMATIONEN

Der Ahlers Konzern richtet seine berichtspflichtigen Segmente nach der Art der Produkte aus. Dies spiegelt insbesondere das unternehmensinterne Berichtswesen sowie die unternehmensinternen Entscheidungsfindungsprozesse wider.

Die berichtspflichtigen Segmente gliedern sich in Premium Brands, Jeans & Workwear und Men's & Sportswear. Aufwendungen für zentrale Funktionen werden über verursachungsgerechte und fremdübliche Umlagen den Segmenten belastet. Aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtung der Segmente kommt es zu keinen Intersegmentumsatzerlösen. Vermögenswerte und Schulden werden, soweit eine eindeutige Zuordnung zu einem Segment nicht möglich ist, über sachgerechte Schlüssel verteilt. Das Segmentergebnis stellt das Ergebnis vor Ertragsteuern dar, da die Ertragsteuern aufgrund der zentralen Steuerung nicht der Segmentierung unterliegen. Aus dem gleichen Grund enthalten die Vermögenswerte und Schulden auch keine Aktiv- und Passivposten der latenten und laufenden Steuern.

Somit ergeben sich die gesamten Vermögenswerte laut Bilanz (182.448 TEUR) aus den Vermögenswerten laut Segmentinformationen (178.257 TEUR) zuzüglich der latenten Steueransprüche und der laufenden Ertragsteueransprüche (4.191 TEUR). Entsprechend ergeben sich die Schulden laut Bilanz (73.108 TEUR) aus den Schulden laut Segmentinformationen (69.643 TEUR) zuzüglich der latenten Steuerverbindlichkeiten und der laufenden Ertragsteuerverbindlichkeiten (2.734 TEUR) sowie der Leasingverbindlichkeiten (731 TEUR).

Die Konzern-Segmentinformationen nach geographischen Regionen orientieren sich an den Absatzmärkten, auf denen die Tätigkeitsschwerpunkte des Ahlers Konzerns liegen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Konzern-Segmentinformationen entsprechen denen des Konzernabschlusses.

Folgende Unternehmensbereiche bilden die berichtspflichtigen Segmente:

Premium Brands

Dieses Geschäftsfeld beinhaltet die Produktion und den Vertrieb der hochwertigen Markenbekleidung des Ahlers Konzerns. Hierzu gehören die Marken Pierre Cardin, Otto Kern und Baldessarini.

Jeans & Workwear

Dieses Geschäftsfeld beinhaltet die Produktion und den Vertrieb vor allem von Jeans und Freizeithosen aus Flachgewebe sowie Berufskleidung, soweit es sich nicht um Premium Brands handelt. In diesem Segment sind unter anderem die Marken Pionier Workwear, Pionier Jeans & Casuals und Pioneer Authentic Jeans vertreten.

Men's & Sportswear

Dieses Geschäftsfeld beinhaltet die Produktion und den Vertrieb von Sportswear, Freizeitbekleidung und Young Fashion, soweit es sich hier nicht um Premium Brands handelt. Dieses Segment umfasst die Marken Gin Tonic und Jupiter Sportswear.

Sonstiges

Da in Einzelfällen eine Verteilung auf die einzelnen Geschäftsfelder nicht angebracht war, erfolgte der Ausweis an dieser Stelle. Insbesondere werden hierunter die Kunstgegenstände ausgewiesen.

Informationen über geografische Regionen

"Westeuropa" umfasst folgende Länder: Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz und Spanien. "Mittel-/Osteuropa/Sonstiges" umfasst alle übrigen Länder.

Erläuterungen zu den Segmentdaten

Die Beträge der Konzern-Segmentinformationen werden nach Konsolidierung ermittelt, da die Verknüpfungen zwischen den Segmenten von untergeordneter Bedeutung sind.

Als "Segmentergebnis" ist das Ergebnis vor Ertragsteuern definiert. Unter "Vermögenswerte" wird die Summe der Aktiva abzüglich der aktiven latenten und der laufenden Steueransprüche verstanden. Unter "Schulden" wird die Summe der kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten abzüglich der latenten Steuerverbindlichkeiten, der laufenden Ertragsteuerverbindlichkeiten sowie der Leasingverbindlichkeiten verstanden. Unter der Position "andere nicht zahlungswirksame Posten" sind die Netto-Zuführungen zu Rückstellungen erfasst.

8. SONSTIGE ANGABEN

Vergütung des Vorstands

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat beschlossen und regelmäßig überprüft. Dabei wird die Größe, Tätigkeit sowie die wirtschaftliche Situation der Ahlers AG auf der einen Seite berücksichtigt. Die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds und der persönliche Beitrag am Erfolg des Unternehmens auf der anderen Seite sind weitere wichtige Angemessenheitskriterien. Die Gesamtbezüge und ihre einzelnen Bestandteile stehen nach der Beurteilung des Aufsichtsrats in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandmitglieds und zur wirtschaftlichen Lage der Ahlers AG. Der Personalausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Er unterbreitet dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung Vorschläge zur Vergütung, zum Vergütungssystem und seiner regelmäßigen Überprüfung sowie zum Abschluss, der Änderung und Beendigung der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder.

Die Vergütung ist grundsätzlich leistungsorientiert und setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen:

Ein fixes Jahresgehalt, das monatlich gezahlt wird und regelmäßig vom Aufsichtsrat auf seine Angemessenheit überprüft wird.

Eine ergebnisabhängige Jahrestantieme, die als fester Prozentsatz des KonzernJahresüberschusses bestimmt ist. Für die ergebnisabhängige Tantieme ist ab dem Geschäftsjahr 2013/14 ein Höchstbetrag festgesetzt.

Eine zielorientierte Jahrestantieme, die abhängig ist vom Erreichen bestimmter, vom Aufsichtsrat festgelegter Ziele. Die Höhe orientiert sich dabei an dem Zielerreichungsgrad. Für die zielorientierte Tantieme ist ein Höchstbetrag festgesetzt.

Eine auf die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens ausgerichtete langfristig orientierte Tantieme. Deren Höhe orientiert sich an der Entwicklung des KonzernUmsatzes, des Konzernergebnisses, des Net Working Capitals und des Aktienkurses über zwei Dreijahreszeiträume. Die Dreijahreszeiträume laufen von Dezember 2012 bis November 2015 und von Dezember 2014 bis November 2017. Die Auszahlungen erfolgen im April 2016 bzw. im April 2018. Die aktienkursbasierten Bestandteile beider Dreijahres-Tranchen hatten zum Zeitpunkt ihrer Ausgabe am 1. Dezember 2013 einen inneren Wert von insgesamt 68 TEUR. Für die langfristig orientierte Tantieme ist ein Höchstbetrag festgelegt.

Sonstige Vergütungsbestandteile bestehen in der Bereitstellung eines Firmenwagens, eines Bekleidungskontingents sowie für das auswärtige Vorstandsmitglied einer Dienstwohnung am Firmensitz. Für die Nutzung des Firmenwagens ist ab dem Geschäftsjahr 2013/14 eine Höchstgrenze festgesetzt worden. Pensionszusagen für Vorstandsmitglieder existieren nicht. Vorstandsmitglieder erhalten keine Kredite.

