![]() Hapag-Lloyd AGHamburgZwischenbericht 9M 2015KONZERNZWISCHENLAGEBERICHTGRUNDLAGEN DES KONZERNSKONZERNSTRUKTUR UND AKTIONÄRSKREISNach Zustimmung aller relevanten Wettbewerbsbehörden wurde der gesellschaftsrechtliche
Zusammenschluss der Containeraktivitäten der CSAV mit Hapag-Lloyd am 2. Dezember 2014
durch eine Sacheinlage im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung vollzogen. Die Containerschifffahrtsaktivitäten des Konzerns umfassen die Aktivitäten von Hapag-Lloyd
sowie die von der CSAV übernommenen Containerschifffahrtsaktivitäten. Die von der
CSAV übernommenen Containergeschäftsaktivitäten (nachfolgend auch als "CCS", "CSAV-Geschäftsaktivitäten"
oder "CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten" bezeichnet) wurden bis zur Verschmelzung
auf die Hapag-Lloyd AG von der CSAV Germany Container GmbH (CC Co) gehalten. Die CSAV
Germany Container GmbH wurde im zweiten Quartal 2015 rückwirkend zum 1. Januar 2015
auf die Hapag-Lloyd AG verschmolzen. Damit werden alle Containerschifffahrtsaktivitäten
direkt von der Hapag-Lloyd AG gehalten. Durch den Zusammenschluss der Containerschifffahrtsaktivitäten
hat sich die Wettbewerbsposition von Hapag-Lloyd als eine der führenden globalen Containerlinienreedereien
deutlich verbessert. Hapag-Lloyd verfügt über eine deutlich verbesserte Marktpräsenz
sowohl auf den Ost-West- als auch auf den Nord-Süd-Verbindungen. Insgesamt gehörten am Bilanzstichtag (30. September 2015) 113 unmittelbare und mittelbare
Tochterunternehmen sowie vier at-Equity bewertete Unternehmen zum Konsolidierungskreis
der Hapag-Lloyd AG. Zu den nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen gehört
eine Beteiligung an einem Containerterminal in Hamburg. Börsengang der Hapag-Lloyd AGAm 28. September 2015 hat die Hapag-Lloyd AG die Absicht eines Börsengangs bekannt
gegeben. Das Angebot umfasste insgesamt 13,2 Mio. neue Namensaktien der Hapag-Lloyd
AG aus einer Barkapitalerhöhung. Hinzu kamen weitere bis zu 1,98 Mio. Aktien aus dem
Bestand der TUI AG für eine Mehrzuteilungsoption (Greenshoe-Option). Nach Abschluss der Zeichnungsfrist wurde der Ausgabepreis für die neuen Aktien auf
20 Euro je Aktie festgesetzt. Die Aktien wurden insbesondere bei institutionellen
Investoren aus Deutschland und aus dem europäischen Ausland platziert. Am 6. November
2015 erfolgte die Notierungsaufnahme der Aktie im regulierten Markt (Prime Standard)
der Frankfurter und der Hamburger Wertpapierbörse. Der Emissionserlös aus der Platzierung der neuen Aktien betrug brutto rd. 265 Mio.
Euro. (300 Mio. USD). Durch den Börsengang hat Hapag-Lloyd die Eigenkapitalbasis gestärkt
und damit den finanziellen Handlungsspielraum für weitere Wachstumsinvestitionen in
Schiffe und Container erweitert. Durch den Kapitalzufluss aus dem Börsengang erhöhte
sich das Eigenkapital auf 4,9 Mrd. Euro. Im Zuge des Börsengangs haben zwei Ankeraktionäre, die CSAV Germany Container Holding
GmbH und die Kühne Maritime GmbH, jeweils weitere Aktien der Hapag-Lloyd AG erworben. Aktionärsstruktur der Hapag-Lloyd AGDie CSAV Germany Container Holding GmbH und die Kühne Maritime GmbH sind zusammen
mit der HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH die
größten Einzelaktionäre der Hapag-Lloyd AG. Am 30. September 2015 hatten diese drei
Ankeraktionäre zusammen einen Anteil von rd. 78 Prozent an dem Grundkapital der Hapag-Lloyd
AG. Zudem haben die Ankeraktionäre (CSAV, HGV und Kühne Maritime) 51 Prozent der Stimmrechte
an Hapag-Lloyd zusammengeführt und treffen wichtige Entscheidungen gemeinsam. Die
Vereinbarung wurde für einen Zeitraum von 10 Jahren getroffen. Nach dem Börsengang und der Ausübung der Mehrzuteilungsoption stellt sich die Aktionärsstruktur
der Hapag-Lloyd AG zum 10. November 2015 wie folgt dar: scroll
Prozentangaben gerundet. *
Der Streubesitz schließt institutionelle Anleger mit einem Anteil von weniger als
5 % ein. Veränderung im Hapag-Lloyd-VorstandIn seiner Sitzung am 26. März 2015 hat der Aufsichtsrat zwei neue Vorstandsmitglieder
bestellt. Herr Nicolás Burr tritt als Finanzvorstand die Nachfolge von Herrn Peter
Ganz an. Herr Peter Ganz ist mit dem 31. März 2015 aus dem Vorstand der Hapag-Lloyd
AG ausgeschieden. Herr Thorsten Haeser hat am 1. Oktober 2015 seine Tätigkeit als Chief Commercial Officer
(CCO) aufgenommen. Der Vorstand von Hapag-Lloyd besteht nunmehr aus vier Personen:
Rolf Habben Jansen (Chief Executive Officer), Anthony J. Firmin (Chief Operating Officer),
Nicolás Burr (Chief Financial Officer) und Thorsten Haeser (Chief Commercial Officer). GESCHÄFTSTÄTIGKEITHapag-Lloyd ist die größte deutsche Containerlinienreederei und gehört zu den weltweit
führenden Linienreedereien in Bezug auf die globale Marktabdeckung. Das Kerngeschäft
ist der Transport von Containern über See, umfasst aber auch das Angebot des Transports
von Haus zu Haus. Weltweit 122 Dienste![]() Die Flotte von Hapag-Lloyd besteht aus 175 Containerschiffen (30. September 2015).
Der Konzern verfügt derzeit über 353 Vertriebsstellen in 117 Ländern und bietet seinen
Kunden den Zugang zu einem Netzwerk von 122 Diensten weltweit. In den ersten drei
Quartalen 2015 betreute Hapag-Lloyd global rd. 23.000 Kunden. Hapag-Lloyd betreibt die Containerlinienschifffahrt in einem internationalen Geschäftsumfeld,
in dem Transaktionen überwiegend in US-Dollar fakturiert und Zahlungsvorgänge in US-Dollar
abgewickelt werden. Dies bezieht sich nicht nur auf die operativen Geschäftsvorfälle,
sondern auch auf die Investitionstätigkeit, wie zum Beispiel den Erwerb sowie die
entsprechende Finanzierung der Investitionen. Damit ist die funktionale Währung der
Hapag-Lloyd AG und ihrer Tochtergesellschaften der US-Dollar. Die Berichterstattung
der Hapag-Lloyd AG erfolgt dagegen in Euro. Im Konzernabschluss der Hapag-Lloyd AG
werden die Vermögenswerte und Schulden der Bilanz mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag
(Stichtagskurs) in Euro umgerechnet. Für die Zahlungsströme in der Konzernkapitalflussrechnung sowie die in der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung ausgewiesenen Aufwendungen und Erträge erfolgt die Umrechnung
mit dem Durchschnittskurs des Berichtszeitraumes. Die aus der Translation entstehenden
Differenzen werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis des Konzerns erfasst. KONZERN-ZIELE UND -STRATEGIEVorrangiges Ziel des Hapag-Lloyd Konzerns ist ein langfristig profitables Wachstum,
gemessen an der Entwicklung der Transportmenge sowie der operativen Kenngrößen EBITDA
und EBIT bereinigt. Für das Geschäftsjahr 2016 strebt Hapag-Lloyd eine EBITDA-Marge
von 11 bis 12 Prozent an. Die Basis für das angestrebte organische Wachstum ist die
weltweit steigende Nachfrage nach Containertransporten. Gemäß den derzeitigen Prognosen
(IHS Global Insight Oktober 2015) dürfte das weltweite Containertransportvolumen in
2015 um 2,2 Prozent auf rd. 130,4 Mio. TEU ansteigen und in 2016 um weitere 4,6 Prozent
auf 136,4 Mio. TEU zunehmen. Die zentralen internen Steuerungsgrößen des operativen Geschäftes sind das Ergebnis
vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sowie das um Sondereffekte
bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT bereinigt). Die Entwicklung
dieser Finanzkennzahlen ist auf der Seite 17 dargestellt. Wesentliche Einflussfaktoren
sind Transportmenge, Frachtrate, US-Dollar-Kurs zum Euro und operative Kosten inklusive
Bunkerpreis. Das EBITDA ist ein wichtiger Indikator für die Erzielung nachhaltiger
Unternehmensergebnisse sowie Brutto-Cash-Flows. Es ist insbesondere für kapitalintensive
Unternehmen von besonderer Bedeutung. Hapag-Lloyd - mit seiner ausgewogenen Eigentumsstruktur
der Flotte von rd. 55 Prozent (basierend auf den Stellplatzkapazitäten) - nutzt das
EBITDA als wichtige Steuerungsgröße für Investitionsentscheidungen. Die Erwirtschaftung nachhaltiger Cash-Flows, eine solide Unternehmensfinanzierung
und damit insbesondere eine gute Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung sind auch
für das Geschäftsjahr 2015 wichtige Eckpfeiler der Unternehmensstrategie. Zum 30.
September 2015 verfügte Hapag-Lloyd über eine Liquiditätsreserve (bestehend aus liquiden
Mitteln und nicht genutzten Kreditlinien) in Höhe von 917,7 Mio. EUR (31. Dezember
2014: 921,9 Mio. EUR; 30. September 2014: 519,9 Mio. EUR). Aufgrund der weiter zunehmenden Nachfrage nach Containertransportleistungen ist die
Containerschifffahrt auch langfristig eine Wachstumsbranche. Zur Nutzung der sich
aus dem Marktwachstum ergebenden mittelfristigen Wachstumsperspektiven und der Realisierung
von Skaleneffekten im Schiffsbetrieb wird Hapag-Lloyd auch weiterhin in neue Schiffssysteme
investieren. Die Integration der CSAV Containerschiffsaktivitäten (Projekt CUATRO) in den Hapag-Lloyd
Konzern wurde mit dem im zweiten Quartal 2015 erfolgten "Voyage Cut-Over", dem Zusammenführen
der Dienste und Schiffssysteme auf den verschiedenen Fahrtgebieten, bereits zum 30.
Juni 2015 weitgehend abgeschlossen. Damit erfolgte die Integration schneller sowie
mit einem geringeren Aufwand als ursprünglich erwartet. Im Rahmen der Zusammenführung
der Containerschiffsaktivitäten wurden zusätzliche Synergiepotenziale ermittelt und
die notwendigen Prozesse zur Realisierung dieser bereits weitgehend implementiert.
Damit werden sich die aus der Integration resultierenden Synergien auf insgesamt 400,0
Mio. USD erhöhen und damit deutlich über der ursprünglichen Planannahme von 300,0
Mio. USD liegen. Die vollständige Realisierung dieser Synergien ist bis 2017 und damit
zwei Jahre früher als ursprünglich erwartet vorgesehen. Bereits 2015 sollen die aus
der Integration resultierenden Synergien rd. 275,0 Mio. USD betragen. Im Rahmen des
Projektes Octave sollen bis 2016 zusätzliche Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen
realisiert werden. Das Volumen dieser Kosteneinsparungen beläuft sich nach derzeitigen
Berechnungen auf 200,0 Mio. USD. In 2015 sollen sich die resultierenden Kosteneinsparungen
und Effizienzverbesserungen bereits auf 175,0 Mio. USD belaufen. Ein Großteil der Synergien und Kosteneinsparungen aus beiden Projekten in Höhe von
rd. 450,0 Mio. USD dürften bereits 2015 ergebniswirksam (Basis operatives Ergebnis)
werden. Die Realisierung von Synergien und die Nutzung von Kosteneinsparungspotenzialen
hat bereits in den ersten neun Monaten 2015 die Ertragslage der Hapag-Lloyd AG deutlich
positiv beeinflusst. WICHTIGE FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATORENWichtige finanzielle Leistungsindikatoren für den Hapag-Lloyd Konzern sind das Transportvolumen,
die Frachtrate und das EBITDA sowie das EBIT (bereinigt). Die Entwicklung der wichtigsten
finanziellen Leistungsindikatoren in den ersten neun Monaten 2015 wird im Abschnitt
"Ertragslage des Konzerns" dargestellt. WICHTIGE NICHT FINANZIELLE GRUNDLAGENDarüber hinaus hat die optimale Ausnutzung der vorhandenen Schiffs- und Containerkapazitäten
einen wesentlichen Einfluss auf die Erreichung eines langfristig profitablen Wachstums.
