![]() Hapag-Lloyd AktiengesellschaftHamburgHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2017 bis zum 30.06.2017Halbjahresfinanzbericht1. Januar bis 30. Juni 2017KENNZAHLENÜBERSICHT HAPAG-LLOYD HALBJAHRESFINANZBERICHT H1 2017scroll
Die UASC Ltd. und ihre Tochtergesellschaften (nachfolgend auch als UASC-Gruppe bezeichnet)
werden ab dem Zeitpunkt des Kontrollübergangs, dem 24. Mai 2017, in den Konzernabschluss
der Hapag-Lloyd AG einbezogen. Entsprechend enthalten die dargestellten Kennzahlen
die Effekte der Transaktion ab diesem Zeitpunkt und sind deshalb nur eingeschränkt
mit den Vorjahresangaben vergleichbar. Die Ergebnisentwicklung des ersten Halbjahres
ist durch Einmaleffekte infolge der bilanziellen Abbildung der Transaktion beeinflusst. Die UASC Ltd. und ihre Tochtergesellschaften (nachfolgend auch als UASC-Gruppe bezeichnet)
werden ab dem Zeitpunkt des Kontrollübergangs, dem 24. Mai 2017, in den Konzernabschluss
der Hapag-Lloyd AG einbezogen. Entsprechend enthalten die dargestellten Kennzahlen
die Effekte der Transaktion ab diesem Zeitpunkt und sind deshalb nur eingeschränkt
mit den Vorjahresangaben vergleichbar. Die Ergebnisentwicklung des ersten Halbjahres
ist durch Einmaleffekte infolge der bilanziellen Abbildung der Transaktion beeinflusst.
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Operative Kennzahlen und Renditekennzahlen beziehen sich auf die jeweilige Berichtsperiode. Disclaimer Der vorliegende Halbjahresfinanzbericht enthält Aussagen, die die zukünftige
Entwicklung von Hapag-Lloyd betreffen. Aufgrund von Marktschwankungen, der Entwicklung
der Wettbewerbssituation und der Weltmarktpreise für Rohstoffe sowie Veränderungen
der Wechselkurse und des wirtschaftlichen Umfeldes können die tatsächlichen Ergebnisse
wesentlich von den erwarteten abweichen. Es ist weder beabsichtigt, noch übernimmt
Hapag-Lloyd eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren,
um diese an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichtes anzupassen.
Die UASC Ltd. und ihre Tochtergesellschaften (nachfolgend auch als UASC-Gruppe bezeichnet)
werden ab dem Zeitpunkt des Kontrollübergangs, dem 24. Mai 2017, in den Konzernabschluss
der Hapag-Lloyd AG einbezogen. Entsprechend enthalten die dargestellten Kennzahlen
die Effekte der Transaktion ab diesem Zeitpunkt und sind deshalb nur eingeschränkt
mit den Vorjahresangaben vergleichbar Disclaimer Der vorliegende Halbjahresfinanzbericht enthält Aussagen, die die zukünftige
Entwicklung von Hapag-Lloyd betreffen. Aufgrund von Marktschwankungen, der Entwicklung
der Wettbewerbssituation und der Weltmarktpreise für Rohstoffe sowie Veränderungen
der Wechselkurse und des wirtschaftlichen Umfeldes können die tatsächlichen Ergebnisse
wesentlich von den erwarteten abweichen. Es ist weder beabsichtigt, noch übernimmt
Hapag-Lloyd eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren,
um diese an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichtes anzupassen.
Die UASC Ltd. und ihre Tochtergesellschaften (nachfolgend auch als UASC-Gruppe bezeichnet)
werden ab dem Zeitpunkt des Kontrollübergangs, dem 24. Mai 2017, in den Konzernabschluss
der Hapag-Lloyd AG einbezogen. Entsprechend enthalten die dargestellten Kennzahlen
die Effekte der Transaktion ab diesem Zeitpunkt und sind deshalb nur eingeschränkt
mit den Vorjahresangaben vergleichbar Der vorliegende Halbjahresfinanzbericht wurde am 29. August 2017 veröffentlicht. WESENTLICHE ENTWICKLUNGEN H1 2017
KONZERNZWISCHENLAGEBERICHTGESCHÄFTSTÄTIGKEITDer gesellschaftsrechtliche Zusammenschluss zwischen der Hapag-Lloyd AG und der United
Arab Shipping Company Ltd. (UASC) erfolgte am 24. Mai 2017. Ab diesem Zeitpunkt werden
die UASC und ihre Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der Hapag-Lloyd AG
einbezogen. Aufgrund der erstmaligen Konsolidierung der UASC-Gruppe zum 24. Mai 2017
sind die Vorjahreszahlen der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung,
der Konzern-Kapitalflussrechnung sowie der operativen Kennzahlen nur eingeschränkt
vergleichbar mit den Werten zum 30. Juni 2017. Hapag-Lloyd ist die größte deutsche Containerlinienreederei und gehört zu den weltweit
führenden Linienreedereien in Bezug auf die globale Marktabdeckung. Das Kerngeschäft
ist der Transport von Containern über See. Dies kann auch den Transport von Haus zu
Haus umfassen. Seit dem 1. April 2017 betreibt Hapag-Lloyd zusammen mit Kawasaki Kisen Kaisha Ltd.
(Japan) ("K" Line), Mitsui O.S.K. Lines Ltd. (Japan) (MOL), Nippon Yusen Kabushiki
Kaisha Ltd. (Japan) (NYK) und Yang Ming Marine Transport Corp. Ltd. (Taiwan) (Yang
Ming) die THE Alliance. Zum 30. Juni 2017 deckt die THE Alliance mit rd. 564 Containerschiffen
alle Ost-West-Fahrtgebiete ab. Netzwerk der Hapag-Lloyd DiensteQuelle: Unternehmensdaten Die Flotte von Hapag-Lloyd (inklusive der Containerschiffe der UASC) besteht zum 30.
Juni 2017 aus 219 Containerschiffen (30. Juni 2016 ohne die UASC-Gruppe: 170). Der
Konzern verfügt derzeit über 436 Vertriebsstellen in 126 Ländern und bietet seinen
Kunden den Zugang zu einem Netzwerk von 129 Diensten weltweit. Im ersten Halbjahr
2017 betreute Hapag-Lloyd global rd. 26.200 Kunden (UASC-Gruppe für sechs Monate einbezogen). Hapag-Lloyd betreibt die Containerlinienschifffahrt in einem internationalen Geschäftsumfeld.
Transaktionen werden überwiegend in US-Dollar fakturiert und Zahlungsvorgänge in US-Dollar
abgewickelt. Dies bezieht sich nicht nur auf die operativen Geschäftsvorfälle, sondern
auch auf die Investitionstätigkeit und die entsprechende Finanzierung der Investitionen.
Die funktionale Währung der Hapag-Lloyd AG und ihrer wesentlichen Tochtergesellschaften
ist der US-Dollar. Die Berichterstattung der Hapag-Lloyd AG erfolgt dagegen in Euro.
Für Zwecke der Berichterstattung werden die Vermögenswerte und Schulden des Hapag-Lloyd
Konzerns mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag (Stichtagskurs) in Euro umgerechnet.
Für die Zahlungsströme in der Konzernkapitalflussrechnung sowie die in der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung ausgewiesenen Aufwendungen, Erträge sowie das Ergebnis erfolgt
die Umrechnung mit dem Durchschnittskurs des Berichtszeitraumes. Die hieraus entstehenden
Differenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst. KONZERNZIELE UND -STRATEGIEEin langfristiges profitables Wachstum ist das vorrangige Ziel des Hapag-Lloyd Konzerns.
Das Erreichen des Unternehmensziels wird an der Entwicklung der Transportmengen sowie
der operativen Steuerungsgrößen EBITDA und EBIT gemessen. Hapag-Lloyd strebt neben
der Nutzung der Marktchancen für ein organisches Wachstum auch die strategische Absicherung
der führenden Wettbewerbsposition durch die Ausnutzung wertsteigernder Maßnahmen im
Rahmen der Branchenkonsolidierung an. Die weltweit steigende Nachfrage nach Containertransporten ist die Basis für das angestrebte
organische Wachstum von Hapag-Lloyd. Für 2017 prognostiziert IHS Global Insight (Mai
2017) einen Anstieg des weltweiten Containertransportvolumen um 4,6 % auf rd. 139
Mio. TEU, für 2018 ein weiteres Wachstum von 4,9 % auf rd. 146 Mio. TEU. Hapag-Lloyd
strebt ein organisches Wachstum der Transportmenge in Höhe des Marktwachstums an. Zur Verbesserung der Effizienz und der Kostenstrukturen wurden in den vergangenen
Jahren fünf strategische Projekte implementiert. Ziel ist es, mit zunehmender Wirksamkeit
der strategischen Maßnahmen die Rentabilität von Hapag-Lloyd zu verbessern. Aus den
beiden Projekten CUATRO und OCTAVE werden ab 2017 jährliche Synergien, Effizienzverbesserungen
und Kosteneinsparungen von insgesamt 600,0 Mio. USD gegenüber der vergleichbaren Kostenbasis
des Geschäftsjahres 2014 und unter der Annahme konstanter externer Faktoren generiert.
Die aus den Projekten CUATRO und OCTAVE geplanten Synergien und Kosteneinsparungen
wurden im ersten Quartal 2017 vollumfänglich implementiert. Zur Erreichung der Rentabilitätsziele werden die folgenden Maßnahmen beitragen: Der Weg nach vorne: nachhaltiges profitables WachstumDie zentralen internen Steuerungsgrößen des operativen Geschäftes sind das Ergebnis
vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
(EBITDA) sowie das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Die Entwicklung
dieser Finanzkennzahlen ist auf der Seite 15 dargestellt. Wesentliche Einflussfaktoren
sind Transportmenge, Frachtrate, US-Dollar-Kurs zum Euro und operative Kosten inklusive
Bunkerpreis. Das EBITDA ist ein wichtiger Indikator für die Erzielung nachhaltiger
Unternehmensergebnisse sowie Brutto-Cash-Flows. Es ist insbesondere für kapitalintensive
Unternehmen von besonderer Bedeutung. Hapag-Lloyd - mit seiner Eigentumsquote der
Flotte von rd. 68 % inkl. UASC (basierend auf den Stellplatzkapazitäten) - nutzt das
EBITDA als wichtige Steuerungsgröße für Investitionsentscheidungen. Die Erwirtschaftung nachhaltiger Cashflows, eine solide Unternehmensfinanzierung und
damit insbesondere eine ausreichende Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung sind
für den Hapag-Lloyd Konzern auch im Geschäftsjahr 2017 wichtige Eckpfeiler der Unternehmensstrategie.
Zum 30. Juni 2017 verfügte der Hapag-Lloyd Konzern über eine Liquiditätsreserve (bestehend
aus liquiden Mitteln und nicht genutzten Kreditlinien) in Höhe von 1.157,0 Mio. EUR
(31. Dezember 2016 ohne die UASC-Gruppe: 759,6 Mio. EUR; 30. Juni 2016: 774,9 Mio.
EUR). Strategische Schritte zur Stärkung der Marktposition und Erweiterung des AktionärskreisesZur Nutzung der externen Wachstumschancen wurde am 15. Juli 2016 ein Business Combination
Agreement mit der arabischen Containerreederei UASC über die Zusammenführung der Containeraktivitäten
unterzeichnet. Der gesellschaftsrechtliche Zusammenschluss zwischen Hapag-Lloyd und
der UASC erfolgte am 24. Mai 2017 durch Sachkapitalerhöhung gegen Ausgabe von rd.
45,9 Millionen Hapag-Lloyd Aktien. Der Zusammenschluss der Containerschifffahrtsaktivitäten von Hapag-Lloyd und der UASC
bringt aus Sicht des Vorstands der Hapag-Lloyd AG voraussichtlich die folgenden Vorteile:
Nach dem Vollzug der Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen sind die ehemaligen Hauptaktionäre
der UASC, die Qatar Holding LLC für die Qatar Investment Authority (QIA) und der Public
Investment Fund Saudi Arabia (PIF), als zusätzliche Großaktionäre mit 14,4 % (QIA)
und 10,1 % (PIF) am Aktienkapital der Hapag-Lloyd AG beteiligt. Der Anteilsbesitz
der übrigen ehemaligen UASC-Aktionäre Kuwait, Irak, Vereinigte Arabische Emirate und
Bahrain in Höhe von rd. 3,4 % der Hapag-Lloyd Aktien zählt zum Streubesitz. Die CSAV
Germany Container Holding GmbH, Hamburg (CSAV), die Hamburger Gesellschaft für Vermögens-
und Beteiligungsmanagement mbH, Hamburg (HGV), und die Kühne Maritime GmbH zusammen
mit der Kühne Holding AG (Kühne) verbleiben auch weiterhin als Ankeraktionäre. Im
Zuge der Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen hat sich die Gesamtanzahl der Stimmrechte
von 118.110.917 auf 164.042.940 (24. Mai 2017) erhöht. Die TUI Beteiligungs GmbH hat
am 11. Juli 2017 ihren Bestand an Hapag-Lloyd Aktien vollständig veräußert. Die Kühne
Holding AG erwarb im Zuge der Platzierung des Anteils der TUI Beteiligungs GmbH 5
Millionen Aktien der Hapag-Lloyd AG. Aktionärsstruktur der Hapag-Lloyd AGAnteile in %scroll
Stand 17. Juli 2017 Am 19. Juli 2017 erfolgte die Aufnahme von 42.749.568 aus der Sachkapitalerhöhung
resultierenden Aktien in den Handel an den Wertpapierbörsen Frankfurt und Hamburg. Im Rahmen des Business Combination Agreements wurde vereinbart, innerhalb von sechs
Monaten nach dem erfolgten Zusammenschluss eine Barkapitalerhöhung im Gegenwert von
400 Mio. USD durchzuführen. Zu diesem Zweck stimmten die Aktionäre der Hapag-Lloyd
AG am 29. Mai 2017 auf der diesjährigen ordentlichen Hauptversammlung der Schaffung
eines neuen genehmigten Kapitals in Höhe von 23,0 Mio. EUR zu. Mittelfristige ZielsetzungDas Geschäftsjahr 2017 wird ganz im Zeichen des Vollzugs der Transaktion und der Integration
der UASC-Aktivitäten in den Hapag-Lloyd Konzern sowie der operativen Umsetzung der
neuen THE Alliance stehen. Nach Abschluss der Integration und der damit verbundenen
Eingliederung sämtlicher UASC-Aktivitäten in das bestehende IT-System von Hapag-Lloyd
(Voyage Cut-over) wird Hapag-Lloyd einen Ausblick bezüglich der mittelfristigen Ertragsziele
geben. Der Beitrag der Synergien aus der Fusion mit der UASC soll ab dem Geschäftsjahr
2019 pro Jahr 435 Mio. USD betragen. Nach dem derzeitigen Stand könnten die Aufwendungen
für die Transaktion und die vollständige Integration der UASC-Containerschifffahrtsaktivitäten
ab dem zweiten Halbjahr 2017 bis zum Ende des ersten Halbjahres 2018 insgesamt rd.
40 Mio. USD betragen. WICHTIGE FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATORENWichtige finanzielle Leistungsindikatoren für den Hapag-Lloyd Konzern sind das EBITDA,
das EBIT, das Transportvolumen und die Frachtrate. Seit dem Geschäftsjahr 2015 wird
die Rendite auf das Investierte Kapital (Return on Invested Capital [ROIC]) zusätzlich
als Messgröße verwendet. Die Entwicklung der wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren
in den ersten sechs Monaten 2017 wird im Abschnitt "Ertragslage des Konzerns" dargestellt.
