![]() HAMBORNER REIT AGDuisburgHalbjahresfinanzberichtQ2 2017HALBJAHRESFINANZBERICHT ZUM 30. JUNI 2017KENNZAHLEN AUF EINEN BLICKscroll
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Die Rechnungslegung der HAMBORNER REIT AG erfolgt nach IFRS (International Financial
Reporting Standards), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Dieser Zwischenbericht ist am 8. August 2017 erschienen. VORWORT DES VORSTANDSSEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE, SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN,nach der positiven Geschäftsentwicklung im Jahr 2016 und dem anschließenden erfolgreichen
Start in das neue Geschäftsjahr blicken wir heute mit dem Halbjahresfinanzbericht
auf die erste Jahreshälfte 2017 zurück. Die operative Geschäftsentwicklung war im ersten Halbjahr erneut sehr erfreulich.
Die Miet- und Pachterlöse betrugen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 35,8
Mio. € und haben sich damit um 19,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöht. Die
Funds from Operations (FFO) als wesentliche operative Erfolgskennziffer sind im selben
Zeitraum überproportional um 28,1 % auf 22,1 Mio. € gestiegen. Nachdem der Verkehrswert des Immobilienvermögens zum Jahresende 2016 auf über 1 Mrd. € gestiegen ist, konnten wir unser Portfolio im ersten Halbjahr 2017 nochmals erweitern. Bereits zu Jahresbeginn ist mit dem Objekt O3 in Köln eine moderne und hochwertige Büroimmobilie in unseren Besitz übergegangen. Darüber hinaus sind mit dem "market Oberfranken" in Hallstadt/Bamberg und dem "Kaufland" in Berlin-Marzahn zum Ende des ersten Quartals zwei weitere attraktive großflächige Einzelhandelsobjekte zugegangen. Das Gesamtinvestitionsvolumen belief sich auf insgesamt 108,8 Mio. €. Im zweiten Quartal haben wir den Kaufvertrag für ein Neubauobjekt in Ratingen unterzeichnet. Die Büroimmobilie mit einem Kaufpreis in Höhe von 34,4 Mio. € wurde in den vergangenen Monaten an einem etablierten Bürostandort errichtet und befindet sich nunmehr bereits seit dem 11. Juli 2017 in unserem Besitz. Auf der Verkaufsseite waren wir im ersten Halbjahr 2017 ebenfalls weiter aktiv. Zum
1. April 2017 ist die bereits in 2016 veräußerte Immobilie am Kaßlerfelder Kreisel
in Duisburg an den Käufer übergegangen. Im Juli wurde zudem der Verkaufsvertrag für
unser Einzelhandelsobjekt in Minden unterzeichnet. Nach den Zu- und Abgängen in der
ersten Jahreshälfte verfügte HAMBORNER zum 30. Juni 2017 über ein Portfolio von 71
Immobilien mit einem Verkehrswert von über 1,2 Mrd. €. Dem weiteren Jahresverlauf blicken wir zuversichtlich entgegen. Aufgrund des positiven
Geschäftsverlaufs im ersten Halbjahr können wir unsere bisherige Prognose zu den Miet-
und Pachterlösen sowie den operativen Ergebnissen (FFO) anheben. Wir gehen nunmehr
von einer Steigerung der Miet- und Pachterlöse in Höhe von 18 % bis 20 % und einer
Steigerung des FFO auf eine Größenordnung von rd. 44 Mio. € bis 45 Mio. € aus. Dies
entspräche einem FFO je Aktie von ca. 0,55 € bis 0,56 €. An dieser Stelle möchten wir all unseren Aktionären für das entgegengebrachte Vertrauen
danken und freuen uns auf ein erfolgreiches zweites Halbjahr 2017. Duisburg, im Juli 2017 scroll
ZWISCHENLAGEBERICHTGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDas leicht beschleunigte wirtschaftliche Wachstum der deutschen Wirtschaft im ersten
Quartal 2017 von 0,6 % gemessen am Bruttoinlandsprodukt hat sich im zweiten Quartal
voraussichtlich in einer vergleichbaren Größenordnung fortgesetzt. Für das Gesamtjahr
2017 gehen führende Wirtschaftsforschungsinstitute in aktuellen Prognosen von einem
Wachstum zwischen 1,3 % und 1,8 % aus. Wichtigste Stütze der deutschen Wirtschaft bleibt laut dem Bundesministerium für Wirtschaft
der private Konsum, der trotz einer Normalisierung bei den Verbraucherpreisen (+ 1,6
% gegenüber Juni 2016) insbesondere von der guten Lage am Arbeitsmarkt profitiert.