Die Vorstandsverträge beinhalten keine ausdrückliche Abfindungszusage für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses. Es bestehen ebenfalls keine sogenannten "Change of Control"-Klauseln für den Fall einer Übernahme. Ruhegeldzusagen sind den amtierenden Mitgliedern des Vorstandes nicht gemacht worden.

Die Hauptversammlung 2011 hat festgelegt, dass die individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge für die Dauer von weiteren fünf Jahren unterbleibt. Die Gesamtbezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR Fixes Gehalt Jahresbonus* Sonstiges Gesamt
2011/12 735 515 64 1.314
2012/13 840 451 64 1.355

* bestehend aus ergebnisabhängiger, zielorientierter und langfristig orientierter Tantieme. Für die langfristig orientierte Tantieme sind 18 TEUR enthalten (Vorjahr 0 TEUR).

Ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. Geschäftsführer der Adolf Ahlers GmbH und deren Hinterbliebene erhielten im Geschäftsjahr 2012/13 Bezüge von insgesamt 76 TEUR (Vorjahr 73 TEUR).

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Aufsichtsratsvergütung ist in § 18 der Satzung geregelt. Analog zur Vorstandsvergütung richtet sich auch die Entlohnung der Aufsichtsratsmitglieder sowohl nach der Größe und wirtschaftlichen Situation der Ahlers AG als auch nach den Aufgaben des jeweiligen Aufsichtsratsmitglieds. Die Vergütung setzt sich aus einer fixen und einer variablen Komponente zusammen. Die variable Komponente orientiert sich an der nachhaltigen Unternehmensentwicklung. Sie errechnet sich aus einem festen Promillesatz vom DurchschnittsKonzern-Jahresüberschuss der letzten drei Jahre unter Berücksichtigung eines Schwellenwertes und ist nach oben beschränkt. Der Aufsichtsratsvorsitz, die Stellvertretung sowie der Vorsitz in einem Ausschuss werden zusätzlich vergütet.

in TEUR Feste Vergütung Variable Vergütung Gesamt
2011/12 105 39 144
2012/13 105 30 135

Sämtliche Auslagen, die im Zusammenhang mit der Aufsichtsratstätigkeit anfallen, sowie die auf die Bezüge anfallende Umsatzsteuer werden den Aufsichtsratsmitgliedern ersetzt. Auch die Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Kredite. Die Kanzlei Feddersen Heuer & Partner bei der der Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Heuer Partner ist, hat die Gesellschaft in einem Akquisitionsvorhaben rechtlich beraten und dafür einen Betrag von 36 TEUR berechnet. Die Sozietät von Ah & Partner AG, Zürich (Schweiz), bei der Aufsichtsratsmitglied und Audit Committee Vorsitzende Prof. Dr. Julia von Ah Partnerin ist, war im Geschäftsjahr 2012/13 steuerberatend für den Ahlers Konzern tätig und hat dafür 61 TEUR in Rechnung gestellt. Herr Bernd A. Rauch berät das Unternehmen in der Neugestaltung seines Marketingauftritts einschließlich der Auswahl der Agenturen und der Verhandlung der Verträge für ein neues Firmenemblem und einen neuen Internetauftritt. Er hat dafür 32 TEUR erhalten. Alle Leistungen wurden vom Aufsichtsrat gemäß § 114 AktG im Vorwege genehmigt.

Aktienbesitz

Die Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers KG, Herford, besitzt eine mehrheitliche Beteiligung am stimmberechtigten Aktienkapital der Ahlers AG, die sie zum Großteil über ihre 100-prozentige Tochtergesellschaft WTW-Beteiligungsgesellschaft mbH, Herford, hält. Der Jahresabschluss der Ahlers AG wird in den Konzernabschluss der Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers KG, Herford, einbezogen.

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Herr Jan A. Ahlers, zum Bilanzstichtag Komplementär der Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers KG, Herford, hatte mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Ahlers AG am 25. März 2002 die Schwelle von 75 Prozent überschritten hat. Der Stimmrechtsanteil hat am 30. November 2013 76,6 Prozent betragen, davon waren ihm 76,3 Prozent der Stimmrechte nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Die zum Geschäftsjahresende offenen Posten sind - bis auf die Warenlieferungen, die branchenüblich unter Eigentumsvorbehalt geliefert werden - nicht besichert und werden durch Barzahlung oder Verrechnung beglichen. Für Forderungen oder Schulden gegen nahestehende Unternehmen und Personen bestehen keinerlei Garantien. Für das Berichtsjahr hat der Ahlers Konzern wie im Vorjahr keine Wertberichtigungen auf Forderungen gegen nahestehende Unternehmen oder Personen gebildet. Die Notwendigkeit des Ansatzes einer Wertberichtigung wird jährlich überprüft, indem die Finanzlage des nahestehenden Unternehmens oder der nahestehenden Person überprüft werden. Im Nachfolgenden werden die wesentlichen Geschäftsbeziehungen erläutert:

Im Geschäftsjahr 2012/13 erfolgten

Lieferungen und Leistungen an die Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers KG, Herford, und ihr nahe stehende Unternehmen in Höhe von 4,2 Mio. EUR (Vorjahr 3,9 Mio. EUR) und

Leistungen von der Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers KG, Herford, und ihr nahestehende Unternehmen in Höhe von 13,7 Mio. EUR (Vorjahr 12,3 Mio. EUR).

Aus den Geschäftsbeziehungen zwischen der Ahlers AG und deren Tochtergesellschaften mit nahestehenden Unternehmen und Personen resultieren zum 30. November 2013 im Saldo Verbindlichkeiten in Höhe von 1,7 Mio. EUR (Vorjahr 2,2 Mio. EUR).

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

  Gesamt
  2012/13 2011/12
Gewerbliche Arbeitnehmer 1.356 1.352
Angestellte 838 850
  2.194 2.202

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der Ahlers AG haben die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex für das Jahr 2013 nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf den Internet-Seiten der Ahlers AG (www.ahlers-ag.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

Befreiung gemäß § 264 Absatz 3 HGB/§ 264b HGB

Die nachstehend bezeichneten Tochterunternehmen werden von der Befreiungsmöglichkeit des § 264 Absatz 3 HGB/§ 264b HGB für den Jahresabschluss zum 30. November 2013 Gebrauch machen:

Baldessarini GmbH, München, Gin Tonic Special Mode GmbH, Sindelfingen, Otto Kern GmbH, Herford, Ahlers Retail GmbH, Herford, Pionier Jeans & Casuals Deutschland GmbH, Herford, Ahlers Zentralverwaltung GmbH, Herford, a-fashion.com GmbH, Herford, Ahlers Vertrieb GmbH, Herford, Jupiter Bekleidung GmbH, Herford, Pionier Berufskleidung GmbH, Herford, Pioneer Jeans-Bekleidung GmbH, Herford, und Ahlers P.C. GmbH, Herford, sowie Ahlers Textilhandel GmbH & Co. KG, Herford. Zudem wird die Hemina GrundstücksVermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Herford KG, Pullach im Isartal, die Befreiung nach § 264b HGB für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 in Anspruch nehmen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Besondere Sachverhalte nach dem Bilanzstichtag mit wesentlicher Wirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Konzerns zum 30. November 2013 haben sich nicht ergeben.

