HeidelbergCement AGHeidelbergKonzernabschluss und Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011Zusammengefasster Lagebericht des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AGKernaktivitäten und OrganisationsstrukturStrategie, Unternehmenssteuerung und ZieleGeschäftsverlauf 2011Wirtschaftliches Umfeld Absatz- und Umsatzentwicklung Ertragslage Geschäftsverlauf in den Konzerngebieten Aufgegebene Geschäftsbereiche Kapitalflussrechnung Investitionen Konzernbilanz Konzern-Finanzmanagement Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der HeidelbergCement AG Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch die Unternehmensleitung Vergleich des Geschäftsverlaufs mit den Prognosen im Vorjahr Weitere AngabenRisikoberichtNachhaltigkeitMitarbeiter und GesellschaftUmweltvorsorgeForschung und TechnikBeschaffungAusblickCorporate GovernanceEs ist möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Geschäftsbericht aufgrund von Rundungen nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren. Kernaktivitäten und OrganisationsstrukturHeidelbergCement ist als voll integriertes Baustoffunternehmen auf fünf Kontinenten tätig. Unsere Kernaktivitäten umfassen die Herstellung und den Vertrieb von Zement und Zuschlagstoffen, die beiden wesentlichen Rohstoffe für die Herstellung von Beton. Mit nachgelagerten Aktivitäten wie Transportbeton, Betonprodukten und Betonelementen sowie weiteren verwandten Produkten und Serviceleistungen ergänzen wir unsere Produktpalette. Unsere 52.526 Mitarbeiter sind an rund 2.500 Standorten in mehr als 40 Ländern tätig. Organisationsstruktur der Konzerngebiete und Geschäftsbereiche![]() 1) Deutschland wird als reifer Markt unter West- und Nordeuropa berichtet, aber aus unternehmerischen Gründen von dem gleichen Vorstandsmitglied verantwortet, das auch für Osteuropa-Zentralasien verantwortlich ist. HeidelbergCement ist in fünf geografische Konzerngebiete untergliedert: West- und Nordeuropa, Osteuropa-Zentralasien, Nordamerika, Asien-Pazifik und Afrika-Mittelmeerraum (siehe Zuordnung der Länder im obigen Organigramm). Innerhalb dieser Konzerngebiete haben wir unsere Aktivitäten in vier Geschäftsbereiche untergliedert: Zement, Zuschlagstoffe, Bauprodukte, Beton-Service-Sonstiges. Allerdings sind die Bauprodukte in Asien-Pazifik nur unterdurchschnittlich und in Osteuropa-Zentralasien sowie Afrika-Mittelmeerraum gar nicht vertreten. Im sechsten Konzerngebiet Konzernservice haben wir unseren weltumspannenden Handel insbesondere mit Zement, Klinker und Brennstoffen zusammengefasst. Strategie, Unternehmenssteuerung und ZieleUnternehmensstrategieDuale WachstumsstrategieZement und Zuschlagstoffe bilden die Basis unserer dualen Rohstoff- und Wachstumsstrategie. Bei Zement liegt der Schwerpunkt auf Wachstumsmärkten. Mit zunehmender Industrialisierung treiben wir die Rohstoffsicherung und Diversifikation in Zuschlagstoffe voran und konzentrieren uns in reifen Märkten auf den Ausbau der vertikalen Integration durch Investitionen in Transportbeton. Der Fokus liegt dabei auf Mikromärkten, die sich durch höhere Wachstumsraten auszeichnen als die umliegenden Regionen. Das Wachstum kann dabei organisch, durch Partnerschaften oder Akquisitionen erfolgen. Leistungskultur und lokale VerantwortungEin exzellentes Management-Team und engagierte, qualifizierte Mitarbeiter sind die Grundlage erfolgreichen Wirtschaftens. Als leistungs- und ergebnisorientiertes Unternehmen legen wir großen Wert auf die Kompetenz unserer Mitarbeiter und Führungskräfte. Ganzheitliche Effizienz und ausgeprägte Kundenorientierung stehen dabei im Fokus. HeidelbergCement setzt auf einen integrierten Managementansatz. Dessen Erfolg beruhtauf einer ausgewogenen Balance zwischen lokaler Geschäftsverantwortung, konzernweiten Standards und globaler Führung. Unsere operativen Einheiten vor Ort sind entscheidend für den Geschäftserfolg. Das lokale Management hat die volle Verantwortung für die Produktion, Marktbearbeitung und Führungskräfteentwicklung mit dem Ziel der Markt- und Kostenführerschaft. Es wird unterstützt von Shared Service Centern, in denen landesweit die Verwaltungsfunktionen für alle Geschäftsbereiche auf der Basis einer standardisierten IT-Infrastruktur zusammengefasst sind. Um Transparenz, Effizienz und schnelle Umsetzung im Konzern zu gewährleisten, standardisiert HeidelbergCement alle wesentlichen Managementprozesse. Konzernweit einheitliche Leistungskennzahlen ermöglichen einen direkten Vergleich und sind die Voraussetzung für permanentes Benchmarking. Kostenführerschaft und BenchmarkingIn einem Markt mit weitgehend standardisierten Produkten stellt die Kostenführerschaft einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar. Neben der konsequenten Verfolgung von Kostensenkungsprogrammen liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der kontinuierlichen Verbesserung der operativen Leistung der einzelnen Produktionsstätten. Wir betreiben intensives Benchmarking innerhalb des Konzerns und mit Wettbewerbern, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Darüber hinaus streben wir auch bei den Investitionen nach möglichst niedrigen Kosten durch die Kombination der Ingenieurskompetenz von HeidelbergCement mit weltweit preiswerten Lieferquellen für Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen. Nachhaltigkeit sichert den langfristigen UnternehmenserfolgNachhaltiges Wirtschaften ist die Basis für unseren langfristigen Erfolg. Das beinhaltet die Sicherung von Rohstoffreserven mit ausreichenden Reichweiten und die Einführung innovativer Produktionsverfahren. Zusammen mit der Verwendung alternativer Roh- und Brennstoffe sowie der Entwicklung neuartiger Produkte führt dies zur Reduktion von Emissionen und einem schonenden Umgang mit unserer Rohstoffbasis. HeidelbergCement fördert zudem die Artenvielfalt in seinen Rohstoffförderstätten durch den gezielten Einsatz von Biodiversitäts-Managementplänen, die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit internationalen und nationalen Naturschutzverbänden sowie durch die Durchführung eines internationalen Wettbewerbs, dem "Quarry Life Award". FinanzierungsstrategieInformationen zu unserem Finanzmanagement dessen Zielen und Maßnahmen finden Sie im Abschnitt Konzern-Finanzmanagement auf Seite 66f. Unternehmensinternes Steuerungssystem und ZieleDas unternehmensinterne Steuerungssystem von HeidelbergCement besteht im Wesentlichen aus der operativen Jahresplanung, der unterjährigen Kontrolle und Steuerung, den vierteljährlichen Management Meetings, dem zentral koordinierten Investitionsprozess und regelmäßigen Vorstandssitzungen und Berichterstattungen an den Aufsichtsrat. Die jährliche Planung vollzieht sich im Gegenstromverfahren. Der Vorstand erstellt zunächst auf Grundlage makroökonomischer Analysen, seiner Markteinschätzung und Kostenziele ein Top-Down-Budget und leitet daraus konkrete Vorgaben für die einzelnen operativen Einheiten ab. Die Zielvorgaben des Vorstands fließen in die detaillierte Planung der Unternehmenseinheiten und in die Zielvereinbarungen des lokalen Managements ein. Die von den Unternehmenseinheiten erstellten operativen Teilpläne werden schließlich zentral zum Gesamtplan konsolidiert. Die unterjährige Kontrolle und Steuerung des Unternehmens wird anhand eines umfassenden Systems standardisierter Berichte zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durchgeführt. Die dazu verwendeten Kennzahlen werden konzernweit einheitlich ermittelt und präsentiert. Finanzstatus und ausgewählte Absatz- und Produktionsübersichten werden wöchentlich erstellt. Um der Notwendigkeit einer verstärkten und detaillierten Kontrolle des Zahlungsmittelflusses als einer zentralen, unternehmerischen Steuerungsgröße zu entsprechen, wurden 2011 die monatlichen Berichte zur Ertragslage und zur Entwicklung des Betriebskapitals (Working Capital) um einen detaillierten Cashflow-Bericht erweitert. Umfassende Berichte zur Vermögenslage werden jeweils zum Quartalsende vorgelegt. In die interne quartalsweise Berichterstattung wurde 2011 eine detaillierte Steuerberichterstattung aufgenommen. In den vierteljährlichen Management Meetings erörtern Vorstand und Länderverantwortliche die Geschäftsentwicklung einschließlich Zielerreichung sowie den Ausblick auf das Gesamtjahr und eventuell zu ergreifende Maßnahmen. Wesentliche Investitionen und Akquisitionen werden von zentralen Fachabteilungen aus den Bereichen Strategie, Finanzen und Technik in einem formalisierten Prozess geprüft und bewertet. Damit werden die Vergleichbarkeit zwischen unterschiedlichen Projekten und eine gleichbleibend hohe Qualität bei Investitionsentscheidungen sichergestellt. Zur betriebswirtschaftlichen Beurteilung von Wachstumsinvestitionen wird ein Modell der abgezinsten Kapitalströme (Discounted-Cash-Flow-Modell - DCF-Modell) verwendet. Vorgabe ist, dass die Investitionsprojekte mindestens die gewichteten Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital - WACC) erwirtschaften. Diese langfristige Betrachtung der Renditeerwartungen wird durch Simulationsrechnungen ergänzt, in denen der Einfluss einer Investition auf die Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Bilanz und steuerliche Position über einen Zeitraum von fünf Jahren berechnet wird. Die finanzielle Analyse wird durch eine strategische Analyse der geplanten Investitionen vervollständigt. Dabei wird der strategische Wert einer Investition unter Berücksichtigung der zu erwartenden Marktposition, des Wachstumspotenzials, der Synergien mit anderen Unternehmensteilen und der Risikostruktur ermittelt. Die Gesamtheit der Bewertungen ist das Kriterium, anhand dessen der Vorstand die Investitionsentscheidungen trifft. Finanzielle Ziele und SteuerungskennzahlenErgebnis, Kapitaleinsatz und RenditeWichtigste kurzfristige Zielgröße für die Ertragskraft des Unternehmens ist das operative Ergebnis, das für alle operativen Einheiten detailliert ermittelt und analysiert wird. Als Zielgröße auf Konzernebene wird der Anteil der Gruppe am Jahresüberschuss betrachtet. Vermögens- und Finanzlage der operativen Einheiten werden kurzfristig vor allem über die Höhe des Betriebskapitals und der Investitionen überwacht. Mit allen operativen Einheiten sind feste Vorgaben für alle Zielgrößen vereinbart. Für die mittelfristige Steuerung des Unternehmens und die Kapitalallokation orientiert sich das Unternehmen auf der operativen Ebene am Return on Capital Employed (ROCE) und auf strategischer Ebene am Return on Invested Capital (ROIC). Der ROCE wird berechnet als Betriebsergebnis in Prozent des eingesetzten Kapitals. Steuern und Goodwill sind in der Berechnung nicht berücksichtigt, sondern werden auf strategischer Ebene verantwortet und sind deshalb bei der Berechnung des ROIC mit einbezogen. Die strategische Steuerung und Kapitalallokation erfolgt nach dem ROIC, der definiert ist als Verhältnis von Betriebsergebnis nach Steuern zur Summe aus Eigenkapital und verzinslichem Fremdkapital. Zielsetzung ist, dass das Unternehmen einen ROCE von 19 % bis 20 % erwirtschaftet und beim ROIC mindestens die gewichteten Kapitalkosten (WACC) verdient. Der gewichtete WACC von HeidelbergCement betrug Ende des Berichtsjahrs 7,8 %, wobei die einzelnen Länder eine Bandbreite von 6,4 % bis 15,4 % aufweisen (mehr zur Zielerreichung finden Sie im Abschnitt Kapitaleffizienz auf Seite 65). FinanzierungsstrukturHeidelbergCement strebt eine Bonitätsbewertung im Investment-Grade-Bereich an, um als konjunkturabhängiges Unternehmen ein hohes Maß an finanzieller Stabilität auf Dauer zu gewährleisten. Daneben ermöglicht eine Bonitätsbewertung im Investment Grade Zugang zu attraktiven und preisgünstigen Finanzierungsmöglichkeiten. Um dieses Ziel zu erreichen, streben wir finanzielle Kenngrößen an, die die entsprechenden Vorgaben der Ratingagenturen erfüllen. Eine wesentliche Kenngröße ist der dynamische Verschuldungsgrad, also das Verhältnis von Nettoverschuldung zu operativem Ergebnis vor Abschreibungen, den wir auf einen Wert unter 2,8x senken wollen. Ende 2011 haben wir ein Verhältnis von 3,3x erreicht im Vergleich zu 3,6x Ende 2010. Nicht finanzielle Ziele und nachhaltige Performance-KennzahlenWeitere Angaben zu nicht finanziellen Performance-Kennzahlen finden Sie in den Kapiteln Nachhaltigkeit, Mitarbeiter und Gesellschaft sowie Umweltvorsorge. FrühindikatorenDie Kernprodukte von HeidelbergCement sind normierte Massenprodukte, die in der Regel kurzfristig bestellt werden und deren Lieferanten generell austauschbarsind. Zudem ist die Bautätigkeit und damit die Absatzmenge von Baustoffen abhängig von den lokalen Wetterbedingungen in den einzelnen Ländern. In dieser Konstellation gibt es keine verlässlichen Frühindikatoren für die Geschäftsentwicklung. Zur Abschätzung des ungefähren Geschäftsverlaufs auf Länderebene können einige ausgewählte statistische Daten und Vorhersagen von Verbänden herangezogen werden. In reifen Märkten zählen dazu Kennzahlen wie Baugenehmigungen oder Infrastrukturbudgets. In den Wachstumsmärkten der Schwellenländer werden häufig das Bevölkerungswachstum und die prognostizierte Steigerung des Bruttoinlandsprodukts als Indikatoren verwendet. Geschäftsverlauf 2011Wirtschaftliches UmfeldGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDas Jahr 2011 war wie erwartet gekennzeichnet durch eine weltweite Verlangsamung des Wirtschaftswachstums. Ursachen waren unter anderem die Sparmaßnahmen zur Haushaltskonsolidierung in einigen Industrieländern Europas sowie eine Wachstumsdelle im ersten Halbjahr in den USA. Zusätzlich kühlte sich das Wirtschaftswachstum in den beiden bevölkerungsreichsten Ländern China und Indien im Vergleich zum Vorjahr leicht ab, blieb aber insgesamt immer noch auf einem im Vergleich zum Durchschnitt der Schwellenländer deutlich höheren Niveau. In Osteuropa legten die Wachstumsraten in einigen Ländern gegenüber dem Vorjahr noch weiter zu. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland verzeichnete zwar einen leichten Rückgang, lag aber mit 3 % fast doppelt so hoch wie der Durchschnitt der Industrienationen. Die Finanzmärkte zeigten sich im Jahresverlauf zunehmend verunsichert darüber, ob es in den USA und Europa gelingen würde, die Schuldenkrise wirksam und ohne unkontrollierbare Folgen zu bekämpfen. Als Folge kam es auch zur Herabstufung der Bonität einiger Länder, beispielsweise der USA und Frankreichs. Die Notenbanken in den USA und Europa haben im Kampf gegen die Wirtschaftskrise ihre Niedrigzinspolitik konsequent fortgesetzt und den Bankensektor durch die Bereitstellung von Liquidität gestützt. Insgesamt ist die Weltwirtschaft laut Internationalem Währungsfonds im Jahr 2011 um 3,8 % gewachsen im Vergleich zu einer Rate von 5,2 % im Vorjahr. Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in wichtigen Konzernländernscroll
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Quellen: Deutsche Bank Research und
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CIA World Factbook Estimates Als Konsequenz des starken Wirtschaftswachstums im Jahr 2010 sind die Preise für Rohstoffe, Edelmetalle und Energie Anfang 2011 weiter deutlich angestiegen und haben in der ersten Jahreshälfte ihre Jahreshöchstwerte erreicht. Der Energiepreisanstieg wurde zusätzlich verstärkt durch die Folgen der Reaktorkatastrophe in Fukushima im März 2011 und die Angleichung von nationalen Kohlepreisen in Indien und Indonesien an das internationale Niveau. Die europäische Zentralbank hat Mitte 2011 als Reaktion auf die inflationären Tendenzen ihren Zinssatz in zwei Schritten angehoben, diese Anhebung jedoch in der zweiten Jahreshälfte in Anbetracht der sich abzeichnenden wirtschaftlichen Abschwächung in Europa als Folge der Schuldenkrise wieder zurückgenommen. Die Preise für Brennstoffe und Energie haben aufgrund der Abkühlung des Wirtschaftswachstums in der zweiten Jahreshälfte 2011 nachgegeben. Branchenspezifische RahmenbedingungenDie Bauwirtschaft hat sich 2011 regional deutlich unterschiedlich entwickelt. Das europäische Marktforschungsnetzwerk Euroconstruct erwartet in seiner Vorhersage vom November 2011 eine klare Zweiteilung der Bauaktivitäten in Europa im Jahr 2011. In den von der Immobilienblase oder der Schuldenkrise betroffenen Ländern Südeuropas und in Irland wird mit einem deutlichen Rückgang der Bauaktivitäten gerechnet. In den übrigen europäischen Ländern, insbesondere in Deutschland, den Benelux-Staaten und in Skandinavien, wird hingegen ein zum Teil deutliches Wachstum als Folge der bereits 2010 wiederbelebten Wirtschaftsaktivität erwartet. In Deutschland stiegen die Bauinvestitionen 2011 um 5,4 % gegenüber dem Vorjahr und damit deutlich stärker als das Bruttoinlandsprodukt (+3 %). In den USA sind die Bauinvestitionen am Jahresende wieder deutlich gestiegen. Im Gesamtjahr 2011 hat sich die Bautätigkeit laut Information des nationalen Zementverbands Portland Cement Association (PCA) um 2,9 % erhöht. Das Bruttoinlandsprodukt ist im gleichen Zeitraum um 1,7 % gestiegen. In Asien nahm die Bautätigkeit weiter zu. So wuchs beispielsweise in unserem größten asiatischen Markt Indonesien die Nachfrage nach Zement mit einem Plus von 17,7 % deutlich stärker als das Bruttoinlandsprodukt, das um 6,5 % stieg. Grund dafür waren die weiterhin starke Nachfrage im Wohnungsbausektor, die durch beginnende Infrastrukturprojekte noch verstärkt wurde. Die Nachfrage nach Baustoffen hängt von der Entwicklung der Bauinvestitionen ab. Die deutliche Belebung der Bautätigkeit in den meisten Industriestaaten im Jahr 2011 resultiert unter anderem aus dem spätzyklischen Einsetzen von Investitionen im Wirtschaftsbau. Mit der wirtschaftlichen Erholung müssen zunächst die aufgrund der Krise leerstehenden Büro-, Lager- und Verkaufsflächen genutzt werden, bevor Unternehmen zu Neu- und Ausbau bereitsind. In den USA betrug der Anstieg im Wirtschafts bau 9,3 %. In Deutschland profitierte der Wirtschaftsbau von der deutlichen Konjunkturerholung und legte 2011 um 6,6 % zu. Einige Industriestaaten, insbesondere die USA und Spanien, leiden noch immer unter einem großen Überhang an Wohnraum, der sich negativ auf die Häuser- und Wohnungspreise auswirkt. Hohe Arbeitslosigkeit beeinträchtigt zusätzlich die Nachfrage nach Häusern und Wohnungen. In den USA hat sich der Wohnungsbau 2011 leicht erholt. Die PCA berichtet über einen Anstieg der Wohnungsbauinvestitionen um 5,8 %, der hauptsächlich von der Nachfrage nach Mehrfamilienhäusern getragen wurde. In Deutschland legten die Wohnungsbauinvestitionen sogar um 5,9 % zu, nachdem die Wohnungsbaugenehmigungen im Vorjahr bereits deutlich gestiegen waren. Im Bereich Hoch- und Tiefbau wurde die Nachfrage nach Baustoffen während der letzten Jahre in einigen Ländern, wie den USA, Deutschland aber auch China, durch staatlich geförderte Infrastrukturmaßnahmen gestützt. Diese Förderungen sind 2011 zum Teil bereits ausgelaufen oder nähern sich ihrem Ende. Entsprechend haben sich auch die Investitionen in Infrastrukturprojekte reduziert. In Deutschland nahmen die Investitionen in den öffentlichen Hochbau beispielsweise um 4,9 % ab, in den USA sind die Infrastrukturinvestitionen um 4,4 % gesunken. Wie die Bauwirtschaft entwickelten sich auch die Baustoffmärkte 2011 regional uneinheitlich. Der Weltzementverbrauch nahm um rund 7 % zu, aber ohne China, auf das mehr als die Hälfte des weltweiten Verbrauchs entfällt, belief sich der Anstieg nur auf etwa 3,7 %. Den teilweise hohen Zuwächsen in den Schwellenländern standen weitaus niedrigere Wachstumsraten in den Industriestaaten gegenüber. In China beispielsweise dürfte der Zementverbrauch um etwa 10 % gestiegen sein; Indonesien verzeichnete einen Nachfrageanstieg um 17,7 %, während Indien mit rund 6 % hinter den Erwartungen zurückblieb. In Osteuropa kam es aufgrund der Bautätigkeiten zur Fußball-Europameisterschaft zu einem deutlichen Anstieg des Zementverbrauchs in Polen (21 %) und der Ukraine (11 %). In Russland legte die Nachfrage nach Zement dank der sich erholenden Wirtschaft um 11 % zu. Die Bautätigkeit in West-, Nord- und Osteuropa wurde im Jahr 2011 durch das milde Winterwetter zu Beginn und am Ende des Jahres begünstigt. In Deutschland stieg der Zementverbrauch angetrieben von einem regelrechten Wirtschaftsboom um 13 %. In Großbritannien war die Wachstumsrate mit 7,3 % höher als erwartet. In den USA stieg der Zementverbrauch um 2,8 % auch dank des milden Winterwetters am Ende des Jahres. Absatz- und UmsatzentwicklungAbsatz und Umsatz haben sich 2011 im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Sie spiegeln die anhaltend positive Entwicklung in den Wachstumsmärkten von HeidelbergCement wie Asien und Afrika wider sowie die fortgesetzte Erholung in den meisten Konzernländern Europas und Nordamerikas nach dem Durchschreiten des Tiefpunkts der Krise im Jahr 2010. Der Zement- und Klinkerabsatz erhöhte sich 2011 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 12,0 % auf 87,8 (i.V.: 78,4) Mio t; ohne Konsolidierungseffekte lag der Zuwachs bei 10,2 %. Zu dieser Steigerung haben alle Konzerngebiete beigetragen. Besonders ausgeprägt war das Absatzwachstum in Osteuropa-Zentralasien sowie West- und Nordeuropa aufgrund der fortgesetzten wirtschaftlichen Erholung und des milden Winterwetters zu Beginn und am Ende des Jahres. 2011 haben wir mit 254,1 (i.V.: 239,7) Mio t konzernweit um 6,0 % mehr Zuschlagstoffe als im Jahr zuvor verkauft. Besonders erfreulich war die Zunahme in West- und Nordeuropa sowie Asien-Pazifik, wo die Absatzmengen jeweils um über 10 % zulegten. In Nordamerika konnte eine deutliche Nachfragebelebung im zweiten Halbjahr den Absatzrückgang im ersten Halbjahr mehr als ausgleichen; insgesamt wurde ein leichtes Wachstum erzielt. Der anhaltende Rückgang der Lieferungen in Spanien ließ auch den Zuschlagstoffabsatz des Konzerngebiets Afrika-Mittelmeerraum insgesamt leicht sinken. Der Asphaltabsatz nahm um 4,9 % auf 9,5 (i.V.: 9,1) Mio t zu. Der Mengenrückgang in Nordamerika aufgrund der nachlassenden Investitionen in Infrastrukturprojekte konnte durch eine Steigerung der Lieferungen in den anderen Konzerngebieten, in denen wir im Asphaltgeschäft tätig sind, mehr als ausgeglichen werden. Unser Transportbetonabsatz lag mit 39,1 (i.V.: 35,0) Mio cbm deutlich über dem Vorjahresniveau. Das stärkste Absatzplus erreichten wir wie bei Zement in den Konzerngebieten Osteuropa-Zentralasien sowie West- und Nordeuropa. Aber auch in Asien-Pazifik lagen die Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich. In den übrigen beiden Konzerngebieten legten die Absatzmengen ebenfalls leicht zu. Der Konzernumsatz ist insgesamt um 9,7 % auf 12.902 (i.V.: 11.762) Mio € gestiegen. Ohne Berücksichtigung von Währungs- und Konsolidierungseffekten hat der Umsatz sogar um 10,7 % zugelegt. Die Abschwächung des US-Dollars und damit verbundener Währungen in Afrika gegenüber dem Euro haben zu einer Verringerung des Umsatzes um 200 Mio € beigetragen. Absatzscroll
ErtragslageDie Ertragslage von HeidelbergCement hat sich im Geschäftsjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessert. Neben den deutlichen Absatzsteigerungen haben die erfolgreiche Umsetzung unseres Programms für "Financial and Operational Excellence - FOX 2013" (im folgenden "FOX 2013") und die Reduzierung der Finanzierungskosten wesentlich zur Ergebnisverbesserung beigetragen. Damit konnten ein deutlich stärker als erwarteter Energiekostenanstieg im ersten Halbjahr 2011 und negative Wechselkurseffekte aufgrund des schwachen US-Dollars mehr als ausgeglichen werden. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (OIBD) erhöhte sich um 81 Mio € (+3,6 %) auf 2.321 (i.V.: 2.239) Mio €. Die OIBD-Marge sank leicht auf 18,0 % (i.V.: 19,0 %), da der deutliche Anstieg der Energiekosten um 292 Mio € (+23,5 %) nur teilweise durch Preiserhöhungen ausgeglichen werden konnte. Neben den Energiekosten waren die um 211 Mio € (+11,1 %) gestiegenen Aufwendungen für Rohstoffe die wesentlichen Faktoren für die Erhöhung des Materialaufwands um 649 Mio € auf 5.380 (i.V.: 4.731) Mio €. Der Personalaufwand ist geringfügig um 22 Mio € auf 2.064 (i.V.: 2.086) Mio € zurückgegangen. Die Neuverhandlung mehrerer Altersversorgungssysteme in Nordamerika und Westeuropa wirkte sich mit einem Gesamtbetrag von 129 Mio € positiv auf den Personalaufwand aus. Dadurch konnten die Lohn- und Gehaltssteigerungen im Geschäftsjahr um 3,9 % mehr als ausgeglichen werden. Die Mitarbeiterzahl ist zum Jahresende 2011 um 911 auf 52.526 (i.V.: 53.437) zurückgegangen. Dabei ergaben sich im Wesentlichen zwei gegenläufige Effekte. Zum einen wurden über 1.200 Stellen im Konzerngebiet Nordamerika, in Großbritannien und einigen osteuropäischen Ländern im Zuge von Effizienzsteigerungsprogrammen abgebaut. Zum anderen wurden rund 400 neue Mitarbeiter in Wachstumsmärkten wie Indien und Indonesien eingestellt. Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen um insgesamt -460 Mio € beruht vor allem auf den um 196 Mio € gestiegenen Frachtkosten infolge der Energiepreiserhöhungen, den um 145 Mio € gestiegenen Aufwendungen für Fremdreparaturen und -leistungen sowie auf dem Rückgang der Nettogewinne aus dem Verkauf und der Rückgabe von Emissionsrechten um 86 Mio € auf 61 (i.V.: 147) Mio €. Die Zunahme der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte um 42 Mio € auf 82 (i.V.: 40) Mio € resultiert vorwiegend aus der Abwertung von C02-Emissionsrechten aufgrund gesunkener Marktpreise in Höhe von 52,8 (i.V.: 7,9) Mio €. Die Abschreibungen auf Sachanlagen blieben mit 765 (i.V.: 769) Mio € nahezu konstant. Das operative Ergebnis stieg um 3,0 % auf 1.474 (i.V.: 1.430) Mio €. Das zusätzliche ordentliche Ergebnis ging um 43 Mio € auf-145 (i.V.: -102) Mio € zurück. Hauptsächlich dazu beigetragen haben die um 37 Mio € auf 90 (i.V.: 53) Mio € gestiegenen zahlungsunwirksamen Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie sonstiges Anlagevermögen. Die Restrukturierungsaufwendungen blieben mit 48,3 (i.V.: 47,1) Mio € nahezu unverändert. Die Verbesserung des Beteiligungsergebnisses um 43 Mio € auf 49 (i.V.: 6) Mio € resultiert weitgehend aus dem Anstieg der Ergebnisse von assoziierten Unternehmen um 16 Mio € insbesondere in Deutschland und Belgien sowie aus dem Rückgang der Wertminderungen von Beteiligungen um 27 Mio €. Das Finanzergebnis hat sich um 152 Mio € auf -582 (i.V.: -735) Mio € verbessert. Die Zinsaufwendungen verringerten sich insbesondere durch den Rückgang der Nettoverschuldung und bessere Zinskonditionen um 41 Mio € auf 637 (i.V.: 677) Mio €. Ebenfalls verbessert haben sich die Wechselkursgewinne um 15 Mio € auf 3 (i.V.: -13) Mio €. Die Verbesserung des sonstigen Finanzergebnisses um 99 Mio € auf -39 (i.V.: -138) Mio € beruht im Wesentlichen auf dem Wegfall von Finanzierungsaufwendungen des Vorjahres aus der Ablösung der syndizierten Kreditfazilität in Höhe von 75 Mio €. Das Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen stieg auf 794 (i.V.: 599) Mio €. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag haben sich um 179 Mio € auf 238 (i.V.: 60) Mio € erhöht. Die Erhöhung der tatsächlichen Steuern um 25 Mio € auf 313 (i.V.: 288) Mio € beruht im Wesentlichen auf gestiegenen Ertragsteuern aufgrund von Ergebnisverbesserungen insbesondere in Kanada (+19 Mio €), Indonesien (+13 Mio €) und Polen (+5 Mio €), während die Ertragsteuern bei der Muttergesellschaft HeidelbergCement AG vor allem aufgrund von Steueroptimierungsmaßnahmen, eines Verschmelzungsverlusts im Vorjahr, der steuerlich nicht in Ansatz gebracht werden konnte, sowie Steueranpassungen für Vorjahre sanken (-31 Mio €). Die Erträge für latente Steuern verminderten sich um 154 Mio € auf 74 (i.V.: 229) Mio €. Wesentlich dazu beigetragen haben erstmalig nicht angesetzte Verlustvorträge in den USA, die zu einem Rückgang des Ertrags für latente Steuern um 102 Mio € auf 61 (i.V.: 163) Mio € führten, sowie genutzte Verlustvorträge insbesondere in Australien in Höhe von 16 Mio €. Das Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen beträgt damit 556 (i.V.: 539) Mio €. Das Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen in Höhe von -22 (i.V.: -28) Mio € betrifft Aufwendungen aus der im Geschäftsjahr 2007 übernommenen Hanson-Gruppe. Insgesamt liegt der Jahresüberschuss bei 534 (i.V.: 511) Mio €. Der Anstieg des anderen Gesellschaftern zustehenden Ergebnisses um 18 Mio € auf 186 (i.V.: 168) Mio € ist insbesondere auf die verbesserte Ergebnissituation von Indocement zurückzuführen. Der Anteil der Gruppe beläuft sich demzufolge auf 348 (i.V.: 343) Mio €. Das Ergebnis je Aktie -Anteil der Gruppe - nach IAS 33 erhöhte sich auf 1,86 (i.V.: 1,83) €. Für die fortzuführenden Geschäftsbereiche beträgt das Ergebnis je Aktie 1,97 (i.V.: 1,98) €. Angesichts der Ergebnisentwicklung werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 3. Mai 2012 vorschlagen, eine Dividende von 0,35 (i.V.: 0,25) € je Aktie auszuschütten. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (Kurzfassung)scroll
Geschäftsverlauf in den KonzerngebietenWest- und NordeuropaHeidelbergCement ist im Konzerngebiet West- und Nordeuropa in elf Ländern tätig. In diesen reifen Märkten stellen wir als voll integriertes Baustoffunternehmen Zement, Zuschlagstoffe, Asphalt, Transportbeton und verschiedene Bauprodukte her. In den meisten Ländern, in denen wir Zement produzieren, sind wir Marktführer. Wir verfügen außerdem über ein dichtes Netz aus Förderstätten für Zuschlagstoffe und Produktionsanlagen für Transportbeton. Großbritannien ist unser größtes Marktgebiet in West- und Nordeuropa und das zweitgrößte innerhalb des Konzerns. In den Ländern des Konzerngebiets West- und Nordeuropa setzte sich die wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung 2011 fort, jedoch hat sich die Konjunktur aufgrund der europäischen Staatsschuldenkrise und den damit verbundenen Unsicherheiten in der zweiten Jahreshälfte deutlich abgekühlt. Insbesondere in Deutschland und Schweden ist das Bruttoinlandsprodukt im Berichtsjahr mit 3 % bzw. 3,9 % wieder stark gewachsen. In Großbritannien hingegen stieg die Wirtschaftleistung mit 0,8 % in deutlich geringerem Umfang. Auch die anderen Ländern des Konzerngebiets West- und Nordeuropa verzeichneten 2011 ein moderates Wirtschaftswachstum. Die Bautätigkeit in den Ländern des Konzerngebiets hat sich nach uneinheitlicher Entwicklung 2010 im Jahr 2011 größtenteils erholt. Insgesamt wirkten sich im Konzerngebiet auch die milden Wetterbedingungen positiv auf die Baustoffnachfrage aus. So konnten unsere Kernaktivitäten Zement, Zuschlagstoffe und Transportbeton zweistellige Absatzzuwächse erzielen. In Deutschland erhöhten sich die Bauinvestitionen 2011 im Vorjahresvergleich um 5,4 %. Insbesondere der Wohnungs- und der Wirtschaftsbau profitierten von der guten wirtschaftlichen Lage. In Schweden und Norwegen hat sich die Bautätigkeit im Geschäftsjahr ebenfalls deutlich erhöht. In Norwegen war vor allem der Wohnungsbau mit einem Plus von über 20 % ein besonders starker Wachstumstreiber. In den Niederlanden und Belgien stiegen die Bauinvestitionen um 3,7 % bzw. 3,9 %; Wachstum im sozialen Wohnungsbau und höhere Ausgaben im Straßenbau ließen auch die Bauaktivitäten in Dänemark steigen. Lediglich Großbritannien verzeichnete 2011 nach gestiegener Bautätigkeit im Jahr 2010 einen leichten Rückgang, der durch die schwache Wirtschaft verursacht wurde. Geschäftsbereich ZementIm Jahr 2011 lag der Zementverbrauch in Deutschland mit 28 Mio t um 13 % über dem Vorjahr, während Großbritannien mit 8,4 Mio t einen Anstieg um 7,3 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnete. In Belgien nahm der Zementverbrauch um 13,4 % zu. Erfreuliche Zuwächse erreichten auch die Niederlande, Schweden und vor allem Norwegen. Im Geschäftsbereich Zement lagen unsere Inlandslieferungen in allen Ländern deutlich über dem Vorjahresniveau. Der Zement- und Klinkerversand des Konzerngebiets nahm insgesamt um 12,4 % auf 22,1 (i.V.: 19,7) Mio t zu. Die größte Mengensteigerung beim Inlandsversand erzielten die baltischen Staaten gefolgt von Deutschland, Norwegen, Benelux und Schweden. In Großbritannien verzeichneten neben dem Zementversand auch unsere Lieferungen von gemahlenem Hüttensand einen erfreulichen Anstieg. Allerdings beruht dies teilweise darauf, dass Lieferungen wegen des strengen Winterwetters im Dezember 2010 in das darauf folgende Jahr verschoben wurden. Während unsere Werke in Deutschland, Benelux, Schweden und Estland ihre Zementexporte deutlich steigern konnten, waren sie in Norwegen stark rückläufig. Der Umsatz des Geschäftsbereichs nahm deutlich um 10,5 % auf 1.796 (i.V.: 1.626) Mio € zu. Bei den Investitionen herrschte 2011 strikte Ausgabenkontrolle. In Großbritannien, Norwegen und Belgien haben wir in Anlagen zur Verbesserung des Umweltschutzes investiert. So haben wir beispielsweise in unserem norwegischen Werk Kjøpsvik mit dem Bau einer neuen Filteranlage begonnen. Im belgischen Werk Lixhe haben wir eine neue Kohlemühle in Betrieb genommen. In Malmö, Schweden, und Klaipeda, Litauen, haben wir im ersten Quartal 2012 neue Zementterminals eröffnet, um die jeweiligen Märkte besser versorgen zu können. In unserem deutschen Werk Hannover investieren wir in den Bau eines neuen Mischsilos, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Geschäftsbereich ZuschlagstoffeIm Konzerngebiet West- und Nordeuropa betreibt HeidelbergCement ein ausgedehntes Netz an Produktionsstätten. Insgesamt stieg der Zuschlagstoffabsatz um 14,9 % auf 79,1 (i.V.: 68,8) Mio t und lag damit deutlich über dem Vorjahresniveau. Während in Norwegen, Schweden, Benelux und im Baltikum die Lieferungen von Zuschlagstoffen im zweistelligen Bereich zunahmen, lagen sie in unserem größten Marktgebiet Großbritannien nur leicht über dem Vorjahr. Der Umsatz des Geschäftsbereichs stieg insgesamt um 13,0 % auf 870 (i.V.: 770) Mio €. Auch im Bereich Zuschlagstoffe herrschte Ausgabenkontrolle bei den Investitionen. Im Wesentlichen beschränkten sich diese auf die Modernisierung von Förderanlagen in Großbritannien und Belgien sowie auf den 100 %-Anteilserwerb an dem Zuschlagstoffunternehmen Ledinge Fastighets AB in Schweden. In Norwegen haben wir den Steinbruch Jelsa, den größten im Land, in Betrieb genommen. Geschäftsbereich BauprodukteDer Geschäftsbereich Bauprodukte umfasst vor allem die Bauprodukte von Hanson in Großbritannien; hinzu kommen noch die hauptsächlich auf Deutschland konzentrierten Sparten Kalk und Kalksandstein. Die Produkte des Geschäftsbereichs Bauprodukte werden vor allem im Wohnungsbau eingesetzt. Hanson ist in Großbritannien der größte Hersteller von Mauerziegeln und Leichtmauerblöcken. 2011 erhöhte sich der Absatz aller Produktsparten. Einen spürbaren Mengenanstieg verzeichneten wir insbesondere bei Mauerziegeln, Mauerblöcken, Betonpflaster und Betonfertigteilen. So übertraf beispielsweise die Produktion unseres hochmodernen Mauerziegelwerks in Measham, Großbritannien, das wir 2009 in Betrieb genommen haben, unsere Erwartungen deutlich. Bei den Leichtmauerblöcken erzielten wir sogar ein zweistelliges Absatzplus. Das gleiche gilt auch für die Liefermengen der Kalksandsteinwerke in Deutschland. Der Kalkabsatz hat gegenüber dem Vorjahr leicht zugenommen. Insgesamt erhöhte sich der Umsatz des Geschäftsbereichs Bauprodukte um 7,0 % auf 464 (i.V.: 433) Mio €. Geschäftsbereich Beton-Service-SonstigesZu diesem Geschäftsbereich gehört insbesondere unser Transportbeton- und Asphaltgeschäft. Während wir ein dichtes Netz an Transportbetonwerken in weiten Teilen des Konzerngebiets haben, beschränkt sich das Asphaltgeschäft größtenteils auf Großbritannien. Im Jahr 2011 lagen die Lieferungen von Transportbeton mit 13,8 (i.V.: 11,7) Mio cbm um 17,8 % deutlich über dem Vorjahr. Nach beträchtlichen Rückgängen in Deutschland und Benelux im Jahr 2010 konnten 2011 alle Länder ihre Transportbetonlieferungen im zweistelligen Prozentbereich erhöhen. Der Absatz der Asphaltsparte lag mit 3,6 (i.V.: 3,4) Mio t - das entspricht einem Plus von 7,6 % - ebenfalls erfreulich über dem Vorjahresniveau. Investitionen erfolgten nur in geringem Umfang vor allem im Transportbetongeschäft in Großbritannien, Benelux, Norwegen und den baltischen Staaten. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Beton-Service-Sonstiges stieg 2011 um 18,0 % auf 1.841 (i.V.: 1.560) Mio €. Umsatz und ErgebnisDer Umsatz im Konzerngebiet West- und Nordeuropa stieg um 13,3 % auf 4.318 (i.V.: 3.811) Mio € an. Operativ, d.h. ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten, nahm er um 13,5 % zu. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen lag mit 734 (i.V.: 683) Mio € deutlich über dem Vorjahresniveau. Das operative Ergebnis wuchs um 4,9 % auf 427 (i.V.: 407) Mio €. Wichtige Kennzahlen West- und Nordeuropascroll
Umsatz West- und Nordeuropa 2011: 4.318 Mio €![]() Osteuropa-ZentralasienHeidelbergCement ist im Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien in elf Ländern tätig. In den meisten dieser Wachstumsmärkte ist das Unternehmen nicht nur Marktführer im Zementbereich, sondern baut seine Stellung durch Kapazitätserweiterung auch kontinuierlich aus. Steigende Bedeutung haben auch die Förderung von Zuschlagstoffen und die Herstellung von Transportbeton. Polen ist gemessen am Umsatz unser größtes Marktgebiet in Osteuropa-Zentralasien. Dort sind wir sowohl im Zement- als auch im Zuschlagstoff- und Transportbetongeschäft vertreten. Nach einer zögerlichen Erholung der Volkswirtschaften im Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien im Jahr 2010 folgte 2011 eine wirtschaftliche Erholung in weiten Teilen des Konzerngebiets. Kasachstan, die Ukraine, Russland und Polen entwickelten sich mit Wachstumsraten von 6,3 %, 4,7 %, 4,3 % und 4,3 % am besten. In Rumänien wird für 2011 ein Wirtschaftswachstum von 2,1 % erwartet, während in der Tschechischen Republik ein Wachstum von 1,8 % prognostiziert wird. Das Schlusslicht bildet Ungarn mit 1,4 %. Trotz der wirtschaftlichen Erholung sind die Bauaktivitäten in einigen Ländern wie Ungarn und der Tschechischen Republik aufgrund von Sparmaßnahmen der Regierungen zur Haushaltskonsolidierung noch beeinträchtigt. In der Mehrzahl der Länder hingegen hat auch die Bautätigkeit wieder an Fahrt gewonnen. Vor allem in Polen, Kasachstan, Russland und Georgien wuchs der Bausektor aufgrund von Infrastrukturprojekten stark. Geschäftsbereich ZementAbgesehen von Kroatien und der Slowakischen Republik produziert HeidelbergCement in allen anderen Ländern des Konzerngebiets Osteuropa-Zentralasien Zement und Klinker. Insgesamt nahmen die Zement- und Klinkerlieferungen des Konzerngebiets 2011 um 22,3 % auf 17,4 (i.V.: 14,2) Mio t kräftig zu. Konsolidierungseffekte ergaben sich aus dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung am Zementunternehmen CJSC "Construction Materials" in Russland im vierten Quartal 2010. Bereinigt um diese Konsolidierungseffekte betrug das Plus im Vergleich zum Vorjahr 14,5 %. Mit Ausnahme von Bosnien-Herzegowina stieg der Zementabsatz in allen Ländern des Konzerngebiets. Begünstigt wurde die insgesamt positive Entwicklung nicht nur durch relativ mildes Wetter im ersten und vierten Quartal, sondern auch durch eine anhaltende Erholung der Bauaktivität. Besonders starke Zuwächse beim Zementabsatz verzeichneten Russland, Georgien, Polen und die Ukraine. Während der sehr starke Anstieg in Russland von Konsolidierungseffekten begünstigt wurde, war der Absatzzuwachs in Polen und der Ukraine teilweise auf die Vorbereitung der Fußball-Europameisterschaft zurückzuführen. In der Tschechischen Republik, in Kasachstan und Rumänien lagen die Zementlieferungen ebenfalls deutlich über dem Vorjahr. In Ungarn hingegen lag der Zementabsatz trotz einer starken Zunahme der Exportmengen nur leicht über dem Vorjahr. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zement nahm um 25,2 % auf 1.083 (i.V.: 865) Mio € zu. Im Jahr 2011 fand ein Großteil der Investitionen in Polen, Russland und Kasachstan statt. Im polnischen Górazdze betreiben wir unser größtes und modernstes Zementwerk in Europa. Ende März haben wir dort den Ausbau der Klinkerkapazität plangemäß abgeschlossen. Anfang April wurde die zweite, modernisierte Ofenlinie mit einer Kapazität von 6.000 t Klinker pro Tag in Betrieb genommen. In der zweiten Phase des Projekts wird die Mahlkapazität durch den Bau einer neuen Zementmühle entsprechend der Klinkerkapazität erweitert. Der Abschluss dieser zweiten Phase ist bis Mitte 2012 geplant. Insgesamt wird damit die Zementkapazität des Werks auf 5,6 Mio t erhöht. Im Sommer 2011 haben wir unser neues russisches Zementwerk TulaCement eröffnet. Mit dem Werksneubau war im April 2009 begonnen worden. Die mit modernster Technik ausgestattete Produktionsanlage liegt rund 150 km südlich von Moskau in der Region Tula und verfügt über eine jährliche Kapazität von 2 Mio t Zement. Von dort werden wir künftig den Großraum Moskau, den größten Zementmarkt Russlands, mit Zement beliefern. Zusätzlich zu unseren Investitionen in Russland und Polen haben wir in Kasachstan mit dem Bau eines neuen Zementwerks in Shetpe bei Aktau am Kaspischen Meer begonnen. Das Werk Caspi Cement wird eine Jahreskapazität von 0,8 Mio t Zement haben und vorwiegend die stark wachsende, öl- und gasreiche Region am Kaspischen Meer beliefern. Bereits 2013 wollen wir dort den ersten Zement produzieren. In Georgien und Russland haben wir darüber hinaus zur besseren Marktabdeckung in neue Zementterminals investiert. In der georgischen Hafenstadt Supsa haben wir am 1. April 2011 ein neues Zementterminal in Betrieb genommen. In Russland beliefern wir seit Juni 2011 die Region Archangelsk über ein neues Importterminal mit Zement aus unserem norwegischen Werk Kj0psvik. Geschäftsbereich ZuschlagstoffeHauptmarktgebiete von HeidelbergCement im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe sind die Tschechische Republik, Polen, Russland und Rumänien. Daneben sind wir auch in Ungarn, der Slowakischen Republik, der Ukraine und Kasachstan im Zuschlagstoffgeschäft tätig. Insgesamt lagen die Lieferungen von Zuschlagstoffen im Jahr 2011 im Konzerngebiet mit 21,7 (i.V.: 20,1) Mio t um 7,8 % über dem Vorjahr. Während in der Tschechischen und in der Slowakischen Republik sowie in Ungarn unsere Zuschlagstofflieferungen vor allem aufgrund staatlicher Ausgabenkürzungen unter dem Vorjahresniveau blieben, erzielten die anderen Länder des Konzerngebiets ein deutliches Wachstum. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zuschlagstoffe verbesserte sich um 8,3 % auf 135 (i.V.: 125) Mio €. Investitionen im Bereich Zuschlagstoffe erfolgten maßgeblich in Ungarn. Wir haben im Großraum Budapest unsere Position durch eine Akquisition weiter ausgebaut. Geschäftsbereich Beton-Service-SonstigesIm Transportbetongeschäft ist HeidelbergCement in fast allen Ländern des Konzerngebiets tätig und verfügt über ein dichtes Netz an Werken. Unsere Hauptmarktgebiete befinden sich in der Tschechischen Republik und in Polen. Der Transportbetonabsatz in Osteuropa-Zentralasien erhöhte sich 2011 gegenüber dem Vorjahr um 18,9 % auf 4,6 (i.V.: 3,9) Mio cbm. Während der Absatz von Transportbeton in Bosnien-Herzegowina sowie in Ungarn unter dem Vorjahr blieb, haben wir ihn in Georgien und Kasachstan verdoppelt. In allen anderen Ländern konnten wir bei den Lieferungen zweistellige Wachstumsraten erreichen. Mit 286 (i.V.: 241) Mio € nahm der Umsatz des Geschäftsbereichs Beton-Service-Sonstiges im Jahr 2011 um 18,7 % zu. Die Investitionen im Jahr 2011 beschränkten sich auf die Eröffnung eines Transportbetonwerks in der Slowakischen Republik und eines mobilen Werks in Georgien. Umsatz und ErgebnisDer Umsatz im Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien nahm 2011 insgesamt um 22,3 % auf 1.392 (i.V.: 1.138) Mio € zu. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte wuchs der Umsatz um 17,8 %. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen lag mit 327 (i.V.: 299) Mio € um 9,3 % über dem Vorjahr. Ohne Berücksichtigung von Währungs- und Konsolidierungseffekten betrug das Plus 4,5 %. Das operative Ergebnis stieg um 7,4 % auf 217 (i.V.: 203) Mio €. Hier betrug der Anstieg bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte 2,6 %. Wichtige Kennzahlen Osteuropa-Zentralasienscroll
Umsatz Osteuropa-Zentralasien 2011: 1.392 Mio €![]() NordamerikaDie Vereinigten Staaten und Kanada bilden das Konzerngebiet Nordamerika. In seinem größten Marktgebiet gehört HeidelbergCement zu den führenden Herstellern von Zement, Zuschlagstoffen, Transportbeton, Asphalt und Bauprodukten. Die US-Wirtschaft ist 2011 nach einem schwachen Jahresbeginn wieder leicht gewachsen und hat im vierten Quartal mit 2,8 % so stark zugelegt wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Auf das ganze Jahr 2011 bezogen war das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts mit einem Plus von 1,7 % allerdings deutlich schwächer als 2010. Die Bautätigkeit ist um 2,9 % gegenüber dem schwachen Vorjahr gestiegen. Der Wohnungsbau hat sich ausgehend von einem niedrigen Niveau um 5,8 % erhöht. Über drei Millionen Zwangsversteigerungen und hohe Leerstände belasten die Preise und Neubautätigkeit. Der NichtWohnungsbau ist aufgrund von Zuwächsen im Industrie- und Wirtschaftsbau um 9,3 % gestiegen. Der öffentliche Bau, der in der ersten Jahreshälfte noch von staatlichen Konjunkturprogrammen profitierte, ging im Jahresverlauf weiter zurück und sank um 4,4 % unter das Niveau von 2010. Grund dafür waren rückläufige Steuereinnahmen in den Bundesstaaten, das Auslaufen der staatlichen Fördermittel und die Verzögerung bei der Verabschiedung eines neuen mehrjährigen Straßenbauprogramms "Federal Highway Bill". Kanadas Bruttoinlandsprodukt stieg im Jahr 2011 um 2,5 %. Während der Wohnungsbau leicht unter dem Vorjahresniveau lag, haben sich der NichtWohnungsbau und der öffentliche Bau um 3,1 % bzw. 2,9 % erhöht. Geschäftsbereich ZementDer Zementverbrauch stieg in den USA 2011 um 2,8 % auf 72,2 Mio t; in Kanada lag er mit 8,8 Mio t knapp über dem Vorjahresniveau. Für 2012 erwartet der amerikanische Zementverband PCA nur geringe Steigerungen beim Zementverbrauch in beiden Ländern. Der Zement- und Klinkerabsatz unserer Werke erzielte mit 10,6 (i.V.: 10,0) Mio t einen Zuwachs um 6,4 %. Besonders erfreulich war der Absatzanstieg unserer kalifornischen Werke in der Region West im zweistelligen Prozentbereich. Die Baukonjunktur hat dort ihren Tiefpunkt durchschritten und begonnen, sich von einem niedrigen Niveau aus zu erholen. Eine höhere Nachfrage verzeichneten auch die Regionen Süd und Nord, während die Verkaufsmengen der kanadischen Werke das Vorjahresniveau knapp verfehlten. Das Verkaufsvolumen unserer beiden Werke für Weißzement ist im Berichtsjahr gegenüber 2010 leicht gestiegen. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zement war aufgrund der langen Schlechtwetterperiode zu Beginn des Jahres und bedingt durch negative Wechselkurseffekte mit 886 (i.V.: 883) Mio € nur etwas höher als im Vorjahr. In US-Dollar stieg er jedoch um 5,3 %. Das 2010 gestartete Programm "Operational Excellence", mit dem wir die Effizienz unserer Zementwerke steigern wollen, haben wir im Berichtsjahr in unseren amerikanischen Werken erfolgreich fortgesetzt. Es ist uns gelungen, an den Produktionsstandorten Edmonton und Mason City die Effizienz beim Brennstoff- und Stromverbrauch zu erhöhen. In Tehachapi konnten wir den Stromverbrauch deutlich reduzieren und in den Werken York und Redding haben wir den Brennstoffmix optimiert. Generell galt 2011, wie bereits im Jahr zuvor, eine strikte Ausgabenkontrolle bei den Investitionen. Davon ausgenommen waren wichtige Maßnahmen zur Verbesserung des Umweltschutzes. Wir haben beispielsweise im kalifornischen Werk Cupertino eine neue Anlage zur Einspritzung von Aktivkohle eingebaut, mit der die Quecksilberemissionen um rund 90 % gesenkt werden. In den kanadischen Werken wurden verschiedene Maßnahmen zum Wasserschutz und zur Luftreinhaltung durchgeführt. Geschäftsbereich ZuschlagstoffeHeidelbergCement verfügt in den USA und im Westen Kanadas über ein dichtes Netz an Produktionsstätten für Sand, Kies und Hartgestein. Insgesamt lag deren Absatz mit 105,8 (i.V.: 105,0) Mio t leicht über dem Vorjahresniveau. Einen besonders hohen Zuwachs verzeichneten unsere kanadischen Werke, aber auch die Standorte in der Region West konnten ihre Liefermengen erhöhen. In der Region Nord hingegen - unserem größten Absatzgebiet für Zuschlagstoffe in den USA - blieben die Liefermengen wegen der nachlassenden Infrastrukturinvestitionen hinter dem Vorjahr zurück. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zuschlagstoffe stieg um 1,7 % auf 937 (i.V.: 921) Mio €. In US-Dollar betrug die Steigerungsrate 6,8 %. Geschäftsbereich BauprodukteZum Geschäftsbereich Bauprodukte gehören unter anderem die Fertigung von Betonrohren, Betonfertigteilen, Betonpflaster- und -dachsteinen sowie Ziegelsteinen. 2011 war ein weiteres schwieriges Jahr für die Bauprodukte aufgrund ihrer hohen Abhängigkeit vom Wohnungsbau. Dies zeigte sich insbesondere in hohen Mengeneinbußen in den Bereichen Mauer- und Dachsteine. Auch die Nachfrage nach Pflastersteinen war nochmals rückläufig. Der Absatz von Betonrohren und Druckrohren war ebenfalls schwächer als im Vorjahr. Lediglich die Betonfertigteile konnten gegenüber 2010 ein deutliches Absatzplus erzielen. Insgesamt ging der Umsatz des Geschäftsbereichs Bauprodukte wechselkursbedingt leicht um 2,1 % auf 693 (i.V.: 707) Mio € zurück. In US-Dollar verbesserte er sich hingegen um 2,9 %. Dank intensiver Einsparungen bei den Vertriebs- und Verwaltungskosten konnten wir das operative Ergebnis vor Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr erneut beträchtlich verbessern. Geschäftsbereich Beton-Service-SonstigesZu diesem Geschäftsbereich gehört insbesondere das Transportbeton- und Asphaltgeschäft. Während wir in unserem Konzerngebiet über ein ausgedehntes Netz an Transportbetonwerken verfügen, ist die Asphaltproduktion hauptsächlich auf New York und Pennsylvania sowie auf Kalifornien konzentriert. Der Transportbetonabsatz stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich um 5,2 % auf 5,7 (i.V.: 5,4) Mio cbm. Zu diesem Mengenzuwachs haben alle Marktgebiete beigetragen; den stärksten Anstieg verzeichnete die Region Süd. In Kanada nahm der Transportbetonabsatz maßgeblich durch die Nachfrage der Öl- und Gasindustrie zu; auch das milde Wetter im Herbst hat zu einer stärkeren Bauaktivität beigetragen. In Medicine Hat, in der kanadischen Provinz Alberta, haben wir 2011 ein neues Transportbetonwerk in Betrieb genommen. Im Dezember haben wir eine Beteiligung von 50 % an dem kanadischen Unternehmen Building Products & Concrete Supply Limited Partnership erworben, dem größten Hersteller von Transportbeton in der Provinz Manitoba. Der Asphaltabsatz verringerte sich im Berichtsjahr um 5,8 % auf 3,5 (i.V.: 3,7) Mio t. Er spiegelt damit den allgemeinen Rückgang beim Infrastrukturbau und die sinkenden staatlichen Investitionen in diesem Bereich wider. Der Gesamtumsatz des Geschäftsbereichs Beton-Service-Sonstiges ging 2011 um 1,4 % auf 837 (i.V.: 849) Mio € zurück. In US-Dollar erhöhte er sich allerdings um 3,5 %. Umsatz und ErgebnisDer Gesamtumsatz des Konzerngebiets Nordamerika blieb nach der Umrechnung in Euro mit 3.035 (i.V.: 3.033) Mio € auf dem Vorjahresniveau. In US-Dollar nahm er hingegen um 5,1 % zu. Aufgrund unserer intensiven Kostensparmaßnahmen, insbesondere im Rahmen des erfolgreichen "WIN NAM"-Projekts zur Effizienzsteigerung in Vertrieb und Verwaltung, konnten wir das operative Ergebnis vor Abschreibungen um 5,7 % auf 473 (i.V.: 448) Mio € steigern, in US-Dollar liegt der Zuwachs sogar bei 10,9 %. Das operative Ergebnis erreichte mit 230 (i.V.: 188) Mio € ein Plus von 22,6 %; in US-Dollar liegt die Steigerungsrate bei 28,7 %. Wichtige Kennzahlen Nordamerikascroll
Umsatz Nordamerika 2011: 3.035 Mio €![]() Asien-PazifikDas Konzerngebiet Asien-Pazifik umfasst sieben asiatische Länder und Australien. In den meisten asiatischen Wachstumsländern liegt der Schwerpunkt auf der Zementproduktion. Insbesondere in Indien und Indonesien werden die Zementkapazitäten derzeit deutlich ausgebaut. In Malaysia und Hongkong hat HeidelbergCement eine starke Marktposition bei Zuschlagstoffen und Transportbeton. In Australien verfügen wir mit einem dichten Netz an Produktionsstätten über bedeutende Marktstellungen bei Transportbeton und Zuschlagstoffen. Außerdem halten wir eine Beteiligung am größten Zementunternehmen Australiens. Die Schwellenländer Asiens setzten auch 2011 ihren Wachstumskurs fort, die wirtschaftliche Expansion hat sich im Jahresverlauf jedoch zunehmend verlangsamt. Die chinesische Wirtschaft zeigte sich trotz nachlassender Dynamik mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 9,2 % allerdings widerstandsfähiger als erwartet. Auch in Indien machte sich die Abkühlung der Konjunktur mit einem Rückgang des Wirtschaftswachstums um über zwei Prozentpunkte auf 7,3 % bemerkbar. In unserem größten asiatischen Markt Indonesien hingegen stieg die Wirtschaftsleistung mit einem Plus von 6,5 % wieder so stark wie zuletzt vor der Asienkrise 1997. Die australische Wirtschaft wurde durch die Hochwasserkatastrophe und Zyklone im ersten Quartal zwar stark beeinträchtigt hat aber in den folgenden Monaten dank der starken Rohstoffnachfrage aus China wieder Fahrt aufgenommen und ist im Gesamtjahr 2011 um 2,3 % gewachsen. Geschäftsbereich ZementDie Zement- und Klinkerlieferungen des Konzerngebiets Asien-Pazifik stiegen 2011 um insgesamt 8,4 % auf 28,8 (i.V.: 26,6) Mio t. In Indonesien profitierte unsere Tochtergesellschaft Indocement von der anhaltend starken Bautätigkeit insbesondere im Wohnungs- und Hochhausbau. Der inländische Zementverbrauch wuchs 2011 um 17,7 % gegenüber dem Vorjahr. Der Inlandsabsatz von Indocement erhöhte sich um 20,2 %. Aufgrund der starken Inlandsnachfrage wurden die margenschwächeren Exportlieferungen um 41,5 % reduziert. Insgesamt nahm der Zement- und Klinkerabsatz um 15,3 % auf 16,0 (i.V.: 13,9) Mio t zu. Der hohe Kostenanstieg insbesondere bei Brennstoffen konnte nur teilweise durch Preiserhöhungen ausgeglichen werden. Um dem Druck auf die Margen entgegenzuwirken, führt Indocement eine Reihe von Maßnahmen zur Steigerung der Kosteneffizienz und Optimierung der Einkaufsaktivitäten fort. Aufgrund der vielversprechenden Wachstumsperspektiven hat Indocement mit dem Bau einerweiteren Zementmahlanlage im Werk Citeureup mit einer Kapazität von 2 Mio t begonnen, deren Inbetriebnahme für 2013 vorgesehen ist. In China ist HeidelbergCement mit den beiden Gemeinschaftsunternehmen China Century Cement und Jidong Heidelberg Cement Company in den Provinzen Guangdong und Shaanxi vertreten. Auch im Jahr 2011 verzeichneten beide Provinzen eine lebhafte Bautätigkeit und einen Anstieg des Zementverbrauchs. Hierbei konnten kräftige Zuwächse im Wohnungsbau den Rückgang bei Infrastrukturprojekten mehr als ausgleichen. Der konsolidierte Absatz unserer Gemeinschaftsunternehmen blieb jedoch - trotz erfreulicher Zuwächse im dritten und vierten Quartal - mit einem Rückgang um 1,0 % auf 7,2 (i.V.: 7,3) Mio t leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Absatzeinbußen beruhen im Wesentlichen auf Produktionsausfällen infolge eines Steinbruchunfalls im ersten Quartal. Während in Guangdong eine positive Preisentwicklung zu verzeichnen war, gaben die Zementpreise in Shaanxi aufgrund von Überkapazitäten und der noch nicht abgeschlossenen Marktkonsolidierung deutlich nach. In Indien betreibt HeidelbergCement im Süden und Westen sowie in Zentralindien zwei Zement- und drei Mahlwerke. Die indische Bauwirtschaft hat durch die anhaltende Zurückhaltung der Regierung bei Infrastrukturprojekten und die Abschwächung des Immobiliensektors aufgrund der hohen Zinsen an Dynamik eingebüßt. Im Jahr 2011 stieg der inländische Zementverbrauch um rund 6 %. Die Lieferungen unserer indischen Zementwerke nahmen dank kräftiger Zuwächse im zweiten Halbjahr um 7,1 % zu. Nach einem starken Anstieg im ersten Quartal haben die Zementpreise in den Folgemonaten aufgrund der Wachstumsabschwächung und des Monsuns wieder nachgegeben. Mit dem Ende der Monsunzeit setzte im September eine deutliche Erholung der Preise ein. Die Erweiterung unserer Zementkapazitäten in Zentralindien um 2,9 Mio t verläuft planmäßig. Die Fertigstellung der neuen Anlagen in den Werken Damoh und Jhansi und die Aufnahme der Produktion sind für das zweite Quartal 2012 vorgesehen. HeidelbergCement wird dann in Indien über eine Gesamtkapazität von 6 Mio t verfügen. In Bangladesh behinderten lang anhaltende Regenfälle und landesweite Streiks die Bauaktivitäten. Unsere Absatzmengen blieben daher knapp hinter dem Vorjahr zurück. Im Mahlwerk Chittagong haben wir den Bau einer weiteren Zementmühle mit einer Kapazität von 0,8 Mio t planmäßig fertig gestellt; nach erfolgreichen Testläufen Ende 2011 wurde die Produktion am Jahresanfang 2012 aufgenommen. Im Sultanat Brunei übertraf unser Zementabsatz dank staatlicher Wohnungsbauprojekte das Vorjahresniveau. In Australien wurden die Zementlieferungen der quotal konsolidierten 25 %-Beteiligung Cement Australia durch die Hochwasserkatastrophe zu Jahresbeginn beeinträchtigt und blieben daher knapp unter der Vorjahresmenge. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zement stieg um 12,0 % auf 1.732 (i.V.: 1.547) Mio €. Geschäftsbereich ZuschlagstoffeIm Geschäftsbereich Zuschlagstoffe ist HeidelbergCement in Australien, Malaysia, Indonesien und Hongkong vertreten. Im Jahr 2011 stiegen unsere Zuschlagstofflieferungen insgesamt um 11,4 % auf 37,1 (i.V.: 33,4) Mio t. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten belief sich der Zuwachs auf 9,7 %. In Australien, unserem weitaus größten Markt in diesem Konzerngebiet, verzeichneten unsere Zuschlagstofflieferungen trotz der Hochwasserkatastrophe am Jahresanfang einen erfreulichen Anstieg. Zur Sicherung der Rohstoffreserven haben wir im August 2011 das Zuschlagstoffunternehmen Galli Quarries Pty Ltd in der Metropolregion Melbourne erworben. Das Unternehmen betreibt einen Basaltsteinbruch mit einer Jahresproduktion von über 500.000 t. Beträchtliche Mengenzuwächse im zweistelligen Bereich konnten wir in Malaysia, Indonesien und Hongkong erzielen. In Malaysia profitierten unsere Zuschlagstoffaktivitäten von der deutlichen Erholung im Infrastrukturbereich sowie von der Produktionsaufnahme in einem neuen, strategisch günstig gelegenen Steinbruch im Bundesstaat Penang. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zuschlagstoffe erhöhte sich um 17,5 % auf 524 (i.V.: 446) Mio €. Geschäftsbereich BauprodukteMit zwei modernern Betonfertigteilwerken im Großraum Sydney gehören wir zu den am besten diversifizierten Fertigteilherstellern in Australien. Im November 2011 haben wir die Tochtergesellschaft Hanson Precast (S) Pte Ltd., die ein Fertigteilwerk in Singapur betreibt, verkauft. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Bauprodukte wuchs um 14,3 % auf 38 (i.V.: 34) Mio €. Geschäftsbereich Beton-Service-SonstigesIm Transportbetongeschäft ist HeidelbergCement in Australien, Malaysia, Indonesien und China tätig. In Malaysia verfügen wir über bedeutende Asphaltaktivitäten. In Australien betreiben wir nach dem Verkauf der Asphaltsparte im Jahr 2009 nur noch ein Asphaltwerk. Unsere Transportbetonlieferungen stiegen insgesamt um 10,8 % auf 9,9 (i.V.: 8,9) Mio cbm. Hierzu trug insbesondere Indonesien bei, wo sich der Absatz nahezu verdoppelte. Vor dem Hintergrund der erwarteten Forcierung von Infrastrukturprojekten durch die indonesische Regierung hat Indocement sein Transportbetongeschäft gestärkt und neue Werke und Fahrmischer in Betrieb genommen. Auch Malaysia erzielte dank der Wiederbelebung der staatlichen Infrastrukturinvestitionen einen Mengenzuwachs. Die Lieferungen unserer chinesischen Transportbetonwerke waren insgesamt leicht rückläufig. Während der Absatz in Hongkong zunahm, wurden die Lieferungen in der Provinz Guangdong durch die Schließung eines großen Werks in der Hauptstadt Guangzhou zugunsten von Stadtentwicklungsplänen beeinträchtigt. Begünstigt durch mehrere Großprojekte im Süden Malaysias stieg der Absatz der Asphaltsparte um 16,4 % auf 1,9 (i.V.: 1,6) Mio t. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Beton-Service-Sonstiges nahm um 14,3 % auf 1.007 (i.V.: 881) Mio € zu. Umsatz und ErgebnisDer Umsatz des Konzerngebiets Asien-Pazifik wuchs um 13,4 % auf 2.957 (i.V.: 2.609) Mio €. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten ergab sich ein Anstieg um 11,5 %. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen verminderte sich leicht um 1,0 % auf 711 (i.V.: 718) Mio €. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten betrug der Rückgang 1,9 %. Das operative Ergebnis lag mit 568 (i.V.: 586) Mio € um 3,1 % unter dem Vorjahresniveau. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten nahm es um 3,6 % ab. Der Ergebnisrückgang beruht im Wesentlichen auf dem Steinbruchunfall in China im ersten Quartal sowie dem deutlichen Anstieg der Energiekosten in der Region, der nicht in ausreichendem Maße durch Preiserhöhungen ausgeglichen werden konnte. Wichtige Kennzahlen Asien-Pazifikscroll
Umsatz Asien-Pazifik 2011: 2.957 Mio €![]() Afrika-MittelmeerraumIn Afrika ist HeidelbergCement in neun Ländern südlich der Sahara vertreten und produziert dort ausschließlich Zement. Unsere Standorte im Mittelmeerraum befinden sich in Spanien, Israel und der Türkei. In Spanien und Israel stellt HeidelbergCement hauptsächlich Zuschlagstoffe und Transportbeton her. In der Türkei zählt unser Joint Venture Akçansa zu den führenden Zementherstellern des Landes; darüber hinaus ist Akçansa auch im Transportbeton- und Zuschlagstoffgeschäft tätig. Die afrikanischen Staaten südlich der Sahara verzeichnen weiterhin eine dynamische Wirtschaftsentwicklung und lebhafte Bauaktivität Solides Wirtschaftswachstum, steigende Bevölkerungszahlen, Urbanisierung und Infrastrukturmaßnahmen sind in diesen Ländern die Haupttreiber für einen Anstieg der Bautätigkeit und der Zementnachfrage. Auch in der Türkei profitiert die Bauwirtschaft von der anhaltend positiven Konjunkturentwicklung; 2011 dürfte die türkische Wirtschaft um rund 7 % gewachsen sein. In Spanien hingegen ist das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2011 mit einem Minus von 0,3 % gegenüber dem Vorquartal erstmals seit zwei Jahren wieder geschrumpft; insgesamt stieg die WirtschaftsIeistung 2011 um 0,7 %. Die dramatisch hohe Arbeitslosigkeit, die anhaltende Immobilienkrise sowie insbesondere die Sparpakete der Regierung und der regionalen Verwaltungen, die eine empfindliche Kürzung der Infrastrukturausgaben zur Folge hatten, haben die Baustoffnachfrage in Spanien nochmals deutlich sinken lassen. Israel verzeichnete einer ersten Schätzung zufolge ein Wirtschaftswachstum von 4,8 % und eine rege Bautätigkeit, die vor allem auch von Infrastrukturmaßnahmen angetrieben wurde. Geschäftsbereich ZementIn den afrikanischen Ländern, in denen HeidelbergCement tätig ist, stieg der Zementverbrauch im Jahr 2011 im Durchschnitt um rund 10 %. Unsere Zement- und Mahlwerke erzielten bei unterschiedlicher Entwicklung in den einzelnen Märkten insgesamt einen deutlichen Anstieg des Zementversands. Hierzu trugen insbesondere Ghana, Sierra Leone, Benin und Gabun, aber auch die Konsolidierung der im September 2010 erworbenen Zementaktivitäten in der Demokratischen Republik Kongo bei. Aufgrund der hohen Zementnachfrage stießen unsere Werke in fast allen Märkten an ihre Kapazitätsgrenzen. Insgesamt erhöhten sich die Zementlieferungen unserer afrikanischen Tochtergesellschaften um 16,6 % auf 6,1 (i.V.: 5,2) Mio t. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten betrug der Absatzzuwachs 10,5 %. Aufgrund der guten Wachstumsaussichten baut HeidelbergCement seine Aktivitäten in Afrika weiter aus. Derzeit ist in Liberia eine neue Zementmühle mit einer Kapazität von 0,5 Mio t im Bau, deren Inbetriebnahme für das vierte Quartal 2012 vorgesehen ist. Auch in unserem Hauptmarkt Ghana erweitern wir die Zementproduktionskapazität durch die Errichtung einer neuen Zementmühle im Mahlwerk Tema; die Inbetriebnahme der Mühle mit einer Kapazität von 1 Mio t soll im vierten Quartal 2012 erfolgen. In Togo planen wir - vorbehaltlich endgültiger Genehmigung -den Neubau eines Klinkerwerks mit einer Kapazität von 1,5 Mio t; der Baubeginn ist im laufenden Jahr 2012 vorgesehen. Anfang 2014 soll in Burkina Faso ein neues Zementmahlwerk mit einer Kapazität von 650.000 t in der Nähe der Hauptstadt Ouagadougou in Betrieb gehen. In der Demokratischen Republik Kongo beabsichtigen wir, in den kommenden Jahren unsere Zementkapazität von derzeit über 500.000 t auf mehr als 1,4 Mio t zu erhöhen. In Tansania soll die Modernisierung und Ertüchtigung des Zementofens Nr. 3 die Klinkerkapazität unseres Werks Tanzania Portland Cement ab dem zweiten Quartal 2012 um 250.000 t erhöhen. Darüber hinaus prüfen wir die Optionen für Kapazitätserweiterungen in anderen afrikanischen Ländern. Begünstigt durch die boomende Bauwirtschaft in der Türkei nahm der Zementinlandsabsatz unseres Joint Ventures Akçansa um über 10 % zu. Aufgrund des starken Inlandsmarkts konnten die Zementpreise im Jahresverlauf deutlich erhöht werden. Die Zement- und Klinkerexporte wurden zugunsten der Bedienung der heimischen Nachfrage beträchtlich reduziert. Insgesamt erhöhte sich der Zement- und Klinkerabsatz von Akçansa um 1,1 % auf 7,7 Mio t (konsolidierte Menge: 3,1 Mio t). Im Werk Çanakkale wurde Ende September 2011 eine Anlage zur Erzeugung von Strom aus Ofenabwärme in Betrieb genommen. Die Anlage deckt rund 30 % des gesamten Strombedarfs des Werks und wird zu einer Senkung der C02-Emissionen um 60.000 t jährlich führen. Insgesamt stieg der Zement- und Klinkerabsatz im Konzerngebiet Afrika-Mittelmeerraum um 10,9 % auf 9,1 (i.V.: 8,2) Mio t; ohne die Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten belief sich der Zuwachs auf 7,0 %. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zement erhöhte sich um 12,3 % auf 726 (i.V.: 647) Mio €. Geschäftsbereich ZuschlagstoffeIm Geschäftsbereich Zuschlagstoffe ist HeidelbergCement in Spanien, Israel und der Türkei tätig. Insgesamt lag der Absatz von Zuschlagstoffen mit einem leichten Minus von 0,6 % bei 14,2 (i.V.: 14,3) Mio t knapp unter dem Vorjahresniveau. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der anhaltend schwachen Bautätigkeit in Spanien, wo unsere Zuschlagstoffaktivitäten unter der Kürzung der öffentlichen Mittel für Infrastrukturmaßnahmen litten. Anfang September 2011 haben wir zur Sicherung der Rohstoffreserven den Geschäftsbetrieb eines Kalksteinbruchs in Barcelona erworben. Auch in der Türkei wurde die Vorjahresmenge nicht ganz erreicht. In Israel hingegen verzeichneten unsere Zuschlagstofflieferungen dank der robusten Nachfrage nach Transportbeton und der gestiegenen Bautätigkeit im Infrastrukturbereich einen erfreulichen Anstieg. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zuschlagstoffe verbesserte sich aufgrund erfolgreich durchgeführter Preiserhöhungen um 2,3 % auf 87 (i.V.: 85) Mio €. Geschäftsbereich Beton-Service-SonstigesHeidelbergCement verfügt in diesem Konzerngebiet über bedeutende Transportbetonaktivitäten in Spanien, Israel und der Türkei. Die Asphaltsparte hingegen ist nur in Israel vertreten. Die Transportbeton lieferungen verzeichneten 2011 insgesamt einen leichten Anstieg um 1,4 % auf 5,1 (i.V.: 5,0) Mio cbm; Zuwächse in der Türkei und insbesondere in Israel konnten die Einbußen in Spanien mehr als ausgleichen. Aufgrund der schwachen Bauaktivitäten in Spanien war eine weitere Anpassung unserer Transportbetonkapazitäten in Katalonien erforderlich. In der Türkei hingegen erzielte die Transportbetonsparte von Akçansa, die mittlerweile über 36 Werke verfügt, dank der lebhaften Bautätigkeit einen neuen Rekordabsatz. Unsere israelischen Transportbetonaktivitäten profitierten von der starken Nachfrage aus dem Infrastrukturbereich. Die Asphaltsparte in Israel verzeichnete einen kräftigen Absatzanstieg von über 30 %. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Beton-Service-Sonstiges stieg insgesamt um 3,7 % auf 284 (i.V.: 274) Mio €. Umsatz und ErgebnisInsgesamt wuchs der Umsatz des Konzerngebiets Afrika-Mittelmeerraum um 9,0 % auf 1.023 (i.V.: 938) Mio €. Operativ, d.h. ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten, belief sich der Anstieg auf 11,5 %. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen lag mit 164 (i.V.: 156) Mio € um 5,3 % über dem Vorjahresniveau; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten betrug der Zuwachs 11,2 %. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 6,4 % auf 128 (i.V.: 121) Mio €; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten belief sich der Anstieg auf 14,8 %. Wichtige Kennzahlen Afrika-Mittelmeerraumscroll
