![]() HeidelbergCement AGHeidelbergKonzernabschluss und Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013HeidelbergCementKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01. 2013 bis zum 31.12. 2013Zusammengefasster Lageberichtdes HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AGEs ist möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Geschäftsbericht aufgrund von Rundungen nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren. Grundlagen des KonzernsGeschäftsmodellHeidelbergCement gehört zu den weltweit größten Baustoffunternehmen und ist auf fünf Kontinenten tätig. Unsere Produkte werden für den Bau von Häusern, Verkehrswegen, Gewerbe- und Industrieanlagen verwendet und bedienen damit die Nachfrage einer wachsenden Weltbevölkerung nach Wohnraum, Mobilität und wirtschaftlicher Entwicklung. ProdukteUnsere Kernaktivitäten umfassen die Herstellung und den Vertrieb von Zement und Zuschlagstoffen, die beiden wesentlichen Rohstoffe für die Herstellung von Beton. Unsere Produktpalette wird durch nachgelagerte Aktivitäten wie Transportbeton, Betonprodukte und Betonelemente ergänzt; in einigen Ländern werden auch Asphalt und Bauprodukte, wie Mauer- und Dachziegel, Kalk oder Kalksandstein, hergestellt. Darüber hinaus bietet HeidelbergCement Dienstleistungen an, wie den weltweiten Handel mit Zement und Kohle über den Seeweg. Bei unseren Kernprodukten Zement und Zuschlagstoffe (Sand, Kies und Schotter) handelt es sich in der Regel um homogene Massengüter. Deren Produkteigenschaften sind genormt, um die erforderliche Stabilität, Zuverlässigkeit und Verarbeitbarkeit in der Anwendung zu sichern. Zemente werden nach Früh- und Endfestigkeit und ihrer Zusammensetzung unterschieden. Neben Zementen, die zu 100 % aus Klinker bestehen, gibt es sogenannte Kompositzemente, bei denen ein Teil des Klinkers durch alternative Rohstoffe, wie zum Beispiel Flugasche, gemahlene Schlacke oder Kalkstein, ersetzt wird. Da die Produktion von Klinker energieintensiv ist und große Mengen CO2 freisetzt, kann man durch die Verwendung alternativer Rohstoffe die natürlichen Ressourcen schonen und CO2 -Emissionen senken. Zement wird als Bindemittel hauptsächlich in der Produktion von Beton eingesetzt. Zuschlagstoffe werden nach Korngröße und Beschaffenheit unterschieden. Sie werden als Hauptbestandteil in der Produktion von Beton und Asphalt und als Tragschichten beim Bau von Infrastruktur, z.B. im Straßenbau, verwendet. Beton ist eine Mischung aus Zuschlagstoffen (ca. 80 %), Zement (ca. 12 %) und Wasser. Beton ist nach Wasser der am meisten verwendete Stoff auf unserem Planeten. Häufig wird Beton mit Fahrmischern auf die Baustelle gebracht und vor Ort in Verschalungen gegossen. Darüber hinaus wird Beton auch zur Produktion von Betonfertigteilen, wie z.B. Treppen, Deckenelementen oder Tragwerksteilen, verwendet. Asphalt ist eine Mischung aus Zuschlagstoffen (ca. 95 %) und Bitumen und wird in der Regel als Deckschicht im Straßenbau eingesetzt. 2013 hat HeidelbergCement 91,3 (i.V.: 89,0) Mio t Zement, 241,5 (i.V.: 243,0) Mio t Zuschlagstoffe, 40,3 (i.V.: 39,1) Mio cbm Transportbeton und 8,6 (i.V.: 8,6) Mio t Asphalt verkauft. Standorte und AbsatzmärkteAufgrund des hohen Gewichts von Zement und Zuschlagstoffen im Vergleich zum Preis erfolgt die Produktion in der Regel in der Nähe der Absatzmärkte. Der Transportradius von Zement auf der Straße liegt normalerweise bei unter 200 km. Bei Zuschlagstoffen und Transportbeton liegt der Lieferradius auf Straßen bei unter 100 km. Als Konsequenz verfügen wir in den mehr als 40 Ländern, in denen wir Baustoffe anbieten, auch über entsprechende Produktionsstätten vor Ort. Weltweit betreiben wir über 100 Zementwerke, mehr als 600 Steinbrüche und Kiesgruben sowie weit mehr als 1.000 Produktionsstätten für Transportbeton. Insgesamt sind unsere 52.560 Mitarbeiter an rund 2.500 Standorten in mehr als 40 Ländern tätig. OrganisationsstrukturHeidelbergCement ist in fünf geografische Konzerngebiete untergliedert: West- und Nordeuropa, Osteuropa-Zentralasien, Nordamerika, Asien-Pazifik und Afrika-Mittelmeerraum (siehe Zuordnung der Länder im Organigramm unten). Innerhalb dieser Konzerngebiete haben wir unsere Aktivitäten in vier Geschäftsbereiche untergliedert: Zement, Zuschlagstoffe, Bauprodukte und Beton-Service-Sonstiges. Allerdings sind die Bauprodukte in Asien-Pazifik nur unterdurchschnittlich und in Osteuropa-Zentralasien sowie Afrika-Mittelmeerraum gar nicht vertreten. Im sechsten Konzerngebiet Konzernservice haben wir unseren weltumspannenden Handel, insbesondere mit Zement, Klinker und Brennstoffen, zusammengefasst. Organisationsstruktur der Konzerngebiete und Geschäftsbereiche![]() 1) Deutschland wird als reifer Markt unter West- und Nordeuropa berichtet, aber aus unternehmerischen Gründen von dem gleichen Vorstandsmitglied verantwortet, das auch für Osteuropa-Zentralasien verantwortlich ist. GeschäftsprozesseHeidelbergCement arbeitet als vollintegriertes Baustoffunternehmen. Zu den wesentlichen Geschäftsprozessen gehören der Abbau von Rohstoffen, die Produktion von Baustoffen sowie deren Vermarktung und Lieferung an die Kunden. Das operative Geschäft wird unterstützt durch zentrale Kompetenzzentren im Bereich Technik sowie durch Shared Service Center in einzelnen Ländern und Regionen. Zu den operativen Geschäftsprozessen zählen die geologische Erkundung von Rohstoff-Lagerstätten, der Kauf oder die Pacht des Grundstücks auf dem die Lagerstätten liegen, das Einholen von Abbaugenehmigungen und Umweltverträglichkeitszertifikaten, der Aufbau der Fertigungsanlagen in Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern sowie die eigentliche Produktion der Baustoffe inklusive Abbau der Rohstoffe und Wartung der Anlagen. Externe EinflussfaktorenDie bedeutendsten externen Einflussfaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung des HeidelbergCement Konzerns sind der Witterungsverlauf, das Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum sowie die Entwicklung des Regulierungsumfelds und des Wettbewerbs in den Märkten, in denen wir tätig sind. Strategie und ZieleDas Ziel von HeidelbergCement ist die langfristige Steigerung des Unternehmenswerts durch ein nachhaltiges, am Ergebnis orientiertes Wachstum. Wir wollen unseren Kunden auch in Zukunft überzeugende Qualität und innovative Produkte zu marktgerechten Preisen liefern, unseren Anteilseignern Perspektiven eröffnen und allen Beschäftigten sichere und attraktive Arbeitsplätze bieten. Mit unseren Maßnahmen für Klimaschutz und Artenvielfalt sowie der Übernahme von sozialer Verantwortung an allen Standorten weltweit integrieren wir wirtschaftliche, ökologische und soziale Ziele in unsere Geschäftsstrategie. Duale WachstumsstrategieZement und Zuschlagstoffe bilden die Basis unserer dualen Rohstoff- und Wachstumsstrategie. Bei Zement liegt der Schwerpunkt auf Wachstumsmärkten. Mit zunehmender Industrialisierung treiben wir die Rohstoffsicherung und Diversifikation in Zuschlagstoffe voran und konzentrieren uns in reifen Märkten auf den Ausbau der vertikalen Integration durch Investitionen in Transportbeton. Der Fokus liegt dabei auf Mikromärkten, die sich durch höhere Wachstumsraten auszeichnen als die umliegenden Regionen. Das Wachstum kann dabei organisch, durch Partnerschaften oder Akquisitionen erfolgen. Im Geschäftsjahr 2013 lag unser Investitionsschwerpunkt unverändert auf Zement in Wachstumsmärkten. Unser Ziel ist es, den Anteil der Zementkapazitäten dort mittelfristig auf mehr als 67 % zu erhöhen. Dabei liegt unsere Priorität aus Gründen der Kapitaleffizienz auf der Erweiterung bestehender Anlagen vor dem Bau oder Kauf neuer Kapazitäten. Im Jahr 2013 haben wir unsere Zementkapazitäten an bestehenden Standorten in Indien und Afrika erhöht und die Transportbetonkapazitäten in Indonesien weiter ausgebaut. Zum Jahresende lag der Anteil unserer Zementkapazität in Wachstumsmärkten bei rund 63 %. KostenführerschaftIn einem Markt mit weitgehend standardisierten Produkten stellt die Kostenführerschaft einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar. Neben der konsequenten Verfolgung von Kostensenkungsprogrammen liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der kontinuierlichen Verbesserung der operativen Leistung der einzelnen Produktionsstätten. Wir betreiben einen intensiven Leistungsvergleich innerhalb des Konzerns und mit Wettbewerbern, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Darüber hinaus streben wir auch bei den Investitionen nach möglichst niedrigen Kosten durch die Kombination der Ingenieurskompetenz von HeidelbergCement mit weltweit kostengünstigen Lieferquellen für Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen. Leistungskultur und lokale VerantwortungEin exzellentes Managementteam und engagierte, qualifizierte Mitarbeiter sind die Grundlage erfolgreichen Wirtschaftens. Als leistungs- und ergebnisorientiertes Unternehmen legen wir unverändert großen Wert auf die Kompetenz unserer Mitarbeiter und Führungskräfte. Ganzheitliche Effizienz und ausgeprägte Kundenorientierung stehen dabei im Fokus. HeidelbergCement setzt auf einen integrierten Managementansatz. Dessen Erfolg beruht auf einer ausgewogenen Balance zwischen lokaler Geschäftsverantwortung, konzernweiten Standards und globaler Führung. Unsere operativen Einheiten vor Ort sind entscheidend für den Geschäftserfolg. Das lokale Management hat die volle Verantwortung für die Produktion, Marktbearbeitung und Führungskräfteentwicklung mit dem Ziel der Markt- und Kostenführerschaft. Es wird unterstützt von Shared Service Center, in denen landesweit die Verwaltungsfunktionen für alle Geschäftsbereiche auf der Basis einer standardisierten IT-Infrastruktur zusammengefasst sind. Um Transparenz, Effizienz und schnelle Umsetzung im Konzern zu gewährleisten, standardisiert HeidelbergCement alle wesentlichen Managementprozesse. Konzernweit einheitliche Leistungskennzahlen ermöglichen einen direkten Vergleich und sind die Voraussetzung für permanenten Leistungsvergleich. NachhaltigkeitNachhaltiges Wirtschaften ist die Basis für unseren langfristigen Erfolg. Das beinhaltet die Sicherung von Rohstoffreserven mit ausreichenden Reichweiten und die Einführung innovativer Produktionsverfahren. Zusammen mit der Verwendung alternativer Roh- und Brennstoffe sowie der Entwicklung neuartiger Produkte führt dies zur Reduktion von Emissionen und einem schonenden Umgang mit unserer Rohstoffbasis. HeidelbergCement fördert zudem die Artenvielfalt in seinen Rohstoffförderstätten durch den gezielten Einsatz von Biodiversitäts-Managementplänen, die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit internationalen und nationalen Naturschutzverbänden und die Durchführung des internationalen Wettbewerbs "Quarry Life Award". FinanzierungsstrategieInformationen zu unserem Finanzmanagement, dessen Zielen und Maßnahmen finden Sie im Abschnitt Konzern-Finanzmanagement auf Seite 74 f. Unternehmensinternes Steuerungssystem und KennzahlenBestandteile und Funktionsweise des SteuerungssystemsDas unternehmensinterne Steuerungssystem von HeidelbergCement besteht im Wesentlichen aus der operativen Jahresplanung, der unterjährigen Kontrolle und Steuerung, den vierteljährlichen Management Meetings, dem zentral koordinierten Investitionsprozess sowie regelmäßigen Vorstandssitzungen und Berichterstattungen an den Aufsichtsrat. Die jährliche Planung vollzieht sich im Gegenstromverfahren. Der Vorstand erstellt zunächst auf Grundlage makroökonomischer Analysen, seiner Markteinschätzung und Kostenziele ein Top-Down-Budget und leitet daraus konkrete Vorgaben für die einzelnen operativen Einheiten ab. Die Zielvorgaben des Vorstands fließen in die detaillierte Planung der Unternehmenseinheiten und in die Zielvereinbarungen des lokalen Managements ein. Die von den Unternehmenseinheiten erstellten operativen Teilpläne werden schließlich zentral zum Gesamtplan konsolidiert. Die unterjährige Kontrolle und Steuerung des Unternehmens wird anhand eines umfassenden Systems standardisierter Berichte zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durchgeführt. Die dazu verwendeten Kennzahlen werden konzernweit einheitlich ermittelt und präsentiert. Finanzstatus und ausgewählte Absatz- und Produktionsübersichten werden wöchentlich erstellt. Auf monatlicher Basis erfolgen Berichte zur Ertragslage und Entwicklung des Betriebskapitals (Working Capital) sowie ein detaillierter Cashflow-Bericht zur Kontrolle des Zahlungsmittelflusses als zentraler unternehmerischer Steuerungsgröße. Umfassende Berichte zur Vermögenslage werden jeweils zum Quartalsende vorgelegt. Die interne quartalsweise Berichterstattung enthält seit 2011 eine detaillierte Steuerberichterstattung. In den vierteljährlichen Management Meetings erörtern Vorstand und Länderverantwortliche die Geschäftsentwicklung einschließlich Zielerreichung sowie den Ausblick auf das Gesamtjahr und eventuell zu ergreifende Maßnahmen. Wesentliche Investitionen und Akquisitionen werden von zentralen Fachabteilungen aus den Bereichen Strategie, Finanzen und Technik in einem formalisierten Prozess geprüft und bewertet. Damit werden die Vergleichbarkeit zwischen unterschiedlichen Projekten und eine gleichbleibend hohe Qualität bei Investitionsentscheidungen sichergestellt. Zur betriebswirtschaftlichen Beurteilung von Wachstumsinvestitionen wird ein Modell der abgezinsten Kapitalströme (Discounted-Cash-Flow-Modell - DCF-Modell) verwendet. Vorgabe ist, dass die Investitionsprojekte mindestens die gewichteten Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital - WACC) erwirtschaften. Diese langfristige Betrachtung der Renditeerwartungen wird durch Simulationsrechnungen ergänzt, in denen der Einfluss einer Investition auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Bilanz und steuerliche Position über einen Zeitraum von fünf Jahren berechnet wird. Die finanzielle Analyse wird durch eine strategische Analyse der geplanten Investitionen vervollständigt. Dabei wird der strategische Wert einer Investition unter Berücksichtigung der zu erwartenden Marktposition, des Wachstumspotenzials, der Synergien mit anderen Unternehmensteilen und der Risikostruktur ermittelt. Die Gesamtheit der Bewertungen ist das Kriterium, anhand dessen der Vorstand die Investitionsentscheidungen trifft. Finanzielle Ziele und SteuerungskennzahlenErgebnis, Kapitaleinsatz und RenditeWichtigste kurzfristige Zielgröße für die Ertragskraft des Unternehmens ist das operative Ergebnis, das für alle operativen Einheiten detailliert ermittelt und analysiert wird. Als Zielgröße auf Konzernebene wird der Anteil der Gruppe am Jahresüberschuss betrachtet. Vermögens- und Finanzlage der operativen Einheiten werden kurzfristig vor allem über die Höhe des Betriebskapitals und der Investitionen überwacht. Mit allen operativen Einheiten sind feste Vorgaben für alle Zielgrößen vereinbart. Bei der mittelfristigen Steuerung des Unternehmens und der Kapitalallokation orientiert sich das Unternehmen auf der operativen Ebene am Return on Capital Employed (ROCE) und auf strategischer Ebene am Return on Invested Capital (ROIC). Der ROCE wird berechnet als Betriebsergebnis in Prozent des eingesetzten Kapitals. Steuern und Goodwill sind in der Berechnung nicht berücksichtigt, sondern werden auf strategischer Ebene verantwortet und sind deshalb bei der Berechnung des ROIC mit einbezogen. Die strategische Steuerung und Kapitalallokation erfolgt nach dem ROIC, der definiert ist als Verhältnis von Betriebsergebnis nach Steuern zur Summe aus Eigenkapital und verzinslichem Fremdkapital. Zielsetzung ist, dass das Unternehmen einen ROCE von 19 % bis 20 % erwirtschaftet und beim ROIC mindestens die gewichteten Kapitalkosten (WACC) verdient. Der gewichtete WACC von HeidelbergCement betrug Ende des Berichtsjahres 8,7 %, wobei die einzelnen Länder eine Bandbreite von 6,5 % bis 17,2 % aufweisen (mehr zur Zielerreichung finden Sie im Abschnitt Kapitaleffizienz auf Seite 74). FinanzierungsstrukturHeidelbergCement strebt eine Bonitätsbewertung im Investment-Grade-Bereich an, um als konjunkturabhängiges Unternehmen ein hohes Maß an finanzieller Stabilität auf Dauer zu gewährleisten. Daneben ermöglicht eine Bonitätsbewertung im Investment Grade Zugang zu attraktiven und preisgünstigen Finanzierungsmöglichkeiten und öffnet die Aktie einem noch breiteren Investorenkreis. Um dieses Ziel zu erreichen, streben wir finanzielle Kenngrößen an, die die entsprechenden Vorgaben der Ratingagenturen erfüllen. Eine wesentliche Kenngröße ist der dynamische Verschuldungsgrad, also das Verhältnis von Nettoverschuldung zu operativem Ergebnis vor Abschreibungen, den wir auf einen Wert unter 3,0x bis Ende 2014 senken wollen. Ende 2013 haben wir ein Verhältnis von 3,1x erreicht im Vergleich zu 2,9x Ende 2012. Unser mittel- bis langfristiges Ziel ist ein Wert unter 2,8x. Nicht finanzielle Ziele und nachhaltige LeistungsindikatorenAngaben zu nicht finanziellen Leistungsindikatoren finden Sie in den Kapiteln Wirtschaftsbericht 2013 auf Seite 53 f., Arbeits- und Gesundheitsschutz auf Seite 94 f. sowie Umweltverantwortung auf Seite 96 f. FrühindikatorenDie Kernprodukte von HeidelbergCement sind normierte Massenprodukte, die in der Regel kurzfristig bestellt werden und deren Lieferanten generell austauschbar sind. Zudem ist die Bautätigkeit und damit die Absatzmenge von Baustoffen abhängig von den lokalen Wetterbedingungen in den einzelnen Ländern. In dieser Konstellation gibt es keine verlässlichen Frühindikatoren für die Geschäftsentwicklung. Zur Abschätzung des ungefähren Geschäftsverlaufs auf Länderebene können einige ausgewählte statistische Daten und Vorhersagen von Verbänden herangezogen werden. In reifen Märkten zählen dazu Kennzahlen wie Baugenehmigungen oder Infrastrukturbudgets. In den Wachstumsmärkten der Schwellenländer werden häufig das Bevölkerungswachstum und die prognostizierte Steigerung des Bruttoinlandsprodukts als Indikatoren verwendet. Forschung und TechnikHeidelbergCement betreibt seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit den Zielen, durch innovative Produkte einen Mehrwert für die Kunden und sich selbst zu generieren sowie durch Prozessverbesserungen und neue Rezepturen, den Energieeinsatz und CO2 -Ausstoß und damit auch die Kosten zu minimieren. Ausrichtung der Forschungs- und EntwicklungsaktivitätenDie Innovationstätigkeit bei HeidelbergCement lässt sich inhaltlich im Wesentlichen in drei Schwerpunktthemen gliedern:
Organisation und Aufgabengebiete im Bereich Forschung und TechnikIn unserem Kompetenzzentrum Heidelberg Technology Center Global (HTC Global) werden das Wissen und die Fachkenntnisse in unserem Unternehmen gebündelt und den operativen Einheiten schnell und umfassend zur Verfügung gestellt. Mit seinen zahlreichen internationalen Mitarbeitern ist es in die fünf Bereiche Forschung & Entwicklung, Projekte, Geologie & Rohstoffe, Benchmarking & Training sowie Gewinnungstechnik untergliedert. Unsere Aktivitäten im Bereich Forschung und Technik gliedern sich organisatorisch in die folgenden Aufgabengebiete. Zentrale Forschung und EntwicklungIm HTC Global haben wir die konzernübergreifenden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in den Bereichen Zement, Beton und Zuschlagstoffe konzentriert. Entsprechend der hohen Bedeutung der Entwicklung von CO2 -minimierten Produkten haben wir diesen Bereich in den letzten Jahren personell und finanziell deutlich gestärkt. Die einzelnen Projekte werden in enger Abstimmung mit den operativen Gesellschaften definiert und durchgeführt. Diese enge Kooperation von Projektbeginn an ermöglicht eine effiziente Umsetzung der Entwicklungsergebnisse und eine schnelle Markteinführung. Technik und InnovationTechnische Zentren unterstützen unsere Ländergesellschaften in den Konzerngebieten. Im Geschäftsbereich Zement ist dies das Heidelberg Technology Center (HTC) mit zwei Niederlassungen in Europa, die zusätzlich den Mittelmeerraum, Afrika und Zentralasien betreuen, einer Niederlassung in Nordamerika und einer weiteren in Asien mit Stützpunkten in China, Indien und Indonesien. Sie unterstützen unsere Zementwerke in allen technischen Fragen von der Rohstoffsicherung über die Betriebsoptimierung bis hin zur Prozesssteuerung und Qualitätssicherung. Bei Investitionsprojekten sind die Niederlassungen des HTC bis zur Inbetriebnahme einer neuen Anlage oder eines neuen Werks oder bis zum Abschluss von Modernisierungen in das Projektmanagement einbezogen. In ähnlicher Weise unterstützen die Niederlassungen des Competence Center Materials (CCM) unsere Konzerngesellschaften in den Bereichen Zuschlagstoffe, Transportbeton und Asphalt. Der enge Dialog zwischen HTC, CCM und unseren Werken sorgt für eine effiziente Erschließung von Optimierungspotenzialen und einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Kundenbezogene Entwicklung und BeratungUnsere große Marktnähe erfordert eine intensive kundenorientierte Entwicklung und Beratung, die sich auch in hohen finanziellen Aufwendungen widerspiegelt (siehe folgende Tabelle). Die entsprechenden Abteilungen und Mitarbeiter, die unmittelbar in die Organisation der jeweiligen Landesgesellschaften eingebunden sind, entwickeln und optimieren die an die lokalen Bedürfnisse angepassten Zemente, Zuschlagstoffe und Betone oftmals in direkter Zusammenarbeit mit den Kunden. Aufwendungen für Forschung und TechnikDie Gesamtaufwendungen im Bereich Forschung und Technik beliefen sich im Berichtsjahr auf 103,9 (i.V.: 91,8) Mio € und machten damit 0,7 % vom Umsatz aus. Rund drei Viertel der gesamten Kosten entfielen dabei auf Personalaufwendungen. Die folgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Aufwendungen in den letzten fünf Jahren untergliedert nach den drei oben genannten Aufgabengebieten. Aufwendungen für Forschung und Technikscroll
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Inklusive aktivierter Beträge Die Struktur der Aufwendungen für Forschung und Technik entspricht der organisatorischen Gliederung. Der Rubrik Zentrale Forschung und Entwicklung sind die Aufwendungen für die Entwicklung von Basistechnologien zugeordnet, Aufwendungen für Prozessinnovationen finden sich in der Rubrik Technik und Innovation wieder, während die dritte Rubrik der Tabelle die Aufwendungen für die Optimierung von Produkten und Anwendungen entsprechend den Wünschen unserer Kunden beinhaltet. Zu den Entwicklungsprojekten, die als Investitionen aktiviert wurden, gehören unter anderem unsere innovativen Spezialprodukte CemFlow® und TioCem® sowie neue Kompositzemente. Die aktivierten Entwicklungskosten lagen 2013 insgesamt bei 2,1 Mio €, das entspricht ca. 2 % der gesamten Aufwendung für Forschung und Technik. Aufgrund der geringen Höhe verzichten wir auf eine separate Darstellung und weitere Kennzahlen. Mitarbeiter in Forschung und TechnikIm Geschäftsjahr 2013 waren insgesamt 935 Mitarbeiter (i.V.: 849) im Bereich Forschung und Technik beschäftigt. Die Personalaufteilung und -entwicklung der letzten fünf Jahre ist in der folgenden Tabelle dargestellt. Mitarbeiter in Forschung und Technikscroll
Die hohe Bedeutung der Bereiche Kundenbezogene Entwicklung und Beratung sowie Technik und Innovation spiegelt sich nicht nur in den Kosten, sondern auch in der Zahl der Mitarbeiter wider. Die große Kompetenz unserer Mitarbeiter in Forschung und Technik ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Dementsprechend hoch sind die Anforderungen an die Qualifikation. 71 % der Mitarbeiter in unseren technischen Kompetenzzentren verfügen über einen Hochschulabschluss und mehr als 8 % haben promoviert (siehe folgende Grafik). Intensive Weiterbildung und systematischer Wissensaustausch in konzernweiten Expertennetzwerken stellen ein hohes Qualifikationsniveau sicher. Qualifikationsprofil unserer Mitarbeiter in Forschung und Technik![]() ForschungskooperationenIntensive Kooperationen mit Instituten und Universitäten auf lokaler und globaler Ebene ergänzen unsere eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Auf globaler Ebene ist dies insbesondere die Beteiligung an Nanocem, dem weltweit bedeutendsten Forschungsverbund im Zementsektor. An ihm sind Unternehmen aus dem Zement- und Zusatzmittelbereich sowie 23 führende Universitäten in Europa beteiligt, die gemeinsam Grundlagenforschung betreiben, die durch öffentliche Fördermittel unterstützt wird. Ein weiteres großes Netzwerk zwischen Industrie und Forschungsinstituten ist das vom norwegischen Staat geförderte Projekt COIN (COncrete INnovation) mit einer siebenjährigen Laufzeit und rund 25 Mio € Gesamtbudget. An ihm sind wir über unsere norwegischen Tochtergesellschaften beteiligt. Bei der Produktentwicklung bevorzugen wir bilaterale Kooperationen mit einzelnen Universitäten, um unsere eigenen Kompetenzen zielgerichtet zu ergänzen. In Einzelfällen werden Kooperationsprojekte mit Hochschulen durch staatliche Fördermittel unterstützt. Gemessen an den Gesamtaufwendungen ist die Förderquote marginal, sodass wir auf eine zentrale Erfassung verzichten. Die Gesamtaufwendungen für die Auftragsforschung liegen unter 1 Mio € im Jahr und werden daher nicht separat ausgewiesen. Sie sind in der Rubrik Zentrale Forschung und Entwicklung in der Tabelle auf Seite 45 enthalten. Abgesehen von den genannten Forschungskooperationen haben wir im Jahr 2013 kein Forschungs- und Entwicklungs-Know-how hinzugekauft. Wichtige Projekte sowie Forschungs- und EntwicklungsergebnisseVerbesserung der Kosteneffizienz und des gebundenen KapitalsIm Berichtsjahr haben wir die Erfolge aus unseren bereits 2012 abgeschlossenen konzernweiten Programmen "Group Spare Parts" und "Maintenance Improvement" kontinuierlich fortgesetzt. Dadurch haben unsere Reparatur-, Wartungs- und Lagerverwaltungskosten ein wettbewerbsfähiges Niveau erreicht. Außerdem haben wir unser konzernweites Programm "Operational Excellence" (OPEX) im Geschäftsbereich Zement erfolgreich abgeschlossen. Mit dem auf drei Jahre angelegten Programm zur Senkung der Betriebskosten in den Zementwerken haben wir dank der systematischen Nutzung von Einsparpotenzialen beim Strom- und Brennstoffverbrauch, beim Brennstoffmix und dem Ersatz von Klinker durch alternative Rohstoffe weit bessere Ergebnisse erzielt als erwartet. Bis Ende 2013 konnten wir die Kostenbasis gegenüber 2010 um knapp 70 Mio € senken. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe haben wir das konzernweite Programm "CLIMB", mit dem alle Prozessschritte von der Gewinnung der Zuschlagstoffe über deren Aufbereitung bis hin zu ihrem Verkauf nachhaltig optimiert werden sollten, ebenfalls sehr erfolgreich beendet. Bis Ende 2013 hat das 2011 gestartete Programm eine Verbesserung der Kostenbasis um 135 Mio € gegenüber den ursprünglich geplanten 120 Mio € erzielt. Im Berichtsjahr haben wir das Programm "CLIMB Commercial" gestartet. Dessen Schwerpunkt liegt auf der Optimierung der Produkt-, Preis- und Kundenstrategie. Außerdem werden weitere operative Verbesserungen vorangetrieben. Mit dem auf drei Jahre angelegten Programm soll die Gewinnmarge um weitere 120 Mio € verbessert werden. Davon wurden bereits 20 Mio € im Berichtsjahr erreicht. HeidelbergCement ist nicht nur der größte Zuschlagstoffhersteller der Welt, sondern dank dieser Optimierungsmaßnahmen auch auf dem Weg, der profitabelste zu werden. Die Steigerung der Kosteneffizienz, die mit diesen Programmen erreicht wurde, ist umso bedeutender, da alle durchgeführten Maßnahmen nachhaltig sind und langfristig einen großen Wettbewerbsvorteil darstellen. Diese Programme zusammen mit genau auf sie zugeschnittenen Schulungen bieten außerdem unseren weltweit tätigen Mitarbeitern gute Möglichkeiten der Weiterentwicklung. Zemente mit reduziertem KlinkeranteilBei der Entwicklung von Zementen mit reduziertem Klinkeranteil haben wir weitere Fortschritte erzielt und damit CO2 -Emissionen und Kosten gesenkt. In Norwegen und Schweden nutzen wir die positive Wechselwirkung von Flugasche und Kalkstein. In Norwegen wird damit der Klinkeranteil im Standardzement um 4 % gesenkt; in Schweden werden durch die Umstellung von reinem Kalksteinzement auf diese Kombination sogar 10 % Klinker eingespart. Im Bereich hüttensandhaltiger Zemente wurden ebenfalls Fortschritte erzielt. In den Niederlanden haben wir einen solchen Zement als frühhochfesten Typ 52,5 R entwickelt, der den höchsten Anforderungen bei der Herstellung von Betonfertigteilen genügt. In Polen wurden drei neue Zemente auf Hüttensand- bzw. Hüttensand-/Flugaschebasis im Markt eingeführt. In Deutschland konnten wir den durchschnittlichen Klinkergehalt im Zement durch eine Reihe von Produktoptimierungen deutlich um nahezu 5 % auf 73 % reduzieren. In Nordamerika wurde mit Pilotprojekten zur Nutzung von Kalksteinzementen im Straßenbau die Grundlage für eine höhere Akzeptanz und damit steigende Marktanteile gelegt. Entwicklung eines alternativen KlinkersMit der Entdeckung einer neuen reaktiven Klinkerphase haben wir die Grundlage für eine alternative Klinkertechnologie geschaffen. Basierend auf einer geänderten chemischen Zusammensetzung und niedrigen Brenntemperaturen ergeben sich gegenüber konventionellem Klinker ein um rund 30 % reduzierter CO2 -Ausstoß und ca. 10 % bis 15 % Energieeinsparungen. Die Basistechnologie ist über eine Reihe von Patentanmeldungen abgesichert. 2013 wurde die technische Realisierbarkeit in einem ersten industriellen Großversuch mit der Herstellung von ca. 1.500 t Klinker und Zement sowie dem anschließenden Einsatz in diversen Betonanwendungen erfolgreich nachgewiesen. Ressourcenschonung, Recycling und CO2-AbscheidungUnsere Tochtergesellschaften in Benelux, das HTC und externe Partner kooperieren bei der intensiven Suche nach neuen Recyclingkonzepten für Beton. Ziel des von der EU geförderten Projekts ist es, durch innovative Aufbereitungstechnik Abbruchbeton zu 100 % wieder zu verwenden. Dabei kommt der Nutzung der rezyklierten Feinstoffe, z.B. als Komponente bei der Zementproduktion, eine große Bedeutung zu. Im Mai 2013 haben wir das in der Zementindustrie weltweit erste Pilotprojekt zur Abscheidung von CO2 aus den Verbrennungsabgasen in unserem norwegischen Werk Brevik gestartet. Dieses Projekt wird maßgeblich vom norwegischen Staat gefördert und in Kooperation mit der European Cement Research Academy durchgeführt. HeidelbergCement spielt damit eine führende Rolle bei der Entwicklung umweltfreundlicher Zukunftstechnologien. Innovative Bindemittel und BetoneDer Zementfließestrich Cemflow® hat sich mittlerweile als ein qualitativ hochwertiges Produkt in Deutschland etabliert. Cemflow® beweist seine Leistungsfähigkeit mittlerweile nicht nur im Wohnungsbau, sondern insbesondere auch im gewerblichen Bau, wo große Estrichflächen in kürzester Zeit eingebaut werden müssen. Ein beeindruckendes Beispiel war 2013 der Einbau einer ca. 45.000 m2 großen Estrichfläche in einem Einkaufszentraum in Berlin. Der ausführende Estrichbetrieb erreichte mit zwei Arbeitskolonnen eine Rekord-Einbauleistung von über 3.100 m2 Estrichfläche pro Tag. Auch in Kanada wurde Cemflow® mittlerweile erfolgreich eingeführt und gewinnt zunehmend Marktanteile. Im Tunnelbau werden die in Forschungsprojekten erworbenen Kompetenzen erfolgreich auf große Bauvorhaben in verschiedenen Ländern übertragen. So wurde Zement aus unserem britischen Zementwerk Ketton zum Material der Wahl für das große London-Cross-Rail-Projekt und andere wichtige Bauvorhaben in Großbritannien mit Auftragsvolumen von insgesamt über 100.000 t. Zur Einbindung radioaktiver Abfälle entwickelte Hanson UK ein gemahlenes Hüttensandprodukt mit spezieller Korngrößenverteilung, die ausgezeichnete Fließeigenschaften mit guter Wasserrückhaltung ermöglicht. Das Produkt ist erfolgreich im Markt eingeführt und die Verkaufszahlen profitieren von der Stilllegung von Kernkraftwerken in Großbritannien. Wirtschaftsbericht 2013Wirtschaftliches UmfeldGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDas Jahr 2013 war entgegen der Erwartungen gekennzeichnet von einer weltweiten Verlangsamung des Wirtschaftswachstums sowie einer deutlichen Abschwächung einer Vielzahl von Währungen, insbesondere in Asien, aber auch des kanadischen und australischen Dollars, gegenüber dem Euro. In den USA blieb das Wirtschaftswachstum des ersten Halbjahres aufgrund der durch die Fiskal- und Budgetthemen verursachten Unsicherheiten hinter den Erwartungen zurück und konnte erst im dritten Quartal deutlich zulegen. Im vierten Quartal blieb es dagegen unter den Erwartungen. Die europäische Finanzkrise wirkte sich weiterhin negativ auf die Weltmärkte aus. Erst in der zweiten Jahreshälfte gab es Anzeichen einer Trendwende in den Krisenstaaten Europas. In den Schwellenländern Asiens, mit Ausnahme Chinas und Indiens, kühlte sich das Wirtschaftswachstum aufgrund einer geringeren Inlandsnachfrage im Vergleich zum Vorjahr weiter ab. Die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland schwächte sich zwar ab, lag aber mit einem Plus von 0,4 % deutlich über dem Euro-Raum, dessen Wirtschaftsleistung um 0,4 % gesunken ist. Das Wirtschaftswachstum zählt zusammen mit dem Bevölkerungswachstum und dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf zu den wichtigsten Indikatoren für die Entwicklung der Bauaktivität und der Baustoffnachfrage. Die Zunahme der Zementnachfrage ist in Schwellenländern in etwa mit dem Wirtschaftswachstum vergleichbar, kann dieses aber in Phasen des Infrastrukturausbaus auch um ein Mehrfaches übersteigen. Die Europäische Zentralbank setzte ihre expansive Politik 2013 fort, um die Märkte zu stabilisieren. In den USA hingegen begann die Notenbank am Jahresende aufgrund der Verbesserung am Arbeitsmarkt mit der Reduzierung der Anleihekäufe, dem sogenannten Tapering. Dieser von den Kapitalmärkten bereits im Sommer erwartete Schritt hat ab Jahresmitte in zunehmendem Maße zu Kapitalabflüssen aus Schwellenländern und einer deutlichen Abschwächung der entsprechenden Währungen im Vergleich zu US-Dollar und Euro geführt. Großbritannien erlebte einen überraschend starken Wirtschaftsaufschwung, der zu einem spürbaren Rückgang der Arbeitslosenquote führte. Die Bank of England hat die Zinsen dennoch auf niedrigem Niveau belassen. In Anbetracht der stark steigenden Immobilieninvestitionen wurde jedoch ein Förderprogramm für Hauskredite frühzeitig beendet. Zum Jahresende 2013 deuteten robuste Konjunkturdaten in Nordamerika und Europa sowie steigende Exporte aus Schwellenländern auf eine Verbesserung der Wirtschaftslage hin. Insgesamt ist die Weltwirtschaft laut Internationalem Währungsfonds im Jahr 2013 um 3,0 % gewachsen im Vergleich zu 3,1 % im Vorjahr. Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in wichtigen Konzernländernscroll
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Die Angaben für 2013 basieren auf Schätzungen
und Prognosen. Quellen: Deutsche Bank Research und2) CIA World Factbook Estimates Als Konsequenz des sich insgesamt abschwächenden Wirtschaftswachstums waren die Preise für viele Rohstoffe im Jahr 2013 rückläufig. Die gestiegene Verfügbarkeit von Schiefergas, vor allem in Nordamerika, führte zu einem fortgesetzten Rückgang der Brennstoffpreise, insbesondere für Kohle. Branchenspezifische RahmenbedingungenZu den branchenspezifischen Rahmenbedingungen gehören neben dem länderspezifischen Investitionsklima für den Wohnungs-, Wirtschafts- und Infrastrukturbau auch die lokalen Witterungsverhältnisse, die Entwicklung der Wettbewerbssituation sowie das regulatorische Umfeld. Die Bauwirtschaft hat sich 2013 regional sehr unterschiedlich entwickelt. In Nordamerika nahmen die Bauaktivitäten, angetrieben vom privaten Wohnungsbau, weiter zu. Auch in Großbritannien erhöhte sich das Wohnungsbauvolumen deutlich, nicht zuletzt dank des "Help to Buy"-Programms der Regierung. In Nordeuropa setzte sich die positive Entwicklung der letzten Jahre fort. In Deutschland profitierte der Bau von der starken Wirtschaftsentwicklung, allerdings wurden die Aktivitäten durch den lang anhaltenden Winter und die Überschwemmungen im Osten beeinträchtigt. In Belgien und den Niederlanden wirkten sich die Haushaltskonsolidierung und die Abschwächung des privaten Wohnungsbaus nach dem Auslaufen von Förderprogrammen negativ aus. In weiten Teilen Osteuropas war die Bautätigkeit aufgrund der schwachen Wirtschaftsentwicklung und der mangelnden Finanzierung von Bauprojekten rückläufig. In den Ländern Asiens und Afrikas südlich der Sahara setzte sich das dynamische Wachstum der Bautätigkeit fort, schwächte sich aber im Vergleich zum Vorjahr etwas ab. Laut amerikanischem Zementverband PCA ist die Bautätigkeit in den USA um 1,5 % im Jahr 2013 gestiegen. Während die Bauleistung im Wohnungsbau um 8,5 % und im Nichtwohnungsbau um 9,3 % zunahm, ging der öffentliche Bau um 3,0 % zurück. Der Zementverbrauch hat sich um 4,5 % erhöht. Das europäische Marktforschungsnetzwerk Euroconstruct erwartet in seiner Vorhersage vom Dezember 2013 eine klare Zweiteilung der Bauaktivitäten in Europa im Jahr 2013. In den von der Immobilienblase oder der Schuldenkrise betroffenen Ländern Südeuropas und in Irland wird mit einem weiteren, zum Teil deutlichen Rückgang der Bauaktivitäten gerechnet. Aber auch in Belgien und Frankreich wird eine rückläufige Bautätigkeit erwartet. Beide Länder haben im Rahmen der Haushaltskonsolidierung die Ausgaben für den Infrastrukturbau gesenkt. Für Belgien wird ein Rückgang des Zementverbrauchs um 5,6 % im Jahr 2013 erwartet. Die Bautätigkeit in den osteuropäischen Ländern soll 2013 ebenfalls rückläufig sein, insbesondere in Polen mit -8,9 % und der Tschechischen Republik mit -8,2 %. In Norwegen wird für 2013 mit einem Anstieg der Bauaktivitäten um 3,7 % gerechnet, in Schweden hingegen wird ein leichter Rückgang um 0,4 % erwartet. Großbritannien rechnet nach einem Rückgang im Vorjahr wieder mit einem Anstieg der Bauaktivitäten dank der deutlichen Belebung im Wohnungsbau. In Deutschland hat die Bautätigkeit 2013 trotz anhaltend starker Nachfrage im Wohnungsbau nur leicht zugelegt. Der Zementverbrauch lag um mehr als 2 % unter dem Vorjahresniveau. In Asien nahm der Zementverbrauch dank des fortgesetzten Wirtschaftswachstums weiter zu. Während die Zementnachfrage in Indonesien um 5,5 % stieg, wurde sie in Indien durch die anhaltende Zurückhaltung der Regierung bei Infrastrukturprojekten und das hohe Zinsniveau beeinträchtigt. In Zentralasien profitierten die rohstofffördernden Länder Russland und Kasachstan von Infrastrukturprojekten der jeweiligen Regierung. Angetrieben durch die anhaltend positive Nachfrageentwicklung hat sich die Wettbewerbsintensität 2013 global, aber insbesondere in den Schwellenländern Afrikas und Asiens, erhöht. Lokale wie auch regionale Unternehmen haben neue Zementkapazitäten angekündigt. Außerdem stieg das Importvolumen und übte teilweise Druck auf die lokalen Preise aus. Die Witterungsverhältnisse spielen ebenfalls eine große Rolle, da die Bauaktivitäten bei Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt, bei Schnee oder starken Regenfällen deutlich reduziert oder sogar ganz eingestellt werden. 2013 litt der Bau in Europa unter dem lang anhaltenden, kalten Winter im Februar und März sowie den darauffolgenden Niederschlägen. In Ostdeutschland und Polen war die Bautätigkeit auch aufgrund von Überschwemmungen bis Anfang Mai deutlich eingeschränkt. Mildes Winterwetter am Jahresende begünstigte jedoch die Bauaktivitäten, sodass die Absatzverluste vom Jahresanfang zumindest teilweise aufgeholt werden konnten. Zu den regulatorischen Rahmenbedingungen, die einen Einfluss auf das Ergebnis der Baustoffproduzenten haben, gehört unter anderem der europäische Emissionshandel (ETS). Infolge der rückläufigen Wirtschaftsentwicklung in Europa kam es 2013 zu einem Überangebot an Emissionsrechten und zu einem Preisverfall auf deutlich unter 10 € pro Tonne CO2 . Aufgrund des niedrigen Preises hat sich HeidelbergCement entschlossen, überschüssige Emissionsrechte nicht wie in den Vorjahren zu verkaufen, sondern für eine zukünftige Nutzung aufzuheben. Im Jahr 2012 hatte der Verkauf überschüssiger Emissionsrechte mit 64 Mio € zum operativen Ergebnis vor Abschreibungen beigetragen. AbsatzentwicklungDer Absatz entwickelte sich 2013 je nach Konzerngebiet und Geschäftsbereich unterschiedlich, profitierte aber insgesamt von der fortschreitenden wirtschaftlichen Erholung in Nordamerika, der sich wiederbelebenden Baustoffnachfrage in Großbritannien und dem anhaltenden Nachfragewachstum in Asien und Afrika. Der Zement- und Klinkerabsatz stieg 2013 wie prognostiziert gegenüber dem Vorjahr. Er nahm um 2,6 % auf 91,3 (i.V.: 89,0) Mio t zu. Besonders erfreulich entwickelten sich dabei die Konzerngebiete Nordamerika, Asien-Pazifik und Afrika-Mittelmeerraum. Ursache sind hier neben einer positiven Wirtschaftsentwicklung die zusätzlichen Zementkapazitäten in einigen Ländern Afrikas, in Indien und Australien. Im Gegensatz dazu mussten die Länder Europas und Zentralasiens mit wenigen Ausnahmen, wie Großbritannien, Russland oder Georgien, zum Teil hohe Absatzeinbußen hinnehmen. Der Verkauf von Zuschlagstoffen sank 2013 wie erwartet leicht um 0,6 % auf 241,5 (i.V.: 243,0) Mio t. Auch hier zeigt sich ein gemischtes Bild. Während in Nordamerika das Niveau des Vorjahres wieder fast erreicht wurde, gingen die Lieferungen im Konzerngebiet West- und Nordeuropa - mit Ausnahme von Großbritannien - und im Mittelmeerraum zurück. In Osteuropa-Zentralasien übertraf der Absatz das Vorjahresniveau, da in einigen Ländern, wie Polen, der Ukraine und Russland, ab Mitte des Berichtsjahres eine deutlich Nachfragebelebung einsetzte. Den höchsten Zuwachs verzeichnete das Konzerngebiet Asien-Pazifik dank der starken Bautätigkeit. Der Transportbetonabsatz nahm 2013 um 3,1 % auf 40,3 (i.V.: 39,1) Mio cbm zu. Dieser Zuwachs beruht maßgeblich auf dem Bau neuer Transportbetonwerke in Indonesien und der hohen Nachfrage in Malaysia, die den Absatz in Asien-Pazifik deutlich steigen ließen. Eine positive Nachfrageentwicklung insbesondere in Großbritannien und Norwegen führte auch im Konzerngebiet West- und Nordeuropa zu einem leichten Absatzplus. Alle anderen Konzerngebiete blieben hinter dem Vorjahr zurück. Die Asphaltlieferungen lagen 2013 mit 8,6 (i.V.: 8,6) Mio t auf Vorjahresniveau. Die deutlichen Absatzsteigerungen im Konzerngebiet Asien-Pazifik und in Großbritannien konnten den Rückgang in Nordamerika und im Mittelmeerraum ausgleichen. Absatzscroll
ErtragslageDie Ertragslage von HeidelbergCement hat sich im Geschäftsjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessert. Der Umsatz ist 2013 im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Er fiel um 0,6 % auf 13.936 (i.V.: 14.020) Mio €. Ursache dafür ist ausschließlich die Abschwächung zahlreicher Währungen gegenüber dem Euro in Höhe von insgesamt 664 Mio €. Konsolidierungseffekte wirkten sich mit 130 Mio € positiv aus. Ohne Berücksichtigung von Währungs- und Konsolidierungseffekten ist der Umsatz um 3,4 % gestiegen. Dies spiegelt vor allem die positive Entwicklung der Absatzmengen und erfolgreich durchgeführte Preiserhöhungen in wichtigen Märkten wider. Der Materialaufwand verminderte sich um 2,4 % auf 5.795 (i.V.: 5.936) Mio €. Dies ist im Wesentlichen auf gesunkene Aufwendungen für Energie (-4,6 %) und Rohstoffe (-7,8 %) zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge lagen mit 3.428 (i.V.: 3.327) Mio € um 3,0 % über Vorjahresniveau, was hauptsächlich auf dem Rückgang von Buchgewinnen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen beruht. Neben dem Rückgang aus dem Verkauf überschüssiger Emissionsrechte um 64 Mio € ergaben sich um 42 Mio € geringere Buchgewinne aus der planmäßigen Veräußerung von erschöpften und operativ nicht mehr genutzten Steinbrüchen in Kanada. Der Personalaufwand sank leicht um 1,2 % auf 2.302 (i.V.: 2.331) Mio €. Der durchschnittliche Personalbestand verringerte sich ebenfalls leicht um 0,8 %, während der Personalaufwand bezogen auf den Umsatz mit 16,5 % (i.V.: 16,6 %) annähernd stabil geblieben ist. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen nahm geringfügig um 2,1 % auf 2.424 (i.V.: 2.477) Mio € ab. Der Rückgang der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte um 40 Mio € auf 31 (i.V.: 71) Mio € beruht im Wesentlichen auf um 38 Mio € geringeren Abwertungen von Emissionsrechten aufgrund gesunkener Marktpreise. Die Abschreibungen auf Sachanlagen haben sich mit 787 (i.V.: 801) Mio € leicht reduziert. Das operative Ergebnis stieg um 0,2 % auf 1.607 (i.V.: 1.604) Mio €. Das zusätzliche ordentliche Ergebnis verbesserte sich um 411 Mio € auf 2 (i.V.: -409) Mio €. Die Zunahme der zusätzlichen ordentlichen Erträge um 320 Mio € resultiert hauptsächlich aus umrechnungsbedingten Gewinnen aus der Kapitalrückzahlung und der anschließenden Entkonsolidierung einer ausländischen Finanzierungsgesellschaft sowie aus der Veräußerung einer Minderheitsbeteiligung an einem Betonfertigteilunternehmen in Saudi Arabien. Der Rückgang der zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen um 90 Mio € auf 325 (i.V.: 415) Mio € betrifft vor allem um 74 Mio € geringere Wertminderungen von Sachanlagen und um 73 Mio € geringere Verkaufs- und Entkonsolidierungsverluste aus Abgängen von Geschäftseinheiten. Gegenläufig waren hauptsächlich Mehraufwendungen in Höhe von 37 Mio € im Zusammenhang mit dem vom Bundesgerichtshof bestätigten Bußgeld, das vom OLG Düsseldorf im deutschen Kartellverfahren verhängt wurde. Das Bußgeld wurde 2013 vollständig bezahlt. Das Beteiligungsergebnis blieb mit 41 (i.V.: 44) Mio € nahezu konstant. Insgesamt stieg das Betriebsergebnis um 411 Mio € auf 1.650 (i.V.: 1.239) Mio €. Das Finanzergebnis hat sich um 79 Mio € auf -569 (i.V.: -648) Mio € verbessert. Hierbei wirkten sich insbesondere die gesunkenen Zinsaufwendungen infolge der im März 2013 zurückgezahlten und zu günstigeren Konditionen refinanzierten 750 Mio US$ Anleihe aus sowie die Verbesserung des Zinsanteils aus der Bewertung langfristiger Rückstellungen. Gegenläufige Effekte ergaben sich aus den Wechselkursverlusten. Das Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen erhöhte sich um 489 Mio € auf 1.081 (i.V.: 592) Mio €. Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag stiegen um 81 Mio € auf 233 (i.V.: 152) Mio €. Davon betrafen 29 Mio € die tatsächlichen Steuern mit einem Gesamtaufwand von 399 (i.V.: 370) Mio €. Quellensteuern im Zusammenhang mit der Veräußerung der Minderheitsbeteiligung in Saudi Arabien sowie die ertragswirksame Auflösung nicht mehr benötigter langfristiger Steuerverbindlichkeiten im Vorjahr trugen im Wesentlichen hierzu bei. Die Erträge aus latenten Steuern verminderten sich um 53 Mio € auf 166 (i.V.: 219) Mio €, was weitgehend auf die Bewertung von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39 zurückzuführen ist. Der Effektivsteuersatz verringerte sich demzufolge gegenüber dem Vorjahr von 25,6 % auf 21,6 %. Das Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen beträgt somit 848 (i.V.: 440) Mio €. Das Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen erhöhte sich auf 98 (i.V.: 89) Mio €. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Bilanzierung von Forderungen gegen Versicherer aufgrund einer letztendlichen Gerichtsentscheidung. Weitere Erläuterungen befinden sich im Anhang auf Seite 196. Insgesamt ergibt sich ein Jahresüberschuss von 945 (i.V.: 529) Mio €. Das anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnis sank um 44 Mio € auf 200 (i.V.: 244) Mio €. Der Anteil der Gruppe beläuft sich somit auf 745 (i.V.: 285) Mio €. Das Ergebnis je Aktie - Anteil der Gruppe - nach IAS 33 stieg auf 3,98 (i.V.: 1,52) €. Für die fortzuführenden Geschäftsbereiche erhöhte sich das Ergebnis je Aktie auf 3,46 (i.V.: 1,04) €. Angesichts der positiven Geschäftsentwicklung werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 7. Mai 2014 vorschlagen, eine Dividende von 0,60 (i.V.: 0,47) € je Aktie auszuschütten. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (Kurzfassung)scroll
Nicht finanzielle LeistungsindikatorenIm nicht finanzbezogenen Bereich verwenden wir mehrere Leistungsindikatoren zur internen Steuerung und Kontrolle der Arbeitssicherheit und des CO2 -Austoßes. Der Abbau von Rohstoffen und die Produktion von Zement und Zuschlagstoffen bergen unterschiedliche Gefahren, zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Transport der Rohstoffe und fertigen Produkte, dem Arbeiten in großer Höhe, mit Starkstrom oder schweren technischen Geräten. Arbeits- und Gesundheitsschutz haben deshalb höchste Priorität bei HeidelbergCement. Zur Messung der Wirksamkeit unserer Maßnahmen für Arbeitssicherheit verwenden wir die Leistungsindikatoren Unfallhäufigkeitsrate, Unfallschwereindikator und Todesfallrate. Nähere Informationen zur Definition und Entwicklung dieser nicht finanziellen Leistungsindikatoren finden Sie im Abschnitt Arbeits- und Gesundheitsschutz auf Seite 94 f. Die Produktion von Zement erzeugt aufgrund der beim Brennen des Klinkers ablaufenden chemischen Prozesse und der dazu notwendigen hohen Temperaturen eine große Menge CO2 . Klimaschutz ist nicht nur eine notwendige Maßnahme zur Sicherung der Lebensbedingungen zukünftiger Generationen, sondern zahlt sich auch finanziell aus. HeidelbergCement ist in zunehmendem Maße in Emissionshandelssysteme eingebunden, die zum Zukauf von Emissionsrechten verpflichten, wenn die zugeteilte Menge überschritten wird. Die kontinuierliche Verringerung der CO2 -Emissionen steht daher im Mittelpunkt unserer Umweltpolitik. Zu den wesentlichen Hebeln zur Verringerung der CO2 -Emissionen gehört die Verwendung alternativer Roh- und Brennstoffe. Um den Fortschritt in Sachen Klimaschutz zu kontrollieren und zu steuern, verwenden wir die Leistungskennzahlen spezifische Netto-CO2 -Emissionen, alternative Brennstoffrate und Klinkerfaktor. Nähere Informationen zur Definition und Entwicklung dieser nicht finanziellen Leistungsindikatoren finden Sie im Kapitel Umweltverantwortung auf Seite 96 f. Geschäftsverlauf in den KonzerngebietenWest- und NordeuropaHeidelbergCement ist im Konzerngebiet West- und Nordeuropa in zehn Ländern tätig. In diesen reifen Märkten stellen wir als voll integriertes Baustoffunternehmen Zement, Zuschlagstoffe, Asphalt, Transportbeton und verschiedene Bauprodukte her. In den meisten Ländern, in denen wir Zement produzieren, sind wir Marktführer. Wir verfügen außerdem über ein dichtes Netz aus Förderstätten für Zuschlagstoffe und Produktionsanlagen für Transportbeton. Großbritannien ist unser größtes Marktgebiet in West- und Nordeuropa. In einigen Ländern des Konzerngebiets West- und Nordeuropa war die wirtschaftliche Entwicklung von staatlichen Haushaltsproblemen und aus der Euro-Krise resultierenden Unsicherheiten beeinträchtigt. Deutschland, Schweden und Norwegen verzeichneten trotz der dämpfenden Effekte der Finanz- und Schuldenkrise in Europa weiterhin eine positive Wirtschaftsentwicklung. So stieg das Bruttoinlandsprodukt im Berichtsjahr um 0,4 %, 1,5 % bzw. 0,6 %. In Großbritannien setzte sich die wirtschaftliche Erholung mit einem Wachstum von 1,9 % fort. Belgien verzeichnete ein leichtes Plus von 0,2 %. In den Niederlanden ist die wirtschaftliche Schwäche noch nicht überwunden; die Wirtschaftsleistung fiel um 1,0 %. Die Bautätigkeit in den Ländern des Konzerngebiets hat sich im Berichtsjahr uneinheitlich entwickelt. Trotz anhaltend starker Nachfrage im Wohnungsbau haben sich die Bauinvestitionen in Deutschland 2013 insgesamt im Vergleich zum Vorjahr nur leicht erhöht. Auch in Großbritannien war der private Wohnungsbau - unterstützt durch das "Help to buy"-Programm der Regierung - der Wachstumstreiber. Insgesamt nahm die Bauaktivität in Großbritannien nach einem Rückgang 2012 im Berichtsjahr um 1,3 % zu. In Norwegen wird für 2013 mit einem Anstieg der Bautätigkeit, angetrieben vom Infrastrukturbau, um 3,7 % gerechnet. In Schweden hingegen wird ein leichter Rückgang um 0,4 % erwartet. In Belgien und den Niederlanden schwächten sich die Bauaktivitäten ebenfalls ab. Ursachen dafür waren in Belgien rückläufige Infrastrukturinvestitionen und in den Niederlanden die Haushaltskonsolidierung sowie eine Abschwächung des privaten Wohnungsbaus. Die Bauaktivitäten litten Anfang des Jahres 2013 im gesamten Konzerngebiet unter lang anhaltendem kalten Winterwetter. Dieser witterungsbedingte Einbruch der Baustoffnachfrage konnte im weiteren Jahresverlauf nicht vollständig aufgeholt werden und trug dazu bei, dass unsere Kernaktivitäten Zement und Zuschlagstoffe jeweils einstellige Absatzrückgänge verzeichneten. Geschäftsbereich ZementIm Jahr 2013 lag der Zementverbrauch in Deutschland aufgrund des langen Winters mit geschätzten 26,4 Mio t um mehr als 2 % unter dem Vorjahr, während er in Großbritannien kräftig anstieg. Für die Niederlande und Schweden erwarten wir einen Rückgang beim Zementverbrauch um 5,0 % und für Belgien um 5,6 %. Erfreulicher entwickelte sich Norwegen mit einem Anstieg des Zementverbrauchs um 2,0 %. Im Geschäftsbereich Zement verzeichneten wir 2013 eine uneinheitliche Absatzentwicklung. Der Zement- und Klinkerversand des Konzerngebiets nahm insgesamt um 1,8 % auf 20,9 (i.V.: 21,3) Mio t ab. Die größte Absatzsteigerung erzielten wir in Großbritannien - vor allem dank der Erholung des Wohnungsbaus. Die Lieferungen von gemahlenem Hüttensand blieben hingegen in etwa auf Vorjahresniveau. Während der Inlandsversand in den baltischen Staaten und Dänemark leicht anstieg und in Norwegen und Benelux stabil war, fiel er in Schweden und Deutschland unter das Vorjahresniveau. Unsere Werke in Norwegen, Schweden und Benelux konnten ihre Zementexporte deutlich steigern; in Deutschland und den baltischen Staaten waren sie hingegen rückläufig. Der Umsatz des Geschäftsbereichs ging dank erfolgreicher Preiserhöhungen in mehreren Ländern nur leicht um 0,3 % auf 1.726 (i.V.: 1.731) Mio € zurück. Bei den Investitionen herrschte 2013 Ausgabendisziplin. In unseren britischen Zementwerken haben wir die Nutzung von festen Sekundärbrennstoffen optimiert. Wir schonen damit natürliche Ressourcen, reduzieren Treibhausgase und verringern unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. In Deutschland haben wir zur Rohstoffsicherung unserer Zementwerke in Nordwestdeutschland zwei Kalksteinbrüche im Sauerland erworben. In Belgien haben wir in eine Verpackungsanlage für Plastiksäcke investiert. In Risavika in der Region Stavanger, Norwegen, wurde mit dem Bau eines Zementterminals begonnen, der einen bestehenden Terminal in der Stadtmitte in der zweiten Jahreshälfte 2014 ersetzen soll. Geschäftsbereich ZuschlagstoffeIm Konzerngebiet West- und Nordeuropa betreibt HeidelbergCement ein ausgedehntes Netz an Produktionsstätten. Insgesamt ging der Zuschlagstoffabsatz um 3,1 % auf 70,0 (i.V.: 72,2) Mio t zurück. Im Berichtsjahr haben wir unsere Beteiligung am Unternehmen Midland Quarry Products in Großbritannien erhöht. Bereinigt um den Konsolidierungseffekt aus dieser Anteilserhöhung ging der Zuschlagstoffabsatz um 5,0 % zurück. Während in unserem größten Marktgebiet Großbritannien und in den baltischen Staaten die Lieferungen von Zuschlagstoffen zunahmen, lagen sie in Deutschland, Norwegen, Schweden und Benelux deutlich unter dem Vorjahr. Der Umsatz des Geschäftsbereichs nahm insgesamt leicht um 2,2 % auf 839 (i.V.: 858) Mio € ab. Die größte Investition im Bereich Zuschlagstoffe war Anfang April 2013 die bereits erwähnte Aufstockung unserer Beteiligung von 50 % auf 100 % an dem bisher quotal konsolidierten, britischen Zuschlagstoffunternehmen Midland Quarry Products. Das Unternehmen betreibt einen Steinbruch in der Nähe von Whitwick, Leicestershire, mit einer jährlichen Kapazität von mehr als 3 Mio t Granit sowie fünf Asphaltwerke. Midland Quarry Products ist in Großbritannien der führende Lieferant von Schotter für den Gleisbau. In Schweden haben wir eine Investition in unserem Zuschlagstoff- und Transportbetonwerk im Stockholmer Stadtteil Ulvsunda abgeschlossen. Im norwegischen Zuschlagstoffwerk Tau haben wir im Berichtsjahr damit begonnen, die Produktion zu optimieren. Diese Maßnahmen werden Anfang 2014 abgeschlossen. In Belgien haben wir unser Werk in Boorsem geschlossen. Geschäftsbereich BauprodukteDieser Geschäftsbereich umfasst hauptsächlich die Bauprodukte von Hanson in Großbritannien; hinzukommen noch die vorwiegend auf Deutschland konzentrierten Sparten Kalk und Kalksandstein. Die Produkte des Geschäftsbereichs Bauprodukte werden vor allem im Wohnungsbau eingesetzt. Hanson ist in Großbritannien einer der größten Hersteller von Mauerziegeln und Leichtmauerblöcken. Die Bauprodukte in Großbritannien profitierten 2013 von der Erholung im privaten Wohnungsbau. Während der Absatz von Betonpflastersteinen und Leichtmauerblöcken noch rückläufig war, erzielte die Sparte Mauerziegel einen erfreulichen Mengenzuwachs. Der Absatz von Betonfertigteilen und Mauerblöcken legte sogar im zweistelligen Prozentbereich zu. In Deutschland konnten wir die Liefermengen der Kalksandsteinwerke im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöhen. Einen erfreulichen Umsatzzuwachs verzeichneten wir in der Sparte Kalk, während wir bei Betonprodukten einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen mussten. In den beiden deutschen Kalkwerken Istein und Regensburg wurde 2013 jeweils ein neuer Kalkofen erfolgreich in Betrieb genommen. Die Öfen sind auf dem neuesten technischen Stand, haben eine hohe Energieeffizienz und verbessern damit unsere Wettbewerbsfähigkeit. Unsere Beteiligung Lithonplus hat im Norden Deutschlands ein neues Pflastersteinwerk gebaut, das sowohl eine Erweiterung des Sortenspektrums ermöglicht als auch eine Optimierung der Produktionsstandorte. Ende des Jahres haben wir unser seit 2009 stillgelegtes Ziegelwerk in Claughton, Großbritannien, dank stark steigender Nachfrage im Wohnungsbau wieder in Betrieb genommen. Insgesamt verringerte sich der Umsatz des Geschäftsbereichs Bauprodukte um 9,6 % auf 437 (i.V.: 484) Mio €. Geschäftsbereich Beton-Service-SonstigesZu diesem Geschäftsbereich gehört insbesondere unser Transportbeton- und Asphaltgeschäft. Während wir ein dichtes Netz an Transportbetonwerken in weiten Teilen des Konzerngebiets haben, beschränkt sich das Asphaltgeschäft größtenteils auf Großbritannien. Im Jahr 2013 lagen die Lieferungen von Transportbeton mit 13,4 (i.V.: 13,2) Mio cbm 1,4 % über dem Vorjahr. Während der Absatz in Großbritannien, Dänemark, Norwegen und den baltischen Staaten deutlich stieg, blieb er in Deutschland und Benelux leicht unter dem Vorjahresniveau. Schweden verzeichnete einen hohen Rückgang, da größere Infrastrukturprojekte 2012 abgeschlossen worden waren. Der Absatz der Asphaltsparte hat sich um 4,9 % auf 2,9 (i.V.: 2,8) Mio t erhöht. Ursache für diesen Anstieg sind Konsolidierungseffekte aus der Übernahme von Midland Quarry Products. Ohne Berücksichtigung dieser Konsolidierungseffekte nahm der Absatz um 5,6 % ab. In Deutschland wurden zahlreiche Transportbetongesellschaften entflochten und neu organisiert. In den Niederlanden mussten wir einzelne Transportbetonwerke schließen und zahlreiche Fahrmischer verkaufen. In Großbritannien hingegen haben wir rund 100 neue Fahrzeuge erworben, um vom dortigen Aufschwung zu profitieren. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Beton-Service-Sonstiges nahm 2013 leicht um 0,3 % auf 1.783 (i.V.: 1.777) Mio € zu. Umsatz und ErgebnisDer Umsatz im Konzerngebiet West- und Nordeuropa ging um 1,3 % auf 4.147 (i.V.: 4.201) Mio € zurück. Operativ, d.h. ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten, war es allerdings nur ein Minus von 0,3 %. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen lag mit 578 (i.V.: 578) Mio € auf dem Niveau des Vorjahres. Konsolidierungs- und Währungseffekte wirkten sich hier kaum aus. Allerdings enthält das Vorjahr Erlöse aus Verkäufen von CO2 -Zertifikaten im Wert von 42 Mio €, 2013 gab es diese nicht. Das operative Ergebnis stieg um 11,5 % auf 319 (i.V.: 286) Mio €. Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte lag der Anstieg bei 11,4 %. Erlöse aus dem Verkauf von CO2 -Zertifikaten betrugen im Vorjahr 13 Mio €; 2013 gab es keine. Restrukturierungsaufwendungen in Benelux haben das Ergebnis 2013 beeinträchtigt. Wichtige Kennzahlen West- und Nordeuropascroll
Umsatz West- und Nordeuropa 2013: 4.147 Mio €![]() Osteuropa-ZentralasienHeidelbergCement ist im Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien in elf Ländern tätig. In den meisten dieser Wachstumsmärkte ist das Unternehmen Marktführer im Zementbereich. Steigende Bedeutung haben auch die Förderung von Zuschlagstoffen und die Herstellung von Transportbeton. Russland ist gemessen am Umsatz vor Polen unser größtes Marktgebiet in Osteuropa-Zentralasien. Auch wenn sich in Europa 2013 erste Anzeichen für eine konjunkturelle Belebung zeigten, war die wirtschaftliche Entwicklung in vielen Ländern im Konzerngebiet noch durch die Finanz- und Schuldenkrise und staatliche Haushaltsrestriktionen beeinträchtigt. Dementsprechend wird für das Jahr 2013 in der Tschechischen Republik ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 1,3 % und in der Ukraine eine stabile Wirtschaftsentwicklung prognostiziert. In Ungarn, Polen und Russland wird ein moderates Wirtschaftswachstum von 1,0 %, 1,6 % bzw. 1,3 % erwartet. In Georgien und Rumänien ist die Wirtschaft 2013 voraussichtlich um jeweils 2,5 % gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt in Kasachstan dürfte sich mit einem Anstieg von rund 6 % am besten entwickelt haben. 2013 war ein schwieriges Jahr für die Bauwirtschaft im Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien. In der ersten Jahreshälfte beeinträchtigte der lange Winter die Bauaktivitäten. Außerdem war die Nachfrage nach Baustoffen in vielen Ländern Osteuropas aufgrund der schwachen Wirtschaftsentwicklung und der mangelnden Finanzierung von Infrastrukturprojekten rückläufig. Darüber hinaus herrschte in vielen Märkten Preisdruck wegen der niedrigen Nachfrage bei gleichzeitig gestiegenem Wettbewerb. Preisdruck und negative Wechselkurseffekte führten in allen Geschäftsbereichen zu einer schwächeren Entwicklung sowohl beim Umsatz als auch beim Absatz. Die Situation der Bauwirtschaft besserte sich in der zweiten Jahreshälfte. Polen zeigte als erstes osteuropäisches Land Zeichen der Erholung. Im Gegensatz zur Mehrzahl unserer osteuropäischen Märkte wuchs die Bauwirtschaft in Kasachstan und Russland vor allem aufgrund von Investitionsprogrammen der jeweiligen Regierung. In Russland wurden, zum Beispiel im Zusammenhang mit der Erweiterung der Stadtgrenzen Moskaus und der Fußballweltmeisterschaft 2018, umfangreiche Investitionen getätigt. Geschäftsbereich ZementAbgesehen von Kroatien und der Slowakei produziert HeidelbergCement in allen anderen Ländern des Konzerngebiets Osteuropa-Zentralasien Zement und Klinker. Insgesamt nahmen die Zement- und Klinkerlieferungen 2013 um 2,9 % auf 16,7 (i.V.: 17,2) Mio t leicht ab. Der Zementabsatz blieb in den meisten Ländern Osteuropas aufgrund der ungünstigen Wetterbedingungen zu Jahresbeginn und der schwachen Baukonjunktur hinter dem Vorjahr zurück. In der zweiten Jahreshälfte war in einigen Ländern - zum Teil begünstigt durch mildes Wetter am Ende des Jahres - eine Stabilisierung bzw. Trendwende erkennbar. Insbesondere in Polen, wo die Bauaktivitäten und der Zementverbrauch unter der schwachen Nachfrage aus dem Infrastruktur- und Industriebereich litten, trat in der zweiten Jahreshälfte eine spürbare Verbesserung ein. Russland erzielte einen klaren Absatzanstieg. Hierzu trugen neben der anhaltend guten Entwicklung der Bauaktivitäten auch das Hochfahren der Produktion in unserem neuen Zementwerk Tula bei, das den boomenden Moskauer Markt beliefert. Auch Georgien und die Ukraine erzielten einen leichten Mengenzuwachs. In Bosnien-Herzegowina, Kasachstan, der Tschechischen Republik, Ungarn und vor allem in Rumänien lagen unsere Lieferungen unter dem Vorjahresniveau. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zement nahm um 6,6 % auf 1.094 (i.V.: 1.171) Mio € ab. Im Jahr 2013 erfolgte ein Großteil unserer Investitionen in Kasachstan und Russland. Der Bau des neuen Zementwerks CaspiCement im Westen Kasachstans läuft nach Plan. Das Werk mit einer Kapazität von 0,8 Mio t wird unsere landesweite Präsenz stärken und eine kostengünstigere Belieferung der öl- und gasreichen Region am Kaspischen Meer ermöglichen. Mitte 2014 wird das Werk offiziell den Betrieb aufnehmen. Im April 2013 haben wir im Rahmen unserer Strategie gezielter Ergänzungsinvestitionen mit niedrigem Risikoprofil unsere Beteiligung am russischen Zementunternehmen CJSC "Construction Materials" von 51 % auf 100 % erhöht. Das Unternehmen mit Sitz in Sterlitamak verfügt über eine Zementkapazität von 1,8 Mio t und ist Marktführer in der russischen Republik Baschkortostan. Zur besseren Marktabdeckung haben wir außerdem einen neuen Schwimmterminal in St. Petersburg und einen Zementterminal in Rostow am Don in Betrieb genommen. Geschäftsbereich ZuschlagstoffeHauptmärkte von HeidelbergCement im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe sind die Tschechische Republik, Polen und Russland. Daneben sind wir auch in Rumänien, Ungarn, der Slowakei, der Ukraine und Kasachstan im Zuschlagstoffgeschäft tätig. In der zweiten Jahreshälfte 2013 ist ein deutlicher Aufwärtstrend in mehreren Ländern des Konzerngebiets erkennbar. Nach einem Rückgang des Zuschlagstoffabsatzes in der ersten Jahreshälfte um 11,5 %, stiegen die Lieferungen bis Ende 2013 um 2,4 % auf 19,6 (i.V.: 19,2) Mio t. Während der Zuschlagstoffabsatz in Rumänien und der Slowakei im zweistelligen Prozentbereich und in der Tschechischen Republik im einstelligen Prozentbereich sank, konnten wir in Polen, Russland, der Ukraine, Ungarn und vor allem in Kasachstan deutliche Mengenzuwächse erzielen. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zuschlagstoffe verringerte sich um 7,1 % auf 114 (i.V.: 123) Mio €. Im Bereich Zuschlagstoffe herrschte strikte Ausgabenkontrolle bei den Investitionen. Im Wesentlichen beschränkten sich diese auf die Eröffnung eines neuen Standorts in der Region Almaty, Kasachstan. Geschäftsbereich Beton-Service-SonstigesIm Transportbetongeschäft ist HeidelbergCement abgesehen von Russland in allen Ländern des Konzerngebiets tätig und verfügt über ein dichtes Netz an Werken. Unsere Hauptmarktgebiete liegen in der Tschechischen Republik und in Polen. Der Transportbetonabsatz in Osteuropa-Zentralasien verringerte sich 2013 gegenüber dem Vorjahr um 1,7 % auf 3,7 (i.V.: 3,8) Mio cbm. Während der Absatz von Transportbeton in Bosnien-Herzegowina, Ungarn, der Ukraine und Georgien im zweistelligen Prozentbereich zunahm, blieb er in Polen, Rumänien und der Slowakei deutlich unter dem Vorjahresniveau. Kasachstan und die Tschechische Republik verzeichneten ein moderates Absatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr. Mit 221 (i.V.: 238) Mio € nahm der Umsatz des Geschäftsbereichs Beton-Service-Sonstiges im Jahr 2013 um 7,3 % ab. Die Investitionen im Jahr 2013 beschränkten sich auf die Eröffnung von fünf Transportbetonwerken in Georgien sowie einem in der Tschechischen Republik. In Polen haben wir im Rahmen einer geografischen Neuausrichtung fünf Betonwerke verkauft. Umsatz und ErgebnisDer Umsatz im Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien nahm 2013 insgesamt um 6,9 % auf 1.337 (i.V.: 1.435) Mio € ab. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte ging er um 4,2 % zurück. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen lag mit 270 (i.V.: 319) Mio € um 15,3 % unter dem Vorjahr. Ohne Berücksichtigung von Währungs- und Konsolidierungseffekten betrug das Minus 13,3 %. Das operative Ergebnis sank um 21,8 % auf 150 (i.V.: 193) Mio €. Hier betrug der Rückgang bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte 20,0 %. Beim operativen Ergebnis vor Abschreibungen sowie dem operativen Ergebnis machten sich im Vergleich zum Vorjahr ausbleibende Erlöse aus dem Verkauf von Emissionsrechten in Höhe von 27 Mio € bzw. 13 Mio € bemerkbar. Wichtige Kennzahlen Osteuropa-Zentralasienscroll
Umsatz Osteuropa-Zentralasien 2013: 1.337 Mio €![]() NordamerikaDie Vereinigten Staaten und Kanada bilden das Konzerngebiet Nordamerika. In seinem größten Marktgebiet gehört HeidelbergCement zu den führenden Herstellern von Zement, Zuschlagstoffen, Transportbeton, Asphalt und Bauprodukten. Die US-Wirtschaft hat sich 2013 langsam aber stetig erholt. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte stiegen die Wachstumsraten getrieben vom privaten Konsum beträchtlich an. Aufgrund der deutlich schwächeren ersten Jahreshälfte, die stark vom US-Haushaltsstreit (Fiskalklippe) beeinträchtigt worden war, nahm das Bruttoinlandsprodukt 2013 insgesamt nur um 1,9 % zu, im Vergleich zu 2,8 % im Jahr 2012. Positive Konjunkturdaten lassen für 2014 einen weiteren Aufwärtstrend erwarten. Die Arbeitsmarktsituation hat sich im Berichtsjahr ebenfalls verbessert; die Arbeitslosenquote lag Ende 2013 bei 6,7 %. Die Bauwirtschaft legte 2013 insgesamt nur um 1,5 % zu, gegenüber 7,6 % im Vorjahr. Der Wohnungsbau stieg um 8,5 % und der Nichtwohnungsbau nahm maßgeblich aufgrund von Zuwächsen im Industrie- und Wirtschaftsbau um 9,3 % zu. Der öffentliche Bau hingegen sank um 3,0 %. Ursache sind geringere staatliche Investitionen wegen verzögerter Steuereinnahmen und Haushaltskonsolidierungen. Während Kanadas Bruttoinlandsprodukt 2013 um 2,0 % stieg, ging die Bauwirtschaft um 1,0 % zurück. Davon betroffen waren der Wohnungs- und Infrastrukturbau; der Nichtwohnungsbau blieb auf Vorjahresniveau. Geschäftsbereich ZementDer Zementverbrauch stieg in den USA 2013 um 4,5 % auf 82 Mio t. Für 2014 erwartet der amerikanische Zementverband PCA eine weitere deutliche Steigerung. In Kanada wird ein Rückgang des Zementverbrauchs um 9 %-10 % gegenüber dem Jahr 2012 erwartet. Der Zement- und Klinkerabsatz unserer Werke erzielte mit 12,5 (i.V.: 11,7) Mio t einen Zuwachs von 6,8 %. Den höchsten Mengenanstieg, im zweistelligen Bereich, verzeichnete die Region West. Durch die steigende Bautätigkeit der letzten Jahre, vor allem in Los Angeles und San Francisco, nahm auch die Zementnachfrage 2013 weiter zu. Die Region Süd erzielte ebenfalls erfreuliche Absatzzuwächse. Das gilt auch für unsere Werke in Kanada, wenngleich wetterbedingt in geringerem Umfang. Der lang andauernde Winter und anschließende heftige Regenfälle beeinträchtigen am stärksten die Region Nord, wo der Absatz nur leicht das Vorjahresniveau übertraf. Das Verkaufsvolumen unserer beiden Werke für Weißzement nahm im Berichtsjahr gegenüber 2012 im zweistelligen Bereich zu. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zement stieg wechselkursbedingt 2013 nur um 5,2 % auf 1.134 (i.V.: 1.078) Mio €; in US-Dollar nahm er um 8,7 % zu. Im Steinbruch des Werks Permanente in Cupertino, Kalifornien, wurde die Vorbrecheranlage verlegt und dabei weitgehend erneuert, um weitere Reserven zu erschließen. In allen Zementwerken der USA wurden Investitionen durchgeführt, um die neuen Emissionsnormen für Luftschadstoffe (National Emission Standards for Hazardous Air Pollutants, NESHAP) zu erfüllen, die im September 2015 in Kraft treten werden. Geschäftsbereich ZuschlagstoffeHeidelbergCement verfügt in den USA und im Westen Kanadas über ein dichtes Netz an Produktionsstätten für Sand, Kies und Hartgestein. Insgesamt lag deren Absatz mit 104,1 (i.V.: 104,5) Mio t nur um 0,3 % unter dem Vorjahr. Mit Ausnahme der Regionen West und Süd, wo teilweise zweistellige Zuwachsraten erzielt wurden, gingen die Lieferungen in den anderen Marktgebieten in den USA und in Kanada deutlich zurück. Hauptursachen dafür waren gesunkene staatliche Investitionen im Infrastrukturbereich und schlechte Wetterbedingungen im Norden der USA und in Kanada. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zuschlagstoffe stieg wechselkursbedingt nur leicht um 1,0 % auf 1.043 (i.V.: 1.032) Mio €. In US-Dollar betrug die Steigerungsrate 4,4 %. In der Region Kanada haben wir an den Standorten Sechelt und Villeneuve Produktions- bzw. Förderanlagen erneuert. Geschäftsbereich BauprodukteZum Geschäftsbereich Bauprodukte gehören unter anderem die Fertigung von Beton- und Druckrohren, Betonfertigteilen, Mauersteinen sowie Dachziegeln aus Beton. Die Entwicklung bei den Bauprodukten war 2013 zweigeteilt. Auf der einen Seite ließ die steigende Wohnungsbautätigkeit die Nachfrage nach Mauersteinen steigen. Auf der anderen Seite führte der Rückgang bei den Infrastrukturinvestitionen zu Einbußen bei den Beton- und Druckrohren, vor allem in Kanada. Der Absatz von Betonfertigteilen und Dachziegeln ging ebenfalls zurück. Zur Straffung der Geschäftsaktivitäten haben wir im Berichtsjahr sowohl in den USA als auch in Kanada mehrere Werke geschlossen und die Produktion auf benachbarte Standorte übertragen. Damit konnten wir die kosteneffiziente Belieferung unserer Märkte weiter sicherstellen. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Bauprodukte ging wechselkurs- und konsolidierungsbedingt - im Vorjahr haben wir uns von der Sparte Betonpflaster getrennt - um 11,7 % auf 639 (i.V.: 723) Mio € zurück. In US-Dollar sank der Umsatz um 8,7 %. Geschäftsbereich Beton-Service-SonstigesZu diesem Geschäftsbereich gehört insbesondere das Transportbeton- und Asphaltgeschäft. Während wir in unserem Konzerngebiet über ein ausgedehntes Netz an Transportbetonwerken verfügen, ist die Asphaltproduktion hauptsächlich auf New York und Pennsylvania sowie auf Kalifornien konzentriert. Die Transportbetonlieferungen gingen gegenüber dem Vorjahr um 3,3 % auf 5,9 (i.V.: 6,1) Mio cbm zurück. Ohne Konsolidierungseffekte lag der Absatz auf dem Niveau des Vorjahres. Deutliche Mengenzuwächse erzielte die Region Kanada, die von den lebhaften Aktivitäten der Öl- und Gasindustrie profitierte. Der Absatzrückgang ist unter anderem auf den Verkauf eines Transportbetonunternehmens in der Region Süd im dritten Quartal 2012 zurückzuführen. In der Region West haben wir ebenfalls im Vorjahr unsere Transportbetonaktivitäten im Raum Los Angeles restrukturiert, was Mengenrückgänge in diesem Jahr zur Folge hatte. Die schlechten Wetterbedingungen in der Region Nord ließen dort die Nachfrage nach Transportbeton deutlich sinken. Der Asphaltabsatz verringerte sich im Berichtsjahr um 11,2 % auf 3,0 (i.V.: 3,4) Mio t. Er spiegelt damit den allgemeinen Rückgang beim Infrastrukturbau und die gesunkenen staatlichen Investitionen in diesem Bereich wider. Der Gesamtumsatz des Geschäftsbereichs Beton-Service-Sonstiges ging 2013 um 4,1 % auf 955 (i.V.: 995) Mio € zurück. In US-Dollar war es ein leichtes Minus von 0,8 %. Umsatz und ErgebnisDer Gesamtumsatz des Konzerngebiets Nordamerika sank nach der Umrechnung in Euro um 1,0 % auf 3.407 (i.V.: 3.441) Mio €. Operativ, das heißt ohne Währungs- und Konsolidierungseffekte, stieg er um 3,4 %. Besonders stark wirkte sich dabei die Abschwächung des kanadischen Dollars gegenüber dem Euro aus. Dank unserer intensiven Kostensparmaßnahmen und Erfolge bei den verschiedenen Konzernprogrammen zur Effizienzsteigerung konnten wir das operative Ergebnis vor Abschreibungen um 6,2 % auf 607 (i.V.: 572) Mio € erhöhen; ohne Währungs- und Konsolidierungseffekte lag der Zuwachs bei 9,5 %. Trotz im Vergleich zum Vorjahr niedrigerer Gewinne aus dem Verkauf nicht mehr genutzter Steinbrüche in Kanada erreichte das operative Ergebnis mit 378 (i.V.: 322) Mio € ein Plus von 17,4 %; ohne Währungs- und Konsolidierungseffekte lag die Steigerungsrate bei 19,9 %. Wichtige Kennzahlen Nordamerikascroll
