11 88 0 Internet Services AG (vormals: klicktel AG)EssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Lagebericht für das Geschäftsjahr 20151 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen1.1 Gesamtwirtschaftliches UmfeldIm Geschäftsjahr 2015 konnte ein moderates Wachstum der Weltwirtschaft in Höhe von ca. 3,0 % verzeichnet werden. Gesunkene Rohstoffpreise und geldpolitische Entscheidungen führten maßgeblich zu dieser Entwicklung. Jedoch bleibt die Weltwirtschaft anfällig für Störungen durch Krisen, Turbulenzen auf Finanzmärkten und anderen Einflussgrößen. Im Jahr 2016 wird mit einem Anstieg der Weltproduktion um ca. 3,5 % gerechnet. Die Steigerung des Bruttoinlandsprodukts im Euroraum für das Jahr 2015 betrug ca. 1,5 %. Neben den weltwirtschaftlichen Einflussfaktoren wurde die Erholung vor allem durch den Konsum der privaten Haushalte gestützt. Darüber hinaus hat die vermehrte realwirtschaftliche Aktivität zu einer leichten Entspannung am Arbeitsmarkt geführt. Das ifo Institut geht für 2016 von einem Anstieg des BIP in Höhe von ca. 1,9 % aus. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt stieg 2015 um ca. 1,7 %. Wie schon im Vorjahr sorgten ein hohes Beschäftigungsniveau und steigende Löhne für Impulse. Zuletzt kamen positive Impulse aufgrund der sinkenden Rohölpreise hinzu. Durch die anhaltenden günstigen Rahmenbedingungen wird für das Jahr 2016 mit einem Anstieg des BIP von ca. 1,9 % gerechnet. Im Folgenden wird die Entwicklung der Rahmenbedingungen in den für die klicktel AG relevanten Märkten erläutert. 1.2 MarktentwicklungDer Markt für lokale Online-Werbung in Deutschland entwickelt sich weiter positiv und wächst erheblich. Der Trend geht von der lokalen Suche hin zu exklusiven Vermarktungsstrategien und Produkten für mobile Endgeräte. Aufgrund der steigenden Akzeptanz des mobilen Internets und mobiler Endgeräte in der Bevölkerung werden diese Medien als Werbekanäle für die klicktel AG in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Für die klicktel AG ergeben sich dadurch weitere Wachstumschancen. Um in der digitalen Welt gefunden zu werden, bietet die klicktel AG ein breites Sortiment von Internet-Dienstleistungen und Vermarktungsangeboten für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) an. Um den aktuellen Nutzertrend für den Kunden zugänglich zu machen, stellt die klicktel AG dem Kunden ein individualisiertes Produktangebot aus einem Verbund von reichweitenstarken Suchmedien der Marken klicktel und 11880.com, Websites und Suchmaschinen-Marketing zur Verfügung, mit dem er seine Internetpräsenz optimieren kann. Die Produkte der klicktel AG erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit, sodass auch im vergangenen Geschäftsjahr über alle telegate-Kanäle hinweg Millionen von Suchanfragen nach Kontaktdaten von lokalen Firmen, Dienstleistern und Privatpersonen eingegangen sind. Die Telefonauskunft kann als ein weitestgehend von der konjunkturellen Entwicklung unabhängiges Geschäft angesehen werden. Der seit Jahren zu beobachtende kontinuierliche Marktrückgang hat seine Ursache in der Änderung des Nutzungsverhaltens der Konsumenten in Richtung digitaler Medien. Die klicktel AG erwartet, dass sich dieser Trend auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird. 2 Geschäftsjahr 2015 im Überblick und Geschäftsverlauf2.1 Grundlagen der BerichterstattungDie klicktel AG nutzt innerhalb ihrer Geschäftsbereiche "Auskunft" und "Digital" ein System zur Steuerung von entscheidungsrelevanten Kennzahlen. Um auf aktuelle Entwicklungen und Veränderungen im operativen Geschäft reagieren zu können, greift die klicktel AG auf tagesaktuelle Reporting-Instrumente sowohl bei der Auskunft als auch im Digitalgeschäft zu. Im finanzbezogenen Bereich sind das v.a. die zentralen Kenngrößen Umsatzerlöse, Jahresüberschuss/-fehlbetrag und Cashflow. Im nicht finanzbezogenen Bereich handelt es sich im Geschäftsbereich "Digital" um die Kennzahlen "Kündigungsquote" und "Anteil verkaufter 24-Monatsverträge". Diese Kennzahlen ermöglichen einen Rückschluss auf den Grad der Kundenbindung und Kundenzufriedenheit. Der Geschäftsbereich "Auskunft" wird hauptsächlich über die nicht finanzbezogenen Kennzahlen "Anrufvolumen" und "Umsatz pro Call" gesteuert. Diese Kennzahlen berechnen sich aus der Anzahl der in den Call Centern abgearbeiteten Anrufe in einem bestimmten Zeitraum. Innerhalb des Bereichs "Digital" unterscheidet man im Wesentlichen zwischen den Produkten "Werbe-Eintrag" (Top-Listing auf den telegate-Plattformen), "Google" (Suchmaschinen-Marketing / Google AdWords) und "Websites". Innerhalb des Bereichs "Auskunft" erbringt die klicktel AG Dienstleistungen hauptsächlich im Zusammenhang mit der Telefonauskunft der ehemaligen telegate Auskunftsdienste GmbH. Der Kunde erhält hier deutschlandweit Rufnummern, Vorwahlen und Adressen und kann darüber hinaus verschiedene Zusatzleistungen in Anspruch nehmen. Hierzu gehören zum Beispiel die Zusendung der gewünschten Informationen gratis per E-Mail, Fax oder SMS und die direkte Weitervermittlung an die gesuchte Rufnummer sowie die Recherche im Internet. Finanzbezogene KennzahlenUmsatzerlöse:Die Umsatzerlöse sind sowohl im Bereich "Digital" als auch im Bereich "Auskunft" eine der zentralen Steuerungsgrößen. Im Bereich "Digital" werden Umsatzerlöse im Neukunden- sowie im Bestandskundengeschäft erwirtschaftet. Die Basis für eine nachhaltige Umsatzentwicklung ist dabei eine effiziente Vertriebsmannschaft im Neukundengeschäft sowie ein auf Kundenbindung ausgerichtetes Bestandskundenmanagement mit Fokus auf speziell für den Kunden optimierte Produkte. Innerhalb des Bereichs "Digital" unterscheidet man im Wesentlichen zwischen den Produktgruppen Werbe-Eintrag (Top-Listing auf den telegate-Plattformen), Google (Suchmaschinen-Marketing / Google AdWords) und der Erstellung und Betreuung individueller Kundenwebsites. Im Bereich "Auskunft" errechnen sich die Umsatzerlöse im Wesentlichen als Produkt aus Anrufvolumen und Preis je Anruf. Das Anrufvolumen setzt sich zusammen aus Anrufen aus dem Festnetzbereich sowie den Netzen der Mobilfunkdienstleister, wobei sich die Tarife je nach Netzbetreiber unterscheiden können. Insgesamt verzeichnet die klicktel AG im Bereich "Auskunft" seit Jahren rückläufige Umsätze, was auf die kontinuierliche Substitution der Telefonauskunft durch das Internet zurückzuführen ist. Der Umsatzrückgang konnte dabei zum Teil durch einen gesteigerten Umsatz je Anruf kompensiert werden. Jahresüberschuss / -fehlbetrag:Die für die klicktel AG zentrale Kennzahl zur Steuerung der Profitabilität ist der Jahresüberschuss / -fehlbetrag. Cashflow:Der Cashflow stellt den aus der Geschäftstätigkeit erzielten Zufluss an liquiden Mitteln während einer Periode dar. Die Betrachtung dieser Messgröße ermöglicht die Beurteilung der finanziellen Gesundheit des Unternehmens. Sie stellt dar, inwiefern ein Unternehmen in der Lage ist, im Rahmen des Umsatzprozesses die erforderlichen Mittel zu erwirtschaften, die für die Substanzerhaltung des in der Bilanz abgebildeten Vermögens und darüber hinaus für Erweiterungsinvestitionen nötig sind. Mit Hilfe dieser Informationen ist die klicktel AG in der Lage, ihre Finanz-und Vermögenslage zu optimieren. Der Cashflow berechnet sich als Differenz aus der Liquidität des abgelaufenen gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr. Liquidität ist definiert als die Summe aus "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" und gegebenenfalls dem Bestand "Sonstiger Wertpapiere". Regelmäßig wird die Kennzahl noch in einer Version dargestellt, die um Dividendenzahlungen bereinigt ist, was bei der klicktel AG derzeit aber nicht relevant ist. Dies verbessert die Aussagefähigkeit der Kennzahl in Richtung operativer Entwicklung des Geschäfts. Nicht-finanzbezogene KennzahlenBei den nicht-finanzbezogenen Kennzahlen erfolgt eine Steuerung auf Konzernebene und nicht auf Ebene der Einzelgesellschaften der telegate AG oder klicktel AG. Aufgrund der jedoch sehr engen strategischen und operativen Verbindung sind die hier gemachten Aussagen sowohl für die telegate AG als auch die klicktel AG gültig. Die im Folgenden gemachten Angaben beziehen sich immer auf die Werte des Konzerns. Kündigungsquote, Bestandskundenentwicklung und Anteil der 24-Monatsabschlüsse als Kennzahlen zur Messung von Kundenbindung und -zufriedenheit im Bereich "Digital":Ein hohes Maß an Kundenbindung und -zufriedenheit ist besonders für die Weiterentwicklung des Geschäftsbereichs "Digital" von großer Bedeutung. Im Kern geht es darum, Kunden durch ein Kundenbetreuungskonzept langfristig