![]() HAMBORNER REIT AGDuisburgHalbjahresfinanzbericht 2019Q2 2019HALBJAHRESFINANZBERICHT ZUM 30. JUNI 2019KENNZAHLEN AUF EINEN BLICKscroll
Die Rechnungslegung der HAMBORNER REIT AG erfolgt nach IFRS (International Financial
Reporting Standards), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Dieser Zwischenbericht ist am 1. August 2019 erschienen. VORWORT DES VORSTANDSSEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE, nach der positiven Geschäftsentwicklung im Jahr 2018 und dem anschließenden erfolgreichen
Start in das neue Geschäftsjahr blicken wir heute mit dem Halbjahresfinanzbericht
auf die erste Jahreshälfte 2019 zurück. Die operative Geschäftsentwicklung war im ersten Halbjahr erneut erfreulich. Die Miet-
und Pachterlöse betrugen 42,3 Mio. € und haben sich damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um 1,0 Mio. € bzw. 2,3 % erhöht. Die Funds from Operations (FFO) als wesentliche operative
Erfolgskennziffer sind um 1,9 % auf 26,6 Mio. € gestiegen. Unter Berücksichtigung
von Mietgarantien lag die Leerstandsquote im ersten Halbjahr 2019 mit 2,0 % auf weiterhin
niedrigem Niveau. Die Finanzsituation der Gesellschaft ist nach wie vor komfortabel.
Die REIT-Eigenkapitalquote beträgt 55,2 % und der Loan-to-value (LTV) liegt bei 43,5
%. Im April dieses Jahres haben wir erneut unser weitreichendes Akquisitionsnetzwerk genutzt und den Kaufvertrag für ein im Bau befindliches Büroobjekt in Neu-Isenburg unterzeichnet. Dabei handelt es sich um einen Bauabschnitt des Büroensembles "Der Dornhof", der derzeit an einem etablierten Bürostandort errichtet wird. Hauptmieter des 4.500 m2 großen Objekts wird ein namhafter und bonitätsstarker IT-Dienstleister, der sich für einen Zeitraum von zwölf Jahren an den Standort gebunden hat. Der Kaufpreis der Immobilie wird sich auf 16,1 Mio. € belaufen. Bei jährlichen Mieterträgen von rund 0,9 Mio. € beträgt die Bruttoanfangsrendite 5,4 %. Die Kaufpreiszahlung und der Besitzübergang werden nach Fertigstellung des Objekts, voraussichtlich Anfang 2020, stattfinden. Zu Beginn des zweiten Halbjahres konnten wir den Besitzübergang für eine weitere Immobilie
vermelden. Am 1. Juli 2019 ist das im Herbst letzten Jahres erworbene Büro- und Einzelhandelsobjekt
in Bamberg planmäßig in das HAMBORNER-Portfolio übergangen. Hauptmieter des rund 6.100
m2 großen Objekts ist der Lebensmitteleinzelhändler EDEKA. Die gewichtete Restlaufzeit
der Mietverträge liegt bei rund acht Jahren. Der Kaufpreis der Immobilie beläuft sich
auf 14,9 Mio. €. Bei jährlichen Mieterträgen von 0,8 Mio. € beträgt die Bruttoanfangsrendite
5,6 %. An dieser Stelle möchten wir all unseren Aktionären für das entgegengebrachte Vertrauen
danken und freuen uns auf ein erfolgreiches zweites Halbjahr 2019. Duisburg, im August 2019 scroll
ZWISCHENLAGEBERICHTGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDas Wachstum der deutschen Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal 2019 deutlich abgeschwächt.
Nachdem das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2019 noch einen Zuwachs von 0,4
% verzeichnen konnte, wird das Wachstum im zweiten Quartal voraussichtlich lediglich
0,1 % betragen. Insbesondere außenpolitische Risiken und Unsicherheiten im Zusammenhang
mit den schwelenden Handelskonflikten mit den USA trüben die konjunkturelle Lage ein.
