![]() HeidelbergCement AGHeidelbergQuartalsfinanzbericht Januar bis September 2018HeidelbergCement steigert Absatz, Umsatz und Ergebnis je Aktie - Aktionsplan aufgesetzt
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Es ist möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Quartalsfinanzbericht aufgrund
von Rundungen nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren. KonzernzwischenlageberichtGeschäftsverlauf Januar bis September 2018Wirtschaftliches UmfeldDas Wachstum der Weltwirtschaft setzt sich fort, aber die Abwärtsrisiken haben zugenommen.
Die Volkswirtschaften Asiens und die afrikanischen Länder südlich der Sahara sind
weiterhin auf Wachstumskurs. In Europa dauert die wirtschaftliche Erholung wenn auch
etwas gedämpft an. In den USA ist die Wirtschaft im dritten Quartal erneut kräftig
gewachsen. Absatz in den ersten neun Monaten in allen Geschäftsbereichen gestiegenDie anhaltend positive Marktdynamik in allen Konzerngebieten hat im Zeitraum Januar
bis September 2018 zu einem Absatzanstieg in sämtlichen Geschäftsbereichen geführt. Der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerns nahm um 3,7 % auf 97,0 (i.V.: 93,5) Mio
t zu. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten aus dem Verkauf der Weißzementaktivitäten
in den USA, der Dekonsolidierung des Georgien-Geschäfts und dem Erwerb von Cementir
Italia lag der Zuwachs bei 3,9 %. Zum Wachstum auf vergleichbarer Basis haben insbesondere
die Konzerngebiete Asien-Pazifik und Afrika-Östlicher Mittelmeerraum, aber auch Nord-
und Osteuropa-Zentralasien beigetragen. In West- und Südeuropa sowie Nordamerika übertrafen
die Lieferungen knapp das Vorjahresniveau. Die Zuschlagstofflieferungen stiegen um 1,7 % auf 232,9 (i.V.: 229,0) Mio t. Rückgänge
in den Konzerngebieten Nord- und Osteuropa-Zentralasien und Afrika-Östlicher Mittelmeerraum
konnten durch Wachstum in West- und Südeuropa und insbesondere in Nordamerika und
Asien-Pazifik mehr als ausgeglichen werden. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten
nahm der Absatz um 1,1 % zu. Die Transportbetonlieferungen erhöhten sich um 2,2 % auf 35,8 (i.V.: 35,0) Mio cbm.
Bis auf leichte Mengeneinbußen in West- und Südeuropa verzeichneten alle Konzerngebiete
eine Zunahme. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten belief sich der Absatzanstieg
auf 3,3%. Der Asphaltabsatz stieg deutlich um 10,5% auf 7,8 (i.V.: 7,1) Mio t aufgrund
der positiven Nachfrageentwicklung in Großbritannien und Kalifornien sowie Konsolidierungseffekten
im Nordwesten der USA und Australien. Bereinigt um Konsolidierungseffekte lag der
Zuwachs bei 3,5 %. Umsatz- und ErgebnisentwicklungDer Konzernumsatz von Januar bis September 2018 in Höhe von 13.375 (i.V.: 13.004)
Mio € zeigt einen leichten Anstieg von 2,9 % gegenüber dem Vorjahr. Ohne Berücksichtigung
von Konsolidierungs- und Währungseffekten ist der Konzernumsatz um 7,4% gestiegen.
Konsolidierungskreisveränderungen wirkten sich mit 39 Mio € positiv auf den Umsatz
aus. Wechselkurseffekte minderten hingegen den Umsatz um 575 Mio €. Der Materialaufwand stieg in der Berichtsperiode um 7,3 % auf 5.496 (i.V.: 5.122)
Mio €. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten liegt der Materialaufwand
mit 12,9% über Vorjahresniveau. Die Zunahme betraf vor allem die Aufwendungen für
Energie und Handelswaren. Die Materialaufwandsquote erhöhte sich von 39,4% auf 41,1
%. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge lagen mit -3.544 (i.V.: -3.365)
Mio € um 5,3 % über Vorjahresniveau. Ohne Berücksichtigung von Währungs- und Konsolidierungseffekten
betrug der Anstieg 9,0%, dies basierte im Wesentlichen auf der Erhöhung der Frachtkosten.
Der Personalaufwand reduzierte sich um 0,7 % auf 2.251 (i.V.: 2.266) Mio €. Das Ergebnis
aus Gemeinschaftsunternehmen erhöhte sich um 7,4% auf 151 (i.V.: 141) Mio €. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen verringerte sich um
7,4% auf 2.227 (i.V.: 2.405) Mio €. Die Abnahme um 178 Mio € resultiert im Wesentlichen
aus negativen Wechselkurseffekten in Höhe von 121 Mio € und Konsolidierungskreisveränderungen
von -22 Mio €. Der operative Rückgang in Höhe von 36 Mio € ist vor allem auf den Anstieg
des Materialaufwands zurückzuführen. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs
sank um 10,6 % auf 1.411 (i.V.: 1.578) Mio €. Wechselkurseffekte minderten mit -86
Mio € und Veränderungen im Konsolidierungskreis mit -31 Mio € das Ergebnis des laufenden
Geschäftsbetriebs. Das zusätzliche ordentliche Ergebnis in Höhe von 94 (i.V.: -42) Mio € betrifft im
Wesentlichen Erträge aus dem Abgang von Tochterunternehmen sowie sonstige einmalige
Aufwendungen und Erträge. Insbesondere Erträge aus Veräußerungen von Tochterunternehmen
in Deutschland und den USA beeinflussten das Ergebnis positiv. scroll
Das Finanzergebnis verbesserte sich um 38 Mio € auf -246 (i.V.: -285) Mio €. Neben
den um 32 Mio € gesunkenen Zinsaufwendungen wirkte sich das um 12 Mio € verbesserte
sonstige Finanzergebnis positiv aus, gegenläufig wirkten sich gesunkene Zinserträge
in Höhe von 9 Mio € aus. Das Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen verschlechterte sich
um 4 Mio € auf 1.287 (i.V.: 1.291) Mio €. Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag liegen mit 260 (i.V.: 400) Mio € um 35,0% unter Vorjahresniveau. Das
Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen verbesserte sich um 136
Mio € auf 1.028 (i.V.: 891) Mio €. Das Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen beträgt -12 (i.V.: -11)
Mio € und entfällt auf in Vorjahren aufgegebene Geschäftsbereiche der Hanson-Gruppe. Insgesamt liegt der Überschuss der Periode bei 1.016 (i.V.: 880) Mio €. Das Minderheitsgesellschaftern
zustehende Ergebnis sank um 11 Mio € auf 101 (i.V.: 112) Mio €. Der Anteil der Gruppe
beläuft sich demzufolge auf 915 (i.V.: 768) Mio €. Das Ergebnis je Aktie - Anteil der Gruppe - nach IAS 33 verbesserte sich um 0,74 €
auf 4,61 (i.V.: 3,87) €. Die Gesamtergebnisrechnung und die Herleitung des Ergebnisses je Aktie werden detailliert
im Anhang dargestellt. KapitalflussrechnungVon Januar bis September 2018 war der Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit
der fortzuführenden Geschäftsbereiche mit 494 (i.V.: 708) Mio € um 214 Mio € geringer
als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Ursächlich hierfür waren vor allem der
um 183 Mio € auf 2.226 (i.V.: 2.410) Mio € verminderte Cashflow vor Zins- und Steuerzahlungen
sowie der mit 980 (i.V.: 784) Mio € um 196 Mio € höhere Anstieg des Working Capital.
Die erhaltenen Dividenden lagen mit 159 (i.V.: 196) Mio € unter dem Vorjahresniveau
und beinhalten überwiegend Ausschüttungen von Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten
Gesellschaften. Die Zinseinnahmen sind im Vergleich zur Vorjahresperiode leicht um
10 Mio € auf 79 (i.V.: 89) Mio € gesunken. Die Zinsausgaben haben sich infolge der
deutlich günstigeren Refinanzierung um 40 Mio € auf 393 (i.V.: 433) Mio € verringert.