und nachhaltig an das Unternehmen zu binden. Dies sichert zukünftige Umsatzerlöse, erwirtschaftet hohe Deckungsbeiträge und steigert die Profitabilität des Bereichs "Digital". Quantifizierbare Kenngrößen im Rahmen von Kundenbindung und Kundenzufriedenheit sind u.a. die Kündigungsquote sowie die Anzahl der Abschlüsse mit 24-monatiger statt 12-monatiger Vertragslaufzeit im Neugeschäft und die Entwicklung der Anzahl von Bestandskunden. Unter der Kündigungsquote versteht man die Anzahl von Vertragskündigungen einer Periode im Verhältnis zu den bestehenden Verträgen der Vorjahresperiode. Anrufvolumen im Bereich "Auskunft":Ursächlich für den seit Jahren beobachteten, kontinuierlichen und deutlichen Rückgang im Markt der Telefonauskunft ist das veränderte Nutzungsverhalten der Konsumenten in Richtung digitaler Informationsbeschaffung. Umso wichtiger ist es für telegate, eine möglichst exakte Vorhersage für die Entwicklung des Anrufvolumens zu treffen. telegate verfügt über ein effizientes Reportingsystem, bewährte Forecast-Modelle sowie jahrelange Erfahrungswerte. Neben einer verlässlichen Abschätzung der zu erwartenden Umsatzerlöse sind Informationen über das Anrufvolumen ebenso wichtig für die Planung der notwendigen Personalkapazitäten in den Call Centern. Mitarbeiterzufriedenheit:Nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg eines Unternehmens ist aus Sicht von telegate untrennbar mit einem hohen Maß an Mitarbeiterzufriedenheit verbunden. Dabei ist die Rekrutierung hochqualifizierter neuer Mitarbeiter ebenso wichtig, wie die Weiterentwicklung und Förderung der bestehenden Belegschaft. Vor diesem Hintergrund führt telegate regelmäßig unternehmensweite Mitarbeiterbefragungen durch. Das Ergebnis daraus ist der sogenannte HEI (Happy Employee Index), der die Gesamtzufriedenheit der Belegschaft im telegate-Konzern abbildet. Die daraus abgeleiteten Maßnahmen und Handlungsfelder leisten einen nicht unwesentlichen Beitrag dazu, telegate erfolgreich in die Zukunft zu führen. Wie im Vorjahr verzeichnet die telegate in diesem Bereich gute Resultate. 2.2 Geschäftsverlauf und Vergleich mit der Planung 2015Im Geschäftsjahr 2015 konnten wir unsere Ziele im Wesentlichen erreichen. Fortlaufend arbeitete die klicktel AG in allen Bereichen an prozessualen Verbesserungen zur Qualitätssicherung. Neben der Implementierung eines neuen Produktportfolios war das Geschäftsjahr von den Vorbereitungen bzw. der Durchführung des Marken-Relaunchs geprägt. Weiter wurden Kundensegmente analysiert, um individuelle Produktkonzepte und eine optimierte Marktabdeckung anbieten zu können. Bereits im ersten Quartal konnten wichtige Partnerschaften (z.B. mit Google) in diesem Zusammenhang verlängert werden. Mit dem Ziel, das Digital-Geschäft innerhalb der telegate-Gruppe in der klicktel AG zu konzentrieren, wurden und werden noch bis Mitte 2016 im Rahmen des Projekts "Marken-Relaunch" u.a. die dem Digital-Geschäft zugehörigen Verträge der Bestandskunden von der telegate AG auf die klicktel AG (bis zum 30. Juni 2015 "telegate Media AG") übertragen. Hierfür wurden weitestgehend alle Digital- und Supporteinheiten in der klicktel AG gebündelt. Dieses führte auch dazu, dass alle Vertriebsmitarbeiter (Telesales und Telemarketing), Mitarbeiter der Produktion, Buchhaltung, Technik, des Customer Care und den Personalabteilungen der Standorte Neubrandenburg und Rostock (an diesen Standorten gab es bisher ausschließlich Betriebsstätten der telegate AG) auf die klicktel AG übergegangen sind. Zur Sicherstellung des zukünftigen Erfolges wurde ein umfangreicher Projektplan mit dem Namen "Genesis" erarbeitet, welcher sich bereits in der Umsetzungsphase befindet. Dieses Projekt basiert hauptsächlich auf drei Säulen, die eine Neuausrichtung der klicktel AG, vor allem in den Bereichen des Produkt-Portfolios, der Wettbewerbsfähigkeit sowie der Vertriebsstrategie, sicherstellen sollen. Ziel ist es, eine große Zahl attraktiver und informativer Themenportale (sogenannte "Vertikale") zu etablieren, die sowohl Nutzer auf das zentrale digitale Branchenportal lenken, als auch unsere Produktleistung für Kunden der entsprechenden Branchen signifikant erhöhen wird. Dies geschieht durch eine noch höhere Sichtbarkeit im Internet und die Vermittlung von Aufträgen an die Kunden. Weiter wird die Organisationsstruktur des Unternehmens detailliert geprüft, um in allen Bereichen effizientere Ergebnisse zu erzielen. In diesem Zusammenhang wurden bereits umfassende Maßnahmen realisiert. Im Rahmen des neuen Vertriebsansatzes wurde der Fokus auf den Telesales gelegt. Daraus resultierend wurde im Oktober des Geschäftsjahres 2015 ein detaillierter und formaler Restrukturierungsplan zum Zwecke der Einstellung und Stilllegung des gesamten Außendienstes zum 31. Dezember 2015 bekannt gegeben. Damit reagierte die klicktel AG auf die anhaltend rückläufigen Neukundengeschäft-Volumina sowie die angespannte wirtschaftliche Situation des Unternehmens. Zudem wurde in der Management-Ebene in zwei Bereichen je eine Hierarchiestufe gestrichen, um zukünftig kostenbewusster und effizienter agieren zu können. Der strategische Fokus der klicktel AG im Geschäftsjahr 2015 lag auf Investitionen in Produkte und in die Marke, um nachhaltiges Umsatz- und Kundenwachstum zu forcieren. Zudem wurde ein Schwerpunkt auf umfassende Maßnahmen zur Steigerung der Qualität in allen Bereichen gelegt. Auch sind wesentliche Änderungen am Vertriebskonzept vorgenommen worden, um die Effizienz in diesem Bereich zu steigern. Die Umsatzerlöse haben 2015 insgesamt von 29,8 Mio. EUR auf 28,8 Mio. EUR leicht abgenommen. In der Prognose des Vorjahres war von Umsatzerlösen von etwa 29,3 Mio. EUR ausgegangen worden. Die Umsatzerlöse im Digitalgeschäft sind dabei leicht um 1 % von 24,9 Mio. EUR auf 24,6 Mio. EUR gefallen; die Planung ging für 2015 von 25,0 Mio. EUR aus. Eine anhaltende Profitabilität des Bereichs "Digital" zeigte sich noch nicht. Im Bereich der Auskunft sind die Umsatzerlöse um 11 % von 1,8 Mio. EUR auf 1,6 Mio. EUR zurückgegangen, die Software-Umsatzerlöse haben sich um 13 % von 3,0 Mio. EUR auf 2,6 Mio. EUR verringert. Die Vorjahresprognose sinkender Umsätze bei der Auskunft (1,3 Mio. EUR) war somit zutreffend. Ein weiter verbesserter Kundenservice sowie Kapazitätsanpassungen konnten den Rückgang der Umsatzerlöse somit nur zum Teil kompensieren. Im Software-Geschäft wurde das Ziel gleichbleibender Umsätze geringfügig verfehlt (3,0 Mio. EUR). Das Ziel, 2015 einen Jahresfehlbetrag von etwa -3,2 Mio. EUR zu erwirtschaften, konnte nicht erreicht werden. Letztlich steht 2015 ein Jahresfehlbetrag von -7,3 Mio. EUR zu Buche. Dies ist in der Hauptsache im Rückgang der Umsatzerlöse, dem erhöhten Personalaufwand sowie den gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen begründet. Die erhöhten Aufwendungen sind zu einem großen Teil der Konzentrierung des Digital-Geschäfts in der klicktel AG und dem damit verbundenen Mitarbeiterübergang von der telegate AG auf die klicktel AG zuzurechnen. Dies war in der letztjährigen Planung nicht berücksichtigt worden. Der Cashflow 2015 beträgt -0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,01 Mio. EUR). Die Planung des Cashflow erfolgt ausschließlich auf Konzernebene; Prognosen auf Einzelgesellschaftsebene liegen nicht vor. Die Gesellschaft verfügt über eine solide Ausstattung mit Liquidität. Zum Stichtag 31. Dezember 2015 umfasst der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 0,15 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). Hierbei definitionsgemäß nicht berücksichtigt sind allerdings die über das Cashpooling der telegate AG zur Verfügung gestellten Mittel (2,9 Mio. EUR, Vorjahr: 28,5 Mio. EUR). Wie eingangs erwähnt erfolgt die Steuerung der nicht-finanzbezogenen Kennzahlen über Konzernkennzahlen. Die Ziele bei den nicht-finanziellen Leistungsindikatoren wurden im Wesentlichen erreicht. Wichtige Kennzahlen zur Ermittlung der Kundenzufriedenheit blieben konstant oder zeigten leichte Verbesserungen. Die im Vorjahr bereits verbesserte Quote gekündigter Verträge wurde bestätigt. Der Anteil der Neukundenverträge mit einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten entwickelte sich erfreulich. Im laufenden Geschäftsjahr haben 62 % der Neukunden einen 24-Monatsvertrag unterzeichnet. Bezüglich der Bestandskundenentwicklung ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 8 % zu verzeichnen. Zum 1. Juli 2015 wurde Christian Maar, Experte für digitale Transformation, Marketing und Vertrieb, in den Vorstand der klicktel AG bestellt und übernahm den Vorstandsvorsitz. Franz Peter Weber, Vorstand der klicktel AG, legte im Einvernehmen mit der Gesellschaft sein Mandat als Vorstand zum 30. September 2015 nieder. Zum 1. Juli 2015 wurde die telegate Media AG in klicktel AG umfirmiert. 