![]() HeidelbergCement AGHeidelbergQuartalfinanzbericht Januar bis März 2017Italcementi-Akquisition stärkt Absatz, Umsatz und Ergebnis
Ausblick für 2017 unverändert
Überblick Januar bis März 2017scroll
Es ist möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Quartalsfinanzbericht aufgrund
von Rundungen nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren. KonzernzwischenlageberichtGeschäftsverlauf Januar bis März 2017Wirtschaftliches UmfeldDas Wachstum der Weltwirtschaft setzt sich fort. Die Volkswirtschaften Asiens und
die afrikanischen Länder südlich der Sahara sind weiterhin auf Wachstumskurs. In Europa
dauert die moderate Erholung an. In den USA hat sich das Wirtschaftswachstum im ersten
Quartal 2017 zwar spürbar abgeschwächt, jedoch bleibt der Wirtschaftsausblick weiterhin
zuversichtlich. Absatz im ersten Quartal profitiert von Konsolidierung von ItalcementiIm ersten Quartal stieg der Baustoffabsatz von HeidelbergCement aufgrund der Konsolidierung
von Italcementi deutlich an. Die fortgesetzte Erholung der Bauwirtschaft in Nordamerika
und Europa hat sich darüber hinaus positiv auf die Absatzentwicklung ausgewirkt. In
den Schwellenländern zeigte sich hingegen eine uneinheitliche Entwicklung. Der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerns nahm im ersten Quartal akquisitionsbedingt
um 58,0% auf 27,8 (i.V.: 17,6) Mio t zu. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten
erhöhte sich der Absatz um 2,7%. Der Zementabsatz konnte in allen Konzerngebieten
gesteigert werden. Den stärksten konsolidierungsbereinigten Mengenanstieg verzeichnete
Nord- und Osteuropa-Zentralasien, gefolgt von Afrika-Östlicher Mittelmeerraum, West-
und Südeuropa und Nordamerika. In Asien-Pazifik nahm der Zementabsatz insbesondere
in Indien zu, während er in Indonesien auf dem Vorjahresniveau lag und in Bangladesh
rückläufig war. Die Zuschlagstofflieferungen verzeichneten ebenfalls akquisitionsbedingt mit 60,9
(i.V.: 49,3) Mio t einen Anstieg um 23,4%. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten
blieb der Absatz unverändert. Die Transportbetonlieferungen nahmen ebenfalls konsolidierungsbedingt
um 30,9% auf 10,4 (i.V.: 8,0) Mio cbm zu. Bereinigt um Konsolidierungseffekte ergab
sich ein leichter Rückgang um 1,8%. Der Asphaltabsatz stieg um 6,0% auf 1,5 (i.V.:
1,4) Mio t. Absatzscroll
Umsatz- und ErgebnisentwicklungDer Konzernumsatz von Januar bis März 2017 in Höhe von 3.784 (i.V.: 2.832) Mio € zeigt
einen Zuwachs um 33,6% gegenüber dem Vorjahr. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs-
und Währungseffekten ist der Konzernumsatz konstant geblieben. Konsolidierungskreisveränderungen,
darunter vor allem die Erstkonsolidierung der Italcementi-Gruppe, wirkten sich mit
897 Mio € positiv auf den Umsatz aus. Wechselkurseffekte hatten ebenfalls eine positive
Wirkung auf den Umsatz mit 62 Mio €. Der Materialaufwand stieg in der Berichtsperiode um 32,9% auf 1.580 (i.V.: 1.189)
Mio €. Der Anstieg basiert im Wesentlichen auf der Erstkonsolidierung der Italcementi-Gruppe.
Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten ist der Materialaufwand
leicht um 0,7% gesunken. Der Rückgang betraf vor allem die Aufwendungen für Energie
und Handelswaren. Die Materialaufwandsquote verbesserte sich gering von 42,0% auf
41,8%. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge lagen mit -1.087 (i.V.:
-782) Mio € um 39,0% über dem Vorjahresniveau. Ohne Berücksichtigung von Währungs-
und Konsolidierungseffekten liegt der Anstieg bei 6%. Die Fremdreparaturen sowie die
Miet- und Leasingaufwendungen stiegen ohne Berücksichtigung von Währungs- und Konsolidierungseffekten
an. Der Personalaufwand erhöhte sich um 34,2% auf 736 (i.V.: 548) Mio € im Wesentlichen
aufgrund der höheren Mitarbeiterzahl. Das Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen verringerte
sich leicht um 1,9% auf 30 (i.V.: 31) Mio €. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen verbesserte sich um
19,4% auf 383 (i.V.: 321) Mio €. Die Erhöhung um 62 Mio € resultiert im Wesentlichen
aus der Erstkonsolidierung der Italcementi-Gruppe. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs
sank deutlich um 21,4% auf 108 (i.V.: 138) Mio € aufgrund der um 50% gestiegenen Abschreibungen.
Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten sanken die Abschreibungen
um 2,1%. Das zusätzliche ordentliche Ergebnis in Höhe von -16 (i.V.: -4) Mio € betrifft im
Wesentlichen Aufwendungen aus dem Abgang von Tochterunternehmen, Integrationsaufwendungen
sowie sonstige einmalige Aufwendungen und Erträge. Das Finanzergebnis hat sich um 32 Mio € auf -82 (i.V.: -114) Mio € verbessert. Neben
den um 11 Mio € gesunkenen Zinsaufwendungen wirken sich das um 4 Mio € verbesserte
Währungsergebnis und das um 15 Mio € verbesserte sonstige Finanzergebnis positiv aus. Das Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen sank um 5 Mio € auf
9 (i.V.: 14) Mio €, hauptsächlich aufgrund der gestiegenen Abschreibungen. Die Aufwendungen
für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag liegen mit 48 (i.V.: 36) Mio € um 36% über
Vorjahresniveau. Das Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen
verringerte sich um 18 Mio € auf -39 (i.V.: -21) Mio €. Das Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen beträgt 4 (i.V.: -10)
Mio € und entfällt auf in Vorjahren aufgegebene Geschäftsbereiche der Hanson-Gruppe. Insgesamt liegt der Fehlbetrag der Periode bei -35 (i.V.: -31) Mio €. Das Minderheitsgesellschaftern
zustehende Ergebnis sank um 6 Mio € auf 35 (i.V.: 41) Mio €. Der Anteil der Gruppe
beläuft sich demzufolge auf -70 (i.V.: -72) Mio €. Das Ergebnis je Aktie - Anteil der Gruppe - nach IAS 33 verbesserte sich um 0,03 €
auf -0,35 (i.V.: -0,38) €. Die Gesamtergebnisrechnung und die Herleitung des Ergebnisses je Aktie werden detailliert
im Anhang dargestellt. KapitalflussrechnungIm ersten Quartal 2017 erhöhte sich der saisonbedingte Mittelabfluss aus operativer
Geschäftstätigkeit der fortzuführenden Geschäftsbereiche um 220 Mio € auf 482 (i.V.:
262) Mio €. Ursächlich hierfür war insbesondere der mit 575 (i.V.: 344) Mio € um 231
Mio € höhere Anstieg des Working Capital im Zusammenhang mit der Akquisition von Italcementi.