Die Auszahlungen für Ertragsteuern sind mit 196 (i.V.: 313) Mio € im Vergleich zur
Vorjahresperiode erheblich um 117 Mio € gesunken. In der Berichtsperiode wurden Rückstellungen
in Höhe von 241 (i.V.: 261) Mio € durch Zahlung verbraucht. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit der fortzuführenden Geschäftsbereiche
erhöhte sich in der Berichtsperiode um 225 Mio € auf 847 (i.V.: 623) Mio €. Die zahlungswirksamen
Investitionen stiegen vor allem aufgrund der Unternehmenszusammenschlüsse in Italien,
Australien und Nordamerika um 431 Mio € auf 1.216 (i.V.: 785) Mio € an. Einzelheiten
werden im Abschnitt Investitionen und im Anhang im Abschnitt Unternehmenszusammenschlüsse
in der Berichtsperiode auf S. 21 erläutert. In der Vorjahresperiode wurden Produktionsstätten
für Zuschlagstoffe, Transportbeton und Asphalt von Cemex im Nordwesten der USA gegen
eine Barzahlung von 130 Mio € und betriebliche Vermögenswerte der Saunders Companies
im Bundesstaat New York zum damals vorläufig festgelegten Kaufpreis von 30 Mio €,
der in bar beglichen wurde und in der Berichtsperiode geringfügig um 0,6 Mio € erhöht
wurde, erworben. Bei den zahlungswirksamen Desinvestitionen in Höhe von 344 (i.V.:
163) Mio € entfielen 254 (i.V.: 11) Mio € auf Mittelzuflüsse aus dem Abgang von Tochterunternehmen
und sonstigen Geschäftseinheiten, welche insbesondere mit 109 Mio € den Verkauf des
Kalksandsteingeschäfts in Deutschland und mit 115 Mio € den Verkauf von Lehigh White
Cement in den USA betreffen. Einzelheiten werden im Anhang im Abschnitt Desinvestitionen
in der Berichtsperiode auf S. 23 erläutert. Die Einzahlungen aus dem Verkauf von sonstigem
Anlagevermögen resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten
und Sachanlagen, aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten, Gemeinschaftsunternehmen
und assoziierten Unternehmen und aus der Rückzahlung von Darlehen. Aus der Veränderung
des Konsolidierungskreises ergab sich in der Berichtsperiode ein Mittelzufluss in
Höhe von 24 (i.V.: Mittelabfluss von 0,4) Mio €, der im Wesentlichen auf den übernommenen
Finanzmittelbestand der erworbenen Cementir-Gesellschaften in Italien in Höhe von
25 Mio € entfällt. Aus der Finanzierungstätigkeit der fortzuführenden Geschäftsbereiche ergab sich in
der Berichtsperiode ein Mittelzufluss in Höhe von 139 (i.V.: Mittelabfluss von 406)
Mio €. Der darin enthaltene Liquiditätszufluss aus der Nettoaufnahme / -tilgung von
Anleihen und Krediten in Höhe von 712 (i.V.: 114) Mio € umfasst die Veränderung lang-
und kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten und beinhaltet vor allem die Emission zweier
Anleihen über insgesamt 1,5 Mrd € und die Tilgung zweier Anleihen über insgesamt 980
Mio €. Darüber hinaus sind hierunter die Aufnahmen und Tilgungen von Bankdarlehen
sowie Veränderungen der übrigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten mit hoher Umschlagshäufigkeit
zusammengefasst. In der Vorjahresperiode wurden im Wesentlichen drei Anleihen über
insgesamt 2,25 Mrd € emittiert, zwei Anleihen über insgesamt 1,5 Mrd € und ein Schuldscheindarlehen
in Höhe von 285 Mio € getilgt. Dividendenzahlungen führten insgesamt zu einem Mittelabfluss
von 553 (i.V.: 519) Mio €, hierbei entfielen auf Dividendenzahlungen der Heidelberg-Cement
AG 377 (i.V.: 317) Mio €. InvestitionenDie zahlungswirksamen Investitionen erhöhten sich in den ersten neun Monaten auf 1.216
(i.V.: 785) Mio €. Hiervon entfielen auf Sachanlageinvestitionen (einschließlich der
immateriellen Vermögenswerte) 610 (i.V.: 575) Mio €, die vorwiegend Optimierungs-
und Umweltschutzmaßnahmen in unseren Produktionsstätten, aber auch Expansionsprojekte
in Wachstumsmärkten betrafen. Die Investitionen in Finanzanlagen und sonstige Geschäftseinheiten
stiegen auf 606 (i.V.: 210) Mio €; hierbei handelt es sich im Wesentlichen um den
Erwerb des italienischen Zement- und Betonherstellers Cementir Italia und der australischen
Alex Fraser Group sowie den Kauf eines Zementwerks in der kanadischen Provinz Quebec
und kleinere arrondierende Beteiligungszukäufe. Gleichzeitig haben wir im Rahmen der Portfolio-Optimierung unser Kalksandsteingeschäft
in Deutschland und die Weißzementaktivitäten in den USA veräußert. Darüber hinaus
haben wir ein ehemaliges Cementir-Italia-Zementwerk aufgrund der Auflagen der italienischen
Wettbewerbsbehörde und eine Papiersackfabrik in Ägypten verkauft. Die zahlungswirksamen
Desinvestitionen beliefen sich in den ersten neun Monaten auf insgesamt 344 (i.V.:
163) Mio €. BilanzDie Bilanzsumme ist zum 30. September 2018 gegenüber dem 31. Dezember 2017 um 1.141
Mio € auf 35.699 (i.V.: 34.558) Mio € gestiegen. Die langfristigen Aktiva erhöhten sich um 410 Mio € auf 28.276 (i.V.: 27.865) Mio
€. Die Zunahme betraf vor allem die immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 288 Mio
€, die Finanzanlagen in Höhe von 48 Mio € sowie die sonstigen langfristigen Forderungen
in Höhe von 127 Mio €. Gegenläufig wirkte sich der Rückgang des Aktivpostens für latente
Steuern in Höhe von 50 Mio € aus. Die Erhöhung der Geschäfts- oder Firmenwerte um
283 Mio € auf 11.390 (i.V.: 11.107) Mio € war neben den Wechselkurseffekten von 76
Mio € vornehmlich auf Änderungen des Konsolidierungskreises zurückzuführen. Die kurzfristigen Aktiva erhöhten sich um 808 Mio € auf 7.401 (i.V.: 6.593) Mio €.
Die Zunahme der Vorräte um 79 Mio € auf 1.960 (i.V.: 1.881) Mio € betraf insbesondere
die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
stiegen umsatzbedingt um 724 Mio € auf 2.521 (i.V.: 1.798) Mio € an. Die liquiden
Mittel reduzierten sich um 239 Mio € auf 1.870 (i.V.: 2.109) Mio €. Die Veränderungen
werden im Abschnitt Kapitalflussrechnung erläutert. Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital um 469 Mio € auf 16.521 (i.V.: 16.052)
Mio €. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Überschuss der Periode in Höhe
von 1.016 Mio € und dem sonstigen Ergebnis von 161 Mio €, das insbesondere durch versicherungsmathematische
Gewinne von 94 Mio € und Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von 91 Mio € geprägt
ist. Dividendenzahlungen in Höhe von 553 Mio € sowie Änderungen des Konsolidierungskreises
und von Anteilen an Tochterunternehmen von insgesamt -144 Mio € minderten das Eigenkapital. Die verzinslichen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 603 Mio € auf 11.427 (i.V.: 10.824)
Mio €. Die Zunahme der Nettofinanzschulden (verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich
flüssiger Mittel) um 823 Mio € auf 9.518 (i.V.: 8.695) Mio € ist ursächlich auf die
Mittelflüsse aus Investitionstätigkeit, die Finanzierung der saisonbedingten Zunahme
der Forderungen und die Dividendenzahlungen zurückzuführen. Der Gesamtbetrag der Rückstellungen
reduzierte sich um 100 Mio € auf 2.537 (i.V.: 2.636) Mio €; davon entfielen auf die
Pensionsrückstellungen 55 Mio € und auf die sonstigen Rückstellungen 45 Mio €. Die
Zunahme der operativen Verbindlichkeiten um 174 Mio € auf 4.557 (i.V.: 4.383) Mio
€ betrifft vornehmlich den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
um 81 Mio € auf 2.362 (i.V.: 2.281) Mio € und der sonstigen kurzfristigen operativen
Verbindlichkeiten um 77 Mio € auf 1.568 (i.V.: 1.491) Mio €. FinanzierungAm 12. Januar 2018 haben wir eine neue syndizierte Kreditlinie in Höhe von 3 Mrd €
abgeschlossen, um die bisherige Kreditlinie, die im Februar 2019 abgelaufen wäre,
abzulösen. Unter Berücksichtigung von zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr
konnten wir uns die historisch günstigen Refinanzierungsbedingungen bis 2025 sichern.
Die Kreditmarge wurde je nach Verschuldungsgrad um 20 bis 35 Basispunkte gesenkt.
Die syndizierte Kreditlinie ist als Liquiditätsreserve gedacht und kann für Barziehungen
und Avale sowohl in Euro als auch anderen Währungen genutzt werden. In den ersten neun Monaten 2018 hat HeidelbergCement unter seinem 10 Mrd € EMTN-Programm
zwei Euroanleihen mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Mrd € begeben. Die Emissionserlöse
werden zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung und zur Rückzahlung anstehender Fälligkeiten
verwendet. Am 24. April 2018 hat HeidelbergCement eine Euroanleihe mit einem Emissionsvolumen
von 750 Mio € und einer zehnjährigen Laufzeit bis 24. April 2028 begeben. Die Anleihe
weist einen Festzins von 1,750% p.a. auf. Der Ausgabekurs lag bei 98,870 %, womit
sich eine Rendite von 1,875 % ergab. Am 9. August 2018 hat HeidelbergCement eine weitere Euroanleihe über 750 Mio € begeben.
Die vierjährige Anleihe mit einer Laufzeit bis 9. August 2022 weist einen Festzins
von 0,500 % p.a. auf. Der Ausgabekurs lag bei 99,335 %, womit sich eine Rendite von
0,669% ergab. Bei den in den Jahren 2009 und 2010 begebenen Anleihen besteht gemäß den Anleihebedingungen
eine Beschränkung bezüglich der Neuaufnahme zusätzlicher Verschuldung, wenn der konsolidierte
Deckungsgrad (d.h. das Verhältnis des Gesamtbetrags des konsolidierten EBITDA zum
Gesamtbetrag des konsolidierten Zinsergebnisses) des HeidelbergCement Konzerns unter
2 ist. Dieser Covenant ist bei den übrigen Anleihen sowie Schuldscheindarlehen aufgrund
des Investment Grade Ratings ausgesetzt. Das konsolidierte EBITDA in Höhe von 3.227
Mio € und das konsolidierte Zinsergebnis in Höhe von 425 Mio € werden auf einer Pro-forma-Basis
gemäß den Anleihebedingungen berechnet. Zum 30. September 2018 betrug der konsolidierte
Deckungsgrad 7,59. Die Nettofinanzschulden gingen gegenüber dem 30. September 2017 um 135 Mio € zurück
und beliefen sich zum 30. September 2018 auf 9.518 (i.V.: 9.653) Mio €. Die Zunahme
um 823 Mio € gegenüber dem Jahresende 2017 (8.695 Mio €) ist im Wesentlichen auf die
Akquisitionen in Italien und Australien sowie den saisonbedingten Anstieg des Working
Capital und die Dividendenzahlungen im zweiten Quartal zurückzuführen. West- und SüdeuropaIn den Ländern des Konzerngebiets West- und Südeuropa hält der wirtschaftliche Aufschwung
an, hat aber aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten an Schwung
verloren. Die deutsche Wirtschaft befindet sich - trotz einer erwarteten Abschwächung
im dritten Quartal - dank der guten Binnenkonjunktur und des intakten Arbeitsmarkts
in einer robusten Verfassung. Auch in Belgien und den Niederlanden setzt sich die
Konjunkturerholung fort. In Großbritannien belasten die Unsicherheiten infolge der
stockenden Brexit-Verhandlungen weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung und die
Bauaktivitäten. In Frankreich hat das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal auf 0,4%
zugelegt. Während Spanien mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,6% weiterhin
klar auf Wachstumskurs ist, stagnierte die italienische Wirtschaft im dritten Quartal. Der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerngebiets West- und Südeuropa stieg in den
ersten neun Monaten 2018 um 5,6 % auf 23,0 (i.V.: 21,8) Mio t. Der Zuwachs ist im
Wesentlichen auf die neu einbezogenen Zementaktivitäten von Cementir in Italien sowie
Mengensteigerungen in Frankreich und Spanien zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung
von Konsolidierungseffekten lagen die Lieferungen mit einem Plus von 0,3 % knapp über
dem Vorjahr. In Italien legte der Absatz auch ohne Konsolidierungseffekte moderat
zu. In Deutschland, Belgien/Niederlande und Großbritannien blieben unsere Lieferungen
leicht unter dem Vorjahresniveau. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe konnten leichte Absatzzuwächse in Belgien/Niederlande,
Großbritannien, Frankreich und Spanien einen deutlichen Absatzrückgang in Italien
mehr als ausgleichen. In Deutschland lagen unsere Lieferungen auf dem Vorjahresniveau.
