![]() HeidelbergCement AGHeidelbergHalbjahresfinanzbericht Januar bis Juni 2018Highlights im ersten Halbjahr und Ausblick
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Es ist möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Halbjahresfinanzbericht aufgrund
von Rundungen nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren. KonzernzwischenlageberichtGeschäftsverlauf Januar bis Juni 2018Wirtschaftliches UmfeldDas Wachstum der Weltwirtschaft setzt sich fort. Die Volkswirtschaften Asiens und
die afrikanischen Länder südlich der Sahara sind weiterhin auf Wachstumskurs. In Europa
dauert die wirtschaftliche Erholung an. In den USA hat die Wirtschaft im zweiten Quartal
deutlich an Fahrt aufgenommen und der Ausblick ist weiterhin positiv. Absatz im ersten Halbjahr in allen Geschäftsbereichen gestiegenDie anhaltend positive Marktdynamik in allen Konzerngebieten hat im ersten Halbjahr
2018 zu einem Absatzanstieg in sämtlichen Geschäftsbereichen geführt. Der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerns nahm um 3,0 % auf 61,9 (i.V.: 60,1) Mio
t zu. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten aus dem Verkauf der Weißzementaktivitäten
in den USA, der Dekonsolidierung des Georgien-Geschäfts und dem Erwerb von Cementir
Italia lag der Zuwachs bei 2,8 %. Zum Wachstum auf vergleichbarer Basis haben insbesondere
die Konzerngebiete Asien-Pazifik und Afrika-Östlicher Mittelmeerraum, aber auch Nord-
und Osteuropa-Zentralasien beigetragen, während die Lieferungen in West- und Südeuropa
und Nordamerika aufgrund der wetterbedingten Beeinträchtigungen des ersten Quartals
leicht unter dem Vorjahresniveau blieben. Die Zuschlagstofflieferungen stiegen um 2,0 % auf 145,2 (i.V.: 142,3) Mio t. Rückgänge
in Europa und Afrika-Östlicher Mittelmeerraum konnten durch Wachstum in Nordamerika
und insbesondere in Asien-Pazifik mehr als ausgeglichen werden. Ohne Berücksichtigung
von Konsolidierungseffekten nahm der Absatz um 1,0 % zu. Die Transportbetonlieferungen erhöhten sich um 1,4 % auf 22,9 (i.V.: 22,6) Mio cbm.
Bis auf West- und Südeuropa verzeichneten alle Konzerngebiete eine Zunahme. Ohne Berücksichtigung
von Konsolidierungseffekten belief sich der Absatzanstieg auf 2,1 %. Der Asphaltabsatz
stieg deutlich um 15,1 % auf 4,5 (i.V.: 3,9) Mio t aufgrund der positiven Nachfrageentwicklung
in Großbritannien und Kalifornien sowie Konsolidierungseffekten im Nordwesten der
USA und Australien. Bereinigt um Konsolidierungseffekte lag der Zuwachs bei 6,2 %. Umsatz- und ErgebnisentwicklungDer Konzernumsatz von Januar bis Juni 2018 in Höhe von 8.432 (i.V.: 8.394) Mio € zeigt
einen leichten Anstieg von 0,4 % gegenüber dem Vorjahr. Ohne Berücksichtigung von
Konsolidierungs- und Währungseffekten ist der Konzernumsatz um 6,0% gestiegen. Konsolidierungskreisveränderungen
wirkten sich mit 58 Mio € positiv auf den Umsatz aus. Wechselkurseffekte minderten
hingegen den Umsatz um 489 Mio €. Der Materialaufwand stieg in der Berichtsperiode um 4,6 % auf 3.493 (i.V.: 3.338)
Mio €. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten liegt der Materialaufwand
mit 11,4% über Vorjahresniveau. Die Zunahme betraf vor allem die Aufwendungen für
Energie und Handelswaren. Die Materialaufwandsquote erhöhte sich von 39,8 % auf 41,4%.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge lagen mit -2.316 (i.V.: -2.239)
Mio € um 3,4 % über Vorjahresniveau. Ohne Berücksichtigung von Währungs- und Konsolidierungseffekten
betrug der Anstieg 8,1 %, dies basierte im Wesentlichen auf den verringerten Gewinnen
aus der Veräußerung von immateriellen und materiellen Vermögenswerten. Der Personalaufwand
reduzierte sich um 2,0 % auf 1.492 (i.V.: 1.523) Mio €. Das Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen
erhöhte sich um 12,0% auf 88 (i.V.: 79) Mio €. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen verringerte sich um
11,8% auf 1.188 (i.V.: 1.347) Mio €. Der Rückgang um 159 Mio € resultierte im Wesentlichen
aus dem Anstieg des Materialaufwands. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs
sank um 18,2% auf 647 (i.V.: 791) Mio €. Ein Großteil des Rückgangs des Ergebnisses
des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen ist auf Veränderungen im Konsolidierungskreis
mit -19 Mio € und Wechselkurseffekte mit -60 Mio € zurückzuführen. Das zusätzliche ordentliche Ergebnis in Höhe von 128 (i.V.: -36) Mio € betrifft im
Wesentlichen Erträge aus dem Abgang von Tochterunternehmen sowie sonstige einmalige
Aufwendungen und Erträge. Insbesondere Erträge aus Veräußerungen von Tochterunternehmen
in Deutschland und den USA beeinflussten das Ergebnis positiv, gegenläufig belastet
ein Impairment von Vermögenswerten in Höhe von 18 Mio € das Ergebnis. Das Finanzergebnis verbesserte sich um 26 Mio € auf -155 (i.V.: -181) Mio €. Neben
den um 23 Mio € gesunkenen Zinsaufwendungen wirkte sich das um 10 Mio € verbesserte
sonstige Finanzergebnis positiv aus, gegenläufig wirkten sich gesunkene Zinserträge
in Höhe von 10 Mio € aus. scroll
Das Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen stieg um 35 Mio €
auf 629 (i.V.: 594) Mio €, hauptsächlich aufgrund des gestiegenen zusätzlichen ordentlichen
Ergebnisses. Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag liegen mit
188 (i.V.: 224) Mio € um 16,0% unter Vorjahresniveau. Das Ergebnis nach Steuern aus
fortzuführenden Geschäftsbereichen verbesserte sich um 70 Mio € auf 440 (i.V.: 370)
Mio €. Das Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen beträgt -5 (i.V.: -8)
Mio € und entfällt auf in Vorjahren aufgegebene Geschäftsbereiche der Hanson-Gruppe. Insgesamt liegt der Überschuss der Periode bei 435 (i.V.: 362) Mio €. Das Minderheitsgesellschaftern
zustehende Ergebnis sank um 14 Mio € auf 60 (i.V.: 74) Mio €. Der Anteil der Gruppe
beläuft sich demzufolge auf 375 (i.V.: 288) Mio €. Das Ergebnis je Aktie - Anteil der Gruppe - nach IAS 33 verbesserte sich um 0,44 €
auf 1,89 (i.V.: 1,45) €. Die Gesamtergebnisrechnung und die Herleitung des Ergebnisses je Aktie werden detailliert
im Anhang dargestellt. KapitalflussrechnungIm ersten Halbjahr 2018 ergab sich aus der operativen Geschäftstätigkeit der fortzuführenden
Geschäftsbereiche ein Mittelabfluss in Höhe von 227 (i.V.: 128) Mio €. Ursächlich
hierfür waren vor allem der um 136 Mio € auf 1.232 (i.V.: 1.368) Mio € verminderte
Cashflow vor Zins- und Steuerzahlungen sowie der mit 854 (i.V.: 728) Mio € um 126
Mio € höhere Anstieg des Working Capital. Die erhaltenen Dividenden lagen mit 108
(i.V.: 150) Mio € unter dem Vorjahresniveau und beinhalten überwiegend Ausschüttungen
von Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Gesellschaften. Die Zinseinnahmen sind
im Vergleich zur Vorjahresperiode leicht um 10 Mio € auf 52 (i.V.: 62) Mio € gesunken.
Die Zinsausgaben haben sich infolge der deutlich günstigeren Refinanzierung um 40
Mio € auf 358 (i.V.: 398) Mio € verringert. Die Auszahlungen für Ertragsteuern sind
mit 143 (i.V.: 262) Mio € im Vergleich zur Vorjahresperiode um 119 Mio € erheblich
gesunken. In der Berichtsperiode wurden Rückstellungen in Höhe von 155 (i.V.: 171)
Mio € durch Zahlung verbraucht. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit der fortzuführenden Geschäftsbereiche
erhöhte sich um 214 Mio € auf 654 (i.V.: 440) Mio €. Die zahlungswirksamen Investitionen
stiegen vor allem aufgrund der Unternehmenszusammenschlüsse in Italien, Australien
und Nordamerika um 454 Mio € auf 974 (i.V.: 520) Mio € an. Einzelheiten werden im
Abschnitt Investitionen und im Anhang im Abschnitt Unternehmenszusammenschlüsse in
der Berichtsperiode auf S. 21 f. erläutert. Im Vorjahr wurden Produktionsstätten für
Zuschlagstoffe, Transportbeton und Asphalt von Cemex im Nordwesten der USA gegen eine
Barzahlung von 130 Mio € erworben. Bei den zahlungswirksamen Desinvestitionen in Höhe von 294 (i.V.: 80) Mio € entfielen
247 Mio € auf Mittelzuflüsse aus dem Abgang von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten,
welche insbesondere mit 111 Mio € den Verkauf des Kalksandsteingeschäfts in Deutschland
und mit 115 Mio € den Verkauf von Lehigh White Cement in den USA betreffen. Einzelheiten
werden im Anhang im Abschnitt Desinvestitionen in der Berichtsperiode auf S. 23 erläutert.
