![]() HanseYachts AktiengesellschaftGreifswaldJahresabschluss zum 31.07.2011ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER HANSEYACHTS AG GEMÄß § 289a HGBDie Erklärung zur Unternehmensführung enthält die Entsprechenserklärung, Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat. Die HanseYachts AG verfolgt dabei das Ziel, die Darstellung der Unternehmensführung übersichtlich und prägnant zu halten. Vorstand und Aufsichtsrat der HanseYachts AG bekennen sich zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) und identifizieren sich mit den Zielen des Kodex, eine gute, verantwortungsvolle und am Nutzen der Anteilseigner, Mitarbeiter und Kunden orientierte Unternehmensführung zu fördern. Dies kommt zum Ausdruck in einer verantwortungsvollen, am Maßstab der Wertschöpfung ausgerichteten Leitung und Überwachung des Unternehmens sowie in einer transparenten Darstellung der Grundsätze des Unternehmens und dessen geschäftlicher Entwicklung, um das Vertrauen der Kunden, Geschäftspartner und Investoren in das Unternehmen zu gewährleisten und zu stärken. Parameter der guten Unternehmensführung sind weiterhin eine enge und effiziente Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat, die Achtung der Aktionärsinteressen, eine offene Unternehmenskommunikation, eine ordnungsgemäße Rechnungslegung und Abschlussprüfung sowie ein verantwortungsbewusster Umgang mit Risiken. Die HanseYachts AG versteht Corporate Governance als einen fortlaufenden Prozess und wird auch künftige Entwicklungen aufmerksam verfolgen und umsetzen. ERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX (DCGK) NACH § 161 AKTGAm 6. Oktober 2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und auf der Webseite der Gesellschaft unter (http://www.hansegroup.com) dauerhaft zugänglich gemacht. Die Entsprechenserklärung lautet wie folgt: "Die HanseYachts AG hat im Berichtszeitraum seit der letzten Entsprechenserklärung am 5. Oktober 2010 den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 mit Ausnahme der nachfolgenden Abweichungen entsprochen und wird dies mit Ausnahme der nachfolgenden Abweichung auch künftig tun:
ANGABEN ZU UNTERNEHMENSFÜHRUNGSPRAKTIKENDie Gesellschaft wendet alle gesetzlich vorgeschriebenen Unternehmensführungspraktiken an. Weitere unternehmensweit gültige Standards wie ethische Standards, Arbeits- und Sozialstandards existieren nicht. ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRATVorstand und Aufsichtsrat der HanseYachts AG arbeiten eng und vertrauensvoll zusammen. Alle relevanten Fragen der Geschäftslage und -entwicklung, der Finanzierung sowie der Strategie und Planung werden zwischen den beiden Führungsgremien besprochen. Der Aufsichtsrat berät und kontrolliert den Vorstand bei der Führung des Unternehmens und prüft alle bedeutenden Geschäftsvorfälle durch Einsichtnahme in die betreffenden Unterlagen auf Grundlage des Aktiengesetzes und der Satzung. Der Aufsichtsrat wird von der Hauptversammlung gewählt. Die Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat bestellt. Der Aufsichtsrat entscheidet hinsichtlich der Anzahl der Vorstandsmitglieder und des Vorsitzenden. In der Geschäftsordnung für den Vorstand legt der Aufsichtsrat einen Katalog zustimmungsbedürftiger Geschäfte sowie einen Geschäftsverteilungsplan fest. Der Aufsichtsrat agiert auf Basis einer eigenen Geschäftsordnung. Der Aufsichtsrat stellt den Jahresabschluss fest und billigt den Konzernabschluss. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeiten des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre und in der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat der HanseYachts AG besteht aus sechs Mitgliedern. Es besteht ein Prüfungsausschuss, der aus drei Mitgliedern des Aufsichtsrates gebildet wurde. Seine Aufgaben umfassen neben der Beratung über die Prüfung des Jahresabschlusses die Erörterung der Unternehmensplanung. Der Vorstand besteht zurzeit aus drei Mitgliedern: ein Vorsitzender (CEO), ein Finanzvorstand (CFO) und ein Vorstand für Produktion (COO). Ein aus drei Mitgliedern bestehender Vorstand hat sich bei der HanseYachts AG bewährt. Der Vorstand leitet das Unternehmen unter eigener Verantwortung. Die Zuständigkeitsbereiche ergeben sich aus dem Geschäftsverteilungsplan. Die Leiter der Geschäftsbereiche berichten über die Unternehmensbereiche an den Vorstand und tragen die Ergebnisverantwortung für ihren jeweiligen Bereich. Regelmäßig, zeitnah und umfassend berichtet der Vorstand schriftlich sowie in den turnusmäßigen Sitzungen über die Planung, die Geschäftsentwicklung sowie über die Lage des Konzerns einschließlich des Risikomanagements an den Aufsichtsrat. Der Vorstand nimmt an allen Sitzungen des Aufsichtsrats teil, berichtet schriftlich und mündlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und Beschlussvorlagen und beantwortet die Fragen der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder. Die Beschlussanträge werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats vor den jeweiligen Sitzungen schriftlich mitgeteilt. Von der Möglichkeit, Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren zu fassen, wird verhältnismäßig selten und nur in Fällen Gebrauch gemacht, die besonders eilbedürftig sind. VORSTANDSVERGÜTUNG (VERGÜTUNGSBERICHT) GEMÄSS ZIFFER 4.2.5 DCGKDie Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat in angemessener Höhe festgelegt. Kriterien für die Angemessenheit bilden sowohl die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Die Vorstandsmitglieder der HanseYachts AG erhalten ein festes Jahresgehalt, mit dem auch Vergütungen aus Nebentätigkeiten in verbundenen Unternehmen und vergleichbaren Mandaten abgegolten sind. Die Vorstandsmitglieder erhalten weiterhin eine angemessene jährliche Tantieme nach Maßgabe einer gesonderten Tantiemevereinbarung. Die Vorstandsmitglieder nehmen überdies an einem etwaigen (bislang allerdings nicht bestehenden) Aktienoptionsprogramm der HanseYachts AG teil. Die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands erfolgt durch den Aufsichtsrat. Die Vergütung umfasst fixe und variable Bestandteile sowie die Überlassung von Dienstfahrzeugen und Versicherungsprämien. Die auf eine private Nutzung von Dienstfahrzeugen entfallenden Steuern werden von den Vorstandsmitgliedern selbst getragen. Die variablen Bestandteile sind leistungsorientiert gestaltet. Erfolgsparameter sind die absolute Höhe des Gewinns vor Steuern sowie die Umsatzrendite (Ergebnis vor Steuern/Umsatzerlöse). Die variable Vergütung besteht in einer prozentualen Beteiligung am Gewinn vor Steuern. Die Höhe der variablen Bestandteile ist nach oben begrenzt. Die Auszahlung des variablen Vergütungsanteils erfolgt einmal jährlich in Abhängigkeit von den Ergebnissen des abgelaufenen Geschäftsjahres nach Feststellung des Jahresabschlusses. Die variablen Vergütungsbestandteile neu abgeschlossener Vorstandsverträge enthalten kurzfristige und langfristige Komponenten, deren Auszahlungszeitpunkt und Höhe von der zukünftigen Unternehmenswertentwicklung abhängt. Pensionsregelungen bestehen nicht. Im vergangenen Geschäftsjahr endend zum 31. Juli 2011 belief sich der fixe Vergütungsbestandteil des Gesamtvorstands einschließlich der Überlassung von Dienstwagen und Versicherungsprämien auf TEUR 591 (Vorjahr: TEUR 509). Für das Berichtsjahr hat der Vorstand, wie bereits in den beiden Vorjahren keine variablen Vergütungsbestandteile erhalten. Der Aufsichtsrat prüft in zweijährigem Abstand die jeweiligen Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder insbesondere unter Berücksichtigung der Ertragssituation der HanseYachts AG und der individuell erbrachten Leistungen und passt die Gesamtbezüge angemessen an. Weiterhin hat die HanseYachts AG zugunsten der Vorstandsmitglieder eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung für Directors and Officers (D&O Versicherung) mit Selbstbeteiligung abgeschlossen. Für den Fall des Widerrufs der Bestellung eines Vorstandsmitglieds oder der Niederlegung des Vorstandsmandats endet der Anstellungsvertrag und damit die Zahlung der Bezüge und die Gewährung sonstiger Leistungen durch die HanseYachts AG zwischen 6 und 18 Monate nach Ablauf des Kalendermonats, in dem der Widerruf oder die Niederlegung erfolgte. Erlischt bzw. entfällt das Amt als Vorstandsmitglied aufgrund oder infolge einer Umwandlungs- und/oder Umstrukturierungsmaßnahme, besteht für die HanseYachts oder eine Rechtsnachfolgerin u.a. das Wahlrecht, den Anstellungsvertrag der Vorstandsmitglieder mit einer Frist von 12 bzw. 18 Monaten zu kündigen. Kündigt ein Vorstandsmitglied in einem solchen Fall, ist eine Abfindungszahlung auf das Einkommen eines Jahres beschränkt. Dem Finanzvorstand steht ein außerordentliches Kündigungsrecht seines Anstellungsvertrages auch dann zu, wenn ein anderer Aktionär die Kontrolle über die Mehrheit der Stimmrechte übernimmt (Change of Control). Im Falle der Ausübung dieses Kündigungsrechts steht dem Finanzvorstand eine Abfindung in Höhe der Bezüge zu, die er bis zum Ablauf der regulären Vertragszeit noch erhalten hätte, jedoch begrenzt auf das Einkommen eines Jahres. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats informiert die Hauptversammlung der HanseYachts AG zudem über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderungen. AUFSICHTSRATSVERGÜTUNG GEMÄSS ZIFFER 5.4.6 DCGKDie Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wird durch die Hauptversammlung festgelegt und ist in § 14 der Satzung der HanseYachts AG geregelt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen zunächst eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung von jährlich 6.000,00 Euro. Daneben erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine variable Vergütung in Höhe von 50 Euro für jeden Cent, um den der Konzernüberschuss je Aktie den Betrag von 1,30 Euro übersteigt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Herr Dirk Borgwardt, erhält das Dreifache, sein Vertreter, Herr Matthias Harmstorf, und Vorsitzende von Ausschüssen, Herr Hans-Joachim Zwarg, das Zweifache der festen und variablen Vergütung. Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen durch Mitglieder des Aufsichtsrates wurden im Berichtsjahr von der HanseYachts AG ausschließlich an Herrn Borgwardt in Höhe von TEUR 7 und an Herrn Zwarg in Höhe von TEUR 19 zzgl. Auslagen gewährt. Für das Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat, wie bereits in den beiden Vorjahren keine variablen Vergütungsbestandteile erhalten. AKTIENBESITZ VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT GEMÄSS ZIFFER 6.6 DCGKHerrn Michael Peter Schmidt stehen 64,67 % der Stimmrechte (4.139.000 Aktien) der HanseYachts AG zu, wovon ihm 38,28 % der Stimmrechte (2.450.000 Aktien) der HanseYachts AG über die Michael Schmidt Beteiligungs-GbR zuzurechnen sind. Ansonsten halten die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der HanseYachts AG keinen im Sinne von Ziffer 6.6 DCGK zu veröffentlichenden Aktienbesitz von über 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Die HanseYachts AG informiert ausführlich über den Aktienbesitz und die Aktiengeschäfte von Vorstand und Aufsichtsrat. Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte nach § 15a WpHG, die so genannten Directors' Dealings, werden stets ordnungsgemäß auf der Website der Gesellschaft veröffentlicht. WEITERE INFORMATIONEN ZUR CORPORATE GOVERNANCETransparenz und der Anspruch, die Aktionäre und die Öffentlichkeit schnell und umfassend zu informieren, haben für die HanseYachts AG eine hohe Priorität. Daher werden aktuelle Entwicklungen und wichtige Unternehmensinformationen zeitnah auf der Webseite der HanseYachts AG (http://www.hansegroup.com) zur Verfügung gestellt. Neben Erläuterungen zur Corporate Governance werden dort weitergehende Informationen zu Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung, die gesetzlich vorgesehenen Berichte des Unternehmens (Jahresabschluss, Halbjahresfinanzbericht sowie Zwischenmitteilungen der Geschäftsleitung), ein Finanzkalender zu allen wesentlichen Terminen sowie Ad-hoc-Meldungen und meldepflichtige Wertpapiergeschäfte (Directors' Dealings) veröffentlicht.