Honorar Abschlussprüfer

Das im Geschäftsjahr 2012/13 und dem Vorjahr als Aufwand erfasste Honorar unseres Abschlussprüfers umfasste folgende Leistungen:

  2012/13
TEUR
2011/12
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 223 206
Andere Bestätigungsleistungen - -
Steuerberatungsleistungen 15 34
Sonstige Leistungen 2 -
  240 240

Ausschüttung des Bilanzgewinns der Ahlers AG

Im Geschäftsjahr 2012/13 zahlte die Ahlers AG eine Dividende in Höhe von 0,60 EUR je Stammaktie und 0,65 EUR je Vorzugsaktie. Insgesamt wurde eine Dividende in Höhe von 8.512.972,30 EUR ausgeschüttet.

Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2012/13 eine Dividende von 0,45 EUR je Stammaktie und von 0,50 EUR je Vorzugsaktie, insgesamt 6.460.744,30 EUR an die Aktionäre auszuzahlen.

9. ORGANE DER GESELLSCHAFT

Aufsichtsrat

Prof. Dr. Carl-Heinz Heuer

Rechtsanwalt, Königstein (Vorsitzender), Sozietät Feddersen Heuer & Partner

Jan A. Ahlers (bis 7. Mai 2013) †

Kaufmann, Herford (stellvertretender Vorsitzender), Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers KG

Prof. Dr. Julia von Ah

Steuerberaterin, Zürich, Schweiz (stellvertretende Vorsitzende seit 7. Mai 2013),

von Ah & Partner AG

Heidrun Baumgart

Industriekauffrau, Bielefeld (Arbeitnehmervertreterin), Ahlers Zentralverwaltung GmbH

Roswitha Galle (ab 7. Mai 2013)

Industriekauffrau, Spenge (Arbeitnehmervertreterin), Ahlers Zentralverwaltung GmbH

Dieter Hoppe (bis 7. Mai 2013)

technischer Angestellter, Herford (Arbeitnehmervertreter), Ahlers Zentralverwaltung GmbH

Prof. Dr. Ulrich von Jeinsen (ab 7. Mai 2013)

Rechtsanwalt, Hannover, Göhmann Rechtsanwälte und Notare

Bernd A. Rauch (ab 1. Dezember 2012)

Werbekaufmann, Bad Homburg

Vorstand

Dr. Stella A. Ahlers

Zürich (Vorsitzende), Vorstandsvorsitzende Ahlers AG

Dr. Karsten Kölsch

Herford, Vorstand Ahlers AG

Weitere Angaben zu den Aufsichtsrats- und Vorstandsmitgliedern

Die Aufsichtsräte/Vorstände unserer Gesellschaft sind zum 30. November 2013 gleichzeitig Mitglieder eines Organs folgender Gesellschaften:

Prof. Dr. Carl-Heinz Heuer

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der M.M. Warburg & CO KGaA, Hamburg

Prof. Dr. Julia von Ah

Verwaltungsrätin der von Ah & Partner AG, Zürich, Schweiz

Dr. Stella A. Ahlers

Präsidentin des Verwaltungsrats der Adolf Ahlers AG, Cham (Schweiz)

Nicht genannte Aufsichtsrats-/Vorstandsmitglieder haben keine Mandate bei anderen Gesellschaften.

 

Herford, den 26. Februar 2014

Ahlers AG

Der Vorstand

Dr. Stella A. Ahlers

Dr. Karsten Kölsch

ENTWICKLUNG DES SACHANLAGEVERMÖGENS UND DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE

für das Geschäftsjahr 2012/13

in TEUR Kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten  
  1.12.2012 Änderung Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungsdifferenzen 30.11.2013
Sachanlagen              
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 39.641   99 4.888   -116 34.736
Technische Anlagen und Maschinen 9.551   207 496 136 -300 9.098
Betriebs- und Geschäftsausstattung 43.322   4.594 3.433 10 -143 44.350
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 103   70   -146 -3 24
  92.617 0 4.970 8.817 0 -562 88.208
Immaterielle Vermögenswerte              
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 26.204   309 118   -5 26.390
Geschäfts- oder Firmenwerte 1.530         -26 1.504
  27.734 0 309 118 0 -31 27.894
  120.351 0 5.279 8.935 0 -593 116.102
in TEUR Kumulierte Abschreibungen
  1.12.2012 Zuführungen Auflösungen Währungsdifferenzen 30.11.2013
Sachanlagen          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 22.951 563 4.233 -52 19.229
Technische Anlagen und Maschinen 8.375 491 480 -257 8.129
Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.703 3.704 3.153 -88 33.166
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -       -
  64.029 4.758 7.866 -397 60.524
Immaterielle Vermögenswerte          
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 15.334 524 92 -4 15.762
Geschäfts- oder Firmenwerte 413     -9 404
  15.747 524 92 -13 16.166
  79.776 5.282 7.958 -410 76.690
in TEUR Buchwerte
  30.11.2013 30.11.2012
Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 15.507 16.690
Technische Anlagen und Maschinen 969 1.176
Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.184 10.619
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24 103
  27.684 28.588
Immaterielle Vermögenswerte    
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 10.628 10.870
Geschäfts- oder Firmenwerte 1.100 1.117
  11.728 11.987
  39.412 40.575

für das Geschäftsjahr 2011/12

in TEUR Kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten
  1.12.2011 Änderung Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungsdifferenzen 30.11.2012
Sachanlagen              
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 39.422   102 61   178 39.641
Technische Anlagen und Maschinen 9.745   141 89 3 -249 9.551
Betriebs- und Geschäftsausstattung 42.057 270 3.414 2.540 21 100 43.322
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 33   93   -24 1 103
  91.257 270 3.750 2.690 0 30 92.617
Immaterielle Vermögenswerte              
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 26.228 257 189 485   15 26.204
Geschäfts- oder Firmenwerte 1.499         31 1.530
  27.727 257 189 485 0 46 27.734
  118.984 527 3.939 3.175 0 76 120.351
in TEUR Kumulierte Abschreibungen
  1.12.2011 Zuführungen Auflösungen Währungsdifferenzen 30.11.2012
Sachanlagen          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 22.434 564 97 50 22.951
Technische Anlagen und Maschinen 8.081 552 87 -171 8.375
Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.323 4.307 2.007 80 32.703
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -       -
  60.838 5.423 2.191 -41 64.029
Immaterielle Vermögenswerte          
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 15.345 437 463 15 15.334
Geschäfts- oder Firmenwerte 94 308   11 413
  15.439 745 463 26 15.747
  76.277 6.168 2.654 -15 79.776
in TEUR Buchwerte
  30.11.2012 30.11.2011
Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 16.690 16.988
Technische Anlagen und Maschinen 1.176 1.664
Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.619 11.734
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 103 33
  28.588 30.419
Immaterielle Vermögenswerte    
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 10.870 10.883
Geschäfts- oder Firmenwerte 1.117 1.405
  11.987 12.288
  40.575 42.707

