![]() Ahlers AGHerfordQuartalsfinanzbericht zum 31.8.2016AHLERS AG ZWISCHENBERICHT Q3 2015/16(1. Dezember 2015 bis 31. August 2016)ENTWICKLUNG IN DEN ERSTEN NEUN MONATEN DES GESCHÄFTSJAHRES 2015/16Q3 2015/16 - Highlights
1. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGENNach dem Wachstum im ersten Quartal 2016 (0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal) hat das BIP der Eurozone (= Bruttoinlandsprodukt) auch im zweiten Quartal mit 0,4 Prozent weiter spürbar zugelegt. Die meisten volkswirtschaftlichen Institute erhöhen daher ihre Prognose des Wirtschaftswachstums für das Gesamtjahr 2016 leicht von 1,3 Prozent auf die 1,5 Prozent des Vorjahres (alle Prognosen Commerzbank Research August 2016). Dennoch entwickelt sich die Konjunktur der Euroländer weiterhin nur sehr verhalten. Zunehmend sind Trends zu erkennen, die gegen eine stärkere Beschleunigung des Wachstums in der näheren Zukunft sprechen. Das nachlassende Wachstum Chinas und anderer Schwellenländer reduziert die Nachfrage nach Gütern aus dem Euroraum und auch die Brexit-Entscheidung Großbritanniens dürfte die wirtschaftliche Entwicklung in Zukunft eher bremsen. Während die BIP Wachstumsraten der zwei großen Euroländer Frankreich und Italien mit 1,3 bzw. 0,8 Prozent unter dem Durchschnitt der gesamten Eurozone verharren, liegt die erwartete Zuwachsrate für das deutsche BIP in 2016 mit 1,8 Prozent darüber. Spanien und einige andere Reformländer verzeichnen deutlich höhere Zuwachsraten (Spanien BIP-Plus 2016: 2,9 Prozent). In dem für Ahlers wichtigen Markt Russland stabilisiert sich die Wirtschaft in diesem Jahr auf niedrigem Niveau nach dem großen Rückgang im Vorjahr (BIP-Prognose 2016: -1 Prozent). Das dürfte auch für die Umsätze der europäischen Bekleidungshersteller dort gelten, die sich nach einem Jahr mit starken Rückgängen wieder fangen. Vor dem Hintergrund einer zurückgehenden Nachfrage aus den Nicht-Euroländern wie z.B. China ist die Binnennachfrage in Deutschland nach wie vor eine tragende Säule der soliden Wirtschaftsentwicklung. Die Stimmung der Verbraucher ist unverändert gut und wurde durch die Terroranschläge im Inland und in Frankreich und Belgien sowie die Brexit-Entscheidung nicht negativ beeinflusst. Maßgeblich für die anhaltende Konsumlaune der Bevölkerung sind vielmehr steigende Real-Löhne und Renten sowie die stabile Beschäftigungslage. Zudem schaffen niedrige Energiepreise weiteren Raum für Konsumausgaben und die sehr niedrigen Zinsen machen das Sparen unattraktiv (GfK-Konsumklimastudie August). Der deutsche Bekleidungseinzelhandel hat erneut nicht von den guten konjunkturellen Rahmenbedingungen profitieren können. Von Dezember 2015 bis August 2016 verzeichnete der stationäre Modehandel ein Umsatzminus von 1,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2014/15 und das trotz der rückläufigen Vorlage des Vorjahres von -3,6 Prozent (Textilwirtschaft 36_2016). Vor allem das zunehmende Online-Geschäft und die damit einhergehende sinkende Kundenfrequenz in den Innenstädten wird für die Entwicklung verantwortlich gemacht. Der wachsende eCommerce mit Mode gleicht die Rückgänge des stationären Handels allerdings nicht aus. Innerhalb Europas hat sich das Konsumklima zusammen betrachtet bis Ende Juni 2016 zwar verbessert, entwickelte sich aber in den einzelnen Ländern sehr uneinheitlich. Während die französischen und italienischen Verbraucher nicht mit der Besserung der Konjunktur und ihrer wirtschaftlichen Situation rechnen, messen die Konsumforscher in Spanien, den Niederlanden und Österreich eine leicht steigende Verbraucherstimmung (GfK-Konsumklimastudie Juli). Insgesamt dürfte der stationäre Modehandel der europäischen Nachbarländer aufgrund ähnlicher Einflussfaktoren wie in Deutschland und trotz des verbesserten Konsumklimas zusammengenommen leicht zurückgehen. 2. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEWachsendes Kerngeschäft, durch spätere Auslieferung aber rückläufiger UmsatzFür die Neun-Monats-Berichtsperiode gab es drei wichtige Einflüsse auf den Umsatz:
Zusammengenommen ging der Ahlers-Gesamtumsatz in der Neun-Monatsperiode 2015/16 um 2,9 Mio. EUR von 187,4 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum auf 184,5 Mio. EUR zurück (-1,5 Prozent). Umsatz nach Segmenten
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inkl. Sonstige 0,3 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR) Premiumsegment mit erfreulichem UmsatzplusDie späteren Auslieferungen der Herbst-/Wintersaison belasteten im dritten Quartal 2015/16 mit 1,9 Mio. EUR von insgesamt 2,5 Mio. EUR vor allem die Umsätze der Premium Marken. Ohne diesen Effekt steigerte Baldessarini seinen Umsatz um 5,8 Prozent gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres und auch Pierre Cardin erzielte ein bereinigtes Umsatzplus von 1,8 Prozent in einem schwierigen Marktumfeld. Ohne den Einfluss der verzögerten Auslieferungen liegt der Umsatz des Premium Segments gegenüber dem Vorjahreszeitraum 1,9 Prozent im Plus. In Russland und vor allem der Ukraine verbuchten die Premiummarken Pierre Cardin und Baldessarini wieder Umsatzzuwächse von 6,6 Prozent. Auch in Frankreich, Spanien und Belgien stieg der Umsatz vornehmlich von Pierre Cardin um 5,2 Prozent. Unbereinigt wuchs der Umsatz der Premiummarken in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 0,5 Mio. EUR bzw. 0,4 Prozent von 125,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 125,7 Mio. EUR. Der Anteil des Premium Segments am Gesamtumsatz stieg im Berichtszeitraum von 67 auf 68 Prozent. Kerngeschäft des Jeans, Casual & Workwear Segments wächst deutlichDer Umsatz der fortgeführten Kernaktivitäten des Segments Jeans, Casual & Workwear mit den vier Marken Pioneer Authentic Jeans, Pionier Jeans & Casual, Pionier Workwear und Jupiter wuchs bis zum Quartalsstichtag um 2,1 Prozent bzw. 1,2 Mio. EUR. Vor allem Pioneer legte mit 14 Prozent Umsatzwachstum kräftig zu und konnte auf dem rückläufigen deutschen Markt mit einem Plus von 14 Prozent Marktanteile hinzugewinnen. Auch auf den wichtigen Märkten Österreich, Schweiz und Polen punktete die Marke mit zweistelligen Umsatzsteigerungen. Durch den Umsatzrückgang der beiden auslaufenden Aktivitäten Gin Tonic und Private Label (insgesamt -4,6 Mio. EUR) reduzierte sich der Umsatz des Jeans, Casual & Workwear Segments um 3,4 Mio. EUR von 62,2 Mio. EUR auf 58,8 Mio. EUR (-5,5 Prozent) und der Anteil am Gesamtumsatz von 33 auf 32 Prozent. Pierre Cardin mit neuem, eigenen Online-Shop - Relaunch der bestehenden Otto Kern und Baldessarini eStoresAhlers baut sein eigenes eCommerce-Angebot zügig aus, um an diesem stark wachsenden Absatzkanal zu partizipieren. Ende August 2016, zum Beginn der Herbst-/Wintersaison eröffnete das Unternehmen in Deutschland einen eigenen Pierre Cardin eShop. Parallel wurden die Online-Shops von Baldessarini und Otto Kern umfassend überarbeitet. Darüber hinaus ist Baldessarini jetzt auch in Österreich und der Schweiz online vertreten. Alle relevanten Prozesse der eigenen Premium eShops, von der Benutzerführung und Bildsprache bis hin zur Logistik, wurden überarbeitet. eCommerce mit 26 Prozent UmsatzplusIn den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015/16 wuchs der eCommerce mit einem Umsatzplus von 26 Prozent. In der gleichen Periode legte auch der eigene Einzelhandel um 6,3 Prozent zu. Flächenbereinigt betrug das Umsatzplus 1,4 Prozent. Der Anteil des eigenen Einzelhandels am Gesamtumsatz wuchs damit leicht auf 12,1 Prozent (Vorjahr 11,2 Prozent). ERTRAGSLAGE
