Ahlers AG

Herford

Quartalsmitteilung Q3 2016/17

(1. Dezember 2016 bis 31. August 2017)

ENTWICKLUNG IN DEN ERSTEN NEUN MONATEN DES GESCHÄFTSJAHRES 2016/17

Q3 2016/17 - Highlights

Fortgeführte Aktivitäten trotz rückläufigem Gesamtmarkt und Umsatzverlagerungen stabil, Umsatzrückgang durch beendete Aktivitäten

Umsatzminus im dritten Quartal durch Verlagerung von Fest- zu Konsignationsgeschäft und spätere Auslieferung der Herbst-/Winter-Ware

Umsatzbedingt gesunkene Ergebnisse vor und nach Steuern

Solide Finanzsituation mit 54 Prozent Eigenkapitalquote

Umsatz- und Ergebniserwartung für das Gesamtjahr 2016/17 bestätigt

Dr. Stella A. Ahlers, Vorstandsvorsitzende der Ahlers AG:

"Der stationäre deutsche Bekleidungseinzelhandel sieht sich seit einigen Jahren mit Frequenzrückgängen und geändertem Kaufverhalten konfrontiert. Wir haben uns in diesem schwierigen Umfeld auf die sich ändernden Anforderungen des Handels eingestellt, arbeiten eng mit den Einzelhandelskunden zusammen und wachsen mit unseren Marken Pierre Cardin, Pioneer und Baldessarini. Im eCommerce nehmen wir nach dem Neudesign unserer Online Shops von Baldessarini und Pierre Cardin und dem Wechsel des Dienstleisters im vorigen Jahr wieder Wachstumstempo auf. Beide Trends, das Wachstum im Wholesale und eCommerce, bestätigen unsere Strategie, auf diese Absatzkanäle zu setzen. Auch intern rücken wir enger zusammen und haben den Umzug von Baldessarini nach Herford weitestgehend abgeschlossen."

1. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Fortgeführte Aktivitäten in rückläufigem Markt mit positivem Trend

Der Umsatz des stationären Bekleidungseinzelhandels in Deutschland ging im Berichtszeitraum von Dezember 2016 bis August 2017 mit 3,0 Prozent spürbar zurück (Vorjahr -1,7 Prozent, Quelle Textilwirtschaft 36_2017). Der Umsatz von Ahlers im fortgeführten Geschäft war dagegen im gleichen Zeitraum mit 179,4 Mio. EUR (Vorjahr 179,4 Mio. EUR) stabil. Bereinigt um die Einflüsse späterer Auslieferung und des zunehmenden Konsignationsgeschäfts wäre das fortgeführte Geschäft dem Trend des ersten Halbjahrs folgend weiter gewachsen und hätte sich damit noch weiter vom Markttrend abgehoben. Vor allem Pioneer Authentic Jeans sowie die Premiummarken Baldessarini und Pierre Cardin trugen zu der robusten Umsatzentwicklung bei.

Beendete Geschäftsaktivitäten reduzieren den Konzernumsatz

Im Vorjahr wurde das Geschäft mit Gin Tonic und dem letzten Private Label Kunden beendet. Das führte in der Berichtsperiode zu einem geplanten Umsatzrückgang von 4,8 Mio. EUR. Um diesen Betrag oder 2,6 Prozent gingen auch die Gesamtumsätze des Konzerns in der Neun-Monatsperiode 2016/17 von 184,5 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum auf 179,7 Mio. EUR zurück.

Aufholen der Umsätze im vierten Quartal 2017 erwartet

Die Umsatzlücke zur Vorjahresperiode, die durch spätere Auslieferung und Verschiebung zum Konsignationsgeschäft entstanden ist, soll im vierten Quartal 2017 wieder zügig geschlossen werden. Im Folgemonat September waren die Hälfte dieser verschobenen Umsätze aufgeholt. Zudem dürfte das wachsende Konsignationsgeschäft die Umsätze der letzten drei Monate stärken.

