HAMBORNER REIT AGDuisburgHalbjahresfinanzbericht 2021HalbjahresfinanzberichtZweites Quartal 2021Kennzahlen42,9 Mio. €
28,4 Mio. €
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Vorwort des VorstandsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,Das erste Halbjahr auf einen Blick:
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Im Rahmen der im vergangenen Jahr angekündigten
Portfoliooptimierung sind im ersten Halbjahr 2021 insgesamt
zwölf nicht mehr strategiekonforme Immobilien in den
Besitz der jeweiligen Käufer übergegangen. Im
Zuge dessen wurde der Portfolioanteil an
innerstädtischen Einzelhandelsobjekten deutlich
reduziert.
Im Interesse einer zeitnahen Reinvestition der
Verkaufserlöse sowie einer kontinuierlichen
Erweiterung unseres Portfolios haben wir unsere
Ankaufsaktivitäten weiter vorangetrieben und
Kaufverträge für drei attraktive
Büroimmobilien in Mainz, Münster und Stuttgart
unterzeichnet.
Bei dem Ankauf in Münster handelt es sich um eine
Büroprojektentwicklung, welche derzeit an einem
dynamisch wachsenden Bürostandort errichtet wird und
voraussichtlich zum Jahresende in unser Kernportfolio
übergehen wird.
Neben dem Ausbau unseres Kernbestands haben wir mit der
Akquisition der Büroobjekte in Mainz und Stuttgart
zwei Immobilien mit substanziellem Wertsteigerungspotenzial
erworben, welches auf Basis umfassender
Nachvermietungskonzepte im Rahmen des
'Manage-to-Core'-Ansatzes gehoben werden soll.
Auch im Bereich der Vermietungsaktivitäten blicken
wir auf ein sehr erfolgreiches erstes Halbjahr zurück.
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen an den
Vermietungsmärkten und des teilweise deutlichen
Rückgangs der Flächenumsätze ist es uns
gelungen, seit Jahresbeginn zahlreiche wichtige
Vermietungserfolge zu erzielen. Dabei konnten wir u. a. den
Mietvertrag mit einem unserer größten
Büromieter im Kölner Objekt 'O3' frühzeitig
bis zum Jahr 2036 verlängern.
Darüber hinaus haben wir langfristige
Anschlussmietverträge für aktuell durch den
Lebensmitteleinzelhändler Real genutzte Flächen
an den Fachmarktstandorten Mannheim, Celle und Gießen
abgeschlossen. Der Abschluss der Mietverträge sowie
die damit verbundenen mieter- und vermieterseitigen
Investitionen werden zu einer weiteren Steigerung der
Objektqualität beitragen.
Im Namen des gesamten HAMBORNER-Teams möchten wir
uns an dieser Stelle für Ihr entgegengebrachtes
Vertrauen sowie für die gute Zusammenarbeit mit
unseren Mietern und Geschäftspartnern bedanken und
wünschen Ihnen und uns ein weiterhin gesundes und
erfolgreiches Jahr 2021.
Duisburg, 28. Juli 2021
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ZwischenlageberichtGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDie deutsche Wirtschaft befindet sich gegen Ende des
ersten Halbjahres 2021 in der Erholungsphase, nachdem die
COVID-19-Pandemie im ersten Quartal zu einem Rückgang
des Bruttoinlandsprodukts um 1,8 % geführt hat. Durch
die dritte Pandemiewelle und den behördlich
angeordneten Lockdown von November 2020 bis Mai 2021 wurde
die Leistung in weiten Teilen des stationären
Einzelhandels und in einigen Dienstleistungsbranchen
drastisch eingeschränkt. Mit dem Impfgeschehen und den
sinkenden Infektionszahlen sowie den damit verbundenen
schrittweisen Lockerungen ab Mai 2021 nahm die
wirtschaftliche Aktivität wieder deutlich zu und wird
erwartungsgemäß im weiteren Jahresverlauf
steigen. Gemäß aktueller Prognose des ifo
Instituts wird ein Anstieg des Bruttoinlandprodukts im Jahr
2021 um voraussichtlich 3,3 % und 2022 um 4,3 % erwartet.
Der Arbeitsmarkt ist wegen der COVID-19-Pandemie
ebenfalls unter Druck geraten, wobei dieser durch
arbeitsmarktpolitische Instrumente, wie die Kurzarbeit,
weitestgehend stabil gehalten werden konnte. Aufgrund der
aktuellen positiven wirtschaftlichen Entwicklung reduzieren
die Unternehmen weiter die Kurzarbeit und suchen wieder
vermehrt nach Personal. Gegenüber dem
Vorjahreszeitpunkt ist die Arbeitslosenzahl um 239 Tsd.
gesunken und liegt nunmehr bei 5,7 % (Juni 2020: 6,2 %).
Die Verbraucherpreise sind im Juni 2021 gegenüber
dem Vorjahresmonat um 2,3 % gestiegen. Dies ist vor allem
durch den Anstieg der Energiepreise zu Beginn dieses Jahres
begründet. Für das zweite Halbjahr 2021 wird ein
weiterer Anstieg der Inflationsrate auf bis zu 3,0 %
erwartet, unter anderem aufgrund der in dem Zeitraum vom 1.
Juli bis 31. Dezember 2020 gesenkten
Mehrwertsteuersätzen. Für das Jahr 2022
prognostiziert die Bundesbank eine Inflationsrate von 1,8
%.