Die Einzahlungen aus dem Verkauf von sonstigem Anlagevermögen resultieren im Wesentlichen
aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, aus der Veräußerung
von finanziellen Vermögenswerten, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen
und aus der Rückzahlung von Darlehen. Aus der Veränderung des Konsolidierungskreises
ergab sich in der Berichtsperiode ein Mittelzufluss in Höhe von 26 (i.V.: Mittelabfluss
von 0,4) Mio €, der im Wesentlichen auf den übernommenen Finanzmittelbestand der erworbenen
Cementir-Gesellschaften in Italien in Höhe von 25 Mio € entfällt. Aus der Finanzierungstätigkeit der fortzuführenden Geschäftsbereiche ergab sich in
der Berichtsperiode ein Mittelzufluss in Höhe von 370 (i.V.: 301) Mio €. Der darin
enthaltene Liquiditätszufluss aus der Nettoaufnahme/-tilgung von Anleihen und Krediten
in Höhe von 879 (i.V.: 806) Mio € umfasst die Veränderung lang- und kurzfristiger
Finanzverbindlichkeiten und beinhaltet vor allem die Emission einer Anleihe über 750
Mio €, Mittelzuflüsse aus emittierten Commercial Papers in Höhe von 750 Mio € sowie
die Rückzahlung zweier Anleihen über insgesamt 980 Mio €. Darüber hinaus sind hierunter
die Aufnahmen und Tilgungen von Bankdarlehen sowie Veränderungen der übrigen kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten mit hoher Umschlagshäufigkeit zusammengefasst. Im Vorjahr
wurden im Wesentlichen drei Anleihen über insgesamt 2,25 Mrd € begeben, Commercial
Papers in Höhe von 385 Mio € emittiert sowie zwei Anleihen über insgesamt 1,5 Mrd
€ getilgt. Dividendenzahlungen führten insgesamt zu einem Mittelabfluss von 491 (i.V.:
504) Mio €, hierbei entfielen auf Dividendenzahlungen der HeidelbergCement AG 377
(i.V.: 317) Mio €. InvestitionenDie zahlungswirksamen Investitionen erhöhten sich im ersten Halbjahr auf 974 (i.V.:
520) Mio €. Hiervon entfielen auf Sachanlageinvestitionen (einschließlich der immateriellen
Vermögenswerte) 417 (i.V.: 366) Mio €, die vorwiegend Optimierungs- und Umweltschutzmaßnahmen
in unseren Produktionsstätten, aber auch Expansionsprojekte in Wachstumsmärkten betrafen.
Die Investitionen in Finanzanlagen und sonstige Geschäftseinheiten stiegen auf 557
(i.V.: 154) Mio €; hierbei handelt es sich im Wesentlichen um den Erwerb des italienischen
Zement- und Betonherstellers Cementir Italia und der australischen Alex Fraser Group
sowie den Kauf eines Zementwerks in der kanadischen Provinz Quebec und kleinere arrondierende
Beteiligungszukäufe. Gleichzeitig haben wir im Rahmen der Portfolio-Optimierung unser Kalksandsteingeschäft
in Deutschland und die Weißzementaktivitäten in den USA veräußert. Darüber hinaus
haben wir ein ehemaliges Cementir-Italia-Zementwerk aufgrund der Auflagen der italienischen
Wettbewerbsbehörde verkauft. Die zahlungswirksamen Desinvestitionen beliefen sich
im ersten Halbjahr auf insgesamt 294 (i.V.: 80) Mio €. BilanzDie Bilanzsumme hat sich zum 30. Juni 2018 um 730 Mio € auf 35.288 (i.V.: 34.558)
Mio € erhöht. Die langfristigen Aktiva erhöhten sich um 431 Mio € auf 28.296 (i.V.: 27.865) Mio
€. Bereinigt um negative Wechselkurseffekte von 68 Mio € betrug die Zunahme 363 Mio
€; diese betraf vor allem die immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 221 Mio €,
das Sachanlagevermögen in Höhe von 76 Mio € und die sonstigen langfristigen Forderungen
in Höhe von 144 Mio €. Gegenläufig wirkte sich der Rückgang des Aktivpostens für latente
Steuern in Höhe von -74 Mio € aus. Die Erhöhung der Geschäfts- oder Firmenwerte um
279 Mio € auf 11.385 (i.V.: 11.107) Mio € war neben den Wechselkurseffekten von 73
Mio € vornehmlich auf Änderungen des Konsolidierungskreises zurückzuführen. Die Erhöhung der Sachanlagen um 69 Mio € auf 12.883 (i.V.: 12.814) Mio € resultierte
im Wesentlichen aus Änderungen des Konsolidierungskreises von 202 Mio € und Sachanlagenzugängen
von 410 Mio €, denen Sachanlagenabgänge von 15 Mio €, Abschreibungen von 521 Mio €,
Wertminderungen von 18 Mio € und Wechselkurseffekte von -7 Mio € gegenüber standen.
Weitere Veränderungen betrafen Umgliederungen zu Vermögenswerten, die zur Veräußerung
gehalten werden. Die Finanzanlagen reduzierten sich um 12 Mio € auf 2.169 (i.V.: 2.181) Mio €. Bereinigt
um negative Währungseffekte von 4 Mio € belief sich der Rückgang auf 8 Mio €; dieser
ist hauptsächlich auf die Veränderung der Anteile an Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten
Unternehmen und der Ausleihungen zurückzuführen. Die kurzfristigen Aktiva erhöhten sich um 385 Mio € auf 6.978 (i.V.: 6.593) Mio €.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen saisonbedingt um 593 Mio €
auf 2.390 (i.V.: 1.798) Mio €. Ebenso erhöhten sich die sonstigen kurzfristigen operativen
Forderungen um 216 Mio € auf 762 (i.V.: 546) Mio €, während die liquiden Mittel um
532 Mio € auf 1.577 (i.V.: 2.109) Mio € abnahmen. Die Veränderungen werden im Abschnitt
Kapitalflussrechnung erläutert. Auf der Passivseite verminderte sich das Eigenkapital um 75 Mio € auf 15.978 (i.V.:
16.052) Mio €. Die Verringerung ist im Wesentlichen auf Dividenden von 542 Mio €,
wovon 491 Mio € bereits ausgezahlt wurden, auf das Gesamtergebnis der Periode von
613 Mio € sowie auf Änderungen des Konsolidierungskreises und von Anteilen an Tochterunternehmen
von insgesamt -134 Mio € zurückzuführen. Das Gesamtergebnis der Periode setzt sich aus dem Überschuss der Periode von 435 Mio
€ sowie vornehmlich aus den im sonstigen Ergebnis erfassten Gewinnen aus der Währungsumrechnung
von 76 Mio €, den versicherungsmathematischen Gewinnen von 103 Mio € und den Verlusten
der nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen von 8 Mio € zusammen. Die verzinslichen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 771 Mio € auf 11.595 (i.V.: 10.824)
Mio €. Die Zunahme der Nettofinanzschulden (verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich
flüssiger Mittel) um 1.275 Mio € auf 9.970 (i.V.: 8.695) Mio € ist ursächlich auf
die Finanzierung der saison- und umsatzbedingten Zunahme der Forderungen, den Mittelfluss
aus Investitionen und die gezahlten Dividenden zurückzuführen. Der Gesamtbetrag der
Rückstellungen reduzierte sich um 93 Mio € auf 2.543 (i.V.: 2.636) Mio €; davon entfielen
auf die Pensionsrückstellungen 23 Mio € und auf die sonstigen Rückstellungen 70 Mio
€. Die Erhöhung der operativen Verbindlichkeiten um 117 Mio € auf 4.500 (i.V.: 4.383)
Mio € betrifft vornehmlich die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
um 77 Mio € auf 2.358 (i.V.: 2.281) Mio € und der sonstigen kurzfristigen operativen
Verbindlichkeiten um 29 Mio € auf 1.520 (i.V.: 1.491) Mio €. FinanzierungAm 12. Januar 2018 haben wir eine neue syndizierte Kreditlinie in Höhe von 3 Mrd €
abgeschlossen, um die bisherige Kreditlinie, die im Februar 2019 abgelaufen wäre,
abzulösen. Unter Berücksichtigung von zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr
konnten wir uns die historisch günstigen Refinanzierungsbedingungen bis 2025 sichern.
Die Kreditmarge wurde je nach Verschuldungsgrad um 20 bis 35 Basispunkte gesenkt.
