Hapag-Lloyd AktiengesellschaftHamburgHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022H1 2022Halbjahresfinanzbericht
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| Q2 2022 | Q2 2021 | H1 2022 | H1 2021 | Veränderung
absolut |
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| Operative Kennzahlen 1 | ||||||
| Schiffe insgesamt | 253 | 250 | 253 | 250 | 3 | |
| Kapazität der Schiffe insgesamt | TTEU | 1.771 | 1.761 | 1.771 | 1.761 | 11 |
| Containerkapazität insgesamt | TTEU | 3.030 | 2.822 | 3.030 | 2.822 | 208 |
| Frachtrate (Durchschnittswerte) | USD / TEU | 2.935 | 1.714 | 2.855 | 1.612 | 1.243 |
| Transportmenge | TTEU | 3.024 | 3.029 | 6.012 | 6.004 | 8 |
| Umsatzerlöse | Mio. EUR | 8.993 | 4.686 | 16.970 | 8.753 | 8.217 |
| EBITDA | Mio. EUR | 5.277 | 1.933 | 10.004 | 3.517 | 6.486 |
| EBIT | Mio. EUR | 4.801 | 1.616 | 9.068 | 2.893 | 6.175 |
| Konzernergebnis | Mio. EUR | 4.483 | 1.521 | 8.654 | 2.724 | 5.930 |
| Ergebnis je Aktie | EUR | 25,48 | 8,64 | 49,19 | 15,47 | 33,72 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | Mio. EUR | 4.819 | 1.881 | 9.310 | 3.248 | 6.062 |
| Renditekennzahlen1 | ||||||
| EBITDA-Marge (EBITDA / Umsatzerlöse) | % | 58,7 | 41,3 | 58,9 | 40,2 | 18,8 ppt |
| EBIT-Marge (EBIT / Umsatzerlöse) | % | 53,4 | 34,5 | 53,4 | 33,1 | 20,4 ppt |
| ROIC (Rendite auf das investierte Kapital) 2 | % | 121,0 | 52,5 | 117,0 | 47,0 | 70,0 ppt |
| Bilanzkennzahlen zum 30. Juni 1 | ||||||
| Bilanzsumme | Mio. EUR | 31.789 | 26.715 | 31.789 | 26.715 | 5.074 |
| Eigenkapital | Mio. EUR | 20.541 | 16.162 | 20.541 | 16.162 | 4.379 |
| Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Bilanzsumme) | % | 64,6 | 60,5 | 64,6 | 60,5 | 4,1 ppt |
| Fremdkapital | Mio. EUR | 11.248 | 10.552 | 11.248 | 10.552 | 695 |
| Finanzkennzahlen zum 30. Juni1 | ||||||
| Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten | Mio. EUR | 5.702 | 5.497 | 5.702 | 5.497 | 205 |
| Liquide Mittel | Mio. EUR | 10.000 | 7.723 | 10.000 | 7.723 | 2.277 |
1 Operative Kennzahlen und Renditekennzahlen
beziehen sich auf die jeweilige Berichtsperiode. Der
Vergleich der Bilanzkennzahlen und der Finanzkennzahlen
bezieht sich auf den Bilanzstichtag 31. Dezember 2021.
2 Die Rendite auf das investierte Kapital (ROIC)
errechnet sich als Verhältniszahl zwischen dem
operativen Ergebnis nach Steuern (NOPAT) und dem
investierten Kapital (Summe der Vermögenswerte ohne
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
abzüglich der Schulden ohne die Finanzschulden und
Leasingverbindlichkeiten). Die Kennzahl wird auf einer
annualisierten Basis und in US-Dollar berechnet.
In den Tabellen und Grafiken dieses
Halbjahresfinanzberichts können aus rechentechnischen
Gründen in Einzelfällen Rundungsdifferenzen
auftreten.
Der vorliegende Halbjahresfinanzbericht wurde am 11.
August 2022 veröffentlicht.
| ― |
Die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2022 waren geprägt von einer anhaltenden Störung der weltweiten Lieferketten, die sich in längeren Umlaufzeiten für Schiffe und Container niederschlug und hierdurch die verfügbare Transportkapazität negativ beeinflusste. |
| ― |
Infolgedessen lag die Transportmenge im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 trotz einer guten Nachfrage mit 6.012 TTEU auf Vorjahresniveau (H1 2021: 6.004 TTEU). |
| ― |
Die durchschnittliche Frachtrate stieg im ersten Halbjahr 2022 angesichts der knappen Transportkapazität im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 77% auf 2.855 USD / TEU (Vorjahreszeitraum: 1.612 USD / TEU). |
| ― |
Die Umsatzerlöse erhöhten sich in den ersten sechs Monaten 2022 um 94% auf 16.970 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 8.753 Mio. EUR), was auf deutlich höhere Frachtraten sowie einen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stärkeren US-Dollar zurückzuführen ist. |
| ― |
Die Transportaufwendungen sind im ersten Halbjahr 2022 insbesondere aufgrund höherer Aufwendungen für Brennstoffe sowie einem stärkeren US-Dollar um 34% auf 6.378 Mio. EUR gestiegen (Vorjahreszeitraum: 4.759 Mio. EUR). |
| ― |
Das EBITDA stieg sehr deutlich auf 10.004 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 3.517 Mio. EUR). Die EBITDA-Marge lag bei 58,9% (Vorjahreszeitraum: 40,2%). |
| ― |
Das EBIT für die ersten sechs Monate des Jahres 2022 lag mit 9.068 Mio. EUR ebenfalls sehr deutlich über dem Vorjahresniveau von 2.893 Mio. EUR. |
| ― |
Das Ergebnis je Aktie sprang auf 49,19 EUR, nach 15,47 EUR im Vorjahreszeitraum. |
| ― |
Der Free Cashflow war mit 8.641 Mio. EUR erneut deutlich positiv und signifikant höher als im ersten Halbjahr 2021 (2.796 Mio. EUR). |
| ― |
Trotz der Ausschüttung einer Dividende von 35 Euro je Aktie im Mai 2022 konnte die Nettoliquidität gegenüber dem 31. Dezember 2021 um 2,1 Mrd. EUR auf 4,3 Mrd. EUR erhöht werden. |
| ― |
Hapag-Lloyd verzeichnete eine starke Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2022. Auf Basis des aktuellen Geschäftsverlaufs dürfte auch das zweite Halbjahr über den bisherigen Erwartungen liegen. Der Vorstand der Hapag-Lloyd AG hat vor diesem Hintergrund am 28. Juli 2022 die Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr erneut angehoben. Für 2022 wird nun ein Konzern-EBITDA in der Bandbreite von 18,2 - 20,1 Mrd. EUR (vorher: 13,6 - 15,5 Mrd. EUR) und einem Konzern-EBIT in der Bandbreite von 16,3 - 18,2 Mrd. EUR (vorher: 11,7 - 13,6 Mrd. EUR) erwartet. |
| ― |
Angesichts des Kriegs in der Ukraine, der weiterhin bestehenden Störungen der globalen Lieferketten sowie der Effekte der COVID-19-Pandemie ist die Prognose mit hohen Unsicherheiten behaftet. |
Der Hapag-Lloyd Konzern ist die größte
deutsche Containerlinienreederei und gehört zu den
weltweit führenden Containerlinienreedereien in Bezug
auf die globale Marktabdeckung. Das Kerngeschäft
umfasst vor allem den Transport von Containern über
See, aber auch das Angebot des Transports von Tür zu
Tür.
Die Flotte von Hapag-Lloyd bestand zum 30. Juni 2022 aus
253 Containerschiffen (30. Juni 2021: 250) mit einer
Transportkapazität von 1,8 Mio. TEU (30. Juni 2021:
1,8 Mio. TEU). Der Konzern verfügt über 408
Vertriebsstellen in 137 Ländern (30. Juni 2021: 394
Vertriebsstellen in 130 Ländern) und bietet seinen
Kunden den Zugang zu einem Netzwerk von 126 Diensten (30.
Juni 2021: 121 Dienste) weltweit. In den ersten sechs
Monaten des Jahres 2022 betreute Hapag-Lloyd global rd.
27.400 Kunden (Vorjahreszeitraum: rd. 26.500).
Allianzen sind ein wichtiger Bestandteil der
Containerschifffahrt, da sie eine bessere Auslastung der
Schiffe und ein umfassenderes Angebot an Diensten
ermöglichen. Derzeit existieren drei global agierende
Allianzen. Die gemessen an der Transportkapazität
größte Allianz ist die 2M Allianz bestehend aus
den beiden Marktführern Mediterranean Shipping Company
S. A. (Schweiz) (MSC) und A.P. Møller
Mærsk A/S (Dänemark) (Maersk). Die Ocean
Alliance, bestehend aus CMA CGM S. A. (Frankreich), China
COSCO Shipping Corporation Limited (China), inklusive des
Tochterunternehmens OOIL (Hongkong), und Evergreen Marine
Corp. Ltd. (Taiwan) (Evergreen) ist die
zweitgrößte Allianz. Hapag-Lloyd (Deutschland)
betreibt zusammen mit ONE (Singapur), Hyundai Merchant
Marine (Südkorea) (HMM) und Yang Ming Marine Transport
Corp. Ltd. (Taiwan) (Yang Ming) die THE Alliance. Zum 30.
Juni 2022 deckte die THE Alliance mit 256 Containerschiffen
und 30 Diensten alle Ost-West-Fahrtgebiete ab (30. Juni
2021: 266 Containerschiffe und 29 Dienste).
| in % | Fahrtgebiet Fernost | Fahrtgebiet Transpazifik | Fahrtgebiet Atlantik |
| 2M | 34 | 26 | 56 |
| Ocean Alliance | 32 | 37 | 11 |
| THE ALLIANCE | 24 | 23 | 27 |
| Sonstige | 9 | 13 | 7 |
Quelle: Alphaliner Juni 2022
Hapag-Lloyd betreibt die Containerlinienschifffahrt in
einem internationalen Geschäftsumfeld. Transaktionen
werden überwiegend in US-Dollar fakturiert und
Zahlungsvorgänge in US-Dollar abgewickelt. Dies
bezieht sich nicht nur auf die operativen
Geschäftsvorfälle, sondern auch auf die
Investitionstätigkeit und die entsprechende
Finanzierung der Investitionen.
Die funktionale Währung des Hapag-Lloyd Konzerns
ist der US-Dollar. Die Berichterstattung des
Konzernzwischenabschlusses der Hapag-Lloyd AG erfolgt
dagegen in Euro. Im Konzernzwischenabschluss der
Hapag-Lloyd AG werden die Vermögenswerte und Schulden
mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag (Stichtagskurs) in
Euro umgerechnet. Für die Zahlungsströme in der
Konzernkapitalflussrechnung sowie die in der
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen
Aufwendungen, Erträge sowie das Ergebnis erfolgt die
Umrechnung mit dem Durchschnittskurs des Berichtszeitraums.
Die aus der Währungsumrechnung entstehenden
Differenzen werden direkt im sonstigen Ergebnis des
Konzerns erfasst. Im Hapag-Lloyd Konzern erfolgen
gegebenenfalls Sicherungsgeschäfte zur Absicherung des
USD / EUR-Kurses.
Die Aktionärsstruktur der Hapag-Lloyd AG zeichnet
sich durch fünf Großaktionäre aus, die
zusammen rd. 96,4% des Grundkapitals der Gesellschaft
halten. Dazu zählen die Kühne Maritime GmbH
zusammen mit der Kühne Holding AG (Kühne), die
CSAV Germany Container Holding GmbH (CSAV), die Hamburger
Gesellschaft für Vermögens- und
Beteiligungsmanagement mbH (HGV) sowie die Qatar Holding
Germany GmbH für die Qatar Investment Authority (QIA)
und der Public Investment Fund of the Kingdom of Saudi
Arabia (PIF). Zudem haben sich die CSAV, die Kühne
Maritime GmbH und die HGV in einer
Aktionärsvereinbarung (im sog. Shareholders'
Agreement) geeinigt, ihre Stimmrechte an den Aktien der
Hapag-Lloyd AG durch Erteilung einer gemeinsamen
Stimmrechtsvollmacht auszuüben, und treffen somit
wichtige Entscheidungen gemeinsam.
Zum 30. Juni 2022 stellt sich die Aktionärsstruktur
der Hapag-Lloyd AG (unverändert zum 31. Dezember 2021)
wie folgt dar:
| in % | 30.06.2022 |
| Kühne Holding AG und Kühne Maritime GmbH | 30,0 |
| CSAV Germany Container Holding GmbH | 30,0 |
| HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH | 13,9 |
| Qatar Holding Germany GmbH | 12,3 |
| Public Investment Fund of the Kingdom of Saudi Arabia | 10,2 |
| Streubesitz | 3,6 |
| Gesamt | 100,0 |
Wichtige finanzielle Leistungsindikatoren für den
Hapag-Lloyd Konzern sind das operative Ergebnis vor Zinsen,
Steuern und Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen (EBITDA) und das
operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Das
Transportvolumen und die Frachtrate sind wichtige
Einflussgrößen für die Umsatz- und
Ergebnisentwicklung. Die Entwicklung der finanziellen
Leistungsindikatoren im ersten Halbjahr 2022 wird im
Abschnitt "Ertragslage des Konzerns" dargestellt.
Hapag-Lloyd strebt eine Profitabilität über
den kompletten Wirtschaftszyklus an, d. h. eine Rendite auf
das investierte Kapital, die zumindest den gewichteten
Kapitalkosten des Unternehmens entspricht. Aus diesem Grund
wird die Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) als
zusätzliche strategische Messgröße
verwendet. Das ROIC-Konzept vergleicht das Operative
Ergebnis nach Steuern (Net Operating Profit After Tax -
NOPAT), definiert als EBIT abzüglich Steuern, mit dem
investierten Kapital (Invested Capital) zum Stichtag. Das
investierte Kapital ist definiert als Summe der
Vermögenswerte ohne Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente abzüglich der Schulden
ohne die Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten. Zur
Vergleichbarkeit mit anderen internationalen
Schifffahrtsunternehmen erfolgt die Berechnung und
Darstellung der Rendite auf das investierte Kapital
ausschließlich auf Basis der funktionalen
Währung US-Dollar.
In den ersten sechs Monaten 2022 erwirtschaftete
Hapag-Lloyd eine annualisierte Rendite auf das investierte
Kapital (ROIC) von 117,0% (Vorjahreszeitraum: 47,0%). Die
gewichteten Kapitalkosten betrugen zum Bilanzstichtag 31.
Dezember 2021 7,0%.
Die Berechnung des ROIC ergibt sich aus der folgenden
Tabelle:
| Mio. EUR | Mio. USD | |||
| H1 2022 | H1 2021 | H1 2022 | H1 2021 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 16.830,3 | 13.701,7 | 17.492,3 | 16.293,4 |
| Vorräte | 577,1 | 279,3 | 599,8 | 332,1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.945,2 | 2.024,0 | 4.100,5 | 2.406,9 |
| Sonstige Aktiva | 436,0 | 399,7 | 453,2 | 475,3 |
| Summe Vermögenswerte | 21.788,5 | 16.404,7 | 22.645,7 | 19.507,8 |
| Rückstellungen | 938,9 | 873,2 | 975,9 | 1.038,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.633,5 | 2.059,2 | 2.737,2 | 2.448,7 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.972,8 | 1.101,8 | 2.050,2 | 1.310,2 |
| Summe Schulden | 5.545,2 | 4.034,1 | 5.763,2 | 4.797,2 |
| Investiertes Kapital | 16.243,3 | 12.370,6 | 16.882,5 | 14.710,5 |
| EBIT | 9.068,2 | 2.893,2 | 9.918,5 | 3.487,3 |
| Steuern | 37,4 | 23,7 | 40,9 | 28,6 |
| Operatives Ergebnis nach Steuern (NOPAT) | 9.030,8 | 2.869,4 | 9.877,6 | 3.458,7 |
| Rendite auf das investierte Kapital (ROIC, annualisiert in %) | 117,0 | 47,0 | ||
Angaben in USD, gerundet, aggregiert und auf Jahresbasis
(d. h. unter Fortschreibung des NOPAT auf das gesamte
Geschäftsjahr) berechnet. Die Tabelle stellt
ausgewählte Posten der Konzernbilanz sowie der
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nur verkürzt dar.
Die Währungsumrechnung erfolgt gemäß den im
Konzernanhang im Abschnitt "Wesentliche
Rechnungslegungsgrundsätze" angegebenen Stichtags- und
Durchschnittskursen.
