HAMBORNER REIT AGDuisburgHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023Zweites Quartal 2023KENNZAHLEN43,7 MIO. €
28,1 MIO. €
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ZWISCHENLAGEBERICHTGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDie deutsche Wirtschaft erholt sich langsam gegen Ende
des ersten Halbjahres 2023 von einer Phase der technischen
Rezession, bei der die Wirtschaft in den Quartalen Q4 2022
und Q1 2023 infolge negatives Wachstum verzeichnete. Zur
Zeit belasten immer noch hohe Inflationsraten den Konsum,
auch die Baubranche wird durch stark gestiegene
Finanzierungskosten beeinflusst. Andererseits erholt sich
aktuell die Industriekonjunktur moderat aufgrund
nachlassender Lieferengpässe und eines Rückgangs
der Energiepreise. Für 2023 wird ein Rückgang des
Bruttoinlandsprodukts um 0,4 %, für 2024 ein Anstieg
von 1,5% erwartet. Das ifo Institut prognostiziert derzeit
eine Inflationsrate von 5,8 % für 2023. Für das
kommende Jahr geht das Institut von einem Absinken der
Inflationsrate auf 2,1 % aus.
Die Arbeitslosenquote ist im zweiten Quartal 2023
gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen und liegt
nunmehr bei 5,5% (Juni 2022: 5,2%). Die Beschäftigung
nimmt aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen ab.
Bericht zur Ertrags-, Vermögens- und FinanzlageERTRAGSLAGEIm ersten Halbjahr 2023 hat HAMBORNER aus der
Bewirtschaftung der Immobilien Erlöse aus Mieten und
Pachten in Höhe von 43.675T€ (Vorjahr:
41.878T€) erzielt. Die Veränderung in Höhe
von 1.797T€ ergibt sich einerseits durch
Mietsteigerungen aus Objektzugängen (830T€) und
aus Mietrückgängen infolge von
Objektverkäufen (464T€). Daneben liegen die
Mieterlöse aus Objekten, die sich sowohl in den ersten
sechs Monaten des Jahres 2022 als auch im Berichtshalbjahr
im Bestand befanden ("like for like"), mit 1.320T€
(3,2%) über dem Vorjahresniveau. Dies resultiert im
Wesentlichen aus indexbasierten Mietsteigerungen.
Aus der Veränderung der in den Vorjahren gebildeten
Risikovorsorge für Mietminderungen im Zusammenhang mit
COVID-19 resultiert ein um 111 T€ höherer Ertrag
gegenüber dem Vorjahr.
Die Leerstandsquote befindet sich weiterhin auf einem
niedrigen Niveau. Sie liegt im Berichtshalbjahr unter
Berücksichtigung vereinbarter Mietgarantien bei 2,9%
(Vorjahresvergleichszeitraum: 2,2%). Ohne Mietgarantien
beträgt die Leerstandsquote 3,1% (Vorjahr: 2,6%). Die
stichtagsbezogene EPRA-Leerstandsquote beträgt 4,1%
(Vorjahr: 1,9 %). Der Unterschied zur zeitraumbezogenen
Leerstandsquote ergibt sich im Wesentlichen aus einem im
März beendeten Mietverhältnis in dem Objekt in
Mainz. Das Objekt ist an die Stadt Mainz nachvermietet, der
Mietbeginn erfolgt im dritten Quartal 2023.
Die Erlöse aus der Weiterbelastung von Nebenkosten
an Mieter betragen 7.672 T€ und liegen damit um 9,5 %
über dem entsprechenden Wert des Vorjahreszeitraums
(7.005T€). Die laufenden Betriebsaufwendungen für
die Bewirtschaftung der Immobilien haben sich bis Ende Juni
2023 um 9,7 % auf 10.711 T€ (Vorjahr: 9.766 T€)
erhöht.
Die Aufwendungen für die Instandhaltung des
Grundstücks- und Gebäudebestands sind
gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um
541T€ auf 2.747T€ (Vorjahr: 3.288T€)
gesunken. Die Aufwendungen im ersten Halbjahr 2023
betreffen laufende Kleininstandhaltungen sowie diverse
geplante Instandhaltungsmaßnahmen.
Die aus den vorstehenden Posten abgeleiteten
Nettomieteinnahmen sind mit 37.889 T€ um 2.060 T€
oder 5,7 % gegenüber dem Wert der Vorjahresperiode
(35.829 T€) gestiegen.
Die Verwaltungs- und Personalaufwendungen betragen
zusammen 3.967 T€ und liegen um 194T€ bzw. 4,7 %
unter dem Niveau des Vergleichszeitraums (4.161T€).