Die syndizierte Kreditlinie ist als Liquiditätsreserve gedacht und kann für Barziehungen
und Avale sowohl in Euro als auch anderen Währungen genutzt werden. Am 24. April 2018 hat HeidelbergCement unter seinem 10 Mrd € EMTN-Programm eine Euroanleihe
mit einem Emissionsvolumen von 750 Mio € und einer zehnjährigen Laufzeit bis 24. April
2028 begeben. Die Anleihe weist einen Festzins von 1,750% p.a. auf. Der Ausgabekurs
lag bei 98,870%, womit sich eine Rendite von 1,875% ergab. Die Emissionserlöse werden
zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung und zur Rückzahlung anstehender Fälligkeiten
verwendet. Bei den in den Jahren 2009 und 2010 begebenen Anleihen besteht gemäß den Anleihebedingungen
eine Beschränkung bezüglich der Neuaufnahme zusätzlicher Verschuldung, wenn der konsolidierte
Deckungsgrad (d.h. das Verhältnis des Gesamtbetrags des konsolidierten EBITDA zum
Gesamtbetrag des konsolidierten Zinsergebnisses) des HeidelbergCement Konzerns unter
2 ist. Dieser Covenant ist bei den übrigen Anleihen sowie Schuldscheindarlehen aufgrund
des Investment Grade Ratings ausgesetzt. Das konsolidierte EBITDA in Höhe von 3.256
Mio € und das konsolidierte Zinsergebnis in Höhe von 422 Mio € werden auf einer Pro-forma-Basis
gemäß den Anleihebedingungen berechnet. Zum 30. Juni 2018 betrug der konsolidierte
Deckungsgrad 7,72. Die Nettofinanzschulden gingen gegenüber dem 30. Juni 2017 um 170 Mio € zurück und
beliefen sich zum 30. Juni 2018 auf 9.970 (i.V.: 10.140) Mio €. Die Zunahme um 1.275
Mio € gegenüber dem Jahresende 2017 (8.695 Mio €) ist im Wesentlichen auf die Akquisitionen
in Italien und Australien sowie den saisonbedingten Anstieg des Working Capital und
die Dividendenzahlungen im zweiten Quartal zurückzuführen. West- und SüdeuropaIn den Ländern des Konzerngebiets West- und Südeuropa hält der wirtschaftliche Aufschwung
an, auch wenn sich die Aussichten aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten
etwas eingetrübt haben. Die deutsche Wirtschaft befindet sich dank der guten Binnenkonjunktur
und des intakten Arbeitsmarkts in einer robusten Verfassung. Auch in Belgien und den
Niederlanden setzt sich die Konjunkturerholung fort. In Großbritannien belasten die
Unsicherheiten infolge des Brexit-Votums weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung
und die Bauaktivitäten. In Frankreich lag das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal
mit 0,2 % unter den Erwartungen. Während die spanische Wirtschaft weiterhin auf Wachstumskurs
ist, beeinträchtigen politische und wirtschaftliche Unsicherheiten die wirtschaftliche
Entwicklung in Italien. Im ersten Halbjahr 2018 wurden die Bauaktivitäten und unser Baustoffabsatz im Konzerngebiet
West- und Südeuropa durch die schlechten Wetterbedingungen im Februar und insbesondere
im März deutlich beeinträchtigt. Der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerngebiets West- und Südeuropa stieg im ersten
Halbjahr 2018 um 5,3 % auf 15,1 (i.V.: 14,3) Mio t. Der Zuwachs ist im Wesentlichen
auf die neu einbezogenen Zementaktivitäten von Cementir in Italien und die gute Absatzentwicklung
in Spanien zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten lagen
die Lieferungen mit einem Minus von 0,7 % leicht unter dem Vorjahr. In Italien legte
der Absatz auch ohne Konsolidierungseffekte leicht zu. Während in Deutschland und
Frankreich die wetterbedingten Mengeneinbußen des ersten Quartals mehr als ausgeglichen
werden konnten, waren unsere Lieferungen in Belgien/Niederlande und Großbritannien
noch rückläufig. Auch im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe konnten Deutschland und Frankreich die Absatzeinbußen
des ersten Quartals mehr als aufholen. In Belgien/Niederlande, Italien und Spanien
hingegen blieben unsere Zuschlagstofflieferungen unter dem Vorjahr. In Großbritannien
erreichten unsere Lieferungen dank der guten Absatzentwicklung im zweiten Quartal
per Ende Juni das Vorjahresniveau. Insgesamt verzeichnete der Zuschlagstoffabsatz
des Konzerngebiets im ersten Halbjahr einen leichten Rückgang um 1,0 % auf 39,3 (i.V.:
39,7) Mio t. Der Transportbetonabsatz nahm um 3,1 % auf 8,4 (i.V.: 8,7) Mio cbm ab. Während wir
in Italien einen starken Mengenanstieg erzielten und unser Absatz in Frankreich leicht
zulegte, waren unsere Lieferungen in den anderen Ländern rückläufig. Der Absatz der
Asphaltsparte in Großbritannien stieg trotz der schlechten Wetterbedingungen im ersten
Quartal um 8,6 % gegenüber dem Vorjahr. Zur Erweiterung unserer Marktposition in Italien hat unsere Tochtergesellschaft Italcementi
S.p.A. am 2. Januar 2018 von Cementir Holding 100 % der Anteile an Cementir Italia
S.p.A. und deren Tochtergesellschaften Cementir Sacci S.p.A. und Betontir S.p.A. erworben.
Die Akquisition umfasst fünf Zement- und zwei Zementmahlwerke sowie ein Netzwerk aus
Terminals und Transportbetonwerken. Aufgrund der Auflagen der italienischen Wettbewerbsbehörde
hat Italcementi S.p.A. am 1. Juni 2018 über die erworbene Tochtergesellschaft Cementir
Italia S.p.A. das Zementwerk in Maddaloni verkauft. Im Rahmen der Portfolio-Optimierung haben wir am 28. Februar 2018 unser Kalksandsteingeschäft
in Deutschland, einschließlich eines Werks in der Schweiz, an die dänische H+H International
A/S verkauft. Der Umsatz des Konzerngebiets West- und Südeuropa nahm um 1,3 % auf 2.390 (i.V.: 2.360)
Mio € zu; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten lag der
Zuwachs bei 1,0 %. Nord- und Osteuropa-ZentralasienDie wirtschaftliche Entwicklung in den Ländern des Konzerngebiets Nord- und Osteuropa-Zentralasien
ist insgesamt positiv. Die nordischen Länder verzeichnen anhaltend starke Bauaktivitäten.
In Polen und Tschechien setzt sich die Erholung der Wirtschaft und der Bautätigkeit
fort. Auch die rumänische Wirtschaft ist auf Wachstumskurs, aber es besteht weiterhin
ein Mangel an Infrastrukturprojekten und öffentlichen Bauvorhaben. Die Ukraine und
Russland verzeichnen eine wirtschaftliche Erholung, aber der Ukraine-Konflikt belastet
beide Länder weiterhin schwer. Auch im Konzerngebiet Nord- und Osteuropa-Zentralasien litten unsere Baustofflieferungen
unter den widrigen Wetterbedingungen insbesondere im März. Die Zement- und Klinkerlieferungen des Konzerngebiets Nord- und Osteuropa-Zentralasien
nahmen im ersten Halbjahr 2018 konsolidierungsbedingt um 4,0 % auf 11,5 (i.V.: 12,0)
Mio t ab. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus der Dekonsolidierung unseres Georgien-Geschäfts
war ein Absatzanstieg um 2,3 % zu verzeichnen. In Norwegen und Schweden konnten die
wetterbedingten Mengeneinbußen des ersten Quartals noch nicht ganz aufgeholt werden,
so dass die Lieferungen der nordeuropäischen Länder insgesamt leicht unter dem Vorjahresniveau
lagen. In Osteuropa-Zentralasien zeigten die Lieferungen der einzelnen Länder ein
gemischtes Bild. Während unsere Absatzmengen in Bulgarien, Russland, der Ukraine und
in geringem Maße in Rumänien rückläufig waren, erzielten Tschechien und Kasachstan
erfreuliche und insbesondere Polen und Griechenland starke Zuwächse. Insgesamt verzeichnete
Osteuropa-Zentralasien ohne Berücksichtigung des Georgien-Effekts einen moderaten
Absatzanstieg. Auch im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe blieben unsere Lieferungen mit einem Minus
von 1,5 % auf 23,0 (i.V.: 23,4) Mio t leicht unter dem Vorjahr. In Nordeuropa konnten
ein deutlicher Mengenanstieg in Schweden und leichte Zuwächse der Mibau-Gruppe und
der Baltischen Staaten die Mengeneinbußen in Norwegen und Island weitgehend ausgleichen.
In Osteuropa-Zentralasien standen Zuwächsen in Polen, Tschechien, Rumänien, der Ukraine,
der Slowakei und Griechenland Absatzrückgänge in Kasachstan und Russland gegenüber. Die Transportbetonlieferungen stiegen leicht um 2,1 % auf 3,2 (i.V.: 3,1) Mio cbm.
Bereinigt um die Effekte aus der Dekonsolidierung des Georgien-Geschäfts nahmen die
Lieferungen um 13,1 % zu. Die nordeuropäischen Länder erzielten insgesamt einen deutlichen
Absatzzuwachs. Starke Mengenentwicklungen verzeichneten auch Polen, Tschechien, Rumänien,
die Slowakei und Griechenland. Der Umsatz des Konzerngebiets Nord- und Osteuropa-Zentralasien wuchs um 0,5 % auf
1.344 (i.V.: 1.338) Mio €; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten
betrug der Anstieg 7,9 %. NordamerikaIm Konzerngebiet Nordamerika ist HeidelbergCement in den USA und in Kanada vertreten.
In den USA hat sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal 2018 deutlich beschleunigt.
Das Bruttoinlandsprodukt stieg einer ersten Schätzung zufolge um 4,1 %. Der Wirtschaftsausblick
ist weiterhin positiv. Die Investitionen in den Nichtwohnungsbau stiegen im zweiten
Quartal um 7,3%. Die Wohnungsbauinvestitionen nahmen leicht um 1,1 % ab. Der Arbeitsmarkt
präsentiert sich weiterhin in robuster Verfassung. Im ersten Halbjahr 2018 haben der lang anhaltende, harte Winter im Nordosten der USA
und in Kanada sowie das nasse, kalte Winterwetter gefolgt von heftigen Regenfällen
im Süden unseren Baustoffabsatz deutlich beeinträchtigt. Der Zementabsatz unserer nordamerikanischen Werke ging in den ersten sechs Monaten
um 2,3 % auf 7,4 (i.V.: 7,6) Mio t zurück. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten
aus dem Kauf eines Zementwerks und dem Verkauf der Weißzementaktivitäten lag der Absatz
um 0,7 % unter dem Vorjahr. Die Region Kanada verzeichnete trotz des ungewöhnlich
langen Winters in den Prärieprovinzen dank der hohen Nachfrage an der Westküste eine
erfreuliche Mengensteigerung. Die Region West profitierte von den lebhaften Bauaktivitäten
insbesondere in Kalifornien und erzielte einen starken Absatzanstieg. Trotz heftiger
Regenfälle im zweiten Quartal konnten in der Region Süd die wetterbedingten Mengenverluste
der ersten Monate mehr als aufgeholt werden. Die Absatzzuwächse der Regionen Kanada,
West und Süd konnten jedoch die Mengeneinbußen der Region Nord nicht ganz ausgleichen.