Neben den finanziellen Leistungsindikatoren hat die
optimale Ausnutzung der vorhandenen Schiffs- und
Containerkapazitäten einen wesentlichen Einfluss auf
die Erzielung eines langfristig profitablen Wachstums. Eine
nachhaltige und qualitätsbewusste
Unternehmensführung sowie gut ausgebildete und
motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ebenfalls
wichtige Grundlagen für das angestrebte profitable
Unternehmenswachstum von Hapag-Lloyd.
Die nachfolgend aufgeführten nichtfinanziellen
Grundlagen bilden wichtige Informationen zum
Verständnis von Hapag-Lloyd als
Containerlinienreederei ab, werden jedoch seitens des
Unternehmens nicht als Steuerungsgrößen
verwendet. Im Rahmen der Strategy 2023 werden weitere
nichtfinanzielle Grundlagen, wie insbesondere messbare
Qualitätsziele, sukzessive implementiert. Ein
Großteil der Qualitätsziele wurde bereits
veröffentlicht und dem Kunden wird die Performance von
Hapag-Lloyd in Bezug auf diese sog.
Qualitätsversprechen zur Verfügung gestellt.
Zum 30. Juni 2022 bestand die Flotte von Hapag-Lloyd aus
insgesamt 253 Containerschiffen (30. Juni 2021: 250
Schiffe). Die Schiffe sind alle nach den Standards des
International Safety Management (ISM) zertifiziert und
besitzen ein gültiges ISSC (ISPS) Zeugnis. Die
überwiegende Anzahl der Schiffe ist zudem
gemäß ISO 9001 (Qualitätsmanagement) und
ISO 14001 (Umweltmanagement) zertifiziert.
Die Stellplatzkapazität der Hapag-Lloyd Flotte
betrug zum 30. Juni 2022 1.771,4 TTEU und ist somit
gegenüber dem 30. Juni 2021 (1.760,8 TTEU) um 0,6%
gestiegen. Basierend auf den Stellplatzkapazitäten
befanden sich zum 30. Juni 2022 61% der Flotte im Eigentum
(30. Juni 2021: 61%). Derzeit sind drei Schiffe mit einer
Kapazität von 15,4 TTEU an andere Reedereien
weiterverchartert. Im ersten Halbjahr 2022 wurden fünf
gebrauchte Schiffe mit einer Gesamtkapazität von
19.329 TEU erworben. Im Rahmen des Erwerbs des
Containerliniengeschäfts der Deutsche Afrika-Linien
GmbH & Co. KG (DAL) wurde ein sich im Eigentum
befindendes 6.589 TEU-Schiff übernommen.
Das Durchschnittsalter der gesamten Schiffsflotte von
Hapag-Lloyd betrug zum 30. Juni 2022
(kapazitätsgewichtet) 11,0 Jahre (30. Juni 2021: 10,0
Jahre) und lag damit leicht über dem
Durchschnittsniveau der zehn weltweit größten
Containerlinienreedereien von 10,5 Jahren (30. Juni 2021:
9,9 Jahre). Mit 7,0 TTEU (30. Juni 2021: 7,0 TTEU) lag die
durchschnittliche Schiffsgröße der Flotte des
Hapag-Lloyd Konzerns um rd. 10% über dem
vergleichbaren Durchschnittsniveau der zehn weltweit
größten Containerlinienreedereien von 6,4 TTEU
(30. Juni 2021: 6,3 TTEU; Quelle: MDS Transmodal) und um
rd. 58% über der durchschnittlichen
Schiffsgröße der Weltflotte von 4,4 TTEU (30.
Juni 2021: 4,4 TTEU; Quelle: MDS Transmodal).
Für den Transport der Ladung verfügt
Hapag-Lloyd zum 30. Juni 2022 über 1,8 Mio. (30. Juni
2021: 1,7 Mio.) eigene oder gemietete Container mit einer
Kapazität von 3.030,1 TTEU (30. Juni 2021: 2.822,4
TTEU). Der kapazitätsgewichtete Anteil der geleasten
Container betrug zum 30. Juni 2022 rd. 43% (30. Juni 2021:
44%). Im zweiten Quartal 2022 wurden 5.200 TEU
Spezialcontainer sowie 11.800 TEU Kühlcontainer
bestellt.
Das Servicenetzwerk von Hapag-Lloyd umfasste zum 30.
Juni 2022 126 Dienste (30. Juni 2021: 121 Dienste).
| 30.6.2022 | 31.12.2021 | 30.6.2021 | |
| Anzahl der Schiffe | 253 | 253 | 250 |
| davon | |||
| Eigene Schiffe 1 | 119 | 113 | 116 |
| Gecharterte Schiffe | 134 | 140 | 134 |
| Kapazität der Schiffe insgesamt (TTEU) | 1.771 | 1.769 | 1.761 |
| Kapazität der Container insgesamt (TTEU) | 3.030 | 3.058 | 2.822 |
| Anzahl Dienste | 126 | 126 | 121 |
1 Inklusive Leasingverträgen mit
Kaufoption/-verpflichtung zum Laufzeitende
Im ersten Halbjahr 2022 betrug der Bunkerverbrauch
insgesamt 2,12 Mio. Tonnen und lag somit mit 0,7% leicht
über Vorjahresniveau (H1 2021: rd. 2,11 Mio. Tonnen).
Dieser Anstieg ist im Wesentlichen bedingt durch eine
höhere Schiffskapazität gegenüber dem
Vorjahreszeitraum.
Der Anteil von Bunker mit einem niedrigen Schwefelanteil
(MFO low sulphur 0,1% und 0,5%, MDO) und Liquified Natural
Gas (LNG) reduzierte sich in den ersten sechs Monaten 2022
aufgrund der Ausstattung weiterer Schiffe mit Scrubbern
leicht von 92% in H1 2021 auf 88%. Der Bunkerverbrauch pro
Slot (gemessen an der durchschnittlichen
Containerstellplatzkapazität, annualisiert)
erhöhte sich sehr leicht in H1 2022 auf 2,42 Tonnen
(H1 2021: 2,41 Tonnen).
Pro transportiertem TEU blieb der Bunkerverbrauch mit
0,35 Tonnen pro TEU in H1 2022 auf dem gleichen Niveau wie
im ersten Halbjahr 2021.
Das Orderbuch von Hapag-Lloyd umfasste per 30. Juni 2022
zwölf Neubauten der Größe 23.660 TEU und
fünf Neubauten mit unterschiedlichen Größen
von rd. 13.000 TEU. Die Gesamtkapazität der Neubauten
beträgt rd. 350 TTEU. Während zwei der 13.000 TEU
Schiffe Mitte und Ende des laufenden Geschäftsjahrs
ausgeliefert werden sollen, werden die weiteren Schiffe
planmäßig in den Jahren 2023 und 2024
fertiggestellt und ausgeliefert.
Neben den im Eigentum befindlichen Neubauten wird
Hapag-Lloyd zudem fünf neue Schiffe mit
unterschiedlichen Größen von rd. 13.000 TEU als
langfristig eingecharterte Schiffe seiner Flotte
hinzufügen. Zwei dieser Neubauten werden bereits im
laufenden Geschäftsjahr übernommen.
Hapag-Lloyd setzt auf ein diversifiziertes
Kundenportfolio bestehend aus Direktkunden und Spediteuren.
Letztere sollen ein kontinuierliches Ladungsaufkommen
sichern. Mit Direktkunden bestehen in der Regel
Vertragsbeziehungen von bis zu 36 Monaten. Direkte Kunden
bieten durch Rahmenverträge eine bessere Planbarkeit
der benötigten Transportkapazität. Die
ausgewogene Kundenbasis von Hapag-Lloyd zeigt sich darin,
dass die 50 größten Kunden deutlich weniger als
50% des Ladungsaufkommens stellen. In den ersten sechs
Monaten des Geschäftsjahres 2022 führte
Hapag-Lloyd Transportaufträge für rd. 27.400
Kunden durch (H1 2021: rd. 26.500).
Zum 30. Juni 2022 beschäftigte der Hapag-Lloyd
Konzern insgesamt 14.321 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
(30. Juni 2021: 13.404). Davon entfielen 12.240 Personen
auf den Landbereich (30. Juni 2021: 11.216) und 1.868
Personen auf den Seebereich (30. Juni 2021: 1.987). Die
Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landbereich
erhöhte sich somit deutlich um 1.024 Personen. Die
Steigerung ergibt sich aus dem Ausbau der Global Service
Center in Indien, der weltweiten Quality Service Center und
des IT Knowledge Centers in Danzig sowie der Übernahme
von NileDutch im dritten Quartal 2021 und DAL im zweiten
Quartal 2022.
Zudem beschäftigte Hapag-Lloyd zum 30. Juni 2022
213 Auszubildende (30. Juni 2021: 201).
| 30.6.2022 | 31.12.2021 | 30.6.2021 | |
| Seebereich | 1.868 | 1.868 | 1.987 |
| Landbereich | 12.240 | 11.997 | 11.216 |
| Auszubildende | 213 | 241 | 201 |
| Gesamt | 14.321 | 14.106 | 13.404 |
Die Höhe des globalen Wirtschaftswachstums und die
Entwicklung des Welthandels sind für die Nachfrage
nach Containertransportleistungen und damit für die
Entwicklung des Ladungsaufkommens der Containerreedereien
von großer Bedeutung.
Die Weltwirtschaft verzeichnete trotz der rasanten
Ausbreitung der COVID-19-Variante Omikron zunächst
einen guten Jahresauftakt, ehe sich die Lage aufgrund der
Invasion Russlands in der Ukraine Ende Februar
eintrübte. Stark gestiegene Energie- und
Rohstoffpreise sowie eine Verschärfung der
Lieferengpässe, unter anderem aufgrund von
Produktionsausfällen in der Ukraine und der Sanktionen
gegen Russland, haben den Inflationsdruck weiter
verschärft, mit entsprechend negativen Auswirkungen
für die Weltwirtschaft.
Nach einem überraschend starken ersten Quartal 2022
mit einem Wirtschaftswachstum von 4,8% verlangsamte sich im
zweiten Quartal 2022 das Wirtschaftswachstum in China
infolge der COVID-19 bedingten Lockdowns im April und Mai
deutlich. Nur wegen der einsetzenden Erholung im Juni
konnte im zweiten Quartal noch ein leichtes Wachstum von
0,4% gegenüber dem Vorjahresquartal erzielt werden.
Insgesamt verzeichnete die Volksrepublik China im ersten
Halbjahr ein Wirtschaftswachstum von 2,5% (H1 2021:
+12,7%). Der Import von Gütern stieg um 4,8% und der
Export um 13,2% (National Bureau of Statistics of China,
Juli 2022). Hauptabnehmer der chinesischen Waren sind vor
allem die USA und Europa. Die US-Wirtschaft wuchs im
zweiten Quartal 2022 gegenüber dem Vorjahresquartal um
1,6%. Gegenüber dem ersten Quartal 2022 ging die
Wirtschaftsleistung allerdings um 0,9% zurück, nachdem
bereits das Wachstum im ersten Quartal 2022 gegenüber
dem starken vierten Quartal 2021 um 1,6%
zurückgegangen war. Der Rückgang im zweiten
Quartal 2022 ist im Wesentlichen bedingt durch einen
Rückgang der privaten Investitionen und geringerer
staatlicher Ausgaben durch das Auslaufen von
Hilfsprogrammen wegen der COVID-19-Pandemie. Gestützt
wurde das Wirtschaftswachstum durch gestiegene Exporte und
höhere Verteidigungsausgaben. Die Im- sowie die
Exporte in den ersten fünf Monaten 2022 stiegen im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich an, primär
wegen der stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise.
Der Import von Gütern von Januar bis Mai 2022 stieg
gegenüber dem Vorjahr um 22,5%, der Export um 20,4%
(U.S. Department of Commerce, Juli 2022). Die EU
verzeichnete im zweiten Quartal 2022 ein
Wirtschaftswachstum von 4,0% gegenüber dem
Vorjahresquartal und ein leichtes Wachstum von 0,6%
gegenüber Q1 2022. Der Export von Gütern aus der
EU stieg im Zeitraum Januar bis Mai 2022 um 17,6%
gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Import von
Gütern wuchs noch deutlicher um 48,5%, wobei dies
hauptsächlich auf einen Anstieg der Energieeinfuhren
um 147,9% zurückzuführen ist, was wiederum den
stark gestiegenen Energiepreisen geschuldet ist (Eurostat,
Juli 2022).
Wegen des Kriegs in der Ukraine und den daraus
resultierenden Unsicherheiten auf den internationalen
Energiemärkten stiegen die Ölpreise ebenfalls
sehr deutlich. Ende Juni 2022 lag der Preis für die
Sorte Brent bei 114,81 USD pro Barrel, ein signifikanter
Anstieg von 52,8% gegenüber 75,13 USD pro Barrel zum
30. Juni 2021 (Platts Bunkerwire, Bloomberg, Juni 2022).
Nach dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie Anfang 2020 kam
es zu einem kurzen, aber deutlichen Rückgang des
globalen Containertransportvolumens, dem eine starke
Erholung folgte. Infolgedessen kam es in Verbindung mit
regionalen COVID-19-Restriktionen spätestens seit dem
vierten Quartal 2020 zu einer spürbaren Störung
der weltweiten Lieferketten. Im ersten Halbjahr 2022 war
die Hafen- und Hinterlandinfrastruktur in Nordamerika auch
weiterhin überlastet. Lockdown Maßnahmen in
China, Hafenstreiks und infrastrukturelle Probleme haben
zudem zu einer Verschärfung der Hafenstaus auch in
Europa geführt.
Die weltweiten Containertransportmengen gingen im
Zeitraum Januar bis Mai 2022 um 2,5% gegenüber dem
Vorjahreszeitraum zurück (CTS, Juli 2022). Dies ist
auf eine starke Vorjahresbasis, die anhaltende Störung
der weltweiten Lieferketten sowie eine schwächere
Nachfrage zurückzuführen. Die Transportmengen im
Fahrtgebiet Intra-Asien sowie von Fernost nach Nordamerika
stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum
geringfügig an. Im Gegensatz dazu ging die
Transportmenge im Fahrtgebiet Fernost nach Europa um 3,6%
zurück, während die Mengen von Nordamerika bzw.
Europa nach Fernost mit -14,5% bzw. -14,6% deutlich
rückläufig waren.
Der Shanghai Containerized Freight Index (SCFI), welcher
die Spot-Frachtratenentwicklung auf den wichtigsten
Handelsrouten von Shanghai abbildet, ist im ersten Halbjahr
2022 sukzessive gefallen. Mit 4.216 USD / TEU Ende Juni
2022 lag dieser aber immer noch über dem Vorjahreswert
von 3.785 USD / TEU. Zum Jahresende 2021 notierte der Index
bei 5.047 USD / TEU, knapp unter dem Allzeithoch.
Die anhaltend gute Nachfragesituation zeigt sich auch am
niedrigen Anteil der aufliegenden, d. h. der
beschäftigungslosen Schiffe. Diese lagen zum Ende des
ersten Halbjahres 2022 unverändert zum Vorjahreswert
bei 0,2 Mio. TEU, was 0,8% der Weltflotte entspricht
(Alphaliner Weekly, Juni 2022 und Juni 2021). Zum
Vergleich, Ende Mai 2020 lag der Wert aufgrund des
Nachfrageeinbruchs hervorgerufen durch den Ausbruch der
COVID-19-Pandemie bei rd. 2,7 Mio. TEU (Alphaliner Weekly,
Juni 2020), dies entsprach 12% der Weltflotte.
Nach Angaben von MDS Transmodal wurden im ersten
Halbjahr 2022 insgesamt 69 Containerschiffe mit einer
Transportkapazität von rd. 413 TTEU in Dienst gestellt
(Vorjahreszeitraum: 87 Schiffe, Transportkapazität:
rd. 590 TTEU). Laut Clarksons wurden im selben Zeitraum
keine Containerschiffe verschrottet (Vorjahreszeitraum: rd.
10 TTEU).
Im ersten Halbjahr 2022 wurden Aufträge für
den Bau von 245 Containerschiffen mit einer
Transportkapazität von insgesamt 1,7 Mio. TEU
vergeben, deutlich weniger als die 3,1 Mio. TEU im
Vorjahreshalbjahr (Clarksons Research, Juli 2022). Im
Vergleich zu den Vorjahren ist das Volumen der
Neubestellungen aber weiterhin auf einem hohen Niveau.