Die Verwaltungsaufwendungen sind um 94T€ auf
1.080T€ gesunken (Vorjahr: 1.174T€). Die
Personalaufwendungen sind gegenüber dem
Vergleichszeitraum des Vorjahres um 100T€ auf
2.887T€ gesunken (Vorjahr: 2.987T€). Dies
resultiert im Wesentlichen aus Bewertungseffekten im
Zusammenhang mit der langfristigen variablen Vergütung
(LTI) für die Vorstandsmitglieder. Diese basieren auf
der Wertentwicklung relevanter Zielgrößen zum
Stichtag, wobei sich die Effekte insbesondere aus dem
Rückgang des NAV ergeben.
Die operative Kostenquote, d. h. Verwaltungs- und
Personalaufwand bezogen auf die Erlöse aus Mieten und
Pachten, hat sich auf 9,1% reduziert (Vorjahr: 9,9 %).
Die Abschreibungen sind in der Berichtsperiode um
12.611T€ auf 30.839 T€ gestiegen (Vorjahr: 18.228
T€). Dies resultiert insbesondere aus den
außerplanmäßigen Abschreibungen von
Immobilien auf Basis der Bewertung von Jones Lang LaSalle
zum 30. Juni 2023 in Höhe von 12.508T€ für
die Objekte in Lübeck, Stuttgart, Freiburg und
Kempten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich
im ersten Halbjahr des Berichtsjahres auf 1.853 T€
(Vorjahr: 409 T€). Diese betreffen im Wesentlichen
Erträge aus Entschädigungen der vorzeitigen
Vertragsauflösung eines Mieters in dem Objekt in Mainz
in Höhe von 790T€. Darüber hinaus
führte der Verkauf der Immobilie in Mosbach zu einer
Wertaufholungszuschreibung in Höhe von 536 T€.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im
ersten Halbjahr 2023 986 T€ (Vorjahr: 1.411 T€).
Der Posten enthält unter anderem Aufwendungen für
Rechts- und Beratungskosten von 433T€ (Vorjahr: 425
T€), Aufwendungen für Investor Relations- und
Öffentlichkeitsarbeit von 257T€ (Vorjahr: 231
T€) sowie Mitgliedsbeiträge von 70 T€
(Vorjahr: 63 T€). Darüber hinaus sind in dem
Posten Wertberichtigungen und Abschreibungen auf
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von
79T€ (Vorjahr: 226T€) enthalten. Der
Rückgang der Wertberichtigungen auf Forderungen ist
insbesondere auf die entfallenen
COVID-19-Beschränkungen für das Geschäft der
Mieter zurückzuführen.
Das Betriebsergebnis der Gesellschaft beläuft sich
im ersten Halbjahr 2023 auf 3.950 T€ gegenüber
12.438 T€ in der Vergleichsperiode des Vorjahres.
Aus der Veräußerung von Immobilien hat die
Gesellschaft ein Ergebnis von -5T€ (Vorjahr: 1T€)
erzielt. Das Ergebnis resultiert aus den Verkaufskosten der
Immobilie in Mosbach.
Das Finanzergebnis beträgt im ersten Halbjahr 2023
-6.155T€ gegenüber -6.509 T€ im
Vorjahresvergleichszeitraum.
Die Zinserträge betragen 1.012 T€ (Vorjahr: 0
Mio. €). Der Zinsertrag der ersten sechs Monate des
Berichtsjahres resultiert im Wesentlichen aus der Anlage
von liquiden Mitteln auf Tages- und Festgeldkonten mit
einer Laufzeit von bis zu zwei Monaten.
Die Zinsaufwendungen in Höhe von -7.167 T€
bestehen hauptsächlich aus Zinsaufwendungen aus
Darlehensmitteln und sind gegenüber dem Vorjahr um
571T€ gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus
refinanzierten Darlehen mit höheren Darlehensvolumina
und gestiegenen variablen Zinssätzen (848T€).
Dagegen führten planmäßige Tilgungen von
Darlehen und Darlehensausläufe zu einem Rückgang
der Zinsaufwendungen (277 T€).
Als Resultat aus den gesamten Erträgen und
Aufwendungen ergibt sich für das erste Halbjahr ein
Periodenergebnis von -2.210 T€ (Vorjahr: 5.930
T€). Der Funds from Operations (FFO), d. h. das
operative Ergebnis vor Abschreibungen und ohne
Verkaufserlöse, ist um 16,3 % gestiegen und
beträgt im Berichtszeitraum 28.098T€ (Vorjahr:
24.157 T€). Dies entspricht einem FFO je Aktie von 35
Cent (Vorjahr: 30 Cent).
VERMÖGENS- UND FINANZLAGEAm 21.Juni 2023 wurde der Kaufvertrag für zwei
Einzelhandelsobjekte in Hanau und Offenburg abgeschlossen.
Das Kaufpreisvolumen beläuft sich auf insgesamt
23,6Mio.€ bei annualisierten Mieteinnahmen von
1,6Mio.€. Der Übergang von Nutzen und Lasten
erfolgte am 20. Juli 2023.
Am 2. Mai 2023 erfolgte der Besitzübergang der
veräußerten Immobilie in Mosbach. Der Kaufpreis
belief sich auf 1,5 Mio. €.
