![]() Ahlers AGHerfordHalbjahresbericht 2015/16(1. Dezember 2015 bis 31. Mai 2016)ENTWICKLUNG IN DEN ERSTEN SECHS MONATEN DES GESCHÄFTSJAHRES 2015/16H1 2015/16 - Highlights
1. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGENDas BIP (= Bruttoinlandsprodukt) des Euroraums legte im ersten Quartal 2016 um 0,6
Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Trotz dieses guten Einstiegs in das laufende
Jahr gehen die meisten volkswirtschaftlichen Institute nicht von einer Erhöhung des
Wirtschaftswachstums aus. Sie erwarten vielmehr einen verhaltenen Anstieg von 1,3
Prozent für das Gesamtjahr 2016 (Vorjahr 1,5 Prozent, alle Prognosen Commerzbank Research
Juni 2016). Grund dafür ist vor allem das seit Anfang 2015 nachlassende Wachstum der
Schwellenländer und die damit einhergehende geringere Nachfrage nach Gütern aus dem
Euroraum. Gegenläufige Effekte wie die starke Euro-Abwertung und damit günstigere
Konditionen für Einkäufer außerhalb der Eurozone sowie der durch den Einbruch der
Energiepreise angefachte Konsum stabilisieren das schleichende Wachstum. Beide Effekte
dürften allerdings in den nächsten Monaten sukzessive auslaufen. Für die zwei großen
Euro-Volkswirtschaften Frankreich und Italien wird mit 1,3 Prozent bzw. 1,0 Prozent
ein moderates Wirtschaftswachstum etwa im Gesamttrend prognostiziert. Nach einem guten
ersten Quartal 2016 wurde die BIP-Prognose für Deutschland leicht angehoben auf +1,5
Prozent (vorher +1,3 Prozent) und liegt nunmehr wieder etwas über dem Durchschnitt
der Eurozone. Die gebremste Dynamik der Schwellenländer spricht allerdings gegen ein
dauerhaft höheres Wachstum der exportabhängigen deutschen Wirtschaft. In Deutschland
bleiben die Konsumausgaben der privaten Haushalte eine wichtige Stütze der Konjunktur.
Die Konsumstimmung der deutschen Verbraucher ist ungetrübt. Verantwortlich dafür sind
die gute Verfassung des Arbeitsmarktes, die spürbar steigenden Einkommen und die niedrige
Inflation. Zudem wird die Kauflaune, die sich in einer Anschaffungsneigung auf 12-Monats-Hoch
widerspiegelt, von der Diskussion um Negativzinsen auf Sparguthaben befeuert (GfK
Konsumklimastudie Mai 2016). Die deutsche Modebranche profitiert dagegen weiterhin nicht von der guten Konsumstimmung
der privaten Verbraucher. Nach einem Umsatzrückgang von 3,8 Prozent im Vergleichszeitraum
des Vorjahres erlebte der stationäre Modehandel von Dezember 2015 bis Mai 2016 einen
erneuten Rückgang von 1,2 Prozent (Textilwirtschaft 23_2016). Das Umsatzminus wird
vor allem mit dem zunehmenden Online-Geschäft und der einhergehenden sinkenden Kundenfrequenz
in den Innenstädten begründet. Das wachsende eCommerce-Geschäft mit Mode schließt
die Lücke des stationären Handels allerdings nicht. In den dynamischeren Märkten wie
Polen oder Spanien dürften die Umsätze des Bekleidungseinzelhandels leicht steigen.
