![]() Ahlers AGHerfordQuartalsmitteilung Q1 2017/18(1. Dezember 2017 bis 28. Februar 2018)ENTWICKLUNG IN DEN ERSTEN DREI MONATEN DES GESCHÄFTSJAHRES 2017/18Q1 2017/18 - Highlights
Dr. Stella A. Ahlers, Vorstandsvorsitzende der Ahlers AG:"Die Situation im Bekleidungseinzelhandel bleibt herausfordernd. Das belegen die Branchenzahlen
aber auch unsere eigenen, anteilsmäßig recht kleinen Einzelhandelsumsätze. Erfreulich
sind dagegen unsere Jeans-Umsätze. Hier gibt es viele Produktinnovationen wie z.B.
höheren Tragekomfort durch neue Stretchqualitäten. Auch die Futureflex-Anzüge von
Pierre Cardin finden im Markt Anklang. Bei Pionier Workwear haben wir die Kollektionen
modernisiert. Das zahlt sich in Form steigender Umsätze aus. Trotz solcher Teilerfolge
bleibt das Geschäft zäh. Strategie verfeinern, Marktchancen konsequent nutzen und
Kosten reduzieren bleibt damit höchste Priorität. In Russland bauen wir zügig eine
Vertriebsgesellschaft auf, um den Markt weiter zu entwickeln. Nach dem ersten Quartal
bewegen sich unsere Umsatz- und Ertragszahlen unterhalb der Erwartungen, besonders
im eigenen Einzelhandel. Wir gehen davon aus, dass wir die im Geschäftsbericht veröffentlichte
Jahresprognose für Umsatz und Ergebnis erreichen." 1. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEKonzernumsatz geprägt durch Saisonverschiebung und rückläufige EinzelhandelsumsätzeDer europäische Bekleidungsmarkt bleibt auch in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahrs
2017/18 (Dezember 2017 bis Februar 2018) schwierig. Das zeigen die Branchenzahlen,
aber auch unsere eigenen Einzelhandelsumsätze, die um 7,9 Prozent (0,6 Mio. EUR) sanken.
Maßgeblich dafür waren primär der Rückgang der Flächenproduktivität aber auch einige
Storeschließungen. Daneben war das erste Quartal 2017/18 durch Umsatzverschiebungen vom ersten in das
zweite Quartal geprägt, die wegen bedarfsgerechterer Auslieferung der Saisonware und
des zunehmenden Konsignationsgeschäfts entstehen. Im ersten Quartal 2017/18 verlagerten
sich Umsätze in Höhe von 1,3 Mio. EUR bzw. 2,1 Prozent vom Vorjahresumsatz in die
Folgemonate. Jeans im Plus, Anzüge rückläufigBereinigt um die Auslieferverschiebungen wuchs der Jeans-Umsatz unserer Marken Baldessarini,
Pierre Cardin und Pioneer Authentic Jeans spürbar. Schwierig war dagegen das Geschäft
mit den im Markt wenig nachgefragten Anzügen und Sakkos mit Ausnahme der Futureflex-Stretch
Anzüge. Bereinigt um die Auslieferverschiebungen konnte in Deutschland ein Umsatzplus von
0,5 Mio. EUR bzw. 1,5 Prozent erzielt werden. Im Ausland ging der Umsatz um 2,2 Mio.