Um den aktuellen Entwicklungen auf den
Immobilientransaktionsmärkten Rechnung zu tragen,
wurde das Immobilienvermögen zum 30.Juni 2023 durch
den externen Gutachter Jones Lang LaSalle neu bewertet. Im
Rahmen der Neubewertung wurde der Verkehrswert der zum 31.
Dezember 2022 bereits im Bestand befindlichen Objekte
("like for like") um 91,2 Mio. € bzw. 5,7 % gemindert.
Der fortgeschriebene Verkehrswert des bebauten
Immobilienportfolios lag zum 30. Juni 2023 bei 1.516,4 Mio.
€ (31. Dezember 2022: 1.608,6Mio.€).
Die lang- und kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstigen Vermögenswerte sind um
0,5Mio.€ gestiegen und betragen 12,6 Mio. € (31.
Dezember 2022: 12,1 Mio. €).
Sie beinhalten Bruttoforderungen aus
rückständigen Mieten und abgerechneten
Nebenkosten in Höhe von 1,0 Mio. € (31. Dezember
2022: 1,5 Mio.€). Im Rahmen der Bewertung zum 30. Juni
2023 wurden hierauf Wertberichtigungen in Höhe der
erwarteten Forderungsausfälle von 0,3 Mio. € (31.
Dezember 2022: 0,3 Mio. €) gebildet.
In den sonstigen Vermögenswerten sind gewährte
Baukostenzuschüsse aufgrund der Anschlussvermietung
der real-Standorte in Celle, Gießen und Mannheim in
Höhe von 8,7 Mio. € enthalten. Davon beträgt
die Restlaufzeit eines Betrags in Höhe von
7,8Mio.€ über ein Jahr. Die vereinbarten
Beträge werden als Reduzierung der Mieten linear
über die Laufzeit der Mietverträge verteilt.
Am 30. Juni 2023 verfügte die Gesellschaft
über liquide Mittel in Höhe von 60,0 Mio. €
(31. Dezember 2022: 142,0 Mio. €). Von den
Bankguthaben sind Beträge von insgesamt 11,0 Mio.
€ auf zugriffsbeschränkten Bankkonten hinterlegt,
die zur Ablösung grundpfandrechtlich besicherter
Darlehen für veräußerte Immobilien an die
finanzierende Bank verpfändet wurden.
Das Eigenkapital belief sich zum 30. Juni 2023 auf 433,2
Mio.€ gegenüber 473,6Mio.€ zum
31.Dezember2022. Die bilanzielle Eigenkapitalquote lag zum
Berichtsstichtag unverändert zum 31. Dezember2022 bei
36,8%. Die REIT-Eigenkapitalquote betrug 56,4 %
gegenüber 59,6 % zum 31. Dezember 2022.
In der Hauptversammlung am 27.April 2023 wurde
beschlossen, dass 38,2 Mio.€ des handelsrechtlichen
Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2022 zur
Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,47
€ je Aktie verwendet werden.
Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten
haben sich gegenüber dem 31. Dezember 2022
insbesondere aufgrund der Teilrückzahlung der im Jahr
2018 abgeschlossenen Schuldscheindarlehen in Höhe von
62,5 Mio. € sowie planmäßiger
Tilgungsleistungen im ersten Halbjahr 2023 im Saldo um 70,1
Mio. € verringert und betrugen zum 30. Juni 2023 700,6
Mio. € nach 770,7 Mio. € zum 31. Dezember 2022.
Der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz aller
bestehenden Darlehen beträgt 1,8%. Die entsprechende
durchschnittliche Restlaufzeit beträgt 4,6 Jahre.
Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen und die sonstigen
Verbindlichkeiten erhöhten sich gegenüber dem
31.Dezember 2022 von 33,9Mio.€ um 1,4Mio.€ auf
35,3 Mio.€. Der Posten enthält unter anderem
Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 aus
Erbbaurechten in Höhe von 15,0Mio.€ (31. Dezember
2022: 15,2 Mio. €) sowie noch nicht ausbezahlte
Baukostenzuschüsse im Zusammenhang mit der
Anschlussvermietung der real-Standorte in Gießen und
Mannheim in Höhe von 4,4 Mio. € (31. Dezember
2022: 5,9 Mio. €). Darüber hinaus enthält
der Posten Verbindlichkeiten aus durchgeführten und
noch nicht in Rechnung gestellten
Instandhaltungsmaßnahmen in Höhe von 2,2 Mio.
€, Verbindlichkeiten aus Mietkautionen in Höhe
von 2,0Mio.€, Verbindlichkeiten aus
Grunderwerbssteuern in Höhe von 1,8Mio.€ sowie
Kaufpreiseinbehalte in Höhe von 1,4 Mio. €.
Der Nettovermögenswert (NAV) der Gesellschaft
betrug zum Ende des ersten Halbjahres 860,7 Mio.€
(31.Dezember 2022: 964,8 Mio.€). Dies entspricht einem
NAV je Aktie von 10,58 € (31. Dezember 2022:
11,86€).