Premiummarken mit Umsatz-Plus

Die Umsätze der drei Premiummarken Baldessarini, Pierre Cardin und Otto Kern wuchsen im Berichtszeitraum um 0,3 Prozent bzw. 0,4 Mio. EUR auf 126,1 Mio. EUR (Vorjahr 125,7 Mio. EUR). Sowohl Baldessarini als auch Pierre Cardin sorgten mit Umsatzsteigerungen für diese über dem Markttrend liegende positive Entwicklung. In Deutschland legte Baldessarini deutlich zu (+4,8 Prozent) und konnte Marktanteile hinzugewinnen. Pierre Cardin steigerte seine Umsätze insbesondere in Polen und dem Baltikum (zusammen +3,8 Prozent) sowie in Russland und der Ukraine (zusammen +9,1 Prozent). Der Anteil des Premium Segments am Gesamtumsatz stieg von 68 im Vorjahr auf nun 70 Prozent.

UMSATZ NACH SEGMENTEN

Mio. EUR
Q1-Q3 2016/17 Q1-Q3 2015/16 Veränderung in %
Premium Brands*
126,1 125,7 0,3
Jeans, Casual & Workwear Gesamt 53,6 58,8 -8,8

fortgeführte Aktivitäten** 53,3 53,7 -0,7
Summe Gesamt 179,7 184,5 -2,6
Summe fortgeführte Aktivitäten** 179,4 179,4 0,0


* inkl. Sonstige 0,3 Mio. EUR (Vorjahr 0,3 Mio. EUR)
** bereinigt um Auslaufaktivitäten Gin Tonic und Private Label


Fortgeführte Marken des Jeans, Casual & Workwear Segments legen zu, spätere Auslieferung verursacht Umsatzrückgang

Im Jeans, Casual & Workwear Segment wuchsen die fortgeführten Marken Pioneer Authentic Jeans, Pionier Jeans & Casuals, Pionier Workwear und Jupiter in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahr 2016/17 bereinigt um die Effekte der Auslieferung und Geschäftsverschiebungen. Ohne Bereinigung lagen die Umsätze der fortgeführten Aktivitäten mit 53,3 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahreswert von 53,7 Mio. EUR (-0,4 Mio. EUR bzw. -0,7 Prozent). Besonders Pioneer Authentic Jeans und Pionier Jeans & Casuals zeigten erfreuliche Zuwächse und steigerten ihren Umsatz um 5,9 Prozent, und das in gleichem Maße in Deutschland und auf den internationalen Märkten. Durch den planmäßigen Umsatzrückgang der beendeten Aktivitäten Gin Tonic und Private Label von 4,8 Mio. EUR reduzierte sich der Umsatz des Jeans, Casual & Workwear Segments um 5,2 Mio. EUR von 58,8 Mio. EUR auf 53,6 Mio. EUR (-8,8 Prozent). Der Anteil des Segments am Gesamtumsatz ging dadurch von 32 auf 30 Prozent zurück.

eCommerce wächst kräftig und lässt Anlaufphase nach Dienstleisterwechsel hinter sich

Nach dem Neudesign der Online Shops und dem Wechsel des Dienstleisters im Herbst des Vorjahres nehmen die Umsätze nach der Anlaufphase im ersten Halbjahr zunehmend Fahrt auf. Nachdem die Umsätze im ersten Quartal 2016/17 noch stabil waren, legten sie im Folgequartal schon mit 13 Prozent und nun im dritten Quartal mit 24 Prozent zu. Aufgelaufen liegen wir damit in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016/17 bei einem Wachstum von 11 Prozent. In der gleichen Periode erzielte der eigene Einzelhandel ein Plus von 1,7 Prozent. Flächenbereinigt blieb der Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau. Der Anteil des eigenen Einzelhandels am Gesamtumsatz wuchs leicht auf 12,6 Prozent (Vorjahr 12,1 Prozent).