Entsprechend stieg die Tonnage der in Auftrag gegebenen
Containerschiffe nach Angaben von MDS Transmodal Ende Juni
2022 auf rd. 6,7 Mio. TEU, nach 4,0 Mio. TEU per 30. Juni
2021. Damit lag das Verhältnis von Auftragsbestand zur
aktuellen Weltcontainerflottenkapazität mit 26,6% zwar
auf dem höchsten Stand seit 2011, jedoch weiterhin
deutlich unter dem im Jahr 2007 erreichten Höchststand
von rd. 61%.
Der Bunkerpreis verteuerte sich im ersten Halbjahr 2022
im Wesentlichen aufgrund des Kriegs zwischen Russland und
der Ukraine nochmals deutlich. Ende Juni 2022 notierte der
Bunkertreibstoff mit niedrigem Schwefelgehalt bei 869 USD /
t, nach 550 USD / t zum Jahresende 2021 (MFO 0,5%, FOB
Rotterdam).
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 trug im
Wesentlichen eine anhaltend gute Nachfragesituation nach
Containertransporten zu einer positiven Branchenentwicklung
bei. In einem angespannten Marktumfeld, vor allem bedingt
durch die anhaltende Störung der globalen
Lieferketten, ergaben sich hingegen operative
Herausforderungen, die sich in verlängerten
Umlaufzeiten für Schiffe und Container niederschlugen.
Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021 führte
insbesondere die Erhöhung der durchschnittlichen
Frachtrate (in USD) um 77,1% zu einem Anstieg der
Umsatzerlöse um 93,9%, während das
Transportvolumen auf Vorjahresniveau lag. Der stärkere
US-Dollar hatte insgesamt einen positiven Effekt und wirkte
sich in Summe ebenfalls erhöhend auf das Ergebnis aus.
Der durchschnittliche USD / EUR-Kurs lag im ersten Halbjahr
2022 bei 1,09 USD / EUR, nach 1,21 USD / EUR im
entsprechenden Vorjahreszeitraum. Ein gestiegener
durchschnittlicher Bunkerverbrauchspreis (+67,0%) und
höhere Aufwendungen für das Handling von
Containern (+24,3%) belasteten hingegen das operative
Ergebnis.
Hapag-Lloyd erwirtschaftete im Berichtszeitraum ein
operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(EBITDA) in Höhe von 10.003,5 Mio. EUR
(Vorjahreszeitraum: 3.517,3 Mio. EUR) und ein operatives
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von
9.068,2 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 2.893,2 Mio. EUR). Das
Konzernergebnis lag bei 8.654,2 Mio. EUR
(Vorjahreszeitraum: 2.724,5 Mio. EUR).
| Mio. EUR | Q2 2022 | Q2 2021 | H1 2022 | H1 2021 |
| Umsatzerlöse | 8.993,4 | 4.686,0 | 16.970,0 | 8.753,4 |
| Transportaufwendungen | 3.427,4 | 2.488,5 | 6.378,1 | 4.758,9 |
| Personalaufwendungen | 217,0 | 193,0 | 427,0 | 357,3 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 475,8 | 317,2 | 935,3 | 624,2 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -133,5 | -81,8 | -234,5 | -131,7 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 4.739,7 | 1.605,5 | 8.995,2 | 2.881,3 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen | 57,5 | 10,6 | 69,0 | 11,8 |
| Ergebnis aus Beteiligungen und Wertpapieren | 4,0 | 0,1 | 4,0 | 0,1 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 4.801,3 | 1.616,1 | 9.068,2 | 2.893,2 |
| Zinsergebnis | -37,0 | -78,8 | -85,0 | -143,1 |
| Übrige Finanzposten | -260,6 | -3,6 | -291,6 | -1,9 |
| Ertragsteuern | 20,8 | 12,7 | 37,4 | 23,7 |
| Konzernergebnis | 4.482,9 | 1.521,0 | 8.654,2 | 2.724,5 |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der Hapag-Lloyd AG | 4.479,0 | 1.518,6 | 8.646,1 | 2.719,4 |
| davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallendes Ergebnis | 3,9 | 2,4 | 8,1 | 5,0 |
| Unverwässertes / Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 25,48 | 8,64 | 49,19 | 15,47 |
| EBITDA | 5.277,1 | 1.933,4 | 10.003,5 | 3.517,3 |
| EBITDA-Marge (%) | 58,7 | 41,3 | 58,9 | 40,2 |
| EBIT | 4.801,3 | 1.616,1 | 9.068,2 | 2.893,2 |
| EBIT-Marge (%) | 53,4 | 34,5 | 53,4 | 33,1 |
| TTEU | Q2 2022 | Q2 2021 | H1 2022 | H1 2021 |
| Atlantik 1 | 563 | 532 | 1.052 | 1.048 |
| Transpazifik | 430 | 462 | 861 | 899 |
| Fernost | 573 | 596 | 1.174 | 1.181 |
| Mittlerer Osten | 388 | 395 | 802 | 784 |
| Intra-Asien | 154 | 159 | 311 | 330 |
| Lateinamerika | 751 | 766 | 1.486 | 1.535 |
| Afrika 1 | 166 | 120 | 326 | 227 |
| Gesamt | 3.024 | 3.029 | 6.012 | 6.004 |
Die Transportmenge lag im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2022 mit 6.012 TTEU
(Vorjahreszeitraum: 6.004 TTEU) auf Vorjahresniveau
(+0,1%).
Der Anstieg des Transportvolumens im Fahrtgebiet Afrika
ergab sich im Wesentlichen durch die im dritten Quartal
2021 erfolgte Integration von NileDutch in den Hapag-Lloyd
Konzern.
Die anhaltend starke Nachfrage nach Containertransporten
trug im Wesentlichen im Fahrtgebiet Mittlerer Osten zu
einem Anstieg der Transportmenge im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum bei.
Die gesunkene Transportmenge im Fahrtgebiet Intra-Asien
und Lateinamerika resultierte im Wesentlichen aus der
optimierten Repositionierung von Containern in andere
Fahrtgebiete. Im Fahrtgebiet Transpazifik führte ein
angespanntes Marktumfeld, geprägt durch die
Überlastung von örtlichen Hafeninfrastrukturen
und die damit verzögerten und ausgebliebenen
Containerumschläge, trotz einer hohen Nachfrage nach
Containertransporten, zu einem Rückgang der
Transportmenge.
| USD / TEU | Q2 2022 | Q2 2021 | H1 2022 | H1 2021 |
| Atlantik 1 | 2.893 | 1.578 | 2.682 | 1.445 |
| Transpazifik | 4.001 | 2.256 | 3.894 | 2.101 |
| Fernost | 3.242 | 2.117 | 3.254 | 2.043 |
| Mittlerer Osten | 2.357 | 1.352 | 2.197 | 1.233 |
| Intra-Asien | 1.939 | 1.131 | 1.998 | 1.073 |
| Lateinamerika | 2.710 | 1.473 | 2.663 | 1.416 |
| Afrika 1 | 2.559 | 1.725 | 2.545 | 1.629 |
| Gesamt (gewichteter Durchschnitt) | 2.935 | 1.714 | 2.855 | 1.612 |
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 betrug
die durchschnittliche Frachtrate 2.855 USD / TEU und lag
damit um 1.243 USD / TEU bzw. 77,1% über dem Wert des
Vorjahreszeitraums (1.612 USD / TEU).
Der kontinuierliche Anstieg der Frachtrate ist im
Wesentlichen auf eine anhaltend gute Nachfrage nach
Containertransporten bei gleichzeitig knappen
Transportkapazitäten in einem überlasteten
Marktumfeld zurückzuführen.
| Mio. EUR | Q2 2022 | Q2 2021 | H1 2022 | H1 2021 |
| Atlantik 1 | 1.517,4 | 696,0 | 2.579,6 | 1.256,0 |
| Transpazifik | 1.609,9 | 865,1 | 3.066,9 | 1.566,6 |
| Fernost | 1.744,1 | 1.046,9 | 3.491,8 | 2.002,0 |
| Mittlerer Osten | 856,4 | 442,4 | 1.610,3 | 802,1 |
| Intra-Asien | 280,8 | 149,1 | 567,8 | 293,7 |
| Lateinamerika | 1.904,9 | 936,2 | 3.618,2 | 1.804,1 |
| Afrika 1 | 398,3 | 171,7 | 758,6 | 306,1 |
| Den Fahrtgebieten nicht zuzuordnende Umsatzerlöse | 681,6 | 378,6 | 1.276,8 | 722,8 |
| Gesamt | 8.993,4 | 4.686,0 | 16.970,0 | 8.753,4 |
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 sind
die Umsatzerlöse des Hapag-Lloyd Konzerns um 8.216,7
Mio. EUR auf 16.970,0 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 8.753,4
Mio. EUR) gestiegen, was einem Anstieg um 93,9% entspricht.
Ursächlich hierfür war im Wesentlichen der
Anstieg der durchschnittlichen Frachtrate um 77,1% im
Vergleich zur Vorjahresperiode. Die Stärkung des
US-Dollars im Vergleich zum Euro wirkte sich ebenfalls
erhöhend auf die Umsatzerlöse aus. Bereinigt um
die Wechselkursveränderungen hätte sich ein
Anstieg der Umsatzerlöse um 7,3 Mrd. EUR bzw. 75,9%
ergeben.
Im Posten der nicht den Fahrtgebieten zuzuordnenden
Umsatzerlöse sind im wesentlichen Umfang Erlöse
aus Stand- und Lagergeldern für Container (Demurrage
und Detention) sowie Ausgleichszahlungen für
Schiffsraum enthalten. Zugleich werden bereits entstandene
Umsatzerlöse für nicht beendete Reisen im Posten
der nicht den Fahrtgebieten zuzuordnenden Umsatzerlöse
erfasst.
| Mio. EUR | Q2 2022 | Q2 2021 | H1 2022 | H1 2021 |
| Transportaufwendungen | 3.427,4 | 2.488,5 | 6.378,1 | 4.758,9 |
| davon | ||||
| Transportaufwendungen für beendete Reisen | 3.426,5 | 2.490,9 | 6.381,1 | 4.750,2 |
| Brennstoffe | 786,0 | 403,5 | 1.367,4 | 725,3 |
| Handling und Haulage | 1.678,4 | 1.339,6 | 3.173,5 | 2.552,5 |
| Container und Repositionierung 1 | 375,5 | 287,2 | 717,3 | 564,8 |
| Schiffe und Reisen (ohne Brennstoffe) 1 | 586,5 | 460,5 | 1.122,9 | 907,6 |
| Transportaufwendungen für nicht beendete Reisen 2 | 0,9 | -2,4 | -3,1 | 8,7 |
| Personalaufwendungen | 217,0 | 193,0 | 427,0 | 357,3 |
| Abschreibungen | 475,8 | 317,2 | 935,3 | 624,2 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -133,5 | -81,8 | -234,5 | -131,7 |
| Gesamte operative Aufwendungen | 4.253,7 | 3.080,5 | 7.974,9 | 5.872,1 |
1 Inklusive Leasingaufwendungen für
kurzfristige Leasingverträge
2 Die als Transportaufwendungen für nicht
beendete Reisen dargestellten Beträge stellen den
Unterschiedsbetrag zwischen den Aufwendungen für nicht
beendete Reisen der aktuellen und den Aufwendungen für
nicht beendete Reisen der Vorperiode dar. Die in den
Vorperioden erfassten Transportaufwendungen für nicht
beendete Reisen sind in der aktuellen Periode als
Transportaufwendungen für beendete Reisen dargestellt.
Die Transportaufwendungen sind im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2022 um 1.619,2 Mio. EUR auf 6.378,1
Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 4.758,9 Mio. EUR) gestiegen.
Dies entspricht einem Anstieg von 34,0%, der vor allem auf
den im Vergleich zum Vorjahr höheren
durchschnittlichen Bunkerverbrauchspreis und die
gestiegenen Aufwendungen für das Handling von
Containern zurückzuführen ist. Darüber
hinaus trug der stärkere US-Dollar im Vergleich zum
Euro zu dem Anstieg der Transportaufwendungen bei.
Bereinigt um die Wechselkursveränderungen hätte
sich ein Anstieg der Transportaufwendungen von 1,1 Mrd. EUR
bzw. 21,6% ergeben.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 lag der
durchschnittliche Bunkerverbrauchspreis für
Hapag-Lloyd mit 703 USD / t um 282 USD / t (+67,0 %)
über dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums
von 421 USD / t. Dies führte zu einem Anstieg der
Aufwendungen für Brennstoffe um 642,1 Mio. EUR auf
1.367,4 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 725,3 Mio. EUR).
Die Aufwendungen für das Handling von Containern
sind im ersten Halbjahr des Berichtsjahres um 621,0 Mio.
EUR auf 3.173,5 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 2.552,5 Mio.
EUR) gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die
erhöhten Stand- und Lagergelder für Container
aufgrund der teilweisen Überlastung der Hafen- und
Hinterlandinfrastruktur zurückzuführen.
Darüber hinaus trugen gestiegene Aufwendungen für
Hinterlandtransporte von Containern, vor allem durch
Feederschiffe und LKWs, zum Anstieg bei.
Die Container- und Repositionierungsaufwendungen sind im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum im Wesentlichen durch
höhere Stand- und Lagergelder für Leercontainer
in den Hafenterminals und deren Repositionierung gestiegen.
Der Anstieg der Aufwendungen für Schiffe und Reisen
(ohne Brennstoffe) resultiert im Wesentlichen aus dem
gestiegenen Anteil an mittelfristig eingecharterten Schiffe
und den damit verbundenen operativen Aufwendungen
(Nichtleasingkomponenten) sowie den erhöhten
Aufwendungen für Containerstellplatzmieten auf fremden
Seeschiffen.
Die Personalaufwendungen erhöhten sich im ersten
Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 um 69,6 Mio. EUR auf
427,0 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 357,3 Mio. EUR). Der
Anstieg ist im Wesentlichen auf die strukturelle Anpassung
des Bonussystems zum Ende des Geschäftsjahres 2021
sowie auf die gestiegene Anzahl von beschäftigten
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Hapag-Lloyd Konzern
zurückzuführen. Zudem wirkte sich die
Stärkung des US-Dollars gegenüber dem Euro
aufwandserhöhend aus.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 haben
sich die Abschreibungen, im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum, um 311,2 Mio. EUR auf 935,3 Mio. EUR
erhöht (Vorjahreszeitraum: 624,2 Mio. EUR). Der
Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem gestiegenen
Anteil an mittelfristig eingecharterten Schiffen im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu gleichzeitig
höheren Charterraten und der daraus folgenden
Erhöhung der Nutzungsrechte. Die planmäßige
Abschreibung der Nutzungsrechte an den geleasten
Vermögenswerten (im Wesentlichen Schiffe und
Container) führte zu Abschreibungen in Höhe von
470,8 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 295,2 Mio. EUR). Zudem
trugen die im Geschäftsjahr 2021 angepasste
Restnutzungsdauer von ausgewählten älteren
Schiffen und die im Geschäftsverlauf 2022 erworbenen
Schiffe zu dem Anstieg der Abschreibungen bei. Der
stärkere US-Dollar im Vergleich zum Euro führte
ebenfalls zu einem Anstieg der Abschreibungen.
Das sonstige betriebliche Ergebnis in Höhe von
-234,5 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: -131,7 Mio. EUR)
enthält im Saldo sonstige betriebliche Aufwendungen
und Erträge. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
beliefen sich für das erste Halbjahr des
Geschäftsjahres 2022 auf insgesamt 281,7 Mio. EUR
(Vorjahreszeitraum: Aufwendungen von 159,3 Mio. EUR). Die
wesentlichen Aufwendungen betrafen EDV-Kosten (113,7 Mio.
EUR; Vorjahreszeitraum: 91,9 Mio. EUR), Beratungskosten
(32,3 Mio. EUR; Vorjahreszeitraum: 12,8 Mio. EUR),
Büro- und Verwaltungskosten (17,5 Mio. EUR;
Vorjahreszeitraum: 12,5 Mio. EUR) sowie Aufwendungen
für Wertberichtigungen auf Forderungen (14,3 Mio. EUR;
Vorjahreszeitraum: 7,6 Mio. EUR). Die sonstigen
betrieblichen Erträge beliefen sich für das erste
Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 auf insgesamt 47,2
Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 27,6 Mio. EUR).