KONZERN-SEGMENTINFORMATIONEN für das Geschäftsjahr 2012/13

nach Unternehmensbereichen

in TEUR Premium Brands Jeans & Workwear Men's & Sportswear
  2012/13 2011/12 2012/13 2011/12 2012/13 2011/12
Umsatzerlöse 156.628 152.196 65.287 66.147 24.554 34.600
Intersegmenterlöse - - - - - -
Segmentergebnis 5.535 10.776 4.507 5.776 -3.904 -7.057
darin enthalten Abschreibungen 3.058 3.059 1.423 1.345 780 1.435
Wertminderungen nach IAS 36 - - - - - 308
andere nicht zahlungswirksame Posten 587 370 220 277 41 765
Zinsertrag 239 220 82 89 31 46
Zinsaufwand 631 682 283 307 99 142
Vermögenswerte 112.497 104.348 29.141 32.510 16.406 19.880
Investitionen in langfristiges Vermögen 3.590 2.713 1.060 602 629 624
Schulden 46.728 40.303 16.053 15.334 6.844 9.075
in TEUR Sonstiges Gesamt
  2012/13 2011/12 2012/13 2011/12
Umsatzerlöse 248 227 246.717 253.170
Intersegmenterlöse - - - -
Segmentergebnis 538 757 6.676 10.252
darin enthalten Abschreibungen 21 21 5.282 5.860
Wertminderungen nach IAS 36 - - - 308
andere nicht zahlungswirksame Posten - - 848 1.412
Zinsertrag - - 352 355
Zinsaufwand 0 31 1.013 1.162
Vermögenswerte 20.213 19.852 178.257 176.590
Investitionen in langfristiges Vermögen 546 853 5.825 4.792
Schulden 18 21 69.643 64.733

nach geografischen Regionen

in TEUR Premium Brands Jeans & Workwear Men's & Sportswear
  2012/13 2011/12 2012/13 2011/12 2012/13 2011/12
Deutschland            
Umsatzerlöse 73.398 70.887 48.432 48.913 11.935 17.509
Vermögenswerte 88.375 79.658 18.286 16.673 11.728 13.524
Westeuropa            
Umsatzerlöse 41.044 40.306 12.054 11.786 8.859 12.000
Vermögenswerte 6.563 5.791 7.669 12.077 3.536 4.898
Mittel-/ Osteuropa/Sonstiges            
Umsatzerlöse 42.186 41.003 4.801 5.448 3.760 5.091
Vermögenswerte 17.559 18.899 3.186 3.760 1.142 1.458
in TEUR Sonstiges Gesamt
  2012/13 2011/12 2012/13 2011/12
Deutschland        
Umsatzerlöse 248 227 134.013 137.536
Vermögenswerte 20.201 19.839 138.590 129.694
Westeuropa        
Umsatzerlöse - - 61.957 64.092
Vermögenswerte - - 17.768 22.766
Mittel-/ Osteuropa/Sonstiges        
Umsatzerlöse - - 50.747 51.542
Vermögenswerte 12 13 21.899 24.130

Bestätigungsvermerk

Wir haben dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2012 bis zum 30. November 2013, der Ahlers AG, Herford, den am 26. Februar 2014 in Hannover unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt:

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Ahlers AG, Herford, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2012 bis zum 30. November 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Hannover, 26. Februar 2014

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lilienblum, Wirtschaftsprüfer

ppa. Heesch, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Dr. Stella A. Ahlers

Dr. Karsten Kölsch

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2012/13 in Höhe von 10.410.729,67 EUR eine Dividende von 0,45 EUR je Stammaktie (ISIN DE0005009708 und DE0005009740) und von 0,50 EUR je Vorzugsaktie (ISIN DE0005009732), insgesamt 6.460.744,30 EUR an die Aktionäre auszuzahlen und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 3.949.985,37 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Bericht des Aufsichtsrats

SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN,

der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2012/13 die ihm nach Gesetz, Satzung, Corporate Governance und Geschäftsordnung auferlegten Pflichten sorgfältig wahrgenommen und sich intensiv mit der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung des Unternehmens sowie der strategischen Ausrichtung befasst. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens kontinuierlich beraten und dessen Geschäftsführung überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für den Ahlers Konzern wurden wir frühzeitig und unmittelbar eingebunden. Zustimmungspflichtige Geschäfte wurden vom Vorstand ausführlich und vollständig vorgestellt und der Aufsichtsrat hat diese nach eingehender Beratung und Prüfung freigegeben.

Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich zeitnah und umfassend über die Lage des Konzerns, vor allem über die Unternehmensplanung, die aktuelle Geschäftsentwicklung, die Ertrags- und Finanzlage und die Personalsituation. Darüber hinaus informierte er uns über die Risikolage sowie das Risikomanagement. Die strategische Ausrichtung der Ahlers AG hat der Vorstand mit uns diskutiert und abgestimmt. Der Aufsichtsrat machte sich seinerseits eigenständig ein Bild über die Lage des Unternehmens und stand dazu auch außerhalb der Sitzungen in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand. Die ihm vorgelegten Unterlagen, Berichte und Beschlussvorlagen wurden geprüft und ausführlich erörtert. Gleichzeitig gab es einen regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch zwischen der Vorstandsvorsitzenden und dem Aufsichtsratsvorsitzendem.

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen

Der Aufsichtsrat ist im Verlauf des Geschäftsjahres 2012/13 zu fünf Sitzungen zusammen gekommen und das stets vollzählig. In der Aufsichtsratssitzung am 5. Dezember 2012 stand die Planung für das nächste Geschäftsjahr sowie die Mittelfristplanung des Konzerns als Hauptpunkt auf der Agenda. Dabei wurden detaillierte Planungen für die Ahlers Marken, das Personal des Konzerns, Investitionen, Marketing und Cashflow besprochen. Die Abgabe der Entsprechenserklärung ist ein weiterer regelmäßiger Agendapunkt der Dezember-Sitzung. Zusätzlich wurden in dieser Aufsichtsratssitzung die Vorschläge des Personalausschusses zur Verlängerung des Dienstvertrags von Frau Dr. Ahlers sowie die variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung für beide Vorstandsmitglieder besprochen und bestätigt.

Die Aufsichtsratssitzung am 28. Februar 2013 beschäftigte sich vornehmlich mit dem Jahresabschluss 2011/12. Der Wirtschaftsprüfer und der Vorstand trugen die Zahlen vor und standen Rede und Antwort. Die Vorsitzende des Audit Committee berichtete über die Prüfungstätigkeit des Ausschusses. Daraufhin stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2011/12 fest. Auch wurde das interne Kontrollsystem besprochen und die Wirtschaftsprüfer für das nächste Geschäftsjahr nominiert. Der Aufsichtsratsvorsitzende berichtete von Einzelgesprächen mit allen Aufsichtsratsmitgliedern über ihre Wahrnehmung der Aufsichtsratstätigkeit aufgrund derer ihm bestätigt wurde, dass sich die Aufsichtsratsmitglieder umfassend informiert und gut in die Arbeit des Gesamtaufsichtsrats eingebunden fühlen.

In seiner Sitzung am 18. März 2013 bestätigte der Aufsichtsrat die Vorschläge des Nominierungsausschusses der in der Hauptversammlung zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder sowie der Ersatzmitglieder.

In der konstituierenden Aufsichtsratssitzung nach der Hauptversammlung am 7. Mai 2013 hat der neu zusammengesetzte Aufsichtsrat Herrn Prof. Dr. Heuer zu seinem Vorsitzenden sowie Frau Prof. Dr. von Ah zur stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Außerdem wurden die Ausschüsse und ihre Vorsitzenden besetzt. Daneben wurde, wie in jeder Sitzung des Aufsichtsrats, die aktuelle Geschäftslage der Ahlers Gruppe besprochen.

