telegate MEDIA AG (vormals: klickTel AG)EssenJahresabschluss und Lagebericht zum 31.12.2008Lagebericht 20081 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Bis zum Herbst 2008 war das wirtschaftliche Umfeld für die telegate MEDIA AG in Deutschland im Jahr 2008 sehr stabil. Mit dem Beginn der internationalen Finanzkrise wurde die Stimmung jedoch deutlich getrübt. Führende Wirtschaftsinstitute wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) rechnen mit einer Rezession im Jahr 2009. Das Institut nahm seine Prognose für die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland auf minus 0,5 Prozent zurück. Im Oktober hatte das IW noch ein Plus von 0,6 Prozent erwartet. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat bislang jedoch keine „Bremsspuren“ in der Geschäftsentwicklung der telegate MEDIA AG hinterlassen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Softwaregeschäft des Unternehmens aufgrund fester Lieferverträge relativ konjunkturunabhängig ist. 2 Markt- und Branchenentwicklung Der Nutzertrend zur internetbasierten, digitalen Auskunft hat sich weiter fortgesetzt. Gemäß einer GfK-Studie (Studienreihe „Lokale Suche in Deutschland“, Teil 1) von Januar 2008 entfallen bereits 34,6 Prozent aller insgesamt rund 1,4 Mrd. Nutzeranfragen im Markt für Lokale Suche in Deutschland auf das Internet. 14,6 Prozent der Nutzer setzen demzufolge auf die Telefon- und SMS-Auskunft und 7,5 Prozent auf Auskunfts-Software auf CD-ROM. Mit 43,2 Prozent aller Suchanfragen liegen die gedruckten Telefon- und Branchenbücher nur noch knapp vor der digitalen Lokalen Suche. Durch das veränderte Nutzerverhalten in der Auskunft steht auch das Werbeverhalten der klein- und mittelständischen Betriebe vor einem grundlegenden Wandel – laut einer Umsatzprognose der Buxton Independent Consulting/Kelsey Group wird sich der Online-Anteil am Verzeichnismedienmarkt von 9 Prozent im Jahr 2007 bis 2012 auf 22 Prozent deutlich erhöhen, während demnach der Umsatzanteil der gedruckten Verzeichnisse entsprechend von 91 Prozent auf 78 Prozent zurückgehen soll. Dies ist die Ausgangsbasis der telegate MEDIA AG für den Auf- und Ausbau des Werbevertriebsgeschäfts. Im deutlich mehr als 1 Milliarde Euro großen Markt für Verzeichniswerbung sind die DeTeMedien-Verlage mit einem geschätzten Marktanteil von deutlich mehr als 90 Prozent weiterhin als wichtigster Hauptwettbewerber anzusehen. 3 Unternehmenstätigkeit und Strategie 3.1 UnternehmenstätigkeitDie telegate MEDIA AG sieht sich als Pionier im Bereich digitaler Auskunftsdienste und ist einer der führenden deutschen Anbieter von medienübergreifenden Telefon- und Branchenbüchern. Das Unternehmen ist in den Geschäftsbereichen Werbevertrieb und Software tätig. Innerhalb des Geschäftsbereichs Werbevertrieb vermarktet telegate MEDIA Werbeeinträge in seinen verschiedenen Auskunftskanälen. Mit dem Werbeeintrag „infoEintrag“ können vor allem kleine und mittelständische Unternehmen ihre Kunden lokal, regional und bundesweit detailliert, individuell und zeitnah über ihr Leistungsspektrum sowie ihre Services und Kontaktdaten informieren. Durch den zweijährigen Vertragsturnus des infoEintrag und den automatischen Verlängerungsmodus fließen der telegate MEDIA AG im zweiten Vertragsjahr und ggf. darüber hinaus sichere Umsätze zu äußerst geringen Kosten zu. Der margenstarke Geschäftsbereich Software umfasst als wesentlichen Produktbereich die PC-Software mit den Hauptprodukten „klickTel Telefon- und Branchenbuch“, „klickTel Inverssuche“ sowie „klickTel Routenplaner“ als Einzelplatzversionen auf CD-ROM und DVD. Dazu kommen in diesem Bereich die Mehrplatzversionen als Netzwerk- oder Intranetversion für Unternehmen sowie Umsätze aus der Lizenzierung von Telefon- und Branchenbuchdaten und Kartenmaterial. Ebenfalls umsatzwirksam sind im Software-Segment einige Produkt- und Systemlösungen für den Einsatz in Unternehmen, die zum