Umsatz Afrika-Mittelmeerraum 2011: 1.023 Mio €![]() KonzernserviceDer Konzernservice umfasst die Aktivitäten unseres Tochterunternehmens HC Trading. Das ist eine der größten internationalen Handelsgesellschaften für Zement und Klinker. Das Unternehmen ist ebenfalls zuständig für den Kauf und die Lieferung von Kohle und Petrolkoks auf dem Seeweg an eigene Standorte und an andere Zementunternehmen weltweit. Dank des weltweiten Handelsnetzes von HC Trading mit Niederlassungen in Malta, Istanbul, Singapur, Shanghai und Dubai können wir die Kapazitätsauslastung unserer Werke besser steuern und die Überschussproduktion aus einem Land in ein anderes mit hoher Nachfrage nach Zement und Klinker liefern. Die schwache Wirtschaftsentwicklung und politische Unruhen in einigen Ländern führten im Berichtsjahr zu einem Rückgang der Lieferungen von Zement, Klinker und sonstigen Baustoffen, wie Kalk und Trockenmörtel, um 9,2 % auf 8,7 (i.V.: 9,6) Mio t. Besonders betroffen waren die Länder Nordafrikas, die während des sogenannten Arabischen Frühlings den Import von Zement und Klinker reduziert oder ganz eingestellt haben. Die größten Liefermengen gingen 2011 in die Länder West- und Ostafrikas und nach Bangladesh. Die wichtigsten Lieferländer waren die Türkei, Indonesien, Schweden, Norwegen, die Vereinigten Arabischen Emirate, Taiwan, Südkorea und China. Anders sah es beim internationalen Handel mit Kohle und Petrolkoks aus, der im Berichtsjahr um 4,6 % auf 2,8 (i.V.: 2,6) Mio t gestiegen ist. Hauptabnehmer war die Zementindustrie weltweit. Im Berichtsjahr ist es gelungen, neue Kunden in Afrika, Europa sowie Nord- und Südamerika zu gewinnen. Mehr als 200 Schiffe, darunter einige mit Frachtkapazitäten von über 140.000 t, wurden eingesetzt, um die hohe Brennstoffnachfrage der Zementindustrie zu decken. Insgesamt transportierten 2011 mehr als 900 Schiffe die Waren hauptsächlich auf den wichtigsten Seerouten von Asien, dem Mittelmeerraum und Kontinentaleuropa zu ihren Bestimmungsorten in Afrika, dem Mittleren Osten und Südamerika. HC Trading ist dank ausgefeilter Logistik in der Lage, schnell auf sich verändernde Marktbedingungen zu reagieren. Umsatz und ErgebnisDer Umsatz im Bereich Konzernservice ging um 8,2 % auf 652 (i.V.: 709) Mio € zurück. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen sank um 44,6 % auf 11 (i.V.: 20) Mio €. Das operative Ergebnis nahm in vergleichbarer Größenordnung um 45,3 % auf 11 (i.V.: 20) Mio € ab. Ursache für diesen Rückgang sind neben der rückläufigen Handelsmenge bei Zement und Klinker deutlich gestiegene Frachtkosten. Wichtige Kennzahlen Konzernservicescroll
Aufgegebene GeschäftsbereicheDas Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen enthält Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen bei US-amerikanischen Tochtergesellschaften der 2007 übernommenen Hanson-Gruppe. Das Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen belief sich im Geschäftsjahr auf -22 (i.V.: -28) Mio €. KapitalflussrechnungTrotz eines beträchtlichen Anstiegs der Energiekosten in der ersten Jahreshälfte konnten wir 2011 die Innenfinanzierungskraft durch konsequentes Fortführen unserer Effizienz- und Kostensparprogramme deutlich steigern und planmäßig für den weiteren Abbau der Finanzschulden einsetzen. Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit nahm um 188 Mio € auf 1.332 (i.V.: 1.144) Mio € zu. Dies beruht vor allem auf dem gestiegenen operativen Ergebnis vor Abschreibungen und dem um 100 Mio € deutlich verbesserten Working Capital. Eine weitere Ursache für den Anstieg waren die dank der verbesserten Finanzierungsstruktur um 144 Mio € gesunkenen Nettoauszahlungen für Zinsen; die erhaltenen Zinsen beinhalten Sondereffekte aus der Ablösung von Zinsswaps in Höhe von 71 (i.V.: 93) Mio €. Zur Erhöhung des operativen Mittelzuflusses trug auch der Rückgang der Auszahlungen für Rückstellungen um 49 Mio € bei. Gegenläufig wirkten sich um 156 Mio € höhere Ertragsteuerzahlungen aus, die hauptsächlich auf einen Einmaleffekt aus Steuererstattungen in Nordamerika in Höhe von 113 Mio € im ersten Quartal des Vorjahrs zurückzuführen sind. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit erhöhte sich um 110 Mio € auf 758 (i.V.: 648) Mio €. Hauptursache ist der Anstieg der zahlungswirksamen Investitionen um 87 Mio € auf 959 (i.V.: 872) Mio €. Auf Investitionen zur Erhaltung und Optimierung unserer Kapazitäten entfielen hierbei 496 (i.V.: 467) Mio € und auf Kapazitätserweiterungen 463 (i.V.: 405) Mio €. Der Anstieg der Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen um 140 Mio € auf 874 (i.V.: 734) Mio € ist überwiegend auf Expansionsprojekte in Osteuropa, Asien und Afrika zurückzuführen. Die Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten haben sich gegenüber dem Vorjahr um 51 Mio € auf 63 (i.V.: 114) Mio € vermindert und betrafen im Wesentlichen Akquisitionen in Schweden, Australien, Kanada und Spanien. Der Vorjahreswert beinhaltet als größte Einzelposten die Übernahme der Mehrheitsanteile an den Zementaktivitäten der Forrest Group in der Demokratischen Republik Kongo für 62 Mio € (80 Mio US$) und an CJSC "Construction Materials" in Russland für 40 Mio € (54 Mio US$). Mehr zu den Auszahlungen für Tochterunternehmen und sonstige Geschäftseinheiten finden Sie im Anhang auf Seite 188f. Die Investitionen in sonstige Finanzanlagen lagen mit 22 (i.V.: 24) Mio € in etwa auf Vorjahresniveau. Die sonstigen Mittelzuflüsse sanken aufgrund geringerer Erlöse aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten, Sach- und sonstiger Finanzanlagen um 22 Mio € auf 201 (i.V.: 223) Mio €. Dabei reduzierten sich insbesondere die Nettozahlungseingänge aus dem Verkauf von nicht benötigten Emissionsrechten um 42 Mio € auf 64 (i.V.: 106) Mio €. Die Einzahlungen aus dem Abgang von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten betrugen 22 (i.V.: 2) Mio € und entfielen überwiegend auf den Verkauf der Solvent Resource Management Limited in Großbritannien für 13 Mio € in bar sowie auf die Veräußerung des deutschen Gemeinschaftsunternehmens Heidelberger Betonelemente GmbH & Co. KG für 7 Mio € in bar. Der Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich im Berichtsjahr um 944 Mio € auf 401 (i.V.: -543) Mio €, hauptsächlich aufgrund der um 1.020 Mio € gestiegenen Nettoaufnahme von Anleihen und Krediten. Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf der Begebung von zwei neuen Anleihen über 500 Mio € bzw. 150 Mio CHF und einem Schuldscheindarlehen in Höhe von 289 Mio €. Die Emissionserlöse dienten der Refinanzierung bestehender Bankschulden und der Vorfinanzierung der im Januar 2012 fälligen Anleihe über 1 Mrd €. Unter Verwendung der freien Mittel aus operativer und investiver Tätigkeit konnte die Nettoverschuldung durch die planmäßige Tilgung von Anleihen und Krediten, nach Wechselkurs- und anderen zahlungsunwirksamen Effekten, um 376 (i.V.: 277) Mio € auf 7.770 (i.V.: 8.146) Mio € zurückgeführt werden. Aus der Veränderung von Anteilen an Tochterunternehmen ergaben sich im Berichtsjahr Mittelabflüsse von 9 Mio €. Im Vorjahr enthielt dieser Posten Mittelzuflüsse in Höhe von 41 Mio €, die überwiegend auf die Veräußerung von rund 6 % des Afrika-Geschäfts der Scancem International-Gruppe an die IFC und deren Finanzpartner für 45 Mio € (60 Mio US$) zurückzuführen waren. Dividendenzahlungen führten zu einem Mittelabfluss von 107 (i.V.: 79) Mio €, hierbei entfielen auf Dividendenzahlungen der HeidelbergCement AG 47 (i.V.: 23) Mio €. HeidelbergCement war im Geschäftsjahr 2011 jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Konzern-Kapitalflussrechnung (Kurzfassung)scroll
InvestitionenDie strikte Ausgabendisziplin im Investitionsbereich war auch im Geschäftsjahr 2011 ein wesentlicher Eckpfeiler des straffen und konsequenten Cash-Managements. Die zahlungswirksamen Investitionen beliefen sich im Berichtsjahr auf insgesamt 959 (i.V.: 872) Mio €. Auf Sachanlageinvestitionen (einschließlich der immateriellen Vermögenswerte) entfielen 874 (i.V.: 734) Mio €. Die Investitionen in Finanzanlagen und sonstige Geschäftseinheiten betrugen 85 (i.V.: 138) Mio €. Die Investitionen in Sachanlagen betrafen zum einen Erhaltungs-, Optimierungs- und Umweltschutzmaßnahmen in unseren Produktionsstätten. Hier sind insbesondere der Bau eines Mischsilos im deutschen Zementwerk Hannover und eines Zementterminals in Schweden zu nennen sowie zahlreiche Projekte zur Verbesserung der Energieeffizienz in allen Konzerngebieten, wie beispielsweise die Inbetriebnahme einer Anlage zur Erzeugung von Strom aus Ofenabwärme im türkischen Werk Çanakkale. Zum anderen hat HeidelbergCement aber auch in Expansionsprojekte in Wachstumsmärkten investiert. Im Rahmen des Zement-Kapazitätserweiterungsplans 2012 haben wir gezielt Investitionen in Asien, Afrika und Osteuropa vorgenommen, um den Grundstein für künftiges Wachstum zu legen. Größere Projekte betrafen die Erweiterung unserer Zementkapazitäten in Zentralindien um 2,9 Mio t, die Eröffnung des Werks TulaCement in Russland mit einer Kapazität von 2 Mio t und die Inbetriebnahme einer weiteren Zementmühle im Mahlwerk Chittagong in Bangladesh mit einer Kapazität von 0,8 Mio t, die Kapazitätserweiterung des polnischen Werks Górazdze um 1,2 Mio t sowie den Neubau des Werks Caspi Cement in Kasachstan mit einer Kapazität von 0,8 Mio t. Bei den Investitionen in Finanzanlagen und sonstige Geschäftseinheiten handelt es sich neben kleineren arrondierenden Beteiligungszukäufen im Wesentlichen um den Erwerb von 100 % der Anteile an den Zuschlagstoffunternehmen Ledinge Fastighets AB in Schweden und Galli Quarries Pty Ltd in Australien, den Erwerb von 50 % der Anteile an dem kanadischen Transportbetonunternehmen Building Products & Concrete Supply Limited Partnership sowie den Kauf des Geschäftsbetriebs eines Kalksteinbruchs in Spanien. Investitionenscroll
Sachanlageinvestitionen nach Geschäftsbereichen 2011![]() KonzernbilanzDie Struktur der Konzernbilanz blieb im Geschäftsjahr 2011 nahezu unverändert. Der Anteil des Eigenkapitals hat sich im Verhältnis zum Gesamtkapital geringfügig um 0,4 Prozentpunkte auf 47,0 % (i.V.: 47,4 %) vermindert (siehe hierzu die Tabelle Finanzkennzahlen auf Seite 65). Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2011 um 1,6 Mrd € auf 29,0 (i.V.: 27,4) Mrd €; davon sind 0,4 Mrd € auf Wechselkurseffekte zurückzuführen. Der Anstieg der langfristigen Aktiva um 0,4 Mrd € auf 23,4 (i.V.: 23,0) Mrd € beruht auf der Zunahme des Anlagevermögens auf 22,7 (i.V.: 22,4) Mrd € und ist hauptsächlich auf Wechselkurseffekte in Höhe von 0,4 Mrd € und Veränderungen des Konsolidierungskreises zurückzuführen. Die kurzfristigen Aktiva haben sich um 1,3 Mrd € auf 5,6 (i.V.: 4,3) Mrd € erhöht. Diese Zunahme resultiert hauptsächlich aus dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 0,2 Mrd € sowie der liquiden Mittel um 1,0 Mrd €. Auf der Passivseite der Konzernbilanz stieg das Eigenkapital um 0,7 Mrd € auf 13,6 (i.V.: 12,9) Mrd €. Dies ist überwiegend auf die Wechselkurseffekte von 0,4 Mrd € sowie auf das Jahresergebnis von 0,5 Mrd € zurückzuführen. Hier wirkten sich insbesondere die Stärke des australischen, amerikanischen und kanadischen Dollars aus sowie des britischen Pfunds und der indonesischen Rupiah. Gegenläufig wirkte sich vor allem die Abschwächung des polnischen Zloty, der indischen Rupie und der türkischen Lira aus. Im Geschäftsjahr 2011 konnte das Verhältnis von Nettofinanzschulden zu Eigenkapital (Gearing) um 5,9 Prozentpunkte auf 57,0 % (i.V.: 62,9 %) gesenkt werden. Dazu hat die Reduzierung der Nettoverschuldung um 0,4 Mrd € auf 7,8 (i.V.: 8,1) Mrd € beigetragen. Der Rückgang des langfristigen Fremdkapitals um 0,6 Mrd € auf 10,8 (i.V.: 11,3) Mrd € beruht hauptsächlich auf der Abnahme der langfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten. Das kurzfristige Fremdkapital hat sich dagegen um 1,5 Mrd € auf 4,7 (i.V.: 3,2) Mrd € erhöht. Die Zunahme der kurzfristigen Finanzschulden um 1,2 Mrd € sowie der Anstieg der operativen Verbindlichkeiten um 0,4 Mrd € trugen hierzu wesentlich bei. Konzern-Bilanz (Kurzfassung)scroll
Finanzkennzahlen1)scroll
KapitaleffizienzZiel von HeidelbergCement ist es, einen ROCE (Return on Capital Employed) von 19 % bis 20 % zu erwirtschaften. In den Konzerngebieten Asien-Pazifik und Afrika-Mittelmeerraum wurde das ROCE-Ziel im Jahr 2011 deutlich übertroffen. West- und Nordeuropa sowie Nordamerika lagen insbesondere aufgrund der immer noch relativ schwachen Bautätigkeit in Großbritannien und den USA etwas unter diesem Ziel. Trotz einer Verbesserung der Ergebnisse in Polen und den Ländern Zentralasiens lag auch das Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien noch leicht unter dem anvisierten Zielkorridor. Darüber hinaus wollen wir beim ROIC (Return on Invested Capital) mindestens die gewichteten Kapitalkosten (WACC) verdienen, die Ende des Jahres bei 7,8 % lagen. Insgesamt lag der ROIC von HeidelbergCement aufgrund der in einigen reifen Märkten noch schwachen Geschäftslage bei 5,0 % und damit unter dem WACC. Konzern-FinanzmanagementFinanzierungsgrundsätze und -zieleZiel der externen Finanzierung und Liquiditätssicherung ist es, eine ausreichende Liquidität des Konzerns zu jeder Zeit sicherzustellen. Die Krise an den internationalen Kapitalmärkten hat deutlich gemacht, wie wichtig die Liquiditätsorientierung für unser Unternehmen ist. Unser externer Finanzierungsspielraum wird primär durch die Kapitalmärkte und eine bedeutende internationale Bankengruppe gewährleistet. Innerhalb des Konzerns gilt der Grundsatz der internen Finanzierung. Das heißt: Der Finanzierungsbedarf von Tochtergesellschaften wird -soweit möglich - über interne Darlehensbeziehungen abgedeckt. Diesem Leitgedanken entsprechend erfolgte die Finanzierung der Tochtergesellschaften auch im Jahr 2011 hauptsächlich über unsere niederländische Finanzierungsgesellschaft HeidelbergCement Finance B.V. (HC Finance B.V.) und die HeidelbergCement AG. Diese zentrale Finanzierung gewährleistet ein einheitliches Auftreten an den Kapitalmärkten und gegenüber Ratingagenturen, beseitigt strukturelle Vorteile für einzelne Gläubigergruppen und stärkt unsere Verhandlungsposition gegenüber Kreditinstituten und anderen Marktteilnehmern. Darüber hinaus ermöglicht sie uns die effizienteste Allokation von Liquidität und die konzernweite Überwachung und Eliminierung von finanziellen Risikopositionen (Währungen und Zinsen) auf Basis von Nettopositionen. Die Konzerngesellschaften nutzen entweder Liquiditätsüberschüsse anderer Unternehmenseinheiten in sogenannten Cash Pools (Deutschland, Skandinavien/Baltikum, USA, Benelux-Länder, Australien, Großbritannien, Kanada, Tschechische Republik, Russland, Spanien und weitere Länder) oder werden mit Konzerndarlehen von der HeidelbergCement Finance B.V. oder der HeidelbergCement AG ausgestattet. Daneben vereinbart das Konzern-Treasury vereinzelt auch Kreditlinien für Tochtergesellschaften mit lokalen Banken, um rechtlichen, steuerlichen oder sonstigen Gegebenheiten Rechnung zu tragen. Lokale Finanzierungen werden vor allem für geringe Volumina eingesetzt. Finanzierungsmaßnahmen -Anleiheemissionen und SchuldscheindarlehenDas Jahr 2011 wurde durch zwei erfolgreiche Anleiheemissionen sowie den Abschluss eines Schuldscheindarlehens geprägt. Trotz schwieriger Kapitalmarktverhältnisse konnten wir am 5. Oktober unter unserem 10 Mrd € EMTN-Programm eine Euroanleihe mit einem Emissionsvolumen von 300 Mio € und einer siebenjährigen Laufzeit bis 15. Dezember 2018 begeben. Am 16. November stockten wir das Anleihevolumen um 200 Mio € auf 500 Mio € auf. Die ursprüngliche Anleihe wurde zu einem Kurs von 99,3 % ausgegeben und wies einen Festzins von 9,5 % auf, womit sich eine Emissionsrendite von rund 9,6 % ergab. Der Ausgabekurs der Aufstockung lag bei 107,5 %, womit sich eine Rendite von rund 8,1 % ergab. Am 14. November platzierten wir am Kapitalmarkt eine Anleihe mit einer Laufzeit von sechs Jahren und einem Volumen von 150 Mio CHF. Die Anleihe wurde zu pari emittiert und wies einen Festzins von 7,25 % auf. Zur weiteren Stärkung unserer Finanzierungsstruktur haben wir am 20. Dezember ein Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Volumen von 289 Mio € abgeschlossen. Das Schuldscheindarlehen besteht aus einer Tranche in Höhe von 115,5 Mio € mit variabler Verzinsung und einer Tranche in Höhe von 173,5 Mio € mit fixer Verzinsung. Der fixe Zinsatz liegt bei 6,77 % pro Jahr und der variable bei 4,9 % über dem sechsmonatigen Euribor. Das Schuldscheindarlehen wurde an Investoren im In- und Ausland vergeben. Die syndizierte Kreditlinie vom April 2010 mit einem Volumen von 3 Mrd €, die für Barziehungen und Avale genutzt werden kann, ist vor allem als Liquiditätsreserve gedacht und war zum 31. Dezember 2011 mit lediglich 256 Mio € in Anspruch genommen. Die freie Kreditlinie belief sich somit zum Jahresende 2011 auf 2.744 Mio € (siehe hierzu folgende Tabelle). Insgesamt ist damit sichergestellt, dass sämtliche Konzernunternehmen über ausreichende und langfristige Bar- und Avalkreditkapazitäten verfügen, um das operative Geschäft und neue Investitionen erfolgreich finanzieren zu können. Kreditliniescroll
Aufgrund des im November 2010 neu verhandelten Margengitters, der sehr guten Fortschreitung der Entschuldung sowie der operativen Leistung konnte am Anfang des Berichtsjahrs die Kreditmarge von 200 Basispunkten auf 175 Basispunkte reduziert werden. HeidelbergCement hat sich am 31. Januar 2012 die Verlängerung der ursprünglich Ende 2013 fälligen syndizierten Kreditlinie bis zum 31. Dezember 2015 gesichert. Die Unterzeichnung der Vereinbarung mit den Banken fand am 17. Februar 2012 statt. Nähere Einzelheiten zur Verlängerung der syndizierten Kreditlinie sowie zu den Konditionen finden Sie im Abschnitt Ereignisse nach dem Ablauf des Geschäftsjahrs 2011 auf Seite 79. Die im Jahr 2011 begebenen Anleihen sind unbesichert und stehen im Rang gleichberechtigt zu allen anderen Kapitalmarktverbindlichkeiten. Gemäß den Anleihebedingungen besteht - wie bei dem im Dezember 2011 abgeschlossenen Schuldscheindarlehen sowie der im Juli 2010, den beiden im Januar 2010 sowie den drei bereits im Oktober 2009 begebenen Euroanleihen - eine Beschränkung bezüglich der Neuaufnahme zusätzlicher Verschuldung, wenn der konsolidierte Deckungsgrad (d.h. das Verhältnis des Gesamtbetrags des konsolidierten EBITDA zu dem Gesamtbetrag des konsolidierten Zinsergebnisses) des HeidelbergCement Konzerns unter 2 ist. Das konsolidierte EBITDA in Höhe von 2.502 Mio € und das konsolidierte Zinsergebnis in Höhe von 706 Mio € werden auf einer pro Forma Basis gemäß den Anleihebedingungen berechnet. Zum Jahresende 2011 betrug der konsolidierte Deckungsgrad 3,54. Die Nettofinanzschulden gingen im Berichtsjahr um 0,4 Mrd € zurück und beliefen sich zum 31. Dezember 2011 auf 7,8 (i.V.: 8,1) Mrd €. Die folgende Tabelle zeigt die Neuemissionen und Rückzahlungen des HeidelbergCement Konzerns im Jahr 2011: Neuemissionen und Rückzahlungen des HeidelbergCement Konzernsscroll
Die folgenden Tabellen zeigen die Finanzverbindlichkeiten des HeidelbergCement Konzerns am 31. Dezember 2011: Anleihenscroll
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutenscroll
1)
Im Februar 2012 verlängert bis 31. Dezember
2015 Sonstige verzinsliche Verbindlichkeitenscroll
Put-Optionen von Minderheitsgesellschafternscroll
Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Liquiditätsinstrumente am 31. Dezember 2011: Liquiditätsinstrumentescroll
RatingDie erfolgreichen Refinanzierungsmaßnahmen führten gepaart mit der operativen Leistung zu einer weiteren Anhebung der Bonitätsbewertung durch die Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch Ratings. Standard & Poor's erhöhte das Langfrist-Rating am 18. März 2011 von BB- auf BB, Fitch Ratings am 9. Mai 2011 von BB auf BB+ und Moody's am 31. Mai 2011 von Ba2 auf Ba1. Vor diesem Hintergrund konnten wir im ersten Halbjahr die Emissionstätigkeit im Geldmarkt erfolgreich fortsetzen und über unser 1 Mrd € Euro Commercial Paper Programm im Jahresverlauf 2011 ein Volumen von insgesamt 3,8 Mrd € begeben. In der zweiten Jahreshälfte wurde die Emissionsaktivität im Rahmen des Commercial Paper Programms sukzessive zurückgefahren, um die Überschussliquidität am Jahresende zu begrenzen. Zum 31. Dezember 2011 waren rund 52 Mio € von den von der HeidelbergCement AG begebenen Commercial Paper ausstehend. Unsere 3 Mrd € syndizierte Kreditlinie dient dabei als Back-Up-Linie. Ratings am 31.12.2011scroll
Der konsequente und erfolgreiche Abbau der Nettoverschuldung in den letzten Jahren spiegelt sich in der Entwicklung unserer Bonitätsbewertung von 2009 bis 2011 wider: Entwicklung der Ratings 2009-2011![]() Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der HeidelbergCement AGErgänzend zur Konzernberichterstattung erläutern wir im Folgenden die Entwicklung der Muttergesellschaft: Der Jahresabschluss der HeidelbergCement AG wird - anders als der Konzernabschluss - nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Lagebericht der HeidelbergCement AG wird gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des HeidelbergCement Konzerns zusammengefasst da der Geschäftsverlaut die wirtschaftliche Lage und die künftigen Chancen und Risiken der Muttergesellschaft aufgrund der gemeinsamen Tätigkeit im Baustoffgeschäft eng mit dem Konzern verbunden sind. Die HeidelbergCement AG übt als Obergesellschaft die Leitungsfunktion im HeidelbergCement Konzern aus. Daneben ist sie in Deutschland mit zehn Zement- und Mahlwerken und einem Kalkwerk operativ in den Geschäftsbereichen Zement und Bauprodukte tätig. Im Geschäftsjahr 2011 hat sich die deutsche Bauwirtschaft getragen von der guten wirtschaftlichen Entwicklung spürbar belebt. Auch das milde Winterwetter zu Beginn und am Ende des Jahres trug dazu bei, dass unser Zement- und Klinkerabsatz das Vorjahresniveau deutlich übertraf. Die Exporte haben ebenfalls erfreulich zugenommen. Der Umsatz der HeidelbergCement AG wuchs um 11,6 % auf 533 (i.V.: 477) Mio €. Die im Vergleich zum Umsatz überproportionale Zunahme des Materialaufwands um 29,0 % bzw. 51 Mio € auf 226 (i.V.: 175) Mio € ist im Wesentlichen auf den starken Anstieg der Brennstoff- und Strompreise zurückzuführen. Der Personalaufwand hingegen ging um 7 Mio € auf 167 (i.V.: 174) Mio € zurück, insbesondere da im Vorjahr entstandene Aufwendungen für den Sozialplan im Rahmen der Schließung des Zementwerks Wetzlar entfielen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken deutlich um 47 Mio € auf 233 (i.V.: 280) Mio €; der Vorjahreswert war maßgeblich geprägt durch einen Verlust in Höhe von 100 Mio € aus der Verschmelzung der HC Zementwerk Hannover GmbH auf die HeidelbergCement AG. Insgesamt verbesserte sich das Betriebsergebnis um 63 Mio € auf 2 (i.V.: -61) Mio €. Das Ergebnis aus Beteiligungen sank infolge der schlechteren Ergebnisentwicklung von direkt gehaltenen Tochtergesellschaften auf -18 (i.V.: -7) Mio €. Die Zinserträge aus Ausleihungen sanken um 179 Mio € auf 78 (i.V.: 257) Mio €. Ein Grund für diesen Rückgang ist die Übertragung von Ausleihungen in Höhe von 2,5 Mrd € an die HeidelbergCement UK Holding Limited, Großbritannien, auf die 100 %ige niederländische Tochtergesellschaft HeidelbergCement Finance B.V. im Juli 2010. Dies erfolgte im Rahmen der Ersetzung der HeidelbergCement AG als Emittentin der drei im Oktober 2009 begebenen Euroanleihen mit einem Gesamtemissionsvolumen von 2,5 Mrd € sowie der zwei im Januar 2010 begebenen Euroanleihen mit einem Gesamtvolumen von 1,4 Mrd € durch die HeidelbergCement Finance B.V., indem diese Anleihen auf die HeidelbergCement Finance B.V. übertragen wurden. Ein weiterer Grund für den Rückgang der Zinserträge aus Ausleihungen ist die Abtretung einer Ausleihung gegenüber der HeidelbergCement UK Holding Limited in Höhe von 2,8 Mrd € an die St Yvette S.à.r.l., Luxemburg, im Rahmen konzerninterner Umstrukturierungen im Berichtsjahr. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge verminderten sich um 205 Mio € auf 334 (i.V.: 539) Mio €. Der Vorjahreswert war maßgeblich durch Erträge aus Zinsswaps inklusive des Ertrags aus der Glattstellung der Zinsswaps mit positivem Marktwert geprägt. Der Rückgang der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen um 347 Mio € auf 286 (i.V.: 633) Mio € beruht auf dem Wegfall der Zinsaufwendungen für die im Oktober 2009 sowie Januar 2010 emittierten Euroanleihen seit Juli 2010 sowie auf gesunkenen Aufwendungen aus Zinsswaps inklusive des Verlusts aus der Übertragung zu negativen Marktwerten auf die HeidelbergCement Finance B.V. im Dezember 2010. Darüber hinaus war der Vorjahreswert geprägt durch die Amortisation der Transaktionskosten für die syndizierten Kreditlinien vom Juni 2009 und April 2010 sowie die Amortisation der Transaktionskosten und des Disagios der im Januar 2010 begebenen Euroanleihen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sanken vor allem aufgrund von Steueroptimierungsmaßnahmen, eines Verschmelzungsverlusts im Vorjahr, der steuerlich nicht in Ansatz gebracht werden konnte, sowie Steueranpassungen für Vorjahre um 31 Mio € auf 16 (i.V.: 47) Mio €. Insgesamt ergaben sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 57 (i.V.: 47) Mio € und ein Bilanzgewinn von 70 (i.V.: 63) Mio €. Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Mrd € auf 17,4 (i.V.: 16,3) Mrd €. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf eine Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 1,1 Mrd € im Rahmen der Aktivitäten der HeidelbergCement AG als In-House-Bank des Konzerns zurückzuführen. Auf der Aktivseite erhöhten sich die Anteile an verbundenen Unternehmen um 4,0 Mrd € auf 11,7 (i.V.: 7,6) Mrd €. Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf der Erhöhung der Kapitalrücklage bei der HeidelbergCement International Holding GmbH, Heidelberg, durch Sacheinlagen im Wege der Einbringung von Forderungen gegenüber der St Yvette S.à.r.l. in Höhe von 3,7 Mrd € und durch eine Bareinlage in Höhe von 353 Mio €. Der Rückgang der Ausleihungen an verbundene Unternehmen um 2,7 Mrd € auf 0,8 (i.V.: 3,5) Mrd € ist hauptsächlich auf die oben genannte Abtretung einer Ausleihung gegenüber der HeidelbergCement UK Holding Limited in Höhe von 2,8 Mrd € an die St Yvette S.à.r.l. zurückzuführen. Insgesamt nahm das Finanzanlagevermögen um knapp 1,4 Mrd € auf 12,5 (i.V.: 11,2) Mrd € zu. In vergleichbarer Größenordnung stieg das gesamte Anlagevermögen auf 12,8 (i.V.: 11,5) Mrd €. Im Umlaufvermögen sanken die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände auf 4,0 (i.V.: 4,8) Mrd €. Diese Abnahme ist auf den Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf 4,0 (i.V.: 4,7) Mrd € zurückzuführen. Die flüssigen Mittel stiegen um 466 Mio € auf 470 (i.V.: 4) Mio €. Auf der Passivseite blieben das Eigenkapital mit 11,6 (i.V.: 11,6) Mrd € und die Rückstellungen mit 0,6 (i.V.: 0,6) Mrd € weitgehend unverändert. Die Verbindlichkeiten hingegen erhöhten sich um 1,1 Mrd € auf 5,1 (i.V.: 4,0) Mrd €. Hier sind vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zu nennen, die im Rahmen der Konzernfinanzierung um 1,1 Mrd € auf 4,7 (i.V.: 3,6) Mrd € stiegen. Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch die UnternehmensleitungDas Jahr 2011 war von einem erfreulichen Anstieg der Baustoffnachfrage in den Konzerngebieten von HeidelbergCement geprägt. In den Schwellenländern Asiens und Afrikas nahm der Verbrauch angetrieben durch das anhaltende Wirtschaftswachstum weiter zu. In Europa und den USA stieg die Baustoffnachfrage in den meisten Ländern, in denen wir tätig sind, als Folge der fortgesetzten wirtschaftlichen Erholung. Dabei profitierte unsere Ergebnisentwicklung davon, dass wir nicht oder nur in sehr geringem Maße in den Krisenländern Südeuropas und den nordafrikanischen Ländern im politischen Umbruch vertreten sind. Zusätzlich hat das milde Winterwetter in Europa zu Beginn und am Ende des Jahres unsere Geschäftsentwicklung positiv beeinflusst. Als Marktführer bei Zuschlagstoffen und als einer der führenden Hersteller von Zement mit vertikal integrierter Aufstellung haben wir noch von den auslaufenden Infrastrukturprogrammen, insbesondere in Nordamerika, profitiert. Darüber hinaus folgten der private Wohnungsbau und der Wirtschaftsbau der positiven Entwicklung der Gesamtwirtschaft in unseren Konzernländern. Dank unserer vorteilhaften geografischen Positionierung in lokalen Wachstumsmärkten in Schwellenländern und in den reifen Märkten Nordamerikas und Europas und dank unserer erfolgreichen Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung im Rahmen des "FOX2013"-Programms konnten wir den Margendruck durch die deutlich gestiegenen Energiekosten zumindest teilweise kompensieren. Damit waren wir in der Lage, das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr moderat zu erhöhen. Der Jahresüberschuss profitierte darüber hinaus von den gesunkenen Finanzierungskosten. Die Finanzierungsstruktur von HeidelbergCement hat sich 2011 weiter verbessert. Dank des anhaltend hohen Mittelzuflusses aus der operativen Geschäftstätigkeit konnten wir die Nettoverschuldung von 8,1 Mrd € Ende 2010 auf 7,8 Mrd € Ende 2011 reduzieren. Gleichzeitig haben wir unsere disziplinierten und gezielten Investitionen in den Ausbau der Zementkapazitäten in attraktiven Wachstumsmärkten fortgesetzt. Mit der erfolgreichen Platzierung von zwei Anleihen und eines Schuldscheindarlehens haben wir darüber hinaus die Liquiditätsreserven angesichts der Unsicherheiten an den Finanzmärkten erhöht und das Fälligkeitenprofil weiter verbessert. Die verfügbare Liquidität hat sich dadurch auf 4,7 Mrd € Ende 2011 erhöht. Vergleich des Geschäftsverlaufs mit den Prognosen im VorjahrUmsatzprognoseDie Prognose, die der Vorstand im Geschäftsbericht 2010 für das Jahr 2011 abgegeben hat, ging davon aus, dass der Umsatz bei vergleichbaren Wechselkursen moderat steigen würde. Grundlage dieser Prognose war die Annahme einer Absatzerhöhung bei Zement, Zuschlagstoffen und Transportbeton sowie eines Mengenrückgangs bei Asphalt. Dank der guten wirtschaftlichen Entwicklung in den Konzernländern von HeidelbergCement und des milden Winterwetters in Europa zu Beginn und am Ende des Jahres 2011 lagen die Absatzzahlen über den Erwartungen. Dementsprechend stieg der Umsatz mit 9,7 % trotz negativer Wechselkurseffekte in Höhe von 200 Mio € stärker als erwartet. AufwandsprognoseIm letztjährigen Geschäftsbericht wurde angesichts der Ende 2010 bereits bestehenden Inflationstendenzen ein Anstieg der Energie- und Personalkosten für das Jahr 2011 prognostiziert. Die Energiekosten haben sich aufgrund des Reaktorunfalls in Fukushima und der Unruhen in Nordafrika deutlich stärker erhöht als erwartet. Bei den Löhnen, Gehältern und Sozialabgaben kam es ebenfalls zu einer Zunahme, insbesondere auch aufgrund des starken Wirtschaftswachstums und des Anstiegs der Nahrungsmittelpreise in Asien. Der Kostenanstieg konnte 2011 nur in begrenztem Umfang durch Preiserhöhungen abgefedert werden. Die Energiekosten stiegen absolut um 23,5 % und als Prozentsatz vom Umsatz von 10,6 % im Jahr 2010 auf 11,9 % im Jahr 2011. Löhne, Gehälter und Sozialabgaben erhöhten sich um 3,9 %; bezogen auf den Umsatz sind sie jedoch von 16,9 % im Jahr 2010 auf 16,0 % im Jahr 2011 zurückgegangen. Unser "FOX 2013"-Programm übertraf 2011 die Zielwerte für die Steigerung des Cashflows und für die ergebniswirksamen Einsparungen bei Finanzierungs- und operativen Kosten. Neben einer Steigerung der Liquidität um 384 Mio € im Vergleich zu den geplanten 200 Mio € erzielten wir ergebniswirksame Einsparungen von mehr als 100 Mio € gegenüber den geplanten 35 Mio €. Die Finanzierungskosten haben sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der geringeren Verschuldung und der Verbesserung der Kreditmarge unserer syndizierten Kreditlinie wie erwartet reduziert. ErgebnisprognoseAuf Basis der erwarteten Umsatz- und Aufwandsentwicklung haben wir im Geschäftsbericht 2010 einen moderaten Anstieg des operativen Ergebnisses und eine Steigerung des Ergebnisses vor Steuern prognostiziert. Da sowohl Umsatzwachstum als auch Kosteneinsparungen 2011 höher ausfielen als geplant, konnten wir den unerwartet hohen Energiekostenanstieg ausgleichen. Somit verbesserte sich das operative Ergebnis 2011 moderat um 3,0 %. Das Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen erhöhte sich um 32,6 % aufgrund der planmäßig gesenkten Finanzierungskosten. Vergleich des Geschäftsverlaufs mit der Prognose im Geschäftsbericht 2010scroll
Weitere AngabenAngaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGBZum 31. Dezember 2011 belief sich das Grundkapital der HeidelbergCement AG auf 562.500.000 €. Es ist in 187.500.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt, auf die ein anteiliger Betrag von 3 € je Aktie entfällt. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden; verschiedene Aktiengattungen bestehen nicht. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt. Nach den der Gesellschaft vorliegenden Mitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zum 31. Dezember 2011 hält Herr Ludwig Merckle, Ulm, mehr als 10 % der Stimmrechte der Gesellschaft nämlich indirekt und vermittelt über diverse Gesellschaften, darunter die UBH Holding GmbH, Zossen, und die Spohn Cement Beteiligungen GmbH, Zossen, 25,11 % der Stimmrechte. Keinem Inhaber von Aktien wurden Sonderrechte eingeräumt, die Kontrollbefugnisse verleihen. Der Vorstand der Gesellschaft wird durch den Aufsichtsrat bestellt und abberufen. Die Satzung kann von der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals geändert werden, sofern gesetzliche Vorschriften keine größere Mehrheit zwingend vorschreiben. Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, kann der Aufsichtsrat vornehmen. Es bestehen zum 31. Dezember 2011 zwei genehmigte Kapitalia: zum einen eine Ermächtigung des Vorstands und Aufsichtsrats zur Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlagen (Genehmigtes Kapital I) und zum anderen eine Ermächtigung des Vorstands und Aufsichtsrats zur Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlagen (Genehmigtes Kapital II). Diese genehmigten Kapitalia werden nachfolgend zusammenfassend beschrieben. Der vollständige Wortlaut der Ermächtigungen kann der Satzung entnommen werden, die auf unserer Internetseite www.heidelbergcement.com unter "Über uns/Corporate Governance/Satzung" veröffentlicht ist. Genehmigtes Kapital IDer Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 5. Mai 2015 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 225.000.000€ gegen Bareinlagen durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, in bestimmten Fällen, die in der Ermächtigung näher beschrieben sind, nämlich zur Verwertung von Spitzenbeträgen und zur börsennahen Ausgabe von Aktien von bis zu 10 % des Grundkapitals, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Genehmigtes Kapital IIDer Vorstand ist ferner ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 5. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt56.100.000 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen in der Regel ausgeschlossen. Die Ermächtigung regelt insbesondere die Möglichkeit des Bezugsrechtsausschlusses, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder zur Bedienung von Options- oder Wandlungsrechten erfolgt. Die den genehmigten Kapitalia I und II zugrunde liegenden Ermächtigungen zur Ausgabe von neuen Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen sind zum 31. Dezember 2011 nicht ausgenutzt worden. Bedingtes KapitalEs besteht zum 31. Dezember 2011 das nachfolgend beschriebene Bedingte Kapital. Das Grundkapital ist um weitere bis zu 187.500.000 €, eingeteilt in bis zu 62.500.000 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2009). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Unterlegung von Options- oder Wandlungsrechten bzw. Options- oder Wandlungspflichten auf HeidelbergCement-Aktien. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als der Vorstand aufgrund der Ermächtigung Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausgibt und die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten von ihren Rechten Gebrauch machen. Options- oder Wandelschuldverschreibungen können auch mit Options- oder Wandlungsverpflichtungen ausgestattet sein. Die Aktionäre haben in der Regel ein Bezugsrecht auf neu emittierte Options- oder Wandelschuldverschreibungen. Die Ermächtigung regelt bestimmte Fälle, in denen der Vorstand das Bezugsrecht der Aktionäre auf Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausschließen kann. Der vollständige Wortlaut des Bedingten Kapitals kann ebenfalls der Satzung entnommen werden, die auf unserer Internetseite (www.heidelbergcement.com unter "Über uns/Corporate Governance/ Satzung") veröffentlicht ist. Die dem Bedingten Kapital 2009 zugrunde liegende Ermächtigung zur Ausgabe von Options- oder Wandelschuldverschreibungen ist zum 31. Dezember 2011 nicht ausgenutzt worden. Die Gesellschaft hält keine eigenen Aktien und es besteht keine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien. Im Folgenden listen wir gemäß §§ 289 Abs. 4 Nr. 8, 315 Abs. 4 Nr. 8 HGB die wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft auf, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und fassen die daraus folgenden Wirkungen zusammen. Wir weisen darauf hin, dass wir Vereinbarungen außer Betracht lassen, deren unter Umständen eintretende Folgen für die Gesellschaft die Schwellen von 50 Mio € im Einzelfall oder 100 Mio € bei gleich gelagerten Vereinbarungen unterschreiten, da sie für einen potenziellen Bieter regelmäßig nicht entscheidungserheblich sein werden. Diese sogenannten Change-of-Control-Klauseln sind branchen- und transaktionsüblich und wurden nicht in der Absicht vereinbart, etwaige Übernahmeangebote zu behindern. Folgende wesentliche Vereinbarungen der HeidelbergCement AG standen am 31. Dezember 2011 unter der Bedingung eines Kontrollwechsels bei der HeidelbergCement AG infolge eines Übernahmeangebots. scroll
1)
Sofern keine andere Währung angegeben ist Die jeweiligen Change-of-Control-Klauseln geben dem Vertragspartner bzw. Inhaber der Anleihen oder der Schuldscheindarlehen das Recht, die Vereinbarung bzw. ausstehenden Darlehen, Schuldverschreibungen oder Schuldscheindarlehen im Falle einer im Einzelnen unterschiedlich definierten Veränderung in der Anteilseignerstruktur der Gesellschaft vorzeitig fällig zu stellen und Rückzahlung zu verlangen bzw. die gemeinsame Beteiligung an der Scancem International DA zu beenden. Der in der Spalte Art der Klausel mit (1) gekennzeichnete syndizierte Kreditrahmen- und Avalkreditrahmenvertrag vom 27. April 2010 gibt jedem Gläubiger des Bankensyndikats das Recht im Fall eines Kontrollwechsels den von ihm zur Verfügung gestellten Darlehensbetrag nebst aufgelaufener Zinsen vorzeitig fällig zu stellen und eine entsprechende Rückzahlung zu verlangen. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn eine Person oder eine gemeinsam handelnde Gruppe von Personen im Sinne von § 2 Abs. 5 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz mehr als 30 % der Aktien der Gesellschaft erworben hat. Die in der Spalte Art der Klausel mit (2) gekennzeichneten Anleihen und Schuldscheindarlehen geben den jeweiligen Inhabern der Schuldverschreibungen bzw. der Schuldscheindarlehen nur dann ein vorzeitiges Kündigungsrecht bei Veränderungen in der Anteilseignerstruktur, wenn sie zu einem Wechsel in der Kontrolle der Gesellschaft führen. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn mehr als 50 % des gezeichneten Kapitals oder mehr als 50 % der Stimmrechte vertraglich oder auf andere Weise kontrolliert werden. Von einem Kontrollwechsel und damit von der Regelung eines vorzeitigen Kündigungsrechts ausgenommen ist im Rahmen eines Konzepts "zugelassener Gesellschafter" der Kontrollwechsel auf die (a) SC Vermögensverwaltung GmbH (ehemals Spohn Cement GmbH) oder (b) auf jeden Gesellschafter der SC Vermögensverwaltung GmbH einschließlich Erben und Vermächtnisnehmern von Gesellschaftern der SC Vermögensverwaltung GmbH und Personen, die wirtschaftliche Eigentümer von Anteilen an der SC Vermögensverwaltung GmbH sind, oder (c) auf jede juristische Person oder Stiftung oder vergleichbare Einrichtung, die von solchen Personen geführt wird, an die Aktien der HeidelbergCement AG von unter den in (a) bis (c) genannten Personen übertragen wurden. Die in der Spalte Art der Klausel mit (3) gekennzeichneten Anleihen und Schuldscheindarlehen geben den jeweiligen Inhabern der Schuldverschreibungen bzw. des Schuldscheindarlehens bei Eintritt des nachfolgend beschriebenen Kontrollwechsels das Recht, von der Gesellschaft die Rückzahlung des Schuldscheindarlehens oder im Falle der Schuldverschreibungen, nach Wahl der Gesellschaft, den Ankauf ihrer Schuldverschreibungen durch die Gesellschaft (oder auf ihre Veranlassung durch einen Dritten) zum Vorzeitigen Rückzahlungsbetrag insgesamt oder teilweise zu verlangen. Vorzeitiger Rückzahlungsbetrag meint im Falle des Schuldscheindarlehens 100 % des Nennbetrags des Schuldscheindarlehens, im Falle der Schuldverschreibungen 101 % des Nennbetrags der Schuldverschreibungen zuzüglich aufgelaufener und nicht gezahlter Zinsen bis zum in den Bedingungen definierten Rückzahlungstag (ausschließlich). Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn eines der folgenden Ereignisse eintritt:
Die 750 Mio US$ 6,125 % Anleihe der Hanson Limited, begeben am 16. August 2006, fällig am 15. August2016 und mittlerweile garantiert von der HeidelbergCement AG, enthält eine Regelung, nach der möglicherweise nicht nur der direkte, sondern auch der indirekte Erwerb von mehr als 50 % der Anteile oder der Stimmrechte an Hanson Limited einen Kontrollwechsel darstellt. Als indirekter Erwerb könnte dabei schon der Erwerb von 30 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG anzusehen sein, die mittelbar 100 % der Anteile an Hanson Limited hält. Ein Kontrollwechsel würde den Inhabern dieser Anleihe dann eine Verkaufsoption zu 101 % des Nominalwerts zuzüglich Zinsen gegenüber der Hanson Limited gewähren, wenn es im Zusammenhang mit diesem Kontrollwechsel zu einer Herabstufung der Anleihe unterhalb des sogenannten Investment Grade durch Moody's und Standard & Poor's käme. Da die Anleihe bereits unterhalb des Investment Grade eingestuft ist, kommt diese Change-of-Control-Regelung derzeit nicht zur Anwendung. Im Mai 2010 hat HeidelbergCement mit der zur Weltbank gehörenden International Finance Corporation (IFC) die in der Spalte Art der Klausel mit (4) gekennzeichnete Grundsatzvereinbarung zwischen Gesellschaftern geschlossen. Die Vereinbarung wurde am 19. Januar 2012 ergänzt und neu gefasst. Dieser Vertrag regelt die Rechte der Gesellschafter in der gemeinsam gehaltenen norwegischen Holdinggesellschaft Scancem International DA, die die wesentlichen afrikanischen Aktivitäten von HeidelbergCement in den Ländern südlich der Sahara bündelt. Der Vertrag sieht die Möglichkeit für IFC und ihre Finanzpartner vor, ihre indirekte Beteiligung an der Scancem International DA an HeidelbergCement zu einem Preis zu verkaufen, der einem nach bestimmten Vorgaben im Vertrag zu ermittelnden Referenzpreis entspricht, wenn ein "Adverse Sponsor Change in Control" eintritt. Dieser ist als Kontrollwechsel bei der HeidelbergCement AG definiert, der zu einem Pflichtangebot nach dem Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz an die außenstehenden Aktionäre der HeidelbergCement AG führt, wenn der Erwerber der Kontrolle entweder in einer im Vertrag näher definierten Sanktionsliste der UN, der EU, Frankreichs, der USA oder der Weltbank aufgeführt ist oder wenn der Erwerber der Kontrolle Maßnahmen oder Entscheidungen trifft, mit denen die mit der Beteiligung der IFC an Scancem International DA beabsichtigten Zwecke, nämlich die gemeinsam geführten Aktivitäten in den Ländern südlich der Sahara zu modernisieren und auszubauen, beendet oder wesentlich beeinträchtigt würden. Daneben existieren Vereinbarungen über Pensionsregelungen in Großbritannien (Pension Schemes), nach denen unter anderem ein (nicht näher vertraglich definierter) Kontrollwechsel bei der HeidelbergCement AG den Treuhändern dieser "Pension Schemes" mitgeteilt werden muss. Wenn der Kontrollwechsel zudem nach den entsprechenden regulatorischen Vorgaben zu einer wesentlichen Gefährdung der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen führt (sog. Type A Event), können die Treuhänder Verhandlungen über die Angemessenheit der Absicherung der Pensionsdeckung verlangen und diese durch ein sogenanntes "Clearance"-Verfahren vor der Aufsichtsbehörde überprüfen lassen, das zur Anpassung der Sicherheiten führen kann. Der Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG hat im Rahmen der Einführung des neuen Vorstandsvergütungssystems im November 2010 beschlossen, bei Neuabschluss und bei Verlängerung von Vorstandsverträgen dem Deutschen Corporate Governance Kodex (Ziffer 4.2.3) folgend zu vereinbaren, dass eine etwaige Abfindungszahlung aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit auf 150 % des Abfindungs-Caps, höchstens jedoch auf die Vergütung für die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags begrenzt ist. Die übrigen nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB geforderten Angaben betreffen Umstände, die bei der HeidelbergCement AG nicht vorliegen. ZweigniederlassungenDie HeidelbergCement AG hat weder im In- noch im Ausland Zweigniederlassungen. Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahrs 2011Am 25. Januar 2012 hat HeidelbergCement die Euroanleihe 2008/2012 über 1 Mrd € durch vorhandene Liquidität und Inanspruchnahme von Kreditlinien getilgt. HeidelbergCement hat sich am 31. Januar 2012 die Verlängerung seiner ursprünglich Ende 2013 fälligen 3 Mrd € syndizierten Kreditlinie bis zum 31. Dezember 2015 gesichert. Alle bisher engagierten 17 Banken haben ihre Beteiligung bestätigt und zwei weitere Banken sind dem Syndikat beigetreten. Die Unterzeichnung der Vereinbarung fand am 17. Februar 2012 statt. Die 3 Mrd € Kreditlinie mit Währungsoption ist als Liquiditätsreserve gedacht und kann für Barziehungen und Avale genutzt werden (siehe Tabelle auf Seite 80). Im Rahmen der Verlängerung stiegen die Margen um 25 Basispunkte über das gesamte Margengitter und um weitere50 Basispunkte im Falle von US-Dollar-Ziehungen. Die Verlängerungsgebühr betrug einmalig 45 Basispunkte. HeidelbergCement zahlt eine Gebühr für Inanspruchnahme von 15 Basispunkten ab der ersten Ziehung. Alle anderen Bedingungen blieben unverändert. Die erfolgreiche Verlängerung der syndizierten Kreditlinie ist ein Beweis für die Stärke unserer Beziehungen zu unseren Kernbanken. Die Tatsache, dass in einem schwierigen Finanzmarktumfeld zwei zusätzliche Banken dem Syndikat beigetreten sind und wir die Erhöhung der Marge auf nur 25 Basispunkte begrenzen konnten, unterstreicht das Vertrauen der Banken in unser Unternehmen. Mit der Verlängerung der Kreditlinie sichern wir uns ausreichend Liquidität bis Ende 2015. Bei der selbst arrangierten Kreditlinie fungieren Bank of America/Merrill Lynch, BayernLB, BNP/ Fortis, Citigroup, Commerzbank, Danske A/S, Deutsche Bank, Svenska Handelsbanken, Helaba, ING, Intesa, LBBW, Mediobanca, Morgan Stanley, Nordea, RBS, RBI, SEB und Standard Chartered als Mandated Lead Arranger. Am 8. März 2012 hat HeidelbergCement unter seinem 10 Mrd € EMTN-Programm eine Euroanleihe mit einem Emissionsvolumen von 300 Mio € und einer Laufzeit bis 8. März 2016 begeben. Die Anleihe weist einen Festzins von 4,00 % p.a. auf. Der Ausgabekurs lag bei 100,0 %, womit sich eine Rendite von 4,00 % ergab. Die Anleihe ist unbesichert und steht im Rang gleichberechtigt zu allen anderen Kapitalmarktverbindlichkeiten. Wie bei allen seit 2009 begebenen Anleihen sowie dem im Dezember 2011 abgeschlossenen Schuldscheindarlehen besteht gemäß den Anleihebedingungen eine Beschränkung bezüglich der Neuaufnahme zusätzlicher Verschuldung. Die Anleihebedingungen weisen zudem dieselbe Change-of-Control-Klausel auf wie die in der Tabelle auf Seite 76 in der Spalte Art der Klausel mit (3) gekennzeichneten Anleihen und Schuldscheindarlehen. Die Emissionserlöse werden zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung verwendet. scroll
RisikoberichtRisiken und ChancenDie Risikopolitik von HeidelbergCement orientiert sich an der Unternehmensstrategie, die auf die Bestandssicherung und die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts ausgerichtet ist. Unternehmerisches Handeln ist stets zukunftsorientiert und daher mit Risiken behaftet. Risiken zu identifizieren, sie zu verstehen und systematisch einzugrenzen, unterliegt der Verantwortung des Vorstands und ist eine Hauptaufgabe aller Führungskräfte. HeidelbergCement ist zahlreichen Risiken ausgesetzt, die nicht grundsätzlich vermieden, sondern akzeptiert werden, wenn sie sich im Rahmen der rechtlichen und ethischen Grundsätze unternehmerischen Handelns bewegen und sie zu den damit verbundenen Chancen in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Das Chancen- und Risikomanagement von HeidelbergCement ist über konzernweite Planungs- und Steuerungssysteme eng miteinander verbunden. Die Chancen werden in der jährlich erstellten operativen Planung erfasst und im Rahmen der monatlichen Finanzberichterstattung verfolgt. Die unmittelbare Verantwortung, Chancen frühzeitig zu erkennen und wahrzunehmen, obliegt dem operativen Management in den Ländern sowie den zentralen Konzernabteilungen. Konkrete Erläuterungen zu unseren Chancenpotenzialen sind im Kapitel Ausblick auf Seite 113f. aufgeführt. RisikomanagementDer Vorstand der HeidelbergCement AG ist verpflichtet ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem einzurichten und dieses zu überwachen. Darüber hinaus obliegt dem Vorstand die Gesamtverantwortung für den Umfang und die Ausrichtung der eingerichteten Systeme. Zudem befassen sich der Aufsichtsrat und dessen Prüfungsausschuss regelmäßig mit der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. HeidelbergCement sieht für das Risikomanagement klare Regelungen der Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten vor, die sich an der Unternehmensstruktur orientieren. Konzernweit gelten Verhaltensregeln, Richtlinien und Grundsätze zur Umsetzung eines systematischen und effektiven Risikomanagements. Das standardisierte interne Kontroll- und Risikomanagementsystem von HeidelbergCement orientiert sich an den finanziellen Ressourcen, der operativen Planung und der vom Vorstand festgelegten Risikomanagementstrategie. Es umfasst mehrere Bausteine, die aufeinander abgestimmt und methodisch in die Aufbau- und Ablauforganisation eingebettet sind. Die wesentlichen Elemente des Risikomanagementsystems sind:
Organisation des Risikomanagements bei HeidelbergCement![]() 1) Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung 2) Legal, Compliance, Tax, IT, Treasury, Corporate Finance. Human Resources, Strategy & Development, Marketing & Sales RisikomanagementprozessIdentifikation von Risiken und deren BeurteilungDie Identifikation der Risiken findet zum einen regelmäßig dezentral durch das Ländermanagement und zum anderen durch die weltweit verantwortlichen Konzernfunktionen statt. Als Hilfsparameter für den Identifikationsprozess dienen allgemeine makroökonomische Daten sowie sonstige branchenspezifische Faktoren und Risikoinformationsquellen. Unter Berücksichtigung individueller Rahmenbedingungen werden für die einzelnen Länder angemessene Wertgrenzen für die Berichterstattung über relevante Risiken festgelegt. Auf Basis des Risikomodells unseres Konzerns und entsprechend der definierten Risikokategorien werden die Risiken bezüglich einer Mindesteintrittswahrscheinlichkeit von 10 % und ihrer Schadenhöhe bewertet. Die Minderung der für den Unternehmenserfolg wichtigen Kenngröße operatives Ergebnis stellt den Orientierungsmaßstab für die Schadenhöhe dar. In die Risikobetrachtung fließen auch solche Risiken ein, die nicht unmittelbaren Einfluss auf die Finanzlage nehmen, sondern Auswirkungen auf nicht monetäre Größen wie Reputation oder Strategie haben können. Für nicht direkt kalkulierbare Risiken wird eine Bewertung der möglichen Schadenhöhe nach qualitativen Kriterien wie z.B. niedrig oder bestandsgefährdend vorgenommen. Die regelmäßige Identifikation wird bei plötzlich auftretenden, schwerwiegenden Risiken oder eingetretenen Schäden durch einen Ad-hoc-Risikobericht ergänzt. Dieser Fall kann insbesondere im Zusammenhang mit politischen Ereignissen, Entwicklungen auf den Finanzmärkten oder Naturkatastrophen eintreten. Aggregation, Berichterstattung, Steuerung und Kontrolle der RisikenDie quantitativen, aktualisierten Risikoberichte für alle Geschäftsbereiche unserer Konzernländer fließen vierteljährlich in die zentrale Managementberichterstattung an den Vorstand ein, sodass eine strukturierte und kontinuierliche Verfolgung der Risiken möglich ist. Korrelationen zwischen einzelnen Risiken und Ereignissen werden auf lokaler Ebene soweit wie möglich berücksichtigt. Bei den ebenfalls vierteljährlich stattfindenden Management Meetings kann der Vorstand zusammen mit den verantwortlichen Ländermanagern zeitnah angemessene Risikosteuerungsmaßnahmen erörtern und festlegen. Dabei wird entschieden, welche Risiken bewusst eigenverantwortlich getragen oder auf andere Risikoträger transferiert werden und welche Maßnahmen sich zur Reduzierung bzw. Vermeidung potenzieller Risiken eignen. Die Konzernabteilung Group Insurance & Corporate Risk ist für die Koordination der Risikomanagementprozesse zuständig. Sie führt außerdem einmal jährlich eine Befragung zur Erfassung der Risiken bei den Konzernfunktionen durch. Ebenfalls einmal im Jahr werden alle wesentlichen quantitativen und qualitativen Risiken der Länder und Konzernfunktionen in einer zentralen Risikolandkarte zusammengefasst und dem Vorstand präsentiert. Im Jahr 2012 werden verschiedene Maßnahmen zur Förderung der Risikoerkennung und -Vermeidung wie beispielsweise Mitarbeiterschulungen durchgeführt. Der Einsatz einer speziellen Risikomanagement-Software soll der gezielten Steigerung des Risikobewusstseins dienen, die Steuerung der Risiken vereinfachen und den gesamten Risikomanagementprozess in allen Konzernländern optimieren. Überwachung und AnpassungenDie Konzernabteilung Group Internal Audit untersucht und bewertet das Risikomanagement systematisch, um zu einer Erhöhung des Risikoverständnisses beizutragen. Darüber hinaus führt der Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung gemäß den gesetzlichen Vorschriften eine Überprüfung des Risikomanagementsystems dahingehend durch, ob das Überwachungssystem geeignet ist, bestandsgefährdende Tatsachen rechtzeitig zu erkennen. Der Aufsichtsrat und dessen Prüfungsausschuss werden ebenfaIIs durch den Vorstand regelmäßig zur Risikosituation informiert. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den KonzernrechnungslegungsprozessDas interne Kontrollsystem im HeidelbergCement Konzern beinhaltet alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Das interne Überwachungssystem im HeidelbergCement Konzern besteht aus prozessunabhängigen und prozessintegrierten Kontrollmaßnahmen. Zu den prozessintegrierten Prüfungstätigkeiten zählen Kontrollen, die in den Prozess eingebunden sind (z.B. das Vier-Augen-Prinzip). Prozessunabhängige Maßnahmen sind Kontrollen, die von Personen durchgeführt werden, die nicht unmittelbar am Rechnungslegungsprozess beteiligt sind (z.B. Group Internal Audit). Strukturen und ProzesseDie Organisations- und Führungsstruktur der HeidelbergCement AG und ihrer Konzernunternehmen sind klar definiert. Die Verantwortlichkeiten und Funktionen im Rechnungslegungsprozess (z.B. Buchhaltung der HeidelbergCement AG und ihrer Konzernunternehmen, Group Controlling, Group Treasury sowie Group Consolidation) sind zudem eindeutig getrennt und festgelegt. Wesentliche Merkmale der Rechnungslegungsprozesse und der KonsolidierungAlle Abteilungen, die in den Rechnungslegungsprozess einbezogen sind, verfügen über die erforderlichen Qualifikationen und sind gemäß den Erfordernissen ausgestattet. Bei komplexen oder ermessensbehafteten Bilanzierungsfragen wird auch auf die Expertise von externen Dienstleistern, wie beispielsweise Pensionsgutachtern oder Gutachtern zur Bewertung von Rekultivierungsverpflichtungen, zurückgegriffen. Die zentral vorgegebene Bilanzierungsrichtlinie sowie ein einheitlicher Kontenrahmen sind für alle Konzernunternehmen verpflichtend anzuwenden. Sie werden ständig an aktuelle Entwicklungen, beispielsweise im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des Konzerns, und an die International Financial Reporting Standards (IFRS) der Europäischen Union angepasst. Durch die zentral vorgegebene Bilanzierungsrichtlinie und den einheitlichen Kontenrahmen werden ein einheitlicher Ansatz, eine einheitliche Bewertung und ein einheitlicher Ausweis im Konzernabschluss sichergestellt. Konzernweit gültige Terminvorgaben, die in einem zentral geführten Finanzkalender festgehalten werden, sowie abschlussrelevante Instruktionen unterstützen ebenfalls einen konzernweit einheitlich strukturierten und effizienten Rechnungslegungsprozess. Die Abschlüsse der Konzernunternehmen werden in den meisten Ländern in Shared Service Centern erstellt, um Rechnungslegungsprozesse zu zentralisieren und zu standardisieren. Dabei werden überwiegend Buchhaltungssysteme von SAP und Oracle verwendet. Zum Erstellen des Konzernabschlusses werden die Einzelabschlüsse der Konzernunternehmen durch weitere Informationen ergänzt und mittels einer standardisierten Software von SAP konsolidiert. Hierbei werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge, wie beispielsweise die Kapitalkonsolidierung, die Schuldenkonsolidierung, die Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie die At-Equity-Bewertung, durchgeführt und dokumentiert. Die Bestandteile des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben im Anhang werden vollständig aus diesem Konsolidierungsprogramm entwickelt. Die Daten aus dem Bereich des Rechnungswesens werden bei HeidelbergCement sowohl auf lokaler als auch auf zentraler Ebene kontrolliert. Die dezentrale Prüfung der lokalen Abschlüsse wird durch den zuständigen Financial Director und das Ländercontrolling vorgenommen. Die zentrale Prüfung der Rechnungswesendaten erfolgt durch die Konzernabteilungen Consolidation, Controlling, Tax und Treasury. Das Kontrollsystem bei HeidelbergCement wird außerdem durch manuelle Prüfungen, wie regelmäßige Stichproben und Plausibilitätsprüfungen, ergänzt, die auf lokaler sowie zentraler Ebene durchgeführt werden. Validierungen, die vom Konsolidierungsprogramm automatisch ausgeführt werden, sind ebenfalls Bestandteil des Kontrollsystems bei HeidelbergCement. Prozessunabhängige Prüfungen werden sowohl durch den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats als auch durch die interne Revision durchgeführt. Letztere prüft dabei das interne Kontrollsystem für die beschriebenen Strukturen und Prozesse und kontrolliert die Anwendung der Bilanzierungsrichtlinie sowie des Kontenrahmens. Die Ergebnisse der Prüfung der internen Revision werden an den Vorstand und den Prüfungsausschuss berichtet. Weitere prozessunabhängige Überwachungstätigkeiten erfolgen auch durch den Konzernabschlussprüfer und andere Prüforgane, wie beispielsweise die steuerlichen Außenprüfer. Maßnahmen zur Identifizierung, Bewertung und Begrenzung von RisikenUm Risiken zu identifizieren und zu bewerten, werden bei HeidelbergCement die einzelnen Geschäftsvorfälle anhand der Kriterien Risikopotenzial und Eintrittswahrscheinlichkeit analysiert. Auf Basis dieser Analyse werden anschließend geeignete Kontrollmaßnahmen festgelegt. Zur Begrenzung von Risiken unterliegen Transaktionen ab einem bestimmten Volumen oder mit einer gewissen Komplexität einem festgelegten Genehmigungsprozess. Außerdem werden organisatorische Maßnahmen (z.B. Funktionstrennung in sensiblen Bereichen) sowie laufende Soll-Ist-Vergleiche für wesentliche Kennzahlen der Rechnungslegung durchgeführt. Die EDV-Systeme, die für die Rechnungslegung verwendet werden, sind durch entsprechende Sicherheitsvorkehrungen gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Die eingerichteten Kontroll- und Risikomanagementsysteme können eine richtige und vollständige Rechnungslegung nicht mit absoluter Sicherheit gewährleisten. Insbesondere individuell falsche Annahmen, ineffiziente Kontrollen und illegale Aktivitäten können zu einer eingeschränkten Effektivität der eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme führen. Auch ungewöhnliche oder komplexe Sachverhalte, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, sind mit einem latenten Risiko behaftet. Die hier getroffenen Aussagen gelten nur für die in den Konzernabschluss der HeidelbergCement AG einbezogenen Konzernunternehmen, bei denen die HeidelbergCement AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen, um aus der Tätigkeit dieser Unternehmen Nutzen zu ziehen. RisikofelderRisiken, die sich im Geschäftsjahr 2012 und auf absehbare Zeit danach auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken könnten, sind entsprechend dem im Unternehmen festgelegten Risikokatalog in drei Kategorien eingeteilt: finanzielle Risiken, Markt- und strategische Risiken sowie operative Risiken. Finanzielle RisikenUnsere wesentlichen finanziellen Risiken sind Währungs- und Zinsänderungsrisiken sowie Refinanzierungs- und Kreditrisiken. Wir steuern diese Risiken vorwiegend im Rahmen unserer laufenden Geschäfts- und Finanzierungsaktivitäten und bei Bedarf durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Diese Risikofelder werden von der Konzernabteilung Group Treasury laufend auf der Grundlage konzerninterner Richtlinien überwacht. Alle Konzerngesellschaften müssen auf Basis dieser Richtlinien ihre Risiken identifizieren und in Zusammenarbeit mit Group Treasury absichern. Die Arbeit und die Prozesse von Group Treasury werden durch umfassende Richtlinien geregelt die unter anderem die Trennung von Handel und Abwicklung der Finanzgeschäfte vorschreiben. Im Rahmen des laufenden Risikomanagements steuern wir das Transaktionsrisiko, d.h. das Risiko schwankender Preise (z.B. Währungskurse, Zinssätze, Rohstoffpreise), die sich auf die Ertragslage des Konzerns auswirken können. WährungsrisikenWährungsrisiken, die durch Geschäftsvorgänge mit Dritten in Fremdwährung entstehen (Transaktionsrisiken), sichern wir in bestimmten Fällen durch derivative Finanzinstrumente mit einem Sicherungshorizont von bis zu zwölf Monaten ab. Dafür setzen wir vor allem Devisenswaps und Devisentermingeschäfte ein, im Einzelfall auch Devisenoptionen. Auf die Absicherung von Währungsrisiken aus konzerninternen Gütertransaktionen wird verzichtet, da sich die Mittelzu- und -abflüsse in den verschiedenen Währungspaaren auf Konzernebene weitgehend neutralisieren. Im Rahmen unserer Inhouse-Banking-Aktivität ergeben sich durch Aufnahme und Anlage von Liquidität der Tochtergesellschaften Währungspositionen, die durch entsprechende fristen- und betragskongruente externe Devisenswapgeschäfte abgesichert werden. Währungsrisiken, die aus der Währungsumrechnung ausländischer Einzel- oder Teilkonzernabschlüsse entstehen (Translationsrisiken), sichern wir in der Regel nicht ab. Die damit verbundenen Auswirkungen sind nichtzahlungswirksam und Einflüsse auf Konzernbilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung werden laufend überwacht. Mehr zu den Währungsrisiken finden Sie im Anhang auf Seite 214f. ZinsänderungsrisikenZinsänderungsrisiken bestehen aufgrund potenzieller Änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Zinsänderungsrisiken werden im Rahmen der vom Finanzvorstand vorgegebenen Grenzen gehalten. Durch den Einsatz von Finanzinstrumenten, d.h. im Wesentlichen Zinsswaps, ist es uns möglich, sowohl das Risiko schwankender Zahlungsströme als auch das Risiko von Wertschwankungen zu sichern. Hingegen könnte eine Herabstufung unserer Bonitätsbewertung durch die Ratingagenturen (siehe Abschnitt Rating auf Seite 69f.) die Zinsmargen im Falle einer Refinanzierungsmaßnahme erhöhen. Aufgrund der ausgeglichen Fristenstruktur der Finanzschulden (siehe Grafik im Kapitel Ausblick auf Seite 118) und des erwarteten Mittelzuflusses aus operativer Geschäftstätigkeit besteht kurz- und mittelfristig kein wesentlicher Refinanzierungsbedarf, sodass keine signifikanten Auswirkungen auf das Zinsergebnis zu erwarten sind. Mehr zu den Zinsänderungsrisiken finden Sie im Anhang auf Seite 214. Refinanzierungs- bzw. LiquiditätsrisikenRefinanzierungs- bzw. Liquiditätsrisiken entstehen, wenn ein Unternehmen nicht in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaffen, die es zur Begleichung der operativen oder im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten eingegangenen Verpflichtungen benötigt. Mögliche Risiken aus Schwankungen der Zahlungsströme berücksichtigen wir im Rahmen der Konzernliquiditätsplanung. Annahmen über den weiteren Konjunkturverlauf bergen gewisse Unsicherheiten bei der Liquiditätsplanung, die wir aus diesem Grund rollierend aktualisieren und mit sogenannten Stresstests simulieren. Auf dieser Basis können wir im Bedarfsfall entsprechende Maßnahmen, wie beispielsweise die Emission zusätzlicher Geld- und Kapitalmarktpapiere oder die Aufnahme frischer Mittel im Bankenmarkt einleiten. Durch unsere umfangreichen Refinanzierungsmaßnahmen in den letzten 24 Monaten, einschließlich der Etablierung einer syndizierten Kreditlinie mit einem Volumen von 3 Mrd €, haben wir Zugang zu umfangreichen liquiden Mitteln. Damit haben wir das Refinanzierungsrisiko deutlich reduziert. Ferner fließen uns ständig Zahlungsmittel aus dem operativen Geschäft zu. Als weitere Vorsichtsmaßnahme wurde auf der Hauptversammlung 2010 ein angemessener Rahmen zur Erhöhung des Eigenkapitals beschlossen. Zur Finanzierung bestehender Zahlungsverpflichtungen steht die oben genannte revolvierende, syndizierte Kreditlinie in Höhe von 3 Mrd € nach Vertragsverlängerung im Februar 2012 mit einer Laufzeit bis Ende Dezember 2015 (vormals bis Ende 2013) zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag lediglich mit 256 Mio € in Anspruch genommen war. Insgesamt haben wir konzernweit 4,7 Mrd € liquide Mittel und Wertpapiere im Bestand (siehe Tabelle Liquiditätsinstrumente im Abschnitt Konzern-Finanzmanagement auf Seite 69). Mehr zu Liquiditätsrisiken finden Sie im Anhang auf Seite 212 f. KreditrisikenKreditrisiken bestehen darin, dass ein Vertragspartner bei einem Geschäft seinen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann. Wir minimieren die daraus entstehende Risikoposition durch Diversifizierung sowie laufende Bonitätsbeurteilung