telegate Media AG

Essen

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013

Lagebericht zum Geschäftjahr 2013

der telegate Media AG

1 Wirtschaftliches Umfeld und Unternehmensstrategie

1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Krisenländer im Euro-Raum haben im vergangenen Jahr Fortschritte bei der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit erzielt und konnten einen guten Teil der notwendigen Anpassungen ihrer Leistungsbilanzen vornehmen. Damit dürfte, maßgeblich unterstützt durch die gesunkene Unsicherheit über die weitere Bewältigung der Krise im Euro-Raum, in vielen Mitgliedstaaten die Rezession trotz weiteren Anpassungsbedarfs überwunden sein. Noch besser stellt sich die Situation in Deutschland dar. Die Binnennachfrage ist stark, die Exporte laufen gut und sogar die Unternehmensinvestitionen steigen wieder. Vor diesem Hintergrund wird erwartet, dass sich die konjunkturelle Lage in Deutschland in 2014 sogar noch besser darstellt als in 2013.

Im Folgenden wird die Entwicklung der Rahmenbedingungen in den für die telegate Media AG relevanten Märkten erläutert.

1.2 Marktentwicklung

Der Markt für Online-Marketing in Deutschland entwickelt sich weiterhin positiv. Im Bereich der Online-Werbeausgaben konnte in 2013 erneut ein Wachstum verzeichnet werden. Wir gehen davon aus, dass sich dieser positive Trend, wenn auch mit leicht geringeren Wachstumsraten, auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird.

Für die telegate Media AG ergeben sich daraus weitere Wachstumschancen. Um in der digitalen Welt gefunden zu werden, bietet telegate ein breites Sortiment von Internet-Dienstleistungen und Vermarktungsangebote für KMU an. Telegate unterstützt Unternehmen etwa beim Aufbau und dem dauerhaften Betrieb von Webseiten. Außerdem hilft telegate ihnen dabei, ihre Präsenz und Auffindbarkeit im Internet zu steigern. Wir vermarkten KMU in Suchmaschinen sowie über Online-Branchenbücher auf den eigenen reichweitenstarken Suchmedien. Über die Portale 11880.com und klicktel.de konnten wir die Anzahl der Suchanfragen gegenüber dem Vorjahr erneut steigern. Besonders erfolgreich war wieder die Entwicklung im Bereich der mobilen Suche. Die Anfragen über iPhone, iPad & Co. haben im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 30 Prozent zugelegt. Durch die steigende Akzeptanz in der Bevölkerung werden die mobilen Medien als Werbekanäle für telegate auch in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen.

Wichtig für telegate sind weiterhin auch die Suchanfragen über die Lokale-Suche-Apps unter den Marken „klicktet" und „11880". Im Dezember 2013 erreichten die Downloads eine Anzahl von 2,5 Millionen und liegen damit gut 30 Prozent über dem Niveau des Vorjahres.

Die Telefonauskunft kann als ein weitestgehend von der konjunkturellen Entwicklung unabhängiges Geschäft angesehen werden. Der seit Jahren beobachtete, kontinuierliche Marktrückgang hat seine Ursache in der Änderung des Nutzungsverhaltens der Konsumenten in Richtung digitaler Medien. Wir erwarten, dass sich dieser Trend so auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird.

2 Geschäftsjahr 2013 im Überblick und Geschäftsverlauf

2.1 Grundlagen der Berichterstattung

Die telegate Media AG nutzt ein effizientes Steuerungssystem mit einer Reihe von entscheidungsrelevanten Kennzahlen. Um auf aktuelle Entwicklungen und Veränderungen im operativen Geschäft reagieren zu können greift die telegate Media AG auf tagesaktuelle Reportinginstrumente, sowohl im Media-Geschäft als auch bei der Telefonauskunft zu. Im finanzbezogenen Bereich sind das v.a. die zentralen Kenngrößen Umsatzerlös, Jahresüberschuss/ -fehlbetrag und Cash Flow. Im nicht finanzbezogenen Bereich handelt es sich um die Media-Kennzahlen Kündigungsquote und Anteil von 24-Monatsverträgen, die Rückschluss auf die Höhe der Kundenbindung und Kundenzufriedenheit geben. Im Bereich der Auskunft wird hauptsächlich über die nichtfinanzbezogene Kennzahl Anrufvolumen gesteuert. Dieses berechnet sich als Anzahl der in den Call Centern abgearbeiteten Anrufe in einem bestimmten Zeitraum.

Innerhalb des Bereichs Media unterscheidet man im Wesentlichen zwischen den Produkten Media-Eintrag (Top-Listing auf den telegate-Plattformen), Google (Suchmaschinen-Marketing / Google AdWords) und dem Verkauf von Websites. Die verschiedenen Produkte werden am Markt zu unterschiedlichen Konditionen angeboten.

Innerhalb des Bereichs Auskunft erbringt telegate Dienstleistungen hauptsächlich im Zusammenhang mit der Telefonauskunft der ehemaligen Auskunftsdienste GmbH. Der Kunde erhält hier deutschlandweit Rufnummern, Vorwahlen und Adressen und kann darüber hinaus verschiedene Zusatzleistungen in Anspruch nehmen. Hierzu gehören zum Beispiel die Zusendung der gewünschten Informationen gratis per E-Mail, Fax oder SMS und die direkte Weitervermittlung an die gesuchte Rufnummer.

Finanzbezogene Kennzahlen

Umsatzerlös:

Der Umsatzerlös ist sowohl im Bereich Media und bei der Auskunft eine der zentralen Steuerungsgrößen im operativen Geschäft.

Im Bereich Media werden Umsatzerlöse im Neukunden- sowie im Bestandskundengeschäft erwirtschaftet. Die Basis für nachhaltige Entwicklung der Umsatzerlöse ist dabei eine effiziente Vertriebsmannschaft im Neukundengeschäft sowie ein auf Kundenbindung ausgerichtetes Bestandskundenmanagement. Innerhalb des Bereichs Media unterscheidet man i.W. unter den Produkten Media-Eintrag (Top-Listing auf den telegate-Plattformen), Google (Suchmaschinen Marketing / Google AdWords) und dem Verkauf von Webseiten. Die verschiedenen Produkte werden am Markt zu unterschiedlichen Konditionen angeboten.

Im Bereich Auskunft errechnen sich die Umsatzerlöse im Wesentlichen als Produkt aus Anrufvolumen und Preis je Anruf. Das Anrufvolumen setzt sich zusammen aus Anrufen aus dem Festnetzbereich sowie den Netzen der Mobilfunkdienstleister, wobei sich die Tarife je nach Netzbetreiber unterscheiden können. Insgesamt verzeichnet telegate bei der Auskunft seit Jahren rückläufige Umsatzerlöse. Dies ist auf das kontinuierlich sinkende Volumen des Marktes für Telefonauskunft zurückzuführen. Der Rückgang der Umsatzerlöse konnte dabei zu einem geringen Teil durch einen gesteigerten Erlös je Anruf kompensiert werden.

Jahresüberschuss:

Die für die telegate Media AG zentrale Kennzahl zur Steuerung der Profitabilität ist der Jahresüberschuss.

Cash Flow:

Der Cash Flow stellt den aus der Geschäftstätigkeit erzielten Zufluss an liquiden Mitteln während einer Periode dar. Die Betrachtung dieser Messgröße ermöglicht die Beurteilung der finanziellen Gesundheit des Unternehmens. Sie stellt dar inwiefern ein Unternehmen in der Lage ist, im Rahmen des Umsatzprozesses die erforderlichen Mittel zu erwirtschaften, die für die Substanzerhaltung des in der Bilanz abgebildeten Vermögens und zudem für Erweiterungsinvestitionen nötig sind. Mit Hilfe dieser Informationen ist telegate in der Lage, ihre Finanz- und Vermögenslage zu optimieren.

Der Cash Flow berechnet sich als Differenz aus der Liquidität des abgelaufenen gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr. Liquidität ist definiert als die Summe „Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" und dem Bestand „Sonstiger Wertpapiere". Zusätzlich wird die Kennzahl noch in einer Version dargestellt, die um Dividendenzahlungen bereinigt ist. Dies verbessert die Aussagefähigkeit der Kennzahl in Richtung operativer Entwicklung des Geschäfts.

Nicht-finanzbezogene Kennzahlen

Bei den nicht-finanzbezogenen Kennzahlen erfolgt eine Steuerung auf Konzernebene und nicht auf Ebene der Einzelgesellschaften der telegate Media AG oder telegate AG. Aufgrund der jedoch sehr engen strategischen und operativen Verbindung sind die hier gemachten Aussagen sowohl für die telegate Media AG als auch die telegate AG gültig. Die im Folgenden gemachten Angaben beziehen sich immer auf die Wert des Konzerns.

Kündigungsquote und Anteil der 24-Monatsabschlüsse als Kennzahlen zur Messung von Kundenbindung und -zufriedenheit im Segment Media

Ein hohes Maß an Kundenbindung und -zufriedenheit ist besonders für die Weiterentwicklung des Geschäftsbereichs Media von großer Bedeutung. Im Kern geht es darum, Kunden durch ein Kundenbetreuungskonzept langfristig und nachhaltig an das Unternehmen zu binden. Dies sichert zukünftige Umsätze, erwirtschaftet hohe Deckungsbeiträge und steigert die Profitabilität des Bereichs Media.

Quantifizierbare Kenngrößen im Rahmen von Kundenbindung und Kundenzufriedenheit sind u.a. die Kündigungsquote und die Anzahl der Abschlüsse mit 24-monatiger statt 12-monatiger Vertragslaufzeit im Neugeschäft. Unter der Kündigungsquote versteht man die Anzahl von Vertragskündigungen einer Periode im Verhältnis zu den bestehenden Verträgen der Vorjahresperiode.

