![]() HeidelbergCement AGHeidelbergJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Zusammengefasster Lagebericht des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AGEs ist möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Geschäftsbericht aufgrund von Rundungen nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren. Grundlagen des KonzernsGeschäftsmodellHeidelbergCement gehört zu den weltweit größten Baustoffunternehmen und ist auf fünf Kontinenten tätig. Unsere Produkte werden für den Bau von Häusern, Verkehrswegen, Gewerbe- und Industrieanlagen verwendet und bedienen damit die Nachfrage einer wachsenden Weltbevölkerung nach Wohnraum, Mobilität und wirtschaftlicher Entwicklung. ProdukteUnsere Kernaktivitäten umfassen die Herstellung und den Vertrieb von Zement und Zuschlagstoffen, den beiden wesentlichen Rohstoffen für die Herstellung von Beton. Unsere Produktpalette wird maßgeblich durch die nachgelagerten Aktivitäten Transportbeton und Asphalt ergänzt. Darüber hinaus bietet HeidelbergCement Dienstleistungen an, wie den weltweiten Handel mit Zement und Kohle über den Seeweg. Bei unseren Kernprodukten Zement und Zuschlagstoffe (Sand, Kies und Schotter) handelt es sich in der Regel um homogene Massengüter. Deren Produkteigenschaften sind genormt, um die erforderliche Stabilität, Zuverlässigkeit und Verarbeitbarkeit in der Anwendung zu sichern. Zemente werden nach Früh- und Endfestigkeit und ihrer Zusammensetzung unterschieden. Neben Zementen, die zu 100 % aus Klinker bestehen, gibt es sogenannte Kompositzemente, bei denen ein Teil des Klinkers durch alternative Rohstoffe, wie zum Beispiel Flugasche, gemahlene Schlacke oder Kalkstein, ersetzt wird. Da die Produktion von Klinker energieintensiv ist und große Mengen CO2 freisetzt, kann man durch die Verwendung alternativer Rohstoffe die natürlichen Ressourcen schonen und CO2 -Emissionen senken. Zement wird als Bindemittel hauptsächlich in der Produktion von Beton eingesetzt. Zuschlagstoffe werden nach Korngröße und Beschaffenheit unterschieden. Sie werden als Hauptbestandteil in der Produktion von Beton und Asphalt und als Tragschichten beim Bau von Infrastruktur, z.B. im Straßenbau, verwendet. Beton ist eine Mischung aus Zuschlagstoffen (ca. 80%), Zement (ca. 12%) und Wasser. Beton ist nach Wasser der am meisten verwendete Stoff auf unserem Planeten. Häufig wird Beton mit Fahrmischern auf die Baustelle gebracht und vor Ort in Verschalungen gegossen. Darüber hinaus wird Beton auch zur Produktion von Betonfertigteilen, wie z.B. Treppen, Deckenelementen oder Tragwerksteilen, verwendet. Asphalt ist eine Mischung aus Zuschlagstoffen (ca. 95 %) und Bitumen und wird in der Regel als Deckschicht im Straßenbau eingesetzt. 2015 hat HeidelbergCement 81,1 (i.V.: 81,8) Mio t Zement, 249,2 (i.V.: 243,6) Mio t Zuschlagstoffe, 36,7 (i.V.: 36,6) Mio cbm Transportbeton und 9,1 (i.V.: 9,3) Mio t Asphalt verkauft. Standorte und AbsatzmärkteAufgrund des hohen Gewichts von Zement und Zuschlagstoffen im Vergleich zum Preis erfolgt die Produktion in der Regel in der Nähe der Absatzmärkte. Der Transportradius von Zement auf der Straße liegt normalerweise bei unter 200 km. Bei Zuschlagstoffen und Transportbeton liegt der Lieferradius auf Straßen bei unter 100 km. Als Konsequenz verfügen wir in den mehr als 40 Ländern, in denen wir Baustoffe anbieten, auch über entsprechende Produktionsstätten vor Ort. Weltweit betreiben wir 85 Zementwerke (sowie 16 im Rahmen von Gemeinschaftsunternehmen), mehr als 600 Steinbrüche und Kiesgruben und weit über 1.000 Produktionsstätten für Transportbeton. Insgesamt sind unsere 45.453 Mitarbeiter an rund 2.100 Standorten (zuzüglich über 200 von Gemeinschaftsunternehmen) auf fünf Kontinenten tätig. OrganisationsstrukturHeidelbergCement ist in fünf geografische Konzerngebiete untergliedert: West- und Nordeuropa, Osteuropa-Zentralasien, Nordamerika, Asien-Pazifik und Afrika-Mittelmeerraum (siehe Zuordnung der Länder im Organigramm unten). Im sechsten Konzerngebiet Konzernservice haben wir unseren weltumspannenden Handel, insbesondere mit Zement, Klinker und Brennstoffen, zusammengefasst. Innerhalb der geografischen Konzerngebiete haben wir unsere Aktivitäten in vier Geschäftsbereiche untergliedert. Deren Einteilung haben wir nach dem Verkauf der Bauprodukte in Nordamerika und Großbritannien Ende 2014 leicht geändert. Die Geschäftsbereiche unserer Kernaktivitäten Zement und Zuschlagstoffe blieben dabei unverändert. Hier berichten wir über die wesentlichen Rohstoffe, die für die Herstellung der nachgelagerten Aktivitäten Transportbeton und Asphalt erforderlich sind, die im dritten Geschäftsbereich zusammengefasst werden. Zum vierten Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-Sonstiges gehören insbesondere die Aktivitäten unserer Gemeinschaftsunternehmen. Außerdem berichten wir hier über die Bauprodukte, die noch in einigen wenigen Ländern hergestellt werden. Organisationsstruktur der Konzerngebiete und Geschäftsbereiche![]() GeschäftsprozesseHeidelbergCement arbeitet als vollintegriertes Baustoffunternehmen. Zu den wesentlichen Geschäftsprozessen gehören der Abbau von Rohstoffen, die Produktion von Baustoffen sowie deren Vermarktung und Lieferung an die Kunden. Das operative Geschäft wird unterstützt durch zentrale Kompetenzzentren im Bereich Technik sowie durch Shared Service Center in einzelnen Ländern und Regionen. Zu den operativen Geschäftsprozessen zählen die geologische Erkundung von Rohstofflagerstätten, der Kauf oder die Pacht des Grundstücks auf dem die Lagerstätten liegen, das Einholen von Abbaugenehmigungen und Umweltverträglichkeitszertifikaten, der Aufbau der Fertigungsanlagen in Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern sowie die eigentliche Produktion der Baustoffe inklusive Abbau der Rohstoffe und Wartung der Anlagen. Externe EinflussfaktorenDie bedeutendsten externen Einflussfaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung des HeidelbergCement Konzerns sind der Witterungsverlauf, das Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum sowie die Entwicklung des Regulierungsumfelds und des Wettbewerbs in den Märkten, in denen wir tätig sind. Strategie und ZieleDas Ziel von HeidelbergCement ist die langfristige Steigerung des Unternehmenswerts durch ein nachhaltiges, am Ergebnis orientiertes Wachstum. Wir wollen unseren Kunden auch in Zukunft überzeugende Qualität und innovative Produkte zu marktgerechten Preisen liefern, unseren Anteilseignern Perspektiven eröffnen und allen Beschäftigten sichere und attraktive Arbeitsplätze bieten. Mit unseren Maßnahmen für Klimaschutz und Artenvielfalt sowie der Übernahme von sozialer Verantwortung an allen Standorten weltweit integrieren wir wirtschaftliche, ökologische und soziale Ziele in unsere Geschäftsstrategie. WachstumHeidelbergCement hat in den vergangenen fünf Jahren durch die Steigerung von Ergebnis und Mittelzufluss und die Stärkung seiner Finanzierungsstruktur ein solides Fundament für eine Beschleunigung des künftigen Wachstums geschaffen. HeidelbergCement ist sehr gut positioniert, um Wachstumschancen in wichtigen reifen Märkten und in Schwellenländern zu nutzen. Aufgrund der in den vergangenen Jahren in vielen Schwellenländern getätigten Investitionen stehen moderne Kapazitäten zur Verfügung, um das erwartete Marktwachstum zu bedienen. In den reifen Märkten verfügen wir über Kapazitätsreserven und Importmöglichkeiten, mit denen wir die sich erholende Marktnachfrage abdecken können. Zusätzlich beabsichtigt HeidelbergCement, die vertikale Integration in urbanen Zentren als wichtigen Treiber für künftiges Wachstum und Wertschaffung weiter zu stärken. Dabei integrieren wir Produktionsstätten unterschiedlicher Geschäftsbereiche, wie Zement, Zuschlagstoffe, Transportbeton und Asphalt, in einem Produktionsnetzwerk. Übergreifende Prozesse, wie beispielsweise Logistik, werden zentral über einheitliche IT-Plattformen gesteuert und damit wird der Einsatz von Ressourcen optimiert. Darüber hinaus werden auch Geschäftsaktivitäten integriert, zum Beispiel durch gemeinsame Vertriebsstrukturen und das Anbieten kompletter, geschäftsbereichsübergreifender Lösungen und zusätzlicher Leistungen. Mit diesen Schritten will HeidelbergCement seine operative Leistungsfähigkeit in noch stärkerem Maß als bisher zur Geltung bringen. Gleichzeitig streben wir einen noch besseren Kundenservice und eine Optimierung der Lieferkapazitäten an. Für die Zukunft beabsichtigt HeidelbergCement, in urbanen Zentren weltweit vertikal integrierte Positionen auf- und auszubauen. HeidelbergCement wird außerdem seine Finanzmittel für sorgfältig ausgewählte Wachstumsprojekte in bestehenden Regionen einsetzen und neue Märkte im Rahmen einer disziplinierten M&A-Strategie erschließen. In diesem Zusammenhang wurde Ende Juli 2015 die Übernahme von Italcementi durch die Unterzeichnung eines Vertrags mit Italmobiliare über den Kauf von 45 % der Anteile an Italcementi eingeleitet, die 2016 abgeschlossen werden soll. HeidelbergCement nutzt mit der Übernahme von Italcementi eine einzigartige Chance, das Wachstum des Unternehmens zu beschleunigen. HeidelbergCement erwirbt ein werthaltiges Portfolio von Werken und Förderstätten, das die eigene internationale Präsenz geografisch perfekt ergänzt. Italcementi ist in 22 Ländern tätig und verfügt über starke Marktpositionen in Frankreich, Italien, den USA und Kanada. Darüber hinaus ist das Unternehmen in Schwellenländern mit hohem Wachstumspotenzial, wie Indien, Ägypten, Marokko und Thailand, tätig. Italcementi besitzt außerdem umfangreiche Rohstoffreserven in den Bereichen Zement und Zuschlagstoffe. KostenführerschaftIn einem Markt mit weitgehend standardisierten Produkten stellt die Kostenführerschaft einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar. Neben der konsequenten Verfolgung von Kostensenkungsprogrammen liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der kontinuierlichen Verbesserung der operativen Leistung der einzelnen Produktionsstätten. Wir betreiben einen intensiven Leistungsvergleich innerhalb des Konzerns und mit Wettbewerbern, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Darüber hinaus streben wir auch bei den Investitionen nach möglichst niedrigen Kosten durch die Kombination der Ingenieurskompetenz von HeidelbergCement mit weltweit kostengünstigen Lieferquellen für Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen. Leistungskultur und lokale VerantwortungEin exzellentes Managementteam und engagierte, qualifizierte Mitarbeiter sind die Grundlage erfolgreichen Wirtschaftens. Als leistungs- und ergebnisorientiertes Unternehmen legen wir unverändert großen Wert auf die Kompetenz unserer Mitarbeiter und Führungskräfte. Ganzheitliche Effizienz und ausgeprägte Kundenorientierung stehen dabei im Fokus. HeidelbergCement setzt auf einen integrierten Managementansatz. Dessen Erfolg beruht auf einer ausgewogenen Balance zwischen lokaler Geschäftsverantwortung, konzernweiten Standards und globaler Führung. Unsere operativen Einheiten vor Ort sind entscheidend für den Geschäftserfolg. Das lokale Management hat die volle Verantwortung für die Produktion, Marktbearbeitung und Führungskräfteentwicklung mit dem Ziel der Markt- und Kostenführerschaft. Es wird unterstützt von Shared Service Center, in denen landesweit die Verwaltungsfunktionen für alle Geschäftsbereiche auf der Basis einer standardisierten IT-Infrastruktur zusammengefasst sind. Um Transparenz, Effizienz und schnelle Umsetzung im Konzern zu gewährleisten, standardisiert HeidelbergCement alle wesentlichen Managementprozesse. Konzernweit einheitliche Leistungskennzahlen ermöglichen einen direkten Vergleich und sind die Voraussetzung für einen permanenten Leistungsvergleich. NachhaltigkeitNachhaltiges Wirtschaften ist die Basis für unseren langfristigen Erfolg. Das beinhaltet die Sicherung von Rohstoffreserven mit ausreichenden Reichweiten und die Einführung innovativer Produktionsverfahren. Zusammen mit der Verwendung alternativer Brenn- und Rohstoffe sowie der Entwicklung neuartiger Produkte führt dies zur Reduktion von Emissionen und einem schonenden Umgang mit unserer Rohstoffbasis. HeidelbergCement fördert zudem die Artenvielfalt in seinen Rohstoffförderstätten durch den gezielten Einsatz von Biodiversitäts-Managementplänen, die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit internationalen und nationalen Naturschutzverbänden und die Durchführung des internationalen Wettbewerbs Quarry Life Award. Kapitalallokation und FinanzierungsstrategieNach dem erfolgreichen Abbau der Finanzverbindlichkeiten in den vergangenen Jahren beabsichtigt HeidelbergCement, den Schwerpunkt in der Kapitalallokation künftig auf Wertschaffung für die Aktionäre und diszipliniertes Wachstum zu legen. Grundlage dieses Vorhabens ist eine kontinuierliche Steigerung des freien Cashflows in den kommenden Jahren und das Beibehalten von Finanzkennzahlen im Bereich Investment Grade. Unter diszipliniertem Wachstum verstehen wir die sorgfältige Prüfung von Wachstumsprojekten in Bezug auf deren strategische, finanzielle und technische Attraktivität und hinsichtlich klar definierter Investitionskriterien. Damit stellen wir sicher, dass Wachstumsinvestitionen Wert für unsere Aktionäre schaffen. Die für das Jahr 2016 geplante Übernahme von Italcementi wurde entsprechend sorgfältig geprüft und erfüllt die Anforderungen an eine wertschaffende Investition. Zur Steigerung der Erträge für die Aktionäre beabsichtigt HeidelbergCement über die nächsten Jahre eine progressive Dividendenpolitik zu verfolgen. Die Ausschüttungsquote soll bis 2019 auf 40 %-45 % gesteigert werden. Darüber hinaus soll die Möglichkeit geschaffen werden, eventuell verfügbare Barmittel auch in Form von Aktienrückkäufen an die Aktionäre zurückzugeben. Weitere Informationen zu unserem Finanzmanagement, dessen Zielen und Maßnahmen finden Sie im Abschnitt Konzern-Finanzmanagement auf Seite 82 f. Unternehmensinternes Steuerungssystem und KennzahlenBestandteile und Funktionsweise des SteuerungssystemsDas unternehmensinterne Steuerungssystem von HeidelbergCement besteht im Wesentlichen aus der operativen Jahresplanung, der unterjährigen Kontrolle und Steuerung, den vierteljährlichen Management Meetings, dem zentral koordinierten Investitionsprozess sowie regelmäßigen Vorstandssitzungen und Berichterstattungen an den Aufsichtsrat. Die jährliche Planung vollzieht sich im Gegenstromverfahren. Der Vorstand erstellt zunächst auf Grundlage makroökonomischer Analysen, seiner Markteinschätzung und Kostenziele ein Top-Down-Budget und leitet daraus konkrete Vorgaben für die einzelnen operativen Einheiten ab. Die Zielvorgaben des Vorstands fließen in die detaillierte Planung der Unternehmenseinheiten und in die Zielvereinbarungen des lokalen Managements ein. Die von den Unternehmenseinheiten erstellten operativen Teilpläne werden schließlich zentral zum Gesamtplan konsolidiert. Die unterjährige Kontrolle und Steuerung des Unternehmens wird anhand eines umfassenden Systems standardisierter Berichte zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durchgeführt. Die dazu verwendeten Kennzahlen werden konzernweit einheitlich ermittelt und präsentiert. Finanzstatus und ausgewählte Absatz- und Produktionsübersichten werden wöchentlich erstellt. Auf monatlicher Basis erfolgen Berichte zur Ertragslage sowie ein detaillierter Cashflow-Bericht zur Kontrolle des Zahlungsmittelflusses. Umfassende Berichte zur Vermögenslage werden jeweils zum Quartalsende vorgelegt. Die interne quartalsweise Berichterstattung enthält eine detaillierte Steuerberichterstattung. In den vierteljährlichen Management Meetings erörtern Vorstand und Länderverantwortliche die Geschäftsentwicklung einschließlich Zielerreichung sowie den Ausblick auf das Gesamtjahr und eventuell zu ergreifende Maßnahmen. Wesentliche Investitionen und Akquisitionen werden von zentralen Fachabteilungen aus den Bereichen Strategie, Finanzen und Technik in einem formalisierten Prozess geprüft und bewertet. Damit werden die Vergleichbarkeit zwischen unterschiedlichen Projekten und eine gleichbleibend hohe Qualität bei Investitionsentscheidungen sichergestellt. Zur betriebswirtschaftlichen Beurteilung von Wachstumsinvestitionen wird ein Modell der abgezinsten Kapitalströme (Discounted-Cash-Flow-Modell - DCF-Modell) verwendet. Vorgabe ist, dass die Investitionsprojekte mindestens die gewichteten Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital - WACC) erwirtschaften. Diese langfristige Betrachtung der Renditeerwartungen wird durch Simulationsrechnungen ergänzt, in denen der Einfluss einer Investition auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Bilanz und steuerliche Position über einen Zeitraum von fünf Jahren berechnet wird. Die finanzielle Analyse wird durch eine strategische Analyse der geplanten Investitionen vervollständigt. Dabei wird der strategische Wert einer Investition unter Berücksichtigung der zu erwartenden Marktposition, des Wachstumspotenzials, der Synergien mit anderen Unternehmensteilen und der Risikostruktur ermittelt. Die Gesamtheit der Bewertungen ist das Kriterium, anhand dessen der Vorstand die Investitionsentscheidungen trifft. Finanzielle Ziele und SteuerungskennzahlenErgebnis, Kapitaleinsatz und RenditeWichtigste kurzfristige Zielgröße für die Ertragskraft des Unternehmens ist das operative Ergebnis, das für alle operativen Einheiten detailliert ermittelt und analysiert wird. Als Zielgrößen auf Konzernebene werden das Betriebsergebnis (EBIT) und der Anteil der Gruppe am Jahresüberschuss betrachtet. Vermögens- und Finanzlage der operativen Einheiten werden kurzfristig vor allem über die Höhe des Betriebskapitals und der Investitionen überwacht. Mit allen operativen Einheiten sind feste Vorgaben für alle Zielgrößen vereinbart. Die strategische Steuerung und Kapitalallokation erfolgt nach dem Return on Invested Capital (ROIC), der definiert ist als Verhältnis von Betriebsergebnis nach Steuern zur Summe aus Eigenkapital und verzinslichem Fremdkapital. Auf operativer Ebene orientiert sich das Unternehmen bei der Kapitalallokation am Return on Capital Employed (ROCE). Der ROCE wird berechnet als Betriebsergebnis in Prozent des eingesetzten Kapitals. Steuern und Goodwill sind in der Berechnung nicht berücksichtigt, sondern werden auf strategischer Ebene verantwortet und sind deshalb bei der Berechnung des ROIC mit einbezogen. Generelle Zielsetzung ist, beim ROIC mindestens die gewichteten Kapitalkosten (WACC) zu verdienen. Der gewichtete WACC von HeidelbergCement betrug Ende des Berichtsjahres 7,0 %. Mittelfristig hat sich HeidelbergCement zum Ziel gesetzt, den ROIC bis 2019 auf über 10% zu steigern. Mehr zur Zielerreichung finden Sie im Abschnitt Kapitaleffizienz auf Seite 81. FinanzierungsstrukturHeidelbergCement strebt eine Bonitätsbewertung im Investment-Grade-Bereich an, um als konjunkturabhängiges Unternehmen ein hohes Maß an finanzieller Stabilität auf Dauer zu gewährleisten. Daneben ermöglicht eine Bonitätsbewertung im Investment Grade Zugang zu attraktiven und preisgünstigen Finanzierungsmöglichkeiten und öffnet die Aktie einem noch breiteren Investorenkreis. Um dieses Ziel zu erreichen, streben wir finanzielle Kenngrößen an, die die entsprechenden Vorgaben der Ratingagenturen erfüllen. Eine wesentliche Kenngröße ist der dynamische Verschuldungsgrad, also das Verhältnis von Nettoverschuldung zu operativem Ergebnis vor Abschreibungen. Ende 2015 haben wir ein Verhältnis von 2,0x erreicht im Vergleich zu 3,0x Ende 2014. Unser Ziel ist ein Wert im Bereich von 2,5x bis 1,5x. Nicht finanzielle Ziele und nachhaltige LeistungsindikatorenIn der Baustoffproduktion spielen der Arbeits- und Gesundheitsschutz allgemein und in der Zementproduktion zudem speziell die Emissionen eine wichtige Rolle. Zu den wesentlichen nicht finanziellen Leistungsindikatoren gehören daher Kenngrößen wie der Unfallhäufigkeits- und der Unfallschwereindikator, die Anzahl der Todesfälle sowie Angaben zu den CO2 -Emissionen und der Verwendung alternativer Brennstoffe. Angaben zu diesen nicht finanziellen Leistungsindikatoren finden Sie in den Kapiteln Wirtschaftsbericht 2015 auf Seite 61, Arbeits- und Gesundheitsschutz auf Seite 102 f. sowie Umweltverantwortung auf Seite 105 f. FrühindikatorenDie Kernprodukte von HeidelbergCement sind normierte Massenprodukte, die in der Regel kurzfristig bestellt werden und deren Lieferanten generell austauschbar sind. Zudem ist die Bautätigkeit und damit die Absatzmenge von Baustoffen abhängig von den lokalen Wetterbedingungen in den einzelnen Ländern. In dieser Konstellation gibt es keine verlässlichen Frühindikatoren für die Geschäftsentwicklung. Zur Abschätzung des ungefähren Geschäftsverlaufs auf Länderebene können einige ausgewählte statistische Daten und Vorhersagen von Verbänden herangezogen werden. In reifen Märkten zählen dazu Kennzahlen wie Baugenehmigungen oder Infrastrukturbudgets. In den Wachstumsmärkten der Schwellenländer werden häufig das Bevölkerungswachstum und die prognostizierte Steigerung des Bruttoinlandsprodukts als Indikatoren verwendet. Forschung und TechnikHeidelbergCement betreibt seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit den Zielen, durch innovative Produkte einen Mehrwert für die Kunden und sich selbst zu generieren sowie durch Prozessverbesserungen und neue Rezepturen, den Energieeinsatz und CO2 -Ausstoß und damit auch die Kosten zu minimieren. Ausrichtung der Forschungs- und EntwicklungsaktivitätenDie Innovationstätigkeit bei HeidelbergCement lässt sich inhaltlich im Wesentlichen in fünf Schwerpunktthemen gliedern:
Organisation und Aufgabengebiete im Bereich Forschung und TechnikUnsere globalen Kompetenzzentren, Heidelberg Technology Center Global (HTC Global) und Competence Center Materials (CCM), bündeln das im Konzern vorhandene Wissen und stellen es allen operativen Einheiten schnell und umfassend zur Verfügung. HTC und CCM beschäftigen viele internationale Experten, die ein breites Spektrum an zement- und zuschlagstoffspezifischer Expertise abdecken. Das HTC ist beispielsweise in fünf Bereiche unterteilt: Forschung und Entwicklung, Engineering, Geologie & Rohstoffe, Benchmarking & Training sowie Rohstoffabbau. Die konzernweiten Aktivitäten im Bereich Forschung und Technik gliedern sich organisatorisch in die folgenden Aufgabengebiete. Zentrale Forschung und EntwicklungIm HTC Global haben wir die konzernübergreifenden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in den Bereichen Zement, Beton und Zuschlagstoffe konzentriert. Entsprechend der hohen Bedeutung der Entwicklung von CO2 -minimierten Produkten haben wir diesen Bereich in den letzten Jahren personell und finanziell deutlich gestärkt. Die einzelnen Projekte werden in enger Abstimmung mit den operativen Gesellschaften definiert und durchgeführt. Diese enge Kooperation von Projektbeginn an ermöglicht eine effiziente Umsetzung der Entwicklungsergebnisse und eine schnelle Markteinführung. Technik und InnovationTechnische Zentren unterstützen unsere Ländergesellschaften in den Konzerngebieten. Im Geschäftsbereich Zement ist dies das Heidelberg Technology Center (HTC) mit zwei Niederlassungen in Europa, die zusätzlich den Mittelmeerraum, Afrika und Zentralasien betreuen, einer Niederlassung in Nordamerika und einer weiteren in Asien mit Stützpunkten in China, Indien und Indonesien. Sie unterstützen unsere Zementwerke in allen technischen Fragen von der Rohstoffsicherung über die Betriebsoptimierung bis hin zur Prozesssteuerung und Qualitätssicherung. Bei Investitionsprojekten sind die Niederlassungen des HTC bis zur Inbetriebnahme einer neuen Anlage oder eines neuen Werks oder bis zum Abschluss von Modernisierungen in das Projektmanagement einbezogen. Auf eine ähnliche Art unterstützt das Competence Center Materials (CCM) die Zuschlagstoff-, Beton- und Asphaltbereiche konzernweit. Der enge Dialog zwischen HTC, CCM und unseren Werken sorgt für eine effiziente Erschließung von Optimierungspotenzialen und einen starken kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Kundenbezogene Entwicklung und BeratungUnsere große Marktnähe erfordert eine intensive kundenorientierte Entwicklung und Beratung, die sich auch in hohen finanziellen Aufwendungen widerspiegelt (siehe folgende Tabelle). Die entsprechenden Abteilungen und Mitarbeiter, die unmittelbar in die Organisation der jeweiligen Landesgesellschaften eingebunden sind, entwickeln und optimieren die an die lokalen Bedürfnisse angepassten Zemente, Zuschlagstoffe und Betone oftmals in direkter Zusammenarbeit mit den Kunden. Aufwendungen für Forschung und TechnikDie Gesamtaufwendungen im Bereich Forschung und Technik beliefen sich im Berichtsjahr auf 107,8 (i.V.: 99,6) Mio € und machten damit 0,8 % vom Umsatz aus. Rund drei Viertel der gesamten Kosten entfielen dabei auf Personalaufwendungen. Die folgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Aufwendungen in den letzten fünf Jahren untergliedert nach den drei oben genannten Aufgabengebieten. Aufwendungen für Forschung und Technikscroll
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Inklusive aktivierter Beträge Die Struktur der Aufwendungen für Forschung und Technik entspricht der organisatorischen Gliederung. Der Rubrik Zentrale Forschung und Entwicklung sind die Aufwendungen für die Entwicklung von Basistechnologien zugeordnet, Aufwendungen für Prozessinnovationen finden sich in der Rubrik Technik und Innovation wieder, während die dritte Rubrik der Tabelle die Aufwendungen für die Optimierung von Produkten und Anwendungen entsprechend den Wünschen unserer Kunden beinhaltet. Zu den Entwicklungsprojekten, die als Investitionen aktiviert wurden, gehören unter anderem unsere innovativen Spezialprodukte CemFlow® und Powercrete® sowie neue Kompositzemente. Die aktivierten Entwicklungskosten lagen 2015 insgesamt bei 1,1 Mio €, das entspricht ca. 1,1 % der gesamten Aufwendung für Forschung und Technik. Aufgrund der geringen Höhe verzichten wir auf eine separate Darstellung und weitere Kennzahlen. Mitarbeiter in Forschung und TechnikIm Geschäftsjahr 2015 waren insgesamt 924 Mitarbeiter (i.V.: 876) im Bereich Forschung und Technik beschäftigt. Die Personalaufteilung und -entwicklung der letzten fünf Jahre ist in der folgenden Tabelle dargestellt. Mitarbeiter in Forschung und Technikscroll
Die hohe Bedeutung der Bereiche Kundenbezogene Entwicklung und Beratung sowie Technik und Innovation spiegelt sich nicht nur in den Kosten, sondern auch in der Zahl der Mitarbeiter wider. Die große Kompetenz unserer Mitarbeiter in Forschung und Technik ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Dementsprechend hoch sind die Anforderungen an die Qualifikation. Rund 69 % der Mitarbeiter in unseren technischen Kompetenzzentren verfügen über einen Hochschulabschluss und knapp 8% haben promoviert (siehe folgende Grafik). Intensive Weiterbildung und systematischer Wissensaustausch in konzernweiten Expertennetzwerken stellen ein hohes Qualifikationsniveau sicher. Qualifikationsprofil unserer Mitarbeiter in Forschung und Technik![]() ForschungskooperationenIntensive Kooperationen mit Instituten und Universitäten auf lokaler und globaler Ebene ergänzen unsere eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Auf globaler Ebene ist dies insbesondere die Beteiligung an Nanocem, dem weltweit bedeutendsten Forschungsverbund im Zementsektor. An ihm sind Unternehmen aus dem Zement- und Zusatzmittelbereich sowie 25 führende Universitäten in Europa beteiligt, die gemeinsam Grundlagenforschung betreiben, die durch öffentliche Fördermittel unterstützt wird. Bei der Produktentwicklung bevorzugen wir bilaterale Kooperationen mit einzelnen Universitäten, um unsere eigenen Kompetenzen zielgerichtet zu ergänzen. In Einzelfällen werden Kooperationsprojekte mit Hochschulen durch staatliche Fördermittel unterstützt. Gemessen an den Gesamtaufwendungen ist die Förderquote marginal, sodass wir auf eine zentrale Erfassung verzichten. Die Gesamtaufwendungen für die Auftragsforschung liegen unter 1 Mio € im Jahr und werden daher nicht separat ausgewiesen. Sie sind in der Rubrik Zentrale Forschung und Entwicklung in der Tabelle auf Seite 52 enthalten. Abgesehen von den genannten Forschungskooperationen haben wir im Jahr 2015 kein Forschungs- und Entwicklungs-Know-how hinzugekauft. Wichtige Projekte sowie Forschungs- und EntwicklungsergebnisseVerbesserung der Kosteneffizienz und des gebundenen KapitalsNach einer erfolgreichen Pilotphase im Frühjahr 2014 hat der Vorstand beschlossen, das "Continuous Improvement Program" (CIP) im Geschäftsbereich Zement einzuführen. CIP ist die konsequente Fortführung unserer bereits abgeschlossenen Programme - "Operational Excellence" (OPEX), "Maintenance Improvement" und "Group Spare Parts" - mit dem Fokus, Verbesserungspotenziale kontinuierlich zu nutzen und einen neuen Managementansatz im Konzern zu verankern. Im Jahr 2015 wurde CIP in zwei Dritteln der Zementwerke erfolgreich eingeführt. 2016 wird das Programm in 18 weiteren Werken ausgerollt. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe hat das Projekt "CLIMB" (2011-2013) zur Steigerung der operativen Effizienz geführt. 2013 startete das Projekt "CLIMB Commercial" mit einem ähnlichen Ziel, nämlich die Vertriebsprozesse zu optimieren, während die operativen Verbesserungen weitergeführt wurden. Beide Projekte haben sich als höchst effektiv erwiesen. "CLIMB Commercial" hat das ursprüngliche Einsparungsziel von 120 Mio € um mehr als 50% übertroffen. 2015 war das bisher beste Jahr - der Höhepunkt von fünf Jahren beständiger Arbeit. Der Ansatz der kontinuierlichen Verbesserung im Zuschlagstoffbereich hat sich als erfolgreich bewährt, ist konzernweit etabliert und wird sich weiterhin auszahlen. Anfang 2016 wurde daher mit "Aggregates CI" ein neues Programm gestartet, das bis Ende 2018 durch Prozessoptimierungen das Ergebnis nachhaltig um weitere 120 Mio € verbessern soll. Die Steigerung der Kosteneffizienz, die mit diesen Programmen erreicht wurde und wird, ist umso bedeutender, da alle durchgeführten Maßnahmen nachhaltig sind und langfristig einen großen Wettbewerbsvorteil darstellen. Diese Programme, zusammen mit genau auf sie zugeschnittenen Schulungen, bieten außerdem unseren weltweit tätigen Mitarbeitern gute Möglichkeiten der Weiterentwicklung. Zemente mit reduziertem KlinkeranteilBei der Entwicklung von Zementen mit reduziertem Klinkeranteil haben wir weitere Fortschritte erzielt und damit CO2 -Emissionen und Kosten gesenkt. Belgien, die Niederlande und Polen sind Länder, in denen bereits ein hoher Klinkeranteil durch Hüttensand und Flugasche ersetzt wird. In Polen wurde ein Spezialzement mit sehr hohem Hütten-sandgehalt entwickelt. Er zeichnet sich durch eine niedrige Wärmeentwicklung aus und ist somit hervorragend für massive Fundamente geeignet. Ebenfalls gute Fortschritte bei der Entwicklung von Zementsorten mit geringerem Klinkeranteil machten wir in Indonesien und mehreren afrikanischen Ländern. So setzen wir beispielsweise in Afrika Gesteinsmehle aus lokalen Steinbrüchen als Nebenbestandteil in der Zementproduktion ein und ersetzten damit importierten Klinker durch lokale Rohstoffe. Entwicklung eines alternativen KlinkersMit der Entdeckung einer neuen reaktiven Klinkerphase haben wir die Grundlage für eine alternative Klinkertechnologie geschaffen. Basierend auf einer geänderten chemischen Zusammensetzung und niedrigen Brenntemperaturen ergeben sich gegenüber konventionellem Klinker ein um rund 30 % reduzierter CO2 -Ausstoß und ca. 10 % bis 15 % Energieeinsparungen. Die Basistechnologie ist über eine Reihe von Patentanmeldungen abgesichert. Nach dem Ende der Vorstudie wurde 2015 ein mehrjähriges Forschungsprogramm gestartet, um die Technologie zur Marktreife zu entwickeln. Dieses Programm wird vom Projekt "ECOBINDER", das von der EU mitfinanziert wird, stark unterstützt. Damit wollen wir die Voraussetzungen für eine künftige Produktstandardisierung schaffen. Ressourcenschonung, Recycling und CO2-AbscheidungDas weltweit erste Pilotprojekt zur Extraktion von CO2 aus Verbrennungsabgasen wurde in unserem norwegischen Zementwerk Brevik erfolgreich umgesetzt und die Ergebnisse wurden auf der internationalen Carbon Capture and Storage (CCS) Konferenz im Mai in Brevik vorgestellt. Auf der Basis der gewonnen Erkenntnisse erstellen wir mit finanzieller Unterstützung des norwegischen Staatsunternehmens Gassnova eine umfassende Machbarkeitsstudie über den Bau einer Großanlage zur CO2 -Abscheidung in Brevik. In zwei Zementwerken in Schweden und der Türkei haben wir durch Tests nachgewiesen, dass die Abgase aus unseren Öfen dazu eingesetzt werden können, das Wachstum bestimmter Algen zu beschleunigen. Unsere Forschungsanstrengungen zielen darauf, weitere geeignete Algenarten zu identifizieren. Darüber hinaus ist HeidelbergCement mit dem Unternehmen Joule Unlimited, Inc. - einem Vorreiter auf dem Gebiet des CO2 -Recyclings und der Herstellung von flüssigen Brennstoffen - eine strategische Partnerschaft zur Erforschung der Erzeugung von Biobrennstoffen aus CO2 -Emissionen eingegangen. Mit der von Joule entwickelten Helioculture-Technologie werden die CO2 -haltigen Abgase mit Hilfe von Bakterien und Sonnenlicht in Methanol oder Biodiesel umgewandelt. Innovative BetoneNach einigen Pilotprojekten in den vergangenen Jahren wurde mit der flächendeckenden Vermarktung des Spezialprodukts Powercrete® begonnen. Der Beton auf Basis eines Spezialzements ermöglicht eine stark verbesserte Wärmeleitfähigkeit. Er ist daher ausgezeichnet für den Einbau von Hochspannungsleitungen geeignet, da er für eine bessere Wärmeableitung und einen geringeren Leistungsverlust in den Kabeln sorgt. Unsere holländische Tochtergesellschaft hat einen ultrahochfesten Beton mit einer Druckfestigkeit von bis zu 200 MPa und einer hohen Duktilität entwickelt und in Pilotprojekten getestet. Damit lassen sich besonders schlanke und leichte Betonteile herstellen. Chronocrete® ist eine Produktfamilie von Spezialbetonen mit sehr hohen Frühfestigkeiten. Sie sind besonders geeignet für Reparaturmaßnahmen von Verkehrsflächen, wie Autobahnen oder Flughäfen, über Nacht. 2015 gelang die kommerzielle Markteinführung des Produkts in Deutschland. Wirtschaftsbericht 2015Wirtschaftliches UmfeldGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenIm Gegensatz zu den Erwartungen am Jahresanfang hat sich das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2015 nicht beschleunigt, sondern ist im Jahresverlauf leicht zurückgegangen. Ausschlaggebend waren mehrere Faktoren: Die Verlangsamung des Wachstums in China, der deutliche Verfall des Ölpreises und die Aufwertung des US-Dollars als Folge des Endes der expansiven Geldpolitik der amerikanischen Notenbank. Während sich das Wirtschaftswachstum in der Eurozone besser als erwartet entwickelte und insbesondere Südeuropa eine stärkere Erholung zeigte, mussten die Prognosen für die USA und die meisten Schwellenländer im Jahresverlauf nach unten korrigiert werden. Das Wachstum in China schwächte sich weiter ab und die konjunkturelle Dynamik ging in ganz Asien zurück. Russland und die Schwellenländer in Südamerika gerieten sogar in eine Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland stieg um 1,7 % und lag damit leicht über dem Niveau des Euro-Raums. Das Wirtschaftswachstum zählt zusammen mit dem Bevölkerungswachstum und dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf zu den wichtigsten Indikatoren für die Entwicklung der Bauaktivität und der Baustoffnachfrage. Die Zunahme der Zementnachfrage ist in Schwellenländern in etwa mit dem Wirtschaftswachstum vergleichbar, kann dieses aber in Phasen des Infrastrukturausbaus auch um ein Mehrfaches übersteigen. In den USA hat die Notenbank wie erwartet die Zinswende eingeleitet und den Zinssatz leicht erhöht. Die Europäische Zentralbank hingegen hat ihre expansive Politik 2015 fortgesetzt. Das Auseinanderdriften der Zinspolitik in den USA und Europa hatte massive Auswirkungen auf eine Vielzahl von Wechselkursen und führte zu einer Abschwächung des Euro im Vergleich zu anderen Währungen. In Großbritannien hat sich der Wirtschaftsaufschwung weiter fortgesetzt, wenn auch im Jahresverlauf etwas schwächer als erwartet. Die Bank of England hat die Zinsen weiterhin auf niedrigem Niveau belassen. Insgesamt ist die Weltwirtschaft laut Internationalem Währungsfonds im Jahr 2015 um 3,1 % gewachsen im Vergleich zu 3,4% im Vorjahr. Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in wichtigen Konzernländernscroll
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Die Angaben für 2015 basieren auf Schätzungen
und Prognosen. Als Konsequenz des sich abschwächenden Wirtschaftswachstums in Schwellenländern waren die Preise für viele Rohstoffe im Jahr 2015 weiter rückläufig. Auch die Preise für Brennstoffe, wie Kohle, sind weiter gesunken. Die gestiegene Verfügbarkeit von Schieferöl, vor allem in Nordamerika, und die unverändert hohe Ölproduktion der OPEC führten zudem zu einem weiteren, deutlichen Verfall des Ölpreises. Branchenspezifische RahmenbedingungenZu den branchenspezifischen Rahmenbedingungen gehören neben dem länderspezifischen Investitionsklima für den Wohnungs-, Wirtschafts- und Infrastrukturbau auch die lokalen Witterungsverhältnisse, die Entwicklung der Wettbewerbssituation sowie das regulatorische Umfeld. Da die Produktion und Vermarktung von Baustoffen ein sehr lokales Geschäft ist und der Welthandel mit Baustoffen nur einen kleinen Prozentsatz des Gesamtvolumens ausmacht, verzichten wir auf eine globale Betrachtung der Nachfrageentwicklung und konzentrieren uns auf die für uns relevanten Regionen und Länder. Laut amerikanischem Zementverband PCA ist die Bautätigkeit in den USA im Jahr 2015 um 8,2 % gestiegen. Die Bauleistung stieg in allen Bereichen und nahm im Wohnungsbau um 9,6%, im Nichtwohnungsbau um 21,2% und im öffentlichen Bau um 3,9% zu. Der Zementverbrauch hat sich um 3,8% erhöht. Der private Wohnungsbau hat seine Erholung weiter fortgesetzt. Laut PCA wurden 2015 im Vergleich zum Vorjahr 10,2 % mehr Häuser fertiggestellt. Die Erhöhung entfiel sowohl auf Einfamilien- als auch insbesondere auf Mehrfamilienhäuser. Im Dezember 2015 hat der amerikanische Kongress ein neues, fünfjähriges Bundesprogramm (FAST - Fixing America's Surface Transportation Act) mit einem Volumen von 305 Mrd US-Dollar für den Ausbau der Infrastruktur verabschiedet. Gleichzeitig wurde die Finanzierungsunterstützung durch das Programm TIFIA (Transport Infrastructure Finance and Innovation Act) reduziert. Die Auswirkungen dieser Änderungen auf das Jahr 2015 sind vernachlässigbar. Für die kommenden Jahre wird ein positiver Effekt erwartet, der näher im Prognosebericht auf Seite 113 f. erläutert wird. Das europäische Marktforschungsnetzwerk Euroconstruct erwartet in seiner Vorhersage vom Dezember 2015 einen Anstieg der Bauaktivitäten in Europa im Jahr 2015. Die meisten Länder zeigen ein wenn auch teilweise nur leichtes Wachstum in der Bauleistung. Ausgenommen davon sind Rückgänge in Finnland, Frankreich und der Schweiz, wo HeidelbergCement nicht vertreten ist. In Deutschland soll die Bauleistung 2015 zwar leicht um 0,4 % gestiegen sein, der Zementverbrauch ging jedoch aufgrund des kälteren Winters und einer sich abschwächenden Nachfrage im Wirtschaftsbau um 2,2 % zurück. Das Wachstum in Großbritannien soll sich zwar auf 3,9 % verlangsamt haben, liegt damit aber immer noch deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 1,3 %. Wohnungsbau und große Infrastrukturprojekte in London bleiben wesentliche Treiber. In Belgien wird eine Stabilisierung und in den Niederlanden ein Wachstum der Bautätigkeit erwartet. In Norwegen und Schweden wird für 2015 mit einem Anstieg um 2,4% bzw. 5,5% gerechnet. Die Bautätigkeit in den osteuropäischen Ländern soll 2015 ebenfalls weiter zugenommen haben, insbesondere in der Tschechischen Republik um 7,4%. In Asien entwickelte sich der Zementverbrauch regional sehr unterschiedlich. Laut Analystenberichten verzeichnete China einen Rückgang um 5 %. In Indonesien erreichte der Zementverbrauch in etwa das Vorjahresniveau, nachdem sich der Beginn von Infrastrukturprogrammen der neuen Regierung deutlich verzögert hatte. Indien konnte ein leichtes Marktwachstum verzeichnen. In Afrika entwickelte sich die Nachfrage nach Baustoffen weiter positiv, mit Ausnahme von Ghana, wo sich der gesunkene Ölpreis negativ auf das Investitionsklima auswirkte. Angetrieben von der positiven Nachfrageentwicklung der letzten Jahre hat sich die Wettbewerbsintensität 2015 global, aber insbesondere in den Schwellenländern Afrikas und Asiens, erhöht. Lokale und regionale Unternehmen haben den Aufbau neuer Zementkapazitäten angekündigt. Außerdem übte das steigende Importvolumen in einigen Fällen Druck auf die lokalen Preise aus. Die Witterungsverhältnisse spielen ebenfalls eine große Rolle, da die Bauaktivitäten bei Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt, bei Schnee oder starken Regenfällen stark reduziert oder ganz eingestellt werden. Im Jahr 2015 wurde der Baustoffabsatz im Süden der USA durch starke Regenfälle beeinträchtigt. Laut Statistik war 2015 das Jahr mit den höchsten Niederschlagsmengen in dieser Region seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1895. Der Baustoffabsatz in Nordamerika lag dank der insgesamt guten wirtschaftlichen Entwicklung trotzdem über dem Vorjahresniveau. Zu den regulatorischen Rahmenbedingungen, die einen Einfluss auf das Ergebnis der Baustoffproduzenten haben, gehört unter anderem der europäische Emissionshandel (ETS). Infolge der immer noch schwachen Wirtschaftsentwicklung in Europa lag der Preis für Emissionsrechte weiterhin deutlich unter 10 € pro Tonne CO2 . Aufgrund des niedrigen Preises hat sich HeidelbergCement entschlossen, wie auch im Jahr 2014, überschüssige Emissionsrechte nicht zu verkaufen, sondern für eine zukünftige Nutzung aufzuheben. Relevante Veränderungen in der BerichterstattungIm Geschäftsjahr 2015 gab es keine relevanten Veränderungen in der Berichterstattung. Sofern nicht ausdrücklich anders angegeben, beziehen sich alle Angaben und Zahlen in diesem Geschäftsbericht auf die fortzuführenden Geschäftsbereiche von HeidelbergCement. AbsatzentwicklungDer Absatz hat sich 2015 in den einzelnen Konzerngebieten ziemlich unterschiedlich entwickelt, blieb aber insgesamt stabil auf dem Niveau des Vorjahres. Auf der einen Seite profitierten wir von der anhaltenden Erholung der Wirtschaft in den USA und in einigen Ländern Westeuropas, wie Großbritannien, wo die Nachfrage nach Baustoffen weiter gestiegen ist. Außerdem wirkte sich der Ausbau unserer Kapazitäten in Afrika und Kasachstan positiv aus. Auf der anderen Seite belasteten die sich stark abkühlende Wirtschaft in Asien, der Verfall des Ölpreises und politische Krisen unseren Absatz. Der Zement- und Klinkerabsatz lag 2015 wie zuletzt prognostiziert nahezu stabil auf dem Vorjahresniveau. Er sank geringfügig um 0,9% auf 81,1 (i.V.: 81,8) Mio t. Während der Absatz in Osteuropa-Zentralasien und Asien-Pazifik leicht zurückging und West- und Nordeuropa das Niveau des Vorjahres nahezu erreichte, verzeichneten wir in den Konzerngebieten Afrika-Mittelmeerraum und Nordamerika einen Zuwachs. In Afrika machte sich vor allem mit Ausnahme von Ghana, das unter den Auswirkungen des Ölpreisverfalls litt, eine gestiegene Nachfrage und die Kapazitätserweiterung in Togo und Burkina Faso positiv bemerkbar. In den USA profitierten wir maßgeblich in den Regionen Nord und West von der anhaltenden wirtschaftlichen Erholung. Im Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien belastete der Ukraine-Konflikt die Absatzentwicklung in Russland und der Ukraine, während unser neues Werk in Kasachstan für steigende Mengen sorgte. Im Konzerngebiet Asien-Pazifik litt Indonesien, unser bei weitem absatzstärkstes Land in Asien, unter einer schwachen Nachfrage. In den Ländern des Konzerngebiets West- und Nordeuropa war die Nachfrage ziemlich uneinheitlich: Einem deutlichen Anstieg in Großbritannien und Schweden standen Rückgänge in Deutschland, Norwegen und dem Baltikum gegenüber. In Benelux übertrafen die Liefermengen leicht das Niveau des Vorjahres. Der Verkauf von Zuschlagstoffen ist 2015 erwartungsgemäß gestiegen; er nahm um 2,3% auf 249,2 (i.V.: 243,6) Mio t zu. Am stärksten haben sich die Lieferungen in Nordamerika und den Ländern von Osteuropa-Zentralasien erhöht - abgesehen von der Ukraine - gefolgt von Afrika-Mittelmeerraum. In Nordamerika haben mit Ausnahme von Kanada alle Marktregionen mehr Zuschlagstoffe verkauft als im Vorjahr. Im Konzerngebiet Afrika-Mittelmeerraum stieg der Absatz sowohl in Spanien als auch Israel. Rückläufig waren die Verkaufszahlen hingegen insgesamt in Asien-Pazifik und in geringerem Maße auch in West- und Nordeuropa. Die gesunkenen Mengen in Indonesien aber auch in Malaysia, wo sich die Nachfrage nach dem Abschluss von Großprojekten abgeschwächt hat, konnten nicht durch das leichte Absatzplus in Australien ausgeglichen werden. Im Konzerngebiet West- und Nordeuropa erreichten Großbritannien, Deutschland und die Benelux-Länder wieder annähernd das Vorjahresniveau, während Norwegen und Schweden zweistellige Absatzrückgänge hinnehmen mussten. Mengensteigerungen erzielten wir lediglich in den baltischen Staaten und in Island. Der Transportbetonabsatz lag 2015 mit 36,7 (i.V.: 36,6) Mio cbm wie zuletzt prognostiziert auf dem Vorjahresniveau. Auch hier zeigt sich wieder die unterschiedliche Entwicklung in den einzelnen Konzerngebieten. Den stärksten Anstieg erreichten wir in Osteuropa-Zentralasien, darunter insbesondere in Polen, Rumänien und Georgien. In unseren Marktregionen in Nordamerika nahmen die Lieferungen ebenfalls zu oder erreichten zumindest das Vorjahresniveau. Im Konzerngebiet West-und Nordeuropa konnten erfreuliche Absatzsteigerungen in Großbritannien und Benelux den Rückgang in den baltischen Staaten, Dänemark, Norwegen und Deutschland fast ausgleichen. In Israel und Spanien, den einzigen Ländern im Konzerngebiet Afrika-Mittelmeerraum, die Transportbeton herstellen, haben sich die Verkaufsmengen leicht erhöht. In der Region Asien-Pazifik hingegen sind sie mit Ausnahme von Australien deutlich gesunken. Die Asphaltlieferungen sind 2015 um 2,0 % auf 9,1 (i.V.: 9,3) Mio t leicht gesunken. Am stärksten war der Rückgang in den beiden asphaltproduzierenden Ländern Malaysia und Australien in AsienPazifik, gefolgt von Großbritannien im Konzerngebiet West- und Nordeuropa. In Nordamerika hingegen stieg der Absatz in den beiden Marktregionen Nord und West, wo wir Asphalt herstellen. Absatzscroll
ErtragslageDie operative Ertragslage von HeidelbergCement hat sich im Geschäftsjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 6,7% auf 13.465 (i.V.: 12.614) Mio € gestiegen. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte blieb er nahezu konstant. Die Währungseffekte haben sich in Höhe von 795 Mio € positiv ausgewirkt und resultierten vor allem aus dem Anstieg des US-Dollar, des britischem Pfunds und einiger asiatischer Währungen gegenüber dem Euro. Positive Konsolidierungseffekte trugen 76 Mio € zum Umsatzanstieg bei. Während der Absatz im Berichtsjahr im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe, insbesondere in den Konzerngebieten Nordamerika und Osteuropa-Zentralasien, stieg, blieb er in den Geschäftsbereichen Zement und Transportbeton-Asphalt nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Der Materialaufwand erhöhte sich um 3,0 % auf 5.477 (i.V.: 5.320) Mio €. Während die Aufwendungen für Energie um 4,3 % gesunken sind, haben sie sich für Rohstoffe um 5,2 %, für Verbrauchs- und Reparaturmaterial um 7,1 % und für Handelswaren um 3,4% erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge lagen saldiert mit -3.334 (i.V.: -3.155) Mio € um 5,7 % über dem Vorjahresniveau. Während sich die Aufwendungen für Fremdreparaturen und -leistungen mit 14,3 %, die Miet- und Leasingaufwendungen mit 20,2 % und die Verwaltungs-und Vertriebskosten mit 8,0 % überproportional erhöhten, gingen die Frachtaufwendungen trotz eines leichten Anstiegs der Absatzmengen um 1,4% zurück. Gleichzeitig nahmen die Gewinne aus Abgängen von Anlagegegenständen um 25,3 Mio € bzw. 47,5 % zu. Der durchschnittliche Personalbestand verringerte sich leicht um 1,3%. Der Personalaufwand stieg um 10,9% auf 2.274 (i.V.: 2.050) Mio €. Bereinigt um Währungseffekte lag der Anstieg bei 5,3%. Das Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen erhöhte sich um 17,9% auf 201 (i.V.: 171) Mio €, insbesondere aufgrund der positiven Geschäftsentwicklungen unserer Joint Venture Cement Australia, Akçansa und Texas Lehigh Cement. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen verbesserte sich um 14,2 % auf 2.613 (i.V.: 2.288) Mio €. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte nahm es um 8,2 % zu. Die erfreuliche Entwicklung des operativen Ergebnisses vor Abschreibungen ist vor allem auf die erfolgreich durchgeführten Konzernprogramme zur Effizienz- und Margensteigerung, den Rückgang der Energiekosten sowie Preiserhöhungen in wichtigen Märkten zurückzuführen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen um 10,6% auf 767 (i.V.: 693) Mio €. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 15,7% auf 1.846 (i.V.: 1.595) Mio €. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte lag der Zuwachs bei 9,9 %. Das zusätzliche ordentliche Ergebnis verbesserte sich um 51 Mio € auf -12 (i.V.: -63) Mio €. Die Erträge von insgesamt 85 Mio € stammen im Wesentlichen aus umrechnungsbedingten Erträgen im Zusammenhang mit einer Kapitalrückzahlung einer ausländischen Holdinggesellschaft, der Auflösung einer Rückstellung für Schadenersatz im Zusammenhang mit einem Kartellverfahren sowie dem Verkauf der Kalkaktivitäten in Deutschland. Die Aufwendungen von 97 Mio € resultieren hauptsächlich aus Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten in Russland (26 Mio €) und von Sachanlagen (14 Mio €), aus Restrukturierungsmaßnahmen (11 Mio €), Verlusten aus der Veräußerung von Geschäftseinheiten (7 Mio €) sowie sonstigen einmaligen Aufwendungen (39 Mio €). Im Vorjahr betrafen die Erträge vornehmlich den Abgang von Geschäftseinheiten in Höhe von 25 Mio €. Diesen standen vor allem Aufwendungen für Wertminderungen von Geschäfts-oder Firmenwerten und Anlagevermögen in Höhe von 58 Mio € sowie Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 19 Mio € gegenüber. Das Beteiligungsergebnis erhöhte sich leicht um 1 Mio € auf 29 (i.V.: 28) Mio €. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg deutlich um 303 Mio € auf 1.863 (i.V.: 1.560) Mio € an. Das Finanzergebnis verbesserte sich um 79 Mio € auf -550 (i.V.: -629) Mio €. Die Zinserträge sind um 20 Mio € zurückgegangen - insbesondere aufgrund geringerer Zinserträge in Indonesien und Kanada. Dank der deutlich gesunkenen Nettoverschuldung gingen die Zinsaufwendungen um 86 Mio € zurück. Die Wechselkursverluste verringerten sich um 8 Mio € auf -35 (i.V.: -43) Mio €. Das sonstige Finanzergebnis verbesserte sich leicht um 5 Mio € auf -118 (i.V.: -123) Mio €. Das Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen stieg um 383 Mio € auf 1.313 (i.V.: 931) Mio €. Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhten sich um 230 Mio € auf 295 (i.V.: 65) Mio €. Die tatsächlichen Steuern erhöhten sich um 12 Mio € auf 342 (i.V.: 330) Mio €. Der im Verhältnis zum Ergebnis vor Steuern unterproportionale Anstieg ist insbesondere auf die Nutzung von Verlustvorträgen zurückzuführen. Der latente Steuerertrag reduzierte sich um 218 Mio € auf 47 (i.V.: 265) Mio €, insbesondere aufgrund von im Vorjahr angesetzten latenten Steuern auf Verlustvorträge in den USA und in Luxemburg. Der Effektivsteuersatz erhöhte sich demzufolge gegenüber dem Vorjahr von 6,6 % auf 22,0 %. Das Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen beträgt somit 1.019 (i.V.: 866) Mio €. Das Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen stieg um 143 Mio € auf -36 (i.V.: -179) Mio € an. Das Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereichs Hanson Building Products, der am 13. März 2015 veräußert wurde, beträgt 16 Mio €. Für in Vorjahren aufgegebene Geschäftsbereiche der Hanson-Gruppe fielen 2015 Aufwendungen in Höhe von 52 Mio € an. Insgesamt ergibt sich ein Jahresüberschuss von 983 (i.V.: 687) Mio €. Das anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnis reduzierte sich um 19 Mio € auf 183 (i.V.: 202) Mio €. Der Anteil der Gruppe beläuft sich somit auf 800 (i.V.: 486) Mio €. Das Ergebnis je Aktie - Anteil der Gruppe - nach IAS 33 stieg auf 4,26 (i.V.: 2,59) €. Für die fortzuführenden Geschäftsbereiche erhöhte sich das Ergebnis je Aktie auf 4,45 (i.V.: 3,54) €. Angesichts der insgesamt positiven Geschäftsentwicklung werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 4. Mai 2016 vorschlagen, eine Dividende von 1,30 (i.V.: 0,75) € je Aktie auszuschütten. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (Kurzfassung)scroll
Nicht finanzielle LeistungsindikatorenIm nicht finanzbezogenen Bereich verwenden wir mehrere Leistungsindikatoren zur internen Steuerung und Kontrolle der Arbeitssicherheit und des CO2 -Ausstoßes. Der Abbau von Rohstoffen und die Produktion von Zement und Zuschlagstoffen bergen unterschiedliche Gefahren, zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Transport der Rohstoffe und fertigen Produkte, dem Arbeiten in großer Höhe, mit Starkstrom oder schweren technischen Geräten. Arbeits- und Gesundheitsschutz haben deshalb höchste Priorität bei HeidelbergCement. Zur Messung der Wirksamkeit unserer Maßnahmen für Arbeitssicherheit verwenden wir die Leistungsindikatoren Unfallhäufigkeitsrate, Unfallschwereindikator und Todesfallrate. Nähere Informationen zur Definition und Entwicklung dieser nicht finanziellen Leistungsindikatoren finden Sie im Abschnitt Arbeits- und Gesundheitsschutz auf Seite 102 f. Die Produktion von Zement erzeugt aufgrund der beim Brennen des Klinkers ablaufenden chemischen Prozesse und der dazu notwendigen hohen Temperaturen eine große Menge CO2 . Klimaschutz ist nicht nur eine notwendige Maßnahme zur Sicherung der Lebensbedingungen zukünftiger Generationen, sondern zahlt sich auch finanziell aus. HeidelbergCement ist in zunehmendem Maße in Emissionshandelssysteme eingebunden, die zum Zukauf von Emissionsrechten verpflichten, wenn die zugeteilte Menge überschritten wird. Die kontinuierliche Verringerung der CO2 -Emissionen steht daher im Mittelpunkt unserer Umweltpolitik. Zu den wesentlichen Hebeln zur Verringerung der CO2 -Emissionen gehört die Verwendung alternativer Brenn- und Rohstoffe. Um den Fortschritt in Sachen Klimaschutz zu kontrollieren und zu steuern, verwenden wir die Leistungskennzahlen spezifische Netto-CO2 -Emissionen, alternative Brennstoffrate und Klinkerfaktor. Nähere Informationen zur Definition und Entwicklung dieser nicht finanziellen Leistungsindikatoren finden Sie im Kapitel Umweltverantwortung auf Seite 105 f. Geschäftsverlauf in den KonzerngebietenWest- und NordeuropaHeidelbergCement ist im Konzerngebiet West- und Nordeuropa in elf Ländern tätig. In diesen reifen Märkten stellen wir als voll integriertes Baustoffunternehmen Zement, Zuschlagstoffe, Transportbeton, Asphalt und verschiedene Bauprodukte her. In den meisten Ländern, in denen wir Zement produzieren, sind wir Marktführer. Wir verfügen außerdem über ein dichtes Netz an Förderstätten für Zuschlagstoffe und Produktionsanlagen für Transportbeton. Großbritannien ist unser größtes Marktgebiet in West- und Nordeuropa. In den Ländern des Konzerngebiets West- und Nordeuropa setzte sich im Berichtsjahr die wirtschaftliche Erholung fort. In Deutschland, Großbritannien und Schweden stieg das Bruttoinlandsprodukt im Berichtsjahr um 1,7 % bzw. 2,2 % und 2,8%. In Belgien und den Niederlanden nahm die Wirtschaft weiter an Fahrt auf. Belgien verzeichnete ein Wachstum von 1,2 %, während in den Niederlanden das Plus bei 2,0% lag. In Norwegen hat sich die wirtschaftliche Dynamik aufgrund des Ölpreisverfalls abgeschwächt. Die Wirtschaftsleistung nahm um 1,0% zu. Die Bautätigkeit in den Ländern des Konzerngebiets hat sich im Berichtsjahr überwiegend positiv entwickelt. Dank starker Nachfrage im Wohnungsbau haben sich die Bauinvestitionen in Schweden und den Niederlanden im Vergleich zum Vorjahr mit 5,5 % bzw. 6,0 % deutlich erhöht. In Großbritannien waren vor allem der private Wohnungsbau - unterstützt durch das "Help to buy" Programm der Regierung - und der Infrastrukturbau die Wachstumstreiber. Insgesamt wird in Großbritannien im Berichtsjahr ein Anstieg um 3,9 % erwartet. Trotz der negativen Auswirkungen des niedrigen Ölpreises auf den Wirtschaftsbau wird in Norwegen, angetrieben vom Infrastrukturbau, mit einem Anstieg der Bautätigkeit um 2,4% gerechnet. In Belgien und Deutschland war die Bauaktivität mit einem Plus von 0,3% bzw. 0,4% relativ stabil. In Deutschland hat sich allerdings nur der Wohnungsbau im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt. Geschäftsbereich ZementIm Jahr 2015 lag der Zementverbrauch in Deutschland mit 26,6 Mio t um 2,2 % unter dem Vorjahr. In den Niederlanden wird ein Rückgang von rund 3 % aufgrund im Vorjahr abgeschlossener Infrastrukturprojekte erwartet, während der Zementverbrauch in Schweden und Großbritannien mit schätzungsweise 5% und 4% deutlich stieg. In Norwegen sank der Zementverbrauch um 1,6 %; in Belgien wird er auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Insgesamt nahm der Zement- und Klinkerversand im Konzerngebiet um 1,0% auf 21,4 (i.V.: 21,6) Mio t ab. Absatzzuwächse in Großbritannien, Schweden und Dänemark konnten Mengeneinbußen in den anderen Ländern und den Rückgang der Exporte aus Nordeuropa nicht ganz ausgleichen. In Großbritannien ist der Absatz dank der positiven Entwicklung im Wohnungsbau und großer Infrastrukturprojekte im Großraum London deutlich gestiegen. Die Lieferungen von gemahlenem Hüttensand lagen ebenfalls über dem Vorjahresniveau. In Schweden profitierten wir von der gestiegenen Inlandsnachfrage, insbesondere im Wohnungsbau. Im leichten Mengenrückgang unserer deutschen Werke spiegeln sich die verhaltene Nachfrage aus dem Wirtschaftsbau und das kalte Winterwetter wider. In Benelux blieben unsere Lieferungen vor allem aufgrund der anhaltenden Nachfrageschwäche in den Niederlanden leicht unter dem Vorjahresniveau. Der Absatz unserer norwegischen Werke nahm aufgrund der rückläufigen Aktivitäten der Ölindustrie ab. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zement erhöhte sich um 0,9 % auf 1.796 (i.V.: 1.780) Mio €. Mit dem "Masterplan Deutschland Zement" wurde ein anspruchsvolles Investitionsprogramm für die Modernisierung und Effizienzsteigerung unserer Werke und den Umweltschutz beschlossen. Die wesentlichen Neu- und Umbauprojekte sollen bis zum Jahr 2019 umgesetzt werden. In Großbritannien haben wir im Werk Padeswood eine Verpackungsanlage für Plastiksäcke und ein System für die Zufuhr von Sekundärbrennstoffen installiert. In Norwegen und Schweden haben wir diverse Investitionen zur Steigerung der Effizienz und für den Umweltschutz durchgeführt. Im belgischen Werk Antoing wurde die Kohlemühle umgebaut und die Stromzufuhr modernisiert. Aufgrund der Ergebnisse eines Berichts der britischen Wettbewerbsbehörde (UK Competition and Markets Authority) war HeidelbergCement verpflichtet, im Geschäftsjahr 2015 ein Hütten-sandmahlwerk zu veräußern. Die Transaktion wurde am 31. Juli 2015 mit dem Verkauf des Werks in Scunthorpe abgeschlossen. Geschäftsbereich ZuschlagstoffeIm Konzerngebiet West- und Nordeuropa betreibt HeidelbergCement ein ausgedehntes Netz an Produktionsstätten. Insgesamt ging der Zuschlagstoffabsatz um 2,1 % auf 63,8 (i.V.: 65,2) Mio t zurück. Während er in den baltischen Staaten und Island stieg, blieb er in Großbritannien, Deutschland und Benelux nahezu stabil auf dem Vorjahresniveau. In Schweden und Norwegen hingegen lag der Zuschlagstoffabsatz deutlich unter dem Vorjahr. Grund dafür war in Schweden der Verkauf von zwei Steinbrüchen im September 2014 und in Norwegen eine schwächere Inlandsnachfrage sowie ein Rückgang der Exporte in die baltischen Staaten. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zuschlagstoffe nahm insgesamt, vor allem aufgrund eines Anstiegs in Großbritannien, um 5,2 % auf 887 (i.V.: 843) Mio € zu. Das Sand- und Kieswerk in Shardlow, Großbritannien, das 2012 stillgelegt worden war, haben wir im Jahr 2015 aufgrund der steigenden Nachfrage wiedereröffnet. Geschäftsbereich Transportbeton-AsphaltZu diesem Geschäftsbereich gehören das Transportbeton- und Asphaltgeschäft. Während wir ein dichtes Netz an Transportbetonwerken in weiten Teilen des Konzerngebiets haben, beschränkt sich das Asphaltgeschäft auf Großbritannien. Im Berichtsjahr lagen die Transportbetonlieferungen mit 13,0 (i.V.: 13,0) Mio cbm nur leicht um 0,3% unter dem Vorjahr. Absatzzuwächse in Großbritannien, Schweden, Benelux und Island konnten die Mengenverluste in den übrigen Konzernländern nahezu ausgleichen. Der Absatz von Asphalt hat sich 2015 vor allem aufgrund des Regenwetters und einer leichten Abschwächung der Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte um 3,3 % auf 3,0 (i.V.: 3,1) Mio t verringert. In Belgien wurden zur Verbesserung der vertikalen Integration drei Transportbetonwerke erworben. In den Niederlanden haben wir unsere Anteile an einem Unternehmen, das unter anderem Transportbeton herstellt, verkauft. In Großbritannien haben wir zwei Transportbetonwerke von anderen Standorten nach Stanton Harcourt bei Oxford und Chipping Sodbury bei Bristol verlagert und modernisiert. In Vilnius, Litauen, und in Larvik, Norwegen, haben wir neue Werke eröffnet. Auch im Asphaltbereich haben wir ein Werk, das 2012 stillgelegt worden war, von Devon nach Wales verlagert und wiedereröffnet. Außerdem wird unser Asphaltwerk im Steinbruch Whatley in Somerset komplett renoviert. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Transportbeton-Asphalt nahm 2015, vor allem aufgrund des Anstiegs in Großbritannien, um 5,7 % auf 1.627 (i.V.: 1.539) Mio € zu. Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-SonstigesIm ersten Quartal 2015 hat HeidelbergCement den Geschäftsbereich Bauprodukte in Nordamerika und Großbritannien an eine Tochtergesellschaft von Lone Star Funds verkauft. In den Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-Sonstiges fallen die verbliebenen Bauprodukte im Konzerngebiet. Das sind vor allem: Kalksandstein, Betonfertigteile und Betonprodukte in Deutschland sowie die Nordic Precast Group, die Betonprodukte herstellt. Am 13. März 2015 haben HeidelbergCement und die norwegische KB Gruppen Kongsvinger AS eine Vereinbarung zur Bündelung der Betonprodukte-Aktivitäten ihrer schwedischen Tochtergesellschaften Abetong AB und Contiga AB unterzeichnet. Die Transaktion wurde am 28. September 2015 abgeschlossen. Die durch den Zusammenschluss neu entstandene Nordic Precast Group AB, an der HeidelbergCement 57,6% der Anteile hält, ist in Norwegen, Schweden, Dänemark, Deutschland, Polen und Lettland tätig. Am 31. August 2015 haben wir den Verkauf des Kalkgeschäfts in Deutschland an die belgische Lhoist-Gruppe abgeschlossen. Zum Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-Sonstiges gehören außerdem unsere Straßenbauaktivitäten in Großbritannien sowie unser Joint Venture Mibau im Bereich Zuschlagstoffe und mehrere Gemeinschaftsunternehmen in der Sparte Transportbeton in Deutschland und Norwegen. Der Umsatz des Geschäftsbereichs nahm vor allem aufgrund der Konsolidierung der Nordic Precast Group um 21,8% auf 610 (i.V.: 501) Mio € zu. Umsatz und ErgebnisDer Umsatz im Konzerngebiet West- und Nordeuropa stieg um 4,6 % auf 4.196 (i.V.: 4.012) Mio €. Operativ, d.h. ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten, lag das Plus bei 0,1 %. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen lag mit 672 (i.V.: 562) Mio € um 19,7 % über dem Niveau des Vorjahres. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten betrug der Anstieg 17,3 %. Das operative Ergebnis nahm um 31,9 % auf 434 (i.V.: 329) Mio € zu. Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte lag der Zuwachs bei 31,7 %. Wichtige Kennzahlen West- und Nordeuropascroll
Umsatz West- und Nordeuropa 2015: 4.196 Mio €![]() Osteuropa-ZentralasienHeidelbergCement ist im Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien in elf Ländern tätig. In den meisten dieser Wachstumsmärkte sind wir Marktführer im Zementbereich. Steigende Bedeutung haben auch die Förderung von Zuschlagstoffen und die Herstellung von Transportbeton. Polen ist gemessen am Umsatz unser größtes Marktgebiet in Osteuropa-Zentralasien. Die wirtschaftliche Entwicklung in den Ländern des Konzerngebiets Osteuropa-Zentralasien zeigt ein gemischtes Bild: In Polen und der Tschechischen Republik hat sich die wirtschaftliche Belebung fortgesetzt. Auch die rumänische Wirtschaft erholt sich weiter. In Kasachstan hat sich die Konjunktur aufgrund des niedrigen Ölpreises abgekühlt, während sich die russische Wirtschaft mit einem Minus von 3,7 % in einer Rezession befindet. Der Ukraine-Konflikt belastet die ukrainische Wirtschaft schwer. Hier wird für das Jahr 2015 ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 12,0% erwartet. Während die Wirtschaftsleistung in Kasachstan voraussichtlich leicht um 0,9% stieg, wird in Rumänien, Polen und Georgien hingegen mit einem deutlichen Wachstum von 3,6 % bzw. 3,5 % und 2,5 % gerechnet. Das Bruttoinlandsprodukt in der Tschechischen Republik hat sich mit einem Plus von 4,3 % am besten entwickelt. In einigen Ländern, wie der Tschechischen Republik, Polen und Rumänien, wirkte sich die wirtschaftliche Erholung positiv auf die Bauwirtschaft aus. In Kasachstan und Georgien nahmen die Bauaktivitäten ebenfalls zu, während sie in Russland und der Ukraine spürbar rückläufig waren. Die Krise im Osten der Ukraine beeinträchtigte deutlich die dortige Bautätigkeit, während der durch den niedrigen Ölpreis beschleunigte Wirtschaftsabschwung in Russland teilweise durch Infrastrukturmaßnahmen der Regierung aufgefangen wurde. Geschäftsbereich ZementAbgesehen von der Slowakei produziert HeidelbergCement in allen Ländern des Konzerngebiets Osteuropa-Zentralasien Zement und Klinker. Insgesamt nahmen die Zement- und Klinkerlieferungen 2015 um 3,3% auf 16,6 (i.V.: 17,1) Mio t ab. Die Absatzentwicklung war in den einzelnen Ländern uneinheitlich. In Kasachstan trug das Hochfahren der Produktion in unserem neuen Zementwerk CaspiCement zu einem Absatzanstieg im zweistelligen Prozentbereich bei. In der Tschechischen Republik und in Georgien ist der Absatz ebenfalls gestiegen. In Polen führte zunehmender Wettbewerbsdruck zu einem moderaten Mengenrückgang, während unser Absatz in Rumänien nahezu stabil war. In Russland lagen die Zementlieferungen aufgrund des wirtschaftlichen Abschwungs deutlich unter dem Vorjahresniveau. In der Ukraine führte der Konflikt im Osten des Landes trotz einer Mengensteigerung in der zweiten Jahreshälfte im Gesamtjahr zu einem Absatzminus im zweistelligen Prozentbereich. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zement nahm um 11,1 % auf 878 (i.V.: 987) Mio € ab. Der Umsatzrückgang wurde insbesondere durch die erhebliche Abwertung der russischen und ukrainischen Währungen gegenüber dem Euro verstärkt. In mehreren Ländern haben wir Investitionen zur Verbesserung des Umweltschutzes und der Produktivität durchgeführt. In unserem rumänischen Zementwerk Fieni haben wir eine Anlage zur Erzeugung von Strom aus Ofenabwärme in Betrieb genommen. Geschäftsbereich ZuschlagstoffeDie Hauptmärkte von HeidelbergCement im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe sind die Tschechische Republik und Polen. Daneben sind wir auch in Russland, Rumänien, der Slowakei, der Ukraine und Kasachstan im Zuschlagstoffgeschäft tätig. In den meisten Ländern profitierten wir von einem starken Nachfrageanstieg. Der Absatz nahm insgesamt um 9,9 % auf 22,4 (i.V.: 20,4) Mio t zu. Deutliche Zuwächse verzeichneten wir in Kasachstan, Rumänien, der Tschechischen Republik und der Slowakei. In Polen und Russland stieg unser Absatz moderat, während er in der Ukraine klar unter dem Vorjahresniveau blieb. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zuschlagstoffe erhöhte sich um 11,9% auf 116 (i.V.: 104) Mio €. Im Bereich Zuschlagstoffe herrschte strikte Ausgabenkontrolle bei den Investitionen. Diese beschränkten sich im Wesentlichen auf den Kauf von zwei Sand- und Kiesförderstätten im Raum Opole in Polen. Geschäftsbereich Transportbeton-AsphaltZu diesem Geschäftsbereich gehören das Transportbeton- und Asphaltgeschäft, allerdings produzieren wir keinen Asphalt im Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien. In der Sparte Transportbeton hingegen verfügen wir in allen Ländern, abgesehen von Russland, über ein dichtes Netz an Werken. Die Hauptmarktgebiete liegen in der Tschechischen Republik und in Polen. Der Transportbetonabsatz stieg 2015 in Osteuropa-Zentralasien um 15,2 % auf 3,4 (i.V.: 2,9) Mio cbm. In Polen, Rumänien und Georgien nahm er mit zweistelligen Wachstumsraten am stärksten zu. In Kasachstan lagen die Lieferungen leicht über dem Vorjahr, während sie in der Tschechischen Republik und der Ukraine geringfügig darunter blieben. Mit 183 (i.V.: 163) Mio € erhöhte sich der Umsatz des Geschäftsbereichs Transportbeton-Asphalt um 12,3%. In Polen haben wir zur Erweiterung unserer Produktionskapazitäten sieben Transportbetonwerke im Raum Wroclaw, Warschau und Opole - unseren Kernmärkten - gekauft. In der Tschechischen Republik haben wir ein neues Werk eröffnet und bei zwei weiteren die Produktionsanlagen modernisiert. In Kasachstan haben wir ein neues Transportbetonwerk in der Hauptstadt Astana errichtet und in Rumänien eine neue halbmobile Transportbetonanlage erworben. Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-SonstigesIn diesen Geschäftsbereich fallen in Osteuropa-Zentralasien ausschließlich unsere Joint Ventures. Deshalb weisen wir hier keinen Umsatz aus. Unsere wichtigsten Gemeinschaftsunternehmen befinden sich in Ungarn und Bosnien-Herzegowina. Unser Joint Venture Duna-Drava Cement Kft ist der führende Baustoffhersteller in Ungarn. In Bosnien-Herzegowina sind wir mit einem Zementwerk und vier Transportbetonwerken vertreten. Außerdem betreiben wir noch weitere Gemeinschaftsunternehmen vor allem im Transportbetonbereich in Kroatien, der Tschechischen Republik, Polen und der Slowakei. In Ungarn konnten wir den Zementabsatz aufgrund einer robusten Bauwirtschaft deutlich und in Bosnien-Herzegowina geringfügig steigern. Umsatz und ErgebnisDer Umsatz im Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien nahm 2015 insgesamt um 7,2% auf 1.097 (i.V.: 1.182) Mio € ab. Der Umsatzrückgang beruht vor allem auf den deutlich negativen Wechselkurseffekten aus der Abwertung der Währungen der Ukraine und Russlands gegenüber dem Euro. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte stieg er leicht um 1,1 %. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen lag mit 207 (i.V.: 230) Mio € um 9,9 % unter dem Vorjahr. Ohne Berücksichtigung von Währungs- und Konsolidierungseffekten betrug das Minus 4,4 %. Das operative Ergebnis sank um 11,9% auf 114 (i.V.: 129) Mio €. Hier betrug der Rückgang bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte 8,8 %. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen und das operative Ergebnis werden vor allem durch negative Wechselkurseffekte, die Abkühlung der russischen Bauwirtschaft und sinkende Preise infolge von Importen nach Kasachstan beeinträchtigt. Wichtige Kennzahlen Osteuropa-Zentralasienscroll
Umsatz Osteuropa-Zentralasien 2015: 1.097 Mio €![]() NordamerikaDie Vereinigten Staaten von Amerika und Kanada bilden das Konzerngebiet Nordamerika. In seinem größten Marktgebiet gehört HeidelbergCement zu den führenden Herstellern von Zement, Zuschlagstoffen und Transportbeton. In einigen Bundesstaaten der USA werden auch Asphalt und im Westen Kanadas Betonrohre produziert und vertrieben. Die US-Wirtschaft ist 2015 trotz eines winterbedingt schwachen ersten Quartals und des gesunkenen Ölpreises weiter gewachsen. Die Arbeitsmarktsituation hat sich deutlich verbessert. Bis Ende 2015 ging die Arbeitslosenquote auf 5,0 % gegenüber 5,6 % im Vorjahr zurück. Das Bruttoinlandsprodukt ist wie im Vorjahr um 2,4% gestiegen. Die Folgen dieser positiven Entwicklung sind ein deutlich gestiegenes Konsumentenvertrauen, eine höhere Kaufkraft und mehr Steuereinnahmen für Staat und Kommunen, was sich positiv auf die Bautätigkeit auswirkte. Diese ist 2015 insgesamt um 8,2 % gestiegen. Das stärkste Wachstum von 21,2% verzeichnete der Nichtwohnungsbau angetrieben hauptsächlich vom Industrie- und Wirtschaftsbau aber auch durch den Bau von Hotels und Krankenhäusern. Hohe Zuwachsraten beim Einfamilien- und Mehrfamilienhausbau ließen den Wohnungsbau insgesamt um 9,6% steigen. Der öffentliche Bau wuchs nach einem Rückgang 2014 im Berichtsjahr um 3,9%. Der amerikanische Kongress verabschiedete im Dezember 2015 das neue Gesetz FAST Act (Fixing America's Surface Transportation Act) zur Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur in den nächsten fünf Jahren. Das Gesetz mit einem Volumen von 305 Mrd US$ gibt den Bundesstaaten und der Bauindustrie Planungssicherheit bei Großprojekten. Die kanadische Wirtschaft litt 2015 unter dem Verfall des Ölpreises und dem daraus resultierenden starken Rückgang der Investitionstätigkeit. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts ging gegenüber 2014 um etwa die Hälfte auf 1,2 % zurück. Laut Winterprognose 2015 des kanadischen Zementverbands CAC (Cement Association of Canada) waren die Bauaktivitäten im Berichtsjahr insgesamt rückläufig. Einem leichten Wachstum im Wohnungs- und Infrastrukturbau stand eine deutliche Abnahme im Nichtwohnungsbau gegenüber. Geschäftsbereich ZementDer Zementverbrauch stieg in den USA 2015 um 3,8 % auf 92 Mio t. In Kanada sank der Zementverbrauch gegenüber dem Vorjahr um 4,4% auf 8,8 Mio t. Der Zement- und Klinkerabsatz unserer Werke erzielte mit 12,3 (i.V.: 12,1) Mio t einen Zuwachs von 1,9 %, wobei das Gemeinschaftsunternehmen Texas Lehigh Cement nicht enthalten ist. Den höchsten Mengenanstieg verzeichneten die Regionen Nord und West sowie unsere beiden Werke für Weißzement. In Kanada wurde der Absatz durch den Verfall des Ölpreises und der entsprechend sinkenden Nachfrage der Ölindustrie beeinträchtigt. Dieser Rückgang wurde jedoch durch Lieferungen für große Bauvorhaben gemildert. Die Region Süd entwickelte sich vergleichbar. Auch hier wirkten sich widrige Wetterbedingungen aus. Sowohl in den USA als auch in Kanada konnten wir allerdings in allen wichtigen Märkten Preiserhöhungen erfolgreich durchführen. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zement stieg 2015 um 22,5% auf 1.366 (i.V.: 1.115) Mio €. Wir haben 2015 in allen Zementwerken in den USA Investitionen durchgeführt, um die neuen Emissionsnormen für Luftschadstoffe (National Emission Standards for Hazardous Air Pollutants, NESHAP) zu erfüllen, die im September 2015 in Kraft traten. In diesem Zusammenhang haben wir beispielsweise im Zementwerk Permanente in Cupertino, Kalifornien, eine größere Investition in die Filteranlage des Ofens mit der Installation eines Systems zur kontinuierlichen Überwachung der Emissionen zum Abschluss gebracht. In Permanente wurden außerdem die Entwicklung und Tests eines hochmodernen Verfahrens zur Behandlung von selenhaltigem Abwasser, das im Steinbruch anfällt, fortgesetzt. Dieses Verfahren ist einzigartig in Nordamerika und hat sich als kostengünstig und effizient bewährt. Im Zementwerk Tehachapi, ebenfalls in Kalifornien, haben wir damit begonnen, die Zementmahlkapazität zu erhöhen. Das Werk erhielt außerdem die Genehmigung für die Verwertung von Biomasse und anderen aufbereiteten Abfällen als alternative Brennstoffe. In der Region Nord haben wir den Bau einer Brecheranlage für Rohmaterial für das Zementwerk Union Bridge, Maryland, und eines rund 6,4 km langen Förderbands, das das Zementwerk mit seinem neuen Steinbruch verbindet, fortgesetzt. Im kanadischen Zementwerk Delta, British Columbia, wurde eine neue Anlage zum Einsatz von alternativen Brennstoffen in Betrieb genommen, mit der der Anteil an alternativen Brennstoffen auf 20 % erhöht wird. Eine weitere Steigerung auf 30 % und mehr in naher Zukunft ist möglich. Im Zementwerk Edmonton in der kanadischen Provinz Alberta haben wir mit dem Bau einer neuen Zementmühle begonnen, der bis Mitte 2017 abgeschlossen sein soll. Geschäftsbereich ZuschlagstoffeHeidelbergCement verfügt in den USA und im Westen Kanadas über ein dichtes Netz an Produktionsstätten für Sand, Kies und Hartgestein. Insgesamt lag deren Absatz mit 116,6 (i.V.: 110,5) Mio t um 5,5 % über dem Vorjahr. Während die Regionen Nord und West beträchtliche Mengenzuwächse erzielten, stieg der Absatz in der Marktregion Süd aufgrund schlechter Wetterbedingungen im Südwesten - hauptsächlich in Texas - nur leicht. In Kanada erreichten die Verkaufsmengen insgesamt das Vorjahresniveau. Absatzrückgänge in den drei Prärieprovinzen konnten durch eine steigende Nachfrage in British Columbia ausgeglichen werden. Preiserhöhungen konnten wir in allen wichtigen Märkten in den USA und in Kanada erfolgreich durchführen. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zuschlagstoffe stieg um 28,0% auf 1.471 (i.V.: 1.150) Mio €. In der Region Süd haben wir im Berichtsjahr unsere Produktions- und Logistikkapazitäten weiter erhöht. Dazu gehören Investitionen in neue Eisenbahnumschlagterminals und in die Erweiterung der Produktionskapazität an unseren Standorten Lake Bridgeport und Servtex in Texas. Im Werk Sanger in der Nähe der kalifornischen Stadt Fresno hat eine neue Anlage die Zuschlagstoffproduktion aufgenommen. Das Werk mit einer jährlichen Produktionskapazität von 700.000 t wird den Markt von Fresno beliefern. Rund 90% der Mengen werden intern, beispielsweise für die Herstellung von Asphalt, verwendet. Geschäftsbereich Transportbeton-AsphaltWährend wir im ganzen Konzerngebiet über ein ausgedehntes Netz an Transportbetonwerken verfügen, ist die Asphaltproduktion vor allem auf die Staaten New York, Pennsylvania und Kalifornien konzentriert. Die Transportbetonlieferungen stiegen 2015 um 2,7% auf 6,4 (i.V.: 6,3) Mio cbm. Abgesehen von der Region Süd erzielten alle anderen Marktgebiete Zuwächse. Besonders erfreulich war die Entwicklung in der Region West, gefolgt von Kanada. Der Absatz der Region Süd lag auf dem Vorjahresniveau, da wir uns von einem Teil des Transportbetongeschäfts im Norden Alabamas getrennt haben. Im ganzen Konzerngebiet investierten wir im Berichtsjahr in die Erweiterung und Modernisierung unserer Flotte an Transportbetonfahrzeugen. Der Asphaltabsatz nahm im Berichtsjahr um 3,5 % auf 3,7 (i.V.: 3,6) Mio t zu. Unsere Produktionsstätten in den beiden Marktgebieten Nord und West verzeichneten eine steigende Nachfrage. Dabei profitierten wir bei der Asphaltproduktion auch vom gesunkenen Ölpreis. Um unserer Marktposition in Kalifornien zu stärken, haben wir ein Asphaltwerk in Visalia, der größten Stadt im Central Valley erworben. Das Werk ist günstig gelegen, um unsere bisherigen Kunden zu beliefern. Die benötigten Zuschlagstoffe werden vom Werk Sanger bezogen. Der Gesamtumsatz des Geschäftsbereichs Transportbeton-Asphalt erhöhte sich 2015 um 18,8 % auf 1.039 (i.V.: 874) Mio €. Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-SonstigesIm ersten Quartal 2015 hat HeidelbergCement den Geschäftsbereich Bauprodukte in Nordamerika und Großbritannien an eine Tochtergesellschaft von Lone Star Funds verkauft. Ausgenommen von dem Verkauf war lediglich die Sparte Betonrohre in Westkanada, die als Teil eines integrierten Geschäfts dem Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-Sonstiges zugeordnet wurde. In diesen Geschäftsbereich fällt auch unser Joint Venture Texas Lehigh Cement Company LP mit Sitz in Austin, Texas. Das Unternehmen, an dem wir zu 50 % beteiligt sind, betreibt ein Zementwerk in Buda, Texas. Der Zementabsatz dieses Joint Ventures ist im Geschäftsjahr aufgrund der gesunkenen Nachfrage der Ölindustrie und des schlechten Wetters im zweistelligen Prozentbereich gesunken. Der Umsatz des Geschäftsbereichs, der die Sparte Betonrohre und andere Nebenaktivitäten enthält, ist leicht um 1,9% auf 262 (i.V.: 257) Mio € gestiegen. Umsatz und ErgebnisDer Gesamtumsatz des Konzerngebiets Nordamerika stieg nach der Umrechnung in Euro um 22,9 % auf 3.746 (i.V.: 3.049) Mio €. Operativ, das heißt ohne Währungs- und Konsolidierungseffekte, nahm er um 6,7% zu. Dank des Absatzzuwachses, erfolgreich durchgeführter Preiserhöhungen und striktem Kostenmanagement konnten wir das operative Ergebnis vor Abschreibungen um 35,9% auf 829 (i.V.: 610) Mio € erhöhen. Ohne Währungseffekte und Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten lag der Zuwachs bei 19,5%. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 41,3 % auf 583 (i.V.: 412) Mio €. Ohne Währungs- und Konsolidierungseffekte lag die Steigerungsrate bei 25,9%. Wichtige Kennzahlen Nordamerikascroll