Bericht zur Ertrags-, Vermögens- und FinanzlageERTRAGSLAGEIm ersten Halbjahr 2021 hat HAMBORNER aus der
Bewirtschaftung der Immobilien Erlöse aus Mieten und
Pachten in Höhe von 42.928 T€ (Vorjahr: 43.868
T€) erzielt. Die Veränderung ergibt sich durch
Mietsteigerungen aus Objektzugängen (1.879 T€),
aus Mietrückgängen infolge von
Objektverkäufen (2.141 T€) sowie der
Risikovorsorge für Mietminderungen aufgrund von
COVID-19 (451 T€). Die Mieterlöse aus Objekten,
die sich sowohl in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020
als auch im Berichtshalbjahr im Bestand befanden ("like for
like"), liegen mit 227 T€ (-0,6%) geringfügig
unter dem Vorjahresniveau.
Die Leerstandsquote befindet sich weiterhin auf einem
äußerst niedrigen Niveau. Sie liegt im
Berichtshalbjahr unter Berücksichtigung vereinbarter
Mietgarantien bei 1,8 % (Vorjahresvergleichszeitraum: 1,8
%). Ohne Mietgarantien beträgt die Leerstandsquote 2,2
% (Vorjahr: 2,8 %).
Die Erlöse aus der Weiterbelastung von Nebenkosten
an Mieter betragen 7.183 T€ und liegen damit um 198
T€ (2,8 %) über dem entsprechenden Wert des
Vorjahreszeitraums (6.985 T€). Die laufenden
Betriebsaufwendungen für die Bewirtschaftung der
Immobilien haben sich bis Ende Juni 2021 um 248 T€ auf
9.867 T€ (Vorjahr: 9.619 T€) erhöht.
Die Aufwendungen für die Instandhaltung des
Grundstücks- und Gebäudebestands betragen im
ersten Halbjahr 2.208 T€ und liegen damit um 396
T€ unter dem Vergleichswert der Vorjahresperiode
(2.604 T€). Die Ausgaben betreffen laufende
Kleininstandhaltungen sowie diverse geplante
Instandhaltungsmaßnahmen.
Die aus den vorstehenden Posten abgeleiteten
Nettomieteinnahmen betragen 38.036 T€ (Vorjahr: 38.630
T€).
Die Verwaltungs- und Personalaufwendungen betragen
zusammen 3.583 T€ und liegen um 376 T€ bzw. 11,7
% über dem Niveau des Vergleichszeitraums (3.207
T€). Dies resultiert im Wesentlichen aus Aufwendungen
für die diesjährige Hauptversammlung (92
T€), die im Vorjahr aufgrund der COVID-19-Situation
auf das dritte Quartal verschoben wurde. Weiterhin sind die
Aufwendungen für Bankgebühren hauptsächlich
aufgrund erhöhter Verwahrentgelte durch die
Hinterlegung von Bargeld zur Ablösung
grundpfandrechtlicher Besicherung um 136 T€ auf 182
T€ gestiegen. Die operative Kostenquote, d. h.
Verwaltungs- und Personalaufwand bezogen auf die
Erlöse aus Mieten und Pachten, hat sich auf 8,3 %
erhöht (Vorjahr: 7,3 %).
Die Abschreibungen sind in der Berichtsperiode um 17.688
T€ auf 17.912 T€ gesunken (Vorjahr: 35.600
T€ ). Die Veränderung resultiert insbesondere aus
den vorjährigen außerplanmäßigen
Abschreibungen von Immobilien auf Basis der Bewertung zum
30. Juni 2020 in Höhe von 17.134 T€.
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich
im ersten Halbjahr des Berichtsjahres auf 4.934 T€
(Vorjahr: 1.032 T€). Die Erträge betreffen im
Wesentlichen eine mit Real vertraglich vereinbarte Zahlung
an HAMBORNER gemäß Mietaufhebungsvereinbarung
für den Standort in Mannheim in Höhe von 2,2 Mio.
€ zur Abgeltung aller wechselseitigen Ansprüche.
Darüber hinaus führte die Neubewertung des
Objekts in Gießen, aufgrund eines neu abgeschlossenen
langfristigen Anschlussmietvertrages mit einem
marktführenden Anbieter aus dem Lebensmittelbereich,
zu einer Wertaufholungszuschreibung in Höhe von 2,1
Mio. €.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im
ersten Halbjahr 2021 1.785 T€ nach 1.652 T€ im
Vorjahr. Der Posten enthält unter anderem
Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen in Höhe von 1.184 T€ (Vorjahr: 1.001
T€), Aufwendungen für Investor Relations- und
Öffentlichkeitsarbeit von 308 T€ (Vorjahr: 160
T€) sowie für Rechts- und Beratungskosten von 184
T€ (Vorjahr: 327 T€). Die Wertberichtigungen auf
Forderungen betreffen mit 1.101 T€ (Vorjahr: 968
T€) Mietnachlässe, die den Mietern für das
erste Halbjahr des Geschäftsjahres infolge der
COVID-19-Pandemie gewährt wurden bzw. die den
derzeitigen Verhandlungsstand mit den Mietern widerspiegeln
sowie darüber hinausgehende erwartete
Forderungsausfälle im Zuge der COVID-19-Pandemie.
Das Betriebsergebnis beträgt im ersten Halbjahr
2021 19.690 T€ nach -797 T€ in der
Vergleichsperiode des Vorjahres.
Aus der Veräußerung von Immobilien hat die
Gesellschaft ein Ergebnis von 32.533 T€ (Vorjahr: 76
T€) erzielt. Das Ergebnis betrifft neben dem Verkauf
der Immobilien im ersten Quartal in Kaiserslautern,
Koblenz, Krefeld, Lüdenscheid, Rheine und Wiesbaden,
im zweiten Quartal die innerstädtischen
Einzelhandelsimmobilien in Oberhausen, Frankfurt, Hamburg /
Fuhlsbüttler Str., Fürth und zwei Objekte in Bad
Homburg.