Die Lieferungen der Region Nord gingen aufgrund des bis in den April reichenden kalten
Winters und anschließenden Regenwetters deutlich zurück. In den USA konnten die Verkaufspreise
in allen Regionen angehoben werden. Im Rahmen der Portfolio-Optimierung haben wir am 29. März 2018 unsere 51 %-Beteiligung
an Lehigh White Cement Company, Harrisburg, an die Minderheitsaktionäre Aalborg Cement
Company, Inc. und Cemex, Inc. verkauft. Lehigh White Cement Company betreibt zwei
Weißzementwerke in Waco, Texas, und York, Pennsylvania, mit einer jährlichen Produktionskapazität
von insgesamt rund 255.000 t. Am 7. Februar 2018 haben wir ein Zementwerk in der kanadischen
Provinz Quebec erworben. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe konnten wetterbedingte Mengeneinbußen in der Region
Nord durch Absatzzuwächse in den anderen Regionen mehr als ausgeglichen werden. Insbesondere
an der Westküste nahmen die Lieferungen deutlich zu. Insgesamt stieg der Zuschlagstoffabsatz
im ersten Halbjahr um 3,3 % auf 55,3 (i.V.: 53,6) Mio t. Ohne Berücksichtigung von
Konsolidierungseffekten in den Regionen Nord und Kanada belief sich der Zuwachs auf
0,4%. In der Transportbetonsparte gingen die Lieferungen der Regionen Nord und Süd wetterbedingt
zurück. Die Regionen West und Kanada erzielten hingegen deutliche Mengensteigerungen,
so dass der Transportbetonabsatz insgesamt um 7,3 % auf 3,3 (i.V.: 3,1) Mio cbm stieg.
Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten in den Regionen Nord, Süd und Kanada
betrug der Zuwachs 2,6 %. Um die vertikale Integration im Südosten zu stärken, haben wir am 6. April 2018 den
Transportbetonhersteller Fairburn Ready-Mix erworben. Fairburn Ready-Mix betreibt
fünf Transportbetonwerke in der Metropolregion Atlanta und ergänzt unsere bestehenden
Zement- und Zuschlagstoffaktivitäten in Georgia. Die Asphaltlieferungen erhöhten sich dank der guten Marktbedingungen in der Region
West um 18,4% auf 1,5 (i.V.: 1,3) Mio t. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten
in der Region Kanada stieg der Absatz um 10,9 %. Im Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-Sonstiges lag der Zementabsatz unseres
Joint Ventures Texas Lehigh Cement aufgrund der ungünstigen Wetterbedingungen unter
dem Vorjahresniveau. Der Gesamtumsatz in Nordamerika nahm um 7,0% auf 1.873 (i.V.: 2.014) Mio € ab; ohne
Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten ergab sich ein Anstieg
um 1,9 %. Asien-PazifikTrotz Restrukturierung und Abkühlung der chinesischen Wirtschaft setzen die Schwellenländer
Asiens ihren Wachstumskurs fort. In China hat sich die Konjunktur im zweiten Quartal
mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 6,7 % wie erwartet leicht abgeschwächt.
In Indien und Indonesien wird im laufenden Jahr mit einer leichten Beschleunigung
des Wirtschaftswachstums gerechnet. Australien verzeichnet trotz der Investitionsschwäche
im Rohstoffsektor eine robuste Wirtschaftsentwicklung. Die Zement- und Klinkerlieferungen des Konzerngebiets Asien-Pazifik nahmen im ersten
Halbjahr um 5,4% auf 17,5 (i.V.: 16,6) Mio t zu. In den ersten sechs Monaten wuchs der inländische Zementverbrauch in Indonesien um
3,6 % gegenüber dem Vorjahr. Auch in den Hauptmärkten von Indocement im Westteil von
Java nahm die Zementnachfrage in gleicher Größenordnung zu. Während bis Mai begünstigt
durch das staatliche Infrastrukturprogramm robuste Wachstumsraten zu verzeichnen waren,
wurde der Zementverbrauch im Juni deutlich durch die gegenüber dem Vorjahr geringere
Anzahl an Arbeitstagen aufgrund zusätzlicher Feiertage am Ende des Ramadans beeinträchtigt.
Der Zement- und Klinkerabsatz von Indocement stieg im ersten Halbjahr um 5,2 %. Die
Verkaufspreise haben sich stabilisiert und erste Preiserhöhungen wurden bereits implementiert.
Indocement verfolgt weiterhin ein striktes Kostenmanagement, um den aufgrund von Energiekosteninflation
und Abwertung der Landeswährung gestiegenen Logistik- und Produktionskosten zu begegnen. In Indien nahmen die Zement- und Klinkerlieferungen unserer in Zentral- und Südindien
gelegenen Werke im ersten Halbjahr deutlich zu. Während unsere zentralindischen Werke
von einer positiven Preisentwicklung profitierten, litten die südindischen Märkte
weiterhin unter Preisdruck. Der Anstieg der Brennstoffpreise konnte durch eine höhere
Stromerzeugung aus unserem Abwärmekraftwerk im Zementwerk Damoh teilweise kompensiert
werden. Begünstigt durch den Beginn wichtiger Infrastrukturprojekte hat in Thailand im zweiten
Quartal eine Erholung des inländischen Zementmarkts eingesetzt. Auch die Lieferungen
unserer Werke verzeichneten im zweiten Quartal einen Anstieg, lagen aber zum Ende
des Halbjahres noch unter dem Vorjahresniveau. Zur Verbesserung der Absatzentwicklung
trugen auch die stark gestiegenen Exportlieferungen bei. Preiserhöhungen wirkten sich
positiv auf die Margen aus. In Bangladesh verzeichneten unsere Zementlieferungen einen
leichten Anstieg. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe erhöhten sich unsere Lieferungen um 11,0 % auf
22,0 (i.V.: 19,8) Mio t. In Australien führte die anhaltend hohe Nachfrage an der
Ostküste zu einem deutlichen Absatzzuwachs. Der Wohnungsbau beginnt sich abzukühlen,
aber der Start von großen Infrastrukturprojekten steht bevor. Während unsere Lieferungen
in Indonesien und Malaysia leicht unter dem Vorjahr blieben, erzielte Thailand einen
starken Mengenanstieg. In der Transportbetonsparte lag der Absatz mit 5,3 (i.V.: 5,0) Mio cbm um 4,6 % über
dem Vorjahresniveau. Den größten Mengenzuwachs trug Australien bei, aber auch Indonesien,
Thailand und insbesondere Malaysia verzeichneten eine positive Absatzentwicklung. Der Absatz der Asphaltsparte stieg infolge von Konsolidierungseffekten in Australien
um 27,3 %. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten nahm der Absatz aufgrund
der schwachen Nachfrage in Malaysia um 5,4 % ab. In China verzeichneten die Zementlieferungen unserer Gemeinschaftsunternehmen in den
Provinzen Guangdong und Shaanxi einen leichten Anstieg. Auch in Australien erzielte
unser Joint Venture Cement Australia einen erfreulichen Absatzzuwachs. Zur Stärkung unserer Marktpositionen in den Ballungsräumen von Melbourne und Brisbane
haben wir am 31. Januar 2018 die Alex Fraser Group, den führenden Produzenten von
recycelten Baustoffen in Australien, von Swire Investments (Australia) Ltd. erworben.
Das Unternehmen betreibt drei Produktionsstätten in Melbourne und zwei in Brisbane
und produziert außerdem Asphalt in zwei Werken in Melbourne. Weiterhin haben wir am
29. März 2018 die Suncoast Asphalt Pty Ltd-Gruppe, einen Hersteller von Asphalt im
Großraum Süd-Ost Queensland, erworben. Der Umsatz des Konzerngebiets Asien-Pazifik nahm um 2,2 % auf 1.532 (i.V.: 1.567)
Mio € ab; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten stieg der
Umsatz um 5,3 %. Afrika-Östlicher MittelmeerraumDie afrikanischen Staaten südlich der Sahara verzeichnen insgesamt ein robustes Wirtschaftswachstum
und lebhafte Bauaktivitäten. Trotz politischer Risiken wird für Ägypten im laufenden
Jahr eine weitere wirtschaftliche Belebung erwartet. Für Marokko hingegen haben sich
die Aussichten etwas eingetrübt. In der Türkei liegen Risiken für die wirtschaftliche
Entwicklung in der hohen Inflation, der Schwäche der Lira und im hohen Leistungsbilanzdefizit. Der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerngebiets Afrika-Östlicher Mittelmeerraum,
der nur die Lieferungen unserer afrikanischen Tochtergesellschaften umfasst, erhöhte
sich um 6,4% auf 9,9 (i.V.: 9,3) Mio t. In den meisten Ländern südlich der Sahara
verzeichneten wir dank der regen Bauaktivitäten deutliche Mengensteigerungen. Zum
Absatzwachstum trugen insbesondere Ghana und Tansania bei. In unserem Hauptmarkt Ghana
profitierten unsere Lieferungen von der starken Nachfrage aus dem Wohnungsbau. Erfreuliche
Absatzsteigerungen erzielten wir auch in Benin, Liberia, Mosambik und insbesondere
in Sierra Leone und der Demokratischen Republik Kongo. In Togo hingegen blieben die
Lieferungen unter dem Vorjahresniveau, da die positive Mengenentwicklung im Inland
die rückläufigen Exporte nicht ausgleichen konnte. Auch die nordafrikanischen Länder
erzielten insgesamt einen moderaten Absatzanstieg; der deutliche Mengenzuwachs in
Ägypten überwog den leichten Rückgang in Marokko. Aufgrund der guten Wachstumsaussichten baut HeidelbergCement seine Aktivitäten in
Afrika weiter aus. In Burkina Faso haben wir im Februar 2018 den Grundstein für die
Errichtung einer zweiten Zementmühle gelegt. Damit werden wir die derzeitige Kapazität
unseres in der Nähe der Hauptstadt Ouagadougou gelegenen Zementmahlwerks auf rund
2 Mio t verdoppeln. In der Demokratischen Republik Kongo setzen wir den Ausbau unseres
Zementwerks Cimenterie de Lukala fort. Bis Ende 2019 werden wir in dem bei Kinshasa
gelegenen Werk eine neue Ofenanlage fertigstellen. Als weiteren Expansionsschritt
planen wir den Markteintritt in Südafrika. Darüber hinaus prüfen wir kontinuierlich
weitere Expansionsoptionen in anderen afrikanischen Ländern sowie im östlichen Mittelmeerraum. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe ist HeidelbergCement neben kleineren Aktivitäten
in einigen afrikanischen Ländern südlich der Sahara im Wesentlichen in Israel und
Marokko tätig. Die Zuschlagstofflieferungen nahmen aufgrund von Mengenverlusten in
Israel insgesamt um 6,3 % auf 5,6 (i.V.: 6,0) Mio t ab. In der Transportbetonsparte
ist HeidelbergCement in Israel, Ägypten und Marokko vertreten. Der Transportbetonabsatz
wuchs um 3,6 % auf 2,5 (i.V.: 2,4) Mio cbm. Das Asphaltgeschäft in Israel verzeichnete
einen Mengenzuwachs von 2,4%. Der Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-Sonstiges umfasst im Wesentlichen die
