![]() Ahlers AGHerfordQuartalsmitteilung Q3 2016/17(1. Dezember 2016 bis 31. August 2017)ENTWICKLUNG IN DEN ERSTEN NEUN MONATEN DES GESCHÄFTSJAHRES 2016/17Q3 2016/17 - Highlights
Dr. Stella A. Ahlers, Vorstandsvorsitzende der Ahlers AG:"Der stationäre deutsche Bekleidungseinzelhandel sieht sich seit einigen Jahren mit
Frequenzrückgängen und geändertem Kaufverhalten konfrontiert. Wir haben uns in diesem
schwierigen Umfeld auf die sich ändernden Anforderungen des Handels eingestellt, arbeiten
eng mit den Einzelhandelskunden zusammen und wachsen mit unseren Marken Pierre Cardin,
Pioneer und Baldessarini. Im eCommerce nehmen wir nach dem Neudesign unserer Online
Shops von Baldessarini und Pierre Cardin und dem Wechsel des Dienstleisters im vorigen
Jahr wieder Wachstumstempo auf. Beide Trends, das Wachstum im Wholesale und eCommerce,
bestätigen unsere Strategie, auf diese Absatzkanäle zu setzen. Auch intern rücken
wir enger zusammen und haben den Umzug von Baldessarini nach Herford weitestgehend
abgeschlossen." 1. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEFortgeführte Aktivitäten in rückläufigem Markt mit positivem TrendDer Umsatz des stationären Bekleidungseinzelhandels in Deutschland ging im Berichtszeitraum
von Dezember 2016 bis August 2017 mit 3,0 Prozent spürbar zurück (Vorjahr -1,7 Prozent,
Quelle Textilwirtschaft 36_2017). Der Umsatz von Ahlers im fortgeführten Geschäft
war dagegen im gleichen Zeitraum mit 179,4 Mio. EUR (Vorjahr 179,4 Mio. EUR) stabil.
Bereinigt um die Einflüsse späterer Auslieferung und des zunehmenden Konsignationsgeschäfts
wäre das fortgeführte Geschäft dem Trend des ersten Halbjahrs folgend weiter gewachsen
und hätte sich damit noch weiter vom Markttrend abgehoben. Vor allem Pioneer Authentic
Jeans sowie die Premiummarken Baldessarini und Pierre Cardin trugen zu der robusten
Umsatzentwicklung bei. Beendete Geschäftsaktivitäten reduzieren den KonzernumsatzIm Vorjahr wurde das Geschäft mit Gin Tonic und dem letzten Private Label Kunden beendet.
Das führte in der Berichtsperiode zu einem geplanten Umsatzrückgang von 4,8 Mio. EUR.
Um diesen Betrag oder 2,6 Prozent gingen auch die Gesamtumsätze des Konzerns in der
Neun-Monatsperiode 2016/17 von 184,5 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum auf 179,7 Mio.
EUR zurück. Aufholen der Umsätze im vierten Quartal 2017 erwartetDie Umsatzlücke zur Vorjahresperiode, die durch spätere Auslieferung und Verschiebung
zum Konsignationsgeschäft entstanden ist, soll im vierten Quartal 2017 wieder zügig
geschlossen werden. Im Folgemonat September waren die Hälfte dieser verschobenen Umsätze
aufgeholt. Zudem dürfte das wachsende Konsignationsgeschäft die Umsätze der letzten
drei Monate stärken. Premiummarken mit Umsatz-PlusDie Umsätze der drei Premiummarken Baldessarini, Pierre Cardin und Otto Kern wuchsen
im Berichtszeitraum um 0,3 Prozent bzw. 0,4 Mio. EUR auf 126,1 Mio. EUR (Vorjahr 125,7
Mio. EUR). Sowohl Baldessarini als auch Pierre Cardin sorgten mit Umsatzsteigerungen
für diese über dem Markttrend liegende positive Entwicklung. In Deutschland legte
Baldessarini deutlich zu (+4,8 Prozent) und konnte Marktanteile hinzugewinnen. Pierre
Cardin steigerte seine Umsätze insbesondere in Polen und dem Baltikum (zusammen +3,8
Prozent) sowie in Russland und der Ukraine (zusammen +9,1 Prozent). Der Anteil des
Premium Segments am Gesamtumsatz stieg von 68 im Vorjahr auf nun 70 Prozent. UMSATZ NACH SEGMENTEN
*
inkl. Sonstige 0,3 Mio. EUR (Vorjahr 0,3 Mio. EUR) Fortgeführte Marken des Jeans, Casual & Workwear Segments legen zu, spätere Auslieferung verursacht UmsatzrückgangIm Jeans, Casual & Workwear Segment wuchsen die fortgeführten Marken Pioneer Authentic
Jeans, Pionier Jeans & Casuals, Pionier Workwear und Jupiter in den ersten neun Monaten
des Geschäftsjahr 2016/17 bereinigt um die Effekte der Auslieferung und Geschäftsverschiebungen.