Die Erläuterungen zum Ergebnis aus nach der
Equity-Methode einbezogene Unternehmen sind im Abschnitt
"Nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen" im
verkürzten Konzernanhang des Halbjahresfinanzberichts
enthalten.
| Mio. EUR | Q2 2022 | Q2 2021 | H1 2022 | H1 2021 |
| Umsatz | 8.993,4 | 4.686,0 | 16.970,0 | 8.753,4 |
| EBIT | 4.801,3 | 1.616,1 | 9.068,2 | 2.893,2 |
| EBITDA | 5.277,1 | 1.933,4 | 10.003,5 | 3.517,3 |
| EBIT-Marge (%) | 53,4 | 34,5 | 53,4 | 33,1 |
| EBITDA-Marge (%) | 58,7 | 41,3 | 58,9 | 40,2 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 25,48 | 8,64 | 49,19 | 15,47 |
| Return on Invested Capital (ROIC) annualisiert (%) 1 | 121,0 | 52,5 | 117,0 | 47,0 |
1 Der Return on Invested Capital wird auf Basis
der funktionalen Währung USD berechnet.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 belief
sich das Zinsergebnis auf -85,0 Mio. EUR
(Vorjahreszeitraum: -143,1 Mio. EUR). Der Rückgang der
Zinsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist
insbesondere auf die im Geschäftsjahr 2021
durchgeführte Refinanzierung der EUR-Anleihe sowie auf
die vorzeitigen Rückzahlungen von Bankschulden
zurückzuführen. Zudem haben sich die
Zinserträge im Wesentlichen aufgrund des deutlich
gestiegenen Volumens von durchgeführten
Geldmarktgeschäften im Berichtsjahr erhöht.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 betrug
das Ergebnis für die übrigen Finanzposten -291,6
Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: -1,9 Mio. EUR).
Ursächlich für diese Entwicklung waren im
Wesentlichen die Realisierung der
Devisentermingeschäfte für die im Mai 2022
ausgeschüttete Euro-Dividende und die realisierten
Fremdwährungsverluste aus der entsprechenden
Dividendenzahlung.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 wurde
ein Konzernergebnis in Höhe von 8.654,2 Mio. EUR
erzielt (Vorjahreszeitraum: 2.724,5 Mio. EUR).
| Mio. EUR | Q2 2022 | Q2 2021 | H1 2022 | H1 2021 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 4.819,2 | 1.881,3 | 9.310,1 | 3.247,7 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -300,4 | -374,1 | -669,4 | -451,3 |
| Free Cashflow | 4.518,7 | 1.507,3 | 8.640,7 | 2.796,4 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -6.888,0 | -1.089,4 | -7.288,0 | -1.501,1 |
| Veränderung des Finanzmittelbestands | -2.369,3 | 417,8 | 1.352,7 | 1.295,3 |
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022
erwirtschaftete Hapag-Lloyd einen operativen Cashflow in
Höhe von 9.310,1 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 3.247,7
Mio. EUR). Die Erhöhung des Cashflows aus laufender
Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen bedingt
durch ein höheres Ergebnis im laufenden
Geschäftsjahr.
Die Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit
beliefen sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres
2022 auf insgesamt 669,4 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 451,3
Mio. EUR). Darin enthalten sind im Wesentlichen
Auszahlungen für Investitionen in Höhe von 591,5
Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 474,5 Mio. EUR) sowohl
für Schiffe und Schiffsausrüstung als auch
für Containerneubauten. Die im Investitionsbetrag
enthaltenen Auszahlungen für bereits im Vorjahr
zugegangene Container beliefen sich dabei auf 194,8 Mio.
EUR. Per 30. Juni 2022 wurden für den Erwerb des
Containerliniengeschäft der Deutsche Afrika-Linien
GmbH & Co. KG und den Erwerb von Anteilen am
Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE Container Terminal
Wilhelmshaven GmbH & Co. KG insgesamt 115,2 Mio. EUR
gezahlt.
Aus den Finanzierungstätigkeiten ergab sich im
ersten Halbjahr des Geschäftsjahres im Saldo ein
Mittelabfluss in Höhe von 7.288,0 Mio. EUR
(Vorjahreszeitraum: 1.501,1 Mio. EUR). Der Mittelabfluss
ist im Wesentlichen bedingt durch die Dividendenzahlung an
die Anteilseigner der Hapag-Lloyd AG in Höhe von
6.151,6 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 615,2 Mio. EUR). Die
Zins- und Tilgungsleistungen aus Leasingverbindlichkeiten
gemäß IFRS 16 beliefen sich auf 544,6 Mio. EUR
(Vorjahreszeitraum: 316,8 Mio. EUR). Für die Zins- und
Tilgungsleistungen der Schiffs- und Containerfinanzierungen
wurden im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 301,9
Mio. EUR gezahlt (Vorjahreszeitraum: 622,8 Mio. EUR).
Weiterhin erfolgten Auszahlungen für
Sicherungsgeschäfte von Finanzschulden und
Dividendenzahlungen in Höhe von 268,3 Mio. EUR.
| Mio. EUR | Q2 2022 | Q2 2021 | H1 2022 | H1 2021 |
| Bestand am Anfang der Periode | 11.637,3 | 1.614,6 | 7.723,4 | 681,3 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen | 732,4 | -21,3 | 924,3 | 34,5 |
| Zahlungswirksame Veränderungen | -2.369,3 | 417,8 | 1.352,7 | 1.295,3 |
| Bestand am Ende der Periode | 10.000,4 | 2.011,1 | 10.000,4 | 2.011,1 |
Insgesamt ergab sich im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2022 ein Zahlungsmittelzufluss von
1.352,7 Mio. EUR, sodass unter Berücksichtigung von
wechselkursbedingten Effekten in Höhe von 924,3 Mio.
EUR zum Ende des Berichtszeitraums am 30. Juni 2022 ein
Finanzmittelbestand von 10.000,4 Mio. EUR (30. Juni 2021:
2.011,1 Mio. EUR) ausgewiesen wurde. Der in der
Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelbestand
entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente". Zusätzlich bestehen
frei verfügbare Kreditlinien in Höhe von 697,6
Mio. EUR (30. Juni 2021: 491,9 Mio. EUR), sodass sich eine
Liquiditätsreserve (bestehend aus liquiden Mitteln und
nicht genutzten Kreditlinien) von insgesamt 10.698,0 Mio.
EUR ergab (30. Juni 2021: 2.503,0 Mio. EUR).
| Mio. EUR | 30.6.2022 | 31.12.2021 |
| Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten | 5.702,5 | 5.497,2 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 10.000,4 | 7.723,4 |
| Nettoliquidität 1 | 4.297,9 | 2.226,3 |
| Frei verfügbare Kreditlinien | 697,6 | 516,9 |
| Eigenkapitalquote (%) | 64,6 | 60,5 |
1 Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente abzgl. Finanzschulden und
Leasingverbindlichkeiten
Zum 30. Juni 2022 betrug die Nettoliquidität des
Konzerns 4.297,9 Mio. EUR. Im Vergleich zum 31. Dezember
2021 ist die Nettoliquidität somit um 2.071,6 Mio. EUR
gestiegen. Die Verbesserung ergab sich im Wesentlichen aus
einem positiven operativen Cashflow. Dem gegenüber
stand die Dividendenzahlung an die Anteileigner der HLAG,
die im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen
wird.
Die Eigenkapitalquote ist mit 64,6% im Vergleich zum 31.
Dezember 2021 mit 60,5% um 4,1%-Punkte gestiegen. Das
Eigenkapital erhöhte sich im Vergleich zum 31.
Dezember 2021 um 4.379,2 Mio. EUR und betrug zum 30. Juni
2022 20.541,2 Mio. EUR. Eine detaillierte Übersicht
der Veränderung des Eigenkapitals enthält die
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung im
Konzernzwischenabschluss.
| Mio. EUR | 30.6.2022 | 31.12.2021 |
| Aktiva | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 16.830,3 | 15.284,0 |
| davon Anlagevermögen | 16.720,6 | 15.204,5 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 14.958,7 | 11.430,5 |
| davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 10.000,4 | 7.723,4 |
| Bilanzsumme | 31.789,0 | 26.714,5 |
| Passiva | ||
| Eigenkapital | 20.541,2 | 16.162,0 |
| Fremdkapital | 11.247,7 | 10.552,5 |
| davon langfristige Schulden | 4.534,1 | 4.594,2 |
| davon kurzfristige Schulden | 6.713,6 | 5.958,3 |
| davon Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten | 5.702,5 | 5.497,2 |
| davon langfristige Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten | 4.221,7 | 4.138,5 |
| davon kurzfristige Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten | 1.480,8 | 1.358,6 |
| Bilanzsumme | 31.789,0 | 26.714,5 |
| Nettoliquidität | 4.297,9 | 2.226,3 |
| Eigenkapitalquote (%) | 64,6 | 60,5 |
Zum 30. Juni 2022 betrug die Bilanzsumme des Konzerns
31.789,0 Mio. EUR und lag um 5.074,4 Mio. EUR über dem
Wert zum Jahresende 2021. Die Veränderung ergab sich
im Wesentlichen aus dem Anstieg des Bestands an
Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, dem
Anstieg des Anlagevermögens, preisbedingt höheren
Forderungen sowie dem höheren Eigenkapital. Der USD /
EUR-Kurs notierte zum 30. Juni 2022 bei 1,04 (31. Dezember
2021: 1,13).
Innerhalb der langfristigen Vermögenswerte
erhöhten sich die Buchwerte des Anlagevermögens
um insgesamt 1.516,1 Mio. EUR auf 16.720,6 Mio. EUR (31.
Dezember 2021: 15.204,5 Mio. EUR). Der Anstieg resultierte
im Wesentlichen aus stichtagsbedingten Wechselkurseffekten
in Höhe von 1.323,8 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 400,9
Mio. EUR), Investitionen in Schiffe, Schiffsausrüstung
und Container in Höhe von 530,1 Mio. EUR
(Vorjahreszeitraum: 581,3 Mio. EUR) sowie aus neu
eingegangenen und verlängerten Nutzungsrechten
für Leasingvermögenswerte in Höhe von 550,6
Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 755,9 Mio. EUR).
Gegenläufig wirkten sich planmäßige
Abschreibungen in Höhe von 937,8 Mio. EUR
(Vorjahreszeitraum: 635,4 Mio. EUR) auf das
Anlagevermögen aus. Hierin waren Abschreibungen auf
aktivierte Nutzungsrechte an Leasingvermögenswerten in
Höhe von 470,8 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 295,2 Mio.
EUR) enthalten.
Der Bestand an Zahlungsmitteln und
Zahlungsmitteläquivalenten stieg im Wesentlichen
aufgrund des positiven operativen Cashflows um 2.277,0 Mio.
EUR auf 10.000,4 Mio. EUR gegenüber dem Jahresende
2021 (7.723,4 Mio. EUR).
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital
(inklusive der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter)
um 4.379,2 Mio. EUR auf 20.541,2 Mio. EUR. Die
Erhöhung ist insbesondere auf das im erwirtschafteten
Konzerneigenkapital ausgewiesene Konzernergebnis in
Höhe von 8.654,2 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 2.724,5
Mio. EUR) sowie die im sonstigen Ergebnis erfassten
unrealisierten Gewinne aus der Währungsumrechnung in
Höhe von 1.714,3 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 235,6
Mio. EUR) zurückzuführen. Gegenläufig wirkte
sich die Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn des
Vorjahres in Höhe von 35,00 EUR (Vorjahr: 3,50 EUR) je
dividendenberechtigte Stückaktie, d. h. insgesamt
6.151,6 Mio. EUR (Vorjahr: 615,2 Mio. EUR) aus. Die
Eigenkapitalquote betrug zum 30. Juni des laufenden Jahres
64,6 % (31. Dezember 2021: 60,5 %).
Die Höhe des Fremdkapitals des Konzerns ist
gegenüber dem Konzernabschluss 2021 leicht um 695,2
Mio. EUR gestiegen. Innerhalb des Fremdkapitals stiegen die
Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten leicht um
insgesamt 205,3 Mio. EUR. Dies ist im Wesentlichen auf
stichtagsbedingte Wechselkurseffekte von 469,5 Mio. EUR
(Vorjahreszeitraum: 154,2 Mio. EUR)
zurückzuführen. Der Anstieg der Finanzschulden
und Leasingverbindlichkeiten aufgrund von neu eingegangenen
oder verlängerten Nutzungsrechten für
Leasingvermögenswerte in Höhe von 542,7 Mio. EUR
(Vorjahreszeitraum: 749,8 Mio. EUR) wurde durch
Tilgungsleistungen für Finanzschulden und
Leasingverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 763,6
Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 1.202,3 Mio. EUR)
überkompensiert.
Während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen ebenfalls zum Anstieg des Fremdkapitals
beitrugen, reduzierten sich die langfristigen
Pensionsrückstellungen aufgrund des Anstiegs des
Abzinsungssatzes um 128,4 Mio. EUR.
Zum 30. Juni 2022 betrug die Nettoliquidität unter
Einbeziehung der Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente sowie der Finanzschulden und
Leasingverbindlichkeiten 4.297,9 Mio. EUR (31. Dezember
2021: 2.226,3 Mio. EUR).
Für weitere Angaben zu wesentlichen
Veränderungen einzelner Bilanzposten verweisen wir auf
die Erläuterungen zur Konzernbilanz im verkürzten
Konzernanhang.
Die Weltwirtschaft entwickelte sich im ersten Halbjahr
des Geschäftsjahres 2022 leicht positiv, trotz des
Kriegs in der Ukraine und den weiterhin lokal bestehenden
COVID-19-Restriktionen. Mit den bestehenden Störungen
der globalen Lieferketten war das weltweite
Transportvolumen rückläufig. Die Spotfrachtraten,
vor allem für Exporte aus dem asiatischen Raum, lagen
jedoch auf einem hohen Niveau im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum, wenn auch mit leicht sinkender Tendenz.
Der Russland-Ukraine-Krieg belastete die
gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Die damit verbundenen
geopolitischen und ökonomischen Rahmenbedingungen, vor
allem für Europa, haben sich in diesem Zuge
geändert und die Rohstoff- und Energiepreise haben
sich stark erhöht.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 wirkte
sich insbesondere die gestiegene durchschnittliche
Frachtrate im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich
positiv auf das Ergebnis des Hapag-Lloyd Konzerns aus. Ein
starker Anstieg des Bunkerverbrauchspreises und operative
Herausforderungen minderten das Konzernergebnis hingegen.
Ungeachtet der guten finanziellen Geschäftsentwicklung
im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 beurteilt
der Vorstand das Marktumfeld für das zweite Halbjahr
2022 als herausfordernd und mit hohen Unsicherheiten
behaftet.
Die für die Containerschifffahrt bedeutenden
gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben trotz des
Kriegs in der Ukraine und dessen Auswirkungen auf die
Weltwirtschaft insgesamt weiterhin leicht positiv, wenn
auch das Wachstum der Weltwirtschaft und des
Welthandelsvolumens deutlich geringer ausfallen
dürften als zu Beginn des Jahres erwartet.
Der IWF geht in seinem Juli-Bericht davon aus, dass die
Weltwirtschaft im zweiten Quartal 2022 geschrumpft ist.
Ursächlich hierfür waren die Auswirkungen des
Ukraine-Kriegs sowie die strikten Lockdowns in China. Laut
der Juli-Prognose des IWF wird die Weltwirtschaft 2022 um
3,2% wachsen, nach einem Plus von 6,1% im Vorjahr. Der IWF
hat somit zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Prognose
für 2022 gesenkt: im April 2022 um 0,8%-Punkte und im
Juli 2022 erneut um 0,4%-Punkte. Ursächlich für
die deutliche Eintrübung der weltweiten
Konjunkturaussichten sind neben dem sehr schwachen zweiten
Quartal die anhaltenden Auswirkungen des Kriegs in der
Ukraine, hier insbesondere die unsichere Gaslieferung
für Europa und die dadurch hohen Energiepreise, und
die anhaltend hohe Inflation in allen Teilen der Welt. Die
hohe Inflation hat dazu geführt, dass die meisten
Zentralbanken die Geldpolitik deutlich gestrafft haben. Die
gestiegenen Zinsen wirken wiederum wachstumshemmend auf die
wirtschaftlichen Aktivitäten, während parallel
das Konsumentenvertrauen deutlich sinkt wegen der
nachlassenden Kaufkraft.
