Hapag-Lloyd AktiengesellschaftHamburgHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2018 bis zum 30.06.2018H1 | 2018Halbjahresfinanzbericht 1. Januar bis 30. Juni 2018KENNZAHLENÜBERSICHT HAPAG-LLOYD HALBJAHRESFINANZBERICHT H1 2018scroll
Die United Arab Shipping Company Ltd. (bis zum 16. Januar 2017 S. A. G.) und ihre
Tochtergesellschaften (nachfolgend auch als UASC oder UASC-Gruppe bezeichnet) werden
ab dem Erwerbszeitpunkt 24. Mai 2017 in den Konzern der Hapag-Lloyd AG einbezogen.
Der Kreis der neben der Hapag-Lloyd AG konsolidierten Gesellschaften umfasst zum 30.
Juni 2018 insgesamt 159 Gesellschaften (31. Dezember 2017: 164 Gesellschaften). Durch
die Einbeziehung der UASC-Gruppe sind die Angaben für das Geschäftsjahr 2018 nur eingeschränkt
mit den Vorjahreswerten vergleichbar. Die Ergebnisentwicklung der Geschäftsjahre 2017
und 2018 ist durch Einmaleffekte infolge der bilanziellen Abbildung der Transaktion
und der Integration beeinflusst.
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Operative Kennzahlen und Renditekennzahlen beziehen sich auf die jeweilige Berichtsperiode
bzw. den jeweiligen Stichtag. Der Vergleich der Bilanzkennzahlen bezieht sich auf
den Bilanzstichtag 31. Dezember 2017. WESENTLICHE ENTWICKLUNGEN H1 2018
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Die Pro-forma-Basis unterstellt den Zusammenschluss mit der UASC bereits zum 1. Januar
2017 und dient der besseren Vergleichbarkeit der Unternehmensentwicklung. Disclaimer: Der vorliegende Halbjahresfinanzbericht enthält Aussagen, die die zukünftige
Entwicklung von Hapag-Lloyd betreffen. Aufgrund von Marktschwankungen, der Entwicklung
der Wettbewerbssituation und der Weltmarktpreise für Rohstoffe sowie Veränderungen
der Wechselkurse und des wirtschaftlichen Umfelds können die tatsächlichen Ergebnisse
wesentlich von den erwarteten abweichen. Es ist weder beabsichtigt, noch übernimmt
Hapag-Lloyd eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren,
um diese an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.
Die United Arab Shipping Company Ltd. (bis zum 16. Januar 2017 S. A. G.) und ihre
Tochtergesellschaften (nachfolgend auch als UASC oder UASC-Gruppe bezeichnet) werden
ab dem Erwerbszeitpunkt 24. Mai 2017 in den Konzern der Hapag-Lloyd AG einbezogen.
Entsprechend beinhalten die dargestellten Kennzahlen Effekte aus der Transaktion sowie
der Integration der UASC-Gruppe ab dem Erwerbszeitpunkt und sind daher nur eingeschränkt
mit den Vorjahresangaben vergleichbar. Der vorliegende Halbjahresfinanzbericht wurde am 10. August 2018 veröffentlicht. KONZERNZWISCHENLAGEBERICHTGESCHÄFTSTÄTIGKEITDer gesellschaftsrechtliche Zusammenschluss zwischen der Hapag-Lloyd AG und der United
Arab Shipping Company Ltd. (UASC) erfolgte am 24. Mai 2017. Ab diesem Zeitpunkt werden
die UASC und ihre Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der Hapag-Lloyd AG
einbezogen. Aufgrund der erstmaligen Konsolidierung der UASC-Gruppe zum 24. Mai 2017
sind die Vorjahreszahlen nur eingeschränkt vergleichbar mit den Werten zum 30. Juni
2018. Der Hapag-Lloyd Konzern ist die größte deutsche Containerlinienreederei und gehört
zu den weltweit führenden Containerlinienreedereien in Bezug auf die globale Marktabdeckung.
Das Kerngeschäft umfasst vor allem den Transport von Containern über See, aber auch
das Angebot des Transports von Tür zu Tür. Die Flotte von Hapag-Lloyd (inklusive der Containerschiffe der UASC) bestand zum 30.
Juni 2018 aus 226 Containerschiffen (31. Dezember 2017: 219). Der Konzern verfügte
über 389 Vertriebsstellen in 127 Ländern und bot seinen Kunden den Zugang zu einem
Netzwerk von 120 Diensten weltweit. In den ersten 6 Monaten des Jahres 2018 betreute
Hapag-Lloyd global rd. 24.000 Kunden. Seit dem 1. April 2017 betreibt Hapag-Lloyd zusammen mit Kawasaki Kisen Kaisha Ltd.
(Japan) ("K" Line), Mitsui O. S. K. Lines Ltd. (Japan) (MOL), Nippon Yusen Kabushiki
Kaisha Ltd. (Japan) (NYK) und Yang Ming Marine Transport Corp. Ltd. (Taiwan) (Yang
Ming) die "THE Alliance". Die japanischen Allianzpartner fusionierten ihre Containerschifffahrtsaktivitäten
zum 1. April 2018 und firmieren seitdem als Ocean Network Express (ONE). Zum 30. Juni 2018 deckte die THE Alliance mit rd. 261 Containerschiffen alle Ost-West-Fahrtgebiete
ab. Hapag-Lloyd betreibt die Containerlinienschifffahrt in einem internationalen Geschäftsumfeld.
Transaktionen werden überwiegend in US-Dollar fakturiert und Zahlungsvorgänge hauptsächlich
in US-Dollar abgewickelt. Dies bezieht sich nicht nur auf die operativen Geschäftsvorfälle,
sondern auch auf die Investitionstätigkeit und die entsprechende Finanzierung der
Investitionen. Die funktionale Währung der Hapag-Lloyd AG und ihrer wesentlichen Tochtergesellschaften
ist daher der US-Dollar. Die Berichterstattung der Hapag-Lloyd AG erfolgt dagegen
in Euro. Für Zwecke der Berichterstattung werden die Vermögenswerte und Schulden des
Hapag-Lloyd Konzerns mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag (Stichtagskurs) in Euro
umgerechnet. Für die Zahlungsströme in der Konzernkapitalflussrechnung sowie die in
der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Aufwendungen, Erträge sowie
das Ergebnis erfolgt die Umrechnung mit dem Durchschnittskurs des Berichtszeitraums.
Die hieraus entstehenden Differenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst. KONZERNZIELE UND -STRATEGIEVorrangiges strategisches Ziel des Hapag-Lloyd Konzerns ist ein langfristiges profitables
Wachstum, gemessen an der Entwicklung der Transportmenge sowie der operativen Kenngrößen
EBITDA und EBIT. Die weltweit steigende Nachfrage nach Containertransporten ist die Basis für das angestrebte
organische Wachstum von Hapag-Lloyd. Für 2018 prognostiziert IHS Global Insight (Juni
2018) einen Anstieg des weltweiten Containertransportvolumens um 4,9 % auf rd. 148
Mio.TEU und für 2019 ein weiteres Wachstum von 5,4 % auf rd. 156 Mio. TEU. Hapag-Lloyd
strebt ein organisches Wachstum der Transportmenge in Höhe des Marktwachstums an. Die zentralen internen Steuerungsgrößen des operativen Geschäfts sind das Ergebnis
vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
(EBITDA) sowie das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Die Entwicklung
dieser Finanzkennzahlen ist im Abschnitt "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des
Konzerns" dargestellt. Das EBITDA ist ein wichtiger Indikator für die Erzielung nachhaltiger
Unternehmensergebnisse sowie Brutto-Cashflows. Es ist insbesondere für kapitalintensive
Unternehmen von besonderer Bedeutung. Hapag-Lloyd nutzt das EBITDA als wichtige Steuerungsgröße
für Investitionsentscheidungen. Wesentliche Einflussfaktoren für die Entwicklung der operativen Ergebnisgrößen sind
Transportmenge, Frachtrate, US-Dollar-Kurs zum Euro und operative Kosten inklusive
Bunkerpreis. Die Erwirtschaftung nachhaltiger Cashflows, eine solide Unternehmensfinanzierung und
damit insbesondere eine ausreichende Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung sind
für den Hapag-Lloyd Konzern auch im Geschäftsjahr 2018 wichtige Eckpfeiler der Unternehmensstrategie.
Zum 30. Juni 2018 verfügte der Hapag-Lloyd Konzern über eine Liquiditätsreserve (bestehend
aus liquiden Mitteln und nicht genutzten Kreditlinien) in Höhe von 999,1 Mio. EUR
(31. Dezember 2017: 1.059,5 Mio. EUR). Strategische Schritte zur Stärkung der Marktposition und Erweiterung des AktionärskreisesDie Fusion mit der UASC gilt als ein wesentlicher strategischer Schritt zur Stärkung
der Marktstellung und der Wettbewerbsfähigkeit von Hapag-Lloyd. Der Beitrag der Synergien
aus der Fusion mit der UASC soll ab dem Geschäftsjahr 2019 rd. 435 Mio. USD pro Jahr
betragen. Der Vorstand der Hapag-Lloyd AG geht davon aus, dass bis zu 90 % der Synergien
bereits im Jahr 2018 realisiert werden können. Für die Transaktion und die Umsetzung
der Integration sind im ersten Halbjahr 2018 Einmalaufwendungen von rd. 4 Mio. USD
angefallen. Nach dem derzeitigen Stand könnten weitere Aufwendungen für die vollständige
Integration der UASC-Containerschifffahrtsaktivitäten bis zum Ende des Jahres 2018
von insgesamt rd. 4 Mio. USD anfallen. Der Zusammenschluss der Containerschifffahrtsaktivitäten von Hapag-Lloyd und der UASC
bringt aus Sicht des Vorstands der Hapag-Lloyd AG folgende Vorteile:
Die operative Integration der UASC-Gruppe konnte nach dem Zusammenschluss am 24. Mai
2017 bereits im Oktober 2017 erfolgreich abgeschlossen werden. Ein wesentlicher Schritt
der operativen Integration war die Eingliederung sämtlicher UASC-Dienste in das bestehende
IT-System von Hapag-Lloyd (der sog. Voyage Cut-Over) sowie die umfassende Schulung
der neuen Mitarbeiter. Darüber hinaus wurden Standortoptimierungen durchgeführt, die
mit dem Ende des ersten Halbjahres 2018 weitestgehend abgeschlossen wurden. Nach dem Vollzug der Übernahme der UASC in Form einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen
waren die ehemaligen Hauptaktionäre der UASC, die Qatar Holding LLC für die Qatar
Investment Authority (QIA) und der Public Investment Fund Saudi Arabia (PIF), als
zusätzliche Großaktionäre zunächst mit 14,4 % (QIA) und 10,1 % (PIF) am Aktienkapital
der Hapag-Lloyd AG beteiligt. Der Anteilsbesitz der übrigen ehemaligen UASC-Aktionäre
Kuwait, Irak, Vereinigte Arabische Emirate und Bahrain in Höhe von rd. 3,4 % der Hapag-Lloyd
Aktien zählt zum Streubesitz. Die CSAV Germany Container Holding GmbH (CSAV), die
Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH (HGV) und die
Kühne Maritime GmbH zusammen mit der Kühne Holding AG (Kühne) verblieben auch weiterhin
als Ankeraktionäre. Im Verlauf des zweiten Quartals 2018 erhöhte Kühne seinen Anteil
an Hapag-Lloyd von 21,4 % auf insgesamt 25,0 %. Die 5 Großaktionäre hielten zum 30. Juni 2018 zusammen 89,4 % des Grundkapitals der
Hapag-Lloyd AG. Zudem haben sich die CSAV, die HGV und die Kühne Maritime GmbH in
einer Aktionärsvereinbarung (im sog. Shareholders' Agreement) geeinigt, ihre Stimmrechte
an den Aktien der Hapag-Lloyd AG durch Erteilung einer gemeinsamen Stimmrechtsvollmacht
auszuüben und treffen somit wichtige Entscheidungen gemeinsam. Zum 30. Juni 2018 stellte
sich die Aktionärsstruktur der Hapag-Lloyd AG wie folgt dar: Stimmrechtsanteile zum 30. Juni 2018scroll
Kurz- und mittelfristige ZielsetzungAufgrund des anhaltend herausfordernden Marktumfelds - insbesondere vor dem Hintergrund
deutlich steigender Treibstoffpreise und Charterraten - strebt Hapag-Lloyd weitere
Effizienzverbesserungen an. Zu diesem Zweck hat der Konzern im zweiten Quartal des
Jahres 2018 bereits Maßnahmen eingeleitet, um dieser erhöhten Kostenbasis zu begegnen.
Diese umfassen beispielsweise Kapazitätsreduktionen in einzelnen Fahrtgebieten und
die Senkung administrativer Kosten. Neben einer optimierten Kostenstruktur und einem besseren Umsatzmanagement arbeitet
Hapag-Lloyd an weiteren strategischen mittel- und langfristigen Themen und Herausforderungen.
Diese umfassen beispielsweise die Nutzung der Chancen aus einer voranschreitenden
Digitalisierung, die aktive Gestaltung der Treibstoffstrategie vor dem Hintergrund
des ökologischen Wandels in der Schifffahrt sowie eine weitere Differenzierung gegenüber
Wettbewerbern durch Steigerung der Servicequalität entlang der gesamten Lieferkette. WICHTIGE FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATORENWichtige finanzielle Leistungsindikatoren für den Hapag-Lloyd Konzern sind das EBITDA,
das EBIT, das Transportvolumen und die Frachtrate. Seit dem Geschäftsjahr 2015 wird
die Rendite auf das Investierte Kapital (Return on Invested Capital [ROIC]) zusätzlich
als Messgröße verwendet. Die Entwicklung der wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren
in den ersten 6 Monaten 2018 wird im Abschnitt "Ertragslage des Konzerns" dargestellt.
Das ROIC-Konzept vergleicht den Net Operating Profit After Tax (NOPAT), definiert
als EBIT abzüglich Ertragsteuern, mit dem Invested Capital zum Stichtag. Invested
Capital ist definiert als Summe der Vermögenswerte ohne Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
abzüglich der Schulden ohne die Finanzschulden. Zur Vergleichbarkeit mit anderen internationalen
Schifffahrtsunternehmen erfolgt die Berechnung und Darstellung des Return on Invested
Capital ausschließlich auf Basis der funktionalen Währung US-Dollar. Die Berechnung des Return on Invested Capital ergibt sich aus der folgenden Tabelle: scroll
Aufgrund der retrospektiven Anwendung der Vorschriften zur Designation von Optionsgeschäften
wurden die Vorjahreswerte angepasst. Dadurch verbesserte sich das Jahresergebnis nach
Steuern für das erste Halbjahr 2017 um 3,4 Mio. EUR. Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital
zum 31. Dezember 2017 erhöhte sich um 1,0 Mio. EUR und das kumulierte übrige Eigenkapital
verringerte sich um 1,0 Mio. EUR. Das Eigenkapital blieb in Summe unverändert. WICHTIGE NICHTFINANZIELLE GRUNDLAGENDie optimale Ausnutzung der vorhandenen Schiffs- und Containerkapazitäten hat einen
wesentlichen Einfluss auf die Erreichung eines langfristig profitablen Wachstums.
Eine nachhaltige und qualitätsbewusste Unternehmensführung sowie gut ausgebildete
und motivierte Mitarbeiter sind ebenfalls wichtige Grundlagen für das angestrebte
profitable Unternehmenswachstum von Hapag-Lloyd. Flexible Flotte und KapazitätsentwicklungZum 30. Juni 2018 bestand die Flotte von Hapag-Lloyd aus insgesamt 226 Containerschiffen
(31. Dezember 2017: 219 Schiffe). Die Schiffe sind alle nach den Standards des International
Safety Management (ISM) zertifiziert und besitzen ein gültiges ISSC-(ISPS-)Zeugnis.
Die überwiegende Anzahl der Schiffe ist gemäß ISO 9001 (Qualitätsmanagement) und ISO
14001 (Umweltmanagement) zertifiziert. Die Stellplatzkapazität der gesamten Hapag-Lloyd
Flotte betrug zum 30. Juni 2018 1.607.750 TEU und hat sich somit gegenüber dem 31.