Das ROIC-Konzept vergleicht den Net Operating Profit After Tax (NOPAT), definiert
als EBIT abzüglich Ertragsteuern, mit dem Invested Capital zum Stichtag. Invested
Capital ist definiert als Summe der Vermögenswerte ohne Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
abzüglich der Schulden ohne die Finanzschulden. Zur Vergleichbarkeit mit anderen internationalen
Schifffahrtsunternehmen erfolgt die Berechnung und Darstellung des Return on Invested
Capital ausschließlich auf Basis der funktionalen Währung US-Dollar. Die Berechnung des Return on Invested Capital ergibt sich aus der folgenden Tabelle: scroll
*
Angaben in USD, gerundet, aggregiert und auf Jahresbasis berechnet. Die UASC Ltd. und ihre Tochtergesellschaften werden ab dem Zeitpunkt des Kontrollübergangs,
dem 24. Mai 2017, in den Konzernabschluss der Hapag-Lloyd AG einbezogen. Entsprechend
enthalten die dargestellten Kennzahlen die Effekte der Transaktion ab diesem Zeitpunkt
und sind deshalb nur eingeschränkt mit den Vorjahresangaben vergleichbar. WICHTIGE NICHT FINANZIELLE GRUNDLAGENDie optimale Ausnutzung der vorhandenen Schiffs- und Containerkapazitäten hat einen
wesentlichen Einfluss auf die Erreichung eines langfristig profitablen Wachstums.
Eine nachhaltige und qualitätsbewusste Unternehmensführung sowie gut ausgebildete
und motivierte Mitarbeiter sind ebenfalls wichtige Grundlagen für das angestrebte
profitable Unternehmenswachstum von Hapag-Lloyd. Effiziente FlotteNach der Übernahme der UASC-Gruppe und unter Berücksichtigung erster Optimierungsschritte
bestand die Flotte von Hapag-Lloyd zum 30. Juni 2017 aus insgesamt 219 Containerschiffen.
Die Schiffe sind alle nach den Standards des International Safety Management (ISM)
zertifiziert und besitzen ein gültiges ISSC-(ISPS-)Zeugnis. Die überwiegende Anzahl
der Schiffe ist gemäß ISO 9001 (Qualitätsmanagement) und ISO 14001 (Umweltmanagement)
zertifiziert. Die Stellplatzkapazität der gesamten Hapag-Lloyd Flotte stieg auf 1.557.013
TEU. Durch die Übernahme der UASC-Gruppe erhöhte sich der Anteil der im wirtschaftlichen
Eigentum stehenden Schiffe basierend auf den Stellplatzkapazitäten zum 30. Juni 2017
auf rd. 68 % der Flotte (30. Juni 2016 ohne die UASC-Gruppe: rd. 57 %). Das Durchschnittsalter
der Schiffe betrug (kapazitätsgewichtet) 7,1 Jahre. Mit 7.110 TEU liegt die durchschnittliche
Schiffsgröße der Flotte des Hapag-Lloyd Konzerns um rd. 27 % über dem vergleichbaren
Durchschnittsniveau der zehn größten Containerlinienreedereien und um rd. 83 % über
der durchschnittlichen Schiffsgröße der Weltflotte (H1 2017: 3.893 TEU). Auch der
Anteil der verfügbaren Containerkapazität stieg durch den Zusammenschluss mit der
UASC deutlich an. Für den Transport der Ladung verfügte Hapag-Lloyd zum 30. Juni 2017
über 1.398.327 eigene oder gemietete Container mit einer Kapazität von 2.286.955 TEU.
Der kapazitätsgewichtete Anteil der Container im wirtschaftlichen Eigentum erhöhte
sich zum 30. Juni 2017 auf rd. 67 % (30. Juni 2016 ohne die UASC-Gruppe: rd. 43 %).
Auch die Servicestrukturen der beiden Unternehmen wurden bereits zusammengelegt und
erste Schritte zur Optimierung der neuen Servicestruktur umgesetzt. Danach verfügt
Hapag-Lloyd inkl. UASC zum 30. Juni 2017 nunmehr über 129 Dienste. Vor dem Zusammenschluss
hatte Hapag-Lloyd ein globales Netzwerk von 118 Diensten (31. März 2017) und die UASC
bot ihren Kunden ein Netzwerk von 45 Diensten an. Struktur der Containerschiffsflotte von Hapag-Lloydscroll
Die UASC Ltd. und ihre Tochtergesellschaften werden ab dem Zeitpunkt des Kontrollübergangs,
dem 24. Mai 2017, in den Konzernabschluss der Hapag-Lloyd AG einbezogen. Entsprechend
enthalten die dargestellten Kennzahlen die Effekte der Transaktion ab diesem Zeitpunkt
und sind deshalb nur eingeschränkt mit den Vorjahresangaben vergleichbar. Im ersten Halbjahr 2017 hatte Hapag-Lloyd drei Schiffe für die Beförderung von Leercontainern
eingechartert. Die Schiffe hatten eine Kapazität von insgesamt 10.611 TEU. Die Schiffe
wurden nicht in einem Liniendienst eingesetzt und sind deshalb nicht in der Flottendarstellung
enthalten. In den ersten sechs Monaten 2017 betrug der Bunkerverbrauch insgesamt rd. 1,73 Mio.
Tonnen (Metric Tons). Im ersten Halbjahr 2016 betrug der Bunkerverbrauch ohne die
Einbeziehung der UASC-Gruppe insgesamt rd. 1,57 Mio. Tonnen. Davon entfielen rd. 15
% (H1 2016 ohne die UASC-Gruppe: rd. 16 %) auf Bunker mit einem niedrigen Schwefelanteil
(MFO Low Sulphure, MDO). Bezogen auf das Transportvolumen betrug der Bunkerverbrauch
0,41 Metric Tons pro TEU (H1 2017 ohne die UASC-Gruppe: 0,42 Metric Tons pro TEU). Aus einem ursprünglichen Orderbuch von Hapag-Lloyd von fünf Containerschiffen mit
einer Stellplatzkapazität von jeweils 10.500 TEU (inkl. 2.100 Stellplätzen für Kühlcontainer)
wurde das letzte Schiff im April 2017 ausgeliefert. Eines von zwei Schiffen aus dem
bestehenden Orderbuch der UASC mit einer Stellplatzkapazität von jeweils 15.000 TEU
wurde am 27. Juli 2017 an Hapag-Lloyd ausgeliefert. Die Auslieferung des zweiten Schiffes
wird im zweiten Halbjahr 2017 erfolgen. Aufgrund der weiter zunehmenden Nachfrage
nach Containertransportleistungen ist die Containerschifffahrt auch langfristig eine
Wachstumsbranche. Nach der Übernahme der UASC-Containerschifffahrtsaktivitäten sind
in den nächsten Jahren vorerst keine weiteren Investitionen in neue Schiffssysteme
geplant. Die sich aus dem Marktwachstum ergebenden mittelfristigen Wachstumsperspektiven
und Skaleneffekte im Schiffsbetrieb sollen mit der gemeinsamen Flotte realisiert werden. KUNDENEin weiterer wichtiger Werttreiber für die Unternehmensentwicklung sind die langjährigen
und engen Geschäftsbeziehungen zu Kunden. Ein globales Betreuungsteam pflegt die Beziehungen
zu Großkunden. Dies ermöglicht den Aufbau und den Erhalt einer nachhaltigen Kundenbeziehung.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017 führten Hapag-Lloyd und UASC
Transportaufträge für rd. 26.200 Kunden (H1 2017: UASC-Gruppe für sechs Monate einbezogen;
Vorjahreszeitraum ohne die UASC-Gruppe: rd. 18.400) durch. MITARBEITERDie Angaben zum 30. Juni 2017 beziehen sich auf Hapag-Lloyd inkl. UASC. Die Vorjahresangaben
beziehen sich nur auf Hapag-Lloyd. Zum 30. Juni 2017 beschäftigte der Hapag-Lloyd
Konzern 12.585 Mitarbeiter (31. Dezember 2016: 9.413). Davon entfielen 10.811 Personen
auf den Landbereich (31. Dezember 2016: 7.895) und 1.583 Mitarbeiter auf den Seefahrtsbereich
(31. Dezember 2016: 1.295). Zum 30. Juni 2017 beschäftigte Hapag-Lloyd 191 Auszubildende. Anzahl Mitarbeiterscroll
Die UASC Ltd. und ihre Tochtergesellschaften werden ab dem Zeitpunkt des Kontrollübergangs,
dem 24. Mai 2017, in den Konzernabschluss der Hapag-Lloyd AG einbezogen. Entsprechend
enthalten die dargestellten Kennzahlen die Effekte der Transaktion ab diesem Zeitpunkt
und sind deshalb nur eingeschränkt mit den Vorjahresangaben vergleichbar. WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenFür 2017 erwarten die Konjunkturexperten des Internationalen Währungsfonds (IWF) ein
globales Wirtschaftswachstum von 3,5 % und eine Zunahme des globalen Wachstums auf
3,6 % (IWF, World Economic Outlook Juli 2017) im Jahr 2018. Das prognostizierte Wirtschaftswachstum
blieb somit gegenüber der im April 2017 veröffentlichten Prognose unverändert. Das für die Nachfrage nach Containertransportleistungen wichtige Welthandelsvolumen
steigt nach Einschätzung des IWF im laufenden Jahr um 4,0 % (IWF, World Economic Outlook
April 2017: 3,8 %). Für 2018 wird von einem Anstieg um 3,9 % ausgegangen. Entwicklung Weltwirtschaftswachstum (BIP) und -handelsvolumenscroll
Quelle: IWF Juli 2017; IHS Global Insight Mai 2017 Auf Basis der aktuellen Prognosen könnte das globale Ladungsaufkommen im Jahr 2017
auf 139 Mio. TEU ansteigen (IHS Global Insight, Mai 2017). Die weltweite Transportmenge
der Containerschifffahrt wird nach Einschätzung des Branchendienstes IHS Global Insight
im Jahr 2017 mit 4,6 % stärker als der prognostizierte Anstieg des Welthandels zunehmen.
Für den Zeitraum 2018 bis 2021 geht der Branchendienst IHS Global Insight von einem
jährlichen Wachstum des globalen Containertransportaufkommens zwischen 4,7 % und 4,9
% aus. Branchenspezifische RahmenbedingungenDie Gesamtkapazität der Weltcontainerschiffsflotte betrug zu Jahresbeginn 2017 rd.
20 Mio. TEU (Drewry Container Forecaster Q2 2017, Juni 2017). Die global verfügbare
Transportkapazität dürfte auf Basis der derzeit in Auftrag gegebenen Containerschiffe
und der erwarteten Auslieferungen 2017 um rd. 1,1 Mio. TEU und 2018 um rd. 1,5 Mio.
TEU zunehmen (Drewry Container Forecaster Q2 2017, Juni 2017). Darin enthalten sind
die im laufenden Geschäftsjahr erwarteten Verschiebungen von Auslieferungen. Die Tonnage
der in Auftrag gegebenen Containerschiffe von ca. 2,9 Mio. TEU (MDS Transmodal, Juli
2017) liegt mit rd. 14 % der derzeitigen Weltcontainer-flottenkapazität (rd. 20 Mio.
TEU) weiterhin deutlich unter dem im Jahr 2008 erreichten bisherigen Höchststand von
rd. 56 %. In den Monaten Januar bis Juni 2017 wurden Aufträge für den Bau von 38 Containerschiffen
mit einer Transportkapazität von insgesamt rd. 37.600 TEU (Gesamtjahr 2016: 0,2 Mio.
TEU Kapazität [Clarksons Research, Juli 2017]) vergeben. Entwicklung der Kapazität der globalen Containerschiffsflottescroll
Quelle: Drewry Maritime Research, Container Forecaster Q2 2017, Juni 2017. Erwartete
nominale Kapazität auf Basis der geplanten Auslieferungen. Auf Basis der bestehenden
Bestellungen sowie der aktuellen Erwartungen für Verschrottung und verschobenen Auslieferungen.
Angaben gerundet. Rundungsdifferenzen können sich durch Änderungen in den Datenbanken
ergeben. Nach Angaben von MDS Transmodal wurden in den ersten sechs Monaten 2017 insgesamt
70 Containerschiffe mit einer Transportkapazität von rd. 578.000 TEU in Dienst gestellt
(H1 2016: 77 Schiffe, Transportkapazität: rd. 518.000 TEU). Zukünftig dürfte der effektive
Zuwachs der Transportkapazitäten der Weltcontainerschiffsflotte aufgrund der Verschrottung
älterer und ineffizienter Schiffe, der Verschiebungen von Auslieferungen neuer Schiffe
und des "Slow Steaming" (Reduzierung der Reisegeschwindigkeit auf den Diensten) niedriger
als der prognostizierte nominale Anstieg der Weltcontainerflottenkapazität ausfallen.
Nach Angaben des Branchendienstes Drewry (Container Forecaster Q2 2017) erreichte
die Verschrottung von ineffizienten Schiffen im Jahr 2016 mit 659.000 TEU ein neues
Rekordniveau (2013: 444.000 TEU). Für 2017 erwartet Drewry Verschrottungen in Höhe
von 500.000 TEU. Die Kapazität der aufliegenden, d. h. der beschäftigungslosen Schiffe reduzierte sich
per Ende Juni 2017 (Alphaliner Weekly Issue 29, Juli 2017) auf rd. 0,5 Mio. TEU und
lag damit um rd. 69 % unter dem im Oktober 2016 erreichten bisherigen Rekordniveau
von rd. 1,6 Mio. TEU. Dieser Rückgang resultiert aus der hohen Anzahl von Verschrottungen
sowie der anziehenden Nachfrage nach Charterschiffen. Mehrheitlich entfallen die beschäftigungslosen
Schiffe auf die Größenklassen bis 5.100 TEU. Fortsetzung der Branchenkonsolidierung und Start der neuen AllianzenZu Beginn des zweiten Quartals 2017 erfolgte eine umfangreiche Neuordnung der in den
Ost-West-Fahrtgebieten tätigen Allianzen. Die zu diesem Zeitpunkt in vier Allianzen
tätigen Reedereien formierten sich zu den drei folgenden Allianzen: der "2M" Allianz,
bestehend aus den beiden Marktführern Maersk Line (Dänemark) und Mediterranean Shipping
Company S. A. (Schweiz) (MSC), die bereits Anfang 2015 ihren Betrieb aufnahm, und
der "Ocean Alliance" bestehend aus CMA CGM S.A. (Frankreich), inklusive der von CMA
CGM übernommenen Reederei American President Lines Ltd. (Singapur) (APL), Orient Overseas
Container Line (Hongkong) (OOCL), Evergreen Marine Corp. (Taiwan) Ltd. (Taiwan) (Evergreen)
und China Ocean Shipping (Group) Company (China) (COSCO) Container Lines. Hapag-Lloyd
betreibt zusammen mit Kawasaki Kisen Kaisha Ltd. (Japan) ("K" Line), Mitsui O.S.K.
Lines Ltd. (Japan) (MOL), Nippon Yusen Kabushiki Kaisha Ltd. (Japan) (NYK) und Yang
Ming Marine Transport Corp. Ltd. (Taiwan) (Yang Ming) seit dem 1. April 2017 die "THE
Alliance". Kapazitätsanteile neue Allianzen anhand ausgewählter Fahrtgebietescroll
Quelle: Alphaliner April 2017 Am 1. Dezember 2016 hat A. P. Möller Mœrsk A/ S (Maersk) die Übernahme von Hamburg
Süd angekündigt. Die Übernahme und Integration von Hamburg Süd soll bis Jahresende
2017 abgeschlossen werden. Zudem haben Maersk und Hamburg Süd im Februar 2017 eine
Slotchartering-Vereinbarung für die Ost-West-Fahrtgebiete getroffen. Im März 2017
haben MSC, Maersk und Hyundai Merchant Marine eine Kooperation auf den Ost-West-Fahrtgebieten
vereinbart. Diese beinhaltet die Slotchartering Vereinbarungen auf Ost-West-Routen.
Am 7. Juli 2017 haben die drei japanischen Reedereien "K" Line, MOL und NYK eine neue
Holdinggesellschaft für das geplante Joint Venture, One Network Express (ONE), gegründet.
Das Joint Venture soll zum 1. April 2018 operativ tätig werden und das Containerschifffahrtsgeschäft
(inklusive des Terminalgeschäfts außerhalb Japans) der drei Gesellschaften integrieren.