Umsatz Nordamerika 2015: 3.746 Mio €![]() Asien-PazifikDas Konzerngebiet Asien-Pazifik umfasst sieben asiatische Länder und Australien. In den meisten asiatischen Wachstumsländern liegt der Schwerpunkt auf der Zementproduktion. Insbesondere in Indonesien werden die Zementkapazitäten derzeit deutlich ausgebaut. In Malaysia, Hongkong und Indonesien hat HeidelbergCement eine starke Marktposition bei Zuschlagstoffen und Transportbeton. In Australien verfügen wir mit einem dichten Netz an Produktionsstätten über bedeutende Marktstellungen bei Transportbeton und Zuschlagstoffen. Außerdem halten wir eine 50%-Beteiligung am größten Zementunternehmen Australiens. Die Schwellenländer Asiens setzten 2015 ihren Wachstumskurs fort, die wirtschaftliche Dynamik hat sich aber insgesamt nochmals abgeschwächt. In China hat sich die Konjunktur weiter abgekühlt; die Wirtschaft wuchs 2015 um 6,9 % nach 7,3 % im Vorjahr. In Indien zeigten sich Anzeichen für eine wirtschaftliche Belebung. Die indische Zentralbank rechnet für das Fiskaljahr 2015/16 mit einer Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts von 7,4% nach 7,0 % im Vorjahr. In Indonesien hat sich das Wirtschaftswachstum aufgrund der rückläufigen Rohstoffpreise weiter verlangsamt. Die Wirtschaftsleistung stieg 2015 um 4,8 % nach 5,0 % im Vorjahr. Das staatliche Programm für den dringend benötigten Ausbau der Infrastruktur hat sich aufgrund bürokratischer Hemmnisse verzögert. Im zweiten Halbjahr legten die Infrastrukturausgaben jedoch deutlich zu. Während sich in Australien der Rückgang der Investitionen im Rohstoffsektor fortsetzte, zog das Wachstum in den anderen Teilen der Wirtschaft an; 2015 ist das Bruttoinlandsprodukt um 3,0 % gestiegen. Geschäftsbereich ZementDie Zement- und Klinkerlieferungen des Konzerngebiets Asien-Pazifik nahmen 2015 um insgesamt 4,5% auf 23,5 (i.V.: 24,6) Mio t ab. In unserem größten asiatischen Markt Indonesien wurden die Bauaktivitäten 2015 durch die schwache wirtschaftliche Entwicklung und Verzögerungen bei staatlichen Infrastrukturprojekten beeinträchtigt. Der inländische Zementverbrauch legte zwar ab dem dritten Quartal zu, blieb aber für das Gesamtjahr auf vergleichbarer Basis um 3 % unter dem Vorjahresniveau. Der Inlandsabsatz von Indocement nahm um 7,7 % ab. Die gegenüber dem Gesamtmarkt schwächere Absatzentwicklung von Indocement ist durch die margenorientierte Preispolitik unseres Tochterunternehmens bedingt. Aufgrund neuer Kapazitäten auf dem indonesischen Zementmarkt und des gestiegenen Wettbewerbsdrucks lagen die durchschnittlichen Verkaufspreise von Indocement 2015 unter dem Vorjahresniveau. Die Exporte nahmen ausgehend von einem niedrigen Niveau um 37% zu. Insgesamt verringerte sich der Zement- und Klinkerabsatz von Indocement um 7,3 %. Durch die disziplinierte Preispolitik und striktes Kostenmanagement konnte der Rückgang der Margen in Grenzen gehalten werden. Indocement erwartet aufgrund des von der Regierung auf den Weg gebrachten Infrastrukturprogramms und des damit verbundenen Multiplikatoreffekts auf den Immobiliensektor einen Anstieg der inländischen Zementnachfrage. In Anbetracht der Wachstumsperspektiven und um kosteneffizienter produzieren zu können, setzt Indocement die Expansion seiner Zementkapazität mit dem Ausbau des Werks Citeureup fort. Die Fertigstellung einer neuen integrierten Produktionslinie mit einer Zementkapazität von 4,4 Mio t soll im ersten Quartal 2016 erfolgen. In Indien wurden die Bauaktivitäten und die Zementnachfrage weiterhin durch die schwache Nachfrage aus dem Infrastrukturbau und in weiten Teilen des Landes durch eine Knappheit an Baustoffen aufgrund von gesetzlichen Restriktionen bei der Sandförderung belastet. Auch aus dem städtischen und ländlichen Wohnungsbau kamen keine Wachstumsimpulse. Die inländische Zementproduktion nahm 2015 um etwa 1,5 % zu. Die Lieferungen unserer indischen Zementwerke stiegen um 5,2 %. Hierzu trug insbesondere die steigende Auslastung unserer Zementkapazitäten in Zentralindien bei. Seit der Inbetriebnahme der neuen Anlagen mit einer Kapazität von 2,9 Mio t in den Werken Damoh im Bundesstaat Madya Pradesh und Jhansi im Bundesstaat Uttar Pradesh im Jahr 2013 wurde die Produktion stetig hochgefahren. Die Verkaufspreise lagen aufgrund des niedrigen Marktwachstums unter dem Niveau des Vorjahres. In Bangladesh beeinträchtigten politische Unruhen im ersten Quartal und heftige Regenfälle während des Monsuns die Bautätigkeit. Unsere Zementlieferungen verzeichneten einen leichten Anstieg, die Verkaufspreise lagen jedoch aufgrund des gestiegenen Wettbewerbs unter dem Vorjahresniveau. Im Sultanat Brunei profitierte die Bauwirtschaft von staatlichen Infrastrukturprojekten und unser Zementabsatz nahm deutlich zu. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zement nahm aufgrund der insgesamt rückläufigen Absatzmenge und gesunkener Verkaufspreise um 1,2 % auf 1.463 (i.V.: 1.481) Mio € ab. Geschäftsbereich ZuschlagstoffeIm Geschäftsbereich Zuschlagstoffe ist HeidelbergCement in Australien, Malaysia und Indonesien vertreten. Im Jahr 2015 verminderten sich unsere Zuschlagstofflieferungen um 4,6% auf 35,9 (i.V.: 37,7) Mio t. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten belief sich der Absatzrückgang auf 4,3%. In Australien, unserem weitaus größten Zuschlagstoffmarkt in diesem Konzerngebiet, verzeichneten wir in den Metropolregionen, insbesondere in den Großräumen Melbourne, Sydney und Brisbane, eine starke Nachfrage aus dem Wohnungsbau. Mengeneinbußen in den Bergbaugebieten in Nordwestaustralien und Queensland und die in einigen Landesteilen rückläufige Nachfrage aus dem Straßenbau konnten mehr als ausgeglichen werden. Die insgesamt leicht gestiegene Absatzmenge und höhere Verkaufspreise führten zu einer Umsatz- und Ergebnisverbesserung. In Indonesien und Malaysia verzeichneten unsere Zuschlagstoffaktivitäten deutliche Mengeneinbußen. Begünstigt durch die positive Entwicklung in Australien stieg der Umsatz des Geschäftsbereichs Zuschlagstoffe um 1,3% auf 537 (i.V.: 530) Mio €. Geschäftsbereich Transportbeton-AsphaltIm Transportbetongeschäft ist HeidelbergCement in Australien, Indonesien und Malaysia tätig. Während wir in Malaysia stark im Asphaltgeschäft tätig sind, betreiben wir in Australien nur ein Asphaltwerk. Der Transportbetonabsatz des Geschäftsbereichs Transportbeton-Asphalt lag mit 10,9 (i.V.: 11,4) Mio cbm um 4,3% unter dem Vorjahresniveau. Der erfreuliche Mengenzuwachs in Australien konnte die Volumenrückgänge in Indonesien und Malaysia nicht ausgleichen. Die Lieferungen der Asphaltsparte nahmen aufgrund der schwachen Nachfrage in Malaysia um 9,7 % auf 2,0 (i.V.: 2,3) Mio t ab. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Transportbeton-Asphalt verminderte sich um 1,6% auf 1.086 (i.V.: 1.103) Mio €. Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-SonstigesDer Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-Sonstiges umfasst im Wesentlichen die Zement-, Zuschlagstoff- und Transportbetonaktivitäten unserer Gemeinschaftsunternehmen in den chinesischen Provinzen Guangdong und Shaanxi sowie in Hongkong und unser Joint Venture Cement Australia. Daneben betreiben wir zwei Betonfertigteilwerke in Australien im Großraum Sydney und Aktivitäten für den Straßenbau in Malaysia. In China sind wir im Zementbereich mit den beiden Gemeinschaftsunternehmen China Century Cement und Jidong Heidelberg Cement Company in den Provinzen Guangdong und Shaanxi vertreten. Der Gesamtabsatz beider Unternehmen ging 2015 um 11,1 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Absatzzuwächse in Guangdong konnten die Mengeneinbußen in Shaanxi nicht ausgleichen. Während unsere Zuschlagstofflieferungen in Hongkong unter dem Vorjahr blieben, verzeichnete der Transportbetonabsatz einen deutlichen Zuwachs. In Guangdong hingegen mussten unsere Transportbetonaktivitäten einen starken Mengenrückgang hinnehmen. In Australien blieben die Zementlieferungen unseres Joint Ventures Cement Australia insbesondere aufgrund schwächerer Bergbauaktivitäten in Queensland leicht unter dem Vorjahr. Der Umsatz des Geschäftsbereichs, der lediglich von den zwei australischen Betonfertigteilwerken und den Straßenbauaktivitäten in Malaysia generiert wird, nahm um 9,4% auf 33 (i.V.: 36) Mio € ab. Umsatz und ErgebnisDer Umsatz des Konzerngebiets Asien-Pazifik nahm um 1,5 % auf 2.775 (i.V.: 2.818) Mio € ab. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten betrug der Rückgang 5,6 %. Der positive Währungseffekt in Höhe von 118 Mio € resultiert im Wesentlichen aus der Erstarkung der indischen Rupie und der indonesischen Rupiah gegenüber dem Euro. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,2 % auf 719 (i.V.: 743) Mio €. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten nahm es um 8,1 % ab. Das operative Ergebnis ging um 5,6 % auf 588 (i.V.: 623) Mio € zurück. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten sank es um 10,6%. Wichtige Kennzahlen Asien-Pazifikscroll
Umsatz Asien-Pazifik 2015: 2.775 Mio €![]() Afrika-MittelmeerraumIn Afrika ist HeideibergCement in acht Ländern südlich der Sahara vertreten und produziert dort fast ausschließlich Zement. Unsere Standorte im Mittelmeerraum befinden sich in Spanien, Israel und der Türkei. In Spanien und Israel stellt HeidelbergCement hauptsächlich Zuschlagstoffe und Transportbeton her. In der Türkei zählt unser Joint Venture Akçansa zu den führenden Zementherstellern des Landes; darüber hinaus ist Akçansa auch im Transportbeton- und Zuschlagstoffgeschäft tätig. Die afrikanischen Staaten südlich der Sahara verzeichnen insgesamt eine weiterhin robuste Wirtschaftsentwicklung und lebhafte Bauaktivitäten. Solides Wirtschaftswachstum, eine junge, schnell wachsende Bevölkerung, fortschreitende Urbanisierung und der hieraus resultierende Bedarf an Infrastrukturmaßnahmen sind in diesen Ländern der Haupttreiber für einen Anstieg der Bautätigkeit und Zementnachfrage. In Ghana hat sich die wirtschaftliche Entwicklung jedoch aufgrund des Ölpreisverfalls, der mangelhaften Stromversorgung und der schwachen Landeswährung deutlich verlangsamt. In der Türkei wird die Wirtschaft durch die Abwertung der Währung und die hohe Inflation beeinträchtigt. Dennoch dürfte die türkische Wirtschaftsleistung 2015 begünstigt durch den gefallenen Ölpreis moderat um etwa 3% gestiegen sein. Die Bauwirtschaft profitierte von Infrastrukturprojekten, während sich Wohnungs- und Wirtschaftsbau leicht abgeschwächt haben. In Spanien setzte sich 2015 die Konjunkturerholung mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 3,2 % fort. Begünstigt durch die einsetzende Belebung des Wohnungs- und Wirtschaftsbaus hat die Nachfrage nach Baustoffen erstmals nach Ausbruch der Krise wieder zugenommen. Die Infrastrukturinvestitionen litten jedoch weiterhin unter den staatlichen Haushaltsrestriktionen. In Israel lag das Wirtschaftswachstum 2015 mit 2,6% auf dem Niveau des Vorjahres. Dank zahlreicher Infrastrukturprojekte und eines leichten Anstiegs im Wohnungsbau blieben die Bauinvestitionen auf hohem Niveau. Geschäftsbereich ZementDer Zement- und Klinkerabsatz des Konzerngebiets Afrika-Mittelmeerraum, der nur die Lieferungen unserer afrikanischen Tochtergesellschaften umfasst, stieg 2015 um 15,3 % auf 7,4 (i.V.: 6,4) Mio t. Ohne Berücksichtigung des Konsolidierungseffekts aus der Entkonsolidierung unserer Aktivitäten in Gabun im Vorjahr belief sich der Zuwachs auf 16,1 %. Zu dem deutlichen Mengenanstieg in Afrika trugen neben den guten Nachfragebedingungen in den meisten Ländern insbesondere die neuen Produktionskapazitäten in Tansania, Togo und Burkina Faso bei. Im dritten Quartal 2014 haben wir in Tansania eine neue Zementmühle und zum Jahresende in Togo ein Klinkerwerk und im Nachbarland Burkina Faso ein Zementmahlwerk in Betrieb genommen. Eine deutliche Absatzsteigerung verzeichnete auch die Demokratische Republik Kongo. In Ghana hingegen blieben unsere Lieferungen aufgrund der wirtschaftlich bedingten schwachen Bautätigkeit und gestiegener Importe unter dem Vorjahresniveau. Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbsdrucks, insbesondere durch Importe, gingen die Zementpreise in einigen Ländern zurück. Insbesondere in Tansania lagen die Verkaufspreise deutlich unter dem Vorjahresniveau. Der Preisdruck konnte durch rückläufige Kosten für Klinkerimporte und Effizienzsteigerungen, insbesondere durch die Inbetriebnahme des neuen Werks in Togo, ausgeglichen werden. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zement stieg um 12,8% auf 701 (i.V.: 622) Mio €. Angesichts der guten Wachstumsaussichten baut HeidelbergCement seine Aktivitäten in Afrika weiter aus. In Togo wurde Anfang März 2015 das erste neu gebaute Klinkerwerk von HeidelbergCement in Afrika offiziell eröffnet. Es liegt nahe der Stadt Tabligbo, rund 80 km nordöstlich der Hauptstadt Lomé, und hat eine Jahreskapazität von 1,5 Mio t. Das Werk, das Ende 2014 die Produktion aufgenommen hat, liefert Klinker an Zementmahlanlagen von HeidelbergCement in Togo und in den Nachbarländern Benin, Burkina Faso und Ghana und reduziert damit teure Klinkerimporte. Wir bauen außerdem eine Zementmahlanlage mit einer Kapazität von rund 250.000 t im Norden von Togo, deren Fertigstellung im ersten Halbjahr 2017 geplant ist. Anfang März 2015 wurde das im vierten Quartal 2014 fertig gestellte Zementmahlwerk in Burkina Faso offiziell eingeweiht. Das in der Nähe der Hauptstadt Ouagadougou gelegene Werk hat eine Kapazität von 0,8 Mio t. In Ghana wurde Ende März 2015 eine neue Zementmühle im Mahlwerk Takoradi mit einer Kapazität von 0,8 Mio t eingeweiht. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Testläufe verfügen wir in Ghana über eine Zementmahlkapazität von 4,4 Mio t. Auch in Benin bauen wir unsere Zementkapazität durch die Errichtung einer weiteren Zementmühle im Mahlwerk Cotonou weiter aus. Die Inbetriebnahme der neuen Mühle mit einer Kapazität von 250.000 t ist für 2017 vorgesehen. In der Demokratischen Republik Kongo errichten wir in unserem Zementwerk Cimenterie de Lukala eine neue integrierte Produktionslinie. Mit der bis Ende 2017 vorgesehenen Fertigstellung wird sich die Zementkapazität des nahe der Hauptstadt Kinshasa gelegenen Werkes auf 0,8 Mio t erhöhen. Darüber hinaus prüfen wir Optionen für Kapazitätserweiterungen in anderen afrikanischen Ländern. Geschäftsbereich ZuschlagstoffeIm Geschäftsbereich Zuschlagstoffe ist HeidelbergCement in Spanien und Israel tätig. In beiden Ländern konnten wir Absatzsteigerungen erzielen. Insgesamt nahmen die Zuschlagstofflieferungen des Konzerngebiets um 2,6 % auf 11,1 (i.V.: 10,8) Mio t zu. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten betrug der Mengenzuwachs 3,7 %. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zuschlagstoffe stieg um 8,1 % auf 93 (i.V.: 86) Mio €. Geschäftsbereich Transportbeton-AsphaltHeidelbergCement verfügt im Konzerngebiet Afrika-Mittelmeerraum über Transportbetonaktivitäten in Spanien und Israel. Die Asphaltsparte ist nur in Israel vertreten. Die Transportbetonlieferungen nahmen 2015 leicht um 0,9 % auf 3,0 (i.V.: 3,0) Mio cbm zu. In Spanien ist unser Transportbetonabsatz erstmals seit 2007 wieder gestiegen. Israel verzeichnete ebenfalls einen leichten Zuwachs. Die Asphaltsparte in Israel erzielte einen Absatzanstieg um 2,7% auf 0,4 (i.V.: 0,4) Mio t. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Transportbeton-Asphalt erhöhte sich insgesamt um 7,0 % auf 221 (i.V.: 207) Mio €. Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-SonstigesDer Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-Sonstiges umfasst im Wesentlichen die Zement-, Zuschlagstoff- und Transportbetonaktivitäten unseres türkischen Joint Ventures Akçansa . Der Zementinlandsabsatz von Akçansa übertraf im Berichtsjahr knapp das Vorjahresniveau und erreichte damit ein neues Rekordergebnis. Die Zementexporte nahmen ebenfalls zu. Alles in allem verzeichnete der Zement- und Klinkerabsatz von Akçansa einen leichten Anstieg um 1,3%. Die Zuschlagstoff- und Transportbetonlieferungen hingegen erreichten nicht die Vorjahresvolumen. Insgesamt erzielte Akçansa aufgrund der guten Zementinlandsnachfrage und der positiven Preisentwicklung in allen Geschäftsbereichen einen Ergebnisanstieg. Der Umsatz des Geschäftsbereichs, der lediglich einige kleinere Randaktivitäten in den Bereichen Logistik und sonstige Dienstleistungen in Israel und Spanien ausweist, stieg um 50,0% auf 53 (i.V.: 35) Mio €. Umsatz und ErgebnisDer Umsatz des Konzerngebiets Afrika-Mittelmeerraum nahm um 10,8% auf 1.008 (i.V.: 910) Mio € zu. Operativ, d.h. ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten, wurde ein Zuwachs um 11,4% erzielt. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen lag mit 260 (i.V.: 213) Mio € um 22,5 % über dem Vorjahresniveau; ohne Berücksichtigung von Währungseffekten betrug der Anstieg 23,9%. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 17,8% auf 216 (i.V.: 184) Mio €; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten belief sich der Zuwachs auf 19,8%. Wichtige Kennzahlen Afrika-Mittelmeerraumscroll
Umsatz Afrika-Mittelmeerraum 2015: 1.008 Mio €![]() KonzernserviceDer Konzernservice umfasst die Aktivitäten unseres Tochterunternehmens HC Trading, das zu den größten internationalen Handelsgesellschaften für Zement und Klinker zählt. Das Unternehmen ist zuständig für den weltweiten Seetransport von Zement, Klinker und sonstigen Baustoffen, die unter anderem von den HeidelbergCement-Werken erzeugt werden, sowie für den Kauf und die Lieferung von Kohle und Petrolkoks ebenfalls auf dem Seeweg an eigene Standorte und an andere Zementunternehmen weltweit. Dank des weltweiten Handelsnetzes von HC Trading mit Mitarbeitern aus 27 Ländern, strategisch wichtigen Niederlassungen in Malta, Istanbul, Singapur, Shanghai, Dubai, Australien und Madagaskar sowie Repräsentanzen in Peru, Brasilien, Spanien, Bangladesh und Vietnam können wir die Kapazitätsauslastung unserer Werke optimieren und die Überschussproduktion aus einem Land in ein anderes mit höherer Nachfrage an Zement und Klinker liefern. Im Berichtsjahr konnte HC Trading das Handelsvolumen um 1,0% auf 21,7 (i.V.: 21,5) Mio t steigern, während der Umsatz infolge sinkender Preise auf den internationalen Rohstoffmärkten um 1,6% auf 1.060 (i.V.: 1.077) Mio € abnahm. Dabei erfolgten 27 % der Lieferungen konzernintern, während 73 % an andere internationale Unternehmen gingen, die unsere wettbewerbsfähige, effiziente und weltumspannende Handelsstruktur nutzen. Aufgrund des weltweit rückläufigen Handelsvolumens sind unsere Lieferungen von Zement, Klinker und sonstigen Baustoffen, wie Kalk und Trockenmörtel, 2015 um 3,6 % auf 14,6 (i.V.: 15,1) Mio t zurückgegangen. Die größten Mengen gingen nach Afrika (insbesondere Kenia und Ghana), Asien (v.a. Bangladesh) sowie Nord- und Südamerika. Die wichtigsten Lieferländer waren die Türkei, China, die Vereinigten Arabischen Emirate, Portugal und Spanien. Der internationale Handel mit Kohle und Petrolkoks stieg im Berichtsjahr um 11,9 % auf 7,2 (i.V.: 6,4) Mio t nach einem Anstieg um 30% im Vorjahr. HC Trading belieferte neben den konzerneigenen Zementwerken auch die Zementindustrie weltweit - insbesondere in Afrika, Europa, dem Nahen Osten und Asien. Hauptlieferländer waren die USA, Südafrika und Australien. Insgesamt transportierten 2015 mehr als 950 Schiffe die Waren hauptsächlich auf den wichtigsten Seerouten Asiens, des Mittelmeerraums und Kontinentaleuropas zu ihren Bestimmungsorten in Afrika, dem Nahen Osten und Südamerika. HC Trading ist dank ausgefeilter Logistik in der Lage, schnell auf sich verändernde Marktbedingungen zu reagieren. Umsatz und ErgebnisDer Umsatz im Bereich Konzernservice nahm bedingt durch sinkende Preise auf den internationalen Rohstoffmärkten um 1,6 % auf 1.060 (i.V.: 1.077) Mio € ab. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen verringerte sich trotz gestiegenem Handelsvolumen um 6,6% auf 25 (i.V.: 27) Mio €. Das operative Ergebnis sank in gleicher Größenordnung auf 25 (i.V.: 27) Mio €. Wichtige Kennzahlen Konzernservicescroll
Aufgegebene GeschäftsbereicheDas Ergebnis von -36 Mio € aus aufgegebenen Geschäftsbereichen enthält Erträge in Höhe von 16 Mio € im Zusammenhang mit dem Verkauf des Bauproduktegeschäfts in Nordamerika und Großbritannien (Hanson Building Products), der am 13. März 2015 abgeschlossen wurde, und Aufwendungen von 52 Mio € für Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen bei US-amerikanischen Tochtergesellschaften der 2007 übernommenen Hanson-Gruppe. Im Zusammenhang mit dem Verkauf von Hanson Building Products steht noch ein vom Geschäftserfolg dieses Unternehmens im Jahr 2015 abhängiger Betrag von maximal 100 Mio US$ aus, der im Jahr 2016 zahlbar wird. KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung im Jahr 2015 wurde maßgeblich von der Veräußerung des Bauproduktegeschäfts in Nordamerika und Großbritannien geprägt. Der erzielte Veräußerungserlös in Höhe von 1.265 Mio € nach Abzug abgegebener liquider Mittel und laufender Investitionsausgaben im ersten Quartal 2015 bildet den Mittelfluss aus Investitionstätigkeit des aufgegebenen Geschäfts in Höhe von 1.245 (i.V.: -14) Mio €. Die aus dieser Veräußerung und aus der operativen Geschäftstätigkeit gewonnenen Finanzmittel konnten für die Investitionen in den fortzuführenden Geschäftsbereichen und den Abbau der Nettoverschuldung verwendet werden. Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Innenfinanzierungskraft) hat sich trotz der starken operativen Entwicklung kaum verändert. Wesentliche Ursache dafür ist die negative Entwicklung des Mittelflusses des aufgegebenen Geschäfts als Folge des Verkaufs des Bauproduktegeschäfts. Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit der fortzuführenden Geschäftsbereiche nahm hingegen um 137 Mio € auf 1.511 (i.V.: 1.374) Mio € zu. Ursache hierfür war insbesondere der um 242 Mio € auf 2.622 (i.V.: 2.380) Mio € gestiegene Cashflow vor erhaltenen und gezahlten Zinsen sowie gezahlten Steuern. Demgegenüber stehen der um 21 Mio € auf 244 (i.V.: 223) Mio € erhöhte Verbrauch von Rückstellungen und die um 38 Mio € auf 353 (i.V.: 315) Mio € gestiegenen gezahlten Steuern. Der Rückgang der Zinseinnahmen um 101 Mio € auf 92 (i.V.: 193) Mio € beruht im Wesentlichen auf Sondereffekten aus der Ablösung von Zinsswaps im Geschäftsjahr 2014. Die Zinsausgaben haben sich infolge der abgebauten Nettoverschuldung um 50 Mio € auf 584 (i.V.: 634) Mio € verringert. Die ergebnis- bzw. liquiditätswirksame Erhöhung des Working Capital um 22 (i.V.: 27) Mio € wirkte sich dagegen negativ auf die Veränderung des Finanzmittelbestands aus. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit der fortzuführenden Geschäftsbereiche ging um 207 Mio € auf 752 (i.V.: 959) Mio € zurück. Die zahlungswirksamen Investitionen verringerten sich hierbei um 123 Mio € auf 1.002 (i.V.: 1.125) Mio €. Auf Investitionen zur Erhaltung und Optimierung unserer Kapazitäten entfielen 539 (i.V.: 489) Mio € und auf Kapazitätserweiterungen 463 (i.V.: 635) Mio €. Einzelheiten werden im Abschnitt Investitionen auf Seite 78 f. und im Anhang im Abschnitt Unternehmenszusammenschlüsse im Berichtsjahr auf Seite 194 f. erläutert. Aus der Finanzierungstätigkeit der fortzuführenden Geschäftsbereiche ergab sich im Berichtsjahr ein Mittelabfluss in Höhe von 1.822 (i.V.: 717) Mio €. Der darin enthaltene Liquiditätsabfluss aus der Nettoaufnahme/-tilgung von Anleihen und Krediten in Höhe von 1.436 (i.V.: 422) Mio € umfasst die Veränderung lang- und kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten und beinhaltet vor allem die Rückzahlung zweier Anleihen von jeweils 650 Mio € im August und Dezember 2015. Darüber hinaus sind hierunter die Inanspruchnahme der syndizierten Kreditlinie, Rückzahlungen unter dem EMTN-Programm, Abflüsse aus emittierten Commercial Papers und Bankdarlehen sowie Veränderungen der übrigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten mit hoher Umschlagshäufigkeit zusammengefasst. Im Vorjahr wurden im Wesentlichen neben der im März 2014 erfolgten Emission einer Anleihe über 500 Mio € die im Oktober 2014 fällig gewordene Anleihe von 1 Mrd € zurückgezahlt. Dividendenzahlungen führten zu einem Mittelabfluss von 369 (i.V.: 278) Mio €, wovon auf Dividendenzahlungen der HeidelbergCement AG 140,9 (i.V.: 112,5) Mio € entfielen. Mittelflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit aufgegebener Geschäftsbereiche betreffen das veräußerte Bauproduktegeschäft in Nordamerika und Großbritannien. HeidelbergCement war im Geschäftsjahr 2015 jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Konzern-Kapitalflussrechnung (Kurzfassung)scroll
InvestitionenStrikte Ausgabendisziplin im Investitionsbereich war auch im Geschäftsjahr 2015 ein wesentlicher Eckpfeiler unseres straffen und konsequenten Cash-Managements. Die zahlungswirksamen Investitionen gingen im Berichtsjahr auf 1.002 (i.V.: 1.125) Mio € zurück. Damit blieben unsere Investitionen deutlich unter dem ursprünglich geplanten Betrag von 1,2 Mrd €. Das im Rahmen der Italcementi-Akquisition reduzierte Investitionsziel von 0,9 Mrd € wurde allerdings nicht ganz erreicht. Auf Sachanlageinvestitionen (einschließlich der immateriellen Vermögenswerte) entfielen 908 (i.V.: 941) Mio €. Die Investitionen in Finanzanlagen und sonstige Geschäftseinheiten betrugen 94 (i.V.: 184) Mio €. Die Investitionen in Sachanlagen betrafen zum einen Erhaltungs-, Optimierungs- und Umweltschutzmaßnahmen in unseren Produktionsstätten in allen Konzerngebieten. Ein Schwerpunkt im Optimierungs- und Umweltschutzbereich sind die im "Masterplan Deutschland Zement" zusammengefassten Projekte zur Modernisierung und Effizienzsteigerung sowie für den Umweltschutz in unseren deutschen Zementwerken. In den USA haben wir in allen Zementwerken Investitionen durchgeführt, um die neuen Emissionsnormen für Luftschadstoffe (National Emission Standards for Hazardous Air Pollutants, NESHAP) zu erfüllen, die im September 2015 in Kraft traten. Im rumänischen Werk Fieni haben wir im Juli 2015 eine Anlage zur Erzeugung von Strom aus Ofenabwärme in Betrieb genommen. Derartige Anlagen haben zum Jahresende auch im Werk Damoh in Indien und im chinesischen Werk Guangzhou die Stromerzeugung aufgenommen. Zum anderen haben wir auch 2015 gezielt Investitionen in Asien und Afrika vorgenommen, um den Grundstein für künftiges Wachstum zu legen. Das bei weitem größte Projekt ist der Bau einer neuen integrierten Produktionslinie im indonesischen Werk Citeureup mit einer Zementkapazität von 4,4 Mio t. Das bedeutendste Investitionsprojekt in Afrika ist die Kapazitätserweiterung unseres Zementwerks Cimenterie de Lukala in der Demokratischen Republik Kongo durch den Bau einer neuen integrierten Produktionslinie. Weitere Investitionsausgaben waren für den Ausbau unserer Zementmahlkapazitäten in Ghana, Togo, Burkina Faso und Benin bestimmt. Die Investitionen in Finanzanlagen und sonstige Geschäftseinheiten betrafen im Wesentlichen kleinere arrondierende Beteiligungszukäufe in den Konzerngebieten West- und Nordeuropa und Osteuropa-Zentralasien. Eine Barzahlung in Höhe von 18,9 Mio € aufgrund einer üblichen Working-Capital-Anpassungsklausel im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss unserer schwedischen Tochtergesellschaft Abetong AB mit Contiga AB zur Nordic Precast Group AB waren zwar zahlungswirksam, hatten aber keinen Einfluss auf die Nettoverschuldung, da höhere liquide Mittel in demselben Betrag aus dem Working Capital bei Contiga AB zur Verfügung standen. Investitionenscroll
Sachanlageinvestitionen nach Geschäftsbereichen 2015![]() KonzernbilanzDie Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2015 um 242 Mio € auf 28.374 (i.V.: 28.133) Mio € gestiegen. Die langfristigen Aktiva erhöhten sich um 1.159 Mio € auf 23.668 (i.V.: 22.509) Mio €. Das Anlagevermögen stieg um 952 Mio € auf 22.142 (i.V.: 21.190) Mio €. Die Wechselkurseffekte betrugen 799 Mio €. Die Sachanlagen haben sich um 378 Mio € auf 9.871 (i.V.: 9.493) Mio € erhöht. Die wesentlichen Veränderungen betrafen Sachanlagenzugänge in Höhe von 882 Mio €, positive Wechselkurseffekte von 237 Mio €, Abschreibungen und Wertminderungen von insgesamt 751 Mio € und Abgänge von 56 Mio €. Die Finanzanlagen blieben mit 1.832 Mio € konstant. Einer Erhöhung der Buchwerte der at Equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen von 70 Mio € stand ein Rückgang der langfristig ausgereichten Darlehen, derivativen Finanzinstrumente und Finanzinvestitionen von 70 Mio € gegenüber. Die Aktivposten für latente Steuern, die im Wesentlichen aus der Aktivierung steuerlicher Verlustvorträge und Steuergutschriften stammen, erhöhten sich um 117 Mio € auf 805 (i.V.: 688) Mio €. Die Zunahme der sonstigen langfristigen Forderungen um 94 Mio € auf 711 (i.V.: 616) Mio € ist hauptsächlich auf die Bewertung des Fondsvermögens aus leistungsorientierten Pensionsplänen zurückzuführen. Die kurzfristigen Aktiva erhöhten sich um 463 Mio € auf 4.707 (i.V.: 4.244) Mio €. Die Vorräte nahmen um 47 Mio € auf 1.444 (i.V.: 1.397) Mio € zu. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen insbesondere umsatz- bzw. witterungsbedingt um 157 Mio € auf 1.215 (i.V.: 1.057) Mio €. Die Veränderung der liquiden Mittel wird im Abschnitt Kapitalflussrechnung auf Seite 77 f. erläutert. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital um 1.731 Mio € auf 15.976 (i.V.: 14.245) Mio € erhöht. Im Wesentlichen ist dies auf den Jahresüberschuss von 983 Mio €, auf Währungsumrechnungsdifferenzen von 1.004 Mio € sowie versicherungsmathematische Verluste von 94 Mio € zurückzuführen. Dividenden an die Aktionäre der HeidelbergCement AG von 141 Mio € und an Minderheitsaktionäre von 228 Mio € haben das Eigenkapital um insgesamt 369 Mio € reduziert. Die Eigenkapitalveränderungsrechnung wird auf den Seiten 176/177 detailliert dargestellt. Die Abnahme der verzinslichen Verbindlichkeiten um 1.510 Mio € auf 6.712 (i.V.: 8.222) Mio € ergab sich vor allem aus den im August und Dezember zurückgezahlten Anleihen über insgesamt 1,3 Mrd € und der Rückzahlung von Commercial Papers in Höhe von 227 Mio €. Die Rückstellungen verminderten sich insgesamt um 22 Mio € auf 2.423 (i.V.: 2.445) Mio €. Der Rückgang der Pensionsrückstellungen um 99 Mio € ist im Wesentlichen durch gestiegene Abzinsungssätze bedingt. Die sonstigen Rückstellungen haben sich um 77 Mio € erhöht, wovon 95 Mio € auf Währungsumrechnung und -43 Mio € auf Verbrauch, Zuführung und Auflösung zurückzuführen sind. Die Erhöhung der operativen Verbindlichkeiten um 271 Mio € auf 2.827 (i.V.: 2.557) Mio € ist im Wesentlichen durch den Aufbau der sonstigen kurzfristigen operativen Verbindlichkeiten und Währungseffekte bedingt. Im Geschäftsjahr 2015 verminderte sich das Verhältnis von Nettofinanzschulden zu Eigenkapital (Gearing) um 15,7 Prozentpunkte auf 33,1 % (i.V.: 48,8 %). Dazu haben neben der Rückführung der Nettoverschuldung um 1.671 Mio € auf 5.286 (i.V.: 6.957) Mio € insbesondere die Wechselkurseffekte im Eigenkapital beigetragen. Konzern-Bilanz (Kurzfassung)scroll
Finanzkennzahlenscroll
KapitaleffizienzZiel von HeidelbergCement ist es, einen ROIC (Return on Invested Capital) von mindestens den gewichteten Kapitalkosten (WACC) zu verdienen. HeidelbergCement definiert den WACC als gewichteten Durchschnitt der länderspezifischen Kapitalkosten. Die Gewichtung erfolgt anhand des investierten Kapitals. Bei der Ermittlung der Kapitalkosten werden das unternehmensspezifische Risiko und die Kapitalstruktur von HeidelbergCement sowie die unterschiedlichen Länderrisiken berücksichtigt. Ende des Jahres lagen aus Sicht von HeidelbergCement die für die Bewertung der Kapitaleffizienz relevanten gewichteten Kapitalkosten bei 7,0 %. Der ROIC von HeidelbergCement für 2015 belief sich auf 7,1 % (i.V.: 5,9 %). Wertminderungen, und Restrukturierungsaufwendungen wirkten sich 2015 nur leicht negativ auf den ROIC aus. Im Vorjahr wurde er zusätzlich durch die Umgliederung des Bauproduktegeschäfts in Nordamerika und Großbritannien in aufgegebene Geschäftsbereiche belastet. Ohne diese negativen Effekte beträgt der ROIC 7,2% (i.V.: 6,7%). Dank der weiteren Verbesserung gegenüber dem Vorjahr hat HeidelbergCement 2015 zum ersten Mal seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise wieder eine Prämie auf seine Kapitalkosten verdient. Konzern-FinanzmanagementFinanzierungsgrundsätze und -zieleZiel der externen Finanzierung und Liquiditätssicherung ist es, eine ausreichende Liquidität des Konzerns zu jeder Zeit sicherzustellen. Die Krise an den internationalen Kapitalmärkten hat deutlich gemacht, wie wichtig die Liquiditätsorientierung für unser Unternehmen ist. Unser externer Finanzierungsspielraum wird primär durch die Kapitalmärkte und eine bedeutende internationale Bankengruppe gewährleistet. Innerhalb des Konzerns gilt der Grundsatz der internen Finanzierung. Das heißt, dass der Finanzierungsbedarf von Tochtergesellschaften - soweit möglich - über interne Darlehensbeziehungen abgedeckt wird. Diesem Leitgedanken entsprechend erfolgte die Finanzierung der Tochtergesellschaften im Jahr 2015 hauptsächlich über unsere in Luxemburg ansässige Finanzierungsgesellschaft HeidelbergCement Finance Luxembourg S.A. (HC Finance Luxembourg S.A.) sowie die HeidelbergCement AG. Diese zentrale Finanzierung gewährleistet ein einheitliches Auftreten an den Kapitalmärkten und gegenüber Ratingagenturen, beseitigt strukturelle Vorteile für einzelne Gläubigergruppen und stärkt unsere Verhandlungsposition gegenüber Kreditinstituten und anderen Marktteilnehmern. Darüber hinaus ermöglicht sie uns die effizienteste Allokation von Liquidität und die konzernweite Überwachung und Eliminierung von finanziellen Risikopositionen (Währungen und Zinsen) auf Basis von Nettopositionen. Die Konzerngesellschaften nutzen entweder Liquiditätsüberschüsse anderer Unternehmenseinheiten in sogenannten Cash Pools (Deutschland, Skandinavien/Baltikum, USA, Benelux-Länder, Australien, Großbritannien, Kanada, Tschechische Republik, Russland, Spanien und weitere Länder) oder werden mit Konzerndarlehen von der HC Finance Luxembourg S.A. oder der HeidelbergCement AG ausgestattet. Daneben vereinbart das Konzern-Treasury vereinzelt auch Kreditlinien für Tochtergesellschaften mit lokalen Banken, um rechtlichen, steuerlichen oder sonstigen Gegebenheiten Rechnung zu tragen. Lokale Finanzierungen werden vor allem für geringe Volumina eingesetzt. FinanzierungsmaßnahmenDas Jahr 2015 zeichnete sich durch den erfolgreichen Abschluss einer Brückenfinanzierung über 4,4 Mrd € aus, um die finanziellen Verpflichtungen aus der Übernahme der Italcementi S.p.A. zu sichern. Am 28. Juli 2015 sind wir mit Italmobiliare S.p.A., Italien, einen Kaufvertrag über deren 45 %igen Aktienbesitz an der in Mailand börsennotierten Italcementi S.p.A. eingegangen ("Aktienkaufvertrag"). Der Erwerbspreis beträgt (vorbehaltlich vertraglicher Kaufpreisreduzierungen) 10,60 € pro Italcementi-Aktie und somit insgesamt rund 1,67 Mrd €. Italmobiliare S.p.A. wird für einen Teil des Kaufpreises mindestens 7,75 Mio und höchstens 10,5 Mio neue Stückaktien der HeidelbergCement AG aus einer noch durchzuführenden Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erhalten und danach mit mindestens 3,96 % und höchstens 5,29 % am erhöhten Grundkapital der HeidelbergCement AG beteiligt sein. Der Vollzug des Aktienkaufvertrags steht unter anderem unter der Bedingung der Freigabe der Transaktion durch die Wettbewerbsbehörden insbesondere in Europa und in den USA und wird für das erste Halbjahr 2016 erwartet. Im Falle des Vollzugs des Aktienkaufvertrags wird die HeidelbergCement AG oder eine ihrer Beteiligungsgesellschaften allen übrigen Italcementi-Aktionären ein öffentliches Pflichtangebot (Barangebot) unter italienischem Recht zum Erwerb ihrer Aktien zu dem nach anwendbarem Recht vorgesehenen Preis unterbreiten, der sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt voraussichtlich auf 10,60 € belaufen wird. Sollte sich der bei Vollzug des Aktienkaufvertrags pro Aktie gezahlte Preis durch gewisse im Aktienkaufvertrag vorgesehene Preisanpassungsmechanismen reduzieren, würde sich voraussichtlich auch der im Rahmen des Pflichtangebots zu zahlende Preis entsprechend reduzieren. Dies wird zu einer Zahlung von 2 Mrd € an die übrigen Italcementi-Aktionäre führen, sollte das Angebot von allen Aktionären angenommen werden. Die Finanzierung des Erwerbs ist durch eine Brückenfinanzierung über 4,4 Mrd €, die von einem Bankenkonsortium zur Verfügung gestellt wird, gesichert. Die Brückenfinanzierung hat eine Laufzeit von 18 Monaten und ist mit einer Verlängerungsoption von zwei weiteren NeunMonatsperioden ausgestattet. Am 21. August 2015 haben wir die Brückenfinanzierung für die Akquisition von Italcementi erfolgreich syndiziert. Sämtliche Kernbanken von HeidelbergCement haben sich zu gleichen Teilen an der Syndizierung der ursprünglich von der Deutschen Bank und Morgan Stanley bereitgestellten Kreditlinie beteiligt. Dies sind: Bank of America Merrill Lynch, Bayern LB, BNP Paribas, Citibank, Commerzbank, Danske Bank A/S, Deutsche Bank, Helaba, ING Bank, Intesa Sanpaolo, LBBW, Mediobanca, Nordea, RBI, RBS, SEB, Standard Chartered, Svenska Handelsbanken und Morgan Stanley. Das Finanzierungsvolumen der Brückenfinanzierung konnte im Nachgang um 600 Mio € von 4,4 Mrd € auf 3,8 Mrd € reduziert werden. Ursprünglich noch berücksichtigte Risiken eines Pflichtangebots an Minderheitsaktionäre in Marokko konnten weitgehend ausgeschlossen werden. Ende Oktober 2015 haben wir einen weiteren Schritt zur Optimierung der Finanzierung der Akquisition von Italcementi unternommen. Das Finanzierungsvolumen der Brückenfinanzierung konnte zum Bilanzstichtag um weitere 500 Mio € von 3,8 Mrd € auf 3,3 Mrd € reduziert werden. Entsprechend verringerte sich auch der Refinanzierungsbedarf am Anleihemarkt um 500 Mio € auf rund 2,5 Mrd €. Ausschlaggebend für die Reduzierung des Finanzierungsvolumens war, dass einige der Italcementi finanzierenden Banken zugesagt haben, auf ihre Kontrollwechsel-Klauseln zu verzichten. Dadurch stehen HeidelbergCement auch nach der erfolgten Übernahme zusätzliche Kreditlinien in Höhe von 500 Mio € langfristig zur Verfügung. Damit ist eine Refinanzierung dieser Kreditlinien nach der Übernahme nicht mehr notwendig und das Volumen der Brückenfinanzierung konnte entsprechend reduziert werden. Nach dem Bilanzstichtag wurde die Brückenfinanzierung um weitere 0,6 Mrd € gesenkt. Wie bereits bei der Ankündigung der Übernahme von Italcementi mitgeteilt, soll die Brückenfinanzierung durch freien Cashflow, die Veräußerung von Standorten und die Emission von Anleihen refinanziert werden. Die Verringerung des Volumens der Brückenfinanzierung reduziert damit auch den Refinanzierungsbedarf am Anleihemarkt in gleicher Höhe. Die syndizierte Kreditlinie, die HeidelbergCement als Liquiditätsreserve dient, war zum 31. Dezember 2015 mit lediglich 324,2 Mio € in Anspruch genommen. Die freie Kreditlinie belief sich somit zum Jahresende 2015 auf 2.675,8 Mio € (siehe hierzu folgende Tabelle). Insgesamt ist damit sichergestellt, dass sämtliche Konzernunternehmen über ausreichende und langfristige Bar- und Avalkreditkapazitäten verfügen, um das operative Geschäft und neue Investitionen erfolgreich finanzieren zu können. Kreditliniescroll
Aufgrund des sehr guten Fortschreitens der Entschuldung und der operativen Leistung konnte im Berichtsjahr die Kreditmarge von 95 Basispunkten auf 75 Basispunkte reduziert werden. Bei allen seit 2009 begebenen Anleihen sowie dem im Dezember 2011 abgeschlossenen Schuldscheindarlehen besteht gemäß den Anleihebedingungen eine Beschränkung bezüglich der Neuaufnahme zusätzlicher Verschuldung, wenn der konsolidierte Deckungsgrad (d.h. das Verhältnis des Gesamtbetrags des konsolidierten EBITDA zum Gesamtbetrag des konsolidierten Zinsergebnisses) des HeidelbergCement Konzerns unter 2 ist. Das konsolidierte EBITDA in Höhe von 2.499 Mio € und das konsolidierte Zinsergebnis in Höhe von 441 Mio € werden auf einer Pro-forma-Basis gemäß den Anleihebedingungen berechnet. Zum Jahresende 2015 betrug der konsolidierte Deckungsgrad 5,67. Die Nettofinanzschulden sanken im Berichtsjahr um 1,7 Mrd € und beliefen sich zum 31. Dezember 2015 auf 5,3 (i.V.: 7,0) Mrd €. Der dynamische Verschuldungsgrad verbesserte sich auf ein Verhältnis von 2,0x (i.V.: 3,0x). Die folgende Tabelle zeigt die Neuemissionen und Rückzahlungen des HeidelbergCement Konzerns im Jahr 2015. Neuemissionen und Rückzahlungen des HeidelbergCement Konzernsscroll
Die folgenden Tabellen zeigen die Finanzverbindlichkeiten des HeidelbergCement Konzerns am 31. Dezember 2015. Anleihenscroll
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutenscroll
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeitenscroll
Put-Optionen von Minderheitsgesellschafternscroll
Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Liquiditätsinstrumente am 31. Dezember 2015. Liquiditätsinstrumentescroll
RatingDie Bonitätsnoten für das Unternehmen blieben im Geschäftsjahr 2015 bei den Agenturen Moody's und Fitch Ratings mit Ba1 bzw. BB+ stabil. Moody's hat Ende März 2015 den Ausblick für unsere Bonitätsbewertung (Ba1/Not Prime) von stabil auf positiv angehoben. Die Veränderung des Ausblicks basierte auf der guten Geschäftsentwicklung und der Rückführung der Nettoverschuldung im Geschäftsjahr 2014, dem Mittelzufluss aus dem Verkauf des Bauproduktegeschäfts sowie der Erwartung einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung in unseren Hauptmärkten Nordamerika, Großbritannien, Deutschland und Indonesien. Nachdem HeidelbergCement Ende Juli 2015 die Absicht verkündet hat, den italienischen Baustoffhersteller Italcementi zu erwerben, hat Moody's das Rating von HeidelbergCement bestätigt und den Ausblick in Anbetracht der Herausforderungen im Zusammenhang mit den anstehenden Übernahme- und Integrationsprozessen von positiv in stabil geändert. Der stabile Ausblick spiegelt die umsichtige Finanzierung der Italcementi-Akquisition durch die Ausgabe neuer Aktien, Veräußerung von Randaktivitäten und Werken in Regionen mit Überschneidungen, Anleiheemissionen sowie aus dem operativen Cashflow wider. Die strategische Logik der geplanten Übernahme wird von Moody's positiv bewertet angesichts der komplementären geografischen Präsenz der beiden Unternehmen und des beträchtlichen Wertschöpfungspotentials durch die Realisierung von Synergien. Es ist unser Ziel, den dynamischen Verschuldungsgrad nach der Akquisition bereits bis Jahresende 2016 wieder in einen Bereich abzusenken, der ein Investment Grade Rating ermöglicht. Wir konnten die Emissionstätigkeit im Geldmarkt erfolgreich fortsetzen und über unser 1,5 Mrd € Euro Commercial Paper Programm im Jahresverlauf 2015 ein Volumen von insgesamt 2,8 Mrd € begeben. Zum Jahresende wurde die Emissionsaktivität im Rahmen des Commercial Paper Programms sukzessive zurückgefahren, um die Überschussliquidität am Jahresende zu begrenzen. Zum 31. Dezember 2015 waren 207 Mio € von den von der HeidelbergCement AG begebenen Commercial Paper ausstehend. Unsere 3 Mrd € syndizierte Kreditlinie dient dabei als Back-up-Linie. Ratings am 31.12.2015scroll
Der konsequente und erfolgreiche Abbau der Nettoverschuldung in den letzten Jahren spiegelt sich in der Entwicklung unserer Bonitätsbewertung von 2009 bis 2015 wider. Entwicklung der Ratings 2009-2015![]() Angaben zur HeidelbergCement AGErgänzend zur Konzernberichterstattung erläutern wir im Folgenden die Entwicklung der Muttergesellschaft: Der Jahresabschluss der HeidelbergCement AG wird - anders als der Konzernabschluss - nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Lagebericht der HeidelbergCement AG wird gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des HeidelbergCement Konzerns zusammengefasst, da der Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage und die künftigen Chancen und Risiken der Muttergesellschaft aufgrund der gemeinsamen Tätigkeit im Baustoffgeschäft eng mit dem Konzern verbunden sind. Die HeidelbergCement AG übt als Obergesellschaft die Leitungsfunktion im HeidelbergCement Konzern aus. Daneben ist sie in Deutschland mit elf Zement- und Mahlwerken operativ im Geschäftsbereich Zement tätig. Ihre Ergebnisse sind in erheblichem Maße von ihren direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften und Beteiligungen beeinflusst. Die Geschäftsentwicklung der HeidelbergCement AG unterliegt grundsätzlich den gleichen Risiken und Chancen wie die des HeidelbergCement Konzerns. Bei der Finanzierung nimmt die HeidelbergCement AG die zentrale Rolle innerhalb des Konzerns ein. Der Ausblick für den Konzern spiegelt aufgrund der Verflechtungen zwischen der HeidelbergCement AG und ihren Tochtergesellschaften und ihres Gewichts im Konzern größtenteils auch die Erwartungen für die HeidelbergCement AG wider. Daher gelten die Ausführungen im Kapitel Lagebericht für den Konzern und die HeidelbergCement AG gleichermaßen. Mit der belgischen Lhoist-Gruppe wurde am 18. Dezember 2014 ein Vertrag über den Verkauf der Kalksparte Deutschland geschlossen. Im ersten Schritt wurde am 30. Juni 2015 der Verkauf des zur HeidelbergCement AG gehörenden Kalkwerks Istein mit der dazu gehörenden Beteiligung an der Ofengesellschaft HC Kalkproduktionsgesellschaft Istein mbH, Heidelberg, an die belgische Lhoist-Gruppe vollzogen. Die Veräußerung der Walhalla Kalk GmbH & Co. KG, eine Mehrheitsbeteiligung in Regensburg, erfolgte dann in einem zweiten Schritt am 31. August 2015. Die Geschäftsentwicklung in Deutschland war 2015 durch einen rückläufigen Versand beeinträchtigt, nachdem die Baustoffnachfrage im Vorjahr, vom milden Winterwetter profitierend, deutlich gestiegen war. Erfolgreiche Preiserhöhungen konnten diesen Effekt nur teilweise kompensieren. Der Umsatz der HeidelbergCement AG sank insgesamt um 24 Mio € auf 521 (i.V.: 545) Mio €. Der Umsatzrückgang bei Zement und Klinker beträgt 15 Mio € (-2,85 %) und beruht im Wesentlichen auf dem geringeren Zement- und Klinkerabsatz als Folge der schwächeren Marktentwicklung. Infolge des Verkaufs des Kalkwerks Istein am 30. Juni 2015 sind im zweiten Halbjahr im Geschäftsbereich Bauprodukte nur noch geringe Umsätze angefallen, sodass insgesamt im Geschäftsjahr der Umsatz in diesem Geschäftsbereich um 9 Mio € gegenüber dem Vorjahr gesunken ist. Der Materialaufwand verringerte sich um 4,7 % bzw. 9 Mio € auf 193 (i.V.: 202) Mio €. Dazu trugen sowohl die niedrigere Zement- und Klinkerproduktion, die allgemeine Marktentwicklung der Rohstoff- und Energiepreise als auch die Beendigung der Kalkaktivitäten im dritten Quartal 2015 bei. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich auf 175 (i.V.: 149) Mio €. Der Personalaufwand nahm insbesondere aufgrund des Anstiegs der Mitarbeiterzahl und personalbezogener Rückstellungen um 14 Mio € auf 212 (i.V.: 198) Mio € zu. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen leicht um 6 Mio € auf 220 (i.V.: 226) Mio € zurück. Insgesamt stieg das Betriebsergebnis um 18 Mio € auf 49 (i.V.: 31) Mio €. Das Ergebnis aus Beteiligungen verbesserte sich um 12 Mio € auf 7 (i.V.: -5) Mio €, was im Wesentlichen auf höhere Dividendenausschüttungen zurückzuführen ist. Die Erträge aus Ausleihungen stiegen um 4 Mio € auf 51 (i.V.: 47) Mio €. Dies resultiert insbesondere aus den im Berichtsjahr neu ausgereichten Darlehen an afrikanische Konzerngesellschaften. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge gingen um 56 Mio € auf 219 (i.V.: 275) Mio € zurück. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen erhöhten sich um 12 Mio € auf 241 (i.V.: 229) Mio €. Der Rückgang der sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge ist im Wesentlichen damit zu begründen, dass im Vorjahr aus der vorzeitigen Glattstellung von Zinsswaps einmalige Erträge in Höhe von 61,5 Mio € enthalten waren. Im Rahmen der Inhouse-Banking-Aktivitäten ergeben sich aus den Finanzierungsmaßnahmen der Tochtergesellschaften Währungspositionen, die durch entsprechende fristen- und betragskongruente externe Devisengeschäfte abgesichert werden. Da es sich bei diesen Absicherungsgeschäften im Regelfall um keine Bewertungseinheiten handelt, können Währungs- und Zinsgewinne oder Währungs- und Zinsverluste entstehen. Gemäß dem Imparitätsprinzip wurden zum Jahresende Rückstellungen für Risiken aus Sicherungsgeschäften in Höhe der negativen Marktwerte gebildet. Positive Marktwerte werden nicht aktiviert. Das Währungsergebnis im Geschäftsjahr 2015 betrug -13 (i.V.: -34) Mio €. Im Geschäftsjahr 2015 wurden Abschreibungen von insgesamt 7 Mio € auf Anteile an verbundenen Unternehmen vorgenommen. Der Steueraufwand bei den Ertragsteuern in Höhe von 13 (i.V.: 16) Mio € ergibt sich aus Steuern des Berichtsjahres und Anpassungen für Vorjahre. Insgesamt ergab sich für das Geschäftsjahr 2015 ein Jahresüberschuss in Höhe von 42 (i.V.: 67) Mio € und ein Bilanzgewinn von 245 (i.V.: 144) Mio €. Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mrd € auf 19,1 (i.V.: 18,7) Mrd €. Dies ist im Wesentlichen auf die Erhöhung sowohl bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 0,3 Mrd € als auch bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 0,4 Mrd € zurückzuführen. Auf der Aktivseite haben sich die Anteile an verbundenen Unternehmen durch Zugänge und Abgänge nur unwesentlich verringert und blieben nahezu auf dem Vorjahresniveau von 13,6 (i.V.: 13,6) Mrd €. Bei der HeidelbergCement, Funk & Kapphan Grundstücksgesellschaft mbH & Co KG, Heidelberg, bei der Kerpen & Kerpen GmbH & Co. KG, Ochtendung, und bei der CEMLAPIS Warstein GmbH Co. KG, Warstein, wurde die Kapitalrücklage erhöht. Im Rahmen konzerninterner Umstrukturierungen wurde die HeidelbergCement Finance B.V., Niederlande, an die HeidelbergCement Netherlands Holding B.V., Niederlande, verkauft. Des Weiteren wurden im Rahmen der Veräußerung der Kalksparte Deutschland die HC Kalkproduktionsgesellschaft Istein mbH, Heidelberg, die Walhalla Kalk GmbH & Co. KG, Regensburg, und die Walhalla Kalk Verwaltungsgesellschaft mbH, Regensburg, an die belgische Lhoist-Gruppe verkauft. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen erhöhten sich durch die Ausreichung neuer Darlehen auf 1,3 (i.V.: 1,2) Mrd €. Das Finanzanlagevermögen blieb auf dem Vorjahresniveau von 14,9 Mrd €. In nahezu unveränderter Größenordnung blieb daher das gesamte Anlagevermögen bei 15,1 Mrd €. Die Vorräte gingen um 1,5 Mio € auf 61 (i.V.: 62) Mio € zurück. Hauptursache hierfür ist der Abbau von Vorräten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen blieben auf dem Vorjahresniveau von 8,5 Mio €. Die gesamten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen auf 3,8 (i.V.: 3,4) Mrd €. Dieser Anstieg resultiert insbesondere aus der Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf 3,7 (i.V.: 3,3) Mrd € im Rahmen konzerninterner Finanzierungsmaßnahmen. Die flüssigen Mittel sanken um 12 Mio € auf 28 (i.V.: 40) Mio €. Auf der Passivseite sank das Eigenkapital geringfügig auf 11,6 (i.V.: 11,7) Mrd €. Die Rückstellungen stiegen mit 0,47 (i.V.: 0,45) Mrd € gegenüber dem Vorjahr leicht an. Die Verbindlichkeiten nahmen um 0,4 Mrd € auf 7,0 (i.V.: 6,6) Mrd € zu. Hier sind vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zu nennen, die im Rahmen der Konzernfinanzierung auf 6,2 Mrd € stiegen. Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch die UnternehmensleitungHeidelbergCement hat sich 2015 sehr erfolgreich entwickelt und profitierte dabei einmal mehr von seiner operativen Stärke und der vorteilhaften geografischen Aufstellung. In Nordamerika setzte sich die wirtschaftliche Erholung trotz des Einbruchs im ölproduzierenden Gewerbe fort und führte, angetrieben durch den Wirtschafts- und Wohnungsbau, zu einem Anstieg der Baustoffnachfrage. Auch der Aufschwung im Bausektor in Großbritannien dauerte an. Ausschlaggebend dafür waren die gute Entwicklung im privaten Wohnungsbau und Infrastrukturprojekte, insbesondere im Großraum London. In Osteuropa hat sich der Absatz von Zuschlagstoffen und Transportbeton erfreulich entwickelt. Einzig der Konflikt im Osten der Ukraine und die Rezession in Russland belasteten die regionale Nachfrage nach Baustoffen. In den afrikanischen Ländern südlich der Sahara profitierten wir von der insgesamt positiven Entwicklung und den von uns neu in Betrieb genommenen Kapazitäten. Die Schwellenländer Asiens litten hingegen unter der Abkühlung der Konjunktur in China. In Indonesien führte die Verspätung von Infrastrukturprojekten zu einer schwachen Absatzentwicklung. Der Rückgang der Minenprojekte in Australien konnte durch einen Anstieg im Wohnungsbau mehr als ausgeglichen werden. Als einer der führenden Baustoffproduzenten konnten wir von der positiven Nachfrageentwicklung insbesondere in Nordamerika, in Großbritannien sowie in Afrika südlich der Sahara profitieren. Außerdem ist es uns gelungen, mit Preiserhöhungen in wichtigen Konzernländern sowie Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung die operative Marge weiter zu verbessern. Unterstützt wurde diese erfreuliche Entwicklung auch durch moderat rückläufige Energiekosten. Die Abschwächung des Euro gegenüber einer Vielzahl anderer Währungen hat sich zusätzlich positiv auf Umsatz und Ergebnis ausgewirkt. Dank des vorteilhaften Verkaufs des Bauproduktegeschäfts und des disziplinierten Cashflow-Managements konnten wir das Finanzergebnis gegenüber dem Vorjahr wie erwartet deutlich verbessern. Insgesamt haben wir unser Ziel, das operative Ergebnis, das Betriebsergebnis (EBIT) und den Jahresüberschuss deutlich zu steigern, klar erfüllt. Entsprechend konnten wir auch den ROIC verbessern und wir haben zum ersten Mal seit Beginn der Finanzkrise wieder eine Prämie auf die Kapitalkosten verdient. Der Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit der fortzuführenden Geschäftsbereiche ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Ausschlaggebend dafür war die starke operative Entwicklung. Wir haben unsere disziplinierten und gezielten Investitionen in den Ausbau der Zementkapazitäten in attraktiven Wachstumsmärkten fortgesetzt, jedoch die Ausgaben nach Ankündigung der Übernahme von Italcementi deutlich reduziert. Als Konsequenz des erfolgreichen Verkaufs des Bauproduktegeschäfts und des disziplinierten Managements der Zahlungsmittel hat sich die Nettoverschuldung von 6,9 Mrd € Ende 2014 auf 5,3 Mrd € Ende 2015 spürbar reduziert. Der dynamische Verschuldungsgrad hat sich entsprechend deutlich von einem Faktor von 3,0x Ende 2014 auf 2,0x Ende 2015 verbessert. Die verfügbare Liquidität lag Ende 2015 bei 4,1 Mrd €. HeidelbergCement ist solide aufgestellt, um die Herausforderungen im Jahr 2016 zu bewältigen und die Übernahme von Italcementi erfolgreich abzuschließen. Vergleich des Geschäftsverlaufs mit den Prognosen im VorjahrUmsatzprognoseDer Vorstand hat im Geschäftsbericht 2014 für das Jahr 2015 einen deutlichen Anstieg des Umsatzes prognostiziert. Grundlage dafür war die Annahme eines moderaten Absatzwachstums bei Zement und Zuschlagstoffen und einer Abschwächung des Euro gegenüber anderen Währungen. Zusätzlich sollten Preiserhöhungen mit hoher Priorität verfolgt werden. Nachdem sich der Zementabsatz im Jahresverlauf schwächer als erwartet entwickelt hatte, insbesondere aufgrund der Verspätung von Infrastrukturprojekten in Indonesien, wurde die Absatzprognose für Zement auf stabil und die Umsatzprognose auf eine moderate bis deutliche Steigerung reduziert. Der Zementabsatz entwickelte sich im Einklang mit dieser Prognose stabil und der Zuschlagstoffabsatz nahm wie ursprünglich erwartet zu. Darüber hinaus konnten wir die Preise für Zement und Zuschlagstoffe in wichtigen Märkten erhöhen. Als Folge stieg der Umsatz um 6,7 % und lag damit im Rahmen der aktualisierten Erwartungen; ohne Währungs- und Konsolidierungseffekte lag er auf dem Vorjahresniveau. AufwandsprognoseIm Geschäftsbericht 2014 wurden für 2015 eine leichte bis moderate Erhöhung der Kostenbasis für Energie und ein moderater Kostenanstieg für Rohstoffe und Personal erwartet. Die Energiekosten haben sich 2015 besser als erwartet entwickelt und lagen sogar etwas unter dem Vorjahresniveau. Nachdem sich dieser Trend im Jahresverlauf abzeichnete, wurde die Prognose für die Energiekosten auf einen moderaten Rückgang aktualisiert. Sie sanken absolut um 5,0% und als Prozentsatz vom Umsatz von 10,3 % im Jahr 2014 auf 9,3 % im Jahr 2015. Ohne Währungs- und Konsolidierungseffekte lag der Rückgang bei 8,1 %. Ausschlaggebend war neben dem Ölpreisverfall der rückläufige Preis für Kohle, den wir aufgrund unserer 2015 eher kurzfristig angelegten Einkaufsstrategie zu unserem Vorteil nutzen konnten. Die Kosten für Strom erhöhten sich hingegen leicht. Der Personalaufwand hat 2015 etwas stärker als erwartet zugenommen und stieg um 10,9%; bezogen auf den Umsatz nahm er von 16,3% im Jahr 2014 auf 16,9 % im Jahr 2015 zu. Ausschlaggebend waren hier insbesondere negative Wechselkurseffekte aus der Abschwächung des Euro. Ohne Berücksichtigung von Wechselkurseffekten verzeichneten wir einen Anstieg von 5,3 %; zusätzlich bereinigt um Konsolidierungseffekte lag er bei 4,2 %. Die Abschwächung des Euro gegenüber zahlreichen Währungen, insbesondere dem US-Dollar, dem britischen Pfund und einigen Währungen Asiens, erhöhte den Anstieg bei Material- und Personalkosten. Die Zinskosten sind im Vergleich zum Vorjahr wie erwartet gesunken aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigeren Verschuldung nach Abschluss des Verkaufs des Bauproduktegeschäfts. Das Finanzergebnis hat sich entsprechend deutlich verbessert. ErgebnisprognoseAuf Basis der erwarteten Umsatz- und Aufwandsentwicklung haben wir im Geschäftsbericht 2014 einen deutlichen Anstieg von operativem Ergebnis, Betriebsergebnis (EBIT) und Jahresüberschuss prognostiziert. Operative Ergebnis und EBIT legten trotz der schwächer als erwarteten Umsatzentwicklung um 15,7% bzw. 19,4% zu. Der Rückgang der Energiekosten hat unter anderem zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Als Folge der starken operativen Leistung und dank des verbesserten Finanzergebnisses stieg der Jahresüberschuss ebenfalls deutlich um 43,1 %. Der ROIC konnte entsprechend von 6,7 % auf 7,1 % gesteigert werden. Ergebnis und ROIC haben sich damit in Einklang mit der ursprünglichen Prognose entwickelt. Vergleich des Geschäftsverlaufs mit der Prognose im Geschäftsbericht 2014scroll
Weitere AngabenAngaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGBZum 31. Dezember 2015 belief sich das Grundkapital der HeidelbergCement AG auf 563.749.431 €. Es ist in 187.916.477 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt, auf die ein anteiliger Betrag von 3 € je Aktie entfällt. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden; verschiedene Aktiengattungen bestehen nicht. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt. Nach den der Gesellschaft vorliegenden Mitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zum 31. Dezember 2015 hält Herr Ludwig Merckle, Ulm, über die von ihm kontrollierte Gesellschaft VEMOS 2 Beteiligungen GmbH 26,20 % der Stimmrechte der Gesellschaft. Keinem Inhaber von Aktien wurden Sonderrechte eingeräumt, die Kontrollbefugnisse verleihen. Der Vorstand der Gesellschaft wird durch den Aufsichtsrat bestellt und abberufen. Die Satzung kann von der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals geändert werden, sofern gesetzliche Vorschriften keine größere Mehrheit zwingend vorschreiben. Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, kann der Aufsichtsrat vornehmen. Es bestehen zum 31. Dezember 2015 zwei genehmigte Kapitalia: zum einen eine Ermächtigung des Vorstands und Aufsichtsrats zur Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlagen (Genehmigtes Kapital I) und zum anderen eine Ermächtigung des Vorstands und Aufsichtsrats zur Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlagen (Genehmigtes Kapital II). Diese genehmigten Kapitalia werden nachfolgend zusammenfassend beschrieben. Der vollständige Wortlaut der Ermächtigungen kann der Satzung entnommen werden, die auf unserer Internetseite www.heidelbergcement.com unter "Unternehmen/Corporate Governance/Satzung" veröffentlicht ist. Genehmigtes Kapital IDer Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 6. Mai 2020 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 225.000.000 € gegen Bareinlagen durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, in bestimmten Fällen, die in der Ermächtigung näher beschrieben sind, nämlich zur Verwertung von Spitzenbeträgen, zur Bedienung von Options- oder Wandlungsrechten und zur börsennahen Ausgabe von Aktien von bis zu 10 % des Grundkapitals, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Das Genehmigte Kapital I ist bis zum 31. Dezember 2015 nicht ausgenutzt worden. Genehmigtes Kapital IIDer Vorstand ist ferner ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 6. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 56.374.941 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen in der Regel ausgeschlossen. Die Ermächtigung regelt insbesondere die Möglichkeit des Bezugsrechtsausschlusses, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder zur Bedienung von Options- oder Wandlungsrechten oder im Rahmen der Umsetzung einer Sach-/Wahldividende erfolgt. Das Genehmigte Kapital II ist bis zum 31. Dezember 2015 nicht ausgenutzt worden. Bedingtes KapitalEs besteht zum 31. Dezember 2015 ferner das nachfolgend beschriebene Bedingte Kapital. Das Grundkapital ist um weitere bis zu 168.000.000 €, eingeteilt in bis zu 56.000.000 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Unterlegung von Options- oder Wandlungsrechten bzw. Options- oder Wandlungspflichten auf HeidelbergCement-Aktien. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als der Vorstand aufgrund der von der Hauptversammlung vom 8. Mai 2013 beschlossenen Ermächtigung bis zum 7. Mai 2018 Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausgibt und die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten von ihren Rechten Gebrauch machen. Options- oder Wandelschuldverschreibungen können auch mit Options- oder Wandlungsverpflichtungen ausgestattet sein. Die Aktionäre haben in der Regel ein Bezugsrecht auf neu emittierte Options- oder Wandelschuldverschreibungen. Die Ermächtigung regelt bestimmte Fälle, in denen der Vorstand das Bezugsrecht der Aktionäre auf Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausschließen kann. Der vollständige Wortlaut des Bedingten Kapitals kann ebenfalls der Satzung entnommen werden, die auf unserer Internetseite www.heidelbergcement.com unter "Unternehmen/Corporate Governance/ Satzung" veröffentlicht ist. Die dem Bedingten Kapital 2013 zugrunde liegende Ermächtigung zur Ausgabe von Options- oder Wandelschuldverschreibungen ist bis zum 31. Dezember 2015 nicht ausgenutzt worden. Durch entsprechende volumenmäßige Begrenzung einerseits und aufgrund der Anrechnungsklauseln andererseits ist sichergestellt, dass die Summe aller Bezugsrechtsausschlüsse in den beiden bestehenden genehmigten Kapitalia und dem Bedingten Kapital 2013 eine Grenze von 20% des bei Wirksamwerden der Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss bestehenden Grundkapitals nicht übersteigt. Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2015 keine eigenen Aktien und es besteht keine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien. Im Folgenden listen wir gemäß §§ 289 Abs. 4 Nr. 8, 315 Abs. 4 Nr. 8 HGB die wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft auf, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und fassen die daraus folgenden Wirkungen zusammen. Wir weisen darauf hin, dass wir Vereinbarungen außer Betracht lassen, deren unter Umständen eintretende Folgen für die Gesellschaft die Schwellen von 50 Mio € im Einzelfall oder 100 Mio € bei gleich gelagerten Vereinbarungen unterschreiten, da sie für einen potenziellen Bieter regelmäßig nicht entscheidungserheblich sein werden. Diese sogenannten Change-of-Control-Klauseln sind branchen- und transaktionsüblich und wurden nicht in der Absicht vereinbart, etwaige Übernahmeangebote zu behindern. Folgende wesentliche Vereinbarungen der HeidelbergCement AG standen am 31. Dezember 2015 unter der Bedingung eines Kontrollwechsels bei der HeidelbergCement AG infolge eines Übernahmeangebots. scroll
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Sofern keine andere Währung angegeben ist Die jeweiligen Change-of-Control-Klauseln geben dem Vertragspartner bzw. Inhaber der Anleihen oder der Schuldscheindarlehen das Recht, die Vereinbarung bzw. ausstehenden Darlehen, Schuldverschreibungen oder Schuldscheindarlehen im Falle einer im Einzelnen unterschiedlich definierten Veränderung in der Anteilseignerstruktur der Gesellschaft vorzeitig fällig zu stellen und Rückzahlung zu verlangen bzw. die gemeinsame Beteiligung an der Scancem International DA zu beenden. Der in der Spalte Art der Klausel mit (1) gekennzeichnete syndizierte Kreditrahmen- und Avalkreditrahmenvertrag vom 25. Februar 2014 sowie der ebenfalls in der Spalte Art der Klausel mit (1) gekennzeichnete weitere syndizierte Kreditrahmenvertrag vom 28. Juli 2015 in der Fassung vom 21. August 2015 geben jedem Gläubiger des Bankensyndikats das Recht, im Fall eines Kontrollwechsels den von ihm zur Verfügung gestellten Darlehensbetrag nebst aufgelaufener Zinsen vorzeitig fällig zu stellen und eine entsprechende Rückzahlung zu verlangen. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn eine Person oder eine gemeinsam handelnde Gruppe von Personen im Sinne von § 2 Abs. 5 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz mehr als 30 % der Aktien der Gesellschaft erworben hat. Die in der Spalte Art der Klausel mit (2) gekennzeichneten Anleihen geben den jeweiligen Inhabern der Schuldverschreibungen nur dann ein vorzeitiges Kündigungsrecht bei Veränderungen in der Anteilseignerstruktur, wenn sie zu einem Wechsel in der Kontrolle der Gesellschaft führen. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn mehr als 50 % des gezeichneten Kapitals oder mehr als 50 % der Stimmrechte vertraglich oder auf andere Weise kontrolliert werden. Von einem Kontrollwechsel und damit von der Regelung eines vorzeitigen Kündigungsrechts ausgenommen ist im Rahmen eines Konzepts "zugelassener Gesellschafter" der Kontrollwechsel auf die (a) SC Vermögensverwaltung GmbH (ehemals Spohn Cement GmbH) oder (b) auf jeden Gesellschafter der SC Vermögensverwaltung GmbH einschließlich Erben und Vermächtnisnehmern von Gesellschaftern der SC Vermögensverwaltung GmbH und Personen, die wirtschaftliche Eigentümer von Anteilen an der SC Vermögensverwaltung GmbH sind, oder (c) auf jede juristische Person oder Stiftung oder vergleichbare Einrichtung, die von solchen Personen geführt wird, an die Aktien der HeidelbergCement AG von unter den in (a) bis (c) genannten Personen übertragen wurden. Die in der Spalte Art der Klausel mit (3) gekennzeichneten Anleihen und Schuldscheindarlehen geben den jeweiligen Inhabern der Schuldverschreibungen bzw. des Schuldscheindarlehens bei Eintritt des nachfolgend beschriebenen Kontrollwechsels das Recht, von der Gesellschaft die Rückzahlung des Schuldscheindarlehens oder im Falle der Schuldverschreibungen, nach Wahl der Gesellschaft, den Ankauf ihrer Schuldverschreibungen durch die Gesellschaft (oder auf ihre Veranlassung durch einen Dritten) zum Vorzeitigen Rückzahlungsbetrag insgesamt oder teilweise zu verlangen. Vorzeitiger Rückzahlungsbetrag meint im Falle des Schuldscheindarlehens 100 % des Nennbetrags des Schuldscheindarlehens, im Falle der Schuldverschreibungen 101 % des Nennbetrags der Schuldverschreibungen zuzüglich aufgelaufener und nicht gezahlter Zinsen bis zum in den Bedingungen definierten Rückzahlungstag (ausschließlich). Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn eines der folgenden Ereignisse eintritt:
Die 750 Mio US$ 6,125% Anleihe der Hanson Limited, begeben am 16. August 2006, fällig am 15. August 2016 und mittlerweile garantiert von der HeidelbergCement AG, enthält eine Regelung, nach der möglicherweise nicht nur der direkte, sondern auch der indirekte Erwerb von mehr als 50 % der Anteile oder der Stimmrechte an Hanson Limited einen Kontrollwechsel darstellt. Als indirekter Erwerb könnte dabei schon der Erwerb von 30 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG anzusehen sein, die mittelbar 100 % der Anteile an Hanson Limited hält. Ein Kontrollwechsel würde den Inhabern dieser Anleihe dann eine Verkaufsoption zu 101 % des Nominalwerts zuzüglich Zinsen gegenüber der Hanson Limited gewähren, wenn es im Zusammenhang mit diesem Kontrollwechsel zu einer Herabstufung der Anleihe unterhalb des sogenannten Investment Grade durch bestimmte Ratingagenturen käme. Da die Anleihe bereits unterhalb des Investment Grade eingestuft ist, kommt diese Change-of-Control-Regelung derzeit nicht zur Anwendung. Im Mai 2010 hat HeidelbergCement mit der zur Weltbank gehörenden International Finance Corporation (IFC) die in der Spalte Art der Klausel mit (4) gekennzeichnete Grundsatzvereinbarung zwischen Gesellschaftern geschlossen. Die Vereinbarung wurde am 19. Januar 2012 ergänzt und neu gefasst. Dieser Vertrag regelt die Rechte der Gesellschafter in der gemeinsam gehaltenen norwegischen Holdinggesellschaft Scancem International DA, die die wesentlichen afrikanischen Aktivitäten von HeidelbergCement in den Ländern südlich der Sahara bündelt. Der Vertrag sieht die Möglichkeit für IFC und ihre Finanzpartner vor, ihre indirekte Beteiligung an der Scancem International DA an HeidelbergCement zu einem Preis zu verkaufen, der einem nach bestimmten Vorgaben im Vertrag zu ermittelnden Referenzpreis entspricht, wenn ein "Adverse Sponsor Change in Control" eintritt. Dieser ist als Kontrollwechsel bei der HeidelbergCement AG definiert, der zu einem Pflichtangebot nach dem Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz an die außenstehenden Aktionäre der HeidelbergCement AG führt, wenn der Erwerber der Kontrolle entweder in einer im Vertrag näher definierten Sanktionsliste der UN, der EU, Frankreichs, der USA oder der Weltbank aufgeführt ist oder wenn der Erwerber der Kontrolle Maßnahmen oder Entscheidungen trifft, mit denen die mit der Beteiligung der IFC an Scancem International DA beabsichtigten Zwecke, nämlich die gemeinsam geführten Aktivitäten in den Ländern südlich der Sahara zu modernisieren und auszubauen, beendet oder wesentlich beeinträchtigt würden. Daneben existieren Vereinbarungen über Pensionsregelungen in Großbritannien (Pension Schemes), nach denen unter anderem ein (nicht näher vertraglich definierter) Kontrollwechsel bei der HeidelbergCement AG den Treuhändern dieser "Pension Schemes" mitgeteilt werden muss. Wenn der Kontrollwechsel zudem nach den entsprechenden regulatorischen Vorgaben zu einer wesentlichen Gefährdung der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen führt (sog. Type A Event), können die Treuhänder Verhandlungen über die Angemessenheit der Absicherung der Pensionsdeckung verlangen und diese durch ein sogenanntes Clearance-Verfahren vor der Aufsichtsbehörde überprüfen lassen, das zur Anpassung der Sicherheiten führen kann. Der Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG hat im Rahmen der Einführung des neuen Vorstandsvergütungssystems im November 2010 beschlossen, bei Neuabschluss und bei Verlängerung von Vorstandsverträgen dem Deutschen Corporate Governance Kodex (Ziffer 4.2.3 Abs. 5) folgend zu vereinbaren, dass eine etwaige Abfindungszahlung aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels (Change of Control) auf 150 % des AbfindungsCaps begrenzt ist. Die übrigen nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB geforderten Angaben betreffen Umstände, die bei der HeidelbergCement AG nicht vorliegen. ZweigniederlassungenDie HeidelbergCement AG hat weder im In- noch im Ausland Zweigniederlassungen. Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2015Am 14. Januar 2016 hat HeidelbergCement Schuldscheindarlehen in Höhe von 625 Mio € platziert und damit seine Finanzierungsstruktur weiter gestärkt. Am 4. Februar 2016 wurden die Schuldscheindarlehen um 20 Mio € auf 645 Mio € aufgestockt. Sie haben eine Laufzeit bis 20. Januar 2022 und bestehen aus einer Tranche mit variabler und einer Tranche mit fixer Verzinsung. Der fixe Zinssatz liegt bei 1,85 % pro Jahr und der variable bei 1,5 % über dem 6-Monats-Euribor. Die Emission der Schuldscheindarlehen wurde von der Landesbank Baden-Württemberg, der Landesbank Hessen-Thüringen und der Raiffeisen Bank International begleitet. Wie bei allen seit 2009 begebenen Anleihen sowie dem im Dezember 2011 abgeschlossenen Schuldscheindarlehen besteht gemäß der Schuldscheindokumentation eine Beschränkung bezüglich der Neuaufnahme zusätzlicher Verschuldung. Die Dokumentation weist zudem dieselbe Change-of-Control-Klausel auf wie die in der Tabelle auf Seite 93 in der Spalte Art der Klausel mit (3) gekennzeichneten Anleihen und Schuldscheindarlehen. Der Emissionserlös dient der Vorfinanzierung der Akquisition von Italcementi und reduziert damit das Finanzierungsvolumen der Brückenfinanzierung von 3,3 Mrd € auf 2,7 Mrd €. Dementsprechend verringert sich auch der Refinanzierungsbedarf am Anleihemarkt auf unter 2 Mrd €. Unternehmenszusammenschlüsse nach dem Ablauf des Geschäftsjahres werden im Anhang auf Seite 197 erläutert. NachhaltigkeitDie Verpflichtung zur nachhaltigen Entwicklung ist ein Pfeiler der Unternehmensstrategie von HeidelbergCement. Ökonomische Wertschöpfung, ökologische Kompetenz und soziale Verantwortung sichern die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Nachhaltige Unternehmensführung bedeutet für uns, die Ausgewogenheit zwischen Gewinnerzielung und Sicherung der Zukunftsfähigkeit zu gewährleisten. Dabei sind wir bestrebt, sozial und ökologisch verantwortlich zu handeln. Wir achten auf die Auswirkungen unseres unternehmerischen Handelns auf Umwelt und Gesellschaft und mindern damit die Risiken für unser Geschäft. NachhaltigkeitsstrategieAls Rohstoffunternehmen stehen für uns Mensch, Natur und Gesellschaft im Zentrum unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Wir erachten Umweltverantwortung, Klimaschutz und nachhaltige Ressourcensicherung als Fundament für die künftige Entwicklung unseres Unternehmens. In gleicher Weise ist die Verpflichtung, Mitarbeiter vor arbeitsbedingten Gefahren zu bewahren und ihre Gesundheit zu schützen, seit langem fester Bestandteil unserer Aktivitäten. Nicht zuletzt bedeutet nachhaltiges Handeln für uns auch, soziale Verantwortung an unseren Standorten zu übernehmen. Wichtig für die Ausrichtung unserer Nachhaltigkeitsstrategie und die Schwerpunkte unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten sind die Erwartungen der externen und internen Stakeholder, die wir systematisch erfassen und einbeziehen. Daher haben wir unter diesen im Dezember 2014 eine Umfrage durchgeführt und die Ergebnisse im Nachhaltigkeitsbericht 2013/2014 veröffentlicht. Darüber hinaus hat die Nachhaltigkeitsinitiative der Zementindustrie des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) zentrale Handlungsfelder für die Branche definiert. Dies sind Arbeitssicherheit, Klimaschutz (CO2 - und Energiemanagement), Einsatz alternativer Brenn-und Rohstoffe, Schadstoffemissionen, nachhaltige Landnutzung und Artenschutz, nachhaltiges Bauen, Wassermanagement, Lieferkettenmanagement und Stakeholder-Dialog. Weitere Handlungsfelder ergeben sich aus der Struktur unserer Absatzmärkte. In vielen Regionen stehen sich nur wenige Baustoffanbieter auf dem Markt gegenüber. Deshalb haben hier Transparenz und fairer Wettbewerb eine besondere Bedeutung. Aus unserer internationalen Aufstellung erwächst die Aufgabe, kulturelle Vielfalt zu respektieren und die regionale Entwicklung an all unseren Standorten zu fördern. Im Berichtsjahr haben wir mit der Überarbeitung unserer Nachhaltigkeitsstrategie begonnen, die Ende 2016 veröffentlicht werden soll. Die neue Nachhaltigkeitsstrategie wird verbindliche Ziele bis 2030 enthalten. NachhaltigkeitsmanagementSteuerung und Kontrolle der Nachhaltigkeitsstrategie legt das Sustainability Steering Committee fest, das vom Vorstandsvorsitzenden geleitet wird. Dem Komitee, das bereichsübergreifend und interdisziplinär zusammengesetzt ist, gehören der für Umweltnachhaltigkeit zuständige Vorstand an sowie die Leiter der Konzernabteilungen Personal, Recht, Logistik, Sales & Marketing, Einkauf, Forschung & Technik, Kommunikation & Investor Relations und Global Environmental Sustainability. Die operative Verantwortung für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele und -maßnahmen liegt bei den einzelnen Konzernabteilungen, den Länderverantwortlichen und dem Group Environmental Sustainability Committee. Dieses interdisziplinäre Komitee wurde 2008 gegründet, um die Leistungen in den für unsere Branche sehr wichtigen Bereichen Umweltschutz und Arbeitssicherheit zu verbessern und den Informationsaustausch zwischen den Konzerngebieten und Geschäftsbereichen zu fördern. Mitarbeiter und GesellschaftMitarbeiterentwicklungMitarbeiter weltweitDie Mitarbeiterzahl von HeidelbergCement lag Ende 2015 bei 45.453 (i.V.: 44.909). Die Zunahme um 544 Mitarbeiter resultiert im Wesentlichen aus zwei gegenläufigen Entwicklungen: Einerseits wurden über 1.000 Stellen insbesondere im Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien, in Indonesien und Indien im Zuge von Effizienzsteigerungen in Vertrieb und Verwaltung sowie Standortoptimierungen abgebaut. Andererseits stieg die Mitarbeiterzahl in Nordeuropa durch den Zusammenschluss unserer schwedischen Tochtergesellschaft Abetong AB mit Contiga AB zur Nordic Precast Group AB um knapp 1.400. Darüber hinaus kamen in Australien rund 200 Beschäftigte im Wesentlichen durch das Insourcing von Lastkraftwagenfahrern hinzu. Mitarbeiter nach Konzerngebietenscroll