Dezember 2017 (1.573.377 TEU) leicht erhöht. Der Anteil der im wirtschaftlichen Eigentum
von Hapag-Lloyd stehenden Schiffe betrug zum 30. Juni 2018 basierend auf den Stellplatzkapazitäten
rd. 65 % (31. Dezember 2017: rd. 68 %). Das Durchschnittsalter der gesamten Schiffsflotte von Hapag-Lloyd betrug zum 30. Juni
2018 (kapazitätsgewichtet) 7,4 Jahre. Mit 7.114 TEU liegt die durchschnittliche Schiffsgröße
der Flotte des Hapag-Lloyd Konzerns um rd. 22 % über dem vergleichbaren Durchschnittsniveau
der 10 größten Containerlinienreedereien (30. Juni 2018: 5.837 TEU) und um rd. 73
% über der durchschnittlichen Schiffsgröße der Weltflotte (30. Juni 2018: 4.120 TEU). Für den Transport der Ladung verfügte Hapag-Lloyd zum 30. Juni 2018 über 1.513.642
(31. Dezember 2017: 1.435.345) eigene oder gemietete Container mit einer Kapazität
von 2.487.277 TEU (31. Dezember 2017: 2.348.602 TEU). Der kapazitätsgewichtete Anteil
der Container im wirtschaftlichen Eigentum betrug zum 30. Juni 2018 rd. 52 % und verringerte
sich damit leicht gegenüber dem 31. Dezember 2017 (54 %). Das Servicenetzwerk von Hapag-Lloyd umfasst 120 Dienste (31. Dezember 2017: 120 Dienste). Struktur der Containerschiffsflotte von Hapag-Lloydscroll
Die UASC Ltd. und ihre Tochtergesellschaften werden ab dem Zeitpunkt des Kontrollübergangs,
dem 24. Mai 2017 in den Konzernabschluss der Hapag-Lloyd AG einbezogen. Entsprechend
enthalten die dargestellten Kennzahlen die Effekte der Transaktion ab diesem Zeitpunkt
und sind deshalb nur eingeschränkt mit den Vorjahresangaben vergleichbar. In den ersten 6 Monaten 2018 betrug der Bunkerverbrauch insgesamt rd. 2,2 Mio. Tonnen
(H1 2017: 1,7 Mio. Tonnen). Davon entfielen rd. 12 % (H1 2017: rd. 15 %) auf Bunker
mit einem niedrigen Schwefelanteil (MFO low sulphure, MDO). Die Effizienz der Containerschiffsflotte
zeigt sich auch in den Bunkerverbrauchsdaten pro Slot (gemessen an den Containerstellplatzkapazitäten
im Jahresdurchschnitt) von 2,8 Tonnen (H1 2017: 3,1 Tonnen). Pro transportierten TEU
betrug der Bunkerverbrauch 0,37 Tonnen pro TEU (H1 2017: 0,41 Tonnen pro TEU). Aufgrund der weiter zunehmenden Nachfrage nach Containertransportleistungen ist die
Containerschifffahrt auch langfristig eine Wachstumsbranche. Nach der Übernahme der
UASC-Containerschifffahrtsaktivitäten wird Hapag-Lloyd bis Ende 2019 nicht nennenswert
in neue Schiffssysteme investieren. Im Rahmen der ab 2020 geltenden Bestimmungen der
International Maritime Organization (IM) zur Reduzierung des Schwefeldioxidausstoßes
bereitet Hapag-Lloyd derzeit 2 Pilotprojekte vor. Diese umfassen den Test von Abgasreinigungsanlagen
(EGCS / Scrubbern) zur Abgaswäsche auf 2 größeren Containerschiffen sowie das Umrüsten
eines Großschiffs der Hapag-Lloyd Flotte auf den Betrieb mit Flüssiggas (LNG). KundenEin weiterer wichtiger Werttreiber für die Unternehmensentwicklung sind die langjährigen
und engen Geschäftsbeziehungen zu Kunden. Ein globales Betreuungsteam pflegt die Beziehungen
zu Großkunden. Dies ermöglicht den Aufbau und den Erhalt einer nachhaltigen Kundenbeziehung.
In den ersten 6 Monaten des Geschäftsjahres 2018 führte Hapag-Lloyd Transportaufträge
für rd. 24.000 Kunden durch (H1 2017: rd. 26.200). MitarbeiterZum 30. Juni 2018 beschäftigte der Hapag-Lloyd Konzern 12.277 Mitarbeiter (31. Dezember
2017: 12.567). Davon entfielen 10.131 Personen auf den Landbereich (31. Dezember 2017:
10.431) und 1.948 Mitarbeiter auf den Seefahrtsbereich (31. Dezember 2017: 2.136).
Zum 30. Juni 2018 beschäftigte Hapag-Lloyd 198 Auszubildende (31. Dezember 2017: 256). Anzahl Mitarbeiterscroll
WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenFür 2018 und 2019 erwarten die Konjunkturexperten des Internationalen Währungsfonds
(IWF) ein globales Wirtschaftswachstum von jeweils 3,9 % (IWF, World Economic Outlook
Juli 2018). Das prognostizierte Wirtschaftswachstum bleibt somit gegenüber der im
April 2018 veröffentlichten Prognose unverändert. Dies deutet darauf hin, dass sich
das Weltwirtschaftswachstum in den ersten 6 Monaten des Jahres 2018 im Rahmen der
Erwartungen des IWF entwickelt hat. Der IWF erwartet in seiner Prognose vom Juni 2018, dass sich das für die Nachfrage
nach Containertransportleistungen wichtige Welthandelsvolumen in 2018 um 4,8 % gegenüber
dem Vorjahr steigern wird. Damit hat das Institut seine Prognose vom April 2018 um
0,3 Prozentpunkte gesenkt. Allerdings wurde gleichzeitig das Wachstum des Welthandelsvolumens
in 2017 rückwirkend um 0,2 Prozentpunkte auf 5,1 % angehoben, sodass für 2018 von
einer höheren Ausgangsbasis ausgegangen wird. Dies deutet darauf hin, dass sich das
Welthandelsvolumen in den ersten 6 Monaten des Jahres 2018 im Rahmen der Erwartungen
des IWF entwickelt hat. Für das Jahr 2019 wird von einem weiteren Anstieg um 4,5 %
ausgegangen (Aprilprognose: 4,7 %). Entwicklung Weltwirtschaftswachstum (BIP) und -handelsvolumenscroll
Quelle: IWF Juli 2018; IHS Global Insight Juni 2018 Auf Basis der aktuellen Prognosen könnte das globale Ladungsaufkommen im Jahr 2018
auf rd. 148 Mio. TEU ansteigen (IHS Global Insight, Juni 2018). Das prognostizierte
globale Ladungsaufkommen blieb somit gegenüber der im März 2018 veröffentlichten Prognose
unverändert. Dies deutet darauf hin, dass die Entwicklung des globalen Containertrainertransportvolumens
in den ersten 6 Monaten des Jahres 2018 im Rahmen der Erwartungen von IHS Global Insight
verlief. Die weltweite Transportmenge der Containerschifffahrt wird sich nach Einschätzung
des Branchendienstes IHS Global Insight im Jahr 2018 mit 4,9 % gleichlaufend zum Anstieg
des Welthandels entwickeln. Für den Zeitraum 2019 bis 2022 geht der Branchendienst
IHS Global Insight von einem jährlichen Wachstum des globalen Containertransportaufkommens
zwischen 4,8 % und 5,4 % aus. Branchenspezifische RahmenbedingungenDie Gesamtkapazität der Weltcontainerschiffsflotte betrug zu Jahresbeginn 2018 rd.
21 Mio. TEU (Drewry Container Forecaster Q2 2018, Juli 2018). Die global verfügbare
Transportkapazität dürfte auf Basis der derzeit in Auftrag gegebenen Containerschiffe
und der erwarteten Auslieferungen in 2018 um rd. 1,1 Mio. TEU und 2019 um rd. 0,7
Mio. TEU zunehmen (Drewry Container Forecaster Q2 2018, Juli 2018). Darin enthalten
sind die im laufenden Geschäftsjahr erwarteten Verschiebungen von Auslieferungen.
Die Tonnage der in Auftrag gegebenen Containerschiffe von ca. 2,3 Mio. TEU (MDS Transmodal,
Juli 2018) liegt mit rd. 11 % der derzeitigen Weltcontainerflottenkapazität (rd. 22
Mio. TEU) weiterhin deutlich unter dem im Jahr 2008 erreichten bisherigen Höchststand
von rd. 56 %. In den Monaten Januar bis Juni 2018 wurden Aufträge für den Bau von 64 Containerschiffen
mit einer Transportkapazität von insgesamt rd. 453.000 TEU (Gesamtjahr 2017: 700.000
TEU Kapazität [Clarksons Research, Juli 2018]) vergeben. Entwicklung der Kapazität der globalen Containerschiffsflottescroll
Quelle: Drewry Maritime Research, Container Forecaster Q2 2018, Juli 2018. Erwartete
nominale Kapazität auf Basis der geplanten Auslieferungen. Auf Basis der bestehenden
Bestellungen sowie der aktuellen Erwartungen für Verschrottung und verschobenen Auslieferungen.
Angaben gerundet. Rundungsdifferenzen können sich durch Änderungen in den Datenbanken
ergeben. Dem prognostizierten Nettokapazitätsanstieg von 1,1 Mio. TEU (Drewry Container Forecaster
Q2 2018) steht ein Wachstum der globalen Containertransportmenge um rd. 7,0 Mio. TEU
im Jahr 2018 gegenüber (IHS Global Insight, Juni 2018). Der effektive Zuwachs der Transportkapazitäten der Weltcontainerschiffsflotte fällt
aufgrund der Verschrottung älterer und ineffizienter Schiffe und Verschiebungen von
Auslieferungen neuer Schiffe regelmäßig niedriger als der prognostizierte nominale
Anstieg der Weltcontainerflottenkapazität aus. Nach Angaben von MDS Transmodal wurden
in den ersten 6 Monaten 2018 insgesamt 90 Containerschiffe mit einer Transportkapazität
von rd. 753.000 TEU in Dienst gestellt (H1 2017: 70 Schiffe, Transportkapazität: rd.
518.000 TEU). Die Verschrottungen betrugen in den ersten 6 Monaten 2018 gemäß Clarksons
insgesamt rd. 34.000 TEU. Bezogen auf das Gesamtjahr dürften diese gemäß des Branchendienstes
Drewry (Container Forecaster Q2 2018) mit rd. 100.000 TEU deutlich unter den Werten
der Vorjahre liegen (2017: 400.000 TEU; 2016: 654.000 TEU). Die Kapazität der aufliegenden, d. h. der beschäftigungslosen Schiffe reduzierte sich
per Ende Juni 2018 (Alphaliner Weekly, Juni 2018) auf rd. 0,2 Mio. TEU und betrug
damit rd. 1 % der Weltflotte. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der anhaltend
hohen Nachfrage nach Charterschiffen. Mehrheitlich entfallen die beschäftigungslosen
Schiffe auf die Größenklassen bis 5.100 TEU. Die Höhe der Treibstoffkosten in der Schifffahrtsbranche ist maßgeblich an die Entwicklung
des Rohölpreises gebunden. Dieser betrug zum 30. Juni 2018 79,44 USD / Barrel (Bloomberg)
und lag damit um rd. 19 % über dem Wert zu Jahresbeginn (31. Dezember 2017: 66,57
USD / Barrel). Damit lag der Anstieg deutlich oberhalb der zu Jahresbeginn erwarteten
Entwicklung. Branchenkonsolidierung und AllianzenSeit Beginn des zweiten Quartals 2017 existieren die 3 folgenden Allianzen: die "2M"
Allianz, bestehend aus den beiden Marktführern Maersk Line (Dänemark) (Maersk) und
Mediterranean Shipping Company S. A. (Schweiz) (MSC), die bereits Anfang 2015 ihren
Betrieb aufnahm, und die "Ocean Alliance" bestehend aus CMA CGM S.A. (Frankreich),
inklusive des Tochterunternehmens APL (Singapur), China COSCO Shipping (China) (COSCO),
inklusive der von COSCO im Juli 2018 übernommenen Orient Overseas Container Line (Hongkong)
(OOCL) und Evergreen Marine Corp. Ltd. (Taiwan) (Evergreen). Hapag-Lloyd betreibt
zusammen mit Ocean Network Express (ONE) und Yang Ming Marine Transport Corp. Ltd.
(Taiwan) (Yang Ming) die "THE Alliance". ONE ging aus der Fusion der 3 japanischen
Allianzpartner Kawasaki Kisen Kaisha Ltd. (Japan) ("K" Line), Mitsui O. S. K. Lines
Ltd. (Japan) (MOL) und Nippon Yusen Kabushiki Kaisha Ltd. (Japan) (NYK) ) zum 1. April
2018 hervor. Zum 30. Juni 2018 deckte die THE Alliance mit rd. 261 Containerschiffen
alle Ost-West-Fahrtgebiete ab. Im März 2017 haben MSC, Maersk und Hyundai Merchant Marine Co., Ltd (Korea) (HMM)
eine Kooperation auf den Ost-West-Fahrtgebieten vereinbart. Diese beinhaltet Slotchartering-Vereinbarungen
auf den entsprechenden Routen. Am 19. Juli 2018 kündigte ZIM Integrated Shipping Services Ltd (Israel) (ZIM) eine
Kooperation mit der 2M Allianz auf der Route zwischen Asien und der US-Ostküste an.
Die Partner werden ab September 2018 5 Dienste gemeinsam betreiben, wobei die 2M Allianzpartner
Maersk und MSC 4 Dienste stellen. ZIM stellt einen Dienst. Die Kooperation beruht
auf dem gegenseitigen Tausch von Stellplätzen (Slot Swap) auf allen 5 Diensten. Kapazitätsanteile der Allianzen anhand ausgewählter Fahrtgebietescroll
Quelle: Alphaliner Juni 2018 Am 30. November 2017 fand der gesellschaftsrechtliche Zusammenschluss von Maersk und
der Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft ApS & Co KG (Hamburg Süd)
statt. Am 7. Juli 2017 haben die 3 japanischen Reedereien Kawasaki Kisen Kaisha Ltd. ("K"
Line), Mitsui O. S. K. Lines Ltd. (MOL) und Nippon Yusen Kabushiki Kaisha Ltd. (NYK)
eine neue Holdinggesellschaft für das geplante Joint Venture, Ocean Network Express
(ONE), gegründet. Das Joint Venture wurde zum 1. April 2018 operativ tätig und hat
das Containerschifffahrtsgeschäft (inklusive des Termingeschäfts außerhalb Japans)
der 3 Gesellschaften integriert. Am 9. Juli 2017 hat die chinesische Reederei COSCO ein Übernahmeangebot für Orient
Overseas (International) Limited (OOIL), Hongkong, bekanntgegeben. Der Mehrheitsaktionär
von OOIL hat dem Verkauf der Anteile zugestimmt. Alle Voraussetzungen für die Übernahme
waren am 29. Juni 2018 erfüllt. Am 13. Juli 2018 teilten die Gesellschaften mit, dass
für 75,95 % der stimmberechtigten Aktien der OOIL das Übernahmeangebot angenommen
wurde. OOIL soll weiterhin an der Börse in Hongkong notiert bleiben. Mit einer gesamten
Transportkapazität von 2,7 Mio. TEU hat COSCO damit seine Marktposition weiter gestärkt
und ist nun die weltweit drittgrößte Containerreederei, knapp vor CMA CGM. Am 8. August 2017 haben außerdem 14 koreanische Linienreedereien ein Memorandum of
Understanding unterzeichnet und damit die Gründung der "Korean Shipping Partnership"
(KSP) beschlossen. Die Initiative wird von der Koreanischen Regierung und der Korea
Shipowners Association unterstützt und von HMM geleitet. Gemäß Daten des Branchendienstes MDS Transmodal (Juli 2018) stellen die 10 größten
Containerlinienreedereien ca. 83 % der Gesamtkapazität der globalen Containerschiffsflotte. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DES KONZERNSEine Vergleichbarkeit der Ertrags- und Finanzlage mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum
ist nur eingeschränkt möglich, da die UASC-Gruppe im Vorjahr ab dem 24. Mai 2017 in
den Konzern der Hapag-Lloyd AG einbezogen wurde. Ertragslage des KonzernsIn den ersten 6 Monaten des Geschäftsjahres 2018 war die Geschäftsentwicklung von
Hapag-Lloyd weiterhin durch ein herausforderndes Branchenumfeld in der Containerschifffahrt
geprägt. Die aufgrund des unverändert andauernden intensiven Wettbewerbs hinter den Erwartungen
zurückliegende Entwicklung der durchschnittlichen Frachtrate und ein im Vergleich
zum Euro schwacher US-Dollar wirkten sich belastend auf die Ertragslage aus. Der durchschnittliche
USD / EUR-Kurs notierte mit 1,21 USD / EUR deutlich schwächer als im entsprechenden
Vorjahreszeitraum (1,08 USD / EUR). Insbesondere führte auch der im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum deutlich gestiegene durchschnittliche Bunkerpreis zu einer Belastung
des Ergebnisses. Die Steigerung der Transportmenge sowie eine optimierte Kostenstruktur
bei den transportbezogenen Aufwendungen konnten diese Effekte teilweise kompensieren.