In den europäischen Ländern mit geringerer konjunktureller Expansion stagnieren oder
sinken die Umsätze des relevanten Einzelhandels wie auch in Deutschland leicht. Die russische Wirtschaft ist vor allem wegen des Preisverfalls bei Rohöl und der Wirtschaftssanktionen
des Westens 2015 um 3,7 Prozent geschrumpft. 2016 schwächt sich der Rückgang ab, Russland
bleibt aber mit einem BIP-Minus von 1,0 Prozent in der Rezession. Der Modekonsum dürfte
angesichts dieser Entwicklung, der weiter anhaltenden Inflation besonders bei importierten
Produkten und damit einhergehender sinkender Kaufkraft höchstens stabil sein. 2. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEHalbjahresumsatz im Plus -Kernaktivitäten wachsen spürbarIm zweiten Quartal 2016 steigerte Ahlers seinen Umsatz um kräftige 3,5 Prozent oder
1,8 Mio. EUR. Damit schließt das Unternehmen das erste Geschäftshalbjahr 2015/16 mit
einem leichten Umsatzplus von 0,2 Mio. EUR bzw. 0,2 Prozent auf 118,3 Mio. EUR (Vorjahr
118,1 Mio. EUR) ab. Trotz eines rückläufigen Gesamtmarkts sind die Kernaktivitäten
des Konzerns im ersten Halbjahr 2015/16 um 2,9 Mio. EUR bzw. 2,6 Prozent gegenüber
dem Vorjahr spürbar gewachsen. Die auslaufende Geschäftstätigkeit mit Gin Tonic und
das Geschäft mit dem letzten großen Private Label Kunden gingen erwartungsgemäß um
2,7 Mio. EUR zurück. Sehr solide entwickelte sich das Geschäft in Mittel- und Osteuropa
mit einem Umsatzanstieg um 6,6 Prozent bzw. 1,4 Mio. EUR auf 22,4 Mio. EUR. Daran
beteiligt waren auch Russland und die Ukraine. Dort konnte die rückläufige Entwicklung
des Vorjahres mit einem Umsatzzuwachs von 5,5 Prozent bzw. 0,3 Mio. EUR umgekehrt
werden. Umsatzplus im Premium Segment und wieder leichte Zuwächse in RusslandDie Umsätze des Premium Segments stiegen im ersten Halbjahr 2015/16 um 1,7 Mio. EUR
oder 2,2 Prozent von 76,8 Mio. EUR auf 78,5 Mio. EUR. Pierre Cardin hat mit einem
Umsatzplus von 2,0 Prozent zu dieser Entwicklung maßgeblich beigetragen. Im zweiten
Quartal des laufenden Geschäftsjahres hat sich der umsatzbelastende Effekt verzögerter
Auslieferungen der ersten drei Monate ausgeglichen. Zudem entwickelte sich die Anzug-Sparte
mit einem Umsatzplus von 15 Prozent überaus erfreulich. Der Baldessarini-Umsatz stieg
im ersten Halbjahr um 5,6 Prozent. Vor allem in Deutschland gewann die Marke mit einem
kräftigen Umsatzplus von 9 Prozent Marktanteile. In Russland und der Ukraine wurde
die rückläufige Entwicklung des Premiumsegments des Vorjahrs gestoppt und wieder ein
Wachstum von 6 Prozent erzielt. Der Anteil des Premium Segments am Gesamtumsatz wuchs
im Berichtszeitraum leicht von 65 Prozent auf 66 Prozent. Umsatzwachstum im Kerngeschäft des Jeans, Casual & Workwear SegmentsDie im Segment Jeans, Casual & Workwear verbleibenden Marken Pioneer Authentic Jeans,
Pionier Jeans & Casuals, Pionier Workwear und Jupiter erzielten in den ersten sechs
Monaten des laufenden Geschäftsjahres ein Umsatzplus von 1,2 Mio. EUR (3,4 Prozent).
Besonders kräftige, zweistellige Zuwächse erzielte dabei Pioneer Authentic Jeans.
