![]() HeidelbergCement AGHeidelbergQuartalsbericht Januar bis September 2017Quartalsfinanzbericht Januar bis September 2017
Italcementi-Akquisition stärkt Absatz, Umsatz und Ergebnis
Ausblick für 2017 unverändert
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Es ist möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Quartalsfinanzbericht aufgrund
von Rundungen nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren. Konzernzwischenlagebericht
Geschäftsverlauf Januar bis September 2017Wirtschaftliches UmfeldDas Wachstum der Weltwirtschaft setzt sich fort. Die Volkswirtschaften Asiens und
die afrikanischen Länder südlich der Sahara sind weiterhin auf Wachstumskurs. Während
Deutschland ein robustes Wirtschaftswachstum verzeichnet, wirken sich die Brexit-Unsicherheiten
negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung in Großbritannien aus. Die Länder Südeuropas
zeigen klare Anzeichen einer Erholung. In den USA hat die Wirtschaft nach dem schwachen
ersten Quartal wieder deutlich an Fahrt aufgenommen. Absatz profitiert von Konsolidierung von ItalcementiIn den ersten neun Monaten 2017 stieg der Baustoffabsatz von HeidelbergCement aufgrund
der Konsolidierung von Italcementi deutlich an. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten
nahmen die Zementlieferungen leicht zu, während der Zuschlagstoffabsatz stabil und
der Transportbetonabsatz leicht rückläufig war. Der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerns nahm um 29,2 % auf 94,4 (i.V.: 73,0) Mio
t zu. Die Lieferungen konnten in allen Konzerngebieten gesteigert werden. Ohne Berücksichtigung
von Konsolidierungseffekten erhöhte sich der Absatz um 1,4%. Den stärksten konsolidierungsbereinigten
Mengenanstieg verzeichnete das Konzerngebiet Afrika-Östlicher Mittelmeerraum, gefolgt
von West- und Südeuropa und Nordamerika. In Nord- und Osteuropa-Zentralasien sowie
Asien-Pazifik lagen die Lieferungen auf dem Vorjahresniveau. Die Zuschlagstofflieferungen verzeichneten ebenfalls akquisitionsbedingt mit 229,0
(i.V.: 198,7) Mio t einen Anstieg um 15,3%. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten
lag der Absatz auf dem Vorjahresniveau. Ebenso nahmen die Transportbetonlieferungen
konsolidierungsbedingt um 15,2 % auf 35,0 (i.V.: 30,4) Mio cbm zu. Bereinigt um Konsolidierungseffekte
ergab sich ein Rückgang um 2,9 %. Der Asphaltabsatz erhöhte sich leicht um 0,4% auf
7,1 (i.V.: 7,1) Mio t. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten nahmen die
Lieferungen um 1,6% ab. scroll
Umsatz- und ErgebnisentwicklungDer Konzernumsatz von Januar bis September 2017 in Höhe von 13.004 (i.V.: 10.927)
Mio € zeigt einen Zuwachs von 19,0 % gegenüber dem Vorjahr. Ohne Berücksichtigung
von Konsolidierungs- und Währungseffekten verzeichnet der Konzernumsatz einen leichten
Anstieg um 1,3 %. Konsolidierungskreisveränderungen, darunter vor allem die Erstkonsolidierung
der Italcementi-Gruppe, wirkten sich mit 2.022 Mio € positiv auf den Umsatz aus. Wechselkurseffekte
minderten dagegen den Umsatz um 86 Mio €. Der Materialaufwand stieg in der Berichtsperiode um 21,3 % auf 5.122 (i.V.: 4.223)
Mio €. Der Anstieg basiert im Wesentlichen auf der Erstkonsolidierung der Italcementi-Gruppe.
Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten liegt der Materialaufwand
um 3,1 % über dem Vorjahresniveau. Die Materialaufwandsquote erhöhte sich von 38,6
% auf 39,4%. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge lagen mit -3.365
(i.V.: -2.786) Mio € um 20,8 % über dem Vorjahresniveau. Ohne Berücksichtigung von
Währungs- und Konsolidierungseffekten stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
um 3,4% leicht an. Die Fracht-, Miet- und Leasingaufwendungen sowie die Aufwendungen
für Fremddienstleistungen stiegen ohne Berücksichtigung von Währungs- und Konsolidierungseffekten
an. Der Personalaufwand erhöhte sich um 18,6 % auf 2.266 (i.V.: 1.911) Mio € im Wesentlichen
aufgrund der höheren Mitarbeiterzahl. Das Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen verringerte
sich um 6,3% auf 141 (i.V.: 150) Mio €. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen verbesserte sich um
13,4% auf 2.405 (i.V.: 2.121) Mio €. Die Erhöhung um 284 Mio € resultiert aus Konsolidierungskreisveränderungen
in Höhe von 361 Mio €, einem negativen Währungseffekt von 14 Mio € und gestiegene
Aufwendungen. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs stieg in geringerem Maße
um 6,8% auf 1.578 (i.V.: 1.477) Mio € aufgrund der um 28,4% gestiegenen Abschreibungen.
Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten sanken die Abschreibungen
um 0,6%. Das zusätzliche ordentliche Ergebnis in Höhe von -42 (i.V.: -98) Mio € betrifft im
Wesentlichen Restrukturierungs- und Integrationsaufwendungen sowie sonstige einmalige
Aufwendungen und Erträge. Das Finanzergebnis hat sich um 78 Mio € auf -285 (i.V.: -363) Mio € verbessert. Neben
den um 58 Mio € gesunkenen Zinsaufwendungen wirkt sich das um 28 Mio € verbesserte
sonstige Finanzergebnis positiv aus. Das Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen stieg deutlich um
251 Mio € auf 1.291 (i.V.: 1.040) Mio €. Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen
und Ertrag erhöhten sich deutlich um 100 Mio € auf 400 (i.V.: 300) Mio € aufgrund
der Erstkonsolidierung der Italcementi-Gruppe sowie eines Einmaleffektes in Indonesien
im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen erhöhte
sich auf 891 (i.V.: 740) Mio €. Das Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen von -11 (i.V.: -2) Mio
€ entfällt auf in Vorjahren aufgegebene Geschäftsbereiche der Hanson-Gruppe. Insgesamt liegt der Überschuss der Periode bei 880 (i.V.: 737) Mio €. Das Minderheitsgesellschaftern
zustehende Ergebnis sank um 40 Mio € auf 112 (i.V.: 152) Mio €. Der Anteil der Gruppe
beläuft sich demzufolge auf 768 (i.V.: 585) Mio €. Das Ergebnis je Aktie - Anteil der Gruppe -nach IAS 33 verbesserte sich um 0,81 €
auf 3,87 (i.V.: 3,06) €. Die Gesamtergebnisrechnung und die Herleitung des Ergebnisses
je Aktie werden detailliert im Anhang dargestellt. KapitalflussrechnungVon Januar bis September 2017 war der Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit
der fortzuführenden Geschäftsbereiche mit 708 (i.V.: 785) Mio € um 77 Mio € geringer
als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Ursächlich hierfür war insbesondere der
mit 784 (i.V.: 560) Mio € um 224 Mio € höhere Anstieg des Working Capital, der insbesondere
auf den umsatzbedingten Anstieg der Forderungen aus Lieferungen zurückzuführen ist.
Der Cash Flow vor Zins- und Steuerzahlungen stieg demgegenüber um 249 Mio € auf 2.410
(i.V.: 2.161) Mio € an. Die erhaltenen Dividenden lagen mit 196 (i.V.: 146) Mio €
über dem Vorjahresniveau und beinhalten überwiegend Ausschüttungen von Gemeinschaftsunternehmen
und assoziierten Gesellschaften. Der Rückgang der Zinseinnahmen um 20 Mio € auf 89
(i.V.: 109) Mio € resultiert im Wesentlichen aus Sondereffekten aus der Ablösung von
Zinsswaps der übernommenen Italcementi-Gesellschaften in der Vorjahresperiode. Die
Zinsausgaben haben sich infolge der im ersten und zweiten Quartal stattfindenden Zinszahlungen
der übernommenen Italcementi-Anleihen um 62 Mio € auf 433 (i.V.: 371) Mio € erhöht.
Die Auszahlungen für Ertragsteuern sind mit 313 (i.V.: 254) Mio € im Vergleich zur
Vorjahresperiode um 59 Mio € angestiegen. In der Berichtsperiode wurden Rückstellungen
in Höhe von 261 (i.V.: 300) Mio € durch Zahlung verbraucht. Der höhere Verbrauch in
der Vergleichsperiode resultierte im Wesentlichen aus der Dotierung eines Gruppen-CTA
(Contractual Trust Agreement) zur Insolvenzsicherung von Pensionsanwartschaften in
Höhe von 51 Mio €. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit der fortzuführenden Geschäftsbereiche
verringerte sich in der Berichtsperiode um 365 Mio € auf 623 (i.V.: 988) Mio €. Der
Rückgang beruht vor allem auf dem Nettozahlungsmittelabfluss aus dem Erwerb der Italcementi-Gruppe
in Höhe von 412 Mio € in der Vergleichsperiode des Vorjahres, der aus geleisteten
Zahlungen für die Anteile an der Italcementi S.p.A. in Höhe von 1.026 Mio € abzüglich
des Zahlungsmittleingangs aus übernommenen liquiden Mitteln in Höhe von 614 Mio €
resultierte. In der Berichtsperiode wurden Produktionsstätten für Zuschlagstoffe, Transportbeton
und Asphalt von Cemex im Nordwesten der USA gegen eine Barzahlung von 130 Mio € und
betriebliche Vermögenswerte der Saunders Companies im Bundesstaat New York zum vorläufigen
Kaufpreis von 30 Mio €, der in bar beglichen wurde, erworben. Aus der Finanzierungstätigkeit der fortzuführenden Geschäftsbereiche ergab sich in
der Berichtsperiode ein Mittelabfluss in Höhe von 406 (i.V.: Mittelzufluss von 594)
Mio €. Der darin enthaltene Liquiditätszufluss aus der Nettoaufnahme / -tilgung von
Anleihen und Krediten in Höhe von 289 (i.V.: 1.340) Mio € umfasst die Veränderung
lang- und kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten und beinhaltet vor allem die Emission
dreier Anleihen über insgesamt 2,25 Mrd €, die Tilgung zweier Anleihen über insgesamt
1,5 Mrd € und eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 285 Mio €. Darüber hinaus sind
hierunter die Aufnahmen und Tilgungen von Bankdarlehen sowie Veränderungen der übrigen
kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten mit hoher Umschlagshäufigkeit zusammengefasst.
In der Vorjahresperiode wurden im Wesentlichen zwei Anleihen über insgesamt 1,75 Mrd
€ emittiert, Schuldscheindarlehen in Höhe von 645 Mio € begeben, zwei Anleihen über
971 Mio € getilgt sowie die beanspruchte syndizierte Kreditlinie in Höhe von 116 Mio
€ zurückgezahlt. Dividendenzahlungen führten insgesamt zu einem Mittelabfluss von
519 (i.V.: 324) Mio €, hierbei entfielen auf Dividendenzahlungen der HeidelbergCement
AG 317 (i.V.: 244) Mio €. Mittelzu- und -abflüsse aufgegebener Geschäftsbereiche betreffen wie in der Vorjahresperiode
die belgischen Italcementi-Aktivitäten sowie Italcementi-Standorte in Nordamerika,
die aufgrund wettbewerbsbehördlicher Auflagen im Oktober 2016 weiterveräußert wurden. InvestitionenDie zahlungswirksamen Investitionen gingen in den ersten neun Monaten auf 785 (i.V.:
1.699) Mio € zurück. Hiervon entfielen auf Sachanlageinvestitionen (einschließlich
der immateriellen Vermögenswerte) 575 (i.V.: 554) Mio €, die vorwiegend Optimierungs-
und Umweltschutzmaßnahmen in unseren Produktionsstätten, aber auch Expansionsprojekte
in Wachstumsmärkten betrafen. Die Investitionen in Finanzanlagen und sonstige Geschäftseinheiten
verminderten sich auf 210 (i.V.: 1.146) Mio €; hierbei handelt es sich im Wesentlichen
um den Erwerb des Baustoffgeschäfts von Cemex im Nordwesten der USA und des Geschäftsbetriebs
der Saunders Companies im Bundesstaat New York sowie kleinere arrondierende Beteiligungszukäufe.
Die Investitionen der Vorjahresperiode waren vor allem durch die Akquisition der Italcementi-Gruppe
geprägt, auf die bis zum 30. September 2016 in bar geleistete Zahlungen in Höhe von
1.026 Mio € entfielen. BilanzDie Bilanzsumme ist zum 30. September 2017 insbesondere aufgrund von Währungseffekten
um 2.022 Mio € auf 35.100 (31.12.2016: 37.122) Mio € zurückgegangen. Die langfristigen Aktiva verminderten sich um 1.971 Mio € auf 28.468 (31.12.2016:
30.439) Mio €. Bereinigt um negative Wechselkurseffekte von 1.712 Mio € betrug der
Rückgang 259 Mio €. Der Rückgang der Geschäfts- oder Firmenwerte um 705 Mio € auf
11.234 (31.12.2016: 11.939) Mio € war überwiegend in Höhe von 722 Mio € auf Wechselkurseffekte
zurückzuführen. Die Minderung der Sachanlagen um 928 Mio € auf 12.987 (31.12.2016:
13.915) Mio € resultierte im Wesentlichen aus negativen Wechselkurseffekten von 753
Mio €, Abschreibungen von 793 Mio € und Sachanlagenabgängen von 23 Mio €, denen Sachanlagenzugänge
von 731 Mio € gegenüber standen. Hiervon entfallen 123 Mio € auf die im Rahmen der
Unternehmenserwerbe in Nordamerika übernommenen Sachanlagen. Der Buchwert der Finanzanlagen reduzierte sich um 119 Mio € auf 2.264 (31.12.2016:
2.383) Mio €. Bereinigt um negative Währungseffekte von 122 Mio € ergab sich ein Zugang
von 3 Mio €. Die kurzfristigen Aktiva blieben mit 6.583 (31.12.2016: 6.673) Mio € nahezu konstant.
Der Rückgang der Vorräte um 124 Mio € auf 1.930 (31.12.2016: 2.054) Mio € ist vorwiegend
auf Währungseffekte zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
stiegen umsatzbedingt um 441 Mio € auf 2.245 (31.12.2016: 1.805) Mio € an. Die liquiden
Mittel nahmen um 428 Mio € auf 1.545 (31.12.2016: 1.972) Mio € ab. Die Veränderungen
werden im Abschnitt Kapitalflussrechnung erläutert. Auf der Passivseite verminderte sich das Eigenkapital um 1.540 Mio € auf 16.260 (31.12.2016:
17.800) Mio €. Die Verringerung resultiert im Wesentlichen aus negativen Währungsumrechnungsdifferenzen
in Höhe von 1.788 Mio €, Dividendenzahlungen in Höhe von 519 Mio € sowie dem Überschuss
der Periode in Höhe von 880 Mio €. Die verzinslichen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 218 Mio € auf 11.269 (31.12.2016:
11.051) Mio €. Die Zunahme der Nettofinanzschulden (verzinsliche Verbindlichkeiten
abzüglich flüssiger Mittel) um 654 Mio € auf 9.653 (31.12.2016: 8.999) Mio € ist ursächlich
auf die Finanzierung der umsatzbedingten Zunahme der Forderungen und die Dividendenzahlungen
im zweiten Quartal zurückzuführen. Der Gesamtbetrag der Rückstellungen reduzierte
sich um 349 Mio € auf 2.753 (31.12.2016: 3.102) Mio €; davon entfielen auf die Pensionsrückstellungen
142 Mio € und auf die sonstigen Rückstellungen 207 Mio €. Die Minderung der operativen
Verbindlichkeiten um 416 Mio € auf 4.110 (i.V.: 4.526) Mio € betrifft vornehmlich
den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 140 Mio € auf
2.039 (31.12.2016: 2.179) Mio € und der sonstigen kurzfristigen operativen Verbindlichkeiten
um 249 Mio € auf 1.400 (31.12.2016: 1.648) Mio €. FinanzierungIm den ersten neun Monaten 2017 hat HeidelbergCement unter seinem 10 Mrd € EMTN-Programm
drei Euroanleihen begeben und damit seine Finanzierungsstruktur weiter gestärkt. Die
Emissionserlöse werden zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung und zur Rückzahlung
anstehender Fälligkeiten verwendet. Am 18. Januar 2017 hat HeidelbergCement eine Euroanleihe mit einem Emissionsvolumen
von 750 Mio € und einer vierjährigen Laufzeit bis 18. Januar 2021 begeben. Die Anleihe
weist einen Festzins von 0,500 % p.a. auf. Der Ausgabekurs lag bei 99,822 %, womit
sich eine Rendite von 0,545 % ergab. Am 4. April 2017 hat HeidelbergCement eine weitere Euroanleihe über 1 Mrd € begeben.
Die neunjährige Anleihe mit einer Laufzeit bis 7. April 2026 weist einen Festzins
von 1,625 % p.a. auf. Der Ausgabekurs lag bei 99,626%, womit sich eine Rendite von
1,670% ergab. Die dritte Anleiheemission erfolgte am 14. Juni 2017 mit einem Volumen von 500 Mio
€ und einer zehnjährigen Laufzeit bis 14. Juni 2027. Die Anleihe weist einen Festzins
von 1,500% p.a. auf. Der Ausgabekurs lag bei 98,891 %, womit sich eine Rendite von
1,621 % ergab. Bei den in den Jahren 2009 und 2010 begebenen Anleihen besteht gemäß den Anleihebedingungen
eine Beschränkung bezüglich der Neuaufnahme zusätzlicher Verschuldung, wenn der konsolidierte
Deckungsgrad (d.h. das Verhältnis des Gesamtbetrags des konsolidierten EBITDA zum
Gesamtbetrag des konsolidierten Zinsergebnisses) des HeidelbergCement Konzerns unter
2 ist. Dieser Covenant ist bei den übrigen Anleihen sowie Schuldscheindarlehen aufgrund
des Investment Grade Ratings ausgesetzt. Das konsolidierte EBITDA in Höhe von 3.344
Mio € und das konsolidierte Zinsergebnis in Höhe von 445 Mio € werden auf einer pro
Forma Basis gemäß den Anleihebedingungen berechnet. Zum 30. September 2017 betrug
der konsolidierte Deckungsgrad 7,52. Die Nettofinanzschulden stiegen gegenüber dem 30. September 2016 um 785 Mio € und
beliefen sich zum 30. September 2017 auf 9.653 (i.V.: 8.868) Mio €. Die Zunahme um
654 Mio € gegenüber dem Jahresende 2016 ist im Wesentlichen auf den saisonbedingten
Anstieg des Working Capital und die Dividendenzahlungen im zweiten Quartal zurückzuführen. Die verfügbare Liquidität aus Barmitteln, veräußerbaren Finanzinvestitionen und derivativen
Finanzinstrumenten sowie ungenutzten Kreditlinien belief sich per Ende September 2017
auf 4.347 Mio €. West- und SüdeuropaIn den Ländern des Konzerngebiets West- und Südeuropa hält die wirtschaftliche Erholung
an. Die deutsche Wirtschaft befindet sich dank der guten Binnenkonjunktur, des intakten
Arbeitsmarkts und des wieder anziehenden Welthandels weiterhin im Aufschwung. Auch
in Belgien und den Niederlanden setzt sich die Konjunkturerholung fort. Die britische
Wirtschaft hat sich deutlich abgekühlt, wuchs aber im dritten Quartal 2017 mit einem
Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,4% etwas stärker als erwartet. In Spanien setzt
sich der Aufschwung mit einem Wirtschaftswachstum von 0,8% im dritten Quartal fort.
Auch in Frankreich und Italien hält die wirtschaftliche Erholung an. Mit der Erstkonsolidierung von Italcementi ab dem 1. Juli 2016 wurde das Konzerngebiet
West- und Südeuropa um Frankreich und Italien erweitert und unsere Marktstellung in
Spanien ausgebaut. In allen drei Ländern umfassen die hinzugekommenen Aktivitäten
jeweils Zement, Zuschlagstoffe und Transportbeton. Der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerngebiets West- und Südeuropa stieg in den
ersten neun Monaten um 42,3% auf 21,8 (i.V.: 15,3) Mio t. Der deutliche Zuwachs ist
im Wesentlichen auf die neu einbezogenen Italcementi-Aktivitäten in Frankreich, Italien
und Spanien, aber auch auf die positive Nachfrageentwicklung in Deutschland und Benelux
zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten nahm der Absatz
um 1,8 % zu. Die Lieferungen unserer deutschen Werke profitierten von der guten Nachfrageentwicklung
insbesondere im Wohnungsbau. Auch in Benelux legten unsere Absatzvolumen dank der
fortgesetzten Markterholung leicht zu. In Großbritannien blieb unser Absatz aufgrund
gesunkener Lieferungen von gemahlenem Hüttensand leicht unter dem Vorjahr. Während
unsere Lieferungen in Italien und Spanien anstiegen, blieben sie in Frankreich noch
leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Zuschlagstofflieferungen des Konzerngebiets verzeichneten mit 59,7 (i.V.: 47,9)
Mio t einen Anstieg um 24,6 %. Hierzu trugen insbesondere die neu einbezogenen Zuschlagstoffaktivitäten
in Frankreich, Italien und Spanien bei. Bereinigt um Konsolidierungseffekte nahm der
Absatz um 3,8 % ab. Die größten Zuwächse verzeichneten Italien und Spanien, gefolgt
von Frankreich und Deutschland. In Großbritannien blieben unsere Lieferungen aufgrund
von Verzögerungen bei Infrastrukturprojekten knapp unter dem Vorjahresniveau. In Benelux
war der Zuschlagstoffabsatz deutlich rückläufig. Der Transportbetonabsatz erhöhte sich um 25,1 % auf 13,0 (i.V.: 10,4) Mio cbm. Ohne
Berücksichtigung der neu einbezogenen Transportbetonaktivitäten in Frankreich, Italien
und Spanien nahm der Absatz um 4,4% ab. Während wir in Deutschland einen deutlichen
Mengenanstieg erzielten, waren unsere Lieferungen in den anderen Ländern rückläufig.
Der Absatz der Asphaltsparte in Großbritannien stieg aufgrund der starken Nachfrage
aus dem Autobahnbau um 10,2 % gegenüber dem Vorjahr. Zur Erweiterung unserer Marktposition in Italien haben wir am 19. September 2017 über
unsere Tochtergesellschaft Italcementi eine Vereinbarung mit Cementir Holding über
den Kauf des gesamten Zement- und Betongeschäfts von Cementir Italia getroffen. Dazu
gehören auch die vollständig kontrollierten Tochtergesellschaften Cementir Sacci und
Betontir. Die Transaktion hat einen Unternehmenswert von 315 Mio € und umfasst fünf
vollintegrierte Zementwerke und zwei Zementmahlwerke mit einer Zementkapazität von
insgesamt 5,5 Mio t im Jahr sowie ein Netzwerk aus Terminals und Transportbetonwerken.
Italcementi wird diese Betriebe in sein eigenes Standortnetzwerk vollständig integrieren
und damit seine Position in Italien verbreitern. Der Abschluss der Transaktion, die
noch von der italienischen Wettbewerbsbehörde genehmigt werden muss, wird Anfang 2018
erwartet. Der Umsatz des Konzerngebiets West- und Südeuropa nahm um 27,4 % auf 3.555 (i.V.:
2.790) Mio € zu. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten lag
der Umsatz mit einem geringfügigen Minus von 0,4% knapp unter dem Vorjahresniveau. Nord- und Osteuropa-ZentralasienDie wirtschaftliche Entwicklung in den Ländern des Konzerngebiets Nord- und Osteuropa-Zentralasien
zeigt ein gemischtes Bild: In Schweden begünstigt die anhaltend robuste Konjunkturentwicklung
die Bauaktivitäten insbesondere im Wohnungsbau. Die norwegische Wirtschaft hat zwar
an Dynamik eingebüßt, aber die Nachfrage aus großen Infrastrukturprojekten und dem
Wohnungsbau ist weiterhin stark. In Polen und Tschechien setzt sich die Erholung der
Wirtschaft und der Bauaktivitäten fort. Auch die rumänische Wirtschaft ist auf Wachstumskurs,
aber es besteht weiterhin ein Mangel an Infrastrukturprojekten. In Kasachstan hält
die wirtschaftliche Belebung an. Die Ukraine und Russland verzeichnen eine fortschreitende
wirtschaftliche Erholung, aber der Ukraine-Konflikt belastet die Wirtschaft in beiden
Ländern weiterhin schwer. Die Zement- und Klinkerlieferungen des Konzerngebiets Nord- und Osteuropa-Zentralasien
nahmen in den ersten neun Monaten um 7,2 % auf 19,8 (i.V.: 18,5) Mio t zu. Der Absatzanstieg
ist auf die erstmalige Einbeziehung der Zementaktivitäten von Italcementi in Bulgarien,
Griechenland und Kasachstan zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten
lagen die Lieferungen auf dem Vorjahresniveau. Die Länder Nordeuropas einschließlich
der Baltischen Staaten erzielten insgesamt einen erfreulichen Mengenzuwachs. In Osteuropa-Zentralasien
zeigten die Lieferungen der einzelnen Länder ein gemischtes Bild. Zuwächse erzielten
Polen, Rumänien, Griechenland und Kasachstan. Während der Absatz in Tschechien, Bulgarien
und Georgien nur leicht abnahm, gingen unsere Lieferungen in Russland und der Ukraine
deutlich zurück. Der Geschäftsbereich Zuschlagstoffe wies eine uneinheitliche Absatzentwicklung in
den einzelnen Konzernländern auf. In Schweden, Rumänien, der Slowakei und Griechenland
gingen unsere Lieferungen teilweise deutlich zurück. Starke Zuwächse erzielten hingegen
Russland, Kasachstan, die Ukraine, Tschechien und Georgien. Insgesamt nahmen unsere
Zuschlagstofflieferungen im Konzerngebiet um 60,8% auf 39,1 (i.V.: 24,3) Mio t zu.
Konsolidierungseffekte ergaben sich aus der Vollkonsolidierung der Mibau-Gruppe, der
erstmaligen Einbeziehung der Zuschlagstoffaktivitäten von Italcementi in Griechenland
sowie dem Verkauf von Zuschlagstoffwerken in Schweden im Vorjahr. Ohne Berücksichtigung
dieser Konsolidierungseffekte stieg der Zuschlagstoffabsatz um 6,2 %. Die Transportbetonlieferungen stiegen um 8,9% auf 5,0 (i.V.: 4,6) Mio cbm. Erstmals
einbezogen waren die Transportbetonaktivitäten von Italcementi in Griechenland und
Kasachstan. Bereinigt um Konsolidierungseffekte nahmen die Lieferungen um 4,6% zu. Der Umsatz des Konzerngebiets Nord- und Osteuropa-Zentralasien wuchs um 21,0% auf
2.138 (i.V.: 1.767) Mio €; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten
betrug der Anstieg 3,8%. NordamerikaIm Konzerngebiet Nordamerika ist HeidelbergCement in den USA und in Kanada vertreten.
In den USA setzt sich die Erholung der Wirtschaft fort. Das Bruttoinlandsprodukt stieg
im dritten Quartal einer ersten Schätzung zufolge um 3,0%. Der Wohnungsbau zeigte
im September gemischte Signale. Die Baubeginne lagen im September mit einer Jahresrate
von 1.127.000 um 4,7 % unter dem Vormonat, aber um 6,1 % über dem Vergleichsmonat
des Vorjahres. Die Baugenehmigungen gingen um 4,5 % gegenüber dem August zurück und
waren um 4,3 % niedriger als im September 2016. In den ersten neun Monaten 2017 wurden die Bauaktivitäten in weiten Teilen der USA
und Kanadas durch ungünstige Wetterbedingungen behindert. Im ersten Quartal litt die
Marktregion West unter heftigen Regenfällen und Überschwemmungen und die Region Kanada
unter ungewöhnlich kaltem und nassem Wetter in British Columbia. Im zweiten Quartal
beeinträchtigten starke Niederschläge die Bautätigkeit in den Regionen Nord und Süd
und im dritten Quartal war abermals die Region Süd durch die Hurrikane Harvey und
Irma betroffen. Der Zementabsatz unserer nordamerikanischen Werke profitierte trotz teilweise widriger
Wetterbedingungen von der insgesamt soliden Nachfrage in den USA. Die Lieferungen
erhöhten sich in den ersten neun Monaten um 16,7 % auf 12,3 (i.V.: 10,6) Mio t. Der
größte Teil dieses Absatzanstiegs beruht auf der Einbeziehung der ehemaligen Italcementi/Essroc-Werke
in die Region Nord. Ohne Berücksichtigung dieses Konsolidierungseffekts lag der Zuwachs
bei 2,3%. Während die Region West einen leichten Absatzanstieg erzielte, blieben die
Lieferungen der Region Süd aufgrund der wetterbedingten Mengeneinbußen im zweiten
und dritten Quartal unter dem Vorjahresniveau. Die Region Nord verzeichnete konsolidierungsbedingt,
aber auch aufgrund der guten Marktentwicklung einen starken Absatzzuwachs. In der
Marktregion Kanada wurden unsere Zementlieferungen in British Columbia durch die ungünstigen
Wetterbedingungen des ersten Quartals beeinträchtigt; in den Prärieprovinzen hingegen
profitierte unser Zementabsatz von der sich erholenden Nachfrage aus dem Ölsektor.
Insgesamt verzeichneten die Lieferungen der Region Kanada einen moderaten Anstieg.
Sowohl in den USA als auch in Kanada wurden in allen wichtigen Märkten Preiserhöhungen
erfolgreich durchgeführt. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe konnten wetterbedingte Absatzeinbußen in der Region
Nord durch Mengenzuwächse in den anderen Regionen ausgeglichen werden. Insgesamt lag
der Zuschlagstoffabsatz in den ersten neun Monaten mit einem Plus von 0,2 % auf 90,6
(i.V.: 90,4) Mio t knapp über dem Vorjahresniveau. Bereinigt um Konsolidierungseffekte
ergab sich ein leichter Rückgang um 1,6%. Die Preise konnten in allen wichtigen US-Märkten
angehoben werden. In der Transportbetonsparte konnte der konsolidierungsbedingte starke Absatzzuwachs
der Region Nord und ein leichter Anstieg der Lieferungen in Kanada die Mengeneinbußen
der Regionen Süd und West mehr als ausgleichen. Der Transportbetonabsatz stieg insgesamt
um 5,4% auf 5,0 (i.V.: 4,8) Mio cbm. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten
nahmen die Lieferungen um 3,5% ab. Die Asphaltlieferungen gingen um 4,1 % auf 3,0
(i.V.: 3,1) Mio t zurück. Im Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-Sonstiges erzielte unser Joint Venture
Texas Lehigh Cement dank der gestiegenen Nachfrage aus der Ölindustrie einen erfreulichen
Mengenanstieg. Zur Erweiterung unserer vertikal integrierten Marktposition im Nordwesten der USA
haben wir Ende Juni 2017 das Baustoffgeschäft von Cemex in Oregon und Washington erworben.
Die Geschäftsaktivitäten beinhalten sieben Zuschlagstoffsteinbrüche, fünf Transportbetonwerke
und drei Asphaltbetriebe und beschäftigen rund 350 Mitarbeiter. Die erworbenen Zuschlagstoffreserven
und -ressourcen belaufen sich auf 110 Mio t. Zur Stärkung unserer Marktposition in
den Bereichen Zuschlagstoffe und Transportbeton im Bundesstaat New York haben wir
am 1. August 2017 die betrieblichen Vermögenswerte der Saunders Companies erworben.
Der Kauf umfasst neun Zuschlagstoffbetriebe und 15 Transportbetonwerke im Raum Syracuse/Ithaca. Der Gesamtumsatz in Nordamerika nahm um 10,8% auf 3.305 (i.V.: 2.984) Mio € zu; ohne
Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten belief sich der Anstieg
auf 2,0%. Asien-PazifikTrotz Restrukturierung und Abkühlung der chinesischen Wirtschaft setzen die Schwellenländer
Asiens ihren Wachstumskurs fort. In China wuchs die Wirtschaft im dritten Quartal
mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 6,8 % im Rahmen der Erwartungen. In
Indien, Indonesien und Thailand wird mit einer leichten Beschleunigung des Wirtschaftswachstums
gerechnet. Australien verzeichnet trotz der schwachen Investitionen im Rohstoffsektor
eine robuste Konjunkturentwicklung. Die Zement- und Klinkerlieferungen des Konzerngebiets Asien-Pazifik nahmen in den
ersten neun Monaten um 26,9% auf 25,3 (i.V.: 19,9) Mio t zu. Ohne Berücksichtigung
der neu hinzugekommenen Aktivitäten von Italcementi in Indien und Thailand lag der
Absatz auf dem Vorjahresniveau. In Indonesien hat sich der Zementmarkt im dritten Quartal aufgrund zunehmender Bautätigkeit
im Bereich Infrastruktur deutlich erholt. Insgesamt stieg der inländische Zementverbrauch
in den ersten neun Monaten 2017 um 6,6% gegenüber dem Vorjahr. Der Zement- und Klinkerabsatz
von Indocement nahm um 5,2% zu. Aufgrund des gestiegenen Wettbewerbsdrucks lagen die
durchschnittlichen Verkaufspreise von Indocement deutlich unter dem Vorjahresniveau.
Durch den Einsatz der effizientesten Ofenlinien und striktes Kostenmanagement konnte
der Rückgang der Margen gemindert werden. In Indien nahmen die Zement- und Klinkerlieferungen unserer in Zentral- und Südindien
gelegenen Werke in den ersten neun Monaten um 49,1 % zu. Der Anstieg ist auf die erstmalige
Einbeziehung der Zementaktivitäten von Italcementi in Südindien zurückzuführen. Ohne
Berücksichtigung dieses Konsolidierungseffekts ging der Absatz um 4,6% zurück. Höhere
Verkaufspreise, striktes Kostenmanagement und die forcierte Realisierung von Synergien
führten zu einer deutlichen Margen- und Ergebnisverbesserung. In Thailand führten die rückläufige Nachfrage aus dem Wohnungsbau und Verzögerungen
bei Infrastrukturprojekten zu einem Rückgang des Zementverbrauchs und unserer Zementlieferungen.
Die Verkaufspreise haben sich im dritten Quartal weiter erholt. In Bangladesh verzeichneten unsere Zementlieferungen aufgrund des gestiegenen Wettbewerbsdrucks
einen spürbaren Rückgang. Umsatz und Ergebnis nahmen deutlich ab. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe erhöhten sich unsere Lieferungen um 6,5% auf 30,7
(i.V.: 28,8) Mio t. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten aus der Einbeziehung
der Zuschlagstoffaktivitäten von Italcementi in Thailand nahm der Absatz um 4,0% zu.
In Australien profitierte unser Zuschlagstoffgeschäft von der positiven Marktentwicklung
und erzielte einen erfreulichen Mengenanstieg. In Malaysia wurden unsere Lieferungen
durch ein schwaches Marktumfeld und intensiven Wettbewerb beeinträchtigt. In Indonesien
blieb der Absatz ebenfalls unter dem Vorjahresniveau, während Thailand einen starken
Mengenanstieg verzeichnete. In der Transportbetonsparte verminderten sich unsere Lieferungen leicht um 1,4 % auf
7,9 (i.V.: 8,0) Mio cbm. Ohne Berücksichtigung der neu einbezogenen Transportbetonaktivitäten
in Thailand belief sich der Rückgang auf 7,3 %. Während Australien und Thailand leichte
Absatzerhöhungen erzielten, nahmen unsere Lieferungen in Indonesien und Malaysia deutlich
ab. In der Asphaltsparte führte die schwache Nachfrage in Malaysia zu einem Absatzrückgang
um 8,2%. In China verzeichneten die Zementlieferungen unserer Gemeinschaftsunternehmen in den
Provinzen Guangdong und Shaanxi einen deutlichen Anstieg. Auch in Australien erzielte
unser Joint Venture Cement Australia trotz der widrigen Wetterbedingungen im ersten
Quartal einen erfreulichen Absatzzuwachs. Der Umsatz des Konzerngebiets Asien-Pazifik stieg um 13,4% auf 2.361 (i.V.: 2.081)
Mio €; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten nahm der Umsatz
um 0,9% ab. Afrika- Östlicher MittelmeerraumDie afrikanischen Staaten südlich der Sahara verzeichnen insgesamt eine weiterhin
robuste Wirtschaftsentwicklung und lebhafte Bauaktivitäten. Auch in Ghana zieht die
Konjunktur wieder an. In Ägypten beeinträchtigen nachlassendes Wirtschaftswachstum
und mangelnde Liquidität die Bautätigkeit. In Marokko hat sich die Wirtschaft gegenüber
dem Vorjahr deutlich belebt. In der Türkei ist die Wirtschaft auf Erholungskurs, auch
wenn zahlreiche Risiken bestehen bleiben. Der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerngebiets Afrika-Östlicher Mittelmeerraum,
der nur die Lieferungen unserer afrikanischen Tochtergesellschaften umfasst, erhöhte
sich um 71,5% auf 14,9 (i.V.: 8,7) Mio t. Der Absatzanstieg ist im Wesentlichen auf
die Einbeziehung der Aktivitäten der ehemaligen Italcementi-Gruppe in Nordafrika,
aber auch auf Wachstum in einigen Ländern südlich der Sahara zurückzuführen. Ohne
Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten nahmen die Lieferungen um 5,4% zu. In
Togo, Tansania und Burkina Faso profitierten unsere Liefermengen neben dem anhaltenden
Wachstum der Zementnachfrage auch von den neuen Produktionskapazitäten. Erfreuliche
Absatzsteigerungen erzielten wir auch in Benin, Liberia und in Ghana, unserem größten
Markt in Afrika südlich der Sahara. Sierra Leone und die Demokratische Republik Kongo
verzeichneten aufgrund der schwachen Marktentwicklung und gestiegener Importe starke
Mengeneinbußen. Die Zementpreise gingen in einigen Ländern südlich der Sahara infolge
des gestiegenen Wettbewerbsdrucks, insbesondere durch Importe, aber auch durch die
Inbetriebnahme neuer Produktionskapazitäten durch Wettbewerber, teilweise deutlich
zurück. In Ägypten blieben unsere Lieferungen aufgrund der schwachen Marktnachfrage
deutlich unter dem Vorjahresniveau. Preiserhöhungen konnten die Kosteninflation nicht
ausgleichen. Im Werk Helwan trägt eine neue Kohlemühle, die im Mai den Betrieb aufgenommen
hat, zur Senkung der Produktionskosten bei. In Marokko erzielten wir eine deutliche
Absatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund der guten Wachstumsaussichten baut HeidelbergCement seine Aktivitäten in
Afrika weiter aus. In Benin haben wir die Errichtung einer weiteren Zementmühle im
Mahlwerk Cotonou planmäßig abgeschlossen. Die Inbetriebnahme der neuen Mühle mit einer
Kapazität von 250.000 t erfolgte im April 2017. Auch in Togo haben wir unsere Zementkapazität
weiter ausgebaut. Im Juni 2017 haben wir im Norden des Landes eine Zementmahlanlage
mit einer Kapazität von rund 250.000 t fertiggestellt. In der Demokratischen Republik
Kongo wurde die Erweiterung der Zementmahlkapazität des Zementwerks Cimenterie de
Lukala (CILU) ebenfalls abgeschlossen; die Aufnahme der Produktion ist noch in diesem
Jahr vorgesehen. Als weiteren Expansionsschritt planen wir den Markteintritt in Südafrika,
um weitere Wachstumsmärkte zu erschließen und die Diversifizierung in Afrika voranzutreiben.
Darüber hinaus prüfen wir kontinuierlich Expansionsoptionen in anderen afrikanischen
Ländern. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe ist HeidelbergCement neben kleineren Aktivitäten
in einigen afrikanischen Ländern südlich der Sahara im Wesentlichen in Israel und
Marokko tätig. Die Zuschlagstofflieferungen stiegen insgesamt um 25,0 % auf 9,1 (i.V.:
7,3) Mio t. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten betrug der Zuwachs 11,6%.
In der Transportbetonsparte ist HeidelbergCement in Israel, Ägypten und Marokko vertreten.
Der Transportbetonabsatz wuchs um 47,5 % auf 3,7 (i.V.: 2,5) Mio cbm. Bereinigt um
Konsolidierungseffekte nahmen die Lieferungen um 5,2 % zu. Das Asphaltgeschäft in
Israel verzeichnete einen deutlichen Mengenzuwachs von 9,9%. Der Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-Sonstiges umfasst im Wesentlichen die
Zement-, Zuschlagstoff- und Transportbetonaktivitäten unseres türkischen Joint Ventures
Akçansa. Der Zement- und Klinkerabsatz von Akgansa nahm in den ersten neun Monaten
leicht um 1,1 % zu. Die Lieferungen von Zuschlagstoffen und Transportbeton gingen
deutlich zurück. Der Umsatz des Konzerngebiets Afrika-Östlicher Mittelmeerraum stieg um 32,4% auf 1.179
(i.V.: 891) Mio €; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten
nahm der Umsatz um 2,8% zu. KonzernserviceDer Konzernservice umfasst die Aktivitäten unseres Tochterunternehmens HC Trading,
einer der größten internationalen Handelsgesellschaften für Zement und Klinker. Das
Unternehmen ist ebenfalls zuständig für den Kauf und die Lieferung von Kohle und Petrolkoks
auf dem Seeweg an eigene Standorte und an andere Zementunternehmen weltweit. Darüber
hinaus sind in den Bereich Konzernservice unsere Zement- und Transportbetonaktivitäten
in Kuweit und Saudi-Arabien einbezogen. Der Handel von HC Trading mit Zement, Klinker und sonstigen Baustoffen wie Kalk und
Trockenmörtel wuchs in den ersten neun Monaten um 6,1 % auf 13,2 (i.V.: 12,5) Mio
t. Die Lieferungen von Kohle und Petrolkoks stiegen um 19,4% auf 6,2 (i.V.: 5,2) Mio
t. Der Umsatz des Bereichs Konzernservice erhöhte sich um 34,0 % auf 990 (i.V.: 738)
Mio €; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten belief sich
der Zuwachs auf 29,4%. MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl von HeidelbergCement lag Ende September 2017 bei 60.830 (i.V.:
61.945). Die Abnahme um 1.115 Mitarbeiter resultiert im Wesentlichen aus zwei gegenläufigen
Entwicklungen: Einerseits wurden konzernweit mehr als 2.400 Stellen abgebaut -zum
einen im Rahmen der Realisierung von Synergien bei ehemaligen Italcementi-Tochtergesellschaften
und zum anderen im Zuge von Effizienzsteigerungen in Vertrieb und Verwaltung sowie
Standortoptimierungen, insbesondere in Russland, Indonesien, Indien, Malaysia und
Afrika südlich der Sahara. Andererseits stieg die Mitarbeiterzahl durch die Vollkonsolidierung
der Mibau-Gruppe und den Erwerb der Baustoffaktivitäten von Cemex im Nordwesten der
USA sowie des Geschäftsbetriebs der Saunders Companies im Bundesstaat New York um
rund 700. Weiterhin kamen in einigen Ländern der Konzerngebiete West- und Südeuropa
und Nord- und Osteuropa-Zentralasien sowie insbesondere in Australien etwas mehr als
600 Beschäftigte aufgrund der soliden Marktentwicklung sowie durch das Insourcing
von Lastkraftwagenfahrern hinzu. HeidelbergCement erneuert Bekenntnis zur NachhaltigkeitIm Oktober hat HeidelbergCement sein Bekenntnis zur Nachhaltigkeit mit der Veröffentlichung der Sustainability Commitments 2030 erneuert. Das Unternehmen setzt dabei auf sechs zentrale Handlungsfelder, die darauf ausgerichtet sind, aktiv zu den Sustainable Developments Goals der Vereinten Nationen beizutragen. Ein für unsere Industrie besonders wichtiges Thema ist der Klimaschutz. HeidelbergCement verpflichtet sich, seinen Beitrag zur Begrenzung des Temperaturanstiegs auf unter 2° Celsius zu leisten. In Einklang mit dem in Paris vereinbarten Ziel will HeidelbergCement bis 2030 seine spezifischen CO2 -Emissionen um 30% senken (im Vergleich zu 1990). Das Unternehmen arbeitet an führender Stelle in großen Forschungsprojekten zur Vermeidung von CO2 und dessen Nutzung als Rohstoff mit. Unter anderem wird die Rekarbonisierung von Beton beim Recycling untersucht. Personelle Veränderung im AufsichtsratDas Amtsgericht Mannheim hat im August 2017 auf Antrag des Unternehmens den Aufsichtsrat
der HeidelbergCement AG ergänzt und Frau Margret Suckale als Vertreterin der Anteilseigner
zu dessen Mitglied bestellt. Sie folgt Herrn Alan Murray, der sein Amt niedergelegt
hatte. Die Bestellung ist befristet bis zur Nachwahl durch die nächste Hauptversammlung
der HeidelbergCement AG am 9. Mai 2018. Ereignisse nach dem BilanzstichtagAm 27. Oktober 2017 hat HeidelbergCement 6,06 % der Anteile an der Scancem International-Gruppe
zurückerworben. Einzelheiten zu dieser Transaktion werden im Anhang auf der Seite
35 erläutert. AusblickDer Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seiner jüngsten Prognose vom Oktober
2017 von einem stärkeren Anstieg des globalen Wirtschaftswachstums von 3,2% im Jahr
2016 auf 3,6% (Juli Prognose 3,5%) im Jahr 2017 aus. Treiber dieser Entwicklung sind
neben einem sich beschleunigenden Wachstum in Europa und Kanada auch steigende Wachstumsraten
der Schwellenländer. Insbesondere für die Länder Osteuropas aber auch für die ASEAN-5
Staaten wird mit höheren Wachstumsraten gerechnet. Die globalen Risiken haben im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen. Dies betrifft
sowohl geopolitische als auch makroökonomische Risiken. Zu den geopolitischen Risiken
zählen insbesondere die Konflikte im Nahen Osten und im Osten der Ukraine. Bei den
makroökonomischen Risiken sind vor allem die unberechenbaren Folgen einer Abkühlung
der chinesischen Wirtschaft, die Auswirkungen geldpolitischer Maßnahmen, insbesondere
der amerikanischen Notenbank, sowie sich in Richtung Protektionismus verschiebende
politische Maßnahmen zu nennen. In Nordamerika erwartet HeidelbergCement im Einklang mit dem IWF eine stärkere Wirtschaftserholung
und damit eine weitere Zunahme der Nachfrage nach Baustoffen. In West- und Südeuropa
wird eine positive Marktentwicklung erwartet. Diese basiert auf der weiterhin robusten
Konjunktur in Deutschland, einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung in Benelux
und einer beginnenden Erholung in Südeuropa. Für Nordeuropa erwarten wir eine Fortsetzung
der starken Marktverfassung. In Osteuropa rechnen wir mit einer steigenden Nachfrage
nach Baustoffen unter anderem aufgrund des EU-Infrastrukturprogramms. Die Krise im
Osten der Ukraine beeinträchtigt weiterhin Absatz und Ergebnis des Landes. Die wirtschaftliche
Lage in Russland und Kasachstan hat sich nach dem Anstieg des Ölpreises verbessert.
In den Märkten Afrikas erwarten wir eine Beschleunigung des Nachfragewachstums bei
anhaltendem Wettbewerb. In Asien rechnet HeidelbergCement mit einer Belebung der Nachfrage,
insbesondere aufgrund steigender Infrastrukturinvestitionen in Indonesien. In China
erwarten wir eine Markterholung aufgrund der stabilen makroökonomischen Entwicklung
und aufgrund der von der Regierung angeordneten Produktionsunterbrechungen. Aufgrund der insgesamt positiven Nachfrageentwicklung geht HeidelbergCement weiterhin
von einem steigenden Absatz für die Kernprodukte Zement, Zuschlagstoffe und Transportbeton
aus. HeidelbergCement erwartet für das Jahr 2017 eine moderat steigende Kostenbasis für
Energie aufgrund des Anstiegs der Öl- und Kohlepreise seit Anfang 2016. Für Rohstoffe
und Personal wird mit einem leichten bis moderaten Kostenanstieg gerechnet. HeidelbergCement
konzentriert sich weiterhin auf die kontinuierliche Erhöhung der Effizienz und Margen.
Zu diesem Zweck führen wir in den Bereichen Zement und Zuschlagstoffe sogenannte "Continuous
Improvement" Programme durch, die eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserungen
von operativen und kommerziellen Arbeitsprozessen auf Mitarbeiterebene schaffen sollen.
Durch Prozessoptimierungen sollen in beiden Bereichen jeweils mindestens 120 Mio €
an nachhaltigen Ergebnisverbesserungen über einen Dreijahreszeitraum erzielt werden.
Das Programm "CIP" für den Zementbereich startete Anfang 2015; das Programm "Aggregates
CI" für den Zuschlagstoffbereich wurde Anfang 2016 eingeführt. Darüber hinaus optimieren
wir mit dem Programm "LEO" weiterhin unsere Logistik mit dem Ziel, Kostensenkungen
in Höhe von 150 Mio € in einem Zeitraum von mehreren Jahren zu erreichen. Zusätzlich
haben wir Ende 2016 das neue Effizienz-Verbesserungsprogramm "Competence Center Readymix"
(CCR) im Bereich Transportbeton gestartet. Über einen Dreijahreszeitraum sollen 120
Mio € an Ergebnisverbesserungen durch die Optimierung von Logistik und Betonrezepturen
erzielt werden. Für 2017 erwarten wir einen deutlichen Rückgang der Finanzierungskosten aufgrund unseres
disziplinierten Cashflow-Managements und der günstigeren Refinanzierung der Fälligkeiten. Auf Basis dieser Annahmen hält der Vorstand für das Jahr 2017 unverändert am Ziel
fest, Umsatz und Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Wechselkurs- und Konsolidierungseffekten
und auf Pro-forma-Basis, das heißt unter Berücksichtigung der Beiträge von Italcementi
auch für die erste Jahreshälfte 2016, moderat und den Jahresüberschuss vor Einmaleffekten
deutlich zu steigern. Aufgrund unserer disziplinierten Investitionstätigkeit reduzieren wir die für das
Jahr 2017 geplanten zahlungswirksamen Investitionen von 1,4 Mrd € auf 1,2 Mrd €. Die
Kürzung betrifft ausschließlich Wachstumsinvestitionen. Das Ergebnis des dritten Quartals bestätigt unsere Erwartungen für das Gesamtjahr.
Strategisch werden wir uns weiterhin auf den Abschluss der Integration von Italcementi
und die Reduzierung der Verschuldung durch diszipliniertes Cashflow-Management und
den Verkauf von Nicht-Kerngeschäften konzentrieren. Eine dauerhafte Bewertung im Investment
Grade bleibt unser erklärtes Ziel. Unsere Investitionen werden wir auf Projekte fokussieren,
die unsere Marktposition stärken und Synergiepotenzial bieten. Operativ konzentrieren
wir uns weiterhin auf die fünf Themen: Steigerung der Kundenzufriedenheit, hoher operativer
Leverage, Kostenführerschaft, vertikale Integration und optimierte geografische Aufstellung.
Dadurch steigern wir unsere Effizienz und die Zufriedenheit unserer Kunden, insbesondere
in den stark wachsenden Metropolen der Welt. Unsere globalen Programme zur Kosten-
und Prozessoptimierung werden wir weiter vorantreiben und uns darüber hinaus stärker
mit Potenzialen aus der Digitalisierung unserer Wertschöpfungskette beschäftigen. Der Ausblick für die Weltwirtschaft ist zwar insgesamt positiv, gleichzeitig bestehen
aber immer noch große makroökonomische und insbesondere geopolitische Risiken. HeidelbergCement
wird von der guten und stabilen wirtschaftlichen Entwicklung in den Industriestaaten,
insbesondere in den USA, Kanada, Europa und Australien, profitieren. In diesen Ländern
erzielen wir mehr als 60 % unseres Umsatzes. Mit der Übernahme von Italcementi und
der schnellen Integration haben wir unser großes unternehmerisches Potenzial und unsere
hohe Dynamik eindrücklich unter Beweis gestellt. Wir sind global gut aufgestellt,
um unsere strategischen Ziele -kontinuierliches Wachstum und nachhaltige Wertschaffung
für unsere Aktionäre -zu erreichen. Weitere Angaben zum AusblickDer Unternehmensleitung von HeidelbergCement liegen keine neuen, über die im vorangegangenen
Abschnitt erwähnten Entwicklungen hinausgehenden Erkenntnisse vor, dass sich die im
Geschäftsbericht 2016 im Kapitel Prognosebericht auf den Seiten 110 ff. abgegebenen
wesentlichen Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung von
HeidelbergCement und des unternehmerischen Umfelds für das Geschäftsjahr 2017 wesentlich
verändert haben. Im Ausblick gehen wir auf die erwartete zukünftige Entwicklung von HeidelbergCement
und des unternehmerischen Umfelds im weiteren Jahresverlauf 2017 ein. In diesem Zusammenhang
weisen wir darauf hin, dass dieser Quartalsfinanzbericht zukunftsgerichtete Aussagen
enthält, die auf den derzeit verfügbaren Informationen sowie den gegenwärtigen Annahmen
und Prognosen der Unternehmensleitung von HeidelbergCement beruhen. Solche Aussagen
sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet und können daher deutlich
von der tatsächlich eintretenden Entwicklung abweichen. HeidelbergCement übernimmt
keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, die in diesem Quartalsfinanzbericht
gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren. Risiko- und ChancenberichtDie Risikopolitik von HeidelbergCement orientiert sich an der Unternehmensstrategie,
die auf die Bestandssicherung und die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts
ausgerichtet ist. Unternehmerisches Handeln ist stets zukunftsorientiert und daher
mit Risiken behaftet. Risiken zu identifizieren, sie zu verstehen und systematisch
zu bewerten und einzugrenzen, unterliegt der Verantwortung des Vorstands und ist eine
Hauptaufgabe aller Führungskräfte. HeidelbergCement ist zahlreichen Risiken ausgesetzt,
die nicht grundsätzlich vermieden, sondern akzeptiert werden, wenn sie sich im Rahmen
der rechtlichen und ethischen Grundsätze unternehmerischen Handelns bewegen und sie
zu den damit verbundenen Chancen in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Das Chancen-
und Risikomanagement von HeidelbergCement ist über konzernweite Planungs- und Steuerungssysteme
eng miteinander verbunden. Die Chancen werden in der jährlich erstellten operativen
Planung erfasst und im Rahmen der monatlichen Finanzberichterstattung verfolgt. Die
unmittelbare Verantwortung, Chancen frühzeitig zu erkennen und wahrzunehmen, obliegt
dem operativen Management in den Ländern sowie den zentralen Konzernabteilungen. In der ganzheitlichen Betrachtung von Einzelrisiken sowie der Gesamtrisikoposition
sind aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden oder andere bedeutende Risiken
erkennbar. Unser konzerweit standardisiertes Kontroll- und Risikomanagementsystem
stellt sicher, dass wesentliche Risiken, deren Eintritt die wirtschaftliche Lage des
Konzerns erheblich verschlechtern würde, frühzeitig identifiziert werden. Risiken, die sich im Geschäftsjahr 2017 und auf absehbare Zeit danach auf unsere Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken könnten, sowie die Chancen sind ausführlich
im Geschäftsbericht 2016 im Kapitel Risiko- und Chancenbericht auf den Seiten 120
ff. dargestellt. Die Risiken aus volatilen Energie- und Rohstoffpreisen sowie Wechselkursen sind weiterhin
hoch. Geopolitische Risiken resultieren insbesondere aus den politischen Krisen und
militärischen Konflikten im Nahen Osten sowie im Osten der Ukraine. Herausforderungen
in den Industriestaaten sind die niedrige Inflation, die Konsolidierung der Staatshaushalte,
die Reform des Finanzsektors und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Die Schwellenländer
sehen sich mit den Risiken weiterer Kapitalabflüsse und Währungsabschwächungen konfrontiert.
Unsicherheiten bestehen weiterhin hinsichtlich der Stabilität des globalen Finanzsystems. HeidelbergCement bilanziert
Gewinn- und Verlustrechnung des Konzernsscroll
Gesamtergebnisrechnung des Konzernsscroll
Kapitalflussrechnung des Konzernsscroll
Bilanz des KonzernsAktivascroll
Passivascroll
1)
Werte wurden angepasst (siehe Seite 24 f.). Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzernsscroll
scroll
1)
Die in den Minderheitsanteilen enthaltenen kumulierten Währungsumrechnungsdifferenzen
veränderten sich im Jahr 2017 um -129,5 (i.V.: 16,9) Mio € auf -265,9 (i.V.: -109,9)
Mio €. Der Gesamtbetrag der im Eigenkapital erfassten Währungsumrechnungsdifferenzen
beträgt somit -1.823,6 (i.V.: -743,5) Mio €. Segmentberichterstattung / Anhangscroll
scroll
scroll
1)
Beinhaltet Konzernfunktionen, die Eliminierung von konzerninternen Verflechtungen
zwischen den Segmenten sowie das zusätzliche ordentliche Ergebnis. Anhang zum Konzernzwischenabschluss
Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer Konzernzwischenabschluss der HeidelbergCement AG zum 30. September 2017 wurde
auf Basis des IAS 34 (Interim Financial Reporting) aufgestellt. Es wurden alle zum
Abschlussstichtag verbindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS)
einschließlich der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) angewendet,
die durch die EU-Kommission in europäisches Recht übernommen wurden. In Einklang mit den Regelungen des IAS 34 wurde ein im Vergleich zum Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2016 verkürzter Berichtsumfang mit ausgewählten Anhangangaben gewählt.
Die bei der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses angewendeten Bilanzierungs-
und Bewertungsgrundsätze entsprechen grundsätzlich denen des Konzernabschlusses zum
31. Dezember 2016. Detaillierte Erläuterungen finden sich auf den Seiten 184 f. im
Anhang des Geschäftsberichts 2016, der die Grundlage für diesen Zwischenabschluss
darstellt. In Übereinstimmung mit IAS 34 wurden die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und
vom Ertrag in der Berichtsperiode auf Basis des Steuersatzes abgegrenzt, der für das
gesamte Geschäftsjahr erwartet wird. Der Konzernzwischenabschluss unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Anwendung neuer RechnungslegungsstandardsFür den Konzernzwischenabschluss wurden keine neuen oder geänderten Standards und
Interpretationen des IASB erstmalig angewendet. Saisonabhängigkeit des GeschäftsDie Produktion und der Verkauf von Baustoffen sind aufgrund regionaler Witterungsverhältnisse
saisonabhängig. Insbesondere in unseren wichtigen Märkten in Europa und Nordamerika
wirken sich die Wintermonate auf die Geschäftszahlen im ersten und vierten Quartal
mit niedrigeren Absätzen und Ergebnissen aus, während diese in den wärmeren Monaten
des zweiten und dritten Quartals höher ausfallen. DevisenkurseDie nachfolgende Tabelle enthält die wichtigsten Devisenkurse, die bei der Umrechnung
der Einzelabschlüsse in fremder Währung Anwendung fanden. scroll
Unternehmenszusammenschlüsse in der BerichtsperiodeAm 30. Juni 2017 hat HeidelbergCement den Kauf von Produktionsstätten für Zuschlagstoffe,
Transportbeton und Asphalt von Cemex im Nordwesten der USA abgeschlossen. Die von
Cemex übernommenen Geschäftsaktivitäten beinhalten sieben Zuschlagstoffsteinbrüche,
fünf Transportbetonwerke und drei Asphaltbetriebe. Die erworbenen Zuschlagstoffreserven
und -ressourcen belaufen sich auf 110 Mio t. Mit dem Erwerb verstärkt HeidelbergCement
die vertikal integrierte Marktposition in den Staaten Washington und Oregon. Der vorläufige
Kaufpreis in Höhe von 129,8 Mio € wurde in bar beglichen und unterliegt üblichen nachträglichen
Kaufpreisanpassungen. Die Kaufpreisallokation ist noch nicht abgeschlossen, da die
Bewertungen noch nicht fertiggestellt sind. Der vorläufig erfasste Geschäfts- oder
Firmenwert in Höhe von 36,4 Mio € ist steuerlich abzugsfähig. Anschaffungsnebenkosten
in Höhe von 3,3 Mio € wurden in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst. Zur Stärkung der Marktposition in den Bereichen Zuschlagstoffe und Transportbeton
im Bundesstaat New York hat HeidelbergCement am 1. August 2017 den Kauf der betrieblichen
Vermögenswerte der Saunders Companies abgeschlossen. Der vorläufige Kaufpreis in Höhe
von 29,7 Mio € wurde in bar beglichen und unterliegt üblichen nachträglichen Kaufpreisanpassungen.
Die Kaufpreisallokation ist noch nicht abgeschlossen, da die Bewertungen noch nicht
fertiggestellt sind. Der vorläufig erfasste Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von
4,7 Mio € ist steuerlich abzugsfähig. Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,6 Mio
€ wurden in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst. Die nachfolgende Tabelle zeigt die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte
und Schulden, die bei den oben beschriebenen Transaktionen erworben wurden. Vorläufige beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktscroll
Desinvestitionen in der BerichtsperiodeAm 8. Februar 2017 hat HeidelbergCement 100 % der Anteile an Essroc San Juan Inc.,
Puerto Rico, veräußert. Die Gesellschaft war im Rahmen der Italcementi-Akquisition
erworben worden. Der Verkaufspreis für Essroc San Juan betrug 6,5 Mio € und wurde
in bar entrichtet. Er unterliegt üblichen nachträglichen Abschlussanpassungen. Aus
der Veräußerung resultierte ein Verlust in Höhe von 6,0 Mio €, der in den zusätzlichen
ordentlichen Aufwendungen erfasst wurde. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunkt. Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunktscroll
Unternehmenszusammenschlüsse in der VorjahresperiodeErwerb von ItalcementiIm Zeitraum vom 1. Juli bis zum 12. Oktober 2016 hat HeidelbergCement im Rahmen einer
"Linked Transaction" 100 % der Anteile an der Italcementi-Gruppe erworben und den
Erwerb mit Wirkung zum 1. Juli 2016 als Unternehmenszusammenschluss bilanziert. Detaillierte
Erläuterungen zum Italcementi-Erwerb finden sich auf den Seiten 198 f. im Anhang des
Geschäftsberichts 2016. Aufgrund der Größe und Komplexität der Transaktion war die Kaufpreisallokation zum
31. Dezember 2016 vorläufig. Zum 30. Juni 2017 wurden die endgültigen beizulegenden
Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt auf Basis von externen
und internen Wertgutachten festgestellt. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Anpassungen
der beizulegenden Zeitwerte zum 1. Juli 2016. Italcementi - Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktscroll
Durch die Anpassung der beizulegenden Zeitwerte ergab sich eine Erhöhung des Geschäfts-
oder Firmenwerts zum Erstkonsolidierungszeitpunkt in Höhe von 115,0 Mio €. Der endgültige
Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Unternehmenszusammenschluss beträgt somit 1.781,0
Mio €. Die Berechnung wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Ermittlung des Geschäfts- oder Firmenwertsscroll
Erwerb der Mibau-GruppeZur Erzielung von Synergiepotentialen im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe hat Norbetong
AS, eine norwegische Tochtergesellschaft von HeidelbergCement, am 4. Oktober 2016
die Geschäftsaktivitäten zweier Steinbrüche in die Norsk Stein A/S (Teil der zuvor
nach der Equity-Methode bilanzierten Mibau-Gruppe), ebenfalls mit Sitz in Norwegen,
gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten eingelegt. Anschließend wurden die neuen
Anteile an der Norsk Stein A/S konzernintern von der Norbetong AS an die Heidelberger
Sand und Kies GmbH, Heidelberg, übertragen und von dieser gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten
in die Mibau Holding GmbH, Cadenberge, eingelegt. Durch diese verbundenen Transaktionen
hat HeidelbergCement, die bereits 50% der Anteile an der Mibau-Gruppe hielt, weitere
10 % der Anteile erworben und die Kontrolle über die Mibau-Gruppe erlangt. Diese wurde
daher mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 vollkonsolidiert. Die Kaufpreisallokation wurde
zum 30. September 2017 abgeschlossen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Anpassungen der beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt. Mibau-Gruppe - Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktscroll
Die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses setzen sich aus dem beizulegenden
Zeitwert des zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteils in Höhe von 84,8 Mio € sowie dem
effektiv übertragenen anteiligen beizulegenden Zeitwert der eingelegten Geschäftsaktivitäten
in Höhe von 10,2 Mio € zusammen. Aufgrund der Neubewertung des zuvor gehaltenen Anteils
entstand insgesamt ein Gewinn in Höhe von 47,5 Mio €, der in den zusätzlichen ordentlichen
Erträgen erfasst wurde. Die Minderheitsanteile in Höhe von 39,6 Mio € wurden mit dem
anteiligen beizulegenden Zeitwert des identifizierbaren Nettovermögens bewertet. Durch die Anpassung der Anschaffungskosten sowie der beizulegenden Zeitwerte ergab
sich eine Verringerung des Geschäfts- oder Firmenwerts zum Erstkonsolidierungszeitpunkt
in Höhe von 4,1 Mio €. Der endgültige Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Unternehmenszusammenschluss
beträgt somit 33,5 Mio €. Die Berechnung wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Ermittlung des Geschäfts- oder Firmenwertsscroll
Die Konzernbilanz zum 30. September 2016 bzw. 31. Dezember 2016 wurde auf Basis der
endgültigen Kaufpreisallokationen aus dem Erwerb von Italcementi und der Mibau-Gruppe
angepasst. Die Anpassungen zum 31. Dezember 2016 werden in der nachfolgenden Tabelle
dargestellt. scroll
Weitere Unternehmenszusammenschlüsse in der VorjahresperiodeZur Sicherung von Rohstoffreserven und zur Stärkung der Marktposition in Australien
hat HeidelbergCement am 29. Januar 2016 im Rahmen eines Asset Deals den Geschäftsbetrieb
von Rocla Quarry Products sowie 100 % der Anteile an Calga Sands Pty Ltd, New South
Wales (zusammen RQP) erworben. RQP betreibt 12 große Sandgruben in den Metropolregionen
von Perth, Adelaide, Melbourne und Sydney mit einer Produktion von rund 6 Mio t im
Jahr. Außerdem verfügt RQP über eine Anzahl kleinerer Produktionsstandorte und Rohstoffgrundstücke.
Der in bar beglichene Kaufpreis betrug 98,2 Mio €. Der Geschäfts- oder Firmenwert
in Höhe von 0,6 Mio € ist steuerlich nicht abzugsfähig und repräsentiert Synergiepotentiale. Am 21. April 2016 hat HeidelbergCement jeweils 100 % der Anteile an der Holdinggesellschaft
ACH Investments Limited, Mauritius, und an deren Tochtergesellschaft Austral Cimentos
Sofala, SA, Maputo, Mosambik, erworben. Austral Cimentos Sofala betreibt ein Mahlwerk
in Dondo nahe der Hafenstadt Beira mit einer jährlichen Kapazität von rund 350.000
t. Mit dem Erwerb stärkt HeidelbergCement seine Marktpräsenz im süd-östlichen Afrika.
Der Kaufpreis für die Gesellschaften betrug insgesamt 8,8 Mio € und wurde in bar beglichen.
Der im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse erfasste steuerlich nicht abzugsfähige
Geschäfts- oder Firmenwert beträgt 18,6 Mio € und repräsentiert Wachstumspotentiale. Die nachfolgende Tabelle zeigt die beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und
Schulden der Unternehmenszusammenschlüsse zum Erwerbszeitpunkt. Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktscroll
Aufgegebene Geschäftsbereiche in der VorjahresperiodeHeidelbergCement hat über seine Tochtergesellschaft Ciments Français S.A.S. mit Aalborg
Portland Holding A/S, einer 100 %igen, indirekt von Cementir Holding SpA kontrollierten
Tochtergesellschaft, vereinbart, Geschäftsaktivitäten in Belgien zu verkaufen, die
hauptsächlich aus Italcementis belgischer Tochtergesellschaft Compagnie des Ciments
Belges S.A. (CCB) bestehen. Mit der Veräußerung erfüllt HeidelbergCement eine Auflage
der EU-Kommission, um Wettbewerbsbedenken im Zusammenhang mit der Akquisition von
Italcementi zu beseitigen. Die Vereinbarung musste von der EU-Kommission genehmigt
werden. Der Verkauf wurde am 25. Oktober 2016 abgeschlossen. HeidelbergCement hat über seine Tochtergesellschaften Essroc Corp. und Lehigh Hanson,
Inc. mit Argos USA LLC, einer Tochtergesellschaft von Cementos Argos S.A., vereinbart,
das Zementwerk Martinsburg, West Virginia, und acht zugehörige Zementterminals zu
verkaufen. Mit der Veräußerung erfüllt HeidelbergCement eine Auflage der US-Wettbewerbsbehörde
(Federal Trade Commission - FTC), um Wettbewerbsbedenken im Zusammenhang mit der Akquisition
von Italcementi zu beseitigen. Die Veräußerung erfolgte am 30. November 2016. Diese Geschäftsaktivitäten wurden ausschließlich zum Zweck der Weiterveräußerung erworben
und werden daher in der Gewinn- und Verlustrechnung, in der Kapitalflussrechnung sowie
in der Konzernbilanz als aufgegebener Geschäftsbereich nach IFRS 5 dargestellt. Desinvestitionen in der VorjahresperiodeDie US-Gesellschaften Hanson Permanente Cement, Inc., Phoenix, und Kaiser Gypsum Company,
Inc., Raleigh, weisen Schadenersatzverpflichtungen aus Rechtsstreitigkeiten aus, die
im Rahmen der Übernahme der Hanson-Gruppe im Jahr 2007 auf den HeidelbergCement Konzern
übergegangen sind. Die Klagen betreffen die Verursachung von Erkrankungen aus dem
Verkauf asbesthaltiger Produkte. Am 30. September 2016 haben diese beiden Gesellschaften
einen freiwilligen Insolvenzantrag nach Chapter 11 des U.S. Bankruptcy Codes vor einem
US-Konkursgericht gestellt. Hierbei wird u.a. die Errichtung eines Treuhandvermögens
angestrebt, über das gemäß Paragraph 524(g) des U.S. Bankruptcy Codes alle jetzigen
und künftigen Schadenersatzansprüche aus durch Asbest verursachte Personenschäden
abgewickelt werden. Durch den freiwilligen Insolvenzantrag stehen diese Gesellschaften
unter einer Insolvenzaufsicht. Daher ist eine Kontrolle des HeidelbergCement Konzerns
gemäß IFRS 10 nicht mehr gegeben und die Gesellschaften wurden zusammen mit ihren
Tochtergesellschaften zum 30. September 2016 entkonsolidiert. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vermögenswerte und Schulden zum Abgangszeitpunkt. Vermögenswerte und Schulden zum Abgangszeitpunktscroll
Die zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen aus der Entkonsolidierung betrugen 19,1
Mio €. Dem Abgang des Nettovermögens stehen die weiterhin bestehenden Beteiligungen
an den Gesellschaften mit einem beizulegenden Zeitwert zum Abgangszeitpunkt von 248,6
Mio € gegenüber. Die Beteiligungen werden als Finanzinvestitionen "Available for sale
at fair value" ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert zum Abschlussstichtag beträgt
236,6 (i.V.: 265,8) Mio €. Umsatzentwicklung nach Konzerngebieten und Geschäftsbereichenscroll
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Ergebnis je Aktiescroll
KapitalflussrechnungDetaillierte Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung erfolgen im Lagebericht im Abschnitt
"Kapitalflussrechnung". Geschäfts- oder FirmenwerteGeschäfts- oder Firmenwerte werden im HeidelbergCement Konzern grundsätzlich einmal
jährlich im vierten Quartal nach Fertigstellung der operativen Dreijahresplanung oder
bei Anzeichen für einen möglichen Wertminderungsbedarf einem Wertminderungstest gemäß
IAS 36 (Impairment of Assets) unterzogen. Im Rahmen dieser Wertminderungsprüfung wird
der Buchwert einer Gruppe von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGU), denen
ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, mit dem erzielbaren Betrag dieser Gruppe
von CGUs verglichen. Zum 30. September 2017 hat das Management geprüft, ob neue Anzeichen
für einen Wertminderungsbedarf vorliegen. Aus der Überprüfung ergab sich keine Notwendigkeit
für eine Wertminderung. EigenkapitalveränderungsrechnungDie Minderung der Währungsumrechnungsrücklage um 1.787,9 Mio € ist insbesondere auf
die Abwertung des US Dollar gegenüber dem Euro zurückzuführen. Im Geschäftsjahr wurden an die Aktionäre der HeidelbergCement AG Dividenden in Höhe
von 317,5 Mio € (1,60 € je Aktie) gezahlt. Die Dividendenzahlungen an Minderheitsgesellschafter
von insgesamt 201,7 Mio € enthalten Zahlungen an die Minderheitsgesellschafter unserer
indonesischen Tochtergesellschaft PT Indocement Tunggal Prakasa Tbk. in Höhe von 116,1
Mio €. PensionsrückstellungenDie versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die erfolgsneutral im sonstigen
Ergebnis erfasst werden, wurden auf Basis der zum Abschlussstichtag gültigen Zinssätze
für die wesentlichen Länder ermittelt. Zum 30. September 2017 ergaben sich insgesamt
Gewinne aus der Neubewertung in Höhe von 33,9 Mio €. Hierin enthalten sind versicherungsmathematische
Verluste in Bezug auf die Pensionsverpflichtungen in Höhe von 4,0 Mio €, die auf den
Rückgang des gewichteten Rechnungszinssatzes um ca. 0,1 Prozentpunkte zurückzuführen
sind, sowie Gewinne aus der Neubewertung des Planvermögens in Höhe von 44,5 Mio €.
Die Begrenzung des Planvermögens führte zu Gewinnen in Höhe von 4,1 Mio €. Aus der
Anpassung demographischer Annahmen resultierten Verluste in Höhe von 10,8 Mio €. Angaben zu FinanzinstrumentenDie folgende Tabelle leitet die einzelnen Bilanzpositionen der Finanzinstrumente zu
Klassen und Bewertungskategorien über. Außerdem werden die aggregierten Buchwerte
pro Bewertungskategorie und die beizulegenden Zeitwerte für jede Klasse dargestellt. Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorienscroll
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1)
AfS: Available for sale - Zur Veräußerung gehalten, LaR: Loans and receivables - Kredite
und Forderungen, Hedge: Hedge accounting - Bilanzierung als Sicherheitsbeziehung,
HfT: Held for trading - Zu Handelszwecken gehalten, FLAC: Financial liabilities at
amortised cost - Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten Die Klassen "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige operative Forderungen"
sowie "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Personalverbindlichkeiten
und übrige operative Verbindlichkeiten" sind nicht unmittelbar auf die dazugehörigen
Bilanzpositionen überleitbar, da in diesen neben den finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten auch nicht-finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 818,1 (i.V.:
800,1) Mio € sowie nicht-finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 305,9 (i.V.: 232,5)
Mio € enthalten sind. Die folgende Tabelle zeigt die Fair-Value-Hierarchien der Vermögenswerte und Schulden,
die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. scroll
Detaillierte Erläuterungen zur Vorgehensweise bei der Fair Value Bewertung gemäß IFRS
13 finden sich auf den Seiten 247 f. im Anhang des Geschäftsberichts 2016, der die
Grundlage für diesen Zwischenabschluss darstellt. Die Veränderung der beizulegenden Zeitwerte der Beteiligungen Hanson Permanente Cement,
Inc. und Kaiser Gypsum Company, Inc, USA, die in den Finanzinvestitionen "Available
for sale at fair value" in der Hierarchiestufe 3 ausgewiesen sind, resultiert aus
Wechselkurseffekten. Die anderen Bewertungsparameter sind gleich geblieben. Hinsichtlich
möglicher Unsicherheiten in Bezug auf die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der
Finanzinvestitionen "Available for sale at fair value" verweisen wir auf die Erläuterungen
auf Seite 204 f. im Anhang des Geschäftsberichts 2016. In der Berichtsperiode ergaben
sich keine wesentlichen Änderungen zu den im Anhang gemachten Erläuterungen. Angaben zu nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Berichtszeitraum ergaben sich neben den üblichen Geschäftsbeziehungen keine berichtspflichtigen
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen. EventualverbindlichkeitenZum Abschlussstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 357,4 (i.V.:
416,6) Mio €, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit steuerlichen und rechtlichen
Risiken stehen. Der Zeitpunkt der möglichen Zahlungsmittelabflüsse für die Eventualverbindlichkeiten
ist unsicher, da sie von unterschiedlichen externen Faktoren abhängen, die außerhalb
des Einflussbereichs von HeidelbergCement liegen. Die Anwendung steuerlicher Regelungen
kann zum Zeitpunkt der Berechnung von Steuererstattungsansprüchen und -verbindlichkeiten
ungeklärt sein. Bei der Berechnung der Steuerpositionen ist die jeweils wahrscheinlichste
Anwendung zugrunde gelegt. Ungeachtet dessen kann die Finanzverwaltung hierzu eine
abweichende Auffassung vertreten. Aus einer abweichenden Auffassung können sich zusätzliche
steuerliche Verbindlichkeiten ergeben. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen
zum Abschlussstichtag wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
Ereignisse nach dem BilanzstichtagAm 27. Oktober 2017 hat HeidelbergCement 6,06% der Anteile an der Scancem International-Gruppe
von der IFC, einem Mitglied der Weltbank, und deren Finanzpartnern zurückerworben.
Der Kaufpreis für die Anteile betrug 105 Mio US$ und wurde in bar entrichtet. Heidelberg, 8. November 2017 HeidelbergCement AG Der Vorstand |
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