Anrufvolumen im Auskunftsgeschäft

Ursächlich für den seit Jahren beobachteten, kontinuierlichen und deutlichen Rückgang im Markt der Telefonauskunft ist das veränderte Nutzungsverhaltens der Konsumenten in Richtung digitaler Informationsbeschaffung. Umso wichtiger ist es für telegate, eine möglichst exakte Vorhersage für die Entwicklung des Anrufvolumens zu treffen. telegate verfügt über ein effizientes Reportingsystem, bewährte Forecastmodelle sowie jahrelange Erfahrungswerte. Neben einer verlässlichen Abschätzung der zu erwartenden Umsätze sind Informationen über das Anrufvolumen auch besonders wichtig für die Planung der notwendigen Personalkapazitäten in den Call Centern.

Mitarbeiterzufriedenheit

Nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg eines Unternehmens ist aus Sicht von telegate untrennbar mit einem hohen Maß an Mitarbeiterzufriedenheit verbunden. Dabei ist die Rekrutierung hochqualifizierter neuer Mitarbeiter für uns ebenso wichtig wie die Weiterentwicklung und Förderung der bestehenden Belegschaft.

Vor diesem Hintergrund führt telegate regelmäßig unternehmensweite Mitarbeiterbefragungen durch. Das Ergebnis daraus ist der sogenannte HEI (Happy Employee Index), der die Gesamtzufriedenheit der Belegschaft bei telegate abbildet. Die daraus abgeleiteten Maßnahmen und Handlungsfelder leisten einen nicht unwesentlichen Beitrag, um telegate erfolgreich in die Zukunft zu führen.

2.2 Geschäftsverlauf und Vergleich mit Ausblick 2012

Die telegate Media AG blickt auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurück. Im Fokus stand dabei die Weiterentwicklung des Mediageschäfts, vor allem in Hinblick auf eine Verbesserung der Profitabilität.

Die Umsatzerlöse haben in 2013 von 31,5 Mio. € auf 30,4 Mio. € leicht abgenommen. In der Prognose des Vorjahres war von Umsatzerlösen in etwa auf Vorjahresniveau ausgegangen worden. Die Umsatzerlöse im Mediageschäft sind dabei leicht um 1 Prozent von 24,7 Mio. € auf 24,5 Mio. € zurückgegangen. Die Planung ging für 2013 von wachsenden Umsatzerlösen im Bereich Media aus. Dieses Ziel konnte somit nicht erreicht werden. Im Bereich der Auskunft sind die Umsatzerlöse um 14 Prozent von 2,9 Mio. € auf 2,5 Mio. € zurückgegangen, die Software-Umsatzerlöse haben sich ebenfalls um 14 Prozent von 4,0 Mio. € auf 3,4 Mio. € verringert. Die Vorjahresprognose sinkender Umsätze bei der Auskunft und dem Software-Geschäft war somit zutreffend.

Bei der telegate Media AG ist das Media-Geschäft aufgrund des höheren Anteils am Gesamtumsatz besonders wichtig. So rechneten wir bei den Abschlüssen von 24-Monatsverträgen mit einer deutlichen Steigerung. Mit einem Wert von 67 Prozent in 2013 gegenüber 41 Prozent in 2012 konnte die geplante Steigerung umgesetzt werden. Bei der Kündigerquote wurde von einem Rückgang auf durchschnittlich 30 Prozent in 2013 ausgegangen. Mit einem tatsächlichen Wert in 2013 von durchschnittlich 32 Prozent konnte dieser Planwert annähernd erreicht werden.

Im Auskunftsgeschäft wurde mit weiter rückläufigem Anrufvolumen gerechnet. Diesem negativen Trend konnte mit einem höheren Umsatz je Anrufer in Höhe von 3,11 € teilweise entgegengewirkt werden (Vorjahr: 2,97 € je Anrufer).

Das in der Prognose 2012 für 2013 formulierte Ziel beim Jahresüberschuss den Break-Even zu erwirtschaften, konnte erreicht werden. Letztendlich stand in 2013 ein geringer Jahresüberschuss von 0,03 Mio. € zu Buche. Ein Cash Flow Ziel wurde im vergangenen Jahr für 2013 nicht festgelegt.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug in 2013 0,0 Mio. € gegenüber 42,7 Mio. € im Vorjahr. Dabei wurde das Ergebnis in 2012 wesentlich durch Erträge aus den Datenkostenklagen positiv beeinflusst.

Der Schwerpunkt in 2013 lag weiter auf der Verbesserung der Profitabilität des Mediageschäfts. Dabei ist es uns gelungen die Vertriebseffizienz weiter zu steigern, aber auch die Kündigungsquote durch eine stärkere Kundenbindung nachhaltig zu senken. Mit der Entwicklung einer neuen Produktstrategie haben wir zudem den Grundstein für eine erfolgreiche Vermarktung in den nächsten Jahren gelegt. Die Nutzung unserer eigenen Medienangebote erfreut sich hoher Beliebtheit. Insbesondere unsere innovativen mobilen Auskunfts-Applikationen sind Marktführer in Deutschland. Wir konnten die Reichweite unserer Angebote erneut signifikant steigern, so dass die Anzahl der Suchanfragen im Bereich der mobilen Suche um mehr als 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugenommen hat.

Der Anteil des klassischen Auskunftsgeschäfts an den gesamten Umsatzerlösen des Unternehmens ist traditionell deutlich geringer als bei der telegate AG oder im telegate Konzern. Im margenstarken klassischen Auskunftsgeschäft (der ehemaligen Auskunftsdienste GmbH) ist es erneut gelungen, das marktgedingt rückläufige Anrufervolumen durch guten Kundenservice teilweise abzufedern.

Wie eingangs erwähnt erfolgt die Steuerung der nichtfinanzbezogenen Kennzahlen über Konzernkennzahlen. Die Ziele bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren konnten allesamt erreicht werden. So kam es im Media-Bereich in 2013 zu einer weiteren Reduzierung der Kündigungsquote sowie zu einem Anstieg bei den Abschlüssen mit einer Laufzeit von 24 Monaten. Im Bereich der Auskunft kam es wie geplant zu einer weiteren Reduzierung des Anrufervolumens. Die hierbei getroffene Prognose, das niedrigere Anrufvolumen durch einen höheren Umsatz je Anrufer teilweise zu kompensieren, konnte erreicht werden.

3 Finanzwirtschaftliche Situation

3.1 Entwicklung der Ertragslage 2013

Im abgelaufenen Geschäftsjahr beliefen sich die Umsatzerlöse auf 30,4 Mio. € und liegen damit 4 Prozent unter dem Vorjahreswert von 31,5 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 5,5 Mio. €, gegenüber 56,0 Mio. € aus dem Vorjahr. Hierbei sind im Vorjahr Erträge aus den gewonnenen Datenkostenklagen in Höhe von 49,8 Mio. € zu berücksichtigen (2013: 0,1 Mio. €).

Der Rückgang der Umsatzerlöse konnte vollständig durch niedrigere Aufwendungen kompensiert werden. So hat sich der Materialaufwand von 9,1 Mio. € auf 8,8 Mio. € um 3 Prozent reduziert. Beim Personalaufwand konnte bei den Lohn- und Gehaltsaufwendungen eine Reduzierung um 5 Prozent von 17,3 Mio. € auf 16,5 Mio. € erreicht werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von im Vorjahr 15,0 Mio. € auf 8,0 Mio. € zurückgegangen. Hierbei haben sich vor allem die Aufwendungen im Zusammenhang mit den Datenkostenerträgen von 6,6 Mio. € im Vorjahr auf 0,0 Mio. € in 2013 reduziert.

Die Position sonstige Zinsen und ähnliche Erträge hat von 1,0 Mio. € auf 1,2 Mio. € zugenommen und umfasst im Wesentlichen Positionen mit verbundenen Unternehmen.

Das Ergebnis der gewöhnlicher Geschäftstätigkeit ist hauptsächlich aufgrund der Erträge aus den Datenkostenklagen des Vorjahres von 42,7 Mio. € auf 0,0 Mio. € zurückgegangen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf 0,0 Mio. € (Vorjahr: 6,9 Mio. €). Ursache für die hohe Steuerlast des Vorjahres waren die Erträge aus den Datenkostenklagen.

Der Jahresüberschuss nach Steuern liegt im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 0,0 Mio. € gegenüber 35,8 Mio. € aus dem Vorjahr.

3.2 Vermögens- und Finanzlage

3.2.1 Investitionen

Die Gesamtinvestitionen des abgelaufenen Geschäftsjahres belaufen sich auf 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €). Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen umfassen größtenteils Anschaffungen im Rahmen der Modernisierung der IT-Ausstattung und -Infrastruktur.

Zum Stichtag 31.12.2013 bestehen bei der Gesellschaft keine wesentlichen Investitionsverpflichtungen.

3.2.2 Bilanz

Die Bilanzsumme der telegate Media AG hat sich zum 31.12.2013 von 45,7 Mio. € auf 43,1 Mio. € verringert.

Das Anlagevermögen hat sich gegenüber Vorjahr leicht von 1,8 Mio. € auf 1,6 Mio. € reduziert. Während es bei den immateriellen Vermögensgegenständen zu einer leichten Zunahme von 0,5 Mio. € auf 0,7 Mio. € kam, haben sich die Sachanlagen von 1,2 Mio. € auf 1,0 Mio. € leicht verringert.