Insgesamt erzielte Hapag-Lloyd im ersten Halbjahr 2018 ein Ergebnis vor Zinsen und
Ertragsteuern (EBIT) in Höhe von 88,7 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 90,7 Mio. EUR)
und ein negatives Konzernergebnis nach Steuern in Höhe von -100,9 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum:
-42,7 Mio. EUR). Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Im ersten Halbjahr 2018 betrug die durchschnittliche Frachtrate unter Berücksichtigung
der UASC-Gruppe 1.020 USD / TEU und lag damit um 45 USD / TEU unter dem Wert des Vorjahreszeitraums
(1.065 USD / TEU mit UASC-Gruppe seit dem 24. Mai 2017). Ursächlich hierfür war neben
der Einbeziehung der UASC-Gruppe, die insgesamt ein niedrigeres Frachtratenniveau
auswies, das unverändert wettbewerbsintensive Marktumfeld. Auf einer vergleichbaren Basis (bei Einbeziehung der UASC-Gruppe bereits ab dem 1.
Januar 2017) hätte die durchschnittliche Frachtrate für den Vorjahreszeitraum 990
USD / TEU betragen. Hieraus hätte sich ein Anstieg der durchschnittlichen Frachtrate
um 30 USD / TEU bzw. 3,0 % ergeben. Frachtraten pro Fahrtgebiet 1scroll
Aufgrund der Einbeziehung der UASC-Gruppe und der ausgewogenen Positionierung in allen
Fahrtgebieten konnte Hapag-Lloyd die Transportmenge um 1.627 TTEU auf 5.848 TTEU (Vorjahreszeitraum:
4.221 TTEU mit UASC-Gruppe seit dem 24. Mai 2017) erhöhen, was einem Anstieg von 38,5
% entspricht. Auf einer vergleichbaren Basis (bei Einbeziehung der UASC-Gruppe ab
dem 1. Januar 2017) hätte sich das Transportvolumen (Vorjahreszeitraum: 5.631 TTEU)
für die ersten 6 Monate 2018 um 217 TTEU erhöht, was einem Anstieg von 3,9 % entspricht. Transportmenge pro Fahrtgebietscroll
Im ersten Halbjahr 2018 sind die Umsatzerlöse des Hapag-Lloyd Konzerns um 906,4 Mio.
EUR auf 5.424,7 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 4.518,3 Mio. EUR mit UASC-Gruppe seit
dem 24. Mai 2017) gestiegen, was einem Anstieg von 20,1 % entspricht. Ursächlich hierfür
waren insbesondere die durch die Einbringung der UASC-Gruppe gestiegenen Transportmengen.
Gegenläufig wirkte sich die deutliche Schwächung des US-Dollars aus. Bereinigt um
Wechselkursveränderungen hätte sich ein Anstieg der Umsatzerlöse um 1.378,3 Mio. EUR
(30,5 %) ergeben. Umsatzerlöse pro Fahrtgebiet 1scroll
Die Transportaufwendungen sind in den ersten 6 Monaten des Geschäftsjahres 2018 um
792,9 Mio. EUR auf 4.511,8 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 3.718,9 Mio. EUR) gestiegen.
Dies entspricht einem Anstieg von 21,3 %, der hauptsächlich auf die Übernahme der
UASC-Gruppe und der infolgedessen gestiegenen Transportvolumina sowie auf gestiegene
Bunkerpreise zurückzuführen ist. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
sind insbesondere infolge des deutlich gestiegenen Bunkerpreises in der aktuellen
Berichtsperiode um 220,1 Mio. EUR (40,9 %) auf 758,2 Mio. EUR gestiegen. Im ersten
Halbjahr des Geschäftsjahres 2018 lag der durchschnittliche Bunkerverbrauchspreis
für Hapag-Lloyd mit 385 USD je Tonne um 73 USD je Tonne über dem Wert der entsprechenden
Vorjahresperiode von 312 USD je Tonne. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im ersten Halbjahr 2018 im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum um 572,8 Mio. EUR (18,0 %) und damit unterproportional zum Umsatzwachstum
gestiegen. In diesem Anstieg spiegelt sich neben den gestiegenen Transportvolumina
insbesondere die Einbeziehung der UASC-Gruppe wider. Synergieeffekte durch die Einbeziehung
der UASC-Gruppe sowie Kosteneinsparungen aus den nun vollständig implementierten Kostensenkungsmaßnahmen
wirkten sich entlastend auf die Transportaufwendungen aus. Transportaufwendungen 1scroll
Die Rohertragsmarge (Verhältnis Umsatzerlöse abzüglich Transportaufwendungen zu Umsatzerlösen)
betrug für die ersten 6 Monate des aktuellen Geschäftsjahres 16,8 % (Vorjahreszeitraum:
17,7 %). Der Personalaufwand reduzierte sich im ersten Halbjahr 2018 um 22,2 Mio. EUR auf 321,9
Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 344,1 Mio. EUR). Ursächlich für diesen Rückgang waren
insbesondere die im Vorjahr erfassten Einmalaufwendungen aus der operativen Integration
der Geschäftstätigkeit der UASC-Gruppe in Höhe von 38,4 Mio. EUR, die im laufenden
Geschäftsjahr nicht anfielen. Zudem wirkten sich stichtagsbezogene Währungskursgewinne
aus der Bewertung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 4,6 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum:
Währungskursverluste von 9,5 Mio. EUR) positiv aus. Die Abschreibungen für die ersten 6 Monate des Geschäftsjahres 2018 betrugen 336,5
Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 273,1 Mio. EUR). Der Anstieg der Abschreibungen im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum resultierte im Wesentlichen aus der erstmaligen Einbeziehung
der UASC-Gruppe sowie den planmäßigen Abschreibungen auf im Laufe des Jahres 2017
zugegangene Schiffsneubauten. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) lag in der Berichtsperiode
mit 88,7 Mio. EUR unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums (90,7 Mio.
EUR). Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief
sich in den ersten 6 Monaten des Geschäftsjahres 2018 auf 425,2 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum:
363,8 Mio. EUR). Für die ersten 6 Monate 2018 ergab sich eine annualisierte Rendite
auf das eingesetzte Kapital (ROIC) von 1,3 % (Vorjahreszeitraum: 1,2 %). Das unverwässerte
Ergebnis je Aktie betrug im Berichtszeitraum -0,61 EUR je Aktie (Vorjahreszeitraum:
-0,35 EUR je Aktie). Ertragskennzahlenscroll
1
Aufgrund der retrospektiven Anwendung der Vorschriften zur Designation von Optionsgeschäften
wurden die Vorjahreswerte für die Ertragskennzahlen angepasst. Für die ersten 6 Monate des Geschäftsjahres 2018 belief sich das Zinsergebnis auf
-172,7 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: -121,4 Mio. EUR). Der Anstieg der Zinsaufwendungen
resultierte überwiegend aus den durch die Einbeziehung der UASC-Gruppe hinzugekommenen
Finanzschulden, die den Zinsaufwand um 69,3 Mio. EUR erhöhten. Zudem wirkten sich
Verluste in Höhe von 3,2 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: Gewinn in Höhe von 22,8 Mio.
EUR) aus der Zeitwertveränderung der eingebetteten Derivate der begebenen Anleihen
belastend auf das Zinsergebnis aus. Im ersten Halbjahr 2018 belief sich das Konzernergebnis auf -100,9 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum:
-42,7 Mio. EUR). Finanzlage des Konzerns
scroll
Cashflow aus laufender GeschäftstätigkeitIn den ersten 6 Monaten des Geschäftsjahres 2018 erwirtschaftete Hapag-Lloyd einen
operativen Cashflow in Höhe von 411,1 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 306,5 Mio. EUR). Cashflow aus InvestitionstätigkeitDie Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit beliefen sich insgesamt auf 45,1 Mio.
EUR (Vorjahreszeitraum: Mittelzufluss von 209,0 Mio. EUR) und betrafen Auszahlungen
für Investitionen in Höhe von -103,4 Mio. EUR insbesondere für Container und Schiffsausrüstungen.
Demgegenüber standen Mittelzuflüsse in Höhe von 58,3 Mio. EUR im Wesentlichen aus
der Einzahlung von Dividenden (32,5 Mio. EUR) sowie dem im ersten Quartal 2018 erfolgten
Verkauf der zum 31. Dezember 2017 als zur Veräußerung gehaltenen Seeschiffe (14,0
Mio. EUR). Cashflow aus FinanzierungstätigkeitAus den Finanzierungstätigkeiten ergab sich in der aktuellen Berichtsperiode im Saldo
ein Mittelabfluss in Höhe von 433,8 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 287,5 Mio. EUR),
der im Wesentlichen Zins- und Tilgungsleistungen in Höhe von 625,2 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum:
1.163,1 Mio. EUR) enthält. Demgegenüber standen Mittelzuflüsse in Höhe von 161,0 Mio.
EUR (Vorjahreszeitraum: 909,0 Mio. EUR), die im Wesentlichen auf die Erhöhung des
ABS-Programms in Höhe von 122,0 Mio. EUR zurückzuführen sind. Darüber hinaus entstanden
Mittelzuflüsse aus der Realisierung der zur Sicherung von Finanzschulden eingesetzten
derivativen Finanzinstrumente in Höhe von 32,7 Mio. EUR. Entwicklung des Finanzmittelbestandsscroll
Insgesamt ergab sich in den ersten 6 Monaten 2018 ein Zahlungsmittelabfluss von -67,8
Mio. EUR, sodass unter Berücksichtigung von wechselkursbedingten Effekten in Höhe
von 15,3 Mio. EUR zum Ende des Berichtszeitraums am 30. Juni 2018 ein Finanzmittelbestand
von 552,4 Mio. EUR (30. Juni 2017: 753,7 Mio. EUR) ausgewiesen wurde. Der in der Kapitalflussrechnung
betrachtete Finanzmittelbestand entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente". Zusätzlich bestehen frei verfügbare Kreditlinien in Höhe
von 446,7 Mio. EUR (30. Juni 2017: 403,3 Mio. EUR), sodass sich eine Liquiditätsreserve
(bestehend aus liquiden Mitteln und nicht genutzten Kreditlinien) von insgesamt 999,1
Mio. EUR ergab (30. Juni 2017: 1.157,0 Mio. EUR). Finanzmittel, die als Sicherheit
für Finanzschulden auf verpfändeten Konten hinterlegt sind, belaufen sich auf 40,3
Mio. EUR (30. Juni 2017: 62,8 Mio. EUR). Aufgrund ihrer Restlaufzeit von mehr als
3 Monaten werden sie unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. NettoverschuldungZum 30. Juni 2018 betrug die Nettoverschuldung des Konzerns 5.577,0 Mio. EUR (31.
Dezember 2017: 5.681,7 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote blieb mit 41,0 % im Vergleich
zum 31. Dezember 2017 nahezu unverändert. Im Vergleich zum Jahresende 2017 reduzierte
sich der Nettoverschuldungsgrad als Verhältnis von Nettoverschuldung zum bilanziellen
Eigenkapital von 93,8 % auf 90,7 % zum 30. Juni 2018. Finanzielle Soliditätscroll
1
Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital Die beschränkt verfügbaren Zahlungsmittel in Höhe von 40,3 Mio. EUR (31. Dezember
2017: 48,9 Mio. EUR) umfassen im Wesentlichen Finanzmittel, die als Sicherheiten für
bestehende Finanzschulden auf verpfändeten Konten hinterlegt sind. Vermögenslage des Konzerns
scroll
Zum 30. Juni 2018 betrug die Bilanzsumme des Konzerns 14.997,8 Mio. EUR und war nahezu
unverändert im Vergleich zum Wert vom Jahresende 2017 (14.827,8 Mio. EUR). Der USD
/ EUR-Kurs notierte zum 30. Juni 2018 bei 1,16 (31. Dezember 2017: 1,20). Innerhalb der langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich die Buchwerte des Anlagevermögens
um insgesamt 105,6 Mio. EUR auf 12.676,3 Mio. EUR. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen
aus Investitionen in Höhe von 112,2 Mio. EUR, die insbesondere Container und Schiffsausrüstungen
betrafen. Der Rückgang des Anlagevermögens durch planmäßige Abschreibungen in Höhe
von 336,5 Mio. EUR wurde nahezu kompensiert durch stichtagsbedingte Wechselkurseffekte
in Höhe von 354,0 Mio. EUR. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich gegenüber dem Stand zum 31. Dezember
2017 um 74,0 Mio. EUR auf 2.268,3 Mio. EUR. Die Veränderung resultierte im Wesentlichen
aus einem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unter Hinzurechnung
der seit dem 1. Januar 2018 separat auszuweisenden Vertragsvermögenswerte und aus
gestiegenen Vorräten. Diesen Entwicklungen wirkten die verminderten Marktwerte der
derivativen Finanzinstrumente entgegen. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 552,4 Mio.
EUR reduzierte sich um 52,5 Mio. EUR gegenüber dem Wert am Jahresende 2017. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital (inklusive der Anteile nicht beherrschender
Gesellschafter) um 88,1 Mio. EUR auf 6.146,4 Mio. EUR. Der Anstieg ist insbesondere
auf die im sonstigen Ergebnis erfassten unrealisierten Gewinne und Verluste aus der
Währungsumrechnung in Höhe von 169,4 Mio. EUR zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich
das negative Konzernergebnis in Höhe von 100,9 Mio. EUR aus. Die Eigenkapitalquote
blieb zum 30. Juni des laufenden Geschäftsjahres mit 41,0 % nahezu unverändert (31.
Dezember 2017: 40,9 %). Das Fremdkapital des Konzerns ist seit dem 31. Dezember 2017 um 81,9 Mio. EUR auf
8.851,4 Mio. EUR gestiegen. Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus einem
Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unter Hinzurechnung der
seit dem 1. Januar 2018 separat auszuweisenden Vertragsverbindlichkeiten. Hingegen
reduzierten sich die Finanzschulden um 165,8 Mio. EUR auf 6.169,7 Mio. EUR. Dieser
Rückgang ist überwiegend auf Tilgungen in Höhe von 474,3 Mio. EUR zurückzuführen.
Gegenläufig wirkten sich Einzahlungen aus der Erhöhung bestehender Finanzierungen
in Höhe von 161,0 Mio. EUR sowie Wechselkurseffekte in Höhe von 142,8 Mio. EUR aus. Zum 30. Juni 2018 betrug die Nettoverschuldung unter Einbeziehung der Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente sowie der Finanzschulden 5.577,0 Mio. EUR (31. Dezember
2017: 5.681,7 Mio. EUR). Weitere Angaben zu wesentlichen Veränderungen einzelner Bilanzposten finden Sie in
den Erläuterungen zur Konzernbilanz im Konzernanhang. Gesamtaussage des Vorstands zur erwarteten EntwicklungDie Ertragsentwicklung in den ersten 6 Monaten des Geschäftsjahres 2018 lag unterhalb
der Erwartungen des Vorstands. Grund sind die seit Jahresanfang unvorhergesehen stark
gestiegenen und auch weiterhin steigenden operativen Kosten, insbesondere im Hinblick
auf Treibstoffkosten und Charterraten sowie Intermodalkosten, kombiniert mit einer
langsamer als erwartet voranschreitenden Frachtratenerholung. Aufgrund des unverändert
intensiven Wettbewerbs in der Containerschifffahrt bleibt die Frachtratenentwicklung
weiterhin volatil. Durch die Realisierung von Synergien aus dem Zusammenschluss mit
der UASC konnten Ergebnisbelastungen durch gestiegene operative Kosten teilweise abgeschwächt
werden. Die Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung unterliegen trotz
einer möglichen weiteren Verschärfung von Handelsbeschränkungen zwischen den USA und
China keinen wesentlichen Änderungen. RISIKO- UND CHANCENBERICHTHinsichtlich der bedeutenden Chancen und Risiken, deren Einschätzung sowie der Beurteilung
ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2017. Die
bestehenden globalen makroökonomischen Unsicherheiten sowie der anhaltend starke Wettbewerbsdruck
könnten auch im weiteren Verlauf des Jahres 2018 die Entwicklung der Transportmenge
und der Frachtraten deutlich negativ beeinflussen. Ein weiterer deutlicher Anstieg
des durchschnittlichen Bunkerverbrauchspreises in der zweiten Jahreshälfte 2018 gegenüber
dem Preisniveau zum 30. Juni 2018 hätte zusätzliche negative Auswirkungen auf die
Ertragslage von Hapag-Lloyd. Die Eintrittswahrscheinlichkeit einer solchen Entwicklung
wird derzeit als mittel eingestuft. Gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht 2017 haben sich weitere Änderungen von
Risiken ergeben. Die Eintrittswahrscheinlichkeit einer weiteren Schwächung des US-Dollars
gegenüber dem Euro wird nunmehr, unter Berücksichtigung der aktuellen Marktbedingungen,
als gering eingeschätzt. Aufgrund des Abschlusses erweiterter Service Vereinbarungen
sowie IT-Ausfall-Versicherungen für den Fall möglicher Cyberattacken wird die Auswirkung
möglicher IT-Risiken nunmehr ebenfalls als gering eingeschätzt. Die Auswirkungen einer möglichen weiteren Eskalation von Handelsbeschränkungen zwischen
den USA und China sind derzeit nicht abzusehen. Eine globale Ausweitung des Konflikts
könnte eine Abschwächung des prognostizierten Wirtschaftswachstums und eine Verminderung
der Nachfrage nach Containertransportdienstleistungen zur Folge haben. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung über das erste Halbjahr 2018 bestanden keine Risiken,
die den Fortbestand des Hapag-Lloyd Konzerns gefährden. HINWEIS ZU WESENTLICHEN GESCHÄFTEN MIT NAHESTEHENDEN PERSONENDie Erläuterungen zu Beziehungen und Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und
Personen sind in den Angaben auf Seite 61 im verkürzten Konzernanhang des Quartalsfinanzberichts
enthalten. PROGNOSEÄNDERUNGSBERICHTMit der erwarteten mittelfristig kontinuierlichen Zunahme des Welthandelsvolumens
dürfte auch die Nachfrage nach Containertransportleistungen weiter kontinuierlich
ansteigen. Damit bleiben die Wachstumsperspektiven der Containerschifffahrt mittelfristig
intakt. Die diesbezüglichen Aussagen im Prognosebericht des Konzernlageberichts für
das Geschäftsjahr 2017 haben somit weiterhin Gültigkeit. Zusammenfassend sind nachfolgend die wichtigsten externen Einflussfaktoren dargestellt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet laut seinem aktuellen Konjunkturausblick
(Juli 2018) für das laufende Jahr unverändert ein Weltwirtschaftswachstum von 3,9
%. Gemäß dieser Prognose wächst die Weltwirtschaft 2018 etwas stärker als im Vorjahr
(+3,8 %). Das für die Nachfrage nach den Transportleistungen der Containerschifffahrt
wichtige Welthandelsvolumen steigt nach Einschätzung des IWF im Jahr 2018 um 4,8 %
(2017: +5,1 %). Somit wächst das Welthandelsvolumen auch 2018 stärker als die Weltwirtschaft.