Am 9. Juli 2017 hat die chinesische Reederei COSCO ein Übernahmeangebot für OOCL,
Hongkong, bekanntgegeben. Mit einer gesamten Transportkapazität von 2,4 Mio. TEU würde
COSCO damit weltweit die drittgrößte Containerreederei werden. Am 8. August 2017 haben
außerdem vierzehn koreanische Linienreedereien ein Memorandum of Understanding unterzeichnet
und damit die Gründung der "Korean Shipping Partnership" (KSP) beschlossen. Die Initiative
wird von der Koreanischen Regierung und der Korea Shipowners Association unterstützt
und von Hyundai Merchant Marine (HMM) geleitet. Gemäß Daten des Branchendienstes MDS Transmodal (Juli 2017) stellen die zehn größten
Containerlinienreedereien ca. 84 % der Gesamtkapazität der globalen Containerschiffsflotte. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des KonzernsDie UASC und ihre Tochtergesellschaften (UASC-Gruppe) sind seit dem Erwerbszeitpunkt
24. Mai 2017 in den Konzernzwischenabschluss der Hapag-Lloyd AG zum 30. Juni 2017
einbezogen. Hierdurch erhöhte sich der Kreis der konsolidierten Gesellschaften von
82 Gesellschaften (31. Dezember 2016) auf 181 Gesellschaften. Damit sind die Angaben
in der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage für das erste Halbjahr 2017 nur eingeschränkt
mit den Vorjahreswerten vergleichbar. Dies betrifft insbesondere die Vermögens- und
Finanzlage des Konzerns. Die Angaben für das erste Halbjahr 2016 beziehen sich, wenn nicht anders angegeben,
auf Hapag-Lloyd ohne die UASC-Gruppe. Ertragslage des KonzernsDie Geschäftsentwicklung des Hapag-Lloyd Konzerns war im ersten Halbjahr 2017 geprägt
durch die erstmalige Konsolidierung der UASC-Gruppe sowie durch ein weiterhin herausforderndes
Branchenumfeld in der Containerschifffahrt. Die Erstkonsolidierung führte bei Hapag-Lloyd zu einem einmaligen Ertrag aus der Erstkonsolidierung
in Höhe von 46,8 Mio. EUR. Zugleich sind Aufwendungen für die in Umsetzung befindliche
Restrukturierung der UASC-Gruppe im Zusammenhang mit der operativen Integration der
Geschäftstätigkeit der UASC-Gruppe in die Hapag-Lloyd in Höhe von insgesamt 42,5 Mio.
EUR angefallen. Operativ setzte sich die Erholung der Frachtraten der Hapag-Lloyd (ohne Einbeziehung
der UASC-Gruppe) seit dem Tiefpunkt der Frachtratenentwicklung im zweiten Quartal
2016 kontinuierlich auch im ersten Halbjahr 2017 fort. Diese Erholung war jedoch nicht
ausreichend, um die Belastungen durch den gestiegenen Bunkerpreis vollständig zu kompensieren.
Insgesamt wirkten sich jedoch die durchgesetzten Frachtratenerhöhungen im zweiten
Quartal 2017 positiv auf die Ertragslage des Konzerns aus. Der Bunkerpreisanstieg
und der zum Ende des ersten Halbjahres 2017 im Vergleich zum Euro schwächere US-Dollar
führten zu einer Belastung des Ergebnisses. Der durchschnittliche USD / EUR-Kurs notierte
für das erste Halbjahr 2017 mit 1,08 USD / EUR stärker als im entsprechenden Vorjahreszeitraum
(1,11 USD / EUR). Dagegen wirkten sich die deutliche Steigerung der Transportmenge
sowie die vollständige Realisierung der durch die CSAV-Integration entstandenen Synergieeffekte
und realisierte Kosteneinsparungen aus den in Vorjahren initiierten Kosteneinsparungsprogrammen
positiv auf das Ergebnis aus. Hapag-Lloyd erwirtschaftete im zweiten Quartal 2017
ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) in Höhe von 83,8 Mio.
EUR (Vorjahreszeitraum: -44,5 Mio. EUR) und ein positives Konzernergebnis nach Steuern
in Höhe von 16,0 Mio. EUR. Insgesamt erzielte Hapag-Lloyd im ersten Halbjahr 2017
ein Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) in Höhe von 87,3 Mio. EUR und ein
negatives Konzernergebnis nach Steuern in Höhe von -46,1 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum:
-142,1 Mio. EUR). Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Die Angaben für das zweite Quartal 2016 und das erste Halbjahr 2016 beziehen sich
nur auf Hapag-Lloyd ohne die Einbeziehung der UASC-Gruppe. Im ersten Halbjahr 2017 betrug die durchschnittliche Frachtrate ohne Berücksichtigung
der UASC-Gruppe 1.068 USD / TEU und lag damit um 26 USD / TEU (2,5 %) über dem Wert
des Vorjahreszeitraums (1.042 USD / TEU). Frachtratenerhöhungen in den Fahrtgebieten
Fernost, Mittlerer Osten, Intra-Asien und Lateinamerika wirkten sich im ersten Halbjahr
2017 positiv auf das Ratenniveau aus. Jedoch waren aufgrund des unvermindert intensiven
Wettbewerbs angekündigte Frachtratenerhöhungen auf einigen Fahrtgebieten noch nicht
vollumfänglich durchsetzbar. Ursächlich hierfür war das unverändert schwierige Marktumfeld
mit einem anhaltenden Druck auf die Frachtraten. Ab dem 24. Mai 2017 wurde die UASC-Gruppe
in den Konzernabschluss einbezogen. Die durchschnittliche Frachtrate für die übernommenen
Aktivitäten der UASC-Gruppe betrug seit diesem Zeitpunkt 870 USD / TEU. Frachtraten pro Fahrtgebiet *scroll
Deutlich positiv entwickelte sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2017 die Transportmenge. Aufgrund der ausgewogenen Positionierung in allen Fahrtgebieten
konnte Hapag-Lloyd (ohne Einbeziehung der UASC-Gruppe) die Transportmenge um 270 TTEU
auf 3.973 TTEU (Vorjahreszeitraum: 3.703 TTEU) erhöhen. Dieser Anstieg in Höhe von
7,3 %% lag über der erwarteten allgemeinen Marktentwicklung (Quelle: Clarkson Research,
Juli 2017). Zu dieser positiven Entwicklung haben sämtliche Fahrtgebiete beigetragen.
Die Einbeziehung der UASC-Gruppe führte zu einer weiteren Erhöhung der Transportmenge
um 248 TTEU, sodass sich eine Gesamttransportmenge im ersten Halbjahr 2017 von 4.221
TTEU (+14,0 %) ergab (Vorjahreszeitraum: 3.703 TTEU). Transportmenge pro Fahrtgebiet *scroll
Im ersten Halbjahr 2017 erhöhten sich die Umsatzerlöse des Hapag-Lloyd Konzerns ohne
Einbezug der UASC-Gruppe um 533,8 Mio. EUR auf 4.319,3 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum:
3.785,5 Mio. EUR). Durch die Einbeziehung der UASC-Gruppe zum 24. Mai 2017 sind die
Umsatzerlöse zusätzlich um 199,0 Mio. EUR gestiegen. Damit stiegen die Umsatzerlöse
im ersten Halbjahr 2017 auf insgesamt 4.518,3 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 3.785,5
Mio. EUR). Umsatzerlöse pro Fahrtgebiet *scroll
In den nachfolgend dargestellten Aufwendungen und Erträgen ist die UASC-Gruppe ab
dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung am 24. Mai 2017 einbezogen. Damit ist ein Vergleich
zum entsprechenden Vorjahreszeitraum nur eingeschränkt möglich. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im ersten Halbjahr 2017 um 45,3 Mio. EUR
auf 103,9 Mio. EUR gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum gestiegen. Ursächlich
hierfür war insbesondere der im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokation gemäß IFRS
3 anlässlich des Erwerbs der UASC-Gruppe entstandene negative Unterschiedsbetrag in
Höhe von 46,8 Mio. EUR, der im Berichtszeitraum ergebniswirksam zu vereinnahmen war. Die Transportaufwendungen sind in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017
um 521,7 Mio. EUR auf 3.722,3 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 3.200,6 Mio. EUR) gestiegen.
Dies entspricht einem Anstieg von 16,3 %. Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren
insbesondere die um 254,8 Mio. EUR (88,9 %) gestiegenen Aufwendungen für Roh-, Hilfs-
und Betriebsstoffe infolge des gestiegenen Bunkerpreises. Im ersten Halbjahr 2017
lag der durchschnittliche Bunkerverbrauchspreis für Hapag-Lloyd mit 312 USD je Tonne
um 114 USD je Tonne über dem Wert der entsprechenden Vorjahresperiode. Ab dem Geschäftsjahr
2017 setzt sich der von Hapag-Lloyd verwendete durchschnittliche Bunkerverbrauchspreis
aus Marine Fuel Oil (MFO) und Marine Diesel Oil (MDO) zusammen. Die Vorjahreszahl
wurde entsprechend angepasst. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind um 266,9
Mio. EUR (9,2 %) und damit unterproportional zum Wachstum der Transportmenge gestiegen.
In diesem Anstieg spiegelt sich neben den um 14,0 % deutlich gestiegenen Transportvolumina
insbesondere die erstmalige Einbeziehung der UASC-Gruppe wider. Einerseits konnten
durch die Einbeziehung der UASC-Flotte Charterverträge gekündigt werden und andererseits
durch gesunkene Charterraten günstigere Verträge abgeschlossen werden, sodass die
Charter-, Leasing- und Containermieten um 104,3 Mio. EUR auf 458,5 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum:
562,8 Mio. EUR) reduziert werden konnten. Die vollständige Realisierung der durch
die CSAV-Integration entstandenen Synergieeffekte sowie Kosteneinsparungen aus den
nun vollständig implementierten Kostensenkungsmaßnahmen wirkten sich ebenfalls entlastend
auf die Transportaufwendungen aus. Der Anstieg der Containertransportkosten ist im
Wesentlichen beeinflusst durch den Anstieg der Transportvolumina um rd. 14 %. Transportaufwendungen *scroll
Die Rohertragsmarge (Verhältnis Umsatzerlöse abzüglich Transportaufwendungen zu Umsatzerlösen)
betrug für die ersten sechs Monate des aktuellen Geschäftsjahres 17,6 % (Vorjahreszeitraum:
15,5 %). Die Entwicklung des USD / EUR-Kursverhältnisses führte im Betrachtungszeitraum zu
einem Rückgang der zeitraumbezogenen Wechselkursgewinne und Wechselkursverluste, die
sich in den sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen
widerspiegeln. Im Saldo resultierte hieraus im ersten Halbjahr 2017 ein Kursgewinn
in Höhe von 9,1 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: Kursverlust 12,8 Mio. EUR). Der durchschnittliche
USD / EUR-Kurs notierte mit 1,08 USD / EUR stärker als im entsprechenden Vorjahreszeitraum
(1,11 USD / EUR). Im sonstigen betrieblichen Aufwand waren einmalige Sondereffekte,
insbesondere für Beratungsleistungen, in Höhe von 16,1 Mio. EUR zu erfassen. Der Personalaufwand erhöhte sich im ersten Halbjahr 2017 um 89,8 Mio. EUR auf 344,1
Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 254,3 Mio. EUR). Ursächlich für diesen Anstieg waren
insbesondere Aufwendungen für die bereits in Umsetzung befindliche Restrukturierung
der UASC-Gruppe im Rahmen der operativen Integration der Geschäftstätigkeit der UASC
sowie weitere damit in Zusammenhang stehende Einmaleffekte von insgesamt 38,4 Mio.
EUR. Weiterhin führte die erstmalige Einbeziehung der Personalaufwendungen der UASC-Gruppe
zu einem Anstieg des Personalaufwands. Darüber hinaus führten stichtagsbezogene Währungskursverluste
aus der Bewertung von Pensionsrückstellungen in Höhe von -9,5 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum:
2,8 Mio. EUR) zu einem Anstieg des Personalaufwands gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Abschreibungen für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2017 betrugen 273,1
Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 236,4 Mio. EUR). Der Anstieg der Abschreibungen im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum resultierte im Wesentlichen aus planmäßigen Abschreibungen auf
zugegangene Schiffsneubauten sowie der erstmaligen Einbeziehung der UASC-Gruppe. Das operative Konzernergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) lag in der Berichtsperiode
mit 87,3 Mio. EUR deutlich über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums (-39,7
Mio. EUR). Das operative Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)
belief sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017 auf 360,4 Mio. EUR
(Vorjahreszeitraum: 196,7 Mio. EUR). Für das erste Halbjahr 2017 ergab sich eine annualisierte
Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROIC) von 1,2 % (Vorjahreszeitraum: -1,3 %).
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2017 -0,38 EUR je Aktie (Vorjahreszeitraum: -1,22 EUR je Aktie). Ertragskennzahlenscroll
*
Der Return on Invested Capital wird auf Basis der funktionalen Währung USD berechnet. Für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2017 belief sich das Zinsergebnis
auf -121,4 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: -89,9 Mio. EUR). Die Veränderung ergab sich
insbesondere aus der vorzeitigen Rückführung einer US-Dollar- und einer Euro-Anleihe.
Mit diesen Transaktionen waren Einmaleffekte in Höhe von insgesamt -14,0 Mio. EUR
durch Ablösegebühren, teilweisen Abgang von damit verbundenen eingebetteten Derivaten
sowie weitere damit in Zusammenhang stehende Transaktionskosten verbunden. Des Weiteren
trug neben Zinsaufwendungen aus neu in Anspruch genommenen Schiffs- und Containerfinanzierungen
sowie weiteren Finanzierungsverträgen auch die erstmalige Einbeziehung der UASC-Gruppe
mit -11,0 Mio. EUR zu dem erhöhten Zinsaufwand bei. Gegenläufig wirkten sich Erträge
in Höhe von 22,8 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 9,2 Mio. EUR) aus der Zeitwertveränderung
der eingebetteten Derivate der begebenen Anleihen aus. Im ersten Halbjahr 2017 belief sich das Konzernergebnis auf -46,1 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum:
-142,1 Mio. EUR). Finanzlage des KonzernsVerkürzte Kapitalflussrechnungscroll
Cash-Flow aus laufender GeschäftstätigkeitIn den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017 erwirtschaftete Hapag-Lloyd unter
Einbeziehung der UASC-Gruppe einen operativen Cash-Flow in Höhe von 306,5 Mio. EUR
(Vorjahreszeitraum: 203,1 Mio. EUR). Cash-Flow aus InvestitionstätigkeitDie Mittelzuflüsse aus Investitionstätigkeit beliefen sich insgesamt auf 209,0 Mio.
EUR (Vorjahreszeitraum: Mittelabfluss von 173,4 Mio. EUR). Hierin enthalten waren
im Wesentlichen Mittelabflüsse in Höhe von 180,2 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 197,8
Mio. EUR) für zahlungswirksame Investitionen in Schiffe und Container. Die Übernahme
der UASC-Gruppe erfolgte im Wege einer zahlungsunwirksamen Investition durch Begebung
neuer Aktien. Durch die Einbringung der UASC erfolgte ein Zugang von Zahlungsmitteln
in Höhe von 364,0 Mio. EUR. Darin enthalten sind Zahlungsmittelzuflüsse aus den Liquiditätsbeständen
der UASC-Gruppe in Höhe von 366,3 Mio. EUR und Auszahlungen für mit dem Unternehmenszusammenschluss
verbundene Kosten in Höhe 2,3 Mio. EUR. Weitere Mittelzuflüsse erhielt der Konzern
insbesondere aus erhaltenen Dividendenzahlungen. Cash-Flow aus FinanzierungstätigkeitAus den Finanzierungstätigkeiten ergab sich in der aktuellen Berichtsperiode im Saldo
ein Mittelabfluss in Höhe von 287,5 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 117,6 Mio. EUR).
Die Mittelaufnahmen in Höhe von 909,0 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 264,4 Mio. EUR)
betrafen im Wesentlichen den Zufluss aus der Begebung einer neuen Euro-Anleihe und
Darlehen zur Schiffs- und Containerfinanzierung. Demgegenüber standen Zahlungsmittelabflüsse
aus der vorzeitigen Rückführung der in 2010 begebenen US-Dollar-Anleihe und der in
2013 begebenen Euro-Anleihe sowie Zins- und Tilgungsleistungen in Höhe von 1.163,1
Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 379,1 Mio. EUR). Entwicklung des Finanzmittelbestandesscroll
Die Zahlungsmittel erhöhten sich im ersten Halbjahr 2017 um 228,0 Mio. EUR, sodass
unter Berücksichtigung von zahlungswirksamen und wechselkursbedingten Effekten zum
Ende des Berichtszeitraums am 30. Juni 2017 ein Finanzmittelbestand von 753,7 Mio.