Umsatz Nordamerika 2013: 3.407 Mio €![]() Asien-PazifikDas Konzerngebiet Asien-Pazifik umfasst sieben asiatische Länder und Australien. In den meisten asiatischen Wachstumsländern liegt der Schwerpunkt auf der Zementproduktion. Insbesondere in Indonesien werden die Zementkapazitäten derzeit deutlich ausgebaut. In Malaysia, Hongkong und Indonesien hat HeidelbergCement eine starke Marktposition bei Zuschlagstoffen und Transportbeton. In Australien verfügen wir mit einem dichten Netz an Produktionsstätten über bedeutende Marktstellungen bei Transportbeton und Zuschlagstoffen. Außerdem halten wir mittlerweile eine 50 %-Beteiligung am größten Zementunternehmen Australiens. Die Schwellenländer Asiens setzten auch 2013 ihren Wachstumskurs fort, die wirtschaftliche Dynamik hat sich aber insgesamt abgeschwächt. Die chinesische Wirtschaft wuchs 2013 wie im Vorjahr um 7,7 % und hat damit ihr Expansionstempo gehalten. In Indien hat die Wirtschaft ihre Wachstumsschwäche noch nicht überwunden; in den vergangenen Quartalen betrug der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts jeweils weniger als 5 %. In Indonesien hat sich die Konjunktur aufgrund der rückläufigen Rohstoffpreise spürbar abgekühlt. Die Wirtschaftsleistung stieg 2013 nur noch um 5,8 % nach 6,2 % im Vorjahr. In Australien wird die gesamtwirtschaftliche Dynamik durch den nachlassenden Rohstoffboom gedämpft; 2013 ist das Bruttoinlandsprodukt um 2,8 % gestiegen. Die Aussicht auf reduzierte Anleihekäufe der US-Notenbank (Tapering) führte in einer Reihe von Ländern, insbesondere in Indonesien und Indien, zu einem Abzug von Kapital aus dem Ausland und zu einem drastischen Währungsverfall. Auch der australische Dollar hat sich 2013 deutlich abgeschwächt. Geschäftsbereich ZementDie Zement- und Klinkerlieferungen des Konzerngebiets Asien-Pazifik stiegen 2013 um insgesamt 6,5 % auf 31,9 (i.V.: 30,0) Mio t. Ohne Berücksichtigung des Konsolidierungseffekts aus der Aufstockung unseres Anteils an Cement Australia von 25 % auf 50 % belief sich der Anstieg auf 3,0 %. In unserem größten asiatischen Markt Indonesien stieg der inländische Zementverbrauch 2013 nach zweistelligen Zuwachsraten in den beiden Vorjahren um 5,5 %. Der Inlandsabsatz von Indocement erhöhte sich um 0,5 %. Darüber hinaus hat Indocement 2013 für sein stark expandierendes Transportbetongeschäft erstmals Zement importiert; unter Berücksichtigung dieser zusätzlichen Mengen stieg der Inlandsabsatz um 1,7 %. Das im Vergleich zum Zementinlandsverbrauch geringere Wachstum von Indocement ist durch den Eintritt von neuen Zementkapazitäten und gestiegene Importe bedingt, die zu Preisdruck im Markt geführt haben. Indocement hat sich zur Verteidigung seiner Margen entschieden, nicht mit Preissenkungen zu reagieren. Aufgrund erfolgreicher Preiserhöhungen lagen die Verkaufspreise von Indocement zum Jahresende 2013 spürbar über dem Vorjahresniveau. Da sich Indocement auf die Bedienung der inländischen Nachfrage konzentriert, blieben die margenschwächeren Exportlieferungen wie im Vorjahr auf sehr niedrigem Niveau. Insgesamt nahm der Zement- und Klinkerabsatz um 1,2 % auf 18,2 (i.V.: 18,0) Mio t zu. Unter Berücksichtigung der oben erwähnten für das Transportbetongeschäft importierten Zementmenge stieg der Zement- und Klinkerabsatz um 2,4 % auf 18,4 (i.V.: 18,0) Mio t. Absatzwachstum und Preiserhöhungen sowie eine Reihe von Maßnahmen zur Steigerung der Kosteneffizienz und Optimierung der Einkaufsaktivitäten führten zu einer Verbesserung von Umsatz und Ergebnis in Landeswährung. Aufgrund der nach wie vor vielversprechenden Wachstumsperspektiven in Indonesien setzt Indocement den Ausbau seiner Zementkapazität fort. Ende 2013 wurde der Bau einer zusätzlichen Zementmahlanlage im Werk Citeureup abgeschlossen und mit Testläufen begonnen. Die Mahlanlage mit einer Kapazität von 1,9 Mio t wird voraussichtlich noch im März 2014 in Betrieb genommen. Darüber hinaus haben wir mit dem weiteren Ausbau des Werks Citeureup begonnen. Anfang Oktober 2013 erfolgte die Grundsteinlegung für den Bau einer neuen integrierten Produktionslinie mit einer Zementkapazität von 4,4 Mio t, die bis 2015 fertig gestellt werden soll. In China ist HeidelbergCement mit den beiden Gemeinschaftsunternehmen China Century Cement und Jidong Heidelberg Cement Company in den Provinzen Guangdong und Shaanxi vertreten. Im Jahr 2013 verzeichneten beide Provinzen aufgrund der wieder erstarkten Investitionen in Infrastruktur- und Wohnungsbauprojekte eine deutliche Zunahme des Zementverbrauchs. Der konsolidierte Absatz unserer Gemeinschaftsunternehmen stieg um 2,9 % auf 6,4 (i.V.: 6,2) Mio t. Die Zementpreise lagen in beiden Provinzen unter dem Vorjahresniveau, haben sich aber im Jahresverlauf deutlich erholt. Trotz des Rückgangs der Verkaufserlöse hat sich die Ergebnissituation aufgrund der gesunkenen Kohlepreise insgesamt verbessert. In Indien wurden die Bauaktivitäten und die Zementnachfrage weiterhin durch die anhaltende Zurückhaltung der Regierung bei Infrastrukturprojekten und das hohe Zinsniveau beeinträchtigt. Darüber hinaus wirkten sich auch die starken Regenfälle in den Monaten Juni bis August sowie gesetzliche Restriktionen bei der Sandförderung negativ auf die Bautätigkeit aus. Im Jahr 2013 verharrte der inländische Zementverbrauch daher auf dem Vorjahresniveau. Dennoch stiegen die Lieferungen unserer indischen Zementwerke deutlich um 24,7 %. Hierzu trug insbesondere die Erweiterung unserer Zementkapazitäten in Zentralindien um 2,9 Mio t bei. Nach erfolgreichen Testläufen von November 2012 bis Januar 2013 haben wir die neuen Anlagen in den Werken Damoh im Bundesstaat Madya Pradesh und Jhansi im Bundesstaat Uttar Pradesh im Februar 2013 offiziell in Betrieb genommen. Am 3. Januar 2014 wurde der 2013 eingeleitete Verkauf des Zementmahlwerks Raigad im westindischen Bundesstaat Maharashtra abgeschlossen. HeidelbergCement verfügt nun in Indien über eine Gesamtkapazität von 5,6 Mio t Zement jährlich. In Bangladesh blieb unser Absatz aufgrund politischer Unruhen, zahlreicher Streiks und des frühen Monsuns spürbar hinter dem Vorjahr zurück. Höhere Verkaufspreise und Kosteneinsparungen führten jedoch zu einer erfreulichen Ergebnisverbesserung. Auch im Sultanat Brunei waren unsere Zementlieferungen deutlich rückläufig; hier wurden mehrere große Wohnungsbauprojekte abgeschlossen. Mit neuen Projekten wurde noch nicht begonnen. In Australien lag die Absatzmenge des quotal konsolidierten Zementunternehmens Cement Australia aufgrund der heftigen Regenfälle und Überschwemmungen an der Ostküste knapp unter dem Vorjahresniveau. HeidelbergCement hat im März über seine Tochtergesellschaft Hanson Australia weitere 25 % der Anteile an Cement Australia von Holcim übernommen und damit seinen Anteil am größten australischen Zementhersteller auf 50 % aufgestockt. Im zweiten Quartal 2014 soll in Port Kembla ein neues Mahlwerk mit einer Kapazität von 1,1 Mio t in Betrieb gehen. Die Testmahlungen haben im Februar 2014 begonnen. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zement stieg aufgrund der negativen Währungseffekte nur um 1,3 % auf 2.054 (i.V.: 2.029) Mio €. Geschäftsbereich ZuschlagstoffeIm Geschäftsbereich Zuschlagstoffe ist HeidelbergCement in Australien, Malaysia, Indonesien und Hongkong vertreten. Im Jahr 2013 erzielten unsere Zuschlagstoffaktivitäten mit einem Mengenzuwachs um 4,9 % einen Rekordabsatz von insgesamt 38,8 (i.V.: 37,0) Mio t. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten belief sich der Absatzanstieg auf 4,4 %. In Australien, unserem weitaus größten Zuschlagstoffmarkt in diesem Konzerngebiet, verzeichneten wir insbesondere in den Großräumen Sydney und Perth sowie in den Bergbaugebieten in Nordwestaustralien und Queensland eine starke Nachfrage. Mengeneinbußen in Victoria und Tasmanien konnten mehr als ausgeglichen werden. Neben den Absatzzuwächsen trugen auch moderate Preiserhöhungen zu einem erfreulichen Umsatzanstieg in Landeswährung bei. Während unsere Lieferungen in Malaysia auf dem hohen Vorjahresniveau lagen, erzielten unsere Zuschlagstoffaktivitäten in Indonesien und Hongkong beträchtliche Mengenzuwächse. Sowohl in Malaysia als auch in Indonesien konnte das Preisniveau deutlich verbessert werden. Trotz der operativ guten Entwicklung ging der Umsatz des Geschäftsbereichs Zuschlagstoffe aufgrund der negativen Wechselkurseffekte um 3,7 % auf 571 (i.V.: 592) Mio € zurück. Geschäftsbereich BauprodukteMit zwei modernen Betonfertigteilwerken im Großraum Sydney gehören wir zu den am besten diversifizierten Fertigteilherstellern in Australien. Aufgrund der guten Absatz- und Preisentwicklung nahm der Umsatz des Geschäftsbereichs Bauprodukte um 5,4 % auf 28 (i.V.: 26) Mio € zu. Geschäftsbereich Beton-Service-SonstigesIm Transportbetongeschäft ist HeidelbergCement in Australien, Malaysia, Indonesien und China tätig. In Malaysia verfügen wir über bedeutende Asphaltaktivitäten. In Australien betreiben wir nach dem Verkauf des Asphaltgeschäfts im Jahr 2009 nur noch ein Asphaltwerk. Die Transportbetonlieferungen stiegen insgesamt um 11,9 % auf 12,4 (i.V.: 11,1) Mio cbm. Hierzu trug insbesondere Indonesien mit einem Zuwachs um über 25 % bei. Aufgrund der anhaltend guten Wachstumsaussichten hat Indocement sein Transportbetongeschäft gestärkt und sechs neue Werke und mehr als 200 Fahrmischer in Betrieb genommen. Auch Malaysia erzielte dank des robusten Wachstums im Wohnungs- und Infrastrukturbau einen Mengenzuwachs im zweistelligen Prozentbereich. In Australien lagen unsere Transportbetonlieferungen leicht über dem Vorjahr. In China erzielten wir insgesamt einen erfreulichen Absatzanstieg. Mengeneinbußen in Hongkong wurden durch Zuwächse in der Provinz Guangdong mehr als ausgeglichen. Der Absatz der Asphaltsparte stieg dank der starken Nachfrage aus dem Infrastrukturbereich in Malaysia um 16,1 % auf 2,2 (i.V.: 1,9) Mio t. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Beton-Service-Sonstiges nahm wechselkursbedingt um 1,2 % auf 1.198 (i.V.: 1.213) Mio € ab. Umsatz und ErgebnisDer Umsatz des Konzerngebiets Asien-Pazifik ging um 1,7 % auf 3.419 (i.V.: 3.477) Mio € zurück. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten ergab sich jedoch ein Anstieg um 5,2 %. Der negative Währungseffekt in Höhe von 352 Mio € resultiert aus der drastischen Abschwächung der indonesischen Rupiah, der indischen Rupie und des australischen Dollars gegenüber dem Euro. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 4,8 % auf 845 (i.V.: 887) Mio €. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten wurde ein Zuwachs um 2,0 % erzielt. Das operative Ergebnis ging um 6,3 % auf 686 (i.V.: 732) Mio € zurück. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten nahm es um 0,7 % zu. Wichtige Kennzahlen Asien-Pazifikscroll
Umsatz Asien-Pazifik 2013: 3.419 Mio €![]() Afrika-MittelmeerraumIn Afrika ist HeidelbergCement in neun Ländern südlich der Sahara vertreten und produziert dort fast ausschließlich Zement. Unsere Standorte im Mittelmeerraum befinden sich in Spanien, Israel und der Türkei. In Spanien und Israel stellt HeidelbergCement hauptsächlich Zuschlagstoffe und Transportbeton her. In der Türkei zählt unser Joint Venture Akçansa zu den führenden Zementherstellern des Landes; darüber hinaus ist Akçansa auch im Transportbeton- und Zuschlagstoffgeschäft tätig. Die afrikanischen Staaten südlich der Sahara profitieren von der aufstrebenden Rohstoffindustrie und verzeichnen weiterhin eine anhaltend robuste Wirtschaftsentwicklung und lebhafte Bauaktivitäten. Solides Wirtschaftswachstum, steigende Bevölkerungszahlen, Urbanisierung und Infrastrukturmaßnahmen sind in diesen Ländern die Haupttreiber für einen Anstieg der Bautätigkeit und Zementnachfrage. In der Türkei haben sich die Konjunktur und die Bauwirtschaft nach der Schwächephase des Vorjahres belebt. Schwachpunkte sind allerdings das hohe Leistungsbilanzdefizit und der Wertverlust der türkischen Währung. 2013 dürfte die türkische Wirtschaft um etwa 3,8 % gewachsen sein. In Spanien ist die Wirtschaft nach mehr als zwei Jahren Rezession im dritten und vierten Quartal erstmals wieder minimal gewachsen; im Gesamtjahr 2013 sank die Wirtschaftsleistung um 1,2 %. Die dramatisch hohe Arbeitslosigkeit, die anhaltende Immobilienkrise sowie insbesondere die Sparpakete der Regierung und der regionalen Verwaltungen, die eine empfindliche Kürzung der Infrastrukturausgaben zur Folge hatten, haben die Baustoffnachfrage in Spanien nochmals deutlich sinken lassen. Israel verzeichnete 2013 wie im Vorjahr ein Wirtschaftswachstum von 3,4 % und eine rege Bautätigkeit, die vor allem vom Wohnungsbau und Infrastrukturmaßnahmen angetrieben wurde. Geschäftsbereich ZementIn den afrikanischen Ländern, in denen HeidelbergCement tätig ist, stieg der Zementverbrauch im Jahr 2013 im Durchschnitt um fast 7 %. Unsere Zement- und Mahlwerke erzielten bei unterschiedlicher Entwicklung in den einzelnen Märkten insgesamt einen soliden Anstieg des Zementabsatzes. Hierzu trugen insbesondere Togo, aber auch unser Hauptmarkt Ghana sowie Liberia und die Demokratische Republik Kongo bei. Insgesamt erhöhten sich die Zementlieferungen unserer afrikanischen Tochtergesellschaften um 5,2 % auf 6,6 (i.V.: 6,2) Mio t. Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbsdrucks, insbesondere durch Importe, gingen die Verkaufspreise in einigen Ländern leicht zurück. Bedingt durch negative Wechselkurseffekte blieben Umsatz und Ergebnis unserer afrikanischen Zementaktivitäten leicht unter dem Vorjahresniveau. Aufgrund der guten Wachstumsaussichten baut HeidelbergCement seine Aktivitäten in Afrika weiter aus. In Liberia haben wir im Juni 2013 eine neue Zementmühle mit einer Kapazität von 0,5 Mio t in Betrieb genommen. Auch in Tansania erweitern wir die Zementproduktionskapazität durch die Errichtung einer neuen Zementmühle in unserem Werk Tanzania Portland Cement. Die Inbetriebnahme der Mühle mit einer Kapazität von 0,7 Mio t ist für Ende 2014 geplant und wird unsere Zementkapazität in Tansania auf 2 Mio t erhöhen. In der zweiten Jahreshälfte 2014 soll in Burkina Faso ein neues Zementmahlwerk mit einer Kapazität von 650.000 t in der Nähe der Hauptstadt Ouagadougou in Betrieb gehen. In Ghana führen wir nach dem Ausbau der Kapazität im Mahlwerk Tema ein ähnliches Projekt am Standort Takoradi durch. Mit der für Ende 2014 vorgesehenen Inbetriebnahme einer neuen Zementmühle im Mahlwerk Takoradi mit einer Kapazität von 0,8 Mio t werden wir in Ghana über eine Zementmahlkapazität von 4,4 Mio t verfügen. In Togo planen wir, unser neues Klinkerwerk mit einer Jahreskapazität von 1,5 Mio t Ende 2014 in Betrieb zu nehmen. Es liegt nahe der Stadt Tabligbo, rund 80 km nordöstlich der Hauptstadt Lomé. Wir bauen außerdem eine Zementmahlanlage mit einer Kapazität von 200.000 t im Norden des Landes, deren Inbetriebnahme für 2016 geplant ist. Ferner prüfen wir die Optionen für Kapazitätserweiterungen in anderen afrikanischen Ländern. In der Türkei haben die Bauaktivitäten und die Zementnachfrage dank neuer Infrastrukturprojekte wie Brücken- und Autobahnbau wieder angezogen. Für 2013 wird mit einem deutlichen Wachstum des Zementverbrauchs um rund 8 % gerechnet. Der Zementinlandsabsatz unseres Joint Ventures Akçansa nahm um über 16 % zu. Demgegenüber gingen die Zement- und Klinkerexporte deutlich zurück. Alles in allem stieg der Zement- und Klinkerabsatz von Akçansa um 2,5 % auf 7,7 Mio t (konsolidierte Menge: 3,1 Mio t). Aufgrund des starken Inlandsmarkts konnten die Zementpreise im Jahresverlauf deutlich erhöht werden. Insgesamt nahm der Zement- und Klinkerabsatz im Konzerngebiet Afrika-Mittelmeerraum um 4,3 % auf 9,6 (i.V.: 9,2) Mio t zu. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zement ging um 4,1 % auf 791 (i.V.: 825) Mio € zurück. Geschäftsbereich ZuschlagstoffeIm Geschäftsbereich Zuschlagstoffe ist HeidelbergCement in Spanien, Israel und der Türkei tätig. Insgesamt nahmen die Zuschlagstofflieferungen des Konzerngebiets um 8,7 % auf 12,5 (i.V.: 13,7) Mio t ab. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der anhaltend schwachen Bautätigkeit in Spanien, wo unsere Zuschlagstoffaktivitäten unter der weiteren Kürzung der öffentlichen Mittel für Infrastrukturmaßnahmen litten. Auch in Israel blieb unser Zuschlagstoffabsatz unter dem Vorjahresniveau, aber der Rückgang wurde durch Preiserhöhungen mehr als ausgeglichen. In der Türkei verzeichneten unsere Zuschlagstofflieferungen einen leichten Anstieg. Erfolgreiche Preiserhöhungen führten zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zuschlagstoffe stieg um 3,1 % auf 90 (i.V.: 87) Mio €. Geschäftsbereich Beton-Service-SonstigesHeidelbergCement verfügt in diesem Konzerngebiet über bedeutende Transportbetonaktivitäten in Spanien, Israel und der Türkei. Die Asphaltsparte hingegen ist nur in Israel vertreten. Die Transportbetonlieferungen verminderten sich 2013 um 0,6 % auf 4,9 (i.V.: 4,9) Mio cbm. Während Israel einen erfreulichen Absatzzuwachs erzielte und die Türkei nur leicht unter dem Vorjahresniveau blieb, litten unsere spanischen Transportbetonaktivitäten unter deutlichen Mengeneinbußen. Aufgrund der schwachen Bauaktivitäten in Spanien war eine weitere Anpassung unserer Transportbetonkapazitäten erforderlich. Unsere israelischen Transportbetonwerke profitierten von der starken Nachfrage aus dem Wohnungsbau und Infrastrukturbereich. Die Asphaltsparte in Israel verzeichnete einen Absatzrückgang um 5,5 %. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Beton-Service-Sonstiges stieg insgesamt um 5,3 % auf 315 (i.V.: 299) Mio €. Umsatz und ErgebnisInsgesamt nahm der Umsatz des Konzerngebiets Afrika-Mittelmeerraum leicht um 0,7 % auf 1.143 (i.V.: 1.135) Mio € zu. Operativ, d.h. ohne Berücksichtigung von Währungseffekten, belief sich der Anstieg auf 6,5 %; Konsolidierungseffekte waren keine zu verzeichnen. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen lag mit 212 (i.V.: 204) Mio € um 4,4 % über dem Vorjahresniveau; ohne Berücksichtigung von Währungseffekten betrug der Zuwachs 11,9 %. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 5,0 % auf 174 (i.V.: 166) Mio €; ohne Berücksichtigung von Währungseffekten belief sich der Anstieg auf 13,5 %. Das Ergebnis wurde 2013 durch Restrukturierungsaufwendungen in Gabun beeinträchtigt. Wichtige Kennzahlen Afrika-Mittelmeerraumscroll
Umsatz Afrika-Mittelmeerraum 2013: 1.143 Mio €![]() KonzernserviceDer Konzernservice umfasst die Aktivitäten unseres Tochterunternehmens HC Trading, das zu den größten internationalen Handelsgesellschaften für Zement und Klinker zählt. Das Unternehmen ist zum einen zuständig für den Seetransport von Zement, Klinker und sonstigen Baustoffen, die von den HeidelbergCement-Werken erzeugt werden, zum anderen für den Kauf und die Lieferung von Kohle und Petrolkoks ebenfalls auf dem Seeweg an eigene Standorte und an andere Zementunternehmen weltweit. Dank des weltweiten Handelsnetzes von HC Trading mit Mitarbeitern aus 20 Ländern, strategisch wichtigen Niederlassungen in Malta, Istanbul, Singapur, Shanghai und Dubai sowie Repräsentanzen in Südamerika, Großbritannien und Bangladesh können wir die Kapazitätsauslastung unserer Werke besser steuern und die Überschussproduktion aus einem Land in ein anderes mit hoher Nachfrage an Zement und Klinker liefern. Im Berichtsjahr konnte HC Trading das Handelsvolumen und den Umsatz auf 18,5 (i.V.: 14,6) Mio t bzw. 941 (i.V.: 828) Mio € steigern. Dabei erfolgten 11 % der Lieferungen konzernintern, während 89 % an andere internationale Unternehmen gingen, die unsere wettbewerbsfähige, effiziente und weltumspannende Handelsstruktur nutzen. Unsere Lieferungen von Zement, Klinker und sonstigen Baustoffen, wie Kalk und Trockenmörtel, stiegen 2013 um 28,5 % auf 13,6 (i.V.: 10,6) Mio t. Die größten Mengen gingen nach Afrika, Bangladesh und Saudi Arabien. Die wichtigsten Lieferländer waren die Türkei, Vietnam und Taiwan. Der internationale Handel mit Kohle und Petrolkoks stieg im Berichtsjahr um 21,1 % auf 4,9 (i.V.: 4,1) Mio t. Hauptabnehmer war neben den konzerneigenen Zementwerken die Zementindustrie weltweit. Im Berichtsjahr belieferten wir Kunden in Afrika, Europa, dem Nahen Osten, in Südostasien sowie in Nord- und Südamerika. Insgesamt transportierten 2013 mehr als 1.100 Schiffe die Waren hauptsächlich auf den wichtigsten Seerouten Asiens, des Mittelmeerraums und Kontinentaleuropas zu ihren Bestimmungsorten in Afrika, dem Nahen Osten und Südamerika. HC Trading ist dank ausgefeilter Logistik in der Lage, schnell auf sich verändernde Marktbedingungen zu reagieren. Umsatz und ErgebnisDer Umsatz im Bereich Konzernservice nahm um 13,6 % auf 941 (i.V.: 828) Mio € zu. Ohne Berücksichtigung von Währungseffekten lag der Anstieg bei 17,4 %. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen verringerte sich leicht um 3,2 % auf 21 (i.V.: 22) Mio €. Grund für diesen Rückgang waren ein hoher Wettbewerbsdruck bei den Zementlieferungen und auf den Märkten für feste Brennstoffe. Außerdem haben stark steigende Frachtraten im vierten Quartal die Margen sinken lassen. Das operative Ergebnis verringerte sich in gleicher Größenordnung auf 21 (i.V.: 22) Mio €. Wichtige Kennzahlen Konzernservicescroll
Aufgegebene GeschäftsbereicheDas Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen enthält Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen bei US-amerikanischen Tochtergesellschaften der 2007 übernommenen Hanson-Gruppe. Das Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen belief sich im Geschäftsjahr auf 98 (i.V.: 89) Mio €. Im zweiten Quartal des Berichtsjahres konnte das Unternehmen aufgrund eines Urteils des Obersten Gerichtshofs in Kalifornien Erstattungsansprüche gegen Erstversicherer ertragswirksam erfassen. Die Erstattungsansprüche erhöhten sich um 195 Mio € auf 324 (i.V.: 129) Mio €. Dadurch stiegen die Ertragsteuern um 31 Mio € auf 65 (i.V.: 34) Mio €. Rückläufig waren hingegen die Aufwendungen insbesondere durch die um 36 Mio € auf 37 (i.V.: 73) Mio € gesunkene Bildung von Rückstellungen für Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen. KapitalflussrechnungAuszahlungen für strategische Investitionen und die Kartellstrafe in Deutschland prägten die Kapitalflussrechnung des Geschäftsjahres 2013. Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit sank um 443 Mio € auf 1.057 (i.V.: 1.513) Mio €. Hierbei wirkten sich insbesondere der gestiegene Verbrauch von Rückstellungen aufgrund der Auszahlung von 161 Mio € für den im zweiten Quartal 2013 vom Bundesgerichtshof rechtskräftig bestätigten Bußgeldbescheid für Kartellverstöße der Jahre 1990 bis 2002 aus. Darüber hinaus führten um 77 Mio € auf 406 (i.V.: 328) Mio € gestiegene Zahlungen für Ertragsteuern sowie um 17 Mio € auf 15 (i.V.: 32) Mio € gesunkene Einzahlungen aus Dividenden zu einer Verminderung des Mittelzuflusses aus operativer Geschäftstätigkeit. Die Einzahlungen für Zinsen verminderten sich um 26 Mio € auf 104 (i.V.: 130) Mio €. Positiv wirkten sich um 127 Mio € auf 638 (i.V: 765) Mio € gesunkene Zinszahlungen aus. Trotz höherer Nettofinanzschulden konnten die Zinssätze im Rahmen der Refinanzierung der zurückgezahlten 750 Mio US$ Anleihe deutlich gesenkt werden. Positiv auf die Liquidität wirkten sich die um 27 Mio € auf 193 (i.V.: 166) Mio € gestiegenen Einzahlungen aus dem Working Capital aus. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit erhöhte sich um 516 Mio € auf 1.098 (i.V.: 582) Mio €. Die zahlungswirksamen Investitionen nahmen hierbei um 448 Mio € auf 1.314 (i.V.: 866) Mio € zu. Diese betrafen hauptsächlich Investitionen in Sachanlagen sowie in sonstige Finanzanlagen, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang der Erwerb von weiteren 25 % an dem australischen Zementhersteller Cement Australia. Bei den ebenfalls gestiegenen Investitionen in Tochterunternehmen und sonstige Geschäftseinheiten ist insbesondere der Erwerb der restlichen 50 % der Anteile an Midland Quarry Products Limited (MQP), Großbritannien, zu nennen. Auf Investitionen zur Erhaltung und Optimierung unserer Kapazitäten entfielen 508 (i.V.: 490) Mio € und auf Kapazitätserweiterungen 806 (i.V.: 376) Mio €. Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich in der Berichtsperiode ein Mittelzufluss in Höhe von 262 (i.V.: Mittelabfluss von -1.262) Mio €. Die Aufnahme und Tilgung von Anleihen und Krediten beinhaltet vor allem die Emission von drei neuen Anleihen über 75 Mio €, 300 Mio € und 500 Mio €. Deren Erlöse dienten zur Refinanzierung bestehender Bankschulden und zur Refinanzierung der im März zurückgezahlten 750 Mio US$-Anleihe. Die 75 Mio € Anleihe wurde im Berichtsjahr bereits wieder zurückgezahlt. Darüber hinaus sind im Mittelzufluss Inanspruchnahmen der syndizierten Kreditfazilität sowie die Rückzahlung mehrerer Schuldscheindarlehen enthalten. Im Vorjahr wurde im Wesentlichen neben der Rückzahlung einer im Januar 2012 fällig gewordenen Anleihe von 1 Mrd € eine Euroanleihe mit einem Emissionsvolumen von 300 Mio € begeben. Die Veränderung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betrifft überwiegend Zuflüsse aus emittierten Commercial Papers. In den Mittelabflüssen aus der Erhöhung von Anteilen an Tochterunternehmen um 110 (i.V.: 2) Mio € wird die Aufstockung der Beteiligung am russischen Zementunternehmen CJSC "Construction Materials" von 51 % auf 100 % gezeigt. Dividendenzahlungen führten zu einem Mittelabfluss von 182 (i.V.: 134) Mio €, hierbei entfielen auf Dividendenzahlungen der HeidelbergCement AG 88 (i.V.: 66) Mio €. HeidelbergCement war im Geschäftsjahr 2013 jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Konzern-Kapitalflussrechnung (Kurzfassung)scroll
InvestitionenStrikte Ausgabendisziplin im Investitionsbereich war auch im Geschäftsjahr 2013 ein wesentlicher Eckpfeiler unseres straffen und konsequenten Cash-Managements. Allerdings haben wir speziell bei den Finanzanlagen sich uns bietende Gelegenheiten ergriffen, um strategisch wichtige Investitionen mit niedrigem Risikoprofil zu tätigen. Die zahlungswirksamen Investitionen stiegen dadurch im Berichtsjahr auf insgesamt 1.314 (i.V.: 866) Mio € und lagen damit deutlich über unserem Zielwert von 1,1 Mrd €. Auf Sachanlageinvestitionen (einschließlich der immateriellen Vermögenswerte) entfielen 936 (i.V.: 831) Mio €. Die Investitionen in Finanzanlagen und sonstige Geschäftseinheiten betrugen 377 (i.V.: 35) Mio €. Die Investitionen in Sachanlagen betrafen zum einen Erhaltungs-, Optimierungs- und Umweltschutzmaßnahmen in unseren Produktionsstätten sowie zahlreiche Projekte zur Verbesserung der Energieeffizienz und des Umweltschutzes in allen Konzerngebieten. So haben wir beispielsweise zwei hochmoderne Kalköfen mit hoher Energieeffizienz in unseren beiden deutschen Kalkwerken in Betrieb genommen, die Nutzung von festen Sekundärbrennstoffen in unseren britischen Zementwerken optimiert und in allen Zementwerken in den USA Investitionen durchgeführt, um die neuen Emissionsnormen für Luftschadstoffe (National Emission Standards for Hazardous Air Pollutants, NESHAP) zu erfüllen, die im September 2015 in Kraft treten werden. Um die Belieferung der Märkte in Russland zu optimieren, haben wir einen Schwimmterminal in St. Petersburg und einen Zementterminal in Rostow am Don in Betrieb genommen. Zum anderen haben wir auch 2013 gezielt Investitionen in den Konzerngebieten Asien-Pazifik und Afrika-Mittelmeerraum sowie in Zentralasien vorgenommen, um den Grundstein für künftiges Wachstum zu legen. Größere Expansionsprojekte im Konzerngebiet Asien-Pazifik betrafen die Erweiterung unserer Zementkapazitäten in Zentralindien um 2,9 Mio t, die Errichtung einer weiteren Zementmahlanlage im indonesischen Werk Citeureup mit einer Kapazität von 1,9 Mio t, den Bau einer neuen integrierten Produktionslinie ebenfalls am Standort Citeureup mit einer Zementkapazität von 4,4 Mio t sowie die Errichtung eines neuen Zementmahlwerks mit einer Kapazität von 1,1 Mio t in der australischen Hafenstadt Port Kembla. Zu den bedeutendsten Investitionsprojekten in Afrika zählen der Neubau eines Klinkerwerks in Togo mit einer Kapazität von 1,5 Mio t und der Ausbau unserer Zementmahlkapazitäten in Tansania, Ghana, Togo und Burkina Faso um insgesamt 2,4 Mio t. In Zentralasien ist der Neubau des Werks CaspiCement in Kasachstan mit einer Kapazität von 0,8 Mio t zu nennen. Bei den Investitionen in Finanzanlagen und sonstige Geschäftseinheiten handelt es sich neben kleineren arrondierenden Beteiligungszukäufen im Wesentlichen um den Erwerb von weiteren 25 % der Anteile an dem australischen Zementunternehmen Cement Australia und der restlichen 50 % an der bisher quotal konsolidierten Gesellschaft Midland Quarry Products, Großbritannien. Investitionenscroll
Insgesamt haben im Jahr 2013 mit der Inbetriebnahme der neuen Anlagen in Zentralindien und weiterer Mahlkapazitäten in Afrika sowie der Fertigstellung einer zusätzlichen Mahlanlage im indonesischen Werk Citeureup Zementanlagen mit einer Kapazität von über 5 Mio t die Produktion aufgenommen bzw. Testläufe begonnen. Darüber hinaus haben wir mit der Aufstockung unseres Anteils an Cement Australia unsere Zementkapazitäten in Australien auf über 2 Mio t verdoppelt. Sachanlageinvestitionen nach Geschäftsbereichen 2013![]() KonzernbilanzDie Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2013 um 1.142 Mio € auf 26.866 (i.V.: 28.008) Mio € gesunken. Die langfristigen Aktiva verminderten sich um 886 Mio € auf 22.092 (i.V.: 22.978) Mio €. Zum Rückgang des Anlagevermögens um 1.112 Mio € auf 21.134 (i.V.: 22.246) Mio € trugen insbesondere Wechselkurseffekte in Höhe von 1.392 Mio €, Wertminderungen in Höhe von 198 Mio €, Abgänge aus Verkäufen von Tochterunternehmen, sonstigen Geschäftseinheiten und sonstigen Sachanlagen in Höhe von 86 Mio € sowie Umgliederungen in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte in Höhe von 20 Mio € bei. Sachanlagenzugängen in Höhe von 939 Mio € standen 787 Mio € an Abschreibungen gegenüber. Die sonstigen langfristigen Forderungen erhöhten sich um 266 Mio € auf 534 (i.V.: 268) Mio €, insbesondere aufgrund der Aktivierung von Forderungen gegen Versicherer aus Schadenersatzverpflichtungen im Zusammenhang mit aufgegebenen Geschäftsbereichen sowie aus der Bewertung des Fondsvermögens aus leistungsorientierten Pensionsplänen. Die kurzfristigen Aktiva verminderten sich um 271 Mio € auf 4.743 (i.V.: 5.014) Mio €. Die Vorräte reduzierten sich vor allem wechselkursbedingt um 114 Mio € auf 1.511 (i.V.: 1.625) Mio €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken um 178 Mio € auf 1.241 (i.V.: 1.419) Mio €. Dies ist hauptsächlich auf Wechselkursveränderungen in Höhe von -113 Mio € zurückzuführen. Zudem ist es gelungen, durch aktives Forderungsmanagement den Eingang der Zahlungen von unseren Kunden weiter zu beschleunigen. Die Veränderung der liquiden Mittel wird im Abschnitt Kapitalflussrechnung auf Seite 69 f. erläutert. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital um 1.126 Mio € auf 12.582 (i.V.: 13.708) Mio € vermindert. Hierzu trugen im Wesentlichen Wechselkursveränderungen in Höhe von -1.936 Mio €, Dividendenzahlungen von insgesamt -182 Mio € sowie Änderungen von Anteilen an Tochterunternehmen in Höhe von -112 Mio € bei. Positiv wirkten sich insbesondere der Jahresüberschuss von 945 Mio €, die Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen in Höhe von 139 Mio € sowie die Veränderung des Marktwerts von Cash Flow Hedges und Available-for-sale-Finanzinstrumenten in Höhe von insgesamt 21 Mio € aus. Die Eigenkapitalveränderungsrechnung wird auf den Seiten 162/163 detailliert dargestellt. Die Zunahme der verzinslichen Verbindlichkeiten um 492 Mio € auf 9.065 (i.V.: 8.573) Mio € ist im Wesentlichen auf gegenläufige Effekte zurückzuführen. Die Anleiheverbindlichkeiten stiegen trotz Rückzahlung der 750 Mio US$ Anleihe aufgrund der Begebung von drei neuen Anleihen. Die Bankverbindlichkeiten reduzierten sich leicht durch Ziehungen im Rahmen der syndizierten Kreditfazilität und Rückzahlung mehrerer Schuldscheindarlehen. Die sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten erhöhten sich überwiegend durch die Emission von Commercial Papers. Die Verringerung der Rückstellungen um 300 Mio € auf 2.122 (i.V.: 2.422) Mio € ist im Wesentlichen auf Wechselkurseffekte, gestiegene Diskontierungssätze sowie die Zahlung der deutschen Kartellstrafe in Höhe von 161 Mio € zurückzuführen. Der Rückgang der Pensionsrückstellungen um 155 Mio € betrifft vor allem die erfolgsneutrale Neubewertung von leistungsorientierten Plänen (versicherungsmathematische Verluste), die im sonstigen Ergebnis erfasst sind. Der Rückgang der operativen Verbindlichkeiten um 68 Mio € auf 2.578 (i.V.: 2.646) Mio € betrifft vor allem Wechselkurseffekte in Höhe von -175 Mio €, während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wechselkursbereinigt um 140 Mio € gestiegen sind. Im Geschäftsjahr 2013 erhöhte sich das Verhältnis von Nettofinanzschulden zu Eigenkapital (Gearing) um 8,4 Prozentpunkte auf 59,7 % (i.V.: 51,3 %). Dazu haben neben der Erhöhung der Nettoverschuldung um 476 Mio € auf 7.523 (i.V.: 7.047) Mio €, wovon 165 Mio € wechselkursbedingt sind, insbesondere die Wechselkurseffekte im Eigenkapital beigetragen. Konzern-Bilanz (Kurzfassung)scroll
Finanzkennzahlenscroll
1)
Werte wurden angepasst KapitaleffizienzZiel von HeidelbergCement ist es, einen ROCE (Return on Capital Employed) von 19 % bis 20 % zu erwirtschaften. In den Konzerngebieten Asien-Pazifik und Afrika-Mittelmeerraum wurde das ROCE-Ziel 2013 deutlich übertroffen. West- und Nordeuropa sowie Nordamerika konnten sich im Vergleich zum Vorjahr zwar verbessern, lagen aber unter diesem Ziel. Ursache ist vor allem die im Vergleich zum Niveau vor der Finanzkrise immer noch relativ schwache Bautätigkeit in Großbritannien und den USA. Der ROCE des Konzerngebiets Osteuropa-Zentralasien verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr und lag ebenfalls unter dem Zielkorridor. Grund ist der Ergebnisrückgang in einigen osteuropäischen Ländern. In Bezug auf den ROIC (Return on Invested Capital) wollen wir mindestens die gewichteten Kapitalkosten (WACC) verdienen, die Ende des Jahres bei 8,7 % lagen. Der ROIC von HeidelbergCement verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 6,18 %. Konzern-FinanzmanagementFinanzierungsgrundsätze und -zieleZiel der externen Finanzierung und Liquiditätssicherung ist es, eine ausreichende Liquidität des Konzerns zu jeder Zeit sicherzustellen. Die Krise an den internationalen Kapitalmärkten hat deutlich gemacht, wie wichtig die Liquiditätsorientierung für unser Unternehmen ist. Unser externer Finanzierungsspielraum wird primär durch die Kapitalmärkte und eine bedeutende internationale Bankengruppe gewährleistet. Innerhalb des Konzerns gilt der Grundsatz der internen Finanzierung. Das heißt, dass der Finanzierungsbedarf von Tochtergesellschaften - soweit möglich - über interne Darlehensbeziehungen abgedeckt wird. Diesem Leitgedanken entsprechend erfolgte die Finanzierung der Tochtergesellschaften auch im Jahr 2013 hauptsächlich über unsere in den Niederlanden bzw. Luxemburg ansässigen Finanzierungsgesellschaften HeidelbergCement Finance B.V. (HC Finance B.V.) und HeidelbergCement Finance Luxembourg S.A. (HC Finance Luxembourg S.A.) sowie die HeidelbergCement AG. Diese zentrale Finanzierung gewährleistet ein einheitliches Auftreten an den Kapitalmärkten und gegenüber Ratingagenturen, beseitigt strukturelle Vorteile für einzelne Gläubigergruppen und stärkt unsere Verhandlungsposition gegenüber Kreditinstituten und anderen Marktteilnehmern. Darüber hinaus ermöglicht sie uns die effizienteste Allokation von Liquidität und die konzernweite Überwachung und Eliminierung von finanziellen Risikopositionen (Währungen und Zinsen) auf Basis von Nettopositionen. Die Konzerngesellschaften nutzen entweder Liquiditätsüberschüsse anderer Unternehmenseinheiten in sogenannten Cash Pools (Deutschland, Skandinavien/Baltikum, USA, Benelux-Länder, Australien, Großbritannien, Kanada, Tschechische Republik, Russland, Spanien und weitere Länder) oder werden mit Konzerndarlehen von der HC Finance B.V., der HC Finance Luxembourg S.A. oder der HeidelbergCement AG ausgestattet. Daneben vereinbart das Konzern-Treasury vereinzelt auch Kreditlinien für Tochtergesellschaften mit lokalen Banken, um rechtlichen, steuerlichen oder sonstigen Gegebenheiten Rechnung zu tragen. Lokale Finanzierungen werden vor allem für geringe Volumina eingesetzt. FinanzierungsmaßnahmenDas Jahr 2013 wurde durch drei erfolgreiche Anleiheemissionen, die Aufstockung des zur kurzfristigen Refinanzierung dienenden Commercial Paper Programms von 1 Mrd € auf 1,5 Mrd €, die Etablierung kurzfristiger bilateraler Kreditlinien und die erfolgreiche Reduktion der Zinsmarge des bis 31. Dezember 2015 laufenden 3 Mrd € syndizierten Kredits geprägt. Die syndizierte Kreditlinie, die uns als Liquiditätsreserve dient, war zum 31. Dezember 2013 mit lediglich 257,9 Mio € in Anspruch genommen. Die freie Kreditlinie belief sich somit zum Jahresende 2013 auf 2.742,1 Mio € (siehe hierzu folgende Tabelle). Insgesamt ist damit sichergestellt, dass sämtliche Konzernunternehmen über ausreichende und langfristige Bar- und Avalkreditkapazitäten verfügen, um das operative Geschäft und neue Investitionen erfolgreich finanzieren zu können. Kreditliniescroll
Am Kapitalmarkt haben wir im Jahr 2013 durch drei Emissionen unter dem 10 Mrd € EMTN-Programm zu sehr günstigen Konditionen Kapital aufgenommen. Die Debutemission des Jahres 2013 erfolgte am 17. Mai mit einer unterjährigen Anleihe über 75 Mio € und einer Laufzeit bis zum 17. Oktober zu 1 % Emissionsrendite. Die zweite Anleiheemission folgte am 24. Oktober mit einem Emissionsvolumen von 300 Mio € und einer siebenjährigen Laufzeit bis 21. Oktober 2020. Diese Anleihe weist einen Festzins von 3,25 % p.a. auf. Der Ausgabekurs lag bei 99,227 %, womit sich eine Rendite von 3,375 % ergab. Die finale Emission des Jahres erfolgte am 12. Dezember mit einer Laufzeit von acht Jahren bis zum 21. Oktober 2021 und einem Volumen von 500 Mio €. Die Anleihe wurde zu einem Kurs von 99,337 % begeben und wies einen Festzins von 3,25 % aus, womit sich eine Rendite von 3,375 % p.a. ergab. Die Emissionserlöse aller Anleihen wurden zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung verwendet. Ferner haben wir am 22. Februar 2013 von unserem Kündigungsrecht bezüglich des am 20. Dezember 2011 begebenen Schuldscheindarlehens Gebrauch gemacht und die Tranche mit variabler Verzinsung in Höhe von 115,5 Mio € mit einer ursprünglichen Laufzeit bis zum 31. Oktober 2016 vorzeitig am 30. April 2013 zu pari zurückgezahlt. Vor dem Hintergrund der guten Liquiditätsentwicklung und der günstigeren Refinanzierungskonditionen am Markt diente diese Maßnahme zur weiteren Senkung der Finanzierungskosten. Die im Jahr 2013 begebenen Anleihen sind unbesichert und stehen im Rang gleichberechtigt zu allen anderen Kapitalmarktverbindlichkeiten. Wie bei allen seit 2009 begebenen Anleihen sowie dem im Dezember 2011 abgeschlossenen Schuldscheindarlehen besteht gemäß den Anleihebedingungen eine Beschränkung bezüglich der Neuaufnahme zusätzlicher Verschuldung, wenn der konsolidierte Deckungsgrad (d.h. das Verhältnis des Gesamtbetrags des konsolidierten EBITDA zum Gesamtbetrag des konsolidierten Zinsergebnisses) des HeidelbergCement Konzerns unter 2 ist. Das konsolidierte EBITDA in Höhe von 2.447 Mio € und das konsolidierte Zinsergebnis in Höhe von 577 Mio € werden auf einer Pro-forma-Basis gemäß den Anleihebedingungen berechnet. Zum Jahresende 2013 betrug der konsolidierte Deckungsgrad 4,24. Die Nettofinanzschulden stiegen im Berichtsjahr um 0,5 Mrd € und beliefen sich zum 31. Dezember 2013 auf 7,5 (i.V.: 7,0) Mrd €. Die folgende Tabelle zeigt die Neuemissionen und Rückzahlungen des HeidelbergCement Konzerns im Jahr 2013. Neuemissionen und Rückzahlungen des HeidelbergCement Konzernsscroll
1)
Vorzeitige Rückzahlung am 30.04.2013 zu pari Die folgenden Tabellen zeigen die Finanzverbindlichkeiten des HeidelbergCement Konzerns am 31. Dezember 2013. Anleihenscroll
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutenscroll
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeitenscroll
Put-Optionen von Minderheitsgesellschafternscroll
Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Liquiditätsinstrumente am 31. Dezember 2013. Liquiditätsinstrumentescroll
RatingDie Bonitätsnoten für das Unternehmen blieben im Geschäftsjahr bei den Agenturen Moody's und Fitch Ratings mit Ba1 bzw. BB+ stabil. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage und der günstigen Konditionen am Markt erhöhten wir am 24. Juli 2013 die Linie unseres Commercial Paper Programms um 0,5 Mrd € auf 1,5 Mrd €. In den ersten neun Monaten konnten wir die Emissionstätigkeit im Geldmarkt erfolgreich fortsetzen und über unser 1,5 Mrd € Euro Commercial Paper Programm im Jahresverlauf 2013 ein Volumen von insgesamt 5,3 Mrd € begeben. Im vierten Quartal wurde die Emissionsaktivität im Rahmen des Commercial Paper Programms sukzessive zurückgefahren, um die Überschussliquidität am Jahresende zu begrenzen. Zum 31. Dezember 2013 waren 545,8 Mio € von den von der HeidelbergCement AG begebenen Commercial Paper ausstehend. Unsere 3 Mrd € syndizierte Kreditlinie dient dabei als Back-Up-Linie. Ratings am 31.12.2013scroll
Der konsequente und erfolgreiche Abbau der Nettoverschuldung in den letzten Jahren spiegelt sich in der Entwicklung unserer Bonitätsbewertung von 2009 bis 2013 wider. Entwicklung der Ratings 2009-2013![]() Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der HeidelbergCement AGErgänzend zur Konzernberichterstattung erläutern wir im Folgenden die Entwicklung der Muttergesellschaft: Der Jahresabschluss der HeidelbergCement AG wird - anders als der Konzernabschluss - nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Lagebericht der HeidelbergCement AG wird gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des HeidelbergCement Konzerns zusammengefasst, da der Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage und die künftigen Chancen und Risiken der Muttergesellschaft aufgrund der gemeinsamen Tätigkeit im Baustoffgeschäft eng mit dem Konzern verbunden sind. Die HeidelbergCement AG übt als Obergesellschaft die Leitungsfunktion im HeidelbergCement Konzern aus. Daneben ist sie in Deutschland mit elf Zement- und Mahlwerken und einem Kalkwerk operativ in den Geschäftsbereichen Zement und Bauprodukte tätig. Im Jahr 2013 haben sich die Bauinvestitionen in Deutschland trotz anhaltend starker Nachfrage aus dem Wohnungsbau insgesamt nur leicht erhöht. Durch die lange Winterperiode, die sich weit ins Berichtsjahr hineinzog, ging unser Zement- und Klinkerabsatz gegenüber dem Vorjahr zurück. Auch die Exporte verringerten sich 2013. Aus der Anwachsung der HeidelbergCement Baustoffe für Geotechnik GmbH & Co. KG, Ennigerloh, resultierte ein Umsatzbeitrag von 35 Mio €, sodass der Umsatz der HeidelbergCement AG insgesamt nur geringfügig um 0,7 % auf 526 (i.V.: 530) Mio € zurückging. Der Materialaufwand verringerte sich um 7,8 % bzw. 18 Mio € auf 211 (i.V.: 229) Mio €. Dies ist im Wesentlichen auf die deutlich gesunkenen Energiekosten zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen auf 113 (i.V.: 125) Mio € zurück. Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund der Anwachsung und gestiegener Mitarbeiterzahlen um 10 Mio € auf 175 (i.V.: 165) Mio €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um 31 Mio € auf 205 (i.V.: 236) Mio €. Insgesamt konnte das Betriebsergebnis um 28 Mio € auf 19 (i.V.: -9) Mio € gesteigert werden. Das Ergebnis aus Beteiligungen verschlechterte sich um 5 Mio € auf -14 (i.V.: -9) Mio €. Dies ist im Wesentlichen auf den erhöhten Verlustausgleich bei der HeidelbergCement International Holding GmbH, Heidelberg, zurückzuführen. Die Zinserträge aus Ausleihungen sanken ebenfalls um 5 Mio € auf 39 (i.V.: 44) Mio €. Ein Grund für diesen Rückgang ist die Rückzahlung einer Ausleihung an die HeidelbergCement UK Holding Limited, Großbritannien, in Höhe von 116 Mio €. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge erhöhten sich um 32 Mio € auf 329 (i.V.: 297) Mio €. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen stiegen um 56 Mio € auf 305 (i.V.: 249) Mio €. Diese Verschiebungen sind insbesondere auf Treasury-Aktivitäten der HeidelbergCement AG innerhalb des Konzerns zurückzuführen. Im Rahmen der Inhouse-Banking-Aktivitäten ergeben sich durch Finanzierungsmaßnamen der Tochtergesellschaften Währungspositionen, die durch entsprechende fristen- und betragskongruente externe Devisengeschäfte abgesichert werden. Da es sich bei den Absicherungsgeschäften im Regelfall um keine Bewertungseinheiten handelt, können jeweils zum Jahresende im Jahresabschluss Währungsgewinne oder -verluste entstehen. Gemäß dem Imparitätsprinzip wurden in Höhe der negativen Marktwerte Rückstellungen für Risiken aus Sicherungsgeschäften gebildet. Positive Marktwerte werden nicht aktiviert. Das Währungsergebnis im Geschäftsjahr 2013 betrug 15 (i.V.: 67) Mio €. Im Geschäftsjahr 2013 wurden Zuschreibungen auf Beteiligungen von insgesamt 68,5 Mio € vorgenommen. Der Steueraufwand bei den Ertragsteuern in Höhe von 3 (i.V.: 42) Mio € ergibt sich insbesondere aus Steuern des Berichtsjahres. Gegenläufig wirken sich Steuererträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Vorjahre aus. Insgesamt ergab sich für das Geschäftsjahr 2013 ein Jahresüberschuss in Höhe von 144 (i.V.: 90) Mio € und ein Bilanzgewinn von 150 (i.V.: 94) Mio €. Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mrd € auf 19,2 (i.V.: 18,8) Mrd €. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Zunahme der Anteile an verbundenen Unternehmen um 1,0 Mrd € und den Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 0,6 Mrd € zurückzuführen. Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen um 0,5 Mrd € durch verstärkte Nutzung des Commercial Paper Programms. Auf der Aktivseite erhöhten sich die Anteile an verbundenen Unternehmen um 1,0 Mrd € auf 13,5 (i.V.: 12,5) Mrd €. Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf der Erhöhung der Kapitalrücklage bei der HeidelbergCement International Holding GmbH, Heidelberg, durch eine Bareinlage in Höhe von 0,97 Mrd €. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen blieben nahezu unverändert auf dem Vorjahresniveau von 1,1 Mrd €. Das Finanzanlagevermögen nahm um 1,0 Mrd € auf 14,7 (i.V.: 13,7) Mrd € zu. In vergleichbarer Größenordnung stieg das gesamte Anlagevermögen auf 15,0 (i.V.: 13,9) Mrd €. Die Vorräte haben sich um 5,0 Mio € auf 64,6 (i.V.: 59,6) Mio € aufgrund des gestiegenen Klinkerbestands erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen infolge des milden Dezembers um 0,9 Mio € auf 7,6 (i.V.: 6,7) Mio €. Die gesamten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken auf 4,1 (i.V.: 4,7) Mrd €. Dieser Rückgang ist insbesondere auf die Verringerung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf 4,0 (i.V.: 4,6) Mrd € im Rahmen konzerninterner Finanzierungsmaßnahmen zurückzuführen. Die flüssigen Mittel sanken um 79 Mio € auf 77 (i.V.: 156) Mio €. Auf der Passivseite blieb das Eigenkapital mit 11,7 (i.V.: 11,7) Mrd € weitgehend unverändert. Die Rückstellungen gingen mit 0,4 (i.V.: 0,7) Mrd € gegenüber dem Vorjahr infolge der Begleichung der Kartellstrafe deutlich zurück. Die Verbindlichkeiten hingegen erhöhten sich um 0,6 Mrd € auf 7,1 (i.V.: 6,5) Mrd €. Hier sind vor allem die sonstigen Verbindlichkeiten zu nennen, die im Rahmen der Konzernfinanzierung auf 0,6 Mrd € anstiegen. Im Rahmen von weiteren konzerninternen Umstrukturierungen wurde im Februar 2014 durch eine Bareinlage in Höhe von 18,1 Mio € die Kapitalrücklage bei der HeidelbergCement Finance B.V., Niederlande, erhöht. Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch die UnternehmensleitungDas Jahr 2013 war von einer zweigeteilten Entwicklung in den Konzerngebieten von HeidelbergCement geprägt. In den Schwellenländern Asiens und Afrikas nahm der Verbrauch von Baustoffen, angetrieben durch das anhaltende Wirtschaftswachstum, weiter zu. In Nordamerika erhöhte sich der private Wohnungsbau deutlich und führte zu einem entsprechenden Anstieg der Nachfrage nach Zement. In Europa hingegen schwächte sich die Baustoffnachfrage in einigen Ländern aufgrund der Kürzung der öffentlichen Ausgaben im Rahmen von Haushaltskonsolidierungen weiter ab. Insgesamt profitierte die Ergebnisentwicklung von unserer vorteilhaften geografischen Positionierung in lokalen Wachstumsmärkten und davon, dass wir nicht oder nur in sehr geringem Maße in den Krisenländern Südeuropas und in den sich im politischen Umbruch befindenden nordafrikanischen Ländern vertreten sind. Als einer der führenden Hersteller von Zement konnten wir von der positiven Nachfrageentwicklung in Nordamerika, Asien, Afrika südlich der Sahara sowie in Großbritannien und Russland profitieren. Außerdem ist es uns gelungen, mit Preiserhöhungen sowie Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung im Rahmen des "FOX 2013"-Programms die operative Marge weiter zu verbessern. Unterstützt wurde diese erfreuliche Entwicklung auch durch die leicht rückläufigen Preise für Energie. Aufgrund deutlich negativer Wechselkurseffekte lag der Umsatz jedoch unter und das operative Ergebnis nur leicht über dem Vorjahr. Operativ, d.h. bereinigt um Wechselkurs- und Konsolidierungseffekte, konnten wir sowohl Umsatz als auch operatives Ergebnis im Einklang mit unserer Zielsetzung moderat steigern. Sondereffekte im zusätzlichen ordentlichen Ergebnis haben sich nahezu ausgeglichen. Dank der erfolgreich fortgesetzten Optimierung unserer Finanzierungsstruktur konnten wir die Finanzierungskosten gegenüber dem Vorjahr senken. Das Nettoergebnis haben wir wie angekündigt deutlich erhöht. Der Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr beträchtlich gesunken. Hauptsächlich haben dazu die einmalige Zahlung des Bußgeldes im deutschen Kartellfall sowie negative Wechselkurseffekte beigetragen. Wir haben unsere disziplinierten und gezielten Investitionen in den Ausbau der Zementkapazitäten in attraktiven Wachstumsmärkten fortgesetzt und die Ausgaben dafür wie angekündigt gesteigert, um den Rückstand des Vorjahres aufzuholen. Darüber hinaus haben wir ungeplante Akquisitionen getätigt, die sich im Verlauf des ersten Halbjahres als Gelegenheiten ergaben und die wir als strategisch wichtig und mit einem niedrigen Risikoprofil bewertet haben. Die liquiden Mittel wurden darüber hinaus im zweiten Halbjahr durch den Verfall wesentlicher Währungen belastet. Als Konsequenz hat sich die Nettoverschuldung von 7,0 Mrd € Ende 2012 auf 7,5 Mrd € Ende 2013 erhöht. Damit konnten wir das Verhältnis aus Nettoverschuldung und operativem Ergebnis vor Abschreibungen nicht wie geplant unter 2,8x senken, sondern erzielten nur einen Faktor von 3,1x. Wir erachten den Rückgang des operativen Ergebnisses vor Abschreibungen und den Anstieg der Nettoverschuldung 2013 als temporäre Effekte. Die stetige Rückführung der Verschuldung mit dem Ziel, die maßgeblichen Finanzkennzahlen zu verbessern, hat weiterhin hohe Priorität, um uns für eine Bonitätsbewertung im Investment Grade zu qualifizieren. Dazu werden wir auch verstärkt den Verkauf von Unternehmensteilen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, vorantreiben. Mit der erfolgreichen Platzierung von zwei Anleihen zu günstigen Konditionen am Jahresende haben wir die Liquiditätsreserven gestärkt und das Fälligkeitenprofil weiter verbessert. Die verfügbare Liquidität lag Ende 2013 bei 4,2 Mrd €. Vergleich des Geschäftsverlaufs mit den Prognosen im VorjahrUmsatzprognoseDie Prognose, die der Vorstand im Geschäftsbericht 2012 für das Jahr 2013 abgegeben hat, ging davon aus, dass der Umsatz bei einem leichten Wertgewinn des Euro gegenüber anderen Währungen moderat steigen würde. Grundlage dieser Prognose war die Annahme eines Absatzanstiegs bei Zement und einer leicht rückläufigen Mengenentwicklung bei Zuschlagstoffen. Zusätzlich sollten Preiserhöhungen mit hoher Priorität verfolgt werden. Sowohl der Zement- als auch der Zuschlagstoffabsatz entwickelten sich wie prognostiziert. Insgesamt konnten wir die Preise für Zement und Zuschlagstoffe erhöhen. Die Abschwächung zahlreicher Währungen gegenüber dem Euro fiel jedoch deutlich stärker aus als erwartet. Negative Währungseffekte in Höhe von 664 Mio € belasteten die Umsatzentwicklung. Dadurch sank der Umsatz leicht um 0,6 %. Bereinigt um Wechselkurs- und Konsolidierungseffekte stieg der Umsatz hingegen um 3,4 % und damit im Rahmen der Erwartungen. AufwandsprognoseIm letztjährigen Geschäftsbericht wurde für 2013 eine leichte bis moderate Erhöhung der Kostenbasis für Strom, Brenn- und Rohstoffe sowie Personal erwartet. Die Energiekosten haben sich 2013 besser als erwartet entwickelt und lagen sogar etwas unter dem Vorjahresniveau. Sie sanken absolut um 4,6 % und als Prozentsatz vom Umsatz von 11,6 % im Jahr 2012 auf 11,2 % im Jahr 2013. Ausschlaggebend war der rückläufige Preis für Kohle, den wir aufgrund unserer 2013 eher kurzfristig angelegten Einkaufsstrategie zu unserem Vorteil nutzen konnten. Die Kosten für Strom erhöhten sich hingegen. Der Personalaufwand hat sich 2013 ebenfalls besser als erwartet entwickelt und sank leicht um 1,2 %; bezogen auf den Umsatz nahmen die Personalkosten von 16,6 % im Jahr 2012 auf 16,5 % im Jahr 2013 ab. Die Abschwächung zahlreicher Währungen gegenüber dem Euro resultierte in niedrigeren Kosten für Material und Personal. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte erhöhten sich diese leicht und lagen damit im Rahmen der Erwartungen. Unser "FOX 2013"-Programm übertraf 2013 die Zielwerte für die Steigerung des Cashflows und erreichte eine Zunahme der Liquidität um 391 Mio € im Vergleich zu den geplanten 240 Mio €. Die Finanzierungskosten haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie erwartet reduziert. Hauptursache dafür waren die im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Zinsaufwendungen aufgrund einer verbesserten Finanzierungsstruktur. ErgebnisprognoseAuf Basis der erwarteten Umsatz- und Aufwandsentwicklung haben wir im Geschäftsbericht 2012 einen moderaten Anstieg des operativen Ergebnisses prognostiziert. Trotz der operativ sehr erfolgreichen Entwicklung im Jahr 2013 konnten wir aufgrund der Währungseffekte, die deutlich negativer waren als erwartet, das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr nur leicht um 0,2 % steigern. Bereinigt um Wechselkurs- und Konsolidierungseffekte lag die Verbesserung bei 5,2 % und damit im Rahmen der Erwartungen. Dabei muss man außerdem berücksichtigen, dass das operative Ergebnis des Vorjahres positive Ergebnisbeiträge aus dem Verkauf von Emissionsrechten und erschöpften Steinbrüchen enthielt, die sich im Berichtsjahr nicht in der gleichen Höhe wiederholt haben. Vergleich des Geschäftsverlaufs mit der Prognose im Geschäftsbericht 2012scroll
Weitere AngabenAngaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGBZum 31. Dezember 2013 belief sich das Grundkapital der HeidelbergCement AG auf 562.500.000 €. Es ist in 187.500.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt, auf die ein anteiliger Betrag von 3 € je Aktie entfällt. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden; verschiedene Aktiengattungen bestehen nicht. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt. Nach den der Gesellschaft vorliegenden Mitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zum 31. Dezember 2013 hält Herr Ludwig Merckle, Ulm, mehr als 10 % der Stimmrechte der Gesellschaft, nämlich indirekt und vermittelt über diverse Gesellschaften, darunter die UBH Holding GmbH, Zossen, und die Spohn Cement Beteiligungen GmbH, Zossen, 25,11 % der Stimmrechte. Keinem Inhaber von Aktien wurden Sonderrechte eingeräumt, die Kontrollbefugnisse verleihen. Der Vorstand der Gesellschaft wird durch den Aufsichtsrat bestellt und abberufen. Die Satzung kann von der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals geändert werden, sofern gesetzliche Vorschriften keine größere Mehrheit zwingend vorschreiben. Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, kann der Aufsichtsrat vornehmen. Es bestehen zum 31. Dezember 2013 zwei genehmigte Kapitalia: zum einen eine Ermächtigung des Vorstands und Aufsichtsrats zur Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlagen (Genehmigtes Kapital I) und zum anderen eine Ermächtigung des Vorstands und Aufsichtsrats zur Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlagen (Genehmigtes Kapital II). Diese genehmigten Kapitalia werden nachfolgend zusammenfassend beschrieben. Der vollständige Wortlaut der Ermächtigungen kann der Satzung entnommen werden, die auf unserer Internetseite www.heidelbergcement.com unter "Über uns/Corporate Governance/ Satzung" veröffentlicht ist. Genehmigtes Kapital IDer Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 5. Mai 2015 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 225.000.000 € gegen Bareinlagen durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, in bestimmten Fällen, die in der Ermächtigung näher beschrieben sind, nämlich zur Verwertung von Spitzenbeträgen und zur börsennahen Ausgabe von Aktien von bis zu 10 % des Grundkapitals, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Genehmigtes Kapital IIDer Vorstand ist ferner ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 5. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 56.100.000 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen in der Regel ausgeschlossen. Die Ermächtigung regelt insbesondere die Möglichkeit des Bezugsrechtsausschlusses, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder zur Bedienung von Options- oder Wandlungsrechten erfolgt. Die den genehmigten Kapitalia I und II zugrunde liegenden Ermächtigungen zur Ausgabe von neuen Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen sind zum 31. Dezember 2013 nicht ausgenutzt worden. Bedingtes KapitalEs besteht zum 31. Dezember 2013 ferner das nachfolgend beschriebene Bedingte Kapital. Das Grundkapital ist um weitere bis zu 168.000.000 €, eingeteilt in bis zu 56.000.000 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Unterlegung von Options- oder Wandlungsrechten bzw. Options- oder Wandlungspflichten auf HeidelbergCement-Aktien. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als der Vorstand aufgrund der von der Hauptversammlung vom 8. Mai 2013 beschlossenen Ermächtigung bis zum 7. Mai 2018 Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausgibt und die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten von ihren Rechten Gebrauch machen. Options- oder Wandelschuldverschreibungen können auch mit Options- oder Wandlungsverpflichtungen ausgestattet sein. Die Aktionäre haben in der Regel ein Bezugsrecht auf neu emittierte Options- oder Wandelschuldverschreibungen. Die Ermächtigung regelt bestimmte Fälle, in denen der Vorstand das Bezugsrecht der Aktionäre auf Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausschließen kann. Der vollständige Wortlaut des Bedingten Kapitals kann ebenfalls der Satzung entnommen werden, die auf unserer Internetseite (www.heidelbergcement.com unter "Über uns/Corporate Governance/ Satzung") veröffentlicht ist. Die dem Bedingten Kapital 2013 zugrunde liegende Ermächtigung zur Ausgabe von Options- oder Wandelschuldverschreibungen ist zum 31. Dezember 2013 nicht ausgenutzt worden. Durch entsprechende volumenmäßige Begrenzung einerseits und aufgrund der Anrechnungsklauseln andererseits ist sichergestellt, dass die Summe aller Bezugsrechtsausschlüsse in den beiden bestehenden Genehmigten Kapitalia und dem Bedingten Kapital 2013 eine Grenze von 20 % des bei Wirksamwerden der Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss bestehenden Grundkapitals nicht übersteigt. Die Gesellschaft hält keine eigenen Aktien und es besteht keine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien. Im Folgenden listen wir gemäß §§ 289 Abs. 4 Nr. 8, 315 Abs. 4 Nr. 8 HGB die wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft auf, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und fassen die daraus folgenden Wirkungen zusammen. Wir weisen darauf hin, dass wir Vereinbarungen außer Betracht lassen, deren unter Umständen eintretende Folgen für die Gesellschaft die Schwellen von 50 Mio € im Einzelfall oder 100 Mio € bei gleich gelagerten Vereinbarungen unterschreiten, da sie für einen potenziellen Bieter regelmäßig nicht entscheidungserheblich sein werden. Diese sogenannten Change-of-Control-Klauseln sind branchen- und transaktionsüblich und wurden nicht in der Absicht vereinbart, etwaige Übernahmeangebote zu behindern. Folgende wesentliche Vereinbarungen der HeidelbergCement AG standen am 31. Dezember 2013 unter der Bedingung eines Kontrollwechsels bei der HeidelbergCement AG infolge eines Übernahmeangebots. scroll
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Sofern keine andere Währung angegeben ist Die jeweiligen Change-of-Control-Klauseln geben dem Vertragspartner bzw. Inhaber der Anleihen oder der Schuldscheindarlehen das Recht, die Vereinbarung bzw. ausstehenden Darlehen, Schuldverschreibungen oder Schuldscheindarlehen im Falle einer im Einzelnen unterschiedlich definierten Veränderung in der Anteilseignerstruktur der Gesellschaft vorzeitig fällig zu stellen und Rückzahlung zu verlangen bzw. die gemeinsame Beteiligung an der Scancem International DA zu beenden. Der in der Spalte Art der Klausel mit (1) gekennzeichnete syndizierte Kreditrahmen- und Avalkreditrahmenvertrag vom 27. April 2010, zuletzt verlängert am 17. Februar 2012 und geändert am 24. Juni 2013, gibt jedem Gläubiger des Bankensyndikats das Recht, im Fall eines Kontrollwechsels den von ihm zur Verfügung gestellten Darlehensbetrag nebst aufgelaufener Zinsen vorzeitig fällig zu stellen und eine entsprechende Rückzahlung zu verlangen. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn eine Person oder eine gemeinsam handelnde Gruppe von Personen im Sinne von § 2 Abs. 5 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz mehr als 30 % der Aktien der Gesellschaft erworben hat. Die in der Spalte Art der Klausel mit (2) gekennzeichneten Anleihen und Schuldscheindarlehen geben den jeweiligen Inhabern der Schuldverschreibungen bzw. der Schuldscheindarlehen nur dann ein vorzeitiges Kündigungsrecht bei Veränderungen in der Anteilseignerstruktur, wenn sie zu einem Wechsel in der Kontrolle der Gesellschaft führen. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn mehr als 50 % des gezeichneten Kapitals oder mehr als 50 % der Stimmrechte vertraglich oder auf andere Weise kontrolliert werden. Von einem Kontrollwechsel und damit von der Regelung eines vorzeitigen Kündigungsrechts ausgenommen ist im Rahmen eines Konzepts "zugelassener Gesellschafter" der Kontrollwechsel auf die (a) SC Vermögensverwaltung GmbH (ehemals Spohn Cement GmbH) oder (b) auf jeden Gesellschafter der SC Vermögensverwaltung GmbH einschließlich Erben und Vermächtnisnehmern von Gesellschaftern der SC Vermögensverwaltung GmbH und Personen, die wirtschaftliche Eigentümer von Anteilen an der SC Vermögensverwaltung GmbH sind, oder (c) auf jede juristische Person oder Stiftung oder vergleichbare Einrichtung, die von solchen Personen geführt wird, an die Aktien der HeidelbergCement AG von unter den in (a) bis (c) genannten Personen übertragen wurden. Die in der Spalte Art der Klausel mit (3) gekennzeichneten Anleihen und Schuldscheindarlehen geben den jeweiligen Inhabern der Schuldverschreibungen bzw. des Schuldscheindarlehens bei Eintritt des nachfolgend beschriebenen Kontrollwechsels das Recht, von der Gesellschaft die Rückzahlung des Schuldscheindarlehens oder im Falle der Schuldverschreibungen, nach Wahl der Gesellschaft, den Ankauf ihrer Schuldverschreibungen durch die Gesellschaft (oder auf ihre Veranlassung durch einen Dritten) zum Vorzeitigen Rückzahlungsbetrag insgesamt oder teilweise zu verlangen. Vorzeitiger Rückzahlungsbetrag meint im Falle des Schuldscheindarlehens 100 % des Nennbetrags des Schuldscheindarlehens, im Falle der Schuldverschreibungen 101 % des Nennbetrags der Schuldverschreibungen zuzüglich aufgelaufener und nicht gezahlter Zinsen bis zum in den Bedingungen definierten Rückzahlungstag (ausschließlich). Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn eines der folgenden Ereignisse eintritt:
Die 750 Mio US$ 6,125 % Anleihe der Hanson Limited, begeben am 16. August 2006, fällig am 15. August 2016 und mittlerweile garantiert von der HeidelbergCement AG, enthält eine Regelung, nach der möglicherweise nicht nur der direkte, sondern auch der indirekte Erwerb von mehr als 50 % der Anteile oder der Stimmrechte an Hanson Limited einen Kontrollwechsel darstellt. Als indirekter Erwerb könnte dabei schon der Erwerb von 30 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG anzusehen sein, die mittelbar 100 % der Anteile an Hanson Limited hält. Ein Kontrollwechsel würde den Inhabern dieser Anleihe dann eine Verkaufsoption zu 101 % des Nominalwerts zuzüglich Zinsen gegenüber der Hanson Limited gewähren, wenn es im Zusammenhang mit diesem Kontrollwechsel zu einer Herabstufung der Anleihe unterhalb des sogenannten Investment Grade durch bestimmte Ratingagenturen käme. Da die Anleihe bereits unterhalb des Investment Grade eingestuft ist, kommt diese Change-of-Control-Regelung derzeit nicht zur Anwendung. Im Mai 2010 hat HeidelbergCement mit der zur Weltbank gehörenden International Finance Corporation (IFC) die in der Spalte Art der Klausel mit (4) gekennzeichnete Grundsatzvereinbarung zwischen Gesellschaftern geschlossen. Die Vereinbarung wurde am 19. Januar 2012 ergänzt und neu gefasst. Dieser Vertrag regelt die Rechte der Gesellschafter in der gemeinsam gehaltenen norwegischen Holdinggesellschaft Scancem International DA, die die wesentlichen afrikanischen Aktivitäten von HeidelbergCement in den Ländern südlich der Sahara bündelt. Der Vertrag sieht die Möglichkeit für IFC und ihre Finanzpartner vor, ihre indirekte Beteiligung an der Scancem International DA an HeidelbergCement zu einem Preis zu verkaufen, der einem nach bestimmten Vorgaben im Vertrag zu ermittelnden Referenzpreis entspricht, wenn ein "Adverse Sponsor Change in Control" eintritt. Dieser ist als Kontrollwechsel bei der HeidelbergCement AG definiert, der zu einem Pflichtangebot nach dem Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz an die außenstehenden Aktionäre der HeidelbergCement AG führt, wenn der Erwerber der Kontrolle entweder in einer im Vertrag näher definierten Sanktionsliste der UN, der EU, Frankreichs, der USA oder der Weltbank aufgeführt ist oder wenn der Erwerber der Kontrolle Maßnahmen oder Entscheidungen trifft, mit denen die mit der Beteiligung der IFC an Scancem International DA beabsichtigten Zwecke, nämlich die gemeinsam geführten Aktivitäten in den Ländern südlich der Sahara zu modernisieren und auszubauen, beendet oder wesentlich beeinträchtigt würden. Daneben existieren Vereinbarungen über Pensionsregelungen in Großbritannien (Pension Schemes), nach denen unter anderem ein (nicht näher vertraglich definierter) Kontrollwechsel bei der HeidelbergCement AG den Treuhändern dieser "Pension Schemes" mitgeteilt werden muss. Wenn der Kontrollwechsel zudem nach den entsprechenden regulatorischen Vorgaben zu einer wesentlichen Gefährdung der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen führt (sog. Type A Event), können die Treuhänder Verhandlungen über die Angemessenheit der Absicherung der Pensionsdeckung verlangen und diese durch ein sogenanntes "Clearance"-Verfahren vor der Aufsichtsbehörde überprüfen lassen, das zur Anpassung der Sicherheiten führen kann. Der Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG hat im Rahmen der Einführung des neuen Vorstandsvergütungssystems im November 2010 beschlossen, bei Neuabschluss und bei Verlängerung von Vorstandsverträgen dem Deutschen Corporate Governance Kodex (Ziffer 4.2.3 Abs. 5) folgend zu vereinbaren, dass eine etwaige Abfindungszahlung aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels (Change of Control) auf 150 % des Abfindungs-Caps begrenzt ist. Die übrigen nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB geforderten Angaben betreffen Umstände, die bei der HeidelbergCement AG nicht vorliegen. ZweigniederlassungenDie HeidelbergCement AG hat weder im In- noch im Ausland Zweigniederlassungen. Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2013HeidelbergCement hat im Februar 2014 eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen im Zusammenhang mit der Aufstockung seiner Beteiligung am Logistikunternehmen Kerpen & Kerpen GmbH & Co. KG von 30 % auf 100 % durchgeführt. Die Ausgabe der 416.477 neuen Aktien erfolgte aus dem Genehmigten Kapital II unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöhte sich dadurch leicht um 1.249.431 € (entspricht 0,22 %) auf 563.749.431 €. Die Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals wurde am 13. Februar 2014 in das Handelsregister eingetragen. HeidelbergCement hat am 25. Februar 2014 eine neue syndizierte Kreditlinie in Höhe von 3 Mrd € mit einer Laufzeit bis Anfang 2019 abgeschlossen, um damit die bisherige Kreditlinie, die im Dezember 2015 abgelaufen wäre, abzulösen. Die frühzeitige Refinanzierung erfolgte aufgrund günstiger Marktbedingungen. Die syndizierte Kreditlinie mit Währungsoptionen ist als Liquiditätsreserve gedacht und kann für Barziehungen und Avale genutzt werden. Die Kreditmarge reduziert sich von 125 auf 95 Basispunkte. Die Gewährung von Sicherheiten und Garantien der Tochtergesellschaften ist nicht mehr Bestandteil des Kreditvertrags (siehe Tabelle auf der nächsten Seite). Mit der neuen syndizierten Kreditlinie gewährleisten wir Liquiditätssicherheit bis 2019 zu besseren Konditionen. Die Tatsache, dass wir den Vertrag zu attraktiveren Bedingungen und ohne Sicherheiten mit der unveränderten Bankengruppe abschließen konnten, ist ein klarer Beleg für die hohe Reputation von HeidelbergCement im Bankenmarkt und die Stärke unserer Bankbeziehungen. Der Wegfall sämtlicher Sicherheiten und Garantien von Tochtergesellschaften ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur angestrebten verbesserten Bonitätseinschätzung für HeidelbergCement durch die Ratingagenturen und kommt insbesondere den bestehenden Anleiheinvestoren zu Gute, die nun mit den Bankgläubigern gleichgestellt sind. Folgende Banken haben die Transaktion als Bookrunner und Mandated Lead Arranger begleitet: Bank of America Merrill Lynch, Bayern LB, BNP Paribas, Citigroup, Commerzbank, Danske Bank A/S, Deutsche Bank, Svenska Handelsbanken, Helaba, ING Bank, Intesa Sanpaolo, LBBW, Mediobanca, Morgan Stanley, Nordea, RBS, RBI, SEB und Standard Chartered. Die Deutsche Bank fungiert dabei als Dokumentationsagent und Facility Agent. Am 12. März 2014 hat HeidelbergCement unter seinem 10 Mrd € EMTN-Programm eine Euroanleihe mit einem Emissionsvolumen von 500 Mio € und einer fünfjährigen Laufzeit bis 12. März 2019 begeben. Die Anleihe weist einen Festzins von 2,25 % p.a. auf. Der Ausgabekurs lag bei 98,84 %, womit sich eine Rendite von 2,50 % ergab. Die Anleihe ist unbesichert und steht im Rang gleichberechtigt zu allen anderen Finanzverbindlichkeiten. Wie bei allen seit 2009 begebenen Anleihen sowie dem im Dezember 2011 abgeschlossenen Schuldscheindarlehen besteht gemäß den Anleihebedingungen eine Beschränkung bezüglich der Neuaufnahme zusätzlicher Verschuldung. Die Anleihebedingungen weisen zudem dieselbe Change-of-Control-Klausel auf wie die in der Tabelle auf Seite 84 in der Spalte Art der Klausel mit (3) gekennzeichneten Anleihen und Schuldscheindarlehen. Die Emissionserlöse werden zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung verwendet. Syndizierte Kreditlinie (SFA) vom 25. Februar 2014scroll
NachhaltigkeitDie Verpflichtung zur nachhaltigen Entwicklung ist ein Pfeiler der Unternehmensstrategie von HeidelbergCement. Ökonomische Wertschöpfung, ökologische Kompetenz und soziale Verantwortung sichern die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Nachhaltige Unternehmensführung bedeutet für uns, die Ausgewogenheit zwischen Gewinnerzielung und Sicherung der Zukunftsfähigkeit zu gewährleisten. Dabei sind wir bestrebt, sozial und ökologisch verantwortlich zu handeln. Wir achten auf die Auswirkungen unseres unternehmerischen Handelns auf Umwelt und Gesellschaft und mindern damit die Risiken für unser Geschäft. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie leitet sich deshalb aus unserem Unternehmensprofil ab. NachhaltigkeitsstrategieAls Rohstoffunternehmen stehen für uns Mensch, Natur und Gesellschaft im Zentrum unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Wir erachten Umweltverantwortung, Klimaschutz und nachhaltige Ressourcensicherung als Fundament für die künftige Entwicklung unseres Unternehmens. In gleicher Weise ist die Verpflichtung, Mitarbeiter vor arbeitsbedingten Gefahren zu bewahren und ihre Gesundheit zu schützen, seit langem fester Bestandteil unserer Aktivitäten. Nicht zuletzt bedeutet nachhaltiges Handeln für uns auch, soziale Verantwortung an unseren Standorten zu übernehmen. Wichtig für die Ausrichtung unserer Nachhaltigkeitsstrategie und die Schwerpunkte unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten sind die Erwartungen der externen und internen Stakeholder, die wir systematisch erfassen und einbeziehen. Darüber hinaus hat die Nachhaltigkeitsinitiative der Zementindustrie des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) nach Befragung zahlreicher Stakeholder-Gruppen und Experten zentrale Handlungsfelder definiert und in ihrem Fortschrittsbericht 2012 um neue Schlüsselthemen ergänzt. Dies sind Arbeitssicherheit, Klimaschutz (CO2 - und Energiemanagement), Einsatz alternativer Roh- und Brennstoffe, Schadstoffemissionen, nachhaltige Landnutzung und Artenschutz, nachhaltiges Bauen, Wassermanagement, Lieferkettenmanagement und Stakeholder-Dialog. Weitere Handlungsfelder ergeben sich aus der Struktur unserer Absatzmärkte. In vielen Regionen stehen sich nur wenige Baustoffanbieter auf dem Markt gegenüber. Deshalb haben hier Transparenz und fairer Wettbewerb eine besondere Bedeutung. Aus unserer internationalen Aufstellung erwächst die Aufgabe, kulturelle Vielfalt zu respektieren und die regionale Entwicklung an all unseren Standorten zu fördern. NachhaltigkeitsmanagementSteuerung und Kontrolle der Nachhaltigkeitsstrategie legt das Sustainability Steering Committee fest, das vom Vorstandsvorsitzenden geleitet wird. Dem Komitee, das bereichsübergreifend und interdisziplinär zusammengesetzt ist, gehören der für Umweltnachhaltigkeit zuständige Vorstand an sowie die Leiter der Konzernabteilungen Personal, Recht, Logistik, Sales & Marketing, Einkauf, Forschung & Technik, Kommunikation & Investor Relations und Global Environmental Sustainability. Die operative Verantwortung für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele und -maßnahmen liegt bei den einzelnen Konzernabteilungen, den Länderverantwortlichen und dem Group Environmental Sustainability Committee, das den Umweltschutz im Konzern steuert. Es wurde 2008 gegründet, um die Leistungen in den für unsere Branche sehr wichtigen Bereichen Umweltschutz und Arbeitssicherheit zu verbessern und den Informationsaustausch zwischen den Konzerngebieten und Geschäftsbereichen zu fördern. Ein interdisziplinäres Team von Experten aus den einzelnen Geschäftsbereichen und Konzerngebieten legt dabei Leitlinien, Ziele und Maßnahmen fest und koordiniert deren Implementierung. Mitarbeiter und GesellschaftMitarbeiterentwicklungMitarbeiter weltweitDie Mitarbeiterzahl von HeidelbergCement lag am Ende des Jahres 2013 bei 52.560 (i.V.: 51.966). Die Zunahme um 594 Mitarbeiter resultiert im Wesentlichen aus zwei gegenläufigen Entwicklungen. Einerseits wurden rund 750 Stellen im Konzerngebiet Nordamerika, in Benelux und einigen osteuropäischen Ländern im Zuge von Effizienzsteigerungen in Vertrieb und Verwaltung, Standortoptimierungen und Kapazitätsanpassungen abgebaut. Andererseits haben wir knapp 1.000 neue Mitarbeiter in Wachstumsmärkten, wie Indonesien und Zentralasien, eingestellt. Darüber hinaus erhöhte sich unsere Mitarbeiterzahl durch die Erhöhung des Anteils an dem quotal konsolidierten Zementunternehmen Cement Australia und dem Erwerb der restlichen 50 % an der bisher quotal konsolidierten Gesellschaft Midland Quarry Products, Großbritannien, um über 300 Beschäftigte. Mitarbeiter nach Konzerngebietenscroll