Risiko- und ChancenberichtAls Immobilienunternehmen ist die HAMBORNER REIT AG mit
einem bundesweiten Immobilienbestand vielfältigen
Risiken und Chancen ausgesetzt, die sich auf die Ertrags-,
Finanz- und Vermögenslage auswirken können. Aus
heutiger Sicht haben sich mit Ausnahme der nachfolgend
beschriebenen Sachverhalte keine wesentlichen
Änderungen der Einschätzung von Risiken und
Chancen für die Geschäftsentwicklung der
Gesellschaft gegenüber dem 31. Dezember 2022 ergeben.
Insoweit haben die gemachten Angaben unverändert
Gültigkeit unter Berücksichtigung folgender
Ergänzungen:
NATIONALE UND INTERNATIONALE MARKTUMFELDRISIKENDas nationale und internationale Marktumfeld wird
weiterhin maßgeblich durch den fortwährenden
Krieg in der Ukraine und den damit verbundenen
ökonomischen Folgen bestimmt. Bei den im vorherigen
Jahr stark gestiegenen Energie- und Verbraucherpreisen sind
Rückgänge zu verzeichnen. Insgesamt verbleiben
die Preise aber auf einem hohen Niveau. Für das
laufende Jahr wird weiterhin eine hohe Inflation erwartet,
wenngleich etwas geringer als im Vorjahr. Vor dem
Hintergrund der geopolitischen Unwägbarkeiten
variieren die Prognosen des BIP für 2023 derzeit
zwischen -0,2 % und -0,4 %.
VERMIETUNGSRISIKEN UND -CHANCENBei einer anhaltend hohen bzw. weiter steigenden
Inflation bestehen Chancen, dass die indexbasierten Miet-
und Pachtsteigerungen höher als prognostiziert
ausfallen könnten. Gleichzeitig besteht jedoch das
Risiko, dass Indexerhöhungen von den Mietern
wirtschaftlich nicht getragen werden könnten und eine
Durchsetzbarkeit der Mieterhöhungen fraglich ist.
Kompensatorisch könnte ein solcher Verzicht jedoch
beispielsweise mit einer vorzeitigen Verlängerung des
Mietvertrags einhergehen.
BEWERTUNGSRISIKENDie Marktwerte von Immobilien sind
nutzungsartenübergreifend im ersten Halbjahr 2023
vielfach zurückgegangen. Infolgedessen hat die
Gesellschaft ihr Portfolio zum 30. Juni 2023 neu bewerten
lassen. Ungeachtet dessen bleiben die Immobilienmärkte
weiterhin von Unsicherheiten geprägt und das
Zinsumfeld für Objektfinanzierungen volatil. Aus
diesem Grunde ist nicht auszuschließen, dass die
Verkehrswerte von Immobilien im zweiten Halbjahr weiter
fallen werden. Entsprechend wurde das Risiko einer weiteren
geringen Wertanpassung bis zum Jahresende in der aktuellen
Prognose berücksichtigt.
Darüber hinausgehende Wertanpassungen zum
Jahresende sind dennoch möglich. Das Risiko
hierfür wird als mittel eingeschätzt.
PrognoseberichtVor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen an den
Immobilienmärkten hat HAMBORNER zum Stichtag 30.Juni
2023 eine zusätzliche unterjährige Bewertung des
Bestandsportfolios vornehmen lassen. Unter
Berücksichtigung des Bewertungsergebnisses erwartet
die Gesellschaft nunmehr, dass sich der NAV je Aktie zum
31. Dezember 2023 zwischen 7,0 % und 12,0 % unter dem
Niveau des Vorjahres (31. Dezember 2022: 11,86€)
bewegen wird. Zuvor ist lediglich von einem leichten
Rückgang ausgegangen worden.
Angesichts des anhaltend dynamischen und von
Unsicherheiten geprägten Marktumfelds,
berücksichtigt die Bandbreite der angepassten Prognose
dabei bereits weitere mögliche Wertanpassungen im
Rahmen der turnusmäßigen externen
Portfoliobewertung zum Jahresende 2023.
Ungeachtet der im Risiko- und Chancenbericht
beschriebenen fortgesetzten Unsicherheiten, insbesondere
infolge des Kriegs in der Ukraine und der weiterhin hohen
Inflation, hält HAMBORNER an den im
Geschäftsbericht 2022 veröffentlichten
grundsätzlichen Einschätzungen hinsichtlich der
zukünftigen Geschäftsentwicklung fest.
Aufgrund der planmäßigen operativen
Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2023 sieht
sich die Gesellschaft in der Lage, die Prognose zur
Umsatzentwicklung zu konkretisieren. Für das
Gesamtjahr 2023 werden nunmehr Erlöse aus Mieten und
Pachten zwischen 88,0 Mio. € und 89,0 Mio. €
(zuvor: 88,0 Mio. € bis 89,5 Mio. €) erwartet.