Produktbereich „Sonstiges“ zusammengefasst wurden. Darüber hinaus erzielt die Gesellschaft im Geschäftsbereich Software Erlöse aus der Vermarktung von Display-Werbung seines Internet-Portals klicktel.de. Zudem ist das Portal durch den Trend zu Online-Verzeichnismedien ein immer wichtigeres Vertriebsargument für die Vermarktung der Werbeeinträge geworden. Ein weiterer Produktbereich sind die Mobilen Dienste mit kostenlosen Auskunfts-Lösungen für mobile Endgeräte. Seit der Aufgabe des Navigationsgeschäfts im Geschäftsjahr 2007 werden hier keine Umsätze mehr generiert. Zum 31. Dezember 2008 beschäftigte das Unternehmen einschließlich der Auszubildenden insgesamt 284 Mitarbeiter, dies entspricht einer Steigerung von 9,2 Prozent zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Neben dem Unternehmenssitz und dem Haupt-Vertriebsstandort in Essen verfügt die Gesellschaft über einen weiteren Standort in Hannover (Entwicklungscenter) sowie sechs Vertriebsbüros in Hamburg, Frankfurt, Berlin, München, Köln und Dortmund. 3.2 Ziele und Strategie im Geschäftsjahr 2008Das volle Augenmerk des Unternehmens lag im Geschäftsjahr 2008 auf dem weiteren Ausbau des Geschäftsbereichs Werbevertrieb. Nach der Mehrheitsbeteiligung der telegate AG zum 1. April 2008 wurde in den letzten Monaten des Geschäftsjahres mit Hochdruck daran gearbeitet, die neue B2B-Vertriebsmarke „telegate MEDIA“ aufzubauen. Für das Gesamtjahr 2008 plante die telegate MEDIA AG im Werbevertrieb ein leichtes Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr. Im Software-Bereich lautete das Ziel, die Erlösschmälerung in Grenzen zu halten. Auf der Ertragsseite war es das Ziel des Unternehmens, weitere Effizienz- und Kostensenkungspotenziale zu erschließen und den Fehlbetrag des Vorjahres weiter zu reduzieren. 4 Geschäftsentwicklung 4.1 Umsatzentwicklung 4.1.1 Umsatzentwicklung telegate MEDIA AG Die telegate MEDIA AG erzielte im Geschäftsjahr 2008 Umsatzerlöse in Höhe von 21,2 Mio. Euro, dies entspricht einem Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der operative Fokus auf den Geschäftsbereich Werbevertrieb war dabei mit einem Umsatzplus von 16,7 Prozent erneut der wichtigste Impulsgeber im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Geschäftsbereich Software entwickelte sich erwartungsgemäß rückläufig und erreichte ein Umsatzvolumen von 6,2 Mio. Euro nach 8,1 Mio. Euro in 2007. 4.1.2 Umsatzentwicklung Geschäftsbereich Werbevertrieb Das Geschäftsvolumen im Werbevertrieb stieg gegenüber dem Vorjahr von 12,9 Mio. Euro auf 15,0 Mio. Euro – damit erzielte das Segment 68,2 Prozent der Gesamtumsätze des Unternehmens. Die Vertragsverlängerungen der Werbeeinträge trugen mit plus 8,8 Prozent zu der positiven Umsatzentwicklung bei. Besonders erfolgreich entwickelte sich das Neukundengeschäft mit einer Umsatzsteigerung von 28,7 Prozent auf 6,6 Mio. Euro. 4.1.3 Umsatzentwicklung im Geschäftsbereich SoftwareDie Umsätze im Bereich der Software-Einzelplatzversionen für private und gewerbliche Nutzer und bei den Mehrplatzversionen für Unternehmen summierten sich auf 4,9 Mio. Euro, das entspricht etwa 0,6 Mio. Euro weniger als im Vorjahr. Im B2B-Bereich konnte der Umsatz durch intensive Kundenbindungsmaßnahmen weitgehend stabil gehalten werden. Insgesamt erhöhten sich die Umsätze im Bereich „Sonstiges“ mit digitalen Produkt- und Systemlösungen für den Einsatz in Unternehmen inklusive der Angebote klickTel Server, KDIS und klickTel Filialfinder im Geschäftsjahr 2008 leicht auf 1,3 Mio. Euro gegenüber 1,2 Mio. Euro im Vorjahr. Darin enthalten sind sechsstellige Umsätze aus der Kooperation mit der WAZ Mediengruppe für das Portal „DER WESTEN“. 