Der Branchendienst IHS Global Insight (Juli 2017) prognostiziert für 2018 ein Wachstum
der globalen Containertransportmenge um 4,9 % (2017: 5,4 %) auf rd. 148 Mio. TEU.
Damit würde die erwartete Zunahme der weltweiten Transportmenge der Containerschifffahrt
2018 gleichgerichtet mit dem Anstieg des Welthandels ausfallen. Nach einer Erhöhung der Transportkapazitäten (nach Verschrottungen und Verschiebungen
von Auslieferungen) im Jahr 2017 um rd. 0,8 Mio. TEU auf 20,8 Mio. TEU rechnen die
Branchenexperten von Drewry für das laufende Jahr mit einem Nettokapazitätszuwachs
der Transportkapazitäten um bis zu rd. 1,1 Mio. TEU. Der erwartete deutliche Anstieg,
bedingt durch die vergleichsweise hohe Anzahl an Auslieferungen von Großschiffen,
könnte auch in der zweiten Jahreshälfte 2018 die Durchsetzung von Frachtratenerhöhungen
erschweren. Hapag-Lloyd erwartet - unter anderem auch durch die ganzjährige Einbeziehung der UASC-Geschäftsaktivitäten
- für das Jahr 2018 eine deutliche Erhöhung des Transportvolumens. Die UASC-Gruppe
wird im Jahr 2018 erstmals für volle 12 Monate in den Konzernabschluss der Hapag-Lloyd
AG einbezogen (abgelaufenes Geschäftsjahr: Einbeziehung der UASC-Gruppe ab dem 24.
Mai 2017). Hiermit ist - neben dem deutlichen Mengenanstieg - eine stärkere Gewichtung
der Fahrtgebiete Mittlerer Osten sowie Fernost bei der Ermittlung der durchschnittlichen
Frachtrate verbunden. Diese Fahrtgebiete weisen ein niedrigeres Frachtratenniveau
als andere Fahrtgebiete von Hapag-Lloyd auf. Unter der Annahme einer sich bereits abzeichnenden saisonal bedingten allgemeinen
Frachtratenerholung in der zweiten Jahreshälfte dürfte die durchschnittliche Frachtrate
von Hapag-Lloyd im Jahr 2018 daher annähernd auf Vorjahresniveau liegen. Auf Basis der Entwicklung der ersten 5 Monate des Geschäftsjahres 2018 und des erwarteten
weiteren Geschäftsverlaufs hat der Vorstand der Hapag-Lloyd AG am 29. Juni 2018 beschlossen,
den bisherigen Ausblick für das Konzern-EBIT und das Konzern-EBITDA des laufenden
Geschäftsjahres 2018 im Rahmen einer Bandbreite wie folgt zu konkretisieren: scroll
Ursachen für die Prognoseanpassung sind die seit Anfang dieses Jahres unvorhergesehen
stark gestiegenen und auch weiterhin steigenden operativen Kosten, insbesondere im
Hinblick auf Treibstoffkosten und Charterraten, kombiniert mit einer langsamer als
erwartet vorangeschrittenen Frachtratenerholung im Vorfeld der sog. "Peak Season". Die Ausprägung der gewählten Bandbreiten spiegelt sowohl das allgemein volatile Marktumfeld
in der Schifffahrtsbranche als auch die hohe Sensitivität der Ergebnisgrößen in Bezug
auf Veränderungen der durchschnittlichen Frachtrate wider. Hierbei nicht berücksichtigt sind derzeit nicht erwartete, aber unter anderem aufgrund
geopolitischer Entwicklungen und Marktpreisrisiken nicht auszuschließende Wertminderungen
auf Geschäfts- oder Firmenwerte, sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Die wichtigen Eckwerte für die Prognose 2018 sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt: Wichtige Eckwerte für die Prognose 2018scroll
Die Eckwerte für die Prognose 2018, bezogen auf das Transportvolumen, den durchschnittlichen
Bunkerverbrauchspreis und die durchschnittliche Frachtrate bleiben damit unverändert
gegenüber der im Geschäftsbericht 2017 veröffentlichten Prognose. Aufgrund der sog. "Peak Season" wird der Großteil der Erlösrealisierung im zweiten
Halbjahr prognostiziert. Ursache ist, dass das Welthandelsvolumen im Jahresverlauf
schwankt und regelmäßig im zweiten Halbjahr deutlich stärker ausfällt als im ersten
Halbjahr. Die Geschäftsentwicklung von Hapag-Lloyd unterliegt in dem von volatilen Frachtraten
und einem starken Wettbewerb geprägten Branchenumfeld weitreichenden Risiken. Die
generellen Risiken sind ausführlich im Risikobericht des Konzernlageberichts im Geschäftsbericht
2017 (Seite 110 ff.) dargestellt. Die Risiken, die eine weitere Abweichung der Geschäftsentwicklung
von der Prognose bewirken könnten, sind ebenfalls ausführlich im Risikobericht dargestellt.
Die maßgeblichen Risiken für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns sind
insbesondere eine erneute Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums und Welthandelsvolumens,
ein anhaltender, deutlicher und nachhaltiger Anstieg der Bunkerpreise über das Niveau
vom 30. Juni 2018 hinaus, ein erneuter deutlicher und nachhaltiger Anstieg des Euros
gegenüber dem US-Dollar sowie eine Stagnation oder sogar ein erneuter Rückgang der
Frachtraten. Zusätzliche Risiken könnten sich aus der weiteren Branchenkonsolidierung
und deren möglichem Einfluss auf die Wettbewerbspositionierung von Hapag-Lloyd sowie
der veränderten Zusammensetzung der globalen Allianzen ergeben. Der Eintritt eines oder mehrerer dieser Risiken könnte einen deutlich negativen Einfluss
auf die Branche und somit ebenfalls auf die weitere Geschäftsentwicklung von Hapag-Lloyd
in den verbleibenden Monaten des Jahres 2018 ausüben, wodurch sich auch Wertminderungen
auf Geschäfts- oder Firmenwerte, sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
ergeben könnten. KONZERNZWISCHENABSCHLUSSKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
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| Mio. EUR | Q2 2018 | Q2 2017 1 | H1 2018 | H1 20171 |
| Umsatzerlöse | 2.808,0 | 2.386,2 | 5.424,7 | 4.518,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 10,3 | 77,6 | 46,1 | 103,9 |
| Transportaufwendungen | 2.358,2 | 1.933,8 | 4.511,8 | 3.718,9 |
| Personalaufwendungen | 154,4 | 196,7 | 321,9 | 344,1 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 170,8 | 145,3 | 336,5 | 273,1 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 107,4 | 115,6 | 227,4 | 213,8 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 27,5 | 72,4 | 73,2 | 72,3 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen | 7,5 | 10,8 | 15,5 | 18,4 |
| Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern (EBIT) | 35,0 | 83,2 | 88,7 | 90,7 |
| Zinserträge | 4,8 | 4,5 | 11,2 | 6,1 |
| Zinsaufwendungen | 95,2 | 64,1 | 183,9 | 127,5 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -55,4 | 23,6 | -84,0 | -30,7 |
| Ertragsteuern | 11,2 | 8,2 | 16,9 | 12,0 |
| Konzernergebnis | -66,6 | 15,4 | -100,9 | -42,7 |
| Davon Ergebnisanteil der Aktionäre der Hapag-Lloyd AG | -70,4 | 13,8 | -108,0 | -45,0 |
| Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallendes Ergebnis | 3,8 | 1,6 | 7,1 | 2,3 |
| Unverwässertes / Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | -0,40 | 0,10 | -0,61 | -0,35 |
| Mio. EUR | Q2 2018 | Q2 2017 1 | H1 2018 | H1 20171 |
| Konzernergebnis | -66,6 | 15,4 | -100,9 | -42,7 |
| Posten, die nicht erfolgswirksam umgegliedert werden: | ||||
| Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen, nach Steuern | -4,7 | 5,4 | -0,7 | 10,0 |
| Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen, vor Steuern | -4,9 | 5,6 | -0,4 | 10,2 |
| Steuereffekt | 0,2 | -0,2 | -0,3 | -0,2 |
| Cashflow Hedges (kein Steuereffekt) | 26,1 | - | 24,6 | - |
| Wirksamer Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwerts | 25,2 | - | 23,9 | - |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0,9 | - | 0,7 | - |
| Kosten der Absicherung (kein Steuereffekt) | 0,9 | - | -2,8 | - |
| Wirksamer Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwerts | 0,8 | - | -2,9 | - |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0,1 | - | 0,1 | - |
| Währungsumrechnung (kein Steuereffekt) | 327,9 | -324,0 | 169,4 | -377,9 |
| Posten, die erfolgswirksam umgegliedert werden können: | - | |||
| Cashflow Hedges (kein Steuereffekt) | -0,1 | 2,5 | 2,8 | -3,1 |
| Wirksamer Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwertes | -59,4 | 65,2 | -29,8 | 64,4 |
| Umgliederung in den Gewinn oder Verlust | 58,9 | -62,7 | 32,3 | -67,5 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0,4 | - | 0,3 | - |
| Kosten der Absicherung (kein Steuereffekt) | -1,0 | 0,6 | 0,3 | -3,4 |
| Wirksamer Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwerts | -7,7 | -8,7 | -12,4 | -15,0 |
| Umgliederung in den Gewinn oder Verlust | 6,7 | 9,3 | 12,7 | 11,6 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 349,1 | -315,5 | 193,6 | -374,4 |
| Gesamtergebnis | 282,5 | -300,1 | 92,7 | -417,1 |
| Davon Gesamtergebnisanteil der Aktionäre der Hapag-Lloyd AG | 277,8 | -301,5 | 85,0 | -419,2 |
| Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallendes Gesamtergebnis |
4,7 | 1,4 | 7,7 | 2,1 |
| Mio. EUR | 30.6.2018 | 31.12.2017 1 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 1.531,3 | 1.486,8 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1.790,2 | 1.785,5 |
| Sachanlagen | 9.039,0 | 8.966,5 |
| Nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen | 315,8 | 331,9 |
| Sonstige Forderungen | 14,6 | 25,7 |
| Derivative Finanzinstrumente | 8,0 | 8,6 |
| Ertragsteuerforderungen | 4,1 | 3,8 |
| Aktive latente Ertragsteuern | 26,5 | 24,7 |
| Langfristige Vermögenswerte | 12.729,5 | 12.633,5 |
| Vorräte | 257,1 | 186,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 703,2 | 887,8 |
| Vertragsvermögenswerte | 258,3 | - |
| Sonstige Forderungen | 433,2 | 436,7 |
| Derivative Finanzinstrumente | 31,9 | 42,6 |
| Ertragsteuerforderungen | 32,2 | 19,6 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 552,4 | 604,9 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | - | 16,3 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.268,3 | 2.194,3 |
| Summe Aktiva | 14.997,8 | 14.827,8 |
| Mio. EUR | 30.6.2018 | 31.12.2017 1 |
| Gezeichnetes Kapital | 175,8 | 175,8 |
| Kapitalrücklagen | 2.637,4 | 2.637,4 |
| Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital | 3.074,9 | 3.174,9 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 245,8 | 57,7 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Hapag-Lloyd AG | 6.133,9 | 6.045,8 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 12,5 | 12,5 |
| Eigenkapital | 6.146,4 | 6.058,3 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 267,7 | 270,2 |
| Sonstige Rückstellungen | 76,2 | 80,0 |
| Finanzschulden | 5.378,0 | 5.630,7 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6,4 | 9,5 |
| Derivative Finanzinstrumente | 4,0 | 9,4 |
| Passive latente Ertragsteuern | 4,5 | 4,0 |
| Langfristige Schulden | 5.736,8 | 6.003,8 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 14,2 | 20,7 |
| Sonstige Rückstellungen | 217,2 | 244,2 |
| Ertragsteuerschulden | 40,8 | 34,4 |
| Finanzschulden | 791,7 | 704,8 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.766,7 | 1.559,8 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 130,7 | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 107,5 | 201,8 |
| Derivative Finanzinstrumente | 45,8 | - |
| Kurzfristige Schulden | 3.114,6 | 2.765,7 |
| Summe Passiva | 14.997,8 | 14.827,8 |
| Mio. EUR | Q2 2018 | Q2 2017 1 | H1 2018 | H1 20171 |
| Konzernergebnis | -66,6 | 15,4 | -100,9 | -42,7 |
| Steueraufwendungen (+) / -erträge (-) | 11,2 | 8,2 | 16,9 | 12,0 |
| Zinsergebnis | 90,4 | 59,6 | 172,7 | 121,4 |
| Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) | 170,8 | 145,3 | 336,5 | 273,1 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) und Umgliederungen | -14,1 | -37,2 | 29,9 | -30,6 |
| Gewinn (-) / Verlust (+) aus Sicherungsgeschäften für Finanzschulden | 4,9 | 3,6 | -40,5 | 3,6 |
| Gewinn (-) / Verlust (+) aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten | -1,1 | -0,2 | -2,1 | -0,8 |
| Erträge (-) / Aufwendungen (+) aus nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen und aus Dividenden von Beteiligungsunternehmen |
-7,5 | -10,7 | -15,5 | -18,4 |
| Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte | -39,5 | -12,4 | -62,6 | -31,0 |
| Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte | -25,6 | -59,6 | -59,6 | -70,7 |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen | -62,7 | 26,8 | -39,4 | 39,8 |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten (ohne Finanzschulden) | 99,2 | 21,7 | 181,6 | 54,5 |
| Ertragsteuereinzahlungen (+) / -zahlungen (-) | -3,2 | -2,9 | -8,4 | -5,2 |
| Zinseinzahlungen | 1,1 | 0,8 | 2,5 | 1,5 |
| Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 157,3 | 158,4 | 411,1 | 306,5 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 6,2 | 1,3 | 10,9 | 2,9 |
| Einzahlungen aus Dividenden | 32,3 | 28,0 | 32,5 | 28,1 |
| Einzahlungen aus Abgängen von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | - | - | 14,6 | - |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -25,1 | -71,8 | -103,4 | -186,0 |
| Nettozahlungsmittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus Unternehmenserwerben | 0,3 | 364,0 | 0,3 | 364,0 |
| Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus der Investitionstätigkeit | 13,7 | 321,5 | -45,1 | 209,0 |
| Mio. EUR | Q2 2018 | Q2 2017 1 | H1 2018 | H1 20171 |
| Auszahlungen für Kapitalaufnahmen | - | -0,1 | -1,9 | -0,1 |
| Auszahlungen aus der Änderung der Beteiligungsanteile an Tochterunternehmen | - | -0,3 | - | -0,3 |
| Auszahlungen für Dividenden | -1,7 | -0,7 | -10,1 | -1,5 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden | 7,3 | 275,6 | 161,0 | 909,0 |
| Auszahlungen aus der Rückführung von Finanzschulden | -189,4 | -413,4 | -474,3 | -1.040,0 |
| Auszahlungen für Zinsen und Gebühren | -68,2 | -61,4 | -150,9 | -123,1 |
| Einzahlungen (+) und Auszahlungen (-) aus Sicherungsgeschäften für Finanzschulden | -5,8 | -4,8 | 32,7 | -4,8 |
| Veränderung beschränkt verfügbarer Finanzmittel | 9,8 | -2,7 | 9,7 | -26,7 |
| Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus der Finanzierungstätigkeit | -248,0 | -207,8 | -433,8 | -287,5 |
| Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -77,0 | 272,1 | -67,8 | 228,0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode | 597,7 | 519,8 | 604,9 | 570,2 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 31,7 | -38,2 | 15,3 | -44,5 |
| Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -77,0 | 272,1 | -67,8 | 228,0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 552,4 | 753,7 | 552,4 | 753,7 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Hapag-Lloyd AG | ||||||
