![]() HeidelbergCement AGHeidelbergKonzernabschluss und Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012Zusammengefasster Lagebericht des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AGEs ist möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Geschäftsbericht aufgrund von Rundungen nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren. Kernaktivitäten und OrganisationsstrukturHeidelbergCement ist als voll integriertes Baustoffunternehmen auf fünf Kontinenten tätig. Unsere Kernaktivitäten umfassen die Herstellung und den Vertrieb von Zement und Zuschlagstoffen, die beiden wesentlichen Rohstoffe für die Herstellung von Beton. Mit nachgelagerten Aktivitäten wie Transportbeton, Betonprodukten und Betonelementen sowie weiteren verwandten Produkten und Serviceleistungen ergänzen wir unsere Produktpalette. Unsere 51.966 Mitarbeiter sind an rund 2.500 Standorten in mehr als 40 Ländern tätig. Organisationsstruktur der Konzerngebiete und Geschäftsbereiche![]() HeidelbergCement ist in fünf geografische Konzerngebiete untergliedert: West- und Nordeuropa, Osteuropa-Zentralasien, Nordamerika, Asien-Pazifik und Afrika-Mittelmeerraum (siehe Zuordnung der Länder im obigen Organigramm). Innerhalb dieser Konzerngebiete haben wir unsere Aktivitäten in vier Geschäftsbereiche untergliedert: Zement, Zuschlagstoffe, Bauprodukte, Beton-Service-Sonstiges. Allerdings sind die Bauprodukte in Asien-Pazifik nur unterdurchschnittlich und in Osteuropa-Zentralasien sowie Afrika-Mittelmeerraum gar nicht vertreten. Im sechsten Konzerngebiet Konzernservice haben wir unseren weltumspannenden Handel insbesondere mit Zement, Klinker und Brennstoffen zusammengefasst. Strategie, Unternehmenssteuerung und ZieleUnternehmensstrategieDuale WachstumsstrategieZement und Zuschlagstoffe bilden die Basis unserer dualen Rohstoff- und Wachstumsstrategie. Bei Zement liegt der Schwerpunkt auf Wachstumsmärkten. Mit zunehmender Industrialisierung treiben wir die Rohstoffsicherung und Diversifikation in Zuschlagstoffe voran und konzentrieren uns in reifen Märkten auf den Ausbau der vertikalen Integration durch Investitionen in Transportbeton. Der Fokus liegt dabei auf Mikromärkten, die sich durch höhere Wachstumsraten auszeichnen als die umliegenden Regionen. Das Wachstum kann dabei organisch, durch Partnerschaften oder Akquisitionen erfolgen. Leistungskultur und lokale VerantwortungEin exzellentes Management-Team und engagierte, qualifizierte Mitarbeiter sind die Grundlage erfolgreichen Wirtschaftens. Als leistungs- und ergebnisorientiertes Unternehmen legen wir großen Wert auf die Kompetenz unserer Mitarbeiter und Führungskräfte. Ganzheitliche Effizienz und ausgeprägte Kundenorientierung stehen dabei im Fokus. HeidelbergCement setzt auf einen integrierten Managementansatz. Dessen Erfolg beruht auf einer ausgewogenen Balance zwischen lokaler Geschäftsverantwortung, konzernweiten Standards und globaler Führung. Unsere operativen Einheiten vor Ort sind entscheidend für den Geschäftserfolg. Das lokale Management hat die volle Verantwortung für die Produktion, Marktbearbeitung und Führungskräfteentwicklung mit dem Ziel der Markt- und Kostenführerschaft. Es wird unterstützt von Shared Service Center, in denen landesweit die Verwaltungsfunktionen für alle Geschäftsbereiche auf der Basis einer standardisierten IT-Infrastruktur zusammengefasst sind. Um Transparenz, Effizienz und schnelle Umsetzung im Konzern zu gewährleisten, standardisiert HeidelbergCement alle wesentlichen Managementprozesse. Konzernweit einheitliche Leistungskennzahlen ermöglichen einen direkten Vergleich und sind die Voraussetzung für permanenten Leistungsvergleich. Kostenführerschaft und LeistungsvergleichIn einem Markt mit weitgehend standardisierten Produkten stellt die Kostenführerschaft einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar. Neben der konsequenten Verfolgung von Kostensenkungsprogrammen liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der kontinuierlichen Verbesserung der operativen Leistung der einzelnen Produktionsstätten. Wir betreiben einen intensiven Leistungsvergleich innerhalb des Konzerns und mit Wettbewerbern, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Darüber hinaus streben wir auch bei den Investitionen nach möglichst niedrigen Kosten durch die Kombination der Ingenieurskompetenz von HeidelbergCement mit weltweit preiswerten Lieferquellen für Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen. Nachhaltigkeit sichert den langfristigen UnternehmenserfolgNachhaltiges Wirtschaften ist die Basis für unseren langfristigen Erfolg. Das beinhaltet die Sicherung von Rohstoffreserven mit ausreichenden Reichweiten und die Einführung innovativer Produktionsverfahren. Zusammen mit der Verwendung alternativer Roh- und Brennstoffe sowie der Entwicklung neuartiger Produkte führt dies zur Reduktion von Emissionen und einem schonenden Umgang mit unserer Rohstoffbasis. HeidelbergCement fördert zudem die Artenvielfalt in seinen Rohstoffförderstätten durch den gezielten Einsatz von Biodiversitäts-Managementplänen, die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit internationalen und nationalen Naturschutzverbänden sowie durch die Durchführung eines internationalen Wettbewerbs, dem "Quarry Life Award". FinanzierungsstrategieInformationen zu unserem Finanzmanagement, dessen Zielen und Maßnahmen finden Sie im Abschnitt Konzern-Finanzmanagement auf Seite 66 f. Unternehmensinternes Steuerungssystem und ZieleDas unternehmensinterne Steuerungssystem von HeidelbergCement besteht im Wesentlichen aus der operativen Jahresplanung, der unterjährigen Kontrolle und Steuerung, den vierteljährlichen Management Meetings, dem zentral koordinierten Investitionsprozess und regelmäßigen Vorstandssitzungen und Berichterstattungen an den Aufsichtsrat. Die jährliche Planung vollzieht sich im Gegenstromverfahren. Der Vorstand erstellt zunächst auf Grundlage makroökonomischer Analysen, seiner Markteinschätzung und Kostenziele ein Top-Down-Budget und leitet daraus konkrete Vorgaben für die einzelnen operativen Einheiten ab. Die Zielvorgaben des Vorstands fließen in die detaillierte Planung der Unternehmenseinheiten und in die Zielvereinbarungen des lokalen Managements ein. Die von den Unternehmenseinheiten erstellten operativen Teilpläne werden schließlich zentral zum Gesamtplan konsolidiert. Die unterjährige Kontrolle und Steuerung des Unternehmens wird anhand eines umfassenden Systems standardisierter Berichte zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durchgeführt. Die dazu verwendeten Kennzahlen werden konzernweit einheitlich ermittelt und präsentiert. Finanzstatus und ausgewählte Absatz- und Produktionsübersichten werden wöchentlich erstellt. Auf monatlicher Basis erfolgen Berichte zur Ertragslage und Entwicklung des Betriebskapitals (Working Capital) sowie ein detaillierter Cashflow-Bericht zur Kontrolle des Zahlungsmittelflusses als zentraler unternehmerischer Steuerungsgröße. Umfassende Berichte zur Vermögenslage werden jeweils zum Quartalsende vorgelegt. Die interne quartalsweise Berichterstattung enthält seit 2011 eine detaillierte Steuerberichterstattung. In den vierteljährlichen Management Meetings erörtern Vorstand und Länderverantwortliche die Geschäftsentwicklung einschließlich Zielerreichung sowie den Ausblick auf das Gesamtjahr und eventuell zu ergreifende Maßnahmen. Wesentliche Investitionen und Akquisitionen werden von zentralen Fachabteilungen aus den Bereichen Strategie, Finanzen und Technik in einem formalisierten Prozess geprüft und bewertet. Damit werden die Vergleichbarkeit zwischen unterschiedlichen Projekten und eine gleichbleibend hohe Qualität bei Investitionsentscheidungen sichergestellt. Zur betriebswirtschaftlichen Beurteilung von Wachstumsinvestitionen wird ein Modell der abgezinsten Kapitalströme (Discounted-Cash-Flow-Modell - DCF-Modell) verwendet. Vorgabe ist, dass die Investitionsprojekte mindestens die gewichteten Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital - WACC) erwirtschaften. Diese langfristige Betrachtung der Renditeerwartungen wird durch Simulationsrechnungen ergänzt, in denen der Einfluss einer Investition auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Bilanz und steuerliche Position über einen Zeitraum von fünf Jahren berechnet wird. Die finanzielle Analyse wird durch eine strategische Analyse der geplanten Investitionen vervollständigt. Dabei wird der strategische Wert einer Investition unter Berücksichtigung der zu erwartenden Marktposition, des Wachstumspotenzials, der Synergien mit anderen Unternehmensteilen und der Risikostruktur ermittelt. Die Gesamtheit der Bewertungen ist das Kriterium, anhand dessen der Vorstand die Investitionsentscheidungen trifft. Finanzielle Ziele und SteuerungskennzahlenErgebnis, Kapitaleinsatz und RenditeWichtigste kurzfristige Zielgröße für die Ertragskraft des Unternehmens ist das operative Ergebnis, das für alle operativen Einheiten detailliert ermittelt und analysiert wird. Als Zielgröße auf Konzernebene wird der Anteil der Gruppe am Jahresüberschuss betrachtet. Vermögens- und Finanzlage der operativen Einheiten werden kurzfristig vor allem über die Höhe des Betriebskapitals und der Investitionen überwacht. Mit allen operativen Einheiten sind feste Vorgaben für alle Zielgrößen vereinbart. Für die mittelfristige Steuerung des Unternehmens und die Kapitalallokation orientiert sich das Unternehmen auf der operativen Ebene am Return on Capital Employed (ROCE) und auf strategischer Ebene am Return on Invested Capital (ROIC). Der ROCE wird berechnet als Betriebsergebnis in Prozent des eingesetzten Kapitals. Steuern und Goodwill sind in der Berechnung nicht berücksichtigt, sondern werden auf strategischer Ebene verantwortet und sind deshalb bei der Berechnung des ROIC mit einbezogen. Die strategische Steuerung und Kapitalallokation erfolgt nach dem ROIC, der definiert ist als Verhältnis von Betriebsergebnis nach Steuern zur Summe aus Eigenkapital und verzinslichem Fremdkapital. Zielsetzung ist, dass das Unternehmen einen ROCE von 19 % bis 20 % erwirtschaftet und beim ROIC mindestens die gewichteten Kapitalkosten (WACC) verdient. Der gewichtete WACC von HeidelbergCement betrug Ende des Berichtsjahrs 7,8 %, wobei die einzelnen Länder eine Bandbreite von 6,0 % bis 16,6 % aufweisen (mehr zur Zielerreichung finden Sie im Abschnitt Kapitaleffizienz auf Seite 66). FinanzierungsstrukturHeidelbergCement strebt eine Bonitätsbewertung im Investment-Grade-Bereich an, um als konjunkturabhängiges Unternehmen ein hohes Maß an finanzieller Stabilität auf Dauer zu gewährleisten. Daneben ermöglicht eine Bonitätsbewertung im Investment Grade Zugang zu attraktiven und preisgünstigen Finanzierungsmöglichkeiten und öffnet die Aktie einem noch breiteren Investorenkreis. Um dieses Ziel zu erreichen, streben wir finanzielle Kenngrößen an, die die entsprechenden Vorgaben der Ratingagenturen erfüllen. Eine wesentliche Kenngröße ist der dynamische Verschuldungsgrad, also das Verhältnis von Nettoverschuldung zu operativem Ergebnis vor Abschreibungen, den wir auf einen Wert unter 2,8x senken wollen. Ende 2012 haben wir ein Verhältnis von 2,8x erreicht im Vergleich zu 3,3x Ende 2011. Nicht finanzielle Ziele und nachhaltige Performance-KennzahlenWeitere Angaben zu nicht finanziellen Performance-Kennzahlen finden Sie in den Kapiteln Nachhaltigkeit, Mitarbeiter und Gesellschaft sowie Umweltvorsorge. FrühindikatorenDie Kernprodukte von HeidelbergCement sind normierte Massenprodukte, die in der Regel kurzfristig bestellt werden und deren Lieferanten generell austauschbar sind. Zudem ist die Bautätigkeit und damit die Absatzmenge von Baustoffen abhängig von den lokalen Wetterbedingungen in den einzelnen Ländern. In dieser Konstellation gibt es keine verlässlichen Frühindikatoren für die Geschäftsentwicklung. Zur Abschätzung des ungefähren Geschäftsverlaufs auf Länderebene können einige ausgewählte statistische Daten und Vorhersagen von Verbänden herangezogen werden. In reifen Märkten zählen dazu Kennzahlen wie Baugenehmigungen oder Infrastrukturbudgets. In den Wachstumsmärkten der Schwellenländer werden häufig das Bevölkerungswachstum und die prognostizierte Steigerung des Bruttoinlandsprodukts als Indikatoren verwendet. Geschäftsverlauf 2012Wirtschaftliches UmfeldGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDas Jahr 2012 war wie erwartet gekennzeichnet von einer weltweiten Verlangsamung des Wirtschaftswachstums aufgrund der Auswirkungen der europäischen Finanzkrise auf die Weltmärkte. Zusätzlich kühlte sich das Wirtschaftswachstum in den beiden bevölkerungsreichsten Ländern China und Indien im Vergleich zum Vorjahr weiter ab. In Osteuropa gingen die Steigerungsraten ebenfalls deutlich zurück. Die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland schwächte sich zwar ab, lag aber mit einem Plus von 0,7 % deutlich über dem Euro-Raum, dessen Wirtschaftsleistung um 0,4% gesunken ist. Die Notenbanken in Europa, den USA und China setzten ihre expansive Politik 2012 fort, um die Märkte zu stabilisieren. Die Zentralbanken in Europa und China senkten die Leitzinsen und die Notenbanken in den USA, Großbritannien und Japan weiteten ihre Anleihekäufe aus. Der von den EU-Ländern verabschiedete Pakt für Haushaltsdisziplin, der Start des permanenten Krisenfonds ESM und nicht zuletzt die Aussage der Europäischen Zentralbank, den Euro unter allen Umständen zu retten, führten schließlich zu einer Beruhigung der Finanzmärkte. Zum Jahresende 2012 deuteten robuste US-Konjunkturdaten und ein Anstieg des Einkaufsmanagerindex in China auf eine Verbesserung der Wirtschaftslage hin. Insgesamt ist die Weltwirtschaft laut Internationalem Währungsfonds im Jahr 2012 um 3,2 % gewachsen im Vergleich zu einer Rate von 3,9 % im Vorjahr. Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in wichtigen Konzernländernscroll
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Quellen: Deutsche Bank Research und
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CIA World Factbook Estimates Als Konsequenz des sich abschwächenden Wirtschaftswachstums waren die Preise für viele Rohstoffe im Jahr 2012 rückläufig. Allerdings erreichte der Ölpreis im ersten Halbjahr 2012 zwischenzeitlich ein neues Rekordhoch, angetrieben durch den Iran-Konflikt und das von der EU Mitte 2012 verhängte Ölembargo. Insgesamt stieg der Ölpreis im Vergleich zum Vorjahr nur leicht. Die Erschließung von Schiefergasvorkommen führte zu einem deutlichen Rückgang der Preise für Brennstoffe und Energie in Nordamerika. Aufgrund der verbesserten Aussichten für das Wirtschaftswachstum legten die Preise für Rohstoffe und Energie gegen Ende des Jahres aber wieder leicht zu. Branchenspezifische RahmenbedingungenDie Bauwirtschaft hat sich 2012 regional deutlich unterschiedlich entwickelt. Das europäische Marktforschungsnetzwerk Euroconstruct erwartet in seiner Vorhersage vom Dezember 2012 eine klare Zweiteilung der Bauaktivitäten in Europa im Jahr 2012. In den von der Immobilienblase oder der Schuldenkrise betroffenen Ländern Südeuropas und in Irland wird mit einem weiteren deutlichen Rückgang der Bauaktivitäten gerechnet. Aber auch in den Niederlanden und in Großbritannien wird eine rückläufige Bautätigkeit erwartet. Beide Länder haben im Rahmen der Haushaltskonsolidierung die Ausgaben für den Infrastrukturbau reduziert. Außerdem sind in den Niederlanden Förderprogramme für den privaten Wohnungsbau ausgelaufen. In Belgien, Dänemark und Norwegen wird mit einem weiteren Anstieg der Bauaktivitäten gerechnet, während Schweden einen leichten Rückgang verzeichnen soll. In Deutschland konnten die Bauinvestitionen das hohe Niveau des Vorjahres nicht ganz halten und sanken leicht um 1,5 %, während das Bruttoinlandsprodukt um 0,7% zulegte. In den USA sind die Bauinvestitionen deutlich gestiegen. Im Gesamtjahr 2012 hat sich die Bautätigkeit laut Information des amerikanischen Zementverbands Portland Cement Association (PCA) um über 7 % erhöht. Das Bruttoinlandsprodukt ist im gleichen Zeitraum um 2,2 % gestiegen. In Asien nahm die Bautätigkeit weiter zu. So wuchs beispielsweise in unserem größten asiatischen Markt Indonesien die Nachfrage nach Zement mit einem Plus von 14,5 % deutlich stärker als das Bruttoinlandsprodukt, das um 6,2 % stieg. Grund dafür war die starke Nachfrage im Wohnungsbausektor, die durch beginnende Infrastrukturprojekte noch verstärkt wurde. Die Nachfrage nach Baustoffen hängt von der Entwicklung der Bauinvestitionen ab. Die deutliche Belebung der Bautätigkeit in Nordamerika im Jahr 2012 resultiert unter anderem aus dem spätzyklischen Einsetzen von Investitionen im Wirtschaftsbau. Mit der wirtschaftlichen Erholung müssen zunächst die aufgrund der Krise leerstehenden Büro-, Lager- und Verkaufsflächen genutzt werden, bevor Unternehmen zu Neu- und Ausbau bereit sind. In den USA betrug der Anstieg im Wirtschaftsbau 5,6%. In Deutschland konnte der Wirtschaftsbau das auch wetterbedingt hohe Niveau des Vorjahres nicht halten und ging leicht um 2,2 % zurück. Während sich der Überhang an Wohnraum und die hohe Arbeitslosigkeit in einigen Ländern, wie zum Beispiel Spanien, immer noch negativ auf die Neubauaktivität auswirken, zeichnet sich in den USA inzwischen eine deutliche Erholung des Wohnungsbaus ab. Die PCA berichtet für 2012 eine Zunahme der Wohnungsbauaktivität um knapp 21 %, die von einer gestiegenen Nachfrage sowohl nach Mehrfamilien- als auch Einfamilienhäusern getragen wurde. In Deutschland legten die Wohnungsbauinvestitionen leicht um 1,5% zu, nachdem diese im Vorjahr bereits deutlich gestiegen waren. Im Bereich Hoch- und Tiefbau wurde die Nachfrage nach Baustoffen während der letzten Jahre in einigen Ländern, wie den USA, durch staatlich geförderte Infrastrukturmaßnahmen gestützt. Diese Förderungen sind 2012 ausgelaufen. Entsprechend haben sich auch die Investitionen in Infrastrukturprojekte reduziert. In Deutschland nahmen die Investitionen in den öffentlichen Hochbau beispielsweise um 15% ab, in den USA ist die Bauproduktion im Bereich Infrastruktur um 6% gesunken. Wie die Bauwirtschaft entwickelten sich auch die Baustoffmärkte 2012 regional uneinheitlich. Der Weltzementverbrauch nahm um rund 5,6% zu. Ohne China, auf das fast 60% des weltweiten Verbrauchs entfällt, belief sich der Anstieg nur auf etwa 3,7 %. Den teilweise hohen Zuwächsen in den Schwellenländern standen weitaus niedrigere Wachstumsraten in den Industriestaaten gegenüber. In China beispielsweise dürfte der Zementverbrauch um etwa 6,9% gestiegen sein; Indonesien verzeichnete einen Nachfrageanstieg um 14,5 %, während Indien mit rund 6 % hinter den Erwartungen zurückblieb. In Polen und der Ukraine kam es nach Abschluss der Bautätigkeiten zur Fußball-Europameisterschaft zu einem deutlichen Rückgang des Zementverbrauchs von 17% bzw. 7 %. In Russland legte die Nachfrage nach Zement dank der sich erholenden Wirtschaft um 13 % zu. In Deutschland blieb der Zementverbrauch nahezu auf dem hohen Niveau des Vorjahres, das durch besonders mildes Winterwetter begünstigt war. In Großbritannien brach die Bauwirtschaft hingegen aufgrund der Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung ein und es wurden 7 % weniger Zement nachgefragt als im Vorjahr. In den USA stieg der Zementverbrauch aufgrund der deutlichen Belebung im privaten Wohnungsbau um 9%. Absatz- und UmsatzentwicklungDer Absatz hat sich 2012 je nach Konzerngebiet und Geschäftsbereich sehr unterschiedlich entwickelt. Während der Zement-, Klinker- und Transportbetonabsatz von der gestiegenen Nachfrage in den Konzerngebieten Nordamerika und Asien-Pazifik sowie - im Zementbereich - in den meisten afrikanischen Ländern profitierte, gingen die Lieferungen in Europa und Zentralasien aufgrund teils deutlich gesunkener Bauinvestitionen insgesamt zurück. Der Zuschlagstoffabsatz lag 2012 in allen Konzerngebieten unter dem Vorjahr. Der Zement- und Klinkerabsatz erhöhte sich 2012 gegenüber dem Vorjahr um 1,4% auf 89,0 (i.V.: 87,8) Mio t. Im Konzerngebiet Nordamerika stieg er im zweistelligen Prozentbereich, insbesondere angetrieben durch starke Zuwächse im Wohnungsbau. Erfreuliche Mengensteigerungen erzielten wir auch in unseren Wachstumsmärkten in Asien und Afrika. In Europa und Zentralasien hingegen ging die Nachfrage zurück, mit Ausnahme einzelner Länder wie Schweden, Russland, Kasachstan und Georgien. Der Verkauf von Zuschlagstoffen sank 2012 um 4,4% auf 243,0 (i.V.: 254,1) Mio t. Auch hier zeigt sich ein gemischtes Bild. Der Absatz ist zwar in allen Konzerngebieten zurückgegangen, aber während die Lieferungen in Nordamerika und Asien-Pazifik nur leicht unter dem Vorjahr lagen, mussten zahlreiche europäische Länder hohe Mengeneinbußen hinnehmen. Besonders stark betroffen war das Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien. Der anhaltend hohe Rückgang der Lieferungen in Spanien ließ auch den Zuschlagstoffabsatz des Konzerngebiets Afrika-Mittelmeerraum insgesamt sinken. Der Transportbetonabsatz hielt sich 2012 stabil bei 39,1 Mio t. Die Steigerung der Lieferungen in unseren Konzerngebieten Nordamerika und Asien-Pazifik konnte den Absatzrückgang in Europa ausgleichen. Besonders betroffen waren die Länder Osteuropas. Der Asphaltabsatz nahm 2012 gegenüber dem Vorjahr um 9,8% auf 8,6 (i.V.: 9,5) Mio t ab. Ursache hierfür ist der hohe Mengenrückgang in Großbritannien im Konzerngebiet West- und Nordeuropa aufgrund deutlich gesunkener Infrastrukturinvestitionen. Während in Nordamerika die Asphaltlieferungen geringfügig unter dem Vorjahresniveau lagen, sind sie in den Konzerngebieten Asien-Pazifik und Afrika-Mittelmeerraum insgesamt leicht gestiegen. Der Umsatz ist 2012 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Er erhöhte sich um 8,7 % auf 14.020 (i.V.: 12.902) Mio €. Dies spiegelt vor allem die anhaltend positive Entwicklung in unseren Wachstumsmärkten sowie die sich fortsetzende Erholung in Nordamerika wider. Ohne Berücksichtigung von Währungs- und Konsolidierungseffekten hat der Umsatz um 4,2% zugelegt. Die Abschwächung des Euro insbesondere gegenüber dem US-Dollar hat zu einer Steigerung des Umsatzes um 592 Mio € beigetragen. Absatzscroll
ErtragslageDie Ertragslage von HeidelbergCement hat sich im Geschäftsjahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessert. Der Zementabsatz hat im Jahresvergleich leicht zugelegt, da die positive Absatzentwicklung in den Konzerngebieten Nordamerika, Asien-Pazifik und Afrika-Mittelmeerraum die Nachfrageschwäche in Europa mehr als ausgleichen konnte. Die Verkäufe von Zuschlagstoffen und Asphalt waren aufgrund nachlassender Infrastrukturinvestitionen in den USA, Großbritannien, Benelux und Osteuropa rückläufig. Preiserhöhungen und die erfolgreiche Umsetzung unserer Initiativen zur Kostensenkung und Effizienzverbesserung ließen den Umsatz und das operative Ergebnis des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr steigen. Die operative Marge verbesserte sich insbesondere dank der starken Entwicklung in den Konzerngebieten Asien-Pazifik, Afrika-Mittelmeerraum und Nordamerika. Das Programm "FOX 2013" hat die Erwartungen deutlich übertroffen und im Jahr 2012 zu liquiditätswirksamen Einsparungen von 384 Mio € geführt. Der Konzernumsatz stieg im Geschäftsjahr 2012 deutlich um 8,7% auf 14.020 (i.V.: 12.902) Mio €. Insbesondere die Konzerngebiete Asien-Pazifik, Afrika-Mittelmeerraum und Nordamerika verbuchten zweistellige Steigerungsraten. Während im Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien ein moderates Wachstum erzielt werden konnte, war der Umsatz im Konzerngebiet West- und Nordeuropa, leicht rückläufig; besonders betroffen waren Großbritannien und Benelux. Positive Währungseffekte, vor allem in den Konzerngebieten Asien-Pazifik, Nordamerika sowie West- und Nordeuropa trugen mit 592 Mio € zum Umsatzanstieg bei. Die Effekte aus Veränderungen des Konsolidierungskreises waren unwesentlich. Der Materialaufwand erhöhte sich im Berichtsjahr um 10,3 % auf 5.936 (i.V.: 5.380) Mio €. Dies ist im Wesentlichen auf gestiegenen Umsatz sowie die Ausweitung der Handelsaktivitäten von HC Trading zurückzuführen. Die Zunahme des Personalaufwands um 12,9 % auf 2.330 (i.V.: 2.064) Mio € ist neben den üblichen Lohn- und Gehaltssteigerungen im Wesentlichen auf Einmaleffekte im Vorjahr in Höhe von 129 Mio € aus der Neuverhandlung mehrerer Altersversorgungssysteme in Nordamerika und Westeuropa zurückzuführen. Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen um insgesamt -152 Mio € beruht vor allem auf den um 100 Mio € gestiegenen Frachtkosten infolge der Ausdehnung der Frachtaktivitäten von HC Trading sowie auf den um 54 Mio € gestiegenen Aufwendungen für Fremdreparaturen und -leistungen. Dagegen standen 70 Mio € Buchgewinne aus dem Verkauf von erschöpften und operativ nicht mehr genutzten Steinbrüchen in Kanada. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (OIBD) stieg um 156 Mio € bzw. 6,7 % auf 2.477 (i.V.: 2.321) Mio €. Der Rückgang der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte um 12 Mio € auf 70 (i.V.: 82) Mio € ist im Wesentlichen auf um 14 Mio € geringere Abwertungen von CO2 -Emissionsrechten aufgrund gesunkener Marktpreise zurückzuführen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen haben sich mit 794 (i.V.: 765) Mio € nur leicht erhöht. Das operative Ergebnis stieg überproportional um 9,5% auf 1.613 (i.V.: 1.474) Mio €. Das zusätzliche ordentliche Ergebnis ging um 264 Mio € auf -409 (i.V.: -145) Mio € zurück. Dies beruht vor allem auf den zahlungsunwirksamen Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten und sonstigem Anlagevermögen die um 167 Mio € auf 257 (i.V.: 90) Mio € gestiegen sind. Die Abgangsverluste aus Desinvestitionen erhöhten sich um 31 Mio € auf 49 (i.V.: 18) Mio €. Die Restrukturierungsaufwendungen waren mit 41 (i.V.: 48) Mio € leicht rückläufig. Das Beteiligungsergebnis verringerte sich um 5 Mio € auf 44 (i.V.: 49) Mio €. Das Finanzergebnis ging um 58 Mio € auf -641 (i.V.: -582) Mio € zurück. Dies ist hauptsächlich auf gesunkene Diskontierungszinssätze bei der Bewertung langfristiger Rückstellungen zurückzuführen, die 2012 zu einem nicht liquiditätswirksamen Finanzaufwand von -51 (i.V.: -9) Mio € führten. Daneben hat sich das Zinsergebnis um 13 Mio € vermindert hauptsächlich aufgrund der Vorfinanzierung der im Januar 2012 zurückgezahlten 1 Mrd € Euroanleihe. Das Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen ging um 187 Mio € auf 607 (i.V.: 794) Mio € zurück. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sanken um 87 Mio € auf 151 (i.V.: 238) Mio €. Der Anstieg der tatsächlichen Steuern um 57 Mio € auf 370 (i.V.: 313) Mio € ist im Wesentlichen auf die Ergebnisverbesserung in Indonesien und Deutschland zurückzuführen sowie auf Quellensteuer, die auf Dividendenausschüttungen in Kanada erhoben wurde. Erträge aus der Reduzierung von langfristigen Steuerverbindlichkeiten wirkten sich steuermindernd aus. Der Anstieg der Erträge für latente Steuern um 145 auf 219 (i.V.: 74) Mio € beruht im Wesentlichen auf dem Ansatz zusätzlicher Aktivposten für latente Steuern aus Verlustvorträgen. Das Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen beträgt damit 457 (i.V.: 556) Mio €. Das Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen in Höhe von 89 (i.V.: -22) Mio € betrifft Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen bei US-amerikanischen Tochtergesellschaften der 2007 übernommenen Hanson-Gruppe. Insgesamt liegt der Jahresüberschuss bei 545 (i.V.: 534) Mio €. Der Anstieg des anderen Gesellschaftern zustehenden Ergebnisses um 58 Mio € auf 244 (i.V.: 186) Mio € ist insbesondere auf die verbesserte Ergebnissituation von Indocement zurückzuführen. Der Anteil der Gruppe beläuft sich demzufolge auf 301 (i.V.: 348) Mio €. Das Ergebnis je Aktie - Anteil der Gruppe - nach IAS 33 verminderte sich auf 1,61 (i.V.: 1,86) €. Für die fortzuführenden Geschäftsbereiche beträgt das Ergebnis je Aktie 1,13 (i.V.: 1,97) €. Angesichts der positiven Geschäftsentwicklung werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 8. Mai 2013 vorschlagen, eine Dividende von 0,47 (i.V.: 0,35) € je Aktie auszuschütten. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (Kurzfassung)scroll
Geschäftsverlauf in den KonzerngebietenWest- und NordeuropaHeidelbergCement ist im Konzerngebiet West- und Nordeuropa in elf Ländern tätig. In diesen reifen Märkten stellen wir als voll integriertes Baustoffunternehmen Zement, Zuschlagstoffe, Asphalt, Transportbeton und verschiedene Bauprodukte her. In den meisten Ländern, in denen wir Zement produzieren, sind wir Marktführer. Wir verfügen außerdem über ein dichtes Netz aus Förderstätten für Zuschlagstoffe und Produktionsanlagen für Transportbeton. Großbritannien ist unser größtes Marktgebiet in West- und Nordeuropa. In einigen Ländern des Konzerngebiets West- und Nordeuropa wurde die wirtschaftliche Entwicklung durch staatliche Haushaltsprobleme und aus der Euro-Krise resultierende Unsicherheiten stark beeinträchtigt. Während in Deutschland, Norwegen und Schweden das Bruttoinlandsprodukt im Berichtsjahr um 0,7 %, 3,2 % bzw. 1,0 % wuchs, stieg die Wirtschaftsleistung in Großbritannien nur um 0,2 %. In den Niederlanden fiel sie um 0,9 % und in Belgien um 0,2 %. Die Bautätigkeit in den Ländern des Konzerngebiets hat sich nach einer Erholung im Jahr 2011 im Berichtsjahr uneinheitlich entwickelt. Trotz anhaltend starker Nachfrage aus dem Wohnungsbau verringerten sich die Bauinvestitionen in Deutschland um 1,5%. Der Anstieg im privaten Wohnungsbau aufgrund niedriger Bauzinsen und anhaltender Spekulationen um die Zukunft des Euro, konnte den Rückgang - vor allem im öffentlichen Bau - nicht vollständig ausgleichen. In Norwegen, Estland und Lettland nahm die Bautätigkeit angetrieben von einer guten wirtschaftlichen Entwicklung gegenüber dem Vorjahr zu; in Schweden blieb sie annähernd stabil. Im Gegensatz dazu schwächten sich die Bauaktivitäten in Großbritannien und den Niederlanden spürbar ab. Ursachen dafür waren die niedrigen Infrastrukturinvestitionen in Großbritannien aufgrund der Haushaltskonsolidierung und unter anderem der Rückgang des privaten Wohnungsbaus in den Niederlanden nach dem Auslaufen von Wohnungsbauförderungsprogrammen. Außerdem wurde die Baustoffnachfrage im Konzerngebiet 2012 nicht wie im Vorjahr von mildem Winterwetter zu Beginn und am Ende des Jahres unterstützt. Dies trug auch dazu bei, dass unsere Kernaktivitäten Zement, Zuschlagstoffe und Transportbeton jeweils einstellige Absatzrückgänge verzeichneten. In Großbritannien haben wir 2012 unsere Aktivitäten aufgrund des starken Abschwungs der Bauwirtschaft neu organisiert und einige Standorte vorübergehend oder dauerhaft stillgelegt. Geschäftsbereich ZementIm Jahr 2012 lag der Zementverbrauch in Deutschland mit 27 Mio t um 3 % unter dem Vorjahr, während er in Großbritannien um 7 % auf 7,8 Mio t sank. In Belgien fiel der Zementverbrauch um 4,3 % und in den Niederlanden um 15,4%. Erfreulicher entwickelten sich Schweden und Norwegen. Während der schwedische Markt in etwa stabil war, stieg der Zementverbrauch in Norwegen. Im Geschäftsbereich Zement verzeichneten wir 2012 eine uneinheitliche Absatzentwicklung. Der Zement- und Klinkerversand des Konzerngebiets nahm insgesamt um 3,9% auf 21,3 (i.V.: 22,1) Mio t ab. Während der Inlandsversand in Norwegen anstieg und in Deutschland sowie den baltischen Staaten nahezu stabil war, lag er in Schweden leicht und in Dänemark, Benelux und Großbritannien deutlich unter dem Vorjahresniveau. In Großbritannien gingen abgesehen vom Zementversand auch unsere Lieferungen von gemahlenem Hüttensand spürbar zurück. Während unsere Werke in Norwegen, Schweden und Estland ihre Zementexporte deutlich steigern konnten, waren sie in Deutschland und Benelux rückläufig. Der Umsatz des Geschäftsbereichs nahm um 3,6 % auf 1.731 (i.V.: 1.796) Mio € ab. Bei den Investitionen herrschte 2012 strikte Ausgabenkontrolle. In Belgien und den Niederlanden haben wir in Anlagen zur Verbesserung des Umweltschutzes investiert. In unserem Zementwerk Kunda in Estland haben wir Investitionen abgeschlossen, die uns eine umfangreichere Verwertung von Gewerbe- und Haushaltsabfällen als alternative Brennstoffe ermöglichen. In Malmö, Schweden, und in Klaipeda, Litauen, haben wir Zementterminals eröffnet, um die Märkte in beiden Ländern besser versorgen zu können. Am Standort Klaipeda wurden ebenfalls Anlagen zur Lagerung und zum Verpacken von Zement sowie ein Transportbetonwerk errichtet. In unserem Zementwerk in Hannover ging eine Mischsilo-Anlage zur Herstellung hüttensandhaltiger Zementsorten in Betrieb. Geschäftsbereich ZuschlagstoffeIm Konzerngebiet West- und Nordeuropa betreibt HeidelbergCement ein ausgedehntes Netz an Produktionsstätten. Insgesamt ging der Zuschlagstoffabsatz deutlich um 8,7 % auf 72,2 (i.V.: 79,1) Mio t zurück. Während in Deutschland und Norwegen die Lieferungen von Zuschlagstoffen in etwa das hohe Vorjahresniveau erreichten, lagen sie in unserem größten Marktgebiet Großbritannien sowie in Benelux, Schweden und den baltischen Staaten deutlich unter dem Vorjahr. Der Umsatz des Geschäftsbereichs nahm insgesamt leicht um 1,5 % auf 858 (i.V.: 870) Mio € ab. Auch im Bereich Zuschlagstoffe herrschte Ausgabenkontrolle bei den Investitionen. Im Wesentlichen beschränkten sich diese auf die Modernisierung von Förderanlagen in Großbritannien und Norwegen sowie den Bau einer neuen Produktionsanlage in Stockholm, Schweden. Geschäftsbereich BauprodukteDer Geschäftsbereich Bauprodukte umfasst hauptsächlich die Bauprodukte von Hanson in Großbritannien; hinzu kommen noch die mehrheitlich auf Deutschland konzentrierten Sparten Kalk und Kalksandstein. Die Produkte des Geschäftsbereichs Bauprodukte werden vor allem im Wohnungsbau eingesetzt. Hanson ist in Großbritannien der größte Hersteller von Mauerziegeln und Leichtmauerblöcken. Der Absatz von Mauerziegeln, Mauerblöcken und Leichtmauerblöcken verringerte sich moderat im Vergleich zum Vorjahr. Einen spürbaren Mengenrückgang verzeichneten wir bei Betonpflastersteinen sowie bei den Liefermengen der Kalksandsteinwerke in Deutschland. Der Kalkabsatz hat gegenüber dem Vorjahr leicht abgenommen. Einen erfreulichen Umsatzzuwachs verzeichneten wir hingegen bei Betonprodukten in Deutschland. In den beiden deutschen Kalkwerken Istein und Regensburg investieren wir jeweils in den Bau eines neuen Kalkofens mit neuester Technik, um die Energieeffizienz zur erhöhen und damit die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Insgesamt erhöhte sich der Umsatz des Geschäftsbereichs Bauprodukte um 4,3% auf 484 (i.V.: 464) Mio €. Geschäftsbereich Beton-Service-SonstigesZu diesem Geschäftsbereich gehört insbesondere unser Transportbeton- und Asphaltgeschäft. Während wir ein dichtes Netz an Transportbetonwerken in weiten Teilen des Konzerngebiets haben, beschränkt sich das Asphaltgeschäft größtenteils auf Großbritannien. Im Jahr 2012 lagen die Lieferungen von Transportbeton mit 13,2 (i.V.: 13,8) Mio cbm 4,6 % unter dem Vorjahr. Während der Absatz in den baltischen Staaten und in Norwegen erfreulich im zweistelligen Prozentbereich stieg, blieb er in Deutschland stabil auf Vorjahresniveau. Im Gegensatz dazu verzeichneten Großbritannien, Schweden, Benelux und Dänemark einen Rückgang. Der Absatz der Asphaltsparte lag mit 2,8 (i.V.: 3,6) Mio t - das entspricht einem Minus von 24,2% - deutlich unter dem Vorjahr. Ursache hierfür sind die rückläufigen Investitionen in die Wartung und den Bau von Straßen in Großbritannien. Investitionen fanden vor allem im Transportbetongeschäft in Belgien, Norwegen und in den baltischen Staaten statt. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Beton-Service-Sonstiges nahm 2012 um 3,5% auf 1.777 (i.V.: 1.841) Mio € ab. Umsatz und ErgebnisDer Umsatz im Konzerngebiet West- und Nordeuropa ging um 2,7% auf 4.201 (i.V.: 4.318) Mio € zurück. Operativ, d.h. ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten, nahm er um 4,8% ab. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen lag mit 577 (i.V.: 734) Mio € deutlich unter dem Vorjahresniveau. Hierbei sind Einmaleffekte im Vorjahr in Höhe von 90 Mio € aus der Neuverhandlung und veränderten Ausgestaltung mehrerer Altersversorgungssysteme zu berücksichtigen. Bereinigt um diese Einmaleffekte beläuft sich der Rückgang gegenüber dem Vorjahr auf 10%. Das operative Ergebnis ging um 32,1% auf 290 (i.V.: 427) Mio € zurück. Bereinigt um die genannten Einmaleffekte beläuft sich der Rückgang auf 14%. Wichtige Kennzahlen West- und Nordeuropascroll
Umsatz West- und Nordeuropa 2012: 4.201 Mio €![]() Osteuropa-ZentralasienHeidelbergCement ist im Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien in elf Ländern tätig. In den meisten dieser Wachstumsmärkte ist das Unternehmen Marktführer im Zementbereich. Steigende Bedeutung haben auch die Förderung von Zuschlagstoffen und die Herstellung von Transportbeton. Polen ist gemessen am Umsatz unser größtes Marktgebiet in Osteuropa-Zentralasien. Dort sind wir sowohl im Zement- als auch im Zuschlagstoff- und Transportbetongeschäft vertreten. Nach der wirtschaftlichen Erholung in weiten Teilen des Konzerngebiets Osteuropa-Zentralasien im Jahr 2011 machten sich 2012 die Abkühlung der Weltwirtschaft und die sinkende Nachfrage aus der Euro-Zone bemerkbar. Einige Länder litten außerdem unter den negativen Auswirkungen der eingeleiteten Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung. Dies führte insgesamt zu einer spürbaren Abschwächung der wirtschaftlichen Entwicklung. Dementsprechend wird ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in der Tschechischen Republik um 1,1 % und in Ungarn um 1,7% prognostiziert. In Rumänien und der Ukraine wird für 2012 ein Wirtschaftswachstum von jeweils 0,2% erwartet. In Russland und Polen wuchs die Wirtschaft um 3,4% bzw. 2%. Das Bruttoinlandsprodukt in Georgien und Kasachstan dürfte sich mit einem Wachstum zwischen 6% und 7% beziehungsweise 5% und 6% am besten entwickeln. Die Sparmaßnahmen der Regierungen zur Haushaltskonsolidierung, die auch Investitionen in Infrastrukturprojekte betreffen, beeinträchtigten die Bauwirtschaft in einigen Ländern, wie beispielsweise in der Tschechischen Republik und in Ungarn. In Polen und der Ukraine haben sich die öffentlichen Bauausgaben nach dem Abschluss zahlreicher Infrastrukturprojekte im Zusammenhang mit der Fußballeuropameisterschaft deutlich abgeschwächt. In Russland und Kasachstan hingegen hat die Bautätigkeit weiter an Fahrt gewonnen. Vor allem große Investitionsprogramme der jeweiligen Regierungen waren wesentliche Wachstumstreiber. So wurden zum Beispiel in Russland im Zusammenhang mit der Erweiterung der Stadtgrenzen Moskaus umfangreiche Investitionen getätigt. Im ersten und vierten Quartal behinderte allerdings strenges Winterwetter in weiten Teilen des Konzerngebiets die Bauaktivitäten. Geschäftsbereich ZementAbgesehen von Kroatien und der Slowakischen Republik produziert HeidelbergCement in allen anderen Ländern des Konzerngebiets Osteuropa-Zentralasien Zement und Klinker. Insgesamt nahmen die Zement- und Klinkerlieferungen des Konzerngebiets 2012 um 1,0% auf 17,2 (i.V.: 17,4) Mio t leicht ab. Unsere Lieferungen gingen in den meisten Ländern Osteuropas aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr ungünstigeren Wetterbedingungen in den Wintermonaten und der deutlichen Abschwächung der Bauaktivitäten zurück. In Zentralasien hingegen verzeichneten wir dank der positiven Wirtschaftsentwicklung erfreuliche Zuwächse. In Russland nahm unser Absatz um über 60 % zu. Neben der guten Marktentwicklung trugen hierzu auch die Lieferungen unseres neuen Zementwerks TulaCement in den Großraum Moskau bei. Im Verlauf des Berichtsjahres konnte unser Werk seine Produktion beträchtlich erhöhen. Georgien erzielte ebenfalls einen deutlichen Mengenzuwachs. In Kasachstan lagen unsere Lieferungen leicht über dem Vorjahresniveau. Während der Zementabsatz in Polen, der Tschechischen Republik, Ungarn und Rumänien erheblich unter dem Vorjahr lag, ging er in der Ukraine nur leicht zurück. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zement nahm aufgrund erfolgreicher Preiserhöhungen und trotz rückläufiger Mengen um 8,1 % auf 1.171 (i.V.: 1.083) Mio € zu. Im Jahr 2012 erfolgte ein Großteil der Investitionen in Polen, Kasachstan und Russland. Ende März 2012 wurde die Kapazitätserweiterung im polnischen Zementwerk Górazdze mit der Inbetriebnahme einer neuen Zementmühle abgeschlossen. Mit einer Kapazität von 1,4 Mio t ist sie die größte Kugelmühle von HeidelbergCement in Europa und ergänzt die im letzten Jahr erhöhte Klinkerkapazität. Damit steigt unsere Zementkapazität in Polen auf insgesamt 5,6 Mio t. Der Bau des neuen Zementwerks Caspi Cement im Westen Kasachstans läuft nach Plan. Das Werk mit einer Kapazität von 0,8 Mio t wird unsere landesweite Präsenz stärken und eine kostengünstigere Belieferung der öl- und gasreichen Region am Kaspischen Meer ermöglichen. 2014 wollen wir dort den ersten Zement herstellen. In Russland haben wir zur besseren Marktabdeckung ein neues Schwimmterminal in Murmansk in Betrieb genommen. Geschäftsbereich ZuschlagstoffeHauptmarktgebiete von HeidelbergCement im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe sind die Tschechische Republik, Polen, Russland und Rumänien. Daneben sind wir auch in Ungarn, der Slowakischen Republik, der Ukraine und Kasachstan im Zuschlagstoffgeschäft tätig. Insgesamt lagen die Lieferungen von Zuschlagstoffen im Jahr 2012 im Konzerngebiet mit 19,2 (i.V.: 21,7) Mio t um 11,5 % unter dem Vorjahr. Während unser Zuschlagstoffabsatz in Polen, Ungarn, Rumänien, Kasachstan und der Slowakischen Republik Rückgänge im zweistelligen Prozentbereich verzeichnete, waren die Einbußen in der Tschechischen Republik wesentlich moderater. In der Ukraine und Russland konnten wir hingegen deutliche Mengenzuwächse erzielen. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zuschlagstoffe verringerte sich um 9,1 % auf 123 (i.V.: 135) Mio €. Im Bereich Zuschlagstoffe herrschte strikte Ausgabenkontrolle bei den Investitionen. Im Wesentlichen beschränkten sich diese auf die Eröffnung eines neuen Standorts in der Tschechischen Republik. Geschäftsbereich Beton-Service-SonstigesIm Transportbetongeschäft ist HeidelbergCement in fast allen Ländern des Konzerngebiets tätig und verfügt über ein dichtes Netz an Werken. Unsere Hauptmarktgebiete befinden sich in der Tschechischen Republik und in Polen. Der Transportbetonabsatz in Osteuropa-Zentralasien verringerte sich 2012 gegenüber dem Vorjahr um 17,5 % auf 3,8 (i.V.: 4,6) Mio cbm. Während der Absatz von Transportbeton in Bosnien-Herzegowina, Georgien und Kasachstan deutlich zunahm, blieb er in allen anderen Ländern des Konzerngebiets deutlich unter dem Vorjahresniveau. Mit 238 (i.V.: 286) Mio € nahm der Umsatz des Geschäftsbereichs Beton-Service-Sonstiges im Jahr 2012 um 16,7 % ab. Die Investitionen im Jahr 2012 beschränkten sich auf die Eröffnung jeweils eines Transportbetonwerks in Georgien und Polen sowie auf den Kauf eines Werks in Rumänien. Aufgrund der Marktschwäche in Polen haben wir dort mehrere Betonwerke vorübergehend oder dauerhaft stillgelegt. Umsatz und ErgebnisDer Umsatz im Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien nahm 2012 insgesamt um 3,1 % auf 1.435 (i.V.: 1.392) Mio € zu. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte stieg er um 2,8 %. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen lag mit 317 (i.V.: 327) Mio € 3,1 % unter dem Vorjahr. Ohne Berücksichtigung von Währungs- und Konsolidierungseffekten betrug das Minus nur 2,1 %. Das operative Ergebnis sank um 11,5 % auf 193 (i.V.: 217) Mio €. Hier betrug der Rückgang bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte 10,2%. Wichtige Kennzahlen Osteuropa-Zentralasienscroll
Umsatz Osteuropa-Zentralasien 2012: 1.435 Mio €![]() NordamerikaDie Vereinigten Staaten und Kanada bilden das Konzerngebiet Nordamerika. In seinem größten Marktgebiet gehört HeidelbergCement zu den führenden Herstellern von Zement, Zuschlagstoffen, Transportbeton, Asphalt und Bauprodukten. Die US-Wirtschaft hat sich 2012 trotz leicht sinkender Wirtschaftsleistung im vierten Quartal insgesamt erfreulich entwickelt. Positive Konjunkturdaten lassen auch einen weiteren Aufwärtstrend erwarten. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts lag im Berichtsjahr bei 2,2%; im Vergleich zu 1,8% im Jahr 2011. Die Arbeitsmarktsituation hat sich zwar ebenfalls verbessert, aber die Arbeitslosenquote liegt mit 7,8% weiterhin auf einem hohen Niveau. Ein wichtiger Wachstumstreiber war 2012 die Bauwirtschaft, die insgesamt um mehr als 7% zulegte. Der Wohnungsbau allein nahm sogar um knapp 21 % zu. Niedrige Hypothekenzinsen, sich stabilisierende Preise und eine abnehmende Zahl leerstehender Immobilien, die von den Banken auf den Markt gebracht wurden, ließen vor allem die Investitionen in den Bau von Ein- und Mehrfamilienhäusern deutlich steigen. Der Nichtwohnungsbau nahm maßgeblich aufgrund von Zuwächsen im Industrie- und Wirtschaftsbau um 5,6% zu; gleichzeitig ging auch der Leerstand bei Bürogebäuden etwas zurück. Der öffentliche Bau hingegen sank um 6%, da das nationale Förderprogramm für den Straßenbau, ARRA, 2012 ausgelaufen ist. Erst Mitte 2012 wurde ein neues Straßenbauprogramm (MAP-21) beschlossen, dessen jährliche Fördermittel auf dem Niveau der vergangenen Jahre liegen. Die längere Laufzeit von 27 Monaten sollte sich leicht positiv auf den Straßenbau in den USA auswirken. Kanadas Bruttoinlandsprodukt stieg im Jahr 2012 um 1,8%. Ein wichtiger Wachstumstreiber war die Bauwirtschaft und hier vor allem der Wohnungsbau. Geschäftsbereich ZementDer Zementverbrauch stieg in den USA 2012 um 9% auf 78,6 Mio t; in Kanada lag er mit 9,5 Mio t um 6,2 % über dem Vorjahresniveau. Für 2013 erwartet der amerikanische Zementverband PCA weitere deutliche Steigerungen beim Zementverbrauch in beiden Ländern. Der Zement- und Klinkerabsatz unserer Werke erzielte mit 11,7 (i.V.: 10,6) Mio t einen Zuwachs um 10,1 %. Den höchsten Mengenanstieg verzeichnete die Region Nord, wo gute Wetterbedingungen zu Beginn des Jahres und die anziehende Wirtschaft die Nachfrage in allen wichtigen Märkten steigen ließen. In der Region Süd nahmen die Lieferungen auch im zweistelligen Bereich zu. Der Absatz unserer Produktionsstandorte in Kalifornien und Kanada hat sich ebenfalls, wenngleich in geringerem Umfang, erhöht. In Kanada stand der starken Nachfrage aus dem Energie- und Bergbausektor in den Prärieprovinzen eine schwache Bautätigkeit in British Columbia gegenüber. Das Verkaufsvolumen unserer beiden Werke für Weißzement ist im Berichtsjahr gegenüber 2011 moderat gestiegen. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zement stieg 2012 - auch bedingt durch positive Wechselkurseffekte - um 21,7% auf 1.078 (i.V.: 886) Mio €; in US-Dollar betrug der Anstieg 12,4%. Im Geschäftsjahr haben wir in unserem Werk Glens Falls eine SNCR-Anlage zur Reduktion der Stickoxidemissionen eingebaut. Im Werk Union Bridge wird zusätzlich zu den bisher eingesetzten alternativen Rohstoffen nunmehr auch Bunkerasche verwertet, die beim Verbrennen von Kohle in Kohlekraftwerken anfällt. Geschäftsbereich ZuschlagstoffeHeidelbergCement verfügt in den USA und im Westen Kanadas über ein dichtes Netz an Produktionsstätten für Sand, Kies und Hartgestein. Insgesamt lag deren Absatz mit 104,5 (i.V.: 105,8) Mio t um 1,2 % unter dem Vorjahresniveau. Mit Ausnahme der Region Süd gingen die Lieferungen in allen anderen Marktgebieten in den USA und in Kanada zurück. Hauptursache dafür ist die rückläufige Bautätigkeit im Infrastrukturbereich. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zuschlagstoffe stieg allerdings aufgrund von Preiserhöhungen und vor allem wechselkursbedingt um 10,2 % auf 1.032 (i.V.: 937) Mio €. In US-Dollar betrug die Steigerungsrate 1,7 %. Geschäftsbereich BauprodukteZum Geschäftsbereich Bauprodukte gehören unter anderem die Fertigung von Betonrohren, Betonfertigteilen, Betonpflaster- und -dachsteinen sowie Ziegelsteinen. Die Entwicklung bei den Bauprodukten war 2012 zweigeteilt. Auf der einen Seite ließ die starke Wohnungsbautätigkeit die Nachfrage nach Ziegel- und Mauersteinen sowie Betonrohren erfreulich steigen. Auf der anderen Seite führte der Rückgang bei den Infrastrukturinvestitionen zu Einbußen bei den Druckrohren - vor allem in Kanada. Der Absatz von Betonfertigteilen ging ebenfalls deutlich zurück. Zur Straffung der Geschäftsaktivitäten und zum Abbau der Schulden des HeidelbergCement Konzerns haben wir im Berichtsjahr mehrere Betriebsstätten verkauft. Aus dem Geschäft mit Pflastersteinen haben wir uns vollständig zurückgezogen und es marktgerecht veräußert. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Bauprodukte stieg wechselkursbedingt um 4,4% auf 723 (i.V.: 693) Mio €. In US-Dollar sank er hingegen um 3,7 %. Geschäftsbereich Beton-Service-SonstigesZu diesem Geschäftsbereich gehört insbesondere das Transportbeton- und Asphaltgeschäft. Während wir in unserem Konzerngebiet über ein ausgedehntes Netz an Transportbetonwerken verfügen, ist die Asphaltproduktion hauptsächlich auf New York und Pennsylvania sowie auf Kalifornien konzentriert. Der Transportbetonabsatz stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich um 6,9% auf 6,1 (i.V.: 5,7) Mio cbm. Zu diesem Mengenzuwachs haben alle Marktgebiete mit Ausnahme der Region West beigetragen. Dort haben wir unsere Transportbetonaktivitäten in Los Angeles restrukturiert, indem wir die Mehrheit unserer Betriebsstätten an zwei mittelständische kalifornische Transportbetonunternehmen verpachtet haben, die wir im Gegenzug mit Zement und Zuschlagstoffen beliefern. Den stärksten Anstieg beim Transportbetonabsatz erreichte 2012 Kanada gefolgt von den Regionen Süd und Nord. In Kanada nahm der Transportbetonabsatz maßgeblich durch die hohe Nachfrage der Öl- und Gasindustrie zu. Der Asphaltabsatz verringerte sich im Berichtsjahr um 1,9 % auf 3,4 (i.V.: 3,5) Mio t. Er spiegelt damit den allgemeinen Rückgang beim Infrastrukturbau und die gesunkenen staatlichen Investitionen in diesem Bereich wider. Der Gesamtumsatz des Geschäftsbereichs Beton-Service-Sonstiges stieg 2012 um 18,9% auf 995 (i.V.: 837) Mio €. In US-Dollar erhöhte er sich um 9,9 %. Umsatz und ErgebnisDer Gesamtumsatz des Konzerngebiets Nordamerika erhöhte sich nach der Umrechnung in Euro um 13,4% auf 3.441 (i.V.: 3.035) Mio €. In US-Dollar nahm er um 4,5 % zu. Aufgrund unserer intensiven Kostensparmaßnahmen und unterstützt durch die Verwertung von erschöpften und operativ nicht mehr genutzten Steinbrüchen in Kanada konnten wir das operative Ergebnis vor Abschreibungen um 21,9% auf 577 (i.V.: 473) Mio € steigern, in US-Dollar liegt der Zuwachs bei 11,4%. Das operative Ergebnis erreichte mit 327 (i.V.: 230) Mio € sogar ein Plus von 42 %; in US-Dollar liegt die Steigerungsrate bei 28,1 %. Wichtige Kennzahlen Nordamerikascroll
Umsatz Nordamerika 2012: 3.441 Mio €![]() Asien-PazifikDas Konzerngebiet Asien-Pazifik umfasst sieben asiatische Länder und Australien. In den meisten asiatischen Wachstumsländern liegt der Schwerpunkt auf der Zementproduktion. Insbesondere in Indien und Indonesien werden die Zementkapazitäten derzeit deutlich ausgebaut. In Malaysia, Hongkong und Indonesien hat HeidelbergCement eine starke Marktposition bei Zuschlagstoffen und Transportbeton. In Australien verfügen wir mit einem dichten Netz an Produktionsstätten über bedeutende Marktstellungen bei Transportbeton und Zuschlagstoffen. Außerdem halten wir eine Beteiligung am größten Zementunternehmen Australiens. Die Schwellenländer Asiens setzten auch 2012 ihren Wachstumskurs fort, die wirtschaftliche Dynamik hat aber insgesamt deutlich nachgelassen. Die chinesische Wirtschaft hat 2012 an Expansionstempo verloren, aber im vierten Quartal mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 7,9 % wieder Tritt gefasst. Insgesamt stieg die chinesische Wirtschaftsleistung 2012 um 7,8 %. In Indien machte sich die weitere Abkühlung der Konjunktur mit einem Rückgang des Wirtschaftswachstums um über zwei Prozentpunkte auf nur knapp 5 % bemerkbar. Indonesien hingegen profitierte von der starken Inlandsnachfrage und verzeichnete einen robusten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 6,2 %. Die australische Wirtschaft ist trotz des zeitweiligen Rückgangs der Rohstoffpreise weiter auf Expansionskurs; 2012 ist die Wirtschaftsleistung um 3,1 % gestiegen. Geschäftsbereich ZementDie Zement- und Klinkerlieferungen des Konzerngebiets Asien-Pazifik stiegen 2012 um insgesamt 3,9% auf 30,0 (i.V.: 28,8) Mio t. In unserem größten asiatischen Markt Indonesien profitierte unsere Tochtergesellschaft Indocement von dem anhaltend starken Anstieg der Bautätigkeit insbesondere im Wohnungs- und Hochhausbau. Der inländische Zementverbrauch wuchs 2012 um 14,5 % gegenüber dem Vorjahr. Der Inlandsabsatz von Indocement erhöhte sich um 16,1 %. Aufgrund der kräftig wachsenden Inlandsnachfrage wurden die margenschwächeren Exportlieferungen zugunsten des Inlandmarkts drastisch reduziert. Insgesamt nahm der Zement- und Klinkerabsatz um 12,3% auf 18,0 (i.V.: 16,0) Mio t zu. Das starke Absatzwachstum, erfolgreiche Preiserhöhungen sowie eine Reihe von Maßnahmen zur Steigerung der Kosteneffizienz und Optimierung der Einkaufsaktivitäten führten zu einer deutlichen Ergebnis- und Margenverbesserung. Um die steigende Zementinlandsnachfrage auch in Zukunft bedienen zu können, baut Indocement derzeit eine weitere Zementmahlanlage im Werk Citeureup mit einer Kapazität von 1,9 Mio t, deren Inbetriebnahme bis Ende 2013 vorgesehen ist. Darüber hinaus planen wir den weiteren Ausbau des Werks Citeureup durch den Bau einer neuen integrierten Produktionslinie mit einer Zementkapazität von 4,4 Mio t, die bis 2015 fertig gestellt werden soll. In China ist HeidelbergCement mit den beiden Gemeinschaftsunternehmen China Century Cement und Jidong Heidelberg Cement Company in den Provinzen Guangdong und Shaanxi vertreten. Im Jahr 2012 verzeichneten beide Provinzen aufgrund rückläufiger Infrastruktur- und Wohnungsbauprojekte eine Abnahme des Zementverbrauchs. Der konsolidierte Absatz unserer Gemeinschaftsunternehmen blieb mit einem Rückgang um 13,8% auf 6,2 (i.V.: 7,2) Mio t deutlich unter dem Vorjahresniveau. In Shaanxi war aufgrund der fortschreitenden Marktkonsolidierung eine positive Preisentwicklung zu verzeichnen. In Guangdong hingegen gaben die Zementpreise deutlich nach, zeigten aber im vierten Quartal wieder einen klaren Aufwärtstrend. Die Absatzeinbußen wurden durch Preiserhöhungen in Shaanxi und den positiven Wechselkurseffekten mehr als ausgeglichen. In Indien betreibt HeidelbergCement im Süden und Westen sowie in Zentralindien zwei Zement- und drei Mahlwerke. Die indische Bauwirtschaft wurde durch die anhaltende Zurückhaltung der Regierung bei Infrastrukturprojekten und die Abschwächung des Immobiliensektors aufgrund der hohen Zinsen beeinträchtigt. Im Jahr 2012 stieg der inländische Zementverbrauch um rund 6%. Die Lieferungen unserer indischen Zementwerke blieben mit einem Minus von 0,6% nur knapp unter dem Vorjahresniveau. Die positive Preisentwicklung führte zu einer deutlichen Verbesserung der Ergebnissituation. Die Erweiterung unserer Zementkapazitäten in Zentralindien um 2,9 Mio t wurde mittlerweile abgeschlossen. Nach erfolgreichen Testläufen von November 2012 bis Januar 2013 haben wir die neuen Anlagen in den Werken Damoh im Bundesstaat Madya Pradesh und Jhansi im Bundesstaat Uttar Pradesh im Februar 2013 offiziell in Betrieb genommen. HeidelbergCement verfügt nun in Indien über eine Gesamtkapazität von 6,2 Mio t Zement jährlich. In Bangladesh profitierten unsere beiden Zementmahlwerke von einem deutlichen Anstieg der Bauaktivitäten im Infrastrukturbereich und im Wohnungsbau. Unsere Absatzmengen verzeichneten einen Zuwachs im zweistelligen Prozentbereich. Hierzu trug neben der guten Nachfrageentwicklung auch der Produktionsbeginn einer weiteren Zementmühle mit einer Kapazität von 0,8 Mio t im Mahlwerk Chittagong am Jahresanfang 2012 bei. Im Sultanat Brunei übertraf unser Zementabsatz dank staatlicher Wohnungsbauprojekte das Vorjahresniveau. In Australien wurden die Zementlieferungen der quotal konsolidierten 25%-Beteiligung Cement Australia durch heftige Regenfälle an der Ostküste beeinträchtigt, erreichten aber die Vorjahresmenge. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zement stieg um 17,1 % auf 2.029 (i.V.: 1.732) Mio €. Geschäftsbereich ZuschlagstoffeIm Geschäftsbereich Zuschlagstoffe ist HeidelbergCement in Australien, Malaysia, Indonesien und Hongkong vertreten. Im Jahr 2012 lagen unsere Zuschlagstofflieferungen mit insgesamt 37,0 (i.V.: 37,1) Mio t annähernd auf dem Rekordniveau des Vorjahres. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten war ein leichter Rückgang um 1,7% zu verzeichnen. In Australien, unserem weitaus größten Markt in diesem Konzerngebiet, machte sich die leichte Abschwächung der Bauaktivitäten bemerkbar. Während die Baustoffnachfrage aus dem Rohstoff- und Energiesektor anhaltend hoch war, waren Gewerbe- und Wohnungsbau rückläufig. Die Absatzeinbußen bei den Zuschlagstoffen konnten jedoch durch deutliche Preiserhöhungen mehr als ausgeglichen werden. Zur Sicherung der Rohstoffreserven haben wir in zahlreichen Steinbrüchen Ertüchtigungsprojekte durchgeführt und ein Zuschlagstoffunternehmen im Kohleabbaugebiet von Queensland erworben. In Malaysia setzte sich der Anstieg der Bautätigkeit, insbesondere im Infrastrukturbereich und im Wohnungsbau, weiter fort. Hier erzielten unsere Zuschlagstoffaktivitäten ebenso wie in Indonesien beträchtliche Mengenzuwächse. Auch in Hongkong nahmen unsere Zuschlagstofflieferungen leicht zu. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zuschlagstoffe erhöhte sich um 13,0% auf 592 (i.V.: 524) Mio €. Geschäftsbereich BauprodukteMit zwei modernen Betonfertigteilwerken im Großraum Sydney gehören wir zu den am besten diversifizierten Fertigteilherstellern in Australien. Im November 2011 haben wir die Tochtergesellschaft Hanson Precast (S) Pte Ltd., die ein Fertigteilwerk in Singapur betreibt, verkauft. Aufgrund dieses Konsolidierungseffekts und der Abschwächung der Bautätigkeit in Australien verminderte sich der Umsatz des Geschäftsbereichs Bauprodukte um 31,5 % auf 26 (i.V.: 38) Mio €. Geschäftsbereich Beton-Service-SonstigesIm Transportbetongeschäft ist HeidelbergCement in Australien, Malaysia, Indonesien und China tätig. In Malaysia verfügen wir über bedeutende Asphaltaktivitäten. In Australien betreiben wir nach dem Verkauf des Asphaltgeschäfts im Jahr 2009 nur noch ein Asphaltwerk. Unsere Transportbetonlieferungen stiegen insgesamt um 12,5 % auf 11,1 (i.V.: 9,9) Mio cbm. Hierzu trug insbesondere Indonesien mit einem Absatzanstieg um über 40 % bei. Aufgrund der anhaltend guten Wachstumsaussichten hat Indocement sein Transportbetongeschäft gestärkt und neue Werke und Fahrmischer in Betrieb genommen. Auch Malaysia erzielte dank des robusten Wachstums der Bauaktivitäten einen Mengenzuwachs im zweistelligen Prozentbereich. In Australien übertrafen unsere Transportbetonlieferungen knapp das Vorjahresniveau. Die Lieferungen unserer chinesischen Transportbetonwerke blieben insgesamt hinter dem Vorjahr zurück. Während der Absatz in Hongkong zunahm, wurde er in der Provinz Guangdong durch die Schließung eines großen Werks im Vorjahr und die Abnahme der Bautätigkeit beeinträchtigt. Der Absatz der Asphaltsparte lag mit 1,9 (i.V.: 1,9) Mio t auf dem Vorjahresniveau. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Beton-Service-Sonstiges nahm um 20,5 % auf 1.213 (i.V.: 1.007) Mio € zu. Umsatz und ErgebnisDer Umsatz des Konzerngebiets Asien-Pazifik wuchs um 17,6% auf 3.477 (i.V.: 2.957) Mio €. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten ergab sich ein Anstieg um 12,3 %. Der positive Währungseffekt in Höhe von 138 Mio € resultiert im Wesentlichen aus der Abschwächung des Euro gegenüber dem australischen Dollar. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 24,7 % auf 887 (i.V.: 711) Mio €. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten betrug der Zuwachs 20,2 %. Das operative Ergebnis stieg um 28,9% auf 732 (i.V.: 568) Mio €. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten nahm es um 24,8% zu. Wichtige Kennzahlen Asien-Pazifikscroll
Umsatz Asien-Pazifik 2012: 3.477 Mio €![]() Afrika-MittelmeerraumIn Afrika ist HeidelbergCement in neun Ländern südlich der Sahara vertreten und produziert dort ausschließlich Zement. Unsere Standorte im Mittelmeerraum befinden sich in Spanien, Israel und der Türkei. In Spanien und Israel stellt HeidelbergCement hauptsächlich Zuschlagstoffe und Transportbeton her. In der Türkei zählt unser Joint Venture Akcansa zu den führenden Zementherstellern des Landes; darüber hinaus ist Akcansa auch im Transportbeton- und Zuschlagstoffgeschäft tätig. Die afrikanischen Staaten südlich der Sahara profitieren von der aufstrebenden Rohstoffindustrie und verzeichnen eine anhaltend robuste Wirtschaftsentwicklung und lebhafte Bauaktivitäten. Solides Wirtschaftswachstum, steigende Bevölkerungszahlen, Urbanisierung und Infrastrukturmaßnahmen sind in diesen Ländern die Haupttreiber für einen Anstieg der Bautätigkeit und Zementnachfrage. In der Türkei haben sich die gesamtwirtschaftliche Dynamik und das Wachstum der Bauwirtschaft gegenüber dem Vorjahr merklich abgekühlt. 2012 dürfte die türkische Wirtschaft um etwa 3% gewachsen sein. In Spanien hat sich die Rezession weiter verschärft: Im vierten Quartal 2012 schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt um 0,8%; insgesamt sank die Wirtschaftsleistung 2012 um 1,4%. Die dramatisch hohe Arbeitslosigkeit, die anhaltende Immobilienkrise sowie insbesondere die Sparpakete der Regierung und der regionalen Verwaltungen, die eine empfindliche Kürzung der Infrastrukturausgaben zur Folge hatten, haben die Baustoffnachfrage in Spanien nochmals deutlich sinken lassen. Israel verzeichnete einer ersten Schätzung zufolge ein Wirtschaftswachstum von 3,5 % und eine rege Bautätigkeit, die vor allem von Infrastrukturmaßnahmen angetrieben wurde. Geschäftsbereich ZementIn den afrikanischen Ländern, in denen HeidelbergCement tätig ist, stieg der Zementverbrauch im Jahr 2012 im Durchschnitt um rund 6%. Unsere Zement- und Mahlwerke erzielten bei unterschiedlicher Entwicklung in den einzelnen Märkten insgesamt einen leichten Anstieg des Zementversands. Hierzu trugen insbesondere unsere Hauptmärkte Ghana und Tansania, aber auch Liberia und Togo bei. Aufgrund der hohen Zementnachfrage stießen unsere Werke in fast allen Märkten an ihre Kapazitätsgrenzen. Insgesamt erhöhten sich die Zementlieferungen unserer afrikanischen Tochtergesellschaften um 2,6% auf 6,2 (i.V.: 6,1) Mio t. Die positive Preisentwicklung führte zu einer deutlichen Verbesserung von Umsatz und Ergebnis im zweistelligen Prozentbereich. Aufgrund der guten Wachstumsaussichten baut HeidelbergCement seine Aktivitäten in Afrika weiter aus. In Tansania wurde die Modernisierung des Zementofens Nr. 3 in unserem Werk Tanzania Portland Cement zur Jahresmitte 2012 abgeschlossen; damit erhöhte sich dessen Klinkerkapazität um 250.000 t. Ende November haben wir im Zementmahlwerk Tema in Ghana eine neue Zementmühle mit einer Kapazität von 1 Mio t pro Jahr eröffnet. Unsere Tochtergesellschaft Ghacem, die zwei Zementmahlanlagen in den Küstenstädten Tema und Takoradi betreibt, verfügt nun über eine Zementmahlkapazität von 3,7 Mio t. Der Bau einer weiteren Zementmühle in Liberia mit einer Kapazität von 0,5 Mio t ist fast abgeschlossen; die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2013 vorgesehen. In Togo errichten wir ein neues Klinkerwerk mit einer Jahreskapazität von 1,5 Mio t nahe der Stadt Tabligbo, rund 80 km nordöstlich der Hauptstadt Lome. Darüber hinaus bauen wir eine Zementmahlanlage mit einer Kapazität von 200.000 t im Norden des Landes. Die Inbetriebnahme der beiden Werke ist für 2015 geplant. Ende 2014 sollen in Burkina Faso, Ghana und Tansania neue Zementmahlkapazitäten in Betrieb gehen. Darüber hinaus prüfen wir Optionen für Kapazitätserweiterungen in anderen afrikanischen Ländern. In der Türkei wurde die Zementnachfrage durch ungünstige Wetterbedingungen im ersten Quartal und die sich abkühlende Baukonjunktur beeinträchtigt. Für das Gesamtjahr 2012 wird mit einer leichten Zunahme des Zementverbrauchs um 2% gerechnet. In der Marmara-Region, dem Hauptmarkt unseres Joint Ventures Akcansa, ist der Zementverbrauch infolge des strengen Winters zum Jahresbeginn um 7% gefallen. Der Zementinlandsabsatz von Akcansa erholte sich in der zweiten Jahreshälfte deutlich, blieb aber hinter der Vorjahresmenge zurück. Während die Zementexporte ebenfalls sanken, konnten die Klinkerexporte deutlich erhöht werden. Alles in allem ging der Zement- und Klinkerabsatz von Akcansa um 2,5% auf 7,5 Mio t (konsolidierte Menge: 3,0 Mio t) zurück. Die Mengeneinbußen konnten jedoch durch Preiserhöhungen mehr als ausgeglichen werden. Insgesamt stieg der Zement- und Klinkerabsatz im Konzerngebiet Afrika-Mittelmeerraum um 0,9 % auf 9,2 (i.V.: 9,1) Mio t. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zement erhöhte sich um 13,6 % auf 825 (i.V.: 726) Mio €. Geschäftsbereich ZuschlagstoffeIm Geschäftsbereich Zuschlagstoffe ist HeidelbergCement in Spanien, Israel und der Türkei tätig. Insgesamt nahmen die Zuschlagstofflieferungen des Konzerngebiets um 3,6 % auf 13,7 (i.V.: 14,2) Mio t ab. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der anhaltend schwachen Bautätigkeit in Spanien, wo unsere Zuschlagstoffaktivitäten unter der weiteren Kürzung der öffentlichen Mittel für Infrastrukturmaßnahmen litten. In der Türkei hingegen wurde die Vorjahresmenge deutlich übertroffen. In Israel verzeichneten unsere Zuschlagstofflieferungen einen leichten Anstieg. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zuschlagstoffe erreichte mit 87 (i.V.: 87) Mio € das Vorjahresniveau. Geschäftsbereich Beton-Service-SonstigesHeidelbergCement verfügt in diesem Konzerngebiet über bedeutende Transportbetonaktivitäten in Spanien, Israel und der Türkei. Die Asphaltsparte hingegen ist nur in Israel vertreten. Die Transportbetonlieferungen verminderten sich 2012 um 3,5 % auf 4,9 (i.V.: 5,1) Mio cbm; während Israel einen erfreulichen Absatzzuwachs erzielte und die Türkei nur leicht unter dem Vorjahresniveau blieb, litten unsere spanischen Transportbetonaktivitäten unter deutlichen Mengeneinbußen. Aufgrund der schwachen Bauaktivitäten in Spanien war eine weitere Anpassung unserer Transportbetonkapazitäten erforderlich. Unsere israelischen Transportbetonwerke profitierten von der starken Nachfrage aus dem Infrastrukturbereich. Auch die Asphaltsparte in Israel verzeichnete einen leichten Absatzanstieg. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Beton-Service-Sonstiges stieg insgesamt um 5,4 % auf 299 (i.V.: 284) Mio €. Umsatz und ErgebnisInsgesamt wuchs der Umsatz des Konzerngebiets Afrika-Mittelmeerraum um 11,0% auf 1.135 (i.V.: 1.023) Mio €. Operativ, d.h. ohne Berücksichtigung von Währungseffekten, belief sich der Anstieg auf 10,1 %; Konsolidierungseffekte waren keine zu verzeichnen. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen lag mit 203 (i.V.: 164) Mio € um 24,1 % über dem Vorjahresniveau. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 29,0% auf 166 (i.V.: 128) Mio €. Wichtige Kennzahlen Afrika-Mittelmeerraumscroll