Personalaufwand und SozialleistungenDer Aufwand für Löhne, Gehälter, soziale Abgaben, Altersversorgung und soziale Unterstützung ist gegenüber dem Vorjahr um 10,9% auf 2.274 (i.V.: 2.050) Mio € gestiegen. Das entspricht einem Anteil am Umsatz von 16,9 % (i.V.: 16,3 %). Bereinigt um Währungseffekte lag der Anstieg bei 5,3 %. Höhere Rückstellungen für die laufenden Langfristbonuspläne tragen 2,3 % zu dieser Zunahme bei. Bereinigt um Währungseffekte und Rückstellungen für Langfristbonuspläne lag der Anstieg des Personalaufwands bei 3,0%. Personalaufwandscroll
Im Dialog mit MitarbeiternQualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind eine wichtige Voraussetzung für den nachhaltigen Erfolg von HeidelbergCement. Die Talente der Mitarbeiter zu erkennen, sie zu entwickeln und im Wettbewerb mit anderen Unternehmen an uns zu binden, ist daher Kern der konzernweiten Personalpolitik. Dazu dient das HeidelbergCement-Kompetenzmodell, das die wesentlichen fachlichen und persönlichen Fähigkeiten und Kompetenzen, die für unser Geschäft erfolgskritisch sind, definiert. Es erlaubt eine systematische, konzernweit nach einheitlichen Regeln durchgeführte Leistungs- und Potenzialbewertung durch den jeweiligen Vorgesetzten und dient als Basis für die strategische Führungskräfteentwicklung und Nachfolgeplanung. In strukturierten Mitarbeitergesprächen diskutieren Vorgesetzter und Mitarbeiter Entwicklungsmöglichkeiten und Perspektiven. Der Dialog richtet sich vor allem an das obere und mittlere Management, Expertenfunktionen und Nachwuchsführungskräfte. Damit wollen wir drei Ziele erreichen:
Kontinuierliche Aus- und WeiterbildungNachhaltige Personalarbeit bedeutet, konsequent in Ausbildung zu investieren, d.h. qualifizierten Nachwuchs einzustellen und auszubilden. Die Ausbildungsquote liegt deutschlandweit bei 5 % (i.V.: 5 %). Die Übernahmequote dieser Auszubildenden beläuft sich auf 80 % (i.V.: 84 %). Technisch-handwerkliche Fähigkeiten sind für die fachlich einwandfreie Betriebsführung in der Prozesstechnik und Wartung in unseren Werken unerlässlich. Dazu bieten wir neben fachlichen Trainings auch jedes Jahr Meisterkurse beim Verein Deutscher Zementwerke e.V. an. Wie im Vorjahr lag im ganzen Konzern ein wichtiger Schwerpunkt unserer Aus- und Weiterbildungsprogramme auf dem Thema Arbeitssicherheit, das rund 50% der gesamten Trainingsmaßnahmen ausmachte. Weitere Schwerpunkte bildeten die fachspezifische Weiterbildung (30 %) und die Fortbildung unseres Managements (6%). Unsere umfangreichen Ausbildungsprogramme in nahezu allen Arbeitsbereichen zeichnen sich durch praxisnahes und geschäftsorientiertes Lernen aus und ermöglichen es unseren Mitarbeitern, ihre Fähigkeiten auszubauen. ManagementausbildungDie Motivation und Kompetenzen unserer Führungskräfte sind entscheidend dafür, wie gut sich HeidelbergCement im globalen Wettbewerb positioniert und auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet ist. Um unsere Führungskräfte auf ihre künftigen Aufgaben vorzubereiten, bieten wir speziell auf die Bedürfnisse unseres Unternehmens zugeschnittene Ausbildungsprogramme. Das gilt sowohl für klassische Themen, wie Strategie, Führung und Management oder Methodik der Investitionsrechnung, als auch für spezielle Trainings, beispielsweise im Bereich Technik. Einheitliche Ausbildungsinhalte stellen sicher, dass überall ein gemeinsames Verständnis von Strategie, integriertem Managementansatz und Führung entwickelt wird. Eine strategische Konzerninitiative ist die weitere Stärkung der Kompetenzen unserer oberen Führungskräfte durch das in enger Zusammenarbeit mit Duke Corporate Education entwickelte Programm "Summit". Alle oberen Führungskräfte im Konzern aus 41 Ländern nehmen an dem dreistufigen Curriculum mit Schwerpunkt General Management und Führung unter Einbeziehung globaler, regionaler und lokaler Fragestellungen teil. Vorstandsmitglieder gestalten alle Module in Diskussionsrunden und mit eigenen Präsentationsbeiträgen aktiv mit. Die Mischung aus Theorie und Praxis ist ein wesentliches Erfolgsmerkmal des Programms, dessen kontinuierliche Auswertung und Anpassung sich in einer sehr hohen Wertschätzung der Teilnehmer niederschlägt. Sicherung und Förderung von NachwuchsführungskräftenDie Förderung des Führungskräftenachwuchses haben wir im Berichtsjahr konsequent fortgesetzt. Wir bieten hochmotivierten und -qualifizierten Hochschulabsolventen internationale Trainee-Programme mit Schwerpunkten in den Bereichen Technik, Vertrieb, Finanzen, Personal, Einkauf und IT. 2014 wurde HeidelbergCement für seine hochwertigen Nachwuchsförderprogramme mit dem Trainee-Siegel der "Initiative für karrierefördernde und faire Trainee-Programme" ausgezeichnet. Wir haben ebenfalls den Ausbau unserer Nachwuchsförderprogramme und die verstärkte Rekrutierung von Hochschulabsolventen und Absolventen mit erster Berufserfahrung weltweit auf hohem Niveau fortgeführt. 2015 haben wir insgesamt 296 Hochschulabsolventen eingestellt. Derzeit nehmen rund 830 Mitarbeiter an Programmen teil, die auf weiterführende Aufgaben vorbereiten. Wir haben 2011 ein spezielles Programm für hochqualifizierte Ingenieure im Zementbereich als Pilotprojekt in Europa und Zentralasien gestartet, um diese auf höhere Ingenieurspositionen vorzubereiten. Dabei durchlaufen sie nach Abschluss des "Engineer in Training"-Programms mehrere Jahre lang genau festgelegte Ausbildungsabschnitte im Bereich Technik in verschiedenen in- und ausländischen Werken, ergänzt um Fortbildung in Management und Führung. Seit 2013 wird dieses Programm auch auf andere Konzerngebiete ausgeweitet. Im Berichtsjahr hat die Aggregates Academy ihr Aus- und Weiterbildungsangebot im Bereich Zuschlagstoffe fortgeführt. Mehr als 1.800 Teilnehmer aus der Führungsmannschaft unseres Zuschlagstoffgeschäfts wurden in 18 Ländern geschult. Zur Zielgruppe der Schulungen der Aggregates Academy gehören nahezu alle Hierarchiestufen unseres Unternehmens. Die Schulungsmaterialien und Trainings gibt es normalerweise in der jeweiligen Landessprache und sie werden von einer Gruppe lokaler Manager unterstützt, die in den Techniken der Erwachsenenbildung geschult wurden. Demografische EntwicklungAuch unser Unternehmen sieht sich mit den Folgen des demografischen Wandels konfrontiert. Rund 14% unserer Arbeitnehmer sind jünger als 30 Jahre. Der überwiegende Anteil der Mitarbeiter gehört zur Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen; dieser macht etwa 51 % der Gesamtbelegschaft im Konzern aus. 35 % unserer Mitarbeiter sind über 50 Jahre alt. Den Auswirkungen des demografischen Wandels begegnen wir mit zahlreichen an die regionalen Bedürfnisse angepassten Maßnahmen. In Deutschland haben wir beispielsweise unsere Maßnahmen im Gesundheitsmanagement weiter ausgebaut und in der Initiative "FIT for LIFE" gebündelt. Sie umfasst ein Präventionsprogramm zur Früherkennung von Krankheiten und Risikofaktoren, setzt aber vor allem auf die Eigeninitiative für eine gesunde Lebensweise. Das Angebot umfasst unter anderem Untersuchungen zur Darmkrebsvorsorge, Grippeschutzimpfungen, Augenuntersuchungen, spezielle Gesundheitstage und Vorträge rund um die Gesundheit. Das Gesundheitsmanagement wird auch in Zukunft den Schwerpunkt auf die Prävention typischer altersbedingter Gesundheitsrisiken und die Bewusstseinsänderung legen. Betriebliche Sportaktivitäten für alle Altersgruppen werden deshalb besonders gefördert. Vielfalt in der Belegschaft als ErfolgsfaktorIn der konzernweiten Personalpolitik setzen wir bei der Zusammensetzung von Mitarbeiterteams bewusst auf eine ausgewogene Mischung von unterschiedlichen Persönlichkeiten, Kompetenzen und Erfahrungshorizonten. Vielfalt (Diversity) verstehen wir als ein Managementkonzept, das durch Einbringung verschiedener Kulturen, Talente und Erfahrungshorizonte auf eine Zusammensetzung der Belegschaft abzielt, die unsere Präsenz auf den internationalen Märkten, unsere Kundenstruktur und unser Geschäftsumfeld widerspiegelt. Dies wollen wir erreichen durch:
Ziel ist es, weltweit hochqualifizierte und leistungsbereite Mitarbeiter zu fördern und zu gewinnen, die sich mit unterschiedlicher sozialer und fachlicher Kompetenz für unser Unternehmen einsetzen und so zum Geschäftserfolg beitragen. Dank der internationalen Zusammensetzung unseres Führungsteams profitieren wir von unterschiedlichen Erfahrungen aus verschiedenen Kulturkreisen und sind somit besser in der Lage, sowohl auf globale Herausforderungen als auch auf lokale Marktbedürfnisse flexibel zu reagieren. Der Anteil lokaler Manager in der oberen Führungsebene liegt unverändert bei rund 80 %. In der Konzernzentrale achten wir bewusst auf eine Zusammensetzung der Belegschaft mit Mitarbeitern aus den Ländern, in denen wir tätig sind. Wir profitieren erheblich von deren lokalen Kenntnissen, außerdem erleichtert es die Zusammenarbeit mit den Kollegen vor Ort. Von den 584 Mitarbeitern in der Konzernzentrale und in den technischen Zentren Competence Center Materials und Heidelberg Technology Center in Heidelberg und Leimen stammen 160 Mitarbeiter aus 42 Ländern. Zur Vielfalt zählt für uns auch die Besetzung der Führungspositionen mit Frauen und Männern, die unsere Mitarbeiterstruktur repräsentativ abbildet. Im Konzern lag 2015 der Anteil der Frauen an der Gesamtbelegschaft bei 15% und in den oberen Führungspositionen bei 9%. Gemeinsam mit anderen DAX-Unternehmen hat HeidelbergCement 2011 eine Selbstverpflichtung unterzeichnet. Bislang hatten wir uns freiwillig verpflichtet, den Anteil von Frauen in Führungspositionen in Deutschland von 7% im Jahr 2011 bis zum Jahr 2020 mit 15 % mehr als zu verdoppeln. In Deutschland lag der Frauenanteil 2015 bei insgesamt 15% und in den Führungspositionen im Bereich leitende Angestellte und außertarifliche Mitarbeiter bei 8%. Nach dem Gesetz zur Förderung von Frauen in Führungspositionen müssen für die zwei Führungsebenen unterhalb des Vorstands vom Unternehmen konkrete Ziele gesetzt werden. Führungskräfte, die in ihrer Hauptposition selbst an den Vorstand berichten, bilden bei HeidelbergCement die erste Ebene und deren Mitarbeiter mit Führungsverantwortung die zweite Ebene unterhalb des Vorstands. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen in Deutschland auf der ersten Ebene unterhalb des Vorstands lag 2015 bei 10% und auf der zweiten Ebene bei 9%. HeidelbergCement hat sich dazu entschlossen, für die beiden Ebenen unterhalb des Vorstands das Ziel der Selbstverpflichtung beizubehalten, aber die Zielerreichung auf Mitte 2017 vorzuziehen. Konkret bedeutet dies, dass wir bis zum 30. Juni 2017 einen Frauenanteil unter den Führungskräften auf der ersten Ebene unterhalb des Vorstandes von 14 % und auf der zweiten Ebene von 15% anpeilen. Damit entspräche der Anteil von Frauen in Führungspositionen dem Anteil von Frauen an der Gesamtbelegschaft bei HeidelbergCement in Deutschland. Der Entschluss, die Zielerreichung auf Mitte 2017 vorzuziehen, ist ein klares Zeichen, dass wir in den letzten Jahren konsequent an dem Thema Frauenförderung gearbeitet und entsprechende Erfolge erzielt haben. So liegt der Anteil von Frauen in Nachwuchsförderprogrammen deutschlandweit bereits bei 24% und somit deutlich höher als der Anteil der Frauen an der Gesamtbelegschaft. Anteil der Frauen in Deutschlandscroll
Das globale Frauennetzwerk "NOW - Network of Women" bei HeidelbergCement ist eine Initiative, die Mitarbeiterinnen weltweit virtuell und persönlich miteinander verbindet. Es ermöglicht unter anderem einen regelmäßigen und informellen Austausch und hat die individuelle Karriereentwicklung und Förderung von Frauen zum Ziel. Beruf und Familie vereinbarenIm Wettbewerb um die besten Mitarbeiter stellen wir uns weltweit auf sich wandelnde Lebensformen ein. Bei unseren Angeboten, mit denen wir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern, setzen wir auf Modelle wie Gleitzeit, Teilzeit und Freistellung. Die Teilzeitquote der HeidelbergCement AG liegt bei 11 %. Aufgrund der geringen Größe unserer Standorte hat sich z.B. bei der Kindertagesbetreuung, der Pflege von hilfsbedürftigen Angehörigen oder Feriencamps für Kinder die Zusammenarbeit mit externen Netzwerken bewährt. Die Mitarbeiter profitieren vom einfachen Zugang zu einem professionellen und flexiblen Netzwerk zu angemessenen Kosten. Im Rahmen unserer "FIT for FAMILY"-Initiative haben wir für den Standort Heidelberg Kooperationen mit Kindertagesstätten geschlossen. Damit können wir unseren Mitarbeitern ein eigenes Kontingent an Plätzen anbieten. Erfolgsorientierte VergütungssystemeWer Leistung erwartet, muss ein entsprechendes Umfeld schaffen. Dazu gehört auch eine attraktive Vergütung. Neben Festgehältern, die durch Tarif- oder individuellen Arbeitsvertrag geregelt werden, erhalten die Mitarbeiter der HeidelbergCement AG zusätzlich variable Vergütungsbestandteile, die von der individuellen Leistung und dem Unternehmenserfolg abhängen. Bei den Führungskräften wird ein hoher variabler Anteil an der Gesamtvergütung bewusst angestrebt, um die gemeinsame und persönliche Leistung sowie den Unternehmenserfolg deutlich und unmittelbar zu berücksichtigen. Die Mitarbeiter unserer ausländischen Tochtergesellschaften profitieren von attraktiv gestalteten Vergütungssystemen, die den jeweiligen lokalen Marktgegebenheiten entsprechen. Für unsere 150 Top-Manager der oberen Führungsebene wurde für den Zeitraum 2015 bis 2017/18 konzernweit ein Langfristbonusplan aufgelegt, der dieselbe Zielsetzung verfolgt wie der Langfristbonusplan für den Vorstand. IT-gestützte PersonalprozesseDie Einführung von IT-gestützten Kernprozessen im Personalbereich für die Führungsebenen Top-, Senior- und das mittlere Management weltweit bildete einen Schwerpunkt der vergangenen Jahre. Seit Anfang 2013 werden die Prozesse Leistungsmanagement, Zielvereinbarung, Vergütung, Mitarbeiterdialog und individueller Entwicklungsplan für die oberen Führungskräfte IT-gestützt über die neue Plattform "HR GLOBE" abgewickelt. Die Ausdehnung auf die mittlere Führungsebene und die Nachwuchsführungskräfte wurde Ende 2015 planmäßig abgeschlossen. Arbeits- und GesundheitsschutzKonzernstandardsArbeits- und Gesundheitsschutz haben höchste Priorität bei HeidelbergCement und gehören zu den zentralen Unternehmenswerten. Im Berichtsjahr haben wir durch weitere Maßnahmen die technischen und organisatorischen Sicherheitsstandards im Konzern kontinuierlich verbessert, um die Sicherheitskultur im Unternehmen zu stärken. Arbeitsmanagementsysteme, wie beispielsweise entsprechend dem international gebräuchlichen Standard OHSAS 18001, sind bereits in den meisten unserer Werke eingeführt. Sie verlangen von den Standortmanagern einen strukturierten Ansatz mit Planungen, klaren Arbeitsvorschriften, Zuständigkeiten und Kontrollen, um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu gewährleisten und somit Unfälle zu verhindern. 2015 haben mehrere Werke in Schweden und Malaysia erstmalig Managementsysteme nach OHSAS 18001 eingeführt, während andere Werke erfolgreich ihre Zertifizierung erneuert haben. 2016 werden weitere Standorte folgen. Ergänzend zu den geforderten Managementaudits haben wir die schon 2014 eingeführten Health & Safety Improvement Reviews durchgeführt, um weitere Verbesserungspotenziale zu identifizieren und umzusetzen. Unfallmanagement-Software2015 haben wir eine neue Software zur konzernweiten Unfallerfassung eingeführt. Sie kombiniert die qualitative Erfassung von Unfalldetails mit der statistischen Auswertung von Unfällen und macht bisher notwendige manuelle Eingaben überflüssig. Die neue Software wird eine Reihe von lokalen Programmen ablösen und konzernweit die Untersuchung von Unfällen standardisieren. Durch vereinheitlichte Ablaufprozesse werden sowohl die Unfallanalyse als auch die Umsetzung von Korrektur- bzw. Präventionsmaßnahmen für die verantwortlichen Vorgesetzten transparenter. Wir werden die Software weiterentwickeln, um diese auch für andere Anwendungen nutzen zu können. Führungsverantwortung im Arbeits- und GesundheitsschutzSeit Jahren verbessern wir den Arbeits- und Gesundheitsschutz auf technischer und organisatorischer Ebene, was sich an weiterhin gesunkenen Unfallhäufigkeitsraten zeigt. Trotzdem haben wir immer noch schwere Unfälle - teils mit Todesfolge - zu beklagen, die leider oft durch menschliches Fehlverhalten verursacht werden. In unserer 2015 überarbeiteten Konzernrichtlinie zum Arbeits- und Gesundheitsschutz haben wir erneut die Führungsverantwortung im Arbeits- und Gesundheitsschutz hervorgehoben, um klar zu machen, dass bei HeidelbergCement alle Managementebenen für den Arbeits- und Gesundheitsschutz verantwortlich sind. Gleichzeitig betonen wir auch die Verantwortung, die jeder Mitarbeiter, Auftragnehmer und Besucher dafür trägt, die Arbeitssicherheitsvorschriften zu befolgen, um die eigene Sicherheit und die der Kollegen zu gewährleisten. Zusammen mit der Konzernrichtlinie haben wir auch eine Reihe von Grundregeln eingeführt, die für alle Mitarbeiter und Auftragnehmer verpflichtend sind. Diese Grundregeln betreffen aktuelle Hauptunfallschwerpunkte, die zwar schon durch Konzernstandards abgedeckt werden, aber nach wie vor der ständigen Aufmerksamkeit bedürfen. Im Jahr 2016 werden wir diese Grundregeln schwerpunktmäßig kommunizieren. UnfallentwicklungObwohl wir bei Berücksichtigung aller Geschäftsbereiche und auf vergleichbarer Basis gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang der Unfallhäufigkeitsrate um nahezu 12% erreichten, konnten wir diese in unserem Kerngeschäft zum ersten Mal seit Jahren nicht wesentlich senken. Das ist sehr bedauerlich, zumal viele Standorte inzwischen seit vielen Jahren unfallfrei sind und andere ihre Unfallraten drastisch senken konnten. Obwohl letzteres überaus erfreulich ist, müssen wir dennoch die ergriffenen Maßnahmen konsequent fortführen und weiter intensivieren, um überall Unfälle dauerhaft zu verhindern. Dies gilt insbesondere für jene Standorte, deren Unfallhäufigkeitsrate 2015 gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen ist. Im Berichtsjahr mussten wir den Tod von sechs eigenen Mitarbeitern beklagen, die durch Arbeitsunfälle im Betrieb ums Leben gekommen sind. Darüber hinaus beklagen wir den Tod von acht Mitarbeitern von Fremdfirmen, von denen zwei bei Verkehrsunfällen starben. Gegenüber dem Vorjahr ist dies zwar eine leichte Verbesserung, aber immer noch sehr schmerzlich und macht deutlich, dass wir unsere Anstrengungen noch mehr intensivieren müssen, um den Arbeits- und Gesundheitsschutz weiter zu verbessern. Jeder Todesfall wird von uns ausführlich analysiert und im Vorstand diskutiert. Geeignete Maßnahmen werden festgelegt und konzernweit ausgetauscht, um ähnliche Unfälle anderenorts zu vermeiden. Unfallentwicklung1)scroll
1)
Unfallentwicklung in den Bereichen Zement,
Transportbeton und Zuschlagstoffe in Unternehmen, in denen HeidelbergCement
die Arbeitssicherheit verantwortet Gesellschaftliche VerantwortungEin wesentlicher Erfolgsfaktor unserer weltweiten Geschäftstätigkeit ist die Verantwortung, die wir an unseren Standorten rund um die Welt übernehmen, gemäß dem Motto "think global - act local". Unser Ziel ist es, gemeinsam mit lokalen Partnern einen Mehrwert für unser Unternehmen und für die Standortgemeinden zu schaffen. Wir legen Wert darauf, dass nach Möglichkeit einheimische Mitarbeiter das Management vor Ort übernehmen. Jedes Werk arbeitet eng mit lokalen Lieferanten und Dienstleistern zusammen. Rund 30% unseres Einkaufsvolumens investieren wir im direkten Umfeld unserer Werke. Dadurch und mit der Schaffung von Arbeitsplätzen tragen wir zur Wertschöpfung bei und fördern die wirtschaftliche Entwicklung an den Standorten. Corporate CitizenshipUnternehmerische Verantwortung beschränkt sich nicht auf die eigenen Geschäftsprozesse und deren direkte Auswirkungen. Als "Unternehmensbürger" sind wir selbst ein gesellschaftlicher Akteur und profitieren von der sozialen Einbindung an unseren Standorten weltweit. Daher übernehmen wir auch bei der Lösung gesellschaftlicher Aufgaben eine aktive Rolle. Diesem Selbstverständnis folgt unsere Corporate-Citizenship-Richtlinie, in der wir die Maßstäbe und Ziele unseres gesellschaftlichen Engagements formuliert haben. 2015 haben wir diese Richtlinie überarbeitet. Besonderes Augenmerk galt dabei den Corporate-Citizenship-Aktivitäten im Rahmen von Investitionsprojekten, da diese als eine Form der Einflussnahme verstanden werden könnten. Die überarbeitete Richtlinie verweist deshalb ausdrücklich auf die Einhaltung der entsprechenden Bestimmungen der Anti-Korruptions-Richtlinie des Konzerns. Der Schwerpunkt unseres gesellschaftlichen Engagements liegt auf Bereichen, in denen wir über ein spezielles Know-how verfügen und in denen wir die besten Ergebnisse für die Gesellschaft erzielen können:
Zentrum für Unternehmertum in TogoEnde November 2015 wurde am Werksstandort Tabligbo in Togo das Zentrum für Unternehmertum eröffnet. Es bietet den Bewohnern der umliegenden Gemeinden Schulungen und Hilfe bei der Gründung kleiner Betriebe oder Unternehmen an. Außerdem soll das von der HeidelbergCement-Togo-Stiftung geförderte Zentrum für soziale und kulturelle Veranstaltungen genutzt werden. Ein Komitee aus Vertretern der Gemeinden und der Stiftung soll sicherstellen, dass nachhaltige Projekte und benachteiligte Bevölkerungsgruppen, wie junge Menschen und Frauen, unterstützt werden. Mit der allgemeinen Förderung des Unternehmergeistes möchte die Stiftung einen Beitrag zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung der Region leisten. KIS - Kooperation Industrie und SchuleHeidelbergCement hat die Bildungsinitiative KIS Kooperation Industrie und Schule im Jahr 2000 in Deutschland ins Leben gerufen. In Heidelberg, dem Standort der Konzernzentrale, kooperiert HeidelbergCement mittlerweile mit zehn Schulen. Bundesweit bestehen bereits 25 Kooperationen. Ziel von KIS ist es, den Schülern wirtschaftliche Zusammenhänge aufzuzeigen und einen stärkeren Praxisbezug im Unterricht zu ermöglichen. Das Angebot von KIS reicht von praxisnahen Unterrichtsmodulen und Vorträgen durch Mitarbeiter, über Bewerbungstrainings und Lehrerfortbildungen bis hin zu Werksbesichtigungen und Steinbruchführungen. UmweltverantwortungAls aktives Mitglied der Cement Sustainability Initiative (CSI) des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) verpflichten wir uns zu einer nachhaltigen Entwicklung unserer Geschäftstätigkeit und vor allem zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter. Als Zeichen unsres Engagements haben wir 2015 zusammen mit 15 anderen Zementunternehmen die Low Carbon Technology Partnerships initiative (LCTPi) für den Zementbereich unterzeichnet. Die Initiative basiert auf einem mehrschichtigen Aktionsplan, zu dem Verbesserungen der Energieeffizienz gehören, der Einsatz alternativer Brenn- und Rohstoffe, der Ersatz von Klinker und die Entwicklung von Zementsorten mit geringerem Energieverbrauch im Produktionsprozess. Die im Aktionsplan vorgesehenen Maßnahmen sollen die weltweiten CO2 -Emissionen bis 2030 zusätzlich zu den bereits im "business as usual" berücksichtigten Einsparungen um 20%-25% senken. KlimaschutzDer Klimaschutz steht im Zentrum unserer Umweltpolitik. Indem wir die Energieeffizienz unserer Werke ständig verbessern, den Anteil alternativer Brennstoffe erhöhen und das energieintensive Zwischenprodukt Klinker zunehmend durch alternative Rohstoffe ersetzen, senken wir den Kohlendioxid-Ausstoß weiter. Zwischen 1990 und 2015 haben wir die spezifischen Netto-CO2 -Emissionen um 22 % auf 606 kg CO2 /t Zement gesenkt. Bis 2030 wollen wir die Emissionen weiter reduzieren und zwar um rund 20 Mio t CO2 pro Jahr im Vergleich zu 1990. Dank unserer Erfolge bei der Reduktion der Emissionen hat uns CDP als "Sector Leader Energy & Materials" in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) ausgezeichnet. Mit einer Bewertung von 99 A- gehört HeidelbergCement zu den fünf besten Unternehmen der Branche in diesen drei Ländern und zu den zehn besten im DAX. Klimaschutzscroll
2015 haben wir die Tests über vier verschiedene Technologien zur Abscheidung von CO2 aus den Verbrennungsabgasen in unserem norwegischen Werk Brevik abgeschlossen. Die Ergebnisse wurden den Teilnehmern der Carbon Capture and Storage (CCS) Konferenz, die wir im Mai mit Unterstützung des norwegischen Ministeriums für Rohöl und Energie in Brevik veranstaltet haben, vorgestellt. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse erstellen wir mit finanzieller Unterstützung des norwegischen Staatsunternehmens Gassnova eine umfassende Machbarkeitsstudie über den Bau einer Großanlage zur CO2 -Abscheidung in Brevik. Das wäre die erste CCS-Großanlage in der Zementindustrie. HeidelbergCement nimmt am CEMCAP-Projekt teil, das vom EU-Förderprogramm "Horizont 2020" zum Klimaschutz finanziert wird, um die sogenannte Oxyfuel-Technik weiter voranzutreiben. Bei dieser Technik wird dem Drehofen über den Klinkerkühler reiner Sauerstoff anstelle von Umgebungsluft zugeführt und dadurch das Abscheiden von CO2 erleichtert. In unserem Werk in Hannover arbeiten wir an der Entwicklung dieser Technik im Versuchsmaßstab. Darüber hinaus nimmt HeidelbergCement am LEILAC-Projekt teil, das ebenfalls von "Horizont 2020" gefördert wird. Ziel ist es, die technische und wirtschaftliche Machbarkeit einer Prozesstechnik zu zeigen, mit deren Hilfe bei der Erhitzung des Rohmaterials das frei werdende CO2 in hochreiner Form abgetrennt werden kann. Dieser technische Ansatz ergänzt die oben beschriebene Oxyfuel-Technik. Im Dezember 2015 ist HeidelbergCement mit dem Unternehmen Joule Unlimited, Inc. - einem Vorreiter auf dem Gebiet des CO2 -Recyclings und der Herstellung von flüssigen Brennstoffen - eine strategische Partnerschaft zur Erforschung der Erzeugung von Biobrennstoffen aus CO2 -Emissionen eingegangen. Diese Partnerschaft ist ein weiteres Beispiel für das Bestreben unseres Unternehmens, innovative Techniken und Programme für den Klimaschutz zu unterstützen. In Afrika haben wir 2015 in unserem Werk in Burkina Faso ein Solarkraftwerk mit 250 MW Leistung errichtet, mit der der erforderliche Strom für unsere Zementpackanlage erzeugt wird. Einsatz alternativer Brenn- und RohstoffeDen Einsatz alternativer Brenn- und Rohstoffe in unserem Produktionsprozess kontinuierlich zu steigern, ist Teil unserer Strategie zur Ressourcenschonung und zum Klimaschutz. Obwohl Abfallvermeidung und Wiederverwertung von Produkten an erster Stelle stehen, gibt es Abfälle, deren Wiederverwertung unwirtschaftlich ist oder die sich nicht vollständig recyceln lassen. In diesen Fällen ist die nächst beste Lösung die Verwertung in den Zementöfen. Dort werden sowohl der Brennwert des Abfallstoffs als auch dessen Gehalt an Mineralien vollständig und rückstandslos genutzt. Die hohe Kompetenz beim Einsatz alternativer Brenn- und Rohstoffe, die HeidelbergCement in Europa in den letzten 30 Jahren erworben hat, ist sehr nützlich, wenn es darum geht, Interessenvertreter in Ländern, wo Abfälle noch überwiegend deponiert werden, von dieser ökologisch vernünftigen Lösung zu überzeugen. 2015 konnten wir den Anteil alternativer Brennstoffe in unserm Werk TulaCement in Russland auf eine zweistellige Rate erhöhen, obwohl wir diese dort erst im zweiten Jahr einsetzen. Alle drei Werke in Rumänien haben bereits im siebten Jahr in Folge den Anteil alternativer Brennstoffe deutlich erhöht. Wir waren sogar in Ländern mit relativ niedrigen Preisen für fossile Brennstoffe und Gebühren für die Abfalldeponierung erfolgreich. Das beste Beispiel ist das Werk Kunda in Estland, wo bis zu 50 % der fossilen Brennstoffe ersetzt werden. Konzernweit erreichten wir die höchste Substitutionsrate im Werk Lengfurt in Deutschland, wo 90 % des Kohleverbrauchs durch alternative Brennstoffe ersetzt wurden. In China kamen wir im Werk Guangzhou gut mit dem Einsatz von Klärschlamm als alternativem Brennstoff voran. Tests für den Einsatz in einem Ofen im nahegelegen Werk Zhujiang sind in Vorbereitung. In Indonesien übertrifft die Pilotanlage zur Verwertung von lokalem Hausmüll unsere Erwartungen. Sie ist ein wichtiger Vorreiter für die Lösung der Abfallentsorgungsprobleme in Jakarta und den umliegenden Städten. So haben beispielsweise die Behörden der Städte Depok und Bogor bereits die Technologie für die Entwicklung eines Großprojekts zur Abfallverwertung übernommen. HeidelbergCement ist auf gutem Weg, das im Nachhaltigkeitsprogramm 2020 gesteckte Ziel zu erreichen, den Anteil alternativer Brennstoffe im Konzern auf 30% zu erhöhen. Biologische VielfaltUm auf den hohen biologischen Wert unserer Abbaustätten stärker aufmerksam zu machen, haben wir 2015 die dritte Runde des Quarry Life Award gestartet. Dafür öffnen 69 Steinbrüche und Kiesgruben in 22 Ländern ihre Tore, um jungen Wissenschaftlern Möglichkeiten zur Forschung und Teilnahme sowohl am nationalen als auch internationalen Wettbewerb zu geben. Die Konzernländer Estland, Togo und die Demokratische Republik Kongo sind zum ersten Mal dabei. Die Gewinner des internationalen Forschungswettbewerbs werden Ende 2016 ausgezeichnet. Unsere Partnerschaft mit der größten internationalen Naturschutzorganisation BirdLife International hilft uns, unsere Umweltbilanz und die gesellschaftliche Akzeptanz unseres unternehmerischen Handelns als verantwortungsvolles Rohstoffunternehmen zu verbessern. Der offene Dialog mit BirdLife International und die Zusammenarbeit mit dessen nationalen Partnerorganisationen unterstützt uns bei unserem Ziel, Umwelteinflüsse zu minimieren und die Artenvielfalt, wo immer nötig, zu schützen und zu fördern. Unsere Projekte tragen zur Erreichung der weltweiten Naturschutzziele bei und sind gleichzeitig auch von lokaler Bedeutung. Wir haben im Berichtsjahr mehr als zehn Projekte abgeschlossen, bei denen wir natürliche Lebensräume wiederhergestellt oder miteinander verbunden haben, invasive gebietsfremde Pflanzen unter Kontrolle gebracht, die Populationen bedrohter Vögel- und Amphibienarten erhöht und einen Beitrag geleistet haben, damit die lokalen Gemeinden Zugang zur Natur erhalten. Wir sind dabei, unsere Partnerschaft mit BirdLife International auf Asien und Afrika auszudehnen, wozu auch eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit mit der Ghana Wildlife Society beiträgt. In Togo haben wir in Tabligbo, wo sich unser neues Klinkerwerk befindet, eine Baumschule aufgebaut. Sie liegt neben dem Zentrum für Unternehmertum, das wir dort errichtet haben, und ist Teil unserer lokalen CSR-Aktivitäten im Bereich Umweltbildung und -schulung. Wir haben 2015 das fünfte Buch unserer Reihe über die Artenvielfalt in unseren Abbaustätten mit dem Titel "Biodiversitätsmanagement in Kiesgruben und Steinbrüchen" veröffentlicht. Es konzentriert sich auf die Beschreibung der Wiederherstellung und Erhaltung besonders wertvoller Lebensräume in Kiesgruben und Steinbrüchen. Nachhaltiges BauenIm Berichtsjahr haben wir weiter nach Produktlösungen mit besseren Nachhaltigkeitsleistungen geforscht. In unserem Zentrallabor haben wir für verschiedene Anwendungen mögliche Alternativen zu herkömmlichem Zement entwickelt - mit geringeren Umweltbelastungen, einschließlich niedrigeren CO2 -Emissionen und weniger Energieverbrauch. Als Gründungsmitglied des Concrete Sustainability Council beteiligten wir uns aktiv an der Entwicklung des Zertifizierungssystems für nachhaltig produzierten Beton. Durch die Zertifizierung des Betons - unter Beachtung sozialer und ökologischer Aspekte entlang der Wertschöpfungskette - sollen das Produkt und die gesamte Industrie künftig stärkere Anerkennung bei den Green Building Councils und der Vergabe öffentlicher Bauaufträge finden. Als ein führendes Mitglied der European Construction Technology Platform haben wir 2015 weiter an der Entwicklung von Produktlösungen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden mitgearbeitet. Reduzierung anderer UmwelteinflüsseGemäß dem Nachhaltigkeitsprogramm 2020 haben wir konzernweit in allen Geschäftsbereichen Umweltaudits durchgeführt. Unser Ziel ist es, zwischen 2015 und 2020 alle Standorte zu auditieren. Die aus den bisherigen Audits resultierenden Maßnahmen wurden bereits umgesetzt und tragen zu einer verbesserten Umweltleistung bei. Im Berichtsjahr haben wir in zahlreichen Werken in Europa aber auch in Indonesien technische Verbesserungen vorgenommen, um die Staub-, Stickoxid- und Schwefeloxidemissionen zu reduzieren. In der Tschechischen Republik haben wir das Langzeitprojekt zur Lärm- und Staubminderung in unseren beiden Zementwerken Mokra und Radotin fortgesetzt. Im russischen Zementwerk TulaCement wurden Schalldämpfer zur Lärmminderung installiert. Die neuen Werke in Togo und Burkina Faso entsprechen den internationalen Standards zur Emissionsminderung. Außerdem wurden im Klinkerwerk Tabligbo in Togo Anlagen zur kontinuierlichen Überwachung von Staub-, Stickoxid- und Schwefeloxidemissionen gemäß den Richtlinien der CSI installiert. Seit September 2015 gelten in den USA die neuen Emissionsstandards NESHAP (National Emission Standards for Hazardous Air Pollutants). Um diese einzuhalten, haben wir im Berichtsjahr in allen Zementwerken Maßnahmen zur Reduzierung und Kontrolle von Staub-, Quecksilber-, Salzsäure-und Kohlenwasserstoffemissionen zum Abschluss gebracht. Im rumänischen Werk Fieni erzeugen wir seit Juli 2015 Strom aus Ofenabwärme. Die Anlage hat eine durchschnittliche Nettoleistung von 3,6 MW. Durch diese und weitere Energieeffizienzmaßnahmen konnte das Werk seinen externen Strombezug um ein Viertel senken. Die Investition wurde zu ca. 40 % von der EU und der rumänischen Regierung mitfinanziert. Auch am indischen Standort Damoh und im chinesischen Werk Guangzhou haben wir Anlagen in Betrieb genommen, mit denen wir Strom aus Ofenabwärme erzeugen. 2015 wurden vier unserer Zementwerke in den USA - Leeds/Alabama, Union Bridge/Maryland, Glens Falls/New York und Redding/Kalifornien - für ihre überdurchschnittliche Energieeffizienz mit dem ENERGY STAR® der amerikanischen Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) ausgezeichnet. Die vier Werke gehören im Bereich Energieeffizienz zu den Top 25 aller Zementwerke in den USA und erfüllen die strengen Kriterien der EPA. Unser Werk Union Bridge erhielt diese Auszeichnung bereits zum dritten Mal in Folge, die Werke Leeds, Glens Falls und Redding zum zweiten Mal in Folge. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe haben wir uns auch 2015 darauf konzentriert, Lärm- und Staubemissionen sowie den Wasser- und Kraftstoffverbrauch zu reduzieren. So haben wir in Großbritannien im Steinbruch Cliff Hill eine Entstaubungsanlage und im Steinbruch Ardingly eine vollautomatisierte Wasseraufbereitungsanlage installiert. In Australien wurde im Rahmen der Steinbrucherweiterung am Standort Hobart ein langes bergab führendes Förderband eingebaut. Dessen Gefälle wird ausgenutzt, um mithilfe eines Frequenzumrichters Strom zu erzeugen. In den USA wurde unser Steinbruch Rocky Mount/North Carolina mit dem ENERGY STAR® für außerordentliche Energieeffizienz ausgezeichnet. Im Bereich Transportbeton haben wir in Nordeuropa große Anstrengungen unternommen, um die Emissionen langfristig auf null zu senken und den Frischwasserverbrauch und die Abwassermenge durch Wasserrecycling zu reduzieren. In dieses auf mehrere Jahre angelegte Projekt werden über 100 Produktionsstätten einbezogen. Im Betonwerk Rosh Haayin in Israel wurden ebenfalls die Anlagen für die Wasseraufbereitung ertüchtigt. Wie in den Vorjahren erhielten viele Standorte in allen Konzerngebieten Auszeichnungen für Umweltschutzmaßnahmen. BeschaffungInsgesamt wurden von HeidelbergCement im Berichtsjahr Waren und Dienstleistungen im Wert von 9.045 Mio € beschafft. Das entspricht einem Anteil von 67,2% am Gesamtumsatz. BeschaffungsmanagementUnsere Lead-Buyer-Organisation ermöglicht kontinuierlich die effiziente Beschaffung wichtiger Warengruppen auf Konzernebene. Das bedeutet, dass wir ablaufkritische Waren und Dienstleistungen mit meist hohen Volumen zu Warengruppen bündeln, um bessere Konditionen von unseren Lieferanten zu erhalten. Zu den Aufgaben unserer Lead Buyer im Konzern gehören das Führen von Preisverhandlungen, der Abschluss von Rahmenverträgen, das Lieferantenmanagement und das Beobachten aktueller Markt- und Preisentwicklungen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Effizienz und zum Risikomanagement in unserem Unternehmen. Eine zweite Komponente des Beschaffungsmanagements ist der lokale Einkauf an unseren Produktionsstandorten, mit dem wir unsere Verhandlungsposition gegenüber lokalen Lieferanten stärken. Die lokalen Einkaufsabteilungen rufen außerdem direkt Waren und Dienstleistungen aus den vorliegenden Konzern-Rahmenverträgen ab. Damit verbinden wir die Vorteile der zentralen mit der lokalen Beschaffung. EffizienzsteigerungIm Jahr 2015 wurde im Rahmen der kontinuierlichen Verbesserungsprozesse die bewährte Einsparungsinitiative im Einkauf - das "FOX"-Programm - fortgeführt, um die finanzielle und operative Leistungsfähigkeit des Konzerns weiter und dauerhaft zu erhöhen. Vor dem Hintergrund des grundsätzlich andauernden Kostendrucks strebt das Programm weitere Einsparungen im Einkauf an. Im Berichtsjahr ist es uns gelungen, beträchtliche Kosteneinsparungen zu erzielen. Ein weiteres Ziel ist die Verbesserung der Zahlungsziele, da unsere Zahlungsmodalitäten einen bedeutenden Erfolgsfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit darstellen. Durch kontinuierliche Prozessoptimierungen und Verbesserung der konzernweiten Zahlungsbedingungen konnten wir bis Ende 2015 einen entsprechend hohen Liquiditätseffekt erzielen. Darüber hinaus hat sich im Jahr 2015 der Fokus auf die Optimierung der administrativen Einkaufsprozesse erhöht. Ziel ist es hier, einerseits den Automatisierungsgrad im Einkauf zu erhöhen und andererseits die Abläufe und Schnittstellen weiter zu standardisieren. Beschaffung von EnergieInsgesamt verfolgte HeidelbergCement für die Beschaffung von Brennstoffen und Strom eine eher kurzfristig orientierte Einkaufsstrategie. Besonders in liquiden Strommärkten, wie beispielsweise in Nordeuropa, Großbritannien, Deutschland, Belgien, der Tschechischen Republik und Ungarn, haben wir auf niedrige Day-Ahead-Preise gesetzt. Mit den teilweise deutlich gefallenen Spotpreisen in diesen Märkten hat sich unsere Beschaffungsstrategie bewährt. Regulatorische Kostenkomponenten, die in vielen Ländern gestiegen sind, konnten damit kompensiert werden. Wegen des hohen Anteils indexbasierter Verträgen im Bereich Kohle konnten wir unterjährig von den gefallenen Kohlepreisen profitieren. Durch diese Maßnahmen waren wir 2015 in der Lage, in vielen Märkten die Strom- und Brennstoffkosten zu reduzieren und die Energiekosten im Zementbereich für den Konzern insgesamt zu senken. PrognoseberichtIm Folgenden gehen wir auf die erwartete zukünftige Entwicklung des HeidelbergCement Konzerns, der HeidelbergCement AG und des unternehmerischen Umfelds im Jahr 2016 ein. In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass dieser Geschäftsbericht zukunftsgerichtete Aussagen enthält, die auf den derzeit verfügbaren Informationen sowie den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von HeidelbergCement beruhen. Solche Aussagen sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet und können daher deutlich von der tatsächlich eintretenden Entwicklung abweichen. HeidelbergCement übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, die in diesem Geschäftsbericht gemachten zukunfts-gerichteten Aussagen zu aktualisieren. Änderung in der BerichtsstrukturAb 2016 wird HeidelbergCement seine Berichtsstruktur neu gliedern. Die Änderung wurde im Rahmen des Generationswechsels im Vorstand und in Anbetracht der beabsichtigten Akquisition von Italcementi beschlossen. Die Unterteilung erfolgt dann in die sechs Konzerngebiete:
Die einzigen Änderungen betreffen den Wechsel der Länder Nordeuropas zum Konzerngebiet Nord- und Osteuropa-Zentralasien und von Spanien zu West- und Südeuropa. Grundannahmen unserer PrognoseUnser Geschäft unterliegt einer Vielzahl externer Einflussfaktoren, über die wir keine Kontrolle haben. Dazu gehören geopolitische, makroökonomische und regulative Faktoren. Dieser Prognosebericht basiert darauf, dass sich das weltpolitische Umfeld im Prognosezeitraum nicht krisenhaft verändert. Dazu zählt insbesondere, dass die politische Krise zwischen der Ukraine und Russland sowie die politischen und religiösen Konflikte im Nahen Osten keine globale Wirkung auf unsere Geschäftstätigkeit entfalten und dass es zu keiner substanziellen Destabilisierung der Eurozone kommt. In China haben wir trotz des berichteten Wirtschaftswachstums im vergangenen Jahr einen deutlichen Einbruch der Zementnachfrage erlebt. Wir gehen davon aus, dass sich die dadurch entstandenen Überkapazitäten nur in begrenztem Umfang auf die Exportvolumen auswirken. Des Weiteren basieren unsere Annahmen für Wechselkurse und Rohstoffpreise im Jahr 2016 auf deren Stand von Ende 2015. Wir gehen also im Vergleich dazu von einer leichten Stärkung des Euro gegenüber den meisten für uns wichtigen Währungen, mit Ausnahme des US-Dollar, aus. Wir nehmen an, dass die Preise für Brennstoffe, Strom und wesentliche Rohstoffe im Prognosezeitraum in etwa auf vergleichbarem Niveau wie im Jahresdurchschnitt von 2015 liegen werden. Anfang 2016 sind die Öl- und Rohstoffpreise noch weiter gesunken. Einerseits profitieren Wirtschaft und Bevölkerung in importierenden Ländern von den niedrigeren Preisen, andererseits reduzieren Unternehmen der Rohstoffindustrie ihre Investitionen in neue Projekte deutlich. Die Auswirkungen dieser Entwicklung sind schwer zu prognostizieren. Darüber hinaus haben wir in unseren nachstehenden Prognosen keine wesentlichen Veränderungen von Bilanzpositionen und eventuell zugehörigen Aufwands- oder Ertragspositionen berücksichtigt, die aus Veränderungen makroökonomischer Kenngrößen, wie Diskontsätze, Zinssätze, Inflationsraten, der künftigen Gehaltsentwicklungen oder Ähnlichem, resultieren könnten. Erwerb von ItalcementiAm 28. Juli 2015 hat HeidelbergCement mit Italmobiliare S.p.A. einen Vertrag über den Erwerb einer Beteiligung von 45 % an Italcementi S.p.A. geschlossen. Diese Übernahme bietet eine einzigartige Chance, das Wachstum unseres Unternehmens zu beschleunigen. Italcementi ist in 22 Ländern tätig und ergänzt die internationale Präsenz von HeidelbergCement perfekt. Der italienische Baustoffhersteller verfügt über starke Marktpositionen in Frankreich, Italien, den USA und in Kanada. Darüber hinaus ist das Unternehmen in Schwellenländern mit hohem Wachstumspotenzial, wie Indien, Ägypten, Marokko und Thailand, aktiv. Der beabsichtigte vollständige Erwerb von Italcementi soll in zwei Stufen erfolgen. Zunächst wird HeidelbergCement nach Erhalt aller erforderlichen Genehmigungen durch die Wettbewerbsbehörden von der Gesellschaft Italmobiliare S.p.A. eine kontrollierende Beteiligung von 45% erwerben. Der Kaufpreis in Höhe von rund 1,7 Mrd € wird in bar sowie durch mindestens 7,75 Mio und höchstens 10,5 Mio neue HeidelbergCement-Aktien aus einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zu einem Mindestkurs von 72,50 € je Aktie beglichen. Im Anschluss daran wird HeidelbergCement den verbleibenden Aktionären ein öffentliches Pflichtangebot zur Übernahme ihrer Aktien gegen Barzahlung unterbreiten. Bei Erwerb aller Aktien wird sich der Gesamtkaufpreis für Italcementi auf rund 3,7 Mrd € belaufen. Der genaue zeitliche Ablauf der Transaktion war bei Erstellung des Geschäftsberichts noch nicht bekannt. HeidelbergCement erwartet den Abschluss der gesamten Transaktion im zweiten Halbjahr 2016. Im Rahmen der Italcementi-Akquisition sind Desinvestitionen mit einem angestrebten Volumen von 1,0 Mrd € vorgesehen. Hierunter fällt der bereits vereinbarte Verkauf von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten von Italcementi an Italmobiliare S.p.A. Darüber hinaus beabsichtigt HeidelbergCement, einzelne Werke in Regionen, in denen sich die Aktivitäten beider Unternehmen überschneiden, zu veräußern. Für weitere Details zur Finanzierung der Übernahme verweisen wir auf das Kapitel Erwartete Finanzierung auf Seite 116 f. Italcementi hat für 2015 einen Umsatz von 4,3 Mrd €, ein bereinigtes EBITDA von 636 Mio € und ein EBIT von 148 Mio € berichtet. Für das Jahr 2016 erwartet Italcementi laut eigener Aussage leicht steigende Absatzvolumen und eine Verbesserung der operativen Marge. Sollte die Übernahme von Italcementi wie erwartet 2016 abgeschlossen werden, folgt daraus ein entsprechend starker Anstieg von Umsatz und operativem Ergebnis im dann erweiterten HeidelbergCement Konzern. Die Auswirkungen auf das Nettoergebnis konnten zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichts noch nicht abgeschätzt werden. Im Folgenden gehen wir auf die erwartete Entwicklung des HeidelbergCement Konzerns ohne Berücksichtigung der Übernahme von Italcementi ein. Wirtschaftliches UmfeldGesamtwirtschaftliche EntwicklungNachdem sich das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr leicht abgeschwächt hat, rechnen wir für 2016 wieder mit einem etwas beschleunigten Wachstum der Weltwirtschaft. Der internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert in seinem Ausblick vom Januar 2016 für das Jahr 2016 ein Wachstum der Weltwirtschaft um 3,4% im Vergleich zu 3,1 % im Jahr 2015. Treiber dieser Entwicklung sind einerseits das anhaltende Wachstum in den USA und die fortgesetzte konjunkturelle Erholung in der Eurozone. Andererseits soll sich auch das Wachstum der Schwellenländer trotz einer weiteren konjunkturellen Abkühlung in China wieder beschleunigen. Insbesondere für die Länder im Nahen Osten und in Afrika südlich der Sahara wird mit höheren Steigerungsraten gerechnet. In Hinblick auf die weitere geopolitische und makroökonomische Entwicklung bestehen jedoch erhebliche Unsicherheiten und die Prognosen für das Weltwirtschaftswachstum waren zuletzt rückläufig. In diesem Zusammenhang sind vor allem die unberechenbaren Folgen der Abkühlung der chinesischen Wirtschaft, die Auswirkungen des Ölpreisverfalls auf erdölproduzierende Länder und die Verwerfungen durch das Auseinanderdriften der amerikanischen und europäischen Zinspolitik zu nennen. In Asien wird China weiterhin der bestimmende Faktor der wirtschaftlichen Entwicklung bleiben. Der IWF erwartet für China einen Rückgang des Wachstums von 6,9 % im Jahr 2015 auf 6,3 % im Jahr 2016. Für Indonesien wird mit einer Steigerung um 5,3 % gerechnet. Nach der konjunkturellen Abkühlung im Jahr 2015 wird die Entwicklung in Afrika wieder positiver gesehen. Das trifft insbesondere auf die Länder südlich der Sahara zu, für die eine Erhöhung der Wachstumsraten von 3,5% im Jahr 2015 auf 4,0% im Jahr 2016 erwartet wird. In den reifen Märkten wird eine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums von 1,9% im Jahr 2015 auf 2,1 % im Jahr 2016 erwartet. Die für HeidelbergCement wichtigen Märkte USA, Großbritannien, Deutschland und Kanada werden laut Prognose des IWF im Jahr 2016 ein positives Wirtschaftswachstum aufweisen. Allerdings soll die Steigerungsrate in Großbritannien und Deutschland im Vergleich zum Vorjahr stabil bleiben, während die anderen Länder ein leichtes Plus aufweisen. Von diesen Ländern sollen die USA mit 2,6% den höchsten Anstieg der Wirtschaftsleistung erreichen, gefolgt von Großbritannien mit 2,2% sowie Kanada und Deutschland mit jeweils 1,7%. Es wird erwartet, dass sich der Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland zunächst positiv auf das Wirtschaftswachstum und insbesondere die Nachfrage nach Konsumgütern und Wohnraum auswirkt. In Australien wird mit einem weiteren Wachstum um 2,9 % gerechnet, wobei die steigende Wohnungsbautätigkeit den Rückgang im Bergbau ausgleichen soll. In Kanada hingegen wird aufgrund des Rückgangs der Investitionen in den Ölsektor eher eine verhaltene Marktentwicklung erwartet. Für die meisten Länder in Osteuropa und Zentralasien wird 2016 mit weiterem Wachstum gerechnet. Ähnlich wie in den reifen Märkten fällt die Entwicklung in den einzelnen Ländern dabei unterschiedlich aus. In den Ländern Ost- und Südosteuropas wird ein Wirtschaftswachstum zwischen 2,5% in Ungarn und 3,9% in Rumänien erwartet. Dabei soll die Wachstumsrate in BosnienHerzegowina, Rumänien und der Slowakei zunehmen und in der Tschechischen Republik und Ungarn eher rückläufig sein. Für Polen wird mit einem stabilen Wachstum um 3,5 % gerechnet. Nach mehreren Jahren der Rezession aufgrund der Konfliktsituation im Osten des Landes wird in der Ukraine mit einer leichten Erholung gerechnet. Der niedrige Ölpreis und die Sanktionen sollen sich jedoch weiter negativ auf das Wirtschaftswachstum in Russland auswirken. Bei der Preisinflation für Konsumgüter geht der IWF von einem leichten Anstieg in den reifen Märkten und einem moderaten Anstieg in den Schwellenländern aus. Die Preise für Rohstoffe, vor allem Öl, sollen 2016 unter dem Vorjahr liegen; der Rückgang soll sich jedoch deutlich abschwächen. BranchenentwicklungDie Entwicklung der Wirtschaftsleistung spiegelt sich auch in den Erwartungen für die Baustoffnachfrage wider. Da die Produktion und Vermarktung von Baustoffen ein sehr lokales Geschäft ist und der Welthandel mit Baustoffen nur einen kleinen Prozentsatz des Gesamtvolumens ausmacht, verzichten wir auf eine globale Betrachtung der Nachfrageentwicklung und fokussieren uns auf die für uns relevanten Regionen und Länder. Für die USA wird 2016 mit einem weiteren Anstieg der Zementnachfrage um 5,0% gerechnet. Die Steigerungsrate liegt damit etwas über dem Niveau von 2015 (3,8%). Diese Zunahme wird insbesondere von der anhaltenden Erholung des privaten Wohnungsbaus und des Wirtschaftsbaus getragen. Der amerikanische Zementverband PCA prognostiziert für 2016 um 10% steigende Baubeginne für Ein- und Mehrfamilienhäuser. Im Dezember 2015 hat der amerikanische Kongress ein neues fünfjähriges Bundesprogramm (FAST - Fixing America's Surface Transportation Act) mit einem Volumen von 305 Mrd US$ für den Ausbau der Infrastruktur verabschiedet. Gleichzeitig wurde die Finanzierungsunterstützung durch das Programm TIFIA (Transport Infrastructure Finance and Innovation Act) reduziert. Für den Straßenbau stehen mehr als 207 Mrd US$ zur Verfügung, was einen Anstieg um fast 10% bedeutet. Darüber hinaus schafft das neue Bundesprogramm Planungssicherheit für größere Infrastrukturprojekte, die über einen längeren Zeitraum gebaut werden und in der Regel eine höhere Zementintensität aufweisen. In Europa wird eine regional unterschiedliche Entwicklung der Baustoffnachfrage prognostiziert. Für die meisten Länder rechnet Euroconstruct in seiner Prognose vom November 2015 mit einer Zunahme des Zementverbrauchs. In Großbritannien und Schweden soll sich die positive Entwicklung des letzten Jahres dank steigender Nachfrage in allen Baubereichen fortsetzen. Für die anderen skandinavischen Länder wird mit weiterem moderatem Wachstum gerechnet. In den Niederlanden wird eine Erholung der Zementnachfrage aufgrund des sich belebenden Wohnungsbaus erwartet, während in Belgien die Nachfrage infolge einer Abschwächung im Wohnungsbau leicht rückläufig sein soll. Für Polen und die Tschechische Republik wird aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung ein steigender Zementverbrauch prognostiziert. Für Deutschland erwartet der Verein Deutscher Zementwerke (VDZ) in seiner Prognose vom November 2015 aufgrund der positiven Wirtschaftsentwicklung ein leichtes Wachstum des Zementmarkts im Jahr 2016. Dazu sollen nahezu alle Baubereiche beitragen, insbesondere aber die weiterhin dynamische Entwicklung im privaten Wohnungsbau. Hier sind die Auftragseingänge im Jahr 2015 um knapp 12% gestiegen. Ebenso wie die gesamtwirtschaftlichen Prognosen ist auch die Entwicklung der Baustoffnachfrage im Jahr 2016 mit Unsicherheiten behaftet. Aufgrund der Bemühungen zur Haushaltskonsolidierung in einigen reifen Märkten wird die Baustoffnachfrage dort weiterhin von der Entwicklung im privaten Wohnungsbau und im Wirtschaftsbau abhängen. Eine steigende Baustoffnachfrage kann es nur bei einer positiven Wirtschaftsentwicklung, sinkenden Arbeitslosenzahlen und einer erschwinglichen Immobilienfinanzierung geben. In den Wachstumsmärkten der Schwellenländer spielt die Fortsetzung des soliden Wirtschaftswachstums ebenfalls eine große Rolle sowie das für den privaten Wohnungsbau verfügbare Einkommen, das wiederum von der Entwicklung der lokalen Lebensmittelpreise und damit von der Inflation abhängt. Politische und militärische Konflikte, wie beispielsweise in der Ukraine, können ebenfalls einen Einfluss auf die Absatzentwicklung haben. Auch im Jahr 2016 erwarten wir, dass die Wettbewerbsintensität, insbesondere in den Schwellenländern Asiens und Afrikas, weiter zunehmen wird, angetrieben vom anhaltenden Kapazitätsaufbau bei gleichzeitig starker Nachfrageentwicklung. Der dadurch entstehende Preisdruck und die eventuelle Abschwächung einiger Währungen in diesen Regionen sollten allerdings die Investitionstätigkeit lokaler Produzenten verlangsamen. Die EU hat Anfang 2014 eine Regelung zur Reduzierung der CO2 -Verschmutzungsrechte beschlossen. Das sogenannte "Backloading" sieht eine Verringerung um 900 Mio Emissionsrechte in drei Jahren vor, davon 400 Mio im Jahr 2014 und den Rest in den Jahren 2015 und 2016. Darüber hinaus hat die Europäische Union 2015 entschieden, zusätzlich eine Marktstabilitätsreserve als weitere Maßnahme zur Stabilisierung der CO2 -Preise ab 2020 einzuführen. Diese Reserve wird mit den Emissionsrechten, die durch das "Backloading" aus dem Markt genommen werden, und solchen, die infolge zusätzlicher Maßnahmen eingespart werden, gefüllt. Der Preis für Emissionsrechte ist seit Einführung dieser neuen Regelung zunächst gestiegen, zuletzt aber aufgrund des Ölpreisverfalls wieder gesunken und liegt immer noch deutlich unter dem Niveau früherer Jahre. HeidelbergCement verfügt für das Jahr 2016 über mehr Emissionsrechte als erforderlich. Erwartete ErtragslageUmsatzUnter Berücksichtigung des gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Ausblicks für die Baustoffindustrie und der speziellen Wachstumsaussichten für die Märkte, in denen HeidelbergCement tätig ist, erwarten wir im Jahr 2016 einen moderaten Anstieg des Umsatzes vor Wechselkursund Konsolidierungseffekten. Dazu tragen auch die Kapazitätserweiterungen im Zementbereich bei, die 2015 bereits abgeschlossen wurden bzw. 2016 abgeschlossen werden. Zu diesen zählen insbesondere die erweiterten Kapazitäten in unserer indonesischen Produktionsstätte Citeureup, die im 1. Quartal 2016 fertiggestellt werden sollen. Im Zementbereich rechnen wir daher mit moderat steigenden Absatzzahlen. Bei den Zuschlagstoffen erwarten wir aufgrund der Erholung von Infrastrukturinvestitionen in den reifen Ländern eine ebenfalls moderat steigende Absatzentwicklung. Im Jahr 2016 werden wir weiterhin Preiserhöhungen mit hoher Priorität verfolgen, um die Margen zu verbessern. KonzerngebieteIm Konzerngebiet West- und Nordeuropa rechnen wir mit einen leichten bis moderaten Anstieg der Absatzmengen bei Zement und Zuschlagstoffen, angetrieben von der Erholung bzw. Fortsetzung des Nachfragewachstums in den Ländern, in denen wir tätig sind. In Osteuropa-Zentralasien erwarten wir einem moderaten Absatzzuwachs bei Zement, der vor allem von der erwarteten Nachfragebelebung in Polen, der Tschechischen Republik und Rumänien angetrieben wird. Für Russland und die Ukraine erwarten wir eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau. In Nordamerika rechnen wir aufgrund der sich fortsetzenden wirtschaftlichen Erholung, die neben dem Wohnungsbau auch die Bautätigkeit im Wirtschaftsbau und öffentlichen Bau fördern sollte, und aufgrund der Absatzentwicklung der letzten Monate mit moderaten Mengenzunahmen bei Zement und Zuschlagstoffen. Für das Konzerngebiet Asien-Pazifik erwarten wir eine Rückkehr zu moderatem Absatzwachstum bei Zement und Zuschlagstoffen. Insbesondere in Indien und Indonesien sollte sich die Nachfrage aufgrund eines sich beschleunigenden Wirtschaftswachstums bzw. eines spürbaren Anstiegs der Infrastrukturinvestitionen erhöhen. In Afrika rechnen wir mit einer steigenden Nachfrage nach Baustoffen aufgrund des anhaltenden Wirtschaftswachstums. Ergebnisseitig erwarten wir einerseits eine Zunahme des Wettbewerbsdrucks, andererseits einen Kostenvorteil aufgrund der günstigeren Klinkerimporte. Mit den in den letzten Jahren neu in Betrieb genommenen Kapazitäten sind wir gut aufgestellt und verfügen über genügend Reserven, um am Marktwachstum teilzunehmen. Insgesamt gehen wir von einem leichten bis moderaten Absatzanstieg aus. KostenHeidelbergCement erwartet für das Jahr 2016 eine leicht bis moderat steigende Kostenbasis für Energie unter Annahme stabiler Preise und steigender Absatzmengen. Sollten die Kosten für Energie auf dem niedrigen Stand von Ende Januar 2016 verbleiben, besteht die Chance insgesamt sinkender Energiepreise und einer stabilen bis rückläufigen Energiekostenentwicklung. Für Rohstoffe und Personal wird mit einem moderaten Kostenanstieg gerechnet. HeidelbergCement konzentriert sich weiterhin auf die kontinuierliche Steigerung der Effizienz und Margen. Zu diesem Zweck haben wir in den Bereichen Zement und Zuschlagstoffe sogenannte "Continuous Improvement" Programme gestartet, die eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserungen von operativen und kommerziellen Arbeitsprozessen auf Mitarbeiterebene schaffen sollen. Durch Prozessoptimierungen sollen in beiden Bereichen jeweils mindestens 120 Mio € an nachhaltigen Ergebnisverbesserungen über einen Dreijahreszeitraum erzielt werden. Das Programm "CIP" für den Zementbereich startete Anfang 2015, das Programm "Aggregates CI" für den Zuschlagstoffbereich wurde Anfang 2016 eingeführt. Darüber hinaus optimieren wir mit dem Programm "LEO" weiterhin unsere Logistik mit dem Ziel, insgesamt Kostensenkungen in Höhe von 150 Mio € in einem Zeitraum von mehreren Jahren zu erreichen. Zusätzlich soll das Programm "FOX" im Einkauf Kosteneinsparungen von rund 100 Mio € erzielen. Für das Jahr 2016 erwarten wir einen deutlichen Rückgang der Finanzierungskosten aufgrund des disziplinierten Cashflow-Managements und der günstigeren Refinanzierung der Fälligkeiten. ErgebnisIn Anbetracht der Annahmen zur Umsatz- und Kostenentwicklung rechnen wir für das Jahr 2016 mit einer moderaten Steigerung des operativen Ergebnisses vor Wechselkurs- und Konsolidierungseffekten. Dieser Einschätzung liegt die Annahme zugrunde, dass der Baustoffabsatz wie erwartet zulegt und die Preiserhöhungen umgesetzt werden können. Entsprechendes gilt für das EBIT vor größeren Einmaleffekten. Beim Jahresüberschuss rechnen wir ebenfalls mit einer moderaten Steigerung vor Einmaleffekten. Grundlagen für diese Einschätzung sind die Verbesserung des operativen Ergebnisses sowie niedrigere Finanzierungskosten. Als Folge des Ergebnisanstiegs und der Absenkung der Verschuldung erwarten wir eine entsprechende Verbesserung des ROIC. DividendeHeidelbergCement hat für die kommenden Jahre eine progressive Dividendenpolitik angekündigt. Das heißt, dass die Dividende in starken Jahren angemessen steigen soll, sodass sie in schwachen Jahren stabil gehalten werden kann. Für das Geschäftsjahr 2015 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 1,30 € je Aktie vor. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von 30,5% und liegt damit im Rahmen der am Kapitalmarkttag angekündigten Spanne von 30% bis 35 %. Bis zum Jahr 2019 streben wir eine Erhöhung der Ausschüttungsquote auf 40% bis 45% bezogen auf den Anteil der Gruppe am Jahresüberschuss an. Dabei werden wir im Einzelfall die Anpassung der Dividende an der Entwicklung des dynamischen Verschuldungsgrads und des Cashflows des HeidelbergCement Konzerns ausrichten sowie die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung berücksichtigen. InvestitionenBezüglich der Investitionen und Desinvestitionen in Zusammenhang mit der Übernahme von Italcementi verweisen wir auf Seite 111 im Prognosebericht. Bei den weiteren Investitionen wird HeidelbergCement wie in den vergangenen Geschäftsjahren strikte Ausgabendisziplin wahren. Hierbei werden wir uns auch im Geschäftsjahr 2016 an der Attraktivität der potenziellen Investitionsprojekte, der Entwicklung des operativen Ergebnisses des Konzerns sowie der erwarteten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ausrichten. Im Jahr 2016 beabsichtigen wir, die Investitionstätigkeit gegenüber dem Vorjahr leicht zu erhöhen und zielen auf zahlungswirksame Investitionen von rund 1,1 Mrd €. HeidelbergCement setzt seine gezielten Investitionen in zukünftiges Wachstum insbesondere im Bereich Zement in den Schwellenländern Asiens und Afrikas konsequent fort. In Indonesien steht das Großprojekt unserer Tochtergesellschaft Indocement zum Ausbau des Werks Citeureup kurz vor dem Abschluss. Die Fertigstellung einer neuen integrierten Produktionslinie mit einer Zementkapazität von 4,4 Mio t soll im ersten Quartal 2016 erfolgen. Ein weiterer Investitionsschwerpunkt liegt auf dem Ausbau unserer Zementaktivitäten in Afrika. Im Norden von Togo bauen wir derzeit eine Zementmahlanlage mit einer Kapazität von rund 250.000 t, deren Fertigstellung im ersten Halbjahr 2017 geplant ist. Auch in Benin bauen wir unsere Zementkapazität durch die Errichtung einer weiteren Zementmühle im Mahlwerk Cotonou weiter aus. Die Inbetriebnahme der neuen Mühle mit einer Kapazität von 250.000 t ist ebenfalls für 2017 vorgesehen. In der Demokratischen Republik Kongo errichten wir in unserem nahe der Hauptstadt Kinshasa gelegenen Zementwerk Cimenterie de Lukala eine neue integrierte Produktionslinie. Mit der bis Ende 2017 vorgesehenen Fertigstellung wird sich die Zementkapazität des Werks auf 0,8 Mio t erhöhen. Ferner prüfen wir Optionen für Kapazitätserweiterungen in anderen afrikanischen Ländern. Zu den Erweiterungsinvestitionen zählt auch der Kauf des australischen Zuschlagstoffunternehmens Rocla Quarry Products Ende Januar 2016. Damit sichern wir uns hochwertige Rohstoffreserven und stärken unsere Marktposition in Australien. Rocla Quarry Products betreibt zwölf große Sandgruben in den Metropolregionen Perth, Adelaide, Melbourne und Sydney mit einer Produktion von rund 6 Mio t im Jahr. Neben den Kapazitätserweiterungen werden wir 2016 auch in die Instandhaltung und Modernisierung unserer bestehenden Kapazitäten investieren. So werden wir unter anderem Investitionen in die Ertüchtigung unserer Zementwerke vornehmen, um den Einsatz alternativer Brennstoffe weiter zu steigern. Mit dem 2014 gestarteten "Masterplan Deutschland Zement" setzen wir ein anspruchsvolles Investitionsprogramm für die Modernisierung und Effizienzsteigerung sowie den Umweltschutz in unseren deutschen Zementwerken fort. Erwartete FinanzierungHeidelbergCement verfügt über eine stabile, langfristige Finanzierungsstruktur und ein ausgewogenes Fälligkeitenprofil (siehe nachfolgende Grafik). Die im März und August 2016 fälligen Anleihen über 300 Mio € und 750 Mio US$ sowie die im Jahr 2016 auslaufenden finanziellen Verbindlichkeiten werden wir je nach Situation an den Kapitalmärkten durch vorhandene Liquidität sowie Emissionen am Kapitalmarkt oder Inanspruchnahme freier Kreditlinien refinanzieren. Die Finanzierung des Erwerbs von Italcementi ist durch eine Brückenfinanzierung über ursprünglich 4,4 Mrd €, die von einem Bankenkonsortium zur Verfügung gestellt wird, gesichert. Die Finanzierung kann von HeidelbergCement bis Juli 2018 in Anspruch genommen werden, ist aber jederzeit vorzeitig rückzahlbar. Das Finanzierungsvolumen dieser Fazilität konnte bereits um 1,7 Mrd € auf 2,7 Mrd € reduziert werden, da ursprünglich noch berücksichtigte Risiken eines Pflichtangebots an Minderheitsaktionäre in Marokko sowie Kontrollwechsel-Klauseln weitgehend ausgeschlossen werden konnten. Hierzu trug auch die erfolgreiche Platzierung von Schuldscheindarlehen in Höhe von 625 Mio € am 14. Januar 2016 - aufgestockt um 20 Mio € auf 645 Mio € am 4. Februar 2016 -bei. Die Brückenfinanzierung soll durch die Ausgabe von Anleihen sowie durch Verwendung des operativen Cashflows und von Erlösen aus Portfoliobereinigungen abgelöst werden. Die folgende Grafik zeigt das Fälligkeitenprofil von HeidelbergCement am 31. Dezember 2015. Fälligkeitenprofil zum 31. Dezember 20151) (Mio €)![]() Zum Jahresende 2015 verfügen wir über eine Liquiditätsreserve, bestehend aus liquiden Mitteln, Wertpapierbeständen und vertraglich zugesicherten Kreditlinien, von 4,1 Mrd € (siehe Kapitel Konzern-Finanzmanagement auf Seite 85). Ferner stehen uns mit dem Euro Commercial Paper Programm über 1,5 Mrd € und dem EMTN-Programm über 10 Mrd € Rahmenprogramme im Geld- und Kapitalmarkt zur Verfügung, die die Emission entsprechender Papiere ohne größeren zeitlichen Vorlauf ermöglichen. Es ist unser Ziel, die Finanzrelationen in den kommenden Geschäftsjahren weiter zu verbessern, um die Voraussetzungen für weitere Anhebungen der Bonitätseinschätzung der Ratingagenturen zu schaffen. Insbesondere haben wir uns das ambitionierte Ziel gesetzt, den dynamischen Verschuldungsgrad nach der Akquisition von Italcementi zeitnah wieder auf ein Verhältnis von unter 2,5x zu senken (31. Dezember 2015: 2,0x). Eine Bewertung im Investment Grade bleibt unser erklärtes Ziel, da günstige Refinanzierungsmöglichkeiten im Banken-, Geld- und Kapitalmarkt bei der Kapitalintensität unseres Geschäfts einen Wettbewerbsvorteil schaffen. Mitarbeiter und GesellschaftBereits seit einigen Jahren steht die zielgerichtete Qualifizierung unserer Mitarbeiter im Mittelpunkt unserer globalen, funktional ausgerichteten Akademien. Im nächsten Schritt werden wir die Schulungsinhalte überprüfen, noch besser abstimmen und die Seminarangebote transparenter machen. Im Rahmen einer globalen Trainingsarchitektur werden inhaltliche Mindeststandards für Kernzielgruppen festgelegt. Erste Ergänzungen der Trainingsarchitektur sind bereits durch die Erweiterung des E-Learning Angebots um die russische Version des "Cement Manufacturing Curriculum" sowie Einführungen in den Konzern und in den Geschäftsbereich Beton für neue Mitarbeiter geplant. Ein Schwerpunkt wird 2016 auf den erweiterten Schulungsangeboten für die Mitarbeiter der Hauptverwaltung liegen. Mit verschiedenen Lernformaten, wie beispielsweise Workshops, Seminaren, individuellem Coaching und E-Learning, werden wir den Fokus auf die Themen Geschäftsverständnis, Führungs- und Managementtraining, effektive Kommunikation und IT-Fähigkeiten legen. Auch 2016 werden wir die Schulung des mittleren und unteren Managements zum Thema Führungsverantwortung im Arbeits- und Gesundheitsschutz fortsetzen. Die konsequente Umsetzung und Einhaltung der vorhandenen Sicherheitsstandards hat weiterhin höchste Priorität und ist Voraussetzung für die Vermeidung von Unfällen. Dies werden wir gezielt durch vereinheitlichte Standortbegehungen kontrollieren. 2015 haben wir begonnen, das Thema Digitalisierung im Personalbereich mit fachbereichsübergreifenden Arbeitsgruppen zu bearbeiten. Die Analyse der Auswirkungen auf die Bereiche Arbeitsumfeld, Anforderungsprofile, Auswahlprozesse, funktionsübergreifende Kooperation und Wissensmanagement sowie die Umsetzung geeigneter Maßnahmen bilden einen weiteren Schwerpunkt unserer Arbeit im Jahr 2016. Um die Zufriedenheit unserer Führungskräfte mit ihrem Arbeitsumfeld und ihre Identifikation mit dem Unternehmen zu analysieren, werden wir nach 2010 und 2013 im Jahr 2016 erneut eine konzernweite Führungskräftebefragung durchführen. Wie in den vorangegangenen Befragungen bietet sich dann die Gelegenheit, Verbesserungspotenziale im Vergleich mit der Spitzengruppe vergleichbarer Industrien zu identifizieren. Im Rahmen der Vorbereitungen der Integration von Italcementi wird der Schwerpunkt auf den Bereichen Personalorganisation und HR-Kernprozesse liegen. Das Umfeld unserer Werke ist so unterschiedlich wie die Menschen, die dort tätig sind. Deshalb orientiert sich unser gesellschaftliches Engagement an deren Bedarf. Die freiwilligen Aktivitäten an den Standorten entsprechen unseren Corporate-Citizenship-Richtlinien. Alle Maßnahmen sollen positive Ergebnisse zum Wohl der Gesellschaft erzielen. Darüber hinaus wollen wir durch Transparenz, offene Kommunikation und Kooperation gegenseitiges Vertrauen und partnerschaftliche Zusammenarbeit fördern. Die 2014 gegründete CSR-Expertengruppe hat damit begonnen, verschiedene Aktivitäten im Bereich Corporate Citizenship bzw. Corporate Social Responsibility (CSR) zu dokumentieren. Die geplante interne Plattform für Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer soll 2016 aufgebaut werden und konzernweit zur Verfügung stehen. Darüber hinaus will die Expertengruppe ein System einführen, das die Auswahl und Bewertung von CSR-Projekten erleichtert. Die HeidelbergCement-Togo-Stiftung wird ihre Aktivitäten im Umfeld des Standorts Tabligbo ausweiten. Mit fachlicher Unterstützung der Firma Solergie hat die Stiftung bereits in fünf Dörfern jeweils einen Solarkiosk errichtet, wo Strom aus Sonnenenergie erzeugt wird. Rund 300 Haushalte, die nicht an das Stromnetz angeschlossen sind, können dort die Akkus ihrer Lampen oder Mobiltelefone aufladen und sind nicht mehr auf Petroleum oder teure Batterien angewiesen. 2016 sollen fünf weitere Solarkioske errichtet werden. UmweltverantwortungDas regulatorische Umfeld des Europäischen Emissionshandelssystems (EU ETS) ist aufgrund der ständigen Ergänzung von Änderungen oder Verbesserungen noch immer schwierig und ungewiss. 2015 schlug die EU-Kommission für die vierte Handelsperiode (2020-2030) Änderungen in der Beurteilung des Carbon-Leakage-Risikos und der Definition von Referenzwerten und Obergrenzen (für energieintensive Industrien) vor. Die politischen Diskussionen darüber haben gerade erst angefangen und werden sich im Verlauf des Jahres 2016 weiterentwickeln. 2016 werden wir die Bemühungen im Bereich Abscheiden (CCS) und/oder Verwendung (CCU) von CO2 -Emissionen intensivieren. Unsere Projekte zur CO2 -Abscheidung im norwegischen Zementwerk Brevik werden wir beenden. Wir beginnen die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Joule Unlimited, Inc., um gemeinsam die Technik zur Erzeugung von Biobrennstoffen aus CO2 -Emissionen zu erforschen und zu entwickeln. Darüber hinaus werden wir 2016 weitere Möglichkeiten der Verwendung von CO2 -Emissionen prüfen und testen. Den Einsatz alternativer Brenn- und Rohstoffe im Konzern werden wir weiter steigern. Neben Optimierungen in Europa liegt der Schwerpunkt in Zentralasien sowie in China und Indonesien, wo die wachsenden Städte gezwungen sind, finanzierbare Maßnahmen zur Einrichtung einer Abfallkreislaufwirtschaft zu ergreifen. Wir werden unsere Kontakte mit Behörden und anderen Interessengruppen im Bereich Abfallmanagement vertiefen, um geeignete Projekte durchzuführen. Wir werden 2016 die Anzahl der Biodiversitäts-Managementpläne erhöhen und die bestehenden Pläne weiter überwachen. In diesem Zusammenhang wollen wir noch genauer definieren, was den Biodiversitätswert einer Rohstoffförderstätte ausmacht. Mit unserem Partner BirdLife International werden wir die Zusammenarbeit in Europa weiter intensivieren und neue gemeinsame Aktivitäten in Afrika und Asien starten. Wir werden Aspekte des Biodiversitäts-Managements stärker in unsere Umweltmanagementsysteme integrieren. Darüber hinaus werden wir 2016 Projekte zur Förderung der Artenvielfalt und zum Naturschutz mit Aktivitäten im Bereich Wassermanagement und Corporate Social Responsibility verknüpfen. Wir planen außerdem, an ausgewählten Rohstoffförderstätten in Europa Studien über das Vorkommen und die Auswirkungen invasiver Arten durchzuführen. 2016 werden die Projekte der dritten Runde des Quarry Life Award-Wettbewerbs durchgeführt, dessen Gewinner im Dezember bekannt gegeben werden. Im Hinblick auf das so genannte "Circular Economy Package" der EU-Kommission zum Abfallkreislauf, werden wir 2016 einen Schwerpunkt auf die Einführung des Zertifizierungssystems für nachhaltig produzierten Beton legen. Außerdem werden wir den Anteil von Recycling-Materialien bei der Herstellung verschiedener Baustoffe erhöhen. 2016 werden wir unsere konzernweiten Umwelt-Audits in allen Geschäftsbereichen fortsetzen, um unser Ziel zu erreichen, alle Standorte bis 2020 zu auditieren. Ein Schwerpunkt unserer Umweltschutzbemühungen im Geschäftsbereich Zement liegt auch 2016 auf der Reduktion der Staub-, Stickoxid- und Schwefeloxidemissionen. Wir werden daher an mehreren Standorten in Europa, wie beispielsweise in Schweden, Estland und Deutschland, aber auch in Asien in neue technische Anlagen investieren. So werden wir in Indonesien am Standort Tarjun eine Rauchgasentschwefelungsanlage in Betrieb nehmen. Alle unsere Zementwerke in den USA werden 2016 die staatlichen Emissionsnormen für gefährliche Luftschadstoffe NESHAP (National Emission Standards for Hazardous Air Pollutants) einhalten - dies bedeutet geringere Staub-, Quecksilber-, Salzsäure- und Kohlenwasserstoffemissionen. Wir wollen künftig die führende Stellung im Umweltschutz in der amerikanischen Baustoffindustrie einnehmen. In China werden wir am Standort Zhujiang die bisherigen Rohmühlen durch Walzenmühlen ersetzen und aufgrund der hocheffizienten Mahltechnologie den Stromverbrauch reduzieren. Am Standort Guangzhou beginnen wir mit dem Einbau energieeffizienter Vormühlen an drei der vorhandenen Zementmühlen, um dadurch den Stromverbrauch zu senken. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe liegt auch 2016 der Schwerpunkt auf Staub- und Lärmminderung. Im Bereich Transportbeton werden wir insbesondere in Nordeuropa die umfangreichen Maßnahmen zum Wasserrecycling und zur Reduktion des Wasserverbrauchs vorantreiben. Für alle Geschäftsbereiche haben wir 2014 eine globale Wasserrisikostudie durchgeführt. Auf Basis der dort erzielten Ergebnisse haben wir uns zum Ziel gesetzt, zwischen 2016 und 2030 an allen Standorten in Regionen, in denen Wasserknappheit herrscht, individuelle, an die lokalen Bedingungen angepasste Wassermanagementpläne umzusetzen. Forschung und TechnikAuch in den kommenden Jahren wird die Entwicklung von Zementsorten mit reduziertem Klinkeranteil und damit geringem CO2 -Ausstoß im Mittelpunkt stehen. Durch alternative Brenn-und Rohstoffe, die dabei zum Einsatz kommen, entlasten wir die Umwelt. In Abhängigkeit von der künftigen Preisentwicklung für CO2 -Emissionszertifikate sind auch deutliche Kosteneinsparungen zu erwarten. Als weitere Alternative zur CO2 - und Energieeinsparung werden wir außerdem die Entwicklung unserer neuen Klinkertechnologie vorantreiben. Ein anderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung hochwertiger Bindemittel und auf Betonanwendungen mit einem höheren Nutzen für unsere Kunden und einem Mehrwert für unser Unternehmen. Den erfolgreichen Technologietransfer werden wir künftig noch intensivieren, um die Innovationsgeschwindigkeit weiter zu erhöhen. Dabei planen wir im Bereich Beton, den Ergebnisbeitrag von Spezialprodukten in den reifen Märkten im laufenden Geschäftsjahr weiter zu steigern. 2016 werden wir das erfolgreiche "Continuous Improvement Program" (CIP) fortführen und es in weiteren Zementwerken ausrollen. Unser Ziel ist dabei auch, die in der Vergangenheit erreichten Verbesserungen der Programme "Operational Excellence" (OPEX) und "Maintenance Improvement" nachhaltig im Konzern zu verankern. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe wird 2016 die erfolgreiche und bewährte Strategie der Projekte "CLIMB" und "CLIMB Commercial" aus den Jahren 2011-2015 fortgeführt. Mit "Aggregates CI" fördern wir eine kontinuierliche Verbesserung in allen Bereichen der lokalen Zuschlagstoffaktivitäten. Das betrifft unter anderem die Verwaltung der Liegenschaften, die Abbauplanung, den operativen Betrieb, die Qualitätskontrolle, den Verkauf und die Leistungsfähigkeit des Managements. Wir nutzen dabei effektiv die Kompetenz und innovativen Vorschläge unserer talentierten Mitarbeiter und schaffen auf diese Weise einen signifikanten Mehrwert für das Unternehmen. Mit dem neuen Programm wollen wir bis Ende 2018 das Ergebnis nachhaltig um 120 Mio € steigern. BeschaffungWir werden auch im laufenden und nächsten Jahr die Effizienz der Beschaffung weiter steigern, indem wir die Standardisierung und Optimierung der Beschaffungsprozesse konsequent fortführen. Dazu gehört auch, die Bündelung von Warengruppen weiter voranzutreiben. Wir gehen für 2016 von unterschiedlichen Energiepreisentwicklungen in den für uns relevanten Märkten aus. Während in Asien und Teilen Afrikas auch aufgrund der hohen Inflationsraten mit Preissteigerungen in lokaler Währung zu rechnen ist, erwarten wir für Zentral- und Nordeuropa im Schnitt ähnliche bzw. leicht niedrigere Preise als 2015. Risiko- und ChancenberichtRisiken und ChancenDie Risikopolitik von HeidelbergCement orientiert sich an der Unternehmensstrategie, die auf die Bestandssicherung und die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts ausgerichtet ist. Unternehmerisches Handeln ist stets zukunftsorientiert und daher mit Risiken behaftet. Risiken zu identifizieren, sie zu verstehen und systematisch zu bewerten und einzugrenzen, unterliegt der Verantwortung des Vorstands und ist eine Hauptaufgabe aller Führungskräfte. HeidelbergCement ist zahlreichen Risiken ausgesetzt, die nicht grundsätzlich vermieden, sondern akzeptiert werden, wenn sie sich im Rahmen der rechtlichen und ethischen Grundsätze unternehmerischen Handelns bewegen und sie zu den damit verbundenen Chancen in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Das Chancen- und Risikomanagement von HeidelbergCement ist über konzernweite Planungs- und Steuerungssysteme eng miteinander verbunden. Die Chancen werden in der jährlich erstellten operativen Planung erfasst und im Rahmen der monatlichen Finanzberichterstattung verfolgt. Die unmittelbare Verantwortung, Chancen frühzeitig zu erkennen und wahrzunehmen, obliegt dem operativen Management in den Ländern sowie den zentralen Konzernabteilungen. RisikomanagementDer Vorstand der HeidelbergCement AG ist verpflichtet, ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem einzurichten und dieses zu überwachen. Darüber hinaus obliegt dem Vorstand die Gesamtverantwortung für den Umfang und die Ausrichtung der eingerichteten Systeme. Zudem befassen sich der Aufsichtsrat und dessen Prüfungsausschuss regelmäßig mit der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. HeidelbergCement sieht für das Risikomanagement klare Regelungen der Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten vor, die sich an der Unternehmensstruktur orientieren. Konzernweit gelten Verhaltensregeln, Richtlinien und Grundsätze zur Umsetzung eines systematischen und effektiven Risikomanagements. Das standardisierte interne Kontroll- und Risikomanagementsystem von HeidelbergCement orientiert sich an den finanziellen Ressourcen, der operativen Planung und der vom Vorstand festgelegten Risikomanagementstrategie. Es umfasst mehrere Bausteine, die aufeinander abgestimmt und methodisch in die Aufbau- und Ablauforganisation eingebettet sind. Die wesentlichen Elemente des Risikomanagementsystems sind:
Organisation des Risikomanagements bei HeidelbergCement![]()
1)
Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung RisikomanagementprozessUm das Risikomanagement zu optimieren, setzen wir konzernweit eine umfassende Software ein, die den gesamten Risikomanagementprozess abbildet. Mit der Nutzung dieser Software haben wir die grundlegenden Voraussetzungen geschaffen, um die Transparenz und Effizienz aller Phasen des Risikomanagementprozesses zu steigern und einen Beitrag zur Revisionssicherheit zu leisten. Sie ermöglicht uns unter anderem die klare Abbildung der Konzernstruktur und die Zuweisung von entsprechenden lokalen Verantwortlichkeiten. Unter Vorgabe von einheitlichen Bewertungsschemata werden die Risiken systematisch erfasst und können mit vorgeschlagenen Gegenmaßnahmen im Zeitverlauf nachverfolgt werden. Die visualisierten Risikodaten lassen sich zeitnah konsolidieren, vielfältig und flexibel analysieren und über ein standardisiertes Risk Reporting darstellen. Identifikation von Risiken und deren BewertungDie Identifikation der Risiken findet zum einen regelmäßig dezentral durch das Ländermanagement und zum anderen durch die weltweit verantwortlichen Konzernfunktionen statt. Als Hilfsparameter für den Identifikationsprozess dienen allgemeine makroökonomische Daten sowie sonstige branchenspezifische Faktoren und Risikoinformationsquellen. Unter Berücksichtigung individueller Rahmenbedingungen werden für die einzelnen Länder angemessene Wertgrenzen für die Risikoberichterstattung festgelegt. Auf Basis des Risikomodells unseres Konzerns und entsprechend der definierten Risikokategorien werden die Risiken bezüglich einer Mindesteintrittswahrscheinlichkeit von 10 % und ihrer Schadenhöhe bewertet. Der operative Planungszyklus wird als Basiszeitraum für die Wahrscheinlichkeitsvorhersage verwendet. Neben dieser auf zwölf Monate ausgerichteten Risikoquantifizierung besteht auch eine Berichtspflicht für neu auftretende und bereits bekannte Risiken mit einer mittel- oder längerfristigen Risikotendenz. Als Orientierungsmaßstab für die mögliche Schadenhöhe dienen die Auswirkungen auf die wichtigen Kenngrößen: operatives Ergebnis, Ergebnis nach Steuern und Cashflow. Die beiden Dimensionen zur Risikobeurteilung lassen sich grafisch als Risikolandkarte darstellen. Dimensionen der Risikobeurteilung![]() Die zugrunde liegenden Skalierungen werden wie folgt vorgegeben: Eintrittswahrscheinlichkeitscroll
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In die Risikobetrachtung fließen auch solche Risiken ein, die nicht unmittelbaren Einfluss auf die Finanzlage nehmen, sondern Auswirkungen auf nicht monetäre Größen wie Reputation oder Strategie haben können. Für nicht direkt kalkulierbare Risiken wird eine Bewertung der möglichen Schadenhöhe nach qualitativen Kriterien, wie z.B. niedrig oder bestandsgefährdend, vorgenommen. Die regelmäßige Identifikation wird bei plötzlich auftretenden, schwerwiegenden Risiken oder eingetretenen Schäden durch einen Ad-hoc-Risikobericht ergänzt. Dieser Fall kann insbesondere im Zusammenhang mit politischen Ereignissen, Entwicklungen auf den Finanzmärkten oder Naturkatastrophen eintreten. Aggregation, Berichterstattung, Steuerung und Kontrolle der RisikenDie quantitativen, aktualisierten Risikoberichte für alle Geschäftsbereiche unserer Konzernländer fließen vierteljährlich in die zentrale Managementberichterstattung an den Vorstand ein, sodass eine strukturierte und kontinuierliche Verfolgung der Risiken möglich ist. Korrelationen zwischen einzelnen Risiken und Ereignissen werden auf lokaler Ebene soweit wie möglich berücksichtigt. Bei den ebenfalls vierteljährlich stattfindenden Management Meetings kann der Vorstand zusammen mit den verantwortlichen Ländermanagern zeitnah angemessene Risikosteuerungsmaßnahmen erörtern und festlegen. Dabei wird entschieden, welche Risiken bewusst eigenverantwortlich getragen oder auf andere Risikoträger transferiert werden und welche Maßnahmen sich zur Reduzierung bzw. Vermeidung potenzieller Risiken eignen. Die Konzernabteilung Group Insurance & Corporate Risk ist für die Koordination der Risikomanagementprozesse zuständig. Sie fasst alle wesentlichen quantitativen und qualitativen Risiken der Länder und Konzernfunktionen quartalsweise in einer zentralen Risikolandkarte zusammen. Einmal jährlich wird der detaillierte Risikobericht des Konzerns dem Vorstand präsentiert. Darüber hinaus erfolgt unterjährig die Zwischenberichterstattung an den Aufsichtsrat. Überwachung und AnpassungenDie Konzernabteilung Group Internal Audit untersucht und bewertet das Risikomanagement systematisch, um zu einer Erhöhung des Risikoverständnisses beizutragen. Darüber hinaus führt der Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung gemäß den gesetzlichen Vorschriften eine Überprüfung des Risikomanagementsystems dahingehend durch, ob das Überwachungssystem geeignet ist, bestandsgefährdende Tatsachen frühzeitig zu erkennen. Der Aufsichtsrat und dessen Prüfungsausschuss werden ebenfalls durch den Vorstand regelmäßig zur Risikosituation informiert. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den KonzernrechnungslegungsprozessDas interne Kontrollsystem im HeidelbergCement Konzern beinhaltet alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der rechtlichen Vorschriften gemäß § 289 Abs. 5 HGB und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB. Das interne Überwachungssystem im HeidelbergCement Konzern besteht aus prozessunabhängigen und prozessintegrierten Kontrollmaßnahmen. Zu den prozessintegrierten Prüfungstätigkeiten zählen Kontrollen, die in den Prozess eingebunden sind (z.B. das Vier-Augen-Prinzip). Prozessunabhängige Maßnahmen sind Kontrollen, die von Personen durchgeführt werden, die nicht unmittelbar am Rechnungslegungsprozess beteiligt sind (z.B. interne Revision). Strukturen und ProzesseDie Organisations- und Führungsstruktur der HeidelbergCement AG und ihrer Konzernunternehmen sind klar definiert. Die Verantwortlichkeiten und Funktionen im Rechnungslegungsprozess (z.B. Buchhaltung der HeidelbergCement AG und ihrer Konzernunternehmen, Group Controlling, Group Treasury sowie Konzernrechnungslegung) sind zudem eindeutig getrennt und festgelegt. Wesentliche Merkmale der Rechnungslegungsprozesse und der KonsolidierungAlle Abteilungen, die in den Rechnungslegungsprozess einbezogen sind, verfügen über die erforderlichen Qualifikationen und sind gemäß den Erfordernissen ausgestattet. Bei komplexen oder ermessensbehafteten Bilanzierungsfragen wird auch auf die Expertise externer Dienstleister, wie beispielsweise Pensionsgutachter oder Gutachter zur Bewertung von Rekultivierungsverpflichtungen, zurückgegriffen. Die Bilanzierungsrichtlinie und ein einheitlicher Kontenrahmen, die beide von der Abteilung Group Reporting, Controlling and Consolidation zentral vorgegeben werden, sind für alle Konzernunternehmen verpflichtend anzuwenden. Neue Gesetze, Rechnungslegungsstandards und aktuelle Entwicklungen (z.B. aus dem wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des Konzerns) werden bezüglich ihrer Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert und berücksichtigt. Durch die zentral vorgegebene Bilanzierungsrichtlinie sowie den einheitlichen Kontenrahmen werden ein einheitlicher Ansatz, eine einheitliche Bewertung und ein einheitlicher Ausweis im Konzernabschluss sichergestellt. Konzernweit gültige Terminvorgaben, die in einem zentral geführten Finanzkalender festgehalten sind, sowie abschlussrelevante Instruktionen unterstützen ebenfalls einen konzernweit einheitlich strukturierten und effizienten Rechnungslegungsprozess. Die Abschlüsse der Konzernunternehmen werden in den meisten Ländern in Shared Service Center erstellt, um Rechnungslegungsprozesse zu zentralisieren und zu standardisieren. Hierbei werden überwiegend Buchhaltungssysteme von SAP und Oracle verwendet. Zum Erstellen des Konzernabschlusses werden die Einzelabschlüsse der Konzernunternehmen durch weitere Informationen ergänzt und mittels einer standardisierten Software von SAP konsolidiert. Hierbei werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge, wie beispielsweise die Kapitalkonsolidierung, die Schuldenkonsolidierung, die Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie die At-Equity-Bewertung, vorgenommen und dokumentiert. Die Bestandteile des Konzernabschlusses einschließlich der Anhangangaben werden vollständig aus diesem Konsolidierungsprogramm entwickelt. Die Daten aus dem Bereich des Rechnungswesens werden bei HeidelbergCement sowohl auf lokaler Ebene als auch auf zentraler Ebene kontrolliert. Die dezentrale Prüfung der lokalen Abschlüsse wird durch den zuständigen Financial Director und das Ländercontrolling vorgenommen. Die zentrale Prüfung der Rechnungswesendaten erfolgt durch die Konzernabteilungen Rechnungslegung, Controlling, Steuern und Treasury. Das Kontrollsystem bei HeidelbergCement zeichnet sich durch manuelle Prüfungen, wie regelmäßige Stichproben und Plausibilitätsprüfungen, aus, die auf lokaler sowie zentraler Ebene durchgeführt werden. Systemseitige Validierungen, die vom Konsolidierungsprogramm automatisch ausgeführt werden, stellen ebenfalls einen Bestandteil des Kontrollsystems bei HeidelbergCement dar. Prozessunabhängige Prüfungen werden sowohl durch den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats als auch durch die interne Revision durchgeführt. Letztere prüft dabei das interne Kontrollsystem für die beschriebenen Strukturen und Prozesse und kontrolliert die Anwendung der Bilanzierungsrichtlinie sowie des Kontenrahmens. Die Ergebnisse der Prüfung der internen Revision werden an den Vorstand und den Prüfungsausschuss berichtet. Weitere prozessunabhängige Überwachungstätigkeiten erfolgen durch den Konzernabschlussprüfer und andere Prüforgane, wie beispielsweise die steuerlichen Außenprüfer. Maßnahmen zur Identifizierung, Bewertung und Begrenzung von RisikenUm Risiken zu identifizieren und zu bewerten, werden bei HeidelbergCement die einzelnen Geschäftsvorfälle anhand der Kriterien Risikopotenzial, Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenausmaß analysiert. Auf Basis dieser Analyse werden anschließend geeignete Kontrollmaßnahmen festgelegt. Zur Begrenzung von Risiken unterliegen Transaktionen ab einem bestimmten Volumen oder mit einer gewissen Komplexität einem festgelegten Genehmigungsprozess. Außerdem werden organisatorische Maßnahmen (z.B. Funktionstrennung in sensiblen Bereichen) sowie laufende Soll-Ist-Vergleiche für wesentliche Kennzahlen der Rechnungslegung durchgeführt. Die EDV-Systeme, die für die Rechnungslegung verwendet werden, sind durch entsprechende Sicherheitsvorkehrungen gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Die eingerichteten Kontroll- und Risikomanagementsysteme können eine richtige und vollständige Rechnungslegung nicht mit absoluter Sicherheit gewährleisten. Insbesondere individuell falsche Annahmen, ineffiziente Kontrollen und illegale Aktivitäten können zu einer eingeschränkten Effektivität der eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme führen. Auch ungewöhnliche oder komplexe Sachverhalte, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, sind mit einem latenten Risiko behaftet. Die hier getroffenen Aussagen gelten nur für die in den Konzernabschluss der HeidelbergCement AG einbezogenen Konzernunternehmen, bei denen die HeidelbergCement AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen, um aus der Tätigkeit dieser Unternehmen Nutzen zu ziehen. RisikofelderRisiken, die sich im Geschäftsjahr 2016 auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken könnten, sind entsprechend dem im Unternehmen festgelegten Risikoatlas in vier Kategorien eingeteilt: finanzielle Risiken, strategische Risiken, operative Risiken sowie rechtliche und Compliance-Risiken. Im Folgenden geben wir nur bei den für uns maßgeblichen Risiken eine Beurteilung der Risikosituation an. Finanzielle RisikenUnsere wesentlichen finanziellen Risiken sind Währungs- und Zinsänderungsrisiken, Refinanzierungs- und Kreditrisiken sowie Pensionsrisiken. Wir steuern diese Risiken vorwiegend im Rahmen unserer laufenden Geschäfts- und Finanzierungsaktivitäten und bei Bedarf durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Diese Risikofelder werden von der Konzernabteilung Group Treasury laufend auf der Grundlage konzerninterner Richtlinien überwacht. Alle Konzerngesellschaften müssen auf Basis dieser Richtlinien ihre Risiken identifizieren und in Zusammenarbeit mit Group Treasury absichern. Die Arbeit und die Prozesse von Group Treasury werden durch umfassende Richtlinien geregelt, die unter anderem die Trennung von Handel und Abwicklung der Finanzgeschäfte vorschreiben. Im Rahmen des laufenden Risikomanagements steuern wir das Transaktionsrisiko, d.h. das Risiko schwankender Preise (z.B. Währungskurse, Zinssätze, Rohstoffpreise), die sich auf die Ertragslage des Konzerns auswirken können. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die finanziellen Risiken insgesamt stabil entwickelt. WährungsrisikenDie wichtigste Risikoposition insgesamt und natürlich auch bei den finanziellen Risiken sind die Währungsrisiken und hier insbesondere Translationsrisiken. Nach den Verwerfungen auf den Kapitalmärkten in der zweiten Jahreshälfte 2015 hat die Volatilität der Wechselkurse stark zugenommen. Insbesondere Währungen in Asien waren davon betroffen und es muss davon ausgegangen werden, dass durch die anhaltende Unsicherheit bezüglich weiterer Zinsanhebungen in den USA und der wirtschaftlichen Entwicklung in China mit größeren Bewegungen auf den Währungsmärkten zu rechnen ist. Sollten diese Bewegungen anders ausfallen als in der Planung angenommen, kann dies negative Auswirkungen auf die Translations- und Transaktionseffekte haben. Die Währungsrisiken stufen wir insgesamt als mittleres Risiko ein mit einer seltenen Eintrittswahrscheinlichkeit, aber einem erheblichem Ausmaß. Währungsrisiken, die durch Geschäftsvorgänge mit Dritten in Fremdwährung entstehen (Transaktionsrisiken), sichern wir in bestimmten Fällen durch derivative Finanzinstrumente mit einem Sicherungshorizont von bis zu zwölf Monaten ab. Dafür setzen wir vor allem Devisenswaps und Devisentermingeschäfte ein, im Einzelfall auch Devisenoptionen. Auf die Absicherung von Währungsrisiken aus konzerninternen Gütertransaktionen wird verzichtet, da sich die Mittelzu-und -abflüsse in den verschiedenen Währungspaaren auf Konzernebene weitgehend neutralisieren. Im Rahmen unserer Inhouse-Banking-Aktivität ergeben sich durch Aufnahme und Anlage von Liquidität der Tochtergesellschaften Währungspositionen, die durch entsprechende fristen- und betragskongruente externe Devisenswapgeschäfte abgesichert werden. Währungsrisiken, die aus der Währungsumrechnung ausländischer Einzel- oder Teilkonzernabschlüsse entstehen (Translationsrisiken), sichern wir in der Regel nicht ab. Die damit verbundenen Auswirkungen sind nicht zahlungswirksam und Einflüsse auf Konzernbilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung werden laufend überwacht. Mehr zu den Währungsrisiken finden Sie im Anhang auf Seite 249 f. ZinsänderungsrisikenZinsänderungsrisiken bestehen aufgrund potenzieller Änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Zinsänderungsrisiken werden im Rahmen der vom Finanzvorstand vorgegebenen Grenzen gehalten. Durch den Einsatz von Finanzinstrumenten, d.h. im Wesentlichen Zinsswaps, ist es uns möglich, sowohl das Risiko schwankender Zahlungsströme als auch das Risiko von Wertschwankungen zu sichern. Hingegen könnte eine Herabstufung unserer Bonitätsbewertung durch die Ratingagenturen (siehe Abschnitt Rating auf Seite 85 f.) die Zinsmargen im Falle einer Refinanzierungsmaßnahme erhöhen. Aufgrund der ausgeglichenen Fristenstruktur der Finanzschulden (siehe Grafik im Kapitel Prognosebericht auf Seite 117) und des erwarteten Mittelzuflusses aus operativer Geschäftstätigkeit besteht kurz- und mittelfristig kein wesentlicher Refinanzierungsbedarf, sodass keine signifikanten Auswirkungen auf das Zinsergebnis zu erwarten sind. Entsprechend sehen wir hier nur ein niedriges Risiko. Mehr zu den Zinsänderungsrisiken finden Sie im Anhang auf Seite 249. Refinanzierungs- bzw. LiquiditätsrisikenRefinanzierungs- bzw. Liquiditätsrisiken entstehen, wenn ein Unternehmen nicht in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaffen, die es zur Begleichung der operativen oder im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten eingegangenen Verpflichtungen benötigt. Mögliche Risiken aus Schwankungen der Zahlungsströme berücksichtigen wir im Rahmen der KonzernLiquiditätsplanung. Annahmen über den weiteren Konjunkturverlauf bergen gewisse Unsicherheiten bei der Liquiditätsplanung, die wir aus diesem Grund rollierend aktualisieren und mit sogenannten Stresstests simulieren. Auf dieser Basis können wir im Bedarfsfall entsprechende Maßnahmen, wie beispielsweise die Emission zusätzlicher Geld- und Kapitalmarktpapiere oder die Aufnahme frischer Mittel im Bankenmarkt, einleiten. Zur Sicherung unserer Zahlungsverpflichtungen stehen uns eine syndizierte Kreditlinie mit einem Volumen von 3 Mrd € und eine Brückenfinanzierung für den Erwerb von Italcementi über ursprünglich 4,4 Mrd € zur Verfügung. Damit haben wir Zugang zu umfangreichen liquiden Mitteln und haben das Refinanzierungsrisiko deutlich reduziert. Ferner fließen uns ständig Zahlungsmittel aus dem operativen Geschäft zu. Als weitere Vorsichtsmaßnahme wurde auf der Hauptversammlung 2015 ein angemessener Rahmen zur Erhöhung des Eigenkapitals beschlossen. Wir stufen die Refinanzierungs- bzw. Liquiditätsrisiken als niedriges Risiko ein. Zur Finanzierung bestehender Zahlungsverpflichtungen steht die oben genannte revolvierende, syndizierte Kreditlinie in Höhe von 3 Mrd € nach Vertragsneuabschluss im Februar 2014 mit einer Laufzeit bis Ende Februar 2019 zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag lediglich mit 324,2 Mio € in Anspruch genommen war. Das Volumen der Brückenfinanzierung, die im August 2015 an unser bereits bestehendes Bankenkonsortium syndiziert wurde, konnte bereits zum Bilanzstichtag auf 3,3 Mrd € reduziert werden. Nach dem Bilanzstichtag wurde die Brückenfinanzierung um weitere 0,6 Mrd € gesenkt. Insgesamt haben wir konzernweit 4,1 Mrd € freie Liquidität, bestehend aus liquiden Mitteln, Wertpapieren im Bestand und freien Kreditlinien (siehe Tabelle Liquiditätsinstrumente im Abschnitt Konzern-Finanzmanagement auf Seite 85). Im Rahmen von Kreditverträgen wurde die Einhaltung verschiedener Finanzrelationen (Financial Covenants) vereinbart, die alle in der Berichtsperiode erfüllt wurden. Die wichtigsten Finanzkennzahlen sind der dynamische Verschuldungsgrad und der konsolidierte Deckungsgrad. Im Rahmen der Konzernplanung wird die Einhaltung der Kreditvereinbarungen (Covenants) konsequent überwacht und vierteljährlich den Gläubigern gemeldet. Im Falle einer Verletzung der Kreditvereinbarungen könnten die Gläubiger unter bestimmten Voraussetzungen entsprechende Kredite ungeachtet der vertraglich vereinbarten Laufzeiten fällig stellen. Je nach Volumen des betreffenden Kredits und der dann vorherrschenden Refinanzierungsmöglichkeiten auf dem Finanzmarkt könnte dies zu einem Refinanzierungsrisiko für den Konzern führen. Die syndizierten Kreditlinien beinhalten Covenants, die auf einem Niveau vereinbart sind, das den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und unseren Prognosen Rechnung trägt. Mehr zu Liquiditätsrisiken finden Sie im Anhang auf Seite 247 f. KreditrisikenKreditrisiken bestehen darin, dass ein Vertragspartner bei einem Geschäft seinen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann. Wir minimieren die daraus entstehende Risikoposition durch Diversifizierung sowie laufende Bonitätsbeurteilung der Vertragspartner. Kreditrisiken aus dem operativen Geschäft werden fortlaufend im Rahmen des Forderungsmanagements überwacht. Hinsichtlich der Bonität unserer Geschäftspartner legen wir strenge Maßstäbe an. Dadurch und durch die Vermeidung von Positionskonzentrationen werden die Kreditrisiken des Konzerns minimiert. Kreditrisiken für unsere Geldanlagen mindern wir, indem wir nur Transaktionen mit Banken guter Bonität tätigen. Analog erfolgt die Auswahl der Banken für den Zahlungsverkehr und die Etablierung von Cash Pools. Wir stufen die Kreditrisiken als niedriges Risiko ein. Mehr zu Kreditrisiken finden Sie im Anhang auf Seite 246. PensionsrisikenHeidelbergCement ist hauptsächlich in Nordamerika an verschiedenen beitragsorientierten Pensionsplänen für gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter (Multi-Employer Pension Plans) beteiligt. Der Finanzierungsstatus dieser Versorgungspläne könnte durch ungünstige Entwicklungen auf den Kapitalmärkten, durch demografische Veränderungen und Erhöhungen der Versorgungsleistungen beeinflusst werden. Sollte eines der teilnehmenden Unternehmen keine Beiträge mehr in den Versorgungsplan einzahlen, müssten alle anderen Beteiligten für nicht gedeckte Verpflichtungen aufkommen. In Bezug auf 2016 stufen wir die Pensionsrisiken als mittleres Risiko ein mit einer seltenen Eintrittswahrscheinlichkeit und moderatem Ausmaß. Strategische RisikenZu den strategischen Risiken zählen insbesondere Risiken aus der Entwicklung unserer Absatzmärkte in Bezug auf Nachfrage, Preise und Wettbewerbsintensität. Darüber hinaus berücksichtigen wir in dieser Kategorie Risiken aus Akquisitionen und Investitionen, aus der Substitution von Produkten sowie politische Risiken. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die strategischen Risiken insgesamt kaum verändert. Branchenspezifische Risiken und AbsatzmarktrisikenDer internationale Währungsfonds rechnet für das Jahr 2016 mit einer leichten Beschleunigung des Weltwirtschaftswachstums. Voraussetzung ist allerdings, dass sich die Erholung in den Industriestaaten in Nordamerika und Europa fortsetzt und die wirtschaftliche Entwicklung in Asien und hier insbesondere in China nicht auf ein für das Weltwirtschaftswachstum kritisches Niveau sinkt. Der deutliche Rückgang des Ölpreises seit Mitte 2014 kann unterschiedliche Auswirkungen auf einzelne Länder haben: In ölimportierenden Ländern sinken die Ausgaben für Treibstoffe und es stehen potenziell mehr Mittel für den Konsum zur Verfügung, wohingegen ölexportierende Länder über weniger Einnahmen für Investitionen in Projekte verfügen. Generell erwarten wir für 2016 eine positive wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Konzerngebieten. Neben generellen Risiken aus Nachfrageschwankungen sehen wir insbesondere Risiken für Absatzmengen, Preise und Kundenbeziehungen aufgrund einer Verstärkung des Wettbewerbs, insbesondere durch den Eintritt neuer Wettbewerber in Schwellenländern wie Indonesien oder in Afrika südlich der Sahara. Insgesamt bewerten wir dies als niedriges bis mittleres Risiko. Die weltweite Entwicklung der Baustoffnachfrage stellt für uns naturgemäß sowohl Chance als auch Risiko dar und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen maßgeblich das Bevölkerungswachstum und der steigende Bedarf an Wohnraum, das Wirtschaftswachstum, die zunehmende Industrialisierung und Urbanisierung sowie der erhöhte Bedarf an Infrastruktur. Die Baustoffnachfrage lässt sich im Wesentlichen in drei Sektoren aufteilen: privater Wohnungsbau, Wirtschaftsbau und öffentlicher Bau. Die Nachfrage im privaten Wohnungsbau hängt von Faktoren wie etwa dem Zugang zu günstigen Krediten, der Entwicklung der Häuserpreise und dem zur Verfügung stehenden Haushaltseinkommen ab, das wiederum von weiteren Parametern wie Arbeitslosenquote oder Inflation beeinflusst wird. Die Entwicklung dieser Faktoren und damit der Nachfrage in diesem Sektor unterliegt zumeist landesspezifischen Risiken und Unsicherheiten. In den USA hat das Platzen der Immobilienblase am Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 zu einem großen Überhang an Häusern und Wohnungen und einem entsprechenden Preisverfall geführt. Seit dem Jahr 2013 sehen wir eine deutliche Erholung des Häusermarkts in den USA. Die Zahl der Verkäufe, der Baubeginne und die Häuserpreise sind gestiegen. Die weitere Erholung dieses Markts ist mit Unsicherheiten behaftet und hängt unter anderem von der weiteren Zinsentwicklung ab. In Asien besteht das Risiko steigender Lebenshaltungskosten, die sich negativ auf das für Bauvorhaben zur Verfügung stehende Einkommen und damit auch negativ auf Investitionen in den privaten Wohnungsbau auswirken. In China bestehen noch immer Risiken aus Spekulationen mit städtischen Wohnimmobilien. Bisher konnten Regierung und Notenbank einer Überhitzung des boomenden Immobilienmarkts erfolgreich entgegentreten, die Situation muss aber weiterhin aufmerksam verfolgt werden. Für die Nachfrage beim Wirtschaftsbau ist in erster Linie die Auslastung von Produktionsanlagen, Büro- und Lagerflächen ausschlaggebend, die wiederum von der allgemeinen Auftragslage im In- und Ausland abhängt. Als Folge der Wirtschaftskrise herrscht in einigen Ländern, zum Beispiel in den USA, noch Leerstand bei Büro- und Gewerbeflächen. Zwar erholt sich der Sektor inzwischen spürbar, doch der weitere zeitliche Ablauf ist immer noch mit Unsicherheiten behaftet. Eine verschärfte Haushaltskonsolidierung oder steigende Zinsen aufgrund eines erhöhten Inflationsdrucks könnten sich negativ auf das Wirtschaftswachstum und die Nachfrageentwicklung für Baustoffe auswirken. Investitionen in Infrastruktur, wie Straßen, Eisenbahnen, Flughäfen und Wasserstraßen, gehören zum Sektor des öffentlichen Baus. Die Nachfrage hängt hier insbesondere von der Haushaltslage der Länder und der Durchführung spezieller Infrastrukturförderprogramme ab. Risiken bestehen insofern, als Länder ihre Infrastrukturinvestitionen wegen sinkender Einnahmen, zum Beispiel bei ölexportierenden Ländern aufgrund des niedrigen Ölpreises, oder zugunsten einer Haushaltskonsolidierung kürzen könnten. Spürbare Ergebniszuwächse aus staatlich geförderten Projekten werden sich erst mit zeitlicher Verzögerung einstellen. Der Umfang der Einsparungen und ihre Auswirkungen auf die Baustoffnachfrage lassen sich nicht mit absoluter Sicherheit voraussagen. Baustoffe zeichnen sich durch ein hohes Gewicht im Verhältnis zum Verkaufspreis aus und werden daher auf dem Landweg nicht über weite Strecken transportiert. Auf dem Seeweg werden überschüssige Zementmengen regional aber auch zwischen einzelnen Kontinenten gehandelt. Sollte der Unterschied des Preisniveaus zwischen zwei Ländern mit Anbindung an den Seehandel so groß werden, dass dieser die Transportkosten übersteigt, besteht die Gefahr eines erhöhten Importdrucks und damit eines Preisverfalls im importierenden Markt. Ein wesentliches branchenspezifisches Risiko ist das witterungsbedingte Absatzrisiko für Baustoffe, das insbesondere aus der Saisonalität der Nachfrage resultiert. Strenge Winter mit extrem niedrigen Temperaturen oder hohe Niederschläge beeinträchtigen die Bautätigkeit und wirken sich negativ auf die Baustoffnachfrage aus. Neben dem Winterwetter gehört der in einigen Konzernländern, wie beispielsweise in Indien, auftretende Monsun zu den saisonalen Wetterlagen, die einen negativen Einfluss auf den Absatz unserer Produkte und somit auf das Geschäftsergebnis haben könnten. Wetterbedingten Absatzschwankungen und Risiken aus der Entwicklung der Absatzmärkte begegnen wir mit regionaler Diversifizierung, verstärkter Kundenorientierung, der Entwicklung von Spezial- und Sonderprodukten und soweit möglich mit operativen Maßnahmen. Wir passen zum Beispiel das Produktionsniveau an die Nachfragesituation an und nutzen flexible Arbeitszeitmodelle. In Belgien haben wir 2014 unsere Aktivitäten aufgrund der anhaltenden Schwäche der Bauwirtschaft restrukturiert und ein Zementwerk dauerhaft stillgelegt. Um die Beziehungen zu unseren Kunden weiter zu verbessern und auf länderspezifische Bedürfnisse einzugehen, führt HeidelbergCement konzernweite Kundenbefragungen durch und baut die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten auf Konzernebene aus. Ein kontinuierlicher Wissenstransfer zwischen unseren Standorten, der systematisch durch die konzernweit tätigen Mitarbeiter unserer technischen Zentren HTC (Zement, Bindemittel) und CCM (Zuschlagstoffe) unterstützt und gefördert wird, sorgt für eine optimale Nutzung von Synergieeffekten. Unsere Annahmen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Branche und unserer Absatzmärkte haben wir im Kapitel Prognosebericht auf Seite 113 f. dargestellt. Risiken aus Akquisitionen und InvestitionenKapazitätserweiterungen durch Akquisitionen und Investitionen bergen Chancen, aber auch Risiken. Mögliche Risiken bei Akquisitionen ergeben sich aus der Integration von Mitarbeitern, Prozessen, Technologien und Produkten. Hierzu zählen auch Kultur- und Sprachhindernisse in den Wachstumsmärkten sowie das generell erhöhte Niveau an Personalfluktuation in Asien, die zum Abfluss von wertvollem Wissen führt. Diesen Risiken wirken wir durch eine gezielte Personalentwicklung und eine integrative Unternehmenskultur entgegen, einschließlich der Schaffung lokaler Managementstrukturen. Akquisitionen können den Verschuldungsgrad und die Finanzierungsstruktur nachteilig beeinflussen und zu einem Anstieg des Anlagevermögens inklusive der Geschäfts- oder Firmenwerte führen. Insbesondere aus Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten aufgrund unvorhergesehener Geschäftsentwicklungen können Belastungen resultieren. Investitionsprojekte können sich vom Planungsbeginn bis zum Abschluss über mehrere Jahre erstrecken. Dabei bestehen insbesondere Risiken bei der Erteilung notwendiger Genehmigungen für den Rohstoffabbau oder den Ausbau der Infrastruktur einschließlich dem Anschluss an Energie-und Straßennetze sowie bei den Anforderungen an Folgenutzungspläne für Rohstoffabbaustätten. Bei zukünftigen Akquisitionen, Kooperationen und Investitionen besteht das Risiko, dass diese durch politische Restriktionen nur unter erschwerten Bedingungen oder überhaupt nicht getätigt werden können. Ein daraus resultierender Mangel an Kapazitätserweiterungsprojekten könnte die Wachstumsaussichten von HeidelbergCement beeinträchtigen. Um finanzielle Belastungen und Risiken zu mindern und Chancen besser nutzen zu können, schauen wir uns insbesondere in politisch instabilen Regionen nach geeigneten Partnern um. HeidelbergCement beobachtet ständig das Marktumfeld hinsichtlich geeigneter Akquisitionsprojekte bzw. Kooperationen. Zusätzlich werden Marktpotenziale und Rohstoffvorkommen systematisch analysiert und in Vorschläge für Investitionsprojekte umgesetzt. An jede Akquisitions- oder Investitionsentscheidung stellen wir hohe Renditeforderungen, die im Abschnitt Unternehmensinternes Steuerungssystem und Kennzahlen auf Seite 48 f. erläutert werden. Zusätzlich erfolgen bei bedeutenden Investitions- und Akquisitionsprojekten Nachkontrollen. Die Zementindustrie baut ihre Kapazitäten in den Märkten Osteuropas, Asiens und Afrikas weiter aus, um von der zunehmenden Inlandsnachfrage zu profitieren. Auch HeidelbergCement investiert in Kapazitätserweiterungen und konzentriert sich dabei auf lokale Märkte mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial. 2015 hat eine neue Zementmühle in Ghana die Produktion aufgenommen. 2016 werden wir die Produktionskapazitäten in Indonesien deutlich erweitern. Wettbewerber bauen in diesen Regionen ebenfalls neue Kapazitäten auf. Sollte der Kapazitätsausbau in den Märkten, in denen wir tätig sind, das Nachfragewachstum übersteigen, besteht ein Preisverfallsrisiko mit negativen Folgen für den Umsatz und das operative Ergebnis. HeidelbergCement prüft im Vorfeld von Kapazitätserweiterungsprojekten sowohl Marktumfeld als auch Marktpotenzial und reagiert auf Überkapazitäten mit Kosteneinsparungs- und Effizienzverbesserungsprogrammen, Produktionsanpassungen sowie Standortoptimierungen. In Indonesien besteht aufgrund des schwachen Nachfragewachstums im Jahr 2015 und des Ausbaus von Kapazitäten durch Wettbewerber ein Überangebot an Zement. Sollte die Marktentwicklung 2016 unter den Erwartungen bleiben, könnte Preisdruck entstehen, der sich negativ auf Umsatz und Ergebnis auswirkt. Wir stufen dieses Risiko als niedriges Risiko ein. Ende Juli 2015 ist HeidelbergCement eine Vereinbarung mit Italmobiliare S.p.A. über den Erwerb einer Beteiligung von 45% an Italcementi S.p.A. eingegangen mit dem Ziel, Italcementi zu übernehmen und in den HeidelbergCement-Konzern zu integrieren. Der Abschluss der Übernahme wird im Jahresverlauf 2016 erwartet. Die möglichen Auswirkungen der Übernahme sind nicht in der Umsatz- und Ergebnisprognose von HeidelbergCement enthalten. Wir verfügen über langjährige Erfahrungen bei der Integration von Unternehmen und haben die notwendigen Prozesse und Strukturen bereits geschaffen. Es besteht trotzdem das Risiko, dass sich die Integration schwieriger gestaltet als erwartet, neue, bisher unbekannte Risiken erkannt werden, oder sich die Umsatz- und Ergebnisentwicklung von Italcementi schlechter entwickelt als von Italcementi vorhergesagt und negative Auswirkungen auf den Umsatz und das Ergebnis des Konzerns nach der Übernahme hat. Risiken aus der Substitution von ProduktenZement, Sand, Kies und Hartgestein sind weltweit die Grundrohstoffe für den Bau von Häusern, Industrieanlagen und Infrastruktur. Die Verwendung von zementartigen Bindemitteln lässt sich bis zur Römerzeit zurückverfolgen. Aufgrund der hohen Energie- und CO2 -Intensität von Zement gibt es Forschungsprojekte zur Entwicklung alternativer Bindemittel mit einer günstigeren Energie- und Klimabilanz. Mitarbeiter des konzernweit tätigen Heidelberg Technology Center (HTC) beobachten die Entwicklung alternativer Bindemittel aufmerksam und sind selbst in deren Erforschung tätig. Aufgrund des aktuellen Kenntnisstands über alternative Bindemittel im Vergleich zu den hohen Anforderungen an Verarbeitbarkeit, Dauerhaftigkeit und kostengünstige Herstellung von Bindemitteln allgemein ist aus unserer Sicht allerdings nicht damit zu rechnen, dass sich derzeit in der Entwicklung befindende alternative Bindemittel bereits in den nächsten Jahren herkömmliche Zementarten in großem Maßstab ersetzen werden. Falls sich die Produktionskosten für herkömmliche Bindemittel vor allem in reifen Märkten drastisch erhöhen sollten, beispielsweise durch eine weitere staatliche Verknappung von CO2 -Emissionszertifikaten oder durch beträchtliche Preisanstiege bei Energieträgern, könnten alternative Bindemittel zur Substitution herkömmlicher Bindemittel führen, sofern diese alle oben genannten Anforderungen erfüllen. Derzeit ist das allerdings nicht absehbar und daher ist dieses Risiko nicht in der Risikoberichterstattung aufgeführt. Politische Risiken und Risiken durch außergewöhnliche externe StörfälleWie für alle Unternehmen stellen auch für uns potenzielle Umbrüche im politischen, rechtlichen oder gesellschaftlichen Umfeld ein grundsätzliches Risiko dar. HeidelbergCement ist als weltweit operierender Konzern in mehr als 40 Ländern tätig und daher auch politischen Risiken, wie der Verstaatlichung, dem Verbot von Kapitaltransfer, Terrorismus, Krieg oder Unruhen, ausgesetzt. An verschiedenen Standorten können wir gewisse Sicherheitsrisiken aufgrund der innenpolitischen Verhältnisse nicht ausschließen. Der Konflikt im Osten der Ukraine beeinträchtigt den Betrieb eines unserer Zementwerke. Sollte sich die Situation vor Ort nicht entspannen, könnte es zum Verlust des Werks kommen. Wir stufen diese Entwicklung als mittleres Risiko mit einer möglichen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem moderaten Ausmaß ein. Vereinzelt unterliegen die Zementpreise einer staatlichen Reglementierung, wie beispielsweise in Togo. Ferner kann es zu staatlichen Eingriffen in die Produktionssteuerung durch befristete Stilllegungsverfügungen kommen, wie beispielsweise in China. Wir stufen dieses Risiko insgesamt als niedrig ein. Ebenso könnten außergewöhnliche externe Störfälle, wie Naturkatastrophen oder Pandemien, unser Geschäftsergebnis negativ beeinflussen. In Liberia und Sierra Leone kam es 2014 zu einem Ausbruch von Ebola, der erst Ende 2015 offiziell für beendet erklärt wurde. Sollte es zu einem erneuten Ausbruch kommen, besteht das Risiko, nicht genügend Rohstoffe, die für die Zementproduktion nötig sind, in diese Länder importieren zu können. Bei dem letzten Ausbruch waren wir in der Lage, ausreichend Transportkapazitäten zu sichern. Aktuell sehen wir hier kein Risiko. Gegenüber Naturkatastrophen, einschließlich Erdbeben, gewährleisten angemessene Entschädigungsobergrenzen unseres konzernweiten Sachversicherungsprogramms eine umfassende Absicherung unserer Aktivitäten in den stark gefährdeten Regionen Nordamerikas und Asiens. Operative RisikenZu den operativen Risiken zählen insbesondere Risiken aus der Verfügbarkeit und Kostenentwicklung von Energie, Rohstoffen und qualifiziertem Personal. Darüber hinaus berücksichtigen wir in dieser Kategorie regulatorische Risiken im Zusammenhang mit Umweltschutzauflagen sowie Produktions-, Qualitäts- und IT-Risiken. Im Vergleich zum Vorjahr sind die operativen Risiken insbesondere aufgrund des Wegfalls der Energiepreisrisiken in Indonesien zurückgegangen. Volatilität von Energie- und RohstoffpreisenFür ein energieintensives Unternehmen wie HeidelbergCement resultiert ein erhebliches Risiko aus der Kostenentwicklung auf den Energiemärkten, die extrem volatil sind. Im Jahr 2015 waren die Energiepreise insgesamt rückläufig. Diese Entwicklung wurde durch den Anstieg der Produktion von Schiefergas und -öl in Nordamerika begünstigt. In einzelnen Ländern, wie zum Beispiel in Indien und Indonesien, kam es jedoch zu Steigerungen der Strompreise. Engpässe bei der Produktion, zum Beispiel aufgrund kriegerischer Auseinandersetzungen im Nahen Osten, können zu einem deutlichen Anstieg der Energiepreise führen. In einigen Ländern bestehen zudem Risiken aus der Kürzung staatlicher Subventionen für Strom oder aus der staatlichen Regulierung der Öl- und Gaspreise. In Indonesien wurden die Subventionen für Strom und Diesel im Jahr 2014 deutlich reduziert. Sollte es zu einer weiteren Kürzung der Treibstoffsubventionen kommen, würden sich die Transportkosten unserer Rohstoffe und Fertigprodukte erhöhen. Als Gegenmaßnahme planen wir eine entsprechende Erhöhung der Verkaufspreise, um den Kostenanstieg auszugleichen. Aktuell sehen wir diesbezüglich jedoch kein Risiko. Neben der Volatilität der Energiepreise stellen infrastrukturelle Engpässe bei der Stromversorgung, insbesondere in Afrika, ein typisches Risiko für unser Unternehmen dar. Auch die Preise für andere Rohstoffe unterliegen konjunkturellen Schwankungen. 2015 sind die Kosten für Rohstoffe absolut gestiegen, im Verhältnis zum Umsatz jedoch leicht zurückgegangen. Die Preisrisiken für Energie und Rohstoffe mindern wir durch konzernweit gebündelte und strukturierte Beschaffungsprozesse. Außerdem setzen wir auf den steigenden Einsatz von alter-nativen Brenn- und Rohstoffen. Damit minimieren wir Preisrisiken und senken gleichzeitig die CO2 -Emissionen sowie den Anteil des energieintensiven Klinkers im Endprodukt Zement. Mit dem in den Jahren 2011 bis 2013 durchgeführten konzernweiten Programm "Operational Excellence" haben wir die Effizienz des Zementherstellungsprozesses nachhaltig gesteigert. Über einen reduzierten und optimierten Verbrauch von Strom, Brenn- und Rohstoffen wirken wir gezielt auf die Senkung der Energiekosten hin. Mit dem 2014 gestarteten "Continuous Improvement Program" wollen wir das bisher Erreichte nicht nur bewahren, sondern kontinuierlich weiter verbessern. Im Jahr 2014 wurde eine weitere Einsparungsinitiative im Einkauf gestartet, die das erfolgreiche Drei-Jahres-Programm "FOX 2013" fortsetzt, um die finanzielle und operative Leistungsfähigkeit des Konzerns weiter und dauerhaft zu erhöhen. Vor dem Hintergrund des grundsätzlich andauernden Kostendrucks strebt auch das aktuelle Programm weitere Einsparungen im Einkauf an. Weitere Informationen zu unserem Beschaffungsmanagement finden Sie auf Seite 109. Im Rahmen der Preisgestaltung für unsere Produkte versuchen wir, Kostensteigerungen für Energie und Rohstoffe auch an unsere Kunden weiterzugeben. Der Erfolg solcher Preissteigerungen ist mit deutlichen Unsicherheiten behaftet, da die meisten unserer Produkte normierte Massenware sind, deren Preis im Wesentlichen von Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Es besteht daher das Risiko, dass sich Preiserhöhungen insbesondere in Märkten mit Überkapazitäten nicht durchsetzen lassen oder zu einem Rückgang der Absatzmengen führen. Verfügbarkeit von Roh- und ZusatzstoffenHeidelbergCement benötigt für die Zement- und Zuschlagstoffproduktion eine bedeutende Menge an Rohstoffen, die durch hohe eigene Vorkommen sichergestellt ist. Um die Schlüsselrolle der Rohstoffe für unser Unternehmen hervorzuheben und um einen Wissenstransfer sowie Synergieeffekte über die Ländergrenzen hinweg zu ermöglichen, haben wir den Bereich Geologie für Zement konzernweit im HTC Global (siehe Abschnitt Forschung und Technik auf Seite 51) und für Zuschlagstoffe im CCM (Competence Center Materials) gebündelt. Dennoch besteht an einzelnen Standorten ein gewisses Risikopotenzial im Zusammenhang mit der Erteilung von Abbaugenehmigungen. In Malaysia verhindert zum Beispiel die Ausweitung der Urbanisierung möglicherweise das weitere Betreiben eines Steinbruchs. Notwendige Genehmigungen könnten kurzfristig verweigert werden oder es könnte zu Streitigkeiten über den zu zahlenden Abbauzins kommen. In Damoh, Indien, läuft ein Rechtsstreit mit der Regionalverwaltung über die korrekte Berechnung des Abbauzinses für Kalkstein. Wir bewerten dies als mittleres Risiko mit einer seltenen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem moderaten Ausmaß. Darüber hinaus bergen ökologische Faktoren und Umweltauflagen für den Zugriff auf Rohstoffvorkommen eine gewisse Unsicherheit. In manchen Regionen der Welt, zum Beispiel in Westafrika südlich der Sahara, sind Rohstoffe für die Zementproduktion derart knapp, dass Zement oder Klinker über den Seeweg importiert werden müssen. Steigende Transportkosten und Kapazitätsengpässe in den Hafenanlagen können zu einer Steigerung der Produktkosten führen. Wir bewerten dies insgesamt als niedriges Risiko. Verfügbarkeit und Preise des in der Zementherstellung eingesetzten Zusatzstoffs Hüttensand, der als Nebenprodukt bei der Stahlherstellung anfällt, unterliegen konjunkturellen Schwankungen und bergen damit ein Kostenrisiko. Der Einsatz von Hüttensand erfolgt hauptsächlich in Europa und den GUS-Staaten (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten). Die für 2016 erwartete Stahlproduktion wird im Vergleich zum Vorjahr als annähernd stabil eingeschätzt. Produktionsverlagerungen im Rahmen von Bereinigungen der europäischen Stahlüberkapazitäten können kurz- bis mittelfristig verknappte Hüttensandmengen zur Folge haben. Als Vorsorgemaßnahme gegen mögliche künftige Versorgungsengpässe und Preisschwankungen optimieren wir unsere Lagerhaltung und flexibilisieren die Angebotspalette der Zementsorten. Produktionstechnische RisikenDie Zementindustrie ist eine anlagenintensive Branche mit komplexer Technologie zur Lagerung und Verarbeitung von Roh-, Zusatz- und Brennstoffen. Aufgrund von Unfall- und Betriebsrisiken könnten Personen-, Sach- und Umweltschäden entstehen sowie Betriebsunterbrechungen eintreten. Um mögliche Schadenereignisse und deren Folgen zu vermeiden, setzen wir in unseren Werken auf verschiedene Überwachungs- und Sicherheitssysteme sowie integrierte Managementsysteme einschließlich hoher Sicherheitsstandards sowie auf regelmäßige Prüf-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten. Um drohende Gefahrenpotenziale zu erkennen, sind wir bestrebt, jeden Mitarbeiter diesbezüglich zu schulen und zu sensibilisieren. Wir stufen die produktionstechnischen Risiken insgesamt als niedriges Risiko ein. Die Witterungsabhängigkeit der Baustoffnachfrage birgt das Risiko von Auslastungsschwankungen und Produktionsstillständen. Dieses Risiko minimieren wir durch unterschiedliche regionale Standorte, bedarfsorientierte Produktionssteuerung und flexible Arbeitszeitmodelle. Darüber hinaus nutzen wir Produktionsstillstände soweit wie möglich für notwendige Instandhaltungsarbeiten. Die Risikotransferstrategie von HeidelbergCement legt den wesentlichen Versicherungsprogrammen Selbstbehalte zugrunde, die an die Größenordnung des Konzerns angepasst sind und auf langjährigen Schadenanalysen beruhen. Das internationale Haftpflichtversicherungsprogramm sieht seit dem Jahr 2011 eine Optimierung der Deckung und des Haftungslimits insbesondere für Risiken aus Umweltschäden vor. QualitätsrisikenBaustoffe unterliegen einer strengen Normierung. Sollten gelieferte Produkte den Normen bzw. Qualitätsanforderungen der Kunden nicht genügen, drohen der Verlust von Absatzmengen, Schadenersatzansprüche und/oder die Beeinträchtigung von Kundenbeziehungen. HeidelbergCement stellt die Erfüllung der Normen in unternehmenseigenen Laboren mittels engmaschiger, prozessbegleitender Qualitätssicherung sowie Endkontrollen sicher. Hinzu kommen Qualitätssicherungen durch sachverständige Dritte im Rahmen der vorhandenen umfangreichen Qualitätssicherungsprogramme. Insgesamt stufen wir die Qualitätsrisiken als niedrig ein. Regulatorische Risiken im UmweltschutzÄnderungen im regulatorischen Umfeld können Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von HeidelbergCement haben. Dies trifft insbesondere auf gesetzliche Regelungen im Bereich des Umweltschutzes zu. Eine Verschärfung von Umweltauflagen kann zu Kostensteigerungen, zusätzlichem Investitionsbedarf oder sogar zur Stilllegung von Produktionsanlagen führen. Im Rahmen des im Dezember 2008 neu verabschiedeten europäischen Klimapakets zur Herabsetzung des Treibhausgasausstoßes wurden vom Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission ambitionierte Ziele für den Klimaschutz festgelegt. Die Zementindustrie ist neben anderen CO2 -intensiven Industriesektoren nicht von der Vollversteigerung der Emissionsrechte seit dem Jahr 2013 betroffen. Die Emissionsrechte werden damit weiterhin kostenlos - allerdings bis 2020 in einer um 21 % verminderten Menge gegenüber 2005 - zugeteilt. Die Zuteilung der Emissionszertifikate soll auf Basis anspruchsvoller produktspezifischer Benchmarks erfolgen, die noch durch einen jährlich wachsenden Cross-Sectoral-Correction-Faktor weiter gemindert wird. Es ist von einer Verteuerung des Klimaschutzes über die kontinuierliche Verknappung der Gesamtmenge der Zertifikate auszugehen. Langfristig könnten sich somit im europäischen Raum Zusatzbelastungen aufgrund höherer Herstellungskosten ergeben und damit klare Wettbewerbsnachteile gegenüber Produzenten aus Ländern, die nicht in den Emissionshandel einbezogen sind. Im US-Bundesstaat Kalifornien gibt es seit November 2012 ein "Cap-and-trade"-Programm für Emissionsrechte. Im Berichtsjahr fanden vier Auktionen statt. Unsere Tochtergesellschaft Lehigh Hanson hat nicht daran teilgenommen, da der Bundesstaat Kalifornien der Zementindustrie genügend Emissionsrechte kostenlos zugeteilt hat. Wir rechnen nicht damit, dass sich daran kurzfristig etwas ändern wird. Zudem prüft Lehigh Hanson aktiv Ansätze, um den CO2 -Ausstoß auch weiterhin unter der abnehmenden Obergrenze zu halten, unter anderem durch die Verbesserung der Ofeneffizienz und die Verwendung von Biomasse. Wir werden das Programm genau beobachten, um eine Entscheidung über die Teilnahme zum richtigen Zeitpunkt zu treffen. Eine Teilnahme am "Cap-and-trade"-Programm birgt das Risiko, dass in Zukunft nicht genügend Emissionsrechte zur Verfügung stehen und zusätzliche Kosten durch den Zukauf von Rechten entstehen. In der chinesischen Provinz Guangdong wurde 2013 ein Emissionshandelssystem als Pilotprojekt eingeführt. 2014 wurden 97 % der für das Jahr 2013 festgelegten Emissionszertifikate kostenlos zugeteilt. Da wir weniger als 97 % der zugeteilten Emissionsrechte benötigen, sind diese weiterhin für uns kostenlos. Guangdong zählt in China zu den ersten Provinzen, die das Emissionshandelssystem eingeführt haben. Das volle Ausmaß der Auswirkungen auf unsere dortigen Zementwerke lässt sich noch nicht abschließend beurteilen. Im Jahr 2017 soll ein neues, nationales Emissionshandelssystem in China eingeführt werden, das auch die Zementindustrie mit abdeckt. Die Umsetzung der europäischen Industrieemissionsrichtlinie 2010/75 in nationales Recht im Jahr 2013 führte zu strengeren Umweltanforderungen für die europäische Zementindustrie. Insbesondere in Deutschland wurden die Grenzwerte für Staub- und Ammoniakemissionen ab 2016 sowie für Stickoxidemissionen ab 2019 über die EU-Anforderungen hinaus deutlich verschärft. Um diese strengeren Umweltauflagen einhalten zu können, entsteht für uns ein erheblicher Investitionsbedarf. Seit September 2015 gelten die von der amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA (Environmental Protection Agency) eingeführten Emissionsnormen für gefährliche Luftschadstoffe (National Emission Standards for Hazardous Air Pollutants - NESHAP). Unsere nordamerikanische Tochtergesellschaft Lehigh Hanson hat 2015 umfangreiche Investitionen in technische Ausrüstung abgeschlossen, um die neuen Normen einzuhalten, die strenger sind als bereits bestehende Normen in anderen Teilen der Welt. Klimaschutz und die Senkung der CO2 -Emissionen sind ein Schwerpunkt der Nachhaltigkeits-strategie von HeidelbergCement. Durch die Erhöhung der Energieeffizienz, die Entwicklung von Zementsorten mit einem geringeren Klinkeranteil sowie den Einsatz alternativer Brennstoffe wie Biomasse konnten wir unsere spezifischen Netto-CO2 -Emissionen bis 2015 gegenüber 1990 um 22% senken. Weitere Maßnahmen zu Klima- und Umweltschutz werden im Kapitel Umweltverantwortung auf Seite 105 f. sowie im Abschnitt Forschung und Technik auf Seite 50 f. dargestellt. IT-RisikenIT-Systeme unterstützen unsere globalen Geschäftsprozesse, die Kommunikation und auch in zunehmendem Maße Vertrieb, Logistik und Produktion. Risiken könnten vor allem aus der Nichtverfügbarkeit von IT-Systemen, der verzögerten Bereitstellung sowie dem Verlust oder der Manipulation von Daten entstehen. Insbesondere die Einführung von Service- und Dispositionszentren basierend auf zentralen Serverlösungen lassen das Risiko eines Systemausfalls steigen. Mit zunehmender Anzahl verbundener Unternehmensteile wächst die Auswirkung eines Ausfalls stetig an. Um derartige Risiken zu minimieren, sind Back-up-Verfahren sowie standardisierte IT-Infrastrukturen im Einsatz. Des Weiteren werden die kritischen Systeme in zwei getrennten Rechenzentren je Region betrieben, die neuesten Sicherheitsstandards entsprechen. Alle wichtigen Serversysteme und PCs werden durch ständig aktualisierte Antivirensoftware vor möglichen Bedrohungen geschützt. Zusätzlich werden die Systemplattformen und die kritischen Geschäftsanwendungen regelmäßig aktualisiert und durch weitere Schutzmechanismen abgesichert. Die Informationssicherheit ist ein integraler Bestandteil der unternehmensweiten IT-Strategie. Wir erarbeiten, implementieren und überprüfen Maßnahmen zum Schutz von Daten, Anwendungen, Systemen und Netzen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Zugriffsschutz sowie der Filterung des Datenverkehrs. Der IT-Sicherheitsprozess ist strukturiert und durch Richtlinien, Standards und Empfehlungen gegliedert, die zur Sensibilisierung unserer Mitarbeiter beitragen. Ein ständiger Verbesserungsprozess sorgt für eine nachhaltige Effizienzsteigerung der Schutzmaßnahmen. Darüber hinaus wirken wir dem Überalterungsprozess der Geräte- und Systemtechnik entgegen. Bei den bestehenden Anwendungen gilt unser besonderes Augenmerk den geschäftskritischen Ressourcen (z.B. ERP- und Logistikanwendungen, Netz-Infrastruktur), die konsolidiert und aktualisiert werden. Das Risiko von System- oder Anwendungsausfällen bewerten wir als mittleres Risiko. Rechtliche und Compliance-RisikenZu unseren wesentlichen rechtlichen und Compliance-Risiken zählen Risiken aus laufenden Verfahren und Untersuchungen sowie Risiken aus Veränderungen des regulatorischen Umfelds und der Nichteinhaltung von Compliance-Vorgaben. Im Vergleich zum Vorjahr sind die rechtlichen und Compliance-Risiken aufgrund der Schließung von Risiken im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) zurückgegangen. Hanson Asbestklagen und UmweltschadenfälleEinige unserer Hanson-Beteiligungen in den USA sind aufgrund früherer Aktivitäten besonderen rechtlichen Risiken und Prozessen ausgesetzt. Hierbei handelt es sich insbesondere um Asbestklagen, die u.a. vom Vorwurf der Körperverletzung ausgehen und mehrere amerikanische Tochtergesellschaften betreffen. Die Herstellung der asbesthaltigen Produkte fand vor der Zugehörigkeit dieser Gesellschaften zur Hanson-Gruppe und zu HeidelbergCement statt. In den USA erfolgen die Abwicklung und intensive Betreuung dieser Schadenfälle durch ein Team eigener Juristen in Zusammenarbeit mit Versicherern sowie externen Beratern. Diese Bearbeitung wird sich aufgrund der Komplexität der Fälle und der Besonderheiten des amerikanischen Rechtssystems voraussichtlich noch einige Jahre hinziehen. Ausgehend von einer Extrapolation der Schadenfälle und zuverlässigen Schätzungen der Kostenentwicklung für die nächsten acht Jahre wurden angemessene Rückstellungen gebildet. Diesen steht ein Deckungsschutz durch Haftpflichtversicherungen gegenüber. Darüber hinaus liegt in den USA eine beachtliche Anzahl an Umwelt- und Produkthaftungsansprüchen gegenüber ehemaligen und noch existierenden Hanson-Beteiligungen vor, die ebenfalls auf längst aufgegebene Geschäftstätigkeiten zurückgehen. Diese Prozesse und Haftpflichtschadenfälle im Zusammenhang mit giftigen Stoffen wie Kohlenebenprodukten oder Holzschutzmitteln sind teilweise nicht durch entsprechenden Versicherungsschutz abgedeckt. Unsere Tochtergesellschaften können über den Sanierungsaufwand und den Schadenersatz hinaus durch zusätzliche gerichtlich festgesetzte Strafzahlungen belastet werden; es besteht aber auch die Möglichkeit, über berechtigte Schadenersatzforderungen außergerichtliche Vergleichsabkommen abzuschließen. Hierfür wurde ausreichend bilanzielle Vorsorge getroffen. Insgesamt betrachten wir die Risiken in Bezug auf Umweltschäden in Nordamerika als mittleres Risiko. KartellverfahrenIn dem im Jahr 2002 eingeleiteten Kartellverfahren gegen Unternehmen der deutschen Zementindustrie hat das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf im Juni 2009 gegen HeidelbergCement ein Bußgeld in Höhe von rund 170 Mio € verhängt, das im Jahr 2013 durch den Bundesgerichtshof in letzter Instanz auf rund 161,4 Mio € reduziert wurde. Die in diesem Zusammenhang von der belgischen Gesellschaft Cartel Damage Claims SA (CDC) vor dem Landgericht Düsseldorf erhobene Schadenersatzklage, die damit begründet wird, zwischen 1993 und 2002 seien kartellbedingt überhöhte Zementpreise gefordert worden, wurde in erster Instanz am 17. Dezember 2013 aus Rechtsgründen abgewiesen; die dieses Urteil insgesamt in Frage stellende Berufung wurde am 18. Februar 2015 durch das OLG Düsseldorf zurückgewiesen. CDC hat hiergegen kein weiteres Rechtsmittel eingelegt. CDC hat allerdings vor dem Landgericht Mannheim eine neue Klage erhoben. Diese beruht auf angeblich erneut in den Jahren 2014 und 2015 von 23 Zementkunden erworbenen Schadenersatzansprüchen. CDC verlangt von HeidelbergCement gesamtschuldnerisch Schadenersatz hinsichtlich angeblicher Preiseffekte des deutschen Zementkartells in den Jahren 1993 bis 2002 in Süd- und Ostdeutschland. CDC beziffert den Schaden auf 82 Mio € zuzüglich Zinsen in Höhe von 57 Mio €. HeidelbergCement muss für den Fall der Bejahung des Schadensersatzanspruchs auf sein Risiko Regress bei den übrigen Kartellbeteiligten nehmen. HeidelbergCement glaubt überzeugende Argumente gegen die Klage zu haben, kann aber aufgrund des frühen Stands des Verfahrens ein negatives Ergebnis nicht sicher ausschließen. Wir schreiben diesem Fall ein mittleres Risiko zu. Das aufgrund von Kartellvorwürfen im November 2008 durch Nachprüfungen der EU-Kommission an Standorten in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Großbritannien begonnene Ermittlungsverfahren wurde im Sommer 2015 eingestellt. Die Vorwürfe haben sich trotz jahrelanger Untersuchungen nicht bestätigt. Insbesondere die Erfahrungen aus diesen Verfahren veranlassen uns, die intensiven internen Vorkehrungen zur Vermeidung von Kartellverstößen, vor allem regelmäßige Schulungsmaßnahmen u.a. unter Einsatz elektronischer Schulungsprogramme, ständig zu prüfen und fortzuentwickeln. Nachhaltigkeits- und Compliance-RisikenIm Rahmen der nachhaltigen Unternehmensführung bekennt sich HeidelbergCement insbesondere zum Schutz der Umwelt, zur Ressourcenschonung, zur Erhaltung der Biodiversität und darüber hinaus zu gesellschaftlich verantwortungsvollem Handeln. Wir erachten Umweltvorsorge, Klimaschutz und nachhaltige Ressourcensicherung als Fundament für die künftige Entwicklung unseres Unternehmens. Die Einhaltung von geltendem Recht und Unternehmensrichtlinien (Compliance) ist integrierter Bestandteil unserer Unternehmenskultur und damit Aufgabe und Verpflichtung eines jeden Mitarbeiters. Verstöße gegen unsere Selbstverpflichtungen oder gegen Gesetze und Unternehmensrichtlinien bergen neben unmittelbaren Sanktionsrisiken auch strategische sowie operative Risiken und stellen ein Reputationsrisiko dar. Zur Sicherstellung gesetzmäßigen und regelkonformen Verhaltens haben wir ein konzernweites integriertes Compliance-Programm etabliert. Dieses umfasst unter anderem Informationsbroschüren, eine Compliance-Hotline sowie Mitarbeiterschulungen, die mit modernen Techniken und Medien wie elektronischen Lernmodulen durchgeführt werden und einen Schwerpunkt auf die Aufklärung in den Risikofeldern Kartell- und Wettbewerbsrecht sowie Anti-Korruptionsregeln legen. Verstöße gegen geltendes Recht und interne Richtlinien werden angemessen sanktioniert. Zudem werden entsprechende korrektive und präventive Maßnahmen ergriffen, um ähnliche Vorkommnisse in Zukunft besser zu vermeiden. Des Weiteren haben wir ein Konzept zur Bewertung von Korruptionsrisiken und möglichen Interessenkonflikten sowie zu deren Reduzierung entwickelt. Die Risikobewertung und Erstellung von Maßnahmenplänen in den einzelnen Ländern begann Anfang 2014 und wird 2016 abgeschlossen werden. Ein zusätzlicher Schwerpunkt der Weiterentwicklung unseres Compliance-Programms war die Umsetzung der Ende 2014 eingeführten Richtlinie zu internationalen Handelssanktionen, um die Einhaltung relevanter Sanktionsregelungen, insbesondere der Vereinten Nationen, der Europäischen Union und der USA, in den Ländern, in denen wir aktiv sind, sicherzustellen. Die zugehörigen Prüfvorgänge gegen internationale Sanktionslisten wurden 2015 vollständig installiert. Weitere Informationen zu Nachhaltigkeit finden Sie auf Seite 96 f., zu Umweltverantwortung auf Seite 105 f. und zu Compliance auf Seite 147. ChancenfelderUnternehmerische Chancen werden auf Konzernebene und auf operativer Ebene in den einzelnen Ländern erkannt und im Rahmen der Strategie- und Planungsprozesse berücksichtigt. Unter den im Folgenden dargestellten Chancen verstehen wir mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven Abweichung von unserer Prognose führen können. Eine Bewertung der Chancen erfolgt in der Regel nicht, da die Eintrittswahrscheinlichkeiten nur sehr schwer abzuschätzen sind. Finanzielle ChancenDen unter finanziellen Risiken genannten Währungs- und Zinsänderungsrisiken stehen auch Chancen gegenüber, dass sich die genannten Einflussfaktoren in eine für uns vorteilhafte Richtung entwickeln. Schwankungen der Wechselkurse von Fremdwährungen gegenüber dem Euro stellen sowohl Risiken als auch Chancen dar. So führt beispielsweise ein Wertzuwachs des US-Dollar gegenüber dem Euro einerseits zu einer Erhöhung von Umsatz und operativem Ergebnis; andererseits steigt auch der US-Dollar-basierte Anteil der Einkaufskosten nach Umrechnung in Euro. Das betrifft insbesondere Rohstoffe, die auf dem Weltmarkt in US-Dollar gehandelt werden. Chancen für die Ergebnisentwicklung sehen wir konkret für den Fall, dass sich der Euro-Wechselkurs zu den übrigen Währungen für den Rest des Jahres 2016 abschwächt. Strategische ChancenDen Branchen- und Absatzmarktrisiken stehen auch Chancen gegenüber, dass sich die genannten Einflussfaktoren in eine für uns vorteilhafte Richtung entwickeln. Im Jahr 2016 könnten sich Chancen aus einem stärker als erwarteten Wirtschaftswachstum in ölimportierenden Ländern aufgrund des seit Mitte 2014 deutlich gesunken Ölpreises ergeben. Der öffentliche Bau könnte als Folge höherer Steuereinnahmen ebenfalls profitieren. Mittel- und langfristig sehen wir insbesondere Chancen für den Anstieg der Nachfrage nach Baustoffen für den Wohnungs-, Wirtschafts- und öffentlichen Bau aufgrund steigender Bevölkerungszahlen, einer Zunahme des Wohlstands und des anhaltenden Trends der Urbanisierung, insbesondere in den Wachstumsmärkten der Schwellenländer. Den Risiken aus Akquisitionen und Investitionen stehen ebenfalls Chancen gegenüber. Wir haben in den letzten Jahren unsere Zementkapazitäten in Wachstumsmärkten kontinuierlich ausgebaut und werden auch im Jahr 2016 neue Kapazitäten in Schwellenländern, vor allem in Indonesien, in Betrieb nehmen. Darüber hinaus beabsichtigen wir mit der Übernahme von Italcementi unser Wachstum zu beschleunigen und unser Ergebnispotenzial weiter zu steigern. Es besteht die Chance, dass Investitionen und Akquisitionen schneller als erwartet umgesetzt werden und höher als erwartet zum Ergebniswachstum beitragen. Im Prognosebericht auf Seite 110 f. sind ausschließlich bereits abgeschlossene Akquisitionen berücksichtigt. Operative ChancenDen Risiken aus dem Anstieg der Preise für Energie, Roh- und Zusatzstoffe stehen auch Chancen gegenüber, dass sich die genannten Einflussfaktoren in eine für uns vorteilhafte Richtung entwickeln. Der seit Mitte 2014 deutlich gesunkene Ölpreis kann zu geringeren Treibstoffkosten und positiven Sekundäreffekten bei unseren Logistik-Subunternehmern führen. Die Energiepreisentwicklung könnte insgesamt vorteilhafter ausfallen, wenn das Angebot an Kohle, Schiefergas und Öl die Nachfrage übersteigt oder Tariferhöhungen für Energieträger in Schwellenländern niedriger ausfallen oder später eingeführt werden als erwartet. Chancen für die Ergebnisentwicklung sehen wir konkret für den Fall, dass die Energiekosten für den Rest des Jahres 2016 auf dem niedrigen Stand von Ende Januar verbleiben. Die konsequente und kontinuierliche Durchführung von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, Kostensenkung und Margenverbesserung in Produktion, Logistik und Vertrieb sind wesentliche Bestandteile unserer Unternehmensstrategie. Im Rahmen des 2012 gestarteten Programms "LEO" arbeiten wir an der Optimierung unserer Logistik, um durch eine bessere Auslastung von Fahrzeugen und Fahrern die Effizienz weiter zu steigern und Kosten zu senken. Darüber hinaus zielen die Projekte "Aggregates CI" im Zuschlagstoffbereich und "CIP" im Zementbereich auf die Steigerung der Margen durch kontinuierliche Verbesserung der operativen und kommerziellen Arbeitsprozesse. Es besteht bei allen Projekten die Chance, dass die Ergebnisse über den Erwartungen liegen und die Margenverbesserung höher ausfällt als bisher erwartet. Beurteilung der Gesamtrisiko- und -chancensituation durch die UnternehmensleitungDie Beurteilung der Gesamtrisikosituation des Konzerns ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikokomplexe beziehungsweise Einzelrisiken. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zusammensetzung der Risikomatrix nicht wesentlich verändert. Die Gesamtrisikosituation hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des Rückgangs der operativen sowie rechtlichen und Compliance-Risiken verbessert. In der Summe sind dem Vorstand keine Risiken bekannt, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Vom Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses 2015 hat sich die Risikosituation unseres Konzerns nicht wesentlich verändert. Das Unternehmen verfügt über eine solide finanzielle Basis und die Liquiditätssituation ist komfortabel. HeidelbergCement ist sich der hier dargestellten Chancen und Risiken für die Geschäftstätigkeit bewusst. Die beschriebenen Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, dass HeidelbergCement die Chancen zur Weiterentwicklung des Unternehmens nutzen kann, ohne die Risiken dabei aus den Augen zu verlieren. Unser konzernweit standardisiertes Kontroll- und Risikomanagementsystem stellt sicher, dass wesentliche Risiken, die den Geschäftslauf negativ beeinflussen könnten, frühzeitig identifiziert werden. HeidelbergCement sieht sich mit seinem integrierten Produktportfolio, seinen starken Positionen in Wachstumsmärkten und seiner effizienten Kostenstruktur gut gerüstet, um sich eventuell realisierende Risiken zu bewältigen und von den sich bietenden Chancen zu profitieren. Corporate GovernanceTeil des zusammengefassten Lageberichts des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AG Erklärung zur Unternehmensführung1)Entsprechenserklärung gem. § 161 AktGAm 15. Februar 2016 hat der Vorstand und am 16. Februar 2016 hat der Aufsichtsrat beschlossen, die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 Abs. 1 AktG abzugeben: Vorstand und Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG erklären gemäß § 161 Abs. 1 AktG, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (im Folgenden Kodex) mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und entsprochen wird:
Die vorstehende Erklärung bezieht sich für den Berichtszeitraum vom 9./10. Februar 2015 (Abgabe der letzten Entsprechenserklärung) bis zum 12. Juni 2015 auf die im Bundesanzeiger bekanntgemachte Kodexfassung vom 24. Juni 2014. Für den Zeitraum seit dem 13. Juni 2015 bezieht sie sich auf die am 12. Juni 2015 bekanntgemachte Kodexfassung vom 5. Mai 2015. Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werdenEin konzernweit geltender Verhaltenskodex fordert von allen Mitarbeitern die Beachtung der Grundregeln des geschäftlichen Anstands - unabhängig davon, ob diese ihren Niederschlag in gesetzlichen Vorschriften gefunden haben oder nicht. Gefordert werden insbesondere:
Der Verhaltenskodex, der auf unserer Internetseite www.heidelbergcement.com unter "Unter-nehmen/Corporate Governance/Erklärung zur Unternehmensführung" öffentlich zugänglich ist, ist Teil des umfassenden Compliance-Programms. Dessen Beachtung wird im Rahmen der darin enthaltenen Kontrollmechanismen überwacht. Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren AusschüssenEin duales Führungssystem ist HeidelbergCement als deutscher Aktiengesellschaft gesetzlich vorgegeben. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung; die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Unternehmensleitung; der Vorstandsvorsitzende koordiniert die Arbeit der Vorstandsmitglieder. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, unmittelbar eingebunden; der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat. Geschäftsführung durch den VorstandBei der Leitung des Unternehmens ist der Vorstand an das Unternehmensinteresse gebunden. Er berücksichtigt dabei die Belange der Aktionäre, seiner Arbeitnehmer und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Gruppen (Stakeholder) mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung. Der Vorstand entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Er hat für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin (Compliance). Er sorgt für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen. Der Vorstand achtet bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) und strebt dabei eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an. Der Vorstand hat am 15. September 2015 beschlossen, bis zum 30. Juni 2017 für den Frauenanteil unter den Führungskräften in Deutschland auf der ersten Ebene unterhalb des Vorstands eine Zielgröße von 14% und für den auf der zweiten Ebene eine Zielgröße von 15% zu erreichen. Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Mitarbeiter und Gesellschaft auf Seite 97 f. Der Aufsichtsrat hat am 14. September 2015 nach erneuter Abwägung beschlossen, am bislang bestehenden Frauenanteil im Vorstand festzuhalten und die bis zum 30. Juni 2017 zu erreichende Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand auf 0% festzulegen, wobei diese Festlegung ausdrücklich unberührt lässt, dass der Aufsichtsrat bemüht ist, wie bisher insgesamt eine Diversität bei Personalentscheidungen zu berücksichtigen. Die von Vorstand und Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung für den Vorstand regelt in Verbindung mit dem vom Aufsichtsrat gebilligten Geschäftsverteilungsplan die Arbeit des Vorstands, insbesondere die Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderlichen Beschlussmehrheiten. Danach führt jedes Vorstandsmitglied sein Ressort selbstständig und in eigener Verantwortung, jedoch mit der Maßgabe, dass alle Angelegenheiten von näher definierter wesentlicher Bedeutung vom Gesamtvorstand zu entscheiden sind. Dies geschieht in den regelmäßig stattfindenden und vom Vorstandsvorsitzenden geleiteten Vorstandssitzungen auf der Grundlage vorbereiteter Sitzungsunterlagen. Die Sitzungsergebnisse werden in einem Protokoll festgehalten, das alle Vorstandsmitglieder erhalten. Vorstandsausschüsse bestehen nicht. Beratung und Überwachung durch den AufsichtsratAufgabe des Aufsichtsrats ist es, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig zu beraten und zu überwachen. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen hat der Vorstand ihn einzubinden. Die vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnungen für den Aufsichtsrat und für den Vorstand regeln die Organisation und Arbeit des Aufsichtsrats, insbesondere die erforderlichen Beschlussmehrheiten, die der Zustimmung bedürfenden Rechtsgeschäfte und Maßnahmen, die Regelaltersgrenze für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder, die Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie die Aufgaben der eingerichteten Ausschüsse. Der Aufsichtsrat tritt wenigstens zweimal im Halbjahr zu Sitzungen zusammen, in denen er - in der Regel auf der Grundlage vom Vorstand erstatteter Berichte und zur Sitzungsvorbereitung vorab erhaltener Unterlagen - die anstehenden Themen erörtert und die erforderlichen Beschlüsse fasst. Bei Bedarf finden zusätzliche oder außerordentliche Sitzungen statt. Über die Sitzungen wird ein Protokoll erstellt, das alle Aufsichtsratsmitglieder erhalten. Dem Aufsichtsrat gehören eine nach seiner Ansicht ausreichende Zahl an unabhängigen Mitgliedern und mindestens ein unabhängiges Mitglied an, das über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt. Der Aufsichtsrat hat satzungsgemäß insgesamt vier Ausschüsse gebildet, deren Aufgaben und Arbeitsweise nachfolgend beschrieben werden. Über die Ergebnisse der Ausschusstätigkeit wird in der jeweils nachfolgenden Aufsichtsratssitzung dem Plenum berichtet. Dem Personalausschuss obliegt die Vorbereitung für die Entscheidung des Aufsichtsrats über die Bestellung von Vorstandsmitgliedern, für die Wahl des Vorstandsvorsitzenden und die Festlegung der Vergütungsstruktur des Vorstands sowie die Bezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder. Ferner obliegt ihm die Entscheidung über die Ausgestaltung der nicht vergütungsbezogenen rechtlichen Beziehungen zwischen der Gesellschaft und den Vorstandsmitgliedern. Dem Personalausschuss gehören die Herren Fritz-Jürgen Heckmann, Josef Heumann, Hans Georg Kraut, Ludwig Merckle, Alan Murray und Heinz Schmitt an; Vorsitzender ist Herr Ludwig Merckle. Dem Prüfungsausschuss obliegt die Vorbereitung der Entscheidung des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses. Ihm obliegt außerdem die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems, des Compliance-Programms und der Abschlussprüfung. Bei der Befassung mit der Abschlussprüfung obliegen ihm insbesondere die Vorbereitung des Vorschlags des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung für die Bestellung des Abschlussprüfers, die Erteilung des Prüfungsauftrags, die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte, die vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Abschluss der Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer, die Prüfung der Unabhängigkeit einschließlich der Einholung der Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers und die Entscheidung über Maßnahmen wegen während der Prüfung auftretender Gründe für einen möglichen Ausschluss oder eine Befangenheit des Abschlussprüfers. Darüber hinaus erörtert der Prüfungsausschuss mit dem Vorstand Halbjahres- und Quartalsberichte vor deren Veröffentlichung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses verfügt über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Dem Prüfungsausschuss gehört neben dem Vorsitzenden mindestens ein unabhängiges Mitglied an, das ebenfalls über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt. Dem Prüfungsausschuss gehören die Herren Fritz-Jürgen Heckmann, Ludwig Merckle, Heinz Schmitt, Dr. Jürgen M. Schneider, Werner Schraeder und Frank-Dirk Steininger an; Vorsitzender ist Herr Ludwig Merckle. Dem Nominierungsausschuss obliegt es, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen. Ihm gehören als Vertreter der Anteilseigner die Herren Fritz-Jürgen Heckmann, Ludwig Merckle und Tobias Merckle an; Vorsitzender ist Herr Fritz-Jürgen Heckmann. Dem Vermittlungsausschuss gem. §§ 27 Abs. 3, 31 Abs. 3 des Mitbestimmungsgesetzes obliegt es, dem Aufsichtsrat einen Vorschlag für die Bestellung von Vorstandsmitgliedern zu machen, wenn die dazu notwendige Zweidrittelmehrheit zunächst nicht zustande gekommen ist. Ihm gehören die Herren Fritz-Jürgen Heckmann, Hans Georg Kraut, Tobias Merckle und Heinz Schmitt an; Vorsitzender ist Herr Fritz-Jürgen Heckmann. Zusammensetzung des Aufsichtsrats, Vielfalt (Diversity)Der Aufsichtsrat hat am 28. Juni 2012 und am 14. September 2015 beschlossen, in Umsetzung der Empfehlung von Ziff. 5.4.1 des Kodex folgende konkrete Ziele für seine Zusammensetzung zu benennen: Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats spiegelt die nationale und internationale Ausrichtung von HeidelbergCement als einem führenden Baustoffhersteller angemessen wider. Dem Aufsichtsrat gehören mindestens drei von den Anteilseignern gewählte Mitglieder an, die unabhängige Mitglieder im Sinn von Ziffer 5.4.2 des Kodex sind. Dem Aufsichtsrat gehören mindestens zwei Frauen an. Die Regelaltersgrenze beträgt für Aufsichtsräte 75 Jahre; mit diesem Alter endet auch die Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass seine Zusammensetzung den von ihm festgelegten Zielen entspricht. Derzeit gehören dem Aufsichtsrat zwei Frauen an, von denen die eine von Seiten der Anteilseigner und die andere von Seiten der Arbeitnehmer gewählt wurde. Der in § 96 Abs. 2 AktG festgelegte Mindestanteil von jeweils 30 % an Frauen und Männern im Aufsichtsrat gilt nach den gesetzlichen Übergangsfristen erst bei Neubesetzungen im Aufsichtsrat des Unternehmens ab dem 1. Januar 2016. Solche Neubesetzungen fanden bisher nicht statt. Zusammenarbeit von Vorstand und AufsichtsratVorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Dazu stimmt der Vorstand die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung. Für näher definierte Geschäfte von wesentlicher Bedeutung hat der Aufsichtsrat in der Geschäftsordnung des Vorstands Zustimmungsvorbehalte festgelegt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Er geht auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von aufgestellten Plänen und Zielen unter Angabe von Gründen ein. Der Aufsichtsrat hat die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands in der Geschäftsordnung des Vorstands näher festgelegt. Entscheidungsnotwendige Unterlagen, insbesondere der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der Prüfungsbericht, werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Sitzung zugeleitet. Die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ist von gegenseitigem Vertrauen und einer offenen Diskussionskultur unter umfassender Wahrung der Vertraulichkeit geprägt. Auch zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats hält der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Vorsitzenden des Vorstands, regelmäßigen Kontakt und erörtert mit ihm Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance des Unternehmens. Der Aufsichtsratsvorsitzende wird vom Vorsitzenden des Vorstands unverzüglich über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, unterrichtet. Anteilsbesitz von Vorstands- und AufsichtsratsmitgliedernDer direkte oder indirekte Besitz von Aktien oder von sich auf Aktien beziehenden Finanzinstrumenten, insb. Derivaten, von Vorstandsmitgliedern hat in keinem Einzelfall und auch nicht in Summe den Schwellenwert von 1 % der ausgegebenen Aktien überschritten. Das Aufsichtsratsmitglied Ludwig Merckle hält nach den der Gesellschaft vorliegenden Mitteilungen über die von ihm kontrollierte Gesellschaft VEMOS 2 Beteiligungen GmbH 26,2 % der ausgegebenen Aktien. Hinsichtlich der weiteren Aufsichtsratsmitglieder hat der Besitz von Aktien oder von sich auf Aktien beziehenden Derivaten nach den vorliegenden Meldungen in keinem Einzelfall und auch nicht in Summe den Schwellenwert von 1 % der ausgegebenen Aktien überschritten. Beziehungen zu den AktionärenDie Aktionäre nehmen im Rahmen der gesetzlichen oder satzungsmäßig vorgesehenen Möglichkeiten ihre Rechte vor oder während der Hauptversammlung wahr und üben dabei ihr Stimmrecht aus. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme (One-Share-One-Vote-Prinzip). Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet in der Regel in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres statt. Alle für die Wahrnehmung der Aktionärsrechte wichtigen Unterlagen sowie die Beschlussgegenstände und -unterlagen stehen den Aktionären rechtzeitig und leicht zugänglich auf unserer Internetseite zur Verfügung. In der Bekanntmachung der Tagesordnung für die Hauptversammlung und auf unserer Internetseite werden den Aktionären die zur Wahrnehmung ihrer Rechte, insbesondere ihrer Stimmrechte auf der Hauptversammlung, auch im Wege der Bevollmächtigung oder der Briefwahl, erforderlichen Informationen gegeben. Den Aktionären steht auch ein weisungsgebundener Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft zur Wahrnehmung ihres Stimmrechts auf der Hauptversammlung zur Verfügung. Die Präsentation zum Bericht des Vorstandsvorsitzenden an die Hauptversammlung wird zeitgleich in das Internet eingestellt. Nach dem Ende der Hauptversammlung werden die Präsenz sowie die Abstimmungsergebnisse zu den einzelnen Tagesordnungspunkten auf unserer Internetseite veröffentlicht. Im Rahmen unserer Investor-Relations-Arbeit informieren wir Aktionäre und andere Investoren umfassend und regelmäßig quartalsweise über die Geschäftsentwicklung sowie über die Finanz-und Ertragslage, aber auch über Mitteilungen nach dem Wertpapierhandelsgesetz, Analystenpräsentationen, Pressemitteilungen und den jährlichen Finanzkalender. Einzelheiten zu unserer Investor-Relations-Arbeit sind auf Seite 40 dargestellt. ComplianceDas in den konzernweiten Management- und Überwachungsstrukturen fest verankerte Compliance-Programm hat einen hohen Stellenwert in der Führungskultur von HeidelbergCement. Es umfasst die gesamte Compliance-Organisation im Konzern, die Aufstellung von Richtlinien und die Überprüfung ihrer Einhaltung. Die Compliance-Organisation untersteht dem Vorstandsvorsitzenden, an den der Director Group Compliance direkt berichtet. Jedes Land hat einen eigenen Compliance-Beauftragten, aber die Verantwortung für rechts- und regelkonformes Verhalten der Mitarbeiter liegt bei allen Führungskräften und natürlich den Mitarbeitern selbst. Moderne Techniken und Medien, wie elektronische Lernplattformen und Lernprogramme, sowie ein internet- und telefonbasiertes Meldesystem unterstützen die Compliance-Beauftragten. Das gesamte Compliance-Programm wird fortlaufend auf Anpassungsbedarf an aktuelle rechtliche und gesellschaftliche Entwicklungen hin überprüft und entsprechend kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt. Die Überwachung der konzernweiten Umsetzung des Compliance-Programms geschieht durch Regel- und Sonderprüfungen der internen Revision sowie durch spezielle halbjährliche Compliance-Berichte des Director Group Compliance an den Vorstand und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Dieser überwacht im Rahmen seiner Aufgabenzuweisung die Wirksamkeit des Compliance-Programms und überprüft dabei insbesondere, ob es den gesetzlichen Anforderungen und anerkannten Compliance-Standards genügt. In einem zusätzlichen vierteljährlichen Bericht werden die Vorstände mit regionaler Verantwortung regelmäßig über die wichtigsten Compliance-Vorfälle in ihren Konzerngebieten informiert. Wichtige inhaltliche Schwerpunkte der vorsorgenden Tätigkeit der Compliance-Beauftragten lagen auch 2015 auf der Einhaltung der Bestimmungen des Wettbewerbsrechts und der Anti-korruptionsregeln. Dies wurde durch entsprechende Trainingsmaßnahmen in diesen Bereichen unterstützt. Das Projekt zur Bewertung und Reduzierung von Korruptionsrisiken wurde 2015 erfolgreich fortgeführt und weitgehend abgeschlossen. Ein weiterer Schwerpunkt war der Bereich Handelssanktionen. 2014 wurde ein Regelwerk mit dem Ziel eingeführt, ein IT-unterstütztes Prüfverfahren konzernweit zu implementieren. Im Jahr 2015 haben wir die Prozesse für die Prüfung neuer Geschäftspartner vollständig umgesetzt sowie auch die regelmäßige Überprüfung nahezu des gesamten Geschäftspartnerbestands. Neben diesen Schwerpunkten stehen unverändert das Arbeitssicherheits- und Umweltrecht im Fokus. Hier spiegeln sich die Merkmale und Besonderheiten einer in der Regel lokal tätigen, rohstoffgewinnenden Schwerindustrie wider, die homogene Massengüter herstellt und vertreibt. Besondere Anstrengungen gelten außerdem der Einhaltung des Insiderhandelsverbots, der Kapitalmarkt- und Datenschutzvorschriften, der Regeln zum diskriminierungsfreien Umgang mit Mitarbeitern und der internen Einkaufsgrundsätze. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil werden das Vorstandsvergütungssystem und die auf das Geschäftsjahr 2015 entfallene Vergütung der Mitglieder des Vorstands sowohl nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen als auch nach dem in der Fassung vom 5. Mai 2015 gültigen Deutschen Corporate Governance Kodex dargestellt. Im zweiten Teil wird die für das Geschäftsjahr 2015 gezahlte Aufsichtsratsvergütung dargestellt. Aktuelles Vorstandsvergütungssystem 2015Das aktuelle Vorstandsvergütungssystem kommt seit dem Geschäftsjahr 2014 für alle Vorstandsmitglieder zur Anwendung. Es stellt eine Weiterentwicklung des von 2011 bis 2013 geltenden Systems dar. Das aktuelle Vorstandsvergütungssystem wurde gemäß § 120 Abs. 4 AktG am 7. Mai 2014 durch die Hauptversammlung mit einer Mehrheit von 97,5 % der abgegebenen Stimmen gebilligt. GrundsätzeDie Systematik und die Höhe der Vorstandsvergütung werden auf Vorschlag des Personalausschusses durch den Aufsichtsrat festgelegt. Diese Festlegung orientiert sich an der Größe und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage, seinen Zukunftsaussichten, der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen sowie der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Zusätzlich werden die Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds und des Gesamtvorstands berücksichtigt. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiche Arbeit in einer Unternehmenskultur mit eindeutiger Leistungs- und Ergebnisorientierung bietet. VergütungsbestandteileDas seit 1. Januar 2014 geltende Vergütungssystem setzt sich zusammen aus: 1. einem festen Jahresgehalt, 2. einem variablen Jahresbonus, 3. einem variablen Langfristbonus mit langfristiger Anreizwirkung, 4. Nebenleistungen sowie 5. Pensionszusagen. Die folgende Grafik zeigt das Verhältnis von fixen zu variablen Vergütungsbestandteilen in der Zielvergütung (ohne Nebenleistungen und Pensionszusagen) sowie die Höhe der einzelnen variablen Anteile bei einer 100%-Zielerreichung im Vergleich zum festen Jahresgehalt. Verhältnis der Vergütungsbestandteile bei 100%-Zielerreichung![]() 1. Festes JahresgehaltDas feste Jahresgehalt ist eine fixe, auf das Geschäftsjahr bezogene Barvergütung, die sich am Verantwortungsbereich des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientiert und in zwölf Monatsraten ausgezahlt wird. Sie beträgt für den Vorstandsvorsitzenden etwa 29% der Zielvergütung bei 100%-Zielerreichung, für die Mitglieder des Vorstands 33%. 2. JahresbonusDer Jahresbonus ist ein variabler Vergütungsbestandteil, der sich auf ein Geschäftsjahr bezieht und bei einer 100 %-Zielerreichung 100 % des festen Jahresgehalts für den Vorstandsvorsitzenden und 80 % für die Mitglieder des Vorstands beträgt. Er beträgt etwa 29 % der Zielvergütung für den Vorstandsvorsitzenden und 26% der Zielvergütung für die Mitglieder des Vorstands. Als Leistungskennzahl wird der Anteil der Gruppe am Jahresüberschuss, bereinigt um Sondereffekte, verwendet. Zusätzlich werden individuelle Ziele mit dem Vorstandsvorsitzenden und den Vorstandsmitgliedern vereinbart. Der Aufsichtsrat entscheidet zu Beginn des Geschäftsjahres über die Erfolgsziele und stellt nach Ablauf des Geschäftsjahres den Grad der Zielerreichung fest.
Im Folgenden ist eine Beispielrechnung für die Ermittlung des Jahresbonus des Vorstandsvorsitzenden bei einem festen Jahresgehalt von 1.500.000 € wiedergegeben. Beispielrechnung Jahresbonus Vorstandsvorsitzender1)scroll
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Die verwendeten Zielerreichungsgrade sind
fiktiv und dienen nur der Veranschaulichung. 3. LangfristbonusDer Langfristbonus ist ein langfristig orientierter variabler Vergütungsbestandteil, der in jährlichen Tranchen, beginnend im Jahr 2011, begeben wird. Bei einer 100 %-Zielerreichung beträgt er 150 % vom festen Jahresgehalt für den Vorstandsvorsitzenden und 125% vom festen Jahresgehalt für die Mitglieder des Vorstands. Der Langfristbonus beträgt etwa 42% der Zielvergütung für den Vorstandsvorsitzenden und 41 % der Zielvergütung für die Mitglieder des Vorstands. Er besteht aus zwei gleichgewichteten Komponenten. Die erste Komponente, die sogenannte Management-Komponente mit einer Laufzeit von drei Jahren, berücksichtigt die interne Wertschöpfung, gemessen am Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und Return on Invested Capital (ROIC), und ist in Form eines Bonus mit Barauszahlung gestaltet. Die Auszahlung erfolgt nach der Hauptversammlung im Jahr nach der dreijährigen Performance-Periode. Die zweite Komponente, die sogenannte Kapitalmarkt-Komponente mit einer Laufzeit von vier Jahren, berücksichtigt die externe Wertschöpfung, gemessen als Total Shareholder Return (TSR) - angepasst um die reinvestierten Dividendenzahlungen und unter Bereinigung von Kapitalveränderungen - im Vergleich zu relevanten Kapitalmarktindizes, unter Verwendung von Performance Share Units (PSUs). Bei den PSUs handelt es sich um virtuelle Aktien, die der Berechnung der Kapitalmarkt-Komponente dienen. Zu Beginn jeder Tranche werden vom Aufsichtsrat Erfolgsziele für beide Leistungskennzahlen der Management-Komponente festgelegt. Nach Ablauf der jeweiligen Performance-Periode wird der Grad der Zielerreichung vom Aufsichtsrat für die Management-Komponente festgestellt und für die Kapitalmarkt-Komponente rechnerisch ermittelt. Die Zielsetzung für die Management-Komponente orientiert sich an dem für die Gesellschaft maßgeblichen dreijährigen operativen Plan. Die aktienbasierte Kapitalmarkt-Komponente wird in Anlehnung an § 193 Abs. 2 Nr. 4 AktG über einen Zeitraum von vier Jahren gemessen. Für die Kapitalmarkt-Komponente wird in einem ersten Schritt die Anzahl der zunächst gewährten Performance Share Units (PSUs) ermittelt: Die Stückzahl der PSUs errechnet sich aus 50 % des Zielwerts für den Langfristbonus geteilt durch den Referenzkurs2) der HeidelbergCement-Aktie zum Begebungszeitpunkt. Nach Ablauf der vierjährigen Performance-Periode werden die endgültig erdienten PSUs in einem zweiten Schritt entsprechend der Zielerreichung ermittelt und zum dann geltenden Referenzkurs der HeidelbergCement-Aktie - angepasst um die reinvestierten Dividendenzahlungen und unter Bereinigung von Kapitalveränderungen - in bar ausgezahlt.
Auszahlungssystematik des LangfristbonusIn der folgenden Grafik ist die Auszahlungssystematik des Langfristbonus dargestellt. ![]() Der 2015 aufgelegte Langfristbonusplan 2015-2017/18 sieht die Auszahlung der ManagementKomponente nach der Hauptversammlung 2018, d.h. im Jahr nach der dreijährigen PerformancePeriode, sowie der Kapitalmarkt-Komponente nach der Hauptversammlung 2019, d.h. im Jahr nach der vierjährigen Performance-Periode, vor. Während der Implementierungsphase war ein Auszahlungsmechanismus mit Bonus-Malus-Systematik Bestandteil des Langfristbonusplans. Dieser sah vor, dass für die ersten drei Jahre jährlich jeweils ein Drittel des Zielwerts des ersten Langfristbonusplans 2011-2013/14 nach der Hauptversammlung im jeweils folgenden Jahr zur Auszahlung kommt. Diese Beträge wurden mit Zahlungen variabler Vergütungsbestandteile für das Geschäftsjahr 2014 abschließend verrechnet. Nachstehend ist eine Beispielrechnung für die Ermittlung des Langfristbonus des Vorstandsvorsitzenden bei einem festen Jahresgehalt von 1.500.000 € wiedergegeben. Beispielrechnung Langfristbonus Vorstandsvorsitzender1)scroll
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Die verwendeten Zielerreichungsgrade und
Aktienkurse sind fiktiv und dienen nur der Veranschaulichung. 4. NebenleistungenDie steuerpflichtigen Nebenleistungen der Vorstandsmitglieder bestehen insbesondere aus der Zurverfügungstellung von Dienstwagen, Mobilfunk- und Kommunikationsmitteln sowie aus Aufwandsentschädigungen, Versicherungsleistungen und entsendungsbedingten geldwerten Vorteilen. 5. PensionszusagenDie Pensionsverträge der deutschen Mitglieder des Vorstands beinhalten die Zusage auf ein jährliches Ruhegehalt, das sich als Prozentsatz des pensionsfähigen Einkommens bemisst. Der Prozentsatz ist abhängig von der Dauer der Vorstandstätigkeit. Er beträgt nach fünf Jahren Vorstandstätigkeit mindestens 40 % des pensionsfähigen Einkommens und kann auf maximal 65 % des pensionsfähigen Einkommens steigen. Für den Vorstandsvorsitzenden beträgt der Prozentsatz 4% des pensionsfähigen Einkommens je angefangenes Dienstjahr, höchstens jedoch 60 %. Das pensionsfähige Einkommen entspricht einem vertraglich vereinbarten Anteil am festen Jahresgehalt des Vorstandsmitglieds. Bei Vertragsbeendigung anlässlich des Eintritts des Versorgungsfalls wird für die Dauer von sechs Monaten ein Übergangsgeld in Höhe der monatlichen Gehaltsteilbeträge auf Basis des festen Jahresgehalts gezahlt. Die Ruhegehaltszahlung erfolgt monatlich entweder:
Die Pensionsverträge beinhalten eine Hinterbliebenenversorgung. Verstirbt ein Vorstandsmitglied während der Dauer seines Anstellungsvertrags oder nach Eintritt des Versorgungsfalls, erhalten seine Witwe sowie seine unterhaltsberechtigten Kinder Witwen- bzw. Waisengeld. Das Witwengeld beträgt 60% des Ruhegehalts des Verstorbenen. Das Waisengeld beträgt 10% des Ruhegehalts des Verstorbenen, solange gleichzeitig Witwengeld gezahlt wird. Sofern gleichzeitig kein Witwengeld gezahlt wird, beträgt das Waisengeld 20 % des Ruhegehalts des Verstorbenen. Die Pensionsregelung von Herrn Daniel Gauthier richtet sich nach dem Pensionsplan der Cimenteries CBR S.A., einem 100%igen Tochterunternehmen der HeidelbergCement AG mit Sitz in Brüssel, Belgien. Die Versorgungszusage ist hinsichtlich der Höhe vergleichbar mit der Pensionsregelung für die deutschen Mitglieder des Vorstands und beinhaltet ebenfalls eine Hinterbliebenenversorgung. Anpassung der BezügeDer Aufsichtsrat hat die Möglichkeit zur diskretionären Anpassung (Ermessensspielraum) des Jahres- und des Langfristbonus um ±25% des Zielwerts dieser variablen Vergütungsbestandteile, um die persönliche Leistung des einzelnen Vorstandsmitglieds und/oder außergewöhnliche Umstände zu berücksichtigen. Unberührt bleiben das Recht und die Pflicht des Aufsichtsrats, gemäß § 87 Abs. 2 AktG die Vorstandsbezüge auf eine angemessene Höhe herabzusetzen, wenn sich die Lage der Gesellschaft nach der Festsetzung so verschlechtert, dass die unveränderte Weitergewährung der Vorstandsbezüge unbillig für die Gesellschaft wäre. Eigeninvestment (Share Ownership)Zur Unterstützung der nachhaltigen Unternehmensentwicklung hat der Aufsichtsrat Vorgaben für den Aktienbesitz der Vorstandsmitglieder beschlossen. Vorstandsmitglieder müssen einen Teil ihres Privatvermögens für den Erwerb einer festgesetzten Anzahl von HeidelbergCement-Aktien einsetzen und diese Aktien während ihrer Zugehörigkeit zum Vorstand halten. Die Zahl der zu haltenden Aktien ist für den Vorstandsvorsitzenden auf 30.000 Stück HeidelbergCement-Aktien und für die anderen Vorstandsmitglieder auf je 10.000 Stück HeidelbergCement-Aktien festgelegt. Zur Erfüllung der Vorgaben ist die Hälfte der Auszahlungsbeträge aus dem Langfristbonus zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft zu verwenden, bis das vollständige Eigeninvestment erbracht ist. Der Aufbau des Eigeninvestments kann dadurch mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Auf das Eigeninvestment werden bereits gehaltene Aktien der Gesellschaft angerechnet. Dem Aufsichtsrat wurde bestätigt, dass das Eigeninvestment bereits erbracht oder vertragsgemäß aufgebaut wurde. D&O-VersicherungDie Mitglieder des Vorstands sind in die bestehende Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) der Gesellschaft einbezogen. Der vereinbarte Selbstbehalt entspricht dem Mindestselbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG in der jeweils gültigen Fassung. Regelungen bei Neuabschlüssen und Verlängerungen von VorstandsverträgenDie nachfolgenden Regelungen zum Abfindungs-Cap und die Change-of-Control-Klausel finden seit dem 1. Januar 2011 Anwendung bei Neuabschlüssen oder Verlängerungen von Vorstandsverträgen. Mit Inkrafttreten der Vertragsverlängerung von Dr. Scheifele zum 1. Februar 2015 sind die Regelungen Bestandteil aller Vorstandsverträge. Abfindungs-CapGemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex wird bei Neuabschluss von Vorstandsverträgen und bei der Verlängerung bestehender Vorstandsverträge darauf geachtet, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags vergüten. Die Berechnung des Abfindungs-Caps erfolgt auf Höhe der Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf Höhe der voraussichtlichen Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr. Change-of-Control-KlauselGemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex wird bei Neuabschluss von Vorstandsverträgen und bei der Verlängerung bestehender Vorstandsverträge darauf geachtet, dass eine Zusage für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels 150% des Abfindungs-Caps nicht übersteigt. Höhe der Vorstandsvergütung 2015Der Ausweis der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2015 erfolgt nach zwei unterschiedlichen Regelwerken: Erstens wie bisher nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen (DRS 17) und zweitens nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015. Vorstandsvergütung 2015 nach Rechnungslegungsstandard DRS 17Höhe der fixen und variablen VergütungDie Festvergütung des Vorstands erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr auf 5,3 (i.V.: 5,0) Mio €. Die Summe der variablen Vergütungsbestandteile erhöhte sich auf 13,3 (i.V.: 12,6) Mio €. Sie bestand 2015 aus einer Jahrestantieme mit Einjahresbezug und der Auszahlung der ManagementKomponente des Langfristbonusplans 2013-2015/16. Die auf das Geschäftsjahr 2015 entfallene Vergütung der Mitglieder des Vorstands nach DRS 17 ist in der folgenden Tabelle dargestellt. Auf das Geschäftsjahr 2015 entfallene Vorstandsvergütung (DRS 17)scroll
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Langfristbonusplan 2015-2017/18Die Vorstandsmitglieder nehmen an dem im Jahr 2015 aufgelegten Langfristbonusplan 2015-2017/18 teil. Die Zielwerte für den Plan liegen für Dr. Bernd Scheifele bei 2.250.000 €, für Dr. Dominik von Achten bei 1.219.000 €, für Dr. Lorenz Näger bei 969.000 € und für die weiteren Vorstandsmitglieder bei je 875.000 €. Der Plan besteht aus zwei gleichgewichteten Komponenten: der Management-Komponente und der Kapitalmarkt-Komponente. Der Zielwert jeder Komponente beträgt für Dr. Bernd Scheifele 1.125.000 €, für Dr. Dominik von Achten 609.000 €, für Dr. Lorenz Näger 484.000 € und für Daniel Gauthier, Andreas Kern und Dr. Albert Scheuer je 437.500 €. Der Referenzkurs für die Kapitalmarkt-Komponente beträgt 56,05 €. Dem entsprechen 20.071 Performance Share Units (PSUs) für Dr. Bernd Scheifele, für Dr. Dominik von Achten 10.872 PSUs, für Dr. Lorenz Näger 8.642 PSUs und je 7.806 PSUs für die weiteren Vorstandsmitglieder. Gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 4 HGB ist für die Kapitalmarkt-Komponente der Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung anzugeben. Er beträgt für Dr. Bernd Scheifele 1.412.000 €, für Dr. Dominik von Achten 765.000 €, für Dr. Lorenz Näger 608.000 € und für die weiteren Vorstandsmitglieder jeweils 549.000 €. Der beizulegende Zeitwert wurde nach einem anerkannten finanzmathematischen Verfahren (Monte-Carlo-Simulation) ermittelt. Die nachstehende Tabelle zeigt den Langfristbonusplan 2015-2017/18. Langfristbonusplanscroll
Höhe der Nebenleistungen (auf 1.000 € gerundet)Die steuerpflichtigen Nebenleistungen betrugen 0,5 (i.V.: 0,9) Mio €. Für Mandate und Ämter bei konzernangehörigen Gesellschaften hat Dr. Bernd Scheifele 70.000 (i.V.: 163.000) €, Daniel Gauthier 84.000 (i.V.: 125.000) €, Andreas Kern 11.000 (i.V.: 111.000) € und Dr. Lorenz Näger 70.000 (i.V.: 163.000) € erhalten. Diese Leistungen werden in voller Höhe auf die Gesamtvergütung angerechnet. Außerdem erhalten Dr. Bernd Scheifele sowie Dr. Lorenz Näger für die Wahrnehmung von Aufsichtsratsmandaten innerhalb des HeidelbergCement Konzerns und Dr. Dominik von Achten für seine Tätigkeit als Vorstand für das Konzerngebiet Nordamerika jeweils eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 50.000 €. Weiterhin beziehen sich die Nebenleistungen auf die Versteuerung geldwerter Vorteile, die bei Dr. Bernd Scheifele 25.000 (i.V.: 40.000) €, bei Dr. Dominik von Achten 17.000 (i.V.: 24.000) €, bei Daniel Gauthier 8.000 (i.V.: 11.000) €, bei Andreas Kern 18.000 (i.V.: 38.000) €, bei Dr. Lorenz Näger 24.000 (i.V.: 38.000) € und bei Dr. Albert Scheuer 60.000 (i.V.: 86.000) € betragen. Gesamtvergütung 2015 nach DRS 17Unter Anwendung des Rechnungslegungsstandards DRS 17 belief sich die Gesamtvergütung des Vorstands im Jahr 2015 auf 23,4 (i.V.: 21,5) Mio € Pensionszusagen2015 wurden für die Mitglieder des Vorstands 2,6 (i.V.: 1,9) Mio € den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen (laufender Dienstzeitaufwand) zugeführt. Der Barwert der Pensionsansprüche betrug 37,5 (i.V.: 37,2) Mio €. Die Werte sind in der folgenden Tabelle dargestellt. Versorgungszusagenscroll
An frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene wurden 2015 3,2 (i.V.: 3,0) Mio € gezahlt. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern beliefen sich auf 26,2 (i.V.: 28,0) Mio €. Darlehen an VorstandsmitgliederIm Jahr 2015 wurden keine Kredite an Vorstandsmitglieder der HeidelbergCement AG gewährt. Vorstandsvergütung 2015 nach dem Deutschen Corporate Governance KodexGemäß den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 werden für das Berichtsjahr 2015 sowohl die gewährten Zuwendungen als auch der Zufluss in Form der vorgeschlagenen Mustertabellen ausgewiesen. Gewährte ZuwendungenDie in der Tabelle auf den Seiten 158/159 dargestellten gewährten Zuwendungen weisen im Vergleich zu DRS 17 den Zielwert des Jahresbonus sowie für den Langfristbonusplan 2015-2017/18 den Zielwert der Management-Komponente und den Zeitwert der Kapitalmarkt-Komponente aus, wie auf Seite 155 dargestellt. Zusätzlich werden auch die Werte, die im Minimum bzw. Maximum erreicht werden können, angegeben. Des Weiteren wird der Versorgungsaufwand, der in der Tabelle auf Seite 156 in Form des laufenden Dienstzeitaufwands dargestellt ist, in die Gesamtvergütung eingerechnet. Die gewährte Gesamtvergütung des Vorstands nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex belief sich für das Geschäftsjahr 2015 auf 20,7 (i.V.: 18,4) Mio €. ZuflussFür die Mitglieder des Vorstands wird in der Tabelle Zufluss auf den Seiten 158/159 der für das Geschäftsjahr 2015 auszuweisende Zufluss dargestellt. Die Tabelle weist für das feste Jahresgehalt, die Nebenleistungen und die einjährige variable Vergütung den Zufluss für das Geschäftsjahr 2015 aus. Gemäß der Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 werden für die mehrjährige variable Vergütung die Auszahlungen der Pläne dargestellt, deren Laufzeit mit dem Geschäftsjahr 2015 endet. Daher werden der Zufluss aus der Kapitalmarkt-Komponente des Langfristbonusplans 2012-2014/15 und der Management-Komponente des Langfristbonusplans 2013-2015/16 dargestellt. Die zugeflossene Gesamtvergütung des Vorstands nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex belief sich für das Geschäftsjahr 2015 auf 31,2 (i.V.: 17,1) Mio €. Der Zufluss aus den Komponenten der Langfristbonuspläne hat sich 2015 im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Ausschlaggebend dafür sind zum einen die deutliche Verbesserung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) und des Return on Invested Capital (ROIC), die zu einer 200% Zielerreichung bei der Management-Komponente führten. Zum anderen resultierte das deutlich bessere Abschneiden der HeidelbergCement-Aktie gegenüber den Referenzindizes DAX 30 und MSCI World Construction Materials Index in einer Zielerreichung von 180 % bei der Kapitalmarkt-Komponente. Darüber hinaus trägt der starke Anstieg des Kurses der HeidelbergCement-Aktie, der sich im Bewertungszeitraum von 30,45 € auf 72,58 € mehr als verdoppelt hat, zu einer weiteren Erhöhung des Auszahlungsbetrags bei. Dieser beträgt 429 % des Zielwerts. Die Zielerreichung der Management-Komponente des Langfristbonusplans 2013-2015/16 und der Kapitalmarkt-Komponente des Langfristbonusplans 2012-2014/15 ist in den Grafiken auf Seite 160 dargestellt. Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK1)scroll
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Zufluss gemäß DCGK1)scroll
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1)
Deutscher Corporate Governance Kodex in der
Fassung vom 5. Mai 2015 Management-Komponente (Langfristbonusplan 2013-2015/16)![]()
1)
Werte angepasst um den Verkauf des Bauproduktegeschäfts
in Nordamerika und Großbritannien Kapitalmarkt-Komponente (Langfristbonusplan 2012-2014/15)![]()
1)
Referenzindizes: DAX 30 und MSCI World Construction
Materials Index Aufsichtsratsvergütung 2015Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wurde von der Hauptversammlung 2015 neu festgesetzt und ist in § 12 der Satzung der HeidelbergCement AG geregelt, die auf unserer Internetseite www.heidelbergcement.com unter "Unternehmen/Corporate Governance/Satzung" veröffentlicht ist. Die Vergütung besteht aus Festbeträgen und Sitzungsgeldern. Jedes Mitglied erhält einen Festbetrag in Höhe von 70.000 €, der Vorsitzende erhält das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten zusätzlich eine feste Vergütung von 25.000 € und die des Personalausschusses von 20.000 €. Der Ausschussvorsitzende erhält jeweils das Doppelte. Darüber hinaus wird für jede persönliche Teilnahme an einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld von 2.000 € gezahlt. Für mehrere Präsenzsitzungen, die an einem Tag oder an aufeinander folgenden Tagen stattfinden, wird das Sitzungsgeld nur einmal gezahlt. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats (ohne Umsatzsteuer) beläuft sich im Geschäftsjahr 2015 auf 1.471.000 (i.V.: 926.477) €. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat führen einen nennenswerten Teil ihrer Aufsichtsratsvergütung an das Erholungswerk der Belegschaft der HeidelbergCement AG sowie - mit Ausnahme des Vertreters der leitenden Angestellten - an die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung ab. Die im Geschäftsjahr 2015 gezahlten Aufsichtsratsvergütungen sind individualisiert in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Im Geschäftsjahr 2015 gezahlte Aufsichtsratsvergütungenscroll
Organe der GesellschaftAufsichtsratDer Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG besteht satzungsgemäß aus zwölf Mitgliedern. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden je zur Hälfte von der Hauptversammlung nach den Bestimmungen des Aktiengesetzes und von den Arbeitnehmern nach den Bestimmungen des Mitbestimmungsgesetzes gewählt. Die Amtszeit des Aufsichtsrats begann mit Ablauf der Hauptversammlung vom 7. Mai 2014 und endet turnusgemäß mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2019. Fritz-Jürgen HeckmannVorsitzender des Aufsichtsrats Stuttgart; Wirtschaftsjurist Mitglied seit 8. Mai 2003, Vorsitzender seit 1. Februar 2005; Vorsitzender des Vermittlungs- und des Nominierungsausschusses sowie Mitglied des Personal-und des Prüfungsausschusses Externe Mandate:HERMA Holding GmbH + Co. KG2) , Filderstadt (Vorsitzender) | Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG2) , Ulm | Paul Hartmann AG1 ', Heidenheim (Vorsitzender) | Süddeutscher Verlag GmbH2) , München | Südwestdeutsche Medien Holding GmbH2) , Stuttgart | Wieland-Werke AG1) , Ulm (Vorsitzender) Heinz SchmittStellvertretender Vorsitzender Heidelberg; Controller; Vorsitzender des Betriebsrats in der Hauptverwaltung, HeidelbergCement AG, und Vorsitzender des Konzernbetriebsrats Mitglied seit 6. Mai 2004, stellvertretender Vorsitzender seit 7. Mai 2009; Mitglied des Prüfungs-, des Vermittlungs- und des Personalausschusses Josef HeumannBurglengenfeld; Anlagenwärter Brennerei; Vorsitzender des Betriebsrats im Werk Burglengenfeld der HeidelbergCement AG Mitglied seit 6. Mai 2004; Mitglied des Personalausschusses Gabriele KailingFrankfurt; Vorsitzende des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen Mitglied seit 7. Mai 2014 Hans Georg KrautSchelklingen; Leiter des Werks Schelklingen der HeidelbergCement AG und Geschäftsführer der Urzeit Weide GbR Mitglied seit 6. Mai 2004; Mitglied des Personal- und des Vermittlungsausschusses Ludwig MerckleUlm; Geschäftsführer der Merckle Service GmbH Mitglied seit 2. Juni 1999; Vorsitzender des Personal- und des Prüfungsausschusses sowie Mitglied des Nominierungsausschusses Externe Mandate:Kässbohrer Geländefahrzeug AG1) , Laupheim (Vorsitzender) | PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG2) , Mannheim Tobias MerckleLeonberg; geschäftsführender Vorstand des Vereins Seehaus e.V. Mitglied seit 23. Mai 2006; Mitglied des Nominierungs- und des Vermittlungsausschusses Alan MurrayNaples, Florida/USA; ehemaliges Mitglied des Vorstands der HeidelbergCement AG Mitglied seit 21. Januar 2010; Mitglied des Personalausschusses Externe Mandate:Hanson Pension Trustees Limited, Treuhandgesellschaft des Hanson No 2 Pension Scheme2) , Großbritannien | Owens-Illinois, Inc.2) , USA | Wolseley plc2) , Jersey, Channel Islands Dr. Jürgen M. SchneiderMannheim; ehemaliger Finanzvorstand der Bilfinger Berger AG und seit 2010 Dekan der Fakultät für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim Mitglied seit 7. Mai 2014; Mitglied des Prüfungsausschusses Externe Mandate:DACHSER Group SE & Co. KG2) , Kempten (Vorsitzender) | DACHSER SE2) , Kempten (Vorsitzender) | Heberger GmbH2) , Schifferstadt (Vorsitzender) Werner SchraederEnnigerloh; Bauschlosser; Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der HeidelbergCement AG und Vorsitzender des Betriebsrats im Werk Ennigerloh der HeidelbergCement AG Mitglied seit 7. Mai 2009; Mitglied des Prüfungsausschusses Externe Mandate:Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie2) , Heidelberg Frank-Dirk SteiningerFrankfurt; Fachreferent für Arbeitsrecht beim Bundesvorstand der IG Bauen-Agrar-Umwelt Mitglied seit 11. Juni 2008; Mitglied des Prüfungsausschusses Univ.-Prof. Dr. Marion Weissenberger-EiblKarlsruhe; Leiterin des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe und Inhaberin des Lehrstuhls für Innovations- und TechnologieManagement (iTM) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Mitglied seit 3. Juli 2012 Externe Mandate:MTU Aero Engines AG1) , München | Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung (StW)2) , Stuttgart (stellv. Mitglied) Die vorgenannten Kennzeichnungen bei den anderen Mandaten bedeuten:
1)
Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden
Aufsichtsräten bei inländischen Gesellschaften Ausschüsse des AufsichtsratsPersonalausschussLudwig Merckle (Vorsitzender), Fritz-Jürgen Heckmann, Josef Heumann, Hans Georg Kraut, Alan Murray, Heinz Schmitt PrüfungsausschussLudwig Merckle (Vorsitzender), Fritz-Jürgen Heckmann, Heinz Schmitt, Dr. Jürgen M. Schneider, Werner Schraeder, Frank-Dirk Steininger NominierungsausschussFritz-Jürgen Heckmann (Vorsitzender), Ludwig Merckle, Tobias Merckle Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestGFritz-Jürgen Heckmann (Vorsitzender), Hans Georg Kraut, Tobias Merckle, Heinz Schmitt VorstandDem Vorstand der HeidelbergCement AG gehörten im Berichtsjahr sechs Mitglieder an: Vorstandsvorsitzender, Finanzvorstand sowie vier Vorstandsmitglieder mit regionaler Verantwortung. Die Vorstandsorganisation zeichnet sich durch eine duale Management-Verantwortung aus: Die operativen Einheiten in den jeweiligen Konzerngebieten fallen unter die Linienverantwortung der einzelnen Vorstandsmitglieder. Zusätzlich übernehmen die Vorstandsmitglieder überregionale Verantwortung für bestimmte Unternehmensbereiche mit hoher strategischer Bedeutung für den Konzern. Im Februar 2015 wurde die Struktur des Vorstands um die Position eines stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ergänzt. Dr. Bernd ScheifeleVorsitzender des Vorstands Verantwortungsbereich: Strategie und Entwicklung, Kommunikation & Investor Relations, Personal, Recht, Compliance, Konzernrevision Vorsitzender des Vorstands seit 2005; bestellt bis Januar 2020 Externe Mandate:PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG2) , Mannheim (Vorsitzender) | Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH1) , Stuttgart (stellv. Vorsitzender) Konzernmandate:Castle Cement Limited2) , Großbritannien | ENCI Holding N.V.2) , Niederlande | Hanson Limited2) , Großbritannien | Hanson Pioneer España, S.L.U.2) , Spanien | HeidelbergCement Holding S.a.r.l.2) , Luxemburg | HeidelbergCement India Limited2) , Indien | HeidelbergCement Netherlands Holding B.V.2) , Niederlande | PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.2) , Indonesien | RECEM S.A.2) , Luxemburg Dr. Dominik von AchtenStellvertretender Vorsitzender des Vorstands seit 1. Februar 2015 Verantwortungsbereich: Nordamerika, Einkauf, konzernweite Koordinierung des Competence Center Materials Vorstandsmitglied seit 2007, bestellt bis September 2017 Externe Mandate:Kunststoffwerk Philippine GmbH & Co. KG2) , Lahnstein, und Saarpor Klaus Eckhardt GmbH Neunkirchen Kunststoffe KG2) , Neunkirchen3) | Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG ("Medienhaus Lensing")2) , Dortmund
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Gemeinsam tagender Beirat der Unternehmensgruppe
Philippine Saarpor Konzernmandate:HeidelbergCement Canada Holding Limited2) , Großbritannien | HeidelbergCement UK Holding II Limited2) , Großbritannien | Lehigh Hanson, Inc.2) , USA | Lehigh Hanson Materials Limited2) , Kanada (Vorsitzender) Daniel GauthierVerantwortungsbereich: West- und Nordeuropa (ohne Deutschland), Afrika-Mittelmeerraum, Konzernservice, Umweltnachhaltigkeit Vorstandsmitglied seit 2000; bestellt bis Juni 2016 Externe Mandate:SAS ADIAL2) , Frankreich | Akçansa Çimento Sanayi ve Ticaret A.S.2) , Türkei (stellv. Vorsitzender) | Carmeuse Holding SA2) , Belgien | SAS Genlis Metal2) , Frankreich | Laserco DT S.A.2) , Belgien | Miema SA2) , Belgien (Vorsitzender) Konzernmandate:Castle Cement Limited2) , Großbritannien | CBR Asset Management S.A.2) , Luxemburg (Vorsitzender) | CBR Finance S.A.2) , Luxemburg (Vorsitzender) | CBR International Services S.A.2) , Belgien (Vorsitzender) | Cementrum I B.V.2) , Niederlande | Cementrum II B.V.2) , Niederlande | Cimenteries CBR S.A.2) , Belgien (Vorsitzender) | Ciments du Togo SA2) , Togo (Vorsitzender) | Civil and Marine Limited2) , Großbritannien | ENCI Holding N.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | Ghacem Ltd.2) , Ghana (Vorsitzender) | Hanson Packed Products Limited2) , Großbritannien | Hanson Pioneer España, S.L.U.2) , Spanien | Hanson Quarry Products Europe Limited2) , Großbritannien | HC Green Trading Limited2) , Malta | HC Trading FZE2) , Vereinigte Arabische Emirate | HC Trading International Inc.2) , Bahamas (Vorsitzender) | HC Trading B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | HC Trading Malta Ltd2) , Malta | HCT Holding Malta Limited2) , Malta | HeidelbergCement Asia Pte Ltd2) , Singapur | HeidelbergCement Holding S.a.r.l.2) , Luxemburg | HeidelbergCement Holding HK Limited2) , Hongkong | HeidelbergCement Northern Europe AB2) , Schweden (Vorsitzender) | HeidelbergCement UK Holding Limited2) , Großbritannien | Interlacs S.A.R.L.2) , Demokratische Republik Kongo | La Cimenterie de Lukala S.A.R.L.2) , Demokratische Republik Kongo | Lehigh B.V.2) , Niederlande (stellv. Vorsitzender) | PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.2) , Indonesien | RECEM S.A.2) , Luxemburg | Scancem International DA2) , Norwegen (Vorsitzender) | Scancem International a.s2) , Norwegen (Vorsitzender) | Tadir Readymix Concrete (1965) Ltd2) , Israel | TPCC Tanzania Portland Cement Company Ltd.2) , Tansania Andreas KernVerantwortungsbereich: Osteuropa-Zentralasien, Deutschland, Verkauf und Marketing, konzernweite Koordinierung zementähnlicher Sekundärstoffe Vorstandsmitglied seit 2000; bestellt bis Juni 2016 Externe Mandate:Basalt-Actien-Gesellschaft1) , Linz am Rhein | Kronimus AG1) , Iffezheim (stellv. Vorsitzender) Konzernmandate:CaucasusCement Holding B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | Ceskomoravsky cement, a.s.2) , Tschechische Republik (Vorsitzender) | Duna-Dráva Cement Kft.2) , Ungarn (Vorsitzender) | ENCI Holding N.V.2) , Niederlande | Górazdze Cement S.A.2) , Polen (Vorsitzender) | Hanson Pioneer España, S.L.U.2) , Spanien | HeidelbergCement Central Europe East Holding B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | HeidelbergCement Netherlands Holding B.V.2) , Niederlande | HeidelbergCement Romania S.A.2) , Rumänien | HeidelbergCement Ukraine Public Joint Stock Company2) , Ukraine | Joint Stock Company - Bukhtarminskaya Cement Company2) , Kasachstan (Vorsitzender) | Limited Liability Company HeidelbergCement Georgia2) , Georgien (stellv. Vorsitzender) | Limited Liability Company Kartuli Cementi2) , Georgien | NCD Nederlandse Cement Deelnemingsmaatschappij B.V.2) , Niederlande | Open Joint-Stock Company "Slantsy Cement Plant "Cesla"2) , Russland | RECEM S.A.2) , Luxemburg | Tvornica Cementa Kakanj d.d.2) , Bosnien-Herzegowina Dr. Lorenz NägerVerantwortungsbereich: Finanzen, Konzernrechnungslegung, Controlling, Steuern, Versicherungen & Risikomanagement, IT, Shared Service Center, Logistik Vorstandsmitglied seit 2004; bestellt bis September 2019 Externe Mandate:MVV Energie AG1) , Mannheim | PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG2) , Mannheim Konzernmandate:Castle Cement Limited2) , Großbritannien | Cimenteries CBR S.A.2) , Belgien | ENCI Holding N.V.2) , Niederlande | Hanson Limited2) , Großbritannien | Hanson Pioneer España, S.L.U.2) , Spanien | HeidelbergCement Canada Holding Limited2) , Großbritannien | HeidelbergCement Holding S.a.r.l.2) , Luxemburg | HeidelbergCement India Limited2) , Indien | HeidelbergCement Netherlands Holding B.V.2) , Niederlande | HeidelbergCement UK Holding Limited2) , Großbritannien | HeidelbergCement UK Holding II Limited2) , Großbritannien | Lehigh B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | Lehigh Hanson, Inc.2) , USA | Lehigh Hanson Materials Limited2) , Kanada | Lehigh UK Limited2) , Großbritannien | Palatina Insurance Ltd.2) , Malta | PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.2) , Indonesien | RECEM S.A.2) , Luxemburg Dr. Albert ScheuerVerantwortungsbereich: Asien-Pazifik, konzernweite Koordinierung des Heidelberg Technology Center Vorstandsmitglied seit 2007; bestellt bis August 2017 Externe Mandate:Cement Australia Holdings Pty Ltd2) , Australien | Cement Australia Pty Limited2) , Australien | Cement Australia Partnership3 , Australien | China Century Cement Ltd.2) , Bermuda | Easy Point Industrial Ltd.2) , Hongkong | Guangzhou Heidelberg Yuexiu Enterprise Management Consulting Company Ltd.2) , China | Jidong Heidelberg (Fufeng) Cement Company Limited2) , China | Jidong Heidelberg (Jingyang) Cement Company Limited2) , China | Squareal Cement Ltd2) , Hongkong Konzernmandate:Butra HeidelbergCement Sdn. Bhd.2) , Brunei (Vorsitzender) | COCHIN Cements Ltd.2) , Indien | Hanson Building Materials (S) Pte Ltd2) , Singapur | Hanson Investment Holdings Pte Ltd2) , Singapur | Hanson Pacific (S) Pte Limited2) , Singapur | HeidelbergCement Asia Pte Ltd2) , Singapur (Vorsitzender) | HeidelbergCement Bangladesh Limited2) , Bangladesh (Vorsitzender) | HeidelbergCement Holding HK Limited2) , Hongkong | HeidelbergCement India Limited2) , Indien | HeidelbergCement Myanmar Company Limited2) , Myanmar | PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.2) , Indonesien (Vorsitzender) Die vorgenannten Kennzeichnungen bei den Mandaten bedeuten:
1)
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden
Aufsichtsräten bei inländischen Gesellschaften Alle Angaben beziehen sich auf den 31. Dezember 2015. HeidelbergCement bilanziertGewinn- und Verlustrechnung des Konzernsscroll
Gesamtergebnisrechnung des Konzernsscroll
Kapitalflussrechnung des Konzernsscroll
Bilanz des KonzernsAktiva scroll
Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzernsscroll
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Segmentberichterstattung / Teil des AnhangsKonzerngebietescroll
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Freiwillige ZusatzangabenGeschäftsbereichescroll
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Beinhaltet Konzernfunktionen, die Eliminierung
von konzerninternen Verflechtungen zwischen den Segmenten sowie das
zusätzliche ordentliche Ergebnis Anhang des Konzerns für das Geschäftsjahr 2015Allgemeine AngabenDie HeidelbergCement AG ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Sitz der Gesellschaft ist Heidelberg, Deutschland. Die Anschrift lautet: HeidelbergCement AG, Berliner Straße 6, 69120 Heidelberg. Die Kernaktivitäten von HeidelbergCement umfassen die Herstellung und den Vertrieb von Zement, Zuschlagstoffen und Beton. Nähere Erläuterungen werden im Lagebericht gegeben. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeGrundsätze der RechnungslegungDer Konzernabschluss der HeidelbergCement AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Es wurden alle für das Geschäftsjahr 2015 verbindlichen IFRS einschließlich der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) angewendet, die durch die EU-Kommission in europäisches Recht übernommen wurden. Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Der Abschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HeidelbergCement Konzerns. In Übereinstimmung mit IAS 1 (Presentation of Financial Statements) enthält der Konzernabschluss eine Bilanz zum Abschlussstichtag, eine Gewinn- und Verlustrechnung, eine Gesamtergebnisrechnung, eine Eigenkapital-veränderungsrechnung sowie eine Kapitalflussrechnung nach den Grundsätzen des IAS 7 (Statement of Cash Flows). Die Segmentberichterstattung wird nach den Regelungen des IFRS 8 (Operating Segments) aufgestellt. Aus Gründen der Klarheit werden in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst und dann im Anhang erläutert. Zur Verbesserung der Aussagekraft weisen wir in der Gewinn-und Verlustrechnung das zusätzliche ordentliche Ergebnis gesondert aus. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgebaut. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden neben der HeidelbergCement AG alle Tochterunternehmen, gemeinsamen Vereinbarungen und assoziierten Unternehmen einbezogen. Tochterunternehmen sind dadurch gekennzeichnet, dass HeidelbergCement Beherrschung über diese Unternehmen ausüben kann. Beherrschung liegt vor, wenn HeidelbergCement über Entscheidungsmacht verfügt, variablen Rückflüssen aus seinem Engagement ausgesetzt ist und infolge der Entscheidungsmacht in der Lage ist, die Höhe der variablen Rückflüsse zu beeinflussen. Im Regelfall ist dies bei einem Anteilsbesitz von mehr als 50% anzunehmen. Wenn vertragliche Regelungen oder rechtliche Vorschriften vorsehen, dass trotz eines Anteilsbesitzes von weniger als 50% Beherrschung über ein Unternehmen ausgeübt werden kann, wird dieses Unternehmen als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Wenn aufgrund vertraglicher Regelungen oder rechtlicher Vorschriften bei einem Anteilsbesitz von mehr als 50% keine Beherrschung über ein Unternehmen ausgeübt werden kann, wird dieses Unternehmen nicht als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Bei gemeinsamen Vereinbarungen übt HeidelbergCement gemeinschaftlich mit einer oder mehreren Parteien durch vertragliche Vereinbarungen gemeinschaftliche Führung über ein Unternehmen aus. Gemeinschaftliche Führung liegt dann vor, wenn die Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten des Unternehmens einstimmig erfolgen müssen. Abhängig von den Rechten und Pflichten der Parteien handelt es sich bei gemeinsamen Vereinbarungen entweder um gemeinschaftliche Tätigkeiten (Joint Operations) oder um Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures). Bei Joint Operations haben die beherrschenden Parteien unmittelbare Rechte an den Vermögenswerten und Verpflichtungen für die Schulden der gemeinschaftlich geführten Tätigkeit. Joint Ventures sind dadurch gekennzeichnet, dass die gemeinschaftlich führenden Parteien aufgrund ihrer Gesellschafterstellung am Reinvermögen des Unternehmens beteiligt sind. Bei assoziierten Unternehmen hat HeidelbergCement einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik. Dies ist in der Regel der Fall, wenn HeidelbergCement zwischen 20% und 50% der Stimmrechte an dem Unternehmen hält. KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung von Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 (Business Combinations). Hierbei bewertet der Erwerber die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen Schulden mit ihren zum Erwerbszeitpunkt beizulegenden Zeitwerten. Danach werden die Anteile, bewertet zum beizulegenden Zeitwert der Gegenleistung, mit dem neu bewerteten Eigenkapital des konsolidierten Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt aufgerechnet. Ein aus der Beteiligungsaufrechnung verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Negative Unterschiedsbeträge werden nach nochmaliger Überprüfung erfolgswirksam erfasst. Minderheitsanteile können entweder mit dem anteiligen auf sie entfallenden Nettovermögen oder zum beizulegenden Zeitwert angesetzt werden. Dieses Wahlrecht kann für jeden Unternehmenszusammenschluss separat angewendet werden. Transaktionskosten im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen werden als zusätzliche ordentliche Aufwendungen erfasst. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften werden aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen von Vermögenswerten werden eliminiert. Den ertragsteuerlichen Konsequenzen bei der Konsolidierung wird durch den Ansatz latenter Steuern Rechnung getragen. Minderheitsanteile am Eigenkapital und am Periodenergebnis konsolidierter Tochterunternehmen werden separat ausgewiesen. Bei Verkaufsoptionen bzw. Andienungsrechten von Minderheitsgesellschaftern (inklusive Minderheitsanteilen an deutschen Personengesellschaften) werden unterjährig die auf die Minderheiten entfallenden Anteile am Gesamtergebnis der Periode sowie die Dividendenzahlungen an Minderheitsgesellschafter als Veränderung des Eigenkapitals dargestellt. Am Abschlussstichtag werden die Minderheitsanteile, für die eine Verkaufsoption bzw. ein Andienungsrecht besteht, in die finanziellen Verbindlichkeiten umgegliedert. Die finanzielle Verbindlichkeit wird mit dem Barwert des Rückzahlungsbetrags bewertet. Unterschiedsbeträge zwischen dem Buchwert der Minderheitsanteile und dem Barwert des Rückzahlungsbetrags werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. In der Eigenkapitalveränderungsrechnung erfolgt der Ausweis als Änderung von Minderheitsanteilen mit Put-Optionen. Bei sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen erlangt HeidelbergCement die Beherrschung über ein Unternehmen, an dem es unmittelbar vor dem Erwerbszeitpunkt einen nicht beherrschenden Eigenkapitalanteil gehalten hat. In diesem Fall werden Unterschiede zwischen dem Buchwert und dem beizulegenden Zeitwert bisher gehaltener Anteile erfolgswirksam erfasst. Änderungen der Beteiligungsquote an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. Bei Transaktionen, die zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden eventuell verbleibende Anteile erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Bei gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Joint Operations) werden die Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie Cashflows anteilig, entsprechend den Rechten und Pflichten von HeidelbergCement, in den Konzernabschluss einbezogen. Joint Ventures und assoziierte Unternehmen werden gemäß der Equity-Methode bilanziert. Bei der erstmaligen Einbeziehung werden die erworbenen Anteile zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt. In der Folge erhöht oder verringert sich der Buchwert der Anteile entsprechend dem Anteil von HeidelbergCement am Gesamtergebnis des Beteiligungsunternehmens. Vom Beteiligungsunternehmen empfangene Dividendenausschüttungen vermindern den Buchwert. Wenn der Anteil von HeidelbergCement an den Verlusten des Beteiligungsunternehmens dem Buchwert der Beteiligung entspricht bzw. diesen überschreitet, werden keine weiteren Verlustanteile erfasst. Weist das Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt Gewinne aus, werden diese erst berücksichtigt, wenn der Gewinnanteil den noch nicht erfassten Verlust abdeckt. Tochterunternehmen, Joint Operations, Joint Ventures und assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns einzeln und insgesamt unwesentlich ist, werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bilanziert und als "Available for sale at cost" Finanzinvestitionen ausgewiesen. WährungsumrechnungDie Einzelabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften werden gemäß IAS 21 (The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates) nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung ist bei den operativen Gesellschaften in der Regel die jeweilige Landeswährung, da die ausländischen Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Aktiv- und Passivposten werden zum Mittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet, das Eigenkapital hingegen mit den historischen Kursen. Die hieraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen finden bis zum Abgang der Tochtergesellschaft erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis in den sonstigen Eigenkapitalbestandteilen Berücksichtigung. Eine anteilige Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt auch bei einer Kapitalrückzahlung ohne Reduzierung der Beteiligungsquote. Die Umrechnung des anteiligen Eigenkapitals der ausländischen Joint Ventures und assoziierten Unternehmen erfolgt nach der für Tochtergesellschaften beschriebenen Vorgehensweise. Die Aufwendungen und Erträge sind zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Fremdwährungsgeschäfte in den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden mit dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs eingebucht. Bis zum Abschlussstichtag eingetretene Kursgewinne oder -verluste aus der Bewertung monetärer Posten in fremder Währung zum Stichtagskurs werden erfolgswirksam berücksichtigt. Von der erfolgswirksamen Erfassung ausgenommen sind Währungsdifferenzen aus Fremdwährungskrediten, soweit sie Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb sind, das heißt die Rückzahlung in einem absehbaren Zeitraum weder geplant noch wahrscheinlich ist. Diese Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst und erst bei Rückzahlung des Kredits oder Abgang des Geschäftsbetriebs in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Nicht monetäre Posten in fremder Währung werden zu historischen Wechselkursen fortgeführt. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Devisenkurse, die bei der Umrechnung der Einzelabschlüsse in fremder Währung Anwendung fanden. Devisenkursescroll
Ansatz- und BewertungsgrundsätzeDie Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente und zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Weiterhin werden die Buchwerte der in der Bilanz erfassten Vermögenswerte und Schulden, die Grundgeschäfte im Rahmen von Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value Hedges) darstellen und ansonsten zu Anschaffungskosten bilanziert werden, aufgrund von Änderungen der beizulegenden Zeitwerte, die den abgesicherten Risiken zugerechnet werden, angepasst. Die wesentlichen Ansatz- und Bewertungsgrundsätze werden nachfolgend dargestellt. Immaterielle Vermögenswerte werden beim Zugang zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert. Die Folgebilanzierung bemisst sich für immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer nach Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen sowie für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer nach Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden im Fall von Abbaulizenzen leistungsbezogen, ansonsten linear abgeschrieben. Emissionsrechte werden als immaterielle Vermögenswerte innerhalb des Anlagevermögens ausgewiesen. Unentgeltlich gewährte Emissionsrechte werden bei Zugang zum Nominalwert von Null bilanziert. Entgeltlich erworbene Emissionsrechte werden mit den Anschaffungskosten bilanziert und bei Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Rückstellungen für die Verpflichtung zur Rückgabe von Emissionsrechten werden angesetzt, wenn die bis zum Abschlussstichtag getätigten CO2 -Emissionen nicht durch unentgeltlich gewährte Emissionsrechte gedeckt sind. Die Höhe der Rückstellung bemisst sich für bereits entgeltlich erworbene Emissionsrechte mit deren Buchwert und für die zur Erfüllung der Verpflichtung noch zu erwerbenden Emissionsrechte mit dem Marktwert zum Abschlussstichtag. Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus Unternehmenszusammenschlüssen entstanden sind, werden gemäß IFRS 3 (Business Combinations) nicht planmäßig abgeschrieben. Stattdessen werden die Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich im vierten Quartal nach Vorliegen der aktuellen operativen Planung bzw. beim Eintritt wesentlicher Ereignisse oder veränderter Verhältnisse, die auf einen Wertminderungsbedarf hindeuten, einem Wertminderungstest nach IAS 36 (Impairment of Assets) unterzogen. Im Rahmen dieser Wertminderungsprüfung wird der Buchwert einer Gruppe von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGU), denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, mit dem erzielbaren Betrag dieser Gruppe von CGUs verglichen. Ausgehend von der Vertriebs- und Managementstruktur wird eine Gruppe von CGUs grundsätzlich als Land oder Konzerngebiet definiert; eine Ausnahme bildet die länderübergreifende Nordic Precast Group. Sobald der Buchwert einer Gruppe von CGUs, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, ihren erzielbaren Betrag übersteigt, wird eine erfolgswirksame Wertminderung des zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts vorgenommen. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert einer Gruppe von CGUs. Der beizulegende Zeitwert ist der aus dem Verkauf zu marktgerechten Konditionen erzielbare Betrag. Der Nutzungswert wird mittels Abzinsung zukünftiger Cashflows nach Steuern mit einem risikoangepassten Diskontierungszinssatz (WACC) nach Steuern ermittelt. Gegenstände des Sachanlagevermögens werden nach IAS 16 (Property, Plant and Equipment) zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Kosten für Reparatur und Wartung von Sachanlagen werden grundsätzlich als Aufwand erfasst. Eine Aktivierung erfolgt, wenn die Maßnahmen zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des Vermögenswerts führen. Sachanlagen werden nach der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben, sofern nicht eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzenverlauf besser entspricht. Fremdkapitalkosten, die direkt oder indirekt dem Bau von Großanlagen mit einem Erstellungszeitraum von mehr als zwölf Monaten (Qualifying Assets) zugeordnet werden können, werden in Übereinstimmung mit IAS 23 (Borrowing Costs) als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Bewertung der Vorräte erfolgt gemäß IAS 2 (Inventories) zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert. Hierbei wird die Durchschnittskostenmethode angewendet. Für Qualitäts- und Mengenrisiken werden in angemessener Höhe Abschläge vorgenommen. Die Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse umfassen neben den Einzelkosten fertigungsbedingte Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Die Gemeinkostenzuschläge werden auf Basis durchschnittlicher Auslastungen ermittelt. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, da der Produktionszeitraum weniger als zwölf Monate beträgt. Ersatzteile für Anlagen werden grundsätzlich in den Vorräten ausgewiesen. Wenn sie im Zusammenhang mit der Anschaffung der Anlage erworben wurden oder bei separatem Erwerb die Definition einer Sachanlage erfüllen, werden sie im Anlagevermögen ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 (Employee Benefits) ermittelt. Für zahlreiche Mitarbeiter wird für die Zeit nach der Pensionierung durch den Konzern direkt oder durch Beitragszahlungen an externe Versorgungsträger Vorsorge getroffen. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerrechtlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf geleisteten Dienstjahren und der Vergütung der Mitarbeiter basieren. Die Pensionsrückstellungen umfassen sowohl solche aus bereits laufenden Pensionen als auch aus Anwartschaften auf künftig zu zahlende Pensionen. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt bei HeidelbergCement sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen Beiträge an zweckgebundene Fonds. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (Defined Benefit Plans) besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter zu erfüllen, wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Die wichtigsten fondsfinanzierten Altersversorgungspläne bestehen in den USA, Kanada, Großbritannien, Belgien, Australien, Indonesien und Norwegen. Das Altersversorgungssystem in Indonesien besteht aus einer gesetzlich geregelten leistungsorientierten Versorgung sowie einem beitragsorientierten firmeninternen, fondsgestützten System, dessen Leistungen gegen die gesetzlichen Leistungen aufgerechnet werden können. In Deutschland und Schweden werden die Altersversorgungspläne über Rückstellungen finanziert. Darüber hinaus verfügt HeidelbergCement über ein rückstellungsfinanziertes Altersversorgungssystem für Krankheitskosten von Pensionären in den USA, Belgien, Kanada, Großbritannien, Indonesien und Ghana. Zusätzlich gewährt der Konzern andere langfristige Leistungen an Arbeitnehmer, wie Jubiläumsleistungen, Altersteilzeitvereinbarungen oder Vorruhestandszusagen. Auf die Konzernregionen bzw. Länder Nordamerika, Großbritannien und Deutschland entfallen etwa 94% der Pensionsverpflichtungen. Die meisten der leistungsorientierten Pensionspläne in Nordamerika sind für Neueintritte geschlossen und bei vielen kann in Zukunft keine weitere Steigerung der Versorgungsleistungen erdient werden. In Nordamerika hat HeidelbergCement einen Pensionsausschuss eingerichtet mit dem Ziel, die Verwaltung der Pensionspläne, HeidelbergCements Verantwortung als Treuhänder in Bezug auf die Pensionspläne und HeidelbergCements Funktion als Plan-Administrator zu beaufsichtigen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für kapitalgedeckte Pensionspläne in den USA sehen eine Mindestdotierung basierend auf den gesetzlichen Vorgaben vor, die mit dem Plan-Administrator vereinbart werden. In den USA bildet das Gesetz "Employee Retirement Income Security Act of 1974 (ERISA)" die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Darin werden die Mindestanforderungen für betriebliche Altersversorgung festgelegt. Mindestanforderungen werden in Bezug auf Aufnahme in den Pensionsplan, Unverfallbarkeit, Kapitaldeckungsgrad des Pensionsplans und der Verantwortlichkeit des Plantreuhänders definiert. Gemäß dem Gesetz "ERISA" werden im Falle einer Planschließung Zahlungen von bestimmten Leistungen durch die US-amerikanische Pensionsaufsicht "Pension Benefit Guaranty Corporation" gewährleistet. In Kanada unterliegen Pensionspläne von HeidelbergCement der Rechtsprechung der Provinzen Alberta oder Ontario. In Großbritannien unterliegen die wesentlichen leistungsorientierten Pensionspläne dem britischen Trustee-Recht (UK Trust Law) und der Rechtsprechung der Rentenregulierungsbehörde (UK Pension Regulator). Diese Pläne stehen unter der Aufsicht von Trustees (Treuhändern), die teilweise von den Trägerunternehmen und teilweise von den Planbegünstigten ernannt werden. Die Trustees sind per britischem Recht verpflichtet, eine gesetzliche Dotierungsvorgabe zu erfüllen, um dafür zu sorgen, dass ausreichend Vermögen zur Deckung der technischen Rückstellung des Plans bereitgestellt wird. Alle wesentlichen Pensionspläne in Großbritannien sind für Neueintritte geschlossen. Zudem können in den meisten Fällen keine zukünftigen Leistungssteigerungen erdient werden. Die Leistungen werden aus unterschiedlichen Pensionsplänen gewährt, von denen die meisten endgehaltsabhängig sind. Mittel- bzw. langfristig wird eine Reduzierung der Pensionsverpflichtungen aus diesen Plänen erwartet, da Leistungen ausgezahlt werden. Liability-Driven Investment (LDI) Strategien werden in großem Umfang in Großbritannien genutzt und insgesamt sind die Pensionspläne in Großbritannien zum Stichtag aus Sicht von IAS 19 überdeckt. Da in Großbritannien die Leistungen nach Eintritt des Versorgungsfalls an die Inflation angepasst werden müssen, unterliegen die Leistungen dem Inflationsrisiko. Dieses Risiko wird in vielen Fällen durch die LDI Produkte und/oder Caps auf die maximal gewährte Rentenanpassung reduziert. Aufgrund der Tatsache, dass die meisten Pensionspläne geschlossen sind, spielt der Gehaltstrend im Hinblick auf die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen nur eine untergeordnete Rolle. In Deutschland unterliegen die Pensionspläne dem Betriebsrentengesetz (BetrAVG) und allgemeinen Richtlinien des Arbeitsrechts. Die wesentlichen Pensionspläne wurden 2005 für Neueintritte geschlossen. Mitarbeiter, die vor 2006 eingetreten sind, erhalten Anwartschaften aus Versorgungsplänen, die endgehalts- und/oder dienstzeitabhängig sind. Zudem werden den Vorstandsmitgliedern Einzelzusagen gewährt (siehe hierzu Lagebericht, Kapitel Vergütungsbericht, Seite 152 f.). Die deutschen Pensionspläne sind größtenteils nicht kapitalgedeckt. Die Verpflichtungen aus den zugesagten Leistungen unterliegen folgenden wesentlichen Risiken:
Die Pensionsverpflichtungen und die in den Fonds vorhandenen Vermögenswerte werden für alle wesentlichen Konzerngesellschaften jährlich von unabhängigen Gutachtern bewertet. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen und der zur Deckung dieser Verpflichtung notwendigen Aufwendungen erfolgt nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren. Für Zwecke der Rechnungslegung sind die versicherungsmathematischen Annahmen von der wirtschaftlichen Situation des jeweiligen Landes abhängig. Der Zinssatz basiert auf dem Zinsniveau, das am Bewertungsstichtag für hochwertige Unternehmensanleihen (AA-Rating) mit einer den betreffenden Pensionsplänen entsprechenden Laufzeit (Duration) in dem jeweiligen Land erzielt wird. In Ländern oder Währungsräumen ohne liquiden Markt für hochwertige Unternehmensanleihen wird der Zinssatz auf Basis von Staatsanleihen oder anhand anderer Näherungsverfahren ermittelt. Aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen können versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter oder Abweichungen der tatsächlichen von der erwarteten Entwicklung der Pensionsverpflichtungen sein können. Diese Beträge, die Differenz zwischen der tatsächlichen Vermögensperformance und den in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Zinserträgen sowie der Effekt aus der Begrenzung des Fondsvermögens werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Einige gemeinschaftliche Pensionspläne mehrerer Arbeitgeber (sogenannte "Multi-Employer Pensionspläne"), für die keine ausreichenden Informationen zur Verfügung stehen, um sie wie leistungsorientierte Pensionspläne zu behandeln, werden wie beitragsorientierte Pensionspläne bilanziert. Sonstige Rückstellungen werden nach IAS 37 (Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets) angesetzt, wenn aufgrund vergangener Ereignisse rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Die Rückstellungen werden auf Basis der bestmöglichen Schätzung unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken berechnet. Die Kapitalmarktkomponente des konzernweiten virtuellen Aktienoptionsprogramms wird gemäß IFRS 2 (Share-based Payment) als aktienbasierte Vergütung mit Barausgleich bilanziert. Zum Abschlussstichtag wird eine Rückstellung in Höhe des zeitanteiligen beizulegenden Zeitwerts der Zahlungsverpflichtung gebildet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst. Der beizulegende Zeitwert der Optionen wird mithilfe eines anerkannten finanzwirtschaftlichen Modells bestimmt. Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend der bilanzorientierten "Liability Method" (IAS 12 Income Taxes) gebildet. Dies bedeutet, dass mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung grundsätzlich für alle zeitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen IFRS- und Steuerbilanz latente Steuern gebildet werden. Aktive latente Steuern werden indes nur insoweit angesetzt, wie es wahrscheinlich ist, dass künftig ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Verfügung steht. Ferner werden aktive latente Steuern auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge angesetzt, sofern deren Realisierung in Folgejahren mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist. Passive latente Steuern in Verbindung mit nicht ausgeschütteten Gewinnen von Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen werden berücksichtigt, außer wenn HeidelbergCement in der Lage ist, die Dividendenpolitik der Gesellschaften zu bestimmen und in absehbarer Zeit nicht mit einer Dividendenausschüttung oder einer Veräußerung zu rechnen ist. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den Steuersätzen, die am Abschlussstichtag in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten oder angekündigt sind. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung von tatsächlichen Steueransprüchen und tatsächlichen Steuerschulden vorliegt und wenn sie im Zusammenhang mit Ertragsteuern stehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und der Konzern die Absicht hat, seine tatsächlichen Steueransprüche und Steuerschulden auf Nettobasis zu begleichen. Veränderungen der latenten Steuern in der Bilanz führen grundsätzlich zu latentem Steueraufwand bzw. -ertrag. Wenn Sachverhalte, die zu einer Veränderung der latenten Steuern führen, erfolgsneutral in das sonstige Ergebnis oder direkt gegen das Eigenkapital gebucht werden, wird auch die Veränderung der latenten Steuern im sonstigen Ergebnis bzw. direkt im Eigenkapital berücksichtigt. Soweit latente Steuern über das sonstige Ergebnis gebildet wurden, erfolgt auch die spätere Auflösung über das sonstige Ergebnis. Finanzinstrumente sind alle Vertragsverhältnisse, die bei der einen Partei zu einem finanziellen Vermögenswert und bei der anderen Partei zu einer finanziellen Schuld oder zu einem Eigenkapitalinstrument führen. Zu den Finanzinstrumenten gehören originäre und derivative Finanzinstrumente. Originäre Finanzinstrumente werden bei ihrem erstmaligen Ansatz grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Hierzu gehören Finanzinvestitionen, ausgereichte Kredite und Forderungen sowie finanzielle Verbindlichkeiten. Finanzinstrumente, die als zu Handelszwecken gehalten (Held for trading) klassifiziert sind, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Finanzinvestitionen, die gemäß IAS 39 (Financial Instruments: Recognition and Measurement) als zur Veräußerung verfügbar (Available for sale) kategorisiert sind, werden regelmäßig zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn dieser verlässlich bestimmbar ist. Diese Klasse von Instrumenten wird nachfolgend als Finanzinvestitionen "Available for sale at fair value" bezeichnet. Die aus der Folgebewertung resultierenden unrealisierten Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Als beizulegender Zeitwert wird der Börsenkurs zum Abschlussstichtag zugrunde gelegt. Fallen die beizulegenden Zeitwerte von "Available for sale at fair value"-Finanzinvestitionen unter die Anschaffungskosten und liegen objektive Hinweise für eine signifikante oder dauerhafte Wertminderung vor, werden die bislang im Eigenkapital erfassten kumulierten Verluste unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Finanzinvestitionen in Eigenkapitaltitel, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis existiert und deren beizulegende Zeitwerte nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermittelbar sind, werden zu Anschaffungskosten bewertet. Diese Klasse von Instrumenten wird nachfolgend als Finanzinvestitionen "Available for sale at cost" bezeichnet. Hierbei handelt es sich um sonstige Beteiligungen, die nicht börsennotiert sind. Liegen objektive Hinweise für eine signifikante oder dauerhafte Wertminderung vor, werden diese Wertminderungen unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Für gehaltene Eigenkapitaltitel ist die erfolgswirksame Erfassung von Wertaufholungen nicht zulässig. Kredite und Forderungen (Loans and receivables) werden, sofern sie nicht mit Sicherungsinstrumenten im Zusammenhang stehen, zu fortgeführten Anschaffungskosten, ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Dabei handelt es sich um Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, verzinsliche Forderungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige operative Forderungen. Bei kurzfristigen Forderungen entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennwert bzw. dem Rückzahlungsbetrag. Forderungen werden zu dem Zeitpunkt aus der Konzernbilanz ausgebucht, zu dem alle Chancen und Risiken übertragen wurden und der mit den Forderungen verbundene Zahlungseingang sichergestellt ist. Werden nicht alle Chancen und Risiken übertragen, werden die Forderungen dann ausgebucht, wenn die Verfügungsmacht über die Forderungen übergegangen ist. Bestehen objektive Hinweise darauf, dass bei den Krediten und Forderungen Wertminderungen eingetreten sind (z.B. erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder negative Veränderungen des Marktumfelds des Schuldners), werden diese erfolgswirksam erfasst. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgen die Wertminderungen unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos. Eine Ausbuchung erfolgt, sobald eine Forderung tatsächlich ausgefallen ist. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für die vorgenommenen Wertminderungen entfallen sind. Finanzielle Vermögenswerte, deren Konditionen geändert wurden, da sie ansonsten überfällig oder wertgemindert wären, lagen (ebenso wie im Vorjahr) im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht vor. Der erstmalige Ansatz von originären finanziellen Verbindlichkeiten (Financial liabilities) erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung dieser Instrumente erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Hierunter fallen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige operative Verbindlichkeiten sowie Finanzschulden. Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten werden abgezinst. Bei kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennwert bzw. dem Rückzahlungsbetrag. Von der Möglichkeit, originäre Finanzinstrumente bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende Finanzinstrumente zu designieren, hat der Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht. Alle originären Finanzinstrumente werden zum Erfüllungstag (Settlement date) bilanziert. Ein derivatives Finanzinstrument ist ein Vertrag, dessen Wert sich in Abhängigkeit von einer Variablen ändert, der in der Regel keine Anschaffungsauszahlung erfordert oder eine, die im Vergleich zu anderen Vertragsformen, von denen zu erwarten ist, dass sie in ähnlicher Weise auf Änderungen der Marktbedingungen reagieren, geringer ist, und der zu einem späteren Zeitpunkt beglichen wird. Alle derivativen Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung am Handelstag mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte sind auch für die Folgebewertungen relevant. Bei derivativen Finanzinstrumenten entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den HeidelbergCement bei vorzeitiger Beendigung des Finanzinstruments zum Abschlussstichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dieser Betrag wird unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Wechselkurse und Zinssätze von der Abteilung Group Treasury berechnet. Bei am Markt gehandelten derivativen Finanzinstrumenten entspricht der beizulegende Zeitwert dem Marktwert. Derivative Finanzinstrumente, wie z.B. Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäfte, Zinsswaps oder Zinsoptionen, werden im HeidelbergCement Konzern grundsätzlich zur Risikoreduzierung eingesetzt. Dabei steht die Absicherung gegen Zins-, Währungs- und andere Marktpreisrisiken im Mittelpunkt. Es werden keine derivativen Finanzinstrumente zu Spekulationszwecken kontrahiert oder gehalten. Verträge, die für Zwecke des Empfangs oder der Lieferung nicht finanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf des Unternehmens abgeschlossen und in diesem Sinne gehalten werden (Own Use Contracts), werden nicht als derivative Finanzinstrumente, sondern als schwebende Geschäfte bilanziert. Geschriebene Optionen auf den Kauf oder Verkauf nicht finanzieller Posten, die durch Barausgleich erfüllt werden können, werden nicht als "Own Use Contracts" klassifiziert. Strukturierte Finanzinstrumente bestehen aus einem nicht derivativen Basisvertrag und einem eingebetteten Finanzderivat. Beide Komponenten sind rechtlich nicht separierbar. Es handelt sich hierbei in der Regel um Verträge mit Zusatzklauseln. Eine getrennte Bilanzierung des eingebetteten Derivats und des Basisvertrags wird verlangt, wenn die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken nicht eng mit dem Basisvertrag verbunden sind, das eingebettete Derivat die gleichen Definitionskriterien erfüllt wie ein freistehendes Derivat und das strukturierte Finanzinstrument nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Wahlweise kann das strukturierte Finanzinstrument auch insgesamt erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, es sei denn, das eingebettete Derivat verändert die anfallenden Zahlungsströme nur unerheblich oder eine Abspaltung des eingebetteten Derivats ist unzulässig. Hedge Accounting bezeichnet eine spezielle Rechnungslegung, die die Bilanzierung von Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft einer Sicherungsbeziehung dahingehend modifiziert, dass die Bewertungsergebnisse aus dem Grund- bzw. Sicherungsgeschäft periodengleich und erfolgsneutral bzw. erfolgswirksam erfasst werden. Entsprechend basiert das Hedge Accounting auf einer wertmäßigen Kompensation von Grund- und Sicherungsgeschäft. Für bilanzielle Zwecke existieren im Sinne von IAS 39 drei Arten von Hedge-Geschäften, für deren Bilanzierung als Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) bestimmte Anforderungen erfüllt sein müssen.