Höhere Ergebnisse auf allen Ebenen durch kostensenkende MaßnahmenAhlers steigerte sein Konzernergebnis nach Steuern in der Neun-Monatsperiode 2015/16 um 13,3 Prozent oder 0,6 Mio. EUR auf 5,1 Mio. EUR (Vorjahr 4,5 Mio. EUR). Das EBIT vor Sondereffekten stieg von 8,1 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum auf 8,7 Mio. EUR. Trotz der durch die Euro-Schwäche teureren Wareneinkäufe in Asien sank die Rohertragsmarge nur um 0,2 Prozentpunkte (50,8 Prozent, Vorjahr 51,0 Prozent), weil geringere Rabatte auf Altwarenverkäufe sowie das rückläufige margenschwache Private Label-Geschäft die Rohertragsmarge entlasteten. Das umsatzbedingte Rohertragsminus von 1,8 Mio. EUR wurde durch kostensenkende Maßnahmen mehr als ausgeglichen. Um insgesamt 2,4 Mio. EUR oder 2,7 Prozent wurde der Sach- und Personalaufwand in der Neun-Monats-Periode reduziert. Vor allem die Personalkosten gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,5 Mio. EUR oder 3,8 Prozent auf 38,5 Mio. EUR zurück. Maßgeblich dafür waren die Schließung von Gin Tonic und reduzierte Aufwendungen in verschiedenen anderen Unternehmensbereichen. Auch die Sondereffekte lagen 0,2 Mio. EUR unter denen des Vorjahrs. Sie enthalten in diesem Jahr überwiegend Kosten für Mitarbeiterabfindungen und Schließungen der letzten Gin Tonic-Stores. Der Finanzaufwand der Berichtsperiode lag mit 0,5 Mio. EUR auf Höhe des Vorjahres. Die Steuerquote beider Jahre ist in beiden Perioden vergleichbar. SEGMENTERGEBNISSEEBIT vor Sondereffekten nach Segmenten
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inkl. Sonstige 0,0 Mio. EUR (Vorjahr 0,5 Mio. EUR) Bei höherem Umsatz und leicht gestiegener Rohertragsmarge wurde das Ergebnis des Premiumsegments einschließlich ,Sonstige' durch zwei Effekte beeinflusst. Zum einen wurden die internationalen Vertriebsaktivitäten und das Produktmanagement bei Baldessarini deutlich gestärkt, was das Ergebnis mit 0,5 Mio. EUR belastete. Zum anderen ging das Ergebnis ,Sonstige' um 0,5 Mio. EUR zurück, weil im Vorjahr Buchgewinne aus Kunstverkäufen in gleicher Höhe erzielt wurden, die in diesem Jahr entfielen. Das Ergebnis des Segments Jeans, Casual & Workwear verdoppelte sich und stieg von 1,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 3,0 Mio. EUR. Der Hauptgrund für die Verbesserung war die Einstellung des Gin Tonic Geschäfts. Hierdurch gingen die Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Segments um 13,6 Prozent oder 3,1 Mio. EUR zurück. Gleichzeitig gaben die Roherträge aufgrund der entfallenden Umsätze nur moderat nach, so dass die Kostenersparnisse dies überlagerten und das Segmentergebnis spürbar verbesserten. FINANZ- UND VERMÖGENSLAGESolide Finanzlage mit niedrigerer Nettoverschuldung und 56 Prozent EigenkapitalquoteDas Net Working Capital war am Bilanzstichtag 3,7 Prozent oder 4,0 Mio. EUR niedriger als vor einem Jahr. Aufgrund der verzögerten Warenauslieferungen vor dem Stichtag gingen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stark um 5,0 Mio. EUR zurück. Kurz vor dem Bilanzstichtag haben wir zudem in größerem Umfang Waren erhalten. Dadurch stiegen einerseits die Vorräte um 2,9 Mio. EUR und andererseits die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1,9 Mio. EUR. Obwohl die Vorräte gestiegen sind, enthielten sie deutlich weniger Altwaren und damit weniger Risiken als vor einem Jahr. Vornehmlich durch die niedrigeren Forderungen lag auch die Bilanzsumme am Ende des dritten Quartals mit 191,4 Mio. EUR um 2,1 Mio. EUR unter der des Vorjahres (31.08.2015: 193,5 Mio. EUR). Dadurch konnte die Netto-Verschuldung erneut um 2,3 Mio. EUR oder 5,8 Prozent reduziert werden. Um die günstigen Konditionen des Kapitalmarktes längerfristig zu nutzen, wurde ein Großteil der finanziellen Verbindlichkeiten im dritten Quartal in langfristige, zinsgesicherte Darlehen umgeschichtet. Der Anteil kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten an den gesamten finanziellen Verbindlichkeiten sank dadurch von 57 Prozent im Vorjahr auf 36 Prozent am 31. August 2016. Die Eigenkapitalquote lag aufgrund der niedrigeren Bilanzsumme bei zugleich etwas geringerem Eigenkapital bei unverändert soliden 56 Prozent. Steuerungsgrößen und Kennzahlen