4.2 Aufwands- und ErtragsentwicklungDer Materialaufwand der telegate MEDIA AG belief sich im Jahr 2008 auf rund 1,2 Mio. Euro. Im Vorjahr lag dieser Wert durch die restliche Abwicklung des Navigationsbereichs noch bei 3,1 Mio. Euro. Der Personalaufwand erhöhte sich um 2,4 Prozent von 10,5 Mio. Euro im Vorjahr auf rund 10,8 Mio. Euro. Dadurch erhöhte sich die Personalaufwandsquote von 50,4 auf 50,9 Prozent. Die Abschreibungen des Unternehmens erhöhten sich von 0,9 Mio. Euro auf ca. 1,2 Mio. Euro, da im abgelaufenen Geschäftsjahr Firmenwerte in Höhe von rund 0,3 Mio. Euro abgeschrieben wurden. Außerdem erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 9,4 Mio. Euro auf 11,6 Mio. Euro. Beeinflusst wurde diese Entwicklung durch gestiegene Raumkosten infolge des erstmaligen ganzjährigen Betriebs der Vertriebsbüros (0,3 Mio. Euro) und die Kosten für das Fremdpersonal im neu aufgebauten Essener Telemarketing-Bereich (0,7 Mio. Euro). Dazu kommen sonstige periodenfremde Aufwendungen (0,4 Mio. Euro), denen teilweise sonstige Erträge gegenüberstehen. Diese Position umfasst vor allem Aufwendungen für Marketing und Vertrieb (3,3 Mio. Euro) sowie für Raumkosten (1,3 Mio. Euro). Für das Geschäftsjahr 2008 ergibt sich insgesamt ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von -1,5 Mio. Euro. Damit halbierte das Unternehmen seinen operativen Verlust nahezu gegenüber dem EBIT von -2,6 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2007. Der Jahresfehlbetrag der telegate MEDIA AG reduzierte sich im Geschäftsjahr 2008 ebenfalls von 2,8 Mio. Euro auf 1,6 Mio. Euro. Bei insgesamt 4.039.999 Stückaktien zum Bilanzstichtag verbesserte sich damit das Ergebnis je Aktie auf -0,39 Euro im Vergleich zu rund -0,68 Euro im Vorjahr. 4.3 Vermögens- und FinanzlageAuf der Aktivseite der Bilanz der telegate MEDIA AG reduzierten sich die immateriellen Vermögensgegenstände zum Geschäftsjahresende um rund 0,4 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro. Grund hierfür ist die vollständige Abschreibung von zwei Firmenwerten, und zwar der KlickSoft AG und der Teleinfo GmbH im ersten Quartal 2008. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich von 1,4 Mio. zum Jahresende 2007 auf knapp 2,1 Mio. Euro per Ultimo 2008. Im Mittelpunkt der Investitionen stand der Ausbau der Hardwareinfrastruktur. Beim Umlaufvermögen lagen die Vorräte nahezu auf Vorjahresniveau, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich allerdings aufgrund des gestiegenen Anteils an Kunden, die Raten zahlen, um rund 1,9 Mio. Euro auf 7,3 Mio. Euro. Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten reduzierten sich insgesamt von 0,8 Mio. Euro auf 0,3 Mio. Euro. Auf der Passivseite sank das Eigenkapital um 1,6 Mio. Euro durch den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres auf nunmehr 3,7 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote zum 31.12.2008 reduzierte sich damit von rund 54,1 Prozent auf etwa 28,0 Prozent. Die Rückstellungen der telegate MEDIA AG erhöhten sich von 2,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 4,6 Mio. Euro zum 31.12.2008. Am stärksten stiegen dabei die Rückstellungen auf ausstehende Rechnungen, welche sich gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Mio. Euro auf 1,6 Mio. Euro erhöhten. Weiterhin erhöhten sich die Rückstellungen für die Datenkosten der DTAG um rund 0,1 Mio. Euro auf 1,1 Mio. Euro sowie die Personalrückstellungen, die um 0,8 Mio. Euro auf 1,1 Mio. Euro anstiegen. Die Bilanzsumme der telegate MEDIA AG zum 31.12.2008 beträgt damit 13,1 Mio. Euro nach 9,7 Mio. Euro zum Geschäftsjahresende 2007. 4.4 Kapitalflussrechnung Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 1,5 Mio. Euro. Im Vorjahr trat noch ein Mittelabfluss von -0,6 Mio. Euro auf. Dies begründet sich vor allem durch die Verbesserung des Ergebnisses sowie die Zunahme der sonstigen Rückstellungen. Durch das verstärkte Investitionsvolumen für Computerhardware und die Ablösung von Leasingobjekten erhöhte sich der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit von 0,6 Mio. Euro im Jahr 2007 auf 1,5 Mio. Euro. Damit blieb der Finanzmittelbestand zum 31.12.2008 mit rund 0,3 Mio. Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (0,4 Mio. Euro). 4.5 InvestitionenDurch die Ablösung von Leasingverträgen sowie umfangreiche Investitionen in Computerhardware stieg das Investitionsvolumen im Jahr 2008 deutlich um 0,9 Mio. Euro auf rund 1,6 Mio. Euro. 4.6 BeschaffungDie telegate MEDIA AG bereitet Adressdaten auf und stellt sie über Software-Produkte, Systemlösungen und digitale Auskunfts-Verzeichnisse zur Verfügung. Außerdem verknüpft telegate MEDIA diese Daten auch mit Routenplanungssoftware. Das Unternehmen bezieht das lizenzierte Datenmaterial der Kunden deutscher Festnetz- und Mobilfunkanbieter von der Deutschen Telekom AG sowie die Geschäftsdaten von der bedirect GmbH & Co. KG. Lieferant von Kartendaten für das Auskunfts-Portal www.klicktel.de sowie für die Routenplanung war die Tele Atlas N. V., Harsum. 4.7 Entwicklung Die Entwicklungsaufwendungen blieben im Berichtsjahr mit 1,8 Mio. Euro gegenüber 1,8 Mio. Euro im Vorjahr nahezu unverändert. Die Entwicklungsschwerpunkte der telegate MEDIA AG im Jahr 2008 lagen vor allem in den Bereichen mobile Auskunfts-Lösungen und im Ausbau des klickTel Internet-Portals. 4.8 Mitarbeiter Insbesondere durch die strategisch bedingte Aufstockung des Personalstocks im Werbevertrieb stieg die Mitarbeiterzahl zum Geschäftsjahresende von 260 Mitarbeitern auf 284 Beschäftigte. Darunter befinden sich auch 14 Auszubildende (Vorjahr: 12). Im Durchschnitt beschäftigte das Unternehmen im letzten Geschäftsjahr 281 Mitarbeiter (2007: 293). Von den insgesamt 270 Mitarbeitern (ohne Auszubildende) zum Ende des Geschäftsjahres 2008 waren 151 Mitarbeiter im Geschäftsbereich Werbevertrieb infoEintrag sowie im Vertrieb Software beschäftigt. 47 Mitarbeiter arbeiteten im Bereich IT/Entwicklung und 72 Mitarbeiter in der telegate MEDIA Verwaltung. 5 Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres gab es keine weiteren Berichtstatbestände. 6 Risikobericht Um Risiken frühzeitig zu erkennen und Chancen ausreichend nutzen zu können, hat die telegate MEDIA AG ein Risikomanagementsystem implementiert, dass den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) gerecht wird. Ziel dieses Systems ist es, den Wert des Unternehmens zu schützen, den Fortbestand der Gesellschaft im Interesse der Anteilseigner zu sichern und langfristig eine Wertsteigerung des Unternehmens zu erreichen. Das vom Gesetzgeber vorgeschriebene und dokumentierende Überwachungssystem setzt sich aus einem angemessenen Risikomanagement und einem Früherkennungssystem zusammen. Hierdurch sichert sich die telegate MEDIA AG ausreichend gegen potenzielle unternehmerische Risiken ab. Das Risikomanagement ist bei der telegate MEDIA AG als kontinuierlicher Prozess in die Unternehmenssteuerung und das Berichtswesen integriert. Eine ständige Überprüfung und Überarbeitung stellt sicher, dass Veränderungen schnellstmöglich erkannt werden und der gesamte Prozess ständig auf dem aktuellsten Stand gehalten wird. Außerdem ist das Risikomanagement als eigenständiger Themenkomplex fest in die Geschäftsstrategie eingebunden – dies sichert die reibungslose Integration in die Geschäftsabläufe. Sämtliche Wirkungsketten und Verflechtungen zwischen Risiken, Schäden und Maßnahmen werden in einem Risikomanagement-Handbuch festgehalten. Im Folgenden werden Risiken und Chancen benannt, die sich auf die telegate MEDIA AG auswirken können. Demnach kann eine erhebliche Beeinflussung der gesamten Unternehmens- und Finanzlage eintreten, die seitens telegate MEDIA AG derzeit weder benannt noch eingeschätzt werden kann. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass sich Risiken oder Chancen ändern und sich sowohl positiv als auch negativ auf das Unternehmen auswirken können. 