Derivative Finanzinstrumente, für die keine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) angewendet wird, stellen dennoch betriebswirtschaftlich eine wirksame Absicherung im Rahmen der Konzernstrategie dar. Nach IAS 39 sind diese Instrumente für bilanzielle Zwecke als zu Handelszwecken gehalten (Held for trading) zu qualifizieren. Den Marktwertveränderungen dieser derivativen Finanzinstrumente, die erfolgswirksam erfasst werden, stehen nahezu kompensierende Marktwertveränderungen der abgesicherten Grundgeschäfte gegenüber. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen, wenn sie in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und die Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Bei der Klassifizierung als "zur Veräußerung gehalten" werden die entsprechenden Vermögenswerte mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten angesetzt, sofern dieser niedriger als deren Buchwert ist. Entsprechend ihrer Klassifizierung werden direkt mit diesen im Zusammenhang stehende Schulden auf der Passivseite gesondert ausgewiesen. Für aufgegebene Geschäftsbereiche wird das Ergebnis nach Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung separat in einer Zeile ausgewiesen. In der Kapitalflussrechnung erfolgt eine Aufteilung der Mittelflüsse in fortzuführendes und aufgegebenes Geschäft. Für aufgegebene Geschäftsbereiche werden im Jahr der Umklassifizierung die Vorjahreswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung, der Kapitalflussrechnung und in der Segmentberichterstattung entsprechend angepasst. Im Anhang werden zusätzliche Angaben zu den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und aufgegebenen Geschäftsbereichen gemacht. Eventualverbindlichkeiten oder -forderungen sind zum einen mögliche Verpflichtungen oder Vermögenswerte, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Existenz vom Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse abhängt, die nicht unter der Kontrolle des Unternehmens stehen. Zum anderen sind Eventualverbindlichkeiten gegenwärtige Verpflichtungen, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, bei denen der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen nicht wahrscheinlich ist oder bei denen der Umfang der Verpflichtung nicht verlässlich geschätzt werden kann. Eventualverbindlichkeiten werden in der Bilanz nicht angesetzt, es sei denn, es handelt sich um gegenwärtige Verpflichtungen, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses übernommen wurden. Eventualforderungen werden nur dann in der Bilanz angesetzt, wenn sie quasi sicher sind. Sofern ein Abfluss bzw. Zufluss von wirtschaftlichem Nutzen nicht unwahrscheinlich ist, werden im Anhang Angaben zu Eventualverbindlichkeiten bzw. Eventual-forderungen gemacht. Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken am Leasinggegenstand auf den Konzern übertragen werden, führen zur Aktivierung des Leasinggegenstands zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses. Der Leasinggegenstand wird mit seinem beizulegenden Zeitwert angesetzt oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Leasingzahlungen werden derart in Finanzierungsaufwendungen und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass sich über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingverbindlichkeit ergibt. Finanzierungsaufwendungen werden erfolgswirksam erfasst. Leasinggegenstände werden grundsätzlich über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, wird der Leasinggegenstand über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Erträge werden erfasst, wenn hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließt und dieser verlässlich bestimmt werden kann. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistung; Umsatzsteuer und sonstige Abgaben bleiben unberücksichtigt. Umsatzerlöse werden erfasst, sobald die Lieferung der Waren erfolgt ist und die Chancen und Risiken gemäß den vertraglich vereinbarten Lieferbedingungen auf den Käufer übergegangen sind. Zinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zeitanteilig erfasst. Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung realisiert. Anwendung neuer RechnungslegungsstandardsIm Geschäftsjahr erstmalig angewendete RechnungslegungsstandardsHeidelbergCement hat die folgenden Standards und Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) im Geschäftsjahr 2015 erstmals angewendet. Erstmalig angewendete RechnungslegungsstandardsTitel Änderungen an IAS 19 Defined Benefit Plans: Employee Contributions Improvements to IFRSs 2010-2012 Cycle Improvements to IFRSs 2011-2013 Cycle
Veröffentlichte, aber im Geschäftsjahr noch nicht angewendete RechnungslegungsstandardsDas IASB und das IFRS IC haben die nachfolgend aufgelisteten Standards und Interpretationen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2015 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. HeidelbergCement wendet diese Standards und Interpretationen zum verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt und nach Ratifizierung durch die EU-Kommission an. Veröffentlichte, aber im Geschäftsjahr noch nicht angewendete Rechnungslegungsstandardsscroll
1)
Geschäftsjahre, die am oder nach dem genannten
Datum beginnen
Schätzungsunsicherheiten und AnnahmenDie Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss ist von Schätzungen und Annahmen des Managements abhängig, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Aufwendungen und Erträge sowie der Eventualverbindlichkeiten der Periode auswirken. Die sich tatsächlich ergebenden Werte können von den Schätzungen abweichen. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich insbesondere auf die Notwendigkeit sowie die Bemessung von Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte, den Ansatz von aktiven latenten Steuern, die Bewertung der Pensionsrückstellungen sowie der sonstigen Rückstellungen und die Bewertung von bestimmten Finanzinstrumenten (z.B. Earn-Out-Klauseln bzw. Put-Optionen von Minderheitsgesellschaftern). Für die Ermittlung des erzielbaren Betrags von Gruppen von Zahlungsmittel generierenden Einheiten im Rahmen des Wertminderungstests für Geschäfts- oder Firmenwerte wird ein Cashflow-basiertes Verfahren im Sinne von IAS 36 (Impairment of Assets) angewandt. Hierbei sind insbesondere Schätzungen in Bezug auf künftige Cashflows der Gruppen von Zahlungsmittel generierenden Einheiten sowie auf die verwendeten Diskontierungssätze und Wachstumsraten notwendig (Discounted-Cash-Flow-Methode). Eine Veränderung der Einflussfaktoren kann wesentliche Auswirkungen auf das Vorliegen bzw. die Höhe von Wertminderungen haben. Erläuterungen zur Zusammensetzung des Buchwertes der Geschäfts- oder Firmenwerte und zum Wertminderungstest werden unter Punkt 32 Immaterielle Vermögenswerte gegeben. Zur Beurteilung der zukünftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Schätzungen vorzunehmen, wie z.B. die operativen Planungen, die Nutzung von Verlustvorträgen sowie Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab, können sich Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage ergeben. Nähere Informationen zu den aktiven latenten Steuern erfolgen unter Punkt 11 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Altersversorgungsplänen werden auf Basis versicherungsmathematischer Verfahren ermittelt, die auf Annahmen und Schätzungen hinsichtlich des Abzinsungssatzes, der Rentenentwicklung, der Lebenserwartung sowie auf weiteren Einflussfaktoren beruhen. Eine Veränderung der zugrunde liegenden Parameter kann zu Änderungen des Bilanzansatzes führen. Nähere Erläuterungen werden auf Seite 184 f. sowie unter Punkt 44 Pensionsrückstellungen gegeben. Die Bewertung der Rückstellungen für Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen erfolgt auf Basis der Extrapolation der Schadenfälle und Schätzungen der Kostenentwicklungen. Die Veränderung der Einflussparameter kann Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Bilanzansatz haben. Der Ansatz und die Bewertung der übrigen sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis von Einschätzungen der Wahrscheinlichkeiten des zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und den zum Abschlussstichtag bekannten Umständen. Der tatsächlich eintretende Nutzenabfluss kann von dem am Abschlussstichtag erwarteten Nutzenabfluss abweichen und Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung haben. Weitere Erläuterungen zu den Rückstellungen erfolgen unter Punkt 45 Sonstige Rückstellungen. Die Bewertung von bestimmten Finanzinstrumenten wie z.B. Earn-Out-Klauseln und Put-Optionen von Minderheitsgesellschaftern, die auf keinem aktiven Markt gehandelt werden, basieren auf bestmöglichen Schätzungen unter Anwendung von Wahrscheinlichkeitsprognosen und anerkannten finanzmathematischen Verfahren. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss sind neben der HeidelbergCement AG 711 Tochterunternehmen - 32 inländische und 679 ausländische - im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Die Veränderungen gegenüber dem Stand zum 31. Dezember 2014 werden in der nachfolgenden Tabelle erläutert. Anzahl vollkonsolidierter Unternehmenscroll
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des HeidelbergCement Konzerns zum 31. Dezember 2015 nach den Vorschriften des § 313 Abs. 2 HGB befindet sich auf Seite 255 f. Die Aufstellung enthält die abschließende Nennung aller Tochterunternehmen, die von den Offenlegungserleichterungen gemäß § 264b HGB Gebrauch machen. Unternehmenszusammenschlüsse im BerichtsjahrAm 13. März 2015 haben HeidelbergCement und die norwegische KB Gruppen Kongsvinger AS eine Vereinbarung zur Bündelung der Betonprodukte-Aktivitäten ihrer schwedischen Tochtergesellschaften Abetong AB und Contiga AB unterzeichnet. Die Transaktion wurde am 28. September 2015 abgeschlossen. Die durch den Zusammenschluss neu entstandene Nordic Precast Group AB, an der HeidelbergCement 57,6% der Anteile hält, ist in Norwegen, Schweden, Dänemark, Deutschland, Polen und Lettland tätig und wird dem Konzerngebiet West- und Nordeuropa zugeordnet. Durch den Zusammenschluss erwarten wir eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im Bereich Betonprodukte in Nordeuropa. Der beizulegende Zeitwert der übertragenen Gegenleistung für den Erwerb der Anteile an der Contiga-Gruppe beträgt 80,9 Mio €. Die Gegenleistung setzt sich aus 42,4% der Anteile an der neu entstandenen Nordic Precast Group AB in Höhe von 62,0 Mio € sowie einer Barzahlung in Höhe von 18,9 Mio € zusammen. Die Minderheitsanteile innerhalb der Contiga-Gruppe betragen 2,5 Mio €. Es ist vertraglich vorgesehen, dass HeidelbergCement zu einem späteren Zeitpunkt diese Minderheitsanteile erwirbt. Diese Vereinbarung wird wie eine Verkaufsoption bzw. ein Andienungsrecht der Minderheitsgesellschafter bilanziert und entsprechend ausgewiesen. Der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses vorläufig erfasste Geschäfts- oder Firmenwert, der steuerlich nicht abzugsfähig ist, beträgt 82,1 Mio € und umfasst auch den auf die Minderheitsanteile an der Nordic Precast Group AB entfallenden Anteil. Der Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert Wachstumspotentiale durch eine verbesserte Marktposition. Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,7 Mio € wurden ergebniswirksam erfasst. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses wurden Forderungen mit einem beizulegenden Zeitwert von 36,2 Mio € erworben. Hierbei handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 30,7 Mio €, Darlehensforderungen in Höhe von 1,7 Mio € sowie sonstige Forderungen in Höhe von 3,8 Mio €. Der Bruttobetrag der Forderungen beträgt 36,4 Mio €, von denen wahrscheinlich 0,2 Mio € uneinbringlich sind. Die Kaufpreisallokation ist noch nicht abgeschlossen, da noch nicht alle Bewertungen fertiggestellt sind. Es können sich Anpassungen insbesondere im Bereich der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen sowie der latenten Steuern ergeben. Zum Ausbau der Marktanteile in den Geschäftsbereichen Transportbeton und Zuschlagstoffe in Polen hat HeidelbergCement am 15. Oktober 2015 jeweils 100% der Anteile an Duda Beton Sp.z.o.o. und Duda Kruszywa Sp.z.o.o., Opole, erworben. Der Kaufpreis betrug 18,2 Mio € und wurde in bar entrichtet. Der vorläufig erfasste Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 6,7 Mio € ist steuerlich nicht abzugsfähig. Die ergebniswirksam erfassten Anschaffungsnebenkosten betrugen 0,6 Mio €. Der beizulegende Zeitwert der übernommenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt 6,2 Mio € und entspricht dem Bruttobetrag. Die Kaufpreisallokation ist noch nicht abgeschlossen, da noch nicht alle Bewertungen finalisiert sind. Anpassungen können sich bei der Bewertung der Sachanlagen und der Rückstellungen ergeben. Darüber hinaus hat HeidelbergCement im Berichtszeitraum in den Konzerngebieten West- und Nordeuropa, Nordamerika und Asien-Pazifik weitere Unternehmenserwerbe vorgenommen, die einzeln betrachtet nicht wesentlich sind. Die Anschaffungskosten betrugen insgesamt 30,4 Mio € und setzen sich aus Barzahlungen in Höhe von 27,7 Mio € sowie dem beizulegenden Zeitwert zuvor gehaltener Anteile von 2,7 Mio € zusammen. Aus der Neubewertung der zuvor gehaltenen Anteile ergab sich ein Gewinn in Höhe von 1,9 Mio €, der in den zusätzlichen ordentlichen Erträgen erfasst wurde. Die Geschäfts- oder Firmenwerte betragen in Summe 5,5 Mio € und sind steuerlich nicht abzugsfähig. Im Zusammenhang mit den Erwerben wurden Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,2 Mio € ergebniswirksam erfasst. Der beizulegende Zeitwert der übernommenen Forderungen beträgt 9,4 Mio € und beinhaltet Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8,3 Mio € sowie sonstige operative Forderungen in Höhe von 1,1 Mio €. Vom Bruttobetrag der Forderungen in Höhe von 9,7 Mio € werden wahrscheinlich 0,3 Mio € uneinbringlich sein. Die nachfolgende Tabelle zeigt die beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden der Unternehmenszusammenschlüsse zum Erwerbszeitpunkt. Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktscroll
Bei den erworbenen Sachanlagen handelt es sich um Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten (39,2 Mio €), technische Anlagen und Maschinen (31,4 Mio €), andere Anlagen (3,0 Mio €) sowie Anlagen im Bau (2,1 Mio €). Seit dem Erwerb haben die Unternehmen 86,8 Mio € zu den Umsatzerlösen und 2,8 Mio € zum Konzernüberschuss beigetragen. Wären die Erwerbe bereits zum 1. Januar 2015 erfolgt, wären die Umsatzerlöse um 222,6 Mio € und der Konzernüberschuss um 3,6 Mio € höher ausgefallen. Unternehmenszusammenschlüsse im VorjahrZur Stärkung der Marktposition im Bereich Zuschlagstoffe hat HeidelbergCement am 15. Januar 2014 weitere 62,91 % sowie im Juli 2014 im Rahmen eines Squeeze-Out die restlichen 3,07 % der Anteile an der bisher at Equity bilanzierten Cimescaut-Gruppe, Tournai, Belgien, erworben und seinen Anteil damit auf 100 % erhöht. Der Kaufpreis betrug insgesamt 50,3 Mio € und wurde in bar entrichtet. Der beizulegende Zeitwert des zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteils betrug zum Erwerbszeitpunkt 21,4 Mio €. Aufgrund der Neubewertung des Anteils entstand ein Gewinn in Höhe von 5,6 Mio €, der in den zusätzlichen ordentlichen Erträgen erfasst wurde. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der steuerlich nicht abzugsfähig ist, beträgt 30,0 Mio € und repräsentiert Marktwachstumspotentiale. Am 20. Januar 2014 hat HeidelbergCement 100 % der Anteile an Espabel NV, Gent, Belgien, erworben. Espabel betreibt ein Zementmahlwerk. Mit dem Erwerb möchte HeidelbergCement seine Marktstellung im Bereich Zement ausbauen und Kosteneinsparungen in den Bereichen Produktion und Vertrieb realisieren. Der Kaufpreis in Höhe von 37,5 Mio € setzt sich aus einer Barzahlung von 31,5 Mio € sowie einer Verbindlichkeit für eine bedingte Gegenleistung zusammen, die mit einem beizulegenden Zeitwert von 6,0 Mio € angesetzt wurde. Die bedingte Gegenleistung ist abhängig von zukünftigen Zahlungseingängen aus einem langfristigen Dienstleistungsvertrag. Der beizulegende Zeitwert wurde mittels Abzinsung der geschätzten zukünftigen Cashflows mit einem dem Risikoprofil angepassten Diskontierungszinssatz ermittelt. Die Bandbreite der Ergebnisse (nicht abgezinst) liegt zwischen 6,0 Mio € und 15,0 Mio €. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 30,0 Mio €, der steuerlich nicht abzugsfähig ist, repräsentiert Synergieeffekte. Die Verbindlichkeit für die bedingte Gegenleistung hat sich zum 31. Dezember 2015 nicht wesentlich verändert. Um die Marktposition im Geschäftsbereich Beton in Kanada auszubauen hat HeidelbergCement am 17. Juli 2014 87,5 % der Anteile an der Cindercrete Products-Gruppe, Saskatchewan, erworben. Der Kaufpreis in Höhe von 47,3 Mio € setzt sich aus einer Barzahlung in Höhe von 41,7 Mio € sowie einer Verbindlichkeit für eine bedingte Gegenleistung mit einem beizulegenden Zeitwert von 5,6 Mio € zusammen. Die bedingte Gegenleistung bemisst sich am durchschnittlichen operativen Ergebnis vor Abschreibungen der Gesellschaft bis zum 30. Juni 2019 und wurde auf Basis von Wahrscheinlichkeiten ermittelt. Die Bandbreite der Ergebnisse (nicht abgezinst) liegt zwischen 0 € und 7,1 Mio €. Die Minderheitsanteile in Höhe von 3,1 Mio € wurden mit dem anteiligen beizulegenden Zeitwert des identifizierbaren Nettovermögens bewertet. Der Kaufvertrag sieht vor, dass HeidelbergCement zu einem späteren Zeitpunkt auch die Minderheitsanteile erwirbt. Diese Vertragskomponente wird wie eine Verkaufsoption bzw. ein Andienungsrecht der Minderheitsgesellschafter bilanziert und entsprechend ausgewiesen. Der zum 31. Dezember 2014 vorläufig erfasste Geschäfts- oder Firmenwert, der steuerlich nicht abzugsfähig ist, betrug 25,4 Mio € und repräsentiert Synergiepotentiale, die sich aus dem Unternehmenszusammenschluss ergeben. Aus der endgültigen Kaufpreisallokation ergab sich eine Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwerts sowie der Minderheitsanteile in Höhe von 2,8 Mio €. Die Verbindlichkeit für die bedingte Gegenleistung ist zum 31. Dezember 2015 um 1,4 Mio € zurückgegangen. Zum Ausbau seiner Marktstellung in Island in den Geschäftsbereichen Zement, Zuschlagstoffe und Beton hat HeidelbergCement im Zeitraum von Februar 2014 bis Juli 2014 seine Anteile an vier bisher als assoziierte Unternehmen bilanzierten Beteiligungen auf jeweils 53,0% erhöht. Die Anschaffungskosten der Unternehmenszusammenschlüsse betrugen insgesamt 3,9 Mio €. Im Rahmen einer Asset Deal-Transaktion hat HeidelbergCement am 28. November 2014 einen Steinbruch in Axedale, Australien, erworben. Mit dem Erwerb sichert sich HeidelbergCement weitere Zuschlagstoffreserven in der Metropolregion Melbourne. Der Kaufpreis betrug 20,6 Mio € und wurde in bar entrichtet. Die nachfolgende Tabelle zeigt die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Unternehmenszusammenschlüsse zum Erwerbszeitpunkt. Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktscroll
Bei den erworbenen Sachanlagen handelt es sich um Grundstücke und Gebäude (51,7 Mio €), technische Anlagen und Maschinen (32,1 Mio €), andere Anlagen (7,0 Mio €) sowie Anlagen im Bau (0,1 Mio €). Die Cimescaut-Gruppe, die Cindercrete Products-Gruppe, die isländischen Gesellschaften sowie der Steinbruch in Australien haben seit dem Erwerb 64,9 Mio € zu den Umsatzerlösen und 5,4 Mio € zum Konzernüberschuss beigetragen. Wären die Erwerbe bereits zum 1. Januar 2014 erfolgt, wären die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2014 um 38,3 Mio € und der Konzernüberschuss des Geschäftsjahres 2014 um 4,3 Mio € höher ausgefallen. Der Beitrag von Espabel zu den Umsatzerlösen und zum Konzernüberschuss kann nicht separat ermittelt werden, da die Belieferung der Kunden während der Umbauphase des Zementmahlwerks aus anderen Werken erfolgt. Darüber hinaus hat HeidelbergCement in Deutschland im Bereich Transportbeton Unternehmenszusammenschlüsse vorgenommen, die für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung waren. Unternehmenszusammenschlüsse nach dem Ende der BerichtsperiodeZur Sicherung von Rohstoffreserven und zur Stärkung der Marktposition in Australien hat HeidelbergCement am 29. Januar 2016 im Rahmen eines Asset Deals den Geschäftsbetrieb von Rocla Quarry Products (RQP) erworben. Der Kaufpreis beträgt rund 98 Mio € und unterliegt einer üblichen Working-Capital Anpassungsklausel. RQP betreibt 12 große Sandgruben in den Metropolregionen von Perth, Adelaide, Melbourne und Sydney mit einer Produktion von rund 6 Mio t im Jahr. Außerdem verfügt RQP über eine Anzahl kleinerer Produktionsstandorte und Rohstoffgrundstücke. Die erstmalige Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses war bis zur Verabschiedung des Konzernabschlusses durch den Vorstand unvollständig. Für die Erstellung der weiteren Angaben nach IFRS 3 Paragraph B64 lagen noch keine Bewertungen vor. Desinvestitionen im BerichtsjahrBasierend auf den Ergebnissen des am 14. Januar 2014 veröffentlichten Berichts der britischen Wettbewerbsbehörde (Competition Commission) über den Markt für Zuschlagstoffe, Transportbeton und Zement in Großbritannien war HeidelbergCement verpflichtet, im Geschäftsjahr 2015 ein Hüttensandmahlwerk zu veräußern. Die Transaktion wurde am 31. Juli 2015 mit der Veräußerung des Werks in Scunthorpe abgeschlossen. Der Verkaufspreis beträgt 30,2 Mio € und setzt sich aus einer Barzahlung in Höhe von 27,4 Mio € sowie einer langfristigen bedingten Kaufpreisforderung in Höhe von 2,8 Mio € zusammen. HeidelbergCement hat sich mit Vertrag vom 18. Dezember 2014 zum Verkauf der deutschen Kalksparte verpflichtet. Der Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an der Walhalla Kalk GmbH & Co. KG, Regensburg, sowie der Beteiligung an der Walhalla Kalk Verwaltungsgesellschaft mbH, ebenfalls mit Sitz in Regensburg, wurde am 1. September 2015 vollzogen. Zudem wurden das Kalkwerk Istein sowie sämtliche Anteile an der HC Kalkproduktionsgesellschaft Istein mbH, Efringen-Kirchen, am 1. Juli 2015 verkauft. Der vorläufige Verkaufspreis beträgt insgesamt 46,3 Mio € und setzt sich aus einer Barzahlung in Höhe von 39,8 Mio € sowie einer Forderung in Höhe von 6,5 Mio € zusammen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunkt. Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunktscroll
Aus den Desinvestitionen resultierten Verluste in Höhe von 5,4 Mio € sowie Gewinne in Höhe von 3,7 Mio €, die in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen bzw. Erträgen ausgewiesen werden. Aufgegebene GeschäftsbereicheHeidelbergCement hat am 23. Dezember 2014 mit einer amerikanischen Tochtergesellschaft von Lone Star Funds eine Vereinbarung über den Verkauf seines Bauproduktegeschäfts in Nordamerika (mit Ausnahme Westkanada) und Großbritannien (zusammenfassend "Hanson Building Products") unterzeichnet. Hanson Building Products ist ein führender Hersteller von Druck- und Betonrohren in Nordamerika sowie einer der größten Ziegelproduzenten in Nordamerika und Großbritannien. Mit dem Verkauf von Hanson Building Products verfolgt HeidelbergCement konsequent seine Strategie der Fokussierung auf die Veredelung von Rohstoffen für seine Kernprodukte Zement und Zuschlagstoffe sowie die nachgelagerten Aktivitäten Transportbeton und Asphalt. Die Transaktion wurde am 13. März 2015 abgeschlossen. Mit dem vollzogenen Abschluss hat HeidelbergCement, nach einer vertraglich vereinbarten Kaufpreisanpassung, eine Zahlung von insgesamt 1.265 Mio € erhalten, die im Mittelfluss aus Investitionstätigkeit - aufgegebenes Geschäft ausgewiesen ist. Abhängig vom Geschäftserfolg im Jahr 2015 wird ein zusätzlicher Betrag von maximal 100 Mio US$ in 2016 fällig. Das Ergebnis aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich wird unter Punkt 12 dargestellt. Desinvestitionen im VorjahrHeidelbergCement hat sich mit Vertrag vom 5. Oktober 2013 zur Veräußerung des Mahlwerks in Raigad, Indien, verpflichtet. Die Genehmigung durch die lokalen Behörden und die Übertragung der Vermögenswerte und Schulden erfolgte am 3. Januar 2014. Der Verkaufspreis in Höhe von 19,6 Mio € setzt sich aus einer Barzahlung von 12,3 Mio € und einer Forderung in Höhe von 7,3 Mio € zusammen, die im Geschäftsjahr 2015 beglichen wurde. Mit Vertrag vom 23. Dezember 2013 hat sich HeidelbergCement zur Veräußerung der Anteile an OAO Voronezhskoe Rudoupravlenije, Strelica, Russland, verpflichtet. Die notarielle Übertragung der Anteile auf den Käufer fand nach Genehmigung der lokalen Wettbewerbsbehörden am 3. Februar 2014 statt. Der Verkaufspreis in Höhe von 5,5 Mio € wurde in bar entrichtet. Am 28. März 2014 hat HeidelbergCement seine Anteile an Cimgabon S.A., Libreville, Gabun, veräußert. Der Verkaufspreis in Höhe von 1,4 Mio € setzt sich aus einer Barzahlung in Höhe von 0,2 Mio € und einer Forderung in Höhe von 1,2 Mio € zusammen. Am 15. August 2014 hat HeidelbergCement seine Anteile an PT Gunung Tua Mandiri, Bogor, Indonesien, veräußert. Der Verkaufspreis in Höhe von 3,2 Mio € wurde in bar entrichtet. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vermögenswerte und Schulden zum Entkonsolidierungszeitpunkt. Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunktscroll
Aus den Desinvestitionen resultierten Gewinne in Höhe von 16,6 Mio € sowie Verluste in Höhe von 2,9 Mio €, die in den zusätzlichen ordentlichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen werden. Erläuterungen zur SegmentberichterstattungDie Segmentberichterstattung von HeidelbergCement basiert auf der konzerninternen Aufteilung in geografische Regionen und zusätzlich in Geschäftsbereiche. Entsprechend der Managementorganisation erfolgt die Unterteilung des Konzerns in geografische Regionen. Daneben wird als freiwillige Zusatzinformation eine Aufteilung nach Geschäftsbereichen vorgenommen. Die geografische Unterteilung von HeidelbergCement erfolgt in sechs Konzerngebiete:
Das Konzerngebiet West- und Nordeuropa umfasst die Benelux-Länder, Dänemark, Großbritannien, Island, Norwegen, Schweden, die baltischen Staaten und die länderübergreifend tätige Nordic Precast Group. Primär anhand des mittel- bis langfristig vergleichbaren operativen Ergebnisses vor Abschreibungen in Prozent zum Umsatz wurde Deutschland mit West- und Nordeuropa zusammengefasst. Bosnien-Herzegowina, Georgien, Kasachstan, Kroatien, Polen, Rumänien, Russland, die Tschechische und die Slowakische Republik, die Ukraine und Ungarn gehören zum Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien. Zum Konzerngebiet Asien-Pazifik zählen Bangladesch, Brunei, China, Hongkong, Indien, Indonesien, Malaysia, sowie Australien. Das Konzerngebiet Afrika-Mittelmeerraum setzt sich aus den afrikanischen Ländern sowie Israel, Spanien und der Türkei zusammen. Nordamerika umfasst die USA und Kanada. Im Konzerngebiet Konzernservice sind unsere Handelsaktivitäten zusammengefasst. Daneben unterscheidet HeidelbergCement vier Geschäftsbereiche: Zement, Zuschlagstoffe, TransportbetonAsphalt und Service-Joint Ventures-Sonstiges. Im Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-Sonstiges werden hauptsächlich die Handelsaktivitäten sowie die Ergebnisse der Joint Ventures berichtet. HeidelbergCement beurteilt die Leistung in den Segmenten primär anhand des operativen Ergebnisses. Die Konzernfinanzierung (inklusive Aufwendungen und Erträge der Finanzierung) und die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden zentral durch den Konzern gesteuert, sodass keine Verteilung auf die Segmente erfolgt. Den Bewertungsgrundsätzen der Segmentberichterstattung liegen die in diesem Abschluss verwendeten IFRS zugrunde. Der Umsatz mit anderen Konzerngebieten bzw. Geschäftsbereichen zeigt die Umsätze, die zwischen den Segmenten getätigt wurden. In der Überleitung werden konzerninterne Verflechtungen zwischen den Segmenten eliminiert. Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Aufteilung der Umsatzerlöse mit Drittkunden sowie der langfristigen Vermögenswerte der fortzuführenden Geschäftsbereiche nach Ländern gemäß IFRS 8.33. Informationen nach Ländernscroll
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Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Die Zuordnung der Umsatzerlöse auf die Länder erfolgt auf Basis des Herkunftslands des liefernden Unternehmens. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1 UmsatzerlöseUmsatzentwicklung nach Konzerngebieten und Geschäftsbereichenscroll
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2 Sonstige betriebliche ErträgeSonstige betriebliche Erträgescroll
In den Buchgewinnen aus Anlagenabgängen sind Buchgewinne aus der Verwertung von erschöpften und operativ nicht mehr genutzten Steinbrüchen in Höhe von 25,3 Mio € enthalten. Die Wechselkursgewinne betreffen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Wechselkursgewinne aus verzinslichen Forderungen und Verbindlichkeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten Rückstellungsauflösungen, die nicht kostenartengerecht zugeordnet werden können. Wesentliche einmalige Geschäftsvorfälle, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallen, werden in den zusätzlichen ordentlichen Erträgen ausgewiesen und unter Punkt 8 erläutert. 3 MaterialaufwandMaterialaufwandscroll
In Relation zu den Umsatzerlösen betrug der Materialaufwand 40,7% (i.V.: 42,2%). 4 Personalaufwand und MitarbeiterPersonalaufwandscroll
Im Verhältnis zu den Umsatzerlösen betrug der Personalaufwand 16,9 % (i.V.: 16,3 %). Bezüglich der Entwicklung der Aufwendungen für Altersversorgung verweisen wir auf die Erläuterung der Pensionsrückstellungen unter Punkt 44. Mitarbeiter im Jahresdurchschnittscroll
Langfristbonus - Kapitalmarkt-KomponenteAls langfristig orientierten variablen Vergütungsbestandteil erhalten die Vorstandsmitglieder der HeidelbergCement AG und bestimmte Führungskräfte des HeidelbergCement Konzerns einen Langfristbonus, der sich aus einer Management-Komponente und einer Kapitalmarkt-Komponente zusammensetzt. Die KapitalmarktKomponente mit einer Laufzeit von vier Jahren berücksichtigt die externe Wertschöpfung, gemessen als Total Shareholder Return (TSR) - angepasst um die reinvestierten Dividendenzahlungen und unter Bereinigung von Kapitalveränderungen - im Vergleich zu relevanten Kapitalmarktindizes, unter Verwendung von Performance Share Units (PSUs). Bei den PSUs handelt es sich um virtuelle Aktien, die der Berechnung der KapitalmarktKomponente dienen. Für die Kapitalmarkt-Komponente wird in einem ersten Schritt die Anzahl der zunächst gewährten PSUs ermittelt. Die Stückzahl der PSUs errechnet sich aus einem festgelegten Prozentsatz des festen Jahresgehalts geteilt durch den Referenzkurs der HeidelbergCement-Aktie zum Begebungszeitpunkt. Der Referenzkurs ist jeweils der Durchschnitt der Tagesschlusskurse (Handelstage) der HeidelbergCement-Aktie im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse von drei Monaten rückwirkend vom Tag des Beginns der Performance-Periode / Ablaufs der Performance-Periode. Nach Ablauf der vierjährigen Performance-Periode werden die endgültig erdienten PSUs in einem zweiten Schritt entsprechend der Zielerreichung ermittelt (0 - 200 %) und zum dann geltenden Referenzkurs der HeidelbergCement-Aktie - angepasst um die reinvestierten Dividendenzahlungen und unter Bereinigung von Kapitalveränderungen - in bar ausgezahlt. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Eckdaten der Pläne. Eckdaten der Langfristbonusplänescroll
Die Überleitung der Anzahl der PSUs vom 1. Januar 2012 zum 31. Dezember 2015 wird in der folgenden Tabelle dargestellt. Anzahl der PSUsscroll
Im Berichtsjahr sind aus dem Plan 2011 alle per 31. Dezember 2014 gewährten 138.197 PSUs ausgeübt und durch Barzahlung zum Ausgleich gebracht worden bzw. aufgrund des Ausscheidens von Mitarbeitern verfallen. Für die Bilanzierung nach IFRS 2 (Share-based Payment) wird der beizulegende Zeitwert der PSUs mit Hilfe eines anerkannten Optionspreismodells errechnet. Hierbei wird eine große Anzahl unterschiedlicher Entwicklungspfade der HeidelbergCement-Aktie - unter Berücksichtigung der Effekte reinvestierter Dividenden - und der Vergleichsindizes simuliert (Monte-Carlo-Simulation). Zum Abschlussstichtag wies der Vergleichsindex DAX 30 einen Stand von 10.743 (i.V.: 9.806) Punkten und der Vergleichsindex MSCI World Construction Materials einen Stand von 173,3 (i.V.: 171,6) Punkten auf. Der rechnerische Wert sowie die weiteren Bewertungsparameter werden in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Rechnerischer Wertscroll
Bewertungsparameterscroll
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Durchschnitt der letzten zwei Jahre Der Gesamtaufwand für die Kapitalmarkt-Komponente des Langfristbonusplans für das Geschäftsjahr 2015 betrug 31,3 (i.V.: 16,2) Mio €. Zum Abschlussstichtag beliefen sich die Rückstellungen für die Kapitalmarktkomponente auf 58,3 (i.V.: 24,8) Mio €. Die Auszahlung der Kapitalmarkt-Komponente des Langfristbonusplans 2012-2014/15 erfolgt nach der Hauptversammlung 2016. Für die weiteren laufenden Langfristbonuspläne gilt dies entsprechend, d.h. die Auszahlung erfolgt jeweils im Jahr nach der vierjährigen Performance-Periode. 5 Sonstige betriebliche AufwendungenSonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Die Wechselkursverluste betreffen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Wechselkursverluste aus verzinslichen Forderungen und Verbindlichkeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Auf Forschung und Entwicklung entfielen nicht aktivierungsfähige Aufwendungen in Höhe von 106,9 (i.V.: 97,3) Mio €. Wesentliche einmalige Geschäftsvorfälle, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallen, werden in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen ausgewiesen und unter Punkt 8 erläutert. 6 Ergebnis aus GemeinschaftsunternehmenZusammen mit Joint Venture-Partnern betreibt HeidelbergCement weltweit eine Vielzahl von Gemeinschaftsunternehmen. Die folgenden Unternehmen leisten einen wichtigen Beitrag zum operativen Ergebnis des HeidelbergCement Konzerns.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Gesamtergebnisrechnung für diese wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen (100% Werte): Gesamtergebnisrechnung für wesentliche Gemeinschaftsunternehmenscroll
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Die Vermögenswerte und Schulden der wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen (100% Werte), die Überleitungsrechnung auf den Gesamtbuchwert der Anteile sowie die von den Gemeinschaftsunternehmen erhaltenen Dividenden werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: Weitere Finanzinformationen für wesentliche Gemeinschaftsunternehmenscroll
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Die Akçansa-Aktie ist an der Börse in Istanbul notiert. Der beizulegende Zeitwert der von HeidelbergCement gehaltenen Anteile beträgt zum Abschlussstichtag 316,3 (i.V.: 419,6) Mio €. HeidelbergCement hält darüber hinaus Anteile an einzeln betrachtet unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen. Die zusammengefassten Finanzinformationen für diese Gesellschaften werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt (HeidelbergCement-Anteil). Zusammengefasste Finanzinformationen für unwesentliche Gemeinschaftsunternehmenscroll
7 Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und SachanlagenDie planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Gegenstände des Sachanlagevermögens werden auf der Grundlage der folgenden konzerneinheitlichen Nutzungsdauern ermittelt. Nutzungsdauerscroll
Wertminderungen werden in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen ausgewiesen und unter Punkt 8 erläutert. 8 Zusätzliches ordentliches ErgebnisDas zusätzliche ordentliche Ergebnis enthält Geschäftsvorfälle, die zwar im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallen, jedoch aufgrund ihrer Einmaligkeit nicht im operativen Ergebnis ausgewiesen werden. Zusätzliches ordentliches Ergebnisscroll
Zusätzliche ordentliche ErträgeIm Geschäftsjahr 2015 enthalten die Gewinne aus dem Abgang von Geschäftseinheiten und Kapitalrückzahlungen im Wesentlichen umrechnungsbedingte Erträge im Zusammenhang mit einer Kapitalrückzahlung einer ausländischen Holding-Gesellschaft sowie die Erträge aus der Desinvestition der Kalkaktivitäten in Deutschland. Im Vorjahr resultierten die Gewinne insbesondere aus den Desinvestitionen in Indien, Gabun und Indonesien sowie aus Neubewertungen der zuvor gehaltenen Anteile im Rahmen von sukzessiven Unternehmenserwerben in Belgien und Island. Die sonstigen einmaligen Erträge des Geschäftsjahrs 2015 resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung einer Rückstellung für Schadenersatz im Zusammenhang mit einem Kartellverfahren. Zusätzliche ordentliche AufwendungenDie Verluste aus dem Abgang von Geschäftseinheiten und Kapitalrückzahlungen des Geschäftsjahrs 2015 resultieren insbesondere aus der Desinvestition eines Hüttensandmahlwerks in Großbritannien. Die Vorjahreszahl enthielt im Wesentlichen den Verlust aus einer Desinvestition in Russland. Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Berichtsjahr Wertminderungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte der CGU Russland vorgenommen. Die Wertminderungen des Vorjahrs betrafen die CGU Ukraine. Detaillierte Erläuterungen zum Wertminderungstest erfolgen unter Punkt 32 Immaterielle Vermögenswerte. Wertminderungen von sonstigem Anlagevermögen wurden insbesondere aufgrund von Stilllegungen bzw. Schließungen von Standorten vorgenommen. Die Wertminderungen entfielen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,2 (i.V.: 4,2) Mio € und Sachanlagen in Höhe von 14,1 (i.V.: 13,2) Mio €. Die Wertminderungen betrafen die Konzerngebiete West- und Nordeuropa (1,0 Mio €), Osteuropa-Zentralasien (6,7 Mio €), Nordamerika (4,4 Mio €), Asien-Pazifik (0,4 Mio €) sowie das Konzerngebiet Afrika-Mittelmeerraum (1,8 Mio €). Hierbei wurden Wertminderungen auf den Nutzungswert in Höhe von 11,9 Mio € und auf den Marktwert abzüglich Veräußerungskosten in Höhe von 2,4 Mio € vorgenommen. Die Restrukturierungsaufwendungen des Geschäftsjahres in Höhe von 11,1 Mio € fielen in den Konzerngebieten West- und Nordeuropa (6,5 Mio €), Osteuropa-Zentralasien (1,3 Mio €), Nordamerika (4,4 Mio €), Asien-Pazifik (0,4 Mio €) und Afrika-Mittelmeerraum (-1,5 Mio €) an. Im Vorjahr entfielen die Restrukturierungsaufwendungen im Wesentlichen auf die Konzerngebiete West- und Nordeuropa sowie Afrika-Mittelmeerraum. Die sonstigen einmaligen Aufwendungen enthalten Transaktionskosten, Abbruchkosten sowie Aufwendungen, die keiner anderen Kategorie zugeordnet werden können. 9 Ergebnis aus assoziierten UnternehmenDie nachfolgende Tabelle zeigt die zusammengefassten Finanzinformationen der assoziierten Unternehmen. Zusammengefasste Finanzinformationen für assoziierte Unternehmenscroll
10 Sonstiges FinanzergebnisSonstiges Finanzergebnisscroll
Die Zinseffekte aus der Bewertung sonstiger Rückstellungen werden unter Punkt 45 erläutert. Das Ergebnis aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten resultiert vor allem aus dem Zinsanteil von Fremdwährungsderivaten. 11 Steuern vom Einkommen und vom ErtragSteuern vom Einkommen und vom Ertrag fortzuführender Geschäftsbereichescroll
Die Verbesserung des Vorsteuerergebnisses wurde zu einem wesentlichen Teil in Ländern erzielt, in denen Verlustvorträge genutzt werden konnten. Aus diesem Grund erhöhte sich der tatsächliche Steueraufwand lediglich um 11,7 Mio €. Bereinigt um Steuernachzahlungen und -erstattungen für Vorjahre in Höhe von -11,5 (i.V.: -3,4) Mio € erhöhten sich die tatsächlichen Steuern um 3,6 Mio €. Der latente Steuerertrag enthält Aufwendungen in Höhe von -32,0 (i.V.: 96,5) Mio €, die aus der Entstehung und der Umkehrung temporärer Differenzen resultieren. In Vorjahren gebildete Aktivposten für latente Steuern auf Verlustvorträge wurden im Berichtsjahr um 19,5 (i.V.: 6,8) Mio € wertberichtigt. Die Minderung des Steueraufwands für latente Steuern aufgrund von in Vorjahren nicht berücksichtigten steuerlichen Verlusten betrug im Geschäftsjahr 130,7 (i.V.: 209,0) Mio €. Wie schon im Vorjahr wurde bei dem Ansatz aktiver latenter Steuern in Höhe von 531,4 (i.V.: 408,9) Mio € in den USA, die nicht durch passive Steuerlatenzen gedeckt sind, die Einschätzung bezüglich der Realisierbarkeit der Verlust- und Zinsvorträge innerhalb der kommenden fünf Jahre entsprechend der prognostizierten Erträge und anhand der Steuerplanung berücksichtigt. Dies gilt ebenso hinsichtlich des erstmaligen Ansatzes eines aktiven Überhangs latenter Steuern in Kasachstan (6,7 Mio €). Steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften, die bei der Ermittlung der latenten Steuern nicht berücksichtigt sind, bestehen in Höhe von 2.621,4 (i.V.: 2.685,5) Mio €. Die Verlustvorträge im Inland und im Ausland sind im Wesentlichen unverfallbar, werden jedoch nicht in allen Ländern durch Bescheid gesondert festgestellt und unterliegen daher teilweise erst bei Nutzung der Überprüfung durch die Finanzbehörde. Darüber hinaus werden für abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 17,8 (i.V.: 1,7) Mio € keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Insgesamt sind im Berichtsjahr nicht gebuchte Aktivposten für latente Steuern in Höhe von 649,2 (i.V.: 692,7) Mio € vorhanden. Im Geschäftsjahr wurden latente Steuern in Höhe von -5,8 (i.V.: 75,2) Mio € erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet, die überwiegend aus der Bewertung von Pensionsrückstellungen gemäß IAS 19 sowie der Bewertung von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39 resultieren. Zusätzlich wurden tatsächliche Steuern in Höhe von -0,4 (i.V.: 0,7) Mio € erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet, die ebenfalls mit der Bewertung von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39 im Zusammenhang stehen. Die passiven latenten Steuern reduzierten sich erfolgsneutral um -59,5 (i.V.: 5,4) Mio € aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises. Gemäß IAS 12 sind latente Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Eigenkapital einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert für diese Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden, wenn mit der Realisierung zu rechnen ist (Outside-Basis-Differenzen). Aufgrund der Anwendungsvorschriften des IAS 12.39 wurden latente Steuern in Höhe von 24,4 (i.V.: 27,5) Mio € auf zukünftig geplante Dividenden gebildet. Für weitere Outside-Basis-Differenzen aus thesaurierten Gewinnen der Tochtergesellschaften der HeidelbergCement AG in Höhe von 8,0 (i.V.: 6,4) Mrd € wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da weitere Ausschüttungen nicht geplant sind. Im Einklang mit IAS 12.87 erfolgte keine Berechnung des nicht gebuchten Passivpostens. Im Hinblick auf die Bewertung der latenten Steuern kommt für die Inlandsgesellschaften ein zusammengefasster Ertragsteuersatz von 29,46% zur Anwendung. Dieser setzt sich zusammen aus dem gesetzlichen Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlags, der in Höhe von 5,5 % auf die zu entrichtende Körperschaftsteuer erhoben wird, sowie einer durchschnittlichen Gewerbesteuerbelastung von 13,64%. Für das Jahr 2014 betrug der zusammengefasste Ertragsteuersatz ebenfalls 29,46%. Die Berechnung des erwarteten Steueraufwands zum inländischen Steuersatz erfolgt mit dem gleichen zusammengefassten Ertragsteuersatz, der bei der Bewertung latenter Steuern für die Inlandsgesellschaften angewandt wird. Das von den im Ausland ansässigen Konzerngesellschaften erwirtschaftete Ergebnis vor Steuern wird mit dem im jeweiligen Sitzland gültigen Satz versteuert. Dabei variieren die lokalen Ertragsteuersätze zwischen 0 % und 38,89%, sodass hieraus entsprechende Steuersatzabweichungen resultieren. Unter Berücksichtigung der Steuersatzabweichungen ergibt sich ein gewichteter durchschnittlicher Steuersatz. Die Erhöhung dieses Satzes gegenüber dem Vorjahr ergibt sich überwiegend aus der veränderten relativen Gewichtung der Ergebnisse der Gesellschaften. Aufgrund der erwarteten Erholung in unseren reifen Märkten, wie den USA, ist in der Zukunft mit einem weiteren Anstieg des gewichteten durchschnittlichen Steuersatzes zu rechnen. Überleitungsrechnung fortzuführender Geschäftsbereichescroll
Latente Steuern nach Kategorien von temporären Differenzenscroll
12 Aufgegebene GeschäftsbereicheDie folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des Ergebnisses aus aufgegebenen Geschäftsbereichen. Ergebnis nach Steuern aufgegebener Geschäftsbereichescroll
Das Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereichs Hanson Building Products enthält Erträge und Aufwendungen sowie Ertragsteuern, die aus dem Geschäft mit Ziegeln, Druck- und Betonrohren sowie Betonfertigteilen bis zum Veräußerungszeitpunkt resultieren. Der Veräußerungsgewinn umfasst den Gewinn aus dem Abgang der Vermögenswerte und Schulden inklusive liquider Mittel, zusätzliche Veräußerungskosten sowie Währungseffekte. Um einer im Januar 2016 veröffentlichten Agenda-Entscheidung des IFRS IC zu entsprechen, hat HeidelbergCement die konzerninternen Transaktionen zwischen fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen eliminiert. Diese Eliminierungen wurden dem aufgegebenen Geschäftsbereich zugeordnet. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend angepasst. Der Bewertungsverlust im Vorjahr umfasste neben den abgegrenzten Veräußerungs- und sonstigen Kosten die Wertminderung aus der Anpassung des Buchwerts auf den beizulegenden Zeitwert. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wurde die im Kaufvertrag vereinbarte Earn-Out-Klausel unter Anwendung von Wahrscheinlichkeitsprognosen bewertet. Weitere Angaben zum aufgegebenen Geschäftsbereich erfolgen auf Seite 198. Die im Zusammenhang mit in Vorjahren aufgegebenen Geschäftsbereichen der Hanson-Gruppe entstandenen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen. Weitere Einzelheiten zu diesen Verpflichtungen werden unter Punkt 45 Sonstige Rückstellungen erläutert. Die zurechenbaren Ertragsteuern betreffen überwiegend Steuern für Vorjahre. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Hauptgruppen der Vermögenswerte und Schulden des aufgegebenen Geschäftsbereichs Hanson Building Products zum 31. Dezember 2014. Vermögenswerte und Schulden, als zur Veräußerung gehalten klassifiziertscroll
In den sonstigen Eigenkapitalbestandteilen waren zum 31. Dezember 2014 kumulative Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 25,8 Mio € enthalten, die in Verbindung mit dem aufgegebenen Geschäftsbereich Hanson Building Products stehen. 13 Vorschlag für die DividendeVorstand und Aufsichtsrat schlagen folgende Dividende vor: 1,30 € je Aktie. Bezogen auf 187.916.477 für das Geschäftsjahr 2015 dividendenberechtigte Stückaktien ergibt dies einen Betrag von 244.291.420,10 €. 14 Ergebnis je AktieErgebnis je Aktiescroll
Die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie erfolgt gemäß IAS 33 (Earnings per Share) mittels Division des Anteils der Gruppe am Jahresergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der Anzahl der ausgegebenen Aktien. Die Kenngröße verwässertes Ergebnis je Aktie berücksichtigt nicht nur tatsächlich ausgegebene, sondern auch aufgrund von Optionsrechten potenziell erhältliche Aktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie gemäß IAS 33.30 ergab sich im Berichtszeitraum nicht. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 (Statement of Cash Flows) wird zwischen Zahlungsströmen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Veränderungen der betreffenden Bilanzposten lassen sich nicht unmittelbar aus der Konzernbilanz ableiten, da diese um zahlungsunwirksame Vorgänge, wie Effekte aus der Währungsumrechnung und Konsolidierungskreisänderung, bereinigt werden. Der Cashflow errechnet sich aus dem um Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und um das Zinsergebnis bereinigten Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen, korrigiert um Abschreibungen, Wertminderungen und andere zahlungsunwirksame Posten (andere Non Cash Items). Ferner werden Zahlungsströme aus erhaltenen Dividenden von nicht konsolidierten Unternehmen, aus erhaltenen und gezahlten Zinsen und aus gezahlten Steuern erfasst. Unter Berücksichtigung von Veränderungen des Working Capital und dem Verbrauch von Rückstellungen ergibt sich der Mittelfluss aus operativer Geschäftstätigkeit. Im Mittelfluss aus Investitionstätigkeit werden Zahlungsströme aus dem Erwerb oder der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten sowie Sach- und Finanzanlagen erfasst. Sofern es sich um den Erwerb oder die Veräußerung von Tochtergesellschaften oder sonstigen Geschäftseinheiten handelt (Übernahme oder Verlust der Kontrolle), werden die Auswirkungen auf die Kapitalflussrechnung in eigenen Posten dargestellt. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit ist durch die Veränderungen im Kapital, durch gezahlte Dividenden sowie durch die Aufnahme und Tilgung von Anleihen und Krediten geprägt. Darüber hinaus werden Zahlungsströme aus Änderungen der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, als Finanzierungstätigkeit klassifiziert. Die von ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesenen Mittelflüsse werden grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Im Gegensatz hierzu werden die Zahlungsmittelbestände wie in der Konzernbilanz zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Einflüsse von Wechselkursänderungen auf die liquiden Mittel werden gesondert dargestellt. Im Folgenden werden die wesentlichen Einzelposten der Kapitalflussrechnung erläutert. 15 Erhaltene DividendenMittelzuflüsse aus erhaltenen Dividenden entfallen mit 162,5 (i.V.: 144,7) Mio € auf Gemeinschaftsunternehmen, mit 16,6 (i.V.: 8,9) Mio € auf assoziierte Unternehmen sowie mit 4,2 (i.V.: 3,5) Mio € auf sonstige Beteiligungen. 16 Erhaltene Zinsen / Gezahlte ZinsenDie Mittelzuflüsse aus erhaltenen Zinsen verringerten sich um 100,9 Mio € auf 91,7 (i.V.: 192,6) Mio €. Der Rückgang beruht im Wesentlichen auf Sondereffekten aus der Ablösung von Zinsswaps im Geschäftsjahr 2014. Die Zinszahlungen verringerten sich um 49,9 Mio € auf 583,6 (i.V.: 633,5) Mio € korrespondierend zum Rückgang der Nettofinanzverschuldung. 17 Gezahlte SteuernDieser Posten beinhaltet Auszahlungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 353,1 (i.V.: 315,0) Mio €. 18 Eliminierung anderer Non Cash ItemsDie anderen Non Cash Items enthalten nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge, wie z.B. Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen, Ergebnisse der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, nicht zahlungswirksame Effekte aus der Fremdwährungsumrechnung sowie Wertminderungen und Wertaufholungen des Umlaufvermögens. Ferner wurden die Ergebnisse um die Buchgewinne und -verluste aus Anlagenabgängen korrigiert. Der Gesamtbetrag der erzielten Finanzmittel aus Anlagenabgängen wird unter den Desinvestitionen in der Investitionstätigkeit dargestellt. 19 Veränderung der betrieblichen AktivaBei den betrieblichen Aktiva handelt es sich um Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie um sonstige Vermögenswerte der operativen Geschäftstätigkeit. 20 Veränderung der betrieblichen PassivaDie betrieblichen Passiva beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten der operativen Geschäftstätigkeit. 21 Verbrauch von RückstellungenDieser Posten enthält die zahlungswirksame Inanspruchnahme aus Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. 22 Mittelfluss aus aufgegebenem GeschäftDie Mittelflüsse aus aufgegebenem Geschäft enthalten die Cash Flows im Zusammenhang mit dem veräußerten Geschäftsbereich Hanson Building Products. Der positive Mittelfluss aus Investitionstätigkeit aufgegebener Geschäftsbereiche in Höhe von 1.245,1 (i.V.: -13,8) Mio € betrifft den Veräußerungspreis für das Hanson Building Products Business in Höhe von 1.265,1 Mio € nach Abzug abgegebener liquider Mittel und laufender Investitionsausgaben des ersten Quartals 2015. 23 Zahlungswirksame InvestitionenDie Auszahlungen für Investitionen unterscheiden sich von den Zugängen im Anlagenspiegel u.a. dadurch, dass im Anlagenspiegel nicht zahlungswirksame Transaktionen (Non Cash Items) als Zugänge gezeigt werden, wie z.B. Zugänge im Rahmen von Tauschtransaktionen oder Sacheinlagen. Vom Gesamtbetrag der zahlungswirksamen Investitionen in Höhe von 1.001,8 (i.V.: 1.124,6) Mio € entfielen 538,5 (i.V.: 489,3) Mio € auf Investitionen zur Erhaltung und Optimierung der Kapazitäten und 463,3 (i.V.: 635,3) Mio € auf Kapazitätserweiterungen. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen 907,7 (i.V.: 941,2) Mio € und betrafen Erhaltungs-, Optimierungs- und Umweltschutzmaßnahmen in unseren Produktionsstätten sowie Expansionsprojekte in Wachstumsmärkten. Die Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten betrugen 64,7 (i.V.: 148,6) Mio €. Einzelheiten zu den Erwerben werden auf Seite 194 f. erläutert. Im Rahmen von Investitionen in Tochterunternehmen und sonstige Geschäftseinheiten wurden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 17,7 Mio € übernommen. Die Investitionen in finanzielle Vermögenswerte, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen betrugen 29,3 (i.V.: 34,8) Mio €. 24 Zahlungswirksame DesinvestitionenDie Mittelzuflüsse aus dem Abgang von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten betrugen 77,2 (i.V.: 23,3) Mio €. Detaillierte Erläuterungen zu den Desinvestitionen erfolgen auf Seite 197 f. Die Einzahlungen aus dem Abgang von sonstigem Anlagevermögen in Höhe von 151,6 (i.V.: 120,5) Mio € beinhalten Einzahlungen aus der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in Höhe von 94,0 (i.V.: 88,5) Mio €. Die verbleibenden Zahlungseingänge in Höhe von 57,6 (i.V.: 32,0) Mio € entfallen vor allem auf Veräußerungen von Finanzanlagen und Rückzahlungen von Darlehen. 25 Übernommene/abgegebene liquide MittelDiese Zeile zeigt die Veränderung des Bestands der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Rahmen der Übernahme oder des Verlusts der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstige Geschäftseinheiten und anderer Veränderungen des Konsolidierungskreises. 26 Dividende an MinderheitsgesellschafterUnter diesem Posten werden die an Minderheitsgesellschafter im Geschäftsjahr gezahlten Dividenden gezeigt. 27 Erhöhung von Anteilen an TochterunternehmenHier werden Zahlungsströme aus der Aufstockung von Beteiligungsquoten an Tochterunternehmen gezeigt. 28 Aufnahme von Anleihen und KreditenDieser Posten beinhaltet im Wesentlichen Ziehungen aus der im Geschäftsjahr 2014 abgeschlossenen syndizierten Kreditlinie. Im Vorjahr beinhaltete dieser Posten im Wesentlichen die Emission von zwei neuen Anleihen mit einem Nominalvolumen von 500 Mio € sowie 75 Mio USD. 29 Tilgung von Anleihen und KreditenDiese Position enthält die planmäßigen Rückzahlungen von Finanzverbindlichkeiten. Im Jahr 2015 wurden zwei 650 Mio € Anleihen zurückgezahlt. Die erste Rückzahlung erfolgte im August und die zweite im Dezember. Des Weiteren erfolgten diverse Rückzahlungen unter dem EMTN-Programm. Im Vorjahr wurden die 1 Mrd € Anleihe im Oktober sowie diverse Ziehungen unter dem EMTN-Programm und Schuldscheindarlehen planmäßig getilgt. 30 Veränderung der kurzfristigen FinanzverbindlichkeitenIn dieser Zeile wird der Saldo aus den Ein- und Auszahlungen für Posten mit großer Umschlagshäufigkeit, großen Beträgen und kurzen Laufzeiten im Finanzierungsbereich ausgewiesen. 31 Liquide MittelIm Finanzmittelfonds (Liquide Mittel) werden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten erfasst. Von den liquiden Mitteln sind 12,4 (i.V.: 8,7) Mio € Verfügungsbeschränkungen unterworfen. Dies betrifft kurzfristige Geldeinlagen bei Banken, die als Sicherheiten für verschiedene Geschäftstransaktionen, z.B. für ausstehende Rekultivierungsleistungen oder im Rahmen des Energiehandels, getätigt wurden sowie liquide Mittel in der Ukraine, über die derzeit nur eingeschränkt verfügt werden kann. Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva32 Immaterielle VermögenswerteImmaterielle Vermögenswertescroll
Geschäfts- oder FirmenwerteGrößere Einzelposten der Geschäfts- oder Firmenwerte stammen aus dem Erwerb der Hanson-Gruppe, London, Großbritannien; S.A. Cimentéries CBR, Brüssel, Belgien; Lehigh Hanson Inc., Wilmington, USA; HeidelbergCement Northern Europe AB, Stockholm, Schweden; und ENCI N.V., 's-Hertogenbosch, Niederlande. Die Geschäfts- oder Firmenwerte beinhalten erworbene Marktanteile und Synergieeffekte, die keinem anderen bestimm- und separierbaren immateriellen Vermögenswert zuzuordnen sind. Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgte gemäß IAS 36 (Impairment of Assets) im Rahmen des jährlichen Wertminderungstests. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des Nutzungswertes unter Berücksichtigung der folgenden Parameter ermittelt. Die Cashflow-Schätzungen erstrecken sich auf einen Planungszeitraum von fünf Jahren, bevor in die ewige Rente übergegangen wird. Als Basis dient die vom Management genehmigte dreijährige detaillierte operative Planung, die im Bottom-Up-Verfahren erstellt wurde. Diese wird generell um eine Top-Down-Planung für weitere zwei Jahre ergänzt, bei der das Management seine mittelfristigen Erwartungen aufgrund von Schätzungen von Marktvolumen, Marktanteilen, Kosten- und Preisentwicklung einfließen lässt. In der Regel erfolgt die Top-Down-Planung durch Fortschreibung der Wachstumsraten der detaillierten dreijährigen operativen Planung. Befinden sich die Märkte, in denen die CGU tätig ist, in einem instabilen Zustand, erfolgt eine detailliertere Planung. Dies gilt vor allem für Märkte, in denen die Nachfrage nach Baustoffen und Bauprodukten bzw. das Preisniveau infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise, durch aktuelle politische Unruhen und den niedrigen Ölpreis stark zurückgegangen sind. Für diese Märkte wurde generell eine Erholung der Nachfrage bzw. der Preise angenommen. Bedingt durch die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise wird für Europa eine nur langsame Erholung erwartet, sodass das geplante Nachfrage- und Preisniveau bei den betroffenen CGUs am Ende des Planungszeitraums zum Teil deutlich unter dem Niveau vor der Krise liegt. Auch für die anderen CGUs, wie beispielsweise Australien und Nordamerika, wird eine nachhaltige Nachfragesteigerung angenommen, welche moderat ausfällt. Die aus der Nachfrage abgeleiteten Absatzmengen basieren in der Regel auf der Annahme konstanter Marktanteile. Die zugrunde gelegte Entwicklung des Preisniveaus variiert je CGU. Die variablen Kosten entwickeln sich annahmegemäß in Abhängigkeit von der erwarteten Entwicklung der Absatzmengen und Preise. Es wird in der Regel davon ausgegangen, dass der Deckungsbeitrag in Prozent vom Umsatz stabil bleibt. Bei steigenden Absatzmengen führt dies zu einer teilweise deutlichen Verbesserung der operativen Marge. Weiterhin wurde angenommen, dass sich die im Rahmen der Kostensenkungsprogramme ("CLIMB Ops" und "LEO") erzielten Einsparungen sowie die Initiativen zur Preissteigerung ("PERFORM" und "CLIMB Commercial") positiv auf die operative Marge auswirken. Die Annahmen für die geschätzten Wachstumsraten der ewigen Rente orientieren sich an den länderspezifischen langfristigen Inflationsraten. Die Diskontierungszinssätze (WACC) wurden in einem Zwei-Phasen-Modell berechnet. Für Phase 1 wurde ein Diskontierungszinssatz verwendet, mit dem die zukünftigen Zahlungsüberschüsse für die ersten fünf Jahre ab-gezinst werden. Für die Ermittlung des Endwerts (Terminal Value) wurde ein Phase-2-Diskontierungszinssatz angewendet. Die Zinssätze unterscheiden sich jedoch nur durch den Ansatz eines Wachstumsabschlags in Phase 2. Der Renditezuschlag für die Fremdkapitalkosten (Credit Spread) als Aufschlag auf den risikofreien Basiszins wurde aus dem Rating einer homogenen Vergleichsgruppe (Peer Group) abgeleitet. Die Peer Group wird einer jährlichen Überprüfung unterzogen und falls erforderlich angepasst. Die folgenden Hauptannahmen gelten für die Berechnung des erzielbaren Betrags auf Basis des Nutzungswerts der CGUs. Annahmen zur Berechnung von Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwertenscroll
1)
CGU = Zahlungsmittel generierende Einheit Der Konzern hat im Rahmen der Überprüfung des Wertminderungsbedarfs eine Gesamtminderung der Geschäfts-oder Firmenwerte in Höhe von 25,7 Mio € vorgenommen. Diese Wertminderung betrifft die CGU Russland, bei der gemäß der oben beschriebenen Nutzungswertmethode der Buchwert den erzielbaren Betrag von 335,1 Mio € überstieg. Die Wertminderung resultiert vor allem aus einer deutlich gesunkenen Ergebnisentwicklung. Im Vorjahr beliefen sich die Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte in der Ukraine auf insgesamt 40,9 Mio €, da der Buchwert den erzielbaren Betrag von 117,5 Mio € überstieg. Im Fall der CGUs Benelux und Großbritannien könnten geringfügige Änderungen der nachhaltigen Wachstumsrate, der operativen Planung als Basis der Cashflow-Schätzungen bzw. der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten dazu führen, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Das Management schließt eine derartige Entwicklung nicht aus. Bei einer Reduzierung der Wachstumsrate um 0,1 Prozentpunkte für die CGU Benelux und 0,5 Prozentpunkte für die CGU Großbritannien entspricht der erzielbare Betrag dem zugehörigen Buchwert. Eine Verringerung der geplanten Ergebnisse (EBIT) für jedes Planungsjahr sowie der ewigen Rente um etwa ein Prozent bei der CGU Benelux und etwa sechs Prozent bei der CGU Großbritannien hat die Gleichheit zwischen erzielbarem Betrag und Buchwert zur Folge. Bei einer Erhöhung der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten um etwa 0,1 Prozentpunkte bei der CGU Benelux sowie 0,3 Prozentpunkte bei der CGU Großbritannien entspricht der erzielbare Betrag dem zugehörigen Buchwert. Ohne die oben aufgeführten Veränderungen übersteigt zum Stichtag der erzielbare Betrag den Buchwert der CGU Benelux um 10,3 Mio € sowie der CGU Großbritannien um 172,4 Mio €. Bei einer Reduzierung der Wachstumsrate um 1,0 Prozentpunkte, einer Erhöhung der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten um 0,6 Prozentpunkte oder der Verringerung der geplanten Ergebnisse (EBIT) für jedes Planungsjahr sowie der ewigen Rente um 9,0 % liegt der erzielbare Betrag aller anderen CGUs weiterhin über dem Buchwert. Sonstige immaterielle VermögenswerteIn den sonstigen immateriellen Vermögenswerten sind insbesondere Abbaurechte, Konzessionen und Software ausgewiesen. Im Geschäftsjahr wurden Entwicklungskosten in Höhe von 0,9 (i.V.: 2,3) Mio € als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte, die als Sicherheiten begeben sind, beträgt 43,2 (i.V.: 43,2) Mio €. 33 SachanlagenSachanlagenscroll
Im Sachanlagevermögen sind Leasinggegenstände in Höhe von 13,8 (i.V.: 21,6) Mio € aktiviert, davon entfallen 10,6 (i.V.: 18,2) Mio € auf technische Anlagen und Maschinen sowie 3,2 (i.V.: 3,3) Mio € auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Buchwert der Sachanlagen, die als Sicherheiten begeben sind, beträgt 5,1 (i.V.: 10,8) Mio €. Es wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 1,6 (i.V.: 2,3) Mio € erfasst. Der durchschnittliche zugrunde gelegte Finanzierungskostensatz betrug 7% (i.V.: 4%). Im Berichtsjahr wurden Wertminderungen in Höhe von 14,1 Mio € vorgenommen, die im zusätzlichen ordentlichen Ergebnis gezeigt und unter Punkt 8 erläutert werden. 34 FinanzinvestitionenHier sind Finanzinvestitionen in Eigenkapitaltitel, die aufgrund langfristiger Anlageabsicht erworben wurden, enthalten. Sie werden nach IAS 39 als Finanzinvestitionen "Available for sale at cost" klassifiziert. 35 Langfristige Forderungen und derivative FinanzinstrumenteDie folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der langfristigen Forderungen und derivativen Finanzinstrumente. Langfristige Forderungen und derivative Finanzinstrumentescroll