Personalaufwand und SozialleistungenDer Aufwand für Löhne, Gehälter, soziale Abgaben, Altersversorgung und soziale Unterstützung ist gegenüber dem Vorjahr um 1,2 % auf 2.302 (i.V.: 2.331) Mio € gesunken. Das entspricht einem Anteil am Umsatz von 16,5 % (i.V.: 16,6 %). Der sich infolge der Akquisitionen und Geschäftsentwicklung ergebende höhere Personalaufwand wurde durch gegenläufig wirkende Wechselkurseffekte und den Abbau von Stellen in einigen Ländern überkompensiert. Personalaufwandscroll
Im Dialog mit MitarbeiternQualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind eine wichtige Voraussetzung für den nachhaltigen Erfolg von HeidelbergCement. Die Talente der Mitarbeiter zu erkennen, sie zu entwickeln und im Wettbewerb mit anderen Unternehmen an uns zu binden, ist daher Kern der konzernweiten Personalpolitik. Dazu dient das HeidelbergCement-Kompetenzmodell, in dem die wesentlichen fachlichen und persönlichen Fähigkeiten und Kompetenzen, die für unser Geschäft erfolgskritisch sind, definiert sind. Es erlaubt eine systematische, konzernweit nach einheitlichen Regeln durchgeführte Leistungs- und Potenzialbewertung durch den jeweiligen Vorgesetzten und dient als Basis für die strategische Führungskräfteentwicklung und Nachfolgeplanung. In strukturierten Mitarbeitergesprächen diskutieren Vorgesetzter und Mitarbeiter Entwicklungsmöglichkeiten und Perspektiven. Der Dialog richtet sich vor allem an das obere und mittlere Management, Expertenfunktionen und Nachwuchsführungskräfte. Damit wollen wir drei Ziele erreichen:
Kontinuierliche Aus- und WeiterbildungNachhaltige Personalarbeit bedeutet, konsequent in Ausbildung zu investieren, d.h. qualifizierten Nachwuchs einzustellen und auszubilden. Die Ausbildungsquote liegt deutschlandweit bei 6 % (i.V.: 6 %). Die Übernahmequote dieser Auszubildenden beläuft sich auf 82 % (i.V.: 82 %). Technisch-handwerkliche Fähigkeiten sind für die fachlich einwandfreie Betriebsführung in der Prozesstechnik und Wartung in unseren Werken unerlässlich. Dazu bieten wir neben fachlichen Trainings auch jedes Jahr Meisterkurse beim Verein Deutscher Zementwerke e.V. an. Wie im Vorjahr lag im ganzen Konzern ein wichtiger Schwerpunkt unserer Aus- und Weiterbildungsprogramme auf dem Thema Arbeitssicherheit, das rund 46 % der gesamten Trainingsmaßnahmen ausmachte. Weitere Schwerpunkte bildeten die fachspezifische Weiterbildung (30 %) und die Fortbildung unseres Managements (9 %). Unsere umfangreichen Ausbildungsprogramme in nahezu allen Arbeitsbereichen zeichnen sich durch praxisnahes und geschäftsorientiertes Lernen aus und ermöglichen es unseren Mitarbeitern, ihre Fähigkeiten auszubauen. ManagementausbildungDie Motivation und Kompetenzen unserer Führungskräfte sind entscheidend dafür, wie gut sich HeidelbergCement im globalen Wettbewerb positioniert und auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet ist. Um unsere Führungskräfte auf ihre künftigen Aufgaben vorzubereiten, bieten wir speziell auf die Bedürfnisse unseres Unternehmens zugeschnittene Ausbildungsprogramme. Das gilt sowohl für klassische Themen, wie Strategie, Führung und Management oder Methodik der Investitionsrechnung, als auch für spezielle Trainings, beispielsweise im Bereich Technik. Einheitliche Ausbildungsinhalte stellen sicher, dass überall ein gemeinsames Verständnis von Strategie, integriertem Managementansatz und Führung entwickelt wird. Eine strategische Konzerninitiative ist die weitere Stärkung der Kompetenzen unserer oberen Führungskräfte. Dazu entwickeln wir in enger Zusammenarbeit mit Duke Corporate Education unser Programm "Summit" jedes Jahr konsequent weiter. Bisher haben über 300 der oberen Führungskräfte im Konzern aus 30 Ländern an dem dreistufigen Curriculum mit Schwerpunkt General Management und Führung unter Einbeziehung globaler, regionaler und lokaler Fragestellungen teilgenommen. Vorstandsmitglieder nehmen an allen Modulen in Diskussionsrunden und mit eigenen Präsentationsbeiträgen aktiv teil. Die Mischung aus Theorie und Praxis ist ein wesentliches Erfolgsmerkmal des Programms, dessen kontinuierliche Auswertung und Anpassung sich in einer sehr hohen Wertschätzung der Teilnehmer niederschlägt. Sicherung und Förderung von NachwuchsführungskräftenDie Förderung des Führungskräftenachwuchses haben wir im Berichtsjahr konsequent fortgesetzt. Wir bieten hochmotivierten und -qualifizierten Hochschulabsolventen internationale Trainee-Programme mit Schwerpunkten in den Bereichen Technik, Vertrieb, Finanzen, Personal, Einkauf und IT. Wir haben ebenfalls den Ausbau unserer Nachwuchsförderprogramme und die verstärkte Rekrutierung von Hochschulabsolventen und Absolventen mit erster Berufserfahrung weltweit auf hohem Niveau fortgeführt. 2013 haben wir insgesamt 263 Hochschulabsolventen eingestellt. Derzeit nehmen über 700 Mitarbeiter an Programmen teil, die auf weiterführende Aufgaben vorbereiten. Wir haben 2011 ein spezielles Programm für hochqualifizierte Ingenieure im Zementbereich als Pilotprojekt in Europa und Zentralasien gestartet, um diese auf höhere Ingenieurspositionen vorzubereiten. Dabei durchlaufen sie nach Abschluss des "Engineer in Training"-Programms mehrere Jahre lang genau festgelegte Ausbildungsabschnitte im Bereich Technik in verschiedenen in- und ausländischen Werken, ergänzt um Fortbildung in Management und Führung. 2013 haben wir begonnen, dieses Programm auch auf andere Konzerngebiete auszuweiten. Im Berichtsjahr hat die Aggregates Academy ihr Aus- und Weiterbildungsangebot im Bereich Zuschlagstoffe ausgebaut. In über 70 Kursen in 18 Ländern wurden mehr als 1.000 Teilnehmer der Führungsmannschaft unseres Zuschlagstoffgeschäfts geschult. Die Zielgruppe der Aggregates Academy Trainings umfasst Werksleiter, Führungskräfte sowie Fachkräfte aus Qualitätskontrolle und Verkauf. Weiterführende Trainingsmodule werden regelmäßig in Form eines "Hands-on"-Trainings in den Werken durchgeführt, um einen schnellen Transfer der wesentlichen Lernziele in die Praxis sicherzustellen. Alle Programme sind darauf ausgerichtet, Talente zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden sowie gezielt Wissen und Fähigkeiten zu vermitteln, die für unser Unternehmen erfolgsentscheidend sind. Demografische EntwicklungAuch unser Unternehmen sieht sich mit den Folgen des demografischen Wandels konfrontiert. Rund 13 % unserer Arbeitnehmer sind jünger als 30 Jahre. Der überwiegende Anteil der Mitarbeiter gehört zur Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen; dieser macht etwa 53 % der Gesamtbelegschaft im Konzern aus. 34 % unserer Mitarbeiter sind über 50 Jahre alt. Den Auswirkungen des demografischen Wandels begegnen wir mit zahlreichen an die regionalen Bedürfnisse angepassten Maßnahmen. In Deutschland haben wir beispielsweise unsere Maßnahmen im Gesundheitsmanagement weiter ausgebaut und in der Initiative "FIT for LIFE" gebündelt. Sie umfasst ein Präventionsprogramm zur Früherkennung von Krankheiten und Risikofaktoren, setzt aber vor allem auf die Eigeninitiative für eine gesunde Lebensweise. Das Angebot umfasst unter anderem Untersuchungen zur Darmkrebsvorsorge, Grippeschutzimpfungen, spezielle Gesundheitstage und Vorträge rund um die Gesundheit. Das Gesundheitsmanagement wird auch in Zukunft den Schwerpunkt auf die Prävention typischer altersbedingter Gesundheitsrisiken und die Bewusstseinsänderung legen. Betriebliche Sportaktivitäten für alle Altersgruppen werden deshalb besonders gefördert. Vielfalt in der Belegschaft als ErfolgsfaktorIn der konzernweiten Personalpolitik setzen wir bei der Zusammensetzung von Mitarbeiterteams bewusst auf eine ausgewogene Mischung von unterschiedlichen Persönlichkeiten, Kompetenzen und Erfahrungshorizonten. Vielfalt (Diversity) verstehen wir als ein Managementkonzept, das durch Einbringung verschiedener Kulturen, Talente und Erfahrungshorizonte auf eine Zusammensetzung der Belegschaft abzielt, die unsere Präsenz auf den internationalen Märkten, unsere Kundenstruktur und unser Geschäftsumfeld widerspiegelt. Dies wollen wir erreichen durch:
Ziel ist es, weltweit hochqualifizierte und leistungsbereite Mitarbeiter zu fördern und zu gewinnen, die sich mit unterschiedlicher sozialer und fachlicher Kompetenz für unser Unternehmen einsetzen und so zum Geschäftserfolg beitragen. Dank der internationalen Zusammensetzung unseres Führungsteams profitieren wir von unterschiedlichen Erfahrungen aus verschiedenen Kulturkreisen und sind somit besser in der Lage, sowohl auf globale Herausforderungen als auch auf lokale Marktbedürfnisse flexibel zu reagieren. Der Anteil lokaler Manager in der oberen Führungsebene liegt unverändert bei rund 80 %. In der Konzernzentrale achten wir bewusst auf eine Zusammensetzung der Belegschaft mit Mitarbeitern aus den Ländern, in denen wir tätig sind. Wir profitieren erheblich von deren lokalen Kenntnissen, außerdem erleichtert es die Zusammenarbeit mit den Kollegen vor Ort. Von den knapp 750 Mitarbeitern in der Hauptverwaltung und in den technischen Zentren Competence Center Materials und Heidelberg Technology Center in Heidelberg und Leimen stammen mehr als 150 Mitarbeiter aus 44 Ländern. Für unsere zahlreichen ausländischen Mitarbeiter an den Standorten Heidelberg und Leimen haben wir das "Expatriate Network" etabliert, das Hilfe zur Selbsthilfe bietet. Das Unternehmen unterstützt dieses Netzwerk aus Mitarbeitern, Angehörigen und Freunden, um die Integration in die Metropolregion Rhein-Neckar zu fördern, z.B. bei der Wohnungssuche, Behördengängen oder Kindergarten- und Schulangelegenheiten. Zur Vielfalt zählt für uns auch die Besetzung der Führungspositionen mit Frauen und Männern, die unsere Mitarbeiterstruktur repräsentativ abbildet. Im Konzern lag 2013 der Anteil der Frauen an der Gesamtbelegschaft bei 14 % und in den oberen Führungspositionen bei 9 %. In Deutschland lag der Frauenanteil bei insgesamt 16 % und in den oberen Führungspositionen bei 7 %. Gemeinsam mit anderen DAX-Unternehmen hat HeidelbergCement 2011 eine Selbstverpflichtung unterzeichnet. Wir wollen den Anteil von Frauen in Führungspositionen in Deutschland bis zum Jahr 2020 mit 15 % mehr als verdoppeln. Um dieses Ziel zu erreichen, setzen wir verstärkt auf unsere Nachwuchsförderprogramme. Dort liegt der Frauenanteil deutschlandweit bei 25 %. Anfang 2013 haben wir als Bestätigung unserer bisherigen Aktivitäten mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt bewusst ein öffentliches Zeichen unserer Wertschätzung von Vielfalt gesetzt. Das "Global Ladies Network @ HC Group" ist eine Initiative, die weltweit Frauen in Führungspositionen virtuell und persönlich miteinander verbindet. Es ermöglicht unter anderem einen regelmäßigen und informellen Austausch zur individuellen Karriereentwicklung und hat insbesondere die Förderung weiblicher Nachwuchsführungskräfte zum Ziel. Die Vielfalt in unserer Belegschaft und unserem Führungsteam sowie den klaren Fokus auf Leistungsbereitschaft, fachliche Kompetenz und Übereinstimmung mit unseren Unternehmenswerten sehen wir als entscheidenden Vorteil im globalen Wettbewerb. Beruf und Familie vereinbarenIm Wettbewerb um die besten Mitarbeiter stellen wir uns weltweit auf sich wandelnde Lebensformen ein. Bei unseren Angeboten, mit denen wir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern, setzen wir auf Modelle wie Gleitzeit, Teilzeit und Freistellung. Die Teilzeitquote der HeidelbergCement AG liegt bei 10,7 %. Aufgrund der geringen Größe unserer Standorte hat sich z.B. bei der Kindertagesbetreuung, der Pflege von hilfsbedürftigen Angehörigen oder Feriencamps für Kinder die Zusammenarbeit mit externen Netzwerken bewährt. Die Mitarbeiter profitieren vom einfachen Zugang zu einem professionellen und flexiblen Netzwerk zu angemessenen Kosten. Im Rahmen unserer "FIT for FAMILY"-Initiative haben wir für die Standorte Heidelberg und Leimen Kooperationen mit Kindertagesstätten geschlossen. Damit können wir jetzt unseren Mitarbeitern ein eigenes Kontingent an Plätzen anbieten. Erfolgsorientierte VergütungssystemeWer Leistung erwartet, muss ein entsprechendes Umfeld schaffen. Dazu gehört auch eine attraktive Vergütung. Neben Festgehältern, die durch Tarif- oder individuellen Arbeitsvertrag geregelt werden, erhalten die Mitarbeiter der HeidelbergCement AG zusätzlich variable Vergütungsbestandteile, die von der individuellen Leistung und dem Unternehmenserfolg abhängen. Bei den Führungskräften wird ein hoher variabler Anteil an der Gesamtvergütung bewusst angestrebt, um die gemeinsame und persönliche Leistung sowie den Unternehmenserfolg deutlich und unmittelbar zu berücksichtigen. Die Mitarbeiter unserer ausländischen Tochtergesellschaften profitieren von attraktiv gestalteten Vergütungssystemen, die den jeweiligen lokalen Marktgegebenheiten entsprechen. Für unsere 160 Top-Manager der oberen Führungsebene wurde für den Zeitraum 2013 bis 2015/16 konzernweit ein Langfristbonusplan aufgelegt, der dieselbe Zielsetzung verfolgt wie der Langfristbonusplan für den Vorstand. Arbeits- und GesundheitsschutzKonzernstandardsArbeits- und Gesundheitsschutz haben weiterhin höchste Priorität für HeidelbergCement. Neben der kontinuierlichen Verbesserung der technischen und organisatorischen Sicherheitsstandards innerhalb des Konzerns haben wir 2013 zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheitskultur im Unternehmen zu stärken. 2013 haben wir weitere Konzernstandards zu Risikoschwerpunkten eingeführt und deren unternehmensweite Umsetzung vorangetrieben. Diese Standards gelten zum einen für Prozesse in unseren Werken mit erhöhtem Unfallrisiko, wie beispielsweise bei Reparatur- oder Instandhaltungsarbeiten. Zum anderen gelten sie auch außerhalb unserer Werke, insbesondere beim Transport unserer Produkte zu den Kunden. In vielen Ländern geschieht dies durch Speditionen in unserem Auftrag. Wir sind bestrebt, die Sicherheitsstandards dieser Speditionen kontinuierlich zu verbessern. Das ist ein ambitioniertes Ziel, aber die Verbesserungen, die wir im Jahr 2013 bereits feststellen konnten, sind sehr vielversprechend und zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Arbeitsmanagementsysteme, wie beispielsweise entsprechend dem international gebräuchlichen Standard OHSAS 18001, sind bereits in vielen unserer Werke eingeführt. Sie verlangen von den Standortmanagern einen strukturierten Ansatz mit Planungen, klaren Arbeitsvorschriften, Zuständigkeiten und Kontrollen, um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu gewährleisten und somit Unfälle zu verhindern. Im Berichtsjahr haben wir besondere Anstrengungen unternommen, um Arbeitsmanagementsysteme in weiteren Werken einzuführen. 2013 haben Werke in Russland, Togo und Bangladesh erfolgreich die externen Zertifizierungsaudits nach OHSAS 18001 durchlaufen und bestanden. Unsere deutschen Standorte arbeiten überwiegend nach dem Standard "Sicher-mit-System" der Berufsgenossenschaften. Im Berichtsjahr wurden die noch verbliebenen Werke der Tochtergesellschaften Heidelberger Beton und Heidelberger Sand und Kies sowie die Betonproduktionsstandorte von LithonPlus erfolgreich nach diesem Standard zertifiziert. Dieser Prozess wird nun bei weiteren Beteiligungen fortgesetzt. Führungsverantwortung im Arbeits- und GesundheitsschutzObwohl wir den Arbeits- und Gesundheitsschutz auf technischer und organisatorischer Ebene seit Jahren kontinuierlich verbessern, haben wir immer noch schwere Unfälle - teils mit Todesfolge - zu beklagen, die oft durch menschliches Fehlverhalten verursacht werden. Daher haben wir bereits 2012 eine konzernweite Initiative gestartet, um Führungskräfte aller Ebenen für ihre Führungsverantwortung im Arbeits- und Gesundheitsschutz zu sensibilisieren. Führungskräfte vom Vorarbeiter bis zum Vorstandsvorsitzenden sind Vorbilder im Arbeits- und Gesundheitsschutz. Um sie mit den speziellen Anforderungen besser vertraut zu machen, haben wir sie bis Ende 2013 geschult. Konzernweite SicherheitswocheEnde September 2013 haben wir zum dritten Mal unsere konzernweite Sicherheitswoche veranstaltet, in der sowohl unsere Mitarbeiter als auch Auftragnehmer und Familienangehörige für das Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz sensibilisiert wurden. In vielen europäischen Ländern wurden bei dieser Gelegenheit auch fünf neue Broschüren zu verschiedenen Themen der Arbeitssicherheit vorgestellt und diskutiert. Diese Broschüren wurden in einem gemeinsamen Projekt des Unternehmens mit dem Europäischen Betriebsrat von HeidelbergCement und mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Kommission entwickelt. Auf den zahlreichen Veranstaltungen während der Sicherheitswoche haben wir deutlich gemacht, dass das gemeinsame Handeln aller Beteiligten für einen wirkungsvollen Arbeits- und Gesundheitsschutz notwendig ist. Die Resonanz auf die Sicherheitswoche sowohl von den Führungskräften als auch von den Mitarbeitern war durchweg positiv. UnfallentwicklungIm Jahr 2013 konnten wir sowohl die Unfallhäufigkeits- als auch die Unfallschwererate weiter senken. Unser ursprünglich für Ende 2012 gestecktes Ziel, die Unfallhäufigkeitsrate um 50 % gegenüber 2008 zu reduzieren, haben wir mit einigen Monaten Verspätung im September 2013 erreicht. Viele Standorte sind inzwischen seit Jahren unfallfrei; andere konnten ihre Unfallraten drastisch senken. Das ist überaus erfreulich, aber dennoch müssen die ergriffenen Maßnahmen konsequent fortgeführt und weiter intensiviert werden, um dauerhaft Unfälle sicher zu verhindern. Während wir die Unfallhäufigkeit erheblich reduzieren konnten, ist es uns im Berichtsjahr leider nicht gelungen, die Anzahl der Todesfälle zu senken. So mussten wir den Tod von fünf eigenen Mitarbeitern beklagen, die durch Arbeitsunfälle im Betrieb ums Leben gekommen sind. Darüber hinaus beklagen wir den Tod von elf Mitarbeitern von Fremdfirmen, zwei davon starben bei Verkehrsunfälle. Diese Entwicklung ist sehr schmerzlich, bestärkt uns aber in unseren Anstrengungen, den Arbeits- und Gesundheitsschutz weiter zu verbessern. Jeder Todesfall wird von uns intensiv analysiert und im Vorstand diskutiert. Geeignete Maßnahmen werden festgelegt und konzernweit ausgetauscht, um ähnliche Unfälle anderenorts zu vermeiden. Unfallentwicklung1)scroll
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Unfallentwicklung in den Bereichen Zement,
Transportbeton und Zuschlagstoffe in Unternehmen, in denen HeidelbergCement
die Arbeitssicherheit verantwortet. Gesellschaftliche VerantwortungEin wesentlicher Erfolgsfaktor unserer weltweiten Geschäftstätigkeit ist die Verantwortung, die wir an unseren Standorten rund um die Welt übernehmen gemäß dem Motto "think global - act local". Unser Ziel ist es, gemeinsam mit lokalen Partnern einen Mehrwert für unser Unternehmen und für die Standortgemeinden zu schaffen. Wir legen Wert darauf, dass nach Möglichkeit einheimische Mitarbeiter das Management vor Ort übernehmen. Jedes Werk arbeitet eng mit lokalen Lieferanten und Dienstleistern zusammen. Rund 30 % unseres Einkaufsvolumens investieren wir im direkten Umfeld unserer Werke. Dadurch und mit der Schaffung von Arbeitsplätzen tragen wir zur Wertschöpfung bei und fördern mit Löhnen, Investitionen, Einkäufen und Steuern die wirtschaftliche Entwicklung an den Standorten. Corporate CitizenshipUnternehmerische Verantwortung beschränkt sich nicht auf die eigenen Geschäftsprozesse und deren direkte Auswirkungen. Als "Unternehmensbürger" sind wir selbst ein gesellschaftlicher Akteur und profitieren von der sozialen Eingebundenheit an unseren Standorten weltweit. Daher übernehmen wir auch bei der Lösung gesellschaftlicher Aufgaben eine aktive Rolle. Diesem Selbstverständnis folgt unsere Corporate-Citizenship-Richtlinie, in der wir die Maßstäbe und Ziele unseres gesellschaftlichen Engagements formuliert haben. Der Schwerpunkt dieses Engagements liegt auf Bereichen, in denen wir über ein spezielles Know-how verfügen und in denen wir die besten Ergebnisse für die Gesellschaft erzielen können:
Lokale Verantwortung in Ghana und BeninFür die Zusammenarbeit mit den Standortgemeinden verfolgen unsere Tochterunternehmen Ghacem in Ghana und CimBenin in Benin ähnliche Strategien. Diese richten sich nach den spezifischen Bedürfnissen vor Ort. Ziel ist es, gemeinsam mit lokalen Partnern einen Mehrwert für die Gemeinden und das Unternehmen zu schaffen. Dazu gehört die Förderung öffentlicher Einrichtungen, wie Schulen und Gesundheitszentren, sowie von Infrastrukturmaßnahmen. Ghacem hat einen Entwicklungsfonds für die Gemeinden im Umkreis seines Zementwerks eingerichtet. Für jede Lkw-Ladung, die das Werksgelände verlässt, werden 5 US$ auf ein Sonderkonto eingezahlt. Das von Ghacem verwaltete Geld wird zur Finanzierung sozialer Projekte in den Gemeinden verwendet und entsprechend den Kriterien der Ghacem-Stiftung verteilt. In Benin ermöglichte unsere Tochtergesellschaft Calcim den Bau einer Grundschule mit drei Klassenräumen in der Stadt Bopa, die am 5. Juli 2013 eröffnet wurde. Community Advisory Panels in RumänienIn Rumänien wurden sogenannte "Community Advisory Panels" eingerichtet. Hier treffen sich regelmäßig Unternehmensvertreter mit Mitgliedern der Standortgemeinden, um über aktuelle Entwicklungen in den Werken und Gemeinden zu sprechen und Probleme gemeinsam zu lösen. Durch diese Treffen wurden wichtige Projekte ins Leben gerufen. Dazu gehören beispielsweise "Access to Education", ein Projekt, um die Bedeutung des Lernens für die berufliche Zukunft stärker in das Bewusstsein von Schulkindern zu rücken, und "Young Guardians of the Environment", ein Projekt, um junge Menschen für den Umweltschutz zu begeistern, sowie das "Training for Local Entrepreneurs", das lokales Unternehmertum unterstützt. Ziel all dieser Projekte ist es, zur Entwicklung der Gemeinden und vor allem junger Menschen beizutragen. UmweltverantwortungAls aktives Mitglied und Mitvorsitzender der Cement Sustainability Initiative (CSI) des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) nehmen wir unsere Verantwortung für die nachhaltige Entwicklung unserer Geschäftstätigkeit sowie für Gesundheit und Sicherheit unserer Arbeitnehmer ernst. In den vergangenen Jahren haben wir bemerkenswerte Fortschritte erzielt. Unsere Verbesserungen werden durch unser Nachhaltigkeitsprogramm 2020 vorangetrieben, in dem die zentralen Nachhaltigkeitsthemen und -ziele des Unternehmens definiert sind. Biologische VielfaltUm auf den hohen biologischen Wert unserer Abbaustätten stärker aufmerksam zu machen, haben wir 2011 den "Quarry Life Award" ins Leben gerufen. Die erste Runde dieses internationalen Wettbewerbs, die Ende 2012 abgeschlossen wurde, war ein großer Erfolg. Im September 2013 haben wir daher die zweite Runde gestartet. Der Wettbewerb erstreckt sich nun auf 22 Länder und schließt zum ersten Mal Abbaustätten in Nordamerika, Indonesien und der Türkei ein. Ab März 2014 werden in jedem teilnehmenden Land fünf vorher ausgewählte Projekte ihre praktischen Forschungen in unseren Abbaustätten beginnen. Die besten Projekte werden im Herbst 2014 ausgezeichnet. Im Berichtsjahr haben wir unsere Zusammenarbeit mit der internationalen Naturschutzorganisation BirdLife International weiter intensiviert. Gemeinsam haben wir Biodiversitäts-Aktionspläne an unseren Standorten umgesetzt und an verschiedenen Partnerschaftsprojekten gearbeitet. Dazu zählt beispielsweise die Ansiedlung von Taurus-Rindern und Konik-Pferden im Steinbruch Gerhausen bei Blaubeuren. Die naturnahe Ganzjahresbeweidung trägt dazu bei, dass der hohe Naturschutzwert des Steinbruchs erhalten bleibt. Dieses Projekt führen wir gemeinsam mit dem deutschen BirdLife Partner NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) durch. In Großbritannien arbeiten wir gemeinsam mit der Royal Society for the Protection of Birds (RSPD), um den Steinbruch Needingworth in Cambridgeshire in ein Naturreservat mit dem größten Schilfgebiet Großbritanniens zu verwandeln. Im Juni 2013 haben wir unsere Partnerschaft mit BirdLife auf dem Weltkongress der Naturschutzorganisation in Ottawa, Kanada, vorgestellt und viel Aufmerksamkeit und positives Feedback erhalten. 2013 wurde das zweite Public-Private-Partnership-Projekt mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) erfolgreich beendet. In Tansania haben wir eine moderne Baumschule aufgebaut und ein Konzept für die Aufforstung des Steinbruchs unserer Tochtergesellschaft Tanzania Portland Cement Company (TPCC) entwickelt. Dabei haben wir eng mit Stakeholdern aus Politik, Wissenschaft, Nichtregierungsorganisationen und der allgemeinen Öffentlichkeit zusammen gearbeitet. Das Projekt wird 2014 ohne die Unterstützung der GIZ fortgesetzt. Unsere Zusammenarbeit mit dem Jane Goodall Institut in Tansania hat sich ebenfalls positiv entwickelt. Bisher haben sich in der näheren Umgebung des Zementwerks 22 Schülergruppen (Roots & Shoots Groups) gebildet, die sich des Themas Artenschutz und Förderung der biologischen Vielfalt angenommen haben. Sie werden von Mitarbeitern der Baumschule zu Umweltthemen und in der Aufzucht von Bäumen unterrichtet. Außerdem erhalten Sie Baumsetzlinge zur Begrünung ihrer Schulgelände. Im Berichtsjahr haben wir das dritte Buch unserer Reihe über die Artenvielfalt in Abbaustätten mit dem Titel "Vögel in Steinbrüchen und Kiesgruben" veröffentlicht. Es zeigt die Vielfalt der Vogelarten und beschreibt die wichtige Rolle, die Abbaustätten beim Schutz der Vogelartenvielfalt spielen. Nachhaltiges BauenHeidelbergCement hat den Mitvorsitz bei der CSI-Arbeitsgruppe "Nachhaltigkeit mit Beton" inne. Ein Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Entwicklung eines globalen Zertifizierungssystems für nachhaltig produzierten Beton. Mit diesem Zertifizierungssystem ist die Betonindustrie in der Lage, die von ihr ergriffenen Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltleistung von Beton aufzuzeigen und soziale und ökonomische Aspekte entlang der ganzen Wertschöpfungskette zu beachten. HeidelbergCement investiert auch in die Entwicklung neuer Produkte. Mit der Entdeckung einer neuen reaktiven Klinkerphase haben wir die Grundlage für eine alternative Klinkertechnologie geschaffen. Basierend auf einer geänderten chemischen Zusammensetzung und niedrigen Brenntemperaturen ergeben sich gegenüber konventionellem Klinker ein um rund 30 % reduzierter CO2 -Ausstoß und ca. 10 % bis 15 % Energieeinsparungen. Die Basistechnologie ist über eine Reihe von Patentanmeldungen abgesichert. 2013 wurde die technische Realisierbarkeit in einem ersten industriellen Großversuch mit der Herstellung von ca. 1.500 t Klinker und Zement sowie dem anschließenden Einsatz in diversen Betonanwendungen erfolgreich nachgewiesen. Einsatz alternativer Roh- und BrennstoffeDie Schonung natürlicher Rohstoffe ist Teil unserer nachhaltigen Geschäftsstrategie. Darum nutzen wir verstärkt Abfallstoffe und Nebenprodukte anderer Industrien als wertvolle Roh- und Brennstoffe. Für die Herstellung von Klinker, dem wichtigsten Zwischenprodukt bei der Zementherstellung, setzen wir alternative Rohstoffe ein und reduzieren damit den Anteil des CO2 -intensiven Klinkers im Endprodukt. Die verstärkte Nutzung alternativer Rohstoffe bei der Zementherstellung ist ein Kernelement unserer Klimastrategie. Auf Konzernebene lag der Klinkeranteil im Zement im Geschäftsjahr bei 75 %. Damit konnten wir den Klinkerfaktor im Vergleich zu den Vorjahren weiter reduzieren. Wir engagieren uns in zahlreichen Konzernländern im Bereich Abfallwirtschaft und bieten durch die Verwertung von Abfällen in unseren Klinkeröfen nachhaltige Lösungen für viele Kommunen. 2013 haben wir 2 Mio t Primärbrennstoffe ersetzt. Damit konnten wir den Anteil alternativer Brennstoffe im Vergleich zu den Vorjahren auf 21 % des gesamten Brennstoffbedarfs erhöhen. Im Werk Slite, das den größten Klinkerofen in Nordeuropa betreibt, haben wir den Einsatz alternativer Brennstoffe sogar von 40 % auf 60 % erhöht. Mit einem Anteil von 15 % an alternativen Brennstoffen ist unser Joint Venture Akçansa in der Türkei führend. Akçansa verwertet staubfrei und geruchlos getrockneten Klärschlamm aus der hochmodernen Kläranlage der Stadt Istanbul. In Nordamerika ist der Einsatz von Abfallstoffen zweistellig gestiegen. In den meisten US-Staaten wurden neue Möglichkeiten zur Müllverwertung identifiziert, die sich aus den Einschränkungen bei der Deponierung von Abfällen ergeben. In China und Indonesien hat die Müllverwertung ebenfalls zugenommen. Die Optimierung des Zuführsystems für alternative Brennstoffe am Standort Citeureup, Indonesien, hat zu einer höheren Brennstoffflexibilität und Substitutionsrate geführt. In Tansania haben wir erste erfolgreiche Testläufe mit der Verwertung landwirtschaftlicher Abfälle durchgeführt. HeidelbergCement ist auf gutem Weg, das im Nachhaltigkeitsprogramm 2020 gesteckte Ziel zu erreichen, den Anteil alternativer Brennstoffe im Konzern auf 30 % zu erhöhen. KlimaschutzDer Klimaschutz steht im Zentrum unserer Umweltpolitik. Als energieintensives Unternehmen bemühen wir uns seit vielen Jahren, unsere CO2 -Emissionen zu minimieren. Von 1990 bis 2013 haben wir die spezifischen Netto-CO2 -Emissionen um 21 % auf 612 kg CO2 /t Zement gesenkt. Bis 2015 wollen wir diese um 23 % im Vergleich zu 1990 reduzieren. Für den gesamten Konzern entspricht dies 12 Mio t CO2 . Klimaschutzscroll
Im Mai 2013 haben wir das in der Zementindustrie weltweit erste Pilotprojekt zur Abscheidung von CO2 aus den Verbrennungsabgasen in unserem norwegischen Werk Brevik gestartet. Dieses Projekt wird maßgeblich vom norwegischen Staat gefördert und in Kooperation mit der European Cement Research Academy durchgeführt. Reduzierung anderer UmwelteinflüsseGemäß dem Nachhaltigkeitsprogramm 2020 haben wir konzernweit in allen Geschäftsbereichen Umweltaudits durchgeführt. Unser Ziel ist es, zwischen 2015 und 2020 alle Standorte zu auditieren. Die aus den bisherigen Audits resultierenden Verbesserungsmaßnahmen wurden bereits umgesetzt und tragen zu einer verbesserten Umweltleistung bei. Im Berichtsjahr haben wir in zahlreichen Werken in Europa aber auch in den USA, der Türkei, China, Indien und Indonesien technische Verbesserungen vorgenommen, um die Staub-, Stickoxid- und Schwefeloxidemissionen zu reduzieren. In der Tschechischen Republik haben wir das Langzeitprojekt zur Lärmminderung in unseren Zementwerken Mokra und Radotin fortgesetzt. 2013 wurde unser Zementwerk Union Bridge, Maryland, in den USA für überdurchschnittliche Energieeffizienz mit dem "2013 ENERGY STAR® " der amerikanischen Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) ausgezeichnet. Es ist das Werk mit der höchsten Energieeffizienz in der amerikanischen Zementindustrie. Um die staatliche Emissionsnorm für gefährliche Luftschadstoffe NESHAP (National Emission Standards for Hazardous Air Pollutants) einzuhalten, haben wir beispielsweise einen neuen Gewebestaubfilter für die Reinigung der Ofenabgase in unserem Weißzementwerk Waco, Texas, installiert. Außerdem haben wir unser Zementwerk Glens Falls, New York, mit einer Überwachungsanlage für Staubemissionen ausgestattet. Im kalifornischen Zementwerk Tehachapi wurde eine Aktivkohleanlage zur Reduzierung der Quecksilberemissionen eingebaut. Unser indonesisches Tochterunternehmen Indocement zählte im Berichtsjahr zu den Gewinnern der prestigeträchtigen "2013 Indonesian Green Awards" für sein Umweltengagement. Das Unternehmen erhielt einen Sonderpreis als "The Best Earth Conservator" für seine Qualifizierung in den vier Kategorien: "Pionier beim Abfallmanagement", "Schutz der Biodiversität", "Schutz erneuerbarer Energien" und "Schutz des kommunalen Erbes". Im Zuschlagstoffbereich haben wir in der Tschechischen Republik eine Abwasseraufbereitungsanlage erneuert und Maßnahmen zur Staubreduzierung umgesetzt. Zwei Standorte in den USA wurden im Rahmen des Programms "ENERGY STAR® Challenge for Industry" der amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA ausgezeichnet: Das Werk Mission Valley Rock in Kalifornien konnte seine Energieintensität innerhalb von nur einem Jahr um 12,2 % senken und das Zuschlagstoffwerk Harding Street in Indiana um 12,5 % in eineinhalb Jahren. Sie sind die ersten Zuschlagstoffproduktionsstätten in den USA, die diese Auszeichnung erhalten haben. Im belgischen Transportbetonwerk Tessenderlo haben wir ein Wasserprojekt umgesetzt. Der Hof des Werks erhielt eine neue Oberfläche, mit der Niederschläge aufgefangen werden können. Anschließend werden diese von einer Wasserfilterpresse aufbereitet und wieder der Betonproduktion zugeführt. Es ist das erste Projekt dieser Art, das in einem Transportbetonwerk in Europa durchgeführt wurde, und befolgt damit eine Vorschrift für die belgische Transportbetonindustrie zur abwasser- und abfallfreien Produktion. 2013 haben wir außerdem mehrere Projekte für Betonrecycling und zum Auffangen von Regenwasser in Rumänien, der Tschechischen Republik und Polen durchgeführt. BeschaffungInsgesamt wurden von HeidelbergCement im Berichtsjahr Waren und Dienstleistungen im Wert von 8.171 Mio € beschafft. Das entspricht einem Anteil von 64,0 % an den gesamten operativen Kosten (inklusive Abschreibungen). BeschaffungsmanagementUnsere Lead-Buyer-Organisation ermöglicht weiterhin die kostengünstige Beschaffung wichtiger Warengruppen auf Konzernebene. Das bedeutet, dass wir ablaufkritische Waren und Dienstleistungen mit meist hohen Volumen zu Warengruppen bündeln, um bessere Konditionen von unseren Lieferanten zu erhalten. Zu den Aufgaben unserer Lead Buyer im Konzern gehören das Führen von Preisverhandlungen, der Abschluss von Rahmenverträgen und das Beobachten aktueller Markt- und Preisentwicklungen. Aufgrund ihrer detaillierten Marktkenntnisse leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Effizienz und zum Risikomanagement in unserem Unternehmen. Ein weiterer wichtiger Teil des Beschaffungsmanagements ist der lokale Einkauf an unseren Produktionsstandorten, mit dem wir unsere Verhandlungsposition gegenüber lokalen Lieferanten stärken. Die lokalen Einkaufsabteilungen können außerdem direkt Waren und Dienstleistungen aus den Konzern-Rahmenverträgen abrufen. Damit verbinden wir die Vorteile der zentralen mit der lokalen Beschaffung. EffizienzsteigerungAnfang 2011 hat HeidelbergCement das Drei-Jahres-Programm "FOX 2013" gestartet, um die finanzielle und operative Leistungsfähigkeit des Konzerns weiter zu erhöhen. Ziel dieses Programms, das Ende 2013 erfolgreich abgeschlossen wurde, waren unter anderem auch Einsparungen im Einkauf, um dem steigenden Kostendruck entgegenzuwirken. Im Berichtsjahr und im ganzen Programmzeitraum ist es uns gelungen, verglichen mit den allgemeinen Markttendenzen, beträchtliche Kosteneinsparungen zu erzielen. Ein weiteres Ziel von "FOX 2013" war die Verbesserung der Zahlungsziele, da unsere Zahlungsmodalitäten einen Wettbewerbsnachteil darstellten. Durch kontinuierliche Prozessoptimierungen und Verbesserung der konzernweiten Zahlungsbedingungen konnten wir bis Ende 2013 den Abstand zu den größten Wettbewerbern verringern und einen entsprechend hohen Liquiditätseffekt erzielen. Beschaffung von EnergieInsgesamt verfolgt HeidelbergCement für die Beschaffung von Brennstoffen und Strom eine eher kurzfristig orientierte Einkaufspolitik. Das bedeutet, dass wir für 2013 nur in wenigen Fällen Verträge mit fest vereinbarten Preisen und Mengen abgeschlossen haben. Besonders in liquiden Strommärkten, wie beispielsweise in Nordeuropa, Deutschland, Belgien, Polen, der Tschechischen Republik und Nordamerika, haben wir auf niedrige Day-Ahead-Preise gesetzt. Mit den teilweise deutlich gefallenen Spotpreisen in diesen Märkten hat sich unsere Beschaffungsstrategie bewährt. Im Bereich Kohle haben wir weiter verstärkt auf indexbasierte Verträge gesetzt und konnten so unterjährig von den gefallenen Spotpreisen profitieren. Mit all diesen Maßnahmen waren wir 2013 in der Lage, die Energiekosten im Zementbereich leicht zu senken. PrognoseberichtIm Folgenden gehen wir auf die erwartete zukünftige Entwicklung des HeidelbergCement Konzerns, der HeidelbergCement AG und des unternehmerischen Umfelds im Jahr 2014 ein. In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass dieser Geschäftsbericht zukunftsgerichtete Aussagen enthält, die auf den derzeit verfügbaren Informationen sowie den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von HeidelbergCement beruhen. Solche Aussagen sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet und können daher deutlich von der tatsächlich eintretenden Entwicklung abweichen. HeidelbergCement übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, die in diesem Geschäftsbericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren. Wirtschaftliches UmfeldGesamtwirtschaftliche EntwicklungNachdem sich das Wirtschaftswachstum im Jahr 2013 weiter abgeschwächt hat, rechnen wir für 2014 mit einem wieder beschleunigten Wachstum der Weltwirtschaft. Der internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für 2014 ein Wachstum der Weltwirtschaft um 3,7 % im Vergleich zu 3,0 % im Jahr 2013. Als Haupttreiber der positiven Entwicklung sieht der IWF die Erholung in den Industrieländern Nordamerikas und Europas. Die Schwellenländer werden von der dadurch steigenden Exportnachfrage profitieren, müssen aber andererseits mit den Herausforderungen höherer Zinsen, notwendiger Strukturreformen und eines gestiegenen Kapitalabflusses zurechtkommen. In Asien wird China weiterhin der Motor der industriellen Entwicklung bleiben. Der IWF erwartet für China einen leichten Rückgang des Wachstums von 7,7 % im Jahr 2013 auf 7,5 % im Jahr 2014. Für Indonesien wird mit einer Steigerung um 5,3 % gerechnet. Ebenfalls positiv wird die Entwicklung in Afrika gesehen. Das trifft insbesondere auf die Länder südlich der Sahara zu, für die eine weitere Erhöhung der Wachstumsraten von 5,1 % im Jahr 2013 auf 6,1 % im Jahr 2014 erwartet wird. In den reifen Märkten wird eine deutlich stärkere Beschleunigung des Wirtschaftswachstums von 1,3 % im Jahr 2013 auf 2,2 % im Jahr 2014 erwartet. Die Entwicklung in den einzelnen Ländern soll dabei sehr unterschiedlich ausfallen. Die für HeidelbergCement wichtigen Märkte in den USA, Großbritannien, Deutschland und Kanada werden laut Prognose des IWF ihr Wirtschaftswachstum im Jahr 2014 deutlich beschleunigen. Von diesen Ländern sollen die USA das höchste Wirtschaftswachstum mit einer Rate von 2,8 % aufweisen, gefolgt von Großbritannien mit 2,4 %, Kanada mit 2,2 % und Deutschland mit 1,6 %. In Australien wird ebenfalls mit einem weiteren Wachstum um 2,6 % gerechnet, wobei die steigende Wohnungsbautätigkeit den Rückgang im Bergbau ausgleichen soll. Auch für Osteuropa und Zentralasien wird 2014 mit weiterem Wachstum gerechnet. Ähnlich wie in den reifen Märkten fällt die Entwicklung in den einzelnen Ländern dabei unterschiedlich aus. In den Märkten Ost- und Südosteuropas soll sich die wirtschaftliche Entwicklung ausgehend von dem niedrigen Niveau 2013 im laufenden Jahr wieder beschleunigen mit Steigerungsraten zwischen 1,3 % und 2,4 %. In unseren rohstoffreichen Märkten in Russland und Kasachstan wird mit Wachstumsraten zwischen 2 % und 6 % gerechnet. Bei der Preisinflation für Konsumgüter geht der IWF von einem Anstieg in den reifen Märkten und einer rückläufigen Entwicklung in den Schwellenländern aus. Die Preise für Öl und Rohstoffe sollen 2014 eher nachgeben. Eine wesentliche Rahmenbedingung für die Geschäftszahlen in den kommenden Jahren ist die Entwicklung der Wechselkurse im Vergleich zum Euro. Für das Gesamtjahr 2014 gehen wir von einer weiteren Abschwächung einer Vielzahl von Währungen gegenüber dem Euro aus. Im Vergleich zu den Wechselkursniveaus am Jahresanfang 2014 erwarten wir hingegen eher eine Stabilisierung bis leichte Verbesserung. Für weitere Einschätzungen zur Entwicklung der Wechselkurse verweisen wir auf den Risiko- und Chancenbericht auf Seite 114 f. BranchenentwicklungDie Beschleunigung des Wirtschaftswachstums spiegelt sich auch in den Erwartungen für die Baustoffnachfrage wider. Der amerikanische Zementverband PCA rechnet in seiner Prognose vom August 2013 für die Jahre 2014 mit einer Zunahme des weltweiten Zementabsatzes um 4,0 % im Vergleich zu 3,6 % im Jahr 2013. Während die Nachfrageentwicklung 2013 noch im Wesentlichen von den Schwellenländern mit einer Wachstumsrate von 3,8 % getragen wurde, wird die Erholung in Nordamerika ausschlaggebend für das beschleunigte Wachstum im Jahr 2014 sein. China bleibt laut PCA weiterhin der größte Zementmarkt mit einem Anteil von rund 58 % des weltweit produzierten und verbrauchten Zements. Für Nordamerika wird 2014 mit einem deutlichen Anstieg der Zementnachfrage um 8,1 % gegenüber 4,5 % im Jahr 2013 gerechnet. Dieses Wachstum wird insbesondere durch die anhaltende Erholung des privaten Wohnungsbaus und des Wirtschaftsbaus getragen. Die PCA prognostiziert für 2014 eine Zunahme der Baubeginne für Einfamilienhäuser um 20 % und für Mehrfamilienhäuser um rund 22 %. Ende September 2014 läuft das aktuelle Bundesprogramm für den Straßenbau (MAP-21) aus. Details eines möglichen Nachfolgeprogramms sind derzeit noch nicht bekannt. Insgesamt besteht aufgrund der niedrigen Infrastrukturinvestitionen in den letzten Jahren ein großer Nachholbedarf. Basierend auf steigenden Steuereinnahmen und der Finanzierungsunterstützung durch das Programm TIFIA (Transportation Infrastructure Finance and Innovation Act) rechnet der amerikanische Zementverband mit einem moderaten Anstieg des Infrastrukturbaus in den kommenden Jahren. In Europa wird eine regional sehr unterschiedliche Entwicklung der Baustoffnachfrage prognostiziert. Für die von der Immobilien- bzw. Finanzkrise besonders betroffenen Länder Spanien, Italien und Portugal rechnet Euroconstruct in seiner Prognose vom November 2013 mit einem weiteren Rückgang des Zementverbrauchs im Jahr 2014. Auch in Frankreich, Finnland und der Tschechischen Republik wird mit einer nachlassenden Zementnachfrage gerechnet. Für die restlichen Länder Westeuropas sowie Ungarn, Polen und die Slowakei wird aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung ein steigender Zementverbrauch erwartet. Die Erholung in Großbritannien soll sich fortsetzen und im Jahr 2014 zu einem leichten Wachstum von 3,5 % führen. Nachdem der Nachfragerückgang in Polen 2013 gestoppt wurde, wird mit einer Zunahme um 2 % im Jahr 2014 gerechnet. Für Deutschland erwartet der Bundesverband der Deutschen Zementindustrie (BDZ) in seiner Mittelfristprognose aufgrund der positiven Wirtschaftsentwicklung ein leichtes Wachstum des Zementmarkts im Jahr 2014. Dazu tragen nahezu alle Bereiche bei, insbesondere die weiterhin dynamische Entwicklung im privaten Wohnungsbau. Die Auftragseingänge sind dort im Jahr 2013 um 4,2 % gestiegen. Ebenso wie die gesamtwirtschaftlichen Prognosen ist auch die Entwicklung der Nachfrage nach Baustoffen im Jahr 2014 mit Unsicherheiten behaftet. Aufgrund der Bemühungen zur Haushaltskonsolidierung in einigen reifen Märkten wird die Baustoffnachfrage dort weiterhin von der Entwicklung im privaten Wohnungsbau und im Wirtschaftsbau abhängen. Steigende Baustoffnachfrage kann es nur bei einer positiven Wirtschaftsentwicklung, sinkenden Arbeitslosenzahlen und einer erschwinglichen Immobilienfinanzierung geben. In den Wachstumsmärkten der Schwellenländer spielt die Fortsetzung des soliden Wirtschaftswachstums ebenfalls eine große Rolle sowie das für den privaten Wohnungsbau verfügbare Einkommen, das wiederum von der Entwicklung der lokalen Lebensmittelpreise und damit von der Inflation abhängt. Politische Konflikte, wie beispielsweise in der Ukraine, können ebenfalls einen Einfluss auf die Absatzentwicklung haben. Auch im Jahr 2014 erwarten wir, dass die Wettbewerbsintensität, insbesondere in den Schwellenländern Asiens und Afrikas, weiter zunehmen wird, angetrieben durch die anhaltend starke Nachfrageentwicklung. Die Abwertung einiger Währungen in diesen Regionen sollte allerdings die Investitionstätigkeit lokaler Produzenten verlangsamen. Die Europäische Union hat einen Plan zur Reduzierung der CO2 -Verschmutzungsrechte im Nahzeitraum beschlossen. Das sogenannte "Backloading" sieht eine Verringerung um 900 Millionen Emissionsrechte in den nächsten drei Jahren vor, davon 400 Millionen 2014. Der Preis für Emissionsrechte ist seit Jahresanfang in Erwartung dieser neuen Regelung bereits gestiegen, liegt aber immer noch deutlich unter dem Niveau früherer Jahre. HeidelbergCement verfügt für das Jahr 2014 über mehr Emissionsrechte als erforderlich. Das Jahr 2014 hat in Europa mit sehr mildem Winterwetter in Januar und Februar begonnen und zu einer deutlich stärkeren Bautätigkeit im Vergleich zum Vorjahr geführt. In der Mitte, im Süden und im Nordosten der USA hingegen wurde die Bautätigkeit durch mehrere schwere Schneestürme beeinträchtigt. Hier wird allerdings aufgrund der positiven Nachfragesituation mit einem Aufholen im Jahresverlauf gerechnet. Änderung der internationalen RechnungslegungsstandardsDas International Accounting Standards Board (IASB) hat mit Wirkung ab dem 1. Januar 2014 Änderungen in den internationalen Rechnungslegungsstandards (International Financial Reporting Standards oder kurz IFRS) in Kraft gesetzt. Die Veränderungen der Standards IFRS 10, 11 und 12 wirken sich auf die zukünftig von HeidelbergCement berichteten Finanzkennzahlen aus. Die in diesem Geschäftsbericht aufgeführten Kennzahlen für das Jahr 2013 richten sich noch nach den alten Standards. Um eine bessere Vergleichbarkeit zu gewährleisten, bezieht sich der qualifiziert komparative Ausblick in diesem Prognosebericht auf die Finanzkennzahlen des Jahres 2013 nach den neuen Rechnungslegungsstandards. Die Auswirkung der Änderung der internationalen Rechnungslegungsstandards auf wesentliche Finanzkennzahlen des Jahres 2013 werden im Anhang auf Seite 176 f. beschrieben. Erwartete ErtragslageUmsatzUnter Berücksichtigung des gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Ausblicks für die Baustoffindustrie und der speziellen Wachstumsaussichten für die Märkte, in denen HeidelbergCement tätig ist, erwarten wir im Jahr 2014 einen moderaten Anstieg des Umsatzes auf vergleichbarer Basis, das heißt vor Wechselkurs- und Konsolidierungseffekten. Dazu tragen auch die Kapazitätserweiterungen im Zementbereich bei, die 2013 bereits abgeschlossen wurden bzw. 2014 abgeschlossen werden. Zu diesen zählen insbesondere die erweiterten Kapazitäten in unseren zentralindischen Werken in Damoh und Jhansi, die im Februar 2013 in Betrieb genommen wurden, die neuen Mahlkapazitäten in Afrika, die 2013 den Betrieb aufgenommen haben, sowie die weitere Zementmahlanlage in Indonesien und das neue, integrierte Zementwerk in Kasachstan, die in der ersten Jahreshälfte 2014 den Betrieb aufnehmen sollen. Im Zementbereich rechnen wir daher mit moderat steigenden Absatzzahlen. Bei den Zuschlagstoffen erwarten wir aufgrund der Erholung von Infrastrukturinvestitionen in den reifen Ländern, insbesondere in Nordamerika, eine ebenfalls moderat ansteigende Absatzentwicklung. Im Jahr 2014 werden wir weiterhin Preiserhöhungen mit hoher Priorität verfolgen, um die Margen in Richtung Vorkrisenniveau zu verbessern. Zu diesem Zweck setzen wir die beiden Preisinitiativen "PERFORM" für den Zementbereich in den USA und Europa sowie "CLIMB Commercial" für den Zuschlagstoffbereich unverändert fort. KonzerngebieteIm Konzerngebiet West- und Nordeuropa erwarten wir einen moderaten Anstieg der Absatzmengen bei Zement und Zuschlagstoffen, angetrieben durch eine Erholung bzw. eine Fortsetzung des Nachfragewachstums in den Ländern, in denen wir tätig sind. In unserem Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien gehen wir von einem moderaten Absatzzuwachs bei Zement und Zuschlagstoffen aus, der insbesondere von den zusätzlichen Kapazitäten in Kasachstan, der einsetzenden Erholung in Polen und der weiter steigenden Nachfrage in Russland und in Zentralasien angetrieben wird. In den übrigen Ländern Osteuropas erwarten wir nach der schwachen Entwicklung 2013 sich stabilisierende Absatzmengen im Jahr 2014. In Nordamerika rechnen wir aufgrund der sich fortsetzenden wirtschaftlichen Erholung, die neben dem Wohnungsbau nun auch die Bautätigkeit im Wirtschaftsbau und öffentlichen Bau fördern sollte, mit moderaten Mengenzunahmen bei Zement und Zuschlagstoffen. In den Konzerngebieten Asien-Pazifik und Afrika-Mittelmeerraum erwarten wir eine anhaltend positive Nachfrageentwicklung. Der Zementabsatz sollte dabei insbesondere in Indonesien und Indien aufgrund des Kapazitätsaufbaus deutlich zulegen. In Afrika rechnen wir nur mit einem moderaten Absatzanstieg bei Zement, da unsere neuen Kapazitäten erst in der zweiten Jahreshälfte planmäßig in Betrieb gehen sollen. In Spanien hingegen erwarten wir, dass sich die Baustoffnachfrage weiter und zum Teil deutlich abschwächen wird. Insgesamt gehen wir für beide Konzerngebiete aufgrund der neu in Betrieb genommenen Kapazitäten von einem moderaten Anstieg der Absatzmengen von Zement und Zuschlagstoffen aus. KostenDie Preise für Energie- und Rohstoffe werden voraussichtlich auch weiterhin eine hohe Volatilität aufweisen. HeidelbergCement erwartet für das Jahr 2014 eine leichte bis moderate Erhöhung der Kostenbasis für Strom, Brenn- und Rohstoffe sowie Personal. Ein Schwerpunkt 2014 wird sein, die in den vergangenen Jahren mit den Programmen "OPEX" und "CLIMB" erzielten Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen bei Zement und Zuschlagstoffen nicht nur nachhaltig zu sichern, sondern kontinuierlich weiter zu steigern. Darüber hinaus verfolgen wir mit dem Programm "LEO" die Optimierung unserer Logistik, mit dem Ziel, über die nächsten Jahre Kostensenkungen in Höhe von 150 Mio € zu erreichen. Für das Jahr 2014 erwarten wir einen leichten Rückgang der Finanzierungskosten aufgrund der verbesserten Finanzierungsstruktur und trotz einer höheren Nettoverschuldung am Jahresanfang. ErgebnisIn Anbetracht der positiven Geschäftsentwicklung seit Jahresbeginn rechnet HeidelbergCement für das Jahr 2014 mit einer moderaten Steigerung des operativen Ergebnisses auf vergleichbarer Basis vor Wechselkurs- und Konsolidierungseffekten. Dieser Einschätzung liegt die Annahme zugrunde, dass der Baustoffabsatz wie erwartet zulegt, die Preiserhöhungen umgesetzt werden können und die Steigerung der Energie- und Personalkosten nur leicht bis moderat ausfällt. Ohne Einmaleffekte, insbesondere in den Bereichen zusätzliches ordentliches Ergebnis, Steuern und aufgegebene Geschäftsbereiche, rechnen wir mit einer moderaten Steigerung des Jahresüberschusses. Grundlage für diese Einschätzung ist eine Verbesserung des operativen Ergebnisses sowie niedrigere Finanzierungskosten. DividendeWie im Jahr 2013 werden wir auch im kommenden Jahr die Höhe der Dividende an der Entwicklung des Verschuldungsgrads und des Cashflows des HeidelbergCement Konzerns ausrichten und dabei die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung berücksichtigen. Mittelfristig streben wir eine branchentypische Ausschüttungsquote von 30 % bis 35 % bezogen auf den Anteil der Gruppe am Jahresüberschuss an. InvestitionenWie in den vergangenen Geschäftsjahren wird HeidelbergCement auch künftig strikte Ausgabendisziplin bei den Investitionen wahren. Die Reduzierung der Verschuldung steht weiterhin im Vordergrund. Auch für das Geschäftsjahr 2014 werden wir die Höhe der Investitionen an der Entwicklung des Verschuldungsgrads und des operativen Ergebnisses des Konzerns sowie an der erwarteten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ausrichten. Im Jahr 2013 lagen unsere Investitionen mit 1,3 Mrd € deutlich über unserem Zielwert von 1,1 Mrd €. Im Jahr 2014 werden wir die Investitionstätigkeit zurückführen und zielen auf zahlungswirksame Investitionen von rund 1,2 Mrd €. HeidelbergCement setzt seine gezielten Investitionen in zukünftiges Wachstum insbesondere im Bereich Zement in den Schwellenländern Asiens, Afrikas und Osteuropa-Zentralasiens konsequent fort. Hierbei streben wir an, den Anteil unserer Zementkapazitäten in diesen Märkten von derzeit 63 % langfristig auf 67 % der Gesamtkapazität zu steigern. Mit der Inbetriebnahme weiterer Produktionsanlagen in den nächsten Monaten werden wir bis zum Jahresende 2014 über mehr als 5 Mio t zusätzliche Zementkapazitäten in Wachstumsmärkten verfügen. Aufgrund der nach wie vor vielversprechenden Wachstumsperspektiven in Indonesien setzt Indocement den Ausbau seiner Zementkapazität fort. Ende 2013 wurde der Bau einer zusätzlichen Zementmahlanlage im Werk Citeureup abgeschlossen und mit Testläufen begonnen. Die Mahlanlage mit einer Kapazität von 1,9 Mio t wird voraussichtlich noch im März 2014 in Betrieb genommen. Darüber hinaus setzen wir den Ausbau des Werks Citeureup weiter fort. Anfang Oktober 2013 erfolgte die Grundsteinlegung für den Bau einer neuen integrierten Produktionslinie mit einer Zementkapazität von 4,4 Mio t, die bis 2015 fertig gestellt werden soll. In Australien soll im zweiten Quartal 2014 ein neues Mahlwerk in Port Kembla mit einer Kapazität von 1,1 Mio t in Betrieb gehen. Die Testmahlungen haben im Februar 2014 begonnen. Der Bau des neuen Zementwerks CaspiCement im Westen Kasachstans läuft nach Plan. Das Werk mit einer Kapazität von 0,8 Mio t wird unsere landesweite Präsenz stärken und eine kostengünstigere Belieferung der öl- und gasreichen Region am Kaspischen Meer ermöglichen. Mitte 2014 soll das Werk offiziell den Betrieb aufnehmen. Ein weiterer Investitionsschwerpunkt liegt auf dem Ausbau unserer Zementaktivitäten in Afrika. In Togo planen wir, unser neues Klinkerwerk mit einer Jahreskapazität von 1,5 Mio t Ende 2014 in Betrieb zu nehmen. Es liegt nahe der Stadt Tabligbo, rund 80 km nordöstlich der Hauptstadt Lomé. Wir bauen außerdem eine Zementmahlanlage mit einer Kapazität von 200.000 t im Norden des Landes, deren Inbetriebnahme für 2016 geplant ist. In Tansania erweitern wir die Zementproduktionskapazität durch die Errichtung einer neuen Zementmühle in unserem Werk Tanzania Portland Cement. Die Inbetriebnahme der Mühle mit einer Kapazität von 0,7 Mio t ist für Ende 2014 geplant und wird unsere Zementkapazität in Tansania auf 2 Mio t erhöhen. Auch in Ghana bauen wir unsere Zementkapazität weiter aus. Mit der für Ende 2014 vorgesehenen Inbetriebnahme einer neuen Zementmühle im Mahlwerk Takoradi mit einer Kapazität von 0,8 Mio t werden wir in Ghana über eine Zementmahlkapazität von 4,4 Mio t verfügen. In der zweiten Jahreshälfte 2014 soll in Burkina Faso ein neues Zementmahlwerk mit einer Kapazität von 650.000 t in der Nähe der Hauptstadt Ouagadougou in Betrieb gehen. Ferner prüfen wir die Optionen für Kapazitätserweiterungen in anderen afrikanischen Ländern. Zusätzlich zu den Kapazitätserweiterungen werden wir 2014 auch in die Instandhaltung und Modernisierung unserer bestehenden Kapazitäten investieren. So werden wir unter anderem Investitionen in die Aufrüstung unserer Zementwerke vornehmen, um den Einsatz alternativer Brennstoffe weiter zu steigern und um die neuen Emissionsgrenzwerte (NESHAP) in den USA, die im September 2015 in Kraft treten werden, fristgerecht einzuhalten. Neben der Fortsetzung der erfolgreichen Strategie des gezielten und disziplinierten Ausbaus unserer Zementkapazitäten in attraktiven Wachstumsmärkten werden wir gleichzeitig verstärkt Desinvestitionen vorantreiben. Die Rückführung der Verschuldung mit dem Ziel, die maßgeblichen Finanzkennzahlen in den Investment-Grade-Bereich zu verbessern, hat weiterhin höchste Priorität. Im Fokus steht der Bereich Bauprodukte in den USA, Kanada und Großbritannien. Weitere Desinvestitionsprojekte betreffen den Verkauf anderer Vermögenswerte, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Hierbei handelt es sich insbesondere um Randaktivitäten in Europa, ungenutzte und nicht mehr benötigte Vermögenswerte weltweit und erschöpfte Steinbrüche in Nordamerika. Der Verkauf des Zementmahlwerks Raigad in Westindien wurde bereits Anfang Januar 2014 abgeschlossen. Erwartete FinanzierungHeidelbergCement verfügt über eine stabile, langfristige Finanzierungsstruktur und ein ausgewogenes Fälligkeitenprofil (siehe nachfolgende Grafik). Die im Oktober 2014 fällige Euroanleihe über 1 Mrd € sowie die im Jahr 2014 auslaufenden finanziellen Verbindlichkeiten werden wir je nach Situation an den Kapitalmärkten durch vorhandene Liquidität, Emissionen am Kapitalmarkt oder Inanspruchnahme freier Kreditlinien refinanzieren. Die folgende Grafik zeigt das Fälligkeitenprofil von HeidelbergCement am 31. Dezember 2013. Fälligkeitenprofil zum 31. Dezember 20131) (Mio €)![]() Zum Jahresende 2013 verfügen wir über eine Liquiditätsreserve, bestehend aus liquiden Mitteln, Wertpapierbeständen und vertraglich zugesicherten Kreditlinien, von 4,2 Mrd € (siehe Kapitel Konzern-Finanzmanagement auf Seite 77). Ferner stehen uns Rahmenprogramme im Geld- und Kapitalmarkt zur Verfügung (Euro Commercial Paper Programm über 1,5 Mrd € und EMTN-Programm über 10 Mrd €), die die Emission entsprechender Papiere ohne größeren zeitlichen Vorlauf ermöglichen. Es ist unser Ziel, die Finanzrelationen in den kommenden Geschäftsjahren weiter zu verbessern, um die Voraussetzungen für weitere Anhebungen der Bonitätseinschätzung der Ratingagenturen zu schaffen. Insbesondere wollen wir die Relation von Nettoverschuldung zu operativem Ergebnis vor Abschreibungen auf ein Verhältnis von unter 3,0x bis Ende 2014 senken (31. Dezember 2013: 3,1x). Eine Bewertung im Investment Grade bleibt unser erklärtes Ziel, da günstige Refinanzierungsmöglichkeiten im Banken-, Geld- und Kapitalmarkt bei der Kapitalintensität unseres Geschäfts einen Wettbewerbsvorteil schaffen. Mitarbeiter und GesellschaftDie bessere Identifizierung interner Nachfolgekandidaten für die oberen Führungspositionen und die weltweite IT-gestützte Abwicklung von Kernprozessen im Personalbereich für alle Führungsebenen bleiben Schwerpunkte in den kommenden Jahren. Seit Anfang 2013 werden die Prozesse Leistungsmanagement, Zielvereinbarung, Vergütung, Mitarbeiterdialog und individueller Entwicklungsplan für die oberen Führungskräfte IT-gestützt über die neue Plattform "HR GLOBE" abgewickelt. Die Ausdehnung auf die mittlere Führungsebene und die Nachwuchsführungskräfte hat Ende 2013 begonnen und wird über die nächsten Jahre schrittweise fortgeführt. Das Management-Ausbildungsprogramm "Summit" in Zusammenarbeit mit Duke Corporate Education bildet den Schwerpunkt unserer Trainingsmaßnahmen auf Konzernebene bis 2015. Unsere Nachwuchsförderprogramme, wie z.B. das Traineeprogramm für neue Mitarbeiter aus den GUS-Ländern, werden wir in den kommenden Jahren ständig auf ihre Qualität prüfen und länderübergreifend weiterentwickeln. Das bestehende "Engineer in Training"-Programm haben wir um ein Anschlussprogramm ergänzt. Im Zuschlagstoffbereich werden die Trainings der Aggregates Academy plangemäß fortgesetzt. In einem Zeitraum von vier bis fünf Jahren werden unsere Talente gezielt auf leitende Positionen im technischen Bereich im In- und Ausland vorbereitet. 2014 werden wir die Schulung des mittleren und unteren Managements zum Thema Führungsverantwortung im Arbeits- und Gesundheitsschutz fortsetzen. Vor allem den Vorarbeitern kommt eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung unserer Arbeitsschutzkultur zu. Die konsequente Umsetzung und Einhaltung der vorhandenen Sicherheitsstandards hat weiterhin höchste Priorität und ist Voraussetzung für die Vermeidung von Unfällen. Dies werden wir gezielt durch vereinheitlichte Standortbegehungen kontrollieren. Das Umfeld unserer Werke ist so unterschiedlich wie die Menschen, die dort tätig sind. Deshalb orientiert sich unser gesellschaftliches Engagement an deren Bedarf. Die freiwilligen Aktivitäten an den Standorten entsprechen unseren Corporate-Citizenship-Richtlinien. Alle Maßnahmen sollen positive Ergebnisse zum Wohl der Gesellschaft erzielen. Darüber hinaus wollen wir durch Transparenz, offene Kommunikation und Kooperation gegenseitiges Vertrauen und partnerschaftliche Zusammenarbeit fördern. Weil wir davon überzeugt sind, dass Unternehmen eine wichtige Rolle bei der Lösung gesellschaftlicher Aufgaben übernehmen, werden wir uns dafür auch in Zukunft engagieren. Speziell in Afrika wollen wir die Gesundheitsversorgung und Qualität der beruflichen Bildung an unseren Standorten in Zusammenarbeit mit Entwicklungsorganisationen verbessern. UmweltverantwortungHeidelbergCement wird auch 2014 den Mitvorsitz bei der Cement Sustainability Initiative (CSI) des WBCSD innehaben. Schwerpunkte der Arbeit liegen auf Klimawandel, Biodiversität und der Entwicklung eines globalen Zertifizierungssystems für nachhaltig produzierten Beton. Wir werden die Anzahl der Biodiversitäts-Managementpläne erhöhen und die bestehenden Pläne umsetzen und überwachen. Mit unserem Partner BirdLife International werden wir die Möglichkeiten einer künftigen Zusammenarbeit in Afrika und Asien prüfen. Derzeit läuft die zweite Runde des "Quarry Life Award" in 22 Ländern. Die innovativsten Projekte der Studenten und jungen Forscher werden im Herbst 2014 bei einer internationalen Preisverleihung in Prag prämiert. In allen Konzerngebieten sind mehrere Projekte geplant, um den Anteil alternativer Brennstoffe, die aus Abfallstoffen gewonnen werden, zu erhöhen. Wir wollen Abfallentsorger, Stadtverwaltungen und staatliche Behörden von den Vorteilen überzeugen, die die Abfallverwertung in Klinkeröfen in einem ausgewogenen Abfallmanagementsystem bietet. Da die Strukturreform des Europäischen Emissionshandelssystems (EU ETS) und die Überprüfung der sogenannten Carbon-Leakage-Liste noch nicht abgeschlossen sind, in der Industriebereiche genannt werden, die einem erheblichen Risiko ausgesetzt sind, CO2 -Emissionen in Länder außerhalb der EU zu verlagern, bleibt die Rechtslage 2014 weiterhin schwierig und ungewiss. Dennoch sind wir davon überzeugt, dass die kostenlose Zuteilung der Emissionszertifikate für die Zementindustrie sehr wahrscheinlich fortgesetzt wird. In China werden unsere Werke in der Provinz Guangdong ab 2014 von einem neu eingeführten regionalen CO2 -Emissionshandelssystemen betroffen sein. 2014 werden wir unsere konzernweiten Umwelt-Audits in allen Geschäftsbereichen fortsetzen, um unser Ziel zu erreichen, alle Standorte zwischen 2015 und 2020 zu auditieren. Ein Schwerpunkt unserer Umweltschutzbemühungen liegt auch im Jahr 2014 auf der Reduktion der Staub-, Stickoxid- und Schwefeloxidemissionen. Wir werde daher an mehreren Standorten in Europa, Asien und Afrika in neue Filter und Anlagen zur Emissionsüberwachung investieren. Um die staatliche Emissionsnorm für gefährliche Luftschadstoffe NESHAP (National Emission Standards for Hazardous Air Pollutants) einzuhalten, werden wir in unseren Zementwerken in den USA neue Klinkerkühler, Quecksilberkontrollsysteme und verschiedene Anlagen zur kontinuierlichen Überwachung von Quecksilber-, Staub- und Kohlenwasserstoff-Emissionen installieren. In unserem indischen Klinkerwerk Narsingarh werden wir eine Anlage zur Stromerzeugung aus der Ofenabwärme aller drei Ofenlinien in Betrieb nehmen. Damit werden wir Energie einsparen und über 13 MW Strom selbst erzeugen. In unseren europäischen Transportbetonwerken werden wir neue Recyclingsysteme installieren bzw. vorhandene modernisieren. Forschung und TechnikAuch in den kommenden Jahren wird die Entwicklung von Zementsorten mit reduziertem Klinkeranteil und damit geringem CO2 -Ausstoß im Mittelpunkt stehen. Durch alternative Roh- und Brennstoffe, die dabei zum Einsatz kommen, entlasten wir die Umwelt. In Abhängigkeit von der künftigen Preisentwicklung für CO2 -Emissionszertifikate sind auch deutliche Kosteneinsparungen zu erwarten. Als weitere Alternative zur CO2 - und Energieeinsparung werden wir außerdem die Entwicklung unserer neuen Klinkertechnologie vorantreiben. Ein anderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung hochwertiger Bindemittel und auf Betonanwendungen, die einen höheren Nutzen für unsere Kunden und einen Mehrwert für unser Unternehmen erzielen. Den erfolgreichen Technologietransfer werden wir künftig noch intensivieren, um die Innovationsgeschwindigkeit weiter zu erhöhen. Dabei planen wir für den Bereich Beton, den Ergebnisbeitrag von Spezialprodukten in den reifen Märkten im laufenden Geschäftsjahr weiter zu steigern. Im Geschäftsbereich Zement werden wir dafür sorgen, dass der Erfolg unseres Programms "Operational Excellence", das im Berichtsjahr abgeschlossen wurde, auch in den nächsten Jahren zu nachhaltigen Einsparungen führt. Im Bereich Zuschlagstoffe werden wir das 2013 gestartete Programm "CLIMB Commercial", dessen Schwerpunkt auf der Optimierung der Produkt-, Preis- und Kundenstrategie liegt, weiter fortführen. Bis Ende 2015 wollen wir damit das Ergebnis um 120 Mio € verbessern. BeschaffungWir werden auch im laufenden und nächsten Jahr die Effizienz der Beschaffung weiter steigern, indem wir die Standardisierung sowie Optimierung der Beschaffungsprozesse konsequent fortführen. Dazu gehört auch, die Bündelung von Warengruppen weiter voranzutreiben. Wir gehen für 2014 von unterschiedlichen Energiepreisentwicklungen in den für uns relevanten Energiemärkten aus. Während in Asien, Zentralasien und Teilen Afrikas auch aufgrund der hohen Inflationsraten weiter mit deutlichen Preissteigerungen zu rechnen ist, erwarten wir für Zentral- und Nordeuropa im Vergleich zu 2013 ein stabileres Preisniveau. In Nordamerika rechnen wir aufgrund der zuletzt wieder gestiegenen Gaspreise mit höheren Strom- und Brennstoffkosten. als im Jahr 2013. Insgesamt planen wir, unsere eher kurzfristig orientierte Einkaufspolitik für Brennstoffe und Strom beizubehalten. Wir werden nur in Einzelfällen sich ergebende Preischancen durch Preisfixierungen nutzen. Risiko- und ChancenberichtRisiken und ChancenDie Risikopolitik von HeidelbergCement orientiert sich an der Unternehmensstrategie, die auf die Bestandssicherung und die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts ausgerichtet ist. Unternehmerisches Handeln ist stets zukunftsorientiert und daher mit Risiken behaftet. Risiken zu identifizieren, sie zu verstehen und systematisch zu bewerten und einzugrenzen, unterliegt der Verantwortung des Vorstands und ist eine Hauptaufgabe aller Führungskräfte. HeidelbergCement ist zahlreichen Risiken ausgesetzt, die nicht grundsätzlich vermieden, sondern akzeptiert werden, wenn sie sich im Rahmen der rechtlichen und ethischen Grundsätze unternehmerischen Handelns bewegen und sie zu den damit verbundenen Chancen in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Das Chancen- und Risikomanagement von HeidelbergCement ist über konzernweite Planungs- und Steuerungssysteme eng miteinander verbunden. Die Chancen werden in der jährlich erstellten operativen Planung erfasst und im Rahmen der monatlichen Finanzberichterstattung verfolgt. Die unmittelbare Verantwortung, Chancen frühzeitig zu erkennen und wahrzunehmen, obliegt dem operativen Management in den Ländern sowie den zentralen Konzernabteilungen. RisikomanagementDer Vorstand der HeidelbergCement AG ist verpflichtet, ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem einzurichten und dieses zu überwachen. Darüber hinaus obliegt dem Vorstand die Gesamtverantwortung für den Umfang und die Ausrichtung der eingerichteten Systeme. Zudem befassen sich der Aufsichtsrat und dessen Prüfungsausschuss regelmäßig mit der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. HeidelbergCement sieht für das Risikomanagement klare Regelungen der Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten vor, die sich an der Unternehmensstruktur orientieren. Konzernweit gelten Verhaltensregeln, Richtlinien und Grundsätze zur Umsetzung eines systematischen und effektiven Risikomanagements. Das standardisierte interne Kontroll- und Risikomanagementsystem von HeidelbergCement orientiert sich an den finanziellen Ressourcen, der operativen Planung und der vom Vorstand festgelegten Risikomanagementstrategie. Es umfasst mehrere Bausteine, die aufeinander abgestimmt und methodisch in die Aufbau- und Ablauforganisation eingebettet sind. Die wesentlichen Elemente des Risikomanagementsystems sind:
Organisation des Risikomanagements bei HeidelbergCement![]() scroll
RisikomanagementprozessUm das Risikomanagement zu optimieren, setzen wir konzernweit eine umfassende Software ein, die den gesamten Risikomanagementprozess abbildet. Mit der Nutzung dieser Software haben wir die grundlegenden Voraussetzungen geschaffen, um die Transparenz und Effizienz aller Phasen des Risikomanagementprozesses zu steigern und einen Beitrag zur Revisionssicherheit zu leisten. Sie ermöglicht uns unter anderem die klare Abbildung der Konzernstruktur und die Zuweisung von entsprechenden lokalen Verantwortlichkeiten, die systematische Erfassung und Nachverfolgung von Risiken sowie von vorgeschlagenen Gegenmaßnahmen im Zeitverlauf oder die Vorgabe von einheitlichen Bewertungsschemata. Die visualisierten Risikodaten lassen sich nun zeitnah konsolidieren, vielfältig und flexibel analysieren und über ein standardisiertes Risk Reporting darstellen. Zur Klärung bestimmter Fragen und zum länderübergreifenden Informationsaustausch für die Fortentwicklung eines adäquaten Risikobewusstseins ist die Einführung von Risikomanagement-Arbeitskreisen vorgesehen. Identifikation von Risiken und deren BewertungDie Identifikation der Risiken findet zum einen regelmäßig dezentral durch das Ländermanagement und zum anderen durch die weltweit verantwortlichen Konzernfunktionen statt. Als Hilfsparameter für den Identifikationsprozess dienen allgemeine makroökonomische Daten sowie sonstige branchenspezifische Faktoren und Risikoinformationsquellen. Unter Berücksichtigung individueller Rahmenbedingungen werden für die einzelnen Länder angemessene Wertgrenzen für die Berichterstattung über relevante Risiken festgelegt. Auf Basis des Risikomodells unseres Konzerns und entsprechend der definierten Risikokategorien werden die Risiken bezüglich einer Mindesteintrittswahrscheinlichkeit von 10 % und ihrer Schadenhöhe bewertet. Der operative Planungszyklus wird als Basiszeitraum für die Wahrscheinlichkeitsvorhersage verwendet. Neben dieser auf zwölf Monate ausgerichteten Risikoquantifizierung besteht auch eine Berichtspflicht für neu auftretende und bereits bekannte Risiken mit einer mittel- oder längerfristigen Risikotendenz. Als Orientierungsmaßstab für die mögliche Schadenhöhe dienen die Auswirkungen auf die wichtigen Kenngrößen: operatives Ergebnis, Ergebnis nach Steuern und Cashflow. Die beiden Dimensionen zur Risikobeurteilung lassen sich grafisch als Risikolandkarte darstellen. Dimensionen der Risikobeurteilung![]() Die zugrunde liegenden Skalierungen werden wie folgt vorgegeben: scroll