EUR (30. Juni 2016: 473,0 Mio. EUR) ausgewiesen wurde. Der in der Kapitalflussrechnung
betrachtete Finanzmittelbestand entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente". Zusätzlich bestehen frei verfügbare Kreditlinien in Höhe
von 403,3 Mio. EUR (30. Juni 2016: 301,9 Mio. EUR), sodass die Liquiditätsreserve
(bestehend aus liquiden Mitteln und nicht genutzten Kreditlinien) insgesamt 1.157,0
Mio. EUR betrug (30. Juni 2016: 774,9 Mio. EUR). Weiterhin wurden als Sicherheit für
bestehende Finanzschulden dienende Finanzmittel in Höhe von 62,8 Mio. EUR (30. Juni
2016: 0,0 Mio. EUR) aufgrund ihrer Laufzeit unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. NettoverschuldungZum 30. Juni 2017 betrug die Nettoverschuldung des Konzerns 6.495,4 Mio. EUR und ist
im Vergleich zum 31. Dezember 2016 im Zuge der Erstkonsolidierung der UASC-Gruppe
um 2.903,6 Mio. EUR angestiegen. Weiterhin sank durch die Erstkonsolidierung der UASC-Gruppe
die Eigenkapitalquote von 44,6 % zum 31. Dezember 2016 auf 37,5 % zum 30. Juni 2017.
Der Nettoverschuldungsgrad als Verhältnis von Nettoverschuldung zum bilanziellen Eigenkapital
stieg entsprechend von 71,0 % auf 109,5 %. Finanzielle Soliditätscroll
*
Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital Die beschränkt verfügbaren Zahlungsmittel in Höhe von 62,8 Mio. EUR (31. Dezember
2016: 18,7 Mio. EUR) umfassen im Wesentlichen Finanzmittel, die als Sicherheiten für
bestehende Finanzschulden dienen. Der Anstieg ist überwiegend mit den in Anspruch
genommenen Schiffsfinanzierungen im Zusammenhang mit den im ersten Halbjahr 2017 ausgelieferten
Schiffsneubauten zu begründen. Vermögenslage des KonzernsEntwicklung der Vermögensstrukturscroll
Die erstmalige Einbeziehung der UASC-Gruppe zum 24. Mai 2017 führte zu einer deutlichen
Veränderung der Konzernbilanz und einer eingeschränkten Vergleichbarkeit zum Vorjahr.
Die Konzernbilanzsumme stieg im Vergleich zum Vorjahr um 39,4 % von 11.330,9 Mio.
EUR auf 15.803,3 Mio. EUR an. Diese Veränderung resultierte insbesondere aus der Übernahme
der UASC-Gruppe. Das Anlagevermögen stieg im Berichtszeitraum um 3.657,7 Mio. EUR auf 13.301,0 Mio.
EUR. Hiervon entfielen 4.518,1 Mio. EUR auf die Konsolidierungskreisveränderungen
durch die Übernahme der UASC-Gruppe, insbesondere auf den Zugang von Schiffen und
Containern aber auch von immateriellen Vermögenswerten wie Kundenbeziehungen, Marke
und Software. Neben diesen konsolidierungskreisbedingten Zugängen kamen im ersten
Halbjahr 2017 drei neue Schiffe mit einer Stellplatzkapazität von je 10.500 TEU zur
Auslieferung an Hapag-Lloyd. Stichtagsbedingte Wechselkurseffekte in Höhe von -808,8
Mio. EUR sowie planmäßige Abschreibungen in Höhe von 273,1 Mio. EUR wirkten sich reduzierend
auf die Buchwerte des Anlagevermögens und somit auf die langfristigen Vermögenswerte
aus. Auch die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich insbesondere konsolidierungskreisbedingt.
Hierbei stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 264,6 Mio. EUR (Vorjahr:
677,6 Mio. EUR) an. Auf der Passivseite ist das Eigenkapital des Konzerns um 871,6 Mio. EUR auf 5.930,0
Mio. EUR gestiegen. Die Veränderung resultierte einerseits aus der Ausgabe neuer Stammaktien
im Zuge des Erwerbs der UASC-Gruppe in Höhe von 1.285,3 Mio. EUR und andererseits
aus dem negativen Konzernergebnis in Höhe von -46,1 Mio. EUR sowie aus dem Saldo der
im sonstigen Ergebnis erfassten unrealisierten Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung
in Höhe von -377,7 Mio. EUR. Zum 30. Juni 2017 sank die Eigenkapitalquote auf 37,5
% (31. Dezember 2016: 44,6 %), insbesondere durch den deutlichen Anstieg des Fremdkapitals
infolge der Erstkonsolidierung der UASC-Gruppe. Das Fremdkapital des Konzerns ist gegenüber dem Konzernabschluss 2016 um 3.600,8 Mio.
EUR auf 9.873,3 Mio. EUR gestiegen, was in erster Linie auf die Übernahme der UASC-Gruppe
zurückzuführen ist. Wesentliche Veränderungen ergaben sich im Bereich der Finanzschulden, die sich im
Vergleich zum 31. Dezember 2016 um 3.131,3 Mio. EUR auf 7.312,0 Mio. EUR erhöhten.
Der Einbezug der UASC-Gruppe zum 30. Juni 2017 trug mit 3.428,9 Mio. EUR zu diesem
Anstieg bei. Weiterhin erhöhten sich die Finanzschulden aufgrund erhaltener Auszahlungen
von Darlehen für Schiffsneubauten und Finanzierungen für Container in Höhe von 909,0
Mio. EUR. Am 1. Februar 2017 hat Hapag-Lloyd eine neue Unternehmensanleihe mit einem
Emissionsvolumen von 250,0 Mio. EUR begeben. Diese wurde am 15. Februar 2017 um 200,0
Mio. EUR auf insgesamt 450,0 Mio. EUR aufgestockt. Die Erlöse aus der Anleiheemission
wurden zusammen mit vorhandener Liquidität für die vorzeitige Tilgung der in 2017
fälligen US-Dollar-Anleihe und die teilweise Rückführung der in 2018 fälligen Euro-Anleihe
verwendet. Hapag-Lloyd hat in diesem Zusammenhang von den vertraglich fixierten vorzeitigen
Kündigungsoptionen Gebrauch gemacht. Der Aufnahme von Finanzmitteln standen insgesamt
Tilgungen von 1.040,0 Mio. EUR gegenüber. Der wesentliche Einfluss auf die Entwicklung des Fremdkapitals im Hapag-Lloyd Konzern
unter anderem auch durch die Übernahme der UASC-Gruppe zeigt sich ebenfalls in der
damit verbundenen Erhöhung der kurzfristigen Rückstellungen in Höhe von 140,0 Mio.
EUR, insbesondere auch durch die Bildung einer Restrukturierungsrückstellung in Höhe
von 34,0 Mio. EUR. Innerhalb der kurzfristigen Schulden verzeichneten die Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen einen im Wesentlichen konsolidierungskreis- und wechselkursbedingten
Anstieg um 322,8 Mio. EUR auf 1.604,4 Mio. EUR. Die Nettoverschuldung betrug zum 30. Juni 2017 6.495,4 Mio. EUR (31. Dezember 2016:
3.591,8 Mio. EUR) unter Einbeziehung der als Sicherheit für bestehende Finanzschulden
dienenden Finanzmittel in Höhe von 62,8 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 18,7 Mio. EUR),
die aufgrund ihrer Laufzeit unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Weitere Angaben zu wesentlichen Veränderungen einzelner Bilanzposten finden Sie in
den Erläuterungen zur Konzernbilanz im verkürzten Konzernanhang. Gesamtaussage des Vorstands zur erwarteten EntwicklungDas erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 entspricht im Wesentlichen den Erwartungen
des Vorstands, wenngleich die Umsatzentwicklung aufgrund der nicht vollumfänglich
auf allen Fahrtgebieten durchgesetzten Frachtratenerhöhungen leicht belastet wurde.
Darüber hinaus ist in der Berichtsperiode zum 24. Mai 2017 die UASC-Gruppe in den
Konzern einbezogen worden, wodurch sich wesentliche Änderungen in der Konzernbilanz
ergaben. Die Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung unterliegen indes
keinen wesentlichen Änderungen. RISIKO- UND CHANCENBERICHTHinsichtlich der bedeutenden Chancen und Risiken und deren Einschätzung verweisen
wir auf den Geschäftsbericht 2016. Bezüglich der berichteten Risiken besteht die Einschätzung
ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit unverändert fort, während die Chancen einer positiven
Budgetabweichung im Hinblick auf die erwarteten Frachtraten und den Bunkerverbrauchspreis
vor dem Hintergrund der aktuellen Marktgegebenheiten geringer eingestuft wird. Die
bestehenden globalen makroökonomischen Unsicherheiten sowie der anhaltend starke Wettbewerbsdruck
könnten auch im Jahr 2017 die Entwicklung der Transportmenge und der Frachtraten deutlich
negativ beeinflussen. Die derzeit bestehenden politischen Spannungen zwischen Saudi-Arabien, Ägypten, den
Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain gegenüber Katar sowie die von diesen Staaten
gegenüber Katar verhängten wirtschaftlichen und politischen Sanktionen könnten erhebliche
negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung der Region nehmen. Dies
könnte zu einem Rückgang des Containertransportvolumens in der Region Mittlerer Osten
führen. Eine Verschärfung der Sanktionen und eine Verschlechterung der wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen könnten sich negativ auf die wirtschaftliche und finanzielle Situation
von Hapag-Lloyd auswirken. Bezüglich der wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Zusammenschluss mit UASC verweisen
wir auf die entsprechende Darstellung im Lagebericht des Geschäftsberichtes 2016. Es wurden im Geschäftsjahr 2015 / 2016 in einzelnen Jurisdiktionen seitens der Behörden
Untersuchungen bezüglich möglicher Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht angestrengt.
Diese Untersuchungen sind jeweils weitestgehend abgeschlossen, wobei keine wesentlichen
finanziellen Auswirkungen zu erwarten sind. Auf der halbjährlich stattfindenden Tagung des International Council of Containership
Operators (sog. "Box Club") am 15. März 2017 in San Francisco wurden den anwesenden
Unternehmensrepräsentanten Vorladungen zu einer Anhörung durch die U. S. Department
of Justice Antitrust Division ("DoJ") zugestellt. Konkrete Anschuldigungen sind zum
derzeitigen Zeitpunkt nicht formuliert worden, die Vorladungen stehen jedoch im Zusammenhang
mit der Untersuchung der globalen Containerlinienschifffahrt durch das DoJ. Hapag-Lloyd
wird in vollem Umfang mit den Behörden kooperieren. Eine Quantifizierung eines aus
den Untersuchungen resultierenden möglichen Risikos kann zum Zeitpunkt der Berichtserstellung
weiterhin nicht vorgenommen werden. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung bestanden keine Risiken, die den Fortbestand des
Hapag-Lloyd Konzerns gefährden. HINWEIS ZU WESENTLICHEN GESCHÄFTEN MIT NAHESTEHENDEN PERSONENDie Erläuterungen zu Beziehungen und Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und
Personen sind in den Angaben auf Seite 55 im verkürzten Konzernanhang des Halbjahresfinanzberichtes
enthalten. PROGNOSEÄNDERUNGSBERICHTDie im Konzernlagebericht des Geschäftsberichtes 2016 veröffentlichte Prognose für
das Geschäftsjahr 2017 erfolgte auf Basis der zum 31. Dezember 2016 bestehenden Geschäftsaktivitäten
des Hapag-Lloyd Konzerns und damit ohne die Einbeziehung der Geschäftsaktivitäten
des UASC-Konzerns. Die im Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2016 eingegangene Prognose
ist nicht mehr gültig. Am 24. Mai 2017 erwarb Hapag-Lloyd die Vermögenswerte und übernahm die Schulden des
UASC-Konzerns. Es erfolgt eine erstmalige Prognose für den Hapag-Lloyd Konzern nach
Erwerb der UASC für das laufende Jahr 2017. Die nachfolgende Prognose für die erwartete
Unternehmensentwicklung schließt die UASC ab dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung,
dem 24. Mai 2017, ein. Die angegebene Prognose bezieht sich somit erstmalig auf den
- um die UASC-Containerschifffahrtsaktivitäten - erweiterten Konzern und ist damit
hinsichtlich der Systematik nicht mit der im Geschäftsbericht 2016 enthaltenen Prognose
vergleichbar. Die für die Containerschifffahrt bedeutenden gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen
Rahmenbedingungen sind im Geschäftsbericht 2016 (Wirtschaftsbericht) dargestellt und
analysiert. Zusammenfassend sind nachfolgend die wichtigsten externen Einflussfaktoren
dargestellt. Der Internationale Wahrungsfonds (IWF) erwartet laut seinem aktuellen Konjunkturausblick
(Juli 2017) für das laufende Jahr ein Weltwirtschaftswachstum von 3,5 %. Gemäß dieser
Prognose wächst die Weltwirtschaft in 2017 stärker als im Vorjahr (+3,2 %). Das für
die Nachfrage nach den Transportleistungen der Containerschifffahrt wichtige Welthandelsvolumen
steigt nach Einschätzung des IWF im laufenden Jahr um 4,0 % (2016: +2,3 %). Im Vergleich
zur vorherigen Prognose (April 2017) hat der IWF seinen Ausblick für die Zunahme des
Welthandels leicht (+0,2 Prozentpunkte) angehoben. Somit wächst das Welthandelsvolumen
in 2017 stärker als die Weltwirtschaft. Der Branchendienst IHS Global Insight (Mai
2017) prognostiziert für 2017 ein Wachstum der globalen Containertransportmenge um
4,6 % (2016: +3,2 %) auf rd. 139 Mio. TEU. Demnach liegt der aktuelle Wert um 0,9
Prozentpunkte über dem im Februar 2017 veröffentlichten Wert. Somit würde die erwartete
Zunahme der weltweiten Transportmenge der Containerschifffahrt im Jahr 2017 wieder
stärker als der Anstieg des Welthandels ausfallen. Nach einer Erhöhung der Transportkapazitäten um rd. 0,9 Mio. TEU auf 20,0 Mio. TEU
im Jahr 2016 (inkl. Verschiebungen von Auslieferungen) rechnen die Branchenexperten
von Drewry für das laufende Jahr mit einer nominalen Zunahme der Transportkapazitäten
um bis zu rd. 1,1 Mio. TEU. Der Anstieg der Angebotskapazitäten könnte auch im Jahr
2017 die Durchsetzung von Frachtratenerhöhungen erschweren. Ausgehend von unverändert
ambitionierten gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen plant
Hapag-Lloyd unter Einbeziehung der UASC-Geschäftsaktivitäten ab dem 24. Mai 2017 einen
deutlichen Anstieg des Transportvolumens. Für 2017 erwartet Hapag-Lloyd einen deutlichen Anstieg des durchschnittlichen Bunkerverbrauchspreises
über das durchschnittliche Niveau 2016 wie auch über das Niveau zum Jahresende 2016.