der Vertragspartner. Kreditrisiken aus dem operativen Geschäft werden fortlaufend im Rahmen des Forderungsmanagements überwacht. Hinsichtlich der Bonität unserer Geschäftspartner legen wir strenge Maßstäbe an. Dadurch sowie durch die Vermeidung von Positionskonzentrationen werden die Kreditrisiken des Konzerns minimiert. Kreditrisiken für unsere Geldanlagen mindern wir, indem wir nur Transaktionen mit Banken guter Bonität tätigen. Analog erfolgt die Auswahl der Banken für den Zahlungsverkehr und die Etablierung von Cash Pools. Im Rahmen von Kreditverträgen wurde die Einhaltung verschiedener Finanzrelationen (Financial Covenants) vereinbart, die alle in der Berichtsperiode erfüllt wurden. Die wichtigsten Finanzkennzahlen sind das Verhältnis der Nettoverschuldung zu EBlTDA und der Zinsdeckungsfaktor. Im Rahmen der Konzernplanung wird die Einhaltung der Kreditvereinbarungen (Covenants) konsequent überwacht und vierteljährlich den Gläubigern gemeldet. Im Falle einer Verletzung der Kreditvereinbarungen könnten die Gläubiger unter bestimmten Voraussetzungen entsprechende Kredite ungeachtet der vertraglich vereinbarten Laufzeiten fällig stellen. Je nach Volumen des betreffenden Kredits und der dann vorherrschenden Refinanzierungsmöglichkeiten auf dem Finanzmarkt könnte dies zu einem Refinanzierungsrisiko für den Konzern führen. Die 3 Mrd € syndizierte Kreditlinie beinhaltet Covenants, die auf einem Niveau vereinbart sind, das den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und unseren Prognosen Rechnung trägt. Mehr zu Kreditrisiken finden Sie im Anhang auf Seite 212. Markt- und strategische RisikenBranchenspezifische Risiken und AbsatzmarktrisikenDer internationale Währungsfonds rechnet im Jahr 2012 insgesamt mit einem verlangsamten Weltwirtschaftswachstum. Die Entwicklung in den einzelnen Regionen wird dabei weiterhin deutlich unterschiedlich bezüglich Ausmaß und zeitlichem Ablauf ausfallen. In einigen Ländern und Regionen erwarten wir hohe Risiken bei der Nachfrage- und Preisentwicklung. Durch die Erholung der Weltwirtschaft im Jahr 2011 haben sich die Preise für Energie und Nahrungsmittel zum Teil bereits deutlich verteuert. Der Anstieg der Preise wurde durch Spekulationen mit Rohstoffen, schlechte Ernten und Naturkatastrophen teilweise deutlich verschärft. In Ländern wie Indien und China rechnen Analysten weiterhin mit einem erhöhten Inflationsrisiko infolge des erwarteten beträchtlichen Wirtschaftswachstums. Die weltweite Entwicklung der Baustoffnachfrage stellt für uns naturgemäß sowohl Chance als auch Risiko dar und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen maßgeblich das Bevölkerungswachstum und der steigende Bedarf an Wohnraum, das Wirtschaftswachstum, die zunehmende Industrialisierung und Urbanisierung sowie der erhöhte Bedarf an Infrastruktur. Die Baustoffnachfrage lässt sich im Wesentlichen in drei Sektoren aufteilen: privater Wohnungsbau, Wirtschaftsbau und öffentlicher Bau. Die Nachfrage im privaten Wohnungsbau hängt von Faktoren wie etwa dem Zugang zu günstigen Krediten, der Entwicklung der Häuserpreise und dem zur Verfügung stehenden Haushaltseinkommen ab, das wiederum von weiteren Parametern wie Arbeitslosenquote oder Inflation beeinflusst wird. Die Entwicklung dieser Faktoren und damit der Nachfrage in diesem Sektor unterliegt zumeist landesspezifischen Risiken und Unsicherheiten. In den USA hat das Platzen der Immobilienblase zu einem großen Überhang an Häusern und Wohnungen und einem entsprechenden Preisverfall geführt. Die Erholung dieses Markts ist mit Unsicherheiten behaftet und hängt zum Beispiel auch von der weiteren Zinsentwicklung ab. In Asien besteht das Risiko steigender Lebensmittelpreise, die sich negativ auf das für Bauvorhaben zur Verfügung stehende Einkommen und damit auch negativ auf Investitionen in den privaten Wohnungsbau auswirken. In China ergeben sich Risiken aus Spekulationen mit städtischen Wohnimmobilien. Um einer Überhitzung des boomenden Immobilienmarkts entgegenzutreten, haben Regierung und Notenbank bereits Gegenmaßnahmen ergriffen. Für die Nachfrage beim Wirtschafts bau ist in erster Linie die Auslastung von Produktionsanlagen, Büro- und Lagerflächen ausschlaggebend, die wiederum von der allgemeinen Auftragslage im In- und Ausland abhängt. Als Folge der Wirtschaftskrise herrscht in einigen Ländern, zum Beispiel in den USA, noch merklicher Leerstand bei Büro- und Gewerbeflächen. Der zeitliche Ablauf der Erholung in diesem Sektor ist unsicher. Vor allem steigende Zinsen aufgrund eines erhöhten Inflationsdrucks könnten sich negativ auf das Wirtschaftswachstum und die Nachfrageentwicklung für Baustoffe auswirken. Investitionen in Infrastruktur, wie Straßen, Eisenbahnen, Flughäfen und Wasserstraßen, gehören zum Sektor des öffentlichen Baus. Die Nachfrage hängt hier insbesondere von der Haushaltslage der Länder und der Durchführung spezieller Infrastrukturförderungsprogramme ab. Risiken bestehen insofern als Länder ihre Infrastrukturinvestitionen zugunsten einer Haushaltskonsolidierung kürzen könnten. In einigen Ländern Europas und auch in den USA wurden Ausgabenkürzungen unter anderem für den öffentlichen Bau bekannt gegeben. Spürbare Ergebniszuwächse aus staatlich geförderten Projekten werden sich erst mit einer zeitlichen Verzögerung einstellen. Der Umfang der Einsparungen und ihre Auswirkungen auf die Baustoffnachfrage lassen sich nicht mit absoluter Sicherheit voraussagen. Baustoffe zeichnen sich durch ein hohes Gewicht im Verhältnis zum Verkaufspreis aus und werden daher auf dem Landweg nicht über weite Strecken transportiert. Auf dem Seeweg werden überschüssige Zementmengen regional aber auch zwischen einzelnen Kontinenten gehandelt. Sollte der Unterschied des Preisniveaus zwischen zwei Ländern mit Anbindung an den Seehandel so groß werden, dass dieser die Transportkosten übersteigt, besteht die Gefahr eines erhöhten Importdrucks und damit eines Preisverfalls im importierenden Markt. Ein wesentliches branchenspezifisches Risiko ist das witterungsbedingte Absatzrisiko für Baustoffe, das insbesondere aus der Saisonalität der Nachfrage resultiert. Strenge Winter mit extrem niedrigen Temperaturen oder hohe Niederschläge beeinträchtigen die Bautätigkeit und wirken sich negativ auf die Baustoffnachfrage aus. Neben dem Winterwetter gehört der in einigen Konzernländern, wie beispielsweise in Indien, auftretende Monsun zu den saisonalen Wetterlagen, die einen negativen Einfluss auf den Absatz unserer Produkte und somit auf das Geschäftsergebnis haben könnten. Wetterbedingten Absatzschwankungen und Risiken aus der Entwicklung der Absatzmärkte begegnen wir mit regionaler Diversifizierung, verstärkter Kundenorientierung, der Entwicklung von Spezial- und Sonderprodukten und soweit möglich mit operativen Maßnahmen. Wir passen zum Beispiel das Produktionsniveau an die Nachfragesituation an und nutzen flexible Arbeitszeitmodelle. Um die Beziehungen zu unseren Kunden weiter zu verbessern und auf länderspezifische Bedürfnisse einzugehen, führt HeidelbergCement konzernweite Kundenbefragungen durch und baut die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten auf Konzernebene aus. Ein kontinuierlicher Wissenstransfer zwischen unseren Standorten, der systematisch durch die konzernweit tätigen Mitarbeiter unserer technischen Zentren HTC (Zement, Bindemittel) und CCM (Zuschlagstoffe) unterstützt und gefördert wird, sorgt für eine optimale Nutzung von Synergieeffekten. Unsere Annahmen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Branche und unserer Absatzmärkte haben wir im Kapitel Ausblick auf Seite 113f. dargestellt. Risiken aus Akquisitionen und InvestitionenKapazitätserweiterungen durch Akquisitionen und Investitionen bergen für uns Chancen, aber auch Risiken. Mögliche Risiken bei Akquisitionen ergeben sich aus der Integration von Mitarbeitern, Prozessen, Technologien und Produkten. Hierzu zählen auch Kultur- und Sprachhindernisse in den Wachstumsmärkten sowie hohe Personalfluktuationen in Asien, die zum Abfluss von wertvollem Wissen führen. Diesen Risiken wirken wir durch eine gezielte Personalentwicklung und eine integrative Unternehmenskultur entgegen einschließlich der Schaffung lokaler Managementstrukturen. Akquisitionen können den Verschuldungsgrad und die Finanzierungsstruktur nachteilig beeinflussen und zu einem Anstieg des Anlagevermögens inklusive der Geschäfts- oder Firmenwerte führen. Insbesondere aus Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten aufgrund unvorhergesehener Geschäftsentwicklungen können Belastungen resultieren. Investitionsprojekte können sich vom Planungsbeginn bis zum Abschluss über mehrere Jahre erstrecken. Dabei bestehen insbesondere Risiken bei der Erteilung notwendiger Genehmigungen für den Abbau von Rohstoffen oder den Ausbau der Infrastruktur einschließlich dem Anschluss an Energie- und Straßennetze sowie bei den Anforderungen an Folgenutzungspläne für Rohstoffabbaustätten. Bei zukünftigen Akquisitionen, Kooperationen und Investitionen besteht das Risiko, dass diese durch politische Restriktionen nur unter erschwerten Bedingungen oder überhaupt nicht getätigt werden können. Ein daraus resultierender Mangel an Kapazitätserweiterungsprojekten könnte die Wachstumsaussichten von HeidelbergCement beeinträchtigen. Um finanzielle Belastungen und Risiken zu mindern und Chancen besser nutzen zu können, schauen wir uns insbesondere in politisch instabilen Regionen nach geeigneten Partnern um. HeidelbergCement beobachtet ständig das Marktumfeld hinsichtlich geeigneter Akquisitionsprojekte bzw. Kooperationen. Zusätzlich werden Marktpotenziale und Rohstoffvorkommen systematisch analysiert und in Vorschläge für Investitionsprojekte umgesetzt. An jede Akquisitions- oder Investitionsentscheidung stellen wir hohe Renditeforderungen, die im Kapitel Strategie, Unternehmenssteuerung und Ziele auf Seite 39f. erläutert werden. Zusätzlich erfolgen bei bedeutenden Investitions- und Akquisitionsprojekten Nachkontrollen. Wir verfügen über langjährige Erfahrungen bei der Integration von Unternehmen und haben die notwendigen Prozesse und Strukturen bereits geschaffen. Die Zementindustrie baut ihre Kapazitäten in den Märkten Osteuropas, Asiens und Afrikas weiter aus, um von der zunehmenden Inlandsnachfrage zu profitieren. Auch HeidelbergCement verfolgt ein Kapazitätserweiterungsprogramm und konzentriert sich dabei auf lokale Märkte mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial. Anfang 2012 haben wir bereits eine neue Zementmühle in Bangladesh in Betrieb genommen, weitere Kapazitätserweiterungen erfolgen an unseren Standorten in Polen, Kasachstan, Indien, Indonesien, Ghana, Liberia und Burkina Faso. Wettbewerber bauen in diesen Regionen ebenfalls neue Kapazitäten auf. Sollten die Kapazitätssteigerungen in den Märkten, in denen wir tätig sind, das Nachfragewachstum übersteigen, besteht ein Preisverfallsrisiko mit negativen Auswirkungen auf den Umsatz und das operative Ergebnis. HeidelbergCement prüft im Vorfeld von Kapazitätserweiterungsprojekten sowohl Marktumfeld als auch Marktpotenzial und reagiert auf Überkapazitäten mit Kosteneinsparungs- und Effizienzverbesserungsprogrammen, Produktionsanpassungen sowie Standortoptimierungen. Risiken aus der Substitution von ProduktenZement, Sand, Kies und Hartgestein sind weltweit die Grundrohstoffe für den Bau von Häusern, Industrieanlagen und Infrastruktur. Die Verwendung von zementartigen Bindemitteln lässt sich bis zur Römerzeit zurückverfolgen. Aufgrund der hohen Energie- und C02-lntensität von Zement gibt es Forschungsprojekte zur Entwicklung alternativer Bindemittel mit einer günstigeren Energie- und Klimabilanz. Zuletzt hat ein vom Karlsruher Institut für Technologie entwickeltes alternatives Bindemittel mit dem Namen Celitement den Deutschen Innovationspreis gewonnen. Mitarbeiter des konzernweit tätigen Heidelberg Technology Center (HTC) beobachten die Entwicklung alternativer Bindemittel aufmerksam und sind selbst in deren Erforschung tätig. Aufgrund des aktuellen Kenntnisstands über alternative Bindemittel im Vergleich zu den hohen Anforderungen an Verarbeitbarkeit, Dauerhaftigkeit und kostengünstige Herstellung von Bindemitteln allgemein ist aus unserer Sicht allerdings nicht damit zu rechnen, dass sich aktuell in der Entwicklung befindende alternative Bindemittel bereits in den nächsten Jahren die Verwendung herkömmlicher Zementarten in großem Maßstab ersetzen werden. Falls sich die Produktionskosten für herkömmliche Bindemittel vor allem in reifen Märkten drastisch erhöhen sollten, beispielsweise durch eine weitere staatliche Verknappung von C02-Emissionszertifikaten oder durch beträchtliche Preisanstiege bei Energieträgern, könnten alternative Bindemittel zur Substitution herkömmlicher Bindemittel führen, sofern diese alle oben genannten Anforderungen erfüllen. Politische Risiken und Risiken durch außergewöhnliche externe StörfälleWie für alle Unternehmen stellen auch für uns potenzielle Umbrüche im politischen, rechtlichen oder gesellschaftlichen Umfeld ein grundsätzliches Risiko dar. HeidelbergCement ist als weltweit operierender Konzern in mehr als 40 Ländern tätig und daher auch politischen Risiken wie der Verstaatlichung, dem Verbot von Kapitaltransfer, Terrorismus, Krieg oder Unruhen ausgesetzt. An verschiedenen Standorten können wir gewisse Sicherheitsrisiken aufgrund der innenpolitischen Verhältnisse nicht ausschließen. Vereinzelt unterliegen die Zementpreise einer staatlichen Reglementierung, wie beispielsweise in Ghana oder Indien. Ferner kann es zu staatlichen Eingriffen in die Produktionssteuerung durch befristete Stilllegungsverfügungen kommen, wie beispielsweise in China. Ebenso könnten außergewöhnliche externe Störfälle, wie Naturkatastrophen oder Pandemien, unser Geschäftsergebnis negativ beeinflussen. Gegenüber Naturkatastrophen, einschließlich Erdbeben, gewährleisten angemessene Entschädigungsobergrenzen unseres konzernweiten Sachversicherungsprogramms eine umfassende Absicherung unserer Aktivitäten in den stark gefährdeten Regionen Nordamerikas und Asiens. Operative RisikenVolatilität von Energie- und RohstoffpreisenFür ein energieintensives Unternehmen wie HeidelbergCement resultiert ein erhebliches Risiko aus der Kostenentwicklung auf den Energiemärkten, die extrem volatil sind. Die Preise für Energie und Rohstoffe haben sich weltweit durch die konjunkturelle Erholung deutlich erhöht. In Indien und Indonesien kam es zum Beispiel zu deutlichen Steigerungen der Kohlepreise, nachdem staatliche Lieferanten das Preisniveau lokaler Kohle in Richtung des höheren internationalen Marktpreises angepasst haben. Neben dem Anstieg der Energiepreise stellen infrastrukturelle Engpässe bei der Stromversorgung insbesondere in Afrika ein typisches Risiko für unser Unternehmen dar. In einigen Ländern bestehen zudem Risiken aus der Kürzung staatlicher Subventionen für Strom oder aus der staatlichen Regulierung der Öl- und Gaspreise. Die Preisrisiken für Energie und Rohstoffe mindern wir durch konzernweit gebündelte und strukturierte Beschaffungsprozesse. Außerdem setzen wir auf den steigenden Einsatz von alternativen Brenn- und Rohstoffen. Damit minimieren wir Preisrisiken und senken gleichzeitig die C02-Emissionen sowie den Anteil des energieintensiven Klinkers im Endprodukt Zement. Das im Sommer 2010 gestartete konzernweite Programm "Operational Excellence" hat die nachhaltige Steigerung der Effizienz des Zementherstellungsprozesses zum Ziel. Über einen reduzierten und optimierten Verbrauch von Strom, Brenn- und Rohstoffen wirken wir gezielt auf die Senkung der Energiekosten hin. Anfang 2011 haben wir das Drei-Jahres-Programm "FOX 2013" gestartet. Damit werden wir die finanzielle und operative Leistungsfähigkeit des Konzerns weiter steigern, aber auch Einsparungen im Einkauf herbeiführen, um den steigenden Kosten für Energie und Rohstoffe entgegenzuwirken. Weitere Informationen zu unserem Beschaffungsmanagement finden Sie auf Seite 112. Im Rahmen der Preisgestaltung für unsere Produkte versuchen wir Kostensteigerungen für Energie und Rohstoffe auch an unsere Kunden weiterzugeben. Der Erfolg solcher Preissteigerungen ist mit deutlichen Unsicherheiten behaftet, da die meisten unserer Produkte normierte Massenware sind, deren Preis im Wesentlichen von Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Es besteht daher das Risiko, dass sich Preiserhöhungen insbesondere in Märkten mit Überkapazitäten nicht durchsetzen lassen oder zu einem Rückgang der Absatzmengen führen. Verfügbarkeit von Roh- und ZusatzstoffenHeidelbergCement benötigt für die Zement- und Zuschlagstoffproduktion eine bedeutende Menge an Rohstoffen, die durch hohe eigene Vorkommen sichergestellt ist. Um die Schlüsselrolle der Rohstoffe für unser Unternehmen hervorzuheben und um einen Wissenstransfer sowie Synergieeffekte über die Ländergrenzen hinweg zu ermöglichen, haben wir den Bereich Geologie konzernweit im HTC Global gebündelt (siehe Kapitel Forschung und Technik auf Seite 107). Dennoch besteht an einzelnen Standorten ein gewisses Risikopotenzial im Zusammenhang mit der Erteilung von Abbaugenehmigungen. In Malaysia verhindert zum Beispiel die Ausweitung der Urbanisierung möglicherweise das weitere Betreiben eines Steinbruchs. Notwendige Genehmigungen könnten kurzfristig verweigert werden. Darüber hinaus bergen ökologische Faktoren und Umweltauflagen für den Zugriff auf Rohstoffvorkommen eine gewisse Unsicherheit. Verfügbarkeit und Preise des in der Zementherstellung eingesetzten Zusatzstoffs Hüttensand, der als Nebenprodukt bei der Stahlherstellung anfällt, unterliegen konjunkturellen Schwankungen und bergen damit ein Kostenrisiko. Trotz einer erwarteten leichten Abschwächung der Stahlproduktion im laufenden Jahr ist die Versorgung mit Hüttensand für 2012 gesichert. Als Vorsorgemaßnahme gegen künftig rückläufige Mengen optimieren wir unsere Lagerhaltung und die Angebotspalette der Zementsorten. Produktionstechnische RisikenDie Zementindustrie ist eine anlagenintensive Branche mit komplexer Technologie zur Lagerung und Verarbeitung von Roh-, Zusatz- und Brennstoffen. Aufgrund von Unfall- und Betriebsrisiken könnten Personen-, Sach- und Umweltschäden entstehen sowie Betriebsunterbrechungen eintreten. Um mögliche Schadenereignisse und deren Folgen zu vermeiden, setzen wir in unseren Werken auf verschiedene Überwachungs- und Sicherheitssysteme sowie integrierte Managementsysteme einschließlich hoher Sicherheitsstandards sowie auf regelmäßige Prüf-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten. Um drohende Gefahrenpotenziale zu erkennen, sind wir bestrebt, jeden Mitarbeiter diesbezüglich zu schulen und zu sensibilisieren. Die Witterungsabhängigkeit der Baustoffnachfrage birgt das Risiko von Auslastungsschwankungen und Produktionsstillständen. Dieses Risiko minimieren wir durch unterschiedliche regionale Standorte, bedarfsorientierte Produktionssteuerung und flexible Arbeitszeitmodelle. Darüber hinaus nutzen wir Produktionsstillstände soweit wie möglich für notwendige Instandhaltungsarbeiten. Die Risikotransferstrategie von HeidelbergCement legt den wesentlichen Versicherungsprogrammen Selbstbehalte zugrunde, die an die Größenordnung des Konzerns angepasst sind und auf langjährigen Schadenanalysen beruhen. Das internationale Haftpflichtversicherungsprogramm sieht ab dem Jahr 2011 eine Optimierung der Deckung und des Haftungslimits insbesondere für Risiken aus Umweltschäden vor. QualitätsrisikenBaustoffe unterliegen einer strengen Normierung. Sollten gelieferte Produkte den Normen bzw. Qualitätsanforderungen der Kunden nicht genügen, drohen der Verlust von Absatzmengen, Schadenersatzansprüche und/oder die Beeinträchtigung von Kundenbeziehungen. HeidelbergCement stellt die Erfüllung der Normen in unternehmenseigenen Laboren mittels engmaschiger, prozessbegleitender Qualitätssicherung sowie Endkontrollen sicher. Hinzu kommen Qualitätssicherungen durch sachverständige Dritte im Rahmen der vorhandenen umfangreichen Qualitätssicherungsprogramme. Regulatorische RisikenIm Rahmen des im Dezember 2008 verabschiedeten europäischen Klimapakets zur Herabsetzung des Treibhausgasausstoßes wurden vom Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission ambitionierte Ziele für den Klimaschutz festgelegt. Die Zementindustrie wird neben anderen C02-intensiven Industriesektoren nicht von der Vollversteigerung der Emissionsrechte ab dem Jahr 2013 betroffen sein. Die Emissionsrechte werden damit weiterhin kostenlos - allerdings bis 2020 in einer um 21 % verminderten Menge gegenüber 2005-zugeteilt. Die Zuteilung der Emissionszertifikate soll auf Basis anspruchsvoller produktspezifischer Benchmarks erfolgen. Es ist von einer Verteuerung des Klimaschutzes über die kontinuierliche Verknappung der Gesamtmenge der Zertifikate auszugehen. Langfristig könnten sich somit im europäischen Raum Zusatzbelastungen aufgrund höherer Herstellungskosten ergeben und damit klare Wettbewerbsnachteile gegenüber Produzenten aus Ländern, die nicht in den Emissionshandel einbezogen sind. Auch im US-Bundesstaat Kalifornien ist die Einführung des Emissionshandels nach europäischem Vorbild ab 2013 geplant. Ein "Cap and Trade"-Programm regelt hierbei die Höchstgrenzen des C02-Ausstoßes und erlaubt Unternehmen den Handel mit Emissionsrechten. Die im September 2010 in den USA erlassenen Emissionsnormen für gefährliche Luftschadstoffe (National Standards for Hazardo us Air Pollutants, NESHAP) könnten sich nachteilig auf die Wettbewerbsfähigkeit unserer amerikanischen Werke auswirken, sollte keine Harmonisierung beispielsweise mit EU-Regelungen erfolgen. Klimaschutz und die Senkung der C02-Emissionen sind ein Schwerpunkt der Nachhaltigkeitsstrategie von HeidelbergCement. Durch die Erhöhung der Energieeffizienz, die Entwicklung von Zementsorten mit einem geringeren Klinkeranteil sowie den Einsatz von alternativen Brennstoffen wie Biomasse konnten wir unsere spezifischen Netto-C02-Emissionen bis 2011 gegenüber 1990 um 19,1 % senken. Weitere Maßnahmen zu Klima- und Umweltschutz werden in den Kapiteln Umweltvorsorge auf Seite 104f. sowie Forschung und Technik auf Seite 106f. dargestellt. PersonalrisikenPersonalrisiken unterscheiden wir nach vier Bereichen: Fluktuation von Fach- und Führungskräften in Schlüsselpositionen, Schwierigkeiten bei der Besetzung von Schlüsselpositionen, Sicherstellung der erforderlichen Qualifikationen und Fähigkeiten in der Belegschaft sowie Probleme bei der Personalfreisetzung. Die genannten Risiken schätzen wir als gering ein. Ein Eintritt hätte mittel- und langfristig einen negativen Einfluss auf Umsatz und Ergebnis. Bei der Reduzierung dieser Risiken setzen wir auf:
Detaillierte Informationen zu unserer Mitarbeiterentwicklung finden Sie auf Seite 96f. Nachhaltigkeits- und Compliance-RisikenIm Rahmen der nachhaltigen Unternehmensführung bekennt sich HeidelbergCement insbesondere zum Schutz der Umwelt, zur Ressourcenschonung, zur Erhaltung der Biodiversität und darüber hinaus zu gesellschaftlich verantwortungsvollem Handeln. Wir erachten Umweltvorsorge, Klimaschutz und nachhaltige Ressourcensicherung als Fundament für die künftige Entwicklung unseres Unternehmens. Die Einhaltung von geltendem Recht und Unternehmensrichtlinien (Compliance) ist integrierter Bestandteil unserer Unternehmenskultur und damit Aufgabe und Verpflichtung eines jeden Mitarbeiters. Verstöße gegen unsere Selbstverpflichtungen oder gegen Gesetze und Unternehmensrichtlinien bergen neben unmittelbaren Sanktionsrisiken auch strategische sowie operative Risiken und stellen ein Reputationsrisiko dar. Zur Sicherstellung gesetzmäßigen und regelkonformen Verhaltens haben wir ein konzernweites integriertes Compliance-Programm etabliert. Dieses umfasst unter anderem Informationsbroschüren, eine Compliance-Hotline sowie Mitarbeiterschulungen, die mit modernen Techniken und Medien wie elektronischen Lernplattformen durchgeführt werden und einen Schwerpunkt auf die Aufklärung in den Risikofeldern Kartell- und Wettbewerbsrecht sowie Anti-Korruptionsregeln legen. Weitere Informationen zu Nachhaltigkeit finden Sie auf Seite 95f., zu Umweltvorsorge auf Seite 104f. und zu Compliance auf Seite 130. IT-RisikenInformationstechnologische Systeme unterstützen nicht nur unsere globalen Geschäftsprozesse, sondern auch die interne und externe Kommunikation. Risiken könnten vor allem aus der Nichtverfügbarkeit von IT-Systemen, der verzögerten Bereitstellung wichtiger Daten sowie dem Verlust oder der Manipulation von Daten entstehen. Um derartige Risiken zu minimieren, sind in unserem Unternehmen Back-up-Verfahren, integrierte und standardisierte IT-Infrastrukturen und -Anwendungen im Einsatz. Des Weiteren werden die kritischen Systeme in zwei getrennte Rechenzentren überführt, die neuesten Sicherheitsstandards entsprechen. Alle wichtigen Serversysteme (E-Mail, Anwendungsserver, Datenbanken) und alle PCs werden durch ständig aktualisierte Antivirensoftware vor möglichen Bedrohungen geschützt. Zusätzlich werden die Betriebssystemplattformen und die kritischen Geschäftsanwendungen regelmäßig aktualisiert und durch weitere Schutzmechanismen abgesichert. Die Informationssicherheit ist ein integraler Bestandteil der unternehmensweiten IT-Strategie und wird umfassend betrachtet: Wir erarbeiten, implementieren und überprüfen Maßnahmen zum Schutz von Daten, Anwendungen, Systemen und Netzen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Zugriffsschutz und der Kontrolle sowie der Filterung des Datenverkehrs. Der IT-Sicherheitsprozess ist strukturiert und durch eine Reihe von Richtlinien, Standards und Empfehlungen gegliedert, die zur Sensibilisierung unserer Mitarbeiter beitragen. Ein ständiger Verbesserungsprozess sorgt für Korrekturen, Nachbesserungen und eine nachhaltige Effizienzsteigerung der Schutzmaßnahmen. Darüber hinaus ergreifen wir Maßnahmen, um dem Überalterungsprozess der Geräte- und Systemtechnik entgegenzuwirken. Bei den bestehenden Anwendungen gilt unser besonderes Augenmerk den geschäftskritischen Ressourcen (z.B. ERP-Anwendungen, WAN-Infrastruktur), die in einem Konsolidierungsprogramm aktualisiert bzw. erneuert werden. Rechtliche RisikenHanson Asbestklagen und UmweltschadenfälleEinige unserer Hanson-Beteiligungen in den USA sind aufgrund früherer Aktivitäten besonderen rechtlichen Risiken und Prozessen ausgesetzt. Hierbei handelt es sich insbesondere um Asbestklagen, die u.a. vom Vorwurf der Körperverletzung ausgehen und mehrere amerikanische Tochtergesellschaften betreffen. Die Herstellung der asbesthaltigen Produkte fand im Zeitraum von 1973 bis 1984 statt, also vor der Zugehörigkeit dieser Gesellschaften zur Hanson-Gruppe und zu HeidelbergCement. In den USA erfolgen die Abwicklung und intensive Betreuung dieser Schadenfälle durch ein Team eigener Juristen in Zusammenarbeit mit Versicherern sowie externen Beratern. Diese Bearbeitung wird sich aufgrund der Komplexität der Fälle und der Besonderheiten des amerikanischen Rechtssystems voraussichtlich noch einige Jahre hinziehen. Ausgehend von einer Extrapolation der Schadenfälle, dem vorhandenen Deckungsschutz durch Haftpflichtversicherungen und zuverlässigen Schätzungen der Kostenentwicklung wurden angemessene Rückstellungen gebildet. Darüber hinaus liegt in den USA eine beachtliche Anzahl an Umwelt- und Produkthaftungsansprüchen gegenüber ehemaligen und noch existierenden Hanson-Beteiligungen vor, die ebenfalls auf längst aufgegebene Geschäftstätigkeiten zurückgehen. Diese Prozesse und Haftpflichtschadenfälle im Zusammenhang mit giftigen Stoffen wie Kohlenebenprodukten oder Holzschutzmitteln sind teilweise nicht durch entsprechenden Versicherungsschutz abgedeckt. Unsere Tochtergesellschaften können über den Sanierungsaufwand und den Schadenersatz hinaus durch zusätzliche gerichtlich festgesetzte Strafzahlungen belastet werden; es besteht aber auch die Möglichkeit, über berechtigte Schadenersatzforderungen außergerichtliche Vergleichsabkommen abzuschließen. Hierfür wurde ausreichend bilanzielle Vorsorge getroffen. KarteIIverfahrenIn dem im Jahr 2002 eingeleiteten KarteIIverfahren gegen Unternehmen der deutschen Zementindustrie hat das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf im Juni 2009 gegen HeidelbergCement ein Bußgeld in Höhe von rund 170 Mio € verhängt, gegen das wegen Verletzung diverser verfahrensrechtlicher und materieller Regelungen Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof eingelegt worden ist. Darüber ist bislang noch nicht entschieden. Eine Erhöhung des Bußgelds im Verfahren vor dem Bundesgerichtshof ist nicht möglich. Über die in diesem Zusammenhang von der belgischen Gesellschaft Cartel Damage Claims SA vor dem Landgericht Düsseldorf erhobene Schadenersatzklage, die damit begründet wird, zwischen 1993 und 2002 seien kartellbedingt überhöhte Zementpreise gefordert worden, ist ebenfalls noch nicht entschieden. HeidelbergCement siehtauch nach der Entscheidung des OLG Düsseldorf weiterhin Chancen, sich erfolgreich gegen die Klagen zu verteidigen. Für beide Verfahren haben wir angemessene bilanzielle Vorsorge getroffen. Im November 2008 wurde HeidelbergCement durch Nachprüfungen der EU-Kommission an Standorten in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Großbritannien mitweiteren Kartellvorwürfen konfrontiert. Eigene Überprüfungen des Sachverhalts durch HeidelbergCement und externe Rechtsanwälte haben die vorgeworfenen KarteIIverstöße nicht bestätigt. Das Verfahren wurde durch die Übermittlung von Fragebögen Ende September 2009 und weitere Nachfragen in den Jahren 2010 und 2011 fortgesetzt, die von HeidelbergCement jeweils fristgemäß beantwortet wurden. Im Dezember 2010 hat die EU-Kommission HeidelbergCement benachrichtigt, dass sie in diesem Zusammenhang Verfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen EU-Wettbewerbsrecht in einigen Ländern des EWR eingeleitet hat. In der Benachrichtigung der Kommission heißt es u.a. wörtlich: "Die Tatsache, dass die Kommission das Verfahren einleitet, bedeutet nicht, dass ihr schlüssige Beweise für die Zuwiderhandlungen vorliegen, sondern nur, dass sie die Sache vorrangig behandeln wird." Diese und weitere Verfahren veranlassen uns, die intensiven internen Vorkehrungen zur Vermeidung von Kartellverstößen, insbesondere regelmäßige Schulungsmaßnahmen u.a unter Einsatz moderner IT-Medien, ständig zu prüfen und fortzuentwickeln. Beurteilung der GesamtrisikosituationDie Beurteilung der Gesamtrisikosituation des Konzerns ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikokomplexe beziehungsweise Einzelrisiken. In der Summe sind dem Vorstand keine Risiken bekannt, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Das Unternehmen verfügt über eine solide Finanzbasis und die Liquiditätssituation ist komfortabel. Ein weiterer Indikator für die Gesamtrisikoeinschätzung ist auch eine Bewertung durch Dritte. Die drei weltweit führenden Ratingagenturen haben 2011 die Bewertung der Bonität von Heidelberg-Cement jeweils um eine Stufe verbessert: Standard & Poor's von BB- auf BB, Moody's Investors Service von Ba2 auf Ba1 und Fitch Ratings von BB auf BB+. HeidelbergCement ist sich der dargestellten Chancen und Risiken für die Geschäftstätigkeit bewusst. Die beschriebenen Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, dass HeidelbergCement die Chancen zur Weiterentwicklung des Unternehmens nutzen kann, ohne die Risiken dabei aus den Augen zu verlieren. Unser konzernweit standardisiertes Kontroll- und Risikomanagementsystem stellt sicher, dass wesentliche Risiken, die den Geschäftslauf negativ beeinflussen könnten, frühzeitig identifiziert werden. NachhaltigkeitDie Verpflichtung zur nachhaltigen Entwicklung ist ein Pfeiler der Unternehmensstrategie von HeidelbergCement. Ökonomische Wertschöpfung, ökologische Kompetenz und soziale Verantwortung sichern die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Nachhaltige Unternehmensführung bedeutet für uns, die Ausgewogenheit zwischen Gewinnerzielung und Sicherung der Zukunftsfähigkeit zu gewährleisten. Dabei sind wir bestrebt, sozial und ökologisch verantwortlich zu handeln. Wir achten auf die Auswirkungen unseres unternehmerischen Handelns auf Umwelt und Gesellschaft und mindern damit die Risiken für unser Geschäft. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie leitet sich deshalb aus unserem Unternehmensprofil ab. NachhaltigkeitsstrategieAls Rohstoffunternehmen stehen für uns Mensch, Natur und Gesellschaft im Zentrum unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Wirerachten Umweltvorsorge, Klimaschutz und nachhaltige Ressourcensicherung als Fundament für die künftige Entwicklung unseres Unternehmens. In gleicher Weise ist die Verpflichtung, Mitarbeiter vor arbeitsbedingten Gefahren zu bewahren und ihre Gesundheit zu schützen, seit langem fester Bestandteil unserer Aktivitäten. Nicht zuletzt bedeutet nachhaltiges Handeln für uns auch, soziale Verantwortung an unseren Standorten zu übernehmen. Wichtig für die Ausrichtung unserer Nachhaltigkeitsstrategie und die Schwerpunkte unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten sind die Erwartungen der externen und internen Stakeholder, die wir systematisch erfassen und einbeziehen. Darüber hinaus hat die Nachhaltigkeitsinitiative der Zementindustrie des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) nach Befragung zahlreicher Stakeholder-Gruppen und Experten folgende sechs zentrale Handlungsfelder definiert: Energie- und C02-Management, nachhaltige Landnutzung und Biodiversität, alternative Roh- und Brennstoffe, Schadstoffemissionen, nachhaltige Produkte und nachhaltiges Bauen sowie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. In der folgenden Materialitätsmatrix werden die wesentlichen gemeinsamen Interessen von uns und unseren Stakeholdern im Bereich Nachhaltigkeit als Schnittmenge dargestellt mit den oben genannten sechs Bereichen im Mittelpunkt. Sie sind die wichtigsten Handlungsfelder unserer Nachhaltigkeitsstrategie, für die wir im HeidelbergCement Nachhaltigkeitsprogramm 2020 genaue Ziele definiert haben, die wir bis 2020 erreichen wollen. Materialitätsmatrix![]() NachhaltigkeitsmanagementSteuerung und Kontrolle der Nachhaltigkeitsstrategie legt das Sustainability Steering Committee fest, das vom Vorstandsvorsitzenden geleitet wird. Dem Komitee, das bereichsübergreifend und interdisziplinär zusammengesetzt ist, gehören der für Umweltnachhaltigkeit zuständige Vorstand an sowie die Leiter der Konzernabteilungen Personal, Einkauf, Forschung & Technik, Kommunikation & Investor Relations und Global Environmental Sustainability. Die operative Verantwortung für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele und -maßnahmen liegt bei den einzelnen Konzernabteilungen, den Länderverantwortlichen und dem Group Environmental Sustainability Committee, das den Umweltschutz im Konzern steuert. Es wurde 2008 gegründet, um die Leistungen in den für unsere Branche sehr wichtigen Bereichen Umweltschutz und Arbeitssicherheit zu verbessern und den Informationsaustausch zwischen den Konzerngebieten und Geschäftsbereichen zu fördern. Ein interdisziplinäres Team von Experten aus den einzelnen Geschäftsbereichen und Konzerngebieten legt dabei Leitlinien, Ziele und Maßnahmen fest und koordiniert deren Implementierung. Mitarbeiter und GesellschaftMitarbeiterentwicklungMitarbeiter weltweitDie Mitarbeiterzahl von HeidelbergCement lag am Ende des Jahres 2011 bei 52.526 (i.V.: 53.437). Die Abnahme um 911 Mitarbeiter resultiert im Wesentlichen aus zwei gegenläufigen Entwicklungen. Einerseits wurden mehr als 1.200 Stellen im Konzerngebiet Nordamerika, in Großbritannien und einigen osteuropäischen Ländern im Zuge von Effizienzsteigerungen in Vertrieb und Verwaltung, Standortoptimierungen und Kapazitätsanpassungen abgebaut. Andererseits haben wir rund 400 neue Mitarbeiter in Wachstumsmärkten, wie Indien und Indonesien, eingestellt, wo wir neue Kapazitäten geschaffen haben. Mitarbeiter nach Konzerngebietenscroll
Personalaufwand und SozialleistungenDer Aufwand für Löhne, Gehälter, soziale Abgaben, Altersversorgung und soziale Unterstützung ist gegenüber dem Vorjahr um 1,1 % auf 2.064 (i.V.: 2.086) Mio € gesunken. Das entspricht einem Anteil am Umsatz von 16,0 % (i.V.: 17,7 %). Der Rückgang beruht unter anderem auf Änderungen mehrerer Altersversorgungssysteme in Nordamerika und Westeuropa. Diese waren angesichts der demografischen Entwicklung neu verhandelt worden, um Bilanzrisiken zu reduzieren, die sich aus der erwarteten Steigerung der Gesundheits- und Pensionskosten ergeben werden. Personalaufwandscroll
Im Dialog mit MitarbeiternQualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind eine wichtige Voraussetzung für den nachhaltigen Erfolg von HeidelbergCement. Die Talente der Mitarbeiter zu erkennen, sie zu entwickeln und im Wettbewerb mit anderen Unternehmen an uns zu binden, ist daher Kern der konzernweiten Personalpolitik. Dazu dient das HeidelbergCement Kompetenzmodell, in dem die Anforderungen an die Mitarbeiter definiert sind. Es erlaubt eine systematische, konzernweit nach einheitlichen Regeln durchgeführte Leistungs- und Potenzialbewertung durch den jeweiligen Vorgesetzten und dient als Basis für die strategische Führungskräfteentwicklung und Nachfolgeplanung. In strukturierten Mitarbeitergesprächen diskutieren Vorgesetzter und Mitarbeiter Entwicklungsmöglichkeiten und Perspektiven. Der Dialog zielt vor allem auf das obere und mittlere Management, Expertenfunktionen und Nachwuchsführungskräfte. Damit wollen wir drei Ziele erreichen:
Kontinuierliche Aus- und WeiterbildungNachhaltige Personalarbeit bedeutet, konsequent in Ausbildung zu investieren, d.h. qualifizierten Nachwuchs einzustellen und auszubilden. Die Ausbildungsquote liegt bei der HeidelbergCement AG bei 7,3 % (i.V.: 6,5 %). Deutschlandweit liegt die Übernahmequote von Auszubildenden bei 70 % (i.V.: 76 %). Wir bilden auch weiterhin über den eigenen Bedarf aus. Mit der "Ausbildungsinitiative Deutschland" wollen wir die Aus- und Weiterbildung im gewerblichen und kaufmännischen Bereich weiter stärken. Technisch-handwerkliche Fähigkeiten sind für die fachlich einwandfreie Betriebsführung in der Prozesstechnik und Wartung in unseren Werken unerlässlich. Dazu bieten wir neben fachlichen Trainings auch jedes Jahr Meisterkurse beim Verein Deutscher Zementwerke e.V. an. Wie im Vorjahr lag im ganzen Konzern ein wichtiger Schwerpunkt unserer Aus- und Weiterbildungsprogrammeauf dem Thema Arbeitssicherheit das rund 40 % der gesamten Trainingsmaßnahmen ausmachte. Rund 25 % des konzernweiten Trainingsprogramms entfielen auf fachspezifische Weiterbildungen und rund 10 % auf die Entwicklung unseres Managements. Unsere umfangreichen Ausbildungsprogramme in nahezu allen Arbeitsbereichen zeichnen sich durch praxisnahes Lernen aus und bieten daher die beste Voraussetzung für eine kontinuierliche Weiterentwicklung im fachlichen und persönlichen Bereich. ManagementausbildungDie Motivation und Kompetenzen unserer Führungskräfte sind entscheidend dafür, wie gut sich HeidelbergCement im globalen Wettbewerb positioniert und auf die Herausforderungen der Zukunftvorbereitet ist. Um unsere Führungskräfte auf ihre künftigen Aufgaben vorzubereiten, bieten wir speziell auf die Bedürfnisse unseres Unternehmens zugeschnittene Ausbildungsprogramme. Das gilt sowohl für klassische Themen, wie Strategie, Führung und Management oder Methodik der Investitionsrechnung, als auch für spezielle Trainings, beispielsweise im Bereich Technik. Einheitliche Ausbildungsinhalte stellen sicher, dass überall ein gemeinsames Verständnis von Strategie, integriertem Managementansatz und Führung entwickelt wird. Als strategische Konzerninitiative werden wir die Kompetenzen unserer oberen Führungskräfte weiter stärken. Dazu haben wir in Zusammenarbeit mit Duke Corporate Education das neue Programm "Summit" entwickelt und in der ersten Jahreshälfte 2011 erfolgreich gestartet. Zwischen 2011 und 2014 werden 500 Führungskräfte aus dem ganzen Konzern ein dreistufiges Curriculum mit Schwerpunkt General Management und Führung unter Einbeziehung globaler, regionaler und lokaler Fragestellungen durchlaufen. Vorstandsmitglieder nehmen an allen Modulen in Diskussionsrunden und mit eigenen Präsentationsbeiträgen aktiv teil. Die Mischung aus Theorie und Praxis ist ein wesentliches Erfolgsmerkmal des Programms. Sicherung und Förderung von NachwuchsführungskräftenDie Förderung des Führungskräftenachwuchses haben wir im Berichtsjahr konsequent fortgesetzt. Wir bieten hochmotivierten und -qualifizierten Hochschulabsolventen internationale Trainee-Programme mit Schwerpunkten in den Bereichen Technik, Vertrieb, Finanzen, Personal, Einkauf und IT. Insgesamt nahmen 246 Personen an diesen Programmen teil. Wir haben ebenfalls den Ausbau unserer Nachwuchsförderprogramme und die verstärkte Rekrutierung von Hochschulabsolventen weltweit intensiv fortgeführt. Die Anzahl der Teilnehmer an diesen Programmen hat sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Damit stellen wir die Weichen für eine nachhaltige Besetzung von Führungspositionen aus den eigenen Reihen. Wir haben 2011 ein spezielles Programm für hochqualifizierte Ingenieure im Zementbereich als Pilotprojekt in Europa und Zentralasien gestartet, um diese auf höhere Ingenieurspositionen vorzubereiten. Dabei durchlaufen sie nach Abschluss des "Engineer in Training"-Programms mehrere Jahre lang genau festgelegte Ausbildungsabschnitte im Bereich Technik in verschiedenen in- und ausländischen Werken, ergänzt um Fortbildung in Management und Führung. In diesem Jahr haben wir außerdem im Bereich Zuschlagstoffe mit dem Aufbau der Aggregates Academy begonnen. Ein Schwerpunkt der Akademie ist die Aus- und Weiterbildung im Zuschlagstoffbereich nach weltweit einheitlichen Standards. Alle unsere Programme sind darauf ausgerichtet, Talente zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden sowie gezielt Wissen und Fähigkeiten zu vermitteln, die für unser Unternehmen erfolgsentscheidend sind. Demografische EntwicklungUnser Unternehmen sieht sich zunehmend mit den Folgen des demografischen Wandels konfrontiert. Rund 12 % unserer Arbeitnehmer sind jünger als 30 Jahre. Der überwiegende Anteil der Mitarbeiter gehört zur Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen; dieser macht etwa 55 % der Gesamtbelegschaft im Konzern aus. 33 % unserer Mitarbeiter sind über 50 Jahre alt. In den Bereichen Gesundheitsmanagement und Weiterbildung haben wir unsere Maßnahmen weiter ausgebaut, um die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter zu erhalten. In Deutschland haben wir eine Gesundheitsinitiative als Pilotprojekt gestartet. Sie umfasst ein Präventionsprogramm zur Früherkennung von Krankheiten und Risikofaktoren, setzt aber vor allem auf die Eigeninitiative für eine gesunde Lebensweise. Ein Schwerpunkt war die Untersuchung zur Darmkrebsvorsorge. Das Gesundheitsmanagement wird auch in Zukunft den Schwerpunktauf die Prävention typischer altersbedingter Gesundheitsrisiken legen. Betriebliche Sportaktivitäten für alle Altersgruppen werden deshalb gezielt gefördert. Vielfalt in der Belegschaft als ErfolgsfaktorIm Rahmen unserer konzernweiten Personalpolitik setzen wir bei der Zusammensetzung von Mitarbeiterteams bewusst auf eine ausgewogene Mischung von unterschiedlichen Persönlichkeiten, Kompetenzen und Erfahrungshorizonten. Vielfalt (Diversity) verstehen wir als ein Managementkonzept das durch Teamwork und Einbringung verschiedener Kulturen, Talente und Erfahrungshorizonte auf eine Zusammensetzung der Belegschaft abzielt, die unsere Präsenz auf den internationalen Märkten, unsere Kundenstruktur und unser Geschäftsumfeld widerspiegelt. Dies wollen wir erreichen durch:
Ziel ist es, weltweit hochqualifizierte und leistungsbereite Mitarbeiter zu fördern und zu gewinnen, die sich mit unterschiedlicher sozialer und fachlicher Kompetenz für unser Unternehmen einsetzen und so zum Geschäftserfolg beitragen. Dank der internationalen Zusammensetzung unseres Führungsteams profitieren wir von unterschiedlichen Erfahrungen aus verschiedenen Kulturkreisen und sind somit besser in der Lage, sowohl auf globale Herausforderungen als auch auf lokale Marktbedürfnisse flexibel zu reagieren. Der Anteil von lokalen Managern an den oberen Führungskräften liegt bei rund 80 %. In der Konzernzentrale achten wir bewusst auf eine Zusammensetzung der Belegschaft mit Mitarbeitern aus den Ländern, in denen wir tätig sind. Wir profitieren erheblich von deren lokalen Kenntnissen, außerdem erleichtert es die Zusammenarbeit mit den Kollegen vor Ort. Von den knapp 700 Mitarbeitern in der Hauptverwaltung und in den technischen Zentren Competence Center Materials und Heidelberg Technology Center in Heidelberg und Leimen stammen mehr als 130 Mitarbeiter aus 35 Ländern. Zur Vielfaltzählt für uns auch die Besetzung der Führungspositionen mit Frauen und Männern, die unsere Mitarbeiterstruktur repräsentativ abbildet. Im Konzern lag 2011 der Anteil der Frauen an der Gesamtbelegschaft bei 13 % und in den oberen Führungspositionen bei 9 %. In Deutschland lag der Frauenanteil bei insgesamt 15 % und in den oberen Führungspositionen bei 7 %. Wir wollen den Anteil von Frauen in Führungspositionen in Deutschland bis zum Jahr 2020 mit 15 % mehr als verdoppeln. Um dieses Ziel zu erreichen, setzen wir verstärkt auf unsere Nachwuchsförderprogramme. Dort liegt der Frauenanteil konzernweit bei 28 %. Der hohe Anteil von Frauen in Förderprogrammen resultiert aus der verstärkten Rekrutierung von Hochschulabsolventinnen. Wir sind zuversichtlich, dass wir über die interne Nachwuchsförderung einen Talentpool aufbauen können, mit dem wir unser Ziel mit eigenen Kräften erreichen werden. Das "Global Ladies Network @ HC Group" ist eine Initiative, die weltweit Frauen in Führungspositionen der mittleren und oberen Führungsebene virtuell und persönlich miteinander verbindet. Es ermöglicht unter anderem einen regelmäßigen und informellen Austausch zur individuellen Karriereentwicklung und dient dem Aufbau eines Mentoring-Netzwerks für weibliche Nachwuchsführungskräfte. Die Vielfalt in unserer Belegschaft und unserem Führungsteam sowie der Fokus auf Leistungsbereitschaft, fachlicher Kompetenz und Übereinstimmung mit unseren Unternehmenswerten sehen wir als entscheidenden Vorteil im globalen Wettbewerb. Beruf und Familie vereinbarenIm Wettbewerb um die besten Mitarbeiter stellen wir uns weltweit auf sich wandelnde Lebensformen ein. Bei unseren Angeboten, mit denen wir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern, setzen wir auf Modelle wie Gleitzeit, Teilzeit und Freistellung. Die Teilzeitquote der Heidelberg-Cement AG liegt bei 9,6 %. Aufgrund der geringen Größe unserer Standorte hat sich bei der Kindertagesbetreuung, der Pflege von hilfsbedürftigen Angehörigen oder z.B. Feriencamps für Kinder die Zusammenarbeit mit externen Netzwerken bewährt. Die Mitarbeiter profitieren vom einfachen Zugang zu einem professionellen und flexiblen Netzwerk zu angemessenen Kosten. Im Rahmen unserer "Fit for Family"-Initiative haben wir für die Standorte Heidelberg und Leimen Kooperationen mit Kindertagesstätten geschlossen. Damit können wir jetzt unseren Mitarbeitern ein eigenes Kontingent an Plätzen anbieten. Für unsere zahlreichen ausländischen Mitarbeiter an den Standorten Heidelberg und Leimen haben wir das "Expatriate Network" etabliert, das Hilfe zur Selbsthilfe bietet. Das Unternehmen unterstützt dieses Netzwerk aus Mitarbeitern, Angehörigen und Freunden, um die Integration in der Metropolregion Rhein-Neckar zu fördern, z.B. bei der Wohnungssuche, Behördengängen oder Kindergarten- und Schulangelegenheiten. Umsetzung der Ergebnisse der FührungskräftebefragungIn einer Führungskräftebefragung haben wir 2010 erstmals weltweit 1.200 Führungskräfte zu den Themen Unternehmensstrategie, Management- und Führungsverständnis und Unternehmenswerte rund um den Arbeitsplatz befragt. Positiv fielen insbesondere die Antworten auf die Fragen zur Strategie, Unternehmenskultur, Unternehmensführung und Führungsverhalten aus. Bisher wurden weltweit über 230 Einzelmaßnahmen eingeleitet, die zu einem besseren Arbeitsumfeld beitragen sollen. 70 % der Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. Im Mittelpunkt stehen Aktionen zur Optimierung der Personalentwicklung und der geschäftsbereichs- und funktionsübergreifenden Zusammenarbeit. In einer Folgebefragung 2012/2013 sollen die Führungskräfte die Umsetzung dieser Maßnahmen bewerten. Erfolgsorientierte VergütungssystemeWer Leistung erwartet, muss ein entsprechendes Umfeld schaffen. Dazu gehört auch eine attraktive Vergütung. Neben Festgehältern, die durch Tarif- oder individuellen Arbeitsvertrag geregelt werden, erhalten die Mitarbeiter der HeidelbergCement AG zusätzlich variable Vergütungsbestandteile, die von der individuellen Leistung und dem Unternehmenserfolg abhängen. Bei den Führungskräften wird ein hoher variabler Anteil an der Gesamtvergütung bewusst angestrebt, um die gemeinsame und persönliche Leistung sowie den Unternehmenserfolg deutlich und unmittelbar zu berücksichtigen. Die Mitarbeiter unserer ausländischen Tochtergesellschaften profitieren von attraktiv gestalteten Vergütungssystemen, die den jeweiligen lokalen Marktgegebenheiten entsprechen. Für unsere 160 Top Manager der oberen Führungsebene wurde für den Zeitraum 2011 bis 2013/14 konzernweit ein Langfristbonusplan aufgelegt, der dieselbe Zielsetzung verfolgt wie der Langfristbonusplan für den Vorstand. Arbeits- und GesundheitsschutzKonzernstandardsArbeits- und Gesundheitsschutz haben höchste Priorität für HeidelbergCement. Mit gezielten Maßnahmen haben wir 2011 daher nicht nur die technischen und organisatorischen Sicherheitsstandards innerhalb des Konzerns gestärkt, sondern auch das Bewusstsein aller Mitarbeiter für eine Sicherheitskultur. Nachdem wir in den vergangenen Jahren verschiedene Konzernstandards zu Risikoschwerpunkten im Produktions- und Transportbereich aufgestellt haben, lag 2011 der Schwerpunkt auf deren konzernweiten Umsetzung. Ein Hauptaugenmerk galt dem Konzernstandard "Sicheres Fahren", der sowohl den werksinternen Verkehr betrifft als auch den Transport unserer Produkte zu den Kunden. Die zahlreichen theoretischen und praktischen Schulungsmaßnahmen, die bisher an den einzelnen Standorten zu diesem Thema durchgeführt wurden, werden wir 2012 fortsetzen. Ein weiterer Schwerpunkt lag im Berichtsjahr auf der Sicherheit von Auftragnehmern. Während wir unsere eigenen Mitarbeiter regelmäßig darin schulen, Sicherheitsrisiken zu beachten, ist das Sicherheitsverständnis bei externen Auftragnehmern oft geringer ausgeprägt und schwerer zu überprüfen. Sicheres Arbeiten ist jedoch entscheidend für die unfallfreie Durchführung übernommener Aufträge. Gerade bei Großprojekten, wie dem Bau eines neuen Werks, arbeiten oft mehrere hundert Mitarbeiter fremder Firmen und verschiedenster Nationalitäten über einen längeren Zeitraum auf einer Baustelle zusammen. Dass dies ohne schwere Unfälle möglich ist, wenn permanent und konsequent die Einhaltung aller Arbeitssicherheitsvorschriften beachtet wird, belegen unsere Großprojekte im polnischen Górazdze und russischen Tula. In Górazdze wurde eine zweite Ofenlinie und in Tula ein neues Zementwerk ohne nennenswerte Arbeitsunfälle gebaut. Diese Erfolge im Bereich der Arbeitssicherheit gilt es sowohl bei den gerade laufenden als auch den geplanten Projekten zu wiederholen. Mitarbeiter für Risiken sensibilisierenObwohl wir den Arbeits- und Gesundheitsschutz auf technischer und organisatorischer Ebene seit Jahren kontinuierlich verbessern, haben wir immer noch schwere Unfälle - teils mit Todesfolge -zu beklagen. Sie ereignen sich auch in Ländern mit höchsten technischen und organisatorischen Standards. Unsere internen Unfalluntersuchungen haben gezeigt, dass in den meisten Fällen menschliches Versagen die Hauptunfallursache ist. Daher haben wir 2011 unsere Anstrengungen nochmals intensiviert, um Mitarbeiter und Auftragnehmer für die Risiken ihres Handelns zu sensibilisieren. Neben Maßnahmen, die speziell auf die Arbeitssituation und Bedürfnisse der Mitarbeiter an den einzelnen Standorten zugeschnitten sind, hat der Konzernbereich Group Health & Safety im Jahr 2011 auch unternehmensweite Maßnahmen veranlasst. Dazu gehört beispielsweise unsere Posterkampagne zur Unterstützung der Konzernstandards. Aufgrund der positiven Resonanz unserer Mitarbeiter und externer Experten auf den ersten Sicherheitstrainingsfilm haben wir 2011 einen zweiten Film zu Schulungszwecken erstellt. Auch dieser Film basiert auf Unfällen, die sich im Unternehmen ereignet haben. Er zeigt alltägliche Arbeitssituationen, die tödlich enden können, wenn Sicherheitsmaßnahmen nicht ergriffen oder nicht konsequent befolgt werden. Wir werden den Film einsetzen, um gemeinsam mit unseren Mitarbeitern Vermeidungsstrategien zu erarbeiten. Mitte Oktober 2011 haben wir erstmals eine konzernweite Sicherheitswoche veranstaltet, in der sowohl unsere Mitarbeiter als auch Auftragnehmer in Arbeitssicherheit geschult und für Risikosituationen sensibilisiert wurden. Wir haben in zahlreichen Veranstaltungen deutlich gemacht, dass das gemeinsame Handeln aller Beteiligten für einen wirkungsvollen Arbeits- und Gesundheitsschutz notwendig ist. Die Resonanz auf die Sicherheitswoche war so positiv, dass wir sie in den kommenden Jahren wiederholen werden. Führungsverantwortung im Arbeits- und GesundheitsschutzFührungskräfte spielen eine entscheidende Rolle beim Arbeits- und Gesundheitsschutz. Daher werden sie im Rahmen des neuen Weiterbildungsprogramms "Summit" und in speziellen Sicherheitsschulungen im laufenden Geschäftsjahr gezielt mit dem Thema Arbeitssicherheit konfrontiert. Ziel ist es, allen Verantwortlichen deutlich zu machen, wie und mit welchen zum Teil recht einfachen Managementmaßnahmen die Sicherheitskultur an unseren Standorten positiv beeinflusst werden kann, um Unfällen vorzubeugen. UnfallentwicklungIm Jahr 2011 konnten wir die Unfallhäufigkeitsrate und den Unfallschwereindikator weiter senken. Die eingeleiteten Maßnahmen zeigen zwar Erfolg, müssen aber konsequent fortgeführt werden. Obwohl es uns gelungen ist, die Anzahl der Unfälle mit Todesfolge im Vergleich zu den Vorjahren drastisch zu senken, mussten wir dennoch den Tod von zwei eigenen Mitarbeitern und von zwei Mitarbeitern von Fremdfirmen beklagen. Über jeden Todesfall berichtet der zuständige Ländermanager persönlich an den Gesamtvorstand. Alle Unfälle werden von uns sorgfältig untersucht, um die Ursachen festzustellen und durch geeignete Gegenmaßnahmen weitere Unfälle zu vermeiden. Unfallentwicklung*scroll
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Unfallentwicklung in Unternehmen, in denen
HeidelbergCement die Arbeitssicherheit verantwortet. Gesellschaftliche VerantwortungEin wesentlicher Erfolgsfaktor unserer weltweiten Geschäftstätigkeit ist die Verantwortung, die wir an unseren Standorten rund um die Welt übernehmen gemäß dem Motto "think global - act local". Unser Ziel ist es, gemeinsam mit lokalen Partnern einen Mehrwert für unser Unternehmen und für die Standortgemeinden zu schaffen. Wir legen Wert darauf, dass nach Möglichkeit einheimische Mitarbeiter das Management vor Ort übernehmen. Jedes Werk arbeitet eng mit lokalen Lieferanten und Dienstleistern zusammen. Rund 30 % unseres Einkaufsvolumens investieren wir im direkten Umfeld unserer Werke. Dadurch und mit der Schaffung von Arbeitsplätzen tragen wir zur Wertschöpfung bei und fördern mit Löhnen, Investitionen, Einkäufen und Steuern die wirtschaftliche Entwicklung an den Standorten. Corporate CitizenshipUnternehmerische Verantwortung beschränkt sich nicht auf die eigenen Geschäftsprozesse und deren direkte Auswirkungen. Als "Unternehmensbürger" sind wir selbst ein gesellschaftlicher Akteur und profitieren von der sozialen Eingebundenheit an unseren Standorten weltweit. Daher übernehmen wir auch bei der Lösung gesellschaftlicher Aufgaben eine aktive Rolle. Diesem Selbstverständnis folgt unsere Corporate-Citizenship-Richtlinie, in der wir die Maßstäbe und Ziele unseres gesellschaftlichen Engagements formuliert haben. Der Schwerpunkt dieses Engagements liegt auf Bereichen, in denen wir über ein spezielles Know-how verfügen und in denen wir die besten Ergebnisse für die Gesellschaft erzielen können:
Entwicklungspartnerschaft in TansaniaIn Tansania haben wir bereits 2010 eine Entwicklungspartnerschaft mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gestartet. In deren Mittelpunkt steht der Aufbau einer Baumschule, die Pflanzen zur Aufforstung des stillgelegten Steinbruchs unserer Tochtergesellschaft Tanzania Portland Cement Company (TPCC) liefert und außerdem dazu beitragen soll, ausgeplünderte Wald- und Grünflächen innerhalb und außerhalb der Hafenstadt Dar Es Salaam wiederherzustellen. Bei diesem Projekt arbeiten wir eng mit der lokalen Provinzregierung zusammen und organisieren gemeinsam mit Universitäten, Schulen und Nichtregierungsorganisationen Schulungen zur nachhaltigen Landnutzung. 2011 konnten wir bereits einigen dieser Schulen Pflanzen zur Begrünung des Schulgeländes spenden. Förderung von Kultur und Bildung in der Tschechischen RepublikIn der Tschechischen Republik unterstützt unser Tochterunternehmen Ceskomoravsky Cement das internationale Klassik-Musikfestival TalichuvBeroun, ein wichtiges Kulturereignis mit fast 30-jähriger Tradition in der Stadt Beroun. Das Festival ist nach Vaclav Talich benannt, einem der bedeutendsten tschechischen Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Darüber hinaus fördert Ceskomoravsky Cement verschiedene Aktivitäten der Masaryk Universität in Brünn. Im Vordergrund steht das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der Universität zum Wohle der Region und ihrer Bewohner zu stärken. Freiwilligentätigkeit in DeutschlandIn zahlreichen Ländern nutzen unsere Mitarbeiter die Möglichkeit, sich während der Arbeitszeit freiwillig zu engagieren. In Deutschland engagieren sich unsere Mitarbeiter beispielsweise im unternehmenseigenen Programm "KIS - Kooperation Industrie und Schule". Dabei geben sie Schülern und Lehrern praxisnahe Einblicke aus erster Hand in verschiedene Unternehmensbereiche und -abläufe und informieren über gesellschaftliche Themen wie Globalisierung, Nachhaltigkeit oder Naturschutz. Darüber hinaus ist HeidelbergCement Mitglied im Unternehmensnetzwerk Wissensfabrik, das unter anderem darauf zielt, bei Schülern das Interesse an Naturwissenschaften und Wirtschaft zu fördern. UmweltvorsorgeAls aktives Mitglied der CementSustainability Initiative (CSD des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) nehmen wir unsere Verantwortung für die nachhaltige Entwicklung unserer Geschäftstätigkeit ernst. In den vergangenen Jahren haben wir bemerkenswerte Fortschritte erzielt, unter anderem bei der Reduktion unserer C02-Emissionen und anderer Umwelteinflüsse, bei der Verwertung von Abfallstoffen als alternative Brenn- oder Rohstoffe und bei der Förderung der biologischen Vielfalt in unseren Abbaustätten. Diese Verbesserungen werden durch unser Nachhaltigkeitsprogramm 2020 vorangetrieben, in dem die zentralen Nachhaltigkeitsthemen und -ziele des Unternehmens definiert sind. Biologische VielfaltUm die Biodiversitäts-Managementpläne, die wir für unsere Abbaustätten erstellt haben, zügig umzusetzen, haben wir im Berichtsjahr spezielle Schulungen für die verantwortlichen Mitarbeiter entwickelt und durchgeführt. Damit sind sie in der Lage, den Biodiversitätswert der Abbaustätten zu erkennen und die notwendigen Maßnahmen durchzuführen, um die Artenvielfalt zu bewahren und zu fördern. Bis Ende 2011 haben wir an 115 europäischen Standorten Biodiversitäts-Managementpläne eingeführt. Mit der Vereinbarung einer dreijährigen Kooperation mit BirdLife International, einer der weltweit größten Naturschutzorganisation, hat HeidelbergCement im Jahr 2011 einen weiteren wichtigen Schritt bei der Förderung der biologischen Vielfalt in Abbaustätten getan. Dadurch haben wir auch unsere Führungsrolle unter den internationalen Baustoffunternehmen in diesem Bereich gefestigt. Ziel der Partnerschaft ist es, das Biodiversitätsmanagement von HeidelbergCement weiter zu stärken und gemeinsam Ziele und Maßnahmen zu definieren, die den naturschutzfachlichen Wert bestehender und zukünftiger Aktivitäten maximieren. 2011 haben wir außerdem mit dem "Quarry Life Award" den ersten internationalen Forschungs- und Bildungswettbewerb zum Thema Biodiversität in Abbaustätten ins Leben gerufen. Für diesen Wettbewerb werden mehr als 60 Steinbrüche in 18 Ländern ihre Tore für die Forschungsprojekte der teilnehmenden Studenten und Forscher öffnen. Am Ende des Wettbewerbs im Dezember 2012 winken den Gewinnern nationale und internationale Preisgelder in Höhe von insgesamt 200.000 €. Im Berichtsjahr haben wir in Georgien und Tansania unsere Public-Private-Partnership-Projekte mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und in enger Kooperation mit lokalen Interessengruppen erfolgreich fortgesetzt. Bei der Umsetzung unseres Aufforstungsprojekts in Tansania arbeiten wir seit September 2011 außerdem mit dem international renommierten Jane Goodall Institut zusammen. Nicht zuletzt haben wir 2011 ein Buch über die außergewöhnliche Vielfalt der Libellen in unseren Abbaustätten veröffentlicht. Das Buch ist der Beginn einer Reihe von Publikationen, in der wir die Artenvielfalt und die Lebensräume in unseren Abbaustätten vorstellen. Nachhaltiges BauenHeidelbergCement und seine Tochterunternehmen arbeiten weltweit mit den Green Building Councils zusammen, um Zertifizierungssysteme für nachhaltiges Bauen zu entwickeln und das Design, den Bau und die Bewirtschaftung von Gebäuden nachhaltiger zu gestalten. Gegenwärtig sind wir aktives Mitglied in zehn Green Building Councils weltweit. Zum nachhaltigen Bauen gehört für uns auch, das Recycling von Beton zu intensivieren. Daher haben wir 2011 gemeinsam mit der Technischen Universität Delft in den Niederlanden ein Projekt begonnen, bei dem vier Jahre lang die Möglichkeiten zur vollständigen Wiederverwertung von Betonschutt in Zement und Zuschlagstoffen untersucht werden. Dank der in unserem Unternehmen erworbenen Sachkenntnisse bei der Lebenszyklusanalyse unserer Produkte sind wir in der Lage, verlässliche Umweltkennzahlen für diese zu ermitteln und sie an unsere Kunden weiterzugeben. Mit der Erhebung von Energieeffizienzdaten bei unseren eigenen Gebäuden haben wir 2011 damit begonnen, das "Manifeste for Energy Efficiency in Buildings" des World Business Council for Sustainable Development umzusetzen. Die Daten dienen als Ausgangspunkt, um die Energieeffizienz unserer Gebäude künftig weiter zu verbessern. Einsatz von alternativen Roh- und BrennstoffenFür HeidelbergCement sind Abfallstoffe und Nebenprodukte anderer Industrien wertvolle Roh- und Brennstoffe für die Herstellung von Zement. Der Anteil der alternativen Brennstoffe am Brennstoffmix lag im Berichtsjahr bei 21,4 %. Damit ist HeidelbergCement auch weiterhin einer der Spitzenreiter unter den großen internationalen Zementherstellern. In Europa haben wir im Berichtsjahr aufgrund des rückläufigen Angebots an Tiermehl vermehrt aufbereitete Gewerbe- und Industrieabfälle sowie Klärschlamm als alternative Brennstoffe eingesetzt. Mit Investitionen in die Lagerung und Einspeisung alternativer Brennstoffe, beispielsweise in den Zementwerken Górazdze in Polen und Brevik in Norwegen, konnten wir den Anteil der aus Abfallstoffen erzeugten Energie erhöhen. 2011 haben bereits zehn Werke in Europa ihren primären Brennstoffverbrauch um mehr als 60 % gesenkt. Im Berichtsjahr haben wir die Mitarbeiter unseres chinesischen Joint-Venture-Partners CRC in Belgien und den Niederlanden intensiv geschult und damit die Basis für weitere Erfolge beim Einsatz alternativer Brennstoffe in den gemeinsamen Zementwerken in China geschaffen. In der Türkei haben wir eine neue Anlage zum Einsatz von getrocknetem Klärschlamm in Betrieb genommen. Damit ermöglicht unser Joint Venture Akçansa eine ganzjährig Abnahme des Klärschlamms aus der hochmodernen Kläranlage der Stadt Istanbul. Die Einführung eines neuen Bio-Trocknungsverfahrens schuf 2011 die Voraussetzung für mehrere Entwicklungsprojekte zur Umwandlung von Haushaltsabfällen in alternative Brennstoffe. Dieses Verfahren kommt unter anderem in Indonesien und der Türkei zum Einsatz. In Tansania, Gabun und Togo haben wir interdisziplinäre Expertenteams aufgestellt, um das Potenzial lokal verfügbarer Abfallströme, wie Sägespäne und Agrarabfälle, zu bewerten. KlimaschutzDer Klimaschutz steht im Zentrum unserer Umweltpolitik. Als energieintensives Unternehmen sind wir seit vielen Jahren bestrebt, unsere C02-Emissionen zu minimieren. Von 1990 bis 2011 haben wir unsere spezifischen Netto-C02-Emissionen um 19,1 % auf 621 kg C02/t Zement gesenkt. Im Jahr 2011 haben wir unseren strategischen C02-Aktionsplan überarbeitet, um unser Einsparziel zu erreichen: Bis 2015 wollen wir unsere spezifischen Netto-C02-Emissionen im Vergleich zu 1990 um 23 % reduzieren. Im Oktober 2010 wurde ein Projekt zur Reduktion von C02-Emissionen, das in unserem ukrainischen Werk Kryvyi Rih entwickelt worden war, von der UN als Joint-Implementation-Projekt (Jl) offiziell anerkannt. Dieser Erfolg ebnete den Weg für die erste Ausgabe von Emissionsreduktionszertifikaten im Herbst 2011. Das JI-Projekt über die Nutzung alternativer Rohstoffe bei Kryvyi Rih Cement in der Ukraine ist das erste dieser Art für HeidelbergCement und für die ganze ukrainische Zementindustrie. Reduktion anderer UmwelteinflüsseEntsprechend unseren im Nachhaltigkeitsprogramm 2020 selbst gesetzten Zielen führen wir nach ISO 14001 zertifizierte Umweltmanagementsysteme in all unseren Zementwerken ein. Ende 2011 hat der Vorstand außerdem beschlossen, systematische Umweltaudits an den Zement-, Beton- und Zuschlagstoffstandorten durchzuführen. In unserem kalifornischen Zementwerk Cupertino zeigt das neue System zur Einspritzung von Aktivkohle exzellente Erfolge bei der Reduktion von Quecksilberemissionen. Wir erwarten dort einen Rückgang um rund 90 %. Insgesamt werden wir bei unseren Werken in Nordamerika in den kommenden Jahren hohe Beträge in die Minderung sämtlicher Emissionen investieren. Zur weiteren Senkung der Staubemissionen haben wir im Berichtsjahr 2011 neue Filteranlagen eingebaut oder bestehende erneuert. Wir haben beispielsweise in den Zementwerken Doncement in der Ukraine und Bukhtarma in Kasachstan weitere moderne Schlauchfilter eingebaut und die Filteranlagen im türkischen Werk Büyükcekmece erneuert; das norwegische Werk Kjöpsvik folgt im Frühjahr 2012. Um die Stickoxidemissionen zu reduzieren, haben wir die SNCR-Anlagen in mehreren deutschen Zementwerken optimiert. Zur weitern Reduktion der Schwefeldioxidemissionen in Norwegen wurde der Wäscher im Werk Brevik optimiert. Forschung und TechnikAusrichtung der Forschungs- und EntwicklungsaktivitätenDie Innovationstätigkeit bei HeidelbergCement lässt sich im Wesentlichen in drei Bereiche gliedern:
Organisation, Aufgabengebiete und Aufwendungen im Bereich Forschung und TechnikIm Berichtsjahr haben wir das globale Kompetenzzentrum HTC Global (Heidelberg Technology Center Global) in Leimen weiter ausgebaut. Mit seinen zahlreichen internationalen Mitarbeitern ist es in die vier Bereiche Forschung & Entwicklung, Projekte, Geologie sowie Training & Reporting untergliedert. In diesem Kompetenzzentrum werden das Wissen und die Fachkenntnisse in unserem Unternehmen gebündelt und den operativen Einheiten schnell und umfassend zur Verfügung gestellt. Unsere Aktivitäten im Bereich Forschung und Technik gliedern sich in die folgenden Aufgabengebiete: Zentrale Forschung und EntwicklungIm HTC Global haben wir die konzernübergreifenden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in den Bereichen Zement, Beton und Zuschlagstoffe konzentriert. Entsprechend der hohen Bedeutung der Entwicklung von C02-minimierten Produkten bauen wir diesen Bereich personell und finanziell weiter aus. Die einzelnen Projekte werden in enger Abstimmung mit den operativen Gesellschaften definiert und durchgeführt. Diese enge Kooperation von Projektbeginn an ermöglicht eine effiziente Umsetzung der Entwicklungsergebnisse und eine schnelle Markteinführung. Technik und InnovationTechnische Zentren unterstützen unsere Ländergesellschaften in den Konzerngebieten. Im Geschäftsbereich Zement ist dies das Heidelberg Technology Center (HTC) mit zwei Niederlassungen in Europa, die zusätzlich den Mittelmeerraum, Afrika und Zentralasien betreuen, einer Niederlassung in Nordamerika und einerweiteren in Asien mit Stützpunkten in China, Indien und Indonesien. Sie unterstützen unsere Zementwerke in allen technischen Fragen von der Rohstoffsicherung über die Betriebsoptimierung bis hin zur Prozesssteuerung und Qualitätssicherung. Bei Investitionsprojekten sind die Niederlassungen des HTC teilweise bis zur Inbetriebnahme einer neuen Anlage bzw. eines neuen Werks oder bis zum Abschluss von Modernisierungen in das Projektmanagement einbezogen. In ähnlicher Weise unterstützen die Niederlassungen des Competence Center Materials (CCM) unsere Konzerngesellschaften in den Bereichen Zuschlagstoffe, Transportbeton und Asphalt. Der enge Dialog zwischen HTC bzw. CCM und unseren Werken sorgt für eine effiziente Erschließung von Optimierungspotenzialen und einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Kundenbezogene Entwicklung und BeratungUnsere große Marktnähe erfordert eine intensive kundenorientierte Entwicklung und Beratung, die sich auch in hohen finanziellen Aufwendungen widerspiegelt (siehe folgende Tabelle). Die entsprechenden Abteilungen und Mitarbeiter, die unmittelbar in die Organisation der jeweiligen Landesgesellschaften eingebunden sind, entwickeln und optimieren die an die lokalen Bedürfnisse angepassten Zemente und Betone oftmals in direkter Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Aufwendungen für Forschung und TechnikDie Gesamtaufwendungen für Forschung und Technik beliefen sich im Berichtsjahr auf 78,9 (i.V.: 67,6) Mio € und machten damit 0,6 % vom Umsatz aus. Rund drei Viertel der gesamten Kosten entfallen dabei auf Personalaufwendungen. Die folgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Aufwendungen in den letzten fünf Jahren untergliedert nach den drei oben genannten Aufgabengebieten. Aufwendungen für Forschung und Technikscroll
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Inklusive aktivierte Beträge Die Struktur der Aufwendungen für Forschung und Technik entspricht der organisatorischen Gliederung. Der Rubrik Zentrale Forschung und Entwicklung sind die Aufwendungen für die Entwicklung von Basistechnologien zugeordnet, Aufwendungen für Prozessinnovationen finden sich in der Rubrik Technik und Innovation wieder, während die dritte Rubrik der Tabelle die Aufwendungen für die Optimierung von Produkten und Anwendungen entsprechend den Wünschen unserer Kunden beinhaltet. Zu den Entwicklungsprojekten, die als Investitionen aktiviert wurden, gehören unter anderem unsere innovativen Spezialprodukte Cemflow® und TioCem® sowie Kompositzemente (siehe Seite 111). Die aktivierten Entwicklungskosten lagen 2011 insgesamt bei 1,6 Mio €, das entspricht ca. 2 % der gesamten Aufwendung für Forschung und Technik. Aufgrund der geringen Höhe verzichten wir auf eine separate Darstellung und weitere Kennzahlen. Mitarbeiter in Forschung und TechnikIm Geschäftsjahr 2011 waren insgesamt 750 Mitarbeiter (i.V.: 670) im Bereich Forschung und Technik beschäftigt. Die Personalaufteilung und -entwicklung in den letzten fünf Jahren ist in der folgenden Tabelle dargestellt. Mitarbeiter in Forschung und Technikscroll
Die hohe Bedeutung der Bereiche Kundenbezogene Entwicklung und Beratung sowie Technik und Innovation spiegelt sich nicht nur in den Kosten, sondern auch in der Zahl der Mitarbeiter wider. Die große Kompetenz unserer Mitarbeiter in Forschung und Technik ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Dementsprechend hoch sind die Anforderungen an ihre Qualifikation. Rund 71 % der Mitarbeiter in unseren technischen Kompetenzzentren verfügen über einen Hochschulabschluss und rund 8 % haben promoviert (siehe folgende Grafik). Intensive Weiterbildung und systematischer Wissensaustausch in konzernweiten Expertennetzwerken stellen ein hohes Qualifikationsniveau sicher. Qualifikationsprofil unserer Mitarbeiter in Forschung und Technik![]() ForschungskooperationenIntensive Kooperationen mit Instituten und Universitäten auf lokaler und globaler Ebene ergänzen unsere eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Auf globaler Ebene ist dies insbesondere die Beteiligung an Nanocem, dem weltweit bedeutendsten Forschungsverbund im Zementsektor. An ihm sind Unternehmen aus dem Zement- und Zusatzmittelbereich sowie 22 führende Universitäten in Europa beteiligt, die gemeinsam Grundlagenforschung betreiben, die durch öffentliche Fördermittel unterstützt wird. Ein weiteres großes Netzwerk zwischen Industrie und Forschungsinstituten ist das vom norwegischen Staat geförderte Projekt COIN (COncrete INnovation) mit einer 7-jährigen Laufzeit und rund 25 Mio € Gesamtbudget. An ihm sind wir über unsere norwegischen Tochtergesellschaften beteiligt. In den USA besteht eine Kooperation im Bereich Grundlagenforschung mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) im Concrete Sustainability Hub. Die Schwerpunkte des mehrjährigen Programms liegen auf der Analyse von Umweltauswirkungen und der Modellierung von Zementeigenschaften. Bei der Produktentwicklung bevorzugen wir bilaterale Kooperationen mit einzelnen Universitäten, um unsere eigenen Kompetenzen zielgerichtet zu ergänzen. In Einzelfällen werden Kooperationsprojekte mit Hochschulen durch staatliche Fördermittel unterstützt. Gemessen an den Gesamtaufwendungen ist die Förderquote marginal, sodass wir auf eine zentrale Erfassung verzichten. Die Gesamtaufwendungen für die Auftragsforschung liegen deutlich unter 1 Mio € im Jahr und werden daher nicht separat ausgewiesen. Sie sind in der Rubrik Zentrale Forschung und Entwicklung in der Tabelle auf Seite 108 enthalten. Abgesehen von den genannten Forschungskooperationen haben wir im Jahr 2011 kein Forschungs- und Entwicklungs-Know-how hinzugekauft. Wesentliche Projekte sowie Forschungs- und EntwicklungsergebnisseVerbesserung der Kosteneffizienz und des gebundenen KapitalsUnsere konzernweiten Programme im Zementbereich zur Reduzierung der operativen Kosten der Werke und des gebundenen Kapitals für Ersatzteile sowie zur Einführung einer konzernweiten Instandhaltungsorganisation haben wir im Berichtsjahr erfolgreich fortgesetzt. Das Programm "Operational Excellence" erzielte dank der erfolgreichen Nutzung von Einsparpotenzialen beim Strom- und Brennstoffverbrauch weitaus bessere Ergebnisse als erwartet. Auch das 2008 gestartete "Maintenance lmprovement"-Programm zur Standardisierung der Instandhaltungsorganisation und Reduzierung der Instandhaltungskosten unserer Produktionsanlagen, das 2011 erfolgreich abgeschlossen wurde, hat ebenfalls die ursprünglichen Erwartungen übertroffen. Das Programm "Group Spare Parts", mit dem wir das gebundene Kapital für Ersatzteile reduzieren und die Lagerverwaltung optimieren, erzielte 2011 ebenfalls große Erfolge. Gegenüber 2008, dem Startjahr des Programms, konnten wir das gebundene Kapital um 17,2 % reduzieren. Im Zuschlagstoffbereich haben wir Anfang 2011 das konzernweite Projekt "CLIMB" mit dem Ziel eingeführt, alle Prozessschritte von der Gewinnung über die Aufbereitung der Zuschlagstoffe bis hin zum Verkauf nachhaltig zu optimieren. Bis Ende 2013 wollen wir auf diese Weise eine Ergebnissteigerung von 120 Mio € erzielen. Im Berichtsjahr 2011 haben wir bereits mehr als ein Drittel des Optimierungspotenzials identifiziert Die Steigerung der Kosteneffizienz, die mit diesen Programmen erreicht wurde, ist umso bedeutender, da alle durchgeführten Maßnahmen nachhaltig sind und langfristig einen großen Wettbewerbsvorteil darstellen. Neue, erweiterte und modernisierte ProduktionsstättenUm unsere Position in den Wachstumsmärkten zu stärken, haben wir neben Optimierungs- und Erweiterungsinvestitionen in bestehenden Anlagen auch einige strategische Investitionen begonnen oder abgeschlossen. Detaillierte Angaben hierzu finden Sie im Abschnitt Investitionen auf Seite 63f. Im Berichtsjahr haben wir das neu erbaute Zementwerk TulaCement mit einer Kapazität von 2 Mio t Zement in Russland eröffnet. Das Werk beliefert den Großraum Moskau mit Zement. Im polnischen Zementwerk Górazdze haben wir eine neue Ofenlinie mit einer Klinkerkapazität von 0,9 Mio t in Betrieb genommen. In Bangladesh wurde der Bau einer neuen Zementmühle mit einer Kapazität von 0,8 Mio t Zement im Mahlwerk Chittagong fertiggestellt. Im Rahmen unseres Investitionsprogramms in attraktiven Wachstumsmärkten haben wir den Ausbau der Klinker- und/oder der Zementkapazitäten in Indien, Indonesien, Polen, Kasachstan, Liberia, Ghana und Burkina Faso fortgesetzt. Auch 2011 haben wir unsere Einkaufsstrategie des "low-cost country sourcing" bei allen Investitionen in Produktionsanlagen konsequent umgesetzt. Damit haben wir positive Effekte bei den Anfangsinvestitionen und den operativen Kosten erreicht. Zemente mit reduziertem KlinkeranteilBei der Entwicklung von Zementen mit reduziertem Klinkeranteil haben wir weitere Fortschritte erzielt und damit C02-Emissionen und Kosten gesenkt. Vorreiter sind hier insbesondere unsere Werke in den Niederlanden und in Polen. Unsere polnische Tochtergesellschaft Górazdze Cement hat 2011 einen CEM V/A Zement auf Basis von Hüttensand und Flugasche mit einem Klinkergehalt von nur noch rund 50 % eingeführt. Mit über 700.000 t Absatzmenge war die Resonanz im Markt sehr positiv. Auch in zahlreichen anderen Ländern wurden neue Kompositzemente erfolgreich im Markt eingeführt. In Kanada startete unser Werk Delta die Produktion von EcoCem™, einem Portlandkalksteinzement mit rund 10 % Kalksteinzumahlung. Ein vergleichbares Produkt wurde auch in Großbritannien neu auf den Markt gebracht. In Rumänien wurde ein CEM lll/A Zement mit rund 40 % Hüttensandanteil am Markt eingeführt. In Indonesien konnte der Klinkeranteil in der Hauptzementsorte durch umfangreiche Versuche um ca. 3 % gesenkt werden. Insgesamt führten diese und weitere Maßnahmen in anderen Ländern zu einer Reduktion des durchschnittlichen Klinkeranteils im Zement auf unter 77 %. Im Vergleich zum Vorjahr wurden dadurch rund 0,5 Mio t C02 weniger emittiert. Ressourcenschonung und RecyclingIn einem gemeinsamen Projekt entwickeln CCM, HTC und Zuschlagstoffunternehmen in den Konzernländern Konzepte zur Aufbereitung von Sanden, die bisher aus Qualitätsgründen nicht für die Betonherstellung verwendet werden können. Pilotversuche werden in Spanien und Australien durchgeführt. In Skandinavien beschränken Umweltschutzbestimmungen mittlerweile die Nutzung natürlicher Sande. In Schweden haben wir daher eine spezielle Software für die Produktion von Beton entwickelt, die den Einsatz von Brechsand ermöglicht. In Australien haben wir unsere Transportbetonwerke im Großraum Melbourne bereits erfolgreich auf die Verwendung von Brechsand umgestellt. In den Niederlanden und Belgien sind unsere Tochtergesellschaften gemeinsam mit dem HTC an verschiedenen Projekten beteiligt bei denen der Anteil von recycelten Baustoffen im Beton erhöht werden soll. Innovative Bindemittel und BetoneBei der Entwicklung und Markteinführung von Spezialbindemitteln haben wir ebenfalls weitere Erfolge erzielt. Gemeinsam mit einem Kooperationspartner haben wir einen zementgebundenen Porenleichtmörtel Poriment® PRO mit Wärmedämmeigenschaften entwickelt. Neu ist, dass sehr niedrige Trockenrohdichten ohne Verwendung von Polystyrolkugeln erreicht werden können. Das hat nicht nur ökologische Vorteile bei einem späteren Recyclingprozess, sondern auch technische, wie beispielsweise die Verbesserung der Brandschutzsklasse. Poriment® PRO wird bereits erfolgreich in einzelnen deutschen Werken produziert. Der Antrag auf Zulassung als Wärmedämmstoff durch die Bauaufsicht wurde gestellt. In Kanada haben wir mit MICRO-LITE™ einen Leichtbeton auf den Markt gebracht, der leichtere Verarbeitung mit ökonomischen Vorteilen wie geringerem Gewicht und thermischer Isolierung verbindet. Ebenfalls für den kanadischen Markt wurde mit CemFlow® ein zementgebundener Fließestrich entwickelt. Dabei wurde eine in Deutschland bewährte Technologie an die regionalen Ausgangsstoffe angepasst und das neue Produkt innerhalb kurzer Zeit am Markt ein geführt. Ebenfalls auf Basis einer in Deutschland bewährten Technologie haben wir Jetmix® in Großbritannien entwickelt. Erste Lieferungen erfolgten bereits für das Modernisierungsprojekt Victoria Station in London. Allein für dieses Projekt erwarten wir einen Absatz von rund 30.000 t im Jahr 2012. Diese beiden Beispiele zeigen, wie durch systematischen Technologietransfer Entwicklungszeiten verkürzt und Synergien innerhalb des Konzerns genutzt werden. Im Jahr 2011 wurden bei zahlreichen Projekten in Schweden, Deutschland, Belgien, den Niederlanden und der Tschechischen Republik weißer und grauer TioCem® eingesetzt. Betonprodukte, wie beispielsweise Pflastersteine, die mit diesem photokatalytisch aktiven Zement hergestellt werden, reduzieren Luftschadstoffe wie Stickoxide und weisen eine geringere Oberflächenverschmutzung und damit bessere Ästhetik auf. Untersuchungsergebnisse bei fertig gestellten Projekten in Malmö/Schweden ebenso wie Modellversuche eines unabhängigen Instituts belegen eine deutliche Reduktion der Stickoxide in der Umgebungsluft. Die Reduktion kann je nach Belastung, Bebauungssituation und Windgeschwindigkeit zwischen 5 % und 25 % liegen und ist insbesondere bei Belastungsspitzen wirksam. BeschaffungInsgesamt wurden bei HeidelbergCement im Berichtsjahr 2011 Waren und Dienstleistungen im Wert von 8.656 Mio € beschafft. Das entspricht einem Anteil von 72,7 % an den gesamten operativen Kosten (inklusive Abschreibungen). BeschaffungsmanagementUnsere Lead-Buyer-Organisation ermöglicht die kostengünstige Beschaffung wichtiger Warengruppen auf Konzernebene. Das bedeutet, dass wir ablaufkritische Waren und Dienstleistungen mit meist hohen Volumen zu Warengruppen bündeln, um bessere Konditionen von unseren Lieferanten zu erhalten. Zu diesen Warengruppen gehören beispielsweise Energie und Rohstoffe. Zu den Aufgaben unserer Lead Buyer im Konzern gehören das Führen von Preisverhandlungen, der Abschluss von Rahmenverträgen und das Beobachten aktueller Markt- und Preisentwicklungen. Aufgrund ihrer detaillierten Marktkenntnisse leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Effizienz und zum Risikomanagement in unserem Unternehmen. Ein weiterer wichtiger Teil des Beschaffungsmanagements ist der lokale Einkauf an unseren Produktionsstandorten, mit dem wir unsere Verhandlungsposition gegenüber lokalen Lieferanten stärken. Die lokalen Einkaufsabteilungen können außerdem direkt Waren und Dienstleistungen aus den Konzern-Rahmenverträgen abrufen. Damit verbinden wir die Vorteile der zentralen mit der lokalen Beschaffung. EffizienzsteigerungAnfang 2011 hat HeidelbergCement das Drei-Jahres-Programm "FOX 2013" gestartet, um die finanzielle und operative Leistungsfähigkeit des Konzerns weiter zu erhöhen. Ziel dieses Programms sind unter anderem auch Einsparungen im Einkauf, um den steigenden Kosten für Elektrizität, Brenn- und Rohstoffe entgegenzuwirken. Im Berichtsjahr ist es uns gelungen, verglichen mit den allgemeinen Markttendenzen, beträchtliche Kosteneinsparungen zu erzielen. Ein weiteres Ziel von "FOX 2013" ist die Verbesserung der Zahlungsziele. Zu Beginn des Jahres 2011 stellten unsere Zahlungsmodalitäten einen Wettbewerbsnachteil dar. Durch Prozessoptimierungen und Verbesserung der konzernweiten Zahlungsbedingungen konnten wir bis Ende 2011 den Abstand zu den größten Wettbewerbern verringern und einen entsprechend hohen Liquiditätseffekt erzielen. Beschaffung von EnergieInsgesamt verfolgt HeidelbergCement für die Beschaffung von Brennstoffen und Strom eine eher kurzfristig orientierte Einkaufspolitik. Das bedeutet, dass wir nur in wenigen Fällen Verträge mit fest vereinbarten Preisen und Mengen über einen längeren Zeitraum - mehr als ein Jahr - abschließen. Bereits zu Beginn des vierten Quartals 2010 haben wir eine größere Menge der für 2011 benötigten Energie beschafft. Damit konnten wir einen Teil der starken Preissteigerungen, die 2011 in fast allen Energiemärkten erfolgten, umgehen. Besonders in liquiden Strommärkten, wie beispielsweise in Nordeuropa, Deutschland, Belgien, den Niederlanden, der Tschechischen Republik und Großbritannien, haben wir auf niedrige Day-Ahead-Preise gesetzt. Diese Einkaufsstrategie hat sich bewährt und insbesondere in den produktionsstarken Sommermonaten zu akzeptablen Stromkosten geführt, mit denen wir einen Teil der Marktverwerfungen nach der Katastrophe im japanischen Fukushima kompensieren konnten. Im Bereich Kohle und Petroleumkoks wählten wir zu Beginn des Jahres 2011 die Strategie, den Bedarf nur für die jeweils nächsten zwei Monate zu decken und konnten daher von den seit Oktober 2011 leicht fallenden Preisen profitieren. Mit Diesel hatten wir uns aufgrund der Marktunsicherheiten bewusst nur kurzfristig eingedeckt und waren daher im ganzen Jahr 2011 einer hohen Volatilität ausgesetzt. AusblickIm Folgenden gehen wir auf die erwartete zukünftige Entwicklung von HeidelbergCement und des unternehmerischen Umfelds in den Jahren 2012 und 2013 ein. In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass dieser Geschäftsbericht zukunftsgerichtete Aussagen enthält, die auf den derzeit verfügbaren Informationen sowie den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von HeidelbergCement beruhen. Solche Aussagen sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet und können daher deutlich von der tatsächlich eintretenden Entwicklung abweichen. HeidelbergCement übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigtauch nicht, die in diesem Geschäftsbericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren. Wirtschaftliches UmfeldGesamtwirtschaftliche EntwicklungNachdem sich das Wirtschaftswachstum im Jahr 2011 gegenüber der deutlichen Erholung im Vorjahr abgeschwächt hat, erwarten wir für 2012 eine weitere Verlangsamung aufgrund der Auswirkungen der europäischen Finanzkrise auf die Weltmärkte. Im Jahr 2013 rechnen wir - unter der Annahme einer erfolgreichen Überwindung der Krise - mit einem wieder beschleunigten Wachstum der Weltwirtschaft. Der internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für die Jahre 2012 und 2013 ein Wachstum der Weltwirtschaft um 3,3 % bzw. 3,9 % im Vergleich zu 3,8 % im Jahr 2011. Dabei erwartet der IWF, dass die Unterschiede bei den Wachstumsraten, insbesondere zwischen den Schwellenländern in Asien und Afrika auf der einen Seite und den Industrienationen in Nordamerika und Europa auf der anderen Seite, weiterhin bestehen bleiben. Bei den Preisen für Konsumgüter erwartet der IWF nach dem deutlichen Anstieg im Jahr 2011 in allen Regionen eine rückläufige Entwicklung. Die Teuerungsrate soll in den reifen Märkten demnach von 2,7 % im Jahr 2011 auf 1,6 % bzw. 1,3 % in den Jahren 2012 und 2013 sinken. Für die Schwellenländer wird ein Rückgang der Teuerungsrate von 7,2 % im Jahr 2011 auf 6,2 % 2012und 5,5 % 2013 vorhergesagt. Der IWF rechnet ebenfalls mit rückläufigen Rohstoffpreisen in den Jahren 2012 und 2013. In Asien wird China weiterhin der Motor der industriellen Entwicklung bleiben. Der IWF erwartet für die Schwellenländer Asiens insgesamt einen leichten Rückgang des Wachstums von 7,9 % im Jahr 2011 auf 7,3 % im Jahr 2012 gefolgt von einem Anstieg auf 7,8 % im Jahr 2013. Dabei wird das Wirtschaftswachstum in China ebenfalls leicht von 9,2 % auf 8,2 % zurückgehen, bevor es 2013wieder auf 8,8 % ansteigt. Positiver wird dagegen die Entwicklung in Afrika gesehen, insbesondere in den Ländern südlich der Sahara, für die eine weitere Steigerung der Wachstumsraten von 4,9 % im Jahr 2011 auf 5,5 % im Jahr 2012 erwartet wird und nur ein leichter Rückgang auf 5,3 % im Jahr 2013. Ähnlich wie für die asiatischen Märkte wird auch für die reifen Märkte eine Verlangsamung der wirtschaftlichen Erholung im Jahr 2012 gefolgt von einem wieder beschleunigten Wachstum 2013 erwartet. Nach einem Anstieg um 1,6 % im Jahr 2011 prognostiziert der IWF für das Jahr 2012 ein Wachstum von nur 1,2 % und eine Steigerung auf 1,9 % im Folgejahr. Die für HeidelbergCement wichtigen Märkte in den USA, Großbritannien, Deutschland und Kanada werden ihre wirtschaftliche Erholung laut Prognose des IWF in den Jahren 2012 und 2013 fortsetzen. 2012 sollen demnach die USA von diesen Ländern das höchste Wirtschaftswachstum mit einer Rate von 1,8 % aufweisen, gefolgt von Kanada mit 1,7 %, Großbritannien mit 0,6 % und Deutschland mit 0,3 %. Auch für Osteuropa und Zentralasien wird 2012 mit einem niedrigeren Wirtschaftswachstum und wieder steigenden Wachstumsraten 2013 gerechnet. In unseren Märkten in Polen und der Tschechischen Republik soll sich die Wirtschaft in beiden Jahren positiv entwickeln mit Wachstumsraten zwischen 1,5 % und 3,5 %. Noch stärker soll die Entwicklung in unseren rohstoffreichen Märkten in der Ukraine, Russland und Kasachstan ausfallen mit Steigerungsraten zwischen 4 % und 6 %. Das Eintreten der wirtschaftlichen Prognosen für die kommenden zwei Jahre ist mit einigen Unsicherheiten behaftet. Die reifen Märkte stehen vor der Herausforderung, die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und gleichzeitig die öffentliche Verschuldung durch konsequentes Sparen zu entlasten. Die Wachstumsmärkte der Schwellenländer sind weiterhin einem Inflationsdruck ausgesetzt. Die Preise für Energie erreichten in der ersten Jahreshälfte 2011 Spitzenwerte und sinken seitdem moderat. Konflikte in erdölproduzierenden Ländern können zu einem erneuten Preisanstieg führen. Für das weitere Wachstum der Weltwirtschaft wird insbesondere die Entwicklung der Rohstoff- und Lebensmittelpreise, der Arbeitslosigkeit und der Zinspolitik der Zentralbanken ausschlaggebend sein. BranchenentwicklungDie unterschiedliche Entwicklung des Wirtschaftswachstums spiegelt sich auch in den regional sehr unterschiedlichen Erwartungen für die Baustoffnachfrage wider. Der amerikanische Zementverband PCA rechnet in seiner Prognose vom November 2011 für die Jahre 2012 und 2013 mit einer Zunahme des weltweiten Zementabsatzes um 5,6 % bzw. 4,0 % im Vergleich zu 7,3 % im Jahr 2011. Getragen wird diese Nachfrageentwicklung von den Schwellenländern mit Wachstumsraten von 6,1 % und 4,1 %. Laut PCA sollen knapp 60 % des weltweit produzierten Zements im Jahr 2012 in China verbraucht werden. Für Nordamerika wird 2012 nur mit einer geringen Zunahme der Zementnachfrage um 1,4 % von einem niedrigen Niveau aus gerechnet. Ein Anstieg der Aktivitäten im privaten Wohnungsbau und im Wirtschafts bau soll den Rückgang der Nachfrage im öffentlichen Bau nach Auslaufen der Infrastrukturprogramme überkompensieren. Die PCA erwartet für 2012 eine Zunahme der Baubeginne für Einfamilienhäuser um 3,4 % und für Mehrfamilienhäuser um rund 12 %. Für das Bundesprogramm für den Straßenbau (highway bill) wird eine Verlängerung des Budgets auf aktuellem Niveau erwartet. Eine Entscheidung des Kongresses steht jedoch noch aus. 2013 soll der Zementverbrauch, angetrieben durch eine zunehmende Erholung im privaten Wohnungsbau, deutlich um 5,8 % steigen. In Europa wird eine regional sehr unterschiedliche Entwicklung der Nachfrage nach Baustoffen erwartet. Für die von der Immobilien- bzw. Finanzkrise besonders betroffenen Länder Spanien, Italien, Portugal und Irland rechnet Euroconstruct in seiner Prognose vom November 2011 mit einem weiteren Rückgang des Zementverbrauchs im Jahr 2012 und, mit Ausnahme von Portugal, mit einer Stabilisierung im Jahr 2013. Für die Länder Nordeuropas, wie Schweden, Norwegen und Dänemark, deren Wirtschaft 2011 besonders stark gewachsen ist, werden hingegen Wachstumsraten beim Zementverbrauch von bis zu 5 % erwartet. Der Verbrauch in den Benelux-Staaten soll in den kommenden zwei Jahren leicht steigen. Für Großbritannien wird 2012 ein Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich vorhergesagt, aber für 2013 wird wieder mit einem geringen Wachstum gerechnet. Für Polen wird 2012 eine erfreuliche Zunahme um 5 % erwartet mit einer Abschwächung auf 1 % im Folgejahr. Für Deutschland prognostiziert der Bundesverband der Deutschen Zementindustrie (BDZ) eine Stabilisierung des Zementmarkts auf dem relativ hohen Niveau des Vorjahrs. Dazu trägt insbesondere die weiterhin erfreuliche Entwicklung im privaten Wohnungsbau bei. Hier haben die Auftragseingänge im Jahr 2011 um 17,7 % zugelegt. Ebenso wie die gesamtwirtschaftlichen Prognosen ist auch die Entwicklung der Nachfrage nach Baustoffen in den Jahren 2012 und 2013 mit Unsicherheiten behaftet. Mit dem Auslaufen der Infrastrukturförderprogramme und den stärkeren Bemühungen zur Haushaltskonsolidierung in einigen reifen Märkten wird die Nachfrage nach Baustoffen zunehmend von der Entwicklung im privaten Wohnungsbau und im Wirtschafts bau abhängen. Wachstum kann es nur bei einer weiterhin positiven Wirtschaftsentwicklung, bei sinkenden Arbeitslosenzahlen und einer erschwinglichen Immobilienfinanzierung geben. In den Wachstumsmärkten der Schwellenländer spielt die Fortsetzung des soliden Wirtschaftswachstums ebenfalls eine große Rolle sowie das für den privaten Wohnungsbau verfügbare Einkommen, das wiederum von der Entwicklung der lokalen Lebensmittelpreise und damit von der Inflation abhängt. Erwartete ErtragslageUmsatzAuf der Basis des gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Ausblicks für die Baustoffindustrie und der speziellen Wachstumsaussichten für die Märkte, in denen HeidelbergCement tätig ist, wird ein moderater Anstieg des Umsatzes im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr erwartet. Dazu tragen auch die Kapazitätserweiterungen im Zementbereich bei, die 2011 bereits abgeschlossen wurden bzw. 2012 abgeschlossen werden. Zu diesen zählen insbesondere das neue Zementwerk TulaCement in Russland, das im Sommer 2011 eröffnet wurde, die neue Zementmühle in Bangladesh, die Anfang Januar 2012 die Produktion aufgenommen hat, und der Ausbau der Produktionsanlagen in Zentralindien, die Ende Mai 2012 den Betrieb aufnehmen sollen. Im Zementbereich rechnen wir daher mit steigenden Absatzzahlen. Bei den Zuschlagstoffen erwarten wir aufgrund des erfreulichen Jahresauftakts in Nordamerika eine insgesamt stabile Absatzentwicklung. Im Jahr 2012 werden wir Preiserhöhungen mit hoher Priorität verfolgen, um den Margenverlust des Vorjahrs aufgrund der stärker als erwartet gestiegenen Energiekosten soweit wie möglich auszugleichen. Der Umsatzprognose für 2012 wurden im Vergleich zu 2011 nahezu stabile Wechselkurse gegenüber dem Euro zugrunde gelegt. KonzerngebieteIm Konzerngebiet West- und Nordeuropa erwarten wir insgesamt eine leicht rückläufige Nachfrage und damit sinkende Absatzmengen bei Zement und Zuschlagstoffen. Die Ursache dafür liegt im Wesentlichen im starken Absatzwachstum des Vorjahrs, das aufgrund des milden Winterwetters deutlich höher war, als erwartet. Von dieser Entwicklung ausgenommen ist Skandinavien, wo wir eine weitere Zunahme der Zementlieferungen erwarten. In unserem Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien gehen wir von einem weiteren Absatzzuwachs bei Zement und Zuschlagstoffen aus, der insbesondere von den zusätzlichen Kapazitäten und der weiter steigenden Nachfrage in Russland, der Ukraine und in Zentralasien angetrieben wird. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Ungarn und Rumänien rechnen wir in diesen Ländern mit einer weiterhin schwachen Absatzentwicklung. In den übrigen Ländern Osteuropas gehen wir nach der erfreulichen Entwicklung des Vorjahrs von stagnierenden Absatzmengen im Jahr 2012 aus. In Nordamerika rechnen wir aufgrund der sich langsam erholenden Investitionen im privaten Wohnungsbau und im Wirtschafts bau mit einer moderaten Mengenzunahme bei Zement. Bei den Zuschlagstoffen erwarten wir einen leichten Mengenanstieg trotz des Auslaufens des Infrastrukturförderprogramms ARRA. Wir planen für beide Kernprodukte Preiserhöhungen, um die Margenerosion im Jahr 2011 auszugleichen. Insgesamt gehen wir davon aus, dass die Baustoffnachfrage der Rohstoffindustrie in Kanada und den USA auch im Jahr 2012 den Absatz unserer Produkte unterstützt. In den Konzerngebieten Asien-Pazifik und Afrika-Mittelmeerraum erwarten wir eine anhaltend positive Nachfrageentwicklung mit starkem Wachstum in China, Indonesien, Indien und Bangladesh und einer stabilen Entwicklung in Australien. In unseren afrikanischen Kernmärkten in Tansania, Gabun, Ghana und der Demokratischen Republik Kongo rechnen wir im Vergleich zum allgemeinen Wirtschaftswachstum mit einer überdurchschnittlich steigenden Nachfrage. In Spanien hingegen erwarten wir, dass sich die Baustoffnachfrage weiter abschwächen wird. Insgesamt gehen wir für beide Konzerngebiete von einem Anstieg der Absatzmengen von Zement und Zuschlagstoffen aus. Wir erwarten, dass die Energiekosten in Asien weiter steigen werden und planen daher Preiserhöhungen, um die Margen zu stabilisieren. KostenDie Preise für Energie- und Rohstoffe werden voraussichtlich auch weiterhin eine hohe Volatilität aufweisen. Nachdem die Preisindizes seit Jahresmitte 2011 rückläufig waren, sind die Erdölpreise im Februar 2012 aufgrund des Importstops für iranisches Öl wieder angestiegen. HeidelbergCement erwartet für das Jahr 2012 eine weitere, jedoch im Vergleich zu 2011, geringere Erhöhung der Kostenbasis für Elektrizität, Brenn- und Rohstoffe sowie Personal. Angesichts dieser Situation werden wir die im Programm "FOX 2013" gebündelten Maßnahmen zur weiteren Optimierung der Kosten und Steigerung des Cashflows unvermindert fortführen. Schwerpunkt des Programms ist die Effizienzsteigerung in unseren Kernaktivitäten Zuschlagstoffe und Zement. Bei der Zementherstellung planen wir, die Energiekosten im Rahmen des Programms "Operational Excellence" (OPEX) nachhaltig zu senken. Bei den Zuschlagstoffen wollen wir mit einem umfassenden, weltweiten Benchmarking und mit Portfoliooptimierungen die Margen nachhaltig verbessern und Best Practice erreichen. Nachdem "FOX 2013" im Jahr 2011 unsere Erwartungen bereits übertroffen hat, haben wir die Ziele angepasst. Wir planen nun Maßnahmen zur Steigerung des Cashflows um insgesamt 850 Mio € für den Dreijahreszeitraum des Programms (2011 bis 2013). Davon wollen wir 2012 weitere 200 Mio € im Vergleich zum Basisjahr 2010 realisieren. Für das Jahr 2012 erwarten wir aufgrund der im Zuge der allgemeinen Verunsicherung an den Finanzmärkten gestiegenen Zinsmargen einen moderaten Anstieg der Finanzierungskosten. ErgebnisIn Anbetracht der positiven Absatz- und Kostenentwicklung seit Jahresbeginn rechnet HeidelbergCement für das Jahr 2012 mit einer moderaten Steigerung des operativen Ergebnisses. Dieser Einschätzung liegt die Annahme zugrunde, dass der Zementabsatz wie erwartet zulegt und die prognostizierten Kostensteigerungen durch Sparmaßnahmen und Preiserhöhungen zumindest ausgeglichen werden können. Prognose 2013Für das Jahr 2013 geht HeidelbergCement von einer Erhöhung von Umsatz und Ergebnis aus. Diese Annahme basiert auf einem sich wieder beschleunigenden weltweiten Wirtschaftswachstum und dem damit verbundenen Anstieg der Nachfrage nach Baustoffen. DividendeWie im Jahr 2011 werden wir auch in den kommenden beiden Jahre die Höhe der Dividende an der Entwicklung des Verschuldungsgrads und des Cashflows des HeidelbergCement Konzerns ausrichten und dabei die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung berücksichtigen. Mittelfristig streben wir eine branchentypische Ausschüttungsquote von 30 % bis 35 % bezogen auf den Anteil der Gruppe am Jahresüberschuss an. InvestitionenWie in den vergangenen Geschäftsjahren wird HeidelbergCement auch künftig strikte Ausgabendisziplin bei den Investitionen wahren. Die Reduzierung der Verschuldung steht weiterhin im Vordergrund. Im laufenden Jahr 2012 werden wir die zahlungswirksamen Investitionen mit circa 980 (2011: 959) Mio € in etwa stabil halten. Auch für das Geschäftsjahr 2013 werden wir die Höhe der Investitionen an der Entwicklung des Verschuldungsgrads und des operativen Ergebnisses des Konzerns sowie an der erwarteten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ausrichten. HeidelbergCement setzt seine gezielten Investitionen in zukünftiges Wachstum insbesondere im Bereich Zement in den Schwellenländern Asiens, Afrikas und Osteuropas fort. Hierbei streben wir an, den Anteil unserer Zementkapazitäten in diesen Märkten von derzeit 60 % langfristig auf 67 % der Gesamtkapazität zu steigern. Die Kapazitätserweiterung im polnischen Zementwerk Górazdze läuft nach Plan. Nach der Erhöhung der Klinkerkapazität durch die Inbetriebnahme der zweiten, modernisierten Ofenlinie im Frühjahr 2011 wird derzeit auch die Zementmahlkapazität durch den Bau einer neuen Mühle erweitert. Der Abschluss dieser zweiten Projektphase ist bis Mitte 2012 geplant; insgesamt steigt damit die Zementkapazität des Werks um 1,2 Mio t. Auch der Bau des neuen Zementwerks Caspi Cement im Westen Kasachstans schreitet zügig voran. Das Werk mit einer Kapazität von 0,8 Mio t wird unsere landesweite Präsenz stärken und eine kostengünstigere Belieferung der öl- und gasreichen Region am Kaspischen Meer ermöglichen. Bereits 2013 wollen wir dort den ersten Zement herstellen. Aufgrund der vielversprechenden Wachstumsperspektiven in Indonesien setzt Indocement den Ausbau seiner Zementkapazität mit dem Bau einerweiteren Zementmahlanlage im WerkCiteureup fort. Die Inbetriebnahme der Mahlanlage mit einer Kapazität von 2 Mio t ist für 2013 vorgesehen. Auch in Zentralindien erweitern wir derzeit unsere Zementkapazitäten um 2,9 Mio t. Die Fertigstellung der neuen Anlagen in den Werken Damoh und Jhansi und die Aufnahme der Produktion sind für das zweite Quartal 2012 vorgesehen. HeidelbergCement wird dann in Indien über eine Gesamtkapazität von 6 Mio t verfügen. Ein weiterer Investitionsschwerpunkt liegt auf dem Ausbau unserer Zementaktivitäten in Afrika. Derzeit ist in Liberia eine neue Zementmühle mit einer Kapazität von 0,5 Mio t im Bau, deren Inbetriebnahme für das vierte Quartal 2012 vorgesehen ist. Auch in unserem Hauptmarkt Ghana erweitern wir die Zementproduktionskapazität durch die Errichtung einer neuen Zementmühle im Mahlwerk Tema; die Inbetriebnahme der Mühle mit einer Kapazität von 1 Mio t ist für das vierte Quartal 2012 geplant. In Togo planen wir den Neubau eines Klinkerwerks mit einer Kapazität von 1,5 Mio t; der Baubeginn ist im laufenden Jahr 2012 vorgesehen. Anfang 2014 soll in Burkina Faso ein neues Zementmahlwerk mit einer Kapazität von 650.000 t in der Nähe der Hauptstadt Ouagadougou in Betrieb gehen. In der Demokratischen Republik Kongo beabsichtigen wir, in den kommenden Jahren unsere Zementkapazität von derzeit über 500.000 t auf mehr als 1,4 Mio t zu erhöhen. In Tansania soll die Modernisierung und Ertüchtigung des Zementofens Nr. 3 die Klinkerkapazität unseres Werks Tanzania Portland Cement ab dem zweiten Quartal 2012 um 250.000 t erhöhen. Darüber hinaus prüfen wir die Optionen für Kapazitätserweiterungen in anderen afrikanischen Ländern. Erwartete FinanzierungHeidelbergCement verfügt über eine stabile, langfristige Finanzierungsstruktur und ein ausgewogenes Fälligkeitenprofil (siehe nachfolgende Grafik). Die im Januar 2012 fällig gewordene Euroanleihe über 1 Mrd € haben wir durch vorhandene Liquidität und Inanspruchnahme von Kreditlinien getilgt. Ferner werden wir die auslaufenden finanziellen Verbindlichkeiten im Jahr 2012 je nach Situation an den Kapitalmärkten durch vorhandene Liquidität, Emissionen am Kapitalmarkt oder durch Inanspruchnahme freier Kreditlinien refinanzieren. Die folgende Grafik zeigt das Fälligkeitenprofil von HeidelbergCement am 31. Dezember 2011: Fälligkeitenprofil zum 31. Dezember 20111) (Mio €)![]() Zum Jahresende 2011 verfügen wir über eine Liquiditätsreserve, bestehend aus liquiden Mitteln, Wertpapierbeständen und vertraglich zugesicherten Kreditlinien, von 4,7 Mrd € (siehe Kapitel Konzern-Finanzmanagement auf Seite 69). Ferner stehen uns Rahmenprogramme im Geld- und Kapitalmarkt zur Verfügung (Euro Commercial Paper Programm über 1 Mrd € und EMTN-Programm über 10 Mrd €), die die Emission entsprechender Papiere ohne größeren zeitlichen Vorlauf ermöglichen. Es ist unser Ziel, die Finanzrelationen in den kommenden Geschäftsjahren weiter zu verbessern, um die Voraussetzungen für weitere Anhebungen der Bonitätseinschätzung der Ratingagenturen zu schaffen. Insbesondere wollen wir die Relation von Nettoverschuldung zu operativem Ergebnis vor Abschreibungen auf ein Verhältnis von unter 2,8x absenken (31. Dezember 2011: 3,3x). Eine Bewertung im Investment Grade bleibt unser erklärtes Ziel, da günstige Refinanzierungsmöglichkeiten im Bank-, Geld- und Kapitalmarkt bei der Kapitalintensität unseres Geschäfts einen Wettbewerbsvorteil schaffen. Mitarbeiter und GesellschaftDie konsequente Ausdehnung unserer konzernweiten Kernprozesse im Personalbereich, wie beispielsweise Performance-Management, Zielvereinbarung, Mitarbeiterdialog oder individueller Entwicklungsplan, auf die mittlere und untere Führungsebene und auf die Nachwuchsführungskräfte bleibt ein Schwerpunkt in den kommenden Jahren. Bei unserem IT-Optimierungsprojekt "HR GLOBE" haben wir mit der Implementierungsphase begonnen. Bis April 2012 sollen die Prozesse Leistungsmanagement, Vergütung und Nachfolgeplanung für die oberen Führungskräfte weltweit komplett IT-gestützt durchgeführt werden. Das neue Management-Ausbildungsprogramm in Zusammenarbeit mit Duke Corporate Education bildet den Schwerpunkt unserer Trainingsmaßnahmen auf Konzernebene in den Jahren 2011 bis 2014. Unsere Nachwuchsförderprogramme, wie z.B. das Traineeprogramm für neue Mitarbeiter aus den GUS-Ländern, werden wir in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Das bestehende "Engineer in Training"-Programm haben wir um ein Anschlussprogramm ergänzt. Im Zuschlagstoffbereich wird der Aufbau der Aggregates Academy plangemäß fortgesetzt. In einem Zeitraum von vier bis fünf Jahren werden unsere Talente gezielt auf leitende Positionen im technischen Bereich im In- und Ausland vorbereitet. 2012 werden wir uns noch intensiver dem Thema Führungsverantwortung im Arbeits- und Gesundheitsschutz widmen und unsere Führungskräfte gezielt schulen. Die konsequente Umsetzung und Einhaltung der vorhandenen Sicherheitsstandards hat höchste Priorität und ist Voraussetzung für die Vermeidung von Unfällen. Da sich viele Transportunfälle außerhalb der Firmengelände ereignen, ist die Umsetzung unseres Konzernstandards "Sicheres Fahren" besonders wichtig. Dies gilt umso mehr, als die allgemeine Verkehrssicherheitslage in vielen Ländern, in denen wir tätig sind, schon für sich alleine eine große Herausforderung darstellt. Durch Schulungen und verstärkte Sensibilisierung sowohl der eigenen Fahrer als auch der von Fremdunternehmen wollen wir unseren Teil zur Reduzierung von Unfällen beitragen. Das Umfeld unserer Werke ist so unterschiedlich wie die Menschen, die dort tätig sind. Deshalb orientiert sich unser gesellschaftliches Engagement an deren Bedarf. Die freiwilligen Aktivitäten an den Standorten entsprechen unseren Corporate Citizenship Richtlinien. Alle Maßnahmen sollen positive Ergebnisse zum Wohl der Gesellschaft erzielen. Darüber hinaus wollen wir durch Transparenz, offene Kommunikation und Kooperation gegenseitiges Vertrauen und partnerschaftliche Zusammenarbeit fördern. Weil wir davon überzeugt sind, dass Unternehmen eine wichtige Rolle bei der Lösung gesellschaftlicher Aufgaben übernehmen, werden wir uns dafür auch in Zukunft engagieren. UmweltvorsorgeIn den kommenden beiden Jahren werden wir die Umsetzung unseres Nachhaltigkeitsprogramms 2020 weiter vorantreiben. Dabei konzentrieren wir uns vor allem auf die mittelfristigen Ziele, die wir bis 2012 erreichen wollen. Anschließend werden wir unsere Aktionspläne, mit denen wir die Ziele für 2020 erreichen wollen, überprüfen und gegebenenfalls überarbeiten. 2012 werden wir ein systematisches Umweltaudit-Programm für unsere Zement-, Beton- und Zuschlagstoffstandorte in allen Konzerngebieten entwickeln. Zusätzlich zur Ausdehnung der Biodiversitäts-Managementpläne auf weitere Standorte werden wir uns auf die Aufgaben in unserer Partnerschaft mit der Naturschutzorganisation BirdLife International konzentrieren. Wir streben für 2012 die Entwicklung einer gemeinsamen Biodiversitätsstrategie an und den Start erster gemeinsamer Projekte in unseren Steinbrüchen. Darüber hinaus verleihen wir 2012 zum ersten Mal den "Quarry Life Award". Für den Wettbewerb öffnen mehr als 60 unserer Abbaustätten in 18 Ländern ihre Tore für Studenten und Forscher, die dort ihre Biodiversitätsprojekte entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Ausweitung des Einsatzes von alternativen Brennstoffen. Im Mittelpunkt stehen bereits identifizierte Möglichkeiten zur Nutzung von Haushaltsabfällen, Klärschlamm und überwachungsbedürftigen Abfällen in Indonesien, China, der Türkei, Togo, Georgien, Schweden, Polen und Russland. Neue und modernisierte Anlagen in unseren Zementwerken in Europa, der Türkei, China, Nordamerika und Afrika ermöglichen uns die rückstandslose Verwertung von Biomasse und Landwirtschaftsabfällen in steigendem Umfang. Für die 2013 beginnende dritte Phase des Europäischen Emissionshandelssystems (EU ETS) setzen wir auch weiterhin auf die konsequente Reduktion der C02-Emissionen. Als Mitglied der Cement Sustainability Initiative (CSD werden wir uns an der Entwicklung eines globalen Zertifizierungssystems für nachhaltig produzierten Beton beteiligen. Forschung und TechnikFür die kommenden Jahre planen wir den weiteren Ausbau unserer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, um unsere Innovationskraft weiter zu erhöhen. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung von Zementsorten mit reduziertem Klinkeranteil und damit geringem C02-Ausstoß. Durch alternative Roh- und Brennstoffe, die dabei zum Einsatz kommen, entlasten wir die Umwelt. In Abhängigkeit von der künftigen Preisentwicklung für C02-Emissionszertifikate sind auch signifikante Kosteneinsparungen zu erwarten. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung hochwertiger Bindemittel und auf Betonanwendungen, um einen höheren Nutzen für unsere Kunden und einen Mehrwert für unser Unternehmen zu erzielen. Den erfolgreichen Technologietransfer werden wir künftig noch intensivieren, um die Innovationsgeschwindigkeit weiter zu erhöhen. Dabei planen wir für den Bereich Beton, den Ergebnisbeitrag von Spezialprodukten in den reifen Märkten im laufenden Geschäftsjahr um weitere 9 % zu steigern. Im Zementbereich werden wir das Programm "Operational Excellence", das 2010 gestartet wurde, weiter fortsetzen. Bis Ende 2013 werden wir durch Optimierung der Produktionsanlagen in all unseren Zementwerken Einsparpotenziale bei Strom- und Brennstoffkosten systematisch ermitteln und nutzen. Das Gleiche gilt auch für unser Projekt "CLIMB" im Zuschlagstoffbereich, das wir 2011 gestartet haben. Bis Ende 2013 wollen wir durch Prozessoptimierungen und Margensteigerungen eine nachhaltige Ergebnisverbesserung von 120 Mio € erreichen. BeschaffungWir werden auch im laufenden und nächsten Jahr die Effizienz der Beschaffung weiter steigern, indem wir die Standardisierung sowie Optimierung der Beschaffungsprozesse konsequent fortführen. Dazu gehört auch, die Bündelung von Warengruppen weiter voranzutreiben. Wir gehen für 2012 von unterschiedlichen Energiepreisentwicklungen in den für uns relevanten Energiemärkten aus. Während in Asien und Zentralasien, auch aufgrund der hohen Inflationsraten, weiterhin mit deutlichen Preissteigerungen zu rechnen ist, erwarten wir für Zentral- und Nordeuropa im Vergleich zu 2011 ein stabileres Preisniveau. Nordamerika bietet ein gemischtes Bild mit recht stabilen Strom- und Gaspreisen, jedoch steigenden Kohlepreisen aufgrund des im Jahr 2011 reduzierten Preisabstands zwischen lokaler US-Kohle und den internationalen Kohlemärkten. Insgesamt planen wir unsere eher kurzfristig orientierte Einkaufspolitik für Brennstoffe und Strom weitgehend beizubehalten. Einschätzungen für 2012 und 2013 durch die Unternehmensleitung - Risiken und ChancenNach der deutlichen Erholung im Jahr 2010 hat sich das Wachstum der Weltwirtschaft 2011 wieder verlangsamt. Die Bauindustrie in den reifen Märkten Nordamerikas und in den von der Schuldenkrise verschonten Ländern Europas profitierte 2011 von einer Belebung des privaten Wohnungsbaus und Wirtschaftsbaus und darüber hinaus noch von einem milden Winterwetter am Ende des Jahres. Gleichzeitig liefen die während der Krise begonnenen Infrastrukturprogramme im Jahr 2011 größtenteils aus und führen zeitverzögert in den betroffenen Ländern zu einem Rückgang im öffentlichen Bau, insbesondere im Jahr 2012. RisikenRisiken für die weitere Entwicklung bestehen in erster Linie darin, dass das weltweite Wirtschaftswachstum hinter den Erwartungen zurückbleibt oder es sogar zu einem Rückfall in eine erneute Rezession kommt (sogenanntes Double-Dip-Szenario). Eine derartige Entwicklung könnte zum Beispiel durch ein unkontrolliertes Auseinanderbrechen der Eurozone ausgelöst werden, durch eine verzögerte Erholung der US-Wirtschaft, die Überhitzung der chinesischen oder indischen Wirtschaft oder militärische Konflikte in rohstoffreichen Ländern. Die bereits getroffenen und möglichen künftigen Maßnahmen zum Schuldenabbau einzelner Staatshaushalte, zum Beispiel in den USA und Großbritannien, können zu Kürzungen bei Infrastrukturinvestitionen führen und sich negativ auf das Wirtschaftswachstum und damit auf die Nachfrage im Wirtschaftsbau sowie auf den Rückgang der Arbeitslosenzahlen und damit auf die Nachfrage im privaten Wohnungsbau auswirken. Insbesondere in den USA gibt es nach dem Platzen der Immobilienblase noch eine große Zahl relativ neuer Häuser in Zwangsvollstreckung, die vom Immobilienmarkt aufgenommen werden müssen. Das Überangebot an Häusern und Wohnungen drückt auf die Preise und senkt die Nachfrage nach neuem Wohnraum. Sollte dieser Überhang nur langsam oder verzögert abgebaut werden, besteht das Risiko einer schwächer als erwarteten Erholung im privaten Wohnungsbau. Die weiterhin sehr volatile Entwicklung der Strom- und Brennstoffpreise stellt ein Risiko für die Entwicklung der Ertragslage in den Jahren 2012 und 2013 dar. Sollten die Strom- und Brennstoffpreise zum Beispiel aufgrund regionaler Unruhen in den Ländern Nordafrikas oder des Nahen Ostens stärker als erwartet steigen oder HeidelbergCement nicht in der Lage sein, den Anstieg durch Preiserhöhungen und Effizienzsteigerung zu kompensieren, würden sich daraus Ergebnisbelastungen ergeben. Ein weiteres Risiko für Absatz, Umsatz und Ergebnis besteht in einem stärker als erwarteten Anstieg der Inflation, insbesondere in den Schwellenländern Asiens. Dadurch könnte das verfügbare Haushaltseinkommen und damit die Nachfrage im Bereich Wohnungsbau beeinträchtigt werden. Schwankungen der Wechselkurse von Fremdwährungen gegenüber dem Euro stellen sowohl Risiken als auch Chancen dar. So führt beispielsweise ein Wertzuwachs des US-Dollars gegenüber dem Euro einerseits zu einer Erhöhung von Umsatz und operativem Ergebnis; andererseits steigt auch der US-Dollar-basierte Anteil der Verschuldung nach Umrechnung in Euro. Chancen aus der Entwicklung der RahmenbedingungenIm Jahr 2012 könnten sich Chancen aus einem stärker als erwarteten Wachstum in den Wirtschaftsräumen Europas und Nordamerikas und einer dadurch ausgelösten Belebung des Wirtschafts- und privaten Wohnungsbaus ergeben. Der öffentliche Bau könnte als Folge höherer Steuereinnahmen ebenfalls profitieren. Mittel- und langfristig sehen wir insbesondere Chancen für den Anstieg der Nachfrage nach Baustoffen für den Wohnungs-, Wirtschafts- und öffentlichen Bau aufgrund steigender Bevölkerungszahlen, einer Zunahme des Wohlstands und des anhaltenden Trends der Urbanisierung, insbesondere in den Wachstumsmärkten der Schwellenländer. Unternehmensstrategische ChancenAuch während der Krise haben wir den Ausbau unserer Kapazitäten in attraktiven Wachstumsregionen gezielt und sehr diszipliniert fortgesetzt. So haben wir etwa unsere Zementkapazitäten in den Wachstumsmärkten Asiens, Afrikas und Osteuropas kontinuierlich erhöht. In Polen haben wir 2011 eine modernisierte Ofenlinie in Betrieb genommen und in Russland haben wir unsere Marktposition durch die Eröffnung des neuen Zementwerks TulaCement weiter ausgebaut. Mit der neuen Zementmühle in Bangladesh und der für Mai 2012 geplanten Erweiterung der Zementkapazitäten in Zentralindien eröffnen sich uns Chancen, von dem erwarteten Wachstum in diesen Regionen zu profitieren. Diese Wachstumsstrategie beabsichtigen wir auch in den kommenden Jahren fortzusetzen. Leistungswirtschaftliche ChancenDie konsequente und kontinuierliche Durchführung von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung in der Produktion und die damit verbundene Realisierung von Chancen ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Strategie. Im Rahmen des Anfang 2011 neu gestarteten Programms "FOX 2013" arbeiten wir unter anderem an Einsparungen beim Energieverbrauch in der Zementherstellung und an einer umfassenden Verbesserung unserer Margen im Bereich der Zuschlagstoffe. Darüber hinaus sehen wir Chancen für eine Verbesserung der Kostenstruktur durch den steigenden Einsatz von alternativen Brenn- und Rohstoffen, mit dem wir gleichzeitig unsere C02-Emissionen reduzieren. HeidelbergCement sieht sich mit seinem integrierten Produktportfolio, seinen starken Positionen in Wachstumsmärkten und seiner effizienten Kostenstruktur gut gerüstet, um auch bei einem sich verlangsamenden weltweiten Wirtschaftswachstum von den sich bietenden Chancen zu profitieren. Corporate GovernanceTeil des zusammengefassten Lageberichts des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AGErklärung zur UnternehmensführungEntsprechenserklärung gem. § 161 AktG Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werden Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen Compliance VergütungsberichtVorstandsvergütungssystem 2011 Höhe der Vorstandsvergütung 2011 Aufsichtsratsvergütung 2011 Organe der GesellschaftAufsichtsrat Ausschüsse des Aufsichtsrats Vorstand Erklärung zur Unternehmensführung1)Entsprechenserklärung gem. § 161 AktGAm 7. Februar 2012 hat der Vorstand und am 9. Februar 2012 hat der Aufsichtsrat beschlossen, die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 Abs. 1 AktG abzugeben: Vorstand und Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG erklären gemäß § 161 Abs. 1 AktG, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (im Folgenden Kodex) mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und entsprochen wird:
Die vorstehende Erklärung bezieht sich für den Berichtszeitraum seit dem 8./10. Februar 2011 (Abgabe der letzten Entsprechenserklärung) auf die am 2. Juli 2010 bekanntgemachte Kodexfassung vom 26. Mai 2010. Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werdenEin konzernweit geltender Verhaltenskodex fordert von allen Mitarbeitern die Beachtung der Grundregeln des geschäftlichen Anstands - unabhängig davon, ob diese ihren Niederschlag in gesetzlichen Vorschriften gefunden haben oder nicht. Gefordert werden insbesondere:
Der Verhaltenskodex, der auf unserer Internetseite www.heidelbergcement.com unter "Über uns/Corporate Governance/Verhaltenskodex" öffentlich zugänglich ist, ist Teil des umfassenden Compliance-Programms. Dessen Beachtung wird im Rahmen der darin enthaltenen Kontrollmechanismen überwacht. Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren AusschüssenEin duales Führungssystem ist HeidelbergCement als deutscher Aktiengesellschaft gesetzlich vorgegeben: Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung; die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Unternehmensleitung; der Vorstandsvorsitzende koordiniert die Arbeit der Vorstandsmitglieder. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, unmittelbar eingebunden; der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat. Geschäftsführung durch den VorstandBei der Leitung des Unternehmens ist der Vorstand an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Er hat für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirktauf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin (Compliance). Er sorgt für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen. Der Vorstand achtet bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen aufVielfalt(Diversity) und strebt dabei eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an; eine feste Frauenquote lehnt der Vorstand hingegen ab. Die von Vorstand und Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung für den Vorstand regelt in Verbindung mit dem vom Aufsichtsrat gebilligten Geschäftsverteilungsplan die Arbeit des Vorstands, insbesondere die Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderlichen Beschlussmehrheiten. Danach führt jedes Vorstandsmitglied sein Ressort selbstständig und in eigener Verantwortung, jedoch mit der Maßgabe, dass alle Angelegenheiten von näher definierter wesentlicher Bedeutung vom Gesamtvorstand zu entscheiden sind. Dies geschieht in den regelmäßig stattfindenden und vom Vorstandsvorsitzenden geleiteten Vorstandssitzungen auf der Grundlage vorbereiteter Sitzungsunterlagen. Die Sitzungsergebnisse werden in einem Protokoll festgehalten, das alle Vorstandsmitglieder erhalten. Vorstandsausschüsse bestehen nicht. Beratung und Überwachung durch den AufsichtsratAufgabe des Aufsichtsrats ist es, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig zu beraten und zu überwachen. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen hat der Vorstand ihn einzubinden. Die vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat regelt dessen Organisation und Arbeit, insbesondere die erforderlichen Beschlussmehrheiten, die seiner Zustimmung bedürfenden Rechtsgeschäfte und Maßnahmen, die Regelaltersgrenze für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie die Aufgaben der eingerichteten Ausschüsse. Der Aufsichtsrat tritt wenigstens zweimal im Halbjahr zu Sitzungen zusammen, in denen er - in der Regel auf der Grundlage vom Vorstand erstatteter Berichte und zur Sitzungsvorbereitung vorab erhaltener Unterlagen - die anstehenden Themen erörtert und die erforderlichen Beschlüsse fasst. Bei Bedarf finden zusätzliche Sitzungen statt. Über die Sitzungen wird ein Protokoll erstellt, das alle Aufsichtsratsmitglieder erhalten. Dem Aufsichtsrat gehören eine nach seiner Ansicht ausreichende Zahl an unabhängigen Mitgliedern und mindestens ein unabhängiges Mitglied an, das über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt. Der Aufsichtsrat hat satzungsgemäß insgesamt vier Ausschüsse gebildet, deren Aufgaben und Arbeitsweise nachfolgend beschrieben werden. Über die Ergebnisse der Ausschusstätigkeit wird in der jeweils nachfolgenden Aufsichtsratssitzung dem Plenum berichtet. Dem Personalausschuss obliegt die Vorbereitung für die Entscheidung des Aufsichtsrats über die Bestellung von Vorstandsmitgliedern, für die Wahl des Vorstandsvorsitzenden und die Festlegung der Vergütungsstruktur des Vorstands sowie die Bezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder. Ferner obliegt ihm die Entscheidung über die Ausgestaltung der nicht vergütungsbezogenen rechtlichen Beziehungen zwischen der Gesellschaft und den Vorstandsmitgliedern. Dem Personalausschuss gehören die Herren Fritz-Jürgen Heckmann, Josef Heumann, Hans Georg Kraut, Ludwig Merckle, Tobias Merckle und Heinz Schmitt an; Vorsitzender ist Herr Ludwig Merckle. Dem Prüfungsausschuss obliegt die Vorbereitung der Entscheidung des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses. Ihm obliegt außerdem die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems, des Compliance-Programms und der Abschlussprüfung. Ferner obliegen ihm die Vorbereitung des Vorschlags des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung für die Bestellung des Abschlussprüfers, die Erteilung des Prüfungsauftrags, die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte, der Abschluss der Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer, die Einholung der Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers und die Entscheidung über Maßnahmen wegen während der Prüfung auftretender Gründe für einen möglichen Ausschluss oder eine Befangenheit des Abschlussprüfers. Darüber hinaus erörtert der Prüfungsausschuss mit dem Vorstand Halbjahres- und Quartalsberichte vor deren Veröffentlichung. Über die Sitzungen wird ein Protokoll erstellt, das alle Ausschussmitglieder erhalten. Dem Prüfungsausschuss gehört neben dem Vorsitzenden mindestens ein unabhängiges Mitglied an, das über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt. Dem Prüfungsausschuss gehören die Herren Robert Feiger, Fritz-Jürgen Heckmann, Max Dietrich Kley, Ludwig Merckle, Heinz Schmitt und Werner Schraeder an; Vorsitzender ist Herr Ludwig Merckle. Dem Nominierungsausschuss obliegt es, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen. Ihm gehören als Vertreter der Anteilseigner die Herren Fritz-Jürgen Heckmann, Ludwig Merckle und Tobias Merckle an; Vorsitzender ist Herr Fritz-Jürgen Heckmann. Dem Vermittlungsausschuss gem. §§ 27 Abs. 3,31 Abs. 3 des Mitbestimmungsgesetzes obliegt es, dem Aufsichtsrat einen Vorschlag für die Bestellung von Vorstandsmitgliedern zu machen, wenn die dazu notwendige Zweidrittelmehrheit zunächst nicht zustande gekommen ist. Ihm gehören die Herren Fritz-Jürgen Heckmann, Hans Georg Kraut, Tobias Merckle und Heinz Schmitt an; Vorsitzender ist Herr Fritz-Jürgen Heckmann. Vielfalt (Diversity)Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 10. Februar 2011 beschlossen, bei seiner Zusammensetzung die in Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) erwähnten Grundsätze zu unterstützen und die Vielfalt (Diversity) bei der Auswahl der zur Verfügung stehenden Kandidaten zu berücksichtigen. In Abweichung von Ziffer 5.4.1 des Kodex lehnt er jedoch die Festsetzung konkreter Ziele in Form von Quoten oder absoluten Zahlen ab, da er die Qualifikation eines Aufsichtsratsmitglieds und eines Kandidaten als das entscheidende Kriterium für seine Zusammensetzung bzw. die Übernahme eines Aufsichtsratsmandats ansieht. Diesen Grundsatzbeschluss hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 24. November 2011 bestätigt. In der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat ist eine Regelaltersgrenze von 65 Jahren für die Mitglieder des Vorstands und von 75 Jahren für die Mitglieder des Aufsichtsrats verankert. Zusammenarbeit von Vorstand und AufsichtsratVorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Dazu stimmt der Vorstand die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung. Für näher definierte Geschäfte von wesentlicher Bedeutung hat der Aufsichtsrat in der Geschäftsordnung des Vorstands Zustimmungsvorbehalte festgelegt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Er geht auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von aufgestellten Plänen und Zielen unter Angabe von Gründen ein. Der Aufsichtsrat hat die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands in der Geschäftsordnung des Vorstands näher festgelegt. Entscheidungsnotwendige Unterlagen, insbesondere der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der Prüfungsbericht, werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Sitzung zugeleitet. Anteilsbesitz von Vorstands- und AufsichtsratsmitgliedernDer direkte oder indirekte Besitz von Aktien oder von sich auf Aktien beziehenden Derivaten von Vorstandsmitgliedern hat in keinem Einzelfall und auch nicht in Summe den Schwellenwert von 1 % der ausgegebenen Aktien überschritten. Das Aufsichtsratsmitglied Ludwig Merckle hält nach den vorliegenden Meldungen indirekt 25,11 % der ausgegebenen Aktien. Hinsichtlich der weiteren Aufsichtsratsmitglieder hat der Besitz von Aktien oder von sich auf Aktien beziehenden Derivaten nach den vorliegenden Meldungen in keinem Einzelfall und auch nicht in Summe den Schwellenwert von 1 % der ausgegebenen Aktien überschritten. Beziehungen zu den AktionärenDie Aktionäre nehmen im Rahmen der gesetzlichen oder satzungsmäßig vorgesehenen Möglichkeiten ihre Rechte vor oder während der Hauptversammlung wahr und üben dabei ihr Stimmrecht aus. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme (One-Share-One-Vote-Prinzip). Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet in der Regel in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahrs statt. Alle für die Wahrnehmung der Aktionärsrechte wichtigen Unterlagen sowie die Beschlussgegenstände und -unterlagen stehen den Aktionären rechtzeitig auf unserer Internetseite zur Verfügung. In der Bekanntmachung der Tagesordnung für die Hauptversammlung sowie auf unserer Internetseite werden den Aktionären die zur Wahrnehmung ihrer Rechte, insbesondere ihrer Stimmrechte auf der Hauptversammlung, auch im Wege der Bevollmächtigung, erforderlichen Informationen gegeben. Der Bericht des Vorstandsvorsitzenden an die Hauptversammlung wird zeitgleich in das Internet eingestellt. Nach dem Ende der Hauptversammlung werden die Präsenz sowie die Abstimmungsergebnisse zu den einzelnen Tagesordnungspunkten auf unsere Internetseite veröffentlicht. Im Rahmen unserer Investor-Relations-Arbeit informieren wir Aktionäre und andere Investoren umfassend und regelmäßig quartalsweise über die Geschäftsentwicklung sowie über die Finanz- und Ertragslage, aber auch über Mitteilungen nach dem Wertpapierhandelsgesetz, Analystenpräsentationen, Pressemitteilungen und den jährlichen Finanzkalender. Einzelheiten zu unserer Investor-Relations-Arbeit sind auf Seite 34 dargestellt. ComplianceDas in den konzernweiten Management- und Überwachungsstrukturen fest verankerte Compliance-Programm hat einen hohen Stellenwert in der Führungskultur von HeidelbergCement. Es umfasst die gesamte Compliance-Organisation im Konzern, die Aufstellung von Richtlinien und die Überprüfung ihrer Einhaltung. Die Compliance-Organisation untersteht dem Vorstandsvorsitzenden, an den der Director Group Compliance direkt berichtet. Jedes Land hat einen eigenen Compliance-Beauftragten, aber die Verantwortung für rechts- und regelkonformes Verhalten der Mitarbeiter liegt bei allen Führungskräften und natürlich den Mitarbeitern selbst. Moderne Techniken und Medien, wie elektronische Lernplattformen und Lernprogramme, sowie internet- und telefonbasierte Meldesysteme unterstützen die Compliance-Beauftragten. Diese Instrumentewerden im Zuge einer fortlaufenden Überprüfung des gesamten Compliance-Programms kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt. Die Überwachung der konzernweiten Umsetzung des Compliance-Programms geschieht durch Regel- und Sonderprüfungen der internen Revision sowie durch spezielle halbjährliche Compliance-Berichte des Director Group Compliance an den Vorstand und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Dieser überwacht im Rahmen seiner Aufgabenzuweisung die Wirksamkeit des Compliance-Programms und überprüft dabei insbesondere, ob es den gesetzlichen Anforderungen und anerkannten "best practices" genügt. Wichtige inhaltliche Schwerpunkte der vorsorgenden Tätigkeit der Compliance-Beauftragten lagen 2011 auf der Einhaltung der Bestimmungen des Wettbewerbsrechts, des Insiderhandelsverbots und der Antikorruptionsregeln. Dies wurde auch durch verstärkte Trainingsmaßnahmen in diesen Bereichen unterstützt. Insbesondere vor dem Hintergrund der Bestimmungen des am 1. Juli 2011 in Kraft getretenen UK Bribery Act wird künftig das Compliance-Managementsystem um weitere Instrumente ergänzt werden, um sicherzustellen, dass Korruptionsdelikte wirksam verhindert werden. Neben diesen Schwerpunkten stehen unverändert das Arbeitssicherheits- und Umweltrecht im Fokus. Hier spiegeln sich die Merkmale und Besonderheiten einer in der Regel lokal tätigen, rohstoffgewinnenden Schwerindustrie wider, die homogene Massengüter herstellt und vertreibt. Besondere Anstrengungen gelten außerdem der Einhaltung der Kapitalmarkt- und Datenschutzvorschriften sowie der Regeln zum diskriminierungsfreien Umgang mit Mitarbeitern. Vergütungsbericht1)Der Vergütungsbericht besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil werden das Vorstandsvergütungssystem dargestellt und die auf das Geschäftsjahr 2011 entfallene Vergütung der Mitglieder des Vorstands. Im zweiten Teil wird die für das Geschäftsjahr 2011 gezahlte Aufsichtsratsvergütung dargestellt. Vorstandsvergütungssystem 2011Vor dem Hintergrund des am 5. August 2009 in Kraft getretenen Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung hat der Aufsichtsrat ein neues Vorstandsvergütungssystem beschlossen, das für das Geschäftsjahr 2011 zum ersten Mal zur Anwendung kam. Das neue System wurde gemäß § 120 Abs. 4 AktG am 5. Mai 2011 durch die Hauptversammlung mit einer Mehrheit von 96 % der abgegebenen Stimmen gebilligt. GrundsätzeDie Systematik und die Höhe der Vorstandsvergütung werden auf Vorschlag des Personalausschusses durch den Aufsichtsrat festgelegt. Diese Festlegung orientiert sich an der Größe und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage, seinen Zukunftsaussichten, der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen sowie der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Zusätzlich werden die Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds und des Gesamtvorstands berücksichtigt. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiche Arbeit in einer Unternehmenskultur mit eindeutiger Leistungs- und Ergebnisorientierung bietet. VergütungsbestandteileDas seit 1. Januar 2011 geltende Vergütungssystem besteht aus einem festen Jahresgehalt, einem variablen Jahresbonus sowie einem variablen Langfristbonus. Im Vergleich zu dem bis 2010 gültigen Vergütungssystem wurde das neue System noch stärker auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Dieser Anspruch wurde erreicht durch die:
Die Bezüge des Vorstands setzen sich zusammen aus:
Die folgende Grafik zeigt das Verhältnis von fixen zu variablen Vergütungsbestandteilen in der Zielvergütung (ohne Nebenleistungen und Pensionszusagen) sowie die Höhe der einzelnen variablen Anteile bei einer 100 %-Zielerreichung im Vergleich zum festen Jahresgehalt. Verhältnis der Vergütungsbestandteile bei 100 %-Zielerreichung![]() 1. Festes JahresgehaltDas feste Jahresgehalt ist eine fixe, auf das Geschäftsjahr bezogene Barvergütung, die sich am Verantwortungsbereich des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientiert und in zwölf Monatsraten ausgezahlt wird. Sie beträgt etwa 38 % der Zielvergütung bei 100 %-Zielerreichung. 2. JahresbonusDer Jahresbonus ist ein variabler Vergütungsbestandteil, der sich auf ein Geschäftsjahr bezieht und bei einer 100 %-Zielerreichung 70 % des festen Jahresgehalts beträgt. Er beträgt etwa 27 % der Zielvergütung. Wie bisher wird als Leistungskennzahl der Anteil der Gruppe am Jahresüberschuss, bereinigt um Sondereffekte, verwendet. Zusätzlich werden individuelle Ziele mit dem Vorstandsvorsitzenden und den Vorstandsmitgliedern vereinbart. Der Aufsichtsrat entscheidet zu Beginn des Geschäftsjahrs über die Erfolgsziele und stellt nach Ablauf des Geschäftsjahrs den Grad der Zielerreichung fest.