3 Finanzwirtschaftliche Situation3.1 Entwicklung der Ertragslage 2015Die Umsatzerlöse beliefen sich 2015 insgesamt auf 28,8 Mio. EUR und lagen damit 3 % unter dem Vorjahreswert von 29,8 Mio. EUR. Die Umsatzerlöse im Digitalgeschäft sind dabei um 1 % von 24,9 Mio. EUR auf 24,6 Mio. EUR gefallen. Im Bereich der klassischen Auskunft sind die Umsatzerlöse um 11 % von 1,8 Mio. EUR auf 1,6 Mio. EUR zurückgegangen. Die Software-Umsatzerlöse entwickelten sich ebenfalls zurück von 3,0 Mio. EUR auf 2,6 Mio. EUR, ein Rückgang von 13 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 4,0 Mio. EUR gegenüber 3,5 Mio. EUR aus dem Vorjahr, was einem Anstieg von 14 % entspricht. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch deutlich höhere Erträge aus Intercompany-Leistungsbeziehungen. Der Materialaufwand hat sich von 10,2 Mio. EUR auf 10,4 Mio. EUR um 2 % erhöht. Der Personalaufwand ist um 11 % von 18,8 Mio. EUR auf 20,8 Mio. EUR angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von im Vorjahr 6,6 Mio. EUR auf 8,6 Mio. EUR erhöht, was einer Zunahme von 30 % entspricht. Die zuvor erwähnten Veränderungen in der Kostenstruktur sind vor allem Ausdruck der Konzentrierung des Digital-Geschäfts in der klicktel AG sowie der Einstellung des Vertriebs über den Außendienst. Die Position sonstige Zinsen und ähnliche Erträge hat von 0,9 Mio. EUR auf 0,7 Mio. EUR abgenommen, was im Wesentlichen dem Rückgang der Intercompany-Zinserträge geschuldet ist. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind von 0,09 Mio. EUR auf 0,4 Mio. EUR angestiegen, was vor allem im Anstieg der Intercompany-Zinsaufwendungen begründet ist. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich von -2,1 Mio. EUR auf -7,3 Mio. EUR um weitere -5,2 Mio. EUR verschlechtert. Begründet ist dies in der Hauptsache im Rückgang der Umsatzerlöse, dem erhöhten Personalaufwand sowie den gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die erhöhten Aufwendungen sind zu einem größeren Teil der Konzentrierung des Digital-Geschäfts in der klicktel AG zuzurechnen. Der Jahresfehlbetrag liegt im abgelaufenen Jahr bei -7,3 Mio. EUR gegenüber einem Jahresfehlbetrag von -2,1 Mio. EUR aus dem Vorjahr. 3.2 Vermögens- und Finanzlage3.2.1 InvestitionenDie Gesamtinvestitionen der klicktel AG belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 2,8 Mio. EUR und haben im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Mio. EUR zugenommen (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR). Der Anstieg ist im Wesentlichen im sukzessiven Erwerb des Kundenstamms/Digital von der telegate AG begründet (2,3 Mio. EUR, Vorjahr: 0 EUR); der vollständige Erwerb des Kundenstamms/Digital wird voraussichtlich Mitte 2016 abgeschlossen sein. 3.2.2 BilanzDie Bilanzsumme der klicktel AG hat sich zum 31. Dezember 2015 von 39,0 Mio. EUR auf 19,5 Mio. EUR verringert. Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Mio. EUR von 1,1 Mio. EUR auf 3,4 Mio. EUR erhöht, was vor allem im sukzessiven Erwerb des Kundenstamms/Digital von der telegate AG begründet ist (2,3 Mio. EUR, Vorjahr: 0 EUR); der vollständige Erwerb des Kundenstamms/Digital wird voraussichtlich Mitte 2016 abgeschlossen sein. Beim Umlaufvermögen kam es zu einer Abnahme gegenüber dem Vorjahr um 21,8 Mio. EUR von 37,6 Mio. EUR auf 15,8 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben dabei um 0,5 Mio. EUR zugenommen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 22,1 Mio. EUR gefallen (8,9 Mio. EUR, Vorjahr: 31,0 Mio. EUR). Dies ist vor allem der Verrechnung von Cashpool-Forderungen mit Intercompany-Verbindlichkeiten im Mai 2015 zuzuschreiben. Diese steht im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2014 im Handelsregister eingetragenen Kapitalherabsetzung zwecks Rückzahlung an den Gesellschafter (telegate AG) - Dimension: 20,0 Mio. EUR. Die sonstigen Vermögensgegenstände nahmen um 0,03 Mio. EUR zu. Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten haben sich um 0,14 Mio. EUR von 0,29 Mio. EUR auf 0,15 Mio. EUR leicht verschlechtert. Das Eigenkapital hat um 7,3 Mio. EUR abgenommen (3,4 Mio. EUR, Vorjahr: 10,7 Mio. EUR). Der Grund hierfür liegt im Ausweis eines Jahresfehlbetrages (-7,3 Mio. EUR, Vorjahr: -2,1 Mio. EUR). Zum Stichtag 31. Dezember 2015 weist die klicktel AG einen Bilanzverlust von -5,7 Mio. EUR aus (Vorjahr: Bilanzgewinn 1,6 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote liegt zum 31. Dezember 2015 bei 17,6 % (31. Dezember 2014: 27,5 %). Die sonstigen Rückstellungen haben von 2,9 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR zugenommen. Wesentliche Posten sind die Rückstellungen für den Personalbereich, sonstige variable Aufwendungen für bezogene Leistungen und Drohverlustrückstellungen. Die Verbindlichkeiten haben insgesamt um 13,1 Mio. EUR abgenommen (11,2 Mio. EUR, Vorjahr: 24,3 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum Stichtag 31. Dezember 2015 auf 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 13,0 Mio. EUR gesunken (10,2 Mio. EUR, Vorjahr: 23,2 Mio. EUR). Ein wesentlicher Grund hierfür ist die Verrechnung von Intercompany Cashpool-Forderungen mit Intercompany-Verbindlichkeiten im Mai 2015. Diese steht im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2014 beschlossenen und im Handelsregister eingetragenen Kapitalherabsetzung zwecks Rückzahlung an den Gesellschafter (telegate AG) - Dimension: 20,0 Mio. EUR. Darüber hinaus hat die telegate AG im abgelaufenen Geschäftsjahr diverse Lieferungen und Leistungen (3,3 Mio. EUR) sowie im umsatzsteuerlichen Organkreis begründete Umsatzsteuerverrechnungen (3,7 Mio. EUR) fakturiert, die noch nicht beglichen bzw. verrechnet wurden. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich von 0,4 Mio. EUR auf 0,6 Mio. EUR leicht erhöht. Die klicktel AG hat keine langfristigen Verbindlichkeiten, keine Verbindlichkeiten in Fremdwährungen sowie keine Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Fremdkapitalquote beträgt 82,4 % (Vorjahr: 72,5 %). 3.2.3 Cashflow & FinanzierungDas Finanzmanagement der klicktel AG stellt sicher, dass die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen sowie gleichzeitig eine angemessene Rendite aus der Anlage der überschüssigen Liquidität zu erzielen. Die klicktel AG konnte im Verlauf des Jahres den entstanden Finanzmittelbedarf durch Eigenmittel decken. Die Entwicklung der Liquidität im abgelaufenen Jahr war hauptsächlich geprägt von rückläufigen Erträgen aus dem operativen Geschäft. Die klicktel AG weist zum Stichtag 31. Dezember 2015 eine Liquidität (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) von 0,15 Mio. EUR aus (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). Der Cashflow (Veränderung der Liquidität zum Vorjahr) beläuft sich in 2015 auf -0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,01 Mio. EUR). 4 NachtragsberichtZu berichtende Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Abschluss des Geschäftsjahres bis zum Aufstellungszeitpunkt dieses Lageberichtes aufgetreten sind, lagen nicht vor. 5 Forschung und EntwicklungGrundlagenforschung im ursprünglichen Sinn wird von der klicktel AG als Dienstleistungsunternehmen nicht betrieben, so dass hierfür keine Forschungskosten ausgewiesen wurden. Allerdings sind im Rahmen von internen Projekten Entwicklungskosten für interne Softwareerstellung angefallen, die der Umsatzgenerierung der Geschäftsbereiche "Auskunft" und "Digital" gedient haben. Eine Aktivierung dieser Kosten wird für HGB-Zwecke nicht vorgenommen. 6 MitarbeiterFür die klicktel AG ist ihre qualifizierte Belegschaft ein zentrales Element, um den Erfolg des Unternehmens auch in Zukunft sicherzustellen. Die Rekrutierung hochqualifizierter neuer Mitarbeiter ist dafür eine wichtige Säule. Ebenso wichtig ist es der klicktel AG, die bestehende Belegschaft weiterzuentwickeln und zu fördern, um sie langfristig an das Unternehmen zu binden. Vor dem Hintergrund des immer wichtiger werdenden Faktors "Mitarbeiterzufriedenheit" hat die telegate AG auch 2015 wieder eine konzernweite Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Die Ergebnisse waren erneut vielversprechend. Der HEI (Happy Employee Index), eine unternehmensinterne Kennzahl zur Messung der Gesamtzufriedenheit der Mitarbeiter, ist mit 2,0 (Vorjahr: 2,0) weiter positiv zu bewerten. Die Ergebnisse der Befragung belegen, dass die telegate-Mitarbeiter weiterhin zufrieden mit dem Unternehmen waren und ein anhaltendes Bewusstsein für das Unternehmen und ihre Möglichkeiten zur Mitgestaltung haben. Zum 31. Dezember 2015 beschäftigte die klicktel AG 478 Mitarbeiter (Kopfzahl; Definition der Arbeitnehmer gem. § 267 HGB). Das sind 145 mehr als noch ein Jahr zuvor (Vorjahr: 333). Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus der Verlagerung des Geschäftsbereichs "Digital" von der telegate AG in die klicktel AG. Dem gegenüber steht ein gegenläufiger Effekt durch die Reduzierung von Personal in Verwaltung und Overhead im Rahmen der Anpassung struktureller Kosten. 7 Chancen- und Risikomanagement7.1 Allgemeine ErläuterungenUm Risiken frühzeitig zu erkennen und Chancen ausreichend nutzen zu können, ist die klicktel AG als 100 %-ige Tochtergesellschaft der telegate AG vollständig in deren Risikomanagementsystem integriert. Nachfolgend werden unter "telegate" beide Gesellschaften zusammen angesprochen. Die Etablierung eines effektiven Risiko- und Chancenmanagementsystems hat für telegate einen bedeutenden Stellenwert. Risiko bedeutet dabei für telegate sowohl die Gefahr möglicher Verluste als auch die entgangener Gewinne. Beides kann sowohl durch interne als auch externe Faktoren ausgelöst werden. Das Risikomanagementsystem der telegate beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken im Rahmen der unternehmerischen Betätigung. Die ständige Herausforderung für die telegate besteht darin, die etablierten Teilsysteme der Risikobetrachtung zusammenzuführen und zu einem integrierten, unternehmensweiten Risikomanagementsystem mit dynamischen Strukturen weiterzuentwickeln. Damit das Risikomanagementsystem funktioniert, orientiert sich die telegate nicht nur an den Zielen des Unternehmens sondern auch an dessen Vision, Strategie und Unternehmenskultur. Aufgrund der wachsenden Komplexität im Umfeld des Risikomanagements (wie Treasury, Compliance etc.) werden bei der telegate auch die Abhängigkeiten der Teilsysteme beleuchtet, was die Effizienz des Risikomanagementsystems verbessert hat. Das Risikomanagement der telegate dient der Früherkennung, Beurteilung und Steuerung interner und externer Risiken und Chancen. Ziel ist es, materielle Risiken für die Gesellschaft rechtzeitig zu identifizieren, um entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Risiken sind einerseits potenzielle unternehmensinterne und -externe Entwicklungen, die sich negativ auf die Erreichung der strategischen und operativen Ziele der Gesellschaft auswirken können und andererseits bestehende Potenziale des Marktes oder Potenziale erhöhter Wirtschaftlichkeit in der Wertschöpfung, die nicht gehoben werden können. Das Chancen- und Risikomanagement der telegate ist in der Strategieentwicklung verankert und fließt in alle weiteren Planungsprozesse mit ein. Beispielsweise werden in jährlichen Planungsrunden alle Geschäftsaktivitäten auf Chancen und Risiken hin untersucht und bewertet. Daraus werden wiederum Ziele (insbesondere Umsatz- und Ergebnisziele) abgeleitet, deren Erfüllung zum Budgetprozess sowie den rollierenden Forecasts durch den Planungsverantwortlichen aus dem Bereich Controlling kontrolliert wird. Das Chancen- und Risikomanagementsystem der telegate wird regelmäßig auf Effizienz und Zweckmäßigkeit überprüft. Der Vorstand der telegate AG und klicktel AG wird regelmäßig über die Risikolage in der Gesellschaft informiert. Darüber hinaus überwacht der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, das Risikomanagementsystem. Um ein verantwortungsvolles Handeln sicherzustellen, verfügt die Gesellschaft über ein Compliance Committee. Dieses berät die Vorstände hinsichtlich aller Fragen der Compliance. Hierzu zählen Vorschläge zur Prävention, zu Prozessverbesserungen und zu möglichen Sanktionen. Weiter diskutiert das Gremium mögliche Verbesserungen auch im Hinblick auf neue gesetzliche Anforderungen. 2014 wurde das Compliance-System insbesondere auf Vertriebsprozesse hin ausgerichtet und 2015 weiterentwickelt. Hierzu gehören operative und organisatorische Maßnahmen. So wurde z.B. sehr erfolgreich ein zusätzlicher Qualitätsprozess zur Verbesserung der Verkaufsberatung eingeführt. Das gesamte Compliance-System wurde im Vorjahr durch eine externe Anwaltskanzlei einem unabhängigen Audit unterzogen. Im Resultat wurde vor allem im Hinblick auf die Vertriebsprozesse und die Compliance-Kultur im Unternehmen eine sehr hohe Qualität festgestellt. 7.2 Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem, interne Revision und anlassbezogene externe AuditsDie klicktel AG ist keine kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB. Dennoch werden nachfolgend gemäß § 289 Abs. 5 HGB die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess beschrieben. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. Die klicktel AG versteht das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnt sich an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261 Tz. 19 f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4) an. Unter einem internen Kontrollsystem werden demnach die vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind.
Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und dem Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind im Unternehmen folgende Strukturen und Prozesse implementiert: Die Gesamtverantwortung für das IKS bei der klicktel AG liegt beim Vorstand. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle strategischen Geschäftsfelder eingebunden. Hierzu finden monatliche Meetings mit den Ressort-und Geschäftsfeldverantwortlichen statt, bei welchen alle relevanten Steuerungskennzahlen des operativen Geschäfts diskutiert werden. Die im Rechnungslegungsprozess mitwirkenden Abteilungen und Bereiche werden in quantitativer und qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet. Für die Rechnungslegung gelten einheitliche Richtlinien zur Bilanzierung. Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden regelmäßig auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Durch hierfür eingesetzte Software finden programmierte Plausibilitätsprüfungen statt. Rechnungslegungsrelevante Informationen werden kontinuierlich mit dem Leiter Controlling und Leiter Rechnungswesen ausgetauscht sowie in regelmäßig stattfindenden Besprechungen an den Vorstand kommuniziert. Außerdem wird zur Kontrolle wichtiger Vorgänge das Vier-Augen-Prinzip angewendet, beispielsweise im Rahmen von Bestellungen sowie Rechnungen bzw. Zahlungsläufen. Die Bestätigung der Prüfung und Zahlungsanweisungen haben mit Unterschrift und Datum zu erfolgen. Auch werden eingegangene Rechnungen den entsprechenden Abteilungen im Vier-Augen-Prinzip zur sachlichen und rechnerischen Prüfung vorgelegt. Dieses Prinzip besagt, dass keine einzelne Person alleine verantwortlich für einen Prozess sein darf. Vielmehr müssen fachlich dazu ausreichend geeignete Personen den Vorgang bearbeiten, um mögliche Abweichungen und Kontrollschwächen zu erkennen und auszuschalten. Konkret bedeutet dieses, dass der Besteller durch seine Unterschrift bestätigen muss, dass die Ware eingegangen ist bzw. die Dienstleistung erbracht wurde und der Bestellung entspricht. Die Prüfung soll unverzüglich erfolgen und mit einer Kostenstellenkontierung an den Vorgesetzten bzw. Kostenstellenverantwortlichen weitergeleitet werden, damit dieser die Zahlung freigeben kann. Als letzte Instanz für die Ordnungsmäßigkeit lösen zwei Unterschriftsberechtigte mit Bankvollmacht die Zahlung aus. Neben dem IKS in der klicktel AG gibt es diese Kontrollebenen auch auf Konzernebene. Konzernweite Kontrollen werden von zentralen Einheiten wie der Finanz-, Personal- oder der Rechtsabteilung gesteuert und sind auch zentral dokumentiert. Ein typisches Beispiel hierfür ist die zentrale Genehmigung von Investitionen. Des Weiteren wird das IKS durch IT-Systeme gestützt, die regelmäßig auf ihre Effizienz hin kontrolliert werden. Bei den im Rechnungswesen eingesetzten Finanzsystemen handelt es sich, soweit möglich, um Standardsoftware. Durch entsprechende Sicherheits- bzw. Berechtigungskonzepte sind diese Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, dessen wesentliche Merkmale zuvor beschrieben sind, soll sicherstellen, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt sowie in die Rechnungslegung übernommen werden. Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung adäquater Software sowie klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben stellen die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar. Auch die klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie verschiedene Kontroll- und Überprüfungsmechanismen, wie sie zuvor genauer beschrieben sind, ermöglichen es, eine korrekte und verantwortungsbewusste Rechnungslegung sicherzustellen. Im Einzelnen wird so erreicht, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften sowie internen Richtlinien erfasst, verarbeitet und dokumentiert und zeitnah und buchhalterisch korrekt erfasst werden können. Gleichzeitig soll damit sichergestellt werden, dass Vermögensgegenstände und Schulden im Jahresabschluss zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet sowie verlässliche und relevante Informationen vollständig und zeitnah bereitgestellt werden. 7.3 Unternehmensweite ChancenDa die Chancen der klicktel AG unter dem Dach der telegate AG verantwortet und gesteuert werden, werden im Folgenden bei der Quantifizierung der Chancen die kumulierten Werte der telegate AG und der klicktel AG betrachtet; unter "telegate" werden insoweit beide Gesellschaften zusammen angesprochen. Um das Chancen-Potential der telegate zu ermitteln, werden die Chancen mit einer prozentualen Eintrittswahrscheinlichkeit gewichtet und in ihrer Auswirkung, bezogen auf die Geschäftsziele bzw. auf das Unternehmensergebnis, betraglich bewertet. Abschließend erfolgt ein Ranking nach Netto-Auswirkung bzw. gewichteter Auswirkung auf das Unternehmensergebnis. Marktentwicklung im Geschäftsbereich "Digital"Es ist davon auszugehen, dass in den nächsten Jahren ein fortlaufendes Marktwachstum in dem für telegate relevanten Geschäftsbereich zu verzeichnen sein wird und sich anhaltende Trends weiter fortsetzen werden. Basierend auf zahlreichen Publikationen wird dabei von einem erheblichen Wachstum ausgegangen. Eine im Auftrag der telegate AG durchgeführte Studie aus dem Jahr 2012 zeigt, dass die deutschen Verbraucher zunehmend im Internet nach regionalen Firmen und Dienstleistern suchen, wobei gerade die mobile Internetsuche einen immer höheren Stellenwert einnimmt. Mit zahlreichen gewerblichen Suchanfragen im Jahr 2015 hat sich telegate mit den Online-Branchenbüchern "klicktel.de" und "11880.com" eine sehr gute Position in diesem Markt geschaffen. Die große Anzahl von Suchanfragen im gewerblichen Kontext ist für telegate ein zentrales Asset beim Verkauf von Online-Werbeprodukten an KMU. Mit Produkten rund um die Erstellung von Internetpräsenzen, dem Verkauf von prominent platzierten Werbeeinträgen sowie Maßnahmen zur Suchmaschinen-Optimierung hat sich telegate zu einem der größten Anbieter von Komplett-Lösungen von regionaler Online-Werbung für KMU in Deutschland entwickelt. Sollte sich die Effizienz bzw. Produktivität des Vertriebs im Digitalgeschäft um 13 % besser entwickeln als erwartet, entspräche das im ersten Jahr einem Umsatzplus von ca. 1,5 Mio. EUR. Im Umkehrschluss birgt dieser Sachverhalt bei einer niedrigeren Vertriebsproduktivität als erwartet ein ebenso großes Risiko. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich keine wesentliche Änderung in der Ausprägung dieser Chance ergeben. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird mit 13 % bewertet. Produktneueinführungen und ProduktverbesserungenDie telegate entwickelt und verbessert laufend das Produktportfolio, um den Markt-und Kundenbedürfnissen besser zu entsprechen und um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. In der 2. Jahreshälfte 2015 begann die Entwicklung der neuen Produktsparte "Vertikale". Der Vertriebsstart erfolgt in Q1 2016. Erfolgsbestimmender Parameter ist die Abschlussquote, die aufgrund mangelnder Erfahrungswerte unsicher ist. Aufgrund der nachlaufenden Umsatz- und Ergebnisentwicklung impliziert dieses Geschäft für 2016 jedoch nur ein begrenztes Ergebnisrisiko. Bei einer um 25% geringeren Abschlussquote wird das Ergebnis 2016 mit 0,2 Mio. EUR belastet. Im Betrachtungszeitraum 2018 steigt das Gesamtrisiko auf 0,6 Mio. EUR. Bei einer um 25 % höheren Abschlussquote verbessert sich das Ergebnis in 2016 um 0,2 Mio. EUR und das Ergebnis mittelfristig um 0,6 Mio. EUR. Entwicklung der Kündigungsquote im Geschäftsbereich "Digital"Durch strukturelle Prozess- und Organisationsänderungen hat sich das Bestandskundenmanagement im Bereich "Digital" in den letzten Jahren stetig verbessert. Durch eine gestiegene Kundenzufriedenheit und damit erhöhte Kundenbindung konnte die Kündigungsquote sukzessive gesenkt werden. Sollte telegate bei der Kundenzufriedenheit und damit auch bei der Kundenbindung größere Fortschritte machen als geplant, so hätte dieses positive Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung. Würde sich demnach die Kündigungsquote um 3 %-Punkte niedriger entwickeln als geplant, so würde sich das in um 0,5 Mio. EUR höheren Umsatzerlösen niederschlagen. Im Umkehrschluss birgt dieser Sachverhalt bei einer höheren Kündigungsquote als erwartet ein ebenso großes Risiko. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich keine wesentliche Änderung in der Ausprägung dieser Chance ergeben. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird mit 25 % bewertet. Marktentwicklung im Bereich "Auskunft"Aufgrund des Wandels der Mediennutzung von klassischen hin zu digitalen Medien, ist der Markt für die Telefonauskunft seit vielen Jahren rückläufig. Diese negative Entwicklung des Anrufvolumens ist in der Geschäftsplanung für das Jahr 2015 abgebildet. Es besteht jedoch die, wenn auch geringe, Chance, dass der Markt weniger stark abnimmt als geplant. Dieses hätte positive Auswirkungen auf die Entwicklung des Anrufvolumens und der Umsatzerlöse. Sollte das Anrufvolumen der Telefonauskunft von telegate um 3 Prozent weniger stark sinken als erwartet, so würde dies um 0,4 Mio. EUR höhere Umsatzerlöse bewirken. Im Umkehrschluss birgt dieser Sachverhalt bei einem höheren Rückgang des Anrufvolumens als erwartet ein ebenso hohes Risiko. Aufgrund des stetig sinkenden Anrufvolumens hat sich die Ergebniswirkung dieser Chance gegenüber Vorjahr entsprechend verringert. Zusammenfassende Darstellung der ChancenInsgesamt haben sich die der telegate bietenden Chancen gegenüber dem Vorjahr aus operativer Sicht nicht wesentlich geändert. 7.4 Unternehmensweite RisikenDa die Risiken der klicktel AG unter dem Dach der telegate AG verantwortet und gesteuert werden, werden im Folgenden bei der Quantifizierung der Risiken die kumulierten Werte der telegate AG und der klicktel AG betrachtet; unter "telegate" werden insoweit beide Gesellschaften zusammen angesprochen. Wie zuvor angeführt, stellen die erläuterten Chancen bei einer negativen Entwicklung Risiken in entsprechender Höhe dar. Wesentliche, durch Gegenmaßnahmen beeinflussbare Risiken werden nachfolgend beschrieben. Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten bestandsgefährdenden Charakter für die telegate aufweisen, werden die Risiken mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit gewichtet und in ihrer Auswirkung, bezogen auf die Ziele bzw. auf das Unternehmensergebnis, betraglich bewertet. Zur Fokussierung und Priorisierung erfolgt abschließend ein Ranking der wesentlichen Risiken nach Netto-Auswirkung bzw. gewichteter Auswirkung auf das Unternehmensergebnis. Finanz- und LiquiditätsrisikenBei Ausfall des Inkassodienstleisters kann es zu einem zeitlich begrenzten Datenverlust kommen, der zu einem Verlust der anhängigen Forderung führt. telegate wäre gezwungen, einen neuen Dienstleister auszuwählen und in die Inkasso-Prozesse einzubinden, was einen entsprechenden zeitlichen Vorlauf erfordern würde. Das Risiko wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 5 % bemessen und führt zu einem negativen Ergebniseffekt von 1,8 Mio. EUR. Es besteht das Risiko, dass es trotz der getroffenen Kontrollen und Maßnahmen von telegate zu unrechtmäßigen Veröffentlichungen kommt. So besteht die Möglichkeit, dass Informationen versehentlich oder verfrüht an die Öffentlichkeit gelangen, wie beispielsweise Informationen zur Strategie, zu Fusionen und Übernahmen oder unveröffentlichten Finanzergebnissen. Das Risiko wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 2 % bemessen und führt zu einem negativen Ergebniseffekt von 2,0 Mio. EUR. Marktrisikentelegate führt seine Vertriebstätigkeit bzw. Kundenansprache im Bereich "Digital" hauptsächlich im Outbound durch. Es besteht das Risiko einer negativen Berichterstattung bezüglich der Verkaufsgesprächsführung, unter anderem auch in sozialen Netzwerken, was zu Imageschäden des Unternehmens führen könnte. telegate hat eine Reihe von Vorkehrungen zur Prävention getroffen, die unter anderem in der Prozess- und Organisationsstruktur verankert sind. Hierzu zählen vorgeschriebene Schulungen für alle Mitarbeiter, Standards für eine korrekte interne und externe Kommunikation (auch für die externe Kommunikation des Vertriebs im Digitalgeschäft) sowie technische Sicherheitsmaßnahmen in Bezug auf die unternehmensweiten Kommunikationskanäle. Die Eintrittswahrscheinlichkeit liegt bei 15 % und führt im Schadensfall zu einem negativen Ergebniseffekt in Höhe von 4,1 Mio. EUR. Im Geschäftsbereich "Digital" werden die Produkte auch im Outbound vertrieben. Dieser Vertriebsweg ist konform mit der derzeitigen Gesetzgebung. Es besteht ein geringes Risiko, dass der Gesetzgeber den telefonischen Kontakt zu Unternehmenskunden zukünftig weiter einschränkt. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, begleitet die Rechtsabteilung der telegate intensiv diese Thematik. Im Schadensfall würde ein negativer Ergebniseffekt in Höhe von 2,6 Mio. EUR entstehen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit beträgt 10 %. Regulatorische RisikenDie Geschäftstätigkeit der telegate ist unter anderem von Entscheidungen der Gesetzgeber und Regulierungsbehörden abhängig. Hierzu zählen auch die Regelungen über die Zuteilung von Rufnummern. Die Regulierungsvorschriften bestimmen zum Beispiel, welche Auskunftsdienste von telegate erbracht werden können und wie die Zuteilung der Auskunftsnummern erfolgt. So könnte beispielsweise die Verletzung von Zuteilungsregeln für Auskunftsnummern zu einer Abmahnung durch die Regulierungsbehörde bzw. in letzter Konsequenz zum Entzug einer Rufnummer führen. Es besteht ein, wenn auch sehr geringes, Risiko mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 0,5 %, dass der telegate erteilte Rufnummern wieder entzogen werden. Sollte dieser Schadensfall eintreten, so würde der negative Ergebniseffekt 10,1 Mio. EUR betragen. Zusammenfassende Darstellung der RisikolageDie derzeit größten Herausforderungen für die telegate liegen in den genannten regulatorischen und rechtlichen Risiken. Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich das Volumen des Nettorisikos (Summe über die mit der Eintrittswahrscheinlichkeit bewerteten Schadenshöhen aller Einzelrisiken) im Vergleich zum Vorjahr weiter verringert hat. So ging das Nettorisikovolumen in 2015 um 15 % (bzw. -0,4 Mio. EUR) auf 2,2 Mio. EUR zurück. Ursache für diesen Rückgang war sowohl die Neubewertung von Risiken als auch der Wegfall von Altrisiken. Interne und externe Optimierungsmaßnahmen sollen dafür Sorge tragen, die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die Ergebniseffekte im Eintrittsfall weiter zu verringern. Gegenwärtig wurden keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. telegate ist überzeugt, dass die Herausforderungen, die sich aus den oben genannten Risiken ergeben, weiterhin erfolgreich gemeistert werden. 8 AusblickDie hier getroffenen Aussagen basieren auf der im Dezember 2015 von Vorstand und Aufsichtsrat verabschiedeten operativen Planung für das Geschäftsjahr 2016. Grundlage sind die Zielsetzungen der Bereiche "Auskunft" und "Digital". 8.1 UnternehmensstrategieDie Unternehmensstrategie für das Geschäftsjahr 2016 ist maßgeblich vom bereits gestarteten Projekt Genesis geprägt. In diesem mehrstufigen Projekt werden umfassende Maßnahmen zur angestrebten Neuausrichtung des Unternehmens vorangetrieben. Dieses Projekt basiert hauptsächlich auf drei Säulen, die eine Neuausrichtung der telegate-Gruppe, vor allem in den Bereichen des Produkt-Portfolios, der Wettbewerbsfähigkeit sowie der Vertriebsstrategie sicherstellen sollen. Ziel ist es, auf Basis des digitalen Branchenbuches für den Kunden attraktive Vertikalen zu schaffen, um neue Kunden zu generieren. Bereich "Digital"2016 liegt der strategische Fokus auf der Umsetzung des Projektes Genesis. Umfangreiche Investitionen in neue Produkte und die Marke sowie eine optimierte Unternehmensstruktur, ein verbessertes Produktportfolio und der Aufbau von Vertikalen werden ein nachhaltiges Umsatz- und Kundenwachstum ermöglichen. Im Bereich des Neukundengeschäfts wird im Geschäftsjahr 2016 an einer merklichen Steigerung gearbeitet. Diese Steigerung soll durch die Umsetzung diverser Maßnahmen erreicht werden. Dazu gehören zum Beispiel die Einführung neuer Produkte sowie die Verbesserung der Verkaufsprozesse und umfassende Maßnahmen zur Steigerung bzw. Sicherstellung der Qualität in allen Unternehmensbereichen. Auch im Bestandskundengeschäft will die klicktel AG mit Hilfe eines Maßnahmenkataloges Erfolge erzielen, um den Ende 2015 bereits entschieden verringerten Kundenverlust in eine signifikante Steigerung des Kundenbestandes im Jahr 2016 zu entwickeln. Dabei steht die positive Entwicklung von zwei zentralen Kennzahlen im Fokus: die Kündigungsquote und die Entwicklung des Nettokundenbestandes. 2015 lag die Kündigungsquote bei durchschnittlich 29 % und bestätigt somit den erzielten Vorjahreswert. Für das zweite Halbjahr 2016 ist eine weitere leichte Reduzierung geplant. Erreicht werden soll dieses Ziel durch eine Reihe von Maßnahmen. Dazu gehören die bereits eingeleiteten Optimierungen des Großprojektes Genesis. Diese Maßnahmen werden auch den Bestandskunden helfen, ihre Online-Präsenz zu optimieren. Das zweite zentrale Ziel ist die Steigerung des Kundenbestandes als Basis für Upselling- und Verlängerungsumsätze. Das Kundenwachstum soll u.a. durch den Verkauf von niedrig bepreisten Einstiegsprodukten und nachhaltigen Produkten in den Vertikalen sichergestellt werden. Die klicktel AG rechnet vor allem aufgrund der Schaffung neuer Vertikalen mit einem signifikanten Kundenzuwachs. Zudem wird durch einen Relaunch des Portals die Leistung der Produkte für Neu- und Bestandskunden mit maßgeblichen Verbesserungen deutlich erhöht. Insgesamt plant die klicktel AG im Geschäftsbereich "Digital" 2016 mit Umsatzerlösen von etwa 29,5 Mio. EUR (hierin enthalten sind Software-Umsatzerlöse von 2,8 Mio. EUR). 2015 lagen diese bei 27,2 Mio. EUR (enthaltener Anteil an Software-Umsatzerlösen: 2,6 Mio. EUR). Bereich "Auskunft"Im Bereich "Auskunft" erwartet die klicktel AG, dass der negative Trend beim Anrufvolumen in Deutschland auch 2016 anhält. Hinsichtlich des Anrufvolumens bei der Telefonauskunft geht die klicktel AG für 2016 von einem Rückgang in der Größenordnung des Jahres 2015 aus. Die Rückgangsrate für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015 lag bei 29 %. Um diesem Rückgang umsatzseitig teilweise entgegenzuwirken, hat die klicktel AG auch 2015 weiter an der Steigerung des Umsatzes je Anruf gearbeitet. 2015 konnte hierbei eine Steigerung um 0,18 EUR je Anruf erreicht werden. Die klicktel AG geht davon aus, zukünftig nur noch geringere Steigerungen erreichen zu können. Neue Geschäftsmodelle werden geprüft, um den Rückgang im Geschäftsvolumen aufzufangen und den langfristigen Erfolg sicherzustellen. Die klicktel AG rechnet damit, im Bereich "Auskunft" 2016 Umsatzerlöse von etwa 1,1 Mio. EUR zu erwirtschaften. 2015 lagen die Umsatzerlöse bei 1,6 Mio. EUR. Die Planung der gesamten Umsatzerlöse der klicktel AG liegt für 2016 bei etwa 30,6 Mio. EUR. 2015 hatte die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von 28,8 Mio. EUR erwirtschaftet. Die Gesellschaft geht davon aus, dass sich 2016 ein Jahresfehlbetrag in der Größenordnung von -5,6 Mio. EUR aufgrund der weiteren Geschäftstransformation nicht vermeiden lassen wird. 2015 lag der Fehlbetrag bei -7,3 Mio. EUR. Eine Prognose für den Cashflow wird nicht abgegeben, da dieser auf Konzernebene geplant wird. Dennoch wird dieses KPI auf Basis des Monatsabschlusses im Ist beobachtet. Die unterschiedlichen Trends der beiden Geschäftsbereiche "Auskunft" und "Digital" führen dazu, dass die klicktel AG sich im Wesentlichen zu einem digitalen Unternehmen entwickelt. Auch 2016 wird dieser Bereich vorangetrieben. Jedoch arbeitet die klicktel AG auch an langfristigen Strategien im Bereich der klassischen Auskunft. 8.2 FinanzstrategieDie Finanzstrategie der klicktel AG verfolgt die langfristige Sicherung der Liquidität und die finanzielle Unterstützung der Entwicklung des digitalen Geschäfts. 9 Verbundene UnternehmenÜber die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat der Vorstand gemäß § 312 AktG einen gesonderten Bericht verfasst. Der Bericht enthält die abschließende Feststellung: "Wir erklären, dass unsere Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften im Geschäftsjahr 2015 nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und nicht benachteiligt worden ist. Rechtsgeschäfte mit Dritten sowie andere Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse von verbundenen Unternehmen wurden weder getroffen noch unterlassen."