Das Finanzergebnis beträgt im ersten Halbjahr 2021
-7.139 T€ gegenüber -7.802 T€ im
Vorjahresvergleichszeitraum und betrifft
ausschließlich Zinsaufwendungen. Die hierauf
entfallenden Zinsaufwendungen aus Darlehensmitteln in
Höhe von -6.766 T€ sind gegenüber dem
Vorjahr (-7.428 T€) betragsmäßig um 662
T€ gesunken. Dabei haben planmäßige
Tilgungen sowie Refinanzierungen von Darlehen nach Ablauf
der Festzinsvereinbarungen zu günstigeren
Zinssätzen zu einem betragsmäßigen
Rückgang in Höhe von 781 T€ geführt.
Dies zeigt den positiven Effekt aus den Refinanzierungen zu
günstigeren Zinskonditionen auf den FFO (Funds from
Operations). Zinsaufwendungen aus neu abgeschlossenen
Darlehen führten dagegen zu einer Erhöhung der
Zinsaufwendungen in Höhe von 119 T€.
Das erste Halbjahr schloss mit einem Periodenergebnis
von 45.084 T€ nach -8.523 T€ in der
Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Anstieg ist dabei
insbesondere auf die im Vorjahr durchgeführten
außerplanmäßigen Abschreibungen sowie auf
das im Berichtszeitraum gestiegene Ergebnis aus der
Veräußerung von Immobilien
zurückzuführen. Der FFO (Funds from Operations),
d. h. das operative Ergebnis vor Abschreibungen und ohne
Verkaufserlöse, ist um 5,1 % gestiegen und
beträgt im Berichtszeitraum 28.373 T€ (Vorjahr:
27.001 T€). Dies entspricht einem FFO je Aktie von 35
Cent (Vorjahr: 34 Cent).
VERMÖGENS- UND FINANZLAGEAm 29. März 2021 erfolgte der Besitzübergang
der Büroimmobilie in Mainz. Der Kaufpreis belief sich
auf 18,6 Mio. € bei annualisierten Mieteinnahmen von
1,3 Mio. €.
Im ersten Halbjahr 2021 erfolgten die
Besitzübergänge aus den Verkäufen von
zwölf innerstädtischen Einzelhandelsimmobilien.
Bei einem Kaufpreisvolumen in Höhe von insgesamt 106,3
Mio. € betragen die annualisierten Mieterträge
rund 6,5 Mio. €.
Zum 30. Juni 2021 befanden sich die Immobilien in
Villingen-Schwenningen und Langenfeld in dem Posten "Zur
Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte". Für diese Objekte wurden die
jeweiligen Kaufverträge abgeschlossen, der
Besitzübergang an die Erwerber erfolgte bis zum 30.
Juni 2021 noch nicht. Bei einem Kaufpreisvolumen in
Höhe von insgesamt 17,9 Mio. € belaufen sich die
annualisierten Mieterträge auf rund 1,3 Mio. € .
Der fortgeschriebene Verkehrswert des bebauten
Immobilienportfolios lag zum 30. Juni 2021 bei 1.549,4 Mio.
€ (31. Dezember 2020: 1.624,8 Mio. €). Hierbei
wurden die gutachterlich ermittelten Verkehrswerte zum 31.
Dezember 2020 im Wesentlichen beibehalten. Für
fünf Objekte wurden die Verkehrswerte aufgrund neu
abgeschlossener Mietverträge, einer
durchgeführten Baumaßnahme, die im Rahmen der
Immobilienbewertung zum 31. Dezember 2020 vom Verkehrswert
abgezogen wurde, sowie aufgrund eines
Kaufvertragsabschlusses, bei dem der Kaufpreis über
dem zuletzt ermittelten Verkehrswert lag, um insgesamt 6,6
Mio. € erhöht.
Die lang- und kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige Vermögenswerte sind um
10,1 Mio. € gestiegen und betragen 13,2 Mio. €
(31. Dezember 2020: 3,1 Mio. €). Dies resultiert im
Wesentlichen aus aktivierten Baukostenzuschüssen in
Höhe von 7,8 Mio. € aufgrund neu abgeschlossener
Mietverträge im Zusammenhang mit der
Anschlussvermietung der Real-Standorte in Celle,
Gießen und Mannheim. Die vereinbarten Beträge
werden zukünftig als Reduzierung der Mieten linear
über die Laufzeit der Mietverträge verteilt.
Der Posten enthält darüber hinaus
Bruttoforderungen aus rückständigen Mieten und
abgerechneten Nebenkosten in Höhe von 4,0 Mio. €
(31. Dezember 2020: 2,8 Mio. €), die insbesondere im
Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie standen. Im Rahmen
der Bewertung zum 30. Juni 2021 wurden hierauf
Wertberichtigungen in Höhe der erwarteten
Forderungsausfälle von 2,0 Mio. € (31. Dezember
2020: 1,0 Mio. €) gebildet.
Am 30. Juni 2021 verfügte die Gesellschaft
über liquide Mittel in Höhe von 134,8 Mio. €
(31. Dezember 2020: 40,5 Mio. €). Von den Bankguthaben
sind Beträge von insgesamt 56,3 Mio. € auf
zugriffsbeschränkten Bankkonten hinterlegt, die zur
Ablösung grundpfandrechtlich besicherter Darlehen
für veräußerte Immobilien an die
finanzierende Bank verpfändet wurden.
Das Eigenkapital belief sich zum 30. Juni 2021 auf 488,3
Mio. € nach 474,2 Mio. € zum 31. Dezember 2020.
Die bilanzielle Eigenkapitalquote lag zum Berichtsstichtag
bei 37,4 % nach 37,5 % zum 31. Dezember 2020. Die
REIT-Eigenkapitalquote betrug 57,5 % nach 54,5 % zum 31.
Dezember 2020.
Durch den Beschluss des Aufsichtsrats vom 21. Mai 2021
wurde im Rahmen einer Aktiendividende das Grundkapital aus
dem genehmigten Kapital I mit Eintragung in das
Handelsregister am 26. Mai 2021 durch Ausgabe von 763.781
Aktien gegen Bareinlage erhöht. Hierdurch stieg das
gezeichnete Kapital der Gesellschaft von 80.580 T€ auf
81.343 T€. Der den Nennwert übersteigende Betrag
in Höhe von 5.839 T€ wurde der
Kapitalrücklage zugeführt.
Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten
haben sich gegenüber dem 31. Dezember 2020 unter
Berücksichtigung planmäßiger
Tilgungsleistungen aufgrund der Darlehensabrufe im ersten
Halbjahr 2021 im Saldo um 11,1 Mio. € erhöht und
betrugen zum 30. Juni 2021 770,0 Mio. € nach 758,9
Mio. € zum 31. Dezember 2020. Der durchschnittliche
Fremdkapitalzinssatz aller bestehenden Darlehen
beträgt 1,7 %.
Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen und die sonstigen
Verbindlichkeiten erhöhten sich gegenüber dem 31.
Dezember 2020 von 21,5 Mio. € um 14,3 Mio. € auf
35,8 Mio. €. Die Erhöhung resultiert im
Wesentlichen aus den gewährten
Baukostenzuschüssen in Höhe von 7,8 Mio. €
aufgrund neu abgeschlossener Mietverträge im
Zusammenhang mit der Anschlussvermietung der Real-Standorte
in Celle, Gießen und Mannheim. Weiterhin hat Real in
Verbindung mit der Mietvertragsaufhebung eine
Mietvorauszahlung in Höhe von 3,2 Mio. € bis zum
voraussichtlichen Mietvertragsende geleistet.
Darüber hinaus führte eine erhaltene
Kaufpreisanzahlung für die veräußerte
Immobilie in Villingen-Schwenningen in Höhe von 3,1
Mio. € zu einem Anstieg der Verbindlichkeiten.
Der Posten enthält zudem Leasingverbindlichkeiten
gemäß IFRS 16 in Höhe von 8,2 Mio. €
(31. Dezember 2020: 8,3 Mio. €).
Der Nettovermögenswert (NAV) der Gesellschaft
betrug zum Ende des ersten Halbjahres 896,7 Mio. €
(31. Dezember 2020: 890,7 Mio. €). Dies entspricht
einem NAV je Aktie von 11,02 € (31. Dezember 2020:
11,05 €).
Risiko- und ChancenberichtAls Immobilienunternehmen ist die HAMBORNER REIT AG mit
einem bundesweiten Immobilienbestand vielfältigen
Risiken und Chancen ausgesetzt, die sich auf die Ertrags-,
Finanz- und Vermögenslage auswirken können. Aus
heutiger Sicht haben sich keine wesentlichen
Änderungen der Einschätzung von Risiken und
Chancen für die Geschäftsentwicklung der
Gesellschaft gegenüber dem 31. Dezember 2020 ergeben.
Insoweit haben die im Lagebericht 2020 unter dem Kapitel
"Risiko- und Chancenbericht" gemachten Angaben daher
unverändert Gültigkeit.
PrognoseberichtDie Wirtschaft in Deutschland ist im ersten Halbjahr
2021 weiterhin durch die COVID-19-Pandemie beeinflusst.
Trotz des derzeitigen Impfgeschehens sowie der sinkenden
Infektionszahlen und damit einhergehender Lockerungen
besteht dennoch die Gefahr einer vierten Infektionswelle,
insbesondere aufgrund der Virusvarianten des
COVID-19-Erregers.
HAMBORNER hält an den zuletzt im
Geschäftsbericht 2020 veröffentlichten
grundsätzlichen Einschätzungen zu den
künftigen Geschäftsaussichten fest. Unter
Berücksichtigung der Geschäftsentwicklung im
ersten Halbjahr 2021 sieht sich die Gesellschaft jedoch in
der Lage, diese Einschätzung zu konkretisieren.
Für das Gesamtjahr 2021 werden nunmehr Erlöse
aus Mieten und Pachten in Höhe von 83 Mio. € bis
85 Mio. € (zuvor 82 Mio. € bis 86 Mio. €)
erwartet. Das operative Ergebnis (FFO) wird voraussichtlich
im oberen Bereich der zuletzt kommunizierten Spannbreite
zwischen 48 Mio. € und 50 Mio. € (zuvor 45 Mio.
€ bis 50 Mio. €) liegen.
Unter der Annahme einer weitgehend stabilen
Wertentwicklung des Immobilienportfolios "like for like"
geht die Gesellschaft für 2021 weiterhin davon aus,
dass sich der NAV je Aktie etwa auf dem Niveau des
Vorjahres bewegen wird.