Eine nachhaltige und qualitätsbewusste Unternehmensführung sowie gut ausgebildete
und motivierte Mitarbeiter sind ebenfalls wichtige Grundlagen für das angestrebte
profitable Unternehmenswachstum von Hapag-Lloyd. Effiziente FlotteZum 30. September 2015 umfasste die Flotte von Hapag-Lloyd insgesamt 175 Containerschiffe,
die alle nach den Standards des International Safety Management (ISM) zertifiziert
sind und ein gültiges ISSC-(ISPS-)-Zeugnis besitzen. Zudem ist die überwiegende Anzahl
der Schiffe gemäß ISO 9001 (Qualitätsmanagement) und ISO 14001 (Umweltmanagement)
zertifiziert. Die Stellplatzkapazität der gesamten Hapag-Lloyd Flotte betrug 946.015
TEU. Für den Transport der Ladung verfügte Hapag-Lloyd über 938.080 eigene oder geleaste
Container mit einer Kapazität von 1.613.082 TEU. Im Zuge der Optimierung der Servicestruktur
vor allem im Fahrtgebiet Lateinamerika wurden im dritten Quartal 2015 im Saldo 13
gecharterte Containerschiffe an die Vercharterer zurückgegeben. Insgesamt verringerte
sich die Transportkapazität der gecharterten Schiffe im dritten Quartal 2015 um 43.162
TEU. STRUKTUR DER CONTAINERSCHIFFSFLOTTE VON HAPAG-LLOYDscroll
Zum 30. September 2015 umfasste das Orderbuch von Hapag-Lloyd fünf Schiffe mit einer
Kapazität von jeweils 10.500 TEU. Die neuen Hapag-Lloyd Schiffe werden jeweils über
2.100 Stellplätze für Kühlcontainer verfügen. Die Schiffe sollen zwischen Oktober
2016 und April 2017 ausgeliefert werden. Zur langfristigen Finanzierung der Schiffsinvestitionen
hat Hapag-Lloyd am 30. September 2015 mit einem Bankenkonsortium einen Kreditvertrag
über 332,1 Mio. EUR (372,4 Mio. USD) mit einer Laufzeit von 12 Jahren unterzeichnet. Nachhaltigkeit und QualitätsmanagementDie Emissionsvorschriften der International Maritime Organization (IMO), des US-Bundesstaates
Kalifornien sowie der EU sehen eine deutliche weitere Reduzierung der Emissionswerte
vor. Zu den "schwefelarmen" Gebieten gehört seit Mitte des Jahres 2015 auch der Hafen
von Hongkong. Der gesetzlich vorgeschriebene Einsatz von besonders schwefelarmen Treibstoffen gilt
ab Januar 2014 für die Küstengebiete von Kalifornien und ab Januar 2015 für küstennahe
Fahrtgebiete in Europa. In den ersten neun Monaten 2015 betrug der Verbrauch an schwefelarmem Marine Diesel
Oil (MDO) rd. 325.900 Tonnen (9M 2014, nur Hapag-Lloyd: rd. 74.000 Tonnen). Der durchschnittliche
Bunkerverbrauchspreis für MDO betrug 561 USD/t (Vorjahr: 927 USD/t). Die Effizienz und die Nachhaltigkeit der Hapag-Lloyd Flotte werden sich zukünftig
durch die Erneuerung der Flotte weiter verbessern. In den ersten drei Quartalen 2015
betrug der Bunkerverbrauch pro Slot, d. h. Containerstellplatz, berechnet auf Jahresbasis,
3,48 t/slot (9M 2014: 3,91 t/slot). In den ersten neun Monaten 2015 ging der Bunkerverbrauch
pro Slot um 11 Prozent zurück. Während sich der Bunkerverbrauch um 16,6 Prozent auf
rd. 2,6 Mio. Tonnen erhöhte, stieg die durchschnittliche Slotkapazität in den ersten
neun Monaten 2015 um 30,9 Prozent auf 977.413 TEU an. Der deutliche Rückgang des Bunkerverbrauchs
pro Slot ist auf den Erfolg des Flottenerneuerungsprogramms zurückzuführen. Die Reedereien Hapag-Lloyd und Maersk Line haben am 30. September 2015 eine Kooperation
beschlossen, um die Sicherheit von Gefahrguttransporten weiter zu verbessern. Bereits
2011 hatte Hapag-Lloyd mit der Entwicklung einer eigenen Software zur frühzeitigen
Erkennung von falsch deklarierter Gefahrgutladung begonnen. Im vergangenen Jahr wurden
2.620 Fälle von falsch deklariertem Gefahrgut entdeckt und die Verschiffung dieser
Ladung verhindert. KundenEin weiterer wichtiger Werttreiber für die Unternehmensentwicklung sind die langjährigen
und engen Geschäftsbeziehungen zu Kunden. Die Beziehungen zu Großkunden werden durch
ein globales Betreuungsteam gepflegt. Dies ermöglicht den Aufbau und den Erhalt einer
nachhaltigen Kundenbeziehung. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015
hat Hapag-Lloyd (inkl. der von CSAV übernommenen Containerschifffahrtsaktivitäten)
Transportaufträge für rd. 23.000 Kunden (Vorjahreszeitraum nur Hapag-Lloyd: rd. 17.900)
durchgeführt. MitarbeiterZusammen mit den CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten beschäftigte der Hapag-Lloyd
Konzern zum 30. September 2015 9.500 Mitarbeiter (Vorjahr nur Hapag-Lloyd: 7.046).
Die Anzahl der Mitarbeiter im Landbereich betrug zum 30. September 2015 7.822 Personen
(Vorjahr nur Hapag-Lloyd: 5.548 Personen). Im Seefahrtsbereich waren zum 30. September
2015 1.429 Personen beschäftigt (Vorjahr nur Hapag-Lloyd: 1.274). Zum 30. September
2015 beschäftigte Hapag-Lloyd 249 (Vorjahr nur Hapag-Lloyd: 224) Auszubildende. ANZAHL MITARBEITER
scroll
Die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten (FTE) betrug zum 30. September 2015 9.304 Personen
(30. September 2014: 6.892 Personen). WIRTSCHAFTSBERICHTGESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENMehr als 90 Prozent der weltweit transportierten Güter werden mit Schiffen befördert.
Dabei haben Containerschiffe einen erheblichen Anteil an der Bewältigung des globalen
Transportaufkommens. Die Höhe des globalen Wirtschaftswachstums und die Stärke der
Zunahme des Welthandels sind für die Nachfrage nach Containertransportleistungen und
für die Entwicklung des Ladungsaufkommens der Containerreedereien von großer Bedeutung. Im Oktober 2015 haben die Konjunkturexperten des Internationalen Währungsfonds (IWF)
die Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum in 2015 aufgrund der anhaltenden
Wachstumsabschwächung in wichtigen Schwellenländern erneut um 0,2 Prozentpunkte auf
3,1 Prozent angepasst. In den Industrienationen haben sich die Wachstumsperspektiven
insgesamt weiter verfestigt. Trotz einer gegenüber der im Juli 2015 abgegebenen Wachstumsprognose
um 0,2 Prozentpunkte reduzierten Erwartung rechnet der IWF in seinem aktuellen Konjunkturausblick
(Oktober 2015) für 2016 mit einer Zunahme des globalen Wachstums um 3,6 Prozent. Ungeachtet der abgeschwächten Wachstumsdynamik, insbesondere in China, übertrifft
das Wirtschaftswachstum in den aufstrebenden Wirtschaftsregionen Asiens und Lateinamerikas
in 2015 und 2016 weiterhin die Zuwachsraten in den etablierten Industrienationen deutlich.
Die weitere Wachstumsabschwächung in China (die zweitgrößte globale Volkswirtschaft
dürfte in 2015 nur um 6,8 Prozent und in 2016 um 6,3 Prozent wachsen), das unverändert
sehr verhaltene Wachstum in Lateinamerika sowie die Unsicherheiten über die zukünftige
Zinspolitik der amerikanischen Notenbank sind derzeit die wesentlichen Risiken für
die globale konjunkturelle Entwicklung im vierten Quartal 2015 und in 2016. Das für die Nachfrage nach Containertransportleistungen wichtige Welthandelsvolumen
dürfte nach Einschätzung des IWF im laufenden Jahr um 3,2 Prozent, und damit deutlich
schwächer als noch in der letzten IWF-Prognose (4,1 Prozent; Juli 2015) erwartet,
zunehmen. Für 2016 wird von einem Anstieg um 4,1 Prozent ausgegangen. Damit übertrifft
der prognostizierte Zuwachs im Welthandel in 2016 das prognostizierte Weltwirtschaftswachstum. ENTWICKLUNG WELTWIRTSCHAFTSWACHSTUM (BIP) UND -HANDELSVOLUMENscroll
Quelle: IWF Oktober 2015 BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGENMit der mittelfristig zu erwartenden kontinuierlichen Zunahme des Welthandelsvolumens
dürfte auch die Nachfrage nach Containertransportleistungen weiter ansteigen. Angesichts der bestehenden Unsicherheiten über die globale konjunkturelle Entwicklung
divergieren die derzeitigen Erwartungen über die erwartete Zunahme des weltweiten
Containertransportaufkommens. Für 2015 erwarten die drei führenden Branchendienste
einen Zuwachs zwischen 1,7 und 4,3 Prozent. ZUNAHME DES WELTWEITEN CONTAINERTRANSPORTAUFKOMMENS
scroll
Quelle: Clarkson Research, Drewry Maritime Research, IHS Global Insight. Die Differenzen
ergeben sich auch aus der Systematik der Erfassung des Transportvolumens. Auf Basis der aktuellen Prognosen könnte der Zuwachs des globalen Ladungsaufkommens
im kommenden Jahr bis zu 5,7 Prozent erreichen. Dementsprechend würde die weltweite
Transportmenge der Containerschifffahrt in 2016 wieder stärker als der prognostizierte
Anstieg des Welthandels zunehmen. Für den Zeitraum 2016 bis 2020 geht der Branchendienst
IHS Global Insight von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum des globalen Containertransportaufkommens
in Höhe von 5,2 Prozent aus. Bei einer geschätzten Gesamtkapazität (MDS Transmodal Oktober 2015) der Weltcontainerschiffsflotte
in Höhe von 19,3 Mio. TEU (Jahresbeginn 2015) dürfte die Angebotskapazität in 2015
auf Basis der derzeit in Auftrag gegebenen Containerschiffe und der erwarteten Auslieferungen
um rd. 2,0 Mio. TEU und in 2016 um 1,2 Mio. TEU zunehmen. Aufgrund der stark gesunkenen
Anzahl von Neubauaufträgen liegt die Tonnage der in Auftrag gegebenen Containerschiffe
(ca. 4,0 Mio. TEU) derzeit mit rd. 19 Prozent der Weltcontainerflottenkapazität (20,7
Mio. TEU) weiterhin deutlich unter dem in 2008 erreichten bisherigen Höchststand von
rd. 56 Prozent. ENTWICKLUNG DER KAPAZITÄT DER GLOBALEN CONTAINERSCHIFFSFLOTTE
scroll
Quelle: MDS Transmodal, Drewry Maritime Research. * 2016: erwartete nominale Kapazität
auf Basis der geplanten Auslieferungen. Auf Basis der bestehenden Bestellungen sowie
der aktuellen Erwartungen für Verschrottung und verschobene Auslieferungen. Nur Schiffe
> 399 TEU. Angaben gerundet. Rundungsdifferenzen können sich durch Änderungen in den
Datenbanken ergeben. Auch zukünftig dürfte der effektive Zuwachs der Transportkapazitäten der Weltcontainerschiffsflotte
aufgrund von Verschrottung älterer und ineffizienter Schiffe, Verschiebungen von Auslieferungen
neuer Schiffe und dem "Slow Steaming" (Reduzierung der Reisegeschwindigkeit auf den
Diensten) niedriger als der prognostizierte nominale Anstieg der Weltcontainerflottenkapazität
ausfallen. Nach Angaben des Branchendienstes Drewry Maritime Research Network (3Q
2015) sollte die Verschrottung von Containerschiffen in 2015 und 2016 jeweils rd.