Der internationale Handel für Güter und
Dienstleistungen dürfte 2022 um 4,1% zulegen
(1,9%-Punkte weniger als noch im Januar 2022 erwartet),
nach 10,1% im Vorjahr.
| in % | 2023e | 2022e | 2021 | 2020 | 2019 |
| Wachstum Weltwirtschaft | 2,9 | 3,2 | 6,1 | -3,1 | 2,9 |
| Industrienationen | 1,4 | 2,5 | 5,2 | -4,5 | 1,7 |
| Entwicklungs- und Schwellenländer | 3,9 | 3,6 | 6,8 | -2,0 | 3,7 |
| Welthandelsvolumen (Güter und Dienstleistungen) | 3,2 | 4,1 | 10,1 | -7,9 | 0,9 |
Quelle: IWF World Economic Outlook, Juli 2022
Das langsamere Wachstum der Weltwirtschaft im
Geschäftsjahr 2022 dürfte zu einem moderateren
Wachstum der Containertransportmengen führen. Zudem
wirkt sich die anhaltende Störung der weltweiten
Lieferketten weiterhin belastend auf die Mengenentwicklung
aus. Eine Erholung der Lieferketten wird allerdings
aufgrund des Angriffs Russlands auf die Ukraine sowie der
anhaltenden COVID-19-Restriktionen in China weiter
verzögert. Der Branchendienst Seabury geht davon aus,
dass das Wachstum der globalen Containertransportmenge im
laufenden Jahr 2,1% betragen wird und im Jahr 2023
voraussichtlich 3,4%. 2021 war die Menge, unter anderem
auch aufgrund einer pandemiebedingt schwachen
Vorjahresbasis, um 6,6% gewachsen (CTS Juli 2022).
| 2023e | 2022e | 2021 | 2020 | 2019 | |
| Wachstumsrate in % | 3,4 | 2,1 | 6,6 | -1,1 | 1,3 |
Quellen: CTS (Juli 2022) für 2019-2021, Seabury
(Juni 2022) für 2022 und 2023
Die hohe Transportnachfrage gepaart mit einem Mangel an
verfügbaren Schiffen haben seit dem vierten Quartal
2020 zu einem spürbaren Anstieg der
Schiffsbestellungen geführt. Die Tonnage der in
Auftrag gegebenen Containerschiffe stieg nach Angaben von
MDS Transmodal (Juli 2022) signifikant per Ende Juni 2022
auf rd. 6,7 Mio. TEU, nach rd. 4,0 Mio. TEU zum 30. Juni
2021. Damit lag das Verhältnis von Auftragsbestand zur
aktuellen Weltcontainerflottenkapazität mit 26,6% zwar
auf dem höchsten Stand seit 2011, jedoch weiterhin
deutlich unter dem im Jahr 2007 erreichten Höchststand
von rd. 61%.
Für das laufende Jahr 2022 erwartet Drewry einen
Zuwachs der global verfügbaren Containerschiffsflotte
um 0,9 Mio. TEU bzw. um 3,4%. Der Kapazitätszuwachs
liegt somit über dem Nachfragewachstum von 2,1%,
jedoch sollten die derzeitigen
Kapazitätsengpässe, längere Warte- und
Liegezeiten vor und in den Häfen sowie ein
Rückstau bei den Werftaufenthalten dazu führen,
dass die Schiffskapazitäten auch im laufenden
Geschäftsjahr 2022 ausgelastet sein werden. Der
Großteil der platzierten Schiffsbestellungen wird
2023 (rd. 2.5 Mio. TEU) und 2024 (rd. 3,4 Mio. TEU)
ausgeliefert (Drewry Container Forecaster Q2 2022).
| Mio. TEU | 2023e | 2022e | 2021 | 2020 | 2019 |
| Kapazität Jahresanfang | 25,6 | 24,7 | 23,6 | 23,0 | 22,1 |
| Geplante Auslieferungen | 2,5 | 1,0 | 1,2 | 1,1 | 1,1 |
| Erwartete Verschrottungen | 0,3 | 0,0 | 0,0 | 0,2 | 0,2 |
| Erwartete Verschiebung von Auslieferungen und sonstige Änderungen | 0,4 | 0,1 | 0,1 | 0,3 | 0,1 |
| Nettokapazitätszuwachs | 1,8 | 0,9 | 1,1 | 0,7 | 0,9 |
| Nettokapazitätszuwachs (in %) | 7,1 | 3,4 | 4,5 | 3,0 | 4,0 |
Quelle: Drewry Container Forecaster Q2 2022. Erwartete
nominale Kapazität auf Basis der geplanten
Auslieferungen. Auf Basis der bestehenden Bestellungen
sowie der aktuellen Erwartungen für Verschrottung und
verschobenen Auslieferungen. Angaben gerundet.
Rundungsdifferenzen können sich durch Änderungen
in den Datenbanken ergeben.
Hapag-Lloyd verzeichnete eine starke
Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2022. Auf
Basis des aktuellen Geschäftsverlaufs dürfte auch
das zweite Halbjahr über den bisherigen Erwartungen
liegen. Der Vorstand der Hapag-Lloyd AG hat vor diesem
Hintergrund am 28. Juli 2022 die Ergebnisprognose für
das laufende Geschäftsjahr erneut angehoben. Für
2022 wird nun ein Konzern-EBITDA in der Bandbreite von 19,5
- 21,5 Mrd. USD (vorher: 14,5 - 16,5 Mrd. USD) und ein
Konzern-EBIT in der Bandbreite von 17,5 - 19,5 Mrd. USD
(vorher: 12,5 - 14,5 Mrd. USD) erwartet. In Euro entspricht
dies einem Konzern-EBITDA in der Bandbreite von 18,2 - 20,1
Mrd. EUR (vorher: 13,6 - 15,5 Mrd. EUR) und einem
Konzern-EBIT in der Bandbreite von 16,3 - 18,2 Mrd. EUR
(vorher: 11,7 - 13,6 Mrd. EUR).
Die Ergebniserwartung für das Geschäftsjahr
2022 basiert insbesondere auf den Annahmen, dass die
Transportmenge leicht (vorher: auf Vorjahresniveau) und die
durchschnittliche Frachtrate deutlich gegenüber dem
Vorjahreszeitraum steigen werden. Gleichzeitig wird mit
einem weiteren Anstieg der Transportaufwendungen gerechnet.
Insbesondere wird von einem deutlichen Anstieg des
durchschnittlichen Bunkerverbrauchspreises ausgegangen. Die
Ergebnisprognose basiert auf der Annahme eines
durchschnittlichen Wechselkurses in Höhe von 1,07 USD
/ EUR. Angesichts des Kriegs in der Ukraine, der weiterhin
bestehenden Störungen der globalen Lieferketten sowie
der Effekte der COVID-19-Pandemie ist die Prognose mit
hohen Unsicherheiten behaftet.
Unberücksichtigt in der Ergebnisprognose sind
derzeit nicht erwartete, aber nicht auszuschließende
materielle Wertminderungen auf Geschäfts- oder
Firmenwerte, sonstige immaterielle Vermögenswerte und
Sachanlagen im Verlauf des Geschäftsjahres 2022.
| Ist 2021 | Prognose 2022
(vom 10. März 2022) |
Prognose 2022
(vom 28. April 2022) |
Prognose 2022
(vom 28. Juli 2022) |
|
| Wachstum Weltwirtschaft
(IWF, Juli 2022) |
6,1% | 4,4% | 3,6% | 3,2% |
| Zunahme
Welthandelsvolumen
(IWF, Juli 2022) |
10,1 % | 6,0% | 5,0% | 4,1% |
| Anstieg globales
Container-
transportvolumen (CTS, Juli 2022; Seabury, Juni 2022) |
6,6% | 3,0% | 2,6% | 2,6% |
| Transportmenge, Hapag-Lloyd | 11,9 Mio. TEU | Leicht steigend | Auf Vorjahresniveau | Leicht steigend |
| Durchschnittliche
Bunker-
verbrauchspreise, Hapag-Lloyd |
475 USD / t | Deutlich steigend | Deutlich steigend | Deutlich steigend |
| Durchschnittliche Frachtrate, Hapag-Lloyd | 2.003 USD / TEU | Moderat steigend | Deutlich steigend | Deutlich steigend |
| EBITDA (Konzernergebnis
vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen), Hapag-Lloyd |
10,9 Mrd. EUR | 10,7 -12,4 Mrd. EUR | 13,6 -15,5 Mrd. EUR | 18,2 -20,1 Mrd. EUR |
| EBIT (Konzernergebnis
vor Zinsen
und Steuern), Hapag-Lloyd |
9,4 Mrd. EUR | 8,9 - 10,7 Mrd. EUR | 11,7 -13,6 Mrd. EUR | 16,3 -18,2 Mrd. EUR |
Die Geschäftsentwicklung von Hapag-Lloyd unterliegt
in dem von volatilen Frachtraten und einem starken
Wettbewerb geprägten Branchenumfeld Risiken und
Chancen, die eine Abweichung der Geschäftsentwicklung
von der Prognose bewirken könnten. Diese und weitere
Risiken und Chancen, die eine Abweichung der
Geschäftsentwicklung von der Prognose bewirken
könnten, sind ausführlich im Risiko- und
Chancenbericht des zusammengefassten Lageberichts im
Geschäftsbericht 2021 dargestellt. Abweichungen sind
nachfolgend im Risiko- und Chancenbericht dieses
Halbjahresfinanzberichts dargestellt. Der Eintritt eines
oder mehrerer dieser Risiken könnte einen deutlich
negativen Einfluss auf die Branche und somit ebenfalls auf
die Geschäftsentwicklung von Hapag-Lloyd ausüben,
wodurch sich auch Wertminderungen auf Geschäfts- oder
Firmenwerte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen ergeben können.
Die bedeutenden Chancen und Risiken sowie deren
Einschätzung sind im Geschäftsbericht 2021
erläutert. Die Einschätzung der aufgeführten
Risiken und Chancen für das Geschäftsjahr 2022
hat sich wie folgt geändert.
Vor dem Hintergrund des Russland-Ukraine-Kriegs und der
Unsicherheit bezogen auf dessen weitere Entwicklung, unter
anderem den Umfang bestehender Sanktionen und Embargos und
deren unmittelbare Auswirkung auf Versorgungsketten und
Industrieproduktion, lassen sich mögliche
Folgewirkungen weder hinsichtlich des Ausmaßes noch
in Bezug auf die Dauer abschließend abschätzen.
Aufgrund des bereits in der Prognose
berücksichtigten Anstiegs der Rohstoffpreise sowie der
erwarteten Verbrauchsmengen im verbleibenden
Geschäftsjahr werden die negativen Auswirkungen eines
Anstiegs des Bunkerverbrauchspreises auf die Finanz- und
Ertragslage für dieses Risiko, ausgehend von den
Prognoseannahmen, nun als tragbar und die
Eintrittswahrscheinlichkeit als niedrig eingestuft.
Aufgrund der in der Prognose berücksichtigten
Nachfrage nach Containertransporten, des reduzierten
Risikos aufgrund des bereits fortgeschrittenen
Geschäftsjahres und teilweise bereits abgeschlossenen
Ratenvereinbarungen für das zweite Halbjahr werden die
negativen Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage
durch eine Schwankung der durchschnittlichen Frachtrate nun
als tragbar und die Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel
eingestuft.
Die wesentlichen Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns in den verbleibenden Monaten des
Geschäftsjahres werden in Bezug auf die geplante und
im Prognosebericht dargestellte Geschäftsentwicklung
aktuell wie folgt eingeschätzt:
| Risiko | Eintrittswahrscheinlichkeit | Mögliche Auswirkungen |
| Schwankung der Transportmengen | Mittel | Kritisch |
| Schwankung der durchschnittlichen Frachtrate | Mittel | Tragbar |
| Bunkerverbrauchspreisschwankung | Niedrig | Tragbar |
| Informationstechnologie und -sicherheit - Cyberangriff | Mittel | Wesentlich |
| Risiken durch Engpässe in Häfen und regionalen Logistikketten | Mittel | Tragbar |
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung über das erste
Halbjahr des Jahres 2022 bestanden keine Risiken, die den
Fortbestand des Hapag-Lloyd Konzerns gefährden.
Die Erläuterungen zu Beziehungen und
Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen
sind in den Sonstigen Erläuterungen im verkürzten
Konzernanhang des Halbjahresfinanzberichts enthalten.