Aufgrund der starken Fokussierung auf die Fahrtgebiete Mittlerer Osten sowie Fernost
hat UASC eine niedrigere durchschnittliche Frachtrate als Hapag-Lloyd. Die durchschnittliche
Frachtrate der gemeinsamen Geschäftsaktivitäten dürfte somit im Jahr 2017 annährend
unverändert zu der durchschnittlichen Frachtrate von 2016 (ohne die UASC-Gruppe) sein. Bei Eintritt der beabsichtigten Verbesserung der Erlösqualität, dem erwarteten Mengenwachstum,
einer Rückkehr zu einer besseren "Peak Season 2017", einem deutlich positiven Ergebnisbeitrag
von UASC sowie unter Berücksichtigung der vorzunehmenden Einmalaufwendungen im Hinblick
auf die Restrukturierung dürften das EBITDA und das EBIT von Hapag-Lloyd inklusive
der UASC-Geschäftsaktivitäten deutlich über dem im Jahr 2016 (ohne die UASC-Gruppe)
erreichten Niveau liegen. Hierbei nicht berücksichtigt sind derzeit nicht erwartete,
aber insbesondere aufgrund politischer Entwicklungen nicht auszuschließende Wertminderungen
auf Geschäfts- oder Firmenwerte, sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Die wichtigen Eckwerte für die Prognose 2017 sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt: Wichtige Eckwerte für die Prognose 2017
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| Wachstum Weltwirtschaft | 3,5 % |
| Zunahme Welthandelsvolumen | 4,0 % |
| Anstieg globales Containertransportvolumen (IHS) | 4,6 % |
| Transportvolumen Hapag-Lloyd Konzern | Deutlich steigend |
| Durchschnittlicher Bunkerverbrauchspreis Hapag-Lloyd Konzern | Deutlich steigend |
| Durchschnittliche Frachtrate Hapag-Lloyd Konzern | Unverändert |
| Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | Deutlich steigend |
| Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | Deutlich steigend |
Die Umsatz- und Ergebnisprognose basiert auf der Annahme konstanter Wechselkurse.
Die Umsatz- und Ergebnisprognose basiert auf der Annahme konstanter Wechselkurse.
Der Großteil der Erlösrealisierung wird im zweiten Halbjahr, davon insbesondere im
dritten Quartal, der sog. "Peak Season", prognostiziert. Ursächlich dafür ist, dass
das Welthandelsvolumen im Jahresverlauf schwankt und regelmäßig im zweiten Halbjahr
deutlich stärker ausfällt als im ersten Halbjahr.
Die Geschäftsentwicklung von Hapag-Lloyd unterliegt in dem von volatilen Frachtraten
und einem starken Wettbewerb geprägten Branchenumfeld weitreichenden Risiken. Die
generellen Risiken sind ausführlich im Risikobericht des Konzernlageberichtes im Geschäftsbericht
2016 (Seite 110 ff.) dargestellt. Die Risiken, die eine Abweichung der Geschäftsentwicklung
von der Prognose bewirken könnten, sind ebenfalls ausführlich im Risikobericht dargestellt.
Die maßgeblichen Risiken für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns sind
insbesondere eine erneute Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums und Welthandelsvolumens,
ein deutlicher und nachhaltiger Anstieg der Bunkerpreise über das Niveau vom Jahresanfang
2017, ein deutlicher Anstieg des Euros gegenüber dem US-Dollar sowie eine Stagnation
oder sogar ein erneuter Rückgang der Frachtrate. Zusätzliche Risiken könnten sich
aus der weiteren Branchenkonsolidierung und deren möglichem Einfluss auf die Wettbewerbspositionierung
von Hapag-Lloyd sowie der veränderten Zusammensetzung der globalen Allianzen ergeben.
Der Eintritt eines oder mehrerer dieser Risiken könnte im Jahr 2017 einen deutlich
negativen Einfluss auf die Branche und somit ebenfalls auf die weitere Geschäftsentwicklung
von Hapag-Lloyd im laufenden Geschäftsjahr nehmen.
| Mio. EUR | Q2 2017 | Q2 2016 | H1 2017 | H1 2016 |
| Umsatzerlöse | 2.386,2 | 1.859,8 | 4.518,3 | 3.785,5 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 77,6 | 36,1 | 103,9 | 58,6 |
| Transportaufwendungen | 1.933,2 | 1.608,6 | 3.722,3 | 3.200,6 |
| Personalaufwendungen | 196,7 | 112,6 | 344,1 | 254,3 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 145,3 | 117,8 | 273,1 | 236,4 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 115,6 | 107,8 | 213,8 | 204,7 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 73,0 | -50,9 | 68,9 | -51,9 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen | 10,8 | 6,3 | 18,4 | 12,1 |
| Übriges Finanzergebnis | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,1 |
| Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern (EBIT) | 83,8 | -44,5 | 87,3 | -39,7 |
| Zinserträge | 4,5 | 1,5 | 6,1 | 2,7 |
| Zinsaufwendungen | 64,1 | 48,3 | 127,5 | 92,6 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 24,2 | -91,3 | -34,1 | -129,6 |
| Ertragsteuern | 8,2 | 8,0 | 12,0 | 12,5 |
| Konzernergebnis | 16,0 | -99,3 | -46,1 | -142,1 |
| Davon Ergebnisanteil der Aktionäre der Hapag-Lloyd AG | 14,4 | -99,9 | -48,4 | -143,9 |
| Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallendes Ergebnis | 1,6 | 0,6 | 2,3 | 1,8 |
| Unverwässertes / Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,11 | -0,85 | -0,38 | -1,22 |
| Mio. EUR | Q2 2017 | Q2 2016 | H1 2017 | H1 2016 |
| Konzernergebnis | 16,0 | -99,3 | -46,1 | -142,1 |
| Posten, die nicht erfolgswirksam umgegliedert werden: | 5,4 | -23,2 | 10,0 | -55,6 |
| Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen, nach Steuern | 5,4 | -23,2 | 10,0 | -55,6 |
| Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen, vor Steuern | 5,6 | -23,2 | 10,2 | -55,5 |
| Steuereffekt | -0,2 | -0,0 | -0,2 | -0,1 |
| Posten, die erfolgswirksam umgegliedert werden können: | -321,5 | 95,8 | -381,0 | -105,7 |
| Cash-Flow Hedges (kein Steuereffekt) | 2,5 | 2,1 | -3,1 | 1,8 |
| Wirksamer Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwertes | 65,2 | 39,5 | 64,4 | 13,2 |
| Umgliederung in den Gewinn oder Verlust | -62,7 | -37,4 | -67,5 | -11,4 |
| Währungsumrechnung (kein Steuereffekt) | -324,0 | 93,7 | -377,9 | -107,5 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -316,1 | 72,6 | -371,0 | -161,3 |
| Gesamtergebnis | -300,1 | -26,7 | -417,1 | -303,4 |
| Davon Gesamtergebnisanteil der Aktionäre der Hapag-Lloyd AG | -301,5 | -27,3 | -419,2 | -305,0 |
| Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallendes Gesamtergebnis | 1,4 | 0,6 | 2,1 | 1,6 |
| Mio. EUR | 30.6.2017 | 31.12.2016 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 1.538,5 | 1.661,6 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1.924,1 | 1.340,4 |
| Sachanlagen | 9.519,1 | 6.315,6 |
| Nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen | 319,3 | 325,7 |
| Sonstige Forderungen | 167,0 | 27,0 |
| Derivative Finanzinstrumente | 44,9 | 24,1 |
| Ertragsteuerforderungen | 3,5 | 3,3 |
| Aktive latente Ertragsteuern | 24,5 | 25,2 |
| Langfristige Vermögenswerte | 13.540,9 | 9.722,9 |
| Vorräte | 192,0 | 124,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 942,2 | 677,6 |
| Sonstige Forderungen | 311,8 | 197,5 |
| Derivative Finanzinstrumente | 22,0 | 13,5 |
| Ertragsteuerforderungen | 27,5 | 24,7 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 753,7 | 570,2 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 13,2 | - |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.262,4 | 1.608,0 |
| Summe Aktiva | 15.803,3 | 11.330,9 |
| Mio. EUR | 30.6.2017 | 31.12.2016 |
| Gezeichnetes Kapital | 164,0 | 118,1 |
| Kapitalrücklagen | 2.301,2 | 1.061,8 |
| Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital | 3.104,3 | 3.152,9 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 350,8 | 721,8 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Hapag-Lloyd AG | 5.920,3 | 5.054,6 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 9,7 | 3,8 |
| Eigenkapital | 5.930,0 | 5.058,4 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 253,5 | 238,0 |
| Sonstige Rückstellungen | 100,6 | 114,0 |
| Finanzschulden | 6.378,1 | 3.265,5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 11,1 | 12,1 |
| Derivative Finanzinstrumente | 15,7 | 1,8 |
| Passive latente Ertragsteuern | 3,3 | 1,8 |
| Langfristige Schulden | 6.762,3 | 3.633,2 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 60,7 | 6,6 |
| Sonstige Rückstellungen | 297,1 | 211,2 |
| Ertragsteuerschulden | 27,8 | 17,6 |
| Finanzschulden | 933,8 | 915,2 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.604,4 | 1.281,6 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 187,2 | 167,8 |
| Derivative Finanzinstrumente | - | 39,3 |
| Kurzfristige Schulden | 3.111,0 | 2.639,3 |
| Summe Passiva | 15.803,3 | 11.330,9 |
| Mio. EUR | Q2 2017 | Q2 2016 | H1 2017 | H1 2016 |
| Konzernergebnis | 16,0 | -99,3 | -46,1 | -142,1 |
| Steueraufwendungen (+) / -erträge (-) | 8,2 | 8,0 | 12,0 | 12,5 |
| Zinsergebnis | 59,6 | 46,8 | 121,4 | 89,9 |
| Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) | 145,3 | 117,8 | 273,1 | 236,4 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) und Umgliederungen | -37,8 | -8,3 | -27,2 | -0,4 |
| Gewinn (-) / Verlust (+) aus Sicherungsgeschäften für Finanzschulden | 3,6 | 0,3 | 3,6 | 0,3 |
| Gewinn (-) / Verlust (+) aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten | -0,2 | -0,8 | -0,8 | -1,2 |
| Erträge (-) / Aufwendungen (+) aus nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen und aus Dividenden von Beteiligungsunternehmen | -10,7 | -6,4 | -18,4 | -12,2 |
| Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte | -12,4 | -16,7 | -31,0 | -9,9 |
| Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte | -59,6 | 49,6 | -70,7 | 44,5 |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen | 26,8 | -59,6 | 39,8 | -62,3 |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten (ohne Finanzschulden) | 21,7 | 33,9 | 54,5 | 55,8 |
| Ertragsteuerzahlungen | -2,9 | -3,7 | -5,2 | -8,7 |
| Zinseinzahlungen | 0,8 | 0,3 | 1,5 | 0,5 |
| Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 158,4 | 61,9 | 306,5 | 203,1 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 1,3 | 1,7 | 2,9 | 4,3 |
| Einzahlungen aus Dividenden | 28,0 | 28,3 | 28,1 | 28,4 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -71,8 | -95,5 | -186,0 | -206,1 |
| Übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus Unternehmenserwerben | 364,0 | 364,0 | ||
| Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus der Investitionstätigkeit | 321,5 | -65,5 | 209,0 | -173,4 |
| Auszahlungen für Kapitalaufnahmen | -0,1 | - | -0,1 | - |
| Auszahlungen aus der Änderung der Beteiligungsanteile an Tochterunternehmen | -0,3 | -0,3 | -0,3 | -0,3 |
| Auszahlungen für Dividenden | -0,7 | -0,2 | -1,5 | -2,3 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden | 275,6 | 141,4 | 909,0 | 264,4 |
| Auszahlungen aus der Rückführung von Finanzschulden | -413,4 | -87,2 | -1.040,0 | -295,1 |
| Auszahlungen für Zinsen und Gebühren | -61,4 | -41,4 | -123,1 | -84,0 |
| Einzahlungen (+) und Auszahlungen (-) aus Sicherungsgeschäften für Finanzschulden | -4,8 | -0,3 | -4,8 | -0,3 |
| Veränderung beschränkt verfügbarer Finanzmittel | -2,7 | - | -26,7 | - |
| Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus der Finanzierungstätigkeit | -207,8 | 12,0 | -287,5 | -117,6 |
| Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 272,1 | 8,4 | 228,0 | -87,9 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode | 519,8 | 456,0 | 570,2 | 573,7 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -38,2 | 8,6 | -44,5 | -12,8 |
| Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 272,1 | 8,4 | 228,0 | -87,9 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 753,7 | 473,0 | 753,7 | 473,0 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Hapag-Lloyd AG | ||||||
| Mio. EUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklagen | Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital | Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen | Rücklage für Cash-Flow Hedges | Währungsrücklage |
| Stand 1.1.2016 | 118,1 | 1.263,2 | 3.052,3 | -75,2 | 1,2 | 678,8 |
| Gesamtergebnis | - | - | -143,9 | -55,6 | 1,8 | -107,3 |
| davon | ||||||
| Konzernergebnis | - | - | -143,9 | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | -55,6 | 1,8 | -107,3 |
| Transaktionen mit Gesellschaftern | - | - | - | - | - | - |
| davon | ||||||
| Erwerb von Anteilen von nicht beherrschenden Gesellschaftern ohne Kontrollwechsel | - | - | - | - | - | - |
| Ausschüttung an nicht beherrschende Gesellschafter | - | - | - | - | - | - |
| Entkonsolidierung | - | - | -0,1 | - | - | - |
| Stand 30.6.2016 | 118,1 | 1.263,2 | 2.908,3 | -130,8 | 3,0 | 571,5 |
| Stand 1.1.2017 | 118,1 | 1.061,8 | 3.152,9 | -118,9 | 5,4 | 835,3 |
| Gesamtergebnis | - | - | -48,4 | 10,0 | -3,1 | -377,7 |
| davon | ||||||
| Konzernergebnis | - | - | -48,4 | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | 10,0 | -3,1 | -377,7 |
| Transaktionen mit Gesellschaftern | 45,9 | 1.239,4 | - | - | - | - |
| davon | ||||||
| Einbringung und Erstkonsolidierung UASC | 45,9 | 1.239,4 | - | - | - | - |
| Antizipierter Erwerb von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter | - | - | - | - | - | - |
| Erwerb von Anteilen von nicht beherrschenden Gesellschaftern ohne Kontrollwechsel | - | - | - | - | - | - |
| Ausschüttung an nicht beherrschende Gesellschafter | - | - | - | - | - | - |
| Entkonsolidierung | - | - | -0,2 | - | - | 0,2 |
| Stand 30.6.2017 | 164,0 | 2.301,2 | 3.104,3 | -108,9 | 2,3 | 457,8 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Hapag-Lloyd AG | |||||
| Mio. EUR | Rücklage für Put-Optionen auf nicht beherrschende Anteile | Kumuliertes übriges Eigenkapital | Summe | Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | Summe Eigenkapital |
| Stand 1.1.2016 | - | 604,8 | 5.038,4 | 7,8 | 5.046,2 |
| Gesamtergebnis | - | -161,1 | -305,0 | 1,6 | -303,4 |
| davon | |||||
| Konzernergebnis | - | - | -143,9 | 1,8 | -142,1 |
| Sonstiges Ergebnis | - | -161,1 | -161,1 | -0,2 | -161,3 |
| Transaktionen mit Gesellschaftern | - | - | - | -2,6 | -2,6 |
| davon | |||||
| Erwerb von Anteilen von nicht beherrschenden Gesellschaftern ohne Kontrollwechsel | - | - | - | -0,3 | -0,3 |
| Ausschüttung an nicht beherrschende Gesellschafter | - | - | - | -2,3 | -2,3 |
| Entkonsolidierung | - | - | -0,1 | - | -0,1 |
| Stand 30.6.2016 | - | 443,7 | 4.733,3 | 6,8 | 4.740,1 |
| Stand 1.1.2017 | - | 721,8 | 5.054,6 | 3,8 | 5.058,4 |
| Gesamtergebnis | - | -370,8 | -419,2 | 2,1 | -417,1 |
| davon | |||||
| Konzernergebnis | - | - | -48,4 | 2,3 | -46,1 |
| Sonstiges Ergebnis | - | -370,8 | -370,8 | -0,2 | -371,0 |
| Transaktionen mit Gesellschaftern | -0,4 | -0,4 | 1.284,9 | 3,8 | 1.288,7 |
| davon | |||||
| Einbringung und Erstkonsolidierung UASC | - | - | 1.285,3 | 7,1 | 1.292,4 |
| Antizipierter Erwerb von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter | -0,4 | -0,4 | -0,4 | -1,5 | -1,9 |
| Erwerb von Anteilen von nicht beherrschenden Gesellschaftern ohne Kontrollwechsel | - | - | - | -0,3 | -0,3 |
| Ausschüttung an nicht beherrschende Gesellschafter | - | - | - | -1,5 | -1,5 |
| Entkonsolidierung | - | 0,2 | - | - | - |
| Stand 30.6.2017 | -0,4 | 350,8 | 5.920,3 | 9,7 | 5.930,0 |
Die Hapag-Lloyd AG mit Sitz in Hamburg, Deutschland, ist die Muttergesellschaft des
Hapag-Lloyd Konzerns und eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts.