In der Sitzung am 10. September 2013 stellte der Vorstand neben der Geschäfts- und Auftragslage auch einzelne Geschäftsbereiche eingehend vor. Danach wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Geschäfte verabschiedet. Daneben legte der Aufsichtsrat Prüfungsschwerpunkte für den Jahresabschluss 2012/13 fest und beschäftigte sich mit der Überarbeitung seiner Geschäftsordnung, die dann in der Folgesitzung im Dezember verabschiedet wurde. Die Audit Committee- und Marketing-Ausschuss Vorsitzenden berichteten in dieser Sitzung ausführlich über die Arbeit ihrer Ausschüsse.

Tätigkeitsschwerpunkte der Ausschüsse

Zur Sicherung einer effizienten Arbeit des Gremiums hat der Aufsichtsrat vier Ausschüsse gebildet: das Audit Committee, den Personalausschuss, den Marketingausschuss und den Nominierungsausschuss. In den Ausschüssen werden alle wesentlichen Themen der jeweiligen Bereiche erörtert und für die Gesamt-Aufsichtsratssitzungen vorbereitet. Das Audit Committee kam im vergangenen Geschäftsjahr zu sechs Sitzungen zusammen. Davon wurde ein Treffen als Telefonkonferenz abgehalten. Im ersten Halbjahr 2012/13 war der Geschäftsverlauf des Ahlers Konzerns aufgrund der Marktlage schwierig. Die Gründe dafür und Maßnahmen zur Verbesserung der Situation wurden deshalb intensiv besprochen. Außerdem waren die strategischen Aussichten unserer Geschäftsbereiche Schwerpunktthema. Das Audit Committee bereitete Beschlussfassungen für die Aufsichtsratssitzungen wie die Entsprechenserklärung, das Revisionsprogramm des neuen Geschäftsjahres und die Einladung der Hauptversammlung 2013 vor. Der Marketingausschuss hat im Geschäftsjahr 2012/13 dreimal, der Nominierungsausschuss einmal und der Personalausschuss zweimal getagt. Zu allen Ausschusssitzungen waren die Mitglieder vollzählig anwesend.

Die Ausschussvorsitzenden berichteten in den Gesamt-Aufsichtsratssitzungen ausführlich über die Arbeit in den Ausschüssen.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Auf der Agenda der Hauptversammlung am 7. Mai 2013 standen auch die Neuwahlen zum Aufsichtsrat. Bereits im Vorfeld hatte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Jan A. Ahlers, bekanntgegeben, dass er sich altersbedingt nicht wieder zur Wahl stellen möchte. Herr Jan A. Ahlers ist am 31. Dezember 2013 völlig überraschend verstorben. Er hat dem Unternehmen seit 1968 gedient, davon 34 Jahre unternehmensleitend und 11 Jahre im Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat würdigt diese lange, erfolgreiche Tätigkeit und zollt ihm Respekt für seine Lebensleistung. Er wird dem Unternehmen fehlen.

Für Herrn Ahlers wurde Herr Prof. Dr. Ulrich von Jeinsen nominiert und in den Aufsichtsrat gewählt. Daneben kandidierten Frau Prof. Dr. Julia von Ah und Prof. Dr. Carl-Heinz Heuer erneut und wurden wieder gewählt. Von der Arbeitnehmerseite traten Frau Heidrun Baumgart erneut und Frau Roswitha Galle neu in den Aufsichtsrat ein. Herr Dieter Hoppe kandidierte altersbedingt ebenfalls nicht mehr. Der Aufsichtsrat dankt auch Herrn Hoppe an dieser Stelle für seine erfolgreiche und kooperative Tätigkeit im Aufsichtsrat.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat befasste sich im vergangenen Geschäftsjahr intensiv mit der Anwendung und Weiterentwicklung der Corporate Governance Regelungen im Unternehmen. Ausführliche Informationen hierzu finden Sie im Corporate Governance Bericht auf den Seiten 34 bis 41. Die Unternehmenspraxis vor dem Hintergrund des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner neuesten Fassung vom 13. Mai 2013 hat der Aufsichtsrat erörtert. In der Sitzung am 3. Dezember 2013 wurde die gemeinsame Entsprechenserklärung besprochen und verabschiedet. Interessenkonflikte einzelner Aufsichtsratsmitglieder sind nicht aufgetreten. Beschlüsse des Aufsichtsrats über Dienstleistungsverträge der Gesellschaft mit einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrats gemäß § 114 Abs. 1 AktG wurden unter Stimmenthaltung der hiervon betroffenen Mitglieder des Aufsichtsrats, Frau Prof. Dr. von Ah, Herrn Prof. Dr. Heuer und Herrn Rauch gefasst.

Jahresabschlussprüfung

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Hamburg (Niederlassung Hannover) wurde von der Hauptversammlung 2013 zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012/13 bestellt. Der Abschlussprüfer hat schriftlich erklärt, inwieweit geschäftliche oder persönliche Verbindungen zur Gesellschaft bestehen. Die Erklärung gab keinen Anlass zu Beanstandungen. Der Abschlussprüfer versah den Jahres- und den Konzernjahresabschluss einschließlich der beiden Lageberichte nach der Prüfung mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Der AG- und der Konzernjahresabschluss sowie die Prüfungsberichte von BDO lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig im Vorfeld der Sitzung des Audit Committees am 20. Februar 2014 und der Aufsichtsrats-Bilanzsitzung am 27. Februar 2014 vor. Der Prüfungsbericht und die Prüfungsschwerpunkte wurden von den Wirtschaftsprüfern eingehend erläutert. Der Aufsichtsrat nahm das Prüfungsergebnis von BDO nach ausführlicher Diskussion zustimmend zur Kenntnis und schloss sich diesem nach eigener detaillierter Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts sowie des Konzernjahresabschlusses und des Konzernlageberichts an. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Konzernjahresabschluss wurden vom Aufsichtsrat gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zur Ausschüttung einer Dividende von 0,45 EUR je Stammaktie und 0,50 EUR je Vorzugsaktie an.

Ebenso hat der Abschlussprüfer den vom Vorstand aufgestellten Abhängigkeitsbericht geprüft. Hierzu wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Abhängigkeitsbericht und der Prüfungsbericht wurden uns unverzüglich vorgelegt. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers nach eigener detaillierter Überprüfung auf Vollständigkeit und Richtigkeit an. Einwände gegen die Erklärung des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen waren somit nicht zu erheben.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die erfolgreiche Arbeit und das große persönliche Engagement im vergangenen Geschäftsjahr seinen Dank aus.

 

Herford, den 27. Februar 2014

Der Aufsichtsrat

Prof. Dr. Carl-Heinz Heuer, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Corporate Governance Bericht

Der Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Auch Vorstand und Aufsichtsrat der Ahlers AG legen ihrer Arbeit diese Grundsätze zugrunde, um durch transparente und nachvollziehbare Aktivitäten sowie eine ordnungsgemäße Rechnungslegung das Vertrauen der Aktionäre, Mitarbeiter und Kunden hinsichtlich einer nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens zu fördern.