| Mio. EUR | Q2 2022 | Q2 2021 | H1 2022 | H1 2021 |
| Umsatzerlöse | 8.993,4 | 4.686,0 | 16.970,0 | 8.753,4 |
| Transportaufwendungen | 3.427,4 | 2.488,5 | 6.378,1 | 4.758,9 |
| Personalaufwendungen | 217,0 | 193,0 | 427,0 | 357,3 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 475,8 | 317,2 | 935,3 | 624,2 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -133,5 | -81,8 | -234,5 | -131,7 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 4.739,7 | 1.605,5 | 8.995,2 | 2.881,3 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen | 57,5 | 10,6 | 69,0 | 11,8 |
| Ergebnis aus Beteiligungen und Wertpapieren | 4,0 | 0,1 | 4,0 | 0,1 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 4.801,3 | 1.616,1 | 9.068,2 | 2.893,2 |
| Zinserträge und ähnliche Erträge | 17,4 | 2,1 | 23,0 | 5,9 |
| Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen | 54,4 | 80,9 | 108,0 | 149,0 |
| Übrige Finanzposten | -260,6 | -3,6 | -291,6 | -1,9 |
| Ergebnis vor Steuern | 4.503,7 | 1.533,7 | 8.691,6 | 2.748,2 |
| Ertragsteuern | 20,8 | 12,7 | 37,4 | 23,7 |
| Konzernergebnis | 4.482,9 | 1.521,0 | 8.654,2 | 2.724,5 |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der Hapag-Lloyd AG | 4.479,0 | 1.518,6 | 8.646,1 | 2.719,4 |
| davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallendes Ergebnis | 3,9 | 2,4 | 8,1 | 5,0 |
| Unverwässertes / Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 25,48 | 8,64 | 49,19 | 15,47 |
| Mio. EUR | Q2 2022 | Q2 2021 | H1 2022 | H1 2021 |
| Konzernergebnis | 4.482,9 | 1.521,0 | 8.654,2 | 2.724,5 |
| Posten, die nicht erfolgswirksam umgegliedert werden: | ||||
| Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen, nach Steuern | 97,1 | - | 136,0 | 29,2 |
| Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen, vor Steuern | 97,0 | - | 135,7 | 29,0 |
| Steuereffekt | 0,2 | - | 0,2 | 0,2 |
| Währungsumrechnung (kein Steuereffekt) | 1.359,0 | -102,7 | 1.714,3 | 235,6 |
| Posten, die erfolgswirksam umgegliedert werden können: | ||||
| Cashflow Hedges (kein Steuereffekt) | 8,7 | 0,3 | 30,6 | 19,1 |
| Wirksamer Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwerts | -15,7 | 2,0 | -2,1 | 5,4 |
| Umgliederung in den Gewinn oder Verlust | 23,2 | -1,9 | 31,2 | 14,0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 1,3 | 0,2 | 1,5 | -0,4 |
| Kosten der Absicherung (kein Steuereffekt) | 1,1 | -0,8 | 4,5 | -1,0 |
| Änderung des beizulegenden Zeitwerts | - | -1,6 | 2,4 | -2,5 |
| Umgliederung in den Gewinn oder Verlust | 0,9 | 0,8 | 1,8 | 1,6 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0,2 | - | 0,3 | - |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 1.466,0 | -103,2 | 1.885,4 | 283,0 |
| Gesamtergebnis | 5.948,9 | 1.417,8 | 10.539,5 | 3.007,4 |
| davon Gesamtergebnisanteil der Aktionäre der Hapag-Lloyd AG | 5.944,1 | 1.415,5 | 10.530,3 | 3.002,0 |
| davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallendes Gesamtergebnis | 4,8 | 2,3 | 9,2 | 5,4 |
| Mio. EUR | 30.6.2022 | 31.12.2021 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 1.758,4 | 1.597,2 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1.625,2 | 1.510,1 |
| Sachanlagen | 12.983,7 | 11.764,8 |
| Nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen | 353,3 | 332,4 |
| Sonstige Forderungen | 44,4 | 35,6 |
| Derivative Finanzinstrumente | 30,7 | 12,5 |
| Ertragsteuerforderungen | 6,2 | 5,4 |
| Aktive latente Ertragsteuern | 28,4 | 26,0 |
| Langfristige Vermögenswerte | 16.830,3 | 15.284,0 |
| Vorräte | 577,1 | 337,2 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.945,2 | 2.999,2 |
| Sonstige Forderungen | 420,2 | 353,6 |
| Derivative Finanzinstrumente | - | 0,3 |
| Ertragsteuerforderungen | 15,8 | 16,8 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 10.000,4 | 7.723,4 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 14.958,7 | 11.430,5 |
| Summe Aktiva | 31.789,0 | 26.714,5 |
| Mio. EUR | 30.6.2022 | 31.12.2021 |
| Gezeichnetes Kapital | 175,8 | 175,8 |
| Kapitalrücklagen | 2.637,4 | 2.637,4 |
| Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital | 15.101,0 | 12.608,8 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 2.611,4 | 727,1 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Hapag-Lloyd AG | 20.525,5 | 16.149,1 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 15,7 | 12,9 |
| Eigenkapital | 20.541,2 | 16.162,0 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 182,8 | 311,1 |
| Sonstige Rückstellungen | 111,1 | 101,3 |
| Finanzschulden | 2.514,3 | 2.572,1 |
| Leasingverbindlichkeiten | 1.707,4 | 1.566,4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2,0 | 3,3 |
| Derivative Finanzinstrumente | 0,2 | 25,9 |
| Passive latente Ertragsteuern | 16,3 | 14,1 |
| Langfristige Schulden | 4.534,1 | 4.594,2 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 10,3 | 9,5 |
| Sonstige Rückstellungen | 634,8 | 598,6 |
| Ertragsteuerschulden | 60,4 | 49,6 |
| Finanzschulden | 536,7 | 502,0 |
| Leasingverbindlichkeiten | 944,0 | 856,7 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.633,5 | 2.323,9 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 1.616,0 | 1.445,8 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 233,3 | 171,1 |
| Derivative Finanzinstrumente | 44,6 | 1,2 |
| Kurzfristige Schulden | 6.713,6 | 5.958,3 |
| Summe Passiva | 31.789,0 | 26.714,5 |
| Mio. EUR | Q2 2022 | Q2 2021 | H1 2022 | H1 2021 |
| Konzernergebnis | 4.482,9 | 1.521,0 | 8.654,2 | 2.724,5 |
| Steueraufwendungen (+) / -erträge (-) | 20,8 | 12,7 | 37,4 | 23,7 |
| Übrige Finanzposten | 260,6 | 3,6 | 291,6 | 1,9 |
| Zinsergebnis | 37,0 | 78,8 | 85,0 | 143,1 |
| Abschreibungen (+) /Zuschreibungen (-) | 475,8 | 317,2 | 935,3 | 624,2 |
| Gewinn (-) / Verlust (+) aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten | -18,1 | -1,4 | -30,1 | -2,5 |
| Erträge (-) / Aufwendungen (+) aus nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen und aus Dividenden von Beteiligungsunternehmen | -57,8 | -10,7 | -69,2 | -11,9 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) | -36,7 | 3,2 | -38,7 | -21,4 |
| Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte | -118,0 | -44,5 | -197,8 | -100,1 |
| Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte | -318,3 | -301,1 | -653,7 | -637,5 |
| Zunahme (+) /Abnahme (-) der Rückstellungen | -99,2 | -15,3 | -19,3 | 41,9 |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten (ohne Finanzschulden) | 184,9 | 320,7 | 315,3 | 469,6 |
| Ertragsteuereinzahlungen (+) / -zahlungen (-) | -8,3 | -3,8 | -16,7 | -9,0 |
| Zinseinzahlungen | 13,5 | 0,8 | 16,8 | 1,3 |
| Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 4.819,2 | 1.881,3 | 9.310,1 | 3.247,7 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 29,6 | 3,1 | 45,3 | 5,8 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Beteiligungen | - | 1,3 | - | 1,3 |
| Einzahlungen aus Dividenden | - | 0,2 | - | 0,2 |
| Einzahlungen aus Abgängen von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | - | 6,4 | - | 6,4 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -206,9 | -395,5 | -591,6 | -474,5 |
| Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte | -8,0 | - | -8,0 | -0,8 |
| Einzahlungen aus der Rückführung gewährter Darlehen | - | 10,4 | - | 10,4 |
| Nettozahlungsmittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus Unternehmenserwerben | -166,0 | - | -166,0 | - |
| Nettozahlungsmittelzufluss (+) / -abfluss (-) für den Erwerb von Anteilen aus Gemeinschaftsunternehmen | 50,8 | - | 50,8 | - |
| Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus der Investitionstätigkeit | -300,4 | -374,1 | -669,4 | -451,3 |
| Auszahlungen für Dividenden | -6.159,3 | -621,9 | -6.160,3 | -627,9 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden | -0,1 | 351,0 | 0,1 | 470,1 |
| Auszahlungen aus der Rückführung von Finanzschulden | -143,1 | -592,5 | -255,8 | -920,1 |
| Auszahlung aus der Rückführung von Leasingverbindlichkeiten | -268,7 | -153,9 | -507,8 | -282,2 |
| Auszahlungen für Mietereinbauten | - | -0,3 | - | -0,3 |
| Auszahlungen für Zinsen und Gebühren | -50,7 | -68,2 | -95,8 | -125,3 |
| Einzahlungen (+) und Auszahlungen (-) aus Sicherungsgeschäften für Finanzschulden und Dividendenzahlungen | -266,1 | -3,4 | -268,3 | -15,2 |
| Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus der Finanzierungstätigkeit | -6.888,0 | -1.089,4 | -7.288,0 | -1.501,1 |
| Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -2.369,3 | 417,8 | 1.352,7 | 1.295,3 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode | 11.637,3 | 1.614,6 | 7.723,4 | 681,3 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 732,4 | -21,3 | 924,3 | 34,5 |
| Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -2.369,3 | 417,8 | 1.352,7 | 1.295,3 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 10.000,4 | 2.011,1 | 10.000,4 | 2.011,1 |
| Eigenkapitel der Aktionäre | der Hapag-Lloyd AG | |||||
| Mio. EUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklagen | Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital | Neubewertungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen | Rücklage für Cashflow Hedges | Rücklage für Kosten der Absicherung |
| Stand 1.1.2021 | 175,8 | 2.637,4 | 4.159,9 | -208,6 | -12,4 | -1,9 |
| davon | ||||||
| Konzernergebnis | - | - | 2.719,4 | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | 29,2 | 19,1 | -1,0 |
| Gewinne und Verluste aus Sicherungsgeschäften und Kosten der Absicherung, die in die Vorräte umgegliedert werden | - | - | - | - | -17,5 | 2,1 |
| Transaktionen mit Gesellschaftern | - | - | -617,5 | - | - | - |
| davon | ||||||
| Zugang von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter | - | - | - | - | - | - |
| Entkonsolidierung | - | - | 0,3 | - | - | - |
| Stand 30.6.2021 | 175,8 | 2.637,4 | 6.262,1 | -179,4 | -10,8 | -0,8 |
| Stand 1.1.2022 | 175,8 | 2.637,4 | 12.608,8 | -149,6 | -0,1 | 0,6 |
| Gesamtergebnis | - | - | 8.646,1 | 136,0 | 30,6 | 4,5 |
| davon | ||||||
| Konzernergebnis | - | - | 8.646,1 | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | 136,0 | 30,6 | 4,5 |
| Transaktionen mit Gesellschaftern | - | - | -6.153,9 | - | - | - |
| davon | ||||||
| Ausschüttung an Gesellschafter | - | - | -6.151,6 | - | - | - |
| Ausschüttung an nicht beherrschende Gesellschafter | - | - | -2,3 | - | - | - |
| Stand 30.6.2022 | 175,8 | 2.637,4 | 15.101,0 | -13,6 | 30,5 | 5,1 |
| der Hapag-Lloyd AG | ||||||
| Mio. EUR | Währungsrücklage | Rücklage für Put-Optionen auf nicht beherrschende Anteile | Kumuliertes übriges Eigenkapital | Summe | Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | Summe Eigenkapital |
| Stand 1.1.2021 | -42,4 | -0,4 | -265,8 | 6.707,2 | 15,5 | 6.722,7 |
| davon | ||||||
| Konzernergebnis | - | - | - | 2.719,4 | 5,0 | 2.724,5 |
| Sonstiges Ergebnis | 235,6 | - | 282,9 | 282,9 | 0,3 | 283,2 |
| Gewinne und Verluste aus Sicherungsgeschäften und Kosten der Absicherung, die in die Vorräte umgegliedert werden | - | - | -15,4 | -15,4 | - | -15,4 |
| Transaktionen mit Gesellschaftern | - | - | - | -617,5 | -10,4 | -627,9 |
| davon | ||||||
| Zugang von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter | - | - | - | - | 0,1 | 0,1 |
| Entkonsolidierung | -0,3 | - | -0,3 | - | - | - |
| Stand 30.6.2021 | 192,8 | -0,4 | 1,4 | 9.076,6 | 10,5 | 9.087,1 |
| Stand 1.1.2022 | 876,7 | -0,5 | 727,1 | 16.149,1 | 12,9 | 16.162,0 |
| Gesamtergebnis | 1.713,2 | - | 1.884,3 | 10.530,3 | 9,2 | 10.539,5 |
| davon | ||||||
| Konzernergebnis | - | - | - | 8.646,1 | 8,1 | 8.654,2 |
| Sonstiges Ergebnis | 1.713,2 | - | 1.884,3 | 1.884,3 | 1,1 | 1.885,4 |
| Transaktionen mit Gesellschaftern | - | - | - | -6.153,9 | -6,4 | -6.160,3 |
| davon | ||||||
| Ausschüttung an Gesellschafter | - | - | - | -6.151,6 | - | -6.151,6 |
| Ausschüttung an nicht beherrschende Gesellschafter | - | - | - | -2,3 | -6,4 | -8,7 |
| Stand 30.6.2022 | 2.589,9 | -0,5 | 2.611,4 | 20.525,5 | 15,7 | 20.541,2 |
Hapag-Lloyd ist ein international aufgestellter Konzern,
der im Wesentlichen die Containerlinienschifffahrt auf See,
die Vornahme logistischer Geschäfte sowie alle damit
im Zusammenhang stehenden Geschäfte und
Dienstleistungen betreibt.
Die Hapag-Lloyd Aktiengesellschaft (Hapag-Lloyd AG) mit
Sitz in Hamburg, Ballindamm 25, Deutschland, ist die
Muttergesellschaft des Hapag-Lloyd Konzerns und eine
börsennotierte Gesellschaft deutschen Rechts. Die
Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichts
Hamburg unter der Nummer HRB 97937 eingetragen. Die Aktien
der Gesellschaft werden an den Wertpapierbörsen in
Frankfurt und Hamburg gehandelt.
Der Konzernzwischenabschluss umfasst den Zeitraum vom 1.
Januar bis 30. Juni 2022 und wird in Euro (EUR) berichtet
und veröffentlicht. Alle Beträge des
Geschäftsjahres werden, soweit nicht anders vermerkt,
in Millionen Euro (Mio. EUR) angegeben. In den Tabellen und
Grafiken des Konzernzwischenabschlusses können aus
rechentechnischen Gründen in Einzelfällen
Rundungsdifferenzen auftreten.
Der Vorstand hat den verkürzten
Konzernzwischenabschluss am 9. August 2022 zur
Veröffentlichung freigegeben.
Mit dem im Februar 2022 von Russland mit der Ukraine
begonnenen Krieg haben sich die geopolitischen und
ökonomischen Rahmenbedingungen geändert. Im
ersten Halbjahr des Berichtsjahres haben die direkten
Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs jedoch nur einen
unwesentlichen Einfluss auf die
Geschäftstätigkeit des Hapag-Lloyd Konzerns.
Der Konzernabschluss der Hapag-Lloyd AG und ihrer
Tochtergesellschaften wurde nach den International
Financial Reporting Standards (IFRS) des International
Accounting Standards Board (IASB) unter
Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS
Interpretation Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der
Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Der
vorliegende Zwischenabschluss zum 30. Juni 2022 wurde dabei
in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34
verfasst. Die Darstellung erfolgt in verkürzter Form.
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss
sowie der Konzernzwischenlagebericht der Hapag-Lloyd AG
wurden weder einer prüferischen Durchsicht unterzogen
noch entsprechend § 317 HGB geprüft.
Bei der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses
wurden die seit dem 1. Januar 2022 in der EU
maßgeblichen Standards und Interpretationen
angewendet. Aus den erstmals im Geschäftsjahr 2022
anzuwendenden Vorschriften ergeben sich keine wesentlichen
Auswirkungen für die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Hapag-Lloyd Konzerns. Bezüglich der
möglichen Auswirkungen bereits verabschiedeter, aber
erst zukünftig verpflichtend anzuwendender Standards
und Interpretationen verweisen wir auf die
Ausführungen aus dem Konzernanhang zum 31. Dezember
2021. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2022 ist im
Zusammenhang mit dem geprüften und
veröffentlichten IFRS-Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2021 zu lesen.
Der Konzernzwischenabschluss wurde unter Beachtung
derselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
aufgestellt, die dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021
zugrunde lagen. Schätzungen und
Ermessensentscheidungen werden grundsätzlich wie im
Vorjahr ausgeübt. Die tatsächlichen Werte
können von den geschätzten Werten abweichen. Im
ersten Halbjahr 2022 wurde erstmalig in Geldmarktfonds
investiert und es wurden erstmalig Reverse
Repo-Geschäfte durchgeführt. Bei der Entscheidung
die in Geldmarktfonds und Reverse Repo-Geschäfte
angelegten Bankguthaben in Bilanz und Kapitalflussrechnung
unter dem Posten Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente auszuweisen, wurde Ermessen
ausgeübt. Weitere Erläuterungen finden sich im
Kapitel "Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente". Aufgrund der derzeit
unabsehbaren weltweiten Folgen der COVID-19-Pandemie sowie
der derzeitigen geopolitischen Lage unterliegen
Schätzungen und Ermessensentscheidungen einer
erhöhten Unsicherheit.
Die funktionale Währung der Hapag-Lloyd AG und
aller wesentlichen Tochtergesellschaften ist der US-Dollar.
Die Berichterstattung der Hapag-Lloyd AG erfolgt dagegen in
Euro. Für Zwecke der Berichterstattung werden die
Vermögenswerte und Schulden des Hapag-Lloyd Konzerns
mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag (Stichtagskurs) in
Euro umgerechnet. Für die Zahlungsströme in der
Konzernkapitalflussrechnung sowie die in der
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen
Aufwendungen, Erträge sowie das Ergebnis erfolgt die
Umrechnung mit dem Durchschnittskurs des Berichtszeitraums.
Die hieraus entstehenden Differenzen werden im sonstigen
Ergebnis erfasst.
Zum 30. Juni 2022 notierte der USD / EUR-Stichtagskurs
mit 1,03935 USD / EUR (31. Dezember 2021: 1,13180 USD /
EUR). Für das erste Halbjahr 2022 ergibt sich ein USD
/ EUR-Durchschnittskurs von 1,09380 USD / EUR
(Vorjahreszeitraum: 1,20540 USD / EUR).
In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen
Tochterunternehmen und At-Equity-Beteiligungen einbezogen.
Zum 30. Juni 2022 umfasste der Konsolidierungskreis neben
der Hapag-Lloyd AG 132 vollkonsolidierte Unternehmen (31.
Dezember 2021: 128) sowie sieben nach der At-Equity-Methode
konsolidierte Unternehmen (31. Dezember 2021: fünf).
Im Rahmen des Erwerbs des Containerliniengeschäfts
der Deutsche Afrika-Linien GmbH & Co. KG (DAL) wurden
im ersten Halbjahr 2022 vier Gesellschaften in den
Konsolidierungskreis aufgenommen. Durch die Beteiligung am
JadeWeserPort Wilhelmshaven gehen ein vollkonsolidiertes
sowie zwei At-Equity konsolidierte Unternehmen in den
Konsolidierungskreis ein. Eine Gesellschaft wurde mit einer
anderen Konzerngesellschaft verschmolzen.