Laut der Bundesagentur für Arbeit waren im Juni 2017 rd. 2,5 Mio. Menschen arbeitslos.
Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,5 %. Die Zahl der Erwerbstätigen ist
gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Millionen auf 44,2 Millionen weiter gestiegen. Bericht zur Ertrags-, Vermögens- und FinanzlageDie Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der HAMBORNER REIT AG stellt sich im ersten
Halbjahr des Jahres 2017 erwartungsgemäß gut dar. ErtragslageIm ersten Halbjahr 2017 sind die Erlöse aus Mieten und Pachten gegenüber dem Vergleichszeitraum
des Vorjahres um 5.903 T€ oder 19,7 % auf 35.827 T€ (Vorjahr: 29.924 T€) gestiegen.
Zu dieser Erhöhung haben mit 6.239 T€ (20,9 %) insbesondere Mieterlöse aus Immobilienzugängen
des Jahres 2016 sowie des ersten Halbjahres 2017 beigetragen. Die Mieterlöse aus Objekten,
die sich sowohl in den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 als auch im Berichtshalbjahr
in unserem Bestand befanden (like for like), liegen mit + 9 T€ etwa auf dem Niveau
des Vorjahres. Durch Immobilienverkäufe haben sich die Erlöse um insgesamt 345 T€
(- 1,2 %) vermindert. Die Leerstandsquote befindet sich weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau und liegt
im Berichtshalbjahr unter Berücksichtigung vereinbarter Mietgarantien bei 1,5 % (Vorjahresvergleichszeitraum:
1,4 %). Ohne Mietgarantien beträgt die Leerstandsquote 1,7 % (Vorjahr: 1,7 %). Die Erlöse aus der Weiterbelastung von Nebenkosten an Mieter betragen 5.571 T€ und
liegen damit um 1.641 T€ (41,8 %) über dem entsprechenden Wert des Vorjahreszeitraums
(3.930 T€). Die laufenden Betriebsaufwendungen für die Bewirtschaftung unserer Immobilien
haben sich bis Ende Juni 2017 um 1.790 T€ (30,2 %) auf 7.715 T€ (Vergleichszeitraum:
5.925 T€) erhöht. Die Aufwendungen für die Instandhaltung unseres Grundstücks- und Gebäudebestands betragen
im ersten Halbjahr 1.790 T€ und liegen damit um 795 T€ über dem Vergleichswert der
Vorjahresperiode (995 T€). Die Ausgaben betreffen überwiegend laufende Kleininstandhaltungen
sowie kleinere geplante Instandhaltungsmaßnahmen. Der Anstieg der Instandhaltungsaufwendungen
gegenüber dem Vorjahr beruht neben dem größeren Immobilienportfolio insbesondere darauf,
dass im Vorjahr der überwiegende Teil der geplanten Maßnahmen erst im zweiten Halbjahr
durchgeführt wurde. Die aus den vorstehenden Posten abgeleiteten Nettomieteinnahmen sind mit 31.893 T€
um 4.959 T€ oder 18,4 % gegenüber dem Wert der Vorjahresperiode (26.934 T€) angestiegen. Die Verwaltungs- und Personalaufwendungen betragen zusammen 2.769 T€ und liegen um
174 T€ bzw. 6,7 % über dem Niveau des Vergleichszeitraums (2.595 T€). Dabei haben
