Ad-hoc | 28 April 1999 08:03
Ad hoc-Service: HAWESKO Holding AG
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Wertpapier-Kenn-Nummer 604 270
Bericht über das 1. Quartal 1999
Hamburg, 28. April 1999
Konzernumsatz 76,2 Mio. DM (+ 3,7%)
Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) 7,8 Mio. DM (-19,2%)
Konzern-Periodenüberschuß 5,2 Mio. DM (-13,6%)
Umsatz und Ergebnis
Die Hawesko Holding AG erreichte im ersten Quartal 1999 einen
Umsatz von 76,2 Mio. DM (Vorjahresquartal: 73,5 Mio. DM), dies
entspricht einem Plus von 3,7%. Bei grundsätzlich stabilen
Preisen ist dieser Anstieg überwiegend auf erhöhte Absatzmengen
zurückzuführen. Die Umsätze der einzelnen Geschäftsbereiche
entwickelten sich wie folgt: Versandhandel auf 45,0 Mio. DM
(-4 %), Weinfacheinzelhandel auf 26,9 Mio. DM (+ 16%) und
Großhandel 4,2 Mio. DM (+ 23%).
Bei der Umsatzentwicklung im Versandhandel ist der Rückgang auf
drei Gründe zurückzuführen: Erstens auf ein außergewöhnlich
starkes 1. Quartal 1998 (+ 18% gegenüber Q1 1997); zweitens auf
eine kalenderbedingte Verschiebung der Werbesendungen durch die
frühen Ostertage (4 Sendungen im 1. Quartal 1999 gegenüber 5
Sendungen im gleichen Zeitraum 1998); drittens auf geringere
Verkäufe von Bordeaux-Weinen, die im ersten Quartal 1998 sehr
gut verliefen. Bei dem Weinfacheinzelhandel (Jacques Wein-
Depot) wurden vier neue Standorte eröffnet, die
flächenbereinigte Umsatzentwicklung lag 9,1% über dem
Vorjahresquartal. Beim Großhandel trug im wesentlichen die
Auslieferung von Subskriptions-Waren (Vorbestellungen) zum
Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahresquartal bei.
Mit 7,8 Mio. DM lag das Betriebsergebnis (EBIT) im Konzern
19,2% unter dem Vorjahr. Die Rohertragsmarge ist gegenüber dem
Vorjahresquartal aufgrund geringerer Bordeaux-Verkäufe um ca.
einen Prozentpunkt im Versandhandel und im Großhandel niedriger
ausgefallen. Die Personalkostenquote im Konzern blieb gegenüber
dem Vorjahresquartal stabil. Im Versandhandel wurden erhöhte
Aufwendungen für eine intensivierte Neukundengewinnung,
Kundensegmentierung und -betreuung in Kauf genommen, deren
Nutzen über das Geschäftsjahr 1999 hinaus reichen: 13% mehr
Neukunden konnten gegenüber dem ersten Quartal 1998 gewonnen
werden. Im Weinfacheinzelhandel blieben die Ertrags- und
Kostenstrukturen gegenüber dem Vorjahresquartal unverändert.
Die Zinsaufwendungen reduzierten sich 1999 im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum auf 0,3 Mio. DM. Dies ist durch die Anfang
1998 getätigte Vorabausschüttung bedingt. Der Periodenüberschuß
nach HGB betrug 5,2 Mio. DM gegenüber 6,1 Mio. DM im
Vorjahresquartal bei einer unveränderten (fiktiven)
Ertragssteuerquote von 30,7%. Nach International Accounting
Standards (IAS) würde das Quartalsergebnis nach Steuern 4,3
Mio. DM betragen, die größte Abweichung zum HGB liegt in der
Behandlung des Steueraufwandes.
Der Überschuß pro Aktie betrug 1,18 DM (0,60 Euro) im ersten
Quartal 1999 und basiert auf einer Aktienanzahl von 4.405.496
Stück; der Vergleichswert für 1998 beträgt 1,44 DM (0,74 Euro)
und basiert auf einer Aktienanzahl von 4.000.000 Stück.
Bilanz
Die Bilanzsumme verringerte sich im Konzern geringfügig um 0,8
Mio. DM gegenüber dem 31.12.1998. Der Warenbestand – abzüglich
erhaltener Anzahlungen von Kunden – nahm um 4,3 Mio. DM zu, da
Lieferungen von Champagner zu günstigen Vorjahres-Preisen
abgenommen wurden.
Die Investitionen im 1. Quartal 1999 beliefen sich auf 0,9 Mio.
DM (Vorjahresperiode:1,1 Mio. DM).
Cashflow
Der Perioden-Cashflow liegt mit 6,5 Mio. DM aufgrund des
geringeren Quartalsergebnisses unter dem des
Vorjahreszeitraumes (7,2 Mio. DM). Nach dem sonstigen
Mittelabfluß des operativen Bereichs von 5,0 Mio. DM (8,8 Mio.
DM) und den Investitionen von 0,9 Mio. DM (1,1 Mio. DM)
verbleibt ein Free-Cash-Flow von 0,6 Mio. DM (Q1 1998: -2,7
Mio. DM).
Ausblick
Der Vorstand geht im Geschäftsjahr 1999 von einer 10%igen
Steigerung des Umsatzes auf über 330,0 Mio. DM aus, die aus der
Neukundengewinnung im Versandhandel- und Großhandelsbereich und
aus der Expansion im Weinfacheinzelhandel (Jacques Wein-Depot)
resultiert. Im Rahmen der verstärkten Kundensegmentierung (VIP-
Kunden) wird unter separater Firma ausgewählte Kundengruppen ab
dem 2. Quartal 1999 erfolgreich angesprochen. Zum Jahresende
hin, im dritten bzw. vierten Quartal 1999, rechnet der Vorstand
mit höheren Umsatzwachstumsraten als im ersten Quartal. Das
Betriebsergebnis (EBIT) im Konzern soll sich auch im
Jahresverlauf verbessern und für das Gesamtjahr 1999 bei 10%
bis 11% vom Umsatz liegen (Vorjahr: 11,6% vom Umsatz).
Maßnahmen im Geschäftsjahr 1999 – die Erschließung neuer
Käufergruppen (Internet) und Intensivierung der Kundenbindung
(Kundensegmentierung, VIP-Kundenbetreuung) – führen zwar
kurzfristig zu erhöhten Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz,
der Vorstand geht aber davon aus, daß sie die Marktposition des
Konzerns über das Geschäftsjahr 1999 hinaus stärkt.
Herausgeber: Hawesko Holding AG
– Investor Relations –
20205 Hamburg
Thomas Hutchinson
Tel. 040 / 30 39 21 00
Fax 040 / 30 39 21 05
Internet: www.hawesko.com
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