Insgesamt verzeichnete der Zuschlagstoffabsatz des Konzerngebiets in den ersten neun
Monaten einen leichten Anstieg um 1,2% auf 60,4 (i.V.: 59,7) Mio t. Die Transportbetonlieferungen blieben mit 12,9 (i.V.: 13,0) leicht um 0,8 % unter
dem Vorjahr. Während wir in Italien einen deutlichen Mengenanstieg erzielten und unsere
Lieferungen auch in Frankreich und Spanien zulegten, war die Absatzentwicklung in
Deutschland, Belgien / Niederlande und Großbritannien rückläufig. Der Absatz der Asphaltsparte
in Großbritannien stieg um 11,0 % gegenüber dem Vorjahr. Zur Erweiterung unserer Marktposition in Italien hat unsere Tochtergesellschaft Italcementi
S.p.A. am 2. Januar 2018 von Cementir Holding 100% der Anteile an Cementir Italia
S.p.A. und deren Tochtergesellschaften Cementir Sacci S.p.A. und Betontir S.p.A. erworben.
Die Akquisition umfasst fünf Zement- und zwei Zementmahlwerke sowie ein Netzwerk aus
Terminals und Transportbetonwerken. Aufgrund der Auflagen der italienischen Wettbewerbsbehörde
hat Italcementi S.p.A. am 1. Juni 2018 über die erworbene Tochtergesellschaft Cementir
Italia S.p.A. das Zementwerk in Maddaloni verkauft. Im Rahmen der Portfolio-Optimierung haben wir am 28. Februar 2018 unser Kalksandsteingeschäft
in Deutschland, einschließlich eines Werks in der Schweiz, an die dänische H+H International
A/S verkauft. Der Umsatz des Konzerngebiets West- und Südeuropa nahm um 3,5 % auf 3.678 (i.V.: 3.555)
Mio € zu; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten lag der
Zuwachs bei 3,4%. Nord- und Osteuropa-ZentralasienDie nordischen Länder verzeichnen eine insgesamt positive wirtschaftliche Entwicklung
und anhaltend starke Bauaktivitäten. In Polen und Tschechien setzt sich der Aufschwung
der Wirtschaft und der Bautätigkeit fort. Auch die rumänische Wirtschaft bleibt auf
Wachstumskurs, aber es besteht weiterhin ein Mangel an Infrastrukturprojekten und
öffentlichen Bauvorhaben. Die Ukraine und Russland verzeichnen eine wirtschaftliche
Erholung, aber der anhaltende militärische Konflikt in der Ostukraine belastet beide
Länder weiterhin schwer. Die Zement- und Klinkerlieferungen des Konzerngebiets Nord- und Osteuropa-Zentralasien
nahmen in den ersten neun Monaten konsolidierungsbedingt um 2,7% auf 19,3 (i.V.: 19,8)
Mio t ab. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus der Dekonsolidierung unseres Georgien-Geschäfts
wurde ein Absatzanstieg um 3,7% erzielt. Mengenzuwächse in Schweden und Island konnten
Absatzeinbußen in Norwegen und Dänemark nicht ganz ausgleichen, so dass die Lieferungen
der nordeuropäischen Länder insgesamt knapp unter dem Vorjahresniveau blieben. Auch
in Osteuropa-Zentralasien zeigten die Lieferungen der einzelnen Länder ein gemischtes
Bild. Während unsere Absatzmengen in Bulgarien, Russland und der Ukraine rückläufig
und in Rumänien stabil waren, erzielten Tschechien und Polen deutliche Mengensteigerungen.
Auch in Griechenland und Kasachstan lagen unsere Lieferungen über dem Vorjahresniveau.
Insgesamt verzeichnete Osteuropa-Zentralasien ohne Berücksichtigung des Georgien-Effekts
einen moderaten Absatzanstieg. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe blieben unsere Lieferungen mit einem Minus von
0,8 % auf 38,7 (i.V.: 39,1) Mio t leicht unter dem Vorjahr. In Nordeuropa konnten
ein starker Mengenanstieg in Schweden und Zuwächse bei der Mibau-Gruppe die Mengeneinbußen
in Norwegen, Island und den Baltischen Staaten weitgehend ausgleichen. In Osteuropa-Zentralasien
standen Mengensteigerungen in Polen, Tschechien, Rumänien, der Ukraine, der Slowakei
und Griechenland Absatzrückgänge in Kasachstan und Russland gegenüber. Die Transportbetonlieferungen stiegen leicht um 1,1 % auf 5,1 (i.V.: 5,0) Mio cbm.
Bereinigt um die Effekte aus der Dekonsolidierung des Georgien-Geschäfts nahmen die
Lieferungen um 11,7% zu. Die nordeuropäischen Länder erzielten insgesamt einen deutlichen
Absatzzuwachs. Starke Mengenzuwächse verzeichneten auch Polen, Tschechien, Rumänien,
die Slowakei und Griechenland. Der Umsatz des Konzerngebiets Nord- und Osteuropa-Zentralasien wuchs um 1,2 % auf
2.163 (i.V.: 2.138) Mio €; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten
betrug der Anstieg 8,7%. NordamerikaIm Konzerngebiet Nordamerika ist HeidelbergCement in den USA und in Kanada vertreten.
In den USA ist die Wirtschaft auch im dritten Quartal 2018 wieder kräftig gewachsen.
Das Bruttoinlandsprodukt stieg einer ersten Schätzung zufolge um 3,5%. Zum Wachstum
im dritten Quartal trugen auch die Investitionen in den Nichtwohnungsbau bei, während
die Wohnungsbauinvestitionen rückläufig waren. Der Arbeitsmarkt ist in einer sehr
guten Verfassung und der Wirtschaftsausblick ist weiterhin positiv. In den ersten neun Monaten 2018 wurde unser Baustoffabsatz durch ungünstige Wetterbedingungen
empfindlich beeinträchtigt. Der lang anhaltende, harte Winter wirkte sich insbesondere
im Nordosten der USA bis Mitte April deutlich negativ auf die Bauaktivitäten aus.
Im September litten unsere Lieferungen an den ungewöhnlich hohen Niederschlägen in
Texas sowie im mittleren Westen und Nordosten der USA. Der Zementabsatz unserer nordamerikanischen Werke ging in den ersten neun Monaten
um 1,7 % auf 12,1 (i.V.: 12,3) Mio t zurück. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten
aus dem Kauf eines Zementwerks und dem Verkauf der Weißzementaktivitäten lag der Absatz
mit einem geringfügigen Plus von 0,2 % knapp über dem Vorjahr. Die Region Kanada verzeichnete
dank der hohen Nachfrage an der Westküste eine erfreuliche Mengensteigerung. Die Region
West profitierte von den lebhaften Bauaktivitäten insbesondere in Kalifornien und
erzielte einen deutlichen Absatzanstieg. Trotz heftiger Regenfälle im zweiten und
dritten Quartal konnten in der Region Süd die wetterbedingten Mengenverluste der ersten
Monate mehr als aufgeholt werden. In der Region Nord hingegen waren unsere Lieferungen
aufgrund der widrigen Wetterbedingungen im Winter und Frühjahr sowie im September
rückläufig. Sowohl in den USA als auch in Kanada wurden in allen wichtigen Märkten
Preiserhöhungen erfolgreich durchgeführt. Im Rahmen der Portfolio-Optimierung haben wir am 29. März 2018 unsere 51 %-Beteiligung
an Lehigh White Cement Company, Harrisburg, an die Minderheitsaktionäre Aalborg Cement
Company, Inc. und Cemex, Inc. verkauft. Lehigh White Cement Company betreibt zwei
Weißzementwerke in Waco, Texas, und York, Pennsylvania, mit einer jährlichen Produktionskapazität
von insgesamt rund 255.000 t. Am 7. Februar 2018 haben wir ein Zementwerk in der kanadischen
Provinz Quebec erworben. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe erzielten die Regionen Kanada, Süd und West Absatzzuwächse,
während die Lieferungen in der Region Nord wetterbedingt auf dem Vorjahresniveau blieben.