Für das Gesamtjahr 2019 gehen Experten und führende Wirtschaftsforschungsinstitute
in aktuellen Prognosen zum Wirtschaftswachstum daher mehrheitlich nur noch von einer
Steigerung zwischen 0,5 % und 0,8 % aus. Wichtige Stütze der deutschen Wirtschaft bleibt der private Konsum, der von steigenden
Einkommen und einer anhaltend guten Lage am Arbeitsmarkt profitiert. Das Abschwächen
der Konjunktur hat auf dem Arbeitsmarkt bislang nur leichte Spuren hinterlassen. Zwar
ist die Zahl der Arbeitslosen laut Bundesagentur für Arbeit im Juni 2019 gegenüber
dem Vormonat auf 2,2 Millionen noch geringfügig gesunken - dies entspricht einer Arbeitslosenquote
von 4,9 % -, jedoch geht die Zahl der gemeldeten offenen Stellen auf hohem Niveau
zurück und das Beschäftigungswachstum verliert an Dynamik. Die Verbraucherpreise sind
gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,6 % gestiegen. Gegenüber dem Vormonat lag der Anstieg
im Juni 2019 bei 0,3 %. Für das Gesamtjahr rechnen Experten mit einem Anstieg von
rund 1,5 %. Bericht zur Ertrags-, Vermögens- und FinanzlageDie Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der HAMBORNER REIT AG entspricht für das erste
Halbjahr 2019 den Erwartungen. ErtragslageIm ersten Halbjahr 2019 sind die Erlöse aus Mieten und Pachten gegenüber dem Vergleichszeitraum
des Vorjahres um 969 T€ oder 2,3 % auf 42.303 T€ (Vorjahr: 41.334 T€) gestiegen. Zu
dieser Erhöhung haben mit 1.059 T€ (3,7 %) insbesondere Mieterlöse aus Immobilienzugängen
des Vorjahres beigetragen. Die Mieterlöse aus Objekten, die sich sowohl in den ersten
sechs Monaten des Jahres 2018 als auch im Berichtshalbjahr in unserem Bestand befanden
(like for like), haben sich gegenüber dem Vorjahr mit insgesamt 39.138 Mio. € kaum
verändert (- 0,1 %). Durch Immobilienverkäufe im Vorjahr haben sich die Erlöse um
508 T€ (- 1,2 %) vermindert. Die Leerstandsquote befindet sich weiterhin auf einem äußerst niedrigen Niveau. Sie
liegt im Berichtshalbjahr unter Berücksichtigung vereinbarter Mietgarantien bei 2,0
% (Vorjahresvergleichszeitraum: 1,0 %). Ohne Mietgarantien beträgt die Leerstandsquote
2,1 % (Vorjahr: 1,5 %). Die Erlöse aus der Weiterbelastung von Nebenkosten an Mieter betragen 6.623 T€ und
liegen damit um 208 T€ (3,2 %) über dem entsprechenden Wert des Vorjahreszeitraums
(6.415 T€). Die laufenden Betriebsaufwendungen für die Bewirtschaftung unserer Immobilien
haben sich bis Ende Juni 2019 um 134 T€ auf 9.076 T€ (Vorjahr: 9.210 T€) vermindert.
Der Rückgang der Betriebsaufwendungen hängt insbesondere mit der Erstanwendung des
neuen Standards IFRS 16 "Leasingbilanzierung" zum 1. Januar 2019 zusammen. Danach
sind anders als im Vorjahresvergleichszeitraum die Erbbauzinsen nicht mehr unter den
Betriebsaufwendungen auszuweisen, wodurch sich die Aufwendungen um 290 T€ verminderten. Die Aufwendungen für die Instandhaltung unseres Grundstücks- und Gebäudebestands betragen
im ersten Halbjahr 2.734 T€ und liegen damit um 445 T€ über dem Vergleichswert der
Vorjahresperiode (2.289 T€). Die Ausgaben betreffen laufende Kleininstandhaltungen
sowie diverse geplante Instandhaltungsmaßnahmen. Von Bedeutung sind darüber hinaus
Instandhaltungsaufwendungen im Zusammenhang mit Neuvermietungen bzw. Mietvertragsverlängerungen,
die im ersten Halbjahr 845 T€ (Vorjahr: 555 T€) betragen. Die aus den vorstehenden Posten abgeleiteten Nettomieteinnahmen sind mit 37.116 T€
um 866 T€ oder 2,4 % gegenüber dem Wert der Vorjahresperiode (36.250 T€) angestiegen. Die Verwaltungs- und Personalaufwendungen betragen zusammen 3.060 T€ und liegen um
244 T€ bzw. 8,7 % über dem Niveau des Vergleichszeitraums (2.816 T€). Während der
Verwaltungsaufwand gegenüber dem Vorjahr um 29 T€ (4,0 %) gesunken ist, hat sich der
Personalaufwand um 273 T€ (13,0 %) erhöht. Ursächlich für den Anstieg des Personalaufwands
sind unter anderem Bewertungseffekte der langfristigen Vorstandsvergütung (LTI) aufgrund
des gegenüber dem 31. Dezember 2018 gestiegenen Aktienkurses. Die operative Kostenquote,
d. h. Verwaltungs- und Personalaufwand bezogen auf die Erlöse aus Mieten und Pachten,
hat sich daher gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht und beträgt 7,2 % (Vorjahr: 6,8
%). Die Abschreibungen sind im Berichtszeitraum insbesondere infolge der Bestandszugänge
um 754 T€ auf 17.348 T€ nach 16.594 T€ im Vorjahreszeitraum gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im ersten Halbjahr des Berichtsjahres
auf 926 T€ (Vorjahr: 864 T€) und betreffen mit 220 T€ die Auszahlung einer anteiligen
Forderung aus der Insolvenz eines ehemaligen Mieters nach Abschluss des Insolvenzverfahrens.
Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 195 T€ Auflösungen
von Rückstellungen sowie mit 100 T€ eine Entschädigungszahlung im Zuge einer abgebrochenen
Ankaufsprüfung sowie Entschädigungen und Erstattungen im Zusammenhang mit der Vermietung
der Immobilien. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im ersten Halbjahr 2019 695 T€ nach
582 T€ im Vorjahr. Der Posten enthält unter anderem Aufwendungen für Investor Relations-
und Öffentlichkeitsarbeit von 217 T€ (Vorjahr: 176 T€) sowie mit 141 T€ (Vorjahr:
145 T€) Vorsteuerberichtigungen aufgrund des Abschlusses von umsatzsteuerfreien Mietverträgen
(§ 15a UStG), die an Mieter weiterbelastet bzw. durch entsprechende Mietanpassungen
kompensiert werden. Das Betriebsergebnis betrug im ersten Halbjahr 2019 16.939 T€ nach 17.104 T€ in der
Vergleichsperiode des Vorjahres. Veräußerungen von Immobilien erfolgten im ersten Halbjahr 2019 wie auch im entsprechenden
Zeitraum des Vorjahres nicht. Das Finanzergebnis beträgt - 7.691 T€ gegenüber - 7.592 T€ im Vorjahresvergleichszeitraum.
Die mit - 7.272 T€ (Vorjahr: - 7.402 T€) enthaltenen Zinsaufwendungen aus Darlehen
haben sich trotz des Abrufs weiterer Darlehensmittel insbesondere aufgrund von Refinanzierungen
von Darlehen zu günstigeren Zinssätzen im Saldo um 130 T€ vermindert. Dies zeigt den
positiven Effekt des derzeit niedrigen Zinsniveaus auf die Zinsaufwendungen und somit
auf den FFO (Funds from Operations). Die Gesellschaft wird hiervon auch in Zukunft
bei ihren Refinanzierungen profitieren. Das erste Halbjahr schloss mit einem Periodenergebnis von 9.248 T€ nach 9.512 T€ in
der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der FFO (Funds from Operations), d. h. das operative
Ergebnis vor Abschreibungen und ohne Verkaufserlöse, ist um 1,9 % gestiegen und beträgt
im Berichtszeitraum 26.596 T€ (Vorjahr: 26.106 T€). Dies entspricht einem FFO je Aktie
von 33 Cent (Vorjahr: 33 Cent). Vermögens- und FinanzlageZugänge oder Abgänge von Immobilien haben sich im ersten Halbjahr 2019 nicht ergeben.
Der Verkehrswert des bebauten Immobilienportfolios lag zum Quartalsstichtag gegenüber
dem 31. Dezember 2018 unverändert bei 1.517,3 Mio. €. Am 9. April 2019 wurde ein Kaufvertrag für eine Büroimmobilie in Neu-Isenburg abgeschlossen.
Bei jährlichen Mieteinnahmen von 0,9 Mio. € beläuft sich der Kaufpreis der noch im
Bau befindlichen Immobilie auf 16,1 Mio. €. Der Besitzübergang wird voraussichtlich
im ersten Quartal 2020 erfolgen. Am 30. Juni 2019 verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von 9,6 Mio.