Das Umlaufvermögen hat sich um 2,4 Mio. € von 43,8 Mio. € auf 41,3 Mio. € verringert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben dabei um 0,6 Mio. € zugenommen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 9,5 Mio. € gestiegen (33,9 Mio. €, Vorjahr: 24,4 Mio. €). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben von 2,9 Mio. € auf 0,4 Mio. € abgenommen. Hauptgrund dafür sind Forderungen im Zusammenhang mit Erträgen aus den Datenkosten, welche zum Stichtag 31.12.2013 deutlich abgenommen haben (0,3 Mio. €, Vorjahr: 2,6 Mio. €).

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten beträgt 0,3 Mio. €, gegenüber 10,4 Mio. € im Vorjahr. Hierbei wurden in Festgeld investierte liquide Mittel aus den Datenkostenklagen des Vorjahres aufgelöst und sind dann per Cashpooling an die Telegate AG geflossen. Wird in kurzfristige Einlagen investiert, so wird diese Liquidität ausschließlich bei renommierten deutschen Geldinstituten angelegt, die von internationalen Ratingagenturen als Investment Grade eingestuft werden.

Das Eigenkapital zeigt sich gegenüber Vorjahr nicht verändert (32,9 Mio. €, Vorjahr: 32,9 Mio. €). Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber Vorjahr leicht verbessert und liegt zum Stichtag 31.12.2013 bei 76 Prozent (Vorjahr: 72 Prozent).

Die Rückstellungen haben sich um 6,0 Mio. € von 10,6 Mio. € auf 4,6 Mio. € verringert. Einerseits wurden aufgrund des niedrigen Jahresüberschusses für Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer sowie für Gewerbesteuer nur sehr geringe Rückstellungen gebildet (0,0 Mio. €, Vorjahr: 4,1 Mio. €), andererseits haben sich die sonstigen Rückstellungen um 1,9 Mio. € verringert (4,6 Mio. €, Vorjahr: 6,5 Mio. €). Diese Position betrifft im Wesentlichen Rückstellungen für Risiken aus Verträgen, sonstige variable Aufwendungen für bezogene Leistungen, Honorare und Beratung, Rückstellungen im Zusammenhang mit Rückforderungsansprüchen aus Datenkostenklagen, Raumkosten, Kfz-Kosten und Personalkosten (3,0 Mio. €, Vorjahr: 5,2 Mio. €) und Rückstellungen für den Personalbereich (1,6 Mio. €, Vorjahr: 1,4 Mio. €).

Die Verbindlichkeiten haben insgesamt um 3,5 Mio. € zugenommen (4,5 Mio. €, Vorjahr: 1,0 Mio. €). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich von 0,4 Mio. € auf 2,5 Mio. € erhöht. Hierbei handelt es sich um Intercompany Verbindlichkeiten mit der Telegate AG für Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind von 0,5 Mio. € auf 1,7 Mio. € gestiegen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Steuerverbindlichkeiten (1,2 Mio. €, Vorjahr: 0,0 Mio. €), Verbindlichkeiten aus dem Lohn- und Gehaltsbereich und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (0,4 Mio. €, Vorjahr: 0,3 Mio. €).

3.2.3 Finanzierung

Das Finanzmanagement der telegate Media AG stellt sicher, dass die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen sowie gleichzeitig eine angemessene Rendite aus der Anlage der überschüssigen Liquidität zu erzielen.

Die telegate Media AG weißt zum Stichtag 31.12.2013 eine Liquidität (Bestand an Wertpapiere, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) von 0,3 Mio. € aus (Vorjahr: 10,4 Mio. €).

Der Cash Flow (Veränderung der Liquidität zum Vorjahr) beläuft sich in 2013 auf -10,1 Mio. € (Vorjahr: positiv 10,0 Mio. €). Der negative Cash Flow hat dabei keine operative Ursache. Vielmehr wurde Liquidität an die Telegate AG transformiert um die Anlage von überschüssigem Kapital in der Gruppe zu optimieren.

4 Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres bis zum Aufstellungszeitpunkt dieses Lageberichtes sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu berichten wären.

5 Forschung und Entwicklung

Grundlagenforschung im ursprünglichen Sinn wird von der telegate Media AG als Dienstleistungsunternehmen nicht betrieben, so dass keine Forschungskosten ausgewiesen werden. Allerdings werden aus internen Projekten Entwicklungskosten für interne Softwareerstellung aktiviert, die der Modernisierung der Bereiche Auskunft und Media dienen.

6 Mitarbeiter

Für die telegate Media AG ist ihre qualifizierte Belegschaft ein zentrales Element, um den Erfolg des Unternehmens auch in Zukunft sicherzustellen. Die Rekrutierung sehr guter neuer Mitarbeiter ist dabei eine wichtige Säule. Ebenso wichtig ist es telegate, die bestehende Belegschaft weiterzuentwickeln und zu fördern, um sie langfristig an das Unternehmen zu binden.

Vor dem Hintergrund des immer wichtiger werdenden Faktors „Mitarbeiterzufriedenheit" hat telegate auch 2013 wieder eine unternehmensweite Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Und die Ergebnisse sind erneut vielversprechend. Der HEI (Happy Employee Index), eine unternehmensinterne Kennzahl zur Messung der Gesamtzufriedenheit der Mitarbeiter hat sich im vergangenen Jahr von 2,0 auf 1,8 weiter verbessert. Die Ergebnisse der Befragung belegen, dass die telegate-Mitarbeiter heute zufriedener sind als noch im Vorjahr und ein gestiegenes Bewusstsein für das Unternehmen und ihre Möglichkeiten zur Mitgestaltung haben. Ziel für den HCI in 2014 ist ein Wert von 2,0.

Am 31.12.2013 beschäftigte die telegate Media AG 339 Mitarbeiter (Kopfzahl; ohne Auszubildende, Minijobs und ruhende Beschäftigungsverhältnisse). Das sind 14 weniger als noch ein Jahr zuvor (Vorjahr: 353).

7 Chancen- und Risikomanagement

7.1 Allgemeine Erläuterungen

Um Risiken frühzeitig zu erkennen und Chancen ausreichend nutzen zu können, ist die telegate Media AG als 100 prozentige Tochtergesellschaft der telegate AG vollständig in deren Risikomanagementsystem integriert. Ziel dieses Systems ist es, den Wert des Unternehmens zu schützen, den Fortbestand der Gesellschaft im Interesse der Anteilseigner zu sichern und langfristig eine Wertsteigerung des Unternehmens zu erreichen. Das vom Gesetzgeber vorgeschriebene und zu dokumentierende Überwachungssystem setzt sich aus einem angemessenen Risikomanagement und einem Früherkennungssystem zusammen. Hierdurch sichert sich die telegate Media AG als Tochtergesellschaft der telegate AG ausreichend gegen potenzielle unternehmerische Risiken ab.

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise ist die Etablierung eines effektiven Risiko- und Chancenmanagementsystems unerlässlich. Risiko heißt dabei für telegate die Gefahr möglicher Verluste aber auch die Gefahr entgangener Gewinne. Diese Gefahr kann sowohl durch interne aber auch externe Faktoren ausgelöst werden. Das Risikomanagementsystem bei telegate beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken im Rahmen der unternehmerischen Betätigung.

Die ständige Herausforderung für telegate besteht darin, die etablierten Teilsysteme der Risikobetrachtung zusammenzuführen und zu einem integrierten, unternehmensweiten Risikomanagementsystem mit dynamischen Strukturen weiterzuentwickeln. Damit das Risikomanagementsystem funktioniert, orientiert sich telegate nicht nur an den Zielen des Unternehmens sondern auch an dessen Vision, Strategie und Unternehmenskultur. Aufgrund der wachsenden Komplexität im Umfeld des Risikomanagements (wie z.B. Treasury, Compliance, etc.) werden bei telegate auch die Abhängigkeiten der Teilsysteme beleuchtet, was die Effizienz des Risikomanagementsystems verbessert hat.

Das Risikomanagement der telegate dient der Früherkennung, Beurteilung und Steuerung interner und externer Risiken. Ziel ist es, materielle Risiken für die Gesellschaft rechtzeitig zu identifizieren, um entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Risiken sind potenzielle unternehmensinterne und -externe Entwicklungen, die sich negativ auf die Erreichung der strategischen und operativen Ziele auswirken können.

Das Chancen- und Risikomanagement ist in der Strategieentwicklung verankert und fließt in alle weiteren Planungsprozesse mit ein. Beispielsweise werden in jährlichen Planungsrunden alle Geschäftsaktivitäten auf Chancen und Risiken hin untersucht und bewertet. Daraus werden wiederum Ziele abgeleitet, deren Erfüllung zum Budgetprozess sowie den rollierenden Forecasts durch den Planungsverantwortlichen aus dem Bereich Controlling kontrolliert wird.

Das Chancen- und Risikomanagementsystem wird regelmäßig auf Effizienz und Zweckmäßigkeit überprüft. Der Vorstand wird regelmäßig über die Risikolage des Unternehmens informiert. Zusätzlich wird der Vorstand über Einzelrisiken unterrichtet, die in der Risikoanalyse als „hoch", „sehr hoch" und „extrem hoch" eingestuft werden. Darüber hinaus überwacht der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, das Risikomanagementsystem.

Um ein verantwortungsvolles Handeln sicherzustellen, verfügt die Gesellschaft über ein Compliance Committee. Dieses berät den Vorstand hinsichtlich aller Fragen der Compliance. Hierzu zählen Vorschläge zur Prävention, zu Prozessverbesserungen und zu möglichen Sanktionen. Weiter diskutiert das Gremium mögliche Verbesserungen auch im Hinblick auf neue gesetzliche Anforderungen.

7.2 Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem, interne Revision und anlassbezogene externe Audits

Da die telegate Media AG eine kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB ist, sind gemäß § 289 Abs. 5 HGB die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. Wir verstehen das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnen uns an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261 Tz. 19 f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4) an. Zusätzlich prüft die interne Revision Themen und Sachverhalte die vom Prüfungsausschuss und Vorstand festgelegt werden. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die von dem Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die gerichtet sind auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements

zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen),

zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie

zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.

Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind im Unternehmen folgende Strukturen und Prozesse implementiert:

Die Gesamtverantwortung für das IKS bei der telegate Media AG liegt beim Vorstand. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle strategischen Geschäftsfelder eingebunden.

Die im Rechnungslegungsprozess mitwirkenden Abteilungen und Bereiche werden in quantitativer und qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet. Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden regelmäßig auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Durch hierfür eingesetzte Software finden programmierte Plausibilitätsprüfungen statt. Rechnungslegungsrelevante Informationen werden kontinuierlich mit dem Leiter Controlling und Rechnungswesen ausgetauscht sowie in regelmäßig stattfindenden Besprechungen an den Finanzvorstand kommuniziert.

Außerdem wird zur Kontrolle wichtiger Vorgänge das Vier-Augen-Prinzip angewendet, beispielsweise im Rahmen von Zahlungsläufen. Die Bestätigung der Prüfung und Zahlungsanweisungen haben mit Unterschrift und Datum zu erfolgen.

Auch werden eingegangene Rechnungen den entsprechenden Abteilungen zur sachlichen und rechnerischen Prüfung vorgelegt. Dies bedeutet, dass der Bestellende durch seine Unterschrift bestätigen muss, dass die Ware eingegangen ist bzw. die Dienstleistung erbracht wurde und der Bestellung entspricht.

Die Prüfung soll unverzüglich erfolgen und mit einer Kostenstellenkontierung an den Vorgesetzten bzw. Kostenstellenverantwortlichen weitergeleitet werden, damit dieser die Zahlung freigeben kann. Als letzte Instanz für die Ordnungsmäßigkeit lösen zwei Unterschriftsberechtigte mit Bankvollmacht die Zahlung aus.

Des Weiteren wird das IKS durch IT Systeme gestützt, die regelmäßig auf ihre Effektivität und Effizienz kontrolliert werden. Bei den im Rechnungswesen eingesetzten Finanzsystemen handelt es sich, soweit möglich, um Standardsoftware. Durch entsprechende Sicherheits- bzw. Berechtigungskonzepte sind diese Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, dessen wesentliche Merkmale zuvor beschrieben sind, soll sicherstellen, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt sowie in die Rechnungslegung übernommen werden. Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software sowie klare gesetzliche sowie unternehmensinterne Vorgaben stellen die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar. Auch die klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie verschiedene Kontroll- und Überprüfungsmechanismen, wie sie zuvor genauer beschrieben sind, ermöglichen es, eine korrekte und verantwortungsbewusste Rechnungslegung sicherzustellen. Im Einzelnen wird so erreicht, dass Geschäftsvorfälle in Über-einstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften sowie internen Richtlinien erfasst, verarbeitet und dokumentiert sowie zeitnah und korrekt buchhalterisch erfasst werden können. Gleichzeitig soll damit sichergestellt werden, dass Vermögensgegenstände und Schulden im Jahresabschluss zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet sowie verlässliche und relevante Informationen vollständig und zeitnah bereitgestellt werden.

7.3 Unternehmensweite Chancen

Da die Chancen der Telegate Media AG unter dem Dach der telegate AG verantwortet und gesteuert werden, werden im Folgenden bei der Quantifizierung der Chancen die kumulierten Werte der telegate AG und der telegate Media AG betrachtet.

Um das Chancen-Potential der telegate Media AG zu ermitteln, werden die Chancen gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen bezogen auf unsere Geschäftsziele als „extrem hoch", „sehr hoch", „hoch", „mittel" oder „gering" klassifiziert.

Marktentwicklung im Geschäftsbereich Media

Eine im Auftrag der telegate AG durchgeführte Studie aus dem Jahr 2012 zeigt, dass die deutschen Verbraucher zunehmend im Internet nach regionalen Firmen und Dienstleistern suchen, wobei gerade die mobile Internetsuche einen immer höheren Stellenwert einnimmt. Mit rund 350 Millionen gewerblichen Suchanfragen in 2013 hat sich telegate mit ihren Internet-Plattformen „klicktel" und „11880" eine sehr gute Position in diesem Markt geschaffen.

Dabei ist die große Anzahl gewerblicher Suchanfragen für telegate zentrales Asset beim Verkauf von Online-Werbeprodukten an KMUs. Mit Produkten rund um die Erstellung von Internetpräsenzen, dem Verkauf von prominent platzierten Werbeeinträgen sowie Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung hat sich telegate zu einem der größten Anbieter von Komplett-Lösungen von regionaler Online-Werbung in Deutschland entwickelt.

Sollte sich die Effizienz bzw. Produktivität des Media-Vertriebs um 10 Prozent besser entwickeln als erwartet, entspräche das einem Umsatzplus von ca. 0,1 Mio. €. Im Umkehrschluss birgt dieser Sachverhalt für eine niedriger als erwartete Vertriebsproduktivität ein ebenso großes Risiko. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich keine wesentliche Änderung in der Ausprägung dieser Chance ergeben. Die sich hier ergebende Chance stufen wir als „mittelhoch" ein.

Entwicklung der Kündigerquote im Geschäftsbereich Media

Durch strukturelle Prozess- und Organisationsänderungen hat sich das Bestandskundenmanagement im Media-Bereich in den letzten Jahren stetig verbessert. Durch eine gestiegene Kundenzufriedenheit und damit erhöhte Kundenbindung konnte die Kündigerquote sukzessive gesenkt werden.

Sollten wir bei der Kundenzufriedenheit und damit auch bei der Kundenbindung größere Fortschritte machen als geplant, so hätte dies positive Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung. Würde sich demnach die Kündigerquote um 10 Prozent besser entwickeln als geplant, so würde sich das in 0,1 Mio. € höheren Umsätzen niederschlagen. Im Umkehrschluss birgt dieser Sachverhalt für eine höher als erwartete Kündigerquote ein ebenso großes Risiko. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich keine wesentliche Änderung in der Ausprägung dieser Chance ergeben. Die sich hier ergebende Chance stufen wir als „mittelhoch" ein.

Marktentwicklung im Bereich der Auskunft

Aufgrund der Substitution der Mediennutzung von klassischen Medien hin zu digitalen Medien ist der Markt für die Telefonauskunft seit vielen Jahren rückläufig. Diese negative Entwicklung des Anrufvolumens ist so auch in der Geschäftsplanung für das Jahr 2014 abgebildet. Es besteht jedoch die, wenn auch sehr geringe Chance, dass der Markt weniger stark abnimmt als geplant; dies hätte positive Auswirkungen auf die Entwicklung des Anrufvolumens und der Umsatzerlöse.

Sollte das Anrufvolumen der telegate Media AG um 1 Prozent weniger stark zurückgehen als erwartet, so würde dies die Umsatzerlöse um 0,02 Mio. € positiv beeinflussen. Im Umkehrschluss birgt dieser Sachverhalt für ein höher als erwarteten Rückgang des Anrufvolumens eine ebenso hohes Risiko. Aufgrund des stetig sinkenden Anrufvolumens hat sich die Ausprägung dieser Chance gegenüber Vorjahr entsprechend verringert.

Zusammenfassende Darstellung der Chancen

Insgesamt betrachtet ist das Chancenpotential bei der Telegate Media AG limitiert. Die aktuell größte Chance liegt in einer besser als erwarteten Marktentwicklung sowie einer besseren Entwicklung der Kündigerquote im Geschäftsbereich Media.

7.4 Unternehmensweite Risiken

Da die Risiken der Telegate Media AG unter dem Dach der telegate AG verantwortet und gesteuert werden, werden im Folgenden bei der Quantifizierung der Risiken die kumulierten Werte der telegate AG und der telegate Media AG betrachtet.

Um das Risiko-Potential der telegate Media AG zu ermitteln, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen bezogen auf unsere Geschäftsziele als „extrem hoch", „sehr hoch", „hoch", „mittel" oder „gering" klassifiziert.

Regulatorisches Risiko im Geschäftsbereich Media

Telegate verkauft seine Media-Produkte unter anderem im Telesales Outbound. Dieser Vertriebsweg entspricht der derzeitigen Gesetzgebung. Es besteht aus unserer Sicht aber ein wenn auch geringes Risiko, dass der Gesetzgeber den Outbound-Vertrieb zukünftig weiter einschränken könnte. Um diesem Risiko entgegenzuwirken ist die Rechtsabteilung der telegate intensiv in diese Thematik eingebunden.

Im Schadensfall würde ein ergebnisrelevanter Effekt von 0,5 Mio. € entstehen. Die Risikolage hat sich gegenüber Vorjahr nicht verändert.

Finanz— und Liquiditätsrisiko im Bereich Media

Sowohl im Mediageschäft als auch bei der Auskunft besteht das als gering einzustufende Risiko von Forderungsausfällen.

Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des Mediageschäfts ist es das Ziel, dieses Ausfallrisiko möglichst zu minimieren. Hierzu werden überfällige Forderungen nach Durchlaufen des Mahnprozesses an ein Inkasso-Unternehmen übergeben. Bereits bei Übergabe an das Inkasso-Unternehmen wird ein Teil der Forderung wertberichtigt. Eine weitere Wertberichtigung erfolgt dann, wenn die Forderung länger als ein Jahr im Inkasso ist. Erfolgt auch nach dem zweiten Jahr kein Zahlungsausgleich, wird die Forderung komplett wertberichtigt. Der Inkassoprozess wird in regelmäßigen Zeitabständen überprüft und kontinuierlich optimiert. So konnte die Quote des Forderungsausfalls im Mediageschäft in 2013 weiter reduziert werden.