Insgesamt stieg der Zuschlagstoffabsatz in den ersten neun Monaten um 2,9% auf 93,2
(i.V.: 90,6) Mio t. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten in den Regionen
Nord und Kanada belief sich der Zuwachs auf 1,1 %. Die Verkaufspreise konnten in allen
Regionen angehoben werden. In der Transportbetonsparte gingen die Lieferungen der Region Nord wetter- und konsolidierungsbedingt
zurück. Die Region Süd hingegen erzielte leichte und die Regionen Kanada und West deutliche
Mengensteigerungen, so dass der Transportbetonabsatz insgesamt um 5,6 % auf 5,3 (i.V.:
5,0) Mio cbm stieg. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten in den Regionen
Nord, Süd und Kanada betrug der Zuwachs 2,1 %. Um die vertikale Integration im Südosten zu stärken, haben wir am 6. April 2018 den
Transportbetonhersteller Fairburn Ready-Mix erworben. Fairburn Ready-Mix betreibt
fünf Transportbetonwerke in der Metropolregion Atlanta und ergänzt unsere bestehenden
Zement- und Zuschlagstoffaktivitäten in Georgia. Die Asphaltlieferungen erhöhten sich dank der guten Marktbedingungen in der Region
West um 6,9 % auf 3,2 (i.V.: 3,0) Mio t. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten
in der Region Kanada stieg der Absatz um 3,7 %. Im Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-Sonstiges lag der Zementabsatz unseres
Joint Ventures Texas Lehigh Cement aufgrund der ungünstigen Wetterbedingungen unter
dem Vorjahresniveau. Der Gesamtumsatz in Nordamerika nahm um 3,8% auf 3.179 (i.V.: 3.305) Mio € ab; ohne
Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten ergab sich ein Anstieg
um 2,9 %. Asien-PazifikTrotz Restrukturierung und Abkühlung der chinesischen Wirtschaft setzen die Schwellenländer
Asiens ihren Wachstumskurs fort. In China hat sich die Konjunktur im dritten Quartal
mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 6,5 % stärker als erwartet abgeschwächt.
Die Wirtschaft Indonesiens weist solides Wachstum auf und in Indien und Thailand wird
im laufenden Jahr sogar mit einer leichten Beschleunigung des Wirtschaftswachstums
gerechnet. Australien verzeichnet trotz der Investitionsschwäche im Rohstoffsektor
eine robuste Wirtschaftsentwicklung. Die Zement- und Klinkerlieferungen des Konzerngebiets Asien-Pazifik nahmen in den
ersten neun Monaten um 7,8% auf 27,3 (i.V.: 25,3) Mio t zu. In Indonesien stieg der Zement- und Klinkerabsatz unserer Tochtergesellschaft Indocement
in den ersten neun Monaten um 6,6%. Die Preisentwicklung zeigte im dritten Quartal
eine klare Trendwende und weitere Preiserhöhungen wurden im Oktober angekündigt. Indocement
verfolgt weiterhin ein striktes Kostenmanagement, um den aufgrund von Energiekosteninflation
und Abwertung der Landeswährung gestiegenen Logistik- und Produktionskosten zu begegnen. In Indien nahmen die Zement- und Klinkerlieferungen unserer in Zentral- und Südindien
gelegenen Werke in den ersten neun Monaten dank der starken Nachfrage insbesondere
aus dem Infrastrukturbereich deutlich zu. Während unsere zentralindischen Werke von
einer positiven Preisentwicklung profitierten, litten die südindischen Märkte weiterhin
unter Preisdruck. Der Anstieg der Brennstoffpreise konnte durch eine höhere Stromerzeugung
aus unserem Abwärmekraftwerk im Zementwerk Damoh teilweise kompensiert werden. Begünstigt durch den Beginn wichtiger Infrastrukturprojekte hat in Thailand im zweiten
Quartal ein Aufschwung des inländischen Zementmarkts eingesetzt. Auch die Lieferungen
unserer Werke haben sich erholt und verzeichneten zum Ende der Berichtsperiode einen
leichten Anstieg. Zum Absatzwachstum trugen auch die stark gestiegenen Exportlieferungen
bei. Die positive Preisentwicklung führte trotz Kosteninflation zu einer Verbesserung
der Margen. In Bangladesh verzeichneten unsere Zementlieferungen einen erfreulichen
Anstieg. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe erhöhten sich unsere Lieferungen um 7,2 % auf 32,9
(i.V.: 30,7) Mio t. In Australien führten die anhaltend lebhaften Bauaktivitäten insbesondere
an der Ostküste zu einem deutlichen Absatzzuwachs. Die ehemals starke Nachfrage aus
dem Wohnungsbau hat sich abgekühlt, wird aber durch Wachstum im Infrastrukturbereich
ersetzt. Während unsere Lieferungen in Indonesien rückläufig waren und in Malaysia
auf dem Vorjahresniveau blieben, erzielte Thailand einen starken Mengenanstieg. In der Transportbetonsparte lag der Absatz mit 8,3 (i.V.: 7,9) Mio cbm um 5,1 % über
dem Vorjahresniveau. Den größten Mengenzuwachs trug Australien bei, aber auch Indonesien,
Malaysia und insbesondere Thailand verzeichneten eine positive Absatzentwicklung. Der Absatz der Asphaltsparte stieg infolge von Konsolidierungseffekten in Australien
um 24,3 %. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten nahm der Absatz aufgrund
der schwachen Nachfrage in Malaysia um 8,2% ab. In China blieben die Zementlieferungen unserer Gemeinschaftsunternehmen in den Provinzen
Guangdong und Shaanxi knapp unter dem Vorjahresniveau. In Australien hingegen erzielte
unser Joint Venture Cement Australia einen erfreulichen Absatzzuwachs. Zur Stärkung unserer Marktpositionen in den Ballungsräumen von Melbourne und Brisbane
haben wir am 31. Januar 2018 die Alex Fraser Group, den führenden Produzenten von
recycelten Baustoffen in Australien, von Swire Investments (Australia) Ltd. erworben.
Das Unternehmen betreibt drei Produktionsstätten in Melbourne und zwei in Brisbane
und produziert außerdem Asphalt in zwei Werken in Melbourne. Weiterhin haben wir am
29. März 2018 die Suncoast Asphalt Pty Ltd-Gruppe, einen Hersteller von Asphalt im
Großraum Süd-Ost-Queensland, erworben. Der Umsatz des Konzerngebiets Asien-Pazifik nahm um 0,2 % auf 2.366 (i.V.: 2.361)
Mio € zu; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten stieg der
Umsatz um 6,0 %. Afrika-Östlicher MittelmeerraumDie afrikanischen Staaten südlich der Sahara verzeichnen insgesamt ein robustes Wirtschaftswachstum
und lebhafte Bauaktivitäten. Trotz politischer Risiken wird für Ägypten im laufenden
Jahr eine deutliche wirtschaftliche Belebung erwartet. Für Marokko hingegen haben
sich die Aussichten etwas eingetrübt. In der Türkei leidet die wirtschaftliche Entwicklung
unter der hohen Inflation, der Währungskrise und dem daraus resultierenden Vertrauensverlust. Der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerngebiets Afrika-Östlicher Mittelmeerraum,
der nur die Lieferungen unserer afrikanischen Tochtergesellschaften umfasst, erhöhte
sich um 6,5 % auf 14,9 (i.V.: 14,0) Mio t. In den meisten Ländern südlich der Sahara
verzeichneten wir dank der regen Bauaktivitäten deutliche Mengensteigerungen. Zum
Absatzwachstum trugen insbesondere Ghana, Tansania und Sierra Leone bei. In unserem
Hauptmarkt Ghana profitierten unsere Lieferungen von der starken Nachfrage insbesondere
aus dem Wohnungsbau. Erfreuliche Absatzsteigerungen erzielten wir auch in Benin, Liberia,
Mosambik und insbesondere in der Demokratischen Republik Kongo. In Togo lagen die
Lieferungen per Ende September trotz der positiven Mengenentwicklung im Inland noch
leicht unter dem Vorjahresniveau, da die Exporte im ersten Halbjahr stark rückläufig
waren. Auch die nordafrikanischen Länder erzielten insgesamt einen moderaten Absatzanstieg;
der deutliche Mengenzuwachs in Ägypten überwog den leichten Rückgang in Marokko. Aufgrund der guten Wachstumsaussichten baut HeidelbergCement seine Aktivitäten in
Afrika weiter aus. In Burkina Faso haben wir im Februar 2018 den Grundstein für die
Errichtung einer zweiten Zementmühle gelegt. Damit werden wir die derzeitige Kapazität
unseres in der Nähe der Hauptstadt Ouagadougou gelegenen Zementmahlwerks auf rund
2 Mio t verdoppeln. In der Demokratischen Republik Kongo setzen wir den Ausbau unseres
Zementwerks Cimenterie de Lukala fort. Bis Ende 2019 werden wir in dem bei Kinshasa
gelegenen Werk eine neue Ofenanlage fertigstellen. Im Rahmen der Optimierung unseres Portfolios hat unsere ägyptische Tochtergesellschaft
Helwan Cement im September 2018 eine Vereinbarung über den Verkauf ihres Weißzementwerks
in Minya mit Emaar Industries unterzeichnet. Der Abschluss der Transaktion unterliegt
den üblichen Bedingungen sowie der Abspaltung des Weißzementwerks von Helwan Cement
und wird für das vierte Quartal 2018 oder das erste Quartal 2019 erwartet. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe ist HeidelbergCement neben kleineren Aktivitäten
in einigen afrikanischen Ländern südlich der Sahara im Wesentlichen in Israel und
Marokko tätig. Während Marokko einen deutlichen Mengenzuwachs erzielte, waren Produktion
und Absatz in Israel durch das Auslaufen einer Abbaulizenz rückläufig. Die Zuschlagstofflieferungen
nahmen insgesamt um 13,7 % auf 7,8 (i.V.: 9,1) Mio t ab. In der Transportbetonsparte
ist HeidelbergCement in Israel, Ägypten und Marokko vertreten. Der Transportbetonabsatz
wuchs um 3,7 % auf 3,9 (i.V.: 3,7) Mio cbm. Das Asphaltgeschäft in Israel verzeichnete