Aufgrund der auslaufenden Aktivitäten von Gin Tonic und dem sinkenden Geschäft mit
dem letzten großen Private Label Kunden (insgesamt -2,7 Mio. EUR) ging der Gesamtumsatz
des Segments Jeans, Casual & Workwear im ersten Halbjahr 2015/16 um 1,5 Mio. oder
3,6 Prozent von 41,3 Mio. EUR auf 39,8 Mio. EUR zurück. Der Anteil des Segments am
Gesamtumsatz sank dadurch leicht von 35 Prozent auf 34 Prozent. Umsatz nach Segmenten
*
inkl. Sonstige 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,1 Mio. EUR) Erneut Zuwachs im eigenen Einzelhandel und eCommerceIm ersten Halbjahr 2015/16 legten die Umsätze des eigenen Einzelhandels um 5,8 Prozent
zu. Damit betrug ihr Anteil am Gesamtumsatz 12,4 Prozent (Vorjahr 11,8 Prozent). Flächenbereinigt
wuchsen die Umsätze um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz
des eCommerce legte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres um dynamische
17 Prozent zu. ERTRAGSLAGECost Saving Maßnahmen greifen -deutliches Plus auf allen ErgebnisebenenDie im letzten Jahr eingeleiteten kostensenkenden Maßnahmen haben in der Berichtsperiode
zu spürbar steigenden Ergebnissen auf allen Ebenen geführt. Ahlers erzielte im ersten
Halbjahr 2015/16 ein EBIT vor Sondereffekten von 2,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,7 Mio. EUR,
+214 Prozent). Das Konzernergebnis wuchs von einem ausgeglichenen Ergebnis im Vorjahr
auf 0,8 Mio. EUR in diesem Halbjahr. Die Rohertragsmarge sank leicht von 49,1 Prozent
auf 48,9 Prozent (-0,2 Prozentpunkte), weil sich die in US-Dollar bezahlten Wareneinkäufe
aufgrund der Euro-Schwäche verteuerten. Abgemildert wurde dies durch niedrigere Abschriften
und Rabatte auf Altware. Aufgrund des kleinen Umsatzplus war der Rohertrag mit 57,8
Mio. EUR weitgehend stabil (Vorjahr 58,0 Mio. EUR). Vor allem die Einsparungen beim
Personalaufwand von 1,2 Mio. EUR oder 4,5 Prozent führten neben dem gesunkenen sonstigen
betrieblichen Aufwand und den Abschreibungen zu dem geringeren Sachaufwand von 55,6
Mio. EUR (-3 Prozent, Vorjahr 57,3 Mio. EUR). Die Sonderaufwendungen stiegen im Berichtszeitraum
um 0,3 Mio. EUR auf 0,5 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR). Darin enthalten waren höhere
Mitarbeiter- und Handelsvertreter-Abfindungen sowie Auflösungskosten für die Mietverträge
der letzten Gin Tonic Stores. Der Finanzaufwand der Berichtsperiode lag aufgrund niedrigerer
Kreditinanspruchnahme mit 0,3 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahreswert (0,4 Mio. EUR).
Die Ertragsteuern im Berichtszeitraum waren von einmaligen, außerperiodischen Einflüssen
(-0,2 Mio. EUR) leicht erhöht. Ertragslage
SEGMENTERGEBNISSEDie im Premiumsegment enthaltenen Marken Pierre Cardin, Baldessarini und Otto Kern
erzielten im ersten Halbjahr 2015/16 ein leicht über Pari liegendes Ergebnis. Der
aus dem höheren Umsatz generierte Rohertrag wurde u.a. für die gezielte Stärkung des
Auslandsvertriebs und Produktmanagements eingesetzt. Zusammengenommen haben die Premiummarken
trotzdem 0,1 Mio. EUR mehr EBIT vor Sondereffekten als im Vorjahr erwirtschaftet.
Im Vorjahr wurden durch Kunstverkäufe 0,5 Mio. EUR Buchgewinne erzielt, während im
ersten Halbjahr 2015/16 keine Bilder veräußert wurden. Das reduzierte das Segmentergebnis
,Sonstige' um den gleichen Betrag. Das Ergebnis des Segments Jeans, Casual & Workwear stieg von einem ausgeglichenen
Wert im Vorjahreszeitraum auf 1,9 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2015/16. Vor allem die
Einsparungen aus der Einstellung des Gin Tonic Geschäfts aber auch die Umsatzzuwächse
von Pioneer Authentic Jeans trugen zu dieser Ergebnissteigerung bei. Insgesamt verringerten
sich die Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Segment um 2,5 Mio.
EUR. EBIT vor Sondereffekten nach Segmenten
*
inkl. Sonstige 0,0 Mio. EUR (Vorjahr 0,5 Mio. EUR) FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEHöherer Cashflow und geringere NettoverschuldungDie Bilanz des Ahlers Konzerns war zum Stichtag des Halbjahrs 2015/16 mit einer Bilanzsumme
von 176,8 Mio. EUR (Vorjahr 181,7 Mio. EUR) 4,9 Mio. EUR schlanker als zum Vorjahreszeitpunkt.
Diese Verkürzung wurde maßgeblich durch reduzierte Vorräte (-1,7 Mio. EUR) und niedrigere
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-2,5 Mio. EUR) erreicht. Zugleich stiegen
die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen leicht an, so dass die im Net
Working Capital gebundene Liquidität um 4,8 Mio. EUR oder 5,2 Prozent sank. Obwohl
das Eigenkapital ebenfalls moderat von 104,7 Mio. EUR auf 101,8 Mio. EUR sank, lag
die Eigenkapitalquote aufgrund der niedrigeren Bilanzsumme unverändert bei soliden
57,6 Prozent. Durch das niedrigere Net Working Capital konnte auch die Nettoverschuldung
im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 4,1 Mio. EUR von 33,0 Mio. EUR auf 28,9 Mio.