Greifswald, den 6. Oktober 2011 HanseYachts AG Der Aufsichtsrat Der Vorstand Bilanz zum 31.Juli 2011der HanseYachts AG, GreifswaldAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. August 2010 bis zum 31. Juli 2011der HanseYachts AG, Greifswald
Anhang für das Geschäftsjahr 2010/11der HanseYachts AG, Greifswald1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss 2010/11Der Jahresabschluss zum 31. Juli 2011 der HanseYachts AG wurde nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften sowie des Aktiengesetzes aufgestellt. Aufgrund der erstmaligen Anwendung der im Rahmen des BilMoG geänderten Vorschriften des HGB ergaben sich keine Umstellungseffekte zum 1.August 2010. Unter Außerachtlassung der Änderungen durch das BilMoG entsprechen Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses den Vorjahresgrundsätzen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft hat ein vom Kalenderjahr abweichendes Geschäftsjahr vom 1.August bis zum 31. Juli des jeweiligen Folgejahres. Damit wird dem Geschäftszyklus der Gesellschaft Rechnung getragen. Der Jahresabschluss wurde in Euro aufgestellt. 2. Angewandte Bilanzierungs- und BewertungsmethodenSelbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Herstellungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile zugehöriger Gemeinkosten. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und bei dauernder Wertminderung um außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode über die voraussichtliche Nutzungsdauer vorgenommen. Im Zugangsjahr werden die Abschreibungen zeitanteilig berechnet. Geringwertige Vermögensgegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens i. S. d. § 6 Abs. 2 EStG, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter 150 EUR liegen, werden im Zugangsjahr jeweils voll abgeschrieben. Sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 150 EUR und 1.000 EUR liegen, wurde handelsrechtlich - in Anlehnung an § 6 Abs. 2a EStG - ein Sammelposten gebildet, der entsprechend im Jahr der Bildung und in den folgenden 4 Geschäftsjahren aufgelöst wird. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert worden. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Zeitwerten. Für bestimmte Kleinteile ist gemäß § 240 Abs. 3 HGB ein Festwert angesetzt worden. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten, höchstens jedoch zu ihren voraussichtlichen Veräußerungserlösen abzüglich noch anfallender Kosten, bewertet. Die Bewertung erfolgt zu Material- und Fertigungseinzelkosten zuzüglich der angefallenen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Sonderkosten der Fertigung. Darüber hinaus wurden angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten in die Herstellungskosten einbezogen. Handelswaren werden zum jeweils niedrigeren Betrag aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert bzw. Beschaffungspreis am Bilanzstichtag bewertet. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden bis zu der Höhe offen von den Vorräten abgesetzt, in der den erhaltenen Anzahlungen in den unfertigen und fertigen Erzeugnissen aktivierte Beträge gegenüberstehen. Sofern noch keine Aktivierung unfertiger und fertiger Erzeugnisse erfolgt ist, werden erhaltene Anzahlungen unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel werden mit dem Nominal- bzw. Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung von 3 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. Das in dem Rechnungsabgrenzungsposten enthaltene Disagio wird linear über den Zeitraum der Zinsbindung des entsprechenden Darlehens abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2010/11 erhaltene bzw. bewilligte Investitionszuschüsse und Investitionszulagen auf Sachanlagen wurden in den Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen eingestellt und über die Nutzungsdauer der geförderten Anlagengüter ertragswirksam vereinnahmt, sofern die betreffenden Anlagengüter im Berichtsjahr bereits betrieblich genutzt wurden. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie die darauf entfallenden Aufwendungen und Erträge werden zum Devisenkurs des Entstehungstages erfasst und zum Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Buchgewinne und -verluste durch Kursänderungen werden zum Bilanzstichtag nach Maßgabe des § 256a HGB erfolgswirksam berücksichtigt. Latente Steuern werden ab dem Geschäftsjahr 2010/11 für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von derzeit 29,7 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle eines Überhangs aktiver latenter Steuern würde in Ausübung des Wahlrechts aus § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB keine Aktivierung erfolgen. Steuerliche Verlustvorträge werden insgesamt nicht berücksichtigt, da vor dem Hintergrund des beabsichtigten Wechsels des Mehrheitsgesellschafters eine zukünftige Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge nicht wahrscheinlich ist. 3. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDie in der Anlage 4 gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. Im Geschäftsjahr 2010/11 sind insgesamt TEUR 2.326 Forschungs- und Entwicklungskosten angefallen. Unter den Immateriellen Vermögensgegenständen sind zum 31. Juli 2011 erstmals selbst geschaffene Rechte und Werte (Entwicklungskosten) in Höhe von TEUR 165 aktiviert worden. Korrespondierend wurden passive latente Steuern gebildet (TEUR 49). Die Zugänge zu den Finanzanlagen von TEUR 2.996 betreffen im Wesentlichen mit TEUR 2.167 Ausleihungen aus der Übertragung von Anlagegütern auf eine Tochtergesellschaft. Wertminderungen des Finanzanlagevermögens wurden mit TEUR 1.200 als Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen und mit TEUR 1.852 als Abschreibungen auf Ausleihungen erfasst. Derivative Finanzinstrumente und BewertungseinheitenDie Gesellschaft hält am Bilanzstichtag folgende derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken:
Die Ermittlung der Marktwerte erfolgte nach der Mark-to-Market-Methode. Die Zinsswaps bilden mit den variabel verzinsten Bankdarlehen eine Bewertungseinheit (Micro-Hedge), da sich die gegenläufigen Wertänderungen bis zur Endfälligkeit der Darlehen ausgleichen. Die Devisentermingeschäfte bilden mit den Grundgeschäften keine Bewertungseinheit, sodass eine erfolgsneutrale Erfassung ausscheidet. Einen positiven Marktwert zum Abschlussstichtag haben wir nicht aktiviert. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide MittelSämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 909 (Vorjahr: TEUR 1.019) sowie kurzfristige Darlehen in Höhe von TEUR 402 (Vorjahr: TEUR 402) saldiert mit erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 154 (Vorjahr: TEUR 8) ausgewiesen. Die liquiden Mittel der HanseYachts AG betragen TEUR 6.051 (Vorjahr: TEUR 5.644) und bestehen aus jederzeit fälligen Sichteinlagen und Tagesgeldern. In Höhe von TEUR 850 (Vorjahr: TEUR 750) unterliegen die liquiden Mittel einer Verfügungsbeschränkung durch finanzierende Kreditinstitute. Aktive RechnungsabgrenzungspostenEnthalten sind Disagien in Höhe von TEUR 109 (Vorjahr: TEUR 128) aus der Aufnahme von Bankdarlehen. EigenkapitalGezeichnetes KapitalDas voll eingezahlte Grundkapital der HanseYachts AG beträgt zum 31. Juli 2011 EUR 6.400.000,00 und ist in 6.400.000,00 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,00 aufgeteilt. Sämtliche Aktien sind Inhaberaktien. Genehmigtes KapitalDas genehmigte Kapital setzt sich wie folgt zusammen:
Gemäß des o.g. Beschlusses der Hauptversammlung wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 31. Januar 2016 um bis zu nominal EUR 3.200.000,00 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen mit Zustimmung des Aufsichtsrates einmalig oder mehrfach zu erhöhen. Zur Festlegung des weiteren Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe ist der Vorstand, unter Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrates, ermächtigt. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrates auszuschließen. Aus dem genehmigten Kapital wurden im Geschäftsjahr 2010/11 keine Aktien ausgegeben, das genehmigte Kapital beträgt daher unverändert EUR 3.200.000,00. Das genehmigte Kapital I/2006 und I/2007 wurde mit Beschluss durch dieselbe Hauptversammlung aufgehoben. KapitalrücklageDie Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag eine Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB aus, die sich im Geschäftsjahr 2010/11 wie folgt entwickelt hat:
Aus der Kapitalrücklage wurde gemäß § 150 Abs. 4 Nr. 1 AktG eine Entnahme zum Ausgleich des Jahresfehlbetrags vorgenommen. Bilanzgewinn/ -verlustDer Bilanzgewinn/ -verlust entwickelte sich wie folgt:
Ausschüttungsgesperrte BeträgeDie ausschüttungsgesperrten Beträge gemäß § 268 Abs. 8 HGB setzen sich wie folgt zusammen:
Sonderposten für Investitionszuschüsse und InvestitionszulagenIm Geschäftsjahr 2010/11 wurden der Gesellschaft im Rahmen des in Vorjahren erfolgten Neubaus einer Fertigungshalle sowie der im Wesentlichen damit zusammenhängenden Erweiterungsinvestitionen in den Maschinenpark steuerfreie und steuerpflichtige Zuwendungen bewilligt, die entsprechend im Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen ausgewiesen werden:
Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten, BesicherungDie Verbindlichkeiten haben folgende Fälligkeiten:
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen UnternehmenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten mit TEUR 1.331 (Vorjahr: TEUR 657) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 98 erhaltene Anzahlungen. Mit ihnen sind kurzfristige Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 212 (Vorjahr: TEUR 206) saldiert ausgewiesen. Sonstige VerbindlichkeitenIn den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Darlehen des Vorstandsvorsitzenden und Hauptaktionärs Michael Schmidt in Höhe von TEUR 2.000 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Darüber hinaus enthalten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 121 (Vorjahr: TEUR 1.039) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 21 (Vorjahr: 10). 4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt nach Produkten und Absatzregionen auf:
Sonstige betriebliche Erträge und AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 594 (Vorjahr: TEUR 680), die vor allem aus der Auflösung von Rückstellungen und von Wertberichtigungen auf Forderungen resultieren. Weiterhin enthalten sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für steuerbare Investitionszuschüsse mit TEUR 265 (Vorjahr: TEUR 420) und nicht steuerbare Investitionszulagen mit TEUR 335 (Vorjahr: TEUR 376). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 148 (Vorjahr: TEUR 111) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 167 (Vorjahr: TEUR 165) erfasst. Verbundene UnternehmenDie Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betreffen mit TEUR 173 (Vorjahr: TEUR 425) verbundene Unternehmen. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen mit TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 16) verbundene Unternehmen. Außerplanmäßige AbschreibungenZur Berücksichtigung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung bzw. zur Berücksichtigung des niedrigeren beizulegenden Wertes wurden auf technische Anlagen und Maschinen außerplanmäßige Abschreibungen von TEUR 111 (Vorjahr: TEUR 550) vorgenommen. Betroffen sind vor allem nicht mehr vollumfänglich nutzbare Produktionsformen für Schiffsrümpfe und -kleinteile. Im Beteiligungsergebnis sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Ausleihungen des Finanzanlagevermögens und Beteiligungsbuchwerte in Höhe von insgesamt TEUR 3.052 (Vorjahr: TEUR 5.864) enthalten. Die außerplanmäßigen Abschreibungen entfallen auf verbundene Unternehmen. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDer Steueraufwand des Geschäftsjahres 2010/11 setzt sich wie folgt zusammen:
Die Körperschaftsteuer, der Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer aus Vorjahren resultieren aus einer steuerlichen Betriebsprüfung, die im Geschäftsjahr abgeschlossen worden ist und insgesamt zu einer Erstattung von Ertragsteuern führte. Der Steueraufwand des laufenden Geschäftsjahres resultiert aus unterschiedlichen steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen im Rahmen der Übertragung von Anlagengütern auf eine Tochtergesellschaft. Der Aufwand aus latenten Steuern resultiert aus den temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen. 5. Sonstige AngabenAufstellung des Anteilsbesitzes
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle GeschäfteEs bestehen die folgenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen, vornehmlich aus Leasing-, Miet- und Pachtverträgen:
Zusätzlich zu den vorstehend genannten finanziellen Verpflichtungen stellt die HanseYachts AG die Finanzierung des Erwerbs einer Immobilie durch ein verbundenes Unternehmen sicher (TEUR 623). Wesentliche außerbilanzielle Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, bestehen nicht. HaftungsverhältnisseDie Gesellschaft hat gegenüber einem polnischen Kreditinstitut selbstschuldnerische Bürgschaften bis zu einem Höchstbetrag von insgesamt TEUR 2.000 und TPLN 800 (Vorjahr: TEUR 2.000 und TPLN 800) für die Technologie Tworzyw Sztucznych Sp. Z o.o. übernommen. Die selbstschuldnerischen Bürgschaften beziehen sich auf Ansprüche aus TTS eingeräumten Darlehen, die zum Bilanzstichtag rd. EUR 2,8 Mio. betragen. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus Bürgschaften für die Tochtergesellschaft wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering eingestuft. Zugunsten eines norwegischen Kreditinstituts wurde im Vorjahr eine Kreditbesicherungsgarantie über TEUR 350 (Vorjahr: TEUR 350) ausgestellt. Hintergrund ist eine der Fjord Boats AS eingeräumte Kreditlinie, die im August 2011 zurückgeführt worden ist. Die Garantie ist ebenfalls im August 2011 zurückgegeben worden, sodass ein Risiko aus der Inanspruchnahme nicht besteht. Für das Finanzierungsprogramm mit einer unabhängigen institutionellen Absatzfinanzierungsgesellschaft wurden durch die Hausbanken der HanseYachts AG Zahlungsgarantien in Höhe von TEUR 1.150 (Vorjahr: TEUR 1.500) bereitgestellt. In Höhe von TEUR 850 (Vorjahr: TEUR 750) sind diese Garantien durch die Verpfändung liquider Mittel unterlegt. Die Garantien dienen ausschließlich zur Besicherung von etwaigen Rückkaufverpflichtungen durch die HanseYachts AG. Die Verträge mit der Absatzfinanzierungsgesellschaft sehen eine Verwertungsphase der von den Händlern zur Sicherheit übereigneten Schiffe vor, sodass mit einer Inanspruchnahme aus den Garantien derzeit nicht zu rechnen ist. Darüber hinaus hat die HanseYachts AG zugunsten der Absatzfinanzierungsgesellschaft Ausfallgarantien für die Tochtervertriebsgesellschaften in Höhe von TEUR 2.780 übernommen. Aufgrund der regelmäßig überprüften Verwertbarkeit der sicherungsübereigneten Schiffe gehen wir von einem geringen Risiko einer Inanspruchnahme aus. Vorstand / AufsichtsratMitglieder des Vorstands der HanseYachts AG waren im Geschäftsjahr:
Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2010/11 belaufen sich auf TEUR 591 (Vorjahr: TEUR 509). Bezüglich der Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds und der Leistungen bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird aufgrund eines Beschlusses der Hauptversammlung von der Befreiung gem. § 286 Abs. 5 HGB Gebrauch gemacht. Der Aufsichtsrat bestand aus den folgenden Mitgliedern:
Der Aufsichtsrat erhielt in der Berichtsperiode wie im Vorjahr Bezüge in Höhe von TEUR 60. Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenAls nahe stehende Personen der HanseYachts AG kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie die Unternehmen in Betracht, die von Organmitgliedern beherrscht werden oder auf die Organmitglieder einen Einfluss ausüben können und Unternehmen, an denen die HanseYachts AG mittelbar oder unmittelbar nicht zu 100 % beteiligt ist. Zwischen der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften besteht auf den Ebenen Vorstand und Geschäftsleitung eine personelle Verflechtung. Herr Udo Potthast ist als Vorstandsmitglied der HanseYachts AG gleichzeitig Organ der Geschäftsleitung der Yachtzentrum Greifswald Beteiligungs-GmbH und der HanseYachts Technologie und Vermögensverwaltungs GmbH. Außerdem ist Herr Potthast "Chairman of the Board" bei der Fjord Boats AS. Folgende wesentliche Leistungsbeziehungen mit nahe stehenden Personen im Sinne von § 285 Nr. 21 HGB bestanden im Geschäftsjahr 2010/11:
Honorar für den AbschlussprüferDie Angabe gemäß § 285 Nr. 17 HGB erfolgt im Konzernabschluss. MitarbeiterDie Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 388 Mitarbeiter, davon 76 Angestellte und 312 gewerbliche Arbeitnehmer. Wiedergabe der Mitteilungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance CodexDie nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist abgegeben und als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB den Aktionären durch Veröffentlichung auf unserer Homepage (www.hansegroup.com unter Corporate Governance) dauerhaft zugänglich gemacht worden. KonzernabschlussDie Gesellschaft stellt zum 31. Juli 2011 einen Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards gemäß § 315a HGB auf, der bei dem Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und über die Internetseite des elektronischen Unternehmensregisters veröffentlicht wird.