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vor Sondereffekten 3. NACHTRAGSBERICHTNach dem Ende des dritten Quartals sind bis zur Veröffentlichung keine Vorgänge von wesentlicher Bedeutung für den Ahlers Konzern eingetreten. 4. RISIKOBERICHTSeit Beginn des neuen Geschäftsjahres haben sich keine Änderungen hinsichtlich des Risikos der künftigen Entwicklung ergeben. Die Aussagen, die im Risikobericht des Konzernabschlusses 2014/15 gemacht wurden, haben weiter Bestand. 5. MITARBEITERAm 31. August 2016 beschäftigte Ahlers 2.051 Mitarbeiter. Das waren 8 Mitarbeiter weniger als vor einem Jahr (2.059 Mitarbeiter). Dieser leichte Rückgang fand vornehmlich in Deutschland statt, wo die Zahl der Beschäftigten um 10 auf 615 Mitarbeiter (Vorjahr 625) sank. Maßgeblich für diesen Rückgang war die Aufgabe des Gin Tonic Geschäfts im Vorjahr, die zu einem Stellenabbau in der Tochtergesellschaft und in der allgemeinen Verwaltung führte. Dagegen wurden einige Stellen im eigenen Einzelhandel, im eCommerce und bei Baldessarini aufgebaut. Die Zahl der Mitarbeiter in Produktionsbetrieben war zusammen genommen etwa stabil: Während wir in unserem Werk in Sri Lanka 24 Mitarbeiter weniger beschäftigten, hatten wir in Polen 27 Mitarbeiter mehr. 6. ENTWICKLUNG DER AHLERS AKTIENSeit Mitte 2015 überwogen die negativen Unternehmensmeldungen der Bekleidungsbranche. Die Aktienkurse vieler deutscher Modeunternehmen gaben seitdem deutlich nach und spiegeln die schwieriger gewordenen Marktbedingungen wider. Auch die generelle Kursentwicklung an der deutschen Börse war in diesem Jahr volatil und leicht abwärts gerichtet. Die Ahlers Aktien notierten am 31. August 2016 bei 6,95 EUR (Stammaktie) und 6,70 EUR (Vorzugsaktie). Sie lagen damit um 23 Prozent bzw. 17 Prozent unter dem Wert des Vorjahres (9,00 EUR bzw. 8,03 EUR). Unter Einrechnung der Dividende, die im Mai 2016 gezahlt wurde, lag der Kurs der Stammaktien 21 Prozent und der Kurs der Vorzugsaktie 13 Prozent unter den Vorjahreswerten. Seit dem Ende des letzten Geschäftsjahres am 30. November 2015 haben die Stammaktien bis zum Quartalsstichtag unter Einbeziehung der Dividende 12 Prozent und die Vorzugsaktien 11 Prozent an Wert verloren. Der Dax gab im gleichen Zeitraum um 7 Prozent nach. In den letzten drei Monaten haben sich die Aktienkurse kaum verändert (Stammaktie am 31.05.2016: 6,99 EUR, Vorzugsaktie 6,50 EUR). 7. PROGNOSEBERICHTWeiterhin schwieriges Marktumfeld für Bekleidung - Stabilisierung in RusslandDer Vorstand geht davon aus, dass sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im vierten Quartal 2015/16 kaum ändern werden. Die Wirtschaftsentwicklung der Euroländer sollte weiter ihrem bisherigen leicht aufwärts gerichteten Wachstumspfad folgen. In Deutschland dürften die privaten Konsumausgaben der Verbraucher in 2016 zwar um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen (GfK-Konsumklimastudie August). Bislang hat der stationäre Bekleidungseinzelhandel die guten Rahmenbedingungen jedoch nicht für sich nutzen können und das dürfte sich auch in den nächsten Monaten kaum ändern. Das Marktumfeld für die Bekleidungsindustrie bleibt daher herausfordernd und bestenfalls stabil. Der europaweit extrem warme September war kein guter Einstieg in die Herbst-/Wintersaison 2016. Es bleibt für unser Sofortgeschäft zu hoffen, dass Oktober und November 2016 den Konsumenten bessere Impulse für den Bekleidungseinkauf bringen. Auch in den für Ahlers relevanten europäischen