Verkürzter Zwischenabschluss
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| IN T€ | 01.01.-
30.06.2021 |
01.01.-
30.06.2020 |
01.04.-
30.06.2021 |
01.04.-
30.06.2020 |
| Erlöse aus Mieten und Pachten | 42.928 | 43.868 | 21.119 | 22.061 |
| Erlöse aus der Weiterberechnung von Nebenkosten an Mieter | 7.183 | 6.985 | 3.475 | 3.542 |
| Laufende Betriebsaufwendungen | -9.867 | -9.619 | -4.192 | -4.177 |
| Grundstücks- und Gebäudeinstandhaltung | -2.208 | -2.604 | -1.225 | -1.455 |
| Nettomieteinnahmen | 38.036 | 38.630 | 19.177 | 19.971 |
| Verwaltungsaufwand | -930 | -631 | -552 | -248 |
| Personalaufwand | -2.653 | -2.576 | -1.241 | -1.344 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | -17.912 | -35.600 | -8.876 | -25.494 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.934 | 1.032 | 4.431 | 427 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.785 | -1.652 | -536 | -1.167 |
| -18.346 | -39.427 | -6.774 | -27.826 | |
| Betriebsergebnis | 19.690 | -797 | 12.403 | -7.855 |
| Ergebnis aus der Veräußerung von Immobilien | 32.533 | 76 | 25.755 | -3 |
| Ergebnis vor Finanzierungstätigkeit und Steuern (EBIT) | 52.223 | -721 | 38.158 | -7.858 |
| Zinserträge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zinsaufwendungen | -7.139 | -7.802 | -3.519 | -3.956 |
| Finanzergebnis | 7.139 | -7.802 | -3.519 | -3.956 |
| Ergebnis der Periode | 45.084 | -8.523 | 34.639 | -11.814 |
| Unverwässertes = verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) | 0,56 | -0,11 | 0,43 | 0,15 |
| IN T€ | 01.01.-
30.06.2021 |
01.01.-
30.06.2020 |
01.04.-
30.06.2021 |
01.04.-
30.06.2020 |
| Ergebnis der Periode laut Gewinn- und Verlustrechnung | 45.084 | -8.523 | 34.639 | -11.814 |
| Posten, die unter bestimmten Bedingungen nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden: | ||||
| Unrealisierte Gewinne / Verluste (-) aus der Neubewertung derivativer Finanzinstrumente | 313 | 287 | 156 | 140 |
| Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn-und Verlustrechnung umgegliedert werden: | ||||
| Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste (-) aus leistungsorientierten Pensionszusagen | 229 | 581 | 20 | 38 |
| Sonstiges Ergebnis | 542 | 868 | 176 | 178 |
| GESAMTERGEBNIS | 45.626 | -7.655 | 34.815 | -11.636 |
Das sonstige Ergebnis der Periode betrifft
versicherungsmathematische Ergebnisse aus
leistungsorientierten Plänen sowie den effektiven Teil
der Marktwertänderungen von Zinsswaps, die zur
Steuerung der Risiken aus Zinsschwankungen eingesetzt
werden (Absicherung von Zahlungsströmen).
| IN T€ | 30.06.2021 | 31.12.2020 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 473 | 499 |
| Sachanlagen | 3.001 | 3.066 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 1.135.839 | 1.195.468 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 1.529 | 1.490 |
| Sonstige Vermögenswerte | 7.748 | 303 |
| 1.148.590 | 1.200.826 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 5.441 | 2.763 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 134.767 | 40.522 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 15.755 | 21.673 |
| 155.963 | 64.958 | |
| SUMME VERMÖGENSWERTE | 1.304.553 | 1.265.784 |
| IN T€ | 30.06.2021 | 31.12.2020 |
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 81.343 | 80.580 |
| Kapitalrücklage | 346.071 | 340.508 |
| Gewinnrücklagen | 60.900 | 53.146 |
| 488.314 | 474.234 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | ||
| Finanzverbindlichkeiten | 706.841 | 667.075 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 11.365 | 9.282 |
| Rückstellungen für Pensionen | 5.528 | 5.909 |
| Sonstige Rückstellungen | 3.118 | 3.165 |
| 726.852 | 685.431 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | ||
| Finanzverbindlichkeiten | 63.170 | 91.841 |
| Derivative Finanzinstrumente | 209 | 521 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 24.434 | 12.182 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.574 | 1.575 |
| 89.387 | 106.119 | |
| SUMME EIGENKAPITAL, VERBINDLICHKEITEN UND RÜCKSTELLUNGEN | 1.304.553 | 1.265.784 |
| IN T€ | 01.01.-
30.06.2021 |
01.01.-
30.06.2020 |
| Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit | ||
| Ergebnis der Periode | 45.084 | -8.523 |
| Finanzergebnis | 6.766 | 7.429* |
| Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) | 15.822 | 35.600 |
| Veränderung der Rückstellungen | -200 | -417* |
| Buchgewinne (-)/-verluste (+) (saldiert) aus dem Abgang von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | -33.361 | -82 |
| Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -10.123 | -1.873 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 14.183 | 3.127* |
| 38.171 | 35.261 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | -25.580 | -51.372 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 109.436 | 93 |
| Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten | 0 | 0 |
| 83.856 | -51.279 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Dividendenzahlungen | -37.872 | 0 |
| Mittelzufluss aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 55.850 | 78.945 |
| Mittelabfluss aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | -44.449 | -34.400 |
| Einzahlungen aus der Kapitalerhöhungen | 6.602 | 0 |
| Auszahlungen für Kosten aus Kapitalerhöhungen | -276 | 0 |
| Auszahlungen (-)/ Einzahlungen (+) für Barsicherheiten für Finanzverbindlichkeiten | -51.401 | 0 |