Es besteht im Geschäftsbereich Media das Risiko, dass die Forderungsausfälle höher ausfallen als erwartet. Sollte sich die Forderungsausfallquote um 10 Prozent erhöhen, so würde sich der ergebnisrelevante Effekt auf 0,1 Mio. € belaufen.

Im Bereich der Auskunft besteht das Risiko von Forderungsausfällen durch nichtzahlende Kunden. Aufgrund jahrelanger Erfahrungswerte ist die Höhe dieser Forderungsausfälle für das Unternehmen sehr gut planbar. Es besteht jedoch ein sehr geringes Risiko, dass die Forderungsausfälle höher ausfallen als geplant. Bei einem Anstieg der Quote um 10 Prozent würde ein ergebnisrelevanter Effekt von 0,02 Mio. € entstehen.

Aufgrund sinkender Umsätze, v.a. im Bereich der Sprachauskunft, hat sich dieses Risiko gegenüber Vorjahr entsprechend verringert.

Rechtliche Risiken im Bereich Auskunft

telegate ist Partei in einer Vielzahl von Gerichtsverfahren und sonstigen Auseinandersetzungen mit Wettbewerbern sowie anderen Beteiligten. Dabei handelt es sich hauptsächlich um zivil- und verwaltungsrechtliche Streitigkeiten mit der Telekom Deutschland GmbH (vormals Deutsche Telekom AG) mit Bezug auf die rechtlich zulässige Höhe der durch die Telekom Deutschland GmbH von telegate geforderten Entgelte für die Überlassung von Teilnehmerdaten.

In diesem Zusammenhang sind noch Klagen der Telekom Deutschland GmbH gegenüber der Telegate Media AG auf Nachzahlung von Datenkosten anhängig. Die Wahrscheinlichkeit des Schadensfalls stufen wir derzeit als „hoch" ein. Sollte der Schadensfall eintreten, so würde sich der ergebnisrelevante Effekt auf 0,6 Mio. € belaufen. Die Risikolage hat sich gegenüber Vorjahr verbessert.

Kommunikationsrisiko im Bereich Auskunft und Media

Die Kontrollen und Maßnahmen innerhalb der telegate, um unerlaubte Veröffentlichungen vertraulicher Informationen zu verhindern, könnten im Extremfall nicht ausreichend sein. So könnten Informationen versehentlich oder verfrüht an die Öffentlichkeit gelangen, wie beispielsweise Informationen zu unserer Strategie, zu Fusionen und Übernahmen oder unveröffentlichte Finanzergebnisse.

Darüber hinaus führt telegate seine Vertriebstätigkeit bzw. Kundenansprache im Bereich Media hauptsächlich im Outbound durch. Hierdurch besteht das Risiko einer negativen Berichterstattung, u.a. auch in sozialen Netzwerken, was zu Imageschäden des Unternehmens führen könnte.

Telegate hat eine Reihe von Vorkehrungen zum Schutz vertraulicher Informationen getroffen, die unter anderem auch in unserer Prozess- und Organisationsstruktur verankert sind. Hierzu zählen vorgeschriebene Sicherheitsschulungen für alle Mitarbeiter, Standards für eine sichere interne und externe Kommunikation (auch für die externe Kommunikation des Media-Vertriebs) sowie technische Sicherheitsmaßnahmen in Bezug auf die unternehmensweiten Kommunikationskanäle.

Obwohl wir das Risiko als gering erachten, sehen wir im Schadensfall einen ergebnisrelevanten Effekt von 1,1 Mio. €. Die Risikolage hat sich gegenüber Vorjahr nicht wesentlich verändert.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Die größte Herausforderung für die telegate Media AG sehen wir wie oben erläutert v.a. in Imageschäden verursacht durch den Outbound-Vertrieb im Bereich Media.

Gegenwärtig wurden keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Wir sind überzeugt, dass wir die sich aus den oben genannten Risiken ergebenden Herausforderungen weiterhin erfolgreich meistern können.

8 Verbundene Unternehmen

Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat der Vorstand gemäß § 312 AktG einen gesonderten Bericht verfasst. Der Bericht enthält die abschließende Feststellung: "Wir erklären, dass unsere Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften im Geschäftsjahr 2013 nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und nicht benachteiligt worden ist. Rechtsgeschäfte mit Dritten sowie andere Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse von verbundenen Unternehmen wurden weder getroffen noch unterlassen."

9 Ausblick

Die hier getroffenen Aussagen basieren auf der im Dezember 2013 von Vorstand und Aufsichtsrat verabschiedeten operativen Planung für das Geschäftsjahr 2014.

9.1 Unternehmensstrategie

Die telegate Media AG hält auch in 2014 an ihrer Strategie fest das Media-Geschäft weiter zu entwickeln und die Profitabilität zu steigern. Im Bereich der Auskunft sollen die negativen Auswirkungen des rückläufigen Geschäfts möglichst begrenzt werden.

Im Zuge dieser Strategie setzt die telegate Media AG bereits seit einigen Jahren konsequent auf den Ausbau seiner Internet- und Mobilen Auskunftsplattformen. Wir passen uns damit sowohl den neuen Marktbedingungen als auch dem veränderten Verbraucherverhalten an und sichern uns eine hervorragende Wettbewerbsposition als Experte und Trendsetter im Wachstumsmarkt 'Lokale Suche'.

Im Bereich Media liegt der strategische Fokus in 2014 darauf wieder ein leichtes Wachstum im Bereich der Umsatzerlöse zu generieren und weiter an Maßnahmen zu arbeiten, die die Profitabilität verbessern. Erreicht werden soll dies durch die Umsetzung diverser Maßnahmen wie der anhaltenden Verbesserung der Produkte, der Anpassung des Provisionssystems, sowie weiter optimierter Verkaufsprozesse. Außerdem ist geplant, die Fluktuationsquote im Vertrieb durch intensivere Schulungsmaßnahmen zu verringern.

Im Bestandskundengeschäft wollen wir an die Erfolge des abgelaufenen Jahres 2013 anknüpfen. Dabei ist die Entwicklung vor allem von zwei Kennzahlen von Bedeutung: der Kündigerquote und dem Anteil der 24-Monatsverträge bei den Neuverträgen.

2013 lag die Kündigerquote bei durchschnittlich 32 Prozent, was einer signifikanten Verringerung gegenüber Vorjahr von rund 21 Prozent entspricht. Für 2014 ist eine weitere leichte Reduzierung im einstelligen Prozentbereich geplant. Erreicht werden soll dies durch eine Reihe von Maßnahmen. Unter anderem bekommen die Kunden spezielle Betreuungsangebote in der jeweiligen Phase ihres Vertrages um dadurch die Kundenzufriedenheit weiter zu steigern. Darüber hinaus werden die bereits in 2013 eingeleiteten Optimierungen bei der Erstellung der Produkte fortgesetzt.

Ein weiteres Ziel ist es den Anteil der 24-Monatsabschlüsse weiter zu steigern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug der Anteil an den Neuabschlüssen bereits 67 Prozent. Wir planen für 2014 mit einer weiteren leichten Steigerung der Quote auf knapp 70 Prozent. Dies hat zwar keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Umsätze in 2014, hat jedoch im zweiten Vertragsjahr und damit in 2015 einen deutlich positiven Effekt auf die Kündigerquote.

Die Gesellschaft rechnet im Bereich Media in 2014 mit Umsatzerlösen von 24,5 bis 26,0 Mio. €, in 2013 lagen diese bei 24,5 Mio. €. Im Bereich der Auskunft erwarten wir, dass der negative Trend beim Anrufvolumen weiter anhalten wird. Wir gehen dabei in 2014 davon aus, dass sich die Umsatzerlöse in der Größenordnung von 1,5 bis 2,0 Mio. € entwickeln werden. In 2013 lagen die Umsatzerlöse bei 2,5 Mio. €. Im Bereich Software erwarten wir Umsatzerlöse in der Größenordnung von 2,5 bis 3,0 Mio. €, in 2013 lagen die Umsatzerlöse bei 3,4 Mio. €.

Die Planung der gesamten Umsatzerlöse der telegate Media AG liegt für 2014 bei 28,5 bis 31,0 Mio. €. In 2013 hatte die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von 30,4 Mio. € erwirtschaftet.

Im Bereich der Kosten sind in 2014 signifikante Einsparungen geplant. Bei Erreichen der geplanten Umsatzerlöse sowie bei vollständiger Umsetzung der geplanten Kostensenkungsmaßnahmen ist vom einem Jahresüberschuss in 2014 von rund 1,0 Mio. € auszugehen. Bei Nicht- oder nicht vollständigem Erreichen der geplanten Kostensenkungsmaßnahmen ist hingegen vom einem Jahresfehlbetrag von rund 1,0 Mio. € auszugehen.

9.2 Finanzstrategie

Die Finanzstrategie der telegate Media AG verfolgt einerseits die langfristige Sicherung der Liquidität, andererseits eine angemessene Beteiligung der Aktionäre am Unternehmensgewinn. Die Finanzstrategie unterstützt daher im Wesentlichen die Umsetzung der Unternehmensstrategie und stellt sicher, dass die Unternehmenstransformation umgesetzt werden kann.

10 Schlusserklärung des Vorstands

Wir erklären, dass unsere Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften im Geschäftsjahr 2013 nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und nicht benachteiligt worden ist. Rechtsgeschäfte mit Dritten sowie andere Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse von verbundenen Unternehmen wurden weder getroffen noch unterlassen.