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In die Risikobetrachtung fließen auch solche Risiken ein, die nicht unmittelbaren Einfluss auf die Finanzlage nehmen, sondern Auswirkungen auf nicht monetäre Größen wie Reputation oder Strategie haben können. Für nicht direkt kalkulierbare Risiken wird eine Bewertung der möglichen Schadenhöhe nach qualitativen Kriterien, wie z.B. niedrig oder bestandsgefährdend, vorgenommen. Die regelmäßige Identifikation wird bei plötzlich auftretenden, schwerwiegenden Risiken oder eingetretenen Schäden durch einen Ad-hoc-Risikobericht ergänzt. Dieser Fall kann insbesondere im Zusammenhang mit politischen Ereignissen, Entwicklungen auf den Finanzmärkten oder Naturkatastrophen eintreten. Aggregation, Berichterstattung, Steuerung und Kontrolle der RisikenDie quantitativen, aktualisierten Risikoberichte für alle Geschäftsbereiche unserer Konzernländer fließen vierteljährlich in die zentrale Managementberichterstattung an den Vorstand ein, sodass eine strukturierte und kontinuierliche Verfolgung der Risiken möglich ist. Korrelationen zwischen einzelnen Risiken und Ereignissen werden auf lokaler Ebene soweit wie möglich berücksichtigt. Bei den ebenfalls vierteljährlich stattfindenden Management Meetings kann der Vorstand zusammen mit den verantwortlichen Ländermanagern zeitnah angemessene Risikosteuerungsmaßnahmen erörtern und festlegen. Dabei wird entschieden, welche Risiken bewusst eigenverantwortlich getragen oder auf andere Risikoträger transferiert werden und welche Maßnahmen sich zur Reduzierung bzw. Vermeidung potenzieller Risiken eignen. Die Konzernabteilung Group Insurance & Corporate Risk ist für die Koordination der Risikomanagementprozesse zuständig. Sie fasst alle wesentlichen quantitativen und qualitativen Risiken der Länder und Konzernfunktionen quartalsweise in einer zentralen Risikolandkarte zusammen. Einmal jährlich wird der detaillierte Risikobericht des Konzerns dem Vorstand präsentiert. Darüber hinaus erfolgt unterjährig die Zwischenberichterstattung an den Aufsichtsrat. Überwachung und AnpassungenDie Konzernabteilung Group Internal Audit untersucht und bewertet das Risikomanagement systematisch, um zu einer Erhöhung des Risikoverständnisses beizutragen. Darüber hinaus führt der Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung gemäß den gesetzlichen Vorschriften eine Überprüfung des Risikomanagementsystems dahingehend durch, ob das Überwachungssystem geeignet ist, bestandsgefährdende Tatsachen rechtzeitig zu erkennen. Der Aufsichtsrat und dessen Prüfungsausschuss werden ebenfalls durch den Vorstand regelmäßig zur Risikosituation informiert. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den KonzernrechnungslegungsprozessDas interne Kontrollsystem im HeidelbergCement Konzern beinhaltet alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der rechtlichen Vorschriften gemäß § 289 Abs. 5 HGB und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB. Das interne Überwachungssystem im HeidelbergCement Konzern besteht aus prozessunabhängigen und prozessintegrierten Kontrollmaßnahmen. Zu den prozessintegrierten Prüfungstätigkeiten zählen Kontrollen, die in den Prozess eingebunden sind (z.B. das Vier-Augen-Prinzip). Prozessunabhängige Maßnahmen sind Kontrollen, die von Personen durchgeführt werden, die nicht unmittelbar am Rechnungslegungsprozess beteiligt sind (z.B. interne Revision). Strukturen und ProzesseDie Organisations- und Führungsstruktur der HeidelbergCement AG und ihrer Konzernunternehmen sind klar definiert. Die Verantwortlichkeiten und Funktionen im Rechnungslegungsprozess (z.B. Buchhaltung der HeidelbergCement AG und ihrer Konzernunternehmen, Group Controlling, Group Treasury sowie Konzernrechnungslegung) sind zudem eindeutig getrennt und festgelegt. Wesentliche Merkmale der Rechnungslegungsprozesse und der KonsolidierungAlle Abteilungen, die in den Rechnungslegungsprozess einbezogen sind, verfügen über die erforderlichen Qualifikationen und sind gemäß den Erfordernissen ausgestattet. Bei komplexen oder ermessensbehafteten Bilanzierungsfragen wird auch auf die Expertise externer Dienstleister, wie beispielsweise Pensionsgutachter oder Gutachter zur Bewertung von Rekultivierungsverpflichtungen, zurückgegriffen. Die Bilanzierungsrichtlinie und ein einheitlicher Kontenrahmen, die beide von der Abteilung Group Reporting, Controlling and Consolidation zentral vorgegeben werden, sind für alle Konzernunternehmen verpflichtend anzuwenden. Neue Gesetze, Rechnungslegungsstandards und aktuelle Entwicklungen (z.B. aus dem wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des Konzerns) werden bezüglich ihrer Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert und berücksichtigt. Durch die zentral vorgegebene Bilanzierungsrichtlinie sowie den einheitlichen Kontenrahmen werden ein einheitlicher Ansatz, eine einheitliche Bewertung und ein einheitlicher Ausweis im Konzernabschluss sichergestellt. Konzernweit gültige Terminvorgaben, die in einem zentral geführten Finanzkalender festgehalten sind, sowie abschlussrelevante Instruktionen unterstützen ebenfalls einen konzernweit einheitlich strukturierten und effizienten Rechnungslegungsprozess. Die Abschlüsse der Konzernunternehmen werden in den meisten Ländern in Shared Service Center erstellt, um Rechnungslegungsprozesse zu zentralisieren und zu standardisieren. Hierbei werden überwiegend Buchhaltungssysteme von SAP und Oracle verwendet. Zum Erstellen des Konzernabschlusses werden die Einzelabschlüsse der Konzernunternehmen durch weitere Informationen ergänzt und mittels einer standardisierten Software von SAP konsolidiert. Hierbei werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge wie beispielsweise die Kapitalkonsolidierung, die Schuldenkonsolidierung, die Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie die At-Equity-Bewertung vorgenommen und dokumentiert. Die Bestandteile des Konzernabschlusses einschließlich der Anhangangaben werden vollständig aus diesem Konsolidierungsprogramm entwickelt. Die Daten aus dem Bereich des Rechnungswesens werden bei HeidelbergCement sowohl auf lokaler Ebene als auch auf zentraler Ebene kontrolliert. Die dezentrale Prüfung der lokalen Abschlüsse wird durch den zuständigen Financial Director und das Ländercontrolling vorgenommen. Die zentrale Prüfung der Rechnungswesendaten erfolgt durch die Konzernabteilungen Rechnungslegung, Controlling, Steuern und Treasury. Das Kontrollsystem bei HeidelbergCement zeichnet sich durch manuelle Prüfungen wie regelmäßige Stichproben und Plausibilitätsprüfungen aus, die auf lokaler sowie zentraler Ebene durchgeführt werden. Systemseitige Validierungen, die vom Konsolidierungsprogramm automatisch ausgeführt werden, stellen ebenfalls einen Bestandteil des Kontrollsystems bei HeidelbergCement dar. Prozessunabhängige Prüfungen werden sowohl durch den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats als auch durch die interne Revision durchgeführt. Letztere prüft dabei das interne Kontrollsystem für die beschriebenen Strukturen und Prozesse und kontrolliert die Anwendung der Bilanzierungsrichtlinie sowie des Kontenrahmens. Die Ergebnisse der Prüfung der internen Revision werden an den Vorstand und den Prüfungsausschuss berichtet. Weitere prozessunabhängige Überwachungstätigkeiten erfolgen durch den Konzernabschlussprüfer und andere Prüforgane, wie beispielsweise die steuerlichen Außenprüfer. Maßnahmen zur Identifizierung, Bewertung und Begrenzung von RisikenUm Risiken zu identifizieren und zu bewerten, werden bei HeidelbergCement die einzelnen Geschäftsvorfälle anhand der Kriterien Risikopotenzial, Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenausmaß analysiert. Auf Basis dieser Analyse werden anschließend geeignete Kontrollmaßnahmen festgelegt. Zur Begrenzung von Risiken unterliegen Transaktionen ab einem bestimmten Volumen oder mit einer gewissen Komplexität einem festgelegten Genehmigungsprozess. Außerdem werden organisatorische Maßnahmen (z.B. Funktionstrennung in sensiblen Bereichen) sowie laufende Soll-Ist-Vergleiche für wesentliche Kennzahlen der Rechnungslegung durchgeführt. Die EDV-Systeme, die für die Rechnungslegung verwendet werden, sind durch entsprechende Sicherheitsvorkehrungen gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Die eingerichteten Kontroll- und Risikomanagementsysteme können eine richtige und vollständige Rechnungslegung nicht mit absoluter Sicherheit gewährleisten. Insbesondere individuell falsche Annahmen, ineffiziente Kontrollen und illegale Aktivitäten können zu einer eingeschränkten Effektivität der eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme führen. Auch ungewöhnliche oder komplexe Sachverhalte, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, sind mit einem latenten Risiko behaftet. Die hier getroffenen Aussagen gelten nur für die in den Konzernabschluss der HeidelbergCement AG einbezogenen Konzernunternehmen, bei denen die HeidelbergCement AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen, um aus der Tätigkeit dieser Unternehmen Nutzen zu ziehen. RisikofelderRisiken, die sich im Geschäftsjahr 2014 auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken könnten, sind entsprechend dem im Unternehmen festgelegten Risikoatlas in vier Kategorien eingeteilt: finanzielle Risiken, strategische Risiken, operative Risiken sowie rechtliche und Compliance-Risiken. Im Folgenden geben wir nur bei den für uns maßgeblichen Risiken eine Beurteilung der Risikosituation an. Finanzielle RisikenUnsere wesentlichen finanziellen Risiken sind Währungs- und Zinsänderungsrisiken sowie Refinanzierungs- und Kreditrisiken. Wir steuern diese Risiken vorwiegend im Rahmen unserer laufenden Geschäfts- und Finanzierungsaktivitäten und bei Bedarf durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Diese Risikofelder werden von der Konzernabteilung Group Treasury laufend auf der Grundlage konzerninterner Richtlinien überwacht. Alle Konzerngesellschaften müssen auf Basis dieser Richtlinien ihre Risiken identifizieren und in Zusammenarbeit mit Group Treasury absichern. Die Arbeit und die Prozesse von Group Treasury werden durch umfassende Richtlinien geregelt, die unter anderem die Trennung von Handel und Abwicklung der Finanzgeschäfte vorschreiben. Im Rahmen des laufenden Risikomanagements steuern wir das Transaktionsrisiko, d.h. das Risiko schwankender Preise (z.B. Währungskurse, Zinssätze, Rohstoffpreise), die sich auf die Ertragslage des Konzerns auswirken können. Im Vergleich zum Vorjahr sind die finanziellen Risiken nur leicht gestiegen. WährungsrisikenDie wichtigste Risikoposition insgesamt und natürlich auch bei den finanziellen Risiken sind die Währungsrisiken und hier insbesondere Translationsrisiken. In der zweiten Jahreshälfte 2013 haben einige für uns wichtige Währungen, wie z.B. die indonesische Rupiah, der australische und der kanadische Dollar, deutlich an Wert verloren. Wir haben für die Planung 2014 unsere Wechselkurse entsprechend angepasst, können aber aufgrund der hohen Volatilität der Wechselkurse nicht ausschließen, dass es zu weiteren negativen Translations- und auch Transaktionseffekten kommen kann. Die Währungsrisiken stufen wir insgesamt als mittleres Risiko ein. Währungsrisiken, die durch Geschäftsvorgänge mit Dritten in Fremdwährung entstehen (Transaktionsrisiken), sichern wir in bestimmten Fällen durch derivative Finanzinstrumente mit einem Sicherungshorizont von bis zu zwölf Monaten ab. Dafür setzen wir vor allem Devisenswaps und Devisentermingeschäfte ein, im Einzelfall auch Devisenoptionen. Auf die Absicherung von Währungsrisiken aus konzerninternen Gütertransaktionen wird verzichtet, da sich die Mittelzu- und -abflüsse in den verschiedenen Währungspaaren auf Konzernebene weitgehend neutralisieren. Im Rahmen unserer Inhouse-Banking-Aktivität ergeben sich durch Aufnahme und Anlage von Liquidität der Tochtergesellschaften Währungspositionen, die durch entsprechende fristen- und betragskongruente externe Devisenswapgeschäfte abgesichert werden. Währungsrisiken, die aus der Währungsumrechnung ausländischer Einzel- oder Teilkonzernabschlüsse entstehen (Translationsrisiken), sichern wir in der Regel nicht ab. Die damit verbundenen Auswirkungen sind nicht zahlungswirksam und Einflüsse auf Konzernbilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung werden laufend überwacht. Mehr zu den Währungsrisiken finden Sie im Anhang auf Seite 233. PensionsrisikenHeidelbergCement ist hauptsächlich in Nordamerika an verschiedenen beitragsorientierten Pensionsplänen für gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter (Multi-Employer Pension Plans) beteiligt. Der Finanzierungsstatus dieser Versorgungspläne könnte durch ungünstige Entwicklungen auf den Kapitalmärkten, durch demografische Veränderungen und Erhöhungen der Versorgungsleistungen beeinflusst werden. Sollte eines der teilnehmenden Unternehmen keine Beiträge mehr in den Versorgungsplan einzahlen, müssten alle anderen Beteiligten für nicht gedeckte Verpflichtungen aufkommen. In Bezug auf 2014 stufen wir die Pensionsrisiken als niedriges Risiko ein. ZinsänderungsrisikenZinsänderungsrisiken bestehen aufgrund potenzieller Änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Zinsänderungsrisiken werden im Rahmen der vom Finanzvorstand vorgegebenen Grenzen gehalten. Durch den Einsatz von Finanzinstrumenten, d.h. im Wesentlichen Zinsswaps, ist es uns möglich, sowohl das Risiko schwankender Zahlungsströme als auch das Risiko von Wertschwankungen zu sichern. Hingegen könnte eine Herabstufung unserer Bonitätsbewertung durch die Ratingagenturen (siehe Abschnitt Rating auf Seite 77 f.) die Zinsmargen im Falle einer Refinanzierungsmaßnahme erhöhen. Aufgrund der ausgeglichenen Fristenstruktur der Finanzschulden (siehe Grafik im Kapitel Prognosebericht auf Seite 106) und des erwarteten Mittelzuflusses aus operativer Geschäftstätigkeit besteht kurz- und mittelfristig kein wesentlicher Refinanzierungsbedarf, sodass keine signifikanten Auswirkungen auf das Zinsergebnis zu erwarten sind. Entsprechend sehen wir hier nur ein niedriges Risiko. Mehr zu den Zinsänderungsrisiken finden Sie im Anhang auf Seite 232 f. Refinanzierungs- bzw. LiquiditätsrisikenRefinanzierungs- bzw. Liquiditätsrisiken entstehen, wenn ein Unternehmen nicht in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaffen, die es zur Begleichung der operativen oder im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten eingegangenen Verpflichtungen benötigt. Mögliche Risiken aus Schwankungen der Zahlungsströme berücksichtigen wir im Rahmen der Konzern-Liquiditätsplanung. Annahmen über den weiteren Konjunkturverlauf bergen gewisse Unsicherheiten bei der Liquiditätsplanung, die wir aus diesem Grund rollierend aktualisieren und mit sogenannten Stresstests simulieren. Auf dieser Basis können wir im Bedarfsfall entsprechende Maßnahmen, wie beispielsweise die Emission zusätzlicher Geld- und Kapitalmarktpapiere oder die Aufnahme frischer Mittel im Bankenmarkt einleiten. Durch unsere umfangreichen Refinanzierungsmaßnahmen in den letzten 24 Monaten, einschließlich der Verlängerung einer syndizierten Kreditlinie mit einem Volumen von 3 Mrd €, haben wir Zugang zu umfangreichen liquiden Mitteln. Damit haben wir das Refinanzierungsrisiko deutlich reduziert. Ferner fließen uns ständig Zahlungsmittel aus dem operativen Geschäft zu. Als weitere Vorsichtsmaßnahme wurde auf der Hauptversammlung 2013 ein angemessener Rahmen zur Erhöhung des Eigenkapitals beschlossen. Zur Finanzierung bestehender Zahlungsverpflichtungen steht die oben genannte revolvierende, syndizierte Kreditlinie in Höhe von 3 Mrd € nach Vertragsneuabschluss im Februar 2014 mit einer Laufzeit bis Ende Februar 2019 zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag lediglich mit 257,9 Mio € in Anspruch genommen war. Insgesamt haben wir konzernweit 4,2 Mrd € freie Liquidität, bestehend aus liquiden Mitteln, Wertpapieren im Bestand und freien Kreditlinien (siehe Tabelle Liquiditätsinstrumente im Abschnitt Konzern-Finanzmanagement auf Seite 77). Im Rahmen von Kreditverträgen wurde die Einhaltung verschiedener Finanzrelationen (Financial Covenants) vereinbart, die alle in der Berichtsperiode erfüllt wurden. Die wichtigsten Finanzkennzahlen sind das Verhältnis der Nettoverschuldung zu EBITDA und der Zinsdeckungsfaktor. Im Rahmen der Konzernplanung wird die Einhaltung der Kreditvereinbarungen (Covenants) konsequent überwacht und vierteljährlich den Gläubigern gemeldet. Im Falle einer Verletzung der Kreditvereinbarungen könnten die Gläubiger unter bestimmten Voraussetzungen entsprechende Kredite ungeachtet der vertraglich vereinbarten Laufzeiten fällig stellen. Je nach Volumen des betreffenden Kredits und der dann vorherrschenden Refinanzierungsmöglichkeiten auf dem Finanzmarkt könnte dies zu einem Refinanzierungsrisiko für den Konzern führen. Die syndizierte Kreditlinie über 3 Mrd € beinhaltet Covenants, die auf einem Niveau vereinbart sind, das den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und unseren Prognosen Rechnung trägt. Mehr zu Liquiditätsrisiken finden Sie im Anhang auf Seite 231 f. KreditrisikenKreditrisiken bestehen darin, dass ein Vertragspartner bei einem Geschäft seinen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann. Wir minimieren die daraus entstehende Risikoposition durch Diversifizierung sowie laufende Bonitätsbeurteilung der Vertragspartner. Kreditrisiken aus dem operativen Geschäft werden fortlaufend im Rahmen des Forderungsmanagements überwacht. Hinsichtlich der Bonität unserer Geschäftspartner legen wir strenge Maßstäbe an. Dadurch und durch die Vermeidung von Positionskonzentrationen werden die Kreditrisiken des Konzerns minimiert. Kreditrisiken für unsere Geldanlagen mindern wir, indem wir nur Transaktionen mit Banken guter Bonität tätigen. Analog erfolgt die Auswahl der Banken für den Zahlungsverkehr und die Etablierung von Cash Pools. Wir stufen die Kreditrisiken als niedriges Risiko ein. Mehr zu Kreditrisiken finden Sie im Anhang auf Seite 230. Strategische RisikenZu den strategischen Risiken zählen insbesondere Risiken aus der Entwicklung unserer Absatzmärkte in Bezug auf Nachfrage, Preise und Wettbewerbsintensität. Darüber hinaus berücksichtigen wir in dieser Kategorie Risiken aus Akquisitionen und Investitionen, aus der Substitution von Produkten sowie politische Risiken. Im Vergleich zum Vorjahr sind die strategischen Risiken aufgrund der Schließung von Marktrisiken in mehreren Ländern deutlich gesunken. Branchenspezifische Risiken und AbsatzmarktrisikenDer internationale Währungsfonds rechnet für das Jahr 2014 mit einer leichten Beschleunigung des Weltwirtschaftswachstums. Voraussetzung ist allerdings, dass die Industriestaaten in Nordamerika und Europa ihre Bemühungen zur Lösung der Schuldenkrise und Konsolidierung der Haushalte unvermindert fortsetzen und das Wirtschaftswachstum in Asien und insbesondere in China nicht auf ein für das Weltwirtschaftswachstum kritisches Niveau sinkt. Die wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Konzerngebieten wird auch 2014 deutlich unterschiedlich bezüglich Ausmaß und zeitlichem Ablauf ausfallen. In einigen Ländern und Regionen, insbesondere in Osteuropa, sehen wir Risiken bei der Nachfrage- und Preisentwicklung aufgrund der staatlichen Haushaltsrestriktionen, die bereits 2013 ein niedriges Niveau der Infrastrukturausgaben zur Folge hatten. Darüber hinaus bestehen Risiken für Absatzmengen, Preise und Kundenbeziehungen durch eine Verstärkung des Wettbewerbs, insbesondere durch den Eintritt neuer Wettbewerber in Schwellenländern. Insgesamt bewerten wir dies als mittleres Risiko. Die weltweite Entwicklung der Baustoffnachfrage stellt für uns naturgemäß sowohl Chance als auch Risiko dar und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen maßgeblich das Bevölkerungswachstum und der steigende Bedarf an Wohnraum, das Wirtschaftswachstum, die zunehmende Industrialisierung und Urbanisierung sowie der erhöhte Bedarf an Infrastruktur. Die Baustoffnachfrage lässt sich im Wesentlichen in drei Sektoren aufteilen: privater Wohnungsbau, Wirtschaftsbau und öffentlicher Bau. Die Nachfrage im privaten Wohnungsbau hängt von Faktoren wie etwa dem Zugang zu günstigen Krediten, der Entwicklung der Häuserpreise und dem zur Verfügung stehenden Haushaltseinkommen ab, das wiederum von weiteren Parametern wie Arbeitslosenquote oder Inflation beeinflusst wird. Die Entwicklung dieser Faktoren und damit der Nachfrage in diesem Sektor unterliegt zumeist landesspezifischen Risiken und Unsicherheiten. In den USA hat das Platzen der Immobilienblase zu einem großen Überhang an Häusern und Wohnungen und einem entsprechenden Preisverfall geführt. Im Jahr 2013 hat sich der Häusermarkt in den USA deutlich erholt. Die Absatzmengen, die Zahl der Baubeginne und die Häuserpreise sind gestiegen, aber auch die Kreditzinsen. Die weitere Erholung dieses Markts ist mit Unsicherheiten behaftet und hängt unter anderem von der weiteren Zinsentwicklung ab. In Asien besteht das Risiko steigender Lebenshaltungskosten, die sich negativ auf das für Bauvorhaben zur Verfügung stehende Einkommen und damit auch negativ auf Investitionen in den privaten Wohnungsbau auswirken. In China bestehen noch immer Risiken aus Spekulationen mit städtischen Wohnimmobilien. Bisher konnten Regierung und Notenbank einer Überhitzung des boomenden Immobilienmarkts erfolgreich entgegentreten, die Situation muss aber weiterhin aufmerksam verfolgt werden. Für die Nachfrage beim Wirtschaftsbau ist in erster Linie die Auslastung von Produktionsanlagen, Büro- und Lagerflächen ausschlaggebend, die wiederum von der allgemeinen Auftragslage im In- und Ausland abhängt. Als Folge der Wirtschaftskrise herrscht in einigen Ländern, zum Beispiel in den USA, noch merklicher Leerstand bei Büro- und Gewerbeflächen. Zwar hat eine Erholung in diesem Sektor begonnen, doch der weitere zeitliche Ablauf ist mit Unsicherheiten behaftet. Eine verschärfte Haushaltskonsolidierung oder steigende Zinsen aufgrund eines erhöhten Inflationsdrucks könnten sich negativ auf das Wirtschaftswachstum und die Nachfrageentwicklung für Baustoffe auswirken. Investitionen in Infrastruktur, wie Straßen, Eisenbahnen, Flughäfen und Wasserstraßen, gehören zum Sektor des öffentlichen Baus. Die Nachfrage hängt hier insbesondere von der Haushaltslage der Länder und der Durchführung spezieller Infrastrukturförderungsprogramme ab. Risiken bestehen insofern, als Länder ihre Infrastrukturinvestitionen zugunsten einer Haushaltskonsolidierung weiter kürzen könnten. Spürbare Ergebniszuwächse aus staatlich geförderten Projekten werden sich erst mit einer zeitlichen Verzögerung einstellen. Der Umfang der Einsparungen und ihre Auswirkungen auf die Baustoffnachfrage lassen sich nicht mit absoluter Sicherheit Voraussagen. Baustoffe zeichnen sich durch ein hohes Gewicht im Verhältnis zum Verkaufspreis aus und werden daher auf dem Landweg nicht über weite Strecken transportiert. Auf dem Seeweg werden überschüssige Zementmengen regional aber auch zwischen einzelnen Kontinenten gehandelt. Sollte der Unterschied des Preisniveaus zwischen zwei Ländern mit Anbindung an den Seehandel so groß werden, dass dieser die Transportkosten übersteigt, besteht die Gefahr eines erhöhten Importdrucks und damit eines Preisverfalls im importierenden Markt. Ein wesentliches branchenspezifisches Risiko ist das witterungsbedingte Absatzrisiko für Baustoffe, das insbesondere aus der Saisonalität der Nachfrage resultiert. Strenge Winter mit extrem niedrigen Temperaturen oder hohe Niederschläge beeinträchtigen die Bautätigkeit und wirken sich negativ auf die Baustoffnachfrage aus. Neben dem Winterwetter gehört der in einigen Konzernländern, wie beispielsweise in Indien, auftretende Monsun zu den saisonalen Wetterlagen, die einen negativen Einfluss auf den Absatz unserer Produkte und somit auf das Geschäftsergebnis haben könnten. Wetterbedingten Absatzschwankungen und Risiken aus der Entwicklung der Absatzmärkte begegnen wir mit regionaler Diversifizierung, verstärkter Kundenorientierung, der Entwicklung von Spezial- und Sonderprodukten und soweit möglich mit operativen Maßnahmen. Wir passen zum Beispiel das Produktionsniveau an die Nachfragesituation an und nutzen flexible Arbeitszeitmodelle. In Spanien haben wir 2013 unsere Aktivitäten aufgrund des starken Abschwungs der Bauwirtschaft neu organisiert und einige Standorte vorübergehend oder dauerhaft stillgelegt. Um die Beziehungen zu unseren Kunden weiter zu verbessern und auf länderspezifische Bedürfnisse einzugehen, führt HeidelbergCement konzernweite Kundenbefragungen durch und baut die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten auf Konzernebene aus. Ein kontinuierlicher Wissenstransfer zwischen unseren Standorten, der systematisch durch die konzernweit tätigen Mitarbeiter unserer technischen Zentren HTC (Zement, Bindemittel) und CCM (Zuschlagstoffe) unterstützt und gefördert wird, sorgt für eine optimale Nutzung von Synergieeffekten. Unsere Annahmen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Branche und unserer Absatzmärkte haben wir im Kapitel Prognosebericht auf Seite 102 f. dargestellt. Risiken aus Akquisitionen und InvestitionenKapazitätserweiterungen durch Akquisitionen und Investitionen bergen für uns Chancen, aber auch Risiken. Mögliche Risiken bei Akquisitionen ergeben sich aus der Integration von Mitarbeitern, Prozessen, Technologien und Produkten. Hierzu zählen auch Kultur- und Sprachhindernisse in den Wachstumsmärkten sowie das generell erhöhte Niveau an Personalfluktuation in Asien, die zum Abfluss von wertvollem Wissen führen. Diesen Risiken wirken wir durch eine gezielte Personalentwicklung und eine integrative Unternehmenskultur entgegen, einschließlich der Schaffung lokaler Managementstrukturen. Akquisitionen können den Verschuldungsgrad und die Finanzierungsstruktur nachteilig beeinflussen und zu einem Anstieg des Anlagevermögens inklusive der Geschäfts- oder Firmenwerte führen. Insbesondere aus Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten aufgrund unvorhergesehener Geschäftsentwicklungen können Belastungen resultieren. Investitionsprojekte können sich vom Planungsbeginn bis zum Abschluss über mehrere Jahre erstrecken. Dabei bestehen insbesondere Risiken bei der Erteilung notwendiger Genehmigungen für den Abbau von Rohstoffen oder den Ausbau der Infrastruktur einschließlich dem Anschluss an Energie- und Straßennetze sowie bei den Anforderungen an Folgenutzungspläne für Rohstoffabbaustätten. Bei zukünftigen Akquisitionen, Kooperationen und Investitionen besteht das Risiko, dass diese durch politische Restriktionen nur unter erschwerten Bedingungen oder überhaupt nicht getätigt werden können. Ein daraus resultierender Mangel an Kapazitätserweiterungsprojekten könnte die Wachstumsaussichten von HeidelbergCement beeinträchtigen. Um finanzielle Belastungen und Risiken zu mindern und Chancen besser nutzen zu können, schauen wir uns insbesondere in politisch instabilen Regionen nach geeigneten Partnern um. HeidelbergCement beobachtet ständig das Marktumfeld hinsichtlich geeigneter Akquisitionsprojekte bzw. Kooperationen. Zusätzlich werden Marktpotenziale und Rohstoffvorkommen systematisch analysiert und in Vorschläge für Investitionsprojekte umgesetzt. An jede Akquisitions- oder Investitionsentscheidung stellen wir hohe Renditeforderungen, die im Abschnitt Unternehmensinternes Steuerungssystem und Kennzahlen auf Seite 41 f. erläutert werden. Zusätzlich erfolgen bei bedeutenden Investitions- und Akquisitionsprojekten Nachkontrollen. Wir verfügen über langjährige Erfahrungen bei der Integration von Unternehmen und haben die notwendigen Prozesse und Strukturen bereits geschaffen. Die Zementindustrie baut ihre Kapazitäten in den Märkten Osteuropas, Asiens und Afrikas weiter aus, um von der zunehmenden Inlandsnachfrage zu profitieren. Auch HeidelbergCement verfolgt ein Kapazitätserweiterungsprogramm und konzentriert sich dabei auf lokale Märkte mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial. 2013 haben wir neue Klinker- und Zementkapazitäten in Zentralindien und eine neue Zementmühle in Liberia in Betrieb genommen. Für 2014 ist die Inbetriebnahme weiterer Zementkapazitäten in Indonesien, Kasachstan, Togo, Tansania, Ghana und Burkina Faso geplant. Wettbewerber bauen in diesen Regionen teilweise ebenfalls neue Kapazitäten auf. Sollte der Kapazitätsausbau in den Märkten, in denen wir tätig sind, das Nachfragewachstum übersteigen, besteht ein Preisverfallsrisiko mit negativen Folgen für den Umsatz und das operative Ergebnis. HeidelbergCement prüft im Vorfeld von Kapazitätserweiterungsprojekten sowohl Marktumfeld als auch Marktpotenzial und reagiert auf Überkapazitäten mit Kosteneinsparungs- und Effizienzverbesserungsprogrammen, Produktionsanpassungen sowie Standortoptimierungen. Insgesamt stufen wir die Risiken aus Akquisitionen und Investitionen als niedriges Risiko ein. Risiken aus der Substitution von ProduktenZement, Sand, Kies und Hartgestein sind weltweit die Grundrohstoffe für den Bau von Häusern, Industrieanlagen und Infrastruktur. Die Verwendung von zementartigen Bindemitteln lässt sich bis zur Römerzeit zurückverfolgen. Aufgrund der hohen Energie- und CO2 -Intensität von Zement gibt es Forschungsprojekte zur Entwicklung alternativer Bindemittel mit einer günstigeren Energie- und Klimabilanz. Mitarbeiter des konzernweit tätigen Heidelberg Technology Center (HTC) beobachten die Entwicklung alternativer Bindemittel aufmerksam und sind selbst in deren Erforschung tätig. Aufgrund des aktuellen Kenntnisstands über alternative Bindemittel im Vergleich zu den hohen Anforderungen an Verarbeitbarkeit, Dauerhaftigkeit und kostengünstige Herstellung von Bindemitteln allgemein ist aus unserer Sicht allerdings nicht damit zu rechnen, dass sich aktuell in der Entwicklung befindende alternative Bindemittel bereits in den nächsten Jahren die Verwendung herkömmlicher Zementarten in großem Maßstab ersetzen werden. Falls sich die Produktionskosten für herkömmliche Bindemittel vor allem in reifen Märkten drastisch erhöhen sollten, beispielsweise durch eine weitere staatliche Verknappung von CO2 -Emissionszertifikaten oder durch beträchtliche Preisanstiege bei Energieträgern, könnten alternative Bindemittel zur Substitution herkömmlicher Bindemittel führen, sofern diese alle oben genannten Anforderungen erfüllen. Derzeit ist das allerdings nicht absehbar und daher ist dieses Risiko nicht in der Risikoberichtserstattung aufgeführt. Politische Risiken und Risiken durch außergewöhnliche externe StörfälleWie für alle Unternehmen stellen auch für uns potenzielle Umbrüche im politischen, rechtlichen oder gesellschaftlichen Umfeld ein grundsätzliches Risiko dar. HeidelbergCement ist als weltweit operierender Konzern in mehr als 40 Ländern tätig und daher auch politischen Risiken wie der Verstaatlichung, dem Verbot von Kapitaltransfer, Terrorismus, Krieg oder Unruhen ausgesetzt. An verschiedenen Standorten können wir gewisse Sicherheitsrisiken aufgrund der innenpolitischen Verhältnisse nicht ausschließen. Vereinzelt unterliegen die Zementpreise einer staatlichen Reglementierung, wie beispielsweise in Togo. Ferner kann es zu staatlichen Eingriffen in die Produktionssteuerung durch befristete Stilllegungsverfügungen kommen, wie beispielsweise in China. Wir stufen dieses Risiko insgesamt als niedrig ein. Ebenso könnten außergewöhnliche externe Störfälle, wie Naturkatastrophen oder Pandemien, unser Geschäftsergebnis negativ beeinflussen. Gegenüber Naturkatastrophen, einschließlich Erdbeben, gewährleisten angemessene Entschädigungsobergrenzen unseres konzernweiten Sachversicherungsprogramms eine umfassende Absicherung unserer Aktivitäten in den stark gefährdeten Regionen Nordamerikas und Asiens. Operative RisikenZu den operativen Risiken zählen insbesondere Risiken aus der Verfügbarkeit und Kostenentwicklung von Energie, Rohstoffen und qualifiziertem Personal. Darüber hinaus berücksichtigen wir in dieser Kategorie regulatorische Risiken im Zusammenhang mit Umweltschutzauflagen sowie Produktions-, Qualitäts- und IT-Risiken. Im Vergleich zum Vorjahr sind die operativen Risiken unter anderem aufgrund der Verringerung der Risikobewertungen bezüglich der Entwicklung der Energiekosten und der Fertigstellung neuer Kapazitäten in Kasachstan deutlich gesunken. Volatilität von Energie- und RohstoffpreisenFür ein energieintensives Unternehmen wie HeidelbergCement resultiert ein erhebliches Risiko aus der Kostenentwicklung auf den Energiemärkten, die extrem volatil sind. Im Jahr 2013 waren die Energiepreise stabil bis leicht rückläufig. Diese Entwicklung wurde durch den Anstieg der Produktion von Schiefergas und -öl in Nordamerika begünstigt. In einzelnen Ländern, wie zum Beispiel Indien, kam es jedoch zu deutlichen Energiepreissteigerungen. Engpässe bei der Produktion, zum Beispiel aufgrund kriegerischer Auseinandersetzungen im Nahen Osten, können zu einem deutlichen Anstieg der Energiepreise führen. In einigen Ländern bestehen zudem Risiken aus der Kürzung staatlicher Subventionen für Strom oder aus der staatlichen Regulierung der Öl- und Gaspreise. In Indonesien wird derzeit über eine Kürzung der Treibstoffsubventionen für Lastwagen diskutiert. Sollte diese Kürzung eingeführt werden, würden sich die Transportkosten unserer Rohstoffe und Fertigprodukte erhöhen. Als Gegenmaßnahme planen wir eine entsprechende Erhöhung der Verkaufspreise, um den Kostenanstieg auszugleichen. Wir betrachten dies als ein mittleres Risiko. Neben dem Anstieg der Energiepreise stellen infrastrukturelle Engpässe bei der Stromversorgung insbesondere in Afrika ein typisches Risiko für unser Unternehmen dar. Auch die Preise für andere Rohstoffe unterliegen konjunkturellen Schwankungen. 2013 sind die Preise für unsere wichtigsten Rohstoffe im Wesentlichen stabil geblieben, wobei die Entwicklung regional sehr unterschiedlich verlief. Die Preisrisiken für Energie und Rohstoffe mindern wir durch konzernweit gebündelte und strukturierte Beschaffungsprozesse. Außerdem setzen wir auf den steigenden Einsatz von alternativen Brenn- und Rohstoffen. Damit minimieren wir Preisrisiken und senken gleichzeitig die CO2 -Emissionen sowie den Anteil des energieintensiven Klinkers im Endprodukt Zement. Mit dem im Sommer 2010 gestarteten konzernweiten Programm "Operational Excellence" haben wir die Effizienz des Zementherstellungsprozesses nachhaltig gesteigert. Über einen reduzierten und optimierten Verbrauch von Strom, Brenn- und Rohstoffen wirken wir gezielt auf die Senkung der Energiekosten hin. Mit dem Programm "FOX 2013" haben wir in den letzten drei Jahren die finanzielle und operative Leistungsfähigkeit des Konzerns weiter erhöht und auch Einsparungen im Einkauf erzielt, um den steigenden Kosten für Energie und Rohstoffe entgegenzuwirken. Weitere Informationen zu unserem Beschaffungsmanagement finden Sie auf Seite 100. Im Rahmen der Preisgestaltung für unsere Produkte versuchen wir Kostensteigerungen für Energie und Rohstoffe auch an unsere Kunden weiterzugeben. Der Erfolg solcher Preissteigerungen ist mit deutlichen Unsicherheiten behaftet, da die meisten unserer Produkte normierte Massenware sind, deren Preis im Wesentlichen von Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Es besteht daher das Risiko, dass sich Preiserhöhungen insbesondere in Märkten mit Überkapazitäten nicht durchsetzen lassen oder zu einem Rückgang der Absatzmengen führen. Verfügbarkeit von Roh- und ZusatzstoffenHeidelbergCement benötigt für die Zement- und Zuschlagstoffproduktion eine bedeutende Menge an Rohstoffen, die durch hohe eigene Vorkommen sichergestellt ist. Um die Schlüsselrolle der Rohstoffe für unser Unternehmen hervorzuheben und um einen Wissenstransfer sowie Synergieeffekte über die Ländergrenzen hinweg zu ermöglichen, haben wir den Bereich Geologie konzernweit im HTC Global gebündelt (siehe Abschnitt Forschung und Technik auf Seite 44). Dennoch besteht an einzelnen Standorten ein gewisses Risikopotenzial im Zusammenhang mit der Erteilung von Abbaugenehmigungen. In Malaysia verhindert zum Beispiel die Ausweitung der Urbanisierung möglicherweise das weitere Betreiben eines Steinbruchs. Notwendige Genehmigungen könnten kurzfristig verweigert werden oder es könnte zu Streitigkeiten über den zu zahlenden Abbauzins kommen. Darüber hinaus bergen ökologische Faktoren und Umweltauflagen für den Zugriff auf Rohstoffvorkommen eine gewisse Unsicherheit. In manchen Regionen der Welt, zum Beispiel in Westafrika südlich der Sahara, sind Rohstoffe für die Zementproduktion derart knapp, dass Zement oder Klinker über den Seeweg importiert werden müssen. Steigende Transportkosten und Kapazitätsengpässe in den Hafenanlagen können zu einer Steigerung der Produktkosten führen. Wir bewerten dies insgesamt als niedriges Risiko. Verfügbarkeit und Preise des in der Zementherstellung eingesetzten Zusatzstoffs Hüttensand, der als Nebenprodukt bei der Stahlherstellung anfällt, unterliegen konjunkturellen Schwankungen und bergen damit ein Kostenrisiko. Der Einsatz von Hüttensand erfolgt hauptsächlich in Europa. Die für 2014 erwartete Stahlproduktion wird im Vergleich zum Vorjahr als stabil bis leicht steigend eingeschätzt. Produktionsverlagerungen im Rahmen von Bereinigungen der europäischen Stahl-Überkapazitäten können kurz- bis mittelfristig verknappte Hüttensand-Mengen zur Folge haben. Als Vorsorgemaßnahme gegen mögliche künftige Versorgungsengpässe und Preisschwankungen optimieren wir unsere Lagerhaltung und die Angebotspalette der Zementsorten. Produktionstechnische RisikenDie Zementindustrie ist eine anlagenintensive Branche mit komplexer Technologie zur Lagerung und Verarbeitung von Roh-, Zusatz- und Brennstoffen. Aufgrund von Unfall- und Betriebsrisiken könnten Personen-, Sach- und Umweltschäden entstehen sowie Betriebsunterbrechungen eintreten. Um mögliche Schadenereignisse und deren Folgen zu vermeiden, setzen wir in unseren Werken auf verschiedene Überwachungs- und Sicherheitssysteme sowie integrierte Managementsysteme einschließlich hoher Sicherheitsstandards sowie auf regelmäßige Prüf-, Wartungs- und Instand haltungsarbeiten. Um drohende Gefahrenpotenziale zu erkennen, sind wir bestrebt, jeden Mitarbeiter diesbezüglich zu schulen und zu sensibilisieren. Wir stufen die produktionstechnischen Risiken insgesamt als niedriges Risiko ein. Die Witterungsabhängigkeit der Baustoffnachfrage birgt das Risiko von Auslastungsschwankungen und Produktionsstillständen. Dieses Risiko minimieren wir durch unterschiedliche regionale Standorte, bedarfsorientierte Produktionssteuerung und flexible Arbeitszeitmodelle. Darüber hinaus nutzen wir Produktionsstillstände soweit wie möglich für notwendige Instandhaltungsarbeiten. Die Risikotransferstrategie von HeidelbergCement legt den wesentlichen Versicherungsprogrammen Selbstbehalte zugrunde, die an die Größenordnung des Konzerns angepasst sind und auf langjährigen Schadenanalysen beruhen. Das internationale Haftpflichtversicherungsprogramm sieht seit dem Jahr 2011 eine Optimierung der Deckung und des Haftungslimits insbesondere für Risiken aus Umweltschäden vor. QualitätsrisikenBaustoffe unterliegen einer strengen Normierung. Sollten gelieferte Produkte den Normen bzw. Qualitätsanforderungen der Kunden nicht genügen, drohen der Verlust von Absatzmengen, Schadenersatzansprüche und/oder die Beeinträchtigung von Kundenbeziehungen. HeidelbergCement stellt die Erfüllung der Normen in unternehmenseigenen Laboren mittels engmaschiger, prozessbegleitender Qualitätssicherung sowie Endkontrollen sicher. Hinzu kommen Qualitätssicherungen durch sachverständige Dritte im Rahmen der vorhandenen umfangreichen Qualitätssicherungsprogramme. Insgesamt stufen wir die Qualitätsrisiken als niedrig ein. Regulatorische Risiken im UmweltschutzÄnderungen im regulatorischen Umfeld können Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von HeidelbergCement haben. Dies trifft insbesondere auf gesetzliche Regelungen im Bereich des Umweltschutzes zu. Eine Verschärfung von Umweltauflagen kann zu Kostensteigerungen, zusätzlichem Investitionsbedarf oder sogar zur Stilllegung von Produktionsanlagen führen. Im Rahmen des im Dezember 2008 verabschiedeten europäischen Klimapakets zur Herabsetzung des Treibhausgasausstoßes wurden vom Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission ambitionierte Ziele für den Klimaschutz festgelegt. Die Zementindustrie ist neben anderen CO2 -intensiven Industriesektoren nicht von der Vollversteigerung der Emissionsrechte seit dem Jahr 2013 betroffen. Die Emissionsrechte werden damit weiterhin kostenlos - allerdings bis 2020 in einer um 21 % verminderten Menge gegenüber 2005 - zugeteilt. Die Zuteilung der Emissionszertifikate soll auf Basis anspruchsvoller produktspezifischer Benchmarks erfolgen, die noch durch einen jährlich wachsenden Cross-Sectoral-Correction-Faktor weiter gemindert wird. Es ist von einer Verteuerung des Klimaschutzes über die kontinuierliche Verknappung der Gesamtmenge der Zertifikate auszugehen. Langfristig könnten sich somit im europäischen Raum Zusatzbelastungen aufgrund höherer Herstellungskosten ergeben und damit klare Wettbewerbsnachteile gegenüber Produzenten aus Ländern, die nicht in den Emissionshandel einbezogen sind. Im US-Bundesstaat Kalifornien begann der Emissionshandel mit einer ersten Auktion am 14. November 2012. Die neue Regelung ist offiziell seit dem 1. Januar 2013 wirksam. Im Berichtsjahr fanden vier Auktionen statt. Unsere Tochtergesellschaft Lehigh Hanson hat nicht daran teilgenommen, da der Bundesstaat Kalifornien der Zementindustrie genügend Emissionsrechte kostenlos zugeteilt hat. Wir rechnen nicht damit, dass sich daran kurzfristig etwas ändern wird. Wir werden aber das Programm genau beobachten, um eine Entscheidung über die Teilnahme zum richtigen Zeitpunkt zu treffen. Eine Teilnahme an dem "Cap and Trade"-Programm birgt das Risiko, dass in Zukunft nicht genügend Emissionsrechte zur Verfügung stehen und zusätzliche Kosten durch den Zukauf von Rechten entstehen. In der chinesischen Provinz Guangdong wurde 2013 ein Emissionshandelssystem als Pilotprojekt eingeführt. 2014 werden 97 % der für das Jahr 2013 festgelegten Emissionszertifikate kostenlos zugeteilt. Guangdong zählt in China zu den ersten Provinzen, die das Emissionshandelssystem eingeführt haben. Es befindet sich noch im Anfangsstadium und wird sich sicherlich weiter entwickeln. Das volle Ausmaß der Auswirkungen auf unsere dortigen Zementwerke lässt sich noch nicht abschließend beurteilen. Die Umsetzung der europäischen Industrieemissionsrichtlinie 2010/75 in nationales Recht im Jahr 2013 führte zu strengeren Umweltanforderungen für die europäische Zementindustrie. Insbesondere in Deutschland wurden die Grenzwerte für Staub- und Ammoniakemissionen ab 2016 sowie für Stickoxidemissionen ab 2019 über die EU-Anforderungen hinaus deutlich verschärft. Um diese strengeren Umweltauflagen einhalten zu können, entsteht für uns ein erheblicher Investitionsbedarf. Am 7. Februar 2013 führte die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA (Environmental Protection Agency) die neuen Emissionsnormen für gefährliche Luftschadstoffe (National Emission Standards for Hazardous Air Pollutants, NESHAP) ein, die auch für die Zementindustrie gelten. Der Industrie wurden zwei weitere Jahre bis zur Einhaltung der neuen Standards gewährt, die ab September 2015 verpflichtend sein werden. Unsere nordamerikanische Tochtergesellschaft Lehigh Hanson investiert in technische Ausrüstung, um die neuen Normen einzuhalten, die strenger sind als bereits bestehende Normen in anderen Teilen der Welt. Klimaschutz und die Senkung der CO2 -Emissionen sind ein Schwerpunkt der Nachhaltigkeitsstrategie von HeidelbergCement. Durch die Erhöhung der Energieeffizienz, die Entwicklung von Zementsorten mit einem geringeren Klinkeranteil sowie den Einsatz alternativer Brennstoffe wie Biomasse konnten wir unsere spezifischen Netto-CO2 -Emissionen bis 2013 gegenüber 1990 um 21 % senken. Weitere Maßnahmen zu Klima- und Umweltschutz werden im Kapitel Umweltverantwortung auf Seite 96 f. sowie im Abschnitt Forschung und Technik auf Seite 43 f. dargestellt. IT-RisikenInformationstechnologische Systeme unterstützen nicht nur unsere globalen Geschäftsprozesse sowie die interne und externe Kommunikation, sondern auch in zunehmendem Maße Vertrieb und Produktion. Risiken könnten vor allem aus der Nichtverfügbarkeit von IT-Systemen, der verzögerten Bereitstellung wichtiger Daten sowie dem Verlust oder der Manipulation von Daten entstehen. Um derartige Risiken zu minimieren, sind Back-up-Verfahren sowie standardisierte IT-Infrastrukturen und -Anwendungen im Einsatz. Des Weiteren werden die kritischen Systeme in zwei getrennten Rechenzentren je Region betrieben, die neuesten Sicherheitsstandards entsprechen. Alle wichtigen Serversysteme und alle PCs werden durch ständig aktualisierte Antivirensoftware vor möglichen Bedrohungen geschützt. Zusätzlich werden die Betriebssystemplattformen und die kritischen Geschäftsanwendungen regelmäßig aktualisiert und durch weitere Schutzmechanismen abgesichert. Die Informationssicherheit ist ein integraler Bestandteil der unternehmensweiten IT-Strategie. Wir erarbeiten, implementieren und überprüfen Maßnahmen zum Schutz von Daten, Anwendungen, Systemen und Netzen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Zugriffsschutz und der Kontrolle sowie der Filterung des Datenverkehrs. Der IT-Sicherheitsprozess ist strukturiert und durch eine Reihe von Richtlinien, Standards und Empfehlungen gegliedert, die zur Sensibilisierung unserer Mitarbeiter beitragen. Ein ständiger Verbesserungsprozess sorgt für Nachbesserungen und eine nachhaltige Effizienzsteigerung der Schutzmaßnahmen. Darüber hinaus ergreifen wir Maßnahmen, um dem Überalterungsprozess der Geräte- und Systemtechnik entgegenzuwirken. Bei den bestehenden Anwendungen gilt unser besonderes Augenmerk den geschäftskritischen Ressourcen (z.B. ERP-Anwendungen, WAN-Infrastruktur), die in einem Konsolidierungsprogramm aktualisiert werden. Rechtliche und Compliance-RisikenZu unseren wesentlichen rechtlichen und Compliance-Risiken zählen Risiken aus laufenden Verfahren und Untersuchungen sowie Risiken aus Veränderungen des regulatorischen Umfelds und der Nichteinhaltung von Compliance-Vorgaben. Im Vergleich zum Vorjahr sind die rechtlichen und Compliance-Risiken aufgrund der Neuaufnahme von Risiken im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) gestiegen. Hanson Asbestklagen und UmweltschadenfälleEinige unserer Hanson-Beteiligungen in den USA sind aufgrund früherer Aktivitäten besonderen rechtlichen Risiken und Prozessen ausgesetzt. Hierbei handelt es sich insbesondere um Asbestklagen, die u.a. vom Vorwurf der Körperverletzung ausgehen und mehrere amerikanische Tochtergesellschaften betreffen. Die Herstellung der asbesthaltigen Produkte fand im Zeitraum von 1973 bis 1984 statt, also vor der Zugehörigkeit dieser Gesellschaften zur Hanson-Gruppe und zu HeidelbergCement. In den USA erfolgen die Abwicklung und intensive Betreuung dieser Schadenfälle durch ein Team eigener Juristen in Zusammenarbeit mit Versicherern sowie externen Beratern. Diese Bearbeitung wird sich aufgrund der Komplexität der Fälle und der Besonderheiten des amerikanischen Rechtssystems voraussichtlich noch einige Jahre hinziehen. Ausgehend von einer Extrapolation der Schadenfälle, dem vorhandenen Deckungsschutz durch Haftpflichtversicherungen und zuverlässigen Schätzungen der Kostenentwicklung wurden angemessene Rückstellungen gebildet. Darüber hinaus liegt in den USA eine beachtliche Anzahl an Umwelt- und Produkthaftungsansprüchen gegenüber ehemaligen und noch existierenden Hanson-Beteiligungen vor, die ebenfalls auf längst aufgegebene Geschäftstätigkeiten zurückgehen. Diese Prozesse und Haftpflichtschadenfälle im Zusammenhang mit giftigen Stoffen wie Kohlenebenprodukten oder Holzschutzmitteln sind teilweise nicht durch entsprechenden Versicherungsschutz abgedeckt. Unsere Tochtergesellschaften können über den Sanierungsaufwand und den Schadenersatz hinaus durch zusätzliche gerichtlich festgesetzte Strafzahlungen belastet werden; es besteht aber auch die Möglichkeit, über berechtigte Schadenersatzforderungen außergerichtliche Vergleichsabkommen abzuschließen. Hierfür wurde ausreichend bilanzielle Vorsorge getroffen. Insgesamt betrachten wir die Risiken in Bezug auf Umweltschäden in Nordamerika als mittleres Risiko. KartellverfahrenIn dem im Jahr 2002 eingeleiteten Kartellverfahren gegen Unternehmen der deutschen Zementindustrie hat das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf im Juni 2009 gegen HeidelbergCement ein Bußgeld in Höhe von rund 170 Mio € verhängt, das im Jahr 2013 durch den Bundesgerichtshof in letzter Instanz auf rund 161,4 Mio € reduziert und abschließend beglichen wurde. Die in diesem Zusammenhang von der belgischen Gesellschaft Cartel Damage Claims SA vor dem Landgericht Düsseldorf erhobene Schadenersatzklage, die damit begründet wird, zwischen 1993 und 2002 seien kartellbedingt überhöhte Zementpreise gefordert worden, wurde zwar in erster Instanz aus Rechtsgründen abgewiesen; die dieses Urteil insgesamt in Frage stellende Berufung wurde aber fristgerecht eingelegt und das Verfahren dauert an. Für das Verfahren haben wir angemessene bilanzielle Vorsorge getroffen. Wir schreiben diesem Fall ein mittleres Risiko zu. Im November 2008 wurde HeidelbergCement durch Nachprüfungen der EU-Kommission an Standorten in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Großbritannien mit weiteren Kartellvorwürfen konfrontiert. Eigene Überprüfungen des Sachverhalts durch HeidelbergCement und externe Rechtsanwälte haben die vorgeworfenen Kartellverstöße nicht bestätigt. Das Verfahren wurde durch die Übermittlung von Fragebögen Ende September 2009 und weitere Nachfragen in den Jahren 2010 und 2011 fortgesetzt, die von HeidelbergCement jeweils fristgemäß beantwortet wurden. Im Dezember 2010 hat die EU-Kommission HeidelbergCement benachrichtigt, dass sie in diesem Zusammenhang Verfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen EU-Wettbewerbsrecht in einigen Ländern des EWR eingeleitet hat. In der Benachrichtigung der Kommission heißt es u.a.: "Die Tatsache, dass die Kommission das Verfahren einleitet, bedeutet nicht, dass ihr schlüssige Beweise für die Zuwiderhandlungen vorliegen, sondern nur, dass sie die Sache vorrangig behandeln wird." Diese und weitere Verfahren veranlassen uns, die intensiven internen Vorkehrungen zur Vermeidung von Kartellverstößen, insbesondere regelmäßige Schulungsmaßnahmen u.a. unter Einsatz elektronischer Schulungsprogramme, ständig zu prüfen und fortzuentwickeln. Marktuntersuchung in GroßbritannienDie Wettbewerbsbehörde (Competition Commission) in Großbritannien hat in den letzten Jahren die Marktstrukturen in den Bereichen Zement und Zuschlagstoffe untersucht und Mitte Januar 2014 ihren Abschlussbericht veröffentlicht. Darin stellt sie fest, dass im Markt für Zement noch zu wenig Wettbewerb herrscht. Um die Wettbewerbssituation zu verbessern, hat die Behörde ein Maßnahmenpaket beschlossen, das unter anderem den Verkauf eines unserer Schlackemahlwerke an einen unabhängigen Produzenten vorsieht. Es ist aus heutiger Sicht unklar, wann und zu welchem Preis wir dieses Schlackemahlwerk verkaufen werden. Wir bewerten dies als mittleres Risiko. Regulatorische RisikenIn manchen Ländern wird durch Gesetze Einfluss auf wirtschaftliche Rahmenbedingungen, wie die Kosten für Energie, genommen. In Deutschland regelt beispielsweise das "Erneuerbare Energien Gesetz" (EEG) die Förderung des Ausbaus erneuerbarer Energien. Die dadurch entstehenden Kosten werden über die sogenannte EEG-Umlage auf alle Verbraucher umgelegt. Über eine besondere Ausgleichsregelung sind energieintensive Betriebe von der EEG-Umlage ganz oder teilweise ausgenommen. Dazu gehören auch Produktionsstätten von HeidelbergCement in Deutschland. Die EU-Kommission hat im Dezember 2013 eine Untersuchung der Rechtmäßigkeit der Ausnahmen von der EEG-Umlage vor dem Hintergrund begonnen, dass die seit 2012 geltende Regelung eine Wettbewerbsverzerrung darstellen könnte. Gleichzeitig arbeitet die aktuelle Bundesregierung an einer Revision des EEG, um die stetig steigenden Kosten einzudämmen und die Vereinbarkeit mit EU-Recht zu garantieren. Der Ausgang der EU-Untersuchung und der Revision des EEG sind derzeit nicht absehbar. Es besteht ein Risiko, dass die Zementindustrie in Deutschland und damit auch die Werke von HeidelbergCement zukünftig eine erhöhte oder sogar die volle EEG-Umlage als Teil des Strompreises bezahlen muss. Darüber hinaus könnten die 2013 erhaltenen teilweisen Befreiungen von der EEG-Umlage rückgängig gemacht und die Nachzahlung der EEG-Umlage für 2013 in Höhe eines niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbetrags gefordert werden. Wir halten es für unwahrscheinlich, dass dieser Fall eintritt. Nachhaltigkeits- und Compliance-RisikenIm Rahmen der nachhaltigen Unternehmensführung bekennt sich HeidelbergCement insbesondere zum Schutz der Umwelt, zur Ressourcenschonung, zur Erhaltung der Biodiversität und darüber hinaus zu gesellschaftlich verantwortungsvollem Handeln. Wir erachten Umweltvorsorge, Klimaschutz und nachhaltige Ressourcensicherung als Fundament für die künftige Entwicklung unseres Unternehmens. Die Einhaltung von geltendem Recht und Unternehmensrichtlinien (Compliance) ist integrierter Bestandteil unserer Unternehmenskultur und damit Aufgabe und Verpflichtung eines jeden Mitarbeiters. Verstöße gegen unsere Selbstverpflichtungen oder gegen Gesetze und Unternehmensrichtlinien bergen neben unmittelbaren Sanktionsrisiken auch strategische sowie operative Risiken und stellen ein Reputationsrisiko dar. Zur Sicherstellung gesetzmäßigen und regelkonformen Verhaltens haben wir ein konzernweites integriertes Compliance-Programm etabliert. Dieses umfasst unter anderem Informationsbroschüren, eine Compliance-Hotline sowie Mitarbeiterschulungen, die mit modernen Techniken und Medien wie elektronischen Lernmodulen durchgeführt werden und einen Schwerpunkt auf die Aufklärung in den Risikofeldern Kartell- und Wettbewerbsrecht sowie Anti-Korruptionsregeln legen. Verstöße gegen geltendes Recht und interne Richtlinien werden angemessen sanktioniert. Zudem werden entsprechende korrektive und präventive Maßnahmen ergriffen, um ähnliche Vorkommnisse in Zukunft besser zu vermeiden. Des Weiteren haben wir ein Konzept zur Bewertung von Korruptionsrisiken und möglichen Interessenkonflikten sowie zu deren Reduzierung entwickelt, das nun schrittweise konzernweit eingeführt wird. Ein zusätzlicher Schwerpunkt der Weiterentwicklung unseres Compliance-Programms ist die Erarbeitung eines Konzepts zu Überprüfung von Geschäftspartnern, insbesondere auch unter Berücksichtigung internationaler Sanktionslisten. Weitere Informationen zu Nachhaltigkeit finden Sie auf Seite 88 f., zu Umweltverantwortung auf Seite 96 f. und zu Compliance auf Seite 134 f. ChancenfelderUnternehmerische Chancen werden auf Konzernebene und auf operativer Ebene in den einzelnen Ländern erkannt und im Rahmen der Strategie- und Planungsprozesse berücksichtigt. Unter den im Folgenden dargestellten Chancen verstehen wir mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven Abweichung von unserer Prognose führen können. Eine Bewertung der Chancen erfolgt in der Regel nicht, da die Eintrittswahrscheinlichkeiten nur sehr schwer abzuschätzen sind. Finanzielle ChancenDen unter finanziellen Risiken genannten Währungs- und Zinsänderungsrisiken stehen auch Chancen gegenüber, dass sich die genannten Einflussfaktoren in eine für uns vorteilhafte Richtung entwickeln. Schwankungen der Wechselkurse von Fremdwährungen gegenüber dem Euro stellen sowohl Risiken als auch Chancen dar. So führt beispielsweise ein Wertzuwachs des US-Dollar gegenüber dem Euro einerseits zu einer Erhöhung von Umsatz und operativem Ergebnis; andererseits steigt auch der US-Dollar-basierte Anteil der Einkaufskosten nach Umrechnung in Euro. Das betrifft insbesondere Rohstoffe, die auf dem Weltmarkt in US-Dollar gehandelt werden. Strategische ChancenDen Branchen- und Absatzmarktrisiken stehen auch Chancen gegenüber, dass sich die genannten Einflussfaktoren in eine für uns vorteilhafte Richtung entwickeln. Im Jahr 2014 könnten sich Chancen aus einem stärker als erwarteten Wirtschaftswachstum in Europa und Nordamerika ergeben. Der öffentliche Bau könnte als Folge höherer Steuereinnahmen ebenfalls profitieren. Mittel- und langfristig sehen wir insbesondere Chancen für den Anstieg der Nachfrage nach Baustoffen für den Wohnungs-, Wirtschafts- und öffentlichen Bau aufgrund steigender Bevölkerungszahlen, einer Zunahme des Wohlstands und des anhaltenden Trends der Urbanisierung, insbesondere in den Wachstumsmärkten der Schwellenländer. Den Risiken aus Akquisitionen und Investitionen stehen ebenfalls Chancen gegenüber. Wir haben in den letzten Jahren unsere Zementkapazitäten in Wachstumsmärkten kontinuierlich ausgebaut und werden auch im Jahr 2014 neue Kapazitäten in Schwellenländern, vor allem in Indonesien, Kasachstan und in den Ländern Afrikas südlich der Sahara, in Betrieb nehmen. Es besteht die Chance, dass Investitionsprojekte schneller als erwartet abgeschlossen werden und höher als erwartet zum Ergebniswachstum beitragen. Im Prognosebericht auf Seite 105 f. sind ausschließlich bereits abgeschlossene Akquisitionen berücksichtigt. Operative ChancenDen Risiken aus dem Anstieg der Preise für Energie, Roh- und Zusatzstoffe stehen auch Chancen gegenüber, dass sich die genannten Einflussfaktoren in eine für uns vorteilhafte Richtung entwickeln. Die Energiepreisinflation könnte niedriger ausfallen, wenn das Angebot an Kohle, Schiefergas und Öl die Nachfrage übersteigt oder Tariferhöhungen für Energieträger in Schwellenländern niedriger ausfallen oder später eingeführt werden als erwartet. Die konsequente und kontinuierliche Durchführung von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, Kostensenkung und Margenverbesserung in Produktion, Logistik und Vertrieb sind wesentliche Bestandteile unserer Unternehmensstrategie. Im Rahmen des 2012 gestarteten Programms "LEO" arbeiten wir an der Optimierung unserer Logistik, um durch eine bessere Auslastung von Fahrzeugen und Fahrern die Effizienz weiter zu steigern und Kosten zu senken. Die ersten Pilotprojekte werden 2014 abgeschlossen. Darüber hinaus zielen die Projekte "CLIMB Commercial" im Zuschlagstoffbereich und "PERFORM" im Zementbereich auf die Verbesserung der Margen durch eine unseren hochwertigen Produkten angemessene Preisgestaltung. Es besteht bei allen Projekten die Chance, dass die Ergebnisse über den Erwartungen liegen und die Margenverbesserung höher ausfällt als bisher erwartet. Beurteilung der Gesamtrisiko- und -chancensituation durch die UnternehmensleitungDie Beurteilung der Gesamtrisikosituation des Konzerns ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikokomplexe beziehungsweise Einzelrisiken. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zusammensetzung der Risikomatrix nicht wesentlich verändert. Die Gesamtrisikosituation hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. In der Summe sind dem Vorstand keine Risiken bekannt, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Vom Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses 2013 hat sich die Risikosituation unseres Konzerns nicht wesentlich verändert. Das Unternehmen verfügt über eine solide finanzielle Basis und die Liquiditätssituation ist komfortabel. HeidelbergCement ist sich der hier dargestellten Chancen und Risiken für die Geschäftstätigkeit bewusst. Die beschriebenen Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, dass HeidelbergCement die Chancen zur Weiterentwicklung des Unternehmens nutzen kann, ohne die Risiken dabei aus den Augen zu verlieren. Unser konzernweit standardisiertes Kontroll- und Risikomanagementsystem stellt sicher, dass wesentliche Risiken, die den Geschäftslauf negativ beeinflussen könnten, frühzeitig identifiziert werden. HeidelbergCement sieht sich mit seinem integrierten Produktportfolio, seinen starken Positionen in Wachstumsmärkten und seiner effizienten Kostenstruktur gut gerüstet, um sich eventuell realisierende Risiken zu bewältigen und von den sich bietenden Chancen zu profitieren. Corporate GovernanceTeil des zusammengefassten Lageberichts des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AG Erklärung zur Unternehmensführung1)Entsprechenserklärung gem. § 161 AktGAm 5. Februar 2014 hat der Vorstand und am 6. Februar 2014 hat der Aufsichtsrat beschlossen, die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 Abs. 1 AktG abzugeben: Vorstand und Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG erklären gemäß § 161 Abs. 1 AktG, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (im Folgenden Kodex) mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und entsprochen wird:
Die vorstehende Erklärung bezieht sich für den Berichtszeitraum seit dem 5./7. Februar 2013 (Abgabe der letzten Entsprechenserklärung) bis zum 10. Juni 2013 auf die im Bundesanzeiger bekanntgemachte Kodexfassung vom 15. Mai 2012. Für den Zeitraum seit dem 11. Juni 2013 bezieht sie sich auf die am 10. Juni 2013 bekanntgemachte Kodexfassung vom 13. Mai 2013. Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werdenEin konzernweit geltender Verhaltenskodex fordert von allen Mitarbeitern die Beachtung der Grundregeln des geschäftlichen Anstands - unabhängig davon, ob diese ihren Niederschlag in gesetzlichen Vorschriften gefunden haben oder nicht. Gefordert werden insbesondere:
Der Verhaltenskodex, der auf unserer Internetseite www.heidelbergcement.com unter "Über uns /Corporate Governance/Verhaltenskodex" öffentlich zugänglich ist, ist Teil des umfassenden Compliance-Programms. Dessen Beachtung wird im Rahmen der darin enthaltenen Kontrollmechanismen überwacht. Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren AusschüssenEin duales Führungssystem ist HeidelbergCement als deutscher Aktiengesellschaft gesetzlich vorgegeben. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung; die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Unternehmensleitung; der Vorstandsvorsitzende koordiniert die Arbeit der Vorstandsmitglieder. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, unmittelbar eingebunden; der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat. Geschäftsführung durch den VorstandBei der Leitung des Unternehmens ist der Vorstand an das Unternehmensinteresse gebunden. Er berücksichtigt dabei die Belange der Aktionäre, seiner Arbeitnehmer und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Gruppen (Stakeholder) mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung. Der Vorstand entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Er hat für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin (Compliance). Er sorgt für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen. Der Vorstand achtet bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) und strebt dabei eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an; eine feste Frauenquote lehnt der Vorstand hingegen ab. Die von Vorstand und Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung für den Vorstand regelt in Verbindung mit dem vom Aufsichtsrat gebilligten Geschäftsverteilungsplan die Arbeit des Vorstands, insbesondere die Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderlichen Beschlussmehrheiten. Danach führt jedes Vorstandsmitglied sein Ressort selbstständig und in eigener Verantwortung, jedoch mit der Maßgabe, dass alle Angelegenheiten von näher definierter wesentlicher Bedeutung vom Gesamtvorstand zu entscheiden sind. Dies geschieht in den regelmäßig stattfindenden und vom Vorstandsvorsitzenden geleiteten Vorstandssitzungen auf der Grundlage vorbereiteter Sitzungsunterlagen. Die Sitzungsergebnisse werden in einem Protokoll festgehalten, das alle Vorstandsmitglieder erhalten. Vorstandsausschüsse bestehen nicht. Beratung und Überwachung durch den AufsichtsratAufgabe des Aufsichtsrats ist es, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig zu beraten und zu überwachen. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen hat der Vorstand ihn einzubinden. Die vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat regelt dessen Organisation und Arbeit, insbesondere die erforderlichen Beschlussmehrheiten, die seiner Zustimmung bedürfenden Rechtsgeschäfte und Maßnahmen, die Regelaltersgrenze für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie die Aufgaben der eingerichteten Ausschüsse. Der Aufsichtsrat tritt wenigstens zweimal im Halbjahr zu Sitzungen zusammen, in denen er - in der Regel auf der Grundlage vom Vorstand erstatteter Berichte und zur Sitzungsvorbereitung vorab erhaltener Unterlagen - die anstehenden Themen erörtert und die erforderlichen Beschlüsse fasst. Bei Bedarf finden zusätzliche oder außerordentliche Sitzungen statt. Über die Sitzungen wird ein Protokoll erstellt, das alle Aufsichtsratsmitglieder erhalten. Dem Aufsichtsrat gehören eine nach seiner Ansicht ausreichende Zahl an unabhängigen Mitgliedern und mindestens ein unabhängiges Mitglied an, das über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt. Der Aufsichtsrat hat satzungsgemäß insgesamt vier Ausschüsse gebildet, deren Aufgaben und Arbeitsweise nachfolgend beschrieben werden. Über die Ergebnisse der Ausschusstätigkeit wird in der jeweils nachfolgenden Aufsichtsratssitzung dem Plenum berichtet. Dem Personalausschuss obliegt die Vorbereitung für die Entscheidung des Aufsichtsrats über die Bestellung von Vorstandsmitgliedern, für die Wahl des Vorstandsvorsitzenden und die Festlegung der Vergütungsstruktur des Vorstands sowie die Bezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder. Ferner obliegt ihm die Entscheidung über die Ausgestaltung der nicht vergütungsbezogenen rechtlichen Beziehungen zwischen der Gesellschaft und den Vorstandsmitgliedern. Dem Personalausschuss gehören die Herren Fritz-Jürgen Heckmann, Josef Heumann, Hans Georg Kraut, Ludwig Merckle, Tobias Merckle (bis 22.11.2013; seither: Alan Murray) und Heinz Schmitt an; Vorsitzender ist Herr Ludwig Merckle. Dem Prüfungsausschuss obliegt die Vorbereitung der Entscheidung des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses. Ihm obliegt außerdem die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems, des Compliance-Programms und der Abschlussprüfung. Bei der Befassung mit der Abschlussprüfung obliegen ihm insbesondere die Vorbereitung des Vorschlags des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung für die Bestellung des Abschlussprüfers, die Erteilung des Prüfungsauftrags, die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte, die vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Abschluss der Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer, die Prüfung der Unabhängigkeit einschließlich der Einholung der Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers und die Entscheidung über Maßnahmen wegen während der Prüfung auftretender Gründe für einen möglichen Ausschluss oder eine Befangenheit des Abschlussprüfers. Darüber hinaus erörtert der Prüfungsausschuss mit dem Vorstand Halbjahres- und Quartalsberichte vor deren Veröffentlichung. Über die Sitzungen wird ein Protokoll erstellt, das alle Ausschussmitglieder erhalten. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses verfügt über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Dem Prüfungsausschuss gehört neben dem Vorsitzenden mindestens ein unabhängiges Mitglied an, das ebenfalls über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt. Dem Prüfungsausschuss gehören die Herren Robert Feiger, Fritz-Jürgen Heckmann, Max Dietrich Kley, Ludwig Merckle, Heinz Schmitt und Werner Schraeder an; Vorsitzender ist Herr Ludwig Merckle. Dem Nominierungsausschuss obliegt es, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen. Ihm gehören als Vertreter der Anteilseigner die Herren Fritz-Jürgen Heckmann, Ludwig Merckle und Tobias Merckle an; Vorsitzender ist Herr Fritz-Jürgen Heckmann. Dem Vermittlungsausschuss gem. §§ 27 Abs. 3, 31 Abs. 3 des Mitbestimmungsgesetzes obliegt es, dem Aufsichtsrat einen Vorschlag für die Bestellung von Vorstandsmitgliedern zu machen, wenn die dazu notwendige Zweidrittelmehrheit zunächst nicht zustande gekommen ist. Ihm gehören die Herren Fritz-Jürgen Heckmann, Hans Georg Kraut, Tobias Merckle und Heinz Schmitt an; Vorsitzender ist Herr Fritz-Jürgen Heckmann. Vielfalt (Diversity)Der Aufsichtsrat hat am 28. Juni 2012 beschlossen, der Empfehlung in Ziff. 5.4.1 des Kodex in seiner Neufassung vom 15. Mai 2012 zu folgen. Daher hat der Aufsichtsrat folgende konkrete Ziele für seine Zusammensetzung benannt: Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats spiegelt die nationale und internationale Ausrichtung von HeidelbergCement als einem führenden Baustoffhersteller angemessen wider. Dem Aufsichtsrat gehören mindestens drei von den Anteilseignern gewählte Mitglieder an, die unabhängige Mitglieder im Sinn von Ziffer 5.4.2 des Kodex sind. Dem nach dem Ende der Hauptversammlung 2014 neu konstituierten Aufsichtsrat gehören mindestens zwei Frauen an. Die Regelaltersgrenze beträgt für Aufsichtsräte 75 Jahre. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass seine Zusammensetzung den von ihm festgelegten Zielen entspricht und geht unverändert davon aus, dass dem nach dem Ende der Hauptversammlung 2014 neu konstituierten Aufsichtsrat mindestens zwei Frauen angehören werden. Zusammenarbeit von Vorstand und AufsichtsratVorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Dazu stimmt der Vorstand die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung. Für näher definierte Geschäfte von wesentlicher Bedeutung hat der Aufsichtsrat in der Geschäftsordnung des Vorstands Zustimmungsvorbehalte festgelegt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Er geht auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von aufgestellten Plänen und Zielen unter Angabe von Gründen ein. Der Aufsichtsrat hat die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands in der Geschäftsordnung des Vorstands näher festgelegt. Entscheidungsnotwendige Unterlagen, insbesondere der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der Prüfungsbericht, werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Sitzung zugeleitet. Die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ist von gegenseitigem Vertrauen und einer offenen Diskussionskultur unter umfassender Wahrung der Vertraulichkeit geprägt. Auch zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats hält der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Vorsitzenden des Vorstands, regelmäßigen Kontakt und erörtert mit ihm Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance des Unternehmens. Der Aufsichtsratsvorsitzende wird vom Vorsitzenden des Vorstands unverzüglich über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, unterrichtet. Anteilsbesitz von Vorstands- und AufsichtsratsmitgliedernDer direkte oder indirekte Besitz von Aktien oder von sich auf Aktien beziehenden Finanzinstrumenten, insb. Derivaten, von Vorstandsmitgliedern hat in keinem Einzelfall und auch nicht in Summe den Schwellenwert von 1 % der ausgegebenen Aktien überschritten. Das Aufsichtsratsmitglied Ludwig Merckle hält nach den vorliegenden Meldungen direkt und indirekt 25,11 % der ausgegebenen Aktien. Hinsichtlich der weiteren Aufsichtsratsmitglieder hat der Besitz von Aktien oder von sich auf Aktien beziehenden Derivaten nach den vorliegenden Meldungen in keinem Einzelfall und auch nicht in Summe den Schwellenwert von 1 % der ausgegebenen Aktien überschritten. Beziehungen zu den AktionärenDie Aktionäre nehmen im Rahmen der gesetzlichen oder satzungsmäßig vorgesehenen Möglichkeiten ihre Rechte vor oder während der Hauptversammlung wahr und üben dabei ihr Stimmrecht aus. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme (One-Share-One-Vote-Prinzip). Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet in der Regel in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahrs statt. Alle für die Wahrnehmung der Aktionärsrechte wichtigen Unterlagen sowie die Beschlussgegenstände und -unterlagen stehen den Aktionären rechtzeitig und leicht zugänglich auf unserer Internetseite zur Verfügung. In der Bekanntmachung der Tagesordnung für die Hauptversammlung und auf unserer Internetseite werden den Aktionären die zur Wahrnehmung ihrer Rechte, insbesondere ihrer Stimmrechte auf der Hauptversammlung, auch im Wege der Bevollmächtigung oder der Briefwahl, erforderlichen Informationen gegeben. Den Aktionären steht auch ein weisungsgebundener Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft zur Wahrnehmung ihres Stimmrechts auf der Hauptversammlung zur Verfügung. Die Präsentation zum Bericht des Vorstandsvorsitzenden an die Hauptversammlung wird zeitgleich in das Internet eingestellt. Nach dem Ende der Hauptversammlung werden die Präsenz sowie die Abstimmungsergebnisse zu den einzelnen Tagesordnungspunkten auf unserer Internetseite veröffentlicht. Im Rahmen unserer Investor-Relations-Arbeit informieren wir Aktionäre und andere Investoren umfassend und regelmäßig quartalsweise über die Geschäftsentwicklung sowie über die Finanz- und Ertragslage, aber auch über Mitteilungen nach dem Wertpapierhandelsgesetz, Analystenpräsentationen, Pressemitteilungen und den jährlichen Finanzkalender. Einzelheiten zu unserer Investor-Relations-Arbeit sind auf Seite 34 dargestellt. ComplianceDas in den konzernweiten Management- und Überwachungsstrukturen fest verankerte Compliance-Programm hat einen hohen Stellenwert in der Führungskultur von HeidelbergCement. Es umfasst die gesamte Compliance-Organisation im Konzern, die Aufstellung von Richtlinien und die Überprüfung ihrer Einhaltung. Die Compliance-Organisation untersteht dem Vorstandsvorsitzenden, an den der Director Group Compliance direkt berichtet. Jedes Land hat einen eigenen Compliance-Beauftragten, aber die Verantwortung für rechts- und regelkonformes Verhalten der Mitarbeiter liegt bei allen Führungskräften und natürlich den Mitarbeitern selbst. Moderne Techniken und Medien, wie elektronische Lernplattformen und Lernprogramme, sowie ein internet- und telefonbasiertes Meldesystem unterstützen die Compliance-Beauftragten. Das gesamte Compliance-Programm wird fortlaufend auf Anpassungsbedarf an aktuelle rechtliche und gesellschaftliche Entwicklungen hin überprüft und entsprechend kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt. Die Überwachung der konzernweiten Umsetzung des Compliance-Programms geschieht durch Regel- und Sonderprüfungen der internen Revision sowie durch spezielle halbjährliche Compliance-Berichte des Director Group Compliance an den Vorstand und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Dieser überwacht im Rahmen seiner Aufgabenzuweisung die Wirksamkeit des Compliance-Programms und überprüft dabei insbesondere, ob es den gesetzlichen Anforderungen und anerkannten Compliance-Standards genügt. In einem zusätzlichen vierteljährlichen Bericht werden die Vorstände mit regionaler Verantwortung regelmäßig über die wichtigsten Compliance-Vorfälle in ihren Konzerngebieten informiert. Wichtige inhaltliche Schwerpunkte der vorsorgenden Tätigkeit der Compliance-Beauftragten lagen auch 2013 auf der Einhaltung der Bestimmungen des Wettbewerbsrechts und der Antikorruptionsregeln. Dies wurde durch entsprechende Trainingsmaßnahmen in diesen Bereichen und Überarbeitung der relevanten Richtlinien unterstützt. Insbesondere vor dem Hintergrund der Bestimmungen des am 1. Juli 2011 in Kraft getretenen UK Bribery Act wird das Compliance-Programm um weitere Instrumente ergänzt. So wurde beispielsweise zusammen mit externen Experten ein Konzept zur Bewertung von Korruptionsrisiken und möglichen Interessenkonflikten sowie zu deren Reduzierung entwickelt, um sicherzustellen, dass Korruptionsdelikte wirksam verhindert werden. Dieses wird seit 2012 schrittweise konzernweit eingeführt. Neben diesen Schwerpunkten stehen unverändert das Arbeitssicherheits- und Umweltrecht im Fokus. Hier spiegeln sich die Merkmale und Besonderheiten einer in der Regel lokal tätigen, rohstoffgewinnenden Schwerindustrie wider, die homogene Massengüter herstellt und vertreibt. Besondere Anstrengungen gelten außerdem der Einhaltung des Insiderhandelsverbots, der Kapitalmarkt- und Datenschutzvorschriften, der Regeln zum diskriminierungsfreien Umgang mit Mitarbeitern und der internen Einkaufsgrundsätze. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht besteht aus drei Teilen. Im ersten Teil werden das Vorstandsvergütungssystem und die auf das Geschäftsjahr 2013 entfallene Vergütung der Mitglieder des Vorstands sowohl nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen als auch nach dem in der Fassung vom 13. Mai 2013 gültigen Deutschen Corporate Governance Kodex dargestellt. Im zweiten Teil werden das ab 1. Januar 2014 geltende überarbeitete Vergütungssystem sowie ein Ausblick auf die Vorstandsvergütung im Jahr 2014 vorgestellt. Im dritten Teil wird die für das Geschäftsjahr 2013 gezahlte Aufsichtsratsvergütung dargestellt. Aktuelles Vorstandsvergütungssystem 2013Vor dem Hintergrund des am 5. August 2009 in Kraft getretenen Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung hat der Aufsichtsrat ein Vorstandsvergütungssystem beschlossen, das für das Geschäftsjahr 2011 zum ersten Mal zur Anwendung kam. Dieses System wurde gemäß § 120 Abs. 4 AktG am 5. Mai 2011 durch die Hauptversammlung mit einer Mehrheit von 96 % der abgegebenen Stimmen gebilligt. GrundsätzeDie Systematik und die Höhe der Vorstandsvergütung werden auf Vorschlag des Personalausschusses durch den Aufsichtsrat festgelegt. Diese Festlegung orientiert sich an der Größe und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage, seinen Zukunftsaussichten, der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen sowie der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Zusätzlich werden die Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds und des Gesamtvorstands berücksichtigt. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiche Arbeit in einer Unternehmenskultur mit eindeutiger Leistungs- und Ergebnisorientierung bietet. VergütungsbestandteileDas seit 1. Januar 2011 geltende Vergütungssystem setzt sich zusammen aus: 1. einem festen Jahresgehalt, 2. einem variablen Jahresbonus, 3. einem variablen Langfristbonus mit langfristiger Anreizwirkung, 4. Nebenleistungen sowie 5. Pensionszusagen. Die folgende Grafik zeigt das Verhältnis von fixen zu variablen Vergütungsbestandteilen in der Zielvergütung (ohne Nebenleistungen und Pensionszusagen) sowie die Höhe der einzelnen variablen Anteile bei einer 100 %-Zielerreichung im Vergleich zum festen Jahresgehalt. Verhältnis der Vergütungsbestandteile bei 100 %-Zielerreichung![]() 1. Festes JahresgehaltDas feste Jahresgehalt ist eine fixe, auf das Geschäftsjahr bezogene Barvergütung, die sich am Verantwortungsbereich des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientiert und in zwölf Monatsraten ausgezahlt wird. Sie beträgt etwa 38 % der Zielvergütung bei 100 %-Zielerreichung. 2. JahresbonusDer Jahresbonus ist ein variabler Vergütungsbestandteil, der sich auf ein Geschäftsjahr bezieht und bei einer 100 %-Zielerreichung 70 % des festen Jahresgehalts beträgt. Er beträgt etwa 27 % der Zielvergütung. Als Leistungskennzahl wird der Anteil der Gruppe am Jahresüberschuss, bereinigt um Sondereffekte, verwendet. Zusätzlich werden individuelle Ziele mit dem Vorstandsvorsitzenden und den Vorstandsmitgliedern vereinbart. Der Aufsichtsrat entscheidet zu Beginn des Geschäftsjahrs über die Erfolgsziele und stellt nach Ablauf des Geschäftsjahrs den Grad der Zielerreichung fest.