Der Cashflow vor Zins- und Steuerzahlungen stieg demgegenüber um 27 Mio € auf 429
(i.V.: 402) Mio € an. Die Zinseinnahmen sind im Vergleich zur Vorjahresperiode nahezu
unverändert geblieben, während sich die Zinsausgaben gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen
infolge der im ersten Quartal stattfindenden Zinszahlungen der übernommenen Italcementi-Anleihen
um 66 Mio € auf 206 (i.V.: 140) Mio € erhöht haben. Die gezahlten Ertragsteuern verringerten
sich um 10 Mio € auf 74 (i.V.: 84) Mio €. Die erhaltenen Dividenden lagen mit 54 (i.V.:
61) Mio € leicht unter dem Vorjahresniveau und beinhalten hauptsächlich vereinnahmte
Dividenden von Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Gesellschaften. Im Berichtsquartal wurden Rückstellungen in Höhe von 74 (i.V.: 120) Mio € durch Zahlung
verbraucht, wovon 21 Mio € Restrukturierungsmaßnahmen betreffen. Der höhere Verbrauch
im Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus der Dotierung eines Gruppen-CTA (Contractual
Trust Agreement) zur Insolvenzsicherung von Pensionsanwartschaften in Höhe von 51
Mio €. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit der fortzuführenden Geschäftsbereiche
verringerte sich um 98 Mio € auf 140 (i.V.: 238) Mio €. Der Rückgang ist vor allem
auf den Erwerb eines Geschäftsbetriebs in Australien von Rocla Quarry Products (RQP)
im Vorjahr gegen eine Barzahlung von 98 Mio € zurückzuführen. Gegenläufig wirkten
sich die gegenüber dem Vorjahr um 29 Mio € erhöhte Investitionen in Sachanlagen aus. Aus der Finanzierungstätigkeit der fortzuführenden Geschäftsbereiche ergab sich in
der Berichtsperiode ein Mittelzufluss in Höhe von 471 (i.V.: 1.214) Mio €. Der darin
enthaltene Liquiditätszufluss aus der Nettoaufnahme / -tilgung von Anleihen und Krediten
in Höhe von 487 (i.V.: 1.221) Mio € umfasst die Veränderung lang- und kurzfristiger
Finanzverbindlichkeiten und beinhaltet vor allem die Tilgung einer Anleihe über 1
Mrd €, die Emission einer Anleihe über 750 Mio € sowie Mittelzuflüsse aus emittierten
Commercial Papers in Höhe von 932 Mio €. Darüber hinaus sind hierunter die Inanspruchnahme
der syndizierten Kreditlinie, Aufnahmen und Tilgungen von Bank- und Schuldscheindarlehen
sowie Veränderungen der übrigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten mit hoher Umschlagshäufigkeit
zusammengefasst. Im Vorjahr wurden im Wesentlichen eine Anleihe über 1 Mrd € emittiert,
Schuldscheindarlehen in Höhe von 645 Mio € begeben und eine Anleihe über 300 Mio €
getilgt. Dividendenzahlungen an Minderheitsgesellschafter führten zu einem Mittelabfluss
von 16 (i.V.: 7) Mio €. Mittelflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie der Investitionstätigkeit
aufgegebener Geschäftsbereiche betreffen im Wesentlichen Veräußerungskosten und -erlöse
der belgischen Italcementi-Aktivitäten sowie von Italcementi-Standorten in Nordamerika,
die aufgrund wettbewerbsbehördlicher Auflagen weiterveräußert wurden. InvestitionenDie zahlungswirksamen Investitionen gingen im ersten Quartal auf 195 (i.V.: 257) Mio
€ zurück. Hiervon entfielen auf Sachanlageinvestitionen (einschließlich der immateriellen
Vermögenswerte) 182 (i.V.: 154) Mio €, die vorwiegend Optimierungs- und Umweltschutzmaßnahmen
in unseren Produktionsstätten, aber auch Expansionsprojekte in Wachstumsmärkten betrafen.
Die Investitionen in Finanzanlagen und sonstige Geschäftseinheiten verringerten sich
auf 13 (i.V.: 102) Mio €; hierbei handelt es sich im Wesentlichen um kleinere arrondierende
Beteiligungszukäufe. BilanzDie Bilanzsumme hat sich zum 31. März 2017 gegenüber dem 31. Dezember 2016 um 79 Mio
€ auf 37.233 (i.V.: 37.154) Mio € erhöht. Die langfristigen Aktiva verminderten sich um 71 Mio € auf 30.375 (i.V.: 30.446) Mio
€. Bereinigt um positive Wechselkurseffekte von 64 Mio € betrug der Rückgang 134 Mio
€; dieser betraf vor allem das Sachanlagevermögen in Höhe von 112 Mio €. Die Zunahme
der Geschäfts- oder Firmenwerte um 8 Mio € auf 11.837 (i.V.: 11.828) Mio € war fast
ausschließlich auf Wechselkurseffekte zurückzuführen. Die Veränderung der Sachanlagen
um -71 Mio € auf 13.893 (i.V.: 13.965) Mio € resultierte im Wesentlichen aus Wechselkurseffekten
von 41 Mio € und Sachanlagenzugängen von 180 Mio €, denen Sachanlagenabgänge von 18
Mio € und Abschreibungen von 265 Mio € gegenüberstanden. Die Finanzanlagen blieben in Höhe von 2.389 (i.V.: 2.387) Mio € nahezu konstant. Bereinigt
um positive Währungseffekte von 18 Mio € belief sich der Rückgang auf 16 Mio €; dieser
ist hauptsächlich auf den Verkauf von Finanzinvestitionen zurückzuführen. Die kurzfristigen Aktiva erhöhten sich um 151 Mio € auf 6.853 (i.V.: 6.701) Mio €.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen saisonbedingt um 154 Mio €
auf 1.958 (i.V.: 1.804) Mio €. Ebenso erhöhten sich die sonstigen kurzfristigen operativen
Forderungen um 109 Mio € auf 660 (i.V.: 551) Mio €, während die liquiden Mittel um
146 Mio € auf 1.826 (i.V.: 1.972) Mio € abnahmen. Die Veränderungen werden im Abschnitt
Kapitalflussrechnung erläutert. Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital um 30 Mio € auf 17.842 (i.V.:
17.873) Mio €. Die Verringerung ist im Wesentlichen auf das Gesamtergebnis der Periode
von -12 Mio € zurückzuführen, das sich aus dem Fehlbetrag der Periode von 35 Mio €
sowie vornehmlich aus den im sonstigen Ergebnis erfassten Verlusten aus der Währungsumrechnung
von 23 Mio €, den versicherungsmathematischen Gewinnen von 36 Mio € und den Gewinnen
der nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen von 10 Mio € zusammensetzt. Die verzinslichen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 452 Mio € auf 11.503 (i.V.: 11.051)
Mio €. Die Zunahme der Nettofinanzschulden (verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich
flüssiger Mittel) um 602 Mio € auf 9.601 (i.V.: 8.999) Mio € ist ursächlich auf die
saisonbedingte Finanzierung des Wintergeschäfts im ersten Quartal zurückzuführen.
Der Gesamtbetrag der Rückstellungen reduzierte sich um 43 Mio € auf 3.052 (i.V.: 3.095)
Mio €, insbesondere aufgrund des Rückgangs der Pensionsrückstellungen. Die Minderung
der operativen Verbindlichkeiten um 325 Mio € auf 4.154 (i.V.: 4.478) Mio € betrifft
vornehmlich den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 188
Mio € auf 1.991 (i.V.: 2.179) Mio € und der sonstigen kurzfristigen operativen Verbindlichkeiten
um 147 Mio € auf 1.509 (i.V.: 1.656) Mio €. FinanzierungAm 18. Januar 2017 hat HeidelbergCement unter seinem 10 Mrd € EMTN-Programm eine Euroanleihe
mit einem Emissionsvolumen von 750 Mio € und einer vierjährigen Laufzeit bis 18. Januar
2021 begeben. Die Anleihe weist einen Festzins von 0,500% p.a. auf. Der Ausgabekurs
lag bei 99,822%, womit sich eine Rendite von 0,545% ergab. Am 27. März 2017 hat HeidelbergCement unter dem EMTN-Programm eine weitere Euroanleihe
über 1 Mrd € platziert. Der Tag der Begebung war am 4. April 2017. Die neunjährige
Anleihe mit einer Laufzeit bis 7. April 2026 weist einen Festzins von 1,625% p.a.