Ohne Bereinigung lagen die Umsätze der fortgeführten Aktivitäten mit 53,3 Mio. EUR
leicht unter dem Vorjahreswert von 53,7 Mio. EUR (-0,4 Mio. EUR bzw. -0,7 Prozent).
Besonders Pioneer Authentic Jeans und Pionier Jeans & Casuals zeigten erfreuliche
Zuwächse und steigerten ihren Umsatz um 5,9 Prozent, und das in gleichem Maße in Deutschland
und auf den internationalen Märkten. Durch den planmäßigen Umsatzrückgang der beendeten
Aktivitäten Gin Tonic und Private Label von 4,8 Mio. EUR reduzierte sich der Umsatz
des Jeans, Casual & Workwear Segments um 5,2 Mio. EUR von 58,8 Mio. EUR auf 53,6 Mio.
EUR (-8,8 Prozent). Der Anteil des Segments am Gesamtumsatz ging dadurch von 32 auf
30 Prozent zurück. eCommerce wächst kräftig und lässt Anlaufphase nach Dienstleisterwechsel hinter sichNach dem Neudesign der Online Shops und dem Wechsel des Dienstleisters im Herbst des
Vorjahres nehmen die Umsätze nach der Anlaufphase im ersten Halbjahr zunehmend Fahrt
auf. Nachdem die Umsätze im ersten Quartal 2016/17 noch stabil waren, legten sie im
Folgequartal schon mit 13 Prozent und nun im dritten Quartal mit 24 Prozent zu. Aufgelaufen
liegen wir damit in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016/17 bei einem
Wachstum von 11 Prozent. In der gleichen Periode erzielte der eigene Einzelhandel
ein Plus von 1,7 Prozent. Flächenbereinigt blieb der Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau.
Der Anteil des eigenen Einzelhandels am Gesamtumsatz wuchs leicht auf 12,6 Prozent
(Vorjahr 12,1 Prozent). ERTRAGSLAGEUmsatzeffekt maßgeblich für Ergebnisrückgang trotz gestiegener RohertragsmargeAufgrund des Wegfalls von margenschwachem Geschäft sowie niedrigerer Rabatte stieg
die Rohertragsmarge um 0,8 Prozentpunkte von 50,8 Prozent auf 51,6 Prozent. Die verbesserte
Rohertragsmarge glich den Einfluss der niedrigeren Umsätze (-2,6 Prozent) auf den
Rohertrag aber nur teilweise aus, so dass dieser um 1,1 Prozent oder 1,0 Mio. EUR
von 93,7 Mio. EUR auf 92,7 Mio. EUR sank. Die Personalkosten gingen im Berichtszeitraum
überwiegend durch die Aufgabe des Geschäfts mit Gin Tonic im Vorjahr um 0,3 Mio. EUR
bzw. 0,8 Prozent zurück. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen dagegen
wegen höherer Marketingausgaben mit Schwerpunkt im eCommerce und höheren Vertriebskosten
um 0,9 Mio. EUR (2,1 Prozent). Der Umsatzeffekt auf den Rohertrag sowie die höheren
Sachaufwendungen führten damit zu einem EBITDA-Rückgang von 1,6 Mio. EUR auf 10,9
Mio. EUR (-12,8 Prozent). Seit Inbetriebnahme des ERP- (=Enter-prise-Ressource-Planning) Systems in einem Teilbereich
des Konzerns werden die aktivierten Anschaffungskosten planmäßig abgeschrieben. Das
lässt die Abschreibungen um 0,4 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR wachsen (Vorjahr 3,8 Mio.