Greifswald, 11. Oktober 2011 HanseYachts AG Der Vorstand Michael Schmidt Udo Potthast Dr. Peter Barth Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010/2011der HanseYachts AG, Greifswald
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010/11der HANSEYACHTS AG, Greifswald1 Geschäfts- und Rahmenbedingungen1.1 Gesamtwirtschaftliche LageDer Hauptabsatzmarkt der HanseYachts AG ist vor allem der Europäische Wirtschaftsraum. Der wirtschaftliche Aufschwung in der Europäischen Gemeinschaft setzt sich insgesamt, wenn auch deutlich verlangsamt, fort. Innerhalb Europas ist zu beobachten, dass sich Nordeuropa positiv entwickelt, während vor allem in den südeuropäischen Volkswirtschaften die Stabilitätsdiskussionen anhalten und die Volkswirtschaften zum Teil schrumpfen werden1 . In ähnlicher Weise verhält sich der ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum2 . Insbesondere die Staatsschuldendiskussionen sorgen für anhaltende Verunsicherungen. Wir spüren insgesamt eine Festigung der Nachfrage nach Segelyachten. Dabei sind positive Impulse vor allem aus Nord- und Zentraleuropa sowie aus Südosteuropa wie z.B. der Türkei festzustellen. Weiteres Wachstum konnte in Australien und den USA erreicht werden. Die Rahmenbedingungen für die private Konsumfinanzierung der Endkunden sind weiterhin anspruchsvoll. Die Nachfrage ist zudem durch eine hohe Preissensibilität gekennzeichnet. 1.2 Branchenentwicklung und MarktpositionDie HanseYachts Unternehmensgruppe produziert und vertreibt Segelyachten der Marken Hanse, Moody und Dehler mit Varianta und Motoryachten der Marke Fjord. Die Konzentration in unserer Branche ist im Berichtsjahr weiter fortgeschritten, so dass der Markt zunehmend von wenigen großen Herstellern dominiert wird. Innerhalb der Branche besteht eine ausgeprägte Konkurrenz, die sich insbesondere in einem Wettbewerb um das beste Preis-Leistungsverhältnis niederschlägt. Nach den vom Bundesverband der Wassersportwirtschaft veröffentlichten Informationen hat die deutsche Bootsproduktion im Jahr 2010 um knapp 30% zugenommen3 . Dabei wird nicht zwischen den unterschiedlichen Produkten, die vom kleinen Angelboot bis hin zur Luxusyacht reichen, unterschieden. Gleichwohl kann aus dieser Steigerung das Signal einer spürbaren Markterholung abgeleitet werden. Für den weltweiten Markt wird für die Jahre 2010 bis 2015 eine durchschnittliche Steigerung der Nachfrage nach Segelyachten von 11,2% erwartet4 . Unsere Produkte gehören zu den Freizeit- und Luxusgütern. Die Nachfrage nach solchen Produkten reagiert sensibel auf konjunkturelle Veränderungen. Das gilt in beide Richtungen, also sowohl für Krisen als auch für Boomjahre. Nach den Untersuchungen der Absatzfinanzierungsgesellschaft GE Commercial Distribution Finance Ltd. liegt die Veränderung der Nachfrage nach solchen Gütern um den Faktor 8-16 über der jeweiligen Entwicklung des BIP5 . Wir spüren bereits in Zeiten wirtschaftlicher Stabilisierung deutliche Nachfrageimpulse.
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Commerzbank AG, Konjunktur und Finanzmärkte,
Research August/September 2011 Die Anforderungen der Kunden entwickeln sich weiter in Richtung Individualität und Variantenvielfalt. Die Kundenwünsche sind vielfältig und regional sehr unterschiedlich. Nur mit einer modularen Fertigung, die eine solche Variantenvielfalt abbilden kann und mit einer klar positionierten Markenwelt wird sich ein Hersteller langfristig erfolgreich am Markt positionieren können. Unsere Vertragshändler werden kundenseitig mit hohen Rabattforderungen konfrontiert. Wir begegnen dem mit einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis unserer Produkte. Im Segelbootbereich bieten wir mit der Marke "Hanse" komfortable Familienyachten, mit der Marke "Moody" luxuriöse Decksalon- und Classic-Yachten und mit der Marke "Dehler" hochwertige Performance Cruiser und unter der Marke "Varianta" Segeln in seiner ursprünglichsten Form an. Im Motorbootbereich konzentrieren wir uns mit dem kühlen und minimalistischen Design der Marke "Fjord" bewusst auf eine besondere Marktnische. Die klassische "Terne"- Serie rundet das Angebot an Motorbooten ab. Für die Produkte aller Marken bieten wir ein umfangreiches Portfolio an Einrichtungsvarianten und Kabinenlayouts, Farbgebungen, Stoffen, verschiedenen Hölzern und Oberflächendesigns sowie Ausstattungspaketen. Die Möglichkeiten, unterschiedliche Produkte unter einer einzigen Marke zu positionieren, sind limitiert. In einer Mehr-Marken-Strategie können Abgrenzungen zwischen den Marken vorgenommen, die Produkte klar positioniert und ihnen innerhalb der Marke eine starke Identität gegeben werden. Durch unsere Mehr-Marken-Strategie erwarten wir eine bessere Auslastung der Kapazitäten und ein höheres Anpassungspotenzial auf sich ändernde Marktbedingungen und Kundennachfragen. Wir decken mit unseren Marken sowohl die breite Kundenschicht, als auch die wesentlichen Nischen ab. Daher besteht aktuell kein Bedarf, weitere Marken zu erwerben. 1.3 UnternehmensportraitDie Geschäftstätigkeit der HanseYachts AG erstreckt sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Segel- und Motoryachten. Dabei wird der wesentliche Umsatz mit Segelyachten realisiert. Der Vertrieb erfolgt nicht direkt an Endkunden, sondern über unabhängige Vertragshändler sowie in Deutschland, Frankreich, den USA, Norwegen und Schweden auch durch Tochterunternehmen. Von Anfang an war das Konzept der Werft, technologisch anspruchsvolle Eigneryachten mit einer einfachen Bedienbarkeit, gepaart mit einem innovativen Design-Konzept, zu einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten. Die Yachten werden zum weit überwiegenden Teil auf Endkundenbestellung, die die Vertragshändler an die HanseYachts AG weiterleiten, gefertigt. Durch den Einsatz von variabel kombinierbaren Modulen für den Innenausbau, die Farbgebung und eine breite Vielfalt von Zusatzausrüstung wird dabei dem Endkunden die Möglichkeit geboten, die Yacht seinen jeweiligen Bedürfnissen anzupassen. Unsere Fertigungstiefe reicht von der Herstellung von glasfaserverstärkten Verbundwerkstoffen und der Möbelfertigung bis zur Endmontage der Schiffe. Am Produktionsstandort in Greifswald wird auch die Forschung und Entwicklung sowie die zentrale Marketingkoordination inklusive der Media- und Messeplanung vorgenommen. Auch der Zentraleinkauf für die AG und für Tochterunternehmen sowie die Gesamtvertriebssteuerung erfolgen hier. Weitere Produktionsstandorte befinden sich in Goleniow, Polen, und in Meschede-Freienohl. Vertriebsgesellschaften befinden sich in Deutschland, den USA, in Norwegen und Schweden sowie ein Auslieferungs- und Servicecenter in Frankreich. 1.4 Organisation und TochterunternehmenDie HanseYachts AG ist die Muttergesellschaft der HanseYachts-Gruppe. Sie nimmt zentrale Holdingaufgaben wahr und betreibt einen Großteil des operativen Geschäfts der Hanse-Yachts-Gruppe. An allen Tochtergesellschaften ist die HanseYachts AG unmittelbar oder mittelbar zu 100 % beteiligt. Die Tochtergesellschaften sind die Hanse (Deutschland) Vertriebs GmbH & Co. KG mit ihrer Komplementärin, der Verwaltung Hanse (Deutschland) Vertriebs GmbH, die Dehler Yachts GmbH, die Hanse Yachts US, LLC, USA, die Technologie Tworzyw Sztucznych Sp.z o.o., Polen, die HanseYachts Technologie und Vermögensverwaltungs GmbH sowie die Yachtzentrum Greifswald Beteiligungs-GmbH mit ihren Tochtergesellschaften Fjord Boats AS, Norwegen, und Mediterranean Yacht Service Center SARL, Frankreich. Die 25 %-ige indirekte Minderheitsbeteiligung an der Scandinavian Yachtcenter Dragör A/S in Dragör, Dänemark, wurde im Berichtsjahr veräußert. Mit Vereinbarung vom 30. Juli 2011 hat der Mehrheitsaktionär Herr Michael Schmidt seine unmittelbar gehaltenen 1.689.000 Aktien und die Michael Schmidt Beteiligungs-GbR ihre 2.450.000 Aktien der HanseYachts AG u.a. an die Aurelius Development Invest GmbH veräußert. Der Vertrag enthält einige Bedingungen, die bis zum Bilanzstichtag noch nicht eingetreten sind, so dass der Vollzug des Vertrages noch nicht erfolgt ist. Die Beteiligungsverhältnisse sind daher am Bilanzstichtag noch unverändert. Wir verweisen auf unsere Ausführungen zu den Ereignissen nach dem Bilanzstichtag im Nachtragsbericht unter Nr. 11. 1.5 GeschäftsverlaufIm weiterhin sehr anspruchsvollen Marktumfeld haben wir uns sehr gut behaupten und unsere Umsatzerlöse im zweiten Jahr in Folge deutlich steigern können. Die Verstärkung unseres Händlernetzes, die umfassende Präsentation neuer Modelle und Facelifts sowie die Vermarktung von Sondermodellen haben ihre beabsichtigte Wirkung entfaltet. Die damit realisierten Absatzerfolge führten zu einer wiederum erhöhten Auslastung der Produktion. Nach wie vor waren zur Sicherung des Absatzes und als Reaktion auf Preisvorgaben anderer Marktteilnehmer erhebliche Vertriebsanstrengungen erforderlich, die sich insbesondere im ersten Halbjahr des abgelaufenen Geschäftsjahres in der Vermarktung von Sondermodellen, aber auch in finanziellen Kaufanreizen wie Preisnachlässen oder verbesserter Ausstattung der Schiffe, niedergeschlagen haben. Wir haben an allen relevanten Messen in nahezu ungekürztem Umfang teilgenommen und unsere Produktpalette erfolgreich präsentiert. Im gesamten Geschäftsjahr haben wir wiederum erheblich in die Entwicklung neuer Modelle investiert. Mit der Hanse 495 und der Hanse 385 wurde die neue Designlinie konsequent weiter entwickelt. Die neuen Modelle bieten ein noch großzügigeres Raumangebot bei gewohnt guten Segeleigenschaften und modernen Designs im Hanse-typischen Loft-Style. Darüber hinaus setzen diese Modelle die technologischen Standards für wesentliche strukturelle und fertigungstechnische Lösungen. Für Dehler wurde mit der neuen Dehler 41 die Lücke zwischen den Erfolgsmodellen Dehler 35 und Dehler 45 geschlossen. Die Dehler 41 folgt stringent der Dehler-Markenstrategie als sportlicher Cruiser mit Regattapotenzial. Für die Marke Fjord haben wir die Entwicklung der Fjord 36 open erfolgreich abgeschlossen. Weitere Neuentwicklungen für das kommende Geschäftsjahr sind für alle Marken der HanseGroup in Vorbereitung. Die Präsentation einer vollständigen und modernen Modellpalette auf allen wichtigen Herbstmessen ist ein wesentlicher Grundstein für den Vertriebserfolg der kommenden Saison. Daher haben wir in den letzten Wochen des Geschäftsjahres unseren Fokus auf die pünktliche Fertigstellung der Messeboote gelegt. 