sich der Verwaltungsaufwand gegenüber dem Vorjahr um 37 T€ (5,5 %) und der Personalaufwand
um 137 T€ bzw. 7,1 % erhöht. Die operative Kostenquote, d. h. Verwaltungs- und Personalaufwand
bezogen auf die Erlöse aus Mieten und Pachten, ist aufgrund des gegenüber den Mieterlösen
unterproportionalen Anstiegs der Verwaltungs- und Personalaufwendungen weiter gesunken
und beträgt 7,7 % (Vorjahr: 8,7 %). Die Abschreibungen sind im Berichtszeitraum insbesondere infolge der Bestandszugänge
um 2.943 T€ auf 13.862 T€ nach 10.919 T€ im Vorjahreszeitraum gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im ersten Halbjahr 2017 auf 862
T€ (Vorjahr: 467 €). Die Erträge enthalten mit 550 T€ eine Entschädigungszahlung eines
Mieters für die vorzeitige Beendigung eines Mietvertrags im Objekt Bremen, Linzer
Straße. Darüber hinaus betreffen die sonstigen betrieblichen Erträge mit 113 T€ Entschädigungen,
Erstattungen und Weiterbelastungen im Zusammenhang mit der Bewirtschaftung der Immobilien
sowie mit 37 T€ Auflösungen von Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im ersten Halbjahr 2017 578 T€ (Vorjahr:
569 T€). Der Posten enthält mit 130 T€ (Vorjahr: 109 T€) Mitgliedsbeiträge und Gebühren
sowie mit 107 T€ (Vorjahr: 156 T€) Kosten der Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus
entfallen 146 T€ (Vorjahr: 141 T€) auf Vorsteuerberichtigungen aufgrund des Abschlusses
von umsatzsteuerfreien Mietverträgen (§ 15a UStG), die an Mieter weiterbelastet bzw.
durch entsprechende Mietanpassungen kompensiert werden. Das Betriebsergebnis betrug im ersten Halbjahr 2017 15.546 T€ nach 13.318 T€ in der
Vergleichsperiode des Vorjahres. Aus der Veräußerung von Immobilien hat die Gesellschaft im ersten Halbjahr ein Ergebnis in Höhe von 2.604 T€ (Vorjahr: 2.464 T€) erzielt. Das Veräußerungsergebnis des Berichtshalbjahres betrifft den Verkauf einer Immobilie in Duisburg sowie rd. 98 Tsd. m2 unbebauten Grundbesitzes. Das Vorjahresergebnis betraf den Verkauf von drei kleineren Bestandsimmobilien. Das Finanzergebnis beträgt - 7.268 T€ gegenüber - 6.949 T€ im Vorjahresvergleichszeitraum.
Die mit - 7.322 T€ (Vorjahr: - 6.950 T€) enthaltenen Zinsaufwendungen haben sich gegenüber
dem Berichtszeitraum des Vorjahres insbesondere aufgrund des Abrufs weiterer Darlehensmittel
zur Finanzierung der Immobilienerwerbe betragsmäßig erhöht. Das erste Halbjahr konnte mit einem Periodenergebnis von 10.882 T€ nach 8.833 T€ in
der Vergleichsperiode des Vorjahres abgeschlossen werden. Der FFO (Funds from Operations),
d. h. das operative Ergebnis vor Abschreibungen und ohne Verkaufserlöse, ist um 28,1
% kräftig gestiegen und beträgt im Berichtszeitraum 22.140 T€ (Vorjahr: 17.288 T€).