Im Folgenden ist eine Beispielrechnung für die Ermittlung des Jahresbonus bei einem festen Jahresgehalt von 700.000 € wiedergegeben. scroll
1)
Die verwendeten Zielerreichungsgrade sind
fiktiv und dienen nur der Veranschaulichung. 3. LangfristbonusDer Langfristbonus ist ein langfristig orientierter variabler Vergütungsbestandteil, der in jährlichen Tranchen, beginnend im Jahr 2011, begeben wird. Er beträgt 90 % vom festen Jahresgehalt bei einer 100 %-Zielerreichung. Der Langfristbonus beträgt etwa 35 % der Zielvergütung. Er besteht aus zwei gleichgewichteten Komponenten. Die erste Komponente, die sogenannte Management-Komponente mit einer Laufzeit von drei Jahren, berücksichtigt die interne Wertschöpfung, gemessen am Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und Return on Invested Capital (ROIC), und ist in Form eines Bonus mit Barauszahlung gestaltet. Die Auszahlung erfolgt nach der Hauptversammlung im Jahr nach der dreijährigen Performance-Periode. Die zweite Komponente, die sogenannte Kapitalmarkt-Komponente mit einer Laufzeit von vier Jahren, berücksichtigt die externe Wertschöpfung, gemessen als Total Shareholder Return (TSR) - angepasst um die reinvestierten Dividendenzahlungen und unter Bereinigung von Kapitalveränderungen - im Vergleich zu relevanten Kapitalmarktindizes, unter Verwendung von Performance Share Units (PSUs). Bei den PSUs handelt es sich um virtuelle Aktien, die der Berechnung der Kapitalmarkt-Komponente dienen. Zu Beginn jeder Tranche werden vom Aufsichtsrat Erfolgsziele für beide Komponenten auf Basis verschiedener Leistungskennzahlen festgelegt, deren Erreichung Einfluss auf die Höhe des Langfristbonus hat. Nach Ablauf der jeweiligen Performance-Periode wird der Grad der Zielerreichung vom Aufsichtsrat festgestellt. Die Zielsetzung für die Management-Komponente orientiert sich an dem für die Gesellschaft maßgeblichen dreijährigen operativen Plan, den der Vorstand dem Aufsichtsrat vorgestellt hat. Die aktienbasierte Kapitalmarkt-Komponente wird in Anlehnung an § 193 Abs. 2 Nr. 4 AktG über einen Zeitraum von vier Jahren gemessen. Für die Kapitalmarkt-Komponente wird in einem ersten Schritt die Anzahl der zunächst gewährten Performance Share Units (PSUs) ermittelt: Die Stückzahl der PSUs errechnet sich aus 45 % des festen Jahresgehalts geteilt durch den Referenzkurs1) der HeidelbergCement-Aktie zum Begebungszeitpunkt. Nach Ablauf der vierjährigen Performance-Periode werden die endgültig erdienten PSUs in einem zweiten Schritt entsprechend der Zielerreichung ermittelt und zum dann geltenden Referenzkurs der HeidelbergCement-Aktie - angepasst um die reinvestierten Dividendenzahlungen und unter Bereinigung von Kapitalveränderungen - in bar ausgezahlt.
Auszahlungssystematik des LangfristbonusIn der folgenden Grafik ist die Auszahlungssystematik des Langfristbonus dargestellt. ![]() Die Auszahlung der Management-Komponente des Langfristbonusplans 2011-2013/14 erfolgt nach der Hauptversammlung 2014, d.h. im Jahr nach der dreijährigen Performance-Periode. Die Auszahlung der Kapitalmarkt-Komponente des Langfristbonusplans 2011-2013/14 erfolgt nach der Hauptversammlung 2015, d.h. im Jahr nach der vierjährigen Performance-Periode. Im Jahr 2015 wird nach der Hauptversammlung ebenfalls die Management-Komponente des zweiten Langfristbonusplans 2012-2014/15 ausgezahlt. Während der Implementierungsphase ist ein Auszahlungsmechanismus mit Bonus-Malus-Systematik Bestandteil des Langfristbonusplans. Demnach kommt für die ersten drei Jahre jährlich jeweils ein Drittel des Zielwerts des Langfristbonusplans 2011-2013/14 nach der Hauptversammlung im jeweils folgenden Jahr zur Auszahlung. Diese Beträge müssen an das Unternehmen zurückerstattet oder mitzukünftigen Zahlungen variabler Vergütungsbestandteile verrechnet werden, sofern der Zielwert nicht erreicht wird. Nachstehend ist eine Beispielrechnung für die Ermittlung des Langfristbonus bei einem festen Jahresgehalt von 700.000 € wiedergegeben. scroll
4. NebenleistungenDie steuerpflichtigen Nebenleistungen der Vorstandsmitglieder bestehen aus der Zurverfügungstellung von Dienstwagen, Fahr- und Sekretariatsdienstleistungen, Mobilfunk- und Kommunikationsmitteln sowie aus Aufwandsentschädigungen, Versicherungsleistungen und entsendungsbedingten geldwerten Vorteilen. 5. PensionszusagenDas zum 1. Januar 2011 eingeführte Vergütungssystem hat keine Auswirkungen auf bestehende Pensionszusagen. Die Pensionsverträge der deutschen Mitglieder des Vorstands beinhalten die Zusage auf ein jährliches Ruhegehalt, das sich als Prozentsatz des pensionsfähigen Einkommens bemisst. Der Prozentsatz ist abhängig von der Dauer der Vorstandstätigkeit. Er beträgt nach fünf Jahren Vorstandstätigkeit mindestens 40 % des pensionsfähigen Einkommens und kann auf maximal 65 % des pensionsfähigen Einkommens steigen. Für den Vorstandsvorsitzenden beträgt der Prozentsatz 4 % des pensionsfähigen Einkommens je angefangenem Dienstjahr, höchstens jedoch 60 %. Das pensionsfähige Einkommen entspricht einem vertraglich vereinbarten Anteil am festen Jahresgehalt des Vorstandsmitglieds. Bei Vertragsbeendigung anläßlich des Eintritts des Versorgungsfalls wird für die Dauer von sechs Monaten ein Übergangsgeld in Höhe der monatlichen Gehaltsteilbeträge auf Basis des festen Jahresgehalts gezahlt. Die Ruhegehaltszahlung erfolgt monatlich entweder:
Die Pensionsverträge beinhalten eine Hinterbliebenenversorgung. Verstirbt ein Vorstandsmitglied während der Dauer seines Anstellungsvertrags oder nach Eintritt des Versorgungsfalls, erhalten seine Witwe sowie seine unterhaltsberechtigten Kinder Witwen- bzw. Waisengeld. Das Witwengeld beträgt 60 % des Ruhegehalts des Verstorbenen. Das Waisengeld beträgt 10 % des Ruhegehalts des Verstorbenen, solange gleichzeitig Witwengeld gezahlt wird. Sofern gleichzeitig kein Witwengeld gezahlt wird, beträgt das Waisengeld 20 % des Ruhegehalts des Verstorbenen. Die Pensionsregelung von Herrn Daniel Gauthier richtet sich nach dem Pensionsplan der Cimenteries CBR S.A., einem 100 %igen Tochterunternehmen der HeidelbergCement AG mit Sitz in Brüssel, Belgien. Die Versorgungszusage ist hinsichtlich der Höhe vergleichbar mit der Pensionsregelung für die deutschen Mitglieder des Vorstands und beinhaltet ebenfalls eine Hinterbliebenenversorgung. Anpassung der BezügeDer Aufsichtsrat hat die Möglichkeit zur diskretionären Anpassung (Ermessensspielraum) um ±25 % des Zielwerts der variablen Vergütungsbestandteile, um die persönliche Leistung des einzelnen Vorstandsmitglieds und/oder außergewöhnliche Umstände zu berücksichtigen. Unberührt bleiben das Recht und die Pflicht des Aufsichtsrats, gemäß § 87 Abs. 2 AktG die Vorstandsbezüge auf eine angemessene Höhe herabzusetzen, wenn sich die Lage der Gesellschaft nach der Festsetzung so verschlechtert, dass die unveränderte Weitergewährung der Vorstandsbezüge unbillig für die Gesellschaft wäre. Eigeninvestment (Share Ownership)Zur Unterstützung der nachhaltigen Unternehmensentwicklung hat der Aufsichtsrat Vorgaben für den Aktienbesitz der Vorstandsmitglieder beschlossen. Vorstandsmitglieder müssen einen Teil ihres Privatvermögens für den Erwerb einer festgesetzten Anzahl von HeidelbergCement-Aktien einsetzen und diese Aktien während ihrer Zugehörigkeit zum Vorstand halten. Die Zahl der zu haltenden Aktien ist für den Vorstandsvorsitzenden auf 30.000 Stück HeidelbergCement-Aktien und für die anderen Vorstandsmitglieder auf je 10.000 Stück HeidelbergCement-Aktien festgelegt. Zur Erfüllung der Vorgaben ist die Hälfte der Auszahlungsbeträge aus dem Langfristbonus zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft zu verwenden, bis das vollständige Eigeninvestment erbracht ist. Der Aufbau des Eigeninvestments kann dadurch mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Ab der erstmaligen Auszahlung aus dem Langfristbonusplan wird über das Eigeninvestment jedes Vorstandsmitglieds berichtet. Auf das Eigeninvestment werden bereits gehaltene Aktien der Gesellschaft angerechnet. D&O-VersicherungDie Mitglieder des Vorstands sind in die bestehende Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) der Gesellschaft einbezogen. Der vereinbarte Selbstbehalt entspricht dem Mindestselbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG in der jeweils gültigen Fassung. Regelungen bei Neuabschlüssen und Verlängerungen von VorstandsverträgenDie nachfolgenden Regelungen zum Abfindungs-Cap und die Change-of-Control-Klausel finden seit dem 1. Januar 2011 Anwendung bei Neuabschlüssen oder Verlängerungen von Vorstandsverträgen. Diese Regelungen traten für Daniel Gauthier und Andreas Kern 2011 in Kraft; für Dr. Dominik von Achten und Dr. Albert Scheuer werden sie 2012 in Kraft treten. Abfindungs-CapGemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex wird bei Neuabschluss von Vorstandsverträgen und bei der Verlängerung bestehender Vorstandsverträge darauf geachtet, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags vergüten. Die Berechnung des Abfindungs-Caps erfolgt auf Höhe der Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahrs und gegebenenfalls auch auf Höhe der voraussichtlichen Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr. Change-of-Control-KlauselGemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex wird bei Neuabschluss von Vorstandsverträgen und bei der Verlängerung bestehender Vorstandsverträge darauf geachtet, dass eine Zusage für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels 150 % des Abfindungs-Caps nicht übersteigt. Für das Jahr 2012 ist keine Änderung der Vergütungssystematik geplant. Höhe der Vorstandsvergütung 2011Höhe der fixen und variablen VergütungMit der Einführung des neuen Vergütungssystems wird die Vergütung jedes Vorstandsmitglieds individuell ausgewiesen. Die Festvergütung des Vorstands veränderte sich gegenüber dem Vorjahr auf 4,8 (i.V.: 4,3) Mio €. Dagegen reduzierte sich die Summe der variablen Vergütungsbestandteile, die 2011 nur aus einer Jahrestantieme mit Einjahresbezug bestanden, auf 4,5 (i.V.: 8,1) Mio €. Die auf das Geschäftsjahr 2011 entfallene Vergütung der Mitglieder des Vorstands ist in der nachstehenden Tabelle dargestellt. Auf das Geschäftsjahr 2011 entfallene Vorstandsvergütungscroll
Die Hauptversammlung 2006 hat gemäß § 286 Abs. 5, § 314 Abs. 2 Satz 2 HGB von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, von der Verpflichtung zur Veröffentlichung der Vergütung jedes einzelnen Vorstandsmitglieds im Jahres- und Konzernabschluss abzusehen. Dieser Beschluss der Hauptversammlung aus dem Jahr 2006 galt noch für das Geschäftsjahr 2010, sodass in der oben dargestellten Tabelle keine individualisierten Vorjahresbezüge ausgewiesen werden. Langfristbonusplan 2011-2013/14Die Vorstandsmitglieder nehmen an dem, erstmalig im Jahr 2011 aufgelegten, Langfristbonusplan 2011-2013/14 teil. Die Zielwerte für den Plan liegen für Dr. Bernd Scheitele bei 1.188.000 € und für die weiteren Vorstandsmitglieder bei je 630.000 €. Der Plan besteht aus zwei gleichgewichteten Komponenten: der Management-Komponente und der Kapitalmarkt-Komponente. Der Zielwert jeder Komponente beträgt für Dr. Bernd Scheitele 594.000 € und für die weiteren Vorstandsmitglieder je 315.000 €. Der Referenzkurs für die Kapitalmarkt-Komponente beträgt 41,30 €. Dem entsprechen 14.383 Performance Share Units (PSUs) für Dr. Bernd Scheitele und je 7.627 PSUs für die weiteren Vorstandsmitglieder. Gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 4 HGB ist für die Kapitalmarkt-Komponente der Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung anzugeben. Er beträgt für Dr. Bernd Scheitele 457.000 € und für die weiteren Vorstandsmitglieder jeweils 243.000 €. Der beizulegende Zeitwert wurde nach einem anerkannten finanzmathematischen Verfahren (Monte-Carlo-Simulation) ermittelt. Auszahlungen aus dem Langristbonusplan 2011-2013/14 erfolgten im Geschäftsjahr 2011 nicht. Die nachstehende Tabelle zeigt den Langfristbonusplan 2011-2013/14. scroll
Höhe der Nebenleistungen (auf 1,000 € gerundet)Die steuerpflichtigen Nebenleistungen betrugen 1,4 (i.V.: 1,2) Mio €. Für Mandate und Ämter bei konzernangehörigen Gesellschaften hat Dr. Bernd Scheifele 268.000 €, Daniel Gauthier 162.000 €, Andreas Kern 269.000 € und Dr. Lorenz Näger 279.000 € erhalten. Diese Leistungen werden in voller Höhe auf die Gesamtvergütung angerechnet. Außerdem erhalten Dr. Bernd Scheifele sowie Dr. Lorenz Näger für die Wahrnehmung von Aufsichtsratsmandaten innerhalb des Heidelberg-Cement Konzerns und Dr. Dominik von Achten für seine Tätigkeit als Vorstand für das Konzerngebiet Nordamerika jeweils eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 50.000 €. Weiterhin beziehen sich die Nebenleistungen auf die Versteuerung geldwerter Vorteile, die bei Dr. Bernd Scheifele 19.000 €, bei Dr. Dominik von Achten 129.000 €, bei Daniel Gauthier 2.000 €, bei Andreas Kern 25.000 €, bei Dr. Lorenz Näger 15.000 € und bei Dr. Albert Scheuer 47.000 € betragen. Höhe der GesamtvergütungDie Gesamtvergütung des Vorstands belief sich im Jahr 2011 auf 11,4 (i.V.: 13,6) Mio €. Außerdem ist gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 3 HGB ein Betrag in Höhe von 0,7 Mio € anzugeben, der auf die nachträgliche Anpassung des Jahresbonus 2010 durch den Aufsichtsrat zurückzuführen ist. Dieser Ausgleich über die Ermessensregelung wurde aufgrund der entstandenen Lücke durch den Wegfall des Mittelfristbonus, der für den Zeitraum 2008 bis 2009 letztmalig gewährt wurde, vorgenommen. Pensionszusagen2011 wurden für die Mitglieder des Vorstands 1,8 (i.V.: 1,3) Mio € den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen (laufender Dienstzeitaufwand) zugeführt. Der Barwert der Pensionsansprüche betrug 19,9 (i.V.: 17,4) Mio €. Die Werte sind in der folgenden Tabelle dargestellt. scroll
An frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene wurden 2011 3,0 (i.V.: 3,0) Mio € gezahlt. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern beliefen sich auf 27,8 (i.V.: 28,1) Mio €. Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung im Jahr 2006 werden in der obenstehenden Tabelle keine individualisierten Vorjahreswerte ausgewiesen. Darlehen an VorstandsmitgliederIm Jahr 2011 wurden weder Kredite noch Vorschüsse an Vorstandsmitglieder der Heidelberg-Cement AG gewährt. Aufsichtsratsvergütung 2011Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wurde von der Hauptversammlung 2010 neu festgesetzt und ist in § 12 der Satzung der HeidelbergCement AG geregelt, die auf unserer Internetseite www.heidelbergcement.com unter "Über uns/Corporate Governance/Satzung" veröffentlicht ist. Die Vergütung besteht aus Festbeträgen und Sitzungsgeldern. Jedes Mitglied erhält einen Festbetrag in Höhe von 40.000 €, der Vorsitzende erhält das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten zusätzlich eine feste Vergütung von 15.000 € und die des Personalausschusses von 7.500 €. Der Ausschussvorsitzende erhält jeweils das Doppelte. Darüber hinaus wird für jede persönliche Teilnahmean einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld von 1.500 € gezahlt. Zusätzlich zu den Festbeträgen erhalten die Aufsichtsratsmitglieder eine variable Vergütung, die für jedes Mitglied 58 € je 0,01 € Ergebnis je Aktie, das über den Sockelbetrag von 2,50 € Ergebnis je Aktie hinausgeht, beträgt. Maßgebend ist das entsprechend den International Financial Reporting Standards berechnete und im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr, für das die Vergütung gezahlt wird, ausgewiesene Ergebnis je Aktie. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Zweieinhalbfache dieses Betrags, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache. Die so berechnete variable Vergütung ist auf die Höhe der festen Vergütung begrenzt. Die allen Aufsichtsratsmitgliedern gewährte variable Vergütung darf insgesamt den Bilanzgewinn der Gesellschaft, vermindert um 4 % der auf den geringsten Ausgabebetrag der Aktien geleisteten Einlagen, nicht übersteigen. Im Geschäftsjahr 2011 wurde keine variable Vergütung ausgezahlt. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats (ohne Umsatzsteuer) beläuft sich für das Geschäftsjahr 2011 auf 803.000 (i.V.: 815.432) €. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat führen einen nennenswerten Teil ihrer Aufsichtsratsvergütung an das Erholungswerk der Belegschaft der HeidelbergCement AG sowie - mit Ausnahme des Vertreters der leitenden Angestellten - an die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung ab. Die für das Geschäftsjahr 2011 gezahlten Aufsichtsratsvergütungen gliedern sich individualisiert wie folgt auf: Für das Geschäftsjahr 2011 gezahlte Aufsichtsratsvergütungenscroll
Organe der GesellschaftAufsichtsratDer Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG besteht satzungsgemäß aus zwölf Mitgliedern. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden je zur Hälfte von der Hauptversammlung nach den Bestimmungen des Aktiengesetzes und von den Arbeitnehmern nach den Bestimmungen des Mitbestimmungsgesetzes gewählt. Die Amtszeit des Aufsichtsrats begann mit Ablauf der Hauptversammlung vom 7. Mai 2009 und endet turnusgemäß mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2014. Fritz-Jürgen HeckmannVorsitzender des Aufsichtsrats Stuttgart; Wirtschaftsjurist Mitglied seit 8. Mai 2003, Vorsitzender seit 1. Februar 2005; Vorsitzender des Vermittlungs- und des Nominierungsausschusses sowie Mitglied des Personal- und des Prüfungsausschusses Andere Mandate: a) Paul Hartmann AG (Vorsitzender), Wieland-Werke AG (Vorsitzender) b) HERMA Holding GmbH + Co. KG (stellv. Vorsitzender) Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG Süddeutsche Verlag GmbH (stellv. Vorsitzender) Südwestdeutsche Medien Holding GmbH (stellv. Vorsitzender) URACA GmbH & Co. KG (stellv. Vorsitzender) Heinz SchmittStelIvertretender Vorsitzender Heidelberg; Controller; Vorsitzender des Betriebsrats in der Hauptverwaltung, HeidelbergCement AG Mitglied seit 6. Mai 2004, stellvertretender Vorsitzender seit 7. Mai 2009; Mitglied des Prüfungs-, des Vermittlungs- und des Personalausschusses Robert FeigerFrankfurt; stellvertretender Bundesvorsitzender der IG Bauen-Agrar-Umwelt Mitglied seit 2. Januar 2008; Mitglied des Prüfungsausschusses Andere Mandate: a) BAUER Aktiengesellschaft (stellv. Vorsitzender) b) Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG Zusatzversorgungskasse des Gerüstbaugewerbes VVaG Josef HeumannBurglengenfeld; Anlagenwärter Brennerei; Vorsitzender des Betriebsrats im Werk Burglengenfeld der HeidelbergCement AG Mitglied seit 6. Mai 2004; Mitglied des Personalausschusses Max Dietrich KleyHeidelberg; Rechtsanwalt Mitglied seit 6. Mai 2004; Mitglied des Prüfungsausschusses Andere Mandate: a) BASF SE SGL CARBON SE (Vorsitzender) Hans Georg KrautSchelklingen; Leiter des Werks Schelklingen der HeidelbergCement AG Mitglied seit 6. Mai 2004; Mitglied des Personal- und des Vermittlungsausschusses Dr.-Ing. Herbert LütkestratkötterEssen; ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft Mitglied seit 23. Januar 2010 Andere Mandate: a) TÜV Rheinland Holding AG Ludwig MerckleUlm; Geschäftsführer der Merckle Service GmbH Mitglied seit 2. Juni 1999; Vorsitzender des Personal- und des Prüfungsausschusses sowie Mitglied des Nominierungsausschusses Andere Mandate: a) Kässbohrer Geländefahrzeug AG (Vorsitzender) Württembergische Leinenindustrie AG (Vorsitzender) b) MerFam AG (Vorsitzender) PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG Tobias MerckleLeonberg; geschäftsführender Vorstand des Vereins Seehaus e.V. Mitglied seit 23. Mai 2006; Mitglied des Personal-, Nominierungs- und Vermittlungsausschusses Alan MurrayNaples, Florida/USA; ehemaliges Mitglied des Vorstands der HeidelbergCement AG Mitglied seit 21. Januar 2010 Andere Mandate: b) Hanson Pension Trustees Limited, Treuhandgesellschaft des Hanson No 2 Pension Scheme Werner SchraederEnnigerloh; Bauschlosser; Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der HeidelbergCement AG und Vorsitzender des Betriebsrats im Werk Ennigerloh der HeidelbergCement AG Mitglied seit 7. Mai 2009; Mitglied des Prüfungsausschusses Andere Mandate: b) Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie Frank-Dirk SteiningerFrankfurt; Fachreferent für Arbeitsrecht beim Bundesvorstand der IG Bauen-Agrar-Umwelt Mitglied seit 11. Juni 2008 Die vorgenannten Kennzeichnungen bei den anderen Mandaten bedeuten: a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bei inländischen Gesellschaften b)Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen Alle Angaben beziehen sich auf den 31. Dezember 2011. Ausschüsse des AufsichtsratsPersonalausschussLudwig Merckle (Vorsitzender), Fritz-Jürgen Heckmann, Josef Heumann, Hans Georg Kraut, Tobias Merckle, Heinz Schmitt PrüfungsausschussLudwig Merckle (Vorsitzender), Robert Feiger, Fritz-Jürgen Heckmann, Max Dietrich Kley, Heinz Schmitt, Werner Schraeder NominierungsausschussFritz-Jürgen Heckmann (Vorsitzender), Ludwig Merckle, Tobias Merckle Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestGFritz-Jürgen Heckmann (Vorsitzender), Hans Georg Kraut, Tobias Merckle, Heinz Schmitt VorstandDem Vorstand der HeidelbergCement AG gehören gegenwärtig sechs Mitglieder an: Vorstandsvorsitzender, Finanzvorstand sowie vier Vorstandsmitglieder mit regionaler Verantwortung. Die Vorstandsorganisation zeichnet sich durch eine duale Management-Verantwortung aus: Die operativen Einheiten in den jeweiligen Konzerngebieten fallen unter die Linienverantwortung der einzelnen Vorstandsmitglieder. Zusätzlich übernehmen die Vorstandsmitglieder überregionale Verantwortung für bestimmte Unternehmensbereiche mit hoher strategischer Bedeutung für den Konzern. Dr. Bernd ScheifeleVorsitzender des Vorstands Verantwortungsbereich: Strategie und Entwicklung, Kommunikation & Investor Relations, Personal, Recht, Compliance, Konzernrevision Vorsitzender des Vorstands seit 2005 Mandate: a) Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH (stellv. Vorsitzender) b) Castle Cement Limited 1) ENCI Holding N.V.1) Hanson Limited 1) Hanson Pioneer España, S.L. 1) HeidelbergCement Holding S.à.r.l.1) HeidelbergCement India Ltd.1) HeidelbergCement Netherlands Holding B.V. 1) PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG (Vorsitzender) PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.1) RECEM S.A.1) Dr. Dominik von AchtenVerantwortungsbereich: Nordamerika, Einkauf, konzernweite Koordinierung des Competence Center Materials Vorstandsmitglied seit 2007 Mandate: b) Castle Cement Limited 1) HeidelbergCement Canada Holding Limited1) HeidelbergCement UK Holding II Limited 1) Lehigh Hanson, lnc. 1) Lehigh Hanson Materials Limited 1) TITAL GmbH Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG ("Medienhaus Lensing") Daniel GauthierVerantwortungsbereich: West- und Nordeuropa (ohne Deutschland), Afrika-Mittelmeerraum, Konzernservice, Umweltnachhaltigkeit Vorstandsmitglied seit 2000 Mandate: b) Akçansa Çimento Sanayi ve Ticaret A.S. (stellv. Vorsitzender) Carmeuse Holding SA Castle Cement Limited 1) CBR Asset Management S.A.1) (Vorsitzender) CBR Asset Management Belgium S.A.1) (Vorsitzender) CBR Finance S.A.1) (Vorsitzender) CBR International Services S.A.1) (Vorsitzender) Cementrum I B.V.1) Cementrum II B.V.1) Cimenteries CBR S.A.1) (Vorsitzender) Cimenterie de Lukala "CILU" SARL 1) Civil and Marine Limited 1) ENCI Holding N.V. 1) (Vorsitzender) Genlis Metal Hanson Building Products Limited1) Hanson Pioneer España, S.L.1) Hanson Quarry Products Europe Limited 1) HC Green Trading Limited 1) HC Trading International Inc.1) (Vorsitzender) HC Trading B.V.1) (Vorsitzender) HC Trading Malta Ltd 1) HCT Holding Malta Limited1) HeidelbergCement Asia Pte Ltd1) HeidelbergCement Holding HK Limited1) HeidelbergCement Holding S.à.r.l.1) HeidelbergCement Northern Europe AB 1) (Vorsitzender) HeidelbergCement UK Holding Limited 1) Interlacs SARL1) International Trading and Finance (ITF) B.V.1) (Vorsitzender) Lehigh B.V.1) (stellv. Vorsitzender) PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.1) RECEM S.A.1) Scancem International DA1) (Vorsitzender) Scancem International a.s 1) (Vorsitzender) Tadir Readymix Concrete (1965) Ltd 1) TPCC Tanzania Portland Cement Company Ltd.1) Andreas KernVerantwortungsbereich: Osteuropa-Zentralasien, Deutschland, Verkauf und Marketing, konzernweite Koordinierung zementähnlicher Sekundärstoffe Vorstandsmitglied seit 2000 Mandate: a) Basalt-Actien-Gesellschaft Kronimus AG b) Carpatcement Holding S.A.1) Castle Cement Limited 1) CaucasusCement Holding B.V.1) (Vorsitzender) Ceskomoravský cement a.s., nástupnická spolecnost 1) (Vorsitzender) Duna-Dráva Cement Kft 1) ENCI Holding N.V.1) Górazdze Cement S.A.1) (Vorsitzender) Hanson Pioneer Espana, S.L.1) HeidelbergCement Central Europe East Holding B.V.1) (Vorsitzender) HeidelbergCement Georgia, Ltd.1) (stellv. Vorsitzender) HeidelbergCement Netherlands Holding B.V.1) Joint Stock Company - Bukhtarminskaya Cement Company1) (Vorsitzender) Limited Liability Company Kartuli Cementi1) Lithonplus GmbH & Co. KG NCD Nederlandse Cement Deelnemingsmaatschappij B.V.1) OAO Cesla 1) Public Joint Stock Company "HeidelbergCement Ukraine" 1) RECEM S.A.1) Tvornica Cementa Kakanj d.d.1) Dr. Lorenz NägerVerantwortungsbereich: Finanzen, Konzernrechnungslegung, Controlling, Steuern, Versicherungen & Risikomanagement, IT, Shared Service Center, Logistik Vorstandsmitglied seit 2004 Mandate: a) MW Energie AG b) Castle Cement Limited 1) Cimenteries CBR S.A.1) ENCI Holding N.V.1) Hanson Limited 1) Hanson Pioneer España, S.L.1) HeidelbergCement Canada Holding Limited 1) HeidelbergCement Holding S.à.r.l.1) HeidelbergCement India Ltd.1) HeidelbergCement International Holding GmbH 1) HeidelbergCement Netherlands Holding B.V.1) HeidelbergCement UK Holding Limited 1) HeidelbergCement UK Holding II Limited 1) Lehigh B.V.1) (Vorsitzender) Lehigh Hanson, Inc.1) Lehigh Hanson Materials Limited 1) Lehigh UK Limited 1) Palatina Insurance Ltd 1) PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.1) RECEM S.A.1) Dr. Albert ScheuerVerantwortungsbereich: Asien-Pazifik, konzernweite Koordinierung des Heidelberg Technology Center Vorstandsmitglied seit 2007 Mandate: b) China Century Cement Ltd. COCHIN Cements Ltd. 1) Easy Point Industrial Ltd. Guangzhou Heidelberg Yuexiu Enterprise Management Consulting Company Ltd. Hanson Building Materials (S) Pte Ltd 1) Hanson Investment Holding Pte Ltd 1) Hanson Pacific (S) Pte Ltd 1) HeidelbergCement Asia Pte Ltd 1) (Vorsitzender) HeidelbergCement Bangladesh Limited 1) HeidelbergCement Holding HK Limited 1) HeidelbergCement India Ltd. 1) Heidelberger Energie GmbH 1) Jidong Heidelberg (Fufeng) Cement Company Limited Jidong Heidelberg (Jingyang) Cement Company Limited PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.1) (Vorsitzender) Squareal Cement Ltd Die vorgenannten Kennzeichnungen bei den Mandaten bedeuten: a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bei inländischen Gesellschaften b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen Konzernmandate sind mit 1) gekennzeichnet. Alle Angaben beziehen sich auf den 31. Dezember 2011. HeidelbergCement bilanziertGewinn- und Verlustrechnung des KonzernsGesamtergebnisrechnung des KonzernsKapitalflussrechnung des KonzernsBilanz des KonzernsEigenkapitalveränderungsrechnung des KonzernsSegmentberichterstattung/Teil des AnhangsAnhang des KonzernsAllgemeine Angaben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erläuterungen zur Segmentberichterstattung Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva Erläuterungen zur Bilanz - Passiva Anteilsbesitzliste Bericht des AbschlussprüfersVersicherung der gesetzlichen VertreterGewinn- und Verlustrechnung des Konzernsscroll
1)
Nettoergebnis aus assoziierten Unternehmen Gesamtergebnisrechnung des Konzerns scroll
Kapitalflussrechnung des Konzernsscroll
Bilanz des KonzernsAktiva scroll
Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzernsscroll
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Segmentberichterstattung/Teil des Anhangsscroll
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1)
Investitionen = in den Segmenten: Investitionen
in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte; in der Überleitung:
Investitionen in Finanzanlagen und sonstige Geschäftseinheiten Anhang des Konzerns für das Geschäftsjahr 2011Allgemeine AngabenDie HeidelbergCement AG ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Sitz der Gesellschaft ist Heidelberg, Deutschland. Die Anschrift lautet: HeidelbergCement AG, Berliner Straße 6, 69120 Heidelberg. Die Kernaktivitäten von HeidelbergCement umfassen die Herstellung und den Vertrieb von Zement, Zuschlagstoffen, Beton und Bauprodukten. Nähere Erläuterungen werden im Lagebericht gegeben. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeGrundsätze der RechnungslegungDer Konzernabschluss der HeidelbergCement AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Es wurden alle für das Geschäftsjahr 2011 verbindlichen IFRS einschließlich der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee angewendet, die durch die EU-Kommission in europäisches Recht übernommen wurden. Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Der Abschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HeidelbergCement Konzerns. In Übereinstimmung mit IAS 1 (Presentation of Financial Statements) enthält der Konzernabschluss eine Bilanz zum Abschlussstichtag, eine Gewinn- und Verlustrechnung, eine Gesamtergebnisrechnung, eine Eigenkapital-Veränderungsrechnung sowie eine Kapitalflussrechnung nach den Grundsätzen des IAS 7 (Statement of Cash Flows). Die Segmentberichterstattung wird nach den Regelungen des IFRS 8 (Operating Segments) aufgestellt. Aus Gründen der Klarheit werden in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst und dann im Anhang erläutert. Zur Verbesserung der Aussagekraft weisen wir in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Segmentberichterstattung das zusätzliche ordentliche Ergebnis gesondert aus. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgebaut. Schätzungsunsicherheiten und AnnahmenDie Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss ist von Schätzungen und Annahmen des Managements abhängig, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Aufwendungen und Erträge sowie der Eventualverbindlichkeiten der Periode auswirken. Die sich tatsächlich ergebenden Werte können von den Schätzungen abweichen. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich insbesondere auf die Notwendigkeit sowie die Bemessung von Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte, den Ansatz von aktiven latenten Steuern und die Bewertung der Pensionsrückstellungen sowie der sonstigen Rückstellungen. Für die Ermittlung des erzielbaren Betrags von Zahlungsmittel generierenden Einheiten im Rahmen des Wertminderungstests für Geschäfts- oder Firmenwerte wird ein Cashflow-basiertes Verfahren im Sinne von IAS 36 (Impairment of Assets) angewandt. Hierbei sind insbesondere Schätzungen in Bezug auf künftige Cashflows der Zahlungsmittel generierenden Einheiten sowie auf die verwendeten Diskontierungssätze notwendig (Discounted-Cash-Flow-Methode). Nähere Erläuterungen werden auf Seite 163f. gegeben. Eine Veränderung der Einflussfaktoren kann wesentliche Auswirkungen auf die Höhe der Wertminderungen haben. Zur Beurteilung der zukünftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Schätzungen vorzunehmen, wie z.B. die operativen Planungen, Verlustvortragsperioden sowie Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab, können sich Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage ergeben. Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden auf Basis versicherungsmathematischer Verfahren ermittelt, die auf Annahmen und Schätzungen hinsichtlich des Abzinsungssatzes, der erwarteten Erträge aus dem Fondsvermögen, der zukünftigen Gehaltsentwicklung, der Entwicklung der Gesundheitskosten sowie auf weiteren Einflussfaktoren beruhen. Eine Veränderung der zugrunde liegenden Parameter kann zu Änderungen des Bilanzansatzes führen. Nähere Erläuterungen werden unter Punkt 45 Pensionsrückstellungen gegeben. Die Bewertung der Rückstellungen für Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen erfolgt auf Basis der Extrapolation der Schadenfälle und Schätzungen der Kostenentwicklungen. Die Veränderung der Einflussparameter kann Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Bilanzansatz haben. Der Ansatz und die Bewertung der übrigen sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis von Einschätzungen der Wahrscheinlichkeiten des zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und den zum Abschlussstichtag bekannten Umständen. Der tatsächlich eintretende Nutzenabfluss kann von dem am Abschlussstichtag erwarteten Nutzenabfluss abweichen und Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung haben. Der Ausweis von Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Rückerstattungen der Versicherer ist vom Ausgang laufender Gerichtsverfahren abhängig. KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 (Business Combinations). Hierbei bewertet der Erwerber die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen Schulden mit ihren zum Erwerbszeitpunkt beizulegenden Zeitwerten. Danach werden die Anteile, bewertet zum beizulegenden Zeitwert der Gegenleistung, mit dem neu bewerteten Eigenkapital des konsolidierten Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt aufgerechnet. Ein aus der Beteiligungsaufrechnung verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Negative Unterschiedsbeträge werden nach nochmaliger Überprüfung erfolgswirksam erfasst. Minderheitsanteile können entweder mit dem anteiligen auf sie entfallenden Nettovermögen oder zum beizulegenden Zeitwert angesetzt werden. Dieses Wahlrecht kann für jeden Unternehmenszusammenschluss separat angewendet werden. Transaktionskosten im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen werden als Aufwand erfasst. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich im vierten Quartal nach Vorliegen der aktuellen operativen Planung bzw. beim Eintritt wesentlicher Ereignisse oder veränderter Verhältnisse, die auf einen Wertminderungsbedarf hindeuten, einem Wertminderungstest nach IAS 36 (Impairment of Assets) unterzogen. Sukzessive Anteilserwerbe werden nach den Vorschriften des IFRS 3.41 f. bilanziert. Hiernach werden Unterschiede zwischen dem Buchwert und dem beizulegenden Zeitwert bisher gehaltener Anteile erfolgswirksam erfasst. Änderungen der Beteiligungsquote, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung über ein Tochterunternehmen führen, werden gemäß IAS 27.30 erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. Bei Transaktionen, die zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden eventuell verbleibende Anteile erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Der Konzernabschluss beinhaltet die Tochtergesellschaften, in denen HeidelbergCement die Finanz- und Geschäftspolitik bestimmen kann. Im Regelfall ist dies bei einem Anteilsbesitz von mehr als 50 % anzunehmen. Wenn vertragliche Regelungen vorsehen, dass trotz eines Anteilsbesitzes von weniger als 50 % Beherrschung über ein Unternehmen ausgeübt werden kann, wird dieses Unternehmen als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Wenn aufgrund vertraglicher Regelungen bei einem Anteilsbesitz von mehr als 50 % keine Beherrschung über ein Unternehmen ausgeübt werden kann, wird dieses Unternehmen nicht als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Minderheitsanteile am Eigenkapital und am Periodenergebnis konsolidierter Tochterunternehmen werden separat ausgewiesen. Bei Verkaufsoptionen bzw. Andienungsrechten von Minderheitsgesellschaftern (inklusive Minderheitsanteilen an deutschen Personengesellschaften) werden unterjährig die auf die Minderheiten entfallenden Anteile am Gesamtergebnis der Periode sowie die Dividendenzahlungen an Minderheitsgesellschafter als Veränderung des Eigenkapitals dargestellt. Am Abschlussstichtag wird eine Verbindlichkeit aus der Verkaufsoption bzw. dem Andienungsrecht mit dem Barwert des Rückzahlungsbetrags als finanzielle Verbindlichkeit ausgewiesen und die Minderheitsanteile werden ausgebucht. Der den Buchwert der Minderheitsanteile übersteigende Betrag wird erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. In der Eigenkapitalveränderungsrechnung erfolgt der Ausweis als Änderung von Minderheitsanteilen mit Put-Optionen. Wesentliche Gemeinschaftsunternehmen des HeidelbergCement Konzerns werden im Wege der Quotenkonsolidierung (IAS 31 Interests in Joint Ventures) in den Konzernabschluss einbezogen. Im Rahmen dieser Methode bilanziert der Konzern seinen Anteil an den Vermögenswerten, Schulden, Erträgen, Aufwendungen und Cash-flows in den korrespondierenden Posten im Konzernabschluss. Die Anteile an assoziierten Unternehmen, bei denen HeidelbergCement durch einen Anteilsbesitz zwischen 20 % und 50 % einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik der Beteiligungsgesellschaft ausübt, sind im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert (IAS 28 Investments in Associates). Bei erstmaliger Bilanzierung werden die erworbenen Anteile zunächst mit den Anschaffungskosten berücksichtigt und in den Folgejahren die anteiligen Ergebnisse unter den Zugängen an assoziierten Unternehmen erfasst. Die anteiligen Erträge aus assoziierten Unternehmen werden zur Verbesserung der Aussagefähigkeit des Beteiligungsergebnisses vor Ertragsteuern ausgewiesen. Der anteilige Steueraufwand wird unter dem Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen. Das Nettoergebnis aus assoziierten Unternehmen wird unterhalb der Gewinn- und Verlustrechnung separat gezeigt. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften werden nach IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen von Vermögenswerten werden eliminiert. Den ertragsteuerlichen Konsequenzen bei der Konsolidierung wird durch den Ansatz latenter Steuern Rechnung getragen. Anwendung von neuen RechnungslegungsstandardsHeidelbergCement hat die folgenden überarbeiteten Standards und Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) im Geschäftsjahr 2011 erstmals angewendet.
Aus der erstmaligen Anwendung der Standards und Interpretationen ergaben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Das IASB und das IFRIC haben weiterhin die nachfolgend aufgelisteten Standards und Interpretationen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2011 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren oder bis zum Abschlussstichtag noch nicht von der EU-Kommission ratifiziert worden sind.