2 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage2.1 ErtragslageDurch die bessere Produktionsauslastung und den Erfolg der Neuentwicklungen und Sondermodelle sind die Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr im nach wie vor sehr preisagressiven Marktumfeld um 25 % auf 81,1 Mio. Euro gestiegen (Vorjahr: 65,0 Mio. Euro). Das Umsatzwachstum lag damit über der weltweiten Marktentwicklung. Die Gesamtleistung wurde um 20 % von 67,4 Mio. Euro auf 80,8 Mio. Euro gesteigert. Der durchschnittliche Verkaufspreis je Yacht hat sich insbesondere auf Grund der Veränderung des Produkt-Mixes gegenüber dem Vorjahr erhöht. Wir sehen darin eine Bestätigung unserer ModellEntwicklungspolitik und einen Trend hin zu höherwertigen Schiffen. Bei einem Materialaufwand von 59,9 Mio. Euro (Vorjahr: 50,2 Mio. Euro) liegt die Materialaufwandsquote (74,2 %) im Verhältnis zur Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderung, andere aktivierte Eigenleistungen) um 0,4 %-Punkte unter dem Vorjahresniveau. Neben einem veränderten Modellmix schlagen sich hier Rationalisierungserfolge bei Neuentwicklungen und stabile Einkaufskonditionen bei den Lieferanten nieder. Wir haben einen Rohertrag (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) von 20,9 Mio. Euro erwirtschaftet (Vorjahr 17,1 Mio. Euro). Die Personalaufwendungen sind von 11,9 Mio. Euro im Vorjahr um 4 % auf 12,3 Mio. Euro nur moderat gestiegen. Die Personalaufwandsquote gemessen an der Gesamtleistung hat sich dadurch von 17,6 % auf 15,2 % verringert. Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der Gesamtleistung ist mit 14,4 % deutlich unter dem Niveau des Vorjahres von 18,5 %. Absolut liegen sie mit 11,6 Mio. Euro um 0,9 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 12,5 Mio. Euro. Erhöhten Aufwendungen für Marketing & Vertrieb, Frachten & Verpackung sowie für Energie standen Einsparungen in den Gewährleistungs- und Reisekosten gegenüber. Die kulante Abarbeitung von Gewährleistungsfällen und eine Intensivierung unseres Qualitätssicherungssystems haben sich kostensenkend bemerkbar gemacht. Die Abschreibungen des Berichtsjahres betragen 4,3 Mio. Euro und liegen um ca. 0,7 Mio. Euro unter dem Vorjahr, das in größerem Umfang durch außerplanmäßige Abschreibungen belastet war. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) hat sich wesentlich verbessert und beträgt - 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: - 4,1 Mio. Euro). Das Finanzergebnis beträgt - 3,5 Mio. Euro (Vorjahr: - 5,9 Mio. Euro). Während das Zinsergebnis vor allem den planmäßigen Zinsdienst für die finanziellen Verbindlichkeiten enthält, enthält das Beteiligungsergebnis mit - 3,1 Mio. Euro die erfolgswirksame Erfassung des Wertminderungsaufwandes für unsere mittelbaren Beteiligungen an der Fjord Boats AS und der Mediterranean Yacht Service Center SARL. Im Berichtsjahr haben wir die Aktivitäten der Fjord Boats AS deutlich reduziert und die Betreuung des Endkundenmarktes in Norwegen weitestgehend auf einen neuen externen Vertragshändler überleiten können. Für den schwedischen Markt erfolgt die Überleitung auf einen dritten Vertragshändler zu Beginn des kommenden Geschäftsjahres, so dass die Gesellschaft ihren operativen Geschäftsbetrieb in Zukunft weitgehend einstellen wird. Die Geschäftsentwicklung der Mediterranean Yacht Service Center SARL war defizitär. Als Konsequenz haben wir den Beteiligungsansatz an der Yachtzentrum Greifswald Beteiligungs-GmbH, welche die Anteile an der Fjord Boats AS hält, sowie Ausleihungen an die vorgenannten Gesellschaften in angemessener Höhe wertberichtigt. Das Jahresergebnis beträgt - 8,6 Mio. Euro (Vorjahr: - 15,0 Mio. Euro). 2.2 FinanzlageDer operative Cashflow beträgt -1,5 Mio. Euro (Vorjahr - 0,2 Mio. Euro). Die wesentlichen Ergebnisbelastungen resultieren aus liquiditätsneutralen Bewertungsmaßnahmen und haben daher keinen Einfluss auf den Cashflow. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betreffen hauptsächlich Produktionsformen. Saldiert mit den zugeflossenen Fördermitteln stellen die Investitionen in das Sachanlagevermögen mit 1,6 Mio. Euro den Großteil des Mittelbedarfs dar. Zum Abschlussstichtag bestanden Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 6,1 Mio. Euro, die sich im Vergleich zum Vorjahresbestand von 5,6 Mio. Euro um 0,4 Mio. Euro leicht erhöht haben. Von den liquiden Mitteln dienen 0,85 Mio. EUR zur Besicherung von Avallinien. Zusätzlich bestehen Kontokorrentlinien in Höhe von 4,85 Mio. Euro, die in Höhe von 4,0 Mio. Euro durch eine Landesbürgschaft abgesichert sind. Diese Linien wurden zum Stichtag durch Avalkredite und Euro-Barvorschüsse in Höhe von 2,8 Mio. Euro in Anspruch genommen (Vorjahr: Inanspruchnahme von eingeräumten Avalkrediten 1,2 Mio. Euro). Die darüber hinausgehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen ausschließlich mittel- bis langfristige Investitionsdarlehen und sind von 6,2 Mio. Euro um 0,8 Mio. Euro auf 5,4 Mio. Euro durch planmäßige Tilgungen gesenkt worden. Im Berichtsjahr wurden keine weiteren Investitionsfinanzierungen aufgenommen. Das Zinsniveau wurde auf Basis der zum Abschlusszeitpunkt der Darlehensverträge geltenden Konditionen über die Laufzeit der Darlehen abgesichert. Zur Stärkung der Liquidität wurde durch den Mehrheitsaktionär im ersten Halbjahr ein Darlehen über 2,0 Mio. Euro bereitgestellt. Zur Unterstützung unserer Vertragshändler besteht ein Rahmenvertrag mit einer unabhängigen institutionellen Absatzfinanzierungsgesellschaft. Damit wird den Händlern ermöglicht -bei entsprechender eigener Bonität - sowohl von Kunden bestellte Schiffe, als auch Ausstellungs- und Messeboote zu finanzieren. 2.3 VermögenslageDie Bilanzsumme betrug zum Stichtag 60,2 Mio. Euro (Vorjahr: 62,7 Mio. Euro). Das Anlagevermögen ist mit 39,3 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (42,9 Mio. Euro) um 3,6 Mio. Euro gesunken. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen und im Sachanlagevermögen standen Abschreibungen von 4,3 Mio. Euro lediglich Neu-Investitionen von 3,1 Mio. Euro gegenüber. Darüber hinaus wurden im Rahmen einer konzerninternen Transaktion Anlagegüter im Buchwert von 2,2 Mio. Euro auf eine Tochtergesellschaft übertragen. In diesem Zusammenhang wird gegen diese Tochtergesellschaft eine entsprechende Forderung im Finanzanlagevermögen ausgewiesen. Unter Berücksichtigung der Zugänge zu den Ausleihungen, die die Wertberichtigungen auf Beteiligungsbuchwerte und Ausleihungen weitgehend kompensieren, entsprechen die Finanzanlagen mit 12,5 Mio. Euro nahezu dem Vorjahresniveau. Der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens an der Bilanzsumme betrug zum Bilanzstichtag damit 65,3 % (Vorjahr: 68,3 %). Das Vorratsvermögen ist gegenüber dem Vorjahr mit 9,8 Mio. Euro nahezu unverändert. Wie im Vorjahr befinden sich zum Stichtag unfertige Erzeugnisse in den Produktionsbändern. Im Berichtsjahr sind das vor allem Neuentwicklungen, die als Messeschiffe auf den anstehenden Herbstmessen gezeigt werden. Diese Schiffe werden nach den Werksferien planmäßig fertig gestellt. Das Volumen der von den Vorräten abgesetzten erhaltenen Anzahlungen liegt ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahres. Zum Bilanzstichtag betragen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bedingt durch eine wesentlich höhere Anzahl an Auslieferungen im Monat Juli 2,7 Mio. Euro. (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen 1,2 Mio. Euro (Vorjahr 1,4 Mio. Euro). Das Eigenkapital ist im abgelaufenen Geschäftsjahr ergebnisbedingt um 8,6 Mio. Euro auf 30,9 Mio. Euro gesunken. Zum Ausgleich des Bilanzverlusts wurde der Kapitalrücklage ein Betrag von 8,6 Mio. Euro entnommen. Die Eigenkapitalquote beträgt 51 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 63 %). Insbesondere die sonstigen Rückstellungen und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen in Folge des größeren Geschäftsvolumens gestiegen. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich vor allem in Folge der Darlehensgewährung durch den Mehrheitsaktionär. 