einen Mengenrückgang von 6,1 %. Der Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-Sonstiges umfasst im Wesentlichen die
Zement-, Zuschlagstoff- und Transportbetonaktivitäten unseres türkischen Joint Ventures
Ak§ansa. Niedrigere Zementinlandslieferungen konnten durch gestiegene Exporte nur
teilweise ausgeglichen werden. Insgesamt nahm der Zement- und Klinkerabsatz von Ak§ansa
in den ersten neun Monaten um 5,2% ab. Während die Zuschlagstofflieferungen stark
zurückgingen, blieb der Transportbetonabsatz nur knapp unter dem Vorjahresniveau. Der Umsatz des Konzerngebiets Afrika-Östlicher Mittelmeerraum stieg um 6,0% auf 1.250
(i.V.: 1.179) Mio €; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten
betrug der Zuwachs 12,6%. KonzernserviceDer Konzernservice umfasst die Aktivitäten unseres Tochterunternehmens HC Trading,
einer der größten internationalen Handelsgesellschaften für Zement und Klinker. Das
Unternehmen ist ebenfalls zuständig für den Kauf und die Lieferung von Kohle und Petrolkoks
auf dem Seeweg an eigene Standorte und an andere Zementunternehmen weltweit. Darüber
hinaus sind in den Bereich Konzernservice unsere Zement- und Transportbetonaktivitäten
in Kuweit einbezogen. Das gesamte Handelsvolumen von HC Trading wuchs in den ersten neun Monaten deutlich
um 16,6% auf den Rekordwert von 22,7 (i.V.: 19,5) Mio t. Der Handel mit Zement, Klinker
und sonstigen Baustoffen wie Kalk und Trockenmörtel nahm um 3,8 % auf 13,8 (i.V.:
13,2) Mio t zu. Einen starken Anstieg verzeichneten die Lieferungen von Kohle und
Petrolkoks, die um 43,6 % auf 9,0 (i.V.: 6,2) Mio t zulegten. Der Umsatz des Bereichs Konzernservice erhöhte sich um 29,0% auf 1.277 (i.V.: 990)
Mio €; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten belief sich
der Anstieg auf 28,2 %. MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl von HeidelbergCement lag Ende September 2018 bei 59.589 (i.V.:
60.830). Die Abnahme um 1.241 Mitarbeiter resultiert im Wesentlichen aus zwei gegenläufigen
Entwicklungen: Einerseits wurden konzernweit über 2.900 Stellen abgebaut im Zuge von
Portfolio-Optimierungen, der Realisierung von Synergien und von Effizienzsteigerungen
in Vertrieb und Verwaltung sowie Standortoptimierungen. Andererseits war ein Anstieg
der Mitarbeiterzahl um knapp 1.700 neue Beschäftigte zu verzeichnen, der insbesondere
auf die Unternehmenserwerbe in Italien und Australien im ersten Quartal 2018 zurückzuführen
ist. Weiterhin kamen in einigen Ländern der Konzerngebiete West- und Südeuropa und
Nord- und Osteuropa-Zentralasien sowie insbesondere in Australien neue Mitarbeiter
aufgrund der soliden Marktentwicklung hinzu. Personelle Veränderung im AufsichtsratHerr Frank-Dirk Steininger, von der Gewerkschaft nominierter Arbeitnehmervertreter
im Aufsichtsrat, hat sein Mandat zum 31. Januar 2018 aufgegeben. Das Amtsgericht Mannheim
hat auf Antrag des Unternehmens den Aufsichtsrat ergänzt und die von der zuständigen
Gewerkschaft benannte Frau Barbara Breuninger mit Wirkung vom 5. April 2018 als Vertreterin
der Arbeitnehmer zu dessen Mitglied bestellt. Die Bestellung ist befristet bis zum
Ende der Amtszeit der übrigen Aufsichtsratsmitglieder, d.h. bis zur Beendigung der
Hauptversammlung 2019. Mit der Bestellung von Frau Breuninger setzt sich der Aufsichtsrat der HeidelbergCement
AG aus acht Männern und vier Frauen zusammen, so dass das gesetzliche Erfordernis
eines Mindestanteils von jeweils 30% an Frauen und Männern im Aufsichtsrat erfüllt
ist. Ereignisse nach dem BilanzstichtagNach dem Bilanzstichtag haben sich keine berichtspflichtigen Ereignisse ergeben. AusblickHeidelbergCement hat am 18. Oktober 2018 seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2018
teilweise angepasst. Absatz- und Umsatzentwicklung der ersten neun Monate des Jahres 2018 liegen im Rahmen
der Erwartungen und der Ausblick für das Gesamtjahr wurde unverändert bestätigt. Der Ausblick für das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen bereinigt
um Währungs- und Konsolidierungseffekte wurde für das Jahr 2018 hingegen auf einen
Rückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich angepasst (zuvor:
Anstieg im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich). Grund hierfür ist neben
zuletzt widrigen Wetterbedingungen in Kernmärkten von HeidelbergCement in den USA
unter anderem eine spürbar über unseren Erwartungen liegende Energiekosteninflation,
die im Jahresverlauf nur teilweise durch Preiserhöhungen und Effizienzsteigerungen
ausgeglichen werden konnte. Wir rechnen nun mit einem Anstieg der Energiekosten im
hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Darüber hinaus werden
im Vergleich zum Vorjahr geringere Erträge aus dem Verkauf erschöpfter oder operativ
nicht mehr genutzter Steinbrüche erwartet. Die Nettoinvestitionen werden 2018 voraussichtlich
bei 1,3 Mrd € und damit etwas über der ursprünglichen Planung von 1,1 Mrd € liegen.
Entsprechend rechnen wir damit, dass das Verhältnis aus Nettoverschuldung und Ergebnis
des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen (dynamischer Verschuldungsgrad)
am Ende des Jahres knapp über dem ursprünglich erwarteten Wert von 2,5x liegen wird. Die Prognose für den Anteil der Gruppe am Jahresüberschuss bleibt unverändert, das
heißt, wir rechnen weiterhin mit einer deutlichen Erhöhung. In Anbetracht der schwächer als erwarteten operativen Ergebnisentwicklung ergreifen
wir einschneidende Maßnahmen, um Gewinne und Cashflow zu stärken. Wir bekennen uns
weiterhin klar zur Steigerung des Unternehmenswertes und zu einem soliden Investment
Grade Rating. Das Unternehmen hat einen Aktionsplan aufgesetzt mit den drei Schwerpunkten: Portfoliomanagement,
operative Exzellenz sowie Cashflow und Aktionärsrendite.
Weitere Details zu den Themen Portfolio-Optimierung und Operative Exzellenz werden
im Rahmen der Bekanntgabe des Jahresergebnisses im März 2019 veröffentlicht. Weitere Angaben zum AusblickDer Unternehmensleitung von HeidelbergCement liegen keine neuen, über die im vorangegangenen
Abschnitt erwähnten Entwicklungen hinausgehenden Erkenntnisse vor, dass sich die im
Geschäftsbericht 2017 im Kapitel Prognosebericht auf den Seiten 66 ff. abgegebenen
wesentlichen Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung von
HeidelbergCement und des unternehmerischen Umfelds für das Geschäftsjahr 2018 wesentlich
verändert haben. Im Ausblick gehen wir auf die erwartete zukünftige Entwicklung von HeidelbergCement
und des unternehmerischen Umfelds im weiteren Jahresverlauf 2018 ein. In diesem Zusammenhang
weisen wir darauf hin, dass dieser Quartalsfinanzbericht zukunftsgerichtete Aussagen
enthält, die auf den derzeit verfügbaren Informationen sowie den gegenwärtigen Annahmen
und Prognosen der Unternehmensleitung von HeidelbergCement beruhen. Solche Aussagen
sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet und können daher deutlich
von der tatsächlich eintretenden Entwicklung abweichen. HeidelbergCement übernimmt
keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, die in diesem Quartalsfinanzbericht
gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren. Risiko- und ChancenberichtDie Risikopolitik von HeidelbergCement orientiert sich an der Unternehmensstrategie,
die auf die Bestandssicherung und die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts
ausgerichtet ist. Unternehmerisches Handeln ist stets zukunftsorientiert und daher
mit Risiken behaftet. Risiken zu identifizieren, sie zu verstehen und systematisch
zu bewerten und einzugrenzen, unterliegt der Verantwortung des Vorstands und ist eine
Hauptaufgabe aller Führungskräfte. HeidelbergCement ist zahlreichen Risiken ausgesetzt,
die nicht grundsätzlich vermieden, sondern akzeptiert werden, wenn sie sich im Rahmen
der rechtlichen und ethischen Grundsätze unternehmerischen Handelns bewegen und sie
zu den damit verbundenen Chancen in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Das Chancen-
und Risikomanagement von HeidelbergCement ist über konzernweite Planungs- und Steuerungssysteme
eng miteinander verbunden. Die Chancen werden in der jährlich erstellten operativen
Planung erfasst und im Rahmen der monatlichen Finanzberichterstattung verfolgt. Die
unmittelbare Verantwortung, Chancen frühzeitig zu erkennen und wahrzunehmen, obliegt
dem operativen Management in den Ländern sowie den zentralen Konzernabteilungen. In der ganzheitlichen Betrachtung von Einzelrisiken sowie der Gesamtrisikoposition
sind aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden oder andere bedeutende Risiken
erkennbar. Unser konzernweit standardisiertes Kontroll- und Risikomanagementsystem
stellt sicher, dass wesentliche Risiken, deren Eintritt die wirtschaftliche Lage des
Konzerns erheblich verschlechtern würde, frühzeitig identifiziert werden. Risiken, die sich im Geschäftsjahr 2018 und auf absehbare Zeit danach auf unsere Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken könnten, sowie die Chancen sind ausführlich
im Geschäftsbericht 2017 im Kapitel Risiko- und Chancenbericht auf den Seiten 73 ff.