Umsatz Afrika-Mittelmeerraum 2012: 1.135 Mio €![]() KonzernserviceDer Konzernservice umfasst die Aktivitäten unseres Tochterunternehmens HC Trading. Das ist eine der größten internationalen Handelsgesellschaften für Zement und Klinker. Das Unternehmen ist ebenfalls zuständig für den Kauf und die Lieferung von Kohle und Petrolkoks auf dem Seeweg an eigene Standorte und an andere Zementunternehmen weltweit. Dank des weltweiten Handelsnetzes von HC Trading mit Mitarbeitern aus 18 Ländern und strategisch wichtigen Niederlassungen in Malta, Istanbul, Singapur, Shanghai und Dubai können wir die Kapazitätsauslastung unserer Werke besser steuern und die Überschussproduktion aus einem Land in ein anderes mit hoher Nachfrage an Zement und Klinker liefern. Trotz der Turbulenzen in der Weltwirtschaft und der anhaltenden Rezession in einigen wichtigen Wirtschaftsgebieten, wie Nordamerika und Europa, konnte HC Trading im Berichtsjahr das Handelsvolumen und den Umsatz auf 14,6 (i.V.: 11,4) Mio t bzw. 828 (i.V.: 652) Mio € steigern. Dabei erfolgten 17% der Lieferungen konzernintern, während 83% an andere internationale Unternehmen gingen, die unsere wettbewerbsfähige, effiziente und weltumspannende Handelsstruktur nutzen. Unsere Lieferungen von Zement, Klinker und sonstigen Baustoffen, wie Kalk und Trockenmörtel, stiegen 2012 um 21,1 % auf 10,5 (i.V.: 8,7) Mio t. Die größten Mengen gingen nach Afrika und Bangladesh. Die wichtigsten Lieferländer waren die Türkei, Schweden, Südkorea, Spanien, die Vereinigten Arabischen Emirate, China, Taiwan, Vietnam, Thailand und Portugal. Der internationale Handel mit Kohle und Petrolkoks stieg im Berichtsjahr um 48 % auf 4,1 (i.V.: 2,8) Mio t. Hauptabnehmer war neben den konzerneigenen Zementwerken die Zementindustrie weltweit. Im Berichtsjahr ist es uns gelungen, neue Kunden in Afrika, Europa, dem Nahen Osten, Südostasien sowie Nord- und Südamerika zu gewinnen. Mehr als 200 Schiffe, darunter einige mit Frachtkapazitäten von über 140.000 t, wurden eingesetzt, um die hohe Brennstoffnachfrage der Zementindustrie zu decken. Im Rahmen seiner proaktiven Umweltschutzbemühungen hat HC Trading 2012 die Tochtergesellschaft HC Green Trading gegründet, die für den Handel mit umweltfreundlichen alternativen Roh- und Brennstoffen für die Zement- und Betonindustrie zuständig ist. Gehandelt werden alternative Rohstoffe wie Schlacke und Flugasche oder Brennstoffe wie Holzschnitzel, Bioöl, Biomasse, Rückstände aus der Palmölproduktion, Altreifen, Kunststoff und Papier, Klär- und Ölschlamm, Knochen- und Tiermehl oder Ersatzbrennstoffe aus Müll. Das Handelsvolumen von HC Green Trading lag im Berichtsjahr bei 141.000 t. Insgesamt transportierten 2012 mehr als 1.100 Schiffe die Waren hauptsächlich auf den wichtigsten Seerouten Asiens, des Mittelmeerraums und Kontinentaleuropas zu ihren Bestimmungsorten in Afrika, dem Nahen Osten und Südamerika. HC Trading ist dank ausgefeilter Logistik in der Lage, schnell auf sich verändernde Marktbedingungen zu reagieren. Umsatz und ErgebnisDer Umsatz im Bereich Konzernservice nahm um 27,1 % auf 828 (i.V.: 652) Mio € zu. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen verdoppelte sich auf 22 (i.V.: 11) Mio €. Grund für diesen Anstieg waren Zementlieferungen in Länder, in denen die Zementnachfrage die Produktionskapazität übersteigt, und eine beträchtliche Zunahme bei den Brennstofflieferungen für die Zementindustrie weltweit. Wichtige Kennzahlen Konzernservicescroll
Aufgegebene GeschäftsbereicheDas Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen enthält Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen bei US-amerikanischen Tochtergesellschaften der 2007 übernommenen Hanson-Gruppe. Das Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen belief sich im Geschäftsjahr auf 89 (i.V.: -22) Mio €. Im Berichtsjahr konnten aufgrund von aktuellen Gerichtsurteilen Verbindlichkeiten gegenüber Versicherern in Höhe von 182 Mio € ertragswirksam aufgelöst werden. Weiterhin konnten einmalige Zahlungseingänge aus einem Vergleichsverfahren in Höhe von 14 Mio € erzielt werden. Dadurch erhöhten sich die Ertragsteuern um 39 Mio € auf 34 (i.V.: -5) Mio €. Gegenläufig stiegen die Aufwendungen aufgrund von Anpassungen der Rückstellungen für Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen um 46 Mio € auf 73 Mio € (i.V.: 27) Mio €. KapitalflussrechnungIm Geschäftsjahr 2012 konnten die Innenfinanzierungskraft erneut gesteigert und die Finanzschulden weiter abgebaut werden. Dies wurde durch starke operative Ergebniszuwächse und die konsequente Weiterführung der Initiativen zur Kostensenkung und Effizienzverbesserung erreicht. Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit nahm um 181 Mio € auf 1.513 (i.V.: 1.332) Mio € zu. Besonders positiv auf die Liquidität wirkten sich die um 130 Mio € gestiegenen Einzahlungen aus dem Working Capital und das verbesserte operative Ergebnis vor Abschreibungen aus. Einen gegenläufigen Effekt hatten um 38 Mio € verminderte Einzahlungen aus Zinsen. Hierbei konnten um 63 Mio € geringere Sondereffekte aus der Ablösung von Zinsswaps in Höhe von 8 (i.V.: 71) Mio € nur teilweise durch gestiegene Zuflüsse aufgrund des höheren Bestands der liquiden Mittel kompensiert werden. Der Anstieg der gezahlten Zinsen um 141 Mio € auf 765 (i.V.: 624) Mio € beruht im Wesentlichen auf erstmaligen Zinszahlungen, die aus der Begebung einer Euroanleihe und eines Schuldscheindarlehens im vierten Quartal 2011 resultierten. Die Auszahlungen für Ertragsteuern stiegen um 20 Mio € auf 328 (i.V.: 308) Mio €. Rückstellungen wurden in Höhe von 213 Mio € zahlungswirksam verbraucht. Der operative Mittelzufluss aus aufgebebenen Geschäftsbereichen beinhaltet eine einmalige Einzahlung in Höhe von 14 (i.V.: 0) Mio € im Zusammenhang mit in Vorjahren aufgegebenen Geschäftsbereichen der Hanson-Gruppe. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit konnte um 176 Mio € auf 582 (i.V.: 758) Mio € reduziert werden. Die zahlungswirksamen Investitionen sanken hierbei um 93 Mio € auf 866 (i.V.: 959) Mio € - insbesondere aufgrund verminderter Auszahlungen für Sachanlagen sowie für Tochterunternehmen und sonstige Geschäftseinheiten. Auf Investitionen zur Erhaltung und Optimierung unserer Kapazitäten entfielen 490 (i.V.: 496) Mio € und auf Kapazitätserweiterungen 376 (i.V.: 463) Mio €. Die sonstigen Mittelzuflüsse aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und sonstigen Finanzanlagen stiegen um 83 Mio € auf 284 (i.V.: 201) Mio €. Hierin enthalten sind Einzahlungen aus der Veräußerung von Emissionsrechten in Höhe von 74 (i.V.: 64) Mio €, aus dem Abgang von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten in Höhe von 60 (i.V.: 22) Mio € sowie Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen in Höhe von 146 (i.V.: 113) Mio €. Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich im Berichtsjahr insgesamt ein Netto-Mittelabfluss in Höhe von 1.262 Mio €. Neben der Rückzahlung der Anleihe über 1 Mrd € im Januar 2012 wurden diverse Ziehungen unter dem EMTN-Programm, Schuldscheindarlehen sowie Commercial Paper planmäßig getilgt. Die im März 2012 begebene Euroanleihe führte zu einem Zahlungsmittelzufluss in Höhe von 300 Mio €. Weitere Aufnahmen und Tilgungen ergaben sich aus der im Januar 2012 verlängerten syndizierten Kreditlinie. Dividendenzahlungen führten zu einem Mittelabfluss von 134 (i.V.: 107) Mio €. An Aktionäre der HeidelbergCement AG wurden Dividenden in Höhe von 66 (i.V.: 47) Mio € gezahlt. HeidelbergCement war im Geschäftsjahr 2012 jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Konzern-Kapitalflussrechnung (Kurzfassung)scroll
InvestitionenDie strikte Ausgabendisziplin im Investitionsbereich war auch im Geschäftsjahr 2012 ein wesentlicher Eckpfeiler des straffen und konsequenten Cash-Managements. Die zahlungswirksamen Investitionen beliefen sich im Berichtsjahr auf insgesamt 866 (i.V.: 959) Mio €. Der Rückgang gegenüber dem geplanten Betrag von 980 Mio € ist im Wesentlichen auf Verzögerungen bei Projekten zurückzuführen. Auf Sachanlageinvestitionen (einschließlich der immateriellen Vermögenswerte) entfielen 831 (i.V.: 874) Mio €. Die Investitionen in Finanzanlagen und sonstige Geschäftseinheiten betrugen 35 (i.V.: 85) Mio €. Die Investitionen in Sachanlagen betrafen zum einen Erhaltungs-, Optimierungs- und Umweltschutzmaßnahmen in unseren Produktionsstätten. Hier sind insbesondere die Inbetriebnahme eines Mischsilos im deutschen Zementwerk Hannover und zweier Zementterminals in Schweden und Litauen zu nennen sowie zahlreiche Projekte zur Verbesserung der Energieeffizienz und des Umweltschutzes in allen Konzerngebieten. So haben wir beispielsweise in den Bau zweier hochmoderner Kalköfen in unseren beiden deutschen Kalkwerken investiert und SNCR-Anlagen zur Reduktion der Stickoxidemissionen in zwei Werken in Rumänien und den USA installiert. Zum anderen hat HeidelbergCement seine erfolgreiche Strategie des Ausbaus seiner Zementkapazitäten in Wachstumsmärkten fortgesetzt. Auch 2012 haben wir gezielt Investitionen in Asien, Afrika und Osteuropa-Zentralasien vorgenommen, um den Grundstein für künftiges Wachstum zu legen. Größere Projekte betrafen die Erweiterung unserer Zementkapazitäten in Zentralindien um 2,9 Mio t, den Bau einer zusätzlichen Zementmahlanlage im indonesischen Werk Citeureup mit einer Kapazität von 1,9 Mio t, den Ausbau unserer Zementmahlkapazitäten in Ghana um 1 Mio t und in Liberia um 0,5 Mio t, die Errichtung ein neuen Klinkerwerks in Togo mit einer Jahreskapazität von 1,5 Mio t, den Abschluss der Kapazitätserweiterung des polnischen Werks Górazdze um 1,4 Mio t sowie den Neubau des Werks Caspi Cement in Kasachstan mit einer Kapazität von 0,8 Mio t. Bei den Investitionen in Finanzanlagen und sonstige Geschäftseinheiten handelt es sich neben kleineren arrondierenden Beteiligungszukäufen im Wesentlichen um den Erwerb von 100% der Anteile an dem Zuschlagstoffunternehmen Yalkara Contracting Pty Ltd in Australien sowie den Kauf von sechs Transportbetonwerken in Belgien im Rahmen von zwei Asset-Deal-Transaktionen. Investitionenscroll
Sachanlageinvestitionen nach Geschäftsbereichen 2012![]() KonzernbilanzDie Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2012 um 1.015 Mio € auf 28.005 (i.V.: 29.020) Mio € gesunken. Die langfristigen Aktiva verminderten sich um 431 Mio € auf 22.964 (i.V.: 23.395) Mio €. Zum Rückgang des Anlagevermögens um 471 Mio € auf 22.227 (i.V.: 22.698) Mio € trugen Wertminderungen in Höhe von 257 Mio € sowie Abgänge aus Verkäufen von Tochterunternehmen, sonstigen Geschäftseinheiten und sonstigen Sachanlagen in Höhe von 260 Mio € bei. Die Finanzanlagen reduzierten sich aufgrund der Umgliederung einer Beteiligung in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte. Wechselkursveränderungen wirkten sich mit 42 Mio € ebenfalls mindernd aus. Sachanlagenzugängen in Höhe von 834 Mio € standen 794 Mio € an Abschreibungen gegenüber. Der Anstieg der Aktivposten für latente Steuern um 63 Mio € resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der versicherungsmathematischen Verluste für Pensionsrückstellungen. Die kurzfristigen Aktiva verminderten sich um 599 Mio € auf 5.026 (i.V.: 5.625) Mio €. Trotz des gestiegenen Geschäftsvolumens ist es uns gelungen, die Forderungslaufzeiten weiter zu verkürzen. Ein verbessertes Debitorenmanagement sowie Maßnahmen zur Vorfinanzierung von Forderungen haben hierzu beigetragen. Im Ergebnis sanken die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 230 Mio € auf 1.419 (i.V.: 1.649) Mio €. Die Vorräte erhöhten sich nur geringfügig um 42 Mio € auf 1.625 (i.V.: 1.583) Mio €. Die liquiden Mittel gingen um 395 Mio € auf 1.475 (i.V.: 1.870) Mio € zurück. Die Veränderungen werden im Abschnitt Kapitalflussrechnung auf Seite 62 f. erläutert. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital um 144 Mio € auf 13.713 (i.V.: 13.569) Mio € erhöht. Hierzu trugen im Wesentlichen der Überschuss der Periode von 545 Mio € sowie die Veränderung von Minderheitsanteilen mit Put-Optionen in Höhe von 56 Mio € bei. Gegenläufig wirkten sich insbesondere die versicherungsmathematischen Verluste in Höhe von 219 Mio €, Wechselkursveränderungen in Höhe von 123 Mio € sowie die Dividendenzahlungen in Höhe von 134 Mio € aus. Die Eigenkapitalveränderungsrechnung wird auf Seite 152 f. detailliert dargestellt. Der Rückgang der verzinslichen Verbindlichkeiten um 1.228 Mio € auf 8.573 (i.V.: 9.801) Mio € ist im Wesentlichen auf die Rückzahlung von Anleihen zurückzuführen. Die Abnahme der operativen Verbindlichkeiten um 61 Mio € auf 2.651 (i.V.: 2.712) Mio € betrifft vor allem die übrigen operativen Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen erhöhten sich um 225 Mio € auf 2.409 (i.V.: 2.184) Mio €, wovon 187 Mio € die Pensionsrückstellungen betreffen. Im Geschäftsjahr 2012 konnte das Verhältnis von Nettofinanzschulden zu Eigenkapital (Gearing) um 5,7 Prozentpunkte auf 51,3% (i.V. 57,0%) gesenkt werden. Dazu hat die Reduzierung der Nettoverschuldung um 0,7 Mrd € auf 7,0 (i.V. 7,8) Mrd € beigetragen. Konzern-Bilanz (Kurzfassung)scroll
Finanzkennzahlenscroll
KapitaleffizienzZiel von HeidelbergCement ist es, einen ROCE (Return on Capital Employed) von 19 % bis 20 % zu erwirtschaften. In Asien-Pazifik und Afrika-Mittelmeerraum wurde das ROCE-Ziel 2012 deutlich übertroffen. West- und Nordeuropa sowie Nordamerika lagen vor allem wegen der immer noch relativ schwachen Bautätigkeit in Großbritannien und den USA unter diesem Ziel. Der ROCE des Konzerngebiets Osteuropa-Zentralasien verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr und lag damit unter dem Zielkorridor. Grund ist der Ergebnisrückgang in einigen osteuropäischen Ländern. Darüber hinaus wollen wir beim ROIC (Return on Invested Capital) mindestens die gewichteten Kapitalkosten (WACC) verdienen, die Ende des Jahres bei 7,8 % lagen. Der ROIC von HeidelbergCement lag aufgrund von Wertminderungen und Restrukturierungsaufwendungen sowie der noch schwachen Geschäftslage in einigen reifen Märkten bei 4,43%. Ohne Wertminderungen auf Firmenwerte und sonstige Anlagevermögen sowie Restrukturierungsaufwendungen würde der ROIC 5,80% betragen. Konzern-FinanzmanagementFinanzierungsgrundsätze und -zieleZiel der externen Finanzierung und Liquiditätssicherung ist es, eine ausreichende Liquidität des Konzerns zu jeder Zeit sicherzustellen. Die Krise an den internationalen Kapitalmärkten hat deutlich gemacht, wie wichtig die Liquiditätsorientierung für unser Unternehmen ist. Unser externer Finanzierungsspielraum wird primär durch die Kapitalmärkte und eine bedeutende internationale Bankengruppe gewährleistet. Innerhalb des Konzerns gilt der Grundsatz der internen Finanzierung. Das heißt: Der Finanzierungsbedarf von Tochtergesellschaften wird - soweit möglich - über interne Darlehensbeziehungen abgedeckt. Diesem Leitgedanken entsprechend erfolgte die Finanzierung der Tochtergesellschaften auch im Jahr 2012 hauptsächlich über unsere in den Niederlanden bzw. Luxemburg ansässigen Finanzierungsgesellschaften HeidelbergCement Finance B.V. (HC Finance B.V.) und HeidelbergCement Finance Luxembourg S.A. (HC Finance Luxembourg S.A.) sowie die HeidelbergCement AG. Diese zentrale Finanzierung gewährleistet ein einheitliches Auftreten an den Kapitalmärkten und gegenüber Ratingagenturen, beseitigt strukturelle Vorteile für einzelne Gläubigergruppen und stärkt unsere Verhandlungsposition gegenüber Kreditinstituten und anderen Marktteilnehmern. Darüber hinaus ermöglicht sie uns die effizienteste Allokation von Liquidität und die konzernweite Überwachung und Eliminierung von finanziellen Risikopositionen (Währungen und Zinsen) auf Basis von Nettopositionen. Die Konzerngesellschaften nutzen entweder Liquiditätsüberschüsse anderer Unternehmenseinheiten in sogenannten Cash Pools (Deutschland, Skandinavien/Baltikum, USA, Benelux-Länder, Australien, Großbritannien, Kanada, Tschechische Republik, Russland, Spanien und weitere Länder) oder werden mit Konzerndarlehen von der HC Finance B.V., der HC Finance Luxembourg S.A. oder der HeidelbergCement AG ausgestattet. Daneben vereinbart das Konzern-Treasury vereinzelt auch Kreditlinien für Tochtergesellschaften mit lokalen Banken, um rechtlichen, steuerlichen oder sonstigen Gegebenheiten Rechnung zu tragen. Lokale Finanzierungen werden vor allem für geringe Volumina eingesetzt. FinanzierungsmaßnahmenDas Jahr 2012 wurde durch die Verlängerung der 3 Mrd € syndizierten Kreditlinie und eine erfolgreiche Anleiheemission geprägt. HeidelbergCement hat sich am 31. Januar 2012 die Verlängerung seiner ursprünglich Ende 2013 fälligen 3 Mrd € syndizierten Kreditlinie bis zum 31. Dezember 2015 gesichert. Alle bisher engagierten 17 Banken haben ihre Beteiligung bestätigt und zwei weitere Banken sind dem Syndikat beigetreten. Die Unterzeichnung der Vereinbarung fand am 17. Februar 2012 statt. Die 3 Mrd € Kreditlinie mit Währungsoption ist als Liquiditätsreserve gedacht und kann für Barziehungen und Avale genutzt werden. Die erfolgreiche Verlängerung der syndizierten Kreditlinie ist ein Beweis für die Stärke unserer Beziehungen zu unseren Kernbanken. Die Tatsache, dass in einem schwierigen Finanzmarktumfeld zwei zusätzliche Banken dem Syndikat beigetreten sind und wir die Erhöhung der Marge auf nur 25 Basispunkte begrenzen konnten, unterstreicht das Vertrauen der Banken in unser Unternehmen. Mit der Verlängerung der Kreditlinie sichern wir uns ausreichend Liquidität bis Ende 2015. Die syndizierte Kreditlinie war zum 31. Dezember 2012 mit lediglich 260,8 Mio € in Anspruch genommen. Die freie Kreditlinie belief sich somit zum Jahresende 2012 auf 2.739,2 Mio € (siehe hierzu folgende Tabelle). Insgesamt ist damit sichergestellt, dass sämtliche Konzernunternehmen über ausreichende und langfristige Bar- und Avalkreditkapazitäten verfügen, um das operative Geschäft und neue Investitionen erfolgreich finanzieren zu können. Kreditliniescroll
Trotz schwieriger Kapitalmarktverhältnisse konnten wir am 8. März 2012 unter unserem 10 Mrd € EMTN-Programm eine Euroanleihe mit einem Emissionsvolumen von 300 Mio € und einer vierjährigen Laufzeit bis 8. März 2016 begeben. Die Anleihe wurde zu pari emittiert und wies einen Festzins von 4% auf. Die im Jahr 2012 begebene Anleihe ist unbesichert und steht im Rang gleichberechtigt zu allen anderen Kapitalmarktverbindlichkeiten. Wie bei allen seit 2009 begebenen Anleihen sowie dem im Dezember 2011 abgeschlossenen Schuldscheindarlehen besteht gemäß den Anleihebedingungen eine Beschränkung bezüglich der Neuaufnahme zusätzlicher Verschuldung, wenn der konsolidierte Deckungsgrad (d.h. das Verhältnis des Gesamtbetrags des konsolidierten EBITDA zu dem Gesamtbetrag des konsolidierten Zinsergebnisses) des HeidelbergCement Konzerns unter 2 ist. Das konsolidierte EBITDA in Höhe von 2.591 Mio € und das konsolidierte Zinsergebnis in Höhe von 715 Mio € werden auf einer Pro-forma-Basis gemäß den Anleihebedingungen berechnet. Zum Jahresende 2012 betrug der konsolidierte Deckungsgrad 3,62. Die Nettofinanzschulden gingen im Berichtsjahr um 0,7 Mrd € zurück und beliefen sich zum 31. Dezember 2012 auf 7,0 (i.V.: 7,8) Mrd €. Die folgende Tabelle zeigt die Neuemissionen und Rückzahlungen des HeidelbergCement Konzerns im Jahr 2012: Neuemissionen und Rückzahlungen des HeidelbergCement Konzernsscroll
Die folgenden Tabellen zeigen die Finanzverbindlichkeiten des HeidelbergCement Konzerns am 31. Dezember 2012: Anleihenscroll
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutenscroll
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeitenscroll
Put-Optionen von Minderheitsgesellschafternscroll
Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Liquiditätsinstrumente am 31. Dezember 2012: Liquiditätsinstrumentescroll
RatingDie Bonitätsnoten für das Unternehmen blieben im Geschäftsjahr bei den Agenturen Moody's und Fitch Ratings mit Ba1 bzw. BB+ stabil. Die Zusammenarbeit mit Standard & Poor's (S& P) wurde am 21. November 2012 beendet. Die Ratingbeziehungen zu den international anerkannten Agenturen Fitch Ratings und Moody's werden unverändert fortgeführt. Im ersten Halbjahr konnten wir die Emissionstätigkeit im Geldmarkt erfolgreich fortsetzen und über unser 1 Mrd € Euro Commercial Paper Programm im Jahresverlauf 2012 ein Volumen von insgesamt 2,1 Mrd € begeben. In der zweiten Jahreshälfte wurde die Emissionsaktivität im Rahmen des Commercial Paper Programms sukzessive zurückgefahren, um die Überschussliquidität am Jahresende zu begrenzen. Zum 31. Dezember 2012 waren 29 Mio € von den von der HeidelbergCement AG begebenen Commercial Paper ausstehend. Unsere 3 Mrd € syndizierte Kreditlinie dient dabei als Back-Up-Linie. Ratings am 31.12.2012scroll
Der konsequente und erfolgreiche Abbau der Nettoverschuldung in den letzten Jahren spiegelt sich in der Entwicklung unserer Bonitätsbewertung von 2009 bis 2012 wider: Entwicklung der Ratings 2009-2012![]() Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der HeidelbergCement AGErgänzend zur Konzernberichterstattung erläutern wir im Folgenden die Entwicklung der Muttergesellschaft: Der Jahresabschluss der HeidelbergCement AG wird - anders als der Konzernabschluss - nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Lagebericht der HeidelbergCement AG wird gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des HeidelbergCement Konzerns zusammengefasst, da der Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage und die künftigen Chancen und Risiken der Muttergesellschaft aufgrund der gemeinsamen Tätigkeit im Baustoffgeschäft eng mit dem Konzern verbunden sind. Die HeidelbergCement AG übt als Obergesellschaft die Leitungsfunktion im HeidelbergCement Konzern aus. Daneben ist sie in Deutschland mit zehn Zement- und Mahlwerken und einem Kalkwerk operativ in den Geschäftsbereichen Zement und Bauprodukte tätig. Im Jahr 2012 nahmen die Bauinvestitionen in Deutschland trotz anhaltend starker Nachfrage aus dem Wohnungsbau um 1,5% ab. Der Rückgang im öffentlichen Bau konnte durch den Anstieg im privaten Wohungsbau nicht ganz ausgeglichen werden. Durch den ungewöhnlich strengen Frost im Februar 2012 und den frühen Wintereinbruch im Dezember 2012 ging unser Zement- und Klinkerabsatz gegenüber dem Vorjahr geringfügig zurück. Auch die Exporte verringerten sich 2012 leicht. Der Umsatz der HeidelbergCement AG ging um 0,6% auf 530 (i.V.: 533) Mio € zurück. Der Materialaufwand erhöhte sich um 1,2% bzw. 3 Mio € auf 229 (i.V.: 226) Mio €. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Brennstoffpreise zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken auf 125 (i.V.: 132) Mio €. Der Personalaufwand verringerte sich leicht um 3 Mio € auf 165 (i.V.: 167) Mio €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 3 Mio € auf 236 (i.V.: 233) Mio €. Insgesamt verschlechterte sich das Betriebsergebnis um 11 Mio € auf -9 (i.V.: 2) Mio €. Das Ergebnis aus Beteiligungen verbesserte sich um 9 Mio € auf -9 (i.V.: -18) Mio €. Die Zinserträge aus Ausleihungen sanken um 34 Mio € auf 44 (i.V.: 78) Mio €. Ein Grund für diesen Rückgang ist die Abtretung einer Ausleihung gegenüber der HeidelbergCement UK Holding Limited, Großbritannien, in Höhe von 2,8 Mrd € an die HeidelbergCement Finance Luxembourg S.A., Luxemburg, im Juni 2011 im Rahmen konzerninterner Umstrukturierungen. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge verminderten sich um 38 Mio € auf 297 (i.V.: 334) Mio €. Der Rückgang der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen um 37 Mio € auf 249 (i.V.: 286) Mio € beruht insbesondere auf den gesunkenen Aufwendungen für Zinsswaps. Im Rahmen der Inhouse-Banking-Aktivitäten ergeben sich durch Finanzierungsmaßnamen der Tochtergesellschaften Währungspositionen, die durch entsprechende fristen- und betragskongruente externe Devisengeschäfte abgesichert werden. Da es sich bei den Absicherungsgeschäften im Regelfall um keine Bewertungseinheiten handelt, können jeweils zum Jahresende im Jahresabschluss Währungsgewinne oder -verluste entstehen. Gemäß dem Imparitätsprinzip wurden in Höhe der negativen Marktwerte Rückstellungen für Risiken aus Sicherungsgeschäften gebildet. Positive Marktwerte werden nicht aktiviert. Das Währungsergebnis im Geschäftsjahr 2012 betrug 67 (i.V.: -34) Mio €. Im Geschäftsjahr 2012 wurden Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen auf den niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von 23,1 Mio € sowie eine Zuschreibung von 22,2 Mio € vorgenommen. Auf Beteiligungen wurden Abschreibungen in Höhe von insgesamt 3,6 Mio € durchgeführt. Der Steueraufwand bei den Ertragsteuern in Höhe von 42 (i.V.: 16) Mio € ergibt sich insbesondere aus Steuern des Berichtsjahrs. Gegenläufig wirken sich Steuererträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Vorjahre aus. Insgesamt ergab sich für das Geschäftsjahr 2012 ein Jahresüberschuss in Höhe von 90 (i.V.: 57) Mio € und ein Bilanzgewinn von 94 (i.V.: 70) Mio €. Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Mrd € auf 18,8 (i.V.: 17,4) Mrd € an. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf eine Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 1,4 Mrd € im Rahmen der Aktivitäten der HeidelbergCement AG als In-House-Bank des Konzerns zurückzuführen. Auf der Aktivseite erhöhten sich die Anteile an verbundenen Unternehmen um 0,8 Mrd € auf 12,5 (i.V.: 11,7) Mrd €. Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf der Erhöhung der Kapitalrücklage bei der HeidelbergCement International Holding GmbH, Heidelberg, durch Sacheinlagen im Wege der Einbringung der Anteile an der HeidelbergCement Northern Europe AB, Schweden, in Höhe von 0,2 Mrd € und durch Bareinlagen in Höhe von 0,8 Mrd €. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen stiegen insgesamt um 0,3 Mrd € auf 1,1 (i.V.: 0,8) Mrd €. Das Finanzanlagevermögen nahm um 1,1 Mrd € auf knapp 13,7 (i.V.: 12,5) Mrd € zu. In vergleichbarer Größenordnung stieg das gesamte Anlagevermögen auf 13,9 (i.V.: 12,8) Mrd €. Im Umlaufvermögen erhöhten sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände auf 4,7 (i.V.: 4,0) Mrd €. Diese Zunahme ist insbesondere auf die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf 4,6 (i.V.: 4,0) Mrd € zurückzuführen. Die flüssigen Mittel verringerten sich um 314 Mio € auf 156 (i.V.: 470) Mio €. Auf der Passivseite blieben das Eigenkapital mit 11,7 (i.V.: 11,6) Mrd € und die Rückstellungen mit 0,7 (i.V.: 0,6) Mrd € weitgehend unverändert. Die Verbindlichkeiten hingegen erhöhten sich um 1,4 Mrd € auf 6,5 (i.V.: 5,1) Mrd €. Hier sind vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zu nennen, die im Rahmen der Konzernfinanzierung um 1,4 Mrd € auf 6,1 (i.V.: 4,7) Mrd € stiegen. Im Februar 2013 wurde die Kapitalrücklage bei der HeidelbergCement International Holding GmbH, Heidelberg, im Rahmen von weiteren konzerninternen Umstrukturierungen durch eine Bareinlage um 970,0 Mio € erhöht. Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch die UnternehmensleitungDas Jahr 2012 war von einer zweigeteilten Entwicklung in den Konzerngebieten von HeidelbergCement geprägt. In den Schwellenländern Asiens und Afrikas nahm der Verbrauch von Baustoffen, angetrieben durch das anhaltende Wirtschaftswachstum, weiter zu. In Nordamerika erhöhte sich der private Wohnungsbau deutlich und führte zu einem entsprechenden Anstieg der Nachfrage nach Zement. In Europa hingegen schwächte sich die Baustoffnachfrage in einigen Ländern aufgrund der Kürzung der öffentlichen Ausgaben im Rahmen von Haushaltskonsolidierungen deutlich ab. Insgesamt profitierte die Ergebnisentwicklung von unserer vorteilhaften geografischen Positionierung in lokalen Wachstumsmärkten und davon, dass wir nicht oder nur in sehr geringem Maße in den Krisenländern Südeuropas und in den sich im politischen Umbruch befindenden nordafrikanischen Ländern vertreten sind. Als einer der führenden Hersteller von Zement konnten wir von der positiven Nachfrageentwicklung in Nordamerika, Asien, Afrika südlich der Sahara und Russland profitieren. Außerdem ist es uns gelungen, mit Preiserhöhungen und Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung im Rahmen des "FOX 2013"-Programms den Margendruck durch die weiter gestiegenen Energie- und Personalkosten zu kompensieren. Unterstützt durch positive Wechselkurseffekte waren wir in der Lage, das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu erhöhen. Die Finanzierungskosten sind zwar gegenüber dem Vorjahr gestiegen, aber dies ist nur ein temporärer Effekt, der auf die verstärkte Absicherung unserer Liquidität am Anleihemarkt im Gegensatz zur Nutzung von Kreditlinien bei Banken zurückzuführen ist. Die Finanzierungsstruktur von HeidelbergCement hat sich 2012 weiter verbessert. Dank des anhaltend hohen Mittelzuflusses aus der operativen Geschäftstätigkeit konnten wir die Nettoverschuldung von 7,8 Mrd € Ende 2011 auf 7,0 Mrd € Ende 2012 reduzieren. Gleichzeitig haben wir unsere disziplinierten und gezielten Investitionen in den Ausbau der Zementkapazitäten in attraktiven Wachstumsmärkten fortgesetzt. Mit der erfolgreichen Platzierung einer Anleihe zu günstigen Konditionen haben wir darüber hinaus die Liquiditätsreserven angesichts der noch bestehenden Unsicherheiten an den Finanzmärkten abgesichert und das Fälligkeitenprofil weiter verbessert. Die verfügbare Liquidität lag Ende 2012 bei 4,2 Mrd €. Vergleich des Geschäftsverlaufs mit den Prognosen im VorjahrUmsatzprognoseDie Prognose, die der Vorstand im Geschäftsbericht 2011 für das Jahr 2012 abgegeben hat, ging davon aus, dass der Umsatz bei vergleichbaren Wechselkursen moderat steigen würde. Grundlage dieser Prognose war die Annahme eines Absatzanstiegs bei Zement und einer stabilen Absatzentwicklung bei Zuschlagstoffen. Zusätzlich sollten Preiserhöhungen mit hoher Priorität verfolgt werden. Dank der zusätzlichen Kapazitäten in Russland und Bangladesh, einer besser als erwarteten Erholung der Zementnachfrage in Nordamerika und eines anhaltend guten Nachfragewachstums in den Schwellenländern Asiens und Afrikas lag der Zementabsatz trotz des deutlicher als ursprünglich erwarteten Nachfragerückgangs in Europa leicht über dem Vorjahr. Die Zuschlagstofflieferungen blieben hingegen unter dem Vorjahresniveau. Das ist im Wesentlichen auf die rückläufigen Infrastrukturausgaben in Europa aufgrund der Sparmaßnahmen im Rahmen der Haushaltskonsolidierung in einigen Ländern zurückzuführen. Insgesamt konnten wir die Preise für Zement und Zuschlagstoffe erhöhen. Die Umsatzentwicklung profitierte außerdem von Wechselkurseffekten in Höhe von 592 Mio €. Dadurch stieg der Umsatz um 8,7% etwas stärker als erwartet. Bereinigt um Wechselkurs- und Konsolidierungseffekte lag der Umsatzanstieg bei 4,2 % und damit im Rahmen der Erwartungen. AufwandsprognoseIm letztjährigen Geschäftsbericht haben wir angesichts der seit Jahresmitte 2011 rückläufigen Preisindizes für Energie einen geringen Anstieg der Energiekosten für das Jahr 2012 prognostiziert. Die Energiekosten haben sich 2012 besser als erwartet entwickelt und lagen insgesamt nur leicht über dem Vorjahresniveau. Sie stiegen absolut um 6,2 % und sanken als Prozentsatz vom Umsatz von 11,9% im Jahr 2011 auf 11,6 % im Jahr 2012. Einen leichten Anstieg erwarteten wir auch bei den Personalkosten. Der gesamte Personalaufwand hat sich 2012 wegen des Wegfalls von Sondereffekten aus dem Vorjahr deutlich um 12,9 % erhöht; bezogen auf den Umsatz nahmen die Personalkosten von 16,0% im Jahr 2011 auf 16,6% im Jahr 2012 zu. Diese Zunahme beruht zum einen darauf, dass sich im Vorjahr die Neuverhandlung mehrerer Altersversorgungssysteme in Nordamerika und Westeuropa mit einem Gesamtbetrag von 129 Mio € positiv auf den Personalaufwand ausgewirkt hat. Zum anderen verursachten Wechselkurseffekte 2012 eine Anstieg um 109 Mio €. Ohne Berücksichtigung dieser beiden Effekte stieg der Personalaufwand nur um 27 Mio € (1,2 %). Ohne Berücksichtigung des einmaligen Pensionseffekts verringerte sich der Anteil am Umsatz von 17,0 % im Jahr 2011 auf 16,6 % im Jahr 2012. Der Kostenanstieg konnte 2012 in vollem Umfang durch Preiserhöhungen kompensiert und die operative Marge sogar leicht verbessert werden. Unser "FOX 2013"-Programm übertraf 2012 die Zielwerte für die Steigerung des Cashflows und erreichte eine Steigerung der Liquidität um 384 Mio € im Vergleich zu den geplanten 200 Mio €. Die Finanzierungskosten haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie erwartet moderat erhöht. Ursache dafür waren im Wesentlichen höhere Zinsmargen aufgrund der Änderung der Finanzierungsstrategie im Herbst 2011 hin zu einer verstärkten Liquiditätsabsicherung am Anleihemarkt. ErgebnisprognoseAuf Basis der erwarteten Umsatz- und Aufwandsentwicklung haben wir im Geschäftsbericht 2011 einen moderaten Anstieg des operativen Ergebnisses prognostiziert. Aufgrund der erfreulichen Entwicklung bei Umsatz, Aufwand und Kosteneinsparungen und unterstützt durch positive Währungseffekte konnten wir das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 9,5 % steigern. Bereinigt um Wechselkurs- und Konsolidierungseffekte lag die Verbesserung bei 5,6 % und damit im Rahmen der Erwartungen. Vergleich des Geschäftsverlaufs mit der Prognose im Geschäftsbericht 2011scroll
Weitere AngabenAngaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGBZum 31. Dezember 2012 belief sich das Grundkapital der HeidelbergCement AG auf 562.500.000 €. Es ist in 187.500.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt, auf die ein anteiliger Betrag von 3 € je Aktie entfällt. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden; verschiedene Aktiengattungen bestehen nicht. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt. Nach den der Gesellschaft vorliegenden Mitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zum 31. Dezember 2012 hält Herr Ludwig Merckle, Ulm, mehr als 10% der Stimmrechte der Gesellschaft, nämlich indirekt und vermittelt über diverse Gesellschaften, darunter die UBH Holding GmbH, Zossen, und die Spohn Cement Beteiligungen GmbH, Zossen, 25,11% der Stimmrechte. Keinem Inhaber von Aktien wurden Sonderrechte eingeräumt, die Kontrollbefugnisse verleihen. Der Vorstand der Gesellschaft wird durch den Aufsichtsrat bestellt und abberufen. Die Satzung kann von der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals geändert werden, sofern gesetzliche Vorschriften keine größere Mehrheit zwingend vorschreiben. Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, kann der Aufsichtsrat vornehmen. Es bestehen zum 31. Dezember 2012 zwei genehmigte Kapitalia: zum einen eine Ermächtigung des Vorstands und Aufsichtsrats zur Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlagen (Genehmigtes Kapital I) und zum anderen eine Ermächtigung des Vorstands und Aufsichtsrats zur Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlagen (Genehmigtes Kapital II). Diese genehmigten Kapitalia werden nachfolgend zusammenfassend beschrieben. Der vollständige Wortlaut der Ermächtigungen kann der Satzung entnommen werden, die auf unserer Internetseite www.heidelbergcement.com unter "Über uns/Corporate Governance/Satzung" veröffentlicht ist. Genehmigtes Kapital IDer Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 5. Mai 2015 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 225.000.000 € gegen Bareinlagen durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, in bestimmten Fällen, die in der Ermächtigung näher beschrieben sind, nämlich zur Verwertung von Spitzenbeträgen und zur börsennahen Ausgabe von Aktien von bis zu 10% des Grundkapitals, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Genehmigtes Kapital IIDer Vorstand ist ferner ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 5. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 56.100.000 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen in der Regel ausgeschlossen. Die Ermächtigung regelt insbesondere die Möglichkeit des Bezugsrechtsausschlusses, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder zur Bedienung von Options- oder Wandlungsrechten erfolgt. Die den genehmigten Kapitalia I und II zugrunde liegenden Ermächtigungen zur Ausgabe von neuen Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen sind zum 31. Dezember 2012 nicht ausgenutzt worden. Bedingtes KapitalEs besteht zum 31. Dezember 2012 ferner das nachfolgend beschriebene Bedingte Kapital. Das Grundkapital ist um weitere bis zu 187.500.000 €, eingeteilt in bis zu 62.500.000 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2009). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Unterlegung von Options- oder Wandlungsrechten bzw. Options- oder Wandlungspflichten auf HeidelbergCement-Aktien. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als der Vorstand aufgrund der Ermächtigung Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausgibt und die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten von ihren Rechten Gebrauch machen. Options- oder Wandelschuldverschreibungen können auch mit Options- oder Wandlungsverpflichtungen ausgestattet sein. Die Aktionäre haben in der Regel ein Bezugsrecht auf neu emittierte Options- oder Wandelschuldverschreibungen. Die Ermächtigung regelt bestimmte Fälle, in denen der Vorstand das Bezugsrecht der Aktionäre auf Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausschließen kann. Der vollständige Wortlaut des Bedingten Kapitals kann ebenfalls der Satzung entnommen werden, die auf unserer Internetseite (www.heidelbergcement.com unter "Über uns/Corporate Governance/ Satzung") veröffentlicht ist. Die dem Bedingten Kapital 2009 zugrunde liegende Ermächtigung zur Ausgabe von Options- oder Wandelschuldverschreibungen ist zum 31. Dezember 2012 nicht ausgenutzt worden. Die Gesellschaft hält keine eigenen Aktien und es besteht keine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien. Im Folgenden listen wir gemäß §§ 289 Abs. 4 Nr. 8, 315 Abs. 4 Nr. 8 HGB die wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft auf, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und fassen die daraus folgenden Wirkungen zusammen. Wir weisen darauf hin, dass wir Vereinbarungen außer Betracht lassen, deren unter Umständen eintretende Folgen für die Gesellschaft die Schwellen von 50 Mio € im Einzelfall oder 100 Mio € bei gleich gelagerten Vereinbarungen unterschreiten, da sie für einen potenziellen Bieter regelmäßig nicht entscheidungserheblich sein werden. Diese sogenannten Change-of-Control-Klauseln sind branchen- und transaktionsüblich und wurden nicht in der Absicht vereinbart, etwaige Übernahmeangebote zu behindern. Folgende wesentliche Vereinbarungen der HeidelbergCement AG standen am 31. Dezember 2012 unter der Bedingung eines Kontrollwechsels bei der HeidelbergCement AG infolge eines Übernahmeangebots. scroll
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Sofern keine andere Währung angegeben ist Die jeweiligen Change-of-Control-Klauseln geben dem Vertragspartner bzw. Inhaber der Anleihen oder der Schuldscheindarlehen das Recht, die Vereinbarung bzw. ausstehenden Darlehen, Schuldverschreibungen oder Schuldscheindarlehen im Falle einer im Einzelnen unterschiedlich definierten Veränderung in der Anteilseignerstruktur der Gesellschaft vorzeitig fällig zu stellen und Rückzahlung zu verlangen bzw. die gemeinsame Beteiligung an der Scancem International DA zu beenden. Der in der Spalte Art der Klausel mit (1) gekennzeichnete syndizierte Kreditrahmen- und Avalkreditrahmenvertrag vom 27. April 2010, zuletzt verlängert am 17. Februar 2012, gibt jedem Gläubiger des Bankensyndikats das Recht, im Fall eines Kontrollwechsels den von ihm zur Verfügung gestellten Darlehensbetrag nebst aufgelaufener Zinsen vorzeitig fällig zu stellen und eine entsprechende Rückzahlung zu verlangen. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn eine Person oder eine gemeinsam handelnde Gruppe von Personen im Sinne von § 2 Abs. 5 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz mehr als 30 % der Aktien der Gesellschaft erworben hat. Die in der Spalte Art der Klausel mit (2) gekennzeichneten Anleihen und Schuldscheindarlehen geben den jeweiligen Inhabern der Schuldverschreibungen bzw. der Schuldscheindarlehen nur dann ein vorzeitiges Kündigungsrecht bei Veränderungen in der Anteilseignerstruktur, wenn sie zu einem Wechsel in der Kontrolle der Gesellschaft führen. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn mehr als 50 % des gezeichneten Kapitals oder mehr als 50 % der Stimmrechte vertraglich oder auf andere Weise kontrolliert werden. Von einem Kontrollwechsel und damit von der Regelung eines vorzeitigen Kündigungsrechts ausgenommen ist im Rahmen eines Konzepts "zugelassener Gesellschafter" der Kontrollwechsel auf die (a) SC Vermögensverwaltung GmbH (ehemals Spohn Cement GmbH) oder (b) auf jeden Gesellschafter der SC Vermögensverwaltung GmbH einschließlich Erben und Vermächtnisnehmern von Gesellschaftern der SC Vermögensverwaltung GmbH und Personen, die wirtschaftliche Eigentümer von Anteilen an der SC Vermögensverwaltung GmbH sind, oder (c) auf jede juristische Person oder Stiftung oder vergleichbare Einrichtung, die von solchen Personen geführt wird, an die Aktien der HeidelbergCement AG von unter den in (a) bis (c) genannten Personen übertragen wurden. Die in der Spalte Art der Klausel mit (3) gekennzeichneten Anleihen und Schuldscheindarlehen geben den jeweiligen Inhabern der Schuldverschreibungen bzw. des Schuldscheindarlehens bei Eintritt des nachfolgend beschriebenen Kontrollwechsels das Recht, von der Gesellschaft die Rückzahlung des Schuldscheindarlehens oder im Falle der Schuldverschreibungen, nach Wahl der Gesellschaft, den Ankauf ihrer Schuldverschreibungen durch die Gesellschaft (oder auf ihre Veranlassung durch einen Dritten) zum Vorzeitigen Rückzahlungsbetrag insgesamt oder teilweise zu verlangen. Vorzeitiger Rückzahlungsbetrag meint im Falle des Schuldscheindarlehens 100 % des Nennbetrags des Schuldscheindarlehens, im Falle der Schuldverschreibungen 101 % des Nennbetrags der Schuldverschreibungen zuzüglich aufgelaufener und nicht gezahlter Zinsen bis zum in den Bedingungen definierten Rückzahlungstag (ausschließlich). Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn eines der folgenden Ereignisse eintritt:
Die 750 Mio US$ 6,125 % Anleihe der Hanson Limited, begeben am 16. August 2006, fällig am 15. August 2016 und mittlerweile garantiert von der HeidelbergCement AG, enthält eine Regelung, nach der möglicherweise nicht nur der direkte, sondern auch der indirekte Erwerb von mehr als 50 % der Anteile oder der Stimmrechte an Hanson Limited einen Kontrollwechsel darstellt. Als indirekter Erwerb könnte dabei schon der Erwerb von 30 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG anzusehen sein, die mittelbar 100 % der Anteile an Hanson Limited hält. Ein Kontrollwechsel würde den Inhabern dieser Anleihe dann eine Verkaufsoption zu 101 % des Nominalwerts zuzüglich Zinsen gegenüber der Hanson Limited gewähren, wenn es im Zusammenhang mit diesem Kontrollwechsel zu einer Herabstufung der Anleihe unterhalb des sogenannten Investment Grade durch bestimmte Ratingagenturen käme. Da die Anleihe bereits unterhalb des Investment Grade eingestuft ist, kommt diese Change-of-Control-Regelung derzeit nicht zur Anwendung. Im Mai 2010 hat HeidelbergCement mit der zur Weltbank gehörenden International Finance Corporation (IFC) die in der Spalte Art der Klausel mit (4) gekennzeichnete Grundsatzvereinbarung zwischen Gesellschaftern geschlossen. Die Vereinbarung wurde am 19. Januar 2012 ergänzt und neu gefasst. Dieser Vertrag regelt die Rechte der Gesellschafter in der gemeinsam gehaltenen norwegischen Holdinggesellschaft Scancem International DA, die die wesentlichen afrikanischen Aktivitäten von HeidelbergCement in den Ländern südlich der Sahara bündelt. Der Vertrag sieht die Möglichkeit für IFC und ihre Finanzpartner vor, ihre indirekte Beteiligung an der Scancem International DA an HeidelbergCement zu einem Preis zu verkaufen, der einem nach bestimmten Vorgaben im Vertrag zu ermittelnden Referenzpreis entspricht, wenn ein "Adverse Sponsor Change in Control" eintritt. Dieser ist als Kontrollwechsel bei der HeidelbergCement AG definiert, der zu einem Pflichtangebot nach dem Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz an die außenstehenden Aktionäre der HeidelbergCement AG führt, wenn der Erwerber der Kontrolle entweder in einer im Vertrag näher definierten Sanktionsliste der UN, der EU, Frankreichs, der USA oder der Weltbank aufgeführt ist oder wenn der Erwerber der Kontrolle Maßnahmen oder Entscheidungen trifft, mit denen die mit der Beteiligung der IFC an Scancem International DA beabsichtigten Zwecke, nämlich die gemeinsam geführten Aktivitäten in den Ländern südlich der Sahara zu modernisieren und auszubauen, beendet oder wesentlich beeinträchtigt würden. Daneben existieren Vereinbarungen über Pensionsregelungen in Großbritannien (Pension Schemes), nach denen unter anderem ein (nicht näher vertraglich definierter) Kontrollwechsel bei der HeidelbergCement AG den Treuhändern dieser "Pension Schemes" mitgeteilt werden muss. Wenn der Kontrollwechsel zudem nach den entsprechenden regulatorischen Vorgaben zu einer wesentlichen Gefährdung der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen führt (sog. Type A Event), können die Treuhänder Verhandlungen über die Angemessenheit der Absicherung der Pensionsdeckung verlangen und diese durch ein sogenanntes "Clearance"-Verfahren vor der Aufsichtsbehörde überprüfen lassen, das zur Anpassung der Sicherheiten führen kann. Der Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG hat im Rahmen der Einführung des neuen Vorstandsvergütungssystems im November 2010 beschlossen, bei Neuabschluss und bei Verlängerung von Vorstandsverträgen dem Deutschen Corporate Governance Kodex (Ziffer 4.2.3) folgend zu vereinbaren, dass eine etwaige Abfindungszahlung aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit auf 150 % des Abfindungs-Caps, höchstens jedoch auf die Vergütung für die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags begrenzt ist. Die übrigen nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB geforderten Angaben betreffen Umstände, die bei der HeidelbergCement AG nicht vorliegen. ZweigniederlassungenDie HeidelbergCement AG hat weder im In- noch im Ausland Zweigniederlassungen. Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2012HeidelbergCement hat am 22. Februar 2013 von seinem Kündigungsrecht bezüglich des am 20. Dezember 2011 begebenen Schuldscheindarlehens Gebrauch gemacht und wird die Tranche mit variabler Verzinsung in Höhe von 115,5 Mio € mit einer ursprünglichen Laufzeit bis zum 31. Oktober 2016 vorzeitig am 30. April 2013 zu pari zurückzahlen. Vor dem Hintergrund der guten Liquiditätsentwicklung und der günstigeren Refinanzierungskonditionen am Markt dient diese Maßnahme zur weiteren Senkung der Finanzierungskosten. RisikoberichtRisiken und ChancenDie Risikopolitik von HeidelbergCement orientiert sich an der Unternehmensstrategie, die auf die Bestandssicherung und die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts ausgerichtet ist. Unternehmerisches Handeln ist stets zukunftsorientiert und daher mit Risiken behaftet. Risiken zu identifizieren, sie zu verstehen und systematisch einzugrenzen, unterliegt der Verantwortung des Vorstands und ist eine Hauptaufgabe aller Führungskräfte. HeidelbergCement ist zahlreichen Risiken ausgesetzt, die nicht grundsätzlich vermieden, sondern akzeptiert werden, wenn sie sich im Rahmen der rechtlichen und ethischen Grundsätze unternehmerischen Handelns bewegen und sie zu den damit verbundenen Chancen in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Das Chancen- und Risikomanagement von HeidelbergCement ist über konzernweite Planungs- und Steuerungssysteme eng miteinander verbunden. Die Chancen werden in der jährlich erstellten operativen Planung erfasst und im Rahmen der monatlichen Finanzberichterstattung verfolgt. Die unmittelbare Verantwortung, Chancen frühzeitig zu erkennen und wahrzunehmen, obliegt dem operativen Management in den Ländern sowie den zentralen Konzernabteilungen. Konkrete Erläuterungen zu unseren Chancenpotenzialen sind im Kapitel Ausblick auf Seite 112 f. aufgeführt. RisikomanagementDer Vorstand der HeidelbergCement AG ist verpflichtet, ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem einzurichten und dieses zu überwachen. Darüber hinaus obliegt dem Vorstand die Gesamtverantwortung für den Umfang und die Ausrichtung der eingerichteten Systeme. Zudem befassen sich der Aufsichtsrat und dessen Prüfungsausschuss regelmäßig mit der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. HeidelbergCement sieht für das Risikomanagement klare Regelungen der Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten vor, die sich an der Unternehmensstruktur orientieren. Konzernweit gelten Verhaltensregeln, Richtlinien und Grundsätze zur Umsetzung eines systematischen und effektiven Risikomanagements. Das standardisierte interne Kontroll- und Risikomanagementsystem von HeidelbergCement orientiert sich an den finanziellen Ressourcen, der operativen Planung und der vom Vorstand festgelegten Risikomanagementstrategie. Es umfasst mehrere Bausteine, die aufeinander abgestimmt und methodisch in die Aufbau- und Ablauforganisation eingebettet sind. Die wesentlichen Elemente des Risikomanagementsystems sind:
Organisation des Risikomanagements bei HeidelbergCement![]()
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Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung RisikomanagementprozessAnfang 2012 haben wir die Optimierung des Risikomanagements mit der konzernweiten Implementierung einer umfassenden Software, die den gesamten Risikomanagementprozess abbildet, vorangetrieben. Mit dem Einsatz dieser Software haben wir die grundlegenden Voraussetzungen geschaffen, um die Transparenz und Effizienz aller Phasen des Risikomanagementprozesses zu steigern und einen Beitrag zur Revisionssicherheit zu leisten. Sie ermöglicht uns unter anderem die klare Abbildung der Konzernstruktur und die Zuweisung von entsprechenden lokalen Verantwortlichkeiten, die systematische Erfassung und Nachverfolgung von Risiken sowie von vorgeschlagenen Gegenmaßnahmen im Zeitverlauf oder die Vorgabe von einheitlichen Bewertungsschemata. Die visualisierten Risikodaten lassen sich nun zeitnah konsolidieren, vielfältig und flexibel analysieren und über ein standardisiertes Risk Reporting darstellen. Zur Klärung bestimmter Fragen und zum länderübergreifenden Informationsaustausch für die Fortentwicklung eines adäquaten Risikobewusstseins ist die Einführung von Risikomanagement-Arbeitskreisen vorgesehen. Identifikation von Risiken und deren BeurteilungDie Identifikation der Risiken findet zum einen regelmäßig dezentral durch das Ländermanagement und zum anderen durch die weltweit verantwortlichen Konzernfunktionen statt. Als Hilfsparameter für den Identifikationsprozess dienen allgemeine makroökonomische Daten sowie sonstige branchenspezifische Faktoren und Risikoinformationsquellen. Unter Berücksichtigung individueller Rahmenbedingungen werden für die einzelnen Länder angemessene Wertgrenzen für die Berichterstattung über relevante Risiken festgelegt. Auf Basis des Risikomodells unseres Konzerns und entsprechend der definierten Risikokategorien werden die Risiken bezüglich einer Mindesteintrittswahrscheinlichkeit von 10% und ihrer Schadenhöhe bewertet. Die Minderung der für den Unternehmenserfolg wichtigen Kenngröße operatives Ergebnis stellt den Orientierungsmaßstab für die Schadenhöhe dar. In die Risikobetrachtung fließen auch solche Risiken ein, die nicht unmittelbaren Einfluss auf die Finanzlage nehmen, sondern Auswirkungen auf nicht monetäre Größen wie Reputation oder Strategie haben können. Für nicht direkt kalkulierbare Risiken wird eine Bewertung der möglichen Schadenhöhe nach qualitativen Kriterien wie z.B. niedrig oder bestandsgefährdend vorgenommen. Die regelmäßige Identifikation wird bei plötzlich auftretenden, schwerwiegenden Risiken oder eingetretenen Schäden durch einen Ad-hoc-Risikobericht ergänzt. Dieser Fall kann insbesondere im Zusammenhang mit politischen Ereignissen, Entwicklungen auf den Finanzmärkten oder Naturkatastrophen eintreten. Aggregation, Berichterstattung, Steuerung und Kontrolle der RisikenDie quantitativen, aktualisierten Risikoberichte für alle Geschäftsbereiche unserer Konzernländer fließen vierteljährlich in die zentrale Managementberichterstattung an den Vorstand ein, sodass eine strukturierte und kontinuierliche Verfolgung der Risiken möglich ist. Korrelationen zwischen einzelnen Risiken und Ereignissen werden auf lokaler Ebene soweit wie möglich berücksichtigt. Bei den ebenfalls vierteljährlich stattfindenden Management Meetings kann der Vorstand zusammen mit den verantwortlichen Ländermanagern zeitnah angemessene Risikosteuerungsmaßnahmen erörtern und festlegen. Dabei wird entschieden, welche Risiken bewusst eigenverantwortlich getragen oder auf andere Risikoträger transferiert werden und welche Maßnahmen sich zur Reduzierung bzw. Vermeidung potenzieller Risiken eignen. Die Konzernabteilung Group Insurance & Corporate Risk ist für die Koordination der Risikomanagementprozesse zuständig. Sie führt außerdem einmal jährlich eine Befragung zur Erfassung der Risiken bei den Konzernfunktionen durch. Ebenfalls einmal im Jahr werden alle wesentlichen quantitativen und qualitativen Risiken der Länder und Konzernfunktionen in einer zentralen Risikolandkarte zusammengefasst und dem Vorstand präsentiert. Überwachung und AnpassungenDie Konzernabteilung Group Internal Audit untersucht und bewertet das Risikomanagement systematisch, um zu einer Erhöhung des Risikoverständnisses beizutragen. Darüber hinaus führt der Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung gemäß den gesetzlichen Vorschriften eine Überprüfung des Risikomanagementsystems dahingehend durch, ob das Überwachungssystem geeignet ist, bestandsgefährdende Tatsachen rechtzeitig zu erkennen. Der Aufsichtsrat und dessen Prüfungsausschuss werden ebenfalls durch den Vorstand regelmäßig zur Risikosituation informiert. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den KonzernrechnungslegungsprozessDas interne Kontrollsystem im HeidelbergCement Konzern beinhaltet alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Das interne Überwachungssystem im HeidelbergCement Konzern besteht aus prozessunabhängigen und prozessintegrierten Kontrollmaßnahmen. Zu den prozessintegrierten Prüfungstätigkeiten zählen Kontrollen, die in den Prozess eingebunden sind (z.B. das Vier-Augen-Prinzip). Prozessunabhängige Maßnahmen sind Kontrollen, die von Personen durchgeführt werden, die nicht unmittelbar am Rechnungslegungsprozess beteiligt sind (z.B. Group Internal Audit). Strukturen und ProzesseDie Organisations- und Führungsstruktur der HeidelbergCement AG und ihrer Konzernunternehmen sind klar definiert. Die Verantwortlichkeiten im Rechnungslegungsprozess (z.B. Buchhaltung der HeidelbergCement AG und ihrer Konzernunternehmen, Group Controlling, Group Treasury sowie Group Consolidation) sind eindeutig festgelegt und funktional voneinander getrennt. Wesentliche Merkmale der Rechnungslegungsprozesse und der KonsolidierungAlle Abteilungen, die in den Rechnungslegungsprozess einbezogen sind, verfügen über die erforderlichen Qualifikationen und sind den Erfordernissen entsprechend ausgestattet. Bei komplexen oder ermessensbehafteten Bilanzierungsfragen wird auch auf die Expertise von externen Dienstleistern, wie beispielsweise Pensionsgutachtern oder Gutachtern zur Bewertung von Rekultivierungsverpflichtungen, zurückgegriffen. Die zentral vorgegebene Bilanzierungsrichtlinie sowie ein einheitlicher Kontenrahmen sind für alle Konzernunternehmen verpflichtend anzuwenden. Sie werden ständig an aktuelle Entwicklungen, beispielsweise im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des Konzerns, und an die International Financial Reporting Standards (IFRS) der Europäischen Union angepasst. Durch die zentral vorgegebene Bilanzierungsrichtlinie und den einheitlichen Kontenrahmen werden ein einheitlicher Ansatz, eine einheitliche Bewertung und ein einheitlicher Ausweis im Konzernabschluss sichergestellt. Konzernweit gültige Terminvorgaben, die in einem zentral geführten Finanzkalender festgehalten werden, sowie abschlussrelevante Instruktionen unterstützen ebenfalls einen konzernweit einheitlich strukturierten und effizienten Rechnungslegungsprozess. Die Abschlüsse der Konzernunternehmen werden in den meisten Ländern in Shared Service Center erstellt, um Rechnungslegungsprozesse zu zentralisieren und zu standardisieren. Dabei werden überwiegend Buchhaltungssysteme von SAP und Oracle verwendet. Zum Erstellen des Konzernabschlusses werden die Einzelabschlüsse der Konzernunternehmen durch weitere Informationen ergänzt und mittels einer standardisierten Software von SAP konsolidiert. Hierbei werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge, wie beispielsweise die Kapitalkonsolidierung, die Schuldenkonsolidierung, die Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie die At-Equity-Bewertung, durchgeführt und dokumentiert. Die Bestandteile des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben im Anhang werden vollständig aus diesem Konsolidierungsprogramm entwickelt. Die Daten aus dem Bereich des Rechnungswesens werden bei HeidelbergCement sowohl auf lokaler als auch auf zentraler Ebene kontrolliert. Die dezentrale Prüfung der lokalen Abschlüsse wird durch den zuständigen Financial Director und das Ländercontrolling vorgenommen. Die zentrale Prüfung der Rechnungswesendaten erfolgt durch die Konzernabteilungen Consolidation, Controlling, Tax und Treasury. Das Kontrollsystem bei HeidelbergCement wird außerdem durch manuelle Prüfungen, wie regelmäßige Stichproben und Plausibilitätsprüfungen, ergänzt, die auf lokaler sowie zentraler Ebene durchgeführt werden. Validierungen, die vom Konsolidierungsprogramm automatisch ausgeführt werden, sind ebenfalls Bestandteil des Kontrollsystems bei HeidelbergCement. Prozessunabhängige Prüfungen werden sowohl durch den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats als auch durch die interne Revision durchgeführt. Letztere prüft dabei das interne Kontrollsystem für die beschriebenen Strukturen und Prozesse und kontrolliert die Anwendung der Bilanzierungsrichtlinie sowie des Kontenrahmens. Die Ergebnisse der Prüfung der internen Revision werden an den Vorstand und den Prüfungsausschuss berichtet. Weitere prozessunabhängige Überwachungstätigkeiten erfolgen durch den Konzernabschlussprüfer und andere Prüforgane, wie beispielsweise die steuerlichen Außenprüfer. Maßnahmen zur Identifizierung, Bewertung und Begrenzung von RisikenUm Risiken zu identifizieren und zu bewerten, werden bei HeidelbergCement die einzelnen Geschäftsvorfälle anhand der Kriterien Risikopotenzial und Eintrittswahrscheinlichkeit analysiert. Auf Basis dieser Analyse werden anschließend geeignete Kontrollmaßnahmen festgelegt. Zur Begrenzung von Risiken unterliegen Transaktionen ab einem bestimmten Volumen oder mit einer gewissen Komplexität einem festgelegten Genehmigungsprozess. Außerdem werden organisatorische Maßnahmen (z.B. Funktionstrennung in sensiblen Bereichen) sowie laufende Soll-Ist-Vergleiche für wesentliche Kennzahlen der Rechnungslegung durchgeführt. Die EDV-Systeme, die für die Rechnungslegung verwendet werden, sind durch entsprechende Sicherheitsvorkehrungen gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Die eingerichteten Kontroll- und Risikomanagementsysteme können eine richtige und vollständige Rechnungslegung nicht mit absoluter Sicherheit gewährleisten. Insbesondere individuell falsche Annahmen, ineffiziente Kontrollen und illegale Aktivitäten können zu einer eingeschränkten Effektivität der eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme führen. Auch ungewöhnliche oder komplexe Sachverhalte, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, sind mit einem latenten Risiko behaftet. Die hier getroffenen Aussagen gelten nur für die in den Konzernabschluss der HeidelbergCement AG einbezogenen Konzernunternehmen, bei denen die HeidelbergCement AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen, um aus der Tätigkeit dieser Unternehmen Nutzen zu ziehen. RisikofelderRisiken, die sich in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken könnten, sind entsprechend dem im Unternehmen festgelegten Risikokatalog in drei Kategorien eingeteilt: finanzielle Risiken, Markt- und strategische Risiken sowie operative Risiken. Finanzielle RisikenUnsere wesentlichen finanziellen Risiken sind Währungs- und Zinsänderungsrisiken sowie Refinanzierungs- und Kreditrisiken. Wir steuern diese Risiken vorwiegend im Rahmen unserer laufenden Geschäfts- und Finanzierungsaktivitäten und bei Bedarf durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Diese Risikofelder werden von der Konzernabteilung Group Treasury laufend auf der Grundlage konzerninterner Richtlinien überwacht. Alle Konzerngesellschaften müssen auf Basis dieser Richtlinien ihre Risiken identifizieren und in Zusammenarbeit mit Group Treasury absichern. Die Arbeit und die Prozesse von Group Treasury werden durch umfassende Richtlinien geregelt, die unter anderem die Trennung von Handel und Abwicklung der Finanzgeschäfte vorschreiben. Im Rahmen des laufenden Risikomanagements steuern wir das Transaktionsrisiko, d.h. das Risiko schwankender Preise (z.B. Währungskurse, Zinssätze, Rohstoffpreise), die sich auf die Ertragslage des Konzerns auswirken können. WährungsrisikenWährungsrisiken, die durch Geschäftsvorgänge mit Dritten in Fremdwährung entstehen (Transaktionsrisiken), sichern wir in bestimmten Fällen durch derivative Finanzinstrumente mit einem Sicherungshorizont von bis zu zwölf Monaten ab. Dafür setzen wir vor allem Devisenswaps und Devisentermingeschäfte ein, im Einzelfall auch Devisenoptionen. Auf die Absicherung von Währungsrisiken aus konzerninternen Gütertransaktionen wird verzichtet, da sich die Mittelzu- und -abflüsse in den verschiedenen Währungspaaren auf Konzernebene weitgehend neutralisieren. Im Rahmen unserer Inhouse-Banking-Aktivität ergeben sich durch Aufnahme und Anlage von Liquidität der Tochtergesellschaften Währungspositionen, die durch entsprechende fristen- und betragskongruente externe Devisenswapgeschäfte abgesichert werden. Währungsrisiken, die aus der Währungsumrechnung ausländischer Einzel- oder Teilkonzernabschlüsse entstehen (Translationsrisiken), sichern wir in der Regel nicht ab. Die damit verbundenen Auswirkungen sind nicht zahlungswirksam und Einflüsse auf Konzernbilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung werden laufend überwacht. Mehr zu den Währungsrisiken finden Sie im Anhang auf Seite 212 f. ZinsänderungsrisikenZinsänderungsrisiken bestehen aufgrund potenzieller Änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Zinsänderungsrisiken werden im Rahmen der vom Finanzvorstand vorgegebenen Grenzen gehalten. Durch den Einsatz von Finanzinstrumenten, d.h. im Wesentlichen Zinsswaps, ist es uns möglich, sowohl das Risiko schwankender Zahlungsströme als auch das Risiko von Wertschwankungen zu sichern. Hingegen könnte eine Herabstufung unserer Bonitätsbewertung durch die Ratingagenturen (siehe Abschnitt Rating auf Seite 69 f.) die Zinsmargen im Falle einer Refinanzierungsmaßnahme erhöhen. Aufgrund der ausgeglichenen Fristenstruktur der Finanzschulden (siehe Grafik im Kapitel Ausblick auf Seite 117) und des erwarteten Mittelzuflusses aus operativer Geschäftstätigkeit besteht kurz- und mittelfristig kein wesentlicher Refinanzierungsbedarf, sodass keine signifikanten Auswirkungen auf das Zinsergebnis zu erwarten sind. Mehr zu den Zinsänderungsrisiken finden Sie im Anhang auf Seite 212. Refinanzierungs- bzw. LiquiditätsrisikenRefinanzierungs- bzw. Liquiditätsrisiken entstehen, wenn ein Unternehmen nicht in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaffen, die es zur Begleichung der operativen oder im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten eingegangenen Verpflichtungen benötigt. Mögliche Risiken aus Schwankungen der Zahlungsströme berücksichtigen wir im Rahmen der Konzernliquiditätsplanung. Annahmen über den weiteren Konjunkturverlauf bergen gewisse Unsicherheiten bei der Liquiditätsplanung, die wir aus diesem Grund rollierend aktualisieren und mit sogenannten Stresstests simulieren. Auf dieser Basis können wir im Bedarfsfall entsprechende Maßnahmen, wie beispielsweise die Emission zusätzlicher Geld- und Kapitalmarktpapiere oder die Aufnahme frischer Mittel im Bankenmarkt einleiten. Durch unsere umfangreichen Refinanzierungsmaßnahmen in den letzten 24 Monaten, einschließlich der Verlängerung einer syndizierten Kreditlinie mit einem Volumen von 3 Mrd €, haben wir Zugang zu umfangreichen liquiden Mitteln. Damit haben wir das Refinanzierungsrisiko deutlich reduziert. Ferner fließen uns ständig Zahlungsmittel aus dem operativen Geschäft zu. Als weitere Vorsichtsmaßnahme wurde auf der Hauptversammlung 2010 ein angemessener Rahmen zur Erhöhung des Eigenkapitals beschlossen. Zur Finanzierung bestehender Zahlungsverpflichtungen steht die oben genannte revolvierende, syndizierte Kreditlinie in Höhe von 3 Mrd € nach Vertragsverlängerung im Februar 2012 mit einer Laufzeit bis Ende Dezember 2015 (vormals bis Ende 2013) zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag lediglich mit 260,8 Mio € in Anspruch genommen war. Insgesamt haben wir konzernweit 4,2 Mrd € freie Liquidität, bestehend aus liquiden Mitteln, Wertpapieren im Bestand und freien Kreditlinien (siehe Tabelle Liquiditätsinstrumente im Abschnitt Konzern-Finanzmanagement auf Seite 69). Mehr zu Liquiditätsrisiken finden Sie im Anhang auf Seite 210 f. KreditrisikenKreditrisiken bestehen darin, dass ein Vertragspartner bei einem Geschäft seinen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann. Wir minimieren die daraus entstehende Risikoposition durch Diversifizierung sowie laufende Bonitätsbeurteilung der Vertragspartner. Kreditrisiken aus dem operativen Geschäft werden fortlaufend im Rahmen des Forderungsmanagements überwacht. Hinsichtlich der Bonität unserer Geschäftspartner legen wir strenge Maßstäbe an. Dadurch sowie durch die Vermeidung von Positionskonzentrationen werden die Kreditrisiken des Konzerns minimiert. Kreditrisiken für unsere Geldanlagen mindern wir, indem wir nur Transaktionen mit Banken guter Bonität tätigen. Analog erfolgt die Auswahl der Banken für den Zahlungsverkehr und die Etablierung von Cash Pools. Im Rahmen von Kreditverträgen wurde die Einhaltung verschiedener Finanzrelationen (Financial Covenants) vereinbart, die alle in der Berichtsperiode erfüllt wurden. Die wichtigsten Finanzkennzahlen sind das Verhältnis der Nettoverschuldung zu EBITDA und der Zinsdeckungsfaktor. Im Rahmen der Konzernplanung wird die Einhaltung der Kreditvereinbarungen (Covenants) konsequent überwacht und vierteljährlich den Gläubigern gemeldet. Im Falle einer Verletzung der Kreditvereinbarungen könnten die Gläubiger unter bestimmten Voraussetzungen entsprechende Kredite ungeachtet der vertraglich vereinbarten Laufzeiten fällig stellen. Je nach Volumen des betreffenden Kredits und der dann vorherrschenden Refinanzierungsmöglichkeiten auf dem Finanzmarkt könnte dies zu einem Refinanzierungsrisiko für den Konzern führen. Die syndizierte Kreditlinie über 3 Mrd € beinhaltet Covenants, die auf einem Niveau vereinbart sind, das den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und unseren Prognosen Rechnung trägt. Mehr zu Kreditrisiken finden Sie im Anhang auf Seite 210. Markt- und strategische RisikenBranchenspezifische Risiken und AbsatzmarktrisikenDer internationale Währungsfonds rechnet für die Jahre 2013 und 2014 mit einer leichten Beschleunigung des Weltwirtschaftswachstums. Voraussetzung ist allerdings, dass die Industriestaaten in Nordamerika und Europa ihre Bemühungen zur Lösung der Schuldenkrise und Konsolidierung der Haushalte unvermindert fortsetzen. Es bestehen Risiken für die Entwicklung der Weltwirtschaft aus der hohen Verschuldung der USA, der Euro-Schuldenkrise sowie kriegerischen Konflikten im Nahen Osten. Die wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Regionen wird auch 2013 und 2014 deutlich unterschiedlich bezüglich Ausmaß und zeitlichem Ablauf ausfallen. In einigen Ländern und Regionen, insbesondere in Europa, sehen wir Risiken bei der Nachfrage- und Preisentwicklung aufgrund der staatlichen Haushaltsrestriktionen, die bereits 2012 deutliche Kürzungen der Infrastrukturausgaben zur Folge hatten. Auch wenn die Preise für Energie zuletzt rückläufig waren, sind diese seit dem Jahr 2009 und vor allem als Folge der Katastrophe in Fukushima deutlich gestiegen. Es bestehen weiterhin erhöhte Inflationsrisiken, insbesondere in Asien infolge des erwarteten beträchtlichen Wirtschaftswachstums. Die weltweite Entwicklung der Baustoffnachfrage stellt für uns naturgemäß sowohl Chance als auch Risiko dar und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen maßgeblich das Bevölkerungswachstum und der steigende Bedarf an Wohnraum, das Wirtschaftswachstum, die zunehmende Industrialisierung und Urbanisierung sowie der erhöhte Bedarf an Infrastruktur. Die Baustoffnachfrage lässt sich im Wesentlichen in drei Sektoren aufteilen: privater Wohnungsbau, Wirtschaftsbau und öffentlicher Bau. Die Nachfrage im privaten Wohnungsbau hängt von Faktoren wie etwa dem Zugang zu günstigen Krediten, der Entwicklung der Häuserpreise und dem zur Verfügung stehenden Haushaltseinkommen ab, das wiederum von weiteren Parametern wie Arbeitslosenquote oder Inflation beeinflusst wird. Die Entwicklung dieser Faktoren und damit der Nachfrage in diesem Sektor unterliegt zumeist landesspezifischen Risiken und Unsicherheiten. In den USA hat das Platzen der Immobilienblase zu einem großen Überhang an Häusern und Wohnungen und einem entsprechenden Preisverfall