Die Aktien der Gesellschaft werden an den Wertpapierbörsen in Frankfurt und Hamburg
gehandelt. Hapag-Lloyd ist ein international aufgestellter Containerlinienschifffahrtskonzern,
der im Wesentlichen die Containerlinienschifffahrt auf See, die Vornahme logistischer
Geschäfte sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte und Dienstleistungen
betreibt.
Am 15. Juli 2016 haben die Hapag-Lloyd AG und die arabische Reederei United Arab Shipping
Company Ltd. (UASC) ein Business Combination Agreement unterzeichnet. Mit Wirkung
zum 24. Mai 2017 erfolgte der gesellschaftsrechtliche Zusammenschluss in Form einer
Sachkapitalerhöhung gegen Ausgabe von rd. 45,9 Millionen Hapag-Lloyd Aktien. Nach
dem Vollzug der Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen sind die ehemaligen Hauptaktionäre
der UASC, die Qatar Holding LLC (für die Qatar Investment Authority) mit 14,4 % und
der Public Investment Fund Saudi Arabia mit 10,1 %, als zusätzliche Großaktionäre
am Aktienkapital der Hapag-Lloyd AG beteiligt. Die übrigen UASC-Aktionäre (Kuwait,
Irak, Vereinigte Arabische Emirate und Bahrain) besitzen zusammen 3,6 % der Hapag-Lloyd
Aktien.
Der Konzernzwischenabschluss umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2017
und wird in Euro (EUR) berichtet und veröffentlicht. Alle Beträge des Geschäftsjahres
werden, soweit nicht anders vermerkt, in Millionen Euro (Mio. EUR) angegeben.
Der Vorstand hat den verkürzten Konzernzwischenabschluss am 29. August 2017 zur Veröffentlichung
freigegeben.
Der Konzernzwischenabschluss der Hapag-Lloyd AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde
nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting
Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS Interpretation
Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind.
Der vorliegende Zwischenabschluss zum 30. Juni 2017 wurde dabei in Übereinstimmung
mit den Vorschriften des IAS 34 verfasst. Die Darstellung erfolgt in verkürzter Form.
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss sowie der Konzernzwischenlagebericht
der Hapag-Lloyd AG wurden weder einer prüferischen Durchsicht unterzogen noch entsprechend
§ 317 HGB geprüft.
Bei der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses wurden die seit dem 1. Januar 2017
in der EU maßgebenden Standards und Interpretationen angewendet. Bezüglich der möglichen
Auswirkungen bereits verabschiedeter, aber erst zukünftig verpflichtend anzuwendender
Standards und Interpretationen verweisen wir auf die unverändert gültigen Ausführungen
aus dem Konzernanhang zum 31. Dezember 2016. Die Aktivitäten im Rahmen der Projekte
zur Umsetzung des IFRS 9 Finanzinstrumente und des IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit
Kunden wurden im Jahr 2017 fortgesetzt. In diesem Zusammenhang ergaben sich bisher
keine wesentlichen neuen Erkenntnisse im Vergleich zum 31. Dezember 2016. Mögliche
Auswirkungen auf die bisherige Bilanzierungspraxis durch die erstmalige Einbeziehung
der UASC-Gruppe in den Hapag-Lloyd Konzern werden derzeit untersucht. Im Übrigen haben
die Aussagen zu den voraussichtlichen Auswirkungen der erstmaligen Anwendung dieser
Standards aus dem Konzernanhang zum 31. Dezember 2016 grundsätzlich weiterhin Gültigkeit.
Dies bedeutet, aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 15 im Hapag-Lloyd Konzern zum
1. Januar 2018 werden unverändert keine wesentlichen Auswirkungen auf die Höhe der
Erlöse sowie auf den Zeitpunkt der Erlöserfassung erwartet. Auch aus der erstmaligen
Anwendung des IFRS 9 im Hapag-Lloyd Konzern zum 1. Januar 2018 werden keine wesentlichen
Auswirkungen gegenüber der bisherigen Bilanzierungspraxis nach IAS 39 erwartet. Informationshalber
weisen wir darauf hin, dass im Hapag-Lloyd Konzern zur Absicherung von Treibstoffpreisrisiken
Bunkeroptionen eingesetzt werden, wobei nur der innere Wert in die Sicherungsbeziehung
einbezogen wird. Die hieraus resultierenden Zeitwertveränderungen wurden daher im
aktuellen Abschluss unter IAS 39 sofort erfolgswirksam in Höhe von -3,6 Mio. EUR (zum
31. Dezember 2016: 4,6 Mio. EUR) erfasst. Gemäß IFRS 9 wären diese Bewertungsgewinne
im sonstigen Ergebnis zu erfassen, sodass in entsprechender Höhe geringere Bewertungsschwankungen
in der Gewinn- und Verlustrechnung entstehen würden.
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2017 ist im Zusammenhang mit dem geprüften
und veröffentlichten IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 zu lesen und wurde
unter Beachtung derselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, die diesem
zugrunde lagen. Schätzungen und Ermessensentscheidungen wurden wie im Vorjahr ausgeübt.
Die tatsächlichen Werte können von den geschätzten Werten abweichen.
Die funktionale Währung der Hapag-Lloyd AG und aller wesentlichen Tochtergesellschaften
ist der US-Dollar. Die Berichterstattung der Hapag-Lloyd AG erfolgt dagegen in Euro.
Für Zwecke der Berichterstattung werden die Vermögenswerte und Schulden des Hapag-Lloyd
Konzerns mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag (Stichtagskurs) in Euro umgerechnet.
Für die Zahlungsströme in der Konzernkapitalflussrechnung sowie die in der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung ausgewiesenen Aufwendungen, Erträge sowie das Ergebnis erfolgt
die Umrechnung mit dem Durchschnittskurs des Berichtszeitraums. Die hieraus entstehenden
Differenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst.
Zum 30. Juni 2017 notierte der USD / EUR-Stichtagskurs mit 1,1405 USD / EUR (31. Dezember
2016: 1,0560 USD / EUR). Für das erste Halbjahr 2017 ergibt sich ein USD / EUR-Durchschnittskurs
von 1,0826 USD / EUR (Vorjahreszeitraum: 1,1127 USD / EUR). Der USD / EUR-Durchschnittskurs
für die eingebrachte UASC-Gruppe für den Zeitraum ab dem Erwerbszeitpunkt betrug 1,1237
USD / EUR.
In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen und At-Equity-Beteiligungen
einbezogen. Zum 30. Juni 2017 umfasste der Konsolidierungskreis neben der Hapag-Lloyd
AG 172 (31. Dezember 2016: 78) vollkonsolidierte sowie neun (31. Dezember 2016: vier)
nach der At-Equity-Methode konsolidierte Unternehmen. Seit dem 31. Dezember 2016 sind
sechs Gesellschaften wegen Unwesentlichkeit entkonsolidiert worden und somit aus dem
Konsolidierungskreis ausgeschieden. Aus der Entkonsolidierung ergaben sich keine wesentlichen
Ergebniseffekte.
Durch die Einbringung der UASC-Gruppe in den Hapag-Lloyd Konzern zum 24. Mai 2017
sind 100 vollkonsolidierte und fünf nach der At-Equity-Methode bilanzierte Gesellschaften
in den Konsolidierungskreis aufgenommen worden.
Am 24. Mai 2017 erwarb Hapag-Lloyd 100 % der Anteile und Stimmrechtsinteressen an
der UASC. Die UASC ist mit einer Flotte von 58 Schiffen und einer Kapazität von 0,6
Mio. TEU (Stand: 30. Juni 2017) die größte Containerlinienreederei im Mittleren Osten.
Die Anteile an der UASC werden nicht öffentlich gehandelt. Der Zusammenschluss von
Hapag-Lloyd und UASC stärkt die Marktposition von Hapag-Lloyd in einer sich weiter
konsolidierenden Branche. Durch die Integration betreibt Hapag-Lloyd mit 219 Schiffen
und einer Gesamtkapazität von 1,6 Mio. TEU (Stand: 30. Juni 2017) eine der weltweit
größten Containerschiffsflotten. Hapag-Lloyd erhält Zugriff auf die Kundenbeziehungen
der UASC. Aus dem Zusammenschluss werden ab 2019 jährlich Synergien von 435 Mio. USD
erwartet.
Als Gegenleistung für den Anteilserwerb wurden den Anteilseignern der UASC 45.932.023
neue Stammaktien gewährt. Der beizulegende Zeitwert der Gegenleistung beträgt 1.286,1
Mio. EUR. Damit erhielten die Veräußerer als Gegenleistung für die Übertragung 28
% der Anteile an der Hapag-Lloyd AG, der Muttergesellschaft des Hapag-Lloyd Konzerns.
Der beizulegende Zeitwert der ausgegebenen Stammaktien basiert auf dem Börsenkurs
der Hapag-Lloyd AG am 24. Mai 2017 von 28,00 EUR je Aktie.
Hapag-Lloyd und UASC haben vom 1. April bis 24. Mai 2017 eine Allianz (im Folgenden
"Mini Allianz") betrieben, um die UASC-Schiffe in den Netzwerkdienst der Allianz THE
Alliance einzubringen. THE Alliance ist eine Allianz aus eigenständigen Containerschifffahrtsgesellschaften.
Die Mini Allianz wurde zu Marktbedingungen betrieben.
Bei Hapag-Lloyd sind mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten von 16,3
Mio. EUR angefallen, die als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst wurden und
im Wesentlichen auf Beratungshonorare entfallen. Davon sind 8,6 Mio. EUR bereits im
Geschäftsjahr 2016 sowie 7,7 Mio. EUR im laufenden Geschäftsjahr angefallen. Die Kosten
für die Emission der als Gegenleistung übertragenen neuen Stammaktien von 0,8 Mio.
EUR wurden als Abzug vom Eigenkapital bilanziert.
Nachstehend werden die erfassten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte
und Schulden zum Erwerbszeitpunkt zusammengefasst. Die Beträge wurden vorläufig bewertet:
| Aktiva | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 734,2 |
| Sachanlagen | 3.783,9 |
| Nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen | 3,8 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 0,0 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen | 137,4 |
| Derivative Finanzinstrumente | 0,0 |
| Aktive latente Ertragsteuern | 0,4 |
| Langfristige Vermögenswerte | 4.659,7 |
| Vorräte | 48,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 238,0 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen | 139,3 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 366,3 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 13,4 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 805,3 |
| Summe Aktiva | 5.465,0 |
| Passiva | |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 17,8 |
| Sonstige Rückstellungen | 6,1 |
| Finanzschulden | 3.099,0 |
| Derivative Finanzinstrumente | 19,2 |
| Passive latente Ertragsteuern | 0,7 |
| Langfristige Schulden | 3.142,8 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 65,1 |
| Sonstige Rückstellungen | 59,6 |
| Ertragsteuerschulden | 9,1 |
| Finanzschulden | 452,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 391,1 |
| Sonstige Verbindlichkeiten & Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 12,1 |
| Kurzfristige Schulden | 989,3 |
| Summe Passiva | 4.132,1 |
| Den Aktionären der Hapag-Lloyd AG zuzurechnendes erworbenes Nettovermögen | 1.332,9 |
| Übertragene Gegenleistung | 1.286,1 |
| Gewinn aus Erwerb zu einem Preis unter Marktwert | -46,8 |
Gemäß den Anforderungen des IFRS 3 sind sämtliche übernommenen Vermögenswerte, Schulden
und Eventualschulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten zu bewerten. Die verwendeten
Bewertungstechniken zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der wesentlichen Vermögenswerte
sind wie folgt:
Lizenzpreisanalogiemethode: Die Lizenzpreisanalogiemethode berücksichtigt die abgezinsten
geschätzten Zahlungen von Nutzungsentgelten, die voraussichtlich dadurch eingespart
werden, dass sich die Marke im eigenen Besitz befindet. Diese Bewertungstechnik wurde
für die Markenbewertung verwendet.
Residualwertmethode: Die Residualwertmethode berücksichtigt den Barwert der erwarteten
Netto-Cash-Flows, die die Kundenbeziehungen erzeugen, mit Ausnahme aller Cash-Flows,
die mit unterstützenden Vermögenswerten verbunden sind. Diese Bewertungstechnik wurde
für die Bewertung der Kundenbeziehungen verwendet.
Mehrgewinnmethode: Im Rahmen der Mehrgewinnmethode werden erwartete Zahlungsflüsse
mit Alternativwerten (Marktwertkonditionen) verglichen. Die Bewertungstechnik wurde
für die Bewertung der vor- und nachteilhaften Verträge verwendet.
Marktvergleichsverfahren: Das Bewertungsmodell berücksichtigt notierte Marktpreise
für ähnliche Gegenstände, wenn diese verfügbar sind, und gegebenenfalls fortgeführte
Wiederbeschaffungskosten. Fortgeführte Wiederbeschaffungskosten spiegeln Anpassungen
für eine physische Verschlechterung sowie funktionale Überholung und wirtschaftliche
Veralterung wider. Diese Bewertungstechnik wurde für die Bewertung der eigenen Schiffe,
der Container, der Software sowie der Vorräte verwendet.
Die Bewertung der im Rahmen des Unternehmenserwerbs der UASC erworbenen Vermögenswerte
und übernommenen Schulden ist von Schätzungen und Annahmen abhängig. Bestehende Unsicherheiten
wurden bei der Bewertung im Rahmen der Kaufpreisallokation angemessen berücksichtigt.
Sämtliche Schätzungen und Annahmen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen
zum Erwerbsstichtag. Änderungen dieser Schätzungen und Annahmen haben sich zum Abschlussstichtag
nicht ergeben.
Annahmen und Schätzungen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Wertansätze der
Vermögenswerte und Schulden haben könnten, beziehen sich im Wesentlichen auf die folgenden
Sachverhalte:
| ― |
Festlegung von Parametern für die Ableitung des beizulegenden Zeitwertes der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden (z. B. Annahmen zur Geschäftsentwicklung, Annahmen zu operativen Margen, Annahmen von Marktkonditionen [Charterraten, Leasingraten], Annahmen zur Ableitung von Kapitalkosten). |
| ― |
Bestimmung der Nutzungsdauer von immateriellen Vermögenswerten (z. B. Marke, Kundenbeziehungen und Software). |
| ― |
Bewertung steuerlicher und rechtlicher Risiken. |
Aufgrund der zeitlichen Nähe des Erwerbszeitpunkts zum Abschlussstichtag ist die Bewertung
aller erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt vorläufig.
Wenn innerhalb eines Jahres vom Erwerbszeitpunkt neue Informationen über Tatsachen
und Umstände bekannt werden, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden und die zu Berichtigungen
der vorstehenden Beträge geführt hätten, wird die Bilanzierung des Unternehmenserwerbs
angepasst.
Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation ergibt sich ein Gewinn aus dem Erwerb der
UASC (-46,8 Mio. EUR), der in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst wurde.
Der Gewinn aus dem Erwerb der UASC ist wirtschaftlich durch die Partizipation des
Verkäufers an der erwarteten positiven Aktienkursentwicklung begründet, da nach Einschätzung
von Käufer und Verkäufer die Bewertung des Eigenkapitals von Containerschiffgesellschaften
durch den Markt zu gering ist.
In der nachfolgenden Tabelle wird der Nettozahlungszufluss aus dem Unternehmenserwerb
dargestellt:
Mio. EUR
| Erworbenes Nettovermögen | 1.332,9 |
| Gewinn aus Erwerb zu einem Preis unter Marktwert | -46,8 |
| Übertragene Gegenleistung | 1.286,1 |
| - Erwerb durch Ausgabe von Aktien | 1.286,1 |
| In 2017 zahlungswirksamer Teil der mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundenen Kosten | 2,3 |
| + Erworbene Zahlungsmittel | 366,3 |
| Nettozahlungsmittelzufluss aus Unternehmenserwerben | 364,0 |
Im Zuge des Erwerbs wurden Forderungen mit einem beizulegenden Zeitwert von 490,6
Mio. EUR erfasst, davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 238,0 Mio. EUR.