dargestellt. Die Risiken aus volatilen Energie- und Rohstoffpreisen sowie Wechselkursen sind weiterhin
hoch. Geopolitische Risiken resultieren insbesondere aus den politischen Krisen und
militärischen Konflikten im Nahen Osten sowie im Osten der Ukraine. Zu den makroökonomischen
Risiken zählt insbesondere die Gefahr eskalierender Handelskonflikte. Unsicherheiten
bestehen weiterhin hinsichtlich der Stabilität des globalen Finanzsystems. HeidelbergCement bilanziertGewinn- und Verlustrechnung des Konzernsscroll
Gesamtergebnisrechnung des Konzernsscroll
Kapitalflussrechnung des Konzernsscroll
Bilanz des KonzernsAktivascroll
Passivascroll
Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzernsscroll
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1)
Die in den Minderheitsanteilen enthaltenen kumulierten Währungsumrechnungsdifferenzen
veränderten sich im Jahr 2018 um -12,5 (i.V.: -129,5) Mio € auf -299,4 (i.V.: -265,9)
Mio €. Der Gesamtbetrag der im Eigenkapital erfassten Währungsumrechnungsdifferenzen
beträgt somit -2.016,7 (i.V.: -1.818,3) Mio €. Segmentberichterstattung / Anhangscroll
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1)
Beinhaltet Konzernfunktionen, die Eliminierung von konzerninternen Verflechtungen
zwischen den Segmenten sowie das zusätzliche ordentliche Ergebnis Anhang zum KonzernzwischenabschlussBilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer Konzernzwischenabschluss der HeidelbergCement AG zum 30. September 2018 wurde
auf Basis des IAS 34 (Interim Financial Reporting) aufgestellt. Es wurden alle zum
Abschlussstichtag verbindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS)
einschließlich der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) angewendet,
die durch die EU-Kommission in europäisches Recht übernommen wurden. In Einklang mit den Regelungen des IAS 34 wurde ein im Vergleich zum Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2017 verkürzter Berichtsumfang mit ausgewählten Anhangangaben gewählt.
Die bei der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses angewendeten Bilanzierungs-
und Bewertungsgrundsätze entsprechen grundsätzlich denen des Konzernabschlusses zum
31. Dezember 2017. Detaillierte Erläuterungen finden sich auf den Seiten 112 f. im
Anhang des Geschäftsberichts 2017, der die Grundlage für diesen Zwischenabschluss
darstellt. In Übereinstimmung mit IAS 34 wurden die Aufwendungen für Ertragsteuern in der Berichtsperiode
auf Basis des Steuersatzes abgegrenzt, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet
wird. Der Konzernzwischenabschluss unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Anwendung neuer RechnungslegungsstandardsFür den Konzernzwischenabschluss wurden die folgenden neuen oder geänderten Standards
und Interpretationen des IASB erstmalig angewendet:
Finanzielle Vermögenswerte, die innerhalb eines Geschäftsmodells gehalten werden,
dessen Zielsetzung im Halten von Vermögenswerten besteht, um die vertraglichen Zahlungsströme
zu vereinnahmen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sieht das Geschäftsmodell
die Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme sowie die Veräußerung finanzieller
Vermögenswerte vor, werden diese Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
bewertet. Trifft keines der beiden Geschäftsmodelle zu, werden die finanziellen Vermögenswerte
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Beteiligungen an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen von
untergeordneter Bedeutung sowie Beteiligungen, auf die HeidelbergCement keinen maßgeblichen
Einfluss ausübt, wurden gemäß IAS 39 als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und
zu Anschaffungskosten bewertet. Gemäß IFRS 9 werden die Beteiligungen ohne maßgeblichen
Einfluss umklassifiziert und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Beteiligungen,
auf die HeidelbergCement keinen beherrschenden Einfluss ausübt sowie kurzfristige
Finanzinvestitionen wurden unter IAS 39 als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert
und erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Nach IFRS 9 werden diese erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert bzw. erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Erfolgsneutrale Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden in der Rücklage "erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert" (FVOCI-Rücklage) erfasst. Es kann für jede Beteiligung
individuell entschieden werden, ob diese als erfolgswirksam oder erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Beteiligungen an Tochterunternehmen, Joint Ventures
und assoziierten Unternehmen von untergeordneter Bedeutung werden weiterhin zu Anschaffungskosten
bewertet, da sie nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen. Die Mehrzahl der Darlehen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen
operativen Forderungen erfüllen weiterhin die Kriterien für eine Bilanzierung zu fortgeführten
Anschaffungskosten. Sind finanzielle Vermögenswerte keinem der beiden Geschäftsmodelle
zuzuordnen oder enthalten die finanziellen Vermögenswerte nicht ausschließlich Zins-
und Tilgungszahlungen, wurden diese umklassifiziert und nach IFRS 9 erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet. IFRS 9 führt ein neues Wertminderungsmodell ein, welches auf alle finanziellen Vermögenswerte
anwendbar ist, die entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Dieses Modell sieht die Erfassung der
erwarteten Kreditausfälle bereits zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes vor. Dies
führt zu einer Erhöhung der Risikovorsorge. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
wird das vereinfachte Wertminderungsmodell von IFRS 9 angewendet. Für Bankguthaben,
Darlehen sowie andere finanzielle Forderungen, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert klassifiziert sind, werden die allgemeinen Wertminderungsregelungen von IFRS
9 herangezogen. Der erfolgsneutrale Erstanwendungseffekt des neuen Wertminderungsmodels
beläuft sich bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 2,2 Mio €, so dass
sich die kumulierten Wertminderungen von 88,6 Mio € zum 31. Dezember 2017 auf 90,8
Mio € zum 1. Januar 2018 erhöhten. Bei den Ausleihungen und sonstigen verzinslichen
Forderungen wurden zum 1. Januar 2018 Wertminderungen in Höhe von 3,2 Mio € erfolgsneutral
erfasst. In Bezug auf die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen sieht IFRS 9 eine Abschaffung
der im Rahmen des retrospektiven Effektivitätstests anzuwendenden Schwellenwerte vor.
Stattdessen ist ein Nachweis über den wirtschaftlichen Zusammenhang zwischen Grundgeschäft
und Sicherungsinstrument zu führen. Darüber hinaus werden der Kreis möglicher Grundgeschäfte
und die Anhangangaben zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erweitert. Die neuen
Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden prospektiv angewendet.
Alle derzeit bestehenden Sicherungsbeziehungen erfüllen die Voraussetzungen für Hedge-Accounting
nach IFRS 9 und können wie bisher fortgeführt werden. Die Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten nach
IFRS 9 entsprechen im Wesentlichen den bisherigen Vorschriften in IAS 39, so dass
sich hieraus keine Änderungen ergeben. Die aus der Erstanwendung zum 1. Januar 2018 resultierenden Übergangseffekte führten
zum 1. Januar 2018 zu einer Minderung der Gewinnrücklagen um 11,0 Mio € vor Berücksichtigung
latenter Steuern. Aufgrund der Umstellung auf IFRS 9 erhöhte sich der Beteiligungsbuchwert
von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen zum 1. Januar 2018. Dies führte
zu einem Anstieg der FVOCI-Rücklage von 2,7 Mio €. Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der ursprünglichen Bewertungskategorien
und Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach IAS 39 zum
31. Dezember 2017 auf die neuen Bewertungskategorien und Buchwerte gemäß IFRS 9 zum
1. Januar 2018. Überleitung IFRS 9 - Klassifizierung und Bewertungscroll
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1)
AfS: Available for sale - Zur Veräußerung gehalten, LaR: Loans and receivables - Kredite
und Forderungen, Hedge: Hedge accounting - Bilanzierung als Sicherungsbeziehung, HfT:
Held for trading - Zu Handelszwecken gehalten, FLAC: Financial liabilities at amortised
cost - Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
HeidelbergCement erzielt im Wesentlichen Umsatzerlöse aus einfach strukturierten Verkäufen
von Baustoffen wie Zement, Zuschlagstoffen, Transportbeton und Asphalt, bei denen
die Verfügungsgewalt zeitpunktbezogen auf den Kunden übergeht. Der durch die Erstanwendung von IFRS 15 in Einzelfällen veränderte Zeitpunkt der Umsatzrealisierung
führte zum 1. Januar 2018 zu einer Minderung der Gewinnrücklagen um 2,7 Mio €. Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten werden in der Bilanz nicht separat,
sondern in den sonstigen operativen Forderungen bzw. in den sonstigen operativen Verbindlichkeiten
ausgewiesen. Zum 1. Januar 2018 ergaben sich aus erbrachten Leistungsverpflichtungen,
für die noch kein unbedingter Zahlungsanspruch besteht, kurzfristige Vertragsvermögenswerte
in Höhe von 11,7 Mio € und aus erhaltenen Kundenanzahlungen kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten
in Höhe von 80,0 Mio €. Zum 30. September 2018 betrugen die kurzfristigen Vertragsvermögenswerte
34,4 Mio € und die kurzfristigen Vertragsverbindlichkeiten 141,9 Mio €.
Saisonabhängigkeit des GeschäftsDie Produktion und der Verkauf von Baustoffen sind aufgrund regionaler Witterungsverhältnisse
saisonabhängig. Insbesondere in unseren wichtigen Märkten in Europa und Nordamerika
wirken sich die Wintermonate auf die Geschäftszahlen im ersten und vierten Quartal
mit niedrigeren Absätzen und Ergebnissen aus, während diese in den wärmeren Monaten
des zweiten und dritten Quartals höher ausfallen. DevisenkurseDie nachfolgende Tabelle enthält die wichtigsten Devisenkurse, die bei der Umrechnung
der Einzelabschlüsse in fremder Währung Anwendung fanden. scroll
Unternehmenszusammenschlüsse in der BerichtsperiodeAm 2. Januar 2018 hat unsere Tochtergesellschaft Italcementi S.p.A. den Erwerb von
100% der Anteile an Cementir Italia und deren Tochtergesellschaften abgeschlossen.