6.1 Umsatz- und Kostenrisiken Risikofaktoren, die sich negativ auf den Umsatz der telegate MEDIA AG auswirken können, bestehen im Verhalten direkter Wettbewerber sowie dem ausbleibenden Erfolg von Marketing- und Vertriebsaktivitäten. Darüber hinaus wirkt sich die fortschreitende Internet-Nutzung bei Adressabfragen negativ auf den Umsatz im Geschäftsbereich Software aus. Es ist das Ziel des Unternehmens, ausbleibende Umsätze im Software-Bereich durch den Ausbau des Werbevertriebs mit dem infoEintrag zu kompensieren. Um kurzfristig auf Umsatzrückgänge reagieren zu können, werden im Controlling-Bereich von telegate MEDIA frühzeitig Maßnahmen ergriffen. Zu diesen strukturierten Controlling-Mechanismen zählen eine umfassende Budgetplanung, ein ausführliches Kennzahlensystem sowie die laufende Überwachung der Plan-Ist-Situation der Umsatz- und Kostenentwicklung. Dem Risiko von unvorhersehbaren Forderungsausfällen begegnet das Unternehmen mit einem Forderungsmanagement inklusive eines strukturierten Mahnwesens. 6.2 Beschaffungsrisiken Aufgrund der Einstellung sämtlicher Hardware-Aktivitäten im Produktbereich Navigation bestanden hier im Geschäftsjahr 2008 keine Risiken mehr. Für die weiteren Geschäftsbereiche bestehen keine Beschaffungsrisiken. 6.3 Finanzielle Risiken Durch den neuen, kapitalstarken Mehrheitsaktionär, die telegate AG, ist die zukünftige Liquidität der telegate MEDIA AG gesichert. Der Gesellschaft stehen ausreichend Kreditlinien beim Mehrheitsgesellschafter bzw. bei Banken zur Verfügung (insgesamt über 6 Mio. €), um die finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen und auch bei negativer Geschäftsentwicklung ausreichend Liquiditätsspielraum zu haben. 6.4 IT-Risiken Um Ausfällen oder Fehlfunktionen innerhalb der Informationstechnik entgegenzuwirken, werden die Informationssysteme des Unternehmens regelmäßig gewartet und weiterentwickelt. Die IT-Sicherungsmaßnahmen wurden im vergangenen Geschäftsjahr konsequent überarbeitet sowie modernisiert und sind zurzeit auf dem aktuellsten Stand. Dies betrifft sowohl die Zugriffsmechanismen und Sicherheitskontrollen wie auch die Datensicherung und die Verfügbarkeit der Systeme. Zu weiteren Maßnahmen der Risikoabwehr gehören außerdem Firewall-Schutz, Authentifizierungs-Maßnahmen und ein stetiger Backup-Prozess. 6.5 Personelle Risiken Die telegate MEDIA AG ist sich bewusst, dass eine hohe Mitarbeitermotivation sowie ausgeprägte Zufriedenheit gegenüber dem Arbeitgeber Faktoren sind, die den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens maßgeblich mitbestimmen. Ein wichtiges Personalinstrument sind Mitarbeitergespräche, in denen individuelle Ziele vereinbart und Entwicklungsmaßnahmen geplant werden. Durch das telegate MEDIA Rekrutierungsmanagement sollen hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte für den weiteren Auf- und Ausbau des Personalstamms gewonnen werden. Diese Maßnahmen sollen die Mitarbeiter/-innen fördern, personelle Risiken entkräften und die Humankapital-Potenziale optimal ausschöpfen. 6.6 Prozessrisiken Deutsche Telekom Ein weiterer Risikotatbestand betrifft die laufenden juristischen Auseinandersetzungen mit der Deutschen Telekom bezüglich der Rückforderung von Datenkosten – hier besteht ein potenzielles Risiko in hohen Prozesskosten aufgrund einer eventuell langen Verfahrensdauer und der hohen Streitwerte. 6.7 Sonstige Risiken Die telegate MEDIA AG ist gegen sämtliche infrage kommende Haftpflicht- oder Sachschäden durch spezielle Versicherungen abgesichert. Darüber hinaus analysiert das Unternehmen jegliche Prozesse, die risikobehaftet sein könnten und integriert umfangreiche Abläufe an den entsprechenden Schnittstellen. Gegenwärtig gibt es keine Schadenersatzprozesse oder -ansprüche gegen die telegate MEDIA AG, die Einfluss auf die weitere Unternehmensentwicklung haben könnten. 