telegate Media AGEssenJahresabschluss zum 31. Dezember 2011Lagebericht 20111 Geschäftsjahr 2011 im ÜberblickIm vergangenen Geschäftsjahr 2011 konnte die telegate Media AG die selbst gesetzten Umsatz- und Ergebniserwartungen immer noch nicht ganz erreichen. Trotzdem war 2011 aufgrund der Umsetzung wichtiger Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Werbevertriebsgeschäftes ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr für die telegate Media AG. Dies zeigt sich auch an der Umsatzsteigerung im Bereich Media. So erhöhte sich dieser im Vergleich zur Vorjahresperiode um 21 Prozent auf mittlerweile 23,7 Mio. € zum 31.12.2011. Der strategische Fokus der telegate Media AG lag in 2011 weiterhin auf der Weiterentwicklung des Werbevertriebsgeschäftes. Im Mittelpunkt des Neukundengeschäfts im Bereich Media stand dabei ein grundlegend überarbeitetes Produktkonzept, welches es mit Hilfe von Produktbündeln sowie einer verbreiterten Produktpalette im Bereich Webseiten (mit dem Produkt firmenWEBSITE als Basiskomponente) ermöglicht, noch besser auf die individuellen Bedürfnisse der Gewerbetreibenden einzugehen. Des Weiteren kann durch Buchung verschiedener Varianten von Online-Branchenbucheinträgen und der Suchmaschinenwerbung über Google AdWords den Kundenbedürfnissen differenzierter Rechnung getragen werden. Alles in allem soll dieses Angebot dabei helfen, dass KMU bei telegate einen bedarfsgerechten Internet-Auftritt erhalten und durch Online-Werbemaßnahmen ihre Präsenz im Web erhöhen können. Im Zentrum der Weiterentwicklung standen neben Maßnahmen zur Gewinnung weiterer neuer Kunden Aktivitäten mit dem Ziel bestehende Kunden nachhaltiger in einem langen Kundenlebenszyklus an die telegate zu binden. Dass die Weiterentwicklung des Werbevertriebsgeschäfts weiter voran schreitet, zeigt sich auch daran, dass sich der Umsatz des Mediageschäfts im Vorjahresvergleich um 21 Prozent erhöhte. Angesichts des anhaltenden Trends zur Lokalen Suche in den digitalen Medienkanälen, durch den das Unternehmen mittels seines Werbegeschäftes profitiert, entwickelte sich das margenstarke Software–Geschäft - wie die Telefonauskunft ein klassisches Auskunftsgeschäft - im Vergleich zum VJ um 10% rückläufig. Durch die zum 01. Juli 2010 durchgeführte Verschmelzung der Telegate Auskunftsdienste GmbH auf die telegate Media AG erwirtschaftet das Unternehmen in 2011 nun etwa 10% der Umsatzerlöse durch die margenstarke klassische Telefonauskunft. Herr Ulrich Zabel schied mit Wirkung zum 30.06.2011 aus dem Vorstand der telegate Media AG aus. Zum neuen Vorstand der Gesellschaft wurde zum 01.07.2011 Herr Andreas Albath bestellt. Herr Andreas Albath schied mit Wirkung zum 15. November 2011 aus dem Vorstand der telegate Media AG aus. Mit Wirkung zum 1. Dezember 2011 bestellte der Aufsichtsrat Herrn Elio Schiavo zum Vorstandsmitglied der Gesellschaft. 2 Wirtschaftliches Umfeld2.1 Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDie konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft hat sich nach 2010 auch in 2011 weiter fortgesetzt, obwohl es in der zweiten Jahreshälfte 2011 vermehrt Anzeichen für eine Abschwächung des Expansionstempos der Weltwirtschaft, aber auch der deutschen Konjunktur, gab. Die wirtschaftliche Entwicklung in 2012 wird im Wesentlichen davon abhängen, welche nachhaltigen Lösungsansätze bzgl. der Staatsschuldenkrise im Euroraum gefunden bzw. umgesetzt werden können. Das klassische Auskunftsgeschäft der telegate Media AG kann als ein weitestgehend von der konjunkturellen Entwicklung unabhängiges Geschäft angesehen werden. Der seit Jahren beobachtete, kontinuierliche Marktrückgang basiert im Wesentlichen auf der Änderung des Nutzungsverhaltens der Konsumenten Richtung digitaler Medien. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Mediageschäft ist eine gute Kundenbindung mit einer entsprechend niedrigen Kündigerquote. Eine niedrige Kündigerquote stellt sicher, dass die telegate Media AG margenstarke Verlängerungsumsätze erwirtschaften kann, welche langfristig den Erfolg des Geschäftsmodells Media sichern. Zentraler Ansatzpunkt ist hier, dem Gewerbetreibenden den Erfolg seines Werbeinvestments anhand eines individuellen Erfolgsnachweises transparent zu machen. Im Oktober 2011 erhielt telegate die Auszeichnung als „Premium KMU-Partner“ von Google innerhalb des neuen Partnermodells für Google AdWords-Verkäufer. Durch diese neue Betitelung verspricht sich die telegate Media AG zukünftig eine weitere Aufwertung in der Kundenkommunikation. Das Mediageschäft wird größtenteils durch das Werbeverhalten der KMU (kleine und mittelständische Unternehmen) und somit indirekt auch durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland beeinflusst. Dabei bietet der Markt für Online-Marketing für die telegate Media AG großes Potenzial, da KMU zwar zu 85 Prozent auf traditionelle, printbasierte Werbemittel setzen, aber digitale Werbung deutlich an Bedeutung gewonnen hat – so die Ergebnisse der psyma-Studie „Mittelstand und Werbung 2011“ im Auftrag der telegate AG. Für 76 Prozent der mittelständischen Firmen in Deutschland gehören digitale Werbemittel heute zum Werbemix, das Online-Branchenbuch ist in 2011 sogar zum meistgenutzten Werbeinstrument avanciert. Vor dem Hintergrund, dass die Nutzer mittlerweile knapp die Hälfte der lokalen Rechercheanfragen nach gewerblichen Einträgen im Internet durchführen, ist hier von einem weiteren Umschwung im Werbeverhalten von KMU auszugehen. Im Folgenden wird die Entwicklung der Rahmenbedingungen erläutert. 