EUR reduziert werden. Der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit stieg durch die
höheren Ergebnisse und die geringere Mittelbindung im Net Working Capital um 0,4 Mio.
EUR auf 1,4 Mio. EUR. Steuerungsgrößen und Kennzahlen
*
vor Sondereffekten 3. NACHTRAGSBERICHTNach dem Ende des ersten Halbjahres sind bis zur Veröffentlichung keine Vorgänge von
wesentlicher Bedeutung für den Ahlers Konzern eingetreten. 4. RISIKOBERICHTSeit Beginn des neuen Geschäftsjahres haben sich keine Änderungen hinsichtlich des
Risikos der künftigen Entwicklung ergeben. Die Aussagen, die im Risikobericht des
Konzernabschlusses 2014/15 gemacht wurden, haben weiter Bestand. 5. MITARBEITERAm 31. Mai 2016 beschäftigte Ahlers 2.060 Mitarbeiter und damit 81 Mitarbeiter weniger
als vor einem Jahr (Vorjahr 2.141). Grund für diese Veränderung war zum einen der
kapazitätsbedingte Abbau von 57 Mitarbeitern in unserem Werk in Sri Lanka. Zum anderen
wurden durch die Beendigung des Geschäfts mit Gin Tonic sowie in Zentralbereichen
30 Mitarbeiter weniger als am Quartalsstichtag des Vorjahres beschäftigt. Aus dem
gleichen Grund beschäftigte Ahlers in Deutschland 30 Mitarbeiter weniger als vor einem
Jahr (aktuell 618, Vorjahr 648 Mitarbeiter). 6. ENTWICKLUNG DER AHLERS AKTIENDie Aktienkurse vieler deutscher Modeunternehmen spiegeln die schwieriger gewordenen
Marktbedingungen im Bekleidungseinzelhandel wider. Seit Mitte des Jahres 2015 gaben
auch die Kurse der Ahlers Aktien spürbar nach. Verantwortlich dafür waren die Meldung
der reduzierten Gewinnerwartung für das Geschäftsjahr 2014/15 im Juni letzten Jahres
und die insgesamt volatile Börsenentwicklung. Die Ahlers Aktien notierten am 31. Mai
2016 bei 6,99 EUR (Stammaktie) und 6,50 EUR (Vorzugsaktie). Sie lagen damit um 34
Prozent bzw. 38 Prozent unter dem Wert des Vorjahres (10,61 EUR bzw. 10,42 EUR). Unter
Einrechnung der Dividende, die im Mai 2016 gezahlt wurde, lag der Kurs der Stammaktien
32 Prozent und der Kurs der Vorzugsaktie 35 Prozent unter den Vorjahreswerten. Seit
dem Ende des letzten Geschäftsjahres am 30. November 2015 haben die Stammaktien bis
zum Halbjahresstichtag unter Einbeziehung der Dividende 11 Prozent und die Vorzugsaktien
13 Prozent an Wert verloren. 7. PROGNOSEBERICHTMarktumfeld für Bekleidung bleibt auch im zweiten Halbjahr 2015/16 herausforderndErst im Frühjahr 2016 hat die Wirtschaft der Eurozone das Niveau vor Ausbruch der
Finanzkrise Anfang 2008 erreicht. Dies verdeutlicht die zähe konjunkturelle Erholung
der letzten Jahre. Auch für das zweite Halbjahr 2016 sehen die meisten volkswirtschaftlichen
Institute keine Anzeichen für stärkere Wachstumsraten der Wirtschaftsleistung der
Euroländer. Damit dürften sich auch die Rahmenbedingungen für die Konsumstimmung der
europäischen Verbraucher, bestehend aus Arbeitsmarkt-, Einkommens- und Preisentwicklung,
in den kommenden Monaten kaum ändern. In der gesamten europäischen Union wird ein
Anstieg der Konsumausgaben von 1,5 bis 2 Prozent erwartet. Für den privaten Konsum
in Deutschland wird im Jahr 2016 mit einem Plus von 2,0 Prozent (Vorjahr 1,9 Prozent)
gerechnet. Für den deutschen stationären Einzelhandel prognostiziert die Gesellschaft
für Konsumforschung ein leichtes Umsatzplus von 0,8 Prozent (GfK Konsumstudien Mai
und Juni 2016). Es bleibt schwer vorherzusagen, ob der stationäre Bekleidungseinzelhandel
diese leicht nach oben gerichtete Tendenz für sich nutzen und den schleichenden Umsatzrückgang
der letzten anderthalb Jahre stoppen kann. Die Rahmenbedingungen für Ahlers dürften
sich auch in der zweiten Geschäftsjahreshälfte nicht maßgeblich ändern. In den für
Ahlers relevanten Märkten dürfte der Bekleidungseinzelhandel je nach gesamtwirtschaftlicher
Entwicklung stagnieren oder sich leicht positiv entwickeln. Die größte Prognoseunsicherheit