Am 1. Juni 2022 erwarb Hapag-Lloyd das
Containerliniengeschäft der Deutsche Afrika-Linien
GmbH & Co. KG (DAL). Als Containerlinienreederei
verkehrte DAL mit vier Liniendiensten zwischen Europa,
Südafrika und dem Indischen Ozean. Durch den Erwerb
und die Übernahme der zum Containerliniengeschäft
gehörenden operativen Vermögenswerte und
Mitarbeiter sowie der Übernahme aller Anteile und
Stimmrechtsinteressen an den Agenturgesellschaften wurde
das gesamte Containerliniengeschäft der DAL erworben.
Afrika ist ein Schlüsselmarkt für das
strategische Wachstum von Hapag-Lloyd. Durch die
Integration des Containerliniengeschäfts der DAL baut
Hapag-Lloyd seine Marktposition im Afrika-Geschäft
weiter aus: Insbesondere für das Serviceangebot von
und nach Südafrika ist der Erwerb eine wertvolle
Ergänzung, die es Hapag-Lloyd ermöglicht, seinen
Kunden ein besseres Netzwerk und eine zusätzliche
Hafenabdeckung in dieser Region anzubieten.
Als Gegenleistung für den Unternehmenserwerb wurden
zum Erwerbszeitpunkt Zahlungsmittel von 172,3 Mio. EUR
übertragen. Zudem wurde eine Verbindlichkeit für
erwartete Kaufpreisanpassungen von 3,8 Mio. EUR angesetzt.
Die vorläufige Gegenleistung beträgt somit 176,1
Mio. EUR.
Bei Hapag-Lloyd sind mit dem Unternehmenszusammenschluss
verbundene Kosten von 0,9 Mio. EUR angefallen, die als
sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst wurden und im
Wesentlichen auf Beratungshonorare entfallen.
Nachstehend werden die erfassten beizulegenden Zeitwerte
der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen
Schulden zum Erwerbszeitpunkt zusammengefasst:
| Mio. EUR | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 21,7 |
| Sachanlagen | 141,2 |
| Langfristige Vermögenswerte | 162,9 |
| Vorräte | 1,7 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 13,7 |
| Sonstige Vermögenswert und Forderungen | 1,5 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6,3 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 23,2 |
| Summe Aktiva | 186,1 |
| Leasingverbindlichkeiten | 3,2 |
| Langfristige Schulden | 3,2 |
| Sonstige Rückstellungen | 7,3 |
| Finanzschulden | 0,1 |
| Leasingverbindlichkeiten | 3,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 14,3 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 0,6 |
| Kurzfristige Schulden | 25,6 |
| Summe Schulden | 28,8 |
| Den Aktionären der Hapag-Lloyd AG zuzurechnendes erworbenes Nettovermögen | 157,3 |
| Übertragene Gegenleistung | 176,1 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 18,8 |
Aufgrund der zeitlichen Nähe des Erwerbszeitpunkts
zum Abschlussstichtag ist die Kaufpreisallokation
bezüglich der Bewertung der erworbenen Forderungen und
übernommenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen, der sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten
sowie der sonstigen Rückstellungen unvollständig.
Wenn innerhalb eines Jahres vom Erwerbszeitpunkt neue
Informationen über Tatsachen und Umstände bekannt
werden, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden und die zu
Berichtigungen der vorstehenden Beträge geführt
hätten, wird die Bilanzierung des Unternehmenserwerbs
angepasst.
Die vorläufige Kaufpreisallokation ergibt einen
Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 18,8 Mio.
EUR. Der Geschäfts- oder Firmenwert verkörpert
insbesondere nicht separierbare immaterielle
Vermögenswerte, wie zum Beipiel Mitarbeiter-Expertise
und Synergien aus Ladungsoptimierung.
Im Zuge des Erwerbs wurden Forderungen mit einem
beizulegenden Zeitwert von 15,2 Mio. EUR erfasst, der den
Bruttobeträgen der vertraglichen Forderungen
entspricht.
Seit dem Erwerbszeitpunkt entfielen auf DAL
Umsatzerlöse von 12,1 Mio. EUR und ein Ergebnis (EBIT)
von 3,6 Mio. EUR. Die Ermittlung dieser Beträge
erfolgte unter Berücksichtigung der
Kaufpreisallokation.
Wenn der Erwerb bereits zum 1. Januar 2022 erfolgt
wäre (Pro-Forma-Betrachtung), dann hätte der
Umsatz im Konzern 17.046,6 Mio. EUR betragen und das
Ergebnis (EBIT) bei 9.081,9 Mio. EUR gelegen. Bei der
Ermittlung dieser Beträge wurde angenommen, dass die
zum Erwerbszeitpunkt ermittelten beizulegenden Zeitwerte
auch im Falle eines Erwerbs am 1. Januar 2022 gültig
gewesen wären. Die Pro-Forma-Betrachtung basiert auf
den verfügbaren Informationen sowie auf Annahmen.
Aufgrund dieser Annahmen entsprechen die dargestellten
Pro-Forma-Beträge nicht zwingend dem Konzernumsatz und
-ergebnis, welches der Konzern erwirtschaftet hätte,
wenn der Erwerb der DAL tatsächlich am 1. Januar 2022
vollzogen worden wäre.
Am 29. April 2022 erwarb Hapag-Lloyd mittelbar 30
Prozent der Anteile an der EUROGATE Container Terminal
Wilhelmshaven GmbH & Co. KG (CTW) sowie 50 Prozent der
Anteile an der Rail Terminal Wilhelmshaven GmbH (RTW) und
beteiligte sich so am JadeWeserPort Wilhelmshaven. Die
Anteile werden als Beteiligungen an
Gemeinschaftsunternehmen unter Anwendung der Equity-Methode
bilanziert. Die Gesellschaftsverträge regeln, dass
wesentliche Entscheidungen über die Finanz- und
Geschäftspolitik nur gemeinschaftlich durch Zustimmung
aller Gesellschafter getroffen werden können. Daher
wurde - unter Ausübung von Ermessen -gemeinschaftliche
Führung festgestellt.
Die Anschaffungskosten entfallen im Wesentlichen auf der
Hapag-Lloyd AG zufließende Zahlungen. Der erstmalige
Ansatz der Anteile erfolgt zum beizulegenden Nettozeitwert
der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden von
CTW. Aufgrund der zeitlichen Nähe zum
Aufstellungszeitpunkt ist der beizulegende Nettozeitwert
der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden noch
nicht abschließend bewertet. Der Erwerb der RTW ist
in diesem Zusammenhang von nachrangiger Bedeutung.
Der vorläufig ermittelte Unterschiedsbetrag (EUR
49,5 Millionen) zwischen dem erstmaligen Ansatz der Anteile
und den geringeren Anschaffungskosten wurde als Ertrag in
der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten Ergebnis
aus der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen
erfasst. Erwerberspezifische operative und kommerzielle
Vorteile begründen den Unterschiedsbetrag.
Der Hapag-Lloyd Konzern wird vom Vorstand als eine
Geschäftseinheit weltweit mit einem
Betätigungsfeld gesteuert. Die primären
Steuerungsgrößen sind Frachtrate und
Transportmenge nach geografischen Regionen sowie das EBITDA
und das EBIT aus Konzernsicht.
Die Ressourcenallokation (Einsatz von Schiffen und
Containern) sowie die Steuerung des Absatzmarkts und der
wesentlichen Kunden erfolgen basierend auf dem gesamten
Liniennetz und dem Einsatz der gesamten maritimen
Vermögenswerte. Die Umsatzerlöse werden
ausschließlich durch die Tätigkeit als
Containerlinienschifffahrtsunternehmen erwirtschaftet. Sie
enthalten Erlöse aus dem Transport und Handling von
Containern und damit verbundenen Leistungen und
Kommissionen, die global generiert werden. Da der
Hapag-Lloyd Konzern weltweit mit demselben Produkt
über das gesamte Liniennetz agiert, hat der Vorstand
entschieden, dass kein angemessener Maßstab besteht,
die damit im Zusammenhang stehenden Vermögenswerte,
Schulden sowie das EBITDA und das EBIT als zentrale
Steuerungsgrößen verschiedenen Fahrtgebieten
zuzuordnen. Sämtliche Vermögenswerte, Schulden,
Erträge und Aufwendungen des Konzerns sind daher nur
dem Segment Containerlinienschifffahrt zuzuordnen.
Angegeben werden die Transportmenge und Frachtrate pro
Fahrtgebiet sowie die diesem Fahrtgebiet zuzuordnenden
Umsatzerlöse.
| TTEU | Q2 2022 | Q2 2021 | H1 2022 | H1 2021 |
| Atlantik 1 | 563 | 532 | 1.052 | 1.048 |
| Transpazifik | 430 | 462 | 861 | 899 |
| Fernost | 573 | 596 | 1.174 | 1.181 |
| Mittlerer Osten | 388 | 395 | 802 | 784 |
| Intra-Asien | 154 | 159 | 311 | 330 |
| Lateinamerika | 751 | 766 | 1.486 | 1.535 |
| Afrika 1 | 166 | 120 | 326 | 227 |
| Gesamt | 3.024 | 3.029 | 6.012 | 6.004 |
| USD/TEU | Q2 2022 | Q2 2021 | H1 2022 | H1 2021 |
| Atlantik 1 | 2.893 | 1.578 | 2.682 | 1.445 |
| Transpazifik | 4.001 | 2.256 | 3.894 | 2.101 |
| Fernost | 3.242 | 2.117 | 3.254 | 2.043 |
| Mittlerer Osten | 2.357 | 1.352 | 2.197 | 1.233 |
| Intra-Asien | 1.939 | 1.131 | 1.998 | 1.073 |
| Lateinamerika | 2.710 | 1.473 | 2.663 | 1.416 |
| Afrika 1 | 2.559 | 1.725 | 2.545 | 1.629 |
| Gesamt (gewichteter Durchschnitt) | 2.935 | 1.714 | 2.855 | 1.612 |
| Mio. EUR | Q2 2022 | Q2 2021 | H1 2022 | H1 2021 |
| Atlantik 1 | 1.517,4 | 696,0 | 2.579,6 | 1.256,0 |
| Transpazifik | 1.609,9 | 865,1 | 3.066,9 | 1.566,6 |
| Fernost | 1.744,1 | 1.046,9 | 3.491,8 | 2.002,0 |
| Mittlerer Osten | 856,4 | 442,4 | 1.610,3 | 802,1 |
| Intra-Asien | 280,8 | 149,1 | 567,8 | 293,7 |
| Lateinamerika | 1.904,9 | 936,2 | 3.618,2 | 1.804,1 |
| Afrika 1 | 398,3 | 171,7 | 758,6 | 306,1 |
| Den Fahrtgebieten nicht zuzuordnende Umsatzerlöse | 681,6 | 378,6 | 1.276,8 | 722,8 |
| Gesamt | 8.993,4 | 4.686,0 | 16.970,0 | 8.753,4 |
Im Posten der nicht den Fahrtgebieten zuzuordnenden
Umsatzerlöse sind in wesentlichem Umfang Erlöse
aus Stand- und Lagergeldern für Container (Demurrage
und Detention) sowie aus der Überlassung von
Containerstellplätzen enthalten. Zugleich werden
bereits entstandene Umsatzerlöse für nicht
beendete Reisen im Posten der nicht den Fahrtgebieten
zuzuordnenden Umsatzerlöse erfasst.
Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und
Sachanlagen (EBITDA) ergibt sich wie in der nachfolgenden
Tabelle dargestellt aus dem operativen Konzernergebnis vor
Zinsen und Steuern (EBIT). Das Ergebnis vor Ertragsteuern
(EBT) sowie das Ergebnis aus den nach der At-Equity-Methode
einbezogenen Unternehmen des Segments entsprechen dem des
Konzerns.
| Mio. EUR | Q2 2022 | Q2 2021 | H1 2022 | H1 2021 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 5.277,1 | 1.933,4 | 10.003,5 | 3.517,3 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 475,8 | 317,2 | 935,3 | 624,2 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 4.801,3 | 1.616,1 | 9.068,2 | 2.893,2 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 4.503,7 | 1.533,7 | 8.691,6 | 2.748,2 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen | 57,5 | 10,6 | 69,0 | 11,8 |
Detaillierte Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung sind im Konzernzwischenlagebericht im
Kapitel "Ertragslage des Konzerns" dargestellt.
| Q2 2022 | Q2 2021 | H1 2022 | H1 2021 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der Hapag-Lloyd AG in Mio. EUR | 4.479,0 | 1.518,6 | 8.646,1 | 2.719,4 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktienanzahl in Millionen | 175,8 | 175,8 | 175,8 | 175,8 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 25,48 | 8,64 | 49,19 | 15,47 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist der
Quotient aus dem den Aktionären der Hapag-Lloyd AG
zustehenden Konzernergebnis und dem gewichteten
Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im
Umlauf befindlichen Aktienanzahl.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 sowie
im entsprechenden Vorjahreszeitraum ergaben sich keine
Verwässerungseffekte.
Der Geschäfts- oder Firmenwert sowie die
immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich im
Vergleich zum 31. Dezember 2021 im Wesentlichen durch
Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von
276,1 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 94,0 Mio. EUR). Des
Weiteren sind dem Konzern im Rahmen des Erwerbs des
Containerliniengeschäfts der DAL ein Goodwill in
Höhe von 18,8 Mio. EUR und immaterielle
Vermögenswerte in Höhe von 21,7 Mio. EUR
zugegangen. Planmäßige Abschreibungen in
Höhe von 44,6 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 39,1 Mio.
EUR) wirkten sich hingegen mindernd auf die Buchwerte der
sonstigen immateriellen Vermögenswerte aus.
| Mio. EUR | 30.6.2022 | 31.12.2021 |
| Schiffe | 8.755,4 | 7.890,5 |
| Container | 3.447,8 | 3.250,4 |
| Übrige Anlagen | 273,5 | 242,1 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 507,1 | 381,9 |
| Gesamt | 12.983,7 | 11.764,8 |
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022
führten Investitionen in Schiffe,
Schiffsausrüstungen und Container, der Abschluss von
neuen Charter- und Containermietverträgen zu
gleichzeitig höheren Charterraten und die
Verlängerung von bestehenden Charterverträgen in
Summe zu einem Anstieg der Sachanlagen von 1.100,8 Mio.
EUR. Der Erwerb des Containerliniengeschäfts der DAL
erhöhte die Sachanlagen in Höhe von 141,2 Mio.
EUR. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um ein Schiff
und Container. Weiterhin trugen stichtagsbedingte
Währungskurseffekte mit einem Betrag von 1.048,0 Mio.
EUR zur Erhöhung bei. Gegenläufig wirkten sich im
Wesentlichen planmäßige Abschreibungen auf
Sachanlagen und Nutzungsrechte mit einem Betrag von 893,2
Mio. EUR mindernd auf den Buchwert des
Sachanlagevermögens aus, sodass sich insgesamt eine
Erhöhung der Sachanlagen von 1.218,9 Mio. EUR ergab.
Die Vorräte beinhalten im Wesentlichen Roh-, Hilfs-
und Betriebsstoffe, die insbesondere
Brennstoffbestände umfassen. Im Vergleich zum 31.
Dezember 2021 sind die Brennstoffbestände von 332,6
Mio. EUR auf 571,8 Mio. EUR gestiegen, was in erster Linie
auf die erhebliche Erhöhung der Bunkerpreise
zurückzuführen ist.
Im ersten Halbjahr 2022 wurden erstmalig Bankguthaben in
Geldmarktfonds angelegt und Reverse Repo-Geschäfte
durchgeführt. Bei Reverse Repo-Geschäften handelt
es sich um einen Kauf von Wertpapieren mit der
Vereinbarung, sie auf Termin zuzüglich Zinsen wieder
zu verkaufen. Wirtschaftlich handelt es sich um eine durch
Wertpapiere besicherte Geldanlage. Die Geldmarktfonds und
Reverse Repo-Geschäfte weisen zum Stichtag einen Saldo
von 1.924,3 Mio. EUR und 1.298,9 Mio. EUR auf und sind in
Bilanz und Kapitalflussrechnung unter dem Posten
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
ausgewiesen, da es sich um kurzfristige, hochliquide
Geldanlagen mit einer Ursprungslaufzeit von maximal drei
Monaten handelt, die jederzeit in festgelegte
Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können
und nur einem unwesentlichen Wertänderungsrisiko
unterliegen. Die Anlagen in Geldmarktfonds und Reverse
Repo-Geschäfte dienen dazu, kurzfristigen
Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
Das kumulierte übrige Eigenkapital umfasst die
Rücklage für Neubewertungen aus
leistungsorientierten Pensionsplänen, die
Rücklage für Cashflow Hedges, die Rücklage
für Kosten der Absicherung, die
Währungsrücklage sowie die Rücklage für
Put-Optionen auf nicht beherrschende Anteile.