ERTRAGSLAGE

Umsatzeffekt maßgeblich für Ergebnisrückgang trotz gestiegener Rohertragsmarge

Aufgrund des Wegfalls von margenschwachem Geschäft sowie niedrigerer Rabatte stieg die Rohertragsmarge um 0,8 Prozentpunkte von 50,8 Prozent auf 51,6 Prozent. Die verbesserte Rohertragsmarge glich den Einfluss der niedrigeren Umsätze (-2,6 Prozent) auf den Rohertrag aber nur teilweise aus, so dass dieser um 1,1 Prozent oder 1,0 Mio. EUR von 93,7 Mio. EUR auf 92,7 Mio. EUR sank. Die Personalkosten gingen im Berichtszeitraum überwiegend durch die Aufgabe des Geschäfts mit Gin Tonic im Vorjahr um 0,3 Mio. EUR bzw. 0,8 Prozent zurück. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen dagegen wegen höherer Marketingausgaben mit Schwerpunkt im eCommerce und höheren Vertriebskosten um 0,9 Mio. EUR (2,1 Prozent). Der Umsatzeffekt auf den Rohertrag sowie die höheren Sachaufwendungen führten damit zu einem EBITDA-Rückgang von 1,6 Mio. EUR auf 10,9 Mio. EUR (-12,8 Prozent).

Seit Inbetriebnahme des ERP- (=Enter-prise-Ressource-Planning) Systems in einem Teilbereich des Konzerns werden die aktivierten Anschaffungskosten planmäßig abgeschrieben. Das lässt die Abschreibungen um 0,4 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR wachsen (Vorjahr 3,8 Mio. EUR). Die Sonderaufwendungen waren im Berichtszeitraum rückläufig und sanken von 0,7 Mio. EUR in der Vorjahresperiode auf 0,4 Mio. EUR. Darin enthalten waren wie im Vorjahr vor allem Kosten für Mitarbeiterabfindungen und Vertragsauflösungen. Das Finanzergebnis lag auf Höhe des Vorjahreswerts und war wie auch die Ertragsteuern nicht von Sondereffekten beeinflusst. Die Steuerquote war mit 29,3 Prozent vom Vorsteuerergebnis etwas niedriger als im Vorjahr (32,0 Prozent). Das Konzernergebnis nach Steuern ging in den ersten neun Monaten 2016/17 vor allem durch die Umsatzeinflüsse auf den Rohertrag um 19,6 Prozent oder 1,0 Mio. EUR von 5,1 Mio. EUR auf 4,1 Mio. EUR zurück.

ERTRAGSLAGE

Mio. EUR Q1-Q3 2016/17 Q1-Q3 2015/16 Veränderung in %
Umsatzerlöse 179,7 184,5 -2,6
Rohertrag 92,7 93,7 -1,1
in % vom Umsatz 51,6 50,8
Personalaufwand* -38,2 -38,5 0,8
Saldo sonstige betr. Aufwendungen/Erträge* -43,6 -42,7 -2,1
EBITDA* 10,9 12,5 -12,8
Abschreibungen -4,2 -3,8 -10,5
EBIT* 6,7 8,7 -23,0
Sondereffekte -0,4 -0,7 42,9
Finanzergebnis -0,5 -0,5 0,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 5,8 7,5 -22,7
Ertragsteuern -1,7 -2,4 29,2
Konzernergebnis 4,1 5,1 -19,6


* vor Sondereffekten


Segmentergebnisse

Bei höherem Umsatz und leicht höherer Rohertragsmarge wurde das Ergebnis des Premiumsegments durch gestiegene Vertriebskosten und höhere Marketingaufwendungen mit Schwerpunkt im eCommerce beeinflusst. Insbesondere für Pierre Cardin und Baldessarini wurden die Ausgaben für Marketing in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016/17 erhöht. Das Ergebnis vor Sondereffekten des Premium Segments sank von 5,7 Mio. EUR um 1,1 Mio. EUR auf 4,6 Mio. EUR.