Dies entspricht bei einer gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres um 17.715.032
erhöhten Aktienanzahl aus der Kapitalerhöhung im September 2016 einem dem Vorjahr
entsprechenden FFO je Aktie von 28 Cent. Vermögens- und FinanzlageBereits im ersten Quartal des Berichtsjahres erfolgten die Zugänge einer Büroimmobilie
in Köln (Kaufpreis: 48,9 Mio. €) dem "market Oberfranken" in Hallstadt/Bamberg (Kaufpreis
zzgl. noch durchzuführender Mieterausbauten: 43,7 Mio. €) sowie einem Kaufland-Markt
in Berlin (Kaufpreis: 16,2 Mio. €). Darüber hinaus haben wir am 15. Mai 2017 den Kaufvertrag für eine neu errichtete Büroimmobilie
in Ratingen abgeschlossen. Bei jährlichen Mieteinnahmen von 1,9 Mio. € beläuft sich
der Kaufpreis der vollvermieteten Immobilie auf 34,4 Mio. €. Der Besitzübergang erfolgte
am 11. Juli 2017. Des Weiteren stehen noch Besitzübergänge für die Immobilien in Hanau, Passau und Kiel
aus, für die bereits im Vorjahr die Kaufverträge unterschrieben wurden. Der Übergang
von Nutzen und Lasten wird nach Fertigstellung der Objekte sowie Vorliegen der übrigen
Fälligkeitsvoraussetzungen voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2017 erfolgen. Für die zum 31. Dezember 2016 unter den "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte"
ausgewiesene Immobilie in Duisburg, Kaßlerfelder Kreisel, erfolgte am 1. April 2017
der Besitzübergang auf den Erwerber. Bei einem Restbuchwert von 7,2 Mio. € und einem
Verkaufspreis von 9,5 Mio. € belief sich der Buchgewinn auf 2,3 Mio. €. Der fortgeschriebene Verkehrswert des bebauten Immobilienportfolios betrug vor dem
Hintergrund der zuvor dargestellten Veränderungen zum Quartalsstichtag 1.214,3 Mio.
€ (31. Dezember 2016: 1.115,0 Mio. €). Am 30. Juni 2017 verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von 29,1 Mio.
€ gegenüber 75,3 Mio. € zum 31. Dezember 2016. Dabei stehen den Mittelabflüssen für
Investitionen in das Immobilienportfolio (- 115,4 Mio. €), für die Dividendenzahlung
für das Geschäftsjahr 2016 (- 34,3 Mio. €) sowie für Zins- und Tilgungsleistungen
für Darlehen (- 14,9 Mio. €) im Wesentlichen Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit
(29,1 Mio. €) und aus dem Abruf von Darlehensmitteln zur Finanzierung von Immobilienerwerben
(79,5 Mio. €) gegenüber. Neben dem Liquiditätsbestand zum 30. Juni 2017 stehen der
Gesellschaft weitere Finanzierungszusagen in Höhe von 122,4 Mio. € zur Verfügung. Auf der Passivseite belief sich das Eigenkapital zum 30. Juni 2017 auf 539,8 Mio.
€ nach 561,3 Mio. € zum 31. Dezember 2016. Die bilanzielle Eigenkapitalquote betrug
zum Berichtsstichtag 51,1 % nach 55,8 % zum 31. Dezember 2016. Die REIT-Eigenkapitalquote
lag bei 61,1 % nach 67,8 % zum 31. Dezember 2016. Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten haben sich insbesondere durch
den Abruf von Darlehen im ersten Halbjahr 2017 im Saldo um 71,8 Mio. € erhöht und
betrugen zum Ende des ersten Halbjahres 486,3 Mio. € nach 414,5 Mio. € zum 31. Dezember
2016. Der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz der bestehenden sowie der abgeschlossenen,
aber noch nicht abgerufenen Darlehen beträgt 2,6 % und ist damit weiter gesunken. Der Marktwert der derivativen Finanzinstrumente liegt zum 30. Juni 2017 bei - 3,8
Mio. € und hat sich gegenüber dem Abschlussstichtag 31. Dezember 2016 (- 5,5 Mio.