0,2 Mio. TEU erreichen. KAPAZITÄTSZUWACHS INKLUSIVE ERWARTETER VERSCHROTTUNGEN UND VERSCHOBENER AUSLIEFERUNGENscroll
Quelle: Drewry Maritime Research. Auf Basis der aktuellen Erwartungen für Verschrottung
und verschobene Auslieferungen. Nur Schiffe > 399 TEU. Angaben gerundet. Auf Basis der bestehenden Bestellungen, der Erwartungen für Verschrottungen und verschobene
Auslieferungen würde der Kapazitätszuwachs der globalen Containerschiffsflotte in
2016 rd. 0,8 Mio. TEU erreichen. Damit würde der Anstieg der Transportkapazitäten
in 2016 auf Basis der derzeit vorliegenden Daten und Prognosen ca. 4,0 Prozent betragen. Trotz der auf mittlere Sicht weiter positiven Wachstumsaussichten kann es zu temporären
Angebots- und Nachfrageungleichgewichten mit erheblichen Auswirkungen auf die jeweiligen
Transportmengen und Frachtraten kommen. Angesichts des bestehenden Wettbewerbsdrucks
sowie des gesunkenen Bunkerpreises konnten notwendige Erhöhungen der Frachtraten nur
in sehr begrenztem Umfang vorgenommen werden. Auch in 2015 dürften die Frachtraten
in den jeweiligen Fahrtgebieten weiter zum Teil starke Schwankungen verzeichnen. Angesichts des anhaltenden Drucks auf die Frachtraten hat sich das Niveau der aufliegenden,
d. h. der beschäftigungslosen Schiffe bis Mitte Oktober 2015 deutlich erhöht. Mit
rd. 935.000 TEU (Alphaliner Oktober 2015) erreichte die Transportkapazität der "beschäftigungslosen"
Flotte das höchste Niveau seit 2009 - 2010. Die "freien" Kapazitäten entsprachen in
den ersten Oktoberwochen 2015 rd. 4,5 Prozent der Gesamtkapazität der Weltcontainerflotte.
Damit lagen die "freien" Kapazitäten erheblich über dem Stand Ende September 2014
in Höhe von rd. 212.000 TEU. Mehrheitlich entfallen die beschäftigungslosen Schiffe
auf die Größenklassen bis 3.000 TEU. In den letzten drei Monaten ist die Kapazität
der "idle fleet" um rd. 600.000 TEU angestiegen (Alphaliner Oktober 2015). ERTRAGSLAGE DES KONZERNSEine Vergleichbarkeit der Ertragslage mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ist
nur eingeschränkt möglich, da die CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten erstmalig
ab dem 2. Dezember 2014 in den Konzernabschluss der Hapag-Lloyd einbezogen wurden.
Die Angaben für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2014 beziehen sich, wenn
nicht anders angegeben, auf Hapag-Lloyd ohne die CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten. Die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2015 waren für den Hapag-Lloyd Konzern
weiterhin geprägt durch die schwache konjunkturelle Entwicklung in Lateinamerika und
China. Der andauernde intensive Wettbewerb in der Containerschifffahrt beeinflusste
unverändert erheblich die Frachtratenentwicklung. Dagegen wirkten sich neben der Erzielung
erster Synergieeffekte und realisierten Kosteneinsparungen auch ein im Vorjahresvergleich
gegenüber dem Euro stärkerer US-Dollar sowie ein weiter gesunkener Bunkerpreis positiv
auf die Ertragslage des Konzerns aus. Der durchschnittliche USD/EUR-Kurs notierte
mit 1,12 USD/EUR deutlich stärker als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (1,36 USD/EUR).
Insgesamt erzielte Hapag-Lloyd sowohl für die ersten neun Monate 2015 als auch für
das dritte Quartal 2015 ein gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum deutlich
verbessertes Ergebnis. KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
Die Angaben für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2014 beziehen sich nur
auf Hapag-Lloyd ohne die übernommenen CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 betrug die durchschnittliche Frachtrate
unter Berücksichtigung der CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten 1.260 USD/TEU und
lag damit um 172 USD/TEU unter dem Wert des Vorjahreszeitraumes (1.432 USD/TEU). Ursächlich
hierfür war neben der erstmaligen Einbeziehung der CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten,
die insgesamt ein niedrigeres Frachtratenniveau aufwiesen, das unverändert schwierige
Marktumfeld mit einem anhaltenden Druck auf die Frachtraten auch im dritten Quartal
2015. Auf einer vergleichbaren Basis (bei Einbeziehung der CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten
bereits für die ersten neun Monate 2014) hätte die durchschnittliche Frachtrate 1.369
USD/TEU betragen. Hieraus hätte sich ein Rückgang der durchschnittlichen Frachtrate
um 109 USD/TEU bzw. 8,0 Prozent ergeben. FRACHTRATEN PRO FAHRTGEBIET*scroll
Die Transportmenge stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode in den ersten neun Monaten
des Geschäftsjahres 2015 von 4.347 TTEU auf 5.579 TTEU, was einem prozentualen Anstieg
um 28,3 Prozent entspricht. Der Anstieg resultierte aus der Einbeziehung der CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten.
Insgesamt blieb die Entwicklung der Transportmengen insbesondere aufgrund der schwachen
konjunkturellen Entwicklung in Lateinamerika und China damit aber unter den Erwartungen.
Auf einer vergleichbaren Basis (bei Einbeziehung der CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten
bereits für die ersten neun Monate 2014) hätte sich das Transportvolumen auf insgesamt
5.803 TTEU belaufen, sodass sich ein leichter Rückgang im Transportvolumen um 3,9
Prozent ergeben hätte. TRANSPORTMENGE PRO FAHRTGEBIET*scroll
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 stiegen die Umsatzerlöse gegenüber
dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von 4.894,4 Mio. EUR um 1.911,6 Mio. EUR auf
6.806,0 Mio. EUR an. Ursächlich hierfür waren die durch die Einbringung der CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten
gestiegenen Transportmengen sowie die deutliche Stärkung des US-Dollars. UMSATZERLÖSE PRO FAHRTGEBIET*scroll
Die Transportaufwendungen erhöhten sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres
2015 um 1.226,2 Mio. EUR auf 5.559,6 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 4.333,4 Mio. EUR).
Ursächlich für diese Entwicklung waren die infolge der Übernahme der CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten
gestiegenen Transportvolumina, die vor allem zu einem Anstieg der Aufwendungen für
bezogene Leistungen führten. Insgesamt erhöhten sich die Transportaufwendungen (+
28,3 Prozent) in den ersten neun Monaten 2015 jedoch unterproportional zum Umsatzanstieg
(+ 39,0 Prozent). Ausschlaggebend hierfür war neben den gesunkenen Bunkerpreisen die
Realisierung von Synergieeffekten aus dem Zusammenschluss mit den CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten.
Darüber hinaus trugen die im Vorjahr initiierten Kostensenkungsmaßnahmen bereits in
den ersten neun Monaten zur kontinuierlichen Senkung der Kosten bei. Die Aufwendungen
für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode
trotz des Einbezugs der CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten um 170,3 Mio. EUR gesunken.
Dieser Rückgang resultierte im Wesentlichen aus den um rd. 44 Prozent gesunkenen Bunkerverbrauchspreisen
sowie der Erzielung von Kosteneinsparungen aufgrund erhöhter Bunkereffizienz. In den
ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres lag der durchschnittliche Bunkerpreis
(MFO) mit 333 USD je Tonne um 258 USD je Tonne unter dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraumes
(591 USD je Tonne). TRANSPORTAUFWENDUNGENscroll
Die Angaben für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2014 beziehen sich nur
auf Hapag-Lloyd ohne die übernommenen CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten. Der Aufriss
der Aufwendungen für bezogene Leistungen innerhalb der Transportaufwendungen ist ab
dem zweiten Quartal und dem 1. Halbjahr 2015 aufgrund einer korrigierten Aufteilung
angepasst worden. Die Rohertragsmarge (Verhältnis Umsatz abzüglich Transportaufwand zum Umsatz) konnte
durch verbesserte Kostenstrukturen und Einsparungen im Vergleich zur entsprechenden
Vorjahrsperiode um 6,8 Prozentpunkte gesteigert werden und betrug in den ersten neun
Monaten 2015 18,3 Prozent (Vorjahreszeitraum: 11,5 Prozent). Die Entwicklung des USD/EUR-Kursverhältnisses führte im Betrachtungszeitraum zu einem
Anstieg der zeitraumbezogenen Kursgewinne und Kursverluste, die sich in den sonstigen
betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen widerspiegeln. Im
Saldo resultierte hieraus in den ersten neun Monaten 2015 ein Kursgewinn in Höhe von
0,7 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: Kursverlust 0,3 Mio. EUR). Der Personalaufwand stieg in den ersten neun Monaten 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum
um 99,5 Mio. EUR auf 360,2 Mio. EUR an. Ursächlich für diesen Anstieg waren die erstmalige
Einbeziehung der CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten in den Konzernabschluss und
die damit verbundene erhöhte Mitarbeiteranzahl. Der erhöhte Personalaufwand wurde
zum Teil durch die Auflösung der im Vorjahr gebildeten Restrukturierungsrückstellung
für Personalmaßnahmen kompensiert. Die Abschreibungen für die ersten neun Monate 2015 betrugen 342,0 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum:
256,5 Mio. EUR). Der Anstieg der Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
resultierte insbesondere aus der erstmaligen Einbeziehung der CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten
sowie den planmäßigen Abschreibungen auf zugegangene Schiffsneubauten und Container. Im Zuge der Integration der CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten fielen in den ersten
neun Monaten 2015 Aufwendungen für Training, Reisen und Umzüge an. Gleichzeitig waren
in diesem Zeitraum 42,4 Mio. EUR der Restrukturierungsrückstellung aufzulösen, da
die Umsetzung einzelner Maßnahmen mit geringerem Aufwand als ursprünglich geplant
durchgeführt werden konnte. Die Auflösung erfolgte in den sonstigen betrieblichen
Erträgen und soweit es sich um Rückstellungen für Personalmaßnahmen handelte im Personalaufwand. Das operative Konzernergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) lag in der Berichtsperiode
mit 348,6 Mio. EUR deutlich über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraumes
(- 77,9 Mio. EUR). Das operative Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(EBITDA) betrug in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 690,6 Mio. EUR
(Vorjahreszeitraum: 178,6 Mio. EUR). Das für die interne Steuerung maßgebende, um Sondereffekte (in den ersten neun Monaten
2015 nur Kaufpreisallokation) in Höhe von insgesamt - 40,4 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum:
37,3 Mio. EUR) bereinigte operative Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT bereinigt)
betrug in den ersten neun Monaten 308,2 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: - 40,6 Mio. EUR). ERTRAGSKENNZAHLENscroll
Das Zinsergebnis für die ersten neun Monate 2015 betrug -169,1 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum:
-142,1 Mio. EUR). In diesem Betrag ist ein Aufwand in Höhe von 3,1 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum:
Aufwand von 5,9 Mio. EUR) aus der Zeitwertveränderung des eingebetteten Derivates
der begebenen Anleihen enthalten. In den ersten neun Monaten 2015 belief sich das Konzernergebnis auf 160,4 Mio. EUR
(Vorjahreszeitraum: - 224,0 Mio. EUR). FINANZLAGE DES KONZERNSEine Vergleichbarkeit der Finanzlage mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ist
nur eingeschränkt möglich, da die CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten erstmalig
ab dem 2. Dezember 2014 in den Konzernabschluss der Hapag-Lloyd einbezogen wurden.