Der Vorstand berichtet nachfolgend - zugleich für den Aufsichtsrat - über die Corporate Governance bei der Ahlers AG. Dieser Bericht enthält als Bestandteil des Lageberichts die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 298a HGB und den Vergütungsbericht nach Ziffer 4.2.5 Deutscher Corporate Governance Kodex zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Erklärung zur Unternehmensführung

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gem. § 161 AktG

Die Ahlers AG entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 weitestgehend. Aufgrund von unternehmensspezifischen Gegebenheiten hat die Ahlers AG die Empfehlungen in einigen Punkten nicht umgesetzt. Vorstand und Aufsichtsrat haben die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG am 3. Dezember 2013 gemeinsam abgegeben. Diese ist durch Veröffentlichung auf der Homepage www.ahlers-ag.com dauerhaft allen Interessierten zugänglich gemacht worden. Die Entsprechenserklärung lautet wie folgt:

"Die Ahlers AG hat den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in der Fassung vom 15. Mai 2012 bzw. ab deren Geltung in der Fassung vom 13. Mai 2013 seit der letzten Entsprechenserklärung vom 14. Dezember 2012 mit den dort genannten Abweichungen entsprochen. In Zukunft wird die Ahlers AG den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 mit Ausnahme der nachstehenden Empfehlungen entsprechen:

3.8 D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt für Aufsichtsratsmitglieder

Die Ahlers AG deckt das D&O-Risiko durch eine angemessene Versicherung für ihre Organe und Leitungsverantwortlichen ab. Vorstand und Aufsichtsrat der Ahlers AG führen ihre Ämter verantwortungsbewusst und im Interesse des Unternehmens. Ein erheblicher Selbstbehalt, der wegen des zu beachtenden Gleichbehandlungsgrundsatzes nur einheitlich sein kann, würde die Aufsichtsratsmitglieder je nach ihren privaten Einkommens- und Vermögensverhältnissen sehr unterschiedlich treffen. Ein weniger vermögendes Mitglied könnte im Ernstfall in existentielle Schwierigkeiten kommen, was in Anbetracht gleicher Pflichten nicht als gerecht zu betrachten ist.

4.2.3 Betragsmäßige Höchstgrenzen für die Vorstandsvergütung

Gemäß Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 des Kodex in seiner neuen Fassung vom 13. Mai 2013 soll die Vergütung für die Vorstandsmitglieder insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsbestandteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen. Bei den zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der neuen Kodex-Empfehlung bereits bestehenden Vorstandsverträgen wurde diese Empfehlung hinsichtlich der jährlich bemessenen Tantiemen und der Nebenleistungen nicht vollständig erfüllt. Im Dezember 2013 wurden die Vorstandsanstellungsverträge jedoch dahingehend angepasst, dass auch die jährlichen Tantiemen und die Nebenleistungen betragsmäßig begrenzt sind. Der Empfehlung gemäß Ziffer 4.2.3 Absatz 2 Satz 6 wird seither vollumfänglich entsprochen.

5.1.2 Altersgrenze Vorstand

5.4.1 Altersgrenze Aufsichtsrat

Eine Altersgrenze für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates besteht bei der Ahlers AG nicht, da für die Mitgliedschaft in den beiden Organen Qualifikation und Leistungsfähigkeit entscheidend sind. Beide lassen sich nicht mit standardisierten Altersgrenzen beurteilen.

5.4.6 Auf nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtete, erfolgsorientierte Aufsichtsratsvergütung, Vergütung von Mitgliedschaft in Ausschüssen und Individualisierung der Aufsichtsratsvergütung

Ziffer 5.4.6 Absatz 2 der Fassung des Kodex empfiehlt, eine erfolgsorientierte Vergütung des Aufsichtsrats an der nachhaltigen Unternehmensentwicklung auszurichten. Da die bisherige Vergütungsregelung in § 18 Abs. 2 der Satzung dem nicht entsprach, haben Vorstand und Aufsichtsrat eine kodexkonforme Anpassung der Vergütungsregelung geprüft und der ordentlichen Hauptversammlung eine Neuregelung zur Beschlussfassung vorgelegt. Diese beinhaltete eine variable Vergütung, die von dem Durchschnitts-Konzernjahresüberschuss der Ahlers AG der jeweils letzten drei Jahre abhängig ist. Die Hauptversammlung hat diese Neuregelung am 7. Mai 2013 mit Wirkung für das ab dem 1. Dezember 2012 laufende Geschäftsjahr beschlossen, so dass der Empfehlung des Kodex nunmehr entsprochen wird.

Die Satzung der Ahlers AG sah und sieht allerdings neben einer Vergütung für den Vorsitz in Ausschüssen des Aufsichtsrats keine Vergütung für die einfache Mitgliedschaft in Ausschüssen vor. Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass diese Funktion von der allgemeinen Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder abgedeckt ist.

Von der Bekanntgabe der individualisierten Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder wird abgesehen. Die Vergütung des Aufsichtsrats wurde und wird in fixe und variable Bestandteile aufgeteilt und veröffentlicht. Vorstand und Aufsichtsrat der Ahlers AG sind der Ansicht, dass diese Informationen ausreichend sind, um zu beurteilen, ob die Vergütung des Aufsichtsrats im Ganzen aber auch in ihren Bestandteilen, angemessen ist. Zusätzlich werden die vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrates gezahlten Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, die nicht im Zusammenhang mit der Aufsichtsratstätigkeit stehen, gesondert individualisiert angegeben.

7.1.2 Veröffentlichungsfristen (Konzernabschluss)

Die Ahlers AG verzichtet zurzeit aus organisatorischen Gründen darauf, den Konzernabschluss binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende öffentlich zugänglich zu machen. Der Konzernabschluss wird spätestens nach 120 Tagen veröffentlicht.

 

Herford, den 3. Dezember 2013

Ahlers AG

Der Vorstand

Der Aufsichtsrat"

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Corporate Governance genießt in der Ahlers AG einen sehr hohen Stellenwert und ist wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung. Wichtige Grundlagen sind dabei die Regelungen des Aktiengesetzes und der Deutsche Corporate Governance Kodex. Der Aufsichtsrat und der Vorstand sehen sich in der Verantwortung, das Unternehmen verantwortungsbewusst zu leiten und zu kontrollieren. Sie stellen dabei auf eine nachhaltige Wertschöpfung ab. Hierzu gehört das Managen der Risiken und der weitsichtige Umgang mit ihnen (vgl. dazu die Ausführungen zum Risikomanagement innerhalb des Konzernlageberichts). Der Vorstand und Aufsichtsrat haben sich zur Einhaltung der rechtlichen Vorgaben und der Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nach Maßgabe der jährlichen Entsprechenserklärung verpflichtet. Unternehmensinterne Kontroll-, Berichts- und Compliance-Strukturen werden kontinuierlich überprüft, weiterentwickelt und veränderten Rahmenbedingungen angepasst. Über die für alle Unternehmensangehörigen verbindliche Grundwerteerklärung sind die Compliance- und Corporate Governance Grundsätze unternehmensweit verankert.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Als börsennotiertes Unternehmen hat die Ahlers AG eine duale Führungsstruktur, bestehend aus dem Vorstand und dem Aufsichtsrat. Der Vorstand ist für die Leitung der Gesellschaft und des Konzerns zuständig. Dem Aufsichtsrat obliegt die Überwachung und Beratung des Vorstands.