Im Folgenden ist eine Beispielrechnung für die Ermittlung des Jahresbonus bei einem festen Jahresgehalt von 700.000 € wiedergegeben. Beispielrechnung Jahresbonus1)scroll
1)
Die verwendeten Zielerreichungsgrade sind
fiktiv und dienen nur der Veranschaulichung. 3. LangfristbonusDer Langfristbonus ist ein langfristig orientierter variabler Vergütungsbestandteil, der in jährlichen Tranchen, beginnend im Jahr 2011, begeben wird. Er beträgt 90 % vom festen Jahresgehalt bei einer 100 %-Zielerreichung. Der Langfristbonus beträgt etwa 35 % der Zielvergütung. Er besteht aus zwei gleichgewichteten Komponenten. Die erste Komponente, die sogenannte Management-Komponente mit einer Laufzeit von drei Jahren, berücksichtigt die interne Wertschöpfung, gemessen am Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und Return on Invested Capital (ROIC), und ist in Form eines Bonus mit Barauszahlung gestaltet. Die Auszahlung erfolgt nach der Hauptversammlung im Jahr nach der dreijährigen Performance-Periode. Die zweite Komponente, die sogenannte Kapitalmarkt-Komponente mit einer Laufzeit von vier Jahren, berücksichtigt die externe Wertschöpfung, gemessen als Total Shareholder Return (TSR) - angepasst um die reinvestierten Dividendenzahlungen und unter Bereinigung von Kapitalveränderungen - im Vergleich zu relevanten Kapitalmarktindizes, unter Verwendung von Performance Share Units (PSUs). Bei den PSUs handelt es sich um virtuelle Aktien, die der Berechnung der Kapitalmarkt-Komponente dienen. Zu Beginn jeder Tranche werden vom Aufsichtsrat Erfolgsziele für beide Komponenten auf Basis verschiedener Leistungskennzahlen festgelegt, deren Erreichung Einfluss auf die Höhe des Langfristbonus hat. Nach Ablauf der jeweiligen Performance-Periode wird der Grad der Zielerreichung vom Aufsichtsrat festgestellt. Die Zielsetzung für die Management-Komponente orientiert sich an dem für die Gesellschaft maßgeblichen dreijährigen operativen Plan, den der Vorstand dem Aufsichtsrat vorgestellt hat. Die aktienbasierte Kapitalmarkt-Komponente wird in Anlehnung an § 193 Abs. 2 Nr. 4 AktG über einen Zeitraum von vier Jahren gemessen. Für die Kapitalmarkt-Komponente wird in einem ersten Schritt die Anzahl der zunächst gewährten Performance Share Units (PSUs) ermittelt: Die Stückzahl der PSUs errechnet sich aus 45 % des festen Jahresgehalts geteilt durch den Referenzkurs2) der HeidelbergCement-Aktie zum Begebungszeitpunkt. Nach Ablauf der vierjährigen Performance-Periode werden die endgültig erdienten PSUs in einem zweiten Schritt entsprechend der Zielerreichung ermittelt und zum dann geltenden Referenzkurs der HeidelbergCement-Aktie - angepasst um die reinvestierten Dividendenzahlungen und unter Bereinigung von Kapitalveränderungen - in bar ausgezahlt.
Auszahlungssystematik des LangfristbonusIn der folgenden Grafik ist die Auszahlungssystematik des Langfristbonus dargestellt. ![]() Der 2013 aufgelegte Langfristbonusplan 2013-2015/16 sieht die Auszahlung der Management-Komponente nach der Hauptversammlung 2016, d.h. im Jahr nach der dreijährigen Performance-Periode, sowie der Kapitalmarkt-Komponente nach der Hauptversammlung 2017, d.h. im Jahr nach der vierjährigen Performance-Periode, vor. Während der Implementierungsphase ist ein Auszahlungsmechanismus mit Bonus-Malus-Systematik Bestandteil des Langfristbonusplans. Demnach ist vorgesehen, dass für die ersten drei Jahre jährlich jeweils ein Drittel des Zielwerts des ersten Langfristbonusplans 2011-2013/14 nach der Hauptversammlung im jeweils folgenden Jahr zur Auszahlung kommt. Diese Beträge müssen an das Unternehmen zurückerstattet oder mit zukünftigen Zahlungen variabler Vergütungsbestandteile verrechnet werden, soweit der Zielwert nicht erreicht wird. Nachstehend ist eine Beispielrechnung für die Ermittlung des Langfristbonus bei einem festen Jahresgehalt von 700.000 € wiedergegeben. Beispielrechnung Langfristbonus1)scroll
4. NebenleistungenDie steuerpflichtigen Nebenleistungen der Vorstandsmitglieder bestehen insbesondere aus der Zurverfügungstellung von Dienstwagen, Mobilfunk- und Kommunikationsmitteln sowie aus Aufwandsentschädigungen, Versicherungsleistungen und entsendungsbedingten geldwerten Vorteilen. 5. PensionszusagenDie Pensionsverträge der deutschen Mitglieder des Vorstands beinhalten die Zusage auf ein jährliches Ruhegehalt, das sich als Prozentsatz des pensionsfähigen Einkommens bemisst. Der Prozentsatz ist abhängig von der Dauer der Vorstandstätigkeit. Er beträgt nach fünf Jahren Vorstandstätigkeit mindestens 40 % des pensionsfähigen Einkommens und kann auf maximal 65 % des pensionsfähigen Einkommens steigen. Für den Vorstandsvorsitzenden beträgt der Prozentsatz 4 % des pensionsfähigen Einkommens je angefangenes Dienstjahr, höchstens jedoch 60 %. Das pensionsfähige Einkommen entspricht einem vertraglich vereinbarten Anteil am festen Jahresgehalt des Vorstandsmitglieds. Bei Vertragsbeendigung anlässlich des Eintritts des Versorgungsfalls wird für die Dauer von sechs Monaten ein Übergangsgeld in Höhe der monatlichen Gehaltsteilbeträge auf Basis des festen Jahresgehalts gezahlt. Die Ruhegehaltszahlung erfolgt monatlich entweder:
Die Pensionsverträge beinhalten eine Hinterbliebenenversorgung. Verstirbt ein Vorstandsmitglied während der Dauer seines Anstellungsvertrags oder nach Eintritt des Versorgungsfalls, erhalten seine Witwe sowie seine unterhaltsberechtigten Kinder Witwen- bzw. Waisengeld. Das Witwengeld beträgt 60 % des Ruhegehalts des Verstorbenen. Das Waisengeld beträgt 10 % des Ruhegehalts des Verstorbenen, solange gleichzeitig Witwengeld gezahlt wird. Sofern gleichzeitig kein Witwengeld gezahlt wird, beträgt das Waisengeld 20 % des Ruhegehalts des Verstorbenen. Die Pensionsregelung von Herrn Daniel Gauthier richtet sich nach dem Pensionsplan der Cimenteries CBR S.A., einem 100 %igen Tochterunternehmen der HeidelbergCement AG mit Sitz in Brüssel, Belgien. Die Versorgungszusage ist hinsichtlich der Höhe vergleichbar mit der Pensionsregelung für die deutschen Mitglieder des Vorstands und beinhaltet ebenfalls eine Hinterbliebenenversorgung. Anpassung der BezügeDer Aufsichtsrat hat die Möglichkeit zur diskretionären Anpassung (Ermessensspielraum) des Jahres- und des Langfristbonus um ±25 % des Zielwerts dieser variablen Vergütungsbestandteile, um die persönliche Leistung des einzelnen Vorstandsmitglieds und/oder außergewöhnliche Umstände zu berücksichtigen. Unberührt bleiben das Recht und die Pflicht des Aufsichtsrats, gemäß § 87 Abs. 2 AktG die Vorstandsbezüge auf eine angemessene Höhe herabzusetzen, wenn sich die Lage der Gesellschaft nach der Festsetzung so verschlechtert, dass die unveränderte Weitergewährung der Vorstandsbezüge unbillig für die Gesellschaft wäre. Eigeninvestment (Share Ownership)Zur Unterstützung der nachhaltigen Unternehmensentwicklung hat der Aufsichtsrat Vorgaben für den Aktienbesitz der Vorstandsmitglieder beschlossen. Vorstandsmitglieder müssen einen Teil ihres Privatvermögens für den Erwerb einer festgesetzten Anzahl von HeidelbergCement-Aktien einsetzen und diese Aktien während ihrer Zugehörigkeit zum Vorstand halten. Die Zahl der zu haltenden Aktien ist für den Vorstandsvorsitzenden auf 30.000 Stück HeidelbergCement-Aktien und für die anderen Vorstandsmitglieder auf je 10.000 Stück HeidelbergCement-Aktien festgelegt. Zur Erfüllung der Vorgaben ist die Hälfte der Auszahlungsbeträge aus dem Langfristbonus zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft zu verwenden, bis das vollständige Eigeninvestment erbracht ist. Der Aufbau des Eigeninvestments kann dadurch mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Ab der erstmaligen Auszahlung aus dem Langfristbonusplan wird über das Eigeninvestment jedes Vorstandsmitglieds berichtet. Auf das Eigeninvestment werden bereits gehaltene Aktien der Gesellschaft angerechnet. D&O-VersicherungDie Mitglieder des Vorstands sind in die bestehende Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) der Gesellschaft einbezogen. Der vereinbarte Selbstbehalt entspricht dem Mindestselbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG in der jeweils gültigen Fassung. Regelungen bei Neuabschlüssen und Verlängerungen von VorstandsverträgenDie nachfolgenden Regelungen zum Abfindungs-Cap und die Change-of-Control-Klausel finden seit dem 1. Januar 2011 Anwendung bei Neuabschlüssen oder Verlängerungen von Vorstandsverträgen. Diese Regelungen traten für Daniel Gauthier und Andreas Kern 2011, für Dr. Dominik von Achten und Dr. Albert Scheuer 2012 in Kraft. Abfindungs-CapGemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex wird bei Neuabschluss von Vorstandsverträgen und bei der Verlängerung bestehender Vorstandsverträge darauf geachtet, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags vergüten. Die Berechnung des Abfindungs-Caps erfolgt auf Höhe der Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahrs und gegebenenfalls auch auf Höhe der voraussichtlichen Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr. Change-of-Control-KlauselGemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex wird bei Neuabschluss von Vorstandsverträgen und bei der Verlängerung bestehender Vorstandsverträge darauf geachtet, dass eine Zusage für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels 150 % des Abfindungs-Caps nicht übersteigt. Höhe der Vorstandsvergütung 2013Der Ausweis der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2013 erfolgt nach zwei unterschiedlichen Regelwerken: Erstens wie bisher nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen (DRS 17) und zweitens erstmals nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013. Vorstandsvergütung 2013 nach Rechnungslegungsstandard DRS 17Höhe der fixen und variablen VergütungDie Festvergütung des Vorstands blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 5,0 (i.V.: 5,0) Mio €. Die Summe der variablen Vergütungsbestandteile erhöhte sich auf 7,0 (i.V.: 6,7) Mio €. Sie bestand 2013 aus einer Jahrestantieme mit Einjahresbezug und der Auszahlung der Management-Komponente des Langfristbonusplans 2011-2013/14. Die auf das Geschäftsjahr 2013 entfallene Vergütung der Mitglieder des Vorstands nach DRS 17 ist in der folgenden Tabelle dargestellt. Auf das Geschäftsjahr 2013 entfallene Vorstandsvergütung (DRS 17)scroll
Langfristbonusplan 2013-2015/16Die Vorstandsmitglieder nehmen an dem im Jahr 2013 aufgelegten Langfristbonusplan 2013-2015/16 teil. Die Zielwerte für den Plan liegen für Dr. Bernd Scheifele bei 1.188.000 €, für Dr. Dominik von Achten bei 810.000 € und für die weiteren Vorstandsmitglieder bei je 630.000 €. Der Plan besteht aus zwei gleichgewichteten Komponenten: der Management-Komponente und der Kapitalmarkt-Komponente. Der Zielwert jeder Komponente beträgt für Dr. Bernd Scheifele 594.000 €, für Dr. Dominik von Achten 405.000 € und für die weiteren Vorstandsmitglieder je 315.000 €. Der Referenzkurs für die Kapitalmarkt-Komponente beträgt 41,71 €. Dem entsprechen 14.241 Performance Share Units (PSUs) für Dr. Bernd Scheifele, für Dr. Dominik von Achten 9.710 PSUs und je 7.552 PSUs für die weiteren Vorstandsmitglieder. Gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 4 HGB ist für die Kapitalmarkt-Komponente der Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung anzugeben. Er beträgt für Dr. Bernd Scheifele 576.000 €, für Dr. Dominik von Achten 392.000 € und für die weiteren Vorstandsmitglieder jeweils 305.000 €. Der beizulegende Zeitwert wurde nach einem anerkannten finanzmathematischen Verfahren (Monte-Carlo-Simulation) ermittelt. Die nachstehende Tabelle zeigt den Langfristbonusplan 2013-2015/16. Langfristbonusplanscroll
Höhe der Nebenleistungen (auf 1.000 € gerundet)Die steuerpflichtigen Nebenleistungen betrugen 1,0 (i.V.: 1,3) Mio €. Für Mandate und Ämter bei konzernangehörigen Gesellschaften hat Dr. Bernd Scheifele 234.000 (i.V.: 267.000) €, Daniel Gauthier 129.000 (i.V.: 132.000) €, Andreas Kern 193.000 (i.V.: 259.000) € und Dr. Lorenz Näger 234.000 (i.V.: 267.000) € erhalten. Diese Leistungen werden in voller Höhe auf die Gesamtvergütung angerechnet. Außerdem erhalten Dr. Bernd Scheifele sowie Dr. Lorenz Näger für die Wahrnehmung von Aufsichtsratsmandaten innerhalb des HeidelbergCement Konzerns und Dr. Dominik von Achten für seine Tätigkeit als Vorstand für das Konzerngebiet Nordamerika jeweils eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 50.000 €. Weiterhin beziehen sich die Nebenleistungen auf die Versteuerung geldwerter Vorteile, die bei Dr. Bernd Scheifele 17.000 (i.V.: 19.000) €, bei Dr. Dominik von Achten 13.000 (i.V.: 44.000) €, bei Daniel Gauthier 14.000 (i.V.: 16.000) €, bei Andreas Kern 0 (i.V.: 27.000) €, bei Dr. Lorenz Näger 16.000 (i.V.: 17.000) € und bei Dr. Albert Scheuer 39.000 (i.V.: 60.000) € betragen. Gesamtvergütung 2013 nach DRS 17Unter Anwendung des Rechnungslegungsstandards DRS 17 belief sich die Gesamtvergütung des Vorstands im Jahr 2013 auf 14,5 (i.V.: 13,9) Mio €. Pensionszusagen2013 wurden für die Mitglieder des Vorstands 1,9 (i.V.: 1,8) Mio € den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen (laufender Dienstzeitaufwand) zugeführt. Der Barwert der Pensionsansprüche betrug 24,6 (i.V.: 22,6) Mio €. Die Werte sind in der folgenden Tabelle dargestellt. Versorgungszusagenscroll
An frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene wurden 2013 3,1 (i.V.: 3,1) Mio € gezahlt. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern beliefen sich auf 25,2 (i.V.: 27,6) Mio €. Darlehen an VorstandsmitgliederIm Jahr 2013 wurden keine Kredite an Vorstandsmitglieder der HeidelbergCement AG gewährt. Vorstandsvergütung 2013 nach dem Deutschen Corporate Governance KodexGemäß den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 werden für das Berichtsjahr 2013 sowohl die gewährten Zuwendungen als auch der Zufluss in Form der vorgeschlagenen Mustertabellen ausgewiesen. Gewährte ZuwendungenDie in der Tabelle auf den Seiten 144/145 dargestellten gewährten Zuwendungen weisen im Vergleich zu DRS 17 den Zielwert des Jahresbonus sowie für den Langfristbonusplan 2013-2015/16 den Zielwert der Management-Komponente und den Zeitwert der Kapitalmarkt-Komponente aus, wie auf Seite 142 dargestellt. Zusätzlich werden auch die Werte, die im Minimum bzw. Maximum erreicht werden können, angegeben. Des Weiteren wird der Versorgungsaufwand, der in obiger Tabelle in Form des laufenden Dienstzeitaufwands dargestellt ist, in die Gesamtvergütung eingerechnet. Die gewährte Gesamtvergütung des Vorstands nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex belief sich für das Geschäftsjahr 2013 auf 15,1 (i.V.: 14,7) Mio €. Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK1)scroll
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Zufluss gemäß DCGK1)scroll
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Deutscher Corporate Governance Kodex in der
Fassung vom 13. Mai 2013 ZuflussFür die Mitglieder des Vorstands wird in der Tabelle Zufluss auf den Seiten 144/145 der im bzw. für das Geschäftsjahr 2013 auszuweisende Zufluss dargestellt. Die Tabelle weist für das feste Jahresgehalt, die Nebenleistungen und die einjährige variable Vergütung den Zufluss für das Geschäftsjahr 2013 aus. Die mehrjährige variable Vergütung zeigt die tatsächlich erfolgten Auszahlungen im Geschäftsjahr 2013. Der ausgewiesene Zufluss entspricht der auf Seite 138 f. im Rahmen des Auszahlungsmechanismus mit Bonus-Malus-Systematik beschriebenen zweiten Vorauszahlung auf den Langfristbonusplan 2011-2013/14. Die zugeflossene Gesamtvergütung des Vorstands nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex belief sich im bzw. für das Geschäftsjahr 2013 auf 15,1 (i.V.: 15,3) Mio €. Weiterentwicklung des Vorstandsvergütungssystems ab 1. Januar 2014Vor dem Hintergrund der vertraglich vereinbarten Überprüfung des zum 1. Januar 2011 eingeführten Vorstandsvergütungssystems nach zwei bis drei Jahren auf Marktangemessenheit und -üblichkeit hat der Aufsichtsrat vereinzelte Änderungen zur Weiterentwicklung des Vorstandsvergütungssystems beschlossen. Das überarbeitete Vergütungssystem trat ab dem 1. Januar 2014 einheitlich für alle Vorstandsmitglieder in Kraft und wird gemäß § 120 Abs. 4 AktG der Hauptversammlung im Mai 2014 zur Billigung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat die erarbeiteten Änderungen von einem namhaften unabhängigen Sachverständigen überprüfen lassen. Sie wurden als gesetzes- und kodexkonform sowie marktangemessen und marktüblich beurteilt. Das überarbeitete Vergütungssystem wurde unter Beibehaltung der bestehenden wesentlichen Systematik und Leistungskennzahlen stärker als bisher auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung und Unternehmens-Performance ausgerichtet. Dieser Anspruch wurde durch die folgenden ab 1. Januar 2014 geltenden Änderungen erreicht:
Nebenleistungen, Pensionszusagen und andere vertragliche Bestandteile bleiben unverändert. Die folgende Grafik zeigt das Verhältnis der Vergütungsbestandteile in der Gesamtvergütung (ohne Nebenleistungen und Pensionszusagen) sowie einen Vergleich der Höhe der einzelnen variablen Anteile bei einer unterstellten 100 %-Zielerreichung im Verhältnis zum festen Jahresgehalt. Verhältnis der Vergütungsbestandteile bei 100 %-Zielerreichung![]() Für den Vorstandsvorsitzenden sinkt der Anteil des festen Jahresgehalts an der Gesamtvergütung von 38 % auf 29 %, während die Anteile der variablen Vergütung von 62 % auf 71 % ansteigen. Insbesondere erhöht sich der Anteil des Langfristbonus von 35 % auf 42 %. Für die Mitglieder des Vorstands sinkt der Anteil des festen Jahresgehalts an der Gesamtvergütung von 38 % auf 33 %, während die Anteile der variablen Vergütung von 62 % auf 67 % ansteigen. Der Anteil des Langfristbonus erhöht sich von 35 % auf 41 %. Bei Anwendung der neuen Vergütungsstruktur stellt sich die Vorstandsvergütung auf Basis der zum 1. Januar 2014 geltenden Vorstandsverträge wie folgt dar. Vergütung der Vorstandsmitglieder 2014 (Stand 1. Januar 2014)scroll
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Bei 100 %-Zielerreichung Aufsichtsratsvergütung 2013Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wurde von der Hauptversammlung 2010 neu festgesetzt und ist in § 12 der Satzung der HeidelbergCement AG geregelt, die auf unserer Internetseite www.heidelbergcement.com unter "Über uns/Corporate Governance/Satzung" veröffentlicht ist. Die Vergütung besteht aus Festbeträgen und Sitzungsgeldern. Jedes Mitglied erhält einen Festbetrag in Höhe von 40.000 €, der Vorsitzende erhält das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten zusätzlich eine feste Vergütung von 15.000 € und die des Personalausschusses von 7.500 €. Der Ausschussvorsitzende erhält jeweils das Doppelte. Darüber hinaus wird für jede persönliche Teilnahme an einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld von 1.500 € gezahlt. Zusätzlich zu den Festbeträgen erhalten die Aufsichtsratsmitglieder eine variable Vergütung, die für jedes Mitglied 58 € je 0,01 € Ergebnis je Aktie, das über den Sockelbetrag von 2,50 € Ergebnis je Aktie hinausgeht, beträgt. Maßgebend ist das entsprechend den International Financial Reporting Standards berechnete und im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr, für das die Vergütung gezahlt wird, ausgewiesene Ergebnis je Aktie. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Zweieinhalbfache dieses Betrags, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache. Die so berechnete variable Vergütung ist auf die Höhe der festen Vergütung begrenzt. Die allen Aufsichtsratsmitgliedern gewährte variable Vergütung darf insgesamt den Bilanzgewinn der Gesellschaft, vermindert um 4 % der auf den geringsten Ausgabebetrag der Aktien geleisteten Einlagen, nicht übersteigen. Im Geschäftsjahr 2013 wurde keine variable Vergütung ausgezahlt. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats (ohne Umsatzsteuer) beläuft sich für das Geschäftsjahr 2013 auf 810.500 (i.V.: 790.978) €. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat führen einen nennenswerten Teil ihrer Aufsichtsratsvergütung an das Erholungswerk der Belegschaft der HeidelbergCement AG sowie - mit Ausnahme des Vertreters der leitenden Angestellten - an die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung ab. Die für das Geschäftsjahr 2013 gezahlten Aufsichtsratsvergütungen sind individualisiert in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Für das Geschäftsjahr 2013 gezahlte Aufsichtsratsvergütungenscroll
Organe der GesellschaftAufsichtsratDer Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG besteht satzungsgemäß aus zwölf Mitgliedern. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden je zur Hälfte von der Hauptversammlung nach den Bestimmungen des Aktiengesetzes und von den Arbeitnehmern nach den Bestimmungen des Mitbestimmungsgesetzes gewählt. Die Amtszeit des Aufsichtsrats begann mit Ablauf der Hauptversammlung vom 7. Mai 2009 und endet turnusgemäß mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2014. Fritz-Jürgen HeckmannVorsitzender des Aufsichtsrats Stuttgart; Wirtschaftsjurist Mitglied seit 8. Mai 2003, Vorsitzender seit 1. Februar 2005; Vorsitzender des Vermittlungs- und des Nominierungsausschusses sowie Mitglied des Personal- und des Prüfungsausschusses Externe Mandate:HERMA Holding GmbH + Co. KG2) , Filderstadt (Vorsitzender) | Infoman AG1) , Stuttgart | Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG2) , Ulm | Paul Hartmann AG1) Heidenheim (Vorsitzender) | Süddeutscher Verlag GmbH2) , München | Südwestdeutsche Medien Holding GmbH2) , Stuttgart | URACA GmbH & Co. KG2) , Bad Urach (Vorsitzender) | Wieland-Werke AG1) , Ulm (Vorsitzender) Heinz SchmittStellvertretender Vorsitzender Heidelberg; Controller; Vorsitzender des Betriebsrats in der Hauptverwaltung, HeidelbergCement AG Mitglied seit 6. Mai 2004, stellvertretender Vorsitzender seit 7. Mai 2009; Mitglied des Prüfungs-, des Vermittlungs- und des Personalausschusses Robert FeigerFrankfurt; Bundesvorsitzender der IG Bauen-Agrar-Umwelt Mitglied seit 2. Januar 2008; Mitglied des Prüfungsausschusses Externe Mandate:BAUER Aktiengesellschaft1) , Schrobenhausen (stellv. Vorsitzender) | Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG2) , Wiesbaden | Zusatzversorgungskasse des Gerüstbaugewerbes VVaG2) , Wiesbaden (Vorsitzender) Josef HeumannBurglengenfeld; Anlagenwärter Brennerei; Vorsitzender des Betriebsrats im Werk Burglengenfeld der HeidelbergCement AG Mitglied seit 6. Mai 2004; Mitglied des Personalausschusses Max Dietrich KleyHeidelberg; Rechtsanwalt Mitglied seit 6. Mai 2004; Mitglied des Prüfungsausschusses Externe Mandate:BASF SE1) , Ludwigshafen Hans Georg KrautSchelklingen; Leiter des Werks Schelklingen der HeidelbergCement AG und Geschäftsführer der Urzeit Weide GbR Mitglied seit 6. Mai 2004; Mitglied des Personal- und des Vermittlungsausschusses Ludwig MerckleUlm; Geschäftsführer der Merckle Service GmbH Mitglied seit 2. Juni 1999; Vorsitzender des Personal- und des Prüfungsausschusses sowie Mitglied des Nominierungsausschusses Externe Mandate:Kässbohrer Geländefahrzeug AG1) , Laupheim (Vorsitzender) | MCS Software und Systeme AG1) , Eltville (Vorsitzender) | MerFam AG2) , Schweiz (Vorsitzender) | PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG2) , Mannheim | VEM Vermögensverwaltung AG1) , Zossen (Vorsitzender) Tobias MerckleLeonberg; geschäftsführender Vorstand des Vereins Seehaus e.V. Mitglied seit 23. Mai 2006; Mitglied des Nominierungs- und Vermittlungsausschusses sowie bis 22. November 2013 des Personalausschusses Alan MurrayNaples, Florida/USA; ehemaliges Mitglied des Vorstands der HeidelbergCement AG Mitglied seit 21. Januar 2010; Mitglied des Personalausschusses seit 22. November 2013 Externe Mandate:Hanson Pension Trustees Limited, Treuhandgesellschaft des Hanson No 2 Pension Scheme2) , Großbritannien | Wolseley plc2) , Jersey, Channel Islands Werner SchraederEnnigerloh; Bauschlosser; Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der HeidelbergCement AG und Vorsitzender des Betriebsrats im Werk Ennigerloh der HeidelbergCement AG Mitglied seit 7. Mai 2009; Mitglied des Prüfungsausschusses Externe Mandate:Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie2) , Heidelberg Frank-Dirk SteiningerFrankfurt; Fachreferent für Arbeitsrecht beim Bundesvorstand der IG Bauen-Agrar-Umwelt Mitglied seit 11. Juni 2008 Univ.-Prof. Dr. Marion Weissenberger-EiblKarlsruhe; Leiterin des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe und Inhaberin des Lehrstuhls für Innovations- und TechnologieManagement (iTM) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Mitglied seit 3. Juli 2012 Externe Mandate:MTU Aero Engines AG1) , München | Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung (StW)2) , Stuttgart (stellv. Mitglied) Die vorgenannten Kennzeichnungen bei den anderen Mandaten bedeuten:
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Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden
Aufsichtsräten bei inländischen Gesellschaften Alle Angaben beziehen sich auf den 31. Dezember 2013. Ausschüsse des AufsichtsratsPersonalausschussLudwig Merckle (Vorsitzender), Fritz-Jürgen Heckmann, Josef Heumann, Hans Georg Kraut, Tobias Merckle (bis 22. November 2013), Alan Murray (seit 22. November 2013), Heinz Schmitt PrüfungsausschussLudwig Merckle (Vorsitzender), Robert Feiger, Fritz-Jürgen Heckmann, Max Dietrich Kley, Heinz Schmitt, Werner Schraeder NominierungsausschussFritz-Jürgen Heckmann (Vorsitzender), Ludwig Merckle, Tobias Merckle Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestGFritz-Jürgen Heckmann (Vorsitzender), Hans Georg Kraut, Tobias Merckle, Heinz Schmitt VorstandDem Vorstand der HeidelbergCement AG gehören gegenwärtig sechs Mitglieder an: Vorstandsvorsitzender, Finanzvorstand sowie vier Vorstandsmitglieder mit regionaler Verantwortung. Die Vorstandsorganisation zeichnet sich durch eine duale Management-Verantwortung aus: Die operativen Einheiten in den jeweiligen Konzerngebieten fallen unter die Linienverantwortung der einzelnen Vorstandsmitglieder. Zusätzlich übernehmen die Vorstandsmitglieder überregionale Verantwortung für bestimmte Unternehmensbereiche mit hoher strategischer Bedeutung für den Konzern. Dr. Bernd ScheifeleVorsitzender des Vorstands Verantwortungsbereich: Strategie und Entwicklung, Kommunikation & Investor Relations, Personal, Recht, Compliance, Konzernrevision Vorsitzender des Vorstands seit 2005; bestellt bis Januar 2015 Externe Mandate:PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG2) , Mannheim (Vorsitzender) | Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH1) , Stuttgart (stellv. Vorsitzender) Konzernmandate:Castle Cement Limited2) , Großbritannien | ENCI Holding N.V.2) , Niederlande | Hanson Limited2) , Großbritannien | Hanson Pioneer España, S.L.U.2) , Spanien | HeidelbergCement Holding S.à.r.l.2) , Luxemburg | HeidelbergCement India Limited2) , Indien | HeidelbergCement Netherlands Holding B.V.2) , Niederlande | PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.2) , Indonesien | RECEM S.A.2) , Luxemburg Dr. Dominik von AchtenVerantwortungsbereich: Nordamerika, Einkauf, konzernweite Koordinierung des Competence Center Materials Vorstandsmitglied seit 2007, bestellt bis September 2017 Externe Mandate:TITAL Holding GmbH & Co.KG2) , Bestwig | Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG ("Medienhaus Lensing")2) , Dortmund Konzernmandate:HeidelbergCement Canada Holding Limited2) , Großbritannien | HeidelbergCement UK Holding II Limited2) , Großbritannien | Lehigh Hanson, Inc.2) , USA | Lehigh Hanson Materials Limited2) , Kanada Daniel GauthierVerantwortungsbereich: West- und Nordeuropa (ohne Deutschland), Afrika-Mittelmeerraum, Konzernservice, Umweltnachhaltigkeit Vorstandsmitglied seit 2000; bestellt bis Juni 2016 Externe Mandate:Akçansa Çimento Sanayi ve Ticaret A.S.2) , Türkei (stellv. Vorsitzender) | Carmeuse Holding SA2) , Belgien | Genlis Metal2) , Frankreich Konzernmandate:Castle Cement Limited2) , Großbritannien | CBR Asset Management S.A.2) , Luxemburg (Vorsitzender) | CBR Asset Management Belgien S.A.2) , Belgien (Vorsitzender) | CBR Finance S.A.2) , Luxemburg (Vorsitzender) | CBR International Services S.A.2) , Belgien (Vorsitzender) | Cementrum | B.V.2) , Niederlande | Cementrum II B.V.2) , Niederlande | Cimenteries CBR S.A.2) , Belgien (Vorsitzender) | Cimenterie de Lukala "CILU" SARL2) , Demokratische Republik Kongo | Ciments du Togo SA2) , Togo (Vorsitzender) | Civil and Marine Limited2) , Großbritannien | ENCI Holding N.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | Ghacem Ltd.2) , Ghana (Vorsitzender) | Hanson Building Products Limited2) , Großbritannien | Hanson Pioneer España, S.L.2) , Spanien | Hanson Quarry Products Europe Limited2) , Großbritannien | HC Green Trading Limited2) , Malta | HC Trading International Inc.2) , Bahamas (Vorsitzender) | HC Trading B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | HC Trading Malta Ltd2) , Malta | HCT Holding Malta Limited2) , Malta | HeidelbergCement Asia Pte Ltd2) , Singapur | HeidelbergCement Holding S.à .r.l.2) , Luxemburg | HeidelbergCement Northern Europe AB2) , Schweden (Vorsitzender) | HeidelbergCement UK Holding Limited2) , Großbritannien | Interlacs SARL2) , Demokratische Republik Kongo | International Trading and Finance (ITF) B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | Lehigh B.V.2) , Niederlande (stellv. Vorsitzender) | PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.2) , Indonesien | RECEM S.A.2) , Luxemburg | Scancem International DA2) , Norwegen (Vorsitzender) | Scancem International a.s2) , Norwegen (Vorsitzender) | Tadir Readymix Concrete (1965) Ltd2) , Israel | TPCC Tanzania Portland Cement Company Ltd.2) , Tansania Andreas KernVerantwortungsbereich: Osteuropa-Zentralasien, Deutschland, Verkauf und Marketing, konzernweite Koordinierung zementähnlicher Sekundärstoffe Vorstandsmitglied seit 2000; bestellt bis Juni 2016 Externe Mandate:Basalt-Actien-Gesellschaft1) , Linz am Rhein | Kronimus AG1) , Iffezheim (stellv. Vorsitzender) Konzernmandate:Carpatcement Holding S.A.2) , Rumänien | CaucasusCement Holding B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | Ceskomoravský cement, a.s., nástupnická spolecnost2) , Tschechische Republik (Vorsitzender) | Duna-Dráva Cement Kft.2) , Ungarn (Vorsitzender) | ENCI Holding N.V.2) , Niederlande | Górazdze Cement S.A.2) , Polen (Vorsitzender) | Hanson Pioneer España, S.L.U.2) , Spanien | HeidelbergCement Central Europe East Holding B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | HeidelbergCement Georgia, Ltd.2) , Georgien (stellv. Vorsitzender) | HeidelbergCement Netherlands Holding B.V.2) , Niederlande | Joint Stock Company - Bukhtarminskaya Cement Company2) , Kasachstan (Vorsitzender) | Limited Liability Company Kartuli Cementi2) , Georgien | NCD Nederlandse Cement Deelnemingsmaatschappij B.V.2) , Niederlande | OAO Cesla2) , Russland | Public Joint Stock Company "HeidelbergCement Ukraine"2) , Ukraine | RECEM S.A.2) , Luxemburg | Tvornica Cementa Kakanj d.d.2) , Bosnien-Herzegowina Dr. Lorenz NägerVerantwortungsbereich: Finanzen, Konzernrechnungslegung, Controlling, Steuern, Versicherungen & Risikomanagement, IT, Shared Service Center, Logistik Vorstandsmitglied seit 2004; bestellt bis September 2014 Externe Mandate:MVV Energie AG1) , Mannheim | PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG2) , Mannheim Konzernmandate:Castle Cement Limited2) , Großbritannien | Cimenteries CBR S.A.2) , Belgien | ENCI Holding N.V.2) , Niederlande | Hanson Limited2) , Großbritannien | Hanson Pioneer España, S.L.U.2) , Spanien | HeidelbergCement Canada Holding Limited2) , Großbritannien | HeidelbergCement Holding S.à.r.l.2) , Luxemburg | HeidelbergCement India Limited2) , Indien | HeidelbergCement Netherlands Holding B.V.2) , Niederlande | HeidelbergCement UK Holding Limited2) , Großbritannien | HeidelbergCement UK Holding II Limited2) , Großbritannien | Lehigh B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender)| Lehigh Hanson, Inc.2) , USA | Lehigh Hanson Materials Limited2) , Kanada | Lehigh UK Limited2) , Großbritannien | Palatina Insurance Ltd.2) , Malta | PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.2) , Indonesien | RECEM S.A.2) , Luxemburg Dr. Albert ScheuerVerantwortungsbereich: Asien-Pazifik, konzernweite Koordinierung des Heidelberg Technology Center Vorstandsmitglied seit 2007; bestellt bis August 2017 Externe Mandate:Cement Australia Holdings Pty Ltd2) , Australien | Cement Australia Pty Limited2) , Australien | China Century Cement Ltd.2) , Bermuda | Easy Point Industrial Ltd.2) , Hongkong | Guangzhou Heidelberg Yuexiu Enterprise Management Consulting Company Ltd.2) , China | Jidong Heidelberg (Fufeng) Cement Company Limited2) , China | Jidong Heidelberg (Jingyang) Cement Company Limited2) , China | Squareal Cement Ltd2) , Hongkong Konzernmandate:Butra HeidelbergCement Sdn. Bhd.2) , Brunei (Vorsitzender) (seit 1. Januar 2014) | COCHIN Cements Ltd.2) , Indien | Hanson Building Materials (S) Pte Ltd2) , Singapur | Hanson Investment Holdings Pte Ltd2) , Singapur | Hanson Pacific (S) Pte Limited2) , Singapur | HeidelbergCement Asia Pte Ltd2) , Singapur (Vorsitzender) | HeidelbergCement Bangladesh Limited2) , Bangladesh (Vorsitzender seit 29. Januar 2014) | HeidelbergCement Holding HK Limited2) , Hongkong | HeidelbergCement India Limited2) , Indien | HeidelbergCement Myanmar Company Limited2) , Myanmar | PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.2) , Indonesien (Vorsitzender) Die vorgenannten Kennzeichnungen bei den Mandaten bedeuten:
1)
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden
Aufsichtsräten bei inländischen Gesellschaften Alle Angaben beziehen sich auf den 31. Dezember 2013. bilanziertHeidelbergCementGewinn- und Verlustrechnung des Konzernsscroll
Gesamtergebnisrechnung des Konzernsscroll
Kapitalflussrechnung des Konzernsscroll
Bilanz des KonzernsAktiva scroll
Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzernsscroll
scroll
1)
Werte des Jahres 2012 wurden angepasst aufgrund
der retrospektiven Anwendung des IAS 19R (siehe Anhang Seite 176 f.). Segmentberichterstattung / Teil des AnhangsKonzerngebietescroll
scroll
scroll
Geschäftsbereichescroll
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1)
Werte wurden angepasst aufgrund der retrospektiven
Anwendung des IAS 19R und des IFRIC 20 (siehe Anhang Seite 176 f.). Anhang des Konzerns für das Geschäftsjahr 2013Allgemeine AngabenDie HeidelbergCement AG ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Sitz der Gesellschaft ist Heidelberg, Deutschland. Die Anschrift lautet: HeidelbergCement AG, Berliner Straße 6, 69120 Heidelberg. Die Kernaktivitäten von HeidelbergCement umfassen die Herstellung und den Vertrieb von Zement, Zuschlagstoffen, Beton und Bauprodukten. Nähere Erläuterungen werden im Lagebericht gegeben. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeGrundsätze der RechnungslegungDer Konzernabschluss der HeidelbergCement AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Es wurden alle für das Geschäftsjahr 2013 verbindlichen IFRS einschließlich der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) angewendet, die durch die EU-Kommission in europäisches Recht übernommen wurden. Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Der Abschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HeidelbergCement Konzerns. In Übereinstimmung mit IAS 1 (Presentation of Financial Statements) enthält der Konzernabschluss eine Bilanz zum Abschlussstichtag, eine Gewinn- und Verlustrechnung, eine Gesamtergebnisrechnung, eine Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie eine Kapitalflussrechnung nach den Grundsätzen des IAS 7 (Statement of Cash Flows). Die Segmentberichterstattung wird nach den Regelungen des IFRS 8 (Operating Segments) aufgestellt. Aus Gründen der Klarheit werden in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst und dann im Anhang erläutert. Zur Verbesserung der Aussagekraft weisen wir in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Segmentberichterstattung das zusätzliche ordentliche Ergebnis gesondert aus. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgebaut. KonsolidierungskreisDer Konzernabschluss beinhaltet die Tochtergesellschaften, in denen HeidelbergCement die Finanz- und Geschäftspolitik bestimmen kann. Im Regelfall ist dies bei einem Anteilsbesitz von mehr als 50 % anzunehmen. Wenn vertragliche Regelungen vorsehen, dass trotz eines Anteilsbesitzes von weniger als 50 % Beherrschung über ein Unternehmen ausgeübt werden kann, wird dieses Unternehmen als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Wenn aufgrund vertraglicher Regelungen bei einem Anteilsbesitz von mehr als 50 % keine Beherrschung über ein Unternehmen ausgeübt werden kann, wird dieses Unternehmen nicht als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Wesentliche Gemeinschaftsunternehmen des HeidelbergCement Konzerns werden im Wege der Quotenkonsolidierung (IAS 31 Interests in Joint Ventures) in den Konzernabschluss einbezogen. Im Rahmen dieser Methode bilanziert der Konzern seinen Anteil an den Vermögenswerten, Schulden, Erträgen, Aufwendungen und Cashflows in den korrespondierenden Posten im Konzernabschluss. Die Anteile an assoziierten Unternehmen, bei denen HeidelbergCement durch einen Anteilsbesitz zwischen 20 % und 50 % einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik der Beteiligungsgesellschaft ausübt, sind im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert (IAS 28 Investments in Associates). Bei erstmaliger Bilanzierung werden die erworbenen Anteile zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt und in den Folgejahren die anteiligen Ergebnisse im Beteiligungsbuchwert erfasst. Die anteiligen Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen werden zur Verbesserung der Aussagefähigkeit des Beteiligungsergebnisses vor Ertragsteuern ausgewiesen. Der anteilige Steueraufwand wird unter dem Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen. Das Nettoergebnis aus assoziierten Unternehmen wird unterhalb der Gewinn- und Verlustrechnung separat gezeigt. KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 (Business Combinations). Hierbei bewertet der Erwerber die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen Schulden mit ihren zum Erwerbszeitpunkt beizulegenden Zeitwerten. Danach werden die Anteile, bewertet zum beizulegenden Zeitwert der Gegenleistung, mit dem neu bewerteten Eigenkapital des konsolidierten Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt aufgerechnet. Ein aus der Beteiligungsaufrechnung verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Negative Unterschiedsbeträge werden nach nochmaliger Überprüfung erfolgswirksam erfasst. Minderheitsanteile können entweder mit dem anteiligen auf sie entfallenden Nettovermögen oder zum beizulegenden Zeitwert angesetzt werden. Dieses Wahlrecht kann für jeden Unternehmenszusammenschluss separat angewendet werden. Transaktionskosten im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen werden als Aufwand erfasst. Sukzessive Anteilserwerbe werden nach den Vorschriften des IFRS 3.41 f. bilanziert. Hiernach werden Unterschiede zwischen dem Buchwert und dem beizulegenden Zeitwert bisher gehaltener Anteile erfolgswirksam erfasst. Änderungen der Beteiligungsquote, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung über ein Tochterunternehmen führen, werden gemäß IAS 27.30 erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. Bei Transaktionen, die zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden eventuell verbleibende Anteile erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Minderheitsanteile am Eigenkapital und am Periodenergebnis konsolidierter Tochterunternehmen werden separat ausgewiesen. Bei Verkaufsoptionen bzw. Andienungsrechten von Minderheitsgesellschaftern (inklusive Minderheitsanteilen an deutschen Personengesellschaften) werden unterjährig die auf die Minderheiten entfallenden Anteile am Gesamtergebnis der Periode sowie die Dividendenzahlungen an Minderheitsgesellschafter als Veränderung des Eigenkapitals dargestellt. Am Abschlussstichtag werden die Minderheitsanteile, für die eine Verkaufsoption bzw. ein Andienungsrecht besteht, in die finanziellen Verbindlichkeiten umgegliedert. Die finanzielle Verbindlichkeit wird mit dem Barwert des Rückzahlungsbetrags bewertet. Unterschiedsbeträge zwischen dem Buchwert der Minderheitsanteile und dem Barwert des Rückzahlungsbetrags werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. In der Eigenkapitalveränderungsrechnung erfolgt der Ausweis als Änderung von Minderheitsanteilen mit Put-Optionen. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften werden nach IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen von Vermögenswerten werden eliminiert. Den ertragsteuerlichen Konsequenzen bei der Konsolidierung wird durch den Ansatz latenter Steuern Rechnung getragen. WährungsumrechnungDie Einzelabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften werden gemäß IAS 21 (The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates) nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Diese ist in der Regel bei den operativen Gesellschaften die jeweilige Landeswährung, da die ausländischen Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Danach werden Aktiv- und Passivposten zum Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet, das Eigenkapital hingegen mit den historischen Kursen. Die hieraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen finden bis zum Abgang der Tochtergesellschaft erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis in den sonstigen Eigenkapitalbestandteilen Berücksichtigung. Die Umrechnung des anteiligen Eigenkapitals der ausländischen assoziierten Unternehmen erfolgt nach der für Tochtergesellschaften beschriebenen Vorgehensweise. Die Aufwendungen und Erträge sind zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Fremdwährungsgeschäfte in den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden mit dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs eingebucht. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne oder -verluste aus der Bewertung monetärer Posten in fremder Währung zum Stichtagskurs werden erfolgswirksam berücksichtigt. Von der erfolgswirksamen Erfassung ausgenommen sind Währungsdifferenzen aus Fremdwährungskrediten, soweit sie Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb sind, das heißt die Rückzahlung in einem absehbaren Zeitraum weder geplant noch wahrscheinlich ist. Umrechnungsdifferenzen werden bis zur Veräußerung der Nettoinvestition erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital und erst bei deren Abgang im Periodenergebnis erfasst. Nicht monetäre Posten in fremder Währung werden zu historischen Wechselkursen fortgeführt. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Devisenkurse, die bei der Umrechnung der Einzelabschlüsse in fremder Währung Anwendung fanden. Devisenkursescroll
Ansatz- und BewertungsgrundsätzeDie Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgeschlossen sind derivative Finanzinstrumente und zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Weiterhin werden die Buchwerte der in der Bilanz erfassten Vermögenswerte und Schulden, die Grundgeschäfte im Rahmen von Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value Hedges) darstellen und ansonsten zu Anschaffungskosten bilanziert werden, aufgrund von Änderungen der beizulegenden Zeitwerte, die den abgesicherten Risiken zugerechnet werden, angepasst. Die wesentlichen Ansatz- und Bewertungsgrundsätze werden nachfolgend dargestellt. Nach den Regelungen des IAS 38 (Intangible Assets) ist ein immaterieller Vermögenswert ein identifizierbarer, nicht monetärer Vermögenswert ohne physische Substanz. Die Definition eines immateriellen Vermögenswerts verlangt, dass er identifizierbar ist, um ihn von einem Geschäfts- oder Firmenwert unterscheiden zu können. Das Kriterium der Identifizierbarkeit wird vom Vermögenswert erfüllt, wenn er separierbar ist oder aus vertraglichen oder gesetzlichen Rechten entsteht. Immaterielle Vermögenswerte werden beim Zugang zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert. Die Folgebilanzierung bemisst sich für immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer nach Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen sowie für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer nach Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich Wertminderungen. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden im Fall von Abbaulizenzen leistungsbezogen, ansonsten linear abgeschrieben. Emissionsrechte werden als immaterielle Vermögenswerte innerhalb des Anlagevermögens ausgewiesen. Unentgeltlich gewährte Emissionsrechte werden bei Zugang zum Nominalwert von Null bilanziert. Entgeltlich erworbene Emissionsrechte werden mit den Anschaffungskosten bilanziert und bei Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Rückstellungen für die Verpflichtung zur Rückgabe von Emissionsrechten werden angesetzt, wenn die bis zum Abschlussstichtag getätigten CO2 -Emissionen nicht durch unentgeltlich gewährte Emissionsrechte gedeckt sind. Die Höhe der Rückstellung bemisst sich für bereits entgeltlich erworbene Emissionsrechte mit deren Buchwert und für die zur Erfüllung der Verpflichtung noch zu erwerbenden Emissionsrechte mit dem Marktwert zum Abschlussstichtag. Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus Unternehmenszusammenschlüssen entstanden sind, werden gemäß IFRS 3 (Business Combinations) nicht planmäßig abgeschrieben. Stattdessen werden die Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich im vierten Quartal nach Vorliegen der aktuellen operativen Planung bzw. beim Eintritt wesentlicher Ereignisse oder veränderter Verhältnisse, die auf einen Wertminderungsbedarf hindeuten, einem Wertminderungstest nach IAS 36 (Impairment of Assets) unterzogen. Im Rahmen dieser Wertminderungsprüfung wird der Buchwert einer Gruppe von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGU), denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, mit dem erzielbaren Betrag dieser Gruppe von CGUs verglichen. Ausgehend von der Vertriebs- und Managementstruktur wird eine Gruppe von Zahlungsmittel generierenden Einheiten grundsätzlich als Land oder Konzerngebiet definiert. Sobald der Buchwert einer Gruppe von CGUs, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, ihren erzielbaren Betrag übersteigt, wird eine erfolgswirksame Wertminderung des zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts vorgenommen. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert einer Gruppe von GCUs. Der beizulegende Zeitwert ist der aus dem Verkauf zu marktgerechten Konditionen erzielbare Betrag. Der Nutzungswert wird mittels Abzinsung zukünftiger Cashflows nach Steuern mit einem risikoangepassten Diskontierungszinssatz (WACC) nach Steuern ermittelt. Gegenstände des Sachanlagevermögens werden nach IAS 16 (Property, Plant and Equipment) zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen sowie der kumulierten Wertminderungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Kosten für Reparatur und Wartung von Sachanlagen werden grundsätzlich als Aufwand erfasst. Eine Aktivierung erfolgt, wenn die Maßnahmen zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des Vermögenswerts führen. Sachanlagen werden nach der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben, sofern nicht eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzenverlauf sachgerechter wird. Fremdkapitalkosten, die direkt oder indirekt dem Bau von Großanlagen mit einem Erstellungszeitraum von mehr als zwölf Monaten (Qualifying Assets) zugeordnet werden können, werden in Übereinstimmung mit IAS 23 (Borrowing Costs) als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Bewertung der Vorräte erfolgt gemäß IAS 2 (Inventories) zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert. Hierbei wird die Durchschnittskostenmethode angewendet. Für Qualitäts- und Mengenrisiken werden in angemessener Höhe Abschläge vorgenommen. Die Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse umfassen neben den Einzelkosten fertigungsbedingte Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Die Gemeinkostenzuschläge werden auf Basis durchschnittlicher Auslastungen ermittelt. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, da der Produktionszeitraum weniger als zwölf Monate beträgt. Ersatzteile für Anlagen werden grundsätzlich in den Vorräten ausgewiesen. Wenn sie im Zusammenhang mit der Anschaffung der Anlage erworben wurden oder bei separatem Erwerb die Definition einer Sachanlage erfüllen, werden sie im Anlagevermögen ausgewiesen. Langfristige Dienstleistungs- und Fertigungsaufträge, die über einen längeren Zeitraum erstellt werden, sind entsprechend dem Grad der erreichten Fertigstellung bilanziert (Percentage-of-Completion-Methode). Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 (Employee Benefits) ermittelt. Für zahlreiche Mitarbeiter wird für die Zeit nach der Pensionierung durch den Konzern direkt oder durch Beitragszahlungen an externe Versorgungsträger Vorsorge getroffen. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerrechtlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf zurückgelegten Dienstjahren und Vergütung der Mitarbeiter basieren. Die Pensionsrückstellungen umfassen sowohl solche aus bereits laufenden Pensionen als auch aus Anwartschaften auf künftig zu zahlende Pensionen. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt bei HeidelbergCement sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen Beiträge an zweckgebundene Fonds. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (Defined Benefit Plans) besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter zu erfüllen, wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Die wichtigsten fondsfinanzierten Altersversorgungspläne bestehen in Belgien, Großbritannien, Indonesien, Kanada, den Niederlanden, Norwegen und den USA. Das Altersversorgungssystem in Indonesien besteht aus einer gesetzlich geregelten leistungsorientierten Versorgung sowie einem beitragsorientierten firmeninternen, fondsgestützten System, dessen Leistungen gegen die gesetzlichen Leistungen angerechnet werden können. In Deutschland und Schweden werden die Altersversorgungspläne über Rückstellungen finanziert. Darüber hinaus verfügt HeidelbergCement über ein rückstellungsfinanziertes Altersversorgungssystem für Krankheitskosten von Pensionären in Belgien, Großbritannien, Indonesien, Kanada und den USA. Zusätzlich gewährt der Konzern andere langfristige Leistungen an Arbeitnehmer, wie Jubiläumsleistungen, Altersteilzeitvereinbarungen oder Vorruhestandszusagen. Auf die Konzerngebiete bzw. Länder Nordamerika, Großbritannien und Deutschland entfallen etwa 90 % der Pensionsverpflichtungen. Die meisten der leistungsorientierten Pensionspläne in Nordamerika sind für Neueintritte geschlossen und bei vielen kann in Zukunft keine weitere Steigerung der Versorgungsleistungen erdient werden. In Nordamerika hat HeidelbergCement einen Pensionsausschuss eingerichtet mit dem Ziel, die Verwaltung der Pensionspläne, HeidelbergCements Verantwortung als Treuhänder in Bezug auf deren Pensionspläne und HeidelbergCements Funktion als Plan-Administrator zu beaufsichtigen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für kapitalgedeckte Pensionspläne in den USA sehen eine Mindestdotierung basierend auf den gesetzlichen Vorgaben vor, die mit dem Plan-Administrator vereinbart werden. In den USA bildet das Gesetz "Employee Retirement Income Security Act of 1974 (ERISA)" die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Darin werden die Mindestanforderungen für betriebliche Altersversorgung festgelegt. Mindestanforderungen werden in Bezug auf Aufnahme in den Pensionsplan, Unverfallbarkeit, Kapitaldeckungsgrad des Pensionsplans und der Verantwortlichkeit des Plantreuhänders definiert. Gemäß dem Gesetz "ERISA" werden im Falle einer Planschließung Zahlungen von bestimmten Leistungen durch die US-amerikanische Pensionsaufsicht "Pension Benefit Guaranty Corporation" gewährleistet. In Kanada unterliegen Pensionspläne von HeidelbergCement der Rechtsprechung der Provinzen Alberta oder Ontario. In Großbritannien unterliegen die wesentlichen leistungsorientierten Pensionspläne dem britischen Trustee-Recht (UK Trust Law) und der Rechtsprechung der Rentenregulierungsbehörde (UK Pension Regulator). Diese Pläne stehen unter der Aufsicht von Trustees (Treuhändern), die teilweise von den Trägerunternehmen und teilweise von den Planbegünstigten ernannt werden. Die Trustees sind per britischem Recht verpflichtet, eine gesetzliche Dotierungsvorgabe zu erfüllen, um dafür zu sorgen, dass ausreichend Vermögen zur Deckung der technischen Rückstellung des Plans bereitgestellt wird. Alle wesentlichen Pensionspläne in Großbritannien sind für Neueintritte geschlossen. Zudem können in den meisten Fällen keine zukünftigen Leistungssteigerungen erdient werden. Die Leistungen werden aus unterschiedlichen Pensionsplänen gewährt, von denen die meisten endgehaltsabhängig sind. Mittel- bzw. langfristig wird eine Reduzierung der Pensionsverpflichtungen aus diesen Plänen erwartet, da Leistungen ausgezahlt werden. Liability-Driven Investment (LDI) Strategien werden in großem Umfang in Großbritannien genutzt und die britischen Pensionspläne sind aus Sicht von IAS 19 insgesamt überdeckt. Da in Großbritannien die Leistungen nach Eintritt des Versorgungsfalls an die Inflation angepasst werden müssen, unterliegen die Leistungen dem Inflationsrisiko. Dieses Risiko wird in vielen Fällen durch die LDI Produkte und/oder Caps auf die maximal gewährte Rentenanpassung reduziert. Aufgrund der Tatsache, dass die meisten Pensionspläne geschlossen sind, spielt der Gehaltstrend im Hinblick auf die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen nur eine untergeordnete Rolle. In Deutschland unterliegen die Pensionspläne dem Betriebsrentengesetz (BetrAVG) und allgemeinen Richtlinien des Arbeitsrechts. Die wesentlichen Pensionspläne wurden 2005 für Neueintritte geschlossen. Mitarbeiter, die vor 2006 eingetreten sind, erhalten Anwartschaften aus Versorgungsplänen, die endgehalts- und/oder dienstzeitabhängig sind. Zudem werden den Vorstandsmitgliedern Einzelzusagen gewährt (siehe hierzu Lagebericht, Kapitel Vergütungsbericht, Seite 139 f.). Die deutschen Pensionspläne sind größtenteils nicht kapitalgedeckt. Die Verpflichtungen aus den zugesagten Leistungen unterliegen folgenden wesentlichen Risiken:
Die Pensionsverpflichtungen und die in den Fonds vorhandenen Vermögenswerte werden für alle wesentlichen Konzerngesellschaften jährlich von unabhängigen Gutachtern bewertet. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen und der zur Deckung dieser Verpflichtung notwendigen Aufwendungen erfolgt nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren. Für Zwecke der Rechnungslegung sind die versicherungsmathematischen Annahmen von der wirtschaftlichen Situation des jeweiligen Landes abhängig. Der Zinssatz basiert auf dem Zinsniveau, das am Bewertungsstichtag für hochwertige Unternehmensanleihen (AA-Rating) mit einer den betreffenden Pensionsplänen entsprechenden Laufzeit (Duration) in dem jeweiligen Land erzielt wird. In Ländern oder Währungsgebieten ohne liquiden Markt für hochwertige Unternehmensanleihen wird der Zinssatz auf Basis von Staatsanleihen oder anhand anderer Näherungsverfahren ermittelt. Aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen können versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter oder Abweichungen der tatsächlichen von der erwarteten Entwicklung der Pensionsverpflichtungen sein können. Diese Beträge, die Differenz zwischen der tatsächlichen Vermögensperformance und der in Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Zinserträgen sowie der Effekt aus der Begrenzung des Fondsvermögens werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Einige gemeinschaftliche Pensionspläne mehrerer Arbeitgeber (sogenannte "Multi-Employer Pensionspläne"), für die keine ausreichenden Informationen zur Verfügung stehen, um sie wie leistungsorientierte Pensionspläne zu behandeln, werden wie beitragsorientierte Pensionspläne bilanziert. Sonstige Rückstellungen werden nach IAS 37 (Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets) angesetzt, wenn aufgrund vergangener Ereignisse rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Die Rückstellungen werden auf Basis der bestmöglichen Schätzung unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken berechnet. Die Kapitalmarktkomponente des konzernweiten virtuellen Aktienoptionsprogramms wird gemäß IFRS 2 (Share-based Payment) als aktienbasierte Vergütung mit Barausgleich bilanziert. Zum Bilanzstichtag wird eine Rückstellung in Höhe des zeitanteiligen beizulegenden Zeitwerts der Zahlungsverpflichtung gebildet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst. Der beizulegende Zeitwert der Optionen wird mithilfe eines anerkannten finanzwirtschaftlichen Modells bestimmt. Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend der bilanzorientierten "Liability Method" (IAS 12 Income Taxes) gebildet. Dies bedeutet, dass mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung für alle zeitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen IFRS- und Steuerbilanz latente Steuern gebildet werden, unabhängig von dem Zeitraum, in dem sich diese Differenzen ausgleichen. Ferner werden aktive latente Steuern auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge angesetzt, sofern deren Realisierung in Folgejahren mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist. Passive latente Steuern in Verbindung mit nicht ausgeschütteten Gewinnen von Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen werden berücksichtigt, außer wenn HeidelbergCement in der Lage ist, die Dividendenpolitik der Gesellschaften zu bestimmen und in absehbarer Zeit nicht mit einer Dividendenausschüttung oder einer Veräußerung zu rechnen ist. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den Steuersätzen, die am Bilanzstichtag in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten oder angekündigt sind. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung von tatsächlichen Steueransprüchen und tatsächlichen Steuerschulden vorliegt und wenn sie im Zusammenhang mit Ertragsteuern stehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und der Konzern die Absicht hat, seine tatsächlichen Steueransprüche und Steuerschulden auf Nettobasis zu begleichen. Veränderungen der latenten Steuern in der Bilanz führen grundsätzlich zu latentem Steueraufwand bzw. -ertrag. Wenn Sachverhalte, die zu einer Veränderung der latenten Steuern führen, erfolgsneutral in das sonstige Ergebnis oder direkt gegen das Eigenkapital gebucht wurden, wird auch die Veränderung der latenten Steuern im sonstigen Ergebnis bzw. direkt im Eigenkapital berücksichtigt. Soweit latente Steuern über das sonstige Ergebnis gebildet wurden, erfolgt auch die spätere Auflösung über das sonstige Ergebnis. Finanzinstrumente sind alle Vertragsverhältnisse, die bei der einen Partei zu einem finanziellen Vermögenswert und bei der anderen Partei zu einer finanziellen Schuld oder zu einem Eigenkapitalinstrument führen. Zu den Finanzinstrumenten gehören originäre und derivative Finanzinstrumente. Originäre Finanzinstrumente werden bei ihrem erstmaligen Ansatz grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Hierzu gehören Finanzinvestitionen des Anlage- und Umlaufvermögens, ausgereichte Kredite und Forderungen sowie finanzielle Verbindlichkeiten. Finanzinstrumente, die als zu Handelszwecken gehalten (Held for trading) klassifiziert sind, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Finanzinvestitionen des Anlage- und Umlaufvermögens, die gemäß IAS 39 (Financial Instruments - Recognition and Measurement) als zur Veräußerung verfügbar (Available for sale) kategorisiert sind, werden regelmäßig zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn dieser verlässlich bestimmbar ist. Diese Klasse von Instrumenten wird nachfolgend als Finanzinvestitionen "Available for sale at fair value" bezeichnet. Die aus der Folgebewertung resultierenden unrealisierten Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Als beizulegender Zeitwert wird der Börsenkurs zum Bilanzstichtag zugrunde gelegt. Fallen die beizulegenden Zeitwerte von "Available for sale at fair value"-Finanzinvestitionen unter die Anschaffungskosten und liegen objektive Hinweise für eine signifikante oder dauerhafte Wertminderung vor, werden die bislang im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Finanzinvestitionen in Eigenkapitaltitel, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis existiert und deren beizulegende Zeitwerte nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermittelbar sind, werden zu Anschaffungskosten bewertet. Diese Klasse von Instrumenten wird nachfolgend als Finanzinvestitionen "Available for sale at cost" bezeichnet. Hierbei handelt es sich um sonstige Beteiligungen, die nicht börsennotiert sind. Liegen objektive Hinweise für eine signifikante oder dauerhafte Wertminderung vor, werden diese Wertminderungen unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Für gehaltene Eigenkapitaltitel ist die erfolgswirksame Erfassung von Wertaufholungen nicht zulässig. Kredite und Forderungen (Loans and receivables) werden, sofern sie nicht mit Sicherungsinstrumenten im Zusammenhang stehen, zu fortgeführten Anschaffungskosten, ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Dabei handelt es sich um Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, verzinsliche Forderungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige operative Forderungen. Bei kurzfristigen Forderungen entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennwert bzw. dem Rückzahlungsbetrag. Forderungen werden zu dem Zeitpunkt aus der Konzernbilanz ausgebucht, zu dem alle Chancen und Risiken übertragen wurden und der mit den Forderungen verbundene Zahlungseingang sichergestellt ist. Werden nicht alle Chancen und Risiken übertragen, werden die Forderungen dann ausgebucht, wenn die Verfügungsmacht über die Forderungen übergegangen ist. Bestehen objektive Hinweise darauf, dass bei den Krediten und Forderungen Wertminderungen eingetreten sind (z.B. erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder negative Veränderungen des Marktumfelds des Schuldners), werden diese erfolgswirksam erfasst. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgen die Wertminderungen unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos. Eine Ausbuchung erfolgt, sobald eine Forderung tatsächlich ausgefallen ist. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für die vorgenommenen Wertminderungen entfallen sind. Finanzielle Vermögenswerte, deren Konditionen geändert wurden, da sie ansonsten überfällig oder wertgemindert wären, lagen (ebenso wie im Vorjahr) im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht vor. Der erstmalige Ansatz von originären finanziellen Verbindlichkeiten (Financial liabilities) erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung dieser Instrumente erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Hierunter fallen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige operative Verbindlichkeiten sowie kurz- und langfristige Finanzschulden. Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten werden abgezinst. Bei kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennwert bzw. dem Rückzahlungsbetrag. Von der Möglichkeit, originäre Finanzinstrumente bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende Finanzinstrumente zu designieren, hat der Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht. Alle originären Finanzinstrumente werden zum Erfüllungstag (Settlement date) bilanziert. Ein derivatives Finanzinstrument ist ein Vertrag, dessen Wert sich in Abhängigkeit von einer Variablen ändert, der in der Regel keine Anschaffungsauszahlung erfordert oder eine, die im Vergleich zu anderen Vertragsformen, von denen zu erwarten ist, dass sie in ähnlicher Weise auf Änderungen der Marktbedingungen reagieren, geringer ist, und der zu einem späteren Zeitpunkt beglichen wird. Alle derivativen Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung am Handelstag mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte sind auch für die Folgebewertungen relevant. Der beizulegende Zeitwert gehandelter derivativer Finanzinstrumente entspricht dem Marktwert. Dieser Wert kann positiv oder negativ sein. Bei derivativen Finanzinstrumenten entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den HeidelbergCement bei vorzeitiger Beendigung des Finanzinstruments zum Abschlussstichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dieser Betrag wird unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Wechselkurse und Zinssätze berechnet. Für die Berechnungen werden Mittelkurse verwendet. Derivative Finanzinstrumente, wie z.B. Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäfte, Zinsswaps oder Zinsoptionen, werden im HeidelbergCement Konzern grundsätzlich zur Risikoreduzierung eingesetzt. Dabei steht die Absicherung gegen Zins-, Währungs- und andere Marktpreisrisiken im Mittelpunkt. Die Marktbewertungen werden regelmäßig von der Abteilung Group Treasury überwacht. Es werden keine derivativen Finanzinstrumente zu Spekulationszwecken kontrahiert oder gehalten. Verträge, die für Zwecke des Empfangs oder der Lieferung nicht finanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf des Unternehmens abgeschlossen und in diesem Sinne gehalten werden (Own Use Contracts), werden nicht als derivative Finanzinstrumente, sondern als schwebende Geschäfte bilanziert. Geschriebene Optionen auf den Kauf oder Verkauf nicht finanzieller Posten, die durch Barausgleich erfüllt werden können, werden nicht als "Own Use Contracts" klassifiziert. Strukturierte Finanzinstrumente bestehen aus einem nicht derivativen Basisvertrag und einem eingebetteten Finanzderivat. Beide Komponenten sind rechtlich nicht separierbar. Es handelt sich hierbei in der Regel um Verträge mit Zusatzklauseln. Eine getrennte Bilanzierung des eingebetteten Derivats und des Basisvertrags wird verlangt, wenn die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken nicht eng mit dem Basisvertrag verbunden sind, das eingebettete Derivat die gleichen Definitionskriterien erfüllt wie ein freistehendes Derivat und das strukturierte Finanzinstrument nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Der Vertrag des strukturierten Finanzinstruments kann auch insgesamt erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, es sei denn, das eingebettete Derivat verändert die anfallenden Zahlungsströme nur unerheblich oder eine Abspaltung des eingebetteten Derivats ist unzulässig. Das Hedge Accounting bezeichnet eine spezielle Rechnungslegung, die die Bilanzierung von Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft einer Sicherungsbeziehung dahingehend modifiziert, dass die Bewertungsergebnisse aus dem Grund- bzw. Sicherungsgeschäft periodengleich und erfolgsneutral bzw. erfolgswirksam erfasst werden. Entsprechend basiert das Hedge Accounting auf einer wertmäßigen Kompensation von Grund- und Sicherungsgeschäft. Für bilanzielle Zwecke existieren im Sinne von IAS 39 drei Arten von Hedge-Geschäften, sofern die strengen Voraussetzungen für eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) im Einzelfall erfüllt sind.
HeidelbergCement sichert bei Bedarf das Risiko von Schwankungen zukünftiger Cashflows ab. Das Risiko von Zinsschwankungen bei variabler Verzinsung wird durch Swaps gesichert, die variable Zinszahlungen in Festzinszahlungen umwandeln. Diese Vorgehensweise wird auch bei der Absicherung von Währungsrisiken von zukünftig in Fremdwährung zu erfüllenden Transaktionen angewendet. Der Marktwert der zur Absicherung eingesetzten Derivate wird in der Bilanz dargestellt. Als Gegenposten werden die sonstigen Eigenkapitalbestandteile unter Berücksichtigung latenter Steuern in Höhe des effektiven Teils erfolgsneutral angepasst und erst bei Realisierung der abgesicherten zukünftigen Zahlungsströme erfolgswirksam erfasst. Der ineffektive Teil wird unmittelbar im Periodenergebnis erfasst.
Der Konzern sichert Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten ab. HeidelbergCement sichert bei Bedarf das Währungsrisiko, das entsteht, wenn Finanzinstrumente in einer anderen als der funktionalen Währung bilanziert werden. Ferner wird selektiv der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Verbindlichkeiten durch eine Transformation in variable Verzinsung gesichert. Im Falle der Absicherung gegen Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts von bestimmten Bilanzpositionen (Fair Value Hedges) wird sowohl das Sicherungsgeschäft als auch der gesicherte Risikoanteil des Grundgeschäfts zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Bewertungsänderungen werden erfolgswirksam erfasst.
Beim Erwerb ausländischer Gesellschaften kann die Investition beispielsweise mit Darlehen in der funktionalen Währung der ausländischen Gesellschaft abgesichert werden. Als gesichertes Risiko wird in diesen Fällen das Währungsrisiko designiert, welches durch die Wechselkursschwankung des Eigenkapitals der Tochtergesellschaft entsteht (Translationsrisiko). Die Darlehen werden mit dem Wechselkurs des Bilanzstichtags umgerechnet. Als Gegenposten wird das Eigenkapital im Posten Währungsumrechnung angepasst. Insofern werden Umrechnungsdifferenzen hier bis zur Veräußerung der Nettoinvestition erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital und erst bei deren Abgang im Periodenergebnis erfasst. Derivative Finanzinstrumente, für die keine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) angewendet wird, stellen dennoch betriebswirtschaftlich eine wirksame Absicherung im Rahmen der Konzernstrategie dar. Nach IAS 39 sind diese Instrumente für bilanzielle Zwecke als zu Handelszwecken gehalten (Held for trading) zu qualifizieren. Den Marktwertveränderungen dieser derivativen Finanzinstrumente, die erfolgswirksam erfasst werden, stehen nahezu kompensierende Marktwertveränderungen der abgesicherten Grundgeschäfte gegenüber. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen, wenn sie in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und die Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Bei der Klassifizierung "als zur Veräußerung gehalten" werden die entsprechenden Vermögenswerte mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten angesetzt, sofern dieser niedriger als deren Buchwert ist. Entsprechend ihrer Klassifizierung werden direkt mit diesen im Zusammenhang stehende Schulden auf der Passivseite gesondert ausgewiesen. Für aufgegebene Geschäftsbereiche wird das Ergebnis nach Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung separat in einer Zeile ausgewiesen. In der Kapitalflussrechnung erfolgt eine Aufteilung der Mittelflüsse in fortzuführendes und aufgegebenes Geschäft. Ebenso werden die aufgegebenen Geschäftsbereiche in der Segmentberichterstattung separat ausgewiesen. Für aufgegebene Geschäftsbereiche werden die Vorjahreswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung, der Kapitalflussrechnung und in der Segmentberichterstattung entsprechend angepasst. Im Anhang werden zusätzliche Angaben zu den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und aufgegebenen Geschäftsbereichen gemacht. Eventualschulden oder -forderungen sind gegenwärtige oder mögliche Verpflichtungen oder Vermögenswerte, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht unter der Kontrolle des Unternehmens stehen. Eventualschulden werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert in der Bilanz angesetzt, wenn sie im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses übernommen wurden. Eventualforderungen werden nur dann in der Bilanz angesetzt, wenn sie quasi sicher sind. Sofern ein Abfluss bzw. Zufluss von wirtschaftlichem Nutzen nicht unwahrscheinlich ist, werden im Anhang Angaben zu Eventualschulden bzw. Eventualforderungen gemacht. Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken am Leasinggegenstand auf den Konzern übertragen werden, führen zur Aktivierung des Leasinggegenstands zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses. Der Leasinggegenstand wird mit seinem beizulegenden Zeitwert angesetzt oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Leasingzahlungen werden derart in Finanzierungsaufwendungen und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass sich über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingverbindlichkeit ergibt. Finanzierungsaufwendungen werden erfolgswirksam erfasst. Leasinggegenstände werden über die Nutzungsdauer des Gegenstands abgeschrieben. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses jedoch nicht hinreichend sicher, wird der Leasinggegenstand über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Erträge werden erfasst, wenn hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließt und dieser verlässlich bestimmt werden kann. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung; Umsatzsteuer und sonstige Abgaben bleiben unberücksichtigt. Umsatzerlöse werden erfasst, sobald die Lieferung der Waren erfolgt ist und die Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Zinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zeitanteilig erfasst. Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung realisiert. Änderungen der Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeAnwendung von neuen RechnungslegungsstandardsHeidelbergCement hat die folgenden Standards und Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) im Geschäftsjahr 2013 erstmals angewendet. Erstmalig angewendete RechnungslegungsstandardsTitel Änderungen zu IAS 1 Presentation of Items of Other Comprehensive Income Änderungen zu IAS 19 Employee Benefits (Revised 2011) Änderungen zu IAS 36 Recoverable Amount Disclosures for Non-Financial Assets Änderung zu IFRS 7 Disclosures - Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities IFRS 13 Fair Value Measurement IFRIC 20 Stripping Costs in the Production Phase of a Surface Mine Improvements to IFRSs 2009-2011 Cycle
Die nachfolgenden Tabellen stellen die Auswirkungen der retrospektiven Anwendung von IAS 19R und IFRIC 20 auf die betroffenen Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Kapitalflussrechnung und der Bilanz der Vorperiode dar. Die retrospektiven Anpassungen des Eigenkapitals werden in der Eigenkapitalveränderungsrechnung gezeigt. Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Gesamtergebnisrechnungscroll
Kapitalflussrechnungscroll
Bilanzscroll
Änderungen in der KapitalflussrechnungZur Verbesserung der Aussagekraft wurde in der Kapitalflussrechnung die Darstellung der Aufnahme und Tilgung von Anleihen und Krediten dahingehend geändert, dass Aufnahmen und Tilgungen aus der syndizierten Kreditfazilität innerhalb einer Berichtsperiode saldiert ausgewiesen werden. Außerdem erfolgt nun ein separater Ausweis der Veränderung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Anpassung der Vorperiode. Kapitalflussrechnungscroll
Veröffentlichte, aber im Geschäftsjahr noch nicht angewendete RechnungslegungsstandardsDas IASB und das IFRIC haben die nachfolgend aufgelisteten Standards und Interpretationen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2013 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. HeidelbergCement wendet diese Standards und Interpretationen zum verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt und nach Ratifizierung durch die EU-Kommission an. Veröffentlichte, aber im Geschäftsjahr noch nicht angewendete Rechnungslegungsstandardsscroll
1)
Geschäftsjahre, die am oder nach dem genannten
Datum beginnen
Die voraussichtlichen Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 10 und IFRS 11 auf ausgewählte Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz des Konzerns für das Geschäftsjahr 2013 werden in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Bilanzscroll
Schätzungsunsicherheiten und AnnahmenDie Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss ist von Schätzungen und Annahmen des Managements abhängig, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Aufwendungen und Erträge sowie der Eventualverbindlichkeiten der Periode auswirken. Die sich tatsächlich ergebenden Werte können von den Schätzungen abweichen. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich insbesondere auf die Notwendigkeit sowie die Bemessung von Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte, den Ansatz von aktiven latenten Steuern und die Bewertung der Pensionsrückstellungen sowie der sonstigen Rückstellungen. Für die Ermittlung des erzielbaren Betrags von Zahlungsmittel generierenden Einheiten im Rahmen des Wertminderungstests für Geschäfts- oder Firmenwerte wird ein Cashflow-basiertes Verfahren im Sinne von IAS 36 (Impairment of Assets) angewandt. Hierbei sind insbesondere Schätzungen in Bezug auf künftige Cashflows der Zahlungsmittel generierenden Einheiten sowie auf die verwendeten Diskontierungssätze und Wachstumsraten notwendig (Discounted-Cash-Flow-Methode). Eine Veränderung der Einflussfaktoren kann wesentliche Auswirkungen auf die Höhe der Wertminderungen haben. Erläuterungen zur Zusammensetzung des Buchwertes der Geschäfts- oder Firmenwerte und zum Wertminderungstest werden unter Punkt 30 Immaterielle Vermögenswerte gegeben. Zur Beurteilung der zukünftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Schätzungen vorzunehmen, wie z.B. die operativen Planungen, Verlustvortragsperioden sowie Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab, können sich Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage ergeben. Nähere Informationen zu den aktiven latenten Steuern erfolgen unter Punkt 10 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden auf Basis versicherungsmathematischer Verfahren ermittelt, die auf Annahmen und Schätzungen hinsichtlich des Abzinsungssatzes, der zukünftigen Gehaltsentwicklung, der Entwicklung der Gesundheitskosten sowie auf weiteren Einflussfaktoren beruhen. Eine Veränderung der zugrunde liegenden Parameter kann zu Änderungen des Bilanzansatzes führen. Nähere Erläuterungen werden auf Seite 169 f. sowie unter Punkt 45 Pensionsrückstellungen gegeben. Die Bewertung der Rückstellungen für Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen erfolgt auf Basis der Extrapolation der Schadenfälle und Schätzungen der Kostenentwicklungen. Die Veränderung der Einflussparameter kann Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Bilanzansatz haben. Der Ansatz und die Bewertung der übrigen sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis von Einschätzungen der Wahrscheinlichkeiten des zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und den zum Abschlussstichtag bekannten Umständen. Der tatsächlich eintretende Nutzenabfluss kann von dem am Abschlussstichtag erwarteten Nutzenabfluss abweichen und Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung haben. Weitere Erläuterungen zu den Rückstellungen erfolgen unter Punkt 46 Sonstige Rückstellungen. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss sind neben der HeidelbergCement AG 877 Unternehmen - 49 inländische und 828 ausländische - im Wege der Voll- oder Quotenkonsolidierung einbezogen. Die Veränderungen gegenüber dem Stand zum 31. Dezember 2012 werden in der nachfolgenden Tabelle erläutert. Anzahl voll- und quotal konsolidierter Unternehmenscroll
Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes des HeidelbergCement Konzerns zum 31. Dezember 2013 erfolgt auf den Seiten 238 f. Die Aufstellung enthält die abschließende Nennung aller Tochterunternehmen, die von den Offenlegungserleichterungen gemäß § 264b HGB Gebrauch machen. Die Beiträge der quotenkonsolidierten Gemeinschaftsunternehmen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HeidelbergCement Konzerns werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Beiträge quotenkonsolidierter Gesellschaftenscroll
Unternehmenszusammenschlüsse im BerichtsjahrZur Stärkung der Marktposition im Bereich Transportbeton hat HeidelbergCement in Deutschland mehrere Unternehmenszusammenschlüsse vorgenommen. Am 1. Januar 2013 wurde der ausstehende 50 %-Anteil an der BLG Transportbeton GmbH & Co. KG, München, erworben. Am 1. Juli 2013 wurden die restlichen 42,5 % der Anteile an der Wetterauer Lieferbeton GmbH & Co. KG, Bad Nauheim, sowie die ausstehenden 40 % der Anteile an der Heidelberger Beton Zwickau GmbH und Co. KG, Zwickau, übernommen. Die Unternehmen wurden bisher als Gemeinschaftsunternehmen quotal in den Konzernabschluss einbezogen. Darüber hinaus hat HeidelbergCement am 15. August 2013 im Rahmen eines Asset Deals zwei Transportbetonwerke in Köln übernommen. Für die Unternehmenszusammenschlüsse wurden insgesamt 14,0 Mio € in bar entrichtet. Der beizulegende Zeitwert der zuvor an den Gemeinschaftsunternehmen gehaltenen Eigenkapitalanteile betrug 12,7 Mio €. Aus der Neubewertung der Anteile ergab sich ein Gewinn von 6,6 Mio €, der in den zusätzlichen ordentlichen Erträgen erfasst wurde. Die Geschäfts- oder Firmenwerte von 16,1 Mio €, von denen voraussichtlich 0,4 Mio € steuerlich abzugsfähig sind, spiegeln Synergiepotenziale wider, die sich aus den Unternehmenszusammenschlüssen ergeben. Im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse wurden Forderungen mit einem Bruttobetrag von 3,4 Mio € erworben, von denen voraussichtlich 3,3 Mio € einbringlich sind. Der beizulegende Zeitwert der Forderungen beträgt 3,3 Mio €. Die BLG Transportbeton GmbH & Co. KG, Wetterauer Lieferbeton GmbH & Co. KG sowie die Heidelberger Beton Zwickau GmbH und Co. KG wurden im Geschäftsjahr auf die Heidelberger Beton GmbH verschmolzen. Am 2. April 2013 hat HeidelbergCement im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses die restlichen 50 % der Anteile am Joint Venture Midland Quarry Products Limited (MQP), Whitwick, erworben. Das übernommene Unternehmen ist eines der führenden Zulieferer von Zuschlagstoffen und Asphalt für die Bauwirtschaft und Eisenbahnindustrie in Großbritannien. Der Kaufpreis betrug 39,4 Mio € und wurde in bar entrichtet. Bisher wurde die Gesellschaft proportional konsolidiert. Der beizulegende Zeitwert des zuvor am Unternehmen gehaltenen Eigenkapitalanteils betrug zum Erwerbszeitpunkt 50,6 Mio €. Aufgrund der Neubewertung des Anteils entstand ein Verlust in Höhe von 20,3 Mio €, der in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst wurde. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der Synergieeffekte repräsentiert, beträgt 5,6 Mio € und ist steuerlich nicht abzugsfähig. Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,6 Mio € wurden erfolgswirksam in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses wurden Forderungen mit einem beizulegenden Zeitwert von 14,0 Mio € erworben. Der Bruttobetrag der Forderungen beträgt 14,3 Mio €, von denen wahrscheinlich 0,3 Mio € uneinbringlich sind. Die nachfolgende Tabelle zeigt die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Unternehmenszusammenschlüsse zum Erwerbszeitpunkt. Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktscroll
Bei den erworbenen Sachanlagen handelt es sich um Grundstücke und Gebäude (32,3 Mio €), technische Anlagen und Maschinen (52,6 Mio €), andere Anlagen (0,5 Mio €) sowie Anlagen im Bau (2,1 Mio €). Der Erwerb der ausstehenden Anteile an den bisher proportional konsolidierten Gesellschaften BLG Transportbeton GmbH & Co. KG, Wetterauer Lieferbeton GmbH & Co. KG, Heidelberger Beton Zwickau GmbH und Co. KG sowie Midland Quarry Products Limited führte seit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt zu einer Erhöhung der Umsatzerlöse um 51,5 Mio € und des Ergebnisses um 2,5 Mio €. Wären die Anteilserwerbe bereits zum 1. Januar erfolgt, wären die Umsatzerlöse um 8,6 Mio € höher und das Ergebnis um 0,1 Mio € niedriger ausgefallen. Die Umsatzerlöse und Ergebnisse der beiden Transportbetonwerke in Köln können nicht separat ermittelt werden, da die Einheiten nach ihrem Erwerb in das bestehende Geschäft integriert wurden. Unternehmenszusammenschlüsse nach dem Ende der BerichtsperiodeZur Stärkung der Marktposition im Bereich Zuschlagsstoffe hat HeidelbergCement am 15. Januar 2014 weitere 62,91 % der Anteile an der bisher at Equity bilanzierten Cimescaut-Gruppe, Tournai, Belgien, erworben und seinen Anteil damit auf 96,93 % erhöht. Am 20. Januar 2014 hat HeidelbergCement 100 % der Anteile an Espabel NV, Gent, Belgien, erworben. Mit dem Erwerb möchte HeidelbergCement seine Marktstellung im Bereich Zement erhöhen und Kosteneinsparungen in den Bereichen Produktion und Vertrieb realisieren. Die übertragenen Gegenleistungen setzen sich aus Barzahlungen von insgesamt 77,5 Mio € sowie einer bedingten Gegenleistung in Höhe von 6,0 Mio € zusammen. Die erstmalige Bilanzierung der Unternehmenszusammenschlüsse war bis zur Verabschiedung des Konzernabschlusses durch den Vorstand unvollständig. Für die Erstellung der weiteren Angaben nach IFRS 3 Paragraph B64 lagen noch keine Bewertungen vor. Desinvestitionen im BerichtsjahrHeidelbergCement hat im Geschäftsjahr 2013 keine wesentlichen zahlungswirksamen Desinvestitionen vorgenommen. Nach erfolgter Kapitalrückzahlung wurde eine ausländische Finanzierungsgesellschaft entkonsolidiert. Die Transaktion war nicht zahlungswirksam. Die umrechnungsbedingten Erträge aus der Entkonsolidierung werden in den zusätzlichen ordentlichen Erträgen ausgewiesen. Unternehmenszusammenschlüsse im VorjahrZur Sicherung von Zuschlagstoffreserven für die Belieferung der wesentlichen Bergbau- und Infrastrukturprojekte in den Kohlerevieren von Queensland hat HeidelbergCement am 31. Juli 2012 100 % der Anteile an Yalkara Contracting Pty Ltd, Brisbane, Australien, erworben. Der Kaufpreis in Höhe von 5,0 Mio € wurde in bar entrichtet. Das Nettovermögen beträgt 10,2 Mio €. Der sich aus der Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Nettovermögen ergebende Unterschiedsbetrag resultiert aus einem günstigen Kauf (Lucky Buy) und wird in den zusätzlichen ordentlichen Erträgen ausgewiesen. Die Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 39 T€ wurden in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen ausgewiesen. Es wurden Forderungen mit einem Bruttobetrag von 0,6 Mio € erworben, die voraussichtlich in Höhe von 0,5 Mio € einbringlich sind. Der beizulegende Zeitwert der Forderungen beträgt 0,5 Mio €. Die Kaufpreisallokation ist abgeschlossen. Im Rahmen von zwei Asset-Deal-Transaktionen hat HeidelbergCement am 30. März 2012 und am 10. September 2012 sechs Transportbetonwerke in Belgien erworben. Der Erwerb unterstützt die Strategie der vertikalen Integration von Zement-, Zuschlagstoff- und Transportbetonlieferungen in Belgien. Der Kaufpreis betrug 5,9 Mio € und wurde in bar bezahlt. Das erworbene Nettovermögen betrug 3,8 Mio €. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2,1 Mio €, der steuerlich nicht abzugsfähig ist, repräsentiert Wachstumsaussichten, die sich aus der verbesserten Marktposition ergeben. Die Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,2 Mio € wurden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Kaufpreisallokation ist abgeschlossen. Die Vermögenswerte und Schulden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktscroll
Bei den erworbenen Sachanlagen handelt es sich um technische Anlagen und Maschinen (5,0 Mio €) und andere Anlagen (0,5 Mio €). Vom Erstkonsolidierungszeitpunkt bis zum 31. Dezember 2012 haben Yalkara Contracting Pty Ltd und die Transportbetonwerke in Belgien 18,1 Mio € zu den Umsatzerlösen und 1,5 Mio € zum Ergebnis beigetragen. Wäre Yalkara Contracting Pty Ltd bereits zum 1. Januar 2012 erstkonsolidiert worden, wären die Umsatzerlöse um 2,9 Mio € und das Ergebnis um 0,3 Mio € höher ausgefallen. Die Umsatzerlöse und Ergebnisse der Transportbetonwerke in Belgien seit dem 1. Januar 2012 liegen nicht vor, da die Werke vor dem Erwerb buchhalterisch in bestehende Geschäftsbetriebe eingebunden waren. Desinvestitionen im VorjahrAm 23. Mai 2012 hat HeidelbergCement 100 % der Anteile an Perstrup Beton Industri A/S, Kolind, Dänemark, veräußert. Der Verkaufspreis in Höhe von 2,8 Mio € wurde in bar vereinnahmt. Im August 2012 hat HeidelbergCement in Nordamerika im Rahmen von zwei Asset Deals Geschäftsbetriebe in den Geschäftsbereichen Bauprodukte und Beton-Service-Sonstiges veräußert. Der Verkaufspreis betrug 57,3 Mio € und wurde ebenfalls in bar vereinnahmt. Die Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunkt werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunktscroll
Erläuterungen zur SegmentberichterstattungDie Segmentberichterstattung von HeidelbergCement basiert auf der konzerninternen Aufteilung in geografische Regionen und zusätzlich in Geschäftsbereiche. Entsprechend der Managementorganisation erfolgt die Unterteilung des Konzerns in geografische Regionen. Daneben wird als Zusatzinformation eine Aufteilung nach Geschäftsbereichen vorgenommen. Die geografische Unterteilung von HeidelbergCement erfolgt in sechs Konzerngebiete:
Das Konzerngebiet West- und Nordeuropa umfasst die Benelux-Länder, Dänemark, Großbritannien, Norwegen, Schweden und die baltischen Staaten. Deutschland wurde mit West- und Nordeuropa zusammengefasst. Bosnien-Herzegowina, Georgien, Kasachstan, Kroatien, Polen, Rumänien, Russland, die Tschechische und die Slowakische Republik, die Ukraine und Ungarn gehören zum Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien. Zum Konzerngebiet Asien-Pazifik zählen Bangladesch, Brunei, China, Hongkong, Indien, Indonesien, Malaysia, Myanmar sowie Australien. Das Konzerngebiet Afrika-Mittelmeerraum setzt sich aus den afrikanischen Ländern sowie Israel, Spanien und der Türkei zusammen. Nordamerika umfasst die USA und Kanada. Im Konzerngebiet Konzernservice sind unsere Handelsaktivitäten zusammengefasst. Daneben unterscheidet HeidelbergCement vier Geschäftsbereiche: Zement, Zuschlagstoffe, Bauprodukte und Beton-Service-Sonstiges. Im Geschäftsbereich Beton-Service-Sonstiges wird hauptsächlich über die nachgelagerten Aktivitäten wie Transportbeton und Asphalt berichtet. HeidelbergCement beurteilt die Leistung in den Segmenten primär anhand des operativen Ergebnisses. Die Konzernfinanzierung (inklusive Aufwendungen und Erträge der Finanzierung) und die Steuern vom Einkommen und Ertrag werden zentral durch den Konzern gesteuert, sodass keine Verteilung auf die Segmente erfolgt. Den Bewertungsgrundsätzen der Segmentberichterstattung liegen die in diesem Abschluss verwendeten IFRS zugrunde. Der Umsatz mit anderen Konzerngebieten bzw. Geschäftsbereichen zeigt die Umsätze, die zwischen den Segmenten getätigt wurden. In der Überleitung werden konzerninterne Verflechtungen zwischen den Segmenten eliminiert. Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Aufteilung der Umsatzerlöse mit Drittkunden sowie der langfristigen Vermögenswerte nach Ländern gemäß IFRS 8.33. Informationen nach Ländernscroll
1)
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Die Zuordnung der Umsatzerlöse auf die Länder erfolgt auf Basis des Herkunftslands des Unternehmens. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1 UmsatzerlöseUmsatzentwicklung nach Konzerngebieten und Geschäftsbereichenscroll
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2 Sonstige betriebliche ErträgeSonstige betriebliche Erträgescroll
In den Buchgewinnen aus Anlagenabgängen sind Buchgewinne aus der Verwertung von erschöpften und operativ nicht mehr genutzten Steinbrüchen in Kanada in Höhe von 28,0 (i.V.: 70,3) Mio € enthalten. Die Buchgewinne aus dem Verkauf nicht benötigter Emissionsrechte betrugen 0,6 (i.V.: 102,8) Mio €. Die Wechselkursgewinne betreffen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Wechselkursgewinne aus verzinslichen Forderungen und Verbindlichkeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten Rückstellungsauflösungen, die nicht kostenartengerecht zugeordnet werden können. Wesentliche einmalige Geschäftsvorfälle, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallen, werden in den zusätzlichen ordentlichen Erträgen ausgewiesen und unter Punkt 7 erläutert. 3 MaterialaufwandMaterialaufwandscroll
In Relation zu den Umsatzerlösen betrug der Materialaufwand 41,6 % (i.V.: 42,3 %). Der Anstieg der Aufwendungen für Handelswaren ist auf die Ausweitung der Handelsaktivitäten zurückzuführen. 4 Personalaufwand und MitarbeiterPersonalaufwandscroll
Im Verhältnis zu den Umsatzerlösen betrug der Personalaufwand 16,5 % (i.V.: 16,6 %). Bezüglich der Entwicklung der Aufwendungen für Altersversorgung verweisen wir auf die Erläuterung der Pensionsrückstellungen unter Punkt 45. Mitarbeiter im Jahresdurchschnittscroll
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter quotal konsolidierter Unternehmen betrug 3.424 (i.V.: 3.357). Langfristbonus - Kapitalmarkt-KomponenteAls langfristig orientierten variablen Vergütungsbestandteil erhalten die Vorstandsmitglieder der Heidelberg-Cement AG und bestimmte Führungskräfte des HeidelbergCement Konzerns einen Langfristbonus, der sich aus einer Management-Komponente und einer Kapitalmarkt-Komponente zusammensetzt. Die Kapitalmarkt-Komponente mit einer Laufzeit von vier Jahren berücksichtigt die externe Wertschöpfung, gemessen als Total Shareholder Return (TSR) - angepasst um die reinvestierten Dividendenzahlungen und unter Bereinigung von Kapitalveränderungen - im Vergleich zu relevanten Kapitalmarktindizes, unter Verwendung von Performance Share Units (PSUs). Bei den PSUs handelt es sich um virtuelle Aktien, die der Berechnung der Kapitalmarkt-Komponente dienen. Für die Kapitalmarkt-Komponente wird in einem ersten Schritt die Anzahl der zunächst gewährten PSUs ermittelt. Die Stückzahl der PSUs errechnet sich aus einem festgelegten Prozentsatz des festen Jahresgehalts geteilt durch den Referenzkurs der HeidelbergCement-Aktie zum Begebungszeitpunkt. Der Referenzkurs ist jeweils der Durchschnitt der Tagesschlusskurse (Handelstage) der HeidelbergCement-Aktie im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse von drei Monaten rückwirkend vom Tag des Beginns der Performance-Periode / Ablaufs der Performance-Periode. Nach Ablauf der vierjährigen Performance-Periode werden die endgültig erdienten PSUs in einem zweiten Schritt entsprechend der Zielerreichung ermittelt (0 - 200 %) und zum dann geltenden Referenzkurs der HeidelbergCement-Aktie - angepasst um die reinvestierten Dividendenzahlungen und unter Bereinigung von Kapitalveränderungen - in bar ausgezahlt. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Eckdaten der Pläne. Eckdaten der Langfristbonusplänescroll
Die Überleitung der Anzahl der PSUs vom 1. Januar 2011 zum 31. Dezember 2013 wird in der folgenden Tabelle dargestellt. Anzahl der PSUsscroll
Für die Bilanzierung nach IFRS 2 (Share-based Payment) wird der beizulegende Zeitwert der PSUs mit Hilfe eines anerkannten Optionspreismodells errechnet. Hierbei wird eine große Anzahl unterschiedlicher Entwicklungspfade der HeidelbergCement-Aktie - unter Berücksichtigung der Effekte reinvestierter Dividenden - und der Vergleichsindizes simuliert (Monte-Carlo-Simulation). Zum Bilanzstichtag wies der Vergleichsindex DAX 30 einen Stand von 9.552 (i.V.: 7.612) Punkten und der Vergleichsindex MSCI World Construction Materials einen Stand von 178,2 (i.V.: 154,5) Punkten auf. Der rechnerische Wert sowie die weiteren Bewertungsparameter werden in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Rechnerischer Wertscroll
Bewertungsparameterscroll
1)
Durchschnitt der letzten zwei Jahre Der Gesamtaufwand für die Kapitalmarkt-Komponente des Langfrist-Bonusplans für das Geschäftsjahr 2013 betrug 6,3 (i.V.: 5,4) Mio €. Zum Bilanzstichtag beliefen sich die Rückstellungen auf 16,1 (i.V.: 4,8) Mio €. Die Auszahlung der Kapitalmarkt-Komponente des Langfristbonusplans 2011-2013/14 erfolgt nach der Hauptversammlung 2015, die Auszahlung der Kapitalmarkt-Komponente des Langfristbonusplans 2012-2014/15 erfolgt nach der Hauptversammlung 2016 und die Auszahlung der Kapitalmarkt-Komponente des Langfristbonusplans 2013-2015/16 erfolgt nach der Hauptversammlung 2017, d.h. jeweils im Jahr nach der vierjährigen Performance-Periode. 5 Sonstige betriebliche AufwendungenSonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Die Wechselkursverluste betreffen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Wechselkursverluste aus verzinslichen Forderungen und Verbindlichkeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen. In den übrigen Aufwendungen sind Verluste aus dem Verkauf bzw. Aufwendungen im Zusammenhang mit der Rückgabe von entgeltlich erworbenen Emissionsrechten in Höhe von 0,2 (i.V.: 38,8) Mio € enthalten. Auf Forschung und Entwicklung entfielen Aufwendungen in Höhe von 102,0 (i.V.: 90,0) Mio €, die nach den in IAS 38 (Intangible Assets) gegebenen Voraussetzungen nicht zu aktivieren sind. Wesentliche einmalige Geschäftsvorfälle, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallen, werden in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen ausgewiesen und unter Punkt 7 erläutert. 6 Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und SachanlagenDie planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Gegenstände des Sachanlagevermögens werden auf der Grundlage der folgenden konzerneinheitlichen Nutzungsdauern ermittelt. Nutzungsdauerscroll
Wertminderungen werden in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen ausgewiesen und unter Punkt 7 erläutert. 7 Zusätzliches ordentliches ErgebnisDas zusätzliche ordentliche Ergebnis enthält Geschäftsvorfälle, die zwar im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallen, jedoch aufgrund ihrer Einmaligkeit nicht im operativen Ergebnis ausgewiesen werden. Zusätzliches ordentliches Ergebnisscroll
Zusätzliche ordentliche ErträgeDie Gewinne aus dem Abgang von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten enthalten im Wesentlichen umrechnungsbedingte Erträge im Zusammenhang mit der Kapitalrückzahlung und der anschließenden Entkonsolidierung einer ausländischen Finanzierungsgesellschaft sowie das Ergebnis aus dem Verkauf der Minderheitsbeteiligung an einem Betonfertigteileproduzenten in Saudi Arabien. Darüber hinaus enthält der Posten Erträge aus der Neubewertung der zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteile an den im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Transportbetongesellschaften in Deutschland. Zusätzliche ordentliche AufwendungenIn den Verlusten aus dem Abgang von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten wird im Wesentlichen der Verlust aus der Neubewertung der bisher an Midlands Quarry Products Limited, Großbritannien, gehaltenen Eigenkapitalanteile ausgewiesen. Im Vorjahr enthielt der Posten Abgangsverluste aus Desinvestitionen in Nordamerika und Dänemark. Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Berichtsjahr Wertminderungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte in Großbritannien in Höhe von 115,2 Mio € vorgenommen. Im Vorjahr betrafen die Wertminderungen Großbritannien in Höhe von 92,3 Mio € und Spanien in Höhe von 17,9 Mio €. Detaillierte Erläuterungen zum Wertminderungstest erfolgen unter Punkt 30 Immaterielle Vermögenswerte. Wertminderungen von sonstigem Anlagevermögen wurden insbesondere aufgrund von Stilllegungen bzw. Schließungen von Standorten vorgenommen. Die Wertminderungen betrafen immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 5,9 (i.V: 0) Mio € und Sachanlagen in Höhe von 73,4 (i.V.: 147,3) Mio €. Hierbei wurden Wertminderungen auf den Nutzungswert in Höhe von 66,9 Mio € und auf den Marktwert abzüglich Veräußerungskosten in Höhe von 12,5 Mio € vorgenommen. Die Wertminderungen fielen in den Konzerngebieten West- und Nordeuropa (55,0 Mio €), hier insbesondere in Benelux und Großbritannien, Osteuropa-Zentralasien (4,8 Mio €), Nordamerika (6,9 Mio €), Asien-Pazifik (2,2 Mio €) sowie im Konzerngebiet Afrika-Mittelmeerraum (10,4 Mio €) an. Die Restrukturierungsaufwendungen des Geschäftsjahres in Höhe von 46,9 Mio € betrafen die Konzerngebiete West- und Nordeuropa (11,3 Mio €), Osteuropa-Zentralasien (1,0 Mio €), Nordamerika (7,3 Mio €), Asien-Pazifik (6,4 Mio €) und Afrika-Mittelmeerraum (20,9 Mio €). Im Vorjahr fielen die Restrukturierungsaufwendungen im Wesentlichen in den Konzerngebieten West- und Nordeuropa sowie Nordamerika an. Die sonstigen einmaligen Aufwendungen des Geschäftsjahres enthalten Mehraufwendungen in Höhe von 36,5 Mio € im Zusammenhang mit dem vom Bundesgerichtshof bestätigen Bußgeld, das vom OLG Düsseldorf im deutschen Kartellverfahren verhängt wurde und für die in Vorjahren keine Risikovorsorge getroffen wurde. Im Vorjahr enthielt der Posten eine Vielzahl von Einmalaufwendungen. 8 Ergebnis aus BeteiligungenErgebnis aus Beteiligungenscroll
Die Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen bemessen sich nach den Bruttobeträgen, d.h. der Ausweis erfolgt vor Ertragsteuern. Den anteiligen Steueraufwand berichten wir unter dem Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Das Nettoergebnis beträgt 31,0 (i.V.: 34,6) Mio €. 9 Sonstiges FinanzergebnisSonstiges Finanzergebnisscroll
Die Erhöhung der Abzinsungssätze trug wesentlich zu den Erträgen aus dem Zinsanteil aus der Bewertung sonstiger Rückstellungen bei. 10 Steuern vom Einkommen und vom ErtragSteuern vom Einkommen und vom Ertrag fortzuführender Geschäftsbereichescroll
Die Erhöhung der tatsächlichen Steuern um 28,9 Mio € resultiert überwiegend aus Quellensteuer, die im Zuge der Veräußerung einer Minderheitsbeteiligung an einem Betonfertigteileproduzenten in Saudi Arabien erhoben wurde. Zusätzlich wirkte sich im Vorjahr die Reduzierung von langfristigen Steuerverbindlichkeiten steuermindernd aus. Bereinigt um Steuernachzahlungen und -erstattungen für Vorjahre in Höhe von 5,6 (i.V.: 26,3) Mio € erhöhten sich die tatsächlichen Steuern um 8,2 Mio €. Der anteilige Steueraufwand der assoziierten Unternehmen aus der At-Equity-Bewertung in Höhe von 7,7 (i.V.: 9,4) Mio € ist in den tatsächlichen Steuern enthalten. Von dem latenten Steuerertrag entfallen 53,1 (i.V.: 164,4) Mio € auf temporäre Differenzen. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf die Bewertung von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39 zurückzuführen sowie auf einen latenten Steuerertrag im Vorjahr in Höhe von 65,5 Mio €, der als Umkehreffekt aus der Auflösung von langfristigen operativen Verbindlichkeiten aufgegebener Geschäftsbereiche in den USA resultierte. In Vorjahren gebildete Aktivposten für latente Steuern auf Verlustvorträge wurden im Berichtsjahr um 8,5 (i.V.: 11,2) Mio € wertberichtigt. Die Minderung des Steueraufwands für latente Steuern aufgrund von in Vorjahren nicht berücksichtigten steuerlichen Verlusten betrug im Geschäftsjahr 128,9 (i.V.: 103,7) Mio €. Wie schon im Vorjahr wurde bei dem Ansatz aktiver latenter Steuern in Höhe von 153,6 (i.V.: 144,6) Mio € in den USA, die nicht durch passive Steuerlatenzen gedeckt sind, die Einschätzung bezüglich der Realisierbarkeit der Verlustvorträge innerhalb der kommenden fünf Jahre entsprechend der prognostizierten Erträge und anhand der Steuerplanung berücksichtigt. Steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften, die bei der Ermittlung der latenten Steuern nicht berücksichtigt sind, bestehen in Höhe von 2.985,8 (i.V.: 3.153,9) Mio €, wovon 366,1 (i.V.: 458,3) Mio € einer zeitlich begrenzten Nutzung von 20 Jahren unterliegen. Die verbleibenden Verlustvorträge im Inland und im Ausland sind im Wesentlichen unverfallbar. Darüber hinaus werden für abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 76,3 (i.V.: 222,0) Mio € keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Insgesamt sind im Berichtsjahr nicht gebuchte Aktivposten für latente Steuern in Höhe von 834,4 (i.V.: 956,0) Mio € vorhanden. Im Geschäftsjahr wurden latente Steuern in Höhe von -1,9 (i.V.: 12,7) Mio € erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet, die überwiegend aus der Bewertung von Pensionsrückstellungen gemäß IAS 19 sowie der Bewertung von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39 resultieren. Zusätzlich wurden tatsächliche Steuern in Höhe von -4,9 Mio € erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet, die ebenfalls mit der Bewertung von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39 im Zusammenhang stehen. Die passiven latenten Steuern erhöhten sich erfolgsneutral um 13,4 (i.V.: 2,8) Mio € aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises. Die langfristigen Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern in Höhe von 50,0 (i.V.: 52,2) Mio € enthalten Eventualverbindlichkeiten, die im Zusammenhang mit dem Erwerb der Hanson-Gruppe gemäß IFRS 3.23 angesetzt wurden. Gemäß IAS 12 sind latente Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Eigenkapital einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert für diese Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden, wenn mit der Realisierung zu rechnen ist (Outside-Basis-Differenzen). Aufgrund der Anwendungsvorschriften des IAS 12.39 wurden latente Steuern in Höhe von 21,1 (i.V.: 23,8) Mio € auf zukünftig geplante Dividenden gebildet. Für weitere Outside-Basis-Differenzen aus thesaurierten Gewinnen der Tochtergesellschaften der HeidelbergCement AG in Höhe von 5,8 (i.V.: 4,8) Mrd € wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da weitere Ausschüttungen nicht geplant sind. Im Einklang mit IAS 12.87 erfolgte keine Berechnung des nicht gebuchten Passivpostens. Im Hinblick auf die Bewertung der latenten Steuern kommt für die Inlandsgesellschaften ein zusammengefasster Ertragsteuersatz von 29,43 % zur Anwendung. Dieser setzt sich zusammen aus dem gesetzlichen Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlags, der in Höhe von 5,5 % auf die zu entrichtende Körperschaftsteuer erhoben wird, sowie einer durchschnittlichen Gewerbesteuerbelastung von 13,6 %. Für das Jahr 2012 betrug der zusammengefasste Ertragsteuersatz 29,42 %. Die Berechnung des erwarteten Steueraufwands zum inländischen Steuersatz erfolgt mit dem gleichen zusammengefassten Ertragsteuersatz, der bei der Bewertung latenter Steuern für die Inlandsgesellschaften angewandt wird. Das von den im Ausland ansässigen Konzerngesellschaften erwirtschaftete Ergebnis vor Steuern wird mit dem im jeweiligen Sitzland gültigen Satz versteuert. Dabei variieren die lokalen Ertragsteuersätze zwischen 0 % und 35 %, sodass hieraus entsprechende Steuersatzabweichungen resultieren. Unter Berücksichtigung der Steuersatzabweichungen ergibt sich ein gewichteter durchschnittlicher Steuersatz. Die Erhöhung dieses Satzes gegenüber dem Vorjahr ergibt sich überwiegend aus der veränderten relativen Gewichtung der Ergebnisse der Gesellschaften. Aufgrund der erwarteten Erholung in unseren reifen Märkten, wie den USA oder Großbritannien, ist in der Zukunft mit einem weiteren Anstieg des gewichteten durchschnittlichen Steuersatzes zu rechnen. Überleitungsrechnung fortzuführender Geschäftsbereichescroll
Latente Steuern nach Kategorien von temporären Differenzenscroll
11 Aufgegebene GeschäftsbereicheDie folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des Ergebnisses aus aufgegebenen Geschäftsbereichen. Ergebnis nach Steuern aufgegebener Geschäftsbereichescroll
Das Ergebnis enthält Erträge und Aufwendungen, die im Zusammenhang mit in Vorjahren aufgegebenen Geschäftsbereichen der Hanson-Gruppe entstanden sind und im Wesentlichen aus Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen resultieren. Weitere Einzelheiten zu den Verpflichtungen werden unter Punkt 46 Sonstige Rückstellungen erläutert. Die Erträge des Geschäftsjahres resultieren im Wesentlichen aus der Bildung von Forderungen gegenüber Erstversicherern aufgrund einer aktuellen Gerichtsentscheidung. Im Vorjahr wurden aufgrund von Gerichtsentscheidungen Verbindlichkeiten gegenüber Versicherern aufgelöst. Die Aufwendungen der aufgegebenen Geschäftsbereiche beziehen sich insbesondere auf die Anpassung der Rückstellungen für Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen. 12 Vorschlag für die DividendeVorstand und Aufsichtsrat schlagen folgende Dividende vor: 0,60 € je Aktie. Bezogen auf 187.500.000 für das Geschäftsjahr 2013 dividendenberechtigte Stückaktien ergibt dies einen Betrag von 112.500.000 (i.V.: 88.125.000) €. 13 Ergebnis je AktieErgebnis je Aktiescroll
Die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie erfolgt gemäß IAS 33 (Earnings per Share) mittels Division des Anteils der Gruppe am Jahresergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der Anzahl der ausgegebenen Aktien. Die Kenngröße verwässertes Ergebnis je Aktie berücksichtigt nicht nur tatsächlich ausgegebene, sondern auch aufgrund von Optionsrechten potenziell erhältliche Aktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie gemäß IAS 33.30 ergab sich im Berichtszeitraum nicht. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 (Statement of Cash Flows) wird zwischen Zahlungsströmen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Veränderungen der betreffenden Bilanzposten lassen sich nicht unmittelbar aus der Konzernbilanz ableiten, da zahlungsunwirksame Vorgänge, wie Effekte aus der Währungsumrechnung und Konsolidierungskreisänderung, bereinigt werden. Der Cashflow errechnet sich aus dem um Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und um das Zinsergebnis bereinigten Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen, korrigiert um Abschreibungen, Wertminderungen und andere zahlungsunwirksame Ströme (andere Non Cash Items). Ferner werden Zahlungsströme aus erhaltenen Dividenden von nicht konsolidierten Unternehmen, aus erhaltenen und gezahlten Zinsen und aus gezahlten Steuern erfasst. Unter Berücksichtigung von Veränderungen des Working Capital und dem Verbrauch von Rückstellungen ergibt sich der Mittelfluss aus operativer Geschäftstätigkeit. Im Mittelfluss aus der Investitionstätigkeit werden Zahlungsströme aus dem Erwerb oder der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten sowie Sach- und Finanzanlagen erfasst. Sofern es sich um den Erwerb oder die Veräußerung von Tochtergesellschaften oder sonstigen Geschäftseinheiten handelt (Übernahme oder Verlust der Kontrolle), werden die Auswirkungen auf die Kapitalflussrechnung in eigenen Posten dargestellt. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit ist durch die Veränderungen im Kapital, durch gezahlte Dividenden sowie durch die Aufnahme und Tilgung von Anleihen und Krediten geprägt. Darüber hinaus werden Zahlungsströme aus Änderungen der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, als Finanzierungstätigkeit klassifiziert. Die von ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesenen Mittelflüsse werden grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Im Gegensatz hierzu werden die Zahlungsmittelbestände wie in der Konzernbilanz zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Einflüsse von Wechselkursänderungen auf die liquiden Mittel werden gesondert dargestellt. Im Folgenden werden die wesentlichen Einzelposten der Kapitalflussrechnung erläutert. 14 Erhaltene ZinsenDie Mittelzuflüsse aus erhaltenen Zinsen verminderten sich um 25,8 Mio € auf 103,9 (i.V.: 129,7) Mio €. 15 Gezahlte ZinsenTrotz gestiegener Nettoverschuldung im Vergleich zum Vorjahr konnte aufgrund deutlich reduzierter Zinssätze bei den Refinanzierungsinstrumenten eine Senkung der Zinszahlungen um 126,5 Mio € auf 638,4 (i.V.: 764,9) Mio € erreicht werden. 16 Gezahlte SteuernDieser Posten beinhaltet Auszahlungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 405,8 (i.V.: 328,4) Mio €. 17 Eliminierung anderer Non Cash ItemsDie anderen Non Cash Items enthalten als größten Einzelposten die Eliminierung nicht zahlungswirksamer Gewinne aus dem Abgang von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten, die überwiegend im Zusammenhang mit der Kapitalrückzahlung und der anschließenden Entkonsolidierung einer ausländischen Finanzierungsgesellschaft stehen. Darüber hinaus sind sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge, wie z.B. Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen sowie Wertminderungen und Wertaufholungen des Umlaufvermögens enthalten. Ferner wurden die Ergebnisse um die Buchgewinne und -verluste aus Anlagenabgängen korrigiert. Der Gesamtbetrag der erzielten Finanzmittel aus Anlagenabgängen wird unter den Desinvestitionen in der Investitionstätigkeit dargestellt. 18 Veränderung der betrieblichen AktivaBei den betrieblichen Aktiva handelt es sich um Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie um sonstige Vermögenswerte der operativen Geschäftstätigkeit. 19 Veränderung der betrieblichen PassivaDie betrieblichen Passiva beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten der operativen Geschäftstätigkeit. 20 Verbrauch von RückstellungenIn diesem Posten wird die zahlungswirksame Inanspruchnahme aus Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen gezeigt. Im Berichtsjahr ist als wesentlicher Einzelposten die einmalige Auszahlung von 161,4 Mio € für den im zweiten Quartal 2013 vom Bundesgerichtshof rechtskräftig bestätigten Bußgeldbescheid für Kartellverstöße der Jahre 1990 bis 2002 enthalten. 21 Zahlungswirksame InvestitionenDie Auszahlungen für Investitionen unterscheiden sich von den Zugängen im Anlagenspiegel u.a. dadurch, dass im Anlagenspiegel nicht zahlungswirksame Transaktionen (Non Cash Items) als Zugänge gezeigt werden, wie z.B. Zugänge im Rahmen von Tauschtransaktionen oder Sacheinlagen. Vom Gesamtbetrag der zahlungswirksamen Investitionen in Höhe von 1.313,7 (i.V.: 865,9) Mio € entfielen 508,2 (i.V.: 490,3) Mio € auf Investitionen zur Erhaltung und Optimierung der Kapazitäten und 805,5 (i.V.: 375,6) Mio € auf Kapazitätserweiterungen. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen 936,4 (i.V.: 831,4) Mio € und betrafen Erhaltungs-, Optimierungs- und Umweltschutzmaßnahmen in unseren Produktionsstätten sowie Expansionsprojekte in Wachstumsmärkten. Die Investitionen in sonstige Finanzanlagen, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen betrugen 304,9 (i.V.: 23,1) Mio € und betrafen im Wesentlichen den Erwerb von weiteren 25 % der Anteile an dem australischen Zementhersteller Cement Australia. Die Ausgaben für den Erwerb von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten betrugen 72,3 (i.V.: 11,4) Mio € und entfielen im Wesentlichen auf den Erwerb der restlichen 50 % der Anteile am bisherigen Joint Venture Midland Quarry Products Limited (MQP), Großbritannien, für 39,4 Mio €. Darüber hinaus hat HeidelbergCement in Deutschland zur Stärkung der Marktposition im Bereich Transportbeton mehrere Unternehmenszusammenschlüsse für insgesamt 14,0 Mio € vorgenommen. Zudem führte die Tilgung einer Kaufpreisverbindlichkeit aus dem Erwerb von 51 % der Anteile an CJSC "Construction Materials", Russland, im Jahr 2010 im Berichtsjahr zu einem Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 14,2 Mio €. Im Rahmen von Investitionen in Tochterunternehmen und sonstige Geschäftseinheiten wurden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 4,6 Mio € übernommen. 22 Zahlungswirksame DesinvestitionenDie Mittelzuflüsse aus dem Abgang von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten betrugen 2,5 (i.V.: 60,1) Mio €. Im Vorjahr beinhaltete dieser Posten im Wesentlichen den Verkauf von Geschäftsbetrieben in Nordamerika für 57,3 Mio €. Im Zusammenhang mit der Veräußerung von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten wurden keine Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente übertragen. Die Einzahlungen aus dem Abgang von sonstigem Anlagevermögen in Höhe von 207,8 (i.V.: 219,9) Mio € beinhalten Einzahlungen aus der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in Höhe von 125,3 (i.V.: 211,4) Mio €. Der Rückgang resultiert insbesondere auf gesunkenen Nettoeinzahlungen aus dem Verkauf nicht benötigter Emissionsrechte, die sich im Vergleich zum Vorjahr um 72,7 Mio € auf 0,9 Mio € verringerten. Die Zahlungseingänge aus der Veräußerung von Finanzanlagen in Höhe von 70,0 Mio € enthalten als wesentlichen Posten den Veräußerungserlös aus dem Verkauf einer Minderheitsbeteiligung an einem Betonfertigteileproduzenten in Saudi Arabien. 23 Übernommene/abgegebene liquide MittelDiese Zeile zeigt die Veränderung des Bestands der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Rahmen der Übernahme oder des Verlusts der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstige Geschäftseinheiten und anderer Veränderungen des Konsolidierungskreises. 24 Dividende an MinderheitsgesellschafterUnter diesem Posten werden die an Minderheitsgesellschafter im Geschäftsjahr gezahlten Dividenden gezeigt. 25 Erhöhung von Anteilen an TochterunternehmenHier werden Zahlungsströme aus der Aufstockung von Beteiligungsquoten an Tochterunternehmen gezeigt. Die Transaktionen im Berichtsjahr beinhalten im Wesentlichen die Erhöhung der Beteiligung am russischen Zementunternehmen CJSC "Construction Materials" von 51 % auf 100 %. 26 Aufnahme von Anleihen und KreditenDieser Posten umfasst im Wesentlichen die Emission von drei neuen Anleihen. Deren Emissionserlöse dienten zur Refinanzierung bestehender Bankschulden und zur Refinanzierung der im März fälligen USD Anleihe (750 Mio USD). Die Debutemission des Jahres 2013 erfolgte am 17. Mai mit einer unterjährigen Anleihe mit einer Laufzeit bis zum 17. Oktober 2013 über 75 Mio €. Die zweite Anleiheemission folgte am 24. Oktober mit einem Emissionsvolumen von 300 Mio € und einer siebenjährigen Laufzeit bis 21. Oktober 2020. Die finale Emission des Jahres erfolgte am 12. Dezember mit einer Laufzeit von acht Jahren bis zum 21. Oktober 2021 und einem Volumen von 500 Mio €. Darüber hinaus sind Inanspruchnahmen der syndizierten Kreditfazilität darin enthalten. Im Vorjahr beinhaltete dieser Posten Aufnahmen aus der syndizierten Kreditfazilität über 3 Mrd €. Ferner wurde eine neue Anleihe emittiert. Deren Emissionserlöse dienten zur Refinanzierung bestehender Bankschulden. Die Anleihe wurde im März emittiert und hat eine Laufzeit von vier Jahren (300 Mio €). 27 Tilgung von Anleihen und KreditenDiese Position enthält die planmäßigen Rückzahlungen von Finanzverbindlichkeiten. Im Wesentlichen wurden die 750 Mio USD Anleihe im März sowie diverse Ziehungen unter dem EMTN-Programm und Schuldscheindarlehen planmäßig getilgt. HeidelbergCement hat am 22. Februar 2013 von seinem Kündigungsrecht für das am 20. Dezember 2011 begebene Schuldscheindarlehen Gebrauch gemacht und hat die Tranche mit variabler Verzinsung in Höhe von 115,5 Mio € mit einer ursprünglichen Laufzeit bis zum 31. Oktober 2016 vorzeitig am 30. April 2013 zu pari zurückgezahlt. Im Vorjahr wurden die 1 Mrd € Anleihe im Januar sowie diverse Ziehungen unter dem EMTN-Programm und Schuldscheindarlehen planmäßig getilgt. 28 Veränderung der kurzfristigen FinanzverbindlichkeitenIn dieser Zeile wird der Saldo aus den Ein- und Auszahlungen für Posten mit großer Umschlagshäufigkeit, großen Beträgen und kurzen Laufzeiten im Finanzierungsbereich ausgewiesen. Im Geschäftsjahr waren im Wesentlichen Aufnahmen und Rückführungen aus dem Commercial Paper Programm sowie die Veränderung anderer kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten enthalten. 29 Liquide MittelIm Finanzmittelfonds (Liquide Mittel) werden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten erfasst. Von den liquiden Mitteln sind 18,8 (i.V.: 32,2) Mio € Verfügungsbeschränkungen unterworfen. Dies betrifft kurzfristige Geldeinlagen bei Banken, die als Sicherheiten für verschiedene Geschäftstransaktionen, z.B. für ausstehende Rekultivierungsleistungen oder im Rahmen des Energiehandels getätigt wurden. Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva30 Immaterielle VermögenswerteImmaterielle Vermögenswertescroll
Geschäfts- oder FirmenwerteGrößere Einzelposten der Geschäfts- oder Firmenwerte stammen aus dem Erwerb der Hanson-Gruppe, London, Großbritannien; S.A. Cimenteries CBR, Brüssel, Belgien; Lehigh Hanson Inc., Wilmington, USA; HeidelbergCement Northern Europe AB, Stockholm, Schweden; Akçansa Cimento Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul, Türkei, und ENCI N.V., 's-Hertogenbosch, Niederlande. Die Geschäfts- oder Firmenwerte beinhalten erworbene Marktanteile und Synergieeffekte, die keinem anderen bestimm- und separierbaren immateriellen Vermögenswert zuzuordnen sind. Die Zugänge aus Veränderungen des Konsolidierungskreises in Höhe von 161,0 Mio € resultieren im Wesentlichen aus dem Erwerb von weiteren 25 % der Anteile an unserem australischen Gemeinschaftsunternehmen Cement Australia sowie den auf Seite 184 f. beschriebenen Unternehmenszusammenschlüssen. Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgte gemäß IAS 36 (Impairment of Assets) im Rahmen des jährlichen Wertminderungstests. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des Nutzungswertes unter Berücksichtigung der folgenden Parameter ermittelt. Die Cashflow-Schätzungen erstrecken sich auf einen Planungszeitraum von fünf Jahren, bevor in die ewige Rente übergegangen wird. Als Basis dient die vom Management genehmigte dreijährige detaillierte operative Planung, die im Bottom-Up-Verfahren erstellt wurde. Diese wird um eine Top-Down-Planung für weitere zwei Jahre ergänzt, bei der das Management seine mittelfristigen Erwartungen aufgrund von Schätzungen von Marktvolumen, Marktanteilen, Kosten- und Preisentwicklung einfließen lässt. In der Regel erfolgt die Top-Down-Planung durch Fortschreibung der Wachstumsraten der detaillierten dreijährigen operativen Planung. Befinden sich die Märkte, in denen die CGU tätig ist, in einem instabilen Zustand, erfolgt eine detailliertere Planung. Dies gilt vor allem für Märkte, in denen die Nachfrage nach Baustoffen und Bauprodukten infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise stark zurückgegangen ist. Für diese Märkte wurde generell eine Erholung der Nachfrage angenommen. Bedingt durch die Staatsschuldenkrise wird für Europa eine nur langsame Erholung erwartet, sodass das geplante Nachfrageniveau bei den betroffenen CGUs am Ende des Planungszeitraums zum Teil deutlich unter dem Niveau vor der Krise liegt. Die aus der Nachfrage abgeleiteten Absatzmengen basieren in der Regel auf der Annahme konstanter Marktanteile. Die variablen Kosten entwickeln sich annahmegemäß in Abhängigkeit von der erwarteten Entwicklung der Absatzmengen und Preise. Es wird in der Regel davon ausgegangen, dass der Deckungsbeitrag in Prozent vom Umsatz stabil bleibt. Bei steigenden Absatzmengen führt dies zu einer Verbesserung der operativen Marge. Weiterhin wurde angenommen, dass sich die im Rahmen der Kostensenkungsprogramme ("Fox 2013" und "LEO") erzielten Einsparungen sowie die Initiativen zur Preissteigerung ("PERFORM" und "CLIMB Commercial") positiv auf die operative Marge auswirken. Die Annahmen für die geschätzten Wachstumsraten der ewigen Rente orientieren sich an den länderspezifischen langfristigen Inflationsraten. Die Diskontierungszinssätze (WACC) wurden in einem Zwei-Phasen-Modell berechnet. Für Phase 1 wurde ein Diskontierungszinssatz verwendet, mit dem die zukünftigen Zahlungsüberschüsse für die ersten fünf Jahre abgezinst werden. Für die Ermittlung des Endwerts (Terminal Value) wurde ein Phase-2-Diskontierungszinssatz angewendet. Die Zinssätze unterscheiden sich jedoch nur durch den Ansatz eines Wachstumsabschlags in Phase 2. Der Renditezuschlag für die Fremdkapitalkosten (Credit Spread) als Aufschlag auf den risikofreien Basiszins wurde aus dem Rating einer homogenen Vergleichsgruppe (Peer Group) abgeleitet. Die Peer Group wird einer jährlichen Überprüfung unterzogen und falls erforderlich angepasst. Die folgenden Hauptannahmen gelten für die Berechnung des erzielbaren Betrags auf Basis des Nutzungswerts der CGUs. Annahmen zur Berechnung von Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwertenscroll
1)
CGU = Zahlungsmittel generierende Einheit Der Konzern hat im Rahmen der Überprüfung des Wertminderungsbedarfs eine Gesamtminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 115,2 Mio € vorgenommen. Diese Wertminderung betrifft die CGU Großbritannien, bei der gemäß der oben beschriebenen Nutzungswertmethode der Buchwert den erzielbaren Betrag von 3.500 Mio € überstieg. Die Wertminderung resultiert aus einem deutlich gestiegenen Diskontierungszinssatz. Im Vorjahr beliefen sich die Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte auf insgesamt 110,2 Mio €. Hiervon betroffen waren Großbritannien (92,3 Mio €) und Spanien (17,9 Mio €). Im Fall der CGUs Benelux, Dänemark, und Ukraine könnten geringfügige Änderungen der nachhaltigen Wachstumsrate, der operativen Planung als Basis der Cashflow-Schätzungen bzw. der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten dazu führen, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Das Management schließt eine derartige Entwicklung nicht aus. Bei einer Reduzierung der Wachstumsrate um 0,1 Prozentpunkte für die CGU Ukraine sowie 0,9 Prozentpunkte für die CGUs Dänemark und Benelux entspricht der erzielbare Betrag dem zugehörigen Buchwert. Eine Verringerung der geplanten Ergebnisse (EBIT) für jedes Planungsjahr sowie der ewigen Rente um jeweils etwa einen Prozentpunkt hat bei der CGU Ukraine die Gleichheit zwischen erzielbarem Betrag und Buchwert zur Folge. Bei einer Erhöhung der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten um etwa 0,1 Prozentpunkte entspricht der erzielbare Betrag der CGU Ukraine dem zugehörigen Buchwert. Ohne die oben aufgeführten Veränderungen übersteigt zum Stichtag der erzielbare Betrag den Buchwert der CGU Ukraine um 0,7 Mio €, der CGU Dänemark um 5,9 Mio € und der CGU Benelux um 109,0 Mio €. Bei einer Reduzierung der Wachstumsrate um 1,0 Prozentpunkte, einer Erhöhung der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten um bis zu 0,5 Prozentpunkte oder der Verringerung der geplanten Ergebnisse (EBIT) für jedes Planungsjahr sowie der ewigen Rente um 5,0 % liegt der erzielbare Betrag aller anderen CGUs weiterhin über dem Buchwert. Sonstige immaterielle VermögenswerteIn den sonstigen immateriellen Vermögenswerten sind Abbaurechte, Konzessionen, Software sowie im Rahmen des Emissionshandels erworbene Emissionsrechte ausgewiesen. Emissionsrechte sind mit einem Buchwert von 0,5 (i.V.: 0,8) Mio € bilanziert. In den Abschreibungen sind Aufwendungen aus der Abwertung von Emissionsrechten aufgrund gesunkener Marktpreise in Höhe von 0,0 (i.V.: 38,4) Mio € enthalten. Buchgewinne aus dem Verkauf von nicht benötigten Emissionsrechten in Höhe von 0,6 (i.V.: 102,8) Mio € sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Aufwendungen aus dem Verkauf bzw. der Rückgabe von entgeltlich erworbenen Emissionsrechten in Höhe von 0,2 (i.V. 38,8) Mio € werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Wertminderungen von übrigen sonstigen immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 5,9 (i.V.: 0,0) Mio € wurden in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst. Im Geschäftsjahr wurden Entwicklungskosten in Höhe von 1,9 (i.V.: 1,9) Mio € als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte, die als Sicherheiten begeben sind, beträgt 35,5 (i.V.: 36,0) Mio €. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte enthalten Markenrechte in Großbritannien mit einem Buchwert von 12,9 (i.V.: 13,2) Mio €, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben. 31 SachanlagenSachanlagenscroll
Im Sachanlagevermögen sind Leasinggegenstände in Höhe von 21,9 (i.V.: 27,2) Mio € aktiviert, davon entfallen 20,5 (i.V.: 25,1) Mio € auf technische Anlagen und Maschinen, 0,6 (i.V.: 1,2) Mio € auf Betriebs- und Geschäftsausstattung und 0,7 (i.V.: 0,9) Mio € auf Grundstücke und Gebäude. Der Buchwert der Sachanlagen, die als Sicherheiten begeben sind, beträgt 106,2 (i.V.: 121,0) Mio €. Es wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 5,3 (i.V.: 21,1) Mio € erfasst. Der Rückgang ist auf die Fertigstellung des Zementwerks in Tula, Russland, im Geschäftsjahr 2012 sowie die Fertigstellung der Werke in Damoh und Jhansi, Indien, im Geschäftsjahr 2013 zurückzuführen. Der durchschnittliche zugrunde gelegte Finanzierungskostensatz betrug 8 % (i.V.: 7 %). Im Berichtsjahr wurden Wertminderungen in Höhe von 73,4 Mio € vorgenommen, die im zusätzlichen ordentlichen Ergebnis gezeigt und unter Punkt 7 erläutert werden. 32 Anteile an assoziierten UnternehmenDie folgende Tabelle enthält die zusammengefassten Finanzinformationen über die Anteile an assoziierten Unternehmen des HeidelbergCement Konzerns. Anteile an assoziierten Unternehmenscroll
33 FinanzinvestitionenHier sind Finanzinvestitionen in Eigenkapitaltitel, die aufgrund langfristiger Anlageabsicht erworben wurden, enthalten. Der beizulegende Zeitwert der als "Available for sale at fair value" kategorisierten Finanzinvestitionen beträgt zum Abschlussstichtag 18,6 (i.V.: 18,7) Mio €. In der Periode wurden Wertveränderungen von -0,1 (i.V.: 3,8) Mio € erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Der Buchwert der als "Available for sale at cost" klassifizierten Finanzinvestitionen beträgt 61,1 (i.V.: 49,4) Mio €. 34 Langfristige Forderungen und derivative FinanzinstrumenteDie folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der langfristigen Forderungen und derivativen Finanzinstrumente. Langfristige Forderungen und derivative Finanzinstrumentescroll
Bei den langfristigen derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um Zinswährungsswaps. Aufgrund der Trennung in langfristige und kurzfristige Bestandteile wurden die Marktwerte auf der Aktiv- und Passivseite ausgewiesen. Weitere Angaben zu den derivativen Finanzinstrumenten erfolgen auf Seite 228 f. In den sonstigen langfristigen operativen Forderungen sind insbesondere Erstattungsansprüche gegen Versicherungsgesellschaften aus Umwelt- und Haftpflichtschäden in Höhe von 260,1 (i.V.: 102,2) Mio € enthalten. Der ebenfalls in den sonstigen langfristigen operativen Forderungen enthaltene Buchwert des Reservekontos für Ausfälle von vorfinanzierten Forderungen beträgt 14,1 (i.V: 16,3) Mio € und entspricht im Wesentlichen dem maximalen Verlustrisiko aus dem anhaltenden Engagement in Höhe von 15,6 (i.V: 16,3) Mio €. Die sonstigen langfristigen nicht finanziellen Forderungen enthalten im Wesentlichen überdotierte Pensionsfonds und aktive Rechnungsabgrenzungsposten. Die folgende Tabelle zeigt die Überfälligkeitsstruktur der langfristigen finanziellen Forderungen. Überfälligkeiten langfristiger finanzieller Forderungenscroll
Zum Abschlussstichtag deuten keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner der nicht wertgeminderten und nicht überfälligen Forderungen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. 35 VorräteIm Berichtsjahr wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 25,2 (i.V.: 50,3) Mio € und Wertaufholungen in Höhe von 4,2 (i.V.: 8,4) Mio € erfasst. Von den Vorräten sind 15,8 (i.V.: 7,8) Mio € als Sicherheiten für Verbindlichkeiten von Gemeinschaftsunternehmen verpfändet. 36 Forderungen und sonstige VermögenswerteIn der folgenden Übersicht wird die Zusammensetzung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögenswertescroll
In den übrigen kurzfristigen operativen Forderungen sind Schadenersatzansprüche sowie Erstattungsansprüche gegen Versicherungsgesellschaften aus Umwelt- und Haftpflichtschäden in Höhe von 64,0 (i.V.: 26,6) Mio € enthalten. Die nicht finanziellen sonstigen Vermögenswerte, die nicht in den Anwendungsbereich des IAS 39 fallen, enthalten im Wesentlichen aktive Rechnungsabgrenzungsposten. Die folgende Tabelle zeigt die Überfälligkeitsstruktur der kurzfristigen finanziellen Forderungen. Überfälligkeiten kurzfristiger finanzieller Forderungenscroll
Zum Abschlussstichtag deuten keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner der nicht wertgeminderten und nicht überfälligen Forderungen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt: Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
1)
Die Vorjahreszahlen wurden um 38,0 Mio €
angepasst. Die Wertberichtigungen basieren im Wesentlichen auf historischen Ausfallwahrscheinlichkeiten und Überfälligkeiten. Bei den Wertberichtigungen handelt es sich hauptsächlich um pauschalierte Einzelwertberichtigungen. 37 Derivative FinanzinstrumenteDie kurzfristigen Derivate mit positiven Marktwerten beinhalten im Wesentlichen Devisentermingeschäfte in Höhe von 0,6 (i.V.: 0,0) Mio €, Devisenswaps in Höhe von 15,6 (i.V.: 5,6) Mio € und Zinsswaps in Höhe von 10,9 (i.V.: 0,0) Mio €. Weitere Angaben zu den derivativen Finanzinstrumenten erfolgen auf Seite 228 f. 38 Liquide MittelBei den liquiden Mitteln handelt es sich um Kassenbestände und Bankguthaben bei Banken erstklassiger Bonität. Verfügungsbeschränkungen der liquiden Mittel werden unter Punkt 29 erläutert. 39 Zur Veräußerung gehaltene VermögenswerteHeidelbergCement hat sich mit Vertrag vom 5. Oktober 2013 zur Veräußerung des Mahlwerks in Raigad, Indien, verpflichtet. Die Genehmigung durch die lokalen Behörden und die Übertragung der Vermögenswerte und Schulden erfolgte am 3. Januar 2014. Mit Vertrag vom 23. Dezember 2013 hat sich HeidelbergCement zur Veräußerung der Anteile an unserer Beteiligung OAO Voronezhskoe Rudoupravlenije, Russland, verpflichtet. Die notarielle Übertragung der Anteile auf den Käufer fand nach Genehmigung der lokalen Wettbewerbsbehörden am 3. Februar 2014 statt. Beide Transaktionen standen im Zusammenhang mit unserer Strategie, Randaktivitäten zu veräußern. Zum Bilanzstichtag wurden die Vermögenswerte und Schulden der Veräußerungsgruppen als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Veräußerungsgruppen. Veräußerungsgruppenscroll
Erläuterungen zur Bilanz - Passiva40 GrundkapitalZum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 beträgt das Grundkapital unverändert zum Vorjahr 562.500.000 € und ist in 187.500.000 Aktien eingeteilt; die Aktien sind Stückaktien und lauten auf den Inhaber. Auf jede Aktie entfällt ein anteiliger Betrag am Grundkapital von 3,00 €. Genehmigtes KapitalEs bestehen zum 31. Dezember 2013 zwei genehmigte Kapitalia: zum einen eine Ermächtigung des Vorstands und Aufsichtsrats zur Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlagen (Genehmigtes Kapital I) und zum anderen eine Ermächtigung des Vorstands und Aufsichtsrats zur Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlagen (Genehmigtes Kapital II). Diese genehmigten Kapitalia werden nachfolgend zusammenfassend beschrieben; der vollständige Wortlaut der Ermächtigungen kann der Satzung entnommen werden, die auf unserer Internetseite www.heidelbergcement.com unter "Über uns/Corporate Governance/Satzung" veröffentlicht ist. Genehmigtes Kapital IDie Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 5. Mai 2015 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 225.000.000 € gegen Bareinlagen durch Ausgabe von bis zu insgesamt 75.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, in bestimmten Fällen, die in der Ermächtigung näher beschrieben sind, nämlich zur Verwertung von Spitzenbeträgen und zur börsennahen Ausgabe von Aktien von bis zu 10 % des Grundkapitals, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Genehmigtes Kapital IIDie Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 hat den Vorstand ferner ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 5. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 56.100.000 € gegen Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu insgesamt 18.700.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen in der Regel ausgeschlossen. Die Ermächtigung regelt insbesondere die Möglichkeit des Bezugsrechtsausschlusses, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder zur Bedienung von Options- oder Wandlungsrechten erfolgt. Die den genehmigten Kapitalia I und II zugrunde liegenden Ermächtigungen zur Ausgabe von neuen Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen sind zum 31. Dezember 2013 nicht ausgenutzt worden. Bedingtes KapitalEs besteht zum 31. Dezember 2013 ferner das nachfolgend beschriebene Bedingte Kapital: Die Hauptversammlung vom 8. Mai 2013 hat beschlossen, das Grundkapital um weitere bis zu 168.000.000 €, eingeteilt in bis zu 56.000.000 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Unterlegung von Options- oder Wandlungsrechten bzw. Options- oder Wandlungspflichten auf HeidelbergCement-Aktien. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als der Vorstand aufgrund der Ermächtigung bis zum 7. Mai 2018 Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausgibt und die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten von ihren Rechten Gebrauch machen. Options- oder Wandelschuldverschreibungen können auch mit Options- oder Wandlungsverpflichtungen ausgestattet sein. Die Aktionäre haben in der Regel ein Bezugsrecht auf neu emittierte Options- oder Wandelschuldverschreibungen. Die Ermächtigung regelt bestimmte Fälle, in denen der Vorstand das Bezugsrecht der Aktionäre auf Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausschließen kann. Der vollständige Wortlaut des Bedingten Kapitals kann ebenfalls der Satzung entnommen werden, die auf unserer Internetseite veröffentlicht ist (www. heidelbergcement.com unter "Über uns/Corporate Governance/Satzung"). Die dem Bedingten Kapital 2013 zugrunde liegende Ermächtigung zur Ausgabe von Options- oder Wandelschuldverschreibungen ist zum 31. Dezember 2013 nicht ausgenutzt worden. Durch entsprechende volumenmäßige Begrenzung einerseits und aufgrund der Anrechnungsklauseln andererseits ist sichergestellt, dass die Summe aller Bezugsrechtsausschlüsse in den beiden bestehenden genehmigten Kapitalia und dem Bedingten Kapital 2013 eine Grenze von 20 % des bei Wirksamwerden der Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss bestehenden Grundkapitals nicht übersteigt. Die Gesellschaft besitzt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 keine eigenen Aktien und es besteht keine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien. 41 KapitalrücklageDie Kapitalrücklage in Höhe von 5.539,4 Mio € ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Sie wurde im Wesentlichen durch das aus Kapitalerhöhungen zugeflossene Aufgeld gebildet. 42 GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen enthalten die von der HeidelbergCement AG und den einbezogenen Tochtergesellschaften erwirtschafteten und noch nicht ausgeschütteten Gewinne sowie erfolgsneutrale Veränderungen aus der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen. Die Gewinnrücklagen erhöhten sich im Berichtszeitraum um 729,2 Mio € auf 7.397,3 Mio €. Zur Erhöhung trug das Gesamtergebnis mit 884,2 Mio € bei, das sich aus dem Jahresüberschuss von 745,4 Mio € und der Neubewertung der leistungsorientierten Pensionspläne von 138,8 Mio € zusammensetzt. Rücklagenmindernd wirkte sich insbesondere die Änderung der Anteile an Tochterunternehmen mit 61,6 Mio € aus, die im Wesentlichen aus dem Erwerb der restlichen 49 % der Anteile am russischen Zementhersteller CJSC "Construction Materials" resultiert. An die Aktionäre der HeidelbergCement AG wurden Dividenden in Höhe von 88,1 Mio € (0,47 € je Aktie) gezahlt. Die Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr werden in der Gesamtergebnisrechnung sowie in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. 43 Sonstige EigenkapitalbestandteileDie sonstigen Eigenkapitalbestandteile beinhalten die Währungsumrechnungsdifferenzen, Rücklagen aus Finanzinvestitionen der Kategorie "Available for sale at fair value", aus Cash Flow Hedges sowie aus der Neubewertung und betrugen zum Bilanzstichtag -1.876,9 (i.V.: -160,8) Mio €. Der Rückgang von -1.716,1 Mio € betrifft die Währungsumrechnung mit -1.729,1 Mio €, die Cash Flow Hedge-Rücklage mit 10,1 Mio €, die Available for sale-Rücklage in Höhe von 4,1 Mio € und die Neubewertungsrücklage mit -1,3 Mio €. Die negativen Beiträge aus der Währungsumrechnung resultieren insbesondere aus der Aufwertung des Euro gegenüber dem australischen Dollar, dem US Dollar, dem britischen Pfund und der indonesischen Rupie. Die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr werden in der Gesamtergebnisrechnung sowie in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. 44 MinderheitsanteileWesentliche Minderheitsanteile am Eigenkapital bestehen bei PT Indocement Tunggal Prakasa Tbk., Indonesien; Kunda Nordic Cement Corp., Estland; TPCC Tanzania Portland Cement Company Ltd., Tansania; HeidelbergCement India Ltd., Indien; sowie HeidelbergCement Bangladesh Limited, Bangladesh. Zum Abschlussstichtag betragen die Minderheitsanteile 959,3 (i.V.: 1.098,3) Mio €. Die Minderheitsanteile erhöhten sich durch den Jahresüberschuss in Höhe von 200,0 Mio € und verminderten sich durch das sonstige Ergebnis um -199,8 Mio €. Der auf die Minderheitsanteile entfallende Jahresüberschuss resultiert im Wesentlichen aus den Ergebnisbeiträgen von PT Indocement Tunggal Prakasa Tbk., Indonesien. Darüber hinaus trugen insbesondere die positiven Ergebnisse unserer Tochtergesellschaften in Ghana, Tansania, und Bangladesh zu den Minderheitenergebnissen am Jahresüberschuss bei. Das den Minderheiten zuzurechnende sonstige Ergebnis enthält erfolgsneutrale Veränderungen aus der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen von -0,1 Mio €, Veränderungen der Cash Flow Hedge-Rücklage von 7,2 Mio € sowie Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von -206,9 Mio €. Zum Abschlussstichtag sind in den Minderheitsanteilen Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von -264,4 (i.V.: -57,5) Mio € enthalten. Die Reduzierung durch Änderungen von Anteilen an Tochterunternehmen von -50,0 Mio € ist im Wesentlichen auf den Erwerb der restlichen 49 % der Anteile am russischen Zementhersteller CJSC "Construction Materials" zurückzuführen. Im Berichtsjahr wurden 94,0 Mio € Dividenden an Minderheitsgesellschafter gezahlt. Wesentliche Auszahlungen erfolgten an die Minderheitsgesellschafter von PT Indocement und Ghacem Ltd. Die Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr werden in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. 45 PensionsrückstellungenBeitragsorientierte PläneDie Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen betrug 53,8 (i.V.: 46,0) Mio €. Im Geschäftsjahr 2013 lagen die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung bei 61,1 (i.V.: 61,6) Mio €. Versicherungsmathematische AnnahmenDie bei der Berechnung zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst (gewichtete Darstellung). Versicherungsmathematische Annahmenscroll
Für die seitens des Verpflichtungsumfangs größten Pensionspläne in den USA wurden für die Bewertungen die Sterbetafeln RP-2000 verwendet. Für die kanadischen Pensionspläne wurden die Sterbetafeln UP-94 verwendet. In Großbritannien wurden verschiedene Sterbetafeln der S1-Reihe berücksichtigt. Die verwendeten Sterbetafeln in Großbritannien, den USA und Kanada wurden modifiziert, um zukünftige Erhöhungen der Lebenserwartung zu berücksichtigen. Zudem wurden sie größtenteils basierend auf unternehmensspezifischen Erfahrungswerten angepasst. In Deutschland wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Überblick über die Pensionsrückstellungen für die verschiedenen Arten der AltersversorgungspläneDie nachfolgenden Tabellen zeigen die Verpflichtungen aus Pensionsplänen einschließlich der Pläne für andere langfristigen Leistungen für Mitarbeiter und aus Versorgungsplänen für Krankheitskosten sowie deren Darstellung in der Bilanz. Arten von Altersversorgungsplänenscroll
Darstellung in der Bilanzscroll
Im Hinblick auf die zwei überdotierten Pensionspläne in Großbritannien, für die keine Begrenzung des Planvermögens vorgenommen wurde, hat HeidelbergCement im Falle der Abwicklung den uneingeschränkten Anspruch auf die Überschüsse. Im weiteren Verlauf wird ausschließlich für die drei wesentlichen Konzerngebiete bzw. Länder Nordamerika, Großbritannien und Deutschland eine Aufgliederung der Beträge für die Pensionspläne vorgenommen. Die Beträge für Versorgungspläne für Krankheitskosten werden nicht weiter aufgegliedert, da der mit Abstand größte Teil der Verpflichtungen und Aufwendungen in Nordamerika liegt. Pensionsverpflichtungen und PensionsfondsIm Konzern existierten im Geschäftsjahr 2013 Pensionsverpflichtungen in Höhe von 3.782,5 (i.V.: 3.997,8) Mio €, die im Wesentlichen durch externe Pensionsfonds abgedeckt sind. Zusätzlich bestanden Direktzusagen in Höhe von 566,5 (i.V.: 591,6) Mio €. Die in den USA, Indonesien, Belgien und Kanada eingegangenen Verpflichtungen für Krankheitskosten von Pensionären beliefen sich auf 174,4 (i.V.: 241,1) Mio €. Die folgende Tabelle zeigt den Finanzierungsstatus dieser Pläne und ihre Abbildung in der Bilanz. Pensionsverpflichtungen und Planvermögenscroll
Die Überleitung der Pensionsnettoverpflichtung / des Pensionsnettovermögens stellt sich wie folgt dar. Pensionsnettoverpflichtung (-vermögen)scroll
Aufteilung der PensionsverpflichtungenDie nachfolgende Tabelle zeigt die Pensionsverpflichtungen aufgeteilt nach Planbegünstigten. Pensionsverpflichtungen nach Planbegünstigtenscroll
Beträge, die erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst werdenDie im Geschäftsjahr 2013 entstandenen versicherungsmathematischen Gewinne in Bezug auf die Pensionsverpflichtungen (DBO) in Höhe von 123,3 (i.V.: Verluste von 318,4) Mio € beruhen hauptsächlich auf der Erhöhung des zugrundeliegenden Rechnungszinses. Der gewichtete Rechnungszins zum Jahresende ist um 0,3 Prozentpunkte höher (i.V.: um 0,57 Prozentpunkte niedriger) als der gewichtete Rechnungszins zum Vorjahresende. Im Wesentlichen resultiert dieser Anstieg aus der Entwicklung des Rechnungszinses in Nordamerika. In den USA hat sich der Rechnungszins um 0,9 Prozentpunkte und in Kanada um 0,63 Prozentpunkte erhöht. Diese versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste können unterteilt werden in den Effekt aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen mit einem Gewinn in Höhe von 33,2 (i.V.: Verlust von 5,0) Mio €, in den Effekt aufgrund von Änderung demographischer Annahmen mit einem Verlust in Höhe von 5,0 (i.V.: 19,9) Mio € und in den Effekt aufgrund von Änderung finanzieller Annahmen mit einem Gewinn in Höhe von 95,1 (i.V.: Verlust von 293,4) Mio €. Aufgrund einer positiven Entwicklung des Planvermögens hat sich diese Position zusätzlich verbessert. Die über dem Zinsertrag liegende Rendite des Planvermögens betrug 35,6 (i.V. 77,1) Mio €. Die versicherungsmathematischen Gewinne in Bezug auf den Verpflichtungsumfang sowie die über dem Zinsertrag liegende Rendite des Fondsvermögens wurden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Die aus der Begrenzung des Planvermögens gem. IAS 19.64 resultierenden Beträge von insgesamt 5,2 (i.V.: 11,6) Mio € wurden ebenfalls erfolgsneutral als sonstiges Ergebnis bilanziert. Entwicklung in der Gewinn- und VerlustrechnungDie Aufwendungen für Altersversorgung für die wesentlichen Pensionspläne und für die Versorgungspläne für Krankheitskosten setzen sich wie folgt zusammen. Es ist zu beachten, dass der Zinsertrag aus Planvermögen auf Basis des Planvermögens nach Vermögenswertbegrenzung ermittelt wurde. Entwicklung in der Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Vom Gesamtpensionsaufwand von 54,7 (i.V.: 80,8) Mio € werden Aufwendungen von 17,2 (i.V.: 40,2) Mio € im Personalaufwand und im sonstigen betrieblichen Aufwand sowie ein Aufwand von 37,5 (i.V.: 40,6) Mio € im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen. Nach dem neuen Standard IAS 19 (revised 2011) ist die erwartete Rendite des Planvermögens in Höhe des Rechnungszinses anzusetzen. Wäre der alte Standard IAS 19 (revised 2008) im Geschäftsjahr 2013 weiterhin angewendet worden, hätte die durchschnittlich gewichtete erwartete Rendite des Planvermögens 4,5 % oder 162,9 Mio € betragen. Im Geschäftsjahr 2013 wurde der amerikanische Plan für Krankheitskosten US LH OPEB derart angepasst, dass ein Teil der Leistungen, die in der Rentenphase anfallen, über einen beitragsorientierten Gesundheitsplan ("Health Reimbursement Account") bereitgestellt werden. Diese Anpassung führte zu einem negativen nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand (Ertrag) in Höhe von 27,4 Mio €. Der tatsächliche Ertrag des Fondsvermögens betrug 188,6 (i.V.: 246,0) Mio €. Sensitivitätsanalyse der PensionsverpflichtungenDie Änderungen des Rechnungszinses, des Rententrends und der Lebenserwartung haben Einfluss auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf die Pensionsverpflichtungen. Die unten angegebenen Sensitivitäten wurden so ermittelt, dass die aufgeführte Annahme entsprechend geändert wurde und alle übrigen Annahmen nicht verändert worden sind. Tatsächlich könnten sich mehrere Annahmen gleichzeitig ändern oder die Änderung einer Annahme könnte die Änderung weiterer Parameter zur Folge haben. Sensitivitätsanalysen der Pensionsverpflichtungen (Pensionspläne)scroll
Entwicklung der Pensionsverpflichtungen und des FondsvermögensIn der folgenden Tabelle wird die Entwicklung der Pensionsverpflichtungen und des Fondsvermögens dargestellt. Entwicklung der Pensionsverpflichtungen und des Fondsvermögensscroll
HeidelbergCement zahlte 58,8 (i.V.: 63,5) Mio € direkt an die Pensionäre und 58,5 (i.V.: 55,2) Mio € Arbeitgeberbeiträge an die Fonds. Im Jahr 2014 werden Auszahlungen an die Pensionäre in Höhe von 59,0 Mio € und Arbeitgeberbeiträge an die Fonds in Höhe von 64,0 Mio € erwartet. In den folgenden Tabellen werden die erwarteten Zahlungen, die von HeidelbergCement direkt oder aus Planvermögen gezahlt werden, dargestellt. Diese Zahlungen werden die Pensionsverpflichtungen in Zukunft reduzieren. Erwartete Rentenzahlungenscroll
Aufteilung des FondsvermögensDas Planvermögen entfällt im Wesentlichen auf Nordamerika mit 27 % (i.V.: 30 %) und auf Großbritannien mit 68 % (i.V.: 66 %). Das Planvermögen lässt sich in folgende Anlageklassen unterteilen: Aufteilung des Fondsvermögensscroll
Die Vermögenswerte in Aktien lassen sich weiter wie folgt aufteilen: Anteil an Aktienscroll
Einige nicht monetäre Vermögenswerte basieren auf Bewertungen, die nicht rechtzeitig bis zur Verabschiedung des Konzernabschlusses durch den Vorstand fertig gestellt werden konnten. In diesen Fällen werden zum Jahresende bestmögliche Schätzwerte auf Basis der letzten Bewertungen und unter Berücksichtigung von in den relevanten Märkten beobachtbaren Trends verwendet. Der überwiegende Teil der Vermögenswerte des Konzerns wird in Höhe des auf einem aktiven Markt notierten Marktpreises angesetzt. Bei Investmentfonds wird auf die Marktpreise der gehaltenen Vermögenswerte abgestellt. Eine Ausnahme betrifft einen Teil der Vermögenswerte in Großbritannien und Deutschland, der zum Jahresende geschätzt werden muss, da ausführliche Informationen nicht verfügbar sind oder nicht rechtzeitig bis zur Verabschiedung des Konzernabschlusses durch den Vorstand bereitgestellt werden können (ungefähr 97,4 Mio €). In Großbritannien werden diese auf Basis der aktuellsten verfügbaren Informationen geschätzt. In Deutschland werden für den Entgeltumwandlungsplan die Vermögenswerte in Höhe des Verpflichtungsumfangs angesetzt, da der Plan vollständig ausfinanziert ist. Das Fondsvermögen enthält keine wesentlichen Anteile an eigenen Finanzinstrumenten, selbst genutzten Immobilien oder anderen Vermögenswerten. Multi-Employer PläneÜberwiegend in den USA beteiligt sich HeidelbergCement an sogenannten Multi-Employer Pension Plans (MEP), die einigen gewerkschaftlich organisierten Mitarbeitern nach deren Pensionierung feste Leistungen gewähren. Derartige Multi-Employer Pension Plans werden wie beitragsorientierte Versorgungspläne bilanziert, da es nicht möglich ist, die einzelnen Komponenten solcher Pläne für einen Arbeitgeber zu isolieren. Die Beiträge werden auf Basis von Tarifverhandlungen festgelegt. Im Jahr 2013 wurden Beiträge in Höhe von 12,8 (i.V.: 11,9) Mio € gezahlt. Der Deckungsgrad dieser Pensionspläne kann durch ungünstige Kapitalmarktentwicklungen aufgrund von demographischen Änderungen und Erhöhungen von Pensionsleistungen beeinflusst werden. Sollte ein beteiligtes Unternehmen keine weiteren Beiträge in den Multi-Employer Pension Plan leisten, haften die übrigen Unternehmen für die vorhandene Deckungslücke. Für das Jahr 2014 werden Beiträge in Höhe von 12,7 Mio € erwartet. Sollte HeidelbergCement aus diesen Plänen austreten, beträgt die Ablöseverpflichtung zum 31. Dezember 2013 108,2 (i.V.: 110,5) Mio €. 46 Sonstige RückstellungenDie Entwicklung der sonstigen Rückstellungen wird in der folgenden Tabelle erläutert. Rückstellungenscroll
Die Zeile Anpassung beinhaltet Konsolidierungskreisveränderungen und Anpassungen aus der Währungsumrechnung. In der Zeile Umgliederung werden sonstige Reklassifizierungen gezeigt. Die Zeile Herabsetzung enthält die Auflösung nicht verbrauchter Rückstellungen in Höhe von 112,8 Mio €, die Verrechnung von Verpflichtungen mit korrespondierenden Erstattungsansprüchen sowie die Verrechnung von Sachleistungsverpflichtungen mit Vermögenswerten in Höhe von insgesamt 39,8 Mio €. Die Restlaufzeiten für die im Geschäftsjahr 2013 bilanzierten Rückstellungen gliedern sich wie folgt: Restlaufzeiten der Rückstellungenscroll
Schadenersatz- und UmweltverpflichtungenDie Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen resultieren aus aufgegebenen Geschäftsbereichen, die im Rahmen der Übernahme der Hanson-Gruppe im Jahr 2007 auf den HeidelbergCement Konzern übergegangen sind. Die Verpflichtungen betreffen somit nicht die fortgeführte Geschäftstätigkeit des HeidelbergCement Konzerns. Bei den Schadenersatzverpflichtungen handelt es sich um Rechtsstreitigkeiten vor US-amerikanischen Gerichten. Die Klagen betreffen die Verursachung von Erkrankungen aus dem Verkauf asbesthaltiger Produkte in den Jahren 1973 bis 1984. Die Umwelthaftungsansprüche betreffen Sanierungsverpflichtungen, die aus dem Vertrieb von chemischen Produkten einer ehemaligen Hanson-Beteiligung resultieren. Die Bewertung der zu bildenden Rückstellungen erfolgt zum Barwert der erwarteten Aufwendungen. Hierzu werden zuverlässige Schätzungen zur Kostenentwicklung herangezogen. Den Rückstellungen stehen Erstattungsansprüche gegen Umwelt- und Haftpflichtversicherer in Höhe von 324,1 (i.V.: 128,8) Mio € gegenüber, von denen 260,1 (i.V.: 102,2) Mio € unter den sonstigen langfristigen operativen Forderungen und 64,0 (i.V.: 26,6) Mio € unter den sonstigen kurzfristigen operativen Forderungen ausgewiesen werden. Sonstige umweltbezogene RückstellungenDie sonstigen umweltbezogenen Rückstellungen beinhalten Rekultivierungs-, Umwelt- und Rückbauverpflichtungen. Rekultivierungsverpflichtungen betreffen rechtliche und faktische Verpflichtungen zur Auffüllung und Wiederherstellung von Rohstoffabbaugebieten. Für diese Verpflichtungen werden Rückstellungen gebildet, die entsprechend des Abbaufortschritts anhand der bestmöglichen Kostenschätzung zur Erfüllung der Verpflichtung bewertet werden. Die Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag 207,5 (i.V.: 229,8) Mio €. Rückstellungen für Umweltverpflichtungen sind aufgrund von vertraglichen oder behördlichen Auflagen zu bilden und umfassen im Wesentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Sanierung kontaminierter Flächen, der Beseitigung von Schadstoffemissionen und Abbauschäden. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zum Barwert der erwarteten Aufwendungen. Die Rückstellungen belaufen sich insgesamt auf 61,7 (i.V.: 50,9) Mio €. Bei den Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen handelt es sich um Verpflichtungen, die im Zusammenhang mit der Beseitigung von Anlagen (z.B. Förderanlagen auf gemieteten Standorten) entstehen, damit ein Standort nach Ablauf der Nutzungsdauer in seinen vertraglich vereinbarten oder gesetzlich definierten Zustand zurückversetzt werden kann. Zum Bilanzstichtag sind Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von 64,1 (i.V.: 74,8) Mio € gebildet. Sonstige RückstellungenSonstige Rückstellungen bestehen insbesondere für Restrukturierungsverpflichtungen, sonstige Prozessrisiken sowie für Entschädigungsverpflichtungen. Die Rückstellungen für Restrukturierungsverpflichtungen beziehen sich auf Aufwendungen für verschiedene Optimierungsprogramme wie beispielsweise die Schließung von Betrieben oder die Verlagerung von Aktivitäten. Hierfür wurden zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe von 47,7 (i.V.: 48,7) Mio € angesetzt. Rückstellungen für Prozessrisiken, die auch schwebende Kartellverfahren betreffen, sind aufgrund von anhängigen Klagen gegen den Konzern in Höhe von 82,9 (i.V.: 216,1) Mio € bilanziell erfasst. Die Rückstellungen für Entschädigungsverpflichtungen betreffen Verpflichtungen des Konzerns, die durch Arbeitsunfälle entstehen. Zum Bilanzstichtag sind solche Rückstellungen in Höhe von 70,5 (i.V.: 70,8) Mio € gebildet. Darüber hinaus sind weitere sonstige Rückstellungen für eine Vielzahl von untergeordneten Sachverhalten gebildet. Auswirkungen von ZinseffektenDie Bewertung der Rückstellungen erfolgt zum Barwert, welcher unter Verwendung eines Vorsteuerzinssatzes ermittelt wird, der die aktuellen Markterwartungen im Hinblick auf den Zinseffekt sowie die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. HeidelbergCement verwendet hierfür den risikofreien Zinssatz von Staatsanleihen des jeweiligen Landes unter Berücksichtigung der entsprechenden Laufzeit. In den Aufwendungen für aufgegebene Geschäftsbereiche sind Zinseffekte in Höhe von -3,5 Mio € für Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen enthalten. Effekte aus Änderungen des Zinssatzes in Höhe von -16,4 Mio € und aus der Aufzinsung in Höhe von 4,1 Mio € führten zu einer Verminderung der übrigen Rückstellungen. 47 VerbindlichkeitenDie nachfolgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der verzinslichen Verbindlichkeiten. Verzinsliche Verbindlichkeitenscroll
Weitere Informationen zu den verzinslichen Verbindlichkeiten werden im Konzernlagebericht im Kapitel Konzern-Finanzmanagement auf Seite 74f. gegeben. Erläuterungen zu den derivativen Finanzinstrumenten erfolgen auf Seite 228 f. Durch Grundpfandrechte sind 101,3 (i.V.: 111,7) Mio € der verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten besichert. Davon entfallen 100,5 (i.V.: 109,9) Mio € auf Gemeinschaftsunternehmen, die im Wesentlichen eigenständig finanziert sind. Weiterhin haben Tochtergesellschaften unabhängig von der Konzernfinanzierung dingliche Sicherheiten in Höhe von 0,8 (i.V.: 1,8) Mio € gestellt, die im Wesentlichen kurzfristig abgelöst werden können. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Fristigkeiten der verzinslichen Verbindlichkeiten. Restlaufzeiten verzinslicher Verbindlichkeitenscroll
Die folgende Tabelle enthält weitere Erläuterungen bezüglich der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing. Sie zeigt die Überleitungsrechnung von der Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen zum Bilanzstichtag zu deren Barwert. Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingscroll
In der nachfolgenden Tabelle werden die operativen Verbindlichkeiten aufgegliedert. Operative Verbindlichkeitenscroll
Zur Besicherung von Steuerverbindlichkeiten eines Tochterunternehmens wurden Grundpfandrechte in Höhe von 34,2 (i.V.: 34,6) Mio € bestellt. Weitere Angaben zu FinanzinstrumentenDie folgende Tabelle leitet die einzelnen Bilanzpositionen der Finanzinstrumente zu Klassen und Bewertungskategorien des IAS 39 über. Außerdem werden die aggregierten Buchwerte pro Bewertungskategorie und die beizulegenden Zeitwerte für jede Klasse dargestellt. Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorienscroll
Finanzinvestitionen "Available for sale at cost" sind zu Anschaffungskosten bewertete Eigenkapitaltitel, für die kein notierter Preis auf einem aktiven Markt vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig ermittelt werden kann. Deshalb wird für diese Instrumente kein beizulegender Zeitwert angegeben. Die Finanzinvestitionen "Available for sale at fair value" werden zum beizulegenden Zeitwert anhand der am Abschlussstichtag festgestellten Börsenkurse bewertet. Auch bei den derivativen Finanzinstrumenten mit und ohne Sicherungsbeziehung erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Bei diesen Posten entspricht somit der beizulegende Zeitwert stets dem Buchwert. Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen Ausleihungen, sonstigen langfristigen operativen Forderungen, Bankdarlehen, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, sonstigen langfristigen verzinslichen und operativen Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der zukünftigen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter. Die beizulegenden Zeitwerte der börsennotierten Anleihen entsprechen den Nominalwerten multipliziert mit den Kursnotierungen am Abschlussstichtag. Bei den Finanzinstrumenten mit kurzfristigen Restlaufzeiten stellen die Buchwerte am Abschlussstichtag angemessene Schätzungen der beizulegenden Zeitwerte dar. Die von HeidelbergCement kontrahierten Derivate unterliegen zum Teil rechtlich durchsetzbaren Verrechnungsvereinbarungen (ISDA Agreement bzw. Deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte), die jedoch keine Saldierung von Forderungen und Verbindlichkeiten in der Bilanz gem. IAS 32.42 erlauben. Es besteht lediglich ein Verrechnungsrecht im Falle des Zahlungsverzugs oder der Zahlungsunfähigkeit einer Vertragspartei. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt daher auf Bruttobasis. Zum Bilanzstichtag unterlagen Derivate mit einem positiven Buchwert in Höhe von 62,6 (i.V.: 23,2) Mio € sowie korrespondierende Derivate mit einem negativen Buchwert in Höhe von -29,6 (i.V.: -85,0) Mio € Verrechnungsvereinbarungen. Unter Berücksichtigung dieser Vereinbarungen ergäbe sich zum Bilanzstichtag ein rechnerischer Saldierungsbetrag in Höhe von 5,4 (i.V.: 6,3) Mio €. Entsprechend ergäben sich für die Derivate positive Netto-Buchwerte in Höhe von 57,2 (Vorjahr: 16,9) Mio € sowie negative Netto-Buchwerte in Höhe von -24,2 (Vorjahr: -78,7) Mio €. Weitere vertragliche Regelungen zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten existieren nicht. Die folgende Tabelle zeigt die Fair-Value-Hierarchien für Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Fair-Value-Hierarchiescroll
Die folgende Tabelle zeigt die Fair-Value-Hierarchien der Vermögenswerten und Schulden, die in der Bilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, deren beizulegender Zeitwert aber angegeben wird. Fair-Value-Hierarchiescroll
Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts in Hierarchie 1 erfolgt mittels an einem aktiven Markt notierter Preise (unbereinigt) für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, zu denen HeidelbergCement am Bilanzstichtag Zugang hat. Für die Hierarchie 2 erfolgt die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts mittels eines Discounted Cash Flow-Modells anhand von Input-Daten, bei denen es sich nicht um in Stufe 1 eingeordnete notierte Preise handelt und die direkt oder indirekt beobachtbar sind. Bei den Put-Optionen von Minderheitsgesellschaften in Hierarchie 3 handelt es sich um als Verbindlichkeiten ausgewiesene Andienungsrechte von Minderheitsgesellschaftern deutscher Personengesellschaften. Für die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts wurde die Discounted Cash Flow-Methode angewendet. Hierbei wurden die Cashflows aus den zugrundeliegenden Planungen der Gesellschaften mit einem risikoangepassten Diskontierungssatz (WACC) abgezinst. Eine im Jahr 2014 fällige Put-Option (Hierarchie 2) wurde mit der bereits festgelegten Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 23,5 Mio € angesetzt. Die Beurteilung, ob es bei finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die zum Fair Value bilanziert werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen vorgenommen. Die folgende Tabelle stellt die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien zusammen. Nettogewinne oder -verlustescroll
Im Nettoergebnis aus Krediten und Forderungen sind die Ergebnisse aus Wertminderungen in Höhe von -34,0 (i.V.: -44,8) Mio € und Währungseffekte in Höhe von -201,4 (i.V.: 119,0) Mio € enthalten. Bei der erfolgsneutralen Bewertung der Finanzinvestitionen "Available for sale at fair value" wurde ein Bewertungserfolg in Höhe von -0,1 (i.V.: 3,8) Mio € im Eigenkapital erfasst. In diesem Betrag sind Währungsverluste in Höhe von -4,4 (i.V. Währungsgewinne: 0,5) Mio € enthalten. Ein Nettoverlust in Höhe von -0,9 (i.V.: -0,4) Mio € ist auf Wertberichtigungen bei den Finanzinstrumenten "Available for sale at cost" zurückzuführen. Das Nettoergebnis aus der Folgebewertung der "Held for trading"-Finanzinstrumente beinhaltet Währungs- und Zinseffekte. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten enthält das Nettoergebnis Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von -106,7 (i.V.: 6,2) Mio €. Die folgende Tabelle stellt die Gesamtzinserträge und -aufwendungen der Finanzinstrumente dar, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Gesamtzinsertrag und -aufwandscroll
Der Wertminderungsaufwand der finanziellen Vermögenswerte nach Klassen ist in der folgenden Tabelle dargestellt. Wertminderungsaufwandscroll
Derivative FinanzinstrumenteDie folgende Tabelle zeigt die Nominalwerte und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente. Derivative Finanzinstrumentescroll
1)
Der Marktwert, der mit 0,0 Mio € angegeben
wird, beträgt weniger als 50 T€. Cash Flow HedgesDie am Bilanzstichtag offenen Zinsswaps sichern die zukünftigen Zinsrisiken eines variabel verzinslichen Darlehens. Diese Swaps mit einem Marktwert von -0,1 (i.V.: -0,2) Mio € werden im Jahr 2016 fällig. Während des Berichtszeitraums wurden -0,1 (i.V.: 0,1) Mio € erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst und 0,4 (i.V.: 0,0) Mio € wurden erfolgswirksam aufgelöst. Die am Bilanzstichtag offenen Devisentermingeschäfte sichern die Währungsrisiken zukünftiger Rohstoffkäufe in USD. Diese Termingeschäfte mit einem Marktwert von 0,5 (i.V.: -0,9) Mio € werden im Jahr 2014 fällig. Während des Berichtszeitraums wurden 1,2 (i.V.: -0,7) Mio € erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst und 1,0 (i.V.: 1,1) Mio € wurden erfolgswirksam aufgelöst. Der am Bilanzstichtag offene Währungsswap mit einem Marktwert von -4,3 (i.V.: -2,7) Mio € sichert das Währungsrisiko der fest verzinslichen 150 Mio CHF Anleihe ab, die im Jahr 2017 fällig wird. Der Währungsswap ist in folgenden Zeitbändern fällig: Ein Anteil mit einem negativen Marktwert von -2,1 (i.V.: -1,9) Mio € ist innerhalb eines Jahres fällig, ein Anteil mit einem negativen Marktwert von -2,2 (i.V.: -0,8) Mio € hat eine Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren. Während des Berichtszeitraums wurden -1,5 (i.V.: -2,1) Mio € erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und 2,0 (i.V.: -0,7) Mio € wurden erfolgswirksam aufgelöst. Die im Marktwert enthaltenen Stückzinsen in Höhe von -0,3 (i.V.: -0,2) Mio € wurden erfolgswirksam im Zinsergebnis erfasst. Die am Bilanzstichtag offenen Energiederivate in Höhe von -0,5 (i.V.: -0,7) Mio € sichern zukünftige Strompreise ab und werden im Jahr 2014 fällig. Im Berichtsjahr wurden Bewertungseffekte in Höhe von 0,1 (i.V.: 5,8) Mio € erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Aus der Auflösung von Stromderivaten wurden im Eigenkapital erfasste Effekte in Höhe von 0,1 (i.V.: 2,4) Mio € erfolgswirksam aufgelöst. Die aus einem langfristigen Investitionsprojekt resultierenden vertraglich festgelegten zukünftigen Auszahlungen in Fremdwährung werden durch entsprechende liquide Fremdwährungsbestände abgesichert. Während des Berichtszeitraums wurden Währungseffekte von 19,8 Mio € erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Im Rahmen der Zahlung von Teilbeträgen wurden während des Berichtszeitraums -0,2 Mio € der im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge erfolgsneutral in die Anlagen im Bau umgegliedert. Im Zusammenhang mit den Cash Flow Hedges bestehen keine wesentlichen Ineffektivitäten. Fair Value HedgesDie am Bilanzstichtag offenen Zinsswaps mit einem Marktwert von 1,8 Mio € sichern die Zinsrisiken fest verzinslicher Darlehen ab. Hiervon ist ein Marktwert von 10,9 Mio € innerhalb eines Jahres fällig. Ein Marktwert von 6,4 Mio € hat eine Laufzeit zwischen 1 bis 5 Jahren und ein Marktwert von -15,5 Mio € hat eine Laufzeit von mehr als 5 Jahren. Die um Stückzinsen bereinigte Marktwertänderung von -1,5 Mio € wurde erfolgswirksam im Sicherungsergebnis erfasst. Demgegenüber wurde eine Marktwertanpassung der Darlehen in Höhe von 2,9 Mio € vorgenommen, die ebenfalls im Sicherungsergebnis gezeigt wurde. Die im Marktwert enthaltenen Stückzinsen in Höhe von 3,3 Mio € wurden erfolgswirksam im Zinsergebnis erfasst. Derivate, die nicht im Rahmen einer Sicherungsbeziehung bilanziert werden (Held for trading)Von den Derivaten mit einem Marktwert von 35,6 (i.V.: -57,3) Mio €, die nach IAS 39 nicht als Sicherungsbeziehung bilanziert wurden, sind Marktwerte von 2,9 (i.V.: -70,4) Mio € innerhalb eines Jahres fällig und Marktwerte in Höhe von 32,7 (i.V.: 13,1) Mio € haben eine Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren. Risiken der FinanzinstrumenteHeidelbergCement unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, festen Verpflichtungen und geplanten Transaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung der Wechselkurse, der Zinssätze und der Markt- und Börsenpreise. Diese Marktpreisrisiken können einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Der Konzern steuert diese Risiken vorwiegend im Rahmen seiner laufenden Geschäfts- und Finanzierungsaktivitäten und bei Bedarf durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden vom Vorstand festgelegt. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Abteilung Group Treasury. Die Abteilung Group Treasury agiert auf Basis bestehender Richtlinien, die die Entscheidungsgrundlagen, Kompetenzen, Verantwortlichkeiten und Prozesse für die Steuerung der Finanzrisiken verbindlich festlegen. Bestimmte Transaktionen bedürfen außerdem der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand. Der Vorstand wird permanent über Betrag und Umfang des aktuellen Risiko-Exposures sowie aktuelle Marktentwicklungen auf den globalen Finanzmärkten durch die Abteilung Group Treasury informiert. Die Konzernrevision kontrolliert durch zielgerichtete Prüfung die Einhaltung der oben genannten Richtlinien und der entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen. KreditrisikoHeidelbergCement ist durch sein operatives Geschäft und bestimmte Finanztransaktionen Kreditrisiken ausgesetzt. Kreditrisiko ist das Risiko, dass eine Vertragspartei ihre bei Abschluss eines Finanzinstruments vertraglich zugesagten Verpflichtungen unerwartet nicht oder nur teilweise erfüllt. Das Kreditrisiko des Konzerns wird begrenzt, indem Finanzanlagen und derivative Finanzinstrumente nur mit Vertragsparteien erstklassiger Bonität getätigt bzw. abgeschlossen werden. Bonitätsbewertung (Rating)Die Ratingagenturen Moody's und Fitch Ratings bewerten die Kreditwürdigkeit von HeidelbergCement mit Ba1/ Not Prime (Ausblick stabil) und BB+/B (Ausblick stabil) per Ende 2013. Herabstufungen der von den Ratingagenturen vergebenen Ratings könnten sich negativ auf die Kapitalkosten und Refinanzierungsmöglichkeiten von HeidelbergCement auswirken. Liquide MittelDie liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen Zahlungsmittel. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist der Konzern Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Kontrahenten ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. HeidelbergCement steuert die daraus entstehende Risikoposition durch Diversifizierung der Kontrahenten. Bei der Anlage liquider Mittel werden die Unternehmen, Banken und Finanzinstitute nach sorgfältiger Bonitätsanalyse ausgewählt. Gegenwärtig sind keine liquiden Mittel aufgrund von Ausfällen überfällig oder wertberichtigt. Das maximale Kreditrisiko der liquiden Mittel entspricht dem Buchwert. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenForderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren hauptsächlich aus dem Verkauf von Zement, Beton und Zuschlagstoffen. Im operativen Geschäft werden die Außenstände fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die maximale Risikoposition aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert. Sonstige Forderungen und VermögenswerteDie Kreditrisikoposition aus sonstigen Forderungen und Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. HeidelbergCement erachtet dieses Kreditrisiko als nicht bedeutend. Derivative FinanzinstrumenteDerivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich zur Risikoreduktion eingesetzt. HeidelbergCement ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Zins-, Währungs- und Energiepreisrisiken ausgesetzt. Ein wesentlicher Teil der Derivate wird für bilanzielle Zwecke nicht als Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) im Sinne von IAS 39, sondern als Instrument der Kategorie "Held for trading" bilanziert. Allerdings stellen die Marktwertveränderungen dieser Instrumente, wirtschaftlich betrachtet, eine ökonomisch wirksame Absicherung im Rahmen der Konzernstrategie dar. Das maximale Kreditrisiko dieser Position entspricht dem Marktwert der derivativen Finanzinstrumente, die einen positiven Marktwert aufweisen und zum Stichtag als finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen werden. Zur Absicherung des Marktwertrisikos wurden Zinsswaps und Zinswährungsswaps kontrahiert, die im Sinne von IAS 39 als Sicherungsinstrumente designiert wurden. Zur Minderung des Ausfallrisikos werden die Sicherungsgeschäfte grundsätzlich nur mit führenden Finanzinstituten erstklassiger Bonität abgeschlossen. Die Kontrahenten verfügen über sehr gute, von externen Ratingagenturen, wie zum Beispiel Moody's oder Fitch Ratings, vergebene Kreditratings. Derzeit bestehen keine Überfälligkeiten bei den im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumenten. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann. HeidelbergCement steuert seine Liquidität, indem der Konzern neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft in ausreichendem Umfang liquide Mittel und umfangreiche Kreditlinien bei Banken vorhält. Das operative Liquiditätsmanagement umfasst eine tägliche Zusammenführung von liquiden Mitteln. Die Abteilung Group Treasury mit Sitz in Heidelberg fungiert dabei als Inhouse-Bank. Dadurch können Liquiditätsüberschüsse und -anforderungen entsprechend den Bedürfnissen des Gesamtkonzerns sowie einzelner Konzerngesellschaften gesteuert werden. Zum Jahresende stehen neben verfügbaren Barmitteln noch ungezogene, bestätigte Kreditlinien in Höhe von 2,7 Mrd € zur Liquiditätssicherung zur Verfügung. Zur Deckung kurzfristiger Liquiditätsspitzen verfügt HeidelbergCement über einen unbefristeten Rahmenvertrag zur Emission kurzfristiger Inhaberschuldverschreibungen (Commercial Paper) in Höhe von 1,5 Mrd €. Im Rahmen des Programms werden je nach Marktlage zu unterschiedlichen Zeitpunkten einzelne Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten begeben. Zum Jahresende 2013 waren in der Summe 545,8 Mio € Commercial Paper ausstehend. Weitere Informationen zu Liquiditätsrisiken sind im Lagebericht, Kapitel Risiko- und Chancenbericht auf Seite 115 f. zu finden. Da die Finanzdokumente von HeidelbergCement keine Klauseln enthalten, welche im Falle einer Bonitätsherabstufung (Rating) eine Rückzahlungsverpflichtung auslösen, bleibt auch im Falle veränderter Bonitätsbeurteilungen die Fälligkeitsstruktur unberührt. In keinem der wesentlichen bestehenden Finanzinstrumente sind Nachschusspflichten (Margin Calls) vereinbart, die zu einem Liquiditätsabfluss führen könnten. Alle derivativen Finanzinstrumente werden auf Basis bestehender Rahmenvereinbarungen kontrahiert, die zwecks Reduzierung von Bonitäts- und Liquiditätsrisiken Nettingvereinbarungen enthalten. Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die Cashflows der Verbindlichkeiten per 31. Dezember 2013 die Liquiditätssituation des Konzerns beeinflussen. Die Übersicht zeigt den Ablauf der
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind den kurzfristigen Fälligkeiten zuzuordnen (innerhalb eines Jahres). Bei variablen Zinszahlungen wird der aktuelle Zins als Basis gewählt. Auszahlungen in Fremdwährungen werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Cashflows der verzinslichen Verbindlichkeiten und derivativen Finanzinstrumentescroll
Cashflows der verzinslichen Verbindlichkeiten und derivativen Finanzinstrumentescroll
Der Liquiditätszufluss in Höhe von 705,6 (i.V.: 55,0) Mio € aus Zins- und Zinswährungsswaps wurde in der Tabelle nicht berücksichtigt. Die undiskontierten vertraglichen Cashflows der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden in einer separaten Tabelle auf Seite 223 dargestellt. ZinsänderungsrisikoZinsänderungsrisiken bestehen aufgrund potenzieller Änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Der Vorstand und Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG haben sich gegen eine Absicherung der variabel verzinslichen Finanzinstrumente entschieden. Diese Strategie basiert auf der historisch hohen Korrelation steigender Ergebnisse mit steigenden Zinsen. Bei Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, haben Zinsänderungsrisiken keine Auswirkungen auf das Ergebnis und das Eigenkapital. Durch die Absicherung der emittierten Bonds mit Zinsswaps im Rahmen von Fair Value Hedge-Accounting ergeben sich Ergebnisauswirkungen aus der Buchwertanpassung der Grundgeschäfte (Bonds - gesichertes Risiko) sowie aus der Bewertung der Zinsswaps. Diese Ergebnisauswirkungen wurden bei der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt. Der Anteil der variabel verzinslichen Finanzinstrumente liegt bei durchschnittlich 26,7 % (i.V.: 14,5 %). Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2013 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre der Zinsaufwand des HeidelbergCement Konzerns um 24,8 (i.V.: 13,3) Mio € gestiegen (gefallen). WährungsrisikoDie Währungsrisiken von HeidelbergCement resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Risiken aus Fremdwährungen werden im Wesentlichen gesichert, soweit sie die Cashflows des Konzerns beeinflussen. Fremdwährungsrisiken, die die Cashflows des Konzerns nicht beeinflussen (d.h. die Risiken, die aus der Umrechnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzern-Berichterstattungswährung resultieren) bleiben hingegen grundsätzlich ungesichert. Unter Umständen kann HeidelbergCement jedoch auch dieses Fremdwährungsrisiko absichern. Bei der Eliminierung bestehender Währungsrisiken werden Devisentermingeschäfte und Devisenswaps eingesetzt. Im Rahmen der Inhouse-Banking-Aktivität der HeidelbergCement AG ergeben sich durch Aufnahme und Anlage von Liquidität der Tochtergesellschaften Währungspositionen, die durch entsprechende fristen- und betragskongruente externe Devisenswapgeschäfte abgesichert werden. Vor diesem Hintergrund hätten Währungsschwankungen im Rahmen der Inhouse-Banking-Aktivität keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital. Die folgende Tabelle zeigt die hypothetischen Auswirkungen auf das Finanzergebnis vor Steuern bei isolierter Betrachtung der externen Finanzinstrumente (im Wesentlichen Devisenswapgeschäfte) bei Aufwertung bzw. Abwertung des Euro um 10 % gegenüber den für den Konzern wesentlichen Fremdwährungen, wobei die positiven Werte einen Ertrag und die negativen Werte einen Aufwand in Gewinn- und Verlustrechnung darstellen. Sensitivitätsanalyse des Währungsrisikosscroll
Sonstige AngabenKapitalsteuerungZiel der Kapitalsteuerung ist die Sicherstellung ausreichender Liquidität des Konzerns zu jeder Zeit. Dazu nutzt der Konzern externe und interne Finanzierungsmöglichkeiten (siehe Lagebericht, Kapitel Konzern-Finanzmanagement, Seite 74 f.). Eine wesentliche Bedeutung bei der Überwachung des Konzernkapitals kommt den Nettofinanzschulden sowie dem dynamischen Verschuldungsgrad zu, der dem Verhältnis von Nettofinanzschulden zum operativen Ergebnis vor Abschreibungen entspricht. Dynamischer Verschuldungsgradscroll
Im Rahmen von Kreditverträgen wurde die Einhaltung verschiedener Finanzrelationen (Financial Covenants) vereinbart, die alle in der Berichtsperiode erfüllt wurden. Die wichtigsten Finanzkennzahlen sind das Verhältnis der Nettoverschuldung zu EBITDA und der Zinsdeckungsfaktor. Die Kennzahl EBITDA leitet sich aus den Kreditverträgen ab und weicht daher von der Kennzahl "operatives Ergebnis vor Abschreibungen" ab, da Bestandteile des zusätzlichen ordentlichen Ergebnisses sowie Effekte aus Erst- und Endkonsolidierungen berücksichtigt werden. Weitere Erläuterungen werden im Lagebericht auf Seite 76 gegeben. Im Rahmen der Konzernplanung wird die Einhaltung der Kreditvereinbarungen konsequent überwacht und vierteljährlich den Gläubigern gemeldet. Im Falle einer Verletzung der Covenants könnten die Gläubiger unter bestimmten Voraussetzungen entsprechende Kredite, ungeachtet der vertraglich vereinbarten Laufzeiten, fällig stellen. EventualverbindlichkeitenZum Abschlussstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 52,7 (i.V.: 45,5) Mio €, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit steuerlichen Risiken stehen. Der Zeitpunkt der möglichen Zahlungsmittelabflüsse für die Eventualverbindlichkeiten ist unsicher, da sie von unterschiedlichen externen Faktoren abhängen, die außerhalb des Einflussbereichs von HeidelbergCement liegen. Die Anwendung steuerlicher Regelungen kann zum Zeitpunkt der Berechnung von Steuererstattungsansprüchen und - verbindlichkeiten ungeklärt sein. Bei der Berechnung der Steuerpositionen ist die jeweils wahrscheinlichste Anwendung zugrunde gelegt. Ungeachtet dessen kann die Finanzverwaltung hierzu eine abweichende Auffassung vertreten. Aus einer abweichenden Auffassung können sich zusätzliche steuerliche Verbindlichkeiten ergeben. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie nachfolgende Tabelle zeigt die sonstigen finanziellen Verpflichtungen des HeidelbergCement Konzerns. Sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
1)
Die Vorjahreszahlen wurden insgesamt um 126,1
Mio € angepasst. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden mit ihrem Nominalwert angegeben. Die zukünftigen Leasingverpflichtungen beziehen sich im Wesentlichen auf Immobilien und andere Vermögenswerte, die von HeidelbergCement genutzt werden. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenIAS 24 verlangt die Darlegung der wichtigsten Beziehungen mit nahe stehenden Gesellschaften und Personen, die maßgeblichen Einfluss auf die HeidelbergCement AG ausüben können, die zu den Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen gehören oder als Gemeinschaftsunternehmen bzw. assoziierte Unternehmen bilanziert sind. Herr Ludwig Merckle, Ulm, hält zum 31. Dezember 2013 indirekt über die Spohn Cement Beteiligungen GmbH, Zossen, einen Anteil von 25,11 % an der HeidelbergCement AG. HeidelbergCement AG hat Dienstleistungen in Höhe von 83,9 (i.V.: 117,6) T € netto für die PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG, Mannheim, eine Gesellschaft der Merckle-Gruppe, erbracht. Geschäftliche Transaktionen mit assoziierten Unternehmen umfassen Umsätze und sonstige Verkäufe in Höhe von 16,8 (i.V.: 14,7) Mio €, den Bezug von Waren und Dienstleistungen in Höhe von 24,6 (i.V.: 35,9) Mio € sowie erbrachte Dienstleistungen in Höhe von 0,6 (i.V.: 0,7) Mio €. Aus diesen Aktivitäten sowie aus Finanztransaktionen bestehen Forderungen in Höhe von 12,4 (i.V.: 21,7) Mio € und Verbindlichkeiten von 7,8 (i.V.: 8,3) Mio €. Des Weiteren wurden Kapitalerhöhungen bei assoziierten Unternehmen im Jahr 2013 von 5,9 (i.V.: 2,0) Mio € durchgeführt. Garantien zugunsten assoziierter Gesellschaften bestehen in Höhe von 0,2 (i.V.: 0,9) Mio €. Mit den im HeidelbergCement Konzern als Gemeinschaftsunternehmen geführten Gesellschaften wurden Umsätze und sonstige Verkäufe in Höhe von 110,8 (i.V.: 150,1) Mio € getätigt sowie Rohstoffe, Waren und sonstige Dienstleistungen in Höhe von 273,4 (i.V.: 330,9) Mio € bezogen. An Dienstleistungen und sonstigen Service- und Finanzleistungen wurden 6,2 (i.V.: 7,8) Mio € erbracht. Aus diesen Aktivitäten sowie aus Finanztransaktionen bestehen Forderungen in Höhe von 135,1 (i.V.: 170,1) Mio € und Verbindlichkeiten von 63,1 (i.V.: 87,5) Mio €. Des Weiteren wurden Kapitalerhöhungen bei Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 5,1 (i.V.: 5,4) Mio € durchgeführt. Im Wesentlichen handelt es sich hier um Kapitalerhöhungen der Hanson Aggregates LLC an der Terrell Materials LLC in Höhe von 2,3 Mio € und der Heidelberger Sand und Kies GmbH bei der Mibau Holding GmbH in Höhe von 2,0 Mio €. Garantien zugunsten von Gemeinschaftsunternehmen bestehen im Geschäftsjahr 2013 nicht (i.V.: 13,4 Mio €). Vorstand und AufsichtsratWir verweisen auf die im Lagebericht im Kapitel Corporate Governance auf den Seiten 135 f. gemachten Ausführungen. Die Festvergütung des Vorstands blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 5,0 (i.V.: 5,0) Mio €. Die Summe der kurzfristigen variablen Vergütungsbestandteile veränderte sich auf 5,7 (i.V.: 5,8) Mio €. Sie bestand aus dem Jahresbonus in Höhe von 6,5 (i.V.: 6,7) Mio €, auf welchen 0,8 (i.V.: 0,9) Mio € an sonstigen Vergütungsbestandteilen angerechnet wurden. Die sonstigen Vergütungsbestandteile betrugen 1,0 (i.V.: 1,3) Mio €. Die sonstigen Vergütungsbestandteile bestanden in Zahlungen für Gremientätigkeiten bei Tochterunternehmen der HeidelbergCement AG und steuerpflichtigen Nebenleistungen insbesondere bestehend aus der Zurverfügungstellung von Dienstwagen, Mobilfunk- und Kommunikationsmitteln sowie Aufwandsentschädigungen, Versicherungsleistungen und entsendungsbedingten geldwerten Vorteilen. Die Vorstandsmitglieder nehmen an dem im Jahr 2013 aufgelegten Langfristbonusplan 2013-2015/16 teil. Die Zielwerte für den Plan liegen für Dr. Bernd Scheifele bei 1.188.000 €, für Dr. Dominik von Achten bei 810.000 € und für die weiteren Vorstandsmitglieder bei je 630.000 €. Der Plan besteht aus zwei gleichgewichteten Komponenten: der Management-Komponente und der Kapitalmarkt-Komponente. Der Zielwert jeder Komponente beträgt für Dr. Bernd Scheifele 594.000 €, für Dr. Dominik von Achten 405.000 € und für die weiteren Vorstandsmitglieder je 315.000 €. Der Referenzkurs für die Kapitalmarkt-Komponente beträgt 41,71 €. Dem entsprechen 14.241 Performance Share Units (PSUs) für Dr. Bernd Scheifele, für Dr. Dominik von Achten 9.710 PSUs und je 7.552 PSUs für die weiteren Vorstandsmitglieder. Gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 4 HGB ist für die Kapitalmarkt-Komponente der Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung anzugeben. Er beträgt für Dr. Bernd Scheifele 576.000 €, für Dr. Dominik von Achten 392.000 € und für die weiteren Vorstandsmitglieder jeweils 305.000 €. Die Gesamtvergütung nach DRS 17 belief sich auf 14,5 (i.V.: 13,9) Mio €. Für die Berechnung nach DRS 17 verweisen wir auf die im Lagebericht im Kapitel Corporate Governance auf Seite 141 f. gemachten Ausführungen. Der Aufwand aus den langfristigen Kapitalmarkt-Komponenten der 2011, 2012 und 2013 aufgelegten Langfristbonuspläne nach IFRS 2.51a betrug 2,5 (i.V.: 1,3) Mio €. Davon entfallen 652.000 (i.V. 348.000) € auf Dr. Scheifele, 426.000 (i.V. 214.000) € auf Dr. von Achten und jeweils 346.000 (i.V. 185.000) € auf die anderen Vorstandsmitglieder. Der erfasste Aufwand aus den langfristigen Management-Komponenten betrug 2,6 (i.V.: 0,6) Mio €. Im Zusammenhang mit der im Vergütungsbericht erläuterten Bonus-Malus-Regelung während der Implementierungsphase erfolgte im Geschäftsjahr 2013 die Vorauszahlung des zweiten Drittels des Zielwerts des ersten Langfristbonusplans 2011-2013/14 in Höhe von 1,4 Mio €. Diese Beträge müssen an das Unternehmen zurückerstattet oder mit zukünftigen Zahlungen variabler Vergütungsbestandteile verrechnet werden, soweit der Zielwert nicht erreicht wird. Für die aktuellen Mitglieder des Vorstands wurden 1,9 (i.V.: 1,8) Mio € den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen (laufender Dienstzeitaufwand) zugeführt. Der Barwert der Pensionsansprüche betrug 24,6 (i.V.: 22,6) Mio €. Die Gesamtvergütung des Vorstands nach IAS 24 belief sich im Jahr 2013 auf 18,7 (i.V.: 15,8) Mio €. An frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene wurden im Berichtsjahr 3,1 (i.V.: 3,1) Mio € gezahlt. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern beliefen sich auf 25,2 (i.V.: 27,6) Mio €. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats (ohne Umsatzsteuer) beläuft sich für das Geschäftsjahr 2013 auf 810.500 (i.V.: 790.978) €. Daneben erhielten die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats, die Arbeitnehmer im HeidelbergCement Konzern sind, Bezüge im Rahmen ihres Arbeitsvertrags. Deren Höhe entsprach dabei einer angemessenen Vergütung für entsprechende Funktionen und Aufgaben im Konzern. Darüber hinaus haben Unternehmen des HeidelbergCement Konzerns keinerlei berichtspflichtige Geschäfte mit Mitgliedern des Aufsichtsrats oder des Vorstands als Personen in Schlüsselpositionen bzw. mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, vorgenommen. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance KodexVorstand und Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich gemacht (www.heidelbergcement.com unter "Über uns/Corporate Governance/Entsprechenserklärung"). Honorare des AbschlussprüfersDer Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erhielt im Geschäftsjahr ein Honorar von 3,7 (i.V.: 3,9) Mio €. Honorare des Abschlussprüfersscroll
1)
Davon für das Vorjahr: 2012: 0,4 Mio €, 2013:
0,2 Mio €. Ereignisse nach dem Ablauf des Geschäftsjahres 2013HeidelbergCement hat im Februar 2014 eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen im Zusammenhang mit der Aufstockung seiner Beteiligung am Logistik-Tochterunternehmen Kerpen & Kerpen GmbH & Co. KG von 30 % auf 100 % durchgeführt. Die Ausgabe der 416.477 neuen Aktien erfolgte aus dem Genehmigten Kapital II unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöhte sich dadurch leicht um 1.249.431 € (entspricht 0,22 %) auf 563.749.431 €. Die Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals wurde am 13. Februar 2014 in das Handelsregister eingetragen. HeidelbergCement hat am 25. Februar 2014 eine neue syndizierte Kreditlinie in Höhe von 3 Mrd € mit einer Laufzeit bis Anfang 2019 abgeschlossen, um die bisherige Kreditlinie, die im Dezember 2015 abgelaufen wäre, damit abzulösen. Die frühzeitige Refinanzierung erfolgte aufgrund günstiger Marktbedingungen. Die syndizierte Kreditlinie mit Währungsoptionen ist als Liquiditätsreserve gedacht und kann für Barziehungen und Avale genutzt werden. Die Kreditmarge reduziert sich von 125 auf 95 Basispunkte. Die Gewährung von Sicherheiten und Garantien der Tochtergesellschaften ist nicht mehr Bestandteil des Kreditvertrages. Am 12. März 2014 hat HeidelbergCement unter seinem 10 Mrd € EMTN-Programm eine Euroanleihe mit einem Emissionsvolumen von 500 Mio € und einer fünfjährigen Laufzeit bis 12. März 2019 begeben. Die Anleihe weist einen Festzins von 2,25 % p.a. auf. Der Ausgabekurs lag bei 98,84 %, womit sich eine Rendite von 2,50 % ergab. Die Anleihe ist unbesichert und steht im Rang gleichberechtigt zu allen anderen Kapitalmarktverbindlichkeiten. Wie bei allen seit 2009 begebenen Anleihen sowie dem im Dezember 2011 abgeschlossenen Schuldscheindarlehen besteht gemäß den Anleihebedingungen eine Beschränkung bezüglich der Neuaufnahme zusätzlicher Verschuldung. Die Emissionserlöse werden zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung verwendet. Erläuterungen zu Unternehmenszusammenschlüssen nach dem Ende der Berichtsperiode werden auf Seite 185 gegeben. Prüfung durch den AufsichtsratDer Konzernabschluss wurde vom Vorstand aufgestellt und am 18. März 2014 verabschiedet. Anschließend wurde er dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Aufstellung des Anteilsbesitzes des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AG zum 31. Dezember 2013 (§ 313 Abs. 2 bzw. § 285 Nr. 11 HGB)Vollkonsolidierte UnternehmenWest- und Nordeuropascroll
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Vollkonsolidierte UnternehmenOsteuropa-Zentralasienscroll
Vollkonsolidierte UnternehmenNordamerikascroll
Vollkonsolidierte UnternehmenAsien-Pazifikscroll
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Quotal einbezogene UnternehmenWest- und Nordeuropascroll
Quotal einbezogene UnternehmenOsteuropa-Zentralasienscroll
Quotal einbezogene UnternehmenNordamerikascroll
Quotal einbezogene UnternehmenAsien-Pazifikscroll
Quotal einbezogene UnternehmenAfrika-Mittelmeerraumscroll
Assoziierte UnternehmenWest- und Nordeuropascroll
Assoziierte UnternehmenOsteuropa-Zentralasienscroll
Assoziierte UnternehmenNordamerikascroll
Assoziierte UnternehmenAsien-Pazifikscroll
Assoziierte UnternehmenAfrika-Mittelmeerraumscroll
Folgende Tochterunternehmen werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung zu Anschaffungskosten (Available for sale at cost) in den Konzernabschluss einbezogen. Tochterunternehmen von untergeordneter BedeutungWest- und Nordeuropascroll
Tochterunternehmen von untergeordneter BedeutungOsteuropa-Zentralasienscroll
Tochterunternehmen von untergeordneter BedeutungNordamerikascroll
Tochterunternehmen von untergeordneter BedeutungAsien-Pazifikscroll
Tochterunternehmen von untergeordneter BedeutungAfrika-Mittelmeerraumscroll
Folgende assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung zu Anschaffungskosten (Available for sale at cost) in den Konzernabschluss einbezogen. Assoziierte oder Gemeinschaftsunternehmen von untergeordneter BedeutungWest- und Nordeuropascroll
Assoziierte oder Gemeinschaftsunternehmen von untergeordneter BedeutungOsteuropa-Zentralasienscroll
Assoziierte oder Gemeinschaftsunternehmen von untergeordneter BedeutungAsien-Pazifikscroll
Assoziierte oder Gemeinschaftsunternehmen von untergeordneter BedeutungAfrika-Mittelmeerraumscroll
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Befreiungsvorschriften des § 264b HGB in Anspruch
genommen.
Heidelberg, 18. März 2014 HeidelbergCement AG Der Vorstand Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers"Wir haben den von der HeidelbergCement AG, Heidelberg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns, Gesamtergebnisrechnung des Konzerns, Kapitalflussrechnung des Konzerns, Bilanz des Konzerns, Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns und Anhang des Konzerns -sowie den zusammengefassten Lagebericht des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Stuttgart, 18. März 2014 Ernst & Young GmbH Prof. Dr. Wollmert, Wirtschaftsprüfer Viering, Wirtschaftsprüfer Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der HeidelbergCement AG zusammengefasst wurde, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Heidelberg, 18. März 2014 HeidelbergCement AG Der Vorstand Dr. Bernd Scheifele Dr. Dominik von Achten Daniel Gauthier Andreas Kern Dr. Lorenz Näger Dr. Albert Scheuer Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013der HeidelbergCement AGDer Lagebericht der HeidelbergCement AG wurde gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des HeidelbergCement Konzerns zusammengefasst, da der Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage und die künftigen Chancen und Risiken der Muttergesellschaft aufgrund der gemeinsamen Tätigkeit im Baustoffgeschäft eng mit dem Konzern verbunden sind. Der zusammengefasste Lagebericht des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AG ist im Geschäftsbericht 2013 wiedergegeben. Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der HeidelbergCement AG für das Geschäftsjahr 2013 werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. Es ist möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Jahresabschluss aufgrund von Rundungen nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren. Gewinn- und Verlustrechnungscroll
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davon Aufwand aus Ergebnisabführung -44.264
(i.V.: -40.633) BilanzAktiva scroll
Entwicklung des AnlagevermögensEntwicklung des Anlagevermögensscroll
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Anhang der Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2013Der Jahresabschluss 2013 der HeidelbergCement AG, der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes erstellt wurde, wird nachstehend erläutert. Vorgeschriebene zusätzliche Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden dargestellt. Bei der Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wenden wir das Gesamtkostenverfahren an. Zur verbesserten Darstellung erfolgen die Zahlenangaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Entwicklung des Anlagevermögens in T€. Im Anhang und Lagebericht werden die Zahlen in Mio € angegeben. WährungsumrechnungFinanzanlagen, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Das Realisations- und Imparitätsprinzip wird bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr angewendet. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1 UmsatzerlöseDer Gesamtumsatz des Jahres 2013 der HeidelbergCement AG betrug 526 (i.V.: 530) Mio € und lag um 0,7 % unter dem Vorjahr. Hierin enthalten sind die Umsätze der zum 1. Januar 2013 angewachsenen HeidelbergCement Baustoffe für Geotechnik GmbH & Co. KG, Ennigerloh, in Höhe von 35 Mio €, die dem Geschäftsbereich Zement zugeordnet sind. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den langen Winter zu Beginn des Jahres 2013 zurückzuführen. Der damit verbundene Absatzrückgang konnte durch höhere Preise größtenteils kompensiert werden. Umsatzentwicklung nach Geschäftsbereichenscroll
Umsatzentwicklung nach Märktenscroll
2 Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: Sonstige betriebliche Erträgescroll
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 22,0 (i.V.: 23,5) Mio € enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen sowie den Erhalt von Lieferantenboni. 3 MaterialaufwandDie Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe gingen im Vergleich zum Vorjahr zurück. Dazu trug sowohl die niedrigere Produktion als auch die allgemeine positive Marktentwicklung für Rohstoffe und Energie bei. Materialaufwandscroll
4 Mitarbeiter und PersonalaufwandMitarbeiterscroll
Personalaufwandscroll
Mit der Anwachsung der HeidelbergCement Baustoffe für Geotechnik GmbH & Co. KG, Ennigerloh, sind 34 Mitarbeiter aus dem Bereich Arbeiter und 7 bei den Angestellten hinzugekommen. Die erhöhten Mitarbeiterzahlen führten auch zu einem Anstieg der Personalaufwendungen. In den Aufwendungen für Altersversorgung sind die Effekte aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen nicht enthalten, diese werden wie im Vorjahr bei den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen gezeigt. 5 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenAbschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagenscroll
Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. 6 Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 6,6 (i.V.: 8,6) Mio € enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen die Zuführung zu Rückstellungen sowie Nachbelastungen aus Vorjahren. 7 Ergebnis aus BeteiligungenErgebnis aus Beteiligungenscroll
Der wesentliche Teil der Erträge aus Beteiligungen betrifft die Ausschüttungen der Heidelberger Sand & Kies GmbH, Heidelberg, der HeidelbergCement Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Heidelberg, der Walhalla Kalk GmbH & Co. KG, Regensburg, der SAFA GmbH & Co. KG, Baden-Baden, und der Südbayerisches Portland-Zementwerk Gebr. Wiesböck & Co. GmbH, Rohrdorf. Ein Ergebnisabführungsvertrag besteht mit der HeidelbergCement International Holding GmbH, Heidelberg. 8 Sonstige Zinsen und ähnliche ErträgeIn den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind im Wesentlichen Zinserträge aus der Ausreichung von kurzfristigen Darlehen gegenüber Tochtergesellschaften und aus Zinsswaps enthalten. 9 Zinsen und ähnliche AufwendungenIn den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Finanzierungsaufwendungen in Höhe von 3,3 Mio € enthalten. Diese resultieren aus den beiden in 2013 und aus dem in 2012 von der HeidelbergCement Finance Luxembourg S.A., Luxemburg, begebenen und an die HeidelbergCement AG intern weitergereichten Anleihen. Des Weiteren sind unter dieser Position die Zinsanteile aus der Veränderung der Pensionsrückstellungen von 14,7 (i.V.: 15,2) Mio € sowie der Zinsanteil aus der Veränderung der sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1,4 (i.V.: 4,7) Mio € enthalten. Aufwendungen und Erträge aus verbundenen Unternehmenscroll
10 Erträge und Aufwendungen aus der WährungsumrechnungDie Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten die im Geschäftsjahr insgesamt entstandenen Währungsgewinne und -verluste. Da Währungsgewinne und -verluste im Wesentlichen aus dem Finanzbereich stammen, werden diese komplett im Finanzergebnis ausgewiesen. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnungscroll
11 Außerordentliches ErgebnisDas außerordentliche Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen: Außerordentliches Ergebnisscroll
12 Steuern vom Einkommen und vom ErtragDer Steueraufwand bei den Ertragsteuern ergibt sich insbesondere aus Steuern des laufenden Geschäftsjahrs. Gegenläufig wirken sich Steuererträge aus Erstattungen sowie der Auflösung von Rückstellungen für Vorjahre aus. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Des Weiteren werden, soweit vorhanden, steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes, der für die HeidelbergCement AG im Berichtsjahr 29,43 % beträgt. Dieser setzt sich zusammen aus der Körperschaftsteuer, dem Solidaritätszuschlag und der Gewerbesteuer. Eine sich daraus ergebende Steuerbelastung würde als passive latente Steuer ausgewiesen. Im Falle einer Steuerentlastung würde eine aktive latente Steuer nur insoweit angesetzt, wie sie mit einer passiven latenten Steuer saldiert werden könnte. Passive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus den unterschiedlichen Wertansätzen im Anlagevermögen. Aufgrund der höheren Verpflichtungen im handelsrechtlichen Abschluss sowohl bei den Pensionsverpflichtungen als auch bei den Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläumsverpflichtungen ergeben sich aktive latente Steuerforderungen. Des Weiteren beruhen aktive latente Steuern noch auf steuerlich nicht absetzbaren Rückstellungen für drohende Verluste sowie aus höheren Wertansätzen des Vorratsvermögens in der Steuerbilanz. Zudem besteht eine latente Steuerforderung aufgrund bislang nicht genutzter Verlustvorträge. Insgesamt werden die passiven latenten Steuern durch aktive latente Steuern überkompensiert. In Ausübung des Wahlrechts aus § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde der Überhang der aktiven latenten Steuern nicht bilanziert. Bei der Ermittlung der latenten Steuern zum 31. Dezember 2013 wurde ein Steuersatz von 29,43 % herangezogen. Einfluss steuerlicher Vorschriften auf den JahresüberschussDer Jahresüberschuss wurde im Berichtsjahr aufgrund der Inanspruchnahme von steuerlichen Vergünstigungen um 0,6 (i.V.: 3,2) Mio € erhöht. Dies ergab sich aus dem - in Anwendung der Übergangsvorschriften des BilMoG - fortgeführten Bestand des Sonderpostens mit Rücklageanteil. Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva13 AnlagevermögenDas gesamte Anlagevermögen erhöhte sich um insgesamt 1.072,9 Mio € auf 14.976,9 (i.V.: 13.904,0) Mio €. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf Seite 6f dargestellt. 14 Immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenImmaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich fertigungsbedingter Abschreibungen. Die unserem Abschreibungsplan zugrunde liegenden Nutzungszeiten entsprechen langjähriger Erfahrung. Geschäfts- oder Firmenwerte schreiben wir linear über 5 Jahre ab. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens machen wir von dem Wahlrecht zur Aktivierung der Entwicklungskosten keinen Gebrauch. Die hierfür angefallenen Aufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Die in den Vorjahren aufgrund von Anwachsungen und Verschmelzungen resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte beruhen im Wesentlichen auf übernommenen Kundenstämmen. Bei diesen immateriellen Vermögensgegenständen weichen wir von der planmäßigen Abschreibung über fünf Jahre ab. Grund hierfür ist, dass die durchschnittliche Kundenbindungsdauer erfahrungsgemäß zwischen 10 und 15 Jahren liegt. Seit dem 1. Januar 2008 werden Zugänge linear abgeschrieben. Für Anlagegüter, die vor dem 1. Januar 2008 zugegangen waren, wenden wir soweit wie möglich die degressive Abschreibungsmethode an. Zur linearen Methode wird in dem Jahr übergegangen, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt. Geringwertige Wirtschaftsgüter, die vor dem 1. Januar 2010 zugegangen sind und deren Anschaffungskosten 150,00 € nicht überstiegen, wurden sofort abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten 150,00 € jedoch nicht 1.000,00 € überstiegen, wurden in einem jahresbezogenen Sammelposten aktiviert und einheitlich über fünf Jahre mit jeweils 20 %, beginnend im Wirtschaftsjahr der Bildung, abgeschrieben. In Anwendung der Regeln aus dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz werden geringwertige Wirtschaftsgüter, die seit Januar 2010 zugegangen sind und deren Anschaffungskosten 410,00 € nicht übersteigen, sofort abgeschrieben. Auf die Bildung eines Sammelpostens mit einem Netto-Einzelwert von mehr als 150,00 € bis 1.000,00 € wird seit Januar 2010 verzichtet. Im Rahmen der Anwachsung der HeidelbergCement Baustoffe für Geotechnik GmbH & Co. KG, Ennigerloh, und der Roewekamp GmbH & Co Kommanditgesellschaft, Gelsenkirchen, gingen immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen zum Buchwert von insgesamt 0,9 Mio € zu. Durch Neuinvestitionen in Höhe von 38,7 Mio €, durch Abgänge in Höhe von 0,6 Mio € und durch Abschreibungen in Höhe von 35,8 Mio € haben sich die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen saldiert um insgesamt rund 3,2 Mio € erhöht. Von den Neuinvestitionen betragen geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14,8 Mio €. 15 FinanzanlagenVon den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungswerten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Voraussichtlich dauernde Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Ausleihungen bewerten wir mit dem Nominalwert, vermindert um Wertberichtigungen. Im Geschäftsjahr 2013 wurden auf Anteile an verbundenen Unternehmen Zuschreibungen von insgesamt 68,5 Mio € vorgenommen. Das Finanzanlagevermögen erhöhte sich um rund 1.069,7 Mio € auf 14.725 (i.V.: 13.655) Mio €; der Zugang ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Kapitalrücklage bei der HeidelbergCement International Holding GmbH, Heidelberg, zurückzuführen. 16 Anteile an verbundenen UnternehmenIm Berichtsjahr 2013 wurden im Wesentlichen folgende konzerninterne Umstrukturierungen vorgenommen: Durch Bareinlagen wurden die Kapitalrücklagen bei der HeidelbergCement International Holding GmbH, Heidelberg, um 970,0 Mio € und bei der HeidelbergCement Netherlands Holding B.V., Niederlande, um 15,5 Mio € erhöht. Durch Sacheinlagen im Wege der Einbringung der Anteile an der Heidelberger Kalksandstein GmbH, Durmersheim, zum Buchwert in Höhe von 8,7 Mio € wurde die Kapitalrücklage bei der Heidelberger Beton GmbH, Heidelberg, erhöht. Die HeidelbergCement Netherlands Holding B.V., Niederlande, hat einen Teil ihrer Kapitalrücklage an die Gesellschafter zurückbezahlt. Auf die HeidelbergCement AG entfielen 10,1 Mio €. Im Berichtsjahr wurden die CEMLAPIS Warstein Verwaltungs mbH, Warstein, und die CEMLAPIS Warstein GmbH & Co. KG, Warstein, gegründet. Durch Verschmelzung der HeidelbergCement Baustoffe für Geotechnik Verwaltungs-GmbH, Ennigerloh, auf die HeidelbergCement AG ist die HeidelbergCement Baustoffe für Geotechnik GmbH & Co. KG, Ennigerloh, auf die HeidelbergCement AG angewachsen. Mit der Anwachsung gingen die Anteile an der Stahlsaiten Betonwerke GmbH, Ennigerloh, der Roewekamp GmbH, Gelsenkirchen, und der Roewekamp GmbH & Co Kommanditgesellschaft, Gelsenkirchen, über. Durch Verschmelzung der Roewekamp GmbH, Gelsenkirchen, auf die HeidelbergCement AG ist die Roewekamp GmbH & Co Kommanditgesellschaft, Gelsenkirchen, auf die HeidelbergCement AG angewachsen. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im Jahr 2013 und der positiven Aussichten für die Zukunft bestehen die Gründe für eine dauernde Wertminderung nicht mehr und es mussten bei folgenden Gesellschaften Zuschreibungen auf den Beteiligungsansatz durchgeführt werden: bei der HeidelbergCement UK Limited, Großbritannien, mit 33,0 Mio €, bei der Heidelberger Sand und Kies GmbH, Heidelberg, mit 19,0 Mio €, bei der HeidelbergCement Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Heidelberg, mit 13,5 Mio € und bei der Walhalla Kalk GmbH & Co. KG, Regensburg, mit 3,0 Mio €. 17 Ausleihungen an verbundene UnternehmenInsgesamt wurden 167,7 Mio € an Ausleihungen im Geschäftsjahr neu ausgereicht. An die Scantogo Mines SA, Togo, 92,9 Mio €, an die HeidelbergCement India Limited, Indien, 64,8 Mio €, an die Liberia Cement Corporation Ltd., Liberia, 5,5 Mio €, an die Mibau Holding GmbH, Cadenberge, 3,0 Mio € und an die La Cimenterie de Lukala S.A.R.L., Demokratische Republik Kongo, 1,5 Mio €. Die HeidelbergCement UK Holding Limited, Großbritannien, hat 115,5 Mio € zurückbezahlt. Die Rückzahlungen und Abgänge beliefen sich insgesamt auf 138,1 Mio €. Der Gesamtbetrag der Ausleihungen an verbundene Unternehmen beträgt zum Jahresende 2013 insgesamt 1.147,0 Mio €. Bei Ausleihungen an verbundene Unternehmen mit Nominalwerten in Höhe von 136,9 Mio €, die nicht in Euro gewährt wurden, haben wir keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert in Höhe von 130,9 Mio € vorgenommen. Wir gehen davon aus, dass Wechselkursschwankungen nicht zu einer voraussichtlich dauernden Wertminderung führen. 18 BeteiligungenAls wesentliche Beteiligungen sind die Südbayer. Portland-Zementwerk Gebr. Wiesböck & Co. GmbH, Rohrdorf, und die Kronimus AG, Iffezheim, zu nennen. Die Anteile an der NORMENSAND GMBH, Beckum, wurden verkauft. 19 Sonstige AusleihungenDie sonstigen Ausleihungen haben sich nur unwesentlich verändert. 20 VorräteVorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zu niedrigeren Stichtagspreisen bewertet. Abschläge für Qualitäts- und Mengenrisiken werden entsprechend den Grundsätzen kaufmännischer Vorsicht angemessen vorgenommen. Abschläge für Kapazitätsminderauslastungen wurden vorgenommen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt grundsätzlich nach dem Perioden-Lifo-Verfahren. Die Anwendung führte im Vergleich zum letzten bekannten Börsenkurs/Marktpreis zu keinen wesentlichen Unterschiedsbeträgen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Abschreibungen berücksichtigt werden. Angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung werden seit 2010 einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Unentgeltlich zugeteilte Emissionsrechte werden zum Anschaffungswert von Null bilanziert. Entgeltlich erworbene Emissionsrechte werden zu Anschaffungskosten erfasst. Im Falle eines niedrigeren Marktwertes am Abschlussstichtag erfolgt eine Abschreibung auf diesen Wert. 21 Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände bewerten wir zu Nennwerten. Erkennbare Einzelrisiken werden dabei ausreichend durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die allgemeinen Kreditrisiken unserer gesamten Forderungen sind durch ausreichende Pauschalwertberichtigungen gedeckt. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Verrechnungskonten (2.700,8 Mio €), kurzfristige Darlehen (1.251,1 Mio €) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (30,1 Mio €). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Zinsforderungen, kurzfristig zur Weiterveräußerung innerhalb des Konzerns übernommene Vermögensgegenstände, ein Reservekonto für Ausfälle von vorfinanzierten Forderungen und Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen. Sonstige Vermögensgegenstände (Restlaufzeit über 1 Jahr)scroll
22 WertpapiereWertpapiere werden mit den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Börsenkurs bewertet. 23 Flüssige MittelDie Barmittel beliefen sich zum 31. Dezember 2013 auf insgesamt 76,9 Mio €, von diesen sind 9,9 Mio € Verfügungsbeschränkungen unterworfen. 24 RechnungsabgrenzungspostenDer Bilanzposten enthält zum größten Teil Abgrenzungen von Aufwendungen aus der Inanspruchnahme von Krediten, die über die Laufzeit abgegrenzt und aufwandswirksam amortisiert werden. Der Saldo zum Jahresende beläuft sich auf 17,5 Mio €, davon betreffen Disagio 14,3 (i.V.: 13,1) Mio €. 25 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der VermögensverrechnungDen Pensionsverpflichtungen aus dem Deferred Compensation Plan in Höhe von 9,1 Mio € steht ein zu verrechnendes Vermögen von 11,7 Mio € gegenüber. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Deckungsvermögens betragen 9,8 Mio €. Bei dem Deckungsvermögen handelt es sich im Wesentlichen um Anteile an Fonds, die mit dem beizulegenden Zeitwert, ermittelt nach dem Marktwert zum Stichtag, bewertet sind. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen aus dem Deferred Compensation Plan wurde nach den Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten ,Projected-Unit-Credit-Methode' (PUC-Methode) durchgeführt. Der Rückstellungsbetrag ist grundsätzlich unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich des zukünftigen Gehalts- bzw. Rentenniveaus zu ermitteln. Da es sich um die Bewertung von Leistungen handelt, die auf von Mitarbeitern durch Gehaltsverzicht bereits erbrachten Beiträgen beruhen, sind keine Gehaltstrends zu berücksichtigen. Da es sich um Kapitalleistungen handelt, ist kein Rententrend anzusetzen. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die ,Richttafeln 2005 G' von Klaus Heubeck verwendet. Der zugrunde gelegte Rechnungszinsfuß für die Abzinsung beläuft sich zum 31. Dezember 2013 auf 4,91 % (i.V.: 5,07 %). Bei dem Zinssatz handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und monatlich bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die verrechneten Aufwendungen (1,0 Mio €) und Erträge (1,6 Mio €) belaufen sich auf -0,6 Mio €. Erläuterungen zur Bilanz - Passiva26 Grundkapital und AktienGrundkapital und Aktienscroll
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 beträgt das Grundkapital unverändert zum Vorjahr 562.500.000 € und ist in 187.500.000 Aktien eingeteilt; die Aktien sind Stückaktien und lauten auf den Inhaber. Auf jede Aktie entfällt ein anteiliger Betrag am Grundkapital von 3,00 €. Es bestehen zum 31. Dezember 2013 zwei genehmigte Kapitalia: zum einen eine Ermächtigung des Vorstands und Aufsichtrats zur Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlagen (Genehmigtes Kapital I) und zum anderen eine Ermächtigung des Vorstands und Aufsichtrats zur Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlagen (Genehmigtes Kapital II). Diese genehmigten Kapitalia werden nachfolgend zusammenfassend beschrieben; der vollständige Wortlaut der Ermächtigungen kann der Satzung entnommen werden, die auf unserer Internetseite www.heidelbergcement.com unter "Über uns/Corporate Governance/Satzung" veröffentlicht ist. Genehmigtes Kapital IDie Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 5. Mai 2015 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 225.000.000 € gegen Bareinlagen durch Ausgabe von bis zu insgesamt 75.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, in bestimmten Fällen, die in der Ermächtigung näher beschrieben sind, nämlich zur Verwertung von Spitzenbeträgen und zur börsennahen Ausgabe von Aktien von bis zu 10 % des Grundkapitals, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Genehmigtes Kapital IIDie Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 hat den Vorstand ferner ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 5. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 56.100.000 € gegen Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu insgesamt 18.700.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen in der Regel ausgeschlossen. Die Ermächtigung regelt insbesondere die Möglichkeit des Bezugsrechtsausschlusses, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder zur Bedienung von Options- oder Wandlungsrechten erfolgt. Die den Genehmigten Kapitalia I und II zugrunde liegenden Ermächtigungen zur Ausgabe von neuen Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen sind zum 31. Dezember 2013 nicht ausgenutzt worden. Bedingtes KapitalEs besteht schließlich zum 31. Dezember 2013 das nachfolgend beschriebene Bedingte Kapital: Die Hauptversammlung vom 8. Mai 2013 hat beschlossen, das Grundkapital um weitere bis zu 168.000.000 €, eingeteilt in bis zu 56.000.000 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Unterlegung von Options- oder Wandlungsrechten bzw. Options- oder Wandlungspflichten auf HeidelbergCement-Aktien. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als der Vorstand aufgrund der Ermächtigung bis zum 7. Mai 2018 Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausgibt und die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten von ihren Rechten Gebrauch machen. Options- oder Wandelschuldverschreibungen können auch mit Options- oder Wandlungsverpflichtungen ausgestattet sein. Die Aktionäre haben in der Regel ein Bezugsrecht auf neu emittierte Options- oder Wandelschuldverschreibungen. Die Ermächtigung regelt bestimmte Fälle, in denen der Vorstand das Bezugsrecht der Aktionäre auf Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausschließen kann. Der vollständige Wortlaut des Bedingten Kapitals kann ebenfalls der Satzung entnommen werden, die auf unserer Internetseite veröffentlicht ist (www.heidelbergcement.com unter "Über uns/Corporate Governance/Satzung"). Die dem Bedingten Kapital 2013 zugrunde liegende Ermächtigung zur Ausgabe von Options- oder Wandelschuldverschreibungen ist zum 31. Dezember 2013 nicht ausgenutzt worden. Durch entsprechende volumenmäßige Begrenzung einerseits und aufgrund der Anrechnungsklauseln andererseits ist sichergestellt, dass die Summe aller Bezugsrechtsausschlüsse in den beiden bestehenden genehmigten Kapitalia und dem Bedingten Kapital 2013 eine Grenze von 20 % des bei Wirksamwerden der Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss bestehenden Grundkapitals nicht übersteigt. Die Gesellschaft besitzt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 keine eigenen Aktien und es besteht keine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien. 27 KapitalrücklageDie Kapitalrücklage setzt sich im Wesentlichen aus den zugeflossenen Aufgeldern bei Kapitalerhöhungen zusammen. Zum 31. Dezember 2013 ergab sich keine Änderung gegenüber dem Vorjahr. Kapitalrücklagescroll
28 GewinnrücklagenGewinnrücklagenscroll
1)
Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen
gem. § 58 (2) AktG Angaben zu ausschüttungsgesperrten BeträgenAus der Bewertung zum Zeitwert von zu verrechnendem Vermögen im Zusammenhang mit unmittelbaren Pensionsverpflichtungen aus dem Deferred Compensation Plan ergibt sich ein Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und beizulegendem Zeitwert als nicht zur Ausschüttung verfügbarer Betrag von 1,9 Mio € abzüglich darauf zu bildender passiver latenter Steuern von 0,6 Mio €. Dem ausschüttungsgesperrten Betrag stehen frei verfügbare Gewinnrücklagen von 5.630,0 Mio € gegenüber. Eine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Bilanzgewinn von 130,3 Mio € besteht daher nicht. 29 Sonderposten mit RücklageanteilDie Sonderposten gemäß § 6b EStG wurden in Anwendung der Übergangsvorschriften des BilMoG beibehalten. Im Berichtsjahr wurde der aus dem Vorjahr verbliebene Restbetrag in Höhe von 17,8 Mio € verrechnet. 30 PensionsrückstellungenDie Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Für die Zukunft erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei gehen wir von jährlichen Anpassungen von 2,6 % (i.V. 2,6 %) bei den Anwartschaften und von 1,75 % (i.V. 2,0 %) bei den Renten aus. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung beläuft sich zum 31. Dezember 2013 auf 4,91 % (i.V.: 5,07 %). Bei dem Zinssatz handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und monatlich bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Für die Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde eine Altersgrenze von 67 Jahren herangezogen. Der aufgrund der Neuregelungen durch BilMoG bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen entstandene Zuführungsbetrag in Höhe von insgesamt 58,3 Mio € wird gemäß den Übergangsvorschriften des BilMoG bis zum 31. Dezember 2024 mit mindestens 1/15 in jedem Geschäftsjahr verteilt. Der anteilig im Berichtsjahr zugeführte Betrag beläuft sich auf 3,9 Mio €, dadurch besteht zum Stichtag 31. Dezember 2013 eine Unterdeckung von 42,7 Mio €. 31 SteuerrückstellungDie Steuerrückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Ertragsteuern für Vorjahre, die für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer gebildet wurden. 32 Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle dem Grunde oder ihrer Höhe nach ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Sie enthalten Beträge für Rekultivierungs- und Garantieverpflichtungen, für Verpflichtungen aus rückständigem Urlaub sowie für andere Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Für unterlassene Reparaturen, die im ersten Quartal des folgenden Geschäftsjahres nachgeholt werden, wurden ebenfalls Rückstellungen gebildet. Für getätigte Emissionen werden Rückstellungen in Höhe des Buchwertes der gehaltenen Emissionsrechte gebildet. Gegebenenfalls werden auch mit hinreichender Sicherheit zu erwartende unentgeltliche Zuteilungen für das Geschäftsjahr berücksichtigt. Sofern zur Erfüllung der Verpflichtung darüber hinaus Emissionsrechte benötigt werden, wird insoweit deren Zeitwert am Abschlussstichtag bei der Rückstellungsbewertung zugrunde gelegt. Letzteres war weder zum 31. Dezember 2013 noch zum 31. Dezember 2012 der Fall. Rückstellungen sind zum Erfüllungsbetrag unter Einbeziehung von Preis- und Kostensteigerungen bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Effekte aus Änderungen des Abzinsungszinssatzes und Zinseffekte einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Bei der Ermittlung des Aufzinsungsaufwands wird unterstellt, dass Änderungen des Abzinsungssatzes, des Verpflichtungsumfangs und der Restlaufzeit jeweils zum Ende des Geschäftsjahres eintreten. 33 VerbindlichkeitenRestlaufzeiten von Verbindlichkeitenscroll
*
betreffen im Wesentlichen konzerninterne Finanztransaktionen Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind insbesondere die Verbindlichkeiten aus dem Commercial Paper Programm zu nennen. Fällige Tilgungen wurden planmäßig durchgeführt. 1996 wurde zusammen mit HeidelbergCement Finance B.V., Niederlande, ein zeitlich nicht begrenztes Euro Medium Term Note Programm aufgelegt (Rahmenvereinbarung vom 28. Oktober 1996 über 0,5 Mrd € in der Fassung vom 12. November 1998). Im Jahr 2001 wurde das EMTN-Programm auf 3 Mrd € erweitert. Sechs Jahre später, mit Wirkung zum 27. September 2007, erfolgte eine zweite Erweiterung des Programms um 7 Mrd € auf aktuell 10 Mrd €. Im April 2013 wurde die HeidelbergCement Finance B.V. durch die HeidelbergCement Finance Luxembourg S.A., Luxemburg, als Emittentin ersetzt. Emittentinnen des 10 Mrd € EMTN-Programms sind nunmehr die HeidelbergCement AG und die HeidelbergCement Finance Luxembourg S.A. Zum 31. Dezember 2013 waren insgesamt 2.760 Mio € unter dem EMTN-Programm gezogen; hiervon entfielen 510 Mio € auf die HeidelbergCement Finance B.V., Niederlande, sowie 2.250 Mio € auf die HeidelbergCement Finance Luxembourg S.A., Luxemburg. Zur weiteren Stärkung der Finanzierungsstruktur hatte die HeidelbergCement AG am 20. Dezember 2011 mit der Bayerischen Landesbank, der Landesbank Baden-Württemberg sowie der Landesbank Hessen-Thüringen Schuldscheindarlehen in Höhe von 289 Mio € emittiert. Die Schuldscheindarlehen haben eine Laufzeit bis zum 31. Oktober 2016 und bestehen aus einer Tranche mit variabler und einer Tranche mit fixer Verzinsung. Der fixe Zinssatz liegt bei 6,77 % und der variable bei 4,9 % über dem sechsmonatigen Euribor. Die HeidelbergCement AG hat am 22. Februar 2013 von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch gemacht und hat das am 20. Dezember 2011 begebene variabel verzinste Schuldscheindarlehen in Höhe von 115,5 Mio € mit einer ursprünglichen Laufzeit bis zum 31. Oktober 2016 vorzeitig am 30. April 2013 zu pari zurückgezahlt. Vor dem Hintergrund der guten Liquiditätsentwicklung und der günstigeren Refinanzierungskonditionen am Markt diente diese Maßnahme zur weiteren Senkung der Finanzierungskosten. Gemäß den Kreditbedingungen besteht eine Beschränkung bezüglich der Neuaufnahme zusätzlicher Verschuldung, wenn der konsolidierte Deckungsgrad (d.h. das Verhältnis des Gesamtbetrages des konsolidierten EBITDA zu dem Gesamtbetrag des konsolidierten Zinsergebnisses) des HeidelbergCement Konzerns unter 2 ist. Das konsolidierte EBITDA in Höhe von 2.447 Mio € und das konsolidierte Zinsergebnis in Höhe von 577 Mio € werden auf einer Pro-forma-Basis gemäß den Bedingungen berechnet. Zum Jahresende 2013 betrug der konsolidierte Deckungsgrad 4,24. Durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte VerbindlichkeitenDie syndizierte Kreditlinie in Höhe von 3 Mrd €, die als Bar- und Avallinie genutzt werden kann, ist durch Pfandrechte an Anteilen an direkten Tochterunternehmen der HeidelbergCement AG sowie Garantien von Konzerntöchtern (sogenannte Upstream Guarantees), die rund 70 % des Konzernumsatzes bzw. der Vermögenswerte repräsentieren, besichert. Diese Kreditlinie war zum 31. Dezember 2013 von der HeidelbergCement AG als Barlinie in Höhe von 7,9 Mio € sowie als Avallinie in Höhe von 234,7 Mio € in Anspruch genommen. Weitere Erläuterungen zu den Verbindlichkeitenscroll
34 RechnungsabgrenzungspostenDer im Berichtsjahr ausgewiesene Betrag beinhaltet im Wesentlichen erhaltene Mietzahlungen für das Folgejahr. Sonstige ErläuterungenHaftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenHaftungsverhältnissescroll
Die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften betreffen in Höhe von 681,4 (i.V.: 547,7) Mio € verbundene Unternehmen. Die HeidelbergCement AG haftet im Rahmen der Garantien für aufgenommene Kapitalmarktkredite und für die Einhaltung der Verpflichtungen von verbundenen Unternehmen, insbesondere aus begebenen Anleihen, in Höhe von insgesamt 6.538,0 (i.V.: 7.840,4) Mio €. Die Bürgschaften und Garantien wurden nahezu ausschließlich zugunsten von Tochtergesellschaften gegeben. Auf Basis der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse im Rahmen des internen Kontrollsystems im HeidelbergCement Konzern können wir davon ausgehen, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den betreffenden Gesellschaften erfüllt werden können. Wir gehen daher davon aus, dass wir mit keiner Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen rechnen müssen. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen den Aufwand aus Leasing- und Mietverpflichtungen gegenüber Dritten, bei denen das wirtschaftliche Eigentum nicht der HeidelbergCement AG zuzurechnen ist und der daher auch nicht aktiviert wurde. Bei den geleasten und gemieteten Gegenständen handelt es sich insbesondere um Immobilien und sonstige Anlagegegenstände. Dadurch wird die Liquiditätsplanung stabilisiert. Risiken aus der Schwankung von Leasing- und Mietverpflichtungen bestehen nicht. Zum 31. Dezember 2013 bestanden Zahlungsverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 0,01 (i.V.: 0,01) Mio €. In der nachfolgenden Übersicht sind die Fälligkeiten der finanziellen Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverpflichtungen zum 31. Dezember 2013 dargestellt. scroll
Derivative FinanzinstrumenteRisiken aus dem operativen Geschäft und der Finanzierung eines international tätigen Konzerns entstehen aus Änderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Rohstoffpreisen. Die Risikofelder werden von der Abteilung Group Treasury laufend überwacht und im Rahmen unserer konzerninternen Richtlinien gesteuert. Zur Minimierung dieser Risiken werden derivative Finanzinstrumente als Sicherungsgeschäfte eingesetzt. Währungsrisiken, die aufgrund von Geschäftsvorgängen mit externen Dritten in Fremdwährung entstehen (Transaktionsrisiken), werden durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente mit einem Sicherungshorizont von bis zu zwölf Monaten abgesichert. Es werden Devisenswaps und Devisentermingeschäfte eingesetzt. Auf die Absicherung von Währungsrisiken aus konzerninternen Transaktionen wird verzichtet, da sich die Mittelzu- und -abflüsse in den verschiedenen Währungspaaren auf Konzernebene weitgehend neutralisieren. Externe Neuabschlüsse von derivativen Finanzinstrumenten werden grundsätzlich im Namen der HeidelbergCement AG als In-house Bank des HeidelbergCement Konzerns abgeschlossen. Die externen Partner sind ausnahmslos Banken. Sofern extern abgeschlossene Derivate an Konzerngesellschaften weitergereicht sind, werden diese externen und internen Geschäfte als Mikro-Hedge zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Da die Spiegelungen zu nahezu identischen Konditionen vorgenommen wurden, gleichen sich die zukünftigen Wertschwankungen und Zahlungsstromänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte bis zum Abschlussstichtag weitgehend aus und werden sich auch künftig weitgehend ausgleichen (Volumenkongruenz und Laufzeitkongruenz). Die prospektive Effektivität wird durch die "Critical-Terms-Match-Methode" und die retrospektive Effektivität durch die "Change in Fair Value"-Methode ermittelt. Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheiten erfolgt unter Anwendung der Einfrierungsmethode. Bewertungseinheitenscroll
Die übrigen Devisensicherungsgeschäfte dienen im Wesentlichen der Absicherung von Fremdwährungsdarlehen und -einlagen, wobei auf eine explizite Abbildung als Bewertungseinheit verzichtet wird. Währungsbezogene Geschäftescroll
Bei der Barwertermittlung der Sicherungsderivate erfolgt eine Korrektur um die Zinsabgrenzung zum Stichtag. Für nicht geschlossene Positionen mit negativem Marktwert wurde eine Rückstellung für drohende Verluste in Höhe von 11,6 Mio € gebildet. Die HeidelbergCement AG hat per Ende 2013 Derivate auf Rohstoffe als Bewertungseinheit abgebildet. Dabei handelt es sich um kurzfristige Dieselderivate, die zur Absicherung von Preisschwankungen dienen. Die HeidelbergCement AG hat insgesamt im Jahr 2013 für Tochtergesellschaften Dieselderivate von 6.250 metrischen Tonnen zu einem Durchschnittspreis von 692 €/t gehandelt und zu identischen Konditionen an die Tochtergesellschaften weitergegeben. Die Zahlungsverpflichtungen sind fest kontrahiert und stellen bei der HeidelbergCement AG einen durchlaufenden Posten dar. Die jeweiligen externen und internen Derivate wurden als Mikro-Hedge klassifiziert. Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheit erfolgt unter Anwendung der Einfrierungsmethode, wobei die Effektivität anhand der "Critical-Terms-Match-Methode" nachgewiesen wird. Ohne die Bewertungseinheit wäre für die Derivate eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 12 T€ gebildet worden. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und PersonenEs wurden folgende wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen durchgeführt, wobei über Geschäfte mit mittelbar oder unmittelbar in 100-prozentigem Anteilsbesitz stehenden in den Konzernabschluss der HeidelbergCement AG einbezogenen Unternehmen gem. § 285 Satz 1 Nr. 21 Halbsatz 2 HGB keine Angaben gemacht werden. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personenscroll
Bezüge Aufsichtsrat, VorstandBezüge des Aufsichtsratsscroll
Auf das Geschäftsjahr 2013 entfallende Vorstandsvergütung (DRS 17)scroll
Die Vorstandsmitglieder nehmen an dem im Jahr 2013 aufgelegten Langfristbonusplan 20132015/16 teil. Die Zielwerte für den Plan liegen für Dr. Bernd Scheifele bei 1.188.000 €, für Dr. Dominik von Achten bei 810.000 €, für Daniel Gauthier und Dr. Albert Scheuer bei 63.000 € sowie für die weiteren Vorstandsmitglieder bei je 630.000 €. Der Plan besteht aus zwei gleichgewichteten Komponenten: der Management-Komponente und der Kapitalmarkt-Komponente. Der Zielwert jeder Komponente beträgt für Dr. Bernd Scheifele 594.000 €, für Dr. Dominik von Achten 405.000 €, für Daniel Gauthier und Dr. Albert Scheuer 31.500 € sowie für die weiteren Vorstandsmitglieder je 315.000 €. Der Referenzkurs für die Kapitalmarkt-Komponente beträgt 41,71 €. Dem entsprechen 14.241 Performance Share Units (PSUs) für Dr. Bernd Scheifele, für Dr. Dominik von Achten 9.710 PSUs, jeweils 755 PSUs für Daniel Gauthier und Dr. Albert Scheuer sowie jeweils 7.552 PSUs für die weiteren Vorstandsmitglieder. Gemäß § 285 Nr. 9a Satz 4 HGB ist für die Kapitalmarkt-Komponente der Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung anzugeben. Er beträgt für Dr. Bernd Scheifele 576.000 €, für Dr. Dominik von Achten 392.000 €, für Daniel Gauthier und Dr. Albert Scheuer jeweils 30.500 € sowie für die weiteren Vorstandsmitglieder jeweils 305.000 €. Im Zusammenhang mit der im Vergütungsbericht erläuterten Bonus-Malus-Regelung während der Implementierungsphase erfolgte im Geschäftsjahr 2013 die Auszahlung des zweiten Drittels des Zielwerts des ersten Langfristbonusplans 2011-2013/14 in Höhe von 1,1 Mio € (für Daniel Gauthier und Dr. Albert Scheuer anteilig mit 10 %). Diese Beträge müssen an das Unternehmen zurückerstattet oder mit zukünftigen Zahlungen variabler Vergütungsbestandteile verrechnet werden, soweit der Zielwert nicht erreicht wird. VersorgungszusagenVersorgungszusagenscroll
Die Pensionsregelung von Herrn Daniel Gauthier richtet sich nach dem Pensionsplan der Cimenteries CBR S.A., einem 100 %igen Tochterunternehmen der HeidelbergCement AG mit Sitz in Brüssel, Belgien, durch welches die Pensionszahlung erfolgt. Frühere Mitglieder des Vorstands und deren HinterbliebeneFrühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenescroll
Erklärung gem. § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance KodexVorstand und Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich gemacht (siehe www.heidelbergcement.com, Über uns, Corporate Governance). KonzernverhältnisseDie HeidelbergCement AG stellt einen Konzernabschluss nach § 315a Abs. 1 HGB auf, welcher im Bundesanzeiger offengelegt wird. Honorare des AbschlussprüfersDas für das Berichtsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB nicht angegeben, da es in die Angaben im Konzernabschluss der HeidelbergCement AG einbezogen wird. Stimmrechtsmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)Der Gesellschaft sind bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses folgende Mitteilungen gemäß § 21 WpHG zugegangen: Herr Ludwig Merckle, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 4. November 2010 die Schwelle von 25 % überschritten hat und ihm zu diesem Tag 25,11 % der Stimmrechte zustanden. Davon sind ihm 25,11 % der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Ihm zugerechnete Stimmrechte wurden dabei über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG jeweils 3 % oder mehr betrug, gehalten: KL Holding GmbH, Kötitzer Ledertuch- und Wachstuch-Werke GmbH, Spohn Cement GmbH, UBH Unternehmens- und Beteiligungsholding mbH, Ludwig Merckle GmbH & Co KG, L. Merckle GmbH, Merckle Service GmbH (ehemals Pan GmbH), LH Leder Holding GmbH, LH Leder Holding Vermögensverwaltung GmbH, VEM Vermögensverwaltung GmbH, Horst Plaschna Management GmbH & Co. Beteiligungssanierungs- und -verkaufs KG, VEM Management GmbH, VEM Beteiligungen GmbH und LuMe Vermögensverwaltung GmbH. Von diesen von Herrn Ludwig Merckle kontrollierten Unternehmen haben uns die folgenden Gesellschaften nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihre Stimmrechtsanteile an der HeidelbergCement AG am 21. Januar 2011 die Schwellen von 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten haben und ihnen zu diesem Tag 0,00 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG nach § 21 Abs. 1 WpHG zustanden: KL Holding GmbH, Kötitzer Ledertuch- und Wachstuch-Werke GmbH, SC Vermögensverwaltung GmbH (ehemals Spohn Cement GmbH), Ludwig Merckle GmbH & Co KG, L. Merckle GmbH, Merckle Service GmbH, LH Leder Holding GmbH, LH Leder Holding Vermögensverwaltung GmbH und LuMe Vermögensverwaltung GmbH. Die folgenden Gesellschaften haben uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihre Stimmrechtsanteile an der HeidelbergCement AG am 21. Januar 2011 die Schwellen von 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten haben und ihnen zu diesem Tag 0,09 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG nach § 21 Abs. 1 WpHG zustanden: VEM Vermögensverwaltung GmbH, Horst Plaschna Management GmbH & Co. Beteiligungssanierungs- und -verkaufs KG, VEM Management GmbH und VEM Beteiligungen GmbH. Die UBH Holding GmbH (ehemals UBH Unternehmens- und Beteiligungsholding mbH) hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG davon in Kenntnis gesetzt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG aufgrund der infolge einer Sachkapitalerhöhung geänderten Gesamtzahl der Stimmrechte am 13. Februar 2014 die Schwelle von 25 % unterschritten hat und an diesem Tag 24,95 % betrug. Der UBH Holding GmbH zugerechnete Stimmrechte werden über die von ihr kontrollierte Spohn Cement Beteiligungen GmbH gehalten. Die Spohn Cement Beteiligungen GmbH hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG aufgrund der infolge einer Sachkapitalerhöhung geänderten Gesamtzahl der Stimmrechte am 13. Februar 2014 die Schwelle von 25 % unterschritten hat und an diesem Tag 24,95 % betrug. Die KL Holding GmbH und die Kötitzer Ledertuch- und Wachstuch-Werke GmbH haben uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG jeweils mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 12. März 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 25,428 % betrug. Hiervon werden der KL Holding GmbH 0,476 % und der Kötitzer Ledertuch- und Wachstuch-Werke GmbH 0,298 % gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Weitere 24,951 % von der Spohn Cement Beteiligungen GmbH gehaltene Stimmrechte werden diesen beiden Gesellschaften jeweils gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet. Die UBH Holding GmbH hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 12. März 2014 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 25,133 % betrug. Diese Stimmrechte werden ihr in Höhe von 24,954 % über folgende von ihr kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet: Piwa GmbH, VEM Beteiligungen GmbH, Horst Plaschna Management GmbH & Co. Beteiligungssanierungs- und Verkaufs KG, VEM Vermögensverwaltung Aktiengesellschaft, VEM Spohn GmbH, UBH Spohn GmbH und Spohn Cement Beteiligungen GmbH. Weitere 0,179 % werden ihr gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet. Die VEM Vermögensverwaltung Aktiengesellschaft, die Piwa GmbH, die VEM Beteiligungen GmbH und die Horst Plaschna Management GmbH & Co. Beteiligungssanierungs- und verkaufs KG haben uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG jeweils mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 12. März 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 25,133 % betrug. Diese Stimmrechte werden der VEM Vermögensverwaltung Aktiengesellschaft in Höhe von 24,951 % und den übrigen genannten Gesellschaften jeweils in Höhe von 24,954 % über von ihnen kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Weitere 0,179 % werden den genannten Gesellschaften jeweils gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet. Die VEM Spohn GmbH und die UBH Spohn GmbH haben uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG jeweils mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 12. März 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 25,130 % betrug. Diese Stimmrechte werden diesen beiden Gesellschaften jeweils in Höhe von 24,951 % über die von ihnen kontrollierte Spohn Cement Beteiligungen GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Weitere 0,179 % werden diesen beiden Gesellschaften jeweils gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet. Die Spohn Cement Beteiligungen GmbH hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 12. März 2014 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 25,130 % betrug. Hiervon werden der Spohn Cement Beteiligungen GmbH 0,179 % gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet. Die BlackRock, Inc., New York, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sie am 20. November 2013 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG überschritten hat und sie an diesem Tag 5,12 % der Stimmrechte hielt. Alle Stimmrechte an der HeidelbergCement AG sind der BlackRock, Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die BlackRock Financial Management, Inc., New York, USA, und die BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, USA, haben uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihre Stimmrechtsanteile an unserer Gesellschaft am 21. November 2013 die Schwelle von 5 % überschritten haben und zu diesem Tag 5,004 % betrugen. Alle Stimmrechte an der HeidelbergCement AG sind diesen beiden Gesellschaften gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die First Eagle Investment Management, LLC, New York, USA, eine Tochtergesellschaft der Arnhold and S. Bleichroeder Holdings, Inc., New York, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass am 23. Juni 2011 der zuzurechnende Anteil der Stimmrechte der Arnhold and S. Bleichroeder Holdings, Inc. an unserer Gesellschaft die 5 %-Schwelle überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,12 % betrug. Diese Stimmrechte sind der Arnhold and S. Bleichroeder Holdings, Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 2 und § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Weiterhin informierte uns die First Eagle Investment Management, LLC gemäß §§ 21 Abs. 1, 24 WpHG, dass am 23. Juni 2011 ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft die 5 %-Schwelle überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,12 % betrug. Diese Stimmrechte sind der First Eagle Investment Management, LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Namens und im Auftrag des First Eagle Global Fund, New York, USA, hat uns die First Eagle Investment Management, LLC gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass am 24. Juni 2011 die Stimmrechte des First Eagle Global Fund an der HeidelbergCement AG die Schwelle von 3 % überschritten haben und an diesem Tag 3,05 % betrugen. Die Artisan Partners Asset Management Inc., Milwaukee, USA, hat uns gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sie am 12. März 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG überschritten hat und sie an diesem Tag 4,59 % der Stimmrechte hielt. Diese Stimmrechte sind der Artisan Partners Asset Management Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 und Satz 3 WpHG zuzurechnen. Die folgenden Gesellschaften - alle mit Sitz in Milwaukee, USA - und Personen haben uns gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sie am 9. Mai 2013 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG überschritten haben und an diesem Tag 5,001 % der Stimmrechte hielten: Artisan Partners Limited Partnership, Artisan Investments GP LLC, Artisan Partners Holdings LP, Artisan Partners Asset Management Inc., Artisan Investment Corporation, ZFIC, Inc. sowie Herr Andrew A. Ziegler, USA, und Frau Carlene M. Ziegler, USA. Dieselben Gesellschaften und Personen haben uns weiterhin gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sie am 25. Juni 2013 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG unterschritten haben und an diesem Tag 4,89 % der Stimmrechte hielten und dass sie am 8. Juli 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG unterschritten haben und an diesem Tag 2,98 % der Stimmrechte hielten. Alle Stimmrechte an der HeidelbergCement AG sind diesen Gesellschaften und Personen mit Ausnahme der Artisan Partners Limited Partnership gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 und Satz 3 WpHG zuzurechnen. Der Artisan Partners Limited Partnership sind die Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 zuzurechnen. Die Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 6. Mai 2013 die Schwellen von 3 % und 5 % überschritten und an diesem Tag 5,08 % betragen hat. Davon sind der Commerzbank Aktiengesellschaft 0,01 % der Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Weiterhin informierte uns die Commerzbank Aktiengesellschaft gemäß § 25 Abs. 1 WpHG, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 6. Mai 2013 die Schwelle von 5 % überschritten und an diesem Tag 7,01 % betragen hat. Von diesem Stimmrechtsanteil entfielen 5,08 % auf Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG und 1,93 % auf Stimmrechtsanteile aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG. Ferner teilte uns die Commerzbank Aktiengesellschaft gemäß § 25a Abs. 1 WpHG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 6. Mai 2013 die Schwelle von 5 % überschritten und an diesem Tag 8,60 % betragen hat. Von diesem Stimmrechtsanteil entfielen 5,08 % auf Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG, 1,60 % auf Stimmrechtsanteile aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25a WpHG und 1,93 % auf Stimmrechtsanteile aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG. Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat uns in drei weiteren Mitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG bzw. § 25a Abs. 1 WpHG bzw. § 25 Abs. 1 WpHG davon in Kenntnis gesetzt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 17. Mai 2013 die Schwellen von 5 % und 3 % unterschritten und an diesem Tag 1,61 % betragen hat. Von diesem Stimmrechtsanteil sind der Commerzbank Aktiengesellschaft 0,01 % gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen und 1,60 % entfielen auf Stimmrechtsanteile aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25a WpHG; der Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG betrug 0,0 %. Die SEB AG, Frankfurt, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 6. Mai 2013 die Schwelle von 3 % überschritten und an diesem Tag 3,44 % betragen hat. Weiterhin informierte uns die SEB AG gemäß § 25 Abs. 1 WpHG, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 6. Mai 2013 die Schwelle von 5 % überschritten und an diesem Tag 5,46 % betragen hat. Von diesem Stimmrechtsanteil entfielen 3,44 % auf Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG und 2,02 % auf Stimmrechtsanteile aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG. Die Skandinaviska Enskilda Banken AB (publ), Stockholm, Schweden, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 6. Mai 2013 die Schwelle von 3 % überschritten und an diesem Tag 3,545 % betragen hat. Die Skandinaviska Enskilda Banken AB teilte uns gemäß § 25 Abs. 1 WpHG ferner mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 6. Mai 2013 die Schwelle von 5 % überschritten und an diesem Tag 6,52 % betragen hat. Von diesem Stimmrechtsanteil entfielen 3,545 % auf Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG und 2,973 % - davon 2,02 % über die SEB AG mittelbar gehalten - auf Stimmrechtsanteile aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG. Die SEB AG hat uns in zwei weiteren Meldungen gemäß § 25 Abs. 1 WpHG bzw. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 10. Mai 2013 die Schwellen von 5 % und 3 % unterschritten und an diesem Tag 0 % betragen hat. Auch die Skandinaviska Enskilda Banken AB informierte uns mit zwei Mitteilungen gemäß § 25 Abs. 1 WpHG bzw. § 21 Abs. 1 WpHG, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 10. Mai 2013 die Schwellen von 5 % und 3 % unterschritten und an diesem Tag 0 % betragen hat. Die jeweils aktuelle Aktionärsstruktur kann auf unserer Internetseite www.heidelbergcement.com unter "Investor Relations/Unsere Aktie/Unsere Aktionäre" eingesehen werden. Organe der GesellschaftAufsichtsratFritz-Jürgen HeckmannVorsitzender des Aufsichtsrats Stuttgart; Wirtschaftsjurist Mitglied seit 8. Mai 2003, Vorsitzender seit 1. Februar 2005; Vorsitzender des Vermittlungs- und des Nominierungsausschusses sowie Mitglied des Personal- und des Prüfungsausschusses Externe Mandate:HERMA Holding GmbH + Co. KG2) , Filderstadt (Vorsitzender) | Infoman AG1) , Stuttgart | Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG2) , Ulm | Paul Hartmann AG1) , Heidenheim (Vorsitzender) | Süddeutscher Verlag GmbH2) , München | Südwestdeutsche Medien Holding GmbH2) , Stuttgart | URACA GmbH & Co. KG2) , Bad Urach (Vorsitzender) | Wieland-Werke AG1) , Ulm (Vorsitzender) Heinz SchmittStellvertretender Vorsitzender Heidelberg; Controller; Vorsitzender des Betriebsrats in der Hauptverwaltung, HeidelbergCement AG Mitglied seit 6. Mai 2004, stellvertretender Vorsitzender seit 7. Mai 2009; Mitglied des Prüfungs-, des Vermittlungs- und des Personalausschusses Robert FeigerFrankfurt; Bundesvorsitzender der IG Bauen-Agrar-Umwelt Mitglied seit 2. Januar 2008; Mitglied des Prüfungsausschusses Externe Mandate:BAUER Aktiengesellschaft1) , Schrobenhausen (stellv. Vorsitzender) | Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG2) , Wiesbaden | Zusatzversorgungskasse des Gerüstbaugewerbes VVaG2) , Wiesbaden (Vorsitzender) Josef HeumannBurglengenfeld; Anlagenwärter Brennerei; Vorsitzender des Betriebsrats im Werk Burglengenfeld der HeidelbergCement AG Mitglied seit 6. Mai 2004; Mitglied des Personalausschusses Max Dietrich KleyHeidelberg; Rechtsanwalt Mitglied seit 6. Mai 2004; Mitglied des Prüfungsausschusses Externe Mandate: BASF SE1) , Ludwigshafen Hans Georg KrautSchelklingen; Leiter des Werks Schelklingen der HeidelbergCement AG und Geschäftsführer der Urzeit Weide GbR Mitglied seit 6. Mai 2004; Mitglied des Personal- und des Vermittlungsausschusses Ludwig MerckleUlm; Geschäftsführer der Merckle Service GmbH Mitglied seit 2. Juni 1999; Vorsitzender des Personal- und des Prüfungsausschusses sowie Mitglied des Nominierungsausschusses Externe Mandate:Kässbohrer Geländefahrzeug AG1) , Laupheim (Vorsitzender) | MCS Software und Systeme AG1) , Eltville (Vorsitzender) | MerFam AG2) , Schweiz (Vorsitzender) | PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG2) , Mannheim | VEM Vermögensverwaltung AG1) , Zossen (Vorsitzender) Tobias MerckleLeonberg; geschäftsführender Vorstand des Vereins Seehaus e.V. Mitglied seit 23. Mai 2006; Mitglied des Nominierungs- und Vermittlungsausschusses sowie bis 22. November 2013 des Personalausschusses Alan MurrayNaples, Florida/USA; ehemaliges Mitglied des Vorstands der HeidelbergCement AG Mitglied seit 21. Januar 2010; Mitglied des Personalausschusses seit 22. November 2013 Externe Mandate: Hanson Pension Trustees Limited, Treuhandgesellschaft des Hanson No 2 Pension Scheme2) , Großbritannien | Wolseley plc2) , Jersey, Channel Islands Werner SchraederEnnigerloh; Bauschlosser; Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der HeidelbergCement AG und Vorsitzender des Betriebsrats im Werk Ennigerloh der HeidelbergCement AG Mitglied seit 7. Mai 2009; Mitglied des Prüfungsausschusses Externe Mandate:Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie2) , Heidelberg Frank-Dirk SteiningerFrankfurt; Fachreferent für Arbeitsrecht beim Bundesvorstand der IG Bauen-Agrar-Umwelt Mitglied seit 11. Juni 2008 Univ.-Prof. Dr. Marion Weissenberger-EiblKarlsruhe; Leiterin des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe und Inhaberin des Lehrstuhls für Innovations- und TechnologieManagement (iTM) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Mitglied seit 3. Juli 2012 Externe Mandate:MTU Aero Engines AG1) , München | Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung (StW)2) , Stuttgart (stellv. Mitglied) Die vorgenannten Kennzeichnungen bei den anderen Mandaten bedeuten:
1)
Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden
Aufsichtsräten bei inländischen Gesellschaften Alle Angaben beziehen sich auf den 31. Dezember 2013. VorstandDr. Bernd ScheifeleVorsitzender des Vorstands Verantwortungsbereich: Strategie und Entwicklung, Kommunikation & Investor Relations, Personal, Recht, Compliance, Konzernrevision Vorsitzender des Vorstands seit 2005; bestellt bis Januar 2015 Externe Mandate:PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG2) , Mannheim (Vorsitzender) | Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH1) , Stuttgart (stellv. Vorsitzender) Konzernmandate:Castle Cement Limited2) , Großbritannien | ENCI Holding N.V.2) , Niederlande | Hanson Limited2) , Großbritannien | Hanson Pioneer España, S.L.U.2) , Spanien | HeidelbergCement Holding S.à.r.l.2) , Luxemburg | HeidelbergCement India Limited2) , Indien | HeidelbergCement Netherlands Holding B.V.2) , Niederlande | PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.2) , Indonesien | RECEM S.A.2) , Luxemburg Dr. Dominik von AchtenVerantwortungsbereich: Nordamerika, Einkauf, konzernweite Koordinierung des Competence Center Materials Vorstandsmitglied seit 2007, bestellt bis September 2017 Externe Mandate:TITAL Holding GmbH & Co. KG2) , Bestwig | Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG ("Medienhaus Lensing")2) , Dortmund Konzernmandate:HeidelbergCement Canada Holding Limited2) , Großbritannien | HeidelbergCement UK Holding II Limited2) , Großbritannien | Lehigh Hanson, Inc.2) , USA | Lehigh Hanson Materials Limited2) , Kanada Daniel GauthierVerantwortungsbereich: West- und Nordeuropa (ohne Deutschland), Afrika-Mittelmeerraum, Konzernservice, Umweltnachhaltigkeit Vorstandsmitglied seit 2000; bestellt bis Juni 2016 Externe Mandate:Akçansa Çimento Sanayi ve Ticaret A.S.2) , Türkei (stellv. Vorsitzender) | Carmeuse Holding SA2) , Belgien | Genlis Metal2) , Frankreich Konzernmandate:Castle Cement Limited2) , Großbritannien | CBR Asset Management S.A.2) , Luxemburg (Vorsitzender) | CBR Asset Management Belgien S.A.2) , Belgien (Vorsitzender) | CBR Finance S.A.2) , Luxemburg (Vorsitzender) | CBR International Services S.A.2) , Belgien (Vorsitzender) | Cementrum | B.V.2) , Niederlande | Cementrum II B.V.2) , Niederlande | Cimenteries CBR S.A.2) , Belgien (Vorsitzender) | Cimenterie de Lukala "CILU" SARL2) , Demokratische Republik Kongo | Ciments du Togo SA2) , Togo (Vorsitzender) | Civil and Marine Limited2) , Großbritannien | ENCI Holding N.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | Ghacem Ltd.2) , Ghana (Vorsitzender) | Hanson Building Products Limited2) , Großbritannien | Hanson Pioneer España, S.L.2) , Spanien | Hanson Quarry Products Europe Limited2) , Großbritannien | HC Green Trading Limited2) , Malta | HC Trading International Inc.2) , Bahamas (Vorsitzender) | HC Trading B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | HC Trading Malta Ltd2) , Malta | HCT Holding Malta Limited2) , Malta | HeidelbergCement Asia Pte Ltd2) , Singapur | HeidelbergCement Holding S.à.r.l.2) , Luxemburg | HeidelbergCement Northern Europe AB2) , Schweden (Vorsitzender) | HeidelbergCement UK Holding Limited2) , Großbritannien | Interlacs SARL2) , Demokratische Republik Kongo | International Trading and Finance (ITF) B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | Lehigh B.V.2) , Niederlande (stellv. Vorsitzender) | PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.2) , Indonesien | RECEM S.A.2) , Luxemburg | Scancem International DA2) , Norwegen (Vorsitzender) | Scancem International a.s2) , Norwegen (Vorsitzender) | Tadir Readymix Concrete (1965) Ltd2) , Israel | TPCC Tanzania Portland Cement Company Ltd.2) , Tansania Andreas KernVerantwortungsbereich: Osteuropa-Zentralasien, Deutschland, Verkauf und Marketing, konzernweite Koordinierung zementähnlicher Sekundärstoffe Vorstandsmitglied seit 2000; bestellt bis Juni 2016 Externe Mandate:Basalt-Actien-Gesellschaft1) , Linz am Rhein | Kronimus AG1) , Iffezheim (stellv. Vorsitzender) Konzernmandate:Carpatcement Holding S.A.2) , Rumänien | CaucasusCement Holding B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | Ceskomoravský cement, a.s., nástupnická spolecnost2) , Tschechische Republik (Vorsitzender) | Duna-Dráva Cement Kft.2) , Ungarn (Vorsitzender) | ENCI Holding N.V.2) , Niederlande | Górazdze Cement S.A.2) , Polen (Vorsitzender) | Hanson Pioneer España, S.L.U.2) , Spanien | HeidelbergCement Central Europe East Holding B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | HeidelbergCement Georgia, Ltd.2) , Georgien (stellv. Vorsitzender) | HeidelbergCement Netherlands Holding B.V.2) , Niederlande | Joint Stock Company - Bukhtarminskaya Cement Company2) , Kasachstan (Vorsitzender) | Limited Liability Company Kartuli Cementi2) , Georgien | NCD Nederlandse Cement Deelnemingsmaatschappij B.V.2) , Niederlande | OAO Cesla2) , Russland | Public Joint Stock Company "HeidelbergCement Ukraine"2) , Ukraine | RECEM S.A.2) , Luxemburg | Tvornica Cementa Kakanj d.d.2) , Bosnien-Herzegowina Dr. Lorenz NägerVerantwortungsbereich: Finanzen, Konzernrechnungslegung, Controlling, Steuern, Versicherungen & Risikomanagement, IT, Shared Service Center, LogistikVorstandsmitglied seit 2004; bestellt bis September 2014 Externe Mandate:MVV Energie AG1) , Mannheim | PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG2) , Mannheim Konzernmandate:Castle Cement Limited2) , Großbritannien | Cimenteries CBR S.A.2) , Belgien | ENCI Holding N.V.2) , Niederlande | Hanson Limited2) , Großbritannien | Hanson Pioneer España, S.L.U.2) , Spanien | HeidelbergCement Canada Holding Limited2) , Großbritannien | HeidelbergCement Holding S.à.r.l.2) , Luxemburg | HeidelbergCement India Limited2) , Indien | HeidelbergCement Netherlands Holding B.V.2) , Niederlande | HeidelbergCement UK Holding Limited2) , Großbritannien | HeidelbergCement UK Holding II Limited2) , Großbritannien | Lehigh B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | Lehigh Hanson, Inc.2) , USA | Lehigh Hanson Materials Limited2) , Kanada | Lehigh UK Limited2) , Großbritannien | Palatina Insurance Ltd.2) , Malta | PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.2) , Indonesien | RECEM S.A.2) , Luxemburg Dr. Albert ScheuerVerantwortungsbereich: Asien-Pazifik, konzernweite Koordinierung des Heidelberg Technology Center Vorstandsmitglied seit 2007; bestellt bis August 2017 Externe Mandate:Cement Australia Holdings Pty Ltd2) , Australien | Cement Australia Pty Limited2) , Australien | China Century Cement Ltd.2) , Bermuda | Easy Point Industrial Ltd.2) , Hongkong | Guangzhou Heidelberg Yuexiu Enterprise Management Consulting Company Ltd.2) , China | Jidong Heidelberg (Fufeng) Cement Company Limited2) , China | Jidong Heidelberg (Jingyang) Cement Company Limited2) , China | Squareal Cement Ltd2) , Hongkong Konzernmandate:Butra HeidelbergCement Sdn. Bhd.2) , Brunei (Vorsitzender) (seit 1. Januar 2014) | COCHIN Cements Ltd.2) , Indien | Hanson Building Materials (S) Pte Ltd2) , Singapur | Hanson Investment Holdings Pte Ltd2) , Singapur | Hanson Pacific (S) Pte Limited2) , Singapur | HeidelbergCement Asia Pte Ltd2) , Singapur (Vorsitzender) | HeidelbergCement Bangladesh Limited2) , Bangladesh (Vorsitzender seit 29. Januar 2014) | HeidelbergCement Holding HK Limited2) , Hongkong | HeidelbergCement India Limited2) , Indien | HeidelbergCement Myanmar Company Limited2) , Myanmar | PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.2) , Indonesien (Vorsitzender) Die vorgenannten Kennzeichnungen bei den Mandaten bedeuten:
1)
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden
Aufsichtsräten bei inländischen Gesellschaften Alle Angaben beziehen sich auf den 31. Dezember 2013. Aufstellung des AnteilsbesitzesDie Aufstellung des Anteilsbesitzes des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AG zum 31. Dezember 2013 nach § 313 Abs. 2 bzw. § 285 Nr. 11 HGB ist im Konzernabschluss wiedergegeben. Vorschlag für die Verwendung des BilanzgewinnsVorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, aus dem im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 130.280.382,14 € einen Betrag von 112.500.000,00 € zur Zahlung einer Dividende von 0,60 € je Aktie auf 187.500.000 für das Geschäftsjahr 2013 dividendenberechtigte Stückaktien zu verwenden. Der verbleibende Betrag von 17.780.382,14 € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Heidelberg, den 18. März 2014 HeidelbergCement AG Der Vorstand Bericht des Abschlussprüfers"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den zusammengefassten Lagebericht des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AG, Heidelberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Stuttgart, 18. März 2014 Ernst & Young GmbH Viering, Wirtschaftsprüfer Dr. Orth, Wirtschaftsprüfer Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss der HeidelbergCement AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Heidelberg, 18. März 2014 HeidelbergCement AG Der Vorstand Dr. Bernd Scheifele Dr. Dominik von Achten Daniel Gauthier Andreas Kern Dr. Lorenz Näger Dr. Albert Scheuer Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,das Geschäftsjahr 2013 war von einer soliden operativen Entwicklung geprägt, die sich aber aufgrund der unerwarteten und massiven Abschwächung einer Vielzahl von Währungen gegenüber dem Euro nicht gleichermaßen in Umsatz und operativem Ergebnis des Konzerns widerspiegelte. HeidelbergCement konnte 2013 insbesondere von der wirtschaftlichen Erholung in den USA und dem anhaltenden Wachstum in Schwellenländern profitieren. Die in den letzten Jahren gestarteten konzernweiten Programme zur Verbesserung von Cashflow, Margen und operativer Effizienz haben sich sehr erfolgreich entwickelt. In wichtigen Märkten konnten zudem Preiserhöhungen durchgeführt werden; die Energiekosten waren gleichzeitig leicht rückläufig. Trotz deutlich negativer Wechselkurseffekte wurden das operative Ergebnis und die operative Marge gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Das Ergebnis je Aktie stieg deutlich dank rückläufiger Finanzierungskosten und der geringeren Auswirkung negativer Sondereffekte. Die Nettoverschuldung ist dagegen zum ersten Mal seit mehreren Jahren gestiegen. In der ersten Jahreshälfte hat HeidelbergCement außerplanmäßig in die Erhöhung der Anteile an Cement Australia und Midland Quarry Products in Großbritannien investiert. In beiden Fällen handelte es sich um Gelegenheiten, die sich relativ kurzfristig am Markt ergeben haben. Der Aufsichtsrat hat diese wertsteigernden Investitionen in die mittel- und langfristige Zukunft des Unternehmens intensiv begleitet und in Abwägung der damit verbundenen Chancen und Risiken einhellig mitgetragen. Der Cashflow wurde außerdem von der Zahlung des Bußgelds im deutschen Kartellfall belastet. In der zweiten Jahreshälfte führten Wechselkurseffekte zu einer Abwertung von Zahlungsmittelbeständen und damit insgesamt zu einer steigenden Nettoverschuldung. Gleichwohl konnte die Finanzierungsstruktur von HeidelbergCement unter anderem durch die Platzierung von zwei Anleihen in Höhe von insgesamt 800 Mio € und einem Zinscoupon von nur 3,25 % p.a. weiter verbessert werden. Beratung und ÜberwachungDer Aufsichtsrat hat die vorgenannten Maßnahmen eng begleitet und in den ordentlichen Sitzungen des Plenums und seiner Ausschüsse sowie in Kontakten außerhalb von Sitzungen mit dem Vorstand erörtert. Er hat sich darüber hinaus regelmäßig und ausführlich sowohl schriftlich als auch mündlich über die beabsichtigte Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, den Gang der Geschäfte sowie die Rentabilität der Gesellschaft berichten lassen. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden ihm vom Vorstand im Einzelnen erläutert. Der Vorstand stimmte insbesondere die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die zustimmungspflichtigen Investitionsprojekte und Finanzierungsangelegenheiten wurden vor Beschlussfassung vom Vorstand erläutert und mit diesem diskutiert. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass der Vorstand ein funktionierendes Risikomanagementsystem installiert hat, das geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Dies hat er sich auch vom Abschlussprüfer bestätigen lassen. Er hat sich ferner vom Ausbau und von der Wirksamkeit des Compliance-Programms überzeugt, das die konzernweite Beachtung von Gesetz, Recht und internen Richtlinien sicherstellt. In den entsprechenden Sitzungen standen dem Prüfungsausschuss neben den Mitgliedern des Vorstands die jeweiligen Fachverantwortlichen des Unternehmens unterhalb der Vorstandsebene für Auskünfte und Fragen zur Verfügung. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erörterten prüfungsrelevante Themen außerhalb der Sitzungen und ohne Beteiligung des Vorstands mit dem Abschlussprüfer. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand zudem in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden auch außerhalb von Sitzungen. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und dem Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen hat. Themen der Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner AusschüsseDas Aufsichtsratsplenum tagte im Berichtsjahr fünfmal, der Prüfungsausschuss trat ebenso wie der Personalausschuss jeweils dreimal zu einer Sitzung zusammen. Der Nominierungsausschuss hielt zwei Sitzungen ab. Sitzungen des Vermittlungsausschusses nach § 27 Abs. 3 MitbestG waren nicht erforderlich. Darüber hinaus hat im Berichtsjahr der Prüfungsausschuss dreimal im Wege von Telefonsitzungen die jeweilige Quartalsberichterstattung im Vorfeld ihrer Veröffentlichung erörtert. Über das Ergebnis der Ausschusssitzungen wurde in der jeweils nachfolgenden Plenumssitzung berichtet. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sowie seiner Ausschüsse werden im Kapitel Corporate Governance auf Seite 149 f. aufgeführt. Die Präsenz in den fünf ordentlichen Plenumssitzungen vom Februar, März, Mai, September und November lag bei 91,7 %. Gegenstand der Sitzungen waren unter anderem die Feststellung des Jahres- und Konzernjahresabschlusses 2012, die Verabschiedung der operativen Planung 2013 und die Vorbereitung der Hauptversammlung 2013, ferner Berichterstattungen über den Geschäftsverlauf und über den Stand der Finanzverbindlichkeiten sowie Beschlussfassungen zu aktuellen Corporate Governance-Themen einschließlich der Entscheidungen über die variablen Teile der Vorstandsvergütung. Ein Schwerpunkt der Aufsichtsratstätigkeit im Berichtsjahr waren erneut umfangreiche Finanzierungsentscheidungen. Der Aufsichtsrat war mit der erfolgreichen Reduzierung der Kreditmargen innerhalb des syndizierten Kreditvertrags im Juni 2013 und der Aufstockung des zur kurzfristigen Refinanzierung dienenden Commercial Paper Programms von 1 Mrd € auf 1,5 Mrd € befasst. Ferner war er in Entscheidungen über Ziehungen unter dem zur mittel- und langfristigen Finanzierung dienenden EMTN-Rahmenprogramm einbezogen. Er befasste sich mit der im Mai 2013 begebenen fünfmonatigen 75 Mio € Euroanleihe, mit der im Oktober 2013 erfolgten Platzierung einer siebenjährigen 300 Mio € Euroanleihe und der im Dezember emittierten achtjährigen 500 Mio € Euroanleihe. In seiner Märzsitzung hat sich der Aufsichtsrat unter anderem ausführlich mit der Aufstockung des Anteilsbesitzes an Cement Australia, dem führenden australischen Zementhersteller, auf 50 % befasst und in der Septembersitzung mit der Erhöhung des Anteilsbesitzes an dem britischen Gemeinschaftsunternehmen Midland Quarry Products auf 100 %. Er hat beiden Investitionsprojekten nach eingehender Prüfung seiner Auswirkungen auf die laufende und künftige Markt-, Ertrags- und Finanzsituation des Unternehmens zugestimmt. Der Aufsichtsrat begrüßt und fördert damit die nachhaltige Stärkung und den Ausbau von Marktpositionen in Kerngeschäftsbereichen. Des Weiteren ließ er sich regelmäßig im Berichtsjahr über die Fortschritte der laufenden Programme zur Verbesserung der operativen Margen unterrichten: Dies betrifft die Preisinitiativen "PERFORM" (Geschäftsbereich Zement) und "CLIMB Commercial" (Geschäftsbereich Zuschlagstoffe), das Effizienzsteigerungsprogramm "FOX 2013" mit den Projekten "CLIMB" im Zuschlagstoffbereich und "OPEX" im Zementbereich sowie das Programm "LEO" zur Optimierung der Abläufe und Reduktion der Aufwendungen im Bereich Logistik. Im Juni 2013 hat der Bundesgerichtshof über das seit mehr als zehn Jahren laufende Kartellbußgeldverfahren gegen HeidelbergCement und mehrere deutsche Zementunternehmen abschließend entschieden und die vom Oberlandesgericht Düsseldorf im Jahr 2009 verhängten Kartellbußen im Wesentlichen bestätigt. Obwohl die sanktionierten Vorgänge lange zurückliegen und die Gerichte das ursprünglich vom Bundeskartellamt gegen HeidelbergCement verhängte Bußgeld um fast die Hälfte auf 161,4 Mio € gekürzt haben, können Vorstand und Aufsichtsrat mit dem Ausgang des Verfahrens keineswegs zufrieden sein. Der Aufsichtsrat hat sich während des Verfahrens und im Anschluss mehrfach, zuletzt in seiner Septembersitzung, eingehend mit dem Fall befasst und die Vorhaben des Vorstands zum weiteren Ausbau der Kartell-Compliance mit dem Ziel eines möglichst umfassenden und vorbeugenden Kartell-Compliance-Systems aktiv gefördert und unterstützt. Das Ziel kartellrechtskonformen Wirtschaftens hat bei HeidelbergCement unverändert hohe Priorität. Etwaige Verstöße gegen Gesetze oder die unternehmenseigenen Verhaltensregeln durch Mitarbeiter werden weltweit, unter keinen Umständen toleriert, sondern mit angemessenen Sanktionen belegt. Schulungen auf allen Hierarchieebenen und elektronische Lernplattformen machen die Kartellrechtsregeln im Unternehmen bekannt und vervollständigen das Compliance-System. In seiner Sitzung im November ließ sich der Aufsichtsrat über das Verbesserungspotenzial beim Kundenmanagement berichten und wie dieses realisiert werden kann. Gegenstand einer intensiven Beratung und Beschlussfassung war außerdem die Anpassung des 2011 aufgelegten Vorstandsvergütungssystems an die zwischenzeitlich eingetretenen Entwicklungen der Vorstandsvergütungen in den DAX 30-Gesellschaften, zu denen HeidelbergCement gehört. Die Überprüfung der Vorstandsvergütung in regelmäßigen Abständen durch den Aufsichtsrat ist vom Aktiengesetz und dem Corporate Governance Kodex vorgegeben und in den Vorstandsanstellungsverträgen festgeschrieben. Die in der Novembersitzung beschlossene Stärkung der variablen Vergütungsanteile an der Gesamtvergütung ab dem 1. Januar 2014, vor allem die verstärkte Ausrichtung auf langfristige variable Vergütungsanteile, trägt den Erwartungen der Kapitalmärkte Rechnung, Vorstände an den Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung angemessen zu beteiligen. Die variablen Vergütungsbestandteile an der Gesamtvergütung werden für ein ordentliches Vorstandsmitglied von 62 % auf 67 % aufgewertet, für den Vorstandsvorsitzenden von 62 % auf 71 %. Umgesetzt wird dies dadurch, dass der Zielwert des Jahresbonus für ein ordentliches Vorstandsmitglied ab 2014 80 % vom festen Jahresgehalt (zuvor 70 %) und der Zielwert des Langfristbonus 125 % (zuvor 90 %) vom festen Jahresgehalt betragen wird. Beim Vorstandsvorsitzenden beträgt der Zielwert des Jahresbonus ab 2014 100 % vom festen Jahresgehalt (zuvor 70 %) und der Zielwert des Langfristbonus 150 % (zuvor 90 %). Für Detailinformationen wird auf den Vergütungsbericht auf der Seite 135 f. verwiesen. Der Aufsichtsrat hat sich nach intensiver Befassung mit dem Vergütungsniveau der DAX-Unternehmen und begleitet von einem externen Vergütungsexperten zur Anpassung des Vorstandsvergütungssystems ab dem 1. Januar 2014 entschlossen und ist überzeugt, damit eine vergütungsgerechte und faire Grundlage für weiterhin exzellente Managementleistungen gelegt zu haben. Das angepasste Vergütungssystem wird der Hauptversammlung am 7. Mai 2014 unter dem Tagesordnungspunkt 7 (Say on Pay) zur Erörterung und Beschlussfassung vorgelegt. Der Prüfungsausschuss befasste sich in seinen Sitzungen mit dem Jahres- und Konzernjahresabschluss 2012 und den Prüfungsschwerpunkten, den Status-quo-Berichten aus den Bereichen Innenrevision, Risikomanagement, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Compliance, dem Halbjahresbericht sowie den Quartalsberichten im Geschäftsjahr 2013, der Vorbereitung des Vorschlags des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung 2013 für die Bestellung des Abschluss- und Konzernabschlussprüfers und, nachdem die Hauptversammlung diesem Bestellungsvorschlag gefolgt ist, mit der Vergabe des Auftrags an die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young zur Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernjahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2013. Er legte in diesem Zusammenhang die Schwerpunkte der Abschlussprüfung fest. Der Prüfungsausschuss wurde schließlich mit den bereits erwähnten Platzierungen von drei Euroanleihen unter dem EMTN-Programm befasst. Gegenstand der Sitzungen des Personalausschusses waren unter anderem die Vorberatung und Beschlussempfehlung an den Aufsichtsrat zur Festsetzung der variablen Vorstandsvergütungen 2012 sowie die Festsetzung der Parameter für die variablen Vorstandsvergütungen 2013 bzw. 2013 bis 2015/16. Der Personalausschuss bereitete auch die Überprüfung und Anpassung des Vorstandsvergütungssystems an die Entwicklungen der Vorstandsvergütungen innerhalb der DAX 30-Gesellschaften intensiv vor. Gegenstand der Sitzungen und Beschlussfassung im Nominierungsausschuss war die Nominierung von Frau Prof. Dr. Marion Weissenberger-Eibl als Kandidatin der Anteilseignervertreter für die Nachwahl durch die Hauptversammlung 2013 sowie die Vorberatung geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten der Anteilseignervertreter, die der Hauptversammlung 2014 zur Wahl vorgeschlagen werden sollen. Interessenkonflikte eines Aufsichtsrats bei der Behandlung von Themen im Aufsichtsrat sind nicht aufgetreten. Es bestanden im Berichtsjahr 2013 auch keine Berater- oder sonstige Dienst- oder Werkverträge zwischen einem Mitglied des Aufsichtsrats und dem Unternehmen. Corporate GovernanceDie Entsprechenserklärung im Berichtsjahr wurde vom Vorstand am 5. Februar 2013 und vom Aufsichtsrat am 7. Februar 2013 abgegeben. Die Entsprechenserklärung für das laufende Jahr wurde am 5. Februar 2014 durch den Vorstand und am 7. Februar 2014 durch den Aufsichtsrat abgegeben. Ihr vollständiger Wortlaut ist im Abschnitt Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG im Kapitel Corporate Governance auf Seite 130 wiedergegeben. Die Entsprechenserklärungen werden für die Aktionäre auf der Internetseite des Unternehmens dauerhaft zugänglich gemacht. Der Aufsichtsrat folgt hinsichtlich der künftigen eigenen Besetzung und der des Vorstands nunmehr uneingeschränkt den Vorgaben des Corporate Governance Kodex zu den Grundsätzen der Diversity bei der Besetzung von Gremien und Leitungsfunktionen im Unternehmen. Bei seiner eigenen Besetzung setzt er die im Kodex niedergelegten Diversity-Ziele durch folgende konkrete Ziele um: Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats spiegelt die nationale und internationale Ausrichtung von HeidelbergCement als einem führenden Baustoffhersteller angemessen wider. Dem Aufsichtsrat gehören mindestens drei von den Anteilseignern gewählte Mitglieder an, die unabhängige Mitglieder im Sinn von Ziffer 5.4.2 des Kodex sind. Dem nach dem Ende der Hauptversammlung 2014 neu konstituierten Aufsichtsrat sollen mindestens zwei Frauen angehören. Die Regelaltersgrenze beträgt für Aufsichtsräte 75 Jahre. Mit den vorgenannten Zielen strebt der Aufsichtsrat an, dem Unternehmen einen vielfältig ausgerichteten Sachverstand zur Verfügung zu stellen und einen möglichst breit angelegten Kandidatenpool für die Auswahl künftiger Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung zu haben. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass seine gegenwärtige Zusammensetzung mit Ausnahme der für das Jahr 2014 angestrebten Besetzung mit zwei Frauen - gegenwärtig gehört dem Aufsichtsrat eine Frau an - bereits seinen Zielsetzungen entspricht. Der Aufsichtsrat begrüßt und fördert zudem das Ziel des Vorstands, beim Anteil von Frauen in Führungspositionen bis 2020 mit dem Anteil von im Unternehmen beschäftigten Frauen gleichzuziehen. Damit wird der Anteil von Frauen in Führungspositionen in Deutschland von derzeit 7 % auf 15 % mehr als verdoppelt. Hinsichtlich der Vergütungsstruktur für die Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2013 wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf die Ausführungen zur Vorstandsvergütung im Corporate Governance Bericht auf Seite 135 f. verwiesen. Dort ist auch das bisher geltende Vorstandsvergütungssystem, das am 1. Januar 2011 in Kraft trat, beschrieben und die Anpassung ab dem 1. Januar 2014. Der Aufsichtsrat führte erneut im Oktober und November 2013 die vom Corporate Governance Kodex verlangte regelmäßige Effizienzprüfung seiner Tätigkeit durch. Schwerpunkte der Überprüfung waren die sachgerechte Informationsvermittlung, die effiziente Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand hinsichtlich der strategischen Ausrichtung des Unternehmens und Fragen der strukturellen Gliederung des Unternehmens. Die Aufsichtsräte haben sich umfassend an einer schriftlich vorbereiteten Umfrage beteiligt und wichtige Anregungen zur Verbesserung der Arbeit im Aufsichtsrat und zur Kommunikation mit dem Vorstand gegeben. Die Ergebnisse der Überprüfung wurden in der Novembersitzung des Aufsichtsrats ausführlich vorgestellt und erläutert. Anschließend hat sie der Vorsitzende des Aufsichtsrats dem gesamten Vorstand zur Verfügung gestellt und mit dem Vorstandsvorsitzenden besprochen. Den Anregungen des Kodex folgend wurden die zuletzt im Geschäftsjahr 2012 abgehaltenen internen Schulungsveranstaltungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats in der Februarsitzung 2014 wieder aufgenommen. Weitere Schulungen sind regelmäßig in Aussicht genommen. Der Aufsichtsrat bekräftigt damit erneut sein Bekenntnis zu guter Corporate Governance im Unternehmen. Schließlich waren die von der Regierungskommission zunächst zur öffentlichen Diskussion gestellten und dann im Mai 2013 beschlossenen Änderungen des Corporate Governance Kodex Gegenstand von mehreren Sitzungen des Aufsichtsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Änderungen des Kodex vor allem in den Vorgaben für die Vorstandsvergütung und deren Transparenz werden mit dem im November der Berichtsperiode angepassten Vorstandsvergütungssystem uneingeschränkt befolgt. Die Mustertabellen zum einheitlichen Ausweis der Vergütungen im Vergütungsbericht werden bereits für das abgelaufene Geschäftsjahr 2013 und damit ein Jahr vor dem im Kodex vorgegebenen Zeitpunkt verwendet. Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses und des KonzernjahresabschlussesVor Vergabe des Auftrags zur Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und des Konzerns wurden mit dem Abschlussprüfer, der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, Prüfungsschwerpunkte, Prüfungsinhalte und Prüfungskosten diskutiert. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Februar 2014 über die vorläufigen, noch nicht testierten Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2013 und über den Stand der Abschlussarbeiten informiert. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der HeidelbergCement AG und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 sowie der zusammengefasste Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns wurden vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Abschlussunterlagen und Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern zugesandt. Zunächst hat sich der Prüfungsausschuss in Gegenwart der Abschlussprüfer intensiv mit dem Abschluss befasst. Der Abschlussprüfer hat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Sodann hat der Aufsichtsrat den Abschluss, wiederum in Anwesenheit der Abschlussprüfer, ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat nahm die Prüfungsergebnisse zustimmend zur Kenntnis. Er prüfte den Jahres- und Konzernjahresabschluss, den zusammengefassten Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns. Das Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und das Ergebnis seiner eigenen Prüfung entsprechen vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind auch vom Aufsichtsrat keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat daher den Jahresabschluss und den Konzernjahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns, einschließlich der Ausschüttung einer um 0,13 € erhöhten Dividende in Höhe von 0,60 € je Aktie (i.V.: 0,47 € je Aktie), angeschlossen. Personalia und DankDie Hauptversammlung 2013 hat die gerichtliche Bestellung von Frau Prof. Dr. Marion Weissenberger-Eibl als Vertreterin der Anteilseigner im Aufsichtsrat mit überzeugendem Abstimmungsergebnis bestätigt. Frau Prof. Dr. Marion Weissenberger-Eibl stellt sich ebenso wie weitere vier Vertreter der Anteilseigner der Hauptversammlung am 7. Mai 2014 für eine weitere Amtsperiode zur Wahl. Der Aufsichtsrat ist der Überzeugung, mit den vorgeschlagenen Kandidaten in Einklang mit dem Gesetz, dem Kodex und den selbst gesetzten Zielen für seine Idealbesetzung der Hauptversammlung 2014 einen wohlausgewogenen Vorschlag zu unterbreiten. Die Teilnahme der zur Wahl stehenden Aufsichtsratskandidaten an den Sitzungen des Plenums und der Ausschüsse im Berichtsjahr wird individualisiert zusammen mit einem Kurzlebenslauf zur Erhöhung der Transparenz und guter Corporate Governance auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Die Arbeitnehmer haben ihre Vertreter für den Aufsichtsrat bereits im Februar 2014 gewählt. Diese werden auf der Internetseite des Unternehmens vorgestellt. Ein besonderer Dank des Aufsichtsrats geht an Herrn Max Dietrich Kley. Mit dem Erreichen der Regelaltersgrenze stellt Herr Kley sein Mandat im Aufsichtsrat, dem er seit zehn Jahren angehört, mit Ablauf der diesjährigen Hauptversammlung zur Verfügung. Herr Kley hat durch seine aktive Mitarbeit im Aufsichtsrat diesen geprägt und ist dem Unternehmen in allen wichtigen Finanzierungsentscheidungen der vergangenen Jahre beratend zur Seite gestanden. Dafür gebührt Herrn Kley aufrichtiger Dank und besondere Anerkennung. Mit der Kandidatur von Herrn Dr. Jürgen M. Schneider, dem früheren Finanzvorstand von Bilfinger SE und jetzigem hauptamtlichen Dekan der Fakultät für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim, setzt der Aufsichtsrat bei seiner Besetzung insbesondere auf Kontinuität in der Expertise in Finanz- und Bilanzierungsfragen und ist davon überzeugt, mit ihm einen würdigen Nachfolger für Herrn Kley gefunden zu haben. Eine Kontinuität in der Besetzung des Aufsichtsrats ist auch für seine nächste Amtsperiode vorgesehen: Bis auf Herrn Kley stellen sich alle amtierenden Mitglieder des Aufsichtsrats in der Hauptversammlung am 7. Mai 2014 zur Wiederwahl. Ende November 2013 waren noch Veränderungen in der Zusammensetzung des Personalausschusses zu verzeichnen: Herr Tobias Merckle hat sein Mandat im Personalausschuss zugunsten von Herrn Alan Murray zurückgegeben. Damit wird der Personalausschuss künftig zugunsten einer noch stärkeren Betonung des Diversity-Gedankens mit einem international erfahrenen, unabhängigen Branchenkenner besetzt sein. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Tobias Merckle für seine wertvolle, aktive und stets konstruktive Mitarbeit in diesem Ausschuss in den letzten vier Jahren. Der Aufsichtsrat dankt schließlich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihren hohen persönlichen Einsatz und ihre Leistung für das Unternehmen im Geschäftsjahr 2013.
Heidelberg, 18. März 2014 Für den Aufsichtsrat Mit freundlichen Grüßen Fritz-Jürgen Heckmann, Vorsitzender Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der HeidelbergCement AG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013 wurden vom Aufsichtsrat am 18. März 2014 gebilligt. Das Datum der Feststellung des Jahresabschlusses war damit der 18. März 2014. GewinnverwendungsbeschlussDie ordentliche Hauptversammlung der HeidelbergCement AG vom 7. Mai 2014 hat beschlossen, den im festgestellten Jahresabschluss der HeidelbergCement AG zum 31. Dezember 2013 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 130.280.382,14 € wie folgt zu verwenden: Zahlung einer Dividende von 0,60 € je dividendenberechtigter Stückaktie; auf 187.500.000 für das Geschäftsjahr 2013 dividendenberechtigte Stückaktien entfällt somit eine Dividendensumme von 112.500.000 €. Der danach verbleibende Bilanzgewinn von 17.780.382,14 € wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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