Die Rohertragsmarge des Jeans, Casual & Workwear Segments stieg im Berichtszeitraum um 1,5 Prozentpunkte durch den Wegfall des niedrig-margigen Private Label- und Gin Tonic-Geschäfts. Die Personalaufwendungen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um 5,6 Prozent reduziert werden. Beide Effekte glichen das umsatzbedingte Rohertragsminus aber nicht aus. Das Ergebnis des Jeans, Casual & Workwear Segments sank deshalb um 0,9 Mio. EUR von 3,0 Mio. EUR auf 2,1 Mio. EUR.

EBIT vor Sondereffekten nach Segmenten

Mio. EUR Q1-Q3 2016/17 Q1-Q3 2015/16 Veränderung in %
Premium Brands 4,6 5,7 -19,3
Jeans, Casual & Workwear 2,1 3,0 -30,0
Gesamt 6,7 8,7 -23,0


FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Solide Finanzlage mit 54 Prozent Eigenkapitalquote

Zum Berichtsstichtag lag die Eigenkapitalquote mit 53,9 Prozent auf gewohnt hohem Niveau und leicht unter dem Vorjahreswert von 55,5 Prozent. Ursache für den moderaten Rückgang war einerseits das ergebnisbedingt niedrigere Eigenkapital. Andererseits lag die Bilanzsumme 2,1 Mio. EUR über der des Vorjahresstichtags (30. August 2017 193,5 Mio. EUR). Vor allem die Investitionen in das neue ERP-System und die gestiegenen Vorräte trugen zur Verlängerung der Bilanz bei. Aufgrund der späteren Warenauslieferung und des wachsenden Konsignationsgeschäfts hatte das Unternehmen höhere Fertigwarenvorräte als im Vorjahr (+4,4 Mio. EUR). Der Rohwarenbestand ging dagegen zurück. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich durch die geringeren Umsätze um 1,6 Mio. EUR und glichen die insgesamt höheren Vorräte teilweise aus. So stieg das Net Working Capital bei leicht gesunkenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 2,8 Prozent bzw. 2,9 Mio. EUR auf 106,5 Mio. EUR.

Steuerungsgrößen und Kennzahlen



Q1-Q3 2016/17 Q1-Q3 2015/16
Umsatzerlöse Mio. EUR 179,7 184,5
Rohertragsmarge in % 51,6 50,8
EBITDA* Mio. EUR 10,9 12,5
EBITDA-Marge* in % 6,1 6,8
EBIT* Mio. EUR 6,7 8,7
EBIT-Marge* in % 3,7 4,7
Konzernergebnis Mio. EUR 4,1 5,1
Umsatzrendite vor Steuern in % 3,2 4,1
Umsatzrendite nach Steuern in % 2,3 2,7
Ergebnis je Aktie


Stammaktie in EUR 0,27 0,34
Vorzugsaktie in EUR 0,32 0,39
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Mio. EUR -7,9 -5,7
Net Working Capital** Mio. EUR 106,5 103,6
Eigenkapitalquote in % 53,9 55,5
Mitarbeiter zum Stichtag
2.061 2.051


* vor Sondereffekten
** Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen


2. NACHTRAGSBERICHT

Nach dem Ende des dritten Quartals sind bis zur Veröffentlichung keine Vorgänge von wesentlicher Bedeutung für den Ahlers Konzern eingetreten.

3. PROGNOSEBERICHT

Unverändert schwieriges Marktumfeld für Bekleidung - besserer Trend in Osteuropa

In Europa bestehen gute gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und das dürfte auch im vierten Quartal des Jahres 2017 so bleiben. Die meisten volkswirtschaftlichen Institute haben sogar kürzlich die Wachstumsprognosen für das BIP (Bruttoinlandsprodukt) des Euroraums auf 2,2 Prozent von vorher 1,8 Prozent (Prognose Juni 2017, Vorjahr 1,7 Prozent, alle Werte Commerzbank Research September 2017) angehoben. Das gilt auch für Deutschland mit einem erwarteten BIP-Plus von 2,0 Prozent (Prognose Juni 2017: 1,6 Prozent), das leicht unterhalb des Mittels der Eurozone liegt. In Deutschland wie auch in den übrigen Euroländern wird ein Anstieg der Inlandsnachfrage erwartet, der etwa dem volkwirtschaftlichen Wachstum folgt. Damit dürfte der private Konsum einen wichtigen Beitrag zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum leisten.