Zement-, Zuschlagstoff- und Transportbetonaktivitäten unseres türkischen Joint Ventures
Akçansa. Niedrigere Zementinlandslieferungen konnten durch gestiegene Exporte weitgehend
ausgeglichen werden. Insgesamt nahm der Zement- und Klinkerabsatz von Akçansa in den
ersten sechs Monaten um 1,3 % ab. Während die Zuschlagstofflieferungen deutlich zurückgingen,
verzeichnete der Transportbetonabsatz einen erfreulichen Zuwachs. Der Umsatz des Konzerngebiets Afrika-Östlicher Mittelmeerraum stieg um 3,7 % auf 833
(i.V.: 803) Mio €; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten
betrug der Zuwachs 13,3 %. KonzernserviceDer Konzernservice umfasst die Aktivitäten unseres Tochterunternehmens HC Trading,
einer der größten internationalen Handelsgesellschaften für Zement und Klinker. Das
Unternehmen ist ebenfalls zuständig für den Kauf und die Lieferung von Kohle und Petrolkoks
auf dem Seeweg an eigene Standorte und an andere Zementunternehmen weltweit. Darüber
hinaus sind in den Bereich Konzernservice unsere Zement- und Transportbetonaktivitäten
in Kuweit einbezogen. Das gesamte Handelsvolumen von HC Trading stieg im ersten Halbjahr um 12,6% auf den
Rekordwert von 14,7 (i.V.: 13,0) Mio t. Der Rückgang der Lieferungen von Zement, Klinker
und sonstigen Baustoffen wie Kalk und Trockenmörtel um 4,9% auf 8,7 (i.V.: 9,1) Mio
t konnte durch den starken Anstieg des Handels mit Kohle und Petrolkoks um 54,3% auf
6,0 (i.V.: 3,9) Mio t mehr als ausgeglichen werden. Der Umsatz des Bereichs Konzernservice erhöhte sich um 23,3 % auf 809 (i.V.: 656)
Mio €; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten belief sich
der Anstieg auf 22,7 %. MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl von HeidelbergCement lag Ende des ersten Halbjahrs 2018 bei 59.642
(i.V.: 60.993). Die Abnahme um 1.351 Mitarbeiter resultiert im Wesentlichen aus zwei
gegenläufigen Entwicklungen: Einerseits wurden konzernweit rund 3.200 Stellen abgebaut
- zum einen durch Portfolio-Optimierungen, insbesondere durch die Dekonsolidierung
unseres Georgien-Geschäfts, zum anderen durch die Realisierung von Synergien bei ehemaligen
Italcementi-Tochtergesellschaften, insbesondere in Ägypten, und darüber hinaus im
Zuge von Effizienzsteigerungen in Vertrieb und Verwaltung sowie Standortoptimierungen,
vornehmlich in Indonesien. Andererseits war ein Anstieg der Mitarbeiterzahl um rund
1.900 neue Beschäftigte zu verzeichnen, der insbesondere auf die Unternehmenserwerbe
in Italien und Australien im ersten Quartal 2018 und den USA im Vorjahr zurückzuführen
ist. Weiterhin kamen in einigen Ländern der Konzerngebiete West- und Südeuropa und
Nord- und Osteuropa-Zentralasien sowie insbesondere in Australien neue Mitarbeiter
aufgrund der soliden Marktentwicklung hinzu. Personelle Veränderung im AufsichtsratHerr Frank-Dirk Steininger, von der Gewerkschaft nominierter Arbeitnehmervertreter
im Aufsichtsrat, hat sein Mandat zum 31. Januar 2018 aufgegeben. Das Amtsgericht Mannheim
hat auf Antrag des Unternehmens den Aufsichtsrat ergänzt und die von der zuständigen
Gewerkschaft benannte Frau Barbara Breuninger mit Wirkung vom 5. April 2018 als Vertreterin
der Arbeitnehmer zu dessen Mitglied bestellt. Die Bestellung ist befristet bis zum
Ende der Amtszeit der übrigen Aufsichtsratsmitglieder, d.h. bis zur Beendigung der
Hauptversammlung 2019. Mit der Bestellung von Frau Breuninger setzt sich der Aufsichtsrat der HeidelbergCement
AG aus acht Männern und vier Frauen zusammen, so dass das gesetzliche Erfordernis
eines Mindestanteils von jeweils 30% an Frauen und Männern im Aufsichtsrat erfüllt
ist. Ereignisse nach dem BilanzstichtagNach dem Bilanzstichtag haben sich keine berichtspflichtigen Ereignisse ergeben. AusblickDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Juli 2018 seine Prognose einer weiteren
Beschleunigung des globalen Wirtschaftswachstums auf 3,9 % im Jahr 2018 bestätigt.
Wesentliche Treiber dieser Entwicklung sind einerseits das weiter zunehmende Wachstum
in den USA und andererseits eine wirtschaftliche Erholung der erdölexportierenden
Schwellenländer. Die Wachstumserwartungen in der Eurozone und in Großbritannien wurden
hingegen aufgrund des schwächeren Jahresbeginns nach unten korrigiert. Der IWF weist auf gestiegene Risiken bezüglich der Prognose hin. Dazu zählt insbesondere
das Risiko von eskalierenden Handelssanktionen als auch von restriktiveren Finanzierungsbedingungen
infolge eines schneller als erwarteten Anstiegs der Inflation und des Zinsniveaus
in den USA. HeidelbergCement erwartet weiterhin von der guten und stabilen wirtschaftlichen Entwicklung
in den Industriestaaten, insbesondere in den USA, Kanada und Deutschland, in den Ländern
Nordeuropas und in Australien zu profitieren. Hinzu kommt der fortgesetzte wirtschaftliche
Aufschwung in den Ländern Osteuropas, in Frankreich und Spanien sowie - etwas weniger
ausgeprägt - in Italien. In diesen Ländern erzielen wir ca. 75 % unseres Umsatzes.
In den Wachstumsländern wie Ägypten, Indonesien, Thailand, Indien und Marokko sowie
in West- und Ostafrika rechnen wir unverändert mit einer fortgesetzten wirtschaftlichen
Erholung. Aufgrund der insgesamt positiven Nachfrageentwicklung geht HeidelbergCement von steigenden
Absatzzahlen für die Kernprodukte Zement, Zuschlagstoffe und Transportbeton aus. Bei den Kosten rechnen wir mit einem weiteren Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise.
Dagegen werden sich die Personalaufwendungen lediglich moderat erhöhen. Unsere globalen
Programme zur Kosten- und Prozessoptimierung sowie Margensteigerung werden wir auch
2018 konsequent fortsetzen. Dazu gehören die Continuous-Improvement-Programme für
die Geschäftsbereiche Zuschlagstoffe ("Aggregates CI"), Zement ("CIP") und Beton ("CCR")
sowie "FOX" für den Einkauf. Wie in den Vorjahren erwarten wir aus diesen Programmen
erhebliche Beiträge zur weiteren Effizienz- und Ergebnisverbesserung. Auf Basis dieser Annahmen hält der Vorstand für das Jahr 2018 weiterhin an dem Ziel
fest, Umsatz und Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Wechselkurs- und Konsolidierungseffekten
moderat und den Jahresüberschuss deutlich zu steigern. Die grundlegend positive Marktdynamik stimmt uns weiterhin zuversichtlich für das
Jahr 2018. HeidelbergCement ist global gut aufgestellt für nachhaltiges und profitables
Wachstum. Wir sind auf Kurs, unsere strategischen Ziele zu erreichen: kontinuierliches
Wachstum, langfristige Wertschaffung für unsere Aktionäre und Sicherung hochwertiger
Arbeitsplätze. Weitere Angaben zum AusblickDer Unternehmensleitung von HeidelbergCement liegen keine neuen, über die im vorangegangenen
Abschnitt erwähnten Entwicklungen hinausgehenden Erkenntnisse vor, dass sich die im
Geschäftsbericht 2017 im Kapitel Prognosebericht auf den Seiten 66 ff. abgegebenen
wesentlichen Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung von
HeidelbergCement und des unternehmerischen Umfelds für das Geschäftsjahr 2018 wesentlich
verändert haben. Im Ausblick gehen wir auf die erwartete zukünftige Entwicklung von HeidelbergCement
und des unternehmerischen Umfelds im weiteren Jahresverlauf 2018 ein. In diesem Zusammenhang
weisen wir darauf hin, dass dieser Halbjahresfinanzbericht zukunftsgerichtete Aussagen
enthält, die auf den derzeit verfügbaren Informationen sowie den gegenwärtigen Annahmen
und Prognosen der Unternehmensleitung von HeidelbergCement beruhen. Solche Aussagen
sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet und können daher deutlich
von der tatsächlich eintretenden Entwicklung abweichen. HeidelbergCement übernimmt
keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, die in diesem Halbjahresfinanzbericht
gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren. Risiko- und ChancenberichtDie Risikopolitik von HeidelbergCement orientiert sich an der Unternehmensstrategie,
die auf die Bestandssicherung und die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts
ausgerichtet ist. Unternehmerisches Handeln ist stets zukunftsorientiert und daher
mit Risiken behaftet. Risiken zu identifizieren, sie zu verstehen und systematisch
zu bewerten und einzugrenzen, unterliegt der Verantwortung des Vorstands und ist eine
Hauptaufgabe aller Führungskräfte. HeidelbergCement ist zahlreichen Risiken ausgesetzt,
die nicht grundsätzlich vermieden, sondern akzeptiert werden, wenn sie sich im Rahmen
der rechtlichen und ethischen Grundsätze unternehmerischen Handelns bewegen und sie
zu den damit verbundenen Chancen in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Das Chancen-
und Risikomanagement von HeidelbergCement ist über konzernweite Planungs- und Steuerungssysteme
eng miteinander verbunden. Die Chancen werden in der jährlich erstellten operativen
Planung erfasst und im Rahmen der monatlichen Finanzberichterstattung verfolgt. Die
unmittelbare Verantwortung, Chancen frühzeitig zu erkennen und wahrzunehmen, obliegt
dem operativen Management in den Ländern sowie den zentralen Konzernabteilungen. In der ganzheitlichen Betrachtung von Einzelrisiken sowie der Gesamtrisikoposition
sind aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden oder andere bedeutende Risiken
erkennbar. Unser konzerweit standardisiertes Kontroll- und Risikomanagementsystem
stellt sicher, dass wesentliche Risiken, deren Eintritt die wirtschaftliche Lage des
Konzerns erheblich verschlechtern würde, frühzeitig identifiziert werden. Risiken, die sich im Geschäftsjahr 2018 und auf absehbare Zeit danach auf unsere Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken könnten, sowie die Chancen sind ausführlich
im Geschäftsbericht 2017 im Kapitel Risiko- und Chancenbericht auf den Seiten 73 ff.