2.2 MarktentwicklungDer Umbruch im deutschen Auskunftsmarkt hat sich auch in 2011 weiter fortgesetzt. Zum einen geht das Marktvolumen im Bereich der klassischen Auskunft weiter zurück. Die sich voraussichtlich ab 2012 ergebende Möglichkeit der Mobilfunknummern-Auskunft („SMS-Connect“) wird dem klassischen Auskunftsgeschäft zumindest eine gewisse Marktverbreiterung und somit die Chance auf leicht verlangsamte Rückgangsraten bieten. Zum anderen belegt eine im Jahr 2011 im Auftrag der telegate AG durchgeführte Marktstudie, dass bereits ca. die Hälfte der deutschen Verbraucher im Internet nach regional tätigen Firmen und Dienstleistern sucht (rund 560 Mio. Suchanfragen pro Jahr). Annähernd jede vierte Suchanfrage wird bereits über das mobile Internet, also Smartphones, abgegeben. Blickt man hier jedoch gleichzeitig auf den Einsatz der Werbemittel der KMU, so dominieren nach wie vor die traditionellen Printmedien den Werbemarkt – allerdings spielen die Online-Medien in 2011 bei den Unternehmen eine größere Rolle als noch im Vorjahr. Inzwischen setzen 76 Prozent der befragten Betriebe auch auf Online-Vermarktung. Das entspricht einem Zuwachs von ca. einem Drittel gegenüber dem Vorjahr. Im Bereich der Web-basierten Branchenauskunft zeigen die beiden zu telegate MEDIA zusammengefassten Lokale-Suche-Portale der telegate Media AG - „klicktel.de“ - und der telegate AG - „11880.com“ - im vergangenen Jahr eine sehr positive Entwicklung. Beide Online-Services zusammen konnten gegenüber dem Vorjahr deutlich zweistellige Wachstumsraten verzeichnen und waren somit in 2011 das reichweitenstärkste digitale Lokale-Suche-Angebot in Deutschland. Erfreulich in diesem Zusammenhang ist, dass die Zugriffszahlen seit Juli dauerhaft vor dem Online-Angebot der Gelbe Seiten-Verlage lagen. In Zahlen heißt das, dass beide Portale zusammen der IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern) zufolge, z.B. im vierten Quartal 2011 34,8 Mio. Visits (Anzahl Zugriffe auf eine Internetseite) verzeichneten. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres erzielten die telegate MEDIA Portale zusammen noch 21,8 Mio. Visits – das entspricht einem Reichweitenplus binnen eines Jahres von rund 60 Prozent. Im November 2011 verzeichneten die Unternehmen mit Ihrem Internet-Angebot zudem mit 11,9 Mio. Visits einen neuen Allzeit-Besucherrekord. Eine stark wachsende Zahl an Suchanfragen verzeichnet die telegate Media AG mit der Marke „klickTel“ und die telegate AG mit der Marke „11880“ über die mobilen Lokale-Suche-Apps , die im Dezember 2011 zusammen die Marke von 1,2 Mio. Downloads überschritten haben. Suchanfragen über das mobile Internet konnten im Jahresvergleich um annähernd 100 Prozent gesteigert werden und machen zwischenzeitlich bereits ca. 21 Prozent aller digitalen Suchanfragen aus. 3 Finanzwirtschaftliche Situation3.1 ErtragslageIm vergangenen Geschäftsjahr hat die telegate Media AG Umsatzerlöse in Höhe von 30,8 Mio. € erwirtschaftet (Vorjahr: 25,6 Mio. €). Allerdings hat sich die Wachstumsdynamik im Werbevertriebsgeschäft im Verlauf des Geschäftsjahres verlangsamt. Ursachen hierfür sind einerseits eine schwächere Performance im Neukundengeschäft sowie andererseits eine höher als erwartete Kündigerquote bei Bestandskunden. Beide Effekte führten in Summe zu einem geringeren Umsatzwachstum als geplant sowie aufgrund der noch zu geringen Skaleneffekte auch weiterhin zu einem Verlust der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die telegate Media AG erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr im Bereich der klassischen Auskunft (inklusive Umsatz aus dem Softwaregeschäft) einen Umsatz von 7,0 Mio. Euro (Vorjahr: 6,1 Mio. Euro). Umsatzerlöse der telegate Auskunftsdienste GmbH wurden im Vorjahr aufgrund der Verschmelzung zum 01. Juli 2010 nur für sechs Monate einbezogen. Wenn die telegate Auskunftsdienste GmbH im Vorjahr bereits zum 1.1.2010 einbezogen worden wäre, dann hätte sich der Umsatz im Bereich Auskunft auf ca. 8,2 Mio. Euro belaufen. Die Umsätze im Bereich Media haben sich mit 23,7 Mio. Euro auch in 2011 weiter positiv entwickelt und sind gegenüber Vorjahr um 21 Prozent bzw. 4,2 Mio. Euro gestiegen (Vorjahr: 19,6 Mio. Euro). Der Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr, welcher teilweise durch die unterjährige Verschmelzung der telegate Auskunftsdienste in 2010 herbeigeführt wurde, wirkt sich auch positiv auf das Ergebnis aus. So konnten Personalkosten, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen nahezu konstant gehalten werden. Lediglich Aufwendungen für betriebliche Leistungen (Aufwendungen für Bearbeitung der Anrufe sowie Kosten für das Produkt Suchmaschinenmarketing/Google AdWords) erhöhten sich proportional. So verringerte sich der Verlust der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr von -6,4 Mio. EUR auf -2,7 Mio. EUR. 3.2 Vermögens- und Finanzlage3.2.1 InvestitionenDie Gesamtinvestitionen des abgelaufenen Geschäftsjahres belaufen sich auf 0,6 Mio. EUR. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte umfassen größtenteils Investitionen in die Modernisierung der IT-Ausstattung und –Infrastruktur. 3.2.2 BilanzDie Bilanzstruktur der telegate Media AG ist auch im Jahr 2011 weiterhin kritisch. Es besteht ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 3,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). Die aktuelle Planung bestätigt die positive Fortführungsprognose unter Berücksichtigung eines nur außerordentlich kündbaren Darlehensvertrages mit der Muttergesellschaft telegate AG in Höhe von 15 Mio. EUR bis Ende 2013. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhte sich die Bilanzsumme um 4,7 Mio. EUR auf nun 22,8 Mio. EUR (Vorjahr: 18,1 Mio. EUR). Die Zunahme der Aktivseite ist auf die Erhöhung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags um 2,7 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR sowie um 2,3 Mio. € gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Die Zunahme der Passivseite resultiert aus der Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 5,5 Mio. EUR. Demgegenüber steht eine Abnahme der Rückstellungen um 2,0 Mio. EUR. 4 NachtragsberichtNach Abschluss des Geschäftsjahres bis zum Aufstellungszeitpunkt dieses Lageberichtes sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu berichten wären. 5 Forschung und EntwicklungGrundlagenforschung und Entwicklung im ursprünglichen Sinn werden von der telegate Media AG als Dienstleistungsunternehmen nicht betrieben. Dennoch sind für die telegate Media AG der Ausbau und die Entwicklung innovativer Dienstleistungen sowie Produktentwicklungen von entscheidender Bedeutung, um sich langfristig erfolgreich auf dem Markt der Lokalen Suche behaupten zu können. So wurden auch im Jahr 2011 weiter Internet- und Softwareangebote sowie die neueste Generation der Mobilen Applikationen für iPhone, Android, BlackBerry und Windows Mobile weiterentwickelt und auf den Markt gebracht. 