Der Vorstand der Ahlers AG leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung und kontrolliert die Konzerngesellschaften. Die Leitungsaufgabe, bestehend insbesondere aus der Festlegung der Unternehmensziele, der strategischen Ausrichtung des Konzerns und dessen Steuerung und Überwachung sowie die Unternehmensplanung und die Konzernfinanzierung, wird dabei vom Vorstand als Kollegialorgan wahrgenommen. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Ungeachtet dieser Gesamtverantwortung führen die einzelnen Mitglieder des Vorstands die ihnen durch die Geschäftsordnung des Vorstands zugewiesenen Ressorts in eigener Verantwortung. Die Zusammenarbeit innerhalb des Vorstands wird ebenfalls durch die Geschäftsordnung des Vorstands bestimmt.

Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und legt die Informations- und Berichtspflichten fest. Bei definierten Maßnahmen von grundlegender Bedeutung in der Gesellschaft oder im Konzern, wie beispielsweise wesentlichen Investitionen und Rechtsgeschäften, ist die Zustimmung des Aufsichtsrats notwendig. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Eine Zusammenfassung der Art und des Umfangs der Tätigkeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2012/13 enthält der Bericht des Aufsichtsrats.

Hauptversammlung

Den Aktionären steht mit der Hauptversammlung das wesentliche Instrument zur Ausübung ihrer Rechte zur Verfügung. Über die Hauptversammlung sind die Aktionäre an wichtigen Unternehmensentscheidungen wie Satzungsänderungen, der Verwendung des Bilanzgewinns und wesentlicher Strukturveränderungen, die die Grundlagen des Unternehmens berühren, beteiligt. So wählen die Aktionäre über dieses Organ die Aufsichtsratsmitglieder, soweit diese nicht von den Arbeitnehmern gewählt oder aufgrund des satzungsmäßigen Entsenderechts bestellt werden, und beschließt über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Vergütung des Aufsichtsrats. Jeder Aktionär ist berechtigt, an der Hauptversammlung teilzunehmen und Fragen an den Vorstand und den Aufsichtsrat zu stellen. Die Ahlers AG hat sowohl Stammaktien mit jeweils einem Stimmrecht pro Aktie als auch stimmrechtslose Vorzugsaktien emittiert. Jede Stammaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Vorzugsaktien gewähren vorbehaltlich zwingender gesetzlicher Vorschriften kein Stimmrecht. Sie sind gemäß § 25 der Satzung der Ahlers AG mit einem Dividendenvorzug ausgestattet. Regelmäßige Informationen über das Unternehmen können alle Aktionäre über die Homepage www.ahlers-ag.com erhalten, um sich ein aktuelles Bild über das Unternehmen zu machen. Vor der Hauptversammlung werden den Aktionären die Tagesordnung und weitere notwendige Unterlagen frühzeitig übersandt und/oder auf der Internetseite des Unternehmens bekannt gemacht. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht auf der Hauptversammlung auch über einen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben lassen. Um den Aktionären die Stimmabgabe zu erleichtern, stellt die Ahlers AG Stimmrechtsvertreter zur Verfügung, die weisungsgebunden während der Hauptversammlung die übertragenen Stimmrechte ausüben. Nach der Hauptversammlung können sich die Aktionäre auf der Unternehmenshomepage über die Abstimmungsergebnisse auf der Hauptversammlung sowie die Rede der Vorstandsvorsitzenden informieren.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Im Berichtsjahr arbeiteten Vorstand und Aufsichtsrat der Ahlers AG erneut sehr eng zusammen. Der Aufsichtsrat wurde durch den Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance informiert. Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten Plänen werden vom Vorstand erläutert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens wird zwischen Vorstand und Aufsichtsrat abgestimmt. Für Geschäfte von grundlegender Bedeutung muss die Zustimmung des Aufsichtsrats eingeholt werden. Neben den turnusgemäßen Informationen zu den Aufsichtsratssitzungen erfolgt ein ständiger Informationsaustausch zwischen Vorstand und Aufsichtsrat über die Lage des Unternehmens. Die Zusammenarbeit ist durch ein offenes und vertrauensvolles Verhältnis geprägt. So begleitet der Aufsichtsrat die Unternehmensführung auf einer optimalen Informationsgrundlage mit Empfehlungen und Ratschlägen. Im Geschäftsjahr 2012/13 fanden alle fünf Aufsichtsratssitzungen im Beisein des Vorstands statt. Personalausschusssitzungen fanden ohne Beteiligung des Vorstands statt, soweit sie Veränderungen der Vorstandsverträge betrafen.

Vorstand

Der Vorstand der Ahlers AG ist gegenüber dem Vorjahr unverändert und setzt sich aus zwei Mitgliedern zusammen. Dr. Stella A. Ahlers (Vorsitzende des Vorstands) ist für Marken, Vertrieb, Marketing und Revision zuständig. Dr. Karsten Kölsch (CFO) verantwortet die Bereiche Finanzen, Compliance, Produktion, Logistik, IT und Personal. Die beiden Vorstandsmitglieder leiten das Unternehmen in eigener Verantwortung und sind ausschließlich dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Eventuelle Interessenskonflikte eines Vorstandsmitglieds müssen unverzüglich dem Aufsichtsrat gegenüber offengelegt werden. Dies war im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht notwendig. Etwaigen Nebentätigkeiten, wie der Übernahme eines Aufsichtsratsmandats durch ein Vorstandsmitglied, soll der Aufsichtsrat zustimmen. Solche Nebentätigkeiten werden derzeit nicht ausgeübt.

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Ahlers AG gehören gemäß Satzung sechs Mitglieder an, von denen zwei Mitglieder durch die Arbeitnehmer gewählt werden. Bei den Arbeitnehmervertretern gab es einen Wechsel. Herr Dieter Hoppe stand altersbedingt nicht mehr zur Wahl. Für ihn wurde Frau Roswitha Galle von den Arbeitnehmern neu in den Aufsichtsrat gewählt. Frau Heidrun Baumgart als zweite Arbeitnehmervertreterin wurde wiedergewählt. Die Inhaberin der Namensaktien gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung der Ahlers AG, die Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers KG, hat gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung Herrn Bernd A. Rauch am 1. Dezember 2012 als neues Mitglied in den Aufsichtsrat entsandt. Im Berichtsjahr schied der langjährige stellvertretene Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Jan A. Ahlers, altersbedingt aus dem Aufsichtsrat aus. Als neues Mitglied wurde Herr Prof. Dr. Ulrich von Jeinsen in den Aufsichtsrat gewählt. Frau Prof. Dr. Julia von Ah und Herr Prof. Dr. Carl-Heinz Heuer wurden wiedergewählt.

Der Aufsichtsrat soll abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden. Hierunter soll unter anderem ein Prüfungsausschuss sein, der nicht von dem Aufsichtsratsvorsitzenden geleitet werden soll. Die vom Aufsichtsrat der Ahlers AG gebildeten Ausschüsse sowie ihre personelle Zusammensetzung sind auf Seite 29 im Kapitel "Gremien der Gesellschaft" im Einzelnen dargestellt. Als unabhängiger Finanzexperte im Sinne von § 100 Abs. 5 AktG fungiert Prof. Dr. Julia von Ah, die zugleich den Vorsitz im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats innehat.