dargestellt. Die Risiken aus volatilen Energie- und Rohstoffpreisen sowie Wechselkursen sind weiterhin
hoch. Geopolitische Risiken resultieren insbesondere aus den politischen Krisen und
militärischen Konflikten im Nahen Osten sowie im Osten der Ukraine. Zu den makroökonomischen
Risiken zählt insbesondere die Gefahr eskalierender Handelskonflikte. Unsicherheiten
bestehen weiterhin hinsichtlich der Stabilität des globalen Finanzsystems. HeidelbergCement bilanziertGewinn- und Verlustrechnung des Konzernsscroll
Gesamtergebnisrechnung des Konzernsscroll
Kapitalflussrechnung des Konzernsscroll
Bilanz des KonzernsAktivascroll
Passivascroll
Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzernsscroll
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1)
Die in den Minderheitsanteilen enthaltenen kumulierten Währungsumrechnungsdifferenzen
veränderten sich im Jahr 2018 um -1,8 (i.V.: -84,3) Mio € auf -288,8 (i.V.: -220,7)
Mio €. Der Gesamtbetrag der im Eigenkapital erfassten Währungsumrechnungsdifferenzen
beträgt somit -2.011,0 (i.V.: -1.257,3) Mio €. Segmentberichterstattung / Anhangscroll
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1)
Beinhaltet Konzernfunktionen, die Eliminierung von konzerninternen Verflechtungen
zwischen den Segmenten sowie das zusätzliche ordentliche Ergebnis Anhang zum KonzernzwischenabschlussBilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer Konzernzwischenabschluss der HeidelbergCement AG zum 30. Juni 2018 wurde auf Basis
des IAS 34 (Interim Financial Reporting) aufgestellt. Es wurden alle zum Abschlussstichtag
verbindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich der
Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) angewendet, die durch
die EU-Kommission in europäisches Recht übernommen wurden. In Einklang mit den Regelungen des IAS 34 wurde ein im Vergleich zum Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2017 verkürzter Berichtsumfang mit ausgewählten Anhangangaben gewählt.
Die bei der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses angewendeten Bilanzierungs-
und Bewertungsgrundsätze entsprechen grundsätzlich denen des Konzernabschlusses zum
31. Dezember 2017. Detaillierte Erläuterungen finden sich auf den Seiten 112 f. im
Anhang des Geschäftsberichts 2017, der die Grundlage für diesen Zwischenabschluss
darstellt. In Übereinstimmung mit IAS 34 wurden die Aufwendungen für Ertragsteuern in der Berichtsperiode
auf Basis des Steuersatzes abgegrenzt, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet
wird. Der Konzernzwischenabschluss unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Anwendung neuer RechnungslegungsstandardsFür den Konzernzwischenabschluss wurden die folgenden neuen oder geänderten Standards
und Interpretationen des IASB erstmalig angewendet:
Finanzielle Vermögenswerte, die innerhalb eines Geschäftsmodells gehalten werden,
dessen Zielsetzung im Halten von Vermögenswerten besteht, um die vertraglichen Zahlungsströme
zu vereinnahmen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sieht das Geschäftsmodell
die Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme sowie die Veräußerung finanzieller
Vermögenswerte vor, werden diese Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
bewertet. Trifft keines der beiden Geschäftsmodelle zu, werden die finanziellen Vermögenswerte
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Beteiligungen an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen von
untergeordneter Bedeutung sowie Beteiligungen, auf die HeidelbergCement keinen maßgeblichen
Einfluss ausübt, wurden gemäß IAS 39 als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und
zu Anschaffungskosten bewertet. Gemäß IFRS 9 werden die Beteiligungen ohne maßgeblichen
Einfluss umklassifiziert und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Beteiligungen,
auf die HeidelbergCement keinen beherrschenden Einfluss ausübt sowie kurzfristige
Finanzinvestitionen wurden unter IAS 39 als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert
und erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Nach IFRS 9 werden diese erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert bzw. erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Erfolgsneutrale Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden in der Rücklage "erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert" (FVOCI-Rücklage) erfasst. Es kann für jede Beteiligung
individuell entschieden werden, ob diese als erfolgswirksam oder erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Beteiligungen an Tochterunternehmen, Joint Ventures
und assoziierten Unternehmen von untergeordneter Bedeutung werden weiterhin zu Anschaffungskosten
bewertet, da sie nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen. Die Mehrzahl der Darlehen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen
operativen Forderungen erfüllen weiterhin die Kriterien für eine Bilanzierung zu fortgeführten
Anschaffungskosten. Sind finanzielle Vermögenswerte keinem der beiden Geschäftsmodelle
zuzuordnen oder enthalten die finanziellen Vermögenswerte nicht ausschließlich Zins-
und Tilgungszahlungen, wurden diese umklassifiziert und nach IFRS 9 erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet. IFRS 9 führt ein neues Wertminderungsmodell ein, welches auf alle finanziellen Vermögenswerte
anwendbar ist, die entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Dieses Modell sieht die Erfassung der
erwarteten Kreditausfälle bereits zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes vor. Dies
führt zu einer Erhöhung der Risikovorsorge. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
wird das vereinfachte Wertminderungsmodell von IFRS 9 angewendet. Für Bankguthaben,
Darlehen sowie andere finanzielle Forderungen, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert klassifiziert sind, werden die allgemeinen Wertminderungsregelungen von IFRS
9 herangezogen. Der erfolgsneutrale Erstanwendungseffekt des neuen Wertminderungsmodels
beläuft sich bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 2,2 Mio €, so dass
sich die kumulierten Wertminderungen von 88,6 Mio € zum 31. Dezember 2017 auf 90,8
Mio € zum 1. Januar 2018 erhöhten. Bei den Ausleihungen und sonstigen verzinslichen
Forderungen wurden zum 1. Januar 2018 Wertminderungen in Höhe von 3,2 Mio € erfolgsneutral
erfasst. In Bezug auf die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen sieht IFRS 9 eine Abschaffung
der im Rahmen des retrospektiven Effektivitätstests anzuwendenden Schwellenwerte vor.
Stattdessen ist ein Nachweis über den wirtschaftlichen Zusammenhang zwischen Grundgeschäft
und Sicherungsinstrument zu führen. Darüber hinaus werden der Kreis möglicher Grundgeschäfte
und die Anhangangaben zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erweitert. Die neuen
Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden prospektiv angewendet.
Alle derzeit bestehenden Sicherungsbeziehungen erfüllen die Voraussetzungen für Hedge-Accounting
nach IFRS 9 und können wie bisher fortgeführt werden. Die Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten nach
IFRS 9 entsprechen im Wesentlichen den bisherigen Vorschriften in IAS 39, so dass
sich hieraus keine Änderungen ergeben. Die aus der Erstanwendung zum 1. Januar 2018 resultierenden Übergangseffekte führten
zum 1. Januar 2018 zu einer Minderung der Gewinnrücklagen um 11,0 Mio € vor Berücksichtigung
latenter Steuern. Aufgrund der Umstellung auf IFRS 9 erhöhte sich der Beteiligungsbuchwert
von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen zum 1. Januar 2018. Dies führte
zu einem Anstieg der FVOCl-Rücklage von 2,7 Mio €. Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der ursprünglichen Bewertungskategorien
und Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach IAS 39 zum
31. Dezember 2017 auf die neuen Bewertungskategorien und Buchwerte gemäß IFRS 9 zum
1. Januar 2018. Überleitung IFRS 9 - Klassifizierung und Bewertungscroll
scroll
1)
AfS: Available for sale - Zur Veräußerung gehalten, LaR: Loans and receivables - Kredite
und Forderungen, Hedge: Hedge accounting - Bilanzierung als Sicherungsbeziehung, HfT:
Held for trading - Zu Handelszwecken gehalten, FLAC: Financial liabilities at amortised
cost - Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
HeidelbergCement erzielt im Wesentlichen Umsatzerlöse aus einfach strukturierten Verkäufen
von Baustoffen wie Zement, Zuschlagstoffen, Transportbeton und Asphalt, bei denen
die Verfügungsgewalt zeitpunktbezogen auf den Kunden übergeht. Der durch die Erstanwendung von IFRS 15 in Einzelfällen veränderte Zeitpunkt der Umsatzrealisierung
führte zum 1. Januar 2018 zu einer Minderung der Gewinnrücklagen um 2,7 Mio €. Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten werden in der Bilanz nicht separat,
sondern in den sonstigen operativen Forderungen bzw. in den sonstigen operativen Verbindlichkeiten
ausgewiesen. Zum 1. Januar 2018 ergaben sich aus erbrachten Leistungsverpflichtungen,
für die noch kein unbedingter Zahlungsanspruch besteht, kurzfristige Vertragsvermögenswerte
in Höhe von 11,7 Mio € und aus erhaltenen Kundenanzahlungen kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten
in Höhe von 80,0 Mio €. Zum 30. Juni 2018 betrugen die kurzfristigen Vertragsvermögenswerte
31,0 Mio € und die kurzfristigen Vertragsverbindlichkeiten 136,3 Mio €.