6 MitarbeiterFür die telegate Media AG ist ihre qualifizierte Belegschaft ein zentrales Element, um den Erfolg des Unternehmens auch in Zukunft sicherzustellen. Die Rekrutierung sehr guter neuer Mitarbeiter ist dabei eine wichtige Säule. Ebenso wichtig ist es der telegate Media AG, die bestehende Belegschaft weiterzuentwickeln und zu fördern, um sie langfristig an das Unternehmen zu binden. Am 31.12.2011 beschäftigte die telegate Media AG 401 Mitarbeiter (Kopfzahl; ohne Auszubildende, Minijobs und ruhende Beschäftigungsverhältnisse). Das sind 37 weniger als noch ein Jahr zuvor (Vorjahr: 438). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Reduktion der Vertriebsmannschaft im Bereich Telesales und Außendienst im Rahmen der Optimierung der Vertriebsprozesse. 7 Chancen- und Risikomanagement7.1 Allgemeine ErläuterungenUm Risiken frühzeitig zu erkennen und Chancen ausreichend nutzen zu können, ist die telegate Media AG als 100 prozentige Tochtergesellschaft der telegate AG vollständig in deren Risikomanagementsystem integriert. Ziel dieses Systems ist es, den Wert des Unternehmens zu schützen, den Fortbestand der Gesellschaft im Interesse der Anteilseigner zu sichern und langfristig eine Wertsteigerung des Unternehmens zu erreichen. Das vom Gesetzgeber vorgeschriebene und zu dokumentierende Überwachungssystem setzt sich aus einem angemessenen Risikomanagement und einem Früherkennungssystem zusammen. Hierdurch sichert sich die telegate Media AG als Tochtergesellschaft der telegate AG ausreichend gegen potenzielle unternehmerische Risiken ab. Das Risikomanagementsystem ist innerhalb der telegate Gruppe als kontinuierlicher Prozess in die Unternehmenssteuerung und das Berichtswesen integriert. Eine ständige Überprüfung und Überarbeitung stellt sicher, dass Veränderungen schnellstmöglich erkannt werden und der gesamte Prozess ständig auf dem aktuellsten Stand gehalten wird. Außerdem ist das Risikomanagement als eigenständiger Themenkomplex fest in die Geschäftsstrategie eingebunden – dies sichert die reibungslose Integration in die Geschäftsabläufe. Sämtliche Wirkungsketten und Verflechtungen zwischen Risiken, Schäden und Maßnahmen werden in einem Risikomanagement-Handbuch festgehalten. Im Folgenden werden Risiken und Chancen benannt, die sich auf die telegate Media AG auswirken können. 7.2 Chancen und Risiken der telegate Media AG7.2.1 Chancen und Risiken der GeschäftstätigkeitWachstumsmarkt Lokale SucheEine aktuelle GfK-Studie im Auftrag der telegate AG belegt, dass die deutschen Verbraucher zunehmend im Internet nach regionalen Firmen und Dienstleistern suchen. Konkret entfallen 49 Prozent der lokalen Suchanfragen auf das Internet. Auch die mobile Internetsuche gewinnt deutlich an Bedeutung – bereits 23 Prozent der Internet-Suchanfragen nach gewerblichen Einträgen entfallen auf mobile Kanäle. Dagegen zeigt die psyma-Studie im Auftrag von telegate, dass es in Sachen digitaler Vermarktung und zielgenauer Adressierung potenzieller Kunden noch Nachholbedarf im deutschen Mittelstand gibt. Dies bietet der telegate Media AG mit einer speziell auf mittelständische Bedürfnisse ausgerichteten Vertriebsorganisation erhebliche Wachstumschancen. So setzen psyma zufolge die deutschen mittelständischen Betriebe auf einen breiteren Marketing-Mix und geben tendenziell höhere Summen aus als im Vorjahr. Zwar dominieren bisher noch die Print-Angebote die Werbeplanung deutscher KMU, jedoch legen die Online-Werbemittel insgesamt um ein Drittel zu; Online-Branchenbücher sind 2011 erstmals das meistgenutzte Werbemittel. Außerdem ist aktives Empfehlungsmarketing bei KMU noch kein fester Bestandteil der Werbestrategie. Zwar wird dies mehrheitlich als wichtig eingestuft, dennoch nutzen erst 16 Prozent der Firmen positive Kundenbewertungen im Netz aktiv für das Empfehlungsmarketing. 66 Prozent der befragten KMU betreiben eine eigene Firmen-Internetseite. Fast 60 Prozent der befragten Unternehmen beauftragen einen spezialisierten Webdienstleister oder eine Agentur wie die telegate Media AG mit der Erstellung. Moderne Reputations-, Dialog- und Social Media-Elemente spielen selten eine Rolle bei der Webseitengestaltung. Firmenwebseiten deutscher KMU gelten als Basis-Ausstattung eines Betriebes und sind meist sehr einfach gestaltet. Nachholbedarf gibt es auch bei der Kosten- und Erfolgskontrolle des Internetauftritts. 43 Prozent der KMU können ihre Kosten nicht beziffern, mehr als die Hälfte verzichtet auf Erfolgskontrolle. Das bietet Chancen für Dienstleister wie die telegate Media AG, die ihren Kunden den Werbeerfolg transparent nachweisen. Die telegate Media AG stellt seinen Kunden bspw. ein monatliches Reporting zu den durchgeführten Suchanfragen zur Verfügung. Mehr als 70 Prozent der befragten Firmen betreiben ihre Webseite, um bei Google gefunden zu werden. Aber nur ein Drittel optimiert ihren Internetauftritt für die Suchmaschine. Fehlendes Fachwissen über Methoden, Mitteleinsatz und Erfolg von SEO-Maßnahmen (Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung) überwiegt in der Zielgruppe. Dazu kommt: Trotz relativ hohem Bekanntheitsgrad setzen nur wenige KMU auf Suchmaschinenmarketing. Erst neun Prozent der Stichprobe haben Erfahrung mit Google AdWords. Die Potenziale des lokalen mittelständischen Werbemarkts in Deutschland werden insgesamt oft unterschätzt: Dem Institut für Mittelstandsforschung, Bonn (2011), zufolge umfasst er rund 3,5 Millionen kleine und mittelständische Unternehmen. Der psyma-Studie 2011 zufolge planen die meisten KMU dabei mit einem Werbebudget zwischen 1.000 und 5.000 Euro pro Jahr. Die telegate Media AG arbeitet im Rahmen seines Angebots von Suchmaschinenmarketing (SEM) für den KMU-Kunden seit vielen Jahren sehr erfolgreich mit Google zusammen. In diesem Zusammenhang hat telegate inzwischen den Status „Premium KMU-Partner“ von Google erreicht. Eine zukünftige Zusammenarbeit bietet für die telegate Media AG sowohl weitere Wachstumschancen als auch gewisse Risiken. Ein Risiko ist in der möglichen Beendigung der vertraglichen Beziehungen mit Google zu sehen, was unmittelbare Auswirkungen auf die Google-SEM Umsätze der telegate Media AG hätte. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass KMU-Kunden den von der telegate Media AG gebotenen Full-Service nicht mehr in Anspruch nehmen, sondern die Leistung direkt bei Google einkaufen („do it yourself“ statt „do it for me“). Die telegate Media AG wird auch in den kommenden Jahren seine Investitionsbudgets auf Projekte konzentrieren, die den langfristigen Erfolg des Unternehmens sicherstellen. Das Investitionsvolumen 2012 und 2013 wird sich voraussichtlich in einer ähnlichen Größenordnung bewegen wie in den vergangenen Jahren. Markt für AuskunftslösungenAufgrund der Substitution der Mediennutzung von klassischen Medien hin zu digitalen Medien ist der Markt für Auskunftslösungen rückläufig. Telegate hat dies in der Unternehmensplanung für das Segment Auskunftslösungen berücksichtigt. Es besteht sowohl die Chance als auch das Risiko, dass die Marktentwicklung von den Rückgangsraten der vergangenen Jahre abweichen wird. 7.2.2 Regulierung der TelekommunikationsbrancheDie Geschäftstätigkeit der telegate Media AG ist von rechtlichen Rahmenbedingungen und Entscheidungen der Gesetzgeber und Regulierungsbehörden abhängig. Hierzu zählen beispielsweise die Regelungen über die Zuteilung von Rufnummern, der Zugang zu Teilnehmerdaten und Telekommunikationsvorleistungen. Die Regulierungsvorschriften bestimmen zum Beispiel, welche Telefonauskunftsdienste von der telegate Media AG erbracht werden oder wie die Zuteilung der Auskunftsnummern erfolgt. So könnte beispielsweise die Verletzung von Zuteilungsregeln für Auskunftsnummern zu einer Abmahnung durch die Regulierungsbehörde bzw. in letzter Konsequenz zum Entzug einer Rufnummer führen. Ehemalige Monopolisten wie die Deutsche Telekom AG sind im klassischen Auskunftsbereich wesentliche Vorleistungslieferanten für die telegate Media AG, woraus gewisse wirtschaftliche Abhängigkeiten resultieren. Die wesentlichen Teile dieser Leistungsbeziehungen unterliegen jedoch regulatorischer und wettbewerbsrechtlicher Überwachung, wodurch sich das Risiko relativiert. Es besteht hierbei jedoch auch das Risiko, dass die zuständigen Behörden nicht tätig werden. 7.2.3 Umsatz und KostenrisikenRisikofaktoren, die sich negativ auf den Umsatz der telegate Media AG auswirken können, bestehen im Verhalten direkter Wettbewerber sowie dem ausbleibenden Erfolg von Vertriebsaktivitäten. Darüber hinaus wirkt sich die fortschreitende Internet-Nutzung bei Adressabfragen negativ auf den Umsatz im Geschäftsbereich Software aus. Es ist das Ziel des Unternehmens, ausbleibende Umsätze im Software-Bereich durch den Ausbau des Werbevertriebs zu kompensieren. Um kurzfristig auf Umsatzrückgänge reagieren zu können, werden im Controlling-Bereich frühzeitig Maßnahmen ergriffen. Zu diesen strukturierten Controlling-Mechanismen zählen eine umfassende Budgetplanung, ein ausführliches Kennzahlensystem sowie die laufende Überwachung der Plan-Ist-Situation der Umsatz- und Kostenentwicklung. Dem Risiko von unvorhersehbaren Forderungsausfällen begegnet das Unternehmen mit einem Forderungsmanagement inklusive eines strukturierten Mahnwesens. 7.2.4 RechtsstreitigkeitenEin weiterer Risikotatbestand betrifft die laufenden juristischen Auseinandersetzungen mit der Deutschen Telekom AG bezüglich der Rückforderung von Datenkosten – hier besteht ein potenzielles Risiko in hohen Prozesskosten aufgrund einer eventuell langen Verfahrensdauer und hoher Streitwerte. Die telegate Media AG ist Partei in einer Vielzahl von Rechtsstreitigkeiten und sonstigen Auseinandersetzungen mit Wettbewerbern sowie anderen Beteiligten. Dabei handelt es sich zum einen um Passivstreitigkeiten, wie zum Beispiel die Nachzahlung von Datenkosten an die Deutsche Telekom AG. Zum anderen bestehen Aktivstreitigkeiten vor allem gegen die Deutsche Telekom AG hinsichtlich der Rückforderung der durch telegate und verbundene Unternehmen in den Jahren 1997 bis 2004 geleisteten Datenkostenzahlungen. Hinzu kommen Klagen, die sich auf den Ersatz des durch die überhöhten Datenkosten entstandenen Schadens beziehen. In Bezug auf die Rückforderungsklagen gegen die Deutsche Telekom AG hat das Oberlandesgericht Düsseldorf jedoch im April 2011 positiv für die telegate Media AG entschieden. Demnach muss der ehemalige Monopolist der telegate Media AG einschließlich Zinsen rund 4 Mio. € (Stand: 31.12.2011) für missbräuchlich überhöhte Datenkosten zurückzahlen. Da die Deutsche Telekom Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt hat, sind die Urteile noch nicht rechtskräftig. Eine Ertragsrealisierung in 2011 erfolgt daher nicht. Ergänzend sei erwähnt, dass zum Zeitpunkt einer zukünftigen Ertragsrealisierung auch Zahlungen für erfolgsabhängige Vergütungen sowie Steuerzahlungen erfolgen werden. 7.2.5 Einsatz von FinanzinstrumentenDie telegate Media AG verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Im Mediageschäft besteht ein gewisses Risiko von Forderungsausfällen. Diesem Ausfallrisiko wird durch einen professionellen Inkassoprozess Rechnung getragen. Hierzu werden überfällige Forderungen nach Durchlaufen des Mahnprozesses an ein Inkasso-Unternehmen übergeben. Bereits bei Übergabe an das Inkasso-Unternehmen wird ein Teil der Forderung wertberichtigt. Eine vollständige Wertberichtigung erfolgt dann, wenn die Forderung länger als ein Jahr im Inkasso ist. Der Inkassoprozess wird in regelmäßigen Zeitabständen überprüft und weiter optimiert. Die wesentlichen finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie zur Verfügung stehende Kontokorrentkredite, deren Inanspruchnahme im Geschäftsjahr auf ein Minimum beschränkt blieb. Aufgrund der Risikoeinschätzung der Gesellschaft wurden für die Finanzinstrumente keine Absicherungsgeschäfte abgeschlossen. 