€) weiter verbessert. Der Nettovermögenswert (NAV) der Gesellschaft betrug zum Ende des ersten Halbjahres
751,3 Mio. € (31. Dezember 2016: 768,5 Mio. €). Dies entspricht einem NAV je Aktie
von 9,42 €. Der Rückgang gegenüber dem 31. Dezember 2016 (9,64 €) ist auf die im Mai
erfolgte Ausschüttung der Dividende von 0,43 € je Aktie zurückzuführen. Der NAV bestimmt
sich aus den Verkehrswerten des Gesellschaftsvermögens - das ist im Wesentlichen der
Verkehrswert der Immobilien - abzüglich des Fremdkapitals. Risiko- und ChancenberichtAls Immobilienunternehmen ist die HAMBORNER REIT AG mit einem bundesweit gestreuten
Immobilienbestand vielfältigen Risiken und Chancen ausgesetzt, die sich auf die Ertrags-,
Vermögens- und Finanzlage auswirken können. Es haben sich aus heutiger Sicht keine
wesentlichen Änderungen der Einschätzung von Risiken und Chancen für die Geschäftsentwicklung
der Gesellschaft gegenüber dem 31. Dezember 2016 ergeben. Die im Lagebericht 2016
unter dem Kapitel "Risiko- und Chancenbericht" gemachten Angaben haben daher weiterhin
Gültigkeit. Den Unternehmensfortbestand gefährdende Risiken sind aus heutiger Sicht nicht zu erkennen. PrognoseberichtDie HAMBORNER REIT AG verfügte als Bestandshalter von Gewerbeimmobilien zum 30. Juni
2017 über ein Portfolio von 71 Objekten. Die Strategie der Gesellschaft ist auch zukünftig
auf wertschaffendes Wachstum in den Bereichen Einzelhandel, Geschäftshäuser in 1-A-Lagen
und Büro ausgerichtet. Wir halten an unseren zuletzt im Geschäftsbericht 2016 veröffentlichten grundsätzlichen
Einschätzungen zu den künftigen Geschäftsaussichten fest. Für das Gesamtjahr 2017
gehen wir nach Zugang des Objekts in Ratingen nunmehr allerdings von einer Steigerung
der Miet- und Pachterlöse in Höhe von 18 % bis 20 % bei einer Steigerung des operativen
Ergebnisses (FFO) auf eine Größenordnung von rd. 44 Mio. € bis 45 Mio. € aus. Dies
entspräche einem FFO je Aktie von ca. 0,55 € bis 0,56 €. VERKÜRZTER ZWISCHENABSCHLUSS DER HAMBORNER REIT AG ZUM 30. JUNI 2017VERKÜRZTE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
VERKÜRZTE GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
Das sonstige Ergebnis der Periode betrifft versicherungsmathematische Verluste aus
leistungsorientierten Plänen sowie den effektiven Teil der Marktwertänderungen von
Zinsswaps, die zur Steuerung der Risiken aus Zinsschwankungen eingesetzt werden (Absicherung
von Zahlungsströmen). VERKÜRZTE BILANZAKTIVAscroll
VERKÜRZTE BILANZPASSIVAscroll
VERKÜRZTE KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
VERKÜRZTE EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGscroll
ANHANG ZUM VERKÜRZTEN ZWISCHENABSCHLUSSInformationen zu HAMBORNERDie HAMBORNER REIT AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft (WKN 601300) mit
Sitz in Duisburg, Deutschland. Der vorliegende Zwischenbericht der HAMBORNER REIT
AG für das erste Halbjahr 2017 wird am 8. August 2017 veröffentlicht. Der Zwischenabschluss
ist in Euro (€) erstellt, wobei alle Beträge - sofern nicht anders dargestellt - in
Tausend Euro (T€) ausgewiesen werden. Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen
und prozentualen Angaben geringfügige Differenzen ergeben. Grundlagen der BerichterstattungDieser Zwischenbericht der HAMBORNER REIT AG zum 30. Juni 2017 wurde auf Grundlage
der International Financial Reporting Standards (IFRS), so wie sie in der Europäischen
Union anzuwenden sind und soweit sie für Zwischenabschlüsse gelten (IAS 34), sowie
den Anforderungen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 16 des DRSC (Deutsches
Rechnungslegungs Standards Committee e.V.) zur Zwischenberichterstattung erstellt
und berücksichtigt die Anforderungen des § 37w des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG).
