![]() HeidelbergCement AGHeidelbergQuartalsmitteilung Januar bis März 2019Quartalsmitteilung Januar bis März 2019Mit der Änderung des Wertpapierhandelsgesetzes und der Börsenordnung der Frankfurter
Wertpapierbörse im Jahr 2015 ist für HeidelbergCement die Verpflichtung zur Veröffentlichung
eines Quartalsfinanzberichts im ersten und dritten Quartal eines Geschäftsjahres entfallen.
Dennoch hat HeidelbergCement weiterhin Quartalsfinanzberichte für das erste Quartal
veröffentlicht. Ab dem ersten Quartal 2019 stellen wir die Berichterstattung für das
erste Quartal des Geschäftsjahres auf eine Quartalsmitteilung gemäß § 53 der Börsenordnung
für die Frankfurter Wertpapierbörse um. Diese beinhaltet die aus Sicht des Unternehmens
relevanten Informationen. Die Berichterstattung für das dritte Quartal ändert sich
nicht. Highlights Q1 2019
Geschäftsentwicklung im Überblickscroll
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Vorjahreswert wurde angepasst aufgrund der Umgliederung des Ergebnisses aus assoziierten
Unternehmen Dank einer weiterhin positiven Dynamik in vielen Märkten und besseren Wetterbedingungen
als im Vorjahr in Europa und Nordamerika verzeichnete HeidelbergCement im ersten Quartal
2019 einen Absatzanstieg in allen Geschäftsbereichen. Der Umsatz des ersten Quartals 2019 erhöhte sich deutlich auf 4,2 (i.V.: 3,6) Mrd
€. Das entspricht einem Anstieg von 17 % im Vergleich zum Vorjahresquartal und einem
Plus von 15 % auf vergleichbarer Basis, das heißt ohne Berücksichtigung positiver
Wechselkurseffekte von 68 Mio €. Wesentliche Umsatztreiber waren zum Teil deutliche
Absatzsteigerungen in den Konzerngebieten West- und Südeuropa, Nord- und Osteuropa-
Zentralasien und Nordamerika sowie erfolgreich durchgeführte Preiserhöhungen in zahlreichen
Märkten. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen nahm ebenfalls deutlich
auf 396 (i.V.: 250) Mio € zu. Ursachen dafür sind das Absatzwachstum, erfolgreiche
Preiserhöhungen, die die gestiegenen Kosten mehr als ausgeglichen haben, sowie die
erstmalige Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 (Leasing). Nach IFRS 16
werden die Nutzungsrechte an Leasinggegenständen im Anlagevermögen sowie eine korrespondierende
Leasingverbindlichkeit bilanziert. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Aufwendungen
aufgeteilt auf Abschreibungen der Nutzungsrechte und Zinsaufwendungen. Die Anwendung
des IFRS 16 wirkte sich mit 79 Mio € positiv auf die Entwicklung des Ergebnisses des
laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen aus. Auf vergleichbarer Basis ergibt
sich damit ein Anstieg von 26 %. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs verbesserte
sich im ersten Quartal 2019 auf 60 (i.V.: -19) Mio €. Die Anwendung des IFRS 16 trug
rund 13 Mio € zur Verbesserung bei. "HeidelbergCement ist sehr gut in das Jahr 2019 gestartet", sagt der Vorstandsvorsitzende
Dr. Bernd Scheifele. "Wir konnten Umsatz und Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs
deutlich gegenüber dem Vorjahresquartal steigern. Neben besseren Wetterbedingungen
haben eine anhaltend gute Nachfrage und erfolgreiche Preiserhöhungen zu dieser positiven
Entwicklung beigetragen. Unser Aktionsplan macht gute Fortschritte. Wir haben bereits
mehr als 50 Mio € Einsparungen für 2019 gesichert und die Portfolio-Optimierung erfolgreich
fortgesetzt. Als Ergebnis konnten wir die Nettoverschuldung auf vergleichbarer Basis
deutlich absenken. Wir sind auf einem guten Weg, unsere Ziele für das Jahr 2019 zu
erreichen." Portfolio-OptimierungHeidelbergCement hat im ersten Quartal 2019 mit dem Abschluss wichtiger Transaktionen
weitere Fortschritte bei der Portfolio-Optimierung gemacht. Dazu gehören die Aufstockung
der Anteile an California Commercial Asphalt in den USA von 50 % und an Nordic Precast
Group in Nordeuropa von 60 % auf jeweils 100 % sowie der Verkauf von 7,8 % des Aktienkapitals
von Ciments du Maroc und die Veräußerung des Weißzementwerks El Minya in Ägypten.