HeidelbergCement wendet diese Standards und Interpretationen frühestens zum verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt und nach Ratifizierung durch die EU-Kommission an. Die Auswirkungen des IFRS 9, IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12, IFRS 13 sowie des IFRIC 20 und der Änderungen zu IAS 19 werden derzeit analysiert. Die Erstanwendung der anderen Standards wird nach derzeitiger Einschätzung zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns führen. Ansatz- und BewertungsgrundsätzeDie Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgeschlossen sind derivative Finanzinstrumente und zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Weiterhin werden die Buchwerte der in der Bilanz erfassten Vermögenswerte und Schulden, die Grundgeschäfte im Rahmen von Absicherungen des beizulegenden Zeitwertes (Fair Value Hedges) darstellen und ansonsten zu Anschaffungskosten bilanziert werden, aufgrund von Änderungen der beizulegenden Zeitwerte, die den abgesicherten Risiken zugerechnet werden, angepasst. Die wesentlichen Ansatz- und Bewertungsgrundsätze werden nachfolgend dargestellt. Nach den Regelungen des IAS 38 (Intangible Assets) ist ein immaterieller Vermögenswert ein identifizierbarer, nicht monetärer Vermögenswert ohne physische Substanz. Die Definition eines immateriellen Vermögenswertes verlangt, dass er identifizierbar ist, um ihn von einem Geschäfts- oder Firmenwert unterscheiden zu können. Das Kriterium der Identifizierbarkeit wird vom Vermögenswert erfüllt, wenn er separierbar ist oder aus vertraglichen oder gesetzlichen Rechten entsteht. Immaterielle Vermögenswerte werden beim Zugang zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten bilanziert. Die Folgebilanzierung bemisst sich für immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer nach Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen sowie für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer nach Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich Wertminderungen. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden im Fall von Abbaulizenzen leistungsbezogen, ansonsten linear abgeschrieben. Emissionsrechte werden als immaterielle Vermögenswerte innerhalb des Anlagevermögens ausgewiesen. Unentgeltlich gewährte Emissionsrechte werden bei Zugang zum Nominalwert von Null bilanziert. Entgeltlich erworbene Emissionsrechte werden mit den Anschaffungskosten bilanziert und bei Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Der zweite nationale Allokationsplan (NAP II) für die Zuteilung von C02-Emissionsberechtigungen (EUA-European Union Allowances) erstreckt sich über eine Periode von fünf Jahren (2008-2012). Diese Periode dient als Grundlage zur Beurteilung der Unter- bzw. Überdeckung. Rückstellungen für die Verpflichtung zur Rückgabe von Emissionsrechten werden angesetzt, wenn die bis zum Abschlussstichtag getätigten C02-Emissionen nicht durch unentgeltlich gewährte Emissionsrechte gedeckt sind. Die Höhe der Rückstellung bemisst sich für bereits entgeltlich erworbene Emissionsrechte mit deren Buchwert und für die zur Erfüllung der Verpflichtung noch zu erwerbenden Emissionsrechte mit dem Marktwert zum Abschlussstichtag. Der Konzern hat sich in einer Reihe von Swap-Geschäften zur Lieferung von Emissionsberechtigungen im Austausch gegen Emissionsreduktionseinheiten (CER - Certified Emission Reductions und ERU - Emission Reduction Units) verpflichtet. Darüber hinaus wurden in einer Reihe von Swap-Geschäften CER gegen ERU getauscht. Die Swap-Geschäfte werden entsprechend der Regelungen des IAS 38.45 für Tauschgeschäfte als Verkauf der hingegebenen und als entgeltlicher Erwerb der erhaltenen Emissionsrechte mit dem beizulegenden Zeitwert zum Transaktionszeitpunkt bilanziert. Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus Unternehmenszusammenschlüssen entstanden sind, werden gemäß IFRS 3 (Business Combinations) nicht planmäßig abgeschrieben. Stattdessen wird deren Werthaltigkeit durch einen Wertminderungstest gemäß IAS 36 (Impairment of Assets) überprüft. Im Rahmen dieser Wertminderungsprüfung wird der Buchwert einer Gruppe von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGU), denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, mit dem erzielbaren Betrag dieser Gruppe von CGUs verglichen. Ausgehend von der Vertriebs- und Managementstruktur wird eine Gruppe von Zahlungsmittel generierenden Einheiten grundsätzlich als Land oder Region definiert. Sobald der Buchwert eines Vermögenswertes seinen erzielbaren Betrag übersteigt wird eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag erfolgswirksam vorgenommen. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert eines Vermögenswertes. Der beizulegende Zeitwert ist der aus dem Verkauf eines Vermögenswertes zu marktgerechten Konditionen erzielbare Betrag. Der Nutzungswert wird mittels Abzinsung zukünftiger Cashflows nach Steuern mit einem risikoangepassten Diskontierungszinssatz (WACC) nach Steuern ermittelt. Die Cashflow-Schätzungen erstrecken sich auf einen Planungszeitraum von fünf Jahren, bevor in die ewige Rente übergegangen wird. Als Basis dient die vom Management genehmigte dreijährige detaillierte operative Planung, die im Bottom-Up-Verfahren erstellt wurde. Diese wird um eine Top-Down-Planung für weitere zwei Jahre ergänzt, bei der das Management seine mittelfristigen Erwartungen aufgrund von Schätzungen von Marktvolumen, Marktanteilen, Kosten- und Preisentwicklung einfließen lässt. In der Regel erfolgt die Top-Down-Planung durch Fortschreibung der detaillierten dreijährigen operativen Planung mit einer jährlichen Wachstumsrate in Höhe von 1,5 % bzw. 2,0 %. Befinden sich die Märkte, in denen die CGU tätig ist, in einem instabilen Zustand, erfolgt eine detaillierte Planung. Dies gilt vor allem für Märkte, in denen die Nachfrage nach Baustoffen und Bauprodukten infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise stark zurückgegangen ist. Für die betroffenen CGUs wurde angenommen, dass die Nachfrage auf ein nachhaltiges Niveau wie zu Zeiten vor der Krise zurückkehrt. Die daraus abgeleiteten Absatzmengen basieren in der Regel auf der Annahme konstanter Marktanteile. Die variablen Kosten entwickeln sich annahmegemäß in Abhängigkeit von der erwarteten Entwicklung der Absatzmengen und Preise. Es wird in der Regel davon ausgegangen, dass der Deckungsbeitrag in Prozent vom Umsatz stabil bleibt. Bei steigenden Absatzmengen führt dies zu einer Verbesserung der operativen Marge. Weiterhin wurde angenommen, dass sich die im Rahmen der Kostensenkungsprogramme ("Fitnessprogramm 2009", "FitnessPlus 2010" und "Fox 2013") erzielten Einsparungen positiv auf die operative Marge auswirken. Die Annahmen für die geschätzten Wachstumsraten der ewigen Rente betragen gleichbleibend 1,5 % oder 2,0 %. Sie orientieren sich an den langfristigen zukünftigen Inflationsraten. Die Diskontierungszinssätze (WACC) wurden in einem Zwei-Phasen-Modell berechnet. Für Phase 1 wurde ein Diskontierungszinssatz verwendet, mit dem die zukünftigen Zahlungsüberschüsse für die ersten fünf Jahre abgezinst werden. Für die Ermittlung des Endwertes (Terminal Value) wurde ein Phase 2-Diskontierungszins-satz angewendet. Die Zinssätze unterscheiden sich jedoch nur durch den Ansatz eines Wachstumsabschlags in Phase 2. Der Renditezuschlag für die Fremdkapitalkosten (Credit Spread) als Aufschlag auf den risikofreien Basiszins wurde aus dem Rating einer Vergleichsgruppe (Peer Group) abgeleitet. Der so ermittelte Terminal Value wurde dann mit dem für Phase 1 abgeleiteten WACC auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Die folgenden Hauptannahmen gelten für die Berechnung des erzielbaren Betrags auf Basis des Nutzungswerts für jede Gruppe von CGUs, deren Geschäfts- oder Firmenwert entweder wesentlich im Vergleich zum Gesamtkonzern ist, wertgemindert wurde oder, wenn ein Segment aus dem Zusammenschluss von Gruppen von CGUs besteht, deren zuordenbarer Geschäfts- oder Firmenwert unwesentlich im Vergleich zum Gesamtkonzern ist. Annahmen zur Berechnung von Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwertenscroll
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CGU = Zahlungsmittel generierende Einheit Der Konzern hat im Rahmen der Überprüfung des Wertminderungsbedarfs eine Gesamtminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe von 32,3 Mio € vorgenommen. Diese Wertminderung betrifft vor allem die CGU Spanien (31,7 Mio €), die gemäß der oben beschriebenen Nutzungswertmethode einen niedrigeren erzielbaren Betrag als der zugeordnete Wert des Geschäfts- oder Firmenwerts aufwies. Die Wertminderung resultiert zum einen aus im Vergleich zu den Vorjahren weiter angestiegenen Renditezuschlägen für die Fremd kapital kosten (Credit Spread). Zum anderen geht das Management aufgrund der Schuldenkrise Spaniens von einer langsameren Erholung der Bauindustrie aus. Darüber hinaus wurden Wertminderungen in den Konzerngebieten Asien-Pazifik (0,6 Mio €) und West- und Nordeuropa (0,1 Mio €) vorgenommen. Im Vorjahr beliefen sich die Wertminderungen des Geschäfts- oder Firmenwerts auf insgesamt 23,6 Mio €. Hiervon betroffen war im Wesentlichen Spanien (22,6 Mio €). Im Fall der CGUs Benelux, Großbritannien und Ungarn könnten geringfügige Änderungen der wesentlichen Annahmen (WACC, nachhaltige Wachstumsrate) dazu führen, dass der Buchwert den erzielbaren Ertrag übersteigt. Das Management schließt eine derartige Entwicklung nicht aus. Die nachfolgende Übersicht zeigt den Überschuss des erzielbaren Betrags über den Buchwert und die Änderungen der wesentlichen Parameter an, bei denen der erzielbare Betrag dem zugehörigen Buchwert entspricht. Änderungen von Annahmen, die dazu führen, dass der erzielbare Betrag dem Buchwert entsprichtscroll
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CGU = Zahlungsmittel generierende Einheit Bei einer Erhöhung der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten um bis zu 0,5 Prozentpunkte oder bei einer Reduzierung der Wachstumsrate um 1,0 Prozentpunkte sind alle anderen CGUs nicht betroffen. Gegenstände des Sachanlagevermögens werden nach IAS 16 (Property, Plant and Equipment) zu Anschaffungs-oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen sowie der kumulierten Wertminderungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Kosten für Reparatur und Wartung von Sachanlagen werden grundsätzlich als Aufwand erfasst. Eine Aktivierung erfolgt wenn die Maßnahmen zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des Vermögenswertes führen. Sachanlagen werden nach der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben, sofern nicht eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzenverlauf sachgerechter wird. Fremdkapitalkosten, die direkt oder indirekt dem Bau von Großanlagen mit einem Erstellungszeitraum von mehr als 12 Monaten (Qualifying Assets) zugeordnet werden können, werden in Übereinstimmung mit IAS 23 (Borrowing Costs) als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Bewertung der Vorräte erfolgt gemäß IAS 2 (Inventories) zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert. Hierbei wird die Durchschnittskostenmethode angewendet. Für Qualitäts- und Mengenrisiken werden in angemessener Höhe Abschläge vorgenommen. Die Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse umfassen neben den Einzelkosten fertigungsbedingte Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Die Gemeinkostenzuschläge werden auf Basis durchschnittlicher Auslastungen ermittelt. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, da der Produktionszeitraum weniger als zwölf Monate beträgt. Ersatzteile für Anlagen werden in den Vorräten bzw. im Anlagevermögen ausgewiesen, wenn sie im Zusammenhang mit der Anschaffung der Anlage erworben wurden. Langfristige Dienstleistungs- und Fertigungsaufträge, die über einen längeren Zeitraum erstellt werden, sind entsprechend dem Grad der erreichten Fertigstellung zu bilanzieren (Percentage-of-Completion-Methode). Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 (Employee Benefits) ermittelt. Für zahlreiche Mitarbeiter wird für die Zeit nach der Pensionierung durch den Konzern direkt oder durch Beitragszahlungen an Pensionsfonds Vorsorge getroffen. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerrechtlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf der Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter basieren. Die Pensionsrückstellungen umfassen sowohl solche aus bereits laufenden Pensionen als auch aus Anwartschaften auf künftig zu zahlende Pensionen. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt bei HeidelbergCement sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen Beiträge an zweckgebundene Fonds. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (Defined Benefit Plans) besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter zu erfüllen, wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Die wichtigsten fondsfinanzierten Altersversorgungspläne bestehen in Belgien, den Niederlanden, Großbritannien, den USA, Kanada, Norwegen, Indien und Indonesien. Das Altersversorgungssystem in Indonesien besteht aus einer gesetzlich geregelten leistungsorientierten Versorgung sowie einem beitragsorientierten firmeninternen, fondsgestützten System, dessen Leistungen gegen die gesetzlichen Leistungen aufgerechnet werden können. In Deutschland und Schweden werden die Altersversorgungspläne über Rückstellungen finanziert. Darüber hinaus verfügt HeidelbergCement über ein rückstellungsfinanziertes Altersversorgungssystem für Krankheitskosten von Pensionären in Belgien, Indonesien, Kanada und den USA sowie Vorruhestandszusagen in Belgien. Die Pensionsverpflichtungen und die in den Fonds vorhandenen Vermögenswerte werden für alle wesentlichen Konzerngesellschaften jährlich von unabhängigen Gutachtern bewertet. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen und der zur Deckung dieser Verpflichtung notwendigen Aufwendungen erfolgt nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren. Die versicherungsmathematischen Annahmen sind von der wirtschaftlichen Situation des jeweiligen Landes abhängig. Der Zinssatz basiertauf dem Zinsniveau, das am Bewertungsstichtag für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen mit einer den betreffenden Pensionsplänen entsprechenden Laufzeit (Duration) in dem jeweiligen Land erzielt wird. In Ländern oder Währungsgebieten ohne liquiden Markt für Industrieanleihen wird der Zinssatz auf Basis von Regierungsanleihen oder anderen Näherungsverfahren bestimmt. Die erwarteten Erträge aus den Pensionsfonds werden auf Basis einer einheitlichen Methode festgelegt die auf langfristigen tatsächlichen Renditen der Vergangenheit, der Portfoliostruktur und zukünftig langfristig zu erwartenden Renditen beruht. Aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen oder des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens können versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter, Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen und Abweichungen zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten Ertrag aus dem Planvermögen sein können. HeidelbergCement erfasst die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste gemäß IAS 19.93A erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis in den Gewinnrücklagen und stellt sie in der Gesamtergebnisrechnung dar. Diese Darstellungsweise ist eine von drei unter IAS 19 zulässigen Optionen. Nach Einschätzung von HeidelbergCement führt diese Option zur wirtschaftlich sinnvollsten Darstellung der Pensionsverpflichtungen. Die nach IAS 19 auch zulässige Korridormethode würde gegenüber dem von HeidelbergCement gewählten Ansatz zu einer Glättung der Bilanzwerte führen. Die andere Option des IAS 19, die die erfolgswirksame Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste vorsieht, würde im Jahresvergleich zu einer volatileren Gewinn- und Verlustrechnung führen. Durch Planveränderungen (Kürzungen und nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand) und Planabgeltungen können Gewinne und Verluste entstehen, die erfolgswirksam zu erfassen sind. Kürzungen und Abgeltungen sind im Jahr des Entstehens zu amortisieren, während nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand über den Zeitraum bis zu seiner Unverfallbarkeit zu verteilen ist. Sonstige Rückstellungen werden nach IAS 37 (Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets) angesetzt, wenn aufgrund vergangener Ereignisse rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Die Rückstellungen werden auf Basis der bestmöglichen Schätzung unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken berechnet. Die Kapitalmarktkomponente des konzernweiten virtuellen Aktienoptionsprogramms wird gemäß IFRS 2 (Sharebased Payment) als aktienbasierte Vergütungen mit Barausgleich bilanziert. Zum Bilanzstichtag wird eine Rückstellung in Höhe des zeitanteiligen beizulegenden Zeitwertes der Zahlungsverpflichtung gebildet. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes werden erfolgswirksam erfasst. Der beizulegende Zeitwert der Optionen wird mithilfe eines anerkannten finanzwirtschaftlichen Modells bestimmt. Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend der bilanzorientierten "Liability Method" (IAS 12 Income Taxes) gebildet. Dies bedeutet, dass mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung für alle zeitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen IFRS- und Steuerbilanz latente Steuern gebildet werden, unabhängig von dem Zeitraum, in dem sich diese Differenzen ausgleichen. Ferner werden aktive latente Steuern auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge angesetzt, sofern deren Realisierung in Folgejahren mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist. Passive latente Steuern in Verbindung mit nicht ausgeschütteten Gewinnen von Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen werden berücksichtigt, außer wenn HeidelbergCement in der Lage ist, die Dividendenpolitik der Gesellschaften zu bestimmen und in absehbarer Zeit nicht mit einer Dividendenausschüttung oder einer Veräußerung zu rechnen ist. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den Steuersätzen, die am Bilanzstichtag in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten oder angekündigt sind. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung von tatsächlichen Steueransprüchen und tatsächlichen Steuerschulden vorliegt und wenn sie im Zusammenhang mit Ertragsteuern stehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und der Konzern die Absicht hat, seine tatsächlichen Steueransprüche und Steuerschulden auf Nettobasis zu begleichen. Veränderungen der latenten Steuern in der Bilanz führen grundsätzlich zu latentem Steueraufwand bzw. -ertrag. Wenn Sachverhalte, die zu einer Veränderung der latenten Steuern führen, erfolgsneutral in das sonstige Ergebnis oder direkt gegen das Eigenkapital gebucht wurden, wird auch die Veränderung der latenten Steuern im sonstigen Ergebnis bzw. direkt im Eigenkapital berücksichtigt. Soweit latente Steuern über das sonstige Ergebnis gebildet wurden, erfolgt auch die spätere Auflösung über das sonstige Ergebnis. Finanzinstrumente sind alle Vertragsverhältnisse, die bei der einen Partei zu einem finanziellen Vermögenswert und bei der anderen Partei zu einer finanziellen Schuld oder zu einem Eigenkapitalinstrument führen. Zu den Finanzinstrumenten gehören originäre und derivative Finanzinstrumente. Originäre Finanzinstrumente werden bei ihrem erstmaligen Ansatz grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Hierzu gehören Finanzinvestitionen des Anlage- und Umlaufvermögens, ausgereichte Kredite und Forderungen sowie finanzielle Verbindlichkeiten. Finanzinstrumente, die als zu Handelszwecken gehalten (Held for trading) klassifiziert sind, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Finanzinvestitionen des Anlage- und Umlaufvermögens, die gemäß IAS 39 (Financial Instruments - Recognition and Measurement) als zur Veräußerung verfügbar (Available for sale) kategorisiert sind, werden regelmäßig zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn dieser verlässlich bestimmbar ist. Diese Klasse von Instrumenten wird nachfolgend als Finanzinvestitionen "Available for sale at fair value" bezeichnet. Die aus der Folgebewertung resultierenden unrealisierten Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Als beizulegender Zeitwert wird der Börsenkurs zum Bilanzstichtag zugrunde gelegt. Fallen die beizulegenden Zeitwerte von "Available for sale at fair value"-Finanzinvestitionen unter die Anschaffungskosten und liegen objektive Hinweise für eine signifikante oder dauerhafte Wertminderung vor, werden die bislang im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Finanzinvestitionen in Eigenkapitaltitel, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis existiert und deren beizulegende Zeitwerte nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermittelbar sind, werden zu Anschaffungskosten bewertet. Diese Klasse von Instrumenten wird nachfolgend als Finanzinvestitionen "Available for sale at cost" bezeichnet. Hierbei handelt es sich um sonstige Beteiligungen, die nicht börsennotiert sind. Liegen objektive Hinweise für eine signifikante oder dauerhafte Wertminderung vor, werden diese Wertminderungen unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Für gehaltene Eigenkapitaltitel ist die erfolgswirksame Erfassung von Wertaufholungen nicht zulässig. Kredite und Forderungen (Loans and receivables) werden, sofern sie nicht mit Sicherungsinstrumenten im Zusammenhang stehen, zu fortgeführten Anschaffungskosten, ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Dabei handelt es sich um Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, verzinsliche Forderungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige operative Forderungen. Bei kurzfristigen Forderungen entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennwert bzw. dem Rückzahlungsbetrag. Bestehen objektive Hinweise darauf, dass bei den Krediten und Forderungen Wertminderungen eingetreten sind (z.B. erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder negative Veränderungen des Marktumfelds des Schuldners), werden diese erfolgswirksam erfasst. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgen die Wertminderungen unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos. Eine Ausbuchung erfolgt, sobald eine Forderung tatsächlich ausgefallen ist. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für die vorgenommenen Wertminderungen entfallen sind. Finanzielle Vermögenswerte, deren Konditionen geändert wurden, da sie ansonsten überfällig oder wertgemindert wären, lagen (ebenso wie im Vorjahr) im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht vor. Der erstmalige Ansatz von originären finanziellen Verbindlichkeiten (Financial liabilities) erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung bei diesen Instrumenten erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Hierunter fallen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige operative Verbindlichkeiten sowie kurz- und langfristige Finanzschulden. Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten werden abgezinst. Bei kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennwert bzw. dem Rückzahlungsbetrag. Von der Möglichkeit, originäre Finanzinstrumente bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende Finanzinstrumente zu designieren, hat der Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht. Alle originären Finanzinstrumente werden zum Erfüllungstag (Settlement Date) bilanziert. Ein derivatives Finanzinstrument ist ein Vertrag, dessen Wertsich in Abhängigkeit von einer Variablen ändert, der in der Regel keine Anschaffungsauszahlung erfordert oder eine, die im Vergleich zu anderen Vertragsformen, von denen zu erwarten ist, dass sie in ähnlicher Weise auf Änderungen der Marktbedingungen reagieren, geringer ist, und der zu einem späteren Zeitpunkt beglichen wird. Alle derivativen Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung am Handelstag mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte sind auch für die Folgebewertungen relevant. Der beizulegende Zeitwert gehandelter derivativer Finanzinstrumente entspricht dem Marktwert. Dieser Wert kann positiv oder negativ sein. Bei derivativen Finanzinstrumenten entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den HeidelbergCement bei vorzeitiger Beendigung des Finanzinstruments zum Abschlussstichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dieser Betrag wird unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Wechselkurse und Zinssätze berechnet. Für die Berechnungen werden Mittelkurse verwendet. Derivative Finanzinstrumente, wie z.B. Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäfte, Zinsswaps oder Zinsoptionen, werden im HeidelbergCement Konzern grundsätzlich zur Risikoreduzierung eingesetzt. Dabei steht die Absicherung gegen Zins-, Währungs- und andere Marktpreisrisiken im Mittelpunkt. Die Marktbewertungen werden regelmäßig von der Abteilung Group Treasury überwacht. Es werden keine derivativen Finanzinstrumente zu Spekulationszwecken kontrahiert oder gehalten. Verträge, die für Zwecke des Empfangs oder der Lieferung nicht finanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf des Unternehmens abgeschlossen und in diesem Sinne gehalten werden (Own Use Contracts), werden nicht als derivative Finanzinstrumente, sondern als schwebende Geschäfte bilanziert. Geschriebene Optionen auf den Kauf oder Verkauf nicht finanzieller Posten, die durch Barausgleich erfüllt werden können, werden nicht als "Own Use Contracts" klassifiziert. Strukturierte Finanzinstrumente bestehen aus einem nicht derivativen Basisvertrag und einem eingebetteten Finanzderivat. Beide Komponenten sind rechtlich nicht separierbar. Es handelt sich hierbei in der Regel um Verträge mit Zusatzklauseln. Eine getrennte Bilanzierung des eingebetteten Derivats und des Basisvertrags wird verlangt, wenn die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken nicht eng mit dem Basisvertrag verbunden sind, das eingebettete Derivat die gleichen Definitionskriterien erfüllt wie ein freistehendes Derivat und das strukturierte Finanzinstrument nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Der Vertrag des strukturierten Finanzinstruments kann auch insgesamt erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, es sei denn, das eingebettete Derivat verändert die anfallenden Zahlungsströme nur unerheblich oder eine Abspaltung des eingebetteten Derivats ist unzulässig. Das Hedge Accounting bezeichnet eine spezielle Rechnungslegung, die die Bilanzierung von Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft einer Sicherungsbeziehung dahingehend modifiziert, dass die Bewertungsergebnisse aus dem Grund- bzw. Sicherungsgeschäft periodengleich und erfolgsneutral bzw. erfolgswirksam erfasst werden. Entsprechend basiert das Hedge Accounting auf einer wertmäßigen Kompensation von Grund- und Sicherungsgeschäft. Für bilanzielle Zwecke existieren im Sinne von IAS 39 drei Arten von Hedgegeschäften, sofern die strengen Voraussetzungen für eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) im Einzelfall erfüllt sind.
Derivative Finanzinstrumente, für die keine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) angewendet wird, stellen dennoch betriebswirtschaftlich eine wirksame Absicherung im Rahmen der Konzernstrategie dar. Nach IAS 39 sind diese Instrumente für bilanzielle Zwecke als zu Handelszwecken gehalten (Held for trading) zu qualifizieren. Den Marktwertveränderungen dieser derivativen Finanzinstrumente, die erfolgswirksam erfasst werden, stehen nahezu kompensierende Marktwertveränderungen der abgesicherten Grundgeschäfte gegenüber. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen, wenn sie in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und die Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Bei der Klassifizierung "als zur Veräußerung gehalten" werden die entsprechenden Vermögenswerte mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten angesetzt, sofern dieser niedriger als deren Buchwert ist. Entsprechend ihrer Klassifizierung werden direkt mit diesen im Zusammenhang stehende Schulden auf der Passivseite gesondert ausgewiesen. Für aufgegebene Geschäftsbereiche wird das Ergebnis nach Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung separat in einer Zeile ausgewiesen. In der Kapitalflussrechnung erfolgt eine Aufteilung der Mittelflüsse in fortzuführendes und aufgegebenes Geschäft. Ebenso werden die aufgegebenen Geschäftsbereiche in der Segmentberichterstattung separat ausgewiesen. Für aufgegebene Geschäftsbereiche werden die Vorjahreswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung, der Kapitalflussrechnung und in der Segmentberichterstattung entsprechend angepasst. Im Anhang werden zusätzliche Angaben zu den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und aufgegebenen Geschäftsbereichen gemacht. Eventualschulden oder -forderungen sind gegenwärtige oder mögliche Verpflichtungen oder Vermögenswerte, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht unter der Kontrolle des Unternehmens stehen. Eventualschulden werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert in der Bilanz angesetzt, wenn sie im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses übernommen wurden. Eventualforderungen werden nur dann in der Bilanz angesetzt, wenn sie quasi sicher sind. Sofern ein Abfluss bzw. Zufluss von wirtschaftlichem Nutzen nicht unwahrscheinlich ist, werden im Anhang Angaben zu Eventualschulden bzw. Eventualforderungen gemacht. Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken am Leasinggegenstand auf den Leasingnehmer übertragen werden, führen zur Aktivierung des Leasinggegenstands zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses. Der Leasinggegenstand wird mit seinem beizulegenden Zeitwert angesetzt oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Leasingzahlungen werden derart in Finanzierungsaufwendungen und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass sich über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingverbindlichkeit ergibt. Finanzierungsaufwendungen werden erfolgswirksam erfasst. Leasinggegenstände werden über die Nutzungsdauer des Gegenstands abgeschrieben. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses jedoch nicht hinreichend sicher, wird der Leasinggegenstand über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Erträge werden erfasst, wenn hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließt und dieser verlässlich bestimmt werden kann. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung; Umsatzsteuer und sonstige Abgaben bleiben unberücksichtigt. Umsatzerlöse werden erfasst, sobald die Lieferung der Waren erfolgt ist und die Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Zinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zeitanteilig erfasst. Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung realisiert. WährungsumrechnungDie Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften werden gemäß IAS 21 (The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates) nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Diese ist in der Regel bei den operativen Gesellschaften die jeweilige Landeswährung, da die ausländischen Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben. Danach werden Aktiv- und Passivposten zum Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet, das Eigenkapital hingegen mit den historischen Kursen. Die hieraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen finden bis zum Abgang der Tochtergesellschaft erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis in den sonstigen Eigenkapitalbestandteilen Berücksichtigung. Die Umrechnung des anteiligen Eigenkapitals der ausländischen assoziierten Unternehmen erfolgt nach der gleichen Vorgehensweise. Die Aufwendungen und Erträge sind zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Fremdwährungsgeschäfte in den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden mit dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs eingebucht. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne oder -verluste aus der Bewertung monetärer Posten in fremder Währung zum Stichtagskurs werden erfolgswirksam berücksichtigt. Von der erfolgswirksamen Erfassung ausgenommen sind Währungsdifferenzen aus Fremdwährungskrediten, soweit sie Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb sind. Sie sind Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb, wenn die Rückzahlung in einem absehbaren Zeitraum weder geplant noch wahrscheinlich ist. Umrechnungsdifferenzen werden bis zur Veräußerung der Netto Investition erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital und erst bei deren Abgang im Periodenergebnis erfasst. Nicht monetäre Posten in fremder Währung werden zu historischen Wechselkursen fortgeführt. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Devisenkurse, die bei der Umrechnung der Einzelabschlüsse in fremder Währung Anwendung fanden. scroll
KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss sind neben der HeidelbergCement AG 932 Unternehmen - 55 inländische und 877 ausländische - im Wege der Voll- oder Quotenkonsolidierung einbezogen. Die Veränderungen gegenüber dem Stand zum 31. Dezember 2010 werden in der nachfolgenden Tabelle erläutert. Anzahl voll- und quotal konsolidierter Unternehmenscroll
Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes des HeidelbergCement Konzerns zum 31. Dezember 2011 erfolgt auf den Seiten 219 f. Die Aufstellung enthält die abschließende Nennung aller Tochterunternehmen, die von den Offenlegungserleichterungen gemäß § 264b HGB Gebrauch machen. Die Beiträge der quotenkonsolidierten Gemeinschaftsunternehmen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HeidelbergCement Konzerns werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Beiträge quotenkonsolidierter GesellschaftenMio €scroll
Unternehmenszusammenschlüsse im BerichtsjahrZur Erweiterung seiner Aktivitäten im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe im Norden der schwedischen Hauptstadt Stockholm hat HeidelbergCement am 31. Januar 2011 100 % der Anteile an der Ledinge Fastighets AB, Rimbo, und deren Tochterunternehmen erworben. Das Betätigungsfeld der erworbenen Gruppe umfasst vor allem den Betrieb von Sand-, Kies- und Schottergruben. Der sich aus der Differenz zwischen dem Kaufpreis von 10,0 Mio € und dem vorläufig bewerteten Nettovermögen von 3,9 Mio € ergebende Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 6,1 Mio € repräsentiert Wachstumsaussichten, die aus der verbesserten Marktposition resultieren. Der Kaufpreis wurde in bar entrichtet. Die Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,2 Mio € wurden in der Gewinnund Verlustrechnung als zusätzliche ordentliche Aufwendungen erfasst. Die Kaufpreisallokation ist noch nicht abgeschlossen, da noch nicht alle endgültigen Bewertungsgutachten vorliegen. Änderungen können sich aus der Anpassung der beizulegenden Zeitwerte der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen sowie der darauf entfallenen latenten Steuern ergeben. Die zum Erwerbszeitpunkt erfassten Forderungen umfassen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige operative Forderungen mit beizulegenden Zeitwerten in Höhe von 1,4 Mio € bzw. 0,5 Mio €, die erwartungsgemäß in voller Höhe einbringlich sind. Zur Sicherung der Zuschlagstoffreserven in der Metropolregion Melbourne hat HeidelbergCement am 1. August 2011 100 % der Anteile an der Galli Quarries Pty Ltd, Bundoora, Australien, und deren Tochtergesellschaften erworben. Der Kaufpreis in Höhe von 25,3 Mio € wurde in bar entrichtet. Das vorläufig bewertete Nettovermögen beträgt 29,8 Mio €. Der sich aus der Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem vorläufig bewerteten Nettovermögen ergebende Unterschiedsbetrag resultierte aus einem günstigen Kauf (Lucky Buy) und wird in den zusätzlichen ordentlichen Erträgen ausgewiesen. Die Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,2 Mio € wurden in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst. Die Kaufpreisallokation ist noch nicht abgeschlossen, da noch nicht alle endgültigen Bewertungsgutachten vorliegen. Änderungen können sich aus der Anpassung der beizulegenden Zeitwerte der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen sowie der latenten Steuern ergeben. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Bruttobetrag von 1,7 Mio € erworben, die voraussichtlich in voller Höhe einbringlich sind. Am 6. September 2011 hat HeidelbergCement zur Sicherung der Rohstoffreserven im Rahmen eines Asset Deals den Geschäftsbetrieb eines Kalksteinbruchs in Barcelona, Spanien, zu einem Kaufpreis von 11,8 Mio € in bar erworben. Für den Kaufpreis wurde im Vorjahr bereits eine Anzahlung von 1,0 Mio € geleistet. Der sich aus der Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem vorläufig bewerteten Nettovermögen von 8,2 Mio € ergebende steuerbare Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 3,6 Mio € repräsentiert Synergieeffekte im Transportbetonbereich. Die Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,8 Mio € wurden in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst. Die Kaufpreisallokation ist noch nicht abgeschlossen, da noch nicht alle Bewertungsgutachten vorliegen. Änderungen können sich aus der Anpassung der beizulegenden Zeitwerte der Sachanlagen ergeben. Die nachfolgende Tabelle zeigt die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Unternehmenszusammenschlüsse zum Erwerbszeitpunkt. Vorläufige beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktscroll
Bei den erworbenen Sachanlagen handelt es sich um Grundstücke und Gebäude (9,1 Mio €), technische Anlagen und Maschinen (11,3 Mio €) und geleistete Anzahlungen (1,0 Mio €). Die nachfolgende Tabelle zeigt die Umsatzerlöse und Ergebnisse der Ledinge FastighetsAB und der Galli Quarries Pty Ltd seit dem Erwerbszeitpunkt sowie die Beträge, die sich ergeben hätten, wenn die Gesellschaften zum 1. Januar 2011 vollkonsolidiert worden wären. Umsatzerlöse und ErgebnisMio €scroll
Die Umsatzerlöse und Ergebnisse des erworbenen Geschäftsbetriebs in Spanien können nicht separat ermittelt werden, da die Einheit nach ihrem Erwerb in das bestehende Geschäft integriert wurde. Darüber hinaus hat HeidelbergCement im Geschäftsjahr 2011 in den Konzerngebieten Asien-Pazifik und West- und Nordeuropa kleinere Unternehmenszusammenschlüsse vorgenommen, die keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns hatten. Weiterhin hat HeidelbergCement im Dezember 2011 im Konzerngebiet Nordamerika 50 % der Anteile am Gemeinschaftsunternehmen Building Products & Concrete Supply Limited Partnership, Winnipeg, Kanada, erworben. Das Unternehmen wird quotal gemäß IAS 31 (Interests in Joint Ventures) in den Konzernabschluss einbezogen. Der Kaufpreis betrug 14,3 Mio €, der sich aus einer Barzahlung in Höhe von 13,7 Mio € und einer Verbindlichkeit von 0,6 Mio € zusammensetzt. Der sich aus der Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem vorläufig bewerteten anteiligen Nettovermögen von 4,4 Mio € ergebende Betrag von 9,9 Mio € wurde als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Die nachfolgende Tabelle zeigt die anteiligen vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft: Vorläufige beizulegende Zeitwerte zum ErwerbszeitpunktMio €scroll
Desinvestitionen im BerichtsjahrAm 1. Januar 2011 hat die mit 50 % quotenkonsolidierte Mibau-Gruppe alle Anteile an der Partenreederei MS "Splittnes" GmbH & Co. KG, Cadenberge, für 7,7 Mio € veräußert. Der Kaufpreis wurde mit einer Verbindlichkeit in Höhe von 7,0 Mio € verrechnet; der Rest wurde in bar bezahlt. Am 9. Februar 2011 veräußerte HeidelbergCement alle Anteile am quotal einbezogenen Unternehmen Heidelberger Betonelemente GmbH & Co. KG (HDBB), Baden-Baden, zu einem Verkaufspreis von 7,0 Mio €, der in bar beglichen wurde. Am 5. September 2011 hat HeidelbergCement die Solvent Resource Management Limited (SRM), Maidenhead, Großbritannien, veräußert. Der Verkaufspreis von 13,2 Mio € setzt sich aus einer Barzahlung in Höhe von 12,6 Mio € und einer Forderung von 0,6 Mio € zusammen. Am 30. November 2011 wurde die Hanson Precast (S) Pte Ltd., Singapur, für 2,2 Mio € veräußert. Der Verkaufspreis wurde in bar bezahlt. Die (anteiligen) Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaften zum Veräußerungszeitpunkt werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunktscroll
Die Veräußerungsgewinne und -Verluste werden im zusätzlichen ordentlichen Ergebnis ausgewiesen und unter Punkt 7 erläutert. Unternehmenszusammenschlüsse im VorjahrAm 13. Mai 2010 hat HeidelbergCement den ausstehenden 50 %-Anteil am Jointventure Pioneer North Queensland Pty Ltd erworben und dadurch die Aktivitäten in Australien weiter gestärkt. Der Kaufpreis betrug 11,4 Mio € und wurde in bar entrichtet. Bisher wurde die Gesellschaft At Equity bewertet. Der beizulegende Zeitwert der At-Equity-Beteiligung betrug 11,4 Mio €. Aufgrund der Neubewertung des Anteils entstand ein Verlust in Höhe von 1,1 Mio €, der in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst wurde. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 8,4 Mio €, der steuerlich nicht abzugsfähig ist, spiegelt die Synergiepotenziale wider, die sich aus dem Unternehmenszusammenschluss ergeben. Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 34 T€ wurden in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses wurden Forderungen mit einem beizulegenden Zeitwert von 3,8 Mio € erworben. Der Bruttobetrag der Forderungen beträgt 4,3 Mio €, von denen 0,5 Mio € wahrscheinlich uneinbringlich sind. Die Kaufpreisallokation ist abgeschlossen. Gegenüber den zum 31. Dezember 2010 veröffentlichten Werten haben sich keine Änderungen ergeben. Um die Produktionskapazität für Zement in der Demokratischen Republik Kongo auszubauen, hat Heidelberg-Cement am 15. September 2010 von der Forrest Group 55 % an Cimenterie de Lukala S.A.R.L. (CILU), Kinshasa, sowie 70 % an Interlacs S.A.R.L., Lubumbashi, erworben. Der Kaufpreis in Höhe von 62,2 Mio € wurde in bar entrichtet. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 35,3 Mio €, der steuerlich nicht abzugsfähig ist, repräsentiert insbesondere die zukünftigen Marktpotenziale in der Demokratischen Republik Kongo. Die Bewertung der Minderheitsanteile in Höhe von 21,6 Mio € erfolgte zum anteiligen beizulegenden Zeitwert des identifizierbaren Nettovermögens. Im Zuge des Erwerbes wurden Forderungen mit einem beizulegenden Zeitwert von 2,4 Mio € erfasst. Der Bruttobetrag beläuft sich auf 2,5 Mio €. Hiervon werden 0,1 Mio € voraussichtlich uneinbringlich sein. Die Anschaffungsnebenkosten betrugen 0,1 Mio € und wurden in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst. Die Kaufpreisallokation ist abgeschlossen. Aus nachträglichen Anpassungen haben sich nur unwesentliche Auswirkungen auf die Vermögenswerte und Schulden ergeben. Im Zuge der Erweiterung der Aktivitäten in Russland hat HeidelbergCement zwischen dem 5. und 14. Oktober 2010 in mehreren Schritten insgesamt 51 % der Anteile an CJSC "Construction Materials", Sterlitamak/ Russland erworben. Der sich aus der Differenz zwischen dem Kaufpreis von 54,2 Mio € und dem anteiligen Nettovermögen von 40,2 Mio € ergebende steuerlich nicht abzugsfähige Goodwill in Höhe von 14,0 Mio € repräsentiert das strategische Potenzial des erworbenen hochmodernen Zementwerks, das sich in einer der wichtigsten Investitionsregionen Russlands befindet. Der Kaufpreis setzt sich aus der Barzahlung in Höhe von 40,0 Mio € sowie einer zum Barwert angesetzten Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 14,2 Mio € zusammen. Die US$-Kaufpreisverbindlichkeit beläuft sich nominal auf 15,9 Mio € (22,5 Mio US$) und steht der Höhe nach fest. Der Zahlungsmittelabfluss erfolgt im Februar 2013. Die 2010 angefallenen Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,7 Mio € wurden in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst. Vor dem 1. Januar 2010 entstandene Anschaffungsnebenkosten von 1,1 Mio € wurden erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die Minderheitsanteile in Höhe von 38,5 Mio € wurden mit dem anteiligen beizulegenden Zeitwert des identifizierbaren Nettovermögens bewertet. Die erworbenen Forderungen beinhalten im Wesentlichen kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 1,1 Mio €, der sich aus dem Bruttobetrag von 1,3 Mio € nach Abzug der voraussichtlich uneinbringlichen Forderungen von 0,2 Mio € ergibt. Die Kaufpreisallokation ist abgeschlossen. Aus nachträglichen Anpassungen haben sich nur unwesentliche Auswirkungen auf die Vermögenswerte und Schulden ergeben. Die nachfolgende Tabelle zeigt die endgültigen beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden. Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktscroll
Bei den erworbenen Sachanlagen handelt es sich um Grundstücke und Gebäude (62,6 Mio €), technische Anlagen und Maschinen (101,0 Mio €), andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (4,9 Mio €) und geleistete Anzahlungen (5,7 Mio €). Die nachfolgende Tabelle zeigt die Umsatzerlöse und die Ergebnisse der Gesellschaften für das Geschäftsjahr 2010 seit dem Erwerbszeitpunkt sowie die Beträge, die sich ergeben hätten, wenn die Gesellschaften zum 1. Januar 2010 vollkonsolidiert worden wären. Umsatzerlöse und Ergebnisscroll
Änderung der Beteiligungsstruktur im VorjahrIm Mai 2010 haben HeidelbergCement und IFC, ein Mitglied der Weltbank-Gruppe, und deren Finanzpartner eine Vereinbarung unterzeichnet, um den Ausbau der Infrastruktur in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara durch die Erhöhung des örtlichen Zementangebots voranzutreiben. IFC und deren Finanzpartner haben sich verpflichtet, eine Minderheitsbeteiligung am Afrikageschäft von HeidelbergCement zu erwerben und dafür bis zu 180,0 Mio US$ einzubringen. HeidelbergCement wird im Gegenzug diese Mittel in den Ausbau der Zementkapazitäten in den Ländern südlich der Sahara, die von der International Development Association (IDA) unterstützt werden, investieren. IFC hat die erste Tranche in Höhe von 60,0 Mio US$ (45,4 Mio €) am 5. August 2010 eingebracht und damit rund 6 % der Anteile am Afrika-Geschäft der Scancem International-Gruppe erworben. Aus dieser Transaktion erhöhte sich zunächst das auf die Anteilseigner des HeidelbergCement Konzerns entfallende Eigenkapital um 25,0 Mio €. Die vertraglichen Regelungen sehen vor, dass IFC die erworbenen Anteile HeidelbergCement ab einem bestimmten Zeitpunkt andienen kann. Die Verbindlichkeit aus dem Andienungsrecht wurde zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2010 mit dem Barwert des Rückzahlungsbetrags in Höhe von 54,7 Mio € als langfristige Verbindlichkeit aus Put-Optionen bilanziert. Hierdurch reduzierte sich das auf die Anteilseigner entfallende Eigenkapital um 36,2 Mio €. Erläuterungen zur SegmentberichterstattungDie Segmentberichterstattung von HeidelbergCement basiert auf der konzerninternen Aufteilung in geografische Regionen und zusätzlich in Geschäftsaktivitäten. Entsprechend der Managementorganisation erfolgt die Unterteilung des Konzerns in geografische Regionen. Daneben wird freiwillig zusätzlich eine Aufteilung nach Geschäftsaktivitäten vorgenommen. Die geografische Unterteilung von HeidelbergCement erfolgt in sechs Konzerngebiete:
Das Konzerngebiet West- und Nordeuropa umfasst die Benelux-Länder, Dänemark, Großbritannien, Norwegen, Schweden und die baltischen Staaten. Deutschland wurde mit West- und Nordeuropa zusammengefasst. Bosnien-Herzegowina, Georgien, Kasachstan, Kroatien, Polen, Rumänien, Russland, die Tschechische und die Slowakische Republik, die Ukraine und Ungarn gehören zum Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien. Zum Konzerngebiet Asien-Pazifik zählen Bangladesh, Brunei, China, Indien, Indonesien, Malaysia, Singapur sowie Australien. Das Konzerngebiet Afrika-Mittelmeerraum setzt sich aus den afrikanischen Ländern sowie Israel, Spanien und der Türkei zusammen. Nordamerika umfasst die USA und Kanada. Im Konzerngebiet Konzernservice sind unsere Handelsaktivitäten zusammengefasst. Daneben unterscheidet HeidelbergCement vier Geschäftsbereiche: Zement, Zuschlagstoffe, Bauprodukte und Beton-Service-Sonstiges. Im Geschäftsbereich Beton-Service-Sonstiges wird hauptsächlich über die nachgelagerten Aktivitäten wie Transportbeton und Asphalt berichtet. HeidelbergCement beurteilt die Leistung in den Segmenten primär anhand des operativen Ergebnisses. Den Bewertungsgrundsätzen der Segmentberichterstattung liegen die in diesem Abschluss verwendeten IFRS zugrunde. Der Umsatz mit anderen Konzerngebieten bzw. Geschäftsbereichen zeigt die Umsätze, die zwischen den Segmenten getätigt wurden. In der Überleitung werden konzerninterne Verflechtungen zwischen den Segmenten eliminiert. Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Aufteilung der Umsatzerlöse mit Drittkunden sowie der langfristigen Vermögenswerte nach Ländern gemäß IFRS 8.33. scroll
1)
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Die Zuordnung der Umsatzerlöse auf die Länder erfolgt auf Basis des Herkunftslands des Unternehmens. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1) Umsatzerlösescroll
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2) Sonstige betriebliche ErträgeSonstige betriebliche ErträgeMio €scroll
In den Buchgewinnen aus Anlagenabgängen sind Gewinne aus dem Verkauf nicht benötigter Emissionsrechte in Höhe von 93,9 (i.V.: 147,1) Mio € enthalten. Die Wechselkursgewinne resultieren aus Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Wechselkursgewinne aus verzinslichen Forderungen und Verbindlichkeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Wesentliche einmalige Geschäftsvorfälle, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeitanfallen, werden in den zusätzlichen ordentlichen Erträgen ausgewiesen und unter Punkt 7 erläutert. 3) MaterialaufwandMaterialaufwandMio €scroll
In Relation zu den Umsatzerlösen betrug der Materialaufwand 41,7 % (i.V.: 40,2 %). Der Anstieg des Materialaufwands ist im Wesentlichen auf den überproportionalen Anstieg der Energiekosten, insbesondere der Kosten für Kohle und Öl, zurückzuführen. 4) Mitarbeiter und PersonalaufwandPersonalaufwandMio €scroll
Im Verhältnis zu den Umsatzerlösen betrug der Personalaufwand 16,0 % (i.V.: 17,7 %). Bezüglich der Entwicklung der Aufwendungen für Altersversorgung verweisen wir auf die Erläuterung der Pensionsrückstellungen unter Punkt 45. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (Aufgliederung nach Personengruppen)scroll
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter quotal konsolidierter Unternehmen betrug 3.177 (i.V.: 3.294). Langfristbonus - Kapitalmarkt-KomponenteAls langfristig orientierten variablen Vergütungsbestandteil erhalten die Vorstandsmitglieder der HeidelbergCement AG und bestimmte Führungskräfte des HeidelbergCement Konzerns einen Langfristbonus, der sich aus einer Management-Komponente und einer Kapitalmarkt-Komponente zusammensetzt. Die Kapitalmarkt-Komponente mit einer Laufzeit von vier Jahren berücksichtigt die externe Wertschöpfung, gemessen als Total Shareholder Return (TSR) - angepasst um die reinvestierten Dividendenzahlungen und unter Bereinigung von Kapitalveränderungen -im Vergleich zu relevanten Kapitalmarktindizes, unter Verwendung von Performance Share Units (PSUs). Bei den PSUs handelt es sich um virtuelle Aktien, die der Berechnung der Kapitalmarkt-Komponente dienen. Für die Kapitalmarkt-Komponente wird in einem ersten Schritt die Anzahl der zunächst gewährten PSUs ermittelt. Die Stückzahl der PSUs errechnet sich aus einem festgelegten Prozentsatz des festen Jahresgehalts geteilt durch den Referenzkurs der HeidelbergCement-Aktie zum Begebungszeitpunkt. Der Referenzkurs ist jeweils der Durchschnitt der Tagesschlusskurse der HeidelbergCement-Aktie im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse von drei Monaten rückwirkend vom Tag des Beginns der Performance-Periode/Ablaufs der Performance-Periode. Nach Ablauf der vierjährigen Performance-Periode werden die endgültig erdienten PSUs in einem zweiten Schritt entsprechend der Zielerreichung ermittelt (0-200 %) und zum dann geltenden Referenzkurs der HeidelbergCement-Aktie - angepasst um die reinvestierten Dividendenzahlungen und unter Bereinigung von Kapitalveränderungen - in bar ausgezahlt. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Eckdaten des ersten Plans 2011. Eckdaten des Langfristbonusplansscroll
Die Überleitung der Anzahl der PSUs vom 1. Januar 2011 zum 31. Dezember 2011 wird in der folgenden Tabelle dargestellt. Anzahl der PSUsscroll
Für die Bilanzierung nach IFRS 2 (Share-based Payment) wird der beizulegende Zeitwert der PSUs mit Hilfe eines anerkannten Optionspreismodells errechnet. Hierbei wird eine große Anzahl unterschiedlicher Entwicklungspfade der HeidelbergCement-Aktie - unter Berücksichtigung der Effekte reinvestierter Dividenden - und der Vergleichsindizes simuliert (Monte-Carlo-Simulation). Zum Bilanzstichtag wiesen der Vergleichsindex DAX 30 einen Stand von 5.898 Punkten und der Vergleichsindex MSCI World Construction Materials einen Stand von 117,9 Punkten auf. Die Bewertungsparameter werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Bewertungsparameterscroll
1)
Durchschnitt der letzten zwei Jahre Zum Abschlussstichtag betrug die über den Personalaufwand gebildete Rückstellung 0,8 Mio €. Die Auszahlung der Kapitalmarkt-Komponente des Langfristbonusplans 2011-2013/14 erfolgt nach der Hauptversammlung 2015, d.h. im Jahr nach der vierjährigen Performance-Periode. 5) Sonstige betriebliche AufwendungenSonstige betriebliche AufwendungenMio €scroll
Die Wechselkursverluste resultieren aus Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Wechselkursverluste aus verzinslichen Forderungen und Verbindlichkeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen. In den übrigen Aufwendungen sind Aufwendungen im Zusammenhang mit entgeltlich erworbenen Emissionsrechten in Höhe von 33,2 (i.V.: 0,4) Mio € enthalten. Auf Forschung und Entwicklung entfielen Aufwendungen in Höhe von 78,9 (i.V.: 67,6) Mio €, die nach den in IAS 38 (Intangible Assets) gegebenen Voraussetzungen nicht zu aktivieren sind. Wesentliche einmalige Geschäftsvorfälle, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallen, werden in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen ausgewiesen und unter Punkt 7 erläutert. 6) Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und SachanlagenDie planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Gegenstände des Sachanlagevermögens werden auf der Grundlage der folgenden konzerneinheitlichen Nutzungsdauern ermittelt. Nutzungsdauerscroll
In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind Aufwendungen aus der Abwertung von Emissionsrechten aufgrund gesunkener Marktpreise in Höhe von 52,8 (i.V.: 7,9) Mio € enthalten. Wertminderungen werden in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen ausgewiesen und unter Punkt 7 erläutert. 7) Zusätzliches ordentliches ErgebnisDas zusätzliche ordentliche Ergebnis enthält Geschäftsvorfälle, die zwar im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallen, jedoch aufgrund ihrer Einmaligkeit nicht im operativen Ergebnis ausgewiesen werden. Zusätzliches ordentliches ErgebnisMio €scroll
Zusätzliche ordentliche ErträgeDie Gewinne aus dem Abgang von sonstigem Anlagevermögen resultieren aus der Veräußerung nicht mehr benötigter Grundstücke. Für in Vorjahren wertgeminderte Sachanlagen wurden Wertaufholungen auf den Marktwert abzüglich Veräußerungskosten in Höhe von 0,3 (i.V.: 2,6) Mio € vorgenommen. Die Wertaufholungen für immaterielle Vermögenswerte betrugen 0,6 (i.V.: 1,8) Mio €. Die sonstigen einmaligen Erträge enthalten eine Vielzahl von Einzelposten. Wesentlicher Posten des Berichtsjahrs ist der Unterschiedsbetrag von 4,8 Mio € aus dem Erwerb der Galli Quarries Pty Ltd., Australien. Der wesentliche Posten des Vorjahrs betraf die Auflösung abgegrenzter Kaufpreisverbindlichkeiten aus dem Erwerb von Tochterunternehmen in Höhe von 18,0 Mio €. Zusätzliche ordentliche AufwendungenDie Verluste aus dem Abgang von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten enthalten im Wesentlichen die Abgangsverluste aus Desinvestitionen in Großbritannien und Deutschland. Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Berichtsjahr Wertminderungen in Höhe von 32,3 (i.V.: 23,6) Mio € vorgenommen. Die Wertminderungen betreffen im Wesentlichen den Geschäfts- oder Firmenwert in Spanien mit 31,7 Mio €. Im Vorjahr wurden Wertminderungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte in Spanien (22,6 Mio €) sowie West- und Nordeuropa (1,0 Mio €) vorgenommen. Detaillierte Erläuterungen zum Wertminderungstest werden auf Seite 163f. gegeben. Es wurden Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 53,6 (i.V.: 27,2) Mio € vorgenommen; davon auf den Nutzungswert 31,9 Mio € und auf den Marktwert abzüglich Veräußerungskosten 21,7 Mio €. Wesentliche Posten waren Wertminderungen von technischen Anlagen und Gebäuden in Nordamerika und Großbritannien aufgrund von Kapazitätsauslastungen. Die Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) betrugen 4,1 (i.V.: 2,6) Mio €. Die sonstigen einmaligen Aufwendungen beinhalten eine Vielzahl von Einzelposten. Hierin enthalten sind Kosten in Höhe von 1,2 (i.V.: 1,1) Mio €, die im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen entstanden sind. Im Vorjahr enthielt der Posten außerdem 1,1 Mio € aus der Neubewertung von Anteilen aus sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen. 8) Ergebnis aus BeteiligungenErgebnis aus BeteiligungenMio €scroll
Die Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen bemessen sich nach den Bruttobeträgen, d.h. der Ausweis erfolgt vor Ertragsteuern. Den anteiligen Steueraufwand berichten wir unter dem Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Das Nettoergebnis betrug 43,5 (i.V.: 28,7) Mio €. Der Anstieg des Ergebnisses ist insbesondere auf gestiegene Ergebnisbeiträge der assoziierten Unternehmen in Deutschland und Belgien zurückzuführen. Die Erträge aus Finanzinvestitionen umfassen im Wesentlichen Gewinnausschüttungen von Kapital- und Personengesellschaften. Die Wertminderungen von Beteiligungen des Vorjahrs resultierten im Wesentlichen aus der Wertminderung des polnischen assoziierten Unternehmens Podgrodzie Sp.z.o.o. und der Finanzinvestition US Concrete lnc., Delaware, wovon ein Anteil von 8,8 Mio € erfolgswirksam aus dem Eigenkapital aufgelöst wurde. 9) Sonstiges FinanzergebnisSonstiges FinanzergebnisMio €scroll
Im Vorjahr enthielt das übrige sonstige Finanzergebnis Finanzierungsaufwendungen im Zusammenhang mit der syndizierten Kreditfazilität in Höhe von 75,0 Mio €. 10) Steuern vom Einkommen und vom ErtragSteuern vom Einkommen und vom Ertrag fortzuführender GeschäftsbereicheMio €scroll
Die Erhöhung der tatsächlichen Steuern um 24,4 Mio € ist im Wesentlichen auf die Ergebnisverbesserungen in Indonesien und Kanada zurückzuführen. Bereinigt um Steuernachzahlungen und -erstattungen für Vorjahre in Höhe von -3,7 (i.V.: 1,9) Mio € erhöhten sich die tatsächlichen Steuern um 18,8 Mio €. Der anteilige Steueraufwand der assoziierten Unternehmen aus der At-Equity-Bewertung in Höhe von 8,0 (i.V.: 6,6) Mio € ist in den tatsächlichen Steuern enthalten. In Vorjahren gebildete Aktivposten für latente Steuern auf Verlustvorträge reduzierten sich im Berichtsjahr um 28,8 (i.V.: 13,4) Mio €. Die Minderung des Steueraufwands für latente Steuern aufgrund von in Vorjahren nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste betrug im Geschäftsjahr 34,5 (i.V.: 53,2) Mio €. Wie schon im Vorjahr wurde bei dem Ansatz aktiver latenter Steuern in Höhe von 147,4 (i.V.: 77,7) Mio € in den USA, die nicht durch passive Steuerlatenzen gedeckt sind, die Einschätzung bezüglich der Realisierbarkeit der Verlustvorträge innerhalb der kommenden fünf Jahre entsprechend der prognostizierten Erträge und anhand der Steuerplanungsstrategie berücksichtigt. Steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften, die bei der Ermittlung der latenten Steuern nicht berücksichtigt sind, bestehen in Höhe von 3.029,2 (i.V.: 2.194,3) Mio €. Die Verlustvorträge im Inland und im Ausland sind im Wesentlichen unverfallbar. Im Berichtsjahr sind nicht gebuchte Aktivposten für latente Steuern in Höhe von 852,8 (i.V.: 597,4) Mio € vorhanden. Im Geschäftsjahr wurden latente Steuern in Höhe von 18,6 (i.V.: -26,8) Mio € erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet, die überwiegend aus der Bewertung von Pensionsrückstellungen gemäß IAS 19 sowie der Bewertung von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39 resultieren. Die Rückstellung für latente Steuern erhöhte sich erfolgsneutral um 0,4 (i.V.: 26,1) Mio € aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises. Die langfristigen Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern in Höhe von 93,0 (i.V.: 90,7) Mio € enthalten Eventualver-bindlichkeiten,die im Zusammenhang mit dem Erwerb der Hanson-Gruppe gemäß IFRS 3.37 angesetzt wurden. Gemäß IAS 12 sind latente Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Eigenkapital einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert für diese Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden, wenn mit der Realisierung zu rechnen ist (Outside-Basis-Differenzen). Aufgrund der Anwendungsvorschriften des IAS 12.39 wurden latente Steuern auf zukünftig geplante Dividenden in Höhe von 23,0 (i.V.: 11,1) Mio € gebildet. Für Outside-Basis-Differenzen aus thesaurierten Gewinnen der Tochtergesellschaften der HeidelbergCement AG in Höhe von 4,2 (i.V.: 3,9) Mrd € wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da weitere Ausschüttungen nicht geplant sind. Im Einklang mit IAS 12.87 erfolgte keine Berechnung des nicht gebuchten Passivpostens. Im Hinblick auf die Bewertung der latenten Steuern kommt für die Inlandsgesellschaften ein zusammengefasster Ertragsteuersatz von 29,42 % zur Anwendung. Dieser setzt sich zusammen aus dem gesetzlichen Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich des Solidaritätszuschlags, der in Höhe von 5,5 % auf die zu entrichtende Körperschaftsteuer erhoben wird, sowie einer durchschnittlichen Gewerbesteuerbelastung von 13,6 %. Für das Jahr 2010 betrug der zusammengefasste Ertragsteuersatz 29,32 %. Das von den im Ausland ansässigen Konzerngesellschaften erwirtschaftete Ergebnis vor Steuern wird mit dem im jeweiligen Sitzland gültigen Satz versteuert. Dabei variieren die lokalen Ertragsteuersätze zwischen 0 % und 40 %. In Übereinstimmung mit IAS 12.85 basiert der theoretische Steueraufwand auf einem gewichteten durchschnittlichen Steuersatz. Bei dessen Berechnung werden sowohl Gewinne als auch Verluste der einzelnen Gruppengesellschaften mit dem lokal gültigen Steuersatz berücksichtigt. Da HeidelbergCement überwiegend in ausländischen Steuerrechtskreisen tätig ist, wird dieser Ansatz gegenüber der Verwendung des inländischen Steuersatzes der Muttergesellschaft als geeigneter erachtet. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr ergibt sich überwiegend aus der veränderten relativen Gewichtung der Ergebnisse der Gesellschaften. Aufgrund der erwarteten Erholung in unseren reifen Märkten, wie den USA oder Großbritannien, ist in der Zukunft mit einem weiteren Anstieg des theoretischen Steueraufwands zu rechnen. Überleitungsrechnung fortzuführender GeschäftsbereicheMio €scroll
Latente Steuern nach Kategorien von temporären DifferenzenMio €scroll
11) Aufgegebene GeschäftsbereicheDie folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des Ergebnisses aus aufgegebenen Geschäftsbereichen. Ergebnis nach Steuern aufgegebener GeschäftsbereicheMio €scroll
Das Ergebnis enthält Aufwendungen, die im Zusammenhang mit in Vorjahren aufgegebenen Geschäftsbereichen der Hanson-Gruppe entstanden sind und im Wesentlichen aus Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen resultieren. Weitere Einzelheiten zu den Verpflichtungen werden unter Punkt 46 Sonstige Rückstellungen erläutert. Im Vorjahr waren außerdem Aufwendungen im Zusammenhang mit der 2008 veräußerten maxit Group enthalten. 12) Vorschlag für die DividendeVorstand und Aufsichtsrat schlagen folgende Dividende vor: 0,35 € je Aktie. Bezogen auf 187.500.000 für das Geschäftsjahr 2011 dividendenberechtigte Stückaktien ergibt dies einen Betrag von 65.625.000 (i.V.: 46.875.000) €. 13) Ergebnis je AktieErgebnis je AktieMio €scroll
Die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie erfolgt gemäß IAS 33 (Earnings per Share) mittels Division des Anteils der Gruppe am Jahresergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der Anzahl der ausgegebenen Aktien. Die Kenngröße verwässertes Ergebnis je Aktie berücksichtigt nicht nur tatsächlich ausgegebene, sondern auch aufgrund von Optionsrechten potenziell erhältliche Aktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie gemäß IAS 33.30 ergab sich im Berichtszeitraum nicht. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns im Laufe des Berichtsjahrs durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 (Statement of Cash Flows) wird zwischen Zahlungsströmen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Veränderungen der betreffenden Bilanzposten lassen sich nicht unmittelbar aus der Konzernbilanz ableiten, da zahlungsunwirksame Vorgänge, wie Effekte aus der Währungsumrechnung und Konsolidierungskreisänderung, bereinigt werden. Der Cashflow errechnet sich aus dem um Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und um das Zinsergebnis bereinigten Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen, korrigiert um Abschreibungen, Wertminderungen und andere zahlungsunwirksame Ströme (andere Non Cash Items). Fernerwerden Zahlungsströme aus erhaltenen Dividenden von nicht konsolidierten Unternehmen, aus erhaltenen und gezahlten Zinsen und aus gezahlten Steuern erfasst. Unter Berücksichtigung von Veränderungen des Working Capital und dem Verbrauch von Rückstellungen ergibt sich der Mittelfluss aus operativer Geschäftstätigkeit. Im Mittelfluss aus der Investitionstätigkeit werden Zahlungsströme aus dem Erwerb oder der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten sowie Sach- und Finanzanlagen erfasst. Sofern es sich um den Erwerb oder die Veräußerung von Tochtergesellschaften oder sonstigen Geschäftseinheiten handelt (Übernahme oder Verlust der Kontrolle), werden die Auswirkungen auf die Kapitalflussrechnung in eigenen Posten dargestellt. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit ist durch die Veränderungen im Kapital, durch gezahlte Dividenden sowie durch die Aufnahme und Tilgung von Anleihen und Krediten geprägt. Darüber hinaus werden Zahlungsströme aus Änderungen der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, als Finanzierungstätigkeit klassifiziert. Die von ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesenen Mittelflüsse werden grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Im Gegensatz hierzu werden die Zahlungsmittelbestände wie in der Konzernbilanz zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Einflüsse von Wechselkursänderungen auf die liquiden Mittel werden gesondert dargestellt. Im Folgenden werden die wesentlichen Einzelposten der Kapitalflussrechnung erläutert. 14) Erhaltene ZinsenDer Rückgang der erhaltenen Zinsen um 29,7 Mio € auf 168,3 (i.V.: 198,0) Mio € ist im Wesentlichen auf verminderte Sondereffekte aus der Ablösung von Zinsswaps zurückzuführen. Diese führten im Berichtsjahr zu einem Mittelzufluss von 71,2 (i.V.: 93,4) Mio €. 15) Gezahlte ZinsenDie Auszahlungen für Zinsen haben sich um 174,1 Mio € auf 624,3 (i.V.: 798,4) Mio € reduziert. Dies ist im Wesentlichen auf verminderte Refinanzierungkosten zurückzuführen. 16) Gezahlte SteuernDer Anstieg der gezahlten Steuern um 155,5 Mio € auf 308,4 (i.V.: 152,9) Mio € beruht im Wesentlichen auf dem im ersten Quartal des Vorjahrs enthaltenen Einmaleffekt aus Steuererstattungen in Nordamerika von 112,6 Mio €. 17) Eliminierung anderer Non Cash ItemsDie anderen Non Cash Items enthalten im Wesentlichen Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen. Ferner wurden die Ergebnisse um die Buchgewinne und -Verluste aus Anlagenabgängen korrigiert. Der Gesamtbetrag der erzielten Finanzmittel aus Anlagenabgängen wird unter den Desinvestitionen in der Investitionstätigkeit dargestellt. 18) Veränderung der betrieblichen AktivaBei den betrieblichen Aktiva handelt es sich um Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie um sonstige Vermögenswerte der operativen Geschäftstätigkeit. 19) Veränderung der betrieblichen PassivaDie betrieblichen Passiva beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten aus der operativen Geschäftstätigkeit. 20) Verbrauch von RückstellungenDieser Posten enthält die zahlungswirksame Inanspruchnahme aus Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. 21) Zahlungswirksame InvestitionenDie Auszahlungen für Investitionen unterscheiden sich von den Zugängen im Anlagenspiegel u.a. dadurch, dass im Anlagenspiegel nicht zahlungswirksame Transaktionen (Non Cash Items) als Zugänge gezeigt werden, wie z.B. Zugänge im Rahmen von Tauschtransaktionen oder Sacheinlagen. Vom Gesamtbetrag der zahlungswirksamen Investitionen in Höhe von 959,2 (i.V.: 871,6) Mio € entfielen 496,3 (i.V.: 466,7) Mio € auf Investitionen zur Erhaltung und Optimierung der Kapazitäten und 462,9 (i.V.: 404,9) Mio € auf Kapazitätserweiterungen. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen 874,4 (i.V.: 734,0) Mio € und betrafen Erhaltungs-, Optimierungs- und Umweltschutzmaßnahmen in unseren Produktionsstätten sowie Expansionsprojekte in Wachstumsmärkten. Die Ausgaben für den Erwerb von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten betrugen 63,2 (i.V.: 113,9) Mio € und entfielen im Wesentlichen auf die im Folgenden aufgeführten Akquisitionen:
Darüber hinaus wurde im Rahmen eines Asset Deals der Geschäftsbetrieb eines Kalksteinbruchs in Barcelona, Spanien, zu einem Kaufpreis von 11,8 Mio € in bar erworben. Für den Kaufpreis wurde im Vorjahr bereits eine Anzahlung von 1,0 Mio € geleistet. Die Investitionen in Tochterunternehmen und sonstige Geschäftseinheiten abzüglich übernommener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 60,4 (i.V.: 109,9) Mio €. 22) Zahlungswirksame DesinvestitionenDie Mittelzuflüsse aus dem Abgang von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten betrugen 22,3 (i.V.: 2,0) Mio €. Die folgende Aufzählung zeigt die wesentlichen zahlungswirksamen Verkäufe im Berichtsjahr:
Die Zahlungseingänge aus dem Abgang von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten abzüglich abgegebener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 21,0 (i.V.: 2,0) Mio €. Die Einzahlungen aus dem Abgang von sonstigem Anlagevermögen in Höhe von 177,5 (i.V.: 217,5) Mio € beinhalten im Wesentlichen Einzahlungen aus der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in Höhe von 169,2 (i.V.: 196,6) Mio €. Hierin enthalten sind insbesondere Nettoeinzahlungen aus dem Verkauf nicht benötigter Emissionsrechte in Höhe von 63,5 (i.V.: 106,0) Mio €. 23) Abgegebene/übernommene liquide MittelDiese Zeile zeigt die erworbenen bzw. veräußerten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Rahmen der Übernahme oder des Verlusts der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstige Geschäftseinheiten. 24) Dividende an FremdeUnter der Position Dividende an Fremde werden die für Anteile Fremder im Geschäftsjahr gezahlten Dividenden gezeigt. 25) Minderung von Anteilen an TochterunternehmenIm Vorjahr wurde hier der Mittelzufluss in Höhe von 45,4 Mio € (60,0 Mio US$) aus der Veräußerung von rund 6 % des Afrika-Geschäfts der Scancem International-Gruppe an die IFC und deren Finanzpartner gezeigt. 26) Erhöhung von Anteilen an TochterunternehmenHier werden Zahlungsströme aus der Aufstockung von Beteiligungsquoten an Tochterunternehmen gezeigt. Als größte Transaktion ist der Erwerb von 33,35 % an der HKS Hunziker Kalksandstein AG, Schweiz, in Höhe von 6,2 Mio € enthalten. Im Vorjahr beinhaltete dieser Posten im Wesentlichen den Erwerb von 26,6 % der Anteile an der Carrières d'Antoing S.A., Belgien, in Höhe von 3,5 Mio €. 27) Aufnahme von Anleihen und KreditenDieser Posten umfasst im Wesentlichen die Aufnahmen aus der syndizierten Kreditfazilität über 3 Mrd €. Ferner wurden zwei neue Anleihen und ein Schuldscheindarlehen emittiert. Deren Emissionserlöse dienten zur Refinanzierung bestehender Bankschulden und zur Vorfinanzierung der im Januar 2012 fällig gewordenen Anleihe über 1 Mrd €. Die Anleihen wurden im Oktober und November emittiert und hatten Laufzeiten von sieben Jahren (300 Mio € im Oktober und Aufstockung im November um 200 Mio € auf insgesamt 500 Mio €) und sechs Jahren (Emission im November in Höhe von 150 Mio CHF). Das Schuldscheindarlehen in Höhe von 289 Mio € mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 wurde im Dezember abgeschlossen. Im Vorjahr beinhaltete dieser Posten im Wesentlichen die Aufnahmen aus der syndizierten Kreditfazilität über 3 Mrd €. Ferner wurden drei neue Anleihen emittiert, deren Emissionserlöse vollständig zur Refinanzierung bestehender Bankschulden eingesetzt wurden. Die drei Anleihen im Gesamtvolumen von 2,05 Mrd € wurden im Januar bzw. Juli 2010 emittiert und hatten Laufzeiten von fünf Jahren (650 Mio €), zehn Jahren (750 Mio €) und fünfeinhalb Jahren (650 Mio €). 28) Tilgung von Anleihen und KreditenDiese Position enthält die planmäßigen Rückzahlungen der Finanzverbindlichkeiten sowie den Saldo aus den Ein- und Auszahlungen für Posten mit großer Umschlagshäufigkeit, großen Beträgen und kurzen Laufzeiten im Finanzierungsbereich. Im Wesentlichen wurde im Geschäftsjahr 2011 die syndizierte Kreditfazilität über 3 Mrd € teilweise zurückgezahlt. Des Weiteren wurden diverse Ziehungen unter dem EMTN-Programm sowie Commercial Paper planmäßig getilgt. Im Vorjahr enthielt der Posten die vollständige Rückzahlung des ausstehenden Betrags der syndizierten Kreditfazilität über 8,7 Mrd €, die Rückzahlung der 750 Mio US$ Anleihe sowie die teilweise Rückzahlung der syndizierten Kreditfazilität über 3 Mrd €. Außerdem wurden planmäßig Commercial Paper getilgt. 29) Liquide MittelIm Finanzmittelfonds (Liquide Mittel) werden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten erfasst. Von den liquiden Mitteln sind 28,4 (i.V.: 22,3) Mio € Verfügungsbeschränkungen unterworfen. Dies betrifft insbesondere Beträge, die zur Besicherung lokaler Garantielinien, für Rekultivierungsleistungen und für Sicherheitsleistungen (Margin Accounts) im Rahmen des Energiehandels hinterlegt werden. Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva30) Immaterielle VermögenswerteImmaterielle Vermögenswertescroll
Größere Einzelposten der Geschäfts- oder Firmenwerte stammen aus dem Erwerb der Hanson-Gruppe, London, Großbritannien; S.A. Cimenteries CBR, Brüssel, Belgien; Lehigh Hanson Inc., Wilmington, USA; Heidelberg-Cement Northern Europe AB, Stockholm, Schweden; Akçansa Cimento Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul, Türkei, und ENCI N.V., 's-Hertogenbosch, Niederlande. Die Geschäfts- oder Firmenwerte beinhalten erworbene Marktanteile und Synergieeffekte, die keinen anderen bestimm- und separierbaren immateriellen Vermögenswerten zuzuordnen sind. Eine Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt gemäß IAS 36 (Impairment of Assets) im Rahmen jährlicher Wertminderungstests. Im Berichtsjahr wurden Wertminderungen in Höhe von 32,3 Mio € vorgenommen. Diese Wertminderungen werden in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen berücksichtigt und unter Punkt 7 näher erläutert. Eine detaillierte Erläuterung des Wertminderungstests erfolgt auf Seite 163f. In den sonstigen immateriellen Vermögenswerten sind Abbaurechte, Konzessionen und Software ausgewiesen. Emissionsrechte, die im Rahmen des Emissionshandels erworben wurden, sind mit einem Buchwert in Höhe von 36,3 (i.V.: 78,3) Mio € bilanziert. In den Abschreibungen sind Aufwendungen aus der Abwertung von Emissionsrechten aufgrund gesunkener Marktpreise in Höhe von 52,8 (i.V.: 7,9) Mio € enthalten. Wertminderungen von übrigen sonstigen immateriellen Vermögenswerten wurden in Höhe von 4,1 (i.V.: 2,6) Mio € erfasst. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wurden in Höhe von 0,1 (i.V.: 0,1) Mio € aktiviert. Im Geschäftsjahr wurden Entwicklungskosten von 1,6 (i.V.: 0,9) Mio € als immaterielle Vermögenswerte erfasst. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer bestehen in Höhe von 330,7 (i.V.: 337,1) Mio € und mit unbestimmter Nutzungsdauer (Markenrechte in Großbritannien) in Höhe von 15,2 (i.V.: 14,8) Mio €. 31) SachanlagenSachanlagenscroll
Im Sachanlagevermögen sind Leasinggegenstände in Höhe von 26,5 (i.V.: 22,9) Mio € aktiviert, davon entfallen 23,9 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen, 1,3 Mio € auf Betriebs- und Geschäftsausstattung und 1,3 Mio € auf Gebäude. Es wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 17,1 (i.V.: 12,9) Mio € erfasst, die insbesondere Kapazitätserweiterungsinvestitionen in Osteuropa und Indien betrafen. Der durchschnittliche zugrunde gelegte Finanzierungskostensatz betrug 7 % (i.V.: 9 %). Im Berichtsjahr wurden Wertminderungen in Höhe von 53,6 Mio € sowie Wertaufholungen von 0,3 Mio € vorgenommen, die im zusätzlichen ordentlichen Ergebnis gezeigt und unter Punkt 7 erläutert werden. 32) Anteile an assoziierten UnternehmenDie folgende Tabelle enthält die zusammengefassten Finanzinformationen über die Anteile an assoziierten Unternehmen des HeidelbergCement Konzerns. Anteile an assoziierten UnternehmenMio €scroll
33) FinanzinvestitionenHier sind Finanzinvestitionen in Eigenkapitaltitel, die aufgrund langfristiger Anlageabsicht erworben wurden, enthalten. Der beizulegende Zeitwert der als "Available for sale at fair value" kategorisierten Finanzinvestitionen beträgt zum Abschlussstichtag 14,9 (i.V.: 23,4) Mio €. In der Periode wurden Wertveränderungen von -8,5 (i.V.: 6,5) Mio € erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und 0,0 (i.V.: -8,8) Mio € aufgrund von Wertberichtigungen erfolgswirksam aus dem Eigenkapital aufgelöst. Eine Reduzierung des beizulegenden Zeitwerts der als "Available for sale at fair value" kategorisierten Finanzinvestitionen in Höhe von 0,0 (i.V.: -2,3) Mio € ist auf Wertberichtigungen zurückzuführen. Der Buchwert der als "Available for sale at cost" klassifizierten Finanzinvestitionen beträgt 49,0 (i.V.: 40,4) Mio €. 34) Langfristige Forderungen und derivative FinanzinstrumenteDie folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der langfristigen Forderungen und derivativen Finanzinstrumente. Langfristige Forderungen und derivative FinanzinstrumenteMio €scroll
Bei den langfristigen derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Währungsswaps in Höhe von 1,2 Mio € und Zinswährungsswaps in Höhe von 12,7 (i.V.: Energiederivate in Höhe von 4,1) Mio €. Aufgrund der Trennung in langfristige und kurzfristige Bestandteile der Währungs- und Zinswährungsswaps wurden die Marktwerte auf der Aktiv- und Passiv-Seite ausgewiesen. Währungsswaps in Höhe von 1,2 (i.V.: Energiederivate in Höhe von 4,1) Mio € werden als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cash Flow Hedges bilanziert. Die Veränderung der Marktwerte, die erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst wurde, beträgt -2,9 (i.V.: 4,1) Mio €; 1,9 (i.V.: 5,4) Mio € wurden erfolgswirksam aufgelöst. Die Marktwertveränderung der als "Held for trading" bilanzierten Derivate beträgt 12,7 (i.V.: 0,0) Mio € und wurde erfolgswirksam erfasst. Weitere Angaben zu den derivativen Finanzinstrumenten erfolgen auf den Seiten 210f. In den sonstigen langfristigen operativen Forderungen sind insbesondere Erstattungsansprüche gegen Versicherungsgesellschaften aus Umwelt- und Haftpflichtschäden in Höhe von 141,1 (i.V.: 117,1) Mio € enthalten. Die sonstigen langfristigen nicht finanziellen Forderungen enthalten im Wesentlichen überdotierte Pensionsfonds und aktive Rechnungsabgrenzungsposten. Die folgende Tabelle zeigt die Überfälligkeitsstruktur der langfristigen finanziellen Forderungen. scroll
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Zum Abschlussstichtag deuten keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner der nicht wertgeminderten Forderungen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. 35) VorräteIm Berichtsjahr wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 27,7 (i.V.: 19,4) Mio € und Wertaufholungen in Höhe von 8,4 (i.V.: 11,4) Mio € erfasst. Von den Vorräten sind 3,1 Mio € als Sicherheiten für Verbindlichkeiten eines Gemeinschaftsunternehmens verpfändet. 36) Forderungen und sonstige VermögenswerteIn der folgenden Übersichtwird die Zusammensetzung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte dargestellt. Forderungen und sonstige VermögenswerteMio €scroll
In den sonstigen kurzfristigen operativen Forderungen sind Schadenersatzansprüche sowie Erstattungsansprüche gegen Versicherungsgesellschaften aus Umwelt- und Haftpflichtschäden in Höhe von 27,3 (i.V.: 50,5) Mio € enthalten. Die nicht finanziellen sonstigen Vermögenswerte, die nicht in den Anwendungsbereich des IAS 39 fallen, enthalten im Wesentlichen aktive Rechnungsabgrenzungsposten. Die folgende Tabelle zeigt die Überfälligkeitsstruktur der kurzfristigen finanziellen Forderungen. scroll
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Zum Abschlussstichtag deuten keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner der nicht wertgeminderten überfälligen und nicht überfälligen Forderungen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt: Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und LeistungenMio €scroll
Die Wertberichtigungen basieren im Wesentlichen auf historischen Ausfallwahrscheinlichkeiten und Überfälligkeiten. Bei den Wertberichtigungen handelt es sich hauptsächlich um pauschalierte Einzelwertberichtigungen. 37) Derivative FinanzinstrumenteDie kurzfristigen Derivate mit positiven Marktwerten beinhalten Devisenswaps in Höhe von 62,9 (i.V.: 18,0) Mio €, Devisentermingeschäfte in Höhe von 0,0 (i.V.: 0,3) Mio €, Zinsswaps in Höhe von 0,0 (i.V.: 17,4) Mio € und Energiederivate in Höhe von 0,2 (i.V.: 0,3) Mio €. Die Marktwertänderung der Energiederivate, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cash Flow Hedges bilanziert wurden, wurde in Höhe von -0,3 (i.V.: 0,0) Mio € erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Der als Fair Value Hedge designierte Zinsswap wurde im Dezember 2011 verkauft. Der Marktwert im Vorjahr betrug 17,4 Mio €. Die Marktwertveränderung der als "Held for trading" bilanzierten Derivate beträgt 44,8 (i.V.: -6,0) Mio € und wurde erfolgswirksam erfasst. Weitere Angaben zu den derivativen Finanzinstrumenten erfolgen auf den Seiten 210f. 38) Liquide MittelBei den liquiden Mitteln handelt es sich um Kassenbestände und Bankguthaben bei Banken erstklassiger Bonität. Verfügungsbeschränkungen der liquiden Mittel werden unter Punkt 29 erläutert. 39) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und SchuldenIm Vorjahr wurden die Vermögenswerte und Schulden der Partenreederei MS "Splittnes" GmbH &Co. KG, Cadenberge, einer mit 50 % quotenkonsolidierten Gesellschaft der Mibau-Gruppe als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Die Mibau-Gruppe ist dem Konzerngebiet West- und Nordeuropa zugeordnet. Die Veräußerung erfolgte am 1. Januar 2011. Die Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunkt werden unter den Desinvestitionen auf Seite 175 dargestellt. Erläuterungen zur Bilanz - Passiva40) GrundkapitalZum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 beträgt das Grundkapital unverändert zum Vorjahr 562.500.000 € und ist in 187.500.000 Aktien eingeteilt; die Aktien sind Stückaktien und lauten auf den Inhaber. Auf jede Aktie entfällt ein anteiliger Betrag am Grundkapital von 3,00 €. Genehmigtes KapitalEs bestehen zum 31. Dezember 2011 zwei genehmigte Kapitalia: zum einen eine Ermächtigung des Vorstands und Aufsichtrats zur Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlagen (Genehmigtes Kapital I) und zum anderen eine Ermächtigung des Vorstands und Aufsichtrats zur Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlagen (Genehmigtes Kapital II). Diese genehmigten Kapitalia werden nachfolgend zusammenfassend beschrieben; der vollständige Wortlaut der Ermächtigungen kann der Satzung entnommen werden, die auf unserer Internetseite www.heidelbergcement.com unter "Über uns/Corporate Governance/Satzung" veröffentlicht ist. Genehmigtes Kapital IDie Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 5. Mai 2015 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt225.000.000€ gegen Bareinlagen durch Ausgabe von bis zu insgesamt 75.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, in bestimmten Fällen, die in der Ermächtigung näher beschrieben sind, nämlich zur Verwertung von Spitzenbeträgen und zur börsennahen Ausgabe von Aktien von bis zu 10 % des Grundkapitals, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Genehmigtes Kapital IIDie Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 hat den Vorstand ferner ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 5. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 56.100.000 € gegen Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu insgesamt 18.700.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen in der Regel ausgeschlossen. Die Ermächtigung regelt insbesondere die Möglichkeit des Bezugsrechtsausschlusses, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder zur Bedienung von Options- oder Wandlungsrechten erfolgt. Die den genehmigten Kapitalia I und II zugrunde liegenden Ermächtigungen zur Ausgabe von neuen Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen sind zum 31. Dezember 2011 nicht ausgenutzt worden. Bedingtes KapitalEs besteht zum 31. Dezember 2011 das nachfolgend beschriebene Bedingte Kapital: Die Hauptversammlung vom 7. Mai 2009 hat beschlossen, das Grundkapital um weitere bis zu 187.500.000 €, eingeteilt in bis zu 62.500.000 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2009). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Unterlegung von Options- oder Wandlungsrechten bzw. Options- oder Wandlungspflichten auf HeidelbergCement-Aktien. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als der Vorstand aufgrund der Ermächtigung Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausgibt und die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten von ihren Rechten Gebrauch machen. Options- oder Wandelschuldverschreibungen können auch mit Options- oder Wandlungsverpflichtungen ausgestattet sein. Die Aktionäre haben in der Regel ein Bezugsrecht auf neu emittierte Options- oder Wandelschuldverschreibungen. Die Ermächtigung regelt bestimmte Fälle, in denen der Vorstand das Bezugsrecht der Aktionäre auf Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausschließen kann. Der vollständige Wortlaut des Bedingten Kapitals kann ebenfalls der Satzung entnommen werden, die auf unserer Internetseite veröffentlicht ist (www.heidelbergcement.com unter "Über uns/Corporate Governance/Satzung"). Die dem Bedingten Kapital 2009 zugrunde liegende Ermächtigung zur Ausgabe von Options- oder Wandelschuldverschreibungen ist zum 31. Dezember 2011 nicht ausgenutzt worden. Die Gesellschaft besitzt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 keine eigenen Aktien und es besteht keine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien. 41) KapitalrücklageDie Kapitalrücklage in Höhe von 5.539,4 Mio € ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Sie wurde im Wesentlichen durch das aus Kapitalerhöhungen zugeflossene Aufgeld gebildet. 42) GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen enthalten die von der HeidelbergCement AG und den einbezogenen Tochtergesellschaften erwirtschafteten und noch nicht ausgeschütteten Gewinne sowie erfolgsneutrale Veränderungen der Pensionsrückstellungen. Die Gewinnrücklagen erhöhten sich im Berichtszeitraum um 141,5 Mio € auf 6.623,1 Mio €. Die Erhöhung setzt sich aus dem Überschuss der Periode von 348,1 Mio € sowie den im sonstigen Ergebnis erfassten versicherungsmathematischen Verlusten sowie Begrenzungen gemäß IAS 19.58 B von -153,8 Mio €, einer Minderung durch sonstige Konsolidierungsmaßnahmen von -5,8 Mio € und Dividendenzahlungen an die Aktionäre der HeidelbergCement AG von -46,9 Mio € (0,25 € je Aktie) zusammen. Die Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr werden in der Gesamtergebnisrechnung sowie in der Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns erläutert. 43) Sonstige EigenkapitalbestandteileDie sonstigen Eigenkapitalbestandteile beinhalten die Währungsumrechnungsdifferenzen und Rücklagen aus Finanzinvestitionen der Kategorie "Available for sale at fair value", aus Cash Flow Hedges und aus der Neubewertung. Die Veränderungen des Geschäftsjahrs von insgesamt414,1 Mio € betreffen die Währungsumrechnung in Höhe von 425,2 Mio €, die Cash Flow Hedge-Rücklage in Höhe von -4,7 Mio €, die Neubewertungsrücklage in Höhe von -1,6 Mio € und die Available-for-Sale-Rücklage in Höhe von -4,8 Mio €. Die Veränderungen werden in der Gesamtergebnisrechnung sowie in der Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns erläutert. 44) Anteile FremderWesentliche Anteile Fremder am Eigenkapital bestehen bei PT Indocement Tunggal Prakasa Tbk., Indonesien; HeidelbergCement India Ltd., Indien; Kunda Nordic Cement Corp., Estland; CJSC "Construction Materials", Russland; TPCC Tanzania Portland Cement Company Ltd., Tansania; Lehigh White Cement Company, USA; La Cimenterie de Lukala S.A.R.L., Demokratische Republik Kongo, sowie HeidelbergCement Bangladesh Limited, Bangladesh. Zum Abschlussstichtag betragen die Anteile Fremder am Eigenkapital 951,6 (i.V.: 822,8) Mio €. Die Anteile Fremder am Eigenkapital erhöhten sich durch den Jahresüberschuss in Höhe von 186,1 Mio € sowie durch das sonstige Ergebnis in Höhe von 8,6 Mio €. Hierin enthalten sind die Währungsumrechnung mit einem Betrag von 10,0 Mio € und die versicherungsmathematischen Verluste von -1,4 Mio €. Konsolidierungsmaßnahmen verringerten die Anteile Fremder um 5,9 Mio €. Im Berichtsjahr wurden 59,9 Mio € Dividenden an Minderheitsgesellschafter gezahlt. Wesentliche Auszahlungen erfolgten an die Minderheitsgesellschafter von PT Indocement und unserer afrikanischen Tochtergesellschaften. Die Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr werden in der Gesamtergebnisrechnung sowie in der Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns erläutert. Der auf die Anteile Fremder entfallende Jahresüberschuss von insgesamt 186,1 (i.V.: 168,2) Mio € setzt sich im Wesentlichen aus den Ergebnissen von PT Indocement Tunggal Prakasa Tbk., Indonesien; TPCC Tanzania Portland Cement Company Ltd., Tansania; CJSC "Construction Materials", Russland, und HeidelbergCement Bangladesh Limited, Bangladesh, zusammen. 45) PensionsrückstellungenBeitragsorientierte PläneDie Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen betrug 42,8 (i.V.: 32,4) Mio €. Im Geschäftsjahr 2011 lagen die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung bei 58,4 (i.V.: 58,2) Mio €. Versicherungsmathematische AnnahmenDie bei der Berechnung zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst (gewichtete Darstellung). Versicherungsmathematische Annahmenscroll
Aufgrund der Anwendung von IFRIC 14 (The Limit on a Defined Benefit Asset, Minimum Funding Requirements and Their Interaction) erfolgt eine Begrenzung des Pensionsguthabens in Großbritannien in Höhe von 41,9 (i.V.: 17,5) Mio €. In Belgien ist eine Begrenzung des Pensionsguthabens gemäß IFRIC 14 nicht mehr zu berücksichtigen (i.V.: 0,2 Mio €). Überblick über die Pensionsrückstellungen für die verschiedenen Arten der AltersversorgungspläneEntsprechend IAS 19 (Employee Benefits) werden im Folgenden für die Pensionsrückstellungen der Pensionspläne und Versorgungspläne für Krankheitskosten mit einer Verpflichtung in Höhe von 842,4 (i.V.: 826,1) Mio € detaillierte Informationen über den Finanzierungsstatus der Pläne und deren Berücksichtigung in der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung gegeben. Arten von AltersversorgungsplänenMio €scroll
Darstellung in der BilanzMio €scroll
Pensionsverpflichtungen und PensionsfondsIm Konzern existierten im Geschäftsjahr 2011 Pensionsverpflichtungen in Höhe von 3.796,5 (i.V.: 3.652,8) Mio €, die im Wesentlichen durch externe Pensionsfonds abgedeckt sind. Zusätzlich bestanden Direktzusagen in Höhe von 519,2 (i.V.: 553,5) Mio €. Die in den USA, Indonesien, Belgien und Kanada eingegangenen Verpflichtungen für Krankheitskosten von Pensionären beliefen sich auf 232,9 (i.V.: 218,9) Mio €. Die folgende Tabelle zeigt den Finanzierungsstatus dieser Pläne und ihre Abbildung in der Bilanz. scroll
In den Pensionsplänen und den Plänen für Krankheitskosten sind versicherungsmathematische Verluste sowie aus der Begrenzung des Anlagevermögens gem. IAS 19.58 B resultierende Beträge von insgesamt 675,6 (i.V.: 486,8) Mio € enthalten, die erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis gegen das Eigenkapital gebucht wurden. Die Erhöhung des versicherungsmathematischen Verlusts und der erfassten Begrenzungen gem. IAS 19.58 B um 188,8 (i.V.: 13,5) Mio € resultiert im Wesentlichen aus Verlusten aus der Währungsumrechnung sowie aus der Senkung des Rechnungszinssatzes, der der versicherungsmathematischen Berechnung zugrunde liegt. Diesen Sachverhalten wirkt die positive Entwicklung des Fondsvermögens teilweise entgegen. Der gewichtete Rechnungszins zum Jahresende ist um 0,48 (i.V.: 0,37) Prozentpunkte niedriger als der gewichtete Rechnungszins zum Vorjahresende. Im Wesentlichen resultiert diese Verringerung aus der Entwicklung des Rechnungszinses in Großbritannien und in Nordamerika. In Großbritannien hat sich der Rechnungszins um 0,6 Prozentpunkte, in den USA um 0,56 Prozentpunkte und in Kanada um 0,65 Prozentpunkte verringert. Versicherungsmathematische Gewinne und VerlusteIn der folgenden Tabelle wird die Entwicklung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sowie der Begrenzung des Anlagevermögens gem. IAS 19.58 B dargestellt. Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste und Begrenzung des AnlagevermögensMio €scroll
Aufgrund der besser als erwarteten Entwicklung des Fondsvermögens ergeben sich 2011 beim Fondsvermögen erfahrungsbedingte Gewinne von 214,1 (i.V.: 166,2) Mio €. Auf der Verpflichtungsseite sind 2011 hingegen erfahrungsbedingte Verluste (d.h. nicht aus der Veränderung der Bewertung zugrunde liegender versicherungsmathematischer Annahmen) von 42,8 (i.V.: Gewinne von 85,3) Mio € entstanden. Entwicklung in der Gewinn- und VerlustrechnungDie Aufwendungen für Altersversorgung für die wesentlichen Pensionspläne lassen sich wie folgt darstellen: scroll
Vom Gesamtpensionsertrag von 58,6 (i.V.: Pensionsaufwand von 67,3) Mio € werden ein Ertrag von 82,1 (i.V.: Aufwand von 25,1) Mio € im Personalaufwand und ein Aufwand von 23,6 (i.V.: 42,2) Mio € im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen. Im Wesentlichen als Effekt aus der Neuverhandlung und veränderter Ausgestaltung mehrerer Altersversorgungssysteme wurde in den Konzerngebieten Nordamerika ein Ertrag von 39,4 Mio € und West- und Nordeuropa ein Ertrag von 90,4 Mio € realisiert. Der Gesamtertrag von insgesamt 128,9 Mio € setzt sich aus realisierten Erträgen beim nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand in Höhe von 26,9 Mio € und Gewinnen als Effekt von Kürzungen, Übertragungen und Abgeltungen in Höhe von 102,0 Mio € zusammen. Der Effekt im Konzerngebiet Nordamerika betrifft die Schließung eines Pensionsplans und den Übergang auf einen beitragsorientierten Pensionsplan sowie die Anpassung eines Plans für Krankheitskosten. Die Effekte im Konzerngebiet West- und Nordeuropa betreffen die Änderung der Grundlage zur Ermittlung des Rententrends (vom Retail Price Index RPI auf den Consumer Price Index CPI) für Pensionspläne in Großbritannien sowie die Übertragung der Pensionsverpflichtung und des Pensionsvermögens von einem leistungsorientierten Pensionsplan in einen beitragsorientierten Pensionsplan in den Niederlanden. Aufgrund der Schließung von leistungsorientierten Plänen und dem Übergang auf beitragsorientierte Pläne wird in Zukunft eine weitere Abnahme des Dienstzeitaufwands erwartet, die sich jedoch weitgehend durch höhere Beitragszahlungen ausgleichen wird. Der tatsächliche Ertrag des Fondsvermögens betrug 410,5 (i.V.: 363,9) Mio € und überschritt damit die erwarteten Vermögenserträge um 214,1 (i.V.: 170,2) Mio €. Sensitivitätsanalyse der erwarteten GesundheitskostenDie Entwicklung der Gesundheitskosten hat Einfluss auf die Gewinn- und Verlustrechnung und auf die Pensionsverpflichtungen. In der folgenden Tabelle sind die Auswirkungen einer einprozentigen Erhöhung bzw. Minderung der erwarteten Gesundheitskosten dargestellt. Sensitivitätsanalyse der erwarteten GesundheitskostenMio €scroll
Entwicklung der Pensionsverpflichtungen und des FondsvermögensIn der folgenden Tabelle wird die Entwicklung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 4.548,6 (i.V.: 4.425,2) Mio € und des Fondsvermögens in Höhe von 3.747,3 (i.V.: 3.619,7) Mio € dargestellt. scroll
HeidelbergCement zahlte 55,9 (i.V.: 55,8) Mio € direkt an die Pensionäre und 50,7 (i.V.: 80,5) Mio € Arbeitgeberbeiträge an die Fonds. Im Jahr 2012 werden insgesamt Zahlungen (Rentenzahlungen und Fondsbeiträge) von 112,4 (i.V.: 113,8) Mio € von HeidelbergCement erwartet. Aufteilung des FondsvermögensDas Fondsvermögen entfällt im Wesentlichen auf Nordamerika mit 31 % (i.V.: 28 %), auf Großbritannien mit 64 % (i.V.: 59 %) und auf die Niederlande mit 2 % (i.V.: 9 %). Die in den Fonds vorhandenen Vermögenswerte teilen sich prozentual auf die folgenden Kategorien auf: Aufteilung des Fondsvermögensscroll
Das Planvermögen enthält keine wesentlichen Anteile an eigenen Finanzinstrumenten, selbst genutzten Immobilien oder anderen Vermögenswerten. Fünf-Jahres-VergleichDie Entwicklung der Pensionsverpflichtungen und des Fondsvermögens ist in der folgenden Tabelle dargestellt. Fünf-Jahres-Vergleich: Fortzuführende Geschäftsbereichescroll
HeidelbergCement nimmt vorwiegend in den USA auch an sogenannten Multi-Employer Pension Plans (MEP) teil, die einigen gewerkschaftlich organisierten Mitarbeitern nach deren Pensionierung feste Leistungen gewähren. Multi-Employer Pension Plans werden als beitragsorientierte Versorgungspläne bilanziert, da es nicht möglich ist, die einzelnen Komponenten solcher Pläne zu isolieren. Die Beiträge werden auf Basis von Tarifverhandlungen festgelegt. Die Über- und Unterdeckungen aus diesen Plänen haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss. Im Jahr 2011 wurden Beiträge in Höhe von 10,7 (i.V.: 14,0) Mio € gezahlt. 46) Sonstige RückstellungenDie Entwicklung der sonstigen Rückstellungen wird in der folgenden Tabelle erläutert. Die Zeile Anpassung beinhaltet Konsolidierungskreisveränderungen und Währungsdifferenzen. In der Zeile Umgliederung werden die Aufrechnung von Verpflichtungen mit korrespondierenden Erstattungsansprüchen sowie sonstige Umbuchungen gezeigt. Rückstellungenscroll
Die Restlaufzeiten für die im Geschäftsjahr 2011 bilanzierten Rückstellungen gliedern sich wie folgt: Restlaufzeiten der Rückstellungenscroll
Schadenersatz- und UmweltverpflichtungenDie Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen resultieren aus aufgegebenen Geschäftsbereichen der Hanson-Gruppe, die mit der Übernahme aus dem Jahr 2007 auf den HeidelbergCement Konzern übergegangen sind. Die Verpflichtungen betreffen somit nicht die fortgeführte Geschäftstätigkeit des HeidelbergCement Konzerns. Bei den Schadenersatzverpflichtungen handelt es sich um Rechtsstreitigkeiten vor US-amerikanischen Gerichten. Die Klagen betreffen die Verursachung von Erkrankungen aus dem Verkauf asbesthaltiger Produkte in den Jahren 1973 bis 1984. Die Umwelthaftungsansprüche betreffen Sanierungsverpflichtungen, die aus dem Vertrieb von chemischen Produkten einer ehemaligen Hanson-Beteiligung resultieren. Die Bewertung der zu bildenden Rückstellungen erfolgt zum Barwert der erwarteten Aufwendungen. Hierzu werden zuverlässige Schätzungen zur Kostenentwicklung herangezogen. Den Rückstellungen stehen Erstattungsansprüche gegen Umwelt- und Haftpflichtversicherer in Höhe von 168,4 (i.V.: 167,6) Mio € gegenüber, von denen 141,1 (i.V.: 117,1) Mio € unter den sonstigen langfristigen operativen Forderungen und 27,3 (i.V.: 50,5) Mio € unter den sonstigen kurzfristigen operativen Forderungen ausgewiesen werden. Sonstige umweltbezogene RückstellungenDie sonstigen umweltbezogenen Rückstellungen beinhalten Rekultivierungs-, Umwelt- und Rückbauverpflichtungen. Rekultivierungsverpflichtungen betreffen rechtliche und faktische Verpflichtungen zur Auffüllung und Wiederherstellung von Rohstoffabbaugebieten. Für diese Verpflichtungen werden Rückstellungen gebildet, die entsprechend des Abbaufortschritts anhand der bestmöglichen Kostenschätzung zur Erfüllung der Verpflichtung bewertet werden. Die Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag 216,5 (i.V.: 208,7) Mio €. Rückstellungen für Umweltverpflichtungen sind aufgrund von vertraglichen oder behördlichen Auflagen zu bilden und umfassen im Wesentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Sanierung kontaminierter Flächen, der Beseitigung von Schadstoffemissionen und Abbauschäden. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zu den erwarteten Aufwendungen, um die Verpflichtungen zu erfüllen. Die Rückstellungen belaufen sich insgesamt auf 48,6 (i.V.: 48,9) Mio €. Bei den Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen handelt es sich um Verpflichtungen, die im Zusammenhang mit der Beseitigung von Anlagen (z.B. Förderanlagen auf gemieteten Standorten) entstehen, damit ein Standort nach Ablauf der Nutzungsdauer in seinen vertraglich vereinbarten oder gesetzlich definierten Zustand zurückversetzt werden kann. Zum Bilanzstichtag sind Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von 51,1 (i.V.: 62,4) Mio € gebildet. Sonstige RückstellungenSonstige Rückstellungen bestehen insbesondere für Restrukturierungsverpflichtungen, sonstige Prozessrisiken sowie für Entschädigungsverpflichtungen. Die Rückstellungen für Restrukturierungsverpflichtungen beziehen sich auf Aufwendungen für verschiedene Optimierungsprogramme wie beispielsweise die Schließung von Betrieben oder die Verlagerung von Aktivitäten. Hierfür wurden zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe von 37,6 (i.V.: 47,3) Mio € angesetzt. Rückstellungen für Prozessrisiken, die auch schwebende KarteIIverfahren betreffen, sind aufgrund von anhängigen Klagen gegen den Konzern in Höhe von 194,5 (i.V.: 203,6) Mio € bilanziell erfasst. Die Rückstellungen für Entschädigungsverpflichtungen betreffen Verpflichtungen des Konzerns, die durch Arbeitsunfälle entstehen. Zum Bilanzstichtag sind solche Rückstellungen in Höhe von 73,7 (i.V.: 72,2) Mio € gebildet. Darüber hinaus sind weitere sonstige Rückstellungen für eine Vielzahl von untergeordneten Sachverhalten gebildet. Auswirkungen von ZinseffektenDie Bewertung der Rückstellungen erfolgt zum Barwert, welcher anhand der erwarteten Auszahlungen in Verbindung mit einem risikoadjustierten Vorsteuerzinssatz ermittelt wird. Der Zinseffekt aus der Aufzinsung erhöhte die Rückstellungen für Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen um 17,7 Mio € sowie die sonstigen umweltbezogenen Rückstellungen um 7,0 Mio €. Änderungen des Zinssatzes führten zu einer Erhöhung der Rückstellungen für Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen um 18,3 Mio € sowie zu einer Reduzierung der sonstigen umweltbezogenen Rückstellungen um 1,7 Mio €. 47) VerbindlichkeitenDie folgende Tabelle untergliedert die Verbindlichkeiten in verzinsliche und operative Verbindlichkeiten. VerbindlichkeitenMio €scroll
Der Anstieg der Anleiheverbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf die Emission von zwei Anleihen der HeidelbergCement Finance B.V. von 0,5 Mrd € und 150 Mio CHF zurückzuführen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultiert im Wesentlichen aus der Emission eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 289 Mio €. Die übrigen verzinslichen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Ziehungen unter dem Euro Medium Term Note Programme und ausstehende Emissionen unter dem Euro Commercial Paper Programme. Durch Grundpfandrechte sind 111,5 (i.V.: 125,4) Mio € der verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten gesichert. Davon entfallen 110,2 (i.V.: 112,3) Mio € auf Gemeinschaftsunternehmen, die im Wesentlichen eigenständig finanziert sind. Weiterhin haben Tochtergesellschaften unabhängig von der Konzernfinanzierung dingliche Sicherheiten in Höhe von 1,3 (i.V.: 13,1) Mio € gestellt, die im Wesentlichen kurzfristig abgelöst werden können. Darüber hinaus wurden Grundpfandrechte in Höhe von 15,6 (i.V.: 0,0) Mio € zur Besicherung von Steuerverbindlichkeiten eines Tochterunternehmens bestellt. Die derivativen Finanzinstrumente mit negativen Marktwerten beinhalten Devisentermingeschäfte in Höhe von 1,6 (i.V.: 1,1) Mio €, Devisenswaps in Höhe von 9,6 (i.V.: 9,5) Mio €, Währungsswaps in Höhe von 1,9 (i.V.: 0,0) Mio €, Zinswährungsswaps in Höhe von 4,0 (i.V.: 0,0) Mio €, Zinsswaps in Höhe von 0,9 (i.V.: 44,7) Mio € und Energiederivate in Höhe von 3,8 (i.V.: 0,0) Mio €. Die Veränderung der Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cash Flow Hedges bilanziert werden und erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst wurden, beträgt 5,9 (i.V.: -3,2) Mio €; -1,9 (i.V.: 0,0) Mio € wurden erfolgswirksam aufgelöst. Die Stückzinsen in Höhe von 0,3 (i.V.: 0,0) Mio € werden aufwandswirksam im Zinsergebnis erfasst. Der als Fair Value Hedge designierte Zinsswap wurde im Dezember 2011 verkauft. Der Marktwert im Vorjahr betrug 43,9 Mio €. Die Marktwertveränderung der als "Held for trading" bilanzierten Derivate beträgt 4,2 (i.V.: -12,4) Mio € und wurde erfolgswirksam erfasst. Weitere Angaben zu den derivativen Finanzinstrumenten erfolgen auf Seite 210f. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Fristigkeiten der verzinslichen Verbindlichkeiten. Restlaufzeiten verzinslicher Verbindlichkeitenscroll
Die folgende Tabelle enthält weitere Erläuterungen bezüglich der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing. Sie zeigt die Überleitungsrechnung von der Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen zum Bilanzstichtag zu deren Barwert. Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingscroll
Weitere Angaben zu FinanzinstrumentenDie folgende Tabelle leitet die einzelnen Bilanzpositionen der Finanzinstrumente zu Klassen und Kategorien über. Außerdem werden die aggregierten Buchwerte pro Bewertungskategorie und die beizulegenden Zeitwerte für jede Klasse dargestellt. scroll
Finanzinvestitionen "Available for sale at cost" sind zu Anschaffungskosten bewertete Eigenkapitaltitel, für die kein notierter Preis auf einem aktiven Markt vorliegt und der beizulegende Zeitwert nicht zuverlässig ermittelt werden kann. Deshalb wird für diese Instrumente kein beizulegender Zeitwert angegeben. Die Finanzinvestitionen "Available for sale at fair value" werden zum beizulegenden Zeitwert anhand der am Abschlussstichtag festgestellten Börsenkurse bewertet. Auch bei den derivativen Finanzinstrumenten mit und ohne Sicherungsbeziehung erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Bei diesen Posten entspricht somit der beizulegende Zeitwert stets dem Buchwert. Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen Ausleihungen, sonstigen langfristigen operativen Forderungen, Bankdarlehen, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, sonstigen langfristigen verzinslichen und operativen Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der zukünftigen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter. Die beizulegenden Zeitwerte der börsennotierten Anleihen entsprechen den Nominalwerten multipliziert mit den Kursnotierungen am Abschlussstichtag. Bei den Finanzinstrumenten mit kurzfristigen Restlaufzeiten stellen die Buchwerte am Abschlussstichtag vernünftige Schätzungen der beizulegenden Zeitwerte dar. In der folgenden Übersicht werden die Buchwerte der Finanzinstrumente aggregiert nach den Bewertungskategorien des IAS 39 dargestellt. Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien des IAS 39scroll
1)
Put-Optionen von Minderheitsgesellschaftern,
die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Die folgende Tabelle zeigt die Fair-Value-Hierarchien der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente. scroll
Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt in der Hierarchie 1 mittels an einem aktiven Markt notierter Preise (unbereinigt) für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, zu denen das Unternehmen am Bewertungsstichtag Zugang hat. Für die Hierarchie 2 erfolgt die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts mittels eines Discounted Cash-Flow-Modells anhand von Input-Daten, bei denen es sich nicht um in Stufe 1 eingeordnete notierte Preise handelt und die direkt oder indirekt beobachtbar sind. Die folgende Tabelle stellt die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien zusammen. Nettogewinne oder -verlusteMio €scroll
Im Nettoergebnis aus Krediten und Forderungen sind die Ergebnisse aus Wertminderungen in Höhe von -28,7 (i.V.: -19,2) Mio € und Währungseffekte in Höhe von -31,2 (i.V.: -17,4) Mio € enthalten. Bei der erfolgsneutralen Bewertung der Finanzinvestitionen "Available for sale at fair value" wurden ein Bewertungserfolg in Höhe von -8,5 (i.V.: 6,5) Mio € im Eigenkapital erfasst und 0,0 (i.V.: -8,7) Mio € aus dem Eigenkapital aufgelöst. Außerdem ist aus den Finanzinvestitionen "Available for sale" ein Gewinn in Höhe von 0,0 (i.V.: 0,8) Mio € aus dem Abgang entstanden. Ein Nettoverlust in Höhe von -1,1 (i.V.: -12,0) Mio € ist auf Wertberichtigungen zurückzuführen. Außerdem sind Währungsverluste in Höhe von 0,0 (i.V.: -0,6) Mio € entstanden. Das Nettoergebnis aus der Folgebewertung der"Held for trading"-Finanzinstrumente beinhaltet Währungs- und Zinseffekte. Bei den finanziellen Verbindlichkeiten enthält das Nettoergebnis Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von -7,9 (i.V.: 59,0) Mio €. Die folgende Tabelle stellt die Gesamtzinserträge und -aufwendungen der Finanzinstrumente dar, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Gesamtzinsertrag und -aufwandMio €scroll
Der Wertminderungsaufwand der finanziellen Vermögenswerte nach Klassen istin der folgenden Tabelle dargestellt. WertminderungsaufwandMio €scroll
Es wurden keine finanziellen Vermögenswerte zur Sicherung von Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten verpfändet. Derivative FinanzinstrumenteDie folgende Tabelle zeigt die Nominalwerte und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente sowie der Energiederivate, die in den Anwendungsbereich des IAS 39 fallen. scroll
1)
Der Nominalwert bezieht sich auf Zinsswaps
mit negativem Marktwert in Höhe von -26,5 Mio €, die als Sicherungsinstrumente
im Rahmen eines Fair Value Hedges designiert wurden. Der negative
Marktwert wurde aufgrund der Trennung in langfristige und kurzfristige
Bestandteile der Zinsswaps auf der Aktiv- und Passiv-Seite ausgewiesen. Cash Flow HedgesDer am Bilanzstichtag offene Zinsswap sichert die zukünftigen Zinsrisiken eines variabel verzinslichen Darlehens. Dieser Swap mit einem Marktwert von -0,3 (i.V.: -0,4) Mio € ist im Juni 2012 fällig. Während des Berichtszeitraums wurden 0,1 (i.V.: 0,2) Mio € erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Die am Bilanzstichtag offenen Devisentermingeschäfte sichern die Währungsrisiken zukünftiger Rohstoffkäufe in US-Dollar. Diese Termingeschäfte mit einem Marktwert von -1,3 (i.V.: -0,7) Mio € sind im Laufe des Jahres 2012 fällig. Während des Berichtszeitraums wurden -0,6 (i.V.: -0,5) Mio € erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Der am Bilanzstichtag offene Währungsswap mit einem Marktwert von -0,7 (i.V.: 0,0) Mio € sichert das Währungsrisiko der fest verzinslichen 150 Mio CHF Anleihe ab, die im Jahr 2017 fällig wird. Der Währungsswap ist in folgenden Zeitbändern fällig: Ein Anteil mit einem negativen Marktwert von -1,9 Mio € ist innerhalb eines Jahres fällig und wurde unter den kurzfristigen Derivateverbindlichkeiten ausgewiesen. Von dem unter den langfristigen Derivateforderungen mit einem Marktwert von 1,2 Mio € ausgewiesenen Devisenswaps hat der Anteil mit einem negativen Marktwert von -6,4 Mio € eine Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren und der Anteil mit einem positiven Marktwert von 7,6 Mio € eine Laufzeit von mehr als 5 Jahren. Während des Berichtszeitraums wurden -0,4 (i.V.: 0,0) Mio € erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst und -1,9 (i.V.: 0,0) Mio € wurden erfolgswirksam aufgelöst. Die im Marktwert enthaltenen Stückzinsen in Höhe von 0,3 (i.V.: 0,0) Mio € wurden aufwandswirksam im Zinsergebnis erfasst. Die am Bilanzstichtag offenen Energiederivate in Höhe von -3,8 (i.V.: 4,4) Mio € sichern zukünftige Strompreise ab und werden ab 2012 fällig. Im Berichtsjahr wurden Bewertungseffekte in Höhe von-8,2 (i.V.: 7,2) Mio € erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Aus der Auflösung von Stromderivaten wurden im Eigenkapital erfasste Effekte in Höhe von 1,9 (i.V: 5,4) Mio € erfolgswirksam aufgelöst. Es bestehen bezüglich der Cash Flow Hedges keine nennenswerten Ineffektivitäten. Fair Value HedgesDer als Fair Value Hedge designierte Zinsswap wurde im Dezember 2011 veräußert und die Sicherungsbeziehung aufgelöst. Der Marktwert im Vorjahr betrug -26,5 Mio €. Der Anstieg des Marktwerts ohne Stückzinsen in der Berichtsperiode 2011 auf 37,7 (i.V.: -59,3) Mio € wurde erfolgswirksam im Sicherungsergebnis erfasst. Entsprechend wurde auch die dem gesicherten Risiko zugrunde liegende Marktwertänderung der Darlehen auf -39,7 (i.V.: 59,4) Mio € im Sicherungsergebnis gezeigt. Die Marktwertanpassung der Darlehen wird über die Restlaufzeit der Darlehen im Zinsergebnis amortisiert. Die im Marktwert der Zinsswaps enthaltenen Stückzinsen in Höhe von 33,5 (i.V.: 32,8) Mio € wurden erfolgswirksam im Zinsergebnis erfasst. Derivate, die nicht im Rahmen einer Sicherungsbeziehung bilanziert werden (Held for trading)Die Derivate mit einem Marktwert von 61,3 (i.V.: 8,0) Mio €, die nach IAS 39 nicht als Sicherungsbeziehung bilanziert wurden, sind in Höhe von 49,2 (i.V.: 8,0) Mio € innerhalb eines Jahres fällig. Der Marktwert in Höhe von 12,1 (i.V.: 0,0) Mio € hat eine Laufzeit zwischen 1 bis 5 Jahren. Risiken der FinanzinstrumenteHeidelbergCement unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, festen Verpflichtungen und geplanten Transaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung der Wechselkurse, der Zinssätze und der Markt- und Börsenpreise. Diese Marktpreisrisiken können einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Der Konzern steuert diese Risiken vorwiegend im Rahmen seiner laufenden Geschäfts- und Finanzierungsaktivitäten und bei Bedarf durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden vom Vorstand festgelegt. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Abteilung Group Treasury. Die Abteilung Group Treasury agiert auf Basis bestehender Richtlinien, die die Entscheidungsgrundlagen, Kompetenzen, Verantwortlichkeiten und Prozesse für die Steuerung der Finanzrisiken verbindlich festlegen. Bestimmte Transaktionen bedürfen außerdem der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand. Der Vorstand wird permanent über Betrag und Umfang des aktuellen Risiko-Exposures sowie aktuelle Marktentwicklungen auf den globalen Finanzmärkten durch die Abteilung Group Treasury informiert. Die Konzernrevision kontrolliert durch zielgerichtete Prüfung die Einhaltung der oben genannten Richtlinien und der entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen. KreditrisikoHeidelbergCement ist durch sein operatives Geschäft und bestimmte Finanztransaktionen Kreditrisiken ausgesetzt. Kreditrisiko ist das Risiko, dass eine Vertragspartei ihre bei Abschluss eines Finanzinstruments vertraglich zugesagten Verpflichtungen unerwartet nicht oder nur teilweise erfüllt. Das Kreditrisiko des Konzerns wird begrenzt indem Finanzanlagen und derivative Finanzinstrumente nur mit Vertragsparteien erstklassiger Bonität getätigt bzw. abgeschlossen werden. Bonitätsbewertung (Rating)Die Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch Ratings bewerten die Kreditwürdigkeit von HeidelbergCement mit BB/B (Ausblick stabil), Bai/Not Prime (Ausblick stabil) und BB+/B (Ausblick stabil) per Ende 2011. Herabstufungen der von den Ratingagenturen vergebenen Ratings könnten sich negativ auf die Kapitalkosten und Refinanzierungsmöglichkeiten von HeidelbergCement auswirken. Liquide MittelDie liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen Zahlungsmittel. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist der Konzern Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Kontrahenten ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. HeidelbergCement steuert die daraus entstehende Risikoposition durch Diversifizierung der Kontrahenten. Bei der Anlage liquider Mittel werden die Unternehmen, Banken und Finanzinstitute nach sorgfältiger Bonitätsanalyse ausgewählt. Gegenwärtig sind keine liquiden Mittel aufgrund von Ausfällen überfällig oder wertberichtigt. Das maximale Kreditrisiko der liquiden Mittel entspricht dem Buchwert. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenForderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren hauptsächlich aus dem Verkauf von Zement, Beton und Zuschlagstoffen. Im operativen Geschäft werden die Außenstände fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die maximale Risikoposition aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert. Sonstige Forderungen und VermögenswerteDie Kreditrisikoposition aus sonstigen Forderungen und Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. HeidelbergCement erachtet dieses Kreditrisiko als nicht bedeutend. Derivative FinanzinstrumenteDerivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich zur Risikoreduktion eingesetzt. HeidelbergCement ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Zins-, Währungs- und Energiepreisrisiken ausgesetzt. Ein wesentlicher Teil der Derivate wird für bilanzielle Zwecke nicht als Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) im Sinne von IAS 39, sondern als Instrument der Kategorie "Held for trading" bilanziert. Allerdings stellen die Marktwertveränderungen dieser Instrumente, wirtschaftlich betrachtet, eine ökonomisch wirksame Absicherung im Rahmen der Konzernstrategie dar. Das maximale Kreditrisiko dieser Position entspricht dem Marktwert der derivativen Finanzinstrumente, die einen positiven Marktwert aufweisen und zum Stichtag als finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen werden. Zur Absicherung des Marktwertrisikos wurden Zinsswaps und Zinswährungsswaps kontrahiert, die im Sinne von IAS 39 als Sicherungsinstrumente designiert wurden. Zur Minderung des Ausfallrisikos werden die Sicherungsgeschäfte grundsätzlich nur mit führenden Finanzinstituten erstklassiger Bonität abgeschlossen. Die Kontrahenten verfügen über sehr gute, von externen Ratingagenturen, wie zum Beispiel Moody's, Standard & Poor's oder Fitch Ratings, vergebene Kreditratings. Derzeit bestehen keine Überfälligkeiten bei den im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumenten. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann. HeidelbergCement steuert seine Liquidität, indem der Konzern neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft in ausreichendem Umfang liquide Mittel und umfangreiche Kreditlinien bei Banken vorhält. Das operative Liquiditätsmanagement umfasst eine tägliche Zusammenführung von liquiden Mitteln. Die Abteilung Group Treasury mit Sitz in Heidelberg fungiert dabei als Inhouse-Bank. Dadurch können Liquiditätsüberschüsse und -anforderungen entsprechend den Bedürfnissen des Gesamtkonzerns sowie einzelner Konzerngesellschaften gesteuert werden. Zum Jahresende stehen neben verfügbaren Barmitteln noch ungezogene, bestätigte Kreditlinien in Höhe von 2,7 Mrd € zur Liquiditätssicherung zur Verfügung. Zur Deckung kurzfristiger Liquiditätsspitzen verfügt HeidelbergCement über einen unbefristeten Rahmenvertrag zur Emission kurzfristiger Inhaberschuldverschreibungen (Commercial Paper) in Höhe von 1,0 Mrd €. Im Rahmen des Programms werden je nach Marktlage zu unterschiedlichen Zeitpunkten einzelne Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten begeben. Zum Jahresende 2011 waren in der Summe 52,0 Mio € Commercial Paper ausstehend. Weitere Informationen zu Liquiditätsrisiken sind im Lagebericht, Kapitel Risikobericht auf Seite 85f. zu finden. Da die Finanzdokumente von HeidelbergCement keine Klauseln enthalten, welche im Falle einer Bonitätsherabstufung (Rating) eine RückZahlungsverpflichtung auslösen, bleibt auch im Falle veränderter Bonitätsbeurteilungen die Fälligkeitsstruktur unberührt. In keinem der wesentlichen bestehenden Finanzinstrumente sind Nachschusspflichten (Margin Calls) vereinbart, die zu einem Liquiditätsabfluss führen könnten. Alle derivativen Finanzinstrumente werden auf Basis bestehender Rahmenvereinbarungen kontrahiert, die zwecks Reduzierung von Bonitäts- und Liquiditätsrisiken Nettingvereinbarungen enthalten. Im Jahr 2011 wurden zwei neue Anleihen und ein Schuldscheindarlehen emittiert. Deren Emissionserlöse dienten zur Refinanzierung bestehender Bankschulden und zur Vorfinanzierung der im Januar 2012 fällig gewordenen Anleihe über 1 Mrd €. Die Anleihen wurden im Oktober und November emittiert und hatten Laufzeiten von sieben Jahren (300 Mio € im Oktober und Aufstockung im November um 200 Mio € auf insgesamt 500 Mio €) und sechs Jahren (Emission im November in Höhe von 150 Mio CHF). Das Schuldscheindarlehen in Höhe von 289 Mio € mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 wurde im Dezember abgeschlossen. Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die Cashflows der Verbindlichkeiten per 31. Dezember 2011 die Liquiditätssituation des Konzerns beeinflussen. Die Übersicht zeigt den Ablauf der
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind den kurzfristigen Fälligkeiten zuzuordnen (innerhalb eines Jahres). Bei variablen Zinszahlungen wird der aktuelle Zins als Basis gewählt. Auszahlungen in Fremdwährungen werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Cashflows der verzinslichen Verbindlichkeiten und derivativen Finanzinstrumentescroll
Cashflows der verzinslichen Verbindlichkeiten und derivativen Finanzinstrumentescroll
Der Liquiditätszufluss in Höhe von 64,3 (i.V.: 993,5) Mio € aus Zins- und Zinswährungsswaps wurde in der Tabelle nicht berücksichtigt. Die undiskontierten vertraglichen Cashflows der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden in einer separaten Tabelle auf Seite 207 dargestellt. ZinsänderungsrisikoZinsänderungsrisiken bestehen aufgrund potenzieller Änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Der Vorstand und Aufsichtsrat der Heidelberg-Cement AG haben sich gegen eine Absicherung der variabel verzinslichen Finanzinstrumente entschieden. Diese Strategie basiert auf der historisch hohen Korrelation steigender Ergebnisse mit steigenden Zinsen. Bei Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, haben Zinsänderungsrisiken keine Auswirkungen auf das Ergebnis und das Eigenkapital. Der Anteil der variabel verzinslichen Finanzinstrumente liegt bei durchschnittlich 40 % (i.V.: 43 %). Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2011 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre der Zinsaufwand des HeidelbergCement Konzerns um 34 (i.V.: 38) Mio € gestiegen (gefallen). WährungsrisikoDie Währungsrisiken von HeidelbergCement resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Risiken aus Fremdwährungen werden im Wesentlichen gesichert, soweit sie die Cashflows des Konzerns beeinflussen. Fremdwährungsrisiken, die die Cashflows des Konzerns nicht beeinflussen (d.h. die Risiken, die aus der Umrechnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzern-Berichterstattungswährung resultieren) bleiben hingegen grundsätzlich ungesichert. Unter Umständen kann HeidelbergCement jedoch auch dieses Fremdwährungsrisiko absichern. Bei der Eliminierung bestehender Währungsrisiken werden Devisentermingeschäfte und Devisenswaps eingesetzt. Im Rahmen der Inhouse-Banking-Aktivität der HeidelbergCement AG ergeben sich durch Aufnahme und Anlage von Liquidität der Tochtergesellschaften Währungspositionen, die durch entsprechende fristen- und betragskongruente externe Devisenswapgeschäfte abgesichert werden. Vor diesem Hintergrund hätten Währungsschwankungen im Rahmen der Inhouse-Banking-Aktivität keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital. Die hypothetischen Ergebnisimplikationen bei isolierter Betrachtung der externen Finanzinstrumente (im Wesentlichen Devisenswapgeschäfte) und bei Aufwertung (Abwertung) des Euros um 10 % gegenüber sämtlichen Währungen zum 31.12.2011 wären wie folgt: Zum 31.12.2011: EUR/USD:+103,0 Mio EUR, EUR/AUD:+58,5 Mio EUR, EUR/CHF: -4,0 Mio EUR, EUR/SEK: -6,0 Mio EUR, EUR/GBP: +13,7 Mio EUR, EUR/NOK: +22,7 Mio EUR, EUR/CAD: +12,4 Mio EUR, EUR/DKK: -1,6 Mio EUR, EUR/CZK: +1,5 Mio EUR, EUR/RUB: -38,3 Mio EUR, EUR/ILS +5,2 Mio EUR, EUR/LTL -0,2 Mio EUR, EUR/PLN +1,5 Mio EUR, EUR/SGD: +0,9 Mio EUR, EUR/HKD: +0,2 Mio EUR, EUR/KZT: -5,0 Mio EUR, EUR/RON: +5,6 Mio EUR, AUD/USD -0,3 Mio EUR, GEL/USD: -1,6 Mio EUR, DKK/CHF: -0,7 Mio EUR, CNY/USD: -1,6 Mio EUR, TRY/USD: -0,6 Mio EUR. Zum 31.12.2010: EUR/USD: +11,8 Mio EUR, EUR/AUD:+49,2 Mio EUR, EUR/SEK: -4,9 Mio EUR, EUR/GBP:+6,0 Mio EUR, EUR/NOK: +11,1 Mio EUR, EUR/CAD: +21,1 Mio EUR, EUR/DKK: -0,8 Mio EUR, EUR/CZK: +1,2 Mio EUR, EUR/RUB: -25,2 Mio EUR, EUR/ILS +4,3 Mio EUR, EUR/PLN: +0,4 Mio EUR, EUR/HKD: +2,7 Mio EUR, EUR/LVL -0,4 Mio EUR, EUR/INR -0,6 Mio EUR, EUR/MYR +0,7 EUR, IDR/USD: -1,9 Mio EUR, EUR/KZT: -3,2 Mio EUR, EUR/RON: -6,0 Mio EUR, CAD/USD -0,8 Mio EUR, SEK/LVL -0,4 Mio EUR, AUD/USD -0,4 Mio EUR. KapitalsteuerungZur Sicherstellung einer nachhaltigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens bedient sich das Management im Wesentlichen dreier Instrumente. Die Investitionen werden nach der strategischen und operativen Planung von HeidelbergCement ausgerichtet. Hierbei wird fürsämtliche Investitionen, mit Ausnahme der Ersatzinvestitionen, der langfristige Ergebnisbeitrag für das Unternehmen gemessen und einer Prüfung unterzogen. Wesentliche strategische Investitionen mit einem Volumen von über 10 Mio € unterliegen einer zentralen Prüfung und werden einzeln im Vorstand vorgetragen. Im Mittelpunkt der Prüfung steht die Auswirkung von Investitionen auf die Gewinn- und Verlustrechnung, die Bilanz und die Kapitalflussrechnung des Konzerns. Außerdem verwendet HeidelbergCement länderspezifische, durchschnittliche, gewichtete Kapitalkosten nach Steuern, die für das Jahr 2011 zwischen 6,4 % und 15,4 % lagen (im Vorjahr: zwischen 6,5 % und 18,9 %). Sämtliche Entscheidungen zur Vorteilhaftigkeit von Erweiterungsinvestitionen werden an den internen Rentabilitätszielen anhand der durchschnittlichen, gewichteten Kapitalkosten gemessen. HeidelbergCement besitzt ein weltweites, ergebnisabhängiges Vergütungssystem für das Management. Im Rahmen klarer Zielvereinbarungen wird eine ergebnis- und kapitalbedarfsbezogene Ausrichtung des Managements sichergestellt. Der Vorstand definiert hierbei für sämtliche Länder des Konzerns die Höhe des jeweiligen Zielergebnisses und des Working Capital zur Erreichung der Bonuszahlungen. Der Vorstand von HeidelbergCement bespricht und verfolgt vereinbarte Ziele, die Ergebnisse der Länder und den Ausblick sowie die strategische Ausrichtung im Rahmen von Quartalsgesprächen mit allen länderverantwortlichen Managern. Ausführliche Diskussionen zur operativen Planung der Länder finden im vierten Quartal mit allen Länderverantwortlichen statt. Der Vorstand legt in persönlichen Gesprächsrunden mit dem Ländermanagement Ergebnisziele, die Steuerung von spezifischen Aktivitäten und die wesentlichen Investitionen fest. Eine wesentliche Bedeutung bei der Überwachung des Konzernkapitals kommt dem dynamischen Verschuldungsgrad zu, der dem Verhältnis von Nettofinanzschulden zum operativen Ergebnis vor Abschreibungen entspricht. Dynamischer VerschuldungsgradMio €scroll
Im Rahmen von Kreditverträgen wurde die Einhaltung verschiedener Finanzrelationen (Financial Covenants) vereinbart die alle in der Berichtsperiode erfüllt wurden. Die wichtigsten Finanzkennzahlen sind das Verhältnis der Nettoverschuldung zu EBlTDA und der Zinsdeckungsfaktor. Die Kennzahl EBITDA leitet sich aus den Kreditverträgen ab und weicht daher von der Kennzahl "operatives Ergebnis vor Abschreibungen" ab, da Bestandteile des zusätzlichen ordentlichen Ergebnisses sowie Effekte aus Erst- und Endkonsolidierungen berücksichtigt werden. Weitere Erläuterungen werden im Lagebericht auf Seite 86 gegeben. Im Rahmen der Konzernplanung wird die Einhaltung der Kreditvereinbarungen konsequent überwacht und vierteljährlich den Gläubigern gemeldet. Im Falle einer Verletzung der Covenants könnten die Gläubiger unter bestimmten Voraussetzungen entsprechende Kredite, ungeachtet der vertraglich vereinbarten Laufzeiten, fällig stellen. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenHaftungsverhältnisse sind potenzielle zukünftige Verpflichtungen gegenüber Dritten, deren Existenz erst durch den Eintritt mindestens eines ungewissen zukünftigen Ereignisses bestätigt werden muss, welches jedoch außerhalb des Einflussbereichs von HeidelbergCement liegt. Zum Abschlussstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 34,5 (i.V.: 34,4) Mio € im Zusammenhang mitsteuerlichen und sonstigen Risiken. Darüber hinaus bestehen Eventualverbindlichkeiten für vertraglich gegebene Sicherheiten und Gewährleistungen in Höhe von 591,6 (i.V.: 523,9) Mio €, bei denen der Konzern die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme als äußerst gering einschätzt. Sonstige finanzielle VerpflichtungenMio €scroll
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden mit ihrem Nominalwert angegeben. Die zukünftigen Miet- und Leasingverpflichtungen beziehen sich im Wesentlichen auf Immobilien und andere Vermögenswerte, die von HeidelbergCement genutzt werden. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenIAS 24 verlangt die Darlegung der wichtigsten Beziehungen mit nahestehenden Gesellschaften und Personen, die maßgeblichen Einfluss auf die HeidelbergCement AG ausüben können, die zu den Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen gehören oder als Gemeinschaftsunternehmen bzw. assoziierte Unternehmen bilanziert sind. Herr Ludwig Merckle, Ulm, hält zum 31. Dezember 2011 indirekt über diverse Gesellschaften, darunter die UBH Holding GmbH, Zossen, und die Spohn Cement Beteiligungen GmbH, Zossen, einen Anteil von 25,11 % an der HeidelbergCement AG. Die HeidelbergCement AG hat Dienstleistungen in Höhe von 215,0 (i.V.: 574,1) T€ netto für die PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG, Mannheim, eine Gesellschaft der Merckle-Gruppe, erbracht. Am 13. September 2009 hat die HeidelbergCement AG eine Kooperationsvereinbarung mit den zur Merckle-Gruppe gehörenden Gesellschaften SC Vermögensverwaltung GmbH (ehemals Spohn Cement GmbH), VEM Vermögensverwaltung GmbH, HC Treuhand GmbH und VEM erste Treuhand GmbH abgeschlossen. Der Vertrag endete am 30. Juni 2011. Geschäftliche Transaktionen mit assoziierten Unternehmen umfassen Umsätze und sonstige Verkäufe in Höhe von 15,1 (i.V.: 22,9) Mio €, den Bezug von Waren und Dienstleistungen in Höhe von 22,7 (i.V.: 9,0) Mio € sowie erbrachte Dienstleistungen in Höhe von 0,5 (i.V.: 0,3) Mio €. Des Weiteren wurden Kapitalerhöhungen bei assoziierten Unternehmen im Jahr 2011 in Höhe von 0,4 (i.V.: 2,4) Mio € durchgeführt. Forderungen in Höhe von 1,0 (i.V.: 0,0) Mio € wurden wertberichtigt. Mit den im HeidelbergCement Konzern als Gemeinschaftsunternehmen geführten Gesellschaften wurden Umsätze und sonstige Verkäufe in Höhe von 153,3 (i.V.: 66,1) Mio € getätigt sowie Rohstoffe, Waren und sonstige Dienstleistungen in Höhe von 342,5 (i.V.: 114,5) Mio € bezogen. An Dienstleistungen und sonstigen Service- und Finanzleistungen wurden 7,6 (i.V.: 3,3) Mio € erbracht. Aus diesen Aktivitäten sowie aus Finanztransaktionen bestehen Forderungen in Höhe von 169,4 (i.V.: 81,4) Mio € und Verbindlichkeiten von 74,8 (i.V.: 39,2) Mio €. Des Weiteren wurden Kapitalerhöhungen bei Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 18,2 (i.V.: 1,1) Mio € durchgeführt. Im Wesentlichen waren hiervon die Kapitalerhöhungen von Heidelberger Beton GmbH bei Lithonplus GmbH & Co. KG in Höhe von 10,2 Mio €, von S.A. Cimenteries CBR bei GriVaLim S.A. in Höhe von 2,2 Mio €, von Heidelberger Sand und Kies GmbH bei Mibau Holding GmbH in Höhe von 2,0 Mio € sowie von Hanson Aggregates LLC bei Terrell Materials LLC in Höhe von 1,9 Mio € betroffen. Garantien zugunsten von Gemeinschaftsunternehmen bestehen in Höhe von 58,4 (i.V.: 70,6) Mio €. Darüber hinaus haben Unternehmen des HeidelbergCement Konzerns keinerlei berichtspflichtige Geschäfte mit Mitgliedern des Aufsichtsrats oder des Vorstands als Personen in Schlüsselpositionen bzw. mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, vorgenommen. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance KodexVorstand und Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG haben die nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex am 10. Februar 2011 veröffentlicht. Die Erklärung für 2012 wurde am 9. Februar 2012 unter der Internet-Adresse www.heidelbergcement.com veröffentlicht. Honorare des AbschlussprüfersDer Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erhielt im Geschäftsjahr ein Honorar von 4,2 (i.V.: 4,7) Mio €. Honorare des AbschlussprüfersMio €scroll
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Davon für das Vorjahr: 0,2 Mio €. Aufsichtsrat und VorstandWir verweisen auf die im Lagebericht im Kapitel Corporate Governance auf den Seiten 127f. gemachten Ausführungen. Die Festvergütung des Vorstands erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr auf 4,8 (i.V.: 4,3) Mio €. Dagegen reduzierte sich die Summe der kurzfristigen variablen Vergütungsbestandteile auf 4,5 (i.V.: 8,1) Mio €. Die Vorstandsmitglieder nehmen an dem, erstmalig im Jahr 2011 aufgelegten, Langfristbonusplan 2011-2013/14 teil. Die Zielwerte für den Plan liegen für Dr. Bernd Scheitele bei 1.188.000 € und für die weiteren Vorstandsmitglieder bei je 630.000 €. Der Plan besteht aus zwei gleichgewichteten Komponenten: der Management-Komponente und der Kapitalmarkt-Komponente. Der Zielwert jeder Komponente beträgt für Dr. Bernd Scheitele 594.000 € und für die weiteren Vorstandsmitglieder je 315.000 €. Der Referenzkurs für die Kapitalmarkt-Komponente beträgt 41,30 €. Dem entsprechen 14.383 Performance Share Units (PSUs)für Dr. Bernd Scheitele und je 7.627 PSUs für die weiteren Vorstandsmitglieder. Gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 4 HGB ist für die Kapitalmarkt-Komponente der Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung anzugeben. Er beträgt für Dr. Bernd Scheitele 457.000 € und für die weiteren Vorstandsmitglieder jeweils 243.000 €. Der Aufwand aus der langfristigen Kapitalmarktkomponente nach IFRS 2.51a betrug 279.000 (i.V.: 0) €. Davon entfallen 76.500 € auf Dr. Scheitele und jeweils 40.500 € auf die anderen Vorstandsmitglieder. Der erfasste Aufwand aus der langfristigen Managementkomponente betrug 0 (i.V.: 0) Mio €. Die sonstigen Vergütungsbestandteile betrugen 1,4 (i.V.: 1,2) Mio €. Die sonstigen Vergütungsbestandteile bestanden in Zahlungen für Gremientätigkeiten bei Tochterunternehmen der HeidelbergCement AG und steuerpflichtigen Nebenleistungen bestehend aus der Zurverfügungstellung von Dienstwagen, Fahr- und Sekretariatsdienstleistungen, Mobilfunk- und Kommunikationsmitteln sowie Aufwandsentschädigungen, Versicherungsleistungen und entsendungsbedingten geldwerten Vorteilen. Die Gesamtvergütung des Vorstands belief sich im Jahr 2011 auf 11,4 (i.V.: 13,6) Mio €. Außerdem ist gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 3 HGB noch ein Betrag in Höhe von 0,7 Mio € anzugeben, der auf die nachträgliche Anpassung des Jahresbonus 2010 durch den Aufsichtsrat zurückzuführen ist. Dieser Ausgleich über die Ermessensregelung wurde aufgrund der entstandenen Lücke durch den Wegfall des Mittelfristbonus, der für den Zeitraum 2008 bis 2009 letztmalig gewährt wurde, vorgenommen. Für die aktuellen Mitglieder des Vorstands wurden 1,8 (i.V.: 1,3) Mio € den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen (laufender Dienstzeitaufwand) zugeführt. Der Barwert der Pensionsansprüche betrug 19,9 (i.V.: 17,4) Mio €. An frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene wurden im Berichtsjahr 3,0 (i.V.: 3,0) Mio € gezahlt. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern beliefen sich auf 27,8 (i.V.: 28,1) Mio €. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats (ohne Umsatzsteuer) beläuft sich für das Geschäftsjahr 2011 auf 803.000 (i.V.: 815.432) €. Die Gesamtvergütung, die die Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2011 für ihre Tätigkeiten bei der HeidelbergCement AG außerhalb ihres Aufsichtsratsmandats erhielten, betrug 403.000 (i.V.: 394.000) €. Diese Beträge beinhalten ausschließlich Vergütungen, die die Arbeitnehmervertreter in ihrer Funktion als Arbeitnehmer der HeidelbergCement AG erhielten. Ereignisse nach dem Ablauf des Geschäftsjahrs 2011Am 25. Januar 2012 hat HeidelbergCement die Euroanleihe 2008/2012 über 1 Mrd € durch vorhandene Liquidität und Inanspruchnahme von Kreditlinien getilgt. HeidelbergCement hat sich am 31. Januar 2012 die Verlängerung seiner ursprünglich Ende 2013 fälligen 3 Mrd € syndizierten Kreditlinie bis zum 31. Dezember 2015 gesichert. Alle bisher engagierten 17 Banken haben ihre Beteiligung bestätigt und zwei weitere Banken sind dem Syndikat beigetreten. Die Unterzeichnung der Vereinbarung fand am 17. Februar 2012 statt. Die 3 Mrd € Kreditlinie mit Währungsoption ist als Liquiditätsreserve gedacht und kann für Barziehungen und Avale genutzt werden. Im Rahmen der Verlängerung stiegen die Margen um 25 Basispunkte über das gesamte Margengitter und um weitere 50 Basispunkte im Falle von US-Dollar-Ziehungen. Die Verlängerungsgebühr betrug einmalig 45 Basispunkte. HeidelbergCementzahlt eine Gebührfür Inanspruchnahme von 15 Basispunkten ab der ersten Ziehung. Alle anderen Bedingungen blieben unverändert. Am 8. März 2012 hat HeidelbergCement unter seinem 10 Mrd € EMTN-Programm eine Euroanleihe mit einem Emissionsvolumen von 300 Mio € und einer Laufzeit bis 8. März 2016 begeben. Die Anleihe weist einen Festzins von 4,00 % p.a. auf. Der Ausgabekurs lag bei 100,0 %, womit sich eine Rendite von 4,00 % ergab. Die Anleihe ist unbesichert und steht im Rang gleichberechtigt zu allen anderen Kapitalmarktverbindlichkeiten. Wie bei allen seit 2009 begebenen Anleihen sowie dem im Dezember 2011 abgeschlossenen Schuldscheindarlehen besteht gemäß den Anleihebedingungen eine Beschränkung bezüglich der Neuaufnahme zusätzlicher Verschuldung. Die Emissionserlöse werden zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung verwendet. Prüfung durch den AufsichtsratDer Konzernabschluss wurde vom Vorstand aufgestellt und am 14. März 2012 verabschiedet. Anschließend wurde er dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Aufstellung des Anteilsbesitzes (§ 313 Abs. 2 bzw. § 285 Nr. 11 HGB) des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AG zum 31. Dezember 2011scroll
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Gemäß § 264b HGB von der Pflicht zur Aufstellung
eines Jahresabschlusses befreit.