| Cashflow aus Leasingverbindlichkeiten | -333 | -346 |
| Zinsauszahlungen | -7.313 | -7.893 |
| -79.192 | 36.306 | |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | 42.835 | 20.288 |
| Finanzmittelfonds am 1. Januar | 35.597 | 8.358 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (mit einer Laufzeit bis zu drei Monaten) | 35.597 | 8.358 |
| Verfügungsbeschränkte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 4.925 | 0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 1. Januar | 40.522 | 8.358 |
| Finanzmittelfonds am 30. Juni | 78.441 | 28.646 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (mit einer Laufzeit bis zu drei Monaten) | 78.441 | 28.646 |
| Verfügungsbeschränkte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 56.326 | 0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 30. Juni | 134.767 | 28.646 |
| IN T€ | GEZEICHNETES KAPITAL | KAPITALRÜCKLAGE | GEWINNRÜCKLAGEN | |||
| Rücklage für die Absicherung von Zahlungsströmen | Rücklage
IAS 19 Pensionsrückstellungen |
Andere
Gewinnrücklagen |
||||
| Stand 1. Januar 2020 | 79.718 | 380.467 | -1.110 | -4.631 | 59.118 | |
| Periodenergebnis 01.01.-30.06.2020 | -8.523 | |||||
| Sonstiges Ergebnis
01.01. - 30.06.2020 |
287 | 581 | ||||
| Gesamtergebnis 01.01. - 30.06.2020 | 287 | 581 | -8.523 | |||
| Stand 30. Juni 2020 | 79.718 | 380.467 | -823 | -4.050 | 50.595 | |
| Gewinnausschüttung
für 2020
(0,47 € je Aktie) |
-37.467 | |||||
| Kapitalerhöhungen | 862 | 5.908 | ||||
| Kosten aus
Kapitalerhöhungen |
-359 | |||||
| Entnahme aus der Kapitalrücklage | -45.508 | 45.508 | ||||
| Periodenergebnis
01.07. - 31.12.2020 |
-740 | |||||
| Sonstiges Ergebnis
01.07. - 31.12.2020 |
301 | -178 | ||||
| Gesamtergebnis 01.07. - 31.12.2020 | 301 | -178 | -740 | |||
| Stand 31. Dezember 2020 | 80.580 | 340.508 | -522 | -4.228 | 57.896 | |
| Gewinnausschüttung für 2020 (0,47 € je Aktie) | -37.872 | |||||
| Kapitalerhöhungen | 763 | 5.839 | ||||
| Kosten aus
Kapitalerhöhungen |
-276 | |||||
| Periodenergebnis 01.01. - 30.06.2021 | 45.084 | |||||
| Sonstiges Ergebnis
01.01. - 30.06.2021 |
313 | 229 | ||||
| Gesamtergebnis 01.01. - 30.06.2021 | 313 | 229 | 45.084 | |||
| Stand 30. Juni 2021 | 81.343 | 346.071 | -209 | -3.999 | 65.108 | |
| IN T€ | EIGENKAPITAL GESAMT |
| Stand 1. Januar 2020 | 513.562 |
| Periodenergebnis 01.01.-30.06.2020 | -8.523 |
| Sonstiges Ergebnis
01.01. - 30.06.2020 |
868 |
| Gesamtergebnis 01.01. - 30.06.2020 | -7.655 |
| Stand 30. Juni 2020 | 505.907 |
| Gewinnausschüttung
für 2020
(0,47 € je Aktie) |
-37.467 |
| Kapitalerhöhungen | 6.770 |
| Kosten aus
Kapitalerhöhungen |
-359 |
| Entnahme aus der Kapitalrücklage | 0 |
| Periodenergebnis
01.07. - 31.12.2020 |
-740 |
| Sonstiges Ergebnis
01.07. - 31.12.2020 |
123 |
| Gesamtergebnis 01.07. - 31.12.2020 | -31.673 |
| Stand 31. Dezember 2020 | 474.234 |
| Gewinnausschüttung für 2020 (0,47 € je Aktie) | -37.872 |
| Kapitalerhöhungen | 6.602 |
| Kosten aus
Kapitalerhöhungen |
-276 |
| Periodenergebnis 01.01. - 30.06.2021 | 45.084 |
| Sonstiges Ergebnis
01.01. - 30.06.2021 |
542 |
| Gesamtergebnis 01.01. - 30.06.2021 | 45.626 |
| Stand 30. Juni 2021 | 488.314 |
Die HAMBORNER REIT AG ist eine börsennotierte
Kapitalgesellschaft (WKN A3H233) mit Sitz in Duisburg,
Deutschland. Der vorliegende Zwischenbericht der HAMBORNER
REIT AG für das erste Halbjahr 2021 wird am 29. Juli
2021 veröffentlicht. Der Zwischenabschluss ist in Euro
(€) erstellt, wobei alle Beträge - sofern nicht
anders dargestellt - in Tausend Euro (T€) ausgewiesen
werden. Aufgrund von Rundungen können sich bei
Summenbildungen und prozentualen Angaben geringfügige
Differenzen ergeben.
Dieser Zwischenbericht der HAMBORNER REIT AG zum 30.
Juni 2021 wurde auf Grundlage der International Financial
Reporting Standards (IFRS), so wie sie in der
Europäischen Union anzuwenden sind und soweit sie
für Zwischenabschlüsse gelten (IAS 34), sowie den
Anforderungen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr.
16 des DRSC (Deutsches Rechnungslegungs Standards Committee
e. V.) zur Zwischenberichterstattung erstellt und
berücksichtigt die Anforderungen des § 37w des
Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG). Er enthält einen
gegenüber dem in Übereinstimmung mit den IFRS
aufgestellten Einzelabschluss zum 31. Dezember 2020
verkürzten Berichtsumfang.
Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2021 basiert auf den
gleichen Bilanzierungs und Bewertungsmethoden sowie
Berechnungsgrundsätzen wie der Einzelabschluss nach
IFRS zum 31. Dezember 2020.
Dieser Zwischenbericht wurde weder von einem
Wirtschaftsprüfer entsprechend § 317 HGB
geprüft noch einer prüferischen Durchsicht
unterzogen.
Der Zwischenbericht beinhaltet nach Überzeugung des
Vorstands alle wesentlichen Informationen, die zum
Verständnis der Veränderungen der Ertrags-,
Vermögens und Finanzlage der HAMBORNER REIT AG seit
dem letzten Bilanzstichtag am 31. Dezember 2020
erforderlich sind.
Im ersten Halbjahr 2021 erfolgte der Besitzübergang
der Büroimmobilie in Mainz mit einem Kaufpreisvolumen
von 18,6 Mio. €.
Weiterhin erfolgten bis zum 30. Juni 2021 die
Besitzübergänge aus den Verkäufen von
zwölf innerstädtischen Einzelhandelsimmobilien.
Das Kaufpreisvolumen beläuft sich auf insgesamt 106,3
Mio. € und die annualisierten Mieterträge auf
rund 6,5 Mio. €.