geführt. Die Erholung dieses Markts ist mit Unsicherheiten behaftet und hängt zum Beispiel auch von der weiteren Zinsentwicklung ab. In Asien besteht das Risiko steigender Lebensmittelpreise, die sich negativ auf das für Bauvorhaben zur Verfügung stehende Einkommen und damit auch negativ auf Investitionen in den privaten Wohnungsbau auswirken. In China bestehen noch immer Risiken aus Spekulationen mit städtischen Wohnimmobilien. Bisher konnten die Regierung und Notenbank einer Überhitzung des boomenden Immobilienmarkts erfolgreich entgegentreten, die Situation muss aber weiterhin aufmerksam verfolgt werden. Für die Nachfrage beim Wirtschaftsbau ist in erster Linie die Auslastung von Produktionsanlagen, Büro- und Lagerflächen ausschlaggebend, die wiederum von der allgemeinen Auftragslage im In- und Ausland abhängt. Als Folge der Wirtschaftskrise herrscht in einigen Ländern, zum Beispiel in den USA, noch merklicher Leerstand bei Büro- und Gewerbeflächen. Zwar hat eine Erholung in diesem Sektor begonnen, doch der weitere zeitliche Ablauf ist mit Unsicherheiten behaftet. Eine verschärfte Haushaltskonsolidierung oder steigende Zinsen aufgrund eines erhöhten Inflationsdrucks könnten sich negativ auf das Wirtschaftswachstum und die Nachfrageentwicklung für Baustoffe auswirken. Investitionen in Infrastruktur, wie Straßen, Eisenbahnen, Flughäfen und Wasserstraßen, gehören zum Sektor des öffentlichen Baus. Die Nachfrage hängt hier insbesondere von der Haushaltslage der Länder und der Durchführung spezieller Infrastrukturförderungsprogramme ab. Risiken bestehen insofern als Länder ihre Infrastrukturinvestitionen zugunsten einer Haushaltskonsolidierung kürzen könnten. In einigen Ländern Europas und auch in den USA wurden Ausgabenkürzungen unter anderem für den öffentlichen Bau bekannt gegeben. Spürbare Ergebniszuwächse aus staatlich geförderten Projekten werden sich erst mit einer zeitlichen Verzögerung einstellen. Der Umfang der Einsparungen und ihre Auswirkungen auf die Baustoffnachfrage lassen sich nicht mit absoluter Sicherheit voraussagen. Baustoffe zeichnen sich durch ein hohes Gewicht im Verhältnis zum Verkaufspreis aus und werden daher auf dem Landweg nicht über weite Strecken transportiert. Auf dem Seeweg werden überschüssige Zementmengen regional aber auch zwischen einzelnen Kontinenten gehandelt. Sollte der Unterschied des Preisniveaus zwischen zwei Ländern mit Anbindung an den Seehandel so groß werden, dass dieser die Transportkosten übersteigt, besteht die Gefahr eines erhöhten Importdrucks und damit eines Preisverfalls im importierenden Markt. Ein wesentliches branchenspezifisches Risiko ist das witterungsbedingte Absatzrisiko für Baustoffe, das insbesondere aus der Saisonalität der Nachfrage resultiert. Strenge Winter mit extrem niedrigen Temperaturen oder hohe Niederschläge beeinträchtigen die Bautätigkeit und wirken sich negativ auf die Baustoffnachfrage aus. Neben dem Winterwetter gehört der in einigen Konzernländern, wie beispielsweise in Indien, auftretende Monsun zu den saisonalen Wetterlagen, die einen negativen Einfluss auf den Absatz unserer Produkte und somit auf das Geschäftsergebnis haben könnten. Wetterbedingten Absatzschwankungen und Risiken aus der Entwicklung der Absatzmärkte begegnen wir mit regionaler Diversifizierung, verstärkter Kundenorientierung, der Entwicklung von Spezial- und Sonderprodukten und soweit möglich mit operativen Maßnahmen. Wir passen zum Beispiel das Produktionsniveau an die Nachfragesituation an und nutzen flexible Arbeitszeitmodelle. In Großbritannien haben wir 2012 unsere Aktivitäten aufgrund des starken Abschwungs der Bauwirtschaft neu organisiert und einige Standorte vorübergehend oder dauerhaft stillgelegt. Um die Beziehungen zu unseren Kunden weiter zu verbessern und auf länderspezifische Bedürfnisse einzugehen, führt HeidelbergCement konzernweite Kundenbefragungen durch und baut die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten auf Konzernebene aus. Ein kontinuierlicher Wissenstransfer zwischen unseren Standorten, der systematisch durch die konzernweit tätigen Mitarbeiter unserer technischen Zentren HTC (Zement, Bindemittel) und CCM (Zuschlagstoffe) unterstützt und gefördert wird, sorgt für eine optimale Nutzung von Synergieeffekten. Unsere Annahmen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Branche und unserer Absatzmärkte haben wir im Kapitel Ausblick auf Seite 112 f. dargestellt. Risiken aus Akquisitionen und InvestitionenKapazitätserweiterungen durch Akquisitionen und Investitionen bergen für uns Chancen, aber auch Risiken. Mögliche Risiken bei Akquisitionen ergeben sich aus der Integration von Mitarbeitern, Prozessen, Technologien und Produkten. Hierzu zählen auch Kultur- und Sprachhindernisse in den Wachstumsmärkten sowie das generell erhöhte Niveau an Personalfluktuation in Asien, die zum Abfluss von wertvollem Wissen führen. Diesen Risiken wirken wir durch eine gezielte Personalentwicklung und eine integrative Unternehmenskultur entgegen einschließlich der Schaffung lokaler Managementstrukturen. Akquisitionen können den Verschuldungsgrad und die Finanzierungsstruktur nachteilig beeinflussen und zu einem Anstieg des Anlagevermögens inklusive der Geschäfts- oder Firmenwerte führen. Insbesondere aus Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten aufgrund unvorhergesehener Geschäftsentwicklungen können Belastungen resultieren. Investitionsprojekte können sich vom Planungsbeginn bis zum Abschluss über mehrere Jahre erstrecken. Dabei bestehen insbesondere Risiken bei der Erteilung notwendiger Genehmigungen für den Abbau von Rohstoffen oder den Ausbau der Infrastruktur einschließlich dem Anschluss an Energie- und Straßennetze sowie bei den Anforderungen an Folgenutzungspläne für Rohstoffabbaustätten. Bei zukünftigen Akquisitionen, Kooperationen und Investitionen besteht das Risiko, dass diese durch politische Restriktionen nur unter erschwerten Bedingungen oder überhaupt nicht getätigt werden können. Ein daraus resultierender Mangel an Kapazitätserweiterungsprojekten könnte die Wachstumsaussichten von HeidelbergCement beeinträchtigen. Um finanzielle Belastungen und Risiken zu mindern und Chancen besser nutzen zu können, schauen wir uns insbesondere in politisch instabilen Regionen nach geeigneten Partnern um. HeidelbergCement beobachtet ständig das Marktumfeld hinsichtlich geeigneter Akquisitionsprojekte bzw. Kooperationen. Zusätzlich werden Marktpotenziale und Rohstoffvorkommen systematisch analysiert und in Vorschläge für Investitionsprojekte umgesetzt. An jede Akquisitions- oder Investitionsentscheidung stellen wir hohe Renditeforderungen, die im Kapitel Strategie, Unternehmenssteuerung und Ziele auf Seite 39 f. erläutert werden. Zusätzlich erfolgen bei bedeutenden Investitions- und Akquisitionsprojekten Nachkontrollen. Wir verfügen über langjährige Erfahrungen bei der Integration von Unternehmen und haben die notwendigen Prozesse und Strukturen bereits geschaffen. Die Zementindustrie baut ihre Kapazitäten in den Märkten Osteuropas, Asiens und Afrikas weiter aus, um von der zunehmenden Inlandsnachfrage zu profitieren. Auch HeidelbergCement verfolgt ein Kapazitätserweiterungsprogramm und konzentriert sich dabei auf lokale Märkte mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial. Im Jahr 2012 haben wir neue Zementmühlen in Bangladesh, Ghana und Polen in Betrieb genommen. Anfang 2013 erfolgte die Inbetriebnahme neuer Klinker- und Zementkapazitäten in Zentralindien; weitere Kapazitätserweiterungen werden an unseren Standorten in Kasachstan, Indonesien, Liberia, Togo, Tansania, Ghana und Burkina Faso durchgeführt. Wettbewerber bauen in diesen Regionen ebenfalls neue Kapazitäten auf. Sollten die Kapazitätssteigerungen in den Märkten, in denen wir tätig sind, das Nachfragewachstum übersteigen, besteht ein Preisverfallsrisiko mit negativen Auswirkungen auf den Umsatz und das operative Ergebnis. HeidelbergCement prüft im Vorfeld von Kapazitätserweiterungsprojekten sowohl Marktumfeld als auch Marktpotenzial und reagiert auf Überkapazitäten mit Kosteneinsparungs- und Effizienzverbesserungsprogrammen, Produktionsanpassungen sowie Standortoptimierungen. Risiken aus der Substitution von ProduktenZement, Sand, Kies und Hartgestein sind weltweit die Grundrohstoffe für den Bau von Häusern, Industrieanlagen und Infrastruktur. Die Verwendung von zementartigen Bindemitteln lässt sich bis zur Römerzeit zurückverfolgen. Aufgrund der hohen Energie- und CO2 -Intensität von Zement gibt es Forschungsprojekte zur Entwicklung alternativer Bindemittel mit einer günstigeren Energie- und Klimabilanz. Zum Beispiel hat das Karlsruher Institut für Technologie ein alternatives Bindemittel mit dem Namen Celitement entwickelt, das Anfang 2012 den Deutschen Innovationspreis gewonnen hat. Mitarbeiter des konzernweit tätigen Heidelberg Technology Center (HTC) beobachten die Entwicklung alternativer Bindemittel aufmerksam und sind selbst in deren Erforschung tätig. Aufgrund des aktuellen Kenntnisstands über alternative Bindemittel im Vergleich zu den hohen Anforderungen an Verarbeitbarkeit, Dauerhaftigkeit und kostengünstige Herstellung von Bindemitteln allgemein ist aus unserer Sicht allerdings nicht damit zu rechnen, dass sich aktuell in der Entwicklung befindende alternative Bindemittel bereits in den nächsten Jahren die Verwendung herkömmlicher Zementarten in großem Maßstab ersetzen werden. Falls sich die Produktionskosten für herkömmliche Bindemittel vor allem in reifen Märkten drastisch erhöhen sollten, beispielsweise durch eine weitere staatliche Verknappung von CO2 -Emissionszertifikaten oder durch beträchtliche Preisanstiege bei Energieträgern, könnten alternative Bindemittel zur Substitution herkömmlicher Bindemittel führen, sofern diese alle oben genannten Anforderungen erfüllen. Politische Risiken und Risiken durch außergewöhnliche externe StörfälleWie für alle Unternehmen stellen auch für uns potenzielle Umbrüche im politischen, rechtlichen oder gesellschaftlichen Umfeld ein grundsätzliches Risiko dar. HeidelbergCement ist als weltweit operierender Konzern in mehr als 40 Ländern tätig und daher auch politischen Risiken wie der Verstaatlichung, dem Verbot von Kapitaltransfer, Terrorismus, Krieg oder Unruhen ausgesetzt. An verschiedenen Standorten können wir gewisse Sicherheitsrisiken aufgrund der innenpolitischen Verhältnisse nicht ausschließen. Vereinzelt unterliegen die Zementpreise einer staatlichen Reglementierung, wie beispielsweise in Ghana oder Indien. Ferner kann es zu staatlichen Eingriffen in die Produktionssteuerung durch befristete Stilllegungsverfügungen kommen, wie beispielsweise in China. Ebenso könnten außergewöhnliche externe Störfälle, wie Naturkatastrophen oder Pandemien, unser Geschäftsergebnis negativ beeinflussen. Gegenüber Naturkatastrophen, einschließlich Erdbeben, gewährleisten angemessene Entschädigungsobergrenzen unseres konzernweiten Sachversicherungsprogramms eine umfassende Absicherung unserer Aktivitäten in den stark gefährdeten Regionen Nordamerikas und Asiens. Operative RisikenVolatilität von Energie- und RohstoffpreisenFür ein energieintensives Unternehmen wie HeidelbergCement resultiert ein erhebliches Risiko aus der Kostenentwicklung auf den Energiemärkten, die extrem volatil sind. Nachdem die Energiepreise 2011 deutlich angestiegen waren, entwickelten sie sich im Verlauf des Jahres 2012 stabil bis rückläufig. Insbesondere in den USA kam es durch die zunehmende Förderung von Schiefergas zu deutlich fallenden Preisen für Brennstoffe und Strom. Engpässe bei der Produktion, zum Beispiel aufgrund kriegerischer Auseinandersetzungen im Nahen Osten, können zu einem deutlichen Anstieg der Energiepreise führen. Neben dem Anstieg der Energiepreise stellen infrastrukturelle Engpässe bei der Stromversorgung insbesondere in Afrika ein typisches Risiko für unser Unternehmen dar. In einigen Ländern bestehen zudem Risiken aus der Kürzung staatlicher Subventionen für Strom oder aus der staatlichen Regulierung der Öl- und Gaspreise. Auch die Preise für andere Rohstoffe unterliegen konjunkturellen Schwankungen. 2012 haben sich die Preise für die für uns wesentlichen Rohstoffe insgesamt erhöht, wobei die Entwicklung regional sehr unterschiedlich verlief. Die Preisrisiken für Energie und Rohstoffe mindern wir durch konzernweit gebündelte und strukturierte Beschaffungsprozesse. Außerdem setzen wir auf den steigenden Einsatz von alternativen Brenn- und Rohstoffen. Damit minimieren wir Preisrisiken und senken gleichzeitig die CO2 -Emissionen sowie den Anteil des energieintensiven Klinkers im Endprodukt Zement. Das im Sommer 2010 gestartete konzernweite Programm "Operational Excellence" hat die nachhaltige Steigerung der Effizienz des Zementherstellungsprozesses zum Ziel. Über einen reduzierten und optimierten Verbrauch von Strom, Brenn- und Rohstoffen wirken wir gezielt auf die Senkung der Energiekosten hin. Anfang 2011 haben wir das Drei-Jahres-Programm "FOX 2013" gestartet. Damit werden wir die finanzielle und operative Leistungsfähigkeit des Konzerns weiter steigern, aber auch Einsparungen im Einkauf herbeiführen, um den steigenden Kosten für Energie und Rohstoffe entgegenzuwirken. Weitere Informationen zu unserem Beschaffungsmanagement finden Sie auf Seite 111. Im Rahmen der Preisgestaltung für unsere Produkte versuchen wir Kostensteigerungen für Energie und Rohstoffe auch an unsere Kunden weiterzugeben. Der Erfolg solcher Preissteigerungen ist mit deutlichen Unsicherheiten behaftet, da die meisten unserer Produkte normierte Massenware sind, deren Preis im Wesentlichen von Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Es besteht daher das Risiko, dass sich Preiserhöhungen insbesondere in Märkten mit Überkapazitäten nicht durchsetzen lassen oder zu einem Rückgang der Absatzmengen führen. Verfügbarkeit von Roh- und ZusatzstoffenHeidelbergCement benötigt für die Zement- und Zuschlagstoffproduktion eine bedeutende Menge an Rohstoffen, die durch hohe eigene Vorkommen sichergestellt ist. Um die Schlüsselrolle der Rohstoffe für unser Unternehmen hervorzuheben und um einen Wissenstransfer sowie Synergieeffekte über die Ländergrenzen hinweg zu ermöglichen, haben wir den Bereich Geologie konzernweit im HTC Global gebündelt (siehe Kapitel Forschung und Technik auf Seite 106). Dennoch besteht an einzelnen Standorten ein gewisses Risikopotenzial im Zusammenhang mit der Erteilung von Abbaugenehmigungen. In Malaysia verhindert zum Beispiel die Ausweitung der Urbanisierung möglicherweise das weitere Betreiben eines Steinbruchs. Notwendige Genehmigungen könnten kurzfristig verweigert werden. Darüber hinaus bergen ökologische Faktoren und Umweltauflagen für den Zugriff auf Rohstoffvorkommen eine gewisse Unsicherheit. Verfügbarkeit und Preise des in der Zementherstellung eingesetzten Zusatzstoffs Hüttensand, der als Nebenprodukt bei der Stahlherstellung anfällt, unterliegen konjunkturellen Schwankungen und bergen damit ein Kostenrisiko. Der Einsatz von Hüttensand erfolgt hauptsächlich in Europa. Die für 2013 erwartete Stahlproduktion wird im Vergleich zum Vorjahr als stabil eingeschätzt. Produktionsverlagerungen im Rahmen von Bereinigungen der europäischen Überkapazitäten können kurz- bis mittelfristig verknappte Hüttensand-Mengen zur Folge haben. Als Vorsorgemaßnahme gegen mögliche künftige Versorgungsengpässe und Preisschwankungen optimieren wir unsere Lagerhaltung und die Angebotspalette der Zementsorten. Produktionstechnische RisikenDie Zementindustrie ist eine anlagenintensive Branche mit komplexer Technologie zur Lagerung und Verarbeitung von Roh-, Zusatz- und Brennstoffen. Aufgrund von Unfall- und Betriebsrisiken könnten Personen-, Sach- und Umweltschäden entstehen sowie Betriebsunterbrechungen eintreten. Um mögliche Schadenereignisse und deren Folgen zu vermeiden, setzen wir in unseren Werken auf verschiedene Überwachungs- und Sicherheitssysteme sowie integrierte Managementsysteme einschließlich hoher Sicherheitsstandards sowie auf regelmäßige Prüf-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten. Um drohende Gefahrenpotenziale zu erkennen, sind wir bestrebt, jeden Mitarbeiter diesbezüglich zu schulen und zu sensibilisieren. Die Witterungsabhängigkeit der Baustoffnachfrage birgt das Risiko von Auslastungsschwankungen und Produktionsstillständen. Dieses Risiko minimieren wir durch unterschiedliche regionale Standorte, bedarfsorientierte Produktionssteuerung und flexible Arbeitszeitmodelle. Darüber hinaus nutzen wir Produktionsstillstände soweit wie möglich für notwendige Instandhaltungsarbeiten. Die Risikotransferstrategie von HeidelbergCement legt den wesentlichen Versicherungsprogrammen Selbstbehalte zugrunde, die an die Größenordnung des Konzerns angepasst sind und auf langjährigen Schadenanalysen beruhen. Das internationale Haftpflichtversicherungsprogramm sieht seit dem Jahr 2011 eine Optimierung der Deckung und des Haftungslimits insbesondere für Risiken aus Umweltschäden vor. QualitätsrisikenBaustoffe unterliegen einer strengen Normierung. Sollten gelieferte Produkte den Normen bzw. Qualitätsanforderungen der Kunden nicht genügen, drohen der Verlust von Absatzmengen, Schadenersatzansprüche und/oder die Beeinträchtigung von Kundenbeziehungen. HeidelbergCement stellt die Erfüllung der Normen in unternehmenseigenen Laboren mittels engmaschiger, prozessbegleitender Qualitätssicherung sowie Endkontrollen sicher. Hinzu kommen Qualitätssicherungen durch sachverständige Dritte im Rahmen der vorhandenen umfangreichen Qualitätssicherungsprogramme. Regulatorische RisikenÄnderungen im regulatorischen Umfeld können Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von HeidelbergCement haben. Dies trifft insbesondere auf gesetzliche Regelungen im Bereich des Umweltschutzes zu. Eine Verschärfung von Umweltauflagen kann zu Kostensteigerungen, zusätzlichem Investitionsbedarf oder sogar zur Stilllegung von Produktionsanlagen führen. Im Rahmen des im Dezember 2008 verabschiedeten europäischen Klimapakets zur Herabsetzung des Treibhausgasausstoßes wurden vom Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission ambitionierte Ziele für den Klimaschutz festgelegt. Die Zementindustrie wird neben anderen CO2 -intensiven Industriesektoren nicht von der Vollversteigerung der Emissionsrechte ab dem Jahr 2013 betroffen sein. Die Emissionsrechte werden damit weiterhin kostenlos - allerdings bis 2020 in einer um 21 % verminderten Menge gegenüber 2005 - zugeteilt. Die Zuteilung der Emissionszertifikate soll auf Basis anspruchsvoller produktspezifischer Benchmarks erfolgen. Es ist von einer Verteuerung des Klimaschutzes über die kontinuierliche Verknappung der Gesamtmenge der Zertifikate auszugehen. Langfristig könnten sich somit im europäischen Raum Zusatzbelastungen aufgrund höherer Herstellungskosten ergeben und damit klare Wettbewerbsnachteile gegenüber Produzenten aus Ländern, die nicht in den Emissionshandel einbezogen sind. Im US-Bundesstaat Kalifornien begann der Emissionshandel mit einer ersten Auktion am 14. November 2012. Die neue Regelung ist offiziell ab dem 1. Januar 2013 wirksam. Im Jahr 2013 sollen vier Auktionen stattfinden. HeidelbergCement prüft derzeit noch das Programm, um über den richtigen Zeitpunkt einer Teilnahme zu entscheiden. Eine Teilnahme bei dem "Cap and Trade"-Programm birgt das Risiko, dass in Zukunft nicht genügend Emissionsrechte zur Verfügung stehen und zusätzliche Kosten durch den Zukauf von Rechten entstehen. Am 20. Dezember 2012 beschloss die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA (Environmental Protection Agency) endgültig die neuen Emissionsnormen für gefährliche Luftschadstoffe (National Standards for Hazardous Air Pollutants, NESHAP). Der Industrie wurden dabei zwei weitere Jahre bis zur Einhaltung der neuen Standards gewährt, die ab September 2015 verpflichtend sein werden. Unsere nordamerikanische Tochtergesellschaft Lehigh Hanson wird in technische Ausrüstung investieren müssen, um die neuen Normen einzuhalten. Da diese strenger sind als bereits bestehende Normen in anderen Teilen der Welt, könnten sie sich nachteilig auf die Wettbewerbsfähigkeit unserer amerikanischen Werke auswirken, sollte keine Harmonisierung, beispielsweise mit EU-Regelungen, erfolgen. Klimaschutz und die Senkung der CO2 -Emissionen sind ein Schwerpunkt der Nachhaltigkeitsstrategie von HeidelbergCement. Durch die Erhöhung der Energieeffizienz, die Entwicklung von Zementsorten mit einem geringeren Klinkeranteil sowie den Einsatz von alternativen Brennstoffen wie Biomasse konnten wir unsere spezifischen Netto-CO2 -Emissionen bis 2011 gegenüber 1990 um 19,1 % senken. Weitere Maßnahmen zu Klima- und Umweltschutz werden in den Kapiteln Umweltvorsorge auf Seite 102 f. sowie Forschung und Technik auf Seite 105 f. dargestellt. PersonalrisikenPersonalrisiken unterscheiden wir nach vier Bereichen: Fluktuation von Fach- und Führungskräften in Schlüsselpositionen, Schwierigkeiten bei der Besetzung von Schlüsselpositionen, Sicherstellung der erforderlichen Qualifikationen und Fähigkeiten in der Belegschaft sowie Probleme bei der Personalfreisetzung. Die genannten Risiken schätzen wir aufgrund bisheriger Erfahrung als gering ein. Ein Eintritt hätte mittel- und langfristig einen negativen Einfluss auf Umsatz und Ergebnis. Bei der Reduzierung dieser Risiken setzen wir auf:
Detaillierte Informationen zu unserer Mitarbeiterentwicklung finden Sie auf Seite 95 f. Nachhaltigkeits- und Compliance-RisikenIm Rahmen der nachhaltigen Unternehmensführung bekennt sich HeidelbergCement insbesondere zum Schutz der Umwelt, zur Ressourcenschonung, zur Erhaltung der Biodiversität und darüber hinaus zu gesellschaftlich verantwortungsvollem Handeln. Wir erachten Umweltvorsorge, Klimaschutz und nachhaltige Ressourcensicherung als Fundament für die künftige Entwicklung unseres Unternehmens. Die Einhaltung von geltendem Recht und Unternehmensrichtlinien (Compliance) ist integrierter Bestandteil unserer Unternehmenskultur und damit Aufgabe und Verpflichtung eines jeden Mitarbeiters. Verstöße gegen unsere Selbstverpflichtungen oder gegen Gesetze und Unternehmensrichtlinien bergen neben unmittelbaren Sanktionsrisiken auch strategische sowie operative Risiken und stellen ein Reputationsrisiko dar. Zur Sicherstellung gesetzmäßigen und regelkonformen Verhaltens haben wir ein konzernweites integriertes Compliance-Programm etabliert. Dieses umfasst unter anderem Informationsbroschüren, eine Compliance-Hotline sowie Mitarbeiterschulungen, die mit modernen Techniken und Medien wie elektronischen Lernplattformen durchgeführt werden und einen Schwerpunkt auf die Aufklärung in den Risikofeldern Kartell- und Wettbewerbsrecht sowie Anti-Korruptionsregeln legen. Wir haben ein Konzept zur Bewertung von Korruptionsrisiken und möglichen Interessenkonflikten sowie zu deren Reduzierung entwickelt, das seit 2012 schrittweise konzernweit eingeführt wird. Weitere Informationen zu Nachhaltigkeit finden Sie auf Seite 94 f., zu Umweltvorsorge auf Seite 102 f. und zu Compliance auf Seite 128 f. IT-RisikenInformationstechnologische Systeme unterstützen nicht nur unsere globalen Geschäftsprozesse sowie die interne und externe Kommunikation, sondern auch in zunehmendem Maße Vertrieb und Produktion. Risiken könnten vor allem aus der Nichtverfügbarkeit von IT-Systemen, der verzögerten Bereitstellung wichtiger Daten sowie dem Verlust oder der Manipulation von Daten entstehen. Um derartige Risiken zu minimieren, sind in unserem Unternehmen Back-up-Verfahren, integrierte und standardisierte IT-Infrastrukturen und -Anwendungen im Einsatz. Des Weiteren werden die kritischen Systeme in zwei getrennte Rechenzentren überführt, die neuesten Sicherheitsstandards entsprechen. Alle wichtigen Serversysteme (E-Mail, Anwendungsserver, Datenbanken) und alle PCs werden durch ständig aktualisierte Antivirensoftware vor möglichen Bedrohungen geschützt. Zusätzlich werden die Betriebssystemplattformen und die kritischen Geschäftsanwendungen regelmäßig aktualisiert und durch weitere Schutzmechanismen abgesichert. Die Informationssicherheit ist ein integraler Bestandteil der unternehmensweiten IT-Strategie und wird umfassend betrachtet: Wir erarbeiten, implementieren und überprüfen Maßnahmen zum Schutz von Daten, Anwendungen, Systemen und Netzen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Zugriffsschutz und der Kontrolle sowie der Filterung des Datenverkehrs. Der IT-Sicherheitsprozess ist strukturiert und durch eine Reihe von Richtlinien, Standards und Empfehlungen gegliedert, die zur Sensibilisierung unserer Mitarbeiter beitragen. Ein ständiger Verbesserungsprozess sorgt für Korrekturen, Nachbesserungen und eine nachhaltige Effizienzsteigerung der Schutzmaßnahmen. Darüber hinaus ergreifen wir Maßnahmen, um dem Überalterungsprozess der Geräte- und Systemtechnik entgegenzuwirken. Bei den bestehenden Anwendungen gilt unser besonderes Augenmerk den geschäftskritischen Ressourcen (z.B. ERP-Anwendungen, WAN-Infrastruktur), die in einem Konsolidierungsprogramm aktualisiert bzw. erneuert werden. Rechtliche RisikenHanson Asbestklagen und UmweltschadenfälleEinige unserer Hanson-Beteiligungen in den USA sind aufgrund früherer Aktivitäten besonderen rechtlichen Risiken und Prozessen ausgesetzt. Hierbei handelt es sich insbesondere um Asbestklagen, die u.a. vom Vorwurf der Körperverletzung ausgehen und mehrere amerikanische Tochtergesellschaften betreffen. Die Herstellung der asbesthaltigen Produkte fand im Zeitraum von 1973 bis 1984 statt, also vor der Zugehörigkeit dieser Gesellschaften zur Hanson-Gruppe und zu HeidelbergCement. In den USA erfolgen die Abwicklung und intensive Betreuung dieser Schadenfälle durch ein Team eigener Juristen in Zusammenarbeit mit Versicherern sowie externen Beratern. Diese Bearbeitung wird sich aufgrund der Komplexität der Fälle und der Besonderheiten des amerikanischen Rechtssystems voraussichtlich noch einige Jahre hinziehen. Ausgehend von einer Extrapolation der Schadenfälle, dem vorhandenen Deckungsschutz durch Haftpflichtversicherungen und zuverlässigen Schätzungen der Kostenentwicklung wurden angemessene Rückstellungen gebildet. Darüber hinaus liegt in den USA eine beachtliche Anzahl an Umwelt- und Produkthaftungsansprüchen gegenüber ehemaligen und noch existierenden Hanson-Beteiligungen vor, die ebenfalls auf längst aufgegebene Geschäftstätigkeiten zurückgehen. Diese Prozesse und Haftpflichtschadenfälle im Zusammenhang mit giftigen Stoffen wie Kohlenebenprodukten oder Holzschutzmitteln sind teilweise nicht durch entsprechenden Versicherungsschutz abgedeckt. Unsere Tochtergesellschaften können über den Sanierungsaufwand und den Schadenersatz hinaus durch zusätzliche gerichtlich festgesetzte Strafzahlungen belastet werden; es besteht aber auch die Möglichkeit, über berechtigte Schadenersatzforderungen außergerichtliche Vergleichsabkommen abzuschließen. Hierfür wurde ausreichend bilanzielle Vorsorge getroffen. KartellverfahrenIn dem im Jahr 2002 eingeleiteten Kartellverfahren gegen Unternehmen der deutschen Zementindustrie hat das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf im Juni 2009 gegen HeidelbergCement ein Bußgeld in Höhe von rund 170 Mio € verhängt, gegen das wegen Verletzung diverser verfahrensrechtlicher und materieller Regelungen Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof eingelegt worden ist. Darüber ist bislang noch nicht entschieden. Eine Erhöhung des Bußgelds im Verfahren vor dem Bundesgerichtshof ist nicht möglich. Über die in diesem Zusammenhang von der belgischen Gesellschaft Cartel Damage Claims SA vor dem Landgericht Düsseldorf erhobene Schadenersatzklage, die damit begründet wird, zwischen 1993 und 2002 seien kartellbedingt überhöhte Zementpreise gefordert worden, ist ebenfalls noch nicht entschieden. HeidelbergCement sieht auch nach der Entscheidung des OLG Düsseldorf weiterhin Chancen, sich erfolgreich gegen die Klagen zu verteidigen. Für beide Verfahren haben wir angemessene bilanzielle Vorsorge getroffen. Im November 2008 wurde HeidelbergCement durch Nachprüfungen der EU-Kommission an Standorten in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Großbritannien mit weiteren Kartellvorwürfen konfrontiert. Eigene Überprüfungen des Sachverhalts durch HeidelbergCement und externe Rechtsanwälte haben die vorgeworfenen Kartellverstöße nicht bestätigt. Das Verfahren wurde durch die Übermittlung von Fragebögen Ende September 2009 und weitere Nachfragen in den Jahren 2010 und 2011 fortgesetzt, die von HeidelbergCement jeweils fristgemäß beantwortet wurden. Im Dezember 2010 hat die EU-Kommission HeidelbergCement benachrichtigt, dass sie in diesem Zusammenhang Verfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen EU-Wettbewerbsrecht in einigen Ländern des EWR eingeleitet hat. In der Benachrichtigung der Kommission heißt es u.a. wörtlich: "Die Tatsache, dass die Kommission das Verfahren einleitet, bedeutet nicht, dass ihr schlüssige Beweise für die Zuwiderhandlungen vorliegen, sondern nur, dass sie die Sache vorrangig behandeln wird." Diese und weitere Verfahren veranlassen uns, die intensiven internen Vorkehrungen zur Vermeidung von Kartellverstößen, insbesondere regelmäßige Schulungsmaßnahmen u.a. unter Einsatz elektronischer Schulungsprogramme, ständig zu prüfen und fortzuentwickeln. Beurteilung der GesamtrisikosituationDie Beurteilung der Gesamtrisikosituation des Konzerns ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikokomplexe beziehungsweise Einzelrisiken. In der Summe sind dem Vorstand keine Risiken bekannt, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Das Unternehmen verfügt über eine solide Finanzbasis und die Liquiditätssituation ist komfortabel. Ein weiterer Indikator für die Gesamtrisikoeinschätzung ist auch eine Bewertung durch Dritte. Die weltweit angesehenen Ratingagenturen Fitch Ratings und Moody's bewerten die Bonität von HeidelbergCement derzeit mit BB+, bzw. Ba1. HeidelbergCement ist sich der hier und im Kapitel Ausblick dargestellten Chancen und Risiken für die Geschäftstätigkeit bewusst. Die beschriebenen Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, dass HeidelbergCement die Chancen zur Weiterentwicklung des Unternehmens nutzen kann, ohne die Risiken dabei aus den Augen zu verlieren. Unser konzernweit standardisiertes Kontroll- und Risikomanagementsystem stellt sicher, dass wesentliche Risiken, die den Geschäftslauf negativ beeinflussen könnten, frühzeitig identifiziert werden. NachhaltigkeitDie Verpflichtung zur nachhaltigen Entwicklung ist ein Pfeiler der Unternehmensstrategie von HeidelbergCement. Ökonomische Wertschöpfung, ökologische Kompetenz und soziale Verantwortung sichern die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Nachhaltige Unternehmensführung bedeutet für uns, die Ausgewogenheit zwischen Gewinnerzielung und Sicherung der Zukunftsfähigkeit zu gewährleisten. Dabei sind wir bestrebt, sozial und ökologisch verantwortlich zu handeln. Wir achten auf die Auswirkungen unseres unternehmerischen Handelns auf Umwelt und Gesellschaft und mindern damit die Risiken für unser Geschäft. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie leitet sich deshalb aus unserem Unternehmensprofil ab. NachhaltigkeitsstrategieAls Rohstoffunternehmen stehen für uns Mensch, Natur und Gesellschaft im Zentrum unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Wir erachten Umweltvorsorge, Klimaschutz und nachhaltige Ressourcensicherung als Fundament für die künftige Entwicklung unseres Unternehmens. In gleicher Weise ist die Verpflichtung, Mitarbeiter vor arbeitsbedingten Gefahren zu bewahren und ihre Gesundheit zu schützen, seit langem fester Bestandteil unserer Aktivitäten. Nicht zuletzt bedeutet nachhaltiges Handeln für uns auch, soziale Verantwortung an unseren Standorten zu übernehmen. Wichtig für die Ausrichtung unserer Nachhaltigkeitsstrategie und die Schwerpunkte unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten sind die Erwartungen der externen und internen Stakeholder, die wir systematisch erfassen und einbeziehen. Darüber hinaus hat die Nachhaltigkeitsinitiative der Zementindustrie des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) nach Befragung zahlreicher Stakeholder-Gruppen und Experten folgende sechs zentrale Handlungsfelder definiert: Energie- und CO2 -Management, nachhaltige Landnutzung und Biodiversität, alternative Roh- und Brennstoffe, Schadstoffemissionen, nachhaltige Produkte und nachhaltiges Bauen sowie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. In der folgenden Materialitätsmatrix werden die wesentlichen gemeinsamen Interessen von uns und unseren Stakeholdern im Bereich Nachhaltigkeit als Schnittmenge dargestellt mit den oben genannten sechs Bereichen im Mittelpunkt. Sie sind die wichtigsten Handlungsfelder unserer Nachhaltigkeitsstrategie, für die wir im HeidelbergCement Nachhaltigkeitsprogramm 2020 genaue Ziele definiert haben, die wir bis 2020 erreichen wollen. Materialitätsmatrix![]() NachhaltigkeitsmanagementSteuerung und Kontrolle der Nachhaltigkeitsstrategie legt das Sustainability Steering Committee fest, das vom Vorstandsvorsitzenden geleitet wird. Dem Komitee, das bereichsübergreifend und interdisziplinär zusammengesetzt ist, gehören der für Umweltnachhaltigkeit zuständige Vorstand an sowie die Leiter der Konzernabteilungen Personal, Einkauf, Forschung & Technik, Kommunikation & Investor Relations und Global Environmental Sustainability. Die operative Verantwortung für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele und -maßnahmen liegt bei den einzelnen Konzernabteilungen, den Länderverantwortlichen und dem Group Environmental Sustainability Committee, das den Umweltschutz im Konzern steuert. Es wurde 2008 gegründet, um die Leistungen in den für unsere Branche sehr wichtigen Bereichen Umweltschutz und Arbeitssicherheit zu verbessern und den Informationsaustausch zwischen den Konzerngebieten und Geschäftsbereichen zu fördern. Ein interdisziplinäres Team von Experten aus den einzelnen Geschäftsbereichen und Konzerngebieten legt dabei Leitlinien, Ziele und Maßnahmen fest und koordiniert deren Implementierung. Mitarbeiter und GesellschaftMitarbeiterentwicklungMitarbeiter weltweitDie Mitarbeiterzahl von HeidelbergCement lag am Ende des Jahres 2012 bei 51.966 (i.V.: 52.526). Die Abnahme um 560 Mitarbeiter resultiert im Wesentlichen aus zwei gegenläufigen Entwicklungen. Einerseits wurden rund 1.200 Stellen im Konzerngebiet Nordamerika, in Großbritannien, Spanien und einigen osteuropäischen Ländern im Zuge von Effizienzsteigerungen in Vertrieb und Verwaltung, Standortoptimierungen und Kapazitätsanpassungen abgebaut. Andererseits haben wir mehr als 600 neue Mitarbeiter in Wachstumsmärkten, wie Indien und Indonesien, eingestellt. Mitarbeiter nach Konzerngebietenscroll
Personalaufwand und SozialleistungenDer Aufwand für Löhne, Gehälter, soziale Abgaben, Altersversorgung und soziale Unterstützung ist gegenüber dem Vorjahr um 12,9 % auf 2.330 (i.V.: 2.064) Mio € gestiegen. Das entspricht einem Anteil am Umsatz von 16,6 % (i.V.: 16,0 %). Die Zunahme beruht zum einen darauf, dass sich im Vorjahr die Neuverhandlung mehrerer Altersversorgungssysteme in Nordamerika und Westeuropa mit einem Gesamtbetrag von 129 Mio € positiv auf den Personalaufwand ausgewirkt hat. Zum anderen verursachten Wechselkurseffekte 2012 eine Anstieg um 109 Mio €. Ohne Berücksichtigung dieser beiden Effekte stieg der Personalaufwand nur um 27 Mio € (1,2%). Personalaufwandscroll
Im Dialog mit MitarbeiternQualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind eine wichtige Voraussetzung für den nachhaltigen Erfolg von HeidelbergCement. Die Talente der Mitarbeiter zu erkennen, sie zu entwickeln und im Wettbewerb mit anderen Unternehmen an uns zu binden, ist daher Kern der konzernweiten Personalpolitik. Dazu dient das HeidelbergCement Kompetenzmodell, in dem die wesentlichen fachlichen und persönlichen Fähigkeiten und Kompetenzen, die für unser Geschäft erfolgskritisch sind, definiert sind. Es erlaubt eine systematische, konzernweit nach einheitlichen Regeln durchgeführte Leistungs- und Potenzialbewertung durch den jeweiligen Vorgesetzten und dient als Basis für die strategische Führungskräfteentwicklung und Nachfolgeplanung. In strukturierten Mitarbeitergesprächen diskutieren Vorgesetzter und Mitarbeiter Entwicklungsmöglichkeiten und Perspektiven. Der Dialog zielt vor allem auf das obere und mittlere Management, Expertenfunktionen und Nachwuchsführungskräfte. Damit wollen wir drei Ziele erreichen:
Kontinuierliche Aus- und WeiterbildungNachhaltige Personalarbeit bedeutet, konsequent in Ausbildung zu investieren, d.h. qualifizierten Nachwuchs einzustellen und auszubilden. Die Ausbildungsquote liegt bei der HeidelbergCement AG bei 7,4 % (i.V.: 7,3 %). Deutschlandweit liegt die Übernahmequote von Auszubildenden bei 82% (i.V.: 70%). Wir bilden auch weiterhin über den eigenen Bedarf aus. Die 2010 gestartete "Ausbildungsinitiative Deutschland" hat deutliche Erfolge gezeigt und wird im gewerblichen und kaufmännischen Bereich fortgesetzt. Technisch-handwerkliche Fähigkeiten sind für die fachlich einwandfreie Betriebsführung in der Prozesstechnik und Wartung in unseren Werken unerlässlich. Dazu bieten wir neben fachlichen Trainings auch jedes Jahr Meisterkurse beim Verein Deutscher Zementwerke e.V. an. Wie im Vorjahr lag im ganzen Konzern ein wichtiger Schwerpunkt unserer Aus- und Weiterbildungsprogramme auf dem Thema Arbeitssicherheit, das rund 41 % der gesamten Trainingsmaßnahmen ausmachte. Rund 31 % des konzernweiten Trainingsprogramms entfielen auf fachspezifische Weiterbildungen und rund 8% auf die Entwicklung unseres Managements. Unsere umfangreichen Ausbildungsprogramme in nahezu allen Arbeitsbereichen zeichnen sich durch praxisnahes und geschäftsorientiertes Lernen aus und ermöglichen es unseren Mitarbeitern, ihre Fähigkeiten auszubauen. ManagementausbildungDie Motivation und Kompetenzen unserer Führungskräfte sind entscheidend dafür, wie gut sich HeidelbergCement im globalen Wettbewerb positioniert und auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet ist. Um unsere Führungskräfte auf ihre künftigen Aufgaben vorzubereiten, bieten wir speziell auf die Bedürfnisse unseres Unternehmens zugeschnittene Ausbildungsprogramme. Das gilt sowohl für klassische Themen, wie Strategie, Führung und Management oder Methodik der Investitionsrechnung, als auch für spezielle Trainings, beispielsweise im Bereich Technik. Einheitliche Ausbildungsinhalte stellen sicher, dass überall ein gemeinsames Verständnis von Strategie, integriertem Managementansatz und Führung entwickelt wird. Eine strategische Konzerninitiative ist die weitere Stärkung der Kompetenzen unserer oberen Führungskräfte. Dazu entwickeln wir in enger Zusammenarbeit mit Duke Corporate Education unser Programm "Summit" jedes Jahr konsequent weiter. Von den 500 oberen Führungskräften im Konzern haben bisher 160 aus 30 Ländern an dem dreistufigen Curriculum mit Schwerpunkt General Management und Führung unter Einbeziehung globaler, regionaler und lokaler Fragestellungen teilgenommen. Die übrigen werden schrittweise bis zum Jahr 2015 folgen. Vorstandsmitglieder nehmen an allen Modulen in Diskussionsrunden und mit eigenen Präsentationsbeiträgen aktiv teil. Die Mischung aus Theorie und Praxis ist ein wesentliches Erfolgsmerkmal des Programms, dessen kontinuierliche Auswertung und Anpassung sich in einer sehr hohen Wertschätzung der Teilnehmer niederschlägt. Sicherung und Förderung von NachwuchsführungskräftenDie Förderung des Führungskräftenachwuchses haben wir im Berichtsjahr konsequent fortgesetzt. Wir bieten hochmotivierten und -qualifizierten Hochschulabsolventen internationale Trainee-Programme mit Schwerpunkten in den Bereichen Technik, Vertrieb, Finanzen, Personal, Einkauf und IT. Wir haben ebenfalls den Ausbau unserer Nachwuchsförderprogramme und die verstärkte Rekrutierung von Hochschulabsolventen weltweit auf hohem Niveau fortgeführt. Insgesamt nahmen 297 Personen an all diesen Programmen teil. Wir haben 2011 ein spezielles Programm für hochqualifizierte Ingenieure im Zementbereich als Pilotprojekt in Europa und Zentralasien gestartet, um diese auf höhere Ingenieurspositionen vorzubereiten. Dabei durchlaufen sie nach Abschluss des "Engineer in Training"-Programms mehrere Jahre lang genau festgelegte Ausbildungsabschnitte im Bereich Technik in verschiedenen in- und ausländischen Werken, ergänzt um Fortbildung in Management und Führung. 2013 werden wir dieses Programm auch auf andere Konzerngebiete ausweiten. Die 2011 gestartete Aggregates Academy wird sehr positiv aufgenommen und zeigt gute Erfolge in der Praxis. Ein Schwerpunkt der Akademie ist die Aus- und Weiterbildung im Zuschlagstoffbereich nach weltweit einheitlichen Standards. Alle Programme sind darauf ausgerichtet, Talente zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden sowie gezielt Wissen und Fähigkeiten zu vermitteln, die für unser Unternehmen erfolgsentscheidend sind. Demografische EntwicklungAuch unser Unternehmen sieht sich mit den Folgen des demografischen Wandels konfrontiert. Rund 13 % unserer Arbeitnehmer sind jünger als 30 Jahre. Der überwiegende Anteil der Mitarbeiter gehört zur Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen; dieser macht etwa 54 % der Gesamtbelegschaft im Konzern aus. 33 % unserer Mitarbeiter sind über 50 Jahre alt. Den Auswirkungen des demografischen Wandels begegnen wir mit zahlreichen an die regionalen Bedürfnisse angepassten Maßnahmen. In Deutschland haben wir beispielsweise unsere Maßnahmen im Gesundheitsmanagement weiter ausgebaut und in der Initiative "FIT for LIFE" gebündelt. Sie umfasst ein Präventionsprogramm zur Früherkennung von Krankheiten und Risikofaktoren, setzt aber vor allem auf die Eigeninitiative für eine gesunde Lebensweise. Das Angebot umfasst unter anderem jährliche Untersuchungen zur Darmkrebsvorsorge, Grippeschutzimpfungen, spezielle Gesundheitstage und Vorträge rund um die Gesundheit. Das Gesundheitsmanagement wird auch in Zukunft den Schwerpunkt auf die Prävention typischer altersbedingter Gesundheitsrisiken und die Bewusstseinsänderung legen. Betriebliche Sportaktivitäten für alle Altersgruppen werden deshalb besonders gefördert. Vielfalt in der Belegschaft als ErfolgsfaktorIn der konzernweiten Personalpolitik setzen wir bei der Zusammensetzung von Mitarbeiterteams bewusst auf eine ausgewogene Mischung von unterschiedlichen Persönlichkeiten, Kompetenzen und Erfahrungshorizonten. Vielfalt (Diversity) verstehen wir als ein Managementkonzept, das durch Einbringung verschiedener Kulturen, Talente und Erfahrungshorizonte auf eine Zusammensetzung der Belegschaft abzielt, die unsere Präsenz auf den internationalen Märkten, unsere Kundenstruktur und unser Geschäftsumfeld widerspiegelt. Dies wollen wir erreichen durch:
Ziel ist es, weltweit hochqualifizierte und leistungsbereite Mitarbeiter zu fördern und zu gewinnen, die sich mit unterschiedlicher sozialer und fachlicher Kompetenz für unser Unternehmen einsetzen und so zum Geschäftserfolg beitragen. Dank der internationalen Zusammensetzung unseres Führungsteams profitieren wir von unterschiedlichen Erfahrungen aus verschiedenen Kulturkreisen und sind somit besser in der Lage, sowohl auf globale Herausforderungen als auch auf lokale Marktbedürfnisse flexibel zu reagieren. Der Anteil lokaler Manager in der oberen Führungsebene liegt unverändert bei rund 80 %. In der Konzernzentrale achten wir bewusst auf eine Zusammensetzung der Belegschaft mit Mitarbeitern aus den Ländern, in denen wir tätig sind. Wir profitieren erheblich von deren lokalen Kenntnissen, außerdem erleichtert es die Zusammenarbeit mit den Kollegen vor Ort. Von den über 700 Mitarbeitern in der Hauptverwaltung und in den technischen Zentren Competence Center Materials und Heidelberg Technology Center in Heidelberg und Leimen stammen mehr als 130 Mitarbeiter aus 40 Ländern. Für unsere zahlreichen ausländischen Mitarbeiter an den Standorten Heidelberg und Leimen haben wir das "Expatriate Network" etabliert, das Hilfe zur Selbsthilfe bietet. Das Unternehmen unterstützt dieses Netzwerk aus Mitarbeitern, Angehörigen und Freunden, um die Integration in die Metropolregion Rhein-Neckar zu fördern, z.B. bei der Wohnungssuche, Behördengängen oder Kindergarten- und Schulangelegenheiten. Zur Vielfalt zählt für uns auch die Besetzung der Führungspositionen mit Frauen und Männern, die unsere Mitarbeiterstruktur repräsentativ abbildet. Im Konzern lag 2012 der Anteil der Frauen an der Gesamtbelegschaft bei 14% und in den oberen Führungspositionen bei 9%. In Deutschland lag der Frauenanteil bei insgesamt 15% und in den oberen Führungspositionen bei 7%. Gemeinsam mit anderen DAX-Unternehmen hat HeidelbergCement 2011 eine Selbstverpflichtung unterzeichnet: Wir wollen den Anteil von Frauen in Führungspositionen in Deutschland bis zum Jahr 2020 mit 15% mehr als verdoppeln. Um dieses Ziel zu erreichen, setzen wir verstärkt auf unsere Nachwuchsförderprogramme. Dort liegt der Frauenanteil deutschlandweit bei 29%. Anfang 2013 haben wir als Bestätigung unserer bisherigen Aktivitäten mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt bewusst ein öffentliches Zeichen unserer Wertschätzung von Vielfalt gesetzt. Das "Global Ladies Network @ HC Group" ist eine Initiative, die weltweit Frauen in Führungspositionen der mittleren und oberen Führungsebene virtuell und persönlich miteinander verbindet. Es ermöglicht unter anderem einen regelmäßigen und informellen Austausch zur individuellen Karriereentwicklung und dient dem Aufbau eines Mentoring-Netzwerks für weibliche Nachwuchsführungskräfte. Die Vielfalt in unserer Belegschaft und unserem Führungsteam und der klare Fokus auf Leistungsbereitschaft, fachliche Kompetenz und Übereinstimmung mit unseren Unternehmenswerten sehen wir als entscheidenden Vorteil im globalen Wettbewerb. Beruf und Familie vereinbarenIm Wettbewerb um die besten Mitarbeiter stellen wir uns weltweit auf sich wandelnde Lebensformen ein. Bei unseren Angeboten, mit denen wir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern, setzen wir auf Modelle wie Gleitzeit, Teilzeit und Freistellung. Die Teilzeitquote der HeidelbergCement AG liegt bei 9,6 %. Aufgrund der geringen Größe unserer Standorte hat sich bei der Kindertagesbetreuung, der Pflege von hilfsbedürftigen Angehörigen oder z.B. Feriencamps für Kinder die Zusammenarbeit mit externen Netzwerken bewährt. Die Mitarbeiter profitieren vom einfachen Zugang zu einem professionellen und flexiblen Netzwerk zu angemessenen Kosten. Im Rahmen unserer "FIT for FAMILY"-Initiative haben wir für die Standorte Heidelberg und Leimen Kooperationen mit Kindertagesstätten geschlossen. Damit können wir jetzt unseren Mitarbeitern ein eigenes Kontingent an Plätzen anbieten. Erfolgsorientierte VergütungssystemeWer Leistung erwartet, muss ein entsprechendes Umfeld schaffen. Dazu gehört auch eine attraktive Vergütung. Neben Festgehältern, die durch Tarif- oder individuellen Arbeitsvertrag geregelt werden, erhalten die Mitarbeiter der HeidelbergCement AG zusätzlich variable Vergütungsbestandteile, die von der individuellen Leistung und dem Unternehmenserfolg abhängen. Bei den Führungskräften wird ein hoher variabler Anteil an der Gesamtvergütung bewusst angestrebt, um die gemeinsame und persönliche Leistung sowie den Unternehmenserfolg deutlich und unmittelbar zu berücksichtigen. Die Mitarbeiter unserer ausländischen Tochtergesellschaften profitieren von attraktiv gestalteten Vergütungssystemen, die den jeweiligen lokalen Marktgegebenheiten entsprechen. Für unsere 160 Top Manager der oberen Führungsebene wurde für den Zeitraum 2012 bis 2014/15 konzernweit ein Langfristbonusplan aufgelegt, der dieselbe Zielsetzung verfolgt wie der Langfristbonusplan für den Vorstand. Arbeits- und GesundheitsschutzKonzernstandardsArbeits- und Gesundheitsschutz haben weiterhin höchste Priorität für HeidelbergCement. Neben der weiteren Verbesserung der technischen und organisatorischen Sicherheitsstandards innerhalb des Konzerns haben wir 2012 verstärkt Maßnahmen durchgeführt, um das Bewusstsein aller Mitarbeiter für eine Sicherheitskultur zu stärken. Nachdem wir in den vergangenen Jahren verschiedene Konzernstandards zu Risikoschwerpunkten aufgestellt haben, lag 2012 der Fokus weiterhin auf deren konzernweiten Umsetzung. Mit dem Konzernstandard "Sicheres Fahren" haben wir insbesondere den Transport unserer Produkte zu den Kunden thematisiert. In vielen Ländern geschieht dies durch Speditionen in unserem Auftrag. Wir sind bestrebt, die Sicherheitsstandards dieser Speditionen kontinuierlich zu erhöhen, um zu gewährleisten, dass durch deren Tätigkeit für uns keine Gefahr für andere ausgeht. Das ist ein sehr ambitioniertes Ziel, das uns auch in Zukunft noch viel Anstrengung kosten wird, da unsere Möglichkeiten, auf die Speditionen Einfluss zu nehmen, begrenzt sind. Insbesondere in Ländern mit kritischen Straßen- oder Verkehrsverhältnissen ist dies eine große Herausforderung für alle Beteiligten, die wohl letztlich nur in Abstimmung mit den lokalen Behörden und Entscheidungsträgern zu meistern sein wird. Arbeitsmanagementsysteme, wie beispielsweise entsprechend dem international gebräuchlichen Standard OHSAS 18001, sind bereits in vielen unserer Werke eingeführt. Sie verlangen einen strukturierten Ansatz mit Planungen, klaren Arbeitsvorschriften, Zuständigkeiten und Kontrollen, um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu gewährleisten. Wir haben im Berichtsjahr besondere Anstrengungen unternommen, um Arbeitsmanagementsysteme in weiteren Werken einzuführen. Ende 2012 haben unsere Zementwerke in Tansania und Benin die externen Zertifizierungsaudits nach OHSAS 18001 bestanden. Weitere afrikanische Werke werden 2013 folgen. In Deutschland wurden weitere Transportbetonstandorte nach dem Standard "Sicher-mit-System" der Berufsgenossenschaften zertifiziert, was aufgrund der Vielzahl kleiner Betriebseinheiten, die es zu berücksichtigen galt, eine besondere Herausforderung darstellte. Um die verschiedenen lokalen Arbeitssicherheitsorganisationen innerhalb des Konzerns weiter zu harmonisieren und eine optimale Beratung der Linienfunktionen in Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu gewährleisten, haben wir die entsprechende Konzernleitlinie revidiert und eine einheitliche Zuständigkeitsmatrix vorgegeben, die, sofern lokal noch nicht geschehen, 2013 umgesetzt wird. Führungsverantwortung im Arbeits- und GesundheitsschutzObwohl wir den Arbeits- und Gesundheitsschutz auf technischer und organisatorischer Ebene seit Jahren kontinuierlich verbessern, haben wir immer noch schwere Unfälle - teils mit Todesfolge -zu beklagen, die oft durch menschliches Versagen verursacht werden. Daher haben wir 2012 eine konzernweite Initiative gestartet, um Führungskräfte aller Ebenen für ihre Führungsverantwortung im Arbeits- und Gesundheitsschutz zu sensibilisieren. Führungskräfte vom Meister bis zum Vorstandsvorsitzenden sind Vorbilder im Arbeits- und Gesundheitsschutz. Um sie mit den speziellen Anforderungen besser vertraut zu machen, haben wir 2012 mit konzernweiten Schulungen begonnen. Bis Ende 2013 werden alle Führungskräfte bis hinunter zur Meisterebene eine solche Schulung durchlaufen haben. Mitarbeiter für Risiken sensibilisierenMitte Oktober 2012 haben wir zum zweiten Mal eine konzernweite Sicherheitswoche veranstaltet, in der sowohl unsere Mitarbeiter als auch Auftragnehmer in Arbeitssicherheit geschult und für Risikosituationen sensibilisiert wurden. Ein Hauptaugenmerk lag auf dem Thema "Sicheres Fahren". Wir haben in zahlreichen Veranstaltungen deutlich gemacht, dass das gemeinsame Handeln aller Beteiligten für einen wirkungsvollen Arbeits- und Gesundheitsschutz notwendig ist. Die Resonanz auf die Sicherheitswoche sowohl von den Führungskräften als auch von den Mitarbeitern war durchweg positiv. UnfallentwicklungIm Jahr 2012 konnten wir die Unfallhäufigkeitsrate und die Unfallschwererate weiter senken. Bereits jetzt haben wir viele Standorte, die zum Teil seit Jahren unfallfrei sind oder die die Raten drastisch senken konnten. Trotz dieser guten Erfolge müssen die Maßnahmen konsequent fortgeführt und verstärkt werden. Leider ist es uns im Berichtsjahr nicht gelungen, die Anzahl der Todesfälle weiter zu reduzieren. Erneut mussten wir den Tod von zwei eigenen Mitarbeitern beklagen, die beide durch innerbetriebliche Verkehrsunfälle ums Leben gekommen sind. Darüber hinaus beklagen wir den Tod von fünf Mitarbeitern von Fremdfirmen, drei davon durch Verkehrsunfälle. Jeder Todesfall wird von uns intensiv analysiert und im Vorstand diskutiert. Geeignete Maßnahmen werden festgelegt und konzernweit ausgetauscht, um ähnliche Unfälle anderenorts zu vermeiden. Unfallentwicklung*scroll
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Unfallentwicklung in Unternehmen, in denen
HeidelbergCement die Arbeitssicherheit verantwortet Gesellschaftliche VerantwortungEin wesentlicher Erfolgsfaktor unserer weltweiten Geschäftstätigkeit ist die Verantwortung, die wir an unseren Standorten rund um die Welt übernehmen gemäß dem Motto "think global - act local". Unser Ziel ist es, gemeinsam mit lokalen Partnern einen Mehrwert für unser Unternehmen und für die Standortgemeinden zu schaffen. Wir legen Wert darauf, dass nach Möglichkeit einheimische Mitarbeiter das Management vor Ort übernehmen. Jedes Werk arbeitet eng mit lokalen Lieferanten und Dienstleistern zusammen. Rund 30 % unseres Einkaufsvolumens investieren wir im direkten Umfeld unserer Werke. Dadurch und mit der Schaffung von Arbeitsplätzen tragen wir zur Wertschöpfung bei und fördern mit Löhnen, Investitionen, Einkäufen und Steuern die wirtschaftliche Entwicklung an den Standorten. Corporate CitizenshipUnternehmerische Verantwortung beschränkt sich nicht auf die eigenen Geschäftsprozesse und deren direkte Auswirkungen. Als "Unternehmensbürger" sind wir selbst ein gesellschaftlicher Akteur und profitieren von der sozialen Eingebundenheit an unseren Standorten weltweit. Daher übernehmen wir auch bei der Lösung gesellschaftlicher Aufgaben eine aktive Rolle. Diesem Selbstverständnis folgt unsere Corporate-Citizenship-Richtlinie, in der wir die Maßstäbe und Ziele unseres gesellschaftlichen Engagements formuliert haben. Der Schwerpunkt dieses Engagements liegt auf Bereichen, in denen wir über ein spezielles Know-how verfügen und in denen wir die besten Ergebnisse für die Gesellschaft erzielen können:
Entwicklungspartnerschaft in TansaniaIn Tansania haben wir bereits 2010 eine Entwicklungspartnerschaft mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gestartet. In deren Mittelpunkt steht der Aufbau einer Baumschule, die Pflanzen zur Aufforstung des stillgelegten Steinbruchs unserer Tochtergesellschaft Tanzania Portland Cement Company (TPCC) liefert und außerdem dazu beitragen soll, ausgeplünderte Wald- und Grünflächen innerhalb und außerhalb der Hafenstadt Dar Es Salaam wiederherzustellen. Bei diesem Projekt arbeiten wir eng mit der lokalen Provinzregierung zusammen und organisieren gemeinsam mit Universitäten und Nichtregierungsorganisationen Schulungen zur nachhaltigen Landnutzung. Darüber hinaus haben wir ein Bildungsprojekt mit dem Jane Goodall Institut Tansania gestartet. Seit April 2012 haben sich in der näheren Umgebung des Zementwerks acht Schülergruppen gebildet, die sich des Themas "Artenschutz und Förderung der biologischen Vielfalt" angenommen haben. Sie werden von Mitarbeitern der Baumschule in den Grundlagen der Baumaufzucht unterrichtet und geben ihr Wissen eigenverantwortlich an ihre Mitschüler weiter. Gesundheitsförderung in Polen und GeorgienAnfang 2012 gründete unser polnisches Tochterunternehmen Górazdze Group die Stiftung "Aktiv in der Region". Ziel der Stiftung ist es, die Gemeinden und deren Bewohner an den verschiedenen Produktionsstandorten durch Wissenschafts-, Bildungs-, Kultur- und Gesundheitsförderung zu unterstützen. In der georgischen Hauptstadt veranstaltete HeidelbergCement Georgia im Oktober 2012 den ersten Tiflis-Marathon. Unter dem Motto "Run for your health - Run for charity" soll er die Bevölkerung auf einen aktiven und gesunden Lebensstil aufmerksam machen. Bereits im Juni 2012 unterzeichnete das Unternehmen gemeinsam mit dem Nationalen Athletikverband ein Memorandum über die Zusammenarbeit zur Förderung von Sport- und Laufaktivitäten, die eine große Öffentlichkeit erreichen und einbeziehen soll. UmweltvorsorgeAls aktives Mitglied der Cement Sustainability Initiative (CSI) des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) nehmen wir unsere Verantwortung für die nachhaltige Entwicklung unserer Geschäftstätigkeit ernst. In den vergangenen Jahren haben wir bemerkenswerte Fortschritte erzielt, unter anderem bei der Reduzierung unserer CO2 -Emissionen und anderer Umwelteinflüsse, bei der Verwertung von Abfallstoffen als alternative Brenn- oder Rohstoffe und bei der Förderung der biologischen Vielfalt in unseren Abbaustätten. Diese Verbesserungen werden durch unser Nachhaltigkeitsprogramm 2020 vorangetrieben, in dem die zentralen Nachhaltigkeitsthemen und -ziele des Unternehmens definiert sind. Biologische VielfaltUm auf den hohen biologischen Wert unserer Abbaustätten stärker aufmerksam zu machen, haben wir 2011 den "Quarry Life Award" ins Leben gerufen. In der ersten Runde dieses alle zwei Jahre stattfindenden Wettbewerbs haben wir Preisgelder in Höhe von insgesamt 200.000 € verliehen. In 18 Konzernländern haben sich Wissenschaftler, Studenten und Schüler von mehr als 230 Universitäten und Schulen um die Durchführung von Forschungsprojekten zur Förderung der Biodiversität in unseren Abbaustätten beworben. Aus insgesamt 300 Bewerbungen wurden 80 Projekte für die praktische Forschung in unseren Steinbrüchen ausgewählt. Im Dezember 2012 fand die Preisverleihung für die drei besten Projekte des internationalen Wettbewerbs statt. Ein Höhepunkt dabei war die Rede der Primatenforscherin Dr. Jane Goodall. Im Berichtsjahr haben wir gemeinsam mit der internationalen Naturschutzorganisation BirdLife International eine Biodiversitätsstrategie entwickelt. In einem ersten Schritt wurde in einer gemeinsamen Studie das Potenzial unserer Steinbrüche in Europa im Hinblick auf den Schutz von Arten und Lebensräumen analysiert. Zusammen mit den Partnerorganisationen von BirdLife International in Belgien, Deutschland, Großbritannien, der Tschechischen Republik und Rumänien haben wir bereits lokale Projekte gestartet. 2012 wurde ein Public-Private-Partnership-Projekt mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit erfolgreich beendet. In Georgien haben wir mit verschiedenen Kooperationspartnern aus Politik, Wissenschaft, Nichtregierungsorganisationen und Bevölkerung moderne Renaturierungskonzepte für fünf Steinbrüche entwickelt, die 2013 umgesetzt werden. Nicht zuletzt haben wir 2012 das zweite Buch in unserer Reihe über die Artenvielfalt in Abbaustätten veröffentlicht. Es zeigt eine Vielzahl von Orchideenarten und beschreibt die wichtige Rolle, die Abbaustätten beim Schutz dieser bedrohten Pflanzenart spielen. Nachhaltiges BauenDurch die steigenden Ansprüche an die Energieeffizienz von neu errichteten Gebäuden rückt auch die Nachhaltigkeit der verwendeten Baustoffe immer stärker in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Bauherren und Bauunternehmen. Entsprechend nimmt die Zahl der an uns gerichteten Anfragen nach mehr Informationen und Transparenz was Baustoffe, wie beispielsweise Beton, anbelangt ständig zu. Daher unterstützt HeidelbergCement die CSI bei Richtlinien für Umwelt-Produktdeklarationen für Beton und der Entwicklung eines globalen Zertifizierungssystems für nachhaltig produzierten Beton. Mit der Einführung einer Richtlinie für Energieeffizienz und Nachhaltigkeit für alle Bau- und Renovierungsvorhaben im Konzern setzen wir das "Manifesto for Energy Efficiency in Buildings" des WBCSD um. In unserem Verwaltungssitz in Polen wurden Renovierungsarbeiten begonnen, die das Energieprofil des Gebäudes deutlich verbessern werden. HeidelbergCement investiert auch in die Entwicklung neuer Produkte wie ThermoCem®, einem speziellen Trockenmörtel mit hoher Wärmeleitfähigkeit, der bei Erdwärmebohrungen eingesetzt wird. Für alle neuen Produkte und Verfahren sowie zum Erstellen von Umweltdatenblätter für bestehende Produkte führen wir Lebenszyklusanalysen durch. Bis 2020 wollen wir für all unsere Produkte solche Umwelt-Produktinformationen bereitstellen. In Belgien, den Niederlanden und Deutschland gibt es bereits Umwelt-Produktdeklarationen für fast alle Zementsorten. Einsatz von alternativen Roh- und BrennstoffenFür HeidelbergCement sind Abfallstoffe und Nebenprodukte anderer Industrien wertvolle Roh- und Brennstoffe. Darum engagieren wir uns in den meisten Konzernländern verstärkt im Bereich Abfallwirtschaft und tragen so zur Schonung natürlicher Ressourcen und Reduzierung umweltschädlicher Einflüsse durch Deponierung und Verbrennung von Abfällen bei. 2012 haben wir in Asien und der Türkei Projekte zur Verwertung von Hausmüll, Klärschlamm und überwachungsbedürftigen Abfällen in unseren Produktionsstätten abgeschlossen. Unsere Erfahrungen bei der wirtschaftlichen Verwertung von Abfallstoffen werden wir künftig auch auf Länder übertragen, wo die Abfallmärkte noch nicht so weit entwickelt sind wie in Europa. Aufgrund des rückläufigen Angebots an Tier- und Knochenmehl haben wir in Europa im Berichtsjahr vermehrt Ersatzbrennstoffe aus Müll und überwachungsbedürftige Abfälle als alternative Brennstoffe eingesetzt. Investitionen in deren Lagerung, Zuführung und Dosierung betrafen 2012 insbesondere Werke in Schweden, Großbritannien und Rumänien. Der Anteil alternativer Brennstoffe liegt bei acht Zementwerken bereits bei 70% und darüber. Auf dem CSI-Forum in China haben wir 2012 unsere Anlage zur Klärschlammaufbereitung in Guangzhou als Best Practice bei der Verwertung von Siedlungsabfällen vorgestellt. In Nordamerika konnten wir im Berichtsjahr den Einsatz alternativer Brennstoffe um 15% erhöhen. Das wachsende Interesse an erneuerbaren Energien und der Reduktion von Treibhausgasemissionen sowie das Bestreben, die Abhängigkeit vom Import fossiler Brennstoffe zu senken, gehen einher mit Einschränkungen bei der Deponierung von Abfällen und steigenden Entsorgungsgebühren. HeidelbergCement nutzt diese neue Marktsituation, um Abfallverwertungsprojekte in Nordamerika voranzutreiben. HeidelbergCement ist auf gutem Weg, das im Nachhaltigkeitsprogramm 2020 gesteckte Ziel zu erreichen, den Anteil alternativer Brennstoffe im Konzern auf 30% zu erhöhen. KlimaschutzDer Klimaschutz steht im Zentrum unserer Umweltpolitik. Als energieintensives Unternehmen bemühen wir uns seit vielen Jahren, unsere CO2 -Emissionen zu minimieren. Von 1990 bis 2011 haben wir die spezifischen Netto-CO2 -Emissionen um 19,1 % auf 621 kg CO2 /t Zement gesenkt. Bis 2015 wollen wir diese um 23 % im Vergleich zu 1990 reduzieren. Unser Werk in Cupertino in Kalifornien produziert mehr als die Hälfte des in der Bucht von San Francisco verwendeten Zements. Im Rahmen seines Bekenntnisses zu Nachhaltigkeit ist das Werk eine Partnerschaft mit dem Unternehmen Oakbio Inc. eingegangen, um ein neues Verfahren zum Abscheiden von Kohlendioxid zu entwickeln. Dabei werden Mikroben eingesetzt, die das Kohlendioxid abtrennen und in chemische Produkte umwandeln. Reduzierung anderer UmwelteinflüsseGemäß dem Nachhaltigkeitsprogramm 2020 haben wir konzernweit in allen Geschäftsbereichen Umweltaudits durchgeführt. Unser Ziel ist es, zwischen 2015 und 2020 alle Standorte zu auditieren. Im Berichtsjahr haben wir an mehreren Standorten in Europa die Staubemissionen weiter reduziert. Darüber hinaus konnten wir durch die Einführung europäischer Standardtechnologie die Staubemissionen in Tansania von 100mg/Nm3 auf weniger als 10mg/Nm3 senken. In Kasachstan wurde die Ofenfilteranlage modernisiert und ebenfalls an den EU-Standard angepasst. In unserem größten Zementwerk in Indien wurden der Staubfilter ertüchtigt und ein computergesteuertes Messsystem installiert. In Rumänien und den USA haben wir in zwei Werken die Emissionen von Stickoxiden durch die Einrichtung von SNCR-Anlagen reduziert. In Indonesien haben wir den Frischwasserverbrauch durch den Bau von Regenauffangbecken gesenkt. In Texas wurden zwei Zuschlagstoffwerke mit dem Umweltpreis "Environmental Excellence Gold Award" der National Stone, Sand and Gravel Association (NSSGA) ausgezeichnet. Sie zählen zu unseren größten und technisch modernsten Zuschlagstoffwerken in Nordamerika mit strengen Richtlinien, um Abfälle zu minimieren oder soweit wie möglich zu recyceln und um Umweltverschmutzungen zu vermeiden. Darüber hinaus verfügen beide Standorte über weitreichende Renaturierungs- und Biodiversitätsprogramme, die über die staatlichen Vorgaben hinausgehen. In einem Steinbruch in New South Wales, Australien, haben wir 2012 einen Luftabscheider installiert, um Feinanteile bei der Zuschlagstoffproduktion zu reduzieren. Dieser wurde mit dem "Environment Health & Safety Awards 2012" der Vereinigung Cement Concrete & Aggregates Australia ausgezeichnet, da das innovative aber einfache Prinzip zu unmittelbaren Einsparungen beim Energie- und Wasserverbrauch sowie beim Transportaufkommen führt. Die größten Umweltschutzprojekte im Bereich Beton betrafen hauptsächlich Systeme für Betonrecycling in der Tschechischen Republik, in Rumänien und Ungarn. In der Tschechischen Republik und in Rumänien werden derzeit außerdem Anlagen zum Auffangen von Regenwasser und Aufbereiten von Abwasser gebaut oder erneuert. Forschung und TechnikAusrichtung der Forschungs- und EntwicklungsaktivitätenDie Innovationstätigkeit bei HeidelbergCement lässt sich im Wesentlichen in drei Schwerpunktthemen gliedern:
Organisation und Aufgabengebiete im Bereich Forschung und TechnikIn unserem globalen Kompetenzzentrum Heidelberg Technology Center Global (HTC Global) werden das Wissen und die Fachkenntnisse in unserem Unternehmen gebündelt und den operativen Einheiten schnell und umfassend zur Verfügung gestellt. Mit seinen zahlreichen internationalen Mitarbeitern ist es in die vier Bereiche Forschung & Entwicklung, Projekte, Geologie & Rohstoffe sowie Benchmarking & Training untergliedert. Unsere Aktivitäten im Bereich Forschung und Technik gliedern sich in die folgenden Aufgabengebiete: Zentrale Forschung und EntwicklungIm HTC Global haben wir die konzernübergreifenden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in den Bereichen Zement, Beton und Zuschlagstoffe konzentriert. Entsprechend der hohen Bedeutung der Entwicklung von CO2 -minimierten Produkten haben wir diesen Bereich in den letzten Jahren personell und finanziell deutlich gestärkt. Die einzelnen Projekte werden in enger Abstimmung mit den operativen Gesellschaften definiert und durchgeführt. Diese enge Kooperation von Projektbeginn an ermöglicht eine effiziente Umsetzung der Entwicklungsergebnisse und eine schnelle Markteinführung. Technik und InnovationTechnische Zentren unterstützen unsere Ländergesellschaften in den Konzerngebieten. Im Geschäftsbereich Zement ist dies das Heidelberg Technology Center (HTC) mit zwei Niederlassungen in Europa, die zusätzlich den Mittelmeerraum, Afrika und Zentralasien betreuen, einer Niederlassung in Nordamerika und einer weiteren in Asien mit Stützpunkten in China, Indien und Indonesien. Sie unterstützen unsere Zementwerke in allen technischen Fragen von der Rohstoffsicherung über die Betriebsoptimierung bis hin zur Prozesssteuerung und Qualitätssicherung. Bei Investitionsprojekten sind die Niederlassungen des HTC bis zur Inbetriebnahme einer neuen Anlage oder eines neuen Werks oder bis zum Abschluss von Modernisierungen in das Projektmanagement einbezogen. In ähnlicher Weise unterstützen die Niederlassungen des Competence Center Materials (CCM) unsere Konzerngesellschaften in den Bereichen Zuschlagstoffe, Transportbeton und Asphalt. Der enge Dialog zwischen HTC, CCM und unseren Werken sorgt für eine effiziente Erschließung von Optimierungspotenzialen und einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Kundenbezogene Entwicklung und BeratungUnsere große Marktnähe erfordert eine intensive kundenorientierte Entwicklung und Beratung, die sich auch in hohen finanziellen Aufwendungen widerspiegelt (siehe folgende Tabelle). Die entsprechenden Abteilungen und Mitarbeiter, die unmittelbar in die Organisation der jeweiligen Landesgesellschaften eingebunden sind, entwickeln und optimieren die an die lokalen Bedürfnisse angepassten Zemente, Zuschlagstoffe und Betone oftmals in direkter Zusammenarbeit mit den Kunden. Aufwendungen für Forschung und TechnikDie Gesamtaufwendungen im Bereich Forschung und Technik beliefen sich im Berichtsjahr auf 91,8 (i.V.: 78,9) Mio € und machten damit 0,7% vom Umsatz aus. Rund drei Viertel der gesamten Kosten entfallen dabei auf Personalaufwendungen. Die folgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Aufwendungen in den letzten fünf Jahren untergliedert nach den drei oben genannten Aufgabengebieten. Aufwendungen für Forschung und Technikscroll