€ gegenüber 7,8 Mio. € zum 31. Dezember 2018. Den vor allem aus der operativen Geschäftstätigkeit
(35,3 Mio. €; Vorjahr: 32,5 Mio. €) sowie aus dem Abruf von Darlehensmitteln (27,0
Mio. €) resultierenden Mittelzuflüssen stehen im Wesentlichen Mittelabflüsse für die
Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2018 (- 36,7 Mio. €) sowie Zins- und Tilgungszahlungen
(15,6 Mio. €) gegenüber. Zum Stichtag verfügte die Gesellschaft darüber hinaus über
Finanzierungszusagen in Höhe von 53,6 Mio. €. Das Eigenkapital belief sich zum 30. Juni 2019 auf 504,6 Mio. € nach 532,4 Mio. €
zum 31. Dezember 2018. Die bilanzielle Eigenkapitalquote lag zum Berichtsstichtag
bei 41,8 % nach 44,0 % zum 31. Dezember 2018. Die REIT-Eigenkapitalquote betrug 55,2
% nach 56,4 % zum 31. Dezember 2018. Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten haben sich gegenüber dem 31. Dezember
2018 aufgrund des Abrufs weiterer Darlehen im ersten Halbjahr 2019 im Saldo um 19,0
Mio. € erhöht und betrugen zum Ende des Halbjahres 668,8 Mio. € nach 649,8 Mio. €
zum 31. Dezember 2018. Der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz aller bestehenden
sowie der abgeschlossenen, aber noch nicht abgerufenen Darlehen beträgt 2,1 %. Der Marktwert der derivativen Finanzinstrumente lag zum 30. Juni 2019 bei - 1,5 Mio.
€ und hat sich gegenüber dem Abschlussstichtag 31. Dezember 2018 (- 1,6 Mio. €) weiter
verbessert. Der Nettovermögenswert (NAV) der Gesellschaft betrug zum Ende des ersten Halbjahres
847,7 Mio. € (31. Dezember 2018: 860,2 Mio. €). Dies entspricht einem NAV je Aktie
von 10,63 €. Der Rückgang gegenüber dem 31. Dezember 2018 (10,79 €) ist auf die im
Mai erfolgte Ausschüttung der Dividende von 0,46 € je Aktie zurückzuführen. Im Vergleich
zum entsprechenden Zeitpunkt des Vorjahres ist der NAV je Aktie um 6,3 % gestiegen
(30. Juni 2018: 10,00 €). Der NAV bestimmt sich aus den Verkehrswerten des Gesellschaftsvermögens
- das ist im Wesentlichen der Verkehrswert der Immobilien -abzüglich des Fremdkapitals. Risiko- und ChancenberichtAls Immobilienunternehmen ist die HAMBORNER REIT AG mit einem bundesweiten Immobilienbestand
vielfältigen Risiken und Chancen ausgesetzt, die sich auf die Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage auswirken können. Aus heutiger Sicht haben sich keine wesentlichen Änderungen
der Einschätzung von Risiken und Chancen für die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft
gegenüber dem 31. Dezember 2018 ergeben. Die im Lagebericht 2018 unter dem Kapitel
"Risiko- und Chancenbericht" gemachten Angaben haben daher unverändert Gültigkeit. Den Unternehmensfortbestand gefährdende Risiken sind aus heutiger Sicht nicht zu erkennen. PrognoseberichtWir halten an unseren zuletzt im Geschäftsbericht 2018 veröffentlichten Einschätzungen
zu den künftigen Geschäftsaussichten fest. Dementsprechend gehen wir weiterhin von
einer guten Geschäftsentwicklung mit einem operativen Ergebnis (FFO) in einer Größenordnung
des hohen Vorjahresergebnisses aus. Die Mieterlöse als zentrale Größe werden schätzungsweise
um 1 % bis 2 % steigen. VERKÜRZTER ZWISCHENABSCHLUSS DER HAMBORNER REIT AG ZUM 30. JUNI 2019VERKÜRZTE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
VERKÜRZTE GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
Das sonstige Ergebnis der Periode betrifft versicherungsmathematische Ergebnisse aus
leistungsorientierten Plänen sowie den effektiven Teil der Marktwertänderungen von
Zinsswaps, die zur Steuerung der Risiken aus Zinsschwankungen eingesetzt werden (Absicherung
von Zahlungsströmen). VERKÜRZTE BILANZAKTIVAscroll
PASSIVAscroll
VERKÜRZTE KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
VERKÜRZTE EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGscroll
ANHANG ZUM VERKÜRZTEN ZWISCHENABSCHLUSSInformationen zu HAMBORNERDie HAMBORNER REIT AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft (WKN 601300) mit
Sitz in Duisburg, Deutschland. Der vorliegende Zwischenbericht der HAMBORNER REIT
AG für das erste Halbjahr 2019 wird am 1. August 2019 veröffentlicht. Der Zwischenabschluss
ist in Euro (€) erstellt, wobei alle Beträge - sofern nicht anders dargestellt - in
Tausend Euro (T€) ausgewiesen werden. Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen
und prozentualen Angaben geringfügige Differenzen ergeben. Grundlagen der BerichterstattungDieser Zwischenbericht der HAMBORNER REIT AG zum 30. Juni 2019 wurde auf Grundlage
der International Financial Reporting Standards (IFRS), so wie sie in der Europäischen
Union anzuwenden sind und soweit sie für Zwischenabschlüsse gelten (IAS 34), sowie
den Anforderungen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 16 des DRSC (Deutsches
Rechnungslegungs Standards Committee e.V.) zur Zwischenberichterstattung erstellt
und berücksichtigt die Anforderungen des § 37w des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG).