EUR). Die Sonderaufwendungen waren im Berichtszeitraum rückläufig und sanken von 0,7
Mio. EUR in der Vorjahresperiode auf 0,4 Mio. EUR. Darin enthalten waren wie im Vorjahr
vor allem Kosten für Mitarbeiterabfindungen und Vertragsauflösungen. Das Finanzergebnis
lag auf Höhe des Vorjahreswerts und war wie auch die Ertragsteuern nicht von Sondereffekten
beeinflusst. Die Steuerquote war mit 29,3 Prozent vom Vorsteuerergebnis etwas niedriger
als im Vorjahr (32,0 Prozent). Das Konzernergebnis nach Steuern ging in den ersten
neun Monaten 2016/17 vor allem durch die Umsatzeinflüsse auf den Rohertrag um 19,6
Prozent oder 1,0 Mio. EUR von 5,1 Mio. EUR auf 4,1 Mio. EUR zurück. ERTRAGSLAGE
SegmentergebnisseBei höherem Umsatz und leicht höherer Rohertragsmarge wurde das Ergebnis des Premiumsegments
durch gestiegene Vertriebskosten und höhere Marketingaufwendungen mit Schwerpunkt
im eCommerce beeinflusst. Insbesondere für Pierre Cardin und Baldessarini wurden die
Ausgaben für Marketing in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016/17 erhöht.
Das Ergebnis vor Sondereffekten des Premium Segments sank von 5,7 Mio. EUR um 1,1
Mio. EUR auf 4,6 Mio. EUR. Die Rohertragsmarge des Jeans, Casual & Workwear Segments stieg im Berichtszeitraum
um 1,5 Prozentpunkte durch den Wegfall des niedrig-margigen Private Label- und Gin
Tonic-Geschäfts. Die Personalaufwendungen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
konnten um 5,6 Prozent reduziert werden. Beide Effekte glichen das umsatzbedingte
Rohertragsminus aber nicht aus. Das Ergebnis des Jeans, Casual & Workwear Segments
sank deshalb um 0,9 Mio. EUR von 3,0 Mio. EUR auf 2,1 Mio. EUR. EBIT vor Sondereffekten nach Segmenten
FINANZ- UND VERMÖGENSLAGESolide Finanzlage mit 54 Prozent EigenkapitalquoteZum Berichtsstichtag lag die Eigenkapitalquote mit 53,9 Prozent auf gewohnt hohem
Niveau und leicht unter dem Vorjahreswert von 55,5 Prozent. Ursache für den moderaten
Rückgang war einerseits das ergebnisbedingt niedrigere Eigenkapital. Andererseits
lag die Bilanzsumme 2,1 Mio. EUR über der des Vorjahresstichtags (30. August 2017
193,5 Mio. EUR). Vor allem die Investitionen in das neue ERP-System und die gestiegenen
Vorräte trugen zur Verlängerung der Bilanz bei. Aufgrund der späteren Warenauslieferung
und des wachsenden Konsignationsgeschäfts hatte das Unternehmen höhere Fertigwarenvorräte
als im Vorjahr (+4,4 Mio. EUR). Der Rohwarenbestand ging dagegen zurück. Die Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich durch die geringeren Umsätze um 1,6
Mio. EUR und glichen die insgesamt höheren Vorräte teilweise aus. So stieg das Net
Working Capital bei leicht gesunkenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
um 2,8 Prozent bzw. 2,9 Mio. EUR auf 106,5 Mio. EUR. Steuerungsgrößen und Kennzahlen
*
vor Sondereffekten 2. NACHTRAGSBERICHTNach dem Ende des dritten Quartals sind bis zur Veröffentlichung keine Vorgänge von
wesentlicher Bedeutung für den Ahlers Konzern eingetreten. 3. PROGNOSEBERICHTUnverändert schwieriges Marktumfeld für Bekleidung - besserer Trend in OsteuropaIn Europa bestehen gute gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und das dürfte auch
im vierten Quartal des Jahres 2017 so bleiben. Die meisten volkswirtschaftlichen Institute
haben sogar kürzlich die Wachstumsprognosen für das BIP (Bruttoinlandsprodukt) des
Euroraums auf 2,2 Prozent von vorher 1,8 Prozent (Prognose Juni 2017, Vorjahr 1,7
Prozent, alle Werte Commerzbank Research September 2017) angehoben. Das gilt auch
für Deutschland mit einem erwarteten BIP-Plus von 2,0 Prozent (Prognose Juni 2017:
1,6 Prozent), das leicht unterhalb des Mittels der Eurozone liegt. In Deutschland
wie auch in den übrigen Euroländern wird ein Anstieg der Inlandsnachfrage erwartet,
der etwa dem volkwirtschaftlichen Wachstum folgt. Damit dürfte der private Konsum
einen wichtigen Beitrag zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum leisten. Der deutsche Bekleidungseinzelhandel konnte von diesen guten Rahmenbedingungen bislang
nicht profitieren und verzeichnete in den ersten neun Monaten unseres Geschäftsjahres
einen Umsatzrückgang von 3,0 Prozent nach rückläufiger Vorlage im Vorjahreszeitraum
(-1,7 Prozent). Für viele westeuropäische Auslandsmärkte dürfte das ähnlich sein. Für das vierte Quartal 2017 und die Herbst-/Wintersaison allgemein gibt es aber Vorzeichen
für eine etwas erfreulichere Entwicklung. So hat der frühe Wetterumschwung im September
hin zu herbstlicheren Temperaturen die Saison mit Herbst-/Winterware früh eingeleitet.