1)
Inklusive aktivierte Beträge Die Struktur der Aufwendungen für Forschung und Technik entspricht der organisatorischen Gliederung. Der Rubrik Zentrale Forschung und Entwicklung sind die Aufwendungen für die Entwicklung von Basistechnologien zugeordnet, Aufwendungen für Prozessinnovationen finden sich in der Rubrik Technik und Innovation wieder, während die dritte Rubrik der Tabelle die Aufwendungen für die Optimierung von Produkten und Anwendungen entsprechend den Wünschen unserer Kunden beinhaltet. Zu den Entwicklungsprojekten, die als Investitionen aktiviert wurden, gehören unter anderem unsere innovativen Spezialprodukte CemFlow® und TioCem® sowie neue Kompositzemente. Die aktivierten Entwicklungskosten lagen 2012 insgesamt bei 1,9 Mio €, das entspricht ca. 2% der gesamten Aufwendung für Forschung und Technik. Aufgrund der geringen Höhe verzichten wir auf eine separate Darstellung und weitere Kennzahlen. Mitarbeiter in Forschung und TechnikIm Geschäftsjahr 2012 waren insgesamt 849 Mitarbeiter (i.V.: 750) im Bereich Forschung und Technik beschäftigt. Die Personalaufteilung und -entwicklung der letzten fünf Jahre ist in der folgenden Tabelle dargestellt. Mitarbeiter in Forschung und Technikscroll
Die hohe Bedeutung der Bereiche Kundenbezogene Entwicklung und Beratung sowie Technik und Innovation spiegelt sich nicht nur in den Kosten, sondern auch in der Zahl der Mitarbeiter wider. Die große Kompetenz unserer Mitarbeiter in Forschung und Technik ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Dementsprechend hoch sind die Anforderungen an die Qualifikation. Mehr als 71 % der Mitarbeiter in unseren technischen Kompetenzzentren verfügen über einen Hochschulabschluss und rund 8% haben promoviert (siehe folgende Grafik). Intensive Weiterbildung und systematischer Wissensaustausch in konzernweiten Expertennetzwerken stellen ein hohes Qualifikationsniveau sicher. Qualifikationsprofil unserer Mitarbeiter in Forschung und Technik![]() ForschungskooperationenIntensive Kooperationen mit Instituten und Universitäten auf lokaler und globaler Ebene ergänzen unsere eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Auf globaler Ebene ist dies insbesondere die Beteiligung an Nanocem, dem weltweit bedeutendsten Forschungsverbund im Zementsektor. An ihm sind Unternehmen aus dem Zement- und Zusatzmittelbereich sowie 22 führende Universitäten in Europa beteiligt, die gemeinsam Grundlagenforschung betreiben, die durch öffentliche Fördermittel unterstützt wird. Ein weiteres großes Netzwerk zwischen Industrie und Forschungsinstituten ist das vom norwegischen Staat geförderte Projekt COIN (COncrete INnovation) mit einer siebenjährigen Laufzeit und rund 25 Mio € Gesamtbudget. An ihm sind wir über unsere norwegischen Tochtergesellschaften beteiligt. Bei der Produktentwicklung bevorzugen wir bilaterale Kooperationen mit einzelnen Universitäten, um unsere eigenen Kompetenzen zielgerichtet zu ergänzen. In Einzelfällen werden Kooperationsprojekte mit Hochschulen durch staatliche Fördermittel unterstützt. Gemessen an den Gesamtaufwendungen ist die Förderquote marginal, sodass wir auf eine zentrale Erfassung verzichten. Die Gesamtaufwendungen für die Auftragsforschung liegen deutlich unter 1 Mio € im Jahr und werden daher nicht separat ausgewiesen. Sie sind in der Rubrik Zentrale Forschung und Entwicklung in der Tabelle auf Seite 107 enthalten. Abgesehen von den genannten Forschungskooperationen haben wir im Jahr 2012 kein Forschungs- und Entwicklungs-Know-how hinzugekauft. Wesentliche Projekte sowie Forschungs- und EntwicklungsergebnisseVerbesserung der Kosteneffizienz und des gebundenen KapitalsUnsere konzernweiten Programme im Zementbereich zur Reduzierung der operativen Kosten der Werke und des gebundenen Kapitals für Ersatzteile haben wir im Berichtsjahr erfolgreich fortgesetzt. Das Programm "Operational Excellence" erzielte dank der erfolgreichen Nutzung von Einsparpotenzialen beim Strom- und Brennstoffverbrauch weitaus bessere Ergebnisse als erwartet. Das Programm "Group Spare Parts", mit dem wir das gebundene Kapital für Ersatzteile reduzieren und die Lagerverwaltung optimieren, wurde 2012 erfolgreich abgeschlossen und erzielte die erwarteten Ergebnisse. Gegenüber 2008, dem Startjahr des Programms, konnten wir das gebundene Kapital um ca. 22% reduzieren. Im Zuschlagstoffbereich haben wir Anfang 2011 das konzernweite Projekt "CLIMB" mit dem Ziel eingeführt, alle Prozessschritte von der Gewinnung über die Aufbereitung der Zuschlagstoffe bis hin zum Verkauf nachhaltig zu optimieren. Bis Ende 2013 wollen wir auf diese Weise eine Ergebnissteigerung von 120 Mio € erzielen. Im Berichtsjahr 2012 haben wir bereits mehr als drei Viertel des Optimierungspotenzials identifiziert. Die Steigerung der Kosteneffizienz, die mit diesen Programmen erreicht wurde, ist umso bedeutender, da alle durchgeführten Maßnahmen nachhaltig sind und langfristig einen großen Wettbewerbsvorteil darstellen. Die Programme bieten außerdem unseren weltweit tätigen Mitarbeitern intensive Weiterbildungsmöglichkeiten. Neue, erweiterte und modernisierte ProduktionsstättenUm unsere Position in den Wachstumsmärkten zu stärken, haben wir neben Optimierungs- und Erweiterungsinvestitionen in bestehenden Anlagen auch einige strategische Investitionen begonnen oder abgeschlossen. Detaillierte Angaben hierzu finden Sie im Abschnitt Investitionen auf Seite 63 f. Im Berichtsjahr haben wir den Kapazitätsausbau im polnischen Zementwerk Górazdze mit der Inbetriebnahme einer neuen Zementmühle abgeschlossen. Die neue Mühle, die eine der größten Kugelmühlen Europas ist, hat eine Kapazität von 1,4 Mio t. In Indien haben wir durch ein großes Expansionsprojekt unsere Zementkapazität um 2,9 Mio t auf 6,2 Mio t erhöht. Nach erfolgreichen Testläufen von November 2012 bis Januar 2013 haben wir die neue Ofenlinie am Standort Narsingarh und die neuen Zementmühlen in Damoh und Jhansi im Februar 2013 offiziell in Betrieb genommen. In Ghana haben wir eine neue Zementmühle mit einer Kapazität von 1 Mio t eröffnet; in Tansania haben wir die Klinkerkapazität durch den Ausbau einer Ofenlinie um 250.000 t erhöht. Im Rahmen unserer Investitionen in attraktiven Wachstumsmärkten haben wir den Ausbau der Klinker- und/oder Zementkapazitäten in Indonesien, Kasachstan, Liberia, Togo, Ghana, Tansania und Burkina Faso fortgesetzt. Auch 2012 haben wir unsere Einkaufsstrategie des "low-cost country sourcing" bei allen Investitionen in Produktionsanlagen konsequent umgesetzt. Damit haben wir positive Effekte bei den Anfangsinvestitionen und den operativen Kosten erreicht. Zemente mit reduziertem KlinkeranteilBei der Entwicklung von Zementen mit reduziertem Klinkeranteil haben wir weitere Fortschritte erzielt und damit CO2 -Emissionen und Kosten gesenkt. Unsere polnische Tochtergesellschaft Górazdze Cement hat 2012 erstmals einen Zement auf Basis von kalkreicher Braunkohle-Flugasche eingeführt. Mit einem Absatz von über 130.000 t war die Resonanz im Markt sehr positiv. In den indonesischen Werken konnte der Klinkergehalt im Zement im Schnitt um über 2 % gesenkt werden. Auch in zahlreichen anderen Ländern wurden neue Kompositzemente erfolgreich im Markt eingeführt. In Großbritannien startete die Produktion von Portlandkalksteinzement mit rund 10% Kalksteinzumahlung. In Rumänien haben wir weitere Zemente mit hohem Hüttensandanteil am Markt eingeführt. In Norwegen haben wir einen auf Flugasche basierenden Zement mit einem Klinkergehalt von nur 65% entwickelt und erfolgreich in Pilotanwendungen getestet. Für unser geplantes Mahlwerk in Burkina Faso wurde die Eignung von Dolomit als Zementbestandteil nachgewiesen. Die auf Basis unserer Untersuchungen geänderte Zementnorm ermöglicht nun den Einsatz dieses lokal verfügbaren Rohstoffs anstelle von importiertem Kalkstein. Entwicklung eines alternativen KlinkersMit der Entdeckung einer neuen reaktiven Klinkerphase haben wir die Grundlage für eine alternative Klinkertechnologie geschaffen. Basierend auf einer geänderten chemischen Zusammensetzung und niedrigen Brenntemperaturen ergeben sich gegenüber konventionellem Klinker ein um rund 30 % reduzierter CO2 -Ausstoß und ca. 10% bis 15% Energieeinsparungen. Die Basistechnologie ist über mehrere Patentanmeldungen abgesichert. Für die nächsten Jahre ist die weitere Entwicklung des Konzepts hin zu marktreifen Produkten geplant. Ressourcenschonung und RecyclingIn gemeinsamen Projekten entwickeln CCM, HTC und Zuschlagstoffunternehmen in den Konzernländern Konzepte zur Nutzung von Brechsanden und Feinstoffen, die bisher aus Qualitätsgründen nicht für die Betonherstellung verwendet werden können. In Australien und in Hongkong haben wir bereits zahlreiche Transportbetonwerke erfolgreich auf die Verwendung von Brechsanden umgestellt. In Großbritannien, Skandinavien und den USA sind entsprechende Projekte ebenfalls weit fortgeschritten. In den Niederlanden und Belgien sind unsere Tochtergesellschaften gemeinsam mit dem HTC an verschiedenen zum Teil von der EU geförderten Projekten beteiligt, bei denen der Anteil von recycelten Baustoffen im Beton erhöht werden soll. Innovative Bindemittel und BetoneBei der Entwicklung und Markteinführung von Spezialbindemitteln haben wir ebenfalls weitere Erfolge erzielt. Gemeinsam mit einem Kooperationspartner haben wir einen zementgebundenen Porenleichtmörtel Poriment® PRO mit Wärmedämmeigenschaften entwickelt. Nach erfolgreicher Markteinführung in Deutschland erfolgt nun die Produktion in weiteren Ländern wie Dänemark, Belgien oder auch in Hongkong. In ähnlicher Weise wird für eine Reihe von Märkten CemFlow®, ein zementgebundener Fließestrich, entwickelt. Auch hier wurde eine in Deutschland bewährte Technologie an regionale Ausgangsstoffe angepasst und das neue Produkt innerhalb kurzer Zeit am Markt eingeführt. Diese beiden Beispiele zeigen, wie durch zielgerichteten Technologietransfer Entwicklungszeiten verkürzt und Synergien innerhalb des Konzerns genutzt werden. Der Flüssigboden TerraFlow® für das schnelle, wirtschaftliche und sichere Verfüllen von Baugruben und Versorgungskanälen hat sich mittlerweile im deutschen Markt fest etabliert und seine Produktion wurde erfolgreich auf weitere Länder ausgedehnt. Die australischen Kollegen bieten mit Liquifill® ein vergleichbares Produkt an. Durch systematische Marktanalysen und die Einführung dieser hochwertigen Betonprodukte in zahlreichen Konzernländern konnten wir die Margen, die wir mit deren Verkauf erzielen, in den vergangenen zwei Jahren um nahezu 50% steigern. Abgesehen von neuen Spezialprodukten zeigt sich die hohe betontechnologische Kompetenz unseres Unternehmens auch in der Beteiligung an zahlreichen Großprojekten. Ob es sich um selbstverdichtenden Beton am Flughafen von San Diego in den USA handelt, um große Infrastrukturprojekte in Bangladesh oder um Regenwasser durchlässige Betonflächen in Vancouver - unsere Betonkompetenz ist weltweit gefragt und eine wesentliche Säule für die hohe Kundenbindung. BeschaffungInsgesamt wurden von HeidelbergCement im Berichtsjahr 2012 Waren und Dienstleistungen im Wert von 8.658 Mio € beschafft. Das entspricht einem Anteil von 66,6% an den gesamten operativen Kosten (inklusive Abschreibungen). BeschaffungsmanagementUnsere Lead-Buyer-Organisation ermöglicht die kostengünstige Beschaffung wichtiger Warengruppen auf Konzernebene. Das bedeutet, dass wir ablaufkritische Waren und Dienstleistungen mit meist hohen Volumen zu Warengruppen bündeln, um bessere Konditionen von unseren Lieferanten zu erhalten. Zu den Aufgaben unserer Lead Buyer im Konzern gehören das Führen von Preisverhandlungen, der Abschluss von Rahmenverträgen und das Beobachten aktueller Markt- und Preisentwicklungen. Aufgrund ihrer detaillierten Marktkenntnisse leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Effizienz und zum Risikomanagement in unserem Unternehmen. Ein weiterer wichtiger Teil des Beschaffungsmanagements ist der lokale Einkauf an unseren Produktionsstandorten, mit dem wir unsere Verhandlungsposition gegenüber lokalen Lieferanten stärken. Die lokalen Einkaufsabteilungen können außerdem direkt Waren und Dienstleistungen aus den Konzern-Rahmenverträgen abrufen. Damit verbinden wir die Vorteile der zentralen mit der lokalen Beschaffung. EffizienzsteigerungAnfang 2011 hat HeidelbergCement das Drei-Jahres-Programm "FOX 2013" gestartet, um die finanzielle und operative Leistungsfähigkeit des Konzerns weiter zu erhöhen. Ziel dieses Programms sind unter anderem auch Einsparungen im Einkauf, um dem steigenden Kostendruck entgegenzuwirken. Im Berichtsjahr ist es uns gelungen, verglichen mit den allgemeinen Markttendenzen, beträchtliche Kosteneinsparungen zu erzielen. Ein weiteres Ziel von "FOX 2013" ist die Verbesserung der Zahlungsziele, da unsere Zahlungsmodalitäten einen Wettbewerbsnachteil darstellten. Durch Prozessoptimierungen und Verbesserung der konzernweiten Zahlungsbedingungen konnten wir bis Ende 2012 den Abstand zu den größten Wettbewerbern maßgeblich verringern und einen entsprechend hohen Liquiditätseffekt erzielen. Beschaffung von EnergieInsgesamt verfolgt HeidelbergCement für die Beschaffung von Brennstoffen und Strom eine eher kurzfristig orientierte Einkaufspolitik. Das bedeutet, dass wir für 2012 nur in wenigen Fällen Verträge mit fest vereinbarten Preisen und Mengen abgeschlossen haben. Besonders in liquiden Strommärkten, wie beispielsweise in Nordeuropa, Deutschland, Belgien, Polen, der Tschechischen Republik und Nordamerika, haben wir auf niedrige Day-Ahead-Preise gesetzt. Mit den teilweise deutlich gefallenen Spotpreisen in diesen Märkten hat sich unsere Beschaffungsstrategie bewährt. Im Bereich Kohle haben wir verstärkt auf indexbasierte Verträge gesetzt und konnten so unterjährig von den gefallenen Spotpreisen profitieren. Mit Diesel hatten wir uns aufgrund der Marktunsicherheiten bewusst nur kurzfristig eingedeckt und waren daher im ganzen Jahr 2012 einer hohen Volatilität ausgesetzt. Mit all diesen Maßnahmen waren wir in der Lage, die für den Zementbereich erwartete Energiepreissteigerung im Jahr 2012 auf nur 1,5 % zu beschränken. AusblickIm Folgenden gehen wir auf die erwartete zukünftige Entwicklung des HeidelbergCement Konzerns, der HeidelbergCement AG und des unternehmerischen Umfelds in den Jahren 2013 und 2014 ein. In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass dieser Geschäftsbericht zukunftsgerichtete Aussagen enthält, die auf den derzeit verfügbaren Informationen sowie den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von HeidelbergCement beruhen. Solche Aussagen sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet und können daher deutlich von der tatsächlich eintretenden Entwicklung abweichen. HeidelbergCement übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, die in diesem Geschäftsbericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren. Wirtschaftliches UmfeldGesamtwirtschaftliche EntwicklungNachdem sich das Wirtschaftswachstum im Jahr 2012 weiter abgeschwächt hat, rechnen wir für die beiden kommenden Jahre - unter der Annahme einer erfolgreichen Überwindung der Schuldenkrise - mit einem wieder beschleunigten Wachstum der Weltwirtschaft. Der internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für die Jahre 2013 und 2014 ein Wachstum der Weltwirtschaft um 3,5% bzw. 4,1 % im Vergleich zu 3,2% im Jahr 2012. Dabei erwartet der IWF, dass die Unterschiede bei den Steigerungsraten, insbesondere zwischen den Schwellenländern in Asien und Afrika auf der einen Seite und den Industrienationen in Nordamerika und Europa auf der anderen Seite, weiterhin bestehen bleiben. Bei der Preissteigerung für Konsumgüter geht der IWF zunächst von einer Fortsetzung der rückläufigen Entwicklung aus. Die Teuerungsrate soll in den reifen Märkten demnach von 2,0% im Jahr 2012 auf 1,6% im Jahr 2013 sinken und danach wieder leicht auf 1,8% im Jahr 2014 steigen. Für die Schwellenländer wird eine stabile Teuerungsrate von 6,1 % für 2013 und ein Rückgang auf 5,5 % im Jahr 2014 vorhergesagt. In Asien wird China weiterhin der Motor der industriellen Entwicklung bleiben. Der IWF erwartet für China einen Anstieg des Wachstums von 7,8 % im Jahr 2012 auf 8,2 % im Jahr 2013 und 8,5 % im Jahr 2014. Für die Schwellenländer Asiens insgesamt geht der IWF von einer Steigerung von 6,6% im Jahr 2012 auf 7,1 % im Jahr 2013 und weiter auf 7,5 % im Jahr 2014 aus. Ebenfalls positiv wird die Entwicklung in Afrika gesehen. Das trifft insbesondere auf die Länder südlich der Sahara zu, für die eine weitere Erhöhung der Wachstumsraten von 4,8 % im Jahr 2012 auf 5,8 % im Jahr 2013 erwartet wird und nur ein leichter Rückgang auf 5,7 % im Jahr 2014. Ähnlich wie für die asiatischen Märkte wird auch für die reifen Märkte eine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums von 1,3 % im Jahr 2012 auf 1,4% und 2,2 % in den Jahren 2013 und 2014 erwartet. Die Entwicklung in den einzelnen Ländern soll dabei sehr unterschiedlich ausfallen. Die für HeidelbergCement wichtigen Märkte in den USA, Großbritannien, Deutschland und Kanada werden laut Prognose des IWF in den Jahren 2013 und 2014 ein positives Wirtschaftswachstum aufweisen. Allerdings werden die Wachstumsraten in den USA, in Kanada und Deutschland im Jahr 2013 zunächst leicht rückläufig sein und sich erst 2014 wieder beschleunigen. Großbritannien wird die Rezession des Jahres 2012 hinter sich lassen und es werden sowohl für 2013 als auch für 2014 zunehmende Wachstumsraten erwartet. 2013 soll die USA von diesen Ländern das höchste Wirtschaftswachstum mit einer Rate von 2,0 % aufweisen, gefolgt von Kanada mit 1,8 %, Großbritannien mit 1,0% und Deutschland mit 0,6%. Auch für Osteuropa und Zentralasien wird 2013 und 2014 insgesamt mit steigenden Wachstumsraten gerechnet. Ähnlich wie in den reifen Märkten fällt die Entwicklung in den einzelnen Ländern dabei unterschiedlich aus. In unseren Märkten in der Tschechischen Republik, in Ungarn, Rumänien sowie Bosnien und Herzegowina soll sich die wirtschaftliche Entwicklung ausgehend von dem niedrigen Niveau 2012 in den kommenden beiden Jahren wieder beschleunigen mit Steigerungsraten zwischen 0,7 % und 2,4% im Jahr 2013 und zwischen 1,5 % und 3 % im Jahr 2014. In Polen soll sich das Wirtschaftswachstum 2013 weiter abschwächen und erst 2014 wieder beschleunigen. In unseren rohstoffreichen Märkten in der Ukraine, Russland und Kasachstan wird mit steigenden Wachstumsraten zwischen 3,5% und 6% gerechnet. Das Eintreten der wirtschaftlichen Prognosen für die kommenden zwei Jahre ist mit einigen Unsicherheiten behaftet. Die reifen Märkte stehen vor der Herausforderung, die eingeleiteten Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung fortzusetzen und gleichzeitig die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Die Wachstumsmärkte der Schwellenländer müssen weiterhin eine gesunde Balance zwischen Wachstum und Inflation halten. Die Preise für Energie haben 2012 die bisherigen Höchstwerte überschritten und waren zuletzt leicht rückläufig. Konflikte in erdölproduzierenden Ländern oder eine Überhitzung des Wirtschaftswachstums in Schwellenländern können zu einem erneuten Preisanstieg führen. Für das weitere Wachstum der Weltwirtschaft wird insbesondere die Entwicklung der Rohstoff- und Lebensmittelpreise, der Arbeitslosigkeit sowie der Zinspolitik der Zentralbanken ausschlaggebend sein. BranchenentwicklungDie unterschiedliche Entwicklung des Wirtschaftswachstums spiegelt sich auch in den regional sehr unterschiedlichen Erwartungen für die Baustoffnachfrage wider. Der amerikanische Zementverband PCA rechnet in seiner Prognose vom Dezember 2012 für die Jahre 2013 und 2014 mit einer Zunahme des weltweiten Zementabsatzes um 4,0% bzw. 4,2% im Vergleich zu 5,6% im Jahr 2012. Während die Nachfrageentwicklung 2013 noch im Wesentlichen von den Schwellenländern mit einer Wachstumsrate von 4,1 % getragen wird, ist die Erholung in Nordamerika ausschlaggebend für das beschleunigte Wachstum im Jahr 2014. China bleibt laut PCA weiterhin der größte Zementmarkt mit einem Anteil von rund 60% des weltweit produzierten und verbrauchten Zements. Für Nordamerika wird 2013 und 2014 mit einem weiteren deutlichen Anstieg der Zementnachfrage um 8,1 % und 8,3 % gegenüber 9 % im Jahr 2012 gerechnet. Dieses Wachstum wird insbesondere durch die erwartete Erholung des privaten Wohnungsbaus und des Wirtschaftsbaus getragen. Die PCA prognostiziert für 2013 eine Zunahme der Baubeginne für Einfamilienhäuser um 27 % und für Mehrfamilienhäuser um rund 15%. Mitte 2012 wurde ein neues Bundesprogramm für den Straßenbau (MAP-21) beschlossen, das in Bezug auf die jährlichen Ausgaben mit dem vorhergehenden Programm vergleichbar ist und bis September 2014 laufen soll. Aufgrund der dadurch gestiegenen Planungssicherheit wird ein leichtes Nachfragewachstum für den Infrastrukturbau erwartet. In Europa wird eine regional sehr unterschiedliche Entwicklung der Baustoffnachfrage prognostiziert. Für die von der Immobilien- bzw. Finanzkrise besonders betroffenen Länder Spanien, Italien, Portugal und Irland rechnet Euroconstruct in seiner Prognose vom Dezember 2012 mit einem weiteren Rückgang des Zementverbrauchs im Jahr 2013 und, mit Ausnahme von Irland, ebenso auch im Jahr 2014. Für die Länder Nordeuropas, wie Schweden, Norwegen und Dänemark, wird hingegen ein steigender Zementverbrauch von bis zu 6,9% erwartet. Während der Verbrauch in Belgien in den kommenden zwei Jahren leicht steigen soll, wird für die Niederlande für 2013 ein Rückgang um 3 % gefolgt von einem Anstieg um 2 % im Jahr 2014 prognostiziert. Für Großbritannien wird nach dem Rückgang des Zementverbrauchs im Jahr 2012 für die Jahre 2013 und 2014 ein leichtes Wachstum vorhergesagt. In Polen soll sich der Nachfragerückgang 2013 verlangsamen, für 2014 wird mit einer Zunahme gerechnet. Für Deutschland erwartet der Bundesverband der Deutschen Zementindustrie (BDZ) in seiner Mittelfristprognose eine Stabilisierung des Zementmarkts auf dem relativ hohen Niveau des Vorjahres. Dazu trägt insbesondere die weiterhin erfreuliche Entwicklung im privaten Wohnungsbau bei. Die Auftragseingänge sind im Jahr 2012 um 6,5 % gestiegen. Ebenso wie die gesamtwirtschaftlichen Prognosen ist auch die Entwicklung der Nachfrage nach Baustoffen in den Jahren 2013 und 2014 mit Unsicherheiten behaftet. Aufgrund der stärkeren Bemühungen zur Haushaltskonsolidierung in einigen reifen Märkten wird die Nachfrage nach Baustoffen zunehmend von der Entwicklung im privaten Wohnungsbau und im Wirtschaftsbau abhängen. Wachstum kann es nur bei einer weiterhin positiven Wirtschaftsentwicklung, bei sinkenden Arbeitslosenzahlen und einer erschwinglichen Immobilienfinanzierung geben. In den Wachstumsmärkten der Schwellenländer spielt die Fortsetzung des soliden Wirtschaftswachstums ebenfalls eine große Rolle sowie das für den privaten Wohnungsbau verfügbare Einkommen, das wiederum von der Entwicklung der lokalen Lebensmittelpreise und damit von der Inflation abhängt. Erwartete ErtragslageUmsatzAuf der Basis des gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Ausblicks für die Baustoffindustrie und der speziellen Wachstumsaussichten für die Märkte, in denen HeidelbergCement tätig ist, wird ein moderater Anstieg des Umsatzes im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr erwartet. Dazu tragen auch die Kapazitätserweiterungen im Zementbereich bei, die 2012 bereits abgeschlossen wurden bzw. 2013 abgeschlossen werden. Zu diesen zählen insbesondere die erweiterten Kapazitäten in unseren zentralindischen Werken in Damoh und Jhansi, die im Februar 2013 in Betrieb genommen wurden, die neue Zementmühle in Ghana, die wir im November 2012 eröffnet haben, und der Ausbau der Mahlkapazität in Liberia und in Indonesien, die Ende März beziehungsweise Ende 2013 den Betrieb aufnehmen sollen. Hinzu kommt, dass unser Zementwerk TulaCement 2013 das erste Jahr mit voller Leistung produziert. Im Zementbereich rechnen wir daher mit steigenden Absatzzahlen. Bei den Zuschlagstoffen erwarten wir aufgrund der anhaltenden Zurückhaltung bei Infrastrukturinvestitionen in den reifen Ländern eine leicht rückläufige Absatzentwicklung. Im Jahr 2013 werden wir weiterhin Preiserhöhungen mit hoher Priorität verfolgen, um den Margenverlust infolge der über die letzten Jahre hinweg deutlich gestiegenen Energiekosten aufzuholen. Zu diesem Zweck haben wir die beiden Preisinitiativen "PERFORM" für Zement in den USA und Europa sowie "Climb Commercial" für Zuschlagstoffe gestartet. Der Umsatzprognose für 2013 wurde im Vergleich zu 2012 ein leichter Wertgewinn des Euro gegenüber anderen Währungen zugrunde gelegt. KonzerngebieteIm Konzerngebiet West- und Nordeuropa erwarten wir insgesamt eine leicht rückläufige Nachfrage und damit sinkende Absatzmengen bei Zement und Zuschlagstoffen. Entgegen der letzten Schätzungen der Marktforscher gehen wir von einer schwächeren Bautätigkeit aufgrund der Auswirkungen der Schuldenkrise aus. In Skandinavien erwarten wir eine stabile Entwicklung der Zementlieferungen. In unserem Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien gehen wir von einem Absatzzuwachs bei Zement und Zuschlagstoffen aus, der insbesondere von den zusätzlichen Kapazitäten und der weiter steigenden Nachfrage in Russland, der Ukraine und in Zentralasien angetrieben wird. In den übrigen Ländern Osteuropas erwarten wir nach der schwachen Entwicklung 2012 sich stabilisierende Absatzmengen im Jahr 2013. In Nordamerika rechnen wir aufgrund der sich erholenden Investitionen im privaten Wohnungsbau und im Wirtschaftsbau mit einer moderaten Mengenzunahme bei Zement. Bei den Zuschlagstoffen erwarten wir eine stabile Entwicklung. Insgesamt gehen wir davon aus, dass die Baustoffnachfrage der Rohstoffindustrie in Kanada und den USA auch im Jahr 2013 den Absatz unserer Produkte unterstützt. In den Konzerngebieten Asien-Pazifik und Afrika-Mittelmeerraum erwarten wir eine anhaltend positive Nachfrageentwicklung mit starkem Wachstum in Indonesien, Indien und Bangladesh sowie einer stabilen Entwicklung in China und Australien. In unseren afrikanischen Kernmärkten in Tansania, Gabun, Ghana und der Demokratischen Republik Kongo rechnen wir im Vergleich zum allgemeinen Wirtschaftswachstum mit einer überdurchschnittlich steigenden Nachfrage. In Spanien hingegen erwarten wir, dass sich die Baustoffnachfrage weiter abschwächen wird. Insgesamt gehen wir für beide Konzerngebiete aufgrund der neu in Betrieb genommenen Kapazitäten von einem Anstieg der Absatzmengen von Zement und Zuschlagstoffen aus. KostenDie Preise für Energie- und Rohstoffe werden voraussichtlich auch weiterhin eine hohe Volatilität aufweisen. HeidelbergCement erwartet für das Jahr 2013 eine leichte bis moderate Erhöhung der Kostenbasis für Strom, Brenn- und Rohstoffe sowie Personal. Angesichts dieser Situation werden wir die im Programm "FOX 2013" gebündelten Maßnahmen zur weiteren Optimierung der Kosten und Steigerung des Cashflows unvermindert fortführen. Schwerpunkt des Programms ist die Effizienzsteigerung in unseren Kernaktivitäten Zuschlagstoffe und Zement. Bei der Zementherstellung planen wir, die Energiekosten im Rahmen des Programms "Operational Excellence" (OPEX) nachhaltig zu senken. Bei den Zuschlagstoffen wollen wir mit einem umfassenden, weltweiten Leistungsvergleich und mit Portfoliooptimierungen die Margen nachhaltig verbessern und Best Practice erreichen. Nachdem "FOX 2013" im Jahr 2012 unsere Erwartungen abermals übertroffen hat, haben wir die Ziele angepasst. Wir planen nun Maßnahmen zur Steigerung des Cashflows um insgesamt 1.010 Mio € für den Dreijahreszeitraum des Programms (2011 bis 2013). Davon wollen wir 2013 weitere 240 Mio € im Vergleich zum Basisjahr 2010 realisieren. Darüber hinaus haben wir das Programm "LEO" zur Optimierung der Logistik gestartet, mit dem wir über die nächsten Jahre Kostensenkungen in Höhe von 150 Mio € erreichen wollen. Für das Jahr 2013 erwarten wir einen Rückgang der Finanzierungskosten aufgrund der rückläufigen Nettoverschuldung. ErgebnisIn Anbetracht der positiven Geschäftsentwicklung seit Jahresbeginn rechnet HeidelbergCement für das Jahr 2013 mit einer moderaten Steigerung des operativen Ergebnisses. Dieser Einschätzung liegt die Annahme zugrunde, dass der Zementabsatz wie erwartet zulegt und die geplanten Sparmaßnahmen und Preiserhöhungen umgesetzt werden können. Aufgrund der erwarteten Verbesserung des operativen Ergebnisses und der niedrigeren Finanzierungskosten wird auch mit einer spürbaren Steigerung des Ergebnisses vor Steuern gerechnet. Prognose 2014Für das Jahr 2014 rechnet HeidelbergCement mit einer Erhöhung von Umsatz und Ergebnis. Diese Annahme basiert auf einem sich wieder beschleunigenden weltweiten Wirtschaftswachstum und dem damit verbundenen Anstieg der Baustoffnachfrage. DividendeWie im Jahr 2012 werden wir auch in den kommenden beiden Jahren die Höhe der Dividende an der Entwicklung des Verschuldungsgrads und des Cashflows des HeidelbergCement Konzerns ausrichten und dabei die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung berücksichtigen. Mittelfristig streben wir eine branchentypische Ausschüttungsquote von 30 % bis 35 % bezogen auf den Anteil der Gruppe am Jahresüberschuss an. InvestitionenWie in den vergangenen Geschäftsjahren wird HeidelbergCement auch künftig strikte Ausgabendisziplin bei den Investitionen wahren. Die Reduzierung der Verschuldung steht weiterhin im Vordergrund. Auch für das Geschäftsjahr 2013 werden wir die Höhe der Investitionen an der Entwicklung des Verschuldungsgrads und des operativen Ergebnisses des Konzerns sowie an der erwarteten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ausrichten. Im Jahr 2012 lagen unsere Investitionen mit 866 Mio € deutlich unter unserem Zielwert von 980 Mio €. Im Jahr 2013 möchten wir diesen Rückstand aufholen und zielen auf zahlungswirksame Investitionen von rund 1,1 Mrd €. Im Durchschnitt der letzten drei Jahre halten wir damit unser Investitionsvolumen stabil bei etwa 1 Mrd €. HeidelbergCement setzt damit seine gezielten Investitionen in zukünftiges Wachstum insbesondere im Bereich Zement in den Schwellenländern Asiens, Afrikas und Osteuropa-Zentralasiens konsequent fort. Hierbei streben wir an, den Anteil unserer Zementkapazitäten in diesen Märkten von derzeit 61 % langfristig auf 67 % der Gesamtkapazität zu steigern. Mit der Inbetriebnahme weiterer Produktionsanlagen in den nächsten Monaten werden wir 2013 einschließlich des im Februar abgeschlossenen Ausbaus der indischen Werke Damoh und Jhansi über mehr als 5 Mio t zusätzliche Zementkapazitäten in Wachstumsmärkten verfügen. Aufgrund der vielversprechenden Wachstumsperspektiven in Indonesien setzt Indocement den Ausbau seiner Zementkapazität mit dem Bau einer zusätzlichen Zementmahlanlage im Werk Citeureup fort. Die Inbetriebnahme der Mahlanlage mit einer Kapazität von 1,9 Mio t ist bis Ende 2013 vorgesehen. Darüber hinaus planen wir den weiteren Ausbau des Werks Citeureup durch den Bau einer neuen integrierten Produktionslinie mit einer Zementkapazität von 4,4 Mio t, die bis 2015 fertig gestellt werden soll. Der Bau des neuen Zementwerks Caspi Cement im Westen Kasachstans läuft nach Plan. Das Werk mit einer Kapazität von 0,8 Mio t wird unsere landesweite Präsenz stärken und eine kostengünstigere Belieferung der öl- und gasreichen Region am Kaspischen Meer ermöglichen. Im Jahr 2014 wollen wir dort den ersten Zement herstellen. Ein weiterer Investitionsschwerpunkt liegt auf dem Ausbau unserer Zementaktivitäten in Afrika. In Liberia ist der Bau einer weiteren Zementmühle mit einer Kapazität von 0,5 Mio t fast abgeschlossen; die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2013 vorgesehen. Auch in Tansania erweitern wir die Zementproduktionskapazität durch die Errichtung einer neuen Zementmühle in unserem Werk Tanzania Portland Cement; die Inbetriebnahme der Mühle mit einer Kapazität von 0,7 Mio t ist für Ende 2014 geplant. Ebenfalls Ende 2014 soll in Burkina Faso ein neues Zementmahlwerk mit einer Kapazität von 650.000 t in der Nähe der Hauptstadt Ouagadougou in Betrieb gehen. In Ghana planen wir nach der im November 2012 abgeschlossenen Erweiterung der Zementkapazität im Mahlwerk Tema ein ähnliches Projekt am Standort Takoradi. Mit der für Ende 2014 vorgesehenen Inbetriebnahme einer neuen Zementmühle im Mahlwerk Takoradi mit einer Kapazität von 0,8 Mio t werden wir in Ghana über eine Zementmahlkapazität von 4,4 Mio t verfügen. In Togo errichten wir ein neues Klinkerwerk mit einer Jahreskapazität von 1,5 Mio t nahe der Stadt Tabligbo, rund 80 km nordöstlich der Hauptstadt Lome. Darüber hinaus bauen wir eine Zementmahlanlage mit einer Kapazität von 200.000 t im Norden des Landes. Die Inbetriebnahme der beiden Werke ist für 2015 geplant. Darüber hinaus prüfen wir die Optionen für Kapazitätserweiterungen in anderen afrikanischen Ländern. Zusätzlich zu den Kapazitätserweiterungen werden wir 2013 auch in die Instandhaltung und Modernisierung unserer bestehenden Kapazitäten investieren. Unter anderem planen wir Investitionen in die Aufrüstung unserer Zementwerke, um den Einsatz alternativer Brennstoffe weiter zu steigern und um die im Dezember 2012 verabschiedeten Emissionsgrenzwerte (NESHAP) in den USA fristgerecht einzuhalten. Erwartete FinanzierungHeidelbergCement verfügt über eine stabile, langfristige Finanzierungsstruktur und ein ausgewogenes Fälligkeitenprofil (siehe nachfolgende Grafik). Die im März 2013 fällige Dollaranleihe über 750 Mio US$ werden wir durch vorhandene Liquidität und Inanspruchnahme von Kreditlinien tilgen. Ferner werden wir die auslaufenden finanziellen Verbindlichkeiten im Jahr 2013 je nach Situation an den Kapitalmärkten durch vorhandene Liquidität, Emissionen am Kapitalmarkt oder Inanspruchnahme freier Kreditlinien refinanzieren. Die folgende Grafik zeigt das Fälligkeitenprofil von HeidelbergCement am 31. Dezember 2012: Fälligkeitenprofil zum 31. Dezember 20121) (Mio €)![]() Zum Jahresende 2012 verfügen wir über eine Liquiditätsreserve, bestehend aus liquiden Mitteln, Wertpapierbeständen und vertraglich zugesicherten Kreditlinien, von 4,2 Mrd € (siehe Kapitel Konzern-Finanzmanagement auf Seite 66 f.). Ferner stehen uns Rahmenprogramme im Geld- und Kapitalmarkt zur Verfügung (Euro Commercial Paper Programm über 1 Mrd € und EMTN-Programm über 10 Mrd €), die die Emission entsprechender Papiere ohne größeren zeitlichen Vorlauf ermöglichen. Es ist unser Ziel, die Finanzrelationen in den kommenden Geschäftsjahren weiter zu verbessern, um die Voraussetzungen für weitere Anhebungen der Bonitätseinschätzung der Ratingagenturen zu schaffen. Insbesondere wollen wir die Relation von Nettoverschuldung zu operativem Ergebnis vor Abschreibungen auf ein Verhältnis von unter 2,8x bis Ende 2013 senken (31. Dezember 2012: 2,8x). Eine Bewertung im Investment Grade bleibt unser erklärtes Ziel, da günstige Refinanzierungsmöglichkeiten im Bank-, Geld- und Kapitalmarkt bei der Kapitalintensität unseres Geschäfts einen Wettbewerbsvorteil schaffen. Mitarbeiter und GesellschaftDie bessere Identifizierung interner Nachfolgekandidaten für die oberen Führungspositionen und die weltweite IT-gestützte Abwicklung von Kernprozessen im Personalbereich für alle Führungsebenen bleiben Schwerpunkte in den kommenden Jahren. Anfang 2013 wurden die Prozesse Leistungsmanagement, Zielvereinbarung, Vergütung, Mitarbeiterdialog und individueller Entwicklungsplan für die oberen Führungskräfte IT-gestützt erstmalig über die neue Plattform "HR GLOBE" mit abgewickelt. Die Ausdehnung auf die mittlere Führungsebene und die Nachwuchsführungskräfte soll als nächster Schritt folgen. Das Management-Ausbildungsprogramm "Summit" in Zusammenarbeit mit Duke Corporate Education bildet den Schwerpunkt unserer Trainingsmaßnahmen auf Konzernebene in den Jahren bis 2015. Unsere Nachwuchsförderprogramme, wie z.B. das Traineeprogramm für neue Mitarbeiter aus den GUS-Ländern, werden wir in den kommenden Jahren ständig auf ihre Qualität prüfen und länderübergreifend weiterentwickeln. Das bestehende "Engineer in Training"-Programm haben wir um ein Anschlussprogramm ergänzt. Im Zuschlagstoffbereich werden die Trainings der Aggregates Academy plangemäß fortgesetzt. In einem Zeitraum von vier bis fünf Jahren werden unsere Talente gezielt auf leitende Positionen im technischen Bereich im In- und Ausland vorbereitet. 2013 werden wir uns noch intensiver dem Thema Führungsverantwortung im Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie in der Gesundheitsvorsorge widmen und unsere Führungskräfte gezielt schulen. Die konsequente Umsetzung und Einhaltung der vorhandenen Sicherheitsstandards hat höchste Priorität und ist Voraussetzung für die Vermeidung von Unfällen. Dies werden wir durch vereinheitlichte Sicherheitsaudits kontrollieren. Da sich viele Transportunfälle außerhalb der Firmengelände ereignen, ist die Umsetzung unseres Konzernstandards "Sicheres Fahren" besonders wichtig. Dies gilt umso mehr, als die allgemeine Verkehrssicherheitslage in vielen Ländern, in denen wir tätig sind, schon für sich alleine eine große Herausforderung darstellt. Durch Schulungen und verstärkte Sensibilisierung sowohl der eigenen Fahrer als auch der von Fremdunternehmen wollen wir unseren Teil zur Reduzierung von Unfällen beitragen. Das Umfeld unserer Werke ist so unterschiedlich wie die Menschen, die dort tätig sind. Deshalb orientiert sich unser gesellschaftliches Engagement an deren Bedarf. Die freiwilligen Aktivitäten an den Standorten entsprechen unseren Corporate-Citizenship-Richtlinien. Alle Maßnahmen sollen positive Ergebnisse zum Wohl der Gesellschaft erzielen. Darüber hinaus wollen wir durch Transparenz, offene Kommunikation und Kooperation gegenseitiges Vertrauen und partnerschaftliche Zusammenarbeit fördern. Weil wir davon überzeugt sind, dass Unternehmen eine wichtige Rolle bei der Lösung gesellschaftlicher Aufgaben übernehmen, werden wir uns dafür auch in Zukunft engagieren. UmweltvorsorgeSeit Anfang 2013 hat HeidelbergCement den Mitvorsitz bei der Cement Sustainability Initiative (CSI) des WBCSD inne. Während der zweijährigen Amtszeit werden wir unsere Arbeit hauptsächlich auf zwei Bereiche konzentrieren: zum einen auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz mit dem Schwerpunkt, die Anzahl der Todesfälle zu reduzieren und zum anderen auf die Entwicklung eines globalen Zertifizierungssystems für nachhaltig produzierten Beton. In unserem Unternehmen werden wir 2013 Biodiversitäts-Managementpläne in weiteren Standorten einführen. Außerdem werden wir uns auf die Zusammenarbeit mit BirdLife International bei Biodiversitätsprojekten konzentrieren. Gemeinsam wollen wir Artenschutzprogramme für Bienenfresser, Eisvögel, Uferschwalben und Amphibien entwickeln. Bevor die zweite Runde des Wettbewerbs Quarry Life Award beginnt, stehen im laufenden Jahr die Umsetzung der Projekte aus dem ersten Wettbewerb und der Wissensaustausch im Mittelpunkt. Wir werden auch 2013 den Einsatz alternativer Brennstoffe weiter intensivieren. Schwerpunkt wird die Verwertung von Haushaltsabfällen, Klärschlamm und überwachungsbedürftigen Abfällen sein. Um den Anteil alternativer Brennstoffe in unseren asiatischen und nordamerikanischen Werken weiter zu steigern, werden wir spezielle Programme entwickeln. HeidelbergCement ist auf gutem Weg, das im Nachhaltigkeitsprogramm 2020 gesteckte Ziel zu erreichen, den Anteil alternativer Brennstoffe im Konzern auf 30% zu erhöhen. Die rechtlichen Regelungen und die Zuteilung der Emissionszertifikate für die dritte Phase des Europäischen Emissionshandelssystems (EU ETS), die im Januar 2013 begann, sind bisher noch nicht abgeschlossen. Vorhersagen über die Auswirkungen auf unsere Produktionsstätten in Europa werden dadurch erschwert. 2013 werden wir eine Entstaubungsanlage in der Ukraine einbauen. Weitere Investitionen in Polen und Rumänien betreffen unter anderem die Reduzierung von Stickoxiden. In der Tschechischen Republik und Georgien sind Lärmminderungsmaßnahmen geplant. In unserem Zementwerk in Tehachapi, Kalifornien, werden wir 2013 ein System zur Einspritzung von Aktivkohle installieren. Wie bereits im Werk Cupertino, wo wir ausgezeichnete Erfahrungen mit einem ähnlichen System gemacht haben, wollen wir die Quecksilberemissionen um mehr als 90% reduzieren. Umweltschutzmaßnahmen in unseren asiatischen Werken betreffen insbesondere die Einrichtung von Frequenzumrichtern, um den Stromverbrauch zu senken. In Indonesien werden wir im Zementwerk Tarjun eine Gasreinigungsanlage zur Reduzierung der Schwefeloxid-Emissionen des unternehmenseigenen Kraftwerks installieren. Außerdem werden wir verschiedene, bereits 2012 begonnene Maßnahmen zur Lärmminderung abschließen. Das betrifft beispielsweise unser Werk Guangzhou in China. Im Zuschlagstoffbereich liegt ein Schwerpunkt der Umweltschutzinvestitionen neben der Staubreduzierung auf der Wasseraufbereitung. Dazu gehört beispielsweise der Bau einer Regenauffanganlage in Russland und die Sanierung von Abwasserleitungen in der Tschechischen Republik. Forschung und TechnikAuch in den kommenden Jahren wird die Entwicklung von Zementsorten mit reduziertem Klinkeranteil und damit geringem CO2 -Ausstoß im Mittelpunkt stehen. Durch alternative Roh- und Brennstoffe, die dabei zum Einsatz kommen, entlasten wir die Umwelt. In Abhängigkeit von der künftigen Preisentwicklung für CO2 -Emissionszertifikate sind auch deutliche Kosteneinsparungen zu erwarten. Als weitere Alternative zur CO2 - und Energieeinsparung werden wir außerdem die Entwicklung einer neuen Klinkertechnologie vorantreiben. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung hochwertiger Bindemittel und auf Betonanwendungen, um einen höheren Nutzen für unsere Kunden und einen Mehrwert für unser Unternehmen zu erzielen. Den erfolgreichen Technologietransfer werden wir künftig noch intensivieren, um die Innovationsgeschwindigkeit weiter zu erhöhen. Dabei planen wir für den Bereich Beton, den Ergebnisbeitrag von Spezialprodukten in den reifen Märkten im laufenden Geschäftsjahr nochmals deutlich zu steigern. Im Zementbereich werden wir das Programm "Operational Excellence", das 2010 gestartet wurde, weiter fortsetzen. Bis Ende 2013 werden wir durch Optimierung der Produktionsanlagen in all unseren Zementwerken Einsparpotenziale bei Energie- und Brennstoffkosten systematisch ermitteln und nutzen. Das Gleiche gilt auch für unser Projekt "CLIMB" im Zuschlagstoffbereich, das wir 2011 gestartet haben. Bis Ende 2013 wollen wir durch Prozessoptimierungen und Margensteigerungen eine nachhaltige Ergebnisverbesserung von 120 Mio € erreichen. BeschaffungWir werden auch im laufenden und nächsten Jahr die Effizienz der Beschaffung weiter steigern, indem wir die Standardisierung sowie Optimierung der Beschaffungsprozesse konsequent fortführen. Dazu gehört auch, die Bündelung von Warengruppen weiter voranzutreiben. Wir gehen für 2013 von unterschiedlichen Energiepreisentwicklungen in den für uns relevanten Energiemärkten aus. Während in Asien und Zentralasien, auch aufgrund der hohen Inflationsraten, weiterhin mit deutlichen Preissteigerungen zu rechnen ist, erwarten wir für Zentral- und Nordeuropa im Vergleich zu 2012 ein stabileres Preisniveau. In Nordamerika rechnen wir aufgrund der zuletzt wieder gestiegenen Gaspreise mit höheren Strom- und Brennstoffkosten als im Jahr 2012. Insgesamt planen wir unsere eher kurzfristig orientierte Einkaufspolitik für Brennstoffe und Strom beizubehalten. Wir werden nur in Einzelfälle sich ergebende Preischancen durch Preisfixierungen nutzen. Einschätzungen für 2013 und 2014 durch die Unternehmensleitung -Risiken und ChancenNachdem sich das Wachstum der Weltwirtschaft 2012 weiter verlangsamt hat, wird beginnend mit dem Jahr 2013 mit einer Beschleunigung gerechnet. Diese wird vor allem von den Schwellenländern Asiens und Afrikas getragen. Das Wachstum in den reifen Märkten Nordamerikas und Europas wird noch durch die anhaltenden Maßnahmen zur Konsolidierung der öffentlichen Haushalte begrenzt werden. RisikenRisiken für die weitere Entwicklung bestehen in erster Linie darin, dass das weltweite Wirtschaftswachstum hinter den Erwartungen zurückbleibt oder es sogar zu einem Rückfall in eine erneute Rezession kommt (sogenanntes Double-Dip-Szenario). Eine derartige Entwicklung könnte zum Beispiel durch ein unkontrolliertes Auseinanderbrechen der Euro-Zone ausgelöst werden, durch eine verzögerte Erholung der US-Wirtschaft, die Überhitzung der chinesischen oder indischen Wirtschaft oder militärische Konflikte in rohstoffreichen Ländern. Die bereits getroffenen und möglichen künftigen Maßnahmen zum Schuldenabbau einzelner Staatshaushalte, zum Beispiel in den USA und Großbritannien, können zu Kürzungen bei Infrastrukturinvestitionen führen und sich negativ auf das Wirtschaftswachstum und damit auf die Nachfrage im Wirtschaftsbau sowie auf den Rückgang der Arbeitslosenzahlen und damit auf die Nachfrage im privaten Wohnungsbau auswirken. Insbesondere in Großbritannien aber auch in einigen Ländern Osteuropas war die Nachfrage nach Baustoffen aufgrund der Sparmaßnahmen der nationalen Regierungen zuletzt rückläufig. Sollte sich der Abbau der Verschuldung länger als erwartet hinziehen, besteht das Risiko einer schwächeren Entwicklung im Infrastrukturbau. Daraus können Risiken für die geplanten Preiserhöhungen entstehen. Die weiterhin sehr volatile Entwicklung der Strom- und Brennstoffpreise stellt ein Risiko für die Entwicklung der Ertragslage in den Jahren 2013 und 2014 dar. Sollten die Strom- und Brennstoffpreise zum Beispiel aufgrund regionaler Unruhen in den Ländern Nordafrikas oder des Nahen Ostens stärker als erwartet steigen und HeidelbergCement nicht in der Lage sein, den Anstieg durch Preiserhöhungen und Effizienzsteigerung zu kompensieren, würden sich daraus Ergebnisbelastungen ergeben. Die rechtlichen Regelungen und die Zuteilung der Emissionszertifikate für die dritte Phase des Europäischen Emissionshandelssystems (EU ETS), die im Januar 2013 begann, sind bisher noch nicht abgeschlossen. Gleichzeitig wird auf europäischer Ebene über eine künstliche Verknappung der Emissionsrechte diskutiert. Vorhersagen über die Auswirkungen auf unser operatives Ergebnis werden dadurch erschwert. Ein weiteres Risiko für Absatz, Umsatz und Ergebnis besteht in einem stärker als erwarteten Anstieg der Inflation, insbesondere in den Schwellenländern Asiens. Dadurch könnte das verfügbare Haushaltseinkommen und damit die Nachfrage im Bereich Wohnungsbau beeinträchtigt werden. Schwankungen der Wechselkurse von Fremdwährungen gegenüber dem Euro stellen sowohl Risiken als auch Chancen dar. So führt beispielsweise ein Wertzuwachs des US-Dollar gegenüber dem Euro einerseits zu einer Erhöhung von Umsatz und operativem Ergebnis; andererseits steigt auch der US-Dollar-basierte Anteil der Einkaufskosten nach Umrechnung in Euro. Das betrifft insbesondere Rohstoffe, die auf dem Weltmarkt in US-Dollar gehandelt werden. Chancen aus der Entwicklung der RahmenbedingungenIm Jahr 2013 könnten sich Chancen aus einem stärker als erwarteten Wachstum in den Wirtschaftsräumen Europas und Nordamerikas sowie einer dadurch ausgelösten Belebung des Wirtschafts- und privaten Wohnungsbaus ergeben. Der öffentliche Bau könnte als Folge höherer Steuereinnahmen ebenfalls profitieren. Mittel- und langfristig sehen wir insbesondere Chancen für den Anstieg der Nachfrage nach Baustoffen für den Wohnungs-, Wirtschafts- und öffentlichen Bau aufgrund steigender Bevölkerungszahlen, einer Zunahme des Wohlstands und des anhaltenden Trends der Urbanisierung, insbesondere in den Wachstumsmärkten der Schwellenländer. Unternehmensstrategische ChancenAuch während der Krise haben wir den Ausbau unserer Kapazitäten in attraktiven Wachstumsregionen gezielt und sehr diszipliniert fortgesetzt. So haben wir etwa unsere Zementkapazitäten in den Wachstumsmärkten Asiens, Afrikas und Osteuropas kontinuierlich erhöht. In Polen haben wir 2012 eine neue Zementmühle in Betrieb genommen und in Indien haben wir unsere Marktposition durch die Erweiterung unserer Kapazitäten in Zentralindien verstärkt. Mit den neuen Zementmühlen in Ghana und Liberia und der für Ende 2013 geplanten Erweiterung der Zementkapazitäten in Indonesien eröffnen sich uns Chancen, von dem erwarteten Wachstum in diesen Regionen zu profitieren. Diese Wachstumsstrategie beabsichtigen wir auch in den kommenden Jahren fortzusetzen. Leistungswirtschaftliche ChancenDie konsequente und kontinuierliche Durchführung von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung in der Produktion und die damit verbundene Realisierung von Chancen ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Strategie. Im Rahmen des Anfang 2011 gestarteten Programms "FOX 2013" arbeiten wir unter anderem an Einsparungen beim Energieverbrauch in der Zementherstellung und an einer umfassenden Verbesserung unserer Margen im Bereich der Zuschlagstoffe. Darüber hinaus sehen wir Chancen für eine Verbesserung der Kostenstruktur durch den steigenden Einsatz von alternativen Brenn- und Rohstoffen, mit dem wir gleichzeitig unsere CO2 -Emissionen reduzieren. Zusätzlich arbeiten wir an der Optimierung unserer Logistik, um durch eine bessere Auslastung von Fahrzeugen und Fahrern weitere Effizienzsteigerungen zu erzielen. HeidelbergCement sieht sich mit seinem integrierten Produktportfolio, seinen starken Positionen in Wachstumsmärkten und seiner effizienten Kostenstruktur gut gerüstet, um sich eventuell realisierende Risiken zu bewältigen und von den sich bietenden Chancen zu profitieren. Corporate GovernanceTeil des zusammengefassten Lageberichts des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AGErklärung zur UnternehmensführungEntsprechenserklärung gem. § 161 AktG Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werden Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen Compliance VergütungsberichtAktuelles Vorstandsvergütungssystem 2012 Höhe der Vorstandsvergütung 2012 Aufsichtsratsvergütung 2012 Organe der GesellschaftAufsichtsrat Ausschüsse des Aufsichtsrats Vorstand Erklärung zur Unternehmensführung1)Entsprechenserklärung gem. § 161 AktGAm 5. Februar 2013 hat der Vorstand und am 7. Februar 2013 hat der Aufsichtsrat beschlossen, die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 Abs. 1 AktG abzugeben: Vorstand und Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG erklären gemäß § 161 Abs. 1 AktG, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (im Folgenden Kodex) mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und entsprochen wird:
Die vorstehende Erklärung bezieht sich für den Berichtszeitraum seit dem 7./9. Februar 2012 mit Aktualisierung vom 28. Juni 2012 (Abgabe der letzten Entsprechenserklärung) auf die am 15. Juni 2012 bekanntgemachte Kodexfassung vom 15. Mai 2012. Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werdenEin konzernweit geltender Verhaltenskodex fordert von allen Mitarbeitern die Beachtung der Grundregeln des geschäftlichen Anstands - unabhängig davon, ob diese ihren Niederschlag in gesetzlichen Vorschriften gefunden haben oder nicht. Gefordert werden insbesondere:
Der Verhaltenskodex, der auf unserer Internetseite www.heidelbergcement.com unter "Über uns / Corporate Governance/ Verhaltenskodex" öffentlich zugänglich ist, ist Teil des umfassenden Compliance-Programms. Dessen Beachtung wird im Rahmen der darin enthaltenen Kontrollmechanismen überwacht. Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren AusschüssenEin duales Führungssystem ist HeidelbergCement als deutscher Aktiengesellschaft gesetzlich vorgegeben: Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung; die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Unternehmensleitung; der Vorstandsvorsitzende koordiniert die Arbeit der Vorstandsmitglieder. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, unmittelbar eingebunden; der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat. Geschäftsführung durch den VorstandBei der Leitung des Unternehmens ist der Vorstand an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Er hat für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin (Compliance). Er sorgt für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen. Der Vorstand achtet bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) und strebt dabei eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an; eine feste Frauenquote lehnt der Vorstand hingegen ab. Die von Vorstand und Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung für den Vorstand regelt in Verbindung mit dem vom Aufsichtsrat gebilligten Geschäftsverteilungsplan die Arbeit des Vorstands, insbesondere die Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderlichen Beschlussmehrheiten. Danach führt jedes Vorstandsmitglied sein Ressort selbstständig und in eigener Verantwortung, jedoch mit der Maßgabe, dass alle Angelegenheiten von näher definierter wesentlicher Bedeutung vom Gesamtvorstand zu entscheiden sind. Dies geschieht in den regelmäßig stattfindenden und vom Vorstandsvorsitzenden geleiteten Vorstandssitzungen auf der Grundlage vorbereiteter Sitzungsunterlagen. Die Sitzungsergebnisse werden in einem Protokoll festgehalten, das alle Vorstandsmitglieder erhalten. Vorstandsausschüsse bestehen nicht. Beratung und Überwachung durch den AufsichtsratAufgabe des Aufsichtsrats ist es, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig zu beraten und zu überwachen. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen hat der Vorstand ihn einzubinden. Die vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat regelt dessen Organisation und Arbeit, insbesondere die erforderlichen Beschlussmehrheiten, die seiner Zustimmung bedürfenden Rechtsgeschäfte und Maßnahmen, die Regelaltersgrenze für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie die Aufgaben der eingerichteten Ausschüsse. Der Aufsichtsrat tritt wenigstens zweimal im Halbjahr zu Sitzungen zusammen, in denen er - in der Regel auf der Grundlage vom Vorstand erstatteter Berichte und zur Sitzungsvorbereitung vorab erhaltener Unterlagen - die anstehenden Themen erörtert und die erforderlichen Beschlüsse fasst. Bei Bedarf finden zusätzliche Sitzungen statt. Über die Sitzungen wird ein Protokoll erstellt, das alle Aufsichtsratsmitglieder erhalten. Dem Aufsichtsrat gehören eine nach seiner Ansicht ausreichende Zahl an unabhängigen Mitgliedern und mindestens ein unabhängiges Mitglied an, das über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt. Der Aufsichtsrat hat satzungsgemäß insgesamt vier Ausschüsse gebildet, deren Aufgaben und Arbeitsweise nachfolgend beschrieben werden. Über die Ergebnisse der Ausschusstätigkeit wird in der jeweils nachfolgenden Aufsichtsratssitzung dem Plenum berichtet. Dem Personalausschuss obliegt die Vorbereitung für die Entscheidung des Aufsichtsrats über die Bestellung von Vorstandsmitgliedern, für die Wahl des Vorstandsvorsitzenden und die Festlegung der Vergütungsstruktur des Vorstands sowie die Bezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder. Ferner obliegt ihm die Entscheidung über die Ausgestaltung der nicht vergütungsbezogenen rechtlichen Beziehungen zwischen der Gesellschaft und den Vorstandsmitgliedern. Dem Personalausschuss gehören die Herren Fritz-Jürgen Heckmann, Josef Heumann, Hans Georg Kraut, Ludwig Merckle, Tobias Merckle und Heinz Schmitt an; Vorsitzender ist Herr Ludwig Merckle. Dem Prüfungsausschuss obliegt die Vorbereitung der Entscheidung des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses. Ihm obliegt außerdem die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems, des Compliance-Programms und der Abschlussprüfung. Bei der Befassung mit der Abschlussprüfung obliegen ihm insbesondere die Vorbereitung des Vorschlags des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung für die Bestellung des Abschlussprüfers, die Erteilung des Prüfungsauftrags, die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte, die vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Abschluss der Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer, die Prüfung der Unabhängigkeit einschließlich der Einholung der Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers und die Entscheidung über Maßnahmen wegen während der Prüfung auftretender Gründe für einen möglichen Ausschluss oder eine Befangenheit des Abschlussprüfers. Darüber hinaus erörtert der Prüfungsausschuss mit dem Vorstand Halbjahres- und Quartalsberichte vor deren Veröffentlichung. Über die Sitzungen wird ein Protokoll erstellt, das alle Ausschussmitglieder erhalten. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses verfügt über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Dem Prüfungsausschuss gehört neben dem Vorsitzenden mindestens ein unabhängiges Mitglied an, das ebenfalls über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt. Dem Prüfungsausschuss gehören die Herren Robert Feiger, Fritz-Jürgen Heckmann, Max Dietrich Kley, Ludwig Merckle, Heinz Schmitt und Werner Schraeder an; Vorsitzender ist Herr Ludwig Merckle. Dem Nominierungsausschuss obliegt es, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen. Ihm gehören als Vertreter der Anteilseigner die Herren Fritz-Jürgen Heckmann, Ludwig Merckle und Tobias Merckle an; Vorsitzender ist Herr Fritz-Jürgen Heckmann. Dem Vermittlungsausschuss gem. §§ 27 Abs. 3, 31 Abs. 3 des Mitbestimmungsgesetzes obliegt es, dem Aufsichtsrat einen Vorschlag für die Bestellung von Vorstandsmitgliedern zu machen, wenn die dazu notwendige Zweidrittelmehrheit zunächst nicht zustande gekommen ist. Ihm gehören die Herren Fritz-Jürgen Heckmann, Hans Georg Kraut, Tobias Merckle und Heinz Schmitt an; Vorsitzender ist Herr Fritz-Jürgen Heckmann. Vielfalt (Diversity)Der Aufsichtsrat hat am 28. Juni 2012 beschlossen, der Empfehlung in Ziff. 5.4.1 des Kodex in seiner Neufassung vom 15. Mai 2012 zu folgen. Infolgedessen wurde die Entsprechenserklärung unterjährig aktualisiert. Der Aufsichtsrat hat folgende konkrete Ziele für seine Zusammensetzung benannt: Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats spiegelt die nationale und internationale Ausrichtung von HeidelbergCement als einem führenden Baustoffhersteller angemessen wider. Dem Aufsichtsrat gehören mindestens drei von den Anteilseignern gewählte Mitglieder an, die unabhängige Mitglieder im Sinn von Ziffer 5.4.2 des Kodex sind. Dem nach dem Ende der Hauptversammlung 2014 neu konstituierten Aufsichtsrat gehören mindestens zwei Frauen an. Die Regelaltersgrenze beträgt für Aufsichtsräte 75 Jahre. Zusammenarbeit von Vorstand und AufsichtsratVorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Dazu stimmt der Vorstand die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung. Für näher definierte Geschäfte von wesentlicher Bedeutung hat der Aufsichtsrat in der Geschäftsordnung des Vorstands Zustimmungsvorbehalte festgelegt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Er geht auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von aufgestellten Plänen und Zielen unter Angabe von Gründen ein. Der Aufsichtsrat hat die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands in der Geschäftsordnung des Vorstands näher festgelegt. Entscheidungsnotwendige Unterlagen, insbesondere der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der Prüfungsbericht, werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Sitzung zugeleitet. Die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ist von gegenseitigem Vertrauen und einer offenen Diskussionskultur unter umfassender Wahrung der Vertraulichkeit geprägt. Auch zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats hält der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Vorsitzenden des Vorstands, regelmäßigen Kontakt und erörtert mit ihm Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance des Unternehmens. Anteilsbesitz von Vorstands- und AufsichtsratsmitgliedernDer direkte oder indirekte Besitz von Aktien oder von sich auf Aktien beziehenden Derivaten von Vorstandsmitgliedern hat in keinem Einzelfall und auch nicht in Summe den Schwellenwert von 1 % der ausgegebenen Aktien überschritten. Das Aufsichtsratsmitglied Ludwig Merckle hält nach den vorliegenden Meldungen direkt und indirekt 25,11 % der ausgegebenen Aktien. Hinsichtlich der weiteren Aufsichtsratsmitglieder hat der Besitz von Aktien oder von sich auf Aktien beziehenden Derivaten nach den vorliegenden Meldungen in keinem Einzelfall und auch nicht in Summe den Schwellenwert von 1 % der ausgegebenen Aktien überschritten. Beziehungen zu den AktionärenDie Aktionäre nehmen im Rahmen der gesetzlichen oder satzungsmäßig vorgesehenen Möglichkeiten ihre Rechte vor oder während der Hauptversammlung wahr und üben dabei ihr Stimmrecht aus. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme (One-Share-One-Vote-Prinzip). Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet in der Regel in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahrs statt. Alle für die Wahrnehmung der Aktionärsrechte wichtigen Unterlagen sowie die Beschlussgegenstände und -unterlagen stehen den Aktionären rechtzeitig und leicht zugänglich auf unserer Internetseite zur Verfügung. In der Bekanntmachung der Tagesordnung für die Hauptversammlung und auf unserer Internetseite werden den Aktionären die zur Wahrnehmung ihrer Rechte, insbesondere ihrer Stimmrechte auf der Hauptversammlung, auch im Wege der Bevollmächtigung oder der Briefwahl, erforderlichen Informationen gegeben. Den Aktionären steht auch ein weisungsgebundener Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft zur Wahrnehmung ihres Stimmrechts auf der Hauptversammlung zur Verfügung. Der Bericht des Vorstandsvorsitzenden an die Hauptversammlung wird zeitgleich in das Internet eingestellt. Nach dem Ende der Hauptversammlung werden die Präsenz sowie die Abstimmungsergebnisse zu den einzelnen Tagesordnungspunkten auf unserer Internetseite veröffentlicht. Im Rahmen unserer Investor-Relations-Arbeit informieren wir Aktionäre und andere Investoren umfassend und regelmäßig quartalsweise über die Geschäftsentwicklung sowie über die Finanz- und Ertragslage, aber auch über Mitteilungen nach dem Wertpapierhandelsgesetz, Analystenpräsentationen, Pressemitteilungen und den jährlichen Finanzkalender. Einzelheiten zu unserer Investor-Relations-Arbeit sind auf Seite 34 dargestellt. ComplianceDas in den konzernweiten Management- und Überwachungsstrukturen fest verankerte Compliance-Programm hat einen hohen Stellenwert in der Führungskultur von HeidelbergCement. Es umfasst die gesamte Compliance-Organisation im Konzern, die Aufstellung von Richtlinien und die Überprüfung ihrer Einhaltung. Die Compliance-Organisation untersteht dem Vorstandsvorsitzenden, an den der Director Group Compliance direkt berichtet. Jedes Land hat einen eigenen Compliance-Beauftragten, aber die Verantwortung für rechts- und regelkonformes Verhalten der Mitarbeiter liegt bei allen Führungskräften und natürlich den Mitarbeitern selbst. Moderne Techniken und Medien, wie elektronische Lernplattformen und Lernprogramme, sowie internet- und telefonbasierte Meldesysteme unterstützen die Compliance-Beauftragten. Diese Instrumente werden im Zuge einer fortlaufenden Überprüfung des gesamten Compliance-Programms kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt. Die Überwachung der konzernweiten Umsetzung des Compliance-Programms geschieht durch Regel- und Sonderprüfungen der internen Revision sowie durch spezielle halbjährliche Compliance-Berichte des Director Group Compliance an den Vorstand und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Dieser überwacht im Rahmen seiner Aufgabenzuweisung die Wirksamkeit des Compliance-Programms und überprüft dabei insbesondere, ob es den gesetzlichen Anforderungen und anerkannten Compliance-Standards genügt. Wichtige inhaltliche Schwerpunkte der vorsorgenden Tätigkeit der Compliance-Beauftragten lagen 2012 auf der Einhaltung der Bestimmungen des Wettbewerbsrechts und der Antikorruptionsregeln. Dies wurde auch durch verstärkte Trainingsmaßnahmen in diesen Bereichen unterstützt. Insbesondere vor dem Hintergrund der Bestimmungen des am 1. Juli 2011 in Kraft getretenen UK Bribery Act wird das Compliance-Programm derzeit um weitere Instrumente ergänzt. So wurde beispielsweise zusammen mit externen Experten ein Konzept zur Bewertung von Korruptionsrisiken und möglichen Interessenkonflikten sowie zu deren Reduzierung entwickelt, um sicherzustellen, dass Korruptionsdelikte wirksam verhindert werden. Dieses wird seit 2012 schrittweise konzernweit eingeführt. Neben diesen Schwerpunkten stehen unverändert das Arbeitssicherheits- und Umweltrecht im Fokus. Hier spiegeln sich die Merkmale und Besonderheiten einer in der Regel lokal tätigen, rohstoffgewinnenden Schwerindustrie wider, die homogene Massengüter herstellt und vertreibt. Besondere Anstrengungen gelten außerdem der Einhaltung des Insiderhandelsverbots, der Kapitalmarkt- und Datenschutzvorschriften, der Regeln zum diskriminierungsfreien Umgang mit Mitarbeitern und der internen Einkaufsgrundsätze. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil werden das Vorstandsvergütungssystem dargestellt und die auf das Geschäftsjahr 2012 entfallene Vergütung der Mitglieder des Vorstands. Im zweiten Teil wird die für das Geschäftsjahr 2012 gezahlte Aufsichtsratsvergütung dargestellt. Aktuelles Vorstandsvergütungssystem 2012Vor dem Hintergrund des am 5. August 2009 in Kraft getretenen Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung hat der Aufsichtsrat ein neues Vorstandsvergütungssystem beschlossen, das für das Geschäftsjahr 2011 zum ersten Mal zur Anwendung kam. Das neue System wurde gemäß § 120 Abs. 4 AktG am 5. Mai 2011 durch die Hauptversammlung mit einer Mehrheit von 96 % der abgegebenen Stimmen gebilligt. GrundsätzeDie Systematik und die Höhe der Vorstandsvergütung werden auf Vorschlag des Personalausschusses durch den Aufsichtsrat festgelegt. Diese Festlegung orientiert sich an der Größe und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage, seinen Zukunftsaussichten, der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen sowie der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Zusätzlich werden die Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds und des Gesamtvorstands berücksichtigt. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiche Arbeit in einer Unternehmenskultur mit eindeutiger Leistungs- und Ergebnisorientierung bietet. VergütungsbestandteileDas seit 1. Januar 2011 geltende Vergütungssystem besteht aus einem festen Jahresgehalt, einem variablen Jahresbonus sowie einem variablen Langfristbonus. Im Vergleich zu dem bis 2010 gültigen Vergütungssystem wurde das neue System noch stärker auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Dieser Anspruch wurde erreicht durch die:
Die Bezüge des Vorstands setzen sich zusammen aus: 1. einem festen Jahresgehalt, 2. einem variablen Jahresbonus, 3. einem variablen Langfristbonus mit langfristiger Anreizwirkung, 4. Nebenleistungen sowie 5. Pensionszusagen. Die folgende Grafik zeigt das Verhältnis von fixen zu variablen Vergütungsbestandteilen in der Zielvergütung (ohne Nebenleistungen und Pensionszusagen) sowie die Höhe der einzelnen variablen Anteile bei einer 100 %-Zielerreichung im Vergleich zum festen Jahresgehalt. Verhältnis der Vergütungsbestandteile bei 100 %-Zielerreichung![]() 1. Festes JahresgehaltDas feste Jahresgehalt ist eine fixe, auf das Geschäftsjahr bezogene Barvergütung, die sich am Verantwortungsbereich des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientiert und in zwölf Monatsraten ausgezahlt wird. Sie beträgt etwa 38% der Zielvergütung bei 100 %-Zielerreichung. 2. JahresbonusDer Jahresbonus ist ein variabler Vergütungsbestandteil, der sich auf ein Geschäftsjahr bezieht und bei einer 100 %-Zielerreichung 70 % des festen Jahresgehalts beträgt. Er beträgt etwa 27 % der Zielvergütung. Wie bisher wird als Leistungskennzahl der Anteil der Gruppe am Jahresüberschuss, bereinigt um Sondereffekte, verwendet. Zusätzlich werden individuelle Ziele mit dem Vorstandsvorsitzenden und den Vorstandsmitgliedern vereinbart. Der Aufsichtsrat entscheidet zu Beginn des Geschäftsjahrs über die Erfolgsziele und stellt nach Ablauf des Geschäftsjahrs den Grad der Zielerreichung fest.