Er enthält einen gegenüber dem in Übereinstimmung mit den IFRS aufgestellten Einzelabschluss
zum 31. Dezember 2018 verkürzten Berichtsumfang. Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2019 basiert mit Ausnahme der nachfolgend dargestellten
Änderungen aufgrund des erstmalig anzuwendenden IFRS 16 "Leasingverhältnisse" auf
den gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Berechnungsgrundsätzen wie
der Einzelabschluss nach IFRS zum 31. Dezember 2018. Die von der EU übernommenen und
überarbeiteten und ab dem 1. Januar 2019 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen
wurden beachtet. Die sich hieraus ergebenden Änderungen auf den Zwischenabschluss
zum 30. Juni 2019 stellen sich wie folgt dar: IFRS 16 "Leasingverhältnisse"Der IFRS 16 war zum 1. Januar 2019 erstmalig anzuwenden. Der Standard ersetzt den
zuvor gültigen IAS 17 und regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen. Für HAMBORNER ergeben sich aus der Einführung des IFRS 16 in Bezug auf die vermieteten
Immobilien als Leasinggeber bilanziell keine Auswirkungen. Für drei Erbbaurechte sowie in geringem Umfang für Gegenstände aus dem Bereich der
Betriebs- und Geschäftsausstattung ist HAMBORNER Leasingnehmer im Sinne des IFRS 16.
Nach den bis zum 31. Dezember 2018 geltenden Vorschriften des IAS 17 waren operative
Leasingvereinbarungen beim Leasingnehmer außerbilanziell durch Erfassung der zu leistenden
Leasingraten in der Gewinn- und Verlustrechnung abzubilden. Nunmehr ist für die abgezinsten
zukünftigen finanziellen Verpflichtungen aus den Leasingverhältnissen eine Leasingverbindlichkeit
zu passivieren. Diese vermindert sich im Zeitablauf unter Berücksichtigung der gezahlten
Leasingraten. Gleichzeitig ist mit Passivierung der Verbindlichkeit für den jeweiligen
Leasinggegenstand ein Nutzungsrecht zu aktivieren. Der Ausweis der Nutzungsrechte
erfolgt jeweils innerhalb des Bilanzpostens, in dem der zugrundeliegende Vermögenswert
auszuweisen wäre. Die Nutzungsrechte werden planmäßig über die Dauer des Leasingvertrags
abgeschrieben. Zum 1. Januar 2019 erhöhten sich aufgrund der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 die
als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien um 9,1 Mio. € und die Sachanlagen um 0,1
Mio. €. Gleichzeitig erhöhte sich der Posten "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten" um 9,2 Mio. €. Infolge der Aktivierung der Nutzungsrechte und Passivierung der Leasingverbindlichkeit
werden in der Gewinn- und Verlustrechnung die laufenden Erbbauzinsen nicht mehr erfolgswirksam
als Betriebsaufwendungen ausgewiesen. Hingegen erhöhen sich die Abschreibungen durch
die Abbildung des Werteverzehrs der Nutzungsrechte sowie die Zinsaufwendungen aufgrund
des Zinseffekts aus der Leasingverbindlichkeit. Darüber hinaus hatten neu anzuwendende Rechnungslegungsnormen keine wesentlichen Auswirkungen
auf die Darstellung des Zwischenabschlusses. Dieser Zwischenbericht wurde weder von einem Wirtschaftsprüfer entsprechend § 317
HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Der Zwischenbericht beinhaltet nach Überzeugung des Vorstands alle wesentlichen Informationen,
die zum Verständnis der Veränderungen der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der
HAMBORNER REIT AG seit dem letzten Bilanzstichtag am 31. Dezember 2018 erforderlich
sind. Wesentliche Geschäftsvorfälle im ersten Halbjahr 2019Geschäftsvorfälle mit wesentlicher Bedeutung für die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage
haben sich im ersten Halbjahr 2019 nicht ergeben. Sonstige ausgewählte erläuternde AngabenIm Zuge der Erstellung des vorliegenden Zwischenabschlusses wurden die zum 31. Dezember
2018 gutachterlich ermittelten Verkehrswerte unserer Immobilien von uns überprüft.