2.4 Investitionen und AbschreibungenAufgrund der umfangreichen Investitionen in der Vergangenheit waren im Berichtsjahr keine signifikanten Investitionen in Produktionsanlagen erforderlich. Daher konzentrierten sich die Investitionen im Wesentlichen auf die Herstellung und den Erwerb von Produktionsformen für unsere neuen Modelle. In diesem Zuge werden einige Formen vor dem Ende der kalkulierten Nutzungsdauer stillgelegt. Für diese Formen wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 0,1 Mio. Euro erforderlich. Im Berichtsjahr haben wir von unserer Tochtergesellschaft Fjord Boats AS die Rechte an den Marken "Fjord" und "Terne" erworben (insgesamt 1,0 Mio. Euro). Der Kaufpreis wurde nach dem Lizenzpreis-Analogieverfahren ermittelt und durch ein Gutachten einer unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestätigt. Die durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz eingetretenen gesetzlichen Änderungen der Rechnungslegungsvorschriften sind aufgrund unseres abweichenden Geschäftsjahres erstmals in dieser Berichtsperiode anzuwenden. Danach besteht ein Wahlrecht, Kosten für die Entwicklung neuer Produkte zu aktivieren, wenn die notwendigen Voraussetzungen für die Erfassung und Zuordnung dieser Kosten gegeben sind. Durch Einführung einer Projektmanagement-Software innerhalb unseres ERP Systems sind diese Voraussetzungen erfüllt, so dass zum Bilanzstichtag erstmalig Entwicklungskosten für Baureihen und Modelle aktiviert wurden (0,2 Mio. Euro). Im Übrigen haben sich im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände nur unwesentliche Veränderungen ergeben. Bezüglich der Finanzanlagen haben wir auf Ausleihungen an Tochtergesellschaften in Höhe von 0,7 Mio. Euro verzichtet. Dies führt in der Erfolgsrechnung der betreffenden Tochtergesellschaft zu einem Ertrag und damit auch zu einer entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals. Die Werthaltigkeit von Beteiligungsansätzen wird jährlich anhand der erwirtschafteten Ergebnisse und bestehender zukünftiger Erfolgsaussichten kritisch überprüft. Im Berichtsjahr waren einschließlich des o.g. Forderungsverzichts insgesamt Abschreibungen in Höhe von 3,1 Mio. Euro erforderlich. Im Übrigen verweisen wir auf unsere Erläuterungen zur Vermögens- und Ertragslage. 3 Forschung und EntwicklungUnsere Entwicklungsarbeit konzentriert sich auf die Entwicklung neuer, innovativer Yachten unter der Verwendung modernster Werkstoffe und Fertigungsverfahren. In diese Entwicklung fließen die im Rahmen der laufenden Prozessoptimierung gewonnenen Erkenntnisse ein, die durch gemeinsame Projekte mit Hochschulen ergänzt werden. Die umfangreichen Erfahrungen der eigenen Mitarbeiter werden dabei durch die Zusammenarbeit mit international anerkannten Konstruktionsbüros und Yachtdesignern erweitert. Der Einsatz der Konstruktionssoftware Catia V5 ermöglicht uns, den gesamten Entwicklungs- und Fertigungsprozess vom ersten Design bis zur Ansteuerung von Produktionsmaschinen abzubilden. Neben Hard- und Softwarekosten fallen dabei erhebliche Aufwendungen für die Schulung unserer Mitarbeiter und den Einsatz externer Spezialisten an. Der Schwerpunkt unserer Entwicklungstätigkeit lag im Berichtsjahr in der Entwicklung neuer Modelle für die Marken Dehler, Hanse und Moody. Dabei handelt es sich neben der Weiterentwicklung des Außen- und Innenlayouts für bestehende Modelle insbesondere um die Entwicklung neuer Designs und Konzepte sowie die Festlegung von Konstruktions- und Produktionsstandards. Die für den Bereich Forschung und Entwicklung insgesamt angefallenen Aufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 2,3 Mio. Euro. Diese Aufwendungen erfüllen nur zu einem geringen Teil die Voraussetzungen für eine Aktivierung im handelsrechtlichen Jahresabschluss. 4 PersonalWir haben im Berichtsjahr aufgrund der gestiegenen Auslastung 44 neue Mitarbeiter eingestellt. Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurde die Vergütungsstruktur unserer Mitarbeiter überarbeitet. Wesentliche Eckdaten sind einheitliche Mindestlöhne, die Einführung eines Beurteilungs- und Prämiensystems sowie Trainingsmaßnahmen. Im Rahmen des Wegfalls der Beschränkungen hinsichtlich der arbeitsrechtlichen Freizügigkeit unserer polnischen Nachbarn haben wir bereits einige polnische Kollegen einstellen können. Aufgrund der langjährigen und engen Zusammenarbeit unseres Stammwerkes mit unserer polnischen Tochtergesellschaft TTS verlief die Integration der neuen Kollegen reibungslos. Inländische und ausländische Mitarbeiter werden einheitlich entlohnt. Auslastungsspitzen haben wir durch flexible Arbeitszeitkonten und durch den temporären Einsatz von Zeitarbeitnehmern abgedeckt. Zum Bilanzstichtag beschäftigen wir 444 (Vorjahr: 400) Mitarbeiter, davon 21 (Vorjahr: 25) Auszubildende. 5 Qualitätssicherung und ServiceWir haben im Berichtsjahr unser Engagement hinsichtlich der internen Qualitätssicherung und des Services gegenüber unseren Händlern und deren Kunden weiter erheblich verstärkt. Die Qualitätssicherung im Verlauf des Fertigungsprozesses wurde weiter vorangetrieben. Das Vergütungssystem der Mitarbeiter in der Qualitätssicherung und in den Produktionsbereichen wurde um eine qualitätsabhängige Komponente ergänzt. Die hohen Produktionszahlen der vergangenen Jahre führen zu einem entsprechenden Bestand an Schiffen im Markt, die betreut werden. Die entstehenden Kosten werden gemäß den zwischen der HanseYachts AG und den Händlern geschlossenen vertraglichen Regelungen teils von den Händlern und teils durch die HanseYachts AG getragen. 6 Angabepflichten gemäß § 289 Abs. 4 HGBDas gezeichnete Kapital beträgt 6.400.000 Euro und ist eingeteilt in 6.400.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Es wurden ausnahmslos gleichberechtigte Stammaktien ausgegeben, wobei jede Aktie eine Stimme gewährt. Am Grundkapital bestehen zum Bilanzstichtag, einschließlich der bis zum Abschluss der Erstellung dieses Lageberichts zugegangenen Mitteilungen, folgende Beteiligungen über 10% des Grundkapitals:
An der Michael Schmidt Beteiligungs-GbR sind Herr Michael Schmidt zu 40 % sowie Frau Bettina Schmidt, Frau Rebecca Schmidt und Frau Francisca Schmidt zu je 20 % beteiligt. Verfügungen über die Gesellschaftsanteile an der Michael Schmidt Beteiligungs-GbR bedürfen der Zustimmung aller anderen Gesellschafter. Davon ausgenommen sind Verfügungen zu Gunsten anderer Gesellschafter und zu Gunsten von Abkömmlingen der Gesellschafter. Der Erwerb oder die Veräußerung von Anteilen an der HanseYachts AG bedürfen eines vorherigen Gesellschafterbeschlusses. Gesellschafterbeschlüsse hierüber bedürfen einer Mehrheit von 80 % der abgegebenen Stimmen. Die Gesellschafterversammlung ist beschlussfähig, wenn die anwesenden und vertretenen Gesellschafter mehr als 80 % aller Stimmen auf sich vereinigen. Bezüglich möglicher Veränderung der Anteilsverhältnisse nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf den Nachtragsbericht. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands ist in den §§ 84, 85 AktG sowie in § 7 der Satzung in der Fassung vom 2. Februar 2011 geregelt. Gemäß § 7 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens einer Person, im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Anzahl der Vorstandsmitglieder. Die Änderung der Satzung erfolgt nach den §§ 179, 133 AktG sowie § 23 der Satzung in der Fassung vom 2. Februar 2011; nach letzterer Vorschrift ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen und Ergänzungen der Satzung zu beschließen, soweit diese nur die Fassung betreffen. Der Vorstand der HanseYachts AG wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. Februar 2011 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 31. Januar 2016 um bis zu 3.200 TEUR durch Ausgabe von bis zu Stück 3.200.000 neuer Aktien ohne Nennbetrag gegen Bareinlage oder gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingung der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2011). Außerdem wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Das genehmigte Kapital I/2006 und I/2007 wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 2. Februar 2011 aufgehoben. Die Gesellschaft wurde in der Hauptversammlung am 2. Februar 2010 gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, eigene Aktien bis zu 10% des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 1. Februar 2015. Dem Finanzvorstand steht ein außerordentliches Kündigungsrecht seines Anstellungsvertrages zu, wenn ein anderer Aktionär die Kontrolle über die Mehrheit der Stimmrechte übernimmt. Im Falle der Ausübung dieses Kündigungsrechts steht dem Finanzvorstand eine Abfindung in Höhe der Bezüge zu, auf die bis zum Ablauf der regulären Vertragszeit noch Anspruch besteht, jedoch begrenzt auf das Einkommen eines Jahres. Den betreuenden Kreditinstituten stehen zum Teil Kündigungsrechte für die langfristig gewährten Darlehen für den Fall eines Kontrollwechsels zu. Die Kreditinstitute haben bestätigt, dass Sie unter bestimmten Voraussetzungen bezüglich des im Nachtragsbericht beschriebenen Gesellschafterwechsels keine Kündigungsrechte geltend machen werden. Die Zustimmung des Landes Mecklenburg-Vorpommern als Ausfallbürge steht noch aus. 7 Risikobericht7.1 RisikomanagementGrundsätzlich verfolgt der Vorstand der HanseYachts AG das Ziel, Risiken möglichst zu vermeiden oder wo möglich entsprechend abzusichern. Die allgemeinen Risiken, wie der Untergang von Produktionsstätten z.B. durch Feuer, sind durch entsprechende Versicherungen mit risikoadäquaten Deckungssummen abgedeckt. Das interne Risikofrüherkennungssystem ist auf entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Risiken fokussiert. Das Risikofrüherkennungssystem wurde in 2010/2011 weiter fortentwickelt. Die Implementierung des neuen Systems ist umgesetzt. Dabei wurden in einer neuen Risikoinventur die wesentlichen Risiken identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und der Bedeutung für das Unternehmen beurteilt. Die systematische Darstellung und Beschreibung der Risikogruppen, Schadenszenarien und etwaiger Gegenmaßnahmen, die relevanten Kontrollmechanismen und die Kommunikationswege durch die Risikoverantwortlichen an das Risikomanagement sind in einem Risikohandbuch geregelt. Darin sind auch die risikopolitischen Grundsätze, die Struktur des Risikomanagements und die Risikokommunikation festgeschrieben. Die relevanten Risikopositionen werden aus den jeweiligen Geschäftsbereichen direkt an den Vorstand kommuniziert. Zum Risikomanagement gehört neben der regelmäßigen internen Berichterstattung über den Geschäftsverlauf auch ein gruppeneinheitlicher Planungs- und Budgetierungsprozess. In einer Kurz- und Mittelfristplanung sind die Vorgaben für die AG und die Unternehmensgruppe aggregiert. Dies sind neben den modellbezogenen Absatzerwartungen im Wesentlichen die kritischen erfolgsbestimmenden Faktoren wie die Materialaufwandsquote, die Personaleinsatzquote sowie das Marketing- und Vertriebsbudget. Investitionen und Liquidität werden ebenfalls geplant. Über ein regelmäßiges Reporting wird sichergestellt, dass die Planvorgaben eingehalten werden. Abweichungen werden analysiert sowie Maßnahmen festgelegt und eingeleitet. 