Bei den langfristigen derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Währungs- und Zinswährungsswaps. Aufgrund der Trennung in langfristige und kurzfristige Bestandteile wurden die Marktwerte auf der Aktiv- und Passivseite ausgewiesen. Weitere Angaben zu den derivativen Finanzinstrumenten erfolgen auf Seite 245 f. Die sonstigen langfristigen operativen Forderungen enthalten Erstattungsansprüche gegen Versicherungsgesellschaften aus Umwelt- und Haftpflichtschäden in Höhe von 298,7 (i.V.: 276,4) Mio €. Die sonstigen langfristigen nicht finanziellen Forderungen enthalten im Wesentlichen überdotierte Pensionsfonds und aktive Rechnungsabgrenzungsposten. Die folgende Tabelle zeigt die Überfälligkeitsstruktur der langfristigen finanziellen Forderungen. Überfälligkeiten langfristiger finanzieller Forderungenscroll
Zum Abschlussstichtag deuten keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner der nicht wertgeminderten und nicht überfälligen Forderungen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. 36 VorräteIm Berichtsjahr wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 12,7 (i.V.: 15,0) Mio € und Wertaufholungen in Höhe von 6,4 (i.V.: 9,8) Mio € erfasst. 37 Forderungen und sonstige VermögenswerteIn der folgenden Übersicht wird die Zusammensetzung der sonstigen kurzfristigen operativen Forderungen dargestellt. Sonstige kurzfristige operative Forderungenscroll
In den übrigen kurzfristigen operativen Forderungen sind Schadenersatzansprüche sowie Erstattungsansprüche gegen Versicherungsgesellschaften aus Umwelt- und Haftpflichtschäden in Höhe von 72,4 (i.V.: 73,1) Mio € sowie die bedingte Kaufpreisforderung aus der Veräußerung des Geschäftsbereichs Hanson Building Products in Höhe von 46,0 (i.V.: 45,0) Mio € enthalten. Der Buchwert des Reservekontos für Ausfälle von vorfinanzierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, das unter den liquiden Mitteln ausgewiesen wird, beträgt 16,2 (i.V.: 15,4) Mio € und entspricht im Wesentlichen dem maximalen Verlustrisiko aus dem anhaltenden Engagement in Höhe von 19,2 (i.V.: 18,4) Mio €. Die nicht finanziellen sonstigen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen aktive Rechnungsabgrenzungsposten. Die folgende Tabelle zeigt die Überfälligkeitsstruktur der kurzfristigen finanziellen Forderungen. Überfälligkeiten kurzfristiger finanzieller Forderungenscroll
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Zum Abschlussstichtag deuten keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner der nicht wertgeminderten und nicht überfälligen Forderungen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt: Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
Die Wertberichtigungen basieren im Wesentlichen auf historischen Ausfallwahrscheinlichkeiten und Überfälligkeiten. Bei den Wertberichtigungen handelt es sich hauptsächlich um pauschalierte Einzelwertberichtigungen. 38 Derivative FinanzinstrumenteDie kurzfristigen Derivate mit positiven Marktwerten beinhalten im Wesentlichen Devisenswaps in Höhe von 49,0 (i.V.: 34,0) Mio €, Zinswährungsswaps in Höhe von 24,7 (i.V.: 0,0) Mio € und Zinsswaps in Höhe von 1,2 (i.V.: 2,9) Mio €. Weitere Angaben zu den derivativen Finanzinstrumenten erfolgen auf Seite 245 f. Erläuterungen zur Bilanz - Passiva39 GrundkapitalZum Abschlussstichtag 31. Dezember 2015 beträgt das Grundkapital unverändert zum Vorjahr 563.749.431 €. Es ist in 187.916.477 Aktien eingeteilt; die Aktien sind Stückaktien und lauten auf den Inhaber. Auf jede Aktie entfällt ein anteiliger Betrag am Grundkapital von 3,00 €. Genehmigtes KapitalEs bestehen zum 31. Dezember 2015 zwei genehmigte Kapitalia: zum einen eine Ermächtigung des Vorstands und Aufsichtrats zur Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlagen (Genehmigtes Kapital I) und zum anderen eine Ermächtigung des Vorstands und Aufsichtrats zur Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlagen (Genehmigtes Kapital II). Diese genehmigten Kapitalia werden nachfolgend zusammenfassend beschrieben; der vollständige Wortlaut der Ermächtigungen kann der Satzung entnommen werden, die auf unserer Internetseite www.heidelbergcement.com unter "Unternehmen/Corporate Governance/Satzung" veröffentlicht ist. Genehmigtes Kapital IDie Hauptversammlung vom 7. Mai 2015 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 6. Mai 2020 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 225.000.000 € gegen Bareinlagen durch Ausgabe von bis zu insgesamt 75.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, in bestimmten Fällen, die in der Ermächtigung näher beschrieben sind, nämlich zur Verwertung von Spitzenbeträgen, zur Bedienung von Options- oder Wandlungsrechten und zur börsennahen Ausgabe von Aktien von bis zu 10% des Grundkapitals, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Die dem Genehmigten Kapital I zugrunde liegende Ermächtigung zur Ausgabe von neuen Aktien gegen Bareinlagen ist bis zum 31. Dezember 2015 nicht ausgenutzt worden. Genehmigtes Kapital IIDie Hauptversammlung vom 7. Mai 2015 hat den Vorstand ferner ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 6. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 56.374.941 € gegen Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu insgesamt 18.791.647 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen in der Regel ausgeschlossen. Die Ermächtigung regelt insbesondere die Möglichkeit des Bezugsrechtsausschlusses, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder zur Bedienung von Options- oder Wandlungsrechten oder im Rahmen der Umsetzung einer Sach-/Wahldividende erfolgt. Die dem Genehmigten Kapital II zugrunde liegende Ermächtigung zur Ausgabe von neuen Aktien gegen Sacheinlagen ist bis zum 31. Dezember 2015 nicht ausgenutzt worden. Bedingtes KapitalEs besteht zum 31. Dezember 2015 ferner das nachfolgend beschriebene Bedingte Kapital: Die Hauptversammlung vom 8. Mai 2013 hat beschlossen, das Grundkapital um weitere bis zu 168.000.000 €, eingeteilt in bis zu 56.000.000 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Unterlegung von Options- oder Wandlungsrechten bzw. Options- oder Wandlungspflichten auf HeidelbergCement-Aktien. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als der Vorstand aufgrund der Ermächtigung bis zum 7. Mai 2018 Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausgibt und die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten von ihren Rechten Gebrauch machen. Options- oder Wandelschuldverschreibungen können auch mit Options- oder Wandlungsverpflichtungen ausgestattet sein. Die Aktionäre haben in der Regel ein Bezugsrecht auf neu emittierte Options- oder Wandelschuldverschreibungen. Die Ermächtigung regelt bestimmte Fälle, in denen der Vorstand das Bezugsrecht der Aktionäre auf Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausschließen kann. Der vollständige Wortlaut des Bedingten Kapitals kann ebenfalls der Satzung entnommen werden, die auf unserer Internetseite veröffentlicht ist (www. heidelbergcement.com unter "Unternehmen/Corporate Governance/Satzung"). Die dem Bedingten Kapital 2013 zugrunde liegende Ermächtigung zur Ausgabe von Options- oder Wandelschuldverschreibungen ist zum 31. Dezember 2015 nicht ausgenutzt worden. Durch entsprechende volumenmäßige Begrenzung einerseits und aufgrund der Anrechnungsklauseln andererseits ist sichergestellt, dass die Summe aller Bezugsrechtsausschlüsse in den beiden bestehenden genehmigten Kapitalia und dem Bedingten Kapital 2013 eine Grenze von 20% des bei Wirksamwerden der Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss bestehenden Grundkapitals nicht übersteigt. Die Gesellschaft besitzt zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2015 keine eigenen Aktien und es besteht keine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien. 40 KapitalrücklageDie Kapitalrücklage in Höhe von 5.539,4 Mio € ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Sie wurde im Wesentlichen durch das aus Kapitalerhöhungen zugeflossene Aufgeld gebildet. 41 GewinnrücklagenDie nachfolgende Tabelle stellt die Veränderungen von Anteilen an Tochterunternehmen dar, die nicht zu einer Änderung der Beherrschung führen. Änderung von Anteilen an Tochterunternehmenscroll
Im Geschäftsjahr wurden an die Aktionäre der HeidelbergCement AG Dividenden in Höhe von 140,9 Mio € (0,75 € je Aktie) gezahlt. 42 Sonstige EigenkapitalbestandteileDie Erhöhung der Währungsumrechnungsrücklage um 977,0 Mio € ist im Wesentlichen auf die Abwertung des Euro gegenüber dem US Dollar und dem britischen Pfund zurückzuführen. 43 MinderheitsanteileDie Veränderung der Minderheitsanteile aufgrund der Änderung des Konsolidierungskreises in Höhe von 20,3 Mio € resultiert im Wesentlichen aus dem Unternehmenszusammenschluss mit der Contiga-Gruppe. Die Veränderung der Minderheitsanteile aufgrund der Änderung von Anteilen an Tochterunternehmen wird in Punkt 41 Gewinnrücklagen erläutert. Tochtergesellschaften mit wesentlichen MinderheitsanteilenPT Indocement Tunggal Prakasa Tbk. ("Indocement"), Jakarta, Indonesien, ist die wesentliche Tochtergesellschaft mit Minderheitsanteilen im HeidelbergCement Konzern. Indocement ist einer der führenden indonesischen Hersteller von hochqualitativem Zement und Spezialzementprodukten, die unter dem Markennamen "Tiga Roda" vertrieben werden. Indocement besitzt mehrere Tochterunternehmen, die Transportbeton, Zuschlagstoffe und Trass herstellen. Minderheitsgesellschafter halten 49% der Kapital- bzw. Stimmrechtsanteile am Indocement Konzern, der dem Konzerngebiet Asien-Pazifik zugeordnet ist. Die Indocement-Aktie ist an der Börse in Jakarta notiert. Die Minderheitsanteile am Eigenkapital von Indocement betragen 799,3 (i.V.: 819,0) Mio €. Der Anteil der Minderheitsgesellschafter am Jahresüberschuss beträgt 142,7 (i.V.: 165,7) Mio €. Im Geschäftsjahr 2015 hat Indocement Dividenden an Minderheitsgesellschafter in Höhe von 167,6 (i.V.: 127,9) Mio € gezahlt. Die nachfolgenden Tabellen fassen die wesentlichen Finanzinformationen des Indocement Konzerns, ohne einen dieser CGU zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert, zusammen. Gesamtergebnisrechnungscroll
Vermögenswerte und Schuldenscroll
44 PensionsrückstellungenBeitragsorientierte PläneDie Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen betrug 63,4 (i.V.: 49,4) Mio €. Im Geschäftsjahr 2015 lagen die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung bei 58,5 (i.V.: 54,4) Mio €. Versicherungsmathematische AnnahmenDie bei der Berechnung zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst (gewichtete Darstellung). Versicherungsmathematische Annahmenscroll
Für die Pensionspläne in den USA wurden für die Bewertungen die von der "Society of Actuaries" in 2014 veröffentlichten Sterbetafeln RP-2014 verwendet. Für die kanadischen Pensionspläne wurden die Sterbetafeln CPM 2014 verwendet. In Großbritannien wurden verschiedene Sterbetafeln der S1-Reihe berücksichtigt. Die verwendeten Sterbetafeln in Großbritannien, den USA und Kanada wurden modifiziert, um zukünftige Erhöhungen der Lebenserwartung zu berücksichtigen. Zudem wurden sie größtenteils basierend auf unternehmensspezifischen Erfahrungswerten angepasst. In Deutschland wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Überblick über die Pensionsrückstellungen für die verschiedenen Arten der AltersversorgungspläneDie nachfolgenden Tabellen zeigen die Verpflichtungen aus Pensionsplänen einschließlich der Pläne für andere langfristige Leistungen für Mitarbeiter und aus Versorgungsplänen für Krankheitskosten sowie deren Darstellung in der Bilanz. Arten von Altersversorgungsplänenscroll
Darstellung in der Bilanzscroll
Im Hinblick auf die überdotierten Pensionspläne in Großbritannien, für die keine Begrenzung des Planvermögens vorgenommen wurde, hat HeidelbergCement im Falle der Abwicklung den uneingeschränkten Anspruch auf die Überschüsse. Im weiteren Verlauf wird ausschließlich für die drei wesentlichen Konzernregionen bzw. Länder Nordamerika, Großbritannien und Deutschland eine Aufgliederung der Beträge für die Pensionspläne vorgenommen. Die Beträge für Versorgungspläne für Krankheitskosten werden nicht weiter aufgegliedert, da der mit Abstand größte Teil der Verpflichtungen und Aufwendungen in Nordamerika liegt. Pensionsverpflichtungen und PensionsfondsIm Konzern existierten im Geschäftsjahr 2015 Pensionsverpflichtungen in Höhe von 4.530,0 (i.V.: 4.479,6) Mio €, die im Wesentlichen durch externe Pensionsfonds abgedeckt sind. Zusätzlich bestanden Direktzusagen in Höhe von 615,5 (i.V.: 663,9) Mio €. Die in den USA, Belgien, Kanada, Großbritannien, Indonesien und Ghana eingegangenen Verpflichtungen für Krankheitskosten von Pensionären beliefen sich auf 183,5 (i.V.: 209,8) Mio €. Die folgende Tabelle zeigt den Finanzierungsstatus dieser Pläne und ihre Abbildung in der Bilanz. Pensionsverpflichtungen und Planvermögenscroll
Die Überleitung der Pensionsnettoverpflichtung bzw. des Pensionsnettovermögens stellt sich wie folgt dar. Pensionsnettoverpflichtung (-vermögen)scroll
Aufteilung der PensionsverpflichtungenDie nachfolgende Tabelle zeigt die Pensionsverpflichtungen aufgeteilt nach Planbegünstigten. Pensionsverpflichtungen nach Planbegünstigtenscroll
Beträge, die erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst werdenDie im Geschäftsjahr 2015 entstandenen versicherungsmathematischen Gewinne in Bezug auf die Pensionsverpflichtungen (DBO) in Höhe von 251,3 (i.V.: Verluste von 636,2) Mio € beruhen hauptsächlich auf dem Anstieg des zugrundeliegenden Rechnungszinses. Der gewichtete Rechnungszins zum Jahresende ist um 0,3 Prozentpunkte höher (i.V.: 0,9 Prozentpunkte niedriger) als der gewichtete Rechnungszins zum Vorjahresende. In den wesentlichen Ländern sind mit Ausnahme von Kanada (Reduzierung um 0,1 Prozentpunkte) die Rechnungszinssätze zwischen 0,2 (Großbritannien) und 0,4 (Deutschland und USA) Prozentpunkte gestiegen. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste können unterteilt werden in den Effekt aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen mit einem Gewinn in Höhe von 44,4 (i.V.: Verlust in Höhe von 12,9) Mio €, in den Effekt aufgrund von Änderung demographischer Annahmen mit einem Gewinn in Höhe von 20,6 (i.V.: Verlust von 57,0) Mio €, der im Wesentlichen aus der Anpassung demographischer Annahmen in den USA und Anpassung der Annahmen zur Verbesserung der künftigen Lebenserwartung in Großbritannien resultiert, und in den Effekt aufgrund von Änderung finanzieller Annahmen mit einem Gewinn in Höhe von 186,3 (i.V.: Verlust von 566,3) Mio €. Aufgrund steigender Zinssätze und dem Charakter von LDI Produkten war die Wertentwicklung des Planvermögens im Vergleich zu den Vorjahren gering. Im Geschäftsjahr 2015 war die Rendite des Planvermögens um 139,4 Mio € geringer als der Zinsertrag. Im Vorjahr betrug die über dem Zinsertrag liegende Rendite 507,8 Mio €. Aus der Begrenzung des Planvermögens gem. IAS 19.64 resultierten Beträge von insgesamt -0,4 (i.V.: -15,0) Mio €. Entwicklung in der Gewinn- und VerlustrechnungDie Aufwendungen für Altersversorgung für die wesentlichen Pensionspläne und für die Versorgungspläne für Krankheitskosten setzen sich wie folgt zusammen. Entwicklung in der Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Vom Gesamtpensionsaufwand aus fortzuführenden Geschäftsbereichen von 56,4 (i.V.: 59,0) Mio € werden Aufwendungen von 30,5 (i.V.: 29,4) Mio € im Personalaufwand oder im sonstigen betrieblichen Aufwand sowie ein Aufwand von 25,9 (i.V.: 29,6) Mio € im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2015 wurde der Lehigh Retirement Pensionsplan in den USA angepasst, um den unverfallbar ausgeschiedenen Planbegünstigten ab 1. April 2016 eine Kapitalzahlung anzubieten. Dies führt zu einem negativen nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand (Ertrag) in Höhe von 9,8 Mio €. Der Zusatzpensionsplan für Leitende (SERP) eines Mitarbeiters in den USA wurde in 2015 angepasst. Der Effekt in Höhe von 3,9 Mio € wurde als negativer nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (Ertrag) ausgewiesen. Im Zuge des Verkaufs des Geschäftsbereichs Bauprodukte können die aktiven Mitarbeiter, die eine Anwartschaft auf Leistungen aus dem Hanson Brick Plan für Außertarifliche oder dem Pipe und Precast Pensionsplan haben, keine zukünftigen Leistungssteigerungen aus diesen Plänen erdienen. Die bereits erdiente Anwartschaft wird bis Ende 2017 mit dem Industrie-Durchschnittslohn-Index angepasst und bleibt danach in der Höhe unverändert bestehen. Dies führte zu einer Plankürzung in Höhe von 3,0 Mio €. Der tatsächliche Ertrag des Fondsvermögens betrug 26,0 (i.V.: 677,7) Mio €. Sensitivitätsanalyse der PensionsverpflichtungenDie Änderungen des Rechnungszinses, des Rententrends und der Lebenserwartung haben Einfluss auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf die Pensionsverpflichtungen. Die unten angegebenen Sensitivitäten wurden so ermittelt, dass die aufgeführte Annahme entsprechend geändert wurde und alle übrigen Annahmen nicht verändert worden sind. Tatsächlich könnten sich mehrere Annahmen gleichzeitig ändern oder die Änderung einer Annahme könnte die Änderung weiterer Parameter zur Folge haben. Sensitivitätsanalysen der Pensionsverpflichtungen (Pensionspläne)scroll
Entwicklung der Pensionsverpflichtungen und des FondsvermögensIn der folgenden Tabelle wird die Entwicklung der Pensionsverpflichtungen und des Fondsvermögens dargestellt. Entwicklung der Pensionsverpflichtungen und des Fondsvermögensscroll
HeidelbergCement zahlte 60,9 (i.V.: 56,7) Mio € direkt an die Pensionäre und 75,3 (i.V.: 72,3) Mio € Arbeitgeberbeiträge an die Fonds. Im Jahr 2016 werden Auszahlungen an die Pensionäre in Höhe von 54,7 Mio € und Arbeitgeberbeiträge an die Fonds in Höhe von 63,8 Mio € erwartet. Zusätzlich beabsichtigt die HeidelbergCement AG im Jahr 2016, einen Gruppen-CTA (Contractual Trust Arrangement) mit 51,2 Mio € zu dotieren, um Pensionsanwartschaften gegen Insolvenz zu schützen. In der folgenden Tabelle werden die erwarteten Zahlungen, die von HeidelbergCement in den nächsten 10 Jahren direkt oder aus Planvermögen gezahlt werden, dargestellt. Erwartete Rentenzahlungenscroll
Aufteilung des FondsvermögensDas Planvermögen entfällt im Wesentlichen auf Nordamerika mit 26 % (i.V.: 26 %) und auf Großbritannien mit 71 % (i.V.: 71 %). Das Planvermögen lässt sich in folgende Anlageklassen unterteilen: Aufteilung des Fondsvermögensscroll
Die Vermögenswerte in Aktien lassen sich weiter wie folgt aufteilen: Anteil an Aktienscroll
Einige nicht monetäre Vermögenswerte basieren auf Bewertungen, die nicht rechtzeitig bis zur Verabschiedung des Konzernabschlusses durch den Vorstand fertig gestellt werden konnten. In diesen Fällen werden zum Jahresende bestmögliche Schätzwerte auf Basis der letzten Bewertungen und unter Berücksichtigung von in den relevanten Märkten beobachtbaren Trends verwendet. Der überwiegende Teil der Vermögenswerte des Konzerns wird in Höhe des auf einem aktiven Markt notierten Marktpreises angesetzt. Bei Investmentfonds wird auf die Marktpreise der gehaltenen Vermögenswerte abgestellt. Eine Ausnahme betrifft einen Teil der Vermögenswerte in Großbritannien und Deutschland, der zum Jahresende geschätzt werden muss, da ausführliche Informationen nicht verfügbar sind oder nicht rechtzeitig bis zur Verabschiedung des Konzernabschlusses durch den Vorstand bereitgestellt werden können (ungefähr 116,7 Mio €). In Großbritannien werden diese auf Basis der aktuellsten verfügbaren Informationen geschätzt. In Deutschland werden für den Entgeltumwandlungsplan die Vermögenswerte in Höhe des Verpflichtungsumfangs angesetzt, da der Plan vollständig ausfinanziert ist. Das Fondsvermögen enthält keine wesentlichen Anteile an eigenen Finanzinstrumenten, selbst genutzten Immobilien oder anderen Vermögenswerten. Zum 31. Dezember 2015 sind die Vermögenswerte aufgrund der Anwendung von IAS 19.64 um 48,2 (i.V.: 43,8) Mio € zu begrenzen. Die Entwicklung des nicht saldierungsfähigen Planvermögens im Jahr 2015 lässt sich in Zinserträge von 1,8 Mio €, im sonstigen Gesamtergebnis auszuweisende Änderungen in der Vermögenswert-limitierung von 0,4 Mio € und Währungskursänderungen von 2,2 Mio € aufteilen. Multi-Employer PläneÜberwiegend in den USA beteiligt sich HeidelbergCement an sogenannten Multi-Employer Pension Plans (MEPP), die einigen gewerkschaftlich organisierten Mitarbeitern nach deren Pensionierung feste Leistungen gewähren. Derartige Multi-Employer Pension Plans werden wie beitragsorientierte Versorgungspläne bilanziert, da es nicht möglich ist, die einzelnen Komponenten solcher Pläne für einen Arbeitgeber zu isolieren. Die Beiträge werden auf Basis von Tarifverhandlungen festgelegt. Im Jahr 2015 wurden Beiträge in Höhe von 14,5 (i.V.: 11,8) Mio € gezahlt. Der Deckungsgrad dieser Pensionspläne kann durch ungünstige Kapitalmarktentwicklungen, aufgrund von demographischen Änderungen und Erhöhungen von Pensionsleistungen beeinflusst werden. Sollte ein beteiligtes Unternehmen keine weiteren Beiträge in den Multi-Employer Pension Plan leisten, haften die übrigen Unternehmen für die vorhandene Deckungslücke. Für das Jahr 2016 werden Beiträge in Höhe von 14,2 Mio € erwartet. Sollte HeidelbergCement aus diesen Plänen austreten, beträgt die Ablöseverpflichtung zum 31. Dezember 2015 91,0 (i.V.: 124,4) Mio €. Dieser Betrag hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des Austritts aus einem der größten MEPP, der vor dem Verkauf des Geschäftsbereichs Bauprodukte umgesetzt wurde, reduziert. HeidelbergCement hat Rückstellungen von 60,4 (i.V.: 50,8) Mio € für diese Verpflichtungen gebildet, die unter den übrigen Rückstellungen ausgewiesen werden. 45 Sonstige RückstellungenDie Entwicklung der sonstigen Rückstellungen wird in der folgenden Tabelle erläutert. Rückstellungenscroll
Die Zeile Anpassung beinhaltet Konsolidierungskreisveränderungen und Anpassungen aus der Währungsumrechnung. In der Zeile Umgliederung werden sonstige Reklassifizierungen gezeigt. Die Zeile Herabsetzung enthält die Auflösung nicht verbrauchter Rückstellungen in Höhe von 91,3 Mio €, die Verrechnung von Verpflichtungen mit korrespondierenden Erstattungsansprüchen sowie die Verrechnung von Sachleistungsverpflichtungen mit Vermögenswerten in Höhe von insgesamt 58,9 Mio €. Die Restlaufzeiten für die Rückstellungen gliedern sich wie folgt: Restlaufzeiten der Rückstellungenscroll
Schadenersatz- und UmweltverpflichtungenDie Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen resultieren aus aufgegebenen Geschäftsbereichen, die im Rahmen der Übernahme der Hanson-Gruppe im Jahr 2007 auf den HeidelbergCement Konzern übergegangen sind. Die Verpflichtungen betreffen somit nicht die fortgeführte Geschäftstätigkeit des HeidelbergCement Konzerns. Bei den Schadenersatzverpflichtungen handelt es sich um Rechtsstreitigkeiten vor US-amerikanischen Gerichten. Die Klagen betreffen die Verursachung von Erkrankungen aus dem Verkauf asbesthaltiger Produkte. Die Umwelthaftungsansprüche betreffen Sanierungsverpflichtungen, die aus dem Vertrieb von chemischen Produkten einer ehemaligen Hanson-Beteiligung resultieren. Die Bewertung der zu bildenden Rückstellungen erfolgt zum Barwert der erwarteten Aufwendungen. Hierzu werden zuverlässige Schätzungen zur Kostenentwicklung für die nächsten acht Jahre herangezogen. Den Rückstellungen stehen Erstattungsansprüche gegen Umwelt- und Haftpflichtversicherer gegenüber. Zum 31. Dezember 2015 betrugen die Ansprüche 371,1 (i.V.: 349,5) Mio €, wovon 298,7 (i.V.: 276,4) Mio € unter den sonstigen langfristigen operativen Forderungen und 72,4 (i.V.: 73,1) Mio € unter den sonstigen kurzfristigen operativen Forderungen ausgewiesen werden. Sonstige umweltbezogene RückstellungenDie sonstigen umweltbezogenen Rückstellungen beinhalten Rekultivierungs-, Umwelt- und Rückbauverpflichtungen. Rekultivierungsverpflichtungen betreffen rechtliche und faktische Verpflichtungen zur Auffüllung und Wiederherstellung von Rohstoffabbaugebieten. Für diese Verpflichtungen werden Rückstellungen gebildet, die entsprechend des Abbaufortschritts anhand der bestmöglichen Kostenschätzung zur Erfüllung der Verpflichtung bewertet werden. Die Rückstellungen betragen zum Abschlussstichtag 219,9 (i.V.: 224,9) Mio €. Rückstellungen für Umweltverpflichtungen sind aufgrund von vertraglichen oder behördlichen Auflagen zu bilden und umfassen im Wesentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Sanierung kontaminierter Flächen und der Beseitigung von Abbauschäden. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zum Barwert der erwarteten Aufwendungen. Die Rückstellungen belaufen sich insgesamt auf 69,4 (i.V.: 53,3) Mio €. Bei den Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen handelt es sich um Verpflichtungen, die im Zusammenhang mit der Beseitigung von Anlagen (z.B. Förderanlagen auf gemieteten Standorten) entstehen, damit ein Standort nach Ablauf der Nutzungsdauer in seinen vertraglich vereinbarten oder gesetzlich definierten Zustand zurückversetzt werden kann. Zum Abschlussstichtag sind Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von 74,2 (i.V.: 68,0) Mio € gebildet. Übrige RückstellungenÜbrige Rückstellungen bestehen insbesondere für Restrukturierungsverpflichtungen, sonstige Prozessrisiken, Entschädigungsverpflichtungen sowie für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern. Die Rückstellungen für Restrukturierungsverpflichtungen beziehen sich auf Aufwendungen für verschiedene Optimierungsprogramme wie beispielsweise die Schließung von Betrieben oder die Verlagerung von Aktivitäten. Hierfür wurden zum Abschlussstichtag Rückstellungen in Höhe von 30,3 (i.V.: 36,3) Mio € angesetzt. Rückstellungen für Prozessrisiken, die auch schwebende Kartellverfahren betreffen, sind aufgrund von anhängigen Klagen gegen den Konzern in Höhe von 34,3 (i.V.: 70,7) Mio € bilanziell erfasst. Diese Verpflichtungen werden mit dem wahrscheinlichsten Ergebnis bewertet, sofern nicht aufgrund besonderer Wahrscheinlichkeitsverteilungen andere Schätzungen zu einer angemesseneren Bewertung führen. Die Rückstellungen für Entschädigungsverpflichtungen betreffen Verpflichtungen des Konzerns, die durch Arbeitsunfälle entstehen. Zum Abschlussstichtag sind solche Rückstellungen in Höhe von 87,0 (i.V.: 84,1) Mio € gebildet. Die Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern beinhalten die Rückstellung für den Langfristbonusplan (Management- und Kapitalmarktkomponente) in Höhe von 80,0 (i.V.: 42,9) Mio € sowie Rückstellungen für Multi-Employer Pläne in Höhe von 60,4 (i.V.: 50,8) Mio €. Darüber hinaus sind weitere Rückstellungen für eine Vielzahl von untergeordneten Sachverhalten gebildet. Auswirkungen von ZinseffektenDie Bewertung der Rückstellungen erfolgt zum Barwert, welcher unter Verwendung eines Vorsteuerzinssatzes ermittelt wird. HeidelbergCement verwendet hierfür den risikofreien Zinssatz von Staatsanleihen des jeweiligen Landes unter Berücksichtigung der entsprechenden Laufzeit. Die für die Schuld spezifischen Risiken werden bei der Schätzung der künftigen Mittelabflüsse berücksichtigt. In den Aufwendungen für aufgegebene Geschäftsbereiche sind Zinseffekte in Höhe von 5,4 Mio € für Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen enthalten. Effekte aus Änderungen des Zinssatzes in Höhe von -8,2 Mio € und aus der Aufzinsung in Höhe von 11,5 Mio € führten zu einer Erhöhung der übrigen Rückstellungen. 46 VerbindlichkeitenDie nachfolgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der verzinslichen Verbindlichkeiten. Verzinsliche Verbindlichkeitenscroll
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Fristigkeiten der verzinslichen Verbindlichkeiten. Restlaufzeiten verzinslicher Verbindlichkeitenscroll
Die folgende Tabelle zeigt für die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing die Überleitungsrechnung von der Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen zu deren Barwert. Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingscroll
Weitere Informationen zu den verzinslichen Verbindlichkeiten werden im Konzernlagebericht im Kapitel Konzern-Finanzmanagement auf Seite 84 f. gegeben. Erläuterungen zu den derivativen Finanzinstrumenten erfolgen auf Seite 245 f. Weitere Angaben zu FinanzinstrumentenDie folgende Tabelle leitet die einzelnen Bilanzpositionen der Finanzinstrumente zu Klassen und Bewertungskategorien des IAS 39 über. Außerdem werden die aggregierten Buchwerte pro Bewertungskategorie und die beizulegenden Zeitwerte für jede Klasse dargestellt. Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorienscroll
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Finanzinvestitionen "Available for sale at cost" sind zu Anschaffungskosten bewertete Eigenkapitaltitel, für die kein notierter Preis auf einem aktiven Markt vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig ermittelt werden kann. Deshalb wird für diese Instrumente kein beizulegender Zeitwert angegeben. Bei den derivativen Finanzinstrumenten mit und ohne Sicherungsbeziehung erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Bei diesen Posten entspricht somit der beizulegende Zeitwert stets dem Buchwert. Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen Ausleihungen, sonstigen langfristigen operativen Forderungen, Bankdarlehen, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, sonstigen langfristigen verzinslichen und operativen Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der zukünftigen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter. Die Klasse "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Personalverbindlichkeiten und übrigen operativen Verbindlichkeiten" ist nicht unmittelbar auf die dazugehörigen Bilanzpositionen überleitbar, da in dieser neben den finanziellen Verbindlichkeiten auch Rechnungsabgrenzungsposten und nicht-finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 153,2 (i.V.: 127,1) Mio € enthalten sind. Die beizulegenden Zeitwerte der börsennotierten Anleihen entsprechen den Nominalwerten multipliziert mit den Kursnotierungen am Abschlussstichtag. Bei den Finanzinstrumenten mit kurzfristigen Restlaufzeiten stellen die Buchwerte am Abschlussstichtag angemessene Schätzungen der beizulegenden Zeitwerte dar. Die von HeidelbergCement kontrahierten Derivate unterliegen zum Teil rechtlich durchsetzbaren Verrechnungsvereinbarungen (ISDA Agreement bzw. Deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte), die jedoch keine Saldierung von Forderungen und Verbindlichkeiten in der Bilanz gem. IAS 32.42 erlauben. Es besteht lediglich ein Verrechnungsrecht im Falle des Zahlungsverzugs oder der Zahlungsunfähigkeit einer Vertragspartei. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt daher auf Bruttobasis. Zum Abschlussstichtag unterlagen Derivate mit einem positiven Buchwert in Höhe von 101,4 (i.V.: 68,6) Mio € sowie korrespondierende Derivate mit einem negativen Buchwert in Höhe von -46,7 (i.V.: -42,4) Mio € Verrechnungsvereinbarungen. Unter Berücksichtigung dieser Vereinbarungen ergäbe sich zum Abschlussstichtag ein rechnerischer Saldierungsbetrag in Höhe von 24,2 (i.V.: 10,4) Mio €. Entsprechend ergäben sich für die Derivate positive Netto-Buchwerte in Höhe von 77,2 (i.V.: 58,2) Mio € sowie negative Netto-Buchwerte in Höhe von -22,5 (i.V.: -32,0) Mio €. Weitere vertragliche Regelungen zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten existieren nicht. Im HeidelbergCement Konzern werden lediglich Derivate zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, der anhand direkt oder indirekt beobachtbarer Inputfaktoren ermittelt wird. Die Derivate sind der Fair-Value-Hierarchie 2 zuzuordnen. Die folgende Tabelle zeigt die Fair-Value-Hierarchien der Vermögenswerte und Schulden, die in der Bilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, deren beizulegender Zeitwert aber angegeben wird. Fair-Value-Hierarchiescroll
Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts in Hierarchie 1 erfolgt mittels an einem aktiven Markt notierter Preise (unbereinigt) für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, zu denen HeidelbergCement am Abschlussstichtag Zugang hat. Für die Hierarchie 2 erfolgt die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts mittels eines Discounted Cash Flow-Modells anhand von Input-Daten, bei denen es sich nicht um in Stufe 1 eingeordnete notierte Preise handelt und die direkt oder indirekt beobachtbar sind. Bei den Put-Optionen von Minderheitsgesellschaftern in Hierarchie 3 handelt es sich um als Verbindlichkeiten ausgewiesene Andienungsrechte von Minderheitsgesellschaftern. Für die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts wurde die Discounted Cash Flow-Methode angewendet. Hierbei wurden die Cashflows aus den zugrundeliegenden Planungen der Gesellschaften mit einem risikoangepassten Diskontierungssatz (WACC) abgezinst. Die Beurteilung, ob es bei finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen der Fair-Value-Hierarchie gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen vorgenommen. Die folgende Tabelle stellt die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien zusammen. Nettogewinne oder -verlustescroll
Im Nettoergebnis aus Krediten und Forderungen sind die Ergebnisse aus Wertminderungen und Wertaufholungen in Höhe von -3,7 (i.V.: -11,9) Mio € und Währungseffekte in Höhe von -126,8 (i.V.: -202,7) Mio € enthalten. Das Nettoergebnis der Finanzinvestitionen "Available for sale" enthält Wertberichtigungen in Höhe von -5,1 (i.V.: -0,6) Mio €. Das Nettoergebnis aus der Folgebewertung der "Held for trading"-Finanzinstrumente beinhaltet Währungs- und Zinseffekte. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten enthält das Nettoergebnis im Wesentlichen Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von -115,1 (i.V.: -76,1) Mio €. Die folgende Tabelle stellt die Gesamtzinserträge und -aufwendungen der Finanzinstrumente dar, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Gesamtzinsertrag und -aufwandscroll
Der Wertminderungsaufwand der finanziellen Vermögenswerte nach Klassen ist in der folgenden Tabelle dargestellt. Wertminderungsaufwandscroll
Derivative FinanzinstrumenteDie folgende Tabelle zeigt die Nominalwerte und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente. Derivative Finanzinstrumentescroll
1)
Die Nominalwerte von 137,8 (i.V.: 124,7)
Mio € beziehen sich auf Währungsswaps mit positiven Marktwerten von
16,3 (i.V.: negative Marktwerte -0,6) Mio €, die als Sicherungsinstrumente
im Rahmen eines Cash Flow Hedges designiert wurden. Die Marktwerte
wurden aufgrund der Trennung in langfristige und kurzfristige Bestandteile
der Währungsswaps auf der Aktiv- und Passivseite ausgewiesen. Cash Flow HedgesDer am Abschlussstichtag offene Währungsswap mit einem positiven Marktwert von 16,3 (i.V.: negativer Marktwert von -0,6) Mio € sichert das Währungsrisiko der fest verzinslichen 150 Mio CHF Anleihe ab, die im Jahr 2017 fällig wird. Während des Berichtszeitraums wurden 16,7 (i.V.: 3,7) Mio € erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und -13,1 (i.V.: -2,5) Mio € erfolgswirksam aufgelöst. Die im Marktwert enthaltenen Stückzinsen in Höhe von -0,1 (i.V.: -0,3) Mio € wurden erfolgswirksam im Zinsergebnis erfasst. Die am Abschlussstichtag offenen Energiederivate in Höhe von -0,8 (i.V.: -0,3) Mio € sichern zukünftige Strompreise ab und werden im Jahr 2016 fällig. Im Berichtsjahr wurden Bewertungseffekte in Höhe von 1,1 (i.V.: 0,1) Mio € erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Im Eigenkapital erfasste Effekte in Höhe von -1,5 (i.V.: 0,1) Mio € wurden erfolgswirksam umgegliedert. Die aus einem langfristigen Investitionsprojekt resultierenden vertraglich festgelegten zukünftigen Auszahlungen in Fremdwährung werden durch entsprechende liquide Fremdwährungsbestände abgesichert. Während des Berichtszeitraums wurden Währungseffekte in Höhe von 1,6 (i.V.: -2,8) Mio € erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Im Rahmen der Zahlung von Teilbeträgen wurden während des Berichtszeitraums -6,9 (i.V.: -7,4) Mio € der im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge erfolgsneutral in die Anlagen im Bau umgegliedert. Im Zusammenhang mit den Cash Flow Hedges bestehen keine wesentlichen Ineffektivitäten. Fair Value HedgesDie am Abschlussstichtag offenen Zinsswaps mit einem positiven Marktwert von 1,2 (i.V.: 1,9) Mio € sichern die Zinsrisiken fest verzinslicher Darlehen ab. Die um Stückzinsen bereinigte Marktwertänderung von -0,6 (i.V.: -0,3) Mio € wurde erfolgswirksam im sonstigen Finanzergebnis erfasst. Demgegenüber wurde eine Marktwertanpassung der Darlehen in Höhe von 0,4 (i.V.: 0,5) Mio € vorgenommen, die ebenfalls im Sicherungsergebnis gezeigt wurde. Die im Marktwert enthaltenen Stückzinsen in Höhe von 1,0 (i.V.: 1,1) Mio € wurden erfolgswirksam im Zinsergebnis erfasst. Risiken der FinanzinstrumenteHeidelbergCement unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, festen Verpflichtungen und geplanten Transaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung der Wechselkurse, der Zinssätze und der Markt- und Börsenpreise. Diese Marktpreisrisiken können einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des Konzerns haben. Der Konzern steuert diese Risiken vorwiegend im Rahmen seiner laufenden Geschäfts- und Finanzierungsaktivitäten und bei Bedarf durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden vom Vorstand festgelegt. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Abteilung Group Treasury. Die Abteilung Group Treasury agiert auf Basis bestehender Richtlinien, die die Entscheidungsgrundlagen, Kompetenzen, Verantwortlichkeiten und Prozesse für die Steuerung der Finanzrisiken verbindlich festlegen. Bestimmte Transaktionen bedürfen außerdem der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand. Der Vorstand wird permanent über Betrag und Umfang des aktuellen Risiko-Exposures sowie aktuelle Marktentwicklungen auf den globalen Finanzmärkten durch die Abteilung Group Treasury informiert. Die Konzernrevision kontrolliert durch zielgerichtete Prüfung die Einhaltung der oben genannten Richtlinien und der entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen. KreditrisikoHeidelbergCement ist durch sein operatives Geschäft und bestimmte Finanztransaktionen Kreditrisiken ausgesetzt. Kreditrisiko ist das Risiko, dass eine Vertragspartei ihre bei Abschluss eines Finanzinstruments vertraglich zugesagten Verpflichtungen unerwartet nicht oder nur teilweise erfüllt. Das Kreditrisiko des Konzerns wird begrenzt, indem Finanzanlagen und derivative Finanzinstrumente nur mit Vertragsparteien erstklassiger Bonität getätigt bzw. abgeschlossen werden. Bonitätsbewertung (Rating)Die Ratingagenturen Moody's und Fitch Ratings bewerten die Kreditwürdigkeit von HeidelbergCement mit Ba1/ Not Prime (Ausblick stabil) und BB+/B (Ausblick stabil) per Ende 2015. Herabstufungen der von den Ratingagenturen vergebenen Ratings könnten sich negativ auf die Kapitalkosten und Refinanzierungsmöglichkeiten von HeidelbergCement auswirken. Liquide MittelDie liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen Zahlungsmittel. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist der Konzern Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Kontrahenten ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. HeidelbergCement steuert die daraus entstehende Risikoposition durch Diversifizierung der Kontrahenten. Bei der Anlage liquider Mittel werden die Unternehmen, Banken und Finanzinstitute nach sorgfältiger Bonitätsanalyse ausgewählt. Gegenwärtig sind keine liquiden Mittel aufgrund von Ausfällen überfällig oder wertberichtigt. Das maximale Kreditrisiko der liquiden Mittel entspricht dem Buchwert. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenForderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren hauptsächlich aus dem Verkauf von Zement, Beton und Zuschlagstoffen. Im operativen Geschäft werden die Außenstände fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen und pauschalierte Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die maximale Risikoposition aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert. Sonstige Forderungen und VermögenswerteDie Kreditrisikoposition aus sonstigen Forderungen und Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. HeidelbergCement erachtet dieses Kreditrisiko als nicht bedeutend. Derivative FinanzinstrumenteDerivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich zur Risikoreduktion eingesetzt. HeidelbergCement ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Zins-, Währungs- und Energiepreisrisiken ausgesetzt. Ein wesentlicher Teil der Derivate wird für bilanzielle Zwecke nicht als Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) im Sinne von IAS 39, sondern als Instrument der Kategorie "Held for trading" bilanziert. Allerdings stellen die Marktwertveränderungen dieser Instrumente, wirtschaftlich betrachtet, eine ökonomisch wirksame Absicherung im Rahmen der Konzernstrategie dar. Das maximale Kreditrisiko dieser Position entspricht dem Marktwert der derivativen Finanzinstrumente, die einen positiven Marktwert aufweisen und zum Stichtag als finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen werden. Zur Absicherung des Marktwertrisikos wurden Zinsswaps und Zinswährungsswaps kontrahiert, die im Sinne von IAS 39 als Sicherungsinstrumente designiert wurden. Zur Minderung des Ausfallrisikos werden die Sicherungsgeschäfte grundsätzlich nur mit führenden Finanzinstituten erstklassiger Bonität abgeschlossen. Die Kontrahenten verfügen über sehr gute, von externen Ratingagenturen, wie zum Beispiel Moody's oder Fitch Ratings, vergebene Kreditratings. Derzeit bestehen keine Überfälligkeiten bei den im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumenten. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann. HeidelbergCement steuert seine Liquidität, indem der Konzern neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft in ausreichendem Umfang liquide Mittel und umfangreiche Kreditlinien bei Banken vorhält. Das operative Liquiditätsmanagement umfasst eine tägliche Zusammenführung von liquiden Mitteln. Die Abteilung Group Treasury mit Sitz in Heidelberg fungiert dabei als Inhouse-Bank. Dadurch können Liquiditätsüberschüsse und -anforderungen entsprechend den Bedürfnissen des Gesamtkonzerns sowie einzelner Konzerngesellschaften gesteuert werden. Zum Jahresende stehen neben verfügbaren Barmitteln noch ungezogene, bestätigte Kreditlinien in Höhe von 2,7 Mrd € zur Liquiditätssicherung zur Verfügung. Zur Deckung kurzfristiger Liquiditätsspitzen verfügt HeidelbergCement über einen unbefristeten Rahmenvertrag zur Emission kurzfristiger Inhaberschuldverschreibungen (Commercial Paper) in Höhe von 1,5 Mrd €. Im Rahmen des Programms werden je nach Marktlage zu unterschiedlichen Zeitpunkten einzelne Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten begeben. Zum Jahresende 2015 waren in der Summe 207 Mio € Commercial Paper ausstehend. Weitere Informationen zu Liquiditätsrisiken sind im Lagebericht, Kapitel Risiko- und Chancenbericht, auf Seite 127 f. zu finden. Da die Finanzdokumente von HeidelbergCement keine Klauseln enthalten, welche im Falle einer Bonitätsherabstufung (Rating) eine Rückzahlungsverpflichtung auslösen, bleibt auch im Falle veränderter Bonitätsbeurteilungen die Fälligkeitsstruktur unberührt. In keinem der wesentlichen bestehenden Finanzinstrumente sind Nachschusspflichten (Margin Calls) vereinbart, die zu einem Liquiditätsabfluss führen könnten. Alle derivativen Finanzinstrumente werden auf Basis bestehender Rahmenvereinbarungen kontrahiert, die zwecks Reduzierung von Bonitäts- und Liquiditätsrisiken Nettingvereinbarungen enthalten. Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die Cashflows der Verbindlichkeiten per 31. Dezember 2015 die Liquiditätssituation des Konzerns beeinflussen. Die Übersicht zeigt den Ablauf der
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind den kurzfristigen Fälligkeiten zuzuordnen (innerhalb eines Jahres). Bei variablen Zinszahlungen wird der aktuelle Zins als Basis gewählt. Auszahlungen in Fremdwährungen werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Cashflows der verzinslichen Verbindlichkeiten und derivativen Finanzinstrumentescroll
Cashflows der verzinslichen Verbindlichkeiten und derivativen Finanzinstrumentescroll
Der Liquiditätszufluss in Höhe von 388,0 (i.V.: 408,3) Mio € aus Zins- und Zinswährungsswaps sowie in Höhe von 4.810,7 (i.V.: 3.206,6) Mio € aus kurzfristigen Devisengeschäften wurden in der Tabelle nicht berücksichtigt. Die undiskontierten vertraglichen Cashflows der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden in einer separaten Tabelle auf Seite 240 dargestellt. ZinsänderungsrisikoZinsänderungsrisiken bestehen aufgrund potenzieller Änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Der Vorstand und Aufsichtsrat der Heidelberg-Cement AG haben sich gegen eine Absicherung der variabel verzinslichen Finanzinstrumente entschieden. Diese Strategie basiert auf der historisch hohen Korrelation steigender Ergebnisse mit steigenden Zinsen. Bei Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, haben Zinsänderungsrisiken keine Auswirkungen auf das Ergebnis und das Eigenkapital. Durch die Absicherung der emittierten Bonds mit Zinsswaps im Rahmen von Fair Value Hedge-Accounting ergeben sich Ergebnisauswirkungen aus der Buchwertanpassung der Grundgeschäfte (Bonds - gesichertes Risiko) sowie aus der Bewertung der Zinsswaps. Diese Ergebnisauswirkungen wurden bei der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt. Der Anteil der variabel verzinslichen Finanzinstrumente liegt bei durchschnittlich 14,4 % (i.V.: 32,8%). Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2015 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre der Zinsaufwand des HeidelbergCement Konzerns um 10,9 (i.V.: 29,4) Mio € gestiegen (gefallen). WährungsrisikoDie Währungsrisiken von HeidelbergCement resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Risiken aus Fremdwährungen werden im Wesentlichen gesichert, soweit sie die Cashflows des Konzerns beeinflussen. Bei der Eliminierung bestehender Währungsrisiken werden Devisentermingeschäfte und Devisenswaps eingesetzt. Im Rahmen der Inhouse-Banking-Aktivität der HeidelbergCement AG ergeben sich durch Aufnahme und Anlage von Liquidität der Tochtergesellschaften Währungspositionen, die in der Regel durch entsprechende fristen-und betragskongruente externe Devisenswapgeschäfte abgesichert werden. Vor diesem Hintergrund haben Währungsschwankungen im Rahmen der Inhouse-Banking-Aktivität im Allgemeinen keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital. Ungesicherten Positionen entstehen lediglich in Einzelfällen, beispielsweise wenn Währungen nicht konvertierbar sind. Die folgende Tabelle zeigt die hypothetischen Auswirkungen auf das Finanzergebnis unter der Annahme einer Aufwertung bzw. Abwertung der Fremdwährung um 10% gegenüber der jeweiligen funktionalen Währung, wobei die positiven Werte einen Ertrag und die negativen Werte einen Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung darstellen. Sensitivitätsanalyse des Währungsrisikosscroll
Fremdwährungsrisiken, die die Cashflows des Konzerns nicht beeinflussen (d.h. die Risiken, die aus der Umrechnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Unternehmenseinheiten in die KonzernBerichterstattungswährung resultieren) bleiben hingegen grundsätzlich ungesichert. Unter Umständen kann HeidelbergCement jedoch auch dieses Fremdwährungsrisiko absichern. Sonstige AngabenKapitalsteuerungZiel der Kapitalsteuerung ist die Sicherstellung ausreichender Liquidität des Konzerns zu jeder Zeit. Dazu nutzt der Konzern externe und interne Finanzierungsmöglichkeiten (siehe Lagebericht, Kapitel Konzern-Finanzmanagement, Seite 82 f.). Eine wesentliche Bedeutung bei der Überwachung des Konzernkapitals kommt den Nettofinanzschulden sowie dem dynamischen Verschuldungsgrad zu, der dem Verhältnis von Nettofinanzschulden zum operativen Ergebnis vor Abschreibungen entspricht. Dynamischer Verschuldungsgradscroll
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Inkl. Put-Optionen von Minderheitsgesellschaftern Im Rahmen von Kreditverträgen wurde die Einhaltung verschiedener Finanzrelationen (Financial Covenants) vereinbart, die alle in der Berichtsperiode erfüllt wurden. Die wichtigsten Finanzkennzahlen sind das Verhältnis der Nettoverschuldung zu EBITDA und der Zinsdeckungsfaktor. Die Kennzahl EBITDA leitet sich aus den Kreditverträgen ab und weicht daher von der Kennzahl "operatives Ergebnis vor Abschreibungen" ab, da Bestandteile des zusätzlichen ordentlichen Ergebnisses sowie Effekte aus Erst- und Endkonsolidierungen berücksichtigt werden. Weitere Erläuterungen werden im Lagebericht auf Seite 83 f. gegeben. Im Rahmen der Konzernplanung wird die Einhaltung der Kreditvereinbarungen konsequent überwacht und vierteljährlich den Gläubigern gemeldet. Im Falle einer Verletzung der Covenants könnten die Gläubiger unter bestimmten Voraussetzungen entsprechende Kredite, ungeachtet der vertraglich vereinbarten Laufzeiten, fällig stellen. EventualverbindlichkeitenZum Abschlussstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 328,8 (i.V.: 61,3) Mio €, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit steuerlichen und rechtlichen Risiken stehen. Der Zeitpunkt der möglichen Zahlungsmittelabflüsse für die Eventualverbindlichkeiten ist unsicher, da sie von unterschiedlichen externen Faktoren abhängen, die außerhalb des Einflussbereichs von HeidelbergCement liegen. Die Anwendung steuerlicher Regelungen kann zum Zeitpunkt der Berechnung von Steuererstattungsansprüchen und -verbindlichkeiten ungeklärt sein. Bei der Berechnung der Steuerpositionen ist die jeweils wahrscheinlichste Anwendung zugrunde gelegt. Ungeachtet dessen kann die Finanzverwaltung hierzu eine abweichende Auffassung vertreten. Aus einer abweichenden Auffassung können sich zusätzliche steuerliche Verbindlichkeiten ergeben. Sonstige finanzielle VerpflichtungenAm 28. Juli 2015 hat die HeidelbergCement AG bekannt gegeben, eine Vereinbarung mit Italmobiliare S.p.A. (der "Aktienkaufvertrag") über den Erwerb einer Beteiligung von 45% an Italcementi S.p.A. ("Italcementi") eingegangen zu sein. Der Kaufpreis beläuft sich auf 10,60 € je Italcementi-Aktie. Dies entspricht einem Gesamtkaufpreis von rund 1,67 Mrd. € für die 45 %-Beteiligung, der in bar sowie in bis zu 10,5 Mio. Aktien der HeidelbergCement AG aus einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage beglichen wird. Der Abschluss der Übernahme unterliegt üblichen Bedingungen, unter anderem den kartellrechtlichen Genehmigungen insbesondere in Europa und den USA. Der Anteilserwerb soll nach den erforderlichen Kartellfreigaben während des Geschäftsjahres 2016 abgeschlossen werden. Im Anschluss daran wird HeidelbergCement den verbleibenden Aktionären von Italcementi ein öffentliches Pflichtangebot unterbreiten. Der Angebotspreis wird nach geltendem Recht aus heutiger Sicht voraussichtlich 10,60 € je Aktie in bar betragen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen des HeidelbergCement Konzerns. Übrige sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
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Die Vorjahreswerte wurden insgesamt um 28,7
Mio € angepasst. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden mit ihrem Nominalwert angegeben. Die zukünftigen Leasingverpflichtungen beziehen sich im Wesentlichen auf Immobilien und andere Vermögenswerte, die von HeidelbergCement genutzt werden. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenIAS 24 verlangt die Darlegung der wichtigsten Beziehungen mit nahe stehenden Gesellschaften und Personen, die maßgeblichen Einfluss auf die HeidelbergCement AG ausüben können, die zu den Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen gehören oder als Gemeinschaftsunternehmen bzw. assoziierte Unternehmen bilanziert sind. Herr Ludwig Merckle, Ulm, hält zum 31. Dezember 2015 über die von ihm kontrollierte Gesellschaft VEMOS 2 Beteiligungen GmbH 26,2% der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG. Die HeidelbergCement AG hat Dienstleistungen in Höhe von 115,6 (i.V.: 129,8) T€ netto für die PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG, Mannheim, eine Gesellschaft der Merckle-Gruppe, erbracht. Mit den im HeidelbergCement Konzern als Gemeinschaftsunternehmen geführten Gesellschaften wurden Umsätze und sonstige Verkäufe in Höhe von 53,0 (i.V.: 51,8) Mio € getätigt sowie Rohstoffe, Waren und sonstige Dienstleistungen in Höhe von 264,9 (i.V.: 207,6) Mio € bezogen. An Dienstleistungen und sonstigen Service- und Finanzleistungen wurden 6,5 (i.V.: 4,2) Mio € erbracht. Aus diesen Aktivitäten sowie aus Finanztransaktionen bestehen Forderungen in Höhe von 122,6 (i.V.: 155,2) Mio € und Verbindlichkeiten von 99,9 (i.V.: 99,0) Mio €. Des Weiteren wurden Kapitalerhöhungen bei Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 11,4 (i.V.: 5,1) Mio € durchgeführt. Kapitalrückzahlungen von Gemeinschaftsunternehmen an die Muttergesellschaft wurden in Höhe von 0,6 (i.V.: 1,3) Mio € getätigt. Im Geschäftsjahr 2015 bestehen Garantien zugunsten von Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 0,7 (i.V.: 0,9) Mio €. Geschäftliche Transaktionen mit assoziierten Unternehmen umfassen Umsätze und sonstige Verkäufe in Höhe von 17,6 (i.V.: 17,9) Mio €, den Bezug von Waren und Dienstleistungen in Höhe von 11,9 (i.V.: 8,6) Mio € sowie erbrachte Dienstleistungen in Höhe von 0,3 (i.V.: 0,4) Mio €. Aus diesen Aktivitäten sowie aus Finanztransaktionen bestehen Forderungen in Höhe von 26,1 (i.V.: 15,7) Mio € und Verbindlichkeiten von 13,1 (i.V.: 10,0) Mio €. Des Weiteren wurden Kapitalerhöhungen bei assoziierten Unternehmen im Jahr 2015 von 1,8 (i.V.: 1,1) Mio € durchgeführt. Garantien zugunsten assoziierter Gesellschaften bestehen im Geschäftsjahr 2015, wie auch im Vorjahr, nicht. Vorstand und AufsichtsratWir verweisen auf die im Lagebericht im Kapitel Corporate Governance auf den Seiten 148 f. gemachten Ausführungen. Die Festvergütung des Vorstands erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr auf 5,3 (i.V.: 5,0) Mio €. Die Summe der kurzfristigen variablen Vergütungsbestandteile veränderte sich auf 8,6 (i.V.: 7,6) Mio €. Sie bestand aus dem Jahresbonus in Höhe von 8,8 (i.V.: 8,1) Mio €, auf welchen 0,2 (i.V.: 0,6) Mio € an sonstigen Vergütungsbestandteilen angerechnet wurden. Die sonstigen Vergütungsbestandteile betrugen 0,5 (i.V.: 0,9) Mio €. Die sonstigen Vergütungsbestandteile bestanden in Zahlungen für Gremientätigkeiten bei Tochterunternehmen der HeidelbergCement AG und steuerpflichtigen Nebenleistungen insbesondere bestehend aus der Zurverfügungstellung von Dienstwagen, Mobilfunk- und Kommunikationsmitteln sowie Aufwandsentschädigungen, Versicherungsleistungen und entsendungsbedingten geldwerten Vorteilen. Die Vorstandsmitglieder nehmen an dem im Jahr 2015 aufgelegten Langfristbonusplan 2015-2017/18 teil. Die Zielwerte für den Plan liegen für Dr. Bernd Scheifele bei 2.250.000 €, für Dr. Dominik von Achten bei 1.219.000 €, für Dr. Lorenz Näger bei 969.000 € und für die weiteren Vorstandsmitglieder bei je 875.000 €. Der Plan besteht aus zwei gleichgewichteten Komponenten: der Management-Komponente und der Kapitalmarkt-Komponente. Der Zielwert jeder Komponente beträgt für Dr. Bernd Scheifele 1.125.000 €, für Dr. Dominik von Achten 609.000 €, für Dr. Lorenz Näger 484.000 € und für Daniel Gauthier, Andreas Kern und Dr. Albert Scheuer je 437.500 €. Der Referenzkurs für die Kapitalmarkt-Komponente beträgt 56,05 €. Dem entsprechen 20.071 Performance Share Units (PSUs) für Dr. Bernd Scheifele, für Dr. Dominik von Achten 10.872 PSUs, für Dr. Lorenz Näger 8.642 PSUs und je 7.806 PSUs für die weiteren Vorstandsmitglieder. Gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 4 HGB ist für die Kapitalmarkt-Komponente der Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung anzugeben. Er beträgt für Dr. Bernd Scheifele 1.412.000 €, für Dr. Dominik von Achten 765.000 €, für Dr. Lorenz Näger 608.000 € und für die weiteren Vorstandsmitglieder jeweils 549.000 €. Die Gesamtvergütung nach DRS 17 belief sich auf 23,4 (i.V.: 21,5) Mio €. Für die Berechnung nach DRS 17 verweisen wir auf die im Lagebericht im Kapitel Corporate Governance auf Seite 155 f. gemachten Ausführungen. Der Aufwand aus den langfristigen Kapitalmarkt-Komponenten der letzten vier aufgelegten und laufenden Langfristbonuspläne nach IFRS 2.51a betrug 12,2 (i.V.: 6,0) Mio €. Davon entfallen 3.377.000 (i.V. 1.626.000) € auf Dr. Scheifele, 2.156.000 (i.V. 1.056.000) € auf Dr. von Achten, 1.704.000 (i.V. 835.000) € auf Dr. Näger und jeweils 1.657.000 (i.V. 831.000) € auf die anderen Vorstandsmitglieder. Der erfasste Aufwand aus den langfristigen Management-Komponenten betrug 6,9 (i.V.: 5,1) Mio €. Für die aktuellen Mitglieder des Vorstands wurden 2,6 (i.V.: 1,9) Mio € den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen (laufender Dienstzeitaufwand) zugeführt. Der Barwert der Pensionsansprüche betrug 37,5 (i.V.: 37,2) Mio €. Die Gesamtvergütung des Vorstands nach IAS 24 belief sich im Jahr 2015 auf 36,1 (i.V.: 26,4) Mio €. An frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene wurden im Berichtsjahr 3,2 (i.V.: 3,0) Mio € gezahlt. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern beliefen sich auf 26,2 (i.V.: 28,0) Mio €. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats (ohne Umsatzsteuer) beläuft sich für das Geschäftsjahr 2015 auf 1.471.000 (i.V.: 926.477) €. Daneben erhielten die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats, die Arbeitnehmer im HeidelbergCement Konzern sind, Bezüge im Rahmen ihres Arbeitsvertrags. Deren Höhe entsprach dabei einer angemessenen Vergütung für entsprechende Funktionen und Aufgaben im Konzern. Darüber hinaus haben Unternehmen des HeidelbergCement Konzerns keinerlei berichtspflichtige Geschäfte mit Mitgliedern des Aufsichtsrats oder des Vorstands als Personen in Schlüsselpositionen bzw. mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, vorgenommen. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance KodexVorstand und Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich gemacht (www.heidelbergcement.com unter "Unternehmen/Corporate Governance/ Erklärung zur Unternehmensführung"). Honorare des AbschlussprüfersDer Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erhielt im Geschäftsjahr ein Honorar von 7,4 (i.V.: 4,8) Mio €. Honorare des Abschlussprüfersscroll
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Davon für das Vorjahr: 2014: 0,2 Mio €, 2015:
0,2 Mio €. Ereignisse nach dem Ablauf des Geschäftsjahres 2015Am 14. Januar 2016 hat HeidelbergCement Schuldscheindarlehen in Höhe von 625 Mio € platziert und damit seine Finanzierungsstruktur weiter gestärkt. Am 4. Februar 2016 wurden die Schuldscheindarlehen um 20 Mio € auf 645 Mio € aufgestockt. Sie haben eine Laufzeit bis 20. Januar 2022 und bestehen aus einer Tranche mit variabler und einer Tranche mit fixer Verzinsung. Der fixe Zinssatz liegt bei 1,85 % pro Jahr und der variable bei 1,5% über dem 6-Monats-Euribor. Die Emission der Schuldscheindarlehen wurde von der Landesbank Baden-Württemberg, der Landesbank Hessen-Thüringen und der Raiffeisen Bank International begleitet. Wie bei allen seit 2009 begebenen Anleihen sowie dem im Dezember 2011 abgeschlossenen Schuldscheindarlehen besteht gemäß der Schuldscheindokumentation eine Beschränkung bezüglich der Neuaufnahme zusätzlicher Verschuldung. Die Dokumentation weist zudem dieselbe Change-of-Control-Klausel auf wie die in der Tabelle auf Seite 93 in der Spalte Art der Klausel mit (3) gekennzeichneten Anleihen und Schuldscheindarlehen. Der Emissionserlös dient der Vorfinanzierung der Akquisition von Italcementi und reduziert damit das Finanzierungsvolumen der Brückenfinanzierung von 3,3 Mrd € auf 2,7 Mrd €. Entsprechend verringert sich auch der Refinanzierungsbedarf am Anleihemarkt auf unter 2 Mrd €. Unternehmenszusammenschlüsse nach dem Ablauf des Geschäftsjahres werden auf Seite 197 erläutert. Prüfung durch den AufsichtsratDer Konzernabschluss wurde vom Vorstand aufgestellt und am 16. März 2016 verabschiedet. Anschließend wurde er dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Aufstellung des Anteilsbesitzes des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AG zum 31. Dezember 2015 (§ 313 Abs. 2 bzw. § 285 Nr. 11 HGB)TochterunternehmenWest- und Nordeuropascroll
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TochterunternehmenOsteuropa-Zentralasienscroll
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TochterunternehmenNordamerikascroll
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TochterunternehmenAsien-Pazifikscroll
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TochterunternehmenAfrika-Mittelmeerraumscroll
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Gemeinschaftliche Tätigkeiten (Joint Operations)West- und Nordeuropascroll
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Gemeinschaftliche Tätigkeiten (Joint Operations)Nordamerikascroll
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Gemeinschaftliche Tätigkeiten (Joint Operations)Asien-Pazifikscroll
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Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures)West- und Nordeuropascroll
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Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures)Osteuropa-Zentralasienscroll
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Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures)Nordamerikascroll
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Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures)Asien-Pazifikscroll
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Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures)Afrika-Mittelmeerraumscroll
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Assoziierte UnternehmenWest- und Nordeuropascroll
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Assoziierte UnternehmenOsteuropa-Zentralasienscroll
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Assoziierte UnternehmenNordamerikascroll
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Assoziierte UnternehmenAsien-Pazifikscroll
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Folgende Tochterunternehmen werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung zu Anschaffungskosten (Available for sale at cost) in den Konzernabschluss einbezogen. Tochterunternehmen von untergeordneter BedeutungWest- und Nordeuropascroll
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Tochterunternehmen von untergeordneter BedeutungOsteuropa-Zentralasienscroll
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Tochterunternehmen von untergeordneter BedeutungNordamerikascroll
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Tochterunternehmen von untergeordneter BedeutungAfrika-Mittelmeerraumscroll
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Folgende Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung zu Anschaffungskosten (Available for sale at cost) in den Konzernabschluss einbezogen. Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen von untergeordneter BedeutungWest- und Nordeuropascroll
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Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen von untergeordneter BedeutungOsteuropa-Zentralasienscroll
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Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen von untergeordneter BedeutungNordamerikascroll
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Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen von untergeordneter BedeutungAsien-Pazifikscroll
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Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen von untergeordneter BedeutungAfrika-Mittelmeerraumscroll
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Beherrschender Einfluss durch vertragliche
Gestaltung bzw. rechtliche Vorschriften.
Heidelberg, 16. März 2016 HeidelbergCement AG Der Vorstand Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der HeidelbergCement AG, Heidelberg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns, Gesamtergebnisrechnung des Konzerns, Kapitalflussrechnung des Konzerns, Bilanz des Konzerns, Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns und Anhang des Konzerns - sowie den zusammengefassten Lagebericht des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung des Mutterunternehmens liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 16. März 2016 Ernst & Young GmbH Somes, Wirtschaftsprüferin Viering, Wirtschaftsprüfer Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der HeidelbergCement AG zusammengefasst wurde, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Heidelberg, 16. März 2016 HeidelbergCement AG Der Vorstand Dr. Bernd Scheifele Dr. Dominik von Achten Daniel Gauthier Kevin Gluskie Hakan Gurdal Andreas Kern Jon Morrish Dr. Lorenz Näger Dr. Albert Scheuer Jahresabschluss der HeidelbergCement AG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Der Lagebericht der HeidelbergCement AG wurde gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des HeidelbergCement Konzerns zusammengefasst, da der Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage und die künftigen Chancen und Risiken der Muttergesellschaft aufgrund der gemeinsamen Tätigkeit im Baustoffgeschäft eng mit dem Konzern verbunden sind. Der zusammengefasste Lagebericht des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AG ist im Geschäftsbericht 2015 wiedergegeben. Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der HeidelbergCement AG für das Geschäftsjahr 2015 werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. Es ist möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Jahresabschluss aufgrund von Rundungen nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren. Gewinn- und Verlustrechnungscroll
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davon Aufwand aus Ergebnisabführung -42.018
(i.V.: -42.400) BilanzAktiva scroll
Entwicklung des AnlagevermögensEntwicklung des Anlagevermögensscroll
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Davon Zuschreibung 1.000 T€ Anhang der Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2015Der Jahresabschluss 2015 der HeidelbergCement AG, der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes erstellt wurde, wird nachstehend erläutert. Vorgeschriebene zusätzliche Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden dargestellt. Bei der Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. Zur verbesserten Darstellung erfolgen die Zahlenangaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Entwicklung des Anlagevermögens in T€. Im Anhang und Lagebericht werden die Zahlen in Mio € angegeben. WährungsumrechnungFinanzanlagen, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Das Realisations- und Imparitätsprinzip wird bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr angewendet. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres maßgebend. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDer Gesamtumsatz des Jahres 2015 der HeidelbergCement AG betrug 521 (i.V.: 545) Mio € und lag damit um 4,4 % unter dem Vorjahr. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem geringeren Versand von Zement und Klinker als Folge der schwächeren Marktentwicklung. Durch den Verkauf des Kalkwerkes Istein zum 30. Juni 2015 sind im zweiten Halbjahr im Geschäftsbereich Bauprodukte nur noch geringfügige Umsätze angefallen. Umsatzentwicklung nach Geschäftsbereichenscroll
Umsatzentwicklung nach Märktenscroll
2 Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: Sonstige betriebliche Erträgescroll
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 35,8 (i.V.: 28,9) Mio € enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen sowie den Erhalt von Lieferantenboni. 3 MaterialaufwandDie Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe gingen im Vergleich zum Vorjahr weiter zurück. Dazu trugen sowohl die niedrigere Zement- und Klinkerproduktion, die allgemeine Marktentwicklung für Rohstoffe und Energie als auch die Beendigung der Kalkaktivitäten zum Halbjahr 2015 bei. Materialaufwandscroll
4 Mitarbeiter und PersonalaufwandMitarbeiterscroll
Personalaufwandscroll
Neben den normalen Lohn- und Gehaltssteigerungen führten auch die gestiegenen Mitarbeiterzahlen bei den Angestellten sowie personalbezogene Rückstellungen zu einem Anstieg der Personalaufwendungen. 5 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenAbschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagenscroll
Der starke Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall der Abschreibung eines Geschäfts- oder Firmenwertes, der zum 31. Dezember 2014 planmäßig abgeschrieben war. Hinzu kommen geringere Abschreibungen aufgrund des Verkaufs des Werkes Istein. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. 6 Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 2,6 (i.V.: 5,1) Mio € enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen die Zuführung zu Rückstellungen sowie Nachbelastungen aus Vorjahren. 7 Ergebnis aus BeteiligungenErgebnis aus Beteiligungenscroll
Der wesentliche Teil der Erträge aus Beteiligungen betrifft die Ausschüttungen der HCT Holding Malta Limited, Malta, der HeidelbergCement Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Heidelberg, der Walhalla Kalk GmbH & Co. KG, Regensburg, und der Südbayerisches Portland-Zementwerk Gebr. Wiesböck & Co. GmbH, Rohrdorf. Ein Ergebnisabführungsvertrag besteht mit der HeidelbergCement International Holding GmbH, Heidelberg. 8 Sonstige Zinsen und ähnliche ErträgeIn den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind im Wesentlichen Zinserträge aus der Ausreichung von kurzfristigen Darlehen gegenüber Tochtergesellschaften und aus Zinsswaps enthalten. 9 Zinsen und ähnliche AufwendungenIn den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind auch Finanzierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 12,7 Mio € enthalten. Diese betreffen insbesondere die syndizierten Kreditlinien sowie die 2014, 2013 und 2012 von der HeidelbergCement Finance Luxembourg S.A., Luxemburg, begebenen und an die HeidelbergCement AG intern weitergereichten Anleihen. Des Weiteren beinhaltet diese Position die Zinsanteile aus der Veränderung der Pensionsrückstellungen von 39,4 (i.V.: 40,6) Mio €. Der darin enthaltene Effekt aus der Änderung des Zinssatzes zur Abzinsung von Pensionsrückstellungen von 4,54% auf 3,89 % beträgt 25,7 Mio €. Zudem ist der Zinsanteil aus der Veränderung der sonstigen Rückstellungen in Höhe von 0,5 (i.V.: 0,5) Mio € enthalten. Aufwendungen und Erträge aus verbundenen Unternehmenscroll
10 Erträge und Aufwendungen aus der WährungsumrechnungDie Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten die im Geschäftsjahr insgesamt entstandenen Währungsgewinne und -verluste. Da Währungsgewinne und -verluste im Wesentlichen aus dem Finanzbereich stammen, werden diese komplett im Finanzergebnis ausgewiesen. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnungscroll
11 Außerordentliches ErgebnisDas außerordentliche Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen: Außerordentliches Ergebnisscroll
12 Steuern vom Einkommen und vom ErtragDer Steueraufwand bei den Ertragsteuern ergibt sich insbesondere aus Steuern des laufenden Geschäftsjahrs sowie Anpassungen für Vorjahre. Gegenläufig wirken sich Steuererträge aus Erstattungen für Vorjahre aus. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Des Weiteren werden, soweit vorhanden, steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes, der für die HeidelbergCement AG im Berichtsjahr 29,46% (i.V.: 29,46%) beträgt. Dieser setzt sich zusammen aus der Körperschaftsteuer, dem Solidaritätszuschlag und der Gewerbesteuer. Eine sich daraus ergebende Steuerbelastung würde als passive latente Steuer ausgewiesen. Im Falle einer Steuerentlastung würde eine aktive latente Steuer nur insoweit angesetzt, wie sie mit einer passiven latenten Steuer saldiert werden könnte. Passive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus den unterschiedlichen Wertansätzen im Anlagevermögen. Aufgrund der höheren Verpflichtungen im handelsrechtlichen Abschluss sowohl bei den Pensionsverpflichtungen als auch bei den Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläumsverpflichtungen ergeben sich aktive latente Steuerforderungen. Des Weiteren beruhen aktive latente Steuern noch auf steuerlich nicht absetzbaren Rückstellungen für drohende Verluste sowie aus höheren Wertansätzen des Vorratsvermögens in der Steuerbilanz. Zudem besteht eine latente Steuerforderung aufgrund bislang nicht genutzter Verlustvorträge. Insgesamt werden die passiven latenten Steuern durch aktive latente Steuern überkompensiert. In Ausübung des Wahlrechts aus § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde der Überhang der aktiven latenten Steuern nicht bilanziert. Einfluss steuerlicher Vorschriften auf den JahresüberschussIm Jahresüberschuss des Berichtsjahres wurden keine steuerlichen Vergünstigungen in Anspruch genommen. Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva13 AnlagevermögenDas gesamte Anlagevermögen erhöhte sich um insgesamt 62,1 Mio € auf 15.203,5 (i.V.: 15.141,4) Mio €. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf Seite 6f dargestellt. 14 Immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenImmaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich fertigungsbedingter Abschreibungen. Die dem Abschreibungsplan zugrunde liegenden Nutzungszeiten entsprechen langjähriger Erfahrung. Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über 5 Jahre abgeschrieben. Die in den Vorjahren aufgrund von Anwachsungen und Verschmelzungen resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte beruhen im Wesentlichen auf übernommenen Kundenstämmen. Bei diesen immateriellen Vermögensgegenständen wird von der planmäßigen Abschreibung über 5 Jahre abgewichen, da die durchschnittliche Kundenbindungsdauer erfahrungsgemäß zwischen 10 und 15 Jahren liegt. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird von dem Wahlrecht zur Aktivierung der Entwicklungskosten kein Gebrauch gemacht. Die hierfür angefallenen Aufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Seit dem 1. Januar 2008 werden Zugänge linear abgeschrieben. Für Anlagegüter, die vor dem 1. Januar 2008 zugegangen waren, wird, soweit möglich, die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Zur linearen Methode wird in dem Jahr übergegangen, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt. Geringwertige Wirtschaftsgüter, die vor dem 1. Januar 2010 zugegangen sind und deren Anschaffungskosten 150,00 € nicht überstiegen, wurden sofort abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten 150,00 € jedoch nicht 1.000,00 € überstiegen, wurden in einem jahresbezogenen Sammelposten aktiviert und einheitlich über 5 Jahre mit jeweils 20 %, beginnend im Wirtschaftsjahr der Bildung, abgeschrieben. In Anwendung der Regeln aus dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz werden geringwertige Wirtschaftsgüter, die seit Januar 2010 zugegangen sind und deren Anschaffungskosten 410,00 € nicht übersteigen, sofort abgeschrieben. Auf die Bildung eines Sammelpostens mit einem Netto-Einzelwert von mehr als 150,00 € bis 1.000,00 € wird seit Januar 2010 verzichtet. Infolge von Neuinvestitionen in Höhe von 88,4 Mio €, durch Abgänge in Höhe von 9,8 Mio € und durch Abschreibungen in Höhe von 26,2 Mio € haben sich die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen saldiert um insgesamt rund 52,3 Mio € erhöht. Von den Neuinvestitionen betragen geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 62,4 Mio €. 15 FinanzanlagenVon den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungswerten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Voraussichtlich dauernde Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Ausleihungen werden mit dem Nominalwert, vermindert um Wertberichtigungen bewertet. Im Geschäftsjahr 2015 wurden auf Anteile an verbundenen Unternehmen Abschreibungen von insgesamt 7,3 Mio € vorgenommen. Das Finanzanlagevermögen erhöhte sich um rund 9,8 Mio € auf 14.886 (i.V.: 14.876) Mio €; der Zugang ist im Wesentlichen auf Erhöhungen der Kapitalrücklage bei verbundenen Unternehmen und die Ausreichung weiterer Ausleihungen an verbundene Unternehmen zurückzuführen. 16 Anteile an verbundenen UnternehmenIm Berichtsjahr 2015 wurden im Wesentlichen folgende konzerninterne Umstrukturierungen vorgenommen: Durch Bareinlagen wurden die Kapitalrücklagen bei der HeidelbergCement, Funk & Kapphan Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Heidelberg, um 11,3 Mio €, bei der Kerpen & Kerpen GmbH & Co. KG, Ochtendung, um 4,6 Mio € und bei der CEMLAPIS Warstein GmbH & Co. KG, Warstein, um 1,5 Mio € erhöht. Die HeidelbergCement Construction Materials Italia S.r.L., Italien, wurde neu gegründet. Aufgrund andauernder Wertminderung wurden im Jahr 2015 Abschreibungen auf den Beteiligungsansatz bei der Kerpen & Kerpen GmbH & Co. KG, Ochtendung, von 5,7 Mio € und bei der CEMLAPIS Warstein GmbH & Co. KG, Warstein, von 1,6 Mio € vorgenommen. Die HeidelbergCement Finance B.V., Niederlande, wurde infolge konzerninterner Umstrukturierungen an die HeidelbergCement Netherlands Holding B.V., Niederlande, verkauft. Im Rahmen der Veräußerung der Kalksparte Deutschland wurden die HC Kalkproduktionsgesellschaft Istein mbH, Heidelberg, die Walhalla Kalk GmbH & Co. KG, Regensburg, und die Walhalla Kalk Verwaltungsgesellschaft mbH, Regensburg, an die Lhoist-Gruppe verkauft. 17 Ausleihungen an verbundene UnternehmenInsgesamt wurden 36,1 Mio € an Ausleihungen im Geschäftsjahr neu ausgereicht: an die Scantogo Mines SA, Togo, 21,5 Mio €, an die La Ciménterie de Lukala S.A.R.L., Demokratische Republik Kongo, 8,1 Mio €, an die CimBurkina S.A., Burkina Faso, 4,3 Mio €, an die Liberia Cement Corporation Ltd., Liberia, 0,9 Mio €, und an die Cimbenin SA, Benin, 1,4 Mio €. Die Rückzahlungen beliefen sich insgesamt auf 9,3 Mio €. Der Buchwert der Ausleihungen an verbundene Unternehmen beträgt zum Jahresende 2015 insgesamt 1.273,8 Mio €. Bei Ausleihungen an verbundene Unternehmen mit Nominalwerten in Höhe von 194,1 Mio €, die nicht in Euro gewährt wurden, ergaben sich keine außerplanmäßigen Abschreibungen aufgrund von Wechselkursschwankungen. 18 BeteiligungenAls wesentliche Beteiligungen sind die Südbayerisches Portland-Zementwerk Gebr. Wiesböck & Co. GmbH, Rohrdorf, und die Kronimus AG, Iffezheim, zu nennen. Die NCD Nederlandse Cement Deelnemingsmaatschappij B.V., Niederlande, wurde im Geschäftsjahr liquidiert, der Rest der Kapitalrücklage wurde an die Gesellschafter zurückbezahlt. Auf die HeidelbergCement AG entfielen 0,4 Mio €. Die SAFA Verwaltungsgesellschaft mbH, Baden-Baden, wurde 2015 liquidiert. Durch den Wegfall des Komplementärs ist das Vermögen der SAFA GmbH & Co. KG, Baden-Baden, auf die Gesellschafter angewachsen und an die Gesellschafter ausbezahlt. Auf die HeidelbergCement AG entfielen anteilig 0,5 Mio €. Die Anteile an der Transportbeton-Gesellschaft mit beschränkter Haftung Garant, Bad Salzuflen, und an der Transportbeton-Gesellschaft m.b.H. ,Garant' & Co. Kommanditgesellschaft, Bad Salzuflen, wurden verkauft. 19 Sonstige AusleihungenAuf die sonstigen Ausleihungen wurde eine Wertberichtigung von 1,1 Mio € vorgenommen. 20 VorräteVorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zu niedrigeren Stichtagspreisen bewertet. Abschläge für Qualitäts- und Mengenrisiken werden entsprechend den Grundsätzen kaufmännischer Vorsicht angemessen vorgenommen. Abschläge für Kapazitätsminderauslastungen wurden vorgenommen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt grundsätzlich nach dem Perioden-Lifo-Verfahren. Die Anwendung führte im Vergleich zum letzten bekannten Börsenkurs/Marktpreis zu keinen wesentlichen Unterschiedsbeträgen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Abschreibungen berücksichtigt werden. Angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung werden einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Unentgeltlich zugeteilte Emissionsrechte werden zum Anschaffungswert von Null bilanziert. Entgeltlich erworbene Emissionsrechte werden zu Anschaffungskosten erfasst. Im Falle eines niedrigeren Marktwertes am Abschlussstichtag erfolgt eine Abschreibung auf diesen Wert. 21 Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten bewertet. Erkennbare Einzelrisiken werden dabei ausreichend durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die allgemeinen Kreditrisiken der gesamten Forderungen sind durch ausreichende Pauschalwertberichtigungen gedeckt. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Verrechnungskonten (2.137,1 Mio €), kurzfristige Darlehen (1.484,9 Mio €) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (54,6 Mio €). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Zinsforderungen, kurzfristig zur Weiterveräußerung innerhalb des Konzerns übernommene Vermögensgegenstände, ein Reservekonto für Ausfälle von vorfinanzierten Forderungen und Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen. Sonstige Vermögensgegenstände (Restlaufzeit über 1 Jahr)scroll
22 Flüssige MittelDie Barmittel beliefen sich zum 31. Dezember 2015 auf insgesamt 28,1 (i.V.: 40,3) Mio €. 23 RechnungsabgrenzungspostenDer Bilanzposten enthält zum größten Teil Abgrenzungen von Aufwendungen aus der Inanspruchnahme von Krediten, die über die Laufzeit abgegrenzt und aufwandswirksam amortisiert werden. Der Saldo zum Jahresende beläuft sich auf 30,0 Mio €, davon betreffen Disagio 27,7 (i.V.: 26,0) Mio €. 24 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der VermögensverrechnungDen Pensionsverpflichtungen aus dem Deferred Compensation Plan in Höhe von 11,3 Mio € steht ein zu verrechnendes Vermögen von 15,1 Mio € gegenüber. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Deckungsvermögens betragen 11,5 Mio €. Bei dem Deckungsvermögen handelt es sich im Wesentlichen um Anteile an Fonds, die mit dem beizulegenden Zeitwert, ermittelt nach dem Marktwert zum Stichtag, bewertet sind. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen aus dem Deferred Compensation Plan wurde nach den Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten ,Projected-Unit-Credit-Methode' (PUC-Methode) durchgeführt. Der Rückstellungsbetrag ist grundsätzlich unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich des zukünftigen Gehalts- bzw. Rentenniveaus zu ermitteln. Da es sich um die Bewertung von Leistungen handelt, die auf von Mitarbeitern durch freiwilligen Gehaltsverzicht bereits erbrachten Beiträgen beruhen, sind keine Gehaltstrends zu berücksichtigen. Da es sich um Kapitalleistungen handelt, ist kein Rententrend anzusetzen. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die ,Richttafeln 2005 G' von Klaus Heubeck verwendet. Der zugrunde gelegte Rechnungszinsfuß für die Abzinsung beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf 3,89% (i.V.: 4,54%). Bei dem Zinssatz handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und monatlich bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die verrechneten Aufwendungen (1,19 Mio €) und Erträge (1,29 Mio €) belaufen sich auf 0,1 Mio €. Erläuterungen zur Bilanz - Passiva25 Grundkapital und AktienGrundkapital und Aktienscroll
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 beträgt das Grundkapital 563.749.431 €. Es ist in 187.916.477 Aktien eingeteilt; die Aktien sind Stückaktien und lauten auf den Inhaber. Auf jede Aktie entfällt ein anteiliger Betrag am Grundkapital von 3,00 €. Es bestehen zum 31. Dezember 2015 zwei genehmigte Kapitalia: zum einen eine Ermächtigung des Vorstands und Aufsichtsrats zur Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlagen (Genehmigtes Kapital I) und zum anderen eine Ermächtigung des Vorstands und Aufsichtsrats zur Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlagen (Genehmigtes Kapital II). Diese genehmigten Kapitalia werden nachfolgend zusammenfassend beschrieben; der vollständige Wortlaut der Ermächtigungen kann der Satzung entnommen werden, die auf unserer Internetseite www.heidelbergcement.com unter "Unternehmen/Corporate Governance/ Satzung" veröffentlicht ist. Genehmigtes Kapital IDie Hauptversammlung vom 7. Mai 2015 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 6. Mai 2020 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 225.000.000 € gegen Bareinlagen durch Ausgabe von bis zu insgesamt 75.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, in bestimmten Fällen, die in der Ermächtigung näher beschrieben sind, nämlich zur Verwertung von Spitzenbeträgen, zur Bedienung von Options- oder Wandlungsrechten und zur börsennahen Ausgabe von Aktien von bis zu 10% des Grundkapitals, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Die dem Genehmigten Kapital I zugrunde liegende Ermächtigung zur Ausgabe von neuen Aktien gegen Bareinlagen ist bis zum 31. Dezember 2015 nicht ausgenutzt worden. Genehmigtes Kapital IIDie Hauptversammlung vom 7. Mai 2015 hat den Vorstand ferner ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 6. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 56.374.941 € gegen Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu insgesamt 18.791.647 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen in der Regel ausgeschlossen. Die Ermächtigung regelt insbesondere die Möglichkeit des Bezugsrechtsausschlusses, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder zur Bedienung von Options- oder Wandlungsrechten oder im Rahmen der Umsetzung einer Sach-/Wahldividende erfolgt. Die dem Genehmigten Kapital II zugrunde liegende Ermächtigung zur Ausgabe von neuen Aktien gegen Sacheinlagen ist bis zum 31. Dezember 2015 nicht ausgenutzt worden. Bedingtes KapitalEs besteht schließlich zum 31. Dezember 2015 das nachfolgend beschriebene Bedingte Kapital: Die Hauptversammlung vom 8. Mai 2013 hat beschlossen, das Grundkapital um weitere bis zu 168.000.000 €, eingeteilt in bis zu 56.000.000 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Unterlegung von Options- oder Wandlungsrechten bzw. Options- oder Wandlungspflichten auf HeidelbergCement-Aktien. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als der Vorstand aufgrund der Ermächtigung bis zum 7. Mai 2018 Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausgibt und die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten von ihren Rechten Gebrauch machen. Options- oder Wandelschuldverschreibungen können auch mit Options- oder Wandlungsverpflichtungen ausgestattet sein. Die Aktionäre haben in der Regel ein Bezugsrecht auf neu emittierte Options- oder Wandelschuldverschreibungen. Die Ermächtigung regelt bestimmte Fälle, in denen der Vorstand das Bezugsrecht der Aktionäre auf Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausschließen kann. Der vollständige Wortlaut des Bedingten Kapitals kann ebenfalls der Satzung entnommen werden, die auf unserer Internetseite veröffentlicht ist (www.heidelbergcement.com unter "Unternehmen/Corporate Governance/Satzung"). Die dem Bedingten Kapital 2013 zugrunde liegende Ermächtigung zur Ausgabe von Options- oder Wandelschuldverschreibungen ist zum 31. Dezember 2015 nicht ausgenutzt worden. Durch entsprechende volumenmäßige Begrenzung einerseits und aufgrund der Anrechnungsklauseln andererseits ist sichergestellt, dass die Summe aller Bezugsrechtsausschlüsse in den beiden bestehenden genehmigten Kapitalia und dem Bedingten Kapital 2013 eine Grenze von 20% des bei Wirksamwerden der Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss bestehenden Grundkapitals nicht übersteigt. Die Gesellschaft besitzt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 keine eigenen Aktien und es besteht keine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien. 26 KapitalrücklageDie Kapitalrücklage setzt sich im Wesentlichen aus den zugeflossenen Aufgeldern bei Kapitalerhöhungen zusammen. Zum 31. Dezember 2015 ergab sich keine Änderung gegenüber dem Vorjahr. Kapitalrücklagescroll
27 GewinnrücklagenGewinnrücklagenscroll
Angaben zu ausschüttungsgesperrten BeträgenAus der Bewertung zum Zeitwert von zu verrechnendem Vermögen im Zusammenhang mit unmittelbaren Pensionsverpflichtungen aus dem Deferred Compensation Plan ergibt sich ein Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und beizulegendem Zeitwert als nicht zur Ausschüttung verfügbarer Betrag von 3,7 Mio € abzüglich darauf zu bildender passiver latenter Steuern von 1,1 Mio €. Dem ausschüttungsgesperrten Betrag stehen frei verfügbare Gewinnrücklagen von 5.390,0 Mio € gegenüber. Eine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Bilanzgewinn von 245,3 Mio € besteht daher nicht. 28 PensionsrückstellungenDie Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Für die Zukunft erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei gehen wir von jährlichen Anpassungen wie im Vorjahr von 2,6% bei den Anwartschaften und ebenso wie im Vorjahr von 1,75% bei den Renten aus. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf 3,89% (i.V.: 4,54%). Bei dem Zinssatz handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und monatlich bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Für die Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde eine Altersgrenze von 65 Jahren herangezogen. Der aufgrund der Neuregelungen durch BilMoG bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen entstandene Zuführungsbetrag in Höhe von insgesamt 58,3 Mio € wird gemäß den Übergangsvorschriften des BilMoG bis zum 31. Dezember 2024 mit mindestens 1/15 in jedem Geschäftsjahr verteilt. Der anteilig im Berichtsjahr zugeführte Betrag beläuft sich auf 3,9 Mio €, dadurch besteht zum Stichtag 31. Dezember 2015 noch eine Unterdeckung von 35,0 Mio €. Die Effekte aus der erfolgswirksamen Änderung des Abzinsungszinssatzes werden wie im Vorjahr im Finanzergebnis ausgewiesen. Bei der Ermittlung des Aufzinsungsaufwands wird unterstellt, dass Änderungen des Abzinsungssatzes, des Verpflichtungsumfangs und der Restlaufzeit zum Ende des Geschäftsjahres eintreten. Die HeidelbergCement AG beabsichtigt im Jahr 2016, einen Gruppen-CTA (Contractual Trust Arrangement) mit 51,2 Mio € zu dotieren, um Pensionsanwartschaften gegen Insolvenz zu schützen. 29 SteuerrückstellungDie Steuerrückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Ertragsteuern für Vorjahre, die für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer gebildet wurden. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. 30 Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle dem Grunde oder ihrer Höhe nach ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Sie enthalten Beträge für Rekultivierungs- und Garantieverpflichtungen, für Verpflichtungen aus rückständigem Urlaub sowie für andere Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Für getätigte Emissionen werden Rückstellungen in Höhe des Buchwertes der gehaltenen Emissionsrechte gebildet. Gegebenenfalls werden auch mit hinreichender Sicherheit zu erwartende unentgeltliche Zuteilungen für das Geschäftsjahr berücksichtigt. Sofern zur Erfüllung der Verpflichtung darüber hinaus Emissionsrechte benötigt werden, wird insoweit deren Zeitwert am Abschlussstichtag bei der Rückstellungsbewertung zugrunde gelegt. Letzteres war weder zum 31. Dezember 2015 noch zum 31. Dezember 2014 der Fall. Rückstellungen sind zum Erfüllungsbetrag unter Einbeziehung von Preis- und Kostensteigerungen bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Effekte aus der erfolgswirksamen Änderung des Abzinsungszinssatzes werden wie im Vorjahr im Finanzergebnis ausgewiesen. Bei der Ermittlung des Aufzinsungsaufwands wird unterstellt, dass Änderungen des Abzinsungssatzes, des Verpflichtungsumfangs und der Restlaufzeit zum Ende des Geschäftsjahres eintreten. 31 VerbindlichkeitenRestlaufzeiten von Verbindlichkeitenscroll
1)
betreffen im Wesentlichen konzerninterne
Finanztransaktionen Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind insbesondere die Verbindlichkeiten aus dem Commercial Paper Programm zu nennen. Fällige Tilgungen wurden planmäßig durchgeführt. 1996 wurde zusammen mit der HeidelbergCement Finance B.V., Niederlande, ein zeitlich nicht begrenztes Euro Medium Term Note Programm aufgelegt (Rahmenvereinbarung vom 28. Oktober 1996 über 0,5 Mrd € in der Fassung vom 12. November 1998). Im Jahr 2001 wurde das EMTN-Programm auf 3 Mrd € erweitert. Sechs Jahre später, mit Wirkung zum 27. September 2007, erfolgte eine zweite Erweiterung des Programms um 7 Mrd € auf aktuell 10 Mrd €. Zum 31. Dezember 2015 waren insgesamt 2.580 Mio € unter dem EMTN-Programm gezogen, diese entfielen ausschließlich auf die HeidelbergCement Finance Luxembourg S.A., Luxemburg. Gemäß den Kreditbedingungen besteht eine Beschränkung bezüglich der Neuaufnahme zusätzlicher Verschuldung, wenn der konsolidierte Deckungsgrad (d.h. das Verhältnis des Gesamtbetrages des konsolidierten EBITDA zu dem Gesamtbetrag des konsolidierten Zinsergebnisses) des HeidelbergCement Konzerns unter 2 ist. Das konsolidierte EBITDA in Höhe von 2.499 Mio € und das konsolidierte Zinsergebnis in Höhe von 441 Mio € werden auf einer Pro-forma-Basis gemäß den Bedingungen berechnet. Zum Jahresende 2015 betrug der konsolidierte Deckungsgrad 5,67. Die syndizierte Kreditlinie über 3 Mrd € war zum 31. Dezember 2015 von der HeidelbergCement AG als Barlinie in Höhe von 115,5 Mio € sowie als Avallinie in Höhe von 207,3 Mio € in Anspruch genommen. Am 28. Juli 2015 sind wir mit der Italmobiliare S.p.A., Italien, einen Kaufvertrag über deren rund 45%igen Aktienbesitz an der in Mailand (Italien) börsennotierten Italcementi S.p.A., Italien, eingegangen. Die Finanzierung des Erwerbs ist durch eine Brückenfinanzierung über ursprünglich 4,4 Mrd €, die von einem Bankenkonsortium zur Verfügung gestellt wird, gesichert. Die Brückenfinanzierung hat eine Laufzeit von 18 Monaten und ist mit einer Verlängerungsoption von jeweils zwei weiteren 9 Monatsperioden ausgestattet. Das Finanzierungsvolumen dieser Fazilität konnte bereits um 1,1 Mrd € auf 3,3 Mrd € zum 31. Dezember 2015 reduziert werden. Nach dem Stichtag wurde die Fazilität um weitere 0,6 Mrd € reduziert. Weitere Erläuterungen zu den Verbindlichkeitenscroll
32 RechnungsabgrenzungspostenDer im Berichtsjahr ausgewiesene Betrag beinhaltet im Wesentlichen erhaltene Mietzahlungen für das Folgejahr sowie Vorauszahlungen auf noch nicht abgewickelte Grundstücksverkäufe. Sonstige ErläuterungenHaftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnissescroll
Die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften betreffen in Höhe von 346,9 (i.V.: 384,3) Mio € verbundene Unternehmen. Die HeidelbergCement AG haftet im Rahmen der Garantien für aufgenommene Kapitalmarktkredite und für die Einhaltung der Verpflichtungen von verbundenen Unternehmen, insbesondere aus begebenen Anleihen, in Höhe von insgesamt 4.162,9 (i.V.: 5.716,8) Mio €. Die Bürgschaften und Garantien wurden nahezu ausschließlich zugunsten von Tochtergesellschaften gegeben. Auf Basis der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse im Rahmen des internen Kontrollsystems im HeidelbergCement Konzern wird davon ausgegangen, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den betreffenden Gesellschaften erfüllt werden können und es daher zu keiner Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen kommt. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen den Aufwand aus Leasing-und Mietverpflichtungen gegenüber Dritten, bei denen das wirtschaftliche Eigentum nicht der HeidelbergCement AG zuzurechnen ist und der daher auch nicht aktiviert wurde. Bei den geleasten und gemieteten Gegenständen handelt es sich insbesondere um Immobilien und sonstige Anlagegegenstände. Dadurch wird die Liquiditätsplanung stabilisiert. Risiken aus der Schwankung von Leasing- und Mietverpflichtungen bestehen nicht. Zum 31. Dezember 2015 bestanden Zahlungsverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen wie im Vorjahr in Höhe von 0,01 Mio €. In der nachfolgenden Übersicht sind die Fälligkeiten der finanziellen Verpflichtungen aus Leasing-und Mietverpflichtungen zum 31. Dezember 2015 dargestellt. scroll
Derivative FinanzinstrumenteRisiken aus dem operativen Geschäft und der Finanzierung eines international tätigen Konzerns entstehen aus Änderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Rohstoffpreisen. Die Risikofelder werden von der Abteilung Group Treasury laufend überwacht und im Rahmen unserer konzerninternen Richtlinien gesteuert. Zur Minimierung dieser Risiken werden derivative Finanzinstrumente als Sicherungsgeschäfte eingesetzt. Währungsrisiken, die aufgrund von Geschäftsvorgängen mit externen Dritten in Fremdwährung entstehen (Transaktionsrisiken), werden durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente mit einem Sicherungshorizont von bis zu zwölf Monaten abgesichert. Es werden Devisenswaps und Devisentermingeschäfte eingesetzt. Auf die Absicherung von Währungsrisiken aus konzerninternen Transaktionen wird verzichtet, da sich die Mittelzu- und -abflüsse in den verschiedenen Währungspaaren auf Konzernebene weitgehend neutralisieren. Externe Neuabschlüsse von derivativen Finanzinstrumenten werden grundsätzlich im Namen der HeidelbergCement AG als In-house Bank des HeidelbergCement Konzerns getätigt. Die externen Partner sind ausnahmslos Banken. Bei Bedarf werden extern abgeschlossene Derivate konzernintern an Tochtergesellschaften weitergereicht. Die unten stehende Tabelle gibt einen Überblick über die Finanzinstrumente, die im Rahmen von Mikro Hedges als Bewertungseinheit zusammengefasst wurden. Da die Konditionen von Grund-und Sicherungsinstrument zueinander passen, gleichen sich die zukünftigen Wertschwankungen und Zahlungsstromänderungen bis zum Abschlussstichtag aus und werden sich auch künftig ausgleichen (Volumenkongruenz und Laufzeitkongruenz). Die prospektive Effektivität wird durch die "Critical-Terms-Match-Methode" und die retrospektive Effektivität durch die "Change in Fair Value"-Methode ermittelt. Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheit erfolgt unter Anwendung der Einfrierungsmethode. Bewertungseinheitenscroll
Die übrigen Devisensicherungsgeschäfte dienen im Wesentlichen der Absicherung von Fremdwährungsdarlehen und -einlagen, wobei auf eine explizite Abbildung als Bewertungseinheit verzichtet wird. Währungsbezogene Geschäftescroll
Bei der Barwertermittlung der Sicherungsderivate erfolgt eine Korrektur um die Zinsabgrenzung zum Stichtag. Für nicht geschlossene Positionen mit negativem Marktwert wurde eine Rückstellung für drohende Verluste in Höhe von 33,1 Mio € gebildet. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und PersonenEs wurden folgende wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen durchgeführt, wobei über Geschäfte mit mittelbar oder unmittelbar in 100-prozentigem Anteilsbesitz stehenden in den Konzernabschluss der HeidelbergCement AG einbezogenen Unternehmen gem. § 285 Satz 1 Nr. 21 Halbsatz 2 HGB keine Angaben gemacht werden. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personenscroll
Bezüge Aufsichtsrat, VorstandBezüge des Aufsichtsratsscroll
Auf das Geschäftsjahr 2015 entfallene Vorstandsvergütung (DRS 17)scroll
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Die Vorstandsmitglieder nehmen an dem im Jahr 2015 aufgelegten Langfristbonusplan 2015-2017/18 teil. Die Zielwerte für den Plan liegen für Dr. Bernd Scheifele bei 2.250.000 €, für Dr. Dominik von Achten bei 1.219.000 €, für Daniel Gauthier und Dr. Albert Scheuer bei 87.500 €, für Andreas Kern bei 875.000 € sowie für Dr. Lorenz Näger bei 969.000 €. Der Plan besteht aus zwei gleichgewichteten Komponenten: der Management-Komponente und der Kapitalmarkt-Komponente. Der Zielwert jeder Komponente beträgt für Dr. Bernd Scheifele 1.125.000 €, für Dr. Dominik von Achten 609.000 €, für Dr. Lorenz Näger 484.000 €, für Daniel Gauthier und Dr. Albert Scheuer 43.750 € sowie für Andreas Kern 437.500 €. Der Referenzkurs für die Kapitalmarkt-Komponente beträgt 56,05 €. Dem entsprechen 20.071 Performance Share Units (PSUs) für Dr. Bernd Scheifele, für Dr. Dominik von Achten 10.872 PSUs, 8.413 PSUs für Dr. Lorenz Näger, jeweils 781 PSUs für Daniel Gauthier und Dr. Albert Scheuer sowie 7.806 PSUs für Andreas Kern. Gemäß § 285 Nr. 9a Satz 4 HGB ist für die Kapitalmarkt-Komponente der Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung anzugeben. Er beträgt für Dr. Bernd Scheifele 1.412.000 €, für Dr. Dominik von Achten 765.000 €, für Daniel Gauthier und Dr. Albert Scheuer jeweils 54.900 €, für Andreas Kern 549.000 € sowie für Dr. Lorenz Näger 492.000 €. VersorgungszusagenVersorgungszusagenscroll
Die Pensionsregelung von Herrn Daniel Gauthier richtet sich nach dem Pensionsplan der Cimentéries CBR S.A., einem 100%igen Tochterunternehmen der HeidelbergCement AG mit Sitz in Brüssel, Belgien, durch welches die Pensionszahlung erfolgt. Frühere Mitglieder des Vorstands und deren HinterbliebeneFrühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenescroll
Erklärung gem. § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance KodexVorstand und Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich gemacht (siehe www.heidelbergcement.com, Unternehmen, Corporate Governance). KonzernverhältnisseDie HeidelbergCement AG stellt einen Konzernabschluss nach § 315a Abs. 1 HGB auf, welcher im Bundesanzeiger offengelegt wird. Honorare des AbschlussprüfersDas für das Berichtsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB nicht angegeben, da es in die Angaben im Konzernabschluss der HeidelbergCement AG einbezogen wird. Stimmrechtsmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)Der Gesellschaft sind bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses folgende Mitteilungen gemäß § 21 WpHG zugegangen: Die folgenden von Herrn Ludwig Merckle kontrollierten Gesellschaften haben uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihre Stimmrechtsanteile an der HeidelbergCement AG am 21. Januar 2011 die Schwellen von 20%, 15%, 10%, 5% und 3% unterschritten haben und ihnen zu diesem Tag 0,09% der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG nach § 21 Abs. 1 WpHG zustanden: VEM Vermögensverwaltung GmbH und VEM Management GmbH. Herr Ludwig Merckle, Deutschland, hat uns gemäß § 25a Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 5. Dezember 2014 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20 % und 25 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 25,34 % betragen hat. Von diesem Stimmrechtsanteil entfielen 0,001 % auf mittelbar gehaltene Stimmrechtsanteile aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25a WpHG und 25,34% auf Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG. Die folgenden von Herrn Ludwig Merckle kontrollierten Unternehmen haben uns gemäß § 25a Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihre Stimmrechtsanteile an unserer Gesellschaft am 5. Dezember 2014 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20% und 25% der Stimmrechte überschritten haben und an diesem Tag 25,34% betrugen: UBH Holding GmbH, Zossen, UBH Spohn GmbH, Zossen, Piwa GmbH, Zossen, VEM Beteiligungen GmbH, Ulm, Horst Plaschna Management GmbH & Co. Beteiligungssanierungs- und -verkaufs KG, Ulm, VEM Vermögensverwaltung Aktiengesellschaft, Zossen, und VEM Spohn GmbH, Zossen. Von diesem Stimmrechtsanteil entfielen jeweils 0,001 % auf mittelbar gehaltene Stimmrechtsanteile aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25a WpHG und 25,34% auf Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG. Die von Herrn Ludwig Merckle kontrollierte Spohn Cement Beteiligungen GmbH, Zossen, hat uns gemäß § 25a Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 5. Dezember 2014 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20% und 25% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 25,34% betrug. Von diesem Stimmrechtsanteil entfielen 0,001 % auf unmittelbar gehaltene Stimmrechtsanteile aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25a WpHG und 25,34% auf Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG. Die folgenden von Herrn Ludwig Merckle kontrollierten Gesellschaften haben uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihre Stimmrechtsanteile an der HeidelbergCement AG am 22. Juni 2015 die Schwellen von 25%, 20%, 15%, 10%, 5% und 3% unterschritten haben und an diesem Tag 0 % betrugen: VEM Vermögensbeteiligung GmbH, Zossen, TF Spohn 2 GmbH, Zossen, TF Spohn 1 GmbH, Zossen, SW Verwaltung GmbH, Zossen, SW Spohn GmbH, Zossen, KHK Verwaltung GmbH, Zossen, KHK Spohn GmbH, Zossen, EMW Verwaltung GmbH, Zossen, und EMW Spohn GmbH, Zossen. Dieselben Gesellschaften haben uns weiterhin nach § 25a Abs. 1 WpHG davon in Kenntnis gesetzt, dass ihre Stimmrechtsanteile an der HeidelbergCement AG am 22. Juni 2015 die Schwellen von 25 %, 20 %, 15%, 10%, 5 % und 3 % unterschritten haben und an diesem Tag 0% betrugen. Die folgenden von Herrn Ludwig Merckle kontrollierten Gesellschaften haben uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihre Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 31. Juli 2015 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20% und 25% der Stimmrechte überschritten haben und an diesem Tag 25,89% betrugen: KL Holding GmbH, Zossen, Kötitzer Ledertuch- und Wachstuch-Werke GmbH, Zossen, SC Vermögensverwaltung GmbH, Zossen, und SC Holding GmbH, Zossen. 24,95% der Stimmrechte sind den Gesellschaften jeweils gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen und 0,94% der Stimmrechte sind ihnen gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Dieselben Gesellschaften haben uns weiterhin nach § 25a Abs. 1 WpHG darüber informiert, dass ihre Stimmrechtsanteile an der HeidelbergCement AG am 31. Juli 2015 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20% und 25% der Stimmrechte überschritten haben. Der Stimmrechtsanteil der KL Holding GmbH betrug an diesem Tag 25,91 %. Von diesem Stimmrechtsanteil entfielen 0,02% auf mittelbar gehaltene Stimmrechtsanteile aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25a WpHG und 25,89% auf Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG. Der Stimmrechtsanteil der Kötitzer Ledertuch- und Wachstuch-Werke GmbH betrug an diesem Tag ebenfalls 25,91%. Von diesem Stimmrechtsanteil entfielen 0,02% auf Stimmrechtsanteile aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25a WpHG, von denen 0,001 % mittelbar gehalten wurden, und 25,89 % auf Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG. Der Stimmrechtsanteil der SC Vermögensverwaltung GmbH und der SC Holding GmbH betrug an diesem Tag jeweils 25,89%. Von diesem Stimmrechtsanteil entfielen 0,001 % auf mittelbar gehaltene Stimmrechtsanteile aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25a WpHG und 25,89% auf Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG. Die von Herrn Ludwig Merckle kontrollierte VEMOS 2 Beteiligungen GmbH, Zossen, (zum damaligen Zeitpunkt in Gründung) hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 20. Oktober 2015 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20% und 25% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 26,20% betrug. 24,95% der Stimmrechte sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Weitere 1,25 % der Stimmrechte sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG jeweils 3 % oder mehr beträgt: VEM Spohn GmbH und Spohn Cement Beteiligungen GmbH. Die VEMOS 2 Beteiligungen GmbH hat uns weiterhin nach § 25a Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 20. Oktober 2015 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 26,20% betrug. Von diesem Stimmrechtsanteil entfielen 0,001 % auf mittelbar gehaltene Stimmrechtsanteile aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25a WpHG und 26,20% auf Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG. Die First Eagle Investment Management, LLC, New York, USA, eine Tochtergesellschaft der Arnhold and S. Bleichroeder Holdings, Inc., New York, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass am 23. Juni 2011 der zuzurechnende Anteil der Stimmrechte der Arnhold and S. Bleichroeder Holdings, Inc. an unserer Gesellschaft die 5 %-Schwelle überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,12% betrug. Diese Stimmrechte sind der Arnhold and S. Bleichroeder Holdings, Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 2 und § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Namens und im Auftrag des First Eagle Global Fund, New York, USA, hat uns die First Eagle Investment Management, LLC gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass am 24. Juni 2011 die Stimmrechte des First Eagle Global Fund an der HeidelbergCement AG die Schwelle von 3 % überschritten haben und an diesem Tag 3,05 % betrugen. Herr Stephen A. Schwarzman hat uns gemäß §§ 21, 22 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 1. Dezember 2015 durch Erwerb einer Tochtergesellschaft im Wege eines Unternehmenszusammenschlusses die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 7,34% betrug. Diese Stimmrechte werden Herrn Stephen A. Schwarzman gemäß § 22 WpHG über folgende von ihm kontrollierte Gesellschaften zugerechnet: Blackstone Group Management L.L.C., The Blackstone Group L.P., Blackstone Holdings III GP Management L.L.C., Blackstone Holdings III GP L.P., Blackstone Holdings III L.P., BMA VI L.L.C., Blackstone Management Associates VI L.L.C., Blackstone Capital Partners VI L.P., BCP CC Holdings GP L.L.C., BCP CC Holdings L.P., Arnhold and S. Bleichroeder Holdings, Inc. und First Eagle Investment Management, LLC. Der First Eagle Investment Management, LLC werden gemäß § 22 WpHG 7,34% der Stimmrechte zugerechnet. Der First Eagle Global Fund hält 3 % oder mehr der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG. Maximilian Management LLC, Wilmington, Delaware, USA, hat uns gemäß §§ 21, 22 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 1. Dezember 2015 durch Erwerb einer Tochtergesellschaft im Wege eines Unternehmenszusammenschlusses die Schwellen von 3% und 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 7,34% betrug. Diese Stimmrechte werden Maximilian Management LLC gemäß § 22 WpHG über folgende von ihr kontrollierte Gesellschaften zugerechnet: Corsair Capital LLC, Corsair IV Management L.P., Corsair IV Financial Services Capital Partners L.P., BCP CC Holdings GP L.L.C., BCP CC Holdings L.P., Arnhold and S. Bleichroeder Holdings, Inc. und First Eagle Investment Management, LLC. Der First Eagle Investment Management, LLC werden gemäß § 22 WpHG 7,34% der Stimmrechte zugerechnet. Der First Eagle Global Fund hält 3 % oder mehr der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG. Die The Capital Group Companies, Inc., Los Angeles, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 19. August 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,23 % betragen hat. 3,23 % der Stimmrechte sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 und 3 WpHG zuzurechnen. Kein individueller Fonds hielt mehr als 3 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG. Die Capital Research and Management Company, Los Angeles, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 19. August 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,23 % betragen hat. 3,23 % der Stimmrechte sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Kein individueller Fonds hielt mehr als 3% der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG. Die The Capital Group Companies, Inc., Los Angeles, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 28. August 2015 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,07% betragen hat. 5,07% der Stimmrechte sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 und 3 WpHG zuzurechnen. Kein individueller Fonds hielt mehr als 3 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG. Die Capital Research and Management Company, Los Angeles, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 28. August 2015 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,07 % betragen hat. 5,07 % der Stimmrechte sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Kein individueller Fonds hielt mehr als 3 % der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG. Ein individueller Fonds, der EuroPacific Growth Fund, Los Angeles, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 26. Oktober 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,03 % betragen hat. Die Société Générale S.A., Paris, Frankreich, hat uns gemäß § 25a Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 12. August 2015 die Schwelle von 5 % überschritten und an diesem Tag 5,14% betragen hat. Von diesem Stimmrechtsanteil entfielen 5,07 % auf Stimmrechtsanteile aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25a WpHG, von denen 3,72 % mittelbar gehalten wurden, und 0,07 % auf Stimmrechtsanteile aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG, von denen 0,04 % mittelbar gehalten wurden. In einer weiteren Mitteilung informierte uns die Société Générale S.A. gemäß § 25a Abs. 1 WpHG, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 13. August 2015 die Schwelle von 5% unterschritten und an diesem Tag 3,84% betragen hat. Von diesem Stimmrechtsanteil entfielen 3,77 % auf Stimmrechtsanteile aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25a WpHG, von denen 2,77 % mittelbar gehalten wurden, und 0,07 % auf Stimmrechtsanteile aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG, von denen 0,04 % mittelbar gehalten wurden. Morgan Stanley, Wilmington, Delaware, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 8. Mai 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,98 % betragen hat. 1,48 % der Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG und 1,50% der Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die BlackRock, Inc., New York, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 25. September 2014 4,10 % betragen hat. Davon sind der BlackRock, Inc. 2,05 % der Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 1,79% der Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2 WpHG und 0,26% der Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG sowie gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, Delaware, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 25. September 2014 4,03 % betragen hat. Davon sind der BlackRock Holdco 2, Inc. 2,05% der Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 1,73% der Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2 WpHG und 0,26% der Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG sowie gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die BlackRock Financial Management, Inc., New York, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HeidelbergCement AG am 25. September 2014 4,03 % betragen hat. Davon sind der BlackRock Financial Management, Inc. 2,05% der Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 1,72% der Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2 WpHG und 0,26% der Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG sowie gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt, hat uns in zwei Mitteilungen gemäß § 25a Abs. 1 WpHG bzw. § 25 Abs. 1 WpHG davon in Kenntnis gesetzt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 15. Mai 2014 die Schwelle von 5% unterschritten und an diesem Tag 2,86% betragen hat. Von diesem Stimmrechtsanteil sind der Commerzbank Aktiengesellschaft 0,004% gemäß §§ 21, 22 zuzurechnen und 2,85% entfielen auf Stimmrechtsanteile aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25a WpHG; der Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG betrug 0,0%. Die folgenden Gesellschaften - alle mit Sitz in Milwaukee, USA - und Personen haben uns gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sie am 8. Juli 2013 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der HeidelbergCement AG unterschritten haben und an diesem Tag 2,98% der Stimmrechte hielten: Artisan Partners Limited Partnership, Artisan Investments GP LLC, Artisan Partners Holdings LP, Artisan Partners Asset Management Inc., Artisan Investment Corporation, ZFIC, Inc. sowie Herr Andrew A. Ziegler, USA, und Frau Carlene M. Ziegler, USA. Alle Stimmrechte an der HeidelbergCement AG sind diesen Gesellschaften und Personen mit Ausnahme der Artisan Partners Limited Partnership gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 und Satz 3 WpHG zuzurechnen. Der Artisan Partners Limited Partnership sind die Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 zuzurechnen. Die jeweils aktuelle Aktionärsstruktur kann auf unserer Internetseite www.heidelbergcement. com unter "Investor Relations/Aktien-Investoren/Stimmrechtsmitteilungen" eingesehen werden. Organe der GesellschaftAufsichtsratFritz-Jürgen HeckmannVorsitzender des Aufsichtsrats Stuttgart; Wirtschaftsjurist Mitglied seit 8. Mai 2003, Vorsitzender seit 1. Februar 2005; Vorsitzender des Vermittlungs- und des Nominierungsausschusses sowie Mitglied des Personal- und des Prüfungsausschusses Externe Mandate:HERMA Holding GmbH + Co. KG2) , Filderstadt (Vorsitzender) | Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG2) , Ulm | Paul Hartmann AG1) , Heidenheim (Vorsitzender) | Süddeutscher Verlag GmbH2) , München | Südwestdeutsche Medien Holding GmbH2) , Stuttgart | Wieland-Werke AG1) , Ulm (Vorsitzender) Heinz SchmittStellvertretender Vorsitzender Heidelberg; Controller; Vorsitzender des Betriebsrats in der Hauptverwaltung, HeidelbergCement AG, und Vorsitzender des Konzernbetriebsrats Mitglied seit 6. Mai 2004, stellvertretender Vorsitzender seit 7. Mai 2009; Mitglied des Prüfungs-, des Vermittlungs- und des Personalausschusses Josef HeumannBurglengenfeld; Anlagenwärter Brennerei; Vorsitzender des Betriebsrats im Werk Burglengenfeld der HeidelbergCement AG Mitglied seit 6. Mai 2004; Mitglied des Personalausschusses Gabriele KailingFrankfurt; Vorsitzende des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen Mitglied seit 7. Mai 2014 Hans Georg KrautSchelklingen; Leiter des Werks Schelklingen der HeidelbergCement AG und Geschäftsführer der Urzeit Weide GbR Mitglied seit 6. Mai 2004; Mitglied des Personal- und des Vermittlungsausschusses Ludwig MerckleUlm; Geschäftsführer der Merckle Service GmbH Mitglied seit 2. Juni 1999; Vorsitzender des Personal- und des Prüfungsausschusses sowie Mitglied des Nominierungsausschusses Externe Mandate:Kässbohrer Geländefahrzeug AG1) , Laupheim (Vorsitzender) | PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG2) , Mannheim Tobias MerckleLeonberg; geschäftsführender Vorstand des Vereins Seehaus e.V. Mitglied seit 23. Mai 2006; Mitglied des Nominierungs- und des Vermittlungsausschusses Alan MurrayNaples, Florida/USA; ehemaliges Mitglied des Vorstands der HeidelbergCement AG Mitglied seit 21. Januar 2010; Mitglied des Personalausschusses Externe Mandate:Hanson Pension Trustees Limited, Treuhandgesellschaft des Hanson No 2 Pension Scheme2) , Großbritannien | Owens-Illinois, Inc.2) , USA | Wolseley plc2) , Jersey, Channel Islands Dr. Jürgen M. SchneiderMannheim; ehemaliger Finanzvorstand der Bilfinger Berger AG und seit 2010 Dekan der Fakultät für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim Mitglied seit 7. Mai 2014; Mitglied des Prüfungsausschusses Externe Mandate:DACHSER Group SE & Co. KG2) , Kempten (Vorsitzender) | DACHSER SE2) , Kempten (Vorsitzender) | Heberger GmbH2) , Schifferstadt (Vorsitzender) Werner SchraederEnnigerloh; Bauschlosser; Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der HeidelbergCement AG und Vorsitzender des Betriebsrats im Werk Ennigerloh der HeidelbergCement AG Mitglied seit 7. Mai 2009; Mitglied des Prüfungsausschusses Externe Mandate:Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie2) , Heidelberg Frank-Dirk SteiningerFrankfurt; Fachreferent für Arbeitsrecht beim Bundesvorstand der IG Bauen-Agrar-Umwelt Mitglied seit 11. Juni 2008; Mitglied des Prüfungsausschusses Univ.-Prof. Dr. Marion Weissenberger-EiblKarlsruhe; Leiterin des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe und Inhaberin des Lehrstuhls für Innovations- und TechnologieManagement (iTM) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Mitglied seit 3. Juli 2012 Externe Mandate:MTU Aero Engines AG1) , München | Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung (StW)2) , Stuttgart (stellv. Mitglied) Die vorgenannten Kennzeichnungen bei den anderen Mandaten bedeuten:
1)
Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden
Aufsichtsräten bei inländischen Gesellschaften Alle Angaben beziehen sich auf den 31. Dezember 2015. VorstandDr. Bernd ScheifeleVorsitzender des Vorstands Verantwortungsbereich: Strategie und Entwicklung, Kommunikation & Investor Relations, Personal, Recht, Compliance, Konzernrevision Vorsitzender des Vorstands seit 2005; bestellt bis Januar 2020 Externe Mandate:PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG2) , Mannheim (Vorsitzender) | Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH1) , Stuttgart (stellv. Vorsitzender) Konzernmandate: Castle Cement Limited2) , Großbritannien | ENCI Holding N.V.2) , Niederlande | Hanson Limited2) , Großbritannien | Hanson Pioneer España, S.L.U.2) , Spanien | HeidelbergCement Holding S.a.r.l.2) , Luxemburg | HeidelbergCement India Limited2) , Indien | HeidelbergCement Netherlands Holding B.V.2) , Niederlande | PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.2) , Indonesien | RECEM S.A.2) , Luxemburg Dr. Dominik von AchtenStellvertretender Vorsitzender des Vorstands seit 1. Februar 2015 Verantwortungsbereich: Nordamerika, Einkauf, konzernweite Koordinierung des Competence Center Materials Vorstandsmitglied seit 2007, bestellt bis September 2017 Externe Mandate:Kunststoffwerk Philippine GmbH & Co. KG2) , Lahnstein, und Saarpor Klaus Eckhardt GmbH Neunkirchen Kunststoffe KG2) , Neunkirchen3) | Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG ("Medienhaus Lensing")2) , Dortmund Konzernmandate:HeidelbergCement Canada Holding Limited2) , Großbritannien | HeidelbergCement UK Holding II Limited2) , Großbritannien | Lehigh Hanson, Inc.2) , USA | Lehigh Hanson Materials Limited2) , Kanada (Vorsitzender)
3)
Gemeinsam tagender Beirat der Unternehmensgruppe
Philippine Saarpor Daniel GauthierVerantwortungsbereich: West- und Nordeuropa (ohne Deutschland), Afrika-Mittelmeerraum, Konzernservice, Umweltnachhaltigkeit Vorstandsmitglied seit 2000; bestellt bis Juni 2016 Externe Mandate:SAS ADIAL2) , Frankreich | Akçansa Çimento Sanayi ve Ticaret A.S.2) , Türkei (stellv. Vorsitzender) | Carmeuse Holding SA2) , Belgien | SAS Genlis Metal2) , Frankreich | Laserco DT S.A.2) , Belgien | Miema SA2) , Belgien (Vorsitzender) Konzermandate:Castle Cement Limited2) , Großbritannien | CBR Asset Management S.A.2) , Luxemburg (Vorsitzender) | CBR Finance S.A.2) , Luxemburg (Vorsitzender) | CBR International Services S.A.2) , Belgien (Vorsitzender) | Cementrum I B.V.2) , Niederlande | Cementrum II B.V.2) , Niederlande | Cimenteries CBR S.A.2) , Belgien (Vorsitzender) | Ciments du Togo SA2) , Togo (Vorsitzender) | Civil and Marine Limited2) , Großbritannien | ENCI Holding N.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | Ghacem Ltd.2) , Ghana (Vorsitzender) | Hanson Packed Products Limited2) , Großbritannien | Hanson Pioneer España, S.L.U.2) , Spanien | Hanson Quarry Products Europe Limited2) , Großbritannien | HC Green Trading Limited2) , Malta | HC Trading FZE2) , Vereinigte Arabische Emirate | HC Trading International Inc.2) , Bahamas (Vorsitzender) | HC Trading B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | HC Trading Malta Ltd2) , Malta | HCT Holding Malta Limited2) , Malta | HeidelbergCement Asia Pte Ltd2) , Singapur | HeidelbergCement Holding S.a.r.l.2) , Luxemburg | HeidelbergCement Holding HK Limited2) , Hongkong | HeidelbergCement Northern Europe AB2) , Schweden (Vorsitzender) | HeidelbergCement UK Holding Limited2) , Großbritannien | Interlacs S.A.R.L.2) , Demokratische Republik Kongo | La Cimenterie de Lukala S.A.R.L.2) , Demokratische Republik Kongo | Lehigh B.V.2) , Niederlande (stellv. Vorsitzender) | PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.2) , Indonesien | RECEM S.A.2) , Luxemburg | Scancem International DA2) , Norwegen (Vorsitzender) | Tadir Readymix Concrete (1965) Ltd2) , Israel | TPCC Tanzania Portland Cement Company Ltd.2) , Tansania Andreas KernVerantwortungsbereich: Osteuropa-Zentralasien, Deutschland, Verkauf und Marketing, konzernweite Koordinierung zementähnlicher Sekundärstoffe Vorstandsmitglied seit 2000; bestellt bis Juni 2016 Externe Mandate:Basalt-Actien-Gesellschaft1) , Linz am Rhein | Kronimus AG1) , Iffezheim (stellv. Vorsitzender) Konzernmandate:CaucasusCement Holding B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | Ceskomoravsky cement, a.s.2) , Tschechische Republik (Vorsitzender) | Duna-Dráva Cement Kft.2) , Ungarn (Vorsitzender) | ENCI Holding N.V.2) , Niederlande | Górazdze Cement S.A.2) , Polen (Vorsitzender) | Hanson Pioneer España, S.L.U.2) , Spanien | HeidelbergCement Central Europe East Holding B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | HeidelbergCement Netherlands Holding B.V.2) , Niederlande | HeidelbergCement Romania S.A.2) , Rumänien | HeidelbergCement Ukraine Public Joint Stock Company2) , Ukraine | Joint Stock Company - Bukhtarminskaya Cement Company2) , Kasachstan (Vorsitzender) | Limited Liability Company HeidelbergCement Georgia2) , Georgien (stellv. Vorsitzender) | Limited Liability Company Kartuli Cementi2) , Georgien | NCD Nederlandse Cement Deelnemingsmaatschappij B.V.2) , Niederlande | Open Joint-Stock Company "Slantsy Cement Plant "Cesla"2) , Russland | RECEM S.A.2) , Luxemburg | Tvornica Cementa Kakanj d.d.2) , Bosnien-Herzegowina Dr. Lorenz NägerVerantwortungsbereich: Finanzen, Konzernrechnungslegung, Controlling, Steuern, Versicherungen & Risikomanagement, IT, Shared Service Center, Logistik Vorstandsmitglied seit 2004; bestellt bis September 2019 Externe Mandate:MVV Energie AG1) , Mannheim | PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG2) , Mannheim Konzernmandate:Castle Cement Limited2) , Großbritannien | Cimenteries CBR S.A.2) , Belgien | ENCI Holding N.V.2) , Niederlande | Hanson Limited2) , Großbritannien | Hanson Pioneer España, S.L.U.2) , Spanien | HeidelbergCement Canada Holding Limited2) , Großbritannien | HeidelbergCement Holding S.a.r.l.2) , Luxemburg | HeidelbergCement India Limited2) , Indien | HeidelbergCement Netherlands Holding B.V.2) , Niederlande | HeidelbergCement UK Holding Limited2) , Großbritannien | HeidelbergCement UK Holding II Limited2) , Großbritannien | Lehigh B.V.2) , Niederlande (Vorsitzender) | Lehigh Hanson, Inc.2) , USA | Lehigh Hanson Materials Limited2) , Kanada | Lehigh UK Limited2) , Großbritannien | Palatina Insurance Ltd.2) , Malta | PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.2) , Indonesien | RECEM S.A.2) , Luxemburg Dr. Albert ScheuerVerantwortungsbereich: Asien-Pazifik, konzernweite Koordinierung des Heidelberg Technology Center Vorstandsmitglied seit 2007; bestellt bis August 2017 Externe Mandate:Cement Australia Holdings Pty Ltd2) , Australien | Cement Australia Pty Limited2) , Australien | Cement Australia Partnership2 , Australien | China Century Cement Ltd.2) , Bermuda | Easy Point Industrial Ltd.2) , Hongkong | Guangzhou Heidelberg Yuexiu Enterprise Management Consulting Company Ltd.2) , China | Jidong Heidelberg (Fufeng) Cement Company Limited2) , China | Jidong Heidelberg (Jingyang) Cement Company Limited2) , China | Squareal Cement Ltd2) , Hongkong Konzernmandate:Butra HeidelbergCement Sdn. Bhd.2) , Brunei (Vorsitzender) | COCHIN Cements Ltd.2) , Indien | Hanson Building Materials (S) Pte Ltd2) , Singapur | Hanson Investment Holdings Pte Ltd2) , Singapur | Hanson Pacific (S) Pte Limited2) , Singapur | HeidelbergCement Asia Pte Ltd2) , Singapur (Vorsitzender) | HeidelbergCement Bangladesh Limited2) , Bangladesh (Vorsitzender) | HeidelbergCement Holding HK Limited2) , Hongkong | HeidelbergCement India Limited2) , Indien | HeidelbergCement Myanmar Company Limited2) , Myanmar | PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk.2) , Indonesien (Vorsitzender) Die vorgenannten Kennzeichnungen bei den Mandaten bedeuten:
1)
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden
Aufsichtsräten bei inländischen Gesellschaften Alle Angaben beziehen sich auf den 31. Dezember 2015. Aufstellung des AnteilsbesitzesDie Aufstellung des Anteilsbesitzes des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AG zum 31. Dezember 2015 nach § 313 Abs. 2 bzw. § 285 Nr. 11 HGB ist im Konzernabschluss wiedergegeben. Vorschlag für die Verwendung des BilanzgewinnsVorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, aus dem im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 245.344.602,28 € einen Betrag von 244.291.420,10 € zur Zahlung einer Dividende von 1,30 € je Aktie auf 187.916.477 für das Geschäftsjahr 2015 dividendenberechtigte Stückaktien zu verwenden. Der verbleibende Betrag von 1.053.182,18 € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Heidelberg, den 16. März 2016 HeidelbergCement AG Der Vorstand Bericht des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den zusammengefassten Lagebericht des HeidelbergCement Konzerns und der HeidelbergCement AG, Heidelberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 16. März 2016 Ernst & Young GmbH Viering, Wirtschaftsprüfer Dr. Orth, Wirtschaftsprüfer Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss der HeidelbergCement AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Heidelberg, 16. März 2016 HeidelbergCement AG Der Vorstand Dr. Bernd Scheifele Dr. Dominik von Achten Daniel Gauthier Kevin Gluskie Hakan Gurdal Andreas Kern Jon Morrish Dr. Lorenz Näger Dr. Albert Scheuer Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,das Geschäftsjahr 2015 hat sich insgesamt sehr positiv entwickelt. HeidelbergCement konnte insbesondere von der wirtschaftlichen Erholung in den USA und in Großbritannien und von dem Wachstum in einigen Schwellenländern, vor allem in Afrika, profitieren. Die in den letzten Jahren gestarteten Konzernprogramme zur Verbesserung der Margen und operativen Effizienz haben sich weiter erfolgreich entwickelt. In wichtigen Märkten konnten zudem Preiserhöhungen durchgeführt werden; gleichzeitig waren die Energiekosten leicht rückläufig. Darüber hinaus hat die Abschwächung des Euro die Umsatz- und Ergebnisentwicklung unterstützt. Trotz einer Eintrübung der Weltwirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2015 konnte HeidelbergCement sein Ergebnis, wie ursprünglich prognostiziert, deutlich steigern und seine operative Marge weiter verbessern. Dank des erfolgreichen Abschlusses des Verkaufs des Geschäftsbereichs Bauprodukte in Nordamerika und Großbritannien sowie des Kalkgeschäfts in Deutschland und aufgrund der operativen Stärke und des disziplinierten Cashflow-Managements konnte die Nettoverschuldung bis zum Jahresende deutlich reduziert werden. HeidelbergCement hat damit Finanzkennzahlen erreicht, die denen eines Investment Grade Ratings entsprechen. Das Unternehmen hat die Ziele, die es sich in der Finanzkrise gesetzt hatte, im Jahr 2015 erreicht. Eine logische Konsequenz war daher die Formulierung und Bekanntgabe von neuen, mittelfristigen strategischen Prioritäten und Finanzzielen, die die Themen Wertschaffung für die Aktionäre und Wachstum in den Vordergrund rücken. Die geplante Übernahme von Italcementi steht in Einklang mit diesen neuen Prioritäten. HeidelbergCement und Italcementi ergänzen sich geografisch sehr gut und verfügen über hohes industrielles Know-how. Damit hat HeidelbergCement die Weichen für ein beschleunigtes Wachstum gestellt und ist auf einem sehr guten Weg, eine Steigerung der Wertschaffung für seine Aktionäre zu erreichen. Beratung und ÜberwachungDer Aufsichtsrat hat die vorgenannten Maßnahmen eng begleitet und in den ordentlichen und außerordentlichen Sitzungen des Plenums und seiner Ausschüsse sowie in Kontakten außerhalb von Sitzungen mit dem Vorstand erörtert. Er hat sich darüber hinaus regelmäßig und ausführlich sowohl schriftlich als auch mündlich über die beabsichtigte Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, den Gang der Geschäfte sowie die Rentabilität der Gesellschaft berichten lassen. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden ihm vom Vorstand im Einzelnen erläutert. Der Vorstand stimmte insbesondere die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die zustimmungspflichtigen Investitionsprojekte und Finanzierungsangelegenheiten wurden vor Beschlussfassung vom Vorstand erläutert und mit diesem diskutiert. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass der Vorstand ein funktionierendes Risikomanagementsystem installiert hat, das geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Dies hat er sich auch vom Abschlussprüfer bestätigen lassen. Er hat sich ferner vom Ausbau und von der Wirksamkeit des Compliance-Programms überzeugt, das die konzernweite Beachtung von Gesetz, Recht und internen Richtlinien sicherstellt. In den entsprechenden Sitzungen standen dem Prüfungsausschuss neben den Mitgliedern des Vorstands die jeweiligen Fachverantwortlichen des Unternehmens unterhalb der Vorstandsebene für Auskünfte und Fragen zur Verfügung. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erörterten prüfungsrelevante Themen außerhalb der Sitzungen und ohne Beteiligung des Vorstands mit dem Abschlussprüfer. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand zudem in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden auch außerhalb von Sitzungen. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und dem Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen hat. Themen der Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner AusschüsseDas Aufsichtsratsplenum traf sich im Berichtsjahr fünfmal zu ordentlichen und dreimal zu außerordentlichen Präsenzsitzungen. Der Prüfungsausschuss trat zweimal zu einer Sitzung zusammen. Der Personalausschuss hielt je zwei ordentliche und außerordentliche Sitzungen ab. Sitzungen des Nominierungsausschusses und des Vermittlungsausschusses nach § 27 Abs. 3 MitbestG waren nicht erforderlich. Darüber hinaus hat im Berichtsjahr der Prüfungsausschuss dreimal im Wege von Telefonsitzungen die jeweilige Quartalsberichterstattung im Vorfeld ihrer Veröffentlichung erörtert. Über das Ergebnis der Ausschusssitzungen wurde in der jeweils nachfolgenden Plenumssitzung berichtet. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sowie seiner Ausschüsse werden im Kapitel Corporate Governance auf Seite 162 f. aufgeführt. Die Präsenz in den acht Plenumssitzungen vom Februar, März, Mai, Juli, September (zwei Sitzungen), Oktober und November lag bei 94,8%, die Durchschnittspräsenz in den im Berichtsjahr abgehaltenen Ausschusssitzungen betrug 94,4%. Sie übertrifft damit leicht die bereits im Vorjahr sehr hohe Präsenz der Aufsichtsräte in Sitzungen. Gegenstand der Sitzungen im ersten Halbjahr 2015 waren unter anderem die Feststellung des Jahres- und Konzernjahresabschlusses 2014, die Verabschiedung der operativen Planung 2015 und die Vorbereitung der Hauptversammlung 2015, ferner Berichterstattungen über den Geschäftsverlauf und über den Stand der Finanzverbindlichkeiten sowie Beschlussfassung zu Corporate Governance-Themen einschließlich der Entscheidungen über die variablen Teile der Vorstandsvergütung. In seiner Februar-Sitzung griff der Aufsichtsrat bei der Behandlung von Projekten der Unternehmensentwicklung noch einmal den Verkauf des Geschäftsbereichs Bauprodukte in Nordamerika und Großbritannien an eine Tochtergesellschaft von Lone Star Funds für 1,4 Mrd US$ auf, der kurz vor Weihnachten 2014 veröffentlicht worden war. Der Aufsichtsrat bestärkte nach erneuter Analyse den Vorstand in seiner Entscheidung über den Verkauf des Geschäftsbereichs, der Mitte März 2015 abgeschlossen wurde. Einen besonderen Schwerpunkt der Beratung und Beschlussfassung im Aufsichtsrat bildete der Erwerb eines 45 %igen Aktienpakets am internationalen Baustoffunternehmen Italcementi mit Sitz in Italien von der Gesellschaft Italmobiliare S.p.A., das von der Gründerfamilie Pesenti gehalten wird. Der Aufsichtsrat hat hierzu eine außerordentliche Sitzung am 28. Juli 2015 abgehalten, in der er den Hintergrund und die Einzelheiten der zweistufigen Transaktion, ihre Finanzierung, die genehmigungsrechtliche Situation und das im Anschluss an den Anteilserwerb allen Aktionären von Italcementi zu unterbreitende Übernahmeangebot ausführlich mit dem Vorstand erörterte. Der beabsichtigte vollständige Erwerb von Italcementi soll in einer ersten Stufe durch den Erwerb des kontrollierenden 45 %igen Aktienpakets von Italmobiliare und in einer zweiten Stufe durch Übernahme aller im nachfolgenden Übernahmeangebot angedienten Aktien erfolgen. Unter Annahme des Erwerbs aller Italcementi-Aktien gegen Bargegenleistung wird sich die Gesamtinvestition für die beabsichtigte Übernahme von Italcementi auf 3,7 Mrd € belaufen. Dabei soll die Gegenleistung an den Verkäufer Italmobiliare bei Vollzug der Transaktion durch Barmittel (etwa 1 Mrd €) sowie durch Lieferung neuer HeidelbergCement-Aktien erfolgen. Die neuen HeidelbergCement-Aktien werden in einem Umfang von mindestens 7,75 Mio und höchstens 10,5 Mio Stück aus dem vorhandenen Genehmigten Kapital II gegen Sacheinlagen zu einem Mindestkurs von 72,50 € je Aktie ausgegeben. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich unter anderem durch Einholung zweier unabhängiger "Fairness Opinions" renommierter Kreditinstitute von der Angemessenheit des Transaktionspreises und der Transaktionsstruktur überzeugt. Die Finanzierung des Aktienerwerbs über eine ausgewogene Mischung aus Eigen- und Fremdkapitalmitteln begrenzt zum einen die Finanzierungsrisiken im derzeitigen Niedrigzinsumfeld und balanciert dadurch die Interessen der Eigen- und Fremdkapitalgeber von HeidelbergCement in vorteilhafter Weise aus. Sie ermöglicht zum anderen der Familie Pesenti die gewünschte Fortsetzung ihres Engagements in der internationalen Baustoffindustrie. Der Aufsichtsrat ist davon überzeugt, dass das Engagement eines branchenkundigen und langfristig orientierten neuen Kernaktionärs die Integration von Italcementi und das Wachstum von HeidelbergCement zum Wohle der Gesellschaft und aller Aktionäre fördert. Daher hat der Aufsichtsrat der Sachkapitalerhöhung unter Ausnutzung des Genehmigten Kapitals II zum Vollzug der Transaktion zugestimmt. HeidelbergCement erwirbt mit der Übernahme von Italcementi führende Markstellungen in Europa, vor allem in Italien, Frankreich, Spanien, Bulgarien und Griechenland, und erweitert das vorhandene Engagement in Afrika um Ägypten und Marokko. Zudem werden die Marktpositionen in Asien (Indien, Thailand und Sri Lanka) und Nordamerika einschließlich Ostkanada gestärkt bzw. deutlich erweitert. Der Vollzug der Transaktion und die Durchführung des anschließenden Übernahmeangebots an die Italcementi-Aktionäre stehen, nachdem die Kartellbehörden von Marokko, Indien, Kanada und Kasachstan bereits ihre Freigabe erteilt haben, noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die EU-Kommission und die US-Kartellbehörde FTC. Die Informationen über die Transaktion wurden vom Vorstand besonders intensiv vor- und aufbereitet, sodass dem Aufsichtsrat alle Optionen und Handlungsalternativen bei seiner Beschlussfassung zur Verfügung standen. Der Aufsichtsrat war nach eingehender Beratung einhellig der Auffassung, dass mit der Übernahme von Italcementi bei den derzeitigen niedrigen Finanzierungskosten neue, attraktive Märkte erworben und bestehende Positionen in Indien, Nordamerika und Kasachstan vorteilhaft erweitert werden können. Er stimmte daher in seiner außerordentlichen Juli-Sitzung sowohl der Akquisition als auch der Finanzierung über eine Kapitalerhöhung und die Aufnahme von Mitteln aus einem neu abgeschlossenen syndizierten Kreditvertrag zu. Der Aufsichtsrat behandelte in seiner außerordentlichen Sitzung am 28. Juli 2015 neben der Italcementi-Transaktion die Absicherung von Pensionsansprüchen von aktiven oder im Ruhestand befindlichen Vorstandsmitgliedern und leitenden Angestellten des Unternehmens. Der Aufsichtsrat stimmte dem Abschluss eines marktüblichen Contractual Trust Agreement mit der Deutsche Treuinvest Stiftung zu. Damit werden bestimmte, über der Versicherungsgrenze des Pensionssicherungsvereins liegende Anwartschaften und Ansprüche der bezugsberechtigten Personen durch bilanzwirksam ausgelagerte und von einem unabhängigen Treuhänder eigenständig verwaltete Vermögenswerte abgesichert. Am 13. September 2015 hielt der Aufsichtsrat eine weitere außerordentliche Sitzung ab, die sich unter anderem mit dem aktuellen Stand der Italcementi-Akquisition sowie den Erkenntnissen der gemeinsamen Arbeitsgruppen von HeidelbergCement und Italcementi zur Integrationsplanung nach Vollzug der Transaktion und zur Identifizierung von Synergien beschäftigte. Der Aufsichtsrat nahm anerkennend zur Kenntnis, dass sich die bei Ankündigung der Transaktion im Juli 2015 kommunizierte Zielgröße für die Synergien nach eingehender Prüfung mehr als verdoppelt hat. Während der Sitzung erörterte der Aufsichtsrat noch weitere Projekte der Unternehmensentwicklung. Er stimmte sodann dem Erwerb einiger Geschäftsaktivitäten von Cemex durch ein JointVenture-Unternehmen in Osteuropa (Ungarn, Kroatien, Bosnien und Herzegowina) und dem Kauf eines Zuschlagstoffgeschäfts in Australien zu. Sowohl der Aufsichtsrat als auch sein Prüfungsausschuss waren im Berichtsjahr erneut mit Finanzierungsentscheidungen befasst. Dazu gehörte insbesondere der bereits erwähnte Abschluss einer neuen syndizierten Kreditlinie Ende Juli 2015 zur Sicherstellung ausreichender Mittel für die Finanzierung der Italcementi-Akquisition. Diese Kreditlinie in Höhe von 4,4 Mrd €, die erst beim Vollzug der Akquisition im Laufe des Jahres 2016 in Anspruch genommen werden wird, konnte während des Berichtsjahrs um 1,1 Mrd € auf 3,3 Mrd € gekürzt werden. Ferner stimmte der Aufsichtsrat in seiner November-Sitzung der Begebung eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 645 Mio € zu, das im Januar 2016 erfolgreich am Markt platziert werden konnte. Aufgrund der stetig verbesserten Kreditqualität des Unternehmens konnten hier die Zinsmargen gegenüber früheren Emissionen deutlich gesenkt werden. Infolge der erfolgreichen Platzierung des Schuldscheindarlehens wurde die neue syndizierte Kreditlinie weiter auf 2,7 Mrd € reduziert. Das Unternehmen ist bestens gerüstet, um sowohl die Finanzierung der Italcementi-Akquisition als auch seines laufenden Geschäfts kurz-, mittel- und langfristig sicherzustellen. Der Aufsichtsrat begrüßt und fördert das Anliegen des Vorstands, auslaufende Finanzinstrumente zu derzeitig zinsgünstigen Konditionen zu refinanzieren und dadurch das Finanzergebnis des Konzerns kontinuierlich zu verbessern. Der Prüfungsausschuss befasste sich in seinen Sitzungen mit dem Jahres- und Konzernjahresabschluss 2014 und den Prüfungsschwerpunkten, den Status-quo-Berichten aus den Bereichen Innenrevision, Risikomanagement, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Compliance, dem Halbjahresbericht sowie den Quartalsberichten im Geschäftsjahr 2015, der Vorbereitung des Vorschlags des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung 2015 für die Bestellung des Abschluss-und Konzernabschlussprüfers und, nachdem die Hauptversammlung diesem Bestellungsvorschlag gefolgt ist, mit der Vergabe des Auftrags an die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young zur Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernjahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2015. Er legte in diesem Zusammenhang die Schwerpunkte der Abschlussprüfung fest. Die für den Konzernabschluss verantwortlichen Prüfer sind Herr Stefan Viering und Frau Karen Somes. Herr Viering hat mit dem Abschluss 2015 die vierte Prüfung begleitet. Für Frau Karen Somes war es die erste Prüfung nach ihrer "cooling-off"-Periode von drei Jahren. Der Prüfungsausschuss befasste sich schließlich mit der Finanzierung der Italcementi-Transaktion und weiterer Projekte sowie mit dem Abschluss des Schuldscheindarlehens in Höhe von 645 Mio € und fasste entsprechende vorbereitende Beschlüsse für die nachfolgende Behandlung im Aufsichtsratsplenum. Gegenstand der ordentlichen Sitzungen des Personalausschusses waren unter anderem die Vorberatung und Beschlussempfehlung an den Aufsichtsrat zur Festsetzung der variablen Vorstandsvergütungen für das Geschäftsjahr 2014 sowie die Festsetzung der Parameter für die variablen Vorstandsvergütungen 2015 bzw. 2015-2017/18. In seiner außerordentlichen Sitzung vom 9. Oktober behandelte der Personalausschuss eingehend die im Vorfeld der Integration von Italcementi erforderlichen Strukturanpassungen der Konzernorganisation und der damit verbundenen Personalia im Vorstand. Der Personalausschuss ließ sich dabei vom Konzept der neu zugeschnittenen Konzerngebiete in Europa unterrichten und empfahl dem Aufsichtsrat neben der Billigung der neuen Konzernorganisation auch in Nachfolge der Herren Daniel Gauthier und Andreas Kern die Verjüngung des Vorstands durch drei, zum 1. Februar 2016 neu bestellte Vorstandsmitglieder mit internationalem Hintergrund. Weiterhin befasste sich der Personalausschuss in seiner außerordentlichen Sitzung vom 28. Juli auf empfehlender Basis mit der bereits erwähnten Absicherung von Anwartschaften und Pensionsansprüchen durch einen Treuhänder. Schließlich hat sich der Personalausschuss davon überzeugt, dass alle Mitglieder des Vorstands ihr im Rahmen des Vorstandsvergütungssystems erforderliches Eigeninvestment in Heidelberg-Cement-Aktien erbracht haben. Interessenkonflikte eines Aufsichtsratsmitglieds bei der Behandlung von Themen im Aufsichtsrat sind nicht aufgetreten. Es bestanden im Berichtsjahr 2015 keine Berater- oder sonstige Dienstoder Werkverträge zwischen einem Mitglied des Aufsichtsrats und dem Unternehmen. Corporate GovernanceDie Entsprechenserklärung im Berichtsjahr wurde vom Vorstand am 9. Februar 2015 und vom Aufsichtsrat am 10. Februar 2015 abgegeben. Die Entsprechenserklärung für das laufende Jahr wurde am 15. Februar 2016 durch den Vorstand und am 16. Februar 2016 durch den Aufsichtsrat abgegeben. Ihr vollständiger Wortlaut ist im Abschnitt Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG im Kapitel Corporate Governance auf Seite 142 wiedergegeben. Die Entsprechenserklärungen werden für die Aktionäre auf der Internetseite des Unternehmens dauerhaft zugänglich gemacht. Der Aufsichtsrat hat in mehreren Sitzungen im Berichtsjahr die Empfehlungen des Corporate Governance Kodex in seiner jeweils geltenden Fassung, somit auch die im Juni 2015 in Kraft getretenen Neuerungen, behandelt und die erforderlichen Beschlüsse insbesondere zur Zielgröße für den künftigen Frauenanteil im Vorstand und zur Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat gefasst. Der Aufsichtsrat folgt hinsichtlich seiner eigenen Besetzung und der des Vorstands uneingeschränkt den Vorgaben des Corporate Governance Kodex zu den Grundsätzen der Diversity bei der Besetzung von Gremien und Leitungsfunktionen im Unternehmen. Bei seiner eigenen Besetzung setzt er die im Kodex genannten Diversity-Ziele durch folgende konkrete Ziele um: Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats spiegelt die nationale und internationale Ausrichtung von HeidelbergCement als einem führenden Baustoffhersteller angemessen wider. Dem Aufsichtsrat gehören mindestens drei von den Anteilseignern gewählte Mitglieder an, die unabhängige Mitglieder im Sinn von Ziffer 5.4.2 des Kodex sind. Dem Aufsichtsrat sollen mindestens zwei Frauen angehören. Die Regelaltersgrenze beträgt für Aufsichtsräte 75 Jahre. Mit diesem Alter endet auch die Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat. Mit den vorgenannten Zielen strebt der Aufsichtsrat an, dem Unternehmen einen vielfältig ausgerichteten Sachverstand zur Verfügung zu stellen und einen möglichst breit angelegten Kandidatenpool für die Auswahl künftiger Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung zu haben. Der Aufsichtsrat hat am 14. September 2015 nach erneuter Abwägung beschlossen, am bislang bestehenden Frauenanteil im Vorstand festzuhalten und die bis zum 30. Juni 2017 zu erreichende Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand auf 0% festzulegen, wobei diese Festlegung ausdrücklich unberührt lässt, dass der Aufsichtsrat bemüht ist, wie bisher insgesamt eine Diversität bei Personalentscheidungen zu berücksichtigen. Der Aufsichtsrat begrüßt und fördert das Ziel des Vorstands, beim Anteil von Frauen in Führungspositionen auf der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands bis 2017 mit dem Anteil von in Deutschland beschäftigten Frauen gleichzuziehen. Damit wird der Anteil von Frauen in Führungspositionen in Deutschland von 7 % im Jahr 2011 auf 14% in der ersten Führungsebene und auf 15 % in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands verdoppelt. Hinsichtlich der Vergütungsstruktur für die Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2015 wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf die Ausführungen zur Vorstandsvergütung im Corporate Governance Bericht auf Seite 148 f. verwiesen. Dort ist das Vorstandsvergütungssystem, das am 1. Januar 2011 in Kraft trat und zum 1. Januar 2014 angepasst wurde, beschrieben. Der Aufsichtsrat führte wie 2011 und 2013 erneut im Oktober und November 2015 die vom Corporate Governance Kodex verlangte regelmäßige Effizienzprüfung seiner Tätigkeit durch. Schwerpunkte der Überprüfung waren die Analyse der Zusammenarbeit und Aufgabenverteilung zwischen dem Aufsichtsratsplenum und den Ausschüssen sowie die Behandlung und Prüfung der Jahresabschlüsse durch den Aufsichtsrat und seinen Prüfungsausschuss. Die Aufsichtsräte haben sich umfassend an einer schriftlich vorbereiteten Umfrage beteiligt und wichtige Anregungen zur Verbesserung der Arbeit im Aufsichtsrat gegeben. Die Ergebnisse der Überprüfung wurden in der November-Sitzung des Aufsichtsrats ausführlich vorgestellt und erläutert. Einer weiteren Anregung des Kodex folgend fanden wie in der Vergangenheit für die Mitglieder des Aufsichtsrats interne Schulungen im Februar und November 2015 statt. Der Aufsichtsrat befasste sich im Februar mit Produktinnovationen im Baustoffbereich und der Positionierung des Unternehmens bei der Entwicklung alternativer Bindemittel. Im November ließ er sich über den Stand und die Auswirkungen der Abschlussprüfungsreform auf seine Tätigkeit unterrichten. Weitere regelmäßige Schulungen sind geplant. Der Aufsichtsrat bekräftigt damit erneut sein Bekenntnis zu guter Corporate Governance im Unternehmen. Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses und des KonzernjahresabschlussesVor Vergabe des Auftrags zur Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und des Konzerns wurden mit dem Abschlussprüfer, der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, Prüfungsschwerpunkte, Prüfungsinhalte und Prüfungskosten diskutiert. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Februar 2016 über die vorläufigen, noch nicht testierten Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2015 und über den Stand der Abschlussarbeiten informiert. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der HeidelbergCement AG und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 sowie der zusammengefasste Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns wurden vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Abschlussunterlagen und Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern zugesandt. Zunächst hat sich der Prüfungsausschuss in Gegenwart der Abschlussprüfer intensiv mit dem Abschluss befasst. Der Abschlussprüfer hat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Sodann hat der Aufsichtsrat den Abschluss, wiederum in Anwesenheit der Abschlussprüfer, ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat nahm die Prüfungsergebnisse zustimmend zur Kenntnis. Er prüfte den Jahres- und Konzernjahresabschluss, den zusammengefassten Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns. Das Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und das Ergebnis seiner eigenen Prüfung entsprechen vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind auch vom Aufsichtsrat keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat daher den Jahresabschluss und den Konzernjahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns, einschließlich der Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,30 € je Aktie (i.V.: 0,75 € je Aktie), angeschlossen. Personalia und DankIm Berichtsjahr 2015 gab es keine personellen Veränderungen im Aufsichtsrat. Gut geführte Unternehmen zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie die Nachfolge von Top-Managementpositionen frühzeitig und umsichtig planen. In einem ersten Schritt hat der Aufsichtsrat die Vorstandsverträge von Herrn Dr. Bernd Scheifele als Vorsitzender des Vorstands (bis zum 31. Januar 2020) und Herrn Dr. Lorenz Näger als Finanzvorstand (bis zum 30. September 2019) verlängert. Ferner beschloss er, die Struktur des Vorstands um die Position eines stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden zu ergänzen und hat mit Wirkung vom 1. Februar 2015 Herrn Dr. Dominik von Achten zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden bestellt. In seiner außerordentlichen Sitzung vom 9. Oktober hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit der Neuorganisation der Konzernstruktur unter Berücksichtigung der erweiterten Länderorganisation nach Abschluss der Italcementi-Transaktion und der damit einhergehenden personellen Erweiterung und Verjüngung des Vorstands befasst und in einem zweiten Schritt folgende grundlegende Weichenstellungen vorgenommen. Der grundsätzliche organisatorische Aufbau von HeidelbergCement in Konzern-, Gebiets- und Länderfunktionen wurde beibehalten. Die durch die Italcementi-Transaktion neu hinzukommenden Länder konnten jedoch in die vorhandene Managementorganisation mit vier Konzerngebieten nicht sinnvoll aufgenommen werden. Der Aufsichtsrat hat daher einen Neuzuschnitt der Konzerngebiete hauptsächlich in Europa beschlossen, die ab dem 1. April 2016 in Kraft tritt. Die neue Gliederung der Konzerngebiete wird auf Seite 110 dargestellt, die Vorstandsressorts befinden sich auf den Seiten 34/35. In diesem Zusammenhang wurden die zum 30. Juni 2016 auslaufenden Vorstandsverträge der Herren Daniel Gauthier und Andreas Kern altersbedingt nicht mehr verlängert. An ihre Stelle werden ab dem 1. Februar 2016 mit den Herren Kevin Gluskie, Hakan Gurdal und Jon Morrish drei langjährig und sehr erfolgreich im Unternehmen tätige Top-Manager mit internationalem Hintergrund neu in den Vorstand berufen. Damit wird die Vielfalt im Vorstand weiter gestärkt und der geografischen und operativen Expansion des Unternehmens nachhaltig Rechnung getragen. Die Verjüngung und Internationalisierung des Vorstands bilden ein tragfähiges Fundament für die vom Aufsichtsrat angestrebte Kontinuität im Wandel. Der Aufsichtsrat ist den Herren Daniel Gauthier und Andreas Kern für ihr 16jähriges Wirken im Vorstand des Unternehmens in besonderem Maße zu Dank und Wertschätzung verpflichtet. Beide Herren sind exzellente Kenner der Branche und ihrer Konzerngebiete und haben mit unermüdlichem Einsatz hervorragende Pionierleistungen beispielsweise in den Ländern Osteuropas und Zentralasiens geleistet, wo HeidelbergCement oftmals zu den größten privaten Investoren eines Landes zählt, oder in Afrika, wo HeidelbergCement inzwischen gefestigte führende Positionen in zahlreichen Ländern einnimmt. Sie haben die Geschäftschancen, die sich mit der Erweiterung des Konzerns in ihren Gebieten ergaben, frühzeitig erkannt und strategisch weitreichende Entscheidungen unternehmerisch mitgestaltet und verantwortet. Die vom Kapitalmarkt und in Fachkreisen uneingeschränkt anerkannte Positionierung von HeidelbergCement auf den internationalen Baustoffmärkten geht maßgeblich auf die Akquisitions- und Integrationsleistungen der beiden zum 30. Juni 2016 ausscheidenden Vorstände zurück. Beide Herren arbeiten ihre Nachfolger sorgfältig ein und übertragen ihre Aufgaben stufenweise. Der Aufsichtsrat dankt schließlich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihren erneut hohen persönlichen Einsatz und ihre Leistung für das Unternehmen im Geschäftsjahr 2015.
Heidelberg, 16. März 2016 Für den Aufsichtsrat Mit freundlichen Grüßen Fritz-Jürgen Heckmann, Vorsitzender Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der HeidelbergCement AG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015 wurden vom Aufsichtsrat am 16. März 2016 gebilligt. Das Datum der Feststellung des Jahresabschlusses war damit der 16. März 2016. GewinnverwendungsbeschlussDie ordentliche Hauptversammlung der HeidelbergCement AG vom 4. Mai 2016 hat beschlossen, den im festgestellten Jahresabschluss der HeidelbergCement AG zum 31. Dezember 2015 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 245.344.602,28 € wie folgt zu verwenden: Zahlung einer Dividende von 1,30 € je dividendenberechtigter Stückaktie; auf 187.916.477 für das Geschäftsjahr 2015 dividendenberechtigte Stückaktien entfällt somit eine Dividendensumme von 244.291.420,10 €. Der danach verbleibende Bilanzgewinn von 1.053.182,18 € wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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