Die Angaben für die ersten neun Monate 2014 beziehen sich, wenn nicht anders angegeben,
auf Hapag-Lloyd ohne die CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten. VERKÜRZTE KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
Cash-Flow aus laufender GeschäftstätigkeitIn den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 wurde ein gegenüber dem Vorjahr
erheblich verbesserter operativer Cash-Flow in Höhe von 484,5 Mio. EUR erwirtschaftet
(Vorjahreszeitraum: 163,2 Mio. EUR). Cash-Flow aus InvestitionstätigkeitDer Zahlungsmittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich in den ersten neun
Monaten des Geschäftsjahres 2015 auf 483,8 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 194,1 Mio.
EUR). Hierin enthalten waren im Wesentlichen Auszahlungen für Investitionen in Schiffsneubauten
und Container in Höhe von 582,2 Mio. EUR. Gegenläufig wirkten Einzahlungen aus dem
Verkauf eines Portfolios von außer Dienst zu stellenden Schiffen ("Old Ladies") in
Höhe von 74,5 Mio. EUR sowie erhaltene Dividendenzahlungen. Daneben wurden nicht zahlungswirksame
Investitionen in Höhe von insgesamt 131,9 Mio. EUR für Container getätigt. Hiervon
entfielen 29,0 Mio. EUR (32,4 Mio. USD) auf bestehende Operating-Lease-Verträge, bei
denen Hapag-Lloyd die Verpflichtung eingegangen ist, die darin enthaltene Kaufoption
auszuüben. Die entsprechenden Containermietverträge wurden somit als Finance-Lease-Verträge
bilanziert. Der Zahlungsmittelabfluss dieser Investitionen wird überwiegend im vierten
Quartal erfolgen. Cash-Flow aus FinanzierungstätigkeitAus den Finanzierungstätigkeiten ergab sich in der Berichtsperiode im Saldo ein Mittelabfluss
in Höhe von 289,1 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 22,0 Mio. EUR). Den Mittelaufnahmen
in Höhe von 345,5 Mio. EUR standen im Wesentlichen Zins- und Tilgungszahlungen in
Höhe von 616,6 Mio. EUR gegenüber. Die zugeflossenen Finanzmittel betrafen im Wesentlichen
Auszahlungen von Finanzierungen für in Dienst gestellte Schiffsneubauten und von Containerfinanzierungen. ENTWICKLUNG DES FINANZMITTELBESTANDES
scroll
Insgesamt ergab sich in den ersten neun Monaten 2015 ein Zahlungsmittelabfluss in
Höhe von 288,4 Mio. EUR, sodass unter Berücksichtigung von Wechselkurseffekten in
Höhe von 61,0 Mio. EUR zum Ende des Berichtszeitraumes (30. September 2015) ein Finanzmittelbestand
von 484,0 Mio. EUR (Vorjahr: 444,5 Mio. EUR) ausgewiesen wurde. Der in der Kapitalflussrechnung
betrachtete Finanzmittelbestand entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente". Zusätzlich bestehen zum 30. September 2015 nicht in Anspruch
genommene Kreditlinien in Höhe von 433,7 Mio. EUR. NettoverschuldungDie Nettoverschuldung des Konzerns erhöhte sich zum 30. September 2015 gegenüber dem
Jahresende 2014 von 3.005,7 Mio. EUR auf 3.405,4 Mio. EUR. Ursächlich hierfür waren
insbesondere Stichtagskurseffekte in Höhe von 185,2 Mio. EUR aufgrund der Veränderung
des USD/EUR Kurses von 1,22 USD auf 1,12 USD. FINANZIELLE SOLIDITÄTscroll
*
Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital VERMÖGENSLAGE DES KONZERNSENTWICKLUNG DER VERMÖGENSSTRUKTURscroll
Zum 30. September 2015 betrug die Bilanzsumme des Konzerns 10.749,7 Mio. EUR und lag
um 641,3 Mio. EUR über dem Wert zum Jahresende 2014. Ursächlich für diesen Anstieg
waren neben den getätigten Investitionen vor allem stichtagsbedingte Wechselkurseffekte
infolge des stärkeren US-Dollars. Der USD/EUR-Kurs notierte zum 30. September 2015
bei 1,12 (31. Dezember 2014: 1,22). Während sich die langfristigen Vermögenswerte um 1.008,4 Mio. EUR erhöhten, verminderten
sich die kurzfristigen Vermögenswerte um 367,1 Mio. EUR. Innerhalb der langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich insbesondere die Buchwerte
des Anlagevermögens aufgrund von getätigten Investitionen in Seeschiffe und Container
in Höhe von insgesamt 699,4 Mio. EUR. Daneben wirkten sich stichtagsbedingte Wechselkurseffekte
in Höhe von 653,5 Mio. EUR aus. Planmäßige Abschreibungen in Höhe von 342,0 Mio. EUR
minderten hingegen den Buchwert des Anlagevermögens. Die Veränderung der kurzfristigen Vermögenswerte resultierte unter anderem aus dem
bis Mitte des Jahres 2015 erfolgten Verkauf eines Portfolios von Seeschiffen, die
zum 31. Dezember 2014 als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte ausgewiesen waren. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten ist durch Mittelabflüsse
in Höhe von 288,4 Mio. EUR gesunken. Gegenläufig wirkten sich Wechselkurseffekte in
Höhe von 61,0 Mio. EUR erhöhend auf den Zahlungsmittelbestand aus. Zum 30. September
2015 betrug dieser 484,0 Mio. EUR (31. Dezember 2014: 711,4 Mio. EUR). Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital des Konzerns um 503,2 Mio. EUR auf
4.672,8 Mio. EUR. Der Anstieg ist im Wesentlichen aus dem Saldo aus den im sonstigen
Ergebnis erfassten unrealisierten Gewinnen und Verlusten aus der Währungsumrechnung
in Höhe von 322,1 Mio. EUR sowie auf das positive Konzernergebnis in Höhe von 160,4
Mio. EUR zurückzuführen. Zudem wirkte sich die Veränderung der Rücklage für Neubewertungen
aus leistungsorientierten Pensionsplänen (23,1 Mio. EUR) erhöhend auf das Eigenkapital
aus. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich zum 30. September 2015 auf rd. 44 Prozent
(31. Dezember 2014: rd. 41 Prozent). Das Fremdkapital des Konzerns ist gegenüber dem Jahresabschluss 2014 um 138,1 Mio.
EUR auf 6.076,9 Mio. EUR gestiegen. Darin enthalten war ein Anstieg der Finanzschulden
um insgesamt 172,3 Mio. EUR, der im Wesentlichen auf stichtagsbedingten Währungskurseffekten
in Höhe von 246,2 Mio. EUR sowie Darlehensaufnahmen für Schiffs- und Containerfinanzierungen
in Höhe von 345,5 Mio. EUR beruht. Gegenläufig wirkten Tilgungsleistungen in Höhe
von 456,5 Mio. EUR. Weitere Angaben zu wesentlichen Veränderungen einzelner Bilanzposten und zum Umfang
der Investitionsverpflichtungen finden Sie in den Erläuterungen zur Konzernbilanz
im verkürzten Konzernanhang. NACHTRAGSBERICHTUngeachtet des ambitionierten Börsenumfeldes konnte die Hapag-Lloyd AG ihren Börsengang
im vierten Quartal 2015 erfolgreich vollziehen. Der Bruttoemissionserlös aus der Platzierung
von insgesamt 13.228.677 neuer Aktien aus einer Kapitalerhöhung betrug rd. 265,0 Mio.
EUR (300,0 Mio. USD). Nach der erfolgten Kapitalerhöhung beträgt die gesamte Anzahl
der Aktien der Hapag-Lloyd AG 118.110.917 Namensaktien. Zur weiteren Stärkung der
Liquiditätsreserve wurde im Zusammenhang mit der Umsetzung des Börsengangs seitens
der Joint Global Coordinators eine unbesicherte Kreditlinie in Höhe von 125,0 Mio.
USD (111,6 Mio. EUR) zum 14. Oktober 2015 gewährt. Am 20. Oktober 2015 hat Hapag-Lloyd einen weiteren sog. Japanese-Operating-Lease im
Umfang von 42,3 Mio. USD zur Finanzierung der Anschaffungskosten von 3.000 bereits
erworbenen Kühlcontainern abgeschlossen, der am 23. Oktober 2015 ausgezahlt wurde.
Am 6. Oktober 2015 wurden zudem 44,0 Mio. USD aus dem bestehenden Container RCF in
Anspruch genommen. RISIKO- UND CHANCENBERICHTHinsichtlich der einzelnen Chancen und Risiken verweisen wir auf den Geschäftsbericht
2014. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung bestanden keine Risiken, die den Fortbestand
des Hapag-Lloyd Konzerns gefährden. Das derzeitige schwache Wirtschaftswachstum in Lateinamerika und die Wachstumsabschwächung
in China beeinträchtigen gegenwärtig die Entwicklung der Transportmenge in wichtigen
Fahrtgebieten. Auch die Zusammenführung der Dienste von Hapag-Lloyd und den von CSAV
übernommenen Containerschifffahrtsaktivitäten haben in den ersten neun Monaten 2015
zu einer unter den Erwartungen liegenden Transportmenge geführt. Derzeit ist angesichts
der weiteren Wachstumsabschwächung in China ungewiss, ob dieser Mengenrückgang im
Jahresverlauf vollständig ausgeglichen werden kann. Zudem ist der Rückgang der Frachtraten
in den ersten neun Monaten 2015 stärker als erwartet. Nach einem Rückgang um 5 Prozent
in den ersten sechs Monaten 2015 betrug der Rückgang der durchschnittlichen Frachtrate
auf einer vergleichbaren Basis (unter Einbeziehung der CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten
bereits für die ersten neun Monate 2014) in den ersten neun Monaten 2015 insgesamt
8,0 Prozent. Weitere Änderungen der Risikolage erwarten wir aus heutiger Sicht nicht. Die internationale Ratingagentur Moody's erhöhte in ihrem Ratingupdate vom 29. September
2015 den Ausblick von "Stabil" auf "Positiv". Das Emittentenrating der Hapag-Lloyd
AG blieb mit B2 unverändert. Das Rating durch Standard & Poor's beträgt weiterhin
B+ mit "stabilem" Ausblick. Durch den erfolgreichen Börsengang in vierten Quartal 2015 hat sich Hapag-Lloyd einen
erweiterten Zugang zum Kapitalmarkt geschaffen. Dies beinhaltet die Möglichkeit, für
die Finanzierung zukünftiger Investitionen weiteres Eigenkapital einzuwerben. PROGNOSEBERICHTDie nachfolgende Prognose für die erwartete Unternehmensentwicklung schließt die von
CSAV übernommenen Containerschifffahrtsaktivitäten mit ein. Die angegebene Prognose
bezieht sich somit auf den - um die CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten auf einer
Pro-forma-Basis - erweiterten Konzern und ist damit hinsichtlich der Systematik der
in den Konzernzwischenberichten des Jahres 2014 enthaltenen Prognose nicht vergleichbar.
Einmalige Transportmengen- und Frachtrateneffekte dieser Einbeziehung werden daher
bei der Prognose nicht berücksichtigt. In 2014 beförderten die CSAV-Containerschiffe
eine Transportmenge von 1.924 TTEU. Im Jahresdurchschnitt 2014 betrug die durchschnittliche
Frachtrate der CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten 1.174 USD/TEU. Im Konzernabschluss
2014 sind die CSAV-Schifffahrtsaktivitäten nur ab dem Konsolidierungszeitpunkt (2.
Dezember 2014) und damit zeitanteilig für den Monat Dezember 2014 einbezogen. Auf
einer Pro-forma-Basis, d. h. unter Einbeziehung der CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten
für die gesamten 12 Monate 2014, hätte die Transportmenge für das Geschäftsjahr 2014
7.681 TTEU und die Frachtrate 1.369 USD/TEU betragen. Grundsätzlich haben die Aussagen im Prognosebericht des Konzernlageberichtes für das
Geschäftsjahr 2014 hinsichtlich der mittelfristigen Wachstumsperspektiven in der Containerschifffahrt
weiterhin Gültigkeit. Mit der erwarteten mittelfristig kontinuierlichen Zunahme des
Welthandelsvolumens dürfte auch die Nachfrage nach Containertransportleistungen weiter
ansteigen. Zusammenfassend sind nachfolgend die wichtigsten externen Einflussfaktoren dargestellt.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet laut seinem aktuellen Konjunkturausblick
(Oktober 2015) für das laufende Jahr ein Weltwirtschaftswachstum von 3,1 Prozent.