 

Essen, 21. März 2014

Elio Schiavo

Franz-Peter Weber

Bilanz zum 31. Dezember 2013 - HGB

(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)

AKTIVA

  31.12.2013 31.12.2012
  TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen            
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 527     520    
2. Geleistete Anzahlungen 129 656   24 544  
II. Sachanlagen            
1. Technische Anlagen und Maschinen 551     695    
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 407 958   513 1.208  
III. Finanzanlagen            
Anteile an verbundenen Unternehmen   0 1.614   0 1.752
B. Umlaufvermögen            
I. Vorräte            
Waren   12     13  
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände            
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen            
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: TEUR 0; i.V.: TEUR 0) 6.711     6.073    
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen            
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: TEUR 0; i.V.: TEUR 0) 33.904     24.364    
3. Sonsäge Vermögensgegenstände            
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: TOUR 0; i.V.: TEUR 144) 442 41.057   2.908 33.345  
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   277 41.346   10.414 43.772
C. Rechnungsabgrenzungsposten     154     152
Summe der Aktiven     43.114     45.676

PASSIVA

         
      31.12.2013   31.12.2012  
    TEUR TEUR   TEUR TEUR
A. Eigenkapital            
I. Gezeichnetes Kapital   4.050     4.050  
II. Kapitalrücklage   25.119     25.119  
III. Gewinnrücklagen            
Andere Gewinnrücklagen   14     14  
IV. Bilanzgewinn   3.681 32.864   3.654 32.837
(davon Gewinnvortrag TEUR 3.654; i.V. Verlustvortrag: TOUR -32.112)            
B. Rückstellungen            
1. Steuerrückstellungen   4     4.108  
2. Sonstige Rückstellungen   4.623 4.627   6.540 10.648
C. Verbindlichkeiten            
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen            
(davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: TEUR 257; i.V.: TEUR 89)   257     89  
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen            
(davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: TEUR 2.536; i.V.: TEUR 425)   2.536     425  
3. Sonstige Verbindlichkeiten            
(davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: TEUR 1.665; i.V.: TEUR 452)            
(davon aus Steuern: TEUR 1.396; i.V.: TEUR 226)            
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 135; i.V.: TEUR 62)   1.665 4.458   452 966
D. Rechnungsabgrenzungsposten     1.165     1.225
Summe der Passiven     43.114     45.676

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2013 - HGB

(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)

1.1. - 31.12.2013 1.1. - 31.12.2012
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 30.370   31.545  
2. Sonstige betriebliche Erträge 5.526 35.896 56.041 87.586
3. Materialaufwand        
Aufwendungen für bezogene Leistungen -8.803 -8.803 -9.103 -9.103
4. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -16.465   -17.257  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung        
davon für Altersversorgung: TEUR 9; i.V.: TEUR 9 -3.029 -19.494 -3.239 -20.496
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- stände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -656   -742
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -7.961   -15.041
    -1.018   42.204
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge        
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 1.165; i.V.: TEUR 950 1.174   976  
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen        
davon an verbundene Unternehmen TEUR 132; i.V.: TEUR 485 -145 1.029 -494 482
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   11   42.686
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 40   -6.894  
11. Sonstige Steuern -24 16 -26 -6.920
12. Jahresüberschuss   27   35.766
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr (i.V. Verlustvortrag)   3.654   -32.112
14. Bilanzgewinn   3.681   3.654

Anhang für das Geschäftsjahr 2013

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss 2013

Der Jahresabschluss der telegate Media AG, Essen, wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Als Umsatzerlöse werden Erlöse aus dem Werbevertriebsgeschäft, aus Telefonauskunfts- und Vermittlungsdienstleistungen und aus dem Vertrieb von Auskunfts-Software ausgewiesen, sofern sie der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der telegate Media AG zuzurechnen sind. Die Erfassung erfolgt entsprechend dem Realisationsprinzip bei Gefahrübergang beziehungsweise bei Erbringung der Leistung. Erlösschmälerungen werden von den Umsatzerlösen abgezogen.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen sowie etwaige außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer für Software wurde mit 3 bis 7 Jahren, für Lizenzen mit 3 bis 15 Jahren festgelegt; gegenüber dem Vorjahr gab es keine Anpassung der Nutzungsdauern.

Die Sachanlagen sind mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen sowie etwaige außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauern für technische Anlagen und Maschinen bewegen sich zwischen 3 bis 14 Jahren, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 bis 15 Jahren; gegenüber dem Vorjahr gab es keine Anpassung der Nutzungsdauern.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden, da von untergeordneter Bedeutung, analog zu § 6 Absatz 2, Absatz 2a EStG bis zu einem Betrag von 150 EUR im Zugangsjahr sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst. Sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für geringwertige Wirtschaftsgüter 150 EUR jedoch nicht 1.000 EUR übersteigen, sind sie zwingend in einem jahresbezogenen Sammelposten zu erfassen und über fünf Jahre linear abzuschreiben (Poolbewertung), wobei unabhängig vom Erwerbszeitpunkt im Jahr der Anschaffung ein Fünftel abgeschrieben wird.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um etwaige außerplanmäßige Abschreibungen, taxiert. Das Wahlrecht gem. § 253 Absatz 3 Satz 4 wurde nicht in Anspruch genommen.

Die Waren werden zu Anschaffungskosten gem. § 255 Absatz 1 HGB angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet.

Forderungen werden regelmäßig zum Nominalwert bilanziert. Langfristige, unverzinste Forderungen sind mit dem Barwert zu erfassen. Ein Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird im Rahmen eines echten Factorings weiterveräußert. Risikobehaftete Posten werden durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für Media-Produkte beinhalten zeitraumbezogene Leistungen und werden daher in Abhängigkeit vom Zeitablauf erfasst; die Erträge werden zum Zeitpunkt der Erfassung der Forderungen ausgewiesen. Sofern der Zahlungseingang vor Leistungserbringung erfolgt oder die Forderung vor Leistungserbringung fällig wird, ist die Abbildung über einen passiven Rechnungsabgrenzungsposten vorzunehmen.

Sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt. Etwaige risikobehaftete Positionen werden auf den Börsen- oder Marktpreis oder — sofern diese Werte nicht feststellbar sind — auf den beizulegenden Wert berichtigt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag auszuweisen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Eigenkapitalposten sind zum Nennbetrag bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gem. § 253 Absatz 2 HGB abzuzinsen.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigt die Abgrenzung der Umsatzerlöse des Werbevertriebsgeschäfts (Produkte: Mediaeintrag, Google-Adwords, Firmen-Webseiten) insofern bereits ein Zahlungseingang vor Leistungserbringung erfolgte oder die korrespondierende Forderung vor Leistungserbringung fällig gestellt wird. Weitere Ausführungen hierzu siehe unter „Forderungen".

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden regelmäßig zum Devisenkassamittelkurs zum Zugangszeitpunkt und am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB umgerechnet.

C. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.

2. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel

Zum Bilanzstichtag sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6.711 TEUR (i.V. 6.073 TEUR) ausgewiesen. Die hierauf bereits berücksichtigten Wertberichtigungen belaufen sich auf 2.252 TEUR (i.V. 2.473 TEUR). Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Intercompany-Forderungen und Cashpool-Konten von 33.904 TEUR (i.V. 24.364 TEUR), davon gegenüber dem Gesellschafter (telegate AG) insgesamt 33.904 TEUR (i.V. 24.364 TEUR). Die Cashpool-Forderungen betragen 30.328 TEUR (i.V. 23.287 TEUR). Der Anteil der Intercompany-Forderungen beläuft sich insgesamt auf 3.576 TEUR (i.V. 1.077 TEUR); sie enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (3.576 TEUR, i.V. 1.074 TEUR) und durch einen umsatzsteuerlichen Organkreis bedingte Umsatzsteuerverrechnungen (0 EUR, i.V. 3 TEUR). Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der telegate AG wurden hierbei Zinsforderungen mit Umsatzsteuerverbindlichkeiten gegeneinander aufgerechnet (831 TEUR, i.V. 403 TEUR); siehe hierzu auch C.7.

Die sonstigen Vermögensgegenstände (442 TEUR, i.V. 2.908 TEUR) betreffen in der Hauptsache sonstige Forderungen im Zusammenhang mit Erträgen aus überhöht in Rechnung gestellter Datenkosten (274 TEUR, i.V. 2.579 TEUR), Gewerbesteuerforderungen (57 TEUR, i.V. 0 EUR) sowie debitorische Kreditoren (35 TEUR, i.V. 46 TEUR). Im Geschäftsjahr 2012 haben zudem folgende Positionen die sonstigen Vermögensgegenstände wesentlich beeinflusst: Ansprüche aufgrund eines vereinbarten Wettbewerbsverbotes (0 EUR, i.V. 157 TEUR) sowie Forderungen gegenüber Personal (1 TEUR, i.V. 52 TEUR).

Die liquiden Mittel setzen sich aus Bankguthaben (276 TEUR, i.V. 403 TEUR) und Kasse (1 TEUR, i.V. 4 TEUR) zusammen. Die Termingelder (0 TEUR, i.V. 10.007 TEUR) sind in das Cashpooling eingeflossen; siehe oben.

3. Latente Steuern

Zum 31. Dezember 2013 wie auch schon zum 31. Dezember 2012 gibt es keine zu aktiven bzw. passiven latenten Steuern führenden Differenzen zwischen der Handels- und Steuerbilanz.

Die verbliebenen steuerlichen Verlustvorträge wurden aufgrund eines anhängigen Verfahrens (§ 8c KStG, Sanierungsklausel) vor dem Europäischen Gerichtshof weder im Rahmen der laufenden Steuerberechnung genutzt noch für Zwecke der latenten Steuern angesetzt. Gegen die von den Finanzbehörden insoweit geänderten Steuerbescheide wurde Einspruch eingelegt.

Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer ergab sich im Geschäftsjahr 2013 ein Steuersatz von 31,99 % (i.V. 31,92 %).