7.2.6 Sonstige RisikenDie telegate Media AG ist als Unternehmen gewissen Finanzrisiken ausgesetzt. Daher ist die Steuerung und Minimierung der Finanzrisiken im Hinblick auf die Schaffung einer stabilen Planungsgrundlage ein zentrales Ziel. Durch das kapitalstarke Mutterunternehmen telegate AG ist die zukünftige Liquidität der telegate Media AG gesichert. Das Abwandern von qualifizierten Fach- und Führungskräften stellt bei der telegate Media AG wie auch bei anderen Unternehmen ein Risiko dar. Das Risiko des Know-how-Verlustes wird bei der telegate Media AG durch Personalentwicklungsprogramme und andere Personalmaßnahmen begrenzt. Unberechtigte Datenzugriffe oder Datenmissbrauch können Betriebsabläufe empfindlich stören. Die telegate Media AG schützt sich dagegen mit internen Richtlinien, die den Zugriff auf und den Umgang mit Informationen durch den Mitarbeiter verbindlich regeln. Zudem setzt die telegate Media AG technische Maßnahmen wie Firewallsysteme, Virenscanner sowie redundante IT-Systeme ein. Gleichzeitig werden für den Geschäftsablauf wichtige Daten durch ein Vorsorgeprogramm dupliziert. Das gesamte Vorsorgesystem wird im Hinblick auf informationstechnologische Risiken laufend an betriebliche und technologische Anforderungen angepasst. Unwahrscheinliche, aber nicht vollkommen ausschließbare Risiken sind Umweltrisiken wie beispielsweise Brände oder Wasserschäden in den Betriebsstätten der telegate Media AG. Dadurch können Betriebsabläufe erheblich gestört werden. Im Rahmen des internationalen Versicherungsmanagements hat die telegate Media AG einen umfangreichen Sach- und Betriebsunterbrechungsschutz etabliert. 7.3 Risiken der künftigen gesamtwirtschaftlichen EntwicklungNach einer Erholungsphase 2010 von der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 haben im Jahresverlauf 2011 wieder verschiedene Unsicherheiten an den Märkten zu einer Verlangsamung des wirtschaftlichen Aufschwungs geführt. Die globale Wirtschaftsentwicklung wird in den Jahren 2012 und 2013 demnach wahrscheinlich wieder schwächer als in 2011 ausfallen. Ursache hierfür ist v.a. der Blick nach Europa und die mögliche Belastung, die von der vorherrschenden Verschuldungskrise einiger EU-Staaten ausgeht. Im für die telegate Media AG relevanten Kernmarkt Deutschland wird in 2012 ebenfalls mit einem Rückgang des Wirtschaftswachstums gerechnet. Da eine Eintrübung der wirtschaftlichen Entwicklung aber auch Auswirkungen auf das Werbeverhalten von KMU haben kann, ist nicht auszuschließen, dass dies auch Folgen für die Entwicklung des Werbevertriebsgeschäfts haben könnte. Eine Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage erhöht zudem das Risiko von Kundeninsolvenzen, was letztendlich auch den Anstieg der Forderungsverluste v.a. im Bereich des Werbevertriebsgeschäfts zur Folge haben könnte. Dagegen sollte der private Konsum in Deutschland aufgrund steigender Löhne sowie rückläufiger Arbeitslosigkeit zumindest stabil bleiben. Der v.a. für das klassische Auskunftsgeschäft relevante Bereich des privaten Konsums stellt daher aus heutiger Sicht kein erhöhtes Risiko für eine beschleunigte Abnahme des Anrufervolumens dar. Der bestehende Negativtrend durch den Substitutionseffekt mit dem Internet bleibt davon unberührt. 8 Verbundene UnternehmenÜber die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat der Vorstand gemäß § 312 AktG einen gesonderten Bericht verfasst. Der Bericht enthält die abschließende Feststellung: „Wir erklären, dass unsere Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften im Geschäftsjahr 2011 nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und nicht benachteiligt worden ist. Rechtsgeschäfte mit Dritten sowie andere Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse von verbundenen Unternehmen wurden weder getroffen noch unterlassen.“ 9 AusblickDie im Kapitel „Ausblick“ getroffenen Aussagen basieren auf der vom Vorstand verabschiedeten operativen Planung der telegate Media AG für die Jahre 2012 und 2013. 9.1 UnternehmensstrategieDie telegate Media AG erwartet in den kommenden Jahren eine entgegengesetzte Entwicklung in den Geschäftsfeldern Auskunftslösungen (Software und klassische Telefonauskunft) und Media. So wird das Software – Geschäft und die klassische Telefonauskunft in den kommenden zwei Jahren voraussichtlich weiterhin rückläufig sein, wohingegen sich im Media-Bereich große Wachstumschancen bieten. Im Bereich Media liegt der strategische Fokus in 2012 und 2013 neben einer stabilen Entwicklung des Neukundengeschäfts vor allem in der Verbesserung der Kundenzufriedenheit einhergehend mit einer verbesserten Kundenbindung. Um langfristig mehr Kundenzufriedenheit zu erreichen, wurde bereits im Verlauf des Jahres 2011 damit begonnen, die Prozesse der Kundenbetreuung sowie die vertrieblichen Tätigkeiten zu optimieren. Dabei wird der Fokus der Vertriebsmitarbeiter vom reinen „Verkaufen“ hin zur strategischen Bestandskundenbetreuung verlagert. Es ist geplant die Vertriebsmannschaft in den Jahren 2012 und 2013 in etwa auf dem Niveau von 2011 konstant zu halten. Durch dieses nachhaltige „Betreuungskonzept“ innerhalb der Vertriebsprozesse – verbunden mit weiteren Prozessverbesserungen sowie Transparenz bezüglich der für den Kunden generierten Suchanfragen - soll die Kundenbindung verbessert sowie in der Folge die Kündigungsquoten gegenüber dem Vorjahr deutlich innerhalb der kommenden Quartale gesenkt werden. Gleichzeitig soll die Kundenzufriedenheit auch durch Weiterentwicklungen auf der Produktebene verbessert werden. Neben der Entwicklung neuer Angebote v.a. im Bereich der mobilen Nutzung soll für den werbenden Unternehmer zudem der Nachweis des Erfolges seiner Online-Marketing Maßnahmen stetig verbessert werden. Im Bereich Media plant die Unternehmensleitung somit für die Jahre 2012 und 2013 ein moderates Umsatzwachstum, aber vor allem die signifikante Verbesserung der Ertragssituation. Diese soll vor allem durch weitere Kostensenkungsmaßnahmen, eine verbesserte Vertriebsperformance im Neukundengeschäft aber auch durch die Reduzierung der Kündigerquote bei Bestandskunden erreicht werden. Aufgrund der noch geringen Marge im Werbevertriebsgeschäft und der erwarteten rückläufigen Umsätze im margenstarken klassischen Auskunftsgeschäft geht die telegate Media AG im Jahr 2012 immer noch von einem geringen Jahresfehlbetrag aus. Ein positiver Ergebnisbeitrag ist für das Jahr 2013 geplant. Etwaige Erträge aus Zahlungen der Deutschen Telekom AG im Rahmen der Datenkosten-Rückforderungsklagen bleiben in dieser Prognose unberücksichtigt. 9.2 FinanzstrategieDie Finanzstrategie der telegate Media AG verfolgt die langfristige Sicherung der Liquidität. Durch Finanzierungszusagen der Muttergesellschaft ist dieses Ziel mittelfristig sichergestellt. Die Finanzstrategie unterstützt daher im Wesentlichen die Umsetzung der Unternehmensstrategie und stellt sicher, dass die Weiterentwicklung des Werbevertriebsgeschäftes umgesetzt werden kann.