7 Prognosebericht7.1 Unternehmensstrategie In den kommenden zwei Geschäftsjahren geht die Gesellschaft von einem weiterhin rückläufigen Markt für das Softwaregeschäft aus. Im Geschäftsfeld Werbevertrieb wird auch in den kommenden Geschäftsjahren investiert werden, um die Umsatzpotenziale in dem dynamisch wachsenden Markt für digitale Verzeichniswerbung nachhaltig zu erschließen. Das Unternehmen geht davon aus, dass hierdurch der Rückgang des Softwaregeschäftes überkompensiert werden kann. Für die Folgejahre rechnet die Gesellschaft mit steigenden Umsätzen. Ergebnisseitig geht die telegate MEDIA AG in den kommenden beiden Jahren von einer weiteren Verbesserung der Ertragslage aus. Für das Geschäftsjahr 2009 und 2010 prognostiziert das Unternehmen ein positives operatives Ergebnis. Etwaige Sondereffekte, wie zum Beispiel Erträge aus Zahlungen der Deutschen Telekom AG aus den Datenkosten-Rückforderungsklagen, bleiben in dieser Prognose unberücksichtigt. 7.2 Finanzstrategie Die Finanzstrategie der telegate MEDIA AG verfolgt mit höchster Priorität, die Liquidität des Unternehmens langfristig zu sichern. Mittelfristig wird dieses Ziel durch die Finanzierungszusagen der Muttergesellschaft telegate AG sichergestellt. 8. Schlusserklärung des VorstandsWir erklären, dass unsere Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften im Geschäftsjahr 2008 nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und nicht benachteiligt worden ist. Rechtsgeschäfte mit Dritten sowie andere Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse von verbundenen Unternehmen wurden weder getroffen noch unterlassen.
Essen, den 28.04.2009 Marcus Vengels Ulrich Zabel Franz-Peter Weber Bilanz per 31.12.2008 vs. 31.12.2007AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung 01 - 12 / 2008 vs. 01 - 12 / 2007
Anhang für das Geschäftsjahr 20081 Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne der handelsrechtlichen Vorschriften. Sie ist im Open Market (Entry Standard) der Deutschen Börse notiert, der keinen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 5 WpHG darstellt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 wurde entsprechend den Vorschriften des HGB aufgestellt, die ergänzenden Regelungen des AktG wurden beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Grundsätze der Bilanzierungs- und Bewertungsstetigkeit wurden beachtet. 2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Bei der planmäßigen Abschreibung werden für den Ansatz der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer die AfA-Tabellen des Bundesministeriums der Finanzen zugrunde gelegt. Die Abschreibung erfolgt pro-rata-temporis nach der linearen Methode. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert von 150 bis 1.000 Euro werden in einem Sammelposten geführt und per Poolabschreibung auf 5 Jahre abgeschrieben. Die Waren werden zu Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB angesetzt. Risiken aus der Überalterung und Ungängigkeit von Waren sowie Abschläge aus der Niederstbewertung werden aktivisch berücksichtigt. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Forderungen in Fremdwährung werden ggf. zum niedrigeren Stichtagskurs angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Pauschalwertberichtigungen wurden aufgrund der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss der telegate AG, München nicht mehr gebildet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Die sonstigen Rückstellungen werden nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum historischen Kurs bzw. zum höheren Stichtagskurs umgerechnet. 3 Erläuterungen zur Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) hervor. Unter den Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden im Wesentlichen Software (SAP R/3) sowie Nutzungsrechte an Bildaufnahmen und die Einrichtung einer Internetseite inklusive eines Webshops ausgewiesen. Der Geschäfts- oder Firmenwert der KlickSoft AG und der Teleinfo GmbH wurde im ersten Quartal 2008 vollständig abgeschrieben. Die Investitionen in Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken betreffen Mietereinbauten in die im Geschäftsjahr 2006 angemieteten Räumlichkeiten in Essen. 