Heidelberg, 14. März 2012 HeidelbergCement AG Der Vorstand Bericht des Abschlussprüfers"Wir haben den von der HeidelbergCement AG, Heidelberg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den zusammengefassten Lagebericht des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Stuttgart, 14. März 2012 Ernst & Young GmbH Prof. Dr. Wollmert, Wirtschaftsprüfer Somes, Wirtschaftsprüferin Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der mit dem Lagebericht der HeidelbergCement AG zusammengefasst wurde, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Heidelberg, 14. März 2012 HeidelbergCement AG Der Vorstand Dr. Bernd Scheitele Dr. Dominik von Achten Daniel Gauthier Andreas Kern Dr. Lorenz Näger Dr. Albert Scheuer HeidelbergCement I Geschäftsbericht 2011 Jahresabschluss der HeidelbergCement AGzum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum31.12.2011Der Lagebericht der HeidelbergCement AG wurde gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des HeidelbergCement Konzerns zusammengefasst, da der Geschäftsverlaut die wirtschaftliche Lage und die künftigen Chancen und Risiken der Muttergesellschaft aufgrund der gemeinsamen Tätigkeit im Baustoffgeschäft eng mit dem Konzern verbunden sind. Der zusammengefasste Lagebericht des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AG ist im Geschäftsbericht 2011 wiedergegeben. Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der HeidelbergCement AG für das Geschäftsjahr 2011 werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Es ist möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Jahresabschluss aufgrund von Rundungen nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren. HeidelbergCement AGGewinn- und Verlustrechnungscroll
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davon Aufwand aus Ergebnisabführung -43.453
(i.V.: -42.309) BilanzHeidelbergCement AGAktiva scroll
Entwicklung des AnlagevermögensHeidelbergCement AGscroll
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Davon Aufzinsungseffekt 1.708 Anhang der Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2011Der Jahresabschluss 2011 der HeidelbergCement AG, der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes erstellt wurde, wird nachstehend erläutert. Vorgeschriebene zusätzliche Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden dargestellt. Bei der Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wenden wir das Gesamtkostenverfahren an. WährungsumrechnungFinanzanlagen, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Das Realisations- und Imparitätsprinzip wird bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr angewendet. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1 UmsatzerlöseDer Gesamtumsatz des Jahres 2011 der HeidelbergCement AG betrug 533 (i.V.: 477) Mio € und lag um 11,6 % über dem Vorjahr. Unterstützt vom milden Winterwetter zu Beginn und am Ende des Jahres, das zu einer verlängerten Bausaison führte, sowie aufgrund der allgemein guten Baukonjunktur in Deutschland im Berichtsjahr konnte trotz des starken Preisdrucks im Jahr 2011 der Umsatz sowohl im Geschäftsbereich Zement als auch bei den anderen Baustoffen deutlich gesteigert werden. Umsatzentwicklung nach Geschäftsbereichenscroll
Umsatzentwicklung nach Märkten scroll
2 Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: Sonstige betriebliche Erträgescroll
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 34,9 (i.V.: 37,5) Mio € enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen den Erhalt von Lieferantenboni sowie die Auflösung von Rückstellungen. 3 MaterialaufwandDie Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stiegen im Vergleich zum Vorjahr in Relation zum Umsatz überproportional an. Das lag zum einen an der deutlich höheren Produktion gegenüber dem Geschäftsjahr 2010 und zum anderen an den gestiegenen Beschaffungspreisen, hauptsächlich bei den Brennstoffen und Strom. Materialaufwandscroll
4 Mitarbeiter und PersonalaufwandMitarbeiterscroll
Personalaufwandscroll
Der Rückgang des Personalaufwands beruht im Wesentlichen auf dem Wegfall der im Vorjahr entstandenen Aufwendungen für den Sozialplan aus der Schließung des Zementwerks Wetzlar. In den Aufwendungen für Altersversorgung sind die Effekte aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen nicht enthalten, diese werden wie im Vorjahr bei den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen gezeigt. 5 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenAbschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagenscroll
Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen von untergeordneter Bedeutung vorgenommen. 6 Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 9,9 (i.V.: 20,2) Mio € enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen die Zuführung zu Rückstellungen sowie Nachbelastungen aus Vorjahren. 7 Ergebnis aus BeteiligungenErgebnis aus Beteiligungenscroll
Der wesentliche Teil der Erträge aus Beteiligungen betrifft die Ausschüttungen der HCT Holding Malta Limited, Malta, der HeidelbergCement Baustoffe für Geotechnik GmbH & Co. KG, Ennigerloh, der HeidelbergCement Grundstücksgesellschaft KG, Heidelberg, und der SAFA Saarfilterasche-Vertriebs-GmbH & Co. KG, Baden-Baden. Ein Ergebnisabführungsvertrag besteht mit der HeidelbergCement International Holding GmbH, Heidelberg. Aufwendungen und Erträge aus verbundenen Unternehmenscroll
8 Sonstige Zinsen und ähnliche ErträgeIn den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind im Wesentlichen Zinserträge aus der Ausreichung von kurzfristigen Darlehen gegenüber Tochtergesellschaften und aus Zinsswaps inklusive des Ertrags in Höhe von 10,2 (i.V.: 93,4) Mio € aus der Glattstellung der Zinsswaps mit positivem Marktwert enthalten. 9 Zinsen und ähnliche AufwendungenIn den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Refinanzierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 13,9 Mio € enthalten. Diese betreffen insbesondere die Amortisation von Gebühren und Disagien der 2010 abgeschlossenen syndizierten Kreditlinie und der im Jahr 2011 erfolgten Emission von Schuldscheindarlehen. Aus der Glattstellung von Zinsswaps mit negativen Marktwerten gegenüber der HeidelbergCement Finance B.V., Niederlande, ergab sich ein Aufwand von 14,8 Mio €. Des Weiteren sind unter dieser Position die Zinsanteile aus der Veränderung der Pensionsrückstellungen von 14,6 (i.V.: 14,8) Mio € sowie der Zinsanteil aus der Veränderung der sonstigen Rückstellungen in Höhe von 6,8 (i.V.: 8,6) Mio € enthalten. 10 Erträge und Aufwendungen aus der WährungsumrechnungDie Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten die im Geschäftsjahr insgesamt entstandenen Währungsgewinne und -verluste. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnungscroll
11 Außerordentliches ErgebnisDas außerordentliche Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen: Außerordentliches Ergebnisscroll
12 Steuern vom Einkommen und vom ErtragDer Steueraufwand bei den Ertragsteuern ergibt sich insbesondere aus Steuern des laufenden Geschäftsjahrs sowie aus Nachzahlungen aus Vorjahren. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Des Weiteren werden, soweit vorhanden, steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes, der für die HeidelbergCement AG im Berichtsjahr 29,42 % beträgt. Dieser setzt sich zusammen aus der Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Eine sich daraus ergebende Steuerbelastung würde als passive latente Steuer ausgewiesen. Im Falle einer Steuerentlastung würde eine aktive latente Steuer nur insoweit angesetzt, wie sie mit einer passiven latenten Steuer saldiert werden könnte. Von dem Wahlrecht der Aktivierung einer sich insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuer wird kein Gebrauch gemacht. Im Berichtsjahr ergab sich insgesamt eine nicht bilanzierte aktive latente Steuer. Passive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus den unterschiedlichen Wertansätzen im Anlagevermögen. Aufgrund der höheren Verpflichtungen im handelsrechtlichen Abschluss sowohl bei den Pensionsverpflichtungen als auch bei den Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläumsverpflichtungen ergeben sich aktive latente Steuerforderungen. Des Weiteren beruhen aktive latente Steuern noch auf steuerlich nicht absetzbaren Rückstellungen für drohende Verluste sowie aus höheren Wertansätzen des Vorratsvermögens in der Steuerbilanz. Zudem besteht eine latente Steuerforderung aufgrund bislang nicht genutzter Verlustvorträge. Insgesamt werden die passiven latenten Steuern durch aktive latente Steuern überkompensiert. In Ausübung des Wahlrechts aus § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde der Überhang der aktiven latenten Steuern nicht bilanziert. Bei der Ermittlung der latenten Steuern zum 31. Dezember 2011 wurde ein Steuersatz von 29,42 % herangezogen. Einfluss steuerlicher Vorschriften auf den JahresüberschussDer Jahresüberschuss wurde im Berichtsjahr aufgrund der Inanspruchnahme von steuerlichen Vergünstigungen um 2,0 (i.V.: 15,9) Mio € erhöht. Dies ergab sich aus dem - in Anwendung der Übergangsvorschriften des BilMoG - fortgeführten Bestandes Sonderposten mit Rücklageanteil. Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva13 AnlagevermögenDas gesamte Anlagevermögen erhöhte sich um insgesamt 1.345,2 Mio € auf 12.809,8 (i.V.: 11.464,6) Mio €. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf Seite 6 f. dargestellt. 14 Immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenImmaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich fertigungsbedingter Abschreibungen. Die unserem Abschreibungsplan zugrunde liegenden Nutzungszeiten entsprechen langjähriger Erfahrung. Geschäfts- oder Firmenwerte schreiben wir linear über die Geschäftsjahre ab, in denen sie voraussichtlich genutzt werden. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens machen wir von dem mit BilMoG geschaffenen Wahlrecht zur Aktivierung der Entwicklungskosten keinen Gebrauch. Die hierfür angefallenen Aufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Die in den Vorjahren aufgrund von Anwachsungen und Verschmelzungen resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte beruhen im Wesentlichen auf übernommenen Kundenstämmen. Bei diesen immateriellen Vermögensgegenständen weichen wir von der planmäßigen Abschreibung über fünf Jahre ab. Grund hierfür ist, dass die durchschnittliche Kundenbindungsdauer zwischen 10 und 15 Jahren liegt. Seit dem 1. Januar 2008 werden Zugänge linear abgeschrieben. Für Anlagegüter, die vor dem 1. Januar 2008 zugegangen waren, wenden wir soweit wie möglich die degressive Abschreibungsmethode an. Zur linearen Methode wird in dem Jahr übergegangen, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt. Geringwertige Wirtschaftsgüter, die vor dem 1. Januar 2010 zugegangen sind und deren Anschaffungskosten 150,00 € nicht überstiegen, wurden sofort abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten 150,00 € jedoch nicht 1.000,00 € überstiegen, wurden in einem jahresbezogenen Sammelposten aktiviert und einheitlich über fünf Jahre mit jeweils 20 %, beginnend im Wirtschaftsjahr der Bildung, abgeschrieben. In Anwendung der Regeln aus dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz werden geringwertige Wirtschaftsgüter, die seit Januar 2010 zugegangen sind und deren Anschaffungskosten 410,00 € nicht übersteigen, sofort abgeschrieben. Auf die Bildung eines Sammelpostens mit einem Netto-Einzelwert von mehr als 150,00 € bis 1.000,00 € wird seit Januar 2010 verzichtet. Im Rahmen der Anwachsung der HeidelbergCement Grundstücksgesellschaft Wetzlar mbH & Co. KG, Heidelberg, gingen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten zum Buchwert von 1,2 Mio € zu. Neuinvestitionen wurden in Höhe von 28,4 Mio € getätigt. Davon betragen geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17,5 Mio €. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen haben sich insgesamt um rund 11,6 Mio € verringert. 15 FinanzanlagenVon den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungswerten oder den niedrigeren Stichtagswerten angesetzt. Voraussichtlich dauernde Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Ausleihungen bewerten wir mit dem Nominalwert, vermindert um Wertberichtigungen. Im Geschäftsjahr 2011 wurden geringfügige Abschreibungen (i.V.: 15,1 Mio €) auf Anteile an verbundenen Unternehmen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Das Finanzanlagevermögen erhöhte sich um rund 1.357 Mio € auf 12.548 (i.V.: 11.192) Mio €; der Zugang ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Kapitalrücklage bei der Heidelberg-Cement International Holding GmbH, Heidelberg, zurückzuführen. 16 Anteile an verbundenen UnternehmenIm Berichtsjahr 2011 wurden im Wesentlichen folgende konzerninterne Umstrukturierungen vorgenommen: Durch Sacheinlagen im Wege der Einbringung von Forderungen gegenüber der St Yvette S.àr.l., Luxemburg, in Höhe von insgesamt 3.687,5 Mio € und durch eine Bareinlage in Höhe von 353,3 Mio € wurde die Kapitalrücklage bei der HeidelbergCement International Holding GmbH, Heidelberg, um insgesamt 4.040,8 Mio € erhöht. Durch Bareinlagen wurden die Kapitalrücklagen bei der Heidelberger Beton GmbH, Heidelberg, um 9,0 Mio € und bei der HC Kalkproduktionsgesellschaft Istein mbH, Efringen-Kirchen, um 0,8 Mio € erhöht. Durch Verschmelzung der HeidelbergCement Grundstücksgesellschaft Wetzlar Verwaltungs-GmbH, Heidelberg, ist die HeidelbergCement Grundstücksgesellschaft Wetzlar mbH & Co. KG, Heidelberg, auf die HeidelbergCement AG angewachsen. Des Weiteren wurde zum 1. Januar 2011 die Marmor-Industrie Kiefer GmbH, Kiefersfelden, auf die HeidelbergCement AG verschmolzen. 17 Ausleihungen an verbundene UnternehmenAusleihungen wurden in einer Höhe von insgesamt 65,0 Mio € an die Cementrum I B.V., Niederlande, neu ausgereicht. Die Rückzahlungen und Abgänge beliefen sich auf insgesamt 2.759,3 Mio €; davon betreffen 2.750,0 Mio € eine Ausleihung an die HeidelbergCement UK Holding Limited, Großbritannien, welche die St Yvette S.àr.l., Luxemburg, im Rahmen der konzerninternen Umstrukturierungen von der HeidelbergCement AG erworben hat. Der Gesamtbetrag der Ausleihungen an verbundene Unternehmen beträgt zum Jahresende 2011 insgesamt 822,5 Mio €. Unverzinsliche Darlehensforderungen werden zum Barwert bilanziert. Bei einer Ausleihung an verbundene Unternehmen mit Anschaffungskosten in Höhe von 31,7 Mio €, die nicht in Euro gewährt wurde, haben wir keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert in Höhe von 31,1 Mio € vorgenommen. Wir gehen davon aus, dass Wechselkursschwankungen nicht zu einer voraussichtlich dauernden Wertminderung führen. 18 BeteiligungenAls wesentliche Beteiligungen sind hier die Südbayer. Portland-Zementwerk Gebr. Wiesböck & Co. GmbH, Rohrdorf, die SAFA Saarfilterasche-Vertriebs-GmbH & Co. KG, Baden-Baden, und die Kronimus AG, Iffezheim, zu nennen. Die Anteile an der SAFA Saarfilterasche-Vertriebs-GmbH & Co. KG wurden durch den Erwerb von weiteren Geschäftsanteilen erhöht. 19 Sonstige AusleihungenDie sonstigen Ausleihungen haben sich nur unwesentlich verändert. 20 VorräteVorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zu niedrigeren Stichtagspreisen bewertet. Abschläge für Qualitäts- und Mengenrisiken werden entsprechend den Grundsätzen kaufmännischer Vorsicht angemessen vorgenommen. Abschläge für Kapazitätsminderauslastungen wurden vorgenommen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt grundsätzlich nach dem Perioden-Lifo-Verfahren. Die Anwendung führte im Vergleich zum letzten bekannten Börsenkurs/ Marktpreis zu keinen wesentlichen Unterschiedsbeträgen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Abschreibungen berücksichtigt werden. Angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung werden seit 2010 einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Unentgeltlich zugeteilte Emissionsrechte werden zum Anschaffungswert von Null bilanziert. Entgeltlich erworbene Emissionsrechte werden zu Anschaffungskosten erfasst. Im Falle eines niedrigeren Marktwertes am Abschlussstichtag erfolgt eine Abschreibung auf diesen Wert. 21 Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände bewerten wir zu Nennwerten. Erkennbare Einzelrisiken werden dabei ausreichend durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die allgemeinen Kreditrisiken unserer gesamten Forderungen sind durch ausreichende Pauschalwertberichtigungen gedeckt. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen kurzfristige Darlehen und Verrechnungskonten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Zinsforderungen und Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen. Sonstige Vermögensgegenstände (Restlaufzeit über 1 Jahr)scroll
22 WertpapiereWertpapiere werden mit den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Börsenkurs bewertet. 23 Flüssige MittelDie Barmittel beliefen sich zum 31. Dezember 2011 auf insgesamt 469,6 Mio €. 24 RechnungsabgrenzungspostenDer Bilanzposten enthält zum größten Teil Abgrenzungen von Aufwendungen aus der Inanspruchnahme von Krediten, die über die Laufzeit abgegrenzt und aufwandswirksam amortisiert werden. Der Saldo zum Jahresende beläuft sich auf 16,9 Mio €. 25 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der VermögensverrechnungDen Pensionsverpflichtungen aus dem Deferred Compensation Plan in Höhe von 7,1 Mio € steht ein zu verrechnendes Vermögen von 8,3 Mio € gegenüber. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Deckungsvermögens betragen 7,9 Mio €. Bei dem Deckungsvermögen handelt es sich im Wesentlichen um Anteile an Fonds, die mit dem beizulegenden Zeitwert, ermittelt nach dem Marktwert zum Stichtag, bewertet sind. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen aus dem Deferred Compensation Plan wurde auf Basis des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes und nach den Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) durchgeführt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck verwendet. Der zugrunde gelegte Rechnungszinsfuß für die Abzinsung beläuft sich zum 31. Dezember 2011 auf 5,13 %. Bei dem Zinssatz handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und monatlich bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die verrechneten Aufwendungen und Erträge belaufen sich auf 0,1 Mio €. Erläuterungen zur Bilanz - Passiva26 Grundkapital und AktienGrundkapital und Aktienscroll
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 beträgt das Grundkapital unverändert zum Vorjahr 562.500.000 € und ist in 187.500.000 Aktien eingeteilt; die Aktien sind Stückaktien und lauten auf den Inhaber. Auf jede Aktie entfällt ein anteiliger Betrag am Grundkapital von 3,00 €. Es bestehen zum 31. Dezember 2011 zwei genehmigte Kapitalia: zum einen eine Ermächtigung des Vorstands und Aufsichtrats zur Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlagen (Genehmigtes Kapital I) und zum anderen eine Ermächtigung des Vorstands und Aufsichtrats zur Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlagen (Genehmigtes Kapital II). Diese genehmigten Kapitalia werden nachfolgend zusammenfassend beschrieben; der vollständige Wortlaut der Ermächtigungen kann der Satzung entnommen werden, die auf unserer Internetseite www.heidelbergcement.com unter "Über uns/Corporate Governance/Satzung" veröffentlicht ist. Genehmigtes Kapital IDie Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 5. Mai 2015 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 225.000.000 € gegen Bareinlagen durch Ausgabe von bis zu insgesamt 75.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, in bestimmten Fällen, die in der Ermächtigung näher beschrieben sind, nämlich zur Verwertung von Spitzenbeträgen und zur börsennahen Ausgabe von Aktien von bis zu 10 % des Grundkapitals, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Genehmigtes Kapital IIDie Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 hat den Vorstand ferner ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 5. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 56.100.000 € gegen Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu insgesamt 18.700.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen in der Regel ausgeschlossen. Die Ermächtigung regelt insbesondere die Möglichkeit des Bezugsrechtsausschlusses, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder zur Bedienung von Options- oder Wandlungsrechten erfolgt. Die den Genehmigten Kapitalia I und II zugrunde liegenden Ermächtigungen zur Ausgabe von neuen Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen sind zum 31. Dezember 2011 nicht ausgenutzt worden. Bedingtes KapitalEsbestehtschließlichzum 31. Dezember 2011 das nachfolgend beschriebene Bedingte Kapital: Die Hauptversammlung vom 7. Mai 2009 hat beschlossen, das Grundkapital um weitere bis zu 187.500.000 €, eingeteilt in bis zu 62.500.000 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2009). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Unterlegung von Options- oder Wandlungsrechten bzw. Options- oder Wandlungspflichten auf HeidelbergCement-Aktien. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als der Vorstand aufgrund der Ermächtigung Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausgibt und die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten von ihren Rechten Gebrauch machen. Options- oder Wandelschuldverschreibungen können auch mit Options- oder Wandlungsverpflichtungen ausgestattet sein. Die Aktionäre haben in der Regel ein Bezugsrecht auf neu emittierte Options- oder Wandelschuldverschreibungen. Die Ermächtigung regelt bestimmte Fälle, in denen der Vorstand das Bezugsrecht der Aktionäre auf Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausschließen kann. Der vollständige Wortlaut des Bedingten Kapitals kann ebenfalls der Satzung entnommen werden, die auf unserer Internetseite veröffentlicht ist (www.heidelbergcement.com unter "Über uns/CorporateGovernance/Satzung"). Die dem Bedingten Kapital 2009zugrunde liegende Ermächtigung zur Ausgabe von Options- oder Wandelschuldverschreibungen ist zum 31. Dezember 2011 nicht ausgenutzt worden. Die Gesellschaft besitzt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 keine eigenen Aktien und es besteht keine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien. 27 KapitalrücklageDie Kapitalrücklage setzt sich im Wesentlichen aus den zugeflossenen Aufgeldern bei Kapitalerhöhungen zusammen. Zum 31. Dezember 2011 ergab sich keine Änderung gegenüber dem Vorjahr. Kapitalrücklagescroll
28 GewinnrücklagenGewinnrücklagenscroll
1)
Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen
durch Beschluss der HV vom 6. Mai 2010 Angaben zu ausschüttungsgesperrten BeträgenAus der Bewertung zum Zeitwert von zu saldierendem Vermögen im Zusammenhang mit unmittelbaren Pensionsverpflichtungen aus dem Deferred Compensation Plan ergibt sich ein Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und beizulegendem Zeitwert, ein nicht zur Ausschüttung verfügbarer Betrag von 0,4 Mio € abzüglich darauf zu bildender passiver latenter Steuern von 0,1 Mio €. Dem ausschüttungsgesperrten Betrag stehen frei verfügbare Gewinnrücklagen von 5.630,0 Mio € gegenüber. Eine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Bilanzgewinn von 70,2 Mio € besteht daher nicht. 29 Sonderposten mit RücklageanteilDie Sonderposten gemäß § 6b EStG werden in Anwendung der Übergangsvorschriften des BilMoG beibehalten. Im Berichtsjahr wurden 2,0 Mio € verrechnet und in den Folgejahren analog der Vorgehensweise in der Steuerbilanz fortgeführt. 30 PensionsrückstellungenDie Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafel Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Für die Zukunft erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei gehen wir von jährlichen Anpassungen von 3 % bei den Anwartschaften und von 2 % bei den Renten aus. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung beläuft sich zum 31. Dezember 2011 auf 5,13 %. Bei dem Zinssatz handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und monatlich bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der aufgrund der Neuregelungen durch BilMoG bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen entstandene Zuführungsbetrag in Höhe von insgesamt 58,3 Mio € wird gemäß den Übergangsvorschriften des BilMoG bis zum 31. Dezember 2024 mit mindestens 1/15 in jedem Geschäftsjahr verteilt. Der anteilig im Berichtsjahr zugeführte Betrag beläuft sich auf 3,9 Mio €, dadurch besteht zum Stichtag eine Unterdeckung von 50,5 Mio €. 31 Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle dem Grunde oder ihrer Höhe nach ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Sie enthalten Beträge für Rekultivierungs- und Garantieverpflichtungen, für Verpflichtungen aus rückständigem Urlaub sowie für andere Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Für unterlassene Reparaturen, die im ersten Quartal des folgenden Geschäftsjahres nachgeholt werden, wurden ebenfalls Rückstellungen gebildet. Getätigte Emissionen werden durch Bildung einer Rückstellung in Höhe des Buchwertes der gehaltenen Emissionsrechte bzw. der Forderungen auf RückÜbertragung verliehener Emissionsrechte berücksichtigt. Dabei werden unentgeltlich zugeteilte Emissionsrechte grundsätzlich vorrangig vor entgeltlich erworbenen Emissionsrechten berücksichtigt. Da die HeidelbergCement AG beabsichtigt, die Abgabeverpflichtungen für 2011 vorrangig durch entgeltlich erworbene zertifizierte Emissionsreduktionen bzw. Emissionsreduktionseinheiten zu erfüllen, wurden diese auch bei der Rückstellungsbewertung zum 31. Dezember 2011 vorrangig berücksichtigt. Gemäß den Vorschriften des BilMoG sind Rückstellungen zum Erfüllungsbetrag unter Einbeziehung von Preis- und Kostensteigerungen bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzins der vergangen sieben Jahre abgezinst. 32 VerbindlichkeitenRestlaufzeiten von Verbindlichkeitenscroll
*
betreffen im Wesentlichen konzerninterne Finanztransaktionen Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind insbesondere die Verbindlichkeiten aus dem Commercial Paper Programm zu nennen. Fällige Tilgungen wurden planmäßig durchgeführt. 1996 wurde zusammen mit HeidelbergCement Finance B.V., 's-Hertogenbosch/Niederlande, ein zeitlich nicht begrenztes Euro Medium Term Note Programm aufgelegt (Rahmenvereinbarung vom 28. Oktober 1996 über 0,5 Mrd € in der Fassung vom 12. November 1998). Im Jahr 2001 wurde das EMTN-Programm auf 3 Mrd € erweitert. Sechs Jahre später, mit Wirkung zum 27. September 2007, erfolgte eine zweite Erweiterung des Programms um 7 Mrd € auf aktuell 10 Mrd €. Zum 31. Dezember 2011 waren insgesamt 2.748,5 Mio € unter dem EMTN Programm gezogen; hiervon entfielen 32,5 Mio € auf die HeidelbergCement AG und 2.716,0 Mio € auf die HeidelbergCement Finance B.V., Niederlande. Zur weiteren Stärkung der Finanzierungsstruktur hat die HeidelbergCement AG am 20. Dezember 2011 mit der Bayerischen Landesbank, der Landesbank Baden-Württemberg sowie der Landesbank Hessen-Thüringen Schuldscheindarlehen in Höhe von 289 Mio € emittiert. Die Schuldscheindarlehen haben eine Laufzeit bis zum 31. Oktober 2016 und bestehen aus einer Tranche mit variabler und einer Tranche mit fixer Verzinsung. Der fixe Zinssatz liegt bei 6,77 % und der variable bei 4,9 % über dem sechsmonatigen Euribor. Gemäß den Kreditbedingungen besteht eine Beschränkung bezüglich der Neuaufnahme zusätzlicher Verschuldung, wenn der konsolidierte Deckungsgrad (d.h. das Verhältnis des Gesamtbetrages des konsolidierten EBITDA zu dem Gesamtbetrag des konsolidierten Zinsergebnisses) des HeidelbergCement Konzerns unter 2 ist. Das konsolidierte EBITDA in Höhe von 2.502 Mio € und das konsolidierte Zinsergebnis in Höhe von 706 Mio € werden auf einer pro Forma Basis gemäß den Bedingungen berechnet. Zum Jahresende 2011 betrug der konsolidierte Deckungsgrad 3,54. Durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte VerbindlichkeitenDie syndizierte Kreditlinie in Höhe von 3 Mrd €, die als Bar- und Avallinie genutzt werden kann, ist durch Pfandrechte an Anteilen an direkten Tochterunternehmen der Heidelberg-Cement AG sowie Garantien von Konzerntöchtern (sogenannte Upstream Guarantees), die rund 70 % des Konzernumsatzes bzw. der Vermögenswerte repräsentieren, besichert. Diese Kreditlinie war zum 31. Dezember 2011 von der HeidelbergCement AG nur als Avallinie in Höhe von 245,7 Mio € in Anspruch genommen. Weitere Erläuterungen zu den Verbindlichkeitenscroll
33 RechnungsabgrenzungspostenDer im Berichtsjahr ausgewiesene Betrag beinhaltet im Wesentlichen Abgrenzungsposten im Rahmen des Emissionshandels. Sonstige ErläuterungenHaftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenHaftungsverhältnissescroll
Die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften betreffen in Höhe von 725,7 Mio € verbundene Unternehmen. Die HeidelbergCement AG haftet im Rahmen der Garantien für aufgenommene Kapitalmarktkredite und für die Einhaltung der Verpflichtungen von verbundenen Unternehmen, insbesondere aus begebenen Anleihen, in Höhe von insgesamt 8.736,4 Mio €. Die Bürgschaften und Garantien wurden nahezu ausschließlich zugunsten von Tochtergesellschaften gegeben. Wir gehen aufgrund der im Rahmen des internen Kontrollsystems im HeidelbergCement Konzern angewandten Berichterstattung davon aus, dass die betreffenden Gesellschaften die zugrunde liegenden Verpflichtungen erfüllen können, und wir mit keiner Inanspruchnahme rechnen müssen. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen den Aufwand aus Leasing- und Mietverpflichtungen gegenüber Dritten, bei denen das wirtschaftliche Eigentum nicht der HeidelbergCement AG zuzurechnen ist und der daher auch nicht aktiviert wurde. Bei den geleasten und gemieteten Gegenständen handelt es sich insbesondere um Immobilien und sonstige Anlagegegenstände. Dadurch wird die Liquiditätsplanung stabilisiert. Risiken aus der Schwankung von Leasing- und Mietverpflichtungen bestehen nicht. scroll
Derivative FinanzinstrumenteRisiken aus dem operativen Geschäft und der Finanzierung eines international tätigen Konzerns entstehen aus Änderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Rohstoffpreisen. Die Risikofelder werden von der Abteilung Group Treasury laufend überwacht und im Rahmen unserer konzerninternen Richtlinien gesteuert. Zur Minimierung dieser Risiken werden derivative Finanzinstrumente als Sicherungsgeschäfte eingesetzt. Währungsrisiken, die aufgrund von Geschäftsvorgängen mit externen Dritten in Fremdwährung entstehen (Transaktionsrisiken), werden durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente mit einem Sicherungshorizont von bis zu zwölf Monaten abgesichert. Es werden Devisenswaps und Devisentermingeschäfte eingesetzt. Auf die Absicherung von Währungsrisiken aus konzerninternen Transaktionen wird verzichtet, da sich die Mittelzu- und -abflüsse in den verschiedenen Währungspaaren auf Konzernebene weitgehend neutralisieren. Externe Neuabschlüsse von derivativen Finanzinstrumenten werden grundsätzlich im Namen der HeidelbergCement AG als In-house Bank des HeidelbergCement Konzerns abgeschlossen. Die externen Partner sind ausnahmslos Banken. Die HeidelbergCement AG hat Ende 2011 einen externen Währungsswap mit einer Bank und einen internen Währungsswap mit der HeidelbergCement Finance B.V., Niederlande, mit einem Gesamtvolumen von jeweils 150 Mio CHF und einer Laufzeit bis 2017 abgeschlossen. Der externe Währungsswap dient der Absicherung von Cashflow-Änderungen des im November 2011 von der HeidelbergCement Finance B.V., Niederlande, abgeschlossenen EMTN-Bonds und wurde zu identischen Konditionen an die HeidelbergCement Finance B.V., Niederlande, weitergereicht. Die externen und internen Währungsswaps wurden als Mikro-Hedge zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Da die Spiegelung zu identischen Konditionen vorgenommen wurde, gleichen sich die zukünftigen Wertschwankungen der externen und internen Zinswährungsswaps aus. Die prospektive Effektivität wird durch die "Critical-Terms-Match-Methode" und die retrospektive Effektivität durch die "Change in Fair Value"-Methode ermittelt. Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheit erfolgt unter Anwendung der Einfrierungsmethode. Ohne die Bewertungseinheit wäre für die Währungsswaps eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 0,7 Mio € gebildet worden. Die übrigen Devisensicherungsgeschäfte dienen im Wesentlichen der Absicherung von Fremdwährungsdarlehen und -einlagen, wobei auf eine explizite Abbildung als Bewertungseinheit verzichtet wird. Währungsbezogene Geschäftescroll
Bei der Barwertermittlung der Sicherungsderivate erfolgt eine Korrektur um die Zinsabgrenzung zum Stichtag. Für nicht geschlossene Positionen wurde eine Rückstellung für drohende Verluste in Höhe von 9,9 Mio € gebildet. Die HeidelbergCement AG hat per Ende 2011 Derivate auf Rohstoffe als Bewertungseinheit abgebildet. Dabei handelt es sich um kurzfristige Dieselderivate, die zur Absicherung von Preisschwankungen dienen. Die HeidelbergCement AG hat insgesamt im Jahr 2011 für Tochtergesellschaften Dieselderivate von 7.000 metrischen Tonnen zu einem Durchschnittspreis von 696 €/t abgeschlossen und zu identischen Konditionen an die entsprechenden Tochtergesellschaften weitergegeben. Die externen und internen Derivate wurden als Mikro-Hedge zu einer Bewertungseinheitzusammengefasst. Da die Spiegelung zu identischen Konditionen vorgenommen wurde, gleichen sich die zukünftigen Wertschwankungen der externen und internen Währungsswaps aus. Die prospektive Effektivität wird durch die "Critical-Terms-Match-Methode" und die retrospektive Effektivität durch die "Change in Fair Value"-Methode ermittelt. Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheit erfolgt unter Anwendung der Einfrierungsmethode. Ohne die Bewertungseinheit wäre für die Derivate eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 27 T€ zu bilden gewesen. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und PersonenEs wurden folgende wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen durchgeführt, wobei über Geschäfte mit mittelbar oder unmittelbar in 100-prozentigern Anteilsbesitz stehenden in den Konzernabschluss der HeidelbergCement AG einbezogenen Unternehmen gem. § 285 Satz 1 Nr. 21 Halbsatz 2 HGB keine Angaben gemacht werden. scroll
Bezüge Aufsichtsrat, VorstandBezüge Aufsichtsratscroll
Auf das Geschäftsjahr 2011 entfallene Vorstandsvergütungscroll
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Außerdem ist gemäß § 285 Nr. 9a Satz 3 HGB noch ein Betrag in Höhe von 0,5 Mio € anzugeben, der auf die nachträgliche Anpassung des Jahresbonus 2010 durch den Aufsichtsrat zurückzuführen ist. Dieser Ausgleich über die Ermessensregelung wurde aufgrund der entstandenen Lücke durch den Wegfall des Mittelfristbonus, der für den Zeitraum 2008 bis 2009 letztmalig gewährt wurde, vorgenommen. Die Vorstandsmitglieder nehmen an dem, erstmalig im Jahr 2011 aufgelegten, Langfristbonusplan 2011-2013/14 teil. Die Zielwerte für den Plan liegen für Dr. Bernd Scheitele bei 1.188.000 €, für Daniel Gauthier und Dr. Albert Scheuer bei 63.000 € sowie für die weiteren Vorstandsmitglieder bei je 630.000 €. Der Plan besteht aus zwei gleichgewichteten Komponenten: der Management-Komponente und der Kapitalmarkt-Komponente. Der Zielwert jeder Komponente beträgt für Dr. Bernd Scheitele 594.000 €, 31.500 € für Daniel Gauthier und Dr. Albert Scheuer sowie für die weiteren Vorstandsmitglieder je 315.000 €. Der Referenzkurs für die Kapitalmarkt-Komponente beträgt 41,30 €. Dem entsprechen 14.383 Performance Share Units (PSUs) für Dr. Bernd Scheitele, jeweils 763 PSUs für Daniel Gauthier und Dr. Albert Scheuer sowie jeweils 7.627 PSUs für die weiteren Vorstandsmitglieder. Gemäß § 285 Nr. 9a Satz 4 HGB ist für die Kapitalmarkt-Komponente der Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung anzugeben. Er beträgt für Dr. Bernd Scheitele 457.000 €, für Daniel Gauthier und Dr. Albert Scheuer jeweils 24.300 € sowie für die weiteren Vorstandsmitglieder jeweils 243.000 €. Versorgungszusagenscroll
Frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenescroll
Erklärung gern, § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance KodexVorstand und Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich gemacht (siehe www.heidelberg-cement.com, Über uns, Corporate Governance). KonzernverhältnisseDie HeidelbergCement AG stellt einen Konzernabschluss nach § 315a Abs. 1 HGB auf, welcher im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt wird. Honorare des AbschlussprüfersDas für das Berichtsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB nicht angegeben, da es in die Angaben im Konzernabschluss der HeidelbergCement AG einbezogen wird. Stimmrechtsmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)Der Gesellschaftsind bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses folgende Mitteilungen gemäß § 21 WpHG zugegangen: Herr Ludwig Merckle, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stirnmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 4. November 2010 die Schwelle von 25 % überschritten hat und ihm zu diesem Tag 25,11 % der Stimmrechte zustanden. Davon sind ihm 25,11 % der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Ihm zugerechnete Stimmrechte wurden dabei über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stirnmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG jeweils 3 % oder mehr betrug, gehalten: KL Holding GmbH, Kötitzer Ledertuch- und Wachstuch-Werke GmbH, Spohn Cement GmbH, UBH Unternehmens- und Beteiligungsholding mbH, Ludwig Merckle GmbH &Co KG, L. Merckle GmbH, Merckle Service GmbH (ehemals Pan GmbH), LH Leder Holding GmbH, LH Leder Holding Vermögensverwaltung GmbH, VEM Vermögensverwaltung GmbH, Horst Plaschna Management GmbH & Co. Beteiligungssanierungs- und -Verkaufs KG, VEM Management GmbH, VEM Beteiligungen GmbH und LuMe Vermögensverwaltung GmbH. Von diesen von Herrn Ludwig Merckle kontrollierten Unternehmen haben uns die folgenden Gesellschaften nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihre Stirnmrechtsanteile an der HeidelbergCement AG am 21. Januar 2011 die Schwellen von 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten haben und ihnen zu diesem Tag 0,00 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG nach § 21 Abs. 1 WpHG zustanden: KL Holding GmbH, Kötitzer Ledertuch- und Wachstuch-Werke GmbH, SC Vermögensverwaltung GmbH (ehemals Spohn Cement GmbH), Ludwig Merckle GmbH & Co KG, L. Merckle GmbH, Merckle Service GmbH, LH Leder Holding GmbH, LH Leder Holding Vermögensverwaltung GmbH und LuMe Vermögensverwaltung GmbH. Die folgenden Gesellschaften haben uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihre Stimmrechtsanteile an der HeidelbergCement AG am 21. Januar 2011 die Schwellen von 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten haben und ihnen zu diesem Tag 0,09 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG nach § 21 Abs. 1 WpHG zustanden: VEM Vermögensverwaltung GmbH, Horst Plaschna Management GmbH & Co. Beteiligungssanierungs- und -Verkaufs KG, VEM Management GmbH und VEM Beteiligungen GmbH. Die UBH Holding GmbH (ehemals UBH Unternehmens- und Beteiligungsholding mbH) hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG davon in Kenntnis gesetzt dass ihr Stirnmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 21. Januar 2011 die Schwelle von 25 % überschritten hat und ihr zu diesem Tag 25,01 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG nach § 21 Abs. 1 WpHG zustanden. Der UBH Holding GmbH zugerechnete Stimmrechte werden über die von ihr kontrollierte Spohn Cement Beteiligungen GmbH gehalten. Die Spohn Cement Beteiligungen GmbH hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt dass ihr Stirn mrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 21. Januar 2011 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten hat und ihr zu diesem Tag 25,01 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG nach § 21 Abs. 1 WpHG zustanden. Die BlackRock Advisors Holdings, Inc, New York, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stirnmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 6. September 2010 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,56 % betrug. Alle Stimmrechte an der HeidelbergCement AG sind der BlackRock Advisors Holdings, Inc gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die BlackRock, Inc., New York, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sie am 11. Februar 2011 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG unterschritten hat und sie an diesem Tag 4,83 % der Stimmrechte hielt. Alle Stimmrechte an der HeidelbergCement AG sind der BlackRock, Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die folgenden Gesellschaften haben uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihre Stimmrechtsanteile an unserer Gesellschaft am 11. Februar 2011 die Schwelle von 5 % unterschritten haben und zu diesem Tag 4,53 % betrugen: BlackRock Financial Management, Inc., New York, USA, und BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, USA. Alle Stimmrechte an der HeidelbergCement AG sind diesen beiden Gesellschaften gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die folgenden Gesellschaften haben uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihre Stimmrechtsanteile an unserer Gesellschaft am 11. Februar 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten haben und zu diesem Tag 2,86 % betrugen: BlackRock International Holdings Inc., New York, USA, und BR Jersey International Holdings L.P., St. Helier, Jersey. Alle Stimmrechte an der HeidelbergCement AG sind diesen beiden Gesellschaften gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die BlackRock, Inc., New York, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sie am 15. Februar 2012 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG überschritten hat und sie an diesem Tag 5,03 % der Stimmrechte hielt. Alle Stimmrechte an der HeidelbergCement AG sind der BlackRock, Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die Fidelity Management & Research Company, Boston, USA, eine Tochtergesellschaft der FMR LLC, Boston, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sie am 4. April 2011 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG unterschritten hat und an diesem Tag 2,96 % der Stimmrechte hielt. Alle Stimmrechte sind der Fidelity Management & Research Company gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Die FMR LLC, Boston, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sie am 29. April 2011 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG unterschritten hat. An diesem Tag hielt die FMR LLC 1,08 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG. Alle Stimmrechte an der HeidelbergCement AG sind der FMR LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. In zwei weiteren Mitteilungen setzte uns die FMR LLC gemäß § 21 Abs. 1 WpHG davon in Kenntnis, dass ihr Stirnmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 17. Mai 2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,15 % betrug und am 24. Juni 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 2,96 % betrug. Alle Stimmrechte an der HeidelbergCement AG sind der FMR LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die First Eagle Investment Management LLC, New York, USA, eine Tochtergesellschaft der Arnhold and S. Bleichroeder Holdings, Inc., New York, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass am 23. Juni 2011 der zuzurechnende Anteil der Stimmrechte der Arnhold and S. Bleichroeder Holdings, Inc. an unserer Gesellschaft die 5 %-Schwelle überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,12 % betrug. Diese Stimmrechte sind der Arnhold and S. Bleichroeder Holdings, Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 2 und § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Weiterhin informierte uns die First Eagle Investment Management, LLC gemäß §§ 21 Abs. 1,24 WpHG, dass am 23. Juni 2011 ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft die 5 %-Schwelle überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,12 % betrug. Diese Stimmrechte sind der First Eagle Investment Management, LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Namens und im Auftrag des First Eagle Global Fund, New York, USA, hat uns die First Eagle Investment Management, LLC gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass am 24. Juni 2011 die Stimmrechte des First Eagle Global Fund an der HeidelbergCement AG die Schwelle von 3 % überschritten haben und an diesem Tag 3,05 % betrugen. Die Artisan Partners Limited Partnership, Milwaukee, USA, hat uns gemäß §§ 21 Abs. 1,22 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sie am 5. September 2011 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG überschritten hat und sie an diesem Tag 3,09 % der Stimmrechte hielt. Diese Stimmrechte sind der Artisan Partners Limited Partnership gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. In einer weiteren Mitteilung informierte uns die Artisan Partners Limited Partnership gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 WpHG, dass sie am 1. Februar 2012 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG unterschritten hat und sie an diesem Tag 2,95 % der Stimmrechte hielt. Diese Stimmrechte sind der Artisan Partners Limited Partnership gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Die folgenden Gesellschaften -alle mit Sitz in Milwaukee, USA - und Personen haben uns gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sie am 5. September 2011 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG überschritten haben und an diesem Tag 3,09 % der Stimmrechte hielten: Artisan Investments GP LLC, Artisan Partners Holdings LP, Artisan Investment Corporation, ZFIC, Inc. sowie Herr Andrew A. Ziegler, USA, und Frau Carlene M. Ziegler, USA. Alle Stimmrechte an der HeidelbergCement AG sind diesen Gesellschaften und Personen gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 und Satz 3 WpHG zuzurechnen. Dieselben Gesellschaften und Personen haben uns weiterhin gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sie am 1. Februar 2012 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG unterschritten haben und an diesem Tag 2,95 % der Stimmrechte hielten. Alle Stimmrechte an der HeidelbergCement AG sind diesen Gesellschaften und Personen gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 und Satz 3 WpHG zuzurechnen. Die jeweils aktuelle Aktionärsstruktur kann auf unserer Internetseite www.heidelbergcement.com unter "Investor Relations/Unsere Aktie/Unsere Aktionäre" eingesehen werden. Mandate von Mitgliedern des Aufsichtsrats und VorstandsDie Mitglieder des Aufsichtsrats und Vorstands haben folgende Mandate inne: a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bei inländischen Gesellschaften b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen. Konzernmandate sind mit 1) gekennzeichnet Aufsichtsrat*Fritz-Jürgen HeckmannVorsitzender Vorsitzender des Vermittlungs- und des Nominierungsausschusses sowie Mitglied des Personal- und des Prüfungsausschusses Wirtschaftsjurist a) Paul Hartmann AG (Vorsitzender) Wieland-Werke AG (Vorsitzender) b) HERMA Holding GmbH + Co. KG (stellv. Vorsitzender) Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG Süddeutsche Verlag GmbH (stellv. Vorsitzender) Südwestdeutsche Medien Holding GmbH (stellv. Vorsitzender) URACA GmbH & Co. KG (stellv. Vorsitzender) Heinz SchmittStelIvertretender Vorsitzender Mitglied des Prüfungs-, des Vermittlungs- und des Personalausschusses Controller; Vorsitzender des Betriebsrats in der Hauptverwaltung, HeidelbergCement AG Robert FeigerMitglied des Prüfungsausschusses Stellvertretender Bundesvorsitzender der IG Bauen-Agrar-Umwelt a) BAUER Aktiengesellschaft (stellv. Vorsitzender) b) Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG Zusatzversorgungskasse des Gerüstbaugewerbes VVaG Josef HeumannMitglied des Personalausschusses Anlagenwärter Brennerei; Vorsitzender des Betriebsrats im Werk Burglengenfeld der HeidelbergCement AG Max Dietrich KleyMitglied des Prüfungsausschusses Rechtsanwalt a) BASF SE SGL CARBON SE (Vorsitzender) Hans Georg KrautMitglied des Personal- und des Vermittlungsausschusses Leiter des Werks Schelklingen der HeidelbergCement AG Dr.-Ing. Herbert LütkestratkötterEhemaliger Vorsitzender des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft a) TÜV Rheinland Holding AG Ludwig MerckleVorsitzender des Personal- und des Prüfungsausschusses sowie Mitglied des Nominierungsausschusses Geschäftsführer der Merckle Service GmbH a) Kässbohrer Geländefahrzeug AG (Vorsitzender) Württembergische Leinenindustrie AG (Vorsitzender) b) MerFam AG (Vorsitzender) PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG Tobias MerckleMitglied des Personal-, des Nominierungs- und des Vermittlungsausschusses Geschäftsführender Vorstand des Vereins Seehaus e.V. Alan MurrayEhemaliges Mitglied des Vorstands der HeidelbergCement AG b) Hanson Pension Trustees Limited, Treuhandgesellschaft des Hanson No 2 Pension Scheme Werner SchraederMitglied des Prüfungsausschusses Bauschlosser; Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der HeidelbergCement AG und Vorsitzender des Betriebsrats im Werk Ennigerloh der HeidelbergCement AG b) Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie Frank-Dirk SteiningerFachreferent für Arbeitsrecht beim Bundesvorstand der IG Bauen-Agrar-Umwelt
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Alle Angaben beziehen sich auf den 31. Dezember
2011. Vorstand*Dr. Bernd ScheifeleVorsitzender a) Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH (stellv. Vorsitzender) b) Castle Cement Limited1) ENCI Holding N.V.1) Hanson Limited1) Hanson Pioneer Espana, S.L.1) HeidelbergCement Holding S.à.r.l.1) HeidelbergCement India Ltd.1) HeidelbergCement Netherlands Holding B.V.1) PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG (Vorsitzender) PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.1) RECEM S.A.1) Dr. Dominik von Achtenb) Castle Cement Limited1) HeidelbergCement Canada Holding Limited 1) HeidelbergCement UK Holding II Limited1) Lehigh Hanson, Inc.1) Lehigh Hanson Materials Limited1) TITAL GmbH Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG ("Medienhaus Lensing") Daniel Gauthierb) Akçansa Çimento Sanayi ve Ticaret A.S. (stellv. Vorsitzender) Carmeuse Holding SA Castle Cement Limited 1) CBR Asset Management S.A.1) (Vorsitzender) CBR Asset Management Belgium S.A.1) (Vorsitzender) CBR Finance S.A.1) (Vorsitzender) CBR International Services S.A.1) (Vorsitzender) Cementrum I B.V.1) Cementrum II B.V.1) Cimenteries CBR S.A.1) (Vorsitzender) Cimenterie de Lukala "CILU" SARL1) Civil and Marine Limited1) ENCI Holding N.V1) (Vorsitzender) Genlis Metal Hanson Building Products Limited1) Hanson Pioneer Espana, S.L.1) Hanson Quarry Products Europe Limited1) HC Green Trading Limited1) HC Trading International Inc.1) (Vorsitzender) HC Trading B.V.1) (Vorsitzender) HC Trading Malta Ltd1) HCT Holding Malta Limited1) HeidelbergCement Asia Pte Ltd1) HeidelbergCement Holding HK Limited 1) HeidelbergCement Holding S.à.r.l.1) HeidelbergCement Northern Europe AB1) (Vorsitzender) HeidelbergCement UK Holding Limited1) Interlacs SARL1) International Trading and Finance (ITF) B.V.1) (Vorsitzender) Lehigh B.V.1) (stellv. Vorsitzender) PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.1) RECEM S.A.1) Scancem International DA1) (Vorsitzender) Scancem International a.s1) (Vorsitzender) Tadir Readymix Concrete (1965) Ltd1) TPCC Tanzania Portland Cement Company Ltd.1) Andreas Kerna) Basalt-Actien-Gesellschaft Kronimus AG b) Carpatcement Holding S.A.1) Castle Cement Limited 1) CaucasusCement Holding B.V.1) (Vorsitzender) Ceskomoravsky cement, a.s., nástupnická spolecnost 1) (Vorsitzender) Duna-Dráva Cement Kft 1) ENCI Holding N.V.1) Górazdze Cement S.A.1) (Vorsitzender) Hanson Pioneer Espana, S.L.1) HeidelbergCement Central Europe East Holding B.V.1) (Vorsitzender) HeidelbergCement Georgia, Ltd.1) (stellv. Vorsitzender) HeidelbergCement Netherlands Holding B.V.1) Joint Stock Company - Bukhtarminskaya Cement Company 1) (Vorsitzender) Limited Liability Company Kartuli Cementi1) Lithonplus GmbH & Co. KG
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Alle Angaben beziehen sich auf den 31. Dezember
2011. NCD Nederlandse Cement Deelnemingsmaatschappij B.V.1) OAO Cesla1) Public Joint Stock Company "HeidelbergCement Ukraine" 1) RECEM S.A.1) Tvornica Cementa Kakanj d.d.1) Dr. Lorenz Nägera) MW Energie AG b) Castle Cement Limited1) Cimenteries CBR S.A.1) ENCI Holding N.V.1) Hanson Limited1) Hanson Pioneer Espana, S.L.1) HeidelbergCement Canada Holding Limited 1) HeidelbergCement Holding S.à.r.l.1) HeidelbergCement India Ltd.1) HeidelbergCement International Holding GmbH1) HeidelbergCement Netherlands Holding B.V.1) HeidelbergCement UK Holding Limited 1) HeidelbergCement UK Holding II Limited 1) Lehigh B.V.1) (Vorsitzender) Lehigh Hanson, Inc.1) Lehigh Hanson Materials Limited 1) Lehigh UK Limited1) Palatina Insurance Ltd.1) PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.1) RECEM S.A.1) Dr. Albert Scheuerb) China Century Cement Ltd. COCHIN Cements Ltd.1) Easy Point Industrial Ltd. Guangzhou Heidelberg Yuexiu Enterprise Management Consulting Company Ltd. Hanson Building Materials (S) Pte Ltd1) Hanson Investment Holdings Pte Ltd1) Hanson Pacific (S) Pte Ltd1) HeidelbergCement Asia Pte Ltd1) (Vorsitzender) HeidelbergCement Bangladesh Limited 1) HeidelbergCement Holding HK Limited 1) HeidelbergCement India Ltd.1) Heidelberger Energie GmbH1) Jidong Heidelberg (Fufeng) Cement Company Limited Jidong Heidelberg (Jingyang) Cement Company Limited PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.1) (Vorsitzender) Squareal Cement Ltd Aufstellung des Anteilsbesitzes (§ 313 Abs. 2 bzw. § 285 Nr. 11 HGB) des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AG zum 31. Dezember 2011scroll
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Gemäß § 264b HGB von der Pflicht zur Aufstellung
eines Jahresabschlusses befreit. Vorschlag für die Verwendung des BilanzgewinnsVorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, aus dem im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 70.175.043,49 € einen Betrag von 65.625.000,00 € zur Zahlung einer Dividende von 0,35 € je Aktie auf 187.500.000 für das Geschäftsjahr 2011 dividendenberechtigte Stückaktien zu verwenden. Der verbleibende Betrag von 4.550.043,49 € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Heidelberg, den 14. März 2012 HeidelbergCement AG Der Vorstand Bericht des Abschlussprüfers"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den zusammengefassten Lagebericht des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AG, Heidelberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Stuttgart, 14. März 2012 Ernst & Young GmbH Prof. Dr. Wollmert, Wirtschaftsprüfer Somes, Wirtschaftsprüferin Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss der HeidelbergCement AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Heidelberg, 14. März 2012 HeidelbergCement AG Der Vorstand Dr. Bernd Scheitele Dr. Dominik von Achten Daniel Gauthier Andreas Kern Dr. Lorenz Näger Dr. Albert Scheuer Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, Das Geschäftsjahr 2011 stand für die Baustoffindustrie und für unser Unternehmen im Zeichen erfreulicher operativer Umsatzzuwächse und zwar in nahezu allen Regionen und Produktbereichen, in denen HeidelbergCement tätig ist. Der Umsatzzuwachs von über 1 Mrd € gegenüber dem Vorjahr ging im Wesentlichen auf einen Anstieg der verkauften Produkte zurück. Dabei entwickelte sich das erste Quartal des Jahres aufgrund der moderaten Witterung in der nördlichen Hemisphäre operativ besonders gut. Die Freude über den erzielten Mengenzuwachs, der vor allem durch eine weiterhin positive Entwicklung der Baustoffmärkte in den Wachstumsregionen Asiens und Afrikas getragen wurde, aber auch durch eine unerwartet schnelle Erholung der Baustoffmärkte in Europa und Teilen Nordamerikas, wurde jedoch durch deutliche Steigerungen der variablen Produktionskosten getrübt. Weltweit stiegen die Preise für Kohle, Öl und Strom im Jahr 2011 dramatisch an und beeinflussten das Ergebnis insbesondere unserer energieintensiven Zementsparte negativ. Auch die Frachtkosten haben sich erhöht, sodass das operative Ergebnis im Konzern 2011 mit 1,47 Mrd € nur knapp über dem Vorjahresniveau liegt. Angesichts der immer noch andauernden Verwerfungen auf den weltweiten Wirtschafts- und Finanzmärkten können Vorstand und Aufsichtsrat dennoch recht zufrieden auf den Verlauf des Geschäftsjahrs 2011 und das Gesamtergebnis zurückblicken. Die geografisch vorteilhafte Aufstellung von HeidelbergCement mit eindrucksvollen Marktpositionen außerhalb der aktuellen Krisenzonen der Welt war einmal mehr der Garant für ein gutes Abschneiden des Unternehmens am Markt, gerade auch im Vergleich mit anderen global tätigen Baustoffunternehmen. Der Aufsichtsrat ist aufgrund der Entwicklungen der letzten Jahre überzeugt davon, dass das Unternehmen strategisch zutreffend ausgerichtet ist. Er hat in diesem Bewusstsein den aktuellen Strategischen Plan, der im Berichtsjahr aufgestellt wurde, eingehend beraten und verabschiedet. Die Planung enthält eine klare Zukunfts- und Wachstumsstrategie. Dazu gehören Projekte zur Sicherung und zum Ausbau von Marktpositionen in Wachstumsregionen, für die stellvertretend die aktuellen Erweiterungsprojekte in Indien und Indonesien stehen, aber auch Investitionsprojekte in neue Zementkapazitäten beispielsweise in Russland und Kasachstan. Dieser konsequente duale Strategieansatz wird HeidelbergCement weiter in eine gesicherte Zukunft führen. Der Aufsichtsrat trägt diesen strategischen Ansatz vollumfänglich mit und fördert ihn im Rahmen seiner Aufgaben. 2011 hat sich HeidelbergCement erneut auch auf Finanzierungsangelegenheiten konzentriert. Dabei bildete die konsequente Rückführung der Konzernfinanzverbindlichkeiten auf ein Niveau von deutlich unter 8 Mrd € sowie die Glättung des Fälligkeitenprofils der Verbindlichkeiten für die nächsten Jahre einen Schwerpunkt. Ein weiterer war die frühzeitige Sicherstellung ausreichender Liquidität. Dies geschah einerseits über zugesicherte Bankkreditlinien und andererseits über eine Verteilung der Verbindlichkeiten mit verstärkter Ausrichtung auf Kapitalmarktverbindlichkeiten, die das Unternehmen gegenüber etwaigen Schwierigkeiten im Bankensektor, wie sie Ende 2008 aufgetreten sind, absichert. Die im Laufe des Geschäftsjahrs 2011 am Kapitalmarkt begebenen Anleihen und Schuldscheindarlehen von insgesamt rund 912 Mio € stärken die Unabhängigkeit des Unternehmens von Bankenfinanzierungen und haben die Rückführung der im Januar 2012 fällig gewordenen 1 Mrd € Anleihe sichergestellt. Der Aufsichtsrat war in alle beschriebenen Finanztransaktionen und in die grundlegenden Weichenstellungen zur Sicherstellung eines tragfähigen Finanzierungskonzepts des Konzerns eng eingebunden. Er hat insbesondere die "Safety first"-Entscheidung des Vorstands bei der Begebung von Schuldverschreibungen im vierten Quartal 2011 und die vorzeitige Verlängerung des syndizierten Kreditvertrags mitgetragen. In der Umsetzung bedeutete das, einer vorausschauenden und umfassenden Sicherstellung der Konzernfinanzierung in Zeiten extrem volatiler Finanzmärkte den Vorrang vor einem Warten auf mögliche künftige Zinsermäßigungen am Anleihemarkt zu geben und damit marktbedingt eine im Vergleich zu den bestehenden Anleihen erhöhte Verzinsung in Kauf zu nehmen. Mittelfristiges Ziel für Vorstand und Aufsichtsrat ist und bleibt die Wiedererlangung des Investment-Grade-Ratings mit der damit verbundenen Reduzierung des Zinsaufwands und der Erhöhung der finanziellen Flexibilität für das Unternehmen. Ein weiterhin stabiler Aktionärskreis zeigt das Vertrauen des Kapitalmarkts in die fortgesetzte Leistungsfähigkeit des Unternehmens und ist Beweis und Vertrauensvorschuss zugleich für das Zukunftspotenzial von HeidelbergCement unter den führenden Baustoffherstellern der Welt. Beratung und ÜberwachungDer Aufsichtsrat hat die vorgenannten Maßnahmen eng begleitet und in zahlreichen ordentlichen und außerordentlichen Sitzungen des Plenums und seiner Ausschüsse sowie in Kontakten außerhalb von Sitzungen mit dem Vorstand abgestimmt. Er hat sich darüberhinaus regelmäßig und ausführlich sowohl schriftlich als auch mündlich über die beabsichtigte Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, den Gang der Geschäfte sowie die Rentabilität der Gesellschaft berichten lassen. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden ihm vom Vorstand im Einzelnen erläutert. Der Vorstand stimmte insbesondere die mittelfristige strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die zustimmungspflichtigen Investitionsprojekte und Finanzierungsangelegenheiten wurden vor Beschlussfassung vom Vorstand erläutert und mit diesem diskutiert. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass der Vorstand ein funktionierendes Risikomanagementsystem installiert hat, das geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Dies hat er sich auch vom Abschlussprüfer bestätigen lassen. Er hat sich ferner von der Wirksamkeit des Compliance-Programms überzeugt, das die konzernweite Beachtung von Gesetz, Recht und internen Richtlinien sicherstellt. In diesem Zusammenhang hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand über das positive Ergebnis einer extern durchgeführten Auditierung der konzernweit tätigen Innenrevision unterrichten lassen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erörterten prüfungsrelevante Themen außerhalb der Sitzungen und ohne Beteiligung des Vorstands mit dem Abschlussprüfer. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand zudem in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden auch außerhalb von Sitzungen. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und dem Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen hat. Themen der Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner AusschüsseDas Aufsichtsratsplenum tagte im Berichtsjahr fünfmal, der Prüfungsausschuss trat zweimal und der Personalausschuss viermal zu einer Sitzung zusammen. Sitzungen des Nominierungsausschusses und des Vermittlungsausschusses nach § 27 Abs. 3 MitbestG waren nicht erforderlich. Darüber hinaus haben im Berichtsjahr sowohl der Aufsichtsrat (einmal) als auch der Prüfungssauschuss (fünfmal) Telefonsitzungen abgehalten. Über das Ergebnis der Ausschusssitzungen wurde in der jeweils nachfolgenden Plenumssitzung berichtet. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sowie seiner Ausschüsse werden im Kapitel Corporate Governance auf Seite 140f. aufgeführt. Die ordentlichen Plenumssitzungen vom März, Mai, September und November hatten unter anderem die Feststellung des Jahres- und Konzernjahresabschlusses 2010 und die Vorbereitung der Hauptversammlung 2011, Berichterstattungen über den Geschäftsverlauf, ferner Berichterstattungen und Beschlussfassungen zu Refinanzierungsvorhaben sowie Beschlussfassungen zu Corporate-Governance-Themen einschließlich der Entscheidungen über die variablen Teile der Vorstandsvergütung zum Gegenstand. Der Aufsichtsrat bestätigte zudem die Begebung einer siebenjährigen 500 Mio € Anleihe unter dem bestehenden EMTN-Programm, einer sechsjährigen 150 Mio CHF Anleihe und eines fünfjährigen Schuldscheindarlehens in Höhe von 289 Mio € zur weiteren Verbesserung des Fälligkeitenprofils der Verbindlichkeiten und zur Sicherung der Rückzahlung der im Januar 2012 fällig gewordenen 1 Mrd € Anleihe. In seiner Septembersitzung hat der Aufsichtsrat über die Eckpunkte des Strategischen Plans beraten und beschlossen, ferner hat er den Investitionsprojekten in Australien und China zugestimmt. Des Weiteren ließ sich der Aufsichtsrat in mehreren Sitzungen im Berichtsjahr über Fortschritte des Effizienzsteigerungsprogrammms "FOX 2013" mit den Projekten "CLIMB" im Zuschlagstoffbereich und "OPEX" im Zementbereich sowie über die Entwicklung wichtiger Konzernfinanzkennzahlen unterrichten. Schließlich befasste sich der Aufsichtsrat mit einer Analyse des Vorstands über die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Zementwerke des Unternehmens. In seiner außerordentlichen Sitzung im Februar hat der Aufsichtsrat insbesondere die operative Planung behandelt und das neue Vorstandsvergütungssystem beschlossen. Im Berichtsjahr fand Anfang November eine außerordentliche Telefonsitzung statt, in der über die endgültigen Konditionen der Begebung der 150 Mio CHF Anleihe sowie über eine Ermächtigung an den Vorstand zur Begebung eines Schuldscheindarlehens eingehend beraten und beschlossen wurde. Der Prüfungsausschuss befasste sich in seinen Sitzungen mit dem Jahres- und Konzernjahresabschluss 2010 und deren Prüfungsschwerpunkten, den Status-quo-Berichten aus den Bereichen Innenrevision, Risikomanagement, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Compliance, den Quartals- und Halbjahresberichten im Geschäftsjahr 2011, der Vorbereitung des Vorschlags des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung 2011 für die Bestellung des Abschluss- und Konzernabschlussprüfers 2011 und, nachdem die Hauptversammlung diesem Bestellungsvorschlag gefolgt ist, mit der Vergabe des Auftrags an die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst &Young zur Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2011. Er legte in diesem Zusammenhang die Schwerpunkte der Abschlussprüfung fest. Der Prüfungsausschuss bereitete schließlich die Beschlussfassungen des Aufsichtsrats über die Zustimmung zur Begebung von Anleihen und weitere wichtige Finanzierungsentscheidungen vor und stimmte aufgrund vorheriger Delegation durch den Aufsichtsrat den endgültigen Konditionen eines Schuldscheindarlehens über 289 Mio € zu. Gegenstand der Sitzungen des Personalausschusses waren unter anderem die Vorberatung und Beschlussempfehlung an den Aufsichtsrat betreffend die Festsetzung der variablen Vorstandsvergütungen 2010 sowie die Festsetzung der Parameter für die variablen Vorstandsvergütungen 2011. Der Personalausschuss hat außerdem die Verlängerungen der Vorstandsverträge der Herren Gauthier, Kern, Dr. von Achten und Dr. Scheuer behandelt und entsprechende Beschlussempfehlungen an den Aufsichtsrat abgegeben. Die Präsenz in den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse war wie in der Vergangenheit mit über 95 % erfreulich hoch. Interessenkonflikte eines Aufsichtsrats bei der Behandlung von Themen im Aufsichtsrat sind nicht aufgetreten. Es bestanden auch keine Berater- oder sonstigen Dienst- oder Werkverträge zwischen einem Mitglied des Aufsichtsrats und der Gesellschaft. Corporate GovernanceDie Entsprechenserklärung im Berichtsjahr wurde vom Vorstand am 8. Februar 2011 und vom Aufsichtsrat am 10. Februar 2011 abgegeben, die Entsprechenserklärung für das laufende Jahr wurde am 7. Februar 2012 durch den Vorstand und am 9. Februar 2012 durch den Aufsichtsrat abgegeben. Ihr vollständiger Wortlaut ist im Abschnitt Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG im Kapitel Corporate Governance auf Seite 126 wiedergegeben. Die Entsprechenserklärungen werden für die Aktionäre auf der Website des Unternehmens dauerhaft zugänglich gemacht. Bereits am 17. März 2010 hat der Aufsichtsrat festgestellt, dass ihm und seinem Prüfungsausschuss eine nach seiner Einschätzung ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder angehört, und dass mindestens ein unabhängiges Mitglied im Aufsichtsrat und im Prüfungsausschuss über den erforderlichen Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt. In seiner Sitzung vom 10. Februar 2011 hat der Aufsichtsrat - dem Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 26. Mai 2010 folgend - die Richtlinien für die Umsetzung der Diversity-Grundsätze im Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen. Der Aufsichtsrat folgt hinsichtlich der künftigen Besetzung des Vorstands uneingeschränkt den Vorgaben des Corporate Governance Kodex und hat dieses Bekenntnis durch eine entsprechende Änderung in seiner Geschäftsordnung verankert. Bei seiner eigenen Besetzung begrüßt er die im Corporate Governance Kodex niedergelegten Diversity-Ziele und strebt an, einen möglichst breit angelegten Kandidatenpool für die Auswahl künftiger Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung zu haben. Er enthält sich aber bewusst der Festlegung konkreter Diversity-Ziele, das heißt, er gibt sich für seine künftige Zusammensetzung weder eine konkrete Quote für einzelne Kandidatengruppen noch eine konkrete Quote für eine angemessene Beteiligung von Frauen, da er potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten allein anhand ihrer Qualifikation und an den Erfolgen ihrer bisherigen beruflichen Tätigkeit bewertet und auswählt. Unabhängig davon begrüßt und unterstützt der Aufsichtsrat die im Kodex genannten Auswahlkriterien bei seiner Zusammensetzung, nämlich eine Besetzung mit einer ausreichenden Anzahl an unabhängigen Mitgliedern, die eine oder mehrere der nachgenannten Qualifikationen aufweisen: erfolgreiche Tätigkeit in Führungsverantwortung außerhalb des Unternehmens, Internationalität, Branchennähe und besondere Kenntnisse auf den Gebieten der Rechnungslegung oder Finanzierung. Diesen Grundsatzbeschluss hat der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen vom September und November 2011 vor dem Hintergrund der laufenden politischen Debatte um eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen bestätigt. Der Aufsichtsrat begrüßt und fördert zudem das Ziel des Vorstands, beim Anteil von Frauen in Führungspositionen bei HeidelbergCement bis 2020 mit dem Anteil von im Unternehmen beschäftigten Frauen gleichzuziehen. Damit wird der Anteil von Frauen in Führungspositionen in Deutschland von derzeit 7 % auf 15 % mehr als verdoppelt. Hinsichtlich der Vergütungsstruktur für die Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2011 wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf die Ausführungen zur Vorstandsvergütung im Kapitel Corporate Governance auf Seite 131 f. verwiesen. Dort ist auch das neue Vorstandsvergütungssystem beschrieben, das am 1. Januar 2011 in Kraft trat und von der Hauptversammlung am 5. Mai unter dem Tagesordnungspunkt "Say on Pay" gemäß § 120 AktG mit großer Mehrheit gebilligt wurde. Da das System der Vorstandsvergütung seither unverändert geblieben ist, wird es in der Hauptversammlung 2012 nicht noch einmal zur Beschlussfassung gestellt. Der Aufsichtsrat ließ sich zudem über die im Prüfungsausschuss vorgestellten Ergebnisse der externen Überprüfung des im Unternehmen bestehenden internen Revisionssystems unterrichten. Im Zuge der Umsetzung des neuen Vergütungssystems für den Vorstand wurden ab 1. Januar 2011 auch die Selbstbehalte für die D&O-Versicherung der Aufsichtsratsmitglieder gemäß der Vorgaben des Gesetzes und des Corporate Governance Kodex angehoben. Der Aufsichtsrat hat sich in mehreren Sitzungen im Berichtsjahr über die derzeit bestehenden Angebote geeigneter D&O-Versicherungspolicen für Aufsichtsräte am Versicherungsmarkt informiert. Der Aufsichtsrat führte 2011 erneut eine Effizienzprüfung seiner Tätigkeit durch. Die Prüfungsschwerpunkte lagen auf der Erhebung und Analyse der Informationsvermittlung durch den Vorstand, insbesondere im Vorfeld von Investitionsentscheidungen, und auf der Darstellung und Umsetzung der strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Die Mitglieder des Aufsichtsrats stuften ihre Tätigkeit in den vorgenannten Bereichen überwiegend als positiv und effizient ein. Im Zuge der Effizienzprüfung aufgenommene Kritik und Anregungen aus dem Kreis des Aufsichtsrats werden zum Anlass für künftige Verbesserungen der Aufsichtsratstätigkeit genommen. Im Geschäftjahr 2011 und auch 2012 fanden - den Anregungen des 2010 zum bislang letzten Mal geänderten Corporate Governance Kodex folgend - mehrere interne Schulungsveranstaltungen für die Mitglieder des Aufsichtsratsstatt. Dabei wurden die Themen Verantwortlichkeit der Aufsichtsräte im Bereich Compliance, Grundsätze der Besetzung von Top-Management- und Führungskräften sowie Systematik von Unternehmensstrategien und Auswirkungen künftiger IFRS-Änderungen mit externen Experten intensiv erörtert. Der Aufsichtsrat bekräftigt damit erneut sein Bekenntnis zu guter Corporate Governance und Compliance im Unternehmen. Schließlich wurden in der ersten Sitzung des laufenden Jahres die von der Regierungskommission geplanten Änderungen des Corporate Governance Kodex erörtert. Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses und des KonzernjahresabschlussesVor Vergabe des Auftrags zur Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und des Konzerns wurden mit dem Abschlussprüfer, der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, Prüfungsschwerpunkte, Prüfungsinhalte und Prüfungskosten diskutiert. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Februar 2012 über die vorläufigen und noch nicht testierten Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2011 und über den Stand der Abschlussarbeiten informiert. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der HeidelbergCement AG und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 sowie der zusammengefasste Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns wurden vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Abschlussunterlagen und Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern zugesandt. Zunächst hat sich der Prüfungsausschuss in Gegenwart der Abschlussprüfer intensiv mit dem Abschluss befasst. Der Abschlussprüfer hat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Sodann hat der Aufsichtsrat den Abschluss, wiederum in Anwesenheit der Abschlussprüfer, ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat nahm die Prüfungsergebnisse zustimmend zur Kenntnis. Er prüfte den Jahres- und Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns. Das Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und das Ergebnis seiner eigenen Prüfung entsprechen vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind auch vom Aufsichtsrat keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat daher den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns, einschließlich der Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,35 € je Aktie, angeschlossen. Personalia und DankIn seiner Sitzung vom 10. Februar 2011 ist der Aufsichtsrat der Empfehlung seines Personalausschusses gefolgt und hat die Vorstandsmandate der Herren Daniel Gauthier und Andreas Kern um jeweils fünf Jahre bis zum 30. Juni 2016 verlängert. In seiner Sitzung vom 24. November 2011 hat der Aufsichtsrat ebenfalls auf Empfehlung seines Personalausschusses das Vorstandsmandat von Herrn Dr. Dominik von Achten bis zum 30. September 2017 und das Vorstandsmandat von Herrn Dr. Albert Scheuer bis zum 5. August 2017 verlängert. Der Aufsichtsrat verbindet diese Verlängerungen mit Dank und Anerkennung für die sehr erfolgreiche Tätigkeit der Vorstandsmitglieder in den von ihnen betreuten Konzerngebieten. Der Aufsichtsrat dankt schließlich der Unternehmensleitung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihren erneut hohen persönlichen Einsatz im Jahr 2011. Sie haben unter den immer noch schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Baustoffbranche Außergewöhnliches zur Sicherung einer weiterhin erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens geleistet.
Heidelberg, 14. März 2012 Für den Aufsichtsrat Mit freundlichen Grüßen Fritz-Jürgen Heckmann, Vorsitzender Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der HeidelbergCement AG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011 wurden vom Aufsichtsrat am 14. März 2012 gebilligt. Das Datum der Feststellung des Jahresabschlusses war damit der 14. März 2012. |
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