Im Folgenden ist eine Beispielrechnung für die Ermittlung des Jahresbonus bei einem festen Jahresgehalt von 700.000 € wiedergegeben. Beispielrechnung Jahresbonus1)scroll
1)
Die verwendeten Zielerreichungsgrade sind
fiktiv und dienen nur der Veranschaulichung. 3. LangfristbonusDer Langfristbonus ist ein langfristig orientierter variabler Vergütungsbestandteil, der in jährlichen Tranchen, beginnend im Jahr 2011, begeben wird. Er beträgt 90 % vom festen Jahresgehalt bei einer 100 %-Zielerreichung. Der Langfristbonus beträgt etwa 35 % der Zielvergütung. Er besteht aus zwei gleichgewichteten Komponenten. Die erste Komponente, die sogenannte Management-Komponente mit einer Laufzeit von drei Jahren, berücksichtigt die interne Wertschöpfung, gemessen am Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und Return on Invested Capital (ROIC), und ist in Form eines Bonus mit Barauszahlung gestaltet. Die Auszahlung erfolgt nach der Hauptversammlung im Jahr nach der dreijährigen Performance-Periode. Die zweite Komponente, die sogenannte Kapitalmarkt-Komponente mit einer Laufzeit von vier Jahren, berücksichtigt die externe Wertschöpfung, gemessen als Total Shareholder Return (TSR) - angepasst um die reinvestierten Dividendenzahlungen und unter Bereinigung von Kapitalveränderungen - im Vergleich zu relevanten Kapitalmarktindizes, unter Verwendung von Performance Share Units (PSUs). Bei den PSUs handelt es sich um virtuelle Aktien, die der Berechnung der Kapitalmarkt-Komponente dienen. Zu Beginn jeder Tranche werden vom Aufsichtsrat Erfolgsziele für beide Komponenten auf Basis verschiedener Leistungskennzahlen festgelegt, deren Erreichung Einfluss auf die Höhe des Langfristbonus hat. Nach Ablauf der jeweiligen Performance-Periode wird der Grad der Zielerreichung vom Aufsichtsrat festgestellt. Die Zielsetzung für die Management-Komponente orientiert sich an dem für die Gesellschaft maßgeblichen dreijährigen operativen Plan, den der Vorstand dem Aufsichtsrat vorgestellt hat. Die aktienbasierte Kapitalmarkt-Komponente wird in Anlehnung an § 193 Abs. 2 Nr. 4 AktG über einen Zeitraum von vier Jahren gemessen. Für die Kapitalmarkt-Komponente wird in einem ersten Schritt die Anzahl der zunächst gewährten Performance Share Units (PSUs) ermittelt: Die Stückzahl der PSUs errechnet sich aus 45 % des festen Jahresgehalts geteilt durch den Referenzkurs2) der HeidelbergCement-Aktie zum Begebungszeitpunkt. Nach Ablauf der vierjährigen Performance-Periode werden die endgültig erdienten PSUs in einem zweiten Schritt entsprechend der Zielerreichung ermittelt und zum dann geltenden Referenzkurs der HeidelbergCement-Aktie - angepasst um die reinvestierten Dividendenzahlungen und unter Bereinigung von Kapitalveränderungen - in bar ausgezahlt.
Auszahlungssystematik des LangfristbonusIn der folgenden Grafik ist die Auszahlungssystematik des Langfristbonus dargestellt. ![]() Die Auszahlung der Management-Komponente des 2012 aufgelegten Langfristbonusplans 2012-2014/15 erfolgt nach der Hauptversammlung 2015, d.h. im Jahr nach der dreijährigen Performance-Periode. Die Auszahlung der Kapitalmarkt-Komponente des Langfristbonusplans 2012-2014/15 erfolgt nach der Hauptversammlung 2016, d.h. im Jahr nach der vierjährigen Performance-Periode. Im Jahr 2016 wird nach der Hauptversammlung ebenfalls die Management-Komponente des dritten, im Jahr 2013 aufgelegten Langfristbonusplans 2013-2015/16 ausgezahlt. Während der Implementierungsphase ist ein Auszahlungsmechanismus mit Bonus-Malus-Systematik Bestandteil des Langfristbonusplans. Demnach kommt für die ersten drei Jahre jährlich jeweils ein Drittel des Zielwerts des ersten Langfristbonusplans 2011-2013/14 nach der Hauptversammlung im jeweils folgenden Jahr zur Auszahlung. Diese Beträge müssen an das Unternehmen zurückerstattet oder mit zukünftigen Zahlungen variabler Vergütungsbestandteile verrechnet werden, soweit der Zielwert nicht erreicht wird. Nachstehend ist eine Beispielrechnung für die Ermittlung des Langfristbonus bei einem festen Jahresgehalt von 700.000 € wiedergegeben. Beispielrechnung Langfristbonus1)scroll
4. NebenleistungenDie steuerpflichtigen Nebenleistungen der Vorstandsmitglieder bestehen aus der Zurverfügungstellung von Dienstwagen, Fahr- und Sekretariatsdienstleistungen, Mobilfunk- und Kommunikationsmitteln sowie aus Aufwandsentschädigungen, Versicherungsleistungen und entsendungsbedingten geldwerten Vorteilen. 5. PensionszusagenDie Pensionsverträge der deutschen Mitglieder des Vorstands beinhalten die Zusage auf ein jährliches Ruhegehalt, das sich als Prozentsatz des pensionsfähigen Einkommens bemisst. Der Prozentsatz ist abhängig von der Dauer der Vorstandstätigkeit. Er beträgt nach fünf Jahren Vorstandstätigkeit mindestens 40 % des pensionsfähigen Einkommens und kann auf maximal 65 % des pensionsfähigen Einkommens steigen. Für den Vorstandsvorsitzenden beträgt der Prozentsatz 4% des pensionsfähigen Einkommens je angefangenes Dienstjahr, höchstens jedoch 60%. Das pensionsfähige Einkommen entspricht einem vertraglich vereinbarten Anteil am festen Jahresgehalt des Vorstandsmitglieds. Bei Vertragsbeendigung anlässlich des Eintritts des Versorgungsfalls wird für die Dauer von sechs Monaten ein Übergangsgeld in Höhe der monatlichen Gehaltsteilbeträge auf Basis des festen Jahresgehalts gezahlt. Die Ruhegehaltszahlung erfolgt monatlich entweder:
Die Pensionsverträge beinhalten eine Hinterbliebenenversorgung. Verstirbt ein Vorstandsmitglied während der Dauer seines Anstellungsvertrags oder nach Eintritt des Versorgungsfalls, erhalten seine Witwe sowie seine unterhaltsberechtigten Kinder Witwen- bzw. Waisengeld. Das Witwengeld beträgt 60% des Ruhegehalts des Verstorbenen. Das Waisengeld beträgt 10% des Ruhegehalts des Verstorbenen, solange gleichzeitig Witwengeld gezahlt wird. Sofern gleichzeitig kein Witwengeld gezahlt wird, beträgt das Waisengeld 20 % des Ruhegehalts des Verstorbenen. Die Pensionsregelung von Herrn Daniel Gauthier richtet sich nach dem Pensionsplan der Cimenteries CBR S.A., einem 100%igen Tochterunternehmen der HeidelbergCement AG mit Sitz in Brüssel, Belgien. Die Versorgungszusage ist hinsichtlich der Höhe vergleichbar mit der Pensionsregelung für die deutschen Mitglieder des Vorstands und beinhaltet ebenfalls eine Hinterbliebenenversorgung. Anpassung der BezügeDer Aufsichtsrat hat die Möglichkeit zur diskretionären Anpassung (Ermessensspielraum) des Jahres- und des Langfristbonus um ±25 % des Zielwerts dieser variablen Vergütungsbestandteile, um die persönliche Leistung des einzelnen Vorstandsmitglieds und/oder außergewöhnliche Umstände zu berücksichtigen. Unberührt bleiben das Recht und die Pflicht des Aufsichtsrats, gemäß § 87 Abs. 2 AktG die Vorstandsbezüge auf eine angemessene Höhe herabzusetzen, wenn sich die Lage der Gesellschaft nach der Festsetzung so verschlechtert, dass die unveränderte Weitergewährung der Vorstandsbezüge unbillig für die Gesellschaft wäre. Eigeninvestment (Share Ownership)Zur Unterstützung der nachhaltigen Unternehmensentwicklung hat der Aufsichtsrat Vorgaben für den Aktienbesitz der Vorstandsmitglieder beschlossen. Vorstandsmitglieder müssen einen Teil ihres Privatvermögens für den Erwerb einer festgesetzten Anzahl von HeidelbergCement-Aktien einsetzen und diese Aktien während ihrer Zugehörigkeit zum Vorstand halten. Die Zahl der zu haltenden Aktien ist für den Vorstandsvorsitzenden auf 30.000 Stück HeidelbergCement-Aktien und für die anderen Vorstandsmitglieder auf je 10.000 Stück HeidelbergCement-Aktien festgelegt. Zur Erfüllung der Vorgaben ist die Hälfte der Auszahlungsbeträge aus dem Langfristbonus zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft zu verwenden, bis das vollständige Eigeninvestment erbracht ist. Der Aufbau des Eigeninvestments kann dadurch mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Ab der erstmaligen Auszahlung aus dem Langfristbonusplan wird über das Eigeninvestment jedes Vorstandsmitglieds berichtet. Auf das Eigeninvestment werden bereits gehaltene Aktien der Gesellschaft angerechnet. D&O-VersicherungDie Mitglieder des Vorstands sind in die bestehende Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) der Gesellschaft einbezogen. Der vereinbarte Selbstbehalt entspricht dem Mindestselbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG in der jeweils gültigen Fassung. Regelungen bei Neuabschlüssen und Verlängerungen von VorstandsverträgenDie nachfolgenden Regelungen zum Abfindungs-Cap und die Change-of-Control-Klausel finden seit dem 1. Januar 2011 Anwendung bei Neuabschlüssen oder Verlängerungen von Vorstandsverträgen. Diese Regelungen traten für Daniel Gauthier und Andreas Kern 2011, für Dr. Dominik von Achten und Dr. Albert Scheuer 2012 in Kraft. Abfindungs-CapGemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex wird bei Neuabschluss von Vorstandsverträgen und bei der Verlängerung bestehender Vorstandsverträge darauf geachtet, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags vergüten. Die Berechnung des Abfindungs-Caps erfolgt auf Höhe der Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahrs und gegebenenfalls auch auf Höhe der voraussichtlichen Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr. Change-of-Control-KlauselGemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex wird bei Neuabschluss von Vorstandsverträgen und bei der Verlängerung bestehender Vorstandsverträge darauf geachtet, dass eine Zusage für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels 150% des Abfindungs-Caps nicht übersteigt. Für das Jahr 2013 ist keine Änderung der Vergütungssystematik geplant; im Jahr 2013 wird, wie in den Vorstandsverträgen vorgesehen, die Systematik und die Höhe der Vorstandsvergütung überprüft. Höhe der Vorstandsvergütung 2012Höhe der fixen und variablen VergütungDie Festvergütung des Vorstands veränderte sich gegenüber dem Vorjahr auf 5,0 (i.V.: 4,8) Mio €. Die Summe der variablen Vergütungsbestandteile, die 2012 nur aus einer Jahrestantieme mit Einjahresbezug bestand, erhöhte sich auf 6,7 (i.V.: 4,5) Mio €. Die auf das Geschäftsjahr 2012 entfallene Vergütung der Mitglieder des Vorstands ist in der nachstehenden Tabelle dargestellt. Auf das Geschäftsjahr 2012 entfallene Vorstandsvergütungscroll
Langfristbonusplan 2012-2014/15Die Vorstandsmitglieder nehmen an dem im Jahr 2012 aufgelegten Langfristbonusplan 2012-2014/15 teil. Die Zielwerte für den Plan liegen für Dr. Bernd Scheifele bei 1.188.000 €, für Dr. Dominik von Achten bei 810.000 € und für die weiteren Vorstandsmitglieder bei je 630.000 €. Der Plan besteht aus zwei gleichgewichteten Komponenten: der Management-Komponente und der Kapitalmarkt-Komponente. Der Zielwert jeder Komponente beträgt für Dr. Bernd Scheifele 594.000 €, für Dr. Dominik von Achten 405.000 € und für die weiteren Vorstandsmitglieder je 315.000 €. Der Referenzkurs für die Kapitalmarkt-Komponente beträgt 30,45 €. Dem entsprechen 19.507 Performance Share Units (PSUs) für Dr. Bernd Scheifele, für Dr. Dominik von Achten 13.300 PSUs und je 10.345 PSUs für die weiteren Vorstandsmitglieder. Gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 4 HGB ist für die Kapitalmarkt-Komponente der Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung anzugeben. Er beträgt für Dr. Bernd Scheifele 482.000 €, für Dr. Dominik von Achten 329.000 € und für die weiteren Vorstandsmitglieder jeweils 256.000 €. Der beizulegende Zeitwert wurde nach einem anerkannten finanzmathematischen Verfahren (Monte-Carlo-Simulation) ermittelt. Auszahlungen aus dem Langfristbonusplan 2012-2014/15 erfolgten im Geschäftsjahr 2012 nicht. Die nachstehende Tabelle zeigt den Langfristbonusplan 2012-2014/15. Langfristbonusplanscroll
Höhe der Nebenleistungen (auf 1.000 € gerundet)Die steuerpflichtigen Nebenleistungen betrugen 1,3 (i.V.: 1,4) Mio €. Für Mandate und Ämter bei konzernangehörigen Gesellschaften hat Dr. Bernd Scheifele 267.000 (i.V.: 268.000) €, Daniel Gauthier 132.000 (i.V.: 162.000) €, Andreas Kern 259.000 (i.V.: 269.000) € und Dr. Lorenz Näger 267.000 (i.V.: 279.000) € erhalten. Diese Leistungen werden in voller Höhe auf die Gesamtvergütung angerechnet. Außerdem erhalten Dr. Bernd Scheifele sowie Dr. Lorenz Näger für die Wahrnehmung von Aufsichtsratsmandaten innerhalb des HeidelbergCement Konzerns und Dr. Dominik von Achten für seine Tätigkeit als Vorstand für das Konzerngebiet Nordamerika jeweils eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 50.000 €. Weiterhin beziehen sich die Nebenleistungen auf die Versteuerung geldwerter Vorteile, die bei Dr. Bernd Scheifele 19.000 (i.V.: 19.000) €, bei Dr. Dominik von Achten 44.000 (i.V.: 129.000) €, bei Daniel Gauthier 16.000 (i.V.: 2.000) €, bei Andreas Kern 27.000 (i.V.: 25.000) €, bei Dr. Lorenz Näger 17.000 (i.V.: 15.000) € und bei Dr. Albert Scheuer 60.000 (i.V.: 47.000) € betragen. Höhe der GesamtvergütungDie Gesamtvergütung des Vorstands belief sich im Jahr 2012 auf 13,9 (i.V.: 11,4) Mio €. Pensionszusagen2012 wurden für die Mitglieder des Vorstands 1,8 (i.V.: 1,8) Mio € den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen (laufender Dienstzeitaufwand) zugeführt. Der Barwert der Pensionsansprüche betrug 22,6 (i.V.: 19,9) Mio €. Die Werte sind in der folgenden Tabelle dargestellt. Versorgungszusagenscroll
An frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene wurden 2012 3,1 (i.V.: 3,0) Mio € gezahlt. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern beliefen sich auf 27,6 (i.V.: 27,8) Mio €. Darlehen an VorstandsmitgliederIm Jahr 2012 wurden keine Kredite an Vorstandsmitglieder der HeidelbergCement AG gewährt. Aufsichtsratsvergütung 2012Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wurde von der Hauptversammlung 2010 neu festgesetzt und ist in § 12 der Satzung der HeidelbergCement AG geregelt, die auf unserer Internetseite www.heidelbergcement.com unter "Über uns/Corporate Governance/Satzung" veröffentlicht ist. Die Vergütung besteht aus Festbeträgen und Sitzungsgeldern. Jedes Mitglied erhält einen Festbetrag in Höhe von 40.000 €, der Vorsitzende erhält das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten zusätzlich eine feste Vergütung von 15.000 € und die des Personalausschusses von 7.500 €. Der Ausschussvorsitzende erhält jeweils das Doppelte. Darüber hinaus wird für jede persönliche Teilnahme an einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld von 1.500 € gezahlt. Zusätzlich zu den Festbeträgen erhalten die Aufsichtsratsmitglieder eine variable Vergütung, die für jedes Mitglied 58 € je 0,01 € Ergebnis je Aktie, das über den Sockelbetrag von 2,50 € Ergebnis je Aktie hinausgeht, beträgt. Maßgebend ist das entsprechend den International Financial Reporting Standards berechnete und im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr, für das die Vergütung gezahlt wird, ausgewiesene Ergebnis je Aktie. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Zweieinhalbfache dieses Betrags, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache. Die so berechnete variable Vergütung ist auf die Höhe der festen Vergütung begrenzt. Die allen Aufsichtsratsmitgliedern gewährte variable Vergütung darf insgesamt den Bilanzgewinn der Gesellschaft, vermindert um 4% der auf den geringsten Ausgabebetrag der Aktien geleisteten Einlagen, nicht übersteigen. Im Geschäftsjahr 2012 wurde keine variable Vergütung ausgezahlt. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats (ohne Umsatzsteuer) beläuft sich für das Geschäftsjahr 2012 auf 790.978 (i.V.: 803.000) €. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat führen einen nennenswerten Teil ihrer Aufsichtsratsvergütung an das Erholungswerk der Belegschaft der HeidelbergCement AG sowie - mit Ausnahme des Vertreters der leitenden Angestellten - an die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung ab. Die für das Geschäftsjahr 2012 gezahlten Aufsichtsratsvergütungen sind individualisiert in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Für das Geschäftsjahr 2012 gezahlte Aufsichtsratsvergütungenscroll
Organe der GesellschaftAufsichtsratDer Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG besteht satzungsgemäß aus zwölf Mitgliedern. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden je zur Hälfte von der Hauptversammlung nach den Bestimmungen des Aktiengesetzes und von den Arbeitnehmern nach den Bestimmungen des Mitbestimmungsgesetzes gewählt. Die Amtszeit des Aufsichtsrats begann mit Ablauf der Hauptversammlung vom 7. Mai 2009 und endet turnusgemäß mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2014. Fritz-Jürgen HeckmannVorsitzender des Aufsichtsrats Stuttgart; Wirtschaftsjurist Mitglied seit 8. Mai 2003, Vorsitzender seit 1. Februar 2005; Vorsitzender des Vermittlungs- und des Nominierungsausschusses sowie Mitglied des Personal- und des Prüfungsausschusses Externe Mandate: garmo AG1) , Stuttgart | HERMA Holding GmbH + Co. KG2) , Filderstadt (Vorsitzender) | Infoman AG1) , Stuttgart | Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG2) , Ulm | Paul Hartmann AG1) , Heidenheim (Vorsitzender) | Süddeutscher Verlag GmbH2) , München (stellv. Vorsitzender) | Südwestdeutsche Medien Holding GmbH2) , Stuttgart (stellv. Vorsitzender) | URACA GmbH & Co. KG2) , Bad Urach (Vorsitzender) | Wieland-Werke AG1) , Ulm (Vorsitzender) Heinz SchmittStellvertretender Vorsitzender Heidelberg; Controller; Vorsitzender des Betriebsrats in der Hauptverwaltung, HeidelbergCement AG Mitglied seit 6. Mai 2004, stellvertretender Vorsitzender seit 7. Mai 2009; Mitglied des Prüfungs-, des Vermittlungs- und des Personalausschusses Robert FeigerFrankfurt; stellvertretender Bundesvorsitzender der IG Bauen-Agrar-Umwelt Mitglied seit 2. Januar 2008; Mitglied des Prüfungsausschusses Externe Mandate: BAUER Aktiengesellschaft1) , Schrobenhausen (stellv. Vorsitzender) | Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG2) , Wiesbaden | Zusatzversorgungskasse des Gerüstbaugewerbes VVaG2) , Wiesbaden (Vorsitzender) Josef HeumannBurglengenfeld; Anlagenwärter Brennerei; Vorsitzender des Betriebsrats im Werk Burglengenfeld der HeidelbergCement AG Mitglied seit 6. Mai 2004; Mitglied des Personalausschusses Max Dietrich KleyHeidelberg; Rechtsanwalt Mitglied seit 6. Mai 2004; Mitglied des Prüfungsausschusses Externe Mandate: BASF SE1) , Ludwigshafen | SGL CARBON SE1) , Wiesbaden (Vorsitzender) Hans Georg KrautSchelklingen; Leiter des Werks Schelklingen der HeidelbergCement AG Mitglied seit 6. Mai 2004; Mitglied des Personal- und des Vermittlungsausschusses Dr.-Ing. Herbert LütkestratkötterEssen; ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft Mitglied vom 23. Januar 2010 bis 14. März 2012 Externe Mandate: TÜV Rheinland AG1) , Köln Ludwig MerckleUlm; Geschäftsführer der Merckle Service GmbH Mitglied seit 2. Juni 1999; Vorsitzender des Personal- und des Prüfungsausschusses sowie Mitglied des Nominierungsausschusses Externe Mandate: Kässbohrer Geländefahrzeug AG1) , Laupheim (Vorsitzender) | MCS Software und Systeme AG1) , Eltville (vormals Franz Hensmann AG, Ulm) (Vorsitzender) | MerFam AG2) , Schweiz (Vorsitzender) | PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG2) , Mannheim | VEM Vermögensverwaltung AG1) , Zossen (Vorsitzender) Tobias MerckleLeonberg; geschäftsführender Vorstand des Vereins Seehaus e.V. Mitglied seit 23. Mai 2006; Mitglied des Personal-, Nominierungs- und Vermittlungsausschusses Alan MurrayNaples, Florida/USA; ehemaliges Mitglied des Vorstands der HeidelbergCement AG Mitglied seit 21. Januar 2010 Externe Mandate: Hanson Pension Trustees Limited, Treuhandgesellschaft des Hanson No 2 Pension Scheme2) , Großbritannien | Wolseley plc2) , Jersey, Channel Islands (seit 1. Januar 2013) Werner SchraederEnnigerloh; Bauschlosser; Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der HeidelbergCement AG und Vorsitzender des Betriebsrats im Werk Ennigerloh der HeidelbergCement AG Mitglied seit 7. Mai 2009; Mitglied des Prüfungsausschusses Externe Mandate: Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie2) , Heidelberg Frank-Dirk SteiningerFrankfurt; Fachreferent für Arbeitsrecht beim Bundesvorstand der IG Bauen-Agrar-Umwelt Mitglied seit 11. Juni 2008 Univ.-Prof. Dr. Marion Weissenberger-EiblKarlsruhe; Leiterin des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe und Inhaberin des Lehrstuhls für Innovationsmanagement am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Mitglied seit 3. Juli 2012 Externe Mandate: Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung (StW)2) , Stuttgart Die vorgenannten Kennzeichnungen bei den anderen Mandaten bedeuten:
1)
Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden
Aufsichtsräten bei inländischen Gesellschaften Alle Angaben beziehen sich auf den 31. Dezember 2012 bzw. bei Herrn Dr.-Ing. Herbert Lütkestratkötter auf das Datum seines Ausscheidens aus dem Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG. Ausschüsse des AufsichtsratsPersonalausschussLudwig Merckle (Vorsitzender), Fritz-Jürgen Heckmann, Josef Heumann, Hans Georg Kraut, Tobias Merckle, Heinz Schmitt PrüfungsausschussLudwig Merckle (Vorsitzender), Robert Feiger, Fritz-Jürgen Heckmann, Max Dietrich Kley, Heinz Schmitt, Werner Schraeder NominierungsausschussFritz-Jürgen Heckmann (Vorsitzender), Ludwig Merckle, Tobias Merckle Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestGFritz-Jürgen Heckmann (Vorsitzender), Hans Georg Kraut, Tobias Merckle, Heinz Schmitt VorstandDem Vorstand der HeidelbergCement AG gehören gegenwärtig sechs Mitglieder an: Vorstandsvorsitzender, Finanzvorstand sowie vier Vorstandsmitglieder mit regionaler Verantwortung. Die Vorstandsorganisation zeichnet sich durch eine duale Management-Verantwortung aus: Die operativen Einheiten in den jeweiligen Konzerngebieten fallen unter die Linienverantwortung der einzelnen Vorstandsmitglieder. Zusätzlich übernehmen die Vorstandsmitglieder überregionale Verantwortung für bestimmte Unternehmensbereiche mit hoher strategischer Bedeutung für den Konzern. Dr. Bernd ScheifeleVorsitzender des Vorstands Verantwortungsbereich: Strategie und Entwicklung, Kommunikation & Investor Relations, Personal, Recht, Compliance, Konzernrevision Vorsitzender des Vorstands seit 2005 Externe Mandate: PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG1) , Mannheim (Vorsitzender) | Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH1) , Stuttgart (stellv. Vorsitzender) Konzernmandate: Castle Cement Limited2) , Großbritannien | ENCI Holding N.V.2) , Niederlande | Hanson Limited2) , Großbritannien | Hanson Pioneer Espana, S.L.2) , Spanien | HeidelbergCement Holding S.a.r.l.2) , Luxemburg | HeidelbergCement India Ltd.2) , Indien | HeidelbergCement Netherlands Holding B.V.2) , Niederlande | PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.2) , Indonesien | RECEM S.A.2) , Luxemburg Dr. Dominik von AchtenVerantwortungsbereich: Nordamerika, Einkauf, konzernweite Koordinierung des Competence Center Materials Vorstandsmitglied seit 2007 Externe Mandate: TITAL Holding GmbH & Co.KG2) , Bestwig | Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG ("Medienhaus Lensing")2) , Dortmund Konzernmandate: HeidelbergCement Canada Holding Limited2) , Großbritannien | HeidelbergCement UK Holding II Limited2) , Großbritannien | Lehigh Hanson, Inc.2) , USA | Lehigh Hanson Materials Limited2) , Kanada Daniel GauthierVerantwortungsbereich: West- und Nordeuropa (ohne Deutschland), Afrika-Mittelmeerraum, Konzernservice, Umweltnachhaltigkeit Vorstandsmitglied seit 2000 Externe Mandate: Akcansa Cimento Sanayi ve Ticaret A.S.2) , Türkei (stellv. Vorsitzender) | Carmeuse Holding SA2) , Belgien | Genlis Metal2) , Frankreich Konzermandate: Castle Cement Limited2) , Großbritannien | CBR Asset Management S.A.2) , Luxemburg (Vorsitzender) | CBR Asset Management Belgien S.A.2) , Belgien (Vorsitzender) | CBR Finance S.A.2) , Luxemburg (Vorsitzender) | CBR International Services S.A.2) , Belgien (Vorsitzender) | Cementrum I B.V.2) , Niederlande | Cementrum II B.V.2) , Niederlande | Cimenteries CBR S.A.2) , Belgien (Vorsitzender) | Cimenterie de Lukala "CILU" SARL2) , Demokratische Republik Kongo | Ciments du Togo SA2) , Togo (Vorsitzender) | Civil and Marine Limited2) , Großbritannien | ENCI Holding N.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | Ghacem Ltd.2) , Ghana (Vorsitzender) | Hanson Building Products Limited2) , Großbritannien | Hanson Pioneer Espana, S.L.2) , Spanien | Hanson Quarry Products Europe Limited2) , Großbritannien | HC Green Trading Limited2) , Malta | HC Trading International Inc.2) , Bahamas (Vorsitzender) | HC Trading B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | HC Trading Malta Ltd2) , Malta | HCT Holding Malta Limited2) , Malta | HeidelbergCement Asia Pte Ltd2) , Singapur | HeidelbergCement Holding S.a.r.l.2) , Luxemburg | HeidelbergCement Northern Europe AB2) , Schweden (Vorsitzender) | HeidelbergCement UK Holding Limited2) , Großbritannien | Interlacs SARL2) , Demokratische Republik Kongo | International Trading and Finance (ITF) B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | Lehigh B.V.2) , Niederlande (stellv. Vorsitzender) | PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.2) , Indonesien | RECEM S.A.2) , Luxemburg | Scancem International DA2) , Norwegen (Vorsitzender) | Scancem International a.s2) , Norwegen (Vorsitzender) | Tadir Readymix Concrete (1965) Ltd2) , Israel | TPCC Tanzania Portland Cement Company Ltd.2) , Tansania Andreas KernVerantwortungsbereich: Osteuropa-Zentralasien, Deutschland, Verkauf und Marketing, konzernweite Koordinierung zementähnlicher Sekundärstoffe Vorstandsmitglied seit 2000 Externe Mandate: Basalt-Actien-Gesellschaft1) , Linz am Rhein | Kronimus AG1) , Iffezheim (stellv. Vorsitzender) | Lithonplus GmbH & Co. KG2) , Lingenfeld (stellv. Vorsitzender) Konzernmandate: Carpatcement Holding S.A.2) , Rumänien | Castle Cement Limited2) , Großbritannien | CaucasusCement Holding B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | Ceskomoravsky cement, a.s., nastupnicka spolecnost2) , Tschechische Republik (Vorsitzender) | Duna-Drava Cement Kft.2) , Ungarn | ENCI Holding N.V.2) , Niederlande | Górazdze Cement S.A.2) , Polen (Vorsitzender) | Hanson Pioneer Espana, S.L.2) , Spanien | HeidelbergCement Central Europe East Holding B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | HeidelbergCement Georgia, Ltd.2) , Georgien (stellv. Vorsitzender) | HeidelbergCement Netherlands Holding B.V.2) , Niederlande | Joint Stock Company - Bukhtarminskaya Cement Company2) , Kasachstan (Vorsitzender) | Limited Liability Company Kartuli Cementi2) , Georgien | NCD Nederlandse Cement Deelnemingsmaatschappij B.V.2) , Niederlande | OAO Cesla2) , Russland | Public Joint Stock Company "HeidelbergCement Ukraine"2) , Ukraine | RECEM S.A.2) , Luxemburg | Tvornica Cementa Kakanj d.d.2) , Bosnien-Herzegowina Dr. Lorenz NägerVerantwortungsbereich: Finanzen, Konzernrechnungslegung, Controlling, Steuern, Versicherungen & Risikomanagement, IT, Shared Service Center, Logistik Vorstandsmitglied seit 2004 Externe Mandate: MVV Energie AG1) , Mannheim | PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG2) , Mannheim Konzernmandate: Castle Cement Limited2) , Großbritannien | Cimenteries CBR S.A.2) , Belgien | ENCI Holding N.V.2) , Niederlande | Hanson Limited2) , Großbritannien | Hanson Pioneer Espana, S.L.2) , Spanien | HeidelbergCement Canada Holding Limited2) , Großbritannien | HeidelbergCement Holding S.a.r.l.2) , Luxemburg | HeidelbergCement India Ltd.2) , Indien | HeidelbergCement Netherlands Holding B.V.2) , Niederlande | HeidelbergCement UK Holding Limited2) , Großbritannien | HeidelbergCement UK Holding II Limited2) , Großbritannien | Lehigh B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | Lehigh Hanson, Inc.2) , USA | Lehigh Hanson Materials Limited2) , Kanada | Lehigh UK Limited2) , Großbritannien | Palatina Insurance Ltd.2) , Malta | PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.2) , Indonesien | RECEM S.A.2) , Luxemburg Dr. Albert ScheuerVerantwortungsbereich: Asien-Pazifik, konzernweite Koordinierung des Heidelberg Technology Center Vorstandsmitglied seit 2007 Externe Mandate: China Century Cement Ltd.2) , Bermuda | Easy Point Industrial Ltd.2) , Hongkong | Guangzhou Heidelberg Yuexiu Enterprise Management Consulting Company Ltd.2) , China | Jidong Heidelberg (Fufeng) Cement Company Limited2) , China | Jidong Heidelberg (Jingyang) Cement Company Limited2) , China | Squareal Cement Ltd2) , Hongkong Konzernmandate: COCHIN Cements Ltd.2) , Indien | Hanson Building Materials (S) Pte Ltd2) , Singapur | Hanson Investment Holdings Pte Ltd2) , Singapur | Hanson Pacific (S) Pte Ltd2) , Singapur | HeidelbergCement Asia Pte Ltd2) , Singapur (Vorsitzender) | HeidelbergCement Bangladesh Limited2) , Bangladesh | HeidelbergCement Holding HK Limited2) , China | HeidelbergCement India Ltd.2) , Indien | PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.2) , Indonesien (Vorsitzender) Die vorgenannten Kennzeichnungen bei den Mandaten bedeuten:
1)
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden
Aufsichtsräten bei inländischen Gesellschaften Alle Angaben beziehen sich auf den 31. Dezember 2012. HeidelbergCement bilanziertGewinn- und Verlustrechnung des Konzernsscroll
Gesamtergebnisrechnung des Konzernsscroll
Kapitalflussrechnung des Konzernsscroll
Bilanz des KonzernsAktiva scroll
Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzernsscroll
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Investitionen = in den Segmenten: Investitionen
in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen; in der Überleitung:
Investitionen in Finanzanlagen und sonstige Geschäftseinheiten Anhang des Konzerns für das Geschäftsjahr 2012Allgemeine AngabenDie HeidelbergCement AG ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Sitz der Gesellschaft ist Heidelberg, Deutschland. Die Anschrift lautet: HeidelbergCement AG, Berliner Straße 6, 69120 Heidelberg. Die Kernaktivitäten von HeidelbergCement umfassen die Herstellung und den Vertrieb von Zement, Zuschlagstoffen, Beton und Bauprodukten. Nähere Erläuterungen werden im Lagebericht gegeben. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeGrundsätze der RechnungslegungDer Konzernabschluss der HeidelbergCement AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Es wurden alle für das Geschäftsjahr 2012 verbindlichen IFRS einschließlich der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) angewendet, die durch die EU-Kommission in europäisches Recht übernommen wurden. Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Der Abschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HeidelbergCement Konzerns. In Übereinstimmung mit IAS 1 (Presentation of Financial Statements) enthält der Konzernabschluss eine Bilanz zum Abschlussstichtag, eine Gewinn- und Verlustrechnung, eine Gesamtergebnisrechnung, eine Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie eine Kapitalflussrechnung nach den Grundsätzen des IAS 7 (Statement of Cash Flows). Die Segmentberichterstattung wird nach den Regelungen des IFRS 8 (Operating Segments) aufgestellt. Aus Gründen der Klarheit werden in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst und dann im Anhang erläutert. Zur Verbesserung der Aussagekraft weisen wir in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Segmentberichterstattung das zusätzliche ordentliche Ergebnis gesondert aus. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgebaut. Schätzungsunsicherheiten und AnnahmenDie Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss ist von Schätzungen und Annahmen des Managements abhängig, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Aufwendungen und Erträge sowie der Eventualverbindlichkeiten der Periode auswirken. Die sich tatsächlich ergebenden Werte können von den Schätzungen abweichen. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich insbesondere auf die Notwendigkeit sowie die Bemessung von Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte, den Ansatz von aktiven latenten Steuern und die Bewertung der Pensionsrückstellungen sowie der sonstigen Rückstellungen. Für die Ermittlung des erzielbaren Betrags von Zahlungsmittel generierenden Einheiten im Rahmen des Wertminderungstests für Geschäfts- oder Firmenwerte wird ein Cashflow-basiertes Verfahren im Sinne von IAS 36 (Impairment of Assets) angewandt. Hierbei sind insbesondere Schätzungen in Bezug auf künftige Cashflows der Zahlungsmittel generierenden Einheiten sowie auf die verwendeten Diskontierungssätze notwendig (Discounted-Cash-Flow-Methode). Nähere Erläuterungen werden auf Seite 162 f. gegeben. Eine Veränderung der Einflussfaktoren kann wesentliche Auswirkungen auf die Höhe der Wertminderungen haben. Zur Beurteilung der zukünftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Schätzungen vorzunehmen, wie z.B. die operativen Planungen, Verlustvortragsperioden sowie Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab, können sich Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage ergeben. Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden auf Basis versicherungsmathematischer Verfahren ermittelt, die auf Annahmen und Schätzungen hinsichtlich des Abzinsungssatzes, der erwarteten Erträge aus dem Fondsvermögen, der zukünftigen Gehaltsentwicklung, der Entwicklung der Gesundheitskosten sowie auf weiteren Einflussfaktoren beruhen. Eine Veränderung der zugrunde liegenden Parameter kann zu Änderungen des Bilanzansatzes führen. Nähere Erläuterungen werden unter Punkt 44 Pensionsrückstellungen gegeben. Die Bewertung der Rückstellungen für Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen erfolgt auf Basis der Extrapolation der Schadenfälle und Schätzungen der Kostenentwicklungen. Die Veränderung der Einflussparameter kann Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Bilanzansatz haben. Der Ansatz und die Bewertung der übrigen sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis von Einschätzungen der Wahrscheinlichkeiten des zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und den zum Abschlussstichtag bekannten Umständen. Der tatsächlich eintretende Nutzenabfluss kann von dem am Abschlussstichtag erwarteten Nutzenabfluss abweichen und Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung haben. Der Ansatz von Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Rückerstattungen von Versicherern ist vom Ausgang laufender Gerichtsverfahren abhängig. KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 (Business Combinations). Hierbei bewertet der Erwerber die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen Schulden mit ihren zum Erwerbszeitpunkt beizulegenden Zeitwerten. Danach werden die Anteile, bewertet zum beizulegenden Zeitwert der Gegenleistung, mit dem neu bewerteten Eigenkapital des konsolidierten Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt aufgerechnet. Ein aus der Beteiligungsaufrechnung verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Negative Unterschiedsbeträge werden nach nochmaliger Überprüfung erfolgswirksam erfasst. Minderheitsanteile können entweder mit dem anteiligen auf sie entfallenden Nettovermögen oder zum beizulegenden Zeitwert angesetzt werden. Dieses Wahlrecht kann für jeden Unternehmenszusammenschluss separat angewendet werden. Transaktionskosten im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen werden als Aufwand erfasst. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich im vierten Quartal nach Vorliegen der aktuellen operativen Planung bzw. beim Eintritt wesentlicher Ereignisse oder veränderter Verhältnisse, die auf einen Wertminderungsbedarf hindeuten, einem Wertminderungstest nach IAS 36 (Impairment of Assets) unterzogen. Sukzessive Anteilserwerbe werden nach den Vorschriften des IFRS 3.41 f. bilanziert. Hiernach werden Unterschiede zwischen dem Buchwert und dem beizulegenden Zeitwert bisher gehaltener Anteile erfolgswirksam erfasst. Änderungen der Beteiligungsquote, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung über ein Tochterunternehmen führen, werden gemäß IAS 27.30 erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. Bei Transaktionen, die zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden eventuell verbleibende Anteile erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Der Konzernabschluss beinhaltet die Tochtergesellschaften, in denen HeidelbergCement die Finanz- und Geschäftspolitik bestimmen kann. Im Regelfall ist dies bei einem Anteilsbesitz von mehr als 50% anzunehmen. Wenn vertragliche Regelungen vorsehen, dass trotz eines Anteilsbesitzes von weniger als 50% Beherrschung über ein Unternehmen ausgeübt werden kann, wird dieses Unternehmen als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Wenn aufgrund vertraglicher Regelungen bei einem Anteilsbesitz von mehr als 50% keine Beherrschung über ein Unternehmen ausgeübt werden kann, wird dieses Unternehmen nicht als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Minderheitsanteile am Eigenkapital und am Periodenergebnis konsolidierter Tochterunternehmen werden separat ausgewiesen. Bei Verkaufsoptionen bzw. Andienungsrechten von Minderheitsgesellschaftern (inklusive Minderheitsanteilen an deutschen Personengesellschaften) werden unterjährig die auf die Minderheiten entfallenden Anteile am Gesamtergebnis der Periode sowie die Dividendenzahlungen an Minderheitsgesellschafter als Veränderung des Eigenkapitals dargestellt. Am Abschlussstichtag wird eine Verbindlichkeit aus der Verkaufsoption bzw. dem Andienungsrecht mit dem Barwert des Rückzahlungsbetrags als finanzielle Verbindlichkeit ausgewiesen und die Minderheitsanteile werden ausgebucht. Der den Buchwert der Minderheitsanteile übersteigende Betrag wird erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. In der Eigenkapitalveränderungsrechnung erfolgt der Ausweis als Änderung von Minderheitsanteilen mit Put-Optionen. Wesentliche Gemeinschaftsunternehmen des HeidelbergCement Konzerns werden im Wege der Quotenkonsolidierung (IAS 31 Interests in Joint Ventures) in den Konzernabschluss einbezogen. Im Rahmen dieser Methode bilanziert der Konzern seinen Anteil an den Vermögenswerten, Schulden, Erträgen, Aufwendungen und Cashflows in den korrespondierenden Posten im Konzernabschluss. Die Anteile an assoziierten Unternehmen, bei denen HeidelbergCement durch einen Anteilsbesitz zwischen 20 % und 50 % einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik der Beteiligungsgesellschaft ausübt, sind im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert (IAS 28 Investments in Associates). Bei erstmaliger Bilanzierung werden die erworbenen Anteile zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt und in den Folgejahren die anteiligen Ergebnisse im Beteiligungsbuchwert erfasst. Die anteiligen Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen werden zur Verbesserung der Aussagefähigkeit des Beteiligungsergebnisses vor Ertragsteuern ausgewiesen. Der anteilige Steueraufwand wird unter dem Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen. Das Nettoergebnis aus assoziierten Unternehmen wird unterhalb der Gewinn- und Verlustrechnung separat gezeigt. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften werden nach IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen von Vermögenswerten werden eliminiert. Den ertragsteuerlichen Konsequenzen bei der Konsolidierung wird durch den Ansatz latenter Steuern Rechnung getragen. Anwendung von neuen RechnungslegungsstandardsHeidelbergCement hat die folgenden überarbeiteten Standards des International Accounting Standards Board (IASB) im Geschäftsjahr 2012 erstmals angewendet.
Aus der erstmaligen Anwendung der Standards ergaben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Das IASB und das IFRIC haben weiterhin die nachfolgend aufgelisteten Standards und Interpretationen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2012 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren.