auf. Der Ausgabekurs lag bei 99,626%, womit sich eine Rendite von 1,670% ergab. Mit diesen beiden Anleihen hat HeidelbergCement seine Finanzierungsstruktur weiter
gestärkt. Die Emissionserlöse werden zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung und
zur Rückzahlung anstehender Fälligkeiten verwendet. Bei den in den Jahren 2009 und 2010 begebenen Anleihen besteht gemäß den Anleihebedingungen
eine Beschränkung bezüglich der Neuaufnahme zusätzlicher Verschuldung, wenn der konsolidierte
Deckungsgrad (d.h. das Verhältnis des Gesamtbetrags des konsolidierten EBITDA zum
Gesamtbetrag des konsolidierten Zinsergebnisses) des HeidelbergCement Konzerns unter
2 ist. Dieser Covenant ist bei den übrigen Anleihen sowie Schuldscheindarlehen aufgrund
des Investment Grade Ratings ausgesetzt. Das konsolidierte EBITDA in Höhe von 3.243
Mio € und das konsolidierte Zinsergebnis in Höhe von 449 Mio € werden auf einer pro
Forma Basis gemäß den Anleihebedingungen berechnet. Zum 31. März 2017 betrug der konsolidierte
Deckungsgrad 7,22. Die Nettofinanzschulden stiegen gegenüber dem 31. März 2016 um 3.711 Mio € und beliefen
sich zum 31. März 2017 auf 9.601 (i.V.: 5.890) Mio €. Die Zunahme um 602 Mio € gegenüber
dem Jahresende 2016 ist im Wesentlichen auf den saisonbedingtem Anstieg des Working
Capital zurückzuführen. Die verfügbare Liquidität aus Barmitteln, veräußerbaren Finanzinvestitionen und derivativen
Finanzinstrumenten sowie ungenutzten Kreditlinien belief sich per Ende März 2017 auf
4.636 Mio €. West- und SüdeuropaIn den Ländern des Konzerngebiets West- und Südeuropa hält die wirtschaftliche Erholung
an. Die deutsche Wirtschaft befindet sich dank der guten Binnenkonjunktur, des intakten
Arbeitsmarkts und des niedrigen Ölpreises weiterhin im Aufschwung. Auch in Belgien
und den Niederlanden setzt sich die Konjunkturerholung fort. Die britische Wirtschaft
hat sich nach dem Brexit-Votum sehr robust gezeigt. Im ersten Quartal 2017 hat sich
das Wirtschaftswachstum allerdings auf 0,3% verlangsamt. In Spanien ist die Wirtschaft
mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,8% im ersten Quartal weiterhin auf
Wachstumskurs und die Bauaktivitäten erholen sich allmählich. In Italien und Frankreich
ist die wirtschaftliche Erholung noch etwas verhalten. Mit der Erstkonsolidierung von Italcementi ab dem 1. Juli 2016 wurde das Konzerngebiet
West- und Südeuropa um Frankreich und Italien erweitert und unsere Marktstellung in
Spanien ausgebaut. In allen drei Ländern umfassen die hinzugekommenen Aktivitäten
jeweils Zement, Zuschlagstoffe und Transportbeton. Der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerngebiets West- und Südeuropa stieg im ersten
Quartal 2017 um 86,7% auf 6,3 (i.V.: 3,4) Mio t. Der deutliche Zuwachs ist im Wesentlichen
auf die neu einbezogenen Italcementi-Aktivitäten in Frankreich, Italien und Spanien,
aber auch auf die positive Nachfrageentwicklung in Deutschland, Benelux und Großbritannien
zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten nahm der Absatz
um 2,8% zu. Die Lieferungen unserer deutschen Werke profitierten von der guten Nachfrageentwicklung
insbesondere im Wohnungsbau. Auch in Benelux legten unsere Absatzvolumen dank der
fortgesetzten Markterholung zu. Großbritannien verzeichnete ebenfalls einen erfreulichen
Mengenanstieg. In Italien und Spanien zeigten sich erste Anzeichen einer Markterholung.
In Frankreich hingegen blieb unser Absatz noch leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Zuschlagstofflieferungen des Konzerngebiets verzeichneten mit 18,3 (i.V.: 12,1)
Mio t einen Anstieg um 51,8%. Hierzu trugen insbesondere die neu einbezogenen Zuschlagstoffaktivitäten
in Frankreich, Italien und Spanien bei. Bereinigt um Konsolidierungseffekte lag der
Absatz auf dem Vorjahresniveau. Während die Zuschlagstofflieferungen in Benelux und
Großbritannien nur leicht zunahmen, verzeichneten die anderen Länder einen deutlichen
Nachfrageanstieg. In Deutschland erhöhte sich unser Absatz um 17,5%. Der Transportbetonabsatz nahm um 63,5% auf 4,0 (i.V.: 2,5) Mio cbm zu. Ohne Berücksichtigung
der neu einbezogenen Transportbetonaktivitäten in Frankreich, Italien und Spanien
betrug der Zuwachs 3,8%. Während unsere Lieferungen in Benelux leicht abnahmen, erzielten
wir in Deutschland einen deutlichen Mengenanstieg. Auch in Großbritannien legte der
Absatz leicht zu. Frankreich, Italien und Spanien profitierten ebenfalls von einer
positiven Nachfrageentwicklung. Der Absatz der Asphaltsparte in Großbritannien stieg
aufgrund der starken Nachfrage aus dem Autobahnbau um 22,7% gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz des Konzerngebiets West- und Südeuropa nahm um 55,9% auf 1.065 (i.V.: 683)
Mio € zu. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten wurde ein
Anstieg um 2,6% erzielt. Nord- und Osteuropa-ZentralasienDie wirtschaftliche Entwicklung in den Ländern des Konzerngebiets Nord- und Osteuropa-Zentralasien
zeigt ein gemischtes Bild: In Schweden begünstigt die anhaltend robuste Konjunkturentwicklung
die Bauaktivitäten insbesondere im Wohnungsbau. Die norwegische Wirtschaft hat zwar
an Dynamik eingebüßt, aber die Nachfrage aus großen Infrastrukturprojekten und dem
Wohnungsbau ist weiterhin stark. In Polen und Tschechien setzt sich die Erholung der
Wirtschaft und der Bauaktivitäten fort. Auch die rumänische Wirtschaft ist auf Wachstumskurs,
aber es besteht weiterhin ein Mangel an Infrastrukturprojekten. In Kasachstan zeigen
sich Anzeichen einer leichten wirtschaftlichen Belebung. Die Ukraine und Russland
verzeichnen eine fortschreitende Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage, aber der
Ukraine-Konflikt belastet die Wirtschaft in beiden Ländern weiterhin schwer. Die Zement- und Klinkerlieferungen des Konzerngebiets Nord- und Osteuropa-Zentralasien
nahmen im ersten Quartal 2017 um 16,9% auf 4,6 (i.V.: 4,0) Mio t zu. Der Absatzanstieg
ist auf die erstmalige Einbeziehung der Zementaktivitäten von Italcementi in Bulgarien,
Griechenland und Kasachstan, aber auch auf die überwiegend positive Entwicklung der
Zementnachfrage im Konzerngebiet zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten
belief sich der Zuwachs auf 4,6%. Die Länder Nordeuropas einschließlich der Baltischen
Staaten erzielten durchweg Mengensteigerungen im zweistelligen Prozentbereich. In
Osteuropa-Zentralasien zeigten die Lieferungen der einzelnen Länder ein gemischtes
Bild. Die höchsten Zuwächse verzeichneten Kasachstan und Griechenland, aber auch Polen
und Tschechien erzielten erfreuliche Absatzsteigerungen. In Russland und Rumänien
gingen unsere Lieferungen deutlich zurück sowie in geringerem Maße in der Ukraine
und Bulgarien. Der Geschäftsbereich Zuschlagstoffe wies eine uneinheitliche Absatzentwicklung in
den einzelnen Konzernländern auf. In Norwegen, Schweden, Rumänien, der Slowakei und
Griechenland gingen unsere Lieferungen deutlich zurück. Starke Zuwächse erzielten
hingegen Russland, Kasachstan, die Ukraine, Tschechien und Georgien. Insgesamt nahmen
unsere Zuschlagstofflieferungen im Konzerngebiet um 86,3% auf 8,6 (i.V.: 4,6) Mio
t zu. Konsolidierungseffekte ergaben sich aus der Vollkonsolidierung der Mibau-Gruppe,
der erstmaligen Einbeziehung der Zuschlagstoffaktivitäten von Italcementi in Griechenland
sowie dem Verkauf von Zuschlagstoffwerken in Schweden im Vorjahr. Ohne Berücksichtigung
dieser Konsolidierungseffekte übertraf der Zuschlagstoffabsatz mit einem geringfügigen
Plus von 0,3% knapp das Vorjahresniveau. Die Transportbetonlieferungen stiegen um 10,7% auf 1,2 (i.V.: 1,1) Mio cbm. Erstmals
einbezogen waren die Transportbetonaktivitäten von Italcementi in Griechenland und
Kasachstan. Bereinigt um Konsolidierungseffekte nahmen die Lieferungen um 9,4% zu.