3.2 Vorräte Die Vorräte enthalten den Bestand an Waren zum Bilanzstichtag. 3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf TEUR 373 (i. V. TEUR 374). Damit ist allen zum Erstellungszeitpunkt erkennbaren Risiken der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Mietkautionen für die Vertriebsbüros, Vorschüsse an Handelsvertreter sowie debitorische Kreditoren. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind keine sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit über einem Jahr enthalten (i. V. TEUR 33). 3.4 Rechnungsabgrenzungsposten Hierunter sind im Wesentlichen Zahlungen für das Anzeigenkontingent bei einem Internet-Jobportal sowie Versicherungsbeiträge abgegrenzt. 3.5 Eigenkapital a) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 4.039.999 ist in 4.039.999 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem Nennbetrag von je einem Euro aufgeteilt. Das gezeichnete Kapital entwickelte sich im Geschäftsjahr 2008 insgesamt wie folgt:
Bedingtes oder genehmigtes Kapital bestand zum Abschlussstichtag nicht. b) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage entwickelte sich im Geschäftsjahr 2008 wie folgt:
c) Gewinnrücklage Die Gewinnrücklage entwickelte sich im Geschäftsjahr 2008 wie folgt:
3.6 Rückstellungen a) Pensionsrückstellungen Die Pensionsrücktellung wurde im Geschäftsjahr aufgelöst, da die Verpflichtungen durch das Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds nicht mehr besteht. b) Sonstige Rückstellungen
Die auf die Auftragsabwicklung entfallenden Rückstellungen betreffen ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 1.598, i.V TEUR 382), Rechtsstreitigkeiten (TEUR 1.588, i.V. TEUR 1.260) sowie Gewährleistungsrisiken (TEUR 195, i.V. TEUR 211). In den Rückstellungen für den Personalbereich werden Rückstellungen für Urlaub und Abfindungen (TEUR 1.055, i.V. TEUR 207), Berufsgenossenschaft (TEUR 29, i.V. TEUR 33) und die Schwerbehindertenabgabe (TEUR 26; i.V. TEUR 32) ausgewiesen. Bei den übrigen Rückstellungen handelt es sich um Jahresabschlusskosten (i.V. TEUR 25). 3.7 Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Gegenüber Kreditinstituten bestanden zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen kreditorische Debitoren (TEUR 224, i.V. TEUR 257), Steuerverbindlichkeiten (TEUR 122, i.V. TEUR 149) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (TEUR 132, i.V. TEUR 56). 4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse von TEUR 21.180 (i. V. TEUR 20.921) teilen sich auf folgende Bereiche auf:
Erlösabgrenzungen im Rahmen der regelmäßig für ein Jahr im Voraus vereinnahmten Werbeumsätze erfolgen unverändert nicht, weil die mit diesen Umsätzen im wirtschaftlichen Zusammenhang stehenden Aufwendungen im Wesentlichen bereits zum Zeitpunkt der Rechnungslegung und der Erlöseinbuchung angefallen sind. 4.2 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterveräußerung von Werberechten (TEUR 1.057), Erträge aus Intercompanyverrechnung (TEUR 806) sowie Erträge aus Kfz-Sachbezügen (TEUR 85) und Erträge aus dem Verkauf von Beteiligungen (TEUR 106). 4.3 Materialaufwand Der Materialaufwand entfällt im Wesentlichen auf Lizenzgebühren für die Bereiche PC-Software (TEUR 1.057) und Werbevertrieb (TEUR 140). 4.4 Personalaufwand Von den Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 10.791 entfallen TEUR 1.536 auf soziale Abgaben und Aufwendungen. Darin sind TEUR 9 (i. V. TEUR 9) für betriebliche Altersvorsorge enthalten. 4.5 Abschreibungen Die Abschreibungen von TEUR 1.243 betreffen ausschließlich immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. 4.