HeidelbergCement wendet diese Standards und Interpretationen zum verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt und nach Ratifizierung durch die EU-Kommission an. Die Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9, IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 werden derzeit analysiert. Die Erstanwendung der anderen Standards wird nach derzeitiger Einschätzung zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns führen. Ansatz- und BewertungsgrundsätzeDie Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgeschlossen sind derivative Finanzinstrumente und zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Weiterhin werden die Buchwerte der in der Bilanz erfassten Vermögenswerte und Schulden, die Grundgeschäfte im Rahmen von Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value Hedges) darstellen und ansonsten zu Anschaffungskosten bilanziert werden, aufgrund von Änderungen der beizulegenden Zeitwerte, die den abgesicherten Risiken zugerechnet werden, angepasst. Die wesentlichen Ansatz- und Bewertungsgrundsätze werden nachfolgend dargestellt. Nach den Regelungen des IAS 38 (Intangible Assets) ist ein immaterieller Vermögenswert ein identifizierbarer, nicht monetärer Vermögenswert ohne physische Substanz. Die Definition eines immateriellen Vermögenswerts verlangt, dass er identifizierbar ist, um ihn von einem Geschäfts- oder Firmenwert unterscheiden zu können. Das Kriterium der Identifizierbarkeit wird vom Vermögenswert erfüllt, wenn er separierbar ist oder aus vertraglichen oder gesetzlichen Rechten entsteht. Immaterielle Vermögenswerte werden beim Zugang zu Anschaffungs-bzw. Herstellungskosten bilanziert. Die Folgebilanzierung bemisst sich für immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer nach Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen sowie für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer nach Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich Wertminderungen. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden im Fall von Abbaulizenzen leistungsbezogen, ansonsten linear abgeschrieben. Emissionsrechte werden als immaterielle Vermögenswerte innerhalb des Anlagevermögens ausgewiesen. Unentgeltlich gewährte Emissionsrechte werden bei Zugang zum Nominalwert von Null bilanziert. Entgeltlich erworbene Emissionsrechte werden mit den Anschaffungskosten bilanziert und bei Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Der zweite nationale Allokationsplan (NAP II) für die Zuteilung von CO2 -Emissionsberechtigungen (EUA - European Union Allowances) erstreckt sich über eine Periode von fünf Jahren (2008-2012). Diese Periode dient als Grundlage zur Beurteilung der Unter- bzw. Überdeckung. Rückstellungen für die Verpflichtung zur Rückgabe von Emissionsrechten werden angesetzt, wenn die bis zum Abschlussstichtag getätigten CO2 -Emissionen nicht durch unentgeltlich gewährte Emissionsrechte gedeckt sind. Die Höhe der Rückstellung bemisst sich für bereits entgeltlich erworbene Emissionsrechte mit deren Buchwert und für die zur Erfüllung der Verpflichtung noch zu erwerbenden Emissionsrechte mit dem Marktwert zum Abschlussstichtag. Der Konzern hat in einer Reihe von Swap-Geschäften Emissionsberechtigungen (EUA) gegen Emissionsreduktionseinheiten (CER - Certified Emission Reductions und ERU - Emission Reduction Units) sowie CER gegen ERU getauscht. Die Swap-Geschäfte werden entsprechend der Regelungen des IAS 38.45 für Tauschgeschäfte als Verkauf der hingegebenen und als entgeltlicher Erwerb der erhaltenen Emissionsrechte mit dem beizulegenden Zeitwert zum Transaktionszeitpunkt bilanziert. Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus Unternehmenszusammenschlüssen entstanden sind, werden gemäß IFRS 3 (Business Combinations) nicht planmäßig abgeschrieben. Stattdessen wird deren Werthaltigkeit durch einen Wertminderungstest gemäß IAS 36 (Impairment of Assets) überprüft. Im Rahmen dieser Wertminderungsprüfung wird der Buchwert einer Gruppe von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGU), denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, mit dem erzielbaren Betrag dieser Gruppe von CGUs verglichen. Ausgehend von der Vertriebs- und Managementstruktur wird eine Gruppe von Zahlungsmittel generierenden Einheiten grundsätzlich als Land oder Region definiert. Sobald der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt, wird eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag erfolgswirksam vorgenommen. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert eines Vermögenswerts. Der beizulegende Zeitwert ist der aus dem Verkauf eines Vermögenswerts zu marktgerechten Konditionen erzielbare Betrag. Der Nutzungswert wird mittels Abzinsung zukünftiger Cashflows nach Steuern mit einem risikoangepassten Diskontierungszinssatz (WACC) nach Steuern ermittelt. Die Cashflow-Schätzungen erstrecken sich auf einen Planungszeitraum von fünf Jahren, bevor in die ewige Rente übergegangen wird. Als Basis dient die vom Management genehmigte dreijährige detaillierte operative Planung, die im Bottom-Up-Verfahren erstellt wurde. Diese wird um eine Top-Down-Planung für weitere zwei Jahre ergänzt, bei der das Management seine mittelfristigen Erwartungen aufgrund von Schätzungen von Marktvolumen, Marktanteilen, Kosten- und Preisentwicklung einfließen lässt. In der Regel erfolgt die Top-Down-Planung durch Fortschreibung der Wachstumsraten der detaillierten dreijährigen operativen Planung. Befinden sich die Märkte, in denen die CGU tätig ist, in einem instabilen Zustand, erfolgt eine detaillierte Planung. Dies gilt vor allem für Märkte, in denen die Nachfrage nach Baustoffen und Bauprodukten infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise stark zurückgegangen ist. Für diese Märkte wurde generell eine Erholung der Nachfrage angenommen. Bedingt durch die Staatsschuldenkrise wird für Europa eine nur langsame Erholung erwartet, sodass das geplante Nachfrageniveau bei den betroffenen CGUs am Ende des Planungszeitraums zum Teil deutlich unter dem Niveau vor der Krise liegt. Die aus der Nachfrage abgeleiteten Absatzmengen basieren in der Regel auf der Annahme konstanter Marktanteile. Die variablen Kosten entwickeln sich annahmegemäß in Abhängigkeit von der erwarteten Entwicklung der Absatzmengen und Preise. Es wird in der Regel davon ausgegangen, dass der Deckungsbeitrag in Prozent vom Umsatz stabil bleibt. Bei steigenden Absatzmengen führt dies zu einer Verbesserung der operativen Marge. Weiterhin wurde angenommen, dass sich die im Rahmen der Kostensenkungsprogramme ("Fitnessprogramm 2009", "FitnessPlus 2010", "Fox 2013" und "LEO") erzielten Einsparungen positiv auf die operative Marge auswirken. Die Annahmen für die geschätzten Wachstumsraten der ewigen Rente orientieren sich an den länderspezifischen langfristigen Inflationsraten. Die Diskontierungszinssätze (WACC) wurden in einem Zwei-Phasen-Modell berechnet. Für Phase 1 wurde ein Diskontierungszinssatz verwendet, mit dem die zukünftigen Zahlungsüberschüsse für die ersten fünf Jahre abgezinst werden. Für die Ermittlung des Endwerts (Terminal Value) wurde ein Phase-2-Diskontierungszinssatz angewendet. Die Zinssätze unterscheiden sich jedoch nur durch den Ansatz eines Wachstumsabschlags in Phase 2. Der Renditezuschlag für die Fremdkapitalkosten (Credit Spread) als Aufschlag auf den risikofreien Basiszins wurde aus dem Rating einer homogenen Vergleichsgruppe (Peer Group) abgeleitet. Die folgenden Hauptannahmen gelten für die Berechnung des erzielbaren Betrags auf Basis des Nutzungswerts der CGUs. Annahmen zur Berechnung von Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwertenscroll
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CGU = Zahlungsmittel generierende Einheit Der Konzern hat im Rahmen der Überprüfung des Wertminderungsbedarfs eine Gesamtminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe von 110,2 Mio € vorgenommen. Diese Wertminderung betrifft die CGUs Großbritannien (92,3 Mio €) und Spanien (17,9 Mio €), bei denen gemäß der oben beschriebenen Nutzungswertmethode der Buchwert den erzielbaren Betrag überstieg. Die Wertminderung resultiert aus der Annahme des Managements, dass aufgrund der Staatsschuldenkrise die Erholung der Bauindustrie in Spanien und Großbritannien langsamer verläuft als bisher angenommen. Im Vorjahr beliefen sich die Wertminderungen des Geschäfts- oder Firmenwerts auf insgesamt 32,3 Mio €. Hiervon betroffen war im Wesentlichen Spanien (31,7 Mio €). Im Fall der CGUs Dänemark, Malaysia und Ungarn könnten geringfügige Änderungen der wesentlichen Annahmen (WACC, nachhaltige Wachstumsrate) dazu führen, dass der Buchwert den erzielbaren Ertrag übersteigt. Das Management schließt eine derartige Entwicklung nicht aus. Die nachfolgende Übersicht zeigt den Überschuss des erzielbaren Betrags über den Buchwert und die Änderungen der wesentlichen Parameter, bei denen der erzielbare Betrag dem zugehörigen Buchwert entspricht. Änderungen von Annahmen, die dazu führen, dass der erzielbare Betrag dem Buchwert entsprichtscroll
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CGU = Zahlungsmittel generierende Einheit Bei einer Erhöhung der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten um bis zu 0,5 Prozentpunkte oder bei einer Reduzierung der Wachstumsrate um 1,0 Prozentpunkte sind alle anderen CGUs nicht betroffen. Gegenstände des Sachanlagevermögens werden nach IAS 16 (Property, Plant and Equipment) zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen sowie der kumulierten Wertminderungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Kosten für Reparatur und Wartung von Sachanlagen werden grundsätzlich als Aufwand erfasst. Eine Aktivierung erfolgt, wenn die Maßnahmen zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des Vermögenswerts führen. Sachanlagen werden nach der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben, sofern nicht eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzenverlauf sachgerechter wird. Fremdkapitalkosten, die direkt oder indirekt dem Bau von Großanlagen mit einem Erstellungszeitraum von mehr als zwölf Monaten (Qualifying Assets) zugeordnet werden können, werden in Übereinstimmung mit IAS 23 (Borrowing Costs) als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Bewertung der Vorräte erfolgt gemäß IAS 2 (Inventories) zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert. Hierbei wird die Durchschnittskostenmethode angewendet. Für Qualitäts- und Mengenrisiken werden in angemessener Höhe Abschläge vorgenommen. Die Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse umfassen neben den Einzelkosten fertigungsbedingte Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Die Gemeinkostenzuschläge werden auf Basis durchschnittlicher Auslastungen ermittelt. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, da der Produktionszeitraum weniger als zwölf Monate beträgt. Ersatzteile für Anlagen werden in den Vorräten bzw. im Anlagevermögen ausgewiesen, wenn sie im Zusammenhang mit der Anschaffung der Anlage erworben wurden. Langfristige Dienstleistungs- und Fertigungsaufträge, die über einen längeren Zeitraum erstellt werden, sind entsprechend dem Grad der erreichten Fertigstellung bilanziert (Percentage-of-Completion-Methode). Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 (Employee Benefits) ermittelt. Für zahlreiche Mitarbeiter wird für die Zeit nach der Pensionierung durch den Konzern direkt oder durch Beitragszahlungen an Pensionsfonds Vorsorge getroffen. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerrechtlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf der Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter basieren. Die Pensionsrückstellungen umfassen sowohl solche aus bereits laufenden Pensionen als auch aus Anwartschaften auf künftig zu zahlende Pensionen. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt bei HeidelbergCement sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen Beiträge an zweckgebundene Fonds. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (Defined Benefit Plans) besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter zu erfüllen, wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Die wichtigsten fondsfinanzierten Altersversorgungspläne bestehen in Belgien, den Niederlanden, Großbritannien, den USA, Kanada, Norwegen, Indien und Indonesien. Das Altersversorgungssystem in Indonesien besteht aus einer gesetzlich geregelten leistungsorientierten Versorgung sowie einem beitragsorientierten firmeninternen, fondsgestützten System, dessen Leistungen gegen die gesetzlichen Leistungen aufgerechnet werden können. In Deutschland und Schweden werden die Altersversorgungspläne über Rückstellungen finanziert. Darüber hinaus verfügt HeidelbergCement über ein rückstellungsfinanziertes Altersversorgungssystem für Krankheitskosten von Pensionären in Belgien, Indonesien, Kanada und den USA sowie Vorruhestandszusagen in Belgien. Die Pensionsverpflichtungen und die in den Fonds vorhandenen Vermögenswerte werden für alle wesentlichen Konzerngesellschaften jährlich von unabhängigen Gutachtern bewertet. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen und der zur Deckung dieser Verpflichtung notwendigen Aufwendungen erfolgt nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren. Die versicherungsmathematischen Annahmen sind von der wirtschaftlichen Situation des jeweiligen Landes abhängig. Der Zinssatz basiert auf dem Zinsniveau, das am Bewertungsstichtag für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen mit einer den betreffenden Pensionsplänen entsprechenden Laufzeit (Duration) in dem jeweiligen Land erzielt wird. In Ländern oder Währungsgebieten ohne liquiden Markt für Industrieanleihen wird der Zinssatz auf Basis von Regierungsanleihen oder anderen Näherungsverfahren bestimmt. In der Euro-Zone wurde aufgrund von Marktveränderungen bei den hochwertigen Unternehmensanleihen, die als Grundlage für die Ermittlung des Zinssatzes dienen, das Portfolio im Laufe des Geschäftsjahres erweitert: Einbezogen werden nun Anleihen, die von mindestens einer Rating-Agentur mit AA geratet wurden. Das Mindestvolumen für die Berücksichtigung wurde zudem auf 50 Mio € gesenkt und Informationen von langfristigen Unternehmensanleihen mit einem Rating von A wurden (unter Anpassung des Spreads zwischen AA und A) ebenfalls berücksichtigt. Da die Herleitung des Rechnungszinssatzes auf Grundlage der bisherigen Datenbasis nicht mehr fortgeführt wird, können die Auswirkungen dieser Erweiterung zum Ende des Geschäftsjahres nicht berechnet werden. Wäre die erweiterte Datenbasis schon zum Beginn des Geschäftsjahres angewandt worden, so wären die leistungsorientierten Verpflichtungen zu diesem Zeitpunkt um etwa 4,3 Mio € höher gewesen. Die erwarteten Erträge aus den Pensionsfonds werden auf Basis einer einheitlichen Methode festgelegt, die auf langfristigen tatsächlichen Renditen der Vergangenheit, der Portfoliostruktur und zukünftig langfristig zu erwartenden Renditen beruht. Aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen oder des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens können versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter, Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen und Abweichungen zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten Ertrag aus dem Planvermögen sein können. HeidelbergCement erfasst die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste gemäß IAS 19.93A erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis in den Gewinnrücklagen und stellt sie in der Gesamtergebnisrechnung dar. Diese Darstellungsweise ist eine von drei unter IAS 19 zulässigen Optionen. Nach Einschätzung von HeidelbergCement führt diese Option zur wirtschaftlich sinnvollsten Darstellung der Pensionsverpflichtungen. Die nach IAS 19 auch zulässige Korridormethode würde gegenüber dem von HeidelbergCement gewählten Ansatz zu einer Glättung der Bilanzwerte führen. Die andere Option des IAS 19, die die erfolgswirksame Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste vorsieht, würde im Jahresvergleich zu einer volatileren Gewinn- und Verlustrechnung führen. Durch Planveränderungen (Kürzungen und nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand) und Planabgeltungen können Gewinne und Verluste entstehen, die erfolgswirksam zu erfassen sind. Kürzungen und Abgeltungen sind im Jahr des Entstehens zu amortisieren, während nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand über den Zeitraum bis zu seiner Unverfallbarkeit zu verteilen ist. Sonstige Rückstellungen werden nach IAS 37 (Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets) angesetzt, wenn aufgrund vergangener Ereignisse rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Die Rückstellungen werden auf Basis der bestmöglichen Schätzung unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken berechnet. Die Kapitalmarktkomponente des konzernweiten virtuellen Aktienoptionsprogramms wird gemäß IFRS 2 (Share-based Payment) als aktienbasierte Vergütung mit Barausgleich bilanziert. Zum Bilanzstichtag wird eine Rückstellung in Höhe des zeitanteiligen beizulegenden Zeitwerts der Zahlungsverpflichtung gebildet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst. Der beizulegende Zeitwert der Optionen wird mithilfe eines anerkannten finanzwirtschaftlichen Modells bestimmt. Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend der bilanzorientierten "Liability Method" (IAS 12 Income Taxes) gebildet. Dies bedeutet, dass mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung für alle zeitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen IFRS- und Steuerbilanz latente Steuern gebildet werden, unabhängig von dem Zeitraum, in dem sich diese Differenzen ausgleichen. Ferner werden aktive latente Steuern auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge angesetzt, sofern deren Realisierung in Folgejahren mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist. Passive latente Steuern in Verbindung mit nicht ausgeschütteten Gewinnen von Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen werden berücksichtigt, außer wenn HeidelbergCement in der Lage ist, die Dividendenpolitik der Gesellschaften zu bestimmen und in absehbarer Zeit nicht mit einer Dividendenausschüttung oder einer Veräußerung zu rechnen ist. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den Steuersätzen, die am Bilanzstichtag in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten oder angekündigt sind. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung von tatsächlichen Steueransprüchen und tatsächlichen Steuerschulden vorliegt und wenn sie im Zusammenhang mit Ertragsteuern stehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und der Konzern die Absicht hat, seine tatsächlichen Steueransprüche und Steuerschulden auf Nettobasis zu begleichen. Veränderungen der latenten Steuern in der Bilanz führen grundsätzlich zu latentem Steueraufwand bzw. -ertrag. Wenn Sachverhalte, die zu einer Veränderung der latenten Steuern führen, erfolgsneutral in das sonstige Ergebnis oder direkt gegen das Eigenkapital gebucht wurden, wird auch die Veränderung der latenten Steuern im sonstigen Ergebnis bzw. direkt im Eigenkapital berücksichtigt. Soweit latente Steuern über das sonstige Ergebnis gebildet wurden, erfolgt auch die spätere Auflösung über das sonstige Ergebnis. Finanzinstrumente sind alle Vertragsverhältnisse, die bei der einen Partei zu einem finanziellen Vermögenswert und bei der anderen Partei zu einer finanziellen Schuld oder zu einem Eigenkapitalinstrument führen. Zu den Finanzinstrumenten gehören originäre und derivative Finanzinstrumente. Originäre Finanzinstrumente werden bei ihrem erstmaligen Ansatz grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Hierzu gehören Finanzinvestitionen des Anlage- und Umlaufvermögens, ausgereichte Kredite und Forderungen sowie finanzielle Verbindlichkeiten. Finanzinstrumente, die als zu Handelszwecken gehalten (Held for trading) klassifiziert sind, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Finanzinvestitionen des Anlage- und Umlaufvermögens, die gemäß IAS 39 (Financial Instruments - Recognition and Measurement) als zur Veräußerung verfügbar (Available for sale) kategorisiert sind, werden regelmäßig zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn dieser verlässlich bestimmbar ist. Diese Klasse von Instrumenten wird nachfolgend als Finanzinvestitionen "Available for sale at fair value" bezeichnet. Die aus der Folgebewertung resultierenden unrealisierten Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Als beizulegender Zeitwert wird der Börsenkurs zum Bilanzstichtag zugrunde gelegt. Fallen die beizulegenden Zeitwerte von "Available for sale at fair value"-Finanzinvestitionen unter die Anschaffungskosten und liegen objektive Hinweise für eine signifikante oder dauerhafte Wertminderung vor, werden die bislang im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Finanzinvestitionen in Eigenkapitaltitel, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis existiert und deren beizulegende Zeitwerte nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermittelbar sind, werden zu Anschaffungskosten bewertet. Diese Klasse von Instrumenten wird nachfolgend als Finanzinvestitionen "Available for sale at cost" bezeichnet. Hierbei handelt es sich um sonstige Beteiligungen, die nicht börsennotiert sind. Liegen objektive Hinweise für eine signifikante oder dauerhafte Wertminderung vor, werden diese Wertminderungen unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Für gehaltene Eigenkapitaltitel ist die erfolgswirksame Erfassung von Wertaufholungen nicht zulässig. Kredite und Forderungen (Loans and receivables) werden, sofern sie nicht mit Sicherungsinstrumenten im Zusammenhang stehen, zu fortgeführten Anschaffungskosten, ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Dabei handelt es sich um Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, verzinsliche Forderungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige operative Forderungen. Bei kurzfristigen Forderungen entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennwert bzw. dem Rückzahlungsbetrag. Forderungen werden zu dem Zeitpunkt aus der Konzernbilanz ausgebucht, zu dem alle Chancen und Risiken übertragen wurden und der mit den Forderungen verbundene Zahlungseingang sichergestellt ist. Werden nicht alle Chancen und Risiken übertragen, werden die Forderungen dann ausgebucht, wenn die Verfügungsmacht über die Forderungen übergegangen ist. Bestehen objektive Hinweise darauf, dass bei den Krediten und Forderungen Wertminderungen eingetreten sind (z.B. erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder negative Veränderungen des Marktumfelds des Schuldners), werden diese erfolgswirksam erfasst. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgen die Wertminderungen unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos. Eine Ausbuchung erfolgt, sobald eine Forderung tatsächlich ausgefallen ist. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für die vorgenommenen Wertminderungen entfallen sind. Finanzielle Vermögenswerte, deren Konditionen geändert wurden, da sie ansonsten überfällig oder wertgemindert wären, lagen (ebenso wie im Vorjahr) im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht vor. Der erstmalige Ansatz von originären finanziellen Verbindlichkeiten (Financial liabilities) erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung dieser Instrumente erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Hierunter fallen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige operative Verbindlichkeiten sowie kurz- und langfristige Finanzschulden. Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten werden abgezinst. Bei kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennwert bzw. dem Rückzahlungsbetrag. Von der Möglichkeit, originäre Finanzinstrumente bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende Finanzinstrumente zu designieren, hat der Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht. Alle originären Finanzinstrumente werden zum Erfüllungstag (Settlement date) bilanziert. Ein derivatives Finanzinstrument ist ein Vertrag, dessen Wert sich in Abhängigkeit von einer Variablen ändert, der in der Regel keine Anschaffungsauszahlung erfordert oder eine, die im Vergleich zu anderen Vertragsformen, von denen zu erwarten ist, dass sie in ähnlicher Weise auf Änderungen der Marktbedingungen reagieren, geringer ist, und der zu einem späteren Zeitpunkt beglichen wird. Alle derivativen Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung am Handelstag mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte sind auch für die Folgebewertungen relevant. Der beizulegende Zeitwert gehandelter derivativer Finanzinstrumente entspricht dem Marktwert. Dieser Wert kann positiv oder negativ sein. Bei derivativen Finanzinstrumenten entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den HeidelbergCement bei vorzeitiger Beendigung des Finanzinstruments zum Abschlussstichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dieser Betrag wird unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Wechselkurse und Zinssätze berechnet. Für die Berechnungen werden Mittelkurse verwendet. Derivative Finanzinstrumente, wie z.B. Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäfte, Zinsswaps oder Zinsoptionen, werden im HeidelbergCement Konzern grundsätzlich zur Risikoreduzierung eingesetzt. Dabei steht die Absicherung gegen Zins-, Währungs- und andere Marktpreisrisiken im Mittelpunkt. Die Marktbewertungen werden regelmäßig von der Abteilung Group Treasury überwacht. Es werden keine derivativen Finanzinstrumente zu Spekulationszwecken kontrahiert oder gehalten. Verträge, die für Zwecke des Empfangs oder der Lieferung nicht finanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf des Unternehmens abgeschlossen und in diesem Sinne gehalten werden (Own Use Contracts), werden nicht als derivative Finanzinstrumente, sondern als schwebende Geschäfte bilanziert. Geschriebene Optionen auf den Kauf oder Verkauf nicht finanzieller Posten, die durch Barausgleich erfüllt werden können, werden nicht als "Own Use Contracts" klassifiziert. Strukturierte Finanzinstrumente bestehen aus einem nicht derivativen Basisvertrag und einem eingebetteten Finanzderivat. Beide Komponenten sind rechtlich nicht separierbar. Es handelt sich hierbei in der Regel um Verträge mit Zusatzklauseln. Eine getrennte Bilanzierung des eingebetteten Derivats und des Basisvertrags wird verlangt, wenn die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken nicht eng mit dem Basisvertrag verbunden sind, das eingebettete Derivat die gleichen Definitionskriterien erfüllt wie ein freistehendes Derivat und das strukturierte Finanzinstrument nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Der Vertrag des strukturierten Finanzinstruments kann auch insgesamt erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, es sei denn, das eingebettete Derivat verändert die anfallenden Zahlungsströme nur unerheblich oder eine Abspaltung des eingebetteten Derivats ist unzulässig. Das Hedge Accounting bezeichnet eine spezielle Rechnungslegung, die die Bilanzierung von Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft einer Sicherungsbeziehung dahingehend modifiziert, dass die Bewertungsergebnisse aus dem Grund- bzw. Sicherungsgeschäft periodengleich und erfolgsneutral bzw. erfolgswirksam erfasst werden. Entsprechend basiert das Hedge Accounting auf einer wertmäßigen Kompensation von Grund- und Sicherungsgeschäft. Für bilanzielle Zwecke existieren im Sinne von IAS 39 drei Arten von Hedge-Geschäften, sofern die strengen Voraussetzungen für eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) im Einzelfall erfüllt sind.
HeidelbergCement sichert bei Bedarf das Risiko von Schwankungen zukünftiger Cashflows ab. Das Risiko von Zinsschwankungen bei variabler Verzinsung wird durch Swaps gesichert, die variable Zinszahlungen in Festzinszahlungen umwandeln. Diese Vorgehensweise wird auch bei der Absicherung von Währungsrisiken von zukünftig in Fremdwährung zu erfüllenden Transaktionen angewendet. Der Marktwert der zur Absicherung eingesetzten Derivate wird in der Bilanz dargestellt. Als Gegenposten werden die sonstigen Eigenkapitalbestandteile unter Berücksichtigung latenter Steuern in Höhe des effektiven Teils erfolgsneutral angepasst und erst bei Realisierung der abgesicherten zukünftigen Zahlungsströme erfolgswirksam erfasst. Der ineffektive Teil wird unmittelbar im Periodenergebnis erfasst.
Der Konzern sichert Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten ab. HeidelbergCement sichert insbesondere das Währungsrisiko, das entsteht, wenn Finanzinstrumente in einer anderen als der funktionalen Währung bilanziert werden. Ferner wird selektiv der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Verbindlichkeiten durch eine Transformation in variable Verzinsung gesichert. Im Falle der Absicherung gegen Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts von bestimmten Bilanzpositionen (Fair Value Hedges) wird sowohl das Sicherungsgeschäft als auch der gesicherte Risikoanteil des Grundgeschäfts zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Bewertungsänderungen werden erfolgswirksam erfasst.
Beim Erwerb ausländischer Gesellschaften kann die Investition beispielsweise mit Darlehen in der funktionalen Währung der ausländischen Gesellschaft abgesichert werden. Als gesichertes Risiko wird in diesen Fällen das Währungsrisiko designiert, welches durch die Wechselkursschwankung des Eigenkapitals der Tochtergesellschaft entsteht (Translationsrisiko). Die Darlehen werden mit dem Wechselkurs des Bilanzstichtags umgerechnet. Als Gegenposten wird das Eigenkapital im Posten Währungsumrechnung angepasst. Insofern werden Umrechnungsdifferenzen hier bis zur Veräußerung der Nettoinvestition erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital und erst bei deren Abgang im Periodenergebnis erfasst. Derivative Finanzinstrumente, für die keine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) angewendet wird, stellen dennoch betriebswirtschaftlich eine wirksame Absicherung im Rahmen der Konzernstrategie dar. Nach IAS 39 sind diese Instrumente für bilanzielle Zwecke als zu Handelszwecken gehalten (Held for trading) zu qualifizieren. Den Marktwertveränderungen dieser derivativen Finanzinstrumente, die erfolgswirksam erfasst werden, stehen nahezu kompensierende Marktwertveränderungen der abgesicherten Grundgeschäfte gegenüber. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen, wenn sie in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und die Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Bei der Klassifizierung "als zur Veräußerung gehalten" werden die entsprechenden Vermögenswerte mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten angesetzt, sofern dieser niedriger als deren Buchwert ist. Entsprechend ihrer Klassifizierung werden direkt mit diesen im Zusammenhang stehende Schulden auf der Passivseite gesondert ausgewiesen. Für aufgegebene Geschäftsbereiche wird das Ergebnis nach Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung separat in einer Zeile ausgewiesen. In der Kapitalflussrechnung erfolgt eine Aufteilung der Mittelflüsse in fortzuführendes und aufgegebenes Geschäft. Ebenso werden die aufgegebenen Geschäftsbereiche in der Segmentberichterstattung separat ausgewiesen. Für aufgegebene Geschäftsbereiche werden die Vorjahreswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung, der Kapitalflussrechnung und in der Segmentberichterstattung entsprechend angepasst. Im Anhang werden zusätzliche Angaben zu den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und aufgegebenen Geschäftsbereichen gemacht. Eventualschulden oder -forderungen sind gegenwärtige oder mögliche Verpflichtungen oder Vermögenswerte, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht unter der Kontrolle des Unternehmens stehen. Eventualschulden werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert in der Bilanz angesetzt, wenn sie im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses übernommen wurden. Eventualforderungen werden nur dann in der Bilanz angesetzt, wenn sie quasi sicher sind. Sofern ein Abfluss bzw. Zufluss von wirtschaftlichem Nutzen nicht unwahrscheinlich ist, werden im Anhang Angaben zu Eventualschulden bzw. Eventualforderungen gemacht. Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken am Leasinggegenstand auf den Leasingnehmer übertragen werden, führen zur Aktivierung des Leasinggegenstands zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses. Der Leasinggegenstand wird mit seinem beizulegenden Zeitwert angesetzt oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Leasingzahlungen werden derart in Finanzierungsaufwendungen und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass sich über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingverbindlichkeit ergibt. Finanzierungsaufwendungen werden erfolgswirksam erfasst. Leasinggegenstände werden über die Nutzungsdauer des Gegenstands abgeschrieben. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses jedoch nicht hinreichend sicher, wird der Leasinggegenstand über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Erträge werden erfasst, wenn hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließt und dieser verlässlich bestimmt werden kann. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung; Umsatzsteuer und sonstige Abgaben bleiben unberücksichtigt. Umsatzerlöse werden erfasst, sobald die Lieferung der Waren erfolgt ist und die Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Zinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zeitanteilig erfasst. Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung realisiert. WährungsumrechnungDie Einzelabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften werden gemäß IAS 21 (The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates) nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Diese ist in der Regel bei den operativen Gesellschaften die jeweilige Landeswährung, da die ausländischen Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Danach werden Aktiv- und Passivposten zum Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet, das Eigenkapital hingegen mit den historischen Kursen. Die hieraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen finden bis zum Abgang der Tochtergesellschaft erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis in den sonstigen Eigenkapitalbestandteilen Berücksichtigung. Die Umrechnung des anteiligen Eigenkapitals der ausländischen assoziierten Unternehmen erfolgt nach der gleichen Vorgehensweise. Die Aufwendungen und Erträge sind zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Fremdwährungsgeschäfte in den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden mit dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs eingebucht. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne oder -verluste aus der Bewertung monetärer Posten in fremder Währung zum Stichtagskurs werden erfolgswirksam berücksichtigt. Von der erfolgswirksamen Erfassung ausgenommen sind Währungsdifferenzen aus Fremdwährungskrediten, soweit sie Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb sind. Sie sind Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb, wenn die Rückzahlung in einem absehbaren Zeitraum weder geplant noch wahrscheinlich ist. Umrechnungsdifferenzen werden bis zur Veräußerung der Nettoinvestition erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital und erst bei deren Abgang im Periodenergebnis erfasst. Nicht monetäre Posten in fremder Währung werden zu historischen Wechselkursen fortgeführt. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Devisenkurse, die bei der Umrechnung der Einzelabschlüsse in fremder Währung Anwendung fanden. Devisenkursescroll
KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss sind neben der HeidelbergCement AG 896 Unternehmen - 56 inländische und 840 ausländische - im Wege der Voll- oder Quotenkonsolidierung einbezogen. Die Veränderungen gegenüber dem Stand zum 31. Dezember 2011 werden in der nachfolgenden Tabelle erläutert. Anzahl voll- und quotal konsolidierter Unternehmenscroll
Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes des HeidelbergCement Konzerns zum 31. Dezember 2012 erfolgt auf den Seiten 217 f. Die Aufstellung enthält die abschließende Nennung aller Tochterunternehmen, die von den Offenlegungserleichterungen gemäß § 264b HGB Gebrauch machen. Die Beiträge der quotenkonsolidierten Gemeinschaftsunternehmen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HeidelbergCement Konzerns werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Beiträge quotenkonsolidierter Gesellschaftenscroll
Unternehmenszusammenschlüsse im BerichtsjahrZur Sicherung von Zuschlagstoffreserven für die Belieferung der wesentlichen Bergbau- und Infrastrukturprojekte in den Kohlerevieren von Queensland hat HeidelbergCement am 31. Juli 2012 100 % der Anteile an Yalkara Contracting Pty Ltd, Brisbane, Australien, erworben. Der Kaufpreis in Höhe von 5,0 Mio € wurde in bar entrichtet. Das Nettovermögen beträgt 10,2 Mio €. Der sich aus der Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Nettovermögen ergebende Unterschiedsbetrag resultiert aus einem günstigen Kauf (Lucky Buy) und wird in den zusätzlichen ordentlichen Erträgen ausgewiesen. Die Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 39 T€ wurden in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen ausgewiesen. Es wurden Forderungen mit einem Bruttobetrag von 0,6 Mio € erworben, die voraussichtlich in Höhe von 0,5 Mio € einbringlich sind. Der beizulegende Zeitwert der Forderungen beträgt 0,5 Mio €. Die Kaufpreisallokation ist noch nicht abgeschlossen, da noch nicht alle Bewertungsgutachten vorliegen. Änderungen können sich aus der Anpassung der beizulegenden Zeitwerte der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen sowie der darauf entfallenden latenten Steuern ergeben. Im Rahmen von zwei Asset-Deal-Transaktionen hat HeidelbergCement am 30. März 2012 und am 10. September 2012 sechs Transportbetonwerke in Belgien erworben. Der Erwerb unterstützt die Strategie der vertikalen Integration von Zement-, Zuschlagstoff- und Transportbetonlieferungen in Belgien. Der Kaufpreis betrug 5,9 Mio € und wurde in bar bezahlt. Das erworbene Nettovermögen betrug 3,8 Mio €. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2,1 Mio €, der steuerlich nicht abzugsfähig ist, repräsentiert Wachstumsaussichten, die sich aus der verbesserten Marktposition ergeben. Die Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,2 Mio € wurden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Kaufpreisallokation ist noch nicht abgeschlossen, da noch nicht alle Bewertungsgutachten vorliegen. Änderungen können sich aus der Anpassung der beizulegenden Zeitwerte der Sachanlagen ergeben. Die Vermögenswerte und Schulden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Vorläufige beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktscroll
Bei den erworbenen Sachanlagen handelt es sich um technische Anlagen und Maschinen (5,0 Mio €) und andere Anlagen (0,5 Mio €). Vom Erstkonsolidierungszeitpunkt bis zum 31. Dezember 2012 haben Yalkara Contracting Pty Ltd und die Transportbetonwerke in Belgien 18,1 Mio € zu den Umsatzerlösen und 1,5 Mio € zum Ergebnis beigetragen. Wäre Yalkara Contracting Pty Ltd bereits zum 1. Januar 2012 erstkonsolidiert worden, wären die Umsatzerlöse um 2,9 Mio € und das Ergebnis um 0,3 Mio € höher ausgefallen. Die Umsatzerlöse und Ergebnisse der Transportbetonwerke in Belgien seit dem 1. Januar 2012 liegen nicht vor, da die Werke vor dem Erwerb buchhalterisch in bestehende Geschäftsbetriebe eingebunden waren. Desinvestitionen im BerichtsjahrAm 23. Mai 2012 hat HeidelbergCement 100 % der Anteile an Perstrup Beton Industri A/S, Kolind, Dänemark, veräußert. Der Verkaufspreis in Höhe von 2,8 Mio € wurde in bar vereinnahmt. Im August 2012 hat HeidelbergCement in Nordamerika im Rahmen von zwei Asset Deals Geschäftsbetriebe in den Geschäftsbereichen Bauprodukte und Beton-Service-Sonstiges veräußert. Der Verkaufspreis betrug 57,3 Mio € und wurde ebenfalls in bar vereinnahmt. Die Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunkt werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunktscroll
Veräußerungsgewinne und -verluste werden im zusätzlichen ordentlichen Ergebnis ausgewiesen. Unternehmenszusammenschlüsse im VorjahrZur Erweiterung seiner Aktivitäten im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe im Norden der schwedischen Hauptstadt Stockholm hat HeidelbergCement am 31. Januar 2011 100 % der Anteile an der Ledinge Fastighets AB, Rimbo, und deren Tochterunternehmen erworben. Das Betätigungsfeld der erworbenen Gruppe umfasst vor allem den Betrieb von Sand-, Kies- und Schottergruben. Der sich aus der Differenz zwischen dem Kaufpreis von 10,0 Mio € und dem Nettovermögen von 3,9 Mio € ergebende Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 6,1 Mio € repräsentiert Wachstumsaussichten, die aus der verbesserten Marktposition resultieren. Der Kaufpreis wurde in bar entrichtet. Die Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,2 Mio € wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung als zusätzliche ordentliche Aufwendungen erfasst. Die Kaufpreisallokation ist abgeschlossen. Gegenüber den zum 31. Dezember 2011 veröffentlichten Werten haben sich keine Änderungen ergeben. Zur Sicherung der Zuschlagstoffreserven in der Metropolregion Melbourne hat HeidelbergCement am 1. August 2011 100 % der Anteile an der Galli Quarries Pty Ltd, Bundoora, Australien, und deren Tochtergesellschaften erworben. Der Kaufpreis in Höhe von 25,3 Mio € wurde in bar entrichtet. Das Nettovermögen beträgt 29,8 Mio €. Der sich aus der Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Nettovermögen ergebende Unterschiedsbetrag resultierte aus einem günstigen Kauf (Lucky Buy) und wurde in den zusätzlichen ordentlichen Erträgen ausgewiesen. Die Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,2 Mio € wurden in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst. Die Kaufpreisallokation ist abgeschlossen. Gegenüber den zum 31. Dezember 2011 veröffentlichten Werten haben sich keine Änderungen ergeben. Am 6. September 2011 hat HeidelbergCement zur Sicherung der Rohstoffreserven im Rahmen eines Asset Deals den Geschäftsbetrieb eines Kalksteinbruchs in Barcelona, Spanien, zu einem Kaufpreis von 11,8 Mio € in bar erworben. Für den Kaufpreis wurde im Vorjahr bereits eine Anzahlung von 1,0 Mio € geleistet. Der sich aus der Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Nettovermögen von 8,2 Mio € ergebende steuerbare Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 3,6 Mio € repräsentiert Synergieeffekte im Transportbetonbereich. Die Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,8 Mio € wurden in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst. Die Kaufpreisallokation ist abgeschlossen. Gegenüber den zum 31. Dezember 2011 veröffentlichten Werten haben sich keine Änderungen ergeben. Die nachfolgende Tabelle zeigt die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Unternehmenszusammenschlüsse zum Erwerbszeitpunkt. Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktscroll
Bei den erworbenen Sachanlagen handelt es sich um Grundstücke und Gebäude (9,1 Mio €), technische Anlagen und Maschinen (11,3 Mio €) und geleistete Anzahlungen (1,0 Mio €). Seit dem Erwerbszeitpunkt bis zum 31. Dezember 2011 haben Ledinge Fastighets AB und Galli Quarries Pty Ltd 8,5 Mio € zu den Umsatzerlösen und 1,0 Mio € zum Ergebnis beigetragen. Wären die Gesellschaften bereits zum 1. Januar 2011 erstkonsolidiert worden, wären die Umsatzerlöse um 5,0 Mio € und das Ergebnis um 2,7 Mio € höher ausgefallen. Die Umsatzerlöse und Ergebnisse des erworbenen Geschäftsbetriebs in Spanien können nicht separat ermittelt werden, da die Einheit nach ihrem Erwerb in das bestehende Geschäft integriert wurde. Darüber hinaus hat HeidelbergCement im Geschäftsjahr 2011 in den Konzerngebieten Asien-Pazifik und West- und Nordeuropa kleinere Unternehmenszusammenschlüsse vorgenommen, die keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns hatten. Weiterhin hat HeidelbergCement im Dezember 2011 im Konzerngebiet Nordamerika 50 % der Anteile am Gemeinschaftsunternehmen Building Products & Concrete Supply Limited Partnership, Winnipeg, Kanada, erworben. Das Unternehmen wird quotal gemäß IAS 31 (Interests in Joint Ventures) in den Konzernabschluss einbezogen. Der Kaufpreis betrug 14,3 Mio € und setzte sich aus einer Barzahlung in Höhe von 13,7 Mio € und einer Verbindlichkeit von 0,6 Mio € zusammen. Der sich aus der Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem anteiligen Nettovermögen von 4,4 Mio € ergebende Betrag von 9,9 Mio € wurde als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Die nachfolgende Tabelle zeigt die anteiligen beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft: Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktscroll
Desinvestitionen im VorjahrAm 1. Januar 2011 hat die mit 50 % quotenkonsolidierte Mibau-Gruppe alle Anteile an der Partenreederei MS "Splittnes" GmbH & Co. KG, Cadenberge, für 7,7 Mio € veräußert. Der Kaufpreis wurde mit einer Verbindlichkeit in Höhe von 7,0 Mio € verrechnet; der Rest wurde in bar bezahlt. Am 9. Februar 2011 veräußerte HeidelbergCement alle Anteile am quotal einbezogenen Unternehmen Heidelberger Betonelemente GmbH & Co. KG (HDBB), Baden-Baden, zu einem Verkaufspreis von 7,0 Mio €, der in bar beglichen wurde. Am 5. September 2011 hat HeidelbergCement die Solvent Resource Management Limited (SRM), Maidenhead, Großbritannien, veräußert. Der Verkaufspreis von 13,2 Mio € setzt sich aus einer Barzahlung in Höhe von 12,6 Mio € und einer Forderung von 0,6 Mio € zusammen. Am 30. November 2011 wurde die Hanson Precast (S) Pte Ltd., Singapur, für 2,2 Mio € veräußert. Der Verkaufspreis wurde in bar bezahlt. Die (anteiligen) Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaften zum Veräußerungszeitpunkt werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunktscroll
Erläuterungen zur SegmentberichterstattungDie Segmentberichterstattung von HeidelbergCement basiert auf der konzerninternen Aufteilung in geografische Regionen und zusätzlich in Geschäftsbereiche. Entsprechend der Managementorganisation erfolgt die Unterteilung des Konzerns in geografische Regionen. Daneben wird als Zusatzinformation eine Aufteilung nach Geschäftsbereichen vorgenommen. Die geografische Unterteilung von HeidelbergCement erfolgt in sechs Konzerngebiete:
Das Konzerngebiet West- und Nordeuropa umfasst die Benelux-Länder, Dänemark, Großbritannien, Norwegen, Schweden und die baltischen Staaten. Deutschland wurde mit West- und Nordeuropa zusammengefasst. Bosnien-Herzegowina, Georgien, Kasachstan, Kroatien, Polen, Rumänien, Russland, die Tschechische und die Slowakische Republik, die Ukraine und Ungarn gehören zum Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien. Zum Konzerngebiet Asien-Pazifik zählen Bangladesch, Brunei, China, Hongkong, Indien, Indonesien, Malaysia sowie Australien. Das Konzerngebiet Afrika-Mittelmeerraum setzt sich aus den afrikanischen Ländern sowie Israel, Spanien und der Türkei zusammen. Nordamerika umfasst die USA und Kanada. Im Konzerngebiet Konzernservice sind unsere Handelsaktivitäten zusammengefasst. Daneben unterscheidet HeidelbergCement vier Geschäftsbereiche: Zement, Zuschlagstoffe, Bauprodukte und Beton-Service-Sonstiges. Im Geschäftsbereich Beton-Service-Sonstiges wird hauptsächlich über die nachgelagerten Aktivitäten wie Transportbeton und Asphalt berichtet. HeidelbergCement beurteilt die Leistung in den Segmenten primär anhand des operativen Ergebnisses. Die Konzernfinanzierung (inklusive Aufwendungen und Erträge der Finanzierung) und die Steuern vom Einkommen und Ertrag werden zentral durch den Konzern gesteuert, sodass keine Verteilung auf die Segmente erfolgt. Den Bewertungsgrundsätzen der Segmentberichterstattung liegen die in diesem Abschluss verwendeten IFRS zugrunde. Der Umsatz mit anderen Konzerngebieten bzw. Geschäftsbereichen zeigt die Umsätze, die zwischen den Segmenten getätigt wurden. In der Überleitung werden konzerninterne Verflechtungen zwischen den Segmenten eliminiert. Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Aufteilung der Umsatzerlöse mit Drittkunden sowie der langfristigen Vermögenswerte nach Ländern gemäß IFRS 8.33. Informationen nach Ländernscroll
1)
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Die Zuordnung der Umsatzerlöse auf die Länder erfolgt auf Basis des Herkunftslands des Unternehmens. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1 UmsatzerlöseUmsatzentwicklung nach Konzerngebieten und Geschäftsbereichenscroll
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2 Sonstige betriebliche ErträgeSonstige betriebliche Erträgescroll
In den Buchgewinnen aus Anlagenabgängen sind Gewinne aus dem Verkauf nicht benötigter Emissionsrechte in Höhe von 102,8 (i.V.: 93,9) Mio € sowie Buchgewinne in Höhe von 70,3 Mio € aus der Verwertung von erschöpften und operativ nicht mehr genutzten Steinbrüchen in Kanada enthalten. Die Wechselkursgewinne betreffen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Wechselkursgewinne aus verzinslichen Forderungen und Verbindlichkeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Wesentliche einmalige Geschäftsvorfälle, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallen, werden in den zusätzlichen ordentlichen Erträgen ausgewiesen und unter Punkt 7 erläutert. 3 MaterialaufwandMaterialaufwandscroll
In Relation zu den Umsatzerlösen betrug der Materialaufwand 42,3 % (i.V.: 41,7 %). Der Anstieg des Materialaufwands ist im Wesentlichen auf die Ausweitung der Handelsaktivitäten zurückzuführen. 4 Personalaufwand und MitarbeiterPersonalaufwandscroll
Im Verhältnis zu den Umsatzerlösen betrug der Personalaufwand 16,6 % (i.V.: 16,0 %). Bezüglich der Entwicklung der Aufwendungen für Altersversorgung verweisen wir auf die Erläuterung der Pensionsrückstellungen unter Punkt 44. Mitarbeiter im Jahresdurchschnittscroll
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter quotal konsolidierter Unternehmen betrug 3.357 (i.V.: 3.177). Langfristbonus - Kapitalmarkt-KomponenteAls langfristig orientierten variablen Vergütungsbestandteil erhalten die Vorstandsmitglieder der HeidelbergCement AG und bestimmte Führungskräfte des HeidelbergCement Konzerns einen Langfristbonus, der sich aus einer Management-Komponente und einer Kapitalmarkt-Komponente zusammensetzt. Die Kapitalmarkt-Komponente mit einer Laufzeit von vier Jahren berücksichtigt die externe Wertschöpfung, gemessen als Total Shareholder Return (TSR) - angepasst um die reinvestierten Dividendenzahlungen und unter Bereinigung von Kapitalveränderungen - im Vergleich zu relevanten Kapitalmarktindizes, unter Verwendung von Performance Share Units (PSUs). Bei den PSUs handelt es sich um virtuelle Aktien, die der Berechnung der Kapitalmarkt-Komponente dienen. Für die Kapitalmarkt-Komponente wird in einem ersten Schritt die Anzahl der zunächst gewährten PSUs ermittelt. Die Stückzahl der PSUs errechnet sich aus einem festgelegten Prozentsatz des festen Jahresgehalts geteilt durch den Referenzkurs der HeidelbergCement-Aktie zum Begebungszeitpunkt. Der Referenzkurs ist jeweils der Durchschnitt der Tagesschlusskurse der HeidelbergCement-Aktie im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse von drei Monaten rückwirkend vom Tag des Beginns der Performance-Periode / Ablaufs der Performance-Periode. Nach Ablauf der vierjährigen Performance-Periode werden die endgültig erdienten PSUs in einem zweiten Schritt entsprechend der Zielerreichung ermittelt (0 - 200 %) und zum dann geltenden Referenzkurs der HeidelbergCement-Aktie - angepasst um die reinvestierten Dividendenzahlungen und unter Bereinigung von Kapitalveränderungen - in bar ausgezahlt. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Eckdaten der Pläne 2011 und 2012. Eckdaten des Langfristbonusplansscroll
Die Überleitung der Anzahl der PSUs vom 1. Januar 2011 zum 31. Dezember 2012 wird in der folgenden Tabelle dargestellt. Anzahl der PSUsscroll
Für die Bilanzierung nach IFRS 2 (Share-based Payment) wird der beizulegende Zeitwert der PSUs mit Hilfe eines anerkannten Optionspreismodells errechnet. Hierbei wird eine große Anzahl unterschiedlicher Entwicklungspfade der HeidelbergCement-Aktie - unter Berücksichtigung der Effekte reinvestierter Dividenden - und der Vergleichsindizes simuliert (Monte-Carlo-Simulation). Zum Bilanzstichtag wies der Vergleichsindex DAX 30 einen Stand von 7.612 (i.V.: 5.898) Punkten und der Vergleichsindex MSCI World Construction Materials einen Stand von 154,5 (i.V.: 117,9) Punkten auf. Der rechnerische Wert sowie die weiteren Bewertungsparameter werden in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Rechnerischer Wertscroll
Bewertungsparameterscroll
1)
Durchschnitt der letzten zwei Jahre Der Gesamtaufwand für die Kapitalmarkt-Komponente des Langfrist-Bonusplans für das Geschäftsjahr 2012 betrug 5,4 (i.V.: 0,8) Mio €. Zum Bilanzstichtag beliefen sich die Rückstellungen auf 4,8 (i.V.: 0,8) Mio €. Die Auszahlung der Kapitalmarkt-Komponente des Langfristbonusplans 2011-2013/14 erfolgt nach der Hauptversammlung 2015, die Auszahlung der Kapitalmarkt-Komponente des Langfristbonusplans 2012-2014/15 erfolgt nach der Hauptversammlung 2016, d.h. jeweils im Jahr nach der vierjährigen Performance-Periode. 5 Sonstige betriebliche AufwendungenSonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Die Wechselkursverluste betreffen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Wechselkursverluste aus verzinslichen Forderungen und Verbindlichkeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen. In den übrigen Aufwendungen sind Aufwendungen aus dem Verkauf bzw. der Rückgabe von entgeltlich erworbenen Emissionsrechten in Höhe von 38,8 (i.V.: 33,2) Mio € enthalten. Auf Forschung und Entwicklung entfielen Aufwendungen in Höhe von 90,0 (i.V.: 77,3) Mio €, die nach den in IAS 38 (Intangible Assets) gegebenen Voraussetzungen nicht zu aktivieren sind. Wesentliche einmalige Geschäftsvorfälle, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallen, werden in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen ausgewiesen und unter Punkt 7 erläutert. 6 Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und SachanlagenDie planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Gegenstände des Sachanlagevermögens werden auf der Grundlage der folgenden konzerneinheitlichen Nutzungsdauern ermittelt. Nutzungsdauerscroll
Wertminderungen werden in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen ausgewiesen und unter Punkt 7 erläutert. 7 Zusätzliches ordentliches ErgebnisDas zusätzliche ordentliche Ergebnis enthält Geschäftsvorfälle, die zwar im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallen, jedoch aufgrund ihrer Einmaligkeit nicht im operativen Ergebnis ausgewiesen werden. Zusätzliches ordentliches Ergebnisscroll
Zusätzliche ordentliche ErträgeDie Gewinne aus dem Abgang von sonstigem Anlagevermögen des Vorjahres resultieren aus der Veräußerung nicht mehr benötigter Grundstücke. Für in Vorjahren wertgeminderte Sachanlagen wurden Wertaufholungen auf den Nutzungswert in Höhe von 0,7 (i.V.: 0,3) Mio € vorgenommen. Es wurden keine Wertaufholungen für immaterielle Vermögenswerte gebucht (i.V.: 0,6) Mio €. Die sonstigen einmaligen Erträge des Berichtsjahres enthalten den Unterschiedsbetrag von 4,9 Mio € aus dem Erwerb der Yalkara Contracting Pty Ltd, Australien. Im Vorjahr wurde hier der Unterschiedsbetrag von 4,8 Mio € aus dem Erwerb der Galli Quarries Pty Ltd., Australien, ausgewiesen. Zusätzliche ordentliche AufwendungenDie Verluste aus dem Abgang von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten enthalten im Wesentlichen die Abgangsverluste aus den Desinvestitionen in Nordamerika und Dänemark. Im Vorjahr waren Abgangsverluste aus den Desinvestitionen in Großbritannien und Deutschland enthalten. Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Berichtsjahr Wertminderungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte in Großbritannien in Höhe von 92,3 Mio € und in Spanien in Höhe von 17,9 Mio € vorgenommen. Im Vorjahr betrafen die Wertminderungen im Wesentlichen Spanien mit 31,7 Mio €. Detaillierte Erläuterungen zum Wertminderungstest werden auf Seite 162 f. gegeben. Es wurden Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 147,3 (i.V.: 53,6) Mio € vorgenommen; davon auf den Nutzungswert 98,4 Mio € und auf den Marktwert abzüglich Veräußerungskosten 48,9 Mio €. Wesentliche Posten waren Wertminderungen von Grundstücken und Gebäuden sowie technischen Anlagen und Maschinen in Nordamerika in Höhe von 75,4 Mio € und Großbritannien in Höhe von 51,0 Mio € aufgrund von Stilllegungen bzw. Schließungen von Standorten. Weitere Wertminderungen erfolgten in den Konzerngebieten Afrika-Mittelmeerraum in Höhe von 8,3 Mio €, West- und Nordeuropa in Höhe von 6,2 Mio €, Osteuropa-Zentralasien in Höhe von 5,6 Mio € sowie Asien-Pazifik in Höhe von 0,8 Mio €. Im Geschäftsjahr ergaben sich keine Wertminderungen von sonstigen immateriellen Vermögenswerten (i.V.: 4,1 Mio €). Die Restrukturierungsaufwendungen des Geschäftsjahres in Höhe von 41,3 Mio € betrafen insbesondere Großbritannien, Belgien und Nordamerika. Die Restrukturierungsaufwendungen des Vorjahres in Höhe von 48,3 Mio € fielen im Wesentlichen in Nordamerika und Großbritannien an. Die sonstigen einmaligen Aufwendungen beinhalten eine Vielzahl von Einmalaufwendungen, die im Geschäftsjahr 2012 vorwiegend Nordamerika und Großbritannien betrafen. 8 Ergebnis aus BeteiligungenErgebnis aus Beteiligungenscroll
Die Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen bemessen sich nach den Bruttobeträgen, d.h. der Ausweis erfolgt vor Ertragsteuern. Den anteiligen Steueraufwand berichten wir unter dem Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Das Nettoergebnis betrug 34,6 (i.V.: 43,5) Mio €. Der Rückgang der Ergebnisse ist insbesondere auf Beteiligungen in Belgien zurückzuführen. Die Erträge aus Finanzinvestitionen umfassen im Wesentlichen Gewinnausschüttungen von Kapital- und Personengesellschaften. Die Wertminderungen von Beteiligungen betreffen hauptsächlich assoziierte Gesellschaften in Deutschland. 9 Sonstiges FinanzergebnisSonstiges Finanzergebnisscroll
Die Erhöhung des Zinsanteils aus der Bewertung sonstiger Rückstellungen ist neben den Aufzinsungseffekten im Wesentlichen auf Zinssatzänderungen zurückzuführen. 10 Steuern vom Einkommen und vom ErtragSteuern vom Einkommen und vom Ertrag fortzuführender Geschäftsbereichescroll
Die Erhöhung der tatsächlichen Steuern um 57,4 Mio € ist im Wesentlichen auf die Ergebnisverbesserungen in Indonesien und Deutschland zurückzuführen sowie auf Quellensteuer, die auf Dividendenausschüttungen in Kanada erhoben wurde. Erträge aus der Reduzierung von langfristigen Steuerverbindlichkeiten wirkten sich hingegen steuermindernd aus. Bereinigt um Steuernachzahlungen und -erstattungen für Vorjahre in Höhe von 26,3 (i.V.: -3,7) Mio € erhöhten sich die tatsächlichen Steuern um 87,4 Mio €. Der anteilige Steueraufwand der assoziierten Unternehmen aus der At-Equity-Bewertung in Höhe von 9,4 (i.V.: 8,0) Mio € ist in den tatsächlichen Steuern enthalten. Von den latenten Steuern entfallen 164,4 Mio € auf temporäre Differenzen. Darin enthalten ist ein latenter Steuerertrag in Höhe von 65,5 Mio €, der als Umkehreffekt aus der Auflösung von langfristigen operativen Verbindlichkeiten aufgegebener Geschäftsbereiche in den USA resultiert. In den aufgegebenen Geschäftsbereichen führte die Auflösung dieser Verbindlichkeiten zu latentem Steueraufwand in gleicher Höhe. Weitere Einzelheiten zum Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen werden unter Punkt 11 Aufgegebene Geschäftsbereiche erläutert. In Vorjahren gebildete Aktivposten für latente Steuern auf Verlustvorträge wurden im Berichtsjahr um 11,2 (i.V.: 28,8) Mio € wertberichtigt. Die Minderung des Steueraufwands für latente Steuern aufgrund von in Vorjahren nicht berücksichtigten steuerlichen Verlusten betrug im Geschäftsjahr 103,7 (i.V.: 34,5) Mio €. Wie schon im Vorjahr wurde bei dem Ansatz aktiver latenter Steuern in Höhe von 144,6 (i.V.: 147,4) Mio € in den USA, die nicht durch passive Steuerlatenzen gedeckt sind, die Einschätzung bezüglich der Realisierbarkeit der Verlustvorträge innerhalb der kommenden fünf Jahre entsprechend der prognostizierten Erträge und anhand der Steuerplanung berücksichtigt. Steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften, die bei der Ermittlung der latenten Steuern nicht berücksichtigt sind, bestehen in Höhe von 3.153,9 (i.V.: 3.029,2) Mio €, wovon 458,3 (i.V.: 220,0) Mio € einer zeitlich begrenzten Nutzung von 20 Jahren unterliegen. Die verbleibenden Verlustvorträge im Inland und im Ausland sind im Wesentlichen unverfallbar. Darüber hinaus werden für abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 222,0 (i.V.: 55,8) Mio € keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Im Berichtsjahr sind nicht gebuchte Aktivposten für latente Steuern in Höhe von 956,0 (i.V.: 852,8) Mio € vorhanden. Im Geschäftsjahr wurden latente Steuern in Höhe von 12,7 (i.V.: 18,6) Mio € erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet, die überwiegend aus der Bewertung von Pensionsrückstellungen gemäß IAS 19 sowie der Bewertung von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39 resultieren. Die passiven latenten Steuern erhöhten sich erfolgsneutral um 2,8 (i.V.: 0,4) Mio € aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises. Die langfristigen Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern in Höhe von 52,2 (i.V.: 93,0) Mio € enthalten Eventualverbindlichkeiten, die im Zusammenhang mit dem Erwerb der Hanson-Gruppe gemäß IFRS 3.23 angesetzt wurden. Gemäß IAS 12 sind latente Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Eigenkapital einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert für diese Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden, wenn mit der Realisierung zu rechnen ist (Outside-Basis-Differenzen). Aufgrund der Anwendungsvorschriften des IAS 12.39 wurden latente Steuern in Höhe von 2,9 Mio € auf die zur Veräußerung gehaltenen Anteile an einer Beteiligung sowie weitere 23,8 (i.V.: 23,0) Mio € auf zukünftig geplante Dividenden gebildet. Weitere Einzelheiten zur Veräußerung der Anteile werden unter Punkt 38 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte erläutert. Für Outside-Basis-Differenzen aus thesaurierten Gewinnen der Tochtergesellschaften der HeidelbergCement AG in Höhe von 4,8 (i.V.: 4,2) Mrd € wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da weitere Ausschüttungen nicht geplant sind. Im Einklang mit IAS 12.87 erfolgte keine Berechnung des nicht gebuchten Passivpostens. Im Hinblick auf die Bewertung der latenten Steuern kommt für die Inlandsgesellschaften ein zusammengefasster Ertragsteuersatz von 29,42 % zur Anwendung. Dieser setzt sich zusammen aus dem gesetzlichen Körperschaftsteuersatz von 15,0% zuzüglich des Solidaritätszuschlags, der in Höhe von 5,5% auf die zu entrichtende Körperschaftsteuer erhoben wird, sowie einer durchschnittlichen Gewerbesteuerbelastung von 13,6 %. Für das Jahr 2011 betrug der zusammengefasste Ertragsteuersatz ebenfalls 29,42%. Die Berechnung des erwarteten Steueraufwands zum inländischen Steuersatz erfolgt mit dem gleichen zusammengefassten Ertragsteuersatz, der bei der Bewertung latenter Steuern für die Inlandsgesellschaften angewandt wird. Das von den im Ausland ansässigen Konzerngesellschaften erwirtschaftete Ergebnis vor Steuern wird mit dem im jeweiligen Sitzland gültigen Satz versteuert. Dabei variieren die lokalen Ertragsteuersätze zwischen 0 % und 40%, sodass hieraus entsprechende Steuersatzabweichungen resultieren. Unter Berücksichtigung der Steuersatzabweichungen ergibt sich ein gewichteter durchschnittlicher Steuersatz. Die Verringerung dieses Satzes gegenüber dem Vorjahr ergibt sich überwiegend aus der veränderten relativen Gewichtung der Ergebnisse der Gesellschaften. Aufgrund der erwarteten Erholung in unseren reifen Märkten, wie den USA oder Großbritannien, ist in der Zukunft mit einem Anstieg des gewichteten durchschnittlichen Steuersatzes zu rechnen. Überleitungsrechnung fortzuführender Geschäftsbereichescroll
Latente Steuern nach Kategorien von temporären Differenzenscroll
11 Aufgegebene GeschäftsbereicheDie folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des Ergebnisses aus aufgegebenen Geschäftsbereichen. Ergebnis nach Steuern aufgegebener Geschäftsbereichescroll
Das Ergebnis enthält Erträge und Aufwendungen, die im Zusammenhang mit in Vorjahren aufgegebenen Geschäftsbereichen der Hanson-Gruppe entstanden sind und im Wesentlichen aus Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen resultieren. Weitere Einzelheiten zu den Verpflichtungen werden unter Punkt 45 Sonstige Rückstellungen erläutert. Aufgrund von aktuellen Gerichtsurteilen hat das Management seine Einschätzung bezüglich Rückerstattungen an Versicherer geändert und Verbindlichkeiten in Höhe von 182,0 Mio € aufgelöst. Die Auflösung der Verbindlichkeiten wurde in den Erträgen aus aufgegebenen Geschäftsbereichen ausgewiesen. Darüber hinaus enthalten die Erträge Zahlungseingänge in Höhe von 13,8 Mio €, die im Wesentlichen aus einem Vergleichsverfahren resultieren. 12 Vorschlag für die DividendeVorstand und Aufsichtsrat schlagen folgende Dividende vor: 0,47 € je Aktie. Bezogen auf 187.500.000 für das Geschäftsjahr 2012 dividendenberechtigte Stückaktien ergibt dies einen Betrag von 88.125.000 (i.V.: 65.625.000) €. 13 Ergebnis je AktieErgebnis je Aktiescroll
Die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie erfolgt gemäß IAS 33 (Earnings per Share) mittels Division des Anteils der Gruppe am Jahresergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der Anzahl der ausgegebenen Aktien. Die Kenngröße verwässertes Ergebnis je Aktie berücksichtigt nicht nur tatsächlich ausgegebene, sondern auch aufgrund von Optionsrechten potenziell erhältliche Aktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie gemäß IAS 33.30 ergab sich im Berichtszeitraum nicht. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 (Statement of Cash Flows) wird zwischen Zahlungsströmen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Veränderungen der betreffenden Bilanzposten lassen sich nicht unmittelbar aus der Konzernbilanz ableiten, da zahlungsunwirksame Vorgänge, wie Effekte aus der Währungsumrechnung und Konsolidierungskreisänderung, bereinigt werden. Der Cashflow errechnet sich aus dem um Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und um das Zinsergebnis bereinigten Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen, korrigiert um Abschreibungen, Wertminderungen und andere zahlungsunwirksame Ströme (andere Non Cash Items). Ferner werden Zahlungsströme aus erhaltenen Dividenden von nicht konsolidierten Unternehmen, aus erhaltenen und gezahlten Zinsen und aus gezahlten Steuern erfasst. Unter Berücksichtigung von Veränderungen des Working Capital und dem Verbrauch von Rückstellungen ergibt sich der Mittelfluss aus operativer Geschäftstätigkeit aus fortzuführendem Geschäft. Im Mittelfluss aus der Investitionstätigkeit werden Zahlungsströme aus dem Erwerb oder der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten sowie Sach- und Finanzanlagen erfasst. Sofern es sich um den Erwerb oder die Veräußerung von Tochtergesellschaften oder sonstigen Geschäftseinheiten handelt (Übernahme oder Verlust der Kontrolle), werden die Auswirkungen auf die Kapitalflussrechnung in eigenen Posten dargestellt. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit ist durch die Veränderungen im Kapital, durch gezahlte Dividenden sowie durch die Aufnahme und Tilgung von Anleihen und Krediten geprägt. Darüber hinaus werden Zahlungsströme aus Änderungen der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, als Finanzierungstätigkeit klassifiziert. Die von ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesenen Mittelflüsse werden grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Im Gegensatz hierzu werden die Zahlungsmittelbestände wie in der Konzernbilanz zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Einflüsse von Wechselkursänderungen auf die liquiden Mittel werden gesondert dargestellt. Im Folgenden werden die wesentlichen Einzelposten der Kapitalflussrechnung erläutert. 14 Erhaltene ZinsenDie Mittelzuflüsse aus erhaltenen Zinsen verminderten sich um 38,6 Mio € auf 129,7 (i.V.: 168,3) Mio €. Wie bereits im Vorjahr war dies vornehmlich auf geringere Zuflüsse aus der Ablösung von Zinsswaps bei gleichzeitiger Zunahme der Zuflüsse aufgrund des gestiegenen Zahlungsmittelbestands zurückzuführen. 15 Gezahlte ZinsenDie Auszahlungen für Zinsen haben sich um 140,6 Mio € auf 764,9 (i.V.: 624,3) Mio € erhöht. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus gestiegenen Refinanzierungskosten aufgrund der im vierten Quartal 2011 erfolgreich platzierten Anleiheemissionen und Schuldscheindarlehen. 16 Gezahlte SteuernDieser Posten beinhaltet Auszahlungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 328,4 (i.V.: 308,4) Mio €. 17 Eliminierung anderer Non Cash ItemsDie anderen Non Cash Items enthalten im Wesentlichen Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen sowie Wertminderungen und Wertaufholungen des Umlaufvermögens. Ferner wurden die Ergebnisse um die Buchgewinne und -verluste aus Anlagenabgängen korrigiert. Der Gesamtbetrag der erzielten Finanzmittel aus Anlagenabgängen wird unter den Desinvestitionen in der Investitionstätigkeit dargestellt. 18 Veränderung der betrieblichen AktivaBei den betrieblichen Aktiva handelt es sich um Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie um sonstige Vermögenswerte der operativen Geschäftstätigkeit. 19 Veränderung der betrieblichen PassivaDie betrieblichen Passiva beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten der operativen Geschäftstätigkeit. 20 Verbrauch von RückstellungenDieser Posten enthält die zahlungswirksame Inanspruchnahme aus Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. 21 Zahlungswirksame InvestitionenDie Auszahlungen für Investitionen unterscheiden sich von den Zugängen im Anlagenspiegel u.a. dadurch, dass im Anlagenspiegel nicht zahlungswirksame Transaktionen (Non Cash Items) als Zugänge gezeigt werden, wie z.B. Zugänge im Rahmen von Tauschtransaktionen oder Sacheinlagen. Vom Gesamtbetrag der zahlungswirksamen Investitionen in Höhe von 865,9 (i.V.: 959,2) Mio € entfielen 490,3 (i.V.: 496,3) Mio € auf Investitionen zur Erhaltung und Optimierung der Kapazitäten und 375,6 (i.V.: 462,9) Mio € auf Kapazitätserweiterungen. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen 831,4 (i.V.: 874,4) Mio € und betrafen Erhaltungs-, Optimierungs- und Umweltschutzmaßnahmen in unseren Produktionsstätten sowie Expansionsprojekte in Wachstumsmärkten. Die Ausgaben für den Erwerb von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten betrugen 11,4 (i.V.: 63,2) Mio € und entfielen im Wesentlichen auf den Erwerb von 100% der Anteile an Yalkara Contracting Pty Ltd, Australien, für 5,0 Mio € in bar sowie auf die im Rahmen von Asset Deals für 5,9 Mio € erworbenen Transportbetongesellschaften in Belgien. Im Rahmen von Investitionen in Tochterunternehmen und sonstige Geschäftseinheiten wurden keine Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente übernommen. 22 Zahlungswirksame DesinvestitionenDie Mittelzuflüsse aus dem Abgang von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten betrugen 60,1 (i.V.: 22,3) Mio € und entfielen auf Einzahlungen aus dem Verkauf von 100% der Anteile an Perstrup Beton Industri A/S, Dänemark, für 2,8 Mio € in bar. Zudem wurden in Nordamerika im Rahmen von zwei Asset Deals Geschäftsbetriebe in den Geschäftsbereichen Bauprodukte und Beton-Service-Sonstiges für 57,3 Mio € in bar veräußert. Im Zusammenhang mit der Veräußerung von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten wurden keine Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente übertragen. Die Einzahlungen aus dem Abgang von sonstigem Anlagevermögen in Höhe von 219,9 (i.V.: 177,5) Mio € beinhalten im Wesentlichen Einzahlungen aus der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in Höhe von 211,4 (i.V.: 169,2) Mio €. Hierin enthalten sind insbesondere Nettoeinzahlungen aus dem Verkauf nicht benötigter Emissionsrechte in Höhe von 73,6 (i.V.: 63,5) Mio € sowie Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen in Nordamerika in Höhe von 78,8 (i.V.: 63,6) Mio €. 23 Übernommene/abgegebene liquide MittelDiese Zeile zeigt die Veränderung des Bestands der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Rahmen der Übernahme oder des Verlusts der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstige Geschäftseinheiten und anderer Veränderungen des Konsolidierungskreises. 24 Dividende an MinderheitsgesellschafterUnter diesem Posten werden die an Minderheitsgesellschafter im Geschäftsjahr gezahlten Dividenden gezeigt. 25 Erhöhung von Anteilen an TochterunternehmenHier werden Zahlungsströme aus der Aufstockung von Beteiligungsquoten an Tochterunternehmen gezeigt. Die Transaktionen im Berichtsjahr waren von untergeordneter Bedeutung. Im Vorjahr beinhaltete dieser Posten im Wesentlichen den Erwerb von 33,35 % an der HKS Hunziker Kalksandstein AG, Schweiz, in Höhe von 6,2 Mio €. 26 Aufnahme von Anleihen und KreditenDieser Posten umfasst im Wesentlichen die Aufnahmen aus der syndizierten Kreditfazilität über 3 Mrd €. Ferner wurde eine neue Anleihe emittiert. Deren Emissionserlöse dienten zur Refinanzierung bestehender Bankschulden. Die Anleihe wurde im März emittiert und hat eine Laufzeit von vier Jahren (300 Mio €). Im Vorjahr beinhaltete dieser Posten im Wesentlichen die Aufnahmen aus der syndizierten Kreditfazilität über 3 Mrd €. Ferner wurden neue Anleihen und ein Schuldscheindarlehen emittiert, deren Emissionserlöse vollständig zur Refinanzierung bestehender Bankschulden eingesetzt wurden. Die Anleihen über 500 Mio € und 150 Mio CHF und das Schuldscheindarlehen in Höhe von 289 Mio € wurden im Oktober, November und im Dezember 2011 abgeschlossen. 27 Tilgung von Anleihen und KreditenDiese Position enthält die planmäßigen Rückzahlungen der Finanzverbindlichkeiten sowie den Saldo aus den Ein- und Auszahlungen für Posten mit großer Umschlagshäufigkeit, großen Beträgen und kurzen Laufzeiten im Finanzierungsbereich. Im Wesentlichen wurde im Geschäftsjahr 2012 die syndizierte Kreditfazilität über 3 Mrd € teilweise zurückgezahlt. Des Weiteren wurden die 1 Mrd € Anleihe im Januar sowie diverse Ziehungen unter dem EMTN-Programm, Schuldscheindarlehen sowie Commercial Paper planmäßig getilgt. Im Vorjahr enthielt der Posten die teilweise Rückzahlung der syndizierten Kreditfazilität über 3 Mrd €. Außerdem wurden planmäßig Commercial Paper getilgt. 28 Liquide MittelIm Finanzmittelfonds (Liquide Mittel) werden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten erfasst. Von den liquiden Mitteln sind 32,2 (i.V.: 28,4) Mio € Verfügungsbeschränkungen unterworfen. Dies betrifft kurzfristige Geldeinlagen bei Banken, die als Sicherheiten für verschiedene Geschäftstransaktionen, z.B. für ausstehende Rekultivierungsleistungen oder im Rahmen des Energiehandels getätigt wurden. Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva29 Immaterielle VermögenswerteImmaterielle Vermögenswertescroll