EUR zurück. Zusammengenommen sank der Konzernumsatz im ersten Quartal 2017/18 um 2,4
Mio. EUR bzw. 3,8 Prozent auf 60,7 Mio. EUR (Vorjahr 63,1 Mio. EUR). eCommerce mit gestiegenen RetourenDie Entwicklung des eCommerce-Geschäfts hat bei Ahlers höchste Priorität, birgt aber
aufgrund der dynamischen Entwicklung auch Überraschungen. So stiegen im Nachlauf des
Black Friday mit seinen unerwartet hohen Umsätzen die Retouren stark an und blieben
in den Folgemonaten hoch, was für eine mäßige Netto-Umsatzentwicklung aber gleichzeitig
steigende Kommissionier- und Frachtkosten sorgte. Mit Beginn der Sommersaison hat
sich das wieder normalisiert, was wir auch für die folgenden Monate erwarten. ERTRAGSLAGEUmsatzbedingter Ergebnisrückgang trotz leicht verbesserter RohertragsmargeIn den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2017/18 wuchs die Rohertragsmarge durch
geringere Preisnachlässe und Zollvorteile der Sri Lanka-Produktion leicht um 0,5 Prozentpunkte
auf 52,6 Prozent und dämpfte den Umsatzeffekt auf den Rohertrag. Dieser sank um 1,0
Mio. EUR auf 31,9 Mio. EUR (-3,0 Prozent). Die Personalaufwendungen stiegen im Berichtszeitraum
um 0,3 Mio. EUR auf 12,9 Mio. EUR aufgrund der Tarifabschlüsse, der Anstellung von
bisherigen Leiharbeitern, der Verstärkung des eCommerce-Bereichs und der IT in der
GoLive Phase des ERP (Enterprise Resource Planning) Projekts. Zudem lagen die Marketing-
und Kommissionierungskosten im eCommerce leicht über dem Vorjahreswert, was zu einem
moderaten Anstieg des Saldo aus betrieblichen Aufwendungen und Erträgen führte (0,1
Mio. EUR). Insgesamt wuchsen die betrieblichen Aufwendungen bestehend aus Personal-
und sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie Abschreibungen um 0,5 Mio. EUR bzw.
1,7 Prozent auf 29,1 Mio. EUR (Vorjahr 28,6 Mio. EUR). Das EBIT vor Sondereffekten
ging damit 1,5 Mio. EUR von 4,3 Mio. EUR auf 2,8 Mio. EUR zurück. Während es im Vorjahreszeitraum
keine Sondereffekte gab, verkaufte Ahlers im Berichtszeitraum ein nicht genutztes
Grundstück außerhalb des Werksgeländes auf Sri Lanka für 0,2 Mio. EUR über dem sehr
geringen Buchwert. Das Finanzergebnis lag auf Höhe des Vorjahreswerts. Die Steuerquote
war in beiden Jahren vergleichbar und nicht von Sondereffekten beeinflusst. Das Konzernergebnis
nach Steuern sank in den ersten drei Monaten 2017/18 um 0,9 Mio. EUR oder 31,0 Prozent
von 2,9 Mio. EUR auf 2,0 Mio. EUR. ERTRAGSLAGE
Umsatzrückgang im Premium Segment durch Saisonverschiebung und eigenen RetailDie Umsätze der drei Premiummarken Baldessarini, Pierre Cardin und Otto Kern sanken
im Berichtszeitraum von 44,8 Mio. EUR um 1,3 Mio. EUR auf 43,5 Mio. EUR (-2,9 Prozent).
Maßgeblich für diesen Rückgang waren die niedrigeren Umsätze im eigenen Einzelhandel
sowie die saisonale Umsatzverschiebung vom ersten in das zweite Quartal in Höhe von
0,4 Mio. EUR. Demgegenüber legten die Jeans-Umsätze bei Baldessarini und Pierre Cardin
zu, konnten jedoch die Einbußen anderer Bereiche nicht vollständig ausgleichen. Der
Umsatzanteil des Premium Segments am Gesamtumsatz lag am Berichtsstichtag bei 71,7
Prozent (Vorjahr 71,0 Prozent). Die leicht verbesserte Rohertragsmarge (0,7 Prozentpunkte) kompensierte den Umsatzeffekt
auf den Rohertrag des Premium Segments nicht ganz. Die Ergebnisse der Premiummarken
Baldessarini, Pierre Cardin und Otto Kern sanken durch den Rohertrag und die höheren
sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Das EBIT vor Sondereffekten des Premiumsegments
ging um 1,1 Mio. EUR von 3,2 Mio. EUR auf 2,1 Mio. EUR zurück. Umsatzzuwächse bei Pioneer Authentic Jeans und Pionier WorkwearUmsatz- und Ergebnisrückgang im Jeans, Casual & Workwear Segment maßgeblich durch Verschiebungen ins 2. QuartalDie Umsätze des Jeans, Casual & Workwear Segments wurden in den ersten drei Monaten
des Geschäftsjahres 2017/18 vor allem durch die Umsatzverschiebungen von 0,9 Mio.