Saisonabhängigkeit des GeschäftsDie Produktion und der Verkauf von Baustoffen sind aufgrund regionaler Witterungsverhältnisse
saisonabhängig. lnsbesondere in unseren wichtigen Märkten in Europa und Nordamerika
wirken sich die Wintermonate auf die Geschäftszahlen im ersten und vierten Quartal
mit niedrigeren Absätzen und Ergebnissen aus, während diese in den wärmeren Monaten
des zweiten und dritten Quartals höher ausfallen. DevisenkurseDie nachfolgende Tabelle enthält die wichtigsten Devisenkurse, die bei der Umrechnung
der Einzelabschlüsse in fremder Währung Anwendung fanden. scroll
Unternehmenszusammenschlüsse in der BerichtsperiodeAm 2. Januar 2018 hat unsere Tochtergesellschaft Italcementi S.p.A. den Erwerb von
100% der Anteile an Cementir Italia und deren Tochtergesellschaften abgeschlossen.
Alle Bedingungen für den Abschluss der Transaktion wurden nach Erhalt der Genehmigungen
durch die italienische Wettbewerbsbehörde erfüllt. Zur Erweiterung unserer Marktposition
in Italien hatten wir am 19. September 2017 über Italcementi eine Vereinbarung mit
Cementir Holding über den Kauf des gesamten Zement- und Betongeschäfts von Cementir
Italia S.p.A., Rom, getroffen, einschließlich der vollständig kontrollierten Tochtergesellschaften
Cementir Sacci S.p.A. und Betontir S.p.A. Der Kaufpreis beträgt 315,0 Mio € und wurde
in bar entrichtet. Die Akquisition umfasst fünf Zement- und zwei Zementmahlwerke sowie
ein Netzwerk aus Terminals und Transportbetonwerken. Die Kaufpreisallokation ist noch
nicht abgeschlossen, da die Bewertungen insbesondere für die Sachanlagen und die latenten
Steuern noch nicht fertiggestellt sind. Der vorläufig erfasste Geschäfts- oder Firmenwert
in Höhe von 95,0 Mio € ist steuerlich nicht abzugsfähig und repräsentiert Synergiepotentiale. Am 31. Januar 2018 hat unsere australische Tochtergesellschaft Hanson Holdings Australia
Limited, Victoria, (Hanson Australia) 100% der Anteile an der Alex Fraser Pty. Ltd.
Group, Victoria, einen in Australien führenden Produzenten von recycelten Baustoffen
und Asphalt, von Swire Investments (Australia) Ltd. erworben. Der Kaufpreis beläuft
sich auf 134,1 Mio € und unterliegt üblichen nachträglichen Kaufpreisanpassungen.
Das Unternehmen betreibt drei Produktionsstätten in Melbourne und zwei in Brisbane.
Die Alex Fraser Group produziert außerdem Asphalt in zwei Werken in Melbourne. Der
Kauf stärkt unsere Marktpositionen in den Ballungsräumen von Melbourne und Brisbane.
Hanson Australia gewinnt darüber hinaus Know-how in der Produktion von Asphalt und
recycelten Baustoffen, die das bestehende Geschäft gut ergänzen und sich für den Einstieg
in weitere Märkte nutzen lassen. Die Kaufpreisallokation ist noch nicht abgeschlossen,
da die Bewertungen insbesondere für die Sachanlagen noch nicht fertiggestellt sind.
Der vorläufig erfasste Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 67,1 Mio € repräsentiert
Synergiepotentiale und ist steuerlich nicht abzugsfähig. Weiterhin hat Hanson Australia am 29. März 2018 100% der Anteile an der Suncoast Asphalt
Pty Ltd-Gruppe, Queensland, erworben. Das Unternehmen produziert Asphalt und beliefert
Kunden im privaten und öffentlichen Sektor im Großraum Süd-Ost Queensland. Der Kaufpreis
beträgt 18,7 Mio € und wurde in bar entrichtet. Die Kaufpreisallokation ist noch nicht
abgeschlossen, da die Bewertungen insbesondere für die Sachanlagen noch nicht fertiggestellt
sind. Der vorläufig erfasste, steuerlich nicht abzugsfähige Geschäfts- oder Firmenwert
in Höhe von 10,7 Mio € repräsentiert Synergiepotentiale. Zur Stärkung der Marktposition in Kanada hat HeidelbergCement am 7. Februar 2018 im
Rahmen eines Asset Deals ein Zementwerk in der Provinz Quebec erworben. Der in bar
entrichtete Kaufpreis in Höhe von 42,2 Mio € unterliegt einer üblichen Working-Capital-Anpassungsklausel.
Die Kaufpreisallokation ist noch nicht abgeschlossen, da die Bewertungen insbesondere
für die Sachanlagen noch nicht fertiggestellt sind. Der vorläufig erfasste, steuerlich
abzugsfähige Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 37,3 Mio € repräsentiert Synergiepotentiale. Außerdem hat HeidelbergCement am 6. April 2018 über seine amerikanische Tochtergesellschaft
Sherman Industries LLC, Wilmington, jeweils 100% der Anteile an der Fairburn Ready-Mix,
Inc., Tyrone, und der Harrell Aggregate Hauling, Inc., Tyrone, erworben. Fairburn
Ready-Mix betreibt fünf Transportbetonwerke in der Metropolregion Atlanta. Mit dem
Erwerb ergänzt HeidelbergCement sein Kerngeschäft und bildet eine Plattform für weiteres
Wachstum. Der in bar entrichtete Kaufpreis in Höhe von insgesamt 18,0 Mio € unterliegt
üblichen nachträglichen Kaufpreisanpassungen. Die Kaufpreisallokation ist noch nicht
abgeschlossen, da die Bewertungen insbesondere für die Sachanlagen noch nicht fertiggestellt
sind. Der vorläufig erfasste, steuerlich abzugsfähige Geschäfts- oder Firmenwert in
Höhe von 11,8 Mio € repräsentiert Synergie- und Wachstumspotentiale. Die nachfolgende Tabelle zeigt die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte
und Schulden, die bei den oben beschriebenen Transaktionen erworben wurden. Vorläufige beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktscroll
Bei den erworbenen Sachanlagen handelt es sich um Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten (89,4 Mio €), technische Anlagen und Maschinen (109,9 Mio €), andere
Anlagen (9,6 Mio €) sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (6,7 Mio €). Im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse wurden Forderungen mit einem beizulegenden
Zeitwert von 98,5 Mio € erworben. Hierbei handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen in Höhe von 84,2 Mio € sowie sonstige operative Forderungen in Höhe
von 13,9 Mio €. Vom Bruttobetrag der vertraglichen Forderungen in Höhe von 126,6 Mio
€ werden voraussichtlich 28,3 Mio € uneinbringlich sein. Seit dem Erwerb haben die Unternehmen 108,0 Mio € zu den Umsatzerlösen und -14,4 Mio
€ zum Konzernergebnis beigetragen. Wären die Erwerbe bereits zum 1. Januar 2018 erfolgt,
wären die Umsatzerlöse um 14,6 Mio € höher und das Konzernergebnis um 1,0 Mio € höher
ausgefallen. Für die Unternehmenszusammenschlüsse sind Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 3,7
Mio € angefallen, die in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst wurden. Darüber hinaus hat HeidelbergCement in der Berichtsperiode weitere Unternehmenszusammenschlüsse
vorgenommen, die für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter
Bedeutung sind. Unternehmenszusammenschlüsse in der VorjahresperiodeAm 30. Juni 2017 hat HeidelbergCement den Kauf von Produktionsstätten für Zuschlagstoffe,
Transportbeton und Asphalt von Cemex im Nordwesten der USA abgeschlossen. Die von
Cemex übernommenen Geschäftsaktivitäten beinhalten sieben Zuschlagstoffsteinbrüche,
fünf Transportbetonwerke und drei Asphaltbetriebe. Die erworbenen Zuschlagstoffreserven
und -ressourcen belaufen sich auf 110 Mio t. Mit dem Erwerb verstärkt HeidelbergCement
die vertikal integrierte Marktposition in den Staaten Washington und Oregon. Der Kaufpreis
in Höhe von 129,8 Mio € wurde in bar beglichen. Die Kaufpreisallokation ist abgeschlossen.
Im Vergleich zum 31. Dezember 2017 ergab sich eine Verringerung der Sachanlagen um
1,1 Mio € sowie eine Erhöhung der Rückstellungen um 0,3 Mio €. Der endgültige Geschäfts-
oder Firmenwert in Höhe von 38,0 Mio € ist steuerlich abzugsfähig und repräsentiert
Synergiepotentiale. Die nachfolgende Tabelle zeigt die endgültigen beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte
und Schulden zum Erwerbszeitpunkt. Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktscroll
Desinvestitionen in der BerichtsperiodeAm 15. Dezember 2017 hat HeidelbergCement bekannt gegeben, mit H+H International A/S
und deren Tochtergesellschaft H+H Deutschland GmbH eine Vereinbarung über den Verkauf
des Kalksandsteingeschäfts unterzeichnet zu haben. Der Verkauf wurde am 28. Februar
2018 abgeschlossen. Der Verkauf umfasst die Beteiligungen an den mittelbaren Tochtergesellschaften
Heidelberger Kalksandstein GmbH, KS-QUADRO Bausysteme GmbH, Durmersheim, Deutschland,
und Hunziker Kalksandstein AG, Brugg, Schweiz. Hinzu kommen bestimmte Immobilien,
die zu Tochtergesellschaften der HeidelbergCement AG gehören. Die veräußerten Vermögenswerte
und Schulden wurden in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017 als Veräußerungsgruppen
ausgewiesen. Der Verkaufspreis in Höhe von 110,6 Mio € wurde in bar entrichtet und
unterliegt üblichen nachträglichen Kaufpreisanpassungen. Aus der Veräußerung resultierte
ein Gewinn in Höhe von 69,8 Mio €, der in den zusätzlichen ordentlichen Erträgen ausgewiesen
wurde. Am 14. Februar 2018 hat unsere US-amerikanische Tochtergesellschaft Lehigh Cement
Company LLC, Wilmington, eine Vereinbarung über den Verkauf ihrer 51 %-Beteiligung
an Lehigh White Cement Company, Harrisburg, an die Minderheitsaktionäre Aalborg Cement
Company Inc. und Cemex, Inc. unterzeichnet. Der Verkauf wurde am 29. März 2018 abgeschlossen.