Wertbeeinflussende Umstände, die zu einer wesentlich anderen Bewertung geführt hätten,
haben sich bei der Überprüfung nicht ergeben. Für diese Immobilien erscheint uns daher
aus heutiger Sicht die Beibehaltung der zum 31. Dezember 2018 gutachterlich festgestellten
Werte in diesem Zwischenabschluss gerechtfertigt. Aus beurkundeten Grundstückskaufverträgen für Immobilien in Bamberg, Aachen, Bonn
und Neu-Isenburg resultierte am 30. Juni 2019 die Verpflichtung zu Kaufpreiszahlungen
von insgesamt 82,2 Mio. €. Die Kaufpreise werden nach Erfüllung der Voraussetzungen
fällig. Der Abzinsungssatz zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurde aufgrund gesunkener
Kapitalmarktzinsen zum 30. Juni 2019 auf 1,09 % (31. Dezember 2018: 1,83 %) gesenkt.
Aus dieser Zinsanpassung resultiert ein Anstieg der Pensionsrückstellungen von 545
T€, der erfolgsneutral über die Gewinnrücklage erfasst wurde. Mit Ausnahme der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivate werden sämtliche
Vermögenswerte und Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerten
und Schulden stellen bis auf die Finanzverbindlichkeiten die Buchwerte Vermögenswerte
und Schulden in der Bilanz eine gute Näherung an den beizulegenden Zeitwert dar. Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten entsprechen den Barwerten
der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der aktuellen Zinsparameter
(Stufe 2 nach IFRS 13) zum jeweiligen Bilanzstichtag und betragen zum 30. Juni 2019
705.684 T€ (31. Dezember 2018: 672.516 T€). Die in der Bilanz ausgewiesenen derivativen Finanzinstrumente sind zum beizulegenden
Zeitwert bewertet. Es handelt sich ausschließlich um Zinssicherungsgeschäfte. Die
ermittelten beizulegenden Zeitwerte ergeben sich durch Abzinsung der erwarteten künftigen
Zahlungsströme über die Restlaufzeit der Verträge auf Basis beobachtbarer Marktzinsen
oder Zinsstrukturkurven (Stufe 2 nach IFRS 13). Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und PersonenBerichtspflichtige Vorgänge mit nahestehenden Unternehmen und Personen hat es im ersten
Halbjahr 2019 nicht gegeben. Ereignisse nach dem BilanzstichtagAm 1. Juli 2019 erfolgte der Besitzübergang einer Büro- und Einzelhandelsimmobilie
in Bamberg. Der notarielle Kaufvertrag war bereits im Oktober 2018 abgeschlossen worden.