EUR stark beeinflusst. Um diesen Effekt bereinigt sank der Segmentumsatz noch leicht
um 0,2 Mio. EUR bzw. 1,1 Prozent gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres. Vor allem
Pioneer Authentic Jeans verzeichnete bereinigte Umsatzzuwächse von insgesamt 5,4 Prozent
und 4,7 Prozent auf dem wichtigen deutschen Heimatmarkt. Pionier Workwear legte insgesamt
um 11,1 Prozent bzw. in Deutschland um erfreuliche 7,7 Prozent zu. Der Gesamtumsatz
aller Marken des Segments betrug im Berichtszeitraum 17,2 Mio. EUR und damit 1,1 Mio.
EUR weniger als in den ersten drei Monaten des Vorjahres (18,3 Mio. EUR). Der Anteil
des Segments am Gesamtumsatz sank von 29,0 Prozent auf 28,3 Prozent zum Quartalsstichtag. Die Ergebnisse der im Jeans, Casual & Workwear Segment enthaltenen Marken Pioneer
Authentic Jeans, Pionier Jeans & Casuals, Pionier Workwear und Jupiter wurden maßgeblich
durch den niedrigeren Umsatz beeinflusst. Die Rohertragsmarge blieb stabil und auch
die betrieblichen Aufwendungen lagen etwa auf Höhe des Vorjahres. Das Segmentergebnis
vor Sondereffekten sank daher umsatzbedingt von 1,1 Mio. EUR um 0,4 Mio. EUR auf 0,7
Mio. EUR. UMSATZ NACH SEGMENTEN
*
inkl. Sonstige 0,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,1 Mio. EUR) EBIT vor Sondereffekten nach Segmenten
FINANZ- UND VERMÖGENSLAGESolide und weitgehend unveränderte BilanzstrukturZum Quartalsstichtag waren die Bilanzstruktur und die Finanzlage im Vergleich zum
Vorjahresstichtag weitgehend unverändert. Die Vorräte lagen wegen des niedrigeren
Rohwarenvolumens und trotz höherem Fertigwarenbestand mit 75,9 Mio. EUR leicht unter
dem Vorjahreswert von 76,4 Mio. EUR. Dadurch und durch höhere Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen sank das Net Working Capital um 0,7 Prozent bzw. 0,7 Mio.
EUR auf 101,8 Mio. EUR. Die Nettofinanzverbindlichkeiten lagen auf Vorjahresniveau.