Die Umsatzzahlen des stationären Einzelhandels und unsere eigenen waren deshalb in
den ersten Septemberwochen spürbar steigend. Da die Vorjahresvorlagen auch für die
nächsten Monate niedrig waren, könnten auch die nächsten Monate dem stationären Bekleidungseinzelhandel
zumindest stabile Marktzahlen bringen. Umsatzprognose bestätigt: Wachstum der fortgeführten Marken gleicht Auslaufaktivitäten weitgehend ausFür das vierte Quartal 2017 rechnet der Vorstand mit steigenden Umsätzen, weil sich
die Umsätze mit Herbst-/Winterware vom dritten in das vierte Quartal verschoben haben.
Der Vorstand geht davon aus, dass dadurch die bestehenden Marken im Gesamtjahr 2016/17
um etwa 2 Prozent wachsen. Damit sollte das Umsatzminus der beendeten Aktivitäten
weitgehend ausgeglichen und für das Geschäftsjahr 2016/17 ein etwa stabiler Gesamtumsatz
(Vorjahr 237,8 Mio. EUR) erreicht werden. Ergebnisprognose unverändert: Leichtes Ergebnisplus im Geschäftsjahr 2016/17 erwartetFür das Geschäftsjahr 2016/17 bestätigt der Vorstand die im Geschäftsbericht des Vorjahres
veröffentlichte Ergebnisprognose eines moderat steigenden Konzernergebnisses (Vorjahr
2,5 Mio. EUR). In Erwartung einer höheren Rohertragsmarge sollten etwa stabile Umsätze
zu einem weitgehend stabilen Rohertrag führen. Die betrieblichen Aufwendungen dürften
etwa auf Vorjahresniveau und die Sonderaufwendungen unter den Vorjahreswerten liegen. Unveränderte Bilanzstrukturen und Verbesserung des operativen Cashflow angestrebtDer Vorstand legt weiterhin hohe Priorität auf die Reduzierung des Net Working Capital.
Die Vorräte sollten zum Geschäftsjahresende 2016/17 wieder etwa auf Vorjahresniveau
liegen. Zusammen mit Abschreibungen oberhalb des Vorjahreswerts und dem erwarteten
leichten Ergebnisplus sollte sich der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit im
letzten Quartal deutlich verbessern. Die Bilanz am 30. November 2017 sollte deshalb
ihre sehr solide Struktur im Vergleich zum Vorjahr kaum verändern oder sich eher verbessern. Herford, im Oktober 2017 Der Vorstand Zukunftsbezogene AussagenWir weisen darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen die tatsächlichen Ergebnisse
wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können,
wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen
zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen. BILANZSTRUKTURAktiva
Passiva
KONZERN-SEGMENTINFORMATIONENPer 31. August 2017 (Vorjahr per 31. August 2016)
Finanzkalender
Die Ahlers AG
Die Marken
AHLERS AGInvestor Relations Elverdisser Str. 313 D-32052 Herford Telefon (05221) 979-211 Telefax (05221) 979-215 investor.relations@ahlers-ag.com www.ahlers-ag.com ISIN DE0005009708 und DE0005009732 |
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