Essen, 10. Februar 2012 Der Vorstand Bilanz zum 31. Dezember 2011AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2011
Anhang für das Geschäftsjahr 2011A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss 2011 Der Jahresabschluss der telegate Media AG, Essen, wurde nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen sowie etwaige außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Sachanlagen sind mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen sowie etwaige außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden, da von untergeordneter Bedeutung, analog zu § 6 Absatz 2, Absatz 2a EStG bis zu einem Betrag von 150 EUR im Zugangsjahr sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst. Sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für geringwertige Wirtschaftsgüter 150 EUR jedoch nicht 1.000 EUR übersteigen, sind sie zwingend in einem jahresbezogenen Sammelposten zu erfassen und über fünf Jahre linear abzuschreiben (Poolbewertung), wobei unabhängig vom Erwerbszeitpunkt im Jahr der Anschaffung ein Fünftel abgeschrieben wird. Die Waren werden zu Anschaffungskosten gemäß § 255 Absatz 1 HGB angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Forderungen werden regelmäßig zum Nominalwert bilanziert. Langfristige, unverzinste Forderungen sind mit dem Barwert zu erfassen. Ein Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird im Rahmen eines echten Factorings weiterveräußert. Risikobehaftete Posten werden durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt. Die Eigenkapitalposten sind zum Nennbetrag bewertet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gem. § 253 Absatz 2 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigt die Abgrenzung der Umsatzerlöse des Werbevertriebsgeschäfts. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden regelmäßig zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB umgerechnet. C. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist. 2. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel Zum Bilanzstichtag sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 15.487 TEUR (i.V. 13.181 TEUR) ausgewiesen. Die hierauf bereits berücksichtigten Wertberichtigungen belaufen sich auf 2.626 TEUR (i.V. 1.948 TEUR). Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Intercompany-Forderungen von 1.034 TEUR (i.V. 828 TEUR), davon gegenüber dem Gesellschafter (telegate AG) insgesamt 1.034 TEUR (i.V. 828 TEUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände (575 TEUR, i.V. 683 TEUR) betreffen in der Hauptsache Ansprüche aufgrund eines vereinbarten Wettbewerbsverbotes (358 TEUR, i.V. 549 TEUR), debitorische Kreditoren (73 TEUR, i.V. 52 TEUR) sowie Forderungen gegenüber Personal (56 TEUR, i.V. 7 TEUR). Die liquiden Mittel setzen sich aus Bankguthaben (421 TEUR, i.V. 368 TEUR) und dem Kassenbestand (2 TEUR, i.V. 4 TEUR) zusammen. 3. Latente Steuern Aufgrund eines insgesamt bestehenden Aktivüberhangs wird von dem Aktivierungswahlrecht gem. § 274 Absatz 1 S. 2 HGB Gebrauch gemacht und in der Folge auf die Bilanzierung latenter Steuern verzichtet. 4. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beläuft sich auf 2.998 TEUR (i.V. 259 TEUR). Am 10. August 2009 fand eine außerordentliche Hauptversammlung der telegate Media AG statt, in der der Vorstand der Gesellschaft den Verlust der Hälfte des Grundkapitals gem. § 92 Absatz 1 AktG angezeigt sowie einen Bericht über die wirtschaftliche Situation und zur positiven Zukunftsprognose der Gesellschaft vorgelegt hat. Gem. § 19 Absatz 2 Insolvenzordnung (InsO) ist kein Insolvenzantrag zu stellen, wenn der Fortbestand der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr und dem Folgejahr gesichert ist (positive Fortführungsprognose). Durch mehrere Maßnahmen wurde die Liquidität der Gesellschaft sichergestellt. Durch die zum 01. Juli 2010 durchgeführte Verschmelzung der Telegate Auskunftsdienste GmbH auf die telegate Media AG hatte sich die Kapitalstruktur im Vorjahr verbessert. Die Gesellschaft hat in 2011 weitere Fortschritte in der Transformation des Geschäftsmodells aufgrund des Umsatzwachstums im Bereich Media gemacht. Am 19. Dezember 2011 wurde die Fortführungsprognose bestätigt. Basis sind die geplante Ergebnisverbesserung in den kommenden Jahren sowie die Sicherung der Liquidität durch einen ausreichenden Darlehensrahmen der Muttergesellschaft telegate AG bis Ende 2013. 5. Entwicklung des Eigenkapitals 2011 Die Entwicklung des Eigenkapitals lässt sich wie folgt darstellen:
Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 4.050.000 (i.V. 4.050.000) auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennwert). Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Juni 2007 war der Vorstand ermächtigt, bis zum 20. Juni 2012 das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.870 TEUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2007/I). Diese Ermächtigung ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. August 2010 aufgehoben worden; die Eintragung im Handelsregister erfolgte im März 2011. 6. Steuerrückstellungen Für die Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer und die Gewerbesteuer waren keine Rückstellungen anzusetzen (i.V. 937 TEUR). 7. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen (4.181 TEUR, i.V. 5.250 TEUR) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für sonstige variable Aufwendungen für bezogene Leistungen, Honorare und Beratung sowie variable Datenkosten, (2.719 TEUR, i.V. 3.806 TEUR) und Rückstellungen für den Personalbereich (1.462 TEUR, i.V. 1.444 TEUR). 8. Verbindlichkeiten Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten lassen sich wie folgt darstellen:
(*) Sämtliche Verbindlichkeiten im zum 31. Dezember 2010 waren kurzfristiger Natur (Laufzeit bis 1 Jahr). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Lohn- und Gehaltsbereich und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (374 TEUR, i.V. 505 TEUR) sowie kreditorische Debitoren (182 TEUR, i.V. 253 TEUR). 9. Bezugsrechte aus Aktienoptionen Mitarbeiter der telegate Media AG nehmen am Aktien-Options-Programm der telegate AG teil. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 5.431 TEUR (i.V. 5.027 TEUR) betreffen im Wesentlichen Erträge aus Intercompany-Verrechnungen (3.578 TEUR, i.V. 3.047 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (1.316 TEUR, i.V. 1.136 TEUR) und Erträge aus verrechneter Kfz-Gestellung (469 TEUR. i.V. 376 TEUR). 2. Personalaufwand
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Immaterielle Vermögensgegenstände wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von 398 TEUR (i.V. 461 TEUR) abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Sachanlagen betragen 599 TEUR (i.V. 682 TEUR). Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden in Höhe von 94 TEUR (i.V. 86 TEUR) abgeschrieben. In den angeführten Abschreibungsbeträgen sind außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 Absatz 3 S. 3 HGB in Höhe von 0 EUR (i.V. 56 TEUR) enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (8.618 TEUR, i.V. 8.278 TEUR) sind in der Hauptsache Forderungsverluste (1.913 TEUR, i.V. 1.569 TEUR), davon Aufwand für Factoringgebühren 18 TEUR (i.V. 9 TEUR), Kfz-Kosten (1.720 TEUR, i.V. 1.297 TEUR), sonstige Personalkosten (1.290 TEUR, i.V. 1.321 TEUR), Raum- und Mietaufwendungen (778 TEUR, i.V. 752 TEUR), Rechts- und Beratungskosten (629 TEUR, i.V. 1.046 TEUR), Reisekosten (551 TEUR, i.V. 437 TEUR), Kosten für Betriebs- und Geschäftsausstattung und Wartung (508 TEUR, i.V. 591 TEUR), Kommunikationskosten (358 TEUR, i.V. 235 TEUR), Aufwendungen für Werbung (282 TEUR, i.V. 330 TEUR) sowie Aufwendungen aus Intercompany-Verrechnungen (269 TEUR, i.V. 310 TEUR) enthalten. 5. Finanzergebnis
6. Steuern
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag berücksichtigen die Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag sowie die Gewerbesteuer. In den sonstigen Steuern ist die Kfz-Steuer berücksichtigt. 7. Ausschüttungsgesperrte Beträge Zum 31. Dezember 2011 liegen keine ausschüttungsgesperrten Beträge vor (zum 31. Dezember 2010: 0 EUR). E. Ergänzende Angaben 1. Anzahl der Mitarbeiter Die Anzahl der Mitarbeiter ohne Berücksichtigung des Vorstands beträgt im Geschäftsjahr 2011:
Zum 31. Dezember 2010 waren bei der telegate Media AG 438 (umgerechnet auf Vollzeit: 424) Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahresdurchschnitt waren es 414 (umgerechnet auf Vollzeit: 399) Mitarbeiter. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen (i.V. 0 EUR). Haftungsverhältnisse liegen zum Bilanzstichtag nicht vor (i.V. 0 EUR). Im Geschäftsjahr 2011 wurden von der telegate Media AG weder Termingeschäfte noch sonstige derivative Finanzinstrumente in Anspruch genommen. 3. Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da die telegate Media AG in den Konzernabschluss der telegate AG einbezogen wird und dort eine umfassende Darlegung erfolgt. F. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Die Anteile an der telegate Media AG werden zu 100% von der telegate AG, Planegg, Ortsteil Martinsried, gehalten. Die telegate AG bezieht die telegate Media AG im Rahmen der Vollkonsolidierung in ihren nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellten Konzernabschluss ein. Der Konzernabschluss der telegate AG kann unter www.telegate.com eingesehen werden. Die Telegate Holding GmbH, Planegg, ist mehrheitlich an der telegate AG beteiligt (zum 31. Dezember 2011: 61,13 %). SEAT Pagine Gialle S.p.A., Mailand, Italien, ist zum Stichtag mit 100% an der Telegate Holding GmbH beteiligt und bezieht die telegate AG als Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises im Rahmen der Vollkonsolidierung in ihren Konzernabschluss ein. Der Konzernabschluss der SEAT Pagine Gialle S.p.A. wird beim Handelsregister in Mailand, Italien, (Registro imprese presso la Camera di Commercio di Milano) unter der Nummer 03970540963 und bei der italienischen Börse hinterlegt. Eine Bekanntmachung ähnlich der im Bundesanzeiger nach deutschem Recht gibt es in Italien nicht. Der Konzernabschluss kann jedoch auf der Homepage von SEAT Pagine Gialle S.p.A., www.seat.it, eingesehen werden. SEAT Pagine Gialle S.p.A. ist zum 31. Dezember 2011 direkt mit 16,24 % und indirekt über die Telegate Holding GmbH mit 61,13 % an der telegate AG beteiligt. G. Angaben zu den Gesellschaftsorganen 1. Aufsichtsrat Herr Dr. Andreas Albath, bis November 2011 Vorstandsvorsitzender der telegate AG, Jurist, Planegg/Martinsried, Vorsitzender des Aufsichtsrats, Aufsichtsratsmandat zum 22. Juni 2011 niedergelegt Herr Ralf Grüßhaber, Vorstand der telegate AG, Dipl.-Betriebswirt (FH), Planegg/Martinsried, Vorsitzender des Aufsichtsrats seit dem 22. Juni 2011 Herr Markus Stangl, Jurist, Gauting Herr Rudolf Schneider, Diplom-Wirtschaftsingenieur, München, seit dem 22. Juni 2011 2. Vorstand Herr Elio Schiavo, Vorstandsvorsitzender der telegate AG seit 01. Dezember 2011, Planegg/Martinsried, Bestellung zum Vorstand am 01. Dezember 2011 Herr Marcus Vengels, Dipl. Informatiker, Dorsten Herr Franz-Peter Weber, Dipl.-Kfm., Gröbenzell Herr Dr. Andreas Albath, bis November 2011 Vorstandsvorsitzender der telegate AG, Jurist, Planegg/Martinsried, Bestellung zum Vorstand am 01. Juli 2011, Niederlegung zum 15. November 2011 Herr Ulrich Zabel, Medienkaufmann, Hamburg, Abberufung zum 30. Juni 2011 3. Bezüge des Vorstands und Aufsichtsrats Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben einige Vorstände und Aufsichtsräte mehrere Funktionen bzw. Bestellungen innerhalb der telegate-Gruppe inne gehabt. Konzerninterne Aufsichtsratsmandate werden nicht bzw. konzerninterne Vorstandsmandate regelmäßig nur über eine Gesellschaft innerhalb der telegate-Gruppe vergütet. Aufgrund dieser Verfahrensweise werden für die Geschäftsjahre 2011 und 2010 gem. § 286 Absatz 4 HGB keine Angaben zu den Vorstandsbezügen gemacht. Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf 0 EUR (i.V. 0 EUR).