Größere Einzelposten der Geschäfts- oder Firmenwerte stammen aus dem Erwerb der Hanson-Gruppe, London, Großbritannien; S.A. Cimenteries CBR, Brüssel, Belgien; Lehigh Hanson Inc., Wilmington, USA; HeidelbergCement Northern Europe AB, Stockholm, Schweden; Akcansa Cimento Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul, Türkei, und ENCI N.V., 's-Hertogenbosch, Niederlande. Die Geschäfts- oder Firmenwerte beinhalten erworbene Marktanteile und Synergieeffekte, die keinem anderen bestimm- und separierbaren immateriellen Vermögenswert zuzuordnen sind. Eine Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt gemäß IAS 36 (Impairment of Assets) im Rahmen jährlicher Wertminderungstests. Im Berichtsjahr wurden Wertminderungen in Höhe von 110,2 Mio € vorgenommen. Diese Wertminderungen werden in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst. Eine detaillierte Erläuterung des Wertminderungstests erfolgt auf Seite 162 f. Die Geschäfts- oder Firmenwerte erhöhten sich im Geschäftsjahr neben Zugängen aus Unternehmenszusammenschlüssen in Höhe von 2,1 Mio € insbesondere durch die Sachgründung eines Gemeinschaftsunternehmens. In den sonstigen immateriellen Vermögenswerten sind Abbaurechte, Konzessionen, Software sowie im Rahmen des Emissionshandels erworbene Emissionsrechte ausgewiesen. Emissionsrechte sind mit einem Buchwert von 0,8 (i.V.: 36,3) Mio € bilanziert. In den Abschreibungen sind Aufwendungen aus der Abwertung von Emissionsrechten aufgrund gesunkener Marktpreise in Höhe von 38,4 (i.V.: 52,8) Mio € enthalten. Wertminderungen von übrigen sonstigen immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 0,0 (i.V.: 4,1) Mio € wurden in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst. Im Geschäftsjahr wurden Entwicklungskosten in Höhe von 1,9 (i.V.: 1,6) Mio € als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte, die als Sicherheiten begeben sind, beträgt 36,0 (i.V.: 16,8) Mio €. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer bestehen in Höhe von 284,5 (i.V.: 330,7) Mio € und mit unbestimmter Nutzungsdauer in Höhe von 13,2 (i.V.: 15,2) Mio €. Bei den immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer handelt es sich um Markenrechte in Großbritannien. 30 SachanlagenSachanlagenscroll
Im Sachanlagevermögen sind Leasinggegenstände in Höhe von 27,2 (i.V.: 26,5) Mio € aktiviert, davon entfallen 25,1 (i.V.: 23,9) Mio € auf technische Anlagen und Maschinen, 1,2 (i.V.: 1,3) Mio € auf Betriebs- und Geschäftsausstattung und 0,9 (i.V.: 1,3) Mio € auf Grundstücke und Gebäude. Der Buchwert der Sachanlagen, die als Sicherheiten begeben sind, beträgt 121,0 Mio €. Es wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 21,1 (i.V.: 17,1) Mio € erfasst, die insbesondere Kapazitätserweiterungsinvestitionen in Indien und Osteuropa betrafen. Der durchschnittliche zugrunde gelegte Finanzierungskostensatz betrug 7% (i.V.: 7 %). Im Berichtsjahr wurden Wertminderungen in Höhe von 147,3 Mio € sowie Wertaufholungen von 0,6 Mio € vorgenommen, die im zusätzlichen ordentlichen Ergebnis gezeigt und unter Punkt 7 erläutert werden. 31 Anteile an assoziierten UnternehmenDie folgende Tabelle enthält die zusammengefassten Finanzinformationen über die Anteile an assoziierten Unternehmen des HeidelbergCement Konzerns. Anteile an assoziierten Unternehmenscroll
Eine Beteiligung wurde im Berichtsjahr gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten eingestuft. 32 FinanzinvestitionenHier sind Finanzinvestitionen in Eigenkapitaltitel, die aufgrund langfristiger Anlageabsicht erworben wurden, enthalten. Der beizulegende Zeitwert der als "Available for sale at fair value" kategorisierten Finanzinvestitionen beträgt zum Abschlussstichtag 18,7 (i.V.: 14,9) Mio €. In der Periode wurden Wertveränderungen von 3,8 (i.V.: -8,5) Mio € erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Der Buchwert der als "Available for sale at cost" klassifizierten Finanzinvestitionen beträgt 49,4 (i.V.: 49,0) Mio €. 33 Langfristige Forderungen und derivative FinanzinstrumenteDie folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der langfristigen Forderungen und derivativen Finanzinstrumente. Langfristige Forderungen und derivative Finanzinstrumentescroll
Bei den langfristigen derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Zinswährungsswaps in Höhe von 17,3 (i.V.: 12,7) Mio € und Währungsswaps in Höhe von 0,0 (i.V.: 1,2) Mio €. Aufgrund der Trennung in langfristige und kurzfristige Bestandteile der Zinswährungsswaps wurden die Marktwerte auf der Aktiv- und Passivseite ausgewiesen. Weitere Angaben zu den derivativen Finanzinstrumenten erfolgen Seite 205 f. In den sonstigen langfristigen operativen Forderungen sind insbesondere Erstattungsansprüche gegen Versicherungsgesellschaften aus Umwelt- und Haftpflichtschäden in Höhe von 102,2 (i.V.: 141,1) Mio € enthalten. Die sonstigen langfristigen nicht finanziellen Forderungen enthalten im Wesentlichen überdotierte Pensionsfonds und aktive Rechnungsabgrenzungsposten. Die folgende Tabelle zeigt die Überfälligkeitsstruktur der langfristigen finanziellen Forderungen. Überfälligkeiten langfristiger finanzieller Forderungenscroll
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Zum Abschlussstichtag deuten keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner der nicht wertgeminderten und nicht überfälligen Forderungen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. 34 VorräteIm Berichtsjahr wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 50,3 (i.V.: 27,7) Mio € und Wertaufholungen in Höhe von 8,4 (i.V.: 8,4) Mio € erfasst. Von den Vorräten sind 7,8 (i.V.: 3,1) Mio € als Sicherheiten für Verbindlichkeiten eines Gemeinschaftsunternehmens verpfändet. 35 Forderungen und sonstige VermögenswerteIn der folgenden Übersicht wird die Zusammensetzung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögenswertescroll
In den übrigen kurzfristigen operativen Forderungen sind Schadenersatzansprüche sowie Erstattungsansprüche gegen Versicherungsgesellschaften aus Umwelt- und Haftpflichtschäden in Höhe von 26,6 (i.V.: 27,3) Mio € enthalten. Der Buchwert des Reservekontos für Ausfälle von vorfinanzierten Forderungen beträgt 16,3 Mio € und entspricht im Wesentlichen dem maximalen Verlustrisiko aus dem anhaltenden Engagement. Die nicht finanziellen sonstigen Vermögenswerte, die nicht in den Anwendungsbereich des IAS 39 fallen, enthalten im Wesentlichen aktive Rechnungsabgrenzungsposten. Die folgende Tabelle zeigt die Überfälligkeitsstruktur der kurzfristigen finanziellen Forderungen. Überfälligkeiten kurzfristiger finanzieller Forderungenscroll
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Zum Abschlussstichtag deuten keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner der nicht wertgeminderten und nicht überfälligen Forderungen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt: Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
Die Wertberichtigungen basieren im Wesentlichen auf historischen Ausfallwahrscheinlichkeiten und Überfälligkeiten. Bei den Wertberichtigungen handelt es sich hauptsächlich um pauschalierte Einzelwertberichtigungen. 36 Derivative FinanzinstrumenteDie kurzfristigen Derivate mit positiven Marktwerten beinhalten Devisenswaps in Höhe von 5,6 (i.V.: 62,9) Mio € und Energiederivate in Höhe von 0,3 (i.V.: 0,2) Mio €. Weitere Angaben zu den derivativen Finanzinstrumenten erfolgen auf Seite 205 f. 37 Liquide MittelBei den liquiden Mitteln handelt es sich um Kassenbestände und Bankguthaben bei Banken erstklassiger Bonität. Verfügungsbeschränkungen der liquiden Mittel werden unter Punkt 28 erläutert. 38 Zur Veräußerung gehaltene VermögenswerteMit Vertrag vom 21. November 2012 hat sich HeidelbergCement zur Veräußerung einer Beteiligung im Nahen Osten verpflichtet. Die notarielle Übertragung der Anteile auf den Käufer und der Kaufpreiseingang werden in der ersten Hälfte des Jahres 2013 erwartet. Bis zu diesem Zeitpunkt wird die zuvor als assoziiertes Unternehmen bilanzierte Gesellschaft als zur Veräußerung gehaltener Vermögenswert fortgeführt. Erläuterungen zur Bilanz - Passiva39 GrundkapitalZum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 beträgt das Grundkapital unverändert zum Vorjahr 562.500.000 € und ist in 187.500.000 Aktien eingeteilt; die Aktien sind Stückaktien und lauten auf den Inhaber. Auf jede Aktie entfällt ein anteiliger Betrag am Grundkapital von 3,00 €. Genehmigtes KapitalEs bestehen zum 31. Dezember 2012 zwei genehmigte Kapitalia: zum einen eine Ermächtigung des Vorstands und Aufsichtsrats zur Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlagen (Genehmigtes Kapital I) und zum anderen eine Ermächtigung des Vorstands und Aufsichtsrats zur Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlagen (Genehmigtes Kapital II). Diese genehmigten Kapitalia werden nachfolgend zusammenfassend beschrieben; der vollständige Wortlaut der Ermächtigungen kann der Satzung entnommen werden, die auf unserer Internetseite www.heidelbergcement.com unter "Über uns/Corporate Governance/Satzung" veröffentlicht ist. Genehmigtes Kapital IDie Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 5. Mai 2015 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 225.000.000 € gegen Bareinlagen durch Ausgabe von bis zu insgesamt 75.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, in bestimmten Fällen, die in der Ermächtigung näher beschrieben sind, nämlich zur Verwertung von Spitzenbeträgen und zur börsennahen Ausgabe von Aktien von bis zu 10 % des Grundkapitals, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Genehmigtes Kapital IIDie Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 hat den Vorstand ferner ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 5. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 56.100.000 € gegen Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu insgesamt 18.700.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen in der Regel ausgeschlossen. Die Ermächtigung regelt insbesondere die Möglichkeit des Bezugsrechtsausschlusses, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder zur Bedienung von Options- oder Wandlungsrechten erfolgt. Die den genehmigten Kapitalia I und II zugrunde liegenden Ermächtigungen zur Ausgabe von neuen Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen sind zum 31. Dezember 2012 nicht ausgenutzt worden. Bedingtes KapitalEs besteht zum 31. Dezember 2012 ferner das nachfolgend beschriebene Bedingte Kapital: Die Hauptversammlung vom 7. Mai 2009 hat beschlossen, das Grundkapital um weitere bis zu 187.500.000 €, eingeteilt in bis zu 62.500.000 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2009). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Unterlegung von Options- oder Wandlungsrechten bzw. Options- oder Wandlungspflichten auf HeidelbergCement-Aktien. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als der Vorstand aufgrund der Ermächtigung Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausgibt und die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten von ihren Rechten Gebrauch machen. Options- oder Wandelschuldverschreibungen können auch mit Options- oder Wandlungsverpflichtungen ausgestattet sein. Die Aktionäre haben in der Regel ein Bezugsrecht auf neu emittierte Options- oder Wandelschuldverschreibungen. Die Ermächtigung regelt bestimmte Fälle, in denen der Vorstand das Bezugsrecht der Aktionäre auf Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausschließen kann. Der vollständige Wortlaut des Bedingten Kapitals kann ebenfalls der Satzung entnommen werden, die auf unserer Internetseite veröffentlicht ist (www.heidelbergcement.com unter "Über uns/Corporate Governance/Satzung"). Die dem Bedingten Kapital 2009 zugrunde liegende Ermächtigung zur Ausgabe von Options- oder Wandelschuldverschreibungen ist zum 31. Dezember 2012 nicht ausgenutzt worden. Die Gesellschaft besitzt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 keine eigenen Aktien und es besteht keine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien. 40 KapitalrücklageDie Kapitalrücklage in Höhe von 5.539,4 Mio € ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Sie wurde im Wesentlichen durch das aus Kapitalerhöhungen zugeflossene Aufgeld gebildet. 41 GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen enthalten die von der HeidelbergCement AG und den einbezogenen Tochtergesellschaften erwirtschafteten und noch nicht ausgeschütteten Gewinne sowie erfolgsneutrale Veränderungen der Pensionsrückstellungen. Die Gewinnrücklagen erhöhten sich im Berichtszeitraum um 50,4 Mio € auf 6.673,5 Mio €. Die Erhöhung setzt sich aus dem Überschuss der Periode von 301,2 Mio € sowie den im sonstigen Ergebnis erfassten versicherungsmathematischen Verlusten sowie Begrenzungen gemäß IAS 19.58 B von -216,0 Mio €, einer Minderung durch sonstige Konsolidierungsmaßnahmen von 30,9 Mio € und Dividendenzahlungen an die Aktionäre der HeidelbergCement AG von 65,6 Mio € (0,35 € je Aktie) zusammen. Die Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr werden in der Gesamtergebnisrechnung sowie in der Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns erläutert. 42 Sonstige EigenkapitalbestandteileDie sonstigen Eigenkapitalbestandteile beinhalten die Währungsumrechnungsdifferenzen und Rücklagen aus Finanzinvestitionen der Kategorie "Available for sale at fair value", aus Cash Flow Hedges und aus der Neubewertung. Die Veränderungen des Geschäftsjahres von insgesamt -52,8 Mio € betreffen die Währungsumrechnung in Höhe von -59,7 Mio €, die Cash Flow Hedge-Rücklage in Höhe von 5,2 Mio €, die Neubewertungsrücklage in Höhe von -1,5 Mio € und die Available for sale-Rücklage in Höhe von 3,2 Mio €. Die Veränderungen werden in der Gesamtergebnisrechnung sowie in der Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns erläutert. 43 MinderheitsanteileWesentliche Minderheitsanteile am Eigenkapital bestehen bei PT Indocement Tunggal Prakasa Tbk., Indonesien; HeidelbergCement India Ltd., Indien; Kunda Nordic Cement Corp., Estland; CJSC "Construction Materials", Russland; TPCC Tanzania Portland Cement Company Ltd., Tansania; Lehigh White Cement Company, USA; La Cimenterie de Lukala S.A.R.L., Demokratische Republik Kongo, sowie HeidelbergCement Bangladesh Limited, Bangladesh. Zum Abschlussstichtag betragen die Minderheitsanteile 1.098,9 (i.V.: 951,6) Mio €. Die Minderheitsanteile erhöhten sich durch den Jahresüberschuss in Höhe von 243,9 Mio € und verminderten sich durch das sonstige Ergebnis um -66,9 Mio €. Das sonstige Ergebnis enthält versicherungsmathematischen Verluste von -3,5 Mio € sowie -63,4 Mio € aus der Währungsumrechnung. Zum Abschlussstichtag sind in den Minderheitsanteilen Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von -57,5 (i.V.: 5,9) Mio € enthalten. Konsolidierungsmaßnahmen erhöhten die Minderheitsanteile um 38,2 Mio €. Diese betrafen insbesondere die Erhöhung der Minderheitsanteile mit Put-Optionen in Höhe von 26,6 Mio € aufgrund von vertraglichen Änderungen sowie Kapitalerhöhungen durch Umwandlung von Gesellschafterdarlehen. Im Berichtsjahr wurden 67,9 Mio € Dividenden an Minderheitsgesellschafter gezahlt. Wesentliche Auszahlungen erfolgten an die Minderheitsgesellschafter von PT Indocement und unserer afrikanischen Tochtergesellschaften. Die Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr werden in der Gesamtergebnisrechnung sowie in der Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns erläutert. Der auf die Minderheitsanteile entfallende Jahresüberschuss von insgesamt 243,9 (i.V.: 186,1) Mio € setzt sich im Wesentlichen aus den Ergebnissen von PT Indocement Tunggal Prakasa Tbk., Indonesien; TPCC Tanzania Portland Cement Company Ltd., Tansania, Ghacem Ltd., Ghana, CJSC "Construction Materials", Russland, und HeidelbergCement Bangladesh Limited, Bangladesh, zusammen. 44 PensionsrückstellungenBeitragsorientierte PläneDie Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen betrug 46,0 (i.V.: 42,8) Mio €. Im Geschäftsjahr 2012 lagen die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung bei 61,6 (i.V.: 58,4) Mio €. Versicherungsmathematische AnnahmenDie bei der Berechnung zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst (gewichtete Darstellung). Versicherungsmathematische Annahmenscroll
Einen wesentlichen Einfluss auf den gewichteten Zinssatz von 4,27 % hatten die Rechnungszinssätze in Großbritannien (4,50%), USA (4,11 %) und in der Euro-Zone (3,60%). Aufgrund der Anwendung von IFRIC 14 (The Limit on a Defined Benefit Asset, Minimum Funding Requirements and Their Interaction) erfolgt eine Begrenzung des Pensionsguthabens in Großbritannien in Höhe von 31,1 (i.V.: 41,9) Mio €. In Belgien ist eine Begrenzung des Pensionsguthabens gemäß IFRIC 14 in Höhe von 0,3 (i.V.: 0) Mio € zu berücksichtigen. Überblick über die Pensionsrückstellungen für die verschiedenen Arten der AltersversorgungspläneDie nachfolgenden Tabellen zeigen die Verpflichtungen aus Pensionsplänen und Versorgungsplänen für Krankheitskosten sowie deren Darstellung in der Bilanz. Arten von Altersversorgungsplänenscroll
Darstellung in der Bilanzscroll
Pensionsverpflichtungen und PensionsfondsIm Konzern existierten im Geschäftsjahr 2012 Pensionsverpflichtungen in Höhe von 3.995,1 (i.V.: 3.796,5) Mio €, die im Wesentlichen durch externe Pensionsfonds abgedeckt sind. Zusätzlich bestanden Direktzusagen in Höhe von 581,4 (i.V.: 519,2) Mio €. Die in den USA, Indonesien, Belgien und Kanada eingegangenen Verpflichtungen für Krankheitskosten von Pensionären beliefen sich auf 241,1 (i.V.: 232,9) Mio €. Die folgende Tabelle zeigt den Finanzierungsstatus dieser Pläne und ihre Abbildung in der Bilanz. Pensionsverpflichtungen und Pensionsfondsscroll
Versicherungsmathematische Gewinne und VerlusteIn den Pensionsplänen und den Plänen für Krankheitskosten sind versicherungsmathematische Verluste sowie aus der Begrenzung des Fondsvermögens gem. IAS 19.58 B resultierende Beträge von insgesamt 828,6 (i.V.: 675,6) Mio € enthalten, die erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis gegen das Eigenkapital gebucht wurden. In der folgenden Tabelle wird die Entwicklung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sowie der Begrenzung des Fondsvermögens gem. IAS 19.58 B dargestellt. Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste und Begrenzung des Fondsvermögensscroll
Die Änderung im Geschäftsjahr 2012 in Höhe von 153,0 (i.V.: 188,8) Mio € ist im Wesentlichen auf zwei gegenläufige Effekte zurückzuführen. Die Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen führte zu einer Erhöhung der versicherungsmathematischen Verluste um 255,0 Mio €, insbesondere durch die Senkung des Rechnungszinssatzes, der der versicherungsmathematischen Berechnung zugrunde liegt. Der gewichtete Rechnungszins zum Jahresende ist um 0,57 (i.V.: 0,48) Prozentpunkte niedriger als der gewichtete Rechnungszins zum Vorjahresende. Im Wesentlichen resultiert diese Verringerung aus der Entwicklung des Rechnungszinses in der Euro-Zone und in Nordamerika. In Deutschland und den Niederlanden hat sich der Rechnungszins um 1,20 Prozentpunkte, in Belgien um 1,50 Prozentpunkte, in den USA um 1,11 Prozentpunkte und in Kanada um 0,40 Prozentpunkte verringert. Gegenläufig wirkten sich die positive Entwicklung des Fondsvermögens, die Begrenzung des Fondsvermögens gem. IAS 19.58B in Höhe von -11,6 Mio €, Wechselkurseffekte sowie die erfolgsneutrale Verrechnung versicherungsmathematischer Verluste mit den Gewinnrücklagen in Höhe von -87,3 Mio € aus. Diese resultierte aus der Umwandlung eines leistungsorientierten in einen beitragsorientierten Versorgungsplan. Aufgrund der besser als erwarteten Entwicklung des Fondsvermögens ergeben sich 2012 erfahrungsbedingte Gewinne von 61,9 (i.V.: 214,1) Mio €. Auf der Verpflichtungsseite sind 2012 hingegen erfahrungsbedingte Verluste (d.h. nicht aus der Veränderung der Bewertung zugrunde liegender versicherungsmathematischer Annahmen) von 5,5 (i.V.: 42,8) Mio € entstanden. Entwicklung in der Gewinn- und VerlustrechnungDie Aufwendungen für Altersversorgung für die wesentlichen Pensionspläne setzen sich wie folgt zusammen: Entwicklung in der Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Vom Gesamtpensionsaufwand von 63,0 (i.V.: Pensionsertrag von 58,6) Mio € werden ein Aufwand von 29,5 (i.V.: Ertrag von 82,1) Mio € im Personalaufwand und ein Aufwand von 33,5 (i.V.: 23,6) Mio € im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen. Der Pensionsertrag des Vorjahres resultierte im Wesentlichen aus der Neuverhandlung und veränderter Ausgestaltung mehrerer Altersversorgungssysteme in den Konzerngebieten Nordamerika sowie West- und Nordeuropa. Im Mai 2012 hat das Bundesarbeitsgericht entschieden, dass bei Pensionsplänen und Pensionszusagen, die vor Inkrafttreten des Altersgrenzenanpassungsgesetzes in der Rentenversicherung im Jahr 2008 erteilt wurden, die feste Altersgrenze 65 dahingehend auszulegen ist, dass hierbei auf die Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung abzustellen ist. Die Anwendung dieser Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts führte zu einem Ertrag in Höhe von 3,0 Mio €, der als realisierter nachzuverrechnender Dienstzeitertrag ausgewiesen wird. Durch die Abfindung von unverfallbar ausgeschiedenen Anwärtern in den USA wurde ein Ertrag in Höhe von 11,5 Mio € realisiert und in den Effekten aus Abgeltungen gezeigt. Der tatsächliche Ertrag des Fondsvermögens betrug 246,8 (i.V.: 410,5) Mio € und überschritt damit die erwarteten Vermögenserträge um 61,9 (i.V.: 214,1) Mio €. Sensitivitätsanalyse der erwarteten GesundheitskostenDie Entwicklung der Gesundheitskosten hat Einfluss auf die Gewinn- und Verlustrechnung und auf die Pensionsverpflichtungen. In der folgenden Tabelle sind die Auswirkungen einer einprozentigen Erhöhung bzw. Minderung der erwarteten Gesundheitskosten dargestellt. Sensitivitätsanalyse der erwarteten Gesundheitskostenscroll
Entwicklung der Pensionsverpflichtungen und des FondsvermögensIn der folgenden Tabelle wird die Entwicklung der Pensionsverpflichtungen und des Fondsvermögens dargestellt. Entwicklung der Pensionsverpflichtungen und des Fondsvermögensscroll
HeidelbergCement zahlte 61,6 (i.V.: 55,9) Mio € direkt an die Pensionäre und 54,7 (i.V.: 50,7) Mio € Arbeitgeberbeiträge an die Fonds. Im Jahr 2013 werden insgesamt Zahlungen (Rentenzahlungen und Fondsbeiträge) in Höhe von 116,4 (i.V.: 112,4) Mio € von HeidelbergCement erwartet. Aufteilung des FondsvermögensDas Fondsvermögen entfällt im Wesentlichen auf Nordamerika mit 30 % (i.V.: 31 %), auf Großbritannien mit 66 % (i.V.: 64 %) und auf die Niederlande mit 2 % (i.V.: 2%). Die in den Fonds vorhandenen Vermögenswerte teilen sich prozentual auf die folgenden Kategorien auf: Aufteilung des Fondsvermögensscroll
Das Fondsvermögen enthält keine wesentlichen Anteile an eigenen Finanzinstrumenten, selbst genutzten Immobilien oder anderen Vermögenswerten. Fünf-Jahres-VergleichDie Entwicklung der Pensionsverpflichtungen und des Fondsvermögens ist in der folgenden Tabelle dargestellt. Fünf-Jahres-Vergleich: Fortzuführende Geschäftsbereichescroll
HeidelbergCement nimmt vorwiegend in den USA auch an sogenannten Multi-Employer Pension Plans (MEP) teil, die einigen gewerkschaftlich organisierten Mitarbeitern nach deren Pensionierung feste Leistungen gewähren. Multi-Employer Pension Plans werden als beitragsorientierte Versorgungspläne bilanziert, da es nicht möglich ist, die einzelnen Komponenten solcher Pläne zu isolieren. Die Beiträge werden auf Basis von Tarifverhandlungen festgelegt. Zum 31. Dezember 2012 beträgt die Ablöseverpflichtung dieser Pläne 110,5 (i.V.: 108,5) Mio €. Im Jahr 2012 wurden Beiträge in Höhe von 11,9 (i.V.: 10,7) Mio € gezahlt. 45 Sonstige RückstellungenDie Entwicklung der sonstigen Rückstellungen wird in der folgenden Tabelle erläutert. Die Zeile Anpassung beinhaltet Konsolidierungskreisveränderungen und Anpassungen aus der Währungsumrechnung. In der Zeile Umgliederung werden sonstige Reklassifizierungen gezeigt. Die Auflösung nicht verbrauchter Rückstellungen in Höhe von 104,6 Mio €, die Verrechnung von Verpflichtungen mit korrespondierenden Erstattungsansprüchen sowie die Verrechnung von Sachleistungsverpflichtungen mit Vermögenswerten in Höhe von insgesamt 41,3 Mio € finden sich in der Zeile Herabsetzung wieder. Rückstellungenscroll
Die Restlaufzeiten für die im Geschäftsjahr 2012 bilanzierten Rückstellungen gliedern sich wie folgt: Restlaufzeiten der Rückstellungenscroll
Schadenersatz- und UmweltverpflichtungenDie Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen resultieren aus aufgegebenen Geschäftsbereichen, die im Rahmen der Übernahme der Hanson-Gruppe im Jahr 2007 auf den HeidelbergCement Konzern übergegangen sind. Die Verpflichtungen betreffen somit nicht die fortgeführte Geschäftstätigkeit des HeidelbergCement Konzerns. Bei den Schadenersatzverpflichtungen handelt es sich um Rechtsstreitigkeiten vor US-amerikanischen Gerichten. Die Klagen betreffen die Verursachung von Erkrankungen aus dem Verkauf asbesthaltiger Produkte in den Jahren 1973 bis 1984. Die Umwelthaftungsansprüche betreffen Sanierungsverpflichtungen, die aus dem Vertrieb von chemischen Produkten einer ehemaligen Hanson-Beteiligung resultieren. Die Bewertung der zu bildenden Rückstellungen erfolgt zum Barwert der erwarteten Aufwendungen. Hierzu werden zuverlässige Schätzungen zur Kostenentwicklung herangezogen. Den Rückstellungen stehen Erstattungsansprüche gegen Umwelt- und Haftpflichtversicherer in Höhe von 128,8 (i.V.: 168,4) Mio € gegenüber, von denen 102,2 (i.V.: 141,1) Mio € unter den sonstigen langfristigen operativen Forderungen und 26,6 (i.V.: 27,3) Mio € unter den sonstigen kurzfristigen operativen Forderungen ausgewiesen werden. Sonstige umweltbezogene RückstellungenDie sonstigen umweltbezogenen Rückstellungen beinhalten Rekultivierungs-, Umwelt- und Rückbauverpflichtungen. Rekultivierungsverpflichtungen betreffen rechtliche und faktische Verpflichtungen zur Auffüllung und Wiederherstellung von Rohstoffabbaugebieten. Für diese Verpflichtungen werden Rückstellungen gebildet, die entsprechend des Abbaufortschritts anhand der bestmöglichen Kostenschätzung zur Erfüllung der Verpflichtung bewertet werden. Die Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag 229,8 (i.V.: 216,5) Mio €. Rückstellungen für Umweltverpflichtungen sind aufgrund von vertraglichen oder behördlichen Auflagen zu bilden und umfassen im Wesentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Sanierung kontaminierter Flächen, der Beseitigung von Schadstoffemissionen und Abbauschäden. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zu den erwarteten Aufwendungen, um die Verpflichtungen zu erfüllen. Die Rückstellungen belaufen sich insgesamt auf 50,9 (i.V.: 48,6) Mio €. Bei den Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen handelt es sich um Verpflichtungen, die im Zusammenhang mit der Beseitigung von Anlagen (z.B. Förderanlagen auf gemieteten Standorten) entstehen, damit ein Standort nach Ablauf der Nutzungsdauer in seinen vertraglich vereinbarten oder gesetzlich definierten Zustand zurückversetzt werden kann. Zum Bilanzstichtag sind Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von 74,8 (i.V.: 51,1) Mio € gebildet. Sonstige RückstellungenSonstige Rückstellungen bestehen insbesondere für Restrukturierungsverpflichtungen, sonstige Prozessrisiken sowie für Entschädigungsverpflichtungen. Die Rückstellungen für Restrukturierungsverpflichtungen beziehen sich auf Aufwendungen für verschiedene Optimierungsprogramme wie beispielsweise die Schließung von Betrieben oder die Verlagerung von Aktivitäten. Hierfür wurden zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe von 48,7 (i.V.: 37,6) Mio € angesetzt. Rückstellungen für Prozessrisiken, die auch schwebende Kartellverfahren betreffen, sind aufgrund von anhängigen Klagen gegen den Konzern in Höhe von 216,1 (i.V.: 194,5) Mio € bilanziell erfasst. Die Rückstellungen für Entschädigungsverpflichtungen betreffen Verpflichtungen des Konzerns, die durch Arbeitsunfälle entstehen. Zum Bilanzstichtag sind solche Rückstellungen in Höhe von 70,8 (i.V.: 73,7) Mio € gebildet. Darüber hinaus sind weitere sonstige Rückstellungen für eine Vielzahl von untergeordneten Sachverhalten gebildet. Auswirkungen von ZinseffektenDie Bewertung der Rückstellungen erfolgt zum Barwert, welcher unter Verwendung eines Vorsteuerzinssatzes ermittelt wird, der die aktuellen Markterwartungen im Hinblick auf den Zinseffekt sowie die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. HeidelbergCement verwendet hierfür den risikofreien Zinssatz von Staatsanleihen des jeweiligen Landes unter Berücksichtigung der entsprechenden Laufzeit. In den Aufwendungen für aufgegebene Geschäftsbereiche sind Zinseffekte in Höhe von 26,4 Mio € für Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen enthalten. Effekte aus Änderungen des Zinssatzes in Höhe von 39,1 Mio € und aus der Aufzinsung in Höhe von 12,7 Mio € führten zu einer Erhöhung der übrigen Rückstellungen. 46 VerbindlichkeitenDie folgende Tabelle untergliedert die Verbindlichkeiten in verzinsliche und operative Verbindlichkeiten. Verbindlichkeitenscroll
Der Rückgang der Anleiheverbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf die planmäßige Tilgung der 1 Mrd € Anleihe im Januar 2012 zurückzuführen. Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultierte insbesondere aus planmäßigen Tilgungen von Schuldscheindarlehen. Die übrigen verzinslichen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Ziehungen unter dem Euro Medium Term Note Programme und ausstehende Emissionen unter dem Euro Commercial Paper Programme. Durch Grundpfandrechte sind 111,7 (i.V.: 111,5) Mio € der verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten gesichert. Davon entfallen 109,9 (i.V.: 110,2) Mio € auf Gemeinschaftsunternehmen, die im Wesentlichen eigenständig finanziert sind. Weiterhin haben Tochtergesellschaften unabhängig von der Konzernfinanzierung dingliche Sicherheiten in Höhe von 1,8 (i.V.: 1,3) Mio € gestellt, die im Wesentlichen kurzfristig abgelöst werden können. Darüber hinaus wurden Grundpfandrechte in Höhe von 34,6 (i.V.: 15,6) Mio € zur Besicherung von Steuerverbindlichkeiten eines Tochterunternehmens bestellt. Die derivativen Finanzinstrumente mit negativen Marktwerten beinhalten Devisentermingeschäfte in Höhe von 0,9 (i.V.: 1,6) Mio €, Devisenswaps in Höhe von 70,2 (i.V.: 9,6) Mio €, Währungsswaps in Höhe von 2,7 (i.V.: 1,9) Mio €, Zinswährungsswaps in Höhe von 6,8 (i.V.: 4,0) Mio €, Zinsswaps in Höhe von 0,9 (i.V.: 0,9) Mio €, Energiederivate in Höhe von 1,0 (i.V.: 3,8) Mio € und sonstige Zins- und Währungsderivate in Höhe von 2,5 (i.V.: 0,0) Mio €. Weitere Angaben zu den derivativen Finanzinstrumenten erfolgen auf Seite 205 f. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Fristigkeiten der verzinslichen Verbindlichkeiten. Restlaufzeiten verzinslicher Verbindlichkeitenscroll
Die folgende Tabelle enthält weitere Erläuterungen bezüglich der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing. Sie zeigt die Überleitungsrechnung von der Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen zum Bilanzstichtag zu deren Barwert. Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingscroll
Weitere Angaben zu FinanzinstrumentenDie folgende Tabelle leitet die einzelnen Bilanzpositionen der Finanzinstrumente zu Klassen und Bewertungskategorien des IAS 39 über. Außerdem werden die aggregierten Buchwerte pro Bewertungskategorie und die beizulegenden Zeitwerte für jede Klasse dargestellt. Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorienscroll
scroll
1)
AfS: Available for sale - Zur Veräußerung
gehalten, LaR: Loans and receivables - Kredite und Forderungen, Hedge:
Hedge accounting - Bilanzierung als Sicherungsbeziehung, HfT: Held
for trading - Zu Handelszwecken gehalten, FLAC: Financial liabilities
at amortised cost - Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten Finanzinvestitionen "Available for sale at cost" sind zu Anschaffungskosten bewertete Eigenkapitaltitel, für die kein notierter Preis auf einem aktiven Markt vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig ermittelt werden kann. Deshalb wird für diese Instrumente kein beizulegender Zeitwert angegeben. Die Finanzinvestitionen "Available for sale at fair value" werden zum beizulegenden Zeitwert anhand der am Abschlussstichtag festgestellten Börsenkurse bewertet. Auch bei den derivativen Finanzinstrumenten mit und ohne Sicherungsbeziehung erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Bei diesen Posten entspricht somit der beizulegende Zeitwert stets dem Buchwert. Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen Ausleihungen, sonstigen langfristigen operativen Forderungen, Bankdarlehen, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, sonstigen langfristigen verzinslichen und operativen Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der zukünftigen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter. Die beizulegenden Zeitwerte der börsennotierten Anleihen entsprechen den Nominalwerten multipliziert mit den Kursnotierungen am Abschlussstichtag. Bei den Finanzinstrumenten mit kurzfristigen Restlaufzeiten stellen die Buchwerte am Abschlussstichtag vernünftige Schätzungen der beizulegenden Zeitwerte dar. Die folgende Tabelle zeigt die Fair-Value-Hierarchien der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente. Fair-Value-Hierarchiescroll
Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt in der Hierarchie 1 mittels an einem aktiven Markt notierter Preise (unbereinigt) für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, zu denen das Unternehmen am Bewertungsstichtag Zugang hat. Für die Hierarchie 2 erfolgt die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts mittels eines Discounted-Cash-Flow-Modells anhand von Input-Daten, bei denen es sich nicht um in Stufe 1 eingeordnete notierte Preise handelt und die direkt oder indirekt beobachtbar sind. Die folgende Tabelle stellt die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien zusammen. Nettogewinne oder -verlustescroll
Im Nettoergebnis aus Krediten und Forderungen sind die Ergebnisse aus Wertminderungen in Höhe von -44,8 (i.V.: -28,7) Mio € und Währungseffekte in Höhe von 119,0 (i.V.: -31,2) Mio € enthalten. Bei der erfolgsneutralen Bewertung der Finanzinvestitionen "Available for sale at fair value" wurde ein Bewertungserfolg in Höhe von 3,8 (i.V.: -8,5) Mio € im Eigenkapital erfasst. In diesem Betrag sind Währungsgewinne in Höhe von 0,5 (i.V.: Währungsverluste von -3,4) Mio € enthalten. Ein Nettoverlust in Höhe von -0,4 (i.V.: -1,1) Mio € ist auf Wertberichtigungen bei den Finanzinstrumenten "Available for sale at cost" zurückzuführen. Das Nettoergebnis aus der Folgebewertung der "Held for trading"-Finanzinstrumente beinhaltet Währungs- und Zinseffekte. Bei den finanziellen Verbindlichkeiten enthält das Nettoergebnis Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 6,2 (i.V.: -7,9) Mio €. Die folgende Tabelle stellt die Gesamtzinserträge und -aufwendungen der Finanzinstrumente dar, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Gesamtzinsertrag und -aufwandscroll
Der Wertminderungsaufwand der finanziellen Vermögenswerte nach Klassen ist in der folgenden Tabelle dargestellt. Wertminderungsaufwandscroll
Derivative FinanzinstrumenteDie folgende Tabelle zeigt die Nominalwerte und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente sowie der Energiederivate, die in den Anwendungsbereich des IAS 39 fallen. Derivative Finanzinstrumentescroll
1)
Der Marktwert beträgt weniger als 50 T€. Cash Flow HedgesDer am Bilanzstichtag offene Zinsswap sichert die zukünftigen Zinsrisiken eines variabel verzinslichen Darlehens. Dieser Swap mit einem Marktwert von -0,2 (i.V.: -0,3) Mio € ist im Juni 2013 fällig. Während des Berichtszeitraums wurden 0,1 (i.V.: 0,1) Mio € erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Die am Bilanzstichtag offenen Devisentermingeschäfte sichern die Währungsrisiken zukünftiger Rohstoffkäufe in USD. Diese Termingeschäfte mit einem Marktwert von -0,9 (i.V.: -1,3) Mio € sind im Laufe des Jahres 2013 fällig. Während des Berichtszeitraums wurden -0,7 (i.V.: -0,6) Mio € erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst und 1,1 (i.V.: 0,0) Mio € wurden erfolgswirksam aufgelöst. Der am Bilanzstichtag offene Währungsswap mit einem Marktwert von -2,7 (i.V.: -0,7) Mio € sichert das Währungsrisiko der fest verzinslichen 150 Mio CHF Anleihe ab, die im Jahr 2017 fällig wird. Der Währungsswap ist in folgenden Zeitbändern fällig: Ein Anteil mit einem negativen Marktwert von -1,9 (i.V.: -1,9) Mio € ist innerhalb eines Jahres fällig, ein Anteil mit einem negativen Marktwert von -0,8 (i.V.: -6,4) Mio € hat eine Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren und ein Anteil mit einem positiven Marktwert von 0,0 (i.V.: 7,6) Mio € hat eine Laufzeit von mehr als 5 Jahren. Während des Berichtszeitraums wurden -2,1 (i.V.: -0,4) Mio € erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst und -0,7 (i.V.: -1,9) Mio € wurden erfolgswirksam aufgelöst. Die im Marktwert enthaltenen Stückzinsen in Höhe von -0,2 (i.V.: 0,3) Mio € wurden erfolgswirksam im Zinsergebnis erfasst. Die am Bilanzstichtag offenen Energiederivate in Höhe von -0,7 (i.V.: -3,8) Mio € sichern zukünftige Strompreise ab und werden im Jahre 2013 fällig. Im Berichtsjahr wurden Bewertungseffekte in Höhe von 5,8 (i.V.: -8,2) Mio € erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Aus der Auflösung von Stromderivaten wurden im Eigenkapital erfasste Effekte in Höhe von 2,4 (i.V.: 1,9) Mio € erfolgswirksam aufgelöst. Es bestehen bezüglich der Cash Flow Hedges keine nennenswerten Ineffektivitäten. Fair Value HedgesIm Jahr 2012 wurden Zinsswaps als Sicherungsgeschäfte im Rahmen von Fair Value Hedges designiert, die im Dezember 2012 veräußert wurden. Der Marktwert ohne Stückzinsen zum Veräußerungszeitpunkt in Höhe von 5,7 (i.V.: 37,7) Mio € wurde erfolgswirksam im Sicherungsergebnis erfasst. Entsprechend wurde auch die dem gesicherten Risiko zugrunde liegende Marktwertänderung der Darlehen von -6,0 (i.V.: -39,7) Mio € im Sicherungsergebnis gezeigt. Die Marktwertanpassung der Darlehen wird über die Restlaufzeit der Darlehen im Zinsergebnis amortisiert. Die im Marktwert der Zinsswaps enthaltenen Stückzinsen in Höhe von 3,1 (i.V.: 33,5) Mio € wurden erfolgswirksam im Zinsergebnis erfasst. Derivate, die nicht im Rahmen einer Sicherungsbeziehung bilanziert werden (Held for trading)Die Derivate mit einem Marktwert von -57,3 (i.V.: 61,3) Mio €, die nach IAS 39 nicht als Sicherungsbeziehung bilanziert wurden, sind in Höhe von -70,4 (i.V.: 49,2) Mio € innerhalb eines Jahres fällig. Der Marktwert in Höhe von 13,1 (i.V.: 12,1) Mio € hat eine Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren. Risiken der FinanzinstrumenteHeidelbergCement unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, festen Verpflichtungen und geplanten Transaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung der Wechselkurse, der Zinssätze und der Markt- und Börsenpreise. Diese Marktpreisrisiken können einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Der Konzern steuert diese Risiken vorwiegend im Rahmen seiner laufenden Geschäfts- und Finanzierungsaktivitäten und bei Bedarf durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden vom Vorstand festgelegt. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Abteilung Group Treasury. Die Abteilung Group Treasury agiert auf Basis bestehender Richtlinien, die die Entscheidungsgrundlagen, Kompetenzen, Verantwortlichkeiten und Prozesse für die Steuerung der Finanzrisiken verbindlich festlegen. Bestimmte Transaktionen bedürfen außerdem der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand. Der Vorstand wird permanent über Betrag und Umfang des aktuellen Risiko-Exposures sowie aktuelle Marktentwicklungen auf den globalen Finanzmärkten durch die Abteilung Group Treasury informiert. Die Konzernrevision kontrolliert durch zielgerichtete Prüfung die Einhaltung der oben genannten Richtlinien und der entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen. KreditrisikoHeidelbergCement ist durch sein operatives Geschäft und bestimmte Finanztransaktionen Kreditrisiken ausgesetzt. Kreditrisiko ist das Risiko, dass eine Vertragspartei ihre bei Abschluss eines Finanzinstruments vertraglich zugesagten Verpflichtungen unerwartet nicht oder nur teilweise erfüllt. Das Kreditrisiko des Konzerns wird begrenzt, indem Finanzanlagen und derivative Finanzinstrumente nur mit Vertragsparteien erstklassiger Bonität getätigt bzw. abgeschlossen werden. Bonitätsbewertung (Rating)Die Ratingagenturen Moody's und Fitch Ratings bewerten die Kreditwürdigkeit von HeidelbergCement mit Ba1/ Not Prime (Ausblick stabil) und BB+/B (Ausblick stabil) per Ende 2012. Herabstufungen der von den Ratingagenturen vergebenen Ratings könnten sich negativ auf die Kapitalkosten und Refinanzierungsmöglichkeiten von HeidelbergCement auswirken. Liquide MittelDie liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen Zahlungsmittel. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist der Konzern Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Kontrahenten ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. HeidelbergCement steuert die daraus entstehende Risikoposition durch Diversifizierung der Kontrahenten. Bei der Anlage liquider Mittel werden die Unternehmen, Banken und Finanzinstitute nach sorgfältiger Bonitätsanalyse ausgewählt. Gegenwärtig sind keine liquiden Mittel aufgrund von Ausfällen überfällig oder wertberichtigt. Das maximale Kreditrisiko der liquiden Mittel entspricht dem Buchwert. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenForderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren hauptsächlich aus dem Verkauf von Zement, Beton und Zuschlagstoffen. Im operativen Geschäft werden die Außenstände fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die maximale Risikoposition aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert. Sonstige Forderungen und VermögenswerteDie Kreditrisikoposition aus sonstigen Forderungen und Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. HeidelbergCement erachtet dieses Kreditrisiko als nicht bedeutend. Derivative FinanzinstrumenteDerivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich zur Risikoreduktion eingesetzt. HeidelbergCement ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Zins-, Währungs- und Energiepreisrisiken ausgesetzt. Ein wesentlicher Teil der Derivate wird für bilanzielle Zwecke nicht als Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) im Sinne von IAS 39, sondern als Instrument der Kategorie "Held for trading" bilanziert. Allerdings stellen die Marktwertveränderungen dieser Instrumente, wirtschaftlich betrachtet, eine ökonomisch wirksame Absicherung im Rahmen der Konzernstrategie dar. Das maximale Kreditrisiko dieser Position entspricht dem Marktwert der derivativen Finanzinstrumente, die einen positiven Marktwert aufweisen und zum Stichtag als finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen werden. Zur Absicherung des Marktwertrisikos wurden Zinsswaps und Zinswährungsswaps kontrahiert, die im Sinne von IAS 39 als Sicherungsinstrumente designiert wurden. Zur Minderung des Ausfallrisikos werden die Sicherungsgeschäfte grundsätzlich nur mit führenden Finanzinstituten erstklassiger Bonität abgeschlossen. Die Kontrahenten verfügen über sehr gute, von externen Ratingagenturen, wie zum Beispiel Moody's oder Fitch Ratings, vergebene Kreditratings. Derzeit bestehen keine Überfälligkeiten bei den im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumenten. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann. HeidelbergCement steuert seine Liquidität, indem der Konzern neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft in ausreichendem Umfang liquide Mittel und umfangreiche Kreditlinien bei Banken vorhält. Das operative Liquiditätsmanagement umfasst eine tägliche Zusammenführung von liquiden Mitteln. Die Abteilung Group Treasury mit Sitz in Heidelberg fungiert dabei als Inhouse-Bank. Dadurch können Liquiditätsüberschüsse und -anforderungen entsprechend den Bedürfnissen des Gesamtkonzerns sowie einzelner Konzerngesellschaften gesteuert werden. Zum Jahresende stehen neben verfügbaren Barmitteln noch ungezogene, bestätigte Kreditlinien in Höhe von 2,7 Mrd € zur Liquiditätssicherung zur Verfügung. Zur Deckung kurzfristiger Liquiditätsspitzen verfügt HeidelbergCement über einen unbefristeten Rahmenvertrag zur Emission kurzfristiger Inhaberschuldverschreibungen (Commercial Paper) in Höhe von 1,0 Mrd €. Im Rahmen des Programms werden je nach Marktlage zu unterschiedlichen Zeitpunkten einzelne Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten begeben. Zum Jahresende 2012 waren in der Summe 29,0 Mio € Commercial Paper ausstehend. Weitere Informationen zu Liquiditätsrisiken sind im Lagebericht, Kapitel Risikobericht auf Seite 84 zu finden. Da die Finanzdokumente von HeidelbergCement keine Klauseln enthalten, welche im Falle einer Bonitätsherabstufung (Rating) eine Rückzahlungsverpflichtung auslösen, bleibt auch im Falle veränderter Bonitätsbeurteilungen die Fälligkeitsstruktur unberührt. In keinem der wesentlichen bestehenden Finanzinstrumente sind Nachschusspflichten (Margin Calls) vereinbart, die zu einem Liquiditätsabfluss führen könnten. Alle derivativen Finanzinstrumente werden auf Basis bestehender Rahmenvereinbarungen kontrahiert, die zwecks Reduzierung von Bonitäts- und Liquiditätsrisiken Nettingvereinbarungen enthalten. Im März 2012 wurde eine neue Anleihe in Höhe von 300 Mio € mit einer Laufzeit bis März 2016 emittiert. Deren Emissionserlöse dienten zur Refinanzierung bestehender Bankschulden. Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die Cashflows der Verbindlichkeiten per 31. Dezember 2012 die Liquiditätssituation des Konzerns beeinflussen. Die Übersicht zeigt den Ablauf der
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind den kurzfristigen Fälligkeiten zuzuordnen (innerhalb eines Jahres). Bei variablen Zinszahlungen wird der aktuelle Zins als Basis gewählt. Auszahlungen in Fremdwährungen werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Cashflows der verzinslichen Verbindlichkeiten und derivativen Finanzinstrumentescroll
Cashflows der verzinslichen Verbindlichkeiten und derivativen Finanzinstrumentescroll
Der Liquiditätszufluss in Höhe von 55,0 (i.V.: 64,3) Mio € aus Zins- und Zinswährungsswaps wurde in der Tabelle nicht berücksichtigt. Die undiskontierten vertraglichen Cashflows der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden in einer separaten Tabelle auf Seite 204 dargestellt. ZinsänderungsrisikoZinsänderungsrisiken bestehen aufgrund potenzieller Änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Der Vorstand und Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG haben sich gegen eine Absicherung der variabel verzinslichen Finanzinstrumente entschieden. Diese Strategie basiert auf der historisch hohen Korrelation steigender Ergebnisse mit steigenden Zinsen. Bei Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, haben Zinsänderungsrisiken keine Auswirkungen auf das Ergebnis und das Eigenkapital. Der Anteil der variabel verzinslichen Finanzinstrumente liegt bei durchschnittlich 14,5% (i.V.: 40%). Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2012 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre der Zinsaufwand des HeidelbergCement Konzerns um 13,3 (i.V.: 34) Mio € gestiegen (gefallen). WährungsrisikoDie Währungsrisiken von HeidelbergCement resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Risiken aus Fremdwährungen werden im Wesentlichen gesichert, soweit sie die Cashflows des Konzerns beeinflussen. Fremdwährungsrisiken, die die Cashflows des Konzerns nicht beeinflussen (d.h. die Risiken, die aus der Umrechnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzern-Berichterstattungswährung resultieren) bleiben hingegen grundsätzlich ungesichert. Unter Umständen kann HeidelbergCement jedoch auch dieses Fremdwährungsrisiko absichern. Bei der Eliminierung bestehender Währungsrisiken werden Devisentermingeschäfte und Devisenswaps eingesetzt. Im Rahmen der Inhouse-Banking-Aktivität der HeidelbergCement AG ergeben sich durch Aufnahme und Anlage von Liquidität der Tochtergesellschaften Währungspositionen, die durch entsprechende fristen- und betragskongruente externe Devisenswapgeschäfte abgesichert werden. Vor diesem Hintergrund hätten Währungsschwankungen im Rahmen der Inhouse-Banking-Aktivität keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital. Die hypothetischen Ergebnisimplikationen bei isolierter Betrachtung der externen Finanzinstrumente (im Wesentlichen Devisenswapgeschäfte) und bei Aufwertung (Abwertung) des Euro um 10% gegenüber sämtlichen Währungen wären wie folgt: Zum 31.12.2012: EUR/USD: +108,6 Mio EUR, EUR/AUD: +84,6 Mio EUR, EUR/CHF: -1,0 Mio EUR, EUR/SEK: -6,0 Mio EUR, EUR/GBP: +27,2 Mio EUR, EUR/NOK: +32,6 Mio EUR, EUR/CAD: +76,7 Mio EUR, EUR/DKK: -1,4 Mio EUR, EUR/CZK: +1,8 Mio EUR, EUR/RUB: -36,1 Mio EUR, EUR/ILS +6,9 Mio EUR, EUR/LTL -0,3 Mio EUR, EUR/PLN -2,4 Mio EUR, EUR/SGD: +1,0 Mio EUR, EUR/HKD: +0,1 Mio EUR, EUR/KZT: -1,4 Mio EUR, EUR/RON: +1,1 Mio EUR, AUD/USD +0,2 Mio EUR, DKK/CHF: -0,1 Mio EUR, CNY/USD: -0,2 Mio EUR, TRY/ USD: -0,6 Mio EUR, CNY/HKD: -0,1 Mio EUR. Zum 31.12.2011: EUR/USD: +103,0 Mio EUR, EUR/AUD: +58,5 Mio EUR, EUR/CHF: -4,0 Mio EUR, EUR/SEK: -6,0 Mio EUR, EUR/GBP: +13,7 Mio EUR, EUR/NOK: +22,7 Mio EUR, EUR/CAD: +12,4 Mio EUR, EUR/DKK: -1,6 Mio EUR, EUR/CZK: +1,5 Mio EUR, EUR/RUB: -38,3 Mio EUR, EUR/ILS +5,2 Mio EUR, EUR/LTL -0,2 Mio EUR, EUR/PLN +1,5 Mio EUR, EUR/SGD: +0,9 Mio EUR, EUR/HKD: +0,2 Mio EUR, EUR/KZT: -5,0 Mio EUR, EUR/RON: +5,6 Mio EUR, AUD/USD -0,3 Mio EUR, GEL/USD: -1,6 Mio EUR, DKK/CHF: -0,7 Mio EUR, CNY/USD: -1,6 Mio EUR, TRY/USD: -0,6 Mio EUR. Sonstige AngabenKapitalsteuerungZiel der Kapitalsteuerung ist die Sicherstellung ausreichender Liquidität des Konzerns zu jeder Zeit. Dazu nutzt der Konzern externe und interne Finanzierungsmöglichkeiten (siehe Lagebericht Seite 66 f.). Eine wesentliche Bedeutung bei der Überwachung des Konzernkapitals kommt den Nettofinanzschulden sowie dem dynamischen Verschuldungsgrad zu, der dem Verhältnis von Nettofinanzschulden zum operativen Ergebnis vor Abschreibungen entspricht. Dynamischer Verschuldungsgradscroll
Im Rahmen von Kreditverträgen wurde die Einhaltung verschiedener Finanzrelationen (Financial Covenants) vereinbart, die alle in der Berichtsperiode erfüllt wurden. Die wichtigsten Finanzkennzahlen sind das Verhältnis der Nettoverschuldung zu EBITDA und der Zinsdeckungsfaktor. Die Kennzahl EBITDA leitet sich aus den Kreditverträgen ab und weicht daher von der Kennzahl "operatives Ergebnis vor Abschreibungen" ab, da Bestandteile des zusätzlichen ordentlichen Ergebnisses sowie Effekte aus Erst- und Endkonsolidierungen berücksichtigt werden. Weitere Erläuterungen werden im Lagebericht auf Seite 67 gegeben. Im Rahmen der Konzernplanung wird die Einhaltung der Kreditvereinbarungen konsequent überwacht und vierteljährlich den Gläubigern gemeldet. Im Falle einer Verletzung der Covenants könnten die Gläubiger unter bestimmten Voraussetzungen entsprechende Kredite, ungeachtet der vertraglich vereinbarten Laufzeiten, fällig stellen. EventualverbindlichkeitenZum Abschlussstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 45,5 (i.V.: 34,5) Mio € im Zusammenhang mit steuerlichen Risiken. Der Zeitpunkt der möglichen Zahlungsmittelabflüsse für die Eventualverbindlichkeiten ist unsicher, da sie von unterschiedlichen externen Faktoren abhängen, die außerhalb des Einflussbereichs von HeidelbergCement liegen. Die Anwendung steuerlicher Regelungen kann zum Zeitpunkt der Berechnung von Steuererstattungsansprüchen und - verbindlichkeiten ungeklärt sein. Bei der Berechnung der Steuerpositionen ist die jeweils wahrscheinlichste Anwendung zugrunde gelegt. Ungeachtet dessen kann die Finanzverwaltung hierzu eine abweichende Auffassung vertreten. Aus einer abweichenden Auffassung können sich zusätzliche steuerliche Verbindlichkeiten ergeben. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie nachfolgende Tabelle zeigt die sonstigen finanziellen Verpflichtungen des HeidelbergCement Konzerns. Sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden mit ihrem Nominalwert angegeben. Die zukünftigen Miet- und Leasingverpflichtungen beziehen sich im Wesentlichen auf Immobilien und andere Vermögenswerte, die von HeidelbergCement genutzt werden. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenIAS 24 verlangt die Darlegung der wichtigsten Beziehungen mit nahestehenden Gesellschaften und Personen, die maßgeblichen Einfluss auf die HeidelbergCement AG ausüben können, die zu den Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen gehören oder als Gemeinschaftsunternehmen bzw. assoziierte Unternehmen bilanziert sind. Herr Ludwig Merckle, Ulm, hält zum 31. Dezember 2012 direkt und indirekt über die Spohn Cement Beteiligungen GmbH, Zossen, einen Anteil von 25,11 % an der HeidelbergCement AG. Die HeidelbergCement AG hat Dienstleistungen in Höhe von 117,6 (i.V.: 215,0) T€ netto für die PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG, Mannheim, eine Gesellschaft der Merckle-Gruppe, erbracht. Geschäftliche Transaktionen mit assoziierten Unternehmen umfassen Umsätze und sonstige Verkäufe in Höhe von 14,7 (i.V.: 15,1) Mio €, den Bezug von Waren und Dienstleistungen in Höhe von 35,9 (i.V.: 22,7) Mio € sowie erbrachte Dienstleistungen in Höhe von 0,7 (i.V.: 0,5) Mio €. Aus diesen Aktivitäten sowie aus Finanztransaktionen bestehen Forderungen in Höhe von 21,7 (i.V.: 23,9) Mio € und Verbindlichkeiten von 8,3 (i.V.: 12,0) Mio €. Forderungen in Höhe von 0,0 (i.V.: 1,0) Mio € wurden wertberichtigt. Des Weiteren wurden Kapitalerhöhungen bei assoziierten Unternehmen im Jahr 2012 in Höhe von 2,0 (i.V.: 0,4) Mio € durchgeführt. Garantien zugunsten assoziierter Gesellschaften bestehen in Höhe von 0,9 Mio €. Mit den im HeidelbergCement Konzern als Gemeinschaftsunternehmen geführten Gesellschaften wurden Umsätze und sonstige Verkäufe in Höhe von 150,1 (i.V.: 153,3) Mio € getätigt sowie Rohstoffe, Waren und sonstige Dienstleistungen in Höhe von 330,9 (i.V.: 342,5) Mio € bezogen. An Dienstleistungen und sonstigen Service- und Finanzleistungen wurden 7,8 (i.V.: 7,6) Mio € erbracht. Aus diesen Aktivitäten sowie aus Finanztransaktionen bestehen Forderungen in Höhe von 170,1 (i.V.: 169,4) Mio € und Verbindlichkeiten von 87,5 (i.V.: 74,8) Mio €. Des Weiteren wurden Kapitalerhöhungen bei Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 5,4 (i.V.: 18,2) Mio € durchgeführt. Im Wesentlichen handelt es sich um Kapitalerhöhungen der Heidelberger Beton GmbH an der Lithonplus GmbH & Co. KG in Höhe von 1,2 Mio €, der Hanson Aggregates LLC an der Terrell Materials LLC in Höhe von 1,1 Mio € und der Heidelberger Sand und Kies GmbH an der Mibau Holding GmbH in Höhe von 2,0 Mio €. Garantien zugunsten von Gemeinschaftsunternehmen bestehen in Höhe von 13,4 (i.V.: 58,4) Mio €. Aufsichtsrat und VorstandWir verweisen auf die im Lagebericht im Kapitel Corporate Governance auf den Seiten 129 f. gemachten Ausführungen. Die Festvergütung des Vorstands veränderte sich gegenüber dem Vorjahr auf 5,0 (i.V.: 4,8) Mio €. Die Summe der kurzfristigen variablen Vergütungsbestandteile erhöhte sich auf 6,7 (i.V.: 4,5) Mio €. Die Vorstandsmitglieder nehmen an dem im Jahr 2012 aufgelegten Langfristbonusplan 2012-2014/15 teil. Die Zielwerte für den Plan liegen für Dr. Bernd Scheifele bei 1.188.000 €, für Dr. Dominik von Achten bei 810.000 € und für die weiteren Vorstandsmitglieder bei je 630.000 €. Der Plan besteht aus zwei gleichgewichteten Komponenten: der Management-Komponente und der Kapitalmarkt-Komponente. Der Zielwert jeder Komponente beträgt für Dr. Bernd Scheifele 594.000 €, für Dr. Dominik von Achten 405.000 € und für die weiteren Vorstandsmitglieder je 315.000 €. Der Referenzkurs für die Kapitalmarkt-Komponente beträgt 30,45 €. Dem entsprechen 19.507 Performance Share Units (PSUs) für Dr. Bernd Scheifele, für Dr. Dominik von Achten 13.300 PSUs und je 10.345 PSUs für die weiteren Vorstandsmitglieder. Gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 4 HGB ist für die Kapitalmarkt-Komponente der Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung anzugeben. Er beträgt für Dr. Bernd Scheifele 482.000 €, für Dr. Dominik von Achten 329.000 € und für die weiteren Vorstandsmitglieder jeweils 256.000 €. Der Aufwand aus den langfristigen Kapitalmarktkomponenten der 2011 und 2012 aufgelegten Langfristbonuspläne nach IFRS 2.51a betrug 1,3 (i.V.: 0,3) Mio €. Davon entfallen 348.000 (i.V. 76.500) € auf Dr. Scheifele, 214.000 (i.V. 40.500) € auf Dr. von Achten und jeweils 185.000 (i.V. 40.500) € auf die anderen Vorstandsmitglieder. Der erfasste Aufwand aus den langfristigen Management-Komponenten betrug 0,6 (i.V.: 0) Mio €. Im Zusammenhang mit der im Vergütungsbericht erläuterten Bonus-Malus-Regelung während der Implementierungsphase erfolgte im Geschäftsjahr 2012 die Auszahlung des ersten Drittels des Zielwerts des ersten Langfristbonusplans 2011-2013/14 in Höhe von 1,4 Mio €. Diese Beträge müssen an das Unternehmen zurückerstattet oder mit zukünftigen Zahlungen variabler Vergütungsbestandteile verrechnet werden, soweit der Zielwert nicht erreicht wird. Die sonstigen Vergütungsbestandteile betrugen 1,3 (i.V.: 1,4) Mio €. Die sonstigen Vergütungsbestandteile bestanden in Zahlungen für Gremientätigkeiten bei Tochterunternehmen der HeidelbergCement AG und steuerpflichtigen Nebenleistungen bestehend aus der Zurverfügungstellung von Dienstwagen, Fahr- und Sekretariatsdienstleistungen, Mobilfunk- und Kommunikationsmitteln sowie Aufwandsentschädigungen, Versicherungsleistungen und entsendungsbedingten geldwerten Vorteilen. Die Gesamtvergütung des Vorstands belief sich im Jahr 2012 auf 13,9 (i.V.: 11,4) Mio €. Für die aktuellen Mitglieder des Vorstands wurden 1,8 (i.V.: 1,8) Mio € den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen (laufender Dienstzeitaufwand) zugeführt. Der Barwert der Pensionsansprüche betrug 22,6 (i.V.: 19,9) Mio €. An frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene wurden im Berichtsjahr 3,1 (i.V.: 3,0) Mio € gezahlt. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern beliefen sich auf 27,6 (i.V.: 27,8) Mio €. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats (ohne Umsatzsteuer) beläuft sich für das Geschäftsjahr 2012 auf 790.978 (i.V.: 803.000) €. Daneben erhielten die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats, die Arbeitnehmer im HeidelbergCement Konzern sind, Bezüge im Rahmen ihres Arbeitsvertrags. Deren Höhe entsprach dabei einer angemessenen Vergütung für entsprechende Funktionen und Aufgaben im Konzern. Darüber hinaus haben Unternehmen des HeidelbergCement Konzerns keinerlei berichtspflichtige Geschäfte mit Mitgliedern des Aufsichtsrats oder des Vorstands als Personen in Schlüsselpositionen bzw. mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, vorgenommen. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance KodexVorstand und Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG haben die nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex am 9. Februar 2012 mit Aktualisierung am 28. Juni 2012 veröffentlicht. Die Erklärung für 2013 wurde am 7. Februar 2013 unter der Internet-Adresse www.heidelberg-cement.com veröffentlicht. Honorare des AbschlussprüfersDer Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erhielt im Geschäftsjahr ein Honorar von 3,9 (i.V.: 4,2) Mio €. Honorare des Abschlussprüfersscroll
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Davon für das Vorjahr: 2011: 0,2 Mio €, 2012:
0,4 Mio € Ereignisse nach dem Ablauf des Geschäftsjahres 2012HeidelbergCement hat am 22. Februar 2013 von seinem Kündigungsrecht bezüglich des am 20. Dezember 2011 begebenen Schuldscheindarlehens Gebrauch gemacht und wird die Tranche mit variabler Verzinsung in Höhe von 115,5 Mio € mit einer ursprünglichen Laufzeit bis zum 31. Oktober 2016 vorzeitig am 30. April 2013 zu pari zurückzahlen. Vor dem Hintergrund der guten Liquiditätsentwicklung und der günstigeren Refinanzierungskonditionen am Markt dient diese Maßnahme zur weiteren Senkung der Finanzierungskosten. Prüfung durch den AufsichtsratDer Konzernabschluss wurde vom Vorstand aufgestellt und am 13. März 2013 verabschiedet. Anschließend wurde er dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Aufstellung des Anteilsbesitzes des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AG zum 31. Dezember 2012 (§ 313 Abs. 2 bzw. § 285 Nr. 11 HGB)Vollkonsolidierte UnternehmenWest- und Nordeuropascroll
Vollkonsolidierte UnternehmenOsteuropa-Zentralasienscroll
Vollkonsolidierte UnternehmenNordamerikascroll
Vollkonsolidierte UnternehmenAsien-Pazifikscroll
Vollkonsolidierte UnternehmenAfrika-Mittelmeerraumscroll
Quotal einbezogene UnternehmenWest- und Nordeuropascroll
Quotal einbezogene UnternehmenOsteuropa-Zentralasienscroll
Quotal einbezogene UnternehmenNordamerikascroll
Quotal einbezogene UnternehmenAsien-Pazifikscroll
Quotal einbezogene UnternehmenAfrika-Mittelmeerraumscroll
Assoziierte UnternehmenWest- und Nordeuropascroll
Assoziierte UnternehmenOsteuropa-Zentralasienscroll
Assoziierte UnternehmenNordamerikascroll
Assoziierte UnternehmenAsien-Pazifikscroll
Assoziierte UnternehmenAfrika-Mittelmeerraumscroll
Folgende Tochterunternehmen werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung zu Anschaffungskosten (Available for sale at cost) in den Konzernabschluss einbezogen. Tochterunternehmen von untergeordneter BedeutungWest- und Nordeuropascroll
Tochterunternehmen von untergeordneter BedeutungOsteuropa-Zentralasienscroll
Tochterunternehmen von untergeordneter BedeutungNordamerikascroll
Tochterunternehmen von untergeordneter BedeutungAsien-Pazifikscroll
Folgende assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung zu Anschaffungskosten (Available for sale at cost) in den Konzernabschluss einbezogen. Assoziierte oder Gemeinschaftsunternehmen von untergeordneter BedeutungWest- und Nordeuropascroll
Assoziierte oder Gemeinschaftsunternehmen von untergeordneter BedeutungOsteuropa-Zentralasienscroll
Assoziierte oder Gemeinschaftsunternehmen von untergeordneter BedeutungNordamerikascroll
Assoziierte oder Gemeinschaftsunternehmen von untergeordneter BedeutungAsien-Pazifikscroll
Assoziierte oder Gemeinschaftsunternehmen von untergeordneter BedeutungAfrika-Mittelmeerraumscroll
*
Befreiungsvorschriften des § 264b HGB in Anspruch
genommen
Heidelberg, 13. März 2013 HeidelbergCement AG Der Vorstand Bericht des Abschlussprüfers"Wir haben den von der HeidelbergCement AG, Heidelberg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den zusammengefassten Lagebericht des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Stuttgart, 13. März 2013 Ernst & Young GmbH Prof. Dr. Wollmert, Wirtschaftsprüfer Viering, Wirtschaftsprüfer Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der HeidelbergCement AG zusammengefasst wurde, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Heidelberg, 13. März 2013 HeidelbergCement AG Dr. Bernd Scheifele Dr. Dominik von Achten Daniel Gauthier Andreas Kern Dr. Lorenz Näger Dr. Albert Scheuer Jahresabschluss der HeidelbergCement AG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012Der Lagebericht der HeidelbergCement AG wurde gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des HeidelbergCement Konzerns zusammengefasst, da der Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage und die künftigen Chancen und Risiken der Muttergesellschaft aufgrund der gemeinsamen Tätigkeit im Baustoffgeschäft eng mit dem Konzern verbunden sind. Der zusammengefasste Lagebericht des HeidelbergCement Konzerns und der Heidelberg-Cement AG ist im Geschäftsbericht 2012 wiedergegeben. Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der HeidelbergCement AG für das Geschäftsjahr 2012 werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. Es ist möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Jahresabschluss aufgrund von Rundungen nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren. HeidelbergCement AG Gewinn- und Verlustrechnungscroll
1)
davon Aufwand aus Ergebnisabführung -40.633
(i.V.: -43.453) HeidelbergCement AG BilanzAktiva scroll
Entwicklung des AnlagevermögensHeidelbergCement AGscroll
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1)
Davon Aufzinsungseffekt 1.206 Anhang der Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2012Der Jahresabschluss 2012 der HeidelbergCement AG, der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes erstellt wurde, wird nachstehend erläutert. Vorgeschriebene zusätzliche Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden dargestellt. Bei der Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wenden wir das Gesamtkostenverfahren an. Zur verbesserten Darstellung erfolgen die Zahlenangaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Entwicklung des Anlagevermögens in T€. Im Anhang und Lagebericht werden die Zahlen in Mio € angegeben. WährungsumrechnungFinanzanlagen, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Das Realisations- und Imparitätsprinzip wird bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr angewendet. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1 UmsatzerlöseDer Gesamtumsatz des Jahres 2012 der HeidelbergCement AG betrug 530 (i.V.: 533) Mio € und lag um 0,6 % unter dem Vorjahr. Der leichte Rückgang ist im Wesentlichen auf den ungewöhnlich strengen Frost im Februar 2012 und den frühen Wintereinbruch im Dezember 2012 zurückzuführen. Ansonsten ist es aufgrund der guten Baukonjunktur gelungen, den Umsatz sowohl im Geschäftsbereich Zement als auch bei den Baustoffen trotz des unvermindert vorhandenen Preisdrucks auf dem hohen Vorjahresniveau zu halten. Umsatzentwicklung nach Geschäftsbereichenscroll
Umsatzentwicklung nach Märktenscroll
2 Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: Sonstige betriebliche Erträgescroll
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 23,5 (i.V.: 34,9) Mio € enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen sowie den Erhalt von Lieferantenboni. 3 MaterialaufwandDie Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stiegen im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig an. Bei niedrigerer Produktion kommt darin der Anstieg der Beschaffungspreise insbesondere für Brennstoffe und Zusatzmittel zum Ausdruck. Materialaufwandscroll
4 Mitarbeiter und PersonalaufwandMitarbeiterscroll
Personalaufwandscroll
Der Rückgang des Personalaufwands beruht im Wesentlichen darauf, dass bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen die Auswirkungen aus dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 15. Mai 2012, das eine feste Altersgrenze von 65 Jahren als Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung vorsieht, berücksichtigt wurden. In den Aufwendungen für Altersversorgung sind die Effekte aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen nicht enthalten, diese werden wie im Vorjahr bei den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen gezeigt. 5 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenAbschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagenscroll
Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. 6 Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 8,6 (i.V.: 9,9) Mio € enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen die Zuführung zu Rückstellungen sowie Nachbelastungen aus Vorjahren. 7 Ergebnis aus BeteiligungenErgebnis aus Beteiligungenscroll
Der wesentliche Teil der Erträge aus Beteiligungen betrifft die Ausschüttungen der HCT Holding Malta Limited, Malta, der HeidelbergCement Finance B.V., Niederlande, der Heidelberger Kalksandstein GmbH, Heidelberg, und der SAFA GmbH & Co. KG, Baden-Baden. Ein Ergebnisabführungsvertrag besteht mit der HeidelbergCement International Holding GmbH, Heidelberg. 8 Sonstige Zinsen und ähnliche ErträgeIn den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind im Wesentlichen Zinserträge aus der Ausreichung von kurzfristigen Darlehen gegenüber Tochtergesellschaften und aus Zinsswaps inklusive des Ertrags in Höhe von 6,4 (i.V.: 10,2) Mio € aus der Glattstellung von Zinsswaps mit positivem Marktwert enthalten. 9 Zinsen und ähnliche AufwendungenIn den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Refinanzierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 13,8 Mio € enthalten, die sich auf die Verlängerung der syndizierten Kreditlinie im Februar 2012 beziehen. Des Weiteren sind unter dieser Position die Zinsanteile aus der Veränderung der Pensionsrückstellungen von 15,2 (i.V.: 14,6) Mio € sowie der Zinsanteil aus der Veränderung der sonstigen Rückstellungen in Höhe von 4,7 (i.V.: 6,8) Mio € enthalten. Aufwendungen und Erträge aus verbundenen Unternehmenscroll
10 Erträge und Aufwendungen aus der WährungsumrechnungDie Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten die im Geschäftsjahr insgesamt entstandenen Währungsgewinne und -verluste. Da Währungsgewinne und -verluste im Wesentlichen aus dem Finanzbereich stammen, werden diese komplett im Finanzergebnis ausgewiesen. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnungscroll
11 Außerordentliches ErgebnisDas außerordentliche Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen: Außerordentliches Ergebnisscroll