7.2 Internes KontrollsystemDer Vorstand hat für die vielfältigen organisatorischen, technischen und kaufmännischen Abläufe im Unternehmen ein internes Kontrollsystem eingerichtet. Wesentlicher Bestandteil ist das Prinzip der Funktionstrennung, das gewährleisten soll, dass vollziehende (z.B. die Abwicklung von Einkäufen), verbuchende (z.B. Finanzbuchhaltung) und verwaltende (z.B. Lagerverwaltung) Tätigkeiten, die innerhalb eines Unternehmensprozesses vorgenommen werden, nicht in einer Hand vereint sind. Dies wird durch die ERP-Software pro Alpha unter Berücksichtigung eines Berechtigungskonzepts unterstützt. Mitarbeiter haben nur auf solche Prozesse und Daten Zugriff, die sie für ihre Arbeit benötigen. Durch das Vier-Augen-Prinzip wird gewährleistet, dass kein wesentlicher Vorgang ohne Kontrolle bleibt. Für unterschiedliche Prozesse im Unternehmen existieren Sollkonzepte und Anweisungen, wodurch beurteilt werden kann, ob Mitarbeiter konform zu diesem Sollkonzept arbeiten. Die Mitarbeiter des Rechnungswesens der HanseYachts AG sind überwiegend bereits langjährig im Unternehmen tätig und daher sehr sicher und erfahren im Umgang mit den Routinegeschäftsvorfällen und Transaktionen, welche die Geschäftstätigkeit des HanseYachts Konzerns mit sich bringt. Das Risikomanagement-System stellt sicher, dass kritische Informationen und Daten direkt an die Geschäftsleitung gegeben werden. Zur Sicherstellung der bilanziell richtigen Erfassung und Würdigung von unternehmerischen Sachverhalten finden regelmäßige enge Abstimmungen zwischen Vorstand und kaufmännischer Leitung statt. Hinsichtlich gesetzlicher Neuregelungen und neuartiger oder ungewöhnlicher Geschäftsvorfälle besteht auch unterjährig ein enger Kontakt mit unserem Abschlussprüfer. Problemfälle werden im Vorwege analysiert, diskutiert und mit dem Abschlussprüfer einer kritischen Würdigung unterzogen. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt mittels einer zertifizierten Konsolidierungssoftware zentral durch eigene Mitarbeiter der HanseYachts AG mit langjähriger Erfahrung und spezieller Expertise für Konsolidierungsfragen und die IFRS-Rechnungslegung. Für die Berichterstattung der wesentlichen ausländischen Tochtergesellschaft TTS an die Muttergesellschaft verwenden wir ein standardisiertes Reporting-Package, das alle Angaben für einen vollständigen IFRS-Konzernabschluss enthält. 7.3 Risikofelder7.3.1 Gesamtwirtschaft und BrancheHanseYachts ist in einem internationalen Marktumfeld tätig und dabei intensivem Wettbewerb ausgesetzt. Bei unseren Produkten handelt es sich um Luxusgüter, deren Nachfrage stark von der gesamtwirtschaftlichen Situation und der damit einhergehenden Konsumfreudigkeit der Kunden in unterschiedlichen Märkten abhängt. Veränderte gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen in wesentlichen Absatzmärkten können trotz der breiten regionalen Streuung des internationalen Händlernetzes nur zum Teil abgefedert werden. Es besteht ein generelles Absatzrisiko durch vergleichbare Konkurrenzprodukte, die preisaggressiv von Wettbewerbern vermarktet werden. Dem begegnet das Unternehmen durch kurze Entwicklungszyklen und innovative Produkte. Preisaggressives Verhalten von anderen Marktteilnehmern kann gerade im Absatz kleinerer Yachten, bei denen die Preissensibilität der Kunden besonders hoch ist, zu Absatzrückgängen bzw. Margenverlusten führen. 7.3.2 Operative GeschäftsrisikenDas Vertriebskonzept und die Wachstumsperspektiven von HanseYachts beruhen ganz maßgeblich auf einem Netz von unabhängigen Vertragshändlern und sind von deren Anzahl, Leistungsfähigkeit und Qualität abhängig. Der Wegfall von Vertragshändlern oder eine Verschlechterung ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit hätte in dem jeweiligen Marktgebiet eine lückenhafte Vermarktung unserer Produkte zur Folge. Änderungen des Kundengeschmacks oder die Entwicklung neuer Typen, welche den Kundengeschmack nicht treffen, könnten erhebliche nachteilige Auswirkungen auf den Absatz unserer Yachten haben. Ferner besteht, neben den Chancen neue Marktgebiete zu erreichen, ein generelles Risiko, dass neu entwickelte Modelle nicht vom Markt angenommen werden und sich die Entwicklungskosten nicht amortisieren. Produkthaftpflichtfälle und Unfälle mit Yachten, die von HanseYachts hergestellt wurden, sowie Rückrufaktionen wegen Produktrisiken können zu erheblichen finanziellen Belastungen und Reputationsverlust führen. Selbst wenn HanseYachts rechtlich keine Verantwortung für Schäden treffen sollte, kann durch solche Vorgänge eine erhebliche Rufschädigung eintreten und dies zu erheblichen Umsatzeinbußen führen. 7.3.3 Beschaffungs- und EinkaufsrisikenDie Absicherung von Einkaufspreisrisiken wird im Wesentlichen dadurch gewährleistet, dass mit den Lieferanten möglichst Rahmenvereinbarungen geschlossen werden, die insbesondere den Bezugspreis der Waren jeweils für das Produktionsjahr festschreiben. Erfolgskritische Komponenten werden vorzugsweise bei größeren, international agierenden Lieferanten bezogen. Dem Einkaufsrisiko, z.B. durch Wegfall einzelner Lieferanten oder Lieferverzögerungen, wird dadurch begegnet, dass für Kaufteile möglichst alternative Lieferanten zur Verfügung stehen. Schwankungen in den Rohstoffpreisen können zu Preisveränderungen in wesentlichen Zulieferteilen führen. Dieses Risiko lässt sich nur zum Teil durch längerfristige Preisvereinbarungen abmildern. 7.3.4 FinanzrisikenDurch die Tatsache, dass für die Yachten bis zum Beginn der Endmontage Anzahlungen zu leisten sind, wird das Risiko eines Ausfalls des Kunden oder Endkunden reduziert. Die geleisteten Anzahlungen reichen aus, um das Vermarktungsrisiko zu decken. Darüber hinaus wird eine Yacht nur an den Kunden bzw. seinen Frachtführer übergeben, wenn sie vollständig bezahlt wurde, bzw. eine verbindliche Zusage der Absatzfinanzierung vorliegt. Daher besteht nur ein geringes Ausfallrisiko hinsichtlich der Forderungen aus Yachtverkäufen. Aus dem mit einer institutionellen Absatzfinanzierungsgesellschaft geschlossenen Rahmenvertrag besteht für den Fall des Ausfalls eines Händlers eine Vermarktungsverpflichtung und im Extremfall eine Rückkaufverpflichtung des betreffenden Schiffes durch die HanseYachts AG. Für diese Schiffe werden von der HanseYachts AG Anzahlungen vereinnahmt und von den Händlern gegenüber der Finanzierungsgesellschaft laufende Tilgungen geleistet, die das Verwertungsrisiko minimieren. Dem Währungsrisiko wird dadurch begegnet, dass möglichst weitgehend in Euro fakturiert wird. Ansonsten werden Verkäufe in Fremdwährungen durch Devisenterminverkäufe gesichert, wenn aus Kursentwicklungen wesentliche Ergebniseinflüsse erwartet werden. HanseYachts wurden öffentliche Zuwendungen unter bestimmten Nebenbestimmungen gewährt. Bei Verstoß gegen diese Nebenbestimmungen kann es zu Rückforderungen der gezahlten Mittel kommen. Zudem kann es im Fall von Verstößen gegen europäisches Beihilferecht zu Rückforderungen kommen. Zinsänderungsrisiken bei bestehenden Euribor-Krediten sind durch entsprechende Swap-Geschäfte gesichert. Die generellen Risiken bezüglich der Beschaffung von Eigen- und Fremdkapital haben sich im Zuge der Finanzkrise erhöht. Ein Teil der vorhandenen längerfristigen Kreditverträge mit Banken sieht vor, dass bestimmte Finanzkennzahlen, wie dynamischer und statischer Verschuldungsgrad, eingehalten werden. Eine Verletzung der Finanzkennzahlen würde ein außerordentliches Kündigungsrecht der Kreditgeber auslösen, die in diesem Fall zur sofortigen Fälligstellung des Kredits berechtigt wären. Dies hätte möglicherweise zur Folge, dass sich die Finanzierung verteuert oder eine Finanzierungslücke auftritt. Wie bereits im Vorjahr konnten diese Covenants für einige Kredite nicht eingehalten werden. Die betreffenden finanzierenden Kreditinstitute wurden bereits unterjährig anhand von Planungsrechnungen über die zu erwartende Nichteinhaltung der Kriterien informiert. Die Banken haben bestätigt, dass sie unter bestimmten Voraussetzungen wie bereits in den Vorjahren aus der Nichteinhaltung einiger Kennzahlen keine Kündigungsrechte geltend machen werden. Entsprechend der Saisonalität unserer Geschäftstätigkeit besteht über das Geschäftsjahr hinweg eine sehr unterschiedliche Mittelbindung bezüglich des Working Capitals. Daher besteht in den Wintermonaten ein höherer Liquiditätsbedarf als in den Sommermonaten. Zur Deckung dieses Bedarfes stehen uns Kontokorrentlinien zur Verfügung, die durch eine Bürgschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern besichert sind. Diese Linien sind anhand der Erwartungen der Unternehmensplanung ausgerichtet und unterliegen damit einem Planungsrisiko. Unsere Unternehmensplanung sieht in der Spitze eine weitgehend vollständige Ausnutzung der aktuell eingeräumten Kreditlinien vor. Zur Abdeckung eines möglichen darüber hinaus gehenden Liquiditätsbedarfs haben unsere Hausbanken bis zur Aufstellung des Lageberichts eine Erhöhung der Kontokorrentlinien genehmigt unter anderem unter der Voraussetzung, dass eine zusätzliche Ausfallbürgschaft durch das Land Mecklenburg Vorpommern gewährt wird. Die Bearbeitung des Antrages durch das Land Mecklenburg Vorpommern steht noch aus. 7.3.5 UmweltrisikenDie Herstellung von Glasfaserverstärkten Kunststoffen (GfK) führt u.a. zur Emission von Aceton und Styrol, für die umweltrechtlich zulässige Grenzwerte einzuhalten sind. Wir achten auf die Einhaltung dieser Grenzwerte. Einschränkungen in der Verwendung von Styrol und Aceton in unserer Fertigung könnten zu Produktionsausfällen führen. 