Essen, 29. März 2016 Christian Maar, Vorstandsvorsitzender Michael Geiger, Vorstand Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015Bilanz zum 31. Dezember 2015 - HGB(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2015 - HGB(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)
Anhang für das Geschäftsjahr 2015A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss 2015Die telegate Media AG, Essen, wurde am 01. Juli 2015 in klicktel AG umfirmiert. Der Jahresabschluss der klicktel AG wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeAls Umsatzerlöse werden Erlöse aus dem Online-Marketing, aus Telefonauskunfts- und Vermittlungsdienstleistungen und aus dem Vertrieb von Auskunfts-Software ausgewiesen, sofern sie der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der klicktel AG zuzurechnen sind. Die Erfassung erfolgt entsprechend dem Realisationsprinzip bei Gefahrübergang beziehungsweise bei Erbringung der Leistung. Erlösschmälerungen werden von den Umsatzerlösen abgezogen. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen sowie etwaige außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer für Software wurde mit 3 bis 7 Jahren, für Lizenzen mit 3 bis 15 Jahren festgelegt; gegenüber dem Vorjahr gab es keine Anpassung der Nutzungsdauern. Die Sachanlagen sind mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen sowie etwaige außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauern für technische Anlagen und Maschinen bewegen sich zwischen 3 und 14 Jahren, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 15 Jahren; gegenüber dem Vorjahr gab es keine Anpassung der Nutzungsdauern. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden, da von untergeordneter Bedeutung, analog zu § 6 Absatz 2, Absatz 2a EStG bis zu einem Betrag von 150 EUR im Zugangsjahr sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst. Sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für geringwertige Wirtschaftsgüter 150 EUR jedoch nicht 1.000 EUR übersteigen, sind sie zwingend in einem jahresbezogenen Sammelposten zu erfassen und über fünf Jahre linear abzuschreiben (Poolbewertung). Dabei wird unabhängig vom Erwerbszeitpunkt im Jahr der Anschaffung ein Fünftel abgeschrieben. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um etwaige außerplanmäßige Abschreibungen, taxiert. Das Wahlrecht gem. § 253 Absatz 3 Satz 4 HGB wurde nicht in Anspruch genommen. Die Waren werden zu Anschaffungskosten gem. § 255 Absatz 1 HGB angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Forderungen werden regelmäßig zum Nominalwert bilanziert. Langfristige, unverzinste Forderungen sind mit dem Barwert zu erfassen. Ein Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird im Rahmen eines echten Factorings weiterveräußert. Risikobehaftete Posten werden durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für Digital-Produkte beinhalten zeitraumbezogene Leistungen und werden daher in Abhängigkeit vom Zeitablauf erfasst; die Erträge werden zum Zeitpunkt der Erfassung der Forderungen ausgewiesen. Sofern der Zahlungseingang vor Leistungserbringung erfolgt, ist die Abbildung über einen passiven Rechnungsabgrenzungsposten vorzunehmen. Sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt. Etwaige risikobehaftete Positionen werden auf den Börsen- oder Marktpreis oder - sofern diese Werte nicht feststellbar sind - auf den beizulegenden Wert berichtigt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag auszuweisen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Eigenkapitalposten sind zum Nennbetrag bewertet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gem. § 253 Absatz 2 HGB abzuzinsen. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigt die Abgrenzung der Umsatzerlöse des Online-Marketings (Produkte: Werbe-Eintrag, Google AdWords, Firmen-Websites) insofern bereits ein Zahlungseingang vor Leistungserbringung erfolgte. Weitere Ausführungen hierzu siehe unter "Forderungen". Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden regelmäßig zum Devisenkassamittelkurs zum Zugangszeitpunkt und am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB umgerechnet. C. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz1. AnlagevermögenDie Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist. 2. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide MittelZum Bilanzstichtag sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6.663 TEUR (i.V. 6.155 TEUR) ausgewiesen. Die hierauf bereits berücksichtigten Wertberichtigungen belaufen sich auf 2.528 TEUR (i.V. 2.242 TEUR). Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Intercompany-Forderungen und Cashpool-Konten von 8.924 TEUR (i.V. 31.043 TEUR), davon gegenüber dem Gesellschafter (telegate AG) insgesamt 8.924 TEUR (i.V. 31.043 TEUR). Die Cashpool-Forderungen betragen 2.910 TEUR (i.V. 28.482 TEUR). Der Anteil der Intercompany-Forderungen beläuft sich insgesamt auf 6.014 TEUR (i.V. 2.561 TEUR); sie enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (6.014 TEUR, i.V. 2.561 TEUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände (107 TEUR, i.V. 73 TEUR) betreffen in der Hauptsache debitorische Kreditoren (56 TEUR, i.V. 32 TEUR), Forderungen gegenüber Personal (21 TEUR, i.V. 7 TEUR) sowie Kautionen (13 TEUR, i.V. 13 TEUR). Die liquiden Mittel setzen sich aus Bankguthaben (143 TEUR, i.V. 288 TEUR) und Kasse (4 TEUR, i.V. 2 TEUR) zusammen. 3. Latente SteuernAufgrund eines bestehenden Aktivüberhangs wird von dem Aktivierungswahlrecht gem. § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und in der Folge auf die Bilanzierung latenter Steuern verzichtet. Differenzen zwischen der Handels- und der Steuerbilanz resultieren im Wesentlichen aus abweichenden Ansätzen bei den Drohverlustrückstellungen. Darüber hinaus ergeben sich aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge. Ein Teil der steuerlichen Verlustvorträge wurde aufgrund eines anhängigen Verfahrens (§ 8c KStG, Sanierungsklausel) vor dem Europäischen Gerichtshof weder im Rahmen der laufenden Steuerberechnung genutzt noch für Zwecke der latenten Steuern angesetzt. Gegen die von den Finanzbehörden insoweit geänderten Steuerbescheide wurde Einspruch eingelegt. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer ergab sich im Geschäftsjahr 2015 ein Steuersatz von 32,49 % (i.V. 32,19 %). 4. Entwicklung des Eigenkapitals 2015Die Entwicklung des Eigenkapitals lässt sich wie folgt darstellen:
Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 4.050.000 (i.V. 4.050.000) auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennwert). 5. SteuerrückstellungenFür das Berichtsjahr sind keine Steuerrückstellungen zu bilden (0 EUR, i.V. 19 TEUR). 6. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen (3.600 TEUR, i.V. 2.895 TEUR) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für sonstige variable Aufwendungen für bezogene Leistungen und Drohverlustrückstellungen (1.940 TEUR, i.V. 1.624 TEUR) sowie Rückstellungen für den Personalbereich (1.660 TEUR, i.V. 1.271 TEUR). 7. VerbindlichkeitenDie Laufzeiten der Verbindlichkeiten lassen sich wie folgt darstellen:
(*)
Sämtliche Verbindlichkeiten zum 31. Dezember
2014 waren kurzfristiger Natur (Laufzeit bis 1 Jahr). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Lohn- und Gehaltsbereich und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (508 TEUR, i.V. 322 TEUR) sowie kreditorische Debitoren (99 TEUR, i.V. 106 TEUR). D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. UmsatzerlöseDie Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen für die Jahre 2015 und 2014 ist dem Anhang als Anlage beigefügt. 2. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 4.009 TEUR (i.V. 3.521 TEUR) betreffen im Wesentlichen Erträge aus Intercompany-Verrechnungen (3.162 TEUR, i.V. 2.515 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (410 TEUR, i.V. 630 TEUR) und Erträge aus verrechneter Kfz-Gestellung (349 TEUR, i.V. 338 TEUR). 3. Personalaufwand
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und SachanlagenImmaterielle Vermögensgegenstände wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von 222 TEUR (i.V. 148 TEUR) abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Sachanlagen betragen 279 TEUR (i.V. 393 TEUR). Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden in Höhe von 61 TEUR (i.V. 51 TEUR) abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 Absatz 3 Satz 3 HGB wurden nicht vorgenommen. 5. Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (8.609 TEUR, i.V. 6.648 TEUR) sind in der Hauptsache Forderungsverluste (1.741 TEUR, i.V. 1.875 TEUR): davon Aufwand für Factoringgebühren 6 TEUR (i.V. 10 TEUR), Kfz-Kosten (1.418 TEUR, i.V. 1.184 TEUR), Rechts-und Beratungskosten (1.061 TEUR, i.V. 455 TEUR), sonstige Personalkosten (923 TEUR, i.V. 843 TEUR), Raum- und Mietaufwendungen (719 TEUR, i.V. 623 TEUR), Kosten für Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Wartung (683 TEUR, i.V. 616 TEUR), Reisekosten (532 TEUR, i.V. 354 TEUR), Intercompany-Aufwendungen für allgemeine Verwaltungskosten (526 TEUR, i.V. 1 TEUR) sowie Werbekosten (303 TEUR, i.V. 122 TEUR) enthalten. 6. Finanzergebnis
7. Steuern
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag berücksichtigen die Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer sowie die Gewerbesteuer. Ein wesentliches positives außerordentliches Ergebnis liegt nicht vor; die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag be- bzw. entlasten demnach ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. In den sonstigen Steuern ist die Kfz-Steuer berücksichtigt. 8. Periodenfremde Aufwendungen und ErträgeDas Ergebnis der klicktel AG wurde im Geschäftsjahr 2015 wesentlich durch folgende periodenfremde Erträge beeinflusst:
9. Ausschüttungsgesperrte BeträgeZum 31. Dezember 2015 liegen keine ausschüttungsgesperrten Beträge gem. § 268 Absatz 8 HGB vor. E. Ergänzende Angaben1. Anzahl der MitarbeiterDie Anzahl der Mitarbeiter ohne Berücksichtigung des Vorstands beträgt im Geschäftsjahr 2015:
Zum 31. Dezember 2014 waren bei der klicktel AG 333 (umgerechnet auf Vollzeit: 329) Mitarbeiter beschäftigt. Für 2014 waren es im Jahresdurchschnitt 335 (umgerechnet auf Vollzeit: 329) Mitarbeiter. 2. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen (i.V. 0 EUR). Haftungsverhältnisse liegen zum Bilanzstichtag nicht vor (i.V. 0 EUR). Im Geschäftsjahr 2015 wurden von der klicktel AG weder Termingeschäfte noch sonstige derivative Finanzinstrumente in Anspruch genommen. 3. Honorar des AbschlussprüfersAuf die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da die klicktel AG in den Konzernabschluss der telegate AG einbezogen wird und dort eine umfassende Darlegung erfolgt. F. AnteilsbesitzDie klicktel AG hält zum 31. Dezember 2015 an folgenden Gesellschaften unmittelbar bzw. mittelbar Anteile:
(*)
Zwischen der telegate AG und der WerWieWas
GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag G. Beziehungen zu verbundenen UnternehmenDie Anteile an der klicktel AG werden zu 100% von der telegate AG, Planegg, Ortsteil Martinsried, gehalten. Die telegate AG bezieht die klicktel AG im Rahmen der Vollkonsolidierung in ihren nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellten Konzernabschluss ein. Der Konzernabschluss der telegate AG kann unter www.telegate.com eingesehen werden. Der Konzernabschluss wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger elektronisch veröffentlicht. Aufgrund von Veränderungen in der Gesellschafterstruktur ist die telegate AG seit Ende 2014 nicht mehr im mehrheitlichen Besitz eines Gesellschafters. Sie wird daher auch nicht mehr im Rahmen der Vollkonsolidierung in einen Konzernabschluss einbezogen. Die klicktel AG ist gem. § 291 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit. Der Konzernabschluss der telegate AG zum 31. Dezember 2015 wird gem. Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards unter Beachtung des § 315a Absatz 1 HGB nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. H. Angaben zu den Gesellschaftsorganen1. AufsichtsratHerr Jürgen KriegerVorsitzender des Aufsichtsrats telegate AG, Head of Accounting and Taxation Department innerhalb der telegate-Gruppe Herr Knut Andresentelegate AG, Head of Controlling Department innerhalb der telegate-Gruppe Herr Jens Sturm(im Dezember 2015 zum Aufsichtsrat vorgeschlagen worden, die Bestellung steht noch aus) klicktel AG, Head of IT and Voice Operations Im Geschäftsjahr 2015 oder später ausgeschiedene AufsichtsmitgliederHerr Rudolf Schneidertelegate AG, General Manager Marketing 2. VorstandHerr Christian MaarVorstandsvorsitzender telegate AG, Vorstandsvorsitzender Herr Michael Geigertelegate AG, Vorstand Im Geschäftsjahr 2015 ausgeschiedene VorstandsmitgliederHerr Franz-Peter Webertelegate AG, Vorstand (bis 30. September 2015) 3. Bezüge des Vorstands und AufsichtsratsIm abgelaufenen Geschäftsjahr haben die Vorstände und Aufsichtsräte mehrere Funktionen bzw. Bestellungen innerhalb der telegate-Gruppe innegehabt. Konzerninterne Aufsichtsratsmandate werden nicht und konzerninterne Vorstandsmandate regelmäßig nur über eine Gesellschaft innerhalb der telegate-Gruppe vergütet. Die Bezüge des Vorstands wie auch des Aufsichtsrats der klicktel AG beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 0 EUR (i.V. 0 EUR).
Essen, 29. März 2016 Christian Maar, Vorstandsvorsitzender Michael Geiger, Vorstand Anlagenspiegelder klicktel AG
Umsatzerlöseklicktel AG
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der klicktel AG, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen gefühlt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 29. März 2016 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Stefano Mulas, Wirtschaftsprüfer ppa. Christoph Tübbing, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 01. Januar 2015 - 31. Dezember 2015der klicktel AGDer strategische Fokus der klicktel AG im Geschäftsjahr 2015 lag auf Investitionen in Produkte und in die Marke, um nachhaltiges Umsatz- und Kundenwachstum zu forcieren. Zudem wurde ein Schwerpunkt auf umfassende Maßnahmen zur Steigerung der Qualität in allen Bereichen gelegt. Auch sind wesentliche Änderungen am Vertriebskonzept vorgenommen worden, um die Effizienz in diesem Bereich zu steigern. Daneben war das Geschäftsjahr von den Vorbereitungen und der Durchführung des Markenrelaunches geprägt. Zur Sicherstellung des zukünftigen Erfolges wurde ein umfangreicher Projektplan mit dem Namen "Genesis" erarbeitet, welcher sich in der Umsetzungsphase befindet. Zudem wurde ein Schwerpunkt auf umfassende Maßnahmen zur Steigerung der Prozessqualität in allen Bereichen der Wertschöpfungskette gelegt. Dieses Projekt basiert hauptsächlich auf drei Säulen, die eine Neuausrichtung der klicktel AG, vor allem in den Bereichen des Produkt-Portfolios, der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sowie der Vertriebsstrategie sicherstellen sollen. Ziel ist es, eine große Zahl attraktiver und informativer Themenportale (Vertikale) zu etablieren, die sowohl Nutzer auf das zentrale Branchenportal lenken, als auch unsere Produktleistung für Kunden der entsprechenden Branchen signifikant erhöhen wird. Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2015.Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015 seine im Gesetz und in der Satzung festgelegten Aufgaben wahrgenommen. Er beriet den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens kontinuierlich und überwachte die Geschäftsführung. Der Vorstand erstattete regelmäßig Bericht, so dass der Aufsichtsrat stets über den Geschäftsverlauf, die wichtigsten Finanzdaten, die wesentlichen Fragen der Unternehmensführung und die Risikolage unterrichtet war. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der verabschiedeten Planung wurden ebenso wie wichtige Geschäftsvorfälle dargestellt, erläutert und mit dem Aufsichtsrat beraten. Die strategischen Vorhaben wurden mit dem Vorstand diskutiert und abgestimmt. Schwerpunktthema war die operative Geschäftsentwicklung des Mediageschäftes. Insbesondere die Umsetzung des oben erwähnten Genesis-Projektes wurde eng begleitet. Kostenoptimierungen, insbesondere in den Verwaltungsbereichen, wurden intensiv besprochen. Das Gremium hat sich mit dem Rechnungslegungsprozess sowie mit der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems intensiv auseinandergesetzt. Ferner befasste sich der Aufsichtsrat mit der Wirksamkeit der Compliance Organisation wie auch mit den Berichten über potenzielle und anhängige Rechtsstreitigkeiten. Gegenstand der Beratungen war außerdem die Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer. Dies schließt die Überwachung seiner Unabhängigkeit und Qualifikation sowie der von ihm erbrachten Leistungen und die Beurteilung seines Honorars ein. Zusammensetzung und Personalia Aufsichtsrat.Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht gemäß §95 Abs. 1 Satz 1 AktG aus drei Mitgliedern. Die Satzung der klicktel AG sieht keine Abweichung von dieser Bestimmung vor. Sitzungen und Teilnahme.Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015 zwei Sitzungen abgehalten. Alle Aufsichtsratsmitglieder nahmen an beiden Sitzungen teil. Vorstand.Der Vorstand besteht aus den Herren Maar (seit Juli 2015) sowie Geiger, der bereits im Vorjahr diese Funktion ausübte. Herr Franz-Peter Weber ist zum 30. September 2015 aus dem Vorstand ausgeschieden. Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2015.Der handelsrechtliche Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 der klicktel AG sind durch die PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, unter Einbeziehung der Buchführung geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und dem Jahresabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der handelsrechtliche Jahresabschluss einschließlich Lagebericht und die Berichte des Abschlussprüfers wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig zugesandt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der klicktel AG geprüft. Des Weiteren hat der Aufsichtrat von dem Ergebnis des Abschlussprüfers zustimmend Kenntnis genommen. Er billigt den vom Vorstand vorgelegten Lagebericht und den Jahresabschluss 2015 der klicktel AG, der damit festgestellt ist. Abhängigkeitsbericht.Die PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, hat ebenfalls den vom Vorstand nach § 312 Aktiengesetz erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ("Abhängigkeitsbericht") geprüft. Der Abhängigkeitsbericht wurde mit dem folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Der Abhängigkeitsbericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrates zur Prüfung zur Verfügung gestellt Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die im Bericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands. Risikofrüherkennungssystem.Der Vorstand hat gemäß § 91 Abs. 2 Aktiengesetz ein Überwachungssystem eingerichtet, um wesentliche Risiken für die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften frühzeitig zu erkennen. Die Prüfung des Abschlussprüfers hat ergeben, dass der Vorstand seinen Pflichten nach § 91 Abs. 2 Aktiengesetz nachgekommen ist. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Schlusserklärung.Das Ergebnis des Abschlussprüfers haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen und erheben nach unseren eigenen Prüfungen von Jahresabschluss und Lagebericht der klicktel AG keine Einwendungen. Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der damit festgestellt ist. Unternehmensleitung und Mitarbeiter der klicktel AG haben im Jahr 2015 verantwortungsbewusst und sehr zielstrebig zusammengearbeitet. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank für ihre Arbeit aus.
Essen, im April 2016 Jürgen Krieger, Vorsitzender des Aufsichtsrates |
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