Damit dürfte die Weltwirtschaft in 2015 etwas schwächer als im Vorjahr (+ 3,4 Prozent)
wachsen. Das für die Nachfrage nach den Transportleistungen der Containerschifffahrt wichtige
Welthandelsvolumen soll nach Einschätzung des IWF im laufenden Jahr um 3,2 Prozent
(2014: + 3,3 Prozent) zunehmen. Der Branchendienst IHS Global Insight (Oktober 2015)
erwartet für 2015 ein Wachstum der globalen Containertransportmenge um 2,2 Prozent
(2014: + 4,6 Prozent) auf rd. 130,4 Mio. TEU. Auch in 2015 dürfte das Kapazitätswachstum der Weltcontainerschiffsflotte insbesondere
durch die Indienststellung sehr großer Containerschiffe in den asienbezogenen Verkehren
stärker als die Nachfrage nach Containertransportleistungen ausfallen. So rechnen
die Branchenexperten von MDS Transmodal auf Basis der bestehenden Aufträge für Containerschiffe
und der geplanten Auslieferungen für das laufende Jahr mit einer Zunahme der Transportkapazitäten
um ca. 10 Prozent auf bis zu 21,3 Mio. TEU. Das weitere Kapazitätswachstum könnte
auch im vierten Quartal 2015 die Durchsetzung von Frachtratenerhöhungen erschweren. Für das Gesamtjahr 2015 plant Hapag-Lloyd unter Berücksichtigung eines auch weiterhin
schwierigen Branchenumfeldes mit einem verstärkten Druck auf die Frachtraten im zweiten
Halbjahr 2015 eine deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses gemessen am EBITDA
und EBIT (bereinigt). Hierzu sollten neben vorteilhaften exogenen Faktoren (insbesondere
Bunkerpreis, Währungskurs) vor allem die in 2015 realisierbaren Synergieeffekte und
weitere Kosteneinsparungen beitragen. Aufgrund der angestrebten umfassenden Kostenoptimierung
wird in 2015 wieder ein deutlich positives operatives Ergebnis gemessen am EBITDA
und EBIT (bereinigt) erzielt werden. Das in 2014 positive Ergebnis vor Zinsen, Steuern,
Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) wird sich deutlich erhöhen. Auf Basis der
erreichten Ergebnisverbesserung in den ersten neun Monaten 2015 erwartet Hapag-Lloyd
eine EBITDA-Marge im hohen einstelligen Bereich. Für das Gesamtjahr 2015 wird ebenfalls
ein positives Ergebnis nach Zinsen und Steuern (EAT) erwartet. WICHTIGE ECKWERTE FÜR DIE PROGNOSE 2015 IM VERGLEICH MIT 2014scroll
Die Risiken, die eine Abweichung der Geschäftsentwicklung von der Prognose bewirken
könnten, sind ausführlich im Risikobericht des Konzernlageberichtes im Geschäftsbericht
2014 (Seite 82 ff.) dargestellt. Die maßgeblichen Risiken sind insbesondere eine weitere
Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums und Welthandelsvolumens, ein deutlicher
und nachhaltiger Anstieg der Bunkerpreise (MFO) über das Durchschnittsniveau 2014
sowie ein weiterer deutlicher Rückgang der Frachtraten. Der Eintritt eines oder mehrerer
dieser Risiken könnte im vierten Quartal 2015 einen deutlich negativen Einfluss auf
die Branche und somit ebenfalls auf die Geschäftsentwicklung von Hapag-Lloyd für das
Gesamtjahr 2015 nehmen. KONZERNZWISCHENABSCHLUSSKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER HAPAG-LLOYD AG
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| Mio. EUR | Q3 2015 | Q3 2014* | 9M 2015 | 9M 2014* |
| Umsatzerlöse | 2.137,0 | 1.680,7 | 6.806,0 | 4.894,4 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 42,3 | 30,9 | 145,9 | 57,2 |
| Transportaufwendungen | 1.767,8 | 1.458,5 | 5.559,7 | 4.333,4 |
| Personalaufwendungen | 106,4 | 76,2 | 360,2 | 260,7 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 116,4 | 87,8 | 342,0 | 256,5 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 116,1 | 76,8 | 359,6 | 205,3 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 72,6 | 12,3 | 330,4 | - 104,3 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen | 8,8 | 9,2 | 22,5 | 26,6 |
| Übriges Finanzergebnis | - 0,5 | 2,1 | - 4,3 | - 0,2 |
| Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern (EBIT) | 80,9 | 23,6 | 348,6 | - 77,9 |
| Zinserträge | 1,1 | 2,1 | 4,0 | 5,1 |
| Zinsaufwendungen | 71,0 | 75,4 | 173,1 | 147,2 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 11,0 | - 49,7 | 179,5 | - 220,0 |
| Ertragsteuern | 7,8 | 1,0 | 19,1 | 4,0 |
| Konzernergebnis | 3,2 | -50,7 | 160,4 | - 224,0 |
| Davon Ergebnisanteil der Aktionäre der Hapag-Lloyd AG | 2,4 | - 51,0 | 158,7 | - 224,9 |
| Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallendes Ergebnis | 0,8 | 0,3 | 1,7 | 0,9 |
| "Unverwässertes"/"Verwässertes" Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,02 | - 0,77 | 1,51 | - 3,40 |
| Mio. EUR | Q3 2015 | Q3 2014* | 9M 2015 | 9M 2014* |
| Konzernergebnis | 3,2 | - 50,7 | 160,4 | - 224,0 |
| Posten, die nicht erfolgswirksam umgegliedert werden: | 2,4 | - 13,8 | 23,1 | - 36,5 |
| Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen, nach Steuern | 2,4 | - 13,8 | 23,1 | - 36,5 |
| Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen, vor Steuern | 2,5 | - 13,9 | 22,9 | - 36,7 |
| Steuereffekt | - 0,1 | 0,1 | 0,2 | 0,2 |
| Posten, die erfolgswirksam umgegliedert werden können: | - 14,8 | 201,9 | 322,0 | 218,3 |
| Cash-Flow Hedges (kein Steuereffekt) | - 0,4 | - 2,0 | - 0,4 | - 7,1 |
| Im übrigen Eigenkapital erfasste Fair-Value-Änderungen | 3,0 | - 26,4 | 1,8 | - 8,5 |
| Umgliederungen in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | - 3,4 | 24,4 | - 2,2 | 1,4 |
| Währungsumrechnung (kein Steuereffekt) | - 14,4 | 203,9 | 322,4 | 225,4 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - 12,4 | 188,1 | 345,1 | 181,8 |
| Gesamtergebnis | - 9,2 | 137,4 | 505,5 | - 42,2 |
| Davon Gesamtergebnisanteil der Aktionäre der Hapag-Lloyd AG | - 9,9 | 137,1 | 503,5 | - 43,1 |
| Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallendes Gesamtergebnis | 0,7 | 0,3 | 2,0 | 0,9 |
| Mio. EUR | 30.9.2015 | 31.12.2014 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 1.490,9 | 1.375,6 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1.356,2 | 1.309,7 |
| Sachanlagen | 6.030,9 | 5.176,0 |
| Nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen | 378,3 | 384,9 |
| Sonstige Forderungen | 15,5 | 13,1 |
| Derivative Finanzinstrumente | 15,3 | 15,8 |
| Aktive latente Ertragsteuern | 24,3 | 27,9 |
| Langfristige Vermögenswerte | 9.311,4 | 8.303,0 |
| Vorräte | 124,2 | 152,1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 665,0 | 716,0 |
| Sonstige Forderungen | 126,8 | 134,3 |
| Derivative Finanzinstrumente | 3,2 | 3,8 |
| Ertragsteuerforderungen | 35,1 | 28,6 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 484,0 | 711,4 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 0,0 | 59,2 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.438,3 | 1.805,4 |
| Summe Aktiva | 10.749,7 | 10.108,4 |
| Mio. EUR | 30.9.2015 | 31.12.2014 |
| Gezeichnetes Kapital | 104,9 | 104,9 |
| Kapitalrücklagen | 1.651,9 | 1.651,9 |
| Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital | 2.444,6 | 2.286,1 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 466,2 | 121,4 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Hapag-Lloyd AG | 4.667,6 | 4.164,3 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 5,2 | 5,3 |
| Eigenkapital | 4.672,8 | 4.169,6 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 192,4 | 208,4 |
| Sonstige Rückstellungen | 169,3 | 207,0 |
| Finanzschulden | 3.439,7 | 3.309,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0,4 | 0,5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5,9 | 6,7 |
| Passive latente Ertragsteuern | 4,2 | 1,5 |
| Langfristige Schulden | 3.811,9 | 3.733,2 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 5,0 | 6,5 |
| Sonstige Rückstellungen | 269,1 | 385,4 |
| Ertragsteuerschuld | 13,7 | 18,3 |
| Finanzschulden | 449,7 | 408,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.344,8 | 1.232,3 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 145,9 | 131,3 |
| Derivative Finanzinstrumente | 36,8 | 23,8 |
| Kurzfristige Schulden | 2.265,0 | 2.205,6 |
| Summe Passiva | 10.749,7 | 10.108,4 |
| Mio. EUR | Eigenkapital der Aktionäre der Hapag-Lloyd AG | |||||
| Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklagen |
Erwirt- schaftetes Konzern- eigenkapital |
Neubewer- tungen aus leistungs- orientierten Plänen |
Rücklage für Cash-Flow Hedges |
Währungs- rücklage |
|
| Stand 1.1.2014 | 66,1 | 935,3 | 2.045,8 | -46,6 | 6,4 | -94,6 |
| Gesamtergebnis | - | - | -224,9 | -36,5 | -7,1 | 225,4 |
| davon | ||||||
| Konzernergebnis | - | - | -224,9 | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | -36,5 | -7,1 | 225,4 |
| Transaktionen mit Gesellschaftern | - | - | - | - | - | - |
| davon | ||||||
| Ausschüttung an nicht beherrschende Gesellschafter |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
| Stand 30.9.2014* | 66,1 | 935,3 | 1.820,9 | -83,1 | -0,7 | 130,8 |
| Stand 1.1.2015 | 104,9 | 1.651,9 | 2.286,1 | -104,8 | 0,0 | 226,2 |
| Gesamtergebnis | - | - | 158,7 | 23,1 | -0,4 | 322,1 |
| davon | ||||||
| Konzernergebnis | - | - | 158,7 | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | 23,1 | -0,4 | 322,1 |
| Transaktionen mit Gesellschaftern | - | - | - | - | - | - |
| davon | ||||||
| Ausschüttung an nicht beherrschende Gesellschafter |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
| Entkonsolidierung | - | - | -0,2 | - | - | - |
| Stand 30.9.2015 | 104,9 | 1.651,9 | 2.444,6 | -81,7 | -0,4 | 548,3 |
| Mio. EUR | Eigenkapital der Aktionäre der Hapag-Lloyd AG |
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter |
Summe Eigenkapital |
|
| Kumuliertes übriges Eigenkapital |
Summe | |||
| Stand 1.1.2014 | -134,8 | 2.912,4 | 2,7 | 2.915,1 |
| Gesamtergebnis | 181,8 | -43,1 | 0,9 | -42,2 |
| davon | ||||
| Konzernergebnis | - | -224,9 | 0,9 | -224,0 |
| Sonstiges Ergebnis | 181,8 | 181,8 | - | 181,8 |
| Transaktionen mit Gesellschaftern | - | - | -0,8 | -0,8 |
| davon | ||||
| Ausschüttung an nicht beherrschende Gesellschafter | - |
- |
-0,8 | -0,8 |
| Stand 30.9.2014* | 47,0 | 2.869,3 | 2,8 | 2.872,1 |
| Stand 1.1.2015 | 121,4 | 4.164,3 | 5,3 | 4.169,6 |
| Gesamtergebnis | 344,8 | 503,5 | 2,0 | 505,6 |
| davon | ||||
| Konzernergebnis | - | 158,7 | 1,7 | 160,4 |
| Sonstiges Ergebnis | 344,8 | 344,8 | 0,3 | 345,1 |
| Transaktionen mit Gesellschaftern | - | - | -2,1 | -2,1 |