Alle Bedingungen für den Abschluss der Transaktion wurden nach Erhalt der Genehmigungen
durch die italienische Wettbewerbsbehörde erfüllt. Zur Erweiterung unserer Marktposition
in Italien hatten wir am 19. September 2017 über Italcementi eine Vereinbarung mit
Cementir Holding über den Kauf des gesamten Zement- und Betongeschäfts von Cementir
Italia S.p.A., Rom, getroffen, einschließlich der vollständig kontrollierten Tochtergesellschaften
Cementir Sacci S.p.A. und Betontir S.p.A. Der Kaufpreis beträgt 316,0 Mio € und wurde
in bar entrichtet. Die Akquisition umfasst fünf Zement- und zwei Zementmahlwerke sowie
ein Netzwerk aus Terminals und Transportbetonwerken. Die Kaufpreisallokation ist noch
nicht abgeschlossen, da die Bewertungen insbesondere für die Sachanlagen und die latenten
Steuern noch nicht fertiggestellt sind. Der vorläufig erfasste Geschäfts- oder Firmenwert
in Höhe von 93,2 Mio € ist steuerlich nicht abzugsfähig und repräsentiert Synergiepotentiale. Am 31. Januar 2018 hat unsere australische Tochtergesellschaft Hanson Holdings Australia
Limited, Victoria, (Hanson Australia) 100 % der Anteile an der Alex Fraser Pty. Ltd.
Group, Victoria, einen in Australien führenden Produzenten von recycelten Baustoffen
und Asphalt, von Swire Investments (Australia) Ltd. erworben. Der Kaufpreis beläuft
sich auf 134,1 Mio € und unterliegt üblichen nachträglichen Kaufpreisanpassungen.
Das Unternehmen betreibt drei Produktionsstätten in Melbourne und zwei in Brisbane.
Die Alex Fraser Group produziert außerdem Asphalt in zwei Werken in Melbourne. Der
Kauf stärkt unsere Marktpositionen in den Ballungsräumen von Melbourne und Brisbane.
Hanson Australia gewinnt darüber hinaus Know-how in der Produktion von Asphalt und
recycelten Baustoffen, die das bestehende Geschäft gut ergänzen und sich für den Einstieg
in weitere Märkte nutzen lassen. Die Kaufpreisallokation ist noch nicht abgeschlossen,
da die Bewertungen insbesondere für die Sachanlagen noch nicht fertiggestellt sind.
Der vorläufig erfasste Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 67,1 Mio € repräsentiert
Synergiepotentiale und ist steuerlich nicht abzugsfähig. Weiterhin hat Hanson Australia am 29. März 2018 100% der Anteile an der Suncoast Asphalt
Pty Ltd-Gruppe, Queensland, erworben. Das Unternehmen produziert Asphalt und beliefert
Kunden im privaten und öffentlichen Sektor im Großraum Süd-Ost Queensland. Der Kaufpreis
beträgt 18,7 Mio € und wurde in bar entrichtet. Die Kaufpreisallokation ist noch nicht
abgeschlossen, da die Bewertungen insbesondere für die Sachanlagen noch nicht fertiggestellt
sind. Der vorläufig erfasste, steuerlich nicht abzugsfähige Geschäfts- oder Firmenwert
in Höhe von 10,7 Mio € repräsentiert Synergiepotentiale. Zur Stärkung der Marktposition in Kanada hat HeidelbergCement am 7. Februar 2018 im
Rahmen eines Asset Deals ein Zementwerk in der Provinz Quebec erworben. Der in bar
entrichtete Kaufpreis in Höhe von 43,1 Mio € unterliegt einer üblichen Working-Capital-Anpassungsklausel.
Die Kaufpreisallokation ist noch nicht abgeschlossen, da die Bewertungen insbesondere
für die Sachanlagen noch nicht fertiggestellt sind. Der vorläufig erfasste, steuerlich
abzugsfähige Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 38,4 Mio € repräsentiert Synergiepotentiale. Außerdem hat HeidelbergCement am 6. April 2018 über seine amerikanische Tochtergesellschaft
Sherman Industries LLC, Wilmington, jeweils 100% der Anteile an der Fairburn Ready-Mix,
Inc., Tyrone, und der Harrell Aggregate Hauling, Inc., Tyrone, erworben. Fairburn
Ready-Mix betreibt fünf Transportbetonwerke in der Metropolregion Atlanta. Mit dem
Erwerb ergänzt HeidelbergCement sein Kerngeschäft und bildet eine Plattform für weiteres
Wachstum. Der in bar entrichtete Kaufpreis in Höhe von insgesamt 18,0 Mio € unterliegt
üblichen nachträglichen Kaufpreisanpassungen. Die Kaufpreisallokation ist noch nicht
abgeschlossen, da die Bewertungen insbesondere für die Sachanlagen noch nicht fertiggestellt
sind. Der vorläufig erfasste, steuerlich abzugsfähige Geschäfts- oder Firmenwert in
Höhe von 11,9 Mio € repräsentiert Synergie- und Wachstumspotentiale. Am 31. August 2018 hat HeidelbergCement im Rahmen eines Asset Deals die Geschäftsbetriebe
von drei Zuschlagstoff-Steinbrüchen in Belgien erworben. Der Kaufpreis betrug 28,8
Mio € und unterliegt üblichen nachträglichen Anpassungen. Die Kaufpreisallokation
ist noch nicht abgeschlossen, da die Bewertungen noch nicht fertiggestellt sind. Die nachfolgende Tabelle zeigt die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte
und Schulden, die bei den oben beschriebenen Transaktionen erworben wurden. Vorläufige beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt
scroll
Im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse wurden Forderungen mit einem beizulegenden
Zeitwert von 77,4 Mio € erworben. Hierbei handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen in Höhe von 72,1 Mio € sowie sonstige operative Forderungen in Höhe
von 5,1 Mio €. Vom Bruttobetrag der vertraglichen Forderungen in Höhe von 112,4 Mio
€ werden voraussichtlich 35,0 Mio € uneinbringlich sein. Die Unternehmenszusammenschlüsse in Italien, Australien, Kanada und den USA haben
seit dem Erwerb 147,2 Mio € zu den Umsatzerlösen und -16,6 Mio € zum Überschuss der
Periode beigetragen. Wären die Erwerbe bereits zum 1. Januar 2018 erfolgt, wären die
Umsatzerlöse um 15,0 Mio € höher und der Überschuss der Periode um 1,0 Mio € höher
ausgefallen. Für die Unternehmenszusammenschlüsse sind Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 4,5
Mio € angefallen, die in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst wurden. Darüber hinaus hat HeidelbergCement in der Berichtsperiode weitere Unternehmenszusammenschlüsse
vorgenommen, die für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter
Bedeutung sind. Unternehmenszusammenschlüsse in der VorjahresperiodeAm 30. Juni 2017 hat HeidelbergCement den Kauf von Produktionsstätten für Zuschlagstoffe,
Transportbeton und Asphalt von Cemex im Nordwesten der USA abgeschlossen. Die von
Cemex übernommenen Geschäftsaktivitäten beinhalten sieben Zuschlagstoffsteinbrüche,
fünf Transportbetonwerke und drei Asphaltbetriebe. Die erworbenen Zuschlagstoffreserven
und -ressourcen belaufen sich auf 110 Mio t. Mit dem Erwerb verstärkt HeidelbergCement
die vertikal integrierte Marktposition in den Staaten Washington und Oregon. Der Kaufpreis
in Höhe von 129,8 Mio € wurde in bar beglichen. Die Kaufpreisallokation ist abgeschlossen.
Im Vergleich zum 31. Dezember 2017 ergab sich eine Verringerung der Sachanlagen um
1,1 Mio € sowie eine Erhöhung der Rückstellungen um 0,3 Mio €. Der endgültige Geschäfts-
oder Firmenwert in Höhe von 38,0 Mio € ist steuerlich abzugsfähig und repräsentiert
Synergiepotentiale. Zur Stärkung der Marktposition in den Bereichen Zuschlagstoffe und Transportbeton
im Bundesstaat New York hat HeidelbergCement am 1. August 2017 den Kauf der betrieblichen
Vermögenswerte und Schulden der Saunders Companies abgeschlossen. Der finale Kaufpreis
nach Anpassung betrug 30,9 Mio € und wurde in bar beglichen. Die Kaufpreisallokation
ist abgeschlossen. Der steuerlich abzugsfähige Geschäfts- oder Firmenwert nach Kaufpreisanpassung
beträgt 5,3 Mio € und repräsentiert Synergiepotentiale. Die nachfolgende Tabelle zeigt die endgültigen beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte
und Schulden zum Erwerbszeitpunkt. Endgültige beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt
scroll
Desinvestitionen in der BerichtsperiodeAm 15. Dezember 2017 hat HeidelbergCement bekannt gegeben, mit H+H International A/S
und deren Tochtergesellschaft H+H Deutschland GmbH eine Vereinbarung über den Verkauf
des Kalksandsteingeschäfts unterzeichnet zu haben. Der Verkauf wurde am 28. Februar
2018 abgeschlossen. Der Verkauf umfasst die Beteiligungen an den mittelbaren Tochtergesellschaften
Heidelberger Kalksandstein GmbH, KS-QUADRO Bausysteme GmbH, Durmersheim, Deutschland,
und Hunziker Kalksandstein AG, Brugg, Schweiz. Hinzu kommen bestimmte Immobilien,
die zu Tochtergesellschaften der HeidelbergCement AG gehören. Die veräußerten Vermögenswerte
und Schulden wurden in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017 als Veräußerungsgruppen
ausgewiesen. Der Verkaufspreis in Höhe von 109,4 Mio € wurde in bar entrichtet. Aus
der Veräußerung resultierte ein Gewinn in Höhe von 69,2 €, der in den zusätzlichen
ordentlichen Erträgen ausgewiesen wurde. Am 14. Februar 2018 hat unsere US-amerikanische Tochtergesellschaft Lehigh Cement
Company LLC, Wilmington, eine Vereinbarung über den Verkauf ihrer 51 %-Beteiligung
an Lehigh White Cement Company, Harrisburg, an die Minderheitsaktionäre Aalborg Cement
Company Inc. und Cemex, Inc. unterzeichnet. Der Verkauf wurde am 29. März 2018 abgeschlossen.