Märkten scheinen die Umsätze des Bekleidungseinzelhandels nicht der leicht nach oben gerichteten allgemeinen Wirtschaftsentwicklung zu folgen. Individuelle Einflussfaktoren wie die Angst vor Terroranschlägen oder die gefühlte Konjunkturerwartung bestimmen die Stimmung der Verbraucher und erhöhen die Prognoseunsicherheit. Positiv zu melden ist, dass es sich zum Zeitpunkt der Berichterstellung abzeichnet, dass der Großteil der Aufträge für den russischen Markt abgenommen wird. Umsatzprognose bestätigt: Wachstum im Kerngeschäft kompensiert AuslaufaktivitätenDer Ahlers Vorstand rechnet für das vierte Quartal mit moderat steigenden Umsätzen, weil sich durch die spätere Auslieferung der Herbst-/Winterware Umsätze vom dritten in das vierte Quartal verschoben haben. Daneben wird weiter ein leicht wachsendes Kerngeschäft und ein reduzierter Umsatz mit den Auslaufaktivitäten erwartet. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand weiter mit einem stabilen, vielleicht auch leicht rückläufigen Gesamtumsatz (Umsatz 2014/15: 241,9 Mio. EUR). Ergebnisprognose unverändert: Spürbares Ergebnisplus erwartetFür den Konzern-Jahresüberschuss prognostiziert der Vorstand weiterhin einen Zuwachs um einen hohen zweistelligen Prozentsatz gegenüber dem Vorjahreswert (1,4 Mio. EUR). Die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr bleibt damit unverändert. Der bereits erwirtschaftete Abstand der Ergebnisse der Neun-Monats-Periode zum Vorjahr dürfte sich bis zum Ende des Jahres weiter leicht vergrößern, weil der Rohertrag des vierten Quartals durch die nachgeholten Umsätze steigt und die betrieblichen Aufwendungen weiter moderat zurückgehen sollten. Unveränderte Bilanzstrukturen und guter operativer Cashflow angestrebtDie Reduzierung des Net Working Capital hat weiterhin hohe Priorität. Durch ein gutes operatives Ergebnis und eine schlanke Bilanz soll ein hoher Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftet werden. Ein Ziel für das Gesamtjahr 2015/16 ist es, einen positiven Free Cashflow zu erzielen. Die Bilanz sollte deshalb ihre sehr solide Struktur kaum verändern und sich strukturell eher verbessern. Konzernbilanz zum 31. August 2016AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die ersten drei Quartale 2015/16
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die ersten drei Quartale 2015/16
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das dritte Quartal 2015/16
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das dritte Quartal 2015/16
Konzern-Kapitalflussrechnung für die ersten drei Quartale 2015/16
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung per 31.08.2016 (Vorjahr per 31.08.2015)
Konzern-Segmentinformationen per 31. August 2016 (Vorjahr per 31. August 2015)
8. ERLÄUTERNDE ANHANGSANGABENBilanzierungs- und BewertungsmethodenDer vorliegende Abschluss für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2015/16 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) einschließlich der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee zu den IFRS (IFRIC) aufgestellt. Er entspricht insbesondere den Regelungen des IAS 34 - Zwischenberichterstattung. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Konsolidierungsgrundsätze entsprechen denen des Konzernabschlusses per 30. November 2015. Eine ausführliche Beschreibung dieser Methoden ist im Anhang des Geschäftsberichtes 2014/15 veröffentlicht. Abweichungen hierzu ergeben sich lediglich durch die erstmalige Anwendung des DRS 21 - Kapitalflussrechnung. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Der Quartalsbericht ist in Euro aufgestellt, alle Angaben erfolgen in Tausend Euro (TEUR). Durch die Erstellung des Abschlusses in TEUR kann es zu Rundungsdifferenzen kommen, da die Berechnung der Einzelposten auf Zahlen in Euro basieren. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem auf Anteilseigner der Ahlers AG entfallenden Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während der Berichtsperiode im Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt. Weder zum 31. August 2016 noch zum 31. August 2015 gab es Aktien, die den Gewinn pro Aktie verwässern könnten. EventualverbindlichkeitenDie Eventualverbindlichkeiten haben sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag per 30. November 2015 nicht wesentlich verändert. SegmentberichterstattungDer Ahlers Konzern richtet seine berichtspflichtigen Segmente nach der Art der Produkte aus. Dies spiegelt insbesondere das unternehmensinterne Berichtswesen sowie die unternehmensinternen Entscheidungsfindungsprozesse wider. Wie bereits im Geschäftsbericht 2014/15 angekündigt, wurden die beiden Segmente "Men's & Sportswear" und "Jeans & Workwear" ab dem Geschäftsjahr 2015/16 zusammengefasst zu dem Segment "Jeans, Casual & Workwear". Die Darstellung der Vorjahreswerte erfolgt entsprechend. Die berichtspflichtigen Segmente gliedern sich demzufolge nun in Premium Brands und Jeans, Casual & Workwear. Aufwendungen für zentrale Funktionen werden über verursachungsgerechte und fremdübliche Umlagen den Segmenten belastet. Aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtung der Segmente kommt es zu keinen Intersegmentumsatzerlösen. Vermögenswerte und Schulden werden, soweit eine eindeutige Zuordnung zu einem Segment nicht möglich ist, über sachgerechte Schlüssel verteilt. Das Segmentergebnis stellt das Ergebnis vor Ertragsteuern dar, da die Ertragsteuern aufgrund der zentralen Steuerung nicht der Segmentierung unterliegen. Aus dem gleichen Grund enthalten die Vermögenswerte und Schulden auch keine Aktiv- und Passivposten der latenten und laufenden Steuern. Somit ergeben sich die gesamten Vermögenswerte laut Bilanz (191.400 TEUR) aus den Vermögenswerten laut Segmentinformationen (189.226 TEUR) zuzüglich der latenten Steueransprüche und der laufenden Ertragsteueransprüche (2.174 TEUR). Entsprechend ergeben sich die Schulden laut Bilanz (85.219 TEUR) aus den Schulden laut Segmentinformationen (81.042 TEUR) zuzüglich der latenten Steuerverbindlichkeiten und der laufenden Ertragsteuerverbindlichkeiten (4.119 TEUR) sowie der Leasingverbindlichkeiten (58 TEUR). Die Konzern-Segmentinformationen nach geographischen Regionen orientieren sich an den Absatzmärkten, auf denen die Tätigkeitsschwerpunkte des Ahlers Konzerns liegen. Die Bewertungsmethoden für die Segmentberichterstattung entsprechen denen des Konzernabschlusses. Herford, im Oktober 2016 Der Vorstand Elsbach - Die Idee"Elsbach Denim Library", das im Herbst 2015 lancierte Multimarkenkonzept der Ahlers AG, präsentiert ein standortspezifisches Vollsortiment mit Fokus auf Smart Casual- und Business-Looks. Das Konzept bietet ein umfassendes Sortiment für den modernen Mann, in allen Warengruppen über verschiedene Preislagen aus den Kollektionen der Ahlers-Marken. Im Gegensatz zu Monolabel-Produzenten kann die Ahlers AG mit seinen überwiegend im Premium-Segment positionierten Marken im "Elsbach"-Konzept verschiedene Endverbraucherwünsche hinsichtlich Stil- und Preislagenaufbau als Spezialist für Männermode kompakt in einem Store erfüllen. Ahlers favorisiert ausgewählte "Elsbach" Standorte in großen sowie mittelgroßen Städten. Zukunftsbezogene AussagenWir weisen darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen. FinanzkalenderTermine
Die Ahlers AG
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AHLERS AGInvestor Relations Elverdisser Str. 313 32052 Herford investor.relations@ahlers-ag.com www.ahlers-ag.com Telefon (0 52 21) 979-211 Telefax (0 52 21) 7 25 38 ISIN DE0005009708 und DE0005009732 |
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