| davon | ||||
| Ausschüttung an nicht beherrschende Gesellschafter | - |
- |
-2,1 | -2,1 |
| Entkonsolidierung | - | -0,2 | - | -0,2 |
| Stand 30.9.2015 | 466,2 | 4.667,6 | 5,2 | 4.672,8 |
| Mio. EUR | Q3 2015 | Q3 2014* | 9M 2015 | 9M 2014* |
| Konzernergebnis | 3,2 | - 50,7 | 160,4 | - 224,0 |
| Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) | 116,4 | 87,8 | 342,0 | 256,5 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) und Umgliederungen |
3,7 | - 16,2 | - 50,4 | - 2,8 |
| Zinsaufwendungen (ohne Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtungen) |
68,9 | 72,9 | 166,7 | 140,0 |
| Gewinn (-) / Verlust (+) aus Sicherungsgeschäften für Finanzschulden |
- | - | 15,9 | - |
| Gewinn (-) / Verlust (+) aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten |
- 1,2 | 0,1 | - 10,6 | 0,0 |
| Erträge (-) / Aufwendungen (+) aus nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen und aus Dividenden von Beteiligungsunternehmen |
- 8,9 | - 9,2 | - 22,6 | - 26,7 |
| Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte | 31,9 | 22,6 | 41,0 | 14,9 |
| Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte |
42,1 | 27,5 | 124,3 | - 40,3 |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen | - 48,5 | - 4,1 | - 198,9 | - 8,7 |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten (ohne Finanzschulden) |
- 47,2 | - 40,8 | -83,3 | 54,3 |
| Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus der laufenden Geschäftstätigkeit |
160,4 | 89,9 | 484,5 | 163,2 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten |
1,1 | 0,8 | 2,4 | 4,5 |
| Einzahlungen aus Dividenden | 0,3 | - | 33,9 | 34,0 |
| Einzahlungen aus Abgängen von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten |
3,5 | - |
74,5 | - |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
- 157,1 | - 90,3 | - 594,3 | - 232,6 |
| Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte |
- | - | -0,3 | - |
| Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus der Investitionstätigkeit | - 152,2 | - 89,5 | - 483,8 | - 194,1 |
| Auszahlungen für Dividenden | - | - | - 2,1 | - 0,9 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden | 124,6 | 129,7 | 345,5 | 461,2 |
| Auszahlungen aus der Rückführung von Finanzschulden |
- 182,0 | - 106,9 | - 456,5 | - 367,7 |
| Auszahlungen für Zinsen | - 60,7 | - 41,1 | - 160,1 | - 114,6 |
| Einzahlungen (+) und Auszahlungen (-) aus Sicherungsgeschäften für Finanzschulden |
- |
- |
- 15,9 | - |
| Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus der Finanzierungstätigkeit |
- 118,1 | - 18,3 | - 289,1 | - 22,0 |
| Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
- 109,9 | - 17,9 | -288,4 | - 52,9 |
| Zahlungsmittel und Zahlungs- mitteläquivalente am Anfang der Periode |
594,9 | 427,6 | 711,4 | 464,8 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
- 1,0 | 34,8 | 61,0 | 32,6 |
| Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
- 109,9 | - 17,9 | - 288,4 | - 52,9 |
| Zahlungsmittel und Zahlungs- mitteläquivalente am Ende der Periode |
484,0 | 444,5 | 484,0 | 444,5 |
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss der Hapag-Lloyd AG und ihrer Tochtergesellschaften,
im Nachfolgenden Hapag-Lloyd Konzern genannt, wurde im Einklang mit den International
Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des
International Accounting Standards Board (IASB) für die Zwischenberichterstattung
erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Demzufolge enthält
dieser Abschluss zum Zwischenbericht gem. IAS 34 nicht sämtliche Informationen und
Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen vollumfänglichen Konzernabschluss zum Ende
des Geschäftsjahres notwendig sind. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss
sowie der Konzernzwischenlagebericht der Hapag-Lloyd AG wurde weder einer prüferischen
Durchsicht unterzogen noch entsprechend § 317 HGB geprüft.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 30.
September 2015. Die im Konzernzwischenabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
entsprechen bis auf die erforderlichen Änderungen infolge neu anzuwendender Standards
ab dem 1. Januar 2015 denen des letzten Konzernabschlusses zum Ende des Geschäftsjahres.
Die in den unterjährigen Perioden dargestellten Ergebnisse sind nicht notwendigerweise
indikativ für Ergebnisse, die in zukünftigen Perioden erwartet werden können bzw.
für das gesamte Geschäftsjahr zu erwarten sind. Die Ertragslage des Hapag-Lloyd Konzerns
ist grundsätzlich durch die Saisonalität bei Transportvolumen und Frachtraten im Containerschifffahrtsgeschäft
geprägt. Die Schwankungen resultieren aus der gewöhnlich höheren Nachfrage nach Transportdienstleistungen
in der Containerschifffahrt im zweiten und insbesondere dritten Quartal.
Die funktionale Währung der Hapag-Lloyd AG und ihrer Tochtergesellschaften ist der
US-Dollar. Die Berichterstattung der Hapag-Lloyd AG erfolgt dagegen in Euro. Alle
Beträge des Geschäftsjahres werden, soweit nicht anders vermerkt, in Millionen Euro
(Mio. EUR) angegeben. Für Zwecke der Umrechnung der Abschlüsse der Hapag-Lloyd AG
und ihrer Tochtergesellschaften werden die Vermögenswerte und Schulden der Bilanz
mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag (Stichtagskurs) in Euro umgerechnet. Für die
Zahlungsströme in der Kapitalflussrechnung, die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
ausgewiesenen Aufwendungen und Erträge sowie das Ergebnis erfolgt die Umrechnung mit
dem Durchschnittskurs des Berichtszeitraumes. Die hieraus entstehenden Differenzen
werden im sonstigen Ergebnis erfasst.
Zum 30. September 2015 notierte der USD/EUR-Stichtagskurs mit 1,1215 USD/EUR (31.
Dezember 2014 1,2155 USD/EUR). Aus dem im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stärkeren
US-Dollar resultierte ein USD/EUR-Durchschnittskurs für die ersten neun Monate 2015
von 1,1151 USD/EUR (Vorjahreszeitraum 1,3555 USD/EUR).
Durch die Einbringung der CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten in den Hapag-Lloyd
Konzern am 2. Dezember 2014 sind die Angaben in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung,
der Konzern-Gesamtergebnisrechnung sowie der Konzernkapitalflussrechnung für die ersten
neun Monate 2015 nur begrenzt mit den Vorjahreswerten vergleichbar.
Der Hapag-Lloyd Konzern wird vom Vorstand als eine Geschäftseinheit weltweit mit einem
Betätigungsfeld gesteuert. Die primären Steuerungsgrößen sind Frachtrate und Transportmenge
nach geografischen Regionen sowie das bereinigte EBIT und das EBITDA aus Gesamtkonzernsicht.
Über die Ressourcenallokation (Einsatz von Schiffen und Containern) wird basierend
auf dem gesamten Liniennetz und dem Einsatz der gesamten Flotte entschieden. Die Umsatzerlöse
werden ausschließlich durch die Tätigkeit als Containerlinienschifffahrtsunternehmen
erwirtschaftet. Sie enthalten Erlöse aus dem Transport und Handling von Containern
und damit verbundenen Leistungen und Kommissionen, die global generiert werden. Da
der Hapag-Lloyd Konzern weltweit mit demselben Produkt über ein gesamtes Liniennetz
agiert, hat der Vorstand entschieden, dass für die interne Berichterstattung kein
angemessener Maßstab besteht, die damit im Zusammenhang stehenden Vermögenswerte,
Schulden sowie das bereinigte EBIT und EBITDA als zentrale Steuerungsgrößen mehreren
geografischen Regionen zuzuordnen. Sämtliche Vermögenswerte, Schulden, Erträge und
Aufwendungen des Konzerns sind daher nur dem Segment Containerlinienschifffahrt zuzuordnen.
Angegeben werden die Transportmenge und Frachtrate pro Fahrtgebiet sowie die diesem
Fahrtgebiet zuzuordnenden Umsatzerlöse.
| TTEU | Q3 2015 | Q3 2014** | 9M 2015 | 9M 2014** |
| Atlantik | 398 | 367 | 1.173 | 1.089 |
| Transpazifik | 363 | 332 | 1.043 | 994 |
| Fernost | 320 | 290 | 976 | 856 |
| Lateinamerika | 550 | 271 | 1.698 | 779 |
| Intra-Asien | 140 | 131 | 420 | 362 |
| EMAO (Europa - Mittelmeer - Afrika - Ozeanien) | 90 | 83 | 269 | 267 |
| Gesamt | 1.861 | 1.474 | 5.579 | 4.347 |
*
Im Rahmen der CSAV-Integration wurden die Fahrtgebiete neu strukturiert und die Zuordnung
einzelner Dienste zu den Fahrtgebieten verändert. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend
angepasst.
**
Die Angaben für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2014 beziehen sich nur
auf Hapag-Lloyd ohne die übernommenen CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten.
| USD/TEU | Q3 2015 | Q3 2014** | 9M 2015 | 9M 2014** |
| Atlantik | 1.526 | 1.597 | 1.512 | 1.580 |
| Transpazifik | 1.548 | 1.791 | 1.647 | 1.760 |
| Fernost | 876 | 1.210 | 977 | 1.195 |
| Lateinamerika | 1.025 | 1.378 | 1.157 | 1.363 |
| Intra-Asien | 635 | 829 | 684 | 798 |
| EMAO (Europa - Mittelmeer - Afrika - Ozeanien) | 1.226 | 1.452 | 1.238 | 1.425 |
| Gesamt (Gewichteter Durchschnitt) | 1.189 | 1.448 | 1.260 | 1.432 |
*
Im Rahmen der CSAV-Integration wurden die Fahrtgebiete neu strukturiert und die Zuordnung
einzelner Dienste zu den Fahrtgebieten verändert. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend
angepasst.
**
Die Angaben für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2014 beziehen sich nur
auf Hapag-Lloyd ohne die übernommenen CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten.
| Mio. EUR | Q3 2015 | Q3 2014** | 9M 2015 | 9M 2014** |
| Atlantik | 545,8 | 442,2 | 1.590,6 | 1.269,6 |
| Transpazifik | 505,6 | 447,8 | 1.541,2 | 1.291,1 |
| Fernost | 251,8 | 263,5 | 855,4 | 754,4 |
| Lateinamerika | 508,0 | 281,2 | 1.761,8 | 783,6 |
| Intra-Asien | 79,8 | 81,8 | 257,7 | 213,3 |
| EMAO (Europa - Mittelmeer - Afrika - Ozeanien) | 98,7 | 91,4 | 298,6 | 281,0 |
| Übrige | 147,3 | 72,8 | 500,7 | 301,4 |
| Gesamt | 2.137,0 | 1.680,7 | 6.806,0 | 4.894,4 |
*
Im Rahmen der CSAV-Integration wurden die Fahrtgebiete neu strukturiert und die Zuordnung
einzelner Dienste zu den Fahrtgebieten verändert. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend
angepasst.
**
Die Angaben für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2014 beziehen sich nur
auf Hapag-Lloyd ohne die übernommenen CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten.
Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT bereinigt)
ergibt sich folgendermaßen aus dem operativen Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern:
| Mio. EUR | Q3 2015 | Q3 2014* | 9M 2015 | 9M 2014* |
| EBIT | 80,9 | 23,6 | 348,6 | - 77,9 |
| Kaufpreisallokation | - 13,3 | 4,3 | - 40,4 | 17,0 |
| Transaktions- und Restrukturierungskosten | - | 5,2 | - | 20,3 |
| EBIT bereinigt | 67,6 | 33,1 | 308,2 | - 40,6 |
Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ergibt sich
folgendermaßen aus dem operativen Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern:
| Mio. EUR | Q3 2015 | Q3 2014* | 9M 2015 | 9M 2014* |
| EBIT | 80,9 | 23,6 | 348,6 | - 77,9 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 116,4 | 87,8 | 342,0 | 256,5 |
| EBITDA | 197,3 | 111,4 | 690,6 | 178,6 |
Die folgenden vom IASB veröffentlichten Änderungen an bestehenden Standards, für die
das Endorsement bereits erfolgt ist, waren im Geschäftsjahr 2015 erstmals anzuwenden;
wesentliche Auswirkungen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Hapag-Lloyd
Konzerns ergaben sich, soweit nicht anders angegeben, aus der erstmaligen Anwendung
nicht:
| ― |
Änderung des IAS 19: Arbeitnehmerbeiträge |
| ― |
IFRIC 21: Abgaben |
| ― |
Diverse: Annual Improvement Prozess - Verbesserungen der IFRS (2010-2012) |
| ― |
Diverse: Annual Improvement Prozess - Verbesserungen der IFRS (2011-2013) |
Die Änderung zu IAS 19 Arbeitnehmerbeiträge stellt klar, dass Beiträge, die die Mitarbeiter
(oder dritte Parteien) selbst entrichten, durch das zusagende Unternehmen vereinfachend
so erfasst werden können, dass der Nominalbetrag der Mitarbeiterbeiträge in der Periode
vom Dienstzeitaufwand abgezogen wird, in der die entsprechende Dienstzeit erbracht
wurde. Bedingung hierfür ist die Unabhängigkeit der Beiträge von der Anzahl der Dienstjahre,
z. B. Beiträge, die als fixer Prozentsatz vom Jahresgehalt festgelegt werden.
Die Interpretation IFRIC 21 Abgaben stellt für Abgaben, die durch eine Regierungsinstanz
erhoben werden und die nicht in den Anwendungsbereich eines anderen IFRS fallen, klar,
wie und wann solche Verpflichtungen nach IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten
und Eventualforderungen zu passivieren sind. Nach der vorliegenden Interpretation
ist eine Verpflichtung im Abschluss zu erfassen, sobald das verpflichtende Ereignis
("obligating event"), das die Zahlungspflicht nach der der Abgabe zugrundeliegenden
gesetzlichen Vorschrift auslöst, eintritt.
Im Rahmen des Annual Improvement Prozesses - Verbesserungen der IFRS (2010-2012) wurden
Änderungen an sieben Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in
einzelnen IFRS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden.
Daneben gibt es Änderungen mit Auswirkungen auf Anhangangaben. Betroffen sind die
Standards IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 und IAS 38.
Im Rahmen des Annual Improvement Prozesses - Verbesserungen der IFRS (2011-2013) wurden
Änderungen an vier Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in
einzelnen IFRS soll ebenfalls eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht
werden. Betroffen sind die Standards IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40.
Bezüglich der neuen durch das IASB verabschiedeten überarbeiteten bzw. neu erlassenen
Standards und Interpretationen, die in den ersten neun Monaten 2015 noch nicht verpflichtend
anzuwenden waren, verweisen wir auf den Konzernanhang zum 31. Dezember 2014.
In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen und At-Equity-Beteiligungen
einbezogen. Im Zwischenabschluss zum 30. September 2015 wurden neben der Hapag-Lloyd
AG 113 Unternehmen vollkonsolidiert sowie vier Unternehmen nach der Equity-Methode
einbezogen. Zwei Gesellschaften sind durch Liquidation aus dem Konsolidierungskreis
ausgeschieden. Fünf weitere Gesellschaften wurden auf andere Gesellschaften im Hapag-Lloyd
Konzern verschmolzen.
Im dritten Quartal wurde eine Werthaltigkeitsprüfung durchgeführt. Es ergab sich kein
Anhaltspunkt für einen Wertminderungsbedarf aufgrund der unveränderten langfristigen
Wachstumsprognose der Containerschifffahrt.
Umsätze werden im Wesentlichen aus der Erbringung von Transportdienstleistungen generiert.
In den Umsatzerlösen sind infolge der Abgrenzung nicht beendeter Schiffsreisen zum
Bilanzstichtag anteilig zu erfassende Erlöse enthalten.
Die Transportaufwendungen beinhalten insbesondere Aufwendungen für Treibstoffe sowie
Hafen-, Kanal- und Terminalkosten, Aufwendungen für Containertransportleistungen,
Charter-, Leasing- und Containermietaufwendungen, Instandhaltungs- und Reparaturkosten
sowie Aufwendungen für sonstige Leistungen.
Das Zinsergebnis von -169,1 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: -142,1 Mio. EUR) setzt sich
im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen für Bankdarlehen und Anleihen, Avalprovisionen
sowie Zinsen aus Finanzierungsleasing zusammen.
Der Anstieg der Geschäfts- oder Firmenwerte und der sonstigen immateriellen Vermögenswerte
im Vergleich zum 31. Dezember 2014 resultiert größtenteils aus der Währungsumrechnung.
| Mio. EUR | 30.9.2015 | 31.12.2014 |
| Schiffe | 4.755,3 | 4.185,7 |
| Container, Containersattelauflieger | 993,2 | 784,7 |
| Übrige Anlagen | 131,8 | 127,4 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 150,6 | 78,2 |
| Gesamt | 6.030,9 | 5.176,0 |
Die Veränderungen des Sachanlagevermögens resultierten vor allem aus dem Zugang von
Seeschiffen und Containern in Höhe von insgesamt 543,4 Mio. EUR, geleisteten Anzahlungen
auf Schiffsneubauten in Höhe von 156,0 Mio. EUR sowie Währungskurseffekten in Höhe
von 423,4 Mio. EUR. Gegenläufig minderten planmäßige Abschreibungen in Höhe von 282,1
Mio. EUR den Buchwert des Sachanlagevermögens.
Die im Rahmen von bestehenden Finance-Lease-Verträgen bilanzierten Schiffe haben zum
30. September 2015 einen Nettobuchwert von insgesamt 105,6 Mio. EUR (31. Dezember
2014: 179,5 Mio. EUR). Die Finance-Lease-Container sind zum 30. September 2015 mit
insgesamt 92,8 Mio. EUR (31. Dezember 2014: 66,5 Mio. EUR) bilanziert.
In den ersten neun Monaten 2015 sind 16 Schiffe verkauft worden, die zum 31. Dezember
2014 aufgrund bestehender Verkaufsabsichten nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehaltene
langfristige Vermögenswerte ausgewiesen wurden. Aus dem Abgang resultierte saldiert
ein Gewinn in Höhe von insgesamt 10,0 Mio. EUR. In diesem Zusammenhang wurden Sondertilgungen
in Höhe von 59,7 Mio. EUR (66,6 Mio. USD) auf zugehörige Kreditfinanzierungen geleistet.
Das kumulierte übrige Eigenkapital umfasst die Rücklage für Neubewertungen aus leistungsorientierten
Plänen, die Rücklage für Cash-Flow Hedges sowie die Währungsrücklage.
Der Posten für Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen (30. September 2015:
- 81,7 Mio. EUR; 31. Dezember 2014: -104,8 Mio. EUR) resultiert aus im sonstigen Ergebnis
erfassten versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus der Bewertung der
Pensionsverpflichtungen und aus der Neubewertung des Fondsvermögens.
Die in den ersten neun Monaten 2015 erfassten Effekte aus der Währungsumrechnung in
Höhe von 322,1 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 225,4 Mio. EUR) resultierten aus der Währungsumrechnung
von Abschlüssen in ausländischer Währung. Die Währungsrücklage betrug zum 30. September
2015 548,3 Mio. EUR (31. Dezember 2014: 226,2 Mio. EUR).
| Q3 2015 | Q3 2014 | 9M 2015 | 9M 2014 | ||
| "Unverwässertes" Ergebnis je Aktie | EUR* | 0,02 | - 0,77 | 1,51 | - 3,40 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der Hapag-Lloyd AG | Mio. EUR | 2,4 | - 51,0 | 158,7 | - 224,9 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktienanzahl | 104.882.240 | 66.065.678 | 104.882.240 | 66.065.678 |
*
Ergebnis ohne Minderheitenanteile
Das Ergebnis je Aktie wird unter Berücksichtigung der gewichteten Anzahl durchschnittlich
ausstehender Aktien ermittelt. Im dritten Quartal 2015 und im Zeitraum Januar bis
September 2015 sowie in den entsprechenden Vorjahreszeiträumen ergaben sich keine
Verwässerungseffekte, so dass das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten
Ergebnis je Aktie entsprach.
Im Rahmen der Einbringung des Containerschifffahrtsgeschäftes der CSAV in den Hapag-Lloyd
Konzern mit Wirkung zum 2. Dezember 2014 sowie zur Umsetzung der daraus unmittelbar
resultierenden neuen Organisationsstruktur des Konzerns hatte der Vorstand des Hapag-Lloyd
Konzerns zum Ende des Jahres 2014 einen umfassenden Restrukturierungsplan beschlossen.
Nach der Ankündigung des Plans erfasste der Konzern eine Rückstellung für erwartete
Restrukturierungskosten einschließlich geschätzter Kosten für die Schließung und Zusammenlegung
von Büros, IT-Anpassungen, die Schließung und den Umbau von Diensten, Agentenkündigungen,
Beratungskosten sowie Leistungen an Arbeitnehmer aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses,
die zum 30. September 2015 29,8 Mio. EUR (31. Dezember 2014: 88,2 Mio. EUR) beträgt.
In den ersten neun Monaten 2015 waren 42,4 Mio. EUR der Restrukturierungsrückstellung
aufzulösen, da die Umsetzung einzelner Maßnahmen mit geringerem Aufwand als ursprünglich
geplant durchgeführt werden konnten.
Der Abschluss der Restrukturierungsmaßnahmen wird bis zum Ende des Jahres 2015 erwartet.
| Mio. EUR | 30.9.2015 | 31.12.2014 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.643,7 | 2.489,1 |
| Anleihen | 892,1 | 869,3 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | 161,5 | 206,3 |
| Sonstige Finanzschulden | 192,1 | 152,4 |
| Gesamt | 3.889,4 | 3.717,1 |
| Mio. EUR | 30.9.2015 | 31.12.2014 |
| Auf USD lautende Finanzschulden (ohne Transaktionskosten) | 3.130,3 | 2.970,1 |
| Auf EUR lautende Finanzschulden (ohne Transaktionskosten) | 805,3 | 786,5 |
| Auf CLP lautende Finanzschulden (ohne Transaktionskosten) | - | 12,2 |
| Zinsverbindlichkeiten | 37,4 | 29,8 |
| Transaktionskosten | - 83,6 | - 81,5 |
| Gesamt | 3.889,4 | 3.717,1 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich im Wesentlichen durch
die Ziehung von Krediten im Zusammenhang mit der Ablieferung von fünf Schiffsneubauten
(zum 30. September 2015 insgesamt 214,4 Mio. EUR bzw. 240,4 Mio. USD).
Für zwei Schiffe wurden in den ersten neun Monaten 2015 die Finance-Lease-Verträge
beendet und die Schiffe ins Eigentum übernommen. In diesem Zusammenhang wurden zwei
neue Schiffsfinanzierungen in ähnlicher Höhe wie die zuvor bestehenden Finance-Lease-Verbindlichkeiten
ausgezahlt.
Zur langfristigen Finanzierung weiterer Schiffsinvestitionen hat Hapag-Lloyd am 30.
September 2015 mit einem Bankenkonsortium einen Kreditvertrag über 332,1 Mio. EUR
(372,4 Mio. USD) mit einer Laufzeit von 12 Jahren unterzeichnet.
Für Investitionen in neue Container wurden mit einer internationalen Leasinggesellschaft
Leasingverträge mit Rückkaufvereinbarungen abgeschlossen, die gem. SIC-27 als Darlehensvertrag
zu klassifizieren sind. Aufgrund dieser Transaktionen erhöhten sich die Finanzschulden
zum 30. September 2015 um insgesamt 40,6 Mio. EUR.
Hapag-Lloyd ist bei bestehenden Operating-Lease-Verträgen für Container die Verpflichtung
eingegangen, die gemieteten Container zum Ende des Geschäftsjahres bzw. bis März und
Juni 2017 zu erwerben. Die Verträge werden daher als Finance-Lease-Verträge fortgeführt.