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | ||||||
| Mio. EUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklagen |
Erwirtschaftetes Konzerneigen- kapital |
Neubewertungen aus leistungs- orientierten Plänen |
Rücklage für Cashflow Hedges |
Rücklage für Kosten der Absicherung |
| Stand 1.1.2017 | 118,1 | 1.061,8 | 3.152,9 | -118,9 | 5,4 | - |
| Effekt aus der Erstanwendung von IFRS 9 | - | - | 0,5 | - | - | -0,5 |
| Angepasster Stand 1.1.2017 | 118,1 | 1.061,8 | 3.153,4 | -118,9 | 5,4 | -0,5 |
| Gesamtergebnis (angepasst) | - | - | -45,0 | 10,0 | -3,1 | -3,4 |
| davon | ||||||
| Konzernergebnis | - | - | -45,0 | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | 10,0 | -3,1 | -3,4 |
| Transaktionen mit Gesellschaftern | 45,9 | 1.239,4 | - | - | - | - |
| davon | ||||||
| Ausgabe von Stückaktien im Zusammenhang mit dem Erwerb der UASC-Gruppe | 45,9 | 1.239,4 | - | - | - | - |
| Antizipierter Erwerb von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter | - | - | - | - | - | - |
| Erwerb von Anteilen von nicht beherrschenden Gesellschaftern ohne Kontrollwechsel | - | - | - | - | - | - |
| Ausschüttung an nicht beherrschende Gesellschafter | - | - | - | - | - | - |
| Entkonsolidierung | - | - | -0,2 | - | - | - |
| Stand 30.6.2017 1 | 164,0 | 2.301,2 | 3.108,2 | -108,9 | 2,3 | -3,9 |
| Stand 1.1.2018 2 | 175,8 | 2.637,4 | 3.174,9 | -118,8 | 11,0 | -1,0 |
| Effekt aus der Erstanwendung von IFRS 9 | - | - | 10,3 | - | - | - |
| Angepasster Stand 1.1.2018 | 175,8 | 2.637,4 | 3.185,2 | -118,8 | 11,0 | -1,0 |
| Gesamtergebnis | - | - | -108,0 | -0,7 | 27,4 | -2,5 |
| davon | ||||||
| Konzernergebnis | - | - | -108,0 | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | -0,7 | 27,4 | -2,5 |
| Absicherungsgewinne und -Verluste, die in die Kosten der Vorräte umgegliedert werden | - | - | - | - | -11,2 | 5,6 |
| Transaktionen mit Gesellschaftern | - | - | -2,2 | - | - | - |
| davon | ||||||
| Antizipierter Erwerb von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter | - | - | - | - | - | - |
| Erwerb von Anteilen von nicht beherrschenden Gesellschaftern ohne Kontrollwechsel | - | - | - | - | - | - |
| Ausschüttung an nicht beherrschende Gesellschafter | - | - | -2,2 | - | - | - |
| Entkonsolidierung | - | - | -0,1 | - | - | - |
| Stand 30.6.2018 | 175,8 | 2.637,4 | 3.074,9 | -119,5 | 27,2 | 2,1 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Hapag-Lloyd AG | ||||||
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | ||||||
| Mio. EUR | Währungs- rücklage |
Rücklage für Put-Optionen auf nicht beherrschende Anteile |
Summe kumuliertes übriges Eigenkapital |
Summe | Anteile nicht beherrschender Gesellschafter |
Summe Eigenkapital |
| Stand 1.1.2017 | 835,3 | - | 721,8 | 5.054,6 | 3,8 | 5.058,4 |
| Effekt aus der Erstanwendung von IFRS 9 | - | - | -0,5 | - | - | - |
| Angepasster Stand 1.1.2017 | 835,3 | - | 721,3 | 5.054,6 | 3,8 | 5.058,4 |
| Gesamtergebnis (angepasst) | -377,7 | - | -374,2 | -419,2 | 2,1 | -417,1 |
| davon | ||||||
| Konzernergebnis | - | - | - | -45,0 | 2,3 | -42,7 |
| Sonstiges Ergebnis | -377,7 | - | -374,2 | -374,2 | -0,2 | -374,4 |
| Transaktionen mit Gesellschaftern | - | -0,4 | -0,4 | 1.284,9 | 3,8 | 1.288,7 |
| davon | ||||||
| Ausgabe von Stückaktien im Zusammenhang mit dem Erwerb der UASC-Gruppe | - | - | - | 1.285,3 | 7,1 | 1.292,4 |
| Antizipierter Erwerb von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter | - | -0,4 | -0,4 | -0,4 | -1,5 | -1,9 |
| Erwerb von Anteilen von nicht beherrschenden Gesellschaftern ohne Kontrollwechsel | - | - | - | - | -0,3 | -0,3 |
| Ausschüttung an nicht beherrschende Gesellschafter | - | - | - | - | -1,5 | -1,5 |
| Entkonsolidierung | 0,2 | - | 0,2 | - | - | - |
| Stand 30.6.2017 1 | 457,8 | -0,4 | 346,9 | 5.920,3 | 9,7 | 5.930,0 |
| Stand 1.1.2018 2 | 167,5 | -1,0 | 57,7 | 6.045,8 | 12,5 | 6.058,3 |
| Effekt aus der Erstanwendung von IFRS 9 | - | - | - | 10,3 | - | 10,3 |
| Angepasster Stand 1.1.2018 | 167,5 | -1,0 | 57,7 | 6.056,1 | 12,5 | 6.068,6 |
| Gesamtergebnis | 168,8 | - | 193,0 | 85,0 | 7,7 | 92,7 |
| davon | ||||||
| Konzernergebnis | - | - | - | -108,0 | 7,1 | -100,9 |
| Sonstiges Ergebnis | 168,8 | - | 193,0 | 193,0 | 0,6 | 193,6 |
| Absicherungsgewinne und -Verluste, die in die Kosten der Vorräte umgegliedert werden | - | - | -5,6 | -5,6 | - | -5,6 |
| Transaktionen mit Gesellschaftern | - | 0,6 | 0,6 | -1,6 | -7,7 | -9,3 |
| davon | ||||||
| Antizipierter Erwerb von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter | - | 0,6 | 0,6 | 0,6 | - | 0,6 |
| Erwerb von Anteilen von nicht beherrschenden Gesellschaftern ohne Kontrollwechsel | - | - | - | - | 0,2 | 0,2 |
| Ausschüttung an nicht beherrschende Gesellschafter | - | - | - | -2,2 | -7,9 | -10,1 |
| Entkonsolidierung | 0,1 | - | 0,1 | - | - | - |
| Stand 30.6.2018 | 336,4 | -0,4 | 245,8 | 6.133,9 | 12,5 | 6.146,4 |
1
Durch die retrospektive Verbesserung des Ergebnisses im ersten Halbjahr 2017 ergab
sich zum 30. Juni 2017 ein um 3,4 Mio. EUR höheres erwirtschaftetes Konzerneigenkapital.
Gegenläufig wurde zum 1. Januar 2017 eine Rücklage für Kosten der Absicherung in Höhe
von -0,5 Mio. EUR und zum 30. Juni 2017 von insgesamt 3.9 Mio. EUR ausgewiesen.
2
Aufgrund der retrospektiven Anwendung der Vorschriften zur Designation von Optionsgeschäften
ergab sich zum 1. Januar 2018 ein um 1,0 Mio. EUR höheres erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
und eine Rücklage für Kosten der Absicherung in Höhe von -1,0 Mio. EUR.
Hapag-Lloyd ist ein international aufgestellter Konzern, der im Wesentlichen die Containerlinienschifffahrt
auf See, die Vornahme logistischer Geschäfte sowie alle damit im Zusammenhang stehenden
Geschäfte und Dienstleistungen betreibt.
Die Hapag-Lloyd Aktiengesellschaft (Hapag-Lloyd AG) mit Sitz in Hamburg, Ballindamm
25, Deutschland, ist die Muttergesellschaft des Hapag-Lloyd Konzerns und eine börsennotierte
Gesellschaft deutschen Rechts. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichts
Hamburg unter der Nummer HRB 97937 eingetragen. Die Aktien der Gesellschaft werden
an den Wertpapierbörsen in Frankfurt und Hamburg gehandelt.
Der Konzernzwischenabschluss umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018
und wird in Euro (EUR) berichtet und veröffentlicht. Alle Beträge des Geschäftsjahres
werden, soweit nicht anders vermerkt, in Millionen Euro (Mio. EUR) angegeben.
Der Vorstand hat den verkürzten Konzernzwischenabschluss am 9. August 2018 zur Veröffentlichung
freigegeben.
Der Konzernabschluss der Hapag-Lloyd AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde nach
den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting
Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS Interpretation
Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind.
Der vorliegende Zwischenabschluss zum 30. Juni 2018 wurde dabei in Übereinstimmung
mit den Vorschriften des IAS 34 verfasst. Die Darstellung erfolgt in verkürzter Form.
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss sowie der Konzernzwischenlagebericht
der Hapag-Lloyd AG wurden weder einer prüferischen Durchsicht unterzogen noch entsprechend
§ 317 HGB geprüft.
Bei der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses wurden die seit dem 1. Januar 2018
in der EU maßgeblichen Standards und Interpretationen angewendet. Bezüglich der möglichen
Auswirkungen bereits verabschiedeter, aber erst zukünftig verpflichtend anzuwendender
Standards und Interpretationen verweisen wir auf die unverändert gültigen Ausführungen
aus dem Konzernanhang zum 31. Dezember 2017. Die Aktivitäten im Rahmen des Projekts
zur Umsetzung des IFRS 16 wurden im ersten Halbjahr 2018 fortgesetzt. In diesem Zusammenhang
ergaben sich bisher keine wesentlichen neuen Erkenntnisse. Der Konzernzwischenabschluss
zum 30. Juni 2018 ist im Zusammenhang mit dem geprüften und veröffentlichten IFRS-Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2017 zu lesen. Mit Ausnahme der im Abschnitt "Neue Rechnungslegungsvorschriften"
dargestellten Änderungen wurde der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung derselben
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, die dem Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2017 zugrunde lagen. Schätzungen und Ermessensentscheidungen wurden wie im
Vorjahr ausgeübt. Die tatsächlichen Werte können von den geschätzten Werten abweichen.
Die funktionale Währung der Hapag-Lloyd AG und aller wesentlichen Tochtergesellschaften
ist der US-Dollar. Die Berichterstattung der Hapag-Lloyd AG erfolgt dagegen in Euro.
Für Zwecke der Berichterstattung werden die Vermögenswerte und Schulden des Hapag-Lloyd
Konzerns mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag (Stichtagskurs) in Euro umgerechnet.
Für die Zahlungsströme in der Konzernkapitalflussrechnung sowie die in der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung ausgewiesenen Aufwendungen, Erträge sowie das Ergebnis erfolgt
die Umrechnung mit dem Durchschnittskurs des Berichtszeitraums. Die hieraus entstehenden
Differenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst.
Zum 30. Juni 2018 notierte der USD / EUR-Stichtagskurs mit 1,1641 USD / EUR (31. Dezember
2017: 1,1989 USD / EUR). Für das erste Halbjahr 2018 ergibt sich ein USD / EUR-Durchschnittskurs
von 1,2109 USD / EUR (Vorjahreszeitraum: 1,0826 USD / EUR).
Eine Vergleichbarkeit der Ertrags- und Finanzlage mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum
ist nur eingeschränkt möglich, da die UASC-Gruppe im Vorjahr erst ab dem 24. Mai 2017
in den Konzern der Hapag-Lloyd AG einbezogen wurde.
Am 20. Juli 2018 wurden die neuen Heubeck Richttafeln 2018 G veröffentlicht. Ein sich
daraus ergebener Umstellungseffekt wäre ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis zu erfassen.
Im Konzernzwischenabschluss von Hapag-Lloyd wurden die neuen Richttafeln nicht berücksichtigt.
Im Folgenden werden die für den Hapag-Lloyd Konzern bedeutenden Änderungen durch die
erstmals im Geschäftsjahr 2018 anzuwendenden Standards IFRS 9 und IFRS 15 erläutert.
Aus den übrigen erstmals im Geschäftsjahr 2018 anzuwendenden Vorschriften ergeben
sich keine wesentlichen Auswirkungen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Hapag-Lloyd Konzerns.
Im Juli 2014 veröffentlichte das International Accounting Standards Board die endgültige
Fassung des IFRS 9 Finanzinstrumente, der die bestehenden Regelungen des IAS 39 zur
Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten ersetzt.
Hapag-Lloyd hat IFRS 9 erstmals zum 1. Januar 2018 angewendet. Durch die Erstanwendung
von IFRS 9 wurde das erwirtschaftete Konzerneigenkapital in der Eröffnungsbilanz zum
1. Januar 2018 um insgesamt 11,3 Mio. EUR erhöht (davon 10,3 Mio. EUR aus nicht retrospektiver
Anwendung von IFRS 9); in der Eröffnungsbilanz des Vorjahres war eine rückwirkende
Erhöhung des erwirtschafteten Konzerneigenkapitals in Höhe von 0,5 Mio. EUR erforderlich.
Detaillierte Erläuterungen zu den Auswirkungen des Standards und zu den angewendeten
Übergangsvorschriften sind nachfolgend dargestellt.
IFRS 9 enthält einen neuen Klassifizierungs- und Bewertungsansatz für finanzielle
Vermögenswerte, welcher das Geschäftsmodell, in dessen Rahmen die Vermögenswerte gehalten
werden, sowie die Eigenschaften ihrer Zahlungsströme widerspiegelt. Danach gibt es
3 wichtige Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte: zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet (AC), erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet
(FVOCI) und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL).
Je nach Geschäftsmodell entstehen die Zahlungsströme eines finanziellen Vermögenswerts
(Schuldinstrument) durch die Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme, durch
Verkauf oder aus einer Kombination aus beidem. Für eine Klassifizierung als zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen
Ergebnis bewertet dürfen die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs-
und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.
Ein Schuldinstrument wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn es im
Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten wird, dessen Zielsetzung darin besteht, Vermögenswerte
zu halten, um die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen. Gleichzeitig muss
es sich bei den vertraglichen Zahlungsströmen ausschließlich um Tilgungs- und Zinszahlungen
auf den ausstehenden Kapitalbetrag handeln.
Ein Schuldinstrument wird in der Regel erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im
sonstigen Ergebnis bewertet, wenn es - neben der Erfüllung des Zahlungsstromkriteriums
- im Rahmen eines gemischten Geschäftsmodells gehalten wird, bei dem sowohl vertragliche
Zahlungsströme vereinnahmt als auch Verkäufe getätigt werden.
Sofern die oben genannten Kriterien für die Klassifizierung als AC bzw. FVOCI nicht
erfüllt sind, werden die Schuldinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertet. Die Klassifizierung und Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten erfolgt grundsätzlich
erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwert.
IFRS 9 behält die bestehenden Anforderungen des IAS 39 für die Einstufung von finanziellen
Schulden weitgehend bei.
IFRS 9 enthält unter anderem neue Vorgaben zur Berücksichtigung von Vertragsänderungen
finanzieller Verbindlichkeiten (sog. Modifikationen). Für substanzielle Modifikationen,
die zu einem bilanziellen Abgang der finanziellen Verbindlichkeit führen, bleiben
die Regelungen im Vergleich zu IAS 39 unverändert bestehen. Bei nichtsubstanziellen
Modifikationen, die keinen bilanziellen Abgang der finanziellen Verbindlichkeit nach
sich ziehen, ist der Buchwert nach IFRS 9 ergebniswirksam anzupassen. Der neue Buchwert
ergibt sich aus dem Barwert der modifizierten Zahlungsströme unter Anwendung des ursprünglichen
Effektivzinssatzes. Unter IAS 39 wurde kein Modifikationsgewinn oder -verlust erfasst,
sondern der Effektivzinssatz wurde über die Restlaufzeit der modifizierten Verbindlichkeit
angepasst.