Im Dezember 2012 hat der Aufsichtsrat seine Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats zuletzt modifiziert und verabschiedet. Wir geben die seitdem geltenden Ziele nachstehend mit vollem Wortlaut wieder:

"Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der Ahlers AG Vor dem Hintergrund

seiner eigenen Größe (sechs Mitglieder, davon vier Vertreter der Anteilseigner und zwei Vertreter der Arbeitnehmer),

des Geschäftsfeldes, in dem die Gesellschaft tätig ist,

der Größe und des Zuschnitts der Gesellschaft,

des Umfangs der internationalen Tätigkeit der Gesellschaft sowie

der Börsennotierung der Gesellschaft und

ihrer gegenwärtigen Aktionärsstruktur

hat der Aufsichtsrat der Ahlers AG am 9. Dezember 2010 beschlossen, für seine Zusammensetzung folgende konkrete Ziele anzustreben:

(1) Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Dabei sollen sich die individuellen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen der einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats untereinander so ergänzen, dass für die Aufsichtsratsarbeit als solche und jeden wesentlichen Unternehmensbereich zu jeder Zeit hinreichend spezielle fachliche Expertise vorhanden ist, um die professionelle und effiziente Überwachung und beratende Begleitung des Vorstands dauerhaft zu gewährleisten.

(2) Dem Aufsichtsrat soll mindestens ein Mitglied angehören, das im Sinne von § 100 Abs. 5 AktG unabhängig ist und über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt.

(3) Dem Aufsichtsrat soll mindestens ein weiteres Mitglied angehören, das im Sinne von Ziffer 5.4.2 Satz 2 DCGK unabhängig ist, d.h. in keiner persönlichen oder geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, ihren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenskonflikt begründen kann. Dabei sind nach Auffassung des Aufsichtsrats Vertreter der Arbeitnehmer nicht per se als abhängig zu betrachten. Maßgeblich sind die Umstände des Einzelfalls.

(4) Dem Aufsichtsrat soll kein Mitglied angehören, das eine Organfunktion oder Beratungsfunktion bei wesentlichen Wettbewerbern der Gesellschaft oder des Konzerns ausübt.

(5) Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören.

(6) Dem Aufsichtsrat soll in der Regel mindestens ein Mitglied angehören, das im Hinblick auf die internationalen Aktivitäten der Gesellschaft in besonderem Maße qualifiziert ist.

(7) Dem Aufsichtsrat sollen in der Regel mindestens zwei weibliche Mitglieder angehören, davon in der Regel mindestens ein Anteilseignervertreter.

(8) Zur Wahl in das Aufsichtsratsamt sollen in der Regel nur Kandidaten vorgeschlagen werden, die jünger als 70 Jahre sind.

(9) Bei der Vorbereitung und Verabschiedung von Kandidatenvorschlägen an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird sich der Aufsichtsrat jeweils vom besten Unternehmensinteresse leiten lassen. Die Ziele zu Ziffern (6) bis (8) stehen daher unter dem Vorbehalt, dass die Ziele zu Ziffern (1) bis (5) stets gewährleistet sein müssen und entsprechend qualifizierte Kandidaten für das Aufsichtsratsamt im Bedarfszeitpunkt zur Verfügung stehen. Das Ziel (7) wird dergestalt angestrebt, dass mittelfristig, d.h. im Laufe der nächsten drei Jahre, zwei weibliche Mitglieder angestrebt sind.

(10) Der Aufsichtsrat überprüft diese Ziele regelmäßig. Er veröffentlicht seine Zielsetzung und den Stand ihrer Umsetzung jährlich im Corporate Governance Bericht."

Die in den Ziffern (1) bis (8) formulierten Ziele sieht der Aufsichtsrat derzeit als erfüllt an. Die Ziffern (9) und (10) werden anlassbezogen berücksichtigt.

Wesentliche Interessenskonflikte eines Aufsichtsratsmitglieds, über die der Hauptversammlung zu berichten gewesen wäre, traten im vergangenen Geschäftsjahr nicht auf. Wir verweisen auf Details im Aufsichtsrats- und Vergütungsbericht. In Übereinstimmung mit dem von der DSW erarbeiteten Grundsätzen überprüft der Aufsichtsrat einmal jährlich die Effizienz seiner Tätigkeit. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurde wie im Vorjahr hierzu eine Befragung durchgeführt und im Gremium besprochen. Etwaige Erkenntnisse sind integraler Bestandteil der Arbeit des Aufsichtsrats.

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte und Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Gemäß § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) haben Führungspersonen des Unternehmens den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der Ahlers AG oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente offen zu legen, wenn sie den Betrag von 5.000 EUR im Kalenderjahr mindestens erreichen. Im vergangenen Geschäftsjahr durchgeführte Directors' Dealings sind auf Seite 33 im Kapitel "Die Aktie" im Einzelnen dargestellt.

Die Zahl der direkt oder indirekt von den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats gehaltenen Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumente ist nach dem Ausscheiden von Herrn Jan A. Ahlers aus dem Aufsichtsrat am 7. Mai 2013 zum Bilanzstichtag 30. November 2013 kleiner als ein Prozent der ausgegebenen Aktien.

Transparenz

Die Ahlers AG verfolgt das Ziel einer zeitnahen und gleichberechtigten Informationsversorgung aller interessierten Aktionäre und Anleger. Daher erfolgt die Bekanntmachung aller wichtigen Informationen zeitgleich in deutscher und englischer Sprache. Auf der Unternehmenshomepage www.ahlers-ag.com sind alle wesentlichen Veröffentlichungen zu Geschäfts- und Quartalsberichten, Ad-hoc- und Pressemitteilungen sowie Unternehmenspräsentationen zu finden. Der dort ebenfalls einsehbare Finanzkalender informiert über die regelmäßigen Veröffentlichungstermine sowie über anstehende Kapitalmarktevents. Auch über den Erwerb bzw. Verkauf von Ahlers Aktien durch Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder (Directors' Dealings), die nach § 15a WpHG zeitnah bekannt gegeben werden müssen, wird auf der Internetseite berichtet.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Dem Konzernabschluss und den Zwischenberichten der Ahlers AG liegen die internationalen Rechnungslegungsgrundsätze IFRS zugrunde. Der Jahresabschluss der Ahlers AG wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) und des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt. Der Abschluss des Gesamtjahres wird vom Vorstand aufgestellt und vom Aufsichtsrat geprüft, ebenso wie die Quartals- und Halbjahresfinanzberichte. Der Aufsichtsrat schlägt den Abschlussprüfer vor, der von der Hauptversammlung gewählt wird. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012/13 wurde erneut die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von der Hauptversammlung gewählt. Zuvor erklärte der Abschlussprüfer gegenüber dem Aufsichtsrat seine Unabhängigkeit. Das Audit Committee des Aufsichtsrats erteilte den Prüfungsauftrag und legte die Prüfungsschwerpunkte und das Prüfungshonorar fest.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Konzernlageberichts und des Lageberichts für die Ahlers AG und wird im Abschnitt Vergütungsbericht auf den Seiten 73 f. dargelegt.