![]() HeidelbergCement AGHeidelbergQuartalsfinanzbericht Januar bis März 2018HEIDELBERGCEMENTQuartalsüberschuss von 6 Mio € im ersten Quartal 2018 erzielt - Verbesserung um 41
Mio €
Ausblick für 2018 unverändert
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Es ist möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Quartalsfinanzbericht aufgrund
von Rundungen nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren. KonzernzwischenlageberichtGeschäftsverlauf Januar bis März 2018Wirtschaftliches UmfeldDie globale Konjunktur nimmt weiter an Fahrt auf. Die Volkswirtschaften Asiens und
die afrikanischen Schwellenländer sind weiterhin auf Wachstumskurs. In Europa dauert
die solide Erholung an. Die USA verzeichneten im ersten Quartal 2018 ein robustes
Wirtschaftswachstum und der Ausblick ist weiterhin positiv. Absatz im ersten Quartal -positive Marktdynamik durch Wetter und weniger Arbeitstage verdecktIm ersten Quartal hat sich der Baustoffabsatz von Heidelberg-Cement sehr uneinheitlich
entwickelt. Während die Verkaufsmengen in Europa und Nordamerika durch einen langen
Winter und weniger Arbeitstage beeinträchtigt wurden, verzeichneten einige Schwellenländer
deutliche Zuwächse. Der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerns nahm im ersten Quartal um 2,3% auf 28,2
(i.V.: 27,5) Mio t zu. Absatzrückgänge in Europa und Nordamerika konnten durch ein
deutliches Wachstum in Asien-Pazifik und Afrika-Östlicher Mittelmeerraum mehr als
ausgeglichen werden. In Asien haben insbesondere Indonesien und Indien zu dem Wachstum
beigetragen. In Afrika verzeichneten Ägypten, Ghana und Tansania deutliche Absatzsteigerungen. Die Zuschlagstofflieferungen sanken um 2,2 % auf 59,5 (i.V.: 60,9) Mio t. Der wetterbedingte
Absatzrückgang in Europa und Nordamerika konnte trotz eines starken Wachstums in Asien-Pazifik
nicht ganz kompensiert werden. Die Transportbetonlieferungen nahmen ebenfalls wetterbedingt um 1,8% auf 10,2 (i.V.:
10,4) Mio cbm ab. Der Asphaltabsatz stieg hingegen deutlich um 10,8% auf 1,6 (i.V.:
1,5) Mio t aufgrund der positiven Nachfrageentwicklung in Kalifornien und Konsolidierungseffekten
im Nordwesten der USA. Ohne Konsolidierungseffekte lag der Zuwachs bei 2,3%. Umsatz- und ErgebnisentwicklungDer Konzernumsatz von Januar bis März 2018 in Höhe von 3.626 (i.V.: 3.784) Mio € zeigt
einen Rückgang von 4,2% gegenüber dem Vorjahr. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs-
und Währungseffekten ist der Konzernumsatz um 1,8% gestiegen. Konsolidierungskreisveränderungen
wirkten sich mit 43 Mio € positiv auf den Umsatz aus. Wechselkurseffekte minderten
hingegen den Umsatz um 264 Mio €. Der Materialaufwand sank leicht in der Berichtsperiode um 1,0% auf 1.564 (i.V.: 1.580)
Mio €. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten liegt der Materialaufwand
mit 5,7% über Vorjahresniveau. Die Zunahme betraf vor allem die Aufwendungen für Energie
und Handelswaren. Die Materialaufwandsquote erhöhte sich von 41,8% auf 43,1 %. Die
sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge lagen mit -1.087 (i.V.: -1.087) Mio
€ auf Vorjahresniveau. Ohne Berücksichtigung von Währungs- und Konsolidierungseffekten
nahmen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge saldiert um 5,4 % zu,
dies basierte im Wesentlichen auf den verringerten Gewinnen aus der Veräußerung von
Vermögenswerten. Der Personalaufwand reduzierte sich um 2,3 % auf 719 (i.V.: 736)
Mio €. Das Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen sank um 10,0% auf 27 (i.V.: 30) Mio
€. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen verringerte sich um
34,1 % auf 252 (i.V.: 383) Mio €. Der Rückgang um 131 Mio € resultierte im Wesentlichen
aus der Veränderung des Umsatzes. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs sank
deutlich auf -16 (i.V.: 108) Mio €. Veränderungen im Konsolidierungskreis von -11
Mio € und Wechselkurseffekte von -19 Mio € wirkten sich negativ auf das Ergebnis aus. Das zusätzliche ordentliche Ergebnis in Höhe von 118 (i.V.: -16) Mio € betrifft im
Wesentlichen Erträge aus dem Abgang von Tochterunternehmen, Integrationsaufwendungen
sowie sonstige einmalige Aufwendungen und Erträge. Insbesondere Erträge aus Veräußerungen
von Tochterunternehmen in Deutschland und den USA beeinflussten das Ergebnis positiv. Das Finanzergebnis verbesserte sich um 7 Mio € auf -75 (i.V.: -82) Mio €. Hierzu trugen
die um 12 Mio € gesunkenen Zinsaufwendungen sowie das um 4 Mio € verbesserte sonstige
Finanzergebnis bei; gegenläufig wirkten sich gesunkene Zinserträge in Höhe von 6 Mio
€ aus. Das Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen stieg um 15 Mio €
auf 25 (i.V.: 9) Mio €, hauptsächlich aufgrund des gestiegenen zusätzlichen ordentlichen
Ergebnisses. scroll
Die Aufwendungen für Ertragsteuern liegen mit 17 (i.V.: 48) Mio € um 65,9 % unter
Vorjahresniveau. Das Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen
verbesserte sich um 47 Mio € auf 8 (i.V.: -39) Mio €. Das Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen beträgt -2 (i.V.: 4)
Mio € und entfällt auf in Vorjahren aufgegebene Geschäftsbereiche der Hanson-Gruppe. Insgesamt liegt der Überschuss der Periode bei 6 (i.V.: -35) Mio €. Das Minderheitsgesellschaftern
zustehende Ergebnis sank um 6 Mio € auf 29 (i.V.: 35) Mio €. Der Anteil der Gruppe
beläuft sich demzufolge auf -23 (i.V.: -70) Mio €. Das Ergebnis je Aktie - Anteil der Gruppe -nach IAS 33 verbesserte sich um 0,24 €
auf -0,11 (i.V.: -0,35) €. Die Gesamtergebnisrechnung und die Herleitung des Ergebnisses je Aktie werden detailliert
im Anhang dargestellt. KapitalflussrechnungIm ersten Quartal 2018 erhöhte sich der saisonbedingte Mittelabfluss aus operativer
Geschäftstätigkeit der fortzuführenden Geschäftsbereiche um 210 Mio € auf 692 (i.V.:
482) Mio €. Ursächlich hierfür war insbesondere der um 151 Mio € auf 277 (i.V.: 429)
Mio € gesunkene Cashflow vor Zins- und Steuerzahlungen. Auch der mit 689 (i.V.: 575)
Mio € um 114 Mio € höhere Anstieg des Working Capital wirkte sich negativ aus. Die
Zinseinnahmen haben sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 8 Mio € auf 27 (i.V.:
20) Mio € erhöht, während die Zinsausgaben gegenüber dem Vorjahr infolge der deutlich
günstigeren Refinanzierung um 37 Mio € auf 170 (i.V.: 206) Mio € gesunken sind. Die
gezahlten Ertragsteuern erhöhten sich um 6 Mio € auf 80 (i.V.: 74) Mio €. Die erhaltenen
Dividenden lagen mit 38 (i.V.: 54) Mio € unter dem Vorjahresniveau und beinhalten
hauptsächlich vereinnahmte Dividenden von Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten
Gesellschaften. Im Berichtsquartal wurden Rückstellungen in Höhe von 57 (i.V.: 74)
Mio € durch Zahlung verbraucht. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit der fortzuführenden Geschäftsbereiche
erhöhte sich um 307 Mio € auf 448 (i.V.: 140) Mio €. Die zahlungswirksamen Investitionen
stiegen vor allem aufgrund der Unternehmenszusammenschlüsse in Italien und Australien
um 522 Mio € auf 716 (i.V.: 195) Mio € an. Einzelheiten werden im Abschnitt Investitionen
und im Anhang im Abschnitt Unternehmenszusammenschlüsse in der Berichtsperiode auf
S. 21 f. erläutert. Bei den zahlungswirksamen Desinvestitionen in Höhe von 243 (i.V.:
55) Mio € entfielen 225 Mio € auf Mittelzuflüsse aus dem Abgang von Tochterunternehmen
und sonstigen Geschäftseinheiten, die mit 111 Mio € den Verkauf des Kalksandsteingeschäfts
in Deutschland und mit 115 Mio € den Verkauf von Lehigh White Cement in den USA betreffen.
Einzelheiten werden im Anhang im Abschnitt Desinvestitionen in der Berichtsperiode
auf S. 23 erläutert. Die Einzahlungen aus dem Verkauf von sonstigem Anlagevermögen
resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und
Sachanlagen, aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten, Gemeinschaftsunternehmen
und assoziierten Unternehmen und aus der Rückzahlung von Darlehen. Aus der Veränderung
des Konsolidierungskreises ergab sich in der Berichtsperiode ein Mittelzufluss in
Höhe von 26 (i.V.: Mittelabfluss von 1) Mio €, der im Wesentlichen auf den übernommenen
Finanzmittelbestand der erworbenen Cementir-Gesellschaften in Italien in Höhe von
25 Mio € entfällt. Aus der Finanzierungstätigkeit der fortzuführenden Geschäftsbereiche ergab sich in
der Berichtsperiode ein Mittelzufluss in Höhe von 641 (i.V.: 471) Mio €. Der darin
enthaltene Liquiditätszufluss aus der Nettoaufnahme / -tilgung von Anleihen und Krediten
in Höhe von 673 (i.V.: 487) Mio € umfasst die Veränderung lang- und kurzfristiger
Finanzverbindlichkeiten und beinhaltet vor allem Mittelzuflüsse aus emittierten Commercial
Papers in Höhe von 1,34 Mrd €, die Rückzahlung zweier Anleihen über insgesamt 980
Mio € sowie die Tilgung eines Bankdarlehens über 180 Mio €. Darüber hinaus sind hierunter
Aufnahmen und Tilgungen von Bank- und Schuldscheindarlehen sowie Veränderungen der
übrigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten mit hoher Umschlagshäufigkeit zusammengefasst.
Im Vorjahr wurden im Wesentlichen eine Anleihe über 1 Mrd € getilgt, eine Anleihe
über 750 Mio € und Commercial Papers in Höhe von 932 Mio € emittiert. Dividendenzahlungen
an Minderheitsgesellschafter führten zu einem Mittelabfluss von 27 (i.V.: 16) Mio
€. InvestitionenDie zahlungswirksamen Investitionen erhöhten sich im ersten Quartal 2018 auf 716 (i.V.:
195) Mio €. Hiervon entfielen auf Sachanlageinvestitionen (einschließlich der immateriellen
Vermögenswerte) 197 (i.V.: 182) Mio €, die vorwiegend Optimierungs- und Umweltschutzmaßnahmen
in unseren Produktionsstätten, aber auch Expansionsprojekte in Wachstumsmärkten betrafen.
Die Investitionen in Finanzanlagen und sonstige Geschäftseinheiten stiegen auf 519
(i.V.: 13) Mio €; hierbei handelt es sich im Wesentlichen um den Erwerb des italienischen
Zement- und Betonherstellers Cementir Italia und der australischen Alex Fraser Group
sowie den Kauf eines Zementwerks in der kanadischen Provinz Quebec. Gleichzeitig haben wir im Rahmen der Portfolio-Optimierung unser Kalksandsteingeschäft
in Deutschland und die Weißzementaktivitäten in den USA verkauft. Die zahlungswirksamen
Desinvestitionen beliefen sich im ersten Quartal auf insgesamt 243 (i.V.: 55) Mio
€. BilanzDie Bilanzsumme hat sich zum 31. März 2018 gegenüber dem 31. Dezember 2017 um 286
Mio € auf 34.272 (i.V.: 34.558) Mio € vermindert. Die langfristigen Aktiva sanken um 104 Mio € auf 27.761 (i.V.: 27.865) Mio €. Im ersten
Quartal 2018 ergaben sich negative Wechselkurseffekte von 443 Mio €. Bereinigt um
Wechselkurseffekte erhöhten sich insbesondere das Sachanlagevermögen um 155 Mio €
sowie die Geschäfts- oder Firmenwerte um 116 Mio € aufgrund von Konsolidierungskreisänderungen.
Sachanlagenzugängen von 190 Mio € standen Sachanlagenabgänge von 8 Mio € und Abschreibungen
von 258 Mio € gegenüber. Ohne Berücksichtigung der Währungseffekte von -40 Mio € blieben die Finanzanlagen
in Höhe von 2.139 (i.V.: 2.181) Mio € nahezu konstant. Die kurzfristigen Aktiva reduzierten sich um 127 Mio € auf 6.466 (i.V.: 6.593) Mio
€. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen saisonbedingt um 141 Mio
€ auf 1.939 (i.V.: 1.798) Mio €. Ebenso erhöhten sich die sonstigen kurzfristigen
operativen Forderungen um 143 Mio € auf 689 (i.V.: 546) Mio €, während die liquiden
Mittel um 533 Mio € auf 1.576 (i.V.: 2.109) Mio € abnahmen. Die Veränderungen werden
im Abschnitt Kapitalflussrechnung erläutert. Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital um 593 Mio € auf 15.459 (i.V.:
16.052) Mio €. Die Verringerung ist im Wesentlichen auf das Gesamtergebnis der Periode
von -444 Mio € zurückzuführen, das sich aus dem Überschuss der Periode von 6 Mio €
sowie vornehmlich aus den im sonstigen Ergebnis erfassten Verlusten aus der Währungsumrechnung
von 484 Mio €, den versicherungsmathematischen Gewinnen von 40 Mio € und den Verlusten
der nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen von 10 Mio € zusammensetzt. Die
Änderungen von Anteilen an Tochterunternehmen betrafen im Wesentlichen den Erwerb
von 40% an der Nordic Precast AB in Höhe von -83 Mio €. Daneben verringerten sich
die Minderheitsanteile aufgrund des Verkaufs von Lehigh White Cement um 33 Mio € und
von Dividendenzahlungen um 27 Mio €. Die verzinslichen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 663 Mio € auf 11.487 (i.V.: 10.824)
Mio €. Die Zunahme der Nettofinanzschulden (verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich
flüssiger Mittel) um 1.184 Mio € auf 9.879 (i.V.: 8.695) Mio € ist ursächlich auf
die saisonbedingte Finanzierung des Wintergeschäfts sowie Unternehmenserwerbe in Italien
und Australien im ersten Quartal zurückzuführen. Der Gesamtbetrag der Rückstellungen
reduzierte sich um 59 Mio € auf 2.577 (i.V.: 2.636) Mio €. Die Minderung der operativen
Verbindlichkeiten um 286 Mio € auf 4.097 (i.V.: 4.383) Mio € betrifft vornehmlich
den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 257 Mio € auf
2.024 (i.V.: 2.281) Mio €. FinanzierungAm 12. Januar 2018 haben wir eine neue syndizierte Kreditlinie in Höhe von 3 Mrd €
abgeschlossen, um die bisherige Kreditlinie, die im Februar 2019 abgelaufen wäre,
abzulösen. Unter Berücksichtigung von zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr
konnten wir uns die historisch günstigen Refinanzierungsbedingungen bis 2025 sichern.
Die Kreditmarge wurde je nach Verschuldungsgrad um 20 bis 35 Basispunkte gesenkt.
Die syndizierte Kreditlinie ist als Liquiditätsreserve gedacht und kann für Barziehungen
und Avale sowohl in Euro als auch anderen Währungen genutzt werden. Bei den in den Jahren 2009 und 2010 begebenen Anleihen besteht gemäß den Anleihebedingungen
eine Beschränkung bezüglich der Neuaufnahme zusätzlicher Verschuldung, wenn der konsolidierte
Deckungsgrad (d.h. das Verhältnis des Gesamtbetrags des konsolidierten EBITDA zum
Gesamtbetrag des konsolidierten Zinsergebnisses) des HeidelbergCement Konzerns unter
2 ist. Dieser Covenant ist bei den übrigen Anleihen sowie Schuldscheindarlehen aufgrund
des Investment Grade Ratings ausgesetzt. Das konsolidierte EBITDA in Höhe von 3.292
Mio € und das konsolidierte Zinsergebnis in Höhe von 401 Mio € werden auf einer Pro-forma-Basis
gemäß den Anleihebedingungen berechnet. Zum 31. März 2018 betrug der konsolidierte
Deckungsgrad 8,21. Die Nettofinanzschulden stiegen gegenüber dem 31. März 2017 um 279 Mio € und beliefen
sich zum 31. März 2018 auf 9.879 (i.V.: 9.601) Mio €. Die Zunahme um 1.184 Mio € gegenüber
dem Jahresende 2017 (8.695 Mio €) ist im Wesentlichen auf die Akquisitionen in Italien
und Australien sowie den saisonbedingtem Anstieg des Working Capital zurückzuführen. Die verfügbare Liquidität aus Barmitteln, veräußerbaren Finanzinvestitionen und derivativen
Finanzinstrumenten sowie ungenutzten Kreditlinien belief sich per Ende März 2018 auf
4.368 Mio €. West- und SüdeuropaIn den Ländern des Konzerngebiets West- und Südeuropa hält der wirtschaftliche Aufschwung
an. Die deutsche Wirtschaft befindet sich dank der guten Binnenkonjunktur, des intakten
Arbeitsmarkts und des anziehenden Welthandels in einer robusten Verfassung. Auch in
Belgien und den Niederlanden setzt sich die Konjunkturerholung fort. Die britische
Wirtschaft litt im ersten Quartal unter dem kalten Winterwetter; der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts
fiel aber mit einem Plus von nur 0,1 % geringer aus als erwartet. Die Unsicherheiten
infolge des Brexit-Votums belasten weiterhin die Bauaktivitäten. Auch in Frankreich
lag das Wirtschaftswachstum mit 0,3 % unter den Erwartungen. Die italienische Wirtschaft
legte ebenfalls um 0,3 % zu. Spanien ist mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts
um 0,7 % weiterhin auf Wachstumskurs. Im ersten Quartal 2018 wurden die Bauaktivitäten und unser Baustoffabsatz im Konzerngebiet
West- und Südeuropa durch die schlechten Wetterbedingungen im Februar und insbesondere
im März deutlich beeinträchtigt. Der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerngebiets West- und Südeuropa stieg im ersten
Quartal um 2,7 % auf 6,5 (i.V.: 6,3) Mio t. Der leichte Zuwachs ist im Wesentlichen
auf die neu einbezogenen Zementaktivitäten von Cementir in Italien und ein starkes
Mengenwachstum in Spanien zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten
nahmen die Lieferungen um 4,5 % ab. In Italien legte der Absatz auch ohne Konsolidierungseffekte
geringfügig zu. In Deutschland, Frankreich, Belgien/Niederlande und Großbritannien
hingegen waren die Lieferungen rückläufig. Die Zuschlagstofflieferungen waren wetterbedingt in allen Ländern des Konzerngebiets
rückläufig. Deutliche Mengeneinbußen verzeichneten Benelux, Italien und Spanien. Insgesamt
sank der Zuschlagstoffabsatz um 6,7 % auf 17,1 (i.V.: 18,3) Mio t. Auch in der Transportbetonsparte wirkten sich die widrigen Wetterbedingungen deutlich
negativ auf unsere Lieferungen aus. Allein Italien erzielte einen starken Absatzzuwachs
im zweistelligen Prozentbereich. Insgesamt nahmen die Transportbetonlieferungen des
Konzerngebiets um 9,0% auf 3,7 (i.V.: 4,0) Mio cbm ab. Der Absatz der Asphaltsparte
in Großbritannien verringerte sich um 3,4%. Zur Erweiterung unserer Marktposition in Italien hat unsere Tochtergesellschaft Italcementi
S.p.A. am 2. Januar 2018 von Cementir Holding 100% der Anteile an Cementir Italia
S.p.A. und deren Tochtergesellschaften Cementir Sacci S.p.A. und Betontir S.p.A. erworben.
Die Akquisition umfasst fünf Zement- und zwei Zementmahlwerke sowie ein Netzwerk aus
Terminals und Transportbetonwerken. Im Rahmen der Portfolio-Optimierung haben wir am 28. Februar 2018 unser Kalksandsteingeschäft
in Deutschland, einschließlich eines Werks in der Schweiz, an die dänische H+H International
A/S verkauft. Der Umsatz des Konzerngebiets West- und Südeuropa nahm um 3,6 % auf 1.027 (i.V.: 1.065)
Mio € ab; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten ging der
Umsatz um 4,7 % zurück. Nord- und Osteuropa-ZentralasienDie wirtschaftliche Entwicklung in den Ländern des Konzerngebiets Nord- und Osteuropa-Zentralasien
ist insgesamt positiv. Die nordischen Länder verzeichnen anhaltend starke Bauaktivitäten.
In Polen und Tschechien setzt sich die Erholung der Wirtschaft und der Bautätigkeit
fort. Auch die rumänische Wirtschaft ist auf Wachstumskurs, aber es besteht weiterhin
ein Mangel an Infrastrukturprojekten. Die Ukraine und Russland verzeichnen eine wirtschaftliche
Erholung, aber der Ukraine-Konflikt belastet beide Länder weiterhin schwer. Auch im Konzerngebiet Nord- und Osteuropa-Zentralasien litten unsere Baustofflieferungen
unter den widrigen Wetterbedingungen insbesondere im März. Hiervon waren vor allem
die nordeuropäischen Länder sowie Tschechien, Rumänien, Bulgarien und die Ukraine
betroffen. Die Zement- und Klinkerlieferungen des Konzerngebiets Nord- und Osteuropa-Zentralasien
nahmen im ersten Quartal 2018 wetter- und konsolidierungsbedingt um 10,2 % auf 4,2
(i.V.: 4,6) Mio t ab. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus der Dekonsolidierung unseres
Georgien-Geschäfts betrug der Rückgang 3,7 %. Die Länder Nordeuropas verzeichneten
insgesamt deutliche Mengeneinbußen. In Osteuropa-Zentralasien zeigten die Lieferungen
der einzelnen Länder ein gemischtes Bild. In Russland, Rumänien und in der Ukraine
gingen unsere Absatzmengen deutlich zurück sowie in geringerem Maße in Tschechien
und Bulgarien. Hingegen erzielten Griechenland, Kasachstan und insbesondere Polen
erfreuliche Zuwächse. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe wirkten sich die ungünstigen Wetterbedingungen
sowohl auf die Produktion als auch die Lieferungen von Sand und Kies negativ aus.
Der
Absatz von Zuschlagstoffen sank im Konzerngebiet insgesamt
um 11,4% auf 7,6 (i.V.: 8,6) Mio t. In Nordeuropa konnten ein
starker Mengenanstieg in Schweden und ein geringfügiger
Zuwachs in den Baltischen Staaten die Mengeneinbußen der
Mibau-Gruppe und der anderen Länder nicht ausgleichen.
In Osteuropa-Zentralasien standen Zuwächsen in Polen,
Rumänien, der Ukraine, der Slowakei und Griechenland
Absatzrückgänge in Kasachstan und Russland gegenüber,
während Tschechien nur leichte Mengeneinbußen verzeichnete.
Die Transportbetonlieferungen lagen mit einem geringfügigen Minus von 0,5 % auf 1,2
(i.V.: 1,2) Mio cbm in etwa auf dem Vorjahresniveau. Bereinigt um die Effekte aus
der Dekonsolidierung des Georgien-Geschäfts nahmen die Lieferungen um 11,7% zu. Die
nordeuropäischen Länder erzielten insgesamt einen leichten Absatzzuwachs. Positive
Mengenentwicklungen verzeichneten auch Polen, Tschechien, Rumänien, die Slowakei und
Griechenland. Der Umsatz des Konzerngebiets Nord- und Osteuropa-Zentralasien verminderte sich um
5,5% auf 514 (i.V.: 544) Mio €; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten
nahm der Umsatz um 1,3% zu. NordamerikaIm Konzerngebiet Nordamerika ist HeidelbergCement in den USA und in Kanada vertreten.
Die USA verzeichneten im ersten Quartal 2018 ein robustes Wirtschaftswachstum. Das
Bruttoinlandsprodukt stieg einer ersten Schätzung zufolge um 2,3%. Der Wirtschaftsausblick
ist weiterhin positiv. Die Investitionen in den Nichtwohnungsbau stiegen im ersten
Quartal um 6,1 %. Die Wohnungsbauinvestitionen blieben stabil. Im März lagen die Baubeginne
mit einer Jahresrate von 1.319.000 um 1,9% über dem Vormonat und um 10,9% über dem
Vergleichsmonat des Vorjahres. Die Baugenehmigungen stiegen um 2,5% gegenüber dem
Februar und waren um 7,5% höher als im März 2017. Die Investitionen in den Nichtwohnungsbau stiegen im ersten Quartal um 6,1%. Die Wohnungsbauinvestitionen
blieben stabil. Im März lagen die Baubeginne mit einer Jahresrate von 1.319.000 um
1,9% über dem Vormonat und um 10,9% über dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Die Baugenehmigungen
stiegen um 2,5% gegenüber dem Februar und waren um 7,5% höher als im März 2017. Im ersten Quartal 2018 haben der lang anhaltende harte Winter im Nordosten der USA
und in Kanada sowie das nasse, kalte Wetter im Süden unseren Baustoffabsatz deutlich
beeinträchtigt. Die hohen Auftragsbestände weisen jedoch auf ein robustes Nachfragewachstum
für das Gesamtjahr hin. Der Zementabsatz unserer nordamerikanischen Werke ging in den ersten drei Monaten
um 4,6% auf 3,0 (i.V.: 3,1) Mio t zurück. Die Region Kanada verzeichnete trotz des
harten Winters in den Prärieprovinzen dank der hohen Nachfrage an der Westküste eine
moderate Mengensteigerung. Die Region West profitierte von den lebhaften Bauaktivitäten
insbesondere in Kalifornien und erzielte einen starken Absatzanstieg. Die Mengenzuwächse der Regionen Kanada und West konnten jedoch die wetterbedingten
Absatzeinbußen der Regionen Nord und Süd nicht ausgleichen. Insbesondere in der Region
Nord gingen unsere Lieferungen aufgrund des bis in den April reichenden kalten Winterwetters
deutlich zurück. In den USA konnten die Verkaufspreise in allen Regionen angehoben
werden. Am 7. Februar 2018 haben wir ein Zementwerk in der kanadischen Provinz Quebec erworben. Im Rahmen der Portfolio-Optimierung haben wir am 29. März 2018 unsere 51%-Beteiligung
an Lehigh White Cement Company, Harrisburg, an die Minderheitsaktionäre Aalborg Cement
Company, Inc. und Cemex, Inc. verkauft. Lehigh White Cement Company betreibt zwei
Weißzementwerke in Waco, Texas, und York, Pennsylvania, mit einer jährlichen Produktionskapazität
von insgesamt rund 255.000 t. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe konnten wetterbedingte Mengeneinbußen in den Regionen
Nord und Süd durch Absatzzuwächse in den Regionen West und Kanada nicht ganz ausgeglichen
werden. Insgesamt nahm der Zuschlagstoffabsatz im ersten Quartal um 3,6% auf 20,9
(i.V.: 21,7) Mio t ab. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten in den Regionen
Nord und Kanada belief sich der Rückgang auf 6,8%. Auch in der Transportbetonsparte gingen die Lieferungen der Regionen Nord und Süd
deutlich zurück. Die Regionen West und Kanada erzielten hingegen erfreuliche Mengensteigerungen,
so dass der Transportbetonabsatz insgesamt um 5,6% auf 1,4 (i.V.: 1,3) Mio cbm stieg.
Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten in den Regionen Nord und Kanada
betrug der Zuwachs 2,8%. Die Asphaltlieferungen erhöhten sich dank der guten Marktbedingungen in der Region
West um 53,5% auf 0,3 (i.V.: 0,2) Mio t. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten
in der Region Kanada stieg der Absatz um 37,3%. Im Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-Sonstiges lag der Zementabsatz unseres
Joint Ventures Texas Lehigh Cement aufgrund der ungünstigen Wetterbedingungen unter
dem Vorjahresniveau. Der Gesamtumsatz in Nordamerika nahm um 12,6% auf 729 (i.V.: 834) Mio € ab; ohne Berücksichtigung
von Konsolidierungs- und Währungseffekten belief sich der Rückgang auf 2,6%. Asien-PazifikTrotz Restrukturierung und Abkühlung der chinesischen Wirtschaft setzen die Schwellenländer
Asiens ihren Wachstumskurs fort. In China hat sich die Konjunktur im ersten Quartal
mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 6,8% besser entwickelt als erwartet.
In Indien und Indonesien wird mit einer leichten Beschleunigung des Wirtschaftswachstums
gerechnet. Australien verzeichnet eine robuste Wirtschaftsentwicklung. Die Zement- und Klinkerlieferungen des Konzerngebiets Asien-Pazifik nahmen im ersten
Quartal um 5,0% auf 9,1 (i.V.: 8,7) Mio t zu. In den ersten drei Monaten wuchs der inländische Zementverbrauch in Indonesien begünstigt
durch das staatliche Infrastrukturprogramm um 6,6% gegenüber dem Vorjahr. Auch in
den Hauptmärkten von Indocement auf Java nahm die Zementnachfrage deutlich zu. Der
Zement- und Klinkerabsatz von Indocement stieg um 8,9%. Aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks
lagen die durchschnittlichen Verkaufspreise von Indocement unter dem Vorjahresniveau.
Nach dem Ende des Ramadans erwarten wir eine Erholung der Preise. Durch den Einsatz
der effizientesten Ofenlinien und striktes Kostenmanagement konnte der Rückgang der
Margen gemindert werden. In Indien erzielten unsere in Zentral- und Südindien gelegenen Werke im ersten Quartal
einen moderaten Anstieg der Zement- und Klinkerlieferungen. Während unsere zentralindischen
Werke von einer robusten Nachfrage und einer positiven Preisentwicklung profitierten,
litten die südindischen Märkte weiterhin unter Preisdruck. In Thailand lagen die Lieferungen unserer Werke unter dem Vorjahresniveau, jedoch
wird ab dem zweiten Quartal aufgrund des Beginns von geplanten Infrastrukturprojekten
mit steigenden Mengen und Preisen gerechnet. In Bangladesh verzeichneten unsere Zementlieferungen
einen deutlichen Anstieg. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe erhöhten sich unsere Lieferungen um 17,4% auf 10,8
(i.V.: 9,2) Mio t. In Australien führte die anhaltend hohe Nachfrage aus Infrastrukturprojekten
zu einem starken Absatzzuwachs. In Malaysia wurden unsere Lieferungen durch ein schwaches
Marktumfeld beeinträchtigt. In Indonesien hingegen nahm der Absatz deutlich zu und
Thailand verzeichnete einen starken Mengenanstieg. In der Transportbetonsparte lag der Absatz mit 2,5 (i.V.: 2,4) Mio cbm um 6,3 % über
dem Vorjahresniveau. Hierzu trugen Australien und insbesondere Indonesien und Malaysia
bei, während die Lieferungen in Thailand rückläufig waren. Der Absatz der Asphaltsparte
stieg infolge von Konsolidierungseffekten in Australien um 18,3%. Ohne Berücksichtigung
von Konsolidierungseffekten nahm der Absatz aufgrund der schwachen Nachfrage in Malaysia
um 8,3% ab. In China verzeichneten die Zementlieferungen unserer Gemeinschaftsunternehmen in den
Provinzen Guangdong und Shaanxi einen leichten Rückgang. In Australien hingegen erzielte
unser Joint Venture Cement Australia einen erfreulichen Absatzzuwachs. Zur Stärkung unserer Marktpositionen in den Ballungsräumen von Melbourne und Brisbane
haben wir am 31. Januar 2018 die Alex Fraser Group, den führenden Produzenten von
recycelten Baustoffen in Australien, von Swire Investments (Australia) Ltd. erworben.
Das Unternehmen betreibt drei Produktionsstätten in Melbourne und zwei in Brisbane
und produziert außerdem Asphalt in zwei Werken in Melbourne. Weiterhin haben wir am
29. März 2018 die Suncoast Asphalt Pty Ltd-Gruppe, einen Hersteller von Asphalt im
Großraum Süd-Ost Queensland, erworben. Der Umsatz des Konzerngebiets Asien-Pazifik nahm um 4,3% auf 747 (i.V.: 780) Mio €
ab; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten stieg der Umsatz
um 5,3 %. Afrika-Östlicher MittelmeerraumDie afrikanischen Staaten südlich der Sahara verzeichnen insgesamt ein robustes Wirtschaftswachstum
und lebhafte Bauaktivitäten. Trotz politischer Risiken wird für Ägypten im laufenden
Jahr eine deutliche wirtschaftliche Belebung erwartet. Für Marokko hingegen haben
sich die Aussichten etwas eingetrübt. In der Türkei liegen Risiken für die wirtschaftliche
Entwicklung in der politischen Unsicherheit, der Schwäche der Lira und im hohen Leistungsbilanzdefizit. Der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerngebiets Afrika-Östlicher Mittelmeerraum,
der nur die Lieferungen unserer afrikanischen Tochtergesellschaften umfasst, erhöhte
sich um 11,7% auf 5,2 (i.V.: 4,6) Mio t. In den meisten Ländern südlich der Sahara
verzeichneten wir dank der regen Bauaktivitäten deutliche Mengensteigerungen. Zum
Absatzwachstum trugen insbesondere Ghana und Tansania bei. In unserem Hauptmarkt Ghana
profitierten unsere Lieferungen von der starken Nachfrage aus dem Wohnungsbau. Erfreuliche
Absatzsteigerungen erzielten wir auch in Benin, Liberia, Gambia und insbesondere in
der Demokratische Republik Kongo, Burkina Faso und Mosambik. In Sierra Leone und Togo
hingegen blieben die Lieferungen unter dem Vorjahresniveau. In Togo konnten höhere
Verkaufspreise die rückläufigen Exporte ausgleichen. Auch die nordafrikanischen Länder
erzielten insgesamt einen kräftigen Absatzanstieg. Während unsere Lieferungen in Marokko
nur leicht über dem Vorjahresniveau lagen, profitierte unser Absatz in Ägypten von
der starken staatlichen Baunachfrage im Vorfeld der Präsidentenwahlen. Aufgrund der guten Wachstumsaussichten baut Heidelberg-Cement seine Aktivitäten in
Afrika weiter aus. In Burkina Faso haben wir im Februar 2018 den Grundstein für die
Errichtung einer zweiten Zementmühle gelegt. Damit werden wir die derzeitige Kapazität
unseres in der Nähe der Hauptstadt Ouagadougou gelegenen Zementmahlwerks auf rund
2 Mio t verdoppeln. In der Demokratischen Republik Kongo setzen wir den Ausbau unseres
Zementwerks Cimenterie de Lukala fort. Bis Ende 2019 werden wir in dem bei Kinshasa
gelegenen Werk eine neue Ofenanlage fertigstellen. Als weiteren Expansionsschritt
planen wir den Markteintritt in Südafrika. Darüber hinaus prüfen wir kontinuierlich
weitere Expansionsoptionen in anderen afrikanischen Ländern sowie im östlichen Mittelmeerraum. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe ist HeidelbergCement neben kleineren Aktivitäten
in einigen afrikanischen Ländern südlich der Sahara im Wesentlichen in Israel und
Marokko tätig. Leichte Absatzrückgänge in Israel und Marokko konnten durch Zuwächse
in den Ländern südlich der Sahara ausgeglichen werden. Insgesamt lagen die Zuschlagstofflieferungen
mit einem geringfügigen Plus von 0,2 % auf 3,1 (i.V.: 3,1) Mio t in etwa auf Vorjahresniveau.
In der Transportbetonsparte ist HeidelbergCement in Israel, Ägypten und Marokko vertreten.
Aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen in Marokko ging der Gesamtabsatz an Transportbeton
leicht um 2,0% auf 1,3 (i.V.: 1,3) Mio cbm zurück. Das Asphaltgeschäft in Israel verzeichnete
einen deutlichen Mengenzuwachs von 8,8%. Der Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-Sonstiges umfasst im Wesentlichen die
Zement-, Zuschlagstoff- und Transportbetonaktivitäten unseres türkischen Joint Ventures
Akçansa. Der Inlandsabsatz von Akçansa profitierte im ersten Quartal von günstigen
Wetterbedingungen und der starken Nachfrage aus Infrastrukturprojekten. Die margenschwächeren
Klinkerexporte wurden deutlich zurückgefahren. Insgesamt nahm der Zement- und Klinkerabsatz
von Akçansa in den ersten drei Monaten um 2,1 % zu. Während die Zuschlagstofflieferungen
deutlich zurückgingen, verzeichnete der Transportbetonabsatz einen kräftigen Zuwachs. Der Umsatz des Konzerngebiets Afrika-Östlicher Mittelmeerraum stieg um 2,2% auf 420
(i.V.: 411) Mio €; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten
nahm der Umsatz um 13,4% zu. KonzernserviceDer Konzernservice umfasst die Aktivitäten unseres Tochterunternehmens HC Trading,
einer der größten internationalen Handelsgesellschaften für Zement und Klinker. Das
Unternehmen ist ebenfalls zuständig für den Kauf und die Lieferung von Kohle und Petrolkoks
auf dem Seeweg an eigene Standorte und an andere Zementunternehmen weltweit. Darüber
hinaus sind in den Bereich Konzernservice unsere Zement- und Transportbetonaktivitäten
in Kuweit einbezogen. Der Handel von HC Trading mit Zement, Klinker und sonstigen Baustoffen wie Kalk und
Trockenmörtel wuchs im ersten Quartal um 9,8% auf 4,5 (i.V.: 4,1) Mio t. Die Lieferungen
von Kohle und Petrolkoks nahmen um 46,4% auf 2,5 (i.V.: 1,7) Mio t zu. Der Umsatz des Bereichs Konzernservice erhöhte sich um 19,1 % auf 359 (i.V.: 301)
Mio €; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten belief sich
der Zuwachs auf 18,9%. MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl von HeidelbergCement lag Ende des ersten Quartals 2018 bei 58.751
(i.V.: 60.481). Die Abnahme um 1.730 Mitarbeiter resultiert im Wesentlichen aus zwei
gegenläufigen Entwicklungen: Einerseits wurden konzernweit über 3.500 Stellen abgebaut
-zum einen durch Portfolio-Optimierungen, insbesondere durch die Dekonsolidierung
unseres Georgien-Geschäfts -zum anderen durch die Realisierung von Synergien bei ehemaligen
Italcementi-Tochtergesellschaften, insbesondere in Ägypten, und darüber hinaus im
Zuge von Effizienzsteigerungen in Vertrieb und Verwaltung sowie Standortoptimierungen,
vornehmlich in Indonesien. Andererseits war ein Anstieg der Mitarbeiterzahl um knapp
1.800 neue Beschäftigte zu verzeichnen, der insbesondere auf die Unternehmenserwerbe
in Italien und Australien im ersten Quartal 2018 und den USA im Vorjahr zurückzuführen
ist. Weiterhin kamen in einigen Ländern der Konzerngebiete West- und Südeuropa und
Nord- und Osteuropa-Zentralasien sowie insbesondere in Australien neue Mitarbeiter
aufgrund der soliden Marktentwicklung sowie durch das Insourcing von Lastkraftwagenfahrern
hinzu. Personelle Veränderung im AufsichtsratHerr Frank-Dirk Steininger, von der Gewerkschaft nominierter Arbeitnehmervertreter
im Aufsichtsrat, hat sein Mandat zum 31. Januar 2018 aufgegeben. Das Amtsgericht Mannheim
hat auf Antrag des Unternehmens den Aufsichtsrat ergänzt und die von der zuständigen
Gewerkschaft benannte Frau Barbara Breuninger mit Wirkung vom 5. April 2018 als Vertreterin
der Arbeitnehmer zu dessen Mitglied bestellt. Die Bestellung ist befristet bis zum
Ende der Amtszeit der übrigen Aufsichtsratsmitglieder, d.h. bis zur Beendigung der
Hauptversammlung 2019. Mit der Bestellung von Frau Breuninger setzt sich der Aufsichtsrat der HeidelbergCement
AG aus acht Männern und vier Frauen zusammen, so dass das gesetzliche Erfordernis
eines Mindestanteils von jeweils 30 % an Frauen und Männern im Aufsichtsrat erfüllt
ist. Ereignisse nach dem BilanzstichtagAngaben zu den Ereignissen nach dem Bilanzstichtag finden Sie im Anhang auf Seite
26. AusblickDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat im April 2018 seine Prognose einer weiteren
Beschleunigung des globalen Wirtschaftswachstums auf 3,9% im Jahr 2018 bestätigt.
In vielen Ländern hat eine konjunkturelle Belebung eingesetzt, die insgesamt zu einem
synchronen Wirtschaftsaufschwung auf der breitesten Basis seit 2010 führt. Wesentliche
Treiber dieser Entwicklung sind einerseits das sich weiter beschleunigende Wachstum
in den USA, angetrieben durch die kürzlich verabschiedete Steuerreform, sowie eine
Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung in der Eurozone. Andererseits sollen auch
die Wachstumsraten der Schwellenländer trotz einer weiteren konjunkturellen Abkühlung
in China wieder steigen. Insbesondere für die Länder in Nordafrika, dem Nahen Osten
und Afrika südlich der Sahara wird mit stärkerem Wachstum gerechnet, unter anderem
infolge des im letzten Jahr deutlich gestiegenen Ölpreises. Trotz des positiven Ausblicks für die Weltwirtschaft bestehen weiterhin sowohl makroökonomische
als auch geopolitische Risiken. Bei den makroökonomischen Risiken sind vor allem ein
schneller als erwarteter Anstieg der Inflation und des Zinsniveaus in den USA, mögliche
Handelsbeschränkungen sowie die unberechenbaren Folgen der Abkühlung der chinesischen
Wirtschaft zu nennen. Zu den geopolitischen Risiken zählen insbesondere die Konflikte
im Nahen Osten, in der Ukraine oder mit Nordkorea, die sich bei einer Eskalation negativ
auf das wirtschaftliche Umfeld auswirken können. HeidelbergCement wird von der guten und stabilen wirtschaftlichen Entwicklung in den
Industriestaaten, insbesondere in den USA, Kanada und Deutschland, in den Ländern
Nordeuropas und in Australien profitieren. Hinzu kommt der fortgesetzte wirtschaftliche
Aufschwung insbesondere in den Ländern Osteuropas sowie in Frankreich, Spanien und,
etwas weniger ausgeprägt, in Italien. In diesen Ländern erzielen wir ca. 75% unseres
Umsatzes. In den Wachstumsländern wie Ägypten, Indonesien, Thailand, Indien und Marokko
sowie in West- und Ostafrika gehen wir von einer fortgesetzten wirtschaftlichen Erholung
aus. Aufgrund der insgesamt positiven Nachfrageentwicklung geht HeidelbergCement von steigenden
Absatzzahlen für die Kernprodukte Zement, Zuschlagstoffe und Transportbeton aus. Bei den Kosten rechnen wir mit einem weiteren Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise.
Dagegen werden sich die Personalaufwendungen lediglich moderat erhöhen. Unsere globalen
Programme zur Kosten- und Prozessoptimierung sowie Margensteigerung werden wir auch
2018 konsequent fortsetzen. Dazu gehören die "Continuous Improvement"-Programme für
die Geschäftsbereiche Zuschlagstoffe ("Aggregates CI"), Zement ("CIP") und Beton ("CCR")
sowie "FOX" für den Einkauf. Wie in den Vorjahren erwarten wir aus diesen Programmen
erhebliche Beiträge zur weiteren Effizienz- und Ergebnisverbesserung. Auf Basis dieser Annahmen hat sich der Vorstand für das Jahr 2018 weiterhin das Ziel
gesetzt, Umsatz und Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Wechselkurs- und
Konsolidierungseffekten moderat und den Jahresüberschuss deutlich zu steigern. Die grundlegend positive Marktdynamik stimmt uns zuversichtlich für das Jahr 2018.
Der Ausblick für die Weltwirtschaft ist positiv. Trotzdem bestehen weiter große makroökonomische
und insbesondere geopolitische Risiken. HeidelbergCement ist global gut aufgestellt
für nachhaltiges und profitables Wachstum. Wir sind auf Kurs, unsere strategischen
Ziele zu erreichen: kontinuierliches Wachstum, langfristige Wertschaffung für unsere
Aktionäre und Sicherung hochwertiger Arbeitsplätze. Weitere Angaben zum AusblickDer Unternehmensleitung von HeidelbergCement liegen keine neuen, über die im vorangegangenen
Abschnitt erwähnten Entwicklungen hinausgehenden Erkenntnisse vor, dass sich die im
Geschäftsbericht 2017 im Kapitel Prognosebericht auf den Seiten 66 ff. abgegebenen
wesentlichen Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung von
HeidelbergCement und des unternehmerischen Umfelds für das Geschäftsjahr 2018 wesentlich
verändert haben. Im Ausblick gehen wir auf die erwartete zukünftige Entwicklung von HeidelbergCement
und des unternehmerischen Umfelds im weiteren Jahresverlauf 2018 ein. In diesem Zusammenhang
weisen wir darauf hin, dass dieser Quartalsfinanzbericht zukunftsgerichtete Aussagen
enthält, die auf den derzeit verfügbaren Informationen sowie den gegenwärtigen Annahmen
und Prognosen der Unternehmensleitung von HeidelbergCement beruhen. Solche Aussagen
sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet und können daher deutlich
von der tatsächlich eintretenden Entwicklung abweichen. HeidelbergCement übernimmt
keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, die in diesem Quartalsfinanzbericht
gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren. Risiko- und ChancenberichtDie Risikopolitik von HeidelbergCement orientiert sich an der Unternehmensstrategie,
die auf die Bestandssicherung und die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts
ausgerichtet ist. Unternehmerisches Handeln ist stets zukunftsorientiert und daher
mit Risiken behaftet. Risiken zu identifizieren, sie zu verstehen und systematisch
zu bewerten und einzugrenzen, unterliegt der Verantwortung des Vorstands und ist eine
Hauptaufgabe aller Führungskräfte. HeidelbergCement ist zahlreichen Risiken ausgesetzt,
die nicht grundsätzlich vermieden, sondern akzeptiert werden, wenn sie sich im Rahmen
der rechtlichen und ethischen Grundsätze unternehmerischen Handelns bewegen und sie
zu den damit verbundenen Chancen in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Das Chancen-
und Risikomanagement von HeidelbergCement ist über konzernweite Planungs- und Steuerungssysteme
eng miteinander verbunden. Die Chancen werden in der jährlich erstellten operativen
Planung erfasst und im Rahmen der monatlichen Finanzberichterstattung verfolgt. Die
unmittelbare Verantwortung, Chancen frühzeitig zu erkennen und wahrzunehmen, obliegt
dem operativen Management in den Ländern sowie den zentralen Konzernabteilungen. In der ganzheitlichen Betrachtung von Einzelrisiken sowie der Gesamtrisikoposition
sind aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden oder andere bedeutende Risiken
erkennbar. Unser konzernweit standardisiertes Kontroll- und Risikomanagementsystem
stellt sicher, dass wesentliche Risiken, deren Eintritt die wirtschaftliche Lage des
Konzerns erheblich verschlechtern würde, frühzeitig identifiziert werden. Risiken, die sich im Geschäftsjahr 2018 und auf absehbare Zeit danach auf unsere Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken könnten, sowie die Chancen sind ausführlich
im Geschäftsbericht 2017 im Kapitel Risiko- und Chancenbericht auf den Seiten 73 ff.
dargestellt. Die Risiken aus volatilen Energie- und Rohstoffpreisen sowie Wechselkursen sind weiterhin
hoch. Geopolitische Risiken resultieren insbesondere aus den politischen Krisen und
militärischen Konflikten im Nahen Osten sowie im Osten der Ukraine. Zu den makroökonomischen
Risiken zählt insbesondere die Gefahr eskalierender Handelskonflikte. Unsicherheiten
bestehen weiterhin hinsichtlich der Stabilität des globalen Finanzsystems. HeidelbergCement bilanziertGewinn- und Verlustrechnung des Konzernsscroll
Gesamtergebnisrechnung des Konzernsscroll
Kapitalflussrechnung des Konzernsscroll
Bilanz des KonzernsAktivascroll
Passivascroll
Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzernsscroll
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1)
Die in den Minderheitsanteilen enthaltenen kumulierten Währungsumrechnungsdifferenzen
veränderten sich im Jahr 2018 um -33,3 (i.V.: -2,7) Mio € auf -320,3 (i.V.: -139,2)
Mio €. Der Gesamtbetrag der im Eigenkapital erfassten Währungsumrechnungsdifferenzen
beträgt somit -2.588,3 (i.V.: 85,9) Mio €. Segmentberichterstattung / Anhangscroll
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1)
Beinhaltet Konzernfunktionen, die Eliminierung von konzerninternen Verflechtungen
zwischen den Segmenten sowie das zusätzliche ordentliche Ergebnis Anhang zum KonzernzwischenabschlussBilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer Konzernzwischenabschluss der HeidelbergCement AG zum 31. März 2018 wurde auf Basis
des IAS 34 (Interim Financial Reporting) aufgestellt. Es wurden alle zum Abschlussstichtag
verbindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich der
Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) angewendet, die durch
die EU-Kommission in europäisches Recht übernommen wurden. In Einklang mit den Regelungen des IAS 34 wurde ein im Vergleich zum Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2017 verkürzter Berichtsumfang mit ausgewählten Anhangangaben gewählt.
Die bei der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses angewendeten Bilanzierungs-
und Bewertungsgrundsätze entsprechen grundsätzlich denen des Konzernabschlusses zum
31. Dezember 2017. Detaillierte Erläuterungen finden sich auf Seite 112 f. im Anhang
des Geschäftsberichts 2017, der die Grundlage für diesen Zwischenabschluss darstellt. In Übereinstimmung mit IAS 34 wurden die Aufwendungen für Ertragsteuern in der Berichtsperiode
auf Basis des Steuersatzes abgegrenzt, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet
wird. Der Konzernzwischenabschluss unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Anwendung neuer RechnungslegungsstandardsFür den Konzernzwischenabschluss wurden die folgenden neuen oder geänderten Standards
und Interpretationen des IASB erstmalig angewendet:
Überleitung IFRS 9 - Klassifizierung und Bewertungscroll
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1)
AfS: Available for sale - Zur Veräußerung gehalten, LaR: Loans and receivables - Kredite
und Forderungen, Hedge: Hedge accounting - Bilanzierung als Sicherungsbeziehung, HfT:
Held for trading - Zu Handelszwecken gehalten, FLAC: Financial liabilities at amortised
cost - Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
Saisonabhängigkeit des GeschäftsDie Produktion und der Verkauf von Baustoffen sind aufgrund regionaler Witterungsverhältnisse
saisonabhängig. Insbesondere in unseren wichtigen Märkten in Europa und Nordamerika
wirken sich die Wintermonate auf die Geschäftszahlen im ersten und vierten Quartal
mit niedrigeren Absätzen und Ergebnissen aus, während diese in den wärmeren Monaten
des zweiten und dritten Quartals höher ausfallen. DevisenkurseDie nachfolgende Tabelle enthält die wichtigsten Devisenkurse, die bei der Umrechnung
der Einzelabschlüsse in fremder Währung Anwendung fanden. scroll
Unternehmenszusammenschlüsse in der BerichtsperiodeAm 2. Januar 2018 hat unsere Tochtergesellschaft Italcementi S.p.A. den Erwerb von
100% der Anteile an Cementir Italia und deren Tochtergesellschaften abgeschlossen.
Alle Bedingungen für den Abschluss der Transaktion wurden nach Erhalt der Genehmigungen
durch die italienische Wettbewerbsbehörde erfüllt. Zur Erweiterung unserer Marktposition
in Italien hatten wir am 19. September 2017 über Italcementi eine Vereinbarung mit
Cementir Holding über den Kauf des gesamten Zement- und Betongeschäfts von Cementir
Italia S.p.A., Rom, getroffen, einschließlich der vollständig kontrollierten Tochtergesellschaften
Cementir Sacci S.p.A. und Betontir S.p.A. Der Kaufpreis beträgt 315,2 Mio € und wurde
in bar entrichtet. Die Akquisition umfasst fünf Zement- und zwei Zementmahlwerke sowie
ein Netzwerk aus Terminals und Transportbetonwerken. Die Kaufpreisallokation ist noch
nicht abgeschlossen, da die Bewertungen insbesondere für die Sachanlagen und die latenten
Steuern noch nicht fertiggestellt sind. Der vorläufig erfasste Geschäfts- oder Firmenwert
in Höhe von 14,6 Mio € ist steuerlich nicht abzugsfähig und repräsentiert Synergiepotentiale. Am 31. Januar 2018 hat unsere australische Tochtergesellschaft Hanson Holdings Australia
Limited, Victoria, (Hanson Australia) 100% der Anteile an der Alex Fraser Pty. Ltd.
Group, Victoria, einen in Australien führenden Produzenten von recycelten Baustoffen
und Asphalt, von Swire Investments (Australia) Ltd. erworben. Der Kaufpreis beläuft
sich auf 133,3 Mio € und unterliegt üblichen nachträglichen Kaufpreisanpassungen.
Das Unternehmen betreibt drei Produktionsstätten in Melbourne und zwei in Brisbane.
Die Alex Fraser Group produziert außerdem Asphalt in zwei Werken in Melbourne. Der
Kauf stärkt unsere Marktpositionen in den Ballungsräumen von Melbourne und Brisbane.
Hanson Australia gewinnt darüber hinaus Know-how in der Produktion von Asphalt und
recycelten Baustoffen, die das bestehende Geschäft gut ergänzen und sich für den Einstieg
in weitere Märkte nutzen lassen. Die Kaufpreisallokation ist noch nicht abgeschlossen,
da die Bewertungen insbesondere für die Sachanlagen noch nicht fertiggestellt sind.
Der vorläufig erfasste Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 87,7 Mio € repräsentiert
Synergiepotentiale und ist steuerlich nicht abzugsfähig. Weiterhin hat Hanson Australia am 29. März 2018 100% der Anteile an der Suncoast Asphalt
Pty Ltd-Gruppe, Queensland, erworben. Das Unternehmen produziert Asphalt und beliefert
Kunden im privaten und öffentlichen Sektor im Großraum Süd-Ost Queensland. Der Kaufpreis
beträgt 18,7 Mio € und wurde in bar entrichtet. Die Kaufpreisallokation ist noch nicht
abgeschlossen, da die Bewertungen insbesondere für die Sachanlagen noch nicht fertiggestellt
sind. Der vorläufig erfasste, steuerlich nicht abzugsfähige Geschäfts- oder Firmenwert
in Höhe von 9,1 Mio € repräsentiert Synergiepotentiale. Zur Stärkung der Marktposition in Kanada hat HeidelbergCement am 7. Februar 2018 im
Rahmen eines Asset Deals ein Zementwerk in der Provinz Quebec erworben. Der in bar
entrichtete Kaufpreis in Höhe von 42,2 Mio € unterliegt einer üblichen Working-Capital-Anpassungsklausel.
Die Kaufpreisallokation ist noch nicht abgeschlossen, da die Bewertungen insbesondere
für die Sachanlagen noch nicht fertiggestellt sind. Der vorläufig erfasste, steuerlich
abzugsfähige Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 21,3 Mio € repräsentiert Synergiepotentiale. Die nachfolgende Tabelle zeigt die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte
und Schulden, die bei den oben beschriebenen Transaktionen erworben wurden. Vorläufige beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktscroll
Bei den erworbenen Sachanlagen handelt es sich um Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten (75,9 Mio €), technische Anlagen und Maschinen (137,6 Mio €), andere
Anlagen (6,5 Mio €) sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (7,2 Mio €). Im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse wurden Forderungen mit einem beizulegenden
Zeitwert von 99,5 Mio € erworben. Hierbei handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen in Höhe von 86,7 Mio € sowie sonstige operative Forderungen in Höhe
von 12,8 Mio €. Vom Bruttobetrag der vertraglichen Forderungen in Höhe von 123,4 Mio
€ werden voraussichtlich 23,9 Mio € uneinbringlich sein. Seit dem Erwerb haben die Unternehmen 43,1 Mio € zu den Umsatzerlösen und -12,5 Mio
€ zum Konzernergebnis beigetragen. Wären die Erwerbe bereits zum 1. Januar 2018 erfolgt,
wären die Umsatzerlöse um 8,3 Mio € höher und das Konzernergebnis um 1,1 Mio € höher
ausgefallen. Für die Unternehmenszusammenschlüsse sind Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 1,5
Mio € angefallen, die in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst wurden. Desinvestitionen in der BerichtsperiodeAm 15. Dezember 2017 hat HeidelbergCement bekannt gegeben, mit H+H International A/S
und deren Tochtergesellschaft H+H Deutschland GmbH eine Vereinbarung über den Verkauf
des Kalksandsteingeschäfts unterzeichnet zu haben. Der Verkauf wurde am 28. Februar
2018 abgeschlossen. Der Verkauf umfasst die Beteiligungen an den mittelbaren Tochtergesellschaften
Heidelberger Kalksandstein GmbH, KS-QUADRO Bausysteme GmbH, Durmersheim, Deutschland
und Hunziker Kalksandstein AG, Brugg, Schweiz. Hinzu kommen bestimmte Immobilien,
die zu Tochtergesellschaften der HeidelbergCement AG gehören. Die veräußerten Vermögenswerte
und Schulden wurden in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017 als Veräußerungsgruppen
ausgewiesen. Der Verkaufspreis in Höhe von 110,6 Mio € wurde in bar entrichtet und
unterliegt üblichen nachträglichen Kaufpreisanpassungen. Aus der Veräußerung resultierte
ein Gewinn in Höhe von 69,8 Mio €, der in den zusätzlichen ordentlichen Erträgen ausgewiesen
wurde. Am 14. Februar 2018 hat unsere US-amerikanische Tochtergesellschaft Lehigh Cement
Company LLC, Wilmington, eine Vereinbarung über den Verkauf ihrer 51 %-Beteiligung
an Lehigh White Cement Company, Harrisburg, an die Minderheitsaktionäre Aalborg Cement
Company Inc. und Cemex, Inc. unterzeichnet. Der Verkauf wurde am 29. März 2018 abgeschlossen.
Der Verkaufspreis betrug 115,1 Mio € und wurde in bar entrichtet. Er unterliegt üblichen
nachträglichen Kaufpreisanpassungen. Der Veräußerungsgewinn in Höhe von 46,3 Mio €
wurde in den zusätzlichen ordentlichen Erträgen erfasst. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunkt. Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunktscroll
Im Zusammenhang mit den Desinvestitionen sind Veräußerungsnebenkosten in Höhe von
5,0 Mio € angefallen, die in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst wurden. Desinvestitionen in der VorjahresperiodeAm 8. Februar 2017 hat HeidelbergCement 100 % der Anteile an Essroc San Juan Inc.,
Puerto Rico, veräußert. Die Gesellschaft war im Rahmen der Italcementi-Akquisition
erworben worden. Der Verkaufspreis für Essroc San Juan betrug 6,5 Mio € und wurde
in bar entrichtet. Aus der Veräußerung resultierte ein Verlust in Höhe von 6,0 Mio
€, der in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst wurde. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunkt. Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunktscroll
Umsatzentwicklung nach Konzerngebieten und Geschäftsbereichenscroll
scroll
Ergebnis je Aktiescroll
Geschäfts- oder FirmenwerteGeschäfts- oder Firmenwerte werden im HeidelbergCement Konzern grundsätzlich einmal
jährlich im vierten Quartal nach Fertigstellung der operativen Dreijahresplanung oder
bei Anzeichen für einen möglichen Wertminderungsbedarf einem Wertminderungstest gemäß
IAS 36 (Impairment of Assets) unterzogen. Im Rahmen dieser Wertminderungsprüfung wird
der Buchwert einer Gruppe von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGU), denen
ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, mit dem erzielbaren Betrag dieser Gruppe
von CGUs verglichen. Zum 31. März 2018 hat das Management geprüft, ob neue Anzeichen
für einen Wertminderungsbedarf vorliegen. Aus der Überprüfung ergab sich keine Notwendigkeit
für eine Wertminderung. EigenkapitalveränderungsrechnungDer Rückgang der Minderheitsanteile aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises
ist im Wesentlichen auf die Veräußerung der US-amerikanischen Tochtergesellschaft
Lehigh White Cement Company zurückzuführen. Die Änderungen von Anteilen an Tochterunternehmen
resultieren insbesondere aus dem Erwerb der restlichen 40 % der Anteile an der Nordic
Precast Group AB, Stockholm, Schweden. PensionsrückstellungenDie versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die erfolgsneutral im sonstigen
Ergebnis erfasst werden, wurden auf Basis der zum Abschlussstichtag gültigen Zinssätze
für die wesentlichen Länder ermittelt. Zum 31. März 2018 ergaben sich insgesamt Gewinne
aus der Neubewertung in Höhe von 56,5 Mio €. Hierin enthalten sind versicherungsmathematische
Gewinne in Bezug auf die Pensionsverpflichtungen in Höhe von 141,8 Mio €, die auf
den Anstieg des gewichteten Rechnungszinssatzes um ca. 0,2 Prozentpunkte zurückzuführen
sind, sowie Verluste aus der Neubewertung des Planvermögens in Höhe von 74,2 Mio €.
Die Begrenzung des Planvermögens führte zu Verlusten in Höhe von 11,0 Mio €. Angaben zu FinanzinstrumentenDie folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte für die einzelnen
Klassen der Finanzinstrumente sowie die Fair-Value-Hierarchien der Vermögenswerte
und Schulden, die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumentenscroll
Die Finanzinvestitionen "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" enthalten die
beizulegenden Zeitwerte der US-Beteiligungen Hanson Permanente Cement, Inc. und Kaiser
Gypsum Company, Inc. Die Veränderung der beizulegenden Zeitwerte der Beteiligungen
resultiert aus Wechselkurseffekten. Die anderen Bewertungsparameter sind gleich geblieben.
Hinsichtlich möglicher Unsicherheiten in Bezug auf die Ermittlung des beizulegenden
Zeitwerts dieser Finanzinvestition verweisen wir auf die Erläuterungen auf Seite 130
im Anhang des Geschäftsberichts 2017. In der Berichtsperiode ergaben sich keine wesentlichen
Änderungen zu den im Anhang gemachten Erläuterungen. Die Finanzinvestitionen "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" enthalten Beteiligungen
in Höhe von 32,4 Mio €, auf die HeidelbergCement keinen maßgeblichen Einfluss ausübt.
Die Bewertung erfolgt im Wesentlichen anhand der Multiplikator-Methode. Hierbei wird
der anteilige Unternehmenswert auf Basis unternehmensspezifischer Größen und Multiplikatoren
ermittelt. Weiterhin werden hier Finanzinvestitionen in Höhe von 10,6 Mio € erfasst,
deren beizulegender Zeitwert anhand der am Abschlussstichtag festgestellten Börsenkurse
bestimmt wurde. Diese Finanzinvestitionen wurden als Sicherheiten für bestehende und
zukünftige Rückversicherungsleistungen hinterlegt. Bei den liquiden Mitteln "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" handelt es sich
um hochliquide Investmentfonds, deren beizulegender Zeitwert anhand der am Abschlussstichtag
festgestellten Börsenkurse bestimmt wurde. Die Klassen "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige operative Forderungen"
sowie "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige operative Verbindlichkeiten"
sind nicht unmittelbar auf die dazugehörigen Bilanzpositionen überleitbar, da in diesen
neben den finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten auch nicht-finanzielle
Vermögenswerte in Höhe von 1.213,6 Mio € sowie nicht-finanzielle Verbindlichkeiten
in Höhe von 827,2 Mio € enthalten sind. Detaillierte Erläuterungen zur Vorgehensweise bei der Fair Value Bewertung gemäß IFRS
13 finden sich auf Seite 166 f. im Anhang des Geschäftsberichts 2017, der die Grundlage
für diesen Zwischenabschluss darstellt. Die Beurteilung, ob es bei finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die
zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen
der Fair-Value-Hierarchie gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode.
In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen vorgenommen. Angaben zu nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Berichtszeitraum ergaben sich neben den üblichen Geschäftsbeziehungen keine berichtspflichtigen
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen. EventualverbindlichkeitenZum Abschlussstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 72,4 (i.V.: 71,2)
Mio €, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit rechtlichen und steuerlichen Risiken
stehen. Der Zeitpunkt der möglichen Zahlungsmittelabflüsse für die Eventualverbindlichkeiten
ist unsicher, da sie von unterschiedlichen externen Faktoren abhängen, die außerhalb
des Einflussbereichs von HeidelbergCement liegen. Die Anwendung steuerlicher Regelungen
kann zum Zeitpunkt der Berechnung von Steuererstattungsansprüchen und -verbindlichkeiten
ungeklärt sein. Bei der Berechnung der Steuerpositionen ist die jeweils wahrscheinlichste
Anwendung zugrunde gelegt. Ungeachtet dessen kann die Finanzverwaltung hierzu eine
abweichende Auffassung vertreten. Aus einer abweichenden Auffassung können sich zusätzliche
steuerliche Verbindlichkeiten ergeben. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen
zum Abschlussstichtag wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
Ereignisse nach dem BilanzstichtagAm 24. April 2018 hat HeidelbergCement unter seinem 10 Mrd € EMTN-Programm eine Euroanleihe
mit einem Emissionsvolumen von 750 Mio € und einer zehnjährigen Laufzeit bis 24. April
2028 begeben. Die Anleihe weist einen Festzins von 1,750 % p.a. auf. Der Ausgabekurs
lag bei 98,870 %, womit sich eine Rendite von 1,875 % ergab. Die Emissionserlöse werden
zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung und zur Rückzahlung anstehender Fälligkeiten
verwendet. Heidelberg, 9. Mai 2018 HeidelbergCement AG |
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