Bei jährlichen Mieteinnahmen von rd. 0,8 Mio. € beläuft sich der Kaufpreis auf 14,9
Mio. €. Dies entspricht einer Bruttoanfangsrendite von 5,6 %. Am 19. Juli 2019 wurde ein Vertrag über den Verkauf eines Geschäftshauses in Leverkusen
abgeschlossen. Der Verkaufspreis liegt bei 1,6 Mio. €. Der Ergebnisbeitrag aus diesem
Verkauf wird sich auf 0,1 Mio. € belaufen. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß der anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätze
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Halbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
vermittelt und im Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses
und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben
sind. Duisburg, 1. August 2019 Der Vorstand scroll
ERGÄNZENDE INFORMATIONENAllgemeine Entwicklung am KapitalmarktDie zum Ende des vergangenen Jahres einsetzende globale Konjunkturabschwächung setzte
sich im ersten Halbjahr 2019 fort. Wirtschaftspolitische Risiken, wie die anhaltende
Ungewissheit um den Brexit sowie die fortdauernden Handelskonflikte und die damit
einhergehenden protektionistischen Maßnahmen der USA und China, sorgten weiterhin
für Unsicherheit und dämpften das globale Wirtschaftswachstum. Die nationalen und
internationalen Aktienmärkte zeigten sich davon jedoch weitgehend unbeeindruckt. Nachdem
der DAX das Jahr 2018 bei 10.559 Punkten beendete, konnte im ersten Quartal ein Zuwachs
von 9,2% verzeichnet werden. Zu Beginn des zweiten Quartals übertraf der Leitindex
erstmals im laufenden Jahr die Marke von 12.000 Punkten und notierte zum Ende des
ersten Halbjahres bei 12.399 Punkten. Dies entspricht einem Zuwachs von 17,4 % im
Vergleich zum Jahresende 2018. Die Aktie der HAMBORNER REIT AGEntwicklung der HAMBORNER Aktie![]() Analog zur Entwicklung des Gesamtmarktes war die Kursentwicklung der HAMBORNER-Aktie
im ersten Halbjahr 2019 positiv. Zum 30. Juni 2019 lag der Kurs mit 9,01 € 7,1 % über
dem Niveau des Jahresschlusskurses 2018. Die Marktkapitalisierung betrug zum Halbjahresende
rd. 718 Mio. €. Die Entwicklung der Handelsvolumina war in den ersten sechs Monaten dieses Jahres
ebenfalls positiv. Mit durchschnittlich rd. 129.000 gehandelten Aktien pro Handelstag
lagen die Aktienumsätze über dem Durchschnittsniveau des Jahres 2019 (rd. 121.000
Aktien pro Handelstag). scroll
AktionärsstrukturAktionärsstruktur zum 30. Juni 2019[in %]![]() Hauptversammlung 2019Am 7. Mai 2019 fand die alljährliche ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft
in Mülheim an der Ruhr statt. Dort wurde die Ausschüttung einer Dividende von 0,46
€ je Aktie für das Geschäftsjahr 2018 beschlossen. Auf Basis des Schlusskurses zum
31. Dezember 2018 betrug die Dividendenrendite somit 5,5 %. Mit Ablauf der Hauptversammlung ist das bisherige Aufsichtsratsmitglied Herr Dr. Helmut
Linssen auf eigenen Wunsch aus dem Aufsichtsrat der HAMBORNER REIT AG ausgeschieden.
Den vakant gewordene Sitz übernahm Herr Ulrich Graebner, der von der Hauptversammlung
als neues Mitglied in den Aufsichtsrat gewählt wurde. Auf der im Anschluss an die
Hauptversammlung stattgefundenen Aufsichtsratssitzung wurde Herr Graebner zudem in
den Präsidialausschuss sowie in den Nominierungsausschuss des Gremiums gewählt. Allgemeine InformationTransparenz und Information haben bei unserer Investor Relations Arbeit einen hohen
Stellenwert. Informationen zu den Beschlüssen der Hauptversammlung, allgemeine Präsentationsunterlagen
sowie alle Unternehmensmitteilungen sind daher jederzeit aktuell auf unserer Homepage
www.hamborner.de im Bereich Investor Relations abrufbar. Sie haben dort ebenfalls
die Möglichkeit, sich für unseren Newsletter zu registrieren, um wesentliche Informationen
rund um unsere Gesellschaft direkt per Email zu erhalten. FINANZKALENDER 2019/2020scroll
Zukunftsgerichtete AussagenDer vorliegende Bericht enthält auf die Zukunft gerichtete Aussagen, z. B. zur gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung in Deutschland und zu unserer eigenen voraussichtlichen Gesamtentwicklung.
Diese Aussagen beruhen auf aktuellen Annahmen und Einschätzungen des Vorstands, die
sorgfältig auf Basis aller zum derzeitigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen
getroffen wurden. Sollten die den Aussagen und Prognosen zugrunde liegenden Annahmen
nicht eintreffen, können die tatsächlichen von den derzeit erwarteten Ergebnissen
abweichen. IMPRESSUMHerausgeber:Der Vorstand der HAMBORNER REIT AG, Duisburg Veröffentlichung:August 2019 HAMBORNER REIT AGGoethestraße 45 47166 Duisburg Tel.: +49 203 54405-0 Fax: +49 203 54405-49 info@hamborner.de www.hamborner.de |
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