HAMBORNER hat im zweiten Quartal 2021 langfristige
Anschlussmietverträge für die aktuell durch den
Lebensmitteleinzelhändler Real genutzte Flächen
an den Fachmarktstandorten Mannheim, Celle und Gießen
abgeschlossen. In diesem Zusammenhang wurden im Rahmen
einer Mietaufhebungsvereinbarung mit Real eine Zahlung in
Höhe von 2,2 Mio. € vereinnahmt und
Baukostenzuschüsse an die Nachmieter in Höhe von
insgesamt 7,8 Mio. € bilanziell berücksichtigt.
Infolge der COVID-19-Pandemie waren zum 30. Juni 2021
ausstehende Zahlungen der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen in Höhe von 4,0 Mio. € (31.Dezember
2020: 2,8 Mio. €) zu verzeichnen. Um eine Fortsetzung
der bestehenden Mietverhältnisse sicherzustellen,
wurden mit besonders stark von der COVID-19-Pandemie
betroffenen Mietern Mietnachlässe und Mietstundungen
für den genannten Zeitraum vereinbart bzw. werden
angestrebt. Im Gegenzug wurden vielfach die
Vertragslaufzeiten verlängert bzw. werden diese mit
den Mietern verhandelt. Darüber hinaus wurden aus der
Bewertung der verbliebenen Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
Wertberichtigungen in Höhe von 2,0 Mio. € (31.
Dezember 2020: 1,0 Mio. €) vorgenommen.
Zum 30. Juni 2021 wurden die Verkehrswerte des
Immobilienbestands gegenüber dem 31. Dezember 2020 um
6,6 Mio. € erhöht. Dies betraf die Objekte in
Celle, Gießen, Mannheim, Villingen-Schwenningen und
Darmstadt.
Von den Bankguthaben sind Beträge in Höhe von
insgesamt 56,3 Mio. € auf zugriffsbeschränkten
Bankkonten hinterlegt, die zur Ablösung
grundpfandrechtlicher Besicherungen von Darlehen an die
finanzierenden Banken verpfändet wurden.
Der Abzinsungssatz zur Bewertung der
Pensionsverpflichtungen wurde aufgrund gestiegener
Kapitalmarktzinsen zum 30. Juni 2021 auf 1,20 % (31.
Dezember 2020: 0,86 %) erhöht. Aus dieser
Zinsanpassung resultiert ein Rückgang der
Pensionsrückstellungen von 229 T€, der
erfolgsneutral über die Gewinnrücklage erfasst
wurde.
Mit Ausnahme der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten
Derivate werden sämtliche Vermögenswerte und
Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten
bilanzierten Vermögenswerten und Schulden stellen bis
auf die Finanzverbindlichkeiten die Buchwerte der
finanziellen Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz
eine gute Näherung an den beizulegenden Zeitwert dar.
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten
entsprechen den Barwerten der mit den Schulden verbundenen
Zahlungen unter Berücksichtigung der aktuellen
Zinsparameter (Stufe 2 nach IFRS 13) zum jeweiligen
Bilanzstichtag und betragen zum 30. Juni 2021 798.130
T€ (31. Dezember 2020: 796.840 T€).
Die in der Bilanz ausgewiesenen derivativen
Finanzinstrumente sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Es handelt sich ausschließlich um
Zinssicherungsgeschäfte. Die ermittelten beizulegenden
Zeitwerte ergeben sich durch Abzinsung der erwarteten
künftigen Zahlungsströme über die
Restlaufzeit der Verträge auf Basis beobachtbarer
Marktzinsen oder Zinsstrukturkurven (Stufe 2 nach IFRS 13).
Berichtspflichtige Vorgänge mit nahestehenden
Unternehmen und Personen hat es im ersten Halbjahr 2021
nicht gegeben.
Am 1. Juli 2021 erfolgte der Besitzübergang der
veräußerten Immobilie in Villingen-Schwenningen.
Der Kaufpreis beläuft sich auf 3,1 Mio. €. Der
Buchgewinn aus dem Verkauf beträgt 0,5 Mio. €.
Die annualisierten Mieterträge des Objekts belaufen
sich auf rund 0,3 Mio. €.
Am 15. Juli 2021 wurde der Verkauf einer
innerstädtischen Einzelhandelsimmobilie in Offenburg
beurkundet. Der Kaufpreis beläuft sich auf 8,5 Mio.
€ bei annualisierten Mieten von 0,6 Mio. €. Der
Besitzübergang wird voraussichtlich im dritten Quartal
des laufenden Geschäftsjahres erfolgen.
Am 22. Juli 2021 wurde ein Vertrag über den Kauf
einer Immobilie in Stuttgart unterzeichnet. Bei einem
Kaufpreis von 18,2 Mio. € betragen die annualisierten
Mieten 0,9 Mio. €.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Halbjahresfinanzberichterstattung der
Halbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im
Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Duisburg, den 28. Juli 2021
Der Vorstand
| Niclas Karoff | Hans Richard Schmitz |
Ungeachtet der weitreichenden Auswirkungen der
COVID-19-Pandemie auf zahlreiche Branchen konnten die
globalen Aktienmärkte im ersten Halbjahr 2021 an die
positive Entwicklung des vergangenen Jahres anknüpfen.
Dank der fortgesetzten geld- und fiskalpolitischen
Unterstützung zeigten sich die Märkte weiterhin
unbeeindruckt von den weltweiten pandemiebedingten
Restriktionen und konnten im Laufe des ersten Halbjahrs
2021 neue Höchststände erreichen.
Nachdem der deutsche Leitindex DAX zum Jahresende 2020
bei 13.719 Punkten notierte, überschritt er Ende
März 2021 erstmals die Marke von 15.000 Punkten und
erzielte im ersten Quartal einen Zuwachs von 9,4 %.
Angetrieben von positiven Unternehmensnachrichten setzte er
die Entwicklung in den darauffolgenden Handelswochen fort
und markierte Mitte Juni ein neues Allzeithoch bei 15.803
Punkten. Letztlich beendete der DAX das erste Halbjahr 2021
bei 15.531 Punkten und damit 13,2 % über dem Niveau
zum Jahresende 2020.