Gleichzeitig geht die Gesellschaft auf Basis der
aktuellen Ertrags- und Aufwandserwartungen im Vergleich zur
ursprünglichen Gesamtjahresprognose von einem
geringfügig erhöhten operativen Ergebnis (FFO) in
Höhe von 51,0 Mio. € bis 53,0 Mio. € (zuvor:
50,0 Mio. € bis 52,0Mio.€) aus.
Entgegen der ursprünglich unterstellten Annahme
einer Belebung des Immobilientransaktionsmarktes im zweiten
Halbjahr 2023 und einem entsprechend prognostizierten
Netto-Investitionsvolumen in Höhe von ca. 50 Mio.
€ erwartet die Gesellschaft nunmehr, dass sich das
Marktumfeld erst zu einem späteren Zeitpunkt aufhellen
wird. Dementsprechend berücksichtigt die Prognose
neben den bereits erfolgten Ankäufen der Objekte in
Hanau und Offenburg sowie dem Verkauf des Objekts in
Mosbach keine zusätzlichen Immobilientransaktionen im
weiteren Jahresverlauf.
VERKÜRZTER ZWISCHENABSCHLUSS ZUM 30. JUNI 2023Gewinn-
und Verlustrechnung
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| IN T€ | 01.01.-
30.06.2023 |
01.01.-
30.06.2022 |
01.04.-
30.06.2023 |
01.04.-
30.06.2022 |
| Erlöse aus Mieten und Pachten | 43.675 | 41.878 | 21.514 | 21.029 |
| Erlöse aus der Weiterberechnung von Nebenkosten an Mieter | 7.672 | 7.005 | 3.977 | 3.584 |
| Laufende Betriebsaufwendungen | -10.711 | -9.766 | -4.785 | -4.138 |
| Grundstücks- und Gebäudeinstandhaltung | -2.747 | -3.288 | -1.191 | -1.435 |
| Nettomieteinnahmen | 37.889 | 35.829 | 19.515 | 19.040 |
| Verwaltungsaufwand | -1.080 | -1.174 | -470 | -624 |
| Personalaufwand | -2.887 | -2.987 | -1.342 | -1.594 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | -30.839 | -18.228 | -21.703 | -9.279 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.853 | 409 | 185 | 218 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -986 | -1.411 | -456 | -585 |
| -33.939 | -23.391 | -23.786 | -11.864 | |
| Betriebsergebnis | 3.950 | 12.438 | -4.271 | 7.176 |
| Ergebnis aus der Veräußerung von Immobilien | -5 | 1 | -5 | 1 |
| Ergebnis vor Finanzierungstätigkeit und Steuern (EBIT) | 3.945 | 12.439 | -4.276 | 7.177 |
| Zinserträge | 1.012 | 0 | 373 | 0 |
| Zinsaufwendungen | -7.167 | -6.509 | -3.341 | -3.343 |
| Finanzergebnis | -6.155 | -6.509 | -2.968 | -3.343 |
| Ergebnis der Periode | -2.210 | 5.930 | -7.244 | 3.834 |
| Unverwässertes = verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) | -0,03 | 0,07 | -0,09 | 0,05 |
| IN T€ | 01.01.-
30.06.2023 |
01.01.-
30.06.2022 |
01.04.-
30.06.2023 |
01.04.-
30.06.2022 |
| Ergebnis der Periode laut Gewinn- und Verlustrechnung | -2.210 | 5.930 | -7.244 | 3.834 |
| Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden: | ||||
| Versicherungsmathemathische Gewinne/Verluste (-) aus leistungsorientierten Pensionszusagen | 40 | 1.455 | 0 | 797 |
| Sonstiges Ergebnis | 40 | 1.455 | 0 | 797 |
| GESAMTERGEBNIS | -2.170 | 7.385 | -7.244 | 4.631 |
Das sonstige Ergebnis der laufenden Periode betrifft das
versicherungsmathematische Ergebnis aus
leistungsorientierten Pensionszusagen in Höhe von
40T€ aufgrund der Erhöhung des Rechnungszinses
zum 31. März 2023 auf 4,0 % (31. Dezember 2022: 3,89%;
30.Juni 2023: 4,0%).