Der Bruttobetrag beläuft sich 520,6 Mio. EUR, davon Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen 268,0 Mio. EUR. Hiervon werden 30,0 Mio. EUR voraussichtlich uneinbringlich
sein. Im Zeitpunkt der Akquisition wurden Eventualschulden in Höhe von 15,2 Mio. EUR
angesetzt, die auf steuerliche Risiken entfallen. Die Höhe des Erfüllungsbetrags wurde
auf der Basis von internen Einschätzungen abgeleitet. Der Zeitpunkt der Inanspruchnahme
ist aus heutiger Sicht nicht konkretisierbar.
Seit dem Erwerbszeitpunkt entfielen auf die UASC-Umsatzerlöse von 199,0 Mio. EUR und
ein Ergebnis (EBIT) von 4,8 Mio. EUR unter Berücksichtigung der Kaufpreisallokation.
Wenn der Erwerb bereits zum 1. Januar 2017 erfolgt wäre (Pro-Forma-Betrachtung), dann
hätte der Umsatz im Konzern 5.638,4 Mio. EUR betragen und das Ergebnis (EBIT) bei
131,5 Mio. EUR gelegen. Ausgangsbasis für die Pro-Forma-Betrachtung ist der Hapag-Lloyd
Konzern für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2017 zuzüglich des UASC-Konzerns
für den Zeitraum vom 1. Januar bis 24. Mai 2017, der nach Rechnungslegungsgrundsätzen
der Hapag-Lloyd aufgestellt wurde. Die Pro-Forma-Betrachtung wurde unter Berücksichtigung
der Effekte aus der Kaufpreisallokation und ohne Berücksichtigung von Effekten aus
Transaktionen, die vertragsgemäß bereits vor dem Erwerbszeitpunkt durchzuführen waren,
ermittelt. Ferner wurde bei der Ermittlung dieser Beträge angenommen, dass die vorläufig
ermittelten Anpassungen der beizulegenden Zeitwerte, die zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen
wurden, auch im Falle eines Erwerbs am 1. Januar 2017 gültig gewesen wären. Die notwendigen
Pro-Forma-Anpassungen basieren auf den verfügbaren Informationen.
Aufgrund der beschriebenen Prämissen entspricht das dargestellte Pro-Forma-Ergebnis
nicht zwingend dem Konzernergebnis, das der Konzern erwirtschaftet hätte, wenn der
Erwerb der UASC tatsächlich am 1. Januar 2017 vollzogen worden wäre. Zudem ist eine
Aussage über die künftige Entwicklung des Konzernergebnisses nur unter Unsicherheit
möglich. Faktoren, durch die Abweichungen von den Erwartungen verursacht werden können,
betreffen makroökonomische Faktoren wie Währungskurse, Zinssätze und Bunkerpreise
sowie auch die zukünftige Entwicklung der Containerschifffahrt.
Der Hapag-Lloyd Konzern wird vom Vorstand als eine Geschäftseinheit weltweit mit einem
Betätigungsfeld gesteuert. Die primären Steuerungsgrößen sind Frachtrate und Transportmenge
nach Fahrtgebieten sowie das EBIT und das EBITDA des Konzerns.
Die Ressourcenallokation (Einsatz von Schiffen und Containern) sowie die Steuerung
des Absatzmarkts und der wesentlichen Kunden erfolgen basierend auf dem gesamten Liniennetz
und dem Einsatz der gesamten maritimen Vermögenswerte. Die Umsatzerlöse werden ausschließlich
durch die Tätigkeit als Containerlinienschifffahrtsunternehmen erwirtschaftet. Sie
enthalten Erlöse aus dem Transport und Handling von Containern und damit verbundenen
Leistungen und Kommissionen, die global generiert werden. Da der Hapag-Lloyd Konzern
weltweit mit demselben Produkt über das gesamte Liniennetz agiert, hat der Vorstand
entschieden, dass kein angemessener Maßstab besteht, die damit im Zusammenhang stehenden
Vermögenswerte, Schulden sowie das EBIT und EBITDA als zentrale Steuerungsgrößen verschiedenen
Fahrtgebieten zuzuordnen. Sämtliche Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen
des Konzerns sind daher nur dem Segment Containerlinienschifffahrt zuzuordnen. Angegeben
werden die Transportmenge und Frachtrate pro Fahrtgebiet sowie die dem jeweiligen
Fahrtgebiet zuzuordnenden Umsatzerlöse.
| TTEU | Q2 2017 | Q2 2016 | H1 2017 | H1 2016 |
| Atlantik | 422 | 398 | 811 | 774 |
| Transpazifik | 374 | 365 | 760 | 712 |
| Fernost | 234 | 201 | 449 | 412 |
| Mittlerer Osten | 119 | 114 | 242 | 223 |
| Intra-Asien | 158 | 157 | 310 | 287 |
| Lateinamerika | 604 | 551 | 1.156 | 1.087 |
| EMAO (Europa - Mittelmeer - Afrika - Ozeanien) | 128 | 106 | 245 | 208 |
| Gesamt Hapag-Lloyd ohne UASC-Gruppe | 2.039 | 1.892 | 3.973 | 3.703 |
| UASC-Gruppe | 248 | n. a. | 248 | n. a. |
| Gesamt | 2.287 | 1.892 | 4.221 | 3.703 |
| USD/TEU | Q2 2017 | Q2 2016 | H1 2017 | H1 2016 |
| Atlantik | 1.292 | 1.319 | 1.293 | 1.350 |
| Transpazifik | 1.272 | 1.223 | 1.245 | 1.285 |
| Fernost | 1.007 | 719 | 955 | 757 |
| Mittlerer Osten | 1.017 | 689 | 902 | 695 |
| Intra-Asien | 607 | 563 | 573 | 570 |
| Lateinamerika | 1.008 | 965 | 1.012 | 963 |
| EMAO (Europa - Mittelmeer - Afrika - Ozeanien) | 1.048 | 1.064 | 1.030 | 1.071 |
| Gesamt Hapag-Lloyd ohne UASC-Gruppe (Gewichteter Durchschnitt) | 1.087 | 1.019 | 1.068 | 1.042 |
| UASC-Gruppe | 870 | n. a. | 870 | n. a. |
| Gesamt (Gewichteter Durchschnitt) | 1.064 | 1.019 | 1.056 | 1.042 |
| Mio. EUR | Q2 2017 | Q2 2016 | H1 2017 | H1 2016 |
| Atlantik | 496,2 | 466,1 | 968,8 | 938,3 |
| Transpazifik | 432,3 | 398,2 | 874,0 | 822,6 |
| Fernost | 215,1 | 128,9 | 396,0 | 280,5 |
| Mittlerer Osten | 109,6 | 70,0 | 201,2 | 138,9 |
| Intra-Asien | 86,9 | 78,8 | 164,0 | 147,2 |
| Lateinamerika | 554,3 | 474,6 | 1.080,8 | 941,2 |
| EMAO (Europa - Mittelmeer - Afrika - Ozeanien) | 122,8 | 100,4 | 233,3 | 200,6 |
| Den Fahrtgebieten nicht zuzuordnende Umsatzerlöse | 170,0 | 142,8 | 401,2 | 316,2 |
| Gesamt Hapag-Lloyd ohne UASC-Gruppe | 2.187,2 | 1.859,8 | 4.319,3 | 3.785,5 |
| UASC-Gruppe | 199,0 | n. a. | 199,0 | n. a. |
| Gesamt | 2.386,2 | 1.859,8 | 4.518,3 | 3.785,5 |
Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ergibt sich
wie in der nachfolgenden Tabelle dargestellt aus dem operativen Konzernergebnis vor
Zinsen und Steuern (EBIT). Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) sowie das Ergebnis
aus den nach der At-Equity-Methode einbezogenen Unternehmen des Segments entsprechen
dem des Konzerns.
| Mio. EUR | Q2 2017 | Q2 2016 | H1 2017 | H1 2016 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 229,1 | 73,3 | 360,4 | 196,7 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 145,3 | 117,8 | 273,1 | 236,4 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 83,8 | -44,5 | 87,3 | -39,7 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 24,2 | -91,3 | -34,1 | -129,6 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen | 10,8 | 6,3 | 18,4 | 12,1 |
Detaillierte Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung sind im Zwischenlagebericht
im Kapitel "Ertragslage des Konzerns" dargestellt.
| Q2 2017 | Q2 2016 | H1 2017 | H1 2016 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der Hapag-Lloyd AG in Mio. EUR | 14,4 | -99,9 | -48,4 | -143,9 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktienanzahl in Millionen | 137,0 | 118,1 | 127,5 | 118,1 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 0,11 | -0,85 | -0,38 | -1,22 |
Die neue Aktienanzahl aus der unterjährigen Kapitalerhöhung führt in den betrachteten
Zeiträumen zu unterschiedlichen Gewichtungen. Daraus ergibt sich ebenfalls ein unterschiedliches
Ergebnis je Aktie in den Quartalen gegenüber dem gesamten betrachteten Halbjahr.
Im ersten Halbjahr 2017 sowie im entsprechenden Vorjahreszeitraum ergaben sich keine
Verwässerungseffekte.
Durch die Einbringung der UASC in den Hapag-Lloyd Konzern sind die übernommenen Containerschifffahrtsaktivitäten
ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt 24. Mai 2017 in die Konzernbilanz zum 30. Juni
2017 einzubeziehen. Damit sind die Angaben in der Konzernbilanz zum 30. Juni 2017
nur begrenzt mit den Vorjahreswerten vergleichbar.
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich im Wesentlichen durch die
Erstkonsolidierung der UASC in den Gesamtkonzern um einem Betrag von 734,2 Mio. EUR.
Darüber hinaus verminderten sich der Geschäfts- oder Firmenwert sowie die immateriellen
Vermögenswerte im Vergleich zum 31. Dezember 2016 durch Effekte aus der Währungsumrechnung
in Höhe von 234,3 Mio. EUR und durch die auf die sonstigen immateriellen Vermögenswerte
entfallenden planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 41,0 Mio. EUR.
| Mio. EUR | 30.6.2017 | 31.12.2016 |
| Schiffe | 7.522,2 | 5.024,5 |
| Container | 1.660,4 | 998,3 |
| Übrige Anlagen | 149,6 | 132,0 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 186,9 | 160,8 |
| Gesamt | 9.519,1 | 6.315,6 |
Innerhalb des Sachanlagevermögens wirkte sich im Wesentlichen die Einbringung der
Vermögenswerte durch die Erstkonsolidierung der UASC in den Gesamtkonzern mit einem
Betrag von 3.783,9 Mio. EUR erhöhend aus. Investitionen für Seeschiffe trugen mit
einem Betrag von 178,3 Mio. EUR im Wesentlichen zur Entwicklung des Anlagevermögens
bei. Planmäßige Abschreibungen mit einem Betrag von 232,1 Mio. EUR und stichtagsbedingte
Währungseffekte in Höhe von 530,3 Mio. EUR minderten hingegen die Buchwerte.
Im Rahmen von Finance-Lease-Verträgen wurde ein Anlagevermögen von 269,7 Mio. EUR
(31. Dezember 2016: 181,6 Mio. EUR) ausgewiesen. Davon entfielen 180,4 Mio. EUR (31.
Dezember 2016: 81,2 Mio. EUR) auf Container und 89,3 Mio. EUR (31. Dezember 2016:
100,4 Mio. EUR) auf Schiffe.
Der Vorstand der Hapag-Lloyd AG hat die Veräußerung von drei älteren Schiffen aus
der UASC-Gruppe im Laufe des Geschäftsjahres 2017 beschlossen. Gemäß IFRS 5 wurden
die Vermögenswerte mit der erstmaligen Einbeziehung der UASC-Gruppe zum 24. Mai 2017
gesondert als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte ausgewiesen.
Der Buchwert der zu veräußernden Schiffe beträgt zum 30. Juni 2017 13,2 Mio. EUR.
| Mio. EUR | 30.6.2017 | 31.12.2016 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 747,5 | 565,9 |
| Kassenbestand und Schecks | 6,2 | 4,3 |
| Gesamt | 753,7 | 570,2 |
Zum 30. Juni 2017 war ein Betrag in Höhe von 77,8 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 12,7
Mio. EUR) auf verpfändeten Konten hinterlegt und unterlag daher einer Verfügungsbeschränkung.
Zum 30. Juni 2017 bestand die Absicht, eine Sondertilgung zu leisten, wodurch ein
Betrag in Höhe von 58,5 Mio. EUR frei verfügbar werden sollte. Diese Sondertilgung
ist inzwischen geleistet worden. Die übrigen genannten Beträge unterlagen einer Fristigkeit
von bis zu drei Monaten.
Der Hapag-Lloyd Konzern kann über Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente einzelner
Tochtergesellschaften in Höhe von 1,4 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 3,9 Mio. EUR) aufgrund
lokaler Restriktionen nur eingeschränkt verfügen.
Das kumulierte übrige Eigenkapital umfasst die Rücklage für Neubewertungen aus leistungsorientierten
Pensionsplänen, die Rücklage für Cash-Flow Hedges, die Währungsrücklage sowie die
Rücklage für Put-Optionen auf nicht beherrschende Anteile.
In der Rücklage für Neubewertungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen (30. Juni
2017: -108,9 Mio. EUR; 31. Dezember 2016: -118,9 Mio. EUR) werden die im sonstigen
Ergebnis erfassten kumulierten Aufwendungen und Erträge aus der Neubewertung der Pensionsverpflichtungen
ausgewiesen. Die Neubewertungseffekte bei leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen
entstehen aufgrund von Schätzungsänderungen in Bezug auf versicherungsmathematische
Annahmen in Bezug auf die Bewertung der Bruttopensionsverpflichtung sowie der Differenz
zwischen dem normierten (erwarteten) und dem tatsächlichen Ertrag aus Planvermögen.
Die Rücklage für Cash-Flow Hedges enthält im sonstigen Ergebnis erfasste Marktwertveränderungen
aus Sicherungsgeschäften und betrug zum 30. Juni 2017 2,3 Mio. EUR (31. Dezember 2016:
5,4 Mio. EUR).
Die im ersten Halbjahr 2017 erfassten Währungseffekte in Höhe von -377,7 Mio. EUR
(Vorjahreszeitraum: -107,3 Mio. EUR) resultierten aus der Währungsumrechnung der Abschlüsse
der Hapag-Lloyd AG und ihrer Tochtergesellschaften in die Berichtswährung. Die Währungsrücklage
betrug zum Ende des ersten Halbjahres 2017 457,8 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 835,3
Mio. EUR).
Geschriebene Put-Optionen, die bei Ausübung zum Kauf von nicht beherrschenden Anteilen
verpflichten, werden gemäß IAS 32 als finanzielle Verbindlichkeit in Höhe des Barwerts
des Ausübungspreises bilanziert. Dabei wird die sog. "Anticipated Acquisition Method"
angewendet, bei der davon ausgegangen wird, dass der Erwerb der nicht beherrschenden
Anteile bereits stattgefunden hat: Es wird eine finanzielle Verpflichtung zum Erwerb
eigener Eigenkapitalinstrumente passiviert. Die nicht beherrschenden Anteile werden
aus dem Eigenkapital ausgebucht und die Differenz aus den nicht beherrschenden Anteilen
und dem voraussichtlichen Kaufpreis wird im übrigen Eigenkapital erfasst. Wertänderungen
der finanziellen Verbindlichkeit werden in der Folgezeit erfolgsneutral direkt im
Eigenkapital erfasst.
Der antizipierte Erwerb der nicht beherrschenden Anteile wurde in der Eigenkapitalveränderungsrechnung
in einer gesonderten Zeile dargestellt.
Zum 30. Juni 2017 wurde eine zum Fair Value bewertete Put-Option in Höhe von 1,8 Mio.