4. Entwicklung des Eigenkapitals 2013

Die Entwicklung des Eigenkapitals lässt sich wie folgt darstellen:

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Andere Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 01. Januar 2013 4.050 25.119 14 3.654 32.837
Jahresüberschuss       27 27
Stand 31. Dezember 2013 4.050 25.119 14 3.681 32.864

Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 4.050.000 (i.V. 4.050.000) auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennwert).

5. Steuerrückstellungen

Für die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer wurden für das Geschäftsjahr 2013 Steuerrückstellungen gebildet (4 TEUR, i.V. 4.108 TEUR). Im Vorjahresbetrag ist zudem eine Gewerbesteuerrückstellung enthalten. Für 2013 besteht eine Gewerbesteuerforderung in Höhe von 57 TEUR (i.V. 0 EUR); siehe C.2. Verbindlichkeiten gegenüber den Steuerbehörden und Gemeinden für das Geschäftsjahr 2012 sind unter C.7. aufgeführt.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen (4.623 TEUR, i.V. 6.540 TEUR) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Risiken aus Verträgen, sonstige variable Aufwendungen für bezogene Leistungen, Honorare und Beratung, Rückstellungen im Zusammenhang mit Datenkosten, Raumkosten und Personalkosten (3.042 TEUR, i.V. 5.190 TEUR) und Rückstellungen für den Personalbereich (1.581 TEUR, i.V. 1.350 TEUR).

7. Verbindlichkeiten

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten lassen sich wie folgt darstellen:

Laufzeit: Bis 1 Jahr 1-5 Jahre Über 5 Jahre 2013 2012(*)
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 257 0 0 257 89
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmer(+) 2.536 0 0 2.536 425
(davon gegenüber Gesellschafter) (2.536) (0) (0) (2.536) (425)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.665 0 0 1.665 452
  4.458 0 0 4.458 966

(*) Sämtliche Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2012 waren kurzfristiger Natur (Laufzeit bis 1 Jahr).

(+) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten durch einen umsatzsteuerlichen Organkreis bedingte Umsatzsteuerverrechnungen (2.018 TEUR, i.V. 162 TEUR) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (518 TEUR, i.V. 263 TEUR). Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden Zinsforderungen mit Umsatzsteuerverbindlichkeiten gegenüber der telegate AG gegeneinander aufgerechnet (831 TEUR, i.V. 403 TEUR); siehe hierzu auch C.2.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer sowie Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2012: 1.173 TEUR, i.V. 0 EUR), Verbindlichkeiten aus dem Lohn- und Gehaltsbereich und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (358 TEUR, i.V. 292 TEUR) sowie kreditorische Debitoren (132 TEUR, i.V. 158 TEUR).

8. Bezugsrechte aus Aktienoptionen

Mitarbeiter der telegate Media AG nahmen am Aktien-Options-Programm der telegate AG teil; das Optionsprogramm endete zum 30. Juni 2013. Sofern Mitarbeiter der telegate Media AG Bezugsrechte ausübten, wurden die hieraus entstandenen Belastungen von der telegate AG an die telegate Media AG weiterberechnet. In den Jahren 2013 und 2012 wurden keine Bezugsrechte ausgeübt.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsätze

Die Aufgliederung der Umsätze nach Tätigkeitsbereichen für die Jahre 2013 und 2012 ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 5.526 TEUR (i.V. 56.041 TEUR) betreffen im Wesentlichen Erträge aus Intercompany-Verrechnungen (3.681 TEUR, i.V. 4.663 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (1.187 TEUR, i.V. 915 TEUR) und Erträge aus verrechneter Kfz-Gestellung (420 TEUR. i.V. 501 TEUR). Im Geschäftsjahr 2012 hat zudem die folgende Position die sonstigen betrieblichen Erträge wesentlich beeinflusst: Erträge aus überhöht in Rechnung gestellter Datenkosten (67 TEUR, i.V. 49.770 TEUR).

3. Personalaufwand

2013 2012
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 16.465 17.257
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 3.029 3.239
(davon: für Altersversorgung) (9) (9)
  19.494 20.496

4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von 168 TEUR (i.V. 217 TEUR) abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Sachanlagen betragen 426 TEUR (i.V. 424 TEUR). Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden in Höhe von 62 TEUR (i.V. 101 TEUR) abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 Absatz 3 Satz 3 HGB wurden insoweit nicht vorgenommen.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (7.961 TEUR, LV. 15.041 TEUR) sind in der Hauptsache Kfz-Kosten (1.544 TEUR, LV. 1.942 TEUR), Rechts- und Beratungskosten (1.281 TEUR, i.V. 1.046 TEUR), Forderungsverluste (1.206 TEUR, i.V. 1.374 TEUR) — davon Aufwand für Factoringgebühren 16 TEUR (i.V. 16 TEUR), sonstige Personalkosten (1.016 TEUR, i.V. 953 TEUR), Raum- und Mietaufwendungen (773 TEUR, i.V. 798 TEUR), Kosten für Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Wartung (663 TEUR, i.V. 503 TEUR), Reisekosten (459 TEUR, i.V. 574 TEUR), Aufwendungen für Werbung (253 TEUR, i.V. 303 TEUR), Kommunikationskosten (290 TEUR, i.V. 328 TEUR), Aufwendungen für Bürobedarf und Kleininventar (155 TEUR, LV. 163 TEUR) sowie Aufwendungen aus Intercompany-Verrechnungen (151 TEUR, i.V. 276 TEUR) enthalten. Im Geschäftsjahr 2012 hat zudem die folgende Position die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wesentlich beeinflusst: Aufwendungen im Zusammenhang mit Erträgen aus überhöht in Rechnung gestellter Datenkosten (15 TEUR, i.V. 6.559 TEUR).

6. Finanzergebnis

  2013 2012
  TEUR TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.174 976
(davon aus verbundenen Unternehmen) (1.165) (950)
(davon aus Abzinsung) (4) (13)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -145 -494
(davon an verbundene Unternehmen) (-132) (-485)
(davon aus Abzinsung) (-1) (0)
  1.029 482

7. Steuern

  2013 2012
  TEUR TEUR
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 40 -6.894
Sonstige Steuern -24 -26
  -16 -6.920

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag berücksichtigen die Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer sowie die Gewerbesteuer. Ein wesentliches positives außerordentliches Ergebnis liegt nicht vor; die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten demnach ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

In den sonstigen Steuern ist die Kfz-Steuer berücksichtigt.

8. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Das Ergebnis der telegate Media AG wurde im Geschäftsjahr 2013 wesentlich durch periodenfremde Erträge beeinflusst:

Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.187 TEUR
Erträge aus der Auflösung von Steuerrückstellungen /2012 74 TEUR

9. Ausschüttungsgesperrte Beträge

Zum 31. Dezember 2013 liegen keine ausschüttungsgesperrten Beträge gem. § 268 Absatz 8 HGB vor.

E. Ergänzende Angaben

1. Anzahl der Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter ohne Berücksichtigung des Vorstands beträgt im Geschäftsjahr 2013:

Stichtag 31. Dezember 2013 Jahresdurchschnitt 2013
absolut in Vollzeitköpfen absolut in Vollzeitköpfen
Insgesamt 345 339 354 349
davon Operator und Vertrieb 203 203 213 213

Zum 31. Dezember 2012 waren bei der telegate Media AG 353 (umgerechnet auf Vollzeit: 326) Mitarbeiter beschäftigt. Für 2012 waren es im Jahresdurchschnitt 369 (umgerechnet auf Vollzeit: 341) Mitarbeiter.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

  Verpflichtungen in 2014 Verpflichtungen gesamt
  TEUR TEUR
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 1.623 2.035
Verpflichtungen aus Wartungsverträgen 443 813
Bestellobligo 50 50
Verpflichtungen aus Werbeverträgen 10 10
  2.126 2.908

Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen (i.V. 0 EUR).

Haftungsverhältnisse liegen zum Bilanzstichtag nicht vor (i.V. 0 EUR).

Im Geschäftsjahr 2013 wurden von der telegate Media AG weder Termingeschäfte noch sonstige derivative Finanzinstrumente in Anspruch genommen.

3. Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da die telegate Media AG in den Konzernabschluss der telegate AG einbezogen wird und dort eine umfassende Darlegung erfolgt.

F. Anteilsbesitz

Die telegate Media AG hält zum 31. Dezember 2013 an folgenden Gesellschaften unmittelbar bzw. mittelbar Anteile:

Name Sitz Höhe der Beteiligung Art der Beteiligung Letzter vorliegender Abschluss Eigenkapital Ergebnis
TEUR TEUR
WerWieWas GmbH Martinsried, Gemeinde Planegg 100% direkt 2012 -5.501 (*)0

(*) Zwischen der telegate AG und der WerWieWas GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag

G. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Anteile an der telegate Media AG werden zu 100% von der telegate AG, Planegg, Ortsteil Martinsried, gehalten.

Die telegate AG bezieht die telegate Media AG im Rahmen der Vollkonsolidierung in ihren nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellten Konzernabschluss ein. Der Konzernabschluss der telegate AG kann unter www.teleqate.com eingesehen werden.

Die telegate Media AG ist gem. § 291 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit. Der Konzernabschluss der telegate AG zum 31. Dezember 2013 wird gem. Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards unter Beachtung des § 315a Absatz 1 HGB nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.

Die Telegate Holding GmbH, Planegg, ist zum 31. Dezember 2013 mehrheitlich mit 61,13 % an der telegate AG beteiligt. Die SEAT Pagine Gialle Italia S.p.A., Turin, Italien, hält wiederum 100 % an der Telegate Holding GmbH.