| IN T€ | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 337 | 446 |
| Sachanlagen | 2.750 | 2.833 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 1.100.655 | 1.129.160 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 2.028 | 1.930 |
| Sonstige Vermögenswerte | 8.177 | 8.444 |
| 1.113.947 | 1.142.813 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 4.450 | 3.654 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 60.007 | 141.958 |
| 64.457 | 145.612 | |
| SUMME VERMÖGENSWERTE | 1.178.404 | 1.288.425 |
| IN T€ | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 81.343 | 81.343 |
| Kapitalrücklage | 335.573 | 346.071 |
| Gewinnrücklage | 16.288 | 46.190 |
| 433.204 | 473.604 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | ||
| Finanzverbindlichkeiten | 664.791 | 668.150 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 16.245 | 16.317 |
| Rückstellungen für Pensionen | 4.111 | 4.250 |
| Sonstige Rückstellungen | 3.030 | 3.142 |
| 688.177 | 691.859 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | ||
| Finanzverbindlichkeiten | 35.789 | 102.555 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 19.044 | 17.540 |
| Sonstige Rückstellungen | 2.190 | 2.867 |
| 57.023 | 122.962 | |
| SUMME EIGENKAPITAL, VERBINDLICHKEITEN UND RÜCKSTELLUNGEN | 1.178.404 | 1.288.425 |
| IN T€ | 01.01.- 30.06.2023 | 01.01- 30.06.2022 |
| Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit Ergebnis der Periode | -2.210 | 5.930 |
| Finanzergebnis | 6.787 | 6.264 |
| Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) | 30.303 | 18.228 |
| Veränderung der Rückstellungen | -886 | -528 |
| Buchgewinne (-)/-verluste (+) (saldiert) aus dem Abgang von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 0 | -13 |
| Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -528 | -1.974 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 863 | -250 |
| 34.329 | 27.657 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | -2.177 | -51.494 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 1.500 | 16.134 |
| -677 | -35.360 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Dividendenzahlungen | -38.230 | -38.230 |
| Mittelzufluss aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 13.500 | 22.071 |
| Mittelabfluss aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | -83.028 | -32.627 |
| Auszahlungen (-)/Einzahlungen (+) für Barsicherheiten für Finanzverbindlichkeiten | 873 | 30.193 |
| Cashflow aus Leasingverbindlichkeiten | -462 | -412 |
| Zinsauszahlungen | -7.383 | -6.529 |
| -114.730 | -25.534 | |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | -81.078 | -33.237 |
| Finanzmittelfonds am 1. Januar | 130.112 | 83.978 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten) | 130.112 | 83.978 |
| Verfügungsbeschränkte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 11.846 | 59.429 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 1. Januar | 141.958 | 143.407 |
| Finanzmittelfonds am 30. Juni | 49.034 | 50.741 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten) | 49.034 | 50.741 |
| Verfügungsbeschränkte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 10.973 | 29.236 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 30. Juni | 60.007 | 79.977 |
| IN T€ | GEZEICH NETES KAPITAL | KAPITALRÜCKLAGE | GEWINNRÜCKLAGEN | EIGENKAPITAL GESAMT | |
| Rücklage IAS 19 Pensionsrückstellungen | Andere Gewinnrücklagen | ||||
| Stand 1. Januar 2022 | 81.343 | 346.071 | -4.324 | 74.284 | 497.374 |
| Gewinnausschüttung
für 2021
(0,47 € je Aktie) |
-38.230 | -38.230 | |||
| Periodenergebnis
01.01.-30.06.2022 |
5.930 | 5.930 | |||
| Sonstiges Ergebnis
01.01.-30.06.2022 |
1.455 | 1.455 | |||
| Gesamtergebnis
01.01.-30.06.2022 |
1.455 | 5.930 | 7.385 | ||
| Stand 30. Juni 2022 | 81.343 | 346.071 | -2.869 | 41.984 | 466.529 |
| Periodenergebnis
01.07.-31.12.2022 |
7.383 | 7.383 | |||
| Sonstiges Ergebnis
01.07.-31.12.2022 |
-308 | -308 | |||
| Gesamtergebnis
01.07.-31.12.2022 |
-308 | 7.383 | 7.075 | ||
| Stand 31. Dezember 2022 | 81.343 | 346.071 | -3.177 | 49.367 | 473.604 |
| Entnahme aus der Kapitalrücklage | -10.498 | 10.498 | 0 | ||
| Gewinnausschüttung
für 2022
(0,47 € je Aktie) |
-38.230 | -38.230 | |||
| Periodenergebnis
01.01.-30.06.2023 |
-2.210 | -2.210 | |||
| Sonstiges Ergebnis
01.01.-30.06.2023 |
40 | 40 | |||
| Gesamtergebnis
01.01.-30.06.2023 |
40 | -2.210 | -2.170 | ||
| Stand 30. Juni 2023 | 81.343 | 335.573 | -3.137 | 19.425 | 433.204 |
Die HAMBORNER REIT AG ist eine börsennotierte
Kapitalgesellschaft (WKN A3H233) mit Sitz in Duisburg,
Deutschland. Der vorliegende Zwischenbericht der HAMBORNER
REIT AG für das erste Halbjahr 2023 wird am 10. August
2023 veröffentlicht. Der Zwischenabschluss ist in Euro
(€) erstellt, wobei alle Beträge - sofern nicht
anders dargestellt - in Tausend Euro (T€) ausgewiesen
werden. Aufgrund von Rundungen können sich bei
Summenbildungen und prozentualen Angaben geringfügige
Differenzen ergeben.
Dieser Zwischenbericht der HAMBORNER REIT AG zum 30.