Er enthält einen gegenüber dem in Übereinstimmung mit den IFRS aufgestellten Einzelabschluss
zum 31. Dezember 2016 verkürzten Berichtsumfang. Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2017 basiert auf den gleichen Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden sowie Berechnungsgrundsätzen wie der Einzelabschluss nach IFRS
zum 31. Dezember 2016. Die von der EU übernommenen und überarbeiteten und ab dem 1.
Januar 2017 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen wurden beachtet. Sie
hatten jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung des Zwischenabschlusses. Der vorliegende Zwischenbericht ist einer prüferischen Durchsicht unterzogen worden.
Entsprechend den Beschlüssen der Hauptversammlung vom 10. Mai 2017 erhielt die Deloitte
GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, den Prüfungsauftrag. Über das Ergebnis
der durchgeführten prüferischen Durchsicht hat die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
eine entsprechende Bescheinigung ausgestellt, die mit diesem Bericht veröffentlicht
wird. Der Zwischenbericht beinhaltet nach Überzeugung des Vorstands alle wesentlichen Informationen,
die zum Verständnis der Veränderungen der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der
HAMBORNER REIT AG seit dem letzten Bilanzstichtag am 31. Dezember 2016 erforderlich
sind. Wesentliche Veränderungen und Geschäftsvorfälle im ersten Halbjahr sind im Zwischenlagebericht
dieses Dokuments aufgeführt. Wesentliche Geschäftsvorfälle im ersten Halbjahr 2017Im ersten Halbjahr 2017 erfolgten die Besitzübergänge der Immobilien in Köln (2. Januar
2017), Hallstadt (23. März 2017) und Berlin (31. März 2017). Das Investitionsvolumen
ohne Erwerbsnebenkosten betrug zusammen 108,8 Mio. €. Für die zum 31. Dezember 2016 unter den "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte"
ausgewiesene Immobilie in Duisburg erfolgte am 1. April 2017 der Übergang von Nutzen
und Lasten auf den Erwerber. Sonstige ausgewählte erläuternde AngabenIm Zuge der Erstellung des vorliegenden Zwischenabschlusses wurden die zum 31. Dezember
2016 gutachterlich ermittelten Verkehrswerte unserer Immobilien von uns überprüft.
Wertbeeinflussende Umstände, die zu einer wesentlich anderen Bewertung zum 30. Juni
2017 geführt hätten, haben sich bei der Überprüfung nicht ergeben. Daher erscheint
uns aus heutiger Sicht die Beibehaltung der zum 31. Dezember 2016 veröffentlichten
Verkehrswerte in diesem Zwischenabschluss gerechtfertigt. Die Objektzugänge nach dem
31. Dezember 2016 in Köln, Hallstadt und Berlin wurden ebenfalls durch einen Gutachter
bewertet und im Rahmen der Berichterstattung entsprechend berücksichtigt. Aus beurkundeten Grundstückskaufverträgen für Immobilien in Hanau, Kiel, Passau und
Ratingen resultierte am 30. Juni 2017 die Verpflichtung zur Kaufpreiszahlung von insgesamt
107,5 Mio. €. Die Kaufpreise werden nach Erfüllung der Voraussetzungen fällig. Der Abzinsungssatz zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurde aufgrund gestiegener
Kapitalmarktzinsen zum 30. Juni 2017 auf 1,75 % (31. Dezember 2016: 1,53 %) erhöht.