EUR unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Diese entwickelte sich wie
folgt:
| Mio. EUR | Put-Option |
| Anfangsbestand zum 1.1.2017 | - |
| Zugang durch Einräumung von Put-Optionen | 1,7 |
| Unrealisierte Verluste, die in der Rücklage für Put-Optionen erfasst sind | 0,2 |
| Im sonstigen Ergebnis in der Währungsrücklage erfasste Umrechnungsdifferenzen | -0,1 |
| Endbestand zum 30.6.2017 | 1,8 |
Die Bewertung der Put-Option mithilfe des Discounted-Cash-Flow-Verfahrens berücksichtigt
im Wesentlichen die erwarteten Netto-Cash-Flows, die mit einem Diskontierungszinssatz
von 10,6 % abgezinst werden.
Der beizulegende Zeitwert der Put-Option würde steigen (sinken), wenn die geplanten
Netto-Cash-Flows höher (niedriger) ausfielen oder wenn der Diskontierungszins geringer
(höher) wäre.
Im Rahmen der zum 24. Mai 2017 einbezogenen UASC-Gruppe und der damit verbundenen
Umsetzung der neuen Organisationsstruktur des Konzerns wurde eine Restrukturierungsrückstellung
in Höhe von 34,0 Mio. EUR gebildet. Der Vorstand des Hapag-Lloyd Konzerns hat zum
Ende des ersten Halbjahres 2017 einen Restrukturierungsplan beschlossen. Nach Ankündigung
des Plans und Beginn seiner Umsetzung erfasste der Konzern eine Rückstellung für erwartete
Restrukturierungskosten einschließlich geschätzter Kosten für Schadensersatzforderungen
nach Kündigung von Agenturverträgen sowie Leistungen an Arbeitnehmer aus Anlass der
Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente
zum 31. Dezember 2016 dargestellt.
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | ||
| Mio. EUR | Gesamt | davon Finanzinstrumente | Finanzinstrumente |
| Aktiva | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 677,6 | 677,6 | 677,6 |
| Sonstige Forderungen | 224,5 | 126,2 | 126,2 |
| Derivative Finanzinstrumente (Held for Trading) | 33,0 | 33,0 | 33,0 |
| Commodityoptionen | 6,7 | 6,7 | 6,7 |
| Eingebettete Derivate | 26,3 | 26,3 | 26,3 |
| Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) | 4,6 | 4,6 | 4,6 |
| Commodityoptionen | 4,6 | 4,6 | 4,6 |
| Finanzmittel | 570,2 | 570,2 | 570,2 |
| Passiva | |||
| Finanzschulden | 4.043,5 | 4.043,5 | 4.082,2 |
| Verbindlichkeiten aus Finance Lease * | 137,2 | 137,2 | 143,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.281,6 | 1.281,6 | 1.281,6 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten (Hedge Accounting) | 41,1 | 41,1 | 41,1 |
| Devisentermingeschäfte | 41,1 | 41,1 | 41,1 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 179,9 | 50,7 | 50,7 |
In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente
zum 30. Juni 2017 dargestellt.
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | ||
| Mio. EUR | Gesamt | davon Finanzinstrumente | Finanzinstrumente |
| Aktiva | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 942,2 | 942,2 | 942,2 |
| Sonstige Forderungen | 478,8 | 317,2 | 317,2 |
| Derivative Finanzinstrumente (Held for Trading) | 45,4 | 45,4 | 45,4 |
| Commodityoptionen | 0,5 | 0,5 | 0,5 |
| Eingebettete Derivate | 44,9 | 44,9 | 44,9 |
| Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) | 21,5 | 21,5 | 21,5 |
| Devisentermingeschäfte | 21,5 | 21,5 | 21,5 |
| Commodityoptionen | - | - | - |
| Finanzmittel | 753,7 | 753,7 | 753,7 |
| Passiva | |||
| Finanzschulden | 7.165,7 | 7.165,7 | 7.840,6 |
| Verbindlichkeiten aus Finance Lease * | 146,2 | 146,2 | 157,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.604,4 | 1.604,4 | 1.604,4 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten (Hedge Accounting) | 15,7 | 15,7 | 15,7 |
| Zinsswaps | 15,7 | 15,7 | 15,7 |
| Devisentermingeschäfte | - | - | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 198,3 | 50,9 | 50,9 |
Die derivativen Finanzinstrumente wurden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Sie
umfassen seit dem Unternehmenszusammenschluss mit der UASC auch Zinsswaps, die zur
Absicherung von Zinsrisiken eingesetzt werden. Deren beizulegender Zeitwert wird als
Barwert der geschätzten künftigen Cash-Flows ermittelt. Schätzungen der künftigen
Cash-Flows aus variablen Zinszahlungen basieren auf notierten Swapsätzen und Interbankenzinssätzen.
Die Schätzung des beizulegenden Zeitwertes wird um das Kreditrisiko angepasst, das
das Kreditrisiko des Konzerns und der Vertragspartei widerspiegelt.
Die in den Finanzschulden enthaltenen Verbindlichkeiten aus den Anleihen, die aufgrund
der Quotierung auf einem aktiven Markt der Stufe 1 der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen
sind, weisen einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von 1.081,6 Mio. EUR (31. Dezember
2016: 786,7 Mio. EUR) auf. Die angegebenen beizulegenden Zeitwerte für die restlichen
Finanzschulden, die derivativen Finanzinstrumente und die Verbindlichkeiten aus Finance
Lease sind der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet. Dies bedeutet, dass die
Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren erfolgt, deren verwendete Einflussfaktoren
direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden.
Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Put-Optionen, deren beizulegender
Zeitwert dem Buchwert in Höhe von 1,8 Mio. EUR entspricht, gehören der Stufe 3 der
Fair-Value-Hierarchie an. Wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktoren, die für die
Bewertung der Verbindlichkeit verwendet wurden, sind die erwarteten Netto-Cash-Flows
und der intern ermittelte Diskontierungszinssatz.
Für alle übrigen Finanzinstrumente der Stufe 2 stellen die Buchwerte einen angemessenen
Näherungswert für die beizulegenden Zeitwerte dar.
In den ersten sechs Monaten 2017 hat es keinen Transfer zwischen Stufe 1, Stufe 2
und Stufe 3 gegeben.
Die nachfolgenden Tabellen enthalten die Buchwerte der einzelnen Klassen von Finanzschulden.
| Mio. EUR | 30.6.2017 | 31.12.2016 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.851,9 | 3.050,1 |
| Anleihen | 927,2 | 785,2 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | 146,2 | 137,2 |
| Sonstige Finanzschulden | 386,6 | 208,2 |
| Gesamt | 7.311,9 | 4.180,7 |
| Mio. EUR | 30.6.2017 | 31.12.2016 |
| Auf USD lautende Finanzschulden (ohne Transaktionskosten) | 6.019,1 | 3.394,0 |
| Auf EUR lautende Finanzschulden (ohne Transaktionskosten) | 1.087,0 | 819,0 |
| Auf SAR lautende Finanzschulden (ohne Transaktionskosten) | 228,1 | - |
| Zinsverbindlichkeiten | 36,3 | 37,4 |
| Transaktionskosten | -58,6 | -69,7 |
| Gesamt | 7.311,9 | 4.180,7 |
Die Erhöhung der Finanzschulden um 3.131,2 Mio. EUR ist im Wesentlichen der Einbringung
der UASC in den Gesamtkonzern geschuldet. Ihr Anteil beträgt 3.910,6 Mio. USD (3.428,9
Mio. EUR) an den gesamten Finanzschulden des Hapag-Lloyd Konzerns.
Im Zusammenhang mit der Auslieferung der drei 10.500-TEU-Schiffe im ersten Halbjahr
2017 erfolgte die Auszahlung langfristiger Kreditverträge über insgesamt 223,4 Mio.
USD (195,9 Mio. EUR).
Im Januar 2017 wurde eine Sale & Lease-Back-Transaktion mit gebrauchten und im Bestand
befindlichen Containern geschlossen. Die Leasingvereinbarung hat eine Laufzeit von
vier Jahren und umfasst ein Volumen von 44,1 Mio. USD (41,3 Mio. EUR). Die Gestaltung
der Leasingvereinbarung entspricht im Wesentlichen einer Kreditaufnahme, verbunden
mit einer Sicherungsübereignung der Container. Die Container verbleiben im wirtschaftlichen
Eigentum der Gesellschaft und es ergeben sich keine Ergebniseffekte aus dem Abgang
der Container.
Am 1. Februar 2017 hat Hapag-Lloyd eine neue Unternehmensanleihe mit einem Kupon von
6,75 % und einer Laufzeit von fünf Jahren zu einem Ausgabekurs von 100,00 % begeben.
Aufgrund der hohen Nachfrage wurde das ursprünglich geplante Emissionsvolumen von
150,0 Mio. EUR auf 250,0 Mio. EUR erhöht. Mit einem Teil der Emissionserlöse erfolgte
im gleichen Monat die vorzeitige Tilgung der US-Dollar-Anleihe mit einem ausstehenden
Restbetrag von 125,0 Mio. USD.
Am 15. Februar 2017 wurde die zuvor begebene Unternehmensanleihe um 200,0 Mio. EUR
auf insgesamt 450,0 Mio. EUR aufgestockt. Die zusätzlichen Emissionserlöse belaufen
sich auf 204,8 Mio. EUR (Ausgabekurs 102,375 %) und wurden in Höhe von 200,0 Mio.
EUR zur teilweisen Rückführung einer bestehenden Euro-Anleihe verwendet.
Aufgrund der Entwicklung der Gebrauchtmarktpreise von Containerschiffen im vierten
Quartal 2016 entstanden Unterdeckungen in den Loan-to-Value-Quoten. Im ersten Halbjahr
2017 hat Hapag-Lloyd auf Anforderung finanzierender Banken Sondertilgungen in Höhe
von 51,3 Mio. USD (45,0 Mio. EUR) geleistet.
Zur Refinanzierung eines im Bestand befindlichen Schiffportfolios wurde im ersten
Halbjahr 2017 eine Sale & Lease-Back Transaktion geschlossen. Die Leasingvereinbarung
umfasst ein Volumen von 205,0 Mio. USD (179,7 Mio. EUR) und ist über eine Laufzeit
von 10 Jahren geschlossen. Das Schiffsportfolio verbleibt im wirtschaftlichen Eigentum
des Konzerns und es ergaben sich keine Ergebniseffekte aus dem Abgang der Seeschiffe.
Die mit dem Schiffsportfolio im Zusammenhang stehende Kreditverbindlichkeit in Höhe
von 151,7 Mio. USD (133,0 Mio. EUR) wurde am Ende des ersten Halbjahres 2017 vollständig
zurückgezahlt.
Die zur Finanzierung von Containerinvestitionen zum 31. Dezember 2016 beanspruchten
Kreditlinien in Höhe von 260,0 Mio. USD (228,0 Mio. EUR) sowie eine weitere freie
Kreditlinie mit einem Betrag von 8,5 Mio. USD (7,5 Mio. EUR) wurden im ersten Halbjahr
2017 ebenfalls zurückgeführt.
Zum 30. Juni 2017 verfügte der Hapag-Lloyd Konzern insgesamt über freie Kreditlinien
in Höhe von 403,3 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 189,4 Mio. EUR).
Auf der halbjährlich stattfindenden Tagung des International Council of Containership
Operators (sog. "Box Club") am 15. März 2017 in San Francisco wurden den anwesenden
Unternehmensrepräsentanten Vorladungen zu einer Anhörung durch die U. S. Department
of Justice Antitrust Division ("DoJ") zugestellt. Konkrete Anschuldigungen sind zum
derzeitigen Zeitpunkt nicht formuliert worden, die Vorladungen stehen jedoch im Zusammenhang
mit der Untersuchung der globalen Containerlinienschifffahrt durch das DoJ. Hapag-Lloyd
wird in vollem Umfang mit den Behörden kooperieren. Eine Quantifizierung eines aus
den Untersuchungen resultierenden möglichen Risikos kann zum Zeitpunkt der Berichtserstellung
weiterhin nicht vorgenommen werden.
Es wurden im Geschäftsjahr 2015 / 2016 in einzelnen Jurisdiktionen seitens der Behörden
Untersuchungen bezüglich möglicher Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht angestrengt.
Diese Untersuchungen sind jeweils weitestgehend abgeschlossen, wobei keine wesentlichen
finanziellen Auswirkungen zu erwarten sind.
Zum Stichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten aus nicht als wahrscheinlich einzustufenden
Steuerrisiken in Höhe von 138,7 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 128,4 Mio. EUR).
Die Verpflichtungen aus Operating-Lease-Verträgen des Konzerns betreffen vor allem
Charter- und Leasingverträge für Schiffe und Container sowie Mietverträge für Geschäftsgebäude.
Die Charterverträge für Schiffe werden ausschließlich als Time-Charter-Verträge abgeschlossen,
d. h., der Vercharterer trägt neben den Kapitalkosten einen Teil der laufenden Schiffsbetriebskosten,
die ihm im Rahmen der Charterraten erstattet werden.
Im ersten Halbjahr 2017 wurden Leasingzahlungen in Höhe von 491,4 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum:
535,5 Mio. EUR) aufwandswirksam erfasst.
Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Lease-Verträgen
setzt sich wie folgt zusammen:
| Mio. EUR | 30.6.2017 | 31.12.2016 |
| Schiffe und Container | 693,6 | 682,7 |
| Verwaltungsgebäude | 105,7 | 103,9 |
| Sonstiges | 240,6 | 239,2 |
| Gesamt | 1.039,9 | 1.025,8 |
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen des Konzerns zum 30. Juni 2017 betrafen
ein Bestell-obligo für Investitionen in Containerschiffe in Höhe von 44,8 Mio. EUR
(31. Dezember 2016: 151,7 Mio. EUR), die innerhalb eines Jahres fällig sind.
Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen stand der Hapag-Lloyd
Konzern in Ausübung seiner normalen Geschäftstätigkeit in unmittelbaren oder mittelbaren
Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Diese Liefer- und Leistungsbeziehungen
werden zu Marktpreisen abgewickelt. Durch die erstmalige Einbeziehung der UASC-Gruppe
zum 24. Mai 2017 hat sich der Umfang dieser Liefer- und Leistungsbeziehungen gegenüber
dem 31. Dezember 2016 erhöht. Wesentliche Veränderungen zum 31. Dezember 2016 im Umfang
dieser Liefer- und Leistungsbeziehungen haben sich hieraus nicht ergeben. Auch die
im "Vergütungsbericht" des Geschäftsberichts 2016 ab Seite 80 beschriebenen vertraglichen
Beziehungen mit dem nahestehenden Personenkreis bestehen unverändert fort, sind aber
für den Konzern nicht von materieller Bedeutung.
Am 18. Juli 2017 hat Hapag-Lloyd eine Euro-Anleihe mit einem Volumen von insgesamt
450,0 Mio. EUR begeben. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren und einen
Kupon von 5,125 %. Der Emissionserlös soll der vorzeitigen Rückführung der bestehenden
7,75 % und 7,50 % Euro-Anleihen von Hapag-Lloyd dienen, die 2018 und 2019 fällig werden.
Am 19. Juli 2017 erfolgte die Aufnahme in den Handel von 42,7 Millionen Aktien, die
im Rahmen des Zusammenschlusses von Hapag-Lloyd und UASC den Altaktionären der UASC
zugeteilt wurden.
Am 27. Juli 2017 hat Hapag-Lloyd die MV Afif, ein Schiff mit einer Transportkapazität
von 15.000 TEU, in Dienst gestellt. Die letzte Baurate in Höhe von 22,4 Mio. EUR (25,5
Mio. USD) wurde bei Ablieferung an die Werft gezahlt. Das Schiff ist durch einen langfristigen
Kredit in Höhe von 83,1 Mio. EUR (94,8 Mio. USD) finanziert, der bei Ablieferung bereits
in voller Höhe in Anspruch genommen war.
Hamburg, 29. August 2017
Hapag-Lloyd Aktiengesellschaft
Der Vorstand
| Rolf Habben Jansen | ||
| Nicolás Burr | Anthony J. Firmin | Thorsten Haeser |
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind.
Hamburg, 29. August 2017
Hapag-Lloyd Aktiengesellschaft
Der Vorstand
| Rolf Habben Jansen | ||
| Nicolás Burr | Anthony J. Firmin | Thorsten Haeser |
Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht 9M 2017
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