Juni 2023 wurde auf Grundlage der International Financial
Reporting Standards (IFRS), so wie sie in der
Europäischen Union anzuwenden sind und soweit sie
für Zwischenabschlüsse gelten (IAS 34), sowie den
Anforderungen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr.
16 des DRSC (Deutsches Rechnungslegungs Standards Committee
e.V.) zur Zwischenberichterstattung erstellt und
berücksichtigt die Anforderungen des § 37w des
Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG). Er enthält einen
gegenüber dem in Übereinstimmung mit den IFRS
aufgestellten Einzelabschluss zum 31. Dezember 2022
verkürzten Berichtsumfang.
Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2023 basiert auf den
gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie
Berechnungsgrundsätzen wie der Einzelabschluss nach
IFRS zum 31. Dezember 2022.
Dieser Zwischenbericht wurde weder von einem
Wirtschaftsprüfer entsprechend § 317 HGB
geprüft noch einer prüferischen Durchsicht
unterzogen.
Der Zwischenbericht beinhaltet nach Überzeugung des
Vorstands alle wesentlichen Informationen, die zum
Verständnis der Veränderungen der Ertrags-,
Vermögens- und Finanzlage der HAMBORNER REIT AG seit
dem letzten Bilanzstichtag am 31. Dezember 2022
erforderlich sind.
Der vorliegende Bericht enthält auf die Zukunft
gerichtete Aussagen, z. B. zur gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung in Deutschland, zur künftigen Situation
der Immobilienbranche und zur voraussichtlichen
Gesamtentwicklung der HAMBORNER REIT AG. Diese Aussagen
beruhen auf aktuellen Annahmen und Einschätzungen der
Gesellschaft, die sorgfältig auf Basis zum Stichtag
zur Verfügung stehender Informationen getroffen
wurden. Sollten die den Aussagen und Prognosen zugrunde
liegenden Annahmen nicht eintreffen, können die
tatsächlichen Ergebnisse von den derzeit erwarteten
Ergebnissen abweichen.
Im Mai 2023 erfolgte der Besitzübergang aus dem
Verkauf der Immobilie in Mosbach mit einem Kaufpreisvolumen
von 1,5 Mio. €.
Weiterhin wurde am 16. Juni 2023 der Kaufvertrag
für die Immobilien in Hanau und Offenburg
abgeschlossen. Das Kaufpreisvolumen beläuft sich auf
insgesamt 23,6Mio.€, bei annualisierten Mieteinnahmen
von 1,6 Mio. €.
Um den aktuellen Entwicklungen auf den
Immobilientransaktionsmärkten Rechnung zu tragen,
wurde das Immobilienvermögen zum 30. Juni 2023 durch
den externen Gutachter Jones Lang LaSalle neu bewertet. Im
Rahmen der Neubewertung wurde der Verkehrswert der zum 31.
Dezember 2022 bereits im Bestand befindlichen Objekte
("like for like") um 91,2 Mio. € bzw. 5,7 % gemindert.
Von den Bankguthaben sind Beträge in Höhe von
insgesamt 11,0 Mio. € auf zugriffsbeschränkten
Bankkonten hinterlegt, die zur Ablösung
grundpfandrechtlicher Besicherungen von Darlehen an die
finanzierenden Banken verpfändet wurden.
Der Abzinsungssatz zur Bewertung der
Pensionsverpflichtungen wurde aufgrund gestiegener
Kapitalmarktzinsen zum 31. März 2023 auf 4,0 % (31.
Dezember 2022: 3,89 %; 30. Juni 2023: 4,0 %) erhöht.
Aus dieser Zinsanpassung resultiert ein Rückgang der
Pensionsrückstellungen von 40 T€, der
erfolgsneutral über die Gewinnrücklage erfasst
wurde.
Es werden sämtliche Vermögenswerte und
Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten
bilanzierten Vermögenswerten und Schulden stellen, bis
auf die Finanzverbindlichkeiten, die Buchwerte der
finanziellen Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz
eine gute Näherung an den beizulegenden Zeitwert dar.
Berichtspflichtige Vorgänge mit nahestehenden
Unternehmen und Personen hat es im ersten Halbjahr 2023
nicht gegeben.
Am 20.Juli 2023 erfolgte der Besitzübergang der
Immobilien in Hanau und Offenburg.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Halbjahresfinanzberichterstattung der
Halbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im
Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Duisburg, den 9. August 2023
| Der Vorstand | |
| Niclas Karoff | Sarah Verheyen |
Nach der dynamischen und von zahlreichen negativen
Einflussfaktoren geprägten Aktienmarktentwicklung im
Jahr 2022 blicken die Anleger insgesamt auf ein
erfolgreiches erstes Börsenhalbjahr 2023 zurück.
Nachdem der deutsche Leitindex DAX das Jahr 2022 mit
einem Minus von 12,4% bei 13.924 Punkten beendete, erholte
sich der Index im ersten Quartal kontinuierlich.