Insgesamt gingen die zahlungswirksamen Erhaltungs- und Wachstumsinvestitionen einschließlich
der Erhöhung der Anteile an Tochterunternehmen im ersten Quartal auf 297 (i.V.: 721)
Mio € zurück. Die zahlungswirksamen Veräußerungen einschließlich der Verminderung
von Anteilen an Tochterunternehmen beliefen sich auf 217 (i.V.: 243) Mio €. HeidelbergCement setzt seinen Aktionsplan zur Beschleunigung der Portfolio-Optimierung
konsequent fort und ist auf gutem Weg, sein Ziel von 500 Mio € Veräußerungen im Geschäftsjahr
2019 zu erreichen. Bereits im April 2019 wurde der Verkauf des Zementwerks Spoleto
in Italien abgeschlossen. Ebenfalls abgeschlossen wurden die Veräußerungen eines Zementterminals
in Sri Lanka sowie der Geschäftsaktivitäten in der Ukraine. In Italien wurde weiterhin
der Verkauf des Zementwerks Testi sowie zweier Mahlwerke unterzeichnet. Vermögens- und FinanzlageDer freie Cashflow über die letzten 12 Monate verbesserte sich auf knapp 1,3 Mrd €.
Die Nettofinanzschulden beliefen sich am Ende des ersten Quartals 2019 auf 10,4 Mrd
€. Die Zunahme um über 2 Mrd € im Vergleich zum Jahresende 2018 ist einerseits auf
den saisonal bedingten Anstieg des Working Capital und andererseits auf die erstmalige
Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 (Leasing) zurückzuführen. Aufgrund
der Bilanzierung der Leasingverbindlichkeiten erhöhten sich die Nettofinanzschulden
um rund 1,3 Mrd €. Im Vergleich zum Ende des ersten Quartals 2018 nahmen die Nettofinanzschulden
damit um rund 500 Mio € zu. Auf vergleichbarer Basis, das heißt bereinigt um die Bilanzierung
der Leasingverbindlichkeiten, ergab sich hingegen ein deutlicher Rückgang um rund
0,8 Mrd €. Damit ist HeidelbergCement auf gutem Weg, sein Ziel für den Schuldenabbau
zu erreichen. Ausblick 2019Die wesentlichen Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung
von HeidelbergCement und des unternehmerischen Umfelds für das Geschäftsjahr 2019
sind im Geschäftsbericht 2018 im Kapitel Prognosebericht auf den Seiten 67 ff. wiedergegeben. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im ersten Quartal bestätigen wir den Ausblick
für das Gesamtjahr 2019. HeidelbergCement geht von steigenden Absatzzahlen für die
Kernprodukte Zement, Zuschlagstoffe und Transportbeton aus. Der Vorstand hält für
das Jahr 2019 unverändert an dem Ziel fest, Umsatz, Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs
vor Wechselkurs- und Konsolidierungseffekten sowie den Jahresüberschuss vor Einmaleffekten
moderat (+3 % bis +9 %) zu steigern. Risiken und ChancenRisiken, die sich im Geschäftsjahr 2019 und auf absehbare Zeit danach auf unsere Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken könnten, sowie die Chancen sind ausführlich
im Geschäftsbericht 2018 im Kapitel Risiko- und Chancenbericht auf den Seiten 74 ff.
dargestellt. In der ganzheitlichen Betrachtung von Einzelrisiken sowie der Gesamtrisikoposition
sind aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden oder andere bedeutende Risiken
erkennbar. Entwicklung in den KonzerngebietenNordamerikaDie Auftragslage in Nordamerika ist gut und es besteht ein positives Preis-Momentum.