Die beiden auf den DAX folgenden Indizes MDAX und SDAX
erreichten im Laufe des ersten Halbjahres 2021 ebenfalls
zwischenzeitliche Höchststände und verzeichneten
Zuwächse in Höhe von 10,6 % bzw. 8,5 %.
Die HAMBORNER-Aktie entwickelte sich im ersten Halbjahr
2021 weitegehend seitwärts. Nachdem der Kurs zum
Jahresende 2020 bei 9,01 € lag, stieg der Wert in den
ersten Handelsmonaten auf einen zwischenzeitlichen
Höchststand von 9,48 € an. Im zweiten Quartal
konnte die Aktie jedoch nicht an die positive Entwicklung
an den Märkten anknüpfen und musste ihre
Kurszuwächse wieder einbüßen. Zum 30. Juni
2021 lag der Kurs bei 8,98 € und damit nahezu
unverändert auf dem Niveau zum Jahresende 2020.
Analog zur Entwicklung des Aktienkurses entwickelten
sich auch die Handelsvolumina der HAMBORNER-Aktie im ersten
Halbjahr 2021 moderat. Mit durchschnittlich rd. 136.000
gehandelten Aktien pro Handelstag lagen die
Aktienumsätze unter dem Durchschnittsniveau des Jahres
2020 (rd. 186.000 Aktien pro Handelstag), welches jedoch
von einer überdurchschnittlich hohen Volatilität
geprägt war.
| Name / Kürzel | HAMBORNER REIT AG / HABA |
| Aktiengattung | Namensaktie |
| WKN / ISIN | A3H233 / DE000A3H2333 |
| Anzahl Aktien | 81.343.348 Stück |
| Grundkapital | 81.343.348 € |
| Handelssegment | Prime Standard |
| Indizes | SDAX / EPRA-Index |
| Designated Sponsor | HSBC / MM Warburg |
| Streubesitz | 77,0 % |
| Aktienkurs zum 30. Juni 2021 (Xetra) | 8,98 € |
| Marktkapitalisierung zum 30. Juni 2021 | 730,5 Mio. € |
Am 29. April 2021 fand die ordentliche Hauptversammlung
der Gesellschaft in Mülheim an der Ruhr statt. In
Anbetracht des zu diesem Zeitpunkt vorherrschenden
Infektionsgeschehens sowie der behördlichen
Restriktionen im Hinblick auf die Durchführung von
Präsenzveranstaltungen wurde die Hauptversammlung
erneut in Form einer virtuellen Veranstaltung
durchgeführt.
Dabei wurden sämtliche Beschlussvorschläge von
Vorstand und Aufsichtsrat mit großer Mehrheit
gebilligt. Die Beschlüsse betrafen u. a. die
Entlastung des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats für
das Geschäftsjahr 2020, die Billigung des
Vergütungssystems der Vorstandsmitglieder und der
Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder sowie die
Erneuerung der Ermächtigung zum Rückkauf eigener
Aktien.
Darüber hinaus hat die Hauptversammlung den
Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat
bestätigt und eine Dividendenzahlung für das
zurückliegende Geschäftsjahr 2020 in Höhe
von 0,47 € je Aktie beschlossen. Unter
Berücksichtigung des Xetra-Schlusskurses zum
Jahresende 2020 entspricht dies einer Dividendenrendite von
rd. 5,2 %.
Angesichts der hohen Akzeptanz auf Seiten der
Aktionäre im vergangenen Jahr hat die Gesellschaft mit
Zustimmung der Hauptversammlung erneut eine sogenannte
Aktiendividende angeboten. Aktionäre, die an einer
unkomplizierten Reinvestition ihrer
Dividendenansprüche interessiert waren, hatten somit
wiederum die Möglichkeit, anstelle einer klassischen
Bardividende, Aktien der HAMBORNER REIT AG zu erhalten.
Im Ergebnis haben Aktionäre mit insgesamt 24,8 %
(Vorjahr: 25,7 %) der dividendenberechtigten Aktien von
ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht und sich für den
Bezug der Dividende in Form von Aktien entschieden. Auf
Basis der Annahmequote wurden 763.781 neue Aktien zu einem
Bezugspreis von 8,646 € ausgegeben. Dementsprechend
erhöhte sich das Grundkapital der Gesellschaft um rd.
1,0 % und die Aktienanzahl stieg auf 81.343.348.
| 29.07.2021 | Halbjahresfinanzbericht 30. Juni 2021 |
| 09.11.2021 | Zwischenmitteilung 30. September 2021 |
| 08.02.2022 | Vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2021 |
| 17.03.2022 | Geschäftsbericht 2021 |
| 26.04.2022 | Zwischenmitteilung 31. März 2022 |
| 28.04.2022 | Ordentliche Hauptversammlung 2022 |
Der vorliegende Bericht enthält auf die Zukunft
gerichtete Aussagen, z. B. zur gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung in Deutschland und zu unserer eigenen
voraussichtlichen Gesamtentwicklung. Diese Aussagen beruhen
auf aktuellen Annahmen und Einschätzungen des
Vorstands, die sorgfältig auf Basis aller zum
derzeitigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden
Informationen getroffen wurden. Sollten die den Aussagen
und Prognosen zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen,
können die tatsächlichen von den derzeit
erwarteten Ergebnissen abweichen.
Der Vorstand der HAMBORNER REIT AG, Duisburg
28. Juli 2021
HAMBORNER REIT AG
Goethestraße 45
47166 Duisburg
Tel.: +49 203 54405-0
Fax: +49 203 54405-49
info@hamborner.de
www.hamborner.de
Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg
www.berichtsmanufaktur.de
HAMBORNER REIT AG
www.hamborner.de