Aus dieser Zinsanpassung resultierte ein Rückgang der Pensionsrückstellungen von 180
T€, der erfolgsneutral über die Neubewertungsrücklage erfasst wurde. Mit Ausnahme der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivate werden sämtliche
Vermögenswerte und Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Vermögenswerten und Schulden
stellen bis auf die Finanzverbindlichkeiten die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte
und Schulden in der Bilanz eine gute Näherung an den beizulegenden Zeitwert dar. Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten entsprechen den Barwerten
der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der aktuellen Zinsparameter
(Stufe 2 nach IFRS 13) zum jeweiligen Bilanzstichtag und betragen zum 30. Juni 2017
506.319 T€ (31. Dezember 2016: 441.464 T€). Die in der Bilanz ausgewiesenen derivativen Finanzinstrumente sind zum beizulegenden
Zeitwert bewertet. Es handelt sich ausschließlich um Zinssicherungsgeschäfte. Die
ermittelten beizulegenden Zeitwerte ergeben sich durch Abzinsung der erwarteten künftigen
Zahlungsströme über die Restlaufzeit der Verträge auf Basis beobachtbarer Marktzinsen
oder Zinsstrukturkurven (Stufe 2 nach IFRS 13). Zur Ablösung der grundpfandrechtlichen Besicherung eines in 2009 zur Finanzierung
der im Berichtsjahr veräußerten Immobilie in Duisburg, Kaßlerfelder Kreisel, aufgenommenen
Darlehens wurde ein Betrag in Höhe von 4.191 T€ auf ein an die finanzierende Bank
verpfändetes Bankkonto hinterlegt, das in dem Posten "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente"
ausgewiesen ist. Da die Gesellschaft keinen unmittelbaren Zugriff auf das verpfändete
Konto hat, ist der entsprechende Betrag gemäß IAS 7 kein Bestandteil des Finanzmittelfonds.
Aus diesem Grunde weichen der Bilanzposten "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente"
und der in der Kapitalflussrechnung dargestellte Finanzmittelfonds zum 30. Juni 2017
in Höhe von 4.191 T€ voneinander ab. Wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und PersonenBerichtspflichtige Vorgänge mit nahe stehenden Unternehmen und Personen hat es im
ersten Halbjahr 2017 nicht gegeben. Ereignisse nach dem BilanzstichtagAm 11. Juli 2017 erfolgte nach Zahlung des Kaufpreises in Höhe von 34,4 Mio. € der
Besitzübergang einer Büroimmobilie in Ratingen auf die Gesellschaft. Am 18. Juli 2017 wurde der Vertrag über den Verkauf einer Einzelhandelsimmobilie in
der Innenstadt von Minden abgeschlossen. Der Verkaufspreis beträgt 4,5 Mio. €. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Halbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
vermittelt und im Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses
und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben
sind. Duisburg, 31. Juli 2017 Der Vorstand scroll
BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHTAn die HAMBORNER REIT AG, Duisburg Wir haben den verkürzten Zwischenabschluss - bestehend aus verkürzter Gewinn- und
Verlustrechnung und verkürzter Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Bilanz, verkürzter
Kapitalflussrechnung, verkürzter Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten
erläuternden Anhangangaben - und den Zwischenlagebericht der HAMBORNER REIT AG, Duisburg,
für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2016, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts
nach § 37w Abs. 2 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung
des verkürzten Zwischenabschlusses nach den International Financial Reporting Standards
(IFRS) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Zwischenlageberichts
nach den für Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung
des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten
Zwischenabschluss und zu dem Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen
Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Zwischenabschlusses und des Zwischenlageberichts
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze
für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische
Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer
gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Zwischenabschluss in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie
sie in der EU anzuwenden sind, oder der Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen
nicht in Übereinstimmung mit den für Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften
des WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster
Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen
und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk
nicht erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Zwischenabschluss
der HAMBORNER REIT AG, Duisburg, in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder
dass der Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden
ist. Düsseldorf, den 3. August 2017 Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft scroll
ERGÄNZENDE INFORMATIONENAllgemeine Entwicklung am KapitalmarktDie deutschen Aktienmärkte haben sich im ersten Halbjahr 2017 positiv entwickelt.