Der rechtliche Eigentumsübergang erfolgt bei Erwerb der Container durch Hapag-Lloyd.
Die aus der Transaktion resultierenden Verbindlichkeiten betrugen zum 30. September
2015 27,1 Mio. EUR.
Zur Stärkung der Liquiditätsreserve wurde die bestehende Revolving Credit Facility
(RCF) von derzeit 95,0 Mio. USD auf 200,0 Mio. USD erhöht.
Weiterhin wurde im August 2015 ein Kreditvertrag in Form einer Kreditlinie zur Finanzierung
von Containerinvestitionen in Höhe von 135,0 Mio. USD (120,4 Mio. EUR) abgeschlossen,
die zum 30. September 2015 nicht in Anspruch genommen wurde.
In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente
zum 31. Dezember 2014 dargestellt.
| Mio. EUR | Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
|
| Gesamt | davon Finanz- instrumente |
Finanzinstrumente | |
| Aktiva | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 716,0 | 716,0 | 716,0 |
| Sonstige Forderungen | 147,6 | 59,1 | 59,1 |
| Derivative Finanzinstrumente | 19,6 | 19,6 | 19,6 |
| Finanzmittel | 711,4 | 711,4 | 711,4 |
| Passiva | |||
| Finanzschulden | 3.510,8 | 3.510,8 | 3.796,4 |
| Verbindlichkeiten aus Finance Lease1) | 206,3 | 206,3 | 216,2 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.232,8 | 1.232,8 | 1.232,8 |
| Derivative Finanzinstrumente | 23,8 | 23,8 | 23,8 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 138,0 | 38,0 | 38,0 |
1)
Teil der Finanzschulden laut Bilanz
In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente
zum 30. September 2015 dargestellt.
| Mio. EUR | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | |
| Gesamt | davon Finanz- instrumente |
Finanzinstrumente | |
| Aktiva | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 665,0 | 665,0 | 665,0 |
| Sonstige Forderungen | 142,3 | 69,5 | 69,5 |
| Derivative Finanzinstrumente | 18,5 | 18,5 | 18,5 |
| Finanzmittel | 484,0 | 484,0 | 484,0 |
| Passiva | |||
| Finanzschulden | 3.727,9 | 3.727,9 | 3.784,2 |
| Verbindlichkeiten aus Finance Lease1) | 161,5 | 161,5 | 169,2 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.345,2 | 1.345,2 | 1.345,2 |
| Derivative Finanzinstrumente | 36,8 | 36,8 | 36,8 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 151,8 | 29,9 | 29,9 |
1)
Teil der Finanzschulden laut Bilanz
Die derivativen Finanzinstrumente beinhalten positive und negative Marktwerte aus
Devisen- und Commodityoptionen sowie aus Devisentermingeschäften. Ebenfalls unter
dieser Position ausgewiesen werden eingebettete Derivate für vorzeitige Rückkaufoptionen
von begebenen Anleihen. Die derivativen Finanzinstrumente werden zum beizulegenden
Zeitwert bewertet.
Alle angegebenen beizulegenden Zeitwerte sind der Stufe zwei der Fair-Value-Hierarchie
zugeordnet.
Der beizulegende Zeitwert der Devisen- und Commodityoptionsgeschäfte wird anhand des
Modells von Black & Scholes bzw. des modifizierten Modells von Turnbull & Wakeman
auf Basis der aktuellen Devisenkurse, Rohstoffpreise, Devisen- und Rohstoffpreisvolatilitäten,
Zinsstrukturkurven und Terminkurse ermittelt. Devisentermingeschäfte werden mit ihrem
marktgehandelten Terminkurs am Abschlussstichtag bewertet.
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der eingebetteten Derivate erfolgt mit
einem Hull-White-Modell in Verbindung mit einem trinomialen Entscheidungsbaum basierend
auf aktuellen Marktwerten.
Für Finanzschulden und sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten wird der
beizulegende Zeitwert als Barwert der zukünftigen Zahlungsströme unter Berücksichtigung
von Zinsstrukturkurven sowie der relevanten Bonitätsaufschläge ermittelt. Für marktgehandelte
Anleihen wird der zum Bilanzstichtag geltende Marktpreis berücksichtigt.
Für alle übrigen Finanzinstrumente stellen die Buchwerte einen angemessenen Näherungswert
für die beizulegenden Zeitwerte dar.
Der Zufluss von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten aus der laufenden Geschäftstätigkeit
betrug in den ersten neun Monaten 2015 484,5 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 163,2 Mio.
EUR).
Der Zahlungsmittelabfluss aus der Investitionstätigkeit belief sich in den ersten
neun Monaten 2015 auf insgesamt 483,8 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 194,1 Mio. EUR).
Für Investitionen in das Sachanlagevermögen, immaterielle Vermögenswerte und finanzielle
Vermögenswerte sind insgesamt 594,6 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 232,6 Mio. EUR) gezahlt
worden. Die Auszahlungen betreffen im Wesentlichen Zahlungen im Zusammenhang mit der
Auslieferung von fünf Schiffsneubauten, Anzahlungen auf weitere Schiffsneubauten sowie
Auszahlungen für die Anschaffung neuer Container. Gegenläufig wirkten sich im Wesentlichen
Einzahlungen aus dem Verkauf von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten (74,5
Mio. EUR; Vorjahreszeitraum: 0,0 Mio. EUR) sowie erhaltene Dividenden (33,9 Mio. EUR;
Vorjahreszeitraum: 34,0 Mio. EUR) aus.
Der Abfluss von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten aus der Finanzierungstätigkeit
in den ersten neun Monaten 2015 in Höhe von insgesamt 289,1 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum:
22,0 Mio. EUR) ergab sich im Wesentlichen aus Zins- und Tilgungszahlungen (616,6 Mio.
EUR; Vorjahreszeitraum: 482,3 Mio. EUR) und an nicht beherrschende Gesellschafter
von Tochtergesellschaften gezahlte Dividenden (2,1 Mio. EUR; Vorjahreszeitraum: 0,9
Mio. EUR). Weiterhin ergaben sich Auszahlungen aus Sicherungsgeschäften für Finanzschulden
in Höhe von 15,9 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 0,0 Mio. EUR). Gegenläufig wirkten sich
Mittelzuflüsse in Höhe von 345,5 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 461,2 Mio. EUR) aus
der Finanzierung der ausgelieferten Schiffsneubauten sowie aus Finanzierungen von
Containern aus. Der erzielte Bruttoemissionserlös in Höhe von rd. 265 Mio. EUR aus
der am 6. November 2015 erfolgten Börsennotierung der Hapag-Lloyd AG an der Börse
in Frankfurt und Hamburg wird im vierten Quartal 2015 erfasst. Die Kosten, die im
Zusammenhang mit dem Börsengang stehen, werden ebenfalls im vierten Quartal 2015 erfasst.
Im Vergleich zum Konzernabschluss 2014 haben sich keine wesentlichen Änderungen bei
den Rechtsstreitigkeiten ergeben.
Die Verpflichtungen aus Operating-Lease-Verträgen des Konzerns betreffen vor allem
Charter- und Leasingverträge für Schiffe und Container sowie Mietverträge für Geschäftsgebäude.
Die Verträge haben Restlaufzeiten zwischen einem und 15 Jahren, wobei die Mehrheit
der Verträge Laufzeiten von bis zu fünf Jahren aufweisen. Die Verträge beinhalten
teilweise Verlängerungs- und Kaufoptionen. Einige der Mietverträge für Geschäftsgebäude
sehen bedingte Mietzahlungen auf der Grundlage des Verbraucherpreisindexes für Deutschland
vor.
Die Charterverträge für Schiffe werden ausschließlich als Time-Charter-Verträge abgeschlossen,
d. h., der Vercharterer trägt neben den Kapitalkosten einen Teil der laufenden Schiffsbetriebskosten,
die ihm im Rahmen der Charterraten erstattet werden. Bei den bestehenden Charterverträgen
betreffen diese Betriebskostenerstattungen rd. 50 Prozent der Charteraufwendungen.
In den ersten neun Monaten 2015 wurden Leasingzahlungen in Höhe von 848,1 Mio. EUR
(Vorjahreszeitraum: 467,0 Mio. EUR) aufwandswirksam erfasst, davon Charteraufwendungen
in Höhe von 414,5 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 233,9 Mio. EUR).
Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Lease-Verträgen
setzt sich wie folgt zusammen:
| Mio. EUR | 30.9.2015 | 31.12.2014 |
| Schiffe und Container | 994,9 | 1.082,1 |
| Verwaltungsgebäude | 102,5 | 104,9 |
| Sonstiges | 159,6 | 177,9 |
| Gesamt | 1.257,0 | 1.364,9 |
| Beizulegender Zeitwert | 1.233,6 | 1.340,1 |
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes erfolgte durch Diskontierung der künftigen
Mindestleasingzahlungen unter Verwendung eines marktüblichen Zinssatzes von 0,83 Prozent
p. a. (31. Dezember 2014: 0,67 Prozent p. a.).
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen des Konzerns zum 30. September 2015 betreffen
ein Bestellobligo für Investitionen in Containerschiffe in Höhe von 329,9 Mio. EUR
(31. Dezember 2014: 276,1 Mio. EUR), davon mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr
in Höhe von 100,3 Mio. EUR (31. Dezember 2014: 276,1 Mio. EUR). Es bestehen keine
sonstigen finanziellen Verpflichtungen mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren.
Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht der Hapag-Lloyd
Konzern in Ausübung seiner normalen Geschäftstätigkeit in unmittelbaren oder mittelbaren
Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Weitergehende Informationen
zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Konzernanhang 2014 im Rahmen der
sonstigen Erläuterungen enthalten.
In den ersten neun Monaten 2015 wurden an Vorstandsmitglieder Leistungen aus Anlass
der Beendigung von Arbeitsverhältnissen von 1,3 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 0,9 Mio.
EUR) gewährt. Im gleichen Zusammenhang führten Änderungen der versicherungsmathematischen
Annahmen zu einer zusätzlichen Zuführung zu den Pensionsrückstellungen von 1,9 Mio.
EUR.
Ungeachtet des ambitionierten Börsenumfeldes konnte die Hapag-Lloyd AG ihren Börsengang
im vierten Quartal 2015 erfolgreich vollziehen. Der Bruttoemissionserlös aus der Platzierung
von insgesamt 13.228.677 neuer Aktien aus einer Kapitalerhöhung betrug rd. 265,0 Mio.
EUR (300,0 Mio. USD). Nach der erfolgten Kapitalerhöhung beträgt die gesamte Anzahl
der Aktien der Hapag-Lloyd AG 118.110.917 Namensaktien. Zur weiteren Stärkung der
Liquiditätsreserve wurde im Zusammenhang mit der Umsetzung des Börsengangs seitens
der Joint Global Coordinators eine unbesicherte Kreditlinie in Höhe von 125,0 Mio.
USD (111,6 Mio. EUR) zum 14. Oktober 2015 gewährt.
Am 20. Oktober 2015 hat Hapag-Lloyd einen weiteren sog. Japanese-Operating-Lease im
Umfang von 42,3 Mio. USD zur Finanzierung der Anschaffungskosten von 3.000 bereits
erworbenen Kühlcontainern abgeschlossen, der am 23. Oktober 2015 ausgezahlt wurde.
Am 6. Oktober 2015 wurden zudem 44,0 Mio. USD aus dem bestehenden Container RCF in
Anspruch genommen.
Hamburg, den 11. November 2015
Hapag-Lloyd AG
Der Vorstand
| Rolf Habben Jansen | ||
| Nicolás Burr | Anthony J. Firmin | Thorsten Haeser |
| März 2016 | Veröffentlichung Jahresabschluss und Geschäftsbericht 2015 |
| Mai 2016 | Veröffentlichung Zwischenbericht 1. Quartal 2016 |
| August 2016 | Veröffentlichung Zwischenbericht 2. Quartal / 1. Halbjahr 2016 |
| November 2016 | Veröffentlichung Zwischenbericht 3. Quartal / 9 Monate 2016 |
Hapag-Lloyd AG
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