Der deutsche Bekleidungseinzelhandel konnte von diesen guten Rahmenbedingungen bislang nicht profitieren und verzeichnete in den ersten neun Monaten unseres Geschäftsjahres einen Umsatzrückgang von 3,0 Prozent nach rückläufiger Vorlage im Vorjahreszeitraum (-1,7 Prozent). Für viele westeuropäische Auslandsmärkte dürfte das ähnlich sein.

Für das vierte Quartal 2017 und die Herbst-/Wintersaison allgemein gibt es aber Vorzeichen für eine etwas erfreulichere Entwicklung. So hat der frühe Wetterumschwung im September hin zu herbstlicheren Temperaturen die Saison mit Herbst-/Winterware früh eingeleitet. Die Umsatzzahlen des stationären Einzelhandels und unsere eigenen waren deshalb in den ersten Septemberwochen spürbar steigend. Da die Vorjahresvorlagen auch für die nächsten Monate niedrig waren, könnten auch die nächsten Monate dem stationären Bekleidungseinzelhandel zumindest stabile Marktzahlen bringen.

Umsatzprognose bestätigt: Wachstum der fortgeführten Marken gleicht Auslaufaktivitäten weitgehend aus

Für das vierte Quartal 2017 rechnet der Vorstand mit steigenden Umsätzen, weil sich die Umsätze mit Herbst-/Winterware vom dritten in das vierte Quartal verschoben haben. Der Vorstand geht davon aus, dass dadurch die bestehenden Marken im Gesamtjahr 2016/17 um etwa 2 Prozent wachsen. Damit sollte das Umsatzminus der beendeten Aktivitäten weitgehend ausgeglichen und für das Geschäftsjahr 2016/17 ein etwa stabiler Gesamtumsatz (Vorjahr 237,8 Mio. EUR) erreicht werden.

Ergebnisprognose unverändert: Leichtes Ergebnisplus im Geschäftsjahr 2016/17 erwartet

Für das Geschäftsjahr 2016/17 bestätigt der Vorstand die im Geschäftsbericht des Vorjahres veröffentlichte Ergebnisprognose eines moderat steigenden Konzernergebnisses (Vorjahr 2,5 Mio. EUR). In Erwartung einer höheren Rohertragsmarge sollten etwa stabile Umsätze zu einem weitgehend stabilen Rohertrag führen. Die betrieblichen Aufwendungen dürften etwa auf Vorjahresniveau und die Sonderaufwendungen unter den Vorjahreswerten liegen.

Unveränderte Bilanzstrukturen und Verbesserung des operativen Cashflow angestrebt

Der Vorstand legt weiterhin hohe Priorität auf die Reduzierung des Net Working Capital. Die Vorräte sollten zum Geschäftsjahresende 2016/17 wieder etwa auf Vorjahresniveau liegen. Zusammen mit Abschreibungen oberhalb des Vorjahreswerts und dem erwarteten leichten Ergebnisplus sollte sich der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit im letzten Quartal deutlich verbessern. Die Bilanz am 30. November 2017 sollte deshalb ihre sehr solide Struktur im Vergleich zum Vorjahr kaum verändern oder sich eher verbessern.

Herford, im Oktober 2017

Der Vorstand

Zukunftsbezogene Aussagen

Wir weisen darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.