Der Verkaufspreis betrug 115,1 Mio € und wurde in bar entrichtet. Er unterliegt üblichen
nachträglichen Kaufpreisanpassungen. Der Veräußerungsgewinn in Höhe von 46,3 Mio €
wurde in den zusätzlichen ordentlichen Erträgen erfasst. Am 1. Juni 2018 hat unsere italienische Tochtergesellschaft Italcementi S.p.A. über
ihre Tochtergesellschaft Cementir Italia S.p.A. den Verkauf des Zementwerks in Maddaloni,
Italien, abgeschlossen. Mit der Veräußerung erfüllte HeidelbergCement eine Auflage
der italienischen Wettbewerbsbehörde im Zusammenhang mit dem Erwerb der italienischen
Cementir-Aktivitäten. Die veräußerten Vermögenswerte und Schulden wurden zum Zeitpunkt
des Erwerbs von Cementir als Veräußerungsgruppen ausgewiesen. Der Veräußerungspreis
setzt sich aus einer Barzahlung in Höhe von 10,0 Mio € und einer abgezinsten Kaufpreisforderung
in Höhe von 33,2 Mio € zusammen, die eine geschätzte Preisanpassung enthält. Am 6. August 2018 hat HeidelbergCement die Veräußerung der Anteile an Suez Bags Company
S.A.E., Kairo, Ägypten, abgeschlossen. Der Verkaufspreis betrug 7,7 Mio € und wurde
in bar entrichtet. Aus der Veräußerung resultierte ein Gewinn in Höhe von 4,3 Mio
€, der in den zusätzlichen ordentlichen Erträgen erfasst wurde. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunkt. Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunktscroll
Im Zusammenhang mit den Desinvestitionen sind Veräußerungsnebenkosten in Höhe von
5,4 Mio € angefallen, die in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst wurden. Darüber hinaus hat HeidelbergCement in der Berichtsperiode weitere Desinvestitionen
vorgenommen, die für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter
Bedeutung sind. Desinvestitionen in der VorjahresperiodeAm 8. Februar 2017 hat HeidelbergCement 100% der Anteile an Essroc San Juan Inc.,
Puerto Rico, veräußert. Die Gesellschaft war im Rahmen der Italcementi-Akquisition
erworben worden. Der Verkaufspreis für Essroc San Juan betrug 6,5 Mio € und wurde
in bar entrichtet. Aus der Veräußerung resultierte ein Verlust in Höhe von 6,0 Mio
€, der in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst wurde. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunkt. Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunktscroll
Umsatzentwicklung nach Konzerngebieten und Geschäftsbereichenscroll
scroll
Ergebnis je Aktiescroll
Geschäfts- oder FirmenwerteGeschäfts- oder Firmenwerte werden im HeidelbergCement Konzern grundsätzlich einmal
jährlich im vierten Quartal nach Fertigstellung der operativen Dreijahresplanung oder
bei Anzeichen für einen möglichen Wertminderungsbedarf einem Wertminderungstest gemäß
IAS 36 (Impairment of Assets) unterzogen. Im Rahmen dieser Wertminderungsprüfung wird
der Buchwert einer Gruppe von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGU), denen
ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, mit dem erzielbaren Betrag dieser Gruppe
von CGUs verglichen. Zum 30. September 2018 hat das Management geprüft, ob neue Anzeichen
für einen Wertminderungsbedarf vorliegen. Aus der Überprüfung ergab sich keine Notwendigkeit
für eine Wertminderung. EigenkapitalveränderungsrechnungDer Rückgang der Minderheitsanteile aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises
ist im Wesentlichen auf die Veräußerung der US-amerikanischen Tochtergesellschaft
Lehigh White Cement Company zurückzuführen. Die Änderungen von Anteilen an Tochterunternehmen
resultieren insbesondere aus dem Erwerb der restlichen 40 % der Anteile an der Nordic
Precast Group AB, Stockholm, Schweden. Im Geschäftsjahr wurden an die Aktionäre der HeidelbergCement AG Dividenden in Höhe
von 377,0 Mio € (1,90 € je Aktie) gezahlt. Die Dividenden an Minderheitsgesellschafter
resultieren insbesondere aus Dividendenzahlungen unserer indonesischen Tochtergesellschaft
PT Indocement Tunggal Prakasa Tbk. in Höhe von 75,3 Mio € sowie Dividenden unserer
marokkanischen Tochtergesellschaften Ciments du Maroc S.A. und Industrie Sakia El
Hamra "Indusaha" S.A. in Höhe von insgesamt 51,6 Mio €. PensionsrückstellungenDie versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die erfolgsneutral im sonstigen
Ergebnis erfasst werden, wurden auf Basis der zum Abschlussstichtag gültigen Zinssätze
für die wesentlichen Länder ermittelt. Zum 30. September 2018 ergaben sich insgesamt
Gewinne aus der Neubewertung in Höhe von 133,0 Mio €. Hierin enthalten sind versicherungsmathematische
Gewinne in Bezug auf die Pensionsverpflichtungen in Höhe von 310,8 Mio €, die auf
den Anstieg des gewichteten Rechnungszinssatzes um ca. 0,5 Prozentpunkte zurückzuführen
sind, sowie Verluste aus der Neubewertung des Planvermögens in Höhe von 154,8 Mio
€. Die Begrenzung des Planvermögens führte zu Verlusten in Höhe von 16,3 Mio €. Angaben zu FinanzinstrumentenDie folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte für die einzelnen
Klassen der Finanzinstrumente sowie die Fair-Value-Hierarchien der Vermögenswerte
und Schulden, die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Buchwerte und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumentenscroll
Die Finanzinvestitionen "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" enthalten die
beizulegenden Zeitwerte der US-Beteiligungen Hanson Permanente Cement, Inc. und Kaiser
Gypsum Company, Inc. Die Veränderung der beizulegenden Zeitwerte der Beteiligungen
resultiert aus Wechselkurseffekten. Die anderen Bewertungsparameter sind gleich geblieben.
Hinsichtlich möglicher Unsicherheiten in Bezug auf die Ermittlung des beizulegenden
Zeitwerts dieser Finanzinvestition verweisen wir auf die Erläuterungen auf Seite 130
im Anhang des Geschäftsberichts 2017. In der Berichtsperiode ergaben sich keine wesentlichen
Änderungen zu den im Anhang gemachten Erläuterungen. Die Finanzinvestitionen "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" enthalten Beteiligungen
in Höhe von 31,1 Mio €, auf die HeidelbergCement keinen maßgeblichen Einfluss ausübt.
Die Bewertung erfolgt im Wesentlichen anhand der Multiplikator-Methode. Hierbei wird
der anteilige Unternehmenswert auf Basis unternehmensspezifischer Größen und Multiplikatoren
ermittelt. Weiterhin werden hier Finanzinvestitionen in Höhe von 10,0 Mio € erfasst,
deren beizulegender Zeitwert anhand der am Abschlussstichtag festgestellten Börsenkurse
bestimmt wurde. Diese Finanzinvestitionen wurden als Sicherheiten für bestehende und
zukünftige Rückversicherungsleistungen hinterlegt. Bei den liquiden Mitteln "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" handelt es sich
um hochliquide Investmentfonds, deren beizulegender Zeitwert anhand der am Abschlussstichtag
festgestellten Börsenkurse bestimmt wurde. Die Klassen "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige operative Forderungen"
sowie "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige operative Verbindlichkeiten"
sind nicht unmittelbar auf die dazugehörigen Bilanzpositionen überleitbar, da in diesen
neben den finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten auch nicht-finanzielle
Vermögenswerte in Höhe von 1.307,6 Mio € sowie nicht-finanzielle Verbindlichkeiten
in Höhe von 839,6 Mio € enthalten sind. Detaillierte Erläuterungen zur Vorgehensweise bei der Fair Value Bewertung gemäß IFRS
13 finden sich auf Seite 166 f. im Anhang des Geschäftsberichts 2017, der die Grundlage
für diesen Zwischenabschluss darstellt. Die Beurteilung, ob es bei finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die
zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen
der Fair-Value-Hierarchie gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode.
In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen vorgenommen. Angaben zu nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Berichtszeitraum ergaben sich neben den üblichen Geschäftsbeziehungen keine berichtspflichtigen
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen. EventualverbindlichkeitenZum Abschlussstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 70,3 (i.V.: 71,2)
Mio €, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit rechtlichen und steuerlichen Risiken
stehen. Der Zeitpunkt der möglichen Zahlungsmittelabflüsse für die Eventualverbindlichkeiten
ist unsicher, da sie von unterschiedlichen externen Faktoren abhängen, die außerhalb
des Einflussbereichs von HeidelbergCement liegen. Die Anwendung steuerlicher Regelungen
kann zum Zeitpunkt der Berechnung von Steuererstattungsansprüchen und -verbindlichkeiten
ungeklärt sein. Bei der Berechnung der Steuerpositionen ist die jeweils wahrscheinlichste
Anwendung zugrunde gelegt. Ungeachtet dessen kann die Finanzverwaltung hierzu eine
abweichende Auffassung vertreten. Aus einer abweichenden Auffassung können sich zusätzliche
steuerliche Verbindlichkeiten ergeben. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen
zum Abschlussstichtag wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
Ereignisse nach dem BilanzstichtagBerichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag lagen nicht vor. Heidelberg, 8. November 2018 HeidelbergCement AG |
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