Die Region Nord verzeichnete ein solides Absatzwachstum im Vergleich zu dem durch
schlechtes Wetter deutlich beeinträchtigten ersten Quartal 2018. Effizientes Kostenmanagement
konnte den Preisdruck an der nördlichen Atlantikküste teilweise ausgleichen. Die Absatzzahlen
im Süden wurden insbesondere durch den Wirtschaftsbau und die starke Nachfrage in
Florida angetrieben. Die Verkaufsvolumen der Regionen West und Kanada wurden durch
anhaltende Regenfälle und einen langen Winter beeinträchtigt. West- und SüdeuropaDer Absatz im Konzerngebiet West- und Südeuropa ist aufgrund des milden Winters, einer
höheren Anzahl Arbeitstage und eines soliden Nachfragetrends deutlich gestiegen. Die
bereits im Januar durchgeführten Preiserhöhungen konnten die Kosteninflation mehr
als ausgleichen und haben zu Margenverbesserungen in allen Geschäftsbereichen und
zu einer deutlichen Ergebnissteigerung geführt. Die Inflation von Energie- und Stromkosten
sollte im Jahresverlauf abnehmen. Auftragslage und Preisausblick sind solide. Nord- und Osteuropa-ZentralasienStarke Preiserhöhungen haben trotz hoher Stromkosten zu einer soliden Ergebnisverbesserung
im Konzerngebiet Nord- und Osteuropa-Zentralasien geführt. In Nordeuropa ist der Absatz
aufgrund des langen Winters und verspäteter Infrastrukturprojekte leicht gesunken.
In Osteuropa wird die Nachfrage weiterhin durch den Wohnungs- und Infrastrukturbau
angetrieben. Die Absatzzahlen sind hier aufgrund des milden Winters und einer höheren
Anzahl Arbeitstage zum Teil deutlich gestiegen. Asien-PazifikIm gesamten Konzerngebiet Asien-Pazifik haben sich die Preise positiv entwickelt.
In Indonesien erhöhte sich die Marge trotz immer noch relativ hoher Kohlepreise. Obwohl
sich der Absatz in Indien und Thailand aufgrund der Wahlen eher schleppend entwickelte,
konnte das Ergebnis dank der gestiegenen Preise verbessert werden. In Australien glich
die Nachfrage von großen Infrastrukturprojekten den Rückgang im Wohnungsbau aus. Einsparungen
bei Verwaltungs- und Vertriebskosten wirkten sich positiv auf das Ergebnis aus. Afrika-Östlicher MittelmeerraumDas Nachfragewachstum in den Ländern südlich der Sahara setzte sich fort und trug
positiv zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung bei. Das solide Ergebniswachstum in Marokko
wurde durch effizientes Kostenmanagement unterstützt. Der Ergebnisrückgang im Konzerngebiet
ist im Wesentlichen auf Ägypten zurückzuführen. Dort haben Absatz, Umsatz und Ergebnis
aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs die starken Vorjahreswerte nicht erreicht. Die
rückläufige Ergebnisentwicklung in Israel aufgrund einer auslaufenden Steinbruchlizenz
konnte nur teilweise durch Zementverkäufe und vertikale Integration ausgeglichen werden. KonzernserviceIm Bereich Konzernservice stieg der Umsatz im ersten Quartal deutlich um 58 %. Die
Handelsvolumen befinden sich auf einem historischen Hoch. Dazu beigetragen haben unter
anderem gestiegene Exporte aus der Türkei. Tabellen zu den Konzerngebietenscroll
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Vorjahreswert wurde angepasst aufgrund der Umgliederung des Ergebnisses aus assoziierten
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Vorjahreswert wurde angepasst aufgrund der Umgliederung des Ergebnisses aus assoziierten
Unternehmen Heidelberg, den 9. Mai 2019 HeidelbergCement AG Der Vorstand Sitz der Gesellschaft ist Heidelberg; eingetragen beim Registergericht Mannheim HRB Nr. 330082 Kontakt: Unternehmenskommunikation Telefon: + 49 (0) 6221 481-13 227 Telefax: + 49 (0) 6221 481-13 217 E-Mail: info@heidelbergcement.com Investor Relations Telefon: Institutionelle Anleger: + 49 (0) 6221 481-13 925 Privatanleger: + 49 (0) 6221 481-13 256 Telefax: + 49 (0) 6221 481-13 217 E-Mail: ir-info@heidelbergcement.com Finanzkalenderscroll
Über HeidelbergCementHeidelbergCement ist einer der weltweit größten integrierten Hersteller von Baustoffen
mit führenden Marktpositionen bei Zuschlagstoffen, Zement und Transportbeton. Der
Konzern beschäftigt 58.000 Mitarbeiter an über 3.000 Standorten in rund 60 Ländern. Diese Quartalsmitteilung wurde am 9. Mai 2019 veröffentlicht. |
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