BILANZSTRUKTUR

Aktiva


31.08.2017 31.08.2016

Mio. EUR in % Mio. EUR in %
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 41,9 21,7 40,3 21,1
Sonstige langfristige Vermögenswerte 19,6 10,1 20,1 10,5
Latente Steueransprüche 1,1 0,6 1,0 0,5
Langfristige Vermögenswerte 62,6 32,4 61,4 32,1
Vorräte 79,5 41,1 75,3 39,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 40,3 20,8 41,9 21,9
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 5,6 2,9 6,1 3,2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5,5 2,8 6,7 3,5
Kurzfristige Vermögenswerte 130,9 67,6 130,0 67,9
Summe Aktiva 193,5 100,0 191,4 100,0


Passiva


31.08.2017 31.08.2016

Mio. EUR in % Mio. EUR in %
Eigenkapital 104,3 53,9 106,2 55,5
Pensionsrückstellungen 4,1 2,1 4,3 2,2
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten



und Rückstellungen 21,9 11,3 30,2 15,8
Latente Steuerverbindlichkeiten 2,2 1,1 2,4 1,3
Langfristige Schulden 28,2 14,5 36,9 19,3
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 1,1 0,6 1,7 1,0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten



und Rückstellungen 59,9 31,0 46,6 24,2
Kurzfristige Schulden 61,0 31,6 48,3 25,2
Schulden 89,2 46,1 85,2 44,5
Summe Passiva 193,5 100,0 191,4 100,0


KONZERN-SEGMENTINFORMATIONEN

Per 31. August 2017 (Vorjahr per 31. August 2016)

nach geografischen Regionen Premium Brands Jeans, Casual & Workwear Sonstiges
TEUR 2016/17 2015/16 2016/17 2015/16 2016/17 2015/16
Deutschland





Umsatzerlöse 58.950 60.131 36.482 39.731 275 286
Vermögenswerte 102.091 96.978 23.579 26.482 18.275 18.296
Westeuropa





Umsatzerlöse 36.383 36.371 11.881 13.979 - -
Vermögenswerte 12.863 12.215 8.418 9.515 - -
Mittel-/ Osteuropa/ Sonstiges





Umsatzerlöse 30.462 28.922 5.218 5.088 - -
Vermögenswerte 20.731 20.866 5.092 4.859 15 15


nach geografischen Regionen Gesamt
TEUR 2016/17 2015/16
Deutschland

Umsatzerlöse 95.707 100.148
Vermögenswerte 143.945 141.756
Westeuropa

Umsatzerlöse 48.264 50.350
Vermögenswerte 21.281 21.730
Mittel-/ Osteuropa/ Sonstiges

Umsatzerlöse 35.680 34.010
Vermögenswerte 25.838 25.740


Finanzkalender

Zwischenmitteilung Q3 2016/17 11. Oktober 2017
Analystenkonferenz in Frankfurt am Main 12. Oktober 2017
Bilanzpressekonferenz 28. Februar 2018
Zwischenmitteilung Q1 2017/18 11. April 2018
Hauptversammlung in Düsseldorf 24. April 2018
Halbjahresbericht 2017/18 11. Juli 2018
Zwischenmitteilung Q3 2017/18 10. Oktober 2018


Die Ahlers AG

wurde 1919 von Adolf Ahlers gegründet und ist seit 1987 eine börsennotierte Aktiengesellschaft

ist familiengeführt in der dritten Generation durch Dr. Stella A. Ahlers

ist einer der größten börsennotierten europäischen Männermodehersteller

stellt unter verschiedenen Marken Mode maßgeschneidert für verschiedene Zielgruppen her

erwirtschaftet über 70 Prozent der Umsätze mit Premium Brands

fertigt ein Drittel des Produktionsvolumens in eigenen Betrieben

produziert 7.000.000 Modeartikel im Jahr

beschäftigt rd. 2.000 Mitarbeiter

erwirtschaftet 13 Prozent des Umsatzes mit eigenen Retailaktivitäten

Die Marken

pierre cardin PIONEER® AUTHENTIC JEANS
BALDESSARINI PIONIER® JEANS & CASUALS
OTTO KERN Pionier WORKWEAR
Eisbach DENIM LIBRARY jUPITER®


AHLERS AG

Investor Relations

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D-32052 Herford

Telefon (05221) 979-211

Telefax (05221) 979-215

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