Beeinflusst durch weitreichende fiskalpolitische
Maßnahmen, die zu einer weitgehenden Stabilisierung
der Inflationsraten führten, stieg der DAX bis zum 31.
März 2023 auf 15.627 Punkte.
In den darauffolgenden Handelswochen setzte sich der
positive Trend fort und der DAX erreichte Mitte Juni mit
16.427 Punkten ein neues Allzeithoch. Nach einer leichten
Kurskorrektur schloss der Leitindex das erste Halbjahr 2023
mit einem Plus von 16,0 % bei 16.148 Punkten ab.
Die beiden auf den DAX folgenden Indizes MDAX und SDAX
konnten im Jahresverlauf 2023 mit +9,9% bzw. +12,4%
ebenfalls Zuwächse verzeichnen.
Analog zum Geschäftsjahr 2022 wurden die Kurse von
Immobilienaktien im ersten Halbjahr 2023 in hohem
Maße durch die dynamische Entwicklung des Zinsumfelds
und zahlreiche daraus resultierende Negativschlagzeilen
beeinflusst. Dementsprechend konnte auch die
HAMBORNER-Aktie nicht an die positive Entwicklung des
Gesamtmarkts anknüpfen.
Nachdem der Kurs zum Jahresende 2022 bei 6,73 €
lag, konnte die Aktie im ersten Quartal zunächst
zulegen und markierte Mitte Februar ihren
zwischenzeitlichen Höchststand bei 7,73 €.
Infolge des anhaltenden Negativtrends im Bereich der
Immobilienaktien sowie des Dividendenabschlags entwickelte
sich der Wert in den darauffolgenden Wochen jedoch
rückläufig und beendete das erste Halbjahr 2023
mit einem Minus von 5,1 % bei 6,39 €.
Die hohe Marktdynamik spiegelt sich ebenfalls in der
Entwicklung der Handelsumsätze wider. Die
Handelsvolumina der HAMBORNER-Aktie sind im ersten Halbjahr
2023 deutlich gestiegen und lagen mit durchschnittlich rund
163.000 gehandelten Aktien pro Handelstag über dem
Durchschnittsniveau des Jahres 2022 (99.000 Aktien).
Die Marktkapitalisierung belief sich zum 30. Juni 2023
auf 519,8 Mio. € (31. Dezember 2022: 547,4 Mio.
€).
| Name/Kürzel | HAMBORNER REIT AG/HABA |
| Aktiengattung | Namensaktie |
| WKN/ISIN | A3H233 / DE000A3H2333 |
| Anzahl Aktien | 81.343.348 Stück |
| Grundkapital | 81.343.348€ |
| Handelssegment | Prime Standard |
| Indizes | SDAX/EPRA-Index |
| Designated Sponsors | MM Warburg/ Baader Bank |
| Streubesitz | 82,4 % |
| Aktienkurs zum 30. Juni 2023 (XETRA) | 6,39€ |
| Marktkapitalisierung zum 30. Juni 2023 | 519,8 Mio.€ |
Am 27. April 2023 fand die diesjährige ordentliche
Hauptversammlung der Gesellschaft in Mülheim an der
Ruhr statt. Ungeachtet der durch den Gesetzgeber
eingeräumten Möglichkeiten zur Durchführung
virtueller Hauptversammlungen hat sich die Gesellschaft
für eine Rückkehr zum traditionellen
Präsenzformat entschieden, um hierdurch den
persönlichen Dialog mit den Aktionärinnen und
Aktionären zu suchen.
Im Rahmen der Hauptversammlung wurden sämtliche
Beschlussvorschläge von Vorstand und Aufsichtsrat mit
großer Mehrheit angenommen. Die Beschlüsse
betrafen unter anderem die Entlastung des Vorstands bzw.
des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2022, die
Billigung des Vergütungsberichts 2022 sowie
verschiedene Änderungen der Satzung der Gesellschaft.
Darüber hinaus hat die Hauptversammlung den
Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat
bestätigt und eine Dividendenzahlung für das
zurückliegende Geschäftsjahr 2022 in Höhe
von 0,47 € je Aktie beschlossen. Unter
Berücksichtigung des XETRA-Schlusskurses der
HAMBORNER-Aktie zum Jahresende 2022 entsprach dies einer
Dividendenrendite von rund 7 %.
| 10.08.2023 | Halbjahresfinanzbericht 2023 |
| 09.11.2023 | Zwischenmitteilung 30. September 2023 |
| 08.02.2024 | Vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2023 |
| 14.03.2024 | Geschäftsbericht 2023 |
| 23.04.2024 | Zwischenmitteilung 31. März 2024 |
| 25.04.2024 | Ordentliche Hauptversammlung 2024 |
Der Vorstand der HAMBORNER REIT AG, Duisburg
09. August 2023
HAMBORNER REIT AG
Goethestraße 45
47166 Duisburg
Tel.: +49 203 54405-0
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