Die Auswirkungen des neuen Kategorienmodells nach IFRS 9 auf die Finanzinstrumente
des Hapag-Lloyd Konzerns werden in der folgenden Tabelle und den sich anschließenden
Erläuterungen dargestellt, indem für jede Klasse der finanziellen Vermögenswerte und
finanziellen Verbindlichkeiten die ursprünglichen Bewertungskategorien nach IAS 39
und die neuen Bewertungskategorien nach IFRS 9 sowie deren jeweiligen Buchwerte zum
1. Januar 2018 gegenübergestellt werden.
| Mio. EUR | Anhang | Bewertungskategorie nach IAS 39 |
Bewertungskategorie nach IFRS 9 |
Buchwert 31.12.2017 IAS 39 |
Buchwert 1.1.2018 IFRS 9 |
| Aktiva | |||||
| a | LaR | AC | 340,6 | 340,4 | |
| Sonstige Forderungen | n.a. | n.a. | 118,5 | 118,5 | |
| b | AfS | FVTPL | 3,0 | 3,0 | |
| b | AfS | n.a. | 0,3 | 0,3 | |
| Derivative Finanzinstrumente | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FAHfT | FVTPL | 12,7 | 12,7 | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung (Hedge Accounting) | n.a. | n.a. | 38,5 | 38,5 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | a | LaR | AC | 887,8 | 887,2 |
| Finanzmittel | LaR | AC | 604,9 | 604,9 | |
| Passiva | - | ||||
| Finanzschulden | c | FLAC | FLAC | 6.211,9 | 6.200,9 |
| Verbindlichkeiten aus Finance Lease 1 | n.a. | n.a. | 123,6 | 123,6 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | FLAC | FLAC | 50,6 | 50,6 | |
| n.a. | n.a. | 158,6 | 158,6 | ||
| Verbindlichkeiten aus Put-Optionen 2 | FLAC | FLAC | 2,1 | 2,1 | |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLHfT | FVTPL | 5,2 | 5,2 | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung (Hedge Accounting) | n.a. | n.a. | 4,2 | 4,2 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | FLAC | 1.559,8 | 1.559,8 |
1
Teil der Finanzschulden
2
Teil der sonstigen Verbindlichkeiten
a) Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Vertragsvermögenswerte sowie
die sonstigen Forderungen, die gemäß IAS 39 als "Loans and Receivables" (LaR) klassifiziert
wurden, werden nach IFRS 9 zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bilanziert. Aufgrund
des neuen Wertminderungsmodells nach IFRS 9 (siehe hierzu ii. Wertminderung) verringern
sich die jeweiligen Buchwerte zum Erstanwendungszeitpunkt. Der hieraus resultierende
Effekt wurde in der Eröffnungsbilanz im erwirtschafteten Konzerneigenkapital mindernd
erfasst.
b) Zum 31. Dezember 2017 verfügte Hapag-Lloyd über finanzielle Vermögenswerte der
Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" (AfS), die gemäß IAS 39 erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert bewertet wurden. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 betrug der Buchwert dieser
Finanzinstrumente 3,3 Mio. EUR. Darin enthalten sind Wertpapiere in Höhe von 2,3 Mio.
EUR, die das Zahlungsstromkriterium des IFRS 9 nicht erfüllen. Die Wertpapiere wurden
daher von der IAS 39 Kategorie AfS in die IFRS 9 Kategorie FVTPL umkategorisiert.
Dies hat zur Folge, dass alle Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts ab dem 1.
Januar 2018 im Gewinn oder Verlust erfasst werden.
Des Weiteren umfassen die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte
Beteiligungen (0,7 Mio. EUR), die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Diese wurden
bisher gemäß IAS 39 unter Anwendung des IAS 39.46(c) zu Anschaffungskosten bewertet
und werden gemäß IFRS 9 der Kategorie FVTPL zugeordnet. Das Wahlrecht, Eigenkapitalinstrumente
im Anwendungsbereich des IFRS 9 bei der erstmaligen Anwendung des neuen Standards
zu FVOCI zu klassifizieren (FVOCI-Option), hat der Hapag-Lloyd Konzern nicht ausgeübt.
Beteiligungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR, die aufgrund untergeordneter Bedeutung für
den Konzernabschluss nicht konsolidiert wurden und nach IAS 39 ebenfalls zu den zur
Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten gehörten, fallen nun nicht mehr
in den Anwendungsbereich von IFRS 9.
Für die 3 oben beschriebenen Sachverhalte gab es keine Buchwertanpassungen in den
sonstigen Forderungen zum 1. Januar 2018.
c) Im Zusammenhang mit nicht-substanziellen Modifikationen bei finanziellen Verbindlichkeiten
hat sich der Buchwert der Finanzschulden aufgrund der neuen Regelungen des IFRS 9
in der Eröffnungsbilanz um 11,0 Mio. EUR reduziert. In entsprechender Höhe ist das
erwirtschaftete Konzerneigenkapital in der Eröffnungsbilanz angestiegen.
Das nach IAS 39 auf "eingetretenen Verlusten" basierende Modell zur Ermittlung von
Risikovorsorge bzw. Wertminderungen wird mit der Einführung von IFRS 9 ersetzt durch
ein zukunftsorientiertes Modell, das auf "erwarteten Kreditausfällen" basiert. Es
werden dabei auch finanzielle Vermögenswerte wertberichtigt, die nicht überfällig
sind.
Das neue Wertminderungsmodell ist auf finanzielle Vermögenswerte anzuwenden, die zu
fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im
sonstigen Ergebnis bewertet werden - mit Ausnahme von als Finanzanlagen gehaltenen
Eigenkapitalinstrumenten - sowie auf Vertragsvermögenswerte nach IFRS 15.
Ein Ausfall bei einem finanziellen Vermögenswert gilt als eingetreten, wenn die vertraglichen
Zahlungen nicht eingetrieben werden konnten und von einer Uneinbringlichkeit ausgegangen
wird.
Es gibt 2 Vorgehensweisen zur Anwendung des neuen Wertminderungsmodells: Bei der allgemeinen
Vorgehensweise wird eine Risikovorsorge für die erwarteten 12-Monats-Kreditverluste
(Stufe 1) oder für die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste (Stufe 2 und 3)
gebildet. Die Einordnung in die Stufen richtet sich danach, ob sich das Kreditrisiko
für das Finanzinstrument seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht (Stufe 2)
bzw. sogar eine beeinträchtigte Bonität hat (Stufe 3). Die vereinfachte Vorgehensweise
ist für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder Vertragsvermögenswerte nach
IFRS 15, die keine wesentliche Finanzierungskomponente enthalten, anzuwenden. Änderungen
des Kreditrisikos werden bei der vereinfachten Vorgehensweise nicht nachverfolgt,
es wird immer eine Risikovorsorge für die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste
(Stufe 2 und 3) angesetzt.
Die allgemeine Vorgehensweise findet im Hapag-Lloyd Konzern für Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente und sonstige finanzielle Vermögenswerte, die in den Anwendungsbereich
für Wertminderungen nach IFRS 9 fallen, Anwendung. Aufgrund der Kurzfristigkeit der
Bankguthaben und sonstigen Geldanlagen sowie der hohen Bonität der kontrahierenden
Kreditinstitute sind die erwarteten Kreditausfälle bei Bankguthaben und sonstigen
Geldanlagen geringfügig und werden daher nicht angesetzt. Der Unterschied zwischen
der Höhe der Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Vermögenswerte zum 31. Dezember
2017 gemäß IAS 39 und der Höhe der Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Vermögenswerte
zum 1. Januar 2018 gemäß IFRS 9 ist unwesentlich.
Im Hapag-Lloyd Konzern kommt die vereinfachte Vorgehensweise für Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen sowie für Vertragsvermögenswerte zum Tragen.
Zur Bemessung der erwarteten Kreditausfälle von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
ohne beeinträchtigte Bonität sowie Vertragsvermögenswerten ohne beeinträchtigte Bonität
werden diese nach den gemeinsamen Kreditrisikoeigenschaften "geografische Region"
und "Kunden-Rating" mittels Wertberichtigungstabellen gruppiert. Dabei berücksichtigen
die in länderspezifischen Wertberichtigungstabellen angesetzten Ausfallwahrscheinlichkeiten
makroökonomische Daten sowie finanzielle und nichtfinanzielle Informationen der nach
Rating gruppierten Kunden. Die verwendeten Ausfallwahrscheinlichkeiten sind zukunftsorientiert
und werden anhand historischer Kreditausfälle verifiziert. Eine beeinträchtigte Bonität
wird bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dann angenommen, wenn es unwahrscheinlich
ist, dass der Kunde seinen Verpflichtungen nachkommen wird, oder wenn Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen seit mehr als 90 Tagen überfällig sind. Zur Bemessung
der erwarteten Kreditausfälle dieser Forderungen werden Fälligkeitsstrukturen, Kreditwürdigkeit,
geografische Region und historische Forderungsausfälle unter Einbezug von prognostizierten
künftigen wirtschaftlichen Bedingungen berücksichtigt. Der Betrag der Wertberichtigungen
auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf Vertragsvermögenswerte zum
1. Januar 2018 nach IFRS 9 ist um 0,6 Mio. EUR höher als der Betrag der Wertberichtigungen
auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2017 nach IAS 39.
Der Ansatz erwarteter Kreditausfälle umfasst Einschätzungen und Beurteilungen von
Eigenschaften einzelner Forderungen bzw. Forderungsgruppen.
Bei der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 hat der Konzern das Wahlrecht, anstatt der
Anforderungen des IFRS 9 weiterhin die Bilanzierungsvorschriften des IAS 39 für Sicherungsgeschäfte
anzuwenden. Hapag-Lloyd hat beschlossen, die neuen Anforderungen des IFRS 9 anzuwenden.
Nach IFRS 9 hat Hapag-Lloyd sicherzustellen, dass die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen
mit den Zielen und der Strategie des Konzernrisikomanagements in Einklang steht und
dass ein eher qualitativer und zukunftsorientierter Ansatz bei der Beurteilung der
Wirksamkeit der Sicherungsgeschäfte zur Anwendung kommt. IFRS 9 hat außerdem neue
Anforderungen bezüglich der Neugewichtung von Sicherungsbeziehungen eingeführt und
untersagt die freiwillige Beendigung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften. Nach
dem neuen Modell ist es möglich, dass voraussichtlich mehr Risikomanagementstrategien,
insbesondere diejenigen, die eine Risikoabsicherungskomponente (mit Ausnahme des Fremdwährungsrisikos)
eines nichtfinanziellen Postens beinhalten, die Voraussetzungen für die Bilanzierung
von Sicherungsgeschäften erfüllen. Der Hapag-Lloyd Konzern führt derzeit keine Absicherungen
solcher Risikokomponenten durch.
IFRS 9 beinhaltet außerdem neue Vorschriften für die Bilanzierung der Absicherungskosten,
wenn nur die Änderung des inneren Werts oder die Wertänderung der Kassakomponente
als Sicherungsinstrument designiert wird. Nach IAS 39 sind die Wertänderungen der
nicht designierten Zeitwerte bzw. der Terminkomponente unmittelbar im Gewinn oder
Verlust zu erfassen. Bei Anwendung des IFRS 9 muss in diesem Fall die Veränderung
des Zeitwerts im sonstigen Ergebnis - in einer separaten Rücklage für Kosten der Absicherung
- erfasst werden, während die Veränderung der Zinskomponente und des Fremdwährungsbasisspreads
im sonstigen Ergebnis erfasst werden kann.
Im Hapag-Lloyd Konzern werden zur Absicherung von Treibstoffpreisrisiken Bunkeroptionen
eingesetzt, wobei nur der innere Wert in die Sicherungsbeziehung einbezogen wird.
Die hieraus resultierenden Zeitwertveränderungen wurden unter IAS 39 sofort erfolgswirksam
erfasst, während diese gemäß IFRS 9 im sonstigen Ergebnis zu erfassen sind, sodass
nun geringere Bewertungsschwankungen in der Gewinn- und Verlustrechnung entstehen.
Da die Anwendung der neuen Bilanzierung für die Zeitwertveränderungen von Optionen
rückwirkend zu erfolgen hat (siehe iv. Übergang), wurden zum 1. Januar 2017 Bewertungsverluste
in Höhe von 0,5 Mio. EUR von dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital in die Rücklage
für Kosten der Absicherung umgegliedert. Die im Jahr 2017 aufgetretenen negativen
Zeitwertveränderungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR haben das erwirtschaftete Konzerneigenkapital
weiter erhöht und die Rücklage für Kosten der Absicherung entsprechend verringert.
Zum 1. Januar 2018 wies die Rücklage für Kosten der Absicherung somit einen negativen
Saldo in Höhe von 1,0 Mio. EUR aus und das erwirtschaftete Konzerneigenkapital war
um diesen Betrag höher als nach IAS 39.
Unter IAS 39 wurden die in der Rücklage für Cashflow Hedges kumulierten Beträge für
alle Absicherungen von Zahlungsströmen als Reklassifizierungsbeträge in den Gewinn
oder Verlust umgegliedert, und zwar in der gleichen Periode, in der die jeweiligen
Grundgeschäfte den Gewinn oder Verlust beeinflussen. Nach IFRS 9 entfällt jedoch bei
Absicherung von nichtfinanziellen Vermögenswerten das Wahlrecht für die Reklassifizierung.
Das bedeutet, dass beim Ansatz der Vorräte die in der Rücklage für Cashflow Hedges
und in der Rücklage für Kosten der Absicherung kumulierten Beträge ab dem 1. Januar
2018 als Anpassung der Anschaffungskosten der Vorräte bilanziert werden müssen (Basis
Adjustment). Der Buchwert der Vorräte zum 1. Januar 2018 bleibt im Hapag-Lloyd Konzern
dennoch unverändert, da durch die Annahme eines sofortigen Verbrauchs die Beträge
gleich wieder im Transportaufwand erfasst werden analog zur Reklassifizierung aus
der Rücklage für Cashflow Hedges.
Hapag-Lloyd verwendet außerdem Devisentermingeschäfte zur Absicherung der Schwankungen
der Zahlungsströme im Zusammenhang mit Änderungen der Wechselkurse bei bestimmten
Finanzschulden. Hierbei wurden unter IAS 39 alle Preiskomponenten als Sicherungsinstrument
der Cashflow-Hedge-Beziehung designiert (Forward-to-Forward-Methode). Um ein ähnliches
Bilanzierungsergebnis zu erreichen, hat Hapag-Lloyd mit dem Erstanwendungszeitpunkt
von IFRS 9 auf die Spot-to-Spot-Methode umgestellt, sodass ab dem 1. Januar 2018 nur
noch die Kassakomponente als Sicherungsinstrument designiert wird. Hapag-Lloyd nimmt
dabei das Wahlrecht in Anspruch, die Veränderungen der Forwardkomponente in der Rücklage
für Kosten der Absicherung einzustellen.
Änderungen der Rechnungslegungsmethoden aufgrund der Anwendung des IFRS 9 werden grundsätzlich
rückwirkend angewendet außer in den nachstehenden Fällen:
| ― |
Hapag-Lloyd hat von der Ausnahme Gebrauch gemacht, Vergleichsinformationen für vorhergehende Perioden hinsichtlich der Änderungen der Einstufung und Bewertung (einschließlich der Wertminderung) nicht anzupassen. Differenzen zwischen den bisherigen Buchwerten und den Buchwerten aufgrund der Anwendung des IFRS 9 wurden grundsätzlich im erwirtschafteten Konzerneigenkapital zum 1. Januar 2018 erfasst. |
| ― |
Neue Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte sind grundsätzlich prospektiv anzuwenden. Die Bilanzierung von Zeitwerten von Optionen muss allerdings rückwirkend angepasst werden. Dahingegen besteht für die zu erwartende Änderung der Rechnungslegung für die Terminkomponente und den Fremdwährungsbasisspread ein Wahlrecht, diese rückwirkend anzuwenden. Hapag-Lloyd hat dieses Wahlrecht nicht in Anspruch genommen. |
| ― |
Die Bestimmung des Geschäftsmodells, in dessen Rahmen ein finanzieller Vermögenswert gehalten wird, ist auf Grundlage der Tatsachen und Umstände vorzunehmen, die zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung bestehen. |
Aus der retrospektiven Anwendung der Bilanzierung der Zeitwerte von Optionen wurden
die im Vorjahr berichteten Werte wie folgt angepasst:
| Mio. EUR | IAS 39 wie zuvor berichtet |
Anpassungen | Angepasst zum 30.6.2017 |
| Transportaufwendungen | 3.722,3 | -3,4 | 3.718,9 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 68,9 | 3,4 | 72,3 |
| Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern (EBIT) | 87,3 | 3,4 | 90,7 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -34,1 | 3,4 | -30,7 |
| Konzernergebnis | -46,1 | 3,4 | -42,7 |
| Davon Ergebnisanteil der Aktionäre der Hapag-Lloyd AG | -48,4 | 3,4 | -45,0 |
| Unverwässertes / Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | -0,38 | 0,03 | -0,35 |
| Mio. EUR | IAS 39 wie zuvor berichtet |
Anpassungen | Angepasst zum 30.6.2017 |
| Konzernergebnis | -46,1 | 3,4 | -42,7 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -371,0 | -3,4 | -374,4 |
| Gesamtergebnis | -417,1 | - | -417,1 |
| Mio. EUR | IAS 39 wie zuvor berichtet |
Anpassungen | Angepasst zum 31.12.2017 |
| Passiva | |||
| Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital | 3.173,9 | 1,0 | 3.174,9 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 58,7 | -1,0 | 57,7 |
| Eigenkapital | 6.058,3 | - | 6.058,3 |
| Mio. EUR | IAS 39 wie zuvor berichtet |
Anpassungen | Angepasst zum 30.6.2017 |
| Konzernergebnis | -46,1 | 3,4 | -42,7 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) und Umgliederungen |
-27,2 | -3,4 | -30,6 |
| Mittelzufluss (+) -abfluss (-) aus der laufenden Geschäftstätigkeit |
306,5 | - | 306,5 |
Im Mai 2014 veröffentlichte das International Accounting Standards Board IFRS 15 Erlöse
aus Verträgen mit Kunden und im April 2016 Klarstellung des IFRS 15: Erlöse aus Verträgen
mit Kunden. IFRS 15 ersetzt die bisher bestehenden Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen,
darunter IAS 18 Umsatzerlöse, IAS 11 Fertigungsaufträge und IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme.