gilt dabei für Russland. Die aktuelle Entwicklung unserer Absatz- und Vororderzahlen
und die Erholung des Rubelkurses lässt aber auf eine Stabilisierung der Situation
schließen. Da die Ahlers Marken in Großbritannien kaum präsent sind, werden die unmittelbaren
Auswirkungen des Referendums zum EU-Ausstieg überaus gering sein. Wachstum im Kerngeschäft kompensiert AuslaufaktivitätenIm zweiten Halbjahr 2016 dürften sich der Umsatztrend des ersten Halbjahrs fortsetzen
und etwa stabile Umsätze erzielt werden. Ahlers bewegt sich damit am oberen Rand des
im Geschäftsbericht 2014/15 prognostizierten Wachstumspfads. Bisher hatte der Vorstand
stabile bis leicht rückläufige Umsätze erwartet. Das Modeunternehmen dürfte im Kerngeschäft
mit den verbleibenden Segmenten Premium Brands (Pierre Cardin, Baldessarini, Otto
Kern) und Jeans, Casual & Workwear (Pioneer Authentic Jeans, Pionier Jeans & Casuals,
Pionier Workwear und Jupiter) um etwa 3 Prozent wachsen und den Wegfall der Auslaufaktivitäten
ausgleichen. Die erfreulich abgeschlossene Vororder für Herbst/Winter 2016 stützt
diese Annahmen. Forecast bestätigt: Spürbares Ergebnisplus erwartetDie Ergebnisse im Geschäftsjahr 2015/16 sollten auf allen Ergebnisebenen spürbar über
den Werten des Vorjahres liegen. Für den Konzern-Jahresüberschuss prognostiziert der
Vorstand einen Zuwachs um einen hohen zweistelligen Prozentsatz gegenüber dem Vorjahreswert
(1,4 Mio. EUR). Die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr bleibt damit unverändert.
Die Trends des ersten Halbjahrs werden sich wahrscheinlich auch in der zweiten Jahreshälfte
fortsetzen: Kostenreduzierungen sollten das Ergebnis spürbar erhöhen und den leicht
rückläufigen Rohertrag aus verteuerten USD-Einkäufen in Asien mehr als ausgleichen.
Größere Sondereffekte erwarten wir im zweiten Halbjahr nicht. Unveränderte Bilanzstrukturen und guter operativer Cashflow angestrebtWeiterhin arbeitet Ahlers intensiv an der Reduzierung des Net Working Capitals, so
dass der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erneut zusätzlich gestärkt werden
dürfte. Unser Ziel für das Gesamtjahr ist es, einen positiven Free Cashflow zu erzielen.
Die Bilanz sollte ihre sehr solide Struktur deshalb kaum verändern und sich strukturell
eher verbessern. Konzernbilanz zum 31. Mai 2016A K T I V A
P A S S I V A
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das erste Halbjahr 2015/16
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das erste Halbjahr 2015/16
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das zweite Quartal 2015/16
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das zweite Quartal 2015/16
Konzern-Kapitalflussrechnung für das erste Halbjahr 2015/16
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung per 31. Mai 2016 (Vorjahr per 31. Mai 2015)
Konzern-Segmentinformationen per 31. Mai 2016 (Vorjahr per 31. Mai 2015)
8. ERLÄUTERNDE ANHANGS-ANGABENBilanzierungs- und BewertungsmethodenDer vorliegende Abschluss für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2015/16
wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS)
des International Accounting Standards Board (IASB) einschließlich der Interpretationen
des International Financial Reporting Interpretation Committee zu den IFRS (IFRIC)
aufgestellt. Er entspricht insbesondere den Regelungen des IAS 34 - Zwischenberichterstattung. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Konsolidierungsgrundsätze entsprechen
denen des Konzernabschlusses per 30. November 2015. Eine ausführliche Beschreibung
dieser Methoden ist im Anhang des Geschäftsberichts 2014/15 veröffentlicht. Abweichungen
hierzu ergeben sich lediglich durch die erstmalige Anwendung des DRS 21 - Kapitalflussrechnung.
Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Der Halbjahresbericht ist in Euro aufgestellt, alle Angaben erfolgen in Tausend Euro
(TEUR). Durch die Erstellung des Abschlusses in TEUR kann es zu Rundungsdifferenzen
kommen, da die Berechnung der Einzelposten auf Zahlen in Euro basieren. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem auf Anteilseigner der Ahlers AG entfallenden
Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während der Berichtsperiode im
Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt. Weder zum 31. Mai 2016 noch zum 31. Mai
2015 gab es Aktien, die den Gewinn pro Aktie verwässern könnten. EventualverbindlichkeitenDie Eventualverbindlichkeiten haben sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag per
30. November 2015 nicht wesentlich verändert. SegmentberichterstattungDer Ahlers Konzern richtet seine berichtspflichtigen Segmente nach der Art der Produkte
aus. Dies spiegelt insbesondere das unternehmensinterne Berichtswesen sowie die unternehmensinternen
Entscheidungsfindungsprozesse wider. Wie bereits im Geschäftsbericht 2014/15 angekündigt, wurden die beiden Segmente "Men's
& Sportswear" und "Jeans & Workwear" ab dem Geschäftsjahr 2015/16 zusammengefasst
zu dem Segment "Jeans, Casual & Workwear". Die Darstellung der Vorjahreswerte erfolgt
entsprechend. In Zukunft gibt es daher zwei berichtspflichtige Segmente, das Segment
Premium Brands sowie das Segment Jeans, Casual & Workwear. Aufwendungen für zentrale
Funktionen werden über verursachungsgerechte und fremdübliche Umlagen den Segmenten
belastet. Aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtung der Segmente kommt es zu keinen
Intersegmentumsatzerlösen. Vermögenswerte und Schulden werden, soweit eine eindeutige
Zuordnung zu einem Segment nicht möglich ist, über sachgerechte Schlüssel verteilt.
Das Segmentergebnis stellt das Ergebnis vor Ertragsteuern dar, da die Ertragsteuern
aufgrund der zentralen Steuerung nicht der Segmentierung unterliegen. Aus dem gleichen
Grund enthalten die Vermögenswerte und Schulden auch keine Aktiv- und Passivposten
der latenten und laufenden Steuern. Somit ergeben sich die gesamten Vermögenswerte
laut Bilanz (176.814 TEUR) aus den Vermögenswerten laut Segmentinformationen (174.249
TEUR) zuzüglich der latenten Steueransprüche und der laufenden Ertragsteueransprüche
(2.565 TEUR). Entsprechend ergeben sich die Schulden laut Bilanz (74.997 TEUR) aus
den Schulden laut Segmentinformationen (72.011 TEUR) zuzüglich der latenten Steuerverbindlichkeiten
und der laufenden Ertragsteuerverbindlichkeiten (2.907 TEUR) sowie der Leasingverbindlichkeiten
(79 TEUR). Die Konzern-Segmentinformationen nach geographischen Regionen orientieren sich an
den Absatzmärkten, auf denen die Tätigkeitsschwerpunkte des Ahlers Konzerns liegen. Die Bewertungsmethoden für die Segmentberichterstattung entsprechen denen des Konzernabschlusses. 9. WEITERE ANGABENVersicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind. Prüferische Durchsicht gem. § 37w Abs. 5 WpHGDer verkürzte Abschluss und der Zwischenlagebericht wurden weder einer prüferischen
Durchsicht unterzogen noch entsprechend § 317 HGB geprüft. Zukunftsbezogene AussagenWir weisen darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen die tatsächlichen Ergebnisse
wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können,
wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen
zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen. Herford, im Juli 2016 FinanzkalenderTermine
Die Ahlers AG
Die Marken![]() ![]() ![]() ![]() AHLERS AGInvestor Relations investor.relations@ahlers-ag.com Telefon (0 52 21) 979-211 ISIN DE0005009708 und DE0005009732 |
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