![]() HeidelbergCement AGHeidelbergQuartalsfinanzbericht Januar bis September 2016Quartalsfinanzbericht Januar bis September 2016
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Es ist möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Quartalsfinanzbericht aufgrund
von Rundungen nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren. Der Konzernzwischenabschluss unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. KonzernzwischenlageberichtGeschäftsverlauf Januar bis September 2016Änderung in der BerichtsstrukturBeginnend mit dem ersten Quartal 2016 haben wir unsere Konzerngebiete und damit auch
die Berichtsstruktur neu gliedert. Die Änderung wurde im Rahmen des Generationswechsels
im Vorstand und in Anbetracht der Akquisition von Italcementi beschlossen. Die einzigen
Änderungen betrafen den Wechsel der Länder Nordeuropas von dem vormaligen Konzerngebiet
West- und Nordeuropa zu Nord- und Osteuropa-Zentralasien und von Spanien von dem vormaligen
Konzerngebiet Afrika-Mittelmeerraum zu West- und Südeuropa. Mit der Einbeziehung von Italcementi in den Konzernabschluss ab dem dritten Quartal
2016 wurden die neu hinzugekommenen Länder in die Konzern- und Berichtsstruktur integriert.
Das Konzerngebiet West- und Südeuropa wurde um Frankreich und Italien erweitert. Nord-
und Osteuropa-Zentralasien umfasst nunmehr auch Bulgarien und Griechenland. In Asien-Pazifik
kamen Sri Lanka und Thailand hinzu. In das Konzerngebiet Afrika-Östlicher Mittelmeerraum
wurden Ägypten, Marokko und Mauretanien eingegliedert. Der Bereich Konzernservice
wurde um Aktivitäten in Kuwait und Saudi-Arabien erweitert. Die Unterteilung von HeidelbergCement erfolgt in die sechs Konzerngebiete:
Wirtschaftliches UmfeldDas Wachstum der Weltwirtschaft setzt sich - wenn auch gedämpft - fort. Die Volkswirtschaften
Asiens und die afrikanischen Länder sind weiterhin auf Wachstumskurs. In Europa setzt
sich die moderate Erholung fort. In den USA hat die Wirtschaft nach dem schwächer
als erwarteten zweiten Quartal wieder deutlich an Fahrt aufgenommen. Absatz profitiert von Erstkonsolidierung von Italcementi und positivem Marktumfeld in Europa, den USA und AustralienIn den ersten neun Monaten 2016 ist der Baustoffabsatz von HeidelbergCement, vor allem
im Zement- und Transportbetonbereich, deutlich gestiegen. Wesentlich dazu beigetragen
hat die erstmalige Konsolidierung von Italcementi im dritten Quartal. Dank des positiven
Marktumfelds insbesondere in Europa, den USA und Australien konnten die Lieferungen
auch operativ in allen Geschäftsbereichen gesteigert werden. Der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerns stieg um 20,6 % auf 73,0 (i.V.: 60,6) Mio
t. Erstmals einbezogen wurden die Lieferungen von Italcementi in Italien, Frankreich,
Spanien, Griechenland, Bulgarien, Kasachstan, Indien, Thailand, Ägypten, Marokko,
Mauretanien, Gambia und Nordamerika. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten
betrug der Zuwachs 2,5 %. Die Zuschlagstofflieferungen verzeichneten konzernweit mit 198,7 (i.V.: 186,0) Mio
t einen Anstieg um 6,8 %. Erstmals einbezogen wurden die Lieferungen von Italcementi,
insbesondere in Frankreich, Italien, Griechenland, Marokko und Nordamerika. Ohne Berücksichtigung
von Konsolidierungseffekten nahmen die Zuschlagstofflieferungen um 1,2 % zu. Der Transportbetonabsatz stieg um 12,1 % auf 30,4 (i.V.: 27,1) Mio cbm. Erstmals einbezogen
wurden die Lieferungen von Italcementi, insbesondere in Italien, Frankreich, Thailand,
Ägypten, Marokko und Nordamerika. Bereinigt um Konsolidierungseffekte belief sich
der Zuwachs auf 1,3 %. Der Asphaltabsatz erhöhte sich um 2,2 % auf 7,1 (i.V.: 6,9) Mio t. Da Italcementi
keinen Asphalt produziert, gab es hier keine zusätzlichen Absatzmengen. scroll
Umsatz- und ErgebnisentwicklungDer Konzernumsatz von Januar bis September 2016 in Höhe von 10.927 (i.V.: 10.076)
Mio € zeigt einen Zuwachs um 8,5 % gegenüber dem Vorjahr. Ohne Berücksichtigung von
Konsolidierungs- und Währungseffekten blieb der Konzernumsatz nahezu konstant. Konsolidierungskreisveränderungen,
darunter die Erstkonsolidierung der Italcementi-Gruppe (kurz: ITC), wirkten sich mit
1.175 Mio € positiv auf den Umsatz aus. Wechselkurseffekte minderten dagegen den Umsatz
um 309 Mio €. Der Materialaufwand stieg in der Berichtsperiode um 3,0 % auf 4.223 (i.V.: 4.099)
Mio €. Der Anstieg basiert im Wesentlichen auf der Erstkonsolidierung der ITC. Ohne
Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten ist der Materialaufwand
um 7 % gesunken. Der Rückgang betraf vor allem Energiekosten, Rohstoffe und Handelswaren.
Die Materialaufwandsquote verbesserte sich deutlich von 40,7 % auf 38,6 %. Die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen und Erträge lagen mit -2.786 (i.V.: -2.504) Mio € um 11,3
% über dem Vorjahresniveau, weitgehend aufgrund der Erstkonsolidierung der ITC. Ohne
Berücksichtigung von Währungs- und Konsolidierungseffekten stiegen die Fremdreparaturen
und -leistungen sowie die Miet- und Leasingaufwendungen leicht an. Der Personalaufwand
erhöhte sich um 13,7 % auf 1.911 (i.V.: 1.680) Mio € im Wesentlichen aufgrund der
höheren Mitarbeiterzahl. Das Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen hat sich um 2,8
% auf 150 (i.V.: 146) Mio € erhöht, insbesondere aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung
in Osteuropa. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen verbesserte sich um 10,7 % auf 2.121 (i.V.:
1.916) Mio €. Die Erhöhung um 205 Mio € resultiert im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung
der ITC. Das operative Ergebnis stieg deutlich um 9,7 % auf 1.477 (i.V.: 1.347) Mio
€. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten belief sich der
Zuwachs auf 8,0 %. Das zusätzliche ordentliche Ergebnis in Höhe von -98 (i.V.: -0,1) Mio € ist maßgeblich
durch den Erwerb der ITC geprägt und betrifft im Wesentlichen Anschaffungsnebenkosten
für Unternehmenszusammenschlüsse, Restrukturierungsaufwendungen, Aufwendungen aus
dem Abgang von Tochterunternehmen sowie sonstige einmalige Aufwendungen. Das Finanzergebnis hat sich um 64 Mio € auf -363 (i.V.: -427) Mio € verbessert. Neben
den um 24 Mio € gesunkenen Zinsaufwendungen wirkte sich insbesondere das um 40 Mio
€ verbesserte Währungsergebnis aus. Das Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen stieg um 87 Mio €
auf 1.040 (i.V.: 953) Mio €. Gegenläufig entwickelten sich die Aufwendungen für Steuern
vom Einkommen und vom Ertrag, die sich um 83 Mio € auf 300 (i.V.: 217) Mio € erhöhten.
Das Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen befindet sich in
Höhe von 740 (i.V.: 736) Mio € auf Vorjahresniveau. Das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen beträgt -2,3 (i.V.: 26,8) Mio €.
Die Veränderung betrifft in Vorjahren aufgegebene Geschäftsbereiche der Hanson-Gruppe
in Höhe von -20,3 Mio € sowie die aufgrund Beschlüssen der Wettbewerbsbehörden zu
veräußernden Einheiten der ITC in Belgien und den USA in Höhe von 18,0 Mio €. Insgesamt liegt der Überschuss der Periode bei 737 (i.V.: 762) Mio €. Das Minderheitsgesellschaftern
zustehende Ergebnis stieg um 17 Mio € auf 152 (i.V.: 135) Mio €. Der Anteil der Gruppe
beläuft sich demzufolge auf 585 (i.V.: 628) Mio €. Das Ergebnis je Aktie - Anteil der Gruppe - nach IAS 33 verminderte sich um 0,28 €
auf 3,06 (i.V.: 3,34) €. Ohne akquisitionsbedingte Sonderausgaben in Höhe von 63 Mio
€ stieg das Ergebnis je Aktie auf 3,39 €. Die Gesamtergebnisrechnung und die Herleitung des Ergebnisses je Aktie werden detailliert
im Anhang dargestellt. KapitalflussrechnungVon Januar bis September 2016 ergab sich mit 785 (i.V.: 592) Mio € ein um 193 Mio
€ höherer Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit der fortzuführenden
Geschäftsbereiche als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Ursächlich hierfür war
insbesondere der Anstieg des Cashflow vor Zins- und Steuerzahlungen um 230 Mio € auf
2.161 (i.V.:1.931) Mio €, der sowohl auf den positiven Beitrag der zum 1. Juli 2016
übernommenen ITC als auch auf die verbesserte operative Leistung zurückzuführen ist. Die erhaltenen Dividenden lagen mit 146 (i.V.: 150) Mio € leicht unter dem Vorjahresniveau
und beinhalten überwiegend Ausschüttungen von Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten
Gesellschaften. Die Erhöhung der Zinseinnahmen um 39 Mio € auf 109 Mio € (i.V.: 70)
Mio € resultiert im Wesentlichen aus Sondereffekten aus der Ablösung von Zinsswaps.
Die Zinsausgaben haben sich infolge der bis zum Erwerb der ITC zurückgeführten Nettoverschuldung
um 61 Mio € auf 371 (i.V.: 432) Mio € verringert. Die Auszahlungen für Ertragsteuern
sind mit 254 (i.V.: 297) Mio € im Vergleich zur Vorjahresperiode um 43 Mio € gesunken.
Die Veränderung des Working Capital verringerte sich um 53 Mio € auf -560 (i.V.: -507)
Mio €. In der Berichtsperiode wurden Rückstellungen in Höhe von 300 (i.V.: 173) Mio
€ durch Zahlung verbraucht. Der höhere Verbrauch resultiert unter anderem aus der
Dotierung externer Pensionsträger sowie Restrukturierungsmaßnahmen im Zusammenhang
mit dem Erwerb der ITC. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit der fortzuführenden Geschäftsbereiche
erhöhte sich um 512 Mio € auf 988 (i.V.: 476) Mio €. Der Anstieg beruht vor allem
auf den bereits geleisteten Zahlungen für die Anteile an der Italcementi S.p.A. in
Höhe von 1.026 Mio €. Der Nettozahlungsmitteleingang aus übernommenen bzw. abgegebenen
liquiden Mitteln in Höhe von 615 Mio € wirkte sich gegenläufig aus und betrifft überwiegend
den Finanzmittelfonds der erworbenen ITC. Aus der Finanzierungstätigkeit der fortzuführenden Geschäftsbereiche ergab sich in
der Berichtsperiode ein Mittelzufluss in Höhe von 594 (i.V.: Mittelabfluss von 1.535)
Mio €. Der kumulierte Mittelzufluss aus Aufnahme und Tilgung von Anleihen und Krediten
in Höhe von 1.340 (i.V.: Mittelabfluss von 798) Mio € beinhaltet vor allem die Emission
zweier Anleihen über insgesamt 1,75 Mrd €, die begebenen Schuldscheindarlehen in Höhe
von 645 Mio €, die Tilgung zweier Anleihen über 971 Mio € sowie die Rückzahlung der
beanspruchten syndizierten Kreditlinie in Höhe von 116 Mio €. Die Veränderung der
kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betrifft vornehmlich Abflüsse aus Commercial
Papers und Bankdarlehen. Dividendenzahlungen führten insgesamt zu einem Mittelabfluss
von 324 (i.V.: 362) Mio €, hierbei entfielen auf Dividendenzahlungen der HeidelbergCement
AG 244 (i.V.: 141) Mio €. Die Mittelzu- und -abflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie der Investitions-
und Finanzierungstätigkeit aufgegebener Geschäftsbereiche betreffen die im Oktober
2016 aufgrund Beschluss der europäischen Wettbewerbsbehörde veräußerten belgischen
Aktivitäten der ITC sowie übernommene und zur Weiterveräußerung vorgesehene Italcementi-Standorte
in Nordamerika. Die korrespondierenden Mittelzu- und -abflüsse des Vorjahres entfallen
auf das im März 2015 veräußerte Bauproduktegeschäft in Nordamerika und Großbritannien. InvestitionenDie zahlungswirksamen Investitionen erhöhten sich in den ersten neun Monaten auf 1.699
(i.V.: 631) Mio €. Hiervon entfielen auf Sachanlageinvestitionen (einschließlich der
immateriellen Vermögenswerte) 554 (i.V.: 585) Mio €, die vorwiegend Optimierungs-
und Umweltschutzmaßnahmen in unseren Produktionsstätten, aber auch Expansionsprojekte
in Wachstumsmärkten betrafen. Die Investitionen in Finanzanlagen und sonstige Geschäftseinheiten
stiegen auf 1.146 (i.V.: 46) Mio €. Im Zusammenhang mit der Akquisition von Italcementi
fielen bis zum 30. September 2016 zahlungswirksame Investitionen in Höhe von 1.026
Mio € an. Für den Erwerb einer Beteiligung von 45,0 % an Italcementi von Italmobiliare
mit einem Gesamtkaufpreis von 1.596 Mio € wurden neben der Ausgabe von 10,5 Mio neuen
HeidelbergCement-Aktien 878 Mio € in bar gezahlt. Darüber hinaus hat HeidelbergCement
weitere 14,0 Mio Italcementi-Aktien, die einem Anteil von 4,0 % entsprechen, für 148
Mio € über die Börse erworben. Bei den restlichen zahlungswirksamen Investitionen
in Höhe von 120 Mio € handelt es sich im Wesentlichen um den Erwerb des australischen
Zuschlagstoffunternehmens Rocla Quarry Products sowie kleinere arrondierende Beteiligungszukäufe. BilanzDie Bilanzsumme hat sich zum 30. September 2016 um 8.132 Mio € auf 36.506 (i.V.: 28.374)
Mio € erhöht. Der Anstieg der Bilanzsumme beruht im Wesentlichen auf der erstmaligen
Einbeziehung der ITC, die zum 1. Juli 2016 erworben wurde. Wir verweisen auf die Erläuterungen
zu den Unternehmenszusammenschlüssen in der Berichtsperiode im Anhang auf Seite 28
f. Die langfristigen Aktiva erhöhten sich um 5.032 Mio € auf 28.699 (i.V.: 23.668) Mio
€. Neben den Effekten aus dem Erwerb der ITC in Höhe von 5.980 Mio € wirkten sich
vornehmlich Wechselkurseffekte in Höhe von -802 Mio € aus. Die Zunahme der Geschäfts-
oder Firmenwerte um 1.701 Mio € auf 11.882 (i.V.: 10.181) Mio € war hauptsächlich
auf den Zugang des vorläufigen Geschäfts- oder Firmenwerts aus der ITC-Akquisition
in Höhe von 2.113 Mio € und Wechselkurseffekte von -428 Mio € zurückzuführen. Die
Veränderung der Sachanlagen um 2.621 Mio € auf 12.492 (i.V.: 9.871) Mio € war ebenfalls
weitgehend durch ITC in Höhe von 3.124 Mio € und durch Wechselkurseffekte von -267
Mio € bedingt. Sachanlagenzugängen von 541 Mio € standen Abschreibungen von 621 Mio
€ gegenüber. Die Veränderung der Finanzanlagen um 484 Mio € auf 2.316 (i.V.: 1.832)
Mio € betrifft vornehmlich die Erhöhung der Anteile an assoziierten Unternehmen um
94 Mio € und der Finanzinvestitionen um 286 Mio € sowie die Zunahme der Darlehen um
89 Mio €. Neben den Effekten aus der Übernahme der ITC von 235 Mio € wirkten sich
insbesondere die Entkonsolidierung eines amerikanischen Tochterunternehmens aufgrund
Kontrollverlusts im Rahmen eines freiwilligen Insolvenzverfahrens gemäß Chapter 11
Paragraph 524 (g) U.S. Bankruptcy Code sowie der Ausweis als Finanzinvestition in
Höhe von 249 Mio € aus. Die kurzfristigen Aktiva erhöhten sich um 1.984 Mio € auf 6.691 (i.V.: 4.707) Mio
€. Die Veränderungen ergaben sich überwiegend durch Effekte aus dem Erwerb der ITC
in Höhe von 2.236 Mio € und aus Währungseffekten von -64 Mio €. Die Vorräte erhöhten
sich um 567 Mio € auf 2.011 (i.V.: 1.444) Mio €. Bereinigt um die Auswirkungen aus
dem Erwerb der ITC in Höhe von 619 Mio € und Währungseinflüsse von -34 Mio € sanken
die Vorräte leicht um 18 Mio €. Dagegen stiegen die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen saisonbedingt um 857 Mio € auf 2.071 (i.V.: 1.215) Mio €, wovon 510 Mio
€ auf den Erwerb von ITC und -20 Mio € auf die Währungsumrechnung entfallen. Die liquiden
Mittel nahmen um 370 Mio € auf 1.720 (i.V.: 1.350) Mio € zu, im Wesentlichen aufgrund
der Begebung neuer Anleihen von 1.750 Mio € und eines Schuldscheindarlehens von 645
Mio € zu; gegenläufig wirkten sich die Rückzahlung zweier Anleihen von 971 Mio €,
von Commercial Papers von insgesamt 207 Mio € und der beanspruchten syndizierten Kreditlinie
von 116 Mio € aus. Aus dem Anteilserwerb der ITC ergaben sich übernommene Mittel von
612 Mio €. Die Veränderungen werden im Abschnitt Kapitalflussrechnung erläutert. Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital um 616 Mio € auf 16.592 (i.V.: 15.976)
Mio €. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus Änderungen des Konsolidierungskreises
von 563 Mio € und aus der Ausgabe neuer Aktien über insgesamt 735 Mio €, während sich
das Gesamtergebnis der Periode von -320 Mio € sowie die Dividendenzahlungen von 324
Mio € mindernd auswirkten. Das Gesamtergebnis setzt sich aus dem Überschuss der Periode
von 737 Mio € sowie vornehmlich aus den im sonstigen Ergebnis erfassten Effekten aus
der Währungsumrechnung von -935 Mio € sowie den versicherungsmathematischen Verlusten
von -123 Mio € zusammen. Die verzinslichen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 3.924 Mio € auf 10.635 (i.V.:
6.712) Mio €. Dies ist vornehmlich auf die Begebung neuer Anleihen sowie die übernommenen
Schulden der ITC in Höhe von 2.916 Mio € zurückzuführen. Insgesamt nahmen die Nettofinanzschulden
(verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich flüssiger Mittel) um 3.582 Mio € auf 8.868
(i.V.: 5.286) Mio € zu, wovon 2.176 Mio € von ITC übernommen wurden. Der Gesamtbetrag
der Rückstellungen erhöhte sich um 298 Mio € auf 2.722 (i.V.: 2.423) Mio €. Die Zunahme
der operativen Verbindlichkeiten um 3.019 Mio € auf 5.846 (i.V.: 2.827) Mio € ist
hauptsächlich bedingt durch die Übernahme der ITC in Höhe von 1.193 Mio € sowie die
im Zusammenhang mit dem Erwerb ausstehende Kaufpreisverbindlichkeit von 1.895 Mio
€. FinanzierungIn den ersten neun Monaten 2016 hat HeidelbergCement seine Finanzierungsstruktur mit
der Begebung von Schuldscheindarlehen und zweier Euroanleihen weiter gestärkt. Am 14. Januar 2016 hat HeidelbergCement Schuldscheindarlehen in Höhe von 625 Mio €
platziert, die am 4. Februar 2016 um 20 Mio € auf 645 Mio € aufgestockt wurden. Die
Schuldscheindarlehen haben eine Laufzeit bis zum 20. Januar 2022 und bestehen aus
einer Tranche mit variabler und einer Tranche mit fixer Verzinsung. Der fixe Zinssatz
liegt bei 1,85 % pro Jahr und der variable bei 1,5 % über dem 6-Monats-Euribor. Am 30. März 2016 hat HeidelbergCement unter seinem 10 Mrd € EMTN-Programm eine Euroanleihe
mit einem Emissionsvolumen von 1 Mrd € und einer siebenjährigen Laufzeit bis zum 30.
März 2023 begeben. Die Anleihe weist einen Festzins von 2,25 % p.a. auf. Der Ausgabekurs
lag bei 99,616 %, womit sich eine Rendite von 2,31 % ergab. Am 3. Juni 2016 hat HeidelbergCement unter dem EMTN-Programm eine weitere Euroanleihe
über 750 Mio € begeben. Die achtjährige Anleihe mit einer Laufzeit bis zum 3. Juni
2024 weist einen Festzins von 2,25 % p.a. auf. Der Ausgabekurs lag bei 98,963 %, womit
sich eine Rendite von 2,394 % ergab. Die Emissionserlöse der Schuldscheindarlehen und der Euroanleihen dienten zur Vorfinanzierung
der Akquisition von Italcementi. Damit reduzierte sich das Finanzierungsvolumen der
Brückenfinanzierung deutlich von 3,3 Mrd € auf den für das Pflichtangebot erforderlichen
Mindestbetrag von 2 Mrd €. Die Refinanzierung der Italcementi-Akquisition ist weitgehend
abgeschlossen. Gemäß den Anleihebedingungen aller seit 2009 begebenen Anleihen und den Dokumentationen
der Schuldscheine vom Dezember 2011 und Januar 2016 besteht eine Beschränkung bezüglich
der Neuaufnahme zusätzlicher Verschuldung, wenn der konsolidierte Deckungsgrad (d.h.
das Verhältnis des Gesamtbetrags des konsolidierten EBITDA zu dem Gesamtbetrag des
konsolidierten Zinsergebnisses) des HeidelbergCement Konzerns unter 2 ist. Das konsolidierte
EBITDA in Höhe von 3.233 Mio € und das konsolidierte Zinsergebnis in Höhe von 591
Mio € werden auf einer Pro-forma-Basis gemäß den Anleihebedingungen berechnet. Zum
30. September 2016 betrug der konsolidierte Deckungsgrad 5,47. Die Nettofinanzschulden stiegen gegenüber dem 30. September 2015 um 2.898 Mio € und
beliefen sich zum 30. September 2016 auf 8.868 (i.V.: 5.970) Mio €. Gegenüber dem
Jahresende 2015 beläuft sich die Zunahme auf 3.582 Mio €. Der Anstieg der Nettofinanzschulden
ist im Wesentlichen auf die erstmalige Konsolidierung von Italcementi sowie auf die
im Rahmen der Italcementi-Akquisition bis zum 30. September 2016 in bar geleisteten
Zahlungen zurückzuführen. Die verfügbare Liquidität aus Barmitteln, veräußerbaren Finanzinvestitionen und derivativen
Finanzinstrumenten sowie ungenutzten Kreditlinien belief sich per Ende September 2016
auf 4.559 Mio €. Kapitalerhöhung gegen SacheinlageIm Zusammenhang mit dem Erwerb des 45 %-Anteils an Italcementi von Italmobiliare hat
die HeidelbergCement AG im Juli 2016 eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage durchgeführt.
Die Ausgabe der 10,5 Mio neuen Aktien an Italmobiliare erfolgte aus dem Genehmigten
Kapital II unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre. Das Grundkapital der Gesellschaft
erhöhte sich dadurch von 563.749.431 € um 31.500.000 € auf 595.249.431 €. Die Durchführung
der Erhöhung des Grundkapitals wurde am 7. Juli 2016 in das Handelsregister eingetragen. West- und SüdeuropaIn der Mehrzahl der Länder des Konzerngebiets West- und Südeuropa hält die wirtschaftliche
Erholung an. Die deutsche Wirtschaft befindet sich dank der guten Binnenkonjunktur,
des intakten Arbeitsmarkts und des niedrigen Ölpreises weiterhin im Aufschwung. Auch
in Belgien und den Niederlanden setzt sich die Konjunkturerholung fort. In Großbritannien
zeigt sich die Wirtschaft nach dem Brexit-Votum robust. Das Wirtschaftswachstum lag
im dritten Quartal 2016 mit einer Rate von 0,5 % über den Erwartungen. Die spanische
Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs, jedoch wurden aufgrund der politischen Unsicherheit
viele öffentliche und private Bauprojekte verschoben. In Italien und Frankreich leiden
die Bauaktivitäten weiterhin unter der schwachen Wirtschaftsentwicklung. Mit der Erstkonsolidierung von Italcementi ab dem 1. Juli 2016 wurde das Konzerngebiet
West- und Südeuropa um Frankreich und Italien erweitert und unsere Marktstellung in
Spanien ausgebaut. In allen drei Ländern umfassen die hinzugekommenen Aktivitäten
jeweils Zement, Zuschlagstoffe und Transportbeton. Der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerngebiets West- und Südeuropa stieg in den
ersten neun Monaten um 29,3 % auf 15,3 (i.V.: 11,8) Mio t. Der deutliche Zuwachs ist
im Wesentlichen auf die Einbeziehung der Italcementi-Aktivitäten in Frankreich, Italien
und Spanien, aber auch auf die positive Nachfrageentwicklung in Deutschland, Benelux
und Großbritannien zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten
nahmen die Lieferungen um 4,2 % zu. Die Lieferungen unserer deutschen Werke profitierten
von der guten Nachfrageentwicklung insbesondere im Wohnungs- und Straßenbau. Auch
in Benelux legten unsere Absatzvolumen dank der Markterholung vor allem in den Niederlanden
zu. In Großbritannien ist die Zementnachfrage dank der positiven Entwicklung im Wohnungsbau
und großer Infrastrukturprojekte im Großraum London weiterhin hoch. Bisher waren keine
negativen Auswirkungen der Brexit-Entscheidung auf die Bauaktivitäten in Großbritannien
erkennbar. Produktionsausfälle aufgrund der Stürme im Februar und gesunkene Lieferungen
von gemahlenem Hüttensand führten jedoch zu einem nur geringfügigen Anstieg unseres
Absatzes. In Frankreich und Italien war die Zementnachfrage weiterhin schwach. In
Spanien fehlen aufgrund des Mangels an Infrastrukturprojekten wichtige Wachstumsimpulse
für den Zementverbrauch. Die Zuschlagstofflieferungen des Konzerngebiets verzeichneten mit 47,9 (i.V.: 41,7)
Mio t einen Anstieg um 14,8 %. Hierzu trugen insbesondere die neu einbezogenen Zuschlagstoffaktivitäten
von Italcementi in Frankreich, Italien und Spanien bei. Bereinigt um Konsolidierungseffekte
nahmen die Lieferungen um 0,8 % zu. Einem starken Absatzzuwachs in Deutschland standen
Mengenrückgänge in Benelux gegenüber. In Großbritannien wurde das Vorjahresniveau
leicht übertroffen. Der Transportbetonabsatz verzeichnete ein Plus von 25,7 % auf 10,4 (i.V.: 8,2) Mio
cbm. Ohne Berücksichtigung der Konsolidierungseffekte aus dem Einbezug der Transportbetonaktivitäten
von Italcementi in Frankreich, Italien und Spanien betrug der Zuwachs 7,2 %. Deutschland
und Benelux erzielten deutliche Mengensteigerungen. In Großbritannien lagen die Lieferungen
auf dem Vorjahresniveau. Der Absatz der Asphaltsparte in Großbritannien lag aufgrund
von Verzögerungen bei Autobahnarbeiten um 2,3 % unter dem Vorjahr. Der Umsatz des Konzerngebiets West- und Südeuropa nahm um 13,8 % auf 2.790 (i.V.:
2.452) Mio € zu. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten wurde
ein Anstieg um 4,3 % erzielt. Nord- und Osteuropa-ZentralasienDie wirtschaftliche Entwicklung in den Ländern des Konzerngebiets Nord- und Osteuropa-Zentralasien
zeigt ein gemischtes Bild: In Schweden begünstigt die robuste Konjunkturentwicklung
die Bauaktivitäten insbesondere im Wohnungsbau. In Norwegen hingegen hat sich die
wirtschaftliche Dynamik aufgrund des Ölpreisverfalls abgekühlt, aber die Nachfrage
aus großen Infrastrukturprojekten ist weiterhin stark. In Polen setzt sich die wirtschaftliche
Erholung fort und Infrastrukturprojekte begünstigen die Bauwirtschaft. In der Tschechischen
Republik beeinträchtigt ein Rückgang der staatlichen Investitionen die Bauaktivitäten.
Die rumänische Wirtschaft ist auf Wachstumskurs, aber es besteht weiterhin ein Mangel
an Infrastrukturprojekten. In Kasachstan leidet die Wirtschaft unter dem niedrigen
Ölpreis; die Bauwirtschaft profitiert jedoch von der Ausrichtung der EXPO 2017 in
der Hauptstadt Astana. Der Ukraine-Konflikt belastet die ukrainische und russische
Wirtschaft schwer. In der Ukraine dürfte sich die wirtschaftliche Lage im laufenden
Jahr etwas stabilisieren. Die russische Wirtschaft befindet sich aufgrund des niedrigen
Ölpreises weiterhin in der Rezession. Die Zement- und Klinkerlieferungen des Konzerngebiets Nord- und Osteuropa-Zentralasien
nahm in den ersten neun Monaten um 9,7 % auf 18,5 (i.V.: 16,8) Mio t zu. Der Absatzanstieg
ist auf die erstmalige Einbeziehung der Zementaktivitäten von Italcementi in Bulgarien,
Griechenland und Kasachstan, aber auch auf die insgesamt positive Entwicklung der
Zementnachfrage im Konzerngebiet zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten
belief sich der Zuwachs auf 4,7 %. Mit Ausnahme der baltischen Staaten, die einen
leichten Absatzrückgang verzeichneten, übertrafen unsere Lieferungen in allen Ländern
das Vorjahresniveau. Die höchsten Zuwächse erzielten Kasachstan (im Wesentlichen konsolidierungsbedingt),
die Tschechische Republik, Norwegen und Rumänien. Der Geschäftsbereich Zuschlagstoffe wies eine uneinheitliche Absatzentwicklung in
den einzelnen Konzernländern auf. In der Ukraine, der Slowakei und der Tschechischen
Republik gingen unsere Lieferungen teilweise stark zurück. Auch die Länder Nordeuropas
verzeichneten Mengeneinbußen. Deutliche Zuwächse erzielten hingegen Russland, Polen
und Kasachstan. Insgesamt lagen unsere Zuschlagstofflieferungen im Konzerngebiet mit
einem Minus von 0,9 % auf 24,3 (i.V.: 24,5) Mio t knapp unter dem Vorjahr. Konsolidierungseffekte
ergaben sich aus der erstmaligen Einbeziehung der Zuschlagstoffaktivitäten von Italcementi
in Griechenland und aus dem Erwerb von zwei Sand- und Kiesförderstätten in Polen im
Vorjahr. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten gingen die Lieferungen
um 4,3 % zurück. Die Transportbetonlieferungen stiegen um 13,9 % auf 4,6 (i.V.: 4,0) Mio cbm. Erstmals
einbezogen waren die Transportbetonaktivitäten von Italcementi in Griechenland und
Kasachstan. Darüber hinaus trugen auch sieben im Vorjahr erworbene Transportbetonwerke
in Polen zu dem Absatzzuwachs bei. Bereinigt um Konsolidierungseffekte nahmen die
Lieferungen um 5,8 % zu. Die nordeuropäischen Länder erzielten insgesamt einen deutlichen
Mengenanstieg. Der Umsatz des Konzerngebiets Nord- und Osteuropa-Zentralasien stieg um 13,0 % auf
1.767 (i.V.: 1.564) Mio €; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten
betrug der Zuwachs 4,7 %. Nordamerika
Im Konzerngebiet Nordamerika ist HeidelbergCement in den USA und in Kanada vertreten.
In den USA setzt sich die Erholung der Wirtschaft nach dem schwächer als erwarteten
zweiten Quartal fort. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal um 2,9 %.
Dies war die höchste Wachstumsrate in zwei Jahren. Der Arbeitsmarkt erweist sich als
sehr robust, auch wenn die Arbeitslosenquote im September geringfügig auf 5,0 % stieg.
Der Wohnungsbau zeigte im September gemischte Signale. Die Baubeginne lagen im September
um 9,0 % unter dem Vormonat und um 11,9 % unter dem Vergleichsmonat des Vorjahres.
Die Baugenehmigungen stiegen jedoch um 6,3 % gegenüber dem August und waren um 8,5
% höher als im September 2015. Mit der Integration von Italcementis Tochtergesellschaft Essroc in Nordamerika hat
das größte Konzerngebiet von HeidelbergCement seine Aktivitäten hauptsächlich im Nordosten
der USA und in Ostkanada erweitert. Sämtliche Zement-, Zuschlagstoff- und Transportbetonaktivitäten
von Essroc wurden in die Marktregion Nord eingegliedert. Der Baustoffabsatz von HeidelbergCement in Nordamerika profitierte in den ersten neun
Monaten 2016 von insgesamt positiven Marktbedingungen. In den kanadischen Prärieprovinzen
und in Südtexas machten sich weiterhin die Auswirkungen des Abschwungs in der Ölindustrie
bemerkbar. Im dritten Quartal wurden die Baustofflieferungen in einigen Märkten durch
anhaltende Regenfälle beeinträchtigt, insbesondere in der Region Nord und in Texas. Der Zementabsatz unserer nordamerikanischen Werke stieg in den ersten neun Monaten
um 13,9 % auf 10,6 (i.V.: 9,3) Mio t. Ohne Berücksichtigung der Konsolidierungseffekte
aus der Einbeziehung der Zementaktivitäten von Italcementi/Essroc betrug der Zuwachs
2,0 %. In der Marktregion Kanada machte sich in den Prärieprovinzen die schwache Nachfrage
aus dem Öl- und Bergbausektor bemerkbar. Die Mengeneinbußen konnten jedoch durch lebhafte
Bauaktivitäten in British Columbia teilweise ausgeglichen werden. In der Marktregion
West lag der Zementabsatz aufgrund der Beeinträchtigungen durch das regenreiche Wetterphänomen
El Niño in den ersten Monaten noch leicht unter dem Vorjahr. Die Region Süd hingegen
konnte ihre Lieferungen deutlich steigern. Der starke Absatzzuwachs der Region Nord
ist im Wesentlichen konsolidierungsbedingt, aber auch ohne Berücksichtigung der ehemaligen
Essroc-Aktivitäten wurde ein moderater Mengenanstieg erzielt. Sowohl in den USA als
auch in Kanada wurden in allen wichtigen Märkten Preiserhöhungen erfolgreich durchgeführt. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe standen Absatzeinbußen in der Region West Mengenzuwächse
in den Regionen Nord und Süd gegenüber. In Kanada blieben die Lieferungen stabil.
Insgesamt nahmen die Zuschlagstofflieferungen in den ersten neun Monaten um 4,3 %
auf 90,4 (i.V.: 86,7) Mio t zu. Bereinigt um Konsolidierungseffekte betrug der Anstieg
3,9 %. In den Regionen Süd und West konnten die Preise deutlich und in der Region
Nord moderat angehoben werden. In der Transportbetonsparte konnten die Mengeneinbußen
der Regionen Süd, West und Kanada durch den starken Absatzanstieg der Region Nord
nicht ganz ausgeglichen werden. Der Transportbetonabsatz blieb insgesamt mit 4,8 (i.V.:
4,8) Mio cbm um 0,9 % unter dem Vorjahresniveau. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten
betrug der Rückgang 5,8 %. Die Asphaltlieferungen stiegen aufgrund der starken Nachfrage
in den Regionen Nord und West um 13,9 % auf 3,1 (i.V.: 2,7) Mio t. Im Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-Sonstiges lag der Zementabsatz unseres
Joint Ventures Texas Lehigh Cement leicht über dem Vorjahresniveau. Der Gesamtumsatz in Nordamerika nahm um 6,4 % auf 2.984 (i.V.: 2.803) Mio € zu; ohne
Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten belief sich der Anstieg
auf 2,5 %. Asien-PazifikDie Schwellenländer Asiens setzen ihren Wachstumskurs fort. Für das laufende Jahr
wird mit Ausnahme Chinas eine leichte Belebung der wirtschaftlichen Dynamik erwartet.
In China hat sich die Konjunktur im dritten Quartal mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts
um 6,7 % stabilisiert. In Indien und Indonesien wird mit einem leichten Anstieg des
Wirtschaftswachstums gerechnet. In beiden Ländern profitiert die Bauwirtschaft von
steigenden Infrastrukturausgaben. Australien verzeichnet trotz der rückläufigen Investitionen
im Rohstoffsektor eine robuste Wirtschaftsentwicklung. Der Bausektor profitiert von
den lebhaften Aktivitäten im Wohnungsbau an der Ostküste. Die Zement- und Klinkerlieferungen des Konzerngebiets Asien-Pazifik nahmen in den
ersten neun Monaten um 17,1 % auf 19,9 (i.V.: 17,0) Mio t zu. Der Anstieg ist im Wesentlichen
auf die erstmalige Einbeziehung der Zementaktivitäten von Italcementi in Indien und
Thailand zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten betrug
der Absatzzuwachs 0,6 %. Begünstigt durch wachsende Infrastrukturausgaben stieg der inländische Zementverbrauch
in Indonesien in den ersten neun Monaten 2016 um 2,9 % gegenüber dem Vorjahr. Der
Zementinlandsabsatz von Indocement nahm um 2,4 % ab. Die gegenüber dem Gesamtmarkt
schwächere Absatzentwicklung von Indocement ist durch die schwache Entwicklung in
den Heimatmärkten bedingt. Jakarta verzeichnete einen Marktrückgang von 10,6 %, Banten
von 9,9 % und West Java von 1,7 %. Hingegen wuchsen weit entfernte Märkte wie Sumatra
und Sulawesi um 7,1 % bzw. 19,3 %. Der Eintritt neuer Kapazitäten vor allem in West
Java hat zu verstärktem Preisdruck geführt; die durchschnittlichen Verkaufspreise
von Indocement lagen daher unter dem Vorjahresniveau. Die Exporte haben sich ausgehend
von einem niedrigen Niveau mehr als verdoppelt. Indocement erwartet einen Anstieg
der inländischen Zementnachfrage ab dem vierten Quartal 2016 aufgrund der kürzlich
verabschiedeten Steueramnestie, die es der Regierung ermöglichen wird, das Infrastrukturprogramm
zu finanzieren und fortzuführen. Auch der aus dem Infrastrukturprogramm resultierende
Multiplikatoreffekt auf den Immobiliensektor wird sich positiv auf den Zementverbrauch
auswirken. Die neue integrierte Produktionslinie im Werk Citeureup mit einer Zementkapazität
von 4,4 Mio t wurde Ende Oktober 2016 eingeweiht. Aufgrund der deutlich reduzierten
Produktionskosten wird die neue Produktionslinie die Wettbewerbsfähigkeit von Indocement
erheblich verbessern und die Kostenführerschaft von Indocement weiter stärken. In Indien nahmen die Zement- und Klinkerlieferungen unserer in Zentral- und Südindien
gelegenen Werke in den ersten neun Monaten um 38,1 % zu. Der Anstieg ist im Wesentlichen
auf die erstmalige Einbeziehung der Zementaktivitäten von Italcementi in Südindien
zurückzuführen. In Zentralindien sind die Verkaufspreise in der Berichtsperiode deutlich
gestiegen und lagen im Durchschnitt leicht über dem Vorjahr. In Südindien erholen
sich die Verkaufspreise allmählich, liegen aber noch deutlich unter dem Vorjahresniveau. In Bangladesh verzeichneten unsere Zementlieferungen einen Zuwachs im zweistelligen
Prozentbereich. Umsatz und Ergebnis verbesserten sich deutlich. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe konnte der deutliche Absatzzuwachs in Australien
Mengeneinbußen in Malaysia mehr als ausgleichen. Auch in Indonesien verzeichneten
unsere Zuschlagstofflieferungen einen erfreulichen Anstieg. Insgesamt erhöhte sich
der Absatz von Zuschlagstoffen um 7,4 % auf 28,8 (i.V.: 26,8) Mio t. Ohne Berücksichtigung
von Konsolidierungseffekten nahmen die Zuschlagstofflieferungen um 3,5 % ab. Zur Sicherung
von Rohstoffreserven und zur Stärkung unserer Marktposition in Australien haben wir
im Januar 2016 das Zuschlagstoffunternehmen Rocla Quarry Products (RQP) erworben.
RQP betreibt zwölf große Sandgruben in den Metropolregionen von Perth, Adelaide, Melbourne
und Sydney mit einer Produktion von rund 6 Mio t im Jahr. Auch die erstmals einbezogenen
Zuschlagstoffaktivitäten von Italcementi in Thailand trugen zu dem Absatzanstieg bei. In der Transportbetonsparte standen einer leichten Mengensteigerung in Australien
deutliche Volumenrückgänge in Indonesien und Malaysia gegenüber. Die Transportbetonlieferungen
blieben mit einem geringfügigen Minus von 0,4 % auf 8,0 (i.V.: 8,0) Mio cbm nahezu
konstant. Ohne Berücksichtigung des Konsolidierungseffekts aus der erstmaligen Einbeziehung
der Transportbetonaktivitäten von Italcementi in Thailand nahm der Transportbetonabsatz
um 3,5 % ab. In der Asphaltsparte führte die schwache Nachfrage in Malaysia zu einem
Absatzrückgang um 15,4 %. In China lagen die Zementlieferungen unserer Gemeinschaftsunternehmen in den Provinzen
Guangdong und Shaanxi aufgrund der schwachen Nachfrageentwicklung unter dem Vorjahresniveau.
In Australien hingegen erzielte unser Joint Venture Cement Australia einen deutlichen
Absatzzuwachs. Der Umsatz des Konzerngebiets Asien-Pazifik erhöhte sich um 1,1 % auf 2.081 (i.V.:
2.059) Mio €; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten nahm
der Umsatz um 5,4 % ab. Afrika- Östlicher MittelmeerraumDie afrikanischen Staaten südlich der Sahara verzeichnen insgesamt eine weiterhin
robuste Wirtschaftsentwicklung und lebhafte Bauaktivitäten. In Ghana mehren sich die
Zeichen für eine wirtschaftliche Erholung. In Ägypten und Marokko profitieren die
Bauaktivitäten von Infrastrukturprojekten. In der Türkei setzt sich die Konjunkturbelebung,
die im vierten Quartal 2015 eingesetzt hat, dank der guten Inlandsnachfrage fort. Der Geschäftsbereich Zement umfasst neben den bisherigen Aktivitäten in neun afrikanischen
Ländern südlich der Sahara nunmehr auch die mit dem Erwerb von Italcementi hinzugekommenen
Tochtergesellschaften in Ägypten, Marokko, Mauretanien und Gambia. Die Zement- und
Klinkerlieferungen erhöhten sich in den ersten neun Monaten um 54,9 % auf 8,7 (i.V.:
5,6) Mio t. Der Absatzanstieg ist im Wesentlichen auf die Einbeziehung der Italcementi-Aktivitäten
in Nordafrika, aber auch auf Wachstum in einigen Ländern südlich der Sahara zurückzuführen.
Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten nahmen die Lieferungen leicht um
1,1 % ab. In Togo, Tansania und Burkina Faso profitierten unsere Liefermengen neben
dem anhaltenden Wachstum des Zementverbrauchs auch von den neuen Produktionskapazitäten,
die Ende 2014 in Betrieb gegangen sind. Absatzsteigerungen verzeichneten auch Benin
und Sierra Leone. In Ghana blieben unsere Lieferungen aufgrund des intensiven Wettbewerbs
durch inländische Produzenten und vermehrter Importe dagegen unter dem Vorjahresniveau.
Die Zementpreise gingen in einigen Ländern südlich der Sahara infolge des gestiegenen
Wettbewerbsdrucks, insbesondere durch Importe, aber auch durch die Inbetriebnahme
neuer Produktionskapazitäten durch Wettbewerber, teilweise deutlich zurück. Im April 2016 haben wir in Mosambik 100 % der Anteile am Zementunternehmen Austral
Cimentos Sofala S.A. (ACS) erworben. ACS betreibt in Dondo nahe der Hafenstadt Beira
ein Zementmahlwerk mit einer Kapazität von rund 350.000 t. Mit dem Erwerb stärkt HeidelbergCement
seine Marktpräsenz im südöstlichen Afrika. Aufgrund der guten Wachstumsaussichten baut HeidelbergCement seine Aktivitäten in
Afrika weiter aus. Im Norden von Togo errichten wir derzeit eine Zementmahlanlage
mit einer Kapazität von rund 250.000 t, deren Fertigstellung im ersten Halbjahr 2017
geplant ist. Auch in Benin bauen wir unsere Zementkapazität durch die Errichtung einer
weiteren Zementmühle im Mahlwerk Cotonou weiter aus. Die Inbetriebnahme der neuen
Mühle mit einer Kapazität von 250.000 t ist ebenfalls für 2017 vorgesehen. In der
Demokratischen Republik Kongo errichten wir in unserem nahe der Hauptstadt Kinshasa
gelegenen Zementwerk Cimenterie de Lukala eine neue integrierte Produktionslinie.
Mit der bis Ende 2017 vorgesehenen Fertigstellung wird sich die Zementkapazität des
Werks auf 0,8 Mio t erhöhen. Ferner prüfen wir Optionen für Kapazitätserweiterungen
in anderen afrikanischen Ländern. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe ist HeidelbergCement neben kleineren Aktivitäten
in einigen afrikanischen Ländern südlich der Sahara im Wesentlichen in Israel und
Marokko tätig. Die Zuschlagstofflieferungen stiegen insgesamt um 16,3 % auf 7,3 (i.V.:
6,3) Mio t. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten betrug der Zuwachs 9,7
%. In der Transportbetonsparte ist HeidelbergCement in Israel, Ägypten und Marokko
vertreten. Der Transportbetonabsatz wuchs um 27,1 % auf 2,5 (i.V.: 2,0) Mio cbm. Bereinigt
um Konsolidierungseffekte belief sich der Anstieg auf 3,4 %. Das Asphaltgeschäft in
Israel verzeichnete einen Mengenzuwachs von 19,9 %. Der Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-Sonstiges umfasst im Wesentlichen die
Zement-, Zuschlagstoff- und Transportbetonaktivitäten unseres türkischen Joint Ventures
Akçansa. Der Zement- und Klinkerabsatz von Akçansa stieg in den ersten neun Monaten
um 4,6 %. Während die Zuschlagstofflieferungen einen starken Zuwachs verzeichneten,
ging der Transportbetonabsatz deutlich zurück. Der Umsatz des Konzerngebiets Afrika-Östlicher Mittelmeerraum stieg um 23,8 % auf
891 (i.V.: 720) Mio €; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten
nahm der Umsatz um 2,1 % ab. KonzernserviceDer Konzernservice umfasst die Aktivitäten unseres Tochterunternehmens HC Trading,
einer der größten internationalen Handelsgesellschaften für Zement und Klinker. Das
Unternehmen ist ebenfalls zuständig für den Kauf und die Lieferung von Kohle und Petrolkoks
auf dem Seeweg an eigene Standorte und an andere Zementunternehmen weltweit. Ebenfalls
einbezogen sind Interbulk Trading, das Handelsunternehmen von Italcementi, das weltweiten
Seehandel mit Zement, Klinker und festen Brennstoffen betreibt, sowie Zement- und
Transportbetonaktivitäten in Kuwait und Saudi-Arabien. Der Handel mit Zement, Klinker und sonstigen Baustoffen wie Kalk und Trockenmörtel
nahm in den ersten neun Monaten um 12,6 % auf 12,5 (i.V.: 11,1) Mio t zu. Ohne Berücksichtigung
von Konsolidierungseffekten betrug der Anstieg 4,1 %. Die Lieferungen von Kohle und
Petrolkoks stiegen um 8,1 % auf 5,2 (i.V.: 4,8) Mio t. Bereinigt um Konsolidierungseffekte
belief sich der Zuwachs auf 1,8 %. Der Umsatz des Bereichs Konzernservice nahm aufgrund gesunkener Klinker- und Kohlepreise
um 6,6 % auf 738 (i.V.: 791) Mio € ab; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs-
und Währungseffekten belief sich der Rückgang auf 14,4 %. MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl von HeidelbergCement lag Ende September 2016 bei 61.945 (i.V.:
46.772). Die Zunahme um 15.173 Mitarbeiter resultiert im Wesentlichen aus der Akquisition
von Italcementi. Personelle Veränderung im AufsichtsratHerr Hans Georg Kraut, Leiter des Zementwerks Schelklingen und Vertreter der leitenden
Angestellten im Aufsichtsrat, ist zum 31. Juli 2016 in den Ruhestand gegangen und
aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Sein Nachfolger im Aufsichtsrat wurde Ersatzmitglied
Stephan Wehning, bisher Leiter des Zementwerks Ennigerloh und neuer Leiter des Zementwerks
Schelklingen. Übernahme von ItalcementiAm 1. Juli 2016 hat HeidelbergCement den Erwerb einer Beteiligung von 45,0 % an der
Italcementi S.p.A. von der Italmobiliare S.p.A. abgeschlossen. Alle Bedingungen für
den Abschluss der Transaktion wurden nach Erhalt der noch ausstehenden Genehmigungen
der EU-Kommission am 26. Mai 2016 und der US-Wettbewerbsbehörde (Federal Trade Commission
- FTC) am 17. Juni 2016 erfüllt. Beide Freigaben waren zur Ausräumung wettbewerbsrechtlicher
Bedenken mit der Auflage zum Verkauf von Aktivitäten in Belgien bzw. in den USA verbunden. Mit dem Abschluss der Transaktion hat HeidelbergCement 157,17 Mio Stammaktien, bzw.
45,0 % des Aktienkapitals von Italcementi, für einen Gesamtkaufpreis von 1,60 Mrd
€ erworben. 82,82 Mio der Stammaktien wurden gegen Barzahlung, die übrigen 74,35 Mio
Stammaktien wurden durch Ausgabe von 10,5 Mio neuen HeidelbergCement-Aktien erworben. Darüber hinaus hat HeidelbergCement im September 2016 parallel zum öffentlichen Übernahmeangebot
an die Italcementi-Aktionäre weitere 14,0 Mio Italcementi-Aktien, was einem Anteil
von 4,0 % entspricht, über die Börse erworben. Mit der Transaktion erwirbt HeidelbergCement ein Portfolio von Werken und Förderstätten,
das die internationale Präsenz des Unternehmens geografisch perfekt ergänzt. Italcementi
ist in 22 Ländern tätig und verfügt über starke Marktpositionen in Frankreich, Italien,
den USA und in Kanada. Darüber hinaus ist das Unternehmen in Schwellenländern mit
hohem Wachstumspotenzial wie Indien, Ägypten, Marokko und Thailand aktiv. Neben seinen
modernen und leistungsfähigen Werken besitzt Italcementi umfangreiche Reserven in
den Bereichen Zement und Zuschlagstoffe. Durch den Zusammenschluss mit Italcementi wird HeidelbergCement Weltmarktführer bei
Zuschlagstoffen, zweitgrößter Hersteller von Zement und die weltweite Nummer drei
bei Transportbeton. Die sehr gut passende geografische Präsenz von Italcementi stärkt
die Aktivitäten von HeidelbergCement in jeder Kernregion. So weitet HeidelbergCement
seine internationale Präsenz mit der Akquisition auf mehrere bedeutende Märkte aus,
in denen es keine Überschneidungen zwischen den beiden Unternehmen gibt. Das starke
Portfolio in Westeuropa wird um führende Marktpositionen in Frankreich und Italien
erweitert. In Nordamerika werden die Aktivitäten von HeidelbergCement insbesondere
in Ost-Kanada komplettiert. Die Transaktion stärkt die Präsenz in den USA, in Indien
und Kasachstan. Zudem wird HeidelbergCement erstmals attraktive Marktpositionen in
schnell wachsenden Märkten wie Ägypten, Marokko und Thailand erlangen. In Europa bringt
Italcementi kosteneffiziente Exportstandorte an den Küsten Bulgariens und Spaniens
ein. Durch die Transaktion erhält HeidelbergCement ferner attraktive Aktivitäten in
dynamisch wachsenden Metropolregionen wie Paris, Mailand, Kairo, Marrakesch, Chennai
und Bangkok und stärkt damit seinen strategischen Fokus auf urbane Zentren. Am 16. September 2016 teilte die marokkanische Börsenaufsicht das Ergebnis des öffentlichen
Pflichtangebots an die Minderheitsaktionäre von Ciments du Maroc SA mit. Durch das
Pflichtangebot hat HeidelbergCement von den insgesamt rund 5,4 Mio ausstehenden Aktien
3.753 Aktien erworben. Italcementi-Integration schneller als geplantBereits mit der Übernahme der Kontrolle Anfang Juli wurde in allen wesentlichen Landesorganisationen
von Italcementi das Management ausgewechselt und die Management-Philosophie sowie
das Bonussystem von HeidelbergCement eingeführt. Redundante Hauptverwaltungen auf
Länderebene wurden geschlossen und die Aktivitäten an einem Standort konzentriert.
Die Umsetzung der Synergien erfolgt schneller als geplant und HeidelbergCement rechnet
mit auf das Gesamtjahr hochgerechnete Einsparungen von rund 135 Mio €. Bis Ende Oktober
wurden bereits mehr als 1.300 Stellen abgebaut und damit deutlich mehr als die ursprünglich
bis zum Jahresende 2016 geplanten knapp 500. Stattdessen wird nun mit einem Abbau
von rund 1.500 Stellen bis Jahresende gerechnet. Insgesamt sind mindestens 2.500 Stellen
von der Restrukturierung betroffen. Aufgrund der guten Fortschritte ist HeidelbergCement
sehr zuversichtlich, das Synergieziel von 400 Mio € zu übertreffen. Neue Effizienz-Verbesserungsprogramme gestartetIm Rahmen der Neuordnung des Vorstands zu Jahresbeginn und der Akquisition von Italcementi
wurden zwei neue Kompetenzzentren geschaffen: Das Competence Center RMC soll unter
dem gleichenamingen Programm die operative Effizienz des Bereichs Transportbeton steigern
und Margenverbesserungen von 120 Mio € innerhalb von drei Jahren erzielen. Der Schwerpunkt
liegt dabei auf Optimierungen in den Bereichen Logistik und Betonrezepturen. Unterstützt
durch das Kompetenzzentrum Global Market Intelligence and Sales Processes soll das
Programm "Sales is a Science" das Vertriebsmanagement weiter professionalisieren mit
dem Ziel, Best-in-Class zu werden. Der Schwerpunkt liegt hier auf den Themen Marktforschung,
Vertriebsprozesse und Preismanagement. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag - Übernahme von Italcementi abgeschlossenHeidelbergCement hat am 12. Oktober 2016 die nach dem öffentlichen Übernahmeangebot
noch ausstehenden Anteile an Italcementi erworben. Damit ist HeidelbergCement nun
der einzige Aktionär von Italcementi und verfügt über 100 % des Aktienkapitals. Die
Börsennotierung der Italcementi-Aktien wurde am gleichen Tag eingestellt. Einzelheiten
zum Erwerb von Italcementi und zu allen mit der Übernahme verbundenen Transaktionen
werden im Anhang auf den Seiten 28 f. und 33 erläutert. AusblickDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seiner jüngsten Prognose vom Oktober
2016 die Wachstumsrate für die Weltwirtschaft im Jahr 2016 auf 3,1 % und damit um
0,1 Prozentpunkte im Vergleich zur Prognose im April 2016 gesenkt. Die Reduzierung
der Prognose spiegelt die erwarteten Konsequenzen einer erheblich gestiegenen makroökonomischen
und politischen Unsicherheit als Folge der Brexit-Entscheidung und ein langsamer als
erwartetes Wachstum in den USA in der ersten Jahreshälfte wieder. Der IWF geht nun
davon aus, dass die Wachstumsrate in den Industrieländern 2016 um 0,5 Prozentpunkte
sinkt und in den Schwellenländern leicht um 0,2 Prozentpunkte ansteigt. Zu den Risikofaktoren für die Entwicklung der Weltwirtschaft gehören neben den aktuell
noch schwer einzuschätzenden Folgen des Brexit weiterhin auch die Entwicklung des
Ölpreises, die Auswirkungen geldpolitischer Maßnahmen, insbesondere der amerikanischen
Notenbank, auf Kapitalflüsse und Wechselkurse in den Schwellenländern sowie geopolitische
Risiken aus den Krisen und Konflikten im Nahen Osten und im Osten der Ukraine. In Nordamerika erwartet HeidelbergCement im Einklang mit dem IWF eine Fortsetzung
der wirtschaftlichen Erholung und damit eine weitere Zunahme der Nachfrage nach Baustoffen.
In West- und Nordeuropa wird eine positive Marktentwicklung erwartet. Diese basiert
auf der weiterhin robusten Konjunktur in Deutschland und einer stabilen wirtschaftlichen
Entwicklung in Nordeuropa und Benelux. Bisher konnten wir negative Auswirkungen der
Brexit-Entscheidung auf die Nachfrage nach Baustoffen in Großbritannien noch nicht
feststellen. In Osteuropa rechnen wir mit einer steigenden Nachfrage nach Baustoffen
unter anderem aufgrund des EU-Infrastrukturprogramms. Die Krise im Osten der Ukraine
beeinträchtigt weiterhin Absatz und Ergebnis des Landes. Die wirtschaftliche Lage
in Russland und Kasachstan bleibt wegen des niedrigen Ölpreises schwierig. In den
Märkten Afrikas erwarten wir neben einer Fortsetzung des Nachfragewachstums auch eine
Zunahme des Wettbewerbs. In Asien rechnet HeidelbergCement insgesamt mit einer Belebung
der Nachfrage, insbesondere aufgrund steigender Infrastrukturinvestitionen in Indonesien
und Indien. Gleichzeitig haben sich die Zementkapazität und damit auch der Wettbewerb
in Indonesien durch den Eintritt neuer Produzenten deutlich erhöht. Für China werden
ein weiterer Nachfragerückgang und ein Anstieg der Überkapazitäten erwartet. Die Auswirkungen
auf den Export sind jedoch begrenzt, da ein Großteil der chinesischen Kapazitäten
im Landesinneren liegt. Aufgrund der insgesamt positiven Nachfrageentwicklung und der Inbetriebnahme neuer
Kapazitäten geht HeidelbergCement sowohl ohne als auch unter Berücksichtigung der
Konsolidierung von Italcementi (auf Pro-forma-Basis für die Jahre 2015 und 2016) von
steigenden Absatzzahlen für die Kernprodukte Zement, Zuschlagstoffe und Transportbeton
aus. Vor Konsolidierung von Italcementi erwartet HeidelbergCement für das Jahr 2016 eine
stabile Kostenbasis für Energie unter Annahme von im Jahresdurchschnitt niedrigeren
Preisen und steigenden Absatzmengen. Für Rohstoffe und Personal wird mit einem moderaten
Kostenanstieg gerechnet. HeidelbergCement konzentriert sich weiterhin auf die kontinuierliche
Erhöhung der Effizienz und Margen. Zu diesem Zweck wurden in den Bereichen Zement
und Zuschlagstoffe sogenannte "Continuous Improvement" Programme gestartet, die eine
Kultur der kontinuierlichen Verbesserungen von operativen und kommerziellen Arbeitsprozessen
auf Mitarbeiterebene schaffen sollen. Durch Prozessoptimierungen sollen in beiden
Bereichen jeweils mindestens 120 Mio € an nachhaltigen Ergebnisverbesserungen über
einen Dreijahreszeitraum erzielt werden. Das Programm "CIP" für den Zementbereich
startete Anfang 2015; das Programm "Aggregates CI" für den Zuschlagstoffbereich wurde
Anfang 2016 eingeführt. Darüber hinaus optimieren wir mit dem Programm "LEO" weiterhin
unsere Logistik mit dem Ziel, Kostensenkungen in Höhe von 150 Mio € in einem Zeitraum
von mehreren Jahren zu erreichen. Zusätzlich soll das Programm "FOX" im Einkauf Kosteneinsparungen
von rund 100 Mio € erzielen. Für 2016 erwarten wir unter Berücksichtigung der Übernahme von Italcementi stabile
Finanzierungskosten, da sich Einsparungen in der ersten Jahreshälfte auf der einen
Seite und ein Anstieg der Finanzierungskosten durch die Finanzierung des Kaufpreises
und der Übernahme der Schulden der Italcementi-Gruppe in der zweiten Jahreshälfte
auf der anderen Seite in etwa ausgleichen. Die bisherige Prognose für HeidelbergCement wird bestätigt und gilt nun auch inklusive Italcementi, d.h. inklusive Italcementi in den Jahren 2015 und 2016 sowie bereinigt um Wechselkurs- und Konsolidierungseffekte und Erträge aus dem Verkauf von CO2 -Rechten soll der Umsatz moderat und das operative Ergebnis moderat bis deutlich gesteigert werden. Der zügige Abschluss der Italcementi-Übernahme und die schnell voranschreitende Integration
stimmen uns für die weitere Entwicklung sehr positiv. Wir sind sehr zuversichtlich,
das Synergieziel von 400 Mio € zu übertreffen. Darüber hinaus haben wir im Rahmen
der Integration zwei neue globale Kompetenzzentren für Transportbeton und Vertriebsmanagement
geschaffen, die Margenpotenziale in diesen Bereichen heben sollen. Insgesamt sehen
wir uns sehr gut aufgestellt, unsere strategischen Schwerpunkte - Wertschaffung für
Aktionäre und kontinuierliches Wachstum - erfolgreich voranzutreiben. Ein solides
Investment Grade Rating bleibt weiterhin unser erklärtes Ziel. Operativ setzen wir
unverändert auf die vier strategischen Hebel: einen hohen operativen Leverage, die
Verteidigung der Kostenführerschaft, eine ausgeprägte vertikale Integration und eine
optimale geografische Aufstellung. Dadurch steigern wir unsere Effizienz und die Zufriedenheit
unserer Kunden, insbesondere in den stark wachsenden Metropolen der Welt. Unsere globalen
Programme zur Kosten- und Prozessoptimierung sowie Margensteigerung werden wir auch
2016 konsequent fortsetzen. Dazu gehören insbesondere die "Continuous Improvement"
Programme für Zuschlagstoffe ("Aggregates CI") und für Zement ("CIP") sowie "FOX"
für den Einkauf. Der Ausblick für die Weltwirtschaft ist positiv, auch wenn die makroökonomischen und
politischen Risiken nach der Brexit-Entscheidung gestiegen sind. HeidelbergCement
wird weiterhin von der guten und stabilen wirtschaftlichen Entwicklung in den Industriestaaten,
insbesondere in den USA, Deutschland, Nordeuropa und Australien, profitieren. Mit
der Akquisition von Italcementi haben wir unsere globale Marktstellung gestärkt. In
unseren Kerngeschäftsbereichen Zuschlagstoffe, Zement und Transportbeton belegen wir
weltweit die Plätze 1, 2 und 3. In den kommenden Jahren wollen wir weiter konsequent
ausbauen, was HeidelbergCement vom Wettbewerb unterscheidet: Kostenführerschaft und
operative Exzellenz. Gleichzeitig haben wir uns vorgenommen, bei der Ertragskraft
für die Aktionäre ein nachhaltiges Niveau zu erreichen, das es in diesem Unternehmen
bisher noch nicht gab. Weitere Angaben zum AusblickDem Vorstand von HeidelbergCement liegen keine neuen, über die im vorangegangenen
Abschnitt erwähnten Entwicklungen hinausgehenden Erkenntnisse vor, dass sich die im
Geschäftsbericht 2015 im Kapitel Prognosebericht auf den Seiten 110 ff. abgegebenen
wesentlichen Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung von
HeidelbergCement und des unternehmerischen Umfelds für das Geschäftsjahr 2016 wesentlich
verändert haben. Im Ausblick gehen wir auf die erwartete zukünftige Entwicklung von HeidelbergCement
und des unternehmerischen Umfelds im weiteren Jahresverlauf 2016 ein. In diesem Zusammenhang
weisen wir darauf hin, dass dieser Quartalsfinanzbericht zukunftsgerichtete Aussagen
enthält, die auf den derzeit verfügbaren Informationen sowie den gegenwärtigen Annahmen
und Prognosen der Unternehmensleitung von HeidelbergCement beruhen. Solche Aussagen
sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet und können daher deutlich
von der tatsächlich eintretenden Entwicklung abweichen. HeidelbergCement übernimmt
keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, die in diesem Quartalsfinanzbericht
gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren. Risiko- und ChancenberichtDie Risikopolitik von HeidelbergCement orientiert sich an der Unternehmensstrategie,
die auf die Bestandssicherung und die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts
ausgerichtet ist. Unternehmerisches Handeln ist stets zukunftsorientiert und daher
mit Risiken behaftet. Risiken zu identifizieren, sie zu verstehen und systematisch
einzugrenzen, unterliegt der Verantwortung des Vorstands und ist eine Hauptaufgabe
aller Führungskräfte. HeidelbergCement ist zahlreichen Risiken ausgesetzt, die nicht
grundsätzlich vermieden, sondern akzeptiert werden, wenn sie sich im Rahmen der rechtlichen
und ethischen Grundsätze unternehmerischen Handelns bewegen und sie zu den damit verbundenen
Chancen in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Das Chancen- und Risikomanagement
von HeidelbergCement ist über konzernweite Planungs- und Steuerungssysteme eng miteinander
verbunden. Die Chancen werden in der jährlich erstellten operativen Planung erfasst
und im Rahmen der monatlichen Finanzberichterstattung verfolgt. Die unmittelbare Verantwortung,
Chancen frühzeitig zu erkennen und wahrzunehmen, obliegt dem operativen Management
in den Ländern sowie den zentralen Konzernabteilungen. In der ganzheitlichen Betrachtung von Einzelrisiken sowie der Gesamtrisikoposition
sind aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden oder andere bedeutende Risiken
erkennbar. Unser konzernweit standardisiertes Kontroll- und Risikomanagementsystem
stellt sicher, dass wesentliche Risiken, deren Eintritt die wirtschaftliche Lage des
Konzerns erheblich verschlechtern würde, frühzeitig identifiziert werden. Risiken, die sich im Geschäftsjahr 2016 und auf absehbare Zeit danach auf unsere Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken könnten, sowie die Chancen sind ausführlich
im Geschäftsbericht 2015 im Kapitel Risiko- und Chancenbericht auf den Seiten 121
ff. dargestellt. Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und anhängigen Verfahren, die die
erworbene Italcementi-Gruppe betreffen, werden im Halbjahresbericht 2016 von Italcementi
auf Seite 31 f. erläutert In seinem Weltwirtschaftsausblick vom Oktober 2016 hat der Internationale Währungsfonds
(IWF) die Wachstumsrate für die Weltwirtschaft im laufenden Jahr um 0,1 Prozentpunkte
im Vergleich zur Prognose vom April 2016 gesenkt und erwartet nun für 2016 einen Anstieg
der globalen Wirtschaftsleistung um 3,1 %. Dies bedeutet eine leichte Verlangsamung
des Wirtschaftswachstums im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte. Die Rücknahme
der Prognose spiegelt unter anderem das Ausmaß der wirtschaftlichen und politischen
Unsicherheit als Folge des Brexit-Votums wider. Neben dem IWF haben auch andere Institutionen
einschließlich der britischen Notenbank die Wachstumsprognosen für die britische Wirtschaft
gesenkt. Die aus dem Brexit-Votum resultierende Unsicherheit könnte sich negativ auf
die britische Bauwirtschaft und die Nachfrageentwicklung für Baustoffe auswirken.
Allerdings erwarten auch viele Experten, dass die britische Regierung etwaigen negativen
Entwicklungen durch entsprechende Konjunkturprogramme begegnen würde. Bisher konnten
wir negative Auswirkungen der Brexit-Entscheidung auf die Nachfrage nach Baustoffen
in Großbritannien noch nicht feststellen. Die Risiken aus volatilen Energie- und Rohstoffpreisen sowie Wechselkursen sind weiterhin
hoch. Geopolitische Risiken resultieren insbesondere aus den politischen Krisen und
militärischen Konflikten im Nahen Osten sowie im Osten der Ukraine. Herausforderungen
in den Industriestaaten sind die niedrige Inflation, die Konsolidierung der Staatshaushalte,
die Reform des Finanzsektors und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Die Schwellenländer
sehen sich nicht nur mit schwächeren Wachstumsraten, sondern auch mit den Risiken
weiterer Kapitalabflüsse und Währungsabschwächungen konfrontiert. Insbesondere in
rohstoffexportierenden Ländern erwachsen Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung
auch aus der steigenden Staatsverschuldung. Unsicherheiten bestehen weiterhin hinsichtlich
der Stabilität des globalen Finanzsystems. HeidelbergCement bilanziertGewinn- und Verlustrechnung des Konzernsscroll
Gesamtergebnisrechnung des Konzernsscroll
Kapitalflussrechnung des Konzernsscroll
Bilanz des KonzernsAktivascroll
Passivascroll
Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzernsscroll
scroll
Segmentberichterstattung / Anhangscroll
scroll
scroll
1)
Beinhaltet Konzernfunktionen, die Eliminierung von konzerninternen Verflechtungen
zwischen den Segmenten sowie das zusätzliche ordentliche Ergebnis. Anhang zum KonzernzwischenabschlussBilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer Konzernzwischenabschluss der HeidelbergCement AG zum 30. September 2016 wurde
auf Basis des IAS 34 (Interim Financial Reporting) aufgestellt. Es wurden alle zum
Abschlussstichtag verbindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS)
einschließlich der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) angewendet,
die durch die EU-Kommission in europäisches Recht übernommen wurden. In Einklang mit den Regelungen des IAS 34 wurde ein im Vergleich zum Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2015 verkürzter Berichtsumfang mit ausgewählten Anhangangaben gewählt.
Die bei der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses angewendeten Bilanzierungs-
und Bewertungsgrundsätze entsprechen grundsätzlich denen des Konzernabschlusses zum
31. Dezember 2015. Detaillierte Erläuterungen finden sich auf den Seiten 180 f. im
Anhang des Geschäftsberichts 2015, der die Grundlage für diesen Zwischenabschluss
darstellt. In Übereinstimmung mit IAS 34 wurden die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und
vom Ertrag in der Berichtsperiode auf Basis des Steuersatzes abgegrenzt, der für das
gesamte Geschäftsjahr erwartet wird. Der Konzernzwischenabschluss unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Anwendung neuer RechnungslegungsstandardsFür den Konzernzwischenabschluss wurden die folgenden neuen oder geänderten Standards
und Interpretationen des IASB erstmalig angewendet: Erstmalig angewendete Rechnungslegungsstandardsscroll
Die vorgenannten Änderungen hatten keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage des Konzerns. Änderung der SegmentberichterstattungBeginnend mit dem ersten Quartal 2016 hat HeidelbergCement die Konzerngebiete und
damit auch die Berichtsstruktur neu gegliedert. Die Änderung wurde im Rahmen des Generationswechsels
im Vorstand und in Anbetracht der Akquisition von Italcementi beschlossen. Die Unterteilung
von HeidelbergCement erfolgt in die sechs Konzerngebiete:
Die Vorjahreswerte in der Segmentberichterstattung aus dem Wechsel der Länder Nordeuropas
zum Konzerngebiet Nord- und Osteuropa-Zentralasien und von Spanien zu West- und Südeuropa
wurden entsprechend angepasst. Saisonabhängigkeit des GeschäftsDie Produktion und der Verkauf von Baustoffen sind aufgrund regionaler Witterungsverhältnisse
saisonabhängig. Insbesondere in unseren wichtigen Märkten in Europa und Nordamerika
wirken sich die Wintermonate auf die Geschäftszahlen im ersten und vierten Quartal
mit niedrigeren Absätzen und Ergebnissen aus, während diese in den wärmeren Monaten
des zweiten und dritten Quartals höher ausfallen. DevisenkurseDie nachfolgende Tabelle enthält die wichtigsten Devisenkurse, die bei der Umrechnung
der Einzelabschlüsse in fremder Währung Anwendung fanden. scroll
Unternehmenszusammenschlüsse in der BerichtsperiodeErwerb von ItalcementiAm 1. Juli 2016 hat HeidelbergCement den Erwerb einer Beteiligung von 45,0 % an Italcementi
S.p.A. von Italmobiliare S.p.A. abgeschlossen. Alle Bedingungen für den Abschluss
der Transaktion wurden nach Erhalt der Genehmigungen durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden
erfüllt. Mit dem Abschluss der Transaktion hat HeidelbergCement 157.171.807 Stammaktien, beziehungsweise
45,0 % des Aktienkapitals von Italcementi, für einen Gesamtkaufpreis von 1.595,5 Mio
€ erworben. 82.819.920 der Stammaktien wurden gegen Barzahlung, die übrigen 74.351.887
Stammaktien wurden durch Ausgabe von 10.500.000 neuen HeidelbergCement-Aktien erworben. Im Zusammenhang mit dem Erwerb des 45 %-Anteils an Italcementi hat die HeidelbergCement
AG eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage durchgeführt. Die Ausgabe der 10.500.000
neuen Aktien an Italmobiliare erfolgte aus dem Genehmigten Kapital II unter Ausschluss
des Bezugsrechts der Aktionäre. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöhte sich dadurch
von 563.749.431 € um 31.500.000 € auf 595.249.431 €. Der Erwerb des 45 %-Anteils an Italcementi zog die gesetzliche Verpflichtung zu einem
öffentlichen Übernahmeangebot an die verbleibenden Aktionäre von Italcementi nach
sich. Das Angebotsdokument wurde am 28. Juli 2016 veröffentlicht. Die Bezugsfrist
begann am 29. August 2016 und endete am 30. September 2016. Der Angebotspreis lag
bei 10,60 € je Italcementi-Aktie. Das entspricht einer Prämie von 70,7 % im Vergleich
zu dem Durchschnittskurs der Italcementi-Aktie in den drei Monaten vor Bekanntgabe
der Übernahme Ende Juli 2015. Bis zum Ende der Annahmefrist am 30. September 2016 wurden 165.371.303 Italcementi-Aktien
eingereicht. Die Zahlung des Kaufpreises an die Aktionäre, die ihre Aktien eingereicht
haben, erfolgte am 7. Oktober 2016. Zusätzlich hat HeidelbergCement außerhalb des
Übernahmeangebots 14.000.000 Italcementi-Aktien über die Börse erworben. Zusammen
entsprechen die eingereichten und erworbenen Aktien sowie die bereits von Italmobiliare
am 1. Juli 2016 erworbene 45 %-Beteiligung rund 96,356 % des Grundkapitals und der
Stimmrechte an Italcementi. Da HeidelbergCement nach dem Ablauf der Annahmefrist die Schwelle von 95 % des Aktienkapitals
von Italcementi überschritten hat, hat HeidelbergCement von seinem Recht Gebrauch
gemacht, die verbleibenden 12.727.570 Aktien, die noch nicht eingereicht worden waren,
zu den gleichen Konditionen (10,60 € je Aktie) zu kaufen, die auch den übrigen Aktionären
angeboten worden waren ("Joint Procedure"). Die Zahlung des Kaufpreises erfolgte am
12. Oktober 2016. Am gleichen Tag wurde die Börsennotierung der Italcementi-Aktie
eingestellt. Die Erwerbsschritte sowie die beizulegenden Zeitwerte der übertragenen Gegenleistung
(Anschaffungskosten) werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Erwerb Anteile an Italcementi S.p.A.scroll
Der beizulegende Zeitwert für eine neue Aktie der HeidelbergCement AG wurde auf Basis
des im Xetra-Handel fixierten Schlusskurses vom 1. Juli 2016 mit 68,34 € bestimmt. Mit der Transaktion erwirbt HeidelbergCement ein werthaltiges Portfolio von Werken
und Förderstätten, das die internationale Präsenz des Unternehmens geografisch perfekt
ergänzt. Italcementi ist in 22 Ländern tätig und verfügt über starke Marktpositionen
in Frankreich, Italien, den Vereinigten Staaten und in Kanada. Darüber hinaus ist
das Unternehmen in Schwellenländern mit hohem Wachstumspotential wie Indien, Ägypten,
Marokko und Thailand aktiv. Neben seinen modernen und leistungsfähigen Werken besitzt
Italcementi umfangreiche Reserven in den Bereichen Zement und Zuschlagstoffe. Durch den Zusammenschluss mit Italcementi wird HeidelbergCement Weltmarktführer bei
Zuschlagstoffen, zweitgrößter Hersteller von Zement und die weltweite Nummer drei
bei Transportbeton. Die sehr gut passende geografische Präsenz von Italcementi stärkt
die Aktivitäten von HeidelbergCement in jeder Kernregion. So weitet HeidelbergCement
seine internationale Präsenz mit der Akquisition auf mehrere bedeutende Märkte aus,
in denen es keine Überschneidungen zwischen den beiden Unternehmen gibt. Das starke
Portfolio in Westeuropa wird um führende Marktpositionen in Frankreich und Italien
erweitert. In Nordamerika werden die Aktivitäten von HeidelbergCement insbesondere
in Ost-Kanada komplettiert. Die Transaktion stärkt die Präsenz in den Vereinigten
Staaten, in Indien und Kasachstan. Zudem wird HeidelbergCement erstmals attraktive
Marktpositionen in schnell wachsenden Märkten wie Ägypten, Marokko und Thailand erlangen.
In Europa bringt Italcementi kosteneffiziente Exportstandorte an den Küsten Bulgariens
und Spaniens ein. Durch die Transaktion erhält HeidelbergCement ferner attraktive
Aktivitäten in dynamisch wachsenden Metropolregionen wie Paris, Mailand, Kairo, Marrakesch,
Chennai und Bangkok und stärkt damit seinen strategischen Fokus auf urbane Zentren. Bilanzierung des UnternehmenszusammenschlussesDer Erwerb der Beteiligung an Italcementi wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2016 als Unternehmenszusammenschluss
bilanziert. Die am 1. Juli 2016 erworbenen Anteile repräsentierten 45,5 % der Stimmrechte.
Sie ermöglichten HeidelbergCement jedoch wegen der sich im Streubesitz befindlichen
verbleibenden Stimmrechte und der Zusammensetzung des Managements die einseitige Lenkung
der maßgeblichen Aktivitäten von Italcementi. Die oben beschriebenen einzelnen Erwerbsschritte werden als verbundene Transaktionen
betrachtet und im Rahmen der Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses als eine
einzige Transaktion behandelt. Entsprechend wird Italcementi seit dem 1. Juli 2016
mit einem Kapitalanteil von 100 % in den Konzernabschluss einbezogen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte
und Schulden der Italcementi-Gruppe zum Erwerbszeitpunkt. Vorläufige beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktscroll
Die beizulegenden Zeitwerte wurden vorläufig ermittelt und beruhen im Wesentlichen
auf den Buchwerten, da die zugrunde liegenden Bewertungen noch nicht fertiggestellt
sind. Innerhalb von zwölf Monaten nach dem Erwerbszeitpunkt können sich noch Änderungen
der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden sowie der Eventualverbindlichkeiten
ergeben. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses wurden Forderungen mit einem vorläufigen
beizulegenden Zeitwert in Höhe von 754,3 Mio € erworben. Hierbei handelt es sich um
Darlehen und kurzfristige finanzielle Forderungen in Höhe von 65,3 Mio €, Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 509,8 Mio € sowie sonstige operative Forderungen
in Höhe von 179,2 Mio €. Vom Bruttowert der vertraglichen Forderungen in Höhe von
804,8 Mio € werden wahrscheinlich 50,5 Mio € uneinbringlich sein. Aus dem Unternehmenszusammenschluss resultiert ein vorläufiger Geschäfts- oder Firmenwert
in Höhe von 2.113,2 Mio €, der sich wie folgt ermittelt: Ermittlung des vorläufigen Geschäfts- oder Firmenwertsscroll
Die Minderheitsanteile innerhalb der Italcementi-Gruppe wurden mit dem anteiligen
beizulegenden Zeitwert des identifizierbaren Nettovermögens bewertet. Der vorläufig
erfasste, steuerlich nicht abzugsfähige Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert Synergie-
und Marktwachstumspotentiale, die sich aus dem Unternehmenszusammenschluss ergeben. Im Rahmen des Erwerbs wurden Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 25,3 Mio € ergebniswirksam
in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst. Seit dem Erwerb hat die Italcementi-Gruppe 923,4 Mio € zu den Umsatzerlösen und 4,1
Mio € zum Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen beigetragen. Wäre der Erwerb
bereits zum 1. Januar 2016 erfolgt, wären die Umsatzerlöse um 1.883,9 Mio € höher
und das Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen um 174,1 Mio € niedriger ausgefallen. Weitere UnternehmenszusammenschlüsseZur Sicherung von Rohstoffreserven und zur Stärkung der Marktposition in Australien
hat HeidelbergCement am 29. Januar 2016 im Rahmen eines Asset Deals den Geschäftsbetrieb
von Rocla Quarry Products sowie 100 % der Anteile an Rocla Materials Pty Ltd (zusammen
RQP) erworben. RQP betreibt 12 große Sandgruben in den Metropolregionen von Perth,
Adelaide, Melbourne und Sydney mit einer Produktion von rund 6 Mio t im Jahr. Außerdem
verfügt RQP über eine Anzahl kleinerer Produktionsstandorte und Rohstoffgrundstücke.
Der in bar beglichene Kaufpreis beträgt 98,4 Mio €. Die Kaufpreisallokation ist noch
nicht abgeschlossen, da die Bewertungen insbesondere für die unter den immateriellen
Vermögenswerten ausgewiesenen Abbaurechte noch nicht finalisiert sind. Der vorläufig
erfasste Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 0,2 Mio € ist steuerlich nicht abzugsfähig
und repräsentiert Synergiepotentiale. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses
wurden Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 3,9 Mio € ergebniswirksam in den zusätzlichen
ordentlichen Aufwendungen erfasst. Am 21. April 2016 hat HeidelbergCement jeweils 100 % der Anteile an der Holdinggesellschaft
ACH Investments Limited, Mauritius, und an deren Tochtergesellschaft Austral Cimentos
Sofala, SA, Mosambik, erworben. Austral Cimentos Sofala betreibt ein Mahlwerk in Dondo
nahe der Hafenstadt Beira mit einer jährlichen Kapazität von rund 350.000 t. Mit dem
Erwerb stärkt HeidelbergCement seine Marktpräsenz im süd-östlichen Afrika. Der Kaufpreis
für die Gesellschaften betrug insgesamt 8,8 Mio € und wurde in bar beglichen. Der
im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse vorläufig erfasste steuerlich nicht abzugsfähige
Geschäfts- oder Firmenwert beträgt 17,9 Mio € und repräsentiert Wachstumspotentiale.
Die Kaufpreisallokation ist noch nicht abgeschlossen, da die Bewertungen insbesondere
für die Sachanlagen und Eventualverbindlichkeiten noch nicht abgeschlossen sind. Die nachfolgende Tabelle zeigt die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte
und Schulden der Unternehmenszusammenschlüsse zum Erwerbszeitpunkt. Vorläufige beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktscroll
Seit dem Erwerb haben die Unternehmen 42,6 Mio € zu den Umsatzerlösen und -0,1 Mio
€ zum Konzernergebnis beigetragen. Wären die Erwerbe bereits zum 1. Januar 2016 erfolgt,
wären die Umsatzerlöse um 4,9 Mio € höher und das Konzernergebnis um 1,7 Mio € niedriger
ausgefallen. Darüber hinaus hat HeidelbergCement in der Berichtsperiode kleinere Unternehmenszusammenschlüsse
vorgenommen, die einzeln und insgesamt für die Darstellung der Vermögens-, Finanz-,
und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung waren. Unternehmenszusammenschlüsse in der VorjahresperiodeAm 13. März 2015 haben HeidelbergCement und die norwegische KB Gruppen Kongsvinger
AS eine Vereinbarung zur Bündelung der Betonprodukte-Aktivitäten ihrer schwedischen
Tochtergesellschaften Abetong AB und Contiga AB unterzeichnet. Die Transaktion wurde
am 28. September 2015 abgeschlossen. Die durch den Zusammenschluss neu entstandene
Nordic Precast Group AB, an der HeidelbergCement 57,6 % der Anteile hält, ist in Norwegen,
Schweden, Dänemark, Deutschland, Polen und Lettland tätig und wird dem Konzerngebiet
West- und Nordeuropa zugeordnet. Durch den Zusammenschluss erwarten wir eine Verbesserung
der Wettbewerbsfähigkeit im Bereich Betonprodukte in Nordeuropa. Der beizulegende
Zeitwert der übertragenen Gegenleistung für den Erwerb der Anteile an der Contiga-Gruppe
beträgt 80,9 Mio €. Die Gegenleistung setzt sich aus 42,4 % der Anteile an der neu
entstandenen Nordic Precast Group AB in Höhe von 62,0 Mio € sowie einer Barzahlung
in Höhe von 18,9 Mio € zusammen. Die Minderheitsanteile innerhalb der Contiga-Gruppe
betragen 2,5 Mio €. Es ist vertraglich vorgesehen, dass HeidelbergCement zu einem
späteren Zeitpunkt diese Minderheitsanteile erwirbt. Diese Vereinbarung wird wie eine
Verkaufsoption bzw. ein Andienungsrecht der Minderheitsgesellschafter bilanziert und
entsprechend ausgewiesen. Die Kaufpreisallokation wurde zum 30. September 2016 abgeschlossen.
Im Vergleich zum 31. Dezember 2015 ergab sich eine Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts
der in den Sachanlagen erfassten Grundstücke in Höhe von 6,2 Mio € sowie der latenten
Steuerverbindlichkeiten um 1,4 Mio €. Der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses
erfasste endgültige Geschäfts- oder Firmenwert, der steuerlich nicht abzugsfähig ist,
beträgt 77,2 Mio € und umfasst auch den auf die Minderheitsanteile an der Nordic Precast
Group AB entfallenden Anteil. Der Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert Wachstumspotentiale
durch eine verbesserte Marktposition. Darüber hinaus wurden im Vorjahreszeitraum im Konzerngebiet West- und Südeuropa kleinere
Unternehmenszusammenschlüsse vorgenommen. Die Anschaffungskosten betrugen insgesamt
18,2 Mio € und setzen sich aus Barzahlungen in Höhe von 15,4 Mio € sowie dem beizulegenden
Zeitwert zuvor gehaltener Anteile von 1,9 Mio € zusammen. Aus der Neubewertung der
zuvor gehaltenen Anteile ergab sich ein Gewinn in Höhe von 1,9 Mio €. Die Geschäfts-
oder Firmenwerte betragen in Summe 5,5 Mio € und sind steuerlich nicht abzugsfähig. Die nachfolgende Tabelle zeigt die beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und
Schulden der Unternehmenszusammenschlüsse zum Erwerbszeitpunkt. Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktscroll
Aufgegebene Geschäftsbereiche in der BerichtsperiodeHeidelbergCement hat über seine Tochtergesellschaft Ciments Français S.A.S mit Aalborg
Portland Holding A/S, einer 100 %igen, indirekt von Cementir Holding SpA kontrollierten
Tochtergesellschaft, vereinbart, Geschäftsaktivitäten in Belgien zu verkaufen, die
hauptsächlich aus Italcementis belgischer Tochtergesellschaft Compagnie des Ciments
Belges S.A. (CCB) bestehen. Mit der Veräußerung erfüllt HeidelbergCement eine Auflage
der EU-Kommission, um Wettbewerbsbedenken im Zusammenhang mit der Akquisition von
Italcementi zu beseitigen. Die Vereinbarung musste von der EU-Kommission genehmigt
werden. Der Verkauf wurde am 25. Oktober 2016 abgeschlossen. Die Transaktion hat einen
Unternehmenswert von 312 Mio € unter Berücksichtigung von enthaltenen Barmitteln und
Finanzverbindlichkeiten. HeidelbergCement hat über seine Tochtergesellschaften Essroc Corp. und Lehigh Hanson,
Inc. mit Argos USA LLC, einer Tochtergesellschaft von Cementos Argos S.A., vereinbart,
das Zementwerk Martinsburg, West Virginia, und acht zugehörige Zementterminals zu
verkaufen. Mit der Veräußerung erfüllt HeidelbergCement eine Auflage der US-Wettbewerbsbehörde
(Federal Trade Commission - FTC), um Wettbewerbsbedenken im Zusammenhang mit der Akquisition
von Italcementi zu beseitigen. Die Vereinbarung unterliegt der Genehmigung durch die
FTC und üblichen Abschlussbedingungen. Der Verkaufspreis beträgt 660 Mio US$ unter
Berücksichtigung von enthaltenen Barmitteln und Finanzverbindlichkeiten. HeidelbergCement
erwartet den Vollzug der Transaktion im vierten Quartal 2016. Diese Geschäftsaktivitäten wurden ausschließlich zum Zweck der Weiterveräußerung erworben
und werden daher in der Gewinn- und Verlustrechnung, in der Kapitalflussrechnung sowie
in der Konzernbilanz als aufgegebener Geschäftsbereich nach IFRS 5 dargestellt. Aufgegebene Geschäftsbereiche in der VorjahresperiodeHeidelbergCement hat am 23. Dezember 2014 mit einer amerikanischen Tochtergesellschaft
von Lone Star Funds eine Vereinbarung über den Verkauf seines Bauproduktegeschäfts
in Nordamerika (mit Ausnahme Westkanada) und Großbritannien (zusammenfassend "Hanson
Building Products") unterzeichnet. Hanson Building Products ist ein führender Hersteller
von Druck- und Betonrohren in Nordamerika sowie einer der größten Ziegelproduzenten
in Nordamerika und Großbritannien. Mit dem Verkauf von Hanson Building Products verfolgt
HeidelbergCement konsequent seine Strategie der Fokussierung auf die Veredelung von
Rohstoffen für seine Kernprodukte Zement und Zuschlagstoffe sowie die nachgelagerten
Aktivitäten Transportbeton und Asphalt. Die Transaktion wurde am 13. März 2015 abgeschlossen.
Mit dem vollzogenen Abschluss hat HeidelbergCement, nach einer vertraglich vereinbarten
Kaufpreisanpassung, eine Zahlung von insgesamt 1.265 Mio € erhalten, die im Mittelfluss
aus Investitionstätigkeit - aufgegebenes Geschäft ausgewiesen ist. Abhängig vom Geschäftserfolg
im Jahr 2015 wird ein zusätzlicher Betrag von maximal 100 Mio US$ in 2016 fällig.
Die finale Vereinbarung über die Höhe der ergebnisabhängigen Zahlung steht noch aus. Desinvestitionen in der BerichtsperiodeDie US-Gesellschaften Hanson Permanente Cement, Inc. und Kaiser Gypsum Company, Inc.
weisen Schadenersatzverpflichtungen aus Rechtsstreitigkeiten aus, die im Rahmen der
Übernahme der Hanson-Gruppe im Jahr 2007 auf den HeidelbergCement Konzern übergegangen
sind. Die Klagen betreffen die Verursachung von Erkrankungen aus dem Verkauf asbesthaltiger
Produkte. Am 30. September 2016 haben diese beiden Gesellschaften einen freiwilligen
Insolvenzantrag nach Chapter 11 des U.S. Bankruptcy Codes vor einem US-Konkursgericht
gestellt. Hierbei wird u.a. die Errichtung eines Treuhandvermögens angestrebt, über
das gemäß Paragraph 524(g) des U.S. Bankruptcy Codes alle jetzigen und künftigen Schadenersatzansprüche
aus durch Asbest verursachte Personenschäden abgewickelt werden. Durch den Insolvenzantrag
stehen diese Gesellschaften unter einer Insolvenzaufsicht. Daher ist eine Kontrolle
des HeidelbergCement Konzerns gem. IFRS 10 nicht mehr gegeben und die Gesellschaften
wurden zum 30. September 2016 entkonsolidiert. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vermögenswerte und Schulden zum Abgangszeitpunkt. Vermögenswerte und Schulden zum Abgangszeitpunktscroll
Dem Abgang des Nettovermögens stehen die weiterhin bestehenden Beteiligungen an den
Gesellschaften mit einem beizulegenden Zeitwert von 248,6 Mio € gegenüber. Insgesamt
belaufen sich die zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen aus der Entkonsolidierung
daher auf 19,1 Mio €. Der beizulegende Zeitwert der weiterhin bestehenden Beteiligung an den Gesellschaften
wird im Wesentlichen vom Wert des bestehenden Geschäftsbetriebs bestimmt. Dieser wurde
gutachterlich unter Anwendung der DCF-Methode ermittelt. Da davon ausgegangen wird,
dass der eigentliche Geschäftsbetrieb aufgrund der vollständigen Ausbeutung des sich
im Eigentum der Gesellschaften befindlichen Steinbruchs im Jahr 2022 endet, wurde
für die Zeit danach eine Abwicklung der Unternehmen unterstellt. Der sich daraus ergebende
Wert wiederum ergibt sich zum großen Teil aus dem Wert der Grundstücke der Gesellschaften,
der auf der Basis von tatsächlichen Transaktionen vergleichbarer Grundstücke unter
Berücksichtigung der noch anfallenden Rekultivierungsaufwendungen ermittelt wurde.
Die Asbestverpflichtungen wurden mit dem bis zur Abwicklung voraussichtlich zu entrichtenden
Selbstbehalt unter Berücksichtigung der Versicherungsdeckung angesetzt. Kurzfristige
Forderungen und Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Nennwert angesetzt, verbleibende
langfristige Forderungen abgezinst. Wesentliche Unsicherheiten ergeben sich in erster
Linie bei der Bewertung der Grundstücke, die mit 64,2 Mio € im beizulegenden Zeitwert
der Gesellschaftsanteile enthalten sind. Hier können sich eventuelle Veränderungen
der Marktlage sowohl positiv als auch negativ auswirken. Desinvestitionen in der VorjahresperiodeBasierend auf den Ergebnissen des am 14. Januar 2014 veröffentlichten Berichts der
britischen Wettbewerbsbehörde (Competition Commission) über den Markt für Zuschlagstoffe,
Transportbeton und Zement in Großbritannien war HeidelbergCement verpflichtet, im
Geschäftsjahr 2015 ein Hüttensandmahlwerk zu veräußern. Die Transaktion wurde am 31.
Juli 2015 mit der Veräußerung des Werks in Scunthorpe abgeschlossen. Der Verkaufspreis
beträgt 30,2 Mio € und setzt sich aus einer Barzahlung in Höhe von 27,4 Mio € sowie
einer langfristigen Forderung in Höhe von 2,8 Mio € zusammen. HeidelbergCement hat sich mit Vertrag vom 18. Dezember 2014 zum Verkauf der deutschen
Kalksparte verpflichtet. Der Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an der Walhalla Kalk
GmbH & Co. KG, Regensburg, sowie der Beteiligung an der Walhalla Kalk Verwaltungsgesellschaft
mbH, ebenfalls mit Sitz in Regensburg, wurde am 1. September 2015 vollzogen. Zudem
wurden das Kalkwerk Istein sowie sämtliche Anteile an der HC Kalkproduktionsgesellschaft
Istein mbH, Efringen-Kirchen, am 1. Juli 2015 verkauft. Der Verkaufspreis beträgt
insgesamt 48,4 Mio € und setzt sich aus einer Barzahlung in Höhe von 39,8 Mio € sowie
einer Forderung in Höhe von 8,6 Mio € zusammen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunkt. Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunktscroll
Aus den Desinvestitionen resultierten Verluste in Höhe von 5,4 Mio € sowie Gewinne
in Höhe von 3,7 Mio €, die in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen bzw. Erträgen
ausgewiesen werden. Umsatzentwicklung nach Konzerngebieten und Geschäftsbereichenscroll
scroll
Zusätzliches ordentliches ErgebnisDas zusätzliche ordentliche Ergebnis enthält Geschäftsvorfälle, die zwar im Rahmen
der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallen, jedoch aufgrund ihrer Einmaligkeit nicht
im operativen Ergebnis ausgewiesen werden. Die zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Anschaffungsnebenkosten
für Unternehmenszusammenschlüsse in Höhe von 29,7 Mio €, Restrukturierungsaufwendungen
in Höhe von 29,3 Mio €, Aufwendungen aus dem Abgang von Tochterunternehmen und sonstigen
Geschäftseinheiten in Höhe von 25,9 Mio € sowie sonstige einmalige Aufwendungen. Ergebnis aus aufgegebenen GeschäftsbereichenDie folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des Ergebnisses aus aufgegebenen Geschäftsbereichen. scroll
Das im Vorjahr ausgewiesene Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereichs Hanson Building
Products enthält Erträge und Aufwendungen sowie Ertragsteuern, die aus dem Geschäft
mit Ziegeln, Druck- und Betonrohren sowie Betonfertigteilen bis zum Veräußerungszeitpunkt
resultieren. Der Veräußerungsgewinn umfasst den Gewinn aus dem Abgang der Vermögenswerte
und Schulden inklusive liquider Mittel, zusätzliche Veräußerungskosten sowie Währungseffekte. Das im Berichtsjahr ausgewiesene Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen der
Italcementi-Gruppe beinhaltet Erträge, Aufwendungen und Ertragsteuern der Geschäftsaktivitäten
in Belgien und den USA, die im Zusammenhang mit der Akquisition von Italcementi zu
veräußern sind, um Auflagen der EU-Kommission sowie der US-Wettbewerbsbehörde zu erfüllen.
Der Bewertungsverlust umfasst insbesondere Veräußerungskosten. Um einer im Januar 2016 veröffentlichten Agenda-Entscheidung des IFRS IC zu entsprechen,
hat HeidelbergCement die konzerninternen Transaktionen zwischen fortgeführten und
aufgegebenen Geschäftsbereichen eliminiert. Diese Eliminierungen werden dem aufgegebenen
Geschäftsbereich zugeordnet, wenn die bisher konzerninternen Lieferungen und Leistungen
nach dem endgültigen Abgang des aufgegebenen Geschäftsbereichs fortgeführt werden.
Die Vorjahresangaben wurden entsprechend angepasst. Die im Zusammenhang mit in Vorjahren aufgegebenen Geschäftsbereichen der Hanson-Gruppe
entstandenen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Schadenersatz- und Umweltverpflichtungen. Ergebnis je Aktiescroll
Die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie erfolgt gemäß IAS 33 (Earnings
per Share) mittels Division des Anteils der Gruppe am Jahresergebnis durch den gewichteten
Durchschnitt der Anzahl der ausgegebenen Aktien. Die Kenngröße verwässertes Ergebnis
je Aktie berücksichtigt nicht nur tatsächlich ausgegebene, sondern auch aufgrund von
Optionsrechten potenziell erhältliche Aktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses je
Aktie gemäß IAS 33.30 ergab sich im Berichtszeitraum nicht. KapitalflussrechnungDetaillierte Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung erfolgen im Lagebericht im Abschnitt
"Kapitalflussrechnung". Geschäfts- oder FirmenwerteGeschäfts- oder Firmenwerte werden im HeidelbergCement Konzern grundsätzlich einmal
jährlich im vierten Quartal nach Fertigstellung der operativen Dreijahresplanung oder
bei Anzeichen für einen möglichen Wertminderungsbedarf einem Wertminderungstest gemäß
IAS 36 (Impairment of Assets) unterzogen. Im Rahmen dieser Wertminderungsprüfung wird
der Buchwert einer Gruppe von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGU), denen
ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, mit dem erzielbaren Betrag dieser Gruppe
von CGUs verglichen. Zum 30. September 2016 hat das Management geprüft, ob neue Anzeichen
für einen Wertminderungsbedarf vorliegen. Aus der Überprüfung ergab sich keine Notwendigkeit
für eine Wertminderung. EigenkapitalveränderungsrechnungIm Zusammenhang mit dem Erwerb der Beteiligung an Italcementi hat die HeidelbergCement
AG eine Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Anteile durchgeführt. Die Veränderung
des Grundkapitals und der Kapitalrücklage werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Grundkapital und Kapitalrücklagescroll
Die Kapitalerhöhung der Minderheitsgesellschafter resultiert aus Kapitaleinzahlungen
von Minderheitsgesellschaftern von La Cimentérie de Lukala S.A.R.L., DR Kongo. Im Geschäftsjahr wurden an die Aktionäre der HeidelbergCement AG Dividenden in Höhe
von 244,3 Mio € (1,30 € je Aktie) gezahlt. Die Dividendenzahlungen an Minderheitsgesellschafter
von insgesamt 79,4 Mio € enthalten Zahlungen an die Minderheitsgesellschafter unserer
indonesischen Tochtergesellschaft PT Indocement Tunggal Prakasa Tbk. in Höhe von 50,0
Mio €. Die Minderung der Währungsumrechnungsrücklage um 945,8 Mio € ist insbesondere auf
die Abwertung des britischen Pfund und des US Dollar gegenüber dem Euro zurückzuführen. Die Änderungen von Anteilen an Tochterunternehmen resultieren im Wesentlichen aus
der Reduktion der Anteile an La Cimentérie de Lukala S.A.R.L., DR Kongo, um 8,1 %
sowie dem Erwerb weiterer 2,4 % der Anteile an Nordic Precast Group AB, Schweden. PensionsrückstellungenDie versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die erfolgsneutral im sonstigen
Ergebnis erfasst werden, wurden auf Basis der zum Abschlussstichtag gültigen Zinssätze
für die wesentlichen Länder ermittelt. Zum 30. September 2016 ergaben sich insgesamt
Verluste aus der Neubewertung in Höhe von 174,3 Mio €. Hierin enthalten sind versicherungsmathematische
Verluste in Bezug auf die Pensionsverpflichtungen in Höhe von 1.080,5 Mio €, die auf
den Rückgang des gewichteten Rechnungszinssatzes um ca. 1,3 Prozentpunkte zurückzuführen
sind, sowie Gewinne aus der Neubewertung des Planvermögens in Höhe von 887,7 Mio €.
Die Begrenzung des Planvermögens führte zu Gewinnen in Höhe von 18,6 Mio €. Am 12. Januar 2016 hat die HeidelbergCement ein Gruppen-CTA (Contractual Trust Arrangement)
mit 51,2 Mio € dotiert, um Pensionsanwartschaften gegen Insolvenz zu schützen. Angaben zu FinanzinstrumentenDie folgende Tabelle leitet die einzelnen Bilanzpositionen der Finanzinstrumente zu
Klassen und Bewertungskategorien über. Außerdem werden die aggregierten Buchwerte
pro Bewertungskategorie und die beizulegenden Zeitwerte für jede Klasse dargestellt. Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorienscroll
scroll
Die Klassen "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige operative Forderungen"
sowie "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Personalverbindlichkeiten
und übrige operative Verbindlichkeiten" sind nicht unmittelbar auf die dazugehörigen
Bilanzpositionen überleitbar, da in diesen neben den finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten auch nicht-finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 690,8 (i.V.:
492,8) Mio € sowie nicht-finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 316,0 (i.V.: 153,2)
Mio € enthalten sind. Detaillierte Erläuterungen zur Vorgehensweise bei der Fair Value Bewertung gemäß IFRS
13 finden sich auf den Seiten 242 f. im Anhang des Geschäftsberichts 2015, der die
Grundlage für diesen Zwischenabschluss darstellt. Alle finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden, sind in die Stufe 2 der Bewertungshierarchie gemäß IFRS 13 eingeordnet.
Lediglich die Finanzinvestitionen "Available for sale at fair value" sind der Stufe
3 zugeordnet. Detaillierte Erläuterungen zur Fair-Value Bewertung dieser Beteiligungen
gemäß IFRS 13 finden sich im Abschnitt "Desinvestitionen in der Berichtsperiode". Angaben zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie HeidelbergCement AG hat Herrn Jon Morrish, Vorstandsmitglied der HeidelbergCement
AG, im Berichtszeitraum Darlehen in Höhe von insgesamt 535.284 € gewährt. Der Zinssatz
beträgt 4,0 %. Darüber hinaus ergaben sich neben den üblichen Geschäftsbeziehungen keine berichtspflichtigen
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen. EventualverbindlichkeitenZum Abschlussstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 430,2 (i.V.:
328,8) Mio €, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit steuerlichen und rechtlichen
Risiken stehen. Der Zeitpunkt der möglichen Zahlungsmittelabflüsse für die Eventualverbindlichkeiten
ist unsicher, da sie von unterschiedlichen externen Faktoren abhängen, die außerhalb
des Einflussbereichs von HeidelbergCement liegen. Die Anwendung steuerlicher Regelungen
kann zum Zeitpunkt der Berechnung von Steuererstattungsansprüchen und -verbindlichkeiten
ungeklärt sein. Bei der Berechnung der Steuerpositionen ist die jeweils wahrscheinlichste
Anwendung zugrunde gelegt. Ungeachtet dessen kann die Finanzverwaltung hierzu eine
abweichende Auffassung vertreten. Aus einer abweichenden Auffassung können sich zusätzliche
steuerliche Verbindlichkeiten ergeben. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen
zum Abschlussstichtag wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
Ereignisse nach dem BilanzstichtagNeben den in den Abschnitten "Erwerb von Italcementi" und "Aufgegebene Geschäftsbereiche
in der Berichtsperiode" beschriebenen Sachverhalten lagen keine weiteren berichtspflichtigen
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor. Heidelberg, 9. November 2016 HeidelbergCement AG Der Vorstand |
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