SEAT Pagine Gialle S.p.A., Mailand, Italien, ist zum Stichtag mit 100 % an der SEAT Pagine Gialle Italia S.p.A. beteiligt und bezieht die telegate AG als Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises im Rahmen der Vollkonsolidierung in ihren Konzernabschluss ein. Der Konzernabschluss der SEAT Pagine Gialle S.p.A. wird beim Handelsregister in Mailand, Italien, (Registro imprese presso la Camera di Commercio di Milano) unter der Nummer 03970540963 und bei der italienischen Börse hinterlegt. Eine Bekanntmachung ähnlich der im Bundesanzeiger nach deutschem Recht gibt es in Italien nicht. Der Konzernabschluss kann jedoch auf der Homepage von SEAT Pagine Gialle S.p.A., www.seat.it, eingesehen werden.

SEAT Pagine Gialle S.p.A. ist zum 31. Dezember 2013 indirekt über die SEAT Pagine Gialle Italia S.p.A. mit 16,24 % und über die Telegate Holding GmbH mit 61,13 % an der telegate AG beteiligt.

Am 6. Februar 2013 hat SEAT Pagine Gialle Italia S.p.A. einen Antrag auf ein Vergleichsprozedere mit Gläubigern gern. Artikel 161 Paragraph 6 Royal Decree 267/1942 beim Gericht in Turin, Italien, gestellt. Dieses Ereignis hat keinen wesentlichen Einfluss für die telegate Gruppe, da keine wesentlichen operativen Geschäftsbeziehungen zu SEAT Pagine Gialle Italia S.p.A. bestehen.

H. Angaben zu den Gesellschaftsorganen

1. Aufsichtsrat

 

Herr Ralf Grüßhaber, Vorstand der telegate AG, Vorsitzender des Aufsichtsrats

 

Herr Rudolf Schneider, telegate AG, General Manager Marketing & Operations innerhalb der telegate-Gruppe

 

Herr Jürgen Krieger, telegate AG, Head of Accounting & Taxation Department innerhalb der telegate-Gruppe

2. Vorstand

 

Herr Elio Schiavo, Vorstandsvorsitzender der telegate AG

 

Herr Franz-Peter Weber, Bereichsleiter Finanzen innerhalb der telegate-Gruppe

3. Bezüge des Vorstands und Aufsichtsrats

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben die Vorstände und Aufsichtsräte mehrere Funktionen bzw. Bestellungen innerhalb der telegate-Gruppe inne gehabt. Konzerninterne Aufsichtsratsmandate werden nicht und konzerninterne Vorstandsmandate regelmäßig nur über eine Gesellschaft innerhalb der telegate-Gruppe vergütet.

Für die Geschäftsjahre 2013 und 2012 werden gem. § 286 Absatz 4 HGB keine Angaben zu den Vorstandsbezügen der telegate Media AG gemacht, da in den vergangenen Geschäftsjahren nur ein Vorstandsmitglied über die telegate Media AG Vorstandsbezüge erhalten hat.

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 0 EUR (i.V. 0 EUR).

 

Essen, 21. März 2014

Elio Schiavo

Franz-Peter Weber

Anlagenspiegel der telegate Media AG

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2013 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2013
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.908 151 0 24 17.083
2. Geleistete Anzahlungen 24 129 0 -24 129
  16.932 280 0 0 17.212
II. Sachanlagen          
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.467 188 -27 0 4.628
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.764 62 0 0 1.826
  6.231 250 -27 0 6.454
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 25 0 0 0 25
  25 0 0 0 25
  23.188 530 -27 0 23.691
Wertberichtigung
1.1.2013 Zugänge Abgänge 31.12.2013
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.388 168 0 16.556
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
  16.388 168 0 16.656
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.772 320 -15 4.077
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.251 168 0 1.419
  5.023 488 -15 5.496
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 25 0 0 25
  25 0 0 25
  21.436 656 -15 22.077
Buchwerte
31.12.2013 31.12.2012
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 527 520
2. Geleistete Anzahlungen 129 24
  656 544
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 551 695
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 407 513
  958 1.208
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0
  0 0
  1.614 1.752

Umsatzerlöse telegate Media AG

1.1. - 31.12.2013 1.1. - 31.12.2012
Umsätze Umsätze
in TEUR in TEUR
Inlandsauskunft 1.893 2.233
Auslandsauskunft 147 158
Value added services 34 47
Call Completion 412 474
Branded Directory Assistance 2.486 2.912
Information and Call Center Services 2.486 2.912
Software 3.402 3.955
Directory Advertising Services 24.488 24.690
Erlösschmälerungen -6 -12
Gesamt 30.370 31.545

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der telegate Media AG, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buch-führung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 21. März 2014

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefano Mulas, Wirtschaftsprüfer

ppa. Uta Menne, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats

über das Geschäftsjahr 01. Januar 2013 — 31. Dezember 2013

Das Geschäftsjahr 2013 war weiterhin geprägt von der Unternehmenstransformation vom nutzerfinanziertem Auskunftsgeschäft und Softwaregeschäft hin zum werbefinanzierten Mediageschäft. Der Aufsichtsrat hat die Führung der Geschäfte des Vorstands in Erfüllung seiner gesetzlichen Beratungs- und Aufsichtsfunktion intensiv begleitet.

Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2013.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2013 seine im Gesetz und in der Satzung festgelegten Aufgaben wahrgenommen. Er beriet den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens kontinuierlich und überwachte die Geschäftsführung. Der Vorstand erstattete regelmäßig Bericht, so dass der Aufsichtsrat stets über den Geschäftsverlauf, die wichtigsten Finanzdaten, die wesentlichen Fragen der Unternehmensführung und die Risikolage unterrichtet war. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der verabschiedeten Planung wurden ebenso wie wichtige Geschäftsvorfälle dargestellt, erläutert und mit dem Aufsichtsrat beraten. Die strategischen Vorhaben wurden mit dem Vorstand diskutiert und abgestimmt. Schwerpunktthemen waren die Strategie und Marktumfeld des Mediageschäftes, die Produktentwicklung, die Optimierung der Vertriebsorganisation, der Aus- bzw. Aufbau des Bestandskundenmanagements sowie Kostenoptimierung insbesondere bei strukturellen Kosten.

Das Gremium hat sich mit dem Rechnungslegungsprozess sowie mit der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems auseinandergesetzt. Ferner befasste sich der Aufsichtsrat mit der Wirksamkeit der Compliance Organisation wie auch mit den Berichten über potenzielle und anhängige Rechtsstreitigkeiten. Gegenstand der Beratungen war außerdem die Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer. Dies schließt die Überwachung seiner Unabhängigkeit und Qualifikation sowie der von ihm erbrachten Leistungen sowie die Festlegung seines Honorars ein.

Zusammensetzung und Personalia Aufsichtsrat.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht gemäß §95 Abs. 1 Satz 1 AktG aus drei Mitgliedern. Die Satzung der telegate Media AG sieht keine Abweichung von dieser Bestimmung vor.

Sitzungen und Teilnahme.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2013 zwei Sitzungen abgehalten. Die Aufsichtsratsmitglieder Rudolf Schneider und Jürgen Krieger nahmen nur an einer Sitzung teil.

Vorstand.

Der Vorstand besteht aus den Herren Schiavo und Weber, die bereits im Vorjahr diese Funktion ausübten.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2013.

Der handelsrechtliche Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 der telegate Media AG sind durch die PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, unter Einbeziehung der Buchführung geprüft worden.. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und dem Jahresabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der handelsrechtliche Jahresabschluss einschließlich Lagebericht und die Berichte des Abschlussprüfers wurden mit dem Abschlussprüfer ausführlich behandelt und allen Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig zugesandt.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der telegate Media AG geprüft.

Des Weiteren hat der Aufsichtrat von dem Ergebnis des Abschlussprüfers zustimmend Kenntnis genommen. Er billigt den vom Vorstand vorgelegten Lagebericht und den Jahresabschluss 2013 der telegate Media AG, der damit festgestellt ist.

Abhängigkeitsbericht.

Die PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, hat ebenfalls den vom Vorstand nach § 312 Aktiengesetz erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen („Abhängigkeitsbericht") geprüft Der Abhängigkeitsbericht wurde mit dem folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:

„Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1.

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2.

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Abhängigkeitsbericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrates zur Prüfung zur Verfügung gestellt. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die im Bericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands.

Risikofrüherkennungssystem.

Der Vorstand hat gemäß § 91 Abs. 2 Aktiengesetz ein Überwachungssystem eingerichtet, um wesentliche Risiken für die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften frühzeitig zu erkennen. Die Prüfung des Abschlussprüfers hat ergeben, dass der Vorstand seinen Pflichten nach § 91 Abs. 2 Aktiengesetz nachgekommen ist. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu.

Schlusserklärung.

Das Ergebnis des Abschlussprüfers haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen und erheben nach unseren eigenen Prüfungen von Jahresabschluss und Lagebericht der telegate Media AG keine Einwendungen. Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der damit festgestellt ist. Darüber hinaus schließen wir uns dem Vorschlag des Vorstandes an, den Bilanzgewinn von TEUR 3.681 auf neue Rechnung vorzutragen.

Unternehmensleitung und Mitarbeiter der telegate Media haben im Jahr 2013 verantwortungsbewusst und sehr zielstrebig zusammengearbeitet. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank für ihre Arbeit aus.

 

Essen, im März 2014

Ralf Grüßhaber, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Vorschlag über Verwendung des Bilanzgewinns der telegate Media AG für das Geschäftsjahr 2013

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 in Höhe von € 3.681.244,25 wie folgt zu verwenden:

1. Gewinnvortrag € 3.681.244,25
2. Bilanzgewinn € 3.681.244,25

 

Essen, 25. März 2014

Elio Schiavo, Vorstand

Franz — Peter Weber, Vorstand