Die nordeuropäischen Länder erzielten insgesamt einen deutlichen Mengenanstieg. Der Umsatz des Konzerngebiets Nord- und Osteuropa-Zentralasien wuchs um 29,5% auf
544 (i.V.: 420) Mio €; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten
betrug der Anstieg 7,2%. NordamerikaIm Konzerngebiet Nordamerika ist HeidelbergCement in den USA und in Kanada vertreten.
In den USA ist das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 2017 geringer als erwartet
ausgefallen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg einer ersten Schätzung zufolge um 0,7%.
Der Wirtschaftsausblick bleibt jedoch weiter positiv. Der Aufschwung des Wohnungsbaus
setzt sich fort. Die Investitionen in den Wohnungsbau stiegen im ersten Quartal um
13,7%. Im März lagen die Baubeginne mit einer Jahresrate von 1.215.000 um 6,8% unter
dem Vormonat, aber um 9,2% über dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Die Baugenehmigungen
stiegen um 3,6% gegenüber dem Februar und waren um 17,0% höher als im März 2016. Der Zementabsatz unserer nordamerikanischen Werke profitierte trotz widriger Wetterbedingungen
an der Westküste von der insgesamt starken Nachfrage in den USA. Die Lieferungen erhöhten
sich in den ersten drei Monaten um 24,7% auf 3,1 (i.V.: 2,5) Mio t. Der größte Teil
dieses Absatzanstiegs beruht auf der Einbeziehung der ehemaligen Italcementi/Essroc-Werke
in die Region Nord. Ohne Berücksichtigung dieses Konsolidierungseffekts lag der Zuwachs
bei 1,0%. In der Region West führten heftige Regenfälle und Überschwemmungen insbesondere
in Kalifornien und Oregon zu einem deutlichen Absatzrückgang. Diese Mengeneinbußen
konnten jedoch durch Absatzsteigerungen im zweistelligen Prozentbereich in den Regionen
Nord und Süd mehr als ausgeglichen werden. In der Marktregion Kanada beeinträchtigte
das ungewöhnlich kalte und nasse Wetter unsere Zementlieferungen in British Columbia;
der Auftragsbestand ist jedoch weiterhin hoch. In den Prärieprovinzen profitierte
unser Zementabsatz von der sich erholenden Nachfrage aus dem Ölsektor, so dass die
Lieferungen der Region Kanada insgesamt auf dem Vorjahresniveau blieben. Sowohl in
den USA als auch in Kanada wurden in allen wichtigen Märkten Preiserhöhungen erfolgreich
durchgeführt. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe konnten wetterbedingte Absatzeinbußen in den Regionen
West und Kanada durch Mengenzuwächse in den Regionen Nord und Süd mehr als ausgeglichen
werden. Insgesamt nahm der Zuschlagstoffabsatz im ersten Quartal um 2,1% auf 21,7
(i.V.: 21,3) Mio t zu. Ohne Berücksichtigung des Konsolidierungseffekts aus der Einbeziehung
der ehemaligen Italcementi / Essroc-Aktivitäten ergab sich ein leichter Rückgang um
0,4%. Die Preise konnten in allen Regionen angehoben werden. In der Transportbetonsparte konnte der konsolidierungsbedingte starke Absatzzuwachs
der Region Nord die Mengeneinbußen der anderen Regionen nicht ganz ausgleichen. Der
Transportbetonabsatz nahm insgesamt um 1,1% auf 1,3 (i.V.: 1,3) Mio cbm ab. Ohne Berücksichtigung
des Italcementi / Essroc-Konsolidierungseffekts belief sich der Rückgang auf 10,5%.
Die Asphaltlieferungen gingen um 10,1% auf 0,2 (i.V.: 0,2) Mio t zurück. Im Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-Sonstiges lag der Zementabsatz unseres
Joint Ventures Texas Lehigh Cement aufgrund der gestiegenen Nachfrage aus der Ölindustrie
deutlich über dem Vorjahresniveau. Der Gesamtumsatz in Nordamerika nahm um 16,8% auf 834 (i.V.: 714) Mio € zu; ohne Berücksichtigung
von Konsolidierungs- und Währungseffekten belief sich der Anstieg auf 0,5%. Asien-PazifikTrotz Restrukturierung und Abkühlung der chinesischen Wirtschaft setzen die Schwellenländer
Asiens ihren Wachstumskurs fort. In China hat sich die Konjunktur im ersten Quartal
mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 6,9% besser entwickelt als erwartet.
Während in Indien und Indonesien mit einem leichten Anstieg des Wirtschaftswachstums
gerechnet wird, wird die thailändische Wirtschaft durch instabile Exporte und Privatinvestitionen
beeinträchtigt. Australien verzeichnet trotz der schwachen Investitionen im Rohstoffsektor
eine robuste Wirtschaftsentwicklung. Die Zement- und Klinkerlieferungen des Konzerngebiets Asien-Pazifik nahmen im ersten
Quartal um 49,0% auf 8,7 (i.V.: 5,8) Mio t zu. Ohne Berücksichtigung der neu hinzugekommenen
Aktivitäten von Italcementi in Indien und Thailand lag der Absatz mit einem geringfügigen
Plus von 0,3% in etwa auf Vorjahresniveau. In Indonesien lag der der inländische Zementverbrauch in den ersten drei Monaten 2017
mit einem Plus von 0,5% geringfügig über dem Vorjahr. Das schwache Wachstum ist hauptsächlich
auf Verzögerungen beim staatlichen Infrastrukturprogramm zurückzuführen. Der Zementinlandsabsatz
von Indocement nahm um 3,8% ab. Die gegenüber dem Gesamtmarkt schwächere Absatzentwicklung
von Indocement ist durch die schwache Nachfrage in den Heimatmärkten bedingt. Jakarta
verzeichnete einen Marktrückgang von 5,7%, Banten von 4,9% und West Java von 1,5%.
Aufgrund des gestiegenen Wettbewerbsdrucks lagen die durchschnittlichen Verkaufspreise
von Indocement deutlich unter dem Vorjahresniveau. Durch striktes Kostenmanagement
konnte der Rückgang der Margen in Grenzen gehalten werden. Einschließlich der Exporte
lag der Zement- und Klinkerabsatz von Indocement mit einem minimalen Minus von 0,1%
auf dem Vorjahresniveau. In Indien nahmen die Zement- und Klinkerlieferungen unserer in Zentral- und Südindien
gelegenen Werke im ersten Quartal um 119,5% zu. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf
die erstmalige Einbeziehung der Zementaktivitäten von Italcementi in Südindien zurückzuführen.
Ohne Berücksichtigung dieses Konsolidierungseffekts betrug der Zuwachs trotz der noch
teilweise spürbaren Auswirkungen der Bargeldreform 8,1%. Höhere Verkaufspreise, striktes
Kostenmanagement und die forcierte Realisierung von Synergien führten zu einer deutlichen
Verbesserung der Margen. In Thailand führten die verhaltene Nachfrage aus dem Privatsektor, Verzögerungen bei
Infrastrukturprojekten sowie die Inbetriebnahme neuer Kapazitäten in Exportmärkten
zu einem leichten Mengenrückgang. Aufgrund des gestiegenen Wettbewerbs lagen die Verkaufspreise
unter dem Vorjahresniveau. In Bangladesh verzeichneten unsere Zementlieferungen aufgrund des gestiegenen Wettbewerbsdrucks
einen spürbaren Rückgang. Umsatz und Ergebnis nahmen deutlich ab. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe erhöhten sich unsere Lieferungen um 1,0% auf 9,2
(i.V.: 9,1) Mio t. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten aus der Einbeziehung
der Zuschlagstoffaktivitäten von Italcementi in Thailand nahm der Absatz um 2,6% ab.