Die Rücklage für Neubewertungen aus
leistungsorientierten Pensionsplänen (30. Juni 2022:
-13,6 Mio. EUR; 31. Dezember 2021: -149,6 Mio. EUR)
enthält die kumulierten im sonstigen Ergebnis
erfassten Gewinne und Verluste aus der Neubewertung der
Pensionsverpflichtungen und des Planvermögens, unter
anderem aus der Veränderung von versicherungs- und
finanzmathematischen Parametern im Zusammenhang mit der
Bewertung von Pensionsverpflichtungen sowie dem
zugehörigen Fondsvermögen. Der im ersten Halbjahr
2022 im sonstigen Ergebnis erfasste Effekt aus der
Neubewertung von Pensionsverpflichtungen und des
Planvermögens resultierte im Wesentlichen aus dem
Anstieg des Diskontierungszinssatzes von 1,1 % zum 31.
Dezember 2021 auf 3,2% zum 30. Juni 2022 und verringerte
die negative Rücklage um 136,0 Mio. EUR
(Vorjahreszeitraum: 29,2 Mio. EUR).
Die Währungsrücklage in Höhe von 2.589,9
Mio. EUR (31. Dezember 2021: 876,7 Mio. EUR) enthält
Differenzen aus der Währungsumrechnung. Die im ersten
Halbjahr 2022 im sonstigen Ergebnis erfassten Effekte aus
der Währungsumrechnung in Höhe von 1.714,3 Mio.
EUR (Vorjahreszeitraum: 235,6 Mio. EUR) resultierten aus
der Translation der Abschlüsse der Hapag-Lloyd AG und
ihrer Tochtergesellschaften in die Berichtswährung. In
der Gesamtergebnisrechnung werden die Unterschiede aus der
Währungsumrechnung unter den Posten, die nicht
erfolgswirksam umgegliedert werden, ausgewiesen, da die
Effekte aus der Währungsumrechnung von
Tochtergesellschaften mit derselben Funktionalwährung
wie die Muttergesellschaft nicht recycelt werden
können.
In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte und
beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente zum 31.
Dezember 2021 dargestellt.
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | ||
| Mio. EUR | Gesamt | davon
Finanzinstrumente |
Finanzinstrumente |
| Aktiva | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.999,2 | 2.999,2 | 2.999,2 |
| Sonstige Forderungen | 389,2 | 252,7 | 252,7 |
| Derivative Finanzinstrumente (FVTPL) | 3,2 | 3,2 | 3,2 |
| Eingebettete Derivate | 3,2 | 3,2 | 3,2 |
| Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) 1 | 9,6 | 9,6 | 9,6 |
| Devisentermingeschäfte | 0,3 | 0,3 | 0,3 |
| Zinsswaps | 9,3 | 9,3 | 9,3 |
| Finanzmittel | 7.723,4 | 7.723,4 | 7.723,4 |
| Passiva | |||
| Finanzschulden | 3.074,1 | 3.074,1 | 3.133,3 |
| Leasingverbindlichkeiten | 2.423,1 | 2.423,1 | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.323,9 | 2.323,9 | 2.323,9 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten (Hedge Accounting) 1 | 27,1 | 27,1 | 27,1 |
| Devisentermingeschäfte | 16,5 | 16,5 | 16,5 |
| Zinsswaps | 10,6 | 10,6 | 10,6 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 172,5 | 136,7 | 136,7 |
| Verbindlichkeiten aus Put-Optionen 2 | 1,8 | 1,8 | 2,1 |
1 Hier werden auch die Marktwerte der nicht
designierten Terminkomponenten ausgewiesen, deren
Veränderungen in der Rücklage für Kosten der
Absicherung erfasst werden.
2 Teil der sonstigen Verbindlichkeiten
In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte und
beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente zum 30. Juni
2022 dargestellt.
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | ||
| Mio. EUR | Gesamt | davon Finanzinstrumente | Finanzinstrumente |
| Aktiva | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.945,2 | 3.945,2 | 3.945,2 |
| Sonstige Forderungen | 464,6 | 293,6 | 293,6 |
| Derivative Finanzinstrumente (FVTPL) | 0,2 | 0,2 | 0,2 |
| Eingebettete Derivate | 0,2 | 0,2 | 0,2 |
| Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) 1 | 30,5 | 30,5 | 30,5 |
| Zinsswaps | 30,5 | 30,5 | 30,5 |
| Finanzmittel | 10.000,4 | 10.000,4 | 10.000,4 |
| Passiva | |||
| Finanzschulden | 3.051,0 | 3.051,0 | 2.996,4 |
| Leasingverbindlichkeiten | 2.651,4 | 2.651,4 | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.633,5 | 2.633,5 | 2.633,5 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten (Hedge Accounting) 1 | 44,8 | 44,8 | 44,8 |
| Devisentermingeschäfte | 44,5 | 44,5 | 44,5 |
| Zinsswaps | 0,2 | 0,2 | 0,2 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 233,3 | 168,3 | 168,3 |
| Verbindlichkeiten aus Put-Optionen 2 | 2,0 | 2,0 | 2,0 |
1 Hier werden auch die Marktwerte der nicht
designierten Terminkomponenten ausgewiesen, deren
Veränderungen in der Rücklage für Kosten der
Absicherung erfasst werden.
2 Teil der sonstigen Verbindlichkeiten
Die derivativen Finanzinstrumente wurden zum
beizulegenden Zeitwert bewertet.
In den sonstigen Forderungen sind Wertpapiere mit einem
beizulegenden Zeitwert in Höhe von 0,6 Mio. EUR (31.
Dezember 2021: 1,1 Mio. EUR) enthalten, die der Stufe 1 der
Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen sind, da ihre Kurse auf
einem aktiven Markt quotiert sind.
Die sonstigen Forderungen beinhalten außerdem
nicht börsennotierte Beteiligungen, für die keine
auf einem aktiven Markt notierten Marktpreise existieren.
Da nicht genügend aktuelle Informationen zur
Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts vorliegen, werden
diese der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie
zugehörigen Beteiligungen zu Anschaffungskosten in
Höhe von 15,5 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 6,5 Mio.
EUR) bewertet als bestmögliche Schätzung des
beizulegenden Zeitwerts.
In den Finanzmitteln sind ergebniswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertete Geldmarktfonds in
Höhe von 1.925,4 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 0,0 Mio.
EUR) enthalten, die zum einen Teil in Level 1 (914,6 Mio.
EUR) und zum anderen Teil in Level 2 der
Fair-Value-Hierarchie (1.010,8 Mio. EUR) einzustufen sind.
Die in den Finanzschulden enthaltenen Verbindlichkeiten
aus der Anleihe, die aufgrund der Quotierung auf einem
aktiven Markt der Stufe 1 der Fair-Value-Hierarchie
zuzuordnen sind, weisen einen beizulegenden Zeitwert in
Höhe von 254,4 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 310,5 Mio.
EUR) auf.
Die Finanzschulden beinhalten außerdem eine
Verbindlichkeit zur Leistung einer bedingten Gegenleistung
für einen Unternehmenserwerb, für die ein
beizulegender Zeitwert der Stufe 3 in Höhe von 0,2
Mio. EUR (31. Dezember 2021: 0,3 Mio. EUR) ermittelt wurde.
Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen
Put-Optionen, deren beizulegender Zeitwert in Höhe von
2,0 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 2,1 Mio. EUR) ermittelt
wurde, gehören ebenfalls der Stufe 3 der
Fair-Value-Hierarchie an.
Die angegebenen beizulegenden Zeitwerte für die
restlichen Finanzschulden und die derivativen
Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der
Fair-Value-Hierarchie zugeordnet. Dies bedeutet, dass die
Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren erfolgt, deren
verwendete Einflussfaktoren direkt oder indirekt aus
beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden.
Für alle übrigen Finanzinstrumente stellen in
der Regel die Buchwerte einen angemessenen
Näherungswert für die beizulegenden Zeitwerte
dar.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 hat es
keinen Transfer zwischen Stufe 1, Stufe 2 und Stufe 3
gegeben.
Die nachfolgenden Tabellen enthalten die Buchwerte der
einzelnen Klassen von Finanzschulden und
Leasingverbindlichkeiten.
| Mio. EUR | 30.6.2022 | 31.12.2021 |
| Finanzschulden | 3.051,0 | 3.074,1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 | 1.853,0 | 1.902,5 |
| Anleihen | 300,8 | 300,8 |
| Sonstige Finanzschulden | 897,3 | 870,7 |
| Leasingverbindlichkeiten | 2.651,4 | 2.423,1 |
| Gesamt | 5.702,5 | 5.497,2 |
| Mio. EUR | 30.6.2022 | 31.12.2021 |
| Auf USD lautend (ohne Transaktionskosten) | 5.244,0 | 5.055,6 |
| Auf EUR lautend (ohne Transaktionskosten) | 400,0 | 402,1 |
| Auf sonstige Währungen lautend (ohne Transaktionskosten) | 84,6 | 67,0 |
| Zinsverbindlichkeiten | 9,4 | 11,2 |
| Transaktionskosten | -35,6 | -38,7 |
| Gesamt | 5.702,5 | 5.497,2 |
Zum 30. Juni 2022 verfügte der Hapag-Lloyd Konzern
insgesamt über freie Kreditlinien in Höhe von
697,6 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 516,9 Mio. EUR).
Im Vergleich zum Konzernabschluss 2021 haben sich die
folgenden Änderungen bei den Rechtsstreitigkeiten und
Steuerrisiken ergeben:
Zum Stichtag bestanden Eventualverbindlichkeiten aus
nicht als wahrscheinlich einzustufenden
Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 8,7 Mio. EUR (31.
Dezember 2021: 8,0 Mio. EUR). Die Eventualverbindlichkeiten
aus nicht als wahrscheinlich einzustufenden Steuerrisiken
betrugen zum Stichtag 92,7 Mio. EUR (31. Dezember 2021:
78,6 Mio. EUR). Wesentliche Gründe für den
Anstieg sind neu identifizierte Risiken sowie aktualisierte
Berechnungen der Risikogrößen für die
Regionen Südeuropa, Middle East und Asien.
Am 24. Februar 2022 wurde Hapag-Lloyd (America) LLC vom
U.S. Department of Justice Antitrust Division (DoJ) eine
Vorladung zur Erteilung von Auskünften und
Zeugenaussagen im Zusammenhang mit einer Untersuchung der
Grand Jury im internationalen Containerverkehr zugestellt.
Im Zuge dieser Untersuchung stellte das DoJ am 14. Juli
2022 eine zweite Vorladung an Hapag-Lloyd (America) LLC zu.
Hapag-Lloyd hat die im Rahmen der ersten Vorladung
angeforderten Daten am 15. März 2022 an das DoJ
übermittelt und arbeitet an der Beantwortung der
mittels der zweiten Vorladung angeforderten Informationen.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen des
Hapag-Lloyd Konzerns betrugen zum 30. Juni 2022 insgesamt
2.178,1 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 1.924,5 Mio. EUR) und
betrafen Bestellobligos (Nominalwerte)
| ― |
für Investitionen in den Neubau und Erwerb von 17 Containerschiffen, davon zwölf Großcontainerschiffe, in Höhe von 2.008,2 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 1.898,6 Mio. EUR), |
| ― |
für Investitionen in Container in Höhe von 92,3 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 0,0 Mio. EUR), |
| ― |
für Investitionen in Abgasreinigungsanlagen (EGCS) zur Abgaswäsche auf Containerschiffen in Höhe von 60,6 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 9,9 Mio. EUR), |
| ― |
für Investitionen in Anlagen zur Ballastwasseraufbereitung auf Containerschiffen in Höhe von 4,9 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 3,4 Mio. EUR), |
| ― |
sowie für weitere Investitionen auf Containerschiffen in Höhe von insgesamt 12,1 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 6,9 Mio. EUR). |
Die künftigen Zahlungsmittelabflüsse aus
Leasingverhältnissen, die Hapag-Lloyd bereits
eingegangen ist, welche aber zum Stichtag noch nicht
bilanziert sind, belaufen sich auf insgesamt 1.475,8 Mio.
EUR (31. Dezember 2021: 1.120,0 Mio. EUR). Darüber
hinaus wurden nach dem Bilanzstichtag
Leasingverhältnisse für bestehende und neue
Charterschiffe verlängert bzw. abgeschlossen. Daraus
resultieren künftige Zahlungsmittelabflüsse in
Höhe von 1.076,2 Mio. EUR.
Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen
Tochterunternehmen stand der Hapag-Lloyd Konzern in
Ausübung seiner normalen Geschäftstätigkeit
in unmittelbaren oder mittelbaren Beziehungen mit
nahestehenden Unternehmen und Personen. Diese Liefer- und
Leistungsbeziehungen werden zu Marktpreisen abgewickelt.
Wesentliche Veränderungen im Umfang dieser Liefer- und
Leistungsbeziehungen haben sich im Vergleich zum 31.
Dezember 2021 nicht ergeben.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2022 wurde die langfristige
variable Vergütung der Vorstandsmitglieder
geändert. Im neuen Modell wird der gewährte
jährliche Zuteilungsbetrag zu 40% in eine
Bindungskomponente, zu 40% in eine Performancekomponente
und zu 20% in eine ESG-Komponente aufgeteilt. Der
Erdienungszeitraum beträgt unverändert drei
Jahre. Der Auszahlungsbetrag für die jeweiligen
Komponenten nach drei Jahren ergibt sich aus der
Multiplikation des anteiligen Zuteilungsbetrags mit dem
jeweiligen Zielerreichungsgrad. Der Zielerreichungsgrad
für die Bindungskomponente berechnet sich
grundsätzlich anhand des Drei-Jahres-Durchschnitts des
Konzern-EBITDA im Erdienungszeitraum (für die Tranche
2022: 2022 bis 2024) im Vergleich zum Konzern-EBITDA in der
Referenzperiode (für die Tranche 2022: 2019 bis 2021).
Bei der Ermittlung des Zielerreichungsgrads für die
Performancekomponente wird der wie oben ermittelte
Zielerreichungsgrad zusätzlich unter
Berücksichtigung des Drei-Jahres-Durchschnitts des
ROIC im Erdienungszeitraum anhand einer definierten Matrix
nach oben oder nach unten angepasst. Die Zielerreichung bei
der ESG-Komponente wird anhand eines zentralen
ESG-Leistungskriteriums ermittelt. Das Kriterium ist der
durchschnittliche Wirkungsgrad (Average Efficiency Ratio -
AER), mit dem die Kohlenstoffintensität der
konzerneigenen Flotte gemessen wird. Dafür bestimmt
der Aufsichtsrat für jedes Geschäftsjahr
basierend auf dem Nachhaltigkeitsanleihen-Programm der HLAG
(Sustainability Linked Bond Framework) einen Wert, der
einer Zielerreichung von 100% entspricht und legt eine
konkrete Zielerreichungskurve fest. Die
Auszahlungsbeträge der drei Komponenten sind dabei
jeweils auf 150% des individuellen Zuteilungsbetrags
begrenzt.
Es haben keine wesentlichen Transaktionen nach dem
Bilanzstichtag stattgefunden.
Hamburg, 9. August 2022
Hapag-Lloyd Aktiengesellschaft
Der Vorstand
| Rolf Habben Jansen | ||
| Donya-Florence Amer | Mark Frese | Dr. Maximilian Rothkopf |
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Halbjahresfinanzberichterstattung der
Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Hamburg, 9. August 2022
Hapag-Lloyd Aktiengesellschaft
Der Vorstand
| Rolf Habben Jansen | ||
| Donya-Florence Amer | Mark Frese | Dr. Maximilian Rothkopf |
Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht 9M 2022
Hapag-Lloyd AG
Ballindamm 25
20095 Hamburg
Telefon: +49 40 3001 - 2896
E-Mail: ir@hlag.com
Telefon: +49 40 3001 - 2529
E-Mail: presse@hlag.com
Hapag-Lloyd Konzernkommunikation
Silvester Group, Hamburg
www.silvestergroup.com
www.hapag-lloyd.com
www.hapag-lloyd.com