Durch die Investitionen der letzten Monate in das ERP-System stiegen die langfristigen
Anlagegüter in der Bilanz, während die kurzfristigen Vermögenswerte in ähnlichem Umfang
sanken. Zusammengenommen war damit auch die Bilanzsumme mit 189,8 Mio. EUR (Vorjahr
190,1 Mio. EUR) stabil. 55 Prozent EigenkapitalquoteDie Eigenkapitalquote lag mit 54,9 Prozent auf gewohnt hohem Niveau und leicht unter
dem Wert des Vorjahresstichtags von 56,2 Prozent. Grund für den moderaten Rückgang
war das wegen niedrigerem Ergebnis und temporären Fremdwährungseffekten reduzierte
Eigenkapital (28.2.2018: 104,1 Mio. EUR, Veränderung -2,8 Mio. EUR). Durch den geringeren,
saisonbedingten Aufbau des Net Working Capital im Vergleich zum Vorjahr lag der Cashflow
aus der betrieblichen Tätigkeit mit -9,2 Mio. EUR leicht oberhalb des Vorjahreswerts
von -9,6 Mio. EUR. Die Investitionen lagen wegen des ERP Projekts mit 1,6 Mio. EUR
über dem des Vorjahreszeitraums (0,9 Mio. EUR); ein Effekt, der sich im Laufe des
Jahres eher umkehren dürfte. Ahlers RUS im AufbauUnser Joint Venture in Russland entwickelt sich weiter planmäßig. Zum 1. März 2018
hat die Ahlers RUS ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen. Ende März 2018 besaßen wir
33 Prozent der Anteile und sollten nach Zustimmung der zuständigen Behörden in Kürze
die angestrebten 60 Prozent erreichen. Die Gesellschaft wird das Wholesale-Geschäft
für Pierre Cardin und Pioneer sowie Pierre Cardin Stores in Russland betreiben. Die
übrigen 40 Prozent werden dann von einem langjährigen Geschäftspartner der Ahlers
AG gehalten. Steuerungsgrößen und Kennzahlen
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vor Sondereffekten 2. NACHTRAGSBERICHTNach dem Ende des ersten Quartals sind bis zur Veröffentlichung keine weiteren Vorgänge
von wesentlicher Bedeutung für den Konzern eingetreten. 3. PROGNOSEBERICHTTrotz guter Rahmenbedingungen anspruchsvolles Marktumfeld für BekleidungZum Berichtszeitpunkt befinden sich die meisten europäischen Länder auf Wachstumskurs
und es herrscht Hochkonjunktur. Die volkswirtschaftlichen Institute prognostizieren,
dass das noch eine längere Zeit so bleibt. Entsprechend steigen die Konsumausgaben
der Privathaushalte. Trotz dieser guten Rahmenbedingungen und der niedrigen Vorjahresvorlage
schrumpfte der Umsatz des deutschen Bekleidungseinzelhandels in den ersten drei Monaten
des laufenden Geschäftsjahres weiter. Es ist zu befürchten, dass sich dieser Trend
weiter fortsetzt, bestenfalls stabilisiert. Die Zuwächse des Onlinehandels mit Bekleidung
gleichen diesen rückläufigen Trend des stationären Modehandels bislang nicht aus. Leichte Steigerung der Umsätze und steigendes Ergebnis für Geschäftsjahr 2017/18 erwartetDer Vorstand bestätigt die Umsatzprognose des Geschäftsberichts 2016/17 mit einer
leichten Steigerung des Konzernumsatzes im Geschäftsjahr 2017/18. Der Umsatzeffekt
der eingestellten Geschäftstätigkeit von Gin Tonic und dem beendeten Private Label
Geschäft spielt kaum noch eine Rolle. Das Management geht weiterhin von einer deutlichen Ergebnisverbesserung im mittleren
zweistelligen Prozentbereich im laufenden Geschäftsjahr aus. Die Entwicklung des Bekleidungseinzelhandels
bleibt derzeit schwer einzuschätzen. Daher verweisen wir auf eine hohe Prognoseunsicherheit. Unveränderte Bilanzstrukturen und Verbesserung des operativen Cashflows angestrebtWeiterhin bleibt die Reduzierung des Net Working Capitals ein wichtiges Ziel des Managements.
Zusammen mit leicht höheren Abschreibungen und dem erwarteten Konzernergebnis sollte
der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit im Geschäftsjahr 2017/18 steigen. Niedrigere,
unterhalb der Abschreibungen liegende Investitionen dürften zu einem klar positiven
Free Cashflow führen. Die Bilanz dürfte ihre sehr solide Struktur kaum verändern und
sich strukturell eher verbessern. Herford, im April 2018 Der Vorstand Zukunftsbezogene AussagenWir weisen darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen die tatsächlichen Ergebnisse
wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können,
wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen
zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen. BILANZSTRUKTURAktiva
Passiva
KONZERN-SEGMENTINFORMATIONEN
Per 28. Februar 2018 (Vorjahr per 28. Februar 2017)
Finanzkalender
Die Ahlers AG
AHLERS AGInvestor Relations Elverdisser Str. 313 D-32052 Herford |
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