7.3.6 Personelle RisikenDer Erfolg von HanseYachts ist wie bei anderen mittelständischen Unternehmen wesentlich von einigen wenigen Führungskräften abhängig. Im Rahmen des anstehenden Gesellschafterwechsels wird die Regelung der Nachfolge im Vorstand von besonderer Bedeutung für die Entwicklung der Gesellschaft sein. Falls HanseYachts nicht in der Lage sein sollte, ihre Expansion und die Folgen des organischen und externen Wachstums effektiv zu organisieren und zu kontrollieren oder die notwendigen strukturellen Anpassungen an ein anhaltend verschlechtertes Marktumfeld umzusetzen, könnte dies erheblich negative Auswirkungen auf die Umsätze von HanseYachts, ihre Profitabilität und ihre Zukunftsaussichten haben. Wir beschäftigen im Konzern Mitarbeiter verschiedener Nationalitäten, die teilweise für verschiedene Konzernunternehmen Aufgaben ausüben. Darüber hinaus sind eine Reihe selbständiger Unternehmer für uns tätig. Eine vollständige Freizügigkeit ist auch innerhalb Europas noch nicht gegeben. Ein Verstoß gegen sozialversicherungsrechtliche Bestimmungen oder Vorschriften des deutschen Entsendegesetzes könnte zu einer vom aktuellen Status abweichenden Einstufung und zu entsprechenden Belastungen mit Sozialabgaben führen. 8 VergütungsberichtDie Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 16. Januar 2007 beschlossen, dass die Vergütung der Vorstandsmitglieder für die nächsten fünf Jahre nicht individualisiert offen gelegt wird. Im Berichtsjahr gab es keine Veränderungen im Vergütungssystem der Organe. Die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands erfolgt durch den Aufsichtsrat, der die Angemessenheit der Vergütung regelmäßig überprüft. Die Vergütung umfasst fixe und variable Bestandteile. Die variablen Bestandteile sind leistungsorientiert gestaltet. Erfolgsparameter sind die absolute Höhe des Gewinns vor Steuern sowie die Umsatzrendite (Ergebnis vor Steuern/Umsatzerlöse). Die Höhe der variablen Bestandteile ist nach oben begrenzt. Die Auszahlung des variablen Vergütungsanteils erfolgt einmal jährlich in Abhängigkeit von den Ergebnissen des abgelaufenen Geschäftsjahres, bzw. bei neu abgeschlossenen Verträgen mit langfristiger Anreizwirkung, bei Eintritt der langfristigen PerformanceBedingungen. Pensionsregelungen bestehen nicht. Für das abgelaufene Geschäftsjahr hat der Vorstand, wie auch bereits in den beiden Vorjahren, keine variablen Vergütungsbestandteile erhalten. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wird durch die Hauptversammlung festgelegt und ist in § 14 der Satzung der HanseYachts AG geregelt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen zunächst eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung von jährlich 6.000,00 Euro. Daneben erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine variable Vergütung in Höhe von 50 Euro für jeden Cent, um den der Konzernüberschuss je Aktie den Betrag von 1,30 Euro übersteigt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache, sein Vertreter und Vorsitzende von Ausschüssen das Zweifache der festen und variablen Vergütung. Für das abgelaufene Geschäftsjahr hat der Aufsichtsrat, wie auch bereits in den beiden Vorjahren, keine variablen Vergütungsbestandteile erhalten. 9 Corporate GovernanceDie Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB haben wir auf unserer Internet Homepage www.hansegroup.com veröffentlicht. 10 Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen UnternehmenDer Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen der HanseYachts AG zu verbundenen Unternehmen erstellt. Der Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen enthält die folgende Schlusserklärung: "Die Gesellschaft hat bei jedem im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäft nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, eine angemessene Gegenleistung erhalten. Andere berichtspflichtige Maßnahmen wurden nicht getroffen oder unterlassen." 11 NachtragsberichtAm 30. Juli 2011 haben die bisherigen Mehrheitsaktionäre der HanseYachts AG und unter anderem die Aurelius Development Invest GmbH einen Kaufvertrag über 64,67 % der Aktien der HanseYachts AG geschlossen. Die dingliche Übertragung der Aktien ist an Vollzugsbedingungen geknüpft, die bis zur Aufstellung dieses Lageberichtes noch nicht vollständig eingetreten sind. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ereignet. 12 PrognoseberichtAktuelle Marktstudien lassen für die kommenden Jahre eine Belebung des Wassersportmarktes erwarten. Die Belebung wird regional sehr unterschiedlich ausfallen. Wir erwarten keine schnelle Erholung in Spanien, Portugal, Italien und Griechenland. Vielmehr sehen wir in der Türkei und den Adria-Anrainerländern sowie in Südamerika positive Marktchancen. In Nordeuropa sowie in Frankreich erwarten wir eine weitere Stabilisierung. Neben einer nachhaltig positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung als Grundvoraussetzung für eine stabile Nachfrage auf dem Wassersportmarkt, sind eine moderne Modellpalette, ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis, ein leistungsfähiges Händlernetzwerk und eine hohe Produktqualität die wesentlichen Erfolgsfaktoren. Mit unserer klar positionierten Mehr-Marken-Strategie und einer breiten und trendsetzenden Modellpalette sind wir gegenüber dem internationalen Wettbewerb sehr gut positioniert. Auch für das kommende Geschäftsjahr 2011/2012 rechnen wir in einem preissensiblen Marktumfeld mit weiter steigenden Umsatzerlösen. In wieweit die aktuellen Schwankungen an den Börsen und die anhaltenden Diskussionen über die Stabilität einiger südeuropäischer Staaten Auswirkungen auf den Wassersportmarkt haben werden, ist derzeit nicht abzuschätzen. Für unseren Erfolg ist der Verlauf der Herbstmessen ein wichtiger Indikator. Die ersten Messen sind zu unserer Zufriedenheit verlaufen. Durch die Steigerung der Produktionseffizienz und die optimierte Produktentwicklung rechnen wir für das kommende Geschäftsjahr mit deutlichen Ergebnisverbesserungen und einem positiven operativen Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA). Wir erwarten eine Fortsetzung dieses positiven Trends auch im Geschäftsjahr 2012/2013. Über die laufende Neuentwicklung von Modellen hinaus sind für das kommende Geschäftsjahr keine wesentlichen Investitionen geplant. Aus dem weiterhin kurzfristigen Käuferverhalten und den komplexeren Refinanzierungsmöglichkeiten unserer Vertragshändler sowie deren Endkunden resultiert eine verstärkte Saisonalität der Nachfrage. Diese Saisonalität führt insbesondere in den Wintermonaten zu einem Anstieg des Nettoumlaufvermögens und damit zu einem erhöhten Finanzierungsbedarf. Wir sind diesem Effekt durch eine Ausweitung unseres Absatzfinanzierungskonzepts über eine unabhängige international tätige institutionelle Absatzfinanzierungsgesellschaft begegnet. Die Ausdehnung des Programms auf weitere Händler wird die Marktpräsenz verbessern und die Händler-Refinanzierung erleichtern. Unsere Erwartungen basieren auf Annahmen und Schätzungen, die wesentlich von der Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes, der Produkt- und Preispolitik des Wettbewerbs sowie der Entwicklung des internationalen Arbeitsmarktes und der Wechselkurse abhängen. Aufgrund unvorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von unseren Erwartungen abweichen.
Greifswald, 11. Oktober 2011 Der Vorstand Michael Schmidt Udo Potthast Dr. Peter Barth Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersZu dem als Anlagen 1 bis 4 beigefügten Jahresabschluss zum 31. Juli 2011 sowie zum Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010/11 (Anlage 5) erteilen wir folgenden Bestätigungsvermerk: Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der HanseYachts AG, Greifswald, für das Geschäftsjahr vom 1. August 2010 bis zum 31. Juli 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, 12. Oktober 2011 Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Dirk Schützenmeister, Wirtschaftsprüfer Andreas Wendland, Wirtschaftsprüfer Versicherung der Gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Greifswald, 11. Oktober 2011 Der Vorstand Michael Schmidt Udo Potthast Dr. Peter Barth |
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