Essen, 10. Februar 2012 Der Vorstand Anlage zum Anhang
BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der telegate Media AG, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 16. Februar 2012 Ernst & Young GmbH Gallowsky, Wirtschaftsprüfer Nöhmeier, Wirtschaftsprüferin Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 01. Januar 2011 – 31. Dezember 2011Das Geschäftsjahr 2011 war unverändert geprägt von der Unternehmenstransformation vom nutzerfinanziertem Auskunftsgeschäft hin zum werbefinanzierten Mediageschäft. In Verbindung mit der Anpassung von strukturellen Kosten wurden Voraussetzungen zu Erhaltung der Ertragskraft der Gruppe gelegt. Der Aufsichtsrat hat die Führung der Geschäfte des Vorstands in Erfüllung seiner gesetzlichen Beratungs- und Aufsichtsfunktion intensiv begleitet. Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2011. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2011 seine im Gesetz und in der Satzung festgelegten Aufgaben wahrgenommen. Er beriet den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens kontinuierlich und überwachte die Geschäftsführung. Der Vorstand erstattete regelmäßig Bericht, so dass der Aufsichtsrat stets über den Geschäftsverlauf, die wichtigsten Finanzdaten, die wesentlichen Fragen der Unternehmensführung und die Risikolage unterrichtet war. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der verabschiedeten Planung wurden ebenso wie wichtige Geschäftsvorfälle dargestellt, erläutert und mit dem Aufsichtsrat beraten. Die strategischen Vorhaben wurden mit dem Vorstand diskutiert und abgestimmt. Schwerpunktthemen waren die Strategie und Marktumfeld des Mediageschäftes, Optimierung der Vertriebsorganisation, dem Aus- bzw. Aufbau des Bestandskundenmanagements sowie Kostenoptimierung insbesondere bei strukturellen Kosten. Des Weiteren befasste sich das Gremium mit dem Wechsel im Vorstand der telegate Media AG. Das Gremium hat sich mit dem Rechnungslegungsprozess sowie mit der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems auseinandergesetzt. Ferner befasste sich der Aufsichtsrat mit der Wirksamkeit der Compliance Organisation wie auch mit den Berichten über potenzielle und anhängige Rechtsstreitigkeiten. Gegenstand der Beratungen war außerdem die Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer. Dies schließt die Überwachung seiner Unabhängigkeit und Qualifikation sowie der von ihm erbrachten Leistungen sowie die Festlegung seines Honorars ein. Zusammensetzung und Personalia Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht gemäß §95 Abs. 1 Satz 1 AktG aus drei Mitgliedern. Die Satzung der telegate Media AG sieht keine Abweichung von dieser Bestimmung vor. Herr Dr. Andreas Albath legte am 22.06.2011 sein Mandat nieder. Rudolf Schneider ist seit dem 22.06.2011 Mitglied des Aufsichtsrats. Sitzungen und Teilnahme. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2011 vier Sitzungen abgehalten. Das Aufsichtsratsmitglied Rudolf Schneider nahm aufgrund des Wechsels im Aufsichtsrat an drei Sitzungen teil. Herr Dr. Albath nahm aus demselben Grund an einer Sitzung als Aufsichtsratsvorsitzender teil. Herr Grüßhaber und Herr Stangl nahmen an allen Sitzungen teil. Veränderungen im Vorstand. Herr Ulrich Zabel schied mit Wirkung zum 30.06.2011 aus dem Vorstand der telegate Media AG aus. Zum neuen Vorstand der Gesellschaft wurde zum 01.07.2011 Herr Andreas Albath bestellt. Herr Andreas Albath schied mit Wirkung zum 15. November 2011 aus dem Vorstand der telegate Media aus. Mit Wirkung zum 1. Dezember 2011 bestellte der Aufsichtsrat Herrn Elio Schiavo zum Vorstandsmitglied und zugleich zum Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft. Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2011. Der handelsrechtliche Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 der telegate Media AG sind durch die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, unter Einbeziehung der Buchführung geprüft worden.. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und dem Jahresabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der handelsrechtliche Jahresabschluss einschließlich Lagebericht und die Berichte des Abschlussprüfers wurden mit dem Abschlussprüfer ausführlich behandelt und allen Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig zugesandt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der telegate Media AG geprüft. Des Weiteren hat der Aufsichtrat von dem Ergebnis des Abschlussprüfers zustimmend Kenntnis genommen. Er billigt den vom Vorstand vorgelegten Lagebericht und den Jahresabschluss 2011 der telegate Media AG, der damit festgestellt ist. Abhängigkeitsbericht. Die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, hat ebenfalls den vom Vorstand nach § 312 Aktiengesetz erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen („Abhängigkeitsbericht“) geprüft. Der Abhängigkeitsbericht wurde mit dem folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen: „Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“ Der Abhängigkeitsbericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrates zur Prüfung zur Verfügung gestellt. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die im Bericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands. Risikofrüherkennungssystem. Der Vorstand hat gemäß § 91 Abs. 2 Aktiengesetz ein Überwachungssystem eingerichtet, um wesentliche Risiken für die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften frühzeitig zu erkennen. Die Prüfung des Abschlussprüfers hat ergeben, dass der Vorstand seinen Pflichten nach § 91 Abs. 2 Aktiengesetz nachgekommen ist. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Schlusserklärung. Das Ergebnis des Abschlussprüfers haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen und erheben nach unseren eigenen Prüfungen von Jahresabschluss und Lagebericht der telegate Media AG keine Einwendungen. Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der damit festgestellt ist. Unternehmensleitung und Mitarbeiter der telegate haben im Jahr 2011 verantwortungsbewusst und sehr zielstrebig zusammengearbeitet. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank für ihre Arbeit aus.
Essen, im Mai 2012 Ralf Grüßhaber, Vorsitzender des Aufsichtsrates Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31.12.2011 der telegate Media AG wurde am 04.05.2012 festgestellt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||