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden im Wesentlichen Werbekosten (TEUR 791, i. V. TEUR 2.247), Provisionen (TEUR 2.329, i. V. TEUR 1.569), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 1.764, i. V. TEUR 964) sowie Raum- und Gebäudekosten (TEUR 1.314, i. V. TEUR 1.023) ausgewiesen. Verwaltungsaufwendungen (Porto/Telefon/Bürobedarf/Versicherungen etc.) fielen in Höhe von TEUR 976 (i. V. TEUR 1.052) an. 4.7 Zinsen Den Zinserträgen in Höhe von TEUR 14 standen im Geschäftsjahr 2008 Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 71 gegenüber, wovon wiederum TEUR 42 an Zinsaufwendungen ggb. verbundenen Unternehmen entstanden. 4.8 Verlustvortrag Der Verlustvortrag aus dem Geschäftsjahr 2007 beträgt TEUR 11.687, wodurch ein Bilanzverlust von TEUR 13.265 ausgewiesen wird. 5 Sonstige Angaben 5.1 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von TEUR 1.708. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2008 Bestellungen im Wert von TEUR 498 abgeschlossen, die noch nicht ausgeführt sind. Weiterhin bestanden per 31.12.2008 bei der Volksbank Dorsten Mietbürgschaften in Höhe von TEUR 177. 5.2 Meldungen der telegate AG, München Mit Schreiben vom 02.04.2008 teilte die telegate AG der klicktel AG (jetzt: telegate MEDIA AG) gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 4 AktG mit, dass sie seit dem 01.04.2008 eine Mehrheitsbeteiligung von über 50%, und im gleichen Schritt eine Beteiligung von mehr als 25%, erworben hat. 5.3 Konzernzugehörigkeit Die telegate MEDIA AG gehört zum Konzern der telegate AG mit Sitz in Martinsried bei München, deren Abschluss wiederum im Konzern der Seat Pagine Gialle S.p.A., Turin, Italien, konsolidiert wird. Die Konzernabschlüsse werden dauerhaft auf den Internetseiten der beiden Unternehmen (www.telegate.com und www.seat.it) der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 5.4 Beschäftigte Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr im Durchschnitt 281 Angestellte und 13 Auszubildende. 5.5 Vorstand · Herr Boris Polenske, Kaufmann, Dorsten (bis 31.05.2008) · Herr Marcus Vengels, Dipl.-Informatiker, Dorsten, Informations Technologie, verantwortlich für technische Produktentwicklung sowie Customer Operations · Herr Jürgen Günter Arthur Wewer, Dipl.-Informatiker (bis 31.07.2008) · Herr Franz-Peter Weber, Dipl.-Kfm., Gröbenzell (seit 01.04.2008), verantwortlich für Personal, Legal, Kommunikation, Finanzen und Investor Relations · Herr Ulrich Zabel, Dipl.-Sozialpädagoge, Hamburg (seit 01.04.2008), verantwortlich für die Koordination der Zusammenarbeit der telegate MEDIA AG mit der telegate AG, Vertrieb, Marketing und Produktentwicklung Die Gesamtbezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2008 betrugen TEUR 542, davon entfielen TEUR 324 auf ausgeschiedene Vorstandsmitglieder. 5.6 Aufsichtsrat Herr Dr. Andreas Albath, Jurist, Planegg-Martinsried bei München (Vorsitzender seit 18.04.2008) Mandate: · telegate AG, Martinsried, Vorstandsvorsitzender · Interactive AG, Bochum, Aufsichtsrat · Endurance Capital AG, München, Aufsichtsrat · mobilSafe AG i.L., Martinsried, Aufsichtsrat Herr Andreas Büchner, Unternehmensberater, Hamburg (stellvertretender Vorsitzender seit 21.06.2007) Herr Ralf Grüßhaber, Dipl.-Betriebswirt (FH), Planegg-Martinsried bei München Mandate: · telegate AG, Martinsried, Vorstand · telegate Italia S.r.L., Turin, Italien, Director · telegate 118 000 S.A.R.L., Paris, Frankreich, Director · Uno Uno Ocho Cinto Cero Guias S.L., Madrid, Spanien, Director · mobilSafe AG i.L., Martinsried, Abwickler Die Gesamtbezüge der Aufsichtsratmitglieder betrugen für das Geschäftsjahr 2008 TEUR 30. 5.7 Ergebnisverwendung Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.
Essen, den 28.04.2009 Marcus Vengels Ulrich Zabel Franz-Peter Weber Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2008 in Tausend Euro *
BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der telegate MEDIA AG, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 30. April 2009 Ernst & Young AG Müller, Wirtschaftsprüfer Degenhart, Wirtschaftsprüfer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||