Nachdem der DAX zu Jahresbeginn bei 11.598 Punkten notierte, konnte der Index im März
die 12.000 Punkte Marke überwinden und lag zum Ende des ersten Quartals bei 12.313
Punkten. Unterstützt durch positive Konjunktur- und Unternehmensdaten sowie abklingende
politische Unsicherheiten nach den Wahlen in den Niederlanden und Frankreich, konnte
der DAX seine Gewinnserie fortsetzen und erreichte Mitte Juni ein neues Allzeithoch
bei 12.952 Punkten. Trotz der anhaltenden positiven Stimmung leitete der DAX anschließend
eine Korrekturbewegung ein und sank bis zum Halbjahresende auf 12.325 Zähler. Die Aktie der HAMBORNER REIT AG![]() Der Kursverlauf der HAMBORNER Aktie war im abgelaufenen ersten Halbjahr volatil. Nachdem
die Aktie zu Jahresbeginn bei 9,04 € notierte, stieg der Kurs bis Anfang Mai auf seinen
Höchststand im ersten Halbjahr von 9,94 €. Nach Ausschüttung der Dividende für das
Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 0,43 € je Aktie am 15. Mai 2017 und der weiterhin steigenden
Unsicherheit in Bezug auf die künftige Zinspolitik der Europäischen Zentralbank, konnte
das Kursniveau nicht gehalten werden und die Aktie sank bis zum Halbjahresende auf
8,99 €. Dies entspricht einem Rückgang von 0,6 % gegenüber dem Jahresbeginn. Die Aktienumsätze entwickelten sich im ersten Halbjahr hingegen äußerst positiv. Mit
durchschnittlich rd. 203.000 gehandelten Aktien pro Tag lag das Handelsvolumen deutlich
über dem Durchschnittswert des Jahres 2016 (rd. 145.000 Aktien). Die Marktkapitalisierung
betrug zum 30. Juni 2017 rd. 717 Mio. €. scroll
Aktionärsstruktur zum 30. Juni 2017![]() Hauptversammlung 2017Am 10. Mai 2017 fand unsere ordentliche Hauptversammlung in Mülheim an der Ruhr statt.
Dort wurde die Ausschüttung einer Dividende von 0,43 € je Aktie für das Geschäftsjahr
2016 beschlossen. Auf Basis des Schlusskurses zum 31. Dezember 2016 beträgt die Dividendenrendite
rd. 4,8 %. Allgemeine InformationTransparenz und Information haben bei unserer Investor Relations Arbeit einen hohen
Stellenwert. Informationen zu den Beschlüssen der Hauptversammlung, allgemeine Präsentationsunterlagen
sowie alle Unternehmensmitteilungen sind daher jederzeit aktuell auf unserer Homepage
www.hamborner.de im Bereich Investor Relations abrufbar. Sie haben dort ebenfalls
die Möglichkeit, sich in unseren Newsletter einzutragen, um wesentliche Informationen
rund um unsere Gesellschaft direkt per Email zu erhalten. FINANZKALENDER 2017/2018scroll
Zukunftsgerichtete AussagenDer vorliegende Bericht enthält auf die Zukunft gerichtete Aussagen, z. B. zur gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung in Deutschland und zu unserer eigenen voraussichtlichen Gesamtentwicklung.
Diese Aussagen beruhen auf aktuellen Annahmen und Einschätzungen des Vorstands, die
sorgfältig auf Basis aller zum derzeitigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen
getroffen wurden. Sollten die den Aussagen und Prognosen zugrunde liegenden Annahmen
nicht eintreffen, können die tatsächlichen von den derzeit erwarteten Ergebnissen
abweichen. IMPRESSUMHerausgeber:Der Vorstand der HAMBORNER REIT AG, Duisburg Veröffentlichung:August 2017 HAMBORNER REIT AGGoethestraße 45 47166 Duisburg Tel.: +49 203 54405-0 Fax: +49 203 54405-49 info@hamborner.de www.hamborner.de |
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