12 Steuern vom Einkommen und vom ErtragDer Steueraufwand bei den Ertragsteuern ergibt sich insbesondere aus Steuern des laufenden Geschäftsjahrs. Gegenläufig wirken sich Steuererträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Vorjahre aus. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Des Weiteren werden, soweit vorhanden, steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes, der für die HeidelbergCement AG im Berichtsjahr 29,42 % beträgt. Dieser setzt sich zusammen aus der Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Eine sich daraus ergebende Steuerbelastung würde als passive latente Steuer ausgewiesen. Im Falle einer Steuerentlastung würde eine aktive latente Steuer nur insoweit angesetzt, wie sie mit einer passiven latenten Steuer saldiert werden könnte. Passive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus den unterschiedlichen Wertansätzen im Anlagevermögen. Aufgrund der höheren Verpflichtungen im handelsrechtlichen Abschluss sowohl bei den Pensionsverpflichtungen als auch bei den Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläumsverpflichtungen ergeben sich aktive latente Steuerforderungen. Des Weiteren beruhen aktive latente Steuern noch auf steuerlich nicht absetzbaren Rückstellungen für drohende Verluste sowie aus höheren Wertansätzen des Vorratsvermögens in der Steuerbilanz. Zudem besteht eine latente Steuerforderung aufgrund bislang nicht genutzter Verlustvorträge. Insgesamt werden die passiven latenten Steuern durch aktive latente Steuern überkompensiert. In Ausübung des Wahlrechts aus § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde der Überhang der aktiven latenten Steuern nicht bilanziert. Bei der Ermittlung der latenten Steuern zum 31. Dezember 2012 wurde ein Steuersatz von 29,42 % herangezogen. Einfluss steuerlicher Vorschriften auf den JahresüberschussDer Jahresüberschuss wurde im Berichtsjahr aufgrund der Inanspruchnahme von steuerlichen Vergünstigungen um 3,2 (i.V.: 2,0) Mio € erhöht. Dies ergab sich aus dem - in Anwendung der Übergangsvorschriften des BilMoG - fortgeführten Bestand des Sonderpostens mit Rücklageanteil. Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva13 AnlagevermögenDas gesamte Anlagevermögen erhöhte sich um insgesamt 1.094,2 Mio € auf 13.904,0 (i.V.: 12.809,8) Mio €. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf Seite 6 f. dargestellt. 14 Immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenImmaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich fertigungsbedingter Abschreibungen. Die unserem Abschreibungsplan zugrunde liegenden Nutzungszeiten entsprechen langjähriger Erfahrung. Geschäfts- oder Firmenwerte schreiben wir linear über 5 Jahre ab. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens machen wir von dem mit BilMoG geschaffenen Wahlrecht zur Aktivierung der Entwicklungskosten keinen Gebrauch. Die hierfür angefallenen Aufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Die in den Vorjahren aufgrund von Anwachsungen und Verschmelzungen resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte beruhen im Wesentlichen auf übernommenen Kundenstämmen. Bei diesen immateriellen Vermögensgegenständen weichen wir von der planmäßigen Abschreibung über fünf Jahre ab. Grund hierfür ist, dass die durchschnittliche Kundenbindungsdauer zwischen 10 und 15 Jahren liegt. Seit dem 1. Januar 2008 werden Zugänge linear abgeschrieben. Für Anlagegüter, die vor dem 1. Januar 2008 zugegangen waren, wenden wir soweit wie möglich die degressive Abschreibungsmethode an. Zur linearen Methode wird in dem Jahr übergegangen, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt. Geringwertige Wirtschaftsgüter, die vor dem 1. Januar 2010 zugegangen sind und deren Anschaffungskosten 150,00 € nicht überstiegen, wurden sofort abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten 150,00 € jedoch nicht 1.000,00 € überstiegen, wurden in einem jahresbezogenen Sammelposten aktiviert und einheitlich über fünf Jahre mit jeweils 20 %, beginnend im Wirtschaftsjahr der Bildung, abgeschrieben. In Anwendung der Regeln aus dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz werden geringwertige Wirtschaftsgüter, die seit Januar 2010 zugegangen sind und deren Anschaffungskosten 410,00 € nicht übersteigen, sofort abgeschrieben. Auf die Bildung eines Sammelpostens mit einem Netto-Einzelwert von mehr als 150,00 € bis 1.000,00 € wird seit Januar 2010 verzichtet. Durch Neuinvestitionen in Höhe von 28,1 Mio €, durch Abgänge in Höhe von 1,7 Mio € und durch Abschreibungen in Höhe von 39,2 Mio € haben sich die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen saldiert um insgesamt rund 12,7 Mio € verringert. Von den Neuinvestitionen betragen geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9,0 Mio €. 15 FinanzanlagenVon den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungswerten oder den niedrigeren Stichtagswerten angesetzt. Voraussichtlich dauernde Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Ausleihungen bewerten wir mit dem Nominalwert, vermindert um Wertberichtigungen. Im Geschäftsjahr 2012 wurden Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen auf den niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe 23,1 Mio € sowie eine Zuschreibung von 22,2 Mio € vorgenommen. Auf Beteiligungen wurden Abschreibungen in Höhe von 3,7 Mio € durchgeführt. Das Finanzanlagevermögen erhöhte sich um rund 1.107 Mio € auf 13.655 (i.V.: 12.548) Mio €; der Zugang ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Kapitalrücklage bei der HeidelbergCement International Holding GmbH, Heidelberg, zurückzuführen. 16 Anteile an verbundenen UnternehmenIm Berichtsjahr 2012 wurden im Wesentlichen folgende konzerninterne Umstrukturierungen vorgenommen: Durch Sacheinlagen im Wege der Einbringung der Anteile an der HeidelbergCement Northern Europe AB, Schweden, zum Buchwert in Höhe von 190,6 Mio € und durch Bareinlagen in Höhe von 816,5 Mio € wurde die Kapitalrücklage bei der HeidelbergCement International Holding GmbH, Heidelberg, um insgesamt 1.007,1 Mio € erhöht. Die Heidelberger Energie GmbH, Heidelberg, wurde im Geschäftsjahr zum Kaufpreis von 3,2 Mio € von der HeidelbergCement International Holding GmbH, Heidelberg, erworben. Die Heidelberger Energie GmbH, Heidelberg, wurde rückwirkend zum 1. Januar 2012 auf die HeidelbergCement AG verschmolzen. Auf die Anteile an der Heidelberger Beton GmbH, Heidelberg, wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von 23,1 Mio € vorgenommen. Aufgrund der guten Entwicklung in Asien konnte bei der HC Asia Holding GmbH, Heidelberg, eine Zuschreibung in Höhe von 22,2 Mio € auf den Beteiligungsansatz durchgeführt werden. 17 Ausleihungen an verbundene UnternehmenInsgesamt wurden 332,9 Mio € an Ausleihungen im Geschäftsjahr neu ausgereicht. An die HeidelbergCement UK Holding Limited, Großbritannien, 289,0 Mio €, an die Cementrum I B.V., Niederlande, gingen 27,1 Mio €, an die Liberia Cement Corporation Ltd., Liberia, 10,8 Mio €, an die Mibau Holding GmbH, Cadenberge, 4,0 Mio € und an die Norsk Stein A/S, Norwegen, 2,0 Mio €. Die Rückzahlungen und Abgänge beliefen sich auf insgesamt 39,3 Mio €. Der Gesamtbetrag der Ausleihungen an verbundene Unternehmen beträgt zum Jahresende 2012 insgesamt 1.117,4 Mio €. Unverzinsliche Darlehensforderungen werden zum Barwert bilanziert. Bei einer Ausleihung an verbundene Unternehmen mit Anschaffungskosten in Höhe von 10,8 Mio €, die nicht in Euro gewährt wurde, haben wir keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert in Höhe von 10,6 Mio € vorgenommen. Wir gehen davon aus, dass Wechselkursschwankungen nicht zu einer voraussichtlich dauernden Wertminderung führen. 18 BeteiligungenAls wesentliche Beteiligungen sind hier die Südbayer. Portland-Zementwerk Gebr. Wiesböck & Co. GmbH, Rohrdorf, und die Kronimus AG, Iffezheim, zu nennen. Die Urzeit Weide GbR, Schelklingen, wurde neu gegründet. Auf die Anteile an der SAFA GmbH & Co. KG, Baden-Baden, wurden Abschreibungen in Höhe von 1,2 Mio € und auf die Anteile an der Kronimus AG, Iffezheim, in Höhe von 2,4 Mio € auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Anteile an der Hausgesellschaft des Vereins Deutscher Zementwerke mit beschränkter Haftung, Düsseldorf, wurden verkauft. 19 Sonstige AusleihungenDie sonstigen Ausleihungen haben sich nur unwesentlich verändert. 20 VorräteVorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zu niedrigeren Stichtagspreisen bewertet. Abschläge für Qualitäts- und Mengenrisiken werden entsprechend den Grundsätzen kaufmännischer Vorsicht angemessen vorgenommen. Abschläge für Kapazitätsminderauslastungen wurden vorgenommen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt grundsätzlich nach dem Perioden-Lifo-Verfahren. Die Anwendung führte im Vergleich zum letzten bekannten Börsenkurs/ Marktpreis zu keinen wesentlichen Unterschiedsbeträgen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Abschreibungen berücksichtigt werden. Angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung werden seit 2010 einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Unentgeltlich zugeteilte Emissionsrechte werden zum Anschaffungswert von Null bilanziert. Entgeltlich erworbene Emissionsrechte werden zu Anschaffungskosten erfasst. Im Falle eines niedrigeren Marktwertes am Abschlussstichtag erfolgt eine Abschreibung auf diesen Wert. 21 Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände bewerten wir zu Nennwerten. Erkennbare Einzelrisiken werden dabei ausreichend durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die allgemeinen Kreditrisiken unserer gesamten Forderungen sind durch ausreichende Pauschalwertberichtigungen gedeckt. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen kurzfristige Darlehen und Verrechnungskonten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Zinsforderungen, kurzfristig zur Weiterveräußerung innerhalb des Konzerns übernommene Vermögensgegenstände, ein Reservekonto für Ausfälle von vorfinanzierten Forderungen und Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen. Sonstige Vermögensgegenstände (Restlaufzeit über 1 Jahr)scroll
22 WertpapiereWertpapiere werden mit den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Börsenkurs bewertet. 23 Flüssige MittelDie Barmittel beliefen sich zum 31. Dezember 2012 auf insgesamt 155,6 Mio €, von diesen sind 4,8 Mio € Verfügungsbeschränkungen unterworfen. 24 RechnungsabgrenzungspostenDer Bilanzposten enthält zum größten Teil Abgrenzungen von Aufwendungen aus der Inanspruchnahme von Krediten, die über die Laufzeit abgegrenzt und aufwandswirksam amortisiert werden. Der Saldo zum Jahresende beläuft sich auf 14,3 Mio €, davon betreffen Disagio 13,1 (i.V.: 16,3) Mio €. 25 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der VermögensverrechnungDen Pensionsverpflichtungen aus dem Deferred Compensation Plan in Höhe von 8,1 Mio € steht ein zu verrechnendes Vermögen von 10,2 Mio € gegenüber. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Deckungsvermögens betragen 8,9 Mio €. Bei dem Deckungsvermögen handelt es sich im Wesentlichen um Anteile an Fonds, die mit dem beizulegenden Zeitwert, ermittelt nach dem Marktwert zum Stichtag, bewertet sind. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen aus dem Deferred Compensation Plan wurde auf Basis des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes und nach den Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) durchgeführt. Der Rückstellungsbetrag ist grundsätzlich unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich des zukünftigen Gehalts- bzw. Rentenniveaus zu ermitteln. Da es sich um die Bewertung von Leistungen handelt, die auf von Mitarbeitern durch Gehaltsverzicht bereits erbrachten Beiträgen beruhen, sind keine Gehaltstrends zu berücksichtigen. Da es sich um Kapitalleistungen handelt, ist kein Rententrend anzusetzen. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck verwendet. Der zugrunde gelegte Rechnungszinsfuß für die Abzinsung beläuft sich zum 31. Dezember 2012 auf 5,07 % (i.V.: 5,13 %). Bei dem Zinssatz handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und monatlich bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die verrechneten Aufwendungen und Erträge belaufen sich auf -0,3 Mio €. Erläuterungen zur Bilanz - Passiva26 Grundkapital und AktienGrundkapital und Aktienscroll
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 beträgt das Grundkapital unverändert zum Vorjahr 562.500.000 € und ist in 187.500.000 Aktien eingeteilt; die Aktien sind Stückaktien und lauten auf den Inhaber. Auf jede Aktie entfällt ein anteiliger Betrag am Grundkapital von 3,00 €. Es bestehen zum 31. Dezember 2012 zwei genehmigte Kapitalia: zum einen eine Ermächtigung des Vorstands und Aufsichtrats zur Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlagen (Genehmigtes Kapital I) und zum anderen eine Ermächtigung des Vorstands und Aufsichtrats zur Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlagen (Genehmigtes Kapital II). Diese genehmigten Kapitalia werden nachfolgend zusammenfassend beschrieben; der vollständige Wortlaut der Ermächtigungen kann der Satzung entnommen werden, die auf unserer Internetseite www.heidelbergcement.com unter "Über uns/Corporate Governance/Satzung" veröffentlicht ist. Genehmigtes Kapital IDie Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 5. Mai 2015 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 225.000.000 € gegen Bareinlagen durch Ausgabe von bis zu insgesamt 75.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, in bestimmten Fällen, die in der Ermächtigung näher beschrieben sind, nämlich zur Verwertung von Spitzenbeträgen und zur börsennahen Ausgabe von Aktien von bis zu 10 % des Grundkapitals, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Genehmigtes Kapital IIDie Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 hat den Vorstand ferner ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 5. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 56.100.000 € gegen Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu insgesamt 18.700.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen in der Regel ausgeschlossen. Die Ermächtigung regelt insbesondere die Möglichkeit des Bezugsrechtsausschlusses, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder zur Bedienung von Options- oder Wandlungsrechten erfolgt. Die den Genehmigten Kapitalia I und II zugrunde liegenden Ermächtigungen zur Ausgabe von neuen Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen sind zum 31. Dezember 2012 nicht ausgenutzt worden. Bedingtes KapitalEs besteht schließlich zum 31. Dezember 2012 das nachfolgend beschriebene Bedingte Kapital: Die Hauptversammlung vom 7. Mai 2009 hat beschlossen, das Grundkapital um weitere bis zu 187.500.000 €, eingeteilt in bis zu 62.500.000 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2009). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Unterlegung von Options- oder Wandlungsrechten bzw. Options- oder Wandlungspflichten auf HeidelbergCement-Aktien. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als der Vorstand aufgrund der Ermächtigung Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausgibt und die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten von ihren Rechten Gebrauch machen. Options- oder Wandelschuldverschreibungen können auch mit Options- oder Wandlungsverpflichtungen ausgestattet sein. Die Aktionäre haben in der Regel ein Bezugsrecht auf neu emittierte Options- oder Wandelschuldverschreibungen. Die Ermächtigung regelt bestimmte Fälle, in denen der Vorstand das Bezugsrecht der Aktionäre auf Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausschließen kann. Der vollständige Wortlaut des Bedingten Kapitals kann ebenfalls der Satzung entnommen werden, die auf unserer Internetseite veröffentlicht ist (www.heidelbergcement.com unter "Über uns/Corporate Governance/Satzung"). Die dem Bedingten Kapital 2009 zugrunde liegende Ermächtigung zur Ausgabe von Options- oder Wandelschuldverschreibungen ist zum 31. Dezember 2012 nicht ausgenutzt worden. Die Gesellschaft besitzt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 keine eigenen Aktien und es besteht keine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien. 27 KapitalrücklageDie Kapitalrücklage setzt sich im Wesentlichen aus den zugeflossenen Aufgeldern bei Kapitalerhöhungen zusammen. Zum 31. Dezember 2012 ergab sich keine Änderung gegenüber dem Vorjahr. Kapitalrücklagescroll
28 GewinnrücklagenGewinnrücklagenscroll
1)
Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen
gemäß § 58 Abs. 2 AktG Angaben zu ausschüttungsgesperrten BeträgenAus der Bewertung zum Zeitwert von zu saldierendem Vermögen im Zusammenhang mit unmittelbaren Pensionsverpflichtungen aus dem Deferred Compensation Plan ergibt sich ein Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und beizulegendem Zeitwert als nicht zur Ausschüttung verfügbarer Betrag von 1,3 Mio € abzüglich darauf zu bildender passiver latenter Steuern von 0,4 Mio €. Dem ausschüttungsgesperrten Betrag stehen frei verfügbare Gewinnrücklagen von 5.630,0 Mio € gegenüber. Eine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Bilanzgewinn von 94,2 Mio € besteht daher nicht. 29 Sonderposten mit RücklageanteilDie Sonderposten gemäß § 6b EStG werden in Anwendung der Übergangsvorschriften des BilMoG beibehalten. Im Berichtsjahr wurden 3,2 Mio € verrechnet und werden in den Folgejahren analog der Vorgehensweise in der Steuerbilanz fortgeführt. 30 PensionsrückstellungenDie Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafel Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Für die Zukunft erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei gehen wir von jährlichen Anpassungen von 2,6 % bei den Anwartschaften und von 2 % bei den Renten aus. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung beläuft sich zum 31. Dezember 2012 auf 5,07 % (i.V.: 5,13 %). Bei dem Zinssatz handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und monatlich bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurden die Auswirkungen aus dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 15. Mai 2012 berücksichtigt. In dem Urteil wurde entschieden, dass eine feste Altersgrenze von 65 Jahren in Versorgungsordnungen regelmäßig als Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung auszulegen ist. Die von dem Bundesarbeitsgerichtsurteil betroffenen Zusagen wurden dementsprechend berechnet. Der aufgrund der Neuregelungen durch BilMoG bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen entstandene Zuführungsbetrag in Höhe von insgesamt 58,3 Mio € wird gemäß den Übergangsvorschriften des BilMoG bis zum 31. Dezember 2024 mit mindestens 1/15 in jedem Geschäftsjahr verteilt. Der anteilig im Berichtsjahr zugeführte Betrag beläuft sich auf 3,9 Mio €, dadurch besteht zum Stichtag 31. Dezember 2012 eine Unterdeckung von 46,6 Mio €. 31 SteuerrückstellungDie Steuerrückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Ertragsteuern, die für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer gebildet wurden. 32 Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle dem Grunde oder ihrer Höhe nach ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Sie enthalten Beträge für Rekultivierungs- und Garantieverpflichtungen, für Verpflichtungen aus rückständigem Urlaub sowie für andere Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Für unterlassene Reparaturen, die im ersten Quartal des folgenden Geschäftsjahres nachgeholt werden, wurden ebenfalls Rückstellungen gebildet. Getätigte Emissionen werden durch Bildung einer Rückstellung in Höhe des Buchwertes der gehaltenen Emissionsrechte berücksichtigt. Sofern zur Erfüllung der Verpflichtung weitere Emissionsrechte benötigt werden, wird insoweit deren Zeitwert am Abschlussstichtag bei der Rückstellungsbewertung zugrunde gelegt. Rückstellungen sind zum Erfüllungsbetrag unter Einbeziehung von Preis- und Kostensteigerungen bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Effekte aus Änderungen des Abzinsungszinssatzes und Zinseffekte einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Bei der Ermittlung des Aufzinsungsaufwands wird unterstellt, dass Änderungen des Abzinsungssatzes, des Verpflichtungsumfangs und der Restlaufzeit jeweils zum Ende des Geschäftsjahres eintreten. 33 VerbindlichkeitenRestlaufzeiten von Verbindlichkeitenscroll
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betreffen im Wesentlichen konzerninterne Finanztransaktionen Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind insbesondere die Verbindlichkeiten aus dem Commercial Paper Programm zu nennen. Fällige Tilgungen wurden planmäßig durchgeführt. 1996 wurde zusammen mit HeidelbergCement Finance B.V., Niederlande, ein zeitlich nicht begrenztes Euro Medium Term Note Programm aufgelegt (Rahmenvereinbarung vom 28. Oktober 1996 über 0,5 Mrd € in der Fassung vom 12. November 1998). Im Jahr 2001 wurde das EMTN-Programm auf 3 Mrd € erweitert. Sechs Jahre später, mit Wirkung zum 27. September 2007, erfolgte eine zweite Erweiterung des Programms um 7 Mrd € auf aktuell 10 Mrd €. Zum 31. Dezember 2012 waren insgesamt 1.960 Mio € unter dem EMTN-Programm gezogen; hiervon entfielen 0 Mio € auf die HeidelbergCement AG, 510 Mio € auf die HeidelbergCement Finance B.V., Niederlande, sowie 1.450 Mio € auf die HeidelbergCement Finance Luxembourg S.A., Luxemburg. Zur weiteren Stärkung der Finanzierungsstruktur hatte die HeidelbergCement AG am 20. Dezember 2011 mit der Bayerischen Landesbank, der Landesbank Baden-Württemberg sowie der Landesbank Hessen-Thüringen Schuldscheindarlehen in Höhe von 289 Mio € emittiert. Die Schuldscheindarlehen haben eine Laufzeit bis zum 31. Oktober 2016 und bestehen aus einer Tranche mit variabler und einer Tranche mit fixer Verzinsung. Der fixe Zinssatz liegt bei 6,77 % und der variable bei 4,9 % über dem sechsmonatigen Euribor. Gemäß den Kreditbedingungen besteht eine Beschränkung bezüglich der Neuaufnahme zusätzlicher Verschuldung, wenn der konsolidierte Deckungsgrad (d.h. das Verhältnis des Gesamtbetrages des konsolidierten EBITDA zu dem Gesamtbetrag des konsolidierten Zinsergebnisses) des HeidelbergCement Konzerns unter 2 ist. Das konsolidierte EBITDA in Höhe von 2.591 Mio € und das konsolidierte Zinsergebnis in Höhe von 715 Mio € werden auf einer Pro-forma-Basis gemäß den Bedingungen berechnet. Zum Jahresende 2012 betrug der konsolidierte Deckungsgrad 3,62. Unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind insbesondere die Verbindlichkeiten aus dem Commercial Paper Programm zu nennen. Fällige Tilgungen wurden planmäßig durchgeführt. Durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten Die syndizierte Kreditlinie in Höhe von 3 Mrd €, die als Bar- und Avallinie genutzt werden kann, ist durch Pfandrechte an Anteilen an direkten Tochterunternehmen der HeidelbergCement AG sowie Garantien von Konzerntöchtern (sogenannte Upstream Guarantees), die rund 70 % des Konzernumsatzes bzw. der Vermögenswerte repräsentieren, besichert. Diese Kreditlinie war zum 31. Dezember 2012 von der HeidelbergCement AG als Barlinie in Höhe von 0,1 Mio € sowie als Avallinie in Höhe von 250,3 Mio € in Anspruch genommen. Weitere Erläuterungen zu den Verbindlichkeitenscroll
34 RechnungsabgrenzungspostenDer im Berichtsjahr ausgewiesene Betrag beinhaltet im Wesentlichen erhaltene Mietzahlungen für das Folgejahr. Sonstige ErläuterungenHaftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenHaftungsverhältnissescroll
Die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften betreffen in Höhe von 547,7 Mio € verbundene Unternehmen. Die HeidelbergCement AG haftet im Rahmen der Garantien für aufgenommene Kapitalmarktkredite und für die Einhaltung der Verpflichtungen von verbundenen Unternehmen, insbesondere aus begebenen Anleihen, in Höhe von insgesamt 7.840,4 Mio €. Die Bürgschaften und Garantien wurden nahezu ausschließlich zugunsten von Tochtergesellschaften gegeben. Auf Basis der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse im Rahmen des internen Kontrollsystems im HeidelbergCement Konzern können wir davon ausgehen, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den betreffenden Gesellschaften erfüllt werden können. Wir gehen daher davon aus, dass wir mit keiner Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen rechnen müssen. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen den Aufwand aus Leasing- und Mietverpflichtungen gegenüber Dritten, bei denen das wirtschaftliche Eigentum nicht der HeidelbergCement AG zuzurechnen ist und der daher auch nicht aktiviert wurde. Bei den geleasten und gemieteten Gegenständen handelt es sich insbesondere um Immobilien und sonstige Anlagegegenstände. Dadurch wird die Liquiditätsplanung stabilisiert. Risiken aus der Schwankung von Leasing- und Mietverpflichtungen bestehen nicht. Zum 31. Dezember 2012 bestanden Zahlungsverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 0,01 (i.V.: 0,01) Mio €. In der nachfolgenden Übersicht sind die Fälligkeiten der finanziellen Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverpflichtungen zum 31. Dezember 2012 dargestellt. scroll
Derivative FinanzinstrumenteRisiken aus dem operativen Geschäft und der Finanzierung eines international tätigen Konzerns entstehen aus Änderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Rohstoffpreisen. Die Risikofelder werden von der Abteilung Group Treasury laufend überwacht und im Rahmen unserer konzerninternen Richtlinien gesteuert. Zur Minimierung dieser Risiken werden derivative Finanzinstrumente als Sicherungsgeschäfte eingesetzt. Währungsrisiken, die aufgrund von Geschäftsvorgängen mit externen Dritten in Fremdwährung entstehen (Transaktionsrisiken), werden durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente mit einem Sicherungshorizont von bis zu zwölf Monaten abgesichert. Es werden Devisenswaps und Devisentermingeschäfte eingesetzt. Auf die Absicherung von Währungsrisiken aus konzerninternen Transaktionen wird verzichtet, da sich die Mittelzu- und -abflüsse in den verschiedenen Währungspaaren auf Konzernebene weitgehend neutralisieren. Externe Neuabschlüsse von derivativen Finanzinstrumenten werden grundsätzlich im Namen der HeidelbergCement AG als In-house Bank des HeidelbergCement Konzerns abgeschlossen. Die externen Partner sind ausnahmslos Banken. Die HeidelbergCement AG hat Ende 2011 einen externen Zinswährungsswap mit einer Bank und einen internen Zinswährungsswap mit der HeidelbergCement Finance B.V., Niederlande, mit einem Gesamtvolumen von jeweils 150 Mio CHF und einer Laufzeit bis 2017 abgeschlossen. Der externe Währungsswap dient der Absicherung von Cash Flow-Änderungen des im November 2011 von der HeidelbergCement Finance B.V., Niederlande, begebenen CHF-Bonds und wurde zu identischen Konditionen an die HeidelbergCement Finance B.V., Niederlande, weitergereicht. Der CHF-Bond sowie der interne Zinswährungsswap wurden im Oktober 2012 von der HeidelbergCement Finance B.V., Niederlande, auf die HeidelbergCement Finance Luxembourg S.A., Luxemburg, übertragen. Die externen und internen Währungsswaps wurden als Mikro-Hedge zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Da die Spiegelung zu identischen Konditionen vorgenommen wurde, gleichen sich die zukünftigen Wertschwankungen der externen und internen Zinswährungsswaps aus. Die prospektive Effektivität wird durch die "Critical-Terms-Match-Methode" und die retrospektive Effektivität durch die "Change in Fair Value"-Methode ermittelt. Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheit erfolgt unter Anwendung der Einfrierungsmethode. Ohne die Bewertungseinheit wäre für die Zinswährungsswaps eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 2,4 Mio € gebildet worden. Die übrigen Devisensicherungsgeschäfte dienen im Wesentlichen der Absicherung von Fremdwährungsdarlehen und -einlagen, wobei auf eine explizite Abbildung als Bewertungseinheit verzichtet wird. Währungsbezogene Geschäftescroll
Bei der Barwertermittlung der Sicherungsderivate erfolgt eine Korrektur um die Zinsabgrenzung zum Stichtag. Für nicht geschlossene Positionen mit negativem Marktwert wurde eine Rückstellung für drohende Verluste in Höhe von 77 Mio € gebildet. Die HeidelbergCement AG hat per Ende 2012 Derivate auf Rohstoffe als Bewertungseinheit abgebildet. Dabei handelt es sich um kurzfristige Dieselderivate, die zur Absicherung von Preisschwankungen dienen. Die HeidelbergCement AG hat insgesamt im Jahr 2012 für Tochtergesellschaften Dieselderivate von 9.350 metrischen Tonnen zu einem Durchschnittspreis von 774 €/t gehandelt und zu identischen Konditionen an die Tochtergesellschaften weitergegeben. Die Zahlungsverpflichtungen sind fest kontrahiert und stellen bei der HeidelbergCement AG einen durchlaufenden Posten dar. Die jeweiligen externen und internen Derivate wurden als Mikro-Hedge klassifiziert. Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheit erfolgt unter Anwendung der Einfrierungsmethode, wobei die Effektivität anhand der "Critical-Terms-Match-Methode" nachgewiesen wird. Ohne die Bewertungseinheit wäre für die Derivate eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 38 T€ gebildet worden. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und PersonenEs wurden folgende wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen durchgeführt, wobei über Geschäfte mit mittelbar oder unmittelbar in 100-prozentigem Anteilsbesitz stehenden in den Konzernabschluss der HeidelbergCement AG einbezogenen Unternehmen gem. § 285 Satz 1 Nr. 21 Halbsatz 2 HGB keine Angaben gemacht werden. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personenscroll
Bezüge Aufsichtsrat, VorstandBezüge Aufsichtsratscroll
Auf das Geschäftsjahr 2012 entfallende Vorstandsvergütungscroll
Die Vorstandsmitglieder nehmen an dem im Jahr 2012 aufgelegten Langfristbonusplan 2012-2014/15 teil. Die Zielwerte für den Plan liegen für Dr. Bernd Scheifele bei 1.188.000 €, für Dr. Dominik von Achten bei 810.000 €, für Daniel Gauthier und Dr. Albert Scheuer bei 63.000 € sowie für die weiteren Vorstandsmitglieder bei je 630.000 €. Der Plan besteht aus zwei gleichgewichteten Komponenten: der Management-Komponente und der Kapitalmarkt-Komponente. Der Zielwert jeder Komponente beträgt für Dr. Bernd Scheifele 594.000 €, für Dr. Dominik von Achten 405.000 €, für Daniel Gauthier und Dr. Albert Scheuer 31.500 € sowie für die weiteren Vorstandsmitglieder je 315.000 €. Der Referenzkurs für die Kapitalmarkt-Komponente beträgt 30,45 €. Dem entsprechen 19.507 Performance Share Units (PSUs) für Dr. Bernd Scheifele, für Dr. Dominik von Achten 13.300 PSUs, jeweils 1.035 PSUs für Daniel Gauthier und Dr. Albert Scheuer sowie jeweils 10.345 PSUs für die weiteren Vorstandsmitglieder. Gemäß § 285 Nr. 9a Satz 4 HGB ist für die Kapitalmarkt-Komponente der Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung anzugeben. Er beträgt für Dr. Bernd Scheifele 482.000 €, für Dr. Dominik von Achten 329.000 €, für Daniel Gauthier und Dr. Albert Scheuer jeweils 25.600 € sowie für die weiteren Vorstandsmitglieder jeweils 256.000 €. Im Zusammenhang mit der im Vergütungsbericht erläuterten Bonus-Malus-Regelung während der Implementierungsphase erfolgte im Geschäftsjahr 2012 die Auszahlung des ersten Drittels des Zielwerts des ersten Langfristbonusplans 2011-2013/14 in Höhe von 1,1 Mio € (für Daniel Gauthier und Dr. Albert Scheuer anteilig mit 10 %). Diese Beträge müssen an das Unternehmen zurückerstattet oder mit zukünftigen Zahlungen variabler Vergütungsbestandteile verrechnet werden, soweit der Zielwert nicht erreicht wird. VersorgungszusagenVersorgungszusagenscroll
Die Pensionsregelung von Herrn Daniel Gauthier richtet sich nach dem Pensionsplan der Cimenteries CBR S.A., einem 100%igen Tochterunternehmen der HeidelbergCement AG mit Sitz in Brüssel, Belgien, durch welches die Pensionszahlung erfolgt. Frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenescroll
Erklärung gem. § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance KodexVorstand und Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich gemacht (siehe www.heidelberg-cement.com, Über uns, Corporate Governance). KonzernverhältnisseDie HeidelbergCement AG stellt einen Konzernabschluss nach § 315a Abs. 1 HGB auf, welcher im Bundesanzeiger offengelegt wird. Honorare des AbschlussprüfersDas für das Berichtsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB nicht angegeben, da es in die Angaben im Konzernabschluss der HeidelbergCement AG einbezogen wird. Stimmrechtsmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)Der Gesellschaft sind bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses folgende Mitteilungen gemäß § 21 WpHG zugegangen: Herr Ludwig Merckle, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 4. November 2010 die Schwelle von 25 % überschritten hat und ihm zu diesem Tag 25,11 % der Stimmrechte zustanden. Davon sind ihm 25,11 % der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Ihm zugerechnete Stimmrechte wurden dabei über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG jeweils 3 % oder mehr betrug, gehalten: KL Holding GmbH, Kötitzer Ledertuch- und Wachstuch-Werke GmbH, Spohn Cement GmbH, UBH Unternehmens- und Beteiligungsholding mbH, Ludwig Merckle GmbH & Co KG, L. Merckle GmbH, Merckle Service GmbH (ehemals Pan GmbH), LH Leder Holding GmbH, LH Leder Holding Vermögensverwaltung GmbH, VEM Vermögensverwaltung GmbH, Horst Plaschna Management GmbH & Co. Beteiligungssanierungs- und -verkaufs KG, VEM Management GmbH, VEM Beteiligungen GmbH und LuMe Vermögensverwaltung GmbH. Von diesen von Herrn Ludwig Merckle kontrollierten Unternehmen haben uns die folgenden Gesellschaften nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihre Stimmrechtsanteile an der HeidelbergCement AG am 21. Januar 2011 die Schwellen von 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten haben und ihnen zu diesem Tag 0,00 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG nach § 21 Abs. 1 WpHG zustanden: KL Holding GmbH, Kötitzer Ledertuch- und Wachstuch-Werke GmbH, SC Vermögensverwaltung GmbH (ehemals Spohn Cement GmbH), Ludwig Merckle GmbH & Co KG, L. Merckle GmbH, Merckle Service GmbH, LH Leder Holding GmbH, LH Leder Holding Vermögensverwaltung GmbH und LuMe Vermögensverwaltung GmbH. Die folgenden Gesellschaften haben uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihre Stimmrechtsanteile an der HeidelbergCement AG am 21. Januar 2011 die Schwellen von 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten haben und ihnen zu diesem Tag 0,09 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG nach § 21 Abs. 1 WpHG zustanden: VEM Vermögensverwaltung GmbH, Horst Plaschna Management GmbH & Co. Beteiligungssanierungs- und -verkaufs KG, VEM Management GmbH und VEM Beteiligungen GmbH. Die UBH Holding GmbH (ehemals UBH Unternehmens- und Beteiligungsholding mbH) hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG davon in Kenntnis gesetzt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 21. Januar 2011 die Schwelle von 25 % überschritten hat und ihr zu diesem Tag 25,01 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG nach § 21 Abs. 1 WpHG zustanden. Der UBH Holding GmbH zugerechnete Stimmrechte werden über die von ihr kontrollierte Spohn Cement Beteiligungen GmbH gehalten. Die Spohn Cement Beteiligungen GmbH hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 21. Januar 2011 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten hat und ihr zu diesem Tag 25,01 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG nach § 21 Abs. 1 WpHG zustanden. Die BlackRock Financial Management, Inc., New York, USA, und die BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, USA, haben uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihre Stimmrechtsanteile an unserer Gesellschaft am 11. Februar 2011 die Schwelle von 5 % unterschritten haben und zu diesem Tag 4,53 % betrugen. Alle Stimmrechte an der HeidelbergCement AG sind diesen beiden Gesellschaften gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die BlackRock, Inc., New York, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sie am 15. Februar 2012 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG überschritten hat und sie an diesem Tag 5,03 % der Stimmrechte hielt. Alle Stimmrechte an der HeidelbergCement AG sind der BlackRock, Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. Im Geschäftsjahr 2012 erhielten wir von der BlackRock, Inc. drei weitere Mitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG, in denen sie uns folgendes mitteilte: Am 30. März 2012 hat die BlackRock, Inc. die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG unterschritten und hielt an diesem Tag 4,99 % der Stimmrechte. Am 25. Juli 2012 hat die BlackRock, Inc. die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG überschritten und hielt an diesem Tag 5,005 % der Stimmrechte. Am 14. September 2012 hat die BlackRock, Inc. die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG unterschritten und hielt an diesem Tag 4,998 % der Stimmrechte. Alle Stimmrechte an der HeidelbergCement AG sind der BlackRock, Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die BlackRock Advisors Holdings, Inc., New York, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 20. März 2012 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,62 % betrug. Alle Stimmrechte an der HeidelbergCement AG sind der BlackRock Advisors Holdings, Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die First Eagle Investment Management, LLC, New York, USA, eine Tochtergesellschaft der Arnhold and S. Bleichroeder Holdings, Inc., New York, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass am 23. Juni 2011 der zuzurechnende Anteil der Stimmrechte der Arnhold and S. Bleichroeder Holdings, Inc. an unserer Gesellschaft die 5%-Schwelle überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,12 % betrug. Diese Stimmrechte sind der Arnhold and S. Bleichroeder Holdings, Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 2 und § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Weiterhin informierte uns die First Eagle Investment Management, LLC gemäß §§ 21 Abs. 1, 24 WpHG, dass am 23. Juni 2011 ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft die 5%-Schwelle überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,12 % betrug. Diese Stimmrechte sind der First Eagle Investment Management, LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Namens und im Auftrag des First Eagle Global Fund, New York, USA, hat uns die First Eagle Investment Management, LLC gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass am 24. Juni 2011 die Stimmrechte des First Eagle Global Fund an der HeidelbergCement AG die Schwelle von 3 % überschritten haben und an diesem Tag 3,05 % betrugen. Die Artisan Partners Limited Partnership, Milwaukee, USA, hat uns gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sie am 1. Februar 2012 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG unterschritten hat und sie an diesem Tag 2,95 % der Stimmrechte hielt. Diese Stimmrechte sind der Artisan Partners Limited Partnership gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. In einer weiteren Mitteilung informierte uns die Artisan Partners Limited Partnership gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 WpHG, dass sie am 24. Oktober 2012 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG überschritten hat und sie an diesem Tag 3,01 % der Stimmrechte hielt. Diese Stimmrechte sind der Artisan Partners Limited Partnership gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Die folgenden Gesellschaften - alle mit Sitz in Milwaukee, USA - und Personen haben uns gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sie am 1. Februar 2012 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG unterschritten haben und an diesem Tag 2,95 % der Stimmrechte hielten: Artisan Investments GP LLC, Artisan Partners Holdings LP, Artisan Investment Corporation, ZFIC, Inc. sowie Herr Andrew A. Ziegler, USA, und Frau Carlene M. Ziegler, USA. Alle Stimmrechte an der HeidelbergCement AG sind diesen Gesellschaften und Personen gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 und Satz 3 WpHG zuzurechnen. Dieselben Gesellschaften und Personen haben uns weiterhin gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sie am 24. Oktober 2012 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG überschritten haben und an diesem Tag 3,01 % der Stimmrechte hielten. Alle Stimmrechte an der HeidelbergCement AG sind diesen Gesellschaften und Personen gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 und Satz 3 WpHG zuzurechnen. Die jeweils aktuelle Aktionärsstruktur kann auf unserer Internetseite www.heidelbergcement.com unter "Investor Relations/Unsere Aktie/Unsere Aktionäre" eingesehen werden. Zusammensetzung von Aufsichtsrat und Vorstand sowie Mandate von Mitgliedern des Aufsichtsrats und VorstandsDie Mitglieder des Aufsichtsrats und Vorstands haben folgende Mandate inne:
1)
Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden
Aufsichtsräten bei inländischen Gesellschaften Aufsichtsrat*Fritz-Jürgen HeckmannVorsitzender Vorsitzender des Vermittlungs- und des Nominierungsausschusses sowie Mitglied des Personal- und des Prüfungsausschusses Wirtschaftsjurist Externe Mandate: garmo AG1) , Stuttgart HERMA Holding GmbH + Co. KG2) , Filderstadt (Vorsitzender) Infoman AG1) , Stuttgart Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG2) , Ulm Paul Hartmann AG1) , Heidenheim (Vorsitzender) Süddeutscher Verlag GmbH2) , München (stellv. Vorsitzender) Südwestdeutsche Medien Holding GmbH2) , Stuttgart (stellv. Vorsitzender) URACA GmbH & Co. KG2) , Bad Urach (Vorsitzender) Wieland-Werke AG1) , Ulm (Vorsitzender) Heinz SchmittStellvertretender Vorsitzender Mitglied des Prüfungs-, des Vermittlungs- und des Personalausschusses Controller; Vorsitzender des Betriebsrats in der Hauptverwaltung, HeidelbergCement AG Robert FeigerMitglied des Prüfungsausschusses Stellvertretender Bundesvorsitzender der IG Bauen-Agrar-Umwelt Externe Mandate: BAUER Aktiengesellschaft1) , Schrobenhausen (stellv. Vorsitzender) Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG2) , Wiesbaden Zusatzversorgungskasse des Gerüstbaugewerbes VVaG2) , Wiesbaden (Vorsitzender) Josef HeumannMitglied des Personalausschusses Anlagenwärter Brennerei; Vorsitzender des Betriebsrats im Werk Burglengenfeld der HeidelbergCement AG Max Dietrich KleyMitglied des Prüfungsausschusses Rechtsanwalt Externe Mandate: BASF SE1) , Ludwigshafen SGL CARBON SE1) , Wiesbaden (Vorsitzender) Hans Georg KrautMitglied des Personal- und des Vermittlungsausschusses Leiter des Werks Schelklingen der HeidelbergCement AG Dr.-Ing. Herbert LütkestratkötterBis 14. März 2012 Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft Externe Mandate: TÜV Rheinland AG1) , Köln Ludwig MerckleVorsitzender des Personal- und des Prüfungsausschusses sowie Mitglied des Nominierungsausschusses Geschäftsführer der Merckle Service GmbH Externe Mandate: Kässbohrer Geländefahrzeug AG1) , Laupheim (Vorsitzender) MCS Software und Systeme AG1) , Eltville (vormals Franz Hensmann AG, Ulm) (Vorsitzender) MerFam AG2) , Schweiz (Vorsitzender) PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG2) , Mannheim VEM Vermögensverwaltung AG1) , Zossen (Vorsitzender) Tobias MerckleMitglied des Personal-, des Nominierungs- und des Vermittlungsausschusses Geschäftsführender Vorstand des Vereins Seehaus e.V. Alan MurrayEhemaliges Mitglied des Vorstands der HeidelbergCement AG Externe Mandate: Hanson Pension Trustees Limited, Treuhandgesellschaft des Hanson No 2 Pension Scheme2) , Großbritannien Wolseley plc2) , Jersey, Channel Islands (seit 1. Januar 2013) Werner SchraederMitglied des Prüfungsausschusses Bauschlosser; Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der HeidelbergCement AG und Vorsitzender des Betriebsrats im Werk Ennigerloh der HeidelbergCement AG Externe Mandate: Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie2) , Heidelberg Frank-Dirk SteiningerFachreferent für Arbeitsrecht beim Bundesvorstand der IG Bauen-Agrar-Umwelt Univ.-Prof. Dr. Marion Weissenberger-EiblSeit 3. Juli 2012 Leiterin des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe und Inhaberin des Lehrstuhls für Innovationsmanagement am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Externe Mandate: Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung (StW)2) , Stuttgart Vorstand*Dr. Bernd ScheifeleVorsitzender Externe Mandate: PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG1) , Mannheim (Vorsitzender) Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH1) , Stuttgart (stellv. Vorsitzender) Konzernmandate: Castle Cement Limited2) , Großbritannien ENCI Holding N.V.2) , Niederlande Hanson Limited2) , Großbritannien Hanson Pioneer Espana, S.L.2) , Spanien HeidelbergCement Holding S.a.r.l.2) , Luxemburg HeidelbergCement India Ltd.2) , Indien HeidelbergCement Netherlands Holding B.V.2) , Niederlande PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.2) , Indonesien RECEM S.A.2) , Luxemburg Dr. Dominik von AchtenExterne Mandate: TITAL Holding GmbH & Co. KG2) , Bestwig Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG ("Medienhaus Lensing")2) , Dortmund Konzernmandate: HeidelbergCement Canada Holding Limited2) , Großbritannien HeidelbergCement UK Holding II Limited2) , Großbritannien Lehigh Hanson, Inc.2) , USA Lehigh Hanson Materials Limited2) , Kanada Daniel GauthierExterne Mandate: Akcansa Cimento Sanayi ve Ticaret A.S.2) , Türkei (stellv. Vorsitzender) Carmeuse Holding SA2) , Belgien Genlis Metal2) , Frankreich Konzernmandate: Castle Cement Limited2) , Großbritannien CBR Asset Management S.A.2) , Luxemburg (Vorsitzender) CBR Asset Management Belgien S.A.2) , Belgien (Vorsitzender) CBR Finance S.A.2) , Luxemburg (Vorsitzender) CBR International Services S.A.2) , Belgien (Vorsitzender) Cementrum I B.V.2) , Niederlande Cementrum II B.V.2) , Niederlande Cimenteries CBR S.A.2) , Belgien (Vorsitzender) Cimenterie de Lukala "CILU" SARL2) , Demokratische Republik Kongo Ciments du Togo SA2) , Togo (Vorsitzender) Civil and Marine Limited2) , Großbritannien ENCI Holding N.V.2) , Niederlande (Vorsitzender)
*
Alle Angaben beziehen sich auf den 31. Dezember
2012. Ghacem Ltd.2) , Ghana (Vorsitzender) Hanson Building Products Limited2) , Großbritannien Hanson Pioneer Espana, S.L.2) , Spanien Hanson Quarry Products Europe Limited2) , Großbritannien HC Green Trading Limited2) , Malta HC Trading International Inc.2) , Bahamas (Vorsitzender) HC Trading B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) HC Trading Malta Ltd.2) , Malta HCT Holding Malta Limited2) , Malta HeidelbergCement Asia Pte Ltd.2) , Singapur HeidelbergCement Holding S.a.r.l.2) , Luxemburg HeidelbergCement Northern Europe AB2) , Schweden (Vorsitzender) HeidelbergCement UK Holding Limited2) , Großbritannien Interlacs SARL2) , Demokratische Republik Kongo International Trading and Finance (ITF) B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) Lehigh B.V.2) , Niederlande (stellv. Vorsitzender) PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.2) , Indonesien RECEM S.A.2) , Luxemburg Scancem International DA2) , Norwegen (Vorsitzender) Scancem International a.s.2) , Norwegen (Vorsitzender) Tadir Readymix Concrete (1965) Ltd.2) , Israel TPCC Tanzania Portland Cement Company Ltd.2) , Tansania Andreas KernExterne Mandate: Basalt-Actien-Gesellschaft1) , Linz am Rhein Kronimus AG1) , Iffezheim (stellv. Vorsitzender) Lithonplus GmbH & Co. KG2) , Lingenfeld (stellv. Vorsitzender) Konzernmandate: Carpatcement Holding S.A.2) , Rumänien Castle Cement Limited2) , Großbritannien CaucasusCement Holding B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) Ceskomoravsky cement, a.s., nastupnicka spolecnost2) , Tschechische Republik (Vorsitzender) Duna-Drava Cement Kft.2) , Ungarn ENCI Holding N.V.2) , Niederlande Górazdze Cement S.A.2) , Polen (Vorsitzender) Hanson Pioneer Espana, S.L.2) , Spanien HeidelbergCement Central Europe East Holding B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) HeidelbergCement Georgia, Ltd.2) , Georgien (stellv. Vorsitzender) HeidelbergCement Netherlands Holding B.V.2) , Niederlande Joint Stock Company - Bukhtarminskaya Cement Company2) , Kasachstan (Vorsitzender) Limited Liability Company Kartuli Cementi2) , Georgien NCD Nederlandse Cement Deelnemingsmaatschappij B.V.2) , Niederlande OAO Cesla2) , Russland Public Joint Stock Company "HeidelbergCement Ukraine"2) , Ukraine RECEM S.A.2) , Luxemburg Tvornica Cementa Kakanj d.d.2) , Bosnien-Herzegowina Dr. Lorenz NägerExterne Mandate: MVV Energie AG1) , Mannheim PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG2) , Mannheim Konzernmandate: Castle Cement Limited2) , Großbritannien Cimenteries CBR S.A.2) , Belgien ENCI Holding N.V.2) , Niederlande Hanson Limited2) , Großbritannien Hanson Pioneer Espana, S.L.2) , Spanien HeidelbergCement Canada Holding Limited2) , Großbritannien HeidelbergCement Holding S.a.r.l.2) , Luxemburg HeidelbergCement India Ltd.2) , Indien HeidelbergCement Netherlands Holding B.V.2) , Niederlande HeidelbergCement UK Holding Limited2) , Großbritannien HeidelbergCement UK Holding II Limited2) , Großbritannien Lehigh B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) Lehigh Hanson, Inc.2) , USA Lehigh Hanson Materials Limited2) , Kanada Lehigh UK Limited2) , Großbritannien Palatina Insurance Ltd.2) , Malta PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.2) , Indonesien RECEM S.A.2) , Luxemburg Dr. Albert ScheuerExterne Mandate: China Century Cement Ltd.2) , Bermuda Easy Point Industrial Ltd.2) , Hongkong Guangzhou Heidelberg Yuexiu Enterprise Management Consulting Company Ltd.2) , China Jidong Heidelberg (Fufeng) Cement Company Limited2) , China Jidong Heidelberg (Jingyang) Cement Company Limited2) , China Squareal Cement Ltd2) , Hongkong Konzernmandate: COCHIN Cements Ltd.2) , Indien Hanson Building Materials (S) Pte Ltd2) , Singapur Hanson Investment Holdings Pte Ltd2) , Singapur Hanson Pacific (S) Pte Ltd2) , Singapur HeidelbergCement Asia Pte Ltd2) , Singapur (Vorsitzender) HeidelbergCement Bangladesh Limited2) , Bangladesh HeidelbergCement Holding HK Limited2) , China HeidelbergCement India Ltd.2) , Indien PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.2) , Indonesien (Vorsitzender) Aufstellung des Anteilsbesitzes des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AG zum 31. Dezember 2012 (§ 313 Abs. 2 bzw. § 285 Nr. 11 HGB)Vollkonsolidierte UnternehmenWest- und Nordeuropascroll
Vollkonsolidierte UnternehmenOsteuropa-Zentralasienscroll
Vollkonsolidierte UnternehmenNordamerikascroll
Vollkonsolidierte UnternehmenAsien-Pazifikscroll
Vollkonsolidierte UnternehmenAfrika-Mittelmeerraumscroll
Quotal einbezogene UnternehmenWest- und Nordeuropascroll
Quotal einbezogene UnternehmenOsteuropa-Zentralasienscroll
Quotal einbezogene UnternehmenNordamerikascroll
Quotal einbezogene UnternehmenAsien-Pazifikscroll
Quotal einbezogene UnternehmenAfrika-Mittelmeerraumscroll
Assoziierte UnternehmenWest- und Nordeuropascroll
Assoziierte UnternehmenOsteuropa-Zentralasienscroll
Assoziierte UnternehmenNordamerikascroll
Assoziierte UnternehmenAsien-Pazifikscroll
Assoziierte UnternehmenAfrika-Mittelmeerraumscroll
Folgende Tochterunternehmen werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung zu Anschaffungskosten (Available for sale at cost) in den Konzernabschluss einbezogen. Tochterunternehmen von untergeordneter BedeutungWest- und Nordeuropascroll
Tochterunternehmen von untergeordneter BedeutungOsteuropa-Zentralasienscroll
Tochterunternehmen von untergeordneter BedeutungNordamerikascroll
Tochterunternehmen von untergeordneter BedeutungAsien-Pazifikscroll
Folgende assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung zu Anschaffungskosten (Available for sale at cost) in den Konzernabschluss einbezogen. Assoziierte oder Gemeinschaftsunternehmen von untergeordneter BedeutungWest- und Nordeuropascroll
Assoziierte oder Gemeinschaftsunternehmen von untergeordneter BedeutungOsteuropa-Zentralasienscroll
Assoziierte oder Gemeinschaftsunternehmen von untergeordneter BedeutungNordamerikascroll
Assoziierte oder Gemeinschaftsunternehmen von untergeordneter BedeutungAsien-Pazifikscroll
Assoziierte oder Gemeinschaftsunternehmen von untergeordneter BedeutungAfrika-Mittelmeerraumscroll
*
Befreiungsvorschriften des § 264b HGB in Anspruch
genommen Vorschlag für die Verwendung des BilanzgewinnsVorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, aus dem im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 94.182.287,55 € einen Betrag von 88.125.000,00 € zur Zahlung einer Dividende von 0,47 € je Aktie auf 187.500.000 für das Geschäftsjahr 2012 dividendenberechtigte Stückaktien zu verwenden. Der verbleibende Betrag von 6.057.287,55 € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Heidelberg, den 13. März 2013 HeidelbergCement AG Der Vorstand Bericht des Abschlussprüfers"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den zusammengefassten Lagebericht des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AG, Heidelberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Stuttgart, 13. März 2013 Ernst & Young GmbH Prof. Dr. Wollmert, Wirtschaftsprüfer Viering, Wirtschaftsprüfer Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss der HeidelbergCement AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Heidelberg, 13. März 2013 HeidelbergCement AG Der Vorstand Dr. Bernd Scheifele Dr. Dominik von Achten Daniel Gauthier Andreas Kern Dr. Lorenz Näger Dr. Albert Scheuer Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,das Geschäftsjahr 2012 war ebenso wie das Vorjahr für die Baustoffindustrie von den Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt, die die einzelnen Regionen, in denen unser Unternehmen tätig ist, jedoch unterschiedlich betroffen haben. Während sich die asiatischen und afrikanischen Baustoffmärkte weiterhin erfreulich entwickelten und die Erholung der Märkte in Nordamerika immer deutlicher spürbar wird, blieben die europäischen Baustoffmärkte mit Ausnahme von Deutschland und Nordeuropa hinter den Erwartungen zurück und verzeichneten zum Teil erhebliche Wachstumsrückgänge. Da gegenwärtig verlässliche mittel- und langfristige Vorhersagen schwierig zu treffen und mit erheblichen Unsicherheiten belastet sind, stehen solides Wirtschaften, Kostenbewusstsein und disziplinierte Investitionsausgaben weiterhin im Fokus der operativen Planung und Ausrichtung des Unternehmens. HeidelbergCement hat sich in diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld im Jahr 2012 insgesamt sehr gut behauptet und ist gut gerüstet für die Rückkehr des Aufschwungs, aber auch für mögliche neue Verwerfungen an den Baustoffmärkten. Mit einem Gesamtumsatz von 14 Mrd € konnte das Unternehmen wieder an die Umsatzzahlen der Vorkrisenzeit anknüpfen. Das operative Ergebnis konnte zwar das dritte Jahr in Folge gesteigert werden, die entsprechende Marge liegt jedoch leicht unter dem Vorjahr, da steigende Energie-, Fracht- und Personalkosten nicht vollständig durch Preissteigerungen aufgefangen werden konnten. Im Vordergrund der Planung für 2013 stehen daher das Sicherstellen auskömmlicher Preise für die Qualitätsprodukte des Unternehmens und das Wiederherstellen beziehungsweise Erhöhen der operativen Margen. Preisinitiativen und Kostendisziplin sind weiterhin die Basis für die vom Aufsichtsrat mitgetragene und unterstützte duale Strategie des Vorstands: Die erwirtschafteten freien Finanzmittel wurden und werden einerseits konsequent zur Rückführung der Verbindlichkeiten verwendet, wodurch diese mit 7 Mrd € Ende 2012 ihren 5-Jahres-Tiefstand erreichten. Andererseits sichern die freien Finanzmittel dem Unternehmen auch die notwendige Liquidität für Investitionen in Wachstumsregionen. 2012 waren dies maßgeblich die vom Aufsichtsrat genehmigten Kapazitätserweiterungen in Russland, Ghana, Bangladesh und Indien, mit denen zusätzliche 6,7 Mio t Zementkapazität in die Wachstumsmärkte in Asien und Afrika gebracht werden. Hierdurch wird die geografisch vorteilhafte Aufstellung von HeidelbergCement mit eindrucksvollen Marktpositionen außerhalb der aktuellen Krisenzonen der Welt gefestigt. Zusammen mit lokaler Führungsexzellenz ist dies ein Garant dafür, dass HeidelbergCement im Vergleich mit anderen global tätigen Baustoffunternehmen seit Jahren überdurchschnittlich gut abschneidet. Der Aufsichtsrat hat die strategischen Ziele des Vorstands und die Umsetzung des strategischen Plans auch 2012 eng beratend unterstützt und aufmerksam begleitet: der Stand der größeren laufenden Investitionsprojekte einschließlich Zeit- und Budgetplanung waren im Berichtsjahr Gegenstand jeder Aufsichtsratssitzung. Alle entsprechenden Investitionen wurden hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die laufende und künftige Markt-, Ertrags- und Finanzsituation des Unternehmens erörtert und geprüft. Der stetige Rückgang der Nettoverschuldung ermöglichte die vorzeitige Verlängerung des syndizierten Kreditvertrags, der dem Unternehmen eine Liquiditätsreserve von 3 Mrd € zu marktgerechten Konditionen sichert und die Ausfallversicherungsprämie für Kredite des Unternehmens auf das niedrigste Niveau seit 2009 senkte. Die Verlängerung dieses Kreditvertrags wurde vom Aufsichtsrat in seiner Februarsitzung 2012 beraten und gebilligt. Im zeitlichen Zusammenhang damit und im Verbund mit den seinerzeit niedrigen Kapitalmarktzinssätzen wurde im März 2012 eine Schuldverschreibung in Höhe von 300 Mio € unter dem bestehenden, vom Aufsichtsrat genehmigten Euro Medium Term Note (EMTN) Programm zu günstigen Zinsen von 4% p.a. erfolgreich platziert. Aufgrund des geglätteten Fälligkeitsprofils der Verbindlichkeiten und des stabilen freien Cashflows bestand 2012 kein weiterer nennenswerter Finanzierungsbedarf. Der dynamische Verschuldungsgrad, der die Nettoverschuldung mit dem operativen Ergebnis vor Abschreibungen ins Verhältnis setzt, konnte per 31. Dezember 2012 auf 2,8 gesenkt werden. Das Unternehmen ist damit auf einem sehr guten Weg, das von Vorstand und Aufsichtsrat gesteckte Ziel einer Wiedererlangung des Investment Grade Ratings zu erreichen. Die weitere Senkung der Nettoverbindlichkeiten im Jahr 2013 wird diesen Weg konsequent fortsetzen. Ein im Grundsatz unveränderter Aktionärskreis, ein stabiler Aktienkurs mit Potenzial nach oben ebenso wie tendenziell rückläufige Zinsen für die Refinanzierung von Verbindlichkeiten zeigen das Vertrauen des Kapitalmarkts in die fortgesetzte Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Dies ist Beleg und Vertrauensvorschuss zugleich für das Zukunftspotenzial von HeidelbergCement unter den führenden Baustoffherstellern der Welt. Beratung und ÜberwachungDer Aufsichtsrat hat die vorgenannten Maßnahmen eng begleitet und in den ordentlichen Sitzungen des Plenums und seiner Ausschüsse sowie in Kontakten außerhalb von Sitzungen mit dem Vorstand erörtert. Er hat sich darüber hinaus regelmäßig und ausführlich sowohl schriftlich als auch mündlich über die beabsichtigte Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, den Gang der Geschäfte sowie die Rentabilität der Gesellschaft berichten lassen. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden ihm vom Vorstand im Einzelnen erläutert. Der Vorstand stimmte insbesondere die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die zustimmungspflichtigen Investitionsprojekte und Finanzierungsangelegenheiten wurden vor Beschlussfassung vom Vorstand erläutert und mit diesem diskutiert. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass der Vorstand ein funktionierendes Risikomanagementsystem installiert hat, das geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Dies hat er sich auch vom Abschlussprüfer bestätigen lassen. Er hat sich ferner von der Wirksamkeit des Compliance-Programms überzeugt, das die konzernweite Beachtung von Gesetz, Recht und internen Richtlinien sicherstellt. In den entsprechenden Sitzungen standen dem Prüfungsausschuss neben den Mitgliedern des Vorstands die jeweiligen Fachverantwortlichen des Unternehmens unterhalb der Vorstandsebene für Auskünfte und Fragen zur Verfügung. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erörterten prüfungsrelevante Themen außerhalb der Sitzungen und ohne Beteiligung des Vorstands mit dem Abschlussprüfer. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand zudem in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden auch außerhalb von Sitzungen. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und dem Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen hat. Themen der Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner AusschüsseDas Aufsichtsratsplenum tagte im Berichtsjahr fünfmal, der Prüfungsausschuss trat ebenso wie der Personalausschuss jeweils zweimal zu einer Sitzung zusammen. Sitzungen des Vermittlungsausschusses nach § 27 Abs. 3 MitbestG waren nicht erforderlich. Darüber hinaus hat im Berichtsjahr der Aufsichtsrat einen Beschluss im Umlaufverfahren gefasst, während der Prüfungsausschuss dreimal Telefonsitzungen zur Erörterung der jeweiligen Quartalsberichterstattung im Vorfeld ihrer Veröffentlichung abgehalten hat. Der Nominierungsausschuss trat einmal zu einer Sitzung zusammen und fasste einen weiteren Beschluss im Umlaufverfahren. Über das Ergebnis der Ausschusssitzungen wurde in der jeweils nachfolgenden Plenumssitzung berichtet. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sowie seiner Ausschüsse werden im Kapitel Corporate Governance auf Seite 139 f. aufgeführt. Die ordentlichen Plenumssitzungen vom Februar, März, Mai, September und November hatten unter anderem die Feststellung des Jahres- und Konzernjahresabschlusses 2011, die Verabschiedung der operativen Planung 2012 und die Vorbereitung der Hauptversammlung 2012, ferner Berichterstattungen über den Geschäftsverlauf und über den Abbau und Stand der Finanzverbindlichkeiten sowie Beschlussfassungen zu aktuellen Corporate Governance-Themen einschließlich der Entscheidungen über die variablen Teile der Vorstandsvergütung zum Gegenstand. Der Aufsichtsrat stimmte zudem der vorzeitigen Verlängerung des syndizierten Kreditvertrags in Höhe von 3 Mrd € bis zum 31. Dezember 2015 zu und wurde mit der bereits erwähnten im März 2012 platzierten 300 Mio Euroanleihe unter dem EMTN-Programm befasst. In seiner Septembersitzung hat sich der Aufsichtsrat mit den Investitionsprojekten in Togo und Burkina Faso ergänzend befasst und dem Investitionsprojekt Indonesien zugestimmt. Des Weiteren ließ er sich regelmäßig im Berichtsjahr über die Fortschritte der laufenden Programme zur Verbesserung der operativen Margen unterrichten: Dies betrifft die Preisinitiativen "PERFORM" (Geschäftsbereich Zement) und "Climb Commercial" (Geschäftsbereich Zuschlagstoffe), das Effizienzsteigerungsprogrammm "FOX 2013" mit den Projekten "CLIMB" im Zuschlagstoffbereich und "OPEX" im Zementbereich sowie das neue Programm "LEO" zur Optimierung der Abläufe und Reduktion der Aufwendungen im Bereich Logistik. In seiner Sitzung im November ließ sich der Aufsichtsrat erneut vom Vorstand über das Auswahl- und Vergabeverfahren für Großinvestitionsvorhaben unterrichten. Er ist nach eingehender Prüfung davon überzeugt, dass die zugrunde gelegten Kriterien ihm eine transparente, objektive und nachvollziehbare Überprüfung von zustimmungspflichtigen Großinvestitionen ermöglichen. Das Verfahren ist unter den bestehenden finanziellen Rahmenbedingungen geeignet, im Wettbewerb verschiedener potenzieller Vorhaben das für die strategische Ausrichtung des Unternehmens jeweils vorteilhafteste zu fördern. Ende Juni fasste das Plenum im Umlaufverfahren einen Beschluss, mit dem sich der Aufsichtsrat in Umsetzung einer Vorgabe des Deutschen Corporate Governance Kodex konkrete Ziele für seine zukünftige Zusammensetzung setzte einschließlich einer auf das Unternehmen zugeschnittenen Vorgabe für die Zahl der Frauen, die dem Aufsichtsrat künftig angehören sollen. Der Prüfungsausschuss befasste sich in seinen Sitzungen mit dem Jahres- und Konzernjahresabschluss 2011 und den Prüfungsschwerpunkten, den Status-quo-Berichten aus den Bereichen Innenrevision, Risikomanagement, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Compliance, dem Halbjahresbericht sowie den Quartalsberichten im Geschäftsjahr 2012, der Vorbereitung des Vorschlags des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung 2012 für die Bestellung des Abschluss- und Konzernabschlussprüfers und, nachdem die Hauptversammlung diesem Bestellungsvorschlag gefolgt ist, mit der Vergabe des Auftrags an die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young zur Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2012. Er legte in diesem Zusammenhang die Schwerpunkte der Abschlussprüfung fest. Der Prüfungsausschuss wurde schließlich mit der bereits erwähnten im März 2012 platzierten 300 Mio Euroanleihe unter dem EMTN-Programm befasst. Gegenstand der Sitzungen des Personalausschusses waren unter anderem die Vorberatung und Beschlussempfehlung an den Aufsichtsrat zur Festsetzung der variablen Vorstandsvergütungen 2011 sowie die Festsetzung der Parameter für die variablen Vorstandsvergütungen 2012 bzw. 2012 bis 2014/15. Gegenstand der Sitzung und Beschlussfassung im Nominierungsausschuss war die Nachfolgeregelung für ein im Berichtsjahr ausgeschiedenes Aufsichtsratsmitglied. Die Präsenz in den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse war wie in der Vergangenheit mit über 95 % erneut erfreulich hoch. Interessenkonflikte eines Aufsichtsrats bei der Behandlung von Themen im Aufsichtsrat sind nicht aufgetreten. Es bestanden auch keine Berater- oder sonstigen Dienst- oder Werkverträge zwischen einem Mitglied des Aufsichtsrats und dem Unternehmen. Corporate GovernanceDie Entsprechenserklärung im Berichtsjahr wurde vom Vorstand am 7. Februar 2012 und vom Aufsichtsrat am 9. Februar 2012 abgegeben und am 28. Juni 2012 aktualisiert. Die Entsprechenserklärung für das laufende Jahr wurde am 5. Februar 2013 durch den Vorstand und am 7. Februar 2013 durch den Aufsichtsrat abgegeben. Ihr vollständiger Wortlaut ist im Abschnitt Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG im Kapitel Corporate Governance auf Seite 124 wiedergegeben. Die Entsprechenserklärungen werden für die Aktionäre auf der Website des Unternehmens dauerhaft zugänglich gemacht. Bereits im März 2010 hat der Aufsichtsrat festgestellt, dass ihm eine nach seiner Einschätzung ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder angehört und dass mindestens ein unabhängiges Mitglied im Aufsichtsrat und im Prüfungsausschuss über den erforderlichen Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt. Eine erneute Prüfung und Selbsteinschätzung hat der Aufsichtsrat anhand des im Berichtsjahr geänderten Corporate Governance Kodex in seiner Sitzung im September 2012 vorgenommen. Ferner hat der Aufsichtsrat - dem Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 15. Mai 2012 folgend - am 28. Juni 2012 seine Richtlinien für die Umsetzung der Diversity-Grundsätze im Aufsichtsrat aktualisiert. Er folgt hinsichtlich der künftigen eigenen Besetzung und der des Vorstands nunmehr uneingeschränkt den Vorgaben des Corporate Governance Kodex und hat dieses Bekenntnis unverzüglich durch eine entsprechende unterjährige Aktualisierung seiner Entsprechenserklärung veröffentlicht. Bei seiner eigenen Besetzung setzt er die im Kodex niedergelegten Diversity-Ziele durch folgende konkrete Ziele um: Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats spiegelt die nationale und internationale Ausrichtung von HeidelbergCement als einem führenden Baustoffhersteller angemessen wider. Dem Aufsichtsrat gehören mindestens drei von den Anteilseignern gewählte Mitglieder an, die unabhängige Mitglieder im Sinn von Ziffer 5.4.2 des Kodex sind. Dem nach dem Ende der Hauptversammlung 2014 neu konstituierten Aufsichtsrat sollen mindestens zwei Frauen angehören. Die Regelaltersgrenze beträgt für Aufsichtsräte 75 Jahre. Mit den vorgenannten Zielen strebt der Aufsichtsrat an, dem Unternehmen einen vielfältig ausgerichteten Sachverstand zur Verfügung zu stellen und einen möglichst breit angelegten Kandidatenpool für die Auswahl künftiger Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung zu haben. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass seine gegenwärtige Zusammensetzung mit Ausnahme der für das Jahr 2014 angestrebten Besetzung mit zwei Frauen - gegenwärtig gehört dem Aufsichtsrat eine Frau an - bereits seinen Zielsetzungen entspricht. Der Aufsichtsrat begrüßt und fördert zudem das Ziel des Vorstands, beim Anteil von Frauen in Führungspositionen bis 2020 mit dem Anteil von im Unternehmen beschäftigten Frauen gleichzuziehen. Damit wird der Anteil von Frauen in Führungspositionen in Deutschland von derzeit 7 % auf 15 % mehr als verdoppelt. Hinsichtlich der Vergütungsstruktur für die Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2012 wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf die Ausführungen zur Vorstandsvergütung im Kapitel Corporate Governance auf Seite 129 f. verwiesen. Dort ist auch das geltende Vorstandsvergütungssystem beschrieben, das am 1. Januar 2011 in Kraft trat und von der Hauptversammlung am 5. Mai 2011 unter dem Tagesordnungspunkt "Say on Pay" gemäß § 120 AktG mit großer Mehrheit gebilligt wurde. Da das System der Vorstandsvergütung seither unverändert geblieben ist, wird es in der Hauptversammlung am 8. Mai 2013 nicht noch einmal zur Beschlussfassung gestellt. Der Aufsichtsrat führte zuletzt 2011 eine Effizienzprüfung seiner Tätigkeit durch, über deren Ergebnisse im Vorjahr an gleicher Stelle berichtet wurde. Im Berichtsjahr 2012 fanden den Anregungen des Kodex folgend zwei interne Schulungsveranstaltungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats statt. Dabei wurden die Themen Systematik von Unternehmensstrategien und Auswirkungen künftiger IFRS-Änderungen mit externen Experten intensiv erörtert. Der Aufsichtsrat bekräftigt damit erneut sein Bekenntnis zu guter Corporate Governance im Unternehmen. Schließlich waren die von der Regierungskommission zunächst zur öffentlichen Diskussion gestellten und dann im Mai 2012 beschlossenen Änderungen des Corporate Governance Kodex Gegenstand von Sitzungen des Aufsichtsrats. Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses und des KonzernjahresabschlussesVor Vergabe des Auftrags zur Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und des Konzerns wurden mit dem Abschlussprüfer, der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, Prüfungsschwerpunkte, Prüfungsinhalte und Prüfungskosten diskutiert. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Februar 2013 über die vorläufigen und noch nicht testierten Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2012 und über den Stand der Abschlussarbeiten informiert. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der HeidelbergCement AG und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 sowie der zusammengefasste Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns wurden vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Abschlussunterlagen und Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern zugesandt. Zunächst hat sich der Prüfungsausschuss in Gegenwart der Abschlussprüfer intensiv mit dem Abschluss befasst. Der Abschlussprüfer hat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Sodann hat der Aufsichtsrat den Abschluss, wiederum in Anwesenheit der Abschlussprüfer, ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat nahm die Prüfungsergebnisse zustimmend zur Kenntnis. Er prüfte den Jahres- und Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns. Das Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und das Ergebnis seiner eigenen Prüfung entsprechen vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind auch vom Aufsichtsrat keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat daher den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns, einschließlich der Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,47 € je Aktie, angeschlossen. Personalia und DankDurch Bestellungsbeschluss des Amtsgerichts Mannheim vom 22. Juni 2012 gehört dem Aufsichtsrat mit Frau Prof. Dr. Marion Weissenberger-Eibl wieder eine Frau an. Die Bestellung wurde erforderlich, weil Herr Dr. Herbert Lütkestratkötter, ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, sein Mandat im März 2012 aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte. Der Aufsichtsrat hat dies mit Bedauern zur Kenntnis genommen und dankt Herrn Dr. Lütkestratkötter für seine engagierte und fachkundige Mitarbeit im Aufsichtsrat. Dieser ist zuversichtlich, nach Abschluss eines intensiven Kandidatenauswahlverfahrens in Frau Prof. Dr. Weissenberger-Eibl ein ebenso fachlich qualifiziertes wie persönlich geeignetes Mitglied gefunden zu haben und wünscht Frau Prof. Dr. Weissenberger-Eibl, die in der Hauptversammlung am 8. Mai 2013 zur Wahl gestellt wird, bei der Wahrnehmung ihres Mandats viel Erfolg. Der Aufsichtsrat dankt schließlich der Unternehmensleitung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihren erneut hohen persönlichen Einsatz im Jahr 2012. Sie haben unter den immer noch schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Baustoffbranche ganz Hervorragendes zur Sicherung einer weiterhin erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens geleistet.
Heidelberg, 13. März 2013 Für den Aufsichtsrat Mit freundlichen Grüßen Fritz-Jürgen Heckmann, Vorsitzender
GewinnverwendungsbeschlussDie ordentliche Hauptversammlung der HeidelbergCement AG vom 8. Mai 2013 hat beschlossen, den im festgestellten Jahresabschluss der HeidelbergCement AG zum 31. Dezember 2012 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 94.182.287,55 € wie folgt zu verwenden: Zahlung einer Dividende von 0,47 € je dividendenberechtigter Stückaktie; auf 187.500.000 für das Geschäftsjahr 2012 dividendenberechtigte Stückaktien entfällt somit eine Dividendensumme von 88.125.000 €. Der danach verbleibende Bilanzgewinn von 6.057.287,55 € wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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