Der neue Standard setzt einheitliche Grundprinzipien zur Erfassung von Umsatzerlösen
fest, die für alle Branchen und für alle Kategorien von Umsatztransaktionen anwendbar
sind. Die Beurteilung, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt bzw. über welchen
Zeitraum Umsatz zu realisieren ist, erfolgt gemäß IFRS 15 anhand eines einheitlichen
Fünf-Schritte Modells. Der Standard enthält eine Reihe von weiteren Regelungen zu
Detailfragestellungen, wie zum Beispiel der Abbildung von Vertragskosten und Vertragsänderungen.
Hapag-Lloyd wendet IFRS 15 seit dem 1. Januar 2018 an. Aus der erstmaligen Anwendung
des IFRS 15 haben sich im Hapag-Lloyd Konzern keine wesentlichen Auswirkungen hinsichtlich
der Höhe sowie des Zeitpunkts der Erlöserfassung ergeben. Hapag-Lloyd hat von den
Übergangserleichterungen des IFRS 15 Gebrauch gemacht und deshalb keine angepassten
Vorjahreszahlen berichtet.
Erlöse aus Seefracht, Containerinlandstransport und Terminal-Handling-Gebühren haben
im Hapag-Lloyd Konzern die größte Bedeutung innerhalb der Erlöse aus Verträgen mit
Kunden. Pro Transportauftrag (Shipment) besteht eine Leistungsverpflichtung im Sinne
des IFRS 15, die zeitraumbezogen, d. h. über die Transportdauer, erbracht wird. Die
Zusammenfassung mehrerer Transportaufträge auf einer Schiffsreise führt hinsichtlich
der Höhe und des Zeitpunkts der Erlöserfassung zu im Wesentlichen gleichen Ergebnissen
wie eine Erlöserfassung auf Basis des einzelnen Transportauftrags. Da auch bisher
die Erfassung und Abgrenzung der Erlöse aus Seefracht, Containerinlandstransport und
Terminal-Handling-Gebühren zeitraumbezogen erfolgten, haben sich aus der erstmaligen
Anwendung des IFRS 15 im Hapag-Lloyd Konzern keine wesentlichen Auswirkungen im Zusammenhang
mit diesem Erlösstrom ergeben. Die bisher verwendete Methode zur Messung des Leistungsfortschritts
(inputorientierte Methode) wird auch unter IFRS 15 unverändert angewendet. In Bezug
auf die Bilanzierung variabler Kaufpreisbestandteile, hier insbesondere Rabatte, haben
sich ebenfalls keine Auswirkungen durch IFRS 15 ergeben. Hinsichtlich der weiteren
Erlösströme haben sich aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 15 ebenfalls keine wesentlichen
Auswirkungen auf die Höhe der Erlöse sowie auf den Zeitpunkt der Erlöserfassung ergeben.
Da sich durch die Anwendung des IFRS 15 folglich keine wesentlichen Auswirkungen ergeben,
waren zum 1. Januar 2018 keine kumulierten Anpassungsbeträge im Eigenkapital zu erfassen.
Für die Höhe der Umsätze in der laufenden Berichtsperiode ergeben sich durch die Anwendung
des IFRS 15 im Vergleich zu IAS 18 ebenfalls keine wesentlichen Auswirkungen.
Zum 1. Januar 2018 wurden entsprechend den Vorgaben des IFRS 15 die neuen Bilanzposten
"Vertragsvermögenswerte" und "Vertragsverbindlichkeiten" eingeführt. Unter den "Vertragsvermögenswerten"
werden im Wesentlichen Forderungen im Zusammenhang mit Transportaufträgen auf zum
jeweiligen Abschlussstichtag nicht beendeten Schiffsreisen ausgewiesen (30. Juni 2018:
258,3 Mio. EUR). Der Ausweis der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in der
Bilanz wurde zum 30. Juni 2018 dementsprechend um diesen Betrag verringert. Unter
den "Vertragsverbindlichkeiten" werden im Wesentlichen von Kunden erhaltene Anzahlungen
ausgewiesen (30. Juni 2018: 130,7 Mio. EUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten wurden
zum 30. Juni 2018 dementsprechend um diesen Betrag verringert ausgewiesen. Vertragsvermögenswerte
und Vertragsverbindlichkeiten werden separat ausgewiesen.
Die Hapag-Lloyd AG gliedert die Umsatzerlöse nach Fahrtgebieten auf. Die Aufgliederung
kann der Segmentberichterstattung entnommen werden.
In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen und At-Equity-Beteiligungen
einbezogen. Zum 30. Juni 2018 umfasste der Konsolidierungskreis neben der Hapag-Lloyd
AG 151 (31. Dezember 2017: 157) vollkonsolidierte sowie 8 (31. Dezember 2017: 7) nach
der At-Equity-Methode konsolidierte Unternehmen.
Im ersten Halbjahr 2018 ergaben sich 3 Zugänge zum Konsolidierungskreis durch Neugründungen.
Seit dem 31. Dezember 2017 sind 4 Gesellschaften liquidiert worden und somit aus dem
Konsolidierungskreis ausgeschieden. 4 Gesellschaften sind im Rahmen des Integrationsprozesses
auf andere Gesellschaften innerhalb des Hapag-Lloyd Konzerns verschmolzen worden.
Aus den Liquidationen ergaben sich keine wesentlichen Ergebniseffekte.
Der Hapag-Lloyd Konzern wird vom Vorstand als eine Geschäftseinheit weltweit mit einem
Betätigungsfeld gesteuert. Die primären Steuerungsgrößen sind Frachtrate und Transportmenge
nach geografischen Regionen sowie das EBIT und das EBITDA aus Konzernsicht.
Die Ressourcenallokation (Einsatz von Schiffen und Containern) sowie die Steuerung
des Absatzmarkts und der wesentlichen Kunden erfolgen basierend auf dem gesamten Liniennetz
und dem Einsatz der gesamten maritimen Vermögenswerte. Die Umsatzerlöse werden ausschließlich
durch die Tätigkeit als Containerlinienschifffahrtsunternehmen erwirtschaftet. Sie
enthalten Erlöse aus dem Transport und Handling von Containern und damit verbundenen
Leistungen und Kommissionen, die global generiert werden. Da der Hapag-Lloyd Konzern
weltweit mit demselben Produkt über das gesamte Liniennetz agiert, hat der Vorstand
entschieden, dass kein angemessener Maßstab besteht, die damit im Zusammenhang stehenden
Vermögenswerte, Schulden sowie das EBIT und EBITDA als zentrale Steuerungsgrößen verschiedenen
Fahrtgebieten zuzuordnen. Sämtliche Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen
des Konzerns sind daher nur dem Segment Containerlinienschifffahrt zuzuordnen. Angegeben
werden die Transportmenge und Frachtrate pro Fahrtgebiet sowie die diesem Fahrtgebiet
zuzuordnenden Umsatzerlöse.
| TTEU | Q2 2018 | Q2 2017 | H1 2018 | H1 2017 |
| Atlantik | 475 | 429 | 914 | 818 |
| Transpazifik | 484 | 403 | 939 | 789 |
| Fernost | 525 | 322 | 1.044 | 537 |
| Mittlerer Osten | 379 | 203 | 754 | 326 |
| Intra-Asien | 267 | 186 | 524 | 338 |
| Lateinamerika | 689 | 611 | 1.352 | 1.163 |
| EMAO (Europa - Mittelmeer - Afrika - Ozeanien) | 168 | 133 | 321 | 250 |
| Gesamt | 2.987 | 2.287 | 5.848 | 4.221 |
| USD/TEU | Q2 2018 | Q2 2017 | H1 2018 | H1 2017 |
| Atlantik | 1.303 | 1.287 | 1.298 | 1.290 |
| Transpazifik | 1.209 | 1.249 | 1.229 | 1.234 |
| Fernost | 872 | 985 | 884 | 950 |
| Mittlerer Osten | 767 | 950 | 775 | 890 |
| Intra-Asien | 503 | 607 | 512 | 576 |
| Lateinamerika | 1.090 | 1.040 | 1.110 | 1.045 |
| EMAO (Europa - Mittelmeer - Afrika - Ozeanien) | 1.077 | 1.047 | 1.079 | 1.030 |
| Gesamt (Gewichteter Durchschnitt) | 1.010 | 1.072 | 1.020 | 1.065 |
| Mio. EUR | Q2 2018 | Q2 2017 | H1 2018 | H1 2017 |
| Atlantik | 517,9 | 501,4 | 979,5 | 974,0 |
| Transpazifik | 489,8 | 457,6 | 952,6 | 899,3 |
| Fernost | 383,4 | 290,2 | 762,1 | 471,1 |
| Mittlerer Osten | 243,8 | 176,5 | 482,6 | 268,1 |
| Intra-Asien | 112,5 | 102,9 | 221,7 | 180,0 |
| Lateinamerika | 630,0 | 578,5 | 1.239,2 | 1.122,6 |
| EMAO (Europa - Mittelmeer - Afrika - Ozeanien) | 151,8 | 127,5 | 286,2 | 238,1 |
| Den Fahrtgebieten nicht zuzuordnende Umsatzerlöse | 278,8 | 151,6 | 500,8 | 365,1 |
| Gesamt | 2.808,0 | 2.386,2 | 5.424,7 | 4.518,3 |
Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ergibt sich
wie in der nachfolgenden Tabelle dargestellt aus dem operativen Konzernergebnis vor
Zinsen und Steuern (EBIT). Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) sowie das Ergebnis
aus den nach der At-Equity-Methode einbezogenen Unternehmen des Segments entsprechen
dem des Konzerns.
| Mio. EUR | Q2 2018 | Q2 2017 | H1 2018 | H1 2017 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 205,8 | 228,5 | 425,2 | 363,8 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 170,8 | 145,3 | 336,5 | 273,1 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 35,0 | 83,2 | 88,7 | 90,7 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | -55,4 | 23,6 | -84,0 | -30,7 |
| Ergebnis aus nach der Equity Methode einbezogenen Unternehmen | 7,5 | 10,8 | 15,5 | 18,4 |
Detaillierte Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung sind im Konzernzwischenlagebericht
im Kapitel "Ertragslage des Konzerns" dargestellt.
| Q2 2018 | Q2 2017 1 | H1 2018 | H1 20171 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der Hapag-Lloyd AG in Mio. EUR | -70,4 | 13,8 | -108,0 | -45,0 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktienanzahl in Millionen | 175,8 | 137,0 | 175,8 | 127,5 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | -0,40 | 0,10 | -0,61 | -0,35 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist der Quotient aus dem den Aktionären der Hapag-Lloyd
AG zustehenden Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres
im Umlauf befindlichen Aktienanzahl.
Die Anzahl der Aktien hat sich im Geschäftsjahr 2017 durch die Einbringung der UASC-Gruppe
zum 24. Mai 2017 und eine weitere Kapitalerhöhung im Oktober 2017 erhöht. Im ersten
Halbjahr 2018 sowie im entsprechenden Vorjahreszeitraum ergaben sich keine Verwässerungseffekte.
Der Geschäfts- oder Firmenwert sowie die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich
im Vergleich zum 31. Dezember 2017 durch Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe
von 95,9 Mio. EUR. Gegenläufig verringerten planmäßige Abschreibungen in Höhe von
49,1 Mio. EUR die sonstigen immateriellen Vermögenswerte.
| Mio. EUR | 30.6.2018 | 31.12.2017 |
| Schiffe | 7.203,4 | 7.160,9 |
| Container | 1.688,1 | 1.659,4 |
| Übrige Anlagen | 137,1 | 140,3 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 10,4 | 5,9 |
| Gesamt | 9.039,0 | 8.966,5 |
Innerhalb des Sachanlagevermögens wirkten sich vor allem planmäßige Abschreibungen
mit einem Betrag von 287,5 Mio. EUR mindernd auf die Buchwerte aus. Investitionen
in Seeschiffe und im Wesentlichen Container mit einem Betrag von 102,1 Mio. EUR sowie
stichtagsbedingte Währungseffekte in Höhe von 257,9 Mio. EUR erhöhten dagegen im Wesentlichen
das Sachanlagevermögen.
Im Rahmen von Finance-Lease-Verträgen wurde ein Anlagevermögen von 179,9 Mio. EUR
(31. Dezember 2017: 185,1 Mio. EUR) ausgewiesen. Davon entfielen 93,1 Mio. EUR (31.
Dezember 2017: 96,7 Mio. EUR) auf Container und 86,8 Mio. EUR (31. Dezember 2017:
88,4 Mio. EUR) auf Schiffe.
Die 4 im Geschäftsjahr 2017 als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Seeschiffe
wurden im ersten Halbjahr 2018 veräußert.
| Mio. EUR | 30.6.2018 | 31.12.2017 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 533,3 | 598,5 |
| Kassenbestand und Schecks | 19,1 | 6,4 |
| Gesamt | 552,4 | 604,9 |
Zum 30. Juni 2018 war ein Betrag in Höhe von 18,3 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 17,6
Mio. EUR) mit einer Laufzeit von bis zu 3 Monaten auf verpfändeten Konten hinterlegt
und unterlag daher einer Verfügungsbeschränkung.
Der Hapag-Lloyd Konzern kann über Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente einzelner
Tochtergesellschaften in Höhe von 0,9 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 2,3 Mio. EUR) aufgrund
lokaler Restriktionen nur eingeschränkt verfügen.
Das kumulierte übrige Eigenkapital umfasst die Rücklage für Neubewertungen aus leistungsorientierten
Pensionsplänen, die Rücklage für Cashflow Hedges, die Rücklage für Kosten der Absicherung,
die Währungsrücklage sowie die Rücklage für Put-Optionen auf nicht beherrschende Anteile.
Die Rücklage für Neubewertungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen (30. Juni
2018: -119,5 Mio. EUR; 31. Dezember 2017: -118,8 Mio. EUR) enthält die kumulierten
im sonstigen Ergebnis erfassten Aufwendungen und Erträge aus der Neubewertung der
Pensionsverpflichtungen und des Planvermögens, unter anderem aus der Veränderung von
versicherungs- und finanzmathematischen Parametern im Zusammenhang mit der Bewertung
von Pensionsverpflichtungen sowie dem zugehörigen Fondsvermögen. Der im ersten Halbjahr
2018 im sonstigen Ergebnis erfasste Aufwand aus der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen
und des Planvermögens erhöhte die negative Rücklage um 0,7 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum:
Verringerung um 10,0 Mio. EUR).
Die Rücklage für Cashflow Hedges enthält im sonstigen Ergebnis erfasste Veränderungen
des inneren Werts und der Kassakomponente aus Sicherungsgeschäften und beträgt zum
30. Juni 2018 27,2 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 11,0 Mio. EUR). Im ersten Halbjahr
2018 wurden hieraus resultierende Gewinne und Verluste von insgesamt -5,9 Mio. EUR
als effektiver Teil der Sicherungsbeziehung im sonstigen Ergebnis erfasst (Vorjahreszeitraum:
64,4 Mio. EUR), während Gewinne und Verluste in Höhe von 32,3 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum:
-67,5 Mio. EUR) erfolgswirksam umgegliedert wurden.
Die Rücklage für Kosten der Absicherung umfasst im sonstigen Ergebnis erfasste Veränderungen
des Zeitwerts und der Terminkomponente aus Sicherungsgeschäften und beträgt zum 30.
Juni 2018 2,1 Mio. EUR (31. Dezember 2017: -1,0 Mio. EUR). Im ersten Halbjahr 2018
wurden hieraus resultierende Gewinne und Verluste von insgesamt -15,3 Mio. EUR als
effektiver Teil der Sicherungsbeziehung im sonstigen Ergebnis erfasst (Vorjahreszeitraum:
-15,0 Mio. EUR), während Gewinne und Verluste in Höhe von 12,7 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum:
11,6 Mio. EUR) erfolgswirksam umgegliedert wurden.
Die Währungsrücklage in Höhe von 336,3 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 167,5 Mio. EUR)
umfasst alle Differenzen aus der Währungsumrechnung. Die im ersten Halbjahr 2018 im
sonstigen Ergebnis erfassten Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 168,7
Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: -377,7 Mio. EUR) resultierten aus der Translation der
Abschlüsse der Hapag-Lloyd AG und ihrer Tochtergesellschaften in die Berichtswährung.
In der Gesamtergebnisrechnung werden die Unterschiede aus der Währungsumrechnung unter
den Posten, die nicht erfolgswirksam umgegliedert werden, ausgewiesen, da die Effekte
aus der Währungsumrechnung von Tochtergesellschaften mit derselben Funktionalwährung
wie die Muttergesellschaft nicht recycelt werden können. Der Vorjahresbetrag wurde
innerhalb der Gesamtergebnisrechnung umgegliedert.
In der Rücklage für Put-Optionen auf nicht beherrschende Anteile wird die Differenz
aus den betreffenden nicht beherrschenden Anteilen und dem voraussichtlichen Kaufpreis
zum Zeitpunkt des Zugangs der Put-Option erfasst. Wertänderungen der finanziellen
Verbindlichkeit in der Folgezeit werden seit Jahresanfang erfolgswirksam im Zinsergebnis
erfasst. Dabei handelt es sich um eine freiwillige Anpassung der Bilanzierungsmethoden,
durch die die Ertragslage zutreffender und relevanter dargestellt wird. Die Auswirkungen
aus der freiwilligen Anpassung sind unwesentlich.
Zum 30. Juni 2018 belief sich die Rücklage für Put-Optionen auf nicht beherrschende
Anteile auf 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR).
Im Rahmen des Unternehmenserwerbs der UASC-Gruppe durch den Hapag-Lloyd Konzern mit
Wirkung zum 24. Mai 2017 hat der Vorstand des Hapag-Lloyd Konzerns im Juni 2017 einen
Restrukturierungsplan beschlossen. Der Plan umfasst die Umsetzung der Integration
und der daraus unmittelbar resultierenden neuen Organisationsstruktur des Konzerns.
Die zum 31. Dezember 2017 bestehende Rückstellung in Höhe von 12,2 Mio. EUR für die
erwarteten Restrukturierungskosten, einschließlich geschätzter Kosten für die IT-Anpassungen,
Agentenkündigungen, Beratungskosten sowie Leistungen an Arbeitnehmer aus Anlass der
Beendigung des Arbeitsverhältnisses, wurde im ersten Halbjahr 2018 in Höhe von 5,5
Mio. EUR verbraucht.
In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente
zum 31. Dezember 2017 dargestellt.
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
||
| Mio. EUR | Gesamt | davon Finanzinstrumente |
Finanzinstrumente |
| Aktiva | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 887,8 | 887,8 | 887,8 |
| Sonstige Forderungen | 462,4 | 343,9 | 343,9 |
| Derivative Finanzinstrumente (Held for Trading) | 12,7 | 12,7 | 12,7 |
| Commodityoptionen | 4,1 | 4,1 | 4,1 |
| Eingebettete Derivate | 8,6 | 8,6 | 8,6 |
| Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) | 38,5 | 38,5 | 38,5 |
| Devisentermingeschäfte | 31,2 | 31,2 | 31,2 |
| Commodityoptionen | 7,3 | 7,3 | 7,3 |
| Zinsswaps | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Finanzmittel | 604,9 | 604,9 | 604,9 |
| Passiva | |||
| Finanzschulden | 6.211,9 | 6.211,9 | 6.225,8 |
| Verbindlichkeiten aus Finance Lease 1 | 123,6 | 123,6 | 125,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.559,8 | 1.559,8 | 1.559,8 |
| Derivative Finanzinstrumente (Held for Trading) | 5,2 | 5,2 | 5,2 |
| Zinsswaps | 5,2 | 5,2 | 5,2 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten (Hedge Accounting) | 4,2 | 4,2 | 4,2 |
| Zinsswaps | 4,2 | 4,2 | 4,2 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 209,2 | 50,6 | 50,6 |
| Verbindlichkeiten aus Put-Optionen 2 | 2,1 | 2,1 | 2,3 |
1
Teil der Finanzschulden
2
Teil der sonstigen Verbindlichkeiten
In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente
zum 30. Juni 2018 dargestellt.
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
||
| Mio. EUR | Gesamt | davon Finanzinstrumente |
Finanzinstrumente |
| Aktiva | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 703,2 | 703,2 | 703,2 |
| Vertragsvermögenswerte 1 | 258,3 | 258,3 | 258,3 |
| Sonstige Forderungen | 447,8 | 336,7 | 336,7 |
| Derivative Finanzinstrumente (FVTPL) | 5,5 | 5,5 | 5,5 |
| Eingebettete Derivate | 5,4 | 5,4 | 5,4 |
| Zinsswaps | 0,1 | 0,1 | 0,1 |
| Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) 2 | 34,4 | 34,4 | 34,4 |
| Commodityoptionen | 31,9 | 31,9 | 31,9 |
| Zinsswaps | 2,5 | 2,5 | 2,5 |
| Finanzmittel | 552,4 | 552,4 | 552,4 |
| Passiva | |||
| Finanzschulden | 6.057,3 | 6.057,3 | 6.015,1 |
| Verbindlichkeiten aus Finance Lease 3 | 112,4 | 112,4 | 114,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.766,7 | 1.766,7 | 1.766,7 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten (Hedge Accounting) 2 | 49,8 | 49,8 | 49,8 |
| Devisentermingeschäfte | 47,9 | 47,9 | 47,9 |
| Zinsswaps | 1,9 | 1,9 | 1,9 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 112,5 | 84,2 | 84,2 |
| Verbindlichkeiten aus Put-Optionen 4 | 1,4 | 1,4 | 1,9 |
| Vertragsverbindlichkeiten 5 | 130,7 | - | - |
1
Der Saldo der Vertragsvermögenswerte war zum 31. Dezember 2017 in den Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen enthalten.
2
Hier werden auch die Marktwerte der nicht designierten Zeitwerte und Terminkomponenten
ausgewiesen, deren Veränderungen in der Rücklage für Kosten der Absicherung erfasst
werden.
3
Teil der Finanzschulden
4
Teil der sonstigen Verbindlichkeiten
5
Der Saldo der Vertragsverbindlichkeiten war zum 31. Dezember 2017 in den sonstigen
Verbindlichkeiten enthalten.
Die derivativen Finanzinstrumente wurden zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
In den sonstigen Forderungen sind Wertpapiere mit einem beizulegenden Zeitwert in
Höhe von 2,1 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 2,1 Mio. EUR) enthalten, die der Stufe 1
der Fair-Value Hierarchie zuzuordnen sind, da ihre Kurse auf einem aktiven Markt quotiert
sind.
Die in den Finanzschulden enthaltenen Verbindlichkeiten aus den Anleihen, die aufgrund
der Quotierung auf einem aktiven Markt ebenfalls der Stufe 1 der Fair-Value-Hierarchie
zuzuordnen sind, weisen einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von 896,6 Mio. EUR (31.
Dezember 2017: 948,3 Mio. EUR) auf. Die angegebenen beizulegenden Zeitwerte für die
restlichen Finanzschulden, die derivativen Finanzinstrumente und die Verbindlichkeiten
aus Finance Lease sind der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet. Dies bedeutet,
dass die Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren erfolgt, deren verwendete Einflussfaktoren
direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden.
Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Put-Optionen, deren beizulegender
Zeitwert in Höhe von 1,9 Mio. EUR ermittelt wurde, gehören der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie
an.
Für alle übrigen Finanzinstrumente der Stufe 2 stellen die Buchwerte einen angemessenen
Näherungswert für die beizulegenden Zeitwerte dar.
Im ersten Halbjahr 2018 hat es keinen Transfer zwischen Stufe 1, Stufe 2 und Stufe
3 gegeben.
Die nachfolgenden Tabellen enthalten die Buchwerte der einzelnen Klassen von Finanzschulden.
| Mio. EUR | 30.6.2018 | 31.12.2017 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.607,7 | 4.747,4 |
| Anleihen | 924,0 | 923,8 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | 112,5 | 123,6 |
| Sonstige Finanzschulden | 525,5 | 540,7 |
| Gesamt | 6.169,7 | 6.335,5 |
| Mio. EUR | 30.6.2018 | 31.12.2017 |
| Auf USD lautende Finanzschulden (ohne Transaktionskosten) | 4.883,4 | 5.055,8 |
| Auf EUR lautende Finanzschulden (ohne Transaktionskosten) | 1.092,4 | 1.085,7 |
| Auf SAR lautende Finanzschulden (ohne Transaktionskosten) | 202,8 | 207,5 |
| Zinsverbindlichkeiten | 54,0 | 47,5 |
| Transaktionskosten | -62,9 | -61,0 |
| Gesamt | 6.169,7 | 6.335,5 |
Im ersten Halbjahr 2018 wurde das Programm zur Verbriefung von Forderungen um weitere
100,0 Mio. USD ausgeweitet.
Weiterhin hat Hapag-Lloyd einen bestehenden Bankkredit auf Ebene der UASC Ltd. in
Höhe von 100,0 Mio. USD vorzeitig und mit Mitteln aus der verfügbaren Liquidität vollständig
zurückgeführt.
Hapag-Lloyd hat im März 2018 eine Bestellung von 55.000 Standardcontainern mit einem
Investitionsvolumen in Höhe von 109,7 Mio. USD platziert. Zu diesem Zweck ist Hapag-Lloyd
eine Finanzierungsverpflichtung in Höhe von 171,4 Mio. USD eingegangen, die zusätzliche
Containerinvestitionen ermöglicht. Die geplante Auslieferung der Container soll bis
August 2018 abgeschlossen sein.
Zum 30. Juni 2018 verfügte der Hapag-Lloyd Konzern insgesamt über freie Kreditlinien
in Höhe von 446,7 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 454,6 Mio. EUR).
Im Vergleich zum Konzernabschluss 2017 haben sich keine wesentlichen Änderungen bei
den Rechtsstreitigkeiten ergeben.
Zum Stichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten aus nicht als wahrscheinlich einzustufenden
Steuerrisiken in Höhe von 126,2 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 135,5 Mio. EUR).
Die Verpflichtungen aus Operating-Lease-Verträgen des Konzerns betreffen vor allem
Charter- und Leasingverträge für Schiffe und Container sowie Mietverträge für Geschäftsgebäude.
Die Charterverträge für Schiffe werden ausschließlich als Time-Charter-Verträge abgeschlossen,
d. h., der Vercharterer trägt neben den Kapitalkosten einen Teil der laufenden Schiffsbetriebskosten,
die ihm im Rahmen der Charterraten erstattet werden.
Im ersten Halbjahr 2018 wurden Leasingzahlungen in Höhe von 530,9 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum:
491,4 Mio. EUR) aufwandswirksam erfasst.
Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Lease-Verträgen
setzt sich wie folgt zusammen:
| Mio. EUR | 30.6.2018 | 31.12.2017 |
| Schiffe und Container | 664,6 | 542,1 |
| Verwaltungsgebäude | 98,9 | 101,6 |
| Sonstiges | 215,3 | 203,2 |
| Gesamt | 978,8 | 846,9 |
Zum 30. Juni 2018 beläuft sich das Bestellobligo für Investitionen in Container auf
222,5 Mio. EUR. Zum 31. Dezember 2017 war der Betrag des Bestellobligos für Investitionen
in Container von untergeordneter Bedeutung.
Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen stand der Hapag-Lloyd
Konzern in Ausübung seiner normalen Geschäftstätigkeit in unmittelbaren oder mittelbaren
Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Diese Liefer- und Leistungsbeziehungen
werden zu Marktpreisen abgewickelt. Wesentliche Veränderungen im Umfang dieser Liefer-
und Leistungsbeziehungen haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2017 nicht ergeben.
Die im "Vergütungsbericht" des Geschäftsberichts 2017 ab Seite 76 beschriebenen vertraglichen
Beziehungen mit dem nahestehenden Personenkreis bestehen - mit Ausnahme der in den
folgenden beiden Absätzen dargestellten Veränderungen - im Wesentlichen unverändert
fort, sind aber für den Konzern nicht von materieller Bedeutung.
Im Zusammenhang mit dem Wechsel im Vorstand zum 1. April 2018 wurde das Arbeitsverhältnis
eines Vorstandsmitglieds zum 31. März 2018 vorzeitig beendet und die vertraglich bis
zum ursprünglichen Ende des Dienstvertrags zugesagten Leistungen im abgelaufenen Quartal
vorzeitig ausgezahlt. Die Vergütung des ausgeschiedenen Vorstandsmitglieds im Jahr
2018 setzt sich wie folgt zusammen: kurzfristige fällige Leistungen an Arbeitnehmer
in Höhe von 0,2 Mio. EUR, Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
in Höhe von 0,5 Mio. EUR und aktienbasierte Vergütungen in Höhe von 1,1 Mio. EUR (im
Jahr 2018 erfasster Aufwand). Darüber hinaus wurde ein Betrag in Höhe von 2,6 Mio.
EUR für die LTIP-Tranchen 2015 bis 2018 (aktienbasierte Vergütung) ausgezahlt.
Die Vergütungsstruktur und - höhe des neuen Vorstandsmitglieds unterscheidet sich
nicht wesentlich von der im "Vergütungsbericht" des Geschäftsberichts 2017 dargestellten
Vergütung der anderen Vorstandsmitglieder.
Der Aufsichtsrat der Hapag-Lloyd AG hat in seiner Sitzung am 9. Mai 2018 beschlossen,
den Vertrag des Vorstandsvorsitzenden Rolf Habben Jansen um weitere 5 Jahre bis zum
30. Juni 2024 zu verlängern.
Am 10. Juli 2018 fand in Hamburg die ordentliche Hauptversammlung der Hapag-Lloyd
AG statt. Die Hauptversammlung hat den Beschlussvorschlägen von Vorstand und Aufsichtsrat
in allen Tagesordnungspunkten zugestimmt.
In diesem Zusammenhang wurde beschlossen, den im Geschäftsjahr 2017 erzielten Bilanzgewinn
in Höhe von 522.369.447,05 EUR zur Zahlung einer Dividende von EUR 0,57 je dividendenberechtigter
Stückaktie, d. h. insgesamt 100.183.367,01 EUR, zu verwenden und den danach verbleibenden
Restbetrag von 422.168.080,04 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Die Dividende wurde am 13. Juli 2018 über die Clearstream Banking AG durch die depotführenden
Kreditinstitute an die Aktionäre ausgezahlt.
Am 25. Juli 2018 veröffentlichte die internationale Ratingagentur Moody's einen aktualisierten
Rating-Bericht zu Hapag-Lloyd. Das Rating des Unternehmens (B2 / Ausblick stabil)
wurde beibehalten.
Am 30. Juli 2018 hat Hapag-Lloyd eine Sale-and-Lease-Back-Transaktion geschlossen.
Es wurde eine bestehende Schiffsfinanzierung mit einem ausstehenden Betrag von 151,0
Mio. USD durch 3 sogenannte Japanese-Operating-Leases ("JOL") in Höhe von insgesamt
240,0 Mio. USD abgelöst.
Hamburg, 9. August 2018
Hapag-Lloyd Aktiengesellschaft
Der Vorstand
| Rolf Habben Jansen | ||
| Nicolas Burr | Anthony J. Firmin | Joachim Schlotfeldt |
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und
Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind.
Hamburg, 9. August 2018
Hapag-Lloyd Aktiengesellschaft
Der Vorstand
| Rolf Habben Jansen | ||
| Nicolas Burr | Anthony J. Firmin | Joachim Schlotfeldt |
8. November 2018
Quartalsfinanzbericht erste 9 Monate 2018
Hapag-Lloyd AG
Ballindamm 25
20095 Hamburg
Telefon: +49 40 3001 - 2896
Fax: +49 40 3001- 72896
Telefon: +49 40 3001 - 2529
Fax: +49 40 335360
www.hapag-lloyd.com
Hapag-Lloyd Konzernkommunikation
Silvester Group