Der Verkaufspreis betrug 115,1 Mio € und wurde in bar entrichtet. Er unterliegt üblichen
nachträglichen Kaufpreisanpassungen. Der Veräußerungsgewinn in Höhe von 46,3 Mio €
wurde in den zusätzlichen ordentlichen Erträgen erfasst. Am 1. Juni 2018 hat unsere italienische Tochtergesellschaft Italcementi S.p.A. über
ihre Tochtergesellschaft Cementir Italia S.p.A. den Verkauf des Zementwerks in Maddaloni,
Italien, abgeschlossen. Mit der Veräußerung erfüllte HeidelbergCement eine Auflage
der italienischen Wettbewerbsbehörde im Zusammenhang mit dem Erwerb der italienischen
Cementir-Aktivitäten. Die veräußerten Vermögenswerte und Schulden wurden zum Zeitpunkt
des Erwerbs von Cementir als Veräußerungsgruppen ausgewiesen. Der Verkaufspreis in
Höhe von 40,0 Mio € setzt sich aus einer Barzahlung in Höhe von 10,0 Mio € und einer
langfristigen Forderung in Höhe von 30,0 Mio € zusammen. Er unterliegt üblichen nachträglichen
Abschlussanpassungen. Der vorläufige Veräußerungsgewinn in Höhe von 1,6 Mio € wurde
in den zusätzlichen ordentlichen Erträgen ausgewiesen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunkt. Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunktscroll
Im Zusammenhang mit den Desinvestitionen sind Veräußerungsnebenkosten in Höhe von
5,1 Mio € angefallen, die in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst wurden. Desinvestitionen in der VorjahresperiodeAm 8. Februar 2017 hat HeidelbergCement 100% der Anteile an Essroc San Juan Inc.,
Puerto Rico, veräußert. Die Gesellschaft war im Rahmen der Italcementi-Akquisition
erworben worden. Der Verkaufspreis für Essroc San Juan betrug 6,5 Mio € und wurde
in bar entrichtet. Aus der Veräußerung resultierte ein Verlust in Höhe von 6,0 Mio
€, der in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst wurde. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunkt. Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunktscroll
Umsatzentwicklung nach Konzerngebieten und Geschäftsbereichenscroll
scroll
Ergebnis je Aktiescroll
Geschäfts- oder FirmenwerteGeschäfts- oder Firmenwerte werden im HeidelbergCement Konzern grundsätzlich einmal
jährlich im vierten Quartal nach Fertigstellung der operativen Dreijahresplanung oder
bei Anzeichen für einen möglichen Wertminderungsbedarf einem Wertminderungstest gemäß
IAS 36 (Impairment of Assets) unterzogen. Im Rahmen dieser Wertminderungsprüfung wird
der Buchwert einer Gruppe von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGU), denen
ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, mit dem erzielbaren Betrag dieser Gruppe
von CGUs verglichen. Zum 30. Juni 2018 hat das Management geprüft, ob neue Anzeichen
für einen Wertminderungsbedarf vorliegen. Aus der Überprüfung ergab sich keine Notwendigkeit
für eine Wertminderung. EigenkapitalveränderungsrechnungDer Rückgang der Minderheitsanteile aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises
ist im Wesentlichen auf die Veräußerung der US-amerikanischen Tochtergesellschaft
Lehigh White Cement Company zurückzuführen. Die Änderungen von Anteilen an Tochterunternehmen
resultieren insbesondere aus dem Erwerb der restlichen 40 % der Anteile an der Nordic
Precast Group AB, Stockholm, Schweden. Im Geschäftsjahr wurden an die Aktionäre der HeidelbergCement AG Dividenden in Höhe
von 377,0 Mio € (1,90 € je Aktie) gezahlt. Die Dividenden an Minderheitsgesellschafter
resultieren insbesondere aus Dividendenzahlungen unserer indonesischen Tochtergesellschaft
PT Indocement Tunggal Prakasa Tbk. in Höhe von 75,3 Mio € sowie Dividenden unserer
marokkanischen Tochtergesellschaften Ciments du Maroc S.A. und Industrie Sakia El
Hamra "Indusaha" S.A. in Höhe von insgesamt 51,6 Mio €, die zum Abschlussstichtag
noch nicht gezahlt waren. PensionsrückstellungenDie versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die erfolgsneutral im sonstigen
Ergebnis erfasst werden, wurden auf Basis der zum Abschlussstichtag gültigen Zinssätze
für die wesentlichen Länder ermittelt. Zum 30. Juni 2018 ergaben sich insgesamt Gewinne
aus der Neubewertung in Höhe von 146,8 Mio €. Hierin enthalten sind versicherungsmathematische
Gewinne in Bezug auf die Pensionsverpflichtungen in Höhe von 267,5 Mio €, die auf
den Anstieg des gewichteten Rechnungszinssatzes um ca. 0,4 Prozentpunkte zurückzuführen
sind, sowie Verluste aus der Neubewertung des Planvermögens in Höhe von 105,8 Mio
€. Die Begrenzung des Planvermögens führte zu Verlusten in Höhe von 14,9 Mio €. Angaben zu FinanzinstrumentenDie folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte für die einzelnen
Klassen der Finanzinstrumente sowie die Fair-Value-Hierarchien der Vermögenswerte
und Schulden, die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Buchwerte und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumentenscroll
Die Finanzinvestitionen "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" enthalten die
beizulegenden Zeitwerte der US-Beteiligungen Hanson Permanente Cement, Inc. und Kaiser
Gypsum Company, Inc. Die Veränderung der beizulegenden Zeitwerte der Beteiligungen
resultiert aus Wechselkurseffekten. Die anderen Bewertungsparameter sind gleich geblieben.
Hinsichtlich möglicher Unsicherheiten in Bezug auf die Ermittlung des beizulegenden
Zeitwerts dieser Finanzinvestition verweisen wir auf die Erläuterungen auf Seite 130
im Anhang des Geschäftsberichts 2017. In der Berichtsperiode ergaben sich keine wesentlichen
Änderungen zu den im Anhang gemachten Erläuterungen. Die Finanzinvestitionen "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" enthalten Beteiligungen
in Höhe von 30,8 Mio €, auf die HeidelbergCement keinen maßgeblichen Einfluss ausübt.
Die Bewertung erfolgt im Wesentlichen anhand der Multiplikator-Methode. Hierbei wird
der anteilige Unternehmenswert auf Basis unternehmensspezifischer Größen und Multiplikatoren
ermittelt. Weiterhin werden hier Finanzinvestitionen in Höhe von 10,1 Mio € erfasst,
deren beizulegender Zeitwert anhand der am Abschlussstichtag festgestellten Börsenkurse
bestimmt wurde. Diese Finanzinvestitionen wurden als Sicherheiten für bestehende und
zukünftige Rückversicherungsleistungen hinterlegt. Bei den liquiden Mitteln "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" handelt es sich
um hochliquide Investmentfonds, deren beizulegender Zeitwert anhand der am Abschlussstichtag
festgestellten Börsenkurse bestimmt wurde. Die Klassen "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige operative Forderungen"
sowie "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige operative Verbindlichkeiten"
sind nicht unmittelbar auf die dazugehörigen Bilanzpositionen überleitbar, da in diesen
neben den finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten auch nicht-finanzielle
Vermögenswerte in Höhe von 1.330,5 Mio € sowie nicht-finanzielle Verbindlichkeiten
in Höhe von 790,2 Mio € enthalten sind. Detaillierte Erläuterungen zur Vorgehensweise bei der Fair Value Bewertung gemäß IFRS
13 finden sich auf Seite 166 f. im Anhang des Geschäftsberichts 2017, der die Grundlage
für diesen Zwischenabschluss darstellt. Die Beurteilung, ob es bei finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die
zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen
der Fair-Value-Hierarchie gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode.
In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen vorgenommen. Angaben zu nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Berichtszeitraum ergaben sich neben den üblichen Geschäftsbeziehungen keine berichtspflichtigen
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen. EventualverbindlichkeitenZum Abschlussstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 71,0 (i.V.: 71,2)
Mio €, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit rechtlichen und steuerlichen Risiken
stehen. Der Zeitpunkt der möglichen Zahlungsmittelabflüsse für die Eventualverbindlichkeiten
ist unsicher, da sie von unterschiedlichen externen Faktoren abhängen, die außerhalb
des Einflussbereichs von HeidelbergCement liegen. Die Anwendung steuerlicher Regelungen
kann zum Zeitpunkt der Berechnung von Steuererstattungsansprüchen und -verbindlichkeiten
ungeklärt sein. Bei der Berechnung der Steuerpositionen ist die jeweils wahrscheinlichste
Anwendung zugrunde gelegt. Ungeachtet dessen kann die Finanzverwaltung hierzu eine
abweichende Auffassung vertreten. Aus einer abweichenden Auffassung können sich zusätzliche
steuerliche Verbindlichkeiten ergeben. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen
zum Abschlussstichtag wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
Ereignisse nach dem BilanzstichtagBerichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag lagen nicht vor. Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Heidelberg, 31. Juli 2018 HeidelbergCement AG |
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