In Australien führten lang anhaltende Regenfälle und Zyklon Debbie zu einem leichten
Mengenrückgang. In Malaysia wurden unsere Lieferungen durch ein schwaches Marktumfeld
beeinträchtigt. In Indonesien hingegen nahm der Absatz leicht zu und Thailand verzeichnete
einen deutlichen Mengenanstieg. In der Transportbetonsparte lag der Absatz mit einem geringfügigen Plus von 0,3% auf
2,4 (i.V.: 2,4) Mio cbm knapp über dem Vorjahresniveau. Ohne Berücksichtigung der
neu einbezogenen Transportbetonaktivitäten in Thailand nahmen die Lieferungen um 10,5%
ab. Während Australien nur leichte Absatzeinbußen verzeichnete, gingen unsere Lieferungen
in Indonesien und Malaysia spürbar zurück. Thailand erzielte einen deutlichen Mengenanstieg.
In der Asphaltsparte führte die schwache Nachfrage in Malaysia zu einem Absatzrückgang
um 16,7%. In China verzeichneten die Zementlieferungen unserer Gemeinschaftsunternehmen in den
Provinzen Guangdong und Shaanxi einen moderaten Anstieg. Auch in Australien erzielte
unser Joint Venture Cement Australia trotz der widrigen Wetterbedingungen einen leichten
Absatzzuwachs. Der Umsatz des Konzerngebiets Asien-Pazifik stieg um 22,4% auf 780 (i.V.: 637) Mio
€; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten nahm der Umsatz
um 5,4% ab. Afrika-Östlicher MittelmeerraumDie afrikanischen Staaten südlich der Sahara verzeichnen insgesamt eine weiterhin
robuste Wirtschaftsentwicklung und lebhafte Bauaktivitäten. Auch in Ghana zieht das
Wirtschaftswachstum wieder an. In Ägypten beeinträchtigen nachlassendes Wirtschaftswachstum
und mangelnde Liquidität die Bautätigkeit. In Marroko profitiert die Bauwirtschaft
von Infrastrukturprojekten. In der Türkei belasten politische Unsicherheit, hohe Inflation
und die Abwertung der Lira die wirtschaftliche Entwicklung. Der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerngebiets Afrika-Östlicher Mittelmeerraum,
der nur die Lieferungen unserer afrikanischen Tochtergesellschaften umfasst, erhöhten
sich um 157,9% auf 4,9 (i.V.: 1,9) Mio t. Der Absatzanstieg ist im Wesentlichen auf
die Einbeziehung der Aktivitäten der ehemaligen Italcementi-Gruppe in Nordafrika,
aber auch auf Wachstum in einigen Ländern südlich der Sahara zurückzuführen. Ohne
Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten nahmen die Lieferungen um 8,2% zu. In
Togo, Tansania und Burkina Faso profitierten unsere Liefermengen neben dem anhaltenden
Wachstum der Zementnachfrage auch von den neuen Produktionskapazitäten. Erfreuliche
Absatzsteigerungen erzielten wir auch in Benin, Liberia und in Ghana, unserem größten
Markt in Afrika südlich der Sahara. Sierra Leone und die Demokratische Republik Kongo
verzeichneten aufgrund gestiegener Importe starke Mengeneinbußen. Die Zementpreise
gingen in einigen Ländern südlich der Sahara infolge des gestiegenen Wettbewerbsdrucks,
insbesondere durch Importe, aber auch durch die Inbetriebnahme neuer Produktionskapazitäten
durch Wettbewerber, teilweise deutlich zurück. In Ägypten blieben unsere Lieferungen
aufgrund der schwachen Nachfrage deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Mengeneinbußen
konnten jedoch durch gestiegene Verkaufspreise ausgeglichen werden. Marokko und Mauretanien
erzielten deutliche Absatzsteigerungen. Aufgrund der guten Wachstumsaussichten baut HeidelbergCement seine Aktivitäten in
Afrika weiter aus. In Benin haben wir die Errichtung einer weiteren Zementmühle im
Mahlwerk Cotonou planmäßig abgeschlossen. Die Inbetriebnahme der neuen Mühle mit einer
Kapazität von 250.000 t erfolgte im April 2017. Auch in Togo bauen wir unsere Zementkapazität
weiter aus. Im Norden des Landes errichten wir derzeit eine Zementmahlanlage mit einer
Kapazität von rund 250.000 t, deren Fertigstellung im zweiten Quartal 2017 vorgesehen
ist. Als weiteren Expansionsschritt planen wir den Markteintritt in Südafrika, um
weitere Wachstumsmärkte zu erschließen und die Diversifizierung in Afrika voranzutreiben.
Darüber hinaus prüfen wir kontinuierlich Expansionsoptionen in anderen afrikanischen
Ländern. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe ist HeidelbergCement neben kleineren Aktivitäten
in einigen afrikanischen Ländern südlich der Sahara im Wesentlichen in Israel und
Marokko tätig. Die Zuschlagstofflieferungen stiegen insgesamt um 36,7% auf 3,1 (i.V.:
2,3) Mio t. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten betrug der Zuwachs 13,5%.
In der Transportbetonsparte ist HeidelbergCement in Israel, Ägypten und Marokko vertreten.
Der Transportbetonabsatz wuchs um 90,4% auf 1,3 (i.V.: 0,7) Mio cbm. Bereinigt um
Konsolidierungseffekte belief sich der Anstieg auf 7,2%. Das Asphaltgeschäft in Israel
verzeichnete einen starken Mengenzuwachs von 28,2%. Der Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-Sonstiges umfasst im Wesentlichen die
Zement-, Zuschlagstoff- und Transportbetonaktivitäten unseres türkischen Joint Ventures
Akçansa. Der Zement- und Klinkerabsatz von Akçansa nahm in den ersten drei Monaten
um 4,0% ab. Während die Zuschlagstofflieferungen einen erfreulichen Zuwachs verzeichneten,
ging der Transportbetonabsatz stark zurück. Der Umsatz des Konzerngebiets Afrika-Östlicher Mittelmeerraum stieg um 71,0% auf 411
(i.V.: 240) Mio €; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten
nahm der Umsatz um 4,0% ab. KonzernserviceDer Konzernservice umfasst die Aktivitäten unseres Tochterunternehmens HC Trading,
einer der größten internationalen Handelsgesellschaften für Zement und Klinker. Das
Unternehmen ist ebenfalls zuständig für den Kauf und die Lieferung von Kohle und Petrolkoks
auf dem Seeweg an eigene Standorte und an andere Zementunternehmen weltweit. Darüber
hinaus sind in den Bereich Konzernservice unsere Zement- und Transportbetonaktivitäten
in Kuweit und Saudi-Arabien einbezogen. Der Handel von HC Trading mit Zement, Klinker und sonstigen Baustoffen wie Kalk und
Trockenmörtel wuchs im ersten Quartal um 10,0% auf 4,1 (i.V.: 3,7) Mio t. Die Lieferungen
von Kohle und Petrolkoks nahmen um 4,6% auf 1,7 (i.V.: 1,8) Mio t ab. Der Umsatz des Bereichs Konzernservice erhöhte sich um 31,1% auf 301 (i.V.: 230) Mio
€; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten belief sich der
Zuwachs auf 19,3%. MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl von HeidelbergCement lag Ende des ersten Quartals 2017 bei 60.481
(i.V.: 45.979). Die Zunahme um 14.502 Mitarbeiter resultiert im Wesentlichen aus der
Akquisition von Italcementi. AusblickDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seiner jüngsten Prognose vom April 2017
die Wachstumsrate für die Weltwirtschaft leicht erhöht und geht nun von einem Anstieg
des globalen Wirtschaftswachstums von 3,1% im Jahr 2016 auf 3,5% im Jahr 2017 aus.
Treiber dieser Entwicklung ist einerseits ein sich beschleunigendes Wachstum in den
USA; andererseits sollen auch die Wachstumsraten der Schwellenländer trotz einer weiteren
konjunkturellen Abkühlung in China wieder steigen. Insbesondere für die Länder in
Afrika südlich der Sahara und in den asiatischen Ländern außerhalb Chinas wird mit
höheren Wachstumsraten gerechnet. Die globalen Risiken haben im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen. Dies betrifft
sowohl geopolitische als auch makroökonomische Risiken. Zu den geopolitischen Risiken
zählen insbesondere die Konflikte im Nahen Osten und im Osten der Ukraine. Bei den
makroökonomischen Risiken sind vor allem der Anstieg der Energiepreise und der Inflation,
die unberechenbaren Folgen der Abkühlung der chinesischen Wirtschaft, die Auswirkungen
geldpolitischer Maßnahmen, insbesondere der amerikanischen Notenbank, sowie sich in
Richtung Protektionismus verschiebende politische Maßnahmen zu nennen. In Nordamerika erwartet HeidelbergCement im Einklang mit dem IWF eine stärkere Wirtschaftserholung
und damit eine weitere Zunahme der Nachfrage nach Baustoffen. In West- und Südeuropa
wird eine positive Marktentwicklung erwartet. Diese basiert auf der fortgesetzten
Erholung in Großbritannien, der weiterhin robusten Konjunktur in Deutschland und einer
stabilen wirtschaftlichen Entwicklung in Benelux. Für Nordeuropa erwarten wir eine
Fortsetzung der starken Marktverfassung. In Osteuropa rechnen wir mit einer steigenden
Nachfrage nach Baustoffen unter anderem aufgrund des EU-Infrastrukturprogramms. Die
Krise im Osten der Ukraine beeinträchtigt weiterhin Absatz und Ergebnis des Landes.
Die wirtschaftliche Lage in Russland und Kasachstan hat sich nach dem Anstieg des
Ölpreises verbessert. In den Märkten Afrikas erwarten wir eine Beschleunigung des
Nachfragewachstums bei anhaltendem Wettbewerb. In Asien rechnet HeidelbergCement mit
einer Belebung der Nachfrage, insbesondere aufgrund steigender Infrastrukturinvestitionen
in Indonesien. Für China werden allerdings ein weiterer Nachfragerückgang und ein
Anstieg der Überkapazitäten erwartet. Die Auswirkungen auf die Exportvolumen sind
jedoch begrenzt, da ein Großteil der chinesischen Kapazitäten im Landesinneren liegt. Aufgrund der insgesamt positiven Nachfrageentwicklung geht HeidelbergCement von einem
steigenden Absatz für die Kernprodukte Zement, Zuschlagstoffe und Transportbeton aus. HeidelbergCement erwartet für das Jahr 2017 eine moderat bis deutlich steigende Kostenbasis
für Energie aufgrund des Anstiegs der Öl- und Kohlepreise seit Anfang 2016. Für Rohstoffe
und Personal wird mit einem leichten bis moderaten Kostenanstieg gerechnet. HeidelbergCement
konzentriert sich weiterhin auf die kontinuierliche Erhöhung der Effizienz und Margen.
Zu diesem Zweck führen wir in den Bereichen Zement und Zuschlagstoffe sogenannte "Continuous
Improvement" Programme durch, die eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserungen
von operativen und kommerziellen Arbeitsprozessen auf Mitarbeiterebene schaffen sollen.
Durch Prozessoptimierungen sollen in beiden Bereichen jeweils mindestens 120 Mio €
an nachhaltigen Ergebnisverbesserungen über einen Dreijahreszeitraum erzielt werden.
Das Programm "CIP" für den Zementbereich startete Anfang 2015; das Programm "Aggregates
CI" für den Zuschlagstoffbereich wurde Anfang 2016 eingeführt. Darüber hinaus optimieren
wir mit dem Programm "LEO" weiterhin unsere Logistik mit dem Ziel, Kostensenkungen
in Höhe von 150 Mio € in einem Zeitraum von mehreren Jahren zu erreichen. Zusätzlich
haben wir Ende 2016 das neue Effizienz-Verbesserungsprogramm "Competence Center Readymix"
(CCR) im Bereich Transportbeton gestartet. Über einen Dreijahreszeitraum sollen 120
Mio € an Ergebnisverbesserungen durch die Optimierung von Logistik und Betonrezepturen
erzielt werden. Für 2017 erwarten wir einen deutlichen Rückgang der Finanzierungskosten aufgrund unseres
disziplinierten Cashflow-Managements und der günstigeren Refinanzierung der Fälligkeiten. Auf Basis dieser Annahmen hat sich der Vorstand für das Jahr 2017 das Ziel gesetzt,
Umsatz und Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Wechselkurs- und Konsolidierungseffekten
und auf Pro-forma-Basis, das heißt unter Berücksichtigung der Beiträge von Italcementi
auch für die erste Jahreshälfte 2016, moderat und den Jahresüberschuss vor Einmaleffekten
deutlich zu steigern. Wir haben unsere starke operative Entwicklung im ersten Quartal 2017 fortgesetzt.
Wir werden uns weiterhin auf den Abschluss der Integration von Italcementi und die
Reduzierung der Verschuldung durch diszipliniertes Cashflow-Management konzentrieren.
Eine dauerhafte Bewertung im Investment Grade bleibt weiterhin unser erklärtes Ziel.
Operativ konzentrieren wir uns auf fünf Themen: Steigerung der Kundenzufriedenheit,
hoher operativer Leverage, Kostenführerschaft, vertikale Integration und optimierte
geografische Aufstellung. Dadurch steigern wir unsere Effizienz und die Zufriedenheit
unserer Kunden, insbesondere in den stark wachsenden Metropolen der Welt. Unsere globalen
Programme zur Kosten- und Prozessoptimierung sowie Margensteigerung für Zuschlagstoffe
("Aggregates CI"), Zement ("CIP"), Transportbeton ("CCR") sowie den Einkauf ("FOX")
werden wir weiter vorantreiben. Wir blicken weiterhin verhalten zuversichtlich auf das Jahr 2017. Der Ausblick für
die Weltwirtschaft ist zwar insgesamt positiv, gleichzeitig haben sich die großen
makroökonomischen und insbesondere geopolitischen Risiken weiter erhöht. HeidelbergCement
wird von der guten und stabilen wirtschaftlichen Entwicklung in den Industriestaaten,
insbesondere in den USA, Kanada, Großbritannien, Deutschland, in den Ländern Nordeuropas
und Australien, profitieren. In diesen Ländern erzielen wir ca. 60% unseres Umsatzes.
Mit der Übernahme von Italcementi und der schnellen Integration haben wir unser großes
unternehmerisches Potenzial und unsere hohe Dynamik eindrücklich unter Beweis gestellt.
Wir sind global gut aufgestellt, um unsere strategischen Ziele - kontinuierliches
Wachstum und nachhaltige Wertschaffung für unsere Aktionäre - zu erreichen. Weitere Angaben zum AusblickDer Unternehmensleitung von HeidelbergCement liegen keine neuen, über die im vorangegangenen
Abschnitt erwähnten Entwicklungen hinausgehenden Erkenntnisse vor, dass sich die im
Geschäftsbericht 2016 im Kapitel Prognosebericht auf den Seiten 110 ff. abgegebenen
wesentlichen Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung von
HeidelbergCement und des unternehmerischen Umfelds für das Geschäftsjahr 2017 wesentlich
verändert haben. Im Ausblick gehen wir auf die erwartete zukünftige Entwicklung von HeidelbergCement
und des unternehmerischen Umfelds im weiteren Jahresverlauf 2017 ein. In diesem Zusammenhang
weisen wir darauf hin, dass dieser Quartalsfinanzbericht zukunftsgerichtete Aussagen
enthält, die auf den derzeit verfügbaren Informationen sowie den gegenwärtigen Annahmen
und Prognosen der Unternehmensleitung von HeidelbergCement beruhen. Solche Aussagen
sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet und können daher deutlich
von der tatsächlich eintretenden Entwicklung abweichen. HeidelbergCement übernimmt
keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, die in diesem Quartalsfinanzbericht
gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren. Risiko- und ChancenberichtDie Risikopolitik von HeidelbergCement orientiert sich an der Unternehmensstrategie,
die auf die Bestandssicherung und die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts
ausgerichtet ist. Unternehmerisches Handeln ist stets zukunftsorientiert und daher
mit Risiken behaftet. Risiken zu identifizieren, sie zu verstehen und systematisch
zu bewerten und einzugrenzen, unterliegt der Verantwortung des Vorstands und ist eine
Hauptaufgabe aller Führungskräfte. HeidelbergCement ist zahlreichen Risiken ausgesetzt,
die nicht grundsätzlich vermieden, sondern akzeptiert werden, wenn sie sich im Rahmen
der rechtlichen und ethischen Grundsätze unternehmerischen Handelns bewegen und sie
zu den damit verbundenen Chancen in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Das Chancen-
und Risikomanagement von HeidelbergCement ist über konzernweite Planungs- und Steuerungssysteme
eng miteinander verbunden. Die Chancen werden in der jährlich erstellten operativen
Planung erfasst und im Rahmen der monatlichen Finanzberichterstattung verfolgt. Die
unmittelbare Verantwortung, Chancen frühzeitig zu erkennen und wahrzunehmen, obliegt
dem operativen Management in den Ländern sowie den zentralen Konzernabteilungen. In der ganzheitlichen Betrachtung von Einzelrisiken sowie der Gesamtrisikoposition
sind aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden oder andere bedeutende Risiken
erkennbar. Unser konzernweit standardisiertes Kontroll- und Risikomanagementsystem
stellt sicher, dass wesentliche Risiken, deren Eintritt die wirtschaftliche Lage des
Konzerns erheblich verschlechtern würde, frühzeitig identifiziert werden. Risiken, die sich im Geschäftsjahr 2017 und auf absehbare Zeit danach auf unsere Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken könnten, sowie die Chancen sind ausführlich
im Geschäftsbericht 2016 im Kapitel Risiko- und Chancenbericht auf den Seiten 120
ff. dargestellt. Die Risiken aus volatilen Energie- und Rohstoffpreisen sowie Wechselkursen sind weiterhin
hoch. Geopolitische Risiken resultieren insbesondere aus den politischen Krisen und
militärischen Konflikten im Nahen Osten sowie im Osten der Ukraine. Herausforderungen
in den Industriestaaten sind die niedrige Inflation, die Konsolidierung der Staatshaushalte,
die Reform des Finanzsektors und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Die Schwellenländer
sehen sich mit den Risiken weiterer Kapitalabflüsse und Währungsabschwächungen konfrontiert.
Unsicherheiten bestehen weiterhin hinsichtlich der Stabilität des globalen Finanzsystems. HeidelbergCement bilanziertGewinn- und Verlustrechnung des Konzernsscroll
Gesamtergebnisrechnung des Konzernsscroll
Kapitalflussrechnung des Konzernsscroll
Bilanz des KonzernsAktivascroll
Passivascroll
Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzernsscroll
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Segmentberichterstattung / Anhangscroll
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1)
Beinhaltet Konzernfunktionen, die Eliminierung von konzerninternen Verflechtungen
zwischen den Segmenten sowie das zusätzliche ordentliche Ergebnis. Anhang zum KonzernzwischenabschlussBilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer Konzernzwischenabschluss der HeidelbergCement AG zum 31. März 2017 wurde auf Basis
des IAS 34 (Interim Financial Reporting) aufgestellt. Es wurden alle zum Abschlussstichtag
verbindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich der
Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) angewendet, die durch
die EU-Kommission in europäisches Recht übernommen wurden. In Einklang mit den Regelungen des IAS 34 wurde ein im Vergleich zum Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2016 verkürzter Berichtsumfang mit ausgewählten Anhangangaben gewählt.
Die bei der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses angewendeten Bilanzierungs-
und Bewertungsgrundsätze entsprechen grundsätzlich denen des Konzernabschlusses zum
31. Dezember 2016. Detaillierte Erläuterungen finden sich auf den Seiten 184 f. im
Anhang des Geschäftsberichts 2016, der die Grundlage für diesen Zwischenabschluss
darstellt. In Übereinstimmung mit IAS 34 wurden die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und
vom Ertrag in der Berichtsperiode auf Basis des Steuersatzes abgegrenzt, der für das
gesamte Geschäftsjahr erwartet wird. Der Konzernzwischenabschluss unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Anwendung neuer RechnungslegungsstandardsFür den Konzernzwischenabschluss wurden keine neuen oder geänderten Standards und
Interpretationen des IASB erstmalig angewendet. Saisonabhängigkeit des GeschäftsDie Produktion und der Verkauf von Baustoffen sind aufgrund regionaler Witterungsverhältnisse
saisonabhängig. Insbesondere in unseren wichtigen Märkten in Europa und Nordamerika
wirken sich die Wintermonate auf die Geschäftszahlen im ersten und vierten Quartal
mit niedrigeren Absätzen und Ergebnissen aus, während diese in den wärmeren Monaten
des zweiten und dritten Quartals höher ausfallen. DevisenkurseDie nachfolgende Tabelle enthält die wichtigsten Devisenkurse, die bei der Umrechnung
der Einzelabschlüsse in fremder Währung Anwendung fanden. Devisenkursescroll
Unternehmenszusammenschlüsse in der BerichtsperiodeIn der Berichtsperiode hat HeidelbergCement keine Unternehmenszusammenschlüsse vorgenommen,
die für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HeidelbergCement
Konzerns wesentlich sind. Unternehmenszusammenschlüsse in der VorjahresperiodeZur Sicherung von Rohstoffreserven und zur Stärkung der Marktposition in Australien
hat HeidelbergCement am 29. Januar 2016 im Rahmen eines Asset Deals den Geschäftsbetrieb
von Rocla Quarry Products sowie 100% der Anteile an Calga Sands Pty Ltd, New South
Wales, (zusammen RQP) erworben. RQP betreibt 12 große Sandgruben in den Metropolregionen
von Perth, Adelaide, Melbourne und Sydney mit einer Produktion von rund 6 Mio t im
Jahr. Außerdem verfügt RQP über eine Anzahl kleinerer Produktionsstandorte und Rohstoffgrundstücke.
Der in bar beglichene Kaufpreis betrug 98,2 Mio €. Der Geschäfts- oder Firmenwert
in Höhe von 0,6 Mio € ist steuerlich nicht abzugsfähig und repräsentiert Synergiepotentiale. Die nachfolgende Tabelle zeigt die beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und
Schulden des Unternehmenszusammenschlusses zum Erwerbszeitpunkt. Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktscroll
Erwerb von ItalcementiIm Zeitraum vom 1. Juli bis zum 30. September 2016 hat HeidelbergCement im Rahmen
einer "Linked Transaction" 100% der Anteile an der Italcementi-Gruppe erworben und
den Erwerb mit Wirkung zum 1. Juli 2016 als Unternehmenszusammenschluss bilanziert.
Detaillierte Erläuterungen zum Italcementi-Erwerb finden sich auf den Seiten 198 f.
im Anhang des Geschäftsberichts 2016. Zum 31. März 2017 ist die Kaufpreisallokation noch nicht abgeschlossen, da die Bewertungen
der erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert noch nicht endgültig
fertiggestellt sind. Anpassungen der Kaufpreisallokation im ersten Quartal 2017 haben
zu einer Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von 7,3 Mio € geführt. Die
Kaufpreisallokation wird im zweiten Quartal 2017 abgeschlossen. Desinvestitionen in der BerichtsperiodeAm 8. Februar 2017 hat HeidelbergCement 100% der Anteile an Essroc San Juan Inc.,
Puerto Rico, veräußert. Die Gesellschaft war im Rahmen der Italcementi-Akquisition
erworben worden. Der Verkaufspreis für Essroc San Juan betrug 6,5 Mio € und wurde
in bar entrichtet. Aus der Veräußerung resultierte ein vorläufiger Verlust in Höhe
von 6,6 Mio €, der in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst wurde. Der
beizulegende Zeitwert der veräußerten Vermögenswerte und Schulden wird im Rahmen der
Kaufpreisallokation der Italcementi-Gruppe noch final festgestellt. Die nachfolgende Tabelle zeigt die vorläufigen Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunkt. Vorläufige Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunktscroll
Umsatzentwicklung nach Konzerngebieten und Geschäftsbereichenscroll
scroll
Ergebnis je AktieErgebnis je Aktiescroll
Die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie erfolgt gemäß IAS 33 (Earnings
per Share) mittels Division des Anteils der Gruppe am Jahresergebnis durch den gewichteten
Durchschnitt der Anzahl der ausgegebenen Aktien. Die Kenngröße verwässertes Ergebnis
je Aktie berücksichtigt nicht nur tatsächlich ausgegebene, sondern auch aufgrund von
Optionsrechten potenziell erhältliche Aktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses je
Aktie gemäß IAS 33.30 ergab sich im Berichtszeitraum nicht. KapitalflussrechnungDetaillierte Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung erfolgen im Lagebericht im Abschnitt
"Kapitalflussrechnung". Geschäfts- oder FirmenwerteGeschäfts- oder Firmenwerte werden im HeidelbergCement Konzern grundsätzlich einmal
jährlich im vierten Quartal nach Fertigstellung der operativen Dreijahresplanung oder
bei Anzeichen für einen möglichen Wertminderungsbedarf einem Wertminderungstest gemäß
IAS 36 (Impairment of Assets) unterzogen. Im Rahmen dieser Wertminderungsprüfung wird
der Buchwert einer Gruppe von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGU), denen
ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, mit dem erzielbaren Betrag dieser Gruppe
von CGUs verglichen. Zum 31. März 2017 hat das Management geprüft, ob neue Anzeichen
für einen Wertminderungsbedarf vorliegen. Aus der Überprüfung ergab sich keine Notwendigkeit
für eine Wertminderung. PensionsrückstellungenDie versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die erfolgsneutral im sonstigen
Ergebnis erfasst werden, wurden auf Basis der zum Abschlussstichtag gültigen Zinssätze
für die wesentlichen Länder ermittelt. Zum 31. März 2017 ergaben sich insgesamt Gewinne
aus der Neubewertung in Höhe von 49,8 Mio €. Hierin enthalten sind versicherungsmathematische
Verluste in Bezug auf die Pensionsverpflichtungen in Höhe von 44,5 Mio €, die auf
den Rückgang des gewichteten Rechnungszinssatzes um ca. 0,1 Prozentpunkte zurückzuführen
sind, sowie Gewinne aus der Neubewertung des Planvermögens in Höhe von 89,3 Mio €.
Die Begrenzung des Planvermögens führte zu Gewinnen in Höhe von 4,9 Mio €. Angaben zu FinanzinstrumentenDie folgende Tabelle leitet die einzelnen Bilanzpositionen der Finanzinstrumente zu
Klassen und Bewertungskategorien über. Außerdem werden die aggregierten Buchwerte
pro Bewertungskategorie und die beizulegenden Zeitwerte für jede Klasse dargestellt. Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorienscroll
scroll
Die Klassen "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige operative Forderungen"
sowie "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Personalverbindlichkeiten
und übrige operative Verbindlichkeiten" sind nicht unmittelbar auf die dazugehörigen
Bilanzpositionen überleitbar, da in diesen neben den finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten auch nicht-finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 896,0 (i.V.:
800,1) Mio € sowie nicht-finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 315,2 (i.V.: 234,7)
Mio € enthalten sind. Die folgende Tabelle zeigt die Fair-Value-Hierarchien der Vermögenswerte und Schulden,
die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Fair-Value-Hierarchiescroll
Detaillierte Erläuterungen zur Vorgehensweise bei der Fair Value Bewertung gemäß IFRS
13 finden sich auf den Seiten 247 f. im Anhang des Geschäftsberichts 2016, der die
Grundlage für diesen Zwischenabschluss darstellt. Die Veränderung der beizulegenden Zeitwerte der Beteiligungen Hanson Permanente Cement,
Inc. und Kaiser Gypsum Company, Inc., USA, die in den Finanzinvestitionen "Available
for sale at fair value" in der Hierarchiestufe 3 ausgewiesen sind, resultiert aus
Wechselkurseffekten. Die anderen Bewertungsparameter sind gleich geblieben. Hinsichtlich
möglicher Unsicherheiten in Bezug auf die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der
Finanzinvestitionen "Available for sale at fair value" verweisen wir auf die Erläuterungen
auf Seite 204 f. im Anhang des Geschäftsberichts 2016. In der Berichtsperiode ergaben
sich keine wesentlichen Änderungen zu den im Anhang gemachten Erläuterungen. Angaben zu nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Berichtszeitraum ergaben sich neben den üblichen Geschäftsbeziehungen keine berichtspflichtigen
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen. EventualverbindlichkeitenZum Abschlussstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 409,8 (i.V.:
416,6) Mio €, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit steuerlichen und rechtlichen
Risiken stehen. Der Zeitpunkt der möglichen Zahlungsmittelabflüsse für die Eventualverbindlichkeiten
ist unsicher, da sie von unterschiedlichen externen Faktoren abhängen, die außerhalb
des Einflussbereichs von HeidelbergCement liegen. Die Anwendung steuerlicher Regelungen
kann zum Zeitpunkt der Berechnung von Steuererstattungsansprüchen und -verbindlichkeiten
ungeklärt sein. Bei der Berechnung der Steuerpositionen ist die jeweils wahrscheinlichste
Anwendung zugrunde gelegt. Ungeachtet dessen kann die Finanzverwaltung hierzu eine
abweichende Auffassung vertreten. Aus einer abweichenden Auffassung können sich zusätzliche
steuerliche Verbindlichkeiten ergeben. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen
zum Abschlussstichtag wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
Ereignisse nach dem BilanzstichtagAm 4. April 2017 hat HeidelbergCement unter seinem 10 Mrd € EMTN-Programm eine Euroanleihe
mit einem Emissionsvolumen von 1 Mrd € und einer neunjährigen Laufzeit bis 7. April
2026 begeben. Weitere Einzelheiten zu dieser Anleihe werden im Abschnitt Finanzierung
auf Seite 4 beschrieben. Am 17. April 2017 hat HeidelbergCement über seine US-amerikanische Tochtergesellschaft
Cadman Materials, Inc. eine Vereinbarung mit einer Tochtergesellschaft von CEMEX,
S.A.B. de C.V. (Cemex) über den Kauf von Geschäftsaktivitäten im Nordwesten der USA
getroffen. Es handelt sich dabei um das Pacific Northwest Materials Business von Cemex,
das Produktionsstätten für Zuschlagstoffe, Transportbeton und Asphalt in Oregon und
Washington umfasst. Die Geschäftsaktivitäten beinhalten sieben Zuschlagstoffsteinbrüche,
fünf Transportbetonwerke und zwei Asphaltbetriebe und beschäftigen rund 350 Mitarbeiter.
Der Kaufpreis beläuft sich auf rund 150 Mio USD. Mit dieser arrondierenden Akquisition
erweitert HeidelbergCement seine vertikal integrierte Marktposition im Nordwesten
der USA. Der Abschluss der Transaktion, die noch von der Wettbewerbsbehörde genehmigt
werden muss, wird im zweiten Quartal 2017 oder kurz danach